Buch 5 – 9           NR.   182 – 442

empfangen von  Bertha Dudde  in der Zeit  vom 16.11.1937 – 31.5.1938

Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.),  Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<.

B.D. 182                empfangen am  16.11.1937

Mahnung zum Ausharren ....

Geistiges Wissen ....

Siehe, mein Kind, alles, was du beginnst, hat den Segen in sich, daß dein Denken unausgesetzt dem Geistigen zugewendet ist, und wer so strebet, dessen Handlungen werden im Sinne des Höchsten sein. Verlässest du diesen Pfad, so gehen unzählige Möglichkeiten dir verloren ....

Dein Leben geht dahin, doch nicht zum Teil so ausgewertet, wie es dir jetzt auf diesem Wege möglich ist. Und da es nicht allein um dein Seelenheil geht, sondern um das von vielen Erdenkindern, mußt du ausharren ....

Denn unsagbar viel kannst du wirken auf Erden. Wir haben keinerlei Möglichkeiten, dir geistiges Wissen noch besser zu vermitteln, wir können uns immer nur nach Gesetzen richten, die unser Herr und Heiland uns gab, und in dieser Verbindung mit dir erschöpfen wir jede Möglichkeit, die deiner Förderung gilt. Und wieder liegt es in deinem Willen, mehr und mehr zu empfangen .... die Arbeit an dir selbst .... die immer tiefere Verbindung mit Gott .... wird dich befähigen, auch immer tiefer einzudringen in göttliche Wahrheiten .... denn uns gibst du dadurch wieder die Möglichkeit, dir alle Lehren zu übermitteln, wie es uns der Heiland aufgetragen hat.

Amen


B.D. 183                empfangen am  16.11.1937

Kämpfe körperlich und seelisch ....

Verblendete ....

Und groß und mächtig ist der Herr, Der euch geschaffen hat .... klein aber und machtlos, der Ihn nicht erkennen will. Und deshalb dürfet ihr vertrauen immer auf den Herrn, daß Er in Seiner Macht und Herrlichkeit euch, Seinen Kindern, Hilfe bringt wider das, was nicht von Ihm kommt, wenn nur ein Rufen .... ein um Hilfe flehender Gedanke zu Ihm dringt ....

Denn was Er erschaffen hat, soll bestehen nach Seinem Willen, und was an irdischen Gütern euch anhaftet, das müsset ihr dahingeben, wenn ihr das Reich Gottes erwählet. Denn nur der Mensch wird gewertet, nicht sein Besitz .... wo aber Gott schauet in die Herzen, da wird nichts verborgen bleiben Seinen Vater Augen. Und willenlos werdet ihr folgen, wo euch der himmlische Vater führt .... denn Er weiset recht, die Ihm vertrauen. Darum preiset den Herrn, Der in göttlicher Liebe einem jeden den Platz auf Erden anweiset, der ihm dienlich ist zu seinem Heil. Wer Vollkommenheit anstrebt, muß dienen .... und stets bereit sein, zu dulden für den Herrn. Unsagbar bitter ist es für diejenigen, die sich selbst bereiten wollen ihr Leben, ausgeschlossen zu sein von Seiner Vaterhuld ....

Die die Liebe Gottes nicht zu brauchen glauben, die ganz allein sich und ihr Schicksal in Händen zu halten glauben, denen wird der Vater ferne sein so lange, bis auch sie in leisem Erkennen der Göttlichkeit um die Liebe des Vaters bitten. Dann erst wird ihnen diese zugewendet werden, um dann die Gnade auszulösen, kraft derer es dem Menschen nun gelingt, sich immer höher emporzuringen.

Für diese armen Verblendeten stehen noch große Kämpfe bevor, körperlicher und seelischer Art, denn nur dadurch können sie hingewiesen werden zu ihrem Schöpfer .... nur dadurch öffnen sie Augen und Ohr ihren geistigen Freunden, um durch diese endlich auf den rechten Weg gewiesen zu werden ....

Ohne Leid kommt wohl kaum einer dem himmlischen Vater nahe ....

Dir, mein Kind, wird die Gnade zuteil, deinen Heiland in deiner Nähe zu wissen, wenn du von Liebe zu Ihm erfüllt bist ....

Dein Herz wird jubeln, in steter Verbindung mit Ihm bleiben zu dürfen, doch gib Ihm alles hin, was dir lieb und wert ist .... und immer reicher wird dein Leben sein, denn die Gnadensonne wird dir dann strahlen in Ewigkeit.

Amen


B.D. 184                empfangen am  17.11.1937

Prüfungen ....

Siehe, mein Kind, in allen deinen Lebensnöten liegt eine tiefe Bestimmung, und um diese zu erfüllen, mußt du alles in Geduld tragen, was der Herr dir auferlegt. Es reget sich in dir oft das Verlangen, deinem himmlischen Vater als Kind nahe zu sein, und dazu gehört auch das Sich-willig-Seinen-Anordnungen-Unterwerfen. Gott sendet diese Prüfungen über Seine Kinder, um sie immer mehr zu Sich heranzuziehen, denn es sind dies alles Prüfsteine auf dem Erdenweg, deren Überwindung dich nur vorwärtsbringen kann in deinem Streben ....

Und nichts ist vom himmlischen Vater in Seiner Weisheit ohne Zweck angeordnet, auch wenn ihr es nicht fassen könnt ....

Darum müßt ihr euch in blindem Gottvertrauen diesen Seinen Anordnungen unterwerfen, es wird euch nur zum Segen sein. Und nun, mein Kind, höre unsere Lehren: Sendet der Herr den Seinen Worte des Heils und diese werden nicht angenommen, weil ihnen das Verständnis fehlt .... die innere Verbindung mit ihrem Schöpfer .... so lässet Dieser Prüfungen über sie kommen, um sie von Seinem Willen zu überzeugen .... denn wie oft glaubt der Mensch, sich einer höheren Macht entziehen zu können .... ehe er selbst einsehen muß, daß sein Schicksal in anderen Händen liegt als in seinen eigenen. Und immer wieder wendet der Herr in Seiner Liebe den Erdenkindern Sein Erbarmen zu. Die kurze Erdenzeit recht, d.h. nach Gottes Sinn, auszufüllen mit stetem Streben nach Vollkommenheit ist das höchste Gut, was der Mensch sein eigen nennen kann, liegt es nur in seinem Willen. Und Gott lenkt immer wieder seine Gedanken auf geistiges Gebiet .... er wird so oft gewarnt und hingewiesen auf die Ewigkeit .... so er nur ein wenig des Willens ist, seinem Herrn und Schöpfer zu dienen, kommt er auf den rechten Weg kraft der Liebe aller Geistwesen, die, ihm zum Schutz, seinen Lebensweg begleiten. Sich mehr der inneren Stimme hingeben und nicht ankämpfen gegen Gedanken, die auf das Jenseits .... auf das Leben nach dem Tode .... gerichtet sind. Solche Gedanken werden jedem kommen .... und diese Gedanken müssen euch lieb und vertraut werden .... anstatt daß sie euch erschrecken und ihr sie unwillig abweiset ....

Wer in Sorge um sein Seelenheil alles tut, was ihm zur geistigen Förderung verhilft, sieht dem Tod des Lebens nicht mit Schrecken entgegen .... er erblickt darin ja nur den Eingang in ein anderes Leben, das ihm erfüllen wird seines Herzens Sehnen, verbunden zu sein mit seinem Herrn und Heiland. Darum achtet der Trübsal auf Erden nicht .... sie ist nur ein Mittel, euch zu lenken auf den rechten Weg, der euch führen soll zum ewigen Frieden.

Amen


B.D. 185                empfangen am  17.11.1937

Altes Testament ....

Vermehren wird sich dein geistiges Gut, vertraust du dich uns willig an und bleibst du in steter Liebe deinem Heiland verbunden. Wir haben den Auftrag, dich einzuweihen in die Lehren des Alten Testamentes. Gott gab, bevor der Heiland Mensch geworden, Seinen Propheten Seine Stimme und übermittelte durch sie Seine Gebote. Gelehrt wurde, daß der Messias komme, aus dem alles Heil widerfahren sollte der Menschheit. Doch keineswegs gab Gott der Herr ihnen den Auftrag, Kenntnis zu geben von den Sünden der Väter ....

Wie Gott zu den Seinen spricht auch heut, so gab Er immer schon den Menschen kund, zu wandeln im Glauben und in der Liebe zum Schöpfer. Und doch entstanden durch die Menschen Urkunden, die bezeugen sollten den Willen des Herrn ....

Vermessen könnte es genannt werden, wären solche Schriften nicht in bester Absicht entstanden, zu dienen dadurch dem Herrn und Schöpfer des Himmels und der Erde. Und nun führen diese Lehren dahin, daß man abzuleugnen sucht alles .... auch die Worte des Herrn Selbst, Der sie den Menschen zum Segen gegeben hat durch Seine Propheten. Deshalb weiset nicht ab, was eurer Beurteilung sich entzieht ....

Lasset Gott walten von neuem, und nehmt an, was Er euch sendet in klaren Worten, die euch zu Herzen gehen werden und die mehr eindringen werden in euch als das Buch der Väter. Doch irret auch dieses .... was ihr nicht versteht, das beurteilet nicht ....

Lehnt nicht ab, denn ihr könnet auch viel Wahrheit damit ablehnen ....

In keinem Hause sollten die Worte Gottes fehlen, doch wenn auch das alte Buch nicht mehr gibt, was euch Trost sein kann, dann verwerfet es dennoch nicht  .... die Zeit ging darüber hin und mit ihr auch die Sprechweise der Menschen ....

Verleugnet nicht Gottes Wort, sondern bittet den Vater inständig, daß ihr leset in Erleuchtung .... daß ihr recht versteht, was Er durch die Propheten euch gegeben .... und daß euch die Lehren der Wahrheit vermittelt werden mögen. Die Liebe des göttlichen Vaters wird immer wieder Mittel und Wege finden, daß Seine Lehren Eingang finden in die Herzen der Menschheit .... und euch vor Irrtum zu bewahren, wird Er lenken eure Gedanken, wollet ihr nur recht verstehen und wollet ihr aus dem Buch der Bücher nur göttliche Wahrheiten entgegennehmen und nicht menschlich ergründen die Schwächen und Fehler der Menschheit. Nur reines, lauteres, Gott zugewendetes Denken bürgt für die Wahrhaftigkeit der Worte, die Gott in Liebe durch Seine Werkzeuge den Erdenkindern übermittelt. Vermischet sich dieses Denken mit irdischem Bestreben .... ist es nicht ausschließlich dem himmlischen Vater zugewandt, dann wird eine jegliche Arbeit von Menschenhand nicht mehr rein göttlich, sondern menschlich irrend entstehen .... und so sind zu erklären die geistigen Lehren, die anzunehmen sich sträuben so viele geistig Forschende. Doch wiederum gilt auch hier das eine, daß Wissenschaft dies nicht zu ergründen vermag, was Wahrheit ist und was falsche Lehren .... die Erkenntnis wird nur denen, die ihre Zuflucht nehmen zum himmlischen Vater und Diesen um Erleuchtung bitten. Diesen wird Er die Gnade nicht versagen und sie führen auf den rechten Weg .... den Weg des Erkennens. So gib dich unseren Worten vertrauend hin, und achte auf alles, was Gott dir bereitet, um euch zu verkünden die reine Wahrheit.

Amen


B.D. 186                empfangen am  18.11.1937

Reine Wahrheit ....

Zeichen ....

Wunder ....

Es werden Zeiten kommen, wo dir offenbaret wird, was der Heiland in Seiner Liebe dir zugedacht hat. Dann mußt du so tief innig glauben können, daß keine Zweifel mehr dein Herz befallen. Dahin führt unser Streben und unsere Bemühungen, dir durch Kundgaben solche Kraft zu übermitteln, daß du als reine Wahrheit alles aufnimmst, was dir geboten wird. Beachte, daß alles, was der Herr dir sendet, deinen Geist aufleben läßt .... daß du in mancher Stunde schon dir Trost holen konntest aus Seinen Worten .... daß dir vom Heiland nur solches gelehret ward, was deinem Fassungsvermögen entspricht ....

Vollendet wird doch Sein Werk mit solchen Gaben, die dich einführen werden in die tiefste Wahrheit und dir ein geistiges Wissen vermitteln, daß du die Größe Seiner Liebe und Macht daran erkennen wirst. Strebe nach diesem tiefen Glauben, der die Grundlage ist für dein ferneres Wirken. Und nun sei bereit aufzunehmen:

Immer und ewig bestehen Gottes Lehren, und immer findet der Herr, die Ihm dienen und Seine Lehren verbreiten helfen unter der Menschheit. Aber nicht immer ist das menschliche Herz und Ohr bereit, sie anzunehmen. Was der Herr schon an Wundern geschehen ließ .... sie wurden nur selten anerkannt als solche ....

Zu Christi Zeiten geschahen der Wunder viele, und selbst da wandten sich nur wenige Ihm zu, denn der Mensch ist verhärtet durch den Einfluß des Bösen und glaubt diesem mehr als Seinem Schöpfer. Gesegnet nun, wessen Herz sich erschließt für alles, was von oben kommt .... wer im Glauben an den Heiland sein Wirken auf Erden in den Dienst des Herrn stellt. Alle diese wird der Herr erleuchten und ihnen die Kraft geben, nach Seinem Willen zu wirken für das Seelenheil der Menschenkinder ....

So erlebst auch du einen ständigen Fortschritt und erfüllst Tag um Tag deine Bestimmung. Das Aufnehmen der Worte Gottes ist dir Gewähr, daß der Herr mit Seiner Gnade bei dir ist und dich segnet. Demütig, willig und ergeben alles entgegennehmen und den Geboten des Herrn nachkommen .... und immer gefestigter wird dein Glaube sein, der dich hinanführen wird zur Höhe.

Amen


B.D. 187                empfangen am  18.11.1937

Heilige Hallen ....

Segen der Arbeit für Geistwesen ....

So beginne in Gottes Namen. Alle sind hier, die dein Herz sucht ....

Du hast wieder gegen Versuchungen anzukämpfen, das erschwert deine Aufnahme, doch bleibe uns nur in Liebe verbunden, dann wird dir auch geholfen werden zu jeder Zeit. Versuche nun, uns zu folgen: Wir haben sorgsam vorbereitet, was du aufnehmen sollst, und brauchen nur deine Aufmerksamkeit. In heiligen Hallen verweilen alle die, denen unsere Worte Segen gebracht haben. Dir wird ein Gleiches zuteil werden, kämpfest du für deinen Heiland, denn Seinen Streitern ist bereitet ein Leben in Herrlichkeit ....

Von des Heilands Liebe umstrahlt, begehren sie nur zu schauen das ewige Licht .... den Herrn und Schöpfer des Himmels und der Erde von Angesicht zu Angesicht ....

Es flehen dich unzählige Seelen an, ihnen zu helfen aus der Not, aus der Gewalt der bösen Mächte. Allen diesen ist der Weg noch so weit, bis sie dahin gelangen, wo ihnen die ewige Seligkeit beschieden ist ....

Dir ist die Möglichkeit geboten, durch rastlose Arbeit auf Erden auch eine große Zahl dieser Armen zu erlösen, kannst du doch viele, viele Menschen darauf hinweisen, ebenfalls in Liebe für so viele Geistwesen zu wirken ....

Durch Gebet und frommes Wandeln auf Erden wird die Kraft aller Wesen immer größer .... es kann keiner von euch ermessen, wie wohltätig sich ein Lebenswandel in geistigem Streben auswirkt auf die ihn umgebenden Geistwesen .... wie so viele, die mit den noch auf Erden weilenden Wesen durch Gottes Weisheit verbunden sind, teilnehmen am Erdenleben dieser und in Hoffen und Bangen ersehnen, daß sich alle zuwenden möchten dem göttlichen Vater ....

Ihr Wirken im Jenseits ist ja unausgesetzt die Sorge um diese Erdenkinder .... und ihr geistiges Streben im Jenseits gilt ja auch nur dem Seelenheil der ihnen anvertrauten Erdenkinder. Es ist oft ein schwerer Kampf um solche Seelen, und so du helfend eingreifen kannst .... wo du deinen Geschwistern auf Erden vermitteln kannst unsere Lehren, werden dir zahlreiche Wesen dies danken, und darum verfolgen sie dein Bemühen mit steter Sorge und Hoffnung. O könntet ihr Menschen nur annähernd ermessen, wie viel Segen ihr geben könnt mit eurer Arbeit .... ihr würdet fortan nur dem Heiland dienen und aufgehen in Liebe für eure Mitmenschen .... und jederzeit würdet ihr nur dem Ziel zustreben, euch zu schaffen die ewige Herrlichkeit.

Amen


B.D. 188                empfangen am  19.11.1937

Gebet ....

Wir fördern dich, so gut es in unseren Kräften steht, und deshalb ist all deine Angst und Sorge unnötig, nur an deinem Gebet liegt es .... wenn du stets zu diesem deine Zuflucht nimmst, kannst du ohne Sorge sein, denn stets wird erhöret, wer da bittet aus tiefstem Herzen um Erleuchtung. Liebes Kind, vorübergehend wollen dich geistige Kräfte in Anspruch nehmen, die dir geben wollen erhabene Lehren von Gottes Weisheit. Achte darauf, wie dir diese zugeteilt werden. In allen Nöten hat der Vater Seinen Kindern eins gegeben .... das Gebet ....

Was ist das Flehen-Dürfen zu Ihm für ein Gnadenbeweis Seiner göttlichen Liebe! ....

Er gibt allen die Möglichkeit, nur durch Zuwenden inniger Gedanken an Ihn sich Hilfe zu verschaffen zu jeder Zeit ....

Erbarmend kommt der Vater einem jeden entgegen, der Ihn anruft in seiner Not. Wer unter euch will diese Gnade zurückweisen, dem ist jede Möglichkeit verschlossen, daß göttliche Hilfskräfte ihm sein Wirken auf Erden erleichtern. Auf sich selbst gestellt, wird ihm die rechte Erkenntnis mangeln .... er wird seinen Lebensweg gehen in Irrtum und Dunkelheit des Geistes ....

Was Gott euch durch die Segnungen des Gebetes gab, ist von so unschätzbarem Wert für euch, denn es stellt ja die Verbindung her zwischen dem himmlischen Vater und Seinen Erdenkindern. Nur ein Verblendeter weiset solche Gnadenmittel von sich ....

Jedes Kind Gottes aber wird dem Vater danken für diesen großen Gnadenbeweis Seiner Liebe und wird sich angelegen sein lassen, in Dankbarkeit anzunehmen, was ihm geboten wird. Im Gebet will der Herr euch prüfen, denn was ihr als Form eines Gebetes anwendet, genügt nicht .... es dringt nicht zum Vater, solange nicht euer Herz spricht ....

Es ist nur dann von Wert und Wirkung, legt ihr euer ganzes kindliches Flehen hinein in das Gebet, sei es in Worten oder in Gedanken ....

Immer müßt ihr von Herzen zu Gott sprechen, dann wird Er euch erhören und euch geben, was im Sinne der göttlichen Weisheit ist. Darum übergebt alle eure Sorgen vertrauensvoll eurem Vater, Der so, wie es euch von Nutzen ist für die Ewigkeit, euer Gebet erhören wird ....

Und unterwerfet euch stets Seinem Willen. Denn Er allein weiß, was euch frommet, und wird euch geben, daß es euch Segen bringt ....

So sehet im Gebet immer ein Geschenk .... die Brücke, auf der der Herr euch gestattet, zu Ihm zu kommen .... und diese Gelegenheit nutzet, sooft ihr könnt .... am Ende eurer Tage werdet ihr erkennen, wie segensreich euer Wandeln dadurch auf Erden war.

Amen


B.D. 189                empfangen am  19.11.1937

Schutz vor Irrtum ....

Mahnung zum Gebet ....

Unentwegt sollst du vernehmen unsere Lehren. Siehe, Gott gibt dir Seinem Willen gemäß so, wie es dir zuträglich ist. Du kannst vernehmen Sein Wort fort und fort .... es werden dir geboten Seine liebevollen Unterweisungen, solange dein Wille gut ist und du bereit bist, dem Herrn zu dienen, aber achte stets darauf, daß du auch fernerhin um deinen Glauben kämpfst, denn du wirst immer leichter aufnehmen, je fester du im Glauben bist. Bewege alles, was wir dir geben, in deinem Herzen, und du wirst sehen, daß dir viel Kraft dadurch zufließt, lässest du erst die Lehren recht auf dich einwirken ....

Es mag dir wohl manchmal scheinen, als bringest du deine eigenen Gedanken in die Schrift, doch weise solches stets von dir .... der Schutz um dich läßt nicht zu, daß Irrtum deinem Schreiben unterläuft ....

Es sollen dies Lehren sein, für viele bereitet, und nur reine Wahrheit soll erstehen durch dich .... darum hüte dich selbst vor solchen Gedanken, die nur deine Ruhe stören und auch hindernd wirken auf unsere Übermittlungen. Es ist nur eins vonnöten, daß du alles in tiefem Glauben entgegennimmst .... daß du voll und ganz deinem Heiland vertraust, Der dich nicht in Irrtum wandeln lassen will, und daß du dankbar aus Seiner Hand entgegennimmst, was immer dir gegeben wird. Nun sei bereit und höre: Wieder ist dem Herrn eine Kraft erstanden, auf die wir alle große Hoffnung setzen. Hat dein Herz erst einmal teilgenommen an diesem großen Gnadenwerk des himmlischen Vaters, so wird es nimmer davon lassen ....

Die Freuden der Welt können ein solches Kind nicht mehr betören, denn in der Gnade Gottes zu leben, in Seiner Liebe täglich auf Erden zu wandeln ist unvergleichlich wertvoller. Es stellt sich bald das Verlangen ein, immer mehr einzudringen in die geistige Welt, und die irdische Welt mit ihren Verlockungen gibt dem Gotteskind nichts mehr, was diesen Segnungen gleichkommt. Und doch ermahnet der Vater immer wieder, nicht nachzulassen im Gebet, denn nur durch ständiges Gebet wird die Gnade und die Kraft immer wieder erworben, und nur durch dieses kann der Mensch ausführen und zum Ziel gelangen. Wachet und betet! Auf daß ihr nicht dem Versucher erliegt, der unausgesetzt sucht, den Menschen abwendig zu machen vom göttlichen Streben. Und durch das Gebet werdet ihr immer alles Böse um euch abwehren und nur der Gnade des Herrn teilhaftig werden. Darum bleibet im Gebet, und rufet den Vater mit jedem Gedanken um Hilfe an, daß Er segnen möge euer Streben und euch Kraft geben zu glauben.

Amen


B.D. 190                empfangen am  20.11.1937

Wirkung auf unwissende Geistwesen ....

Im Wechsel der Zeiten gestattet uns der Herr, dir mitzuteilen, was dir Freude machen soll. Es gehen im Lande des Ewigen viele einher, denen du durch dein Streben vollkommen anderes Denken gelehrt hast. Leise und behutsam erscheinen sie in deiner Nähe und beachten alles, was du tust und denkst. Und auch in ihnen beginnt ein langsames Erkennen ihrer Lage und ihrer Bestimmung. Ihr Sinnen und Trachten ist nun darauf gerichtet, sich einzufügen und in Verbindung mit guten Geistwesen zu kommen. Für alle diese ist dein Wirken auf Erden schon von Segen geworden .... immer wieder kehren sie zu dir zurück und betrachten staunend die Möglichkeit der Verbindung von dir zum Jenseits. So mancher würde es dir erklären wollen, wie dein Beten und dein Streben auf ihn gewirkt hat ....

Der Lichtstrahl, der von dir ausgeht, sobald unsere Verbindung hergestellt ist, zieht viele arme Seelen an .... sie sind noch mit der Erde verknüpft, und wo ihnen ein solcher Strahl leuchtet, dort finden sie sich zusammen ....

Ein lieber Gedanke, den du diesen allen zuwendest, gibt ihnen immer wieder Hoffnung und Kraft, die Arbeit an sich selbst zu beginnen und sich der Göttlichkeit zuzuwenden in beginnendem Erkennen. Was du schon diesen allein gibst, ist unendlich wertvoll und segenbringend. Manch einer möchte sich hervordrängen und dir seine Sorgen und seine Bitten anvertrauen, doch jetzt ist die Zeit noch nicht gekommen .... nicht für sie, und auch dir wollen wir nicht den Frieden stören. Wir handeln jetzt im Sinne des Herrn, daß wir dir nur geben möchten, was dir und deinem Seelenfrieden zuträglich ist. Doch könntest du die Schar derer sehen, die dein Bemühen mit Hoffen und Bangen verfolgen, so würde das allein schon dich antreiben, die Gelegenheit zur Verbindung mit uns auszunutzen, sooft du kannst.

Könnten wir nur recht oft so unmittelbar wirken an den Erdenkindern .... wie viel Segen würde das nach sich ziehen! Gläubig und vertrauensvoll darfst du dich immer uns zuwenden .... unzählige Seelen bangen gleich uns, daß du diesen Weg verlassen könntest, und soweit unser aller Kraft es vermag, stehen wir alle dir helfend zur Seite, darum kannst du mit großer Zuversicht dein Werk fortsetzen und brauchst nicht bangen, daß dir je unser Beistand entzogen werden könnte. Die Liebe unseres Herrn und Heilands ist so unermeßlich, und immer ist Er bedacht, den Seinen Labsal und Kraft zu geben auf ihrem Pilgerweg zur wahren Heimat.

Amen


B.D. 191                empfangen am  20.11.1937

Gelehrte ....

Arm und Reich ....

Pfund ....

Im Einverständnis mit unserem Herrn und Heiland bereiten wir dir heut eine Kundgabe, die dich befähigen soll, auch Gelehrten gegenüber zu vertreten, daß dein Streben von Gott gewollt und in Seinem Wohlgefallen ist. Hart und schwer ringen so manche Menschen um ihr Dasein, und wieder anderen fällt das Glück in den Schoß, und sie haben wenig Verständnis für die Not und Leiden der anderen. Wenn ihr nun meinet, daß der Herr diese verlassen hat, so sehet einmal näher hin und beachtet, daß dort, wo der Mensch kämpfen muß um sein tägliches Leben, viel eher Seine Gebote erfüllt werden als dort, wo den Menschen ein leichtes Los beschieden ist ....

Und merket daher, daß der Mensch in Sorgen viel eher den Gedanken jene Richtung gibt, die zu seinem Heil führen .... daß aber dem Menschen, der unbeschwert durch das Leben geht, jeder Gedanke an eine Rechtfertigung vor dem himmlischen Vater unbequem ist und er solchen schnell abweiset, wenn er sein Inneres einmal ausfüllt. Vergleichet ihr nun, wie Christus auch Sein Leid willig auf Sich nahm, aus Liebe zur Menschheit, weil Er den Erdenkindern den Lebensweg dadurch erleichtern wollte, so geht daraus hervor, wie wenig Leid euch der Herr aufbürden wollte und wie Er bemüht war, diese Last zu verringern, indem Er geduldig das Leid der Menschheit auf Sich nahm. Anderer Wesen Leid zu tragen, ist die Größe Seiner Liebe fähig gewesen, und für andere Sich zu opfern, hat Sich der Herr ans Kreuz schlagen lassen. Sonach nehmen alle die, die ihr Leid auf Erden tragen .... gottergeben und duldsam .... an dem Erlösungswerk Christi teil, denn nur durch Leid gelangt der Mensch zur Vollkommenheit .... durch Leid werden Tausende und aber Tausende von Seelen gerettet für das ewige Reich. Dem anderen aber, den nichts beschwert, wird wenig Segen erwachsen aus seinem Wandeln auf Erden, denn er verschließt sich allen Ermahnungen, die seinem Herzen zugehen, und bleibt weit zurück hinter jenen ....

Wenn ihr nun fragt, warum der Herr so verschieden die Seinen betreut, warum Er läßt den einen reifen in Not und Betrübnis, den anderen aber bewahret vor Herzeleid und Sorgen, so wird euch der Herr Selbst darauf antworten: „Ich habe jedem gegeben das Pfund, daß er es verwerte.“ So, wie der Mensch sich zu Gott einstellt, so wird ihm gegeben werden ....

„Und ist wohl einer unter euch, an dessen Herz Ich nicht geklopft hätte? ....

Ist wohl einer unter euch, dem Ich Mich nicht genaht hätte, um aufgenommen zu werden von ihm?“

Der Arme gibt von dem wenigen, das er hat .... der Reiche aber läßt vergeblich bitten, die dazu ihm kommen. Und so wird auch der Herr aufgenommen von dem Armen, von dem Reichen aber abgewiesen, sooft Er Einlaß begehret bei ihm. Und nun erwählet der Herr, wer Ihm treu gedienet hat, und ist ferne denen, die in Hartnäckigkeit Seinen Ruf nicht vernehmen wollten ....

In Kürze aber werdet ihr es erleben, wie der Vater die Seinen schützt und ihnen Kenntnis gibt von Seiner Liebe ....

Dann erwachet auch ihr, die ihr lange gezögert habt, den Herrn aufzunehmen in euer Herz. Denn kurz ist die Zeit, die euch beschieden ist auf Erden. (Unterbrechung)


B.D. 192                empfangen am  21.11.1937

(Fortsetzung zu Nr. 191) Hinweise ....

Doch nun wirken verschiedene Mächte im menschlichen Herzen, das Gute streitet wider das Böse, und gar sehr oft hat das Böse große Macht über den Menschen ....

Es nimmt der Mensch viel leichter an, was ihn entfernt vom Herrn, wenn die äußeren Lebensumstände ihn nicht dazu veranlassen, sich durch inniges Gebet Hilfe zu erbitten vom Herrn. Somit wird die Kraft, mittels derer der Mensch den Versuchungen des Bösen widerstehen könnte, immer geringer und die Macht des Versuchers, sein Einfluß auf die Menschenseele immer größer. Das Gebet vergißt sehr oft der, dessen Leben wenig Kampf um sein Dasein ist ....

Diese Armen verhärten mit der Zeit ihr Herz ganz gegen die guten Einflüsse der Geistwesen, die ihnen zu ihrem Schutz zugeteilt sind. Deshalb ist unser dringendster Hinweis der, der Welt und den irdischen Freuden zu entsagen, denn dann erst mehrt sich die Kraft, zu wirken für das Seelenheil. Allen, die mit irdischen Gütern gesegnet sind, ist der Drang zum Genießen Wollen eigen, und darin liegt die große Gefahr, denn je mehr sie der Welt ihr Sinnen und Trachten widmen, desto mehr entfernen sie sich von der geistigen Welt .... und werden sie einmal darauf hingewiesen, daß der eigentliche Zweck des Lebens doch ein anderer ist, so versuchen sie nur doppelt, sich solche .... sie auf den rechten Weg weisende Gedanken durch irdische Genüsse zu betäuben. Sie leben dahin, als käme nie ein Ende ihrer Tage ....

Und doch werden einem jeden Hinweise genug gegeben und sehen sie am Schicksal .... am plötzlichen Hinscheiden so mancher ihrer Mitmenschen, wie nötig es wäre, sich mit den Gedanken ans Jenseits vertraut zu machen. Allen kommt die Stunde, ob früh oder spät; und ein langes Leben gelebt, ohne den Sinn erfaßt zu haben, ist unsagbar schmerzlich ....

Darum ist das Bemühen um diese Seelen doppelt schwer, aber auch verdienstvoll ....

Eine solche Seele aus der Macht des Widersachers zu entreißen erfordert viel Liebe und Geduld und treues Ausharren. Wem die Möglichkeit geboten ist, einzuwirken auf solche Herzen, der soll es nicht versäumen .... wohl brauchen sie unendlich viel Hilfe auf Erden, weil das Denken dieser Armen immer verblendeter sich vom Geistigen abwendet. Es bereitet dir das Aufnehmen Schwierigkeiten, wir wollen dir mehr geben zur rechten Zeit.

Amen


B.D. 193                empfangen am  21.11.1937

Feinde der Menschheit ....

Kampf .... „Der Sieg ist euer ....“

Bringe dem Herrn Opfer, und Er wird es dir vergelten tausendfach ....

Es verbergen sich unter den Menschen zahllose Feinde der geistigen Lehren ....

Nichts ist ihnen heilig, was außerhalb des menschlichen Wissens und Könnens liegt, und vernichten möchten sie alles Streben um geistiges Gut unter den Menschen. Und wo es ihnen nur möglich ist, lehren sie, daß alles Leben, alles Bestehen für den Menschen mit dessen leiblichem Tode erloschen ist. Und dadurch rauben sie ihm jeglichen Glauben .... sie verhindern jegliche geistige Einstellung zu einem höheren Wesen .... vernichten den Glauben an ein Jenseits, an eine Rechtfertigung .... überhaupt alles das, was der eigentliche Sinn und Zweck der kurzen Zeit ist, in welcher der Mensch die Gnade hat, verkörpert zu sein auf Erden. Mit solchen, alles Göttliche abweisenden Einstellungen erreicht der Mensch aber noch weniger im Leben als nichts .... denn nicht nur, daß seine Lebenszeit für ihn vollständig nutzlos verstrichen ist .... er ist noch dazu in die Macht der Finsternis dadurch gefallen, die ihn immer mehr hinabzieht ins Verderben ....

Diesen Feinden der Menschheit muß mit allem Willen und mit allen Mitteln Kampf angesagt werden jetzt und zu allen Zeiten. Bedenket doch, wie diese das Wohl und Wehe der menschlichen Seele in den Händen halten ....

Wo kein eigener Antrieb da ist, dieser Macht zu entrinnen, ist es schlimm für die Menschheit bestellt. Denn Gut und Böse wird sie nimmer auseinanderhalten können, sie wird urteilslos alles anerkennen und gutheißen, was diese Vertreter des Widersachers in schönen Reden den Menschen schmackhaft machen wollen .... und übrigbleiben wird von alledem nichts als ein in Irrtum wandelndes, Gott und Seine Lehren abweisendes Volk. Und wiederum wird dieses sich auch noch teilen in viele Parteien, und es wird ein Tasten und Irren im Dunklen sein auf allen Seiten ....

Was Gott gelehret hat und was Christus auf Erden den Menschen gab, sucht man zu vernichten und gibt es unwahr und verzerrt wieder .... doch ihr, Seine Getreuen, dürfet nicht verloren gehen lassen dieses höchste Gut, ihr müsset wirken in Liebe und Eintracht .... daß den Menschen erhalten bleibe die Verbundenheit mit Gott und durch diese und das Gebet auch die Gewähr, daß der Herr und Heiland helfen wird zu rechter Zeit einem jeden, der Ihm anhangt. Es bleiben der Seelen viele zurück, die Gott als ihren Herrn und Schöpfer anerkennen, und diesen Seelen den Glauben festigen und ihnen göttliche Gnade zuwenden ist eure Arbeit auf Erden. Doch werden noch harte Kämpfe eurem Wirken vorangehen, denn wo die Lehre Christi angefeindet wird, dort wird man auch denen mit Maßnahmen gegenübertreten, die sich zu dieser Lehre bekennen und für Jesus Christus streiten .... und um für diese Kämpfe gerüstet zu sein, werdet ihr noch erbitten müssen viel Gnade und Kraft vom himmlischen Vater .... aber der Heiland Selbst steht euch bei, und „Der Sieg ist euer ....“, spricht der Herr .... denn Er segnet alle, die Sein Wort verkünden, und führet sie zum Sieg ....

Amen


B.D. 194                empfangen am  22.11.1937

Lehren in Zwang ....

Bewahre dir ein gläubiges Herz, so wird dir Gott nahe sein allezeit. Und legt dir der Herr auch auf, was dir untragbar erscheint, mit Seiner Hilfe und Gnade kannst du alles überwinden ....

Und nun höre: Wir schließen alle um dich einen Kreis und beginnen unsere Arbeit, denn es hat der Herr beschlossen, dich einzuweihen in die Gefahren des Christentums, wie es heut auf Erden gelehrt wird. Wenn in allen Zeiten Sein Wort so aufgenommen wurde, daß es galt, den Nächsten Zwang aufzulegen, so war das ein großer Irrtum und Fehler der Lehrenden ....

Denn durch Zwang will der Herr keines Seiner Kinder zu Sich ziehen, sondern ganz aus freiem Willen sollen sich die Kinder entscheiden, ob sie den Vater wählen oder Ihn ablehnen wollen. Wir betrachten daher jeden Zwang, den die Kirche oder die Diener Gottes ausüben wollen auf die Menschheit, als nicht von Gott gewollt und nicht von Ihm in Seinen Lehren angeordnet. Deshalb fällt eine solche Kirche in sich zusammen, weil ihr ja die Grundbedingung fehlt .... volle Freiheit des Willens. Wo Bestimmungen getroffen werden, dies und jenes einzuhalten unter Androhung von Strafen, dort kann keine geistige Freiheit bestehen, und dort wäre auch der Zweck nicht erfüllt, auch wenn die Erdenkinder diesen Zwangsbestimmungen nachkommen. Und darin liegt wieder die Erklärung für den Zerfall solcher Kirchen, obgleich ihre Absicht auch ist, die Menschen zu Gott zu leiten. Im Erkennen dieser heiligsten Grundbedingung, das ganze Wandeln des Menschen auf freiem Willen zu gestalten, fallen so viele andere Bestimmungen in das Reich des Irrenden ....

Aller Zwang ist von Gott nicht gewollt und daher nur hinderlich dem Menschen auf dem Weg zur Ewigkeit ....

Lehren dürfet ihr wohl Seine Worte, doch nicht mit Bedingungen verknüpfen, die das Menschenkind in eine Art Zwangslage versetzen und ihm ein anderes Bild von Gottes Güte und Liebe zu geben imstande sind. Achtet allerwärts darauf, daß ihr, die ihr Diener Gottes seid, in Liebe zum Vater heranziehen sollt eure Schäflein, und belehret sie, daß sie um Gottes Gnade ringen und bitten mögen, dann wird ihnen der Weg leichter werden zum Vater, und nichts wird sie schrecken .... während eure Lehren sie in einen Abhängigkeitszustand versetzen .... in einen Zustand, wo sie wohl bemüht sind im besten Falle, ihren Pflichten nachzukommen, aber ihnen die innere geistige Hingabe an das Vaterherz fehlt ....

Liebe und Verlangen nach dem Vater soll aus dem Herzen kommen, nicht aber unter Druck erzwungen werden ....

Die menschliche Seele erklimmt dann eine viel höhere Stufe und schreitet unter der Gnade Gottes, die sie aus eigenem Antrieb erfleht, viel schneller vorwärts ....

Darum suchet, wo ihr könnt, den Menschen verständlich zu machen, daß sie nicht einer Lehre anhangen sollen, sondern in ihrem innersten Herzen die Lehre Gottes hören sollen, die sie hinweiset auf ihre Gotteskindschaft; und als Kinder Gottes das Verlangen zu schüren, zum Vater zu gelangen, ist, was euch die Grundlage des echten Christentums sein soll .... und dann wird euch vom Vater der Weg gewiesen werden in Liebe und göttlichem Erbarmen.

Amen


B.D. 195                empfangen am  22.11.1937

Liebe des Heilands ....

Mit geistigen Augen schauen ....

Dein Streben wird gesegnet vom Herrn, und vernehmen sollst du Sein Wort ....

In wenigen Stunden schon kann dir genommen werden, was dir das Liebste ist auf Erden .... doch des Heilands Liebe bleibt dir in Ewigkeit, und danach zu streben ist viele Opfer wert, mein Kind ....

An diesem ewigen Quell sich zu laben wird dir zuteil Tag um Tag, all deine Gedanken wende Ihm allein nur zu, dann wirst du auch ein Leben führen auf Erden, wie es Ihm wohlgefällig ist ....

Alle Tage deines Lebens sollen ein einziges Gebet sein um die Liebe des himmlischen Vaters, dann wird dir leicht werden das Wandeln auf Erden und, ein Teil Gottes selbst, kehrest du zurück zu Ihm, wenn deine Zeit gekommen ist. Spricht der Herr mit dir, so geschieht es aus übergroßer Liebe, und was Er dir gibt in dieser Liebe, das führt dich wiederum zu Gott, nimmst du es mit dem Herzen auf ....

Es entwirren sich viele Fäden, und bald gibt der Herr dir ein klares Bild vom Schaffen und Wirken in der geistigen Welt. Dir ist beschieden, mit geistigen Augen schauen zu lernen in das Reich des Ewigen. Um dort wirken zu können, müsset ihr eine hohe geistige Stufe auf Erden erreicht haben, um bei eurem Eintritt in das Jenseits euch eingliedern zu können in die Schar der emsig wirkenden Geistwesen. Sie alle walten nach Gottes weisem Ratschluß, und ihr Liebeswerk an weniger vollkommenen Geistwesen bereitet ihnen schon einen Zustand von nicht zu beschreibender Seligkeit ....

Dazu kommt, daß sie selbst vermögen zu sehen und zu empfinden als Lichtwesen .... was dir jetzt noch nicht verständlich ist .... daß sie in der Verbindung mit dem Heiland vermögen, sich in dieser Lichtfülle aufzuhalten, und es ihnen Glücksempfinden ohne Maßen bereitet. Nur die Liebe des Herrn Jesu vermag euch dahinzuführen, und durch die Liebe zu Ihm werdet ihr Sein werden in Ewigkeit.

Amen


B.D. 196                empfangen am  23.11.1937

„So, wie ihr zumesset, wird euch zugemessen werden ....“

So beginne, mein Kind: In allen deinen Lebenslagen dir bewußt bleiben, daß du ohne des Vaters Hilfe nichts erreichen kannst, wird dich immer recht handeln und deinen Blick zum Vater wenden lassen ....

So, wie ihr zumesset, so wird euch zugemessen werden ....

Dieses Wort hat der Herr gegeben und den Erdenkindern damit das Gebot der Nächstenliebe ....

Wir alle wissen, wie schwer es ist, auf Erden das zu erfüllen, denn die Liebe ist im Erdenleben den Menschen noch so fremd .... ein jeder sieht den Nächsten nicht als seinen Bruder an, sondern wittert immer in ihm mehr einen Gegner, und es bedarf gerade deshalb einer großen Überwindung, diesen Mitmenschen die Liebe entgegenzubringen, die der Herr von euch verlangt. Es ist gewiß ein segensvolles Bemühen, wenn ihr euch erst einmal klarmacht, daß ihr doch alle Kinder Gottes seid und in euch nur Liebe füreinander wohnen müßte, kraft derer ihr euch gegenseitig immer nur Liebes antun solltet, anstatt euch zu befeinden oder in Gleichgültigkeit nebeneinander einherzugehen ....

Es ist das Gesetz des Vaters, daß euch in gleichem Maß zugemessen werden soll, wie ihr euren Mitmenschen zumesset. Alles, was euch der Vater gibt, sollt ihr in gleicher Weise auch eurem Nächsten zukommen lassen, doch immer im Bewußtsein, daß ihr Kinder untereinander seid und des Vaters Liebe euch alle zu vereinen sucht. Darum lasset niemals vergeblich bitten und gebet dort, wo nur die leiseste Bitte an euer Ohr dringt ....

Im Erdenleben will euch der Vater Gelegenheit geben, euch in dieser Nächstenliebe zu üben, denn im Jenseits ist die Liebe das vornehmste Gebot .... dort wirket nur einer für den anderen ....

Und was ihr im Erdenleben versäumt habt, an Liebe zu geben, das wird euch dort schwer bedrücken, so manch einer wird verlangend die Wirkung der Liebe ersehnen, die ihm Erlösung bringen soll aus der Dunkelheit .... alle guten Taten auf Erden hat Gott gesegnet, sie bringen vielfältige Frucht im Jenseits, denn ein jeder wird ernten, was er gesäet hat, und wird den Lohn seiner Liebe auf Erden wieder in Liebe empfangen von unserem Herrn und Heiland. Denn Gott ist die Liebe, und in Seiner Liebe leben zu dürfen ist ewige Seligkeit.

Amen


B.D. 197                empfangen am  23.11.1937

Erdball ....

Donnerstimme ....

So ist es im Willen des Heilands, daß dein Wissen vermehret wird immerdar ....

Du hast wenig zu fürchten in diesen Tagen und kannst dich unbesorgt dem geistigen Streben hingeben, es wird dir viel Kraft und auch Freude geben, die Worte des Herrn zu empfangen. Alle Belehrungen haben nur den einen Zweck, daß du in Verbindung bleibst mit dem himmlischen Vater. Deshalb spornen wir dich immer mehr an, treu auszuharren und nicht nachzulassen, bringt es dir doch geistige Güter ein, die dir von Nutzen sein sollen für die Ewigkeit ....

Siehe, mein Kind, wir alle sind glücklich über deinen Eifer und bringen dir voll Freude die Gaben entgegen, die der Heiland für dich bereit hat. Wohl wirst du noch oft kämpfen müssen, ehe du ganz eingedrungen bist in Gottes Weisheit .... doch desto inniger wirst du dich an den Heiland anschließen, denn Seine Liebe lässet nicht von Sich, die Ihm treu sind ....

Hat Gott in vollem Vertrauen dich so begnadet, dir Seine Lehren übermitteln zu lassen, so mußt du dieses Vertrauen auch rechtfertigen, indem du Seinen Willen erfüllst und Ihm dienest allezeit. In kurzer Zeit schon beginnt es zu tagen auf dem Erdball .... einhergehen wird der Herr durch alle Lande und wird den Seinen Trost sein und Hoffnung, und vernehmen wird Seine Donnerstimme die Menschheit, wenn Er wachrufen wird alle Ungläubigen und geistig Schlafenden. Ihr alle aber, die ihr Trost suchet beim Herrn, werdet in Seiner Liebe wohlgeborgen sein. Seine Kinder wird Er schützen vor Ungemach, und sie werden fühlen die Nähe ihres Herrn und Heilands und sich Ihm gläubig anvertrauen, daß Er sie errette aus aller Gefahr. Deshalb wendet euch alle in kindlichem Vertrauen an euren Vater im Himmel, auf daß Er euch behüte jetzt und allezeit.

Amen


B.D. 198                empfangen am  24.11.1937

Kampf des Lichts mit der Finsternis ....

Höre, mein Kind, es liegt in Gottes Willen, dich zu unterweisen in Lehren, die deinem Denken entsprechen, und deshalb will ich dir heut mitteilen, wie sehr unser Herr Jesus dir zugetan ist und Sich deiner Hingabe freut ....

Bemerkst du je um dich ein Gefühl des Verlassenseins, so soll dich das nimmermehr erschrecken .... denn Einer ist dir immer nahe, dein Heiland, Der dir tragen hilft alle deine Sorgen. Und in dieser Erkenntnis gehe getrost deinen Lebensweg zu Ende und fürchte dich nicht! Nicht allen ist ein gleiches Los beschieden, körperlich und geistig so wirken zu dürfen, wie es der Herr und Heiland dir zugedacht hat .... doch wenden sich deine Blicke allzeit nach oben, so wirst du beidem nachkommen können und stets die sorgende Vaterhand spüren. Horch auf uns, die wir in deiner Nähe weilen, und versuche zu folgen: ....

Im Anbeginn der Welt war aller Geist vereint .... es war eine Wesenheit umstrahlt vom Licht der ewigen Sonne ....

Das Weltall durchschwirrten Elemente, die das Licht scheuten und das göttliche Licht zu zerstören versuchten. Im Kampf der Dunkelheit mit dem Licht verloren unzählige Atome die Verbindung mit dem Licht, und diesen im Weltall irrenden Lichtkörperchen sagten die Elemente der Finsternis den Kampf an, um ihre Lichtfülle, die jedes dieser kleinen und kleinsten Wesenheiten barg, zu erlöschen und diese Wesenheiten dann in den Bannkreis der Finsternis zu ziehen .... so entstand der Kampf zwischen Gut und Böse, er währet bis in unabsehbare Zeit ....

Und einem jeden Lichtwesen gab Gott die Freiheit, sich zu wenden nach eigenem Willen. Die ureigenste Zugehörigkeit dieser Wesenheiten aber zum göttlichen Licht bleibt bestehen, und ob auch der Kampf Jahrtausende währt .... es wird ein jedes kleinste Bestandteilchen des ewigen Lichts wieder zurückfluten zum Ausgangsort seiner Bestimmung ....

Das ist der Kreislauf nach Gottes Willen, daß ein jedes Wesen in freiem Willen, unter Einsetzen seiner ganzen Kraft, unterstützt von der Liebe des alles Licht erzeugenden göttlichen Vaters, sich zuwendet Diesem und so wieder den Weg zurückfindet zur Vollkommenheit und wieder weilen darf in der Nähe des himmlischen Vaters .... dem ewigen Licht.

Amen


B.D. 199                empfangen am  24.11.1937

(Fortsetzung zu Nr. 198) Kampf des Lichts mit der Finsternis ....

Wo dein Wille sich dem Geistigen zuwendet, wird dir auch die Kraft gegeben werden, dein Ziel zu verfolgen. In deinem Herzen liegt die Gewähr für dein Streben .... im Herzen wirst du es fühlen, daß die Verbindung mit dem Heiland dir göttliche Gnade zufließen läßt, und du wirst in Glück und innerem Frieden der Zukunft entgegensehen können. Wo Sich der Heiland um die Seinen bemüht, bringt dir ein jeder Tag Segen .... doch danke dem Herrn auch für jeden Tag, der dich Sein Wort lehrt ....

Und nun beginne: Wo die Wesen des Lichts mit der Finsternis streiten, wird kein Körnchen verloren gehen .... es erstehet alles von neuem, immer mit dem Streben nach dem Licht ....

Die kleinsten Wesenheiten bleiben im Weltall bestehen und formen sich je nach der Dauer ihres Lebens immer wieder um .... sie gelangen endlich in einen Zustand, wo sie nach eigenem Ermessen über sich selbst verfügen können, doch immer dem Willen des Schöpfers untertan. Wo dann ihre eigene Willensfreiheit einsetzt, tragen sie nun auch die Verantwortung für den weiteren Werde- und Entwicklungsgang .... für die Reife ihrer Seele ....

Ihre Bestimmung ist, zurück zum ewigen Licht zu kommen, von welchem sie ausgegangen sind, doch in welcher Zeit sie diese Bestimmung erreichen, ist ihnen selbst überlassen worden .... darum ist unausgesetzt das Ringen dieser Lichtwesen gegen die Macht der Finsternis. Wer aus diesem Kampf siegreich hervorgeht, trägt nun seinerseits dazu bei, dem Schwachen zu helfen, und die schärfste Waffe im Kampf gegen den Widersacher ist die Liebe ....

Amen


B.D. 200                empfangen am  25.11.1937

(Fortsetzung zu Nr. 198 und 199) Kampf des Lichts mit der Finsternis ....

O wie wohl tut es uns, wenn wir dein Streben verfolgen! ....

Es kann in der Nacht nicht untergehen, wer so dem Licht zustrebt, darum nimm unsere Lehren weiter so hingebend auf, förderst du doch damit dein Seelenheil und das vieler anderer. Und so wollen wir dir heut geben, was vollenden soll dein gestriges Werk:

In kleinen Abständen von Zeit und Raum bewegen sich unzählige Lichtwesen, die in verkörpertem Zustand im Tier- und Pflanzenleben ihre Entwicklungszeit durchmachen, und immer wieder streben sie auch da dem Licht entgegen unbewußt. Nach einer langen Zeit, während welcher sie in verschiedenen Stationen sich immer höher entwickeln, tritt dann das letzte Stadium vor ihrer geistigen Wiedergeburt ein .... die Verkörperung als Mensch. In dieser beginnt dann der Kampf mit der Finsternis, die dieses Erdenwesen seiner Bestimmung entreißen und die Seele ganz hinabziehen möchte in die Dunkelheit. Und da der Mensch in diesem Stadium freien Willen hat, sich nach eigener Wahl zu entscheiden für Gut oder Böse .... für Licht oder Dunkelheit, so ist dieser Kampf ein so ungeheuer verantwortlicher, denn sein Abfall vom himmlischen Vater, dem ewigen Licht, würde für ihn wieder ein jahrtausendewährendes Ringen bedeuten, bis auch diese Seele durch die immer wieder um sie bemühte Liebe der im Licht stehenden Geistwesen endlich erlöst wird. Sich dieser Verantwortung bewußt sein würde unzählige Wesen hartnäckiger streben lassen .... doch soll der Mensch aus innerstem Antrieb den Weg zu Gott finden, nur dann kann er wieder ein Teil werden dessen, was er war im Anbeginn der Welt ....

Wo die Allmacht und die Liebe Gottes wirkt, gehet keines dieser winzigen Lichtwesen verloren, darum wird auch immer wieder darauf hingewiesen, daß in der Unendlichkeit ein jedes Wesen in der Obhut des Vaters seinen Weg wandelt, der ihm vorgeschrieben ist und der seiner Entwicklung dienlich ist. Es ist dies ein Gesetz, das in seiner Tiefgründigkeit euch nicht faßbar erscheint, doch werdet ihr alle auch nicht die unendliche Größe eures Vaters im Himmel begreifen können, ehe ihr nicht sein werdet, was eure Bestimmung ist .... eins mit dem göttlichen Vater ....

Amen


B.D. 201                empfangen am  26.11.1937

Worte des Heilands ....

Wetterwolken ....

Mein liebes Kind, was sollte Ich Mir wohl angelegentlicher sein lassen, als dich vor Irrtum zu schützen? ....

Du sollst im Glauben an Mich alle Worte aufnehmen und nichts fürchten. Wer unter den Meinen sich befleißigt, Meine Stimme zu hören, dem wird jederzeit ein geistiger Schutz zur Seite gestellt, der alles Böse von ihm abhält ....

So begehre nur weiter, zu vernehmen die Weisheit Gottes, und scheue keine Mühe, um sie zu empfangen. Wohl trachten Tausende danach, einzudringen in das ihnen verschlossene Gebiet, doch möchten sie nur wissenschaftlich es ergründen, nicht aber tief im Herzen erleben .... und kommt die Bitte um Erleuchtung nicht aus ihrem innersten Herzen, so bleibt ihnen die Erkenntnis fern. Doch den Meinen will Ich sie geben und zu ihren Herzen sprechen. Mein liebes Kind, unsagbare Wonnen sind für dich bereit, und das Leid der Erde ist nur die Leiter zu dieser dir zugedachten Seligkeit, und Ich leite Meine Kinder alle nach weisem Plan. Gerade dort, wo ihr zu versagen droht, muß Ich euch kämpfen lassen, damit ihr euch selbst überwindet, so daß ein jeder aus eigenem Antrieb den Vater sucht. Doch mit Meiner Gnade stehe Ich euch immer bei ....

Darum verzage nicht, wo es dir schwer erscheint .... doch immer lasse deine Gedanken ausklingen in dem Gebet: „Lieber Heiland, sei mir nahe mit Deiner Liebe und Gnade ....“

Wenn Wetterwolken bedrohen euren geistigen Horizont, dann wird ein jeder von euch, Meine Getreuen, vor die Aufgabe gestellt werden, standzuhalten dem drohenden Unwetter. Denn es bilden sich schon diese Wolken, und sie werden ihre Schatten werfen auf alle, die Mir zu dienen bereit sind ....

In kleinen Abständen versuchet die Welt mit allen denen, die das geistige Leben bekämpfen wollen, auch zu hindern euch, die ihr suchet .... ihr werdet gezwungen werden, nur in aller Stille zu arbeiten, doch muß euer Streben dann ein desto ernsteres sein .... es gilt ja, aus der Dunkelheit noch so viele zum Licht zu führen, die gleich euch verlangen und Mich um Hilfe bitten. Ihr werdet auch viel erreichen, bleibt euch doch eines .... ihr wirket und schaffet mit Mir .... und wenn dein Herz in Bangen sich nach oben wendet, wirst du nie ohne Trost gelassen werden ....

Nimm, was dir geboten wird, und danke dem himmlischen Vater täglich für Seine Liebe und Güte.

Amen


B.D. 202                empfangen am  26.11.1937

Dämonen gehen durch das Weltall ....

Gebet ....

Dämonen gehen durch das Weltall .... überall reizen sie die Menschen, sich aufzulehnen gegen die Gebote Gottes, und überall wird ihnen Einhalt geboten werden dort, wo der Vater um Hilfe angefleht wird ....

Es ist ein weises Gesetz, daß der Herr regieret die Welt .... daß diesen Dämonen der Wille des Schöpfers entgegengesetzt wird zu allen Zeiten. Auf sich gestellt, würde der Mensch diesen unterliegen, wenn nicht der Herr Erbarmen hätte mit der tiefen Not, die den Erdenmenschen umfängt .... und so wendet euch nur Ihm zu, auf daß Er euch helfe. Es wird in Ewigkeit die Erde im Gebet verharren müssen, will sie sich lösen von der Gewalt dieser finsteren Mächte .... und brauchet ihr euch sorgen, wo euch durch das Gebet Hilfe wird aus aller Not? ....

Nie hat der Vater euch Einhalt geboten im Gebet .... unermeßlich könnet ihr dadurch an Gnade schöpfen ....

Dieses Mittel steht euch immer und jederzeit zu Gebot, deshalb nützet es zu eurem Segen und flehet den Vater an aus tiefstem Herzen um Erlösung von den Mächten der Finsternis. Es liegt allein nur an euch, wenn ihr schwer kämpfen müßt .... sofern ihr nicht das Gebet beachtet und euch dem Vater nicht anvertraut in euren Nöten ....

Seine Liebe und Güte lässet der Herr allen zuteil werden, und darum bemühet euch alle um Seine Gnade. So lebst du nun in froher Erwartung, was dir ein jeder Tag an Lehren bringt, und bereicherst dein Wissen um geistige Dinge fort und fort. Hege immer den Wunsch, zu empfangen das Wort Gottes, und es wird deinem Wunsch entsprochen werden von unserer Seite .... willst du jedoch in der Gnade des Herrn verbleiben, so gib Ihm stets dein Herz zu eigen, und unterwirf dich Seinem Willen. Was Seine Liebe dir bereitet, mußt du annehmen in Ergebung aus Seiner Hand, denn einst werden alle Schmerzen und Leiden dir zur Auferstehung des Geistes verhelfen, und loben wirst du Gottes Weisheit in Ewigkeit.

Amen


B.D. 203                empfangen am  27.11.1937

Irrende Seelen im Ätherraum ....

Licht und Dunkelheit ....

Jenseits ....

Licht ....

So sind wir wieder um dich versammelt, dir zu geben das Brot des Himmels, um dich zu stärken und dich teilnehmen zu lassen an göttlicher Gnade. Wo immer wir dein Sehnen spüren, die Weisheiten Gottes zu vernehmen, sind wir mit dir verbunden und horchen wir auf jede Regung deines Herzens. So beginne: Siehe, im Äther-Raum ist ein wirres Durcheinander suchender und irrender Seelen, und die Gefahr des Alleinseins ist diesen Seelen das Schrecklichste .... wo der Herr ihnen aber geistige Wesen zusendet, die sich bemühen um diese Seelen und sie darauf hinzuweisen versuchen, daß sie auch im Jenseits streben müssen, um sich zu vervollkommnen, dort beginnt für diese Seelen schon das erste Werk der Liebe. Sie schließen sich diesen guten Geistwesen innig an und erstreben so langsam den Weg zur Höhe ....

Gottes Güte und Liebe waltet überall und verbirgt sich in jedem kleinsten Geschehen und Vorgang .... sowohl auf Erden wie im Jenseits .... immer göttliche Weisheit und göttliches Lenken aller Wesen ....

Was sich an diesen Wesen, an diesen suchenden Seelen, vollzieht, sobald ihnen ein Schimmer von Erkennen ihrer Lage und ihrer Bestimmung kommt, ist unbeschreiblich. Rastlos sind sie nun bemüht zu steigen .... rastlos geben sie sich allen Aufgaben hin, die ihnen gestellt sind, und suchen ihrerseits wieder zu helfen den noch weniger wissenden Seelen. Es ist ein Arbeiten in Liebe füreinander, um zum Höchsten zu gelangen. Wandelt ihr auf Erden schon in geistigem Streben, so wird euch beim Eintritt in die Ewigkeit helles Licht empfangen, ihr werdet erkennen und wissen .... und das Irren in der Dunkelheit mit all seinen Kämpfen bleibt euch erspart ....

Je näher ihr dem Heiland auf Erden seid, desto strahlendere Helligkeit wird euch umfangen dereinst, und es wird euch eine unsagbare Befriedigung bereiten, im Kampf des Lebens schon zum Herrn gefunden zu haben, und ohne Zögern werdet ihr euch am Liebeswerk im Jenseits beteiligen und innerstes Verlangen spüren, in rastloser Liebesarbeit dem Herrn immer neue Seelen zuzuführen und ihnen den Weg zum Licht zu weisen. Wer dies bedenket schon auf Erden, dessen Leben ist segensreich, denn es wirken sich alle seine Gedanken, Taten und Werke fruchtbringend aus in der Ewigkeit, und Förderung bringt dies einer jeden Seele, strebet sie nur unverwandt nach oben .... dem ewigen Licht entgegen.

Amen


B.D. 204                empfangen am  27.11.1937

Land des Friedens ....

Gabriel ....

Deinen Bitten wollen wir entsprechen und dich unterweisen in der Lehre Jesu Christi. Was alles dir gegeben wird, nimm in dein Herz auf und lebe danach. Es ist von großem Wert für dich, wenn du unausgesetzt tätig bist, um aufzunehmen .... es währt nur kurze Zeit, daß dir diese Gnade zuteil wird, und um wirken zu können für unseren Herrn und Heiland, muß dein Glaube und dein Wissen einen hohen Grad erreicht haben ....

Es liegt nur an dir, daß diese kurze Zeit gut ausgenutzt wird. Darum lasse keine Gelegenheit ungenützt vorübergehen. Es wählen die Geistwesen um dich immer die Form ihrer Redeweise so, daß du bald erkennen wirst, wer dir seine Lehren vermittelt ....

Heut jedoch erhältst du eine Kundgabe, die dir vieles erklären und dich in ein Gebiet einführen soll, das dir noch fremd ist. So höre: Viele Seelen der Verstorbenen gehen gleich nach ihrem Tode in ein ihnen bestimmtes Land, in dem es keine Mühe und Sorgen gibt. Diesem Land steht ein Engel Gottes vor, Gabriel mit Namen, und dieser bereitet einem jeden ein Dasein in Ruhe und Frieden. So manche müde Seele lernt dort erst einmal die stille Einsamkeit in beschaulichem Nachdenken kennen und wird gleichsam entschädigt für mühevoll verbrachte Erdentage, ehe sie dann nach dieser Ruhe sich ihrer Bestimmung im ewigen Reich zuwendet ....

Es schimmert die Morgenröte, ein mildes Licht ergießt sich über das ganze Tal, fortgesetzt weidet sich der Blick an Gestaden wundervoller Schönheit .... kein Schatten trübt diesen Blick, und nichts Unharmonisches stört den in dieser Schönheit Ruhenden .... es ist nur ein Singen und Klingen um ihn ....

Und in dieser Rast stärkt sich die Seele, bis sie erwacht aus diesem Dahin-Träumen und es sie drängt, sich zu betätigen in Liebe ....

Wer diesen Grad auf Erden erreicht hat, daß er nach dem Tode eingeht in dieses Tal des Friedens, dem naht Sich der Herr in Liebe und erwählt ihn nun zu neuer schöner Arbeit im Jenseits. O folget doch alle eurem Herzen .... erkennet die Bestimmung, die ihr auf Erden habt, um in dieses Tal einzugehen .... einen Blick nur zu werfen in jenes Land würde euch alles, alles auf Erden ertragen lassen ....

So merket auf: Jeder, der dem Heiland treu, Ihm sein Herz schenkt auf Erden, dem verheißt der Herr das Leben .... doch was heißt Leben, wenn ihr es nicht in Seiner Nähe genießen dürft? ....

Doch dieses Land ist nur ein Vorgeschmack auf das Leben in des Heilands Nähe .... es ist nur ein Übergang aus dem trüben Erdendasein zu den licht-umstrahlten Gefilden der Seligkeit ....

Worte vermögen euch nicht zu beschreiben die Herrlichkeit, die von des Heilands Nähe ausgeht, und um diesen Glanz ertragen zu können, braucht die Seele eine Übergangszeit inmitten unsagbar schöner Gegenden, von denen sich das Menschenherz nichts träumen läßt. Dich, mein liebes Kind, möchten wir gern einen Blick tun lassen in jenes Land, doch hält der Herr die Zeit noch nicht gekommen für dich .... darum suche in Fleiß und Treue und Liebe zum Heiland dich immer mehr dem Geistigen zuzuwenden, auf daß wir dich immer eingehender unterweisen dürfen, um dir den Weg auf Erden leichtzumachen und deinen Blick immer weiter himmelwärts zu lenken .... es ist eine Gnade ohne Maßen, die dir gewährt wird durch diese Kundgebungen .... voller Hingabe nimm eine jede auf, und bleibe dem himmlischen Vater dankbar jetzt und allezeit.

Amen


B.D. 205                empfangen am  28.11.1937

Firmament ....

O mein Kind, siehe dir das Firmament an .... wenn es leuchtet in der Pracht seiner Sterne .... nicht einer davon ist unabhängig vom Willen des Schöpfers, nicht einer davon kann den Weg wandeln anders, als der Herr es bestimmt hat. Alle Gläubigen vernehmen den Ruf Gottes, schauen sie sich dieses Wunder im Weltall immer wieder an. Beherbergt nun der Herr Wesen in großer Zahl auf einem jeden dieser Sterne, so wird dir ein Begriff werden von der Unendlichkeit des Weltalls .... von der Zahllosigkeit Seinem Willen unterstehender Geistwesen .... und von Seinem immerwährenden Walten und Wirken um alle diese Wesen, die alle ein Teil sind des ewigen Lichts.

O ihr glaubet nicht, wie unfaßlich es ist für euch Menschenkinder, ihr könnt euch nicht annähernd einen Begriff machen, sonst würde euch die Gewaltigkeit, das Ausmaß der jenseitigen Regionen erdrücken ....

Doch jedes kleinste Geschehen wird geleitet vom Vater Selbst, jedes kleinste Wesen wird betreut nach Seinem Willen, und unzählige hochentwickelte Geistwesen stehen Ihm zur Seite, um auszuführen alles, was im Plan der göttlichen Schöpfung liegt ....

Worte vermögen nicht, euch das zu erläutern, nur sich demütig beugen vor der Größe und der Allmacht des Herrn .... nichts anderes vermögt ihr jetzt in dem Zustand auf Erden dieser gewaltigen Erkenntnis gegenüber. Hat euch der Herr die Gnade gegeben, nur den kleinsten Einblick in Sein Walten, in Sein Reich und Sein Wirken zu nehmen, so ist euch schon dadurch ein unermeßlicher Segen zuteil geworden, denn ein Kind, das solchem geistigen Erleben fern steht, dem fällt es ungleich schwerer, ein sichtbares Wirken Gottes anzuerkennen, solange es nicht in jedem kleinsten Ereignis nur den Willen des Herrn zu erkennen vermag ....

Amen


B.D. 206                empfangen am  28.11.1937

Sendboten ....

Gebet ....

Mahnung ....

Großes hat der Herr vor, und deine Gedanken sollen recht gelenkt werden, denn nur so bringen wir Gottes Willen zum Ausdruck, daß wir unentwegt geben allen, die bereit sind, die Lehren Gottes zu hören ....

Es lässet der Herr Seine Boten in emsiger Arbeit durch das Erdental gehen .... wo immer sich ein Erdenkind findet, das in Liebe zum Herrn empfänglich ist für Seine Lehren, dort darf sich dieses der Gnade Gottes erfreuen und darf Ihm dienen schon auf Erden im Liebeswerk an unwissenden, irrenden Mitgeschwistern. In dieser Zeit der Not, in der so manche Seele auf Erden wandelt, bringt der Herr so viel Hilfe durch Seine Diener, so daß ergreifen kann die rettende Hand des Heilands ein jeder, der ernstlich verlangt nach Hilfe. Durch stilles Gebet dringt sein Flehen empor zum Vater .... und ein wenig Vertrauen nur, daß ihr erhört werdet .... und viele hilfsbereite Wesen lenken euch, daß ihr der Not eurer Seele entgeht .... daß ihr frei werdet von bösen Einflüssen und ohne Bedenken annehmt, was der Vater für euch bereitet und euch durch Seine Boten zugehen läßt. Wer ernstlich will, dem sind die Bitten erhört worden, denn der Vater liebt Seine Kinder. Liebes Kind, vernimm, was wir dir sagen wollen:

Bedenke, es ist ein jeglicher bestimmt, in göttlicher Verbindung sein Ziel auf Erden zu verfolgen .... wieder eins zu werden mit dem Vater, Der ihm dieses Leben auf Erden gegeben hat, um seiner geistigen Entwicklung förderlich zu sein ....

Dieses Ziel, dieses Streben als Wichtigstes im Leben anzusehen, gibt euch der Herr in Liebe zu verstehen; keines von euch darf achtlos darüber hinweggehen, daß er sich einst rechtfertigen muß, hat er sein Leben nicht recht verwertet für die Ewigkeit. Und wie bitter wird er es dereinst zu bereuen haben, und wie viel schwerer wird ihm im Jenseits das Streben nach Vollkommenheit werden, wenn er, nur auf die Liebestätigkeit anderer höherer Geistwesen angewiesen, sich selbst emporschwingen muß durch rastlose Arbeit an sich selbst ....

Wo ihr auf Erden Gnade über Gnade schöpfen dürfet, die euch der Heiland in großem Maß gewährt, so ihr nur darum bittet .... warum wollt ihr euch nicht bemühen, dieser Gnade teilhaftig zu werden? ....

Darum nehmet an alle Lehren, die der Herr euch sendet .... werdet stark im Glauben, lebet in der Liebe und betet .... betet ohne Unterlaß, dann werdet ihr reich gesegnet im Erdenleben euren Zweck erfüllen und dieses Leben nützen für die Ewigkeit.

Amen


B.D. 207                empfangen am  29.11.1937

Böse Mächte ....

Irdische Güter ....

Schätze fürs Jenseits ....

Siehe, wir alle hören dein Flehen, uns gibst du dadurch viel Hoffnung, wirken zu können im Sinne des Höchsten. Fortgesetzt nahen sich dir Gewalten, die dein Verderben wollen, und versuchen, dich von diesem Weg abzubringen .... alle Gedanken, die dich unangenehm berühren, sind Einflüsterungen dieser Mächte, denen du nur immer mit Gebet begegnen mußt. Um dir den Schritt nach oben zu verwehren, werden dir geistige Hindernisse in den Weg gestellt, doch sei bedacht .... immer wieder wird dir von unserer Seite Hilfe werden, um dein Vorwärtskommen auf dieser Bahn zu fördern. In Ewigkeit erleben wir den Kampf dieser Mächte .... es ist ein unausgesetztes Ringen gegen diese, doch wer in Gottes Hut steht, geht durch alle Gefahren siegreich hervor. Und nun geben wir dir, wonach du Verlangen hast: Der ärmste Mensch auf Erden vermag sich emporzuringen zu Gott .... denn ihm wird durch sein Leid auf Erden die Erkenntnis oft leichter kommen als den mit irdischen Gütern bedachten Menschen. In allen von euch steckt das Verlangen nach irdischem Gut .... ein jeder sieht darin die Erfüllung seiner Wünsche .... es ist das Ziel seines Strebens auf Erden, Güter zu erringen .... und doch so töricht! Nichts davon könnt ihr verwerten in der Ewigkeit, es bleibt alles zurück, und nur das, was ihr euch geschaffen habt an geistigem Gut, wird angesehen vom Herrn. Und wehe euch, die ihr in geistiger Armut das Erdenleben verlasset! ....

Wehe euch, die ihr nichts aufzuweisen habt für die Ewigkeit! In langer Zeitdauer müßt ihr nun im Jenseits ringen, um Stufe für Stufe zu erreichen nach oben, ihr müsset ringen in mühseliger Arbeit ....

Und wehe euch, wenn ihr euch nicht im Leben durch Werke der Liebe Schätze gesammelt habt, durch die euch dann die Gnade wird, wieder Liebe zu empfangen, und durch diese Kraft, um an euch selbst zu arbeiten. Hier im Erdenleben fehlt euch oft die Erkenntnis .... doch Mittel sind euch geboten in großem Ausmaß zur Erlangung dieser und zu segensvollem Wirken auf Erden. Drüben aber im Jenseits werden euch diese mangeln .... da ihr nun erkannt habt .... und euer Ringen wird weit schwerer sein im Jenseits. Verlasset euch nie auf später .... kurz ist oft das Erdenleben, und unvorbereitet einzugehen durch das Tor des Todes ist bitter für einen jeden ....

In jeder Stunde der Not klopfet bei euch der Heiland an, daß ihr Ihm Eingang gewähren möget .... lasset diese Stimme nicht ungehört vorübergehen .... immer müsset ihr darauf bedacht sein, daß ein jeder Tag euer Ende sein kann .... und so leben, daß euch dieser Gedanke nicht in Schrecken versetzen kann, ist, was euch der Herr und Heiland immer wieder durch Seine Sendboten kundgeben läßt ....

Darum horchet auf euer Herz und bleibet in der Gnade Gottes.

Amen


B.D. 208                empfangen am  29.11.1937

Erwachen aus der Nacht ....

Vorbild ....

Hinweise auf Tätigkeiten ....

Gelobet sei der Name des Herrn allezeit und in Ewigkeit ....

Erwachet aus dem Schlaf ihr alle, denen noch geistige Nacht ist. Es melden sich bereits die ersten Zeichen des anbrechenden Tages, und es tönet die Stimme des Vaters .... und wo man sie hören wird, dort wird eine leise Furcht die Herzen befallen, und rettungslos verloren wird sein, der dieser Stimme nicht Folge leistet ....

Brechen die ersten Strahlen der Morgensonne durch das Dunkel, dann ist es Zeit, daß ein jeder sich dem Licht zuwendet .... denn es wird beben, wer Seine Macht verleugnen wollte, es wird erzittern, wer sich mächtig glaubte .... denn keines wird von sich sagen können: „Dem Demütigen gibt der Herr Seine Gnade ....“ Denn Demut kennt keiner von allen denen, die Ihn heut verleugnen. Der Wille zu herrschen ist überstark, und in diesem Bewußtsein sich selbst unterzuordnen, das ist es, wogegen sie sich innerlich wehren so lange, bis die höhere Gewalt doch ihrem Treiben ein Ende setzen wird ....

In Seiner Größe und Güte gibt der Herr so oft Beweise Seiner Macht und Seines Wirkens, doch wie verblendet sind die Menschen .... sie achten nicht der Fingerzeige, die der Herr sendet, um sie zu warnen .... es wird ihnen alles alltäglich, sie halten Augen und Ohren verschlossen und tappen wie die Blinden immer weiter im Dunklen, bis der Herr Sich Selbst melden wird ....

Dann wird es furchtbar sein ....

Bringe dem Herrn jedes Opfer, auf daß du in Seiner Gnade verbleibst .... es sind so viele, die dir vertrauend folgen werden, ihnen mußt du ein leuchtendes Vorbild sein in der Liebe und Treue zum Herrn ....

Es gehen durch die Lande der Sendboten viele ....

überall bleibt ein Körnchen zurück, wo sie gesät haben, und dieses Körnchen wird wachsen, und in der Pflege der Diener des Heilandes wird es sich ausbreiten und dereinst Früchte tragen, wenn die Zeit gekommen ist. So sollet ihr in Liebe pflegen überall den Glauben .... ihr sollt die Menschen hinweisen auf die Tage des Schreckens, auf daß sie nicht blind in ihr Unglück .... in das Unglück der Seele, hineingehen .... und wo euch gelehret ward von oben, dort findet euch zusammen und vereinigt euer aller Gebet ....

Immer wird dem Forschenden das Eindringen in die göttlichen Wahrheiten versagt bleiben .... dem Kind Gottes aber, das sich dem Herzen Jesu ergibt und Ihn in heißer Liebe anfleht, wird Einblick gewährt werden in ewige Weisheiten ....

Es wird vom Heiland Selbst unterwiesen werden und wird aufnehmen können lichte und reine Wahrheiten, und sein Wandeln auf Erden wird gesegnet sein, solange es im Herrn verbleibt. Dessen sollst du dir immer bewußt bleiben, daß du im Schutz des Herrn stehst, wenn du nur immer Ihm in Liebe all dein Handeln und Denken zum Opfer bringst .... wenn du dich Ihm vertrauensvoll überlässest und dich ergeben und demütig Seinem Willen unterordnest. In Tagen der Not wird der Herr dir beistehen, und so sollst auch du beistehen jenen, die auch in Not um Hilfe für ihre Seele bitten. Der Herr führet dich solchen Seelen zu, und es ist deine Aufgabe, immer zu geben, so wie dir gegeben ward.

Amen


B.D. 209                empfangen am  30.11.1937

„Ich brauche dich ....“

In des Vaters Namen grüßen wir dich ....

Wie es Sein Wille ist, so mußt du die Wege gehen ....

Seine schützende Hand leitet dich recht. Nur allein deine Liebe hat dich diesen Weg gehen lassen, doch dein Geist war mit uns vereint. Verbindest du dich stets mit deinem Heiland, so stehen dir immer gute Kräfte zur Seite, die deine Gedanken so zu beeinflussen suchen, daß du willig alles das ausführst, was im Sinne des himmlischen Vaters ist. Unbeirrt gehe weiter deinen Weg. und nimm dankbaren Herzens entgegen, was dir geboten wird an geistigen Lehren, denn einmal wird die Zeit kommen, wo dein Herz sich öffnen wird den ewigen Wahrheiten, die Gott dir zugedacht hat, wenn du einen unerschütterlichen Glauben dein eigen nennen wirst. Wir alle harren der Zeit, denn sie soll uns viel Segen bringen ....

Bedenke dies immer, wenn die Ereignisse des Tages dich bang machen wollen .... „Ich brauche dich“, ruft der Herr dir zu .... ein jedes Wesen führt aus, was Er diesem zugedacht .... darum sorge dich nicht und höre, was dir deine Ruhe wiedergeben soll:

Voll Erstaunen nimmt man Kenntnis von deinen Schriften ....

Es liegt über allem ein Hauch von Reinheit und Liebe, und das ist es, was bewertet wird und zu Herzen dringt. Leise tönen die Worte in seinen Ohren nach, seine Gedanken weilen bei dir, und im Aufnehmen der Worte Gottes bereitet er sich selbst und uns innige Freude. Und dennoch wird es ihn nicht überzeugen können und abbringen von dem Gedanken, daß du geistiges Gut anderswo aufgenommen und nun wiedergegeben hast, weil es ihm unfaßlich ist, daß Gott solche Gabe einem Menschen gegeben, dessen Lebenslauf nicht im Einklang steht zu den Lehren seiner Kirche. Ein Gottgläubiges, frommes Gemüt hat ihn jederzeit den rechten Weg wandeln lassen, und innerlich verbunden mit dem Heiland gab er stets den Menschen das Beste ....

Doch willst du dem Heiland dienen, dann stelle Ihm vertrauensvoll alles Weitere anheim ....

So, wie dir die Erleuchtung ward, so wirket Er überall zur rechten Zeit, doch überall in anderer Weise. Und gab Er dir kund, was dir Erfüllung und Trost ist, so bereitet Er auch jenen, was zu ihrem Heil ist. Siehe, mein Kind, Beredsamkeit läßt Worte fallen, die oft nicht im Einklang stehen zu des Vaters heiligen Lehren, dennoch hat der Herr Verständnis, lässet doch die Liebe zu Ihm oft einen Eifer aufkommen, dessen Auswirkungen im Widerspruch stehen zur reinen Lehre Christi ....

Doch wo der Wille gut ist, wird dadurch kein Unheil entstehen, schützt doch der Vater die Seinen, die Ihm anhangen. Doch sorge nun dafür, daß dir die Lehren ohne Unterbrechung übermittelt werden können, es ist ein Segen ohnegleichen, bleibst du in dauernder Verbindung mit uns ....

Wir berichten dir, wie es der Wille des Heilands ist ....

Rastloses Arbeiten an dir selbst, schrankenlose Hingabe an deinen Heiland und grenzenlose Liebe zu Ihm werden dich empfänglich machen für jede geistige Strömung, und zufließen wird dir an Weisheiten und Belehrungen unschätzbares Geistesgut ....

Der Herr wird deine Arbeit segnen .... bleibst du doch in Seiner Gnade, solange dein Herz Ihm innig zugewandt ist. Fröhlichen Mutes gehe deshalb deinen Weg weiter, wohlbehütet und geleitet von unserem Schutz.

Amen


B.D. 210                empfangen am  1.12.1937

Quell der Liebe ....

Gefahren .... Macht der Liebe ....

Gehe in dich und erkenne, daß alles, was von Gott gesandt, dir geben soll geistiges Wissen und immer tiefere Verbundenheit mit dem himmlischen Vater. Wir lehren immer nur die, deren Herzen sich verlangend nach der Speise des Himmels sehnen und deren Dienstwilligkeit dem Herrn wohlgefällig ist. So manche gehen achtlos vorüber, wo ihnen Labung und Trost gespendet würde am Quell der Liebe Christi .... doch Durst und Hunger nach dieser Labung kennen sie nicht .... es genügt ihnen das Befriedigen ihrer irdischen Wünsche. Um so mehr geben wir dort, wo erstrebt wird Kraft und Stärkung durch den Herrn Selbst. Es ist ein Widerspruch, daß Gott den Seinen Leid sendet, um sie dann mit Seiner Gnade und Liebe zu erquicken .... doch nur ein Widerspruch denen, die den weisen Sinn von Gottes Handeln und Lenken nicht verstehen ....

Volles Vertrauen und restlose Hingabe wird euch ein Wissen vermitteln .... daß ihr alles andere willig aufgebt und nur immer mehr verlanget nach göttlicher Weisheit. Gebet daher nicht vorzeitig etwas unendlich Kostbares auf .... ein Ziel wird euch schnell genug gesetzt sein, denn kurz ist das Leben ....

So schließe dich uns immer näher an, und achte auch heut auf unsere dir in Liebe gegebenen Worte: Gefahrlos ist ein Streiten um die Wahrheit für dich nicht .... es sendet dir der Widersacher in gleichem Maß seine Versuchungen, um dir Hindernisse auf dem Weg, den du wandelst, entgegenzusetzen .... und kein Mittel scheut er, kann er dadurch ans Ziel gelangen. Der innere Kampf in dir zeugt von der Gefahr, in der du schwebst ....

Doch wird dir das Gebet helfen, und es kann nicht ein Kind untergehen, das so starkes Verlangen hat nach dem Vater wie du ....

Du wirst die Liebe in deinem Herzen spüren, du wirst erkennen, daß der Geist der Liebe nur dann göttlichen Ursprungs ist, wenn im Denken alles klar und rein ist und ein jeder bemüht ist, für den anderen zu sorgen und zu wirken. Ihr erkennet alle die Macht der Liebe noch nicht, sie geht über Zeit und Raum hinaus, oft unverständlich im Entstehen und doch die unausbleibliche Folge des rechten Erkennens. Und in solcher Kraft lebt sie auf, daß Jahrhunderte keine Abschwächung vermögen ....

Das Erdenleben ist nur eine kurze Spanne Zeit in der Ewigkeit, die Liebe aber hat gewirkt schon vordem und wirket bis in Ewigkeit. So sorget der Herr, daß auf der Erde sich verbinden, die eines Willens sind .... die Jesus Christus als ihren Herrn anerkennen und in liebender Hingabe Ihm dienen wollen .... und ob auch gleich alle ihre Wege verschieden gehen .... sie finden sich zusammen im Wirken der Liebe, sie geben einander aus dieser Liebe heraus und fühlen in ihren Herzen das innige Verlangen, hinzuführen einen jeden der Mitmenschen zum himmlischen Vater. In seligem Versetzen in geistiges Wissen, im Betätigen in Werken der Liebe, in unausgesetztem Streben nach Vervollkommnung erreicht der Mensch jene Stufe, die ihn befähigt, nach seinem Ableben eine lichte Gestalt anzunehmen, und ihn der Erdenschwere entrückt. Wisset ihr, welche Gnade das ist ....

Leid und Sorge überwunden zu haben? ....

Gott nimmt euch das Leben, um es euch wiederzugeben in ungeahnter Lichtfülle und ungeahnter Seligkeit ....

Siehe, mein Kind, dieses dir zu schaffen ist unser stetes Streben ....

Wir möchten dich hinweisen und vermögen doch nur dich zu lehren, wo dein Wille uns entgegenkommt. Und deshalb mußt du alles daransetzen, uns die Gelegenheit zu geben. Wir wünschen es so sehnlich, daß du in deiner Arbeit nicht ermüdest .... und unaufhörlich betest und ringst um Gottes Liebe und Gnade. Je stärker die Macht des Gebetes, desto inniger sind wir mit dir verbunden und desto tiefer dringen in dich ein die Lehren unseres Heilands, Der diese in Liebe für dich bereitet hat. Und wird dir Widerstand erstehen durch finstere Mächte, so bete desto eifriger, auf daß du aus diesem Kampf siegreich hervorgehest zu aller Zeit.

Amen


B.D. 211                empfangen am  2.12.1937

Warnung ....

Liebe des Heilands ....

In einer stillen Stunde wirst du die Gnade des Herrn erleben, Der dir Seinen Willen kundtun und dir dein ferneres Wirken zuteilen wird. Liebes Kind, sei immer bedacht darauf, daß dein Herz rein bleibe, denn nur dann wird dir die Kraft werden, deiner Pflicht auf Erden nachkommen zu können mit allem Eifer ....

Wenn dich der Vater warnet, dann stehst du vor einer Klippe, und in gerechtem Denken suche dann, dich selbst zu erkennen, und sei bemüht, an dir zu arbeiten, daß du fehlerfrei deinem Schöpfer vor Augen treten kannst .... um in Reinheit zu empfangen klare, reine Worte der Wahrheit. In diesem Leben begeht ein jeder den großen Fehler, daß er sich dem Heiland so wenig anvertraut, Der ihm doch Seine ganze Liebe geben möchte ....

Der ihn betreuen und recht führen möchte durch das ganze Erdenleben. Wer sich die Liebe des Heilands erfleht, geht ja mit Ihm zusammen den weiten Weg durch das Erdental, ist dieses Bewußtsein nicht überaus beseligend? Gibt es etwas Schöneres, als geleitet von Ihm die Klippen des Lebens zu umgehen? .... (Unterbrechung)


B.D. 212                empfangen am  2.12.1937

Warnung vor bösen Mächten ....

Was betrübst du mich, liebe Seele .... lasse dir genügen ....
Engel sind Boten Gottes, die gesendet sind zum Dienste derer, die ererben sollen die Seligkeit ....
Nutzlos .... Im Schreiben kann ich dir mehr geben.

Bewahre dein Herz vor Ungläubigkeit, und achte auf deine Seele ....

Es ist ein Kampf um diese von bösen Geistwesen, die dich ins Verderben stürzen möchten .... immer wieder bleibe dem Herrn treu und verlange nach Ihm. Denn ob dein Geist auch willig ist .... in den Reihen des Feindes kämpfen erbitterte Gegner .... der Heiland Selbst steht dir zur Seite, doch weiche nicht vom rechten Pfad und bleibe stets Sein Kind.

Amen


B.D. 213                empfangen am  3.12.1937

Geistiger Schutz ....

Warnung ....

O mein liebes Kind .... weltweise hat es der Herr eingerichtet, daß Seine Diener umgeben sind von geistigem Schutz .... ohne diesen müßtet ihr zugrunde gehen, denn unentwegt verfolgen dich die bösen Mächte und wollen dich entfernen von dem Wege, den du wandelst. Es ist ein unausgesetztes Kämpfen um deine Seele, doch der Vater führet dich aus aller Gefahr ....

Lege Ihm dein Herz zu Füßen, daß Er es schütze jetzt und immerdar. Und wenn dir widerfahret das Heil Gottes .... wenn du begnadet bist, das Wort Gottes zu vernehmen, so sollen alle Dämonen von dir weichen, denn der Herr segnet, die Sein sind, und verderbet, die den Seinen schaden wollen. So höre nun, was wir dir mitteilen wollen: Gegen des Vaters Willen ist es, wenn du deine Kraft unnütz ausgibst .... es ist ohne Wert für dich, eine Verbindung zu suchen, die dir weit weniger geben kann, als dir täglich geboten wird durch deine Aufnahmen. Ihr alle könnet nicht vernehmen, wie der Engel Schar sich freut über ein williges Kind ....

Doch lasset ihr die Gnade an euch vorübergehen, so habt ihr euch selbst beraubt und werdet nicht leicht wieder angenommen, denn der Wille des Herrn hat euch erwählet, ihr aber achtetet Seiner Worte nicht. Doch dir, mein Kind, würde viel entzogen werden, wolltest du wieder beginnen, was zu Anfang dich auf den rechten Weg wies. Immer wieder mahnet der Herr zur Treue, immer wieder zieht Er euch in Liebe hinan, darum gebet Ihm euer Herz und seid Ihm willig und treu ergeben ....

Deinen lieben Freunden aber sei nahegelegt, daß nur stetes Streben nach oben sie wieder dem Pfad naheführt, den sie verlassen haben in Sorge, daß ihnen Schaden entstehen könnte ....

Wir bringen euch ein Opfer, wenn es zu eurem Besten ist .... wir geben euch gern in Stunden mühseliger Verständigung Kenntnis von unserem Streben und suchen euch einzuführen in das Reich Gottes, doch willig müsset ihr sein und folgen unseren Ratschlägen und Ermahnungen. Wir können nicht ein jedes unterweisen, dessen Herz sich ablehnend verhält und der sich nicht mit seinem innersten Herzen uns verbindet und unsere Lehren in Empfang nehmen will. Doch geben wir immer mehr und eindringlicher dem Kind Gottes, das uns vertraut .... dessen Gebet beim Vater Erhörung findet und das immer williger Herz und Ohren öffnet unseren Lehren ....

Bereitet euch der Vater solche Gnade, so nehmet dankend an, doch lasset euch nimmermehr zurückwerfen, wo ihr Schritt für Schritt den Weg erkämpft habt. Gehe mit Gott weiter deinen Weg und schaue aufwärts, nicht zurück.

Amen


B.D. 214                empfangen am  4.12.1937

Unterordnen dem Willen des Höchsten ....

Mein liebes Kind .... heilig ist der Wille des Herrn, groß und mächtig .... und beugen sollen sich alle vor Ihm. Seiner Macht bewußt, verbirgt der Mensch sein Angesicht vor dem Schöpfer des Himmels und der Erde .... und nur Unreife der Seele, Verblendung und Überhebung läßt den Menschen hoffärtig werden ....

Sorget für euren Geist, daß ihr erkennet, wie winzig ihr seid dem Herrn gegenüber .... lasset keine Gedanken aufkommen, die euch vom Vater trennen, sondern bemühet euch, zu Ihm zu gelangen. Und dazu brauchet ihr das Gebet ....

Es folgen schwere Tage für den, dessen Geist sich nicht unterzuordnen vermag der Göttlichkeit ....

Wenn alle Hinweise im menschlichen Dasein nicht genügen, um die Menschen zu überzeugen von einer führenden Vaterhand, so muß des Vaters Strenge eingreifen, auf daß nicht verloren gehe eines Seiner Kinder in verblendetem Denken. Es ist doch für euch alle von Nutzen, nehmet ihr die Lehren eures Vaters an, denn es ist nicht einer unter euch, der ohne Erkennen eingehen könnte in den ewigen Frieden .... und um zu erkennen, habe Ich euch gesandt immer neue Hinweise auf göttliches Wirken ....

Und daß des Vaters Liebe ständig um euch besorgt ist, daß unablässig gerungen wird um eure Seelen, das müsset ihr erkennen, habt ihr nur Augen und Ohren offen für alles, was um euch geschieht. Wozu wäre wohl alles Leben um euch und in euch, wenn es nicht einem göttlichen Zweck entspräche .... gibt es etwas in eurem Dasein, das nicht zeuget von Seinem Willen? ....

Und wenn euch gleich der Gedanke ankommt, daß Gottes Schöpfung ein Werk sei gesetzmäßig sich vollziehenden Wirkens der Natur .... dann legt ihr nur einen anderen Ausdruck hinein in das gleiche ....

Alles, was entstand, alles, was wurde, schuf eine Macht, Die über Himmel und Erde regiert .... und dieser Macht seid ihr alle untertan, und kein noch so starker menschlicher Wille kann sich absondern, auch wer ist untergeordnet dem einen Willen .... dem Willen des Höchsten. Versuchet euch klarzumachen, daß ihr doch zu Gott gehört .... daß ihr ein Teilchen seid dieser Göttlichkeit, sofern euer Streben einsetzt und ihr euch zu Gott bekennet .... dann wird keiner von euch dagegen ankämpfen, dann werdet ihr alle auch „eins“ sein wollen mit eurem himmlischen Vater, und ihr alle werdet empfangen wollen Seine Gnade und werdet euch verlangend wenden zu Dem, Der euch geschaffen und bestimmt hat, dereinst die Krone des Lebens zu tragen.

Amen


B.D. 215                empfangen am  5.12.1937

Wirkungen von Gottes Wort ....

Regen Anteil nehmen wir an allem, was du beginnst, und so es zur Ehre Gottes ist, erwächst dir daraus Segen und Gnade. Durch deine Arbeit im Geistigen haben auch wir immer wieder neue Aufgaben zu erfüllen .... es gilt doch, allen denen, die du zu gewinnen suchst, beizustehen .... und, wo sie forschen und grübeln und ihre Gedanken dem Jenseits zuwenden, helfend zur Seite zu stehen. Eine jede Regung in ihrem Herzen nehmen wir wahr .... ihren Gedanken versuchen wir die Richtung zu geben zum himmlischen Vater. Eine emsige Arbeit setzt ein überall da, wo nur der leiseste Gedanke sich nach oben wendet ....

Deshalb ist auch deine Mitarbeit so ersehnt von allen geistigen Freunden, denen wieder die Seelen dieser Erdenkinder anvertraut sind .... und befolgst du das Gebot der Liebe, gibst du jenen ab von dem, was dir der Vater gab. Dich, Seine Tochter, beauftragt der Herr, zu Seiner Ehre zu wirken, somit gab Er dir ein Amt, das zu verwalten du dir angelegen sein lassen mußt ....

Gerade im kleinen zu wirken ist oft so mühsam und erfordert viel Geduld, denn wo solche Gedanken noch nie das Menschenkind bewegt haben, muß erst langsam der Boden vorbereitet werden, ehe es aufnehmen kann und will ....

Wo Sich der Heiland unter euch aufhält .... wenn ihr innig Seine Gegenwart erfleht .... dort wird das Wirken doppelt segensreich sein und werdet ihr es spüren an dem Zauber, der euch umfängt, daß ihr in Seiner Liebe steht ....

Es legt sich auf einen jeden ein Hauch von Frömmigkeit, zuerst unbewußt .... dann aber fühlt ihr immer stärker, und ob ihr euch auch wehren wollt gegen den Hauch der Liebe, der von Gottes Worten ausgeht .... ihr entgeht ihm nicht. Und lasset ihr in euch wirken alle diese Strömungen, die euch zufließen .... befasset ihr euch innig mit den Gedanken an den Herrn und Heiland, so werdet ihr bald spüren, wie euer Glaube .... eure Liebe zum Heiland und euer Sehnen nach dem Vater wachsen wird und wie ihr daraus Gnade um Gnade schöpfet ....

Es ist so segensreich, bewußt zu wirken in Liebe für die Mitmenschen. Verlassen sind alle die, denen der Vater gab und die diese Gabe zurückweisen ....

Gottes Gebote zu erfüllen, danach soll jeder streben, und ein Leben zu führen gottgefällig und in Liebe, das verlangt der Herr von jedem .... wer aber wandelt so auf Erden? Gar wenige sind es ....

In keiner Weise will der Herr durch Zwang bestimmend auf sie einwirken, sonst wäre es Ihm ein leichtes, die Menschen dahinzubringen. Doch gehorchet ihr Seinem Willen aus Liebe zu Ihm, so werdet ihr durch euren Willen im Segen bleiben und von nun an euer Ziel in der Vereinigung mit Gott sehen. Gottes Wort bedeutet für euch ein sicheres Finden des Weges zur Höhe ....

Gottes Wort ist euch Speise und Trank zugleich .... es ist eure Kraft und Stärke .... der nie versagende Gnadenquell, den Christus für euch alle bereithält, daß ihr ständig daraus schöpfet. Lehren euch die Sendboten Gottes, so nehmet ihr teil an der Arbeit im ewigen All, an der Wiedergewinnung der Seelen für das Reich Gottes ....

Ob auf Erden oder im Jenseits .... es ringet die Liebe Gottes der Finsternis die Seelen ab, und jede Arbeit, die diesen Zweck verfolgt, wird gesegnet sein vom Herrn. So begehret, unausgesetzt das Wort Gottes zu hören, alle die ihr dienen wollet dem Herrn, lasset euch erquicken .... lasset euch stärken .... euch erbauen und trösten, und findet euch alle ein beim Vater, von Dem ausgehet das ewige Wort. Auf Erden verheißt Er euch das ewige Leben, bleibet ihr in Seinem Wort, auf daß ihr den Tod nicht schauen werdet in Ewigkeit. Und ihr alle könnt es erreichen, wenn ihr nur wollt .... ihr alle dürfet nur im Herrn verharren, und erfüllen wird sich die Verheißung Christi .... denn Sein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen


B.D. 216                empfangen am  6.12.1937

Menschwerdung ....

Mein liebes Kind .... des Vaters große Güte will dir heut offenbaren ein großes Geheimnis .... das Rätsel Seiner Menschwerdung. Ohne die Liebe des Herrn wäre es euch Menschen nimmermehr möglich gewesen, euch aus der Sündenschuld zu lösen, und immer tiefer wäret ihr gesunken, hätte der Vater nicht Erbarmen gehabt mit der Menschheit und in übergroßer Liebe Sein heiligstes Kind zur Erde gesandt, um den Menschen Erlösung zu bringen aus tiefster Not. Einen größeren Beweis Seiner göttlichen Liebe konnte der Herr den Menschen nimmermehr geben, als daß Er Sich Selbst zum Opfer brachte .... daß Er die Schuld aller auf Sich nahm und durch Leid und Kreuzestod den Menschen wieder die Gnade erwarb, eingehen zu können in das Reich Gottes ....

Weit furchtbarer als das Leiden am Kreuz war die Sündenschuld, die Sein reines, göttliches Haupt belastete, und in unsagbarem Schmerz um die Erdenkinder brachte Er dem himmlischen Vater das größte Opfer ....

Er gab Sich Selbst hin für das Leid der Erde ....

Es hat der Vater Seinen Sohn zur Erde gesandt .... das heiligste, höchste, reinste Wesen, Das eins war mit dem himmlischen Vater, vollbrachte diese Tat aus innigster Liebe zur Menschheit ....

Regungslos verharren muß alles im Weltall in der Erkenntnis dieses hochheiligsten Opfers, das je der Menschheit erwiesen wurde. Voll Ehrerbietung muß verstummen alles vor der Größe Seiner Liebe ....

Und in Ewigkeit muß erklingen der Lobgesang aller, die der Herr erlöst hat aus tiefster Sünde ....

Aus der nächsten Nähe des alleuchtenden göttlichen Vaters .... aus aller Pracht und Herrlichkeit des ewigen Lebens herabzusteigen in das Tal der Erde .... mitten in den Jammer und die Tiefe der Sünde ....

Welch eine Liebe des Erlösers zu den Erdenkindern, und welch ein ungeheures Opfer, in Seiner Reinheit zu weilen inmitten der Sünde und Laster ....

In heiligstem Erbarmen erfüllte der Sohn Gottes auf Erden das Werk der Erlösung ....

Kein Wesen vorher und nachher hat solches Leid getragen wie Gottes Sohn ....

Auf Erden nahm der Heiland teil an allem Leid .... in grenzenloser Liebe offenbarte sich Seine Göttlichkeit, und so brachte Er, der Menschheit zum Heil, Sich Selbst zum Opfer. Werdet wie die Kinder, dann vermögt ihr die Qualen des Herrn nachzuempfinden .... groß und herrlich und strahlend .... im ewigen Licht schwebte Sein Geist .... um nun verkörpert auf Erden zu wandeln, belastet mit der Sündenschuld der Menschheit .... die Dornenkrone auf dem Haupt, erlebt Er die bitterste Schmach mit reinem Herzen .... alles Leid der Welt nahm Er auf Sich, um zu verringern dadurch die Schmerzen der Erdenkinder und um ihnen zu bereiten des Vaters Reich, ließ Er Sich ans Kreuz schlagen ....

Gottes Liebe war unendlich, daß Er Seinen Sohn hingab, doch die Liebe Jesu Christi brachte dem Vater zurück, was ohne die Liebe des Heilands verloren war auf ewig. Kein Wesen konnte ohne diese Liebe das Antlitz Gottes schauen .... um der Menschheit willen brachte Sich der Herr Selbst als Opfer dar und erlöste so die Welt vom ewigen Tode. Gesegnet, wer dieses Opfers teilhaftig in der Liebe des Herrn wandelt, auf daß auch ihm Erlösung werde durch Jesus Christus, unseren Herrn!

Amen


B.D. 217                empfangen am  7.12.1937

Einblick in das Wirken aller Wesen ....

Und wieder beginnt es zu tagen unter der Menschheit, denn der Heiland weilt mitten unter euch und lehret euch ....

Vernehmet ihr die Worte Gottes, so ist euch der Heiland nahe ....

Er bedenket alle, die guten Willens sind. Und so wird euch von neuem geboten werden Stärkung des Geistes und ein immerwährendes Ausgießen Seiner Liebe auf die aufnahmewilligen Seelen. O zeiget euch würdig dieser Gnade .... ihr bereitet euch so ungeahnte Seligkeit, verbindet ihr euch mit dem Heiland zu stetem Wirken in Liebe, denn nicht eines unter euch könnte ohne Seine Gnade selig werden .... durch Seine Gnade aber führet euch der Herr Selbst den Weg zur Höhe ....

Alle Belehrungen werden euch erteilt, so wie es der Herr bestimmt, Sein Ziel ist es, in immer tieferen Offenbarungen euch einen Einblick zu gewähren in das Wirken der Geistwesen, auf daß ihr begreifen lernt, daß alles im Weltall sich immer und immer wiederholt .... daß alles Leben und Sterben nur dem einen Zweck dient, die Seele zu fördern .... daß allen Wesen die gleiche Arbeit obliegt, immer in Liebe zu sorgen und zu wirken für den Schwächeren .... daß Gott, das höchste, anbetungswürdigste aller Wesen, uns in liebevollem Erbarmen zu Sich ziehen will und wir unaufhörlich nach Vollendung streben müssen, um der unendlichen Gottheit nahezukommen. Doch dürfet ihr nicht vergessen, daß der Vater euch alle ruft .... ihr alle sollt eingehen in Sein Reich .... und weiset euch der Vater deshalb eure Tätigkeit zu, einem jeden in anderer Art .... doch ist eines jeden Bestimmung die gleiche .... für seine und des Mitmenschen Seele zu sorgen, daß sie nicht Schaden leide, sondern dem Vater dargeboten werde in Reinheit und Vollkommenheit .... denn nur danach wird sie einst bewertet werden. Begehret daher zuerst das Reich Gottes, ehe ihr nach anderen Gütern Verlangen habt und diese anstrebt. Alles auf Erden ist nur vorübergehend .... nur gleichsam als Begleitung dem Erdenkind beigegeben worden, doch soll es sich von allem irdischen Gut willig trennen und nur das eine begehren, sich selbst, d.h. seine Seele, zu entwickeln, daß sie über alle irdischen Güter hinweg den Weg findet zum himmlischen Vater und so eingehen kann in Sein Reich, das uns bereitet wurde durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Amen


B.D. 218                empfangen am  8.12.1937

Belehrung, geistiges Gut zu schaffen .... Erkenntnis ....

Wir alle grüßen dich, und unter unserem Schutz sollen dir zufließen weitere Lehren, die der Heiland dir zugedacht hat. In keiner Weise wollen wir dir und deinen Mitgeschwistern etwas versagen, das euch allen nur zum Segen sein könnte, und darum erhört der Heiland dein Gebet und läßt dich immer wieder von neuem hören Seine Worte, denn im Aufnehmen dieser wächst deine Kraft und dein Glaube. Und wo dein Wissen sich mehrt, wo du ständig in der Gnade bleibst, dort wird auch erkannt werden der hohe Wert deiner Arbeit ....

Es ergibt sich von selbst, daß nur der Mensch dieser Gnade teilhaftig wird, der ständig an sich arbeitet und nur immer bemüht ist, in Liebe zu geben seinen Erdengeschwistern. Und doch hat ein jeder Anspruch darauf, unterrichtet zu werden in Gottes Wort, und so er nur ein wenig Verlangen hat danach, erbarmet Sich der Vater und gibt und unterweiset ihn ....

Denn noch begreifet ihr nicht, daß des Vaters Liebe euch sucht .... daß doch alles nur geschieht, um euch den rechten Weg zu weisen, denn dort, wo ihr hinsteuert, gibt es keine Erlösung, dort gibt es nur Untergang ....

Bedenket das, ehe es zu spät ist. Am Ende eurer Tage wird es euch schwer werden, wenn ihr euch verantworten sollt, wie ihr das Leben verwertet habt. Was nützen euch dann die Taten, die euch nur irdischen Lohn einbrachten .... was wird euch irdisches Gut nützen? ....

Und wie sehr werdet ihr es bereuen, nicht Taten der Liebe gesammelt zu sehen, die euch einen Aufstieg im Jenseits ermöglichen .... und welche Qualen wird euch diese Reue bereiten .... wenn ihr erkannt habt, daß kostbare Zeit euch zu Gebote stand und diese nutzlos für die Ewigkeit von euch gelebt war ....

Oh, bitter ist solche Erkenntnis! Darum mahnet euch der Herr, sich Ihm zuzuwenden, solange es noch Zeit ist, denn ihr könnt in kurzer Zeit, so euer Wille gut ist, schaffen euch unermeßliche Güter für die Ewigkeit .... verbindet ihr eure Gedanken mit dem Herrn und fleht ihr (in, d. Hg.) innigem Gebet um Seine Gnade ....

Es wird euch alles so gern gewährt, was ihr für eure Seele euch erbittet vom Vater. Lasset euch auf Erden nicht genügen an den Scheingütern, die nicht von Bestand sind .... es hat der Herr für euch bereitet so unbeschreibliche Seligkeit in Seinem Reich .... das zu begehren ist das einzige, was euch wert sein soll. Lasset euch lehren, und nehmt dankbar diese Lehren auf in euer Herz, so wird es euch Segen bringen für die Ewigkeit. Nun, mein liebes Kind, folge unserem Rat: Nicht immer ist es gut, sich von seinen Gefühlen lenken zu lassen ....

Du wirst diese Worte verstehen lernen .... daß es ein eigen Ding ist um die Gottesgabe, die du empfangen ....

In langen Jahrzehnten weicht der Mensch nicht ab von seiner Auffassung, und doch bringt ihn oft ein Augenblick dem einen großen, heiligsten .... dem Erkennen der Göttlichkeit .... nahe, und dann vermag er sich nicht mehr zurechtzufinden in den Irrungen des Lebens. Er wähnt zu begreifen und kann dieses Begreifen nicht mehr in Einklang bringen mit allem Bisherigen ....

Es ist dies ein Zeitpunkt, wo oft im Menschen zusammenzustürzen droht, was ihm bis dahin felsenfest erschien, und wenn dann nicht die Gnade Gottes solche Menschen sichtbar behüten würde, dann hätte der Widersacher leichtes Spiel .... doch jeder geht seinen Weg, wie er ihm bestimmt ist, und sein inniges Zuwenden zu Gott geleitet ihn wohlbehütet über alle Klippen. Und wenn du dich heut an den Heiland wendest um Erleuchtung, so legt dir der Herr nahe, alles Ihm zu überlassen ....

Er lenket und weiset recht, wer Ihm vertraut, und so du fühlst, daß dein Verlangen nach dem Herrn Erhörung findet, daß sich dein Herz immer mehr Ihm zuwendet, so vernimmst du auch Seine Lehren in immer tieferer Form, und es wird dir gegeben das Brot des Himmels ....

Lobe den Herrn, denn Er unterweiset dich und wendet alles zu deinem Heil.

Amen


B.D. 219                empfangen am  9.12.1937

„Bleibe in der Liebe tätig ....“

Mein liebes Kind .... wir alle wissen, daß du abhängig bist von deiner täglichen Arbeit, und suchen dir deshalb zu jeder Zeit entgegenzukommen, auf daß du ohne Unterbrechung die täglichen Aufnahmen entgegennehmen kannst ....

Doch bedenke, wie viel besser es ist, wenn du eine gleiche Zeit innehalten kannst .... es ist in unseren Reihen eine geregelte Tätigkeit zu erfüllen und belehren wir deshalb möglichst immer zur gleichen Zeit einen jeden .... das wird dir heut wenig verständlich erscheinen, doch vertraue unseren Worten, im Aufnehmen wirst du es spüren, daß unsere Gedanken leichter dir zufließen, sobald du völlig losgelöst dich uns zur Verfügung stellst. Es sind bestimmende gewisse Gesetze, denen ein jedes Wesen unterliegt, und so sind wir schon immer zur rechten Zeit bereit, daß du empfangen kannst, was dir zugeteilt ist ....

Doch heut setze dein Schreiben fort, wir sind für dich bereit .... erklären wollten wir dir nur, wie viel leichter es für dich und für uns ist, wenn du nach Möglichkeit immer zur gleichen Zeit dich mit uns verbindest, und nun beginne:

Bleibe in der Liebe tätig ....

Dieses Wort sollst du dir tief ins Herz schreiben, denn es ist der Inbegriff eines gottseligen Lebenswandels ....

Für dich bedeutet es unsagbar viel, wenn die Liebe immer bestimmend auf dein Handeln einwirkt. Denn solche Taten der Liebe sind Gott wohlgefällig ....

Und wenn dir von anderer Seite ein Gleiches gepredigt wird, daß jede gute Tat ihren Segen nach sich ziehe .... so wisse, daß immer die Liebe Veranlassung dazu sein muß ....

Wie oft wird das außer acht gelassen .... wie oft wird gegeben, wie oft wird rein mechanisch eine Tat vollbracht, ohne daß das Herz in Liebe dabei beteiligt ist ....

Und dann ist diese Tat nicht angesehen vom Herrn. Jedes kleinste Werk soll von der Liebe geleitet sein .... und immer sollt ihr in euch spüren des Heilands Nähe ....

Denn in jeder Tat der Liebe ist euch Gott Selbst nahe ....

Was du auch tust .... so es verbunden ist mit dem Gefühl der Liebe zu deinem Heiland .... zu deinen Mitmenschen, so wird es auch immer Gnade finden vor den Augen des Herrn. Und dann erst seid ihr „in der Liebe tätig ....“

Mein Kind, unterweise deine Mitmenschen stets von der Wichtigkeit dieser Lehre ....

Mache ihnen klar, daß sie von innen heraus arbeiten müssen an sich selbst, daß sie zuerst die Liebe pflegen müssen, um dann immer leichter zu erreichen die Verbindung mit Gott, die ihnen dann wieder die Gnade gibt, den rechten Weg zu beschreiten, denn nur durch Taten der Liebe bleibt der Mensch mit Gott verbunden .... und alle göttliche Gnade fließt hinfort den Menschen zu, die dies beachten und sich gleichsam umformen von innen heraus, wenn sie zuerst die Liebe pflegen in ihren Herzen. Und wo ihr dem Nächsten Liebe entgegenbringen könnt, dort wird auch euer Wandeln wieder Frucht tragen ....

Denn Liebe erweckt Gegenliebe .... und so zieht eine jede gute Tat in Liebe wieder ebensolche nach sich, und veredelnd wirkt sich ein solches Wandeln aus auf alle, die mit dir und um dich sind ....

Bedenke dies und strebe ....

Im Sinne der Göttlichkeit ist es, daß euch zuteil werde die Liebe des Himmels; um diese zu erwecken, müsset ihr euch würdig erweisen .... ihr müsset von selbst danach streben, teilhaftig zu werden der Liebe Gottes ....

Darum übet euch in der Liebe zu Gott und euren Mitmenschen, denn nur durch Liebe kann euch Erlösung werden jetzt schon auf Erden und dereinst in der Ewigkeit.

Amen


B.D. 220                empfangen am  9.12.1937

Gebet im Gottvertrauen ....

Geistiger Schutz ....

In allen Nöten sollst du zum Vater beten, und so Er dir hilft, erkenne Seine Liebe. Ihr alle müßt leiden, daß ihr eure Gedanken zum Vater sendet und Seiner Güte euch anvertrauet ....

Der Vater verlässet die Seinen nicht, und solange ihr euch bemüht, Seinen Willen anzuerkennen, sehet ihr in Ihm den Vater und seid als Kinder in Seiner väterlichen Liebe wohlgeborgen. Das vergesset nicht, daß nur eure Einstellung zu Gott euch auf Erden vorbereitet für die Ewigkeit ....

Seid ihr innig mit Ihm verbunden, erlebt ihr Seine Gnade unausgesetzt .... doch verleugnet ihr den Vater, so geht ihr eurer Gotteskindschaft verlustig und wandelt ohne Seinen Segen durch das Erdenleben. Lasset den Herrn sorgen und vertrauet Ihm. Innerlich müßt ihr wohlgefestigt sein und nimmer euch den Zweifeln hingeben an Seiner Liebe und Güte, denn was wäret ihr wohl ohne diese? ....

Volles Vertrauen ist das erste, dessen ihr euch befleißigen müßt, dann wird euch auch Hilfe werden in aller Not .... doch wer verzaget am Herrn und Seiner Macht .... der wird genau so zaghaft Hilfe erflehen, und wie soll sie ihm dann gewährt werden? ....

Darum wendet euch an den himmlischen Vater in starkem Glauben und blindem Vertrauen, wollet ihr, daß euer Gebet erhört werde, denn der Vater liebt die Seinen und steht ihnen bei in ihrer Not. Und seid gewiß, daß Er kein Kind vergeblich bitten läßt, das seine Hände flehend zu Ihm erhebt ....

So wende auch du dich vertrauensvoll an den Vater und bange nicht ....

Worte ohne Zahl werden dir beweisen, daß die Liebe des Vaters Seinen Kindern zukommen läßt, wonach ihr Herz verlangt. Es behüten dich Seine Engel und richten dich auf, wenn du wankend zu werden drohst. Vertraue dich ihrem Schutz an, daß du geleitet werdest auf irdischer Bahn, bis du eingehest in den ewigen Frieden.

Amen


B.D. 221                empfangen am  10.12.1937

Des Heilands Wort ....

Leitstern in dunkler Nacht ....

Vernimm unsere Lehren, mein Kind, und gib dich unseren Worten vertrauend hin: Alles, was der Herr bereithält für dich, ist dazu angetan, in schwachen Stunden Trostgebend auf dich einzuwirken. Kraft und Trost wirst auch du gebrauchen können im Leben, und dieses soll dir aus den Worten zufließen, so daß du dich stets daran aufrichten kannst. Seinem Willen entspricht es, daß du belehrt werdest zu jeder Zeit, wenn dein Verlangen nach dem Himmelsbrot uns fühlbar ist .... es erkläret der Herr in Seiner Liebe und Güte alles, wonach Sein Kind verlangt ....

Er führet sie ein in die Lehre Christi, um ihnen fortan treuer Berater zu sein auf dem Lebensweg. Und welches Kind kann dann fehlgehen in so treuer Hut? Sein Wort ist Leitstern in dunkler Nacht .... es ist Warnung vor Gefahr .... es ist gegeben zur Erbauung, Tröstung und Labsal .... immer wird es euch erquicken, rufet ihr den Heiland an, daß Er es euch zuwende ....

Im innersten Herzen vernehmen sollt ihr die lieblichsten Worte, und beglückt sollt ihr sie aufnehmen, und so sie erst in euch eingedrungen, dann werdet ihr nimmer davon lassen, denn nichts Irdisches kann euch ersetzen die herrlichste Gabe Gottes ....

Nichts wird in gleicher Weise den Frieden euch ins Herz gießen, als des Heilands Lehre es vermag. Und wenn ihr empfangen habet, dann trachtet danach, zu leben, wie es der Heiland verlangt .... gestaltet euch so, daß Sein Blick wohlgefällig auf euch ruhe .... daß euch strahlende Helligkeit umgibt, die ihr Seinen Worten Folge leistet. Denn wessen Worte sollten noch eindringlicher auf euch wirken, wenn nicht des Herrn? ....

Und hat euch Gott den Frieden bereitet schon auf Erden, dann seid ihr unermeßlich reich, und nun von eurem Reichtum abzugeben ist eure Bestimmung, die ihr in der Gnade des Herrn wandeln dürfet auf Erden.

Amen


B.D. 222                empfangen am  11.12.1937

Segenbringende Tätigkeit ....

Und wieder wollen wir dich hinweisen auf deine Segen-bringende Tätigkeit. Es wird dir noch viel geboten, und nur emsige Arbeit an dir selbst bringt dich dem Ziel näher, vereint zu sein mit dem himmlischen Vater ....

Denn wo Gottes Boten darum bemüht sind, dich einzuführen in das Mysterium der Ewigkeit, wo fortlaufend dir gegeben werden göttliche Weisheiten, wo der Herr Selbst dir zuteilt, was du empfangen sollst, dort wird dir Gnade über Gnade zugemessen. Siehe, wir wollen deinen Willen stärken, wir wollen dich vorbereiten auf dein Wirken, wir wollen dir helfen, daß du immer begehrest nach dem Brot des Himmels. Zu keiner Zeit wird es dir versagt werden, solange du selbst danach verlangst, und in ständiger Verbindung mit uns bleibst du in einem Zustand völliger Gottverbundenheit, denn wir sind nur die ausführenden Kräfte des Herrn .... wir folgen alle Seinen Bestimmungen und lehren dort, wo das Sehnen nach der Gottheit vorhanden ist. Sobald ein übler Gedanke der bösen Mächte unser Streben durchkreuzen will und ungünstig auf dich einwirken möchte, sind unsere dir zum Schutz bereiten Geistwesen darauf bedacht, dich diesem Einfluß zu entziehen, und so du wieder deine Gedanken zum Heiland wendest, sind alle Feinde deiner Seele machtlos, darum liegt so unendlich viel Segen darin, findest du recht oft den Weg zum Heiland, Der deinem Verlangen nachkommt in übergroßer Liebe ....

Ihr sehet daraus, daß jeder eurer Gedanken bestimmend ist für eure geistige Entwicklung ....

Sehet euch die Menschen an, deren Sinn ausschließlich auf weltliches Verlangen gerichtet ist, wie wenig diese Verbindung haben mit ihrer geistigen Umwelt .... wie sie achtlos vorübergehen an so viel Gnade, die ihnen auch beschieden wäre ....

Das Bemühen eines jeden Geistwesens, die Gedanken der ihnen anvertrauten Erdenkinder auf geistiges Gebiet zu lenken, ist ein ständiges .... nur ein wenig Entgegenkommen diesen ermöglicht euch dann schon, die Gedanken eurer geistigen Freunde in Empfang zu nehmen .... d.h., sie vermögen euch die Gedanken zu übertragen, und dann schreitet ihr langsam Stufe für Stufe aufwärts, so es in eurem Willen liegt. Denn der Wille allein ist bestimmend ....

Ihr sollt in vollkommener Freiheit des Willens den Weg zum Vater wählen .... und da ihr zu schwach seid, aus eigenem Antrieb das Rechte zu wählen, müsset ihr beten um die Kraft und um die rechte Erkenntnis, und so ihr dies tut, werdet ihr recht gewiesen, denn der Vater ruft euch in Seiner Liebe .... wer guten Willens ist, höret den Ruf, denn der himmlische Vater bedenket einen jeden, und kein Wesen ist Ihm zu gering, als daß Er es nicht zur Höhe emporzuziehen versucht ....

So erfahret ihr unausgesetzt an euch selbst das Ringen der euch umgebenden Geistwesen ....

Amen


B.D. 223                empfangen am  12.12.1937

Schätze ....

Es beginnt zu tagen auf Erden ....

In einer Zeit, wo ihr alle kämpfen müsset, gibt der Herr euch Gnade über Gnade ....

In Seinem Willen liegt es, daß verbunden ist mit der Erde alles, was sich an geistigen Kräften zur Verfügung stellen kann .... es bleibt euch nur überlassen, Gebrauch zu machen von dem liebevollen Entgegenkommen des Vaters. Gebet euch nur vertrauensvoll immer den Regungen des Herzens hin .... immer versucht der Herr, einzudringen in dieses, und so ihr aufnahmewillig seid, wird euch der himmlische Vater segnen. Ihr vergesset bei allem eurem Streben auf Erden stets das eine .... das bewußte Arbeiten an eurer Seele ....

Ihr stellet immer das irdische Streben in den Vordergrund und achtet nicht auf das Vorhandensein des Erhabensten in euch .... der Seele, die doch ein Teil Gottes ist und der ihr den Weg zum Vater ebnen sollt während eures Erdendaseins ....

Lasset doch nicht eure Seele darben um des Körpers willen, bringet ihr das Opfer, unverwandt im Hinblick auf das Jenseits euch eines anderen Denkens zu befleißigen .... fasset nach der Hand des Vaters, die sich euch entgegenstreckt, und verberget euch nicht vor dem Heiland ....

Es sieht der Morgen dieses Tages ein emsiges Kind bei der Arbeit .... und so geht auch ihr Tag für Tag eurer Tätigkeit nach ....

Wisset ihr, ob der Abend euch noch beschieden ist? ....

Wisset ihr, wie lange euer Wandeln auf Erden ist? ....

O so vernehmet doch die Stimme der Warnung! ....

Goldene Tore werden sich euch öffnen, seid ihr nur willens zu erkennen .... denn in dieser Zeitepoche wird sich wandeln all euer Denken .... ihr werdet erkennen müssen, weshalb vom Vater das Geschehen auf Erden geduldet ward .... daß alles, was euch heut bewegt, nur im Sinne der göttlichen Weisheit für euch als Mittel zu eurer Vollendung zugelassen ward. Begreifet das und stellet euch demütig unter die Anordnung des Herrn, daß aus allem Geschehen um euch und in euch sich entfalten möge ein neues Wirken .... die Arbeit an eurer Seele ....

Was der himmlische Vater für Mittel anwendet, um die Seinen zu gewinnen, wird euch unbegreiflich erscheinen, doch sieht der Herr in jedes Menschen Herz ....

Er muß eingreifen dort, wo die Wurzel alles Übels ist und wo die Seele am meisten in Gefahr schwebt, dem Abgrund entgegenzugehen. Die äußeren Lebensumstände geben oft den Anlaß, daß der Mensch sich entfernt vom Herrn, anstatt sich Ihm zuzuwenden .... dort greift dann der Herr mit Mitteln ein, die das Menschenkind wachrütteln sollen aus geistigem Schlaf. Erkennet eure Bestimmung .... sie liegt anderswo, als ihr in blindem Eifer vermutet ....

Führt euch der Herr in liebevollem Erbarmen dem Erkennen der Wahrheit entgegen, so seid dankbar und fügt euch willig, und hängt nicht kleinlich an großen Problemen, die ihr in eurer jetzigen Einstellung nicht zu lösen vermögt. Es will der Herr Taten sehen, die der Förderung der Seele dienen .... was euch an irdischen Pflichten auferlegt, werdet ihr erfüllen mit Gottes Hilfe, fasset ihr nur zuerst das Heil der Seele ins Auge .... euer Herz wird Frieden finden in schwerer Zeit, arbeitet ihr mit dem Heiland zusammen, aber nicht gegen Ihn und Seine Lehren .... denn wollet ihr veredelnd einwirken auf eure Mitmenschen, so könnet ihr das nicht, lehnt ihr den Heiland und Seine euch zu Gebote stehende Gnade ab ....

Allein, ohne den Heiland, ist euer Streben ohne Erfolg, denn „Niemand kommt zum Vater, denn durch Mich ....“

Amen


B.D. 224                empfangen am  12.12.1937

(Fortsetzung zu Nr. 223) Gottes Mittel zum Erkennen ....

In einer jeden Kundgabe ist dir vom himmlischen Vater die Antwort gegeben auf dein Flehen. Des Vaters Liebe bedenket ein jedes Seiner Kinder nach Seinem Ermessen ....

Dir das ewige Leben zu erringen ist das schönste und wertvollste Ziel, das du dir setzest im Erdenleben. Von Seiner Gnade erleuchtet, kann dir keine Dunkelheit den Weg nach oben beschatten .... in hellem Licht führt dich der Herr hinweg über alle Hindernisse .... zu Sich empor. In rastloser Arbeit wird dir das Leben enteilen .... und du wirst eintauschen das irdische Leben gegen das Leben im Jenseits .... so leihe uns auch heut dein Ohr, auf daß dir zugehen des Heilands Worte: Achtlos begegnen oft die Menschen der Stunde, die entscheidend sein kann auf ihr ganzes Wirken in der Erdenzeit. Wohl sind den Menschen oft Gelegenheiten gegeben im Leben, wo sie den breiten Weg zu verlassen gemahnt werden, um auf schmalem, mühevollen Weg zur Höhe zu gelangen .... doch sie schenken der inneren Stimme wenig Gehör, bis ihnen immer ernstere Hinweise auf die Ewigkeit gegeben werden. Wer diese nur nicht ungenützt vorübergehen ließe .... ihm selbst zum Segen. Es ist des Vaters Wille, daß die Erdenkinder gemahnt werden fort und fort ....

In nimmermüder Geduld will der Herr Hilfe bringen allen Armen, die in Verblendung durch das Leben gehen. Wo der Vater um Seine Kinder so in Seiner Liebe besorgt ist .... ist es für euch doch so leicht, zu hören auf die Mahnrufe, die Er ertönen läßt .... für Seine Kinder auf Erden ist Sein Erbarmen unausgesetzt bedacht und greift Er zu den seltsamsten Mitteln, ihnen Kenntnis zu geben von Seinem Willen ....

O höret doch die Stimme, die nur Liebe birgt für euch, Seine Geschöpfe .... folget ihr willig! .... (Unterbrechung)


B.D. 225                empfangen am  13.12.1937

(Fortsetzung zu Nr. 223 und 224) Gottes Mittel zum Erkennen ....

So setze fort: Und immer gibt euch der Herr Seinen Willen kund, indem Er euch Einblick nehmen läßt in das Wirken außerhalb der Erde .... in die Tätigkeit Seiner Wesen im Weltall. Wenn Er euch die Verbindung gewährt vom Diesseits zum Jenseits, so ist das ein Gnadenakt, nur aus dem Bestreben heraus, den Erdenkindern Seine Liebe kundzugeben und sie zu mahnen, als Kind Gottes den Vater zu suchen, um sich ihrer Bestimmung zuzuwenden. Ihr alle fraget nicht danach, wo euer Treiben hinführt ....

Ihr nehmt einen jeden Tag nur hin zum Ausüben irdischer Tätigkeit. Welchen Wert oder Unwert diese in sich birgt, will euch nicht einleuchten, und unbeteiligt steht ihr dem wahren Zweck des Erdenlebens gegenüber ....

Sehet, muß der Herr euch nicht aufmerksam machen in eurem Irrtum .... will Er euch nicht untergehen lassen .... und so wählet Er die Mittel je nach Bedarf. Manch einem genügt schon ein leises Hinweisen .... ein Pochen an seines Herzens Tür .... doch andere wollen nicht erwachen .... die geistige Nacht, die um sie ist, verhindert, daß sie sich den Lichtstrahlen zuwenden .... sie begehren nicht die Helligkeit .... sondern glauben, in Dunkelheit des Geistes ebensosicher ihren Weg zu finden .... ja, sie gehen ihn wohl, aber wo führt dieser Weg hin? O lasset euch warnen, ehe es zu spät ist! Und flehet den Herrn um Hilfe an im Gebet, so wird es euch leichtfallen, und die Stunde des Erkennens wird euch nahe sein.

Amen


B.D. 226                empfangen am  14.12.1937

Außerordentliche Veranlagung ....

Christliche Lehre gewandelt in irdische ....

„Bleibe bei mir allezeit ....“, so bete zum Heiland, und immer wird Er dich schützen vor Gefahr, die deiner Seele drohen könnte ....

Bestimmend für dich ist immer deine Einstellung zu Gott .... danach wirst du jeden Kampf der Seele bestehen oder ihm unterliegen ....

Wo du Gott um Hilfe anflehest, ist dir der Sieg gewiß. Immer ist nur eines nötig, daß dein Herz sich demütig fügt dem göttlichen Willen. Droben in der ewigen Heimat gilt das Gesetz, daß untertan sein sollen alle ihrem Herrn und Schöpfer, und beachtest du dieses, so ergibt sich alles andere von selbst ....

Im Anerkennen des Willens Gottes regt sich in jedem Menschen das Gefühl der eigenen Kleinheit, es ist dies ein Zeichen des beginnenden Erkennens und sollten sich dann alle bemühen, fortan nur zu lauschen auf des Herrn Gebot. Siehe, mein Kind, betrachtest du das ganze Wirken der Menschen ohne die leiseste Beurteilung ihres persönlichen Wertes, so wird dir sehr bald klarwerden, daß sie das Unterordnen in höhere Gesetze vollkommen trennen von dem, was sie sich selbst zu schaffen glauben. Sie bedenken nicht, daß sie in keiner Weise befähigt sind, dort eigenmächtig zu handeln, wo es dem Willen des Herrn entgegenlaufen würde. Außerordentliche Veranlagung erfordert außerordentliche Voraussetzungen, die Göttlichkeit betreffend, und kommt nun einem solchen Menschen eine einfache Lösung der Ewigkeitsfrage entgegen, so lehnt er schon deshalb ab, weil er die Tiefe der göttlichen Wahrheiten nicht zu erfassen vermochte und er für das alltägliche Streben nach Vervollkommnung der Seele kein Verständnis aufbringen will ....

Liebes Kind, setze die Worte so, daß dir der Sinn verständlich ist .... gib ihnen die Bedeutung in umgekehrter Folge ....

Dringst du erst tiefer ein in die göttlichen Lehren, so wird es dir verständlich werden. Doch heut höre: Es predigt der Widersacher fortgesetzt von geistigem Zerfall unserer Lehren .... der Lehre Christi. Jedes Wort, das der Heiland euch gab, soll gewandelt werden in rein irdische, nur für die Lebensdauer des Menschen berechnete Ermahnungen. Und bezeichnen will man Wort für Wort als Menschenwerk .... wenn auch als Werk eines sittlich hochstehenden Menschen ....

Doch hätte nie und nimmer ein Mensch solches zuwege gebracht, was der Heiland in Seiner göttlichen Liebe für die Menschheit getan, und nie wären Seine göttlichen Worte durch Jahrtausende den Menschen erhalten geblieben, wäre es nur Menschenwerk und Menschenwort. So haben wir heut die Erklärung für alles, was aufstehen will wider dieses Wort .... dies alles ist Menschenwerk, unterstützt von der Macht des Widersachers, zur Vernichtung des rein göttlichen Nachlasses, den der Herr den Seinen zum Segen gegeben hat ....

Und wo nun der Mensch erbarmungslos diesem Walten des Bösen ausgeliefert wäre, würde vernichtet werden das Wort Gottes .... doch nimmer läßt der Herr ein solches zu! Immer wieder wird Sein Wort alles andere überdauern, und was auch heut ersteht von Irrlehren .... es wird genau so zerfallen wie alles, was nicht göttlichen Ursprungs ist, denn der Herr hält schützend Seine Hände über die Menschheit und gibt, daß die Lehren Gottes tiefer ins Herz eindringen dort, wo sie aufgenommen werden wollen ....

Darum wird die Welt mit aller Macht nicht zerstören können, was der Herr entstehen ließ, vielmehr wird es von neuem auferstehen zu Seiner Ehre und den Menschen zum Heil.

Amen


B.D. 227                empfangen am  15.12.1937

Stunde der Geburt Christi ....

Geistige Wiedergeburt ....

Liebes Kind .... in nimmermüder Geduld erquickt der Herr alle, die nach Ihm verlangen. Seine Worte sollen dir zufließen, und jeden Tag sollst du empfangen .... denn weise ist, wer sich aus Seinem Wort Kraft und Trost holt. Ein jeder von uns ist bemüht, dich zurückzuführen in den Zustand inniger Bereitschaft .... es sind solche Tage wohl vonnöten, denn der Herr will immer aufs neue Besitz ergreifen von eurer Seele, bis sie so fest verankert ist mit dem Heiland, daß sie durch alle Gefahr hindurch treu zu Ihm hält und keine Einwirkungen von außen euer Herz von Ihm zu trennen vermögen. Deshalb fordert Er immer wieder eure Hingabe, und bedenkst du dieses, wirst du dich willig fügen, denn der Herr hat bestimmt, daß von nun an jedes kleinste Geschehen sich in geistiger Förderung auswirken und dir Frieden bringen soll ....

Denn wo du auch hinsteuerst, der Herr behütet dich und wählet immer nur das Rechte ....

Sein Segen geleitet dich, und Sein Vaterauge wachet über dir ....

Folge nun unseren Gedanken: Wenn das Fest der Liebe sich zu Ende neiget, erlebst du wiederum eine starke innere Einkehr .... und so ein jedes Gott suchendes Erdenkind ....

Es sind dies die Auswirkungen der unendlichen Liebe des Heilands, die sich ergießet in die Seelen derer, denen das Fest Erleuchtung gebracht hat, die mit ihrem Herzen aufnahmen die Stunde der Geburt Christi ....

Jenen erklingt das Lied der Liebe aus der Höhe ....

Es ertönt in ihren Herzen, und ein leises Sehnen nach dem Heiland bleibt zurück, das Erfüllung findet .... denn der Herr kehrt ein in jenes Herz, und wenden sich diese Seelen der Ewigkeit zu. Alle Engel stimmen in das Lied der Liebe ein .... und horchet ihr auf diese Stimme im Herzen, so wird die Stunde der Geburt Christi auch für euch die Stunde der geistigen Wiedergeburt ....

Ihr erfasset Seine Lehren und wandelt in Seiner Liebe fortan, und so wendet ihr euch der göttlichen Gnade zu, die euch führt dem Licht entgegen. Sonnig wird nun euer Leben sein auf Erden .... sonnigen Geistes, von nun an werdet ihr nimmer rasten, bis ihr den Weg zur Höhe erklommen. Mein liebes Kind, in dieser Zeit sei immer darauf bedacht, daß kein Zweifel dein Inneres trübt .... nimm auf immer in tiefem Glauben, lasse alles Zagen beiseite und gib dich nur immer vertrauensvoll unseren Worten hin ....

Es soll dir so viel gegeben werden .... in immer kürzeren Pausen wird dir verkündet werden, wie innig sich der Heiland durch deine Hingabe dir verbindet, wie dir ohne Unterbrechung geistige Lehren zugeteilt werden ....

Denn nur der Glaube ist das Fundament, worauf der Herr Sein Reich bauet, und immer tiefer einzudringen in die göttlichen Lehren muß dein heiligstes Bestreben sein ....

Ohne Rast und ohne Zagen vernimm die Stimme des Herrn, bereite Ihm immer ein aufnahmewilliges Herz, bringe Ihm deinen ganzen Willen dar, und flehe den Heiland innig an um Seine Gnade. Zu Tausenden werden dem Herrn anhangen, die Sein Wort vernehmen, denn Sein Wort ist Gnade, Labsal und Stärkung, und keiner kann daran vorübergehen, beachtet er die Stimme des Herzens. Wer Ohren hat zu hören, der höre ....

Und wer Verlangen hat nach dem Herrn, dem wird die Stimme ertönen, und aufnehmen wird er sie in sein Herz. So beschließe diese Zeilen und rüste dich .... es gilt, ein ewiges Wort zu verkünden, und jeder, der dem Herrn nahe ist, wird es empfangen und verkünden aller Welt ....

In dieser Stunde bereitet der Herr, was allen zum Segen sein soll, die Ihn hören wollen, und leget dir der Heiland ans Herz zu kämpfen, um zu siegen mit Seiner Gnade.

Amen


B.D. 228                empfangen am  16.12.1937

Leichtes Aufnehmen ....

Segnungen des Glaubens ....

Liebes Kind, in den wenigen Monaten deines geistigen Schaffens vernahm dein Ohr so viele Worte der Liebe des Herrn und Heilands durch uns. Es ergehen an dich täglich und stündlich Mahnungen, in treuer Liebe zum Heiland auszuharren .... wir wenden deine Gedanken, sooft es uns möglich ist, dem geistigen Streben zu ....

Es wird einst eine Zeit kommen, da du die Belehrungen, die du empfangen, weitergeben sollst .... genau wie du dich hineinversenkst in die ewigen Wahrheiten, so werden um dich viele sein, die den Worten lauschen und sie in ihre Herzen aufnehmen. In dieser Zeit wird das Aufnehmen unserer Gedanken dir leichtfallen, du wirst vernehmen ohne Hindernisse, und wir werden dich lehren dürfen unentwegt, denn der Herr hat dir diese Mission zugedacht, daß du wirken sollst für Ihn und für Sein Wort ....

Jedes kleinste Liebeswerk an deinen Mitgeschwistern wird dir Befriedigung bereiten, du wirst in der Liebe tätig sein und regen Anteil nehmen am Erlösungswerk des Herrn. Denn wieder ist die Zeit gekommen, wo der Herr auf Erden weilt .... wo Er in eines jeden Menschen Herz Sich aufhält, das Ihn nur rufet ....

Denn es ist eine große Not unter den Menschen ....

Sein Wort verhallet ungehört bei unzähligen Erdenkindern .... entfesselt sind die Gewalten der Finsternis, und es sind ihrer viele, die sich diesen Gewalten unterwerfen. Ein hartes Ringen wird einsetzen um die Seelen derer .... und daher sendet der Herr Seine Boten und sucht überall da einzudringen in das Menschenherz, wo sich nur der kleinste Gedanke an den Heiland regt ....

Manch einer denket an den Herrn am Fest der Liebe ....

Möge sein Herz noch nicht verhärtet sein und er aufnehmen, was seine geistigen Freunde ihm zu vermitteln suchen, denn wieder ist die Zeit gekommen, wo nur der Wille des Menschen sich der Ewigkeit zuzuwenden braucht, um, von geistigen Kräften aufgenommen, gelenkt zu werden auf rechte Bahn. Gerecht sein und gerecht denken mußt du stets in allen Dingen. Es soll doch dein Herz frei sein von allem Unreinen, deshalb mußt du dich immer bemühen, nur Liebe darin zu bergen ....

Leid und Kummer verhärtet die Menschen, die Liebe aber bringt sie der Göttlichkeit näher. Darum lasse immer nur Liebe walten ....

Und nun, mein Kind, setze fort: Die Segnungen des Glaubens wird empfangen, wer sich offen zu Gott bekennet. Es sind so ungeahnte Hindernisse, die solchen Suchenden den Weg zum Erkennen versperren wollen, doch über alles hinweg findet die Seele ihren Vater, denn der Gedanke des Menschen vermag sich emporzuschwingen ins Weltall .... er kann alle Hindernisse überwinden, und sowie sich der Gedanke dem Geistigen zuwendet, findet der Mensch Verbindung mit den ihm zugeteilten Geistwesen, die des Entgegenkommens schon harren und sofort bereit sind, ihm Beistand zu gewähren. Es werden sich zwar dann ebenso die bösen Gewalten der menschlichen Seele bemächtigen wollen, doch wird die Kraft des Guten immer größer, je mehr sich der menschliche Wille ihm zuwendet und im Verlangen nach Gott Hilfe erfleht. So kurze Zeit nur währt der Kampf, bis sich der Mensch entschieden hat im Herzen, und gibt er dem inneren Drängen nach, das seine Gedanken nach oben weiset, so wird ihm geistige Kraft übermittelt, denn immer ist der Herr zur Hilfe bereit, wo diese erbeten wird .... immer stärkt Er den Schwachen, immer unterweiset Er den Fragenden .... und lenket den Irrenden .... aber immer muß das Erdenkind Verlangen haben nach dem Vater, dann setzen alle Segnungen ein, die der Vater für Seine Kinder bereitet hat und die Er ihnen zuteilt nach Bedarf und weisem Ermessen. Darum wird auch allen die Gelegenheit geboten zu empfangen, und nur der Törichte weist diese göttliche Gnade von sich, Seine Liebe bereitet euch alles, was ihr erfleht ....

Amen


B.D. 229                empfangen am  17.12.1937

Erdenleben zur Förderung ....

Leid der geistigen Freunde ....

Liebes Kind, vernimm unsere Lehren, und überlasse dich getrost unseren Einwirkungen: In nimmermüder Geduld spricht der Herr zu den Seinen, und ihnen zum Segen läßt Er sie Einblick nehmen in die von Gott gegebenen Gesetze, denen alles Walten und Schaffen im Jenseits .... im ganzen Weltall .... untersteht. Das Erdenleben mit seinen Kämpfen ist vorbehalten denen, die in der Obhut des himmlischen Vaters ihrer Seele Förderung verschaffen wollen und sich die Gnade der Verkörperung erbeten haben vom Herrn zum Zwecke der Vollendung. In diesem Stadium ist es der Seele möglich, einen höheren Grad der Vollkommenheit zu erreichen, doch wendet sich oft im Erdenleben die Seele von ihrer eigentlichen Bestimmung ab und bleibt entweder in einem gewissen Stillstand, oder sie wendet sich in Verblendung des Denkens den Mächten der Finsternis zu ....

Die Seele tritt in einen Zustand, indem sie sich, ihrer eigentlichen Bestimmung unbewußt, aus eigenem Antrieb bekennen soll zum Vater .... doch in diesem Stadium der Verkörperung wird die Seele von so vielen in Liebe um sie besorgten Geistwesen betreut, die einwirken wollen auf das Denken des Erdenkindes und es dem himmlischen Vater zuführen möchten in Ewigkeit ....

Und so mancher Gedanke, der von diesen Geistwesen dem Menschen übermittelt wird, birgt den Hinweis auf die ewige Göttlichkeit, und wäre sich der Mensch der großen Verantwortung voll bewußt, was sein Leben auf Erden für Folgen zeitigt, so würde er hartnäckiger sein Ziel verfolgen ....

Doch wäre dann der Zweck des Lebens wahrhaft erfüllt? .... Glauben soll der Mensch .... im vollen Vertrauen sich dem Heiland zuwenden .... aufnehmen alles Göttliche in sich, immer im Glauben an den Herrn .... das ist seine Aufgabe, die zu erfüllen, ihm das Erdenleben gewährt wurde ....

Betrachtet ihr die Unzahl von Erdenkindern, die vollkommen nutzlos durch das Leben gehen .... so werdet ihr verstehen, wie schwer uns das Los derer bedrückt, da wir im Erkennen der göttlichen Wahrheit sehen müssen, wie viel Gnade ihnen gewährt wurde und wie achtlos sie daran vorübergehen in Unkenntnis ihrer Lebensaufgabe .... und das ist unser Leid .... denn in Liebe wirken wollen für andere und abgelehnt zu werden ist unsagbar traurig für uns, denen die Sorge um diese Seelen obliegt. Es werden durch Zeichen gemahnt alle .... es vernehmen alle die Stimme des Herrn, doch ob sie diese einwirken lassen auf sich, liegt allein an ihrem Willen ....

Und die Barmherzigkeit des Herrn findet immer wieder Mittel und Wege, den Menschen Kenntnis zu geben von Seinem Willen und Seiner Liebe ....

Doch der Mensch in seiner Unwissenheit schätzt sich selbst so hoch ein, daß er ohne die segnende Vaterhand ebensosicher durch das Leben zu gehen wähnt ....

Er bereitet mit seiner Einstellung sich selbst ein Hindernis, so unfaßbar groß, daß er Mühe hat, über dieses Hindernis hinwegzukommen, und durch seine Verblendung die göttlichen Gnadenmittel nicht nützet, die ihm das Leben auf Erden viel leichter und segensreicher gestalten würden. Doch das Erbarmen und die Liebe des göttlichen Vaters sind unendlich .... groß ist Seine Weisheit und Seine Güte, denn Er dringt immer wieder durch neue Beweise Seines Wirkens in die Herzen der Menschheit ein ....

Er läßt Wunder geschehen zur Belehrung Seiner Kinder ....

Er gießt unausgesetzt Seine Gnade aus über die Ihm zugewendeten Erdenkinder und sucht durch diese wieder-zu-gewinnen, die sich in Unwissenheit verloren an Irrlehren. Denn der Heiland segnet, die für Ihn wirken, und gesegnet wird auch das Beginnen eines jeden sein, der streitet für den Herrn ....

Und so teilet der Herr auch jenen zu, denen die Seelen der Erdenkinder anvertraut sind ....

Er läßt ihnen Hilfskräfte erstehen, und so in Liebe gegenseitig gewirkt wird, erwächst aus diesem Wirken auch der Segen, daß jede gute Tat ihre Früchte zeitigt ....

Ein solches ist dem Herrn angenehm, daß schaffet für das ewige Leben das Menschenkind auf Erden .... es wirkt sich aus sowohl auf Erden wie im Jenseits, denn nicht der Körper soll bedacht werden auf Erden, sondern der Geist .... die menschliche Seele, die von Gott ausgegangen ist und das Erdenleben nur durchwandelt, um dem Herrn näherzukommen. In einer Zeit wie jetzt tut das Kämpfen um die geistige Förderung doppelt Not .... es bleibt kein Wesen stehen, die Gefahr ist viel größer, daß es sinkt, wenn es sich nicht selbst bemüht, den Weg nach oben zu finden ....

Und um Einhalt zu gebieten den feindlichen Mächten, um die Seelen auf den Weg des Erkennens zu führen, sollt ihr, Seine Diener, euch einsetzen mit aller Kraft .... denn der Herr ist mitten unter euch, die ihr in Liebe zum Heiland eure Aufgabe erfüllet und Ihm in Treue dienet.

Amen


B.D. 230                empfangen am  18.12.1937

Schwere Tage zur Geduld - Demut - Sanftmut ....

Liebestätigkeit in der Gnadenzeit ....

In jeder Stunde der Not hat der Herr für die Seinen Tröstungen bereit, und so Er euch diese zuteil werden läßt, stehet ihr in Seiner Liebe ....

Mein Kind, wenn dir bangt, so rufe den Vater an, Er hört ein flehend Kind und richtet es auf. Siehe, nach Gottes weisem Ratschluß müsset ihr Menschen euch zur Selbstzucht erziehen .... ihr müsset lernen, euch in alles geduldig zu fügen, was der Herr euch sendet, denn alles das ist euch zugewiesen zur Förderung eurer Seele. Wären euch nur Tage ruhiger Gleichmäßigkeit beschieden, so könntet ihr nimmermehr den Grad der Vollkommenheit erreichen, den ihr erringen müßt, wollet ihr dem Heiland nahe sein. Gottes Weisheit läßt solche Tage über euch kommen, in denen ihr ausreifen sollt in allen Tugenden, so da sind Geduld ....

Demut ....

Sanftmut und Ergebung in Gottes Willen. Nichts liegt dem himmlischen Vater ferner, als euch ein schweres Los bereiten zu wollen, doch winket euch im Jenseits ein weit schönerer Lohn, gehet ihr durch solche Tage so hindurch, daß ihr euch selbst erzieht zu jenen Tugenden ....

Förderung für euch kann alles bringen, was euch das Leben schwerer erscheinen läßt, wenn ihr nur immer in Liebe zum Vater emporschauet und euch demütig beugt Seinem Willen. Und nun höre, was wir dir heut verkünden dürfen: Wo alles auf Erden sich rüstet, das Fest der Geburt Christi zu begehen, ist auch im Jenseits ein emsiges Treiben um das Heil der Menschheit. Regen Anteil nehmen wir an allem Geschehen auf der Erde ....

Wo sich die Liebe der Menschen untereinander so auswirkt, daß einer für den anderen aufgeht, entziehen sich die Seelen dieser den Einwirkungen der bösen Mächte, und wir haben dort großen Segen zu erhoffen, denn die Liebe bildet die Menschen und läßt sie unbewußt sich entfalten in göttlichem Streben. Und wo wiederum der Drang besteht, Gutes zu tun und den anderen zu erfreuen, dort wird auch der Segen des Vaters sein ....

Erhaben wird der Mensch in dieser Zeit .... wo die Liebe zum Handeln bewegt .... er sucht immer nur sich zu betätigen, wie ihn die innere Stimme weiset ....

Und wo ihr untereinander euch bemühet in dieser Zeit, den Nächsten zu erfreuen, harret euer das gleiche Los. Auch ihr werdet erfreuet werden von der Liebe des Vaters .... an Seiner Gnade werdet ihr euch erquicken dürfen, und Sein Segen wird über euch sein, die ihr in Liebe wandelt. Und so ist auch im Jenseits das Bestreben der Geistwesen ein immer eifrigeres Ausüben ihrer Liebestätigkeit. Es strömet von allen eine solche Kraft aus, die wieder unzählige Seelen erhebet und ihnen das Arbeiten an sich selbst erleichtert ....

Hat sich euer Herz nur einmal dieser Liebestätigkeit hingegeben, so seid ihr gewandelt für ewige Zeiten .... denn die Liebe ist das Höchste .... in ihr zu leben ist Seligkeit, und welche Kraft aus der Liebe entströmt, könnt ihr im Erdenleben nicht ermessen, doch werden fortgesetzt Seelen durch die Liebe erlöst ....

Und in dieser Kraft durch das Erdenleben zu wandeln ist ein unschätzbarer Reichtum, den ihr euch alle erwerben könnt, lebet ihr in Liebe jederzeit. In Jahrtausenden hat die Liebe von ihrer Kraft noch nichts eingebüßt, denn die Liebe ist göttlich, und göttlich wird jedes Wesen durch die Liebe ....

Und so ihr nun die Liebe als Höchstes erachtet, seid ihr verbunden mit der ewigen Gottheit .... ihr nähert euch dem Heiland immer mehr .... ihr bleibet in Seiner Liebe, und ihr löset euch aus der Gewalt der Finsternis. In diesen Tagen sollte ein jeder von euch sich bewußt sein, daß ihr in einer Gnadenzeit lebt, die euch Segen über Segen einbringen kann, lasset ihr die Liebe als oberstes Gesetz gelten. Ein jedes Herz öffnet sich leichter dem göttlichen Einspruch, und nur verhärtete Menschen weisen zurück und lassen die Tage an sich vorübergehen, ohne innere Einkehr in sich selbst zu halten ....

Doch in der weihevollen Nacht erfährt so manches Herz an sich die innere Gnade, es öffnet sich, wenn auch nur für kurze Zeit, und hört auf die Stimme, die aus der Höhe zu ihm spricht. Es würde dann nur ein heißes Gebet zum Himmelsvater vonnöten sein, um ihm die Kraft der Liebe zuzuwenden .... unser Herr und Heiland ist unablässig um Seine Erdenkinder ....

Er lenkt und leitet alle und sucht ihnen zu Hilfe zu kommen .... ein wenig Glauben nur an Ihn, und Seine schützende Hand führet euch recht ....

O wie erhoffen wir günstigen Einfluß von diesen Tagen, da sich die Menschen in Liebe betätigen .... daß sie sich dem Heiland zuwenden möchten .... und so, wie sie Liebe geben, sie auch Liebe von Ihm empfangen mögen. Schauet tief in euer Herz .... verlangt nicht ein jedes Kind zum Vater? So betrachtet auch ihr euch als Kinder Gottes, um vom Vater liebevoll aufgenommen zu werden, auf daß ihr eingehen könnet in Sein Reich.

Amen


B.D. 231                empfangen am  19.12.1937

Aufgabe im Jenseits ....

Kraft der Liebe ....

Gesegnet, die guten Willens sind ....

In der Tiefe deines Herzens vernimmst du des Heilands Worte, daß allen, die Gott lieben, die Stunde ihrer Erlösung nahe ist. Jedes Kind, das sich innig dem Vater anvertraut, wird in Empfang genommen von der Schar der Engel .... es wird von ihnen behütet, bis es eingehet in des Vaters Reich ....

An die Stelle des Erdendaseins tritt nun ein Zustand völligen Losgelöstseins .... im Forschen nach der unendlichen Gottheit fällt es der Seele wie Schuppen von den Augen .... sie findet sich wieder in einer Abgeschiedenheit und empfindet nur eine ihr unerklärlich erscheinende brennende Sehnsucht nach dem Heiland. So verkündet der Herr Seine Nähe .... und das Bewußtsein ihrer früheren Tätigkeit bringt die Seele ihrer neuen Tätigkeit im Jenseits nahe, denn das Streben auf Erden nach Vollkommenheit setzet sie nun fort und verbindet sich dadurch immer inniger dem Heiland ....

Wonach sie nun strebet, ist so überaus beglückend .... es ist segenverheißend für die Wesen, die diese Seele umgeben, wenn sie noch weniger fortgeschritten sind für die Ewigkeit ....

Es ist beglückend für die Seele selbst, denn die Liebe in ihr drängt sie zu fortgesetztem Wirken für das Reich Gottes. Kein noch so geringes Maß an Liebe geht verloren, es wird wohltätig empfunden von den suchenden und irrenden Geistwesen, die aus der Liebe der über ihnen stehenden Geistwesen die Kraft schöpfen, an sich selbst zu arbeiten. Jahrtausende hindurch wollen Seelen erlöst sein, unzählige harren der Zeit, da ihnen Liebe entgegenkommt und was ihr auf Erden viel zu gering bewertet ....

Die Kraft der göttlichen Liebe .... werdet ihr im Jenseits als das Höchste erkennen ....

Sehr zum Vorteil dient es euch, opfert ihr all euer Tun und Lassen dem Heiland auf, dann gebt ihr euch willig in Seine Obhut, und es wird euch alles zum Segen gereichen. Gebet mit vollen Händen und aus ganzem Herzen .... doch schenket immer nur in Liebe, soll des Vaters Auge wohlgefällig auf euch ruhen ....

Und so bringet ihr in die Ewigkeit ein gerüttelt Maß voll guter Taten .... und in dieser Taten hellem Glanz wird euch die Lichtfülle beglücken, und erkennen werdet ihr, welche Kraft von der Liebe ausgehet, wie ihr emporgehoben werdet durch diese in Regionen himmlischen Entzükkens. Doch nun wird euch die Arbeit zur unendlich beglückenden Tätigkeit, denn ihr werdet nicht eher rasten, als bis ihr auch anderen Seelen den Weg gewiesen habet zum Herrn ....

Die irrenden Wesen zum Herrn zu geleiten und dem Vater Seine Kinder zuzuführen, darin sehet ihr eure Aufgabe im Jenseits, und der Herr ist bei euch .... alle Tage .... und ihr stehet in Seiner Liebe ....

Allen Wesen ist Gott zugetan .... der Erdenmensch erfaßt nicht die Liebe und Güte Gottes, sonst würde er wohl kaum auch nur das Geringste tun, Ihn zu betrüben .... doch das Maß von Liebe, das Er den Seinen zuwendet, ist unerschöpflich und währet bis in alle Ewigkeit.

Amen


B.D. 232                empfangen am  20.12.1937

Tod Ludendorffs ....

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen ....“ Mein liebes Kind, wenn dein Wille gut ist, mußt du auch die innere Stimme hören, die dich mahnet. Es fällt dir nicht immer leicht, doch stets arbeiten an sich selbst bringt dich zum Ziel ....

Allen Versuchungen zum Trotz muß es dir gelingen, dich in Liebe allen Geschöpfen zuzuwenden .... zu beurteilen, welches die Liebe verdient oder nicht, überlasse dem Vater. In Seinem Segen sollst du stehen, und nimmer wird es dich gereuen .... doch reinen Herzens mußt du immer bleiben, und so es dir schwerfällt, so bete. Ihr Menschen wisset ja nicht, wie leicht ihr fallen könnt .... es umlauert euch immer das Böse und suchet in euer Denken einzudringen, und dann wird der Mensch hin und her geworfen, und er verliert leicht die Verbundenheit mit Gott ....

Erbarmet euch eines jeden Wesens, und legt es eurem himmlischen Vater ans Herz, daß auch Er Sich erbarme ....

Die Schuld ist groß .... doch Gottes Liebe ist größer ....

Siehe, mein Kind, wir legen dir dies so ans Herz, auf daß du dich frei machst von dem Gedanken, daß euer Urteil das richtige sei ....

Wer im Glauben an Gott hat sein Leben beschlossen, hat auch Anspruch auf des Vaters erbarmende Liebe, und wisset ihr, ob Gottes Stimme nicht eingedrungen ist in das Herz? ....

Siehe, der Vater sorgt unablässig für die Erdenkinder ....

Seinem Willen obliegt es, wann sie ihr Leben vollenden, und bis zuletzt ringt die Liebe des Himmels um jede Seele. Wer sich noch zuletzt der Obhut des Herrn empfiehlt, empfängt Seinen Segen. Darum bringet auch ihr dem Herrn euren guten Willen entgegen und bittet einer für den anderen, und ihr werdet aus dem Kampf mit dem Widersacher siegreich hervorgehen. Legt euch des Herrn Worte zurecht: Was ihr dem geringsten Meiner Brüder tut, das habt ihr Mir getan .... und so ihr euch überwinden könnt, zu lieben eure Feinde, so bringet ihr diese Liebe eurem Herrn und Heiland dar, denn es ist Sein Wille, daß ihr euch liebet, und es schauet der Herr in euer Herz. Ohne Ansehen der Person sollet ihr der armen Seelen gedenken .... ihr sollet ihnen die Gnade des Gebetes gewähren .... ihr sollet es dem Vater überlassen zu richten ....

Völlig lossagen kann sich nur der Widersacher selbst .... denn Gott ist die Liebe, und solange der Herr Seine Kinder wandeln läßt auf Erden, so lange ist dem Erdenkind die Möglichkeit gegeben zu erkennen ....

Endlos scheint zwar manches Ringen mit feindlichen Mächten, doch die Kraft der Liebe ist stärker. Darum hat es Gott in Seiner Liebe weise gefügt, daß der Mensch in der Stunde des Todes seine Gedanken zurücksendet in seine Jugend und seine Kinderzeit, und die Eindrücke dieser erhellen oft blitzschnell den Geist .... er erkennet das Wirken der Gottheit, und verläßt er mit diesem Erkennen das Erdenleben, so ist er nicht rettungslos den bösen Mächten anheimgegeben .... deshalb lasse diese Seele nicht ohne Liebe .... lasse sie nicht darben, denn sie leidet ohnehin schwer, sobald sie ihrer Lage sich bewußt ist ....

Der Herr wird dir Kraft geben, dich zu überwinden.

Amen


B.D. 233                empfangen am  21.12.1937

Glaube - Hoffnung - Liebe ....

Sorge um Schwache und Irrende ....

Siehe mein Kind, wir alle wollen, daß es dir gelingen möge, dein Herz zu lösen von allem, was dir hinderlich sein könnte auf dem Weg nach oben. Es hat der Herr für dich immer in Bereitschaft Seine Lehren, und wo du dir angelegen sein lässest, Seine Worte in Eifer aufzunehmen, wirst du nie der göttlichen Gnade verlustig gehen, denn es bleibt dir doch immer das eine ....

Du verlangst zum Vater, und so wird dein Streben niemals vergeblich sein. Entzündet sich dein Herz an der göttlichen Flamme, die dir Erleuchtung bringen soll, so vergehet kein Tag in deinem Leben, ohne daß du deine Gedanken innig zuwendest deinem Heiland und Erlöser, und dann birgt ein jeder Gedanke so viel Segnungen in sich ....

Glaube, Hoffnung und Liebe vereinigt sich .... denn der Glaube erhebt deine Gedanken zu Ihm .... hoffen darfst du stets auf Seine Gnade, und immer stehst du in Seiner Liebe ....

O mein Kind, vollende das Werk, das du begonnen .... so vielerlei wird dir noch geboten werden, und du wirst glücklich sein ob des Empfangenen ....

An deiner Kraft, die dir entströmt durch dein Wirken, werden sich noch so viele Erdenkinder stärken, die bisher leer und haltlos durch das Leben gingen. Wenn der Heiland dir diese zuführt, so geschieht es wieder aus Liebe zu allen diesen Menschen, denn der Heiland sucht zu gewinnen alle, um ihnen das Reich Gottes zu bereiten ....

Ein jedes Wesen hat Gott lieb, und um es dem Verderben zu entreißen, gilt Seine Sorge unausgesetzt den Schwachen und Irrenden. In jeder Stunde der Not lenkt Er sie sichtbar, um sie hinzuweisen auf die Ewigkeit, und dann läßt Er ihnen Seine Lehren zugehen, denn der Heiland weiß ja für jeden das Rechte, um die Herzen aller zu gewinnen. Vermittelt Er nun Seine Worte durch dich, so werden ihnen die Schritte zur Ewigkeit erleichtert, und es löst sich der Mensch immer mehr aus der Macht der Finsternis, je mehr er sich innerlich bejahend einstellt zum ewigen Gott ....

Allen möchte Er zur Erkenntnis verhelfen .... daß sie selbst sich doch das ewige Leben bereiten .... daß sie selbst auch die Verantwortung zu tragen haben für all ihr Tun und Lassen im Erdenleben. An Seine Gnade möge sich ein jeder halten .... er kann sie doch so leicht sich erwerben, er braucht doch nur den Vater inbrünstig darum zu bitten, so wird sie ihm gewährt werden ohne Unterlaß.

Und wenn euch immer wieder gelehret wird, daß ihr das Himmelreich erwerbet, bleibet ihr in der Liebe .... so ergehet an euch alle der Mahnruf: Liebet euch untereinander .... handelt nicht lieblos gegeneinander, sondern suchet euch immer nur Liebe zu geben, so segnet sich euer Wandeln, und ihr werdet öffnen euer Herz allem, was vom Vater kommt ....

Denn Gott Selbst ist ja die Liebe, und immer wird euch Gott nahe sein, lebet ihr in der Liebe. In jedes menschliche Herz hat Gott das Sehnen gelegt nach Liebe, und daher soll auch die Liebe euch erlösen und dereinst ewige Seligkeit bereiten.

Amen


B.D. 234                empfangen am  22.12.1937

Diese Kundgebungen ein Zeichen der göttlichen Liebe ....

Somit gehen die Tage dem Ende entgegen, die zu deiner Prüfung über dich kamen. Ein segensvoller Augenblick, wo die Erkenntnis der eigenen Schwäche in deinem Herzen erstand, denn nur diese hilft dir, daß du dich wieder innig dem Herrn zuwendest. All Seine Liebe will doch der Heiland euch geben, darum werdet ihr durch das Gefühl des Verlassenseins immer aufs neue zu Ihm gedrängt, denn der Herr kann nur geben dort, wo ihr inniges Verlangen habt nach Ihm. So viele Pflichten und Aufgaben stehen dir noch bevor .... um auszureifen, gehört auch ein williges „sich dem Herrn überlassen“ .... nur dann findest du Ruhe und inneren Frieden. Leise tönet Seine Mahnung an dein Herz: „Bleibe Mir treu .... auch in der Stunde der Not ....“, denn dreifach will dich der Herr belehren ....

Er will dich gewinnen für das ewige Reich ....

Er will dir göttliche Weisheiten übermitteln und dich lehren, immer den Weg der Liebe zu gehen ....

Denn nur über diesen findest du auch den Weg zu Ihm. Nach menschlicher Berechnung gibt es keine Verbindung zwischen Himmel und Erde und ist dies auch ein Gnadenakt von erhabenster Größe .... er zeuget von Gottes Liebe zu den Erdenkindern, es kann ein jedes Wesen zu jeder Zeit zum Himmelsvater sprechen und Ihm sein Anliegen vortragen .... so würdigt euch der Vater auch Seiner Antwort .... so ihr nur um eures Seelenheils willen diese erfleht ....

An Seiner Güte und Barmherzigkeit dürfet ihr nicht zweifeln .... sie hat von Anbeginn der Welt gegolten allen Wesen und währet bis in alle Ewigkeit. Darum gibt der Vater euch immer wieder zu verstehen, daß das kleinste Wesen sich zu Ihm wenden darf .... es wird stets empfangen, weil der Vater alle Seine Kinder liebt. Begehren dürfet ihr stets, und immer wird euch Erfüllung, so euer Begehren eurem Seelenheil dienlich ist .... denn der Herr will euch bereiten ein ewiges Reich .... begehret ihr dieses, so wird es euch gewährt. An eurer Seele zu arbeiten ist doch eure Aufgabe, und zu diesem Zweck will euch der himmlische Vater Einblick gewähren in das göttliche Wirken ....

Denn immer mehr verfallen die Erdenkinder den Irrlehren, immer weiter entfernen sie sich von der reinen Wahrheit, und immer weniger wollen sie die Lehren unseres Herrn Jesu Christi anerkennen ....

Und so geraten sie in Not der Seele, denn allein .... ohne Christi Hilfe, kann der Mensch nimmermehr den Grad der Vollkommenheit erreichen ....

Der Heiland ist so nahe einem jeden, doch in seiner Blindheit erkennt der Mensch nicht Seine Liebe und ist auf dem Weg, sich völlig zu verlieren an die Mächte der Finsternis .... doch um sie zu erretten, gibt Sich Gott den Menschen kund auf außergewöhnlichem Wege. Was Er euch durch diese Gnade bietet, könnet ihr in eurem jetzigen Zustand nicht voll bewerten .... ihr könnet nur bitten, daß euch diese Gnade erhalten bleibe, bis ihr fest seid im Glauben und euch die Liebe zum Heiland so fest mit Ihm verbindet, daß ihr gefeit seid gegen alle Angriffe des Bösen. Solange Sich der Heiland mit euch vereint durch diese Kundgebungen, seid ihr alle, die ihr diese aufnehmet in euer Herz, wohlbehütet in Seiner Liebe, und es ist euch der Weg nach oben so klar vorgezeichnet, daß ihr nicht fehlgehen könnt ....

Machet euch dieser Gnade wert .... bleibet dem Herrn treu, und erlöset euch alle durch die Liebe, die euch der Herr predigt durch Sein Wort. Weihet Ihm euer Herz, und horchet immer und unablässig auf die Stimme in euch, so werdet ihr im Segen bleiben, und die göttliche Gnade wird euch zufließen bis an das Ende eures Lebens.

Amen


B.D. 235                empfangen am  23.12.1937

Gottvertrauen ....

Segen des Gebetes ....

In wenigen Tagen wird dir verkündet werden, was deinem Herzen Frieden gibt, und in dieser Stunde erlebst du wieder des Vaters Gnade an dir. An Seinem Herzen seid ihr alle geborgen, wenn euch das Leid der Erde zu Ihm flüchten läßt ....

Es bringt euch immer der Ewigkeit näher, versenket ihr euch in tiefes Gebet und haltet ihr innige Zwiesprache mit dem Vater, Der immer bereit ist, zu trösten und aufzurichten die Schwachen und Verzagten, die Ihm gläubig vertrauen. An des Heilands Worten sollet ihr erstarken:„Bittet, so wird euch gegeben werden .... klopfet an, so wird euch aufgetan ....“ Und darum könnt ihr immer frohen Herzens durch das Leben gehen, denn über euch wachet Einer, Der euch behütet, stellt ihr euch nur vertrauend unter Seinen göttlichen Schutz. Das ist es, was den Menschen mangelt .... das gottgläubige Bewußtsein, im Schutz des Herrn zu stehen ....

Deshalb müsset ihr leiden auf Erden, denn mit diesem Glauben an die immer-willige Bereitschaft Gottes, euch zu helfen, würde euch das Erdenleben viel weniger Leid und Sorgen bringen .... solange ihr betet aus tiefstem Herzen, seid ihr nicht verlassen .... ihr könnt euch sorglos der führenden Vaterhand anvertrauen und brauchet nicht zagen ....

Erst, wenn ihr euch zu festem Gottvertrauen durchgerungen habt, wird euch auch der Friede der Seele beschieden sein, denn es ist nicht eines ohne das andere. Der Herr hat euch doch so oft den Beweis Seiner Liebe und Güte gegeben .... wie könnet ihr immer wieder zweifeln daran .... denn das tut ihr, wenn ihr euch niederdrücken lasset von den täglichen Sorgen. Erhebet nur gläubig eure Hände zum Herrn .... und eure Sorgen werden von euch genommen zu jeder Zeit. Am Ende eurer Tage blicket ihr dann zurück, und euer Leid wird sein, daß ihr dem Heiland euch zu wenig anvertraut habt ....

Weit mehr könnt ihr erreichen, verbindet ihr euch nur stets mit Ihm, Dessen Liebe euch allen gilt ....

Unablässig mahnet Er euch und möchte Besitz ergreifen von eurer Seele .... daß sie sich voll und ganz nur Ihm zuwende .... doch ihr Menschen höret diesen Mahnruf so wenig. Sonst könntet ihr nicht in Leid und Kummer durch das Leben gehen. Froh und leicht werdet ihr es tragen, und auch in allen Nöten wird euch die innere Stimme tröstend zusprechen, und ihr werdet überwinden, blicket ihr immer nur zum Heiland auf ....

In deinem Herzen, liebes Kind, muß die Liebe und das Vertrauen zu deinem Heiland so tief verwurzelt sein, daß du leuchtenden Auges alles ertragen kannst, was dir der Vater sendet .... was dir zur Förderung dient. Brauchst du Trost, so erbitte ihn vom Vater, und Er höret dich .... doch wende dein Herz nicht ab von Ihm, von wo allein dir Hilfe kommt ....

Schütze dich vor trüben, gottabgewendeten Gedanken durch das Gebet .... ein inniger Stoßseufzer zum Vater gibt dir Seine Gnade, diese Verbindung mit Ihm allein schon erlöset dich aus der Gewalt finsterer Mächte .... denn jeder unwillige Gedanke .... jede lieblose Regung ist eine Einwirkung dieser. Doch immer ist die stärkste Waffe dagegen das Gebet. Ihr könnet gar nicht genugsam den Segen des Gebetes empfangen .... auf daß ihr teilhaftig werdet aller Gnade, genügt ein heißes Flehen zum Vater, Der Seine Kinder nie verläßt. Darum lasset keinen Tag vorübergehen, ohne euch innig dem Vater zu empfehlen .... dann seid ihr geschützt gegen alle Einflüsse des Bösen, und überwinden werdet ihr alles und wirken zur Ehre Gottes.

Amen


B.D. 236                empfangen am  24.12.1937

Licht ist Leben ....

Einwirken der Boten Gottes ....

Christnacht ....

Gesegnet, wer Mein Wort aufnimmt und sein Herz verlangend Mir zuwendet ....

Mein liebes Kind .... verrichte stets dein Werk in Meiner Gnade, und bleibe Mir treu. Siehe, in rastlosem Eifer dem Herrn dienen wollen bringt dich den Pforten des Himmels nahe, und fortgesetzt wird dein Verlangen ein immer innigeres werden, denn Meine Liebe lässet dich nicht ....

In jeder Kreatur siehst du ein Geschöpf Gottes .... und ein jedes Geschöpf Gottes wiederum ist ein Teil des ewigen Lichts .... im Licht allein ist Leben .... deshalb strebet nach dem Licht, wenn ihr leben wollet in Ewigkeit ....

Das göttliche Licht kam zur Erde, um Erleuchtung zu bringen denen, die in der Finsternis wandelten .... in Meines Vaters Reich aber wird euch das ewige Licht leuchten, und keine Dunkelheit werdet ihr fürchten brauchen .... darum strebet auf Erden nach dem göttlichen Licht ....

Dem Heiland bereitet euer Herz in dieser Nacht, daß Er Aufnahme findet ....

Alle deine geistigen Freunde wollen dir beistehen, daß, was du auch beginnst, zur Ehre Gottes ist und dir Förderung bringt ....

Mein Kind, es gehen in dieser Nacht der Boten viele durch das Land .... überall suchen sie, den Willen des Heilands zu erfüllen, indem sie der Menschen Gedanken hinwenden auf die Stunde der Geburt Christi und sie so wieder empfänglich zu machen versuchen für Seine Lehren und den Zweck Seines Wandelns auf Erden ....

Aller unser Bemühen ist darauf gerichtet, wieder eine geistige Verbindung zu schaffen zwischen den Erdenkindern und den sie umgebenden Geistwesen, auf daß wir ihnen beistehen können, sich aufs neue dem himmlischen Vater .... dem Heiland, zu verbinden ....

In dieser Nacht wendet sich so mancher Gedanke himmelwärts ....

O könnten wir doch so tief in ihre Herzen dringen, daß sie sich von diesen Gedanken nimmer lösen, daß sie beginnen möchten, ihren Gedanken täglich und stündlich diese Richtung zu geben! ....

Welche Freude würden wir dadurch dem lieben Heiland bereiten, und welches Seelenheil würde dies den Menschen bedeuten ....

Und immer würde Gott der Herr mit Seiner Gnade das Streben derer segnen und ihnen Kraft geben, von nun an an sich selbst zu arbeiten, auf daß ihrer Seele Förderung werde in diesem Leben ....

Tatenlos müssen wir oft zusehen, wie den Erdenkindern der Weg nach oben immer schwerer wird .... wie sie allem Göttlichen sich entfremden und Anschauungen annehmen, die nicht im Einklang stehen mit den Lehren unseres Herrn Jesu Christi ....

Wir sehen es und können ihnen nicht helfen, weil keines von diesen Menschenkindern uns zu Hilfe ruft .... all unser Einwirken-Wollen auf ihre Gedanken ist vergeblich, sie weisen alles zurück, und in solchen Zeiten ist alle Mühe an den Erdenkindern vergeblich ....

Doch jetzt sind oft die Herzen der Menschen solchen Regungen zugänglich .... es ist eine gesegnete Zeit, wo so mancher, Gedanken unbewußt sich in geistigen Regionen verlieren .... und wo wir solches spüren, sind wir sofort bereit, diese Gedanken weiterzulenken und in ihren Seelen ein Fünkchen des Erkennens zu entzünden. Dem Herrn möchten wir Seelen zuwenden .... und den Menschen möchten wir das Licht der Erkenntnis bringen ....

Der Dunkelheit möchten wir die Seelen entreißen und sie in einen glückseligen Zustand versetzen, indem wir ihnen die Erkenntnis der göttlichen Wahrheit vermitteln .... daß sie nimmer wandeln in der Dunkelheit des Geistes ....

Amen


B.D. 237                empfangen am  25.12.1937

Sonne ....

Göttliche Leuchtkraft ....

Licht und Liebe ....

O mein Kind, gib dich nur immer hemmungslos deinem Heiland zu eigen, so wird der Friede in dein Herz einziehen, und du wirst von allem Schweren, was dich bedrückt, erlöst sein. An Seiner Liebe sollst du dich aufrichten .... der Herr will nicht, daß ihr verzaget ....

Er will auch nicht, daß euer Geist müde werde, und darum gibt Er euch von neuem Trost und Stärkung durch Seine Worte ....

Jedes Walten und Wirken in der Natur hat seinen Ursprung in Gottes großer Liebe .... es ist wie ein ständiges Ausstrahlen leben-erzeugenden Lichts, durch das alles Sein und Werden auf Erden und im ganzen Weltall beeinflußt wird. Und um dieses Werden zu gestalten nach Gottes weisem Willen, lässet der Herr fortgesetzt das Licht erstrahlen ....

Wenn dich die Unendlichkeit des Weltalls schreckt und du dir der eigenen Winzigkeit bewußt bist, dann dürfen dir dennoch nicht Zweifel kommen an der Liebe Gottes und Seiner Sorge um jedes einzelne Wesen. So, wie das Licht der Sonne die Erde erleuchtet, wie sie erwärmet und belebet alles, was auf Erden ist, wie sie den Pflanzen ihr Gedeihen ermöglicht .... wie sie Helligkeit und Wärme gibt allen Geschöpfen der Erde .... so strahlen zahllose Sonnenkörper ihr Licht aus, auf daß das ganze Weltall unter dem Einfluß der göttlichen Leuchtkraft steht und das Licht nie und nimmer erlöschen wird .... denn der himmlische Vater Selbst ist das Licht, von Dem ausgehet alles Leben ....

Ewig ist das Licht und ewig ist die Liebe ....

Beides ist der Inbegriff von Gott und bleibt bestehen bis in alle Ewigkeit ....

Der Herr hat in Seiner unendlichen Liebe und Güte Seine Wesen im Licht erschaffen, und daher wird ein jedes Wesen auch dem Licht zustreben, und wer im Licht wandelt, dessen Weg führt nach oben. Wer im Verlangen nach göttlicher Erleuchtung sich zum Herrn wendet, den wird helles Licht umstrahlen, denn schon der Wille, wieder in den Urzustand zurückzukehren, bringt euch diesem näher ....

Eine jede Pflanze sucht den Erdboden zu durchbrechen und wendet sich dem Licht entgegen ....

Im Tierleben ist das Verlangen nach dem Licht gleichfalls vorherrschend .... sollte da der Mensch in der Dunkelheit verbleiben wollen und sich nicht dem Vater allen Lichts zuwenden? Und doch hat der Mensch in großem Ausmaß Kämpfe zu bestehen mit feindlichen Mächten, die das Verlangen nach dem Licht auf ewig in ihm ausschalten möchten .... es ist ihr Ziel, den Geist des Menschen .... die Seele .... in vollkommene Dunkelheit zu hüllen und ihr den wahren Zweck des Lebens zu verbergen, um größere Macht über den Menschen zu bekommen und sie dem Lichtkreis, dem sie unbewußt zustreben, zu entfernen und herabzuziehen in die ewige Finsternis ....

Gottes Liebe und Sorge gilt unausgesetzt diesen von der Finsternis bedrohten Erdenkindern. Der Mensch selbst ist ein willenloses Geschöpf, sobald er in die Macht dieser Finsternis gerät ....

Ohne göttliche Hilfe könnte er sich nimmermehr aus dieser Macht lösen, darum sind ihm so viele geistige Kräfte zur Seite gestellt, auf daß kein Erdenkind ungewarnt dem Schicksal überlassen bleibt. Wie auf einer Seite der Widersacher .... so wirkt auf der anderen Seite die Liebe der edlen Geistwesen auf die Erdenkinder ein und kämpfet um die Seele ....

Es ist für das Menschenkind ein leichtes, wenn es nur ein wenig sich den guten Kräften überläßt, denn die Kraft des Guten .... die Kraft der Liebe, ist ungleich stärker als die des Bösen ....

Doch der Mensch ist oft so verblendet .... sein Wille, der ihn lenken sollte dem himmlischen Vater entgegen, versagt oft gerade dort und ist umgekehrt wieder so stark, ohne Bedenken anzunehmen, was ihm von seiten des Widersachers vorgehalten wird ....

Darum ist es auch seine eigene Verantwortung, da er die Kraft und den Willen, die ihm gegeben zur Förderung der Seele, anwendet zum Abfall von Gott ....

Dich, mein Kind, brauchet der Herr .... es sollen dienstwillige, dem Herrn ergebene Arbeiter den Schwachen helfen, daß sie den rechten Weg beschreiten und durch die Lehre unseres Herrn Jesus Christis wieder zurückfinden zum Vater ....

Es ist von unschätzbarem Wert, wenn den Menschen die Kenntnis der reinen Wahrheit übermittelt wird .... denn durch jahrelangen Kampf der Kirchen gegeneinander wurde die Lehre Christi den Menschen so dargeboten, daß sie (diese, d. Hg.) heut schwerlich annehmen wollen ....

Es ist ihnen nicht mehr zu Herzen gehendes Leitwort, von Gottes Liebe geboten, sondern sehr oft nur ein übernommenes, ihr Inneres kaum berührendes, ihrem Glauben nach menschlich entstandenes Erziehungswerk, das sie eben nicht mehr ernst nehmen .... sondern viel eher ablehnen möchten. Darum will der Vater in neuer Form Sein Wort ihnen vermitteln, daß sie darin die göttliche Liebe spüren und ihre Herzen öffnen mögen der Stimme von oben. Der Heiland weilt wieder unter den Menschen ....

Er wird immer mitten unter euch sein, die ihr Seine Lehren verkündet ....

Er wird euch helfen, daß ihr die rechten Worte wählet .... daß ihr selbst ausübet, was ihr lehret ....

Und so wird Sein Wort wiederum eindringen in die Herzen der Menschen, und alle diese werden wieder wirken in Liebe füreinander .... denn Licht soll werden allen, und aus der Dunkelheit soll sich lösen jedes Wesen, sowie ihnen nur ein kleiner Strahl des göttlichen Lichtes leuchtet, denn das Streben nach dem Licht wird währen bis in alle Ewigkeit.

Amen


B.D. 238                empfangen am  26.12.1937

Wesen des Jenseits ....

Erbitten Hilfe ....

In des Vaters Namen grüßen wir dich und geben dir kund, wie es Sein Wille ist ....

Alle Wesen finden sich ein um dich, die Verbindung mit dir haben möchten .... so hat der Herr beschlossen, sie teilnehmen zu lassen, um ihrem Begehren zu willfahren, denn es ist das Fest der Liebe ....

Folgenden Wesen ist es gestattet, sich deiner Kraft zu bedienen und sich durch dich kundzugeben. Es spricht zu dir ein alter Vater, sein Geist weilt lange schon bei dir .... er legt dir inständig ans Herz, seines Sohnes nicht zu vergessen, der in deiner Nähe weilte, doch seine Erdenlaufbahn nun auch beenden mußte. Er gehet bei dir aus und ein und verfolgt dein Streben .... und kann doch nicht erfassen, weshalb er sich nicht mit dir verbinden kann ....

In seiner Erdenzeit wollte er sich nicht belehren lassen und hat der Stunde des Todes nie gedacht, nun hat ihn der Herr abgerufen, doch sein Geist weilt noch beständig in Erden-Nähe, es ist ihm noch nicht Erkenntnis geworden von seiner Aufgabe im Jenseits. Sein Vater sorgt sich um ihn und bittet dich um dein Gebet für ihn. Gewähre ihm dieses ....

Und nun tritt zu dir wieder, der dich schon sprechen wollte und dir seinen Namen nicht kundgab .... es sind so viele Wesen hier, du rufst sie durch deine Gedanken zu dir, doch versuche, dich uns zu überlassen und nur aufzunehmen, was wir dir geben ....

Beachte dies ....

Regen Anteil nimmt jener an deiner Arbeit, und so möchte er dir wieder versichern, daß du vielen helfen kannst dadurch. Er wendet sich an dich und bleibt immer in deiner Nähe, so daß du es plötzlich spüren wirst, wenn er sich in deine Gedanken drängt. In deiner Umgebung findet er sich zurecht, denn es sind alles ihm liebe Wesen ....

Er möchte euch allen sich zu erkennen geben und kann sich doch nicht verständlich machen zu seinem Leid. Doch wenn eure Gedanken bei ihm weilen werden, wird er versuchen, sich euch bemerkbar zu machen, so ihm der Vater die Kraft dazu erteilt ....

Heut will er dich nur grüßen und dein Gebet erbitten ....

Doch einer will nun selbst zu dir sprechen, was wir ihm gewähren wollen .... „Liebe Freundin, alle deine Bemühungen sind uns ein Trost und geben uns die Hoffnung, denn wir brauchen die Liebe der Erdenmenschen, weil wir im Erdenleben versäumt haben, uns mit dem Herrn zu verbinden. O wie falsch war unser Leben auf Erden! ....

Jetzt ist unser Kampf schwer, und wir sind euch so dankbar, gebet ihr uns durch euer liebes Gedenken, durch euer Gebet doch so viel Hilfe ....

Wir sind auf eure Liebe angewiesen, und darum umgeben wir dich stets, denn der Vater lässet diese Gnade zu, und dürfen wir teilnehmen an deiner Arbeit ....

Dem himmlischen Vater sei Dank, denn wir erkennen nun an deiner Arbeit unsere Aufgabe und geben uns dieser mit großem Eifer hin .... angespornt durch deine geistige Tätigkeit, durch dein Ringen und Wirken, und gekräftigt durch dein Gebet, in dem du unser gedenkest. Es ist für uns alle, die wir dich umgeben, ein Segen, denn so haben auch wir Einblick genommen in das Wirken der höheren Geistwesen, die uns allen mit so viel Liebe entgegenkommen, und dürfen wir jeder Verbindung mit dir beiwohnen, um daraus selbst lernen zu können, wie auch wir unsere Arbeit im Jenseits ausführen sollen, um immer höher zu gelangen.“ Vernehmen sollst du nun noch, was dir Freude macht: Allen Wesen hier im Jenseits ist das eine geboten, dir beizustehen, darum lassen wir dich nicht in Not der Seele, die wir befähigt sind, dir zu helfen, und immer wird um dich eine Schar jener sein, die dir nahestanden auf Erden und auch heut noch gern bei dir weilen, wenn es gilt, dir Schutz zu bieten gegen alle Gefahren, die deiner Seele drohen. Darum denke immer in Liebe an alle die Deinen, die dir vorangegangen .... nun ständig um dich sind und Gottes Segen für dich erflehen, um dereinst mit dir verbunden zu sein auf ewig. Ihnen schenke auch dein Gebet, denn in Liebe soll sorgen immer eines für das andere.

Amen


B.D. 239                empfangen am  27.12.1937

Wirken im Jenseits ....

Wirkung auf Unwissende ....

Einem jeden wird gegeben werden, wessen er bedarf ....

Glaube mir, mein Kind, es liegt allein nur an dir .... so du im Vertrauen zu Gott deine Tage vollbringst, wird dir Gelegenheit gegeben werden, daß du immer wieder zum Heiland findest, und was dir auch geboten wird an Ermahnungen und Belehrungen, es wird immer dich dazu anspornen, dich selbst an Geist und Seele zu veredeln. In keiner Weise darfst du dich den unwilligen Regungen überlassen .... immer dagegen ankämpfen und versuchen, liebevoll dich gegen jeden zu wenden, und immer leichter wird es dir werden, über solche Tage, die dich leicht zurückwerfen können, Herr zu werden. Es will eine jede Stufe errungen werden .... mühelos kommt keiner zum Ziel, und nur steter Kampf führt zum Sieg. Es wird dich viel mehr befriedigen, wenn es dir gelungen ist und du wieder voll Liebe und Hingabe dich zum Heiland wenden kannst .... die Kraft und Hilfe vom Herrn wird immer stärker sein, je inniger du zu Ihm betest ....

Verliere nie die Zuversicht und kämpfe an gegen die Ermüdung des Geistes. Liebes Kind, noch einmal bringen wir dir Kenntnis vom jenseitigen Wirken: Drüben in der Welt, die euch noch verschlossen ist, verharren viele Seelen in einem Zustand, aus dem sie sich schwer zu lösen vermögen. Und zwar ist das dann der Fall, wenn ihnen weder auf Erden noch in ihrer jetzigen Lage klargeworden ist, daß sie selbst sich eine Änderung dieser Lage schaffen können. Solange dieses Bewußtsein in ihnen noch nicht erwacht ist, irren sie rat- und tatenlos durch das All .... immer voll Verlangen nach der Erde und ihrer von ihnen verlassenen Umgebung .... bis ihnen endlich die Erkenntnis wird, daß sie streben können und müssen, dauert es oft lange Zeit. Und wieder wollen wir dich darauf hinweisen, daß diese erdgebundenen Wesen sich oft in deiner Nähe aufhalten. Ehe sie begriffen haben den Sinn und Wert deiner geistigen Arbeit, müssen sie viel beobachten .... und ständig bist du von solchen irrenden Seelen umgeben. Das schon allein muß dir ein Ansporn sein, nicht nachzulassen, und auch dein Arbeiten an dir selbst wird von ihnen verfolgt und bleibt nicht ohne Eindruck ....

Haben sie erst erfaßt, wie segensreich sich die Verbindung vom Jenseits zur Erde auswirkt, dann erwacht auch in ihnen der starke Drang, sich zu beteiligen .... zu helfen, wo es ihnen möglich ist, und voll Verlangen wenden sie sich einem jeden Lichtstrahl zu, in der Hoffnung, in hellere, licht-durchstrahlte Umgebung zu kommen. Es ist dies immer leichter möglich bei denen, die sich den geistigen Gedanken nicht ganz ablehnend gegenübergestellt haben, doch wie vielen war auf Erden alles Geistige fremd .... wie viele stellten sich diesen Fragen stets verneinend entgegen. Ehe diesen die Erkenntnis kommt im Jenseits, vergeht oft lange Zeit, und wie beglückt sind wir, wenn auch solche Seelen dein Treiben verfolgen .... wenn sie auch vorläufig noch nicht die Nutzanwendung für sich daraus ziehen. Siehe, mein Kind, deshalb mußt du treu ausharren, aus Liebe zum Heiland, Dem ein jedes Wesen, eine jede noch in der Dunkelheit des Geistes verharrende und irrende Seele am Herzen liegt .... es kann ein einziger Mensch mit gutem Willen und mit Liebe zum Heiland so unendlich viel Segen bringen solchen Wesen .... er bringt sich selbst in große Gnade .... er kann den Menschen auf Erden helfen .... er weist zahllose arme Seelen auf den rechten Weg ....

Im Tal der Erde gelang es ihnen nicht, aber für die Hilfe, die ihnen aus dem Tal der Erde nun kommt, ist jede Seele so dankbar, ist doch ihr Ringen im Jenseits so viel schwerer als auf der Erde.

Amen


B.D. 240                empfangen am  28.12.1937

Gott und Natur .... Bewußt an der Vollendung arbeiten ....

Mein Kind, nimm auf, was der Herr dir in Liebe bereithält ....

Das ganze Leben baut sich auf aus einer Reihe in göttlicher Weisheit gesetzmäßig gefügter Vorgänge, die ihr mit dem einfachen Wort Natur bezeichnet .... eine jede Entwicklungsstufe ist gleichsam ein Vorgang, an dessen gesetzmäßigem Sich-Abwickeln ihr den Schöpfer erkennen solltet, die ganze Regelmäßigkeit muß einem Willen unterliegen .... gerade das Leben in der Natur zeuget von göttlichem Einwirken ....

Alles, was um euch geschaffen wurde .... ist ein Wunder. Es ist ein beständig euch nach oben hinweisendes Geschehen, das ihr nur deshalb ohne Wirkung an euch vorübergehen laßt, weil euch Erdenmenschen das Verständnis für solche Wunder fehlt durch die immer wiederkehrende Regelmäßigkeit dieser. Der göttliche Wille allein belebt alles und fügt, daß diese Wunder unaufhörlich sich in der Welt vollziehen, doch der Mensch, der täglich vor diesen Wundern erbeben und in Ehrerbietung zum Schöpfer all dieses aufsehen müßte, sucht für alles eine Erklärung, die seinem Leben, seinem Denken, besser entspricht .... und wählet für das Wort „Gott“ das Wort „Natur“ .... doch der Sinn ist der gleiche .... nur daß er das ewig sich Wiederholende im Weltall anerkennt mit diesem Wort, nicht aber das Eingreifen einer höheren Macht in das Schicksal eines jeden Wesens .... und daß zwischen jedem, auch dem kleinsten Wesen und dieser höheren Macht eine Verbindung geschaffen werden kann durch eigenen Willen ....

Dieses alles erkennen sie nicht an, wenngleich sie das Wirken in der Natur stets und ständig verfolgen und anerkennen müssen ....

So ist auch die Verschiedenartigkeit im Glauben zu erklären ....

Das persönliche Eingreifen .... das Zuhilfe-Kommen von Gottes Liebe als Folge innigen Gebetes .... das Warnen ungläubiger Erdenkinder .... das alles wollen sie nicht sehen ....

Ihnen ist nur glaubwürdig, was sie täglich sehen und somit nicht ableugnen können .... denn im täglichen Geschehen und der gesetzmäßigen Wiederholung aller Naturereignisse können sie nicht anerkennen, daß diesem ein höherer Wille zugrunde liegt .... daß doch alles um eines bestimmten Zweckes willen so eingerichtet wurde und daß dieser Zweck lediglich wieder nur die Vollendung eines jeden einzelnen Wesens ist. So erkennt der Mensch immer nur an, was er sieht und fassen kann, dort aber, wo der Glaube ihm über mangelndes Wissen hinweghelfen sollte, dort lehnt er ab. In regelmäßigen Abständen jedoch ist in der Natur ein Werden und Vergehen zu beobachten .... genau dasselbe hat der Mensch zu erwarten ....

Liegt nun der Gedanke nicht viel näher, daß das göttliche Wesen, Dem alles Geschehen in der Natur unterstellt ist, den Menschen ebenso betreut und sein Werden, seine Entwicklung, gleichfalls Seinem Willen unterliegt? ....

Und wenn nun der Mensch gelenkt wird von einem göttlichen Willen .... weshalb verharrt er dann in der Ansicht, daß ihm eine Verbindung mit dieser Göttlichkeit unmöglich sei? ....

Erst dort, wo er bewußt diese Verbindung sucht, ist ein Anstreben der Vollkommenheit denkbar ....

Bewußt an sich arbeiten, um zur Höhe zu gelangen, das ist der eigentliche Zweck des Erdendaseins .... und gerade dieses Bewußtsein mangelt den Erdenkindern. Deshalb auch lehnen sie so leicht ab, was ihnen vom Himmel geboten wird .... das Wort Gottes .... deshalb ist es ihnen so schwer, anzuerkennen etwas, was vom Alltäglichen abweicht und doch so leicht zu glauben ist, wenn sie sich nur einmal vor Augen halten möchten, daß nicht ein einziges Wesen fähig ist, sich ein Leben von Anfang bis Ende nach eigenem Willen aufzubauen .... es wird immer und immer wieder Schicksalsschlägen unterworfen sein .... es wird immer das Eingreifen einer höheren Macht spüren, auch wenn es dasselbe abzuleugnen versucht. Denn hat es ein Mensch in der Hand, sich vor solchen Schicksalsschlägen zu bewahren? Wenn ihr nur darüber nachdenkt, müsset ihr wankend werden in eurer Überzeugung, daß ihr allein Lenker eures Schicksals seid .... ihr müsset dann die ewige Gottheit, Die euer Leben und Schicksal in Händen hält, anerkennen .... und dann müsset ihr auch glauben .... dann ist es euch erst zur Gewißheit geworden, daß ihr einem göttlichen Willen untersteht, dann werdet ihr euch auch als Kinder dieser Göttlichkeit fühlen .... ihr werdet Zuflucht nehmen zum Gebet .... das das Kind mit dem Vater verbindet, und ihr werdet dann auch die Segnungen des Gebetes an euch selbst erfahren .... und dann erst arbeitet ihr bewußt an eurer Vollendung.

Amen


B.D. 241                empfangen am  29.12.1937

An Seinem Segen ist alles gelegen ....

Und wieder wollen wir dir verkünden nach dem Willen des Herrn: In Seinem Namen sollt ihr euch einig sein, alle, die ihr auf Erden wandelt. Und vernehmen sollt ihr, wie bisher ....

Einem jeden wird geboten werden nach Bedarf, denn der Herr weiß, wo es fehlet, und ist Seinen Kindern ein liebevoller, sorgender Vater. Und darum vernimm: An Seinem Segen ist alles gelegen ....

Wollet ihr recht in diese Worte eindringen, so wird euch der Vater ein Gleichnis geben, denn Sein Bemühen ist es, euch Seine Worte tief ins Herz zu schreiben ....

Es hat ein Vater sein Kind entlassen mit seinem Segen .... und so geht dieses Kind seinen Weg immer mit dem Gefühl, des Vaters Liebe begleitet es .... und in aller Trübsal ist es darum nicht verlassen. Ihr alle, die ihr den himmlischen Vater um Seinen Segen bittet, habt gleichfalls Anteil an Seiner großen Liebe, denn so euch der Vater segnet, gibt Er euch alles, dessen ihr bedürfet. Und darum bittet ständig den Vater im Himmel, daß Er euch segne, und ihr werdet in Reichtum durch das Leben gehen .... es wird euch nichts mangeln, was zu eurem Seelenheil euch dienlich ist, und ein jeder Tag wird so vergehen, daß ihr die Liebe des Herrn spüret und euch in dieser Liebe geborgen fühlt. Und wenn euch dann die Erdenschwere drückt, wenn euch irdisches Leid zu tragen auferlegt wird, so wird euch dieses nicht schrecken, denn der Segen des Vaters schützt euch vor allem Übel .... eure Seele geht unbeschädigt aus diesen trüben Erdentagen hervor und wird helles Licht ausstrahlen auch in dunklen Erdentagen, die euch nur zur Förderung der Seele gesandt sind. Erbittet ihr des Vaters Segen, so erwächst euch daraus eine ungeahnte Fülle von Gnade, denn ihr empfanget fortgesetzt die Kraft, an euch zu arbeiten, und nimmermehr wird dieses Arbeiten erfolglos sein, sondern euch näherbringen eurem Ziel, ihr werdet euch vollenden und den Weg durch das Erdenleben so gehen, wie es eure Aufgabe ist. Gottes Segen erbitten heißt um Seine Liebe bitten, und diese wird euch gewähret jetzt und allezeit.

Amen


B.D. 242                empfangen am  30.12.1937

Göttliche Wahrheit ....

Wissenschaft ....

Nimm hin, was dir geboten wird, erkenne den Willen Gottes und sei bedacht, daß dir in keiner Weise verlorengehe das Vertrauen zum Herrn .... die Liebe zum Heiland und Seine göttliche Gnade. Ein ewiges Streiten wird sein um die göttliche Wahrheit, und immer wird der unterliegen, der nicht verlangt nach der (göttlichen) Erkenntnis oder der vermeint, allein hinter das große Geheimnis zu kommen ....

Soll ihm Erfolg beschieden sein, muß er zu Gott flehen um Erleuchtung, und sie wird ihm sicher gewährt. Auf irdischem Gebiet kann der Mensch forschen, und mag er noch so viel erreichen, er kommt doch nicht der göttlichen Wahrheit näher, denn das eine ist völlig getrennt vom anderen ....

Es ist nur dem zugänglich, dessen Herz sich frei macht von allem Irdischen .... dem nichts anderes erstrebenswert erscheint als das Aufnehmen ewiger Wahrheiten. Fern und unwirklich wird diesem alles auf Erden erscheinen, und voller Sehnsucht wird er nach der Tiefe der göttlichen Wahrheit forschen und aus des Vaters Hand diese fortgesetzt entgegennehmen dürfen, so er sein Herz nur allein dem Vater zuwendet ....

Es sind schon so viele Versuche gemacht worden, einzudringen in dieses Gebiet .... doch wenn der Erfolg jenen beschieden wäre, die über großes Wissen verfügen .... wenn diese allein den Schlüssel der Wahrheit in ihren Händen hielten durch ihr Wissen .... so wäre wiederum der Menschheit nicht gedient ....

Gott hat Sein Reich für alle bereitet, und welch verschwindend kleiner Teil würde dann Sein Reich erwerben, wenn der Herr nicht bewerten möchte das Herz der Erdenkinder, sondern nur allein das Wissen ....

Und wenn es Gott der Herr gefügt hat, daß Sein Reich erwerben können alle, die guten Willens sind, so ist euch ja doch viel mehr geboten, als nur auf Erden der Wissenschaft zu dienen ....

Ihr alle seid Anwärter, und nur euch allein liegt es ob, daß ihr zum Vater gelanget .... ja, weit eher ist die Wissenschaft ein Hindernis zur Seligkeit ....

Groß und mächtig macht sie euch auf Erden, doch so ungeeignet oft, klein und demütig euch dem Herrn zu verbinden .... und wie wollet ihr dann eingehen in des Vaters Reich ohne Seine Hilfe ....

Ihr sehet immer nur das eine Ziel vor Augen, zu ergründen das Wesen der Schöpfung .... ihr wollet in alles Verschlossene eindringen und so der Menschheit Aufschluß geben .... und seid doch selbst so unwissend, denn ihr habt das Einfachste noch nicht begriffen .... daß ihr klein seid, wenn euch der Herr nicht hilft .... daß ihr nie erfassen werdet den Sinn und Zweck des Weltalls aus eigener Kraft ....

Der wahren Erkenntnis kommt ihr erst dann näher, habt ihr den Weg zu Gott gefunden ....

Und dann gebt ihr gern allen Ruhm auf Erden dahin, denn dann wisset ihr, daß wertlos ist alles, was Irdisches zu erreichen strebt .... und daß alles irdische Wissen euch nicht näherbringen kann der ewigen Wahrheit, denn diese teilt nur Gott allein aus jenen, die im tiefsten Herzen begehren, Gott zu schauen und zu erleben ....

Der Wille, zum Herrn zu gelangen, hebt euch weit über alle Wissenschaft hinaus ....

Wo andere sich bemühen, in langer Erdenzeit der Schöpfung Rätsel zu lösen, wird es euch gegeben oft über Nacht .... sofern in euch das Verlangen ist und ihr euch vom göttlichen Lehrmeister unterweisen lasset.

Amen


B.D. 243                empfangen am  31.12.1937

Gedenket des Todes ....

Vernichten wird der Herr alles, was wider Ihn ist, und auferstehen wird, wer im Herrn verharret ....

Mein liebes Kind, es ist des Herrn Wille, daß dir gegeben wird jetzt und allezeit, die du im Herrn auf Erden wandelst, denn Sein Wort soll gelehrt werden wieder auf Erden, so wie es euch der Herr erteilt. Im Glauben darf die Menschheit nicht wankend werden, sie soll zurückgeführt werden zur reinen Lehre Christi, und es werden euch Wege gewiesen werden, die allein zu gehen euch nicht möglich wäre .... aber von Gott geleitet werdet ihr alle Hindernisse überwinden. Siehe, der Heiland legt es dir ans Herz, eingedenk Seines Leidens auf Erden alles auf dich zu nehmen, was Er dir auferlegt und wozu Er dich auch bestimmt hat ....

Er wird dir immer zur Seite stehen, und in jeder Not wirst du Seine Nähe fühlen und niemals verlassen sein, doch ringe dich zu festem Gottvertrauen durch, dann wird dir alles leicht werden, und aus Liebe zum Heiland wirst du stark sein und alles geduldig ertragen können. Seine göttliche Liebe bietet dir einen sicheren Schutz, wenn es auch manchmal scheinet, als drohe dir Unheil, so bist du doch in Seiner Hut so treu geborgen, daß du nicht bangen darfst. Darum ringe und bete unaufhörlich um festen Glauben und tiefes Gottvertrauen, auf daß du allem Widerstand entgegensetzen kannst, das dir von außen droht ....

Und in voller Zuversicht nimm heut auf:

Gedenket des Todes .... doch soll euch dieser Gedanke nimmermehr erschrecken .... denn ihr selbst könnt euch die Stunde des Todes zu unermeßlicher Glückseligkeit gestalten, wenn sie für euch nur den Übergang bedeutet aus diesem Leben in ein strahlendes helles Jenseits ....

Was habt ihr dann zu fürchten? Ihr lasset alles Leid der Erde zurück und gehet ein in ein Reich, wo alle Mühsale von euch genommen sind und euch ein ewiges Leben bereitet ist in der Nähe des Heilands ....

Wehe euch aber, wenn für euch die Stunde des Todes nicht die Erlösung bedeutet aus Erdenpein .... wenn ihr das Erdental nur verlasset, um in Dunkelheit zu irren .... belastet mit eurer Erdenschuld und unfähig, euch aus dieser Dunkelheit zu lösen ....

Und daher lasset euch warnen, ehe diese Stunde gekommen ist ....

Gedenket der Stunde, und werdet euch klar, daß ihr allein euch diesen wie jenen Zustand schaffet auf Erden .... daß euer Wandeln auf Erden ausschlaggebend ist, ob für euch die Stunde des Todes eine Pforte zur ewigen Seligkeit oder der Eingang ist in die Dunkelheit. Besinnt euch, wie viel schwerer es euch dann wird, dem Licht euch zuzuwenden, und wie viel Möglichkeit ihr jetzt noch auf Erden habt, den Zustand leicht zu erreichen, durch den euch ein seliges Sterben beschieden ist ....

Und wenn ihr einmal darüber nachdenkt, daß ihr doch nicht wißt, wie lange Zeit euch noch auf Erden gewährt ist, so seid dem himmlischen Vater für jede Warnung dankbar, die Er aus übergroßer Liebe euch immer wieder zugehen läßt durch Seine Boten. Bedenket dies und strebet .... strebet unaufhörlich nur nach dem Ziel, das Erdenleben nutzbringend für die Seele zu leben .... und wandelt so auf Erden, daß ihr jede Stunde bereit seid, vom Vater abberufen zu werden. Ihr gehet ein in ein neues Leben .... sorget, daß euch dieses in himmlischer Schönheit erstrahle, daß ihr alles, was euch der Vater bereitet hat in Ewigkeit, empfangen dürfet aus der Hand des Vaters .... doch wehe, wenn ihr das Erdenleben eintauschet gegen ein Dasein im Jenseits, das zu verlassen euch unendliche Anstrengung kostet und wo ihr in Leiden und Selbstqualen der ungenützten Erdenzeit reuevoll gedenket ....

Darum achtet der Mahnungen, die euch gesandt werden, und bleibet stets eingedenk des Todes, der jede Stunde an euch herantreten kann .... und bittet den Vater innig, daß Er sich erbarmen möge und euch die Erkenntnis sende, ehe es zu spät ist .... und Er wird euch erhören.

Amen


B.D. 244                empfangen am  2.1.1938

Aufnehmen mit eigener Kraft .... ohne fremde Einwirkung ....

Mein liebes Kind, wenn immer dich Mein Wort geleitet, so bist du geschützt vor allem Irrtum. Siehe, es kommt nur darauf an, wie deine Seele den Inhalt aufnimmt ....

Wenn Ich dir Meine Boten sende, so lehren sie dich in Meinem Auftrag, und in keiner Weise darfst du unruhig werden .... deshalb gab Ich dir bisher, auf daß dein geistiges Wissen vermehrt wurde .... auf daß du glaubst ....

Dein Wille, Mir zu dienen, befähigt dich zum Entgegennehmen von Botschaften, den Lehren Meiner Diener auf Erden entsprechend. Es ist ein immerwährender Streit um die alleinige Wahrhaftigkeit in vielen Gemeinden .... eine jede glaubt, dem Willen des himmlischen Vaters zu entsprechen, wenn sie allein nur die ihrige vertritt und sich feindlich einstellt gegen alles andere .... und das ist der Rückgang für euch Menschen. Warum wollet ihr nicht verstehen, daß ihr doch alle zum Vater gelanget, wenn ihr euch in Meinem Namen einig seid ....

Und so gebe Ich den Meinen von neuem die Lehren, und recht wird handeln, wer diese annimmt ....

Denn sie laufen ja nicht gegen die Lehren an, die eine jede Gemeinde für sich in Anspruch nimmt ....

Mein Kind, wenn dir die Erleuchtung ward .... wenn dir die Gnade gewährt wird, zu empfangen Meine Worte, so verharre in diesen, und weiche nicht von diesem Wege ab. Es gibt dir unendlich viel mehr, du wirst behütet und kannst dich sorglos allem überlassen ....

Du stehst im Schutz deiner geistigen Freunde und läufst nicht Gefahr, von anderen Kräften beeinflußt, Irrtümer in deine Schriften zu bringen. Darum segne Ich deine Arbeit und stehe dir bei, und sooft du Mich rufest, fließt dir Meine Gnade zu. Denn willig sollen Meine Diener sein und nur von Mir ihr Handeln lenken lassen ....

Und bringe Ich dich auf Erden in Verbindung mit anderen Kräften, so sollst du durch diese nur unterscheiden lernen .... daß Ich einem jeden andere Aufgaben gestellt habe .... und du sollst dir dadurch der Art und der Größe deiner Aufgabe bewußt werden ....

Denn rein und klar soll Meine Lehre sein, die Ich durch dich verkünden will .... und rein und klar muß auch dein Denken bleiben .... unbeeinflußt von anderer Kraft .... auf daß dein Schreiben völlig geistiges Erzeugnis sei, dir gegeben in Liebe von oben ....

So bleibe immer in Meinem Segen .... in Meinem Willen .... lege alles vertrauensvoll in die Hände des himmlischen Vaters. Wurde dir die Aufgabe, entgegenzunehmen des Herrn Worte, so wird dir auch die Kraft gegeben werden, aus dir allein heraus die Geistesbotschaften des Herrn niederzuschreiben, denn zweifeln würdest du an allen Worten, die unter Einwirkung anderer Kräfte dir zugehen möchten ....

Siehe, Mein Kind, du wirst glauben viel tiefer und inniger und wirst Meinen Segen spüren, solange du Mir dein Herz darbringst ....

Es ist eine namenlose Gnade, die Worte des Herrn empfangen zu dürfen, und dereinst wirst du es verstehen, weshalb Ich dich ausersehen und dir diese Aufgabe erteilt habe .... in Reinheit der Seele empfange weiter das Wort Gottes .... je inniger du begehrst, desto schönere und tiefere Weisheiten halte Ich für dich bereit. „Denn wie ihr bittet, so wird euch gegeben werden ....“ Und nun wende dich voll gläubigen Vertrauens dem himmlischen Vater zu, Sein Segen geleitet dich, und Seine Liebe führet dich recht.

Amen


B.D. 245                empfangen am  2.1.1938

Buch: Kindheit Jesu ....

Dem Herrn des Himmels und der Erde sei Dank, Der eines jeden Schicksal lenkt .... und in Seinem Auftrag wurde dir übermittelt, auf daß die Liebe zum Heiland dich erfüllen soll .... auf daß dein Gebet Erhörung findet ....

In der Liebe zum Heiland soll sich innig verbinden dein Herz mit allem Geistigen. Es wird alles in dir zum Leben erwachen, wofür du jetzt noch nicht empfänglich warst, und erkennen wirst du nun erst die tiefe Liebe des Herrn und Heilands, und noch demütiger wirst du dich beugen Seinem Willen ....

Durch deine Hingabe konnte der Herr in dein Herz einziehen, doch um Ihm dieses so zu bereiten, wie es Seiner Göttlichkeit würdig ist, mußt du erst in heiliger Liebe zu Ihm entflammen ....

Mein Kind, ein jedes Wort, das Er dir sendet, gibt Seine große Liebe kund .... doch will Er auch deine Liebe besitzen und legt sie dir nun tief in dein Herz, denn du wirst die Worte hinnehmen, die Gott zum Segen euch gegeben .... und helles Licht werden sie in dir entfachen .... die Flamme der Liebe wird entzündet werden und aufflammen zu hellem Schein, und bald wird das Feuer der Liebe zum Heiland dein ganzes Herz durchströmen und dich so glücklich machen, denn in Seligkeit wirst du wandeln mit dieser heiligen Liebe im Herzen, und dann erst wird die Liebe zu Ihm all dein Handeln leiten, und tausendfach wirst du gesegnet sein auf Erden. Alle Gabe wird dir der Herr verleihen, auf daß du ausführest auf Erden, was der Herr bestimmt hat .... so dich die Liebe zum Heiland dazu anleitet ....

So vertiefe dich in das Buch, das der Herr aus Liebe gab, um wieder Liebe zu erwekken .... und so siehe in jedem Geschehen eine Fügung Gottes, und so ihr euch willig Seiner Führung anvertraut, werdet ihr immer nur Segen ernten. Lobe den Herrn, denn Seine Güte währt ewiglich!

Amen


B.D. 246                empfangen am  3.1.1938

Gotteskindschaft ....

Vater - Kinder ....

Mahnung - Aufgabe ....

Mein liebes Kind .... dessen mußt du dir immer bewußt sein, daß du von Gottes Liebe ausersehen bist, den Menschen zum Segen die göttlichen Lehren entgegenzunehmen .... und du darfst daher niemals an dir selbst zweifeln, denn nur ein fester Glaube gibt dir die Fähigkeit und die Kraft, den Willen des Herrn zu erfüllen. Zu jeder Verbindung mit der geistigen Welt fordert der Herr deine ganze Hingabe .... nichts soll dir von höherem Wert erscheinen, als dich dieser Arbeit zu unterziehen .... nichts sollst du sehnlicher erstreben, als Gottes Weisheiten entgegenzunehmen. Dann wird dir auch eine jede Kundgabe leicht zugehen, du wirst hören mit geistigem Ohr und schauen mit geistigen Augen, und die Liebe des Herrn wird dir Worte in die Feder diktieren, die dir lieblich ertönen und in dein Herz eindringen werden mit solcher Kraft, daß du nimmermehr missen möchtest diese Gabe ....

Vertraue dem Herrn, daß Er dich recht führet, wende dich Ihm immer und immer wieder zu im Gebet, und bitte unaufhörlich um Seinen Segen zu deinem Wirken auf Erden. Was alles dir schon übermittelt wurde, soll dereinst auch deinen Mitmenschen zum Segen gereichen ....

So schaffe emsig und stelle dich dem Herrn zur Verfügung, sooft du kannst. Wir, die wir in Seinem Auftrag stehen, verfolgen dein Bemühen und helfen dir, soweit es in unseren Kräften steht ....

Alle Gaben, die dir zufließen durch die göttliche Gnade, bringen auch uns in einen Zustand voll Seligkeit, denn ein jedes von uns ist glücklich, wenn du unsere Gedanken aufgenommen und sie niedergeschrieben hast. Wir haben für dich noch so viel bereit, denn unerschöpflich sind die Weisheiten, die vom Wirken Gottes im Weltall verkünden ....

Unermeßlich ist Seine Liebe, und kraft dieser Liebe will der Herr euch Menschen geben, die ihr Verlangen habt, Gottes Schöpfung zu ergründen, und aus Liebe zu Ihm um Seinen Beistand bittet ....

Denn Seine Weisheit gibt der Herr kund Seinen Kindern ....

Und Gottes Kinder seid ihr, wenn euer Herz innig nach Dem verlangt, Der euch das Leben gab .... nach dem himmlischen Vater. Und wäre es wohl anders möglich, als daß der Vater liebevoll euch eure Bitte gewährt? ....

Die ewige Heimat .... des Vaters Reich .... soll euch allen erschlossen werden, wenn ihr selbst euch als einen Teil des Vaters fühlt .... doch um die Gnade der Gotteskindschaft müsset ihr beten, auf daß ihr nicht vorübergeht an allen Segnungen, die der Vater Seinen Erdenkindern bereithält. Ihr müsset euch bekennen zum Vater, daß Seine göttliche Vaterliebe euch bestrahle und Seine Vaterhuld euch zugewendet bleibe, dann ist euer Erdendasein die Pforte zum Paradies .... ihr strebet nichts anderes an, als endlich zum Vater zu gelangen. Dem Himmel sei Dank, daß dir das Erkennen gegeben ward ....

Und der Vater mit all Seiner Liebe hat dich eingeführt in Sein heiliges Reich ....

Er hat dir erschlossen, was unendlich vielen verborgen bleibt, die nicht verlangend sich der Ewigkeit zuwenden ....

Doch hüte diese Gabe wohl .... bemühe dich stets, dein Wesen zu veredeln .... halte dich allem fern, was dir an irdischer Freude geboten wird, sondern begehre nur immer heiß und innig des Heilands Liebe und Seine Lehren ....

Denn so Er dir diese bereitet, stehst du in Seiner Liebe und empfängst ohne Unterlaß göttliche Gnade. Denn tausendfältig geht das Samenkorn auf, das der Herr legt in des Menschen Herz .... und so sollen sich verbreiten Seine Lehren, die der Heiland durch dich den Erdenkindern noch vermitteln will. Diese Aufgabe ist dir gestellt .... bete heiß und inständig um die Kraft, sie zu erfüllen zur Ehre Gottes.

Amen


B.D. 247                empfangen am  4.1.1938

Irrtümer .... Wandeln des Herrn Selbst ....

Kundgabe eines weisen Jüngers ....

Erkenne, wie wichtig es ist, Gott den Herrn im Herzen zu tragen! Und dann vernimm die ewigen Wahrheiten, die in Fülle dir zuströmen werden, und lege dem Herrn deinen ganzen Willen zu Füßen, denn gesegnet ist, wer da sich leiten läßt vom Herrn Selbst ....

Er wird nie fehlgehen, und in aller Sorge wird Sich Gott seiner annehmen, so wie Er alle betreut, die Ihm dienen wollen und Ihn als Vater anerkennen. Eine jede Zeit lehrt den Menschen immer wieder, sich nach oben zu wenden .... und werden durch Mühsale aller Art dem Herrn Seelen zugeführt .... und immer hat Er für die Not Seiner Kinder den rechten Trost. Alles, was auf Erden wandelt, soll auferstehen in der Ewigkeit, und hat der Herr Sich Selbst unter die Menschen gesellt, um ihnen beizustehen durch Sein Wort, so sehet daraus immer wieder die göttliche Liebe, die kein Wesen verderben lassen will und unausgesetzt ringet um diese Seele, auf daß sie sich frei machet von der Gewalt des Bösen. Zahllose Irrtümer verblenden oft die Menschen, und um sie aufmerksam zu machen, daß sie im Irrtum wandeln, geht der Herr Selbst durch das Land und klopfet überall an .... des Herz sich öffnet, dem wendet Sich der Heiland liebevoll zu, und für immer wandelt dann das Erdenkind in Seiner Hut und brauchet sich nur lenken zu lassen ....

Siehe, so wohnet auch bei euch der Herr und fasset ein jedes bei der Hand ....

Jede Kümmernis ist ein liebevolles Aufmerksammachen auf euer Lebens-Ziel ....

Und unter Schmerzen und Trübsal allein ringet ihr euch durch zur Gott-Beschaulichkeit .... und euer Geist hebt sich empor .... und was verlieret ihr dann noch an der Welt, auch wenn sie euch alles bietet .... kann wohl ein einziger von euch den Weg zur Höhe erkennen, wenn ihm an irdischen Freuden geboten wird, was sein Herz verlangt? ....

Ihr werdet abgestumpft .... die Sinne verlangen immer mehr, und die Seele geht langsam zurück und soll doch unaufhaltsam vorwärts streben ....

Darum bringet alle eure Wünsche dem Herrn zum Opfer und danket Ihm, wie Er euch auch lenken und bedenken mag ....

Und nun will sich dir kundgeben ein weiser Jünger des Herrn ....

Allerorten lebet ihr dahin, als sei die Sonne des Herrn nicht über euch aufgegangen, und ihr erkennet nicht die Macht, die vom Worte des Herrn ausgeht ....

So berufe ich euch von neuem und gebe euch kund, daß unter euch der Heiland wandelt .... erzeiget Ihm alle Ehre und liebet Ihn, denn Seiner Macht allein und Seiner großen Huld verdanket ihr das Leben, und so ihr es würdig lebet, erkennet ihr den Herrn .... doch euer aller Streben soll Ihm nur zugewendet sein, denn aller Geist und Gottes Herrlichkeit wird über euch kommen, so ihr in Seinem Wort verbleibet ....

Erkennet ihr aber euch selbst nicht, so habet ihr nicht teil an diesem Wort .... ihr suchet dann vergebens den Weg, der euch voranführen soll ....

Der Klügsten einer ist, der sich selbst bezwinget, denn ihm winket ein Lohn, der ihn entschädigt für alle Demütigungen, und erhebet den, der sich selbst erniedrigt ....

Und fördern wird euch fernerhin, wenn ihr dahingebet, was euch unerläßlich dünkt .... denn nur der wird groß, der sich selbst klein fühlt und sich in Demut beugt vor dem Herrn ....

Alles suchet zu ertragen, alle Unbill auf euch zu nehmen .... immer denket an den Heiland, und ihr werdet euch erheben aus der Erdenschwere, denn des Heilands Liebe suchet euch hinanzuziehen.

Amen


B.D. 248                empfangen am  5.1.1938

Erkennen der Wahrheit nicht ohne Gebet ....

Sowie ihr bittet, wird euch gegeben ....

Mein Kind, um dich in die Geheimnisse des Weltalls einzuführen, genügt nur ein tiefes-inniges Sich-Hingeben deinem Heiland ....

Wir verfolgen alle deine Bemühungen und sind immer bereit für dich .... denn was uns der Herr aufgetragen, soll dir zu jeder Zeit vermittelt werden. Der Herr wird immer dort zugegen sein, wo das Verlangen nach der Wahrheit stark ist und der Wille des Menschen in den Dienst des Herrn gestellt wird. Und ihr alle erkennet Seine Macht noch nicht .... was Er tut aus Liebe zur Menschheit, weicht vom Alltäglichen ab, auf daß ein jeder begreifen lernt des Himmels Stärke ....

Und wenn ihr im Begriff seid, euch selbst zu verlieren, so genügt ein kleiner Hinweis aus den ewigen Regionen, um euch aufnahmefähig zu machen für die Lehren Gottes, denn was euch der Herr gibt, das sehet ihr erst dann als göttliche Gabe an, wenn ihr merklich das Eingreifen einer höheren Macht daran erkennt ....

Es ist der Menschheit größter Irrtum, in Ewigkeits-Gesetzen nicht des Herrn und Schöpfers Willen zu sehen ....

Und fortgesetzt bleibt sie deshalb blind gegenüber dem Walten und Wirken des ewigen Gottes .... sie kann sich nicht unterordnen dem göttlichen Willen, weil ihr das bewußte Erkennen fehlt. Und wiederum trachtet sie auch nicht danach, sich das Erkennen aller Weisheit anzueignen .... was ihr ein leichtes wäre, unter Anrufen der Hilfe des ewigen Gottes. Doch wie soll das Erdenkind bitten können, wenn es nicht vermag, das rechte Verhältnis zum himmlischen Vater zu finden ....

Wo kann es sich auf Erden der Ewigkeit bewußt werden, wenn es nicht danach strebt, über das Irdische hinweg den Vater zu suchen .... wo kann sich das Verlangen des Erdenkindes dem göttlichen zuwenden, wenn es die Erfüllung seiner Wünsche nur im weltlichen Genuß sieht ....

Und wieder ist es das Gebet, das da zuerst bedinget ist .... wendet euch an den Gott des ewigen Alls, daß Er euch recht führe und euch erleuchte, und ihr werdet den rechten Weg beschreiten und Schritt für Schritt hinangeführet werden ....

Doch ohne dieses gelingt euch nichts .... ihr werdet weder erkennen eure Bestimmung noch erwachen aus dem Schlafe, es bleibt dunkel um euch, bis ihr zum Gebet eure Zuflucht nehmet ....

Und keines läßt der Vater vergeblich bitten .... der Herr bewahret einen jeden vor völliger Unkenntnis, Er hat für einen jeden der Fingerzeige viele bereit, doch aufnehmen müsset ihr diese Mahnungen in eure Herzen, sollen sie nicht nutzlos euch gegeben sein. Und für ewige Zeiten werdet ihr die Stunde segnen, da ihr die Tür des Herzens öffnet für alles, was von oben kommt und euch wieder nach oben hinweiset. Der Herr des Himmels und der Erde hat darum viele Lehren für die Erdenkinder bereit, die aufzunehmen für einen jeden von euch zum Segen sind .... lernet verstehen, daß nur die Liebe des Herrn euch unterweiset; achtet nicht gering, was Er euch sendet, und gehet allezeit in euch .... denn erkennt der Mensch sich selbst als hilfloses Geschöpf, so unterstellt er sich willig der Liebe des göttlichen Vaters, er fühlt sich als Sein Kind wohlgeborgen und nimmt in Dankbarkeit alles hin, was des Vaters Ratschluß und göttlicher Wille ihm sendet. Denn der Herr hat ungezählte Reichtümer bereit für die, so an Ihn glauben ....

Er bedenket alle, die auf Erden wandeln, doch ob ihr annehmet Seine Gnaden, liegt allein nur an euch. In Seiner Weisheit läßt Er alles um euch erstehen, auf daß ihr daran erkennen sollt Sein Schaffen und Wirken ....

Darum bringet Ihm stets ein willig Herz entgegen. Und so ihr dann im guten Willen, zu Gott zu gelangen, innig Zwiesprache haltet mit Ihm, so wird Er euch erleuchten und euch der ewigen Wahrheit zuwenden, auf daß erfüllet sich das Wort: „So wie ihr bittet, wird euch gegeben werden ....“ Es hat ein jeder Anteil an Gottes Vaterliebe, für alle ist der Herr auf Erden gewandelt, und so ist Er auch heut wieder unter euch, das Heil zu bringen denen, die Sein Wort aufnehmen, im Herzen tragen und danach handeln. Des Vaters Gaben soll empfangen, wer reinen Herzens ist und dienen will dem Herrn, und Seine Gnade wird über diesen sein jetzt und allezeit.

Amen


B.D. 249                empfangen am  6.1.1938

Ohne Licht kein Leben ....

Finsternis im Jenseits ....

Es wenden sich die geistigen Wesen an dich mit der Bitte um vollste Aufmerksamkeit für ihre Kundgabe. Denn der Herr hat angeordnet, daß du empfangest geregelte Lehren, so daß dein Geist nicht müde werde, entgegenzunehmen die göttlichen Wahrheiten. Darum verbinde dich allezeit vertrauensvoll mit der geistigen Welt, und lasse unsere Gedanken auf dich einwirken zur Ehre Gottes .... des Höchsten des Himmels und der Erde. Leben soll der Mensch, und das in Ewigkeit ....

Doch leben heißt: im Licht stehen .... das Licht der göttlichen Gnade empfangen auf Erden .... dem Licht zustreben .... und in größter Lichtfülle, seinem Schöpfer nahe, in Ewigkeit verweilen. So hat der Herr es bestimmt, und sonach ist alles Leben auf Erden nur ein Streben danach, würdig zu werden, in strahlender Helligkeit dem Heiland nahe sein zu dürfen und sich so unendlich weit von der Finsternis und ihren dunklen Gewalten zu entfernen ....

Denn der Heiland ist das ewige Licht ....

Solches könnt ihr nur verstehen, wenn euch der Glaube erhebet aus der Dunkelheit des Geistes .... ihr könnet erst fassen, wie wunderbar die Kraft des göttlichen Lichtes ist, wenn euch nichts mehr bindet an das irdische Leben .... dann erst werdet ihr in vollstem Umfang erkennen, daß des Herrn Bereich durchstrahlt ist von göttlicher Liebessonne .... daß in diesem Reich sich vereinet alle Kraft und Herrlichkeit ....

Jedes Wesen bedarf des Lichtes, um sich in dem Zustand der Glückseligkeit zu befinden, und leben wird nur der in Ewigkeit, der, dieser Glückseligkeit würdig, unausgesetzt im Lichtbereich der Göttlichkeit weilen darf. Doch lichtlos im Jenseits zu sein bedeutet Tod ....

Sogar das unwissendste, verstockteste Wesen erkennt den winzigsten Lichtstrahl als Erlösung aus der Not. Immer wird er trachten, dem Lichtstrahl nachzugehen, doch das Erkennen seiner Aufgabe im Jenseits ist ihm noch so unendlich schwer. Darum ist die Not derer im Jenseits, die in solcher Finsternis weilen, noch weit größer als das größte Elend auf Erden ....

Denn auf Erden erweist euch der Herr immer wieder Seine Liebe, denn Er mahnet euch fortgesetzt durch Seine Diener ....

Seine göttliche Liebe möchte euch bewahren vor dieser Finsternis .... sie möchte euch die endlos lange Zeit des Kampfes ersparen .... denn ein schwerer Kampf ist euch dort gewiß, bis ihr euch aus der Macht der Finsternis gelöset habt ....

Unendlich beseligend ist es, dürfet ihr wandeln im ewigen Licht .... doch unsagbar leidvoll und bitter das Verweilen in der Finsternis. Hat euch Gott der Herr geschaffen als Teil des Lichts, so gab Er euch auch die Möglichkeit, in diesem zu verharren, doch aus eigener Schuld wendet sich das Erdenwesen von seiner Bestimmung ab, indem es den Lockungen der Unterwelt nicht widersteht und so immer mehr von seiner strahlenden Lichtkraft aufgibt und sich von den dunklen Mächten willenlos hinabziehen läßt. Darum birgt die Welt die größte Gefahr für die Erdenkinder, so diese nicht den himmlischen Vater um die Kraft anflehen, unbeschädigt durch das Tal der Prüfung hindurchgehen zu können während ihres Erdendaseins. Der Herr gibt ja so willig allen die Kraft, denn Er liebt Seine Kinder viel zu sehr, als daß Er sie ungekräftigt und ungewarnt den bösen Mächten überlassen möchte.

Amen


B.D. 250                empfangen am  7.1.1938

Leid .... Teilnahme am Erlösungswerk ....

Leid und Freude von kurzer Dauer ....

„So du Meine Worte empfängst, verbleibest du in Meiner Liebe ....“ Diese Worte schreibe dir tief in das Herz, und wehre allen Gedanken des Versuchers ....

Siehe, in einer Zeit der Demütigungen erkennst du immer wieder des Himmels Gnade, so du diese immer nur als besorgtes Hinweisen auf die Ewigkeit betrachtest. Und in solcher Zeit mußt du ringen mit dir selbst, dann erfüllest du die Aufgabe, die dir ward auf Erden. Leise und unmerklich wird etwas in dir gestärkt, und bald können dir solche Demütigungen nicht mehr den inneren Frieden rauben, du erkennst in ihnen die führende Vaterhand und beugst dich willig. Des Herrn Weg auf Erden ging über Steine und Dornen ....

An Seiner Gnade sollt ihr euch laben, und dann werdet ihr auch verstehen, wie unendlich wohltuend es ist, wenn der Herr euch diese ständig gewährt ....

Suchet daher immer in den Besitz der göttlichen Gnade zu gelangen, so wird euch offenbar werden, wie Seine Liebe ständig auch um euch ist, und dann wird keiner eurer Tage ein verlorener sein, denn ihr werdet dann eure Bestimmung auf Erden erfüllen, und das um so leichter, je mehr euch die göttliche Gnade zuströmt ....

Es hat des Heilands Herz auf Erden gelitten für euch Menschen .... ein jedes Leid auf dieser Erde tragt ihr gemeinsam mit dem Herrn und Heiland, so ihr an Seine Leiden denket und in Erkenntnis dieser bereit seid, Ihm euer Leid aufzuopfern ....

Versuche ein jeder, sich von der Ansicht zu befreien, daß ihr fähig wäret, ohne Leid zu tragen, in das ewige Reich einzugehen ....

Nur dem ist dieses beschieden, der durch sein Leid teilgenommen hat am Erlösungswerk Christi .... der auch sein Teil dazu beigetragen hat, das Leid der Erde für die Menschheit zu verringern, denn was er trägt dem Heiland zuliebe, das nimmt der Herr in Gnaden an, und wieder ist ein Teil der großen Sündenschuld abgetragen zum Heil der Menschheit ....

Volles Vertrauen zum Herrn müsset ihr haben, so werdet ihr durch alles Leid der Erde hindurchgeleitet, und ohne daß die Seele gefährdet wird durch dieses Leid, erwächst euch vielmehr ungeahnter Segen dadurch, wenn ihr nur immer im Hinblick auf Jesu Christi Leid und Tod am Kreuz begehret, euch die dadurch erworbenen Gnaden zu erwirken ....

Es hat in der höchsten Not der Herr mit Seiner Hilfe stets das Erdenkind bedacht, so es sich bittend zu Ihm wandte, darum wird ein jedes Leid auch stets beendet sein, opfert ihr es dem Herrn in innigem Gebet auf und erflehet ihr Tröstung in aller Not ....

In diesem Leben ist nichts von Dauer .... weder Leid noch Freude währet lange .... weil alles Irdische ja vergänglich ist und nur zu dem Zweck dem Menschen auferlegt oder gewähret, daß er daran erkenne, wie immer er bedacht sein soll, sowohl aus dem Leid wie auch aus der Freude den Nutzen zu ziehen für die Ewigkeit ....

Es bringet beides nur dann Segen dem Menschen, wenn er es hinnimmt im Glauben und in der Liebe zum Schöpfer und diesem sich willig unterordnet, wie es auch immer der Herr ihm erteilt ....

Nur dann bewährt sich der Mensch und hat nichts in dieser Welt zu fürchten, denn das Leid bringt ihn ständig der Ewigkeit näher, wo es ihm einst in Seligkeit umgerechnet werden wird

Amen


B.D. 251                empfangen am  8.1.1938

Not der Seelen auf Erden ....

Hilfe durch diese Verbindung ....

Mein liebes Kind, so höre, daß dir der Vater alles Heils das ewige Leben verspricht, so du treu ausharrest zu deinem und der Menschen Segen. Denn es ist über euch eine Zeit unsäglicher Not gekommen .... es kämpfen mit der Dunkelheit zahllose Seelen, deren Geist verblendet und deren Denken voller Irrtum ist ....

So hat Gott der Herr auch jetzt wieder Sich auf der Erde unter den Menschen verkörpert im Geiste derer, die Ihm zu dienen bereit sind, um allen diesen Kämpfenden zu Hilfe zu kommen .... ihnen beizustehen in der Not der Seele und sie auf den rechten Weg zu weisen. Denn die Gnadenzeit ist bald vorüber, die euch Menschen gewährt ist. Wenn der Herr der Geister diese anweiset, sich den Menschen auf Erden kundzutun .... sich mit der Erde zu verbinden, so ist dieses sichtbare Wirken des Himmels eine unaussprechliche Gnade für die Menschenkinder, die ihr alle wohl erkennen solltet ....

Doch die Größe der Not auf Erden bestimmt den Vater, Der in Seiner Liebe kein Wesen untergehen lassen will. Arbeitet an eurer Seele .... erhebet eure Gedanken zum Herrn, und ihr werdet tausendfachen Segen empfangen jetzt und immerdar.

Amen


B.D. 252                empfangen am  8.1.1938

Elend der Seelen ....

Dienen und Einsatzbereitschaft ....

Lohn ....

So sei gegrüßt, Mein Kind ....

Erquicke dich an Meinen Worten, und sei Mir immer ein gehorsames Kind, und alle Meine Liebe will Ich dir geben, so du Mir dienest .... denn das Elend Meiner Erdenkinder ist groß, immer weiter gehen sie den Weg, der sie entfernt von ihrem wahren Ziel .... der ewigen Seligkeit .... und in Gleichgültigkeit wandeln sie durch das Erdental. Ich sehe das Elend täglich größer werden, es erbarmt Mich, und Ich möchte ihnen hilfreich entgegenkommen, doch sie verschließen Herz und Ohren Meinen Worten und Ermahnungen. Wer von euch Mir dienet, den will Ich segnen, doch habe Ich große Aufgaben für euch alle bereit und brauche eure ganze Einsatz-Bereitschaft .... soll euer Wirken von Erfolg gekrönt sein, so müsset ihr aus Liebe zu Mir auf euch nehmen, wenn euch Widerstände erwachsen, denn Ich brauche streitbare Diener, die willens sind, für Meine Worte zu leiden und Ungemach zu ertragen ....

Siehe, Mein Kind, deiner Seele erwächst durch dein Streben ein Reichtum von Gnade .... das Menschenkind kann diesen Schatz gar nicht ermessen, sein leibliches Auge sieht nicht den Glanz, den solches Streben in Meinem Sinn und nach Meinem Willen ausstrahlt ....

Ein solches Kind, das Mir dienet in Liebe und Treue, kann nie untergehen .... es wird nur immer emsiger seinem Herrn und Heiland ergeben sein, und dafür will Ich es segnen bis in alle Ewigkeit .... denn Mir sind alle Seelen lieb und wert, und jedem Kind, das Mir hilft, diese armen Wesen, die auf falschen Wegen wandeln, recht zu weisen, auf daß sie sich Mir zuwenden und Mir Eingang gewähren in ihre Herzen, will Ich mit Meiner Liebe lohnen. Ihnen soll einst das ewige Licht leuchten, sie sollen alle Glückseligkeit schmecken, die ihnen in Meines Vaters Reich immerdar bereitet ist. Denn Meine Liebe will euch allen das ewige Leben geben.

Amen


B.D. 253                empfangen am  9.1.1938

Ringen um die Wahrheit ....

Hilfe durch Gebet ....

Hat dir das Herz den rechten Weg vorgeschrieben, so wandle diesen, und sei getreu dem Herrn bis in den Tod ....

Es harren deiner noch Dinge, die zum Nutzen der Menschheit vom Herrn dir bestimmt sind, und regen Anteil sollst du nehmen an allem, was zur Stärkung deines Geistes dir an Wissen vermittelt wird. Noch ist dir vieles fremd, was dir einst Aufschluß geben soll über Gottes Willen, Weisheit und Allmacht ....

Der Herr legt es dir immer und immer wieder ans Herz, auszuharren und so zu wirken zu Seiner Ehre und vielen Seelen zum Heil. Gehorche stets der Stimme in deinem Inneren, die dich lenken und leiten wird nach des Herrn Willen ....

Und wo dir geboten wird, Ihm zu dienen, dort säume nicht ....

Alles, was dir zufließt, ist vorherbestimmt, deshalb darfst du nicht ungeduldig werden. Der Herr allein weiß, weshalb Er dich so verschieden belehrt, und nur volles Vertrauen, Hingabe und Unterwerfung unter Seinen Willen ermöglicht es dir, immer wieder Seine Lehren zu empfangen. Ein jedes Begehren nach der Wahrheit ist ein Schritt zur Erfüllung .... der Herr teilt aus, wie es Seinen Kindern dienlich und zur Vervollkommnung förderlich ist. Es ist ein unausgesetztes Ringen für euch alle, wollet ihr zur ewigen Wahrheit gelangen, und daher müsset ihr in Geduld euch dem Herrn zu Verfügung stellen, wollet ihr euch würdig erzeigen der großen Gnade, als Diener des Herrn mit Ihm und für Ihn arbeiten zu dürfen. So ist euch dringend ans Herz gelegt, zu verharren im Gebet .... ihr erreichet alles vom Herrn, bittet ihr um euer Seelenheil und um Kraft und Gnade für euren Lebensweg. Erkennet ihr erst, wie durch die Kraft des Gebetes auch euer Wille zum Wirken für den Herrn wächst, so bedienet ihr euch immer öfter dieses Gnaden-Mittels, und der Herr weilet in eurer Nähe zu jeder Zeit ....

Ihr habt in Tagen innerer Einkehr stets das Verlangen, euch gläubig dem Heiland anzuvertrauen, und dieses Verlangen ist das Ausströmen Seiner göttlichen Liebe auf euch Menschenkinder, denn je mehr ihr Liebe empfanget, desto heller entflammt auch in eurem Herzen die Liebe zum Heiland, und dann ist es viel leichter, in Seinen Anordnungen die liebevolle Fürsorge des Vaters zu erkennen .... das Herz nimmt willig auf, und der Geist hebt sich empor in das Weltall und eilt voraus in die ewige Heimat. An solchen Tagen wird euch die Erdenschwere nicht so zur Last, weil eure Seele ihrer wahren Bestimmung nachgeht und sich der Ewigkeit zuwendet ....

Habt ihr einmal diese Stufe erreicht, wo ihr euch bewußt der Welt und ihren Verlockungen abwendet, so wird der Drang nach Vervollkommnung immer stärker in euch ....

Ihr wandelt nicht mehr allein auf der Erde, sondern ihr seid immer verbunden mit dem Herrn, und euch braucht nichts mehr zu schrecken ....

Alles wird sich vollziehen in eurem Erdendasein, wie es der Herr bestimmt hat, und alle Geschehnisse werden für euch von Nutzen sein, überlasset ihr nur vertrauensvoll alles dem Herrn. Die Erde ist nur ein winziger Teil der Schöpfung, und so gewiß sie eine Station des Ausreifens für unzählige Wesen ist, so gewiß wird vollkommen geläutert und für die Ewigkeit vorbereitet die Seele das Erdenleben verlassen, die sich stets und ständig dem Herrn anvertraut und sich Ihm in Liebe verbunden hat. Denn der Herr segnet die Seinen und gibt ihnen das ewige Leben ....

Er läßt ihnen leuchten das Licht der Erkenntnis und führet sie ein in des Vaters Reich ....

Amen


B.D. 254                empfangen am  10.1.1938

Gestirne ....

Naturgesetze ....

Forschen vergeblich ....

Liebes Kind .... es ist ein urweises Gesetz, daß im Weltall ohne Unterbrechung, dem Willen des Herrn gemäß, die Himmelskörper ihre Bahn gehen immer in gleichem Abstand von der Sonne und in Ewigkeit sich wiederholender Gleichmäßigkeit. Alles, was im Weltall geschaffen ist, ist abhängig vom Sonnensystem ....

Es kann kein einziger Stern ohne die Leuchtkraft der Sonne bestehen, denn ein jeder Himmelskörper hat seine Bestimmung, daß wieder unzählige Lebewesen diesen zum Aufenthaltsort haben .... und doch die Beschaffenheit eines jeden von anderer Art ist. Wolltet ihr dies ergründen, so müßtet ihr mit Gesetzen rechnen, die euch bisher völlig unbekannt sind ....

Es ist die Erde ein völlig von der anderen Welt .... bzw. den anderen Himmelskörpern abgeschlossener Stern mit eigens für die Erde bestimmten Naturgesetzen, und so könnet ihr nur nach diesen Naturgesetzen euch die Gestirne, die ihr am Himmelszelt seht, erklären .... doch kommt ihr damit der Wahrheit nicht nahe .... für alle Erdenbewohner gelten die Gesetze der Erde .... die von den Gesetzen der anderen Gestirne jedoch abweichen .... folglich wird es euch niemals möglich sein, über diese Lehren und Regeln aufzustellen, denn ihr beherrschet nicht die Gesetze des Weltalls. Es ist ungefähr dasselbe, als wolltet ihr im Tierreich den Wesen verständlich machen, daß das Denken eines jeden Menschen ein anderes ist .... so, wie eines jeden Geist sich sein Leben formt und diese Leben so grundverschieden sein können .... und das Tier nicht verstehen könnte die geistige Atmosphäre, in der der Mensch sich befindet, obwohl dieser sich gleich dem Tierwesen auch auf der Erde befindet .... so ist auch ein jedes Gestirn völlig voneinander verschieden, trotzdem sie alle sich in einem Weltall bewegen und einem Willen unterstellt sind ....

Somit bleibt euch Menschen die letzte Lösung unerschlossen, es ist darum vollkommen zwecklos, wissenschaftliche Forschungen aufzustellen über Gebiete und Fragen, die der Mensch niemals lösen kann, denn selbst wenn ihr eine Lösung gefunden habt .... wer will beweisen, daß diese Lösung richtig ist? ....

Ihr werdet immer nur nach den für die Erde geltenden Gesetzen rechnen und euer Urteil fällen, doch das Weltall birgt so große Geheimnisse, denen nachzuforschen euch im Erdendasein vergebene Mühe ist ....

Wer gibt euch die Gewähr, daß des Herrn Schöpfung sich auf allen Gestirnen in gleicher Weise vollzogen hat .... wer will auf Erden Dinge behaupten, die zu ergründen beweisen nicht in seiner Macht liegen? ....

So weltenfern ein Gestirn vom anderen auseinander ist, so verschiedenartig ist auch die Bestimmung eines jeden Gestirns für die ihm zugeteilten Wesen, und die Gesetze, denen diese Gestirne unterliegen, sind vom Schöpfer des Weltalls nach Seinem weisen Ermessen gegeben worden, doch den Erdenbewohnern völlig unverständlich und mit menschlichem Verstand nicht zu fassen ....

An Seinem Schöpfungswerk sollen alle Wesen erkennen die Größe des Herrn, und gibt sich der Mensch nur einmal einer solchen Betrachtung hin, daß er nur annähernd Kenntnis hat von einem ganz winzigen Teil der Schöpfung und selbst dies Teil .... die Erde .... nicht in ihrer ganzen Beschaffenheit gründlich zu erforschen imstande ist .... so muß ihm doch ein leises Ahnen kommen von der Unendlichkeit des Weltalls .... von der unfaßbaren Größe des Schöpfers .... und es muß ihm klarwerden, daß alles nach einem weisen göttlichen Plan erschaffen ist und der Mensch als ein Teil dieses Schöpfungswerkes hineingestellt wurde, ebenfalls mit einer Aufgabe, der nachzukommen der Zweck seines Erdenlebens sein muß. Und dem Herrn der Welt dienen zu wollen muß das Ergebnis des Nachdenkens sein dessen, der die Erde und ihre sie umgebenden Gestirne zu erforschen sucht. Denn unsagbar groß ist das Weltall und winzig klein der Mensch.

Amen


B.D. 255                empfangen am  11.1.1938

Böse Mächte .... Gute Geistwesen ....

Grund und Wunder der Kundgaben ....

Vergebens ist unsere Mühe, in dich einzudringen, wenn du unseren Gedanken wehrst. Überlasse dich uns willig, so ist das Aufnehmen leicht ....

Versuche zu folgen: In jedem Augenblick deines Lebens versuchen Besitz zu ergreifen von deiner Seele sowohl gute wie böse Kräfte, und daher gibt es so oft Tage und Stunden, wo sich der Kampf dieser Mächte gegeneinander bemerkbar macht im Gefühlsleben des Menschen ....

Es sind dies die Zeiten, wo sich des Menschen Unlust, Unwilligkeit und andere wenig gute Triebe bemächtigen und ihn in einen Zustand innerer Unzufriedenheit versetzen ....

Und gerade in solchen Zeiten fällt euch auch das Beten schwerer, wo ihr euch doch damit leicht wieder aus der Gewalt solcher Dämonen befreien könntet. Ihr müsset aber mit allem Willen gegen solche eurer Seele leicht Schaden zufügenden Zustände ankämpfen und müsset immer trachten, die Verbindung mit eurem Herrn und Heiland recht schnell wiederherzustellen, dann nur allein ist euch der Sieg über diese bösen Mächte gewiß. Der Herr schützet euch, denn Seine Liebe möchte euch alles fernhalten, doch brauchet ihr auch solche Zeiten nicht fürchten, wenn ihr auch dann immer auf die innere Stimme hört, die euch den Weg weiset zum inneren Frieden. Und nun horch auf unsere Lehren, die wir in des Heilands Auftrag dir bringen sollen zur Stärkung und zur Aufmunterung für die kommende Zeit ....

Gott hat euch erschaffen, und ihr lebt nun in der Welt, vollkommen gleichen Geistes, doch in verschiedenen Entwicklungsstufen, die ihr von euch heraus in mehr oder weniger langer Lebensdauer ersteiget, je nach eurer eigenen Arbeit an eurer Seele. Es ist das Arbeiten an sich selbst die einzige Aufgabe, die euch der Herr gestellt hat bei eurer Erschaffung, und zu diesem Zweck gab euch der Herr Geistwesen zur Begleitung durch das Erdenleben ....

Geistwesen, die sich in Liebe um euch bemühen, auf daß ihr nicht schutzlos den bösen Kräften ausgeliefert seid ....

Geistwesen, die euch ständig betreuen und euch stets auf Erden so zu beeinflussen suchen, daß ihr der Arbeit an eurer Seele gern und willig nachkommt. Und diesen Geistwesen sollt ihr euch überlassen .... auf daß euch geistiges Denken vermittelt wird, sollet ihr eure Herzen öffnen den Zuflüsterungen und Ermahnungen, die von diesen Geistwesen euch fortgesetzt zufließen ....

Ihr habet dann ein viel leichteres Wandeln durch das Erdental, ihr gehet nie einsam und verlassen durch dieses, sondern ihr seid stets geleitet von Kräften, die euch zum Vater führen und euch jedes Irregehen ersparen wollen. Aber nun wird euch die Aufgabe, eine innige Verbindung mit diesen Geistwesen zu suchen, weil der Herr Selbst mit euch durch diese Wesen sprechen will. Es ist dies ein großer Beweis Seiner Liebe zu euch Erdenkindern und nur verständlich durch die große Not, die jetzt den Erdenkindern droht. Deshalb sucht der Herr durch den Mund solcher williger Kinder, die sich den sie umgebenden Geistwesen verbinden, um die Worte des Herrn entgegenzunehmen, den Seinen auf Erden wieder Worte des Trostes zukommen zu lassen ....

Er sucht den Glauben der Menschen wiederzuerwecken, wo er verloren war, und zu stärken, wo er geschwächt ist. Denn ohne Glauben geht der Mensch dem Untergang entgegen .... ohne Glauben bemächtigen sich seiner die bösen Mächte .... ohne Glauben wendet er sich ab von der Göttlichkeit und geht den Weg des Verderbens. Und wo der Mensch nicht mehr Gott zu erkennen vermag in dem, was ihn täglich umgibt, dort muß er von neuem hingewiesen werden auf den Herrn des Himmels und der Erde und soll er durch Wunder wieder vom Wirken Gottes in Kenntnis gesetzt werden, auf daß sein Blick sich wieder himmelwärts wende und er zurückfinde zum Vater, Der ihn erzeuget hat und Der nicht will, daß eines Seiner Wesen dem Verderben entgegengehe, weil es den himmlischen Vater nicht erkennt.

Amen


B.D. 256                empfangen am  12.1.1938

Warnung ....

Arbeiten gegen Gottes Wort ....

Ernste Mahnung ....

O danket dem Herrn, dem Schöpfer des Himmels und der Erde! ....

Er erwählet, die bereit sind, Ihm zu dienen, und belehret sie zu jeder Zeit. Und so habet ihr immer wieder die Gnade, die Worte des Herrn aufnehmen zu dürfen und sie hinzunehmen als Stärkung eures Geistes. Achtet auf diese Worte .... wer empfanget vom Herrn, muß im Herrn verbleiben, um seine Aufgabe erfüllen zu können ....

Denn noch ist des Menschen Los erträglich .... einst aber wird die Zeit kommen, wo das Wort Gottes der einzige und wahre Trost sein wird den Menschenkindern .... wo die Menschen in bitterer Not den Vater im Himmel um Hilfe angehen werden und ihnen dann in Seinem Wort solche zuteil wird. Die Seele wird verlangen nach göttlichen Gaben und wird der Welt den Rücken kehren .... vernichten wird der Herr, was noch der Welt anhanget, und Sein Zorn wird die Sünder treffen, die den suchenden und nach Gott verlangenden Seelen den himmlischen Trost rauben wollen ....

Denn Gott hat Erbarmen mit Seinen Kindern, doch wo der Geist des Widersachers gegen diese arbeitet, dort wird ihm Einhalt geboten werden. Darum suchet, euch der Finsternis zu entwinden, solange Gott in Seiner Langmut euch Frist gegeben hat .... und wenn ihr noch nicht aufnehmen könnt des Herrn Worte, so vermeidet doch alles, was den Zorn des Herrn auf euch laden könnte .... arbeitet nicht gegen Ihn ....

Es will Sein Geschöpf zum Licht, wenn es nicht gehindert wird durch feindliche Mächte .... und es findet auch jedes den Weg zum Licht, sorget es nur, daß alles, was ihm zugehet an Warnungen und Ermahnungen, nicht zurückgewiesen wird ....

Denkt das Erdenkind nach über die große Schöpfungsfrage und seine eigene Aufgabe, so gibt ihm der Herr auch Seinen Segen und bringt das Denken des Menschen der Wahrheit nahe .... doch in große Schuld gerät, wer selbstherrlich alles abweiset, was ihm geistiges Licht bringen könnte ....

Solchen kommt die Stunde, wo der Herr mit tönender Stimme zu ihm spricht, und wendet sich dann sein Herz nicht der Wahrheit zu, dann ist sein Leben ein verlorenes, und der Widersacher zieht ihn ganz in sein Bereich. O wie seid ihr doch alle lau, wo es gilt, das Höchste und Schönste zu erreichen und euch würdig zu machen einer unsagbar schönen Ewigkeit! ....

Ein helles, strahlendes, lichtdurchflutetes Jenseits steht euch offen, und ihr gehet in Finsternis des Geistes einher ....

Ihr brauchet den Herrn nur um Gnade anzuflehen, und die Herrlichkeit des ewigen Lebens ist euch gewiß ....

Statt dessen wendet ihr euch ab von Seiner Liebe, ihr nützet die Gnadenfülle nicht, die euch zu Gebote steht, und lasset Tag um Tag vergehen, ohne euch zu besinnen, daß ein Vater im Himmel wohnet, Der euch ruft und für euch Sein Reich bereitet hat. Erkennet die göttliche Liebe und begehret sie, ehe euch die Erdenschuld völlig verblendet und ihr euch den Weg zum Vater versperrt. Aufgenommen wird ein jeder Sünder, so er nur reuig den Vater um Erbarmen anfleht, doch wer des Vaters Gnade abweiset, der verschließt sich selbst die Tür zur Ewigkeit, und sein Ende ist der Tod ....

Amen


B.D. 257                empfangen am  13.1.1938

Leiten des Lebensschiffleins ohne Steuer ....

Gottes Wort ....

Herrlichkeit ....

Und in der inneren Erkenntnis der ewigen Wahrheit suchet euer Lebensziel ....

Es ist ein waghalsiges Unternehmen, wollet ihr ohne Gottes Hilfe der Erdenaufgabe gerecht werden ....

Es ist ein Leiten des Lebensschiffleins ohne Steuer euch nicht möglich ....

Den Herrn müsset ihr um Hilfe anrufen jederzeit. Doch folget ihr Seinen Geboten, so kommet ihr über alle Stürme des Lebens unversehrt hinweg .... es kann euch kein Haar gekrümmt werden ohne Willen des Vaters .... so suchet, eure Not nicht zu verbergen vor Ihm, sondern vertrauet euch Ihm an ....

Kein Sternlein fällt vom Himmel, so es nicht Sein Wille ist, und so steht auch ihr in Seiner Hut ....

Der Herr sorgt für euch, Er wirbt um eure Seele .... und wollet ihr Ihn anhören, so ist euer Geist gerettet auf ewig, denn Sein Wort wird euch immer verkünden Seine Liebe, Seine Allmacht und Seine Weisheit ....

Und wollet ihr Ihn hören, so gibt Er euch alles .... je nach Bedarf ....

Er segnet, die Ihm nachfolgen, Er bedenket mit Seiner Gnade, deren Leben auf Erden ein Wandeln in Liebe ist ....

Und darum lasset euch hinweisen auf die Ewigkeit, denn nur allein das Leben für diese hat Wert .... von Bestand sind nur die Taten der Liebe, doch die irdische Welt ist gleich Schaum .... sie vergeht, und nichts bleibt zurück als die Taten des Geistes .... strebet aufwärts, das Antlitz immer zu Gott gewandt .... das Herz dem Heiland in Liebe und Treue ergeben .... so folgt ihr Seinen Lehren und bringet euch selbst dem Herrn dar. Und dennoch werdet ihr nur einen Teil der göttlichen Wahrheit zu erkennen vermögen, denn der Herr hat diese in ihrem ganzen Umfang für die Ewigkeit euch zugedacht .... so ihr im Lichte stehen und mit geistigen Augen schauen werdet die Herrlichkeit Gottes. Denn dann erst erfasset ihr, wie groß die Liebe und Güte des Vaters ist ....

Erst wenn ihr das Wort Selbst in Seiner Herrlichkeit erblicket, begehret ihr, immer tiefer einzudringen, und dann wird euch der Herr erleuchten ....

Habet acht auf Erden, denn dort droht euch nur Unheil, und um ihm zu entgehen, richtet euer Augenmerk auf das Jenseits .... ihr werdet gewarnt, auf daß euer Blick nicht trübe werde und ihr das Lichtlein gewahret, das des Vaters Güte entzündet hat, um euch aus der Finsternis zu erretten. Alles ist erzeuget worden durch Seinen Willen, und nichts ist ohne Zweck .... und läßt euch Gott vernehmen Seine Stimme, so sehet auch darin Seinen Willen .... euch vom Untergang zu bewahren ist der Zweck Seiner Worte .... „Denn nur, wer Mein Wort hat, wird leben in Ewigkeit ....“

Amen


B.D. 258                empfangen am  14.1.1938

Sterne ....

Aufenthaltsort der Seelen ....

Sonnen-Licht ....

Siehe, wir verkünden dir heut in des Heilands Namen, was dich einführen soll in die Unendlichkeit ....

Es locket euch manchmal, der Sterne Pracht zu betrachten, und denket ihr dabei nicht daran, welche Herrlichkeiten sich dahinter verbergen können? ....

Und so viele Millionen Sterne ihr auch am Himmelszelt erblicket, es ist doch nur ein Teil der Unendlichkeit .... es ist nur ein Teil der Schöpfung und gibt euch nicht annähernd einen Begriff, wie viele solcher Gestirne noch euch unsichtbar das Weltall birgt ....

In dieser Unzahl Himmelskörper herrscht nur ein Geist .... ein Licht .... und eine Gottheit. Durch Jahrtausende hindurch ist es des Schöpfers Wille, vollkommen freien Wesen auf diesen Gestirnen die Möglichkeit der Weiterentwicklung zu bieten .... und sie so langsam auf den Zustand in der Ewigkeit vorzubereiten, wo ihnen eine Lichtfülle erstrahlen soll, die alles Licht auf den Gestirnen im Weltall bei weitem übertrifft. Doch ist auch die Lichtfülle auf einem jeden dieser Sterne von verschiedener Stärke .... die Sonnen, die diesen Gestirnen ihr Licht und ihre Wärme abgeben, sind wiederum von solch verschiedenen Ausmaßen, daß darüber auf der Erde sich kein Mensch eine Vorstellung machen könnte, denn es sind dies Gebiete, die dem menschlichen Forschen unzugänglich sind und nur falsche Schlüsse erbringen würden. Doch ist im Weltenraum alles so wohlgeordnet, daß sich von Ewigkeit zu Ewigkeit nichts in dieser weisen Weltordnung umstoßen läßt .... und niemals je ein Stern aus seiner ihm vorgeschriebenen Bahn heraustreten und andere Bahnen gehen könnte ....

Und so höre nun: Es hat der Herr für alle Seine Wesen den Raum geschaffen zur Vollendung, und für die Erdenlaufbahn z.B. stehen dem Menschen eine Reihe von Jahren zur Verfügung, in denen er sich einen Grad der Vollkommenheit aneignen kann, der ihn in lichte Umgebung versetzt. Und immer höher soll sich die Seele entwickeln, und immer mehr Gelegenheit soll ihr geboten werden ....

Und das ist die Bestimmung eines jeden Sternes .... den unzähligen Wesen einen ihrem Geistes-Zustand angemessenen Raum zu bieten, wo das Wirken der Geistwesen seinen Fortgang nehmen soll. Dem Menschen das erklärlich zu machen ist unendlich schwer, denn er fasset nur mit menschlichem Verstand und ist nicht imstande, sich eine Vorstellung zu machen von der Zahllosigkeit der dem göttlichen Willen unterstellten Gestirne, die unzähligen Wesen wieder die Möglichkeit zum Ausreifen geben ....

Amen


B.D. 259                empfangen am  15.1.1938

Vaterworte ....

Kundgaben ....

Mein liebes Kind .... nicht alle werden so ausgezeichnet, und nicht alle stehen in der Gnade, Meine Worte vernehmen zu dürfen, deshalb ist es deine heiligste Pflicht, dich in hingebendster Liebe diesem Meinem Wort zu widmen und alles, was dich auf Erden davon zurückhalten könnte, tunlichst zu vermeiden. Es erwachsen dir daraus Widerstände, so daß dein geistiges Ohr nicht so leicht aufzunehmen vermag, wirst du erst einmal abgelenkt durch irdische Freuden ....

Und so rate Ich dir, meide alles, was dich bindet an diese Welt .... suche in Meinen Worten allein das Glück deiner Tage, und versäume nie, dich voll Eifer deinem Wirken hinzugeben. Denn es ist zu deinem Segen und fördert deinen geistigen Fortschritt ....

Der Weg, der dir gewiesen wurde, ist von ungeahnter Süße für dein Herz, denn in Liebe stehe Ich allen diesen Kindern, die Meinen Auftrag erfüllen, zur Seite und leite sie hinan zur Höhe ....

Was vermag dir solches zu ersetzen? Wo könntest du den Frieden deiner Seele wohl finden, wenn nicht durch Mich? ....

So du, Mein Kind, Mich mehr liebst als die Welt, so tauschest du himmlische Kost ein für irdische Freuden und stehest in maßlosem Reichtum .... denn der Herr hat Wohlgefallen an solchem Opfer und gibt dir tausendfach wieder, was du Ihm zuliebe aufgibst ....

Darum lasse diese Aufgabe stets die Arbeit deines Herzens sein .... in inniger Verbindung mit Mir bereitest du dir größere Freude und bleibst in Meiner Gnade. So will Ich dir auch heut kundgeben, daß in jeder Vereinigung mit Mir der Himmel seine Freude hat und daß solches sich auswirket in weitem Umkreis um dich, denn jede edle Regung des Herzens läßt dir Licht und Kraft zufließen, die auch den dich umgebenden Wesen wieder Kraft spendet, die ihre Hoffnung auf dich setzen. So erstrahlet um dich ein Licht .... (Unterbrechung)


B.D. 260                empfangen am  16.1.1938

Absondern von der Welt ....

Ein sonniges Wesen vermehrt die Kraft des Geistes, und deinem Bemühen wird es gelingen, durch das Ätherblau das Licht der Sonne zu schauen, auch wenn dich zur Zeit noch düstere Wolken umschatten. Ein jeglicher Geist, der sich absondert von weltlichem Beginnen .... der sich emporhebt in lichte Höhen, wird seine Kraft wachsen fühlen, und er erkennet darin die Einwirkung des göttlichen Lichts. Wohl gibt es im Dasein Tage, denen die strahlende Helligkeit fehlt, doch auch in diesem Stadium kann der Mensch für seine Seele Außerordentliches leisten, wenn er sich die Kraft erbittet von oben .... denn für manchen ist gerade diese Zeit vonnöten, wo der Mensch voller Unzufriedenheit dem weltlichen Treiben gegenübersteht ....

Kann er sich aus solchen Leibesnöten herüberretten in geistige Regionen, so leuchtet ihm von dort die Sonne mit ihren Strahlen und vollzieht sich dann ein geistiges Erwachen .... denn die Seele schlief bis dahin, sie befand sich in einem Zustand von Bewußtlosigkeit, und erst die wärmenden Strahlen der geistigen Sonne erweckten sie zum Leben .... dort hat der Herr Sein Licht leuchten lassen, auf daß es den Weg wies einem irrenden Menschenkind ....

Fortan gibt es für dieses keine Not der Seele, wenn es stets im Strahl dieses Lichtes verbleibt .... und das kann es jederzeit, bittet es nur den Vater von Herzen um die Gnade der Erkenntnis. Achtet auf die Worte: Verlieret nie die Verbindung mit dem Herrn und Heiland, so verliert ihr auch nimmermehr euch selbst. Deinen Hunger zu stillen, sollst du vernehmen Worte des Heils ....

Alle, die ihr im Glauben stehet, sorget euch nicht, was da kommet über euch .... erwecket in euch den Herrn, lasset Ihn wohnen in euren Herzen, und ihr werdet jeder Not enthoben sein ....

So ihr im Herrn verbleibet, lässet der Herr die Seinen nicht untergehen, denn ihr seid ein Teil Dessen, Der euch schuf. Darum belebet Er mit Seiner Gnade den Schwachen und tröstet den Verzagten ....

Er steht den Seinen bei, wo der Arge euch bedrohet .... so nur ein wenig Liebe ihr dem Herrn entgegenbringet, wird Er euch segnen, und alle Kraft des Widersachers wird zuschanden werden an euch ....

Denn es wird ein Raub der Flammen werden, wer euch zu vernichten trachtet ....

Doch müsset ihr den Glauben pflegen jetzt und allezeit und brauchet dann auch nicht verzagen, denn Gott hilft euch in Ewigkeit.

Amen


B.D. 323                empfangen am  6.3.1938

Not der Menschheit ....

Warnungen und Mahnung, Gottes Wort anzunehmen ....

Dein Wille genügt, um einzugehen in Mein Reich .... so du betest, bist du bei Mir und Ich in dir .... denn Mein ganzes Wesen strömt über in deinen Geist, deine geistige Kraft zu verstärken, so daß dich nichts hindert, aufzunehmen, was Mein Wille ist. Ein kleiner Beweis dessen ist, daß du ganz von Mir erfüllt bist, solange du deine Gedanken zu Mir sendest, und in dieser kurzen Zeit deines Gebetes belebt sich dein Geist in dir noch nicht faßbarer Fülle, doch von deinem irdischen Körper nicht erkennbar, gehen unzählige Fäden zu allen den Geistwesen, die dich wirksam unterstützen und deinem Verlangen nach geistiger Speise und Stärkung nachkommen, indem sie Meinen Auftrag ausführen und deinen Hunger stillen. Mein liebes Kind .... unendlich beglückend wird sich deine geistige Arbeit auswirken im Jenseits, lasse nicht nach .... so nehme Ich dich einst in Empfang und hole dich vom irdischen Leben zu Mir ....

In welcher Not und Gefahr die Menschheit zur Zeit weilt, ist den wenigsten von euch bewußt .... ein Erkennen der Zeit im ganzen Umfang würde euch erschrecken lassen, denn es geht jetzt um alles .... um das Bestehen oder Vergehen eures eigenen Lebens, es geht um geistiges Leben oder Tod .... um eure Seele. Keinem dürfte das Erdendasein als solches genügen, ein jeder muß suchen, sich die Zeit zunutze zu machen nach allen Kräften, und darf keine Mühe scheuen, mittels derer er sich ein Leben im Jenseits in strahlender Helligkeit schaffen kann. Statt dessen jaget ihr den weltlichen Genüssen nach und verfangt euch immer mehr in die Fallstricke des Widersachers. So brauchet ihr nur die Freuden dieser Welt, um glücklich zu sein auf Erden .... doch wehe, wenn ihr die Armseligkeit eures Geistes erkennen werdet und wenn ihr nichts habt, womit ihr eure geistige Blöße bedecken könnt ....

Wie soll Ich euch aufnehmen in Mein Reich, die ihr unvollkommen vor Mir erscheinet und nichts auf Erden getan habt, um des Lohnes wert zu werden für die Ewigkeit ....

Es wird euch unsagbare Qualen bereiten, müßt ihr auf die nutzlos verbrachte Erdenzeit zurückblicken und nun darben in großer seelischer Not ....

Habt doch Einsehen, ehe es zu spät ist ....

Meine Warnungen gehen euch immer und immer wieder zu, doch ihr wollet Mich nicht hören und bleibet blind Meinen Anzeichen gegenüber. So höret auf die Diener, die Ich euch zusende, lasset sie sprechen und achtet ihrer Worte .... so sie euer Herz berühren, wird euch Mein Atem streifen, denn es sind Meine Worte, die Meine Diener in Meinem Namen euch vermitteln ....

Und nehmet ihr sonach Mein Wort an, dann ist euch geholfen .... dann ist unmerklich Meine Kraft in euch übergegangen, und sie wird fortwirken in euch bis ans Ende eurer Tage. Denn Mein Wort wird nicht vergehen bis in alle Ewigkeit ....

Amen


B.D. 324                empfangen am  7.3.1938

Das Wort Gottes ....

Für Zeit und Ewigkeit ist bestimmt das Wort, das der Herr Jesus Christus den Seinen auf Erden erteilt. Sowie die Menschen zu zweifeln anfangen, verlieren sie die Verbindung mit der ewigen Gottheit und werden darum nicht die geistige Reife erlangen, weil zur Erlangung des ewigen Lebens ein Befolgen der Gebote Gottes vonnöten ist, ohne das Wort Gottes aber fehlt euch die Kraft zur Erfüllung dieser .... es fehlt euch vor allem die Kenntnis von dem ewig-gnadenspendenden Quell, und ihr tappet in der Finsternis und seid schwache, hilflose Wesen .... wo ihr euch durch das Wort Gottes Helligkeit des Geistes, Kraft und Stärke erwerben könnt ohne Maßen. Es ist ein Grund-Gesetz, von dessen Wichtigkeit der Mensch sich nicht die rechte Vorstellung machen kann, darum ist es immer noch besser, blindlings das Wort Gottes anzunehmen, unbewußt des großen Segens, als dieses abzulehnen und dadurch sich selbst einen unermeßlichen Schaden zuzufügen. Denn wo immer der Geist Gottes tätig ist, veredelnd einzuwirken auf die menschliche Seele, dort leitet euch die göttliche Liebe und Kraft selbst ....

Voll Andacht, Glauben und Vertrauen annehmen, was euch von oben liebevoll geboten wird, ist unendlich weiser, als mit menschlichem Verstand erst ergründen zu wollen, was da wahr und was nicht wahr sein könnte ....

Es ist der große Fehler der Menschheit, sich überheblich als weise anzusehen, sich für berufen zu halten, zu forschen in dem, was zu erklären allein dem göttlichen Schöpfer vorbehalten ist und wozu der menschliche Verstand bei weitem nicht ausreicht ....

Und wo man nicht restlos ergründen kann, tut man besser, eine Lehre anzunehmen, die nie und nimmer zum Schaden anstiften kann, dagegen in ihren Geboten und Hinweisen das Edelste anstrebt und so ein wahres Licht aus dem Himmel genannt werden kann. Die Botschaft Gottes unverfälscht zu erhalten ist für euch alle ein unermeßlicher Segen .... ihr dürfet euch wieder laben an einem Wasser, das rein und klar dem Quell entströmt .... ihr dürfet Worte in Empfang nehmen, unmittelbar vom Herrn Selbst euch gegeben .... auf daß ihr die Labung so recht wohltuend empfindet und daran erkennen müßt den Wert von Gottes Offenbarungen ....

In Seinem Willen hat es gelegen, zahllosen armen Erdenkindern zu Hilfe zu kommen ....

Er bietet ihnen liebreich Seine rettende Hand und nimmt einen jeden liebevoll auf, doch müsset ihr zu Ihm finden und dürfet Ihn nicht abweisen, was ihr aber tut, wollet ihr Sein Wort nicht vernehmen ....

Des Herrn Sicht geht weit voraus .... anfänglich wohl vermögt ihr euch mit euren Lehren, die Menschenwerk sind, über Wasser zu halten, doch gar bald werdet ihr merken, daß euch der Grund fehlt, auf dem ihr ankern könnt .... ihr werdet den Elementen preisgegeben sein und nicht wissen, wo ihr Halt suchen sollt in euren Nöten. Und dann versagt alles, was Menschenwerk ist ....

Dann bleibt allein nur das Wort Gottes, was da war von Anbeginn und bestehenbleibt bis in alle Ewigkeit. Lasset diese für euch schmerzlichste Zeit nicht herankommen in geistiger Finsternis, sondern wendet euch noch vor dieser Zeit dem Wort Gottes zu, das euch Rettung bringt aus jeder Not .... aus geistiger und leiblicher Bedrängnis .... denn nur Einer kann euch helfen, Der droben ist und Dem alles Schöpfungswerk untersteht, so auch ihr, die ihr geschaffen seid, um die Vereinigung anzustreben mit eurem Schöpfer und himmlischen Vater. Nur über das Wort Gottes geht der Weg zu Ihm, und nur durch dieses werdet ihr eins werden mit der ewigen Gottheit ....

Amen


B.D. 325                empfangen am  8.3.1938

Göttliche Gnade ....

Nur wer da glaubet, wird Meinen Willen erfüllen, und so wird ein jeder, der Mich begehret, auch in Meinem Glauben bleiben, denn sein Streben wird immer sein, des Himmels Kost zu schmecken, und diese Kost wird ihm geben, wessen er bedarf zu seinem Seelenheil. Und so wird immer erkennen das Wort des Herrn und danach handeln, wer fleißig sich übet in der Liebe, denn diese ist nun einmal unerläßlich zur innigen Vereinigung mit Gott ....

Und ohne diese Vereinigung kann wiederum keine Glückseligkeit das Menschenherz durchfluten, und so kann nur der im Segen bleiben, dem Ich Mich nahe in Werken der Liebe ....

Mein liebes Kind, dein ständiges Flehen um Meine Gnade ist eine Folge der Liebe zu Mir ....

Du willst nicht etwas entbehren, was dein Herz empfangen hat bisher, und so ist dein Gnadenreichtum in gleichem Maße gestiegen, als du darum gebeten hast ....

Es währet eine kleine Zeit, dann wird alle Gnade an dir offenbar werden, denn Ich forsche im Herzen und gebe nach Begehr ....

Und so fühlst du immer und immer wieder, wie Ich zu dir komme, denn ein jeder Gedanke, in dem du Mich suchest, zieht Mich zu dir, und so will Ich auch geistig in deinem Herzen Wohnung nehmen, und du sollst fassen alles, was sich geistig von Mir auf dich überträgt ....

Ihr alle müsset es erkennen, daß die geistige Welt der Inbegriff des Schöpfungsgedankens des göttlichen Meisters ist. Welches Wesen könnte sich zufriedengeben mit dem allein, was seine irdische Hülle umgibt, wenn es erst einmal mit geistigen Augen zu schauen gelernt hat ....

Wem würde wohl das irdische Dasein noch von Wert erscheinen, der eingedrungen ist in die geistige Welt .... der erkannt hat, daß alles Sein auf Erden nur den Zweck der seelischen Vollendung hat ....

Und wer würde wohl nach solcher Erkenntnis sein Leben noch nutzlos verbringen wollen ....

Die meisten sagen zwar: Wir leben in unseren Kindern weiter .... und leugnen damit ab, daß sie selbst zu etwas Höherem berufen sind und demnach auch einem weisen Gebot des Herrn nach ihr Leben auf Erden gestalten müssen ....

Doch wird eines jeden irrige Ansicht ihnen selbst gar bald klarwerden, und ihr Kämpfen um Helligkeit des Geistes wird kein leichtes sein, doch setzet der Herr meist dort den Hebel an, wo Er reiche Ernte halten will und wo Gottes Weisheit erkannt hat, daß des Menschen Herz durch Leid geläutert ist .... dort durchströmt dann die göttliche Kraft, das lebendige Wort Gottes, das bisher abweisende Erdenkind und läßt es den Weg finden, der zur Vereinigung mit dem göttlichen Geist führt ....

Denn das Ringen um eines jeden Seele währet bis in alle Ewigkeit.

Amen


B.D. 326                empfangen am  9.3.1938

Göttliche Gnade ....

Geist Gottes ....

Allen läßt der Herr die Gnade zukommen in dem Maße, wie sie derer würdig sind. Es besteht kein begrenztes Gesetz, dem zufolge das Erdenwesen nur beschränkt sich der Gnade Gottes erfreuen darf, sondern unerschöpflich ist der Gnadenquell für euch Menschen, wenn ihr nur die rechten Wege geht, die euch diesem Quell zuführen. Ein jedes Wesen, dem die Erweckung des Geistes gelungen ist, wird nun von göttlicher Gnade durchdrungen sein, und unausgesetzt wird ihm diese nun zufließen, ihn immer reifer und vollendeter zu gestalten, solange ihn die Erde trägt. Weise ist, wer immer nur nach göttlicher Gnade strebt .... was ihm allein nie gelingt, das kann er spielend vollbringen, wird er von Gottes Gnade unterstützt, und schöpfen dürfet ihr, soviel ihr nur immer wollt .... denn es liegt lediglich an euch selbst, ob ihr diese erbittet .... euer Gebet um die Gnade Gottes wird immer erfüllt werden. Darum versuchet immer wieder, dem himmlischen Lehrmeister eure geistige Armut darzustellen, auf daß Er Sich eurer erbarme und euch unterweise in Seiner Lehre, und kein Tag wird vergehen, an dem ihr nicht Schätze sammelt und sich euer Geist bilde nach des Vaters Wunsch und Wille.„Bittet, so wird euch gegeben werden ....“ Und euer Anteil wird sein reine Wahrheit und klares Schauen, und so ihr Gott und euere Nächsten lieben lernet mit immer größerer Kraft, so erhellt sich euer Geist gleicherweise mit immer stärkerem Licht .... denn nur der Mensch setzt Grenzen in irdische Fähigkeit, Gott aber, der alles umfassende Geist, läßt unbegrenzt ein geistiges Ausreifen zu, und (es, d. Hg.) steigt ein jedes Wesen in immer höhere Sphären geistiger Erleuchtung, bis sich sein Geist endlich vereinigt mit dem ewigen Vatergeist. Und nun fasse all dein Denken, Streben und Handeln zusammen, und vergleiche deine jetzige Tätigkeit mit deinem vergangenen Leben, so wirst du immer mehr erkennen, daß alles um dich her durchweht ist vom Geist Gottes .... es wendet sich gar oft dein Gedanke nach oben, er kehrt immer wieder zurück zur Unendlichkeit ....

Du bleibst in ständiger Verbindung mit der Welt, in der deine Seele nun vorwiegend ihren Aufenthalt sucht ....

Und es werden dir immer von neuem Gebiete erschlossen, die dein Denken von irdischen Sorgen und Freuden ablenken und deinen Geist bilden zu vollkommen anderem Erleben ....

Dieses außerordentliche Umgestalten deines Wesens ist ein Einfluß der dir in reichem Maß gewährten göttlichen Gnade ....

Es wendet sich von der Welt ab und dem Geistigen zu, - wer nur ernstlich verlangt danach und Gott um Hilfe bittet, und so ist darin alles begründet, was verändernd in deinem Leben eingriff .... sowohl die irdische wie auch die geistige Tätigkeit wird bestimmt vom göttlichen Geist, so sich das Menschenkind dem göttlichen Willen unterzieht. Denn was ist euer Leben anderes als ein langsames Bilden eures Geistes, daß ihr erkennet, der göttlichen Gewalt zu unterstehen und doch freien Willen zu besitzen .... auf daß ihr den freien Willen so nützet, daß ihr aus euch heraus den göttlichen Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde, sucht und Ihm immer näherzukommen trachtet. So ihr dies erkannt habt, wird euch der Geist Gottes durchfluten, und immer wieder werdet ihr in Seiner Gnade leben, und euer Ende wird ein seliges sein.

Amen


B.D. 327                empfangen am  10.3.1938

Offenbarung des Herrn Selbst ....

Im Namen Gottes wird dir geoffenbaret werden ein unvergleichliches Geschehen in neuer Form, und alles, was um dich ist, unterliegt dem Willen des Herrn .... und wo die Kräfte des göttlichen Geistes unausgesetzt sich über ein Gotteskind ergießen, dort wird der Herr Selbst Sich offenbaren, und dann wird dem Herzen des Kindes innewohnen die Gabe, ohne Schwierigkeiten und Hemmungen das reine Wort Gottes zu verkünden, denn in ihm und durch dieses spricht der Herr Selbst. Seine Lust ist des Herrn Lust .... und so wird in wahrer Glückseligkeit des Herzens ein Gotteskind nur den Willen des Herrn ausführen .... es wird vermöge seiner Liebe zum Herrn auch wirken in Liebe und zum Segen derer auf Erden wandeln, denen Gottes Wort verheißen ist ....

Einsatz eures Lebens fordert der Herr und gibt euch doch unendlich mehr, wenn ihr Seiner Forderung nachkommt ....

Solcher Dinge willen, die ohne euer Zutun fürderhin zum lebendigen Glauben hinweisen werden .... die ihr wohl tut, doch nicht aus eigener Kraft, sondern als ausführende Werkzeuge göttlichen Willens und göttlicher Kraft .... solche Dinge müsset ihr anerkennen als höhere Gewalt, und so ihr sie nicht menschlich erklären könnt, muß euch doch ein Licht aufgehen ....

Und dieses will der Herr bezwekken, daß ihr beginnet zu leben .... das Leben, das euch aufwärts führen soll. Alle geistigen Triebe in euch sollen geweckt werden .... nicht fried- und freudlos sollen die Tage für euch dahingehen, sondern wahres Glück und inneren Frieden sollet ihr nun erst kennenlernen. Ihr sollt auch erkennen lernen, wie schal der Erde Güter sind, wie leer sie eure Seele lassen ....

Wollt ihr der Erde Lust genießen, so bleibt ihr immer jenseits eurer Bestimmung .... ihr könnet nicht in Regionen eindringen, die nur dann euch geöffnet sind, wenn ihr die ewige Gottheit suchet, denn Diese ist auf Erden nicht zu finden inmitten rauschender Vergnügen, inmitten von Lust und Sünde. Hat eure Seele das Verlangen nach Wahrheit und geistigem Reifen, dann locket euch der Welt Glanz und Blendwerk nimmermehr, dann wendet ihr willig diesem den Rücken und schauet hinauf in die Unendlichkeit .... denn von dorther kommt euch die Erleuchtung .... und in einer Stunde der Einsamkeit erlebet ihr die Gnade des Herrn an euch. Was von der göttlichen Klarheit erfaßt ist, kann schwerlich wieder ins Dunkel der Unwissenheit zurück, und ein unfaßbares Sehnen nach Licht wird die Seele nun antreiben, und dort wird auch der Sieg euer sein, die ihr dann im Namen des Herrn helfend eingreifen werdet. Um diesen Weg den Menschen zu zeigen .... in ihnen ein geistiges Lichtlein anzuzünden, wird Sich der Herr Selbst offenbaren, und es wird ein Staunen und Verwundern sein .... an der Seele so manchen Erdenkindes wird Er rütteln, denn Sein Erbarmen und Seine Liebe ist so groß, daß Er überall anklopfen will, auf daß Ihm die Türen der Herzen geöffnet werden ....

Amen


B.D. 328                empfangen am  11.3.1938

Ablehnen des Gedankens an ein Fortleben nach dem Tode ....

Achte auf die Worte, die dir heut zugehen werden:

Es ist ein unerhörtes Beginnen, zu Zeiten völliger geistiger Blindheit die Menschen darauf hinweisen zu wollen, daß der Zustand ihrer Seelen nach dem Tode ein von ihnen selbstgewählter resp. selbsterstrebter ist .... daß sie sich aber nie und nimmer willkürlich diesen Zustand verbessern können, sobald sie einmal die Leibeshülle abgestreift haben. Wie kann man Menschen auf solches aufmerksam machen wollen, wenn sie jeglichen Gedanken an ein Fortbestehen der Seele nach dem Tode ablehnen .... wie ist in solche Herzen wohl der Antrieb zu bringen zu geistiger Tätigkeit, wo sie doch kopfschüttelnd alles abtun, was auf ein Fortleben nach dem Tode hinweisen könnte. Sie glauben in ihrer Verblendung einfach in ein Nichts zurückzusinken und ziehen diesen Gedanken bei weitem dem Glauben an ein Fortleben vor, weil ihnen dann auch die Verantwortung erspart bliebe, die sie doch scheuen, auch wenn sie das nicht zugestehen wollen ....

Nun legt Sich der Herr Selbst ins Mittel ....

Er will Sich den Zugang zu den Menschenherzen doch verschaffen .... darum allein ist auch das, was unter deinen Händen entsteht, ein alles-erklärender Beweis für das Wirken des göttlichen Geistes. Es lässet der Herr nimmermehr in Unwissenheit des Geistes verharren die, deren Wille gut ist, und diese werden hingewiesen werden durch untrügliche Zeichen auf das sichtbare Walten Gottes .... aber eines wird immer bleiben .... daß der Mensch sich nun auch allein bemüht, daß er dorthin seinen Geist wendet, von wo allein ihm Aufschluß gegeben werden kann, und wird .... doch dieser wird auch den Weg finden zur Wahrheit, und hilfreich wird ihm die Kraft Gottes entgegenkommen, so sie ernstlich im Gebet erfleht wird ....

Amen


B.D. 329                empfangen am  12.3.1938

Vaterworte des Trostes ....

Bücherverbot ....

Wen immer es in Meine Nähe zieht, der bleibt in Mir und Ich in ihm .... und wer fortan Meine Gebote hält, der wird nicht sterben in Ewigkeit, denn Ich bin es, Der ihn erwecket aus dem Schlaf und ihn heimholet in Mein Reich. Und so füge dich ein, Mein Kind, in die von mir geschaffene Weltordnung, und bringe dein jetziges Leben nicht der Welt zum Opfer, die dich zu vernichten droht und dich wieder einfangen möchte .... widerstehst du nicht der Versuchung, die an dich herantreten wird. Ein leises Gebet zu Mir, und Ich stütze dich, auf daß du Meine Nähe fühlst und in Mir verbleibest ....

Solches ist den Menschen immer geboten worden, und ihre Stimme im Herzen wies ihnen den rechten Weg, doch war allezeit das Verlangen nach irdischer Lust weit stärker als der Wille zur geistiger Vollendung .... und das Wesen der Gottheit blieb ihnen deshalb verborgen. Eine jede Zeit erfordert vollen Einsatz .... jetzt aber ist es ein dringendes Gebot, alle Kräfte zu sammeln wider den Feind der Seele ....

Noch watet ihr nur durch trübes Wasser, bald aber wird zäher Schlamm euch das Fortkommen erschweren, ja bald sogar unmöglich machen, und dann leget alle eure Hände an an das Werk, denn es wird not tun .... das Werk aber ist die Arbeit an eurer Seele, denn von nun an seid ihr nur noch kurze Zeit im Vollbesitz eurer Kräfte und könnet diese nützen nach Gutdünken .... bald aber werden euch Hemmnisse jeder Art hindern an der Ausführung eures Willen .... ihr geratet in eine Zwangslage und werdet nicht wissen, welcher Stimme ihr folgen sollt .... der Stimme von außen oder in eurem Herzen ....

Und ihr werdet Gewalt antun müssen eurem eigenen Ich, wollt ihr euch frei machen von finsteren Einflüssen und dem Gebot von außen. Den Segen Gottes herabflehen auf alles, was ihr beginnet, ist eure stärkste Waffe im Kampf um euer Seelenheil, dann wird euch der himmlische Vater führen aus jeglicher Gefahr. In Weisheit des Herzens verbleibt ein jeder, wann immer er seine Gedanken nach oben lenkt, von wo allein euch Hilfe kommen kann. Selbiges wird dir offenbar werden zu einer Zeit, wo sich der irdische Wille in dir regen wird, der dich abseits führen will .... dann gib acht, daß du nicht strauchelst, Mein Kind .... wohl sind der Freuden auf Erden viele .... doch wiegen sie alle nicht den inneren Frieden der Seele auf, der dem Gotteskind gewiß ist, das nur nach Mir verlangt ....

Um dich und in dir muß herrschen allein, was Gottes ist, und nur allein Mein Geist soll eindringen in dein Herz, und was von außen kommt, dem entfliehe ....

In der Tiefe deines Herzens belebt sich der göttliche Funke Meiner Liebe zu immer hellerer Flamme, und was Ich einmal entzündet habe, lasse Ich nie wieder erlöschen ....

Alles Sein und Werden ist von Meiner Liebe bedinget, wo diese fehlt, kann nichts entstehen, denn die ordnende Kraft, die der Göttlichkeit entströmt, ist wohlweislich nur dort aufgesogen, wo das Wesen eine innige Verbindung mit Mir erstrebt hat, und so folgt daraus, daß eine immerwährende Vereinigung mit Mir auch für dich von solchem Segen sein muß, daß geschützet ist vor jedem bösen Einfluß dein ängstlich bangendes Herz. Ihr lebet doch, um zu kämpfen um euer Seelenheil, und so ihr streitet im Vertrauen auf Mich und zu Meiner Liebe Zuflucht nehmt in jeder Not der Seele, werdet ihr siegen .... denn nur, daß ihr stark werdet, lasse Ich diese Kämpfe gegen euch zu; reifen sollt ihr an euch selbst, und vergessen sollt ihr niemals, daß Ich nur eures Rufes harre, um euch erlösen zu können ....

Doch wer sich voller Glauben und Vertrauen Mir zuwendet, braucht nimmer verzagt zu sein .... er hat sein Herz Mir geweiht mit jedem Gedanken und lebet so in meiner Gnade. Nun, Mein Kind, horche im Geist auf Meine Worte:Was dir verkündet wird in Schrift und Druck, empfängst du gleicherweise als von Mir ausgegangen und machst dir dadurch ein Wissen zu eigen, das deine natürliche Begabung bei weitem übertrifft. So wird sich langsam deinen Sinnen ein Bild erschließen, das in vollem Übereinklang steht mit dem, was geschaffen wurde im Weltall durch den göttlichen Schöpfer. Und doch wird dir das fernere Leben noch oft Gelegenheiten bringen, wo du dich fragen wirst, warum des Schöpfers Wille es zugelassen hat, daß jene geistigen, von Mir den Menschen gegebenen Werke durch Verbot denselben entzogen wurden. Auch dies geschah nach weisem Plan. Wer unter euch Menschen danach hungert und Labung verlangt, dem soll diese wohl geboten werden .... doch wer da glaubet, vernichten zu können Meine Werke, der wird sie wieder erstehen sehen, denn Meine Kräfte walten überall, und wo Ich will, dort werden auch durch das Verbot keine Schranken gesetzt sein, denn es werden wohl zu finden wissen solche Labung, die ihrer bedürfen, weil es Mein Wille ist. So erkennst du immer mehr, daß Ich mit Meiner Liebe mitten unter euch bin, daß Ich eines jeden Herzlein führe, auf daß es Mich findet und bei Mir verbleibet in Ewigkeit ....

Amen


B.D. 330                empfangen am  13.3.1938

Richterliche Gewalt ....

Beuget euch der richterlichen Gewalt, und sehet in ihr immer den Abgesandten Meines Willens. Doch wo das Gesetz euch verkündet, daß ihr den Glauben verleugnen sollt, dort gehorchet der Stimme eures Herzens .... denn Ich gab euch diese, auf daß ihr erkennen sollt, was recht oder unrecht ist ....

Wer euch gebietet, Mein Wort zu refüsieren .... dem deutet gleicherweise an, daß ihr in Meinem Willen bleibet, und ihr werdet bestehen vor Meinen Augen, und Ich werde euch Kraft geben, Widerstand zu bieten solchem Begehren. Im Traum will Ich es euch kundgeben, was eures Amtes ist, auf daß ihr verstehen lernet, welche Gabe Ich zugedacht denen, die um Meines Wortes willen keine irdische höhere Gewalt scheuen. Denn was auch sei .... ihr seid unantastbar, weil ihr von Mir behütet durch dieses Erdenleben geht, solange es in Meinem Willen ist ....

Was sollte euch drohen, wenn Ich Selbst mit euch bin? ....

Und wer sich Meinen Anordnungen widersetzet, wird schwerlich etwas erreichen .... doch ein volles Maß ist dem beschieden, der Mir willig folgt .... denn es erntet der Mensch seiner Taten Lohn. Und so läßt der Herr auch ohne Ausnahme die richterliche Gewalt gelten, so sie nicht der göttlichen Ordnung zuwiderläuft. Was Gott als herrschend setzet über das Volk, das soll anerkannt werden jederzeit ....

Denn dieses Volk zu führen beauftragt der Herr die höhere Gewalt und gab ihr alles Recht und alle Macht auf Erden über das Volk. Darum seid untertan dieser Macht, und ihr werdet den Willen des Herrn erfüllen ....

Doch wenn diese Macht genützet wird, um gegen Gottes Gebote aufzutreten, so hat sich der Herrscher eine Macht angeeignet, die ihm nimmermehr von Gott erteilt wurde, und er lehnt sich gleichsam auf gegen die allerhöchste Macht, Der er selbst untersteht ....

Dann vergißt er seine Pflicht, die zu erfüllen ihm bestimmt wurde ....

Er lenkt das Volk nicht weise und gerecht, sondern führt es abseits von der rechten Bahn ....

Er ist dem Volk kein Vertreter der göttlichen Macht, sondern vielmehr im Dienst der finsteren Mächte stehend ....

Dann muß ein jeder aus sich selbst heraus den rechten Weg finden .... er muß in erster Linie bestrebt sein, Gott zu dienen ....

Gottes Willen zu erfüllen und Gottes Gebote zu halten ....

Und wird er daran gehindert durch die richterliche Gewalt, so wird er kämpfen müssen, aber immer unterstützt werden vom Geist Gottes .... vom Herrn und Heiland Selbst ....

Für diese und jene Welt gilt nur ein Wille, den zu befolgen die einzige Aufgabe eines jeden Wesens ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit. Die Dämonen suchen zwar einzuwirken und alles aufzuhetzen gegen das Wort Gottes ....

Doch ergreifen sie auch von den Herzen der ein Volk Führenden Besitz, dann hört das Recht auf, Recht zu sein ....

Dann verwandelt sich alle Wahrhaftigkeit in Lug und Trug .... dann muß leiden der Gerechte, und zu Ehren wird gelangen der Unehrenhafte. Dann kann nimmermehr ein Volk gedeihen, sondern es wird mißgestaltet sein im Denken und Handeln .... es bleibt nicht rein und lauter, sondern wird falsch und gehet in Verblendung durch falsche Wege ....

Doch ewig währet es nicht .... die Wahrheit wird sich Bahn brechen, Mein Wort wird wieder neu erstehen unter den Menschen, und die göttliche Ordnung wird zurückgeführt werden, was guten Willens ist und glaubet an Mich ....

Denen werde Ich Selbst Meine Gebote geben, die sie treulich erfüllen und somit auch die Mitmenschen erretten werden aus der Nacht der Finsternis ....

Helles Licht denen zu senden, ist Meine Liebe bedacht, und forschet der Geist nach Wahrheit in Mir und durch Mich, so wird ihm Helligkeit werden und wird (er, d. Hg.) erkennen, was recht und was unrecht ist, und er wird recht zu handeln wissen und befolgen, was Ich ihm geboten .... denn Ich allein regiere jetzt und allezeit ....

Amen


B.D. 331                empfangen am  14.3.1938

Wunderbare Beweise ....

Zweck derselben für Ungläubige ....

Gott sendet dir Seinen Geist, und in der Verkörperung dieses Geistes in deinem Herzen legt der göttliche Wille den Grundstein zu neuen wunderbaren Beweisen Seiner übergroßen Liebe zu den Menschen. Wer einmal in den Besitz dieser göttlichen Gnade gelangt, kann selbst auf unabsehbare Zeit die Fülle göttlicher Lehren entgegennehmen, ohne daß sich der göttliche Geist jemals erschöpfend entäußert .... Es ist dies ein Vorgang, den nur wenige voll und ganz bewerten können .... daher die Glaubenslosigkeit solchen wahrhaft wunderbaren Geschehnissen gegenüber, deren Grund allein in der schwachen Erkenntniskraft des ungläubigen Erdenmenschen zu suchen ist, die aber auch im Zusammenhang mit der immer mehr überhandnehmenden Selbstherrlichkeit lieber alles abweisen wollen, als sich in kindlichem Glauben mit einem solchen Wunder etwas näher zu befassen. Doch werden in einer Reihe von Jahren die Beweise solcher außergewöhnlicher Liebesbezeugungen von seiten des Herrn und Heiland so verbreitet sein, daß selbst der ärgste Gegner stutzig werden und die Erklärung dafür nicht mehr auf seichtem Boden suchen wird .... Dann erst beginnt die Mühe und Ausdauer der Diener Gottes, reiche Früchte zu tragen, und willkommen wird das Wort Gottes Denen sein, die im Herzen ihren Gott suchen und eine innige Gotteskindschaft anstreben ....

Allem bisher Gebotenen setzet der Herr die Krone Seiner Liebe auf und wird den Ungläubigen noch weitere Beweise Seiner Allmacht und Güte geben ....

Wo der Mensch selbst Unfaßlichem gegenübergestellt ist, dort wird erschüttert werden das träge Denken .... dort wird er auffällig hingewiesen werden auf eine überirdische Macht, und dann wird er versuchen, das Rätsel kraft seines Verstandes zu lösen, doch es wird ihm nicht gelingen. Aber unsagbar segensreich werden sich doch diese augenscheinlichen Belehrungen auf viele Erdenkinder auswirken, und es werden sich so manche willig von der göttlichen Vaterhand führen lassen hinüber auf den rechten Weg. Denn dies ist der Zweck der Wunder, die Gott auf Erden wirket zum Heil der Menschheit, und daran werdet ihr erkennen stets den Geist Gottes, der da Besitz ergreifen will von eines jeden Menschen Herz ....

Amen


B.D. 332                empfangen am  15.3.1938

Segen Gottes - irdisch und geistig ....

Für diese Welt gibt es keinen Segen von Gott, wenn sich der Mensch nicht darum bittend an den himmlischen Vater wendet. Denn ein jedes Tun für das irdische Leben hat seinen Segen schon in sich in der Erfüllung der leiblichen Bedürfnisse, und keinen ferneren Segen hat er zu erwarten für die Ewigkeit, denn es lohnet sich jede Tat auf Erden schon von selbst ....

Erst wenn der Mensch zu trennen vermag die irdische Tätigkeit von der geistigen, wird er den Unterschied zu schätzen wissen, der in der Segnung vom himmlischen Vater liegt. Jedes noch so kleine Geschehen, auf das der Segen von oben herabgefleht wird und das mit demselben begonnen wird, zeitigt seine Früchte sowohl auf Erden als auch in der Ewigkeit. Denn es besteht ein nennenswerter Unterschied zwischen gesegneter und ungesegneter Tätigkeit ....

Ein Gedanke, zu Gott gesandt, bewirkt, daß sich die geistigen Wesen, die dem Menschen zum Schutz beigegeben, sofort des Menschenkindes annehmen und ihn wohlzulenken und ihm zu raten wissen. Und so wird ein Beginnen, auf dem Gottes Segen ruht, nicht leicht fehlschlagen, und auch die geistige Tätigkeit bei diesem wird von Erfolg begleitet sein, ist sie doch das Wichtigste, was dem Erdenwesen obliegt ....

Darum wendet euch stets an den himmlischen Vater, und beginnet nichts, ohne euch Seiner Gnade empfohlen zu haben. Und ihr werdet unschätzbare Güter erringen .... es wird euch eure irdische Tätigkeit gesichert sein, und der Herr wird Sich auch eures Geistes annehmen und diesen ebenso segnen, auf daß er gefördert werde für die Ewigkeit ....

In Seinem Namen wird euch gelingen eine jede Arbeit, und ihr könnet unbeschwert durch das Leben gehen, denn der Segen Gottes hält euch leibliche Sorgen fern, und ihr werdet immer stärker werden im Geiste ....

Amen


B.D. 333                empfangen am  15.3.1938

Mahnung, die innere Stimme zu befolgen ....

Grundpfeiler zur Wahrheit ....

Erkenne den Willen Gottes und füge dich diesem stets ....

Und wenn dich die innere Stimme mahnet, dein leibliches Wohl erst an zweiter Stelle zu bedenken, so mußt du dieser Stimme folgen und dich der Sorge um dein Seelenheil desto emsiger hingeben, denn nur, wer immer den Willen Gottes zu erfüllen bemüht ist, bleibet immer in Seiner Gnade. So ist dir das Gebot gegeben, zu wirken ununterbrochen für das Seelenheil zahlloser Erdenkinder ....

Und in dieser Tätigkeit wirst du dich selbst emporringen zur Vollkommenheit und wird dich diese deine Berufung fördern in geistiger Hinsicht und dir Vorteile einbringen unermeßlich, doch mußt du auch jede Mahnung annehmen, die der Herr dir zugehen läßt, und diese dann voll und ganz und gewissenhaft befolgen, dann ist die Gewähr gegeben für segensreiche Tätigkeit ....

Nun aber beachte unsere Worte und lasse dich lenken, um geistig zu schauen .... denn dort, wo du die Wahrheit suchst, wirst du nur dann belehret werden, wenn dir völlig klargeworden ist, daß dein Geist eine gewisse Reife erlangen muß, um vom Herrn gewürdigt zu werden, einzudringen in die Gebiete, in denen der Herr Selbst Lehrmeister sein will an Seinen Dienern auf Erden. Große Hingabe .... große Demut und Bescheidenheit und gläubiges Vertrauen müssen die Grundpfeiler sein, auf denen sich dann aufbauen kann göttliche Weisheit und helles Erkenntnis-Licht ....

Um das zu erreichen, mußt du nur immer ringen und beten, denn jedes Nachlassen im Gebet schwächt deinen Geist und macht dich lau und nachlässig in deinem geistigen Streben. Daher horche immer und immer wieder auf die Stimme in deinem Herzen, die dich stets mahnen wird, wenn du in Gefahr bist, abwegig zu werden, und die dir auch zuflüstern wird, wenn du um Kraft beten mußt. Gib immer acht, was der Herr durch die innere Stimme zu dir spricht, dann wirst du in Seinem Segen verbleiben und nicht genötigt sein, dich zu bangen .... denn mit jedem Gebet stärkt dich neue Kraft ....

Amen


B.D. 334                empfangen am  16.3.1938

Anfeindungen böser Mächte .... „Führe uns nicht in (der) Versuchung ....“

Sei ohne Sorge, Mein Kind, es wird dir stets mehr und mehr gelingen, die Kräfte des Bösen zunichte zu machen, die dich noch immer umgeben und in ihrem Kampfe nicht nachlassen werden, doch je inniger du die Verbindung mit Mir anstrebst, desto wirkungsloser ist dieser Mächte Beginnen ....

Wie sich der Weltweise wehren muß gegen die Angriffe von Gegnern, die ihm seinen Ruhm und Verdienst schmälern wollen, so ist ein geistige Wahrheit anstrebender Mensch noch weit mehr den feindlichen Ärgernissen ausgesetzt, denn es gilt, die Seele abfällig zu machen, und um dieses zu erreichen, scheuen diese Mächte kein Mittel. Wenn ihr nun auf Erden so verfolgt werdet von gegnerischer Seite, so muß euer Wille und eure Kraft außerordentlich groß sein, wollet ihr Widerstand leisten, denn wisset .... wollet ihr zu Mir gelangen, so müsset ihr kämpfen, ansonsten ihr auch nicht den Lohn in Empfang nehmen könnt .... die ewige Glückseligkeit, da ihr Mich schauen sollt ....

Wird euch dann der Weg so schwer, wenn ihr wißt, was euch für unermeßliches Glück dafür winkt? ....

Nehmet alles geduldig auf euch, lasset euch nicht klein und ängstlich machen .... . bleibet im Gebet, und jede Versuchung geht an Euch vorüber, und desto gekräftigter geht ihr aus jeder Gefahr. Mein Wille ist es jetzt und allezeit, daß siegen muß, der in Mir sein Ziel sieht .... denn werde Ich ein Kind untergehen lassen, das die Hände nach Mir ausstreckt und zu Mir verlangt? ....

Die Erde ist ein Tal der Leiden, sie ist für euch geschaffen, daß ihr auf ihr das erreichet, was eure Bestimmung ist .... und so muß auch allen bösen Mächten die Gelegenheit gegeben sein, zu kämpfen um euch, auf daß ihr daran eure Kraft erprobet, weil ihr sonst doch nicht zu dem gelangen könnt, was euch als Endziel zugedacht ist. Doch genügt in jeder Not der Seele, daß ihr zum himmlischen Vater rufet .... daß ihr bittet: „Führe uns nicht in (der) Versuchung ....“, so wird euer Wille, der Versuchung nicht zu unterliegen, bewertet werden als vollbrachter Widerstand gegen alles, was ihr fürchtet .... Bleibet euch immer bewußt, daß ein Erkennenwollen der wahren Göttlichkeit euch solchen Proben ausliefert, so ihr nicht immer und immer wieder um Gottes Hilfe bittet, die euch sicher nicht versagt wird. So beachte all dein Denken und Handeln, daß es nicht von bösen Einflüssen geleitet wird, um desto reiner und würdiger Meine Lehren zu empfangen. Mein Segen geleitet dich ....

Amen


B.D. 335                empfangen am  16.3.1938

Geistige Arbeit ....

Geistiger Hunger ....

Göttliche Gnade ....

Ein helles Licht göttlicher Liebe ist allen denen beschieden, die vermöge ihres tiefen Glaubens zum Heiland sich in einen geistigen Zustand versetzen, der sie weit über die Erde erhebt und der sie völlig unfähig macht, der Erde Güter anzustreben. Denn so ein Kind Gottes, in den Bannkreis Seiner Liebe gezogen, alles Irdische willig aufgibt, wird es immer mehr geläutert im Geist .... es nützet jede Stunde zu geistiger Arbeit und weiht dem Herrn der Schöpfung sein ganzes Leben. Alle Momente geistigen Schaffens sind segensreich auf Erden, es verharrt der Mensch gleichsam in einer Tätigkeit, die ihn Stufe für Stufe höher führt .... ein lichtvoller Augenblick genügt, um in der Seele dieses Gotteskindes eine Erkenntnis zu erwecken, die für Zeit und Ewigkeit entscheidend ist. In solchen gesegneten Momenten ist der Herr Selbst, um Aufnahme zu finden, im Herzen, und daher wird auch blitzschnell der Geist erhellt. Der Herr und Heiland läßt das Erdenkind einen Blick tun in Sein Reich .... oft zwar nicht erkannt, doch bleibt dieses Zeichen göttlicher Liebe nicht ohne Wirkung .... wieder andere suchen Gott und wenden sich fragend und bittend in das All .... auch von dort wird ihnen Erleuchtung werden .... denn der Heiland sucht unermüdlich Seine Schäflein, auf daß sie zu Seiner Herde zurückkehren, die sich verirrt haben. Der wahre Zweck Seiner unendlichen Fürsorge ist ja immer nur, euch Kinder wieder dem Vater zuzuführen ....

Doch mitunter läßt es der Wille des Herrn auch zu, daß Seine Kinder darben müssen, bis daß sie ein Hunger erfaßt nach geistiger Stärkung ....

Es ist dies dann ein Zeichen von göttlicher Fürsorge .... denn was euch geboten wird, so euch nicht hungert, das weiset ihr leichtlich ab ....

Doch was ihr begehret im Herzen, das werdet ihr auch freudig annehmen, und dann erst erfüllet es den rechten Zweck. Denn so euch die göttliche Gnade geboten wird und ihr könnet ihren Wert nicht ermessen, so werdet ihr sie auch nicht erkennen als das, was sie euch sein soll ....

Erst wenn ihr darbet und eure Seele sich schier verlassen vorkommt, fasset ihr den großen Wert der Gnade Gottes .... ihr bittet darum und seid dankbar, wenn ihr erhöret werdet .... und dann erst läßt der Herr Seinem Gnadenbeweis immer wiederkehrende Zeichen Seiner Vaterliebe folgen, bis sie euch erfüllet und ihr aus tiefstem Herzen nur nach Ihm verlanget. Dann seid ihr gewonnen für das ewige Leben .... dann könnt ihr wohl bedrängt werden von seiten des Feindes eurer Seele, ihr werdet aber nimmermehr diesem zum Opfer fallen, sondern des Herrn Liebe wachet über euch, Er hütet Seine Schäflein, daß Ihm keines verlorengehe ....

Amen


B.D. 336                empfangen am  17.3.1938

Aufnahme-Gefäß ....

Organische Glieder ....

Zweck des Herzens ....

Sehet, es ist wie ein großes Lichtmeer, das die Menschheit überfluten soll. Wohl können Hunderte von Jahren vergehen, bis sich ein endgültiges Aufklären der Menschheit erzielen lassen wird, doch weilet der Herr mitten unter euch, so ist Seinem Willen alles möglich, und die Gefäße zur Aufnahme des Lichtes .... der Wahrheit und der Erkenntnis .... sind in gar vielen Orten aufgestellt ....

Hat einer von euch Menschen die Sehnsucht, in tiefer Liebe verbunden zu sein mit seinem Heiland, so ist er als solches Aufnahme-Gefäß sehr wohl zu gebrauchen, und unterordnet er dann stets seinen Willen dem göttlichen Willen, so handelt er unentwegt nur so, wie es ihm aufgetragen wird. Und solche willige Arbeiter brauchet der Herr gar viele in Seinem Weinberg .... wo immer nur wahre Frömmigkeit vorhanden ist, die im Herzen und in der Liebe ihren Ausgang hat, dort wirket der Herr und ist ihm immer nahe. So ist die Verbindung zwischen Himmel und Erde eine ständige und auch so augenscheinlich, daß ein jeder sie erkennt, möchte er nur erkennen wollen und möchte er mit den Augen des Herzens zu schauen versuchen, nicht mit seinen körperlichen Augen, die, stets mehr auf das Materielle gerichtet, das Wesen der Gottheit und Sein Wirken schwerlich erkennen. Aber es liegt dann immer an ihnen selbst. Jedes organische Glied hat seinen Zweck .... es führt die Bestimmung aus, die ihm zugeteilt wurde nach des Schöpfers Wille. Und so hat eben auch das Herz die ihm zugewiesene Bestimmung zu erfüllen .... in sich aufzunehmen alles Geistige, göttlich Wahrhafte .... und so in steter Verbindung zu bleiben mit der höchsten Wesenheit, der ewigen Gottheit ....

Alle anderen Funktionen des menschlichen Körpers haben nur den Zweck, dem Leibesleben förderlich zu sein, das Herz aber mit seiner eigentlichen Tätigkeit führt der Ewigkeit zu .... es schafft dem Menschen ewige Werte, indem es alles Geistige aufnimmt und pflegt und so Träger ist jeden geistigen Gedankens, der überhaupt dem Menschen erst das wahre Leben bedeutet und er ihm erst die geistige Weiter-Entwicklung gewährleistet. Wäre das menschliche Herz nicht das Aufnahme-Gefäß alles Göttlichen, wo wäre dann für euch Menschen wohl der eigentliche Zweck des Lebens zu suchen? ....

Ihr kämt und gingt von dieser Erde gleich maschinenhaft erzeugten Produkten der Erde .... dann hätte euer Verweilen auf dieser allerdings keinen weiteren Sinn als ein fortlaufendes Düngen der Erde .... sobald euer Körper in Verwesung übergegangen, für diese Erde abgetan wäre. Es muß euch doch die Nutzlosigkeit eines solchen Erdenlebens im Sinne der Schöpfung einleuchten .... oder glaubet ihr, daß der göttliche Schöpfer nicht weiser Seinen Schöpfungsplan ausgeführt hat .... als Wesen zu schaffen, die nach kurzer Erdenzeit in ein Nichts zerfließen ....

Oh, wie geistig arm seid ihr, die ihr euch diese irrige Ansicht zu eigen gemacht habt ....

Eure Erkenntnis wird dereinst eine bittere sein, denn niemals kann euch auf Erden offenbar werden der geheiligt Wille des Schöpfers, so ihr euch selbst nicht als das betrachtet, was ihr seid .... als Kinder vom Vater ausgegangen, die auf Erden den Zustand erreichen sollen, auf ewig wieder zum Vater zurückkehren zu dürfen .... die nur eine einzige Aufgabe haben auf Erden ....

Gott ähnlich zu werden, um für ewig mit dem göttlichen Vatergeist vereinigt zu sein. An solchen Problemen scheitert der Verstand des Menschen, und da er das eine nicht ergründen kann, so verwirft er gleich alles und sieht in seinem Dasein nichts weiter als eine Zufälligkeit, der er sein irdisches Leben verdankt ....

Wüßte er den Weg des Fleisches, den zuvor seine Seele schon gegangen, und könnte er all die Stadien rückschauend intern durchleben, so wäre ihm wohl der Zweck seines Lebens offensichtlicher .... doch würde dann das Erdenleben unter einem gewissen Zwang oder in voller Einsicht seiner Aufgabe nicht von solchem Wert für ihn sein ....Der Mensch soll glauben, was er nicht weiß .... soll sich sein Geist zur Vollkommenheit entwickeln .... er soll sich selbst finden in der Liebe zum Herrn und Schöpfer ....

Darum wird sich der Mensch der außerordentlichen Gnade Gottes erfreuen dürfen, dem es gelingt, aus sich heraus .... aus eigenem Antrieb .... sich vom Irdischen zu lösen ....

Dessen Leben wird dem Zweck entsprechen. Endlos weiser ist, wer für die kurze Erdenzeit schon die Verbindung sucht mit seinem Heiland ....

Er hat seine Bestimmung erkannt, weil der Herr Selbst ihm das Licht ins Herz gesenkt hat, und nun in diesem Licht der Erkenntnis zu wandeln auf Erden, ist segen- und nutzbringend für die Ewigkeit ....

Amen


B.D. 337                empfangen am  18.3.1938

Ständiges Höher-Entwickeln ....

Verfehltes Lebens-Stadium ....

Wie die Kreaturen auf Erden ein ständiges Höher-Entwickeln durchmachen müssen, so erlebt auch der Mensch an sich eine immer fortschreitende Entwicklung ....

Und das muß ewig so weitergehen, soll alles in der göttlichen Ordnung verbleiben. Darum ist ein Stehenbleiben oder ein Rückgang in geistiger Beziehung wider eine göttliche Ordnung, und daraus könnt ihr ermessen, wie folgenschwer sich also ein solches Verharren in geistiger Finsternis auswirken muß auf ein solches Geschöpf und wie bitter und schwer dieses selbst daran zu tragen hat, sobald der Seele die Erkenntnis kommt von ihrem verfehlten Lebensdasein, wenn sie erkennen muß, wieviel Stadien sie schon kämpfen mußte, wenn auch unbewußt, um überhaupt das Stadium der Verkörperung als Mensch zu erreichen, in dem sie dann selbst nach eigenem Willen sich bilden konnte .... und sie nun einem Erfolg gegenübersteht, der nicht im geringsten der göttlichen Anforderung entspricht. Sehet, es ist ungleich besser, euch nicht erst am Erdenleben versucht zu haben, denn dann seid ihr bei weitem nicht so zu verurteilen, als die Gnade der Verkörperung angenommen, aber mißbraucht zu haben. Solange euch Warnungen zugehen, ist euch noch der Weg offen zum Licht .... doch wehe denen, die verstockt alle Warnungen an sich vorübergehen lassen ....

Deshalb ist Gottes Erbarmen so groß und Seine Liebe so unendlich, weil Er alle diese Wesen hinüberleiten möchte in die strahlende, lichtdurchflutete Ewigkeit ....

Deshalb bedenkt Er eine jede Seele und will sie hinweisen auf die Ewigkeit durch Leid und Schicksalsschläge .... denn anders ist ein Mensch nicht aufmerksam zu machen, daß es ein höheres Wesen gibt, Das sein Leben, sein Sein und Werden in der Hand hält ....

Die Erkenntnis, wie schwach und machtlos der Mensch als solcher ist, müßte doch genügen, ihm die Augen zu öffnen, daß er dann auch nicht der Lenker seines eigenen Schicksals sein kann, sondern er einem höheren Wesen unterstellt sein muß.Dann müßte doch ein jeder Mensch sein Äußerstes tun, um alles zu erfüllen, was von diesem höheren Wesen gefordert wird ....

Ist es denn so schwer, sich willig unterzuordnen dem himmlischen Vater, Der doch in Seiner Güte und Liebe so unendlich viel Gutes tut an euch und Dessen einzige Sorge die ist, euch zu gewinnen für das ewige Reich? ....

Betet um Erhellung eures Geistes, und ihr werdet erfassen können im selben Umfang, wie euer Gebet aus dem Herzen zum Vater emporsteigt .... je inniger ihr betet, desto erschöpfender wird euch der Herr belehren ....

Amen


B.D. 338                empfangen am  19.3.1938

Warum Gott den Druck zuläßt durch Habgier - Lüge und Unrecht ....

Ein wenig Glauben an Gottes Gerechtigkeit wird genügen, um dir alles begreiflich zu machen, was dir noch unerklärlich ist ....

Wenn die Menschen in ihrem Wandeln beeinträchtigt würden und niemals aus freiem Willen heraus sich finden könnten im Glauben an unseren Herrn und Heiland, wie würde es dann wohl beschaffen sein unter euch. Es läßt der heilige Wille des Vaters wohl zuzeiten Maßregeln zu, die bei weitem nicht geeignet erscheinen zur Förderung der Menschenseele und doch so unsagbar viel auf diese einwirken, und wohl eher in günstigem als ungünstigem Sinne ....

Sehet euch die Massen des Volkes an .... ist da wohl einer, der seines Herrgotts Liebe und Güte zu entbehren brauchte, wenn er sich nur dorthin wendet, woher ihm diese kommt ....

So aber haftet der Sinn des Menschen an äußerlichen Dingen, und dies nimmt sein Herz ganz gefangen ....

Und so muß der Herr ihn erst erkennen lassen, wie nichtig der Welt Ereignisse sind, wie sich in Lug und Trug oft ganze Menschenmassen leiten lassen und die Führung von oben, die in wirklicher Liebe und Wahrheit die Menschen unendlich beglücken möchte .... so leichthin abgewiesen wird .... überhaupt nicht erkannt und somit auch in ihrer Wirkung von den Menschenkindern nicht bewertet werden kann. Wenn solche Massen durch Erleben und Denken erst einmal dahin gekommen sind, daß der Rangunterschied absolut nicht schützt vor niederen Gelüsten .... daß in jenen Kreisen sich die Habgier, die Lüge, das Unrecht und vieles andere ebenso aufhält als in niederen Schichten, dann bereitet ihnen das alles wohl Stunden voll Empörung .... es lehnt sich der Mensch im Herzen auf gegen solche Macht .... und sein Abfall von dieser im innersten Herzen und die Abneigung gegen alle diese unlauteren Beweggründe menschlichen Handelns machen ihm nun den Weg frei nach oben ....

Er sucht das Gegenteil von dem, was er doch innerlich verabscheuen muß .... er verlangt nach Wahrheit, Lauterkeit und Gerechtigkeit, und der Sinn für alles Edle wird im Menschen erweckt, wo er nicht schon vorhanden war ....

Er wird sozusagen in dem Abscheu der Sünde geboren, und (es, d. Hg.) ist dieses Erkennen für den Menschen weit segensreicher, als wenn der Mensch durch das Leben geht, ohne daß ihm die Gelegenheit geboten ist, die Sünde und ihren Unwert, ja ihre Verderbtheit kennenzulernen. Wohl hat die Menschheit durch solche Zeiten Not und Bedrängnis zu erleiden, doch was sind diese Erdensorgen gegenüber denen, die sie sonst in der Ewigkeit erwarten ....

Der Herr führt alles nach weisem Ratschluß .... was Er zuläßt, hat immer nur den einen Zweck, die Menschheit in ihrem Denken auf rechte Bahnen zu lenken, und somit ist der Menschheit auch indirekt ein Dienst für ihr Seelenheil erwiesen, wo sie unter dem Druck schmachtet und in gerechtem Unwillen sich empört. So suchet, in jedem Geschehen ein in Liebe an euch angewandtes Mittel für eurer Seele Förderung zu sehen, und ihr werdet alles in Geduld ertragen lernen .... denn der Herr allein weiß, wozu Er alles zuläßt ....

Amen


B.D. 339                empfangen am  20.3.1938

Geistiges Schaffen und Lohn ....

Irdische Arbeit und Lohn ....

Arbeit im Jenseits ....

Siehe, mein Kind, wohl Tausende versuchen, sich ein klares Bild zu machen von der Unendlichkeit und ihren sie beherrschenden Gesetzen, und vermögen es doch nicht zu ergründen, jedoch kann ein einziger Augenblick genügen, um ihnen voll und ganz Aufschluß zu geben vom göttlichen Walten und Wirken. Und alle Menschen können diesen Augenblick sich selbst bereiten, wenn sie in ihrem Leben ihr Augenmerk nur darauf richten, unentwegt nach Vollkommenheit zu streben. Fällt dann die menschliche Hülle, der irdische Körper, von der Seele, dann erblickt diese das große Wunderwerk Gottes mit lichtvollster Helligkeit und erfaßt blitzschnell, was hier ein Mensch auf Erden nimmermehr zu erkennen vermag ....

Und diese Vollkommenheit anzustreben ist euer irdisches Ziel. Wollt ihr nun euch ganz dem Geistigen hingeben, so schaffet ihr euch dadurch eine Möglichkeit, für euer Dasein auf Erden euch auch eine geistige Vorausschau anzueignen, die euch wieder in diesem geistigen Schaffen förderlich ist und euch wirksam unterstützt in eurer Geistesarbeit. Denn so ihr einmal die Sphäre durcheilet habt, die euch wie mit Ketten an der Erde .... an der Materie .... festzuhalten schien .... werdet ihr leicht und frei werden, und euer Schaffen wird von nun an ein rein geistiges sein; doch leget der Herr euch ans Herz, der irdischen Pflichten nicht zu vergessen, wo immer ihr benötigt werdet. Denn wie ihr immer erst eure für die Erde gestellte Aufgabe erfüllen müßt, so wird euch auch im Jenseits die Arbeit der Liebe erwarten, und ein im regen Schaffen vorgebildeter Mensch wird sich auch dort leicht und gewissenhaft der ihn erwartenden Liebes-Pflichten unterziehen ....

An der Arbeit der Erde erprobt ihr eure Kraft, der Herr gibt euch Seinen Beistand, auf daß ihr bewältigen könnt eure Aufgabe, und wendet ihr euch im Gebet an Ihn um Seinen Segen, so wird Er euch diesen nicht vorenthalten .... und niemals dürfet ihr verzagt sein, daß euch die Kraft mangeln könnte zu eurer Tätigkeit auf Erden, wenn geistiges Wirken auch euer Herz gefangennimmt und sich die Seele voll Verlangen nach oben wendet ....

Der Erde schönster Lohn ist das Bewußtsein erfüllter Pflicht auf irdischem Gebiet, und des Himmels süßester Lohn erwartet euch nach Ablauf der Erdenzeit für eures Geistes Schaffen ....

Und so lasset beides sich entfalten ....

Die Erde fordert euch, solange ihr auf Erden weilt .... doch wird euch alles leicht werden, vergesset ihr die Seele nicht und euren für euch immer bereiten Herrn und Heiland, Der überall helfend eingreift, wo ihr Seine Hilfe erfleht. An Seiner Liebe werdet ihr Kraft und Stärkung finden jederzeit ....

Amen


B.D. 340                empfangen am  20.3.1938

Zweifel an der Gottheit Christi ....

Lehre Christi ....

Menschwerdung ....

Lege vertrauensvoll dein Herz dem Herrn und Meister zu Füßen, auf daß Er es segne ....

Ein lichter Augenblick führt dich zur Höhe und läßt dich schauen die Herrlichkeit Gottes ....

Und wieder ergehen durch zahllose von Gott ausgesandte Boten die Lehren unter die Menschheit, denn der Herr Jesus Christus weilt mitten unter euch, die ihr Ihm dienen wollt ....

Und euer Amt wird sein, in gerechter Fürsorge euch der lieben Erden-Geschwister anzunehmen und ihnen die Weisungen des Herrn zu verkünden, denn Sein geheiligter Wille läßt Großes geschehen unter euch aus Liebe zur Menschheit ....

Und wer immer Seinem Wort folgt, wird ein Jünger des Herrn genannt werden und gleichsam wirken auf Erden, wie es Aufgabe dieser Jünger zu Jesu Erdenzeit war. Es lebt in euren Herzen nur noch die weltgeschichtliche Begebenheit des Wandelns des Herrn auf Erden, doch von Seiner Lehre habt ihr euch entfernt und wisset nicht mehr in jener Reinheit zu leben, die euch der Herr geboten hat, so ihr Seine Nachfolger werden wollt .... denn für euch hat die Lehre an Anziehungskraft verloren, denn ihr achtet in dieser Zeit nicht mehr die Göttlichkeit in dem Erlöser der Menschheit, sondern sehet nur den Mensch .... und die Lehre Christi als Werk eines solchen an ....

Und das ist es, was euch von der Wahrheit trennt, was euch auch vom himmlischen Vater trennt ....

Und so werdet ihr mit diesem Glauben schwerlich erreichen, was euer Lebensziel sein soll ....

Für die Zeit des irdischen Lebens würde wohl eure Anschauung nicht von großem Belang sein, doch weilet ihr nur vorübergehend auf dieser Erde, und dann folgt das eigentliche Leben im Jenseits, das aber auch statt Leben für euch Tod bedeuten kann ....

Und im Glauben an den Heiland als Gottes Sohn müsset ihr verharren, wollet ihr jemals das ewige Leben haben und nicht dem ewigen Tode verfallen sein. Dann aber wieder wird euch der Mittler zum himmlischen Vater alle Kraft geben, wollet ihr Ihn als solchen anerkennen, und euer Weg wird ein leichterer sein als ohne jegliche Hilfe von Ihm, der euch doch erlöset hat aus tiefster Sündenschuld. Soll der Glaube an Gottes Sohn euch einst bereiten das ewige Reich, so hat das Wirken Jesu auf Erden in Seiner ganzen Fülle euch den Weg dazu gewiesen .... ihr dürfet nur bedingungslos anerkennen die Gottheit Christi und müsset euch Seine Lehren zu eigen machen und befolgen alle Gebote, die der Herr und Heiland den Seinen auf Erden gab. Unter der Einwirkung derer, die die reine Lehre Christi zerstören wollen, ist es den Menschen immer schwerer geworden, die Lehren anzunehmen als das, was sie sind .... als von Gott dem Herrn Selbst dem Volk erteilte Gebote ....

Und immer mehr entfernten sich die Menschen von der göttlichen Wahrheit, immer weiter zurück ließen sie die Lehren des göttlichen Heilands und wandten sich statt dessen Neuformungen zu .... die aber den Glauben an die reine Lehre Christi immer mehr lockerten und sich schließlich in Irrlehren verloren ....

Und heut steht die Menschheit einem Gebilde gegenüber, das sehr oft abweicht von der göttlichen Lehre Christi und daher auch immer leichter von der Menschheit abgelehnt wird .... so daß schließlich auch die Göttlichkeit des Herrn Selbst immer mehr und mehr angezweifelt wird, ja vielfach auch ganz abgestritten wird ....

Und so stehen wir nun einer Zeit gegenüber, in der ein starkes Ringen um Geistesgut .... um Wahrheit und um das Licht der Erkenntnis .... einsetzen wird ....

Wohl dem, der noch Verlangen trägt danach, sich der Wahrheit zu nähern .... diesem wird sie kommen zur rechten Zeit ....

Wie viele aber werfen alle Gedanken an Geistiges .... überhaupt jeden Gedanken, der über die irdische Welt reicht, kurzerhand beiseite ....

Wie vielen sind solche Gedanken ein Ballast, der sie nur beschwert und darum ohne Bedenken weggeworfen wird ....

Denen ist die Herrlichkeit Gottes, das ewige Leben, noch so unendlich weit ....Und für diese läßt der Herr Seine Boten wandeln durch das Erdental .... auf daß sie rütteln sollen überall an den Herzen derer, denn Gottes Wort soll wieder verkündet werden und für alle Zeiten zeugen von der Menschwerdung Christi ....

Gottes Wort soll sich erneut Bahn brechen .... es soll keiner unter euch Menschen in völliger Blindheit durch das Erdenleben gehen .... wenigstens versucht soll es werden, jenen die Augen zu öffnen, so daß dann nur der freie Wille des Menschen ausschlaggebend ist, wieweit die Mühen der Boten Gottes von Erfolg gekrönt sind. In dieser Zeit wird das geistige Streben ganz besonders dort gepflegt werden, wo der Heiland sich herabläßt, eigenmächtig einzugreifen ....

Seine Segnungen wird in reichem Maß spüren, wer sich willig dem göttlichen Willen unterstellt und wer immer in der Absicht, dem Herrn zu dienen, sich der geistigen Tätigkeit hingibt.„Lehret den Schwachen“, spricht der Herr .... und so wird Er unterweisen in aller Liebe einen jeden, der Ihm seine geistige Armut unterbreitet ....

Und immer größer wird das Wissen eines solchen Kindes sein, so es sich nur immer dem Heiland hingibt und stets bereit ist, die göttlichen Lehren entgegenzunehmen .... denn es soll nicht ein Weiser gelehret werden, sondern die Weisheit soll dem Kind Gottes zufließen, das es zu rechtem Nutzen für die Menschheit empfangen und weitergeben will. So wird die Lehre des Herrn sich verbreiten unter euch Menschen, ganz gleich, ob ihr sie aufnehmen wollt oder nicht ....

Denn die Gefäße zur Aufnahme sind bereitgestellt und werden daselbst belassen werden, daß sich labe am Inhalt, wer nach Labung verlangt. Des Herrn Wille beherrschet das ganze Weltall ....

Er beherrscht die Kreatur, und untertan wird Ihm sein ein jedes Geschöpf in Ewigkeit ....

Amen


B.D. 341                empfangen am  21.3.1938

Göttliche Gnade ....

Geistige Freunde ....

Gefahren von außen ....

Hilfe ....

Wenige nur vernehmen die Stimme des Herrn, und daher ist es immer geboten, in tiefster Demut zu verbleiben und inständig um Gottes Segen zu bitten ....

Es wirket wohl ein jeder aus dem Drang seines Herzens heraus, doch müssen alle diese Gefühle auf den ewigen Herrn gerichtet sein, so wird er auch gesegnet vom Heiland all sein tägliches Wirken entfalten können ....

Wo aber der Geist sich nicht willig allen Anordnungen fügt, wird es schwer sein, dem göttlichen Willen entsprechen zu können. Ihr alle, die ihr nach dem Herrn verlangt, begebet euch in Seine Gnade ....

Nicht eines von euch wird dieser göttlichen Gnade verlustig gehen, so ihr der inneren Stimme folget, die euch stets den rechten Weg weisen wird. An jeglicher Arbeit des Geistes beteiligen sich die euch umgebenden Geistwesen mit allem Eifer .... ihr seid niemals verlassen, sondern in treuer Hut dieser Wesen, die unaufhörlich bemüht sind, eure Seelen zu fördern, und in dieser Arbeit ihre eigentliche Arbeit im Jenseits erfüllen. Nur gebet acht, daß ihr Widerstand bietet allen bösen Einwirkungen von außen .... die Gefahr umlauert euch stets, immer seid ihr Versuchungen ausgesetzt, die eure geistige Arbeit und die Arbeit an euch selbst zunichte machen wollen. Überlasset euch auch da vertrauensvoll euren geistigen Freunden .... sie wehren alles ab von euch, wenn ihr nur selbst nach ihnen verlangt und ihren Schutz begehrt. Es kann kein Erdenwesen von selbst sich so bilden .... seine Seele so zur Vollendung bringen, wenn es nicht wirksam unterstützt wird von den Geistes-Wesen, und diese Unterstützung wird euch in so reichem Maß zuteil, seid ihr nur selbst willig, diesen Schutz zu gebrauchen. Denn anders ist euch Hilfe unmöglich .... immer müßt ihr durch euren Willen euch selbst die Verbindung geschaffen haben mit diesen, ehe sie euch tatkräftigst unterstützen können, und das in jeder Weise, sowohl bei der irdischen Tätigkeit als auch in der geistigen Arbeit stehen sie euch hilfreich zur Seite und helfen euch, alles für den Herrn und Heiland zu vollbringen und zu Seiner Ehre zu wirken in Ewigkeit ....

Amen


B.D. 342                empfangen am  21.3.1938

Fliehet die Freuden der Welt ....

Ohne jegliche Gefahr kannst du dich in allen geistigen Fragen uns überlassen .... wir wissen, wo es not tut, und wenn deine Seele noch bangt, so geschieht das aus dem tiefen Verlangen heraus, dich der Liebe und Fürsorge des Herrn würdig zu erweisen ....

Denn nimmer banget sich um einen Verlust, den der Besitz nicht erfreut. Und so will dich der Herr heut beleben im Geist ....

Fliehet alle Freuden der Welt ....

So lautet Seine liebevolle Mahnung .... nicht aber, um euch etwas zu nehmen, was euch Freude bereitet, sondern nur, um euch nicht unfähig zu machen, geistige Lehren aufzunehmen ....

Ihr könnet nicht beides zugleich, denn die Sinne des Menschen wenden sich so gern den weltlichen Vergnügen zu, und diese lassen dann kein Raum für etwas, was sich nicht handgreiflich erfassen läßt, sondern nur mit welt-abgewandtem Geist aufgenommen werden kann. In solcher Verschiedenartigkeit werden diese zwei Begriffe das menschliche Herz berühren .... es wird der Mensch mit seinem irdischen Körper stets Verlangen haben nach irdischer Freude .... doch desto schwerer wird es dem Geist gelingen, Aufenthalt zu nehmen in seinem Inneren ....

Es lenkt der Mensch all seine Begierde den weltlichen Genüssen entgegen ....

Und fern und unwirklich erscheint ihm das Entgegenkommen der göttlichen Wesenheit .... solange er noch nicht begriffen hat, daß dies erst geschehen kann, sobald zwischen dem himmlischen Vater und dem Erdenkind ein Kontakt hergestellt ist, veranlaßt durch den eigenen Willen, mit dem Schöpfer in Verbindung zu treten. Dieser Wille entsteht oder hat seinen Ursprung in der Seele des Menschen, nicht in irgendwelchem Organ des menschlichen Körpers. Ist diese Seele nun bereit, sich dem Herrn zu unterstellen, so erweckt der himmlische Vater jenes heilige Gefühl in euch, die Vereinigung mit der höchsten Wesenheit anzustreben, und wie jeglicher Wille des Menschen alsbald zur Tat wird, so hat die Vereinigung auch schon stattgefunden, sobald der menschliche Wille dies angestrebt hat, und mit der Vereinigung beginnt ein neues Leben für den Menschen .... ein Leben, welches neben dem irdischen Leben und ganz für sich den menschlichen Geist bildet und ihn zu immer höherer Vollendung heranreifen läßt. Das Erdendasein als solches kann den Menschen wohl auch zur Genüge beschäftigen, damit dadurch das Erfüllen aller irdischen Bedürfnisse gesichert wird, doch geistiges Schaffen trägt seine Früchte meist erst nach Vollendung dieses Erden-Daseins ....

Wo das menschliche Herz ganz von dem Willen durchdrungen ist, dem göttlichen Vatergeist sich zu nähern .... von der Liebe und Weisheit des Heilands genährt zu werden, dort wird dem Gotteskind bald ein so reiches Innenleben erwachsen, daß fortan dessen größere Sorge sein wird, die geistigen Freuden genießen zu dürfen ....

Es wird sich nicht mehr nach der Welt und ihren Freuden sehnen, sondern schal wird ihm alles Treiben der Welt erscheinen, und begehrenswert wird ihm nur sein, was es geistig labt und erfreut. Und um euch dieses zu bieten, um euch wahre Freuden zu verschaffen, warnet euch der Herr vor den Freuden der Welt ....

Amen


B.D. 343                empfangen am  22.3.1938

Gefahr der Eigenliebe ....

Gottes- und Nächstenliebe ....

In jeder Zeit hat Gott der Herr Tröstungen für euch bereit, die Er euch dann in vollem Maß zukommen läßt, wenn ihr euch vertrauensvoll an Ihn wendet. Wo der Herr Selbst Sich eines jeden Wesens so annimmt, erlebet ihr täglich Seine Gnade ....

Er lenkt eure Herzen unverwandt dem Ewigen zu, so ihr nur dieses anstrebet. Ein winziges Maß von Eigenliebe aber schwächt schon die große Gnadenkraft, die euch der Herr vermittelt. Denn so nur einer sein eigenes Ich voranstellt, so wird er schwerlich den rechten Weg betreten oder auf ihm verbleiben. Denn die Liebe zu Gott und zum Nächsten ist das höchste Gebot, das alles umfaßt ....

Müsset ihr nicht zuerst versuchen, dieses Gebot zu erfüllen? ....

Dann dürfet ihr aber euch selbst nicht in den Vordergrund stellen ....

Alles, was ihr habt und seid, ist euch von Gott gegeben; und im gleichen Maße sollt ihr wiedergeben euren Mitmenschen .... ihr sollt sie bedenken mit allem, was euch selbst wert ist, bevor ihr an euch selbst denkt, und somit den Nächsten lieben wie euch selbst. So habt ihr auch in eben dem Umfang Anteil an der göttlichen Gnade, die euch der Herr so zumesset, wie ihr dem Nächsten gleicherweise zugemessen habt. Versuchet euch in dieser höchsten Pflicht, es wird euch dann das Leben auf Erden noch so unvergleichlich Schönes bieten .... indem euch der Weg zum Vater leicht wird und ihr, immer im Lichtkreis der göttlichen Liebe stehend, euch bilden könnt für die Ewigkeit ....

Ein kurzes Gebet um Kraft zu allem rechten Handeln wird euch auch dieses Gebot leicht ausführbar erscheinen lassen, und in regem Gedankenaustausch mit euren geistigen Freunden werdet ihr immer tiefer eindringen in die Liebe und Weisheit Gottes, und ihr werdet alles auf Erden mit geistigen Augen betrachten lernen ....

Das Gebot der Liebe wird euch selbst bis zum Lebensende anregen zu äußerster Betätigung, und dann seid ihr den Weg auf Erden nicht nutzlos gewandelt, sondern ihr habt eurer Seele zur Förderung verholfen. Was ihr eurem Nächsten in Liebe getan, ist euch schon an euch selbst reichlich vergolten worden, so ihr dadurch in einen vollkommeneren Zustand gelangt und euch des Himmels Lohn erworben habt ....

Amen


B.D. 344                empfangen am  22.3.1938

Der Weg der Entwicklung ist ständiger Kampf ....

Kampf in Natur ....

Beginne zu kämpfen mit dir selbst, und du wirst siegen ....

Dies sind des Herrn Worte, die Er einem jeden zugehen läßt, der den festen Willen hat, zu Ihm zu gelangen. An dem Herzen der Mutter Natur erkennet ihr immer wieder von neuem den ewigen Kampf .... es will sich alles durchsetzen. Im Pflanzenreich durchbricht die es umgebende Hülle das Samenkorn .... alles was auf der Erde und über der Erde lebt, geht den Weg der Entwicklung immer in einem gewissen Kämpfen ....

Das Alte zu überwinden und sich durchzusetzen, bis etwas Neues entstanden ist .... sei es im Pflanzen- oder Tierleben .... immer wird das Wesen die alte Hülle abtun müssen, ehe es zu neuem Leben erwacht ....

Genau so ist auch das, was den Menschen veredeln soll, immer nur zu erreichen, wenn alle Schwächen und Fehler zuvor bekämpft werden und sich aus diesen Kämpfen heraus ein neues, besseres und geläutertes Leben entwickelt, das sonach die eigentliche Aufgabe im Erdenleben sein muß ....

Der irdische Körper .... ist gleichsam auch nur die äußere Hülle, die die Seele umschließt, und diese wieder soll ankämpfen gegen alles Trübe, Unvollkommene, was die Seele noch gefangenhält ....

Kann sie sich aus dieser äußeren Umhüllung lösen .... kann sie hell und klar heraustreten aus den sie umgebenden Fesseln, so wird es ihr bald gelingen, in sich aufzunehmen den göttlichen Geist, und sie ist wiedergeboren zum göttlichen Leben ....

Darum kämpfet ohne Unterlaß .... denn ihr werfet dann nur eine Hülle von euch, die euch hinderlich ist, das volle Licht aufzunehmen ....

Im Nichtstun findet ihr den Frieden nicht, ihr findet auch nicht die wahre Erkenntnis, die Helligkeit des Geistes .... sondern trübe, lichtlos und verhüllt ist eure Seele, solange ihr nicht selbst an euch arbeitet .... solange ihr nicht kämpfet im wahren Sinne des Wortes gegen alles, was euch hinderlich ist, einen lichten Geist in euch aufnehmen zu können ....

Für viele sind die Worte des Glaubens wohl ein Zeichen von oben, sie erkennen die göttlichen Lehren voll und ganz an und bemühen sich doch nicht, diese zu befolgen .... sie vereinigen nicht Willen und Tat mit dem, was sie anerkennen müssen .... ihnen ist die Lehre wie eine reife Frucht, die gut ist und als solche geerntet wurde, aber niemals genossen .... und daher trotz aller Güte nicht dem Menschen zur Nahrung diente, also auch den Zweck nicht verrichtet hat, der ihre Bestimmung war ....

Es war die Frucht eine Gabe Gottes, doch wurde sie nicht bewertet, sondern achtlos dem Untergang preisgegeben ....

Lasset den Segen Gottes nicht an euch vorübergehen ....

Kämpfet und nehmet alles auf in eure Herzen, was euch die Güte Gottes bietet .... lasset den Geist nicht darben .... was ihr euch geistig erringet und gar erkämpfen müsset, wird euch unsagbar erheben über alles Irdische. Darum achtet stets darauf, wie ihr das Wort Gottes an euch selbst betätigen könnt, gehet nicht kampflos jedem Ungemach aus dem Wege, sondern suchet euch durchzusetzen, auf daß ihr euch eine Seele schaffet in geistiger Vollendung, denn steter Kampf führt euch zum Sieg ....

Amen


B.D. 345                empfangen am  23.3.1938

Segen von Krankheit und Leid ....

Mein liebes Kind .... gesegnet, wer immer sein Leid geduldig trägt, wer sein Kreuz willig auf sich nimmt und immer Mir zu dienen bereit ist. Von dem will Ich jedes Leid abwenden in kurzer Zeit. Achtet auf eure Gesundheit, des Leibes und der Seele, denn nur dann könnet ihr einen gesunden Geist in euch tragen. Das körperliche Leid bedinget wohl fügsame Menschen, wenn es den Geist nicht verbilden will, doch wenngleich ihr mit dem Schicksal rechtet, daß es euch mit Leid bedenkt, so vergesset nimmer, daß es immer das Mittel ist, in euch Fehler oder Schwächen auszurotten .... ihr aber auch vielfach selbst die Ursache zu Krankheit und körperlichen Störungen verschuldet habt ....

Desgleichen legen sich auch die Kräfte der Finsternis mit solchen Mitteln ein, um euch zum Straucheln zu bringen auf eurem Wege nach oben. Darum bringet vielfach die Geduld und Ergebung auf, sollen die Leiden für euch nutzbringend an euch vorübergehen. Das Leid, das den Menschen klärt und ihm den Stempel der Ergebung aufdrückt, ist von Mir gesegnet. Fallet darum nicht in den Fehler, euch aufzulehnen gegen dieses, sondern danket auch dafür eurem himmlischen Vater, weil es wieder eine Stufe ist, die euch höher führt zu Ihm ....

Und wieder wird euch das Gebet Linderung bringen, so es an der Zeit ist. Denn niemals legt euch der Vater ein Kreuz auf, das zu schwer für euch zu tragen wäre, Er weiß, was euch not tut, und führt euch nur durch leidvolle Wege, auf daß ihr vollkommen werdet. Darum preiset den Vater bis in alle Ewigkeit ....

Amen


B.D. 346                empfangen am  23.u.24.u.25.3.1938

„Und das Wort ist Fleisch geworden ....“

„Und das Wort ist Fleisch geworden ....“ Vernimm die Worte des Heils, und gib sie wieder allen Suchenden, denn in der Verkörperung des Herrn und Heiland auf Erden geschah das wunderbare .... das Unfaßbare .... daß sich Gottes Herrlichkeit im Wesen eines Menschen barg, um allen Wesen auf Erden und im Weltall das Licht zu bringen ....

Denn der Zustand der Menschen war ein sehr verfinsterter, das Licht der Erkenntnis konnte diese Finsternis nicht mehr durchdringen ....

Deshalb legte Gott Selbst Sein ganzes göttliches Wesen in die äußere Form eines Menschen und gab Seine ganze Lichtfülle hinein, um der Menschheit größtes Übel, die Nacht des Geistes, zu erhellen und dadurch der Seele des Menschen den Weg frei zu machen zum wahren Leben ....

Das ganze Weltall mit unzähligen Lebewesen, von der kleinsten Kreatur bis hinauf zum vollkommensten Geistwesen beugen sich vor der Herrlichkeit Gottes ....

Das erhabenste und vollkommenste göttliche Wesen stieg herab auf die Erde mitten unter Seine Geschöpfe und lebte gleich ihnen .... untertan als Mensch allen Naturgesetzen .... und für Seine Erdenlaufbahn galten die gleichen Bestimmungen, die eines jeden Erdenwesens Dasein .... von der Geburt bis zum Tode .... begleiten. Eine arbeitsreiche Jugend in voller Anspruchslosigkeit und eine gottesfürchtige Erziehung durch gottesfürchtige Eltern bildeten den leiblichen Menschen in solcher Form, daß alsbald der göttliche Geist sich mit diesem äußeren Menschen vereinigte und Gott in Seiner ganzen Lichtfülle in diesem ganz nach Seinem Willen vollkommen gewordenen menschlichen Körper Wohnung nahm .... und nun die Gottheit auf Erden wirkte zum Segen der Menschheit .... zur Erhellung ihres Geistes. Kein wesentlicher Unterschied bestand äußerlich zwischen Ihm und Seinen Jüngern ....

Er thronte menschlich nicht als König über ihnen, sondern lebte als Bruder mitten unter Brüdern. Doch Sein göttlicher Geist erfüllte alles um Ihn her mit Licht und Liebe. Der göttliche Geist umfaßt das ganze All ....

Doch in Seiner wesenlosen Urgestalt wurde Er von den Menschen nicht erkannt. Ein noch so williges Gemüt war nicht fähig, den Gottbegriff sich zu eigen zu machen .... es entstand eine über alles menschliche Denken hinausragende unlösbare Frage .... und um die Frage zu lösen .... um diesen Begriff für die Menschen annehmbar zu gestalten, verkörperte Sich die ewige Gottheit .... der Geist Gottes .... der Inbegriff alles Seins und Werdens .... der Ausgang jeden Schöpfungsgedankens .... das ewige Licht .... das Wort .... in einer menschlichen Hülle auf Erden ....

Und das Wort ist Fleisch geworden ....

O grenzenlose Anbetung diesem Heiligsten des Himmels und der Erde! Denn es umschließt die Menschwerdung Gottes unendliche Liebe zu allen Geschöpfen des Weltalls .... denn kein Wesen blieb dadurch unberührt ....

Wohin der göttliche Heiland Seinen Fuß setzte während Seines Wandelns auf Erden, dort tat sich die Ewigkeit auf und verbreitete ein helles Licht in den Herzen der Menschen, die noch nicht völlig in der Gewalt der Finsternis waren. Ein solches Werk göttlicher Güte und Barmherzigkeit mußte ausstrahlen und sich ergießen über die Seelen der in Seiner Nähe Weilenden. Es mußte die Menschen überkommen wie ein wohltätiger Regen nach monatelanger Dürre, und aufatmen mußte alles, da es nicht mehr Gefahr lief, in dem Brande der inneren Not hoffnungslos zugrunde zu gehen ....

Für diese kurze Zeit war hinreichend gesorgt, daß Menschen aller Völker in Gottes Nähe kamen, denn die Lehre Christi nahm wohl ihren Ausgang dort, wo der Herr weilte, sollte aber verbreitet werden über die ganze Erde ....

Ein wundervolles Geschehen löste das andere ab, und das Wort Gottes wurde lebendig in vielen Menschenherzen, denn der Geist Gottes gab ihnen die Kraft zu erkennen. Doch wie das Böse in stetem Kampf liegt mit dem Guten, so war auch ein immerwährender Kampf zwischen den Anhängern der alten Lehre und denen der reinen Lehre Jesu Christi ....

Und dieser Kampf war zugelassen, um das Werk der Menschwerdung zu vollenden ....

Amen


B.D. 347                empfangen am  26.u.27.3.1938

Der Wunder größtes aber ist die Liebe ....

Der Wunder größtes aber ist die Liebe ....

Und ihre Kraft gehet weit hinaus über die Grenzen des menschlichen Denkens. Das, was euch mangelt, wird euch die alles umfassende Liebe Gottes stets zuwenden. Davon zeuget das Wort Gottes, das euch geoffenbaret wird aus lichten Höhen, euch zum Trost und zur Erbauung in lebendiger Neugestaltung ....

Denn alles das tut der Herr aus übergroßer Liebe zu den Kindern, denen Er ein ewiges Reich in himmlischer Glückseligkeit bieten möchte, und doch achtet die Menschheit der Beweise Seiner Liebe so wenig. Der Lebenswille des Menschen ist so stark, daß er nur mit Unbehagen der Stunde des Todes gedenkt .... und wo wiederum die leibliche Not oder Sorge den Menschen schwer belastet, dort sehnt der Mensch die Stunde des Todes herbei in der stillen Hoffnung, damit allem Leid entgehen zu können .... das Leben beendet zu haben ....

Wo nun die göttliche Liebe nicht so langmütig besorgt wäre, die Menschen immer wieder auf die Ewigkeit hinzuweisen, wo wäre dann eines solchen Menschen Leben von irgendwelchem Zweck .... und der sein Leben nicht gern hingibt, dem würde gleichfalls das Leben nutzlos verstreichen, ließe ihm der Herr nicht immer wieder Liebesbeweise zugehen. Doch erfassen kann die Welt nicht in ihrer ganzen Größe des Himmels Liebe ....

Der Erdenmensch weiß wohl, daß die Liebe alles belebt, doch in seinem irdischen Zustand ist das Erfassen der göttlichen Liebe nur begrenzt ....

Alles, was er zu erkennen vermag, so er den Willen dazu aufbringt, ist, daß die Erdenkinder ununterbrochen betreut werden vom himmlischen Vater und daß sie zu Ihm bitten können und stets erhört werden, wenn diese Bitten ihrem Seelenheil gelten. Doch nur wenige vermögen, zu erfassen die unsagbar große Liebe, die den Herrn bewog, Sich für die Menschheit und deren Sünden Selbst zu opfern. Um dieses gewaltige Geschehen in seiner ganzen Größe würdigen zu können, muß dem Erdenkind schon ein helles Licht der Erkenntnis leuchten. (27.3.1938) Erfassen muß es, daß allen Erdenwesen des Himmels Herrlichkeit dereinst beschieden sein soll und daß Gottes Weisheit in endlos langer Zeit alle Mittel und Wege anwendet, um diesen Wesen diese Herrlichkeit erschließen zu können, denn was eingehet in das Reich Gottes, muß vollkommen und Gottähnlich sein, und es gehöret wiederum viel Geduld und Liebe dazu, den oft sich widersetzenden Geschöpfen den Weg zu weisen, der allein nur dorthin führen kann, wo die ewige Glückseligkeit sie erwartet. In Zeiten der Not glaubt oft der Mensch, verlassen zu sein vom himmlischen Vater, und doch ist Er ihm dann näher denn je. Es ist jede tiefe Not ein Zeichen von Gottes Barmherzigkeit und Liebe, wenngleich ihr das nicht als solche ansehen könnt oder wollt ....

Denn wendet ihr euch, gezwungen durch diese Not des Herzens, der Ewigkeit entgegen, so ist die Liebe des himmlischen Vaters an eurem Herzen nicht spurlos vorübergegangen .... ihr habt den Ruf der Liebe vernommen und seid ihm gefolgt ....

Und so wirket die Liebe des Herrn und Seine unendliche Geduld seit Ewigkeiten und wird nie aufhören, die Wesen zu Sich zu ziehen kraft dieser Liebe ....

In Seiner qualvollsten Stunde, als der Herr am Kreuz gelitten und gestorben ist für die Menschheit, senkte sich die göttliche Liebe über das ganze Weltall ....

Sie umfaßte ein jegliches Wesen und ließ den göttlichen Funken in allen Seelen entstehen, um so die Möglichkeit einer Vereinigung mit Gott, der ewigen Liebe, zu geben einer jeden Seele, die guten Willens ist und aus der Liebe wiedergeboren ward im Geiste ....

Amen


B.D. 348                empfangen am  27.3.1938

Mahnung ....

In solchen Stunden wie jetzt ist nur eines vonnöten .... überlasse dich ganz dem Herrn und Heiland .... dann wird sich alles fügen zum Guten. Ein wenig Aufmerksamkeit nur, wie liebevoll der Vater euch alle führt, und euer Vertrauen zu Ihm wird wachsen. Denn Sein Auge wachet über euch allen, die ihr Seine Kinder seid. Lasse dich durch nichts davon abbringen, deiner heiligsten Pflicht nachzukommen, denn alles andere im Leben ist ja nur für die Welt .... dies aber ist für die Ewigkeit. Und so unterweiset dich der Heiland in immer gleicher Liebe ....

Er fördert das Seelenleben fortgesetzt, indem Er dein geistiges Wissen vermehrt und dir beisteht, zu erkennen und zu befolgen Seine Lehren. In welcher Verfassung sind oft die Menschen, denen Er Seine Gnade spendet .... wie oft bangt das Herz in irdischer Not, doch findet dieses den Weg zum Vater, so gewährt Er dem Erdenkind alle Labung, dessen es bedarf, denn nicht eines soll leiden, wenn der Zweck des Leides erfüllt ist .... daß das Erdenkind den Vater wahrhaft erkannt hat und nur zu Ihm verlangt ....

Ein wenig Vertrauen nur .... und ihr könnet so manche Sorge in die Hand Dessen legen, Der euch alle führt und leitet. Soll dir der Herr Seine Lehren vermitteln, so muß dein Ohr und Herz aufmerksam lauschen, um die geistige Gabe zu empfangen. Doch weilen deine Gedanken zu sehr auf dieser Erde, dann gelingt es dir weit schwerer, und so ist jetzt die Verbindung schwerer herzustellen, weil dir die innere Ruhe fehlt, um die du aber kämpfen und bitten mußt, willst du zu dem Ziel gelangen ....

Bete und du wirst die Verbindung schnell wieder herzustellen vermögen ....

Amen


B.D. 349                empfangen am  27.3.1938

Mysterium der Menschwerdung ....

Gottes Gnade und Kraft ....

Mein liebes Kind ....

Ein überwältigender Gedanke liegt dem Mysterium der Menschwerdung zugrunde .... in allen Seinen tiefsten Belehrungen kann der Herr es dir nicht verständlich machen, da die Natur des Menschen nicht über die nötige Auffassungsgabe verfügt, die zum Verständnis unerläßlich ist. Es beherrschet die Menschheit der eine Gedanke, daß die Wesen des Weltalls für Zeit und Ewigkeit verloren wären ohne die Verkörperung des Gottsohnes auf Erden .... und dieser Gedanke ist wohl reine Wahrheit, gibt aber doch nicht erschöpfend wieder, wie weit sich des Heilands Liebe durch diese Menschwerdung aufgeopfert hat für die Menschheit ....

Es besteht keine Vergleichsmöglichkeit, die euch annähernd erkennen ließe, welche Kraft durch dieses göttliche Liebeswerk sich übertrug auf das ganze Weltall .... auf alle Wesen, insbesondere auf die Erdenkinder und ihre Seelen ....

Es wurde einer jeden Seele Gnade zuteil in solchem Ausmaß, daß sich der Mensch, wenn er diese nützet, zu einem Gottähnlichen Wesen bilden kann ....

Denn die Liebe, die Gott innewohnet, nimmt dann Besitz von eines jeden Menschen Herz .... sie bewirkt, daß sich aus der Liebe heraus vollkommene Wesen entwickeln, und zu all diesem hat Gott der Herr Selbst durch die Menschwerdung die Pforten geöffnet ....

Er ebnete den Erdenkindern den Weg zur ewigen Glückseligkeit ....

Er erlöste sie vom ewigen Tode ....

Doch dieses ewige Leben liegt in eurer Hand .... wie ihr es euch schaffet auf Erden, so wird es euch dereinst erwarten. Den Grundstein hat der Herr Selbst gelegt, auf dem ihr euch aufbauen könnt das ewige Reich ....

Doch bleibet euch gleichfort bewußt, wie innig euch der Vater liebt, daß Er für euch und um euch zu retten von ewiger Verdammnis Sich Selbst zum Opfer brachte und so für euch das größte Liebeswerk vollbracht hat .... und in diesem Bewußtsein suchet, dieser Liebe wert zu werden, auf daß der Herr für jeden einzelnen von euch ein wahrer Erlöser vom ewigen Tode werde und ihr Ihm danket bis in alle Ewigkeit ....

Amen


B.D. 350                empfangen am  28.3.1938

Anwärter des ewigen Reiches ....

Das ewige Reich ist vorbehalten den treuen Anhängern des Heilands ....

Es werden aufgenommen in die himmlischen Gefilden ewiger Seligkeit alle, die den Namen des Herrn im Herzen tragen .... die auf dieser Erde Seiner Lehre treu sind und ihr Kreuz geduldig und dem Heiland zuliebe ohne Murren tragen. Für alle diese hat Sich Gott geopfert ....

Sein Weg des Leidens war nicht umsonst gegangen, so Ihm Seine Erdenkinder nachfolgten und das Wesen der Gottheit ihnen klar zum Bewußtsein wurde ....

Ein gedankenloses Dahinleben ist für die Ewigkeit vergeblich gelebt, nur die immerwährende Langmut und Geduld des Herrn bewahret die Menschen, die nicht erkennen wollen, vor schnellem Hinscheiden und gibt ihnen immer und immer wieder Hinweise, auf daß sie sich selbst besinnen und endlich den rechten Weg finden möchten ....

Die eines guten Willens sind, vermögen sehr bald die Stimme des Heilands zu hören und folgen Seinem Ruf .... doch wer sich abwendet, irret lange in der Dunkelheit des Geistes, bis auch ihm einst das Erkennen kommen wird, hier auf Erden oder im Jenseits; doch das Erkennen im Jenseits ist für ihn nahezu nutzlos im Vergleich zu den Segnungen des Lichtes, das der Mensch auf Erden schon gefunden hat. Leben ohne Licht auf Erden ist geistiger Tod ....

Doch euer Ziel soll sein das ewige Leben ....

Darum suchet Gott, und lasset Sein Wort Eingang finden in euren Herzen, auf daß ihr euch vorbereitet und würdig machet für das ewige Reich ....

Amen


B.D. 351                empfangen am  28.3.1938

Bevölkerungs-Probleme ....

Für die Welt und ihre Anforderungen ist der Geist Gottes nicht vonnöten. Doch für die Ewigkeit kann keines der Wesen bestehen, hat es nicht in sich aufgenommen den göttlichen Geist und ist Ihm so verbunden für Zeit und Ewigkeit. Darum lernen die Menschen die Liebe kennen, weil in dieser Zeit der Liebe alles in ihnen edel ist, weil emporflammt alles Gute in ihnen und dann die Vereinigung mit dem göttlichen Geist wesentlich leichter ist als zu Zeiten, wo sie nur materiell eingestellt sind und jede weiche Regung im Herzen erstickt wird, somit nichts von Liebe zeuget, die doch ein Teil Gottes .... die göttlichen Ursprungs ist ....

Obwohl in der Schöpfung für ein jedes Wesen die Verkörperung eine Notwendigkeit ist, so ist es aber dennoch nicht geboten, eine planmäßige Erweckung zum Leben in einer festgesetzten Zeitdauer anstreben zu wollen ....

Und doch wird gefordert werden, daß sich einem höheren Willen unterstellt alles, was Leben gebäret. In dieser Zeitepoche hat der Mensch selbst kein Bestimmungsrecht über sich .... er wird gezwungen werden, ohne Liebe und ohne inneren Drang sich zum Zweck der Fortpflanzung hinzugeben .... sein Triebleben wird verstärkt, sein geistiges Leben aber verkümmern oder völlig zunichte gemacht werden, wenn der Mensch nicht stark genug ist, sich innerlich gegen solche Maßnahmen aufzulehnen. Und dann gebietet euch der Herr Selbst: „Lasset diese Schändung eurer selbst nicht zu .... wehret euch und bleibt Mir im Geist und in euren Herzen ergeben ....“ Ihr werdet keinen Weg allein wandeln müssen, der Geist Gottes wird euch begleiten und euch schützen vor jeder Gefahr. Doch senket eure Augen nicht vor jenen, die die Schöpfungsgesetze umstoßen und aus göttlichen Wesen wahre Gestalten der Nacht bilden wollen. In dieser Zeit leben viele von euch in Not und Sorgen, und dies nützend sollet ihr verraten die Stimme eures Herzens. Doch bleibet im Gebet und haltet an Dem, Der allein über alles gebietet ....

Er wird jegliche Gefahr abwenden von euch ....

Liebes Kind, für die Zeilen kommt noch ein Nachsatz in Frage, den dir der Herr noch vorenthält .... gib dich vertrauensvoll allen Worten hin .... es ist ein weiser Beschluß, dir heut noch unverständlich, doch in kurzer Zeit fassest du den Inhalt. Und nun setze fort: Einer von den vielen, die sich für die Zeugung einsetzen, die dem Willen Gottes zuwiderläuft, wird an sich selbst erfahren den Widersinn seiner Anordnung. Es bereitet den Dämonen große Freude, ihr Zerstörungswerk an der Menschheit fortschreiten zu sehen, doch wendet sich bald das Blatt, und was dann kommt, trennt die Reinen von den Sündigen. In der Beschaffenheit des Blutes allein liegt nicht der Segen, sondern in der Reinerhaltung der Seele, die gleichwohl einem jeden Menschen innewohnt ....

Es hat der Herr der Menschen verschiedene in die Welt gesetzt, so liebet auch ihr untereinander, und sehet nicht verächtlich einer auf den anderen. Es folgen allen Zeiten der Erniedrigung auch Zeiten der Erhebung .... aber es stürzen auch sehr oft Herrscher und Regenten von ihrer Höhe herab, wenn sie Seinen Willen nicht erkennen wollen ....

Gleiches sollen auch die erfahren, die nichts mehr rein halten und Meine Gebote völlig unbeachtet lassen ....

In dieser Welt der Sünde läßt der Herr nicht mit sich spotten, und so bereitet Er das Gericht vor, das für viele ein Weltgericht .... für andere aber auch die Rettung ist aus der Not der Seele. Bleibet in Meiner Lehre .... bleibet in Meinem Willen, und Ich werde euch erretten aus der Nacht der Finsternis und euch dem ewigen Leben entgegenführen ....

Amen


B.D. 352                empfangen am  29.3.1938

Bevölkerungs-Probleme ....

Mein liebes Kind, fürchte dich nicht, glaube nur ....

Es ist des Herrn heiligster Wille, den Seinen zu geben, zu proben ihre Stärke im Geist. Die tiefe Verbundenheit mit dem Herrn sichert dir allemal die reine Wahrheit .... es ist für dich ein Zeichen der unlösbaren Gewalt des Herrn ....

Wie ihr annehmet, so werdet ihr bedacht werden. Doch die Welt ist so, wie dir angezeigt wurde .... noch eine kurze Spanne Zeit, und du wirst erkennen die Wahrhaftigkeit Seiner Worte. Doch wenn dir die Zeilen nicht verständlich sind, so nimm folgendes auf: Eine Umänderung von Lebensreformen wird bewerkstelligen, daß ihr alle euch wandeln müßt und der Vernunft Gebot außer acht lasset. Das Streben der Menschheit wird dahin gehen, Probleme der Bevölkerungszunahme zu lösen, und (es, d. Hg.) wird dies auf eine Weise geregelt werden, daß der Gang aller Ereignisse für euch ein so entsetzlicher sein wird, wie ihr es nimmer für möglich haltet. Wenn zwei sich paaren, so soll die Liebe dazu Bedingung sein, wenn aber der Zeugungsakt vorgenommen wird ohne jegliche innere oder seelische Verbindung, so ist das wider Gottes Ordnung und leget der Mensch dadurch in die gezeugten Wesen den Grundstoff aller irdischen Laster und Begierden. Denn das Sein des Menschen ist eines höheren Zweckes wegen nötig, und wenn schon von Beginn der Verkörperung die Seele so tief in Finsternis gehüllt wird, dann wird sie sich schwerlich lösen können aus den sie umgebenden Fesseln, um eine lichtvolle Bahn einzuschlagen, und für die kurze Dauer ihres Erdendaseins muß sie unsagbar ringen, will sie das erreichen, was ihrer Verkörperung Sinn ist. In Zeiten solcher Verirrungen werden sich große Zeichen von oben einstellen müssen, um die Menschheit hinzuweisen auf das Sündhafte ihres Beginnens. Leben die Menschen nebeneinander und fügen sie sich nicht völlig in die Ordnung Gottes ein, so ist für die Macht der Finsternis jederzeit der Boden gut vorbereitet, schlechte Samen aufzunehmen. Unendlich segensreich wird des Herrn Fürsorge die Seinen bedenken, Er wird sie schützen vor Ungemach. Doch deinem Herzen soll fernebleiben jeder Zweifel .... nimm hin, wie es dir geboten wird, und vertraue auf den Herrn, Der dich recht führet jederzeit, so du in Seinem Willen bleibest. Und vernimm die Worte des Herrn: „Ihr alle sollet Mir dienen, auf daß Ich euch segne ....“

Amen


B.D. 353                empfangen am  29.3.1938

Gefährdung des Seelenheils durch die Welt ....

Nichts ist für euch gefährlicher als die Welt mit ihren Versuchungen, die euch immer wieder hineinziehen wollen in den Strudel des Lebens .... wo ihr dann vergesset den Herrn und eure eigentliche Bestimmung. In absehbarer Zeit vollendet sich eine euch in Gnade gewährte Epoche, in der euch durch Prüfungen und Drangsale hinreichend Kenntnis gegeben wurde vom Willen des Schöpfers. Ob ihr diese Zeit nun genützet habt, diese Frage wird euch dereinst der Herr stellen am Ende eurer Tage. Weil kein Geschehen vergebens, so wird auch euer weiteres Leben auf Erden euch noch genug Hinweise bringen, doch es pflegt der Mensch seine ganze Tätigkeit nur auf weltliche Dinge zu richten und von der göttlichen Fürsorge wenig Notiz zu nehmen ....

Daher wird es ihm auch immer schwerer werden, in eine Verbindung zu treten mit dem göttlichen Geist ....

Ein Mensch wird von sich aus nimmer fassen können das Wunder der Schöpfung .... wieviel weniger aber wird ihm klarwerden, daß er sich selbst zu dem Höchsten entwickeln kann .... zum Ebenbild Gottes .... wenn er selbst nur den Willen dazu hegt. Werdet ihr Diener der Welt, dann vermögt ihr das nie und nimmer, lasset ihr aber ab von dieser und ihren Versuchungen, so gehet ihr ein in einen hellen Zustand, der euch unvergleichlich mehr bietet, als was euch die Welt je bieten kann. Darum seid bedacht auf eurer Seele Heil, nehmt Kenntnis von Gottes Weisungen, und nehmet sie vor allem in euer Herz auf, dann wird sich unmerklich die Seele lösen von allem Irdischen, was ihr jetzt noch begehrenswert erscheint, sie wird frei werden von den Fesseln des irdischen Verlangens und wird sich von selbst einem höheren Willen überlassen, und was sich ihr dann bietet an geistigen Genüssen, ersetzt die der Welt tausendfach .... ja, es werden euch die Gaben des Geistes allein nur erstrebenswert erscheinen .... ihr trennt euch von allem, was eure Seele noch festhält, und gebet dieser den Weg frei nach oben. In Gedanken über das Jenseits .... in guter und edler Lebensführung .... im Erstreben der Wahrheit und im Betätigen in Liebe werdet ihr fortan euer Leben auf Erden verbringen ....

Ihr werdet, den Sorgen des Alltags entrückt, vielerlei geistige Botschaften entgegennehmen, direkt und indirekt, so ihr nur achtgebet auf eure Gedanken, auf die innere Stimme und auf alles, was euch Kunde gibt vom Schöpfungswerk des himmlischen Vaters. Denn keines Seiner Kinder ist vom Vater ohne die Fähigkeit, zu erkennen, geschaffen worden ....

Der Ewigkeitsgedanke kann in jedem erweckt und zum Leben gefördert werden, der nur sein Herz zum Vater des Alls erhebt und sich bittend zu Ihm wendet um Seine Gnade ....

Und erkennen wird ein jeder, der nur den guten Willen hat, zu tun, was recht ist und dem Willen des himmlischen Vaters entspricht. Diesen führt der Herr Selbst aus dem Getriebe der Welt zu Sich in Sein himmlisches Reich ....

Amen


B.D. 354                empfangen am  30.3.1938

Glauben ....

Und wer im Glauben bleibet, wird immer gestärkt durch das Leben gehen, denn niemals läßt der Herr wankend werden, die an Ihn glauben ....

Der Vorbote aller Seligkeit ist der Glaube ....

Und deshalb wird ein jeder, der ihn willig angenommen, sich vorbereiten allen Ernstes für die Ewigkeit. Das sonstige geregelte Dahinleben ohne Glauben entspricht nur einer maschinenhaften Tätigkeit ohne jeden weiteren Wert .... es ist der Mensch dann ein Lebewesen, das nur die Erdoberfläche füllt, ohne jeglichen weiteren Nutzen für sich selbst. Wohl können sie anderen Erdenkindern noch zum abschreckenden Beispiel dienen, für sich jedoch bleibt ihnen kein Ergebnis, das zu ihrem Vorteil wäre für die Ewigkeit. So legt der Herr Sich auch dort ins Mittel, wo tiefe Glaubenslosigkeit den Menschen untüchtig macht, für sein Seelenheil zu sorgen. Er will ihm beistehen und zwingt ihn durch Umstände, irdische Not, Krankheit und Leiden aller Art, nachzudenken über die eigene Unzulänglichkeit. Wenn es dem Menschen gelingt, sich von seiner starren Ansicht frei zu machen .... wenn er fühlt, daß er einem höheren Wesen unterstellt ist und ohne Dieses nichts erreichen kann .... dann ist er gerettet für die Ewigkeit. Erreicht auch sein Zustand nicht den Grad der Vollkommenheit, so wird ihm doch die Fortbildung seiner Seele im Jenseits mit der Erkenntnis, die ihm auf Erden wurde, um vieles leichter fallen, als wenn er in völliger Blindheit und Verstocktheit in das Jenseits eingeht. Dieses Ringen und Kämpfen einer solchen Seele ist so über alle Maßen beschwerlich, daß ihr .... wüßtet ihr davon .... euch alle bemühen würdet, einzudringen im Erdenleben in das Wunder des Glaubens mit allen seinen Segnungen. Ihr findet die Verbundenheit mit Gott doch nur durch den Glauben ....

Annehmen, was ihr wohl im tiefsten Herzen fühlt als Wahrheit, auch wenn ihr es nicht handgreiflich beweisen könnt .... das ist Glaube ....

Und euch in diesem Glauben bedingungslos hingeben dem Vater der Schöpfung ....

Was ihr seid, seid ihr doch alles nur durch Ihn, Der euch erzeuget, euch geschaffen hat ....

Dieses müßt ihr doch anerkennen, denn wer sonst gab euch das Leben ....

Belehren euch die Weisen anders, so wird fortan der Lebenszweck ein verfehlter sein, denn nur durch den Glauben an den ewigen Gott .... an Jesus Christus, Der zu eurer Erlösung zur Welt gekommen ist .... gelangt ihr zum wahren Leben .... d.h. zum Erfassen alles Geistigen in und um euch, denn was ihr sonst auf Erden betreibet, sei es, was es sei .... ist ohne diesen Glauben nur eitles Machwerk, das vergänglich ist und euch nur weltlichen Nutzen einträgt, der aber hinfällig ist bei eurem Scheiden von dieser Welt. Und was ihr euch auch schaffet .... denket daran, daß schon der nächste Tag eurem Leben ein Ende setzen kann ....

Wer hat es in seiner Gewalt, das Leben einen Tag, eine Stunde zu verlängern, wenn der Herr ihn ruft ....

Stellet euch das eindringlich vor Augen, und dann wird es euch doch ratsamer erscheinen, die Verbindung mit dem ewigen Vater zu suchen als die Verbindung mit der Welt ....

Denn mit der Gewißheit, ein Kind dieses Vaters zu sein, wandelt ihr doch viel leichter und froher durch das Erdental als ohne Glauben ....

Denn so seid ihr verlassen und behänget euch nur mit Schätzen dieser Erde, die eure geistige Leere nur verhüllen sollen .... doch der Glaube erschließt euch himmlische Freuden und strahlende Schätze für die Ewigkeit ....

Amen


B.D. 355                empfangen am  30.3.1938

30.3. (Hugo) ....

Die um dich sind, begrüßen dich und geben dir Kunde ....

Siehe, es weilt einer unter uns, dessen Herz mit dir verbunden ist .... er hat den ganzen Tag an dich gedacht und war in deiner Nähe, und nun ist er glücklich über die Verbindung, die ihm gewährt werden soll auf kurze Zeit ....

Mein Lieb, deine Gedanken sind heut bei mir gewesen, und ich erfasse die Kraft, die von dir ausgeht. Ich will dir einiges mitteilen, was dir Freude machen wird ....

Die jenseitige Welt hat für euch alle, die ihr noch auf Erden weilt, viele Schrecken .... es kann aber der Mensch sich selbst auf Erden so weit bilden, daß ihm der Eingang in das Jenseits viel eher ein freudiges Ereignis ist, und so mußt du dir vorstellen, daß ich in hellen, lichten Gefilden weilen darf, wo mir nur du noch fehlst ....

Du findest in deinem Erdendasein so unsagbar viel Gnade des Herrn, und in diesem Bewußtsein ist auch mein Leben hier im Jenseits ein schönes geworden, so daß ich meiner Tätigkeit mit Freude nachkomme und auch viel in deiner Nähe weilen kann. Ich beobachte alle deine Arbeit und gebe dir Winke, sooft ich kann, denn was an geistiger Arbeit durch dich entstanden ist, legt Zeugnis ab von des Heilands übergroßer Liebe zu den Menschen, und dafür danke ich Ihm täglich und stündlich, daß Er dich so liebevoll geführt hat auf den rechten Weg. Wir alle um dich wollen dir zur Seite stehen in bösen Tagen und in Tagen inneren Kampfes. Doch jetzt will deine Großmutter dir noch ein paar Worte sagen. Ich fühle deine Nähe, Kind, und bringe dir den Abschiedsgruß in gelben Rosen dar. Erwarte mich übermorgen ....

Wo so viele dich umgeben, ist auch mein Geist dir immer nahe. Es ist ein wichtiger Tag heut, mein Kind, des Herrn große Güte gestattet uns, dich zu beschützen, und diese Aufgabe macht uns alle glücklich .... lesen wir doch alle deine Schreiben mit und gewinnen dadurch so unsagbar viel ....

Und nun hat uns der Herr die Erlaubnis gegeben, in dein Erdenleben helfend eingreifen zu dürfen, wenn es nötig ist, und das macht uns so froh, sollen wir doch an allem deinem geistigen Schaffen teilnehmen. Die Arbeit deiner Hände wird von uns gefördert werden, auf daß die geistige Arbeit keine Einbuße erleide, und des Himmels Beistand wird dir immer gewährt werden, wenn dein Gebet innig zum himmlischen Vater dringt. Nun scheiden wir von dir und bitten den Herrn um Seinen Segen für dich ....

Amen


B.D. 356                empfangen am  31.3.1938

Ermahnung zum Wirken ....

Wille Gottes .... 7 Jahre Leid ....

Vaterworte ....

In Meinem Namen sollt ihr euch finden und Meine Gebote halten, so werde Ich bei euch sein in allen Nöten des Leibes und der Seele. Lasset das Licht leuchten und helfet denen, die schwach sind im Geiste .... legt ihnen ans Herz, daß sie nur gesunden in Meiner Liebe .... suchet sie zu veredeln .... suchet sie hinzuweisen auf die Macht Meines Willen .... gebt ihnen Kunde von Meinem Wirken auf Erden .... wie Ich immer unter euch wandle, die ihr Mir nahe sein wollt, wie Ich nahe bin einem jeden, der aus seiner Liebe zu Mir auch Liebe gibt den Nächsten. Ihr fasset es alle noch nicht, welche Kraft euch innewohnet .... wie ihr in Meinem Willen wirken könnt, so ihr nur nach Mir begehret ....

Denn Mein Wille herrscht über alles, über dieses euer Erdenleben und auch über das Jenseits. Nichts bleibt Mir verborgen, und der leise Wille in euch, die ihr Meine Kinder seid, genügt, um euch Meinen Willen zunutze zu machen ....

Ihr gebet euch willig in Meine Fürsorge, und Ich erfülle euren Willen .... somit dürfet ihr nur wollen, und ihr könnet auch ausführen, was ihr wollt. In Meinem Namen wird euch leicht werden der Erde Überwindung, Mein Geist wird euch klären, und schauen werdet ihr, was euch bisher unerreichbar. Die sieben Jahre voll Leid werdet ihr wohl erleben müssen, doch werden sie gleich Schemen an euch vorüberziehen, überfallend und fortraffend die vielen, die Mir fremd geblieben, die abseits ihre Wege gingen und sich nicht in ihre wahre Bestimmung einleben wollten ....

Diesen wird dann offenbar werden der Herr in Seiner Stärke .... dann aber wird so bitteres Leid ihre Tage verdüstern, daß sie zur Einsicht kommen in letzter Stunde. Gebet ihr nun diesen in Meinem Namen Kunde von Meinem Wort, so erleichtert ihr ihnen den Leidensweg ....

Die Not wird sie fügsam machen, und annehmen werden dann noch viele die Lehre Christi, ihnen zum Segen. Mein Kind, versenke dich stets in das von Mir gewollte geistig Geschaffene ....

Es ist deine Lebensarbeit und wird in dir noch manches zur Reife bringen, bleibst du nur Mir treu ergeben. Dein Sinnen und Trachten wird sich nur immer mehr diesem stillen Wirken zuwenden, und was dir dann beschieden sein wird, das nimm alles entgegen als Meine Sendung, als Meinen Willen und den Ausdruck Meiner Liebe zu dir .... alles fließt dir zu nach Meinem Gebot ....

Nichts hast du zu fürchten, solange sich dein Herz in Liebe Mir zuwendet, und Ich werde deinen Geist erleuchten, daß du stets erkennst Meinen Willen und dir zu eigen machen wirst alle Meine Begehren ....

Denn was Ich von dir verlange, lege Ich dir ins Herz und unterweise dich, bis du ganz in Meinem Willen bist, und dann wirst du wirken können an Meiner Statt alles, was Ich will ....

Denn nichts geschieht ohne Meinen Willen, und in Liebe ziehe Ich dich zu Mir und mache dich zu dem, was du werden sollst ....

Amen


B.D. 357                empfangen am  1.4.1938

1.4. (Geburtstag) ....

Beginne in Gottes Namen ....

Deinen Leib wirst du verlassen, und alles um dich wird klar sein .... es wird leuchten alles Licht, emporheben wirst du dich in ein Bereich über des Äthers Bläue ....

Und wenn um dich ein Singen und Klingen ist, dann weißt du, daß Gott der Herr dir nahe ist .... daß du eingegangen bist in Sein Reich. Wo immer sich trübe Tage dir bieten, dort vernimm die Stimme der Tröstung ....

Euer Leid ist klein gegenüber der Freude, die euch erwartet. Und gibst du dein Herz ganz dem Heiland hin, so wirst du unermeßlich schöpfen aus Seinem göttlichen Gnadenquell, denn was Seine Kinder begehren, um zu Ihm zu gelangen, wird ihnen überreichlich gewährt. So verlasse dich immer auf des Heilands Güte und Liebe, dann bringt dich dein Glaube auf eine Stufe, die in Gewißheit zur Höhe führt. Vernimm nun unsere Worte: Der Heiland legt es dir ans Herz, für die Armen allzeit zu sorgen, die dem Glauben abhold sich befinden auf falscher Bahn. Vermittle ihnen Seine Worte, denn die Kraft dieser Worte strömt über in solche Herzen unbewußt ....

Was auch geschehen mag, ein Körnchen bleibt in ihnen zurück, wenn auch der Zweifel zur Zeit noch groß ist. Doch wer soll diese sonst erretten, wenn nicht der Herr durch Sein Wort ....

Was dir Glück und Zufriedenheit gab und immer wieder von neuem gibt, wird auch Eingang finden noch in so manches Menschen Herz, denn der Herr wird dir die Gabe verleihen, dich Seines Wortes zu bedienen an rechter Stelle ....

Dir sei es hiermit kundgetan, daß der Herr Besitz ergreifen will von deinem Körper zum Segen der vielen, denen es schwer wird, zu glauben. In deiner körperlichen Hülle verborgen, wird Sich der Herr äußern und dir somit die Kraft geben, ein Amt auszuführen ganz in Seinem Willen. Leben sollst du und doch dem Herrn zu Gebote stehen, bis Er dich dereinst holen wird zu Sich in Sein Reich. Lege vertrauensvoll alles in des Herrn Hände, fürchte dich nicht .... glaube nur ....

Dann bleibst du stets in Seinem Segen, und was dir der Herr bietet, wird dich unendlich beglücken schon auf Erden, denn Seine Liebe ist immer mit dir ....

Amen


B.D. 358                empfangen am  1.4.1938

Unterstellen des Willens unter den göttlichen Willen ....

Von Anbeginn der Welt erlebst du des Herrn Gnade ....

Sowie eines von euch sich dem Willen des Herrn unterstellt, weiset euch der Herr ein in die Schöpfungsgeschichte, und nun werden euch Kenntnisse geboten, die euch nimmermehr genommen werden können. Denn es ist der Wille des Herrn, daß da wisse, wer zu wissen begehrt .... und daß erkennet die Wahrheit, wer in Gott seinen Vater sieht ....

Ein seichter Glaube verbürgt euch nimmermehr ein Erfassen der göttlichen Weisheiten, doch je tiefer ihr im Glauben steht, desto tiefer werdet ihr eindringen in die Schöpfungs-Wunder und desto inniger werdet ihr verbunden sein im Geist mit dem ewigen Vatergeist ....

Denn ihr stammet von Ihm, ihr seid gezeuget im ewigen Licht .... ihr seid selbst als Teil des Lichtes ein Teil der ewigen Gottheit ....

Wenn ihr euch bemühet um die Gotteskindschaft, so ist euer Streben ein fortgesetztes und gilt ewig nur der Wiedervereinigung mit dem himmlischen Vater. Das Urlicht, das euer Ausgangswesen war, wird in euch bestehenbleiben, und ist es auch nur als winzigstes Fünkchen vorhanden ....

Denn seine Beschaffenheit wird immer die gleiche bleiben ....

Jedoch müsset ihr versuchen, euch zu lösen von dem, was der Welt Tribut ist .... dann werdet ihr fähig sein, das Licht zu erkennen; ihr werdet Verlangen haben danach, die Leuchtkraft des Lichtes zu verstärken .... ihr werdet nur im Licht wandeln wollen, und immer heller wird es um euch sein, bis ihr dem Vater alles Lichts euch genähert und somit die Vereinigung mit dem Vatergeist stattfinden kann, die euch erst zu vollkommenen, Gottähnlichen Wesen erhebt, die ihr waret von Anbeginn und bleiben sollt bis in alle Ewigkeit ....

So ist die Bestimmung des Menschen vorgezeichnet, und es hat der Herr Tausende ausgewählt, die Seinen Geboten nachkamen auf Erden, um wieder als Lichtwesen denen Erleuchtung zu bringen, die noch geistige Finsternis umhüllt ....

In dem Stadium auf Erden stehen unzählige solche Wesen den Erdenkindern zur Seite und möchten den Geist erhellen von so vielen auf der Erde Wandelnden. Wir alle, die wir um dich sind, nehmen regen Anteil an der Beschaffenheit des Geistes dieser vielen ....

Wer sich selbst nicht in jenen Zustand bringt, der ihm das dauernde Schöpfen aus Gottes Gnadenquell ermöglicht, der wird schwerlich sich des Geistes Licht erringen ....

Denn die Kraft Gottes kann nur dort wirken, wo die Vorbedingung erfüllt ist ....

Das Willig-Aufnehmen des göttlichen Geistes in sich .... nur das allein bringt das Erdenwesen in den Zustand, wo ihm unausgesetzt die Gnade des Herrn zufließt, weil ja alles, was im Willen, zu Gott zu gelangen, entsteht, auch nimmermehr untergehen oder aufhören kann ....

So auch muß in dauerndem Besitz von Gottes Gnade sein ein jeglicher, der mit dem Herrn zusammen das gleiche erstrebt .... ein immer Höherbilden der menschlichen Seele, auf daß diese aufnahmefähig ist für den göttlichen Geist ....

Sehet, das ist die ganze Erklärung, weswegen der das gleiche tut, was der Vater im Himmel will .... der seinen Willen dem göttlichen Willen unterstellt. Er wird nimmer fürchten brauchen ein falsches Handeln, Denken oder Reden, denn wie könnte er das gleiche wollen als der Herr Selbst und doch etwas anderes als dieses tun ....

Diese Kraft legt der Herr einem jeden ins Herz, und nur der feste Wille des Menschen läßt ihn auch in den Besitz dieser Kraft gelangen, weil diese vom Vater ausgeht und als Eigen in den Willen des Menschen übergeht, somit das Erdenkind nur ausführt den Willen des Herrn. Dies bedenke, wann immer du dich dem Herrn hingibst, daß deine innere Kraft sich mehret und du unweigerlich handeln mußt nach Gottes Willen und darum nicht fehlgehen kannst, so sich dein Herz wendet zu Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde ....

Amen


B.D. 359                empfangen am  2.4.1938

Geduld und Sanftmut des Herrn ....

Seine Güte währt ewiglich ....

Wir haben für dich allzeit bereit des Herrn Lehren und geben dir unverwandt in Seinem Namen, und so wollen wir dir heut kundgeben von der Langmut und Geduld des Herrn. Seine Güte währet ewiglich ....

Mit diesen Worten ist alles gesagt ....

Ein winziger Bruchteil einer Sekunde würde genügen, alles zu zerstören, was ihr im Weltall sehet, wenn es des Herrn Wille wäre. Und Millionen von Wesen würden ihren Untergang finden im Augenblick. Des Herrn Schöpfung aber bestehet seit Ewigkeit, und ewig werden auch die Geschöpfe, die Wesen endlos vieler Arten, bestehen. Doch bis alle diese Wesen den Zustand erreicht haben, daß sie völlig eins sind mit dem ewigen Licht, dem göttlichen Vater, müssen sie für euch unendliche Zeiten im Weltall verharren, in immer neuer Gestaltung und immer anderen Entwicklungsmöglichkeiten. Die ersten Stadien vollziehen sich in von Gott gewollter Regelmäßigkeit, und die Lebewesen, vielmehr deren Seelen, erreichen langsam den Grad, der Vorbedingung ist zur endlichen Verkörperung als Mensch ....

Doch dann, nach jahrtausendelangem vorherigem Wandeln der Seele durch immer wieder andere äußere Formen, muß sie sich eigenmächtig gestalten zu dem, was ihre Bestimmung ist ....

Es ist ihr völlig überlassen, das Licht der Erkenntnis anzunehmen oder abzulehnen. Doch da sie ohne rückschauendes Bewußtsein sehr oft ihre Bestimmung nicht erkennt, ist der himmlische Vater in endloser Liebe und Geduld bemüht, ihr zu helfen und sie so durch Beweise Seiner Liebe hinzuweisen auf den Weg, den zu betreten ihr schwer wird. Doch des Herrn Langmut ....

Seine Güte und Liebe währet ewig ....

Solange sich nur ein Fünkchen in der Seele des Menschen auf sich selbst besinnt .... solange diese die wenn auch noch so geringe Verbundenheit mit der Gottheit in sich fühlt, so lange ist auch die Liebe des Vaters um diese Seele bemüht und steht ihr hilfreich zur Seite, bis sie endlich erkannt hat und die Gnade des Herrn von sich heraus, aus eigenem Antrieb, erfleht, und dann ist der Weg nach oben um vieles leichter .... dann ist die Erkenntnis da, dann verlangt der Mensch oder dessen Seele von selbst nach oben zum Vater, und einem verlangenden Kinde ist der himmlische Vater immer nahe und wird es sicher führen der ewigen Heimat entgegen ....

Amen


B.D. 360                empfangen am  2.4.1938

Organisierte Versorgungen ....

Mangel an Nächstenliebe ....

Versuche zu folgen unseren Erklärungen, mit denen wir dein Wissen vermehren wollen im Auftrag des Herrn. An Stelle der von Gott eingesetzten Gebote werden jetzt den Menschen auch Gebote gegeben, mit denen man das Volk zu veredeln sucht, aber durch falsche Anwendung dieser Gebote kein lückenloses Verbessern der Menschheit zustande bringt, sondern nur Zwangsmaßnahmen, die im besten Falle eine organisierte Versorgung sein kann, nicht aber in tätiger Nächstenliebe ausartet, was jedoch allemal segensreicher wäre für das Volk, wenn es sich dieser mehr befleißigte. Es hat ein jahrelanger Kampf vorangehen müssen, um dann schließlich eine solche Organisierung zustande zu bringen, und immer sind materielle Interessen ausschlaggebend gewesen bei einer jeden in solcher Art entstandenen Maßnahme, die wohl ein scheinbares Werk der Nächstenliebe sein soll, jedoch von der Liebe, die Jesus predigte auf Erden, sehr weit abweicht. Die Menschen sollen einander helfen .... sie sollen gegenseitig ihr Leid und Elend mildern .... sie sollen geben den Armen, geistig und körperlich sie bewahren oder erretten vor Not und Bedrängnis ....

Aber liegt den eingeführten Maßnahmen wohl solche oder ähnliche Triebkraft zugrunde, die aus der Liebe zu Gott und zum Nächsten entstanden ist? ....

Ist nicht vielmehr alles darauf zugeschnitten, großartige Manipulationen aufzuziehen, die viel mehr den Zweck haben, offensichtlich und allgemein bewundert und anerkannt zu werden, und die mit dem scheinbaren Hauptzweck weit mehr andere Interessen verbinden, die aber der öffentlichen Welt verborgen bleiben sollen. Ein Reich, das in seinem Aufbau zu solchen Mitteln greift, wird schwerlich auf lange Dauer bestehen können, denn es will die Gebote Gottes als übrig abtun und an ihre Stelle von Menschen erlassene Gebote setzen, nur um die Macht, die man sich angeeignet hat, auszunützen; und um etwas völlig Neues erstehen zu lassen, weiset man alles Alte zurück und will die Lehre Christi vor allem umstürzen und unter den Menschen als Menschenwerk brandmarken, um diese Lehre aufzulösen und dafür etwas anderes erstehen zu lassen. Der Herr wird dieses Bemühen zerschlagen ....

Er wird nicht zulassen, daß Sein Wort geringgeachtet und der Menschheit genommen werden soll ....

Er wird es vielmehr viel eindringlicher dem Volk verkünden, wo man nur darauf hören will, und immer weniger wird sich behaupten können, was Menschen schaffen in Überhebung und womit sie die Mitmenschen nur täuschen und blenden wollen ....

Aller Geist geht von Gott aus, Der gut ist .... doch des Satans Werk suchet auch in falscher Hülle Eingang zu finden bei den Menschen ....

Es will gleichsam auch von gutem Einfluß sein auf die Menschheit, doch achtet man seiner genau, dann erkennt man den Ursprung und sieht unter der Tünche des scheinbar Edlen die Wertlosigkeit solcher Gebote, die denen des Herrn zuwiderlaufen und sich niemals segensreich für die Seele des Menschen auswirken können. Doch jedem endgültigen Sieg gehen auch Kämpfe voran, die ihr bestehen müßt ....

Nehmet den Kampf auf gegen alles, was Gottes Wort verringern oder vernichten will ....

Steht alle fest wie ein Mann .... dann könnt ihr nimmer unterliegen in einem Kampf, den ihr für Jesus Christus führt .... den Urheber der göttlichen Gebote ....

Denn Sein Wissen ist es, das vorausschauend auch die Auswirkungen dieses Kampfes erkennt ....

Was Menschen erschaffen, vergeht .... doch Gottes Wort bleibt bestehen in Ewigkeit ....

Amen


B.D. 361                empfangen am  3.4.1938

Liebevolle Vaterworte ....

Und die Meinen sollen gesegnet sein, denn immer, wenn sie Mich rufen, gebe Ich ihnen die Kraft, zu streben für ihr Seelenheil. Dennoch werden Zeiten kommen, wo alles um euch her in Finsternis gehüllt erscheinet ....

Auch dann bin Ich euch nahe, und ihr habet nichts zu fürchten ....

Lege dein Ohr an Mein Herz und vernimm: Göttliche Gabe aufzunehmen ist dir beschieden, Mein Kind, und so wirst du einen Liebesakt an dir vollzogen finden, der allen Meinen lieben Erdenkindern gilt ....

Ihr weilet in tiefer Not auf dieser Erde und achtet nicht der rettenden Hand, die Ich euch bieten will, doch wie Ich Meinen Kindern, die Mich lieben, immer nahe bin, so weile Ich auch in eurer Nähe, die ihr mich nicht erkennen wollt, und warte geduldig, bis sich in euren Herzen ein leises Verlangen regt .... ein Verlangen nach geistiger Kraft und Stärkung .... dann bin Ich bereit für euch. Wollet ihr nun Meinen Namen heilighalten, so seid ihr gesegnet für und für. Lasset die Welt drohen, lasset sie zerstören ....

Nie wird ihre Macht reichen bis an euer innerstes Herz ....

Dieses gehört euch selbst, das könnet ihr getrost eurem Heiland hingeben und ihr werdet teilhaben am ewigen Reich mit seiner Herrlichkeit .... und ihr werdet das Reich auf Erden, dessen Güter und Würden, wohl zu entbehren wissen .... denn Mein Reich ist nicht von dieser Welt ....

Dir aber, Mein Kind, will Ich beistehen immerdar, dein Glaube soll stark werden und dein Herz nur noch für Mich schlagen in Liebe .... so lohne Ich die Kinder, die sich Mir anvertrauen, und gebe ihnen, worum sie bitten ....

Vergleiche dein Leben jetzt mit früher ....

Bist du nicht tausendmal glücklicher in Meiner Liebe? ....

Und wird sich das je verringern können, solange du Mir dein Herz schenkst? ....

Alle Worte, die Ich für dich bereit habe, sollen dir Kunde geben von Meiner Liebe, und alle Regungen, die Ich in dein Herz lege, gehen dir unausgesetzt von Mir zu, denn unendlich ist Meine Liebe zu euch Menschen, und unendlich beglükken kann und will Ich euch. Für die Zeit auf Erden wird dir dein geistiges Schaffen ein so tiefes Glück bringen, daß du nimmermehr hingeben wirst diese deine Tätigkeit ....

So lohne Ich deine Ausdauer und dein inniges Verlangen, Mir zu dienen, Mein Kind ....

Erachte stets die Liebe als höchstes Gebot, und vereine all dein Denken mit Werken der Liebe .... und um dich wird ein Singen und Klingen sein im Herzen derer, die deine Liebe spüren, denn alles, was du tust aus Liebe zu Mir, führt dich Mir immer näher zu und wird dich dereinst führen in die ewige himmlische Glückseligkeit ....

Amen


B.D. 362                empfangen am  3.4.1938

Liebevolle Vaterworte ....

Nimm Meine Worte hin, die Ich in dein Herz lege, und empfange durch diese Meinen Segen. Ein Herz, gewonnen durch die Liebe, sich zu Mir erheben zu sehen, ist Meiner Mühe schönster Lohn, denn Ich verlange nach euch, Meine lieben Kinder, und sehe in jedem Mir zurückgekehrten Kindlein die Früchte Meiner Liebe ....

Euer Anteil ist Glückseligkeit, aus Meiner Liebe für Euch bereitet. Und Mein Anteil ist euer Mir voll zugewandtes Herz, das Ich aufnehme zu Mir in Mein Reich auf ewig. Dort blüht und grünt alles, dort wird euch so viel Schönes erschlossen, daß ihr nur in Vollkommenheit dieses alles ertragen könnt, und Meine Nähe wird euch stimmen zu überaus großer Freude .... denn uns vereinigt dann alle ein Geist .... ein Licht und eine Liebe ....

Für dieses, Mein Töchterlein, dein Leben hinzugeben ist ratsam, wenn es vonnöten wäre, doch schirmet dich dein Heiland in jeder Gefahr und wendet alles Ungemach von dir ab, so es nicht nötig ist zur Vollendung deiner Seele. Mein Kind, vereinige dich in Gedanken mit Mir, sooft du kannst, dann wird deine Kraft wachsen, deine Liebe wird immer stärker werden, und dein Glaube wird gefestigt werden, so daß dein Leben auf Erden schon in Lichtfülle sich vollenden wird, denn Mein Geist fließet dann ständig über in dich, und du suchst alles Glück nur in der Liebe zu Mir ....

Du suchst Mir zu dienen und Meinen Willen zu erfüllen und wendest dein Herz aus dieser Liebe heraus auch deinen Mitgeschwistern in gleicher Liebe zu. An diesen sollst du erproben deine Kraft, die Ich dir vermittle, um segensreich zu wirken an allen Meinen Kindern auf Erden. Gib Mir nur immer dein Herz und deinen Willen zu eigen, dann wird erfüllt werden deine Bestimmung auf dieser Erde ....

Amen


B.D. 363                empfangen am  3.4.1938

Innere Stimme ....

Oberherrschaft der Seele über den Leib ....

Wer die Fesseln lösen will, die ihn auf dieser Erde drücken, der muß dem Herrn sein Opfer bringen .... er muß hingeben alles, was ihn mit der Erde verbindet .... er muß sein Herz lösen von allem, was ihm bisher begehrenswert erschien .... dann erst erhebet er sich in eine Sphäre, wo seine Seele gesunden kann, wo sie sich frei machen kann von drückenden Hüllen, wo sie in sich aufzunehmen vermag den Geist Gottes und sich zum Ebenbild Gottes umformen kann ....

Die geistige Richtschnur wird ihm stets gegeben werden, wenn der Drang nach geistigem Bilden einmal in seinem Herzen erweckt worden ist ....

Dann darf er sich nur immer den geistigen Führern, die ihm zum Schutze für das Erdenleben beigegeben wurden, anvertrauen .... diese wissen am besten, was ihm dienlich und zur Förderung der Seele notwendig ist. Aber auch andere Gelegenheiten werden ihm geboten werden, an denen er sich selbst höher entwickeln und seinen Willen erproben kann .... denn alles geht von Gott aus .... jeder Hinweis auf die Gottheit .... jede Mahnung, sich zu vollenden .... und jede Regung zum Guten wird ihm von Gott Selbst ins Herz gelegt, wenn er nur immer die innere Stimme beachtet, die ihn stets weisen wird auf den rechten Weg. Daß nun wiederum viele diese Stimme nicht hören, ist die Folge von starken weltlichen Reizen, die alles auf die Ewigkeit Hinweisende zu übertönen versuchen; es ist ein innerer Kampf, der zuvor ausgefochten werden muß, ein Kampf um die Oberherrschaft des Leibes oder der Seele .... wenn das Verlangen der Seele über das Verlangen des Körpers siegt, dann ist der Seele sehr bald die Möglichkeit gegeben, sich von der Materie zu lösen und nun ihrer eigentlichen Bestimmung nachzukommen .... d.h., sie wird nun im Bemühen, den Geist Gottes aufzunehmen, gekräftigt und unterstützt werden von guten Geistwesen und wird sich so bilden können zu immer höherer Vollendung. Denn eines ist nur vonnöten, daß der Mensch erkennt, die Seele über den Körper zu stellen .... und daß, so er dieses erkannt hat, er nicht nachläßt in seinem Bestreben, der Seele eine möglichst hohe Entwicklungsmöglichkeit zu geben, indem er alles tut, was der Seele und ihrem Verlangen zuträglich ist, auch wenn er der Welt und ihren Anforderungen nicht entspricht und ein entsagungsreiches Leben auf Erden durchzumachen gezwungen ist. Denn nur eines kann der Seele guttun .... nicht die Welt mit ihren Freuden verhilft ihr zum Fortschritt, sondern nur allein die Verbindung mit Gott wird ihr alles das zuwenden, was sie zur Vollendung auf Erden benötigt. Daher wird des Menschen Bestreben immer sein müssen, sich als Kind Gottes voll Vertrauen an den himmlischen Vater zu wenden, daß Er ihm rate und helfe, und diese Bitte wird nicht ungehört verhallen ....

Amen


B.D. 364                empfangen am  4.4.1938

Ständiger Kampf Notwendigkeit ....

Reinigung durch Elemente ....

Sturm ....

Wir stehen dir bei, sooft du unsere Kraft benötigst. Die allerdringendste Notwendigkeit ist ein Sich-Einfügen in alles, was der Herr über dich ergehen läßt. Denn deine Seele soll sich formen in aller Ergebenheit in das, was für sie zur endlichen Reife des Geistes erforderlich ist. Jedes Festhalten an ihr nicht zuträglichen Schwächen oder Fehlern ist ein Hindernis für ihren Fortschritt. Denn ein vollkommener Lichtgeist erfordert eine fehlerlose, von allen Übeln befreite Seele, und in dieses Stadium kann der Mensch erst kommen durch immerwährenden inneren Kampf und ständiges Arbeiten an sich selbst. Suchet in der Natur die Vergleiche ....

Wie oft legt sich ein Sturm ins Mittel, um wegzufegen alles Üble .... um alle Wolken zu verjagen .... auf daß wieder in strahlender Bläue der Himmel euch erfreue ....

Immer muß ein euch unangenehm erscheinendes Geschehen walten, um eine Verbesserung darauf folgen zu lassen, denn es klärt sich eben alles in der Natur, so wie auch bei euch Menschen, durch und nach Ungemach ....

Weil der Herr in Seinem weisen Ratschluß erkannt und bestimmt, daß alles Sein in der Natur nur gereinigt wird durch Elemente, die die Ruhe aufrütteln, und so auch der Mensch nicht in einem Ruhe-Zustand sich fördert, sondern in Trägheit seiner Bestimmung vergessen würde .... daher diesem Gesetz ebenso unterworfen ist, daß eine Reinigung, eine Verbesserung nur zu erzielen ist durch über ihn verhängtes Ungemach, das zu überwinden er gezwungen wird. Nur so ist ein Fortschritt möglich auf geistigem Wege ....

Das menschliche Herz muß selbst entscheiden lernen .... es muß empfinden, daß jeder Druck, der es belastet, für ihn zum Segen werden kann, wenn der Mensch aus ihm die Nutzanwendung ziehen kann .... wenn er geduldig trägt, was ihm auferlegt .... doch daß alles vergeblich ist, wenn es nicht veredelnd auf den Menschen einwirkt. So halte dich vor allem an den Ausspruch: Was Gott euch auferlegt, müsset ihr aus Seiner Hand freudig entgegennehmen, denn der Herr weiß, was euch guttut, und diese Proben müsset ihr bestehen, wenn des Herrn Liebe euch weiter bedenken soll mit Seiner Gnade. Leget ihr Ihm aber alle eure Sorgen vertrauensvoll ans Herz, so wird Er von euch zu wenden wissen alles, was zu ertragen euch schwer erscheint. Denn Sein Wille ist nicht, daß ihr leidet, sondern durch das Leid euch der ewigen Freude würdig macht, die Er euch bereitet hat für alle Ewigkeit ....

Amen


B.D. 365                empfangen am  5.4.1938

Vaterworte ....

Geist ....

Leid ....

Liebe ....

Mein liebes Kind .... die Weisung, die Ich dir geben werde, halte fest in deinem Herzen .... bedenke, daß eine jede Stunde dazu angetan ist, deinem Geist eine Höherentwicklung zu geben .... und daß du alles tun mußt, um einen Mir ähnlichen Zustand zu erreichen. So ist alles, was um dich geschieht, dazu angetan, dich zu bilden ....

Ein jedes Wort, das dir zugeht, gibt dir von Meinem Willen Kunde, und in deinem Herzen sollen diese Worte eine tatkräftige Erregung erwecken zu allem Guten und zur Liebe .... denn Mein Geist verbindet Sich mit dem deinen, und dieser kann dann nimmer untätig bleiben ....

Ohne deinen Willen hierzu wären Meine Lehren ergebnislos, doch immer labt dich ein jedes Wort, wenn dein Wille Mir folgt in allen Dingen, in allen Lebensumständen, in Freud und Leid. Ich bin bei dir und lenke dich, gehorchst du einer jeden leisen Herzensregung, die ja auch wieder ein Werk von Mir .... ein Zeichen Meiner Liebe ist. Gibst du dich Mir willig hin, so wirst du auch an dir selbst spüren, wie innig du verbunden bleibst mit Mir, denn die Seele, die Meinen Geist aufnimmt, läßt nimmer von Mir, sie ist Mein, und ihre Tage auf Erden sind Seligkeit, ob auch gleich die Erdenschwere sie manchmal zu drücken scheint. Ein vollendeter Geist lebt in einer Sphäre, die ihn das Leid der Erde nicht mehr so empfinden läßt, darum kann auch ein in Mir und mit Mir lebendes Erdenkind für die Umwelt fast untragbar Erscheinendes über sich ergehen lassen, ohne tief davon berührt zu werden ....

Weil es ja in Meinem Willen verbleibt und somit die Erregung des Herzens alles Geistige aufnimmt .... und für das Körperliche wenig oder gar kein Empfindungsvermögen hat, woraus du entnehmen kannst, daß Meine Liebe Meine mit Mir verbundenen Kinder zu schützen vermag von Leid, das euch von außen droht oder an euch herantritt. Gibst du Mir dein Herz so bereitwillig hin, daß du nicht zögerst und nicht wankelmütig bist, so wird alles andere, auch dir schwer Erscheinendes, an dir abprallen ....

Du wirst nicht leiden brauchen, solange du dich Mir gibst ....

Eine kleine Weile noch, dann trete Ich in dein Leben mit solcher Gewalt, daß du erschauern wirst, und dann soll deine Liebe zu Mir so erglühen, daß du Mich willig aufnehmen wirst und für Mich bereit bist jederzeit. Leid und Wonne, unsagbares Glück und Schmerzen, alles wird dich erfassen, so du Mir nur immer dienen willst .... fortan wird dein Leben ein gesegnetes sein ....

Mein Atem wird dich streifen, wo du auch weilst .... und deine Gedanken zu Mir zu erheben wird dir unsägliches Glück bereiten. Denn deine Liebe ist rein und will nur Mir dienen .... solche Verkünder Meines Wortes werden zum Segen wirken, und denen du Beistand gewährest in ihrer Not, die werden auch Mich suchen und zu finden wissen ....

Jeden Zweifel mußt du aus deinem Herzen verbannen ....

Ich stehe dir bei und gebe dir Kraft, und holst du dir diese jederzeit aus Meinem Wort, so bist du unermeßlich reich ....

Achte aber immer auf die Reinheit deines Herzens, bleibe wahr und gerecht, dann wirst du alles erkennen und wirst Meine Worte immer recht erfassen, denn Ich gebe den Meinen so, wie sie aufzunehmen vermögen ....

Die Überfülle geistigen Schaffens gewährleistet dir das rechte Denken .... willst du in dieser Schaffenskraft bleiben, so gehe immer in dich und suche nichts allein zu vollbringen, sondern immer mit deinem Jesus all dein Denken und Handeln zu vereinigen, dann wird dir Beistand in jeder Lebenslage werden, denn so ihr euch in Meinen Schutz begebet, ihr, die ihr Meine Kinder seid, wird euch kein Unheil drohen .... denn sehet, Ich bin bei euch alle Tage ....

Amen


B.D. 366                empfangen am  5.4.1938

Streiter Gottes ....

Gottes Wort ....

Kornkammer ....

So ist das Werk eines Augenblickes dazu angetan, ein helles Aufflackern der heiligen Flamme im Menschen zu entfachen ....

Es lehnet sich der Mensch an alles, was ihm einen Halt bedeutet in schweren Tagen ....

Ein sonderbares Gefühl im Herzen sagt ihm, was recht ist, und nach langem Hin und Her bleibt ihm nur der eine Weg offen, den zu gehen er sich nicht scheut .... wenn die volle Erkenntnis der göttlichen Wahrheit ihn erleuchtet, er die Irrlehren der Welt als solche erkannt hat. Wohl die wenigsten sind fähig, das ihnen Gebotene aufzunehmen .... es werden mit geringem Widerstand sich oft Menschen durchzusetzen wissen, wenn des Herrn heiligster Wille eingreift, doch was dann aus diesen Menschen spricht .... was diesen übervollen Herzen entströmt, ist kein totes Wort, sondern wahrer, lebendiger, tiefer Glaube an die ewige Gottheit ....

Es werden sich zu diesem Glauben bekennen ohne Scheu und ohne Hemmung, die immer dieses Wort vernehmen werden ....

Denn kraftvoll und ungebrochen hat Gott der Herr die Rede derer ertönen lassen, und ebenso wird diese Eingang finden in die Menschenherzen ....

An diesem Wort allein schon ist der Segen Gottes zu erkennen, ohne Bedenken ist der Streiter Gottes bereit, sich seiner zu bedienen, denn der Herr gab und nahm zu gleicher Zeit ....

Aus Seiner Hand empfing der Mensch sein höchstes Amt, und dieses zu verwalten in Wahrhaftigkeit war sein innerster Antrieb. Und darum folgt dem Erkennen auch das Handeln .... denn wer einmal schauet in Gottes Weisheitsgarten hinein, dessen Blick wird sich nicht zurückwenden, sondern er begehret einzudringen, und sein Herz ist sehnsuchtsvoll dieser Pforte zugewandt ....

Es werden daher euch Lehren zugehen, die überzeugen sollen von der führenden Vaterhand .... die übergehen sollen in euch als lebendiger Samen .... gesäet von Gott Selbst in die Menschenherzen, aufgenommen in diese in vollem Willen und gehütet und gepflegt in Liebe ....

So muß das Wort Gottes gedeihen ....

So muß es Frucht tragen, und die Ernte wird unsagbar groß und reich sein. Denn Seine Boten weiset der Herr an, den Seelen, die nach dem Himmelsbrot verlangen, Nahrung zu geben ....

Ihr sollt nicht darben, sondern vollauf gesättigt werden mit dem Brot des Lebens ....

Was erteilt wird an geistigem Gut, wird gleichsam in die Kornkammer des Herzens verwahrt werden, auf daß der Vorrat unerschöpflich sei .... dem Kraftspender aber sei Dank bis in alle Ewigkeit ....

Er bedenket, die da hungern, und richtet auf alle, die verzagten Herzens der Zukunft entgegensehen ....

Wo wird des Heilands Liebe euch darben lassen, die ihr für Seinen Namen streitet ....

Doch bekennet euch vor aller Welt zu Ihm, lasset nie das Heiligste in euch verkümmern .... den Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes ....

Habt ihr diesen, dann seid ihr der Welt und dem Tode entronnen .... ihr werdet nie sterben in Ewigkeit, sondern das ewige Leben haben ....

Amen


B.D. 367                empfangen am  6.4.1938

Von Gott Selbst gegebene Botschaften unzerstörbar ....

Alles, was den Begriff Weltall umschließt, ist von Gottes weisem Ratschluß so gefügt worden, daß es zur Fortbildung der einzelnen Wesen, die in Abermillionen das Weltall durchschwirren, dienlich ist. Die erhabendsten Lehren über das Schöpfungswunder vermögen nicht in der ganzen Tiefe Aufschluß zu geben. Denn wo das natürliche Denken des Menschen begrenzt ist, lassen sich nicht unbegrenzt Weisheiten vermitteln. Dem Herrn der Schöpfung sei Dank, daß Er euch Menschen die außerordentliche Gnade gewährt, Einblick zu nehmen in einen Teil der Schöpfung, um euch das wunderbare Wirken der Gottheit vor Augen zu führen ....

Der Segen dieser Offenbarungen wird nicht ausbleiben, es wird ein neues frisches Denken die Menschen beleben, man wird aufhorchen und den göttlichen Geist erkennen leichter und faßlicher, als das bisher der Fall war. Die wenigen unzerstörbaren Werte dieser Art, die Gott den Menschen direkt vermittelt hat, legen Zeugnis ab von der Unendlichkeit des Weltalls, sie legen Zeugnis ab vom göttlichen Walten und von der Liebe, mit der die höchste Wesenheit alle anderen Wesen des Weltalls umgibt ....

Diese Werke werden bestehenbleiben, kein menschliches Zerstörungswerk wird Macht haben über die von Gott Selbst gegebenen Botschaften an Seine Erdenkinder. Lasset die Zeit darüber hingehen, und ihr werdet erkennen, wie wohlweislich alle Seine Kinder geführt werden, auf daß sie sich verbinden und in gemeinsamem Wirken den Willen des Herrn ausführen ....

So nur wird die Erde gereinigt werden können von den sie irreleitenden Lehren, nimmer aber wird eine Macht darauf Einfluß haben, die sich diesen Worten widersetzt ....

Denn ohne das Zutun des Herrn müßte die Welt ein Trauerkleid anlegen .... sie würde in tiefster Finsternis untergehen, und (es, d. Hg.) würde grenzenloses seelisches Elend die Erdenkinder erfassen, wenn nicht der Herr in Seiner grenzenlosen Liebe sich dieser erbarmte und durch immer wieder neue Geschehen einen Weg schaffen würde, der aus allem diesem seelischen Elend heraus und wieder auf lichtvolle Bahnen führen möchte. In der Kenntnisnahme Seines Wortes verlasset ihr die Finsternis, denn euch wird durch das Wort, das ihr aufnehmet im guten Willen, so viel Kraft gegeben werden, daß ihr von nun an ständig um die Gnade ringen und beten werdet, und dann löst sich eure Seele immer mehr aus ihren Fesseln .... sie wird licht und hell .... erkennt und nimmt in dankbarer Freude alles an, was ihr zur Stärkung und Fortbildung geboten wird, und dann ist die große Not überwunden .... der Weg zum Vater ist geebnet, und Seine Liebe ziehet die Seele auf ewig zu Sich in Sein Vaterhaus.

Amen


B.D. 368                empfangen am  6.4.1938

Glühendes Herz ....

Formen der Seele ....

Macht der Liebe ....

Ein glühendes Eisen nimmt die Form an, in die es gepreßt wird .... ein liebeglühendes Herz wird sich gleichfalls formen nach Meinem Willen .... und du, Mein Kind, hast die Zeit zu erwarten, wo sich trennt alles Unreine von deiner Seele und diese sich Mir völlig überlässet, auf daß Ich ihr die rechte Form gebe .... und diese nun geformte Seele nimmt in sich auf ein Übermaß göttlichen Geistes, so sie diesen zu fassen vermag. In ihrer Reinheit ist sie ein Gefäß geworden, das der Heiland zu Seinem Aufenthalt benutzt .... und wird dann nicht alles in dir von Liebe erfüllt sein zu deinem Schöpfer? ....

Wirst du nicht erbeben vor Glück, das dir die Vereinigung mit deinem Heiland bereitet? ....

Lasse dir nicht einfallen, daß Mein Verweilen auf Erden, mitten unter euch, je ein Ende nehmen könnte ....

Die Verbindung, die einmal hergestellt ist, lasse Ich nicht zerstören, und dein Herz wird so inbrünstig nach Mir verlangen, daß Ich dich nimmermehr verlassen kann, weil die Liebe stets Mich zu euch zieht, weil Ich in der Liebe stets allgegenwärtig bin und weil Ich die Liebe Selbst bin ....

So werdet ihr Mich nimmer verlieren, die ihr nur eure Gedanken .... eure Herzen zu Mir erhebet ....

Die allerachtbarste weltliche Ehrenbezeugung wird euch nicht ersetzen können, was ein Augenblick der Seligkeit in euren Herzen bereitet, so Ich darin weile .... und ebenso werdet ihr keine andere Wonne ersehnen als Meine Gegenwart ....

Das heiligste Empfinden wird in euch immer die Liebe bleiben, doch wen Ich mit Meiner Liebe bedenke, der vergisset Mich ewig nicht ....

Doch verlange Ich eure ganze Hingabe .... wollet ihr Mein sein. Dann müsset ihr Mich offen anerkennen .... wollet ihr glücklich sein in Meiner Liebe, dann suchet, auch euren Erdengeschwistern zuzuwenden diese Liebe, suchet ihnen den Lebensborn zu öffnen .... suchet ihre Herzen und Ohren für Mich zu gewinnen, und ihr werdet die Zahl Meiner Schäflein vergrößern .... ihr werdet sie dem Untergang entreißen .... ihr werdet Anteil haben an ihrem ewigen Leben, sowie ihr ihnen Mich, euren Heiland, zugeführt habt ....

Ihr alle kennet nicht die Macht der Liebe .... ihr kennt nicht die Größe der Schuld, in die euch der Feind verstrickt hat ....

Wo wäret ihr mit dieser Schuld, würde Meine Liebe nicht diese tilgen und euch ein Lichtlein anzünden, daß ihr den Lebensweg nicht in Dunkelheit und daher fehlgeht ....

Ich verlange nichts weiter als euer Herz, aber dieses ganz und gar, auf daß Ich es gestalten kann nach Meinem Willen, so ihr Mir euren Willen völlig opfert. Werdet wie die Kinder, lasset euch führen, lasset euch auch strafen, wo es Meine Liebe für recht hält .... auf daß ihr Mich immer inniger lieben lernt und sich euer ganzes Sein Mir zuwendet .... dann seid ihr in glühender Liebe so geworden, daß Ich euch formen kann in die schönste Form .... in das Ebenbild Gottes ....

O ihr erkennet die Liebe noch nicht, die euch wandeln kann über Nacht in edelstes, klarstes Kristall .... in reinstes Gold .... in strahlendstes Licht ....

Darum liebet .... liebet Gott den Herrn über alles und liebet eure Mitmenschen ....

Denn nur aus der Liebe heraus werdet ihr unermeßlich selig sein können bis in alle Ewigkeit ....

Amen


B.D. 369                empfangen am  7.4.1938

Schaffende Geister ....

Freier Wille ....

Aus der Ewigkeit geboren sind alle Gedanken ....

Des Himmels unendliche Weite füllt ein Heer schaffender Geister. Doch dem Menschen ist nur die Möglichkeit gegeben, ein allerkleinstes Teilchen in der Unendlichkeit mit seinen Gedanken und Ideen zu beleben. Alles andere ist der Welt der schaffenden Geistwesen unterstellt, die, immer den Willen des Herrn ausführend, im Weltenraum unermüdlich tätig sind. Die Materie im ganzen Weltall ist diesen Wesen unterworfen, und was gewollt wird, das geschieht ....

Ein solches Heer dieser Geistwesen umgibt auch jetzt die Erde und greift in alles Geschehen auf der Erde bestimmend ein, jedoch auch den Kräften Raum und Gewalt lassend, die gegen den Willen des Herrn arbeiten, denn es muß die Erde beiderseitig beeinflußt werden, weil sonst das Wichtigste in der Schöpfung ausgeschaltet würde .... der freie Wille ....

Es kann ein Wesen sich nicht gottähnlich entwickeln, wenn sein Tun und Handeln eben nur so sein muß,wie ein höheres Wesen es bestimmt ....

Es muß vielmehr die Selbstbestimmung über sich behalten, es muß beidem preisgegeben sein, der guten und der schlechten Gewalt, und sich dann eine eigene Urteilskraft äußern können .... ein innerliches Bestreben muß einsetzen, diesen oder jenen Mächten zu Diensten zu stehen ....

Das Heer der Geistwesen aber, das euch betreut, bleibt ungemein rege in seinem Schaffen .... was ihr als selbstverständlich betrachtet in der Natur um euch und über euch, wird ständig von diesen Wesen erzeugt, die gleichzeitig auch damit in euer innerstes Wesen eingreifen, denn sie bilden euch und lenken eure Gedanken fortwährend auf die Schöpfung .... sie geben euch gleichsam Einsicht in ihre Tätigkeit .... sie bewirken, daß ihr überhaupt erst lebensfähig seid, eben durch die euch umgebende Sphäre .... daß ihr erkennen müßt, in einer von Gott geschaffenen Umgebung aus euch selbst bilden zu können, was ihr anstrebt ....

Legt euch einmal die Frage vor: Wem von euch Menschen ist nur eine einseitige Auffassungsmöglichkeit gegeben .... wer von euch kann nicht gleichzeitig Gutes und Böses erkennen um sich selbst .... wem von euch mangelt die Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden? ....

Also wo doch beides vorhanden ist, wird auch der Mensch notgedrungen sich selbst entscheiden können und müssen, was ihm begehrlich erscheint .... und so ist der freie Wille zuerst tätig, um das Verlangen der Seele zu klären. Und wiederum ist daraus der große Segen ersichtlich, den eine innige Verbindung mit den euch umgebenden Geistwesen nach sich zieht ....

Je vertrauensvoller ihr all euer Denken diesen unterstellt, desto sicherer werdet ihr geleitet werden und desto klarer werden eure Gedanken erfassen können Gut und Böse, ihr lernet erkennen und wendet euch ganz aus freiem Willen dem zu, das euch höchste Vollendung gewährleistet .... ihr müßt ja dann vollkommen werden, wenn ihr geleitet werdet von den vollkommensten Wesen, die euch je umgeben können. Ihr könnet nimmer fehlgehen, weil die Kraft des Guten auf euch ungleich mehr Einfluß haben wird als die des Bösen. Und ihr werdet darum auch sicher den Weg zum ewigen Leben betreten, wenn ihr euch hingebet den Gewalten und Kräften, die den Willen des Herrn ausführen, ihr also euch willig dem himmlischen Vater unterstellt.

Amen


B.D. 370                empfangen am  7.4.1938

Des Heilands Jüngerschar ....

Jüdisches Reich ....

In Seiner ganzen Leidenszeit war niemand auf Erden dem Herrn und Heiland so ergeben als Seine Jüngerschar, die Ihn liebte und Ihm gern jedes Leid ferngehalten hätte, wenn es in ihrer Macht gelegen ....

So viele sich auch um Ihn scharten, so war doch nur ein kleiner Kreis so von Seiner Göttlichkeit durchdrungen, daß sie in Ihm ihren Meister, ihren göttlichen Schöpfer erkannten, und wo alles Licht von Ihm in ihre Herzen flutete, war bald auch der leiseste Zweifel erstickt ....

In göttlicher Vollendung ihres Wesens sahen sie bald das einzigste Ziel ihres Lebens ....

In der Reinheit Seines Herzens erkannte ein jeder gar bald, daß Ihm nachzufolgen wohl nur allein wichtig war auf Erden .... sie erkannten, daß keiner von ihnen diese Vollkommenheit erreichen konnte, wenn der Herr Selbst nicht Seine Gnade unausgesetzt über sie kommen ließ, und noch weiter erkannten sie, wie wichtig das Dienen einander in Liebe zur Erreichung der Vollkommenheit war ....

Ihr Streben ging nun dahin, in tiefster Demut und Selbsterniedrigung sich der Gnade Gottes würdig zu machen .... sie verließen alles, sie gaben die Welt auf und lebten nur in Seiner Lehre, die ihnen der Heiland vermittelte im täglichen Umgang mit ihnen. So hat kein weiteres Geschehen als das ständige Weilen in Seiner Nähe es zuwege gebracht, daß ihre Herzen erfüllt wurden mit übergroßer Liebe zum Heiland .... daß ihr Wissen um göttliche Weisheiten sich mehrte, je länger sie ihren Meister erlebten und erkannten ....

Sie nahmen auf mit dem Herzen, und Gott gab ihnen die Kraft und Gnade, alles erfassen zu können, was Er ihnen bot ....

Denn niemals wären sie ohne des Herrn Hilfe fähig gewesen, sich in diesen Weisheiten zurechtzufinden .... niemals wäre ihnen ohne die göttliche Erleuchtung klar und anschaulich die Größe des Herrn zu Bewußtsein gekommen .... und nie hätten sie deshalb ihren Lehrmeister als den Sohn Gottes erkannt, wäre ihr Geist nicht erhellt worden vom göttlichen Licht. In öfterer Bedrängnis des Geistes kam ihnen der Herr zu Hilfe, wann immer sie sich schwach fühlten .... weil der Herr nur die Liebe ersah, die Seine Jünger Ihm wert machte ....

Infolgedessen verließ Er die Seinen nicht und gab ihnen Trost in jeder schweren Stunde, forderte aber auch ihren ganzen Einsatz, wenn Er nicht mehr sei .... wenn Er zurückgekehrt zu Dem, was Seines Vaters ist. Denn die Erde trug zu dieser Zeit ein ungeheuer lebenswichtiges Volk ....

Es war der Stamm, der zur Verbreitung der christlichen Lehre, des wahren Christentums, ausersehen war .... es war das jüdische Reich ....

Sein Verlangen, dieses Volk zu erretten aus der Not der Seele, fand keinen Widerhall bei ihm .... es verlachte und verhöhnte Ihn .... es war in überaus starker Zahl vertreten, um den Untergang dieses Gottessohnes zu bewerkstelligen, und ließ sich nimmermehr dazu bewegen, den Glauben an diesen als an den Abgesandten Gottes anzunehmen ....

Es sah in Ihm einen Feind ihrer Lehren, es sah nichts weiter in Ihm als einen außergewöhnlich begabten Redner, Der Seine Gabe zu sprechen ausnützte, um das Volk abtrünnig zu machen von der Lehre der Väter ....

Und da sie in Sünde und Schmutz verharrten, konnte ihnen auch nicht Erhellung des Geistes kommen .... sie wiesen jegliche Liebe des Herrn zurück und vergalten diese mit Schmähungen und dem endlichen Vorhaben, Ihm nach dem Leben zu trachten ....

Und Seine Milde und Güte vergab ihnen ....

Mit engelsgleicher Geduld verwies Er ihnen ihre Reden, denn Sein Herz wandte Sich einem jeden zu und suchte ihn zu retten. Die Allmacht Gottes aber ließ diesen Menschen ihren Willen, auf daß sich erfüllte das Wort .... daß der Herr zur Welt gekommen, um die Menschheit zu erlösen ....

Amen


B.D. 371                empfangen am  8.4.1938

Anthroposophen? ....

Gedicht ....

Leise klingen dir die Worte des Heilands ins Ohr ....

Werdet wie die Kinder, und Ich will euch Meinen Segen geben, und so ihr Meinen Worten Glauben schenket, wird euch nimmermehr mangeln die Kraft ....

Weiset alles von euch, was diesen euren Glauben erschüttern könnte, denn nur wo das Licht leuchtet, das aus der wahren Demut heraus geboren ist, dort wird auch Mein Geist Eingang finden, nicht aber in Höhlen, die mit Steinmauern umgeben sind .... das sind die Herzen, die ihre ganze Weisheit schöpfen aus kunstvoll konstruiertem und mühsam zusammengetragenem menschlichen Aufbauwerk .... den endlos vielen Schriften wohl wahrheitssuchender, doch dem kindlichen Glauben abholder Menschen, die sich eine Lehre schufen, welche Gott als überaus schwer erreichbares, mühsam zu erringendes Wesen hinstellt .... die im Glauben leben, es sei immerdar in der Welt nur der Mensch ausersehen, der Wahrheit und der Erkenntnis näherzukommen, der sich selbst in langer mühsamer Geistes- .... d.h. Verstandesarbeit ein Wissen aneignet, das wiederum auf ebensolche Weise erworben wurde, niemals aber die reine Liebesarbeit, die Demut und die bedingungslose Hingabe an den Willen Gottes zur Grundlage hat ....

Nur auf dieser allein kann wahres Wissen aufgebaut und erworben werden ....

Alles andere führt, auch wenn es seinen Ausgang in gleicher Weise hat, doch mit der Zeit von der eigentlichen Wahrheit ab, und zuletzt wird ein Gebilde daraus, das nicht mehr das ist, was Meiner Lehre entspricht ....

Fliehet alles, was zu Zeiten geistiger Überheblichkeit entsteht .... dieses kann nie und nimmer mit der vollen Wahrheit übereinstimmen, ihr werdet das Wort Gottes immer nur dort rein entgegennehmen, wo ihr die Leitung eures Geistes völlig dem Herrn überlasset ....

Ihr sollt wohl ringen .... unaufhörlich ringen, doch nicht um bloße verstandesmäßige Erkenntnis, sondern vielmehr um die Vollendung eurer selbst .... um die Vollendung eurer Seele, die ihr nur erreichen könnt, wenn ihr euch befleißigt, erst euer Herz zu bilden, indem ihr euch übet in der Liebe, der Demut, der Sanftmut .... und wenn ihr nicht zuletzt die Gnade des Herrn erfleht und dankend entgegennehmet, denn ohne diese Gnade ist euer Ringen vergeblich; ihr seid dann einer kalten, leblosen Masse gleich, die den belebenden Hauch der göttlichen Gnade nicht spüret und ohne diese nicht zum lebenswarmen Ausreifen euer selbst kommen kann ....

Ihr berget wohl einen gewissen Geist, doch dieser kann euch nicht das wahre Leben vermitteln, das allein der Herr denen verspricht, die in Ihm bleiben ....

Darum ist wohl keine Gefahr so groß als die der Überhebung, denn sie schließt alles aus, was Vorbedingung ist für die allein wahre Erkenntnis ....

Und das Ringen dieser Seelen wird so lange vergeblich sein, bis auch sie sich mehr und mehr der göttlichen Gnade überlassen .... bis sie den toten Weg erkannt haben, den ihre Seelen gegangen sind ....

Das wahre Licht, das wahre Leben, wird allein nur dem gegeben .... der als Kind zum Vater findet .... der allein nur überwindet, was sich ihm entgegenstellt ....

Doch ihr alle, die ihr suchet ohne Gottes Gnadenquell, werdet nicht das Ziel erreichen ....

Euer Geist wird licht und hell dann erst sein, wenn jene Welt eurer Seele sich erschließet .... wenn ihr ganz nach Kinder-Art bittet um des Vaters Gnade .... dann erkennet ihr den Geist der Liebe, die euch führt .... und ihr werdet loben ewig Den, Dem dieses Lob gebührt ....

Amen


B.D. 372                empfangen am  9.4.1938

Verstandesmäßiges Übertragenwollen ....

Innere Erkenntnis ....

Ein einsichtsvoller Mensch wird sich stets befleißigen, die Lehren des Herrn anzunehmen, doch fehlt ihm jeglicher Wille dazu, dann sieht er in diesen nimmermehr eine Gabe des Herrn, auch wenn er die Entstehung dieser nicht enträtseln kann. Und so wird deinem Bemühen immer dann eine Schranke gesetzt sein, wenn ihm ein bloßes verstandesgemäßes Übertragen-Wollen zugrunde liegt. Erst dann, wenn die Seele mitschwingt, wenn es gelingt, innerste Regungen zu erwecken, so daß durch diese der Drang zur Verbundenheit mit Gott den Menschen erfüllt, wird auch das Wort und Seine Lehren auf fruchtbaren Boden fallen, und dann wird die Tätigkeit einer solchen Seele keine Grenzen finden, dem göttlichen Herrn zu Willen zu sein .... dann erfaßt der Verstand blitzschnell, weil die Seele gleichzeitig tätig ist. So mag wohl der Mensch sich bemühen, sich in solche Probleme hineinzuleben, es fehlt ihm aber noch die Kraft der inneren Erkenntnis .... es ist noch alles tot in ihm und kann sich erst dann entfalten und gestalten, wenn die Lehren wahrhaft lebendig sein Denken beeinflussen .... es kann also der Gesundungsprozeß erst dann einsetzen, wenn der Sinn des Menschen allein von sich aus den Vater sucht und das rechte Verhältnis zum Vater findet. Dir aber soll das nicht den Mut nehmen .... immer dort, wo der Widerstand groß ist, unterstützen dich treue Helfer, und du weißt, daß ebenso viele Geistwesen um solche Herzen sich bemühen und dir Dank wissen für jede Unterstützung. Denn ohne Eindruck verhallen deine Reden nicht ....

Es erregen so viele Worte sein Interesse, diese werden veranlassen, daß in weiteren Geschehnissen doch ein Zusammenhang gesucht und gefunden wird, und hat der Mensch die Bahn des Suchens in dieser Art beschritten, dann ist der Erfolg nicht mehr gänzlich abzuweisen .... wenn er auch noch in weite Ferne gerückt erscheint. Was bewegt eines solchen Menschen Herz am meisten? Die Schöpfungsgeschichte mit ihren vielen Fragen, die unlösbar erscheinen .... wenn nun auf diesem Gebiet dem Menschen eine Erklärung gegeben wird, die ihn befriedigt, so verliert schon alles andere an Unwahrscheinlichkeit .... er suchet dann alles mit den Augen des in Gott Forschenden zu betrachten .... und der Erfolg wird nicht ausbleiben, denn wer den Weg gehet mit Gott, wird, von Stund an recht geleitet, sich bekennen zum wahren Glauben ....

Amen


B.D. 373                empfangen am  11.4.1938

Zweck der Leiden - Prüfungen ....

Trägheit des Geistes ....

So manches Geschehen im Leben macht den Menschen mutlos .... es ist wie ein Ring, der eines solchen Menschen Herz umspannt, immer und immer wieder wollen sich Zweifel einstellen an der Güte und Barmherzigkeit Gottes, wenn sich zu oft Leid und Kümmernisse einstellen .... und doch geben euch diese nur die innere Reife, die ihr sonst in viel längerer Zeit euch erringen müßtet. Und da das Erdenleben nur eine kurze Spanne Zeit umfaßt, so werden sich solche drückende oder quälende Begebenheiten des öfteren und manchmal schnell nacheinander einstellen müssen, auf daß euch der Segen daraus erwachse, daß ihr ernst und besonnen das Leben erfasset und sich immer mehr das Verlangen abwende von der Welt und ihren Reizen, die für euch gleichzeitig ernste Gefahr bedeuten. Dem einzelnen erscheint das Leben oft unertragbar, mitunter sogar ermüdet das Erdenkind und läßt die Flügel hängen .... es läßt sich treiben, ohne selbst etwas dazu zu tun, dieses mutlose Dahinleben zu ändern. Und doch würde es euch so leicht sein, sobald euch die rechte Einstellung zu Gott den Weg kundgibt, den ihr zu gehen habt ....

Achtet doch auf die vielen, unüberwindlich erscheinenden Hindernisse in eurem Leben .... wäret ihr wohl diesen entronnen, wenn sich nicht jedesmal Hilfe eingestellt hätte von oben ....

Ihr erkennet zwar nicht immer diese als von oben gesandt, doch es ist ja jedes Geschehen ein Ausfluß der Gnade Gottes .... ob gut oder böse .... es hat immer den gleichen Zweck, veredelnd einzuwirken auf euch Menschenkinder, und ist dieses imstande, in jeder Prüfung ein Besserungsmittel zu sehen, so ist auch schon die Erkenntnis da der eigenen Fehler und Schwächen, und mit der Erkenntnis kommt auch der leise Wunsch, diese zu bekämpfen ....

Dann hat eine jede Prüfung schon ihren Zweck erfüllt .... und deshalb werden sich in jeder schweren Lage immer die Gedanken darauf wenden müssen, daß sie notwendig sind zur Erreichung eines höheren Grades .... daß sie gleichsam die Sprossen auf der Leiter sind, die zur Vollkommenheit der Seele führt ....

Ein Leben ohne Kampf würde ja nur ein Verweilen auf immer gleicher Stufe bedeuten, nur ist der Kampf gegen sich selbst weit schwerer zu führen als gegen Feinde, die von außen an den Menschen herantreten. Ein jedes Erwachen aus der Trägheit des Geistes ist ein Fortschritt .... der wache Mensch wird auch seinen Geist bedenken, er wird ihn nicht darben lassen .... doch die Trägheit ist ein Rückgang, sie ist in keiner Weise belebend zu nennen, sie wird ersticken jeden Drang zur Tätigkeit und kann so niemals fördernd wirken auf die Seele. Deshalb lasset euch nicht schrecken, wo des Lebens Ungemach euch schwer tragbar erscheint .... habt ihr durch solches eure Fehler entdeckt und dagegen angekämpft, so wird es in nicht langer Zeit wieder von euch weichen, denn der Herr läßt nur so lange solche Prüfungen zu, bis diese ihren Zweck verrichtet und verbessernd auf das Herz des Menschen gewirkt haben. Denn Sein Wille ist nicht, daß ihr leidet, sondern nur, daß ihr durch dieses euch der ewigen Freude wert macht ....

Amen


B.D. 374                empfangen am  12.4.1938

Göttliche Gebote ....

Arbeit der Geistwesen ....

Vernimm nach des Herrn Weisung ....

In Seinem Bereich leben Tausende von Wesen, denen die Reinerhaltung der göttlichen Gebote als Gesetz gegeben wurde, die jedoch sich nimmer damit befassen, diesen Geboten nachzukommen. Es ist in einem solchen Fall kaum anzunehmen, daß sie die gleiche Urteilskraft besitzen könnten .... daß sie den Wert dieser göttlichen Gebote erkennen können .... die umgebenden Geistwesen jedoch haben in ihrer Planmäßigkeit kein weiteres Verlangen, als diesen so in Dunkelheit des Geistes Weilenden möglichste Aufklärung zu bringen .... und daher wird ihnen ununterbrochen vor Augen geführt, wie alles auf Erden hinfällig wird, wenn die Gebote Gottes nicht anerkannt werden. Der Zorn Gottes trifft alle die, die gegen Sein Wort arbeiten, denn es wäre dann der Grundstein alles Aufbau-Werkes für die Ewigkeit zerstört mit vollem Willen ....

Es würde ohne dieses Wort Gottes herumtappen in Blindheit auch der, dessen Wille gut ist ....

Und so baut sich darauf schon allein auf, was dann erst reif und vollkommen machen kann für die Ewigkeit. Um nun die Gebote Gottes befolgen zu können, muß vor allem gelehrt werden, was der Herr verlangt. Kein Wesen hat die Gabe, aus sich heraus, ohne jegliche Weisung des Herrn, in die tiefsten Weisheiten der Schöpfung einzudringen .... ebenso vermag es auch nicht sich dem Willen Gottes zu unterordnen und dann diesen Willen auszuführen, wenn es nicht in Kenntnis gesetzt wird von seiner Aufgabe, deren Erfüllung ihm erst den Zustand gewährleistet, in dem es dann die Gabe der Erkenntnis seiner Bestimmung im Weltall empfängt ....

Es kann nicht das eine ohne das andere sein, es muß ordnungsgemäß eines dem anderen folgen, und so ist vor allem die Übermittlung der Gebote Gottes unerläßlich, weil dann erst das Arbeiten des Menschen an sich selbst beginnen kann, denn zum Erklimmen der Höhe muß dieser die Vorbedingungen erfüllt haben ....

Wer nun glaubet, ohne solche Selbstbetätigung, ohne diese Arbeit an sich selbst seinen Zweck auf Erden erfüllen zu können, ist so ungemein irriger Ansicht, daß den umgebenden Geistwesen eine mühsame Arbeit obliegt, diesen Erdenkindern die Einfügung in Gottes Ordnung und Willen klarzumachen, und dies kann nur geschehen durch Winke und Hinweise, die auf Erden den Menschen selbst betreffen .... und die, im kleinen gesehen, genau dasselbe Verhältnis herstellen wie das des Kindes zum himmlischen Vater .... daß also alles, was ihr dem himmlischen Vater schuldig seid, ihr auch von euren Mitmenschen verlangt als selbstverständlich .... daß euch dann fühlbar selbst berührt, wenn euch die Erfüllung solcher irdischen Gebote versagt bleibt, und daß ihr daran erkennet, wie ihr doch das gleiche dem Vater versagt, Der es in weit größerem Maße von euch zu erwarten hat. So kann dann nimmermehr der Einwand erbracht werden, daß der Mensch nicht fähig sei, die Gebote Gottes anzuerkennen als Gottes Lehren .... er kann in seinem Herzen nicht die Stimme ersticken, die zu ihm spricht, und er wird darum nimmermehr ablehnen können, daß das gleiche, das er verlangt, auch von ihm verlangt werden muß, will er sich würdig machen, in der Gemeinschaft der Wesen zu leben, die von Gott gezeuget sind und das gleiche anstreben sollen .... die Vereinigung mit dem ewigen Vater ....

Diese setzt aber erst ein williges Unterwerfen voraus .... und dazu sind auch die Gebote Gottes gegeben, daß ihr vor allem stellet euren Willen unter den göttlichen Willen .... weil ihr dann erst eins sein könnt mit dem Vater, wenn ihr gleichen Willens seid ....

Amen


B.D. 375                empfangen am  12.4.1938

Wissen ....

Innenleben ....

Unterschied im Wert von geistigem und irdischem Wissen ....

Ein einsichtsvoller Mensch hat niemals das Verlangen, einzudringen in Gottes tiefste Weisheiten nur darum, um sein Wissen zu bereichern, sondern er wird aus diesem Wissen heraus die Verbindung suchen mit Gott ....

Er wird sich niemals genügen lassen, nur zu wissen. Was ihm viel wertvoller erscheint, ist das Verhältnis, das ihn mit dem Schöpfer aller Wunder verbindet ....

Und hat er dann die richtige Einstellung zum Schöpfer gefunden, dann erst wird ihm das Wissen den Segen bringen ....

Denn was nutzt dem Menschen all sein Wissen um Dinge am Ende seiner Tage, so er sich nicht den Wert des Wissens zunutze gemacht hat in der Erdenzeit. Gleichwohl verlangt der Mensch immer wieder, sein Wissen zu bereichern ....

Es ist dies auch eine Gabe, die der Herr Selbst ihm auf Erden beschert ....

Der Drang nach immer neuem Wissen ist dem Menschen angeboren ....

Wozu wäre auch alles in der Natur, in und um den Menschen selbst ....

Es ist alles immer wieder ein Hinweis auf den ewigen Schöpfer, und Sein Geist ist im Menschen tätig, wenn der Wissensdrang sich in dem Erdenkind zu regen beginnt ....

Alle dieser Sonderheiten weisen schon von Beginn der Erdenlaufbahn auf ein Eingreifen göttlicher Macht hin. Das Innenleben des Menschen ist ein ganz für sich und vom eigentlichen Körper abgesondertes Bereich, keine Gewalt von außen, kein fremder Wille kann auf dieses bestimmend einwirken, wenn der menschliche Wille nicht selbst solche Einwirkungen aufnimmt ....

Immer ist das Innenleben etwas, was der Mensch ganz allein bestimmen kann .... das er gestalten kann reich und wertvoll .... das er aber auch brachliegen lassen kann oder es so hartnäckig verschließt, daß kein Lichtstrahl hineinfindet. Daß er also geistiges Wissen nicht aufnimmt oder aber an irdischem Wissen sich derart bereichert, daß dieses ihn voll und ganz ausfüllt und er nun unfähig ist, göttliche Weisheiten in sich aufzunehmen, ja ihm solche als fraglich erscheinen, und er somit bei allem irdischen Wissen ein gänzlich untaugliches Wesen ist beim Verlassen der Erde. Ist der Mensch weise im Herzen, so wird er sich nicht überlasten mit irdischem Wissen, denn dieses ist für ihn nutzlos, läßt er jedoch die geistige Tätigkeit, den Drang nach geistigen Wahrheiten in sich zur Blüte kommen, so wird er ungemein weise handeln, und der Reichtum seiner Seele wird sich mehren an unvergänglichen Gütern ....

Alles Wissen, das euch der Herr vermittelt, hat im Sinne der Schöpfung unvergleichlichen Wert .... alles irdische Bemühen aber um Gelehrsamkeit wird nicht anerkannt werden dereinst, wenn nach dem Wert der Seele gerichtet und gelohnet wird; denn die Weisen der Welt werden unwissend sein, und alles irdische Streben wird ihnen keinen Lohn eintragen, dagegen werden über diesen stehen, die allzeit die Gabe Gottes, die göttliche Weisheit, dankend in Empfang nehmen, denn diese werden vom Herrn gesegnet sein ....

Amen


B.D. 376                empfangen am  13.4.1938

Bau und Grundpfeiler ....

Druck der Schriften ....

Warnung ....

Ihr dürfet nimmer verzagen, der Herr wird allzeit bei euch sein, die ihr begehret, in Seinem Willen zu leben. Was euch der Herr auferlegt, ist nur, um euren Glauben zu stärken und die Sehnsucht nach dem Herrn zu vermehren, denn Er will, daß ihr ganz in Ihm aufgeht ....

Er will ein Haus bauen, das fest und unerschütterlich allen Anstürmen von außen trotzt, und ihr müßt euch einfügen in den Willen Gottes und alles auf euch nehmen in Geduld und Ergebung und immer nur den Herrn walten lassen, dann wird recht gefügt sein der Bau, zu dessen Grundpfeilern der Herr euch erwählt hat ....

Und nun, mein Kind, wollen wir deinem Verlangen nachkommen und dich in außergewöhnlicher Aufnahme stärken, denn es will der Herr dir kundgeben, wie sich dein ferneres Leben gestalten soll ....

Es wird in kurzer Zeit jemand an dich herantreten, dessen Willen es ist, sich mit dir in Verbindung zu setzen zwecks Drucklegung der Schriften ....

Es wird dies in einem Kreis sein, den du jetzt noch nicht kennst .... es ist ein gleiches Bestreben, Gott zu dienen, diesem Kreis Grundsatz. Und daher wird alles, was dort unternommen, vom Herrn gesegnet sein. In dieser Lage darfst du dann nicht zweifeln .... du mußt immer wissen, daß dich der Herr lenket und dich diesen Erdengeschwistern zuführt, daß du also völlig in Seinem Willen bist .... dort lasse dann den Herrn weiterwalten, vereinige dich mit diesen, und lasse dein Herz nur immer dem Herrn zugewandt, dann wird das rechte Denken dich jederzeit beleben ....

Nun werden dir aber Schwierigkeiten erwachsen, die aus dem jeweiligen Gebot entstehen, daß Zusammenkünfte zum Zwecke geistiger Fortbildung nicht gestattet sind ....

Dies lasset euch alle nicht schrecken .... wo der Herr unter euch weilt, wird dieses Gebot wirkungslos sein an euch ....

In dieser Zeit wird so mancher von euch mit Bangigkeit erfüllt, das Zusammenstürzen des Gebäudes befürchten ....

Doch vertrauet allzeit auf den Herrn .... was Er gab, soll Tausenden noch zum Segen gereichen ....

Glaubt ihr, daß diese Zeichen Seiner großen Liebe zu euch Menschenkindern von Menschenhänden zerstört werden können, wenn es gegen den Willen des Herrn geht? ....

So achtet nur immer darauf, daß kein fremdes Wesen Einblick bekommt vor der Zeit ....

Auf daß der Gang der Geschehnisse nicht erschwert .... auf daß nicht vorzeitig eingegriffen wird, ehe das Werk vollendet ist. Denn immer werdet ihr von Feinden umlauert, und darum ist äußerste Vorsicht vonnöten .... auf daß ihr nicht wahllos einem jeden vertrauet, der sich euch naht ....

Doch der Herr wird euch Winke geben zur rechten Zeit. Und nun lege vertrauensvoll all deine Sorge, deine Gedanken und deine geistige Arbeit in Gottes Hand ....

Der größte Schutz ist das Gebet, das ihr vertrauend dem lieben Herrn und Heiland entgegenbringt .... „Um was ihr bittet, wird euch gegeben werden ....“, so ruft euch der Heiland zu, die ihr euch sorget um des Leibes und der Seele Bedürfnisse. Werdet wie die Kinder, und ihr empfanget alles, was ihr begehret ....

Amen

Hinweis von Bertha Dudde auf: „Das große Evangelium Johannes“, Band IV, Kapitel 79 (5) :

»Wer von euch ein Freund der Armen sein wird aus vollem Herzen, dem werde auch Ich ein Freund und wahrer Bruder sein, zeitlich und ewig, und er wird nicht nötig haben, die innere Weisheit von einem andern Weisen zu erlernen, sondern Ich werde sie ihm geben in aller Fülle in sein Herz. Wer seinen nächsten armen Bruder lieben wird wie sich selbst und wird nicht hinausstoßen eine arme Schwester, welchen Stammes und welchen Alters sie auch sei, zu dem aber werde Ich Selbst kommen allzeit und Mich ihm treulichst offenbaren. Seinem Geiste, der die Liebe ist, werde Ich’s sagen, und dieser wird damit erfüllen die ganze Seele und ihrem Mund. Was der dann reden oder schreiben wird, das wird von Mir geredet und geschrieben sein für alle Zeiten der Zeiten.«


B.D. 377                empfangen am  13.4.1938

Übermitteln des geistigen Wissens ....

Der Herr setzt Schranken ....

Des Himmels Güte mißbrauchet, wer eigennützig begehret, aufgenommen zu werden in den Kreis der Wissenden .... wer nimmer sich bemühet, zu geben von dem, was er empfängt ....

Diesen hat der Herr Seine Liebe gezeiget, sie aber erzeigen nicht die gleiche Liebe ihren Mitmenschen, und so kann sich auch nimmer die Seele lösen von der Materie, es ist dann dieses Wissen gleich dem von sich aus Erworbenen .... es wird nicht bewertet als Fortschritt der Seele, sondern nur als totes Aufnehmen von ihm lebendig Übermitteltem. Sage dies denen, die um irdischen Vorteils willen in der Materie verharren, verweise sie auf die Worte des Herrn: ....

Das Wichtigste im Leben ist das Befolgen der Lehre Christi, und nimmer kann der diese Lehre befolgen, der nicht willig gibt, was er empfangen. In deiner nächsten Umgebung wird dir offenbar werden, wie das Befolgen der Gebote Gottes sich auswirkt, wo aber stets der im Segen bleiben wird, der die Worte des Herrn willig weitergibt. Es achten die Menschen nicht auf die Not ihrer Umgebung, und so geben sie auch nicht Hilfe dort, wo sie so nötig wäre ....

Wer in der Gnade lebt, zu wissen um die Liebe Gottes, soll sich angelegen sein lassen, diesen beizustehen, und in der inneren Erkenntnis seiner eigenen Not auch die Not der Brüder verstehen lernen ....

An dem Willen fehlt es zwar oft nicht, doch steht so manchem Erdenkind sein eigenes Wohl zwar nahe, doch das des Mitmenschen berührt es nicht sonderlich ....

Es ist das keine Liebe, wie sie der Herr predigt ....

Der Eigennutz wird solchem Menschen die eigenen Verdienste schmälern, und Schranken werden ihm von Stund an gesetzt sein in dem Erkennen der Göttlichkeit. Es trübt die Eigenliebe des Lichtes Leuchtkraft .... den Seelen aber, die im Licht wandeln, ist geboten, mitzuwirken an der Erhellung des Geistes so vieler Irrenden. Und wenn dann die Stunde kommt, die der Herr zur Rechtfertigung ausersehen hat, dann werden viele Lücken offen sein, wo in Liebe zu wirken innerstes Gebot war. Sich im Bewußtsein, begnadet zu sein vom Herrn, stets voller Liebe seiner Aufgabe hingeben, auch andere an dieser Gnade teilnehmen zu lassen, wird erst dem Menschen jene Reife geben, die zur Liebesarbeit im Jenseits erforderlich ist.„Lasset es Meine Sorge sein“, spricht der Herr,„wo Ich die Schranken des geistigen Wissens setzen will .... es soll keiner glauben, daß Ich über Mich und Meinen Willen verfügen lasse ....“ Und wo Einhalt geboten werden soll, dort werde Ich schon zur rechten Zeit eingreifen .... doch die Ich bestimme zur Arbeit in Meinem Weinberg, denen dürfet ihr nicht gebieten, die ihr die Gnade noch nicht voll erkannt habt. Wer aber sich befleißigen will, Mein Wort anzunehmen, den will Ich aufnehmen in Meine Schar, die Mir dienen ....

Ich will sie Selbst hinweisen, auf daß ihnen der Weg leicht werde zum Glauben ....

Sich selbst in aller Liebe hingeben der Sorge um das Heil der Erdenkinder wird allemal segensreicher sein, als zu grübeln, was menschliches Wissen nicht ergründen kann .... und darum nehmt die Worte, von Mir Selbst gegeben, gläubig an und in eure Herzen auf .... dann gehet ihr den rechten Weg ....

Amen


B.D. 378                empfangen am  14.4.1938

Klärung der Seele Vorbedingung zur Vereinigung mit Gott ....

Hilfe den Irrenden ....

Reget sich der Geist Gottes in euch, so wird leben, was bis dahin tot war, erstehen wird die Seele und sich aufschwingen .... ihre Umhüllung wird sie verlassen und stets nur das Licht suchen, und was dann geboren wird aus diesem Licht, das wird nimmer vergehen in Ewigkeit ....

Und so hat der Herr allen Wesen auf Erden die Fähigkeit gegeben, aufzunehmen den göttlichen Geist, so nur das Verlangen rege wird und der Mensch in seinem Dasein eine außerordentliche Aufgabe erblickt. Weil immer wieder die Verbindung mit dem göttlichen Vatergeist hergestellt werden muß, um das ewige Leben zu erreichen, wird der Vereinigung eine mühevolle Arbeit vorangehen müssen .... die Arbeit einer Klärung der Seele, die den Geist Gottes doch aufnehmen soll. Diese Klärung der Seele kann wiederum nur stattfinden, wenn sich deren Verlangen abwendet von der Materie, wenn sie alles sie bisher Fesselnde willig aufgibt, um dafür etwas weit Köstlicheres einzutauschen .... um in eben diese Verbindung zu treten mit dem göttlichen Geist ....

Nichts kann bestimmend die Seele beeinflussen, sie muß sich aus sich selbst heraus auf ihre Aufgabe besinnen, sie muß wollen, daß sie fortschreite auf dem Wege der Erkenntnis .... sie muß auch gleichzeitig den Willen in die Tat umsetzen .... sich zu vereinen mit dem himmlischen Vater. Der so geformte Wille bleibt dann stets dem göttlichen Willen unters