Buch 5 – 9
NR. 182 – 442
empfangen von
Bertha Dudde in der
Zeit vom 16.11.1937 – 31.5.1938
Eine
Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes
- 1891-1965 - mit
ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen,
allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener
Herausgeber (gedruckte
Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie
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B.D.
182
empfangen am 16.11.1937
Mahnung zum Ausharren ....
Geistiges Wissen ....
Siehe, mein Kind, alles, was du beginnst, hat den Segen in sich, daß dein Denken
unausgesetzt dem Geistigen zugewendet ist, und wer so strebet, dessen Handlungen
werden im Sinne des Höchsten sein. Verlässest du diesen Pfad, so gehen unzählige
Möglichkeiten dir verloren ....
Dein Leben geht dahin, doch nicht zum Teil so ausgewertet,
wie es dir jetzt auf diesem Wege möglich ist. Und da es nicht allein um dein Seelenheil
geht, sondern um das von vielen Erdenkindern, mußt du ausharren ....
Denn unsagbar
viel kannst du wirken auf Erden. Wir haben keinerlei Möglichkeiten, dir geistiges Wissen noch besser zu vermitteln, wir können uns immer nur nach Gesetzen richten, die
unser Herr und Heiland uns gab, und in dieser Verbindung mit dir erschöpfen wir jede
Möglichkeit, die deiner Förderung gilt. Und wieder liegt es in deinem Willen, mehr und
mehr zu empfangen .... die Arbeit an dir selbst .... die immer tiefere Verbindung mit
Gott .... wird dich befähigen, auch immer tiefer einzudringen in göttliche Wahrheiten
.... denn uns gibst du dadurch wieder die Möglichkeit, dir alle Lehren zu übermitteln, wie
es uns der Heiland aufgetragen hat.
Amen
B.D.
183
empfangen am 16.11.1937
Kämpfe körperlich und seelisch ....
Verblendete ....
Und groß und mächtig ist der Herr, Der euch geschaffen hat
.... klein aber und
machtlos, der Ihn nicht erkennen will. Und deshalb dürfet ihr vertrauen immer auf den
Herrn, daß Er in Seiner Macht und Herrlichkeit euch, Seinen Kindern, Hilfe bringt
wider das, was nicht von Ihm kommt, wenn nur ein Rufen .... ein um Hilfe
flehender Gedanke zu Ihm dringt ....
Denn was Er erschaffen hat, soll bestehen nach Seinem Willen, und was an irdischen Gütern euch anhaftet, das müsset ihr dahingeben, wenn ihr
das Reich Gottes erwählet. Denn nur der Mensch wird gewertet, nicht sein Besitz
.... wo
aber Gott schauet in die Herzen, da wird nichts verborgen bleiben Seinen Vater Augen.
Und willenlos werdet ihr folgen, wo euch der himmlische Vater führt .... denn Er weiset
recht, die Ihm vertrauen. Darum preiset den Herrn, Der in göttlicher Liebe einem jeden
den Platz auf Erden anweiset, der ihm dienlich ist zu seinem Heil. Wer Vollkommenheit
anstrebt, muß dienen .... und stets bereit sein, zu dulden für den Herrn.
Unsagbar bitter ist es für diejenigen, die sich selbst bereiten wollen ihr
Leben, ausgeschlossen zu sein von Seiner Vaterhuld ....
Die die Liebe Gottes nicht zu brauchen glauben, die ganz allein
sich und ihr Schicksal in Händen zu halten glauben, denen wird der Vater ferne sein so
lange, bis auch sie in leisem Erkennen der Göttlichkeit um die Liebe des Vaters bitten.
Dann erst wird ihnen diese zugewendet werden, um dann die Gnade auszulösen, kraft
derer es dem Menschen nun gelingt, sich immer höher emporzuringen.
Für diese armen Verblendeten stehen noch große Kämpfe bevor, körperlicher und
seelischer Art, denn nur dadurch können sie hingewiesen werden zu ihrem Schöpfer
.... nur dadurch öffnen sie Augen und Ohr ihren geistigen Freunden, um durch
diese endlich auf den rechten Weg gewiesen zu werden ....
Ohne Leid kommt wohl kaum einer dem himmlischen Vater nahe ....
Dir, mein Kind, wird die Gnade zuteil, deinen Heiland in deiner Nähe zu wissen,
wenn du von Liebe zu Ihm erfüllt bist ....
Dein Herz wird
jubeln, in steter Verbindung mit Ihm bleiben zu dürfen, doch gib Ihm alles hin, was dir
lieb und wert ist .... und immer reicher wird dein Leben sein, denn die Gnadensonne
wird dir dann strahlen in Ewigkeit.
Amen
B.D. 184
empfangen am 17.11.1937
Prüfungen ....
Siehe, mein Kind, in allen deinen Lebensnöten liegt eine tiefe Bestimmung, und um
diese zu erfüllen, mußt du alles in Geduld tragen, was der Herr dir auferlegt. Es reget
sich in dir oft das Verlangen, deinem himmlischen Vater als Kind nahe zu sein, und dazu
gehört auch das Sich-willig-Seinen-Anordnungen-Unterwerfen. Gott sendet diese Prüfungen über Seine Kinder, um sie immer mehr zu Sich heranzuziehen, denn es sind dies
alles Prüfsteine auf dem Erdenweg, deren Überwindung dich nur vorwärtsbringen
kann in deinem Streben ....
Und nichts ist vom himmlischen Vater in Seiner Weisheit ohne Zweck angeordnet,
auch wenn ihr es nicht fassen könnt ....
Darum müßt ihr euch
in blindem Gottvertrauen diesen Seinen Anordnungen unterwerfen, es wird euch nur
zum Segen sein. Und nun, mein Kind, höre unsere Lehren: Sendet der Herr den Seinen Worte des
Heils und diese werden nicht angenommen, weil ihnen das Verständnis fehlt .... die
innere Verbindung mit ihrem Schöpfer .... so lässet Dieser Prüfungen über sie kommen,
um sie von Seinem Willen zu überzeugen .... denn wie oft glaubt der Mensch, sich einer
höheren Macht entziehen zu können .... ehe er selbst einsehen muß, daß sein Schicksal
in anderen Händen liegt als in seinen eigenen. Und immer wieder wendet der Herr in
Seiner Liebe den Erdenkindern Sein Erbarmen zu. Die kurze Erdenzeit recht, d.h. nach
Gottes Sinn, auszufüllen mit stetem Streben nach Vollkommenheit ist das höchste Gut,
was der Mensch sein eigen nennen kann, liegt es nur in seinem Willen. Und Gott lenkt
immer wieder seine Gedanken auf geistiges Gebiet .... er wird so oft gewarnt und hingewiesen auf die Ewigkeit
.... so er nur ein wenig des Willens ist, seinem Herrn und
Schöpfer zu dienen, kommt er auf den rechten Weg kraft der Liebe aller Geistwesen, die,
ihm zum Schutz, seinen Lebensweg begleiten. Sich mehr der inneren Stimme hingeben und nicht ankämpfen gegen Gedanken, die
auf das Jenseits .... auf das Leben nach dem Tode .... gerichtet sind. Solche Gedanken
werden jedem kommen .... und diese Gedanken müssen euch lieb und vertraut werden
.... anstatt daß sie euch erschrecken und ihr sie unwillig abweiset ....
Wer in Sorge
um sein Seelenheil alles tut, was ihm zur geistigen Förderung verhilft, sieht dem Tod des
Lebens nicht mit Schrecken entgegen .... er erblickt darin ja nur den Eingang in ein
anderes Leben, das ihm erfüllen wird seines Herzens Sehnen, verbunden zu sein mit
seinem Herrn und Heiland. Darum achtet der Trübsal auf Erden nicht .... sie ist nur ein
Mittel, euch zu lenken auf den rechten Weg, der euch führen soll zum ewigen Frieden.
Amen
B.D.
185
empfangen am 17.11.1937
Altes Testament ....
Vermehren wird sich dein geistiges Gut, vertraust du dich uns willig an und bleibst
du in steter Liebe deinem Heiland verbunden. Wir haben den Auftrag, dich einzuweihen in die Lehren des Alten Testamentes. Gott gab, bevor der Heiland Mensch geworden, Seinen Propheten Seine Stimme und
übermittelte durch sie Seine Gebote. Gelehrt wurde, daß der Messias komme, aus
dem alles Heil widerfahren sollte der Menschheit. Doch keineswegs gab Gott der
Herr ihnen den Auftrag, Kenntnis zu geben von den Sünden der Väter ....
Wie Gott zu den Seinen spricht auch heut, so gab Er immer schon den Menschen
kund, zu wandeln im Glauben und in der Liebe zum Schöpfer. Und doch entstanden
durch die Menschen Urkunden, die bezeugen sollten den Willen des Herrn ....
Vermessen könnte es genannt werden,
wären solche Schriften nicht in bester Absicht entstanden, zu dienen dadurch dem
Herrn und Schöpfer des Himmels und der Erde. Und nun führen diese Lehren dahin, daß man abzuleugnen sucht alles
.... auch die Worte des Herrn Selbst, Der sie den Menschen zum Segen gegeben hat
durch Seine Propheten. Deshalb weiset nicht ab, was eurer Beurteilung sich
entzieht ....
Lasset Gott walten von neuem, und nehmt an, was Er euch sendet in klaren Worten, die euch zu Herzen gehen werden und die mehr eindringen werden in euch als das Buch der Väter.
Doch irret auch dieses .... was ihr nicht versteht, das beurteilet nicht ....
Lehnt nicht ab, denn ihr könnet auch viel Wahrheit damit ablehnen ....
In keinem Hause sollten die
Worte Gottes fehlen, doch wenn auch das alte Buch nicht mehr gibt, was euch Trost sein
kann, dann verwerfet es dennoch nicht .... die Zeit ging darüber hin und
mit ihr auch die Sprechweise der Menschen ....
Verleugnet nicht Gottes Wort, sondern bittet den Vater
inständig, daß ihr leset in Erleuchtung .... daß ihr recht versteht, was Er durch die Propheten euch gegeben
.... und daß euch die Lehren der Wahrheit vermittelt werden
mögen. Die Liebe des göttlichen Vaters wird immer wieder Mittel und Wege finden, daß
Seine Lehren Eingang finden in die Herzen der Menschheit .... und euch vor Irrtum zu
bewahren, wird Er lenken eure Gedanken, wollet ihr nur recht verstehen und wollet ihr
aus dem Buch der Bücher nur göttliche Wahrheiten entgegennehmen und nicht
menschlich ergründen die Schwächen und Fehler der Menschheit. Nur reines, lauteres, Gott zugewendetes Denken bürgt für die Wahrhaftigkeit der
Worte, die Gott in Liebe durch Seine Werkzeuge den Erdenkindern übermittelt. Vermischet sich dieses Denken mit irdischem Bestreben
.... ist es nicht ausschließlich dem
himmlischen Vater zugewandt, dann wird eine jegliche Arbeit von Menschenhand
nicht mehr rein göttlich, sondern menschlich irrend entstehen .... und so sind zu erklären die geistigen Lehren, die anzunehmen sich sträuben so viele geistig Forschende. Doch wiederum gilt auch hier das eine, daß Wissenschaft dies nicht zu ergründen
vermag, was Wahrheit ist und was falsche Lehren .... die Erkenntnis wird nur denen, die
ihre Zuflucht nehmen zum himmlischen Vater und Diesen um Erleuchtung bitten. Diesen wird Er die Gnade nicht versagen und sie führen auf den rechten Weg
.... den Weg
des Erkennens. So gib dich unseren Worten vertrauend hin, und achte auf alles, was Gott dir bereitet, um euch zu verkünden die reine Wahrheit.
Amen
B.D. 186
empfangen am 18.11.1937
Reine Wahrheit ....
Zeichen ....
Wunder ....
Es werden Zeiten kommen, wo dir offenbaret wird, was der Heiland in Seiner Liebe
dir zugedacht hat. Dann mußt du so tief innig glauben können, daß keine Zweifel mehr
dein Herz befallen. Dahin führt unser Streben und unsere Bemühungen, dir durch
Kundgaben solche Kraft zu übermitteln, daß du als reine Wahrheit alles aufnimmst, was
dir geboten wird. Beachte, daß alles, was der Herr dir sendet, deinen Geist aufleben
läßt .... daß du in mancher Stunde schon dir Trost holen konntest aus Seinen
Worten .... daß dir vom Heiland nur solches gelehret ward, was deinem
Fassungsvermögen entspricht ....
Vollendet wird doch Sein Werk mit solchen Gaben, die dich einführen werden in die tiefste Wahrheit und dir ein geistiges Wissen vermitteln, daß du die Größe
Seiner Liebe und Macht daran erkennen wirst. Strebe nach diesem tiefen Glauben, der die Grundlage ist für dein ferneres Wirken.
Und nun sei bereit aufzunehmen:
Immer und ewig bestehen Gottes Lehren, und immer findet der Herr, die Ihm dienen und Seine Lehren verbreiten helfen unter der Menschheit. Aber nicht immer ist das
menschliche Herz und Ohr bereit, sie anzunehmen. Was der Herr schon an Wundern
geschehen ließ .... sie wurden nur selten anerkannt als solche ....
Zu Christi Zeiten
geschahen der Wunder viele, und selbst da wandten sich nur wenige Ihm zu, denn der
Mensch ist verhärtet durch den Einfluß des Bösen und glaubt diesem mehr als Seinem
Schöpfer. Gesegnet nun, wessen Herz sich erschließt für alles, was von oben kommt
.... wer im Glauben an den Heiland sein Wirken auf Erden in den Dienst des Herrn
stellt. Alle diese wird der Herr erleuchten und ihnen die Kraft geben, nach
Seinem Willen zu wirken für das Seelenheil der Menschenkinder ....
So erlebst auch du einen ständigen Fortschritt und erfüllst Tag um Tag deine Bestimmung. Das Aufnehmen der Worte Gottes ist dir Gewähr, daß der Herr mit Seiner Gnade
bei dir ist und dich segnet. Demütig, willig und ergeben alles entgegennehmen und den
Geboten des Herrn nachkommen .... und immer gefestigter wird dein Glaube sein, der
dich hinanführen wird zur Höhe.
Amen
B.D. 187
empfangen am 18.11.1937
Heilige Hallen ....
Segen der Arbeit für Geistwesen ....
So beginne in Gottes
Namen. Alle sind hier, die dein Herz sucht ....
Du hast wieder gegen Versuchungen anzukämpfen, das erschwert deine Aufnahme,
doch bleibe uns nur in Liebe verbunden, dann wird dir auch geholfen werden zu
jeder Zeit. Versuche nun, uns zu folgen: Wir haben sorgsam vorbereitet, was du
aufnehmen sollst, und brauchen nur deine Aufmerksamkeit. In heiligen Hallen
verweilen alle die, denen unsere Worte Segen gebracht haben. Dir wird ein
Gleiches zuteil werden, kämpfest du für deinen Heiland, denn Seinen Streitern
ist bereitet ein Leben in Herrlichkeit ....
Von des Heilands Liebe umstrahlt, begehren sie
nur zu schauen das ewige Licht .... den Herrn und Schöpfer des Himmels und der
Erde von Angesicht zu Angesicht ....
Es flehen dich unzählige Seelen an, ihnen zu helfen aus der Not, aus der Gewalt
der bösen Mächte. Allen diesen ist der Weg noch so weit, bis sie dahin gelangen,
wo ihnen die ewige Seligkeit beschieden ist ....
Dir ist die Möglichkeit geboten, durch rastlose Arbeit auf Erden auch eine große
Zahl dieser Armen zu erlösen, kannst du doch viele, viele Menschen darauf
hinweisen, ebenfalls in Liebe für so viele Geistwesen zu wirken ....
Durch Gebet und frommes Wandeln auf Erden wird die Kraft
aller Wesen immer größer .... es kann keiner von euch ermessen, wie wohltätig sich ein
Lebenswandel in geistigem Streben auswirkt auf die ihn umgebenden Geistwesen
.... wie so viele, die mit den noch auf Erden weilenden Wesen durch Gottes Weisheit verbunden sind, teilnehmen am Erdenleben dieser und in Hoffen und Bangen ersehnen, daß
sich alle zuwenden möchten dem göttlichen Vater ....
Ihr Wirken im Jenseits ist ja
unausgesetzt die Sorge um diese Erdenkinder .... und ihr geistiges Streben im Jenseits
gilt ja auch nur dem Seelenheil der ihnen anvertrauten Erdenkinder. Es ist oft ein
schwerer Kampf um solche Seelen, und so du helfend eingreifen kannst .... wo du deinen Geschwistern auf Erden vermitteln kannst unsere Lehren, werden dir zahlreiche
Wesen dies danken, und darum verfolgen sie dein Bemühen mit steter Sorge und Hoffnung. O könntet ihr Menschen nur annähernd ermessen, wie viel Segen ihr geben
könnt mit eurer Arbeit .... ihr würdet fortan nur dem Heiland dienen und aufgehen in
Liebe für eure Mitmenschen .... und jederzeit würdet ihr nur dem Ziel zustreben, euch
zu schaffen die ewige Herrlichkeit.
Amen
B.D. 188
empfangen am 19.11.1937
Gebet ....
Wir fördern dich, so gut es in unseren Kräften steht, und deshalb ist all deine Angst
und Sorge unnötig, nur an deinem Gebet liegt es .... wenn du stets zu diesem deine
Zuflucht nimmst, kannst du ohne Sorge sein, denn stets wird erhöret, wer da bittet aus
tiefstem Herzen um Erleuchtung. Liebes Kind, vorübergehend wollen dich geistige Kräfte in Anspruch nehmen, die
dir geben wollen erhabene Lehren von Gottes Weisheit. Achte darauf, wie dir diese
zugeteilt werden. In allen Nöten hat der Vater Seinen Kindern eins gegeben ....
das Gebet ....
Was ist das
Flehen-Dürfen zu Ihm für ein Gnadenbeweis Seiner göttlichen Liebe! ....
Er gibt allen die Möglichkeit, nur durch Zuwenden inniger Gedanken an Ihn sich
Hilfe zu verschaffen zu jeder Zeit ....
Erbarmend kommt der Vater einem jeden entgegen, der Ihn anruft
in seiner Not. Wer unter euch will diese Gnade zurückweisen, dem ist jede Möglichkeit
verschlossen, daß göttliche Hilfskräfte ihm sein Wirken auf Erden erleichtern. Auf sich
selbst gestellt, wird ihm die rechte Erkenntnis mangeln .... er wird seinen
Lebensweg gehen in Irrtum und Dunkelheit des Geistes ....
Was Gott euch durch die Segnungen des Gebetes gab, ist von so unschätzbarem Wert
für euch, denn es stellt ja die Verbindung her zwischen dem himmlischen Vater
und Seinen Erdenkindern. Nur ein Verblendeter weiset solche Gnadenmittel von
sich ....
Jedes Kind Gottes aber wird dem Vater danken
für diesen großen Gnadenbeweis Seiner Liebe und wird sich angelegen sein lassen, in
Dankbarkeit anzunehmen, was ihm geboten wird. Im Gebet will der Herr euch prüfen, denn was ihr als Form eines Gebetes anwendet,
genügt nicht .... es dringt nicht zum Vater, solange nicht euer Herz spricht
....
Es ist nur dann von Wert und Wirkung, legt ihr euer ganzes kindliches Flehen
hinein in das Gebet, sei es in Worten oder in Gedanken ....
Immer müßt ihr von Herzen zu Gott sprechen, dann wird Er euch erhören und euch
geben, was im Sinne der göttlichen Weisheit ist. Darum übergebt alle eure Sorgen
vertrauensvoll eurem Vater, Der so, wie es euch von Nutzen ist für die Ewigkeit,
euer Gebet erhören wird ....
Und unterwerfet euch stets
Seinem Willen. Denn Er allein weiß, was euch frommet, und wird euch geben, daß
es euch Segen bringt ....
So sehet im Gebet immer ein Geschenk
.... die Brücke, auf der der Herr euch gestattet, zu Ihm zu kommen .... und diese Gelegenheit nutzet, sooft ihr könnt
.... am Ende
eurer Tage werdet ihr erkennen, wie segensreich euer Wandeln dadurch auf Erden war.
Amen
B.D. 189
empfangen am 19.11.1937
Schutz vor Irrtum ....
Mahnung zum Gebet ....
Unentwegt sollst du vernehmen unsere Lehren. Siehe, Gott gibt dir Seinem Willen
gemäß so, wie es dir zuträglich ist. Du kannst vernehmen Sein Wort fort und fort
.... es
werden dir geboten Seine liebevollen Unterweisungen, solange dein Wille gut ist und
du bereit bist, dem Herrn zu dienen, aber achte stets darauf, daß du auch fernerhin um
deinen Glauben kämpfst, denn du wirst immer leichter aufnehmen, je fester du im
Glauben bist. Bewege alles, was wir dir geben, in deinem Herzen, und du wirst sehen,
daß dir viel Kraft dadurch zufließt, lässest du erst die Lehren recht auf dich
einwirken ....
Es mag dir wohl manchmal scheinen, als bringest du deine eigenen Gedanken in die
Schrift, doch weise solches stets von dir .... der Schutz um dich läßt nicht zu, daß
Irrtum deinem Schreiben unterläuft ....
Es sollen dies Lehren sein, für viele bereitet, und nur
reine Wahrheit soll erstehen durch dich .... darum hüte dich selbst vor solchen Gedanken, die nur deine Ruhe stören und auch hindernd wirken auf unsere Übermittlungen.
Es ist nur eins vonnöten, daß du alles in tiefem Glauben entgegennimmst .... daß du voll
und ganz deinem Heiland vertraust, Der dich nicht in Irrtum wandeln lassen will, und
daß du dankbar aus Seiner Hand entgegennimmst, was immer dir gegeben wird. Nun
sei bereit und höre: Wieder ist dem Herrn eine Kraft erstanden, auf die wir alle
große Hoffnung setzen. Hat dein Herz erst einmal teilgenommen an diesem großen
Gnadenwerk des himmlischen Vaters, so wird es nimmer davon lassen ....
Die Freuden
der Welt können ein solches Kind nicht mehr betören, denn in der Gnade Gottes zu
leben, in Seiner Liebe täglich auf Erden zu wandeln ist unvergleichlich wertvoller. Es
stellt sich bald das Verlangen ein, immer mehr einzudringen in die geistige Welt, und
die irdische Welt mit ihren Verlockungen gibt dem Gotteskind nichts mehr, was diesen
Segnungen gleichkommt. Und doch ermahnet der Vater immer wieder, nicht nachzulassen im Gebet, denn nur
durch ständiges Gebet wird die Gnade und die Kraft immer wieder erworben, und nur
durch dieses kann der Mensch ausführen und zum Ziel gelangen. Wachet und betet! Auf
daß ihr nicht dem Versucher erliegt, der unausgesetzt sucht, den Menschen abwendig
zu machen vom göttlichen Streben. Und durch das Gebet werdet ihr immer alles Böse
um euch abwehren und nur der Gnade des Herrn teilhaftig werden. Darum bleibet im
Gebet, und rufet den Vater mit jedem Gedanken um Hilfe an, daß Er segnen möge euer
Streben und euch Kraft geben zu glauben.
Amen
B.D. 190
empfangen am 20.11.1937
Wirkung auf unwissende Geistwesen ....
Im Wechsel der Zeiten gestattet uns der Herr, dir mitzuteilen, was dir Freude machen
soll. Es gehen im Lande des Ewigen viele einher, denen du durch dein Streben vollkommen anderes Denken gelehrt hast. Leise und behutsam erscheinen sie in deiner Nähe
und beachten alles, was du tust und denkst. Und auch in ihnen beginnt ein langsames
Erkennen ihrer Lage und ihrer Bestimmung. Ihr Sinnen und Trachten ist nun darauf
gerichtet, sich einzufügen und in Verbindung mit guten Geistwesen zu kommen. Für
alle diese ist dein Wirken auf Erden schon von Segen geworden .... immer wieder
kehren sie zu dir zurück und betrachten staunend die Möglichkeit der Verbindung
von dir zum Jenseits. So mancher würde es dir erklären wollen, wie dein Beten
und dein Streben auf ihn gewirkt hat ....
Der Lichtstrahl, der von dir ausgeht, sobald unsere Verbindung hergestellt ist, zieht viele arme Seelen an
.... sie sind noch mit der Erde verknüpft, und wo ihnen ein solcher Strahl
leuchtet, dort finden sie sich zusammen ....
Ein lieber
Gedanke, den du diesen allen zuwendest, gibt ihnen immer wieder Hoffnung und Kraft,
die Arbeit an sich selbst zu beginnen und sich der Göttlichkeit zuzuwenden in beginnendem Erkennen. Was du schon diesen allein gibst, ist unendlich wertvoll und segenbringend. Manch
einer möchte sich hervordrängen und dir seine Sorgen und seine Bitten anvertrauen,
doch jetzt ist die Zeit noch nicht gekommen .... nicht für sie, und auch dir wollen wir
nicht den Frieden stören. Wir handeln jetzt im Sinne des Herrn, daß wir dir nur geben
möchten, was dir und deinem Seelenfrieden zuträglich ist. Doch könntest du die Schar
derer sehen, die dein Bemühen mit Hoffen und Bangen verfolgen, so würde das allein
schon dich antreiben, die Gelegenheit zur Verbindung mit uns auszunutzen, sooft du
kannst.
Könnten wir nur recht oft so unmittelbar wirken an den Erdenkindern
.... wie viel
Segen würde das nach sich ziehen! Gläubig und vertrauensvoll darfst du dich immer
uns zuwenden .... unzählige Seelen bangen gleich uns, daß du diesen Weg verlassen
könntest, und soweit unser aller Kraft es vermag, stehen wir alle dir helfend zur Seite,
darum kannst du mit großer Zuversicht dein Werk fortsetzen und brauchst nicht bangen, daß dir je unser Beistand entzogen werden könnte. Die Liebe unseres Herrn und Heilands ist so unermeßlich, und immer ist Er
bedacht, den Seinen Labsal und Kraft zu geben auf ihrem Pilgerweg zur wahren Heimat.
Amen
B.D. 191
empfangen am 20.11.1937
Gelehrte ....
Arm und Reich ....
Pfund ....
Im Einverständnis mit unserem Herrn und Heiland bereiten wir dir heut eine Kundgabe, die dich befähigen soll, auch Gelehrten gegenüber zu vertreten, daß dein Streben
von Gott gewollt und in Seinem Wohlgefallen ist. Hart und schwer ringen so manche Menschen um ihr Dasein, und wieder anderen
fällt das Glück in den Schoß, und sie haben wenig Verständnis für die Not und Leiden
der anderen. Wenn ihr nun meinet, daß der Herr diese verlassen hat, so sehet einmal
näher hin und beachtet, daß dort, wo der Mensch kämpfen muß um sein tägliches
Leben, viel eher Seine Gebote erfüllt werden als dort, wo den Menschen ein
leichtes Los beschieden ist ....
Und merket daher, daß der Mensch in Sorgen viel eher den Gedanken jene Richtung
gibt, die zu seinem Heil führen .... daß aber dem Menschen, der unbeschwert durch das Leben geht, jeder Gedanke an eine Rechtfertigung vor dem himmlischen Vater unbequem ist und er solchen schnell abweiset, wenn er sein Inneres einmal ausfüllt. Vergleichet ihr nun, wie Christus auch Sein Leid willig auf Sich nahm, aus Liebe zur
Menschheit, weil Er den Erdenkindern den Lebensweg dadurch erleichtern wollte, so
geht daraus hervor, wie wenig Leid euch der Herr aufbürden wollte und wie Er bemüht
war, diese Last zu verringern, indem Er geduldig das Leid der Menschheit auf Sich
nahm. Anderer Wesen Leid zu tragen, ist die Größe Seiner Liebe fähig gewesen, und für
andere Sich zu opfern, hat Sich der Herr ans Kreuz schlagen lassen. Sonach nehmen alle
die, die ihr Leid auf Erden tragen .... gottergeben und duldsam .... an dem Erlösungswerk Christi teil, denn nur durch Leid gelangt der Mensch zur Vollkommenheit
.... durch Leid werden Tausende und aber Tausende von Seelen gerettet für das
ewige Reich. Dem anderen aber, den nichts beschwert, wird wenig Segen erwachsen
aus seinem Wandeln auf Erden, denn er verschließt sich allen Ermahnungen, die
seinem Herzen zugehen, und bleibt weit zurück hinter jenen ....
Wenn ihr nun fragt, warum der Herr so verschieden die Seinen betreut, warum Er
läßt den einen reifen in Not und Betrübnis, den anderen aber bewahret vor Herzeleid
und Sorgen, so wird euch der Herr Selbst darauf antworten: „Ich habe jedem gegeben
das Pfund, daß er es verwerte.“ So, wie der Mensch sich zu Gott einstellt, so
wird ihm gegeben werden ....
„Und ist wohl einer
unter euch, an dessen Herz Ich nicht geklopft hätte? ....
Ist wohl
einer unter euch, dem Ich Mich nicht genaht hätte, um aufgenommen zu werden von
ihm?“
Der Arme gibt von dem wenigen, das er hat
.... der Reiche aber läßt vergeblich bitten,
die dazu ihm kommen. Und so wird auch der Herr aufgenommen von dem Armen, von
dem Reichen aber abgewiesen, sooft Er Einlaß begehret bei ihm. Und nun erwählet der
Herr, wer Ihm treu gedienet hat, und ist ferne denen, die in Hartnäckigkeit
Seinen Ruf nicht vernehmen wollten ....
In Kürze aber werdet ihr es erleben, wie der Vater die Seinen schützt und ihnen
Kenntnis gibt von Seiner Liebe ....
Dann erwachet auch ihr, die
ihr lange gezögert habt, den Herrn aufzunehmen in euer Herz. Denn kurz ist die Zeit,
die euch beschieden ist auf Erden. (Unterbrechung)
B.D. 192
empfangen am 21.11.1937
(Fortsetzung zu Nr. 191) Hinweise ....
Doch nun wirken
verschiedene Mächte im menschlichen Herzen, das Gute streitet wider das Böse,
und gar sehr oft hat das Böse große Macht über den Menschen ....
Es
nimmt der Mensch viel leichter an, was ihn entfernt vom Herrn, wenn die äußeren
Lebensumstände ihn nicht dazu veranlassen, sich durch inniges Gebet Hilfe zu erbitten
vom Herrn. Somit wird die Kraft, mittels derer der Mensch den Versuchungen des
Bösen widerstehen könnte, immer geringer und die Macht des Versuchers, sein Einfluß
auf die Menschenseele immer größer. Das Gebet vergißt sehr oft der, dessen Leben
wenig Kampf um sein Dasein ist ....
Diese Armen verhärten mit der Zeit ihr Herz ganz
gegen die guten Einflüsse der Geistwesen, die ihnen zu ihrem Schutz zugeteilt sind.
Deshalb ist unser dringendster Hinweis der, der Welt und den irdischen Freuden zu entsagen, denn dann erst mehrt sich die Kraft, zu wirken für das Seelenheil. Allen, die mit
irdischen Gütern gesegnet sind, ist der Drang zum Genießen Wollen eigen, und darin
liegt die große Gefahr, denn je mehr sie der Welt ihr Sinnen und Trachten widmen,
desto mehr entfernen sie sich von der geistigen Welt .... und werden sie einmal darauf
hingewiesen, daß der eigentliche Zweck des Lebens doch ein anderer ist, so versuchen
sie nur doppelt, sich solche .... sie auf den rechten Weg weisende Gedanken
durch irdische Genüsse zu betäuben. Sie leben dahin, als käme nie ein Ende ihrer
Tage ....
Und doch werden einem jeden Hinweise genug gegeben und sehen sie am Schicksal
.... am plötzlichen Hinscheiden so mancher ihrer Mitmenschen, wie nötig es wäre,
sich mit den Gedanken ans Jenseits vertraut zu machen. Allen kommt die Stunde, ob
früh oder spät; und ein langes Leben gelebt, ohne den Sinn erfaßt zu haben, ist
unsagbar schmerzlich ....
Darum ist das Bemühen um diese Seelen doppelt schwer, aber auch verdienstvoll
....
Eine solche Seele aus der Macht des Widersachers zu entreißen erfordert viel Liebe und Geduld und treues Ausharren. Wem die Möglichkeit geboten ist,
einzuwirken auf solche Herzen, der soll es nicht versäumen .... wohl brauchen sie
unendlich viel Hilfe auf Erden, weil das Denken dieser Armen immer verblendeter sich
vom Geistigen abwendet. Es bereitet dir das Aufnehmen Schwierigkeiten, wir wollen dir mehr geben zur rechten Zeit.
Amen
B.D. 193
empfangen am 21.11.1937
Feinde der Menschheit ....
Kampf .... „Der Sieg ist euer ....“
Bringe dem Herrn
Opfer, und Er wird es dir vergelten tausendfach ....
Es verbergen sich unter den Menschen zahllose Feinde der geistigen Lehren ....
Nichts ist ihnen heilig, was außerhalb des menschlichen Wissens und Könnens liegt, und vernichten möchten sie alles Streben um geistiges Gut unter den Menschen. Und wo es ihnen nur möglich ist, lehren sie, daß alles Leben, alles Bestehen für den Menschen mit dessen leiblichem Tode erloschen ist. Und dadurch rauben sie ihm jeglichen Glauben
.... sie verhindern jegliche geistige Einstellung zu einem höheren Wesen .... vernichten den Glauben
an ein Jenseits, an eine Rechtfertigung .... überhaupt alles das, was der eigentliche Sinn
und Zweck der kurzen Zeit ist, in welcher der Mensch die Gnade hat, verkörpert zu sein
auf Erden. Mit solchen, alles Göttliche abweisenden Einstellungen erreicht der Mensch aber
noch weniger im Leben als nichts .... denn nicht nur, daß seine Lebenszeit für ihn vollständig nutzlos verstrichen ist
.... er ist noch dazu in die Macht der Finsternis dadurch gefallen, die ihn
immer mehr hinabzieht ins Verderben ....
Diesen Feinden der Menschheit muß mit allem Willen und mit allen Mitteln Kampf
angesagt werden jetzt und zu allen Zeiten. Bedenket doch, wie diese das Wohl und
Wehe der menschlichen Seele in den Händen halten ....
Wo kein eigener Antrieb da ist, dieser Macht zu entrinnen, ist es
schlimm für die Menschheit bestellt. Denn Gut und Böse wird sie nimmer auseinanderhalten können, sie wird urteilslos alles anerkennen und gutheißen, was diese Vertreter
des Widersachers in schönen Reden den Menschen schmackhaft machen wollen .... und übrigbleiben
wird von alledem nichts als ein in Irrtum wandelndes, Gott und Seine Lehren
abweisendes Volk. Und wiederum wird dieses sich auch noch teilen in viele
Parteien, und es wird ein Tasten und Irren im Dunklen sein auf allen Seiten ....
Was Gott gelehret hat und was Christus auf Erden den Menschen gab, sucht man zu
vernichten und gibt es unwahr und verzerrt wieder .... doch ihr, Seine Getreuen,
dürfet nicht verloren gehen lassen dieses höchste Gut, ihr müsset wirken in
Liebe und Eintracht .... daß den Menschen erhalten bleibe die Verbundenheit mit Gott und durch
diese und das Gebet auch die Gewähr, daß der Herr und Heiland helfen wird zu rechter
Zeit einem jeden, der Ihm anhangt. Es bleiben der Seelen viele zurück, die Gott als ihren
Herrn und Schöpfer anerkennen, und diesen Seelen den Glauben festigen und ihnen
göttliche Gnade zuwenden ist eure Arbeit auf Erden. Doch werden noch harte Kämpfe
eurem Wirken vorangehen, denn wo die Lehre Christi angefeindet wird, dort wird man
auch denen mit Maßnahmen gegenübertreten, die sich zu dieser Lehre bekennen und
für Jesus Christus streiten .... und um für diese Kämpfe gerüstet zu sein, werdet ihr noch
erbitten müssen viel Gnade und Kraft vom himmlischen Vater .... aber der Heiland
Selbst steht euch bei, und „Der Sieg ist euer ....“, spricht der Herr .... denn
Er segnet alle, die Sein Wort verkünden, und führet sie zum Sieg ....
Amen
B.D. 194
empfangen am 22.11.1937
Lehren in Zwang ....
Bewahre dir ein
gläubiges Herz, so wird dir Gott nahe sein allezeit. Und legt dir der Herr auch
auf, was dir untragbar erscheint, mit Seiner Hilfe und Gnade kannst du alles
überwinden ....
Und nun höre: Wir schließen alle um dich einen Kreis und beginnen unsere Arbeit,
denn es hat der Herr beschlossen, dich einzuweihen in die Gefahren des Christentums,
wie es heut auf Erden gelehrt wird. Wenn in allen Zeiten Sein Wort so aufgenommen
wurde, daß es galt, den Nächsten Zwang aufzulegen, so war das ein großer Irrtum
und Fehler der Lehrenden ....
Denn durch Zwang will der Herr keines Seiner Kinder zu Sich
ziehen, sondern ganz aus freiem Willen sollen sich die Kinder entscheiden, ob sie den
Vater wählen oder Ihn ablehnen wollen. Wir betrachten daher jeden Zwang, den die
Kirche oder die Diener Gottes ausüben wollen auf die Menschheit, als nicht von Gott
gewollt und nicht von Ihm in Seinen Lehren angeordnet. Deshalb fällt eine solche Kirche in sich zusammen, weil ihr ja die Grundbedingung fehlt
.... volle Freiheit des Willens. Wo Bestimmungen getroffen werden, dies und
jenes einzuhalten unter Androhung von Strafen, dort kann keine geistige Freiheit
bestehen, und dort wäre auch der Zweck nicht erfüllt, auch wenn die Erdenkinder
diesen Zwangsbestimmungen nachkommen. Und darin liegt wieder die Erklärung für
den Zerfall solcher Kirchen, obgleich ihre Absicht auch ist, die Menschen zu
Gott zu leiten. Im Erkennen dieser heiligsten Grundbedingung, das ganze Wandeln
des Menschen auf freiem Willen zu gestalten, fallen so viele andere Bestimmungen
in das Reich des Irrenden ....
Aller Zwang ist von Gott nicht gewollt und daher nur hinderlich dem Menschen auf
dem Weg zur Ewigkeit ....
Lehren
dürfet ihr wohl Seine Worte, doch nicht mit Bedingungen verknüpfen, die das Menschenkind in eine Art Zwangslage versetzen und ihm ein anderes Bild von Gottes Güte
und Liebe zu geben imstande sind. Achtet allerwärts darauf, daß ihr, die ihr Diener
Gottes seid, in Liebe zum Vater heranziehen sollt eure Schäflein, und belehret sie, daß
sie um Gottes Gnade ringen und bitten mögen, dann wird ihnen der Weg leichter werden zum Vater, und nichts wird sie schrecken
.... während eure Lehren sie in einen
Abhängigkeitszustand versetzen .... in einen Zustand, wo sie wohl bemüht sind im
besten Falle, ihren Pflichten nachzukommen, aber ihnen die innere geistige
Hingabe an das Vaterherz fehlt ....
Liebe und Verlangen nach dem Vater soll aus dem Herzen kommen, nicht aber unter
Druck erzwungen werden ....
Die menschliche Seele erklimmt dann eine viel höhere Stufe und schreitet unter
der Gnade Gottes, die sie aus eigenem Antrieb erfleht, viel schneller vorwärts
....
Darum suchet, wo ihr könnt, den Menschen verständlich zu machen, daß sie nicht
einer Lehre anhangen sollen, sondern in ihrem innersten Herzen die Lehre Gottes
hören sollen, die sie hinweiset auf ihre Gotteskindschaft; und als Kinder Gottes das Verlangen zu schüren, zum Vater zu gelangen, ist, was euch die Grundlage des echten Christentums sein soll
.... und dann wird euch vom Vater der Weg gewiesen werden in Liebe
und göttlichem Erbarmen.
Amen
B.D. 195
empfangen am 22.11.1937
Liebe des Heilands ....
Mit geistigen Augen schauen ....
Dein Streben wird
gesegnet vom Herrn, und vernehmen sollst du Sein Wort ....
In
wenigen Stunden schon kann dir genommen werden, was dir das Liebste ist auf
Erden .... doch des Heilands Liebe bleibt dir in Ewigkeit, und danach zu streben
ist viele Opfer wert, mein Kind ....
An diesem ewigen Quell sich zu laben wird dir zuteil Tag um Tag, all deine
Gedanken wende Ihm allein nur zu, dann wirst du auch ein Leben führen auf Erden,
wie es Ihm wohlgefällig ist ....
Alle Tage deines Lebens sollen ein einziges Gebet sein um die Liebe des
himmlischen Vaters, dann wird dir leicht werden das Wandeln auf Erden und, ein
Teil Gottes selbst, kehrest du zurück zu Ihm, wenn deine Zeit gekommen ist.
Spricht der Herr mit dir, so geschieht es aus übergroßer Liebe, und was Er dir
gibt in dieser Liebe, das führt dich wiederum zu Gott, nimmst du es mit dem
Herzen auf ....
Es entwirren sich viele Fäden, und bald gibt der Herr dir ein klares Bild vom Schaffen und Wirken in der geistigen Welt. Dir ist beschieden, mit geistigen Augen schauen
zu lernen in das Reich des Ewigen. Um dort wirken zu können, müsset ihr eine hohe
geistige Stufe auf Erden erreicht haben, um bei eurem Eintritt in das Jenseits euch eingliedern zu können in die Schar der emsig wirkenden Geistwesen. Sie alle walten nach
Gottes weisem Ratschluß, und ihr Liebeswerk an weniger vollkommenen Geistwesen
bereitet ihnen schon einen Zustand von nicht zu beschreibender Seligkeit ....
Dazu
kommt, daß sie selbst vermögen zu sehen und zu empfinden als Lichtwesen .... was
dir jetzt noch nicht verständlich ist .... daß sie in der Verbindung mit dem Heiland vermögen, sich in dieser Lichtfülle aufzuhalten, und es ihnen Glücksempfinden ohne
Maßen bereitet. Nur die Liebe des Herrn Jesu vermag euch dahinzuführen, und durch
die Liebe zu Ihm werdet ihr Sein werden in Ewigkeit.
Amen
B.D. 196
empfangen am 23.11.1937
„So, wie ihr zumesset, wird euch zugemessen werden
....“
So beginne, mein Kind: In allen deinen Lebenslagen dir bewußt bleiben, daß
du ohne des Vaters Hilfe nichts erreichen kannst, wird dich immer recht handeln
und deinen Blick zum Vater wenden lassen ....
So, wie ihr zumesset, so wird euch zugemessen werden ....
Dieses Wort hat der Herr gegeben und den Erdenkindern damit das Gebot der
Nächstenliebe ....
Wir alle wissen, wie schwer es ist, auf Erden das zu erfüllen, denn die Liebe ist im
Erdenleben den Menschen noch so fremd .... ein jeder sieht den Nächsten nicht als seinen Bruder an, sondern wittert immer in ihm mehr einen Gegner, und es bedarf gerade
deshalb einer großen Überwindung, diesen Mitmenschen die Liebe entgegenzubringen, die der Herr von euch verlangt. Es ist gewiß ein segensvolles Bemühen, wenn ihr
euch erst einmal klarmacht, daß ihr doch alle Kinder Gottes seid und in euch nur Liebe
füreinander wohnen müßte, kraft derer ihr euch gegenseitig immer nur Liebes
antun solltet, anstatt euch zu befeinden oder in Gleichgültigkeit nebeneinander
einherzugehen ....
Es ist das Gesetz des Vaters, daß euch in gleichem Maß zugemessen werden
soll, wie ihr euren Mitmenschen zumesset. Alles, was euch der Vater gibt, sollt ihr in
gleicher Weise auch eurem Nächsten zukommen lassen, doch immer im Bewußtsein,
daß ihr Kinder untereinander seid und des Vaters Liebe euch alle zu vereinen
sucht. Darum lasset niemals vergeblich bitten und gebet dort, wo nur die
leiseste Bitte an euer Ohr dringt ....
Im Erdenleben will euch der Vater Gelegenheit geben, euch in dieser Nächstenliebe
zu üben, denn im Jenseits ist die Liebe das vornehmste Gebot .... dort wirket
nur einer für den anderen ....
Und was ihr im Erdenleben versäumt habt, an Liebe zu geben, das
wird euch dort schwer bedrücken, so manch einer wird verlangend die Wirkung der
Liebe ersehnen, die ihm Erlösung bringen soll aus der Dunkelheit .... alle guten Taten
auf Erden hat Gott gesegnet, sie bringen vielfältige Frucht im Jenseits, denn ein jeder
wird ernten, was er gesäet hat, und wird den Lohn seiner Liebe auf Erden wieder in
Liebe empfangen von unserem Herrn und Heiland. Denn Gott ist die Liebe, und in Seiner Liebe leben zu dürfen ist ewige Seligkeit.
Amen
B.D. 197
empfangen am 23.11.1937
Erdball ....
Donnerstimme ....
So ist es im Willen des Heilands, daß
dein Wissen vermehret wird immerdar ....
Du
hast wenig zu fürchten in diesen Tagen und kannst dich unbesorgt dem geistigen Streben hingeben, es wird dir viel Kraft und auch Freude geben, die Worte des Herrn zu
empfangen. Alle Belehrungen haben nur den einen Zweck, daß du in Verbindung
bleibst mit dem himmlischen Vater. Deshalb spornen wir dich immer mehr an, treu
auszuharren und nicht nachzulassen, bringt es dir doch geistige Güter ein, die
dir von Nutzen sein sollen für die Ewigkeit ....
Siehe, mein Kind, wir alle sind glücklich über deinen Eifer und bringen dir voll Freude die Gaben entgegen, die der Heiland für dich
bereit hat. Wohl wirst du noch oft kämpfen müssen, ehe du ganz eingedrungen bist in
Gottes Weisheit .... doch desto inniger wirst du dich an den Heiland anschließen, denn
Seine Liebe lässet nicht von Sich, die Ihm treu sind ....
Hat Gott in vollem Vertrauen dich
so begnadet, dir Seine Lehren übermitteln zu lassen, so mußt du dieses Vertrauen auch
rechtfertigen, indem du Seinen Willen erfüllst und Ihm dienest allezeit. In kurzer Zeit schon beginnt es zu tagen auf dem Erdball
.... einhergehen wird der
Herr durch alle Lande und wird den Seinen Trost sein und Hoffnung, und vernehmen
wird Seine Donnerstimme die Menschheit, wenn Er wachrufen wird alle Ungläubigen
und geistig Schlafenden. Ihr alle aber, die ihr Trost suchet beim Herrn, werdet in Seiner
Liebe wohlgeborgen sein. Seine Kinder wird Er schützen vor Ungemach, und sie werden fühlen die Nähe ihres Herrn und Heilands und sich Ihm gläubig anvertrauen, daß
Er sie errette aus aller Gefahr. Deshalb wendet euch alle in kindlichem Vertrauen an
euren Vater im Himmel, auf daß Er euch behüte jetzt und allezeit.
Amen
B.D. 198
empfangen am 24.11.1937
Kampf des Lichts mit der Finsternis ....
Höre, mein Kind, es
liegt in Gottes Willen, dich zu unterweisen in Lehren, die deinem Denken
entsprechen, und deshalb will ich dir heut mitteilen, wie sehr unser Herr Jesus
dir zugetan ist und Sich deiner Hingabe freut ....
Bemerkst du je um dich ein
Gefühl des Verlassenseins, so soll dich das nimmermehr erschrecken .... denn Einer ist
dir immer nahe, dein Heiland, Der dir tragen hilft alle deine Sorgen. Und in dieser
Erkenntnis gehe getrost deinen Lebensweg zu Ende und fürchte dich nicht! Nicht allen
ist ein gleiches Los beschieden, körperlich und geistig so wirken zu dürfen, wie es der
Herr und Heiland dir zugedacht hat .... doch wenden sich deine Blicke allzeit
nach oben, so wirst du beidem nachkommen können und stets die sorgende Vaterhand
spüren. Horch auf uns, die wir in deiner Nähe weilen, und versuche zu folgen:
....
Im Anbeginn der Welt war aller Geist vereint .... es war eine Wesenheit
umstrahlt vom Licht der ewigen Sonne ....
Das Weltall durchschwirrten Elemente, die das Licht scheuten und das
göttliche Licht zu zerstören versuchten. Im Kampf der Dunkelheit mit dem Licht verloren unzählige Atome die Verbindung mit dem Licht, und diesen im Weltall irrenden
Lichtkörperchen sagten die Elemente der Finsternis den Kampf an, um ihre Lichtfülle,
die jedes dieser kleinen und kleinsten Wesenheiten barg, zu erlöschen und diese
Wesenheiten dann in den Bannkreis der Finsternis zu ziehen .... so entstand der
Kampf zwischen Gut und Böse, er währet bis in unabsehbare Zeit ....
Und einem jeden Lichtwesen gab Gott die Freiheit, sich zu wenden nach eigenem Willen. Die ureigenste Zugehörigkeit dieser Wesenheiten aber zum göttlichen Licht bleibt
bestehen, und ob auch der Kampf Jahrtausende währt .... es wird ein jedes
kleinste Bestandteilchen des ewigen Lichts wieder zurückfluten zum Ausgangsort
seiner Bestimmung ....
Das ist der Kreislauf nach Gottes Willen, daß ein jedes Wesen in freiem
Willen, unter Einsetzen seiner ganzen Kraft, unterstützt von der Liebe des alles Licht
erzeugenden göttlichen Vaters, sich zuwendet Diesem und so wieder den Weg zurückfindet zur Vollkommenheit und wieder weilen darf in der Nähe des himmlischen
Vaters .... dem ewigen Licht.
Amen
B.D. 199
empfangen am 24.11.1937
(Fortsetzung zu Nr. 198) Kampf des Lichts mit der Finsternis ....
Wo dein Wille sich dem Geistigen zuwendet, wird dir auch die Kraft gegeben werden, dein Ziel zu verfolgen. In deinem Herzen liegt die Gewähr für dein Streben
.... im
Herzen wirst du es fühlen, daß die Verbindung mit dem Heiland dir göttliche Gnade
zufließen läßt, und du wirst in Glück und innerem Frieden der Zukunft entgegensehen
können. Wo Sich der Heiland um die Seinen bemüht, bringt dir ein jeder Tag Segen
.... doch danke dem Herrn auch für jeden Tag, der dich Sein Wort lehrt ....
Und nun beginne: Wo die Wesen des Lichts mit der Finsternis streiten, wird kein
Körnchen verloren gehen .... es erstehet alles von neuem, immer mit dem Streben
nach dem Licht ....
Die kleinsten Wesenheiten bleiben im Weltall bestehen und formen sich je
nach der Dauer ihres Lebens immer wieder um .... sie gelangen endlich in einen
Zustand, wo sie nach eigenem Ermessen über sich selbst verfügen können, doch immer
dem Willen des Schöpfers untertan. Wo dann ihre eigene Willensfreiheit einsetzt, tragen sie nun auch die Verantwortung für den weiteren Werde- und Entwicklungsgang
.... für die Reife ihrer Seele ....
Ihre Bestimmung ist, zurück zum ewigen Licht zu kommen,
von welchem sie ausgegangen sind, doch in welcher Zeit sie diese Bestimmung erreichen, ist ihnen selbst überlassen worden
.... darum ist unausgesetzt das Ringen dieser Lichtwesen gegen die Macht der
Finsternis. Wer aus diesem Kampf siegreich hervorgeht, trägt nun seinerseits
dazu bei, dem Schwachen zu helfen, und die schärfste Waffe im Kampf gegen den
Widersacher ist die Liebe ....
Amen
B.D. 200
empfangen am 25.11.1937
(Fortsetzung zu Nr. 198 und 199) Kampf des Lichts mit der Finsternis ....
O wie wohl tut es
uns, wenn wir dein Streben verfolgen! ....
Es kann in der Nacht
nicht untergehen, wer so dem Licht zustrebt, darum nimm unsere Lehren weiter so hingebend auf, förderst du doch damit dein Seelenheil und das vieler anderer. Und so wollen wir dir heut geben, was vollenden soll dein gestriges Werk:
In kleinen Abständen von Zeit und Raum bewegen sich unzählige Lichtwesen, die in
verkörpertem Zustand im Tier- und Pflanzenleben ihre Entwicklungszeit durchmachen, und immer wieder streben sie auch da dem Licht entgegen unbewußt. Nach
einer langen Zeit, während welcher sie in verschiedenen Stationen sich immer höher
entwickeln, tritt dann das letzte Stadium vor ihrer geistigen Wiedergeburt ein
.... die
Verkörperung als Mensch. In dieser beginnt dann der Kampf mit der Finsternis, die
dieses Erdenwesen seiner Bestimmung entreißen und die Seele ganz hinabziehen
möchte in die Dunkelheit. Und da der Mensch in diesem Stadium freien Willen hat, sich
nach eigener Wahl zu entscheiden für Gut oder Böse .... für Licht oder Dunkelheit, so ist
dieser Kampf ein so ungeheuer verantwortlicher, denn sein Abfall vom himmlischen
Vater, dem ewigen Licht, würde für ihn wieder ein jahrtausendewährendes Ringen
bedeuten, bis auch diese Seele durch die immer wieder um sie bemühte Liebe der im
Licht stehenden Geistwesen endlich erlöst wird. Sich dieser Verantwortung bewußt sein würde unzählige Wesen hartnäckiger streben lassen
.... doch soll der Mensch aus innerstem Antrieb den Weg zu Gott finden, nur dann
kann er wieder ein Teil werden dessen, was er war im Anbeginn der Welt ....
Wo
die Allmacht und die Liebe Gottes wirkt, gehet keines dieser winzigen Lichtwesen verloren, darum wird auch immer wieder darauf hingewiesen, daß in der Unendlichkeit
ein jedes Wesen in der Obhut des Vaters seinen Weg wandelt, der ihm vorgeschrieben ist
und der seiner Entwicklung dienlich ist. Es ist dies ein Gesetz, das in seiner Tiefgründigkeit euch nicht faßbar erscheint, doch werdet ihr alle auch nicht die unendliche
Größe eures Vaters im Himmel begreifen können, ehe ihr nicht sein werdet, was eure
Bestimmung ist .... eins mit dem göttlichen Vater ....
Amen
B.D. 201
empfangen am 26.11.1937
Worte des Heilands ....
Wetterwolken ....
Mein liebes Kind, was
sollte Ich Mir wohl angelegentlicher sein lassen, als dich vor Irrtum zu
schützen? ....
Du sollst im Glauben an Mich alle Worte aufnehmen und nichts fürchten. Wer unter
den Meinen sich befleißigt, Meine Stimme zu hören, dem wird jederzeit ein
geistiger Schutz zur Seite gestellt, der alles Böse von ihm abhält ....
So
begehre nur weiter, zu vernehmen die Weisheit Gottes, und scheue keine Mühe, um sie
zu empfangen. Wohl trachten Tausende danach, einzudringen in das ihnen verschlossene Gebiet, doch möchten sie nur wissenschaftlich es ergründen, nicht aber tief im
Herzen erleben .... und kommt die Bitte um Erleuchtung nicht aus ihrem innersten Herzen, so bleibt ihnen die Erkenntnis fern. Doch den Meinen will Ich sie geben und zu ihren Herzen sprechen. Mein liebes
Kind, unsagbare Wonnen sind für dich bereit, und das Leid der Erde ist nur die Leiter
zu dieser dir zugedachten Seligkeit, und Ich leite Meine Kinder alle nach weisem Plan.
Gerade dort, wo ihr zu versagen droht, muß Ich euch kämpfen lassen, damit ihr euch
selbst überwindet, so daß ein jeder aus eigenem Antrieb den Vater sucht. Doch
mit Meiner Gnade stehe Ich euch immer bei ....
Darum verzage nicht, wo es dir schwer
erscheint .... doch immer lasse deine Gedanken ausklingen in dem Gebet: „Lieber Heiland, sei mir nahe mit Deiner Liebe und Gnade
....“
Wenn Wetterwolken
bedrohen euren geistigen Horizont, dann wird ein jeder von euch, Meine Getreuen,
vor die Aufgabe gestellt werden, standzuhalten dem drohenden Unwetter. Denn es
bilden sich schon diese Wolken, und sie werden ihre Schatten werfen auf alle,
die Mir zu dienen bereit sind ....
In kleinen Abständen versuchet die Welt mit
allen denen, die das geistige Leben bekämpfen wollen, auch zu hindern euch, die ihr
suchet .... ihr werdet gezwungen werden, nur in aller Stille zu arbeiten, doch muß euer
Streben dann ein desto ernsteres sein .... es gilt ja, aus der Dunkelheit noch so viele zum
Licht zu führen, die gleich euch verlangen und Mich um Hilfe bitten. Ihr werdet auch
viel erreichen, bleibt euch doch eines .... ihr wirket und schaffet mit Mir ....
und wenn dein Herz in Bangen sich nach oben wendet, wirst du nie ohne Trost
gelassen werden ....
Nimm, was dir geboten wird, und danke dem himmlischen Vater täglich für Seine
Liebe und Güte.
Amen
B.D. 202
empfangen am 26.11.1937
Dämonen gehen durch das Weltall ....
Gebet ....
Dämonen gehen durch das Weltall
.... überall reizen sie die Menschen, sich aufzulehnen gegen die Gebote Gottes,
und überall wird ihnen Einhalt geboten werden dort, wo der Vater um Hilfe
angefleht wird ....
Es ist ein weises Gesetz, daß der Herr regieret die Welt .... daß diesen Dämonen der Wille des Schöpfers entgegengesetzt wird zu allen
Zeiten. Auf sich gestellt, würde der Mensch diesen unterliegen, wenn nicht der Herr
Erbarmen hätte mit der tiefen Not, die den Erdenmenschen umfängt .... und so wendet
euch nur Ihm zu, auf daß Er euch helfe. Es wird in Ewigkeit die Erde im Gebet verharren müssen, will sie sich lösen von der Gewalt dieser finsteren Mächte
.... und brauchet ihr euch sorgen, wo euch durch das Gebet Hilfe wird aus aller
Not? ....
Nie hat der Vater
euch Einhalt geboten im Gebet .... unermeßlich könnet ihr dadurch an Gnade
schöpfen ....
Dieses Mittel steht euch immer und jederzeit zu Gebot, deshalb
nützet es zu eurem Segen und flehet den Vater an aus tiefstem Herzen um Erlösung von
den Mächten der Finsternis. Es liegt allein nur an euch, wenn ihr schwer kämpfen
müßt .... sofern ihr nicht das Gebet beachtet und euch dem Vater nicht
anvertraut in euren Nöten ....
Seine Liebe und Güte lässet der Herr allen zuteil werden, und darum
bemühet euch alle um Seine Gnade. So lebst du nun in froher Erwartung, was dir ein jeder Tag an Lehren bringt, und
bereicherst dein Wissen um geistige Dinge fort und fort. Hege immer den Wunsch, zu
empfangen das Wort Gottes, und es wird deinem Wunsch entsprochen werden von
unserer Seite .... willst du jedoch in der Gnade des Herrn verbleiben, so gib Ihm stets
dein Herz zu eigen, und unterwirf dich Seinem Willen. Was Seine Liebe dir bereitet, mußt du annehmen in Ergebung aus Seiner Hand, denn einst werden alle Schmerzen
und Leiden dir zur Auferstehung des Geistes verhelfen, und loben wirst du Gottes Weisheit in Ewigkeit.
Amen
B.D. 203
empfangen am 27.11.1937
Irrende Seelen im Ätherraum ....
Licht und Dunkelheit ....
Jenseits ....
Licht ....
So sind wir wieder um dich versammelt, dir zu geben das Brot des Himmels, um dich
zu stärken und dich teilnehmen zu lassen an göttlicher Gnade. Wo immer wir dein Sehnen spüren, die Weisheiten Gottes zu vernehmen, sind wir mit dir verbunden und horchen wir auf jede Regung deines Herzens. So beginne: Siehe, im Äther-Raum ist ein wirres Durcheinander suchender und
irrender Seelen, und die Gefahr des Alleinseins ist diesen Seelen das Schrecklichste
.... wo der Herr ihnen aber geistige Wesen zusendet, die sich bemühen um diese Seelen
und sie darauf hinzuweisen versuchen, daß sie auch im Jenseits streben müssen,
um sich zu vervollkommnen, dort beginnt für diese Seelen schon das erste Werk
der Liebe. Sie schließen sich diesen guten Geistwesen innig an und erstreben so
langsam den Weg zur Höhe ....
Gottes Güte und Liebe waltet überall und verbirgt sich in jedem kleinsten
Geschehen und Vorgang .... sowohl auf Erden wie im Jenseits .... immer göttliche
Weisheit und göttliches Lenken aller Wesen ....
Was sich an diesen Wesen, an diesen suchenden Seelen, vollzieht, sobald ihnen ein Schimmer von Erkennen ihrer Lage und ihrer
Bestimmung kommt, ist unbeschreiblich. Rastlos sind sie nun bemüht zu steigen
.... rastlos geben sie sich allen Aufgaben hin, die ihnen gestellt sind, und suchen ihrerseits
wieder zu helfen den noch weniger wissenden Seelen. Es ist ein Arbeiten in Liebe füreinander, um zum Höchsten zu gelangen. Wandelt ihr auf Erden schon in geistigem Streben, so wird euch beim Eintritt in die
Ewigkeit helles Licht empfangen, ihr werdet erkennen und wissen .... und das
Irren in der Dunkelheit mit all seinen Kämpfen bleibt euch erspart ....
Je näher ihr dem Heiland
auf Erden seid, desto strahlendere Helligkeit wird euch umfangen dereinst, und es wird
euch eine unsagbare Befriedigung bereiten, im Kampf des Lebens schon zum Herrn
gefunden zu haben, und ohne Zögern werdet ihr euch am Liebeswerk im Jenseits beteiligen und innerstes Verlangen spüren, in rastloser Liebesarbeit dem Herrn immer neue
Seelen zuzuführen und ihnen den Weg zum Licht zu weisen. Wer dies bedenket schon auf Erden, dessen Leben ist segensreich, denn es wirken
sich alle seine Gedanken, Taten und Werke fruchtbringend aus in der Ewigkeit, und
Förderung bringt dies einer jeden Seele, strebet sie nur unverwandt nach oben
.... dem
ewigen Licht entgegen.
Amen
B.D. 204
empfangen am 27.11.1937
Land des Friedens ....
Gabriel ....
Deinen Bitten wollen wir entsprechen und dich unterweisen in der Lehre Jesu Christi. Was alles dir gegeben wird, nimm in dein Herz auf und lebe danach. Es ist von großem Wert für dich, wenn du unausgesetzt tätig bist, um aufzunehmen
.... es währt nur
kurze Zeit, daß dir diese Gnade zuteil wird, und um wirken zu können für unseren
Herrn und Heiland, muß dein Glaube und dein Wissen einen hohen Grad erreicht
haben ....
Es liegt nur an dir, daß diese kurze Zeit gut ausgenutzt wird. Darum lasse
keine Gelegenheit ungenützt vorübergehen. Es wählen die Geistwesen um dich immer
die Form ihrer Redeweise so, daß du bald erkennen wirst, wer dir seine Lehren
vermittelt ....
Heut jedoch erhältst du eine Kundgabe, die dir vieles erklären und dich in ein
Gebiet einführen soll, das dir noch fremd ist. So höre: Viele Seelen der
Verstorbenen gehen gleich nach ihrem Tode in ein ihnen bestimmtes Land, in dem
es keine Mühe und Sorgen gibt. Diesem Land steht ein Engel Gottes vor, Gabriel
mit Namen, und dieser bereitet einem jeden ein Dasein in Ruhe und Frieden. So
manche müde Seele lernt dort erst einmal die stille Einsamkeit in beschaulichem
Nachdenken kennen und wird gleichsam entschädigt für mühevoll verbrachte
Erdentage, ehe sie dann nach dieser Ruhe sich ihrer Bestimmung im ewigen Reich
zuwendet ....
Es schimmert die Morgenröte, ein mildes Licht ergießt sich über das ganze Tal, fortgesetzt weidet sich der Blick an Gestaden wundervoller Schönheit
.... kein Schatten
trübt diesen Blick, und nichts Unharmonisches stört den in dieser Schönheit Ruhenden
.... es ist nur ein Singen und Klingen um ihn ....
Und in dieser Rast stärkt sich die
Seele, bis sie erwacht aus diesem Dahin-Träumen und es sie drängt, sich zu
betätigen in Liebe ....
Wer diesen Grad auf Erden erreicht hat, daß er nach dem Tode eingeht in dieses Tal des Friedens, dem naht Sich der Herr in Liebe und erwählt ihn nun zu neuer
schöner Arbeit im Jenseits. O folget doch alle eurem Herzen .... erkennet die Bestimmung, die ihr auf Erden habt, um in dieses Tal einzugehen
.... einen Blick nur zu werfen in jenes Land würde euch alles, alles auf Erden
ertragen lassen ....
So merket auf: Jeder,
der dem Heiland treu, Ihm sein Herz schenkt auf Erden, dem verheißt der Herr das Leben
.... doch was heißt Leben, wenn ihr es nicht in Seiner Nähe genießen dürft? ....
Doch dieses Land ist nur ein Vorgeschmack auf das Leben in des Heilands Nähe
.... es
ist nur ein Übergang aus dem trüben Erdendasein zu den licht-umstrahlten
Gefilden der Seligkeit ....
Worte vermögen euch nicht zu beschreiben die Herrlichkeit, die von
des Heilands Nähe ausgeht, und um diesen Glanz ertragen zu können, braucht die Seele
eine Übergangszeit inmitten unsagbar schöner Gegenden, von denen sich das Menschenherz nichts träumen läßt. Dich, mein liebes Kind, möchten wir gern einen Blick tun lassen in jenes Land, doch
hält der Herr die Zeit noch nicht gekommen für dich .... darum suche in Fleiß und Treue
und Liebe zum Heiland dich immer mehr dem Geistigen zuzuwenden, auf daß wir dich
immer eingehender unterweisen dürfen, um dir den Weg auf Erden leichtzumachen
und deinen Blick immer weiter himmelwärts zu lenken .... es ist eine Gnade ohne
Maßen, die dir gewährt wird durch diese Kundgebungen .... voller Hingabe nimm eine
jede auf, und bleibe dem himmlischen Vater dankbar jetzt und allezeit.
Amen
B.D. 205
empfangen am 28.11.1937
Firmament ....
O mein Kind, siehe dir das Firmament an
.... wenn es leuchtet in der Pracht seiner
Sterne .... nicht einer davon ist unabhängig vom Willen des Schöpfers, nicht einer davon
kann den Weg wandeln anders, als der Herr es bestimmt hat. Alle Gläubigen vernehmen den Ruf Gottes, schauen sie sich dieses Wunder im Weltall immer wieder an.
Beherbergt nun der Herr Wesen in großer Zahl auf einem jeden dieser Sterne, so wird
dir ein Begriff werden von der Unendlichkeit des Weltalls .... von der Zahllosigkeit Seinem Willen unterstehender Geistwesen
.... und von Seinem immerwährenden Walten
und Wirken um alle diese Wesen, die alle ein Teil sind des ewigen Lichts.
O ihr glaubet nicht, wie unfaßlich
es ist für euch Menschenkinder, ihr könnt euch nicht annähernd einen Begriff
machen, sonst würde euch die Gewaltigkeit, das Ausmaß der jenseitigen Regionen
erdrücken ....
Doch jedes kleinste Geschehen wird geleitet
vom Vater Selbst, jedes kleinste Wesen wird betreut nach Seinem Willen, und unzählige
hochentwickelte Geistwesen stehen Ihm zur Seite, um auszuführen alles, was im
Plan der göttlichen Schöpfung liegt ....
Worte vermögen nicht, euch das zu erläutern, nur sich
demütig beugen vor der Größe und der Allmacht des Herrn .... nichts anderes vermögt
ihr jetzt in dem Zustand auf Erden dieser gewaltigen Erkenntnis gegenüber. Hat euch der Herr die Gnade gegeben, nur den kleinsten Einblick in Sein Walten, in
Sein Reich und Sein Wirken zu nehmen, so ist euch schon dadurch ein unermeßlicher
Segen zuteil geworden, denn ein Kind, das solchem geistigen Erleben fern steht,
dem fällt es ungleich schwerer, ein sichtbares Wirken Gottes anzuerkennen,
solange es nicht in jedem kleinsten Ereignis nur den Willen des Herrn zu
erkennen vermag ....
Amen
B.D. 206
empfangen am 28.11.1937
Sendboten ....
Gebet ....
Mahnung ....
Großes hat der Herr vor, und deine Gedanken sollen recht gelenkt werden, denn nur
so bringen wir Gottes Willen zum Ausdruck, daß wir unentwegt geben allen, die
bereit sind, die Lehren Gottes zu hören ....
Es lässet der Herr Seine Boten in emsiger Arbeit
durch das Erdental gehen .... wo immer sich ein Erdenkind findet, das in Liebe zum
Herrn empfänglich ist für Seine Lehren, dort darf sich dieses der Gnade Gottes erfreuen
und darf Ihm dienen schon auf Erden im Liebeswerk an unwissenden, irrenden Mitgeschwistern. In dieser Zeit der Not, in der so manche Seele auf Erden wandelt, bringt der Herr so
viel Hilfe durch Seine Diener, so daß ergreifen kann die rettende Hand des Heilands ein
jeder, der ernstlich verlangt nach Hilfe. Durch stilles Gebet dringt sein Flehen empor
zum Vater .... und ein wenig Vertrauen nur, daß ihr erhört werdet .... und viele hilfsbereite Wesen lenken euch, daß
ihr der Not eurer Seele entgeht .... daß ihr frei werdet
von bösen Einflüssen und ohne Bedenken annehmt, was der Vater für euch bereitet und
euch durch Seine Boten zugehen läßt. Wer ernstlich will, dem sind die Bitten erhört
worden, denn der Vater liebt Seine Kinder. Liebes Kind, vernimm, was wir dir sagen wollen:
Bedenke, es ist ein jeglicher bestimmt, in göttlicher Verbindung sein Ziel auf Erden
zu verfolgen .... wieder eins zu werden mit dem Vater, Der ihm dieses Leben auf
Erden gegeben hat, um seiner geistigen Entwicklung förderlich zu sein ....
Dieses Ziel, dieses
Streben als Wichtigstes im Leben anzusehen, gibt euch der Herr in Liebe zu verstehen;
keines von euch darf achtlos darüber hinweggehen, daß er sich einst rechtfertigen muß,
hat er sein Leben nicht recht verwertet für die Ewigkeit. Und wie bitter wird er es dereinst zu bereuen haben, und wie viel schwerer wird ihm im Jenseits das Streben nach
Vollkommenheit werden, wenn er, nur auf die Liebestätigkeit anderer höherer Geistwesen angewiesen, sich selbst emporschwingen muß
durch rastlose Arbeit an sich selbst ....
Wo ihr auf Erden Gnade über Gnade schöpfen dürfet, die euch der Heiland in
großem Maß gewährt, so ihr nur darum bittet .... warum wollt ihr euch nicht
bemühen, dieser Gnade teilhaftig zu werden? ....
Darum nehmet an alle Lehren, die der Herr euch
sendet .... werdet stark im Glauben, lebet in der Liebe und betet .... betet ohne Unterlaß,
dann werdet ihr reich gesegnet im Erdenleben euren Zweck erfüllen und dieses Leben
nützen für die Ewigkeit.
Amen
B.D. 207
empfangen am 29.11.1937
Böse Mächte ....
Irdische Güter ....
Schätze fürs Jenseits ....
Siehe, wir alle hören dein Flehen, uns gibst du dadurch viel Hoffnung, wirken zu
können im Sinne des Höchsten. Fortgesetzt nahen sich dir Gewalten, die dein Verderben wollen, und versuchen, dich von diesem Weg abzubringen
.... alle Gedanken, die
dich unangenehm berühren, sind Einflüsterungen dieser Mächte, denen du nur immer
mit Gebet begegnen mußt. Um dir den Schritt nach oben zu verwehren, werden dir geistige Hindernisse in den Weg gestellt, doch sei bedacht
.... immer wieder wird dir von
unserer Seite Hilfe werden, um dein Vorwärtskommen auf dieser Bahn zu fördern. In
Ewigkeit erleben wir den Kampf dieser Mächte .... es ist ein unausgesetztes Ringen
gegen diese, doch wer in Gottes Hut steht, geht durch alle Gefahren siegreich hervor. Und nun geben wir dir, wonach du Verlangen hast: Der ärmste Mensch auf Erden
vermag sich emporzuringen zu Gott .... denn ihm wird durch sein Leid auf Erden die
Erkenntnis oft leichter kommen als den mit irdischen Gütern bedachten Menschen. In
allen von euch steckt das Verlangen nach irdischem Gut .... ein jeder sieht darin die
Erfüllung seiner Wünsche .... es ist das Ziel seines Strebens auf Erden, Güter zu erringen
.... und doch so töricht! Nichts davon könnt ihr verwerten in der Ewigkeit, es
bleibt alles zurück, und nur das, was ihr euch geschaffen habt an geistigem Gut,
wird angesehen vom Herrn. Und wehe euch, die ihr in geistiger Armut das
Erdenleben verlasset! ....
Wehe euch, die ihr nichts aufzuweisen habt für die Ewigkeit! In langer Zeitdauer müßt
ihr nun im Jenseits ringen, um Stufe für Stufe zu erreichen nach oben, ihr
müsset ringen in mühseliger Arbeit ....
Und wehe euch, wenn ihr euch nicht im Leben durch Werke
der Liebe Schätze gesammelt habt, durch die euch dann die Gnade wird, wieder Liebe
zu empfangen, und durch diese Kraft, um an euch selbst zu arbeiten. Hier im Erdenleben fehlt euch oft die Erkenntnis
.... doch Mittel sind euch geboten in großem Ausmaß
zur Erlangung dieser und zu segensvollem Wirken auf Erden. Drüben aber im Jenseits
werden euch diese mangeln .... da ihr nun erkannt habt .... und euer Ringen wird weit
schwerer sein im Jenseits. Verlasset euch nie auf später .... kurz ist oft das
Erdenleben, und unvorbereitet einzugehen durch das Tor des Todes ist bitter für
einen jeden ....
In
jeder Stunde der Not klopfet bei euch der Heiland an, daß ihr Ihm Eingang gewähren
möget .... lasset diese Stimme nicht ungehört vorübergehen .... immer müsset ihr darauf bedacht sein, daß ein jeder Tag euer Ende sein kann
.... und so leben, daß euch dieser Gedanke nicht in Schrecken versetzen kann, ist, was euch der Herr und Heiland
immer wieder durch Seine Sendboten kundgeben läßt ....
Darum horchet auf euer Herz
und bleibet in der Gnade Gottes.
Amen
B.D. 208
empfangen am 29.11.1937
Erwachen aus der Nacht ....
Vorbild ....
Hinweise auf Tätigkeiten ....
Gelobet sei der Name
des Herrn allezeit und in Ewigkeit ....
Erwachet aus dem Schlaf
ihr alle, denen noch geistige Nacht ist. Es melden sich bereits die ersten Zeichen des
anbrechenden Tages, und es tönet die Stimme des Vaters .... und wo man sie hören
wird, dort wird eine leise Furcht die Herzen befallen, und rettungslos verloren
wird sein, der dieser Stimme nicht Folge leistet ....
Brechen die ersten Strahlen der Morgensonne
durch das Dunkel, dann ist es Zeit, daß ein jeder sich dem Licht zuwendet .... denn es
wird beben, wer Seine Macht verleugnen wollte, es wird erzittern, wer sich mächtig
glaubte .... denn keines wird von sich sagen können: „Dem Demütigen gibt der Herr
Seine Gnade ....“ Denn Demut kennt keiner von allen denen, die Ihn heut verleugnen. Der Wille zu herrschen ist überstark, und in diesem Bewußtsein
sich selbst unterzuordnen, das ist es, wogegen sie sich innerlich wehren so
lange, bis die höhere Gewalt doch ihrem Treiben ein Ende setzen wird ....
In Seiner Größe und Güte gibt der Herr so
oft Beweise Seiner Macht und Seines Wirkens, doch wie verblendet sind die Menschen
.... sie achten nicht der Fingerzeige, die der Herr sendet, um sie zu warnen
.... es wird ihnen alles alltäglich, sie halten Augen und Ohren verschlossen und
tappen wie die Blinden immer weiter im Dunklen, bis der Herr Sich Selbst melden
wird ....
Dann wird es furchtbar sein ....
Bringe dem Herrn jedes Opfer, auf daß du in Seiner Gnade verbleibst
.... es sind so
viele, die dir vertrauend folgen werden, ihnen mußt du ein leuchtendes Vorbild
sein in der Liebe und Treue zum Herrn ....
Es gehen durch die Lande der Sendboten viele ....
überall bleibt ein Körnchen zurück, wo sie gesät haben, und dieses Körnchen wird
wachsen, und in der Pflege der Diener des Heilandes wird es sich ausbreiten und dereinst Früchte tragen, wenn die Zeit gekommen ist. So sollet ihr in Liebe pflegen überall
den Glauben .... ihr sollt die Menschen hinweisen auf die Tage des Schreckens, auf daß
sie nicht blind in ihr Unglück .... in das Unglück der Seele, hineingehen .... und wo euch gelehret
ward von oben, dort findet euch zusammen und vereinigt euer aller Gebet ....
Immer wird dem Forschenden das Eindringen in die göttlichen Wahrheiten versagt
bleiben .... dem Kind Gottes aber, das sich dem Herzen Jesu ergibt und Ihn in
heißer Liebe anfleht, wird Einblick gewährt werden in ewige Weisheiten ....
Es wird vom Heiland Selbst unterwiesen werden und wird aufnehmen können lichte und reine Wahrheiten, und sein Wandeln auf Erden wird gesegnet sein, solange es im Herrn verbleibt.
Dessen sollst du dir immer bewußt bleiben, daß du im Schutz des Herrn stehst, wenn
du nur immer Ihm in Liebe all dein Handeln und Denken zum Opfer bringst .... wenn
du dich Ihm vertrauensvoll überlässest und dich ergeben und demütig Seinem Willen
unterordnest. In Tagen der Not wird der Herr dir beistehen, und so sollst auch du beistehen jenen, die auch in Not um Hilfe für ihre Seele bitten. Der Herr führet dich solchen Seelen zu, und es ist deine Aufgabe, immer zu geben, so wie dir gegeben ward.
Amen
B.D. 209
empfangen am 30.11.1937
„Ich brauche dich
....“
In des Vaters Namen
grüßen wir dich ....
Wie es Sein Wille ist, so mußt du die Wege gehen ....
Seine schützende Hand leitet dich recht. Nur allein deine Liebe hat dich diesen Weg gehen lassen, doch dein Geist war mit uns vereint. Verbindest du dich stets mit
deinem Heiland, so stehen dir immer gute Kräfte zur Seite, die deine Gedanken so zu
beeinflussen suchen, daß du willig alles das ausführst, was im Sinne des
himmlischen Vaters ist. Unbeirrt gehe weiter deinen Weg. und nimm dankbaren
Herzens entgegen, was dir geboten wird an geistigen Lehren, denn einmal wird die
Zeit kommen, wo dein Herz sich öffnen wird den ewigen Wahrheiten, die Gott dir
zugedacht hat, wenn du einen unerschütterlichen Glauben dein eigen nennen wirst.
Wir alle harren der Zeit, denn sie soll uns viel Segen bringen ....
Bedenke dies immer, wenn die Ereignisse des
Tages dich bang machen wollen .... „Ich brauche dich“, ruft der Herr dir zu .... ein jedes
Wesen führt aus, was Er diesem zugedacht .... darum sorge dich nicht und höre, was dir
deine Ruhe wiedergeben soll:
Voll Erstaunen nimmt
man Kenntnis von deinen Schriften ....
Es liegt über allem ein
Hauch von Reinheit und Liebe, und das ist es, was bewertet wird und zu Herzen dringt.
Leise tönen die Worte in seinen Ohren nach, seine Gedanken weilen bei dir, und im
Aufnehmen der Worte Gottes bereitet er sich selbst und uns innige Freude. Und dennoch wird es ihn nicht überzeugen können und abbringen von dem Gedanken, daß du
geistiges Gut anderswo aufgenommen und nun wiedergegeben hast, weil es ihm unfaßlich ist, daß
Gott solche Gabe einem Menschen gegeben, dessen Lebenslauf nicht im Einklang
steht zu den Lehren seiner Kirche. Ein Gottgläubiges, frommes Gemüt hat ihn
jederzeit den rechten Weg wandeln lassen, und innerlich verbunden mit dem
Heiland gab er stets den Menschen das Beste ....
Doch willst du dem Heiland dienen, dann stelle Ihm vertrauensvoll alles Weitere
anheim ....
So, wie dir die Erleuchtung ward, so
wirket Er überall zur rechten Zeit, doch überall in anderer Weise. Und gab Er dir kund,
was dir Erfüllung und Trost ist, so bereitet Er auch jenen, was zu ihrem Heil ist. Siehe, mein Kind, Beredsamkeit läßt Worte fallen, die oft nicht im Einklang stehen zu
des Vaters heiligen Lehren, dennoch hat der Herr Verständnis, lässet doch die
Liebe zu Ihm oft einen Eifer aufkommen, dessen Auswirkungen im Widerspruch
stehen zur reinen Lehre Christi ....
Doch wo der Wille gut ist, wird dadurch kein Unheil entstehen,
schützt doch der Vater die Seinen, die Ihm anhangen. Doch sorge nun dafür, daß
dir die Lehren ohne Unterbrechung übermittelt werden können, es ist ein Segen
ohnegleichen, bleibst du in dauernder Verbindung mit uns ....
Wir berichten dir,
wie es der Wille des Heilands ist ....
Rastloses Arbeiten an dir selbst, schrankenlose Hingabe an deinen Heiland und
grenzenlose Liebe zu Ihm werden dich empfänglich machen für jede geistige
Strömung, und zufließen wird dir an Weisheiten und Belehrungen unschätzbares
Geistesgut ....
Der Herr wird deine Arbeit segnen .... bleibst du doch in Seiner Gnade, solange dein Herz Ihm innig zugewandt ist. Fröhlichen Mutes gehe deshalb deinen Weg weiter, wohlbehütet und geleitet von
unserem Schutz.
Amen
B.D. 210
empfangen am 1.12.1937
Quell der Liebe ....
Gefahren .... Macht der Liebe ....
Gehe in dich und erkenne, daß alles, was von Gott gesandt, dir geben soll geistiges
Wissen und immer tiefere Verbundenheit mit dem himmlischen Vater. Wir lehren
immer nur die, deren Herzen sich verlangend nach der Speise des Himmels sehnen und
deren Dienstwilligkeit dem Herrn wohlgefällig ist. So manche gehen achtlos vorüber,
wo ihnen Labung und Trost gespendet würde am Quell der Liebe Christi .... doch Durst
und Hunger nach dieser Labung kennen sie nicht .... es genügt ihnen das Befriedigen
ihrer irdischen Wünsche. Um so mehr geben wir dort, wo erstrebt wird Kraft und Stärkung durch den Herrn Selbst. Es ist ein Widerspruch, daß Gott den Seinen Leid sendet,
um sie dann mit Seiner Gnade und Liebe zu erquicken .... doch nur ein
Widerspruch denen, die den weisen Sinn von Gottes Handeln und Lenken nicht
verstehen ....
Volles Vertrauen und restlose Hingabe wird euch ein Wissen vermitteln .... daß ihr alles
andere willig aufgebt und nur immer mehr verlanget nach göttlicher Weisheit. Gebet
daher nicht vorzeitig etwas unendlich Kostbares auf .... ein Ziel wird euch
schnell genug gesetzt sein, denn kurz ist das Leben ....
So schließe dich uns immer näher an, und achte auch heut auf unsere dir in Liebe
gegebenen Worte: Gefahrlos ist ein Streiten um die Wahrheit für dich nicht .... es sendet
dir der Widersacher in gleichem Maß seine Versuchungen, um dir Hindernisse auf dem
Weg, den du wandelst, entgegenzusetzen .... und kein Mittel scheut er, kann er
dadurch ans Ziel gelangen. Der innere Kampf in dir zeugt von der Gefahr, in der
du schwebst ....
Doch wird dir das
Gebet helfen, und es kann nicht ein Kind untergehen, das so starkes Verlangen
hat nach dem Vater wie du ....
Du wirst die Liebe in deinem Herzen spüren, du wirst erkennen, daß der Geist der
Liebe nur dann göttlichen Ursprungs ist, wenn im Denken alles klar und rein ist und ein
jeder bemüht ist, für den anderen zu sorgen und zu wirken. Ihr erkennet alle die Macht
der Liebe noch nicht, sie geht über Zeit und Raum hinaus, oft unverständlich im Entstehen und doch die unausbleibliche Folge des rechten Erkennens. Und in solcher Kraft
lebt sie auf, daß Jahrhunderte keine Abschwächung vermögen ....
Das Erdenleben ist
nur eine kurze Spanne Zeit in der Ewigkeit, die Liebe aber hat gewirkt schon vordem
und wirket bis in Ewigkeit. So sorget der Herr, daß auf der Erde sich verbinden, die
eines Willens sind .... die Jesus Christus als ihren Herrn anerkennen und in liebender
Hingabe Ihm dienen wollen .... und ob auch gleich alle ihre Wege verschieden gehen
.... sie finden sich zusammen im Wirken der Liebe, sie geben einander aus dieser
Liebe heraus und fühlen in ihren Herzen das innige Verlangen, hinzuführen einen
jeden der Mitmenschen zum himmlischen Vater. In seligem Versetzen in geistiges
Wissen, im Betätigen in Werken der Liebe, in unausgesetztem Streben nach
Vervollkommnung erreicht der Mensch jene Stufe, die ihn befähigt, nach seinem
Ableben eine lichte Gestalt anzunehmen, und ihn der Erdenschwere entrückt.
Wisset ihr, welche Gnade das ist ....
Leid und Sorge
überwunden zu haben? ....
Gott nimmt euch das Leben, um es euch wiederzugeben in ungeahnter Lichtfülle und
ungeahnter Seligkeit ....
Siehe, mein Kind, dieses dir zu schaffen ist unser stetes Streben ....
Wir möchten dich hinweisen und vermögen doch nur dich zu lehren, wo dein Wille uns entgegenkommt. Und deshalb mußt
du alles daransetzen, uns die Gelegenheit zu geben. Wir wünschen es so sehnlich, daß
du in deiner Arbeit nicht ermüdest .... und unaufhörlich betest und ringst um Gottes
Liebe und Gnade. Je stärker die Macht des Gebetes, desto inniger sind wir mit dir verbunden und desto tiefer dringen in dich ein die Lehren unseres Heilands, Der diese in
Liebe für dich bereitet hat. Und wird dir Widerstand erstehen durch finstere Mächte, so
bete desto eifriger, auf daß du aus diesem Kampf siegreich hervorgehest zu aller Zeit.
Amen
B.D. 211
empfangen am 2.12.1937
Warnung ....
Liebe des Heilands ....
In einer stillen Stunde wirst du die Gnade des Herrn erleben, Der dir Seinen Willen
kundtun und dir dein ferneres Wirken zuteilen wird. Liebes Kind, sei immer bedacht
darauf, daß dein Herz rein bleibe, denn nur dann wird dir die Kraft werden,
deiner Pflicht auf Erden nachkommen zu können mit allem Eifer ....
Wenn dich der Vater warnet, dann stehst du vor einer Klippe, und in gerechtem Denken suche dann, dich selbst
zu erkennen, und sei bemüht, an dir zu arbeiten, daß du fehlerfrei deinem Schöpfer vor
Augen treten kannst .... um in Reinheit zu empfangen klare, reine Worte der Wahrheit.
In diesem Leben begeht ein jeder den großen Fehler, daß er sich dem Heiland so
wenig anvertraut, Der ihm doch Seine ganze Liebe geben möchte ....
Der ihn betreuen und
recht führen möchte durch das ganze Erdenleben. Wer sich die Liebe des Heilands
erfleht, geht ja mit Ihm zusammen den weiten Weg durch das Erdental, ist dieses
Bewußtsein nicht überaus beseligend? Gibt es etwas Schöneres, als geleitet von Ihm die
Klippen des Lebens zu umgehen? .... (Unterbrechung)
B.D. 212
empfangen am 2.12.1937
Warnung vor bösen Mächten ....
Was betrübst du mich, liebe Seele
.... lasse dir genügen ....
Engel sind Boten Gottes, die gesendet sind zum Dienste derer, die ererben sollen
die Seligkeit ....
Nutzlos ....
Im
Schreiben kann ich dir mehr geben.
Bewahre dein Herz vor
Ungläubigkeit, und achte auf deine Seele ....
Es ist ein Kampf
um diese von bösen Geistwesen, die dich ins Verderben stürzen möchten .... immer wieder bleibe dem Herrn treu und verlange nach Ihm. Denn ob dein Geist auch willig ist
.... in den Reihen des Feindes kämpfen erbitterte Gegner .... der Heiland Selbst steht dir zur
Seite, doch weiche nicht vom rechten Pfad und bleibe stets Sein Kind.
Amen
B.D. 213
empfangen am 3.12.1937
Geistiger Schutz ....
Warnung ....
O mein liebes Kind
.... weltweise hat es der Herr eingerichtet, daß Seine Diener
umgeben sind von geistigem Schutz .... ohne diesen müßtet ihr zugrunde gehen,
denn unentwegt verfolgen dich die bösen Mächte und wollen dich entfernen von dem
Wege, den du wandelst. Es ist ein unausgesetztes Kämpfen um deine Seele, doch
der Vater führet dich aus aller Gefahr ....
Lege Ihm dein Herz zu Füßen, daß Er es schütze jetzt und
immerdar. Und wenn dir widerfahret das Heil Gottes .... wenn du begnadet bist, das
Wort Gottes zu vernehmen, so sollen alle Dämonen von dir weichen, denn der Herr
segnet, die Sein sind, und verderbet, die den Seinen schaden wollen. So höre nun, was wir dir mitteilen wollen: Gegen des Vaters Willen ist es, wenn du
deine Kraft unnütz ausgibst .... es ist ohne Wert für dich, eine Verbindung zu
suchen, die dir weit weniger geben kann, als dir täglich geboten wird durch
deine Aufnahmen. Ihr alle könnet nicht vernehmen, wie der Engel Schar sich freut
über ein williges Kind ....
Doch lasset ihr die
Gnade an euch vorübergehen, so habt ihr euch selbst beraubt und werdet nicht
leicht wieder angenommen, denn der Wille des Herrn hat euch erwählet, ihr aber
achtetet Seiner Worte nicht. Doch dir, mein Kind, würde viel entzogen werden,
wolltest du wieder beginnen, was zu Anfang dich auf den rechten Weg wies. Immer
wieder mahnet der Herr zur Treue, immer wieder zieht Er euch in Liebe hinan,
darum gebet Ihm euer Herz und seid Ihm willig und treu ergeben ....
Deinen lieben Freunden
aber sei nahegelegt, daß nur stetes Streben nach oben sie wieder dem Pfad naheführt,
den sie verlassen haben in Sorge, daß ihnen Schaden entstehen könnte ....
Wir bringen
euch ein Opfer, wenn es zu eurem Besten ist .... wir geben euch gern in Stunden mühseliger Verständigung Kenntnis von unserem Streben und suchen euch einzuführen in
das Reich Gottes, doch willig müsset ihr sein und folgen unseren Ratschlägen und
Ermahnungen. Wir können nicht ein jedes unterweisen, dessen Herz sich ablehnend
verhält und der sich nicht mit seinem innersten Herzen uns verbindet und unsere Lehren in Empfang nehmen will. Doch geben wir immer mehr und eindringlicher dem
Kind Gottes, das uns vertraut .... dessen Gebet beim Vater Erhörung findet und
das immer williger Herz und Ohren öffnet unseren Lehren ....
Bereitet euch der Vater solche Gnade, so nehmet dankend an, doch lasset euch nimmermehr zurückwerfen, wo
ihr Schritt für Schritt den Weg erkämpft habt. Gehe mit Gott weiter deinen Weg und
schaue aufwärts, nicht zurück.
Amen
B.D. 214
empfangen am 4.12.1937
Unterordnen dem Willen des Höchsten ....
Mein liebes Kind .... heilig ist der Wille des Herrn, groß und mächtig
.... und beugen
sollen sich alle vor Ihm. Seiner Macht bewußt, verbirgt der Mensch sein Angesicht vor
dem Schöpfer des Himmels und der Erde .... und nur Unreife der Seele, Verblendung
und Überhebung läßt den Menschen hoffärtig werden ....
Sorget für euren Geist, daß
ihr erkennet, wie winzig ihr seid dem Herrn gegenüber .... lasset keine Gedanken
aufkommen, die euch vom Vater trennen, sondern bemühet euch, zu Ihm zu gelangen.
Und dazu brauchet ihr das Gebet ....
Es folgen schwere Tage für den, dessen Geist sich nicht unterzuordnen vermag der
Göttlichkeit ....
Wenn alle Hinweise im menschlichen
Dasein nicht genügen, um die Menschen zu überzeugen von einer führenden Vaterhand, so muß des Vaters Strenge eingreifen, auf daß nicht verloren gehe eines Seiner
Kinder in verblendetem Denken. Es ist doch für euch alle von Nutzen, nehmet ihr die
Lehren eures Vaters an, denn es ist nicht einer unter euch, der ohne Erkennen eingehen
könnte in den ewigen Frieden .... und um zu erkennen, habe Ich euch gesandt
immer neue Hinweise auf göttliches Wirken ....
Und daß des Vaters Liebe ständig um euch
besorgt ist, daß unablässig gerungen wird um eure Seelen, das müsset ihr erkennen,
habt ihr nur Augen und Ohren offen für alles, was um euch geschieht. Wozu wäre wohl
alles Leben um euch und in euch, wenn es nicht einem göttlichen Zweck entspräche
.... gibt es etwas in eurem Dasein, das nicht zeuget von Seinem Willen? ....
Und wenn euch
gleich der Gedanke ankommt, daß Gottes Schöpfung ein Werk sei gesetzmäßig sich
vollziehenden Wirkens der Natur .... dann legt ihr nur einen anderen Ausdruck
hinein in das gleiche ....
Alles, was entstand, alles, was wurde, schuf eine Macht, Die über Himmel und Erde regiert
.... und dieser Macht seid ihr alle untertan, und kein noch so starker menschlicher Wille kann sich absondern, auch wer ist untergeordnet dem einen
Willen .... dem Willen des Höchsten. Versuchet euch klarzumachen, daß ihr doch
zu Gott gehört .... daß ihr ein Teilchen seid dieser Göttlichkeit, sofern euer Streben einsetzt
und ihr euch zu Gott bekennet .... dann wird keiner von euch dagegen ankämpfen, dann
werdet ihr alle auch „eins“ sein wollen mit eurem himmlischen Vater, und ihr alle werdet empfangen wollen Seine Gnade und werdet euch verlangend wenden zu Dem, Der
euch geschaffen und bestimmt hat, dereinst die Krone des Lebens zu tragen.
Amen
B.D. 215
empfangen am 5.12.1937
Wirkungen von Gottes Wort ....
Regen Anteil nehmen wir an allem, was du beginnst, und so es zur Ehre Gottes ist,
erwächst dir daraus Segen und Gnade. Durch deine Arbeit im Geistigen haben auch wir
immer wieder neue Aufgaben zu erfüllen .... es gilt doch, allen denen, die du zu gewinnen suchst, beizustehen
.... und, wo sie forschen und grübeln und ihre Gedanken dem
Jenseits zuwenden, helfend zur Seite zu stehen. Eine jede Regung in ihrem Herzen nehmen wir wahr
.... ihren Gedanken versuchen wir die Richtung zu geben zum himmlischen Vater.
Eine emsige Arbeit setzt ein überall da, wo nur der leiseste Gedanke sich nach
oben wendet ....
Deshalb ist auch deine Mitarbeit so ersehnt von allen geistigen
Freunden, denen wieder die Seelen dieser Erdenkinder anvertraut sind .... und befolgst
du das Gebot der Liebe, gibst du jenen ab von dem, was dir der Vater gab. Dich, Seine
Tochter, beauftragt der Herr, zu Seiner Ehre zu wirken, somit gab Er dir ein Amt, das zu
verwalten du dir angelegen sein lassen mußt ....
Gerade im kleinen zu wirken ist oft so
mühsam und erfordert viel Geduld, denn wo solche Gedanken noch nie das Menschenkind bewegt haben, muß
erst langsam der Boden vorbereitet werden, ehe es aufnehmen kann und will ....
Wo Sich der Heiland unter euch aufhält .... wenn ihr innig Seine
Gegenwart erfleht .... dort wird das Wirken doppelt segensreich sein und werdet ihr es
spüren an dem Zauber, der euch umfängt, daß ihr in Seiner Liebe steht ....
Es legt sich
auf einen jeden ein Hauch von Frömmigkeit, zuerst unbewußt .... dann aber fühlt ihr
immer stärker, und ob ihr euch auch wehren wollt gegen den Hauch der Liebe, der von
Gottes Worten ausgeht .... ihr entgeht ihm nicht. Und lasset ihr in euch wirken alle diese
Strömungen, die euch zufließen .... befasset ihr euch innig mit den Gedanken an den
Herrn und Heiland, so werdet ihr bald spüren, wie euer Glaube .... eure Liebe
zum Heiland und euer Sehnen nach dem Vater wachsen wird und wie ihr daraus Gnade
um Gnade schöpfet ....
Es ist so segensreich, bewußt zu wirken in Liebe für die Mitmenschen. Verlassen
sind alle die, denen der Vater gab und die diese Gabe zurückweisen ....
Gottes Gebote zu erfüllen, danach soll jeder streben, und ein Leben zu führen gottgefällig und in Liebe, das verlangt der Herr von jedem
.... wer aber wandelt so auf Erden? Gar wenige sind es ....
In keiner Weise will der Herr durch Zwang bestimmend
auf sie einwirken, sonst wäre es Ihm ein leichtes, die Menschen dahinzubringen.
Doch gehorchet ihr Seinem Willen aus Liebe zu Ihm, so werdet ihr durch euren
Willen im Segen bleiben und von nun an euer Ziel in der Vereinigung mit Gott
sehen. Gottes Wort bedeutet für euch ein sicheres Finden des Weges zur Höhe ....
Gottes
Wort ist euch Speise und Trank zugleich .... es ist eure Kraft und Stärke .... der nie versagende Gnadenquell, den Christus für euch alle bereithält, daß
ihr ständig daraus schöpfet. Lehren euch die Sendboten Gottes, so nehmet ihr
teil an der Arbeit im ewigen All, an der Wiedergewinnung der Seelen für das
Reich Gottes ....
Ob auf Erden oder im
Jenseits .... es ringet die Liebe Gottes der Finsternis die Seelen ab, und jede Arbeit, die
diesen Zweck verfolgt, wird gesegnet sein vom Herrn. So begehret, unausgesetzt das
Wort Gottes zu hören, alle die ihr dienen wollet dem Herrn, lasset euch erquicken
.... lasset euch stärken .... euch erbauen und trösten, und findet euch alle ein beim Vater,
von Dem ausgehet das ewige Wort. Auf Erden verheißt Er euch das ewige Leben, bleibet ihr in Seinem Wort, auf daß ihr den Tod nicht schauen werdet in Ewigkeit. Und ihr alle könnt es erreichen, wenn ihr nur wollt
.... ihr alle dürfet nur im Herrn
verharren, und erfüllen wird sich die Verheißung Christi .... denn Sein ist das Reich, die
Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen
B.D. 216
empfangen am 6.12.1937
Menschwerdung ....
Mein liebes Kind .... des Vaters große Güte will dir heut offenbaren ein großes
Geheimnis .... das Rätsel Seiner Menschwerdung. Ohne die Liebe des Herrn wäre es
euch Menschen nimmermehr möglich gewesen, euch aus der Sündenschuld zu lösen,
und immer tiefer wäret ihr gesunken, hätte der Vater nicht Erbarmen gehabt mit der
Menschheit und in übergroßer Liebe Sein heiligstes Kind zur Erde gesandt, um den
Menschen Erlösung zu bringen aus tiefster Not. Einen größeren Beweis Seiner göttlichen Liebe konnte der Herr den Menschen nimmermehr geben, als daß
Er Sich Selbst zum Opfer brachte .... daß Er die Schuld aller auf Sich nahm und
durch Leid und Kreuzestod den Menschen wieder die Gnade erwarb, eingehen zu
können in das Reich Gottes ....
Weit furchtbarer als das Leiden am Kreuz war die Sündenschuld, die Sein reines,
göttliches Haupt belastete, und in unsagbarem Schmerz um die Erdenkinder brachte
Er dem himmlischen Vater das größte Opfer ....
Er gab Sich Selbst hin für das Leid der Erde ....
Es hat der Vater Seinen Sohn zur Erde gesandt .... das heiligste, höchste,
reinste Wesen, Das eins war mit dem himmlischen Vater, vollbrachte diese Tat aus
innigster Liebe zur Menschheit ....
Regungslos verharren muß alles im Weltall in der
Erkenntnis dieses hochheiligsten Opfers, das je der Menschheit erwiesen wurde. Voll
Ehrerbietung muß verstummen alles vor der Größe Seiner Liebe ....
Und in Ewigkeit
muß erklingen der Lobgesang aller, die der Herr erlöst hat aus tiefster Sünde
....
Aus der
nächsten Nähe des alleuchtenden göttlichen Vaters .... aus aller Pracht und Herrlichkeit
des ewigen Lebens herabzusteigen in das Tal der Erde .... mitten in den Jammer
und die Tiefe der Sünde ....
Welch eine Liebe des Erlösers zu den Erdenkindern, und welch ein ungeheures
Opfer, in Seiner Reinheit zu weilen inmitten der Sünde und Laster ....
In heiligstem Erbarmen erfüllte der Sohn Gottes auf Erden das Werk der Erlösung
....
Kein Wesen vorher und nachher hat solches Leid getragen wie Gottes Sohn ....
Auf Erden
nahm der Heiland teil an allem Leid .... in grenzenloser Liebe offenbarte sich Seine
Göttlichkeit, und so brachte Er, der Menschheit zum Heil, Sich Selbst zum Opfer. Werdet wie die Kinder, dann vermögt ihr die Qualen des Herrn nachzuempfinden
.... groß und herrlich und strahlend .... im ewigen Licht schwebte Sein Geist
.... um nun
verkörpert auf Erden zu wandeln, belastet mit der Sündenschuld der Menschheit
.... die
Dornenkrone auf dem Haupt, erlebt Er die bitterste Schmach mit reinem Herzen
.... alles Leid der Welt nahm Er auf Sich, um zu verringern dadurch die
Schmerzen der Erdenkinder und um ihnen zu bereiten des Vaters Reich, ließ Er
Sich ans Kreuz schlagen ....
Gottes Liebe war unendlich, daß Er Seinen Sohn hingab, doch die Liebe Jesu
Christi brachte dem Vater zurück, was ohne die Liebe des Heilands verloren war auf
ewig. Kein Wesen konnte ohne diese Liebe das Antlitz Gottes schauen .... um der
Menschheit willen brachte Sich der Herr Selbst als Opfer dar und erlöste so die Welt
vom ewigen Tode. Gesegnet, wer dieses Opfers teilhaftig in der Liebe des Herrn wandelt, auf daß auch ihm Erlösung werde durch Jesus Christus, unseren Herrn!
Amen
B.D. 217
empfangen am 7.12.1937
Einblick in das Wirken aller Wesen ....
Und wieder beginnt es
zu tagen unter der Menschheit, denn der Heiland weilt mitten unter euch und
lehret euch ....
Vernehmet ihr die Worte Gottes, so ist euch der Heiland nahe ....
Er bedenket alle, die guten Willens sind. Und so wird euch von neuem
geboten werden Stärkung des Geistes und ein immerwährendes Ausgießen Seiner
Liebe auf die aufnahmewilligen Seelen. O zeiget euch würdig dieser Gnade .... ihr bereitet euch so ungeahnte Seligkeit, verbindet ihr euch mit dem Heiland zu stetem Wirken
in Liebe, denn nicht eines unter euch könnte ohne Seine Gnade selig werden ....
durch Seine Gnade aber führet euch der Herr Selbst den Weg zur Höhe ....
Alle Belehrungen werden euch erteilt, so wie es der Herr bestimmt, Sein Ziel ist es, in
immer tieferen Offenbarungen euch einen Einblick zu gewähren in das Wirken der
Geistwesen, auf daß ihr begreifen lernt, daß alles im Weltall sich immer und
immer wiederholt .... daß alles Leben und Sterben nur dem einen Zweck dient, die
Seele zu fördern .... daß allen Wesen die gleiche Arbeit obliegt, immer in Liebe
zu sorgen und zu wirken für den Schwächeren .... daß Gott, das höchste, anbetungswürdigste aller Wesen,
uns in liebevollem Erbarmen zu Sich ziehen will und wir unaufhörlich nach Vollendung streben müssen, um der unendlichen Gottheit nahezukommen. Doch dürfet
ihr nicht vergessen, daß der Vater euch alle ruft .... ihr alle sollt eingehen in Sein Reich
.... und weiset euch der Vater deshalb eure Tätigkeit zu, einem jeden in anderer Art
.... doch
ist eines jeden Bestimmung die gleiche .... für seine und des Mitmenschen Seele zu sorgen, daß sie nicht Schaden leide, sondern dem Vater dargeboten werde in Reinheit und
Vollkommenheit .... denn nur danach wird sie einst bewertet werden. Begehret daher zuerst das Reich Gottes, ehe ihr nach anderen Gütern Verlangen habt
und diese anstrebt. Alles auf Erden ist nur vorübergehend .... nur gleichsam als Begleitung dem Erdenkind beigegeben worden, doch soll es sich von allem irdischen Gut willig trennen und nur das eine begehren, sich selbst, d.h. seine Seele, zu entwickeln, daß
sie über alle irdischen Güter hinweg den Weg findet zum himmlischen Vater und so eingehen kann in Sein Reich, das uns bereitet wurde durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen
B.D. 218
empfangen am 8.12.1937
Belehrung, geistiges Gut zu schaffen
.... Erkenntnis ....
Wir alle grüßen dich, und unter unserem Schutz sollen dir zufließen weitere Lehren,
die der Heiland dir zugedacht hat. In keiner Weise wollen wir dir und deinen Mitgeschwistern etwas versagen, das euch allen nur zum Segen sein könnte, und darum
erhört der Heiland dein Gebet und läßt dich immer wieder von neuem hören Seine
Worte, denn im Aufnehmen dieser wächst deine Kraft und dein Glaube. Und wo dein
Wissen sich mehrt, wo du ständig in der Gnade bleibst, dort wird auch erkannt
werden der hohe Wert deiner Arbeit ....
Es ergibt sich von selbst, daß nur der Mensch dieser Gnade teilhaftig wird, der
ständig an sich arbeitet und nur immer bemüht ist, in Liebe zu geben seinen
Erdengeschwistern. Und doch hat ein jeder Anspruch darauf, unterrichtet zu
werden in Gottes Wort, und so er nur ein wenig Verlangen hat danach, erbarmet
Sich der Vater und gibt und unterweiset ihn ....
Denn noch begreifet ihr nicht, daß des Vaters Liebe euch sucht .... daß doch
alles nur geschieht, um euch den rechten Weg zu weisen, denn dort, wo ihr
hinsteuert, gibt es keine Erlösung, dort gibt es nur Untergang ....
Bedenket das, ehe es zu spät ist. Am Ende eurer Tage wird es euch schwer werden, wenn ihr euch verantworten sollt, wie ihr das Leben verwertet habt. Was nützen
euch dann die Taten, die euch nur irdischen Lohn einbrachten .... was wird euch
irdisches Gut nützen? ....
Und wie sehr werdet ihr es bereuen, nicht Taten der Liebe gesammelt zu sehen, die euch einen Aufstieg im Jenseits ermöglichen
.... und welche Qualen
wird euch diese Reue bereiten .... wenn ihr erkannt habt, daß kostbare Zeit euch
zu Gebote stand und diese nutzlos für die Ewigkeit von euch gelebt war ....
Oh, bitter ist
solche Erkenntnis! Darum mahnet euch der Herr, sich Ihm zuzuwenden, solange es
noch Zeit ist, denn ihr könnt in kurzer Zeit, so euer Wille gut ist, schaffen euch unermeßliche Güter für die Ewigkeit
.... verbindet ihr eure Gedanken mit dem Herrn und fleht ihr (in, d. Hg.)
innigem Gebet um Seine Gnade ....
Es wird euch alles so gern gewährt, was ihr für eure Seele euch erbittet vom Vater.
Lasset euch auf Erden nicht genügen an den Scheingütern, die nicht von Bestand sind
.... es hat der Herr für euch bereitet so unbeschreibliche Seligkeit in Seinem Reich
.... das zu begehren ist das einzige, was euch wert sein soll. Lasset euch
lehren, und nehmt dankbar diese Lehren auf in euer Herz, so wird es euch Segen
bringen für die Ewigkeit. Nun, mein liebes Kind, folge unserem Rat: Nicht immer
ist es gut, sich von seinen Gefühlen lenken zu lassen ....
Du wirst diese Worte verstehen lernen .... daß es ein eigen Ding ist um die
Gottesgabe, die du empfangen ....
In langen Jahrzehnten weicht der Mensch nicht ab von seiner Auffassung, und doch
bringt ihn oft ein Augenblick dem einen großen, heiligsten .... dem Erkennen der Göttlichkeit
.... nahe, und dann vermag er sich nicht mehr zurechtzufinden in den Irrungen
des Lebens. Er wähnt zu begreifen und kann dieses Begreifen nicht mehr in
Einklang bringen mit allem Bisherigen ....
Es ist dies ein Zeitpunkt, wo oft im Menschen zusammenzustürzen droht, was ihm bis dahin felsenfest erschien, und wenn dann nicht die
Gnade Gottes solche Menschen sichtbar behüten würde, dann hätte der Widersacher
leichtes Spiel .... doch jeder geht seinen Weg, wie er ihm bestimmt ist, und
sein inniges Zuwenden zu Gott geleitet ihn wohlbehütet über alle Klippen. Und
wenn du dich heut an den Heiland wendest um Erleuchtung, so legt dir der Herr
nahe, alles Ihm zu überlassen ....
Er lenket und weiset recht, wer Ihm vertraut, und
so du fühlst, daß dein Verlangen nach dem Herrn Erhörung findet, daß sich dein
Herz immer mehr Ihm zuwendet, so vernimmst du auch Seine Lehren in immer
tieferer Form, und es wird dir gegeben das Brot des Himmels ....
Lobe den Herrn, denn Er unterweiset dich und wendet alles zu deinem Heil.
Amen
B.D. 219
empfangen am 9.12.1937
„Bleibe in der Liebe tätig
....“
Mein liebes Kind .... wir alle wissen, daß du abhängig bist von deiner täglichen
Arbeit, und suchen dir deshalb zu jeder Zeit entgegenzukommen, auf daß du ohne
Unterbrechung die täglichen Aufnahmen entgegennehmen kannst ....
Doch bedenke,
wie viel besser es ist, wenn du eine gleiche Zeit innehalten kannst .... es ist in unseren
Reihen eine geregelte Tätigkeit zu erfüllen und belehren wir deshalb möglichst immer
zur gleichen Zeit einen jeden .... das wird dir heut wenig verständlich erscheinen, doch
vertraue unseren Worten, im Aufnehmen wirst du es spüren, daß unsere Gedanken
leichter dir zufließen, sobald du völlig losgelöst dich uns zur Verfügung stellst. Es sind
bestimmende gewisse Gesetze, denen ein jedes Wesen unterliegt, und so sind wir schon
immer zur rechten Zeit bereit, daß du empfangen kannst, was dir zugeteilt ist
....
Doch
heut setze dein Schreiben fort, wir sind für dich bereit .... erklären wollten wir dir nur,
wie viel leichter es für dich und für uns ist, wenn du nach Möglichkeit immer zur gleichen Zeit dich mit uns verbindest, und nun beginne:
Bleibe in der Liebe
tätig ....
Dieses Wort sollst du dir tief ins Herz schreiben, denn es ist der Inbegriff
eines gottseligen Lebenswandels ....
Für dich bedeutet es unsagbar viel, wenn die Liebe immer bestimmend auf dein
Handeln einwirkt. Denn solche Taten der Liebe sind Gott wohlgefällig ....
Und wenn dir von anderer Seite ein Gleiches gepredigt
wird, daß jede gute Tat ihren Segen nach sich ziehe .... so wisse, daß immer die Liebe Veranlassung dazu sein muß
....
Wie oft wird das außer acht gelassen .... wie oft wird
gegeben, wie oft wird rein mechanisch eine Tat vollbracht, ohne daß das Herz in
Liebe dabei beteiligt ist ....
Und dann ist diese Tat nicht angesehen vom Herrn. Jedes kleinste
Werk soll von der Liebe geleitet sein .... und immer sollt ihr in euch spüren
des Heilands Nähe ....
Denn in jeder Tat der Liebe ist euch Gott Selbst nahe ....
Was du auch tust .... so
es verbunden ist mit dem Gefühl der Liebe zu deinem Heiland .... zu deinen Mitmenschen, so wird es auch immer Gnade finden vor den Augen des Herrn. Und dann erst
seid ihr „in der Liebe tätig ....“
Mein Kind, unterweise
deine Mitmenschen stets von der Wichtigkeit dieser Lehre ....
Mache ihnen klar, daß sie von innen heraus arbeiten müssen an sich selbst, daß sie
zuerst die Liebe pflegen müssen, um dann immer leichter zu erreichen die Verbindung
mit Gott, die ihnen dann wieder die Gnade gibt, den rechten Weg zu beschreiten, denn
nur durch Taten der Liebe bleibt der Mensch mit Gott verbunden .... und alle
göttliche Gnade fließt hinfort den Menschen zu, die dies beachten und sich
gleichsam umformen von innen heraus, wenn sie zuerst die Liebe pflegen in ihren
Herzen. Und wo ihr dem Nächsten Liebe entgegenbringen könnt, dort wird auch euer
Wandeln wieder Frucht tragen ....
Denn Liebe erweckt Gegenliebe .... und so zieht eine jede gute Tat in Liebe
wieder ebensolche nach sich, und veredelnd wirkt sich ein solches Wandeln aus
auf alle, die mit dir und um dich sind ....
Bedenke dies und strebe ....
Im Sinne der Göttlichkeit
ist es, daß euch zuteil werde die Liebe des Himmels; um diese zu erwecken, müsset ihr
euch würdig erweisen .... ihr müsset von selbst danach streben, teilhaftig zu
werden der Liebe Gottes ....
Darum übet euch in der Liebe zu Gott und euren Mitmenschen, denn
nur durch Liebe kann euch Erlösung werden jetzt schon auf Erden und dereinst in der
Ewigkeit.
Amen
B.D. 220
empfangen am 9.12.1937
Gebet im Gottvertrauen ....
Geistiger Schutz ....
In allen Nöten sollst du zum Vater beten, und so Er dir hilft, erkenne Seine Liebe. Ihr
alle müßt leiden, daß ihr eure Gedanken zum Vater sendet und Seiner Güte euch
anvertrauet ....
Der Vater verlässet die Seinen nicht, und solange ihr euch bemüht, Seinen Willen anzuerkennen, sehet ihr in Ihm den Vater und seid als Kinder in Seiner väterlichen
Liebe wohlgeborgen. Das vergesset nicht, daß nur eure Einstellung zu Gott euch
auf Erden vorbereitet für die Ewigkeit ....
Seid ihr innig mit Ihm verbunden, erlebt ihr Seine
Gnade unausgesetzt .... doch verleugnet ihr den Vater, so geht ihr eurer Gotteskindschaft verlustig und wandelt ohne Seinen Segen durch das Erdenleben. Lasset den
Herrn sorgen und vertrauet Ihm. Innerlich müßt ihr wohlgefestigt sein und nimmer
euch den Zweifeln hingeben an Seiner Liebe und Güte, denn was wäret ihr wohl
ohne diese? ....
Volles Vertrauen ist das erste, dessen ihr euch befleißigen müßt, dann wird
euch auch Hilfe werden in aller Not .... doch wer verzaget am Herrn und Seiner
Macht .... der wird genau so zaghaft Hilfe erflehen, und wie soll sie ihm dann
gewährt werden? ....
Darum wendet euch an den himmlischen Vater in starkem Glauben und
blindem Vertrauen, wollet ihr, daß euer Gebet erhört werde, denn der Vater liebt die Seinen und steht ihnen bei in ihrer Not. Und seid gewiß, daß Er kein Kind vergeblich bitten läßt,
das seine Hände flehend zu Ihm erhebt ....
So wende auch du dich vertrauensvoll an den Vater und bange nicht ....
Worte ohne Zahl werden dir beweisen, daß die
Liebe des Vaters Seinen Kindern zukommen läßt, wonach ihr Herz verlangt. Es behüten
dich Seine Engel und richten dich auf, wenn du wankend zu werden drohst. Vertraue
dich ihrem Schutz an, daß du geleitet werdest auf irdischer Bahn, bis du eingehest in
den ewigen Frieden.
Amen
B.D. 221
empfangen am 10.12.1937
Des Heilands Wort ....
Leitstern in dunkler Nacht ....
Vernimm unsere Lehren, mein Kind, und gib dich unseren Worten vertrauend hin:
Alles, was der Herr bereithält für dich, ist dazu angetan, in schwachen Stunden Trostgebend auf dich einzuwirken. Kraft und Trost wirst auch du gebrauchen können im
Leben, und dieses soll dir aus den Worten zufließen, so daß du dich stets daran aufrichten kannst. Seinem Willen entspricht es, daß du belehrt werdest zu jeder Zeit, wenn
dein Verlangen nach dem Himmelsbrot uns fühlbar ist .... es erkläret der Herr in
Seiner Liebe und Güte alles, wonach Sein Kind verlangt ....
Er führet sie ein in die Lehre Christi, um ihnen fortan treuer Berater zu sein auf dem Lebensweg. Und welches Kind kann
dann fehlgehen in so treuer Hut? Sein Wort ist Leitstern in dunkler Nacht .... es ist Warnung vor Gefahr
.... es ist gegeben zur Erbauung, Tröstung und Labsal .... immer wird
es euch erquicken, rufet ihr den Heiland an, daß Er es euch zuwende ....
Im innersten Herzen vernehmen sollt ihr die lieblichsten Worte, und beglückt
sollt ihr sie aufnehmen, und so sie erst in euch eingedrungen, dann werdet ihr
nimmer davon lassen, denn nichts Irdisches kann euch ersetzen die herrlichste
Gabe Gottes ....
Nichts wird in gleicher Weise den Frieden euch ins Herz gießen, als des Heilands Lehre es vermag. Und
wenn ihr empfangen habet, dann trachtet danach, zu leben, wie es der Heiland verlangt
.... gestaltet euch so, daß Sein Blick wohlgefällig auf euch ruhe .... daß euch
strahlende Helligkeit umgibt, die ihr Seinen Worten Folge leistet. Denn wessen
Worte sollten noch eindringlicher auf euch wirken, wenn nicht des Herrn? ....
Und hat euch Gott den
Frieden bereitet schon auf Erden, dann seid ihr unermeßlich reich, und nun von eurem
Reichtum abzugeben ist eure Bestimmung, die ihr in der Gnade des Herrn wandeln
dürfet auf Erden.
Amen
B.D. 222
empfangen am 11.12.1937
Segenbringende Tätigkeit ....
Und wieder wollen wir dich hinweisen auf deine Segen-bringende
Tätigkeit. Es wird dir noch viel geboten, und nur emsige Arbeit an dir selbst
bringt dich dem Ziel näher, vereint zu sein mit dem himmlischen Vater ....
Denn wo Gottes Boten darum bemüht
sind, dich einzuführen in das Mysterium der Ewigkeit, wo fortlaufend dir gegeben werden göttliche Weisheiten, wo der Herr Selbst dir zuteilt, was du empfangen sollst, dort
wird dir Gnade über Gnade zugemessen. Siehe, wir wollen deinen Willen stärken, wir wollen dich vorbereiten auf dein Wirken, wir wollen dir helfen, daß du immer begehrest nach dem Brot des Himmels. Zu
keiner Zeit wird es dir versagt werden, solange du selbst danach verlangst, und in ständiger Verbindung mit uns bleibst du in einem Zustand völliger Gottverbundenheit,
denn wir sind nur die ausführenden Kräfte des Herrn .... wir folgen alle Seinen Bestimmungen und lehren dort, wo das Sehnen nach der Gottheit vorhanden ist. Sobald ein
übler Gedanke der bösen Mächte unser Streben durchkreuzen will und ungünstig auf
dich einwirken möchte, sind unsere dir zum Schutz bereiten Geistwesen darauf
bedacht, dich diesem Einfluß zu entziehen, und so du wieder deine Gedanken zum
Heiland wendest, sind alle Feinde deiner Seele machtlos, darum liegt so
unendlich viel Segen darin, findest du recht oft den Weg zum Heiland, Der deinem
Verlangen nachkommt in übergroßer Liebe ....
Ihr sehet daraus, daß jeder eurer Gedanken bestimmend ist für eure geistige
Entwicklung ....
Sehet euch die Menschen an, deren Sinn ausschließlich auf weltliches Verlangen gerichtet ist, wie wenig diese Verbindung haben mit
ihrer geistigen Umwelt .... wie sie achtlos vorübergehen an so viel Gnade, die
ihnen auch beschieden wäre ....
Das Bemühen eines jeden Geistwesens, die Gedanken der ihnen
anvertrauten Erdenkinder auf geistiges Gebiet zu lenken, ist ein ständiges .... nur ein
wenig Entgegenkommen diesen ermöglicht euch dann schon, die Gedanken eurer geistigen Freunde in Empfang zu nehmen
.... d.h., sie vermögen euch die Gedanken zu übertragen, und dann schreitet ihr
langsam Stufe für Stufe aufwärts, so es in eurem Willen liegt. Denn der Wille
allein ist bestimmend ....
Ihr sollt in vollkommener Freiheit
des Willens den Weg zum Vater wählen .... und da ihr zu schwach seid, aus eigenem
Antrieb das Rechte zu wählen, müsset ihr beten um die Kraft und um die rechte
Erkenntnis, und so ihr dies tut, werdet ihr recht gewiesen, denn der Vater ruft euch in
Seiner Liebe .... wer guten Willens ist, höret den Ruf, denn der himmlische Vater bedenket einen jeden, und kein Wesen ist Ihm zu gering, als daß
Er es nicht zur Höhe emporzuziehen versucht ....
So erfahret ihr unausgesetzt an euch selbst das Ringen der euch umgebenden
Geistwesen ....
Amen
B.D. 223
empfangen am 12.12.1937
Schätze ....
Es beginnt zu tagen
auf Erden ....
In einer Zeit, wo ihr alle kämpfen müsset, gibt der Herr euch Gnade über Gnade
....
In Seinem Willen liegt es, daß verbunden ist mit der
Erde alles, was sich an geistigen Kräften zur Verfügung stellen kann .... es bleibt euch
nur überlassen, Gebrauch zu machen von dem liebevollen Entgegenkommen des
Vaters. Gebet euch nur vertrauensvoll immer den Regungen des Herzens hin .... immer
versucht der Herr, einzudringen in dieses, und so ihr aufnahmewillig seid, wird euch
der himmlische Vater segnen. Ihr vergesset bei allem eurem Streben auf Erden stets das
eine .... das bewußte Arbeiten an eurer Seele ....
Ihr stellet immer das irdische Streben in
den Vordergrund und achtet nicht auf das Vorhandensein des Erhabensten in euch
.... der Seele, die doch ein Teil Gottes ist und der ihr den Weg zum Vater ebnen
sollt während eures Erdendaseins ....
Lasset doch nicht eure Seele darben um des Körpers willen,
bringet ihr das Opfer, unverwandt im Hinblick auf das Jenseits euch eines anderen
Denkens zu befleißigen .... fasset nach der Hand des Vaters, die sich euch
entgegenstreckt, und verberget euch nicht vor dem Heiland ....
Es sieht der Morgen dieses Tages ein emsiges Kind bei der Arbeit
.... und so geht auch ihr Tag für Tag eurer Tätigkeit nach ....
Wisset ihr, ob der Abend euch noch beschieden ist? ....
Wisset ihr, wie lange euer Wandeln auf Erden ist? ....
O so vernehmet doch
die Stimme der Warnung! ....
Goldene Tore werden sich euch
öffnen, seid ihr nur willens zu erkennen .... denn in dieser Zeitepoche wird sich wandeln all euer Denken
.... ihr werdet erkennen müssen, weshalb vom Vater das Geschehen auf Erden
geduldet ward .... daß alles, was euch heut bewegt, nur im Sinne der göttlichen Weisheit für euch als Mittel zu eurer Vollendung zugelassen ward. Begreifet das
und stellet euch demütig unter die Anordnung des Herrn, daß aus allem Geschehen um
euch und in euch sich entfalten möge ein neues Wirken .... die Arbeit an eurer
Seele ....
Was der himmlische
Vater für Mittel anwendet, um die Seinen zu gewinnen, wird euch unbegreiflich
erscheinen, doch sieht der Herr in jedes Menschen Herz ....
Er muß
eingreifen dort, wo die Wurzel alles Übels ist und wo die Seele am meisten in Gefahr
schwebt, dem Abgrund entgegenzugehen. Die äußeren Lebensumstände geben oft den
Anlaß, daß der Mensch sich entfernt vom Herrn, anstatt sich Ihm zuzuwenden .... dort
greift dann der Herr mit Mitteln ein, die das Menschenkind wachrütteln sollen aus geistigem Schlaf. Erkennet eure Bestimmung
.... sie liegt anderswo, als ihr in blindem Eifer vermutet ....
Führt euch der Herr in liebevollem Erbarmen dem Erkennen der Wahrheit entgegen, so seid dankbar und fügt euch willig, und hängt nicht kleinlich an großen Problemen, die ihr in eurer jetzigen Einstellung nicht zu lösen vermögt. Es will der Herr
Taten sehen, die der Förderung der Seele dienen .... was euch an irdischen Pflichten auferlegt, werdet ihr erfüllen mit Gottes Hilfe, fasset ihr nur zuerst das Heil der Seele ins
Auge .... euer Herz wird Frieden finden in schwerer Zeit, arbeitet ihr mit dem Heiland
zusammen, aber nicht gegen Ihn und Seine Lehren .... denn wollet ihr veredelnd
einwirken auf eure Mitmenschen, so könnet ihr das nicht, lehnt ihr den Heiland
und Seine euch zu Gebote stehende Gnade ab ....
Allein, ohne den Heiland, ist euer Streben ohne
Erfolg, denn „Niemand kommt zum Vater, denn durch Mich ....“
Amen
B.D. 224
empfangen am 12.12.1937
(Fortsetzung zu Nr. 223) Gottes Mittel zum Erkennen ....
In einer jeden
Kundgabe ist dir vom himmlischen Vater die Antwort gegeben auf dein Flehen. Des
Vaters Liebe bedenket ein jedes Seiner Kinder nach Seinem Ermessen ....
Dir das ewige Leben zu erringen ist das schönste und wertvollste Ziel, das du dir
setzest im Erdenleben. Von Seiner Gnade erleuchtet, kann dir keine Dunkelheit den
Weg nach oben beschatten .... in hellem Licht führt dich der Herr hinweg über alle Hindernisse
.... zu Sich empor. In rastloser Arbeit wird dir das Leben enteilen .... und du
wirst eintauschen das irdische Leben gegen das Leben im Jenseits .... so leihe uns auch
heut dein Ohr, auf daß dir zugehen des Heilands Worte: Achtlos begegnen oft die Menschen der Stunde, die entscheidend sein kann auf ihr ganzes Wirken in der Erdenzeit.
Wohl sind den Menschen oft Gelegenheiten gegeben im Leben, wo sie den breiten Weg
zu verlassen gemahnt werden, um auf schmalem, mühevollen Weg zur Höhe zu gelangen
.... doch sie schenken der inneren Stimme wenig Gehör, bis ihnen immer ernstere
Hinweise auf die Ewigkeit gegeben werden. Wer diese nur nicht ungenützt vorübergehen ließe
.... ihm selbst zum Segen. Es ist des Vaters Wille, daß die Erdenkinder gemahnt
werden fort und fort ....
In nimmermüder Geduld will der Herr Hilfe bringen allen
Armen, die in Verblendung durch das Leben gehen. Wo der Vater um Seine Kinder so in Seiner Liebe besorgt ist
.... ist es für euch doch
so leicht, zu hören auf die Mahnrufe, die Er ertönen läßt .... für Seine Kinder
auf Erden ist Sein Erbarmen unausgesetzt bedacht und greift Er zu den
seltsamsten Mitteln, ihnen Kenntnis zu geben von Seinem Willen ....
O höret doch die Stimme, die nur Liebe birgt
für euch, Seine Geschöpfe .... folget ihr willig! .... (Unterbrechung)
B.D. 225
empfangen am 13.12.1937
(Fortsetzung zu Nr. 223 und 224) Gottes Mittel zum Erkennen ....
So setze fort: Und immer gibt euch der Herr Seinen Willen kund, indem Er euch Einblick nehmen läßt in das Wirken außerhalb der Erde
.... in die Tätigkeit Seiner Wesen im Weltall. Wenn Er euch die Verbindung
gewährt vom Diesseits zum Jenseits, so ist das ein Gnadenakt, nur aus dem
Bestreben heraus, den Erdenkindern Seine Liebe kundzugeben und sie zu mahnen,
als Kind Gottes den Vater zu suchen, um sich ihrer Bestimmung zuzuwenden. Ihr
alle fraget nicht danach, wo euer Treiben hinführt ....
Ihr nehmt einen jeden Tag nur hin zum Ausüben irdischer Tätigkeit. Welchen Wert
oder Unwert diese in sich birgt, will euch nicht einleuchten, und unbeteiligt
steht ihr dem wahren Zweck des Erdenlebens gegenüber ....
Sehet, muß der Herr euch nicht aufmerksam
machen in eurem Irrtum .... will Er euch nicht untergehen lassen .... und so wählet Er
die Mittel je nach Bedarf. Manch einem genügt schon ein leises Hinweisen .... ein
Pochen an seines Herzens Tür .... doch andere wollen nicht erwachen .... die geistige
Nacht, die um sie ist, verhindert, daß sie sich den Lichtstrahlen zuwenden .... sie begehren nicht die Helligkeit
.... sondern glauben, in Dunkelheit des Geistes ebensosicher
ihren Weg zu finden .... ja, sie gehen ihn wohl, aber wo führt dieser Weg hin? O lasset
euch warnen, ehe es zu spät ist! Und flehet den Herrn um Hilfe an im Gebet, so wird es
euch leichtfallen, und die Stunde des Erkennens wird euch nahe sein.
Amen
B.D. 226
empfangen am 14.12.1937
Außerordentliche Veranlagung ....
Christliche Lehre gewandelt in irdische ....
„Bleibe bei mir allezeit
....“, so bete zum Heiland, und immer wird Er dich schützen vor Gefahr, die
deiner Seele drohen könnte ....
Bestimmend für dich ist immer deine
Einstellung zu Gott .... danach wirst du jeden Kampf der Seele bestehen oder ihm
unterliegen ....
Wo du Gott um Hilfe anflehest, ist dir der Sieg gewiß. Immer ist nur eines
nötig, daß dein Herz sich demütig fügt dem göttlichen Willen. Droben in der ewigen
Heimat gilt das Gesetz, daß untertan sein sollen alle ihrem Herrn und Schöpfer,
und beachtest du dieses, so ergibt sich alles andere von selbst ....
Im Anerkennen des Willens Gottes regt sich in jedem Menschen das Gefühl der eigenen Kleinheit, es ist dies ein Zeichen des beginnenden Erkennens und sollten sich dann
alle bemühen, fortan nur zu lauschen auf des Herrn Gebot. Siehe, mein Kind, betrachtest du das ganze Wirken der Menschen ohne die leiseste
Beurteilung ihres persönlichen Wertes, so wird dir sehr bald klarwerden, daß sie das
Unterordnen in höhere Gesetze vollkommen trennen von dem, was sie sich selbst zu
schaffen glauben. Sie bedenken nicht, daß sie in keiner Weise befähigt sind,
dort eigenmächtig zu handeln, wo es dem Willen des Herrn entgegenlaufen würde.
Außerordentliche Veranlagung erfordert außerordentliche Voraussetzungen, die
Göttlichkeit betreffend, und kommt nun einem solchen Menschen eine einfache
Lösung der Ewigkeitsfrage entgegen, so lehnt er schon deshalb ab, weil er die
Tiefe der göttlichen Wahrheiten nicht zu erfassen vermochte und er für das
alltägliche Streben nach Vervollkommnung der Seele kein Verständnis aufbringen
will ....
Liebes Kind, setze die Worte so, daß dir
der Sinn verständlich ist .... gib ihnen die Bedeutung in umgekehrter Folge ....
Dringst
du erst tiefer ein in die göttlichen Lehren, so wird es dir verständlich werden. Doch heut höre: Es predigt der Widersacher fortgesetzt von geistigem Zerfall unserer Lehren
.... der Lehre Christi. Jedes Wort, das der Heiland euch gab, soll gewandelt
werden in rein irdische, nur für die Lebensdauer des Menschen berechnete Ermahnungen. Und bezeichnen will man Wort für Wort als Menschenwerk
.... wenn auch als Werk
eines sittlich hochstehenden Menschen ....
Doch hätte nie und nimmer ein Mensch solches zuwege gebracht, was der Heiland in Seiner göttlichen Liebe für die Menschheit
getan, und nie wären Seine göttlichen Worte durch Jahrtausende den Menschen erhalten geblieben, wäre es nur Menschenwerk und Menschenwort. So haben wir heut die
Erklärung für alles, was aufstehen will wider dieses Wort .... dies alles ist
Menschenwerk, unterstützt von der Macht des Widersachers, zur Vernichtung des
rein göttlichen Nachlasses, den der Herr den Seinen zum Segen gegeben hat ....
Und wo nun der
Mensch erbarmungslos diesem Walten des Bösen ausgeliefert wäre, würde vernichtet
werden das Wort Gottes .... doch nimmer läßt der Herr ein solches zu! Immer wieder
wird Sein Wort alles andere überdauern, und was auch heut ersteht von Irrlehren
.... es
wird genau so zerfallen wie alles, was nicht göttlichen Ursprungs ist, denn der Herr hält
schützend Seine Hände über die Menschheit und gibt, daß die Lehren Gottes tiefer
ins Herz eindringen dort, wo sie aufgenommen werden wollen ....
Darum wird die Welt mit
aller Macht nicht zerstören können, was der Herr entstehen ließ, vielmehr wird es von
neuem auferstehen zu Seiner Ehre und den Menschen zum Heil.
Amen
B.D. 227
empfangen am 15.12.1937
Stunde der Geburt Christi ....
Geistige Wiedergeburt ....
Liebes Kind .... in nimmermüder Geduld erquickt der Herr alle, die nach Ihm verlangen. Seine Worte sollen dir zufließen, und jeden Tag sollst du empfangen
.... denn weise
ist, wer sich aus Seinem Wort Kraft und Trost holt. Ein jeder von uns ist bemüht, dich
zurückzuführen in den Zustand inniger Bereitschaft .... es sind solche Tage wohl vonnöten, denn der Herr will immer aufs neue Besitz ergreifen von eurer Seele, bis sie so
fest verankert ist mit dem Heiland, daß sie durch alle Gefahr hindurch treu zu Ihm hält
und keine Einwirkungen von außen euer Herz von Ihm zu trennen vermögen. Deshalb
fordert Er immer wieder eure Hingabe, und bedenkst du dieses, wirst du dich willig
fügen, denn der Herr hat bestimmt, daß von nun an jedes kleinste Geschehen sich
in geistiger Förderung auswirken und dir Frieden bringen soll ....
Denn wo du auch hinsteuerst, der Herr behütet dich und wählet immer nur das
Rechte ....
Sein Segen geleitet dich, und Sein Vaterauge wachet über dir ....
Folge nun unseren Gedanken: Wenn das Fest der Liebe sich zu Ende neiget, erlebst
du wiederum eine starke innere Einkehr .... und so ein jedes Gott suchendes
Erdenkind ....
Es sind dies die Auswirkungen der unendlichen Liebe des Heilands, die sich
ergießet in die Seelen derer, denen das Fest Erleuchtung gebracht hat, die mit
ihrem Herzen aufnahmen die Stunde der Geburt Christi ....
Jenen erklingt das Lied der Liebe aus der Höhe ....
Es ertönt in ihren Herzen, und ein leises Sehnen nach dem Heiland
bleibt zurück, das Erfüllung findet .... denn der Herr kehrt ein in jenes Herz, und wenden sich diese Seelen der Ewigkeit zu. Alle Engel stimmen in das Lied der Liebe ein
.... und horchet ihr auf diese Stimme im Herzen, so wird die Stunde der Geburt
Christi auch für euch die Stunde der geistigen Wiedergeburt ....
Ihr erfasset Seine Lehren und
wandelt in Seiner Liebe fortan, und so wendet ihr euch der göttlichen Gnade zu, die
euch führt dem Licht entgegen. Sonnig wird nun euer Leben sein auf Erden .... sonnigen Geistes, von nun an werdet ihr nimmer rasten, bis ihr den Weg zur Höhe erklommen. Mein liebes Kind, in dieser Zeit sei immer darauf bedacht, daß kein Zweifel dein
Inneres trübt .... nimm auf immer in tiefem Glauben, lasse alles Zagen beiseite
und gib dich nur immer vertrauensvoll unseren Worten hin ....
Es soll dir so viel gegeben werden .... in immer kürzeren Pausen wird dir
verkündet werden, wie innig sich der Heiland durch deine Hingabe dir verbindet,
wie dir ohne Unterbrechung geistige Lehren zugeteilt werden ....
Denn nur der Glaube ist das Fundament, worauf der Herr Sein
Reich bauet, und immer tiefer einzudringen in die göttlichen Lehren muß dein
heiligstes Bestreben sein ....
Ohne Rast und ohne Zagen vernimm die Stimme des Herrn, bereite Ihm immer ein
aufnahmewilliges Herz, bringe Ihm deinen ganzen Willen dar, und flehe den
Heiland innig an um Seine Gnade. Zu Tausenden werden dem Herrn anhangen, die
Sein Wort vernehmen, denn Sein Wort ist Gnade, Labsal und Stärkung, und keiner
kann daran vorübergehen, beachtet er die Stimme des Herzens. Wer Ohren hat zu
hören, der höre ....
Und wer Verlangen hat
nach dem Herrn, dem wird die Stimme ertönen, und aufnehmen wird er sie in sein
Herz. So beschließe diese Zeilen und rüste dich .... es gilt, ein ewiges Wort zu
verkünden, und jeder, der dem Herrn nahe ist, wird es empfangen und verkünden
aller Welt ....
In dieser Stunde bereitet der Herr, was allen zum Segen sein soll, die Ihn hören wollen,
und leget dir der Heiland ans Herz zu kämpfen, um zu siegen mit Seiner Gnade.
Amen
B.D. 228
empfangen am 16.12.1937
Leichtes Aufnehmen ....
Segnungen des Glaubens ....
Liebes Kind, in den wenigen Monaten deines geistigen Schaffens vernahm dein Ohr
so viele Worte der Liebe des Herrn und Heilands durch uns. Es ergehen an dich täglich
und stündlich Mahnungen, in treuer Liebe zum Heiland auszuharren .... wir wenden
deine Gedanken, sooft es uns möglich ist, dem geistigen Streben zu ....
Es wird einst eine
Zeit kommen, da du die Belehrungen, die du empfangen, weitergeben sollst .... genau
wie du dich hineinversenkst in die ewigen Wahrheiten, so werden um dich viele sein,
die den Worten lauschen und sie in ihre Herzen aufnehmen. In dieser Zeit wird das Aufnehmen unserer Gedanken dir leichtfallen, du wirst vernehmen ohne Hindernisse, und
wir werden dich lehren dürfen unentwegt, denn der Herr hat dir diese Mission zugedacht, daß
du wirken sollst für Ihn und für Sein Wort ....
Jedes kleinste Liebeswerk an
deinen Mitgeschwistern wird dir Befriedigung bereiten, du wirst in der Liebe tätig sein
und regen Anteil nehmen am Erlösungswerk des Herrn. Denn wieder ist die Zeit gekommen, wo der Herr auf Erden weilt
.... wo Er in eines jeden Menschen Herz Sich aufhält, das Ihn nur rufet ....
Denn es ist eine große Not unter den Menschen ....
Sein Wort verhallet ungehört bei unzähligen Erdenkindern .... entfesselt sind die Gewalten der Finsternis, und es sind ihrer viele, die sich diesen Gewalten
unterwerfen. Ein hartes Ringen wird einsetzen um die Seelen derer .... und daher
sendet der Herr Seine Boten und sucht überall da einzudringen in das
Menschenherz, wo sich nur der kleinste Gedanke an den Heiland regt ....
Manch einer denket an den Herrn am Fest der Liebe ....
Möge sein Herz noch nicht verhärtet sein und er aufnehmen, was
seine geistigen Freunde ihm zu vermitteln suchen, denn wieder ist die Zeit gekommen,
wo nur der Wille des Menschen sich der Ewigkeit zuzuwenden braucht, um, von geistigen Kräften aufgenommen, gelenkt zu werden auf rechte Bahn. Gerecht sein und gerecht denken mußt du stets in allen Dingen. Es soll doch dein
Herz frei sein von allem Unreinen, deshalb mußt du dich immer bemühen, nur Liebe
darin zu bergen ....
Leid und Kummer verhärtet die Menschen, die Liebe aber bringt sie der
Göttlichkeit näher. Darum lasse immer nur Liebe walten ....
Und nun, mein Kind, setze fort: Die Segnungen des Glaubens wird empfangen, wer
sich offen zu Gott bekennet. Es sind so ungeahnte Hindernisse, die solchen Suchenden
den Weg zum Erkennen versperren wollen, doch über alles hinweg findet die Seele
ihren Vater, denn der Gedanke des Menschen vermag sich emporzuschwingen ins Weltall
.... er kann alle Hindernisse überwinden, und sowie sich der Gedanke dem Geistigen
zuwendet, findet der Mensch Verbindung mit den ihm zugeteilten Geistwesen, die des
Entgegenkommens schon harren und sofort bereit sind, ihm Beistand zu gewähren. Es
werden sich zwar dann ebenso die bösen Gewalten der menschlichen Seele bemächtigen wollen, doch wird die Kraft des Guten immer größer, je mehr sich der menschliche
Wille ihm zuwendet und im Verlangen nach Gott Hilfe erfleht. So kurze Zeit nur währt
der Kampf, bis sich der Mensch entschieden hat im Herzen, und gibt er dem inneren
Drängen nach, das seine Gedanken nach oben weiset, so wird ihm geistige Kraft übermittelt, denn immer ist der Herr zur Hilfe bereit, wo diese erbeten wird
.... immer stärkt
Er den Schwachen, immer unterweiset Er den Fragenden .... und lenket den Irrenden
.... aber immer muß das Erdenkind Verlangen haben nach dem Vater, dann setzen
alle Segnungen ein, die der Vater für Seine Kinder bereitet hat und die Er ihnen
zuteilt nach Bedarf und weisem Ermessen. Darum wird auch allen die Gelegenheit
geboten zu empfangen, und nur der Törichte weist diese göttliche Gnade von sich,
Seine Liebe bereitet euch alles, was ihr erfleht ....
Amen
B.D. 229
empfangen am 17.12.1937
Erdenleben zur Förderung ....
Leid der geistigen Freunde ....
Liebes Kind, vernimm unsere Lehren, und überlasse dich getrost unseren Einwirkungen: In nimmermüder Geduld spricht der Herr zu den Seinen, und ihnen zum
Segen läßt Er sie Einblick nehmen in die von Gott gegebenen Gesetze, denen alles Walten und Schaffen im Jenseits
.... im ganzen Weltall .... untersteht. Das Erdenleben mit seinen Kämpfen ist
vorbehalten denen, die in der Obhut des himmlischen Vaters ihrer Seele Förderung
verschaffen wollen und sich die Gnade der Verkörperung erbeten haben vom Herrn
zum Zwecke der Vollendung. In diesem Stadium ist es der Seele möglich, einen
höheren Grad der Vollkommenheit zu erreichen, doch wendet sich oft im Erdenleben
die Seele von ihrer eigentlichen Bestimmung ab und bleibt entweder in einem
gewissen Stillstand, oder sie wendet sich in Verblendung des Denkens den Mächten
der Finsternis zu ....
Die Seele tritt in einen Zustand, indem sie sich, ihrer eigentlichen Bestimmung unbewußt, aus eigenem Antrieb bekennen soll zum Vater
.... doch in diesem Stadium der Verkörperung wird die Seele von so vielen in
Liebe um sie besorgten Geistwesen betreut, die einwirken wollen auf das Denken
des Erdenkindes und es dem himmlischen Vater zuführen möchten in Ewigkeit ....
Und so mancher Gedanke,
der von diesen Geistwesen dem Menschen übermittelt wird, birgt den Hinweis auf die
ewige Göttlichkeit, und wäre sich der Mensch der großen Verantwortung voll bewußt,
was sein Leben auf Erden für Folgen zeitigt, so würde er hartnäckiger sein Ziel
verfolgen ....
Doch wäre dann der Zweck des Lebens wahrhaft erfüllt? .... Glauben soll der
Mensch .... im vollen Vertrauen sich dem Heiland zuwenden .... aufnehmen alles Göttliche in sich, immer im Glauben an den Herrn
.... das ist seine Aufgabe, die zu erfüllen, ihm das Erdenleben gewährt wurde
....
Betrachtet ihr die Unzahl von Erdenkindern, die vollkommen nutzlos durch das
Leben gehen .... so werdet ihr verstehen, wie schwer uns das Los derer bedrückt, da wir
im Erkennen der göttlichen Wahrheit sehen müssen, wie viel Gnade ihnen gewährt
wurde und wie achtlos sie daran vorübergehen in Unkenntnis ihrer Lebensaufgabe
.... und das ist unser Leid .... denn in Liebe wirken wollen für andere und abgelehnt zu werden ist unsagbar traurig für uns, denen die Sorge um diese Seelen obliegt. Es werden
durch Zeichen gemahnt alle .... es vernehmen alle die Stimme des Herrn, doch ob
sie diese einwirken lassen auf sich, liegt allein an ihrem Willen ....
Und die Barmherzigkeit des Herrn findet immer wieder Mittel und Wege, den
Menschen Kenntnis zu geben von Seinem Willen und Seiner Liebe ....
Doch der Mensch in seiner Unwissenheit schätzt
sich selbst so hoch ein, daß er ohne die segnende Vaterhand ebensosicher durch
das Leben zu gehen wähnt ....
Er bereitet mit seiner Einstellung sich selbst ein Hindernis, so
unfaßbar groß, daß er Mühe hat, über dieses Hindernis hinwegzukommen, und durch
seine Verblendung die göttlichen Gnadenmittel nicht nützet, die ihm das Leben auf
Erden viel leichter und segensreicher gestalten würden. Doch das Erbarmen und die
Liebe des göttlichen Vaters sind unendlich .... groß ist Seine Weisheit und
Seine Güte, denn Er dringt immer wieder durch neue Beweise Seines Wirkens in die
Herzen der Menschheit ein ....
Er läßt Wunder geschehen zur Belehrung Seiner Kinder ....
Er gießt
unausgesetzt Seine Gnade aus über die Ihm zugewendeten Erdenkinder und sucht
durch diese wieder-zu-gewinnen, die sich in Unwissenheit verloren an Irrlehren.
Denn der Heiland segnet, die für Ihn wirken, und gesegnet wird auch das Beginnen
eines jeden sein, der streitet für den Herrn ....
Und so teilet der Herr auch jenen zu, denen die Seelen der Erdenkinder
anvertraut sind ....
Er läßt ihnen Hilfskräfte erstehen, und so in
Liebe gegenseitig gewirkt wird, erwächst aus diesem Wirken auch der Segen, daß
jede gute Tat ihre Früchte zeitigt ....
Ein solches ist dem Herrn angenehm, daß schaffet für das ewige Leben das Menschenkind auf Erden
.... es wirkt sich aus sowohl auf Erden wie im Jenseits, denn nicht
der Körper soll bedacht werden auf Erden, sondern der Geist .... die menschliche Seele,
die von Gott ausgegangen ist und das Erdenleben nur durchwandelt, um dem Herrn näherzukommen. In einer Zeit wie jetzt tut das Kämpfen um die geistige Förderung
doppelt Not .... es bleibt kein Wesen stehen, die Gefahr ist viel größer, daß es
sinkt, wenn es sich nicht selbst bemüht, den Weg nach oben zu finden ....
Und um Einhalt zu gebieten den feindlichen Mächten, um die Seelen auf den Weg des Erkennens zu führen, sollt
ihr, Seine Diener, euch einsetzen mit aller Kraft .... denn der Herr ist mitten unter euch,
die ihr in Liebe zum Heiland eure Aufgabe erfüllet und Ihm in Treue dienet.
Amen
B.D. 230
empfangen am 18.12.1937
Schwere Tage zur Geduld - Demut - Sanftmut ....
Liebestätigkeit in der Gnadenzeit ....
In jeder Stunde der Not hat der Herr für die Seinen Tröstungen bereit, und so Er
euch diese zuteil werden läßt, stehet ihr in Seiner Liebe ....
Mein Kind, wenn dir bangt,
so rufe den Vater an, Er hört ein flehend Kind und richtet es auf. Siehe, nach Gottes weisem Ratschluß müsset ihr Menschen euch zur Selbstzucht erziehen
.... ihr müsset lernen, euch in alles geduldig zu fügen, was der Herr euch sendet, denn alles das ist euch
zugewiesen zur Förderung eurer Seele. Wären euch nur Tage ruhiger Gleichmäßigkeit
beschieden, so könntet ihr nimmermehr den Grad der Vollkommenheit erreichen, den
ihr erringen müßt, wollet ihr dem Heiland nahe sein. Gottes Weisheit läßt solche
Tage über euch kommen, in denen ihr ausreifen sollt in allen Tugenden, so da
sind Geduld ....
Demut ....
Sanftmut und Ergebung in Gottes Willen. Nichts liegt dem himmlischen Vater ferner, als euch ein schweres Los bereiten zu
wollen, doch winket euch im Jenseits ein weit schönerer Lohn, gehet ihr durch solche
Tage so hindurch, daß ihr euch selbst erzieht zu jenen Tugenden ....
Förderung für euch
kann alles bringen, was euch das Leben schwerer erscheinen läßt, wenn ihr nur
immer in Liebe zum Vater emporschauet und euch demütig beugt Seinem Willen. Und
nun höre, was wir dir heut verkünden dürfen: Wo alles auf Erden sich rüstet, das
Fest der Geburt Christi zu begehen, ist auch im Jenseits ein emsiges Treiben um
das Heil der Menschheit. Regen Anteil nehmen wir an allem Geschehen auf der Erde
....
Wo
sich die Liebe der Menschen untereinander so auswirkt, daß einer für den anderen aufgeht, entziehen sich die Seelen dieser den Einwirkungen der bösen Mächte, und wir
haben dort großen Segen zu erhoffen, denn die Liebe bildet die Menschen und läßt sie
unbewußt sich entfalten in göttlichem Streben. Und wo wiederum der Drang
besteht, Gutes zu tun und den anderen zu erfreuen, dort wird auch der Segen des
Vaters sein ....
Erhaben wird der Mensch in dieser Zeit
.... wo die Liebe zum Handeln bewegt .... er sucht immer nur sich zu betätigen,
wie ihn die innere Stimme weiset ....
Und wo ihr
untereinander euch bemühet in dieser Zeit, den Nächsten zu erfreuen, harret euer das
gleiche Los. Auch ihr werdet erfreuet werden von der Liebe des Vaters .... an
Seiner Gnade werdet ihr euch erquicken dürfen, und Sein Segen wird über euch
sein, die ihr in Liebe wandelt. Und so ist auch im Jenseits das Bestreben der
Geistwesen ein immer eifrigeres Ausüben ihrer Liebestätigkeit. Es strömet von
allen eine solche Kraft aus, die wieder unzählige Seelen erhebet und ihnen das
Arbeiten an sich selbst erleichtert ....
Hat sich euer Herz nur einmal dieser Liebestätigkeit hingegeben, so seid ihr gewandelt
für ewige Zeiten .... denn die Liebe ist das Höchste .... in ihr zu leben ist
Seligkeit, und welche Kraft aus der Liebe entströmt, könnt ihr im Erdenleben
nicht ermessen, doch werden fortgesetzt Seelen durch die Liebe erlöst ....
Und in dieser Kraft durch das Erdenleben zu wandeln ist ein unschätzbarer
Reichtum, den ihr euch alle erwerben könnt, lebet ihr in Liebe jederzeit. In
Jahrtausenden hat die Liebe von ihrer Kraft noch nichts eingebüßt, denn die
Liebe ist göttlich, und göttlich wird jedes Wesen durch die Liebe ....
Und so ihr nun die Liebe als Höchstes erachtet, seid ihr verbunden mit der ewigen Gottheit
.... ihr nähert euch dem Heiland immer mehr .... ihr bleibet in Seiner Liebe,
und ihr löset euch aus der Gewalt der Finsternis. In diesen Tagen sollte ein jeder von euch sich bewußt sein, daß
ihr in einer Gnadenzeit lebt, die euch Segen über Segen einbringen kann, lasset
ihr die Liebe als oberstes Gesetz gelten. Ein jedes Herz öffnet sich leichter
dem göttlichen Einspruch, und nur verhärtete Menschen weisen zurück und lassen
die Tage an sich vorübergehen, ohne innere Einkehr in sich selbst zu halten ....
Doch in der weihevollen Nacht erfährt so
manches Herz an sich die innere Gnade, es öffnet sich, wenn auch nur für kurze Zeit, und hört auf die Stimme, die aus der Höhe zu ihm spricht. Es würde dann nur ein heißes Gebet zum Himmelsvater vonnöten sein, um ihm die Kraft der Liebe zuzuwenden
.... unser Herr und Heiland ist unablässig um Seine Erdenkinder ....
Er lenkt und
leitet alle und sucht ihnen zu Hilfe zu kommen .... ein wenig Glauben nur an
Ihn, und Seine schützende Hand führet euch recht ....
O wie erhoffen wir günstigen Einfluß von diesen Tagen, da sich die Menschen in
Liebe betätigen .... daß sie sich dem Heiland
zuwenden möchten .... und so, wie sie Liebe geben, sie auch Liebe von Ihm empfangen
mögen. Schauet tief in euer Herz .... verlangt nicht ein jedes Kind zum Vater? So betrachtet
auch ihr euch als Kinder Gottes, um vom Vater liebevoll aufgenommen zu werden, auf daß ihr eingehen könnet in Sein Reich.
Amen
B.D. 231
empfangen am 19.12.1937
Aufgabe im Jenseits ....
Kraft der Liebe ....
Gesegnet, die guten
Willens sind ....
In der Tiefe deines Herzens vernimmst du des
Heilands Worte, daß allen, die Gott lieben, die Stunde ihrer Erlösung nahe ist. Jedes
Kind, das sich innig dem Vater anvertraut, wird in Empfang genommen von der Schar
der Engel .... es wird von ihnen behütet, bis es eingehet in des Vaters Reich
....
An die
Stelle des Erdendaseins tritt nun ein Zustand völligen Losgelöstseins .... im Forschen
nach der unendlichen Gottheit fällt es der Seele wie Schuppen von den Augen .... sie findet sich wieder in einer Abgeschiedenheit und empfindet nur eine ihr unerklärlich
erscheinende brennende Sehnsucht nach dem Heiland. So verkündet der Herr Seine
Nähe .... und das Bewußtsein ihrer früheren Tätigkeit bringt die Seele ihrer
neuen Tätigkeit im Jenseits nahe, denn das Streben auf Erden nach Vollkommenheit
setzet sie nun fort und verbindet sich dadurch immer inniger dem Heiland ....
Wonach sie nun
strebet, ist so überaus beglückend .... es ist segenverheißend für die Wesen,
die diese Seele umgeben, wenn sie noch weniger fortgeschritten sind für die
Ewigkeit ....
Es ist beglückend für die Seele selbst, denn die Liebe in ihr drängt sie zu
fortgesetztem Wirken für das Reich Gottes. Kein noch so geringes Maß an Liebe
geht verloren, es wird wohltätig empfunden von den suchenden und irrenden
Geistwesen, die aus der Liebe der über ihnen stehenden Geistwesen die Kraft
schöpfen, an sich selbst zu arbeiten. Jahrtausende hindurch wollen Seelen erlöst
sein, unzählige harren der Zeit, da ihnen Liebe entgegenkommt und was ihr auf
Erden viel zu gering bewertet ....
Die Kraft der
göttlichen Liebe .... werdet ihr im Jenseits als das Höchste erkennen ....
Sehr zum Vorteil dient es euch, opfert ihr all euer Tun und Lassen dem Heiland auf,
dann gebt ihr euch willig in Seine Obhut, und es wird euch alles zum Segen gereichen.
Gebet mit vollen Händen und aus ganzem Herzen .... doch schenket immer nur in
Liebe, soll des Vaters Auge wohlgefällig auf euch ruhen ....
Und so bringet ihr in die
Ewigkeit ein gerüttelt Maß voll guter Taten .... und in dieser Taten hellem Glanz wird
euch die Lichtfülle beglücken, und erkennen werdet ihr, welche Kraft von der Liebe ausgehet, wie ihr emporgehoben werdet durch diese in Regionen himmlischen Entzükkens.
Doch nun wird euch die Arbeit zur unendlich beglückenden Tätigkeit, denn ihr
werdet nicht eher rasten, als bis ihr auch anderen Seelen den Weg gewiesen habet
zum Herrn ....
Die irrenden Wesen zum Herrn zu geleiten und dem Vater Seine Kinder zuzuführen, darin sehet ihr eure Aufgabe im Jenseits, und der Herr ist bei euch
.... alle Tage .... und ihr stehet in Seiner Liebe ....
Allen Wesen ist Gott zugetan .... der Erdenmensch erfaßt nicht die Liebe und Güte Gottes, sonst würde er wohl kaum auch nur das Geringste tun, Ihn zu betrüben
.... doch das Maß von Liebe, das Er den Seinen zuwendet, ist
unerschöpflich und währet bis in alle Ewigkeit.
Amen
B.D. 232
empfangen am 20.12.1937
Tod Ludendorffs ....
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen
....“ Mein liebes Kind, wenn dein Wille
gut ist, mußt du auch die innere Stimme hören, die dich mahnet. Es fällt dir
nicht immer leicht, doch stets arbeiten an sich selbst bringt dich zum Ziel ....
Allen Versuchungen
zum Trotz muß es dir gelingen, dich in Liebe allen Geschöpfen zuzuwenden .... zu beurteilen, welches die Liebe verdient oder nicht, überlasse dem Vater. In Seinem Segen
sollst du stehen, und nimmer wird es dich gereuen .... doch reinen Herzens mußt du
immer bleiben, und so es dir schwerfällt, so bete. Ihr Menschen wisset ja nicht, wie leicht
ihr fallen könnt .... es umlauert euch immer das Böse und suchet in euer Denken
einzudringen, und dann wird der Mensch hin und her geworfen, und er verliert
leicht die Verbundenheit mit Gott ....
Erbarmet euch eines jeden Wesens, und legt es eurem
himmlischen Vater ans Herz, daß auch Er Sich erbarme ....
Die Schuld ist groß .... doch Gottes Liebe ist größer ....
Siehe, mein Kind, wir legen dir dies so ans Herz, auf daß du dich frei machst von dem
Gedanken, daß euer Urteil das richtige sei ....
Wer im Glauben an Gott hat sein Leben beschlossen, hat auch Anspruch auf des
Vaters erbarmende Liebe, und wisset ihr, ob Gottes Stimme nicht eingedrungen ist
in das Herz? ....
Siehe, der Vater sorgt unablässig für die Erdenkinder ....
Seinem Willen obliegt es, wann sie ihr Leben vollenden, und bis
zuletzt ringt die Liebe des Himmels um jede Seele. Wer sich noch zuletzt der Obhut des
Herrn empfiehlt, empfängt Seinen Segen. Darum bringet auch ihr dem Herrn euren
guten Willen entgegen und bittet einer für den anderen, und ihr werdet aus dem Kampf
mit dem Widersacher siegreich hervorgehen. Legt euch des Herrn Worte zurecht: Was
ihr dem geringsten Meiner Brüder tut, das habt ihr Mir getan .... und so ihr euch überwinden könnt, zu lieben eure Feinde, so bringet ihr diese Liebe eurem Herrn und Heiland dar, denn es ist Sein Wille, daß ihr euch liebet, und es schauet der Herr in euer
Herz. Ohne Ansehen der Person sollet ihr der armen Seelen gedenken .... ihr sollet
ihnen die Gnade des Gebetes gewähren .... ihr sollet es dem Vater überlassen zu
richten ....
Völlig lossagen kann sich nur der Widersacher selbst .... denn Gott ist die Liebe,
und solange der Herr Seine Kinder wandeln läßt auf Erden, so lange ist dem
Erdenkind die Möglichkeit gegeben zu erkennen ....
Endlos scheint zwar manches Ringen mit
feindlichen Mächten, doch die Kraft der Liebe ist stärker. Darum hat es Gott in Seiner
Liebe weise gefügt, daß der Mensch in der Stunde des Todes seine Gedanken zurücksendet in seine Jugend und seine Kinderzeit, und die Eindrücke dieser erhellen oft blitzschnell den Geist
.... er erkennet das Wirken der Gottheit, und verläßt er mit diesem
Erkennen das Erdenleben, so ist er nicht rettungslos den bösen Mächten anheimgegeben
.... deshalb lasse diese Seele nicht ohne Liebe .... lasse sie nicht darben, denn sie leidet ohnehin schwer, sobald sie ihrer Lage sich bewußt
ist ....
Der Herr wird dir Kraft
geben, dich zu überwinden.
Amen
B.D. 233
empfangen am 21.12.1937
Glaube - Hoffnung - Liebe ....
Sorge um Schwache und Irrende ....
Siehe mein Kind, wir alle wollen, daß es dir gelingen möge, dein Herz zu lösen von
allem, was dir hinderlich sein könnte auf dem Weg nach oben. Es hat der Herr für dich
immer in Bereitschaft Seine Lehren, und wo du dir angelegen sein lässest, Seine
Worte in Eifer aufzunehmen, wirst du nie der göttlichen Gnade verlustig gehen,
denn es bleibt dir doch immer das eine ....
Du verlangst zum Vater, und so wird dein Streben niemals
vergeblich sein. Entzündet sich dein Herz an der göttlichen Flamme, die dir Erleuchtung bringen
soll, so vergehet kein Tag in deinem Leben, ohne daß du deine Gedanken innig
zuwendest deinem Heiland und Erlöser, und dann birgt ein jeder Gedanke so viel
Segnungen in sich ....
Glaube, Hoffnung und Liebe vereinigt sich .... denn der Glaube erhebt deine
Gedanken zu Ihm .... hoffen darfst du stets auf Seine Gnade, und immer stehst du
in Seiner Liebe ....
O mein Kind, vollende das Werk, das du begonnen .... so vielerlei wird dir noch
geboten werden, und du wirst glücklich sein ob des Empfangenen ....
An deiner Kraft, die dir entströmt durch dein Wirken, werden sich noch so viele
Erdenkinder stärken, die bisher leer und haltlos durch das Leben gingen. Wenn
der Heiland dir diese zuführt, so geschieht es wieder aus Liebe zu allen diesen
Menschen, denn der Heiland sucht zu gewinnen alle, um ihnen das Reich Gottes zu
bereiten ....
Ein jedes Wesen hat
Gott lieb, und um es dem Verderben zu entreißen, gilt Seine Sorge unausgesetzt den
Schwachen und Irrenden. In jeder Stunde der Not lenkt Er sie sichtbar, um sie hinzuweisen auf die Ewigkeit, und dann läßt
Er ihnen Seine Lehren zugehen, denn der Heiland weiß ja für jeden das Rechte, um
die Herzen aller zu gewinnen. Vermittelt Er nun Seine Worte durch dich, so
werden ihnen die Schritte zur Ewigkeit erleichtert, und es löst sich der Mensch
immer mehr aus der Macht der Finsternis, je mehr er sich innerlich bejahend
einstellt zum ewigen Gott ....
Allen möchte Er zur Erkenntnis verhelfen .... daß sie selbst sich doch das ewige
Leben bereiten .... daß sie selbst auch die Verantwortung zu tragen haben für all ihr Tun und Lassen im Erdenleben. An Seine Gnade möge
sich ein jeder halten .... er kann sie doch so leicht sich erwerben, er braucht doch nur
den Vater inbrünstig darum zu bitten, so wird sie ihm gewährt werden ohne Unterlaß.
Und wenn euch immer wieder gelehret wird, daß ihr das Himmelreich erwerbet,
bleibet ihr in der Liebe .... so ergehet an euch alle der Mahnruf: Liebet euch untereinander
.... handelt nicht lieblos gegeneinander, sondern suchet euch immer nur Liebe zu
geben, so segnet sich euer Wandeln, und ihr werdet öffnen euer Herz allem, was
vom Vater kommt ....
Denn Gott Selbst ist ja die Liebe, und immer wird euch Gott nahe sein,
lebet ihr in der Liebe. In jedes menschliche Herz hat Gott das Sehnen gelegt nach Liebe,
und daher soll auch die Liebe euch erlösen und dereinst ewige Seligkeit bereiten.
Amen
B.D. 234
empfangen am 22.12.1937
Diese Kundgebungen ein Zeichen der göttlichen Liebe ....
Somit gehen die Tage dem Ende entgegen, die zu deiner Prüfung über dich kamen.
Ein segensvoller Augenblick, wo die Erkenntnis der eigenen Schwäche in deinem Herzen erstand, denn nur diese hilft dir, daß du dich wieder innig dem Herrn zuwendest.
All Seine Liebe will doch der Heiland euch geben, darum werdet ihr durch das Gefühl
des Verlassenseins immer aufs neue zu Ihm gedrängt, denn der Herr kann nur geben
dort, wo ihr inniges Verlangen habt nach Ihm. So viele Pflichten und Aufgaben stehen
dir noch bevor .... um auszureifen, gehört auch ein williges „sich dem Herrn überlassen“
.... nur dann findest du Ruhe und inneren Frieden. Leise tönet Seine Mahnung an
dein Herz: „Bleibe Mir treu .... auch in der Stunde der Not ....“, denn dreifach
will dich der Herr belehren ....
Er will dich gewinnen für das ewige Reich ....
Er will dir göttliche Weisheiten übermitteln und dich lehren, immer den Weg der
Liebe zu gehen ....
Denn
nur über diesen findest du auch den Weg zu Ihm. Nach menschlicher Berechnung gibt es keine Verbindung zwischen Himmel und
Erde und ist dies auch ein Gnadenakt von erhabenster Größe .... er zeuget von Gottes
Liebe zu den Erdenkindern, es kann ein jedes Wesen zu jeder Zeit zum Himmelsvater
sprechen und Ihm sein Anliegen vortragen .... so würdigt euch der Vater auch Seiner
Antwort .... so ihr nur um eures Seelenheils willen diese erfleht ....
An Seiner Güte und
Barmherzigkeit dürfet ihr nicht zweifeln .... sie hat von Anbeginn der Welt gegolten
allen Wesen und währet bis in alle Ewigkeit. Darum gibt der Vater euch immer wieder
zu verstehen, daß das kleinste Wesen sich zu Ihm wenden darf .... es wird stets empfangen, weil der Vater alle Seine Kinder liebt. Begehren dürfet ihr stets, und immer wird
euch Erfüllung, so euer Begehren eurem Seelenheil dienlich ist .... denn der Herr will
euch bereiten ein ewiges Reich .... begehret ihr dieses, so wird es euch
gewährt. An eurer Seele zu arbeiten ist doch eure Aufgabe, und zu diesem Zweck
will euch der himmlische Vater Einblick gewähren in das göttliche Wirken ....
Denn immer mehr verfallen die Erdenkinder den Irrlehren, immer weiter entfernen
sie sich von der reinen Wahrheit, und immer weniger wollen sie die Lehren
unseres Herrn Jesu Christi anerkennen ....
Und so geraten sie in Not der Seele, denn allein
.... ohne Christi Hilfe, kann der Mensch nimmermehr den Grad der Vollkommenheit
erreichen ....
Der Heiland ist so nahe
einem jeden, doch in seiner Blindheit erkennt der Mensch nicht Seine Liebe und ist auf
dem Weg, sich völlig zu verlieren an die Mächte der Finsternis .... doch um sie zu erretten, gibt Sich Gott den Menschen kund auf außergewöhnlichem Wege. Was Er euch
durch diese Gnade bietet, könnet ihr in eurem jetzigen Zustand nicht voll bewerten
.... ihr könnet nur bitten, daß euch diese Gnade erhalten bleibe, bis ihr fest seid im Glauben
und euch die Liebe zum Heiland so fest mit Ihm verbindet, daß ihr gefeit seid gegen alle
Angriffe des Bösen. Solange Sich der Heiland mit euch vereint durch diese Kundgebungen, seid ihr alle, die ihr diese aufnehmet in euer Herz, wohlbehütet in Seiner Liebe, und
es ist euch der Weg nach oben so klar vorgezeichnet, daß ihr nicht fehlgehen
könnt ....
Machet euch dieser Gnade wert
.... bleibet dem Herrn treu, und erlöset euch alle durch
die Liebe, die euch der Herr predigt durch Sein Wort. Weihet Ihm euer Herz, und horchet immer und unablässig auf die Stimme in euch, so werdet ihr im Segen bleiben, und
die göttliche Gnade wird euch zufließen bis an das Ende eures Lebens.
Amen
B.D. 235
empfangen am 23.12.1937
Gottvertrauen ....
Segen des Gebetes ....
In wenigen Tagen wird dir verkündet werden, was deinem Herzen Frieden gibt, und
in dieser Stunde erlebst du wieder des Vaters Gnade an dir. An Seinem Herzen seid ihr
alle geborgen, wenn euch das Leid der Erde zu Ihm flüchten läßt ....
Es bringt euch
immer der Ewigkeit näher, versenket ihr euch in tiefes Gebet und haltet ihr innige Zwiesprache mit dem Vater, Der immer bereit ist, zu trösten und aufzurichten die Schwachen und Verzagten, die Ihm gläubig vertrauen. An des Heilands Worten sollet ihr
erstarken:„Bittet, so wird euch gegeben werden .... klopfet an, so wird euch aufgetan
....“
Und darum könnt ihr immer frohen Herzens durch das Leben gehen, denn über euch
wachet Einer, Der euch behütet, stellt ihr euch nur vertrauend unter Seinen göttlichen
Schutz. Das ist es, was den Menschen mangelt .... das gottgläubige Bewußtsein,
im Schutz des Herrn zu stehen ....
Deshalb müsset ihr leiden auf Erden, denn mit diesem
Glauben an die immer-willige Bereitschaft Gottes, euch zu helfen, würde euch das
Erdenleben viel weniger Leid und Sorgen bringen .... solange ihr betet aus tiefstem Herzen, seid ihr nicht verlassen
.... ihr könnt euch sorglos der führenden Vaterhand anvertrauen und brauchet
nicht zagen ....
Erst, wenn ihr euch zu festem Gottvertrauen durchgerungen habt, wird euch auch der Friede der Seele beschieden sein, denn es ist nicht
eines ohne das andere. Der Herr hat euch doch so oft den Beweis Seiner Liebe und Güte
gegeben .... wie könnet ihr immer wieder zweifeln daran .... denn das tut ihr, wenn ihr
euch niederdrücken lasset von den täglichen Sorgen. Erhebet nur gläubig eure Hände
zum Herrn .... und eure Sorgen werden von euch genommen zu jeder Zeit. Am Ende
eurer Tage blicket ihr dann zurück, und euer Leid wird sein, daß ihr dem Heiland
euch zu wenig anvertraut habt ....
Weit mehr könnt ihr erreichen, verbindet ihr euch nur stets mit Ihm, Dessen
Liebe euch allen gilt ....
Unablässig mahnet Er euch und möchte Besitz ergreifen von eurer Seele .... daß sie sich voll und ganz nur Ihm zuwende
.... doch ihr Menschen höret diesen Mahnruf so wenig. Sonst könntet ihr nicht in
Leid und Kummer durch das Leben gehen. Froh und leicht werdet ihr es tragen, und
auch in allen Nöten wird euch die innere Stimme tröstend zusprechen, und ihr
werdet überwinden, blicket ihr immer nur zum Heiland auf ....
In deinem Herzen, liebes Kind, muß die Liebe
und das Vertrauen zu deinem Heiland so tief verwurzelt sein, daß du leuchtenden
Auges alles ertragen kannst, was dir der Vater sendet .... was dir zur Förderung dient.
Brauchst du Trost, so erbitte ihn vom Vater, und Er höret dich .... doch wende
dein Herz nicht ab von Ihm, von wo allein dir Hilfe kommt ....
Schütze dich vor trüben, gottabgewendeten Gedanken durch das Gebet .... ein inniger Stoßseufzer zum Vater gibt dir
Seine Gnade, diese Verbindung mit Ihm allein schon erlöset dich aus der Gewalt finsterer Mächte
.... denn jeder unwillige Gedanke .... jede lieblose Regung ist eine Einwirkung dieser. Doch immer ist die stärkste Waffe dagegen das Gebet. Ihr könnet gar nicht
genugsam den Segen des Gebetes empfangen .... auf daß ihr teilhaftig werdet aller
Gnade, genügt ein heißes Flehen zum Vater, Der Seine Kinder nie verläßt. Darum lasset keinen Tag vorübergehen, ohne euch innig dem Vater zu empfehlen
.... dann seid ihr geschützt gegen alle Einflüsse des Bösen, und überwinden werdet ihr alles
und wirken zur Ehre Gottes.
Amen
B.D. 236
empfangen am 24.12.1937
Licht ist Leben ....
Einwirken der Boten Gottes ....
Christnacht ....
Gesegnet, wer Mein
Wort aufnimmt und sein Herz verlangend Mir zuwendet ....
Mein liebes Kind .... verrichte stets dein Werk in Meiner Gnade, und bleibe Mir treu.
Siehe, in rastlosem Eifer dem Herrn dienen wollen bringt dich den Pforten des Himmels nahe, und fortgesetzt wird dein Verlangen ein immer innigeres werden, denn
Meine Liebe lässet dich nicht ....
In jeder Kreatur siehst du ein Geschöpf Gottes .... und
ein jedes Geschöpf Gottes wiederum ist ein Teil des ewigen Lichts .... im Licht allein ist
Leben .... deshalb strebet nach dem Licht, wenn ihr leben wollet in Ewigkeit
....
Das göttliche Licht kam zur Erde, um Erleuchtung zu bringen denen, die in der Finsternis wandelten
.... in Meines Vaters Reich aber wird euch das ewige Licht leuchten, und keine
Dunkelheit werdet ihr fürchten brauchen .... darum strebet auf Erden nach dem
göttlichen Licht ....
Dem Heiland bereitet euer Herz in dieser Nacht, daß Er Aufnahme findet ....
Alle deine geistigen Freunde wollen dir beistehen, daß,
was du auch beginnst, zur Ehre Gottes ist und dir Förderung bringt ....
Mein Kind, es gehen in dieser Nacht der Boten viele durch das Land
.... überall suchen sie, den Willen des Heilands zu erfüllen, indem sie der
Menschen Gedanken hinwenden auf die Stunde der Geburt Christi und sie so wieder
empfänglich zu machen versuchen für Seine Lehren und den Zweck Seines Wandelns
auf Erden ....
Aller
unser Bemühen ist darauf gerichtet, wieder eine geistige Verbindung zu schaffen zwischen den Erdenkindern und den sie umgebenden Geistwesen, auf daß wir ihnen beistehen können, sich aufs neue dem himmlischen Vater
.... dem Heiland, zu verbinden ....
In dieser Nacht
wendet sich so mancher Gedanke himmelwärts ....
O könnten wir doch
so tief in ihre Herzen dringen, daß sie sich von diesen Gedanken nimmer lösen, daß
sie beginnen möchten, ihren Gedanken täglich und stündlich diese Richtung zu
geben! ....
Welche Freude würden
wir dadurch dem lieben Heiland bereiten, und welches Seelenheil würde dies den
Menschen bedeuten ....
Und immer würde Gott der Herr mit Seiner
Gnade das Streben derer segnen und ihnen Kraft geben, von nun an an sich selbst zu
arbeiten, auf daß ihrer Seele Förderung werde in diesem Leben ....
Tatenlos müssen wir oft zusehen, wie den Erdenkindern der Weg nach oben immer
schwerer wird .... wie sie allem Göttlichen sich entfremden und Anschauungen
annehmen, die nicht im Einklang stehen mit den Lehren unseres Herrn Jesu Christi
....
Wir
sehen es und können ihnen nicht helfen, weil keines von diesen Menschenkindern uns
zu Hilfe ruft .... all unser Einwirken-Wollen auf ihre Gedanken ist vergeblich,
sie weisen alles zurück, und in solchen Zeiten ist alle Mühe an den Erdenkindern
vergeblich ....
Doch jetzt sind oft die Herzen der Menschen solchen Regungen zugänglich
.... es ist
eine gesegnete Zeit, wo so mancher, Gedanken unbewußt sich in geistigen Regionen
verlieren .... und wo wir solches spüren, sind wir sofort bereit, diese Gedanken weiterzulenken und in ihren Seelen ein Fünkchen des Erkennens zu entzünden. Dem Herrn
möchten wir Seelen zuwenden .... und den Menschen möchten wir das Licht der
Erkenntnis bringen ....
Der Dunkelheit möchten wir die Seelen entreißen und sie in einen glückseligen
Zustand versetzen, indem wir ihnen die Erkenntnis der göttlichen Wahrheit
vermitteln .... daß sie nimmer wandeln in der Dunkelheit des Geistes ....
Amen
B.D. 237
empfangen am 25.12.1937
Sonne ....
Göttliche Leuchtkraft ....
Licht und Liebe ....
O mein Kind, gib dich nur immer hemmungslos deinem Heiland zu eigen, so wird
der Friede in dein Herz einziehen, und du wirst von allem Schweren, was dich bedrückt,
erlöst sein. An Seiner Liebe sollst du dich aufrichten .... der Herr will nicht, daß
ihr verzaget ....
Er will auch nicht, daß euer Geist müde werde, und darum gibt Er euch von neuem
Trost und Stärkung durch Seine Worte ....
Jedes Walten und Wirken in der Natur
hat seinen Ursprung in Gottes großer Liebe .... es ist wie ein ständiges Ausstrahlen leben-erzeugenden Lichts, durch das alles Sein und Werden auf Erden und im ganzen
Weltall beeinflußt wird. Und um dieses Werden zu gestalten nach Gottes weisem Willen, lässet
der Herr fortgesetzt das Licht erstrahlen ....
Wenn dich die Unendlichkeit des Weltalls schreckt und du dir der eigenen Winzigkeit bewußt bist, dann dürfen dir dennoch nicht Zweifel kommen an der Liebe Gottes
und Seiner Sorge um jedes einzelne Wesen. So, wie das Licht der Sonne die Erde
erleuchtet, wie sie erwärmet und belebet alles, was auf Erden ist, wie sie den Pflanzen
ihr Gedeihen ermöglicht .... wie sie Helligkeit und Wärme gibt allen Geschöpfen der
Erde .... so strahlen zahllose Sonnenkörper ihr Licht aus, auf daß das ganze Weltall
unter dem Einfluß der göttlichen Leuchtkraft steht und das Licht nie und nimmer erlöschen wird
.... denn der himmlische Vater Selbst ist das Licht, von Dem ausgehet alles
Leben ....
Ewig ist das Licht und ewig ist die Liebe ....
Beides ist der Inbegriff von Gott und bleibt bestehen bis in alle Ewigkeit ....
Der Herr hat in Seiner unendlichen Liebe und Güte Seine Wesen im Licht
erschaffen, und daher wird ein jedes Wesen auch dem Licht zustreben, und wer im
Licht wandelt, dessen Weg führt nach oben. Wer im Verlangen nach göttlicher
Erleuchtung sich zum Herrn wendet, den wird helles Licht umstrahlen, denn schon
der Wille, wieder in den Urzustand zurückzukehren, bringt euch diesem näher ....
Eine jede Pflanze sucht den Erdboden zu durchbrechen und wendet sich dem Licht
entgegen ....
Im Tierleben ist das Verlangen nach dem
Licht gleichfalls vorherrschend .... sollte da der Mensch in der Dunkelheit verbleiben
wollen und sich nicht dem Vater allen Lichts zuwenden? Und doch hat der Mensch in
großem Ausmaß Kämpfe zu bestehen mit feindlichen Mächten, die das Verlangen nach
dem Licht auf ewig in ihm ausschalten möchten .... es ist ihr Ziel, den Geist des Menschen
.... die Seele .... in vollkommene Dunkelheit zu hüllen und ihr den wahren Zweck
des Lebens zu verbergen, um größere Macht über den Menschen zu bekommen und sie
dem Lichtkreis, dem sie unbewußt zustreben, zu entfernen und herabzuziehen in
die ewige Finsternis ....
Gottes Liebe und Sorge gilt unausgesetzt diesen von der Finsternis bedrohten
Erdenkindern. Der Mensch selbst ist ein willenloses Geschöpf, sobald er in die
Macht dieser Finsternis gerät ....
Ohne göttliche Hilfe könnte er sich nimmermehr
aus dieser Macht lösen, darum sind ihm so viele geistige Kräfte zur Seite gestellt, auf
daß kein Erdenkind ungewarnt dem Schicksal überlassen bleibt. Wie auf einer Seite der
Widersacher .... so wirkt auf der anderen Seite die Liebe der edlen Geistwesen
auf die Erdenkinder ein und kämpfet um die Seele ....
Es ist für das Menschenkind ein leichtes,
wenn es nur ein wenig sich den guten Kräften überläßt, denn die Kraft des Guten
.... die Kraft der Liebe, ist ungleich stärker als die des Bösen ....
Doch der Mensch ist oft so verblendet .... sein Wille, der ihn lenken sollte dem himmlischen Vater entgegen, versagt oft
gerade dort und ist umgekehrt wieder so stark, ohne Bedenken anzunehmen, was ihm
von seiten des Widersachers vorgehalten wird ....
Darum ist es auch seine eigene Verantwortung, da er die Kraft und den Willen,
die ihm gegeben zur Förderung der Seele, anwendet zum Abfall von Gott ....
Dich, mein Kind, brauchet der Herr .... es sollen dienstwillige, dem Herrn ergebene
Arbeiter den Schwachen helfen, daß sie den rechten Weg beschreiten und durch die
Lehre unseres Herrn Jesus Christis wieder zurückfinden zum Vater ....
Es ist von
unschätzbarem Wert, wenn den Menschen die Kenntnis der reinen Wahrheit übermittelt wird
.... denn durch jahrelangen Kampf der Kirchen gegeneinander wurde die
Lehre Christi den Menschen so dargeboten, daß sie (diese, d. Hg.) heut
schwerlich annehmen wollen ....
Es ist ihnen nicht mehr zu Herzen gehendes Leitwort, von Gottes
Liebe geboten, sondern sehr oft nur ein übernommenes, ihr Inneres kaum berührendes, ihrem Glauben nach menschlich entstandenes Erziehungswerk, das sie eben nicht
mehr ernst nehmen .... sondern viel eher ablehnen möchten. Darum will der Vater in
neuer Form Sein Wort ihnen vermitteln, daß sie darin die göttliche Liebe spüren
und ihre Herzen öffnen mögen der Stimme von oben. Der Heiland weilt wieder unter
den Menschen ....
Er wird immer mitten unter euch sein, die ihr Seine Lehren verkündet ....
Er wird euch helfen, daß ihr die rechten Worte wählet .... daß ihr selbst
ausübet, was ihr lehret ....
Und so wird Sein Wort wiederum eindringen in die Herzen der Menschen, und alle diese werden wieder wirken in Liebe füreinander
.... denn Licht soll werden allen, und aus der Dunkelheit soll sich lösen jedes
Wesen, sowie ihnen nur ein kleiner Strahl des göttlichen Lichtes leuchtet, denn das Streben nach dem Licht wird währen bis in alle Ewigkeit.
Amen
B.D. 238
empfangen am 26.12.1937
Wesen des Jenseits ....
Erbitten Hilfe ....
In des Vaters Namen
grüßen wir dich und geben dir kund, wie es Sein Wille ist ....
Alle Wesen finden sich ein um dich, die Verbindung mit dir haben möchten
.... so hat der Herr beschlossen, sie teilnehmen zu lassen, um ihrem Begehren zu
willfahren, denn es ist das Fest der Liebe ....
Folgenden Wesen ist es gestattet, sich deiner Kraft zu bedienen und sich durch dich
kundzugeben. Es spricht zu dir ein alter Vater, sein Geist weilt lange schon bei dir
.... er
legt dir inständig ans Herz, seines Sohnes nicht zu vergessen, der in deiner Nähe weilte,
doch seine Erdenlaufbahn nun auch beenden mußte. Er gehet bei dir aus und ein und
verfolgt dein Streben .... und kann doch nicht erfassen, weshalb er sich nicht
mit dir verbinden kann ....
In seiner Erdenzeit wollte er sich nicht belehren lassen und hat der Stunde des
Todes nie gedacht, nun hat ihn der Herr abgerufen, doch sein Geist weilt noch
beständig in Erden-Nähe, es ist ihm noch nicht Erkenntnis geworden von seiner
Aufgabe im Jenseits. Sein Vater sorgt sich um ihn und bittet dich um dein Gebet
für ihn. Gewähre ihm dieses ....
Und nun tritt zu dir wieder, der dich schon sprechen wollte und dir seinen Namen
nicht kundgab .... es sind so viele Wesen hier, du rufst sie durch deine
Gedanken zu dir, doch versuche, dich uns zu überlassen und nur aufzunehmen, was
wir dir geben ....
Beachte dies ....
Regen Anteil nimmt jener an deiner Arbeit, und so möchte er dir
wieder versichern, daß du vielen helfen kannst dadurch. Er wendet sich an dich und
bleibt immer in deiner Nähe, so daß du es plötzlich spüren wirst, wenn er sich
in deine Gedanken drängt. In deiner Umgebung findet er sich zurecht, denn es
sind alles ihm liebe Wesen ....
Er möchte euch allen sich zu erkennen geben und kann sich doch nicht
verständlich machen zu seinem Leid. Doch wenn eure Gedanken bei ihm weilen
werden, wird er versuchen, sich euch bemerkbar zu machen, so ihm der Vater die
Kraft dazu erteilt ....
Heut will er dich nur grüßen und dein Gebet erbitten ....
Doch einer will nun selbst zu dir sprechen, was wir ihm gewähren wollen
.... „Liebe Freundin, alle deine Bemühungen sind uns ein Trost und geben uns die
Hoffnung, denn wir brauchen die Liebe der Erdenmenschen, weil wir im Erdenleben
versäumt haben, uns mit dem Herrn zu verbinden. O wie falsch war unser Leben auf
Erden! ....
Jetzt ist unser Kampf schwer, und wir sind euch so dankbar, gebet ihr uns durch
euer liebes Gedenken, durch euer Gebet doch so viel Hilfe ....
Wir sind auf eure Liebe angewiesen,
und darum umgeben wir dich stets, denn der Vater lässet diese Gnade zu, und
dürfen wir teilnehmen an deiner Arbeit ....
Dem himmlischen Vater sei Dank, denn wir erkennen nun an deiner Arbeit unsere Aufgabe und geben uns dieser mit großem Eifer hin
.... angespornt durch deine geistige Tätigkeit, durch dein Ringen und Wirken, und gekräftigt durch dein Gebet, in dem du unser gedenkest. Es ist für uns alle, die wir dich umgeben, ein Segen, denn so haben auch wir Einblick genommen in das Wirken der höheren
Geistwesen, die uns allen mit so viel Liebe entgegenkommen, und dürfen wir jeder Verbindung mit dir beiwohnen, um daraus selbst lernen zu können, wie auch wir unsere
Arbeit im Jenseits ausführen sollen, um immer höher zu gelangen.“ Vernehmen sollst
du nun noch, was dir Freude macht: Allen Wesen hier im Jenseits ist das eine geboten,
dir beizustehen, darum lassen wir dich nicht in Not der Seele, die wir befähigt sind, dir
zu helfen, und immer wird um dich eine Schar jener sein, die dir nahestanden auf Erden
und auch heut noch gern bei dir weilen, wenn es gilt, dir Schutz zu bieten gegen alle
Gefahren, die deiner Seele drohen. Darum denke immer in Liebe an alle die Deinen, die
dir vorangegangen .... nun ständig um dich sind und Gottes Segen für dich erflehen, um
dereinst mit dir verbunden zu sein auf ewig. Ihnen schenke auch dein Gebet, denn in
Liebe soll sorgen immer eines für das andere.
Amen
B.D. 239
empfangen am 27.12.1937
Wirken im Jenseits ....
Wirkung auf Unwissende ....
Einem jeden wird
gegeben werden, wessen er bedarf ....
Glaube mir, mein Kind, es
liegt allein nur an dir .... so du im Vertrauen zu Gott deine Tage vollbringst, wird dir
Gelegenheit gegeben werden, daß du immer wieder zum Heiland findest, und was dir
auch geboten wird an Ermahnungen und Belehrungen, es wird immer dich dazu
anspornen, dich selbst an Geist und Seele zu veredeln. In keiner Weise darfst du dich
den unwilligen Regungen überlassen .... immer dagegen ankämpfen und versuchen, liebevoll dich gegen jeden zu wenden, und immer leichter wird es dir werden, über solche
Tage, die dich leicht zurückwerfen können, Herr zu werden. Es will eine jede Stufe
errungen werden .... mühelos kommt keiner zum Ziel, und nur steter Kampf führt zum
Sieg. Es wird dich viel mehr befriedigen, wenn es dir gelungen ist und du wieder voll
Liebe und Hingabe dich zum Heiland wenden kannst .... die Kraft und Hilfe vom
Herrn wird immer stärker sein, je inniger du zu Ihm betest ....
Verliere nie die Zuversicht und
kämpfe an gegen die Ermüdung des Geistes. Liebes Kind, noch einmal bringen wir dir Kenntnis vom jenseitigen Wirken: Drüben
in der Welt, die euch noch verschlossen ist, verharren viele Seelen in einem Zustand, aus
dem sie sich schwer zu lösen vermögen. Und zwar ist das dann der Fall, wenn ihnen
weder auf Erden noch in ihrer jetzigen Lage klargeworden ist, daß sie selbst sich eine
Änderung dieser Lage schaffen können. Solange dieses Bewußtsein in ihnen noch nicht
erwacht ist, irren sie rat- und tatenlos durch das All .... immer voll Verlangen nach der
Erde und ihrer von ihnen verlassenen Umgebung .... bis ihnen endlich die Erkenntnis
wird, daß sie streben können und müssen, dauert es oft lange Zeit. Und wieder wollen
wir dich darauf hinweisen, daß diese erdgebundenen Wesen sich oft in deiner Nähe aufhalten. Ehe sie begriffen haben den Sinn und Wert deiner geistigen Arbeit, müssen sie
viel beobachten .... und ständig bist du von solchen irrenden Seelen umgeben. Das
schon allein muß dir ein Ansporn sein, nicht nachzulassen, und auch dein
Arbeiten an dir selbst wird von ihnen verfolgt und bleibt nicht ohne Eindruck
....
Haben sie erst
erfaßt, wie segensreich sich die Verbindung vom Jenseits zur Erde auswirkt, dann
erwacht auch in ihnen der starke Drang, sich zu beteiligen .... zu helfen, wo es ihnen
möglich ist, und voll Verlangen wenden sie sich einem jeden Lichtstrahl zu, in der Hoffnung, in hellere, licht-durchstrahlte Umgebung zu kommen. Es ist dies immer leichter
möglich bei denen, die sich den geistigen Gedanken nicht ganz ablehnend gegenübergestellt haben, doch wie vielen war auf Erden alles Geistige fremd
.... wie viele stellten
sich diesen Fragen stets verneinend entgegen. Ehe diesen die Erkenntnis kommt im
Jenseits, vergeht oft lange Zeit, und wie beglückt sind wir, wenn auch solche Seelen dein
Treiben verfolgen .... wenn sie auch vorläufig noch nicht die Nutzanwendung für sich
daraus ziehen. Siehe, mein Kind, deshalb mußt du treu ausharren, aus Liebe zum Heiland, Dem ein jedes Wesen, eine jede noch in der Dunkelheit des Geistes verharrende
und irrende Seele am Herzen liegt .... es kann ein einziger Mensch mit gutem Willen
und mit Liebe zum Heiland so unendlich viel Segen bringen solchen Wesen .... er bringt
sich selbst in große Gnade .... er kann den Menschen auf Erden helfen .... er
weist zahllose arme Seelen auf den rechten Weg ....
Im Tal der Erde gelang es ihnen nicht, aber für
die Hilfe, die ihnen aus dem Tal der Erde nun kommt, ist jede Seele so dankbar, ist doch
ihr Ringen im Jenseits so viel schwerer als auf der Erde.
Amen
B.D. 240
empfangen am 28.12.1937
Gott und Natur .... Bewußt an der Vollendung arbeiten ....
Mein Kind, nimm auf,
was der Herr dir in Liebe bereithält ....
Das ganze Leben baut
sich auf aus einer Reihe in göttlicher Weisheit gesetzmäßig gefügter Vorgänge, die ihr
mit dem einfachen Wort Natur bezeichnet .... eine jede Entwicklungsstufe ist gleichsam
ein Vorgang, an dessen gesetzmäßigem Sich-Abwickeln ihr den Schöpfer erkennen solltet, die ganze Regelmäßigkeit muß einem Willen unterliegen
.... gerade das Leben in der Natur zeuget von göttlichem Einwirken ....
Alles, was um euch geschaffen wurde .... ist
ein Wunder. Es ist ein beständig euch nach oben hinweisendes Geschehen, das ihr nur
deshalb ohne Wirkung an euch vorübergehen laßt, weil euch Erdenmenschen das Verständnis für solche Wunder fehlt durch die immer wiederkehrende Regelmäßigkeit dieser. Der göttliche Wille allein belebt alles und fügt, daß diese Wunder unaufhörlich sich
in der Welt vollziehen, doch der Mensch, der täglich vor diesen Wundern erbeben und
in Ehrerbietung zum Schöpfer all dieses aufsehen müßte, sucht für alles eine Erklärung,
die seinem Leben, seinem Denken, besser entspricht .... und wählet für das Wort „Gott“
das Wort „Natur“ .... doch der Sinn ist der gleiche .... nur daß er das ewig sich Wiederholende im Weltall anerkennt mit diesem Wort, nicht aber das Eingreifen einer höheren Macht in das Schicksal eines jeden Wesens
.... und daß zwischen jedem, auch dem kleinsten Wesen und dieser höheren Macht
eine Verbindung geschaffen werden kann durch eigenen Willen ....
Dieses alles erkennen sie nicht an, wenngleich sie das Wirken in der Natur stets
und ständig verfolgen und anerkennen müssen ....
So ist auch die Verschiedenartigkeit im Glauben zu erklären ....
Das persönliche Eingreifen .... das Zuhilfe-Kommen von Gottes Liebe als Folge innigen Gebetes
.... das Warnen ungläubiger
Erdenkinder .... das alles wollen sie nicht sehen ....
Ihnen ist nur glaubwürdig, was sie
täglich sehen und somit nicht ableugnen können .... denn im täglichen Geschehen und
der gesetzmäßigen Wiederholung aller Naturereignisse können sie nicht anerkennen, daß
diesem ein höherer Wille zugrunde liegt .... daß doch alles um eines bestimmten
Zweckes willen so eingerichtet wurde und daß dieser Zweck lediglich wieder nur die
Vollendung eines jeden einzelnen Wesens ist. So erkennt der Mensch immer nur an, was
er sieht und fassen kann, dort aber, wo der Glaube ihm über mangelndes Wissen hinweghelfen sollte, dort lehnt er ab. In regelmäßigen Abständen jedoch ist in der Natur ein Werden und Vergehen zu
beobachten .... genau dasselbe hat der Mensch zu erwarten ....
Liegt nun der Gedanke
nicht viel näher, daß das göttliche Wesen, Dem alles Geschehen in der Natur
unterstellt ist, den Menschen ebenso betreut und sein Werden, seine Entwicklung,
gleichfalls Seinem Willen unterliegt? ....
Und wenn nun der Mensch gelenkt wird von einem göttlichen Willen .... weshalb verharrt er dann in der Ansicht, daß
ihm eine Verbindung mit dieser Göttlichkeit unmöglich sei? ....
Erst dort, wo er bewußt diese Verbindung sucht, ist ein Anstreben der
Vollkommenheit denkbar ....
Bewußt an sich arbeiten, um zur
Höhe zu gelangen, das ist der eigentliche Zweck des Erdendaseins .... und gerade dieses Bewußtsein mangelt den Erdenkindern. Deshalb auch lehnen sie so leicht ab, was ihnen
vom Himmel geboten wird .... das Wort Gottes .... deshalb ist es ihnen so schwer, anzuerkennen etwas, was vom Alltäglichen abweicht und doch so leicht zu glauben ist, wenn
sie sich nur einmal vor Augen halten möchten, daß nicht ein einziges Wesen fähig ist,
sich ein Leben von Anfang bis Ende nach eigenem Willen aufzubauen .... es wird immer
und immer wieder Schicksalsschlägen unterworfen sein .... es wird immer das Eingreifen einer höheren Macht spüren, auch wenn es dasselbe abzuleugnen versucht. Denn
hat es ein Mensch in der Hand, sich vor solchen Schicksalsschlägen zu bewahren? Wenn
ihr nur darüber nachdenkt, müsset ihr wankend werden in eurer Überzeugung, daß ihr allein Lenker eures Schicksals seid
.... ihr müsset dann die ewige Gottheit, Die euer
Leben und Schicksal in Händen hält, anerkennen .... und dann müsset ihr auch glauben
.... dann ist es euch erst zur Gewißheit geworden, daß ihr einem göttlichen Willen
untersteht, dann werdet ihr euch auch als Kinder dieser Göttlichkeit fühlen .... ihr werdet Zuflucht nehmen zum Gebet
.... das das Kind mit dem Vater verbindet, und ihr werdet dann auch die Segnungen des Gebetes an euch selbst erfahren
.... und dann erst
arbeitet ihr bewußt an eurer Vollendung.
Amen
B.D. 241
empfangen am 29.12.1937
An Seinem Segen ist alles gelegen ....
Und wieder wollen wir
dir verkünden nach dem Willen des Herrn: In Seinem Namen sollt ihr euch einig
sein, alle, die ihr auf Erden wandelt. Und vernehmen sollt ihr, wie bisher ....
Einem jeden wird geboten werden nach Bedarf, denn der Herr weiß, wo es fehlet,
und ist Seinen Kindern ein liebevoller, sorgender Vater. Und darum vernimm: An
Seinem Segen ist alles gelegen ....
Wollet ihr recht in diese Worte eindringen, so wird euch der Vater ein Gleichnis
geben, denn Sein Bemühen ist es, euch Seine Worte tief ins Herz zu schreiben
....
Es hat ein Vater sein Kind entlassen mit seinem Segen .... und so
geht dieses Kind seinen Weg immer mit dem Gefühl, des Vaters Liebe begleitet es
.... und
in aller Trübsal ist es darum nicht verlassen. Ihr alle, die ihr den himmlischen Vater um
Seinen Segen bittet, habt gleichfalls Anteil an Seiner großen Liebe, denn so euch der
Vater segnet, gibt Er euch alles, dessen ihr bedürfet. Und darum bittet ständig den Vater
im Himmel, daß Er euch segne, und ihr werdet in Reichtum durch das Leben gehen
.... es wird euch nichts mangeln, was zu eurem Seelenheil euch dienlich ist, und ein jeder
Tag wird so vergehen, daß ihr die Liebe des Herrn spüret und euch in dieser Liebe
geborgen fühlt. Und wenn euch dann die Erdenschwere drückt, wenn euch irdisches
Leid zu tragen auferlegt wird, so wird euch dieses nicht schrecken, denn der Segen des
Vaters schützt euch vor allem Übel .... eure Seele geht unbeschädigt aus diesen trüben
Erdentagen hervor und wird helles Licht ausstrahlen auch in dunklen Erdentagen, die
euch nur zur Förderung der Seele gesandt sind. Erbittet ihr des Vaters Segen, so erwächst euch daraus eine ungeahnte Fülle von
Gnade, denn ihr empfanget fortgesetzt die Kraft, an euch zu arbeiten, und nimmermehr
wird dieses Arbeiten erfolglos sein, sondern euch näherbringen eurem Ziel, ihr werdet
euch vollenden und den Weg durch das Erdenleben so gehen, wie es eure Aufgabe ist.
Gottes Segen erbitten heißt um Seine Liebe bitten, und diese wird euch gewähret jetzt
und allezeit.
Amen
B.D. 242
empfangen am 30.12.1937
Göttliche Wahrheit ....
Wissenschaft ....
Nimm hin, was dir geboten wird, erkenne den Willen Gottes und sei bedacht, daß dir
in keiner Weise verlorengehe das Vertrauen zum Herrn .... die Liebe zum Heiland
und Seine göttliche Gnade. Ein ewiges Streiten wird sein um die göttliche
Wahrheit, und immer wird der unterliegen, der nicht verlangt nach der
(göttlichen) Erkenntnis oder der vermeint, allein hinter das große Geheimnis zu
kommen ....
Soll ihm Erfolg beschieden sein, muß er zu Gott flehen um Erleuchtung, und sie
wird ihm sicher gewährt. Auf irdischem Gebiet kann der Mensch forschen, und mag
er noch so viel erreichen, er kommt doch nicht der göttlichen Wahrheit näher,
denn das eine ist völlig getrennt vom anderen ....
Es ist nur dem zugänglich, dessen Herz sich frei macht von allem Irdischen ....
dem nichts anderes erstrebenswert erscheint als das Aufnehmen ewiger Wahrheiten.
Fern und unwirklich wird diesem alles auf Erden erscheinen, und voller Sehnsucht
wird er nach der Tiefe der göttlichen Wahrheit forschen und aus des Vaters Hand
diese fortgesetzt entgegennehmen dürfen, so er sein Herz nur allein dem Vater
zuwendet ....
Es sind schon so viele Versuche gemacht worden, einzudringen in dieses
Gebiet .... doch wenn der Erfolg jenen beschieden wäre, die über großes Wissen verfügen
.... wenn diese allein den Schlüssel der Wahrheit in ihren Händen hielten durch
ihr Wissen .... so wäre wiederum der Menschheit nicht gedient ....
Gott hat Sein Reich für alle bereitet, und welch verschwindend kleiner Teil
würde dann Sein Reich erwerben, wenn der Herr nicht bewerten möchte das Herz der
Erdenkinder, sondern nur allein das Wissen ....
Und wenn es Gott der Herr gefügt hat, daß
Sein Reich erwerben können alle, die guten Willens sind, so ist euch ja doch
viel mehr geboten, als nur auf Erden der Wissenschaft zu dienen ....
Ihr alle seid Anwärter, und nur euch allein liegt es ob, daß ihr zum
Vater gelanget .... ja, weit eher ist die Wissenschaft ein Hindernis zur
Seligkeit ....
Groß
und mächtig macht sie euch auf Erden, doch so ungeeignet oft, klein und demütig euch
dem Herrn zu verbinden .... und wie wollet ihr dann eingehen in des Vaters Reich
ohne Seine Hilfe ....
Ihr sehet immer nur das eine Ziel vor Augen, zu ergründen das Wesen der
Schöpfung .... ihr wollet in alles Verschlossene eindringen und so der Menschheit Aufschluß geben
.... und seid doch selbst so unwissend, denn ihr habt das Einfachste noch nicht
begriffen .... daß ihr klein seid, wenn euch der Herr nicht hilft .... daß ihr
nie erfassen werdet den Sinn und Zweck des Weltalls aus eigener Kraft ....
Der wahren Erkenntnis kommt ihr erst dann näher, habt ihr den Weg zu Gott
gefunden ....
Und dann gebt
ihr gern allen Ruhm auf Erden dahin, denn dann wisset ihr, daß wertlos ist alles, was
Irdisches zu erreichen strebt .... und daß alles irdische Wissen euch nicht näherbringen
kann der ewigen Wahrheit, denn diese teilt nur Gott allein aus jenen, die im
tiefsten Herzen begehren, Gott zu schauen und zu erleben ....
Der Wille, zum Herrn zu gelangen, hebt euch weit über alle Wissenschaft hinaus
....
Wo andere sich bemühen, in langer Erdenzeit der Schöpfung Rätsel zu lösen, wird es euch gegeben oft über Nacht
.... sofern in euch das Verlangen ist und ihr euch vom göttlichen Lehrmeister unterweisen
lasset.
Amen
B.D. 243
empfangen am 31.12.1937
Gedenket des Todes ....
Vernichten wird der
Herr alles, was wider Ihn ist, und auferstehen wird, wer im Herrn verharret ....
Mein liebes Kind, es ist des Herrn Wille, daß dir gegeben wird jetzt
und allezeit, die du im Herrn auf Erden wandelst, denn Sein Wort soll gelehrt werden
wieder auf Erden, so wie es euch der Herr erteilt. Im Glauben darf die Menschheit
nicht wankend werden, sie soll zurückgeführt werden zur reinen Lehre Christi, und es
werden euch Wege gewiesen werden, die allein zu gehen euch nicht möglich wäre
.... aber von Gott geleitet werdet ihr alle Hindernisse überwinden. Siehe, der
Heiland legt es dir ans Herz, eingedenk Seines Leidens auf Erden alles auf dich
zu nehmen, was Er dir auferlegt und wozu Er dich auch bestimmt hat ....
Er wird dir immer zur Seite stehen, und in jeder Not wirst du Seine Nähe fühlen und niemals verlassen sein, doch
ringe dich zu festem Gottvertrauen durch, dann wird dir alles leicht werden, und aus
Liebe zum Heiland wirst du stark sein und alles geduldig ertragen können. Seine göttliche Liebe bietet dir einen sicheren Schutz, wenn es auch manchmal scheinet, als drohe
dir Unheil, so bist du doch in Seiner Hut so treu geborgen, daß du nicht bangen darfst.
Darum ringe und bete unaufhörlich um festen Glauben und tiefes Gottvertrauen, auf
daß du allem Widerstand entgegensetzen kannst, das dir von außen droht ....
Und in voller Zuversicht nimm heut auf:
Gedenket des Todes
.... doch soll euch dieser Gedanke nimmermehr erschrecken .... denn ihr selbst könnt euch die Stunde des Todes zu unermeßlicher
Glückseligkeit gestalten, wenn sie für euch nur den Übergang bedeutet aus diesem
Leben in ein strahlendes helles Jenseits ....
Was habt ihr dann zu fürchten? Ihr lasset alles Leid der Erde zurück und gehet
ein in ein Reich, wo alle Mühsale von euch genommen sind und euch ein ewiges
Leben bereitet ist in der Nähe des Heilands ....
Wehe euch aber, wenn für
euch die Stunde des Todes nicht die Erlösung bedeutet aus Erdenpein .... wenn ihr das Erdental nur verlasset, um in Dunkelheit zu irren
.... belastet mit eurer Erdenschuld und unfähig, euch aus dieser Dunkelheit zu
lösen ....
Und daher lasset euch warnen, ehe diese Stunde gekommen ist ....
Gedenket der Stunde, und werdet euch klar, daß ihr allein euch diesen wie jenen
Zustand schaffet auf Erden .... daß euer Wandeln auf Erden ausschlaggebend ist,
ob für euch die Stunde des Todes eine Pforte zur ewigen Seligkeit oder der
Eingang ist in die Dunkelheit. Besinnt euch, wie viel schwerer es euch dann
wird, dem Licht euch zuzuwenden, und wie viel Möglichkeit ihr jetzt noch auf
Erden habt, den Zustand leicht zu erreichen, durch den euch ein seliges Sterben
beschieden ist ....
Und wenn ihr einmal darüber nachdenkt, daß ihr doch nicht wißt, wie lange Zeit
euch noch auf Erden gewährt ist, so seid dem himmlischen Vater für jede Warnung
dankbar, die Er aus übergroßer Liebe euch immer wieder zugehen läßt durch Seine
Boten. Bedenket dies und strebet .... strebet unaufhörlich nur nach dem Ziel, das Erdenleben nutzbringend für die Seele zu leben
.... und wandelt so auf Erden, daß ihr jede
Stunde bereit seid, vom Vater abberufen zu werden. Ihr gehet ein in ein neues Leben
.... sorget, daß euch dieses in himmlischer Schönheit
erstrahle, daß ihr alles, was euch der Vater bereitet hat in Ewigkeit, empfangen dürfet
aus der Hand des Vaters .... doch wehe, wenn ihr das Erdenleben eintauschet
gegen ein Dasein im Jenseits, das zu verlassen euch unendliche Anstrengung
kostet und wo ihr in Leiden und Selbstqualen der ungenützten Erdenzeit reuevoll
gedenket ....
Darum achtet der Mahnungen, die euch gesandt werden, und bleibet stets eingedenk des Todes,
der jede Stunde an euch herantreten kann .... und bittet den Vater innig, daß Er sich
erbarmen möge und euch die Erkenntnis sende, ehe es zu spät ist .... und Er wird euch
erhören.
Amen
B.D. 244
empfangen am 2.1.1938
Aufnehmen mit eigener Kraft
.... ohne fremde Einwirkung ....
Mein liebes Kind,
wenn immer dich Mein Wort geleitet, so bist du geschützt vor allem Irrtum.
Siehe, es kommt nur darauf an, wie deine Seele den Inhalt aufnimmt ....
Wenn Ich dir Meine Boten sende, so lehren sie dich in Meinem Auftrag, und in keiner
Weise darfst du unruhig werden .... deshalb gab Ich dir bisher, auf daß dein geistiges
Wissen vermehrt wurde .... auf daß du glaubst ....
Dein Wille, Mir zu dienen, befähigt
dich zum Entgegennehmen von Botschaften, den Lehren Meiner Diener auf Erden entsprechend. Es ist ein immerwährender Streit um die alleinige Wahrhaftigkeit in vielen
Gemeinden .... eine jede glaubt, dem Willen des himmlischen Vaters zu entsprechen,
wenn sie allein nur die ihrige vertritt und sich feindlich einstellt gegen alles andere
.... und das ist der Rückgang für euch Menschen. Warum wollet ihr nicht verstehen, daß
ihr doch alle zum Vater gelanget, wenn ihr euch in Meinem Namen einig seid ....
Und so gebe Ich den Meinen von neuem die Lehren, und recht wird handeln, wer
diese annimmt ....
Denn sie laufen ja nicht gegen die Lehren an, die eine jede Gemeinde für sich in
Anspruch nimmt ....
Mein Kind, wenn dir die Erleuchtung ward
.... wenn dir die Gnade gewährt wird, zu empfangen Meine Worte, so verharre in
diesen, und weiche nicht von diesem Wege ab. Es gibt dir unendlich viel mehr, du
wirst behütet und kannst dich sorglos allem überlassen ....
Du stehst im Schutz deiner geistigen Freunde und läufst nicht Gefahr, von
anderen Kräften beeinflußt, Irrtümer in deine Schriften zu bringen. Darum segne
Ich deine Arbeit und stehe dir bei, und sooft du Mich rufest, fließt dir Meine
Gnade zu. Denn willig sollen Meine Diener sein und nur von Mir ihr Handeln
lenken lassen ....
Und bringe Ich dich
auf Erden in Verbindung mit anderen Kräften, so sollst du durch diese nur
unterscheiden lernen .... daß Ich einem jeden andere Aufgaben gestellt habe .... und du sollst dir dadurch der Art und der Größe deiner Aufgabe bewußt
werden ....
Denn rein und klar soll Meine Lehre sein, die Ich durch dich verkünden will
.... und
rein und klar muß auch dein Denken bleiben .... unbeeinflußt von anderer Kraft
.... auf daß dein Schreiben völlig geistiges Erzeugnis sei, dir gegeben in Liebe
von oben ....
So
bleibe immer in Meinem Segen .... in Meinem Willen .... lege alles
vertrauensvoll in die Hände des himmlischen Vaters. Wurde dir die Aufgabe,
entgegenzunehmen des Herrn Worte, so wird dir auch die Kraft gegeben werden, aus
dir allein heraus die Geistesbotschaften des Herrn niederzuschreiben, denn
zweifeln würdest du an allen Worten, die unter Einwirkung anderer Kräfte dir
zugehen möchten ....
Siehe, Mein Kind, du
wirst glauben viel tiefer und inniger und wirst Meinen Segen spüren, solange du
Mir dein Herz darbringst ....
Es ist eine namenlose Gnade, die Worte
des Herrn empfangen zu dürfen, und dereinst wirst du es verstehen, weshalb Ich dich
ausersehen und dir diese Aufgabe erteilt habe .... in Reinheit der Seele empfange weiter
das Wort Gottes .... je inniger du begehrst, desto schönere und tiefere Weisheiten halte
Ich für dich bereit. „Denn wie ihr bittet, so wird euch gegeben werden ....“ Und nun
wende dich voll gläubigen Vertrauens dem himmlischen Vater zu, Sein Segen geleitet
dich, und Seine Liebe führet dich recht.
Amen
B.D. 245
empfangen am 2.1.1938
Buch: Kindheit Jesu ....
Dem Herrn des Himmels und der Erde sei Dank, Der eines jeden Schicksal lenkt
.... und in Seinem Auftrag wurde dir übermittelt, auf daß die Liebe zum Heiland dich
erfüllen soll .... auf daß dein Gebet Erhörung findet ....
In der Liebe zum Heiland soll sich innig verbinden dein Herz mit allem
Geistigen. Es wird alles in dir zum Leben erwachen, wofür du jetzt noch nicht
empfänglich warst, und erkennen wirst du nun erst die tiefe Liebe des Herrn und
Heilands, und noch demütiger wirst du dich beugen Seinem Willen ....
Durch deine Hingabe konnte der Herr in dein Herz einziehen, doch um
Ihm dieses so zu bereiten, wie es Seiner Göttlichkeit würdig ist, mußt du erst
in heiliger Liebe zu Ihm entflammen ....
Mein Kind, ein jedes Wort, das Er dir sendet, gibt Seine
große Liebe kund .... doch will Er auch deine Liebe besitzen und legt sie dir nun tief in
dein Herz, denn du wirst die Worte hinnehmen, die Gott zum Segen euch gegeben
.... und helles Licht werden sie in dir entfachen .... die Flamme der Liebe wird entzündet
werden und aufflammen zu hellem Schein, und bald wird das Feuer der Liebe zum Heiland dein ganzes Herz durchströmen und dich so glücklich machen, denn in Seligkeit
wirst du wandeln mit dieser heiligen Liebe im Herzen, und dann erst wird die Liebe zu
Ihm all dein Handeln leiten, und tausendfach wirst du gesegnet sein auf Erden. Alle
Gabe wird dir der Herr verleihen, auf daß du ausführest auf Erden, was der Herr
bestimmt hat .... so dich die Liebe zum Heiland dazu anleitet ....
So vertiefe dich in das Buch, das der Herr aus Liebe gab, um wieder Liebe zu erwekken
.... und so siehe in jedem Geschehen eine Fügung Gottes, und so ihr euch willig Seiner Führung anvertraut, werdet ihr immer nur Segen ernten. Lobe den Herrn, denn
Seine Güte währt ewiglich!
Amen
B.D. 246
empfangen am 3.1.1938
Gotteskindschaft
....
Vater - Kinder ....
Mahnung - Aufgabe ....
Mein liebes Kind .... dessen mußt du dir immer bewußt sein, daß du von Gottes Liebe
ausersehen bist, den Menschen zum Segen die göttlichen Lehren entgegenzunehmen
.... und du darfst daher niemals an dir selbst zweifeln, denn nur ein fester Glaube gibt dir
die Fähigkeit und die Kraft, den Willen des Herrn zu erfüllen. Zu jeder Verbindung mit
der geistigen Welt fordert der Herr deine ganze Hingabe .... nichts soll dir von höherem
Wert erscheinen, als dich dieser Arbeit zu unterziehen .... nichts sollst du sehnlicher
erstreben, als Gottes Weisheiten entgegenzunehmen. Dann wird dir auch eine jede
Kundgabe leicht zugehen, du wirst hören mit geistigem Ohr und schauen mit geistigen
Augen, und die Liebe des Herrn wird dir Worte in die Feder diktieren, die dir lieblich
ertönen und in dein Herz eindringen werden mit solcher Kraft, daß du nimmermehr
missen möchtest diese Gabe ....
Vertraue dem Herrn, daß Er dich recht führet, wende dich Ihm immer und immer
wieder zu im Gebet, und bitte unaufhörlich um Seinen Segen zu deinem Wirken auf
Erden. Was alles dir schon übermittelt wurde, soll dereinst auch deinen
Mitmenschen zum Segen gereichen ....
So schaffe emsig und stelle dich dem Herrn zur Verfügung, sooft du kannst. Wir,
die wir in Seinem Auftrag stehen, verfolgen dein Bemühen und helfen dir, soweit
es in unseren Kräften steht ....
Alle Gaben, die dir zufließen durch die göttliche Gnade, bringen auch uns in
einen Zustand voll Seligkeit, denn ein jedes von uns ist glücklich, wenn du
unsere Gedanken aufgenommen und sie niedergeschrieben hast. Wir haben für dich
noch so viel bereit, denn unerschöpflich sind die Weisheiten, die vom Wirken
Gottes im Weltall verkünden ....
Unermeßlich ist Seine Liebe, und kraft dieser Liebe will der Herr euch Menschen
geben, die ihr Verlangen habt, Gottes Schöpfung zu ergründen, und aus Liebe zu
Ihm um Seinen Beistand bittet ....
Denn Seine Weisheit gibt der Herr kund Seinen Kindern ....
Und
Gottes Kinder seid ihr, wenn euer Herz innig nach Dem verlangt, Der euch das Leben
gab .... nach dem himmlischen Vater. Und wäre es wohl anders möglich, als daß
der Vater liebevoll euch eure Bitte gewährt? ....
Die ewige Heimat .... des Vaters Reich .... soll
euch allen erschlossen werden, wenn ihr selbst euch als einen Teil des Vaters fühlt
.... doch um die Gnade der Gotteskindschaft müsset ihr beten, auf daß ihr nicht vorübergeht an allen Segnungen, die der Vater Seinen Erdenkindern bereithält. Ihr müsset euch
bekennen zum Vater, daß Seine göttliche Vaterliebe euch bestrahle und Seine Vaterhuld
euch zugewendet bleibe, dann ist euer Erdendasein die Pforte zum Paradies .... ihr strebet nichts anderes an, als endlich zum Vater zu gelangen. Dem Himmel sei Dank, daß
dir das Erkennen gegeben ward ....
Und der Vater mit all Seiner Liebe hat dich eingeführt in Sein heiliges Reich
....
Er hat dir erschlossen, was unendlich vielen verborgen bleibt, die nicht
verlangend sich der Ewigkeit zuwenden ....
Doch hüte diese Gabe
wohl .... bemühe dich stets, dein Wesen zu veredeln .... halte dich allem fern,
was dir an irdischer Freude geboten wird, sondern begehre nur immer heiß und
innig des Heilands Liebe und Seine Lehren ....
Denn so Er dir diese bereitet, stehst du in Seiner Liebe
und empfängst ohne Unterlaß göttliche Gnade. Denn tausendfältig geht das Samenkorn auf, das der Herr legt in des Menschen Herz
.... und so sollen sich verbreiten Seine
Lehren, die der Heiland durch dich den Erdenkindern noch vermitteln will. Diese Aufgabe ist dir gestellt
.... bete heiß und inständig um die Kraft, sie zu erfüllen zur Ehre
Gottes.
Amen
B.D. 247
empfangen am 4.1.1938
Irrtümer .... Wandeln des Herrn Selbst ....
Kundgabe eines weisen Jüngers ....
Erkenne, wie wichtig es ist, Gott den Herrn im Herzen zu tragen! Und dann vernimm die ewigen Wahrheiten, die in Fülle dir zuströmen werden, und lege dem Herrn
deinen ganzen Willen zu Füßen, denn gesegnet ist, wer da sich leiten läßt vom
Herrn Selbst ....
Er wird nie fehlgehen, und in aller Sorge wird Sich Gott seiner annehmen, so
wie Er alle betreut, die Ihm dienen wollen und Ihn als Vater anerkennen. Eine jede Zeit
lehrt den Menschen immer wieder, sich nach oben zu wenden .... und werden durch
Mühsale aller Art dem Herrn Seelen zugeführt .... und immer hat Er für die Not Seiner
Kinder den rechten Trost. Alles, was auf Erden wandelt, soll auferstehen in der Ewigkeit,
und hat der Herr Sich Selbst unter die Menschen gesellt, um ihnen beizustehen durch
Sein Wort, so sehet daraus immer wieder die göttliche Liebe, die kein Wesen verderben
lassen will und unausgesetzt ringet um diese Seele, auf daß sie sich frei machet von der
Gewalt des Bösen. Zahllose Irrtümer verblenden oft die Menschen, und um sie aufmerksam zu
machen, daß sie im Irrtum wandeln, geht der Herr Selbst durch das Land und klopfet
überall an .... des Herz sich öffnet, dem wendet Sich der Heiland liebevoll zu,
und für immer wandelt dann das Erdenkind in Seiner Hut und brauchet sich nur
lenken zu lassen ....
Siehe, so wohnet auch bei euch der Herr und fasset ein jedes bei der Hand ....
Jede Kümmernis ist ein liebevolles Aufmerksammachen auf euer Lebens-Ziel ....
Und unter
Schmerzen und Trübsal allein ringet ihr euch durch zur Gott-Beschaulichkeit .... und
euer Geist hebt sich empor .... und was verlieret ihr dann noch an der Welt, auch wenn
sie euch alles bietet .... kann wohl ein einziger von euch den Weg zur Höhe
erkennen, wenn ihm an irdischen Freuden geboten wird, was sein Herz verlangt?
....
Ihr werdet
abgestumpft .... die Sinne verlangen immer mehr, und die Seele geht langsam
zurück und soll doch unaufhaltsam vorwärts streben ....
Darum bringet alle eure Wünsche dem Herrn zum Opfer und danket Ihm, wie Er euch
auch lenken und bedenken mag ....
Und nun will sich dir
kundgeben ein weiser Jünger des Herrn ....
Allerorten lebet ihr dahin, als sei die Sonne des Herrn nicht über euch
aufgegangen, und ihr erkennet nicht die Macht, die vom Worte des Herrn ausgeht
....
So berufe ich euch von neuem und gebe
euch kund, daß unter euch der Heiland wandelt .... erzeiget Ihm alle Ehre und liebet
Ihn, denn Seiner Macht allein und Seiner großen Huld verdanket ihr das Leben, und so
ihr es würdig lebet, erkennet ihr den Herrn .... doch euer aller Streben soll
Ihm nur zugewendet sein, denn aller Geist und Gottes Herrlichkeit wird über euch
kommen, so ihr in Seinem Wort verbleibet ....
Erkennet ihr aber euch selbst nicht, so habet ihr nicht
teil an diesem Wort .... ihr suchet dann vergebens den Weg, der euch voranführen
soll ....
Der Klügsten einer
ist, der sich selbst bezwinget, denn ihm winket ein Lohn, der ihn entschädigt
für alle Demütigungen, und erhebet den, der sich selbst erniedrigt ....
Und
fördern wird euch fernerhin, wenn ihr dahingebet, was euch unerläßlich dünkt
.... denn nur der wird groß, der sich selbst klein fühlt und sich in Demut beugt
vor dem Herrn ....
Alles suchet zu ertragen, alle Unbill auf euch zu nehmen
.... immer denket an den Heiland, und ihr werdet euch erheben aus der Erdenschwere, denn des Heilands Liebe
suchet euch hinanzuziehen.
Amen
B.D. 248
empfangen am 5.1.1938
Erkennen der Wahrheit nicht ohne Gebet ....
Sowie ihr bittet, wird euch gegeben ....
Mein Kind, um dich in die Geheimnisse des Weltalls einzuführen, genügt nur ein tiefes-inniges Sich-Hingeben
deinem Heiland ....
Wir verfolgen alle deine Bemühungen
und sind immer bereit für dich .... denn was uns der Herr aufgetragen, soll dir zu jeder
Zeit vermittelt werden. Der Herr wird immer dort zugegen sein, wo das Verlangen nach
der Wahrheit stark ist und der Wille des Menschen in den Dienst des Herrn gestellt
wird. Und ihr alle erkennet Seine Macht noch nicht .... was Er tut aus Liebe zur Menschheit, weicht vom Alltäglichen ab, auf daß
ein jeder begreifen lernt des Himmels Stärke ....
Und wenn ihr im
Begriff seid, euch selbst zu verlieren, so genügt ein kleiner Hinweis aus den
ewigen Regionen, um euch aufnahmefähig zu machen für die Lehren Gottes, denn was
euch der Herr gibt, das sehet ihr erst dann als göttliche Gabe an, wenn ihr
merklich das Eingreifen einer höheren Macht daran erkennt ....
Es ist der Menschheit größter Irrtum, in Ewigkeits-Gesetzen nicht des Herrn und
Schöpfers Willen zu sehen ....
Und fortgesetzt bleibt sie deshalb blind gegenüber dem Walten und Wirken
des ewigen Gottes .... sie kann sich nicht unterordnen dem göttlichen Willen, weil ihr
das bewußte Erkennen fehlt. Und wiederum trachtet sie auch nicht danach, sich das
Erkennen aller Weisheit anzueignen .... was ihr ein leichtes wäre, unter Anrufen
der Hilfe des ewigen Gottes. Doch wie soll das Erdenkind bitten können, wenn es
nicht vermag, das rechte Verhältnis zum himmlischen Vater zu finden ....
Wo kann es sich auf
Erden der Ewigkeit bewußt werden, wenn es nicht danach strebt, über das Irdische hinweg den Vater zu suchen
.... wo kann sich das Verlangen des Erdenkindes dem göttlichen zuwenden, wenn es die Erfüllung seiner Wünsche nur im weltlichen Genuß
sieht ....
Und wieder ist es das Gebet, das da zuerst bedinget ist
.... wendet euch an den Gott
des ewigen Alls, daß Er euch recht führe und euch erleuchte, und ihr werdet den rechten Weg beschreiten und Schritt für Schritt hinangeführet
werden ....
Doch ohne dieses
gelingt euch nichts .... ihr werdet weder erkennen eure Bestimmung noch erwachen
aus dem Schlafe, es bleibt dunkel um euch, bis ihr zum Gebet eure Zuflucht
nehmet ....
Und
keines läßt der Vater vergeblich bitten .... der Herr bewahret einen jeden vor völliger
Unkenntnis, Er hat für einen jeden der Fingerzeige viele bereit, doch aufnehmen müsset ihr diese Mahnungen in eure Herzen, sollen sie nicht nutzlos euch gegeben sein. Und
für ewige Zeiten werdet ihr die Stunde segnen, da ihr die Tür des Herzens öffnet für
alles, was von oben kommt und euch wieder nach oben hinweiset. Der Herr des Himmels und der Erde hat darum viele Lehren für die Erdenkinder
bereit, die aufzunehmen für einen jeden von euch zum Segen sind .... lernet verstehen, daß nur die Liebe des Herrn euch unterweiset; achtet nicht gering, was Er euch sendet,
und gehet allezeit in euch .... denn erkennt der Mensch sich selbst als hilfloses Geschöpf,
so unterstellt er sich willig der Liebe des göttlichen Vaters, er fühlt sich als Sein Kind wohlgeborgen und nimmt in Dankbarkeit alles hin, was des Vaters Ratschluß
und göttlicher Wille ihm sendet. Denn der Herr hat ungezählte Reichtümer bereit
für die, so an Ihn glauben ....
Er bedenket alle, die auf Erden wandeln, doch ob ihr annehmet Seine
Gnaden, liegt allein nur an euch. In Seiner Weisheit läßt Er alles um euch erstehen, auf
daß ihr daran erkennen sollt Sein Schaffen und Wirken ....
Darum bringet Ihm stets ein
willig Herz entgegen. Und so ihr dann im guten Willen, zu Gott zu gelangen, innig
Zwiesprache haltet mit Ihm, so wird Er euch erleuchten und euch der ewigen Wahrheit
zuwenden, auf daß erfüllet sich das Wort: „So wie ihr bittet, wird euch gegeben werden
....“ Es hat ein jeder Anteil an Gottes Vaterliebe, für alle ist der Herr auf Erden
gewandelt, und so ist Er auch heut wieder unter euch, das Heil zu bringen denen, die
Sein Wort aufnehmen, im Herzen tragen und danach handeln. Des Vaters Gaben soll
empfangen, wer reinen Herzens ist und dienen will dem Herrn, und Seine Gnade wird
über diesen sein jetzt und allezeit.
Amen
B.D. 249
empfangen am 6.1.1938
Ohne Licht kein Leben ....
Finsternis im Jenseits ....
Es wenden sich die geistigen Wesen an dich mit der Bitte um vollste Aufmerksamkeit
für ihre Kundgabe. Denn der Herr hat angeordnet, daß du empfangest geregelte Lehren,
so daß dein Geist nicht müde werde, entgegenzunehmen die göttlichen Wahrheiten.
Darum verbinde dich allezeit vertrauensvoll mit der geistigen Welt, und lasse unsere
Gedanken auf dich einwirken zur Ehre Gottes .... des Höchsten des Himmels und
der Erde. Leben soll der Mensch, und das in Ewigkeit ....
Doch leben heißt: im Licht stehen .... das Licht der göttlichen Gnade empfangen auf Erden
.... dem Licht zustreben .... und in größter Lichtfülle, seinem Schöpfer nahe,
in Ewigkeit verweilen. So hat der Herr es bestimmt, und sonach ist alles Leben
auf Erden nur ein Streben danach, würdig zu werden, in strahlender Helligkeit
dem Heiland nahe sein zu dürfen und sich so unendlich weit von der Finsternis
und ihren dunklen Gewalten zu entfernen ....
Denn der Heiland ist das ewige Licht ....
Solches könnt ihr nur verstehen, wenn euch der Glaube erhebet aus der Dunkelheit des Geistes
.... ihr könnet erst fassen, wie wunderbar die Kraft
des göttlichen Lichtes ist, wenn euch nichts mehr bindet an das irdische Leben
.... dann
erst werdet ihr in vollstem Umfang erkennen, daß des Herrn Bereich durchstrahlt
ist von göttlicher Liebessonne .... daß in diesem Reich sich vereinet alle Kraft
und Herrlichkeit ....
Jedes Wesen bedarf des Lichtes, um sich in dem Zustand der Glückseligkeit zu
befinden, und leben wird nur der in Ewigkeit, der, dieser Glückseligkeit würdig,
unausgesetzt im Lichtbereich der Göttlichkeit weilen darf. Doch lichtlos im
Jenseits zu sein bedeutet Tod ....
Sogar das unwissendste, verstockteste Wesen erkennt den winzigsten Lichtstrahl
als Erlösung aus der Not. Immer wird er trachten, dem Lichtstrahl nachzugehen,
doch das Erkennen seiner Aufgabe im Jenseits ist ihm noch so unendlich schwer.
Darum ist die Not derer im Jenseits, die in solcher Finsternis weilen, noch weit
größer als das größte Elend auf Erden ....
Denn auf Erden erweist euch der Herr immer wieder Seine Liebe, denn Er mahnet
euch fortgesetzt durch Seine Diener ....
Seine göttliche Liebe möchte euch bewahren vor dieser Finsternis .... sie möchte euch die endlos lange Zeit des Kampfes ersparen
.... denn ein schwerer Kampf ist euch dort gewiß, bis ihr euch aus der Macht der Finsternis gelöset
habt ....
Unendlich beseligend ist es, dürfet ihr wandeln im ewigen Licht
.... doch unsagbar leidvoll und bitter das Verweilen in der Finsternis. Hat euch Gott der Herr geschaffen als
Teil des Lichts, so gab Er euch auch die Möglichkeit, in diesem zu verharren, doch aus
eigener Schuld wendet sich das Erdenwesen von seiner Bestimmung ab, indem es den
Lockungen der Unterwelt nicht widersteht und so immer mehr von seiner strahlenden
Lichtkraft aufgibt und sich von den dunklen Mächten willenlos hinabziehen läßt.
Darum birgt die Welt die größte Gefahr für die Erdenkinder, so diese nicht den himmlischen Vater um die Kraft anflehen, unbeschädigt durch das Tal der Prüfung hindurchgehen zu können während ihres Erdendaseins. Der Herr gibt ja so willig allen die Kraft,
denn Er liebt Seine Kinder viel zu sehr, als daß Er sie ungekräftigt und ungewarnt den
bösen Mächten überlassen möchte.
Amen
B.D. 250
empfangen am 7.1.1938
Leid .... Teilnahme am Erlösungswerk ....
Leid und Freude von kurzer Dauer ....
„So du Meine Worte empfängst, verbleibest du in Meiner Liebe
....“ Diese Worte schreibe dir tief in das Herz, und wehre allen Gedanken des
Versuchers ....
Siehe, in
einer Zeit der Demütigungen erkennst du immer wieder des Himmels Gnade, so du
diese immer nur als besorgtes Hinweisen auf die Ewigkeit betrachtest. Und in solcher
Zeit mußt du ringen mit dir selbst, dann erfüllest du die Aufgabe, die dir ward
auf Erden. Leise und unmerklich wird etwas in dir gestärkt, und bald können dir
solche Demütigungen nicht mehr den inneren Frieden rauben, du erkennst in ihnen
die führende Vaterhand und beugst dich willig. Des Herrn Weg auf Erden ging über
Steine und Dornen ....
An Seiner Gnade sollt
ihr euch laben, und dann werdet ihr auch verstehen, wie unendlich wohltuend es
ist, wenn der Herr euch diese ständig gewährt ....
Suchet daher immer in den Besitz der göttlichen Gnade zu gelangen, so wird euch
offenbar werden, wie Seine Liebe ständig auch um euch ist, und dann wird keiner
eurer Tage ein verlorener sein, denn ihr werdet dann eure Bestimmung auf Erden
erfüllen, und das um so leichter, je mehr euch die göttliche Gnade zuströmt ....
Es hat des Heilands Herz auf
Erden gelitten für euch Menschen .... ein jedes Leid auf dieser Erde tragt ihr
gemeinsam mit dem Herrn und Heiland, so ihr an Seine Leiden denket und in
Erkenntnis dieser bereit seid, Ihm euer Leid aufzuopfern ....
Versuche ein jeder, sich von der Ansicht zu
befreien, daß ihr fähig wäret, ohne Leid zu tragen, in das ewige Reich
einzugehen ....
Nur dem ist dieses beschieden, der durch sein Leid teilgenommen hat am Erlösungswerk Christi
.... der auch sein Teil dazu beigetragen hat, das Leid der Erde für die
Menschheit zu verringern, denn was er trägt dem Heiland zuliebe, das nimmt der
Herr in Gnaden an, und wieder ist ein Teil der großen Sündenschuld abgetragen
zum Heil der Menschheit ....
Volles Vertrauen zum Herrn müsset ihr haben, so werdet ihr durch
alles Leid der Erde hindurchgeleitet, und ohne daß die Seele gefährdet wird
durch dieses Leid, erwächst euch vielmehr ungeahnter Segen dadurch, wenn ihr nur
immer im Hinblick auf Jesu Christi Leid und Tod am Kreuz begehret, euch die
dadurch erworbenen Gnaden zu erwirken ....
Es hat in der
höchsten Not der Herr mit Seiner Hilfe stets das Erdenkind bedacht, so es sich
bittend zu Ihm wandte, darum wird ein jedes Leid auch stets beendet sein, opfert
ihr es dem Herrn in innigem Gebet auf und erflehet ihr Tröstung in aller Not
....
In diesem Leben ist nichts von Dauer .... weder Leid noch Freude währet lange
.... weil alles
Irdische ja vergänglich ist und nur zu dem Zweck dem Menschen auferlegt oder gewähret, daß
er daran erkenne, wie immer er bedacht sein soll, sowohl aus dem Leid wie auch
aus der Freude den Nutzen zu ziehen für die Ewigkeit ....
Es bringet beides nur dann Segen dem Menschen, wenn er es hinnimmt im Glauben
und in der Liebe zum Schöpfer und diesem sich willig unterordnet, wie es auch
immer der Herr ihm erteilt ....
Nur
dann bewährt sich der Mensch und hat nichts in dieser Welt zu fürchten, denn das Leid
bringt ihn ständig der Ewigkeit näher, wo es ihm einst in Seligkeit umgerechnet werden
wird
Amen
B.D. 251
empfangen am 8.1.1938
Not der Seelen auf Erden ....
Hilfe durch diese Verbindung ....
Mein liebes Kind, so höre, daß dir der Vater alles Heils das ewige Leben verspricht, so
du treu ausharrest zu deinem und der Menschen Segen. Denn es ist über euch eine Zeit
unsäglicher Not gekommen .... es kämpfen mit der Dunkelheit zahllose Seelen,
deren Geist verblendet und deren Denken voller Irrtum ist ....
So hat Gott der Herr auch jetzt
wieder Sich auf der Erde unter den Menschen verkörpert im Geiste derer, die Ihm zu
dienen bereit sind, um allen diesen Kämpfenden zu Hilfe zu kommen .... ihnen beizustehen in der Not der Seele und sie auf den rechten Weg zu weisen. Denn die Gnadenzeit ist bald vorüber, die euch Menschen gewährt ist. Wenn der Herr der Geister diese
anweiset, sich den Menschen auf Erden kundzutun .... sich mit der Erde zu
verbinden, so ist dieses sichtbare Wirken des Himmels eine unaussprechliche
Gnade für die Menschenkinder, die ihr alle wohl erkennen solltet ....
Doch die Größe der Not auf Erden
bestimmt den Vater, Der in Seiner Liebe kein Wesen untergehen lassen will. Arbeitet an
eurer Seele .... erhebet eure Gedanken zum Herrn, und ihr werdet tausendfachen Segen
empfangen jetzt und immerdar.
Amen
B.D. 252
empfangen am 8.1.1938
Elend der Seelen ....
Dienen und Einsatzbereitschaft ....
Lohn ....
So sei gegrüßt, Mein
Kind ....
Erquicke dich an Meinen Worten, und sei Mir immer
ein gehorsames Kind, und alle Meine Liebe will Ich dir geben, so du Mir dienest
.... denn
das Elend Meiner Erdenkinder ist groß, immer weiter gehen sie den Weg, der sie entfernt von ihrem wahren Ziel
.... der ewigen Seligkeit .... und in Gleichgültigkeit wandeln
sie durch das Erdental. Ich sehe das Elend täglich größer werden, es erbarmt Mich, und
Ich möchte ihnen hilfreich entgegenkommen, doch sie verschließen Herz und Ohren
Meinen Worten und Ermahnungen. Wer von euch Mir dienet, den will Ich segnen, doch
habe Ich große Aufgaben für euch alle bereit und brauche eure ganze Einsatz-Bereitschaft
.... soll euer Wirken von Erfolg gekrönt sein, so müsset ihr aus Liebe zu Mir
auf euch nehmen, wenn euch Widerstände erwachsen, denn Ich brauche streitbare
Diener, die willens sind, für Meine Worte zu leiden und Ungemach zu ertragen
....
Siehe, Mein
Kind, deiner Seele erwächst durch dein Streben ein Reichtum von Gnade .... das
Menschenkind kann diesen Schatz gar nicht ermessen, sein leibliches Auge sieht
nicht den Glanz, den solches Streben in Meinem Sinn und nach Meinem Willen
ausstrahlt ....
Ein
solches Kind, das Mir dienet in Liebe und Treue, kann nie untergehen .... es wird nur
immer emsiger seinem Herrn und Heiland ergeben sein, und dafür will Ich es segnen
bis in alle Ewigkeit .... denn Mir sind alle Seelen lieb und wert, und jedem Kind, das Mir
hilft, diese armen Wesen, die auf falschen Wegen wandeln, recht zu weisen, auf daß sie
sich Mir zuwenden und Mir Eingang gewähren in ihre Herzen, will Ich mit Meiner
Liebe lohnen. Ihnen soll einst das ewige Licht leuchten, sie sollen alle Glückseligkeit
schmecken, die ihnen in Meines Vaters Reich immerdar bereitet ist. Denn Meine Liebe
will euch allen das ewige Leben geben.
Amen
B.D. 253
empfangen am 9.1.1938
Ringen um die Wahrheit ....
Hilfe durch Gebet ....
Hat dir das Herz den
rechten Weg vorgeschrieben, so wandle diesen, und sei getreu dem Herrn bis in
den Tod ....
Es harren deiner noch Dinge, die zum Nutzen der
Menschheit vom Herrn dir bestimmt sind, und regen Anteil sollst du nehmen an allem,
was zur Stärkung deines Geistes dir an Wissen vermittelt wird. Noch ist dir vieles
fremd, was dir einst Aufschluß geben soll über Gottes Willen, Weisheit und
Allmacht ....
Der Herr legt es dir
immer und immer wieder ans Herz, auszuharren und so zu wirken zu Seiner Ehre und
vielen Seelen zum Heil. Gehorche stets der Stimme in deinem Inneren, die dich
lenken und leiten wird nach des Herrn Willen ....
Und wo dir geboten wird, Ihm zu dienen, dort säume nicht ....
Alles, was dir zufließt, ist vorherbestimmt, deshalb
darfst du nicht ungeduldig werden. Der Herr allein weiß, weshalb Er dich so verschieden belehrt, und nur volles Vertrauen, Hingabe und Unterwerfung unter Seinen Willen
ermöglicht es dir, immer wieder Seine Lehren zu empfangen. Ein jedes Begehren nach
der Wahrheit ist ein Schritt zur Erfüllung .... der Herr teilt aus, wie es Seinen Kindern
dienlich und zur Vervollkommnung förderlich ist. Es ist ein unausgesetztes Ringen für euch alle, wollet ihr zur ewigen Wahrheit gelangen, und daher müsset ihr in Geduld euch dem Herrn zu Verfügung stellen, wollet ihr
euch würdig erzeigen der großen Gnade, als Diener des Herrn mit Ihm und für Ihn
arbeiten zu dürfen. So ist euch dringend ans Herz gelegt, zu verharren im Gebet
.... ihr erreichet alles vom Herrn, bittet ihr um euer Seelenheil und um Kraft
und Gnade für euren Lebensweg. Erkennet ihr erst, wie durch die Kraft des
Gebetes auch euer Wille zum Wirken für den Herrn wächst, so bedienet ihr euch
immer öfter dieses Gnaden-Mittels, und der Herr weilet in eurer Nähe zu jeder
Zeit ....
Ihr habt in Tagen innerer
Einkehr stets das Verlangen, euch gläubig dem Heiland anzuvertrauen, und dieses Verlangen ist das Ausströmen Seiner göttlichen Liebe auf euch Menschenkinder, denn je
mehr ihr Liebe empfanget, desto heller entflammt auch in eurem Herzen die Liebe zum
Heiland, und dann ist es viel leichter, in Seinen Anordnungen die liebevolle Fürsorge
des Vaters zu erkennen .... das Herz nimmt willig auf, und der Geist hebt sich
empor in das Weltall und eilt voraus in die ewige Heimat. An solchen Tagen wird
euch die Erdenschwere nicht so zur Last, weil eure Seele ihrer wahren Bestimmung
nachgeht und sich der Ewigkeit zuwendet ....
Habt ihr einmal diese Stufe erreicht, wo ihr euch bewußt der Welt und ihren
Verlockungen abwendet, so wird der Drang nach Vervollkommnung immer stärker in
euch ....
Ihr wandelt nicht mehr allein auf der Erde, sondern ihr seid immer verbunden mit
dem Herrn, und euch braucht nichts mehr zu schrecken ....
Alles
wird sich vollziehen in eurem Erdendasein, wie es der Herr bestimmt hat, und alle
Geschehnisse werden für euch von Nutzen sein, überlasset ihr nur vertrauensvoll alles
dem Herrn. Die Erde ist nur ein winziger Teil der Schöpfung, und so gewiß sie eine Station des Ausreifens für unzählige Wesen ist, so gewiß
wird vollkommen geläutert und für die Ewigkeit vorbereitet die Seele das
Erdenleben verlassen, die sich stets und ständig dem Herrn anvertraut und sich
Ihm in Liebe verbunden hat. Denn der Herr segnet die Seinen und gibt ihnen das
ewige Leben ....
Er läßt ihnen leuchten das Licht der Erkenntnis und führet sie ein in des Vaters
Reich ....
Amen
B.D. 254
empfangen am 10.1.1938
Gestirne ....
Naturgesetze ....
Forschen vergeblich ....
Liebes Kind .... es ist ein urweises Gesetz, daß
im Weltall ohne Unterbrechung, dem Willen des Herrn gemäß, die Himmelskörper
ihre Bahn gehen immer in gleichem Abstand von der Sonne und in Ewigkeit sich
wiederholender Gleichmäßigkeit. Alles, was im Weltall geschaffen ist, ist
abhängig vom Sonnensystem ....
Es kann kein
einziger Stern ohne die Leuchtkraft der Sonne bestehen, denn ein jeder Himmelskörper
hat seine Bestimmung, daß wieder unzählige Lebewesen diesen zum Aufenthaltsort
haben .... und doch die Beschaffenheit eines jeden von anderer Art ist. Wolltet
ihr dies ergründen, so müßtet ihr mit Gesetzen rechnen, die euch bisher völlig
unbekannt sind ....
Es ist die Erde ein völlig von der anderen Welt .... bzw. den
anderen Himmelskörpern abgeschlossener Stern mit eigens für die Erde bestimmten
Naturgesetzen, und so könnet ihr nur nach diesen Naturgesetzen euch die
Gestirne, die ihr am Himmelszelt seht, erklären .... doch kommt ihr damit der
Wahrheit nicht nahe .... für alle Erdenbewohner gelten die Gesetze der Erde
....
die von den Gesetzen der anderen Gestirne jedoch abweichen .... folglich wird
es euch niemals möglich sein, über diese Lehren und Regeln aufzustellen, denn
ihr beherrschet nicht die Gesetze des Weltalls. Es ist ungefähr dasselbe, als
wolltet ihr im Tierreich den Wesen verständlich machen, daß das Denken eines
jeden Menschen ein anderes ist .... so, wie eines jeden Geist sich sein Leben
formt und diese Leben so grundverschieden sein können .... und das Tier nicht
verstehen könnte die geistige Atmosphäre, in der der Mensch sich befindet, obwohl
dieser sich gleich dem Tierwesen auch auf der Erde befindet .... so ist auch
ein jedes Gestirn völlig voneinander verschieden, trotzdem sie alle sich in
einem Weltall bewegen und einem Willen unterstellt sind ....
Somit bleibt euch Menschen
die letzte Lösung unerschlossen, es ist darum vollkommen zwecklos, wissenschaftliche
Forschungen aufzustellen über Gebiete und Fragen, die der Mensch niemals lösen
kann, denn selbst wenn ihr eine Lösung gefunden habt .... wer will beweisen, daß
diese Lösung richtig ist? ....
Ihr werdet immer nur nach den für die Erde geltenden Gesetzen rechnen und euer
Urteil fällen, doch das Weltall birgt so große Geheimnisse, denen nachzuforschen
euch im Erdendasein vergebene Mühe ist ....
Wer gibt euch
die Gewähr, daß des Herrn Schöpfung sich auf allen Gestirnen in gleicher Weise
vollzogen hat .... wer will auf Erden Dinge behaupten, die zu ergründen
beweisen nicht in seiner Macht liegen? ....
So weltenfern ein
Gestirn vom anderen auseinander ist, so verschiedenartig ist auch die Bestimmung
eines jeden Gestirns für die ihm zugeteilten Wesen, und die Gesetze, denen diese
Gestirne unterliegen, sind vom Schöpfer des Weltalls nach Seinem weisen Ermessen
gegeben worden, doch den Erdenbewohnern völlig unverständlich und mit
menschlichem Verstand nicht zu fassen ....
An Seinem Schöpfungswerk sollen alle
Wesen erkennen die Größe des Herrn, und gibt sich der Mensch nur einmal einer solchen Betrachtung hin, daß er nur annähernd Kenntnis hat von einem ganz winzigen
Teil der Schöpfung und selbst dies Teil .... die Erde .... nicht in ihrer ganzen Beschaffenheit gründlich zu erforschen imstande ist
.... so muß ihm doch ein leises Ahnen kommen von der Unendlichkeit des Weltalls
.... von der unfaßbaren Größe des Schöpfers .... und es muß ihm klarwerden, daß alles nach einem weisen göttlichen Plan erschaffen ist
und der Mensch als ein Teil dieses Schöpfungswerkes hineingestellt wurde, ebenfalls
mit einer Aufgabe, der nachzukommen der Zweck seines Erdenlebens sein muß. Und
dem Herrn der Welt dienen zu wollen muß das Ergebnis des Nachdenkens sein dessen,
der die Erde und ihre sie umgebenden Gestirne zu erforschen sucht. Denn unsagbar
groß ist das Weltall und winzig klein der Mensch.
Amen
B.D. 255
empfangen am 11.1.1938
Böse Mächte .... Gute Geistwesen ....
Grund und Wunder der Kundgaben ....
Vergebens ist unsere
Mühe, in dich einzudringen, wenn du unseren Gedanken wehrst. Überlasse dich uns
willig, so ist das Aufnehmen leicht ....
Versuche zu folgen: In jedem Augenblick deines Lebens versuchen Besitz zu
ergreifen von deiner Seele sowohl gute wie böse Kräfte, und daher gibt es so oft
Tage und Stunden, wo sich der Kampf dieser Mächte gegeneinander bemerkbar macht
im Gefühlsleben des Menschen ....
Es sind dies die Zeiten, wo sich des Menschen Unlust, Unwilligkeit und andere
wenig gute Triebe bemächtigen und ihn in einen Zustand innerer Unzufriedenheit
versetzen ....
Und gerade in solchen Zeiten fällt euch auch das Beten schwerer, wo ihr euch doch
damit leicht wieder aus der Gewalt solcher Dämonen befreien könntet. Ihr müsset aber
mit allem Willen gegen solche eurer Seele leicht Schaden zufügenden Zustände
ankämpfen und müsset immer trachten, die Verbindung mit eurem Herrn und Heiland
recht schnell wiederherzustellen, dann nur allein ist euch der Sieg über diese bösen
Mächte gewiß. Der Herr schützet euch, denn Seine Liebe möchte euch alles
fernhalten, doch brauchet ihr auch solche Zeiten nicht fürchten, wenn ihr auch
dann immer auf die innere Stimme hört, die euch den Weg weiset zum inneren
Frieden. Und nun horch auf unsere Lehren, die wir in des Heilands Auftrag dir
bringen sollen zur Stärkung und zur Aufmunterung für die kommende Zeit ....
Gott hat euch erschaffen, und ihr lebt nun in der Welt, vollkommen gleichen
Geistes, doch in verschiedenen Entwicklungsstufen, die ihr von euch heraus in
mehr oder weniger langer Lebensdauer ersteiget, je nach eurer eigenen Arbeit an
eurer Seele. Es ist das Arbeiten an sich selbst die einzige Aufgabe, die euch
der Herr gestellt hat bei eurer Erschaffung, und zu diesem Zweck gab euch der
Herr Geistwesen zur Begleitung durch das Erdenleben ....
Geistwesen, die sich in Liebe
um euch bemühen, auf daß ihr nicht schutzlos den bösen Kräften ausgeliefert seid
....
Geistwesen, die euch ständig betreuen und euch stets auf Erden so zu beeinflussen
suchen, daß ihr der Arbeit an eurer Seele gern und willig nachkommt. Und diesen
Geistwesen sollt ihr euch überlassen .... auf daß euch geistiges Denken
vermittelt wird, sollet ihr eure Herzen öffnen den Zuflüsterungen und
Ermahnungen, die von diesen Geistwesen euch fortgesetzt zufließen ....
Ihr habet dann ein viel leichteres Wandeln
durch das Erdental, ihr gehet nie einsam und verlassen durch dieses, sondern ihr
seid stets geleitet von Kräften, die euch zum Vater führen und euch jedes
Irregehen ersparen wollen. Aber nun wird euch die Aufgabe, eine innige
Verbindung mit diesen Geistwesen zu suchen, weil der Herr Selbst mit euch durch
diese Wesen sprechen will. Es ist dies ein großer Beweis Seiner Liebe zu euch
Erdenkindern und nur verständlich durch die große Not, die jetzt den
Erdenkindern droht. Deshalb sucht der Herr durch den Mund solcher williger
Kinder, die sich den sie umgebenden Geistwesen verbinden, um die Worte des Herrn
entgegenzunehmen, den Seinen auf Erden wieder Worte des Trostes zukommen zu
lassen ....
Er sucht den Glauben der Menschen wiederzuerwecken, wo er
verloren war, und zu stärken, wo er geschwächt ist. Denn ohne Glauben geht der
Mensch dem Untergang entgegen .... ohne Glauben bemächtigen sich seiner die bösen
Mächte .... ohne Glauben wendet er sich ab von der Göttlichkeit und geht den Weg des
Verderbens. Und wo der Mensch nicht mehr Gott zu erkennen vermag in dem, was ihn
täglich umgibt, dort muß er von neuem hingewiesen werden auf den Herrn des Himmels und der Erde und soll er durch Wunder wieder vom Wirken Gottes in Kenntnis
gesetzt werden, auf daß sein Blick sich wieder himmelwärts wende und er zurückfinde
zum Vater, Der ihn erzeuget hat und Der nicht will, daß eines Seiner Wesen dem Verderben entgegengehe, weil es den himmlischen Vater nicht erkennt.
Amen
B.D. 256
empfangen am 12.1.1938
Warnung ....
Arbeiten gegen Gottes Wort ....
Ernste Mahnung ....
O danket dem Herrn,
dem Schöpfer des Himmels und der Erde! ....
Er erwählet, die
bereit sind, Ihm zu dienen, und belehret sie zu jeder Zeit. Und so habet ihr immer wieder die Gnade, die Worte des Herrn aufnehmen zu dürfen und sie hinzunehmen als
Stärkung eures Geistes. Achtet auf diese Worte .... wer empfanget vom Herrn, muß
im Herrn verbleiben, um seine Aufgabe erfüllen zu können ....
Denn noch ist des Menschen Los erträglich .... einst aber wird die Zeit kommen, wo das Wort Gottes der einzige und wahre Trost sein wird den Menschenkindern
.... wo die Menschen in bitterer
Not den Vater im Himmel um Hilfe angehen werden und ihnen dann in Seinem Wort
solche zuteil wird. Die Seele wird verlangen nach göttlichen Gaben und wird der Welt
den Rücken kehren .... vernichten wird der Herr, was noch der Welt anhanget, und
Sein Zorn wird die Sünder treffen, die den suchenden und nach Gott verlangenden
Seelen den himmlischen Trost rauben wollen ....
Denn Gott hat Erbarmen mit Seinen Kindern,
doch wo der Geist des Widersachers gegen diese arbeitet, dort wird ihm Einhalt geboten werden. Darum suchet, euch der Finsternis zu entwinden, solange Gott in Seiner Langmut
euch Frist gegeben hat .... und wenn ihr noch nicht aufnehmen könnt des Herrn Worte,
so vermeidet doch alles, was den Zorn des Herrn auf euch laden könnte ....
arbeitet nicht gegen Ihn ....
Es will Sein Geschöpf zum Licht, wenn es nicht gehindert wird
durch feindliche Mächte .... und es findet auch jedes den Weg zum Licht, sorget es nur, daß
alles, was ihm zugehet an Warnungen und Ermahnungen, nicht zurückgewiesen wird
....
Denkt das Erdenkind nach über die große Schöpfungsfrage und seine eigene
Aufgabe, so gibt ihm der Herr auch Seinen Segen und bringt das Denken des Menschen
der Wahrheit nahe .... doch in große Schuld gerät, wer selbstherrlich alles
abweiset, was ihm geistiges Licht bringen könnte ....
Solchen kommt die Stunde, wo der Herr mit tönender Stimme zu ihm spricht, und
wendet sich dann sein Herz nicht der Wahrheit zu, dann ist sein Leben ein
verlorenes, und der Widersacher zieht ihn ganz in sein Bereich. O wie seid ihr
doch alle lau, wo es gilt, das Höchste und Schönste zu erreichen und euch würdig
zu machen einer unsagbar schönen Ewigkeit! ....
Ein helles, strahlendes, lichtdurchflutetes Jenseits steht euch offen, und ihr
gehet in Finsternis des Geistes einher ....
Ihr brauchet den Herrn nur um Gnade anzuflehen, und die Herrlichkeit des
ewigen Lebens ist euch gewiß ....
Statt dessen wendet ihr euch ab von Seiner Liebe, ihr
nützet die Gnadenfülle nicht, die euch zu Gebote steht, und lasset Tag um Tag vergehen,
ohne euch zu besinnen, daß ein Vater im Himmel wohnet, Der euch ruft und für
euch Sein Reich bereitet hat. Erkennet die göttliche Liebe und begehret sie, ehe
euch die Erdenschuld völlig verblendet und ihr euch den Weg zum Vater versperrt.
Aufgenommen wird ein jeder Sünder, so er nur reuig den Vater um Erbarmen
anfleht, doch wer des Vaters Gnade abweiset, der verschließt sich selbst die Tür
zur Ewigkeit, und sein Ende ist der Tod ....
Amen
B.D. 257
empfangen am 13.1.1938
Leiten des Lebensschiffleins
ohne Steuer ....
Gottes Wort ....
Herrlichkeit ....
Und in der inneren
Erkenntnis der ewigen Wahrheit suchet euer Lebensziel ....
Es ist ein waghalsiges Unternehmen, wollet ihr ohne Gottes Hilfe der
Erdenaufgabe gerecht werden ....
Es ist ein Leiten des Lebensschiffleins ohne Steuer euch nicht möglich ....
Den Herrn müsset ihr um Hilfe anrufen jederzeit. Doch folget ihr Seinen Geboten, so
kommet ihr über alle Stürme des Lebens unversehrt hinweg .... es kann euch kein Haar
gekrümmt werden ohne Willen des Vaters .... so suchet, eure Not nicht zu
verbergen vor Ihm, sondern vertrauet euch Ihm an ....
Kein Sternlein fällt vom Himmel, so es nicht Sein Wille ist, und so steht auch
ihr in Seiner Hut ....
Der Herr sorgt für euch, Er wirbt
um eure Seele .... und wollet ihr Ihn anhören, so ist euer Geist gerettet auf
ewig, denn Sein Wort wird euch immer verkünden Seine Liebe, Seine Allmacht und
Seine Weisheit ....
Und wollet ihr Ihn hören, so gibt Er euch alles .... je nach Bedarf ....
Er segnet, die Ihm nachfolgen, Er bedenket mit Seiner Gnade, deren Leben auf
Erden ein Wandeln in Liebe ist ....
Und darum lasset euch hinweisen auf die Ewigkeit, denn nur allein das
Leben für diese hat Wert .... von Bestand sind nur die Taten der Liebe, doch die irdische
Welt ist gleich Schaum .... sie vergeht, und nichts bleibt zurück als die Taten des Geistes
.... strebet aufwärts, das Antlitz immer zu Gott gewandt .... das Herz dem Heiland in
Liebe und Treue ergeben .... so folgt ihr Seinen Lehren und bringet euch selbst dem
Herrn dar. Und dennoch werdet ihr nur einen Teil der göttlichen Wahrheit zu erkennen
vermögen, denn der Herr hat diese in ihrem ganzen Umfang für die Ewigkeit euch
zugedacht .... so ihr im Lichte stehen und mit geistigen Augen schauen werdet
die Herrlichkeit Gottes. Denn dann erst erfasset ihr, wie groß die Liebe und
Güte des Vaters ist ....
Erst wenn ihr das
Wort Selbst in Seiner Herrlichkeit erblicket, begehret ihr, immer tiefer
einzudringen, und dann wird euch der Herr erleuchten ....
Habet acht auf Erden,
denn dort droht euch nur Unheil, und um ihm zu entgehen, richtet euer Augenmerk auf
das Jenseits .... ihr werdet gewarnt, auf daß euer Blick nicht trübe werde und ihr das
Lichtlein gewahret, das des Vaters Güte entzündet hat, um euch aus der Finsternis zu
erretten. Alles ist erzeuget worden durch Seinen Willen, und nichts ist ohne Zweck
.... und läßt euch Gott vernehmen Seine Stimme, so sehet auch darin Seinen Willen
.... euch vom Untergang zu bewahren ist der Zweck Seiner Worte .... „Denn nur, wer Mein
Wort hat, wird leben in Ewigkeit ....“
Amen
B.D. 258
empfangen am 14.1.1938
Sterne ....
Aufenthaltsort der Seelen ....
Sonnen-Licht ....
Siehe, wir verkünden
dir heut in des Heilands Namen, was dich einführen soll in die Unendlichkeit
....
Es locket euch manchmal, der Sterne Pracht zu betrachten, und denket ihr dabei
nicht daran, welche Herrlichkeiten sich dahinter verbergen können? ....
Und so viele Millionen Sterne ihr auch am Himmelszelt erblicket, es ist doch nur ein
Teil der Unendlichkeit .... es ist nur ein Teil der Schöpfung und gibt euch
nicht annähernd einen Begriff, wie viele solcher Gestirne noch euch unsichtbar
das Weltall birgt ....
In dieser Unzahl Himmelskörper herrscht nur ein Geist
.... ein Licht .... und eine Gottheit. Durch Jahrtausende hindurch ist es des Schöpfers Wille, vollkommen freien Wesen
auf diesen Gestirnen die Möglichkeit der Weiterentwicklung zu bieten .... und sie so
langsam auf den Zustand in der Ewigkeit vorzubereiten, wo ihnen eine Lichtfülle
erstrahlen soll, die alles Licht auf den Gestirnen im Weltall bei weitem übertrifft. Doch
ist auch die Lichtfülle auf einem jeden dieser Sterne von verschiedener Stärke
.... die
Sonnen, die diesen Gestirnen ihr Licht und ihre Wärme abgeben, sind wiederum von
solch verschiedenen Ausmaßen, daß darüber auf der Erde sich kein Mensch eine Vorstellung machen könnte, denn es sind dies Gebiete, die dem menschlichen Forschen
unzugänglich sind und nur falsche Schlüsse erbringen würden. Doch ist im Weltenraum alles so wohlgeordnet, daß sich von Ewigkeit zu Ewigkeit nichts in dieser weisen
Weltordnung umstoßen läßt .... und niemals je ein Stern aus seiner ihm
vorgeschriebenen Bahn heraustreten und andere Bahnen gehen könnte ....
Und so höre nun: Es
hat der Herr für alle Seine Wesen den Raum geschaffen zur Vollendung, und für
die Erdenlaufbahn z.B. stehen dem Menschen eine Reihe von Jahren zur Verfügung,
in denen er sich einen Grad der Vollkommenheit aneignen kann, der ihn in lichte
Umgebung versetzt. Und immer höher soll sich die Seele entwickeln, und immer
mehr Gelegenheit soll ihr geboten werden ....
Und das ist die Bestimmung eines
jeden Sternes .... den unzähligen Wesen einen ihrem Geistes-Zustand angemessenen
Raum zu bieten, wo das Wirken der Geistwesen seinen Fortgang nehmen soll. Dem
Menschen das erklärlich zu machen ist unendlich schwer, denn er fasset nur mit
menschlichem Verstand und ist nicht imstande, sich eine Vorstellung zu machen
von der Zahllosigkeit der dem göttlichen Willen unterstellten Gestirne, die
unzähligen Wesen wieder die Möglichkeit zum Ausreifen geben ....
Amen
B.D. 259
empfangen am 15.1.1938
Vaterworte ....
Kundgaben ....
Mein liebes Kind .... nicht alle werden so ausgezeichnet, und nicht alle stehen in der
Gnade, Meine Worte vernehmen zu dürfen, deshalb ist es deine heiligste Pflicht, dich in hingebendster Liebe diesem Meinem Wort zu widmen und alles, was dich auf Erden
davon zurückhalten könnte, tunlichst zu vermeiden. Es erwachsen dir daraus Widerstände, so daß
dein geistiges Ohr nicht so leicht aufzunehmen vermag, wirst du erst einmal
abgelenkt durch irdische Freuden ....
Und so rate Ich dir, meide alles, was dich bindet an diese Welt .... suche in
Meinen Worten allein das Glück deiner Tage, und versäume nie, dich voll Eifer
deinem Wirken hinzugeben. Denn es ist zu deinem Segen und fördert deinen
geistigen Fortschritt ....
Der Weg, der dir gewiesen wurde, ist von ungeahnter Süße für dein Herz, denn in
Liebe stehe Ich allen diesen Kindern, die Meinen Auftrag erfüllen, zur Seite und
leite sie hinan zur Höhe ....
Was vermag dir solches zu ersetzen? Wo könntest du den Frieden deiner Seele wohl
finden, wenn nicht durch Mich? ....
So du, Mein Kind, Mich mehr liebst als die Welt, so tauschest du himmlische
Kost ein für irdische Freuden und stehest in maßlosem Reichtum .... denn der
Herr hat Wohlgefallen an solchem Opfer und gibt dir tausendfach wieder, was du
Ihm zuliebe aufgibst ....
Darum lasse diese Aufgabe stets die Arbeit deines Herzens sein .... in inniger
Verbindung mit Mir bereitest du dir größere Freude und bleibst in Meiner Gnade. So
will Ich dir auch heut kundgeben, daß in jeder Vereinigung mit Mir der Himmel seine
Freude hat und daß solches sich auswirket in weitem Umkreis um dich, denn jede edle
Regung des Herzens läßt dir Licht und Kraft zufließen, die auch den dich umgebenden
Wesen wieder Kraft spendet, die ihre Hoffnung auf dich setzen. So erstrahlet um dich
ein Licht .... (Unterbrechung)
B.D. 260
empfangen am 16.1.1938
Absondern von der Welt ....
Ein sonniges Wesen vermehrt die Kraft des Geistes, und deinem Bemühen wird es
gelingen, durch das Ätherblau das Licht der Sonne zu schauen, auch wenn dich zur Zeit
noch düstere Wolken umschatten. Ein jeglicher Geist, der sich absondert von weltlichem Beginnen
.... der sich emporhebt in lichte Höhen, wird seine Kraft wachsen fühlen, und er erkennet darin die Einwirkung des göttlichen Lichts. Wohl gibt es im Dasein
Tage, denen die strahlende Helligkeit fehlt, doch auch in diesem Stadium kann der
Mensch für seine Seele Außerordentliches leisten, wenn er sich die Kraft erbittet von
oben .... denn für manchen ist gerade diese Zeit vonnöten, wo der Mensch voller
Unzufriedenheit dem weltlichen Treiben gegenübersteht ....
Kann er sich aus solchen Leibesnöten herüberretten in geistige Regionen, so leuchtet ihm von dort die Sonne mit ihren
Strahlen und vollzieht sich dann ein geistiges Erwachen .... denn die Seele schlief bis
dahin, sie befand sich in einem Zustand von Bewußtlosigkeit, und erst die wärmenden
Strahlen der geistigen Sonne erweckten sie zum Leben .... dort hat der Herr Sein Licht
leuchten lassen, auf daß es den Weg wies einem irrenden Menschenkind ....
Fortan gibt
es für dieses keine Not der Seele, wenn es stets im Strahl dieses Lichtes verbleibt
.... und das kann es jederzeit, bittet es nur den Vater von Herzen um die Gnade
der Erkenntnis. Achtet auf die Worte: Verlieret nie die Verbindung mit dem Herrn
und Heiland, so verliert ihr auch nimmermehr euch selbst. Deinen Hunger zu
stillen, sollst du vernehmen Worte des Heils ....
Alle, die ihr im
Glauben stehet, sorget euch nicht, was da kommet über euch .... erwecket in euch
den Herrn, lasset Ihn wohnen in euren Herzen, und ihr werdet jeder Not enthoben
sein ....
So ihr im Herrn verbleibet, lässet
der Herr die Seinen nicht untergehen, denn ihr seid ein Teil Dessen, Der euch
schuf. Darum belebet Er mit Seiner Gnade den Schwachen und tröstet den Verzagten
....
Er steht den Seinen bei, wo der Arge euch bedrohet .... so
nur ein wenig Liebe ihr dem Herrn entgegenbringet, wird Er euch segnen, und alle
Kraft des Widersachers wird zuschanden werden an euch ....
Denn es wird ein Raub der Flammen werden, wer euch zu vernichten trachtet ....
Doch müsset ihr den Glauben
pflegen jetzt und allezeit und brauchet dann auch nicht verzagen, denn Gott hilft euch
in Ewigkeit.
Amen
B.D. 323
empfangen am 6.3.1938
Not der Menschheit ....
Warnungen und Mahnung, Gottes Wort anzunehmen ....
Dein Wille genügt, um einzugehen in Mein Reich
.... so du betest, bist du bei Mir und
Ich in dir .... denn Mein ganzes Wesen strömt über in deinen Geist, deine geistige Kraft
zu verstärken, so daß dich nichts hindert, aufzunehmen, was Mein Wille ist. Ein kleiner
Beweis dessen ist, daß du ganz von Mir erfüllt bist, solange du deine Gedanken zu Mir
sendest, und in dieser kurzen Zeit deines Gebetes belebt sich dein Geist in dir noch
nicht faßbarer Fülle, doch von deinem irdischen Körper nicht erkennbar, gehen unzählige Fäden zu allen den Geistwesen, die dich wirksam unterstützen und deinem Verlangen nach geistiger Speise und Stärkung nachkommen, indem sie Meinen Auftrag ausführen und deinen Hunger stillen. Mein liebes Kind
.... unendlich beglückend wird sich
deine geistige Arbeit auswirken im Jenseits, lasse nicht nach .... so nehme Ich
dich einst in Empfang und hole dich vom irdischen Leben zu Mir ....
In welcher Not und Gefahr die Menschheit zur Zeit weilt, ist den wenigsten von euch
bewußt .... ein Erkennen der Zeit im ganzen Umfang würde euch erschrecken lassen,
denn es geht jetzt um alles .... um das Bestehen oder Vergehen eures eigenen Lebens, es
geht um geistiges Leben oder Tod .... um eure Seele. Keinem dürfte das Erdendasein als
solches genügen, ein jeder muß suchen, sich die Zeit zunutze zu machen nach allen
Kräften, und darf keine Mühe scheuen, mittels derer er sich ein Leben im Jenseits in
strahlender Helligkeit schaffen kann. Statt dessen jaget ihr den weltlichen Genüssen
nach und verfangt euch immer mehr in die Fallstricke des Widersachers. So brauchet
ihr nur die Freuden dieser Welt, um glücklich zu sein auf Erden .... doch wehe,
wenn ihr die Armseligkeit eures Geistes erkennen werdet und wenn ihr nichts
habt, womit ihr eure geistige Blöße bedecken könnt ....
Wie soll Ich euch aufnehmen in Mein Reich, die ihr unvollkommen vor Mir
erscheinet und nichts auf Erden getan habt, um des Lohnes wert zu werden für die
Ewigkeit ....
Es wird euch unsagbare Qualen bereiten, müßt ihr auf die nutzlos verbrachte
Erdenzeit zurückblicken und nun darben in großer seelischer Not ....
Habt doch Einsehen, ehe es zu spät ist ....
Meine Warnungen gehen euch
immer und immer wieder zu, doch ihr wollet Mich nicht hören und bleibet blind Meinen Anzeichen gegenüber. So höret auf die Diener, die Ich euch zusende, lasset sie sprechen und achtet ihrer Worte
.... so sie euer Herz berühren, wird euch Mein Atem streifen, denn es sind Meine
Worte, die Meine Diener in Meinem Namen euch vermitteln ....
Und nehmet ihr sonach Mein Wort an, dann ist euch geholfen
.... dann ist unmerklich Meine Kraft in euch übergegangen, und sie wird
fortwirken in euch bis ans Ende eurer Tage. Denn Mein Wort wird nicht vergehen
bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 324
empfangen am 7.3.1938
Das Wort Gottes ....
Für Zeit und Ewigkeit ist bestimmt das Wort, das der Herr Jesus Christus den Seinen
auf Erden erteilt. Sowie die Menschen zu zweifeln anfangen, verlieren sie die Verbindung mit der ewigen Gottheit und werden darum nicht die geistige Reife erlangen, weil
zur Erlangung des ewigen Lebens ein Befolgen der Gebote Gottes vonnöten ist, ohne
das Wort Gottes aber fehlt euch die Kraft zur Erfüllung dieser .... es fehlt euch vor allem
die Kenntnis von dem ewig-gnadenspendenden Quell, und ihr tappet in der Finsternis
und seid schwache, hilflose Wesen .... wo ihr euch durch das Wort Gottes Helligkeit des
Geistes, Kraft und Stärke erwerben könnt ohne Maßen. Es ist ein Grund-Gesetz, von
dessen Wichtigkeit der Mensch sich nicht die rechte Vorstellung machen kann, darum
ist es immer noch besser, blindlings das Wort Gottes anzunehmen, unbewußt des großen Segens, als dieses abzulehnen und dadurch sich selbst einen unermeßlichen
Schaden zuzufügen. Denn wo immer der Geist Gottes tätig ist, veredelnd
einzuwirken auf die menschliche Seele, dort leitet euch die göttliche Liebe und
Kraft selbst ....
Voll Andacht, Glauben und Vertrauen annehmen, was euch von oben liebevoll
geboten wird, ist unendlich weiser, als mit menschlichem Verstand erst ergründen
zu wollen, was da wahr und was nicht wahr sein könnte ....
Es ist der große Fehler der Menschheit, sich überheblich als weise anzusehen,
sich für berufen zu halten, zu forschen in dem, was zu erklären allein dem
göttlichen Schöpfer vorbehalten ist und wozu der menschliche Verstand bei weitem
nicht ausreicht ....
Und wo man nicht restlos ergründen kann,
tut man besser, eine Lehre anzunehmen, die nie und nimmer zum Schaden anstiften
kann, dagegen in ihren Geboten und Hinweisen das Edelste anstrebt und so ein wahres
Licht aus dem Himmel genannt werden kann. Die Botschaft Gottes unverfälscht zu
erhalten ist für euch alle ein unermeßlicher Segen .... ihr dürfet euch wieder laben an
einem Wasser, das rein und klar dem Quell entströmt .... ihr dürfet Worte in Empfang
nehmen, unmittelbar vom Herrn Selbst euch gegeben .... auf daß ihr die Labung so
recht wohltuend empfindet und daran erkennen müßt den Wert von Gottes
Offenbarungen ....
In Seinem Willen hat es gelegen, zahllosen armen Erdenkindern zu Hilfe zu kommen
....
Er bietet ihnen liebreich Seine rettende Hand und nimmt einen jeden liebevoll
auf, doch müsset ihr zu Ihm finden und dürfet Ihn nicht abweisen, was ihr aber
tut, wollet ihr Sein Wort nicht vernehmen ....
Des Herrn Sicht geht weit voraus .... anfänglich wohl vermögt ihr euch mit euren Lehren, die Menschenwerk sind, über
Wasser zu halten, doch gar bald werdet ihr merken, daß euch der Grund fehlt, auf dem
ihr ankern könnt .... ihr werdet den Elementen preisgegeben sein und nicht
wissen, wo ihr Halt suchen sollt in euren Nöten. Und dann versagt alles, was
Menschenwerk ist ....
Dann bleibt allein nur das Wort Gottes, was da war von Anbeginn und bestehenbleibt
bis in alle Ewigkeit. Lasset diese für euch schmerzlichste Zeit nicht herankommen in
geistiger Finsternis, sondern wendet euch noch vor dieser Zeit dem Wort Gottes zu, das
euch Rettung bringt aus jeder Not .... aus geistiger und leiblicher Bedrängnis
.... denn nur Einer kann euch helfen, Der droben ist und Dem alles
Schöpfungswerk untersteht, so auch ihr, die ihr geschaffen seid, um die
Vereinigung anzustreben mit eurem Schöpfer und himmlischen Vater. Nur über das
Wort Gottes geht der Weg zu Ihm, und nur durch dieses werdet ihr eins werden mit
der ewigen Gottheit ....
Amen
B.D. 325
empfangen am 8.3.1938
Göttliche Gnade ....
Nur wer da glaubet, wird Meinen Willen erfüllen, und so wird ein jeder, der Mich
begehret, auch in Meinem Glauben bleiben, denn sein Streben wird immer sein, des
Himmels Kost zu schmecken, und diese Kost wird ihm geben, wessen er bedarf zu seinem Seelenheil. Und so wird immer erkennen das Wort des Herrn und danach handeln, wer fleißig sich übet in der Liebe, denn diese ist nun einmal unerläßlich
zur innigen Vereinigung mit Gott ....
Und ohne diese Vereinigung kann wiederum keine Glückseligkeit das Menschenherz
durchfluten, und so kann nur der im Segen bleiben, dem Ich Mich nahe in Werken
der Liebe ....
Mein liebes Kind,
dein ständiges Flehen um Meine Gnade ist eine Folge der Liebe zu Mir ....
Du willst nicht etwas entbehren, was dein Herz empfangen hat bisher, und so ist
dein Gnadenreichtum in gleichem Maße gestiegen, als du darum gebeten hast ....
Es währet eine kleine Zeit, dann wird alle Gnade an dir offenbar werden, denn
Ich forsche im Herzen und gebe nach Begehr ....
Und so fühlst du immer und immer wieder, wie Ich zu dir komme, denn ein jeder
Gedanke, in dem du Mich suchest, zieht Mich zu dir, und so will Ich auch geistig
in deinem Herzen Wohnung nehmen, und du sollst fassen alles, was sich geistig
von Mir auf dich überträgt ....
Ihr alle müsset es erkennen, daß die geistige Welt der Inbegriff des Schöpfungsgedankens des göttlichen Meisters ist. Welches
Wesen könnte sich zufriedengeben mit dem allein, was seine irdische Hülle
umgibt, wenn es erst einmal mit geistigen Augen zu schauen gelernt hat ....
Wem würde wohl das
irdische Dasein noch von Wert erscheinen, der eingedrungen ist in die geistige Welt
.... der erkannt hat, daß alles Sein auf Erden nur den Zweck der seelischen
Vollendung hat ....
Und wer würde wohl nach solcher Erkenntnis sein Leben noch nutzlos verbringen
wollen ....
Die meisten sagen zwar: Wir leben in unseren Kindern weiter .... und
leugnen damit ab, daß sie selbst zu etwas Höherem berufen sind und demnach auch
einem weisen Gebot des Herrn nach ihr Leben auf Erden gestalten müssen ....
Doch
wird eines jeden irrige Ansicht ihnen selbst gar bald klarwerden, und ihr Kämpfen um
Helligkeit des Geistes wird kein leichtes sein, doch setzet der Herr meist dort den Hebel
an, wo Er reiche Ernte halten will und wo Gottes Weisheit erkannt hat, daß des Menschen Herz durch Leid geläutert ist
.... dort durchströmt dann die göttliche Kraft, das
lebendige Wort Gottes, das bisher abweisende Erdenkind und läßt es den Weg
finden, der zur Vereinigung mit dem göttlichen Geist führt ....
Denn das Ringen um eines jeden
Seele währet bis in alle Ewigkeit.
Amen
B.D. 326
empfangen am 9.3.1938
Göttliche Gnade ....
Geist Gottes ....
Allen läßt der Herr die Gnade zukommen in dem Maße, wie sie derer würdig sind.
Es besteht kein begrenztes Gesetz, dem zufolge das Erdenwesen nur beschränkt sich der
Gnade Gottes erfreuen darf, sondern unerschöpflich ist der Gnadenquell für euch Menschen, wenn ihr nur die rechten Wege geht, die euch diesem Quell zuführen. Ein jedes
Wesen, dem die Erweckung des Geistes gelungen ist, wird nun von göttlicher Gnade
durchdrungen sein, und unausgesetzt wird ihm diese nun zufließen, ihn immer reifer
und vollendeter zu gestalten, solange ihn die Erde trägt. Weise ist, wer immer nur nach
göttlicher Gnade strebt .... was ihm allein nie gelingt, das kann er spielend vollbringen,
wird er von Gottes Gnade unterstützt, und schöpfen dürfet ihr, soviel ihr nur immer
wollt .... denn es liegt lediglich an euch selbst, ob ihr diese erbittet .... euer Gebet um die
Gnade Gottes wird immer erfüllt werden. Darum versuchet immer wieder, dem himmlischen Lehrmeister eure geistige Armut darzustellen, auf daß Er Sich eurer erbarme
und euch unterweise in Seiner Lehre, und kein Tag wird vergehen, an dem ihr nicht
Schätze sammelt und sich euer Geist bilde nach des Vaters Wunsch und Wille.„Bittet, so
wird euch gegeben werden ....“ Und euer Anteil wird sein reine Wahrheit und klares
Schauen, und so ihr Gott und euere Nächsten lieben lernet mit immer größerer Kraft,
so erhellt sich euer Geist gleicherweise mit immer stärkerem Licht .... denn nur der
Mensch setzt Grenzen in irdische Fähigkeit, Gott aber, der alles umfassende Geist, läßt
unbegrenzt ein geistiges Ausreifen zu, und (es, d. Hg.) steigt ein jedes Wesen in immer
höhere Sphären geistiger Erleuchtung, bis sich sein Geist endlich vereinigt mit dem
ewigen Vatergeist. Und nun fasse all dein Denken, Streben und Handeln zusammen, und vergleiche
deine jetzige Tätigkeit mit deinem vergangenen Leben, so wirst du immer mehr erkennen, daß alles um dich her durchweht ist vom Geist Gottes
.... es wendet sich gar oft dein Gedanke nach oben, er kehrt immer wieder zurück
zur Unendlichkeit ....
Du bleibst in ständiger Verbindung mit der Welt, in der deine Seele nun
vorwiegend ihren Aufenthalt sucht ....
Und es werden dir immer von neuem Gebiete erschlossen, die dein Denken von
irdischen Sorgen und Freuden ablenken und deinen Geist bilden zu vollkommen
anderem Erleben ....
Dieses außerordentliche Umgestalten deines Wesens ist ein Einfluß der dir in
reichem Maß gewährten göttlichen Gnade ....
Es wendet sich von der Welt
ab und dem Geistigen zu, - wer nur ernstlich verlangt danach und Gott um Hilfe bittet,
und so ist darin alles begründet, was verändernd in deinem Leben eingriff .... sowohl
die irdische wie auch die geistige Tätigkeit wird bestimmt vom göttlichen Geist, so sich
das Menschenkind dem göttlichen Willen unterzieht. Denn was ist euer Leben anderes
als ein langsames Bilden eures Geistes, daß ihr erkennet, der göttlichen Gewalt zu
unterstehen und doch freien Willen zu besitzen .... auf daß ihr den freien Willen so nützet, daß ihr aus euch heraus den göttlichen Vater, den Schöpfer des Himmels und der
Erde, sucht und Ihm immer näherzukommen trachtet. So ihr dies erkannt habt, wird
euch der Geist Gottes durchfluten, und immer wieder werdet ihr in Seiner Gnade leben,
und euer Ende wird ein seliges sein.
Amen
B.D. 327
empfangen am 10.3.1938
Offenbarung des Herrn Selbst ....
Im Namen Gottes wird dir geoffenbaret werden ein unvergleichliches Geschehen in
neuer Form, und alles, was um dich ist, unterliegt dem Willen des Herrn .... und wo die
Kräfte des göttlichen Geistes unausgesetzt sich über ein Gotteskind ergießen, dort wird
der Herr Selbst Sich offenbaren, und dann wird dem Herzen des Kindes innewohnen
die Gabe, ohne Schwierigkeiten und Hemmungen das reine Wort Gottes zu verkünden,
denn in ihm und durch dieses spricht der Herr Selbst. Seine Lust ist des Herrn Lust
.... und so wird in wahrer Glückseligkeit des Herzens ein Gotteskind nur den Willen des
Herrn ausführen .... es wird vermöge seiner Liebe zum Herrn auch wirken in Liebe
und zum Segen derer auf Erden wandeln, denen Gottes Wort verheißen ist ....
Einsatz eures Lebens
fordert der Herr und gibt euch doch unendlich mehr, wenn ihr Seiner Forderung
nachkommt ....
Solcher Dinge willen, die ohne euer Zutun fürderhin
zum lebendigen Glauben hinweisen werden .... die ihr wohl tut, doch nicht aus eigener
Kraft, sondern als ausführende Werkzeuge göttlichen Willens und göttlicher Kraft
.... solche Dinge müsset ihr anerkennen als höhere Gewalt, und so ihr sie nicht menschlich
erklären könnt, muß euch doch ein Licht aufgehen ....
Und dieses will der Herr bezwekken, daß ihr beginnet zu leben .... das Leben, das euch aufwärts führen soll. Alle geistigen Triebe in euch sollen geweckt werden
.... nicht fried- und freudlos sollen die Tage
für euch dahingehen, sondern wahres Glück und inneren Frieden sollet ihr nun erst kennenlernen.
Ihr sollt auch erkennen lernen, wie schal der Erde Güter sind, wie leer sie eure
Seele lassen ....
Wollt ihr der Erde Lust genießen, so bleibt ihr immer jenseits eurer Bestimmung
.... ihr könnet nicht in Regionen eindringen, die nur dann euch geöffnet sind, wenn ihr die
ewige Gottheit suchet, denn Diese ist auf Erden nicht zu finden inmitten rauschender
Vergnügen, inmitten von Lust und Sünde. Hat eure Seele das Verlangen nach Wahrheit
und geistigem Reifen, dann locket euch der Welt Glanz und Blendwerk nimmermehr,
dann wendet ihr willig diesem den Rücken und schauet hinauf in die Unendlichkeit
.... denn von dorther kommt euch die Erleuchtung .... und in einer Stunde der Einsamkeit
erlebet ihr die Gnade des Herrn an euch. Was von der göttlichen Klarheit erfaßt ist,
kann schwerlich wieder ins Dunkel der Unwissenheit zurück, und ein unfaßbares Sehnen nach Licht wird die Seele nun antreiben, und dort wird auch der Sieg euer sein, die
ihr dann im Namen des Herrn helfend eingreifen werdet. Um diesen Weg den Menschen zu zeigen
.... in ihnen ein geistiges Lichtlein anzuzünden, wird Sich der Herr Selbst offenbaren, und es wird ein Staunen und Verwundern
sein .... an der Seele so manchen Erdenkindes wird Er rütteln, denn Sein Erbarmen und
Seine Liebe ist so groß, daß Er überall anklopfen will, auf daß Ihm die Türen
der Herzen geöffnet werden ....
Amen
B.D. 328
empfangen am 11.3.1938
Ablehnen des Gedankens an ein Fortleben nach dem Tode ....
Achte auf die Worte, die dir heut zugehen werden:
Es ist ein unerhörtes Beginnen, zu Zeiten völliger geistiger Blindheit die Menschen
darauf hinweisen zu wollen, daß der Zustand ihrer Seelen nach dem Tode ein von ihnen
selbstgewählter resp. selbsterstrebter ist .... daß sie sich aber nie und nimmer willkürlich
diesen Zustand verbessern können, sobald sie einmal die Leibeshülle abgestreift haben.
Wie kann man Menschen auf solches aufmerksam machen wollen, wenn sie jeglichen
Gedanken an ein Fortbestehen der Seele nach dem Tode ablehnen .... wie ist in
solche Herzen wohl der Antrieb zu bringen zu geistiger Tätigkeit, wo sie doch
kopfschüttelnd alles abtun, was auf ein Fortleben nach dem Tode hinweisen
könnte. Sie glauben in ihrer Verblendung einfach in ein Nichts zurückzusinken
und ziehen diesen Gedanken bei weitem dem Glauben an ein Fortleben vor, weil
ihnen dann auch die Verantwortung erspart bliebe, die sie doch scheuen, auch
wenn sie das nicht zugestehen wollen ....
Nun legt Sich der Herr Selbst ins Mittel ....
Er will Sich den Zugang zu den Menschenherzen
doch verschaffen .... darum allein ist auch das, was unter deinen Händen entsteht, ein alles-erklärender Beweis für das Wirken des göttlichen Geistes. Es lässet der Herr nimmermehr in Unwissenheit des Geistes verharren die, deren Wille gut ist, und diese werden hingewiesen werden durch untrügliche Zeichen auf das sichtbare Walten Gottes
.... aber eines wird immer bleiben .... daß der Mensch sich nun auch allein bemüht, daß er
dorthin seinen Geist wendet, von wo allein ihm Aufschluß gegeben werden kann, und
wird .... doch dieser wird auch den Weg finden zur Wahrheit, und hilfreich wird
ihm die Kraft Gottes entgegenkommen, so sie ernstlich im Gebet erfleht wird ....
Amen
B.D. 329
empfangen am 12.3.1938
Vaterworte des Trostes ....
Bücherverbot ....
Wen immer es in Meine Nähe zieht, der bleibt in Mir und Ich in ihm
.... und wer
fortan Meine Gebote hält, der wird nicht sterben in Ewigkeit, denn Ich bin es, Der ihn
erwecket aus dem Schlaf und ihn heimholet in Mein Reich. Und so füge dich ein, Mein
Kind, in die von mir geschaffene Weltordnung, und bringe dein jetziges Leben nicht der
Welt zum Opfer, die dich zu vernichten droht und dich wieder einfangen möchte
.... widerstehst du nicht der Versuchung, die an dich herantreten wird. Ein leises Gebet zu
Mir, und Ich stütze dich, auf daß du Meine Nähe fühlst und in Mir verbleibest
....
Solches ist den Menschen immer geboten worden, und ihre Stimme im Herzen wies ihnen
den rechten Weg, doch war allezeit das Verlangen nach irdischer Lust weit stärker als
der Wille zur geistiger Vollendung .... und das Wesen der Gottheit blieb ihnen deshalb
verborgen. Eine jede Zeit erfordert vollen Einsatz .... jetzt aber ist es ein
dringendes Gebot, alle Kräfte zu sammeln wider den Feind der Seele ....
Noch watet ihr nur durch
trübes Wasser, bald aber wird zäher Schlamm euch das Fortkommen erschweren, ja
bald sogar unmöglich machen, und dann leget alle eure Hände an an das Werk, denn es
wird not tun .... das Werk aber ist die Arbeit an eurer Seele, denn von nun an seid ihr nur
noch kurze Zeit im Vollbesitz eurer Kräfte und könnet diese nützen nach Gutdünken
.... bald aber werden euch Hemmnisse jeder Art hindern an der Ausführung eures Willen
.... ihr geratet in eine Zwangslage und werdet nicht wissen, welcher Stimme ihr folgen sollt
.... der Stimme von außen oder in eurem Herzen ....
Und ihr werdet Gewalt
antun müssen eurem eigenen Ich, wollt ihr euch frei machen von finsteren Einflüssen
und dem Gebot von außen. Den Segen Gottes herabflehen auf alles, was ihr beginnet, ist
eure stärkste Waffe im Kampf um euer Seelenheil, dann wird euch der himmlische
Vater führen aus jeglicher Gefahr. In Weisheit des Herzens verbleibt ein jeder, wann
immer er seine Gedanken nach oben lenkt, von wo allein euch Hilfe kommen kann. Selbiges wird dir offenbar werden zu einer Zeit, wo sich der irdische Wille in dir regen
wird, der dich abseits führen will .... dann gib acht, daß du nicht strauchelst, Mein
Kind .... wohl sind der Freuden auf Erden viele .... doch wiegen sie alle nicht den inneren Frieden der Seele auf, der dem Gotteskind gewiß
ist, das nur nach Mir verlangt ....
Um dich und in dir muß
herrschen allein, was Gottes ist, und nur allein Mein Geist soll eindringen in
dein Herz, und was von außen kommt, dem entfliehe ....
In der Tiefe deines Herzens belebt sich der göttliche Funke Meiner Liebe zu
immer hellerer Flamme, und was Ich einmal entzündet habe, lasse Ich nie wieder
erlöschen ....
Alles
Sein und Werden ist von Meiner Liebe bedinget, wo diese fehlt, kann nichts entstehen,
denn die ordnende Kraft, die der Göttlichkeit entströmt, ist wohlweislich nur dort aufgesogen, wo das Wesen eine innige Verbindung mit Mir erstrebt hat, und so folgt daraus, daß eine immerwährende Vereinigung mit Mir auch für dich von solchem Segen
sein muß, daß geschützet ist vor jedem bösen Einfluß dein ängstlich bangendes Herz.
Ihr lebet doch, um zu kämpfen um euer Seelenheil, und so ihr streitet im Vertrauen auf
Mich und zu Meiner Liebe Zuflucht nehmt in jeder Not der Seele, werdet ihr siegen
.... denn nur, daß ihr stark werdet, lasse Ich diese Kämpfe gegen euch zu; reifen sollt ihr an
euch selbst, und vergessen sollt ihr niemals, daß Ich nur eures Rufes harre, um
euch erlösen zu können ....
Doch wer sich voller Glauben und Vertrauen Mir zuwendet,
braucht nimmer verzagt zu sein .... er hat sein Herz Mir geweiht mit jedem Gedanken
und lebet so in meiner Gnade. Nun, Mein Kind, horche im Geist auf Meine Worte:Was dir verkündet wird in Schrift
und Druck, empfängst du gleicherweise als von Mir ausgegangen und machst dir
dadurch ein Wissen zu eigen, das deine natürliche Begabung bei weitem übertrifft. So
wird sich langsam deinen Sinnen ein Bild erschließen, das in vollem Übereinklang steht mit dem, was geschaffen wurde im Weltall durch den göttlichen Schöpfer. Und doch
wird dir das fernere Leben noch oft Gelegenheiten bringen, wo du dich fragen wirst,
warum des Schöpfers Wille es zugelassen hat, daß jene geistigen, von Mir den Menschen gegebenen Werke durch Verbot denselben entzogen wurden. Auch dies geschah
nach weisem Plan. Wer unter euch Menschen danach hungert und Labung verlangt,
dem soll diese wohl geboten werden .... doch wer da glaubet, vernichten zu können
Meine Werke, der wird sie wieder erstehen sehen, denn Meine Kräfte walten überall,
und wo Ich will, dort werden auch durch das Verbot keine Schranken gesetzt sein, denn
es werden wohl zu finden wissen solche Labung, die ihrer bedürfen, weil es Mein Wille
ist. So erkennst du immer mehr, daß Ich mit Meiner Liebe mitten unter euch bin, daß Ich
eines jeden Herzlein führe, auf daß es Mich findet und bei Mir verbleibet in
Ewigkeit ....
Amen
B.D. 330
empfangen am 13.3.1938
Richterliche Gewalt ....
Beuget euch der richterlichen Gewalt, und sehet in ihr immer den Abgesandten Meines Willens. Doch wo das Gesetz euch verkündet, daß ihr den Glauben verleugnen sollt,
dort gehorchet der Stimme eures Herzens .... denn Ich gab euch diese, auf daß
ihr erkennen sollt, was recht oder unrecht ist ....
Wer euch gebietet, Mein Wort zu refüsieren .... dem deutet gleicherweise an, daß ihr in Meinem Willen bleibet, und ihr werdet
bestehen vor Meinen Augen, und Ich werde euch Kraft geben, Widerstand zu bieten solchem Begehren. Im Traum will Ich es euch kundgeben, was eures Amtes ist, auf daß ihr
verstehen lernet, welche Gabe Ich zugedacht denen, die um Meines Wortes willen keine
irdische höhere Gewalt scheuen. Denn was auch sei .... ihr seid unantastbar,
weil ihr von Mir behütet durch dieses Erdenleben geht, solange es in Meinem
Willen ist ....
Was sollte euch drohen, wenn Ich Selbst mit euch bin? ....
Und wer sich Meinen Anordnungen
widersetzet, wird schwerlich etwas erreichen .... doch ein volles Maß ist dem beschieden, der Mir willig folgt
.... denn es erntet der Mensch seiner Taten Lohn. Und so läßt der Herr auch ohne
Ausnahme die richterliche Gewalt gelten, so sie nicht der göttlichen Ordnung
zuwiderläuft. Was Gott als herrschend setzet über das Volk, das soll anerkannt
werden jederzeit ....
Denn dieses Volk zu führen beauftragt der Herr die höhere Gewalt und gab ihr
alles Recht und alle Macht auf Erden über das Volk. Darum seid untertan dieser
Macht, und ihr werdet den Willen des Herrn erfüllen ....
Doch wenn diese Macht
genützet wird, um gegen Gottes Gebote aufzutreten, so hat sich der Herrscher
eine Macht angeeignet, die ihm nimmermehr von Gott erteilt wurde, und er lehnt
sich gleichsam auf gegen die allerhöchste Macht, Der er selbst untersteht ....
Dann vergißt er seine Pflicht, die zu erfüllen ihm bestimmt wurde ....
Er lenkt das Volk nicht weise und gerecht, sondern führt es abseits von der
rechten Bahn ....
Er ist dem Volk kein Vertreter der göttlichen Macht, sondern vielmehr im Dienst
der finsteren Mächte stehend ....
Dann muß ein jeder aus sich selbst heraus den rechten Weg finden
.... er muß in erster Linie bestrebt sein, Gott zu dienen ....
Gottes Willen zu erfüllen und Gottes Gebote zu halten ....
Und wird er daran gehindert durch die richterliche Gewalt, so wird er kämpfen müssen, aber immer unterstützt werden vom Geist Gottes
.... vom Herrn und Heiland Selbst ....
Für diese und jene Welt gilt nur ein Wille, den zu befolgen die einzige Aufgabe
eines jeden Wesens ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit. Die Dämonen suchen
zwar einzuwirken und alles aufzuhetzen gegen das Wort Gottes ....
Doch ergreifen sie auch von den Herzen der ein Volk Führenden Besitz, dann hört
das Recht auf, Recht zu sein ....
Dann verwandelt sich alle Wahrhaftigkeit in Lug und Trug .... dann muß leiden
der Gerechte, und zu Ehren wird gelangen der Unehrenhafte. Dann kann nimmermehr
ein Volk gedeihen, sondern es wird mißgestaltet sein im Denken und Handeln ....
es bleibt nicht rein und lauter, sondern wird falsch und gehet in Verblendung
durch falsche Wege ....
Doch ewig währet es nicht .... die Wahrheit wird sich Bahn brechen, Mein Wort
wird wieder neu erstehen unter den Menschen, und die göttliche Ordnung wird
zurückgeführt werden, was guten Willens ist und glaubet an Mich ....
Denen werde Ich Selbst Meine Gebote geben, die sie treulich erfüllen und somit
auch die Mitmenschen erretten werden aus der Nacht der Finsternis ....
Helles Licht denen zu senden, ist Meine
Liebe bedacht, und forschet der Geist nach Wahrheit in Mir und durch Mich, so wird
ihm Helligkeit werden und wird (er, d. Hg.) erkennen, was recht und was unrecht ist, und
er wird recht zu handeln wissen und befolgen, was Ich ihm geboten .... denn Ich
allein regiere jetzt und allezeit ....
Amen
B.D. 331
empfangen am 14.3.1938
Wunderbare Beweise ....
Zweck derselben für Ungläubige ....
Gott sendet dir Seinen Geist, und in der Verkörperung dieses Geistes in deinem
Herzen legt der göttliche Wille den Grundstein zu neuen wunderbaren Beweisen
Seiner übergroßen Liebe zu den Menschen. Wer einmal in den Besitz dieser göttlichen
Gnade gelangt, kann selbst auf unabsehbare Zeit die Fülle göttlicher Lehren
entgegennehmen, ohne daß sich der göttliche Geist jemals erschöpfend entäußert
....
Es ist dies ein Vorgang, den nur wenige voll und ganz bewerten können .... daher
die Glaubenslosigkeit solchen wahrhaft wunderbaren Geschehnissen gegenüber,
deren Grund allein in der schwachen Erkenntniskraft des ungläubigen Erdenmenschen
zu suchen ist, die aber auch im Zusammenhang mit der immer mehr überhandnehmenden
Selbstherrlichkeit lieber alles abweisen wollen, als sich in kindlichem Glauben
mit einem solchen Wunder etwas näher zu befassen. Doch werden in einer Reihe
von Jahren die Beweise solcher außergewöhnlicher Liebesbezeugungen von seiten
des Herrn und Heiland so verbreitet sein, daß selbst der ärgste Gegner stutzig
werden und die Erklärung dafür nicht mehr auf seichtem Boden suchen wird ....
Dann erst beginnt die Mühe und Ausdauer der Diener Gottes, reiche Früchte zu
tragen, und willkommen wird das Wort Gottes Denen sein, die im Herzen ihren
Gott suchen und eine innige Gotteskindschaft anstreben ....
Allem bisher Gebotenen setzet der Herr die Krone Seiner Liebe auf und wird den
Ungläubigen noch weitere Beweise Seiner Allmacht und Güte geben ....
Wo der Mensch selbst Unfaßlichem gegenübergestellt
ist, dort wird erschüttert werden das träge Denken .... dort wird er auffällig
hingewiesen werden auf eine überirdische Macht, und dann wird er versuchen, das
Rätsel kraft seines Verstandes zu lösen, doch es wird ihm nicht gelingen. Aber
unsagbar segensreich werden sich doch diese augenscheinlichen Belehrungen auf
viele Erdenkinder auswirken, und es werden sich so manche willig von der
göttlichen Vaterhand führen lassen hinüber auf den rechten Weg. Denn dies ist
der Zweck der Wunder, die Gott auf Erden wirket zum Heil der Menschheit, und
daran werdet ihr erkennen stets den Geist Gottes, der da Besitz ergreifen will
von eines jeden Menschen Herz ....
Amen
B.D. 332
empfangen am 15.3.1938
Segen Gottes - irdisch und geistig ....
Für diese Welt gibt
es keinen Segen von Gott, wenn sich der Mensch nicht darum bittend an den
himmlischen Vater wendet. Denn ein jedes Tun für das irdische Leben hat seinen
Segen schon in sich in der Erfüllung der leiblichen Bedürfnisse, und keinen
ferneren Segen hat er zu erwarten für die Ewigkeit, denn es lohnet sich jede Tat
auf Erden schon von selbst ....
Erst wenn der Mensch zu trennen vermag die irdische Tätigkeit von der geistigen,
wird er den Unterschied zu schätzen wissen, der in der Segnung vom himmlischen
Vater liegt. Jedes noch so kleine Geschehen, auf das der Segen von oben
herabgefleht wird und das mit demselben begonnen wird, zeitigt seine Früchte
sowohl auf Erden als auch in der Ewigkeit. Denn es besteht ein nennenswerter
Unterschied zwischen gesegneter und ungesegneter Tätigkeit ....
Ein Gedanke, zu Gott gesandt,
bewirkt, daß sich die geistigen Wesen, die dem Menschen zum Schutz beigegeben,
sofort des Menschenkindes annehmen und ihn wohlzulenken und ihm zu raten wissen.
Und so wird ein Beginnen, auf dem Gottes Segen ruht, nicht leicht fehlschlagen,
und auch die geistige Tätigkeit bei diesem wird von Erfolg begleitet sein, ist
sie doch das Wichtigste, was dem Erdenwesen obliegt ....
Darum wendet euch stets an den himmlischen Vater, und beginnet nichts, ohne euch Seiner Gnade empfohlen zu haben. Und
ihr werdet unschätzbare Güter erringen .... es wird euch eure irdische Tätigkeit gesichert sein, und der Herr wird Sich auch eures Geistes annehmen und diesen ebenso
segnen, auf daß er gefördert werde für die Ewigkeit ....
In Seinem Namen wird euch gelingen eine jede Arbeit, und ihr könnet unbeschwert
durch das Leben gehen, denn der Segen Gottes hält euch leibliche Sorgen fern,
und ihr werdet immer stärker werden im Geiste ....
Amen
B.D. 333
empfangen am 15.3.1938
Mahnung, die innere Stimme zu befolgen ....
Grundpfeiler zur Wahrheit ....
Erkenne den Willen
Gottes und füge dich diesem stets ....
Und wenn dich die innere
Stimme mahnet, dein leibliches Wohl erst an zweiter Stelle zu bedenken, so mußt
du dieser Stimme folgen und dich der Sorge um dein Seelenheil desto emsiger
hingeben, denn nur, wer immer den Willen Gottes zu erfüllen bemüht ist, bleibet
immer in Seiner Gnade. So ist dir das Gebot gegeben, zu wirken ununterbrochen
für das Seelenheil zahlloser Erdenkinder ....
Und in dieser Tätigkeit wirst du dich selbst emporringen zur Vollkommenheit und wird dich diese deine Berufung fördern in geistiger Hinsicht und dir
Vorteile einbringen unermeßlich, doch mußt du auch jede Mahnung annehmen, die
der Herr dir zugehen läßt, und diese dann voll und ganz und gewissenhaft
befolgen, dann ist die Gewähr gegeben für segensreiche Tätigkeit ....
Nun aber beachte unsere Worte und lasse dich lenken, um geistig zu schauen
.... denn
dort, wo du die Wahrheit suchst, wirst du nur dann belehret werden, wenn dir völlig klargeworden ist, daß dein Geist eine gewisse Reife erlangen muß, um vom Herrn
gewürdigt zu werden, einzudringen in die Gebiete, in denen der Herr Selbst Lehrmeister sein will an Seinen Dienern auf Erden. Große Hingabe
.... große Demut und Bescheidenheit und gläubiges Vertrauen müssen die
Grundpfeiler sein, auf denen sich dann aufbauen kann göttliche Weisheit und
helles Erkenntnis-Licht ....
Um das zu erreichen, mußt du nur immer ringen und beten, denn jedes Nachlassen im Gebet schwächt
deinen Geist und macht dich lau und nachlässig in deinem geistigen Streben. Daher
horche immer und immer wieder auf die Stimme in deinem Herzen, die dich stets mahnen wird, wenn du in Gefahr bist, abwegig zu werden, und die dir auch zuflüstern wird,
wenn du um Kraft beten mußt. Gib immer acht, was der Herr durch die innere Stimme
zu dir spricht, dann wirst du in Seinem Segen verbleiben und nicht genötigt sein, dich
zu bangen .... denn mit jedem Gebet stärkt dich neue Kraft ....
Amen
B.D. 334
empfangen am 16.3.1938
Anfeindungen böser Mächte
.... „Führe uns nicht in (der)
Versuchung ....“
Sei ohne Sorge, Mein
Kind, es wird dir stets mehr und mehr gelingen, die Kräfte des Bösen zunichte zu
machen, die dich noch immer umgeben und in ihrem Kampfe nicht nachlassen werden,
doch je inniger du die Verbindung mit Mir anstrebst, desto wirkungsloser ist
dieser Mächte Beginnen ....
Wie sich der Weltweise wehren
muß gegen die Angriffe von Gegnern, die ihm seinen Ruhm und Verdienst schmälern
wollen, so ist ein geistige Wahrheit anstrebender Mensch noch weit mehr den
feindlichen Ärgernissen ausgesetzt, denn es gilt, die Seele abfällig zu machen,
und um dieses zu erreichen, scheuen diese Mächte kein Mittel. Wenn ihr nun auf
Erden so verfolgt werdet von gegnerischer Seite, so muß euer Wille und eure
Kraft außerordentlich groß sein, wollet ihr Widerstand leisten, denn wisset
....
wollet ihr zu Mir gelangen, so müsset ihr kämpfen, ansonsten ihr auch nicht
den Lohn in Empfang nehmen könnt .... die ewige Glückseligkeit, da ihr Mich
schauen sollt ....
Wird euch dann der Weg so schwer, wenn ihr wißt, was euch für unermeßliches
Glück dafür winkt? ....
Nehmet alles geduldig auf euch, lasset euch nicht klein
und ängstlich machen .... . bleibet im Gebet, und jede Versuchung geht an Euch
vorüber, und desto gekräftigter geht ihr aus jeder Gefahr. Mein Wille ist es
jetzt und allezeit, daß siegen muß, der in Mir sein Ziel sieht .... denn werde
Ich ein Kind untergehen lassen, das die Hände nach Mir ausstreckt und zu Mir
verlangt? ....
Die Erde ist ein Tal der Leiden, sie ist für euch geschaffen, daß
ihr auf ihr das erreichet, was eure Bestimmung ist .... und so muß auch allen
bösen Mächten die Gelegenheit gegeben sein, zu kämpfen um euch, auf daß ihr
daran eure Kraft erprobet, weil ihr sonst doch nicht zu dem gelangen könnt,
was euch als Endziel zugedacht ist. Doch genügt in jeder Not der Seele, daß
ihr zum himmlischen Vater rufet .... daß ihr bittet: „Führe uns nicht in
(der) Versuchung ....“, so wird euer Wille, der Versuchung nicht zu unterliegen,
bewertet werden als vollbrachter Widerstand gegen alles, was ihr fürchtet ....
Bleibet euch immer bewußt, daß ein Erkennenwollen der wahren Göttlichkeit euch
solchen Proben ausliefert, so ihr nicht immer und immer wieder um Gottes Hilfe
bittet, die euch sicher nicht versagt wird. So beachte all dein Denken und Handeln,
daß es nicht von bösen Einflüssen geleitet wird, um desto reiner und würdiger
Meine Lehren zu empfangen. Mein Segen geleitet dich ....
Amen
B.D. 335
empfangen am 16.3.1938
Geistige Arbeit ....
Geistiger Hunger ....
Göttliche Gnade ....
Ein helles Licht göttlicher Liebe ist allen denen beschieden, die vermöge ihres tiefen
Glaubens zum Heiland sich in einen geistigen Zustand versetzen, der sie weit über die
Erde erhebt und der sie völlig unfähig macht, der Erde Güter anzustreben. Denn so ein
Kind Gottes, in den Bannkreis Seiner Liebe gezogen, alles Irdische willig aufgibt, wird
es immer mehr geläutert im Geist .... es nützet jede Stunde zu geistiger Arbeit und weiht
dem Herrn der Schöpfung sein ganzes Leben. Alle Momente geistigen Schaffens sind
segensreich auf Erden, es verharrt der Mensch gleichsam in einer Tätigkeit, die ihn
Stufe für Stufe höher führt .... ein lichtvoller Augenblick genügt, um in der Seele dieses
Gotteskindes eine Erkenntnis zu erwecken, die für Zeit und Ewigkeit entscheidend ist.
In solchen gesegneten Momenten ist der Herr Selbst, um Aufnahme zu finden, im Herzen, und daher wird auch blitzschnell der Geist erhellt. Der Herr und Heiland läßt das
Erdenkind einen Blick tun in Sein Reich .... oft zwar nicht erkannt, doch bleibt dieses
Zeichen göttlicher Liebe nicht ohne Wirkung .... wieder andere suchen Gott und wenden sich fragend und bittend in das All
.... auch von dort wird ihnen Erleuchtung werden .... denn der Heiland sucht unermüdlich Seine Schäflein, auf daß
sie zu Seiner Herde zurückkehren, die sich verirrt haben. Der wahre Zweck Seiner
unendlichen Fürsorge ist ja immer nur, euch Kinder wieder dem Vater zuzuführen
....
Doch mitunter
läßt es der Wille des Herrn auch zu, daß Seine Kinder darben müssen, bis daß sie ein
Hunger erfaßt nach geistiger Stärkung ....
Es ist dies dann ein Zeichen von göttlicher
Fürsorge .... denn was euch geboten wird, so euch nicht hungert, das weiset ihr leichtlich
ab ....
Doch was ihr begehret im Herzen, das werdet ihr auch freudig annehmen, und dann
erst erfüllet es den rechten Zweck. Denn so euch die göttliche Gnade geboten
wird und ihr könnet ihren Wert nicht ermessen, so werdet ihr sie auch nicht
erkennen als das, was sie euch sein soll ....
Erst wenn ihr darbet und eure Seele sich schier verlassen vorkommt, fasset ihr den großen Wert der Gnade Gottes
.... ihr bittet darum und
seid dankbar, wenn ihr erhöret werdet .... und dann erst läßt der Herr Seinem Gnadenbeweis immer wiederkehrende Zeichen Seiner Vaterliebe folgen, bis sie euch erfüllet
und ihr aus tiefstem Herzen nur nach Ihm verlanget. Dann seid ihr gewonnen für das
ewige Leben .... dann könnt ihr wohl bedrängt werden von seiten des Feindes eurer
Seele, ihr werdet aber nimmermehr diesem zum Opfer fallen, sondern des Herrn Liebe
wachet über euch, Er hütet Seine Schäflein, daß Ihm keines verlorengehe ....
Amen
B.D. 336
empfangen am 17.3.1938
Aufnahme-Gefäß ....
Organische Glieder ....
Zweck des Herzens ....
Sehet, es ist wie ein großes Lichtmeer, das die Menschheit überfluten soll. Wohl können Hunderte von Jahren vergehen, bis sich ein endgültiges Aufklären der Menschheit
erzielen lassen wird, doch weilet der Herr mitten unter euch, so ist Seinem Willen alles
möglich, und die Gefäße zur Aufnahme des Lichtes .... der Wahrheit und der Erkenntnis
.... sind in gar vielen Orten aufgestellt ....
Hat einer von euch Menschen die Sehnsucht, in tiefer Liebe verbunden zu sein mit seinem Heiland, so ist er als solches Aufnahme-Gefäß sehr wohl zu gebrauchen, und unterordnet er dann stets seinen Willen
dem göttlichen Willen, so handelt er unentwegt nur so, wie es ihm aufgetragen wird.
Und solche willige Arbeiter brauchet der Herr gar viele in Seinem Weinberg .... wo
immer nur wahre Frömmigkeit vorhanden ist, die im Herzen und in der Liebe ihren
Ausgang hat, dort wirket der Herr und ist ihm immer nahe. So ist die Verbindung zwischen Himmel und Erde eine ständige und auch so augenscheinlich, daß ein jeder sie
erkennt, möchte er nur erkennen wollen und möchte er mit den Augen des Herzens zu
schauen versuchen, nicht mit seinen körperlichen Augen, die, stets mehr auf das Materielle gerichtet, das Wesen der Gottheit und Sein Wirken schwerlich erkennen. Aber es
liegt dann immer an ihnen selbst. Jedes organische Glied hat seinen Zweck .... es führt
die Bestimmung aus, die ihm zugeteilt wurde nach des Schöpfers Wille. Und so hat eben
auch das Herz die ihm zugewiesene Bestimmung zu erfüllen .... in sich aufzunehmen
alles Geistige, göttlich Wahrhafte .... und so in steter Verbindung zu bleiben
mit der höchsten Wesenheit, der ewigen Gottheit ....
Alle anderen Funktionen des menschlichen Körpers haben nur den Zweck, dem Leibesleben förderlich zu sein, das Herz
aber mit seiner eigentlichen Tätigkeit führt der Ewigkeit zu .... es schafft dem
Menschen ewige Werte, indem es alles Geistige aufnimmt und pflegt und so Träger
ist jeden geistigen Gedankens, der überhaupt dem Menschen erst das wahre Leben
bedeutet und er ihm erst die geistige Weiter-Entwicklung gewährleistet. Wäre das
menschliche Herz nicht das Aufnahme-Gefäß alles Göttlichen, wo wäre dann für
euch Menschen wohl der eigentliche Zweck des Lebens zu suchen? ....
Ihr kämt und gingt von dieser Erde gleich
maschinenhaft erzeugten Produkten der Erde .... dann hätte euer Verweilen auf dieser
allerdings keinen weiteren Sinn als ein fortlaufendes Düngen der Erde .... sobald euer
Körper in Verwesung übergegangen, für diese Erde abgetan wäre. Es muß euch doch
die Nutzlosigkeit eines solchen Erdenlebens im Sinne der Schöpfung einleuchten
.... oder glaubet ihr, daß der göttliche Schöpfer nicht weiser Seinen Schöpfungsplan ausgeführt hat
.... als Wesen zu schaffen, die nach kurzer Erdenzeit in ein Nichts zerfließen
....
Oh, wie geistig arm seid ihr, die ihr euch diese irrige Ansicht zu eigen gemacht
habt ....
Eure Erkenntnis wird dereinst eine bittere sein, denn niemals kann euch auf Erden
offenbar werden der geheiligt Wille des Schöpfers, so ihr euch selbst nicht als das
betrachtet, was ihr seid .... als Kinder vom Vater ausgegangen, die auf Erden den
Zustand erreichen sollen, auf ewig wieder zum Vater zurückkehren zu dürfen ....
die nur eine einzige Aufgabe haben auf Erden ....
Gott ähnlich zu werden, um für ewig mit dem göttlichen Vatergeist vereinigt zu
sein. An solchen Problemen scheitert der Verstand des Menschen, und da er das
eine nicht ergründen kann, so verwirft er gleich alles und sieht in seinem
Dasein nichts weiter als eine Zufälligkeit, der er sein irdisches Leben verdankt
....
Wüßte er den Weg des Fleisches, den zuvor seine Seele schon gegangen, und
könnte er all die Stadien rückschauend intern durchleben, so wäre ihm wohl der Zweck
seines Lebens offensichtlicher .... doch würde dann das Erdenleben unter einem gewissen Zwang oder in voller Einsicht seiner Aufgabe nicht von solchem Wert für ihn sein
....Der Mensch soll glauben, was er nicht weiß .... soll sich sein Geist zur Vollkommenheit
entwickeln .... er soll sich selbst finden in der Liebe zum Herrn und Schöpfer
....
Darum
wird sich der Mensch der außerordentlichen Gnade Gottes erfreuen dürfen, dem es
gelingt, aus sich heraus .... aus eigenem Antrieb .... sich vom Irdischen zu
lösen ....
Dessen Leben wird dem Zweck entsprechen. Endlos weiser ist, wer für die kurze
Erdenzeit schon die Verbindung sucht mit seinem Heiland ....
Er hat seine Bestimmung erkannt, weil der Herr Selbst ihm das Licht ins Herz
gesenkt hat, und nun in diesem Licht der Erkenntnis zu wandeln auf Erden, ist
segen- und nutzbringend für die Ewigkeit ....
Amen
B.D. 337
empfangen am 18.3.1938
Ständiges Höher-Entwickeln ....
Verfehltes Lebens-Stadium ....
Wie die Kreaturen auf
Erden ein ständiges Höher-Entwickeln durchmachen müssen, so erlebt auch der
Mensch an sich eine immer fortschreitende Entwicklung ....
Und
das muß ewig so weitergehen, soll alles in der göttlichen Ordnung verbleiben. Darum
ist ein Stehenbleiben oder ein Rückgang in geistiger Beziehung wider eine göttliche
Ordnung, und daraus könnt ihr ermessen, wie folgenschwer sich also ein solches Verharren in geistiger Finsternis auswirken muß auf ein solches Geschöpf und wie bitter
und schwer dieses selbst daran zu tragen hat, sobald der Seele die Erkenntnis kommt
von ihrem verfehlten Lebensdasein, wenn sie erkennen muß, wieviel Stadien sie schon
kämpfen mußte, wenn auch unbewußt, um überhaupt das Stadium der Verkörperung
als Mensch zu erreichen, in dem sie dann selbst nach eigenem Willen sich bilden
konnte .... und sie nun einem Erfolg gegenübersteht, der nicht im geringsten der göttlichen Anforderung entspricht. Sehet, es ist ungleich besser, euch nicht erst am Erdenleben versucht zu haben, denn dann seid ihr bei weitem nicht so zu verurteilen, als die
Gnade der Verkörperung angenommen, aber mißbraucht zu haben. Solange euch Warnungen zugehen, ist euch noch der Weg offen zum Licht
.... doch wehe denen, die verstockt alle Warnungen an sich vorübergehen lassen
....
Deshalb ist Gottes Erbarmen so
groß und Seine Liebe so unendlich, weil Er alle diese Wesen hinüberleiten möchte in die
strahlende, lichtdurchflutete Ewigkeit ....
Deshalb bedenkt Er eine jede Seele und will
sie hinweisen auf die Ewigkeit durch Leid und Schicksalsschläge .... denn anders ist ein
Mensch nicht aufmerksam zu machen, daß es ein höheres Wesen gibt, Das sein
Leben, sein Sein und Werden in der Hand hält ....
Die Erkenntnis, wie schwach und machtlos
der Mensch als solcher ist, müßte doch genügen, ihm die Augen zu öffnen, daß er dann
auch nicht der Lenker seines eigenen Schicksals sein kann, sondern er einem höheren
Wesen unterstellt sein muß.Dann müßte doch ein jeder Mensch sein Äußerstes tun,
um alles zu erfüllen, was von diesem höheren Wesen gefordert wird ....
Ist es denn so schwer, sich willig unterzuordnen dem himmlischen Vater, Der doch
in Seiner Güte und Liebe so unendlich viel Gutes tut an euch und Dessen einzige
Sorge die ist, euch zu gewinnen für das ewige Reich? ....
Betet um Erhellung eures Geistes, und ihr werdet
erfassen können im selben Umfang, wie euer Gebet aus dem Herzen zum Vater emporsteigt
.... je inniger ihr betet, desto erschöpfender wird euch der Herr belehren ....
Amen
B.D. 338
empfangen am 19.3.1938
Warum Gott den Druck zuläßt
durch Habgier - Lüge und Unrecht ....
Ein wenig Glauben an
Gottes Gerechtigkeit wird genügen, um dir alles begreiflich zu machen, was dir
noch unerklärlich ist ....
Wenn die Menschen in ihrem Wandeln beeinträchtigt würden und niemals aus freiem Willen heraus sich finden könnten im Glauben an unseren Herrn und Heiland, wie würde es dann wohl beschaffen sein unter
euch. Es läßt der heilige Wille des Vaters wohl zuzeiten Maßregeln zu, die bei
weitem nicht geeignet erscheinen zur Förderung der Menschenseele und doch so
unsagbar viel auf diese einwirken, und wohl eher in günstigem als ungünstigem
Sinne ....
Sehet euch
die Massen des Volkes an .... ist da wohl einer, der seines Herrgotts Liebe und
Güte zu entbehren brauchte, wenn er sich nur dorthin wendet, woher ihm diese
kommt ....
So aber haftet der Sinn des Menschen an äußerlichen Dingen, und dies nimmt sein
Herz ganz gefangen ....
Und so muß der Herr ihn erst erkennen lassen, wie nichtig der Welt
Ereignisse sind, wie sich in Lug und Trug oft ganze Menschenmassen leiten lassen und
die Führung von oben, die in wirklicher Liebe und Wahrheit die Menschen unendlich
beglücken möchte .... so leichthin abgewiesen wird .... überhaupt nicht erkannt und
somit auch in ihrer Wirkung von den Menschenkindern nicht bewertet werden kann.
Wenn solche Massen durch Erleben und Denken erst einmal dahin gekommen sind, daß
der Rangunterschied absolut nicht schützt vor niederen Gelüsten .... daß in jenen
Kreisen sich die Habgier, die Lüge, das Unrecht und vieles andere ebenso aufhält als in
niederen Schichten, dann bereitet ihnen das alles wohl Stunden voll Empörung
.... es
lehnt sich der Mensch im Herzen auf gegen solche Macht .... und sein Abfall von
dieser im innersten Herzen und die Abneigung gegen alle diese unlauteren
Beweggründe menschlichen Handelns machen ihm nun den Weg frei nach oben ....
Er sucht das
Gegenteil von dem, was er doch innerlich verabscheuen muß .... er verlangt nach
Wahrheit, Lauterkeit und Gerechtigkeit, und der Sinn für alles Edle wird im
Menschen erweckt, wo er nicht schon vorhanden war ....
Er wird sozusagen in dem Abscheu der
Sünde geboren, und (es, d. Hg.) ist dieses Erkennen für den Menschen weit segensreicher, als wenn der Mensch durch das Leben geht, ohne daß ihm die Gelegenheit geboten ist, die Sünde und ihren Unwert, ja ihre Verderbtheit kennenzulernen.
Wohl hat die Menschheit durch solche Zeiten Not und Bedrängnis zu erleiden, doch
was sind diese Erdensorgen gegenüber denen, die sie sonst in der Ewigkeit
erwarten ....
Der Herr führt
alles nach weisem Ratschluß .... was Er zuläßt, hat immer nur den einen Zweck, die
Menschheit in ihrem Denken auf rechte Bahnen zu lenken, und somit ist der Menschheit auch indirekt ein Dienst für ihr Seelenheil erwiesen, wo sie unter dem Druck
schmachtet und in gerechtem Unwillen sich empört. So suchet, in jedem Geschehen ein
in Liebe an euch angewandtes Mittel für eurer Seele Förderung zu sehen, und ihr werdet alles in Geduld ertragen lernen
.... denn der Herr allein weiß, wozu Er alles zuläßt ....
Amen
B.D. 339
empfangen am 20.3.1938
Geistiges Schaffen und Lohn ....
Irdische Arbeit und Lohn ....
Arbeit im Jenseits ....
Siehe, mein Kind, wohl Tausende versuchen, sich ein klares Bild zu machen von der
Unendlichkeit und ihren sie beherrschenden Gesetzen, und vermögen es doch nicht zu
ergründen, jedoch kann ein einziger Augenblick genügen, um ihnen voll und ganz Aufschluß zu geben vom göttlichen Walten und Wirken. Und alle Menschen können diesen
Augenblick sich selbst bereiten, wenn sie in ihrem Leben ihr Augenmerk nur darauf
richten, unentwegt nach Vollkommenheit zu streben. Fällt dann die menschliche Hülle,
der irdische Körper, von der Seele, dann erblickt diese das große Wunderwerk Gottes
mit lichtvollster Helligkeit und erfaßt blitzschnell, was hier ein Mensch auf
Erden nimmermehr zu erkennen vermag ....
Und diese Vollkommenheit anzustreben ist euer irdisches Ziel. Wollt ihr nun euch ganz dem Geistigen hingeben, so schaffet ihr euch
dadurch eine Möglichkeit, für euer Dasein auf Erden euch auch eine geistige Vorausschau anzueignen, die euch wieder in diesem geistigen Schaffen förderlich ist und euch
wirksam unterstützt in eurer Geistesarbeit. Denn so ihr einmal die Sphäre durcheilet
habt, die euch wie mit Ketten an der Erde .... an der Materie .... festzuhalten schien
.... werdet ihr leicht und frei werden, und euer Schaffen wird von nun an ein rein geistiges
sein; doch leget der Herr euch ans Herz, der irdischen Pflichten nicht zu vergessen, wo
immer ihr benötigt werdet. Denn wie ihr immer erst eure für die Erde gestellte Aufgabe
erfüllen müßt, so wird euch auch im Jenseits die Arbeit der Liebe erwarten, und ein im
regen Schaffen vorgebildeter Mensch wird sich auch dort leicht und gewissenhaft
der ihn erwartenden Liebes-Pflichten unterziehen ....
An der Arbeit der Erde erprobt ihr
eure Kraft, der Herr gibt euch Seinen Beistand, auf daß ihr bewältigen könnt eure Aufgabe, und wendet ihr euch im Gebet an Ihn um Seinen Segen, so wird Er euch diesen
nicht vorenthalten .... und niemals dürfet ihr verzagt sein, daß euch die Kraft mangeln
könnte zu eurer Tätigkeit auf Erden, wenn geistiges Wirken auch euer Herz gefangennimmt
und sich die Seele voll Verlangen nach oben wendet ....
Der Erde schönster Lohn
ist das Bewußtsein erfüllter Pflicht auf irdischem Gebiet, und des Himmels
süßester Lohn erwartet euch nach Ablauf der Erdenzeit für eures Geistes Schaffen
....
Und so lasset beides sich entfalten ....
Die Erde fordert euch, solange ihr auf Erden weilt .... doch wird euch alles
leicht werden, vergesset ihr die Seele nicht und euren für euch immer bereiten
Herrn und Heiland, Der überall helfend eingreift, wo ihr Seine Hilfe erfleht. An
Seiner Liebe werdet ihr Kraft und Stärkung finden jederzeit ....
Amen
B.D. 340
empfangen am 20.3.1938
Zweifel an der Gottheit Christi ....
Lehre Christi ....
Menschwerdung ....
Lege vertrauensvoll dein Herz dem Herrn und Meister zu Füßen, auf daß
Er es segne ....
Ein lichter Augenblick führt dich zur Höhe und läßt dich schauen die
Herrlichkeit Gottes ....
Und wieder ergehen durch zahllose von Gott ausgesandte Boten die Lehren unter
die Menschheit, denn der Herr Jesus Christus weilt mitten unter euch, die ihr
Ihm dienen wollt ....
Und euer Amt wird sein, in gerechter Fürsorge euch der lieben Erden-Geschwister
anzunehmen und ihnen die Weisungen des Herrn zu verkünden, denn Sein geheiligter
Wille läßt Großes geschehen unter euch aus Liebe zur Menschheit ....
Und wer immer
Seinem Wort folgt, wird ein Jünger des Herrn genannt werden und gleichsam wirken
auf Erden, wie es Aufgabe dieser Jünger zu Jesu Erdenzeit war. Es lebt in euren Herzen
nur noch die weltgeschichtliche Begebenheit des Wandelns des Herrn auf Erden, doch
von Seiner Lehre habt ihr euch entfernt und wisset nicht mehr in jener Reinheit zu
leben, die euch der Herr geboten hat, so ihr Seine Nachfolger werden wollt .... denn für
euch hat die Lehre an Anziehungskraft verloren, denn ihr achtet in dieser Zeit nicht
mehr die Göttlichkeit in dem Erlöser der Menschheit, sondern sehet nur den Mensch
.... und die Lehre Christi als Werk eines solchen an ....
Und das ist es, was euch von der Wahrheit trennt, was euch auch vom himmlischen
Vater trennt ....
Und so werdet ihr mit diesem Glauben schwerlich erreichen, was euer Lebensziel
sein soll ....
Für die Zeit des irdischen Lebens würde wohl eure Anschauung nicht von großem
Belang sein, doch weilet ihr nur vorübergehend auf dieser Erde, und dann folgt
das eigentliche Leben im Jenseits, das aber auch statt Leben für euch Tod
bedeuten kann ....
Und im Glauben an
den Heiland als Gottes Sohn müsset ihr verharren, wollet ihr jemals das ewige Leben
haben und nicht dem ewigen Tode verfallen sein. Dann aber wieder wird euch der Mittler zum himmlischen Vater alle Kraft geben, wollet ihr Ihn als solchen anerkennen, und
euer Weg wird ein leichterer sein als ohne jegliche Hilfe von Ihm, der euch doch erlöset
hat aus tiefster Sündenschuld. Soll der Glaube an Gottes Sohn euch einst bereiten das
ewige Reich, so hat das Wirken Jesu auf Erden in Seiner ganzen Fülle euch den Weg
dazu gewiesen .... ihr dürfet nur bedingungslos anerkennen die Gottheit Christi und
müsset euch Seine Lehren zu eigen machen und befolgen alle Gebote, die der Herr und
Heiland den Seinen auf Erden gab. Unter der Einwirkung derer, die die reine Lehre
Christi zerstören wollen, ist es den Menschen immer schwerer geworden, die Lehren
anzunehmen als das, was sie sind .... als von Gott dem Herrn Selbst dem Volk
erteilte Gebote ....
Und immer mehr entfernten sich die Menschen von der göttlichen Wahrheit,
immer weiter zurück ließen sie die Lehren des göttlichen Heilands und wandten sich
statt dessen Neuformungen zu .... die aber den Glauben an die reine Lehre
Christi immer mehr lockerten und sich schließlich in Irrlehren verloren ....
Und heut steht die Menschheit einem Gebilde gegenüber, das sehr oft abweicht von
der göttlichen Lehre Christi und daher auch immer leichter von der Menschheit abgelehnt wird
.... so daß schließlich auch die Göttlichkeit des Herrn Selbst immer mehr und
mehr angezweifelt wird, ja vielfach auch ganz abgestritten wird ....
Und so stehen
wir nun einer Zeit gegenüber, in der ein starkes Ringen um Geistesgut .... um Wahrheit
und um das Licht der Erkenntnis .... einsetzen wird ....
Wohl dem, der noch Verlangen
trägt danach, sich der Wahrheit zu nähern .... diesem wird sie kommen zur
rechten Zeit ....
Wie viele aber werfen alle Gedanken an Geistiges .... überhaupt jeden Gedanken,
der über die irdische Welt reicht, kurzerhand beiseite ....
Wie vielen sind solche Gedanken ein Ballast, der sie nur beschwert und darum
ohne Bedenken weggeworfen wird ....
Denen ist die Herrlichkeit Gottes, das ewige Leben, noch so unendlich weit ....Und für diese läßt der Herr Seine Boten wandeln durch das Erdental
.... auf daß sie rütteln sollen überall an den Herzen derer, denn Gottes Wort
soll wieder verkündet werden und für alle Zeiten zeugen von der Menschwerdung
Christi ....
Gottes Wort soll sich
erneut Bahn brechen .... es soll keiner unter euch Menschen in völliger Blindheit durch
das Erdenleben gehen .... wenigstens versucht soll es werden, jenen die Augen zu öffnen, so daß dann nur der freie Wille des Menschen ausschlaggebend ist, wieweit die
Mühen der Boten Gottes von Erfolg gekrönt sind. In dieser Zeit wird das geistige Streben ganz besonders dort gepflegt werden, wo der
Heiland sich herabläßt, eigenmächtig einzugreifen ....
Seine Segnungen wird in reichem
Maß spüren, wer sich willig dem göttlichen Willen unterstellt und wer immer in der
Absicht, dem Herrn zu dienen, sich der geistigen Tätigkeit hingibt.„Lehret den Schwachen“, spricht der Herr
.... und so wird Er unterweisen in aller Liebe einen jeden, der Ihm seine
geistige Armut unterbreitet ....
Und immer größer wird das Wissen eines solchen Kindes sein, so es sich nur immer dem Heiland hingibt und stets bereit ist, die
göttlichen Lehren entgegenzunehmen .... denn es soll nicht ein Weiser gelehret
werden, sondern die Weisheit soll dem Kind Gottes zufließen, das es zu rechtem
Nutzen für die Menschheit empfangen und weitergeben will. So wird die Lehre des
Herrn sich verbreiten unter euch Menschen, ganz gleich, ob ihr sie aufnehmen
wollt oder nicht ....
Denn die Gefäße zur Aufnahme sind bereitgestellt
und werden daselbst belassen werden, daß sich labe am Inhalt, wer nach Labung
verlangt. Des Herrn Wille beherrschet das ganze Weltall ....
Er beherrscht die Kreatur, und untertan wird Ihm sein ein jedes Geschöpf in
Ewigkeit ....
Amen
B.D. 341
empfangen am 21.3.1938
Göttliche Gnade ....
Geistige Freunde ....
Gefahren von außen ....
Hilfe ....
Wenige nur vernehmen
die Stimme des Herrn, und daher ist es immer geboten, in tiefster Demut zu
verbleiben und inständig um Gottes Segen zu bitten ....
Es wirket wohl ein jeder aus dem Drang seines Herzens heraus, doch müssen alle
diese Gefühle auf den ewigen Herrn gerichtet sein, so wird er auch gesegnet vom
Heiland all sein tägliches Wirken entfalten können ....
Wo aber der Geist sich nicht willig allen Anordnungen fügt, wird es schwer sein,
dem göttlichen Willen entsprechen zu können. Ihr alle, die ihr nach dem Herrn
verlangt, begebet euch in Seine Gnade ....
Nicht eines von euch
wird dieser göttlichen Gnade verlustig gehen, so ihr der inneren Stimme folget, die euch
stets den rechten Weg weisen wird. An jeglicher Arbeit des Geistes beteiligen sich die
euch umgebenden Geistwesen mit allem Eifer .... ihr seid niemals verlassen, sondern in
treuer Hut dieser Wesen, die unaufhörlich bemüht sind, eure Seelen zu fördern, und in
dieser Arbeit ihre eigentliche Arbeit im Jenseits erfüllen. Nur gebet acht, daß ihr Widerstand bietet allen bösen Einwirkungen von außen
.... die Gefahr umlauert euch stets,
immer seid ihr Versuchungen ausgesetzt, die eure geistige Arbeit und die Arbeit an euch
selbst zunichte machen wollen. Überlasset euch auch da vertrauensvoll euren geistigen
Freunden .... sie wehren alles ab von euch, wenn ihr nur selbst nach ihnen verlangt und
ihren Schutz begehrt. Es kann kein Erdenwesen von selbst sich so bilden .... seine Seele
so zur Vollendung bringen, wenn es nicht wirksam unterstützt wird von den Geistes-Wesen, und diese Unterstützung wird euch in so reichem Maß zuteil, seid ihr nur selbst
willig, diesen Schutz zu gebrauchen. Denn anders ist euch Hilfe unmöglich .... immer müßt ihr durch euren Willen euch selbst die Verbindung geschaffen haben mit diesen,
ehe sie euch tatkräftigst unterstützen können, und das in jeder Weise, sowohl
bei der irdischen Tätigkeit als auch in der geistigen Arbeit stehen sie euch
hilfreich zur Seite und helfen euch, alles für den Herrn und Heiland zu
vollbringen und zu Seiner Ehre zu wirken in Ewigkeit ....
Amen
B.D. 342
empfangen am 21.3.1938
Fliehet die Freuden der Welt ....
Ohne jegliche Gefahr kannst du dich in allen geistigen Fragen uns überlassen
.... wir
wissen, wo es not tut, und wenn deine Seele noch bangt, so geschieht das aus dem
tiefen Verlangen heraus, dich der Liebe und Fürsorge des Herrn würdig zu
erweisen ....
Denn nimmer banget sich um einen Verlust, den der Besitz nicht erfreut. Und so
will dich der Herr heut beleben im Geist ....
Fliehet alle Freuden
der Welt ....
So lautet Seine liebevolle Mahnung .... nicht aber, um euch etwas zu nehmen, was
euch Freude bereitet, sondern nur, um euch nicht unfähig zu machen, geistige
Lehren aufzunehmen ....
Ihr könnet nicht beides zugleich, denn die
Sinne des Menschen wenden sich so gern den weltlichen Vergnügen zu, und diese lassen dann kein Raum für etwas, was sich nicht handgreiflich erfassen läßt, sondern nur
mit welt-abgewandtem Geist aufgenommen werden kann. In solcher Verschiedenartigkeit werden diese zwei Begriffe das menschliche Herz berühren
.... es wird der Mensch
mit seinem irdischen Körper stets Verlangen haben nach irdischer Freude ....
doch desto schwerer wird es dem Geist gelingen, Aufenthalt zu nehmen in seinem
Inneren ....
Es lenkt der Mensch
all seine Begierde den weltlichen Genüssen entgegen ....
Und fern
und unwirklich erscheint ihm das Entgegenkommen der göttlichen Wesenheit .... solange er noch nicht begriffen hat, daß dies erst geschehen kann, sobald zwischen dem
himmlischen Vater und dem Erdenkind ein Kontakt hergestellt ist, veranlaßt durch den
eigenen Willen, mit dem Schöpfer in Verbindung zu treten. Dieser Wille entsteht oder
hat seinen Ursprung in der Seele des Menschen, nicht in irgendwelchem Organ des
menschlichen Körpers. Ist diese Seele nun bereit, sich dem Herrn zu unterstellen, so
erweckt der himmlische Vater jenes heilige Gefühl in euch, die Vereinigung mit der
höchsten Wesenheit anzustreben, und wie jeglicher Wille des Menschen alsbald zur Tat
wird, so hat die Vereinigung auch schon stattgefunden, sobald der menschliche Wille
dies angestrebt hat, und mit der Vereinigung beginnt ein neues Leben für den Menschen
.... ein Leben, welches neben dem irdischen Leben und ganz für sich den menschlichen Geist bildet und ihn zu immer höherer Vollendung heranreifen läßt.
Das Erdendasein als solches kann den Menschen wohl auch zur Genüge beschäftigen,
damit dadurch das Erfüllen aller irdischen Bedürfnisse gesichert wird, doch
geistiges Schaffen trägt seine Früchte meist erst nach Vollendung dieses
Erden-Daseins ....
Wo das
menschliche Herz ganz von dem Willen durchdrungen ist, dem göttlichen Vatergeist
sich zu nähern .... von der Liebe und Weisheit des Heilands genährt zu werden, dort
wird dem Gotteskind bald ein so reiches Innenleben erwachsen, daß fortan dessen
größere Sorge sein wird, die geistigen Freuden genießen zu dürfen ....
Es wird sich nicht mehr nach der Welt und ihren Freuden sehnen, sondern schal
wird ihm alles Treiben der Welt erscheinen, und begehrenswert wird ihm nur sein,
was es geistig labt und erfreut. Und um euch dieses zu bieten, um euch wahre
Freuden zu verschaffen, warnet euch der Herr vor den Freuden der Welt ....
Amen
B.D. 343
empfangen am 22.3.1938
Gefahr der Eigenliebe ....
Gottes- und Nächstenliebe ....
In jeder Zeit hat Gott der Herr Tröstungen für euch bereit, die Er euch dann in vollem Maß zukommen läßt,
wenn ihr euch vertrauensvoll an Ihn wendet. Wo der Herr Selbst Sich eines jeden
Wesens so annimmt, erlebet ihr täglich Seine Gnade ....
Er lenkt
eure Herzen unverwandt dem Ewigen zu, so ihr nur dieses anstrebet. Ein winziges Maß
von Eigenliebe aber schwächt schon die große Gnadenkraft, die euch der Herr vermittelt. Denn so nur einer sein eigenes Ich voranstellt, so wird er schwerlich den rechten
Weg betreten oder auf ihm verbleiben. Denn die Liebe zu Gott und zum Nächsten ist
das höchste Gebot, das alles umfaßt ....
Müsset ihr nicht zuerst versuchen, dieses Gebot zu erfüllen? ....
Dann dürfet ihr aber euch selbst nicht in den Vordergrund stellen ....
Alles, was ihr habt und seid, ist euch von Gott gegeben; und im gleichen Maße sollt ihr
wiedergeben euren Mitmenschen .... ihr sollt sie bedenken mit allem, was euch selbst
wert ist, bevor ihr an euch selbst denkt, und somit den Nächsten lieben wie euch selbst.
So habt ihr auch in eben dem Umfang Anteil an der göttlichen Gnade, die euch der Herr
so zumesset, wie ihr dem Nächsten gleicherweise zugemessen habt. Versuchet euch in
dieser höchsten Pflicht, es wird euch dann das Leben auf Erden noch so unvergleichlich
Schönes bieten .... indem euch der Weg zum Vater leicht wird und ihr, immer im
Lichtkreis der göttlichen Liebe stehend, euch bilden könnt für die Ewigkeit ....
Ein kurzes Gebet um Kraft zu allem rechten Handeln wird euch auch dieses Gebot
leicht ausführbar erscheinen lassen, und in regem Gedankenaustausch mit euren
geistigen Freunden werdet ihr immer tiefer eindringen in die Liebe und Weisheit
Gottes, und ihr werdet alles auf Erden mit geistigen Augen betrachten lernen
....
Das Gebot der Liebe wird euch selbst bis zum Lebensende anregen zu äußerster
Betätigung, und dann seid ihr den Weg auf Erden nicht nutzlos gewandelt, sondern
ihr habt eurer Seele zur Förderung verholfen. Was ihr eurem Nächsten in Liebe
getan, ist euch schon an euch selbst reichlich vergolten worden, so ihr dadurch
in einen vollkommeneren Zustand gelangt und euch des Himmels Lohn erworben habt
....
Amen
B.D. 344
empfangen am 22.3.1938
Der Weg der Entwicklung ist ständiger Kampf ....
Kampf in Natur ....
Beginne zu kämpfen
mit dir selbst, und du wirst siegen ....
Dies sind des Herrn
Worte, die Er einem jeden zugehen läßt, der den festen Willen hat, zu Ihm zu gelangen.
An dem Herzen der Mutter Natur erkennet ihr immer wieder von neuem den ewigen
Kampf .... es will sich alles durchsetzen. Im Pflanzenreich durchbricht die es umgebende Hülle das Samenkorn
.... alles was auf der Erde und über der Erde lebt, geht den Weg der Entwicklung
immer in einem gewissen Kämpfen ....
Das Alte zu überwinden
und sich durchzusetzen, bis etwas Neues entstanden ist .... sei es im Pflanzen- oder Tierleben
.... immer wird das Wesen die alte Hülle abtun müssen, ehe es zu neuem Leben
erwacht ....
Genau so ist auch das, was den Menschen veredeln soll, immer nur zu erreichen, wenn alle Schwächen und Fehler zuvor bekämpft werden und sich aus diesen
Kämpfen heraus ein neues, besseres und geläutertes Leben entwickelt, das sonach die
eigentliche Aufgabe im Erdenleben sein muß ....
Der irdische Körper .... ist gleichsam
auch nur die äußere Hülle, die die Seele umschließt, und diese wieder soll ankämpfen
gegen alles Trübe, Unvollkommene, was die Seele noch gefangenhält ....
Kann sie sich
aus dieser äußeren Umhüllung lösen .... kann sie hell und klar heraustreten aus
den sie umgebenden Fesseln, so wird es ihr bald gelingen, in sich aufzunehmen
den göttlichen Geist, und sie ist wiedergeboren zum göttlichen Leben ....
Darum kämpfet ohne Unterlaß .... denn ihr werfet dann nur eine Hülle von euch,
die euch hinderlich ist, das volle Licht aufzunehmen ....
Im Nichtstun findet ihr den Frieden nicht, ihr findet auch nicht
die wahre Erkenntnis, die Helligkeit des Geistes .... sondern trübe, lichtlos und verhüllt
ist eure Seele, solange ihr nicht selbst an euch arbeitet .... solange ihr nicht
kämpfet im wahren Sinne des Wortes gegen alles, was euch hinderlich ist, einen
lichten Geist in euch aufnehmen zu können ....
Für viele sind die Worte des Glaubens wohl ein Zeichen von
oben, sie erkennen die göttlichen Lehren voll und ganz an und bemühen sich doch
nicht, diese zu befolgen .... sie vereinigen nicht Willen und Tat mit dem, was sie anerkennen müssen
.... ihnen ist die Lehre wie eine reife Frucht, die gut ist und als solche geerntet wurde, aber niemals genossen
.... und daher trotz aller Güte nicht dem Menschen zur Nahrung diente, also auch
den Zweck nicht verrichtet hat, der ihre Bestimmung war ....
Es war die Frucht
eine Gabe Gottes, doch wurde sie nicht bewertet, sondern achtlos dem Untergang
preisgegeben ....
Lasset den Segen Gottes nicht an euch vorübergehen ....
Kämpfet und nehmet alles auf in eure Herzen, was euch die Güte Gottes bietet
.... lasset
den Geist nicht darben .... was ihr euch geistig erringet und gar erkämpfen müsset, wird
euch unsagbar erheben über alles Irdische. Darum achtet stets darauf, wie ihr das Wort
Gottes an euch selbst betätigen könnt, gehet nicht kampflos jedem Ungemach aus dem
Wege, sondern suchet euch durchzusetzen, auf daß ihr euch eine Seele schaffet in
geistiger Vollendung, denn steter Kampf führt euch zum Sieg ....
Amen
B.D. 345
empfangen am 23.3.1938
Segen von Krankheit und Leid ....
Mein liebes Kind .... gesegnet, wer immer sein Leid geduldig trägt, wer sein Kreuz
willig auf sich nimmt und immer Mir zu dienen bereit ist. Von dem will Ich jedes Leid
abwenden in kurzer Zeit. Achtet auf eure Gesundheit, des Leibes und der Seele, denn
nur dann könnet ihr einen gesunden Geist in euch tragen. Das körperliche Leid bedinget wohl fügsame Menschen, wenn es den Geist nicht verbilden will, doch wenngleich
ihr mit dem Schicksal rechtet, daß es euch mit Leid bedenkt, so vergesset nimmer, daß
es immer das Mittel ist, in euch Fehler oder Schwächen auszurotten .... ihr aber
auch vielfach selbst die Ursache zu Krankheit und körperlichen Störungen
verschuldet habt ....
Desgleichen legen sich auch die Kräfte der Finsternis mit solchen Mitteln ein,
um euch zum Straucheln zu bringen auf eurem Wege nach oben. Darum bringet vielfach die Geduld und Ergebung auf, sollen die Leiden für euch nutzbringend an euch
vorübergehen. Das Leid, das den Menschen klärt und ihm den Stempel der Ergebung
aufdrückt, ist von Mir gesegnet. Fallet darum nicht in den Fehler, euch
aufzulehnen gegen dieses, sondern danket auch dafür eurem himmlischen Vater,
weil es wieder eine Stufe ist, die euch höher führt zu Ihm ....
Und wieder wird euch das Gebet Linderung
bringen, so es an der Zeit ist. Denn niemals legt euch der Vater ein Kreuz auf, das zu
schwer für euch zu tragen wäre, Er weiß, was euch not tut, und führt euch nur durch
leidvolle Wege, auf daß ihr vollkommen werdet. Darum preiset den Vater bis in
alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 346
empfangen am 23.u.24.u.25.3.1938
„Und das Wort ist Fleisch geworden
....“
„Und das Wort ist Fleisch geworden
....“ Vernimm die Worte des Heils, und gib
sie wieder allen Suchenden, denn in der Verkörperung des Herrn und Heiland auf
Erden geschah das wunderbare .... das Unfaßbare .... daß sich Gottes
Herrlichkeit im Wesen eines Menschen barg, um allen Wesen auf Erden und im
Weltall das Licht zu bringen ....
Denn der Zustand der
Menschen war ein sehr verfinsterter, das Licht der Erkenntnis konnte diese
Finsternis nicht mehr durchdringen ....
Deshalb legte Gott Selbst Sein ganzes göttliches Wesen in die äußere Form eines
Menschen und gab Seine ganze Lichtfülle hinein, um der Menschheit größtes Übel,
die Nacht des Geistes, zu erhellen und dadurch der Seele des Menschen den Weg
frei zu machen zum wahren Leben ....
Das ganze Weltall mit unzähligen Lebewesen, von der kleinsten Kreatur bis hinauf
zum vollkommensten Geistwesen beugen sich vor der Herrlichkeit Gottes ....
Das erhabenste und vollkommenste göttliche Wesen stieg herab auf die Erde mitten unter Seine
Geschöpfe und lebte gleich ihnen .... untertan als Mensch allen Naturgesetzen
.... und
für Seine Erdenlaufbahn galten die gleichen Bestimmungen, die eines jeden Erdenwesens Dasein
.... von der Geburt bis zum Tode .... begleiten. Eine arbeitsreiche Jugend in
voller Anspruchslosigkeit und eine gottesfürchtige Erziehung durch gottesfürchtige
Eltern bildeten den leiblichen Menschen in solcher Form, daß alsbald der göttliche
Geist sich mit diesem äußeren Menschen vereinigte und Gott in Seiner ganzen Lichtfülle in diesem ganz nach Seinem Willen vollkommen gewordenen menschlichen Körper Wohnung nahm
.... und nun die Gottheit auf Erden wirkte zum Segen der Menschheit .... zur
Erhellung ihres Geistes. Kein wesentlicher Unterschied bestand äußerlich
zwischen Ihm und Seinen Jüngern ....
Er thronte menschlich nicht als König über
ihnen, sondern lebte als Bruder mitten unter Brüdern. Doch Sein göttlicher Geist
erfüllte alles um Ihn her mit Licht und Liebe. Der göttliche Geist umfaßt das
ganze All ....
Doch in Seiner wesenlosen Urgestalt
wurde Er von den Menschen nicht erkannt. Ein noch so williges Gemüt war nicht fähig,
den Gottbegriff sich zu eigen zu machen .... es entstand eine über alles menschliche
Denken hinausragende unlösbare Frage .... und um die Frage zu lösen .... um diesen
Begriff für die Menschen annehmbar zu gestalten, verkörperte Sich die ewige Gottheit
.... der Geist Gottes .... der Inbegriff alles Seins und Werdens .... der Ausgang jeden
Schöpfungsgedankens .... das ewige Licht .... das Wort .... in einer
menschlichen Hülle auf Erden ....
Und das Wort ist Fleisch geworden ....
O grenzenlose Anbetung diesem
Heiligsten des Himmels und der Erde! Denn es umschließt die Menschwerdung Gottes
unendliche Liebe zu allen Geschöpfen des Weltalls .... denn kein Wesen blieb
dadurch unberührt ....
Wohin der göttliche Heiland Seinen Fuß setzte während Seines Wandelns
auf Erden, dort tat sich die Ewigkeit auf und verbreitete ein helles Licht in den Herzen
der Menschen, die noch nicht völlig in der Gewalt der Finsternis waren. Ein solches Werk göttlicher Güte und Barmherzigkeit mußte ausstrahlen und sich
ergießen über die Seelen der in Seiner Nähe Weilenden. Es mußte die Menschen überkommen wie ein wohltätiger Regen nach monatelanger Dürre, und aufatmen mußte
alles, da es nicht mehr Gefahr lief, in dem Brande der inneren Not hoffnungslos
zugrunde zu gehen ....
Für diese kurze Zeit war hinreichend gesorgt, daß Menschen aller Völker in
Gottes Nähe kamen, denn die Lehre Christi nahm wohl ihren Ausgang dort, wo der
Herr weilte, sollte aber verbreitet werden über die ganze Erde ....
Ein wundervolles Geschehen löste das andere ab, und das Wort Gottes wurde
lebendig in vielen Menschenherzen, denn der Geist Gottes gab ihnen die Kraft zu
erkennen. Doch wie das Böse in stetem Kampf liegt mit dem Guten, so war auch ein
immerwährender Kampf zwischen den Anhängern der alten Lehre und denen der reinen
Lehre Jesu Christi ....
Und dieser Kampf war zugelassen, um das Werk der Menschwerdung zu vollenden ....
Amen
B.D. 347
empfangen am 26.u.27.3.1938
Der Wunder größtes aber ist die Liebe ....
Der Wunder größtes
aber ist die Liebe ....
Und ihre Kraft gehet weit hinaus über die
Grenzen des menschlichen Denkens. Das, was euch mangelt, wird euch die alles umfassende Liebe Gottes stets zuwenden. Davon zeuget das Wort Gottes, das euch geoffenbaret
wird aus lichten Höhen, euch zum Trost und zur Erbauung in lebendiger
Neugestaltung ....
Denn alles das tut der Herr aus übergroßer Liebe zu den Kindern, denen Er ein
ewiges Reich in himmlischer Glückseligkeit bieten möchte, und doch achtet die
Menschheit der Beweise Seiner Liebe so wenig. Der Lebenswille des Menschen ist so
stark, daß er nur mit Unbehagen der Stunde des Todes gedenkt .... und wo wiederum
die leibliche Not oder Sorge den Menschen schwer belastet, dort sehnt der Mensch die
Stunde des Todes herbei in der stillen Hoffnung, damit allem Leid entgehen zu können
.... das Leben beendet zu haben ....
Wo nun die göttliche Liebe nicht so langmütig
besorgt wäre, die Menschen immer wieder auf die Ewigkeit hinzuweisen, wo wäre dann
eines solchen Menschen Leben von irgendwelchem Zweck .... und der sein Leben
nicht gern hingibt, dem würde gleichfalls das Leben nutzlos verstreichen, ließe
ihm der Herr nicht immer wieder Liebesbeweise zugehen. Doch erfassen kann die
Welt nicht in ihrer ganzen Größe des Himmels Liebe ....
Der Erdenmensch weiß wohl, daß die Liebe alles belebt, doch in seinem irdischen
Zustand ist das Erfassen der göttlichen Liebe nur begrenzt ....
Alles, was er zu erkennen vermag, so er den Willen dazu aufbringt, ist, daß
die Erdenkinder ununterbrochen betreut werden vom himmlischen Vater und daß sie
zu Ihm bitten können und stets erhört werden, wenn diese Bitten ihrem Seelenheil gelten. Doch nur wenige vermögen, zu erfassen die unsagbar große Liebe, die den Herrn
bewog, Sich für die Menschheit und deren Sünden Selbst zu opfern. Um dieses gewaltige Geschehen in seiner ganzen Größe würdigen zu können, muß dem Erdenkind
schon ein helles Licht der Erkenntnis leuchten. (27.3.1938) Erfassen muß es, daß allen
Erdenwesen des Himmels Herrlichkeit dereinst beschieden sein soll und daß Gottes
Weisheit in endlos langer Zeit alle Mittel und Wege anwendet, um diesen Wesen diese
Herrlichkeit erschließen zu können, denn was eingehet in das Reich Gottes, muß
vollkommen und Gottähnlich sein, und es gehöret wiederum viel Geduld und Liebe
dazu, den oft sich widersetzenden Geschöpfen den Weg zu weisen, der allein nur
dorthin führen kann, wo die ewige Glückseligkeit sie erwartet. In Zeiten der Not
glaubt oft der Mensch, verlassen zu sein vom himmlischen Vater, und doch ist Er
ihm dann näher denn je. Es ist jede tiefe Not ein Zeichen von Gottes
Barmherzigkeit und Liebe, wenngleich ihr das nicht als solche ansehen könnt oder
wollt ....
Denn wendet ihr euch,
gezwungen durch diese Not des Herzens, der Ewigkeit entgegen, so ist die Liebe des
himmlischen Vaters an eurem Herzen nicht spurlos vorübergegangen .... ihr habt
den Ruf der Liebe vernommen und seid ihm gefolgt ....
Und so wirket die Liebe des Herrn und Seine unendliche Geduld seit Ewigkeiten
und wird nie aufhören, die Wesen zu Sich zu ziehen kraft dieser Liebe ....
In Seiner qualvollsten Stunde, als der Herr am Kreuz gelitten und gestorben ist
für die Menschheit, senkte sich die göttliche Liebe über das ganze Weltall ....
Sie umfaßte ein jegliches Wesen und ließ den göttlichen Funken in allen Seelen
entstehen, um so die Möglichkeit einer Vereinigung mit Gott, der ewigen Liebe,
zu geben einer jeden Seele, die guten Willens ist und aus der Liebe
wiedergeboren ward im Geiste ....
Amen
B.D. 348
empfangen am 27.3.1938
Mahnung ....
In solchen Stunden wie jetzt ist nur eines vonnöten
.... überlasse dich ganz dem
Herrn und Heiland .... dann wird sich alles fügen zum Guten. Ein wenig Aufmerksamkeit nur, wie liebevoll der Vater euch alle führt, und euer Vertrauen zu Ihm wird wachsen. Denn Sein Auge wachet über euch allen, die ihr Seine Kinder seid. Lasse dich durch
nichts davon abbringen, deiner heiligsten Pflicht nachzukommen, denn alles andere im
Leben ist ja nur für die Welt .... dies aber ist für die Ewigkeit. Und so
unterweiset dich der Heiland in immer gleicher Liebe ....
Er fördert das Seelenleben fortgesetzt, indem Er
dein geistiges Wissen vermehrt und dir beisteht, zu erkennen und zu befolgen Seine
Lehren. In welcher Verfassung sind oft die Menschen, denen Er Seine Gnade spendet
.... wie oft bangt das Herz in irdischer Not, doch findet dieses den Weg zum
Vater, so gewährt Er dem Erdenkind alle Labung, dessen es bedarf, denn nicht
eines soll leiden, wenn der Zweck des Leides erfüllt ist .... daß das Erdenkind
den Vater wahrhaft erkannt hat und nur zu Ihm verlangt ....
Ein wenig Vertrauen nur .... und ihr könnet so manche
Sorge in die Hand Dessen legen, Der euch alle führt und leitet. Soll dir der Herr Seine Lehren vermitteln, so muß dein Ohr und Herz aufmerksam
lauschen, um die geistige Gabe zu empfangen. Doch weilen deine Gedanken zu sehr auf
dieser Erde, dann gelingt es dir weit schwerer, und so ist jetzt die Verbindung schwerer
herzustellen, weil dir die innere Ruhe fehlt, um die du aber kämpfen und bitten mußt,
willst du zu dem Ziel gelangen ....
Bete und du wirst die Verbindung schnell wieder herzustellen vermögen ....
Amen
B.D. 349
empfangen am 27.3.1938
Mysterium der Menschwerdung ....
Gottes Gnade und Kraft ....
Mein liebes Kind ....
Ein überwältigender Gedanke liegt dem Mysterium der
Menschwerdung zugrunde .... in allen Seinen tiefsten Belehrungen kann der Herr es dir
nicht verständlich machen, da die Natur des Menschen nicht über die nötige Auffassungsgabe verfügt, die zum Verständnis unerläßlich ist. Es beherrschet die Menschheit
der eine Gedanke, daß die Wesen des Weltalls für Zeit und Ewigkeit verloren wären
ohne die Verkörperung des Gottsohnes auf Erden .... und dieser Gedanke ist wohl
reine Wahrheit, gibt aber doch nicht erschöpfend wieder, wie weit sich des
Heilands Liebe durch diese Menschwerdung aufgeopfert hat für die Menschheit ....
Es besteht keine
Vergleichsmöglichkeit, die euch annähernd erkennen ließe, welche Kraft durch dieses
göttliche Liebeswerk sich übertrug auf das ganze Weltall .... auf alle Wesen,
insbesondere auf die Erdenkinder und ihre Seelen ....
Es wurde einer jeden Seele Gnade zuteil in
solchem Ausmaß, daß sich der Mensch, wenn er diese nützet, zu einem
Gottähnlichen Wesen bilden kann ....
Denn die Liebe, die Gott innewohnet, nimmt dann Besitz von
eines jeden Menschen Herz .... sie bewirkt, daß sich aus der Liebe heraus
vollkommene Wesen entwickeln, und zu all diesem hat Gott der Herr Selbst durch
die Menschwerdung die Pforten geöffnet ....
Er ebnete den Erdenkindern den Weg zur ewigen Glückseligkeit ....
Er erlöste sie vom ewigen Tode ....
Doch dieses ewige Leben liegt in eurer
Hand .... wie ihr es euch schaffet auf Erden, so wird es euch dereinst erwarten.
Den Grundstein hat der Herr Selbst gelegt, auf dem ihr euch aufbauen könnt das
ewige Reich ....
Doch bleibet euch gleichfort bewußt, wie innig euch der Vater liebt, daß Er für
euch und um euch zu retten von ewiger Verdammnis Sich Selbst zum Opfer brachte
und so für euch das größte Liebeswerk vollbracht hat .... und in diesem Bewußtsein
suchet, dieser Liebe wert zu werden, auf daß der Herr für jeden einzelnen von
euch ein wahrer Erlöser vom ewigen Tode werde und ihr Ihm danket bis in alle
Ewigkeit ....
Amen
B.D. 350
empfangen am 28.3.1938
Anwärter des ewigen Reiches ....
Das ewige Reich ist
vorbehalten den treuen Anhängern des Heilands ....
Es werden
aufgenommen in die himmlischen Gefilden ewiger Seligkeit alle, die den Namen des
Herrn im Herzen tragen .... die auf dieser Erde Seiner Lehre treu sind und ihr
Kreuz geduldig und dem Heiland zuliebe ohne Murren tragen. Für alle diese hat
Sich Gott geopfert ....
Sein Weg des Leidens war nicht umsonst gegangen, so Ihm Seine Erdenkinder nachfolgten und das Wesen der Gottheit ihnen klar zum Bewußtsein
wurde ....
Ein
gedankenloses Dahinleben ist für die Ewigkeit vergeblich gelebt, nur die immerwährende Langmut und Geduld des Herrn bewahret die Menschen, die nicht erkennen
wollen, vor schnellem Hinscheiden und gibt ihnen immer und immer wieder Hinweise,
auf daß sie sich selbst besinnen und endlich den rechten Weg finden möchten ....
Die
eines guten Willens sind, vermögen sehr bald die Stimme des Heilands zu hören und
folgen Seinem Ruf .... doch wer sich abwendet, irret lange in der Dunkelheit des
Geistes, bis auch ihm einst das Erkennen kommen wird, hier auf Erden oder im
Jenseits; doch das Erkennen im Jenseits ist für ihn nahezu nutzlos im Vergleich
zu den Segnungen des Lichtes, das der Mensch auf Erden schon gefunden hat. Leben
ohne Licht auf Erden ist geistiger Tod ....
Doch euer Ziel soll sein das ewige Leben ....
Darum suchet Gott, und
lasset Sein Wort Eingang finden in euren Herzen, auf daß ihr euch vorbereitet
und würdig machet für das ewige Reich ....
Amen
B.D. 351
empfangen am 28.3.1938
Bevölkerungs-Probleme ....
Für die Welt und ihre Anforderungen ist der Geist Gottes nicht vonnöten. Doch für
die Ewigkeit kann keines der Wesen bestehen, hat es nicht in sich aufgenommen den
göttlichen Geist und ist Ihm so verbunden für Zeit und Ewigkeit. Darum lernen die
Menschen die Liebe kennen, weil in dieser Zeit der Liebe alles in ihnen edel ist, weil
emporflammt alles Gute in ihnen und dann die Vereinigung mit dem göttlichen Geist
wesentlich leichter ist als zu Zeiten, wo sie nur materiell eingestellt sind und jede weiche
Regung im Herzen erstickt wird, somit nichts von Liebe zeuget, die doch ein Teil
Gottes .... die göttlichen Ursprungs ist ....
Obwohl in der Schöpfung für ein jedes Wesen die Verkörperung eine Notwendigkeit
ist, so ist es aber dennoch nicht geboten, eine planmäßige Erweckung zum Leben
in einer festgesetzten Zeitdauer anstreben zu wollen ....
Und doch wird gefordert werden, daß sich einem höheren Willen unterstellt
alles, was Leben gebäret. In dieser Zeitepoche hat der Mensch selbst kein Bestimmungsrecht über sich
.... er wird gezwungen werden, ohne Liebe und ohne inneren Drang sich
zum Zweck der Fortpflanzung hinzugeben .... sein Triebleben wird verstärkt, sein geistiges Leben aber verkümmern oder völlig zunichte gemacht werden, wenn der Mensch
nicht stark genug ist, sich innerlich gegen solche Maßnahmen aufzulehnen. Und dann
gebietet euch der Herr Selbst: „Lasset diese Schändung eurer selbst nicht zu
.... wehret
euch und bleibt Mir im Geist und in euren Herzen ergeben ....“ Ihr werdet keinen
Weg allein wandeln müssen, der Geist Gottes wird euch begleiten und euch
schützen vor jeder Gefahr. Doch senket eure Augen nicht vor jenen, die die
Schöpfungsgesetze umstoßen und aus göttlichen Wesen wahre Gestalten der Nacht
bilden wollen. In dieser Zeit leben viele von euch in Not und Sorgen, und dies
nützend sollet ihr verraten die Stimme eures Herzens. Doch bleibet im Gebet und
haltet an Dem, Der allein über alles gebietet ....
Er wird jegliche Gefahr abwenden von euch ....
Liebes Kind, für die Zeilen kommt noch ein Nachsatz in Frage, den dir der Herr noch
vorenthält .... gib dich vertrauensvoll allen Worten hin .... es ist ein weiser Beschluß,
dir heut noch unverständlich, doch in kurzer Zeit fassest du den Inhalt. Und nun
setze fort: Einer von den vielen, die sich für die Zeugung einsetzen, die dem
Willen Gottes zuwiderläuft, wird an sich selbst erfahren den Widersinn seiner
Anordnung. Es bereitet den Dämonen große Freude, ihr Zerstörungswerk an der
Menschheit fortschreiten zu sehen, doch wendet sich bald das Blatt, und was dann
kommt, trennt die Reinen von den Sündigen. In der Beschaffenheit des Blutes
allein liegt nicht der Segen, sondern in der Reinerhaltung der Seele, die
gleichwohl einem jeden Menschen innewohnt ....
Es hat
der Herr der Menschen verschiedene in die Welt gesetzt, so liebet auch ihr untereinander, und sehet nicht verächtlich einer auf den anderen. Es folgen allen Zeiten der
Erniedrigung auch Zeiten der Erhebung .... aber es stürzen auch sehr oft
Herrscher und Regenten von ihrer Höhe herab, wenn sie Seinen Willen nicht
erkennen wollen ....
Gleiches sollen auch die erfahren, die nichts mehr rein halten und Meine Gebote
völlig unbeachtet lassen ....
In dieser Welt der Sünde läßt der Herr nicht mit sich spotten, und
so bereitet Er das Gericht vor, das für viele ein Weltgericht .... für andere aber auch die
Rettung ist aus der Not der Seele. Bleibet in Meiner Lehre .... bleibet in
Meinem Willen, und Ich werde euch erretten aus der Nacht der Finsternis und euch
dem ewigen Leben entgegenführen ....
Amen
B.D. 352
empfangen am 29.3.1938
Bevölkerungs-Probleme ....
Mein liebes Kind,
fürchte dich nicht, glaube nur ....
Es ist des Herrn heiligster Wille,
den Seinen zu geben, zu proben ihre Stärke im Geist. Die tiefe Verbundenheit mit dem
Herrn sichert dir allemal die reine Wahrheit .... es ist für dich ein Zeichen
der unlösbaren Gewalt des Herrn ....
Wie ihr annehmet, so werdet ihr bedacht werden. Doch die
Welt ist so, wie dir angezeigt wurde .... noch eine kurze Spanne Zeit, und du wirst erkennen die Wahrhaftigkeit Seiner Worte. Doch wenn dir die Zeilen nicht verständlich sind,
so nimm folgendes auf: Eine Umänderung von Lebensreformen wird bewerkstelligen, daß ihr alle euch wandeln müßt und der Vernunft Gebot außer acht lasset. Das Streben
der Menschheit wird dahin gehen, Probleme der Bevölkerungszunahme zu lösen, und
(es, d. Hg.) wird dies auf eine Weise geregelt werden, daß der Gang aller Ereignisse für
euch ein so entsetzlicher sein wird, wie ihr es nimmer für möglich haltet. Wenn zwei
sich paaren, so soll die Liebe dazu Bedingung sein, wenn aber der Zeugungsakt vorgenommen wird ohne jegliche innere oder seelische Verbindung, so ist das wider
Gottes Ordnung und leget der Mensch dadurch in die gezeugten Wesen den Grundstoff
aller irdischen Laster und Begierden. Denn das Sein des Menschen ist eines höheren
Zweckes wegen nötig, und wenn schon von Beginn der Verkörperung die Seele so tief
in Finsternis gehüllt wird, dann wird sie sich schwerlich lösen können aus den sie
umgebenden Fesseln, um eine lichtvolle Bahn einzuschlagen, und für die kurze Dauer
ihres Erdendaseins muß sie unsagbar ringen, will sie das erreichen, was ihrer Verkörperung Sinn ist. In Zeiten solcher Verirrungen werden sich große Zeichen von oben einstellen müssen, um die Menschheit hinzuweisen auf das Sündhafte ihres Beginnens.
Leben die Menschen nebeneinander und fügen sie sich nicht völlig in die Ordnung
Gottes ein, so ist für die Macht der Finsternis jederzeit der Boden gut vorbereitet,
schlechte Samen aufzunehmen. Unendlich segensreich wird des Herrn Fürsorge die
Seinen bedenken, Er wird sie schützen vor Ungemach. Doch deinem Herzen soll fernebleiben jeder Zweifel
.... nimm hin, wie es dir geboten wird, und vertraue auf den Herrn,
Der dich recht führet jederzeit, so du in Seinem Willen bleibest. Und vernimm die
Worte des Herrn: „Ihr alle sollet Mir dienen, auf daß Ich euch segne ....“
Amen
B.D. 353
empfangen am 29.3.1938
Gefährdung des Seelenheils durch die Welt ....
Nichts ist für euch gefährlicher als die Welt mit ihren Versuchungen, die euch immer
wieder hineinziehen wollen in den Strudel des Lebens .... wo ihr dann vergesset den
Herrn und eure eigentliche Bestimmung. In absehbarer Zeit vollendet sich eine euch in
Gnade gewährte Epoche, in der euch durch Prüfungen und Drangsale hinreichend
Kenntnis gegeben wurde vom Willen des Schöpfers. Ob ihr diese Zeit nun genützet
habt, diese Frage wird euch dereinst der Herr stellen am Ende eurer Tage. Weil
kein Geschehen vergebens, so wird auch euer weiteres Leben auf Erden euch noch
genug Hinweise bringen, doch es pflegt der Mensch seine ganze Tätigkeit nur auf
weltliche Dinge zu richten und von der göttlichen Fürsorge wenig Notiz zu nehmen
....
Daher wird es ihm auch immer schwerer werden, in eine Verbindung zu treten mit
dem göttlichen Geist ....
Ein Mensch wird von sich aus nimmer fassen können das Wunder der Schöpfung .... wieviel weniger aber wird ihm klarwerden, daß er sich selbst zu dem
Höchsten entwickeln kann .... zum Ebenbild Gottes .... wenn er selbst nur den Willen
dazu hegt. Werdet ihr Diener der Welt, dann vermögt ihr das nie und nimmer, lasset ihr
aber ab von dieser und ihren Versuchungen, so gehet ihr ein in einen hellen Zustand,
der euch unvergleichlich mehr bietet, als was euch die Welt je bieten kann. Darum seid
bedacht auf eurer Seele Heil, nehmt Kenntnis von Gottes Weisungen, und nehmet sie
vor allem in euer Herz auf, dann wird sich unmerklich die Seele lösen von allem Irdischen, was ihr jetzt noch begehrenswert erscheint, sie wird frei werden von den Fesseln
des irdischen Verlangens und wird sich von selbst einem höheren Willen überlassen,
und was sich ihr dann bietet an geistigen Genüssen, ersetzt die der Welt tausendfach
.... ja, es werden euch die Gaben des Geistes allein nur erstrebenswert erscheinen
.... ihr
trennt euch von allem, was eure Seele noch festhält, und gebet dieser den Weg frei nach
oben. In Gedanken über das Jenseits .... in guter und edler Lebensführung ....
im Erstreben der Wahrheit und im Betätigen in Liebe werdet ihr fortan euer Leben
auf Erden verbringen ....
Ihr werdet, den Sorgen des Alltags entrückt, vielerlei geistige Botschaften
entgegennehmen, direkt und indirekt, so ihr nur achtgebet auf eure Gedanken, auf
die innere Stimme und auf alles, was euch Kunde gibt vom Schöpfungswerk des
himmlischen Vaters. Denn keines Seiner Kinder ist vom Vater ohne die Fähigkeit,
zu erkennen, geschaffen worden ....
Der Ewigkeitsgedanke kann in jedem erweckt und zum Leben gefördert werden, der
nur sein Herz zum Vater des Alls erhebt und sich bittend zu Ihm wendet um Seine
Gnade ....
Und erkennen wird ein jeder, der nur den guten Willen hat, zu tun, was recht ist
und dem Willen des himmlischen Vaters entspricht. Diesen führt der Herr Selbst
aus dem Getriebe der Welt zu Sich in Sein himmlisches Reich ....
Amen
B.D. 354
empfangen am 30.3.1938
Glauben ....
Und wer im Glauben bleibet, wird immer gestärkt durch das Leben gehen, denn niemals läßt
der Herr wankend werden, die an Ihn glauben ....
Der Vorbote aller Seligkeit ist der Glaube ....
Und deshalb wird ein jeder, der ihn willig angenommen, sich vorbereiten allen Ernstes für die Ewigkeit. Das sonstige geregelte Dahinleben ohne Glauben entspricht nur einer maschinenhaften Tätigkeit ohne jeden weiteren Wert
.... es ist
der Mensch dann ein Lebewesen, das nur die Erdoberfläche füllt, ohne jeglichen weiteren Nutzen für sich selbst. Wohl können sie anderen Erdenkindern noch zum
abschreckenden Beispiel dienen, für sich jedoch bleibt ihnen kein Ergebnis, das zu
ihrem Vorteil wäre für die Ewigkeit. So legt der Herr Sich auch dort ins Mittel, wo tiefe Glaubenslosigkeit den Menschen untüchtig macht, für sein Seelenheil zu sorgen. Er will
ihm beistehen und zwingt ihn durch Umstände, irdische Not, Krankheit und Leiden
aller Art, nachzudenken über die eigene Unzulänglichkeit. Wenn es dem Menschen
gelingt, sich von seiner starren Ansicht frei zu machen .... wenn er fühlt, daß er einem
höheren Wesen unterstellt ist und ohne Dieses nichts erreichen kann .... dann ist er
gerettet für die Ewigkeit. Erreicht auch sein Zustand nicht den Grad der Vollkommenheit, so wird ihm doch die Fortbildung seiner Seele im Jenseits mit der Erkenntnis, die
ihm auf Erden wurde, um vieles leichter fallen, als wenn er in völliger Blindheit und Verstocktheit in das Jenseits eingeht. Dieses Ringen und Kämpfen einer solchen Seele ist so
über alle Maßen beschwerlich, daß ihr .... wüßtet ihr davon .... euch alle
bemühen würdet, einzudringen im Erdenleben in das Wunder des Glaubens mit allen
seinen Segnungen. Ihr findet die Verbundenheit mit Gott doch nur durch den
Glauben ....
Annehmen,
was ihr wohl im tiefsten Herzen fühlt als Wahrheit, auch wenn ihr es nicht handgreiflich
beweisen könnt .... das ist Glaube ....
Und euch in diesem Glauben bedingungslos hingeben dem Vater der Schöpfung ....
Was ihr seid, seid ihr doch alles nur durch Ihn, Der euch erzeuget, euch
geschaffen hat ....
Dieses müßt ihr doch anerkennen, denn wer sonst gab euch das Leben ....
Belehren euch die Weisen anders, so wird fortan der Lebenszweck ein verfehlter sein,
denn nur durch den Glauben an den ewigen Gott .... an Jesus Christus, Der zu eurer
Erlösung zur Welt gekommen ist .... gelangt ihr zum wahren Leben .... d.h. zum Erfassen alles Geistigen in und um euch, denn was ihr sonst auf Erden betreibet, sei es, was
es sei .... ist ohne diesen Glauben nur eitles Machwerk, das vergänglich ist und euch nur
weltlichen Nutzen einträgt, der aber hinfällig ist bei eurem Scheiden von dieser Welt.
Und was ihr euch auch schaffet .... denket daran, daß schon der nächste Tag
eurem Leben ein Ende setzen kann ....
Wer hat es in seiner Gewalt, das Leben einen Tag, eine Stunde zu verlängern,
wenn der Herr ihn ruft ....
Stellet euch das eindringlich vor Augen, und dann wird es euch doch ratsamer
erscheinen, die Verbindung mit dem ewigen Vater zu suchen als die Verbindung mit
der Welt ....
Denn mit der Gewißheit, ein
Kind dieses Vaters zu sein, wandelt ihr doch viel leichter und froher durch das Erdental
als ohne Glauben ....
Denn so seid ihr verlassen und behänget euch nur mit Schätzen
dieser Erde, die eure geistige Leere nur verhüllen sollen .... doch der Glaube
erschließt euch himmlische Freuden und strahlende Schätze für die Ewigkeit ....
Amen
B.D. 355
empfangen am 30.3.1938
30.3. (Hugo) ....
Die um dich sind,
begrüßen dich und geben dir Kunde ....
Siehe, es weilt einer unter
uns, dessen Herz mit dir verbunden ist .... er hat den ganzen Tag an dich
gedacht und war in deiner Nähe, und nun ist er glücklich über die Verbindung,
die ihm gewährt werden soll auf kurze Zeit ....
Mein Lieb, deine Gedanken sind heut bei mir gewesen, und ich erfasse die Kraft,
die von dir ausgeht. Ich will dir einiges mitteilen, was dir Freude machen wird
....
Die jenseitige Welt hat für euch alle, die ihr noch auf Erden weilt, viele
Schrecken .... es kann aber der Mensch sich selbst auf Erden so weit bilden, daß ihm der
Eingang in das Jenseits viel eher ein freudiges Ereignis ist, und so mußt du dir vorstellen, daß
ich in hellen, lichten Gefilden weilen darf, wo mir nur du noch fehlst ....
Du findest in deinem Erdendasein so unsagbar viel Gnade des Herrn, und in diesem Bewußtsein ist auch mein Leben hier im Jenseits ein schönes geworden, so daß ich meiner
Tätigkeit mit Freude nachkomme und auch viel in deiner Nähe weilen kann. Ich beobachte alle deine Arbeit und gebe dir Winke, sooft ich kann, denn was an geistiger Arbeit
durch dich entstanden ist, legt Zeugnis ab von des Heilands übergroßer Liebe zu den
Menschen, und dafür danke ich Ihm täglich und stündlich, daß Er dich so
liebevoll geführt hat auf den rechten Weg. Wir alle um dich wollen dir zur Seite
stehen in bösen Tagen und in Tagen inneren Kampfes. Doch jetzt will deine
Großmutter dir noch ein paar Worte sagen. Ich fühle deine Nähe, Kind, und bringe
dir den Abschiedsgruß in gelben Rosen dar. Erwarte mich übermorgen ....
Wo so viele dich umgeben, ist auch mein Geist dir immer nahe. Es ist ein wichtiger
Tag heut, mein Kind, des Herrn große Güte gestattet uns, dich zu beschützen, und diese
Aufgabe macht uns alle glücklich .... lesen wir doch alle deine Schreiben mit
und gewinnen dadurch so unsagbar viel ....
Und nun hat uns der Herr die Erlaubnis gegeben, in
dein Erdenleben helfend eingreifen zu dürfen, wenn es nötig ist, und das macht uns so
froh, sollen wir doch an allem deinem geistigen Schaffen teilnehmen. Die Arbeit deiner
Hände wird von uns gefördert werden, auf daß die geistige Arbeit keine Einbuße
erleide, und des Himmels Beistand wird dir immer gewährt werden, wenn dein Gebet
innig zum himmlischen Vater dringt. Nun scheiden wir von dir und bitten den
Herrn um Seinen Segen für dich ....
Amen
B.D. 356
empfangen am 31.3.1938
Ermahnung zum Wirken ....
Wille Gottes .... 7 Jahre Leid ....
Vaterworte ....
In Meinem Namen sollt ihr euch finden und Meine Gebote halten, so werde Ich bei
euch sein in allen Nöten des Leibes und der Seele. Lasset das Licht leuchten und helfet
denen, die schwach sind im Geiste .... legt ihnen ans Herz, daß sie nur gesunden in Meiner Liebe
.... suchet sie zu veredeln .... suchet sie hinzuweisen auf die Macht Meines Willen
.... gebt ihnen Kunde von Meinem Wirken auf Erden .... wie Ich immer unter euch
wandle, die ihr Mir nahe sein wollt, wie Ich nahe bin einem jeden, der aus seiner Liebe
zu Mir auch Liebe gibt den Nächsten. Ihr fasset es alle noch nicht, welche Kraft euch
innewohnet .... wie ihr in Meinem Willen wirken könnt, so ihr nur nach Mir
begehret ....
Denn Mein Wille
herrscht über alles, über dieses euer Erdenleben und auch über das Jenseits.
Nichts bleibt Mir verborgen, und der leise Wille in euch, die ihr Meine Kinder
seid, genügt, um euch Meinen Willen zunutze zu machen ....
Ihr gebet euch willig in
Meine Fürsorge, und Ich erfülle euren Willen .... somit dürfet ihr nur wollen,
und ihr könnet auch ausführen, was ihr wollt. In Meinem Namen wird euch leicht
werden der Erde Überwindung, Mein Geist wird euch klären, und schauen werdet
ihr, was euch bisher unerreichbar. Die sieben Jahre voll Leid werdet ihr wohl
erleben müssen, doch werden sie gleich Schemen an euch vorüberziehen,
überfallend und fortraffend die vielen, die Mir fremd geblieben, die abseits
ihre Wege gingen und sich nicht in ihre wahre Bestimmung einleben wollten ....
Diesen wird dann offenbar werden der Herr in Seiner
Stärke .... dann aber wird so bitteres Leid ihre Tage verdüstern, daß sie zur
Einsicht kommen in letzter Stunde. Gebet ihr nun diesen in Meinem Namen Kunde
von Meinem Wort, so erleichtert ihr ihnen den Leidensweg ....
Die Not wird sie fügsam machen, und annehmen werden dann noch viele die Lehre
Christi, ihnen zum Segen. Mein Kind, versenke dich stets in das von Mir gewollte
geistig Geschaffene ....
Es ist
deine Lebensarbeit und wird in dir noch manches zur Reife bringen, bleibst du nur Mir
treu ergeben. Dein Sinnen und Trachten wird sich nur immer mehr diesem stillen Wirken zuwenden, und was dir dann beschieden sein wird, das nimm alles entgegen als
Meine Sendung, als Meinen Willen und den Ausdruck Meiner Liebe zu dir .... alles
fließt dir zu nach Meinem Gebot ....
Nichts hast du zu fürchten, solange sich dein Herz in
Liebe Mir zuwendet, und Ich werde deinen Geist erleuchten, daß du stets erkennst
Meinen Willen und dir zu eigen machen wirst alle Meine Begehren ....
Denn was Ich von dir verlange, lege Ich dir ins Herz und unterweise dich, bis du
ganz in Meinem Willen bist, und dann wirst du wirken können an Meiner Statt
alles, was Ich will ....
Denn nichts geschieht ohne Meinen Willen, und in Liebe ziehe Ich dich zu Mir und
mache dich zu dem, was du werden sollst ....
Amen
B.D. 357
empfangen am 1.4.1938
1.4. (Geburtstag) ....
Beginne in Gottes
Namen ....
Deinen Leib wirst du verlassen, und alles um dich wird
klar sein .... es wird leuchten alles Licht, emporheben wirst du dich in ein
Bereich über des Äthers Bläue ....
Und wenn um dich ein Singen und Klingen ist, dann weißt du, daß Gott der Herr
dir nahe ist .... daß du eingegangen bist in Sein Reich. Wo immer sich trübe
Tage dir bieten, dort vernimm die Stimme der Tröstung ....
Euer Leid ist klein
gegenüber der Freude, die euch erwartet. Und gibst du dein Herz ganz dem Heiland
hin, so wirst du unermeßlich schöpfen aus Seinem göttlichen Gnadenquell, denn was
Seine Kinder begehren, um zu Ihm zu gelangen, wird ihnen überreichlich gewährt. So
verlasse dich immer auf des Heilands Güte und Liebe, dann bringt dich dein Glaube auf
eine Stufe, die in Gewißheit zur Höhe führt. Vernimm nun unsere Worte: Der Heiland
legt es dir ans Herz, für die Armen allzeit zu sorgen, die dem Glauben abhold sich befinden auf falscher Bahn. Vermittle ihnen Seine Worte, denn die Kraft dieser Worte strömt
über in solche Herzen unbewußt ....
Was auch geschehen mag, ein Körnchen bleibt in ihnen zurück, wenn auch der
Zweifel zur Zeit noch groß ist. Doch wer soll diese sonst erretten, wenn nicht
der Herr durch Sein Wort ....
Was dir Glück und Zufriedenheit gab und immer wieder von neuem gibt, wird auch
Eingang finden noch in so manches Menschen Herz, denn der Herr wird dir die Gabe
verleihen, dich Seines Wortes zu bedienen an rechter Stelle ....
Dir sei es hiermit kundgetan, daß der Herr Besitz ergreifen will von deinem Körper zum Segen der vielen, denen es schwer wird, zu glauben. In
deiner körperlichen Hülle verborgen, wird Sich der Herr äußern und dir somit die
Kraft geben, ein Amt auszuführen ganz in Seinem Willen. Leben sollst du und doch
dem Herrn zu Gebote stehen, bis Er dich dereinst holen wird zu Sich in Sein Reich. Lege
vertrauensvoll alles in des Herrn Hände, fürchte dich nicht .... glaube nur ....
Dann bleibst du stets in Seinem Segen, und was dir der Herr bietet, wird dich
unendlich beglücken schon auf Erden, denn Seine Liebe ist immer mit dir ....
Amen
B.D. 358
empfangen am 1.4.1938
Unterstellen des Willens unter den göttlichen Willen ....
Von Anbeginn der Welt
erlebst du des Herrn Gnade ....
Sowie eines von euch sich
dem Willen des Herrn unterstellt, weiset euch der Herr ein in die Schöpfungsgeschichte, und nun werden euch Kenntnisse geboten, die euch nimmermehr genommen werden können. Denn es ist der Wille des Herrn, daß da wisse, wer zu wissen
begehrt .... und daß erkennet die Wahrheit, wer in Gott seinen Vater sieht ....
Ein seichter Glaube verbürgt euch nimmermehr ein Erfassen der göttlichen
Weisheiten, doch je tiefer ihr im Glauben steht, desto tiefer werdet ihr
eindringen in die Schöpfungs-Wunder und desto inniger werdet ihr verbunden sein
im Geist mit dem ewigen Vatergeist ....
Denn ihr stammet von Ihm, ihr seid gezeuget im ewigen Licht
.... ihr seid selbst als Teil des Lichtes ein Teil der ewigen Gottheit ....
Wenn ihr euch bemühet um die Gotteskindschaft, so ist euer Streben ein fortgesetztes und gilt ewig nur der Wiedervereinigung mit
dem himmlischen Vater. Das Urlicht, das euer Ausgangswesen war, wird in euch bestehenbleiben,
und ist es auch nur als winzigstes Fünkchen vorhanden ....
Denn seine Beschaffenheit wird immer die gleiche bleiben ....
Jedoch müsset ihr versuchen, euch zu
lösen von dem, was der Welt Tribut ist .... dann werdet ihr fähig sein, das Licht zu erkennen; ihr werdet Verlangen haben danach, die Leuchtkraft des Lichtes zu verstärken
.... ihr werdet nur im Licht wandeln wollen, und immer heller wird es um euch sein, bis ihr
dem Vater alles Lichts euch genähert und somit die Vereinigung mit dem Vatergeist
stattfinden kann, die euch erst zu vollkommenen, Gottähnlichen Wesen erhebt, die ihr waret
von Anbeginn und bleiben sollt bis in alle Ewigkeit ....
So ist die Bestimmung des Menschen vorgezeichnet, und es hat der Herr Tausende
ausgewählt, die Seinen Geboten nachkamen auf Erden, um wieder als Lichtwesen
denen Erleuchtung zu bringen, die noch geistige Finsternis umhüllt ....
In dem Stadium auf Erden stehen unzählige solche Wesen den Erdenkindern zur
Seite und möchten den Geist erhellen von so vielen auf der Erde Wandelnden. Wir
alle, die wir um dich sind, nehmen regen Anteil an der Beschaffenheit des
Geistes dieser vielen ....
Wer sich selbst nicht in jenen Zustand bringt, der ihm das dauernde Schöpfen aus
Gottes Gnadenquell ermöglicht, der wird schwerlich sich des Geistes Licht
erringen ....
Denn die Kraft Gottes kann nur dort wirken, wo die Vorbedingung erfüllt ist ....
Das Willig-Aufnehmen des göttlichen Geistes in
sich .... nur das allein bringt das Erdenwesen in den Zustand, wo ihm
unausgesetzt die Gnade des Herrn zufließt, weil ja alles, was im Willen, zu Gott
zu gelangen, entsteht, auch nimmermehr untergehen oder aufhören kann ....
So auch muß in dauerndem
Besitz von Gottes Gnade sein ein jeglicher, der mit dem Herrn zusammen das gleiche
erstrebt .... ein immer Höherbilden der menschlichen Seele, auf daß diese
aufnahmefähig ist für den göttlichen Geist ....
Sehet, das ist die ganze Erklärung, weswegen der das
gleiche tut, was der Vater im Himmel will .... der seinen Willen dem göttlichen
Willen unterstellt. Er wird nimmer fürchten brauchen ein falsches Handeln,
Denken oder Reden, denn wie könnte er das gleiche wollen als der Herr Selbst und
doch etwas anderes als dieses tun ....
Diese Kraft legt der Herr einem jeden ins Herz, und nur der feste
Wille des Menschen läßt ihn auch in den Besitz dieser Kraft gelangen, weil diese vom
Vater ausgeht und als Eigen in den Willen des Menschen übergeht, somit das Erdenkind
nur ausführt den Willen des Herrn. Dies bedenke, wann immer du dich dem Herrn hingibst, daß deine innere Kraft sich mehret und du unweigerlich handeln mußt
nach Gottes Willen und darum nicht fehlgehen kannst, so sich dein Herz wendet zu
Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde ....
Amen
B.D. 359
empfangen am 2.4.1938
Geduld und Sanftmut des Herrn ....
Seine Güte währt ewiglich ....
Wir haben für dich
allzeit bereit des Herrn Lehren und geben dir unverwandt in Seinem Namen, und so
wollen wir dir heut kundgeben von der Langmut und Geduld des Herrn. Seine Güte
währet ewiglich ....
Mit diesen Worten ist alles gesagt ....
Ein winziger
Bruchteil einer Sekunde würde genügen, alles zu zerstören, was ihr im Weltall sehet,
wenn es des Herrn Wille wäre. Und Millionen von Wesen würden ihren Untergang finden im Augenblick. Des Herrn Schöpfung aber bestehet seit Ewigkeit, und ewig werden
auch die Geschöpfe, die Wesen endlos vieler Arten, bestehen. Doch bis alle diese Wesen
den Zustand erreicht haben, daß sie völlig eins sind mit dem ewigen Licht, dem
göttlichen Vater, müssen sie für euch unendliche Zeiten im Weltall verharren, in
immer neuer Gestaltung und immer anderen Entwicklungsmöglichkeiten. Die ersten
Stadien vollziehen sich in von Gott gewollter Regelmäßigkeit, und die Lebewesen,
vielmehr deren Seelen, erreichen langsam den Grad, der Vorbedingung ist zur
endlichen Verkörperung als Mensch ....
Doch dann, nach jahrtausendelangem vorherigem Wandeln der
Seele durch immer wieder andere äußere Formen, muß sie sich eigenmächtig
gestalten zu dem, was ihre Bestimmung ist ....
Es ist ihr völlig überlassen, das Licht der Erkenntnis anzunehmen oder abzulehnen. Doch da sie ohne rückschauendes Bewußtsein
sehr oft ihre Bestimmung nicht erkennt, ist der himmlische Vater in endloser
Liebe und Geduld bemüht, ihr zu helfen und sie so durch Beweise Seiner Liebe
hinzuweisen auf den Weg, den zu betreten ihr schwer wird. Doch des Herrn Langmut
....
Seine Güte und Liebe währet ewig ....
Solange sich nur ein Fünkchen in der Seele des Menschen auf sich
selbst besinnt .... solange diese die wenn auch noch so geringe Verbundenheit mit der
Gottheit in sich fühlt, so lange ist auch die Liebe des Vaters um diese Seele bemüht und
steht ihr hilfreich zur Seite, bis sie endlich erkannt hat und die Gnade des Herrn von
sich heraus, aus eigenem Antrieb, erfleht, und dann ist der Weg nach oben um vieles
leichter .... dann ist die Erkenntnis da, dann verlangt der Mensch oder dessen
Seele von selbst nach oben zum Vater, und einem verlangenden Kinde ist der
himmlische Vater immer nahe und wird es sicher führen der ewigen Heimat entgegen
....
Amen
B.D. 360
empfangen am 2.4.1938
Organisierte Versorgungen ....
Mangel an Nächstenliebe ....
Versuche zu folgen unseren Erklärungen, mit denen wir dein Wissen vermehren
wollen im Auftrag des Herrn. An Stelle der von Gott eingesetzten Gebote werden jetzt
den Menschen auch Gebote gegeben, mit denen man das Volk zu veredeln sucht, aber
durch falsche Anwendung dieser Gebote kein lückenloses Verbessern der Menschheit
zustande bringt, sondern nur Zwangsmaßnahmen, die im besten Falle eine organisierte
Versorgung sein kann, nicht aber in tätiger Nächstenliebe ausartet, was jedoch allemal
segensreicher wäre für das Volk, wenn es sich dieser mehr befleißigte. Es hat ein jahrelanger Kampf vorangehen müssen, um dann schließlich eine solche Organisierung
zustande zu bringen, und immer sind materielle Interessen ausschlaggebend gewesen
bei einer jeden in solcher Art entstandenen Maßnahme, die wohl ein scheinbares Werk
der Nächstenliebe sein soll, jedoch von der Liebe, die Jesus predigte auf Erden, sehr weit
abweicht. Die Menschen sollen einander helfen .... sie sollen gegenseitig ihr Leid und
Elend mildern .... sie sollen geben den Armen, geistig und körperlich sie
bewahren oder erretten vor Not und Bedrängnis ....
Aber liegt den eingeführten Maßnahmen wohl solche oder ähnliche Triebkraft
zugrunde, die aus der Liebe zu Gott und zum Nächsten entstanden ist? ....
Ist nicht vielmehr alles darauf zugeschnitten, großartige Manipulationen
aufzuziehen, die viel mehr den Zweck haben, offensichtlich und allgemein
bewundert und anerkannt zu werden, und die mit dem scheinbaren Hauptzweck weit
mehr andere Interessen verbinden, die aber der öffentlichen Welt verborgen
bleiben sollen. Ein Reich, das in seinem Aufbau zu solchen Mitteln greift, wird
schwerlich auf lange Dauer bestehen können, denn es will die Gebote Gottes als
übrig abtun und an ihre Stelle von Menschen erlassene Gebote setzen, nur um die
Macht, die man sich angeeignet hat, auszunützen; und um etwas völlig Neues
erstehen zu lassen, weiset man alles Alte zurück und will die Lehre Christi vor
allem umstürzen und unter den Menschen als Menschenwerk brandmarken, um diese
Lehre aufzulösen und dafür etwas anderes erstehen zu lassen. Der Herr wird
dieses Bemühen zerschlagen ....
Er wird nicht
zulassen, daß Sein Wort geringgeachtet und der Menschheit genommen werden soll
....
Er wird es vielmehr
viel eindringlicher dem Volk verkünden, wo man nur darauf hören will, und immer
weniger wird sich behaupten können, was Menschen schaffen in Überhebung und
womit sie die Mitmenschen nur täuschen und blenden wollen ....
Aller
Geist geht von Gott aus, Der gut ist .... doch des Satans Werk suchet auch in
falscher Hülle Eingang zu finden bei den Menschen ....
Es will gleichsam auch von gutem Einfluß sein auf die Menschheit, doch achtet man seiner genau, dann erkennt man den
Ursprung und sieht unter der Tünche des scheinbar Edlen die Wertlosigkeit solcher
Gebote, die denen des Herrn zuwiderlaufen und sich niemals segensreich für die Seele
des Menschen auswirken können. Doch jedem endgültigen Sieg gehen auch Kämpfe
voran, die ihr bestehen müßt ....
Nehmet den Kampf auf gegen alles, was Gottes Wort verringern oder vernichten
will ....
Steht alle fest wie ein Mann .... dann könnt ihr nimmer unterliegen in einem Kampf, den ihr für Jesus Christus führt
.... den Urheber der göttlichen Gebote ....
Denn Sein Wissen ist es, das vorausschauend auch die Auswirkungen dieses Kampfes
erkennt ....
Was Menschen erschaffen, vergeht .... doch Gottes Wort bleibt bestehen in
Ewigkeit ....
Amen
B.D. 361
empfangen am 3.4.1938
Liebevolle Vaterworte ....
Und die Meinen sollen
gesegnet sein, denn immer, wenn sie Mich rufen, gebe Ich ihnen die Kraft, zu
streben für ihr Seelenheil. Dennoch werden Zeiten kommen, wo alles um euch her
in Finsternis gehüllt erscheinet ....
Auch dann bin Ich euch nahe, und ihr habet nichts zu fürchten ....
Lege dein Ohr an Mein Herz und vernimm: Göttliche Gabe aufzunehmen ist dir
beschieden, Mein Kind, und so wirst du einen Liebesakt an dir vollzogen finden,
der allen Meinen lieben Erdenkindern gilt ....
Ihr weilet in tiefer
Not auf dieser Erde und achtet nicht der rettenden Hand, die Ich euch bieten will, doch
wie Ich Meinen Kindern, die Mich lieben, immer nahe bin, so weile Ich auch in eurer Nähe, die ihr mich nicht erkennen wollt, und warte geduldig, bis sich in euren Herzen
ein leises Verlangen regt .... ein Verlangen nach geistiger Kraft und Stärkung
.... dann
bin Ich bereit für euch. Wollet ihr nun Meinen Namen heilighalten, so seid ihr
gesegnet für und für. Lasset die Welt drohen, lasset sie zerstören ....
Nie wird ihre Macht reichen bis an euer innerstes Herz ....
Dieses gehört euch selbst, das könnet ihr getrost eurem
Heiland hingeben und ihr werdet teilhaben am ewigen Reich mit seiner Herrlichkeit
.... und ihr werdet das Reich auf Erden, dessen Güter und Würden, wohl zu entbehren wissen
.... denn Mein Reich ist nicht von dieser Welt ....
Dir aber, Mein Kind, will Ich beistehen immerdar, dein Glaube soll stark werden und dein Herz nur noch für Mich schlagen in Liebe
.... so lohne Ich die Kinder, die sich Mir anvertrauen, und gebe ihnen, worum
sie bitten ....
Vergleiche dein Leben jetzt mit früher ....
Bist du nicht tausendmal glücklicher in Meiner Liebe? ....
Und wird sich das je verringern können, solange du Mir dein Herz schenkst? ....
Alle Worte, die Ich für dich bereit habe, sollen dir Kunde geben
von Meiner Liebe, und alle Regungen, die Ich in dein Herz lege, gehen dir unausgesetzt
von Mir zu, denn unendlich ist Meine Liebe zu euch Menschen, und unendlich beglükken kann und will Ich euch. Für die Zeit auf Erden wird dir dein geistiges Schaffen ein
so tiefes Glück bringen, daß du nimmermehr hingeben wirst diese deine Tätigkeit
....
So lohne Ich deine Ausdauer und dein inniges Verlangen, Mir zu dienen, Mein Kind
....
Erachte stets die Liebe als höchstes Gebot, und vereine all dein Denken mit Werken der
Liebe .... und um dich wird ein Singen und Klingen sein im Herzen derer, die
deine Liebe spüren, denn alles, was du tust aus Liebe zu Mir, führt dich Mir
immer näher zu und wird dich dereinst führen in die ewige himmlische
Glückseligkeit ....
Amen
B.D. 362
empfangen am 3.4.1938
Liebevolle Vaterworte ....
Nimm Meine Worte hin,
die Ich in dein Herz lege, und empfange durch diese Meinen Segen. Ein Herz,
gewonnen durch die Liebe, sich zu Mir erheben zu sehen, ist Meiner Mühe
schönster Lohn, denn Ich verlange nach euch, Meine lieben Kinder, und sehe in
jedem Mir zurückgekehrten Kindlein die Früchte Meiner Liebe ....
Euer Anteil ist
Glückseligkeit, aus Meiner Liebe für Euch bereitet. Und Mein Anteil ist euer Mir voll
zugewandtes Herz, das Ich aufnehme zu Mir in Mein Reich auf ewig. Dort blüht und
grünt alles, dort wird euch so viel Schönes erschlossen, daß ihr nur in Vollkommenheit
dieses alles ertragen könnt, und Meine Nähe wird euch stimmen zu überaus großer
Freude .... denn uns vereinigt dann alle ein Geist .... ein Licht und eine Liebe
....
Für dieses, Mein Töchterlein, dein Leben hinzugeben ist ratsam, wenn es vonnöten wäre, doch
schirmet dich dein Heiland in jeder Gefahr und wendet alles Ungemach von dir ab, so
es nicht nötig ist zur Vollendung deiner Seele. Mein Kind, vereinige dich in Gedanken
mit Mir, sooft du kannst, dann wird deine Kraft wachsen, deine Liebe wird immer stärker werden, und dein Glaube wird gefestigt werden, so daß
dein Leben auf Erden schon in Lichtfülle sich vollenden wird, denn Mein Geist
fließet dann ständig über in dich, und du suchst alles Glück nur in der Liebe zu
Mir ....
Du suchst Mir zu dienen und Meinen Willen zu erfüllen und wendest dein Herz aus
dieser Liebe heraus auch deinen Mitgeschwistern in gleicher Liebe zu. An diesen
sollst du erproben deine Kraft, die Ich dir vermittle, um segensreich zu wirken
an allen Meinen Kindern auf Erden. Gib Mir nur immer dein Herz und deinen Willen
zu eigen, dann wird erfüllt werden deine Bestimmung auf dieser Erde ....
Amen
B.D. 363
empfangen am 3.4.1938
Innere Stimme ....
Oberherrschaft der Seele über den Leib ....
Wer die Fesseln lösen will, die ihn auf dieser Erde drücken, der muß dem Herrn sein
Opfer bringen .... er muß hingeben alles, was ihn mit der Erde verbindet .... er muß sein
Herz lösen von allem, was ihm bisher begehrenswert erschien .... dann erst
erhebet er sich in eine Sphäre, wo seine Seele gesunden kann, wo sie sich frei
machen kann von drückenden Hüllen, wo sie in sich aufzunehmen vermag den Geist
Gottes und sich zum Ebenbild Gottes umformen kann ....
Die geistige Richtschnur wird ihm stets gegeben werden, wenn der Drang nach
geistigem Bilden einmal in seinem Herzen erweckt worden ist ....
Dann darf er sich nur immer den geistigen Führern, die ihm zum Schutze für
das Erdenleben beigegeben wurden, anvertrauen .... diese wissen am besten, was ihm
dienlich und zur Förderung der Seele notwendig ist. Aber auch andere Gelegenheiten
werden ihm geboten werden, an denen er sich selbst höher entwickeln und seinen Willen erproben kann
.... denn alles geht von Gott aus .... jeder Hinweis auf die Gottheit .... jede Mahnung, sich zu vollenden
.... und jede Regung zum Guten wird ihm von Gott
Selbst ins Herz gelegt, wenn er nur immer die innere Stimme beachtet, die ihn stets weisen wird auf den rechten Weg. Daß nun wiederum viele diese Stimme nicht hören, ist
die Folge von starken weltlichen Reizen, die alles auf die Ewigkeit Hinweisende zu übertönen versuchen; es ist ein innerer Kampf, der zuvor ausgefochten werden muß, ein
Kampf um die Oberherrschaft des Leibes oder der Seele .... wenn das Verlangen der
Seele über das Verlangen des Körpers siegt, dann ist der Seele sehr bald die Möglichkeit
gegeben, sich von der Materie zu lösen und nun ihrer eigentlichen Bestimmung nachzukommen
.... d.h., sie wird nun im Bemühen, den Geist Gottes aufzunehmen, gekräftigt und unterstützt werden von guten Geistwesen und wird sich so bilden können zu
immer höherer Vollendung. Denn eines ist nur vonnöten, daß der Mensch erkennt, die
Seele über den Körper zu stellen .... und daß, so er dieses erkannt hat, er nicht nachläßt
in seinem Bestreben, der Seele eine möglichst hohe Entwicklungsmöglichkeit zu geben,
indem er alles tut, was der Seele und ihrem Verlangen zuträglich ist, auch wenn er der
Welt und ihren Anforderungen nicht entspricht und ein entsagungsreiches Leben auf
Erden durchzumachen gezwungen ist. Denn nur eines kann der Seele guttun .... nicht
die Welt mit ihren Freuden verhilft ihr zum Fortschritt, sondern nur allein die Verbindung mit Gott wird ihr alles das zuwenden, was sie zur Vollendung auf Erden benötigt.
Daher wird des Menschen Bestreben immer sein müssen, sich als Kind Gottes voll Vertrauen an den himmlischen Vater zu wenden, daß
Er ihm rate und helfe, und diese Bitte wird nicht ungehört verhallen ....
Amen
B.D. 364
empfangen am 4.4.1938
Ständiger Kampf Notwendigkeit ....
Reinigung durch Elemente ....
Sturm ....
Wir stehen dir bei, sooft du unsere Kraft benötigst. Die allerdringendste Notwendigkeit ist ein Sich-Einfügen in alles, was der Herr über dich ergehen läßt.
Denn deine Seele soll sich formen in aller Ergebenheit in das, was für sie zur
endlichen Reife des Geistes erforderlich ist. Jedes Festhalten an ihr nicht
zuträglichen Schwächen oder Fehlern ist ein Hindernis für ihren Fortschritt.
Denn ein vollkommener Lichtgeist erfordert eine fehlerlose, von allen Übeln
befreite Seele, und in dieses Stadium kann der Mensch erst kommen durch
immerwährenden inneren Kampf und ständiges Arbeiten an sich selbst. Suchet in
der Natur die Vergleiche ....
Wie oft legt sich ein Sturm ins Mittel, um
wegzufegen alles Üble .... um alle Wolken zu verjagen .... auf daß wieder in
strahlender Bläue der Himmel euch erfreue ....
Immer muß ein euch unangenehm erscheinendes Geschehen walten, um eine
Verbesserung darauf folgen zu lassen, denn es klärt sich eben alles in der
Natur, so wie auch bei euch Menschen, durch und nach Ungemach ....
Weil der Herr in Seinem weisen Ratschluß erkannt und bestimmt, daß alles Sein in der
Natur nur gereinigt wird durch Elemente, die die Ruhe aufrütteln, und so auch der
Mensch nicht in einem Ruhe-Zustand sich fördert, sondern in Trägheit seiner Bestimmung vergessen würde
.... daher diesem Gesetz ebenso unterworfen ist, daß eine Reinigung, eine
Verbesserung nur zu erzielen ist durch über ihn verhängtes Ungemach, das zu
überwinden er gezwungen wird. Nur so ist ein Fortschritt möglich auf geistigem
Wege ....
Das menschliche Herz muß selbst entscheiden lernen .... es muß empfinden,
daß jeder Druck, der es belastet, für ihn zum Segen werden kann, wenn der Mensch aus
ihm die Nutzanwendung ziehen kann .... wenn er geduldig trägt, was ihm auferlegt
.... doch daß alles vergeblich ist, wenn es nicht veredelnd auf den Menschen einwirkt. So
halte dich vor allem an den Ausspruch: Was Gott euch auferlegt, müsset ihr aus Seiner
Hand freudig entgegennehmen, denn der Herr weiß, was euch guttut, und diese Proben
müsset ihr bestehen, wenn des Herrn Liebe euch weiter bedenken soll mit Seiner
Gnade. Leget ihr Ihm aber alle eure Sorgen vertrauensvoll ans Herz, so wird Er von
euch zu wenden wissen alles, was zu ertragen euch schwer erscheint. Denn Sein Wille ist
nicht, daß ihr leidet, sondern durch das Leid euch der ewigen Freude würdig
macht, die Er euch bereitet hat für alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 365
empfangen am 5.4.1938
Vaterworte ....
Geist ....
Leid ....
Liebe ....
Mein liebes Kind .... die Weisung, die Ich dir geben werde, halte fest in deinem Herzen
.... bedenke, daß eine jede Stunde dazu angetan ist, deinem Geist eine Höherentwicklung zu geben
.... und daß du alles tun mußt, um einen Mir ähnlichen Zustand zu erreichen. So
ist alles, was um dich geschieht, dazu angetan, dich zu bilden ....
Ein jedes
Wort, das dir zugeht, gibt dir von Meinem Willen Kunde, und in deinem Herzen sollen
diese Worte eine tatkräftige Erregung erwecken zu allem Guten und zur Liebe ....
denn Mein Geist verbindet Sich mit dem deinen, und dieser kann dann nimmer
untätig bleiben ....
Ohne deinen Willen hierzu wären Meine Lehren ergebnislos, doch immer labt
dich ein jedes Wort, wenn dein Wille Mir folgt in allen Dingen, in allen Lebensumständen, in Freud und Leid. Ich bin bei dir und lenke dich, gehorchst du einer jeden leisen
Herzensregung, die ja auch wieder ein Werk von Mir .... ein Zeichen Meiner Liebe ist.
Gibst du dich Mir willig hin, so wirst du auch an dir selbst spüren, wie innig du verbunden bleibst mit Mir, denn die Seele, die Meinen Geist aufnimmt, läßt nimmer von Mir,
sie ist Mein, und ihre Tage auf Erden sind Seligkeit, ob auch gleich die Erdenschwere sie
manchmal zu drücken scheint. Ein vollendeter Geist lebt in einer Sphäre, die ihn das
Leid der Erde nicht mehr so empfinden läßt, darum kann auch ein in Mir und mit
Mir lebendes Erdenkind für die Umwelt fast untragbar Erscheinendes über sich
ergehen lassen, ohne tief davon berührt zu werden ....
Weil es ja in Meinem Willen verbleibt und
somit die Erregung des Herzens alles Geistige aufnimmt .... und für das Körperliche
wenig oder gar kein Empfindungsvermögen hat, woraus du entnehmen kannst, daß
Meine Liebe Meine mit Mir verbundenen Kinder zu schützen vermag von Leid, das
euch von außen droht oder an euch herantritt. Gibst du Mir dein Herz so bereitwillig
hin, daß du nicht zögerst und nicht wankelmütig bist, so wird alles andere, auch
dir schwer Erscheinendes, an dir abprallen ....
Du wirst nicht leiden brauchen, solange du dich Mir gibst ....
Eine kleine Weile noch, dann trete Ich in dein Leben mit solcher
Gewalt, daß du erschauern wirst, und dann soll deine Liebe zu Mir so erglühen, daß du
Mich willig aufnehmen wirst und für Mich bereit bist jederzeit. Leid und Wonne,
unsagbares Glück und Schmerzen, alles wird dich erfassen, so du Mir nur immer dienen willst
.... fortan wird dein Leben ein gesegnetes sein ....
Mein Atem wird dich streifen, wo du auch weilst .... und deine Gedanken zu Mir zu erheben wird dir unsägliches
Glück bereiten. Denn deine Liebe ist rein und will nur Mir dienen .... solche
Verkünder Meines Wortes werden zum Segen wirken, und denen du Beistand gewährest
in ihrer Not, die werden auch Mich suchen und zu finden wissen ....
Jeden Zweifel mußt du aus deinem Herzen verbannen ....
Ich stehe dir bei und gebe dir Kraft, und holst du dir diese
jederzeit aus Meinem Wort, so bist du unermeßlich reich ....
Achte aber immer auf die Reinheit deines Herzens, bleibe wahr und gerecht, dann
wirst du alles erkennen und wirst Meine Worte immer recht erfassen, denn Ich
gebe den Meinen so, wie sie aufzunehmen vermögen ....
Die Überfülle geistigen Schaffens gewährleistet dir das rechte
Denken .... willst du in dieser Schaffenskraft bleiben, so gehe immer in dich und suche
nichts allein zu vollbringen, sondern immer mit deinem Jesus all dein Denken und
Handeln zu vereinigen, dann wird dir Beistand in jeder Lebenslage werden, denn so ihr
euch in Meinen Schutz begebet, ihr, die ihr Meine Kinder seid, wird euch kein Unheil
drohen .... denn sehet, Ich bin bei euch alle Tage ....
Amen
B.D. 366
empfangen am 5.4.1938
Streiter Gottes ....
Gottes Wort ....
Kornkammer ....
So ist das Werk eines
Augenblickes dazu angetan, ein helles Aufflackern der heiligen Flamme im
Menschen zu entfachen ....
Es lehnet sich der Mensch an alles, was ihm einen Halt bedeutet in schweren
Tagen ....
Ein sonderbares Gefühl im Herzen sagt ihm,
was recht ist, und nach langem Hin und Her bleibt ihm nur der eine Weg offen, den zu
gehen er sich nicht scheut .... wenn die volle Erkenntnis der göttlichen Wahrheit ihn
erleuchtet, er die Irrlehren der Welt als solche erkannt hat. Wohl die wenigsten sind
fähig, das ihnen Gebotene aufzunehmen .... es werden mit geringem Widerstand sich
oft Menschen durchzusetzen wissen, wenn des Herrn heiligster Wille eingreift, doch
was dann aus diesen Menschen spricht .... was diesen übervollen Herzen
entströmt, ist kein totes Wort, sondern wahrer, lebendiger, tiefer Glaube an die
ewige Gottheit ....
Es werden sich zu diesem Glauben bekennen ohne Scheu und ohne Hemmung, die immer
dieses Wort vernehmen werden ....
Denn kraftvoll und ungebrochen hat Gott der Herr die Rede derer ertönen lassen,
und ebenso wird diese Eingang finden in die Menschenherzen ....
An diesem Wort allein schon ist der Segen Gottes zu erkennen, ohne Bedenken ist
der Streiter Gottes bereit, sich seiner zu bedienen, denn der Herr gab und nahm
zu gleicher Zeit ....
Aus Seiner Hand empfing der Mensch sein höchstes Amt, und dieses
zu verwalten in Wahrhaftigkeit war sein innerster Antrieb. Und darum folgt dem
Erkennen auch das Handeln .... denn wer einmal schauet in Gottes Weisheitsgarten
hinein, dessen Blick wird sich nicht zurückwenden, sondern er begehret
einzudringen, und sein Herz ist sehnsuchtsvoll dieser Pforte zugewandt ....
Es werden daher euch Lehren
zugehen, die überzeugen sollen von der führenden Vaterhand .... die übergehen
sollen in euch als lebendiger Samen .... gesäet von Gott Selbst in die
Menschenherzen, aufgenommen in diese in vollem Willen und gehütet und gepflegt
in Liebe ....
So muß das Wort Gottes gedeihen ....
So muß es Frucht tragen, und die Ernte wird unsagbar groß und reich sein. Denn
Seine Boten weiset der Herr an, den Seelen, die nach dem Himmelsbrot verlangen,
Nahrung zu geben ....
Ihr sollt nicht darben, sondern vollauf gesättigt werden mit dem Brot des Lebens
....
Was erteilt wird an geistigem Gut, wird gleichsam in die Kornkammer des Herzens verwahrt werden, auf daß der Vorrat unerschöpflich sei
.... dem Kraftspender aber sei Dank bis in alle Ewigkeit ....
Er bedenket, die da hungern, und richtet auf alle, die verzagten Herzens der
Zukunft entgegensehen ....
Wo wird des Heilands Liebe euch darben lassen, die ihr für Seinen Namen streitet
....
Doch
bekennet euch vor aller Welt zu Ihm, lasset nie das Heiligste in euch verkümmern
.... den Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes ....
Habt ihr diesen, dann seid ihr der
Welt und dem Tode entronnen .... ihr werdet nie sterben in Ewigkeit, sondern das
ewige Leben haben ....
Amen
B.D. 367
empfangen am 6.4.1938
Von Gott Selbst gegebene Botschaften unzerstörbar ....
Alles, was den Begriff Weltall umschließt, ist von Gottes weisem Ratschluß
so gefügt worden, daß es zur Fortbildung der einzelnen Wesen, die in Abermillionen
das Weltall durchschwirren, dienlich ist. Die erhabendsten Lehren über das Schöpfungswunder
vermögen nicht in der ganzen Tiefe Aufschluß zu geben. Denn wo das natürliche
Denken des Menschen begrenzt ist, lassen sich nicht unbegrenzt Weisheiten vermitteln.
Dem Herrn der Schöpfung sei Dank, daß Er euch Menschen die außerordentliche
Gnade gewährt, Einblick zu nehmen in einen Teil der Schöpfung, um euch das
wunderbare Wirken der Gottheit vor Augen zu führen ....
Der Segen dieser Offenbarungen wird
nicht ausbleiben, es wird ein neues frisches Denken die Menschen beleben, man
wird aufhorchen und den göttlichen Geist erkennen leichter und faßlicher, als
das bisher der Fall war. Die wenigen unzerstörbaren Werte dieser Art, die Gott
den Menschen direkt vermittelt hat, legen Zeugnis ab von der Unendlichkeit des
Weltalls, sie legen Zeugnis ab vom göttlichen Walten und von der Liebe, mit der
die höchste Wesenheit alle anderen Wesen des Weltalls umgibt ....
Diese Werke
werden bestehenbleiben, kein menschliches Zerstörungswerk wird Macht haben über
die von Gott Selbst gegebenen Botschaften an Seine Erdenkinder. Lasset die Zeit
darüber hingehen, und ihr werdet erkennen, wie wohlweislich alle Seine Kinder
geführt werden, auf daß sie sich verbinden und in gemeinsamem Wirken den
Willen des Herrn ausführen ....
So nur wird die Erde gereinigt werden können von den
sie irreleitenden Lehren, nimmer aber wird eine Macht darauf Einfluß haben,
die sich diesen Worten widersetzt ....
Denn ohne das Zutun des Herrn müßte die
Welt ein Trauerkleid anlegen .... sie würde in tiefster Finsternis untergehen,
und (es, d. Hg.) würde grenzenloses seelisches Elend die Erdenkinder erfassen,
wenn nicht der Herr in Seiner grenzenlosen Liebe sich dieser erbarmte und durch
immer wieder neue Geschehen einen Weg schaffen würde, der aus allem diesem seelischen
Elend heraus und wieder auf lichtvolle Bahnen führen möchte. In der Kenntnisnahme
Seines Wortes verlasset ihr die Finsternis, denn euch wird durch das Wort, das
ihr aufnehmet im guten Willen, so viel Kraft gegeben werden, daß ihr von nun
an ständig um die Gnade ringen und beten werdet, und dann löst sich eure Seele
immer mehr aus ihren Fesseln .... sie wird licht und hell .... erkennt und nimmt
in dankbarer Freude alles an, was ihr zur Stärkung und Fortbildung geboten wird,
und dann ist die große Not überwunden .... der Weg zum Vater ist geebnet, und
Seine Liebe ziehet die Seele auf ewig zu Sich in Sein Vaterhaus.
Amen
B.D. 368
empfangen am 6.4.1938
Glühendes Herz ....
Formen der Seele ....
Macht der Liebe ....
Ein glühendes Eisen nimmt die Form an, in die es gepreßt wird
.... ein liebeglühendes Herz wird sich gleichfalls formen nach Meinem Willen
.... und du, Mein Kind, hast
die Zeit zu erwarten, wo sich trennt alles Unreine von deiner Seele und diese sich Mir
völlig überlässet, auf daß Ich ihr die rechte Form gebe .... und diese nun geformte Seele
nimmt in sich auf ein Übermaß göttlichen Geistes, so sie diesen zu fassen vermag. In
ihrer Reinheit ist sie ein Gefäß geworden, das der Heiland zu Seinem Aufenthalt
benutzt .... und wird dann nicht alles in dir von Liebe erfüllt sein zu deinem
Schöpfer? ....
Wirst du nicht
erbeben vor Glück, das dir die Vereinigung mit deinem Heiland bereitet? ....
Lasse dir nicht einfallen, daß Mein Verweilen auf Erden, mitten unter euch, je
ein Ende nehmen könnte ....
Die Verbindung, die einmal hergestellt ist, lasse Ich nicht zerstören, und dein Herz wird so inbrünstig nach Mir verlangen, daß
Ich dich nimmermehr verlassen kann, weil die Liebe stets Mich zu euch zieht,
weil Ich in der Liebe stets allgegenwärtig bin und weil Ich die Liebe Selbst bin
....
So werdet ihr Mich nimmer verlieren, die ihr nur eure Gedanken .... eure Herzen
zu Mir erhebet ....
Die allerachtbarste
weltliche Ehrenbezeugung wird euch nicht ersetzen können, was ein Augenblick der
Seligkeit in euren Herzen bereitet, so Ich darin weile .... und ebenso werdet
ihr keine andere Wonne ersehnen als Meine Gegenwart ....
Das heiligste Empfinden wird in euch
immer die Liebe bleiben, doch wen Ich mit Meiner Liebe bedenke, der vergisset
Mich ewig nicht ....
Doch verlange Ich eure ganze Hingabe .... wollet ihr Mein sein. Dann
müsset ihr Mich offen anerkennen .... wollet ihr glücklich sein in Meiner Liebe, dann
suchet, auch euren Erdengeschwistern zuzuwenden diese Liebe, suchet ihnen den
Lebensborn zu öffnen .... suchet ihre Herzen und Ohren für Mich zu gewinnen, und ihr
werdet die Zahl Meiner Schäflein vergrößern .... ihr werdet sie dem Untergang entreißen
.... ihr werdet Anteil haben an ihrem ewigen Leben, sowie ihr ihnen Mich, euren
Heiland, zugeführt habt ....
Ihr alle kennet nicht die Macht der Liebe
.... ihr kennt nicht die Größe der Schuld, in die euch der Feind verstrickt hat
....
Wo wäret ihr mit dieser Schuld, würde Meine Liebe
nicht diese tilgen und euch ein Lichtlein anzünden, daß ihr den Lebensweg nicht
in Dunkelheit und daher fehlgeht ....
Ich verlange nichts weiter als euer Herz, aber dieses
ganz und gar, auf daß Ich es gestalten kann nach Meinem Willen, so ihr Mir euren Willen völlig opfert. Werdet wie die Kinder, lasset euch führen, lasset euch auch strafen, wo
es Meine Liebe für recht hält .... auf daß ihr Mich immer inniger lieben lernt und sich
euer ganzes Sein Mir zuwendet .... dann seid ihr in glühender Liebe so geworden, daß
Ich euch formen kann in die schönste Form .... in das Ebenbild Gottes ....
O ihr erkennet die Liebe noch nicht, die euch wandeln kann über Nacht in edelstes, klarstes Kristall
.... in reinstes Gold .... in strahlendstes Licht ....
Darum liebet .... liebet Gott den Herrn über alles und liebet eure Mitmenschen
....
Denn nur aus der Liebe heraus werdet ihr unermeßlich selig sein können bis in
alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 369
empfangen am 7.4.1938
Schaffende Geister ....
Freier Wille ....
Aus der Ewigkeit
geboren sind alle Gedanken ....
Des Himmels unendliche Weite füllt ein Heer schaffender Geister. Doch dem
Menschen ist nur die Möglichkeit gegeben, ein allerkleinstes Teilchen in der
Unendlichkeit mit seinen Gedanken und Ideen zu beleben. Alles andere ist der
Welt der schaffenden Geistwesen unterstellt, die, immer den Willen des Herrn
ausführend, im Weltenraum unermüdlich tätig sind. Die Materie im ganzen Weltall
ist diesen Wesen unterworfen, und was gewollt wird, das geschieht ....
Ein solches Heer dieser Geistwesen umgibt auch jetzt die Erde und greift in alles
Geschehen auf der Erde bestimmend ein, jedoch auch den Kräften Raum und Gewalt
lassend, die gegen den Willen des Herrn arbeiten, denn es muß die Erde beiderseitig
beeinflußt werden, weil sonst das Wichtigste in der Schöpfung ausgeschaltet würde
.... der freie Wille ....
Es kann ein Wesen sich nicht gottähnlich entwickeln, wenn sein Tun
und Handeln eben nur so sein muß,wie ein höheres Wesen es bestimmt ....
Es muß vielmehr die Selbstbestimmung über sich behalten, es muß beidem preisgegeben sein, der
guten und der schlechten Gewalt, und sich dann eine eigene Urteilskraft äußern können
.... ein innerliches Bestreben muß einsetzen, diesen oder jenen Mächten zu
Diensten zu stehen ....
Das Heer der Geistwesen aber, das euch betreut, bleibt ungemein rege
in seinem Schaffen .... was ihr als selbstverständlich betrachtet in der Natur um euch
und über euch, wird ständig von diesen Wesen erzeugt, die gleichzeitig auch damit in
euer innerstes Wesen eingreifen, denn sie bilden euch und lenken eure Gedanken fortwährend auf die Schöpfung
.... sie geben euch gleichsam Einsicht in ihre Tätigkeit .... sie
bewirken, daß ihr überhaupt erst lebensfähig seid, eben durch die euch umgebende
Sphäre .... daß ihr erkennen müßt, in einer von Gott geschaffenen Umgebung aus
euch selbst bilden zu können, was ihr anstrebt ....
Legt euch einmal die Frage vor: Wem von euch Menschen ist nur eine einseitige Auffassungsmöglichkeit gegeben
.... wer von euch kann nicht gleichzeitig Gutes und Böses
erkennen um sich selbst .... wem von euch mangelt die Fähigkeit, Gut und Böse zu
unterscheiden? ....
Also wo doch beides vorhanden ist, wird auch der Mensch notgedrungen sich selbst entscheiden können und müssen, was ihm begehrlich
erscheint .... und so ist der freie Wille zuerst tätig, um das Verlangen der
Seele zu klären. Und wiederum ist daraus der große Segen ersichtlich, den eine
innige Verbindung mit den euch umgebenden Geistwesen nach sich zieht ....
Je vertrauensvoller ihr all euer
Denken diesen unterstellt, desto sicherer werdet ihr geleitet werden und desto klarer
werden eure Gedanken erfassen können Gut und Böse, ihr lernet erkennen und wendet
euch ganz aus freiem Willen dem zu, das euch höchste Vollendung gewährleistet
.... ihr müßt ja dann vollkommen werden, wenn ihr geleitet werdet von den vollkommensten
Wesen, die euch je umgeben können. Ihr könnet nimmer fehlgehen, weil die Kraft des
Guten auf euch ungleich mehr Einfluß haben wird als die des Bösen. Und ihr werdet
darum auch sicher den Weg zum ewigen Leben betreten, wenn ihr euch hingebet den
Gewalten und Kräften, die den Willen des Herrn ausführen, ihr also euch willig dem
himmlischen Vater unterstellt.
Amen
B.D. 370
empfangen am 7.4.1938
Des Heilands Jüngerschar ....
Jüdisches Reich ....
In Seiner ganzen
Leidenszeit war niemand auf Erden dem Herrn und Heiland so ergeben als Seine
Jüngerschar, die Ihn liebte und Ihm gern jedes Leid ferngehalten hätte, wenn es
in ihrer Macht gelegen ....
So viele sich auch um Ihn scharten, so war doch
nur ein kleiner Kreis so von Seiner Göttlichkeit durchdrungen, daß sie in Ihm
ihren Meister, ihren göttlichen Schöpfer erkannten, und wo alles Licht von Ihm
in ihre Herzen flutete, war bald auch der leiseste Zweifel erstickt ....
In göttlicher Vollendung ihres
Wesens sahen sie bald das einzigste Ziel ihres Lebens ....
In der Reinheit Seines Herzens
erkannte ein jeder gar bald, daß Ihm nachzufolgen wohl nur allein wichtig war auf
Erden .... sie erkannten, daß keiner von ihnen diese Vollkommenheit erreichen
konnte, wenn der Herr Selbst nicht Seine Gnade unausgesetzt über sie kommen
ließ, und noch weiter erkannten sie, wie wichtig das Dienen einander in Liebe
zur Erreichung der Vollkommenheit war ....
Ihr Streben ging nun dahin, in tiefster Demut und Selbsterniedrigung sich der Gnade Gottes würdig zu machen
.... sie verließen alles, sie gaben die
Welt auf und lebten nur in Seiner Lehre, die ihnen der Heiland vermittelte im täglichen
Umgang mit ihnen. So hat kein weiteres Geschehen als das ständige Weilen in Seiner
Nähe es zuwege gebracht, daß ihre Herzen erfüllt wurden mit übergroßer Liebe zum
Heiland .... daß ihr Wissen um göttliche Weisheiten sich mehrte, je länger sie
ihren Meister erlebten und erkannten ....
Sie nahmen auf mit dem Herzen, und Gott gab ihnen die Kraft und Gnade, alles
erfassen zu können, was Er ihnen bot ....
Denn niemals wären sie
ohne des Herrn Hilfe fähig gewesen, sich in diesen Weisheiten zurechtzufinden
.... niemals wäre ihnen ohne die göttliche Erleuchtung klar und anschaulich die Größe des
Herrn zu Bewußtsein gekommen .... und nie hätten sie deshalb ihren Lehrmeister als
den Sohn Gottes erkannt, wäre ihr Geist nicht erhellt worden vom göttlichen Licht. In öfterer Bedrängnis des Geistes kam ihnen der Herr zu Hilfe, wann immer sie sich
schwach fühlten .... weil der Herr nur die Liebe ersah, die Seine Jünger Ihm
wert machte ....
Infolgedessen verließ Er die Seinen nicht und gab ihnen Trost in jeder schweren Stunde, forderte aber auch ihren ganzen Einsatz, wenn Er nicht mehr sei
.... wenn Er zurückgekehrt zu Dem, was Seines Vaters ist. Denn die Erde trug zu
dieser Zeit ein ungeheuer lebenswichtiges Volk ....
Es war der Stamm, der zur Verbreitung der christlichen Lehre, des wahren Christentums, ausersehen war
.... es war das jüdische Reich ....
Sein Verlangen, dieses Volk zu erretten aus der Not der Seele, fand keinen Widerhall bei
ihm .... es verlachte und verhöhnte Ihn .... es war in überaus starker Zahl
vertreten, um den Untergang dieses Gottessohnes zu bewerkstelligen, und ließ
sich nimmermehr dazu bewegen, den Glauben an diesen als an den Abgesandten
Gottes anzunehmen ....
Es sah in Ihm einen
Feind ihrer Lehren, es sah nichts weiter in Ihm als einen außergewöhnlich
begabten Redner, Der Seine Gabe zu sprechen ausnützte, um das Volk abtrünnig zu
machen von der Lehre der Väter ....
Und da sie in Sünde und Schmutz verharrten, konnte ihnen auch nicht Erhellung des Geistes kommen
.... sie wiesen jegliche Liebe des Herrn zurück und vergalten diese mit
Schmähungen und dem endlichen Vorhaben, Ihm nach dem Leben zu trachten ....
Und Seine Milde und Güte vergab ihnen ....
Mit engelsgleicher Geduld verwies Er ihnen ihre Reden, denn Sein Herz wandte Sich
einem jeden zu und suchte ihn zu retten. Die Allmacht Gottes aber ließ diesen Menschen ihren Willen, auf daß
sich erfüllte das Wort .... daß der Herr zur Welt gekommen, um die Menschheit zu
erlösen ....
Amen
B.D. 371
empfangen am 8.4.1938
Anthroposophen? ....
Gedicht ....
Leise klingen dir die
Worte des Heilands ins Ohr ....
Werdet wie die Kinder, und Ich will euch Meinen Segen geben, und so ihr Meinen
Worten Glauben schenket, wird euch nimmermehr mangeln die Kraft ....
Weiset alles von euch, was diesen euren Glauben
erschüttern könnte, denn nur wo das Licht leuchtet, das aus der wahren Demut heraus
geboren ist, dort wird auch Mein Geist Eingang finden, nicht aber in Höhlen, die mit
Steinmauern umgeben sind .... das sind die Herzen, die ihre ganze Weisheit schöpfen
aus kunstvoll konstruiertem und mühsam zusammengetragenem menschlichen Aufbauwerk
.... den endlos vielen Schriften wohl wahrheitssuchender, doch dem kindlichen Glauben abholder Menschen, die sich eine Lehre schufen, welche Gott als überaus
schwer erreichbares, mühsam zu erringendes Wesen hinstellt .... die im Glauben leben,
es sei immerdar in der Welt nur der Mensch ausersehen, der Wahrheit und der Erkenntnis näherzukommen, der sich selbst in langer mühsamer Geistes-
.... d.h. Verstandesarbeit ein Wissen aneignet, das wiederum auf ebensolche
Weise erworben wurde, niemals aber die reine Liebesarbeit, die Demut und die
bedingungslose Hingabe an den Willen Gottes zur Grundlage hat ....
Nur auf dieser allein kann wahres Wissen aufgebaut und erworben werden ....
Alles andere führt, auch wenn es seinen Ausgang in gleicher Weise hat, doch mit
der Zeit von der eigentlichen Wahrheit ab, und zuletzt wird ein Gebilde daraus,
das nicht mehr das ist, was Meiner Lehre entspricht ....
Fliehet alles, was
zu Zeiten geistiger Überheblichkeit entsteht .... dieses kann nie und nimmer mit
der vollen Wahrheit übereinstimmen, ihr werdet das Wort Gottes immer nur dort
rein entgegennehmen, wo ihr die Leitung eures Geistes völlig dem Herrn
überlasset ....
Ihr sollt
wohl ringen .... unaufhörlich ringen, doch nicht um bloße verstandesmäßige Erkenntnis, sondern vielmehr um die Vollendung eurer selbst
.... um die Vollendung eurer
Seele, die ihr nur erreichen könnt, wenn ihr euch befleißigt, erst euer Herz zu bilden,
indem ihr euch übet in der Liebe, der Demut, der Sanftmut .... und wenn ihr
nicht zuletzt die Gnade des Herrn erfleht und dankend entgegennehmet, denn ohne
diese Gnade ist euer Ringen vergeblich; ihr seid dann einer kalten, leblosen
Masse gleich, die den belebenden Hauch der göttlichen Gnade nicht spüret und
ohne diese nicht zum lebenswarmen Ausreifen euer selbst kommen kann ....
Ihr berget wohl einen gewissen Geist, doch dieser kann euch nicht das wahre
Leben vermitteln, das allein der Herr denen verspricht, die in Ihm bleiben ....
Darum ist wohl keine Gefahr so groß als die der Überhebung, denn sie schließt
alles aus, was Vorbedingung ist für die allein wahre Erkenntnis ....
Und das Ringen dieser Seelen wird so lange vergeblich sein, bis auch sie
sich mehr und mehr der göttlichen Gnade überlassen .... bis sie den toten Weg
erkannt haben, den ihre Seelen gegangen sind ....
Das wahre Licht, das wahre Leben, wird allein nur dem gegeben
....
der als Kind zum Vater findet .... der allein nur überwindet, was sich ihm
entgegenstellt ....
Doch ihr alle, die
ihr suchet ohne Gottes Gnadenquell, werdet nicht das Ziel erreichen ....
Euer Geist wird licht und hell dann erst sein, wenn jene Welt eurer Seele
sich erschließet ....
wenn ihr ganz nach Kinder-Art bittet um des Vaters Gnade ....
dann erkennet ihr den Geist der Liebe, die euch führt .... und ihr werdet loben
ewig Den, Dem dieses Lob gebührt ....
Amen
B.D. 372
empfangen am 9.4.1938
Verstandesmäßiges Übertragenwollen ....
Innere Erkenntnis ....
Ein einsichtsvoller Mensch wird sich stets befleißigen, die Lehren des Herrn anzunehmen, doch fehlt ihm jeglicher Wille dazu, dann sieht er in diesen nimmermehr eine
Gabe des Herrn, auch wenn er die Entstehung dieser nicht enträtseln kann. Und so wird
deinem Bemühen immer dann eine Schranke gesetzt sein, wenn ihm ein bloßes verstandesgemäßes Übertragen-Wollen zugrunde liegt. Erst dann, wenn die Seele mitschwingt, wenn es gelingt, innerste Regungen zu erwecken, so daß durch diese der
Drang zur Verbundenheit mit Gott den Menschen erfüllt, wird auch das Wort und Seine
Lehren auf fruchtbaren Boden fallen, und dann wird die Tätigkeit einer solchen Seele
keine Grenzen finden, dem göttlichen Herrn zu Willen zu sein .... dann erfaßt der Verstand blitzschnell, weil die Seele gleichzeitig tätig ist. So mag wohl der Mensch sich
bemühen, sich in solche Probleme hineinzuleben, es fehlt ihm aber noch die Kraft der
inneren Erkenntnis .... es ist noch alles tot in ihm und kann sich erst dann entfalten und
gestalten, wenn die Lehren wahrhaft lebendig sein Denken beeinflussen .... es kann also
der Gesundungsprozeß erst dann einsetzen, wenn der Sinn des Menschen allein von
sich aus den Vater sucht und das rechte Verhältnis zum Vater findet. Dir aber soll das
nicht den Mut nehmen .... immer dort, wo der Widerstand groß ist, unterstützen dich
treue Helfer, und du weißt, daß ebenso viele Geistwesen um solche Herzen sich
bemühen und dir Dank wissen für jede Unterstützung. Denn ohne Eindruck verhallen
deine Reden nicht ....
Es erregen so viele Worte sein Interesse, diese werden veranlassen, daß
in weiteren Geschehnissen doch ein Zusammenhang gesucht und gefunden wird, und
hat der Mensch die Bahn des Suchens in dieser Art beschritten, dann ist der Erfolg nicht
mehr gänzlich abzuweisen .... wenn er auch noch in weite Ferne gerückt erscheint. Was
bewegt eines solchen Menschen Herz am meisten? Die Schöpfungsgeschichte mit ihren
vielen Fragen, die unlösbar erscheinen .... wenn nun auf diesem Gebiet dem Menschen
eine Erklärung gegeben wird, die ihn befriedigt, so verliert schon alles andere an
Unwahrscheinlichkeit .... er suchet dann alles mit den Augen des in Gott Forschenden
zu betrachten .... und der Erfolg wird nicht ausbleiben, denn wer den Weg gehet
mit Gott, wird, von Stund an recht geleitet, sich bekennen zum wahren Glauben
....
Amen
B.D. 373
empfangen am 11.4.1938
Zweck der Leiden - Prüfungen ....
Trägheit des Geistes ....
So manches Geschehen im Leben macht den Menschen mutlos
.... es ist wie ein Ring,
der eines solchen Menschen Herz umspannt, immer und immer wieder wollen sich
Zweifel einstellen an der Güte und Barmherzigkeit Gottes, wenn sich zu oft Leid und
Kümmernisse einstellen .... und doch geben euch diese nur die innere Reife, die ihr
sonst in viel längerer Zeit euch erringen müßtet. Und da das Erdenleben nur eine kurze
Spanne Zeit umfaßt, so werden sich solche drückende oder quälende Begebenheiten
des öfteren und manchmal schnell nacheinander einstellen müssen, auf daß euch der
Segen daraus erwachse, daß ihr ernst und besonnen das Leben erfasset und sich immer
mehr das Verlangen abwende von der Welt und ihren Reizen, die für euch gleichzeitig
ernste Gefahr bedeuten. Dem einzelnen erscheint das Leben oft unertragbar, mitunter
sogar ermüdet das Erdenkind und läßt die Flügel hängen .... es läßt sich
treiben, ohne selbst etwas dazu zu tun, dieses mutlose Dahinleben zu ändern. Und
doch würde es euch so leicht sein, sobald euch die rechte Einstellung zu Gott
den Weg kundgibt, den ihr zu gehen habt ....
Achtet doch auf die vielen, unüberwindlich erscheinenden Hindernisse in eurem Leben
.... wäret ihr wohl diesen entronnen, wenn sich nicht jedesmal Hilfe eingestellt
hätte von oben ....
Ihr erkennet zwar nicht immer diese als von oben
gesandt, doch es ist ja jedes Geschehen ein Ausfluß der Gnade Gottes .... ob gut oder
böse .... es hat immer den gleichen Zweck, veredelnd einzuwirken auf euch
Menschenkinder, und ist dieses imstande, in jeder Prüfung ein Besserungsmittel
zu sehen, so ist auch schon die Erkenntnis da der eigenen Fehler und Schwächen,
und mit der Erkenntnis kommt auch der leise Wunsch, diese zu bekämpfen ....
Dann hat eine jede Prüfung
schon ihren Zweck erfüllt .... und deshalb werden sich in jeder schweren Lage immer
die Gedanken darauf wenden müssen, daß sie notwendig sind zur Erreichung eines
höheren Grades .... daß sie gleichsam die Sprossen auf der Leiter sind, die zur
Vollkommenheit der Seele führt ....
Ein Leben ohne Kampf würde ja nur ein Verweilen auf
immer gleicher Stufe bedeuten, nur ist der Kampf gegen sich selbst weit schwerer zu
führen als gegen Feinde, die von außen an den Menschen herantreten. Ein jedes Erwachen aus der Trägheit des Geistes ist ein Fortschritt
.... der wache Mensch wird auch seinen Geist bedenken, er wird ihn nicht darben lassen
.... doch die Trägheit ist ein Rückgang, sie ist in keiner Weise belebend zu nennen, sie wird ersticken jeden Drang zur
Tätigkeit und kann so niemals fördernd wirken auf die Seele. Deshalb lasset euch nicht
schrecken, wo des Lebens Ungemach euch schwer tragbar erscheint .... habt ihr durch
solches eure Fehler entdeckt und dagegen angekämpft, so wird es in nicht langer Zeit
wieder von euch weichen, denn der Herr läßt nur so lange solche Prüfungen zu, bis
diese ihren Zweck verrichtet und verbessernd auf das Herz des Menschen gewirkt
haben. Denn Sein Wille ist nicht, daß ihr leidet, sondern nur, daß ihr durch
dieses euch der ewigen Freude wert macht ....
Amen
B.D. 374
empfangen am 12.4.1938
Göttliche Gebote ....
Arbeit der Geistwesen ....
Vernimm nach des
Herrn Weisung ....
In Seinem Bereich leben Tausende von Wesen,
denen die Reinerhaltung der göttlichen Gebote als Gesetz gegeben wurde, die jedoch
sich nimmer damit befassen, diesen Geboten nachzukommen. Es ist in einem solchen
Fall kaum anzunehmen, daß sie die gleiche Urteilskraft besitzen könnten .... daß sie den
Wert dieser göttlichen Gebote erkennen können .... die umgebenden Geistwesen
jedoch haben in ihrer Planmäßigkeit kein weiteres Verlangen, als diesen so in Dunkelheit des Geistes Weilenden möglichste Aufklärung zu bringen
.... und daher wird ihnen ununterbrochen vor Augen geführt, wie alles auf Erden
hinfällig wird, wenn die Gebote Gottes nicht anerkannt werden. Der Zorn Gottes
trifft alle die, die gegen Sein Wort arbeiten, denn es wäre dann der Grundstein
alles Aufbau-Werkes für die Ewigkeit zerstört mit vollem Willen ....
Es würde ohne dieses Wort Gottes herumtappen in Blindheit auch der, dessen Wille
gut ist ....
Und so baut sich darauf schon allein auf, was dann erst
reif und vollkommen machen kann für die Ewigkeit. Um nun die Gebote Gottes befolgen zu können, muß vor allem gelehrt werden, was der Herr verlangt. Kein Wesen hat
die Gabe, aus sich heraus, ohne jegliche Weisung des Herrn, in die tiefsten Weisheiten
der Schöpfung einzudringen .... ebenso vermag es auch nicht sich dem Willen
Gottes zu unterordnen und dann diesen Willen auszuführen, wenn es nicht in
Kenntnis gesetzt wird von seiner Aufgabe, deren Erfüllung ihm erst den Zustand
gewährleistet, in dem es dann die Gabe der Erkenntnis seiner Bestimmung im
Weltall empfängt ....
Es kann
nicht das eine ohne das andere sein, es muß ordnungsgemäß eines dem anderen folgen,
und so ist vor allem die Übermittlung der Gebote Gottes unerläßlich, weil dann erst das
Arbeiten des Menschen an sich selbst beginnen kann, denn zum Erklimmen der Höhe
muß dieser die Vorbedingungen erfüllt haben ....
Wer nun glaubet, ohne solche Selbstbetätigung, ohne diese Arbeit an sich selbst seinen Zweck auf Erden erfüllen zu können, ist so ungemein irriger Ansicht, daß den umgebenden Geistwesen eine mühsame
Arbeit obliegt, diesen Erdenkindern die Einfügung in Gottes Ordnung und Willen klarzumachen, und dies kann nur geschehen durch Winke und Hinweise, die auf Erden den
Menschen selbst betreffen .... und die, im kleinen gesehen, genau dasselbe
Verhältnis herstellen wie das des Kindes zum himmlischen Vater .... daß also
alles, was ihr dem himmlischen Vater schuldig seid, ihr auch von euren
Mitmenschen verlangt als selbstverständlich .... daß euch dann fühlbar selbst berührt, wenn euch die Erfüllung solcher
irdischen Gebote versagt bleibt, und daß ihr daran erkennet, wie ihr doch das gleiche
dem Vater versagt, Der es in weit größerem Maße von euch zu erwarten hat. So kann
dann nimmermehr der Einwand erbracht werden, daß der Mensch nicht fähig sei, die
Gebote Gottes anzuerkennen als Gottes Lehren .... er kann in seinem Herzen nicht die
Stimme ersticken, die zu ihm spricht, und er wird darum nimmermehr ablehnen können, daß das gleiche, das er verlangt, auch von ihm verlangt werden muß, will er sich
würdig machen, in der Gemeinschaft der Wesen zu leben, die von Gott gezeuget sind
und das gleiche anstreben sollen .... die Vereinigung mit dem ewigen Vater ....
Diese
setzt aber erst ein williges Unterwerfen voraus .... und dazu sind auch die Gebote Gottes
gegeben, daß ihr vor allem stellet euren Willen unter den göttlichen Willen ....
weil ihr dann erst eins sein könnt mit dem Vater, wenn ihr gleichen Willens seid
....
Amen
B.D. 375
empfangen am 12.4.1938
Wissen ....
Innenleben ....
Unterschied im Wert von geistigem und irdischem Wissen ....
Ein einsichtsvoller
Mensch hat niemals das Verlangen, einzudringen in Gottes tiefste Weisheiten nur
darum, um sein Wissen zu bereichern, sondern er wird aus diesem Wissen heraus
die Verbindung suchen mit Gott ....
Er wird sich niemals genügen lassen, nur zu wissen. Was ihm viel wertvoller
erscheint, ist das Verhältnis, das ihn mit dem Schöpfer aller Wunder verbindet
....
Und hat er dann die richtige Einstellung zum Schöpfer gefunden, dann erst wird
ihm das Wissen den Segen bringen ....
Denn was nutzt dem Menschen all sein Wissen um Dinge am Ende seiner Tage, so er
sich nicht den Wert des Wissens zunutze gemacht hat in der Erdenzeit. Gleichwohl
verlangt der Mensch immer wieder, sein Wissen zu bereichern ....
Es ist dies auch eine Gabe, die der Herr Selbst ihm auf Erden beschert ....
Der Drang nach immer neuem Wissen ist dem Menschen angeboren ....
Wozu wäre auch alles in der Natur, in und um den Menschen selbst ....
Es ist alles immer wieder ein Hinweis auf den ewigen Schöpfer, und Sein Geist
ist im Menschen tätig, wenn der Wissensdrang sich in dem Erdenkind zu regen
beginnt ....
Alle dieser Sonderheiten weisen schon von Beginn der Erdenlaufbahn auf ein
Eingreifen göttlicher Macht hin. Das Innenleben des Menschen ist ein ganz für
sich und vom eigentlichen Körper abgesondertes Bereich, keine Gewalt von außen,
kein fremder Wille kann auf dieses bestimmend einwirken, wenn der menschliche
Wille nicht selbst solche Einwirkungen aufnimmt ....
Immer ist das Innenleben etwas, was der Mensch
ganz allein bestimmen kann .... das er gestalten kann reich und wertvoll .... das er aber
auch brachliegen lassen kann oder es so hartnäckig verschließt, daß kein Lichtstrahl
hineinfindet. Daß er also geistiges Wissen nicht aufnimmt oder aber an irdischem Wissen sich derart bereichert, daß dieses ihn voll und ganz ausfüllt und er nun unfähig ist,
göttliche Weisheiten in sich aufzunehmen, ja ihm solche als fraglich erscheinen, und er
somit bei allem irdischen Wissen ein gänzlich untaugliches Wesen ist beim Verlassen
der Erde. Ist der Mensch weise im Herzen, so wird er sich nicht überlasten mit irdischem Wissen, denn dieses ist für ihn nutzlos, läßt
er jedoch die geistige Tätigkeit, den Drang nach geistigen Wahrheiten in sich
zur Blüte kommen, so wird er ungemein weise handeln, und der Reichtum seiner
Seele wird sich mehren an unvergänglichen Gütern ....
Alles Wissen, das euch der Herr vermittelt, hat im Sinne der Schöpfung
unvergleichlichen Wert .... alles irdische Bemühen aber um Gelehrsamkeit wird nicht
anerkannt werden dereinst, wenn nach dem Wert der Seele gerichtet und gelohnet
wird; denn die Weisen der Welt werden unwissend sein, und alles irdische Streben
wird ihnen keinen Lohn eintragen, dagegen werden über diesen stehen, die allzeit
die Gabe Gottes, die göttliche Weisheit, dankend in Empfang nehmen, denn diese
werden vom Herrn gesegnet sein ....
Amen
B.D. 376
empfangen am 13.4.1938
Bau und Grundpfeiler ....
Druck der Schriften ....
Warnung ....
Ihr dürfet nimmer verzagen, der Herr wird allzeit bei euch sein, die ihr begehret, in
Seinem Willen zu leben. Was euch der Herr auferlegt, ist nur, um euren Glauben zu stärken und die Sehnsucht nach dem Herrn zu vermehren, denn Er will, daß
ihr ganz in Ihm aufgeht ....
Er will ein Haus bauen, das fest und unerschütterlich allen Anstürmen
von außen trotzt, und ihr müßt euch einfügen in den Willen Gottes und alles auf euch
nehmen in Geduld und Ergebung und immer nur den Herrn walten lassen, dann wird
recht gefügt sein der Bau, zu dessen Grundpfeilern der Herr euch erwählt hat
....
Und nun, mein Kind, wollen wir deinem Verlangen nachkommen und dich in
außergewöhnlicher Aufnahme stärken, denn es will der Herr dir kundgeben, wie
sich dein ferneres Leben gestalten soll ....
Es wird in kurzer Zeit jemand an dich herantreten, dessen Willen es ist, sich
mit dir in Verbindung zu setzen zwecks Drucklegung der Schriften ....
Es wird dies in einem Kreis sein, den du jetzt noch nicht kennst
.... es ist ein gleiches
Bestreben, Gott zu dienen, diesem Kreis Grundsatz. Und daher wird alles, was dort
unternommen, vom Herrn gesegnet sein. In dieser Lage darfst du dann nicht zweifeln
.... du mußt immer wissen, daß dich der Herr lenket und dich diesen Erdengeschwistern zuführt, daß du also völlig in Seinem Willen bist
.... dort lasse dann den Herrn weiterwalten, vereinige dich mit diesen, und
lasse dein Herz nur immer dem Herrn zugewandt, dann wird das rechte Denken dich
jederzeit beleben ....
Nun werden
dir aber Schwierigkeiten erwachsen, die aus dem jeweiligen Gebot entstehen, daß
Zusammenkünfte zum Zwecke geistiger Fortbildung nicht gestattet sind ....
Dies lasset
euch alle nicht schrecken .... wo der Herr unter euch weilt, wird dieses Gebot
wirkungslos sein an euch ....
In dieser Zeit wird so mancher von euch mit Bangigkeit erfüllt, das
Zusammenstürzen des Gebäudes befürchten ....
Doch vertrauet allzeit auf den Herrn .... was Er gab, soll Tausenden noch zum
Segen gereichen ....
Glaubt ihr, daß diese Zeichen Seiner großen Liebe zu euch Menschenkindern von
Menschenhänden zerstört werden können, wenn es gegen den Willen des Herrn geht?
....
So achtet nur immer darauf, daß kein fremdes Wesen Einblick bekommt vor der Zeit
....
Auf daß der Gang der Geschehnisse nicht erschwert .... auf daß nicht vorzeitig eingegriffen wird, ehe das Werk vollendet ist. Denn immer werdet ihr von Feinden umlauert, und darum ist äußerste Vorsicht
vonnöten .... auf daß ihr nicht wahllos einem jeden vertrauet, der sich euch
naht ....
Doch der Herr wird
euch Winke geben zur rechten Zeit. Und nun lege vertrauensvoll all deine Sorge,
deine Gedanken und deine geistige Arbeit in Gottes Hand ....
Der größte
Schutz ist das Gebet, das ihr vertrauend dem lieben Herrn und Heiland entgegenbringt
.... „Um was ihr bittet, wird euch gegeben werden ....“, so ruft euch der
Heiland zu, die ihr euch sorget um des Leibes und der Seele Bedürfnisse. Werdet
wie die Kinder, und ihr empfanget alles, was ihr begehret ....
Amen
Hinweis von Bertha Dudde auf: „Das große Evangelium Johannes“, Band IV, Kapitel
79 (5) :
»Wer von euch ein Freund der Armen sein wird aus vollem Herzen, dem werde
auch Ich ein Freund und wahrer Bruder sein, zeitlich und ewig, und er wird nicht nötig
haben, die innere Weisheit von einem andern Weisen zu erlernen, sondern Ich werde
sie ihm geben in aller Fülle in sein Herz. Wer seinen nächsten armen Bruder lieben
wird wie sich selbst und wird nicht hinausstoßen eine arme Schwester, welchen Stammes und welchen Alters sie auch sei, zu dem aber werde Ich Selbst kommen allzeit
und Mich ihm treulichst offenbaren. Seinem Geiste, der die Liebe ist, werde Ich’s
sagen, und dieser wird damit erfüllen die ganze Seele und ihrem Mund. Was der dann
reden oder schreiben wird, das wird von Mir geredet und geschrieben sein für alle Zeiten der Zeiten.«
B.D. 377
empfangen am 13.4.1938
Übermitteln des geistigen Wissens ....
Der Herr setzt Schranken ....
Des Himmels Güte mißbrauchet, wer eigennützig begehret, aufgenommen zu werden in den Kreis der Wissenden
.... wer nimmer sich bemühet, zu geben von dem, was er empfängt ....
Diesen hat der Herr Seine Liebe gezeiget, sie aber erzeigen nicht die gleiche Liebe ihren Mitmenschen, und so kann sich auch nimmer die Seele lösen von der
Materie, es ist dann dieses Wissen gleich dem von sich aus Erworbenen .... es
wird nicht bewertet als Fortschritt der Seele, sondern nur als totes Aufnehmen
von ihm lebendig Übermitteltem. Sage dies denen, die um irdischen Vorteils
willen in der Materie verharren, verweise sie auf die Worte des Herrn: ....
Das Wichtigste im Leben ist das Befolgen der Lehre Christi, und nimmer kann der
diese Lehre befolgen, der nicht willig gibt, was er empfangen. In deiner
nächsten Umgebung wird dir offenbar werden, wie das Befolgen der Gebote Gottes
sich auswirkt, wo aber stets der im Segen bleiben wird, der die Worte des Herrn
willig weitergibt. Es achten die Menschen nicht auf die Not ihrer Umgebung, und
so geben sie auch nicht Hilfe dort, wo sie so nötig wäre ....
Wer in der Gnade lebt, zu wissen um die Liebe Gottes, soll sich angelegen sein
lassen, diesen beizustehen, und in der inneren Erkenntnis seiner eigenen Not
auch die Not der Brüder verstehen lernen ....
An dem Willen fehlt es zwar oft nicht, doch steht so manchem Erdenkind sein
eigenes Wohl zwar nahe, doch das des Mitmenschen berührt es nicht sonderlich
....
Es ist das keine Liebe, wie sie der Herr predigt ....
Der Eigennutz wird solchem Menschen die eigenen Verdienste schmälern, und Schranken werden ihm von
Stund an gesetzt sein in dem Erkennen der Göttlichkeit. Es trübt die Eigenliebe des
Lichtes Leuchtkraft .... den Seelen aber, die im Licht wandeln, ist geboten, mitzuwirken
an der Erhellung des Geistes so vieler Irrenden. Und wenn dann die Stunde kommt, die
der Herr zur Rechtfertigung ausersehen hat, dann werden viele Lücken offen sein, wo in
Liebe zu wirken innerstes Gebot war. Sich im Bewußtsein, begnadet zu sein vom Herrn,
stets voller Liebe seiner Aufgabe hingeben, auch andere an dieser Gnade teilnehmen zu
lassen, wird erst dem Menschen jene Reife geben, die zur Liebesarbeit im Jenseits erforderlich ist.„Lasset es Meine Sorge sein“, spricht der Herr,„wo Ich die Schranken des geistigen Wissens setzen will
.... es soll keiner glauben, daß Ich über Mich und Meinen Willen verfügen lasse
....“ Und wo Einhalt geboten werden soll, dort werde Ich schon zur
rechten Zeit eingreifen .... doch die Ich bestimme zur Arbeit in Meinem
Weinberg, denen dürfet ihr nicht gebieten, die ihr die Gnade noch nicht voll
erkannt habt. Wer aber sich befleißigen will, Mein Wort anzunehmen, den will Ich
aufnehmen in Meine Schar, die Mir dienen ....
Ich will sie Selbst hinweisen, auf daß ihnen der Weg leicht werde zum Glauben
....
Sich selbst in aller Liebe hingeben der Sorge um das Heil der
Erdenkinder wird allemal segensreicher sein, als zu grübeln, was menschliches Wissen
nicht ergründen kann .... und darum nehmt die Worte, von Mir Selbst gegeben, gläubig
an und in eure Herzen auf .... dann gehet ihr den rechten Weg ....
Amen
B.D. 378
empfangen am 14.4.1938
Klärung der Seele Vorbedingung zur Vereinigung mit Gott ....
Hilfe den Irrenden ....
Reget sich der Geist Gottes in euch, so wird leben, was bis dahin tot war, erstehen
wird die Seele und sich aufschwingen .... ihre Umhüllung wird sie verlassen und
stets nur das Licht suchen, und was dann geboren wird aus diesem Licht, das wird
nimmer vergehen in Ewigkeit ....
Und so hat der Herr allen Wesen auf Erden die Fähigkeit gegeben, aufzunehmen den göttlichen Geist, so nur das Verlangen rege wird und der
Mensch in seinem Dasein eine außerordentliche Aufgabe erblickt. Weil immer wieder
die Verbindung mit dem göttlichen Vatergeist hergestellt werden muß, um das ewige
Leben zu erreichen, wird der Vereinigung eine mühevolle Arbeit vorangehen müssen
.... die Arbeit einer Klärung der Seele, die den Geist Gottes doch aufnehmen soll. Diese
Klärung der Seele kann wiederum nur stattfinden, wenn sich deren Verlangen abwendet von der Materie, wenn sie alles sie bisher Fesselnde willig aufgibt, um dafür etwas
weit Köstlicheres einzutauschen .... um in eben diese Verbindung zu treten mit
dem göttlichen Geist ....
Nichts kann bestimmend die Seele beeinflussen, sie muß sich aus
sich selbst heraus auf ihre Aufgabe besinnen, sie muß wollen, daß sie fortschreite auf
dem Wege der Erkenntnis .... sie muß auch gleichzeitig den Willen in die Tat umsetzen
.... sich zu vereinen mit dem himmlischen Vater. Der so geformte Wille bleibt
dann stets dem göttlichen Willen unters