Buch 10-13           NR.  0443 – 0636

empfangen von  Bertha Dudde  in der Zeit vom 31.5.1938 – 23.10.1938

Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes – 1891-1965 – mit ihrer Autobiographie, mehreren Einführungen ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie hier, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie hier.

BD 0443 empfangen  31.5.1938

Leidenschaften ....

Die Leidenschaften der Menschen bringen oft so starke Trübungen der Seele zustande, daß wieder Tage vergehen, bis sie sich von den Einwirkungen dieser frei gemacht hat, und dann ist dieser Seele Los ein Ringen um Kraft. Vergesset nicht, ihr Menschen auf Erden, daß ihr selbst erheblich dazu beitragen könnt, euch im Gleichmaß eurer Gefühle zu bewegen, wenn ihr nur immer diesen Zustand der Seele vor Augen habt, der ihr Pein und Leid verursacht.

In der Erregung des Menschen bemächtigen sich dieses sofort übelwollende Mächte und suchen allen Haß und alle Bitterkeit zu schüren, um möglichst weitgehend die Seele des Menschen von dem bisherigen Wege abzubringen .... Und nur das Gebet um Hilfe aus diesen Versuchungen schwächt deren Kraft. Jede Minute eures Lebens soll dazu dienen, euch der Gewalt dieser Mächte zu entreißen, indem ihr unausgesetzt übet die Sanftmut, die Demut und die Geduld.

Wer aber seiner Leidenschaftlichkeit freien Gang läßt, beachtet dies nicht .... Er hat nur wieder zu kämpfen, um in den ehemaligen Zustand zurückzufinden, was ihm bei gutem Willen auch gelingen wird, aber doch der Seele nur einen Rückschritt eingebracht hat. Deshalb versuchet zuerst, euch aller Heftigkeit zu entledigen .... die Versuchungen, die an euch herantreten, in aller Sanftmut abzubiegen und ihnen dadurch zu entrinnen .... denn wie klein sind oft die Ursachen zu großen Verirrungen der Seele ....

Jeder irdischen Macht ist die Gewalt gegeben, zu verfügen nach ihrem Gutdünken .... ist nun ihr Handeln nicht gut und weise, so wird sie selbst sich verantworten müssen dereinst, doch ihr, die ihr dieser Macht untersteht, befolget alles nach Kräften .... so wird euch in solchem dennoch der Segen erwachsen, und ihr werdet auch bewältigen können, was gefordert wird, wenn ihr den Herrn um die nötige Kraft anfleht. Die Gottheit ist ja ständig um euch besorgt und greift dort helfend ein, wo ihr Hilfe erbittet.

Das irdische Gesetz muß eine Richtschnur bleiben, solange es nicht gegen die Gebote Gottes und gegen die gesamte göttliche Ordnung verstößt. Denn dann greift der Herr Selbst ein, um zu richten und aufzurichten alle, die fehlgehen. Die Stimme des Herrn ist durchdringend und wird zur Geltung kommen, wenn es an der Zeit ist, doch ihr, die ihr auf Erden wandelt, haltet euch an die Gebote Gottes, und es wird euch leichtfallen, alles zu erfüllen und dem nachzukommen, was irdisch von euch gefordert wird ....

Amen

BD 0444 empfangen  31.5.1938

Vergebung der Sünden ....

Gehet in euch und erkennet eure Sünden .... Und wenn ihr gefehlt habt, so bittet den Herrn um Verzeihung und um Seine Gnade .... das allein ist wohlgefällig vor Gott. Doch wenn ihr glaubet, daß ununterbrochene Gebete zu Gott dringen, die nicht aus tiefstem Herzen kommen .... wenn ihr glaubet, daß der Herr nur denen vergibt, die für dieses Leben durch Privileg näher dem Herrn zu sein glauben .... die sich ein Schema zurechtgelegt haben, nachdem alle Sünden in bestimmter Frist programmäßig erlassen werden .... so will euch der Herr eines Besseren belehren.

Ihr habt durch die göttliche Liebe des Heilands euch das Anrecht erworben, euch befreien zu können von euren Sünden, so ihr diese im innersten Herzen erkennt .... darüber aufrichtig Reue empfindet und zugleich den Herrn und Heiland um Sein göttliches Erbarmen anfleht, daß Er diese Sünden von euch nehmen möge .... und daß ihr den festen Vorsatz fasset, diese Sünden zu meiden aus Liebe zum göttlichen Heiland.

Alles, was der Mensch als Unrecht erkennt, muß er auch im Herzen verabscheuen, und dieses wieder wird auch in ihm den Vorsatz reifen lassen, die Sünde zu meiden, und bringt er dann wie ein Kind seinem Vater die ernste Gesinnung entgegen, Diesen nie durch solches Unrecht betrüben zu wollen .... vereinigt sich mit dem Abscheu tiefe Reue und der Vorsatz, sich zu bessern .... so nimmt der Herr liebevoll den reuigen Sünder an Sein Herz und vergibt ihm seine Sünden. In der Welt aber haben sich Sitten und Gebräuche eingebürgert, nach denen man seiner Sünden ganz mechanisch enthoben werden kann ....

Und damit ist einem größeren Übel und Frevel an der Menschheit Vorschub geleistet worden. Denn es wurde der Nachlaß der Sünden zu einer wahren Glauben tötenden Unsitte, weil er sich so vollzog, daß schließlich das Empfinden des Herzens wohl dabei als unerläßlich erwähnt wurde .... daß aber die wenigsten der Sünder sich befleißigten, in völlige Fühlungnahme mit dem Herrn zu treten .... daß zwar alle zeremoniellen Bedingungen erfüllt wurden, der eigentliche Akt der Sündenvergebung aber die Menschen in dem Glauben ließ, ihrer Pflicht nachgekommen zu sein .... daß jedoch das Herz des Menschen noch gar nicht die Bedingungen erfüllt hat, die zur Vergebung der Sünden durch den Herrn vonnöten sind.

Und immer mehr gewann dadurch eine Irrlehre Oberhand, die wohl in ihrer Grund-Auffassung und ihrer Absicht gut und edel ist, aber die Menschen nur an eine pflichtmäßige Ausübung einer Handlung gewöhnt, die in ihrer ganzen Tiefe gar nicht ernst genug erfaßt wird und doch so unendlich notwendig ist für das Seelenheil der Menschen ....

(Unterbrechung)

BD 0445 empfangen  1.6.1938

Vergebung der Sünden ....

Keinem Menschen ist es gegeben, sich selbst von seiner Sündenschuld zu erlösen .... er bedarf dazu immer der Liebe des göttlichen Heilands. Ebenso hat auch der Mensch von sich selbst aus nicht die Macht, anderen Mitmenschen die Sünden zu vergeben .... nur wenn er in Ausübung seines Amtes, als Vertreter der ewigen Gottheit auf Erden, handelt und dabei das Herz des Menschen innigst bewegt ist, d.h. dieser aus vollster Erkenntnis seiner Schuld den Vater im Himmel um Vergebung bittet. Es ist also immer nur ausschlaggebend der Wille des Erdenkindes, und die Handlung des Stellvertreters Gottes ist nur ein sinnbildliches Zeichen des Gnadenaktes ....

Es wird sonach das Sündenbekenntnis, das abgelegt wird, ein völlig nutzloses sein, auch wenn damit die Pflichten scheinbar erfüllt sind, wenn nicht ein gleiches Sündenbekenntnis zum göttlichen Vater mit innigstem Flehen um Vergebung gesandt wird. Und umgekehrt wird hingegen ein solches reuevolles Sündenbekenntnis dem Vater gegenüber auch ohne diese Zeremonie die wahrhafte Vergebung dieser Schuld bewirken. Es wissen die Menschen oft nicht mehr, wie ferne sie der wirklichen Gottheit sind, obwohl sie allen Anforderungen, welche die Kirche auf Erden ihnen stellt, nachkommen .... Es ist zu völlig mechanischem Handeln geworden, was innigstes Herzensbedürfnis sein sollte ....

Und so kann auch ein solches Erfüllen der Pflichten nicht immer von gleichem Segen sein .... Die Herzen müssen zu Gott finden, eine innige Verbindung mit dem Schöpfer und Erlöser muß vorangehen, dann wird der Herr in aller Gnadenfülle die Erdenkinder bedenken, auf daß sie immer mehr zu Ihm finden und ohne ihren Heiland bald nicht mehr wandeln mögen auf Erden. Doch der erste Schritt muß selbst getan werden .... es weiß ein jeder, wenn er gesündigt hat .... Er muß nun auch, so wie er selbst zur Sünde gefunden hat, auch zur inneren Einkehr finden .... erkennt er die Sünde, so wird er sie auch verabscheuen lernen, und dann folgt die Reue und der Wunsch, von der Schuld befreit zu werden .... dann aber ist das Gebet um Vergebung aus dem Herzen kommend und wird auch so das Ohr Dessen erreichen, Der allein alle Schuld tilget durch Seine große Liebe ....

Amen

BD 0446 empfangen  1.6.1938

Zweifel ....
Glauben ....
Wille ....
Wort Gottes ....

Folget Meinen Worten, und ihr werdet am rechten Quell euch Labung holen, und so sollet ihr alle nicht zu dursten und zu hungern brauchen, wenn Ich Selbst euch speise. Mein liebes Kind, deine Zaghaftigkeit ist die Folge der inneren Zweifel .... Wie wenig baust du auf deinen Heiland, Der es nur gut mit dir meint .... Was euch auf Erden fehlt, das ist das vollgläubige Vertrauen, und so du dieses nicht hast, wird der Zweifel in dir immer wieder aufkommen und dich innerlich kämpfen lassen ....

Doch halte dich stets an Meinen Worten aufrecht .... es wird dir aus der Höhe zugehen, was dich von der Liebe des Heilands überzeugen soll, und dann wird dein Herz sich ganz Mir zuwenden und stark im Glauben sein .... Die Mich suchen, werden Mich finden, und die auf Mich bauen, denen wird der Weg leicht .... doch durchringen zur Erkenntnis muß sich ein jeder selbst .... Ich füge und lenke wohl alles, daß das Erdenkind nur aufzumerken braucht und in allem Meine Liebe zu ihm erkennen wird.

Es hat aber jedes Erdenkind seinen von Mir ihm zugewiesenen Gang durch das Erdental zu gehen .... an allen Klippen warnet Meine Liebe, und in allen Stürmen und Nöten stehe Ich ihm bei .... Die aber, die achtlos an Mir vorübergehen, kann Ich nicht betreuen wider ihren Willen .... was sich Mir zuwendet, steht unter Meinem Schutz und wird auch einst bei Mir weilen in der Ewigkeit .... Doch Ich äußere Mich allen diesen so unscheinbar und werde dennoch aufgenommen ....

Und so will Ich, daß Meine Kinder zu Mir finden, daß ihr Glaube tief ist und sie nimmer zweifeln an der Wahrhaftigkeit dessen, was Ich ihnen offenbare, sei es durch Wort oder die unscheinbarsten Zeichen um und in euch .... Immer müsset ihr glauben, daß Ich bin in allem, was euch umgibt .... und wenn das Herz bangen will und nach Erklärungen sucht, wer könnte euch diese wohl besser geben als euer Heiland Selbst? .... Bittet und begehret .... und ihr werdet stets empfangen .... fraget, und ihr werdet Antwort bekommen .... aber verwehret dem Zweifel den Eingang in euer Herz .... Denn ist dieser nicht ein Mißtrauen gegen Mich, Der Ich euch doch nur in Wahrheit und Weisheit belehren will? ....

Das Wesen der Liebe gebietet euch, einander zu helfen, Ich, Der Ich euch liebe als Meine Geschöpfe .... muß Ich euch nicht helfen, so ihr nur alles mit Mir und für Mich tut? .... Und so sollet ihr Kraft schöpfen aus Meinem Wort .... es wird euch belehren und euch auch helfen, wo ihr wankend werdet, denn Mein Geist ist in diesem Wort, und dieser Geist wird euch bewahren, solange ihr Mir treu bleibt und in euch das Verlangen nach Wahrheit ist und die Sehnsucht nach der Vereinigung mit eurem himmlischen Vater ....

Amen

BD 0447 empfangen  2.6.1938

Leid (Notwendigkeit) ....
Göttlicher Wille über der Macht des Bösen ....

Lasset den Herrn walten jederzeit, Er wird es recht machen .... Die vielen Wunder in der Natur geben euch ein Zeugnis davon, daß nirgends sich etwas verändern kann, es sei denn durch Gottes Willen .... Und so, wie immer und ewig das gleiche bleiben wird, was das Wachstum der Pflanzen, der Tiere und der Menschen anbelangt, so wird auch Gott alle Geschehnisse so zu lenken wissen, daß sie immer einem Zweck entsprechen und so, ob scheinbar gut oder böse, immer fördernd dienen werden der Menschheit.

So hat sich der himmlische Vater vorbehalten, ohne Ausnahme die Menschen mit Leid zu bedenken, und tut dadurch an ihnen nur ein Werk der Liebe .... Ihr Menschen fasset das nicht, denn ihr sehet nur die trüben Stunden, die euch dieses Leid bereitet, aber nicht die oft namhafte Änderung der Seele, die eine Folge dieses Leides ist .... Bedenket ihr dieses, so kann ein einziger Augenblick genügen, um euch im Leid den Herrn zu offenbaren .... ihr könnet plötzlich verstehen, daß euch langwährendes Tappen in Dunkelheit erspart bleibt durch einen Tag des Leidens .... Und ihr müsset dessen großen Segen erkennen. Darum suchet, vor allem einzusehen die Notwendigkeit solcher Prüfungen, dann werden sie auch nicht mehr so drückend euch belasten .... Der Herr aber segne dich und gebe dir Kraft ....

Siehe, im weiten Weltenraum gibt es nur einen Willen .... Nicht zwei herrschende Gewalten, Gut und Böse, regieren in der Unendlichkeit, sondern die Macht der ewigen Gottheit ist unbeschränkt und gebietet auch über die Finsternis .... Dem Weltweisen erscheint die Einwirkung von Gut und Böse von gleicher Kraft und Stärke .... ja, er weiset sogar von sich, daß das Gute je den Sieg davontragen könnte, und erkennt somit die Macht des Bösen als vorherrschend an .... In dieser Welt auf Erden ist zwar das Böse so stark vorherrschend vertreten, daß die Gefahr sehr groß ist, völlig zu siegen über die Menschen.

Doch in Zeiten der höchsten Not ist das Wirken der Gottheit darauf bedacht, in den Menschen ein plötzliches Erkennen des Bösen zu wecken, und dies bricht die Gewalt solcher Macht der Finsternis. Gott hat dem Menschen den freien Willen gegeben, und dieser wendet sich leider viel zu oft dem Bösen zu. Aber die Kraft der Liebe ist doch stärker in ihrer Wirkung als die Kraft des Hasses der Unterwelt .... Und so wird, auch ohne Zwang, die menschliche Seele nicht völlig in den Bann feindlicher Macht verfallen.

Jede gute Tat löst unendlich mehr Segen aus, als die Tat des Hasses vollbringen kann an seelischem Untergang .... Und wo die göttliche Liebe umfängt das ganze Weltall, kann nie und nimmer dieses der Macht des Gegners restlos verfallen .... Und wenn das Ringen Jahrtausende und Ewigkeiten währt .... immer wird die Liebe dem Feind die Seelen abringen, und geläutert wird durch das Feuer der Liebe jedes in Sünde und Finsternis weilende Herz, so es nur den Willen aufbringt, aus der Finsternis ins Licht überzugehen ....

Amen

BD 0448 empfangen  2.6.1938

Annahme des Glaubens ohne Erkennen ....
Lebendiger Glaube ....
Segen ....

Nehmet Anteil an allen Geschehnissen, so werdet ihr auch fortgesetzt Erfahrungen schöpfen, die euch immer nur dienlich sind, denn ihr werdet entweder abweisen oder zustimmen müssen, und in jedem Falle habt ihr eure Urteilskraft geschärft, ohne die ein Erkennen auch im Geistigen nicht gut möglich ist ....

Es lehren die Altväterlichen vom stummen, widerspruchslosen Annehmen des Glaubens .... Es ist dies wohl gut, wenn der Mensch sich selbst innerlich dazu bekennen kann, doch niemals gutzuheißen, ohne eigenes Urteil etwas blindlings anzunehmen, denn dieses hat so gut wie gar keinen Wert .... Es wäre dieses Annehmen dann weniger eigener Wille, sondern eine gewisse Trägheit des Denkens, und ein solcher Glaube kann sich weder förderlich auswirken noch in sich selbst stärker werden .... Er wird daher auch niemals als Kraft wirken können .... und somit sind die Segnungen des Glaubens von sehr bescheidenem Umfang.

Erst wenn der Mensch selbst erwacht ist, wenn der Geist rege wird in ihm und er sich befaßt mit geistigen Fragen, fängt auch der Glaube an, lebendig zu werden .... Alles, was bisher tote Worte waren, wenn auch nicht abgelehnt .... ersteht zum Leben und regt unablässig den Geist an .... Es muß nun notgedrungen ein eifriges Streben einsetzen, alles, was der Glaube lehrt, in die Tat umzusetzen .... Die Verbindung mit dem göttlichen Vater ist hergestellt, und nun wird das Erdenkind durch die göttliche Gnade in seinem Streben unterstützt, und es läßt keine Gelegenheit vorübergehen, geistige Speise aufzunehmen und durch diese sich zu stärken .... weil der Vater alle die bedenkt, die Ihn suchen .... und ihnen den Weg ebnen will, der zu Ihm führt.

So ist der Glaube, der zur Tat wird, erst der rechte Glaube, wohingegen alles Dogmatische .... was aber nicht den Weg zum innersten Herzen findet, wertlos ist so lange, bis die Kraft des heiligen Geistes erleuchtend wirken konnte an einem willigen Menschenkinde .... Dann erst gibt der Vater Seinen Segen diesem Kinde und hilft ihm, in festem Glauben zu erstarken .... und alles, was ihm begegnet auf seiner Erdenlaufbahn, durch diesen Glauben als weise Fügung des Vaters ansehen zu lernen, und es kann dann das Herz viel inniger dem Vater entgegenbringen, weil der tiefe Glaube ihm auch Erkenntnis bringt, in welchem Verhältnis es zu dem himmlischen Vater steht ....

Das fernere Leben wird dann nur immer ein Anlehnen sein an des Vaters Herz, das mit inniger Liebe dieses Kind umfängt .... und hat der Glaube dieses bewirket, dann ist das Erdenkind nimmer verlassen, denn es findet in aller Not zu Ihm, Der ihm Hilfe bringt jederzeit ....

Amen

BD 0449 empfangen  3.6.1938

Buch des Lebens ....
Zusammenfassende Gebote ....

Jede Minute deines Lebens läßt der Herr bestimmend für die Ewigkeit an dir vorübergehen .... Alles, was du tust und denkst, ist im Buch des Lebens verzeichnet, deshalb mußt du wachen Geistes immer darauf bedacht sein, Seite für Seite dieses Buches zu füllen mit guten Werken und guten Gedanken .... für all dein Tun und Handeln bist du verantwortlich .... doch wenn dieses immer dem Willen Gottes entspricht, dann wird eine ungeahnte Glückseligkeit der Lohn deiner Taten und deines Wandelns auf Erden sein. Daher beachte:

Lasse nie vergeblich deinen Nächsten bitten, sondern gib und erfülle eine jegliche Bitte, die dein Ohr berührt, soweit es dir möglich ist .... Achte keinen Menschen gering, so niedrigen Standes er auch sei, und gib ihm die ihm vor Gott zustehende Achtung .... Sei deinem Mitmenschen ein Berater in leiblicher und geistiger Not, wenn er irregeht auf seinem Lebensweg oder schwer zu Gott dem Herrn findet .... Vergib ihnen immer von Herzen, was sie dir Übles antun, und sinne nicht auf Vergeltung, denn diese allein übet der Herr, ihr aber sollt lieben auch eure Feinde ....

Bleibe demütig im Herzen, und erkenne stets die unendliche Größe und Liebe des himmlischen Vaters, die sich zu den kleinsten Wesen der Schöpfung neigt, so auch zu dir, um dich zu sich hinanzuziehen .... Bleibe verbunden in innigster Liebe mit deinem himmlischen Schöpfer, und flehe Ihn im Gebet um Seine Gnade und Seinen Segen auf allen deinen Lebenswegen an, auf daß dir dadurch die Kraft erwachse, tätig zu sein nach Seinem Willen ....

Übe dich in der Sanftmut, in der Friedfertigkeit und in der Barmherzigkeit, denn nur dadurch kannst du ein Kind Gottes und als solches fähig werden, die Stimme des Herrn zu vernehmen .... Erkenne, wie alles um dich her nach Erlösung verlangt, und sei hilfsbereit, wo es gilt, die Herzen zu öffnen für das Heil, das allein aus dem Wort Gottes kommt .... Gedenke mit aller Liebe der Verstorbenen, die gleich dir ringen um Vollkommenheit .... Gib ihnen durch das Gebet die nötige Kraft und Unterstützung, derer sie bedürfen ....

Dies alles vermag dich in einen Geisteszustand zu bringen, daß des Herrn Wirken an dir sich sichtbar äußert, denn nur, wer in aller Fülle die göttliche Gnade empfangen kann, weil er sich derer würdig macht, dem wird auch die Gnade eines sichtbaren Wirkens des Herrn zuteil .... wenn der Herr Aufenthalt nehmen kann in einem Herzen, das die Liebe zu Gott und den Mitmenschen sogestaltig geformt hat, daß die Seiten des Lebensbuches nur immer edle und gute Taten und Gedanken verzeichnen. Die Schuld wird der Herr streichen oder Vergeltung üben, je nachdem sich das Erdenkind Ihm zu- oder abgewendet hat .... Darum suchet, euch zu veredeln, wo ihr nur könnt, und dem Herrn wohlgefällig den Weg auf Erden zu wandeln, auf daß ihr nicht gerichtet werdet, sondern das ewige Leben habet ....

Amen

BD 0450 empfangen  4.6.1938

Stimme des Herrn ....
Glaube und Unglaube ....

Und so fahre denn fort: Erkenne, daß du bist ein Weiser unter den Weisen, wo die Stimme des Herzens dir tönet .... wo der Herr Selbst dich lehrt durch Seine Boten. Vernimmst du diese Stimme, so gehorchst du auch jedesmal der Aufforderung, die von oben an dich gerichtet ist, und diese Verbindung schafft dir und uns großen Segen, denn es horchen alle Wesen um dich zu und empfangen gleichzeitig alle Lehren, die dir geboten werden. Fromme Menschen nun werden nicht zögern, den Wert und Segen dieser Worte zu erkennen, und werden deshalb bemüht sein, gleich dir, sie auf ihr Leben zu übertragen, desgleichen werden alle auch ohne Bedenken sie als pure Gotteswahrheit annehmen .... doch eben nur diesen kann auch der große Segen beschieden sein, denn wer da nicht glaubt, der nimmt die Worte auch keineswegs als von oben gesendet an und wird deshalb auch nicht den Nutzen dieser an sich verspüren. Wohingegen alles Leid auf Erden gehindert und vermindert werden könnte durch das Annehmen und Befolgen dieser Lehren.

Sehet euch darum die übergroße Not unter der Menschheit an .... die Glaubenslosigkeit ist die alleinige Ursache davon .... der Unglaube an eine Kraft, Die Hilfe geben kann .... der Unglaube, daß sie sich selbst diese bringen könnte durch Danken und Handeln .... wird ihre Not immer größer werden lassen, denn das Endziel der Menschen ist eben dieser Glaube .... und um den Menschen zum Glauben zu bringen, müssen so unendlich viele Mühsale und Kümmernisse über die Menschheit kommen, denn nur diese allein können dann noch verändernd auf den Menschen einwirken, wenn Zeichen und Worte von oben nicht anerkannt und angenommen werden.

Die tiefste Finsternis umfängt zur Zeit die Menschheit, alles schmachtet in den Ketten der Materie, nur ein kleinster Teil besinnt sich auf sich selbst und gibt dem ewigen Herrn und Schöpfer die Ehre .... Dem Gebot Gottes nach aber wird die Erde zum Tal des Leides werden müssen, um die Zahl derer, die Ihn erkennen, zu vergrößern, und alles Leid der Erde wird sich fördernd und beglückend in der Ewigkeit auswirken. Darum fürchtet nicht, was über euch kommt .... es ist vorübergehend, und alles Leid wird euch Segen bringen dereinst .... doch wer dem Leid entgeht auf Erden, wird schwer zu tragen haben im Jenseits ....

Die Stimme des Herrn übertönt alles Weltgetriebe .... sie wird auch dorthin dringen, wo man keine Zugeständnisse machen will an das Bestehen einer Gottheit .... sie wird dort ebenso Verwirrungen, Angst und Leid anrichten, um auch da Seinen Samen zu legen, auf daß er aufgehe und zur Zeit der Reife Frucht tragen könne .... Wer diese Stimme höret und sie befolget, wird weise sein .... Nur der allein wird wissen um Dinge, die dem anderen verborgen bleiben .... Fasset dies und handelt danach .... Je inniger ihr die Verbindung sucht mit der Gottheit, desto eher und hilfsbereiter wird Sie euch entgegenkommen, und der tiefe Wille allein, das Rechte zu tun und den Zweck des Erdendaseins nach dem Willen des Höchsten richtig zu erfüllen .... dieser Wille allein bringt euch der Wahrheit und somit dem Ziel näher .... der Vereinigung mit dem ewigen Gott, dem Vater alles Lichts ....

Amen

BD 0451 empfangen  5.6.1938

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen ....“
Geistige Trägheit ....

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen .... Dieses Wort muß euch als Wegweiser dienen, daß, wer im Herrn wandelt, gleichfort äußerlich erkennbar ist, und daraus werdet ihr ersehen, wie die Verheißungen des Wortes Gottes sich treulich erfüllen an denen, die auch leben danach und tätig sind in der Liebe. Die Gefahr für den Menschen ist allemal die, daß so manche glauben, den Geboten des Herrn Genüge zu tun durch das bloße Anhören oder das Erfüllen der verlangten Pflichten nach außen hin .... Ihnen aber fehlt das innige Eingehen in die Lehre Christi, und ein Wissen nur um das Wort Gottes kann nimmermehr die Früchte zeitigen, die der Herr verheißen denen, die Ihn lieben und Seinen Geboten eifrigst nachzukommen trachten.

So besteht die Gefahr, daß der Mensch sich selbst nicht recht erkennt oder sein ganzer Lebenswandel in geistiger Trägheit ohne fruchtbringenden Erfolg bleibt. Wie kann ein Mensch, der selbst nie Liebe übet, vom Gebot der Nächstenliebe sprechen und dieses auch verstehen wollen .... wie wird ein Mensch in Demut sich beugen können vor dem Herrn, der diese Demut, wie sie gelehrt wird, nie versuchte, an sich selbst ins Werk zu setzen .... der selbst sich überhebet über seine Mitmenschen, doch das Wort Gottes darüber aufnimmt und sich wohlgefällig anderen gegenüber äußert ....

Es vermögen die Menschen so schwer, Hand anzulegen an das Werk ihrer eigenen Ummodlung zu einem ganz nach Gottes Willen geformten neuen Menschen .... Sie vermögen so schwer, sich von dem alten zu trennen und ein neues Gewand anzulegen, und heißen doch mit den Lippen alles gut, was das Wort Gottes ihnen lehrt .... Und so das Wort Gottes nicht dazu beiträgt, den Menschen so zu veredeln, daß die Früchte seines Bestrebens erkennbar sind .... werden sich auch die Verheißungen des Wortes Gottes nicht erfüllen können an diesen. Leer werden die Worte hingenommen und leer auch wieder verhallen .... Der Segen wird ausbleiben, wenn nicht ein ernstes Streben einsetzt, den Geboten Gottes nachzukommen.

Es erfordert wohl Selbstverleugnung, festen Willen und Überwindung .... doch die Früchte davon sind unverkennbar geistiger Erfolg .... Und (es = d. Hg.) wird ein Mensch, dessen Streben durch diese Früchte gesegnet ist, auch unsagbar einflußreich seiner Mitwelt gegenüber wirken können .... Denn nur wer selbst Liebe übet, kann Liebe lehren .... wer selbst in der Demut lebt, kann anderen diese Tugend predigen, wer selbst sanftmütig ist und friedliebend, kann andere auf den Segen dessen hinweisen, und immer wird sein Beispiel aufmunternd wirken auf die Menschen und wird man einem solchen, an den Früchten erkennbaren Diener Gottes nachzufolgen bemüht sein, doch alles dieses will errungen werden durch festen Willen und große Liebe zum Herrn .... Darum bittet um die Kraft, zu wollen und zu lieben aus ganzem Herzen, auf daß der Herr euch erhöre und euch segne.

Amen

BD 0452 empfangen  6.6.1938

Schule ....
Folgen des Unglaubens ....
Wunder des starken Glaubens ....

Der Menschen Los ist unerträglich, wenn sie im Unglauben verharren. Auf Erden wird sie Übles erwarten, und im Jenseits bleibt die Seele in ständiger Qual, denn es fehlt ihr der Lichtstrahl und der Gnadenquell, und geistiger Tod ist ihr Los. Vergleichet die Erde mit einer ordnungsmäßig gerichteten Schule, die alles an Weisheiten zu geben bereit ist und deren Schüler nur ergreifen brauchen, was ihnen an Lehren geboten wird .... der Schüler aber aus Halsstarrigkeit alle Annahme der Lehren verweigert, sich vielmehr hartnäckig verschließt und so als völlig unbelehrter, unwissender Mensch diese Schule verläßt .... so wird ihm der fernere Lebensweg auf Grund seiner Unwissenheit nur wenig bieten können .... er wird allem vollkommen arm an Erfahrung gegenüberstehen .... seine Kenntnisse werden nicht genügen, es mit der Welt und ihren Anforderungen aufzunehmen .... als völlig untauglich wird er keine Arbeit zu leisten imstande sein, dagegen für alle Laster der Welt aufnahmefähig, und dies wird seinen Untergang zur Folge haben ....

Betrachtet demnach die menschliche Seele, die sich weigert zur Annahme der Lehre von oben .... die das Gotteswort ebenso hartnäckig ablehnt, keine geistigen Kenntnisse sammelt und noch viel weniger sich bemüht, ihrem Geist irgendwelche zuträgliche Nahrung zu geben .... Wie soll eine solche Seele sich wohl zurechtfinden können sowohl hier auf Erden als auch im Jenseits, wenn ihr jegliches Erkennen fehlt .... wenn in ihr alles finster und leer ist und sie in solchem Zustand auch keinerlei geistige Betätigung ausführen kann, weil tiefe Finsternis eine solche Seele umfängt.

Es wird ihr dann das Leben im Jenseits zur Qual werden, und so sich nicht die Barmherzigkeit Gottes einer solchen Seele annimmt, wäre diese Qual endlos .... und doch so leicht zu umgehen .... weil der Glaube allein die Seele in den Zustand versetzt, daß eine jede Stufe zur Höhe mühelos genommen werden kann. Im Glauben wurzelt alle Kraft .... Der Glaube vermittelt euch eine Fähigkeit, die euch wiederum versetzt in einen Zustand vollwahren Erkennens .... demzufolge die Arbeit auf Erden sowohl als auch im Jenseits eine immerwährende Tätigkeit in Liebe sein wird .... Und aus dieser Tätigkeit heraus werdet ihr euch und zahllose Wesen dereinst erlösen können aus der Gewalt der Materie ....

Ihr fasset das noch nicht, es werden aber Zeiten kommen, da euch der Sinn dieser Worte klar verständlich ist und ihr versuchsweise ergründen werdet, was es für eine Bewandtnis hat mit starkem Glauben .... und dann habt ihr Großes erreicht und keine Macht der Welt wird euch euer Wissen streitig machen können, denn ihr vermögt mehr als die Weisen der Welt .... Und in dieser Zeit gebt euch dem Glauben hin an Dinge, die euch rätselhaft erscheinen; ihr werdet bald den Einfluß eines wahrhaft starken Glaubens spüren und dem Herrn danken aus innerstem Herzen heraus, daß Er euch Kraft gab zum Glauben ....

Bittet nur, und Gott der Herr ist für euch bereit und erwählet einen jeden, der an Ihn glaubt, zu Seinem Streiter .... Und dann streitet ihr nicht allein, sondern immer mit dem Herrn und vermögt sonach auch alles .... So ihr aber wankend werdet im Glauben, seid ihr in Gefahr, vom rechten Wege abzuweichen .... darum bittet unaufhörlich um starken, felsenfesten Glauben, und stellet euch in Gottes Hut. Denn Er, Der über euch wachet, wird euren Glauben nicht zuschanden werden lassen ....

Amen

BD 0453 empfangen  7.6.1938

Seltsame Erscheinungen für Ungläubige ....
Not der Erde ....

O siehe der Erdenkinder Not! .... Wenigen nur ist es verständlich, daß der Herr zu den Seinen kommt, und in keiner Weise kommen die Menschen dem Herrn entgegen .... deshalb will Er sie rufen und Sich zu erkennen geben, aber sie wollen auch nicht erkennen .... Und so ist der Kampf um eine jede Seele ein nicht geringer .... Fordert der Herr die Seinen auf, für Ihn zu streiten, so ist dies auch wohl nötig ....

Die große Not der Erde kann nur verringert werden, wenn ein emsiges Arbeiten einsetzt, und dieses wieder ist nur dann möglich, wenn der Geist Gottes sichtbar wirkt, denn der Menschen Glaubenslosigkeit ist so weit, daß nur gewaltige Zeichen vermögen, die Menschen aufmerksam zu machen .... Alles Gewohnte kann sie nicht mehr von dem gegenwärtigen Denken abbringen .... Nur seltsame, unerklärliche Erscheinungen bringen das zustande, daß sie aufmerken, daß sie nachzudenken beginnen über das wichtigste Problem .... über die ewige Gottheit.

Wie weit sich die Menschen entfernt haben vom rechten Glauben, kann nur Der allein wissen, Der über allem steht .... Und da ebensolches die göttliche Vater-Liebe erbarmt, greifet sie dort ein und rüttelt die Menschen wach .... Oftmals wohl gegen den Willen der Menschheit, stets aber zu ihrem Heil, wenn nur die kleinste Aufmerksamkeit entgegengebracht wird der liebevollen Absicht des himmlischen Vaters. Die Winke, die den Menschen gegeben werden, werden niemals im Widerspruch stehen zu dem, was der Herr verlangt von den Seinen. Es werden zum Beispiel keine Ratschläge und Anweisungen gegeben werden, die den göttlichen Geboten zuwiderlaufen .... sondern immer wird des Herrn Wille sich äußern in jeglicher Kundgabe, die wieder nur bestimmt ist, aufklärend für die Zweifler und Glaubenslosen zu wirken.

Das größte Gebot ist auch hier die Liebe .... Wer in Liebe die Mitmenschen zu lenken versucht auf den rechten Weg, bleibt immer nur ein ausführendes Werkzeug Gottes .... Es tut gleichsam alles das, was der Vater Selbst tun würde, wäre Er sichtbar auf Erden unter den Menschen. So aber bedienet Sich der Herr eines Dieners im Fleisch .... um die Kluft zwischen Ihm und dem Erdenkind zu überbrücken, um es zutraulicher zu machen und um es zu bewegen, anzunehmen die Wahrheiten und sich bejahend einzustellen auf alles Göttliche.

Das Erdenleben ist kurz und schmerzensreich, doch so voller Gnade, wer nur immer diese Gnaden begehrt .... Und nichts weiter bezwecket der Herr, als daß die Erdenkinder diese Gnade nicht abweisen, sondern daraus allein die Kraft schöpfen mögen, sich mit dem Herrn zu verbinden im Geist und durch alles Tun und Handeln auf Erden .... Wehe, wer dieses nicht erkennt .... und darum so unsagbar ringen muß auf Erden und später im Jenseits.

Jetzt aber auf Erden werden die Beweise der göttlichen Huld sichtbar in Erscheinung treten, daß auch der Ungläubigste wankend werden wird in seinen Anschauungen .... daß auch er sich mit solchen Gedanken beschäftigen wird und nur seinem Herzen zu folgen braucht, das ihn schon recht weiset .... Und er wird überaus reich empfangen dürfen alle Gnaden und Liebesbeweise des Herrn .... Denn Sein Wille ist es, zu erquicken und zu bedenken alle, die guten Willens sind, und darum wirket Er unaufhörlich mit (und) durch Seine Streiter auf Erden ....

Amen

BD 0454 empfangen  8.6.1938

Einwirkungen der Geistwesen auf Gedanken ....

Verlasse nie den rechten Pfad, so wird Gott dir immer beistehen. Es sind so schwere Zeiten über euch und eure Seelen hereingebrochen, daß ein ganzes Heer der Geistwesen unablässig bemüht ist, in für eure Seelen nützlicher Weise zu wirken .... doch werfet ihr den Gedanken an mögliche Hilfskräfte noch weit von euch. Was euch nicht faßbar erscheint, wollet ihr nicht annehmen, doch brauchet ihr euch nur vergegenwärtigen, daß die Welt der jenseitigen Wesen in unmittelbarer Verbindung steht mit der Erde und ihren Bewohnern ....

Ihr brauchet euch nur vorstellen, daß sowohl auf Erden wie im Jenseits die gleichen Gesetze herrschen .... daß alles nach freiem Willen handelt, dem Gesetz des Höchsten unterstellt ist und daß hier wie dort nur die Liebe und ihre Tatkraft wirkt, wo es gilt, emporzuheben aus der Dunkelheit zum Licht .... Wenn also im Jenseits alles dies das gleiche ist wie auf Erden, weshalb sollen dann nicht die euch unsichtbaren Kräfte genau so auf euch wirken können? Da sie nur Ausführende des Willen Gottes sind, vielmehr ihr eigener Wille dem Willen Gottes völlig gleich ist .... werden alle Geschehnisse von ihnen so gelenkt, daß immer der Mensch hingewiesen wird, durch ein Liebeswerk sich auf die Bahn des Guten zu begeben ....

Der Gelegenheiten, wo der Mensch gute Taten verrichten kann, sind sehr viele .... Das willige Eingehen in diese ist für ihn gleichzeitig eine Kraft und Gnadenquell .... je mehr sich der Erdenmensch in Liebe betätigt, desto mehr wird er von innen heraus angetrieben und durch die Gnade des Herrn in seinem Handeln unterstützt, und so zieht eine gute Tat so viele segenbringende Momente nach sich .... Die Gedanken des Menschen fangen an, sich den Regionen zuzuwenden, die außerhalb des Erdenlebens sind, und auch dieses ist ein unmittelbares Einwirken der jenseitigen Geistwesen.

Wenn nur die Menschen alle diese Gedanken erfassen möchten, die ihnen von ihren Schutzwesen nahegelegt werden .... es würde dann um vieles leichter sein, der menschlichen Seele die nötige Hilfe zukommen zu lassen .... So aber weisen die Menschen aus eigenem Willen viel eher die Gedanken zurück, die sich ihnen scheinbar aufdrängen und die sie mehr auf ihr Innenleben aufmerksam machen sollten. Es will der Mensch, den die Materie noch allzusehr gefesselt hält, dem Geistigen ausweichen, und deshalb überhebt er sich oft spottend über dergleichen Dinge, die das Innenleben berühren.

Doch aufdrängen werden sich einem jeden Menschen solche Gedanken .... wohl dem, der sie aufnimmt und darüber nachzudenken beginnt, anstatt sie unwillig abzuweisen. Es sind dies die ersten Schritte auf dem Wege nach oben .... wagt der Mensch diese, dann wird ihm von allen Seiten Hilfe entgegenkommen. Der Gang auf dem beschrittenen Wege wird immer leichter und auch dann viel freudiger fortgesetzt werden .... Die rührige Hilfe der Geistwesen aber wird von euch dereinst so dankbar empfunden werden, denn ihr müßt eben auch erst durch die Liebe geleitet werden, wo ihr selbst zu schwach seid ....

(Unterbrechung)

BD 0455 empfangen  8.6.1938

Verkörperung eine Gnade ....
Erdenzeit ....
Gnadenzeit ....

Jene, welche glauben, durch die Pforte zur ewigen Seligkeit eingehen zu können, weil sie scheinbar rechtschaffen auf Erden gelebt haben und ihren Pflichten nach außen nachgekommen sind, werden schwer enttäuscht ihren Irrtum erkennen .... Denn des Herrn Güte währet wohl ewig, und läßt Er die Seinen nicht ungeschmälert in ihrem Lohn .... jene aber nicht einen Lohn entgegennehmen, der ihnen nicht zukommt.

Es bedürfen die Menschen sehr oft einer Mahnung, das Leibesleben nicht so wichtig zu nehmen, sondern sich mehr ihrem geistigen Leben zuzuwenden. Solche Mahnungen verklingen aber meistens ungehört und unbeachtet. Fordert nun der himmlische Vater ganzen Einsatz von dem Erdenkind und dieses kommt der göttlichen Forderung nicht nach, so kann es auch nimmermehr den vollen Lohn in Empfang nehmen und wird sich mit wenigem begnügen müssen oder mit aller Kraft nachzuholen versuchen, was es im Erdenleben versäumt hat.

Des Vaters große Güte gewährt auch im Jenseits der Seele noch die Gnade, streben zu können und ihr so ein erreichbares Ziel zu stecken .... doch wird immer berücksichtigt werden, daß ein auf Erden schon dem himmlischen Vater treu ergebenes Kind weit höher im Ansehen stehen muß, weil es eben die Erdenzeit in der Liebe zum Heiland recht angewandt und sich eine Stufe errungen hat, die im Jenseits weit schwerer zu erreichen ist. Die Erdenzeit ist eine Gnadenzeit .... die Verkörperung auf Erden eine unsagbar große Gnade für die Seele .... Das menschliche Wesen aber, das diese Gnadenzeit nützet, muß dem Herrn unendlich lieb sein, und sein Lohn wird wiederum Liebe sein, die es unermeßlich glücklich macht und ewiges Leben bedeutet.

Doch wie verständlich ist es dann, daß der Herr weniger bedenket, die Sein Wort geringachteten und deren Herzen nicht so erfüllt waren von der Liebe zu Gott .... Ihnen kann nur ein kleiner Teil vergolten werden, und sie müssen mit allen ihren Kräften bestrebt sein, eine gleiche Stufe zu erreichen, wollen sie den gleichen Grad ewiger Glückseligkeit erringen, der den wahren Kindern Gottes beschieden ist .... die auf Erden die Kindschaft Gottes angestrebt haben und somit auch vom himmlischen Vater reich bedacht werden bis in alle Ewigkeit ....

Amen

BD 0456 empfangen  9.6.1938

Reinigung der Lehre Christi ....

Es wenden sich dir von allen Seiten hilfsbereite Wesen zu, die dir deine Aufgabe erleichtern wollen, auf daß du nicht müde werdest an deiner geistigen Arbeit. So vereinigen sich alle Wesen zu einem Werk, das in seiner Größe dir noch nicht voll übersichtlich ist .... Dir liegt eine Arbeit ob, die sich erstreckt über einen weiten Umkreis, sowohl im Raum als auch in der Zeit. Der Inbegriff dieser Arbeit ist eine durchgreifende Reinigung der Lehre, die jetzt auf Erden als Lehre Christi gepredigt wird.

Es sind immer wieder Reformen gegeben worden .... und jeder lag der Wille zugrunde, etwaige Mißbräuche zu entfernen und nur die Wahrheit zu lehren. Doch immer ist der Mensch darauf bedacht, sich eine möglichst komplizierte Lehre zu schaffen .... es war dies schon zu alten Zeiten so und ist auch heut noch dasselbe. Der eigentliche Sinn der Lehre Christi wird verschleiert, und der Mensch legt Wert auf äußere Handlungen und Dinge, die den Wert der Lehre nur abschwächen, niemals aber dazu beitragen können, das einfachste und kindlichste Verhältnis zum himmlischen Vater herzustellen, was aber allererste Notwendigkeit ist ....

Desgleichen werden die Anhänger solch komplizierter Lehren bald selbst nicht mehr unterscheiden können, wieviel göttlicher doch eine Lehre in aller Einfachheit ist, sondern immer nur ihr Augenmerk richten auf Erfüllung der nach außen hin wirkenden Pflichten. Denn für sich selbst, aus eigenem Antrieb, tut der Mensch das wenigste .... immer ist die Wirkung auf den Nebenmenschen ein großer Beweggrund dessen, was er tut .... Und doch sollte eben gerade in der Lehre Christi alles vermieden werden, was sich rein äußerlich auswirkt ....

Ein jeder Mensch muß mit sich selbst beschäftigt sein und dieses eigene Ich nur immer dem Vater im Himmel entgegenbringen wollen .... die Welt aber völlig ausschließen, um verbunden zu sein mit dem göttlichen Schöpfer, und dann sein Leben inmitten der Welt immer gestalten nach dem Willen des Vaters .... in reger Liebetätigkeit .... Es ist diese Lehre so einfach und so leicht ausführbar mit gutem Willen, doch erschweren sich die Menschen oft selbst den Weg nach oben. Jeder muß im Herzen die Verbindung suchen mit Gott, und das jederzeit .... Wo aber eine Schematisierung der geistigen Arbeit angestrebt wird .... wo man sich nach außen hin stundenweise diese Arbeit vornimmt, und das auch meist nicht in dem Bestreben, Gott zu dienen, sondern nur um seinen Pflichten nachzukommen .... dort wird kaum der Segen zu erwarten sein, den der Herr den Seinen verspricht, die Ihn lieben und Ihm dienen.

So reget sich das Verlangen nach geistiger Nahrung immer nur dort, wo die wahre Vereinigung mit Gott angestrebt wird .... und diesen gibt der Herr Kunde von Seinem Willen .... daß diese unter den Menschen vertretene Lehre gereinigt werde und von neuem so erstehe, wie sie der Herr Selbst den Seinen auf Erden verkündet hat .... Die Lehre Jesu Christi bleibt immer und ewig die gleiche, doch die Menschen setzen aus eigenem Antrieb hinzu oder verändern .... und eine so veränderte Lehre muß gereinigt werden nach dem Willen des Herrn .... Auf daß sich die Menschen wieder finden zu Ihm und tief innerlich annehmen und befolgen können, was ihnen zur ewigen Seligkeit verhilft ....

Amen

BD 0457 empfangen  9.6.1938

Willenskraft ....

Siehe, mein Kind .... In endlos langen Zeiten hat die menschliche Seele sich das Recht erworben, für die Dauer ihres Weilens auf Erden eine Willenskraft ihr eigen zu nennen, die sich entfalten kann ganz nach Ermessen. Es hat eine solche Seele darum auch die Möglichkeit, sich selbst zu gestalten in dieser Erdenzeit, wenn sie diese Willenskraft weise nützet und so verwendet, um sich in einen reifen Zustand zu bringen. Es werden ihr so viele Möglichkeiten geboten, in eine Tätigkeit zu treten, die von wohltätigem und förderndem Einfluß auf die Seele ist ....

Jede Sinnesäußerung der Seele muß beachtet und ihr nach Möglichkeit Folge geleistet werden, so sich diese ganz in göttlicher Weisheit bewegt .... Es wird dann immer die Willenskraft ausführen, was gleichzeitig der Wille erstrebt, denn es kann durch diese Kraft unglaublich Großes erreicht und bewirkt werden .... Die Seele kann sich völlig lösen von der sie umgebenden Materie und ein Gefäß werden zur Aufnahme des göttlichen Geistes. Eine sogestaltig erlöste Seele erreicht auch ihr Ziel, das ihrer Verkörperung Sinn entspricht ....

Der ganze Daseinszweck ist erfüllt, wenn die Seele nach dem Ableben des Körpers völlig frei ist von der Materie, wenn sie geistig durch und durch belebt und so zum Träger des Gottesgeistes geworden ist. Und eben dieser Gottesgeist wird Wohnung nehmen in einer durch eigenen Willen frei gewordenen Seele, und es wird die Vereinigung stattfinden mit dem göttlichen Schöpfer, und alles das bewirket die Willenskraft, die einem jeden Geschöpf für die Erdenzeit gegeben worden ist, nur viel zu wenig erkannt und genützet wird.

Wenn schon ein Wesen in Freiheit des Willens wählen kann, welchen Inhalt es dem Erdenleben geben will, so ist daraus zu ersehen, daß des Herrn Liebe alle bedenket, alle betreut und doch auch wieder alle von selbst sich entscheiden läßt, sich entweder zu hohem göttlichen Wesen zu entfalten oder aber die Kraft nicht zu nützen und immer auf gleich niedriger Entwicklungsstufe zu bleiben und die Zeit der Verkörperung völlig ungenützt vergehen zu lassen.

Es ist hier ein Kampf, den das Erdenwesen bestehen muß, doch entgeht es diesem mit vollem Willen, so bleibt die Seele stets das gleiche, was sie zu Beginn der Verkörperung war, und kann sich nimmermehr höher entwickeln, denn die Willenskraft ist gebrochen, da der innere Antrieb zur Höhe nicht stark genug ist. Und in Kürze ist die Gnadenzeit vorüber .... darum bedenket, wie ihr sie nützen könnt und wie sich der freie Wille in reger Liebestätigkeit äußern und sich somit zu voller Kraft entfalten kann .... und ihr werdet sinngemäß und dem Herrn wohlgefällig euer Leben auf Erden wandeln.

Amen

BD 0458 empfangen  10.6.1938

Glückseligkeit ....
Vereinigung mit Gott ....

Das ist des Lebens allerwichtigste Aufgabe, daß ihr wandelt, wie es dem Herrn wohlgefällig ist, denn nur so könnet ihr das erreichen, daß euch der himmlische Vater als ein Teil Seiner Selbst aufnimmt und ihr des Lichtes und aller Wonnen des Himmels würdig werdet .... Folge mir, mein Kind, in jenes Land, das da erhaben ist über alle Schönheit auf Erden.

Es wird sich dir ein Bild erschließen, das den wahrhaft Frommen zuteil wird, so sie ihre Augen auf Erden für immer schließen, um drüben im Jenseits zu erwachen. Ein unvergleichliches Verlangen erfüllt alle diese Seelen .... die Umgebung ist so überaus reizvoll, daß eine jede Seele in weihevoller Stimmung dem Erfüllen des Verlangens entgegensieht, das nur allein der Herr Selbst stillen kann mit Seiner Nähe .... Die Sehnsucht aller dieser Seelen ist eine über alle menschliche Begriffe beseligende, doch die Erfüllung dieser Sehnsucht für ein menschliches Gemüt völlig unverständlich, denn es übersteigt an Glückseligkeit alles nur Denkbare .... Es ist ein rein himmlischer Zauber, eine Wonne und unfaßbare Seligkeit ....

Das, was den Menschen unbegreiflich erscheint .... die pure Vereinigung mit der höchsten Gottheit, ist eben der Inbegriff dessen, was alle anstreben sollen, weil nur diese so beglückenden Lohn nach sich zieht .... weil nur in der Vereinigung mit Gott der vollkommenste Zustand erreicht ist und weil dies von Anbeginn der Welt das einzige Ziel aller Wesen ist und sein wird bis in alle Ewigkeit .... daß sich alle jemals von Gott abgesonderten Wesen wieder zurückfinden, um sich aufs neue zu vereinen mit dem ewigen Vater als Dessen wahre Kinder .... und eine solche Vereinigung kann nur dann stattfinden, wenn das Erdenkind durch Gehorsam gegen Gottes Willen niemals etwas anderes als diesen Willen tut .... wenn es dadurch einen Vollkommenheits-Zustand erreicht und sich der Gotteskindschaft würdig macht .... Denn nur durch diese könnet ihr eingehen in die Gefilden himmlischer Glückseligkeit, und nur in der Vereinigung mit dem himmlischen Vater kann euch des Himmels Herrlichkeit beschieden sein in Ewigkeit ....

Amen

BD 0459 empfangen  10.6.1938

Erlösungswerk Christi ....
Sündenschuld ....

Die Leidenszeit Jesu auf Erden war das größte Opfer, daß je ein Mensch auf dieser Erde brachte, denn es litt der Herr nicht für Seine, sondern der Menschheit Sündenschuld, wohingegen alles Leid, das die Menschheit getroffen, verdientermaßen über diese kam .... Die Seele des Herrn war Geist vom Geist Gottes .... sie war eins mit dem Vater .... Doch der Leib war irdisch und litt als solcher die unsäglichsten Qualen am Kreuz, in vollster Schuldlosigkeit .... nur aus Liebe zu den Menschen, um deren Sündenschuld zu tilgen. So wurde dieser Tod am Kreuze das Erlösungswerk Christi ....

Und fragt nun der Mensch, wozu der Heiland solche unsagbare Qualen erdulden mußte, so wird ihm die göttliche Liebe Selbst Antwort geben: .... zur Vergebung deiner Sünden .... Auf daß du der Strafe enthoben bist, so du dich in Liebe zu deinem Heiland bekennst .... Diese wenigen Worte sagen alles .... Durch jede Sünde vergeht sich das Erdenkind gegen Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde .... Kein Wesen aber kann die Größe der Schuld ermessen, die darin liegt, sich gegen das reinste, höchste und liebevollste Gottwesen aufzulehnen ....

Und doch ist jede Sünde ein Auflehnen gegen die Gottheit. Eine Schuld, die nun so überaus groß ist .... wie sollte diese je von den Menschen abgetragen werden in der kurzen Erdenzeit .... und wie unglaublich schwer würde sich eine solche Schuld im Jenseits auswirken .... wenn jegliche Schuld durch das Erdenkind selbst getilgt werden müßte .... Wer nicht erkennet die ewige Gottheit, wer nicht erkennet die göttliche Liebe, hat maßlos zu büßen seine Schuld .... Doch die zum Herrn gefunden haben, die reuevoll ihre Sünden dem Herrn bekennen und um Gnade und Vergebung bitten, denen wird jede Schuld erlassen werden, denn der Herr hat für diese eben das Erlösungswerk vollbracht .... daß denen, die Gott lieben, das Eingehen in des Vaters Reich beschieden ist ....

Sonst wäre es nimmermehr möglich gewesen, das Angesicht des Vaters zu schauen mit der Größe der Schuld, die ein jedes Wesen einer solchen Gnade und Glückseligkeit unwürdig macht. Doch die Liebe des göttlichen Heilands zu den Menschen war so unendlich, daß Er mit Seinem Leiden und Sterben den größten Gnadenakt vollzog, der aber in seiner Größe nicht erkannt wird, wenn nicht zuvor das Erdenkind vom Herrn Selbst die Gnade empfängt, geistig dieses größte Opfer fassen zu können. Dann erst wird es verstehen können und dem himmlischen Vater von ganzem Herzen dankbar sein für dieses allergrößte Gnadengeschenk, durch welches der Herr bewahret hat die Menschheit vor dem Tode der Seele, vor ihrem geistigen Untergang ....

Denn die Seele soll leben im Licht .... sie soll schauen das Antlitz Gottes und soll ein Kind Gottes werden können, so sie nur den Willen dazu hat. Denn dafür starb der Herr am Kreuz und nahm den bittersten Tod des Leibes willig auf Sich aus übergroßer Liebe zur sündigen Menschheit. Erkennet dieses, und neiget euch in tiefster Demut vor dem Erhabensten .... und wisset, daß Er für euch gestorben ist .... um euch zu erlösen .... Machet euch dieses Erlösungswerkes wert .... auf daß ihr eingehet in die ewige Herrlichkeit ....

Amen

BD 0460 empfangen  11.6.1938

Die Liebe des Herrn zu den Seinen ....

Denn die Meinen liebe Ich über alle Maßen .... Sie sollen darum auch der Krone des Lebens gewärtig sein und für Mich tragen alles Leid der Erdenzeit .... Ich sehe in ihnen Meine Kinder, Ich will ihre Herzen voll und ganz besitzen, Ich will sie heimholen zu Mir in des Vaters Haus. Und dann wird das Los dieser ein herrliches sein .... ihre Seelen werden jubeln in der Herrlichkeit Gottes, die Liebe wird sie überwältigen und zu glückstrahlenden, in aller Lichtfülle stehenden Geistwesen umgestalten ....

Und so lohne Ich, die auf Mich bauen, die in Meinem Namen Erfüllung ihres Erdenlebens suchen und die gewillt sind, Mir gleich das Kreuz mit Ergebung zu tragen .... Denn das ihnen auferlegte Leid tilgt gleichzeitig auch Sündenschuld und trägt dazu bei, daß diese geringer wird. Und was ihr dem geringsten eurer Brüder tut, das habt ihr Mir getan .... Nehmt ihr das Leid dieser willig auf eure Schultern, so tut ihr das auch für Mich und für das Erlösungswerk an der ganzen Menschheit. Die gesamte Erdenschuld muß getilgt werden, soll allen diesen Erdenkindern dereinst das ewige Licht strahlen .... Wer sich freiwillig und aus Liebe zu Mir an dem Erlösungswerk beteiligt schon auf Erden, dem ist die Krone des ewigen Lebens sicher ....

Der anderen aber erbarmen sich die Geistwesen im Jenseits, die in aller Liebe und Sorge sich der niedrigen Seelen annehmen, denn alles, alles ist ein Werk der Liebe .... die Welt zu erlösen von allen Sünden und so alles aus der Finsternis zum Licht zu erheben. Sehet, wer Mir nachfolget schon auf Erden, ist ein gesegneter Jünger Meines Namens .... er wirket durch die Kraft Meiner Worte und ist gleicherweise Mein Gesandter, der statt Meiner zu den Erdenkindern spricht. Die Worte sind seine Waffe im Kampf gegen das Böse, und die Liebe ist seine Kraft .... Und Mein Segen ist das Geleit auf der Erdenbahn. Wer nun also behütet von Mir den Erdenweg wandelt, muß immer näher zu Mir finden .... Meine Liebe ziehet ihn zu Mir, und so er sich nicht wehret, ist sein Gang zu Mir ganz selbstverständlich, sein Herz kann ihn nur Mir entgegenführen, denn es sind dies Meine Kinder, die zum Vater verlangen.

Du, Mein Kind, wirst in Kürze ein Bild Dessen bekommen, Der in dir war und sein wird bis in alle Ewigkeit .... Sei auf der Hut, daß dir das Kostbarste nicht verlorengeht .... die Reinheit der Seele .... denn nur solche ermöglicht ein Schauen in alle Herrlichkeit .... Die Stimme des Herzens wird dir sagen, wenn die Zeit gekommen ist, da Ich dein Herz bedenken will und liebefähig machen für alle Zeiten .... Jesus wird dir nahe sein als Lichtgestalt .... Er wird im Traum dir Herrliches geben .... Dann wird dein Wandeln auf Erden zwar ein stetes Sehnen bleiben, doch mit der Liebe zu Mir im Herzen bist du gefeit gegen alles Böse und wirst bis zu deiner Vollendung Mir immer treu und ergeben sein .... Und das ist Mein Wille bis in alle Ewigkeit, daß die Meinen in Mir und für Mich leben auf Erden, um dereinst ganz in Meiner Nähe weilen zu dürfen .... denn Ich liebe euch über alle Maßen, die ihr nach Mir verlanget ....

Amen

BD 0461 empfangen  11.6.1938

Göttliche Gnade ....
Notwendigkeit des Gebetes ....

Was euch an Gnade zufließt, ist allein schon ein Liebesbeweis des Herrn, denn ihr selbst wäret ohne die göttliche Hilfe nicht fähig, euch aus den Fesseln der Materie zu befreien .... Doch das ständige Ringen und Gebet um Kraft entfernt euch allmählich von der Erde und ihrem Begehr ....

Wie sich ein Vogel hoch in die Luft schwingt, alles auf der Erde haftende weit hinter sich lassend, so wird sich auch die Seele mehr und mehr emporheben in Sphären, wo der Druck der Erdenschwere sie nicht mehr so merkbar berührt .... Der Körper weilt zwar noch auf der Erde und muß der irdischen Tätigkeit nachgehen, doch ist diese Tätigkeit nicht mehr die Hauptsache des Lebens, sondern wird sich wie von selbst erledigen, fühlbar unterstützt von den dem Menschen beigegebenen geistigen Schutzwesen .... die alles daran setzen, um die Seele des Erdenkindes in jenen Sphären zu erhalten, und die den Rückgang der (zur = d. Hg.) Erde mit allen Kräften verhindern möchten.

In der Zeit der inneren Reife wird sich die Seele absondern und immer nur nach geistiger Umgebung verlangen .... sie verläßt den Körper oft und hält sich vorwiegend in geistigen Regionen auf .... d.h., die Gedankenwelt, in welcher sich ein solches Erdenkind lieber aufhält, wird von nun an eine rein geistige sein, und von der Erde und ihren Anforderungen will es wenig oder gar nichts wissen, hat jedoch immer das Verlangen, geistige Nahrung in Form von geistigen Wahrheiten aufzunehmen.

Das sicherste Gefühl einer Höherentwicklung ist immer das Verlangen nach geistiger Speise .... Wer auf der Erde noch festgehalten wird, verlangt nicht nach solcher .... sein Sinn steht nach anderen Genüssen, und nur, wo die Seele sich schon veredelt und geläutert hat, ist sie bestrebt, in Unergründbares einzudringen. Ein solches Verlangen wird dann auch gefördert und unterstützt werden von allen Wesen im Jenseits, die eine solche Seele betreuen während ihrer Erdenzeit.

Nichts ist für die Seele gefährlicher als ein immerwährendes Sättigen dieser mit irdischen Genüssen und Freuden .... sie ist völlig unfähig für die Annahme von geistigen Lehren und beraubt sich so selbst der größten Gnade .... so sie nicht beten kann und, ihre Unvollkommenheit erkennend, den himmlischen Vater um Hilfe anfleht. Solcher Menschen gedenket der Herr besonders liebreich, indem Er sie führet über dornige Wege, durch Leid und Sorgen, damit sie endlich finden sollen zum Vater, wenn sie in großer Not und Bedrängnis Hilfe bedürfen. So sie erst einmal Zuflucht genommen haben zum Gebet, werden ihnen die Augen geöffnet und ist dies schon eine Gnade, die sie zum Fortschritt der Seele führen kann, wenn der Mensch nur selbst etwas guten Willen hat.

Nie soll der Mensch das Gebet vergessen .... Solange er sich im Gebet mit dem himmlischen Vater verbinden kann, ist ihm der Gnadenquell geöffnet, und nichts wird ihm im Erdenleben zu schwer werden, wenn er sich dieser göttlichen Gnade bedient .... mittels derer er auch Hand anlegen kann an das Werk, sich selbst nach dem Willen Gottes zu gestalten. Ohne die göttliche Gnade vermag der Mensch nichts .... mit dieser aber unendlich viel, darum betet, daß der Herr euch mit Seiner Gnade bedenke, und ihr brauchet nicht zu verzagen .... Denn Gottes Güte währet ewiglich ....

Amen

BD 0462 empfangen  12.6.1938

Völlige Glaubenslosigkeit ....
Tiefster Sturz ....

So du den Deinigen die Wege erleichtern willst, genügt oft nur ein Hinweis auf des Herrn Liebe und Fürsorge, und sie werden erkennen, daß alles Geschehen nicht ohne weisen Zweck ist .... Denn die Milde des himmlischen Vaters gibt immer wieder frohe Stunden, wo sich das Herz von den Mühsalen erholen und Ihm zuwenden soll. Doch werden solche Geschehnisse oft ungeachtet gelassen .... Der Mensch denkt an ein höheres Wesen, solange er in Not ist, nicht aber an sorgenlosen Tagen, und deshalb muß immer wieder Leid über die Menschen zugelassen werden, denn des Herrn Fürsorge gilt nicht für die Erdenzeit, sondern für die ganze Ewigkeit ....

Daher lasset euch nimmermehr niederdrücken. Wüßtet ihr den Wert solcher Leiden für eure Seelen .... ihr nähmet sie gern auf euch, denn sie sind nur winzig im Vergleich zu der Herrlichkeit, die euch erwartet. Gesegnet die Stunde, die euch das Erkennen bringt .... und gesegnet der Tag, da ihr völlig im Herzen zum himmlischen Vater findet .... Endlos weit ist der Weg, den ihr gehen mußtet, bis ihr diese Zeit erreichtet .... doch wollt ihr so nahe vor dem Ziel wankend werden .... wollt ihr, daß ihr umsonst euch bis hierher durchgerungen habt, wollt ihr diesen endlos langen Weg noch einmal zurücklegen ....

Den Leib, den ihr tragt, erkennet ihr nicht als das, was er ist .... als eine Gnade, die ihr selbst euch erbeten habt und die euch gewährt wurde .... So werdet ihr auch nie erfassen können auf Erden, welch beispiellose Gnadenzeit euch beschieden ist .... wo ihr sammeln könnt Schätze über Schätze für das Jenseits, für das ewige Leben .... wenn ihr nur wollt und dem Herrn euch voll zuwendet. Es gehen euch Menschen so unglaublich viele Mahnungen und Warnungen zu .... unaufhörlich ist der Herr bemüht, den Sinn des Menschen der Ewigkeit zuzuwenden .... wenn aber dieser beharrlich alles abweist .... wenn er beharrlich nur der Welt nachläuft und in dieser die Erfüllung seiner Wünsche findet, wie soll dann der Sinn des Menschen gebeugt und recht gerichtet werden ....

Es ist dies nicht anders möglich als durch Leid, und das immer schwerer, je hartnäckiger die Seele in Abwehr verharrt. Ja, es muß sogar so weit gehen, daß die Menschen geneigt sind, den Glauben an Gott völlig zu verlieren. Denn oft kann der Mensch sich erst dann zu festem Willen aufraffen, wenn er den tiefsten Sturz getan hat .... Wenn er nicht mehr weiter nach unten kann, dann kommt das Verlangen nach der Höhe doppelt stark, und dann klammert sich der Mensch wieder an etwas außerhalb des ihm Verständlichen .... Er sucht Fühlung zu bekommen mit dieser Kraft, Die er vermutet und ahnt .... Er wird nicht ohne Hilfe gelassen werden .... mußte aber erst diesen Weg zurücklegen, da er sich aus eigener Kraft, ohne Glauben und Gnade, nicht zur Höhe entwickeln konnte .... er mußte erst in tiefer Not diese Kraft innerlich erringen und erbitten ....

So erlebt ein solcher Mensch eine totale Umwandlung seines ganzen Denkens, und diese bringt ihm den größten Segen; wo sich hingegen der Mensch nur oberflächlich mit den Gedanken an ein Jenseits befaßt, dort werden diese auch niemals tief im Herzen Wurzeln fassen können .... und es ist ein Mensch, dessen Denken lau und gleichgültig ist, weit schlimmer daran, an ihm gehen die Gnaden des Herrn spurlos vorüber .... auch dann ist das Leid wieder vonnöten, um ein solches Menschenkind einer ernsten Gedankenrichtung zuzuwenden .... Und so wird das Leid immer der Segenspender bleiben für zahllose Erdenkinder, denn nichts ist der Seele unzuträglicher als ein untätiger Zustand, der sich über viele Jahre erstreckt und so die Gnadenzeit der Verkörperung erheblich verkürzt ist, weil die Zeit des trägen Dahinlebens ohne Arbeit an der Seele für diesen Menschen völlig verloren ist.

Und wollet ihr dem Leid entgehen, so ist auch eure Zeit auf Erden nutzlos gelebt, so ihr nicht euch aus innerstem Antrieb mit dem himmlischen Vater vereinigt und durch Gebet und innige Verbindung mit Ihm am Gnadenquell euch labet und so die Höhe erreichet, die ihr anstreben sollt .... Wer dieses erfaßt hat mit ganzem Herzen, den wird das Leid nicht mehr drücken, denn er trägt dieses dann willig für den Herrn und Heiland, den göttlichen Erlöser der Menschheit ....

Amen

BD 0463 empfangen  13.6.1938

Warnung vor Hochmut und Eigendünkel ....

Habet acht auf alles, was in euch den Hochmutsteufel wecken kann. Die Dämonen verfolgen alle, denen das Gebot der Nächstenliebe Anlaß gibt zur Betätigung in Liebe .... sie versuchen, immer dort entgegenzuwirken, indem sie leicht das Motiv zu verunstalten suchen .... daß der Mensch in seinem Handeln abweicht von der eigentlichen Aufgabe zu helfen, was als Grundsatz für die Nächstenliebe gelten soll. Es hat ein kleiner Teil Eigendünkel die Gefahr in sich, daß aus solcher heraus eine Handlung nicht mehr gottgefällig ist, sondern daß das Einwirken böser Mächte dabei sichtbar zu spüren ist .... Wo immer der Eigendünkel nur im geringsten Grade Triebkraft ist, hat das gute Werk keinen oder nur sehr wenig Wert. Darum hüte dich vor allem Hochmut, auf daß du nicht Schaden leidest an deiner Seele ....

(Unterbrechung)

BD 0464 empfangen  13.6.1938

Mysterium der Liebe ....

Siehe Mein Kind .... wenn dir das Mysterium der Liebe noch so viele Gedanken macht, mußt du Mir dennoch treu bleiben, auch wenn du noch nicht eingedrungen bist in dieses. Siehe Ich will Meinen Kindern zu wissen geben, daß sie ganz allein sich diese aneignen müssen .... Ich lege ihnen alles ins Herz, was dazu vonnöten ist, doch werden sie Mich erst dann ganz lieben können, wenn ihr Wesen völlig Liebe geworden ist, und so ist die höchste Seligkeit, Mich zu lieben, immer etwas, was sie sich ganz allein schaffen können. Das Verlangen danach werde Ich schüren in den Herzen Meiner Kinder, und dann liegt es ihnen ob, einzudringen in das große Geheimnis .... Immer, wenn ihr ein Werk der Liebe tut, werdet ihr es fühlen, daß ihr Mir näherkommt und dann wird auch jedesmal euer Herz eine Seligkeit spüren, und diese ist ein Ausfluß Meiner Liebe zu euch.

Nun, Mein Kind, übe allzeit die Liebe, und du wirst dir bereiten ein unsägliches Glücksgefühl, das keiner irdischen Liebe gleicht und dir doch alle Wonnen schenkt. In der Verbindung mit Mir durch Taten der Liebe ist das einzig Notwendige hergestellt, denn die Liebe führet notgedrungen zusammen, die sich lieben wollen .... Was du so nicht erfassest, wird dir plötzlich erklärlich sein, wenn du unlösbar verbunden bleibst mit Mir durch Taten der Liebe .... Ein Segen unvergleichlicher Art fällt auf die Mir treuen und ergebenen Erdenkinder .... Ich lasse diese Kinder nie von Mir .... errette sie aus aller Not und halte immer schützend Meine Hände über diese .... doch alle Liebesseligkeit müssen sie selbst sich bereiten, weil Ich nur Liebe geben kann dort, wo das Herz liebefähig ist .... wo es nur immer Taten der Liebe vollbringt.

So wisse, Meine Tochter, daß dein Leib auf Erden auf irdische Liebesfreuden verzichten mußte, um in glühender Liebe Mir zu gehören .... wisse, daß du viel glücklicher sein wirst dereinst, wo sich der Erde Taten auswirken werden .... Und diese Zeit ist nicht mehr fern, Mein Kind .... Deshalb verrichte alle deine Werke mit Eifer, daß du dem Herrn des Himmels und der Erde dienest nach Kräften, denn so, wie du dienest, so sollst du einst herrschen .... aber für diese Erde wird ständige tiefe Sehnsucht nach Mir dein Los sein, die Ich erfüllen will im Übermaß, so du Mir dein Herz gibst in Ewigkeit ....

Amen

BD 0465 empfangen  13.6.1938

13.6. ....
Antonius? ....

In sicherer Hut gehst du durch das Leben, denn der Herr ist dein Geleite .... nimmer kann sich dein Herz trennen von Ihm, Der dir alles gewährt, was zu deinem ewigen Heil erforderlich ist. Und weil du verlangst des göttlichen Erlösers Liebe, wird Seine Macht unendlich weise wirken und in deiner Tätigkeit auf Erden zum Ausdruck kommen .... da belehrend, dort hinweisend, immer aber zum Segen für die Menschheit, denn wo der Herr ist, dort ist Sein Geist .... und wo der Geist Gottes ist, ist auch das Licht .... im Licht aber ist Leben .... und wer dieses hat, wird selig sein in Ewigkeit.

Die Gabe des Herrn aber legt auch Pflichten auf, und diese erfordern Kraft .... doch Kraft zu spenden denen, die uns vertrauen, ist unsere Freude und Seligkeit .... so du dich an uns wendest, wirst du erstarken; an Gottes Statt und in Seinem Auftrag bedenken wir dich, geben deinem Geist Anregung und dir Wissen um göttliche Weisheiten .... In der Tiefe deines Gemütes lernest du empfinden, jedes Wort ist dir Erquickung und wird dir mehr und mehr werden, je länger du dich in unseren Schutz begibst.

Denn auch wir beschirmen dich vor Not der Seele, wir führen dich sorglich an Klippen vorbei und immer wieder dem göttlichen Heiland zu .... Und wir kennen deine Nöte, deine Fehler, deine Bitten .... und sind immer bereit, dich zu erlösen, wo dein Ruf an unser Ohr dringt. Die Sonne barg uns beide einst .... Ich gab dem Vater eine Sicherheit für dich, die du mir teuer warst, und nun löse ich diese ein und bringe dem Herrn ein dienstwillig Kind, das Seine Worte aufnimmt und mit Eifer dem göttlichen Willen nachzukommen trachtet.

Der Erde Not wird vergehen, in unserem Schutz wirst du sie überwinden .... in deinem Herzen wird der Heiland wohnen, und wir alle werden dem Herrn Lob und Ehre singen, Der Sich der Erdenkinder so liebreich annimmt und sie emporzieht an Sein Vaterherz. In dieser weihevollen Stunde erhellet sich dein Geist und nimmt auf, was der Himmel ihm spendet, und wo voll Zagen sich richtet der Blick zum Herrn empor, dort weiset Er Seine getreuen Diener an, jenen zu Hilfe zu kommen.

Und so wirken wir alle aus dieser Kraft Gottes heraus unermüdlich für den Herrn und sprechen zu den Seinen und geben ihnen Kunde von der übergroßen Liebe des Heilands .... Ihr brauchet nur aufzunehmen dies alles in euer Herz, und so ist der Geist Gottes überall tätig, wo Er innig erfleht wird, denn der Herr bedenket die Seinen mit aller Liebe, aller Gnade und jedem Trost .... In alle Herrlichkeit wird eingehen, wer sich bedenken läßt und wessen Herz im Herrn verharrt bis zu seiner letzten Stunde auf Erden, allwo wir ihn emporholen in Sein himmlisches Reich ....

Amen

BD 0466 empfangen  14.6.1938

Erlösungswerk ....
Glaube daran notwendig ....

Was dir geboten wird, ist des Herrn Wille, und so geht dir heut eine Kundgabe zu, die in faßlicher Weise das große Problem berührt, das euch Menschen so schwer begreiflich ist .... Der größte Teil der Menschheit befindet sich in einem beträchtlichen Irrtum, wenn er glaubt, er könne im Jenseits Verdienste erringen, und doch auf Erden nicht das Seinige getan hat zur Erhaltung des Glaubens an Jesum Christum als Sohn Gottes.

Der Mensch mag wohl rechtlich sein, er mag seinen Pflichten auf Erden immer treulich nachgekommen sein .... er mag auch gegen den Nächsten als Bruder gehandelt haben .... er hat aber Jesum Christum verleugnet .... dann wird sein Lohn wahrlich ein sehr geringer sein, denn da er den göttlichen Erlöser nicht anerkennen will, so wird er auch nie und nimmer von seiner Schuld erlöst werden, denn nur der Glaube vermag ihn frei zu machen, und in Christus werden sich alle Lebensfäden immer und ewig zusammenfinden .... Und wo sich dieser Glaube abwendet vom Erlösungsgedanken .... wo die Göttlichkeit des Heilands angezweifelt und abgestritten wird, dort wendet Sich auch die Gottheit Selbst ab ....

Das rechtliche Denken eines Menschen wird zweifelsohne wohl anerkannt werden, doch ehe sich nicht das Herz eines solchen Menschen zu Christus bekennet, wird auch nicht die Wiedergeburt des Geistes stattfinden können und ohne diese auch nimmermehr der Weg zur ewigen Seligkeit geebnet sein. Wer darum in dem Glauben an Christus erzogen worden ist, sich aber nicht dazu bekennen will und kann, der wird einen weiten Gang gehen müssen im Jenseits .... Und sein Suchen nach der Wahrheit wird mühsam und sehr langwierig sein.

Kein noch so strenges Beherzigen der Gebote Gottes wird das bewirken, was die klare Erkenntnis der Göttlichkeit Jesu in kurzer Zeit zustande bringen kann. Wollte man nur immer das eine bedenken, daß der Herr auf Erden wandelte der Sündenschuld der Menschheit wegen .... wie klar verständlich ist es dann, daß eben diese Sündenschuld des Menschen nicht getilgt werden kann, solange dieser ein solches Erlösungswerk nicht anerkennen will, es vielmehr als eines Menschen aufopfernde Tat ansieht, die jedoch jeder Göttlichkeit entbehrt.

So wird ein solcher Mensch auch nimmermehr die Gnaden und Segnungen des Erlösungswerkes an sich selbst verspüren können .... Er wird erst dann die Zeichen der Göttlichkeit erkennen, wenn er im Zweifelsfall den himmlischen Vater um Erleuchtung anfleht, die ihm gern und willig gewährt wird, und er nun so augenscheinlich hingewiesen wird auf das wahrhafte Wirken des Gottsohnes auf Erden. In Seiner unbeschreiblichen Güte sucht der Herr, einem jeden nahezukommen .... Er will einem jeden das volle Verständnis geben und wird auch immer dort zu Hilfe kommen, wo der Mensch allein erlahmt, doch der Wille muß gut sein .... er darf nicht abweisen, was ihm unverständlich ist, sondern muß um Erleuchtung bitten, die ihm dann willig gewährt wird.

Aber ohne den Glauben an Jesum Christum ist ein Eingehen in des Vaters Reich nicht möglich .... die Pforte zu diesem ist ja erst durch das Erlösungswerk geöffnet worden .... wie aber soll der durch diese Pforte gelangen, der an die Gottheit des Erlösers Zweifel setzt .... Es ist den Menschen genugsam kundgegeben worden, was des Heilands Niederkunft auf Erden bezweckte .... dieses nicht anerkennen wollen, dann aber doch den Segen Dessen zu erwarten ist völlig undenkbar .... Und ihr Menschen habt keine andere Möglichkeit, als durch den Glauben euch das Himmelreich zu erwerben .... ohne Glauben jedoch steht ihr diesem so ferne, daß euer sonstiges Ringen vergeblich ist.

Ihr könnt euch wohl im guten Lebenswandel befleißigen, ihr werdet dadurch euch viele Gnaden erwerben, doch immer werden diese Gnaden euch behilflich sein, um eben diesen Glauben an Jesum Christum zu finden und zu befestigen, dann erst wird euer Wandeln auf Erden von rechtem Erfolg gekrönt sein .... dann erst werdet ihr eingehen können in das ewige Reich, das euch erschlossen wurde durch Jesum Christum, unserem Herrn ....

Amen

BD 0467 empfangen  15.6.1938

„Ich bin mitten unter euch ....“

Meine liebe Tochter .... Versuche alles dir Gebotene in dein Herz aufzunehmen, und weise alle ablehnenden Gedanken von dir, denn die Ich zusammenführe, sind von Mir geprüft und bleiben hinfort in Meiner Liebe. Und was an dein Ohr gedrungen ist, gehet von Mir aus und soll in euch wiedertönen, und so erlebet ihr, daß Ich mitten unter euch weile und euch so nahe bin, daß ihr Meine Nähe spüren werdet, wenn ihr euch ganz Meinen Worten hingebet. Und was euch noch fremd ist, wird euch vertraut werden .... was dagegen wider Mich ist, werdet ihr klarstens empfinden überall. Denn Ich werde Mich verleugnen dort, wo ein falscher Sinn unter euch ist .... aber jederzeit offen sprechen, wo Meine Kinder Mir ihre Liebe darbringen. Und nun vollende dein Tagewerk, und sei von Mir gesegnet. Siehe in allem Meine Führung, und vertraue dich gänzlich deinem Heiland, Der dich liebt und geleitet auf allen deinen Wegen jetzt und alle Zeit ....

Amen

BD 0468 empfangen  16.6.1938

Irrlehren ....
Eingreifen Gottes ....
Verhärtete ....

Es bestehen so unendlich viele Irrlehren, die alle dazu angetan sind, den Glauben der Menschheit auf das tiefste zu erschüttern .... die auch Schuld daran haben, daß sich der Menschen eine namenlose Gleichgültigkeit bemächtigt hat gegenüber allem, was ihrem Seelenheil zuträglich wäre .... In solcher Not hat der Herr Erbarmen, und es liegt nur an dem Willen des einzelnen, ob die wahre Lehre Christi wieder Eingang findet bei den Menschen ....

Jede Zeitepoche hat ihre Erscheinungen .... so ist es ganz besonders bemerkenswert, wie wenig sich der Mensch mit geistigen Problemen beschäftigt .... Er hat nur noch Sinn für die irdischen Vorteile, für Genuß und Wohlleben und Vermehrung seiner irdischen Güter .... Und bei solch materialistischem Denken kann niemals eine geistige Richtung eingeschlagen werden. Es wird sich dies nie vereinigen lassen, da nur das eine ohne das andere denkbar ist.

Deshalb legt sich der Herr Selbst ins Mittel .... Er zerstört dort, wo zuviel irdisch aufgebaut wurde .... Erst wenn ein Mensch völlig aus seiner Bahn geworfen ist, beginnt sich sein Denken zu ändern .... Alle weisheitsvollen Erklärungen über die Entstehung der göttlichen Lehren .... wie sie die Menschen gern bringen, um solche als Phantastereien geistig beschränkter Menschen hinzustellen, werden in ein Nichts zusammenfallen, wenn diesen die Worte Gottes .... vom Herrn Selbst gegeben, entgegengesetzt werden ....

Es ist nur noch eine kleine Spanne Zeit, daß Sich der Herr Selbst melden wird in Seiner Kraft .... daß diese wirken wird unmittelbar und dann ein geringer Widerstand leicht gebrochen werden kann .... dagegen den Verhärteten schwere Schläge treffen müssen, soll auch er biegsam wie Wachs werden und er sich willig dem Willen Gottes unterwerfen. Dazu wird noch viel Geduld und Mühe von seiten der Diener des Herrn erforderlich sein .... Es werden in aller Sanftmut und Liebe die Auserwählten wirken müssen und bedenken alle Irrenden mit Aufklärungen und liebevollen Hinweisen auf die Güte des Herrn und Seine Sorge um alle Menschenkinder.

Doch leben wird ein jeder, der dieses Wort vernimmt und gläubig es in sich verschließt .... Er hat den wahren Lebensstrom gefunden, der sicher aufwärts führt .... Vielen aber muß der Herr Proben über Proben Seiner Macht und Gewalt geben, ehe sie sich auch bekennen zu dem Einzigen und Höchsten über Himmel und Erde .... Die Welt wird erst in Flammen aufgehen müssen, ehe solche Verstockte die Hand des Herrn erkennen und ihr Innenleben völlig umzumodeln versuchen ....

Doch niemals ist die Rückkehr in des Vaters Haus zu spät, und je emsiger der Mensch nun nach der Wahrheit sucht, je weniger er die Mühe scheut, sich Klarheit des Geistes zu verschaffen, und je vertrauensvoller er sich an den himmlischen Vater wendet um Seine Hilfe und Erbarmung, desto erfolgreicher wird sein Suchen nach der Wahrheit sein, und im Erkennen seiner Lebensaufgabe weiß der Mensch nun auch sein ganzes Leben und Streben darauf einzustellen, sich nun unvergängliche Werte zu schaffen für die Ewigkeit. Und des Herrn Liebe und Barmherzigkeit hat der Finsternis wieder eine Seele abgerungen und so dem ewigen Licht entgegengeführt ....

Amen

BD 0469 empfangen  17.6.1938

Hilfe den Verstockten ....

Ein wenig Geduld nur, und du erlebst ein ungeahntes Zeichen der göttlichen Liebe .... Immerwährend bewegen sich die Ereignisse der Zeit nach des Herrn weisem Plan, wenn auch oft von euch Menschen unerkannt, und dennoch muß der Herr eingreifen dort, wo sich der Mensch Übergriffe erlaubt in Seine Gewalt und Seinen Willen. Es bedeutet für euch Menschen eine außergewöhnliche Gnade, wenn Sich der Herr neiget zu euch in solchem Erbarmen, daß Er Sich Selbst wieder verkörpert im Geiste der Ihm Dienenden. Es ist ein Hinweis von solcher Bedeutung, daß schon allein dies genügen sollte, um euch die Augen zu öffnen.

Aber der Mensch, der immer klüger ist oder sich klüger dünkt, fasset nicht das Übernatürliche. Daher wird sich sein Denken zumeist bewegen in dem, was er sieht und hört .... er erkennet ein geistiges Wirken nicht an. So bewältigt sich nun dieser Menschen die Kraft Gottes Selbst, indem sie sich äußern wird ihnen so sichtbar, daß nur ganz Verstockte darin auch nur ein Walten der Natur sehen werden .... Die anderen aber werden fühlen die Nähe der Gottheit, sich aber nachher auch wieder scheiden in die wahrhaft Willigen und solche, die nach überstandener Gefahr sich wieder der Welt hingeben und ihre körperlichen und seelischen Nöte vergessen, sobald sie vorüber sind. Denen muß der Herr wieder zu Hilfe kommen, sollen sie nicht untergehen in ihrer Blindheit.

Jede Zeit hat ihre Zeichen .... achtet dieser, und ihr werdet leicht erkennen, wenn der Herr Sich Selbst naht nach solchen euch kundgegebenen Anzeichen .... Lehnet euch nicht auf, wo euch das Leben hart anfaßt .... Sondern horchet nach innen und nach außen, ob ihr die Stimme des Herrn vernehmet. Ihr dürfet nicht in Angst leben, daß der Herr euch verläßt, wenn ihr Seiner begehrt .... Er ist immer zur Hilfe bereit für die, die Ihn brauchen und rufen. Und mit dieser Hilfe könnt ihr getrost auch der schwersten Zeit entgegensehen .... sie wird euch nur Segen bringen, niemals aber Schaden an der Seele .... doch allen irdischen Kummer opfert dem Herrn auf, und zehnfach werdet ihr getröstet werden von Ihm, eurem göttlichen Heiland.

Denn so ihr nur in Not zu Ihm findet, muß Er diese Not über euch kommen lassen, wenn Er Seine Kindlein zu Sich rufen will. Und in solcher Bedrängnis werden viele sein auf Erden .... Wir verkünden euch dieses um eures Seelenheils willen .... Der Herr ist nimmer weit von euch, die Zeit ist nahe herangekommen, doch die Welt will nicht vernehmen die Stimme des Herrn .... Sie möchte ersticken und vernichten alles, was Kunde geben soll .... sie will die Menschen in geistiger Blindheit erziehen, doch dies ist das Werk der Finsternis, das ihr, die ihr erkennen könnt und freien Willen habt, als solches ansehen lernen und euch aus eigenem Willen aus solcher Blindheit selbst erretten müßt.

Denn Gott gab euch den Verstand, nützet diesen recht, und wo ihr nicht klarsehen könnt, dort bittet um Erleuchtung und um des Vaters Hilfe .... Nimmer aber weiset alles von euch, was euch geistig wecken kann, denn dieses ist das Wichtigste im Leben, wozu alles auf Erden und wozu auch euer ganzes Leben selbst ist .... daß ihr erkennt, vom Vater das irdische Leben erhalten zu haben, um in ihm eure Seele zu formen, auf daß sie zum Vater zurückfindet, von Dem sie ausgegangen ist ....

Amen

BD 0470 empfangen  17.6.1938

Tod im Herrn ....
Trauer ....
Arme Seelen - Gebet ....

Ein seliger Tod ist, einzuschlafen im Herrn und zu erwachen im Jenseits in Lichtfülle .... Was euch im Leben beschieden ist, wird sich viel leichter ertragen lassen, wenn ihr es annehmet im Hinblick auf die Ewigkeit, denn ihr lebet dann gleichsam nur für diese .... auch wisset, daß allem Leid ein Ende gesetzt ist in kurzer Zeit, wenn ihr diese an der Ewigkeit messet .... ihr aber eine Ewigkeit hindurch die Früchte dieses Leides genießen dürft. Und so soll euch immer dies zum Trost gereichen, daß euer Ende ein seliges sein kann und noch weit seliger dann das Eingehen in das himmlische Reich.

So begrabet ihr eure Toten und weinet um sie, und doch müßte dieser Tag für euch ein Tag innerer Freude sein, wenn ihr bedenket, daß die Seele ja nur dieses Erdenleben mit einem weit schöneren vertauscht hat, daß der Mensch alles Leid von sich gestreift hat und nun unbeschwert und erlöst von allem Leid in ein neues Leben eingeht, das an Schönheit und Glück alles Irdische überstrahlt .... Weshalb wollt ihr dann trauern? So suchet, euch ein solches Los im Jenseits schon auf Erden zu erringen, suchet euch zu lösen von allem, was euch an die Welt fesselt, und ihr werdet leicht von dieser Erde scheiden können ....

Doch wer die Erde zu sehr liebt, dem wird auch das Scheiden von dieser sehr schwerfallen .... er will sich von den Gütern dieser Welt nicht trennen, sein Herz hängt allzusehr am Irdischen. Und dieser Mensch findet auch drüben keine für ihn vorbereitete Stätte, wo er das Wohlleben der Erde fortsetzen kann. Er hat versäumt, im Erdenleben für ein solches zu arbeiten, und muß nun lange Zeit hindurch dienen, ehe er würdig ist der Glückseligkeit im Jenseits.

Dort hat dann der Mensch das Recht, zu trauern um eine solche Seele .... nicht aber, daß sie von der Erde geschieden ist, sondern nur, daß sich die Seele nun unsagbar quälen muß, um teilhaftig zu werden dessen, was sie auf Erden sich erwerben sollte .... Für diese Seele betet .... gebt ihnen eure Kraft durch das Gebet, deren sie so dringend benötigen .... Wer solche Seele wahrhaft liebt, wird sie zu erretten vermögen durch diese Liebe, denn die Liebe wird unausgesetzt tätig sein für solche arme Seelen, die ihr Leben nicht recht erkannten und nun darben müssen, bis sie erlöst sind von ihrer Schuld.

Des Herrn Fürsorge gilt euch unausgesetzt, so laßt auch eure Fürsorge denen zukommen, die euch von Herzen dankbar sind für jede Hilfeleistung .... bedenket, daß auch sie Irrende waren, die, auf den rechten Weg geführt, ringen und kämpfen, um endlich auch in das Reich des Lichtes zu gelangen .... Doch ihr, die ihr noch auf Erden wandelt, nützet diese Zeit weise und verlanget nur immer nach dem Herrn, auf daß ihr den Tod nicht schmecket, sondern leben werdet in Ewigkeit ....

Amen

BD 0471 empfangen  18.6.1938

Erkenntnis seiner selbst ....
Liebe ....

In diesem wie in jenem Leben hat nur das eine bleibenden Wert, daß sich die Seele selbst erkennt; erst dann ist es ihr möglich, den Weg nach oben zu gehen. Ein Fortschreiten ohne diese Erkenntnis ist völlig ausgeschlossen, denn in der geistigen Finsternis wird jede Handlung, ob hier oder im Jenseits, sich nur materiell auswirken .... d.h., ihr werden immer materielle Interessen zugrunde liegen, und solche können niemals das Seelenheil fördern. Wenig wertvoll ist es deshalb, wenn der Mensch auf Erden auch gute Handlungen nur aus ebensolchem Grunde begeht. Solche Taten sind nicht angesehen von Gott, denn ihre Kraft ist gering .... Was nicht aus Liebe getan wird, ist auch nicht wohlgefällig vor Gott .... Es ist nur Tribut an die Welt ....

Regen Geistes wird der Mensch erkennen müssen, daß die Erde mit allem, was auf ihr besteht, immer nur das Mittel zum Zweck ist .... Daß also niemals die Güter der Erde selbst begehrt werden sollen, sondern nur alles auf der Welt dazu dienen soll, als irdisch erkannt zu werden, gemieden oder dazu verwandt, Taten der Liebe durch solche ausüben zu können .... Der Herr gibt euch so reichlich Mittel in die Hand, die euch dem ewigen Ziele zuführen können .... Ihr aber benützet diese für euch selbst, ihr freuet euch daran und gieret danach .... und so werden diese Mittel für euch Werke des Teufels, durch die er euch in seine Fallstricke zu ziehen versucht ....

Erkennet ihr aber den Unwert alles Irdischen und erkennet ihr euch selbst, dann werdet ihr den Sieg davontragen über solche Versuchungen. Hingeben alles, was ihr besitzet, um dem Nächsten damit zu helfen, trägt den größten Segen in sich. Ist die geistige Erkenntnis des Menschen so weit gereift, daß er nun die Arbeit an seiner Seele beginnen kann, dann wird er auch voller Eifer sein Streben verfolgen, und immer wird der Gedanke für ihn Leitstern sein, daß er durch sein Streben dem Heiland nahekommt, daß alles, was er auf Erden freiwillig hingibt, dereinst durch die Nähe des Heilands vergolten wird.

Je unbewußter das Drängen zum Heiland ist, je mehr es aus tiefer Liebe heraus das Herz erfüllt, desto eher wird diese Sehnsucht des Herzens erfüllt werden und desto mehr wird Seine Nähe das Erdenkind beglücken, denn alles, alles wurzelt in der Liebe .... wer diese hat, der ist schon selig hier auf Erden und wird dereinst überselig sein in des Herrn Nähe .... wo alles nur pure Liebe ist. Erst wenn die Liebe völlig euer Herz erfüllt, wird all euer Denken und Handeln auf Erden so sein, daß es dem Sinn der ewigen Gottheit entspricht .... Darum pfleget die Liebe, und euch wird ein Maß zuteil werden in der Ewigkeit, daß ihr überselig seid in der Nähe des Herrn ....

Amen

BD 0472 empfangen  18.6.1938

Dienen ....
Liebe ....
Aufgabe ....

Ein waches Gemüt wird denen gegeben, die sich dem Herrn hingeben zu aller Zeit. Wie eine taufrische Wiese alle ihre Gräser, Halme und Blumen tränkt, so wird auch das Herz gelabt werden mit göttlicher Gnade, daß es daraus ständig den Lebenswillen schöpfen kann, und es wird auch nimmer zu fürchten brauchen, daß ihm die Kraft je mangeln könnte, denn wo der Herr bereitwillige Diener für Sein Lehramt ausbilden will, versieht Er diese auch allzeit mit der nötigen Kraft ....

An der Aufgabe, die der Herr dir stellt, wirst du erkennen Seinen Grad der Liebe. Du hast so manchen Liebesbeweis schon empfangen und mußt in immer selbstlosester Hingabe dem Herrn diese Liebe danken, und dann wird dir auch das Mysterium der Liebe klarwerden .... dann bleibt dir immer nur ein einziger Weg, der zu Gott führt .... Ihm zu dienen mit all deiner Kraft und deinem Willen ....

Lässest du dir dies angelegen sein, so wirst du bald so verbunden sein mit deinem Heiland, daß alles in dir zur Liebe geworden ist .... Und dann erkennst du alles mit dem Herzen .... Du spendest Liebe und Güte überall und empfängst dafür des Heilands Liebe, und immer eifriger wird dein Arbeiten sein für den Herrn. Denn Er Selbst spornt dich dazu an, indem Er in dein Herz legt warmes Empfinden und Verlangen nach Liebesbetätigung.

Wer Liebe gibt, wird doppelt Liebe empfangen. Wer dem Herrn dient, wird erhoben werden und dereinst herrschen über viele .... und wer begehret, den Herrn zu schauen, dem gibt Sich der Herr zu erkennen, doch müsset ihr zuvor die Seele befreien von ihrer drückenden Umhüllung .... Ihr müsset euer Herz würdig gestalten zur Aufnahme des Herrn, dann erst kann Er euch beglücken, doch dann werdet ihr in Liebe erglühen, und euer Streben wird fortan ein emsigeres sein, dem Herrn zum Wohlgefallen zu leben, Ihm in aller Ehrfurcht zu dienen und Ihn von ganzem Herzen zu lieben und anbeten als höchstes und vollkommenstes Wesen, als den göttlichen Schöpfer des Himmels und der Erde ....

Amen

BD 0473 empfangen  19.6.1938

Göttliche Gnade ....

Die wenigsten unter euch wissen die Gnade des Herrn zu schätzen, und (es = d. Hg.) glauben die Menschen, aus eigener Kraft zu erreichen, was euer aller Ziel sein soll. Und doch vermögen sie nichts ohne die Gnade Gottes .... Darum bewegen sich die Menschen so oft auf falscher Bahn; ihr eigener Wille treibt sie dazu .... sie achten der göttlichen Gnade nicht, begehren diese nicht im Gebet und sind so allein auf sich selbst gestellt. Und dann ist ihre Handlungsweise rein menschlich-irdisch.

Immer werden die sich weit schneller vorwärtsbringen, die sich der göttlichen Gnade und dem Herrn anvertrauen. Denn ihnen ist das Erkennen leicht, sie werden eine schärfere Urteilskraft erlangen .... Der innerste Herzenstrieb wird sie weisen immer so, wie es Gott wohlgefällig ist. Und die Willenskraft wird gestärkt werden, auszuführen, was das Herz vorschreibt. So wirket die göttliche Gnade immer intensiver, je mehr sie im Gebet erfleht wird, und was dann die Seele noch belastet, sind immer nur Prüfungen leichterer Art, um ihre Widerstandskraft zu stärken.

Für die Erdenzeit genügt die Hingabe an den Herrn völlig, um sich die Gnadenmittel aller Arten zu sichern, denn der Herr verläßt keinen, der Ihm nur vertraut .... Er will, daß sich alle Kinder Ihm zuwenden, und wird sie daher auch reichlich bedenken, so daß keinem der Weg zu schwer werden soll auf Erden. Und mit dieser Hilfe bedacht, wird das Erdenleben auch dem Menschen den Erfolg bringen, der seiner Seele Ziel ist ....

Was nun euch Menschen unerklärlich erscheint, was euch nicht faßbar ist oder in euch Zweifel erzeugt .... leget dies alles eurem Heiland ans Herz, Er wird euch Klarheit geben in allen Dingen, denn ihr dürfet wie die Kinder zum Vater sprechen, und ihr werdet nie ohne Antwort gelassen werden. Aber eines ist vonnöten .... daß ihr euch wahrhaft als Kinder eures Vaters fühlt .... daß ihr vollgläubig seid, alle Kraft beim himmlischen Vater zu finden und auch aller Hilfe gewürdigt zu werden, so ihr euch nur darum bemüht.

Ohne Glauben könnet ihr auch nicht bitten von Herzen, und dann kann euch auch die göttliche Gnade nicht gewährt werden. Denn immer wird der Glaube das erste sein .... Glaubet ihr, daß ein Vater im Himmel ist, daß Er euch als Seine Kinder betreut .... dann wird es euch auch leicht sein, aus innigstem Herzen Ihn um Seine Hilfe zu bitten, und dann werdet ihr mit Gnade gesegnet sein immerdar. Des Himmels größte Freude ist die Freude an willigen, vertrauenden Kindern ....

Im Glauben und guten Willen ist die Vorbedingung gegeben zu Gott-gefälligem Wandeln auf Erden .... die Gnade des Herrn unterstützt alles Streben und enthüllt dem Erdenkind die geistigen Wahrheiten, und so wird der Weg nach oben immer leichter werden, solange nur immer der Wille und das Herz sich dem Vater entgegenwendet. Und in Seiner Gnadensonne stehend, habet ihr nichts zu fürchten auf eurem Erdenwege, was eurer Seele Schaden bringen könnte .... Denn der Leib kann vergehen, aber die Seele soll unbeschadet am Ende der Tage eingehen können in das himmlische Reich ....

Amen

BD 0474 empfangen  19.6.1938

Kompromiß ....
Annahme des Glaubens ....
Hilfe in weltlicher Not ....

Es werden Zeiten vergehen, bis die Worte des Herrn aufgenommen werden von den Menschen, denn in ihrer Verblendung wollen sie das Wirken von oben nicht anerkennen. Und so ist nun eben Gottes weisheitsvoller Plan, durch einen immerwährenden Druck die Menschen für Tröstungen empfänglich zu machen .... Es will der Mensch niemals im Glück aufmerksam gemacht werden auf schwere Zeiten, doch im Unglück leiht er sein Ohr willig den Tröstungen, die das Wort Gottes in sich birgt. Vernehmen sollt ihr, was Gottes Ratschluß über die Erdenkinder verhängt hat ....

Eine völlige Umänderung von Gesetzen hat zur Folge, daß der Mensch in Unfreiheit seines Willens sogenannte Kompromisse zu schließen gezwungen ist .... Er lehnt einerseits den Glauben ab, der ein Weiterleben nach dem leiblichen Tode lehrt .... gibt aber andererseits zu, daß die höchste Macht einem Gottwesen zusteht .... und daß dieses Gottwesen dort eingreifen kann, wo der Druck der irdischen Gewalt den Menschen untragbar erscheint. Es wird eine Zeit kommen, wo die Härten der Maßnahmen von solchem Ausmaß sein werden, daß ein regelrechter Widerstand geleistet werden wird .... In solcher Lage wird dann das Erdenkind die Hilfe suchen bei jener höchsten Gewalt ....

An die Stelle der Glaubenslosigkeit wird dann eine Zuversicht treten, die sich so äußert, daß der innere Widerstand gegen die göttliche Lehre zerbricht und das Wort Gottes mit allem Eifer angenommen wird. Die irdische Gewalt dagegen wird sich bescheiden müssen mit nur weltlichen Dingen, denn der Gottheit stehen außerordentliche Mittel zu Gebote, wo es gilt, eine Klärung herbeizuführen auf geistigem Gebiet. Nimmer wird Gott zugeben, daß in einer so schweren Zeit, wo sich der Mensch im Vertrauen auf Gott Seinem Wort hingibt, dieser in Seiner Zuversicht getäuscht werde ....

Er wird dem Begehren des Menschen nachkommen und sichtbar eingreifen müssen, um die irdische Macht zu erschüttern, auf daß der Glaube an die Gottheit gefestigt werde und Gott dem Herrn Seelen zugeführt werden in großer Zahl. Und so diese den rechten Weg gefunden haben, wird auch die Gewalt weichen müssen .... sie wird zerbrechen an dem Glauben, der weit stärker geworden ist als vordem. Denn was heut den Menschen noch fehlt, wird mit Gottes Hilfe ihnen noch zugehen .... auch wenn noch eine Zeit darüber hingeht, denn der Vater im Himmel weiß, was Seinen Kindern not tut .... Und glauben sie gleich, ohne Gottes Hilfe dasselbe erreichen zu können, so werden sie bald eines Besseren belehrt werden und sich von selbst bekennen zum wahren Glauben an Jesum Christum, den Sohn Gottes ....

Amen

BD 0475 empfangen  20.6.1938

Aufgabe der kleinen Kreaturen und der Menschen ....
Irdische und geistige Tätigkeit ....

Einen unermeßlichen Segen wirst du schöpfen aus deiner Arbeit, darum gehe unentwegt diesen Weg weiter, und überwinde alle Anfechtungen des Bösen, denn ein Kind Gottes muß wahrhaft gläubig und vertrauend sein, will es Großes vollbringen. So wird dich der Herr heut bedenken mit einer Kundgabe, die dir Kraft geben soll. Ein hilfeflehender Gedanke zu deinem Heiland wird dir helfen in jeder Bedrängnis, und so beginne:

Ein Heer von Geistwesen ist mit der Schaffung der Umwelt beauftragt, die euch wieder euer Dasein auf Erden ermöglicht; dies bedenke und dann versuche, dir vorzustellen, wie oft sich das Bild in der Natur verändert .... Wie doch vieles nur einen Tag besteht und dann schon wieder der Vernichtung anheimfällt .... wie sich zahllose Wesen immer wieder anders verkörpern .... wie Gräser, Blumen und Früchte ihre Bestimmung auf Erden erfüllen und vergehen .... um wieder in anderer Form zu neuem Leben zu erstehen. Es ist dies ein Vorgang, der sich gleicherweise beim Menschen wiederholt, nur in viel längerer Zeitdauer.

Wenn nun der Herr diesen kleinen Wesen und Gebilden eine Aufgabe setzt, entweder das Auge des Menschen zu erfreuen oder der Natur zu dienen, den Werdegang zu unterstützen und all die kleinen und kleinsten Tätigkeiten auszuführen, die notwendig sind in der Schöpfung und die ein immerwährendes Bestehen gewährleisten .... so geht schon daraus hervor, um wieviel edler und umfassender die Aufgabe des Menschen auf Erden sein muß, wie sie im Sinne der göttlichen Schöpfung erfüllt werden und zur weiteren Vollendung eines jeden menschlichen Wesens dienen soll .... Die kurze Spanne Zeit, die ein auch langes Erdenleben umfaßt, in der Weise auszunützen, daß voll und ganz dem eigentlichen Zweck entsprochen wird, ist, was euch nicht ernstlich genug ans Herz gelegt werden kann.

In jeder Lebenslage sieht sich der Mensch, rein irdisch gesehen, vor Aufgaben gestellt, die er erfüllen soll .... und er wird auch die Notwendigkeit dieser an ihn gestellten Forderungen einsehen; nicht so selbstverständlich aber erscheint es ihm, daß ihm auch eine geistige Arbeit obliegt .... daß er dieser noch viel gewissenhafter nachkommen müßte und daß die von Gott, seinem Schöpfer, ihm zugewiesene Arbeit gerade das sein sollte, was sein ganzes Denken und Streben auf Erden in Anspruch nehmen sollte .... Es ist dies nicht so mit den Händen zu greifen, weil es eben nur rein geistig ist, während die Erdenaufgabe für ihn materiellen Nutzen verspricht ....

Nun geht ohne Unterbrechung das Erdenleben seinen Gang .... ob der Mensch seiner ihm zugewiesenen Tätigkeit nachkommt oder nicht .... nur für ihn selbst wird der Nutzen größer oder kleiner sein. Genau so wird die geistige Einstellung des Menschen nicht förderlich oder hinderlich sein am gesamten Schöpfungswerk Gottes, doch wird sich der Erfolg oder Mißerfolg allein nur an seiner Seele auswirken .... Das körperliche Wohlbefinden, das der Mensch mit seiner auf Erden erfüllten Aufgabe erhöhen oder verringern kann, ist nur ein zeitlicher Begriff, mit dem leiblichen Tode ist alles wertlos und nichtig geworden, was eurem Wohlbefinden einst dienlich war ....

Nicht aber kann die Seele sich ein Ende ihrer Lage schaffen nach Belieben .... Sie muß ihren Zustand tragen, ob vollendet oder nicht, und sie muß so im Leid unsagbar ringen, will sie sich ihren Zustand bessern, sie kann ihn aber nicht willkürlich beenden, wenn er ihr nicht zusagt .... Und darum soll der Mensch erkennen, wie unsagbar wichtig es ist für ihn, seiner eigentlichen Bestimmung auf Erden zu leben und kein anderes Ziel anzustreben, als Güter zu sammeln für die Ewigkeit ....

Amen

BD 0476 empfangen  20.6.1938

Fühlungnahme mit dem Herrn ....
Reifegrad ....
Lehrtätigkeit ....

Hat es je auf Erden etwas Kostbareres gegeben, als eine innige Fühlungnahme zum Herrn gefunden zu haben und vom göttlichsten Heiland einer liebevollen Ansprache gewürdigt zu werden? Es ist dies ein so unschätzbares Gut, und jedes Erdenkind kann sich in solchem Beweis der Liebe Gottes nicht glücklich genug preisen. Ein solch bestehendes Verhältnis in dieser Art soll ausgenützt und verwertet werden nach Kräften, und deshalb wollen wir eine jede Stunde auch nützen in ausgiebigster Weise. Jede kleinste Regung deines Herzens mußt du beachten, dann wird es dir gelingen, in weit kürzerer Zeit zu empfangen unsere Botschaften, und so fahre nun fort:

Der Grad der geistigen Reife ist bestimmend für die Lehrtätigkeit eines Erdenkindes .... Jeder dem Geistigen zugewandte Gedanke bringt einen Fortschritt, und ohne Mühe ist solcher nicht zu erringen. Ein gepflegtes Äußeres wird immer wohltuend auf die Umgebung wirken im menschlichen Leben .... Wieviel mehr wird sich ein geordnetes Innenleben wohltätig auswirken auf alles, was mit dem Geistig-Strebenden in Berührung kommt. So suche der Mensch, zuerst mit sich selbst ins reine zu kommen .... d.h., er suche alles Edle vom Unedlen zu trennen .... Gedanken, Worte und Werke einer steten Reinigung zu unterziehen, so daß deutlich erkennbar ist, wie das Wesen eines Menschen einen Umschwung erhalten kann durch die Arbeit an sich selbst, d.h. an seiner Seele.

In solcher Veredlung seiner selbst findet so mancher Mensch wieder zum Leben zurück, der dieses bis dahin verachtet hat .... Er lernte schauen mit geistigen Augen, erkennen seine Bestimmung, lieben seinen göttlichen Schöpfer und fand den Willen zum Dienen. Und so kam ihm die ewige Gottheit näher, würdigte ihn einer hohen Aufgabe, deren Erfüllung überaus glücklich macht .... Betrachtest du diesen Werdegang an dir selbst, so wird tiefinnige Dankbarkeit zum Herrn und Heiland dein Herz erfüllen, denn du spürst es, daß ein Faden gesponnen ist von dir zum Jenseits, der dich mit dem himmlischen Vater verknüpft bis in alle Ewigkeit.

Die Lehren, die der Vater dir gibt, müssen dir eine völlig neue Anschauung geben von der Güte und Liebe des Herrn. Es wird nicht genügen, daß du nur diese niederschreibst .... Du mußt sie in dein Herz aufnehmen mit allem Ernst und gutem Willen, diesen Lehren entsprechend zu leben und sie auch dem Nächsten nach Möglichkeit zugänglich zu machen. Dann wird sich auch der Segen dieses Wortes immer mehr an dir selbst auswirken .... Du wirst erhellt werden im Geist, du wirst Kraft und Trost finden in dem Wort Gottes und wirst nur noch das Verlangen haben, dich ganz der Liebe zu widmen, ganz im Wohltun aufzugehen und eine immer innigere Verbindung mit deinem Heiland zu erstreben ....

Und so wird eine jede Aufnahme ein Samenkorn sein, das aufgehen soll und vielfache Frucht tragen. Und diese deine Arbeit wird unendlich segensreich sein für dich und deine Mitmenschen. Du wirst dich stärken daran zu immer neuen Taten der Liebe und wirst gewissenhaft und reich bedacht werden vom Herrn, auf daß die Erde wieder einen Schatz an himmlischen Weisheiten birgt für alle, die diesen Schatz haben wollen ....

Amen

BD 0477 empfangen  21.6.1938

Weisen des Morgenlandes ....
Liebe des Heilands ....

Mein Kind .... wer wie die Weisen des Morgenlandes in stummer Anbetung dem Kindlein alle Schätze opfert, den segnet das Kindlein und gibt ihm Seine Liebe .... Und wer des Heilands Liebe besitzt, ist unsagbar reich .... Wenn nun aber dein Heiland dir die Aufgabe stellt, dich einzusetzen für Ihn und Seine Lehren unter den Menschen zu verbreiten, ihnen Kenntnis zu geben von der sorgenden Liebe des himmlischen Vaters zu Seinen Kindern, so geschieht dir damit das gleiche wie den Weisen .... es leuchtet dir ein Stern, der dich dem Heiland entgegenführt ....

Liebes Kind, Mich wirst du finden, so du dich nur sehnst nach Mir .... Jedes kleinste Opfer, das du Mir an Zeit und Arbeit bringst, trägt dir die Liebe deines himmlischen Vaters ein .... und jede Zeile, die du in dieser Liebe niederschreibst, ist ein großes Erbarmungswerk an der Menschheit. Suche Meine Worte zu empfangen, wo es dir nur immer möglich ist .... verwende jede freie Zeit zur Zwiesprache mit Mir, Der euch alle umsorgt .... Und du wirst gewinnen für Seele und Geist .... Denn der Geist Gottes wird dich erfüllen und dir die Tore erschließen, die du heut nur entfernt zu ahnen vermagst.

Desgleichen erkennst du immer mehr den Geist der Liebe, der die Schöpfung beherrscht. Und glaubst du dann den rechten Weg gefunden zu haben zu Mir, dann werde Ich dir auf diesem entgegenkommen und dich schauen lassen in Meine Herrlichkeit. Des Vaters Haus soll aufnehmen Seine Kinder, darum trachtet danach, zu Kindern Gottes zu werden, auf daß euch der Vater heimholen kann zu Sich in Sein Reich und euch in aller Fülle die ewige Seligkeit zuteil werde .... daß ihr euch sonnen dürfet in der Liebe des göttlichen Heilands und ewig Seine Kinder seid ....

Amen

BD 0478 empfangen  22.6.1938

Luft-, Feuer-, Wassergeister ....

Siehe, im Ätherblau verhüllt sich die Macht des Höchsten über Himmel und Erde. Was ihr alles um euch seht, ist Sein Werk und Sein Wille .... was ihr über euch seht, könnet ihr nicht ergründen. Es ist dies ein Gebilde von Dunst, Licht und Luft, das in verschiedenartiger Zusammenstellung und Verbindung auch in verschiedenartigen Erscheinungen sich äußert.

Die ganze Atmosphäre, die euch umgibt, ist schon eine verhüllte Äußerung der Macht Gottes. In unglaublichsten Bildern ziehen die Wolken an euch vorüber, unausgesetzt sich in ihren Formen ändernd .... die Wolken wiederum sind eine Zusammensetzung von Ablagerungen, die durch die immerwährende Tätigkeit der Geistwesen im Luftbereich entstehen und sich bald auflösend, bald zusammenballend dem menschlichen Auge sichtbar machen. In die atmosphärische Arbeit der Geistwesen könntet ihr alle leicht Einblick nehmen, denn es geschieht dies unausgesetzt vor euren Augen, daß das, was ihr als Wetter bezeichnet, sich andauernd verändert.

Die Tätigkeit solcher Wesen besteht darin, daß alle Luft-, Wasser-, und Feuergeister sich vereinen und zusammenwirken und in solcher gemeinsamen Arbeit die die Erde umlagernde Luftschicht dauernd belebt .... Es werden bald alle Stoffe gebannt, und Licht- und Feuergeister wirken intensiver und durchdringen alle stoffliche Umgebung der Erde .... bald treten die Luft- und Wassergeister in volle Tätigkeit, lösen die gebannten Stoffe auf und treten als Wind oder Regen in Erscheinung .... bald kämpfen beide miteinander und suchen sich durchzusetzen ....

So ist die Tätigkeit auf der Erde und um diese eine gleich rege, nichts bleibt unverändert, nichts bleibt untätig auf einer Stufe stehen .... Alles drängt unaufhaltsam vorwärts, und (es = d. Hg.) äußert sich diese Tätigkeit immer wieder in anderen Erscheinungen, so daß ein Dies-Beobachtender vollauf bestätigen muß ein ordnungsmäßiges Walten .... was er mit dem einfachen Wort „Naturerscheinung“ abtun möchte. Doch auch jede Naturerscheinung muß eine Erklärung haben und kann nie und nimmer von selbst .... d.h. ohne den Willen des Schöpfers, entstehen, sondern muß in Ursache und Wirkung stets mit allen Schöpfungsgesetzen übereinstimmen, ansonsten sie eine völlige Zerstörung herbeiführen würde, nicht aber ein ordnungsmäßiges Fortbestehen der Erde zur Folge hätte ....

(Unterbrechung)

BD 0479 empfangen  22.6.1938

Elementarkräfte und ihr Wirken ....

Die Kräfte, die sich in allen Naturelementen äußern, sind gewissermaßen nur die Tätigkeit noch ungebundener Geistwesen, die sich in der atmosphärischen Umgebung der Erde sammeln und ihr Vorhandensein in eben dieser Art zum Ausdruck bringen. Jedes solche freie Wesen sucht die Verkörperung in irgendwelcher Form. Ihnen stehen außerordentliche Kräfte zur Verfügung, weil durch diese wieder zahllose Bestimmungen auf Erden ausgeführt werden müssen, die alle mehr oder weniger in dem Schöpfungswerk Gottes ihre Begründung haben.

Nun müssen jedoch solche Elementarkräfte sich anpassen der jeweiligen göttlichen Ordnung, die alles Wirken solcher Kräfte nach weisem Schöpfungsplan geregelt hat und dem sich alles in dieser Ordnung unterstellen muß .... D.h., es kann nicht willkürlich eine Kraft sich äußern, die z.B. gänzlich außer der Jahreszeit liegt .... die zur Ausübung ihrer Tätigkeit eine bestimmte Jahreszeit und gewisse Naturgesetze bedingt .... Wo solche Elemente in Tätigkeit treten außerhalb ihrer eigentlichen Bestimmung, dort sind dann die Ursachen gefunden zu Katastrophen aller Art .... Es treten dann diese ungebundenen Wesen in so großer Anzahl in Tätigkeit, daß nur die größte Liebe der um die Erdenkinder besorgten Geistwesen diesen Naturelementen Einhalt gebieten kann im Willen des Herrn.

Es werden zwar bei solchen Katastrophen auch Kräfte in Erscheinung treten, die hemmungslos alles vernichten, was Gott Selbst durch Seinen Willen entstehen ließ .... doch wird auch solche Vernichtung bis zu einem bestimmten Grade Gott-gewollt sein wieder zum Zwecke der Aufklärung für die Menschheit. Solche Ereignisse können auch unsäglich viel Gutes nach sich ziehen, immer aber wird der Wille Gottes ausschlaggebend sein, und die rege Tätigkeit solcher Geistwesen kann von Gott zeitweise zugelassen, aber auch zu jeder Zeit ihnen Einhalt geboten werden .... denn der Wille des Herrn allein wird regieren jetzt und allezeit, und es beuget sich alles auf Erden diesem göttlichen Willen ....

Amen

BD 0480 empfangen  23.6.1938

Boten Gottes und ihre Arbeit ....

Die Bereitwilligkeit eines Erdenkindes, zu empfangen das Wort Gottes, wird bewerkstelligen, daß jederzeit die Boten Gottes ihre Hilfe gewähren, und so werden in kurzer Zeit sich vereinen alle Kräfte, die willig sind, Gott zu dienen .... Und es wird ein Wirken sein im Jenseits und auf Erden, das allein den Seelen gilt, die noch irren und fehlgehen .... Der Herr bereitet eine jede Aufnahme vor und bedenket die Kinder nach ihrer geistigen Fähigkeit ....

An solcher Verbindung zwischen der Erde und dem Jenseits beteiligen sich alle, denen das Wohl der Erdenmenschen am Herzen liegt .... Sie alle haben liebe Menschen auf Erden zurückgelassen, oder auch sie sind ihnen verbunden durch den Willen Gottes, und ihr Streben ist nun fortgesetzt, die Erdenkinder auf den rechten Weg zu leiten. Es ist dies ein so schweres Beginnen, solange der Mensch allein wandeln zu können glaubt. Jedes Verlangen einer irrenden Seele nach Hilfe wird froh und gern erfüllt .... jeder bittenden Seele wird das Gebet erhört und jeder kämpfenden Seele Beistand gewährt. Denn die Boten Gottes vermögen viel, wirkt doch der Wille Gottes durch diese ....

Und so wird in großem Ausmaß auch dir alle Hilfe zuteil, die du nur immer begehrst, denn alle die Wesen, die dich umgeben, haben das gleiche Bestreben .... für den Herrn und Heiland zu arbeiten .... Ihm Seelen zuzuführen und zahllose Seelen zu erretten aus Not und Pein. Wo nun deine Arbeit der gleichen Aufgabe gilt, wirst du unterstützt werden, sooft du betest .... in jeder Kundgabe ist eine Botschaft mehr von oben zu euch gedrungen .... eine jede Botschaft soll sich segensreich auf Erden auswirken .... und immer soll der Inhalt dieser dazu dienen, Herzen wachzurufen und ihnen Licht zu bringen in die geistige Finsternis. Solcher irrenden Seelen birgt die Erde gar viele, alle werden aufgefordert vom Herrn .... und allen wird Kunde gebracht von der ewigen Gottheit, doch wenige nur begehren das Licht, und diesen wenigen soll mit aller Liebe entgegengekommen werden, auf daß sie den rechten Weg finden und auch willens sind, auf demselben weiterzuschreiten, solange sie auf Erden leben.

Jeder Augenblick ist Licht, der zur Gottheit eure Gedanken lenkt .... Und jeder Weg ist recht, den ihr einschlagt im Willen, zu Gott zu gelangen. Der Wille allein genügt, daß Gott euch Seine Boten entgegensendet .... dann nur immer der Stimme des Herzens folgend, könnt ihr nicht mehr fehlgehen. Ihr wißt nicht, wieviel leichter euch dann das Erdenleben wird, wenn ihr zu Gott gefunden habt .... und wie wenig schreckhaft ihr dann dem Tode ins Auge seht .... denn es gibt dann für euch keinen Tod mehr .... ihr werdet ja leben in Ewigkeit, so ihr im Herrn lebet und sterbet .... dann wird der Tod für euch nur ein Übergang sein in die ewige Herrlichkeit, wo ihr Gott schauen dürfet von Angesicht zu Angesicht ....

Amen

BD 0481 empfangen  23.6.1938

Falsches Verhältnis zum Vater ....
Anerkennen Jesu Christi ....

In der Fülle Seiner Gottheit wandelte Jesus auf Erden .... Nichts hat den Herrn bewogen als Seine übergroße Liebe zur Menschheit und eben diese Liebe müsset ihr erkennen, und dann werdet ihr euch auch einsetzen dafür, daß der Herr Jesus Christus der allein wahre Weg ist zur ewigen Seligkeit. In endlos langem Ringen erwarbet ihr euch die Gnade der Verkörperung auf Erden .... ihr waret im Anbeginn der Gottheit nahe .... ihr könnt nur wieder der Gottheit nahekommen durch die Vereinigung mit Ihr .... ihr könnt Gott nicht in euch aufnehmen, wenn ihr dieselbe Gottheit ablehnt .... und Gottvater und Jesus Christus sind eins .... Wie aber könnt ihr Gott euren Vater nennen wollen und zu gleicher Zeit Jesus Christus abweisen ....

Versuchet, in euch aufzunehmen folgende Erklärung: Ein Vater legt für sein Kind ganz gewissenhaft einen Betrag zurecht, den er verwenden will, um dieses Kind auszubilden in allen Künsten und Handfertigkeiten .... und nun wird dieses Kind plötzlich eine Abneigung empfinden gegen den Vater .... Kann es dann wohl noch verlangen, weiter liebevoll bedacht zu werden? Wird es nicht vielmehr, wenn es rechtlich denkt, entweder die Abneigung zu überwinden versuchen oder auf jegliche Unterstützung durch des Vaters Gnade verzichten müssen? ....

Wenn nun der himmlische Vater dem Erdenkind alle Gnaden zuteil werden lassen will, um diesem die ewige Seligkeit zu verschaffen .... und das Erdenkind stellt sich ablehnend ein gegen Den, Der ihm diese Seligkeit auf Erden erworben hat .... so wird dieses entweder ganz verzichten müssen auf alle Herrlichkeit, oder es muß sich selbst überwinden und Gott den Herrn lieben lernen und versuchen, ein herzliches Verhältnis zum Vater herzustellen ....

Das bewußte Ablehnen der Göttlichkeit Jesu aber stellt ein feindliches Verhältnis zu Ihm her, und nimmermehr kann dann Gott einem solchen Menschen die Taten auf Erden im Jenseits so vergelten, wie es das Erdenkind erwartet, denn es fühlt sich selbst nicht als Kind des Vaters .... Es nimmt nicht an, was es aus der Hand des Erlösers empfangen könnte .... es kann nicht teilhaftig werden der Segnungen des Erlösungswerkes und somit auch nicht ernten, wo es nicht gesät hat. Das Erdenleben ist durch Jesus Christus erst das geworden, was es sein soll .... die Station der Erkenntnis. Doch wer die Erkenntnis fürchtet und bewußt in der Dunkelheit verharrt, dem wird das Erdenleben auch nicht den Erfolg bringen können, denn solchen verheißt der Herr allein durch Seine Lehre .... wer aber will die Lehre annehmen und den Lehrmeister ablehnen? ....

Und so kann ohne den Glauben an Jesus Christus das Leben auf Erden auch noch so wohlgefällig sein in den Augen der Menschen, vor Gott wird es aber nicht bestehen, denn Gott Selbst kam auf die Erde für die Menschen und gab diesen Sich Selbst durch Sein Wort .... Die es hören und annehmen, werden im Segen stehen, die aber den Herrn Selbst ablehnen, die werden auch nimmer Sein Wort in sich aufnehmen können, und ihr Anteil wird sein ein furchtbares Ringen im Jenseits, bis sie die Erkenntnis dort gefunden haben und auch endlich dadurch ihren göttlichen Heiland und Herrn .... Jesus Christus ....

Amen

BD 0482 empfangen  25.6.1938

Kraft Gottes ....
Inneres Schauen ....
Verlangen ....

Je inniger du die Verbindung suchst mit dem Herrn, desto leichter werden dir die Kundgaben zugehen, denn es ist die geistige Tätigkeit immer gleichbedeutend der Kraft, die vom Herrn in das menschliche Wesen überfließt. Wenn nun der Herr wirken kann durch vollkommen in Ihm aufgehende, willige Wesen, so wird auch diese Kraft sich immer stärker äußern können und wird zuletzt wirken können wie unmittelbar.

Es ist dies ein Vorgang, der gleichbedeutend ist der Fernwirkung der Sonnenstrahlen. Nicht immer ist die Kraft dieser Strahlen gleich stark .... so sie erst viele Hindernisse überwinden müssen, wird die Kraft abgeschwächt und kommt in verminderter Stärke auf der Erde an .... ebenso wird die Gnadenkraft, die vom Herrn ausstrahlt, viel stärker und intensiver das Herz berühren, wenn dieses sozusagen völlig geöffnet dem Herrn entgegengebracht wird. Es kann mitunter ein einziger Augenblick innerster Hingabe die göttliche Kraft so stark heranziehen, daß dieser eine Augenblick dem Erdenkind ein Wissen erschließt vermöge des inneren Schauens ....

Es sind in einem solchen Moment alle körperlichen und geistigen Hindernisse überwunden, und dann ist das Wirken der Gottheit in dem Menschenkind so augenscheinlich, daß alle Zweifel fürderhin verbannt sind aus einem solchen Herzen. Die menschliche Seele will unterstützt werden, sie will fortlaufend von Gottes Gnade genährt werden, sie vermag ohne diese nicht, den Kampf aufzunehmen gegen ihre sie bannende Umhüllung .... Wo sich aber die Gnade Gottes so äußert, daß ihr ein Blick vergönnt ist in das geistige Leben, dort ist der Wille einer solchen Seele übergroß .... und sie erreicht über alle Hindernisse hinweg ihr Ziel.

Verlangen-stillend wirkt die Gottheit nur als Gewährung der himmlischen Glückseligkeit .... ansonsten aber nur Verlangen-schürend .... Je heißer und verlangender das Herz dem Heiland entgegenschlägt, desto hellere Blicke darf dieses tun, aber immer nur, um in noch heißerer Sehnsucht nach dem göttlichen Herrn zu entflammen. Diese Sehnsucht wird aber erst dann gestillt werden, wenn das Erdenkind eingegangen ist in das ewige Reich. In Seiner unsagbaren Liebe und Güte aber erschließt der Herr auch Seinen Kindern auf Erden zeitweise die Gefilde der Seligkeit .... Er vernimmt die feinsten Regungen des Herzens, und wo das Gemüt so vorbereitet ist, daß Er es einer außerordentlichen Gnade würdig befunden, dort leuchtet dann die göttliche Gnadensonne mit unverminderter Kraft und erfüllt eines solchen Kindes Herz.

Amen

BD 0483 empfangen  25.6.1938

Prüfungen ....
Widerstandskraft ....
Leben oder Sterben für den Herrn ....

Siehe, Mein Kind, dazu sind des Herrn Prüfungen an den Kindern der Erde, ob sie bestehen und tätig bleiben nach Seinem Willen trotz Widerständen und scheinbaren Schwierigkeiten oder gleich mutlos von ihrem Vorhaben abstehen und so dem Willen des Herrn nicht nachkommen .... Jeder Widerstand hat den Vorteil, ein Kind Gottes anzuregen zum Kämpfen, und wer für den Herrn streitet, dessen Widerstandskraft muß geprüft sein, daß sie den Anfechtungen auch standhalten kann. Darum gehen dir so viele Lehren zu, an denen du zuerst deinen Glauben stärken sollst, und zwar mußt du selbst ringen um diesen starken Glauben ....

Denn wenn du untätig bist, wird auch ein starker Glaube nachlassen und geschwächt werden, wohingegen ein Glaube, der schwer errungen wurde, nicht so leicht wankend wird. Ein immer leichtes Aufnehmen würde dich wohl sicher machen, doch bei den Stürmen, die die Streiter Gottes erleben, könntest du leicht an deinem Glauben Schaden nehmen .... darum muß Ich diesen immer mehr anregen und dich darum kämpfen lassen, bis nichts mehr diesen Glauben wankend machen kann, und dann wirst du reifen für deine Mission.

Darum leide und streite und fasse Vertrauen zu Mir .... stets und ständig mußt du wissen, wie sorgsam Ich die Meinen dennoch betreue, wenngleich sie auch Meine Nähe weniger fühlen .... Ich muß Mich abseits halten, um gesucht und begehrt zu werden, denn Trägheit des Geistes kann alles vernichten, was Meine Liebe errichtet hat .... Doch kämpfen hält wach und rege .... und so sollen Meine Streiter sein.

Ihre Aufgabe wird sein, Mich immer im Herzen zu tragen, und so gestärkt für jeden Kampf, das Wort Gottes den Menschen zu übermitteln, wo dieses öffentlich nicht mehr geboten werden soll .... Und dann muß Mut und heiliger Eifer für dieses Mein Wort eintreten .... dann muß das Herz entflammen in Liebe zu dem Lehrer dieses Wortes, es muß bereit sein, für den göttlichen Lehrmeister zu sterben, d.h., seinen Leib hinzugeben, wenn anders das Wort Gottes nicht unter die Menschen dringen kann ....

Und dies alles kann nur der Glaube bewirken .... nur wer fest im Glauben steht, gibt alles hin für seinen Heiland .... denn für ihn gibt es dann nur noch ein einziges Ziel .... seinem Herrn zu dienen, wie es in Dessen Willen ist .... zu leben oder zu sterben .... Beides muß das Erdenkind dankbar hinnehmen aus der Hand des göttlichen Vaters. Leben für den Herrn ist göttliches Gesetz, und sterben für Ihn ist selig, denn alles hinzugeben für den göttlichen Heiland macht das Erdenkind würdig der Verheißungen Christi .... und der Herr nimmt es Selbst auf in Sein Reich.

Ein grenzenloses Vertrauen setzt der Herr in Seine Diener, daß sie Seine Gnade wohl erkennen und ihre Aufgabe mit allem Eifer zu erfüllen trachten .... Dazu gehört jedoch ein tief gläubiges Herz, und aus diesem heraus wird auch die tiefe Liebe geboren werden, die Vorbedingung ist zu geistigem Schauen .... das wiederum unsagbar glücklich machen wird das Erdenkind, das sich dieser Gnade würdig zeigt. Und so sorget alle erst für felsenfesten Glauben, so wird euch alles andere als Folge dieses Glaubens gewährt werden, und ihr werdet nicht zu fürchten brauchen, daß ihr darben müsset oder die Gnade eures Heilands euch entzogen werde .... Denn die im Herrn verharren, stehen ewiglich in Seiner Gnade ....

Amen

BD 0484 empfangen  26.6.1938

Vertrauen erhöht die Fähigkeit ....
Zustand zu überirdischem Wirken ....

Für das große Werk, das unter deinen Händen entstehen soll, wird es von großem Nutzen sein, wenn du immer gläubig zum Herrn aufschaust. Er wird dich führen durch alle Gefahren hindurch, und Seine Wege sind allemal weise und zweckvoll gewählt, und so du dir diese Ansicht zu eigen machst, wird dein Inneres ruhiger werden, und du wirst dich immer hingebender dieser deiner Arbeit unterziehen. An der Pforte zur Ewigkeit wird dein Rückschauen ein beseligendes sein, so du nur immer für den Herrn und in Seinem Auftrag gearbeitet hast, denn diese Tätigkeit erfordert große Hingabe, Fleiß und immer gläubiges Vertrauen zum Herrn.

Der Heiland bedenkt dich in solcher Art, daß du Seine Liebe daraus erkennen mußt .... Diese Liebe dir zu erwerben macht dich unsagbar reich schon auf Erden und wird dich auch immer fähiger machen für dein Wirken. Die Seinen hat der Herr erwählet, auf daß sie gleich Ihm sich der Irrenden annehmen .... Er wird euch führen, und an Seiner Hand brauchet ihr nichts zu fürchten .... ihr werdet reden nach Seinem Willen .... ihr werdet handeln zu Seiner Ehre .... Doch immer müsset ihr Ihm in Liebe untertan sein und euer Wollen Ihm unterstellen. Nur euren vollen Willen braucht der Herr .... Dann werdet ihr immer nur Seine Vertreter hier auf Erden sein, die Sein Wort verkünden und Gottes Stimme hören.

Ihr werdet euch selbst in einen Zustand versetzen, je nach eurer Liebesfähigkeit, der euch schon auf Erden zu überirdischen Wesen gestaltet, daß ihr fühlet, sehet und höret, was andere Menschen nicht zu fühlen, sehen und hören vermögen. Denn die Liebe des Herrn bedenkt euch mit allen diesen Gaben, so ihr sie verwendet nur zum Heil der Seele eurer Mitmenschen und nur im Glauben an den göttlichen Heiland .... Ihr werdet Taten ausüben können in vollster Gläubigkeit an Jesus Christus, den Sohn Gottes .... Und ihr werdet Seine Gnade stets und ständig empfangen und durch diese eurer Tätigkeit, die euch der Herr auferlegt hat, auf das Erschöpfendste nachkommen können.

Denn der Herr ist Selbst mit euch auf allen euren Wegen. Er schirmt und schützet euch, Er führet euch die rechten Wege, da ihr erfüllen sollt eure Aufgabe .... Und Er wird euch immer umgeben mit Seiner Liebes- und Gnadensonne, auch wo es scheinet, daß der Himmel verdüstert ist von Wolken aller Art .... Er wird euch immer nahe sein, wenn nur ein Gedanke Ihn ruft, und Er wird Sich untrennbar mit euch verbinden, so euer Herz aufnahmebereit ist für den göttlichen Heiland, für euren Lehrer und Führer, für den liebevollsten Vater .... Wo euer Herz zu lieben begehrt, dort wird sich vereinen die ewige Gottheit, der Schöpfer des Himmels und der Erde, mit Seinen Geschöpfen, die ewig Seine Kinder sind ....

Amen

BD 0485 empfangen  26.6.1938

Glaubenslosigkeit ....
Hindernis ....

Nichts ist den Menschen unzuträglicher als ein immerwährendes Verharren in Glaubenslosigkeit. Nicht nur, daß ihnen die Kraft mangelt, sich geistig zu betätigen, sondern auch die Möglichkeit ist ihnen genommen, überhaupt eine geistige Erkenntnis anzustreben. Wie sollte auch in solchen Menschen dieses Streben geweckt werden, wenn sie sich nur mit rein weltlichen Dingen befassen, wenn sie keinerlei Glauben haben an eine Mission, die der eigentliche Zweck ihres Lebens auf Erden ist.

Nur alles Faßbare, Sichtbare und mit ihrem Verstande zu Erklärendes hat irgendwelchen Einfluß auf diese Menschen .... alles andere aber, das Innenleben, geistiges Gedankengut und ein mögliches Weiterleben nach dem Tode .... lehnen sie nur gleichgültig als Phantastereien ab, und so bleibt ihnen nur noch ein äußerst leeres Leben, das mit Genüssen der Welt, mit Begierden und Lastern aller Art völlig ausgefüllt wird und in ihnen sonach keine weiteren Gedanken aufkommen läßt. Nun ist aber durch Gottes weisen Ratschluß ein jedes Lebewesen so lange in einer Form verkörpert, bis die Seele des Wesens reif ist für eine Neuformung .... für eine Weiterentwicklung in anderer Hülle.

Was jeder kleinsten Kreatur Lebensaufgabe ist, muß notgedrungen auch Aufgabe des höchsten Lebewesens auf Erden .... des Menschen, sein, und nimmermehr kann die irdische Tätigkeit genügen, um diesen einen bestimmten Reifegrad zu sichern .... Diese irdische Tätigkeit nützet nur dem Leibe, der in kurzer Erdenzeit vergeht .... nicht aber der Seele, die diesen Leib bewohnt. Wie soll nun die Seele sich jemals entwickeln können zu höherer Reife, wenn ihr nicht die geringste geistige Nahrung geboten wird .... wenn der Mensch sich nicht bemüht, ihr beizustehen, sich aus der sie belastenden Hülle, der Materie und ihren Ketten, zu befreien.

Die Seele eines Menschen, der nicht dieses Bestreben hat, bleibt gleichfort in einer niedrigen Stufe, sie leidet unsäglich, wenn ihr nicht Hilfe kommt noch im Erdenleben, und hat im Jenseits ein äußerst schweres Los zu tragen. Und das alles nur, weil dem Menschen der Glaube fehlt daran, daß er selbst sich verantworten muß für alles, was er im Erdenleben tut oder zu tun unterläßt. Es ist dem Menschen anheimgestellt, zu tun oder zu lassen, was er will, da ihm der freie Wille gegeben wurde. Niemals aber löst sich dann ein solches unerkanntes und ungenütztes Erdenleben in ein Nichts auf, vielmehr wird die Seele nach dem irdischen Ableben das Unrecht in der ganzen Schwere erkennen und bitter bereuen die nutzlos vergangene Lebenszeit und in mühevollem Ringen und Kämpfen eine Stufe nach der anderen zu erklimmen versuchen, so ihr überhaupt erst die Erkenntnis der ewigen Gottheit geworden ist ....

Und so wisset ihr, daß der Glaube nötig ist und nie und nimmer zu ersetzen ist durch Weisheit und verstandesmäßiges Erkennen-Wollen der Schöpfung .... Ein kindlicher Glaube verbunden mit innigster Liebe zum Heiland kann euch allein der ewigen Seligkeit zuführen, doch ohne diesen bleibet ihr tote Geschöpfe, ob ihr euch auch mitten im Weltgetriebe bewegt .... Ihr seid arm im Geist und könnt nie der Segnungen teilhaftig werden, die euch ein fester Glaube geben kann .... sondern ihr werdet im Dunkeln wandeln, bis ihr aus freiem Willen nach Licht verlangt und dieses gläubig annehmt. Dann erst werdet ihr der Bestimmung nachkommen können, die eurer Verkörperung Sinn ist ....

Amen

BD 0486 empfangen  27.6.1938

Wille zum Dienen ....
Erwachen des Innenlebens ....
Wollen ....

Des Lebens wahre Freude ist immer nur der Wille zum Dienen, denn so die Gottheit von dir verlangt, daß du deinen Willen Ihr unterordnest, so gibt sie dir dadurch eine Tätigkeit, die dich über alle Maßen beglückt .... denn die innigste Freude bereitet es dem Erdenkind, sich in den Dienst des Herrn zu stellen, Ihm zuliebe auf alle irdischen Freuden zu verzichten und in sich aufnehmen zu können die Lehren des Himmels. Und so wird der Wille zum Dienen das Erdenkind überreich beschenken, denn wer Gott dienet, stehet weit über allem auf Erden Herrschenden.

Aller Kreatur gibt der Herr Seine Weisung, und eine jegliche führt aus den Willen des Herrn, doch unbewußt, durch die Tätigkeit, die ihr als Lebensaufgabe gestellt ist .... Doch der Mensch wird nicht zwangsweise zur Erfüllung seiner Erdenaufgabe angehalten .... es ist ihm völlig überlassen, sich frei sein Leben zu schaffen und inmitten dieses Lebens den Weg zu Gott zu wählen oder nicht .... ob er dienen will oder Gott nicht anerkennt und nur sich selbst als Schicksal-gestaltend wähnt .... einen ewigen Richter aber verneint .... Die leiseste Gedankenfrage in gutem Willen nach der Wahrheit wird euch auf dem Wege des Erkennens behilflich sein, denn der Herr gibt allen Suchenden den rechten Fingerzeig.

Doch schwer wird es denen, die ganz ohne Glauben sind .... die jede Regung ihres Herzens nach geistigem Erkennen ersticken .... die nur die Welt und ihre Freuden oder Sorgen sehen und die ihre Gedanken von dem Rein-Irdischen niemals trennen können. Wo noch ein Funke ist in ihnen, der nach Wahrheit verlangt, wo noch ein Gedanke sich hinaufzuschwingen vermag in geistige Regionen, dort wird der Mensch nicht allein gelassen werden, und sein Geist nimmt den Lichtstrahl auf, der ihm ins Dunkel der Nacht leuchtet. Dann beginnt in ihm ein leises Verstehen für alles, was ihm bisher beschieden .... er sieht sein Leben als Spiegelbild vorüberziehen, und dann werden in ihm Gedanken wach, die fernab gehen von seinen eigentlichen Ansichten .... er prüft und wägt und vergleicht .... Und er findet so manches wahre Wort aus der Lehre Christi, das ihm nun erst verständlich wird. Die Seele beschreitet nun einen neuen Weg ....

Doch wie alle Suchenden von Zweifeln geplagt werden, so wird auch anfangs ein geistig gerichteter Gedanke immer wieder verworfen werden, bis er sich aber dennoch durchsetzt und nun im Herzen fest aufgenommen wird und so das Innenleben des Menschen zu reger Tätigkeit erwacht ist. So mancher Schritt muß immer und immer wieder getan werden, jedoch wird ein so strebendes Erdenkind unterstützt, so es erst einmal aus eigenem Willen sich der Frage des Überirdischen zugewandt hat. Nur dem alles Geistige Abweisenden kann nicht so leicht geholfen werden, da sonst der freie Wille außer Tätigkeit gesetzt wäre und somit eine Förderung der Seele nicht erzielt werden könnte.

Das ständige Tasten und Suchen nach geistiger Wahrheit wird ein Erdenkind auch empfänglich machen für jede ihm entgegenkommende geistige Kraft .... Wo der Mensch begehrt, daß ihm Licht werde, dort ist der Funke schon entzündet .... Es ist nur ein kleines Flämmchen, doch regt dieses wieder zu emsigerem Forschen an, und die Gewalt der finsteren Macht ist gebrochen. Jedes menschliche Wesen braucht nur den ersten Schritt getan zu haben aus freiem Willen .... seine Gedanken zu erheben in die Unendlichkeit mit dem Wunsch, der Wahrheit näherzukommen ....

Dann hat er den Bann gebrochen, der ihn bis dahin an die Erde gefesselt hielt, und fortan schwingt sich sein Geist in lichte Höhen .... Ihr Erdenkinder braucht nur zu wollen .... alles Übrige geht euch durch Gottes Liebe und Gnade so selbstverständlich zu, daß ihr nur immer den feinen Regungen des Herzens zu gehorchen braucht, das euch so sicher führt und hinweiset auf die ewige Gottheit .... und so ihr Dieser dienet, werdet ihr empfangen, und das in eben dem Maße, wie ihr willig seid zu dienen. Denn Gott verheißet allen, die Ihm dienen, daß sie dereinst herrschen sollen bis in alle Ewigkeit ....

Amen

BD 0487 empfangen  28.6.1938

Erscheinung des Herrn bildhaft ....

In unbeschreiblichem Licht .... nur einem Gott-ähnlichen Wesen sichtbar verbirgt Sich die höchste Wesenheit und kann Sich nur den Erdenkindern bildhaft sichtbar machen, denn ein Erdenwesen würde diese Lichtfülle nie und nimmer ertragen .... Deshalb hat der Herr beschlossen, Seiner Lichtfülle eine Form zu geben, die euch Menschenkindern ermöglicht, wenn ihr in tiefster Liebe zu Ihm entbrannt seid, Ihn greifbar vor euch zu sehen .... doch auch dann nur als eine Erscheinung von kurzer Dauer und so schemenhaft, daß euch nachher nur eine traumartige Erinnerung daran verbleibt. Ein Mehr würde für euch, die ihr noch auf Erden weilt, untragbar sein, denn es würde euch für das Erfüllen eurer Erden-Pflichten untauglich machen ....

Es kann kein menschliches Wesen, da es noch so weit entfernt ist von einem Gott-ähnlichen Zustand, das unmittelbare Licht der Gottheit ertragen, ohne darin völlig zunichte zu werden .... Doch weilet der Herr auf Erden ständig in des Menschen Nähe, oft unerkannt, den Seinen aber fühlbar durch Sein gnadenreiches Wirken .... Und diese Gnadenfülle äußert sich auch mitunter so an den Erdenkindern, daß der Herr sie fühlen läßt in Form einer ihnen nahegebrachten Erscheinung Seine übergroße Liebe .... daß aber diese Erdenkinder in Reinheit des Herzens und vollster Befolgung Seiner Lehre sich dieser Liebe würdig machen müssen, sie für die Zeit ihres Erdenwandelns aber dadurch mit einer außerordentlichen Kraft ausgerüstet sind und diese wieder zur Gewinnung des Seelenheils der lieben Mitmenschen nützen soll ....

(Unterbrechung)

BD 0488 empfangen  28.6.1938

Sammeln irdischer Güter Hindernis ....

Jeglicher Dienst, der dem Herrn erwiesen wird .... sei es zur Verbreitung Seiner Lehre oder zur Belehrung der Irrenden, wird dem göttlichen Heiland wohlgefällig sein, denn es ist ein jedes dienende Herz ein williges Kind Gottes, und es erfüllet sonach seine Erdenaufgabe mit allem Eifer. Wohingegen der Menschheit Trachten nur dem Erringen irdischer Güter gilt, dort wird sich bald eine Leere bemerkbar machen, die so recht die Nichtigkeit der Welt kennzeichnet .... Jeder irdische Gewinn ist begrenzt, vergänglich und völlig wertlos für die Ewigkeit. Doch wer dienet hier auf Erden, dem erschließt sich bald ein Reich, das unerschöpflich ist an Weisheit und überall den göttlichen Schöpfer verrät.

Arge Menschen werden keine Freude finden an geistiger Betätigung, ihnen gibt die Welt voll und ganz, was sie begehren, sie gehen den Weg auf Erden in völliger Unkenntnis, sind jedoch mit irdischen Genüssen vollauf gesättigt und verlangen für die Zeit ihres Erdendaseins keinerlei Aufklärung, die sie in ihrem weltlichen Genuß beschneiden könnte. Wäre irdischer Vorteil aus solchen zu entnehmen, dann würden sie um dieser willen auch Anhänger der Lehre Christi werden .... D.h. nach außen hin gelten sie oft als eifrigste Vertreter des Wortes Gottes, doch verbinden sie nicht im geringsten geistiges Denken mit diesem reinen Wort Gottes .... sondern immer nur ist erst ihre Stellung, ihre Existenz und ihr Erwerbssinn das allein Ausschlaggebende. Wo dieses aber hintenangestellt werden sollte, dort gibt man leichten Herzens lieber den Glauben hin ....

Jeder noch so geringe Fortschritt im Geistigen aber muß hinfällig werden, wenn das Interesse des Menschen ausschließlich nur dem Erwerben irdischer Güter gilt. Doch die allergewaltigsten und verschiedenartigsten Hinweise werden solchen Menschen noch gegeben werden, auf daß sie das Nutzlose des Irdische-Güter-Sammelns einsehen lernen. Dann aber werden diese Menschen große Anstrengungen machen müssen, um sich in kurzer Zeit auch einen Fortschritt im Geistigen zu schaffen, was ihnen ihr Verweilen im Jenseits erleichtern soll.

Denn der Herr sorget für alle .... Er vergisset nicht, die in der Dunkelheit wandeln .... Er will auch die Erkenntnis denen geben, die allzusehr Kinder der Welt sind .... wenn sie nur dieser Zeichen achten und in gutem Willen alles aus der Hand des Vaters entgegennehmen .... dann wird es ihnen zum Segen gereichen, und sie werden die Zahl derer vergrößern, denen das ewige Leben bereitet ist durch Christus, unseren Herrn .... .

Amen

BD 0489 empfangen  29.6.1938

Tier und Mensch ....
Tätigkeit ....
Kraft ....

Das Innenleben des Menschen ist nicht immer von gleicher Beschaffenheit .... oft muß der Mensch ringen und kämpfen, um eine einmal gefaßte Ansicht sich ganz zu eigen machen zu können .... es werden immer Momente eintreten, da sich ungehindert Zweifel des menschlichen Herzens bemächtigen .... Diese werden das bisher Errungene zu zerstören versuchen, und es kann hieraus ein gänzlicher Abfall entstehen, wenn der Mensch sich gleichgültig diesen Zweifeln überläßt .... Doch einem ernst nach der Wahrheit Strebenden vermögen solche seelische Prüfungen nichts anzuhaben.

Es bildet sich nur ein immer widerstandsfähiger Glaube dadurch, an Stelle der peinigenden Zweifel wird sich bald eine feste Überzeugung des Menschen bemächtigen, und diese ist wieder ein Schritt weiter nach oben. Die Welt mit ihren Freuden wird sich immer zu solchen Zeiten einfinden und den Menschen sich untertan machen wollen .... Es ist dann immer große Vorsicht geboten .... denn wirket dann alles zusammen gegen das Erdenkind, dann wird es diesem weit schwerer fallen, solchen Versuchungen zu widerstehen. Dann aber wendet euch voll Vertrauen zu Dem, Der euch allein helfen kann, und eure Sorgen werden von euch genommen werden.

Jetzt aber soll dir eine Kundgabe zugehen von besonderem Wert, so du unseren Gedanken zu folgen vermagst:

Siehe dir an die Welt der Tiere, und betrachte ihre Eigenarten. Hat nicht ein jedes gewisse Eigenheiten, die sich bei allen anderen ihresgleichen wiederholen? .... Man sehe sich das Pferd an, als edles, dem Menschen dienendes, ihm an Kraft und Stärke überlegenes Haustier. Keinem Menschen würde es einfallen, ein solches Tier zu halten, ohne es in irgendwelche Tätigkeit zu bringen, da es so vielerlei Anforderungen entsprechen kann und dem Menschen auf alle Arten nützlich ist. Wohingegen z.B. Fische jeder Art nur dem Menschen als Nahrung dienen, eine andere Verwendung aber nicht denkbar wäre.

Nun wirft sich den Menschen die Frage auf: Kann ein höherentwickeltes Tierwesen wohl das Streben des Menschen nach geistigem Gut empfinden, und wird dieses auf ein solches Tier ohne Einfluß bleiben? .... Strömet ein sich geistig betätigender Mensch auf die Tierwesen, die auch schon auf der letztmöglichsten Stufe vor der Verkörperung als Mensch stehen, eine unsichtbare Kraft aus, die dann den Tieren in ihrem Entwicklungsstadium zugute kommt? .... Und wie äußert sich dann eine solche Kraft an diesen Wesen? ....

Darauf soll dir folgende Antwort zugehen: Der Herr bedenket alle Wesen mit einer ihnen zuträglichen Kraft, die den Wesen die eigentliche Bestimmung erleichtern soll, auf daß sie in möglichst kurzer Zeit einer neuen Form würdig sind. Nur der Mensch soll sich diese Kraft erbitten. Wo nun aber alle Wesen des Weltalls ihre Kraft schöpfen müssen aus Gott, so werden sich Tiere und Menschen in ihrer rein seelischen Tätigkeit nicht so sehr ferne gegenüberstehen ....

In gewissen Zeitabständen wird sich sogar die menschliche Seele einer völligen Umbildung wegen mit den Tierwesen verbinden, es werden dann die Kräfte beider Wesen sich miteinander vereinen, und sowohl der Mensch als auch das Tier wird daraus den Nutzen ziehen, daß die Gotteskraft außerordentlich stark wirkt und somit die geistige Vollendung beider Wesen in kurzer Zeit erreicht werden kann .... daß das Tier seine Umhüllung verlassen und sich in neuer Form verkörpern kann .... der Mensch dagegen ebenfalls auf eine höhere Stufe gelangt ist und dieses dem Zusammenwirken mit jenen Kräften verdankt, doch solcher Art das Zusammenwirken der Menschen- und der Tierseele ist, daß es sehr selten von den Menschen erkannt wird und einer genauen Erklärung bedarf, die dir noch zugehen wird durch die Liebe des Herrn ....

Amen

BD 0490 empfangen  30.6.1938

Leid als Liebesbeweis Gottes ....

Wonach trachten die Menschen der Welt doch am meisten .... Sie suchen sich alle das Leben so angenehm als möglich zu machen und denken nicht daran, für ihr Seelenheil zu wirken, und deshalb wird das Erdenleben ihnen immer schwerer gemacht werden müssen, ansonsten sie niemals den Zweck desselben erfassen werden. Wo die Gottheit lieben möchte und statt dessen Mittel anwenden muß, die das Erdenkind in einen Zustand des Leidens versetzen, dort hat dann der Mensch oftmals Anlaß, zu zweifeln an der ewigen Gottheit, und doch läßt ihn nur sein Unverstand solches nicht erkennen ....

Was sollte aus euch Menschen wohl werden, wenn Gott nicht diese Mittel anwenden würde .... Wie könnte euch jemals der Sinn für die Unendlichkeit, für das weise Wirken und Walten der ewigen Gottheit erweckt werden, wenn euch auf Erden alles erfüllt würde, wonach euer Herz verlangt. Niemals kämet ihr dadurch in euren Herzen Gott näher, immer nur wären es die Güter der Welt, denen ihr huldigt .... und eure Seelen blieben ewig in der Nacht der Finsternis.

Hat sich euer Dasein als trüglich erwiesen nach eurem Sinn, dann sucht ihr allein schon anderweitig euch das Licht des Lebens .... ihr braucht Tröstungen und Hoffnung und sucht diese in der Unendlichkeit. Und dann kann euch auch von dort Hilfe kommen, die ihr aber nimmermehr beachten möchtet, wenn euch das irdische Leben alles gewährt und euch zufriedenstellt. Dem Menschen das Leid als einen Liebesbeweis des himmlischen Vaters hinzustellen ist oft vergebliche Liebesmühe. Er glaubt, daß sich die Liebe nur in beglückenden Zeichen äußern müsse und erkennt nicht die weise Vorausschau des Herrn, Der ja Ursache und Wirkung eines jeden Geschehens viel besser beurteilen kann und daher so unendlich weise und liebevoll das Schicksal eines jeden Menschen lenkt, um ihn endlich dorthin zu bringen, wo er des Himmels Herrlichkeit und Freude endgültig genießen soll.

Wo kein Geringerer als der Herr Selbst Sich offenbart, dort soll jeder Zweifel ausgeschaltet sein und vollstes Vertrauen dem Herrn entgegengebracht werden .... und leget euch der Herr Leiden auf, so erkennet auch darin Seine große Liebe, denn anders seid ihr nicht zu formen nach Seinem Willen .... Und wenn ihr es nicht zu erkennen vermögt, dann leget euer ganzes Erdenleben kindlich vertrauend in Seine Hand und nehmt es so entgegen, wie Er es euch bietet, und glaubet, daß Er, Der über euch wohnet, weiß, was Seinen Kindern frommt .... daß Er euch liebt und euch der ewigen Seligkeit zuführen will ....

Amen

BD 0491 empfangen  30.6.1938

Warnung vor Zweifel ....
Liebevolle Mahnung ....

Bleibet Mir stets ergeben, die ihr Meine Kinder seid, und so will Ich euch segnen und euch Meine Gnade austeilen, auf daß ihr lebet in Ewigkeit .... Doch dir, Mein Kind, will Ich beistehen in jeder Not .... ist doch der Wille, der sich Mir zuwendet, einem reinen Herzen entsprossen, und in solcher Verbundenheit mit deinem Schöpfer wird auch die Kraft wachsen zu immer neuer Tätigkeit, zum Erkennen aller Wahrheit und zum Dienen.

Frohen Herzens mußt du mit Mir in Verbindung treten, und es wird alles Schwere von dir abfallen, denn Ich Selbst geleite dich doch und werde auch nicht dulden, daß du erlahmst in deinem Streben. Hüte dich jedoch vor allem Zweifel, dieser ist die Gefahr, die du immer erkennen mußt .... denn es ist nichts von Bestand, wozu Ich nicht Meinen Segen gebe .... Doch der Zweifel ist dazu angetan, Meinen Segen zu verringern, wenn du nicht dagegen ankämpfst. Ich habe so unendlich viele Lehren für dich bereit und harre nur darauf, daß du festigst deinen Glauben .... Denke immer nur, daß ein jeder Zweifel ein Hindernis ist, zu Mir zu gelangen, und du wirst ihn überwinden, weil du zu Mir verlangst ....

Ich vermittle dir unausgesetzt ein Wissen um Dinge, die anderen ferne liegen, und jede Kundgabe soll dich stärken .... doch lässest du den Zweifel in dein Herz Eingang finden, dann verminderst du die Kraft, die dir aus solchen Kundgaben zufließt. Deshalb begegne allen diesen Zweifeln mit fester Zuversicht, daß dein Heiland dir helfen wird. Lasse sie nicht aufkommen, sondern unterdrücke sie mit aller Kraft deines Willens, denn sie berauben dich der größten Gnade .... der tiefen Fühlungnahme mit deinem Heiland, und diese ist es, die du erstreben mußt aus ganzem Herzen ....

Nichts darf dir zu schwer sein, auf daß du dieses Glückes würdig werdest, denn es befreit dich von allem dich Belastenden und beglückt dich im Übermaß. Des Himmels Liebe umsorget ununterbrochen die Erdenkinder, die für den Herrn tätig sind .... kein Feind hat Macht über dich, so du ihm diese nicht selbst einräumst. Aus den Lehren des Herrn hole dir Trost und Kraft und Glauben .... und so gestärkt wirst du alles überwinden, was sich dir in den Weg stellt .... Du wirst hervorgehen aus solchem inneren Kampf als Sieger, weil dein Heiland dir zur Seite steht und dich behütet auf allen deinen Wegen ....

Amen

BD 0492 empfangen  1.u.2.7.1938

Kundgabe über göttliches Eingreifen ....

So manchem werden die Wahrheiten gegeben werden, doch er wird sie ungläubig abweisen, weil alles in ihm danach verlangt, frei und ungebunden durchs Leben zu gehen. Wenn nun der Herr diesen aufmerksam macht und sein Geist sich hartnäckig abwendet und die Annahme solcher Wahrheiten strikt verweigert, so bleiben dem Herrn dann nur noch die Nötigungen vorbehalten, daß er durch Prüfungen aller Art sich ernstlich besinnt auf seinen Daseinszweck. Und doch folgen auch solchen Hinweisen gar sehr viele nicht .... sie sehen lieber allem Ungemach mit Todesverachtung ins Auge, ändern aber sich selbst in ihrer Anschauung nicht im geringsten.

Diesen besonders hartnäckigen Erdenkindern wird der Herr auch mit besonderen Zeichen aufwarten müssen, auf daß ihre Lebenstheorien erschüttert werden und sie plötzlich vollständig ratlos dem Wirken der Natur gegenüberstehen. Und in Seiner Barmherzigkeit und Milde versucht der Herr, einzuwirken auf alle, die auf Erden wandeln. Die Welt hat zur Zeit sich selbst schon allzuviel angeeignet .... sie ist schon so unabhängig geworden von der Gnade Gottes .... sie läßt nur noch ihr irdisches Wissen, ihre irdischen Erklärungen für alles Unfaßbare gelten .... sie will mit einer Anschauung die Menschen belehren, die weit abweicht von der Wahrheit, um sie für ihre materiellen Wünsche gefügig zu machen.

Denn wo sich heut eine Lehre festsetzt, die erst Gott die Ehre gibt und dem Menschen erst die Pflichten gegen Gott vorschreibt, dort wird der irdischen Macht Abbruch getan, und das soll verhindert werden um jeden Preis. (2.7.1938) Und so wird geschehen, daß bald sich die Türen öffnen werden für das Wort, das der Herr Selbst gelehrt hat auf Erden. Nicht ein einziger wird diesem Wort widerstehen können, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, in Verbindung zu treten mit dem Herrn des Himmels und der Erde .... Ihm wird plötzlich faßlich sein alles, was er vordem noch verleugnet hat, denn der Wille des Menschen, Recht zu tun, wird sich fürderhin so auswirken und äußern, daß der Mensch nach geistiger Nahrung verlangt, und die rechte Speise wird sein das Wort Gottes.

Und so wird der Glaube daran stärker sein als der Glaube an irdische Macht .... Viel eher werden jene sich in ihren Ansichten ändern, bevor sich ein mit dem Wort Gottes vertrauter Erdenmensch trennt von diesem. Einerlei wird es sein, was euch geboten wird von irdischer Seite .... alles bleibt völlig wertlos dem einen gegenüber, das der Herr Selbst euch gab .... das ihr bewahren sollt als von Gott gegeben bis in alle Ewigkeit .... Das jüngste Gericht verheißt Erbarmung denen, die in Unkenntnis der Lehre Gottes gefehlt haben, doch wird die Zahl derer klein sein, denn jetzt wird überall die Aufmerksamkeit gelenkt auf die große Frage über das Verhältnis des Erdenkindes zu seinem Schöpfer .... und über die Gottheit Jesu Christi.

Wird wohl jemand in völliger Unkenntnis bleiben können bei den jetzigen Bestrebungen, alles zu vernichten und dafür etwas völlig Neues ins Werk zu setzen? .... Ist nicht vielmehr ein jeder so daran interessiert, weil es um das Seelenheil eines jeden einzelnen geht? .... Das ganze Geheimnis der Menschwerdung Christi ist jetzt gerade so augenscheinlich enthüllt worden, es brauchen nur die Menschen Augen und Ohren offenhalten, und an niemandem wird diese brennende Frage vorübergehen.

Obzwar alle gleich ernst die Wichtigkeit dieser Frage erkennen, ob sie sich dessen bewußt sind, daß ihr Seelenheil von der Lösung dieser Frage abhängt .... daß sie für die neue Zeit alles opfern, wenn sie dem Kern der Sache nicht näherkommen .... das liegt allein im Willen eines jeden einzelnen. Gott gab den Menschen Propheten zu jeder Zeit, Er ließ sie auch diese aufmerksam machen und gab Sich Selbst kund durch Geschehnisse jeglicher Art .... doch je weiser sich die Menschheit dünkt, desto hartnäckiger verschließt sie sich solchen Hinweisen und Offenbarungen aus der jenseitigen Welt. Es ist nun einmal viel leichter, die Menschen durch irdische Versprechungen einer neuen Sache zuzuwenden, als sie mit rein göttlicher Wahrheit dem Licht zuzuführen, denn dieses gleißt und glänzt nicht wie all die irdischen den Menschen gebotenen Vorteile.

Je einfacher und natürlicher eine Lehre ist, desto weniger Anklang findet sie. Christus lehrte den Menschen nichts weiter als Liebe .... Liebe zu Gott und dem Nächsten .... und bot dafür das Herrlichste .... die ewige Glückseligkeit. Doch da diese nicht greifbar dem Menschen vor Augen steht, geht ihm sein irdisches Wohlleben darüber .... er trachtet, dieses zu heben und zu verbessern, und bedenkt nicht die Not der Seele nach dem Tode. Und so gibt er in allem dem Verlangen der Welt nach und wird sonach auch mehr und mehr von der Welt gefangen. Er läßt überall irdische Vorteile Triebkraft seines Handelns und Denkens sein und verläßt den Glauben, der ihm nichts Handgreifliches für die Lebenszeit bietet.

Jede Macht aber, so sie dieses spüret, nützet die Gelegenheit und maßt sich selbst alle die Rechte an, die nur Gott allein zustehen. Wer darüber nachdenkt, wird auch bald erkennen, daß doch nichts Irdisches von Dauer ist .... und wäre es noch so gut und glänzend gefestigt, denn noch hat der Herr über Leben und Tod das alleinige Recht und die Macht, die Materie zu zerstören oder vergehen zu lassen. Und so beginnt immer dann der Kampf, wo sich die höchste Wesenheit genötigt sieht, einzuschreiten gegen Übergriffe, die sich gegen die allerhöchste Gottheit, gegen die Gebote und gegen die Lehren dieser Gottheit wenden.

Für das irdische Leben allein braucht der Mensch wahrlich keinen Glauben .... denn was läge schon an einem kürzeren oder längeren Leben, wenn es mit dem Leibestode sein Ende hätte; ob ein Mensch in dieser oder jener Ansicht das Leben vollbracht hätte, wäre so völlig gleichgültig. Doch könnt ihr dafür, daß das Leben dann wirklich beendet ist, nur den geringsten stichhaltigen Beweis erbringen?!

Daran denket in jedem Streit, ob es euch wohl möglich wäre, für eure Anschauungen Beweise zu liefern .... denket daran, daß ihr auch niemals den Beweis erbringen könnt von der Wertlosigkeit der Lehre Christi .... Und so ihr nicht ganz gewiß seid, so wendet euch an den Allmächtigen, auf daß Er euch ein Lichtlein gebe, und Er wird euch wahrlich nicht vergeblich bitten lassen. Aber was ihr aus eurem Verstande heraus anbahnen wollt, ist entsetzlicher Irrtum .... der eure Seele in tiefste Finsternis hüllen wird und euch die Erlösung daraus unsagbar schwermacht.

Nehmt von Gott dankbar an, was Er euch sendet, und achtet der Zeichen und Worte, die von oben kommen .... und urteilet nicht, wo euch die Gabe dazu fehlt. Und so habet acht auf die nächste Zeit, da der Herr euch sichtbare Warnungen zugehen läßt, um euch auf den rechten Weg zu führen, die ihr im Begriff seid, den Weg in den Abgrund zu betreten .... und dann rufet den Vater im Himmel an um Erleuchtung ....

Amen

BD 0493 empfangen  2.7.1938

Erlöschen des Lichts ....
Zeichen göttlicher Huld ....
Irdische Macht ....

Alles Arge wird auf der Welt viel eher bestehen und Anklang finden als das Gute. So belehren wir dich immer wieder, daß in kurzer Zeit das Böse so Eingang gefunden haben wird unter den Menschen, daß der Herr eingreifen muß, um die Menschen wieder in die göttliche Ordnung zurückzuführen. Will sich das Edle durchsetzen, so muß ein Kampf vorausgehen, der sich furchtbar auswirken wird, weil die Menschheit nicht willig folgt den Weisungen des Herrn, sondern vielmehr sich alles das aneignen wird, was irdische Machthaber als Gebote ihr unterbreiten.

Und so wird es gelingen, das Licht zum Erlöschen zu bringen allerorten, und dort muß von seiten Gottes mit aller Liebe, Geduld und Ausdauer gekämpft werden um diese Seelen, sollen sie doch wieder aufgenommen werden in den Kreis derer, die aus der Finsternis emporgehoben werden zum Licht. Was sich in dieser Zeit ereignet, wird sowohl den Streitern Gottes als auch den noch blinden Geschöpfen der Erde ein unverkennbares Zeichen göttlicher Huld bedeuten.

Jene werden mit Dank und Ehrfurcht das Walten Gottes erkennen, diese aber voll Staunen und Bangen die Hand eines ewigen Gottes spüren, und die Dankenden werden das Licht annehmen und sich von der Welt abwenden. Doch werden derer nur wenige sein. Die Welt läßt nicht so leicht von sich, die ihre Freuden erst genossen haben. Das, was die Ewigkeit ihnen bietet, begehren sie nicht, weil sie ohne Glauben sind und dennoch für sich nach dem leiblichen Tode nichts erwarten.

Und wo von maßgebender Seite aller Glaube vernichtet wird, dort wird auch dafür gesorgt werden, daß der Mensch in möglichster geistiger Blindheit erhalten bleibe .... daß er nicht seine Gedanken einem Problem zuwende, dessen Lösung sich nachteilig auswirken könnte für diese irdische Macht. Der Mensch mit wahrem tiefen Glauben kann nie sich voll und ganz der Welt hingeben .... gefordert wird aber von der Welt und ihren Herrschern ein schrankenloses Hingeben als Unterpfand, daß sie diese Macht bedingungslos anerkennen.

Wo jedoch der Glaube an Gott tief im Menschen verwurzelt ist, dort wird sich das Erdenkind nur allein dem Vater überlassen, es wird Ihm dienen in allen Dingen und daher oft in Konflikt kommen mit der Aufgabe, die ihm vom irdischen Machthaber gestellt ist, und so stoßen dort schon die Anschauungen zusammen .... es kann nur ein Wille regieren .... wo aber die auf Erden regierende Gewalt sich der göttlichen Gewalt widersetzt, dort wird vom Herrn Selbst die Not über die Menschen kommen müssen .... dann erst wird das Erdenkind vor die Selbstentscheidung gestellt werden, Gott den Herrn zu verlassen oder Ihm auf ewig anzugehören.

Und dies lasset euch gesagt sein, ihr Menschen auf Erden .... euer Verweilen ist nicht mehr lange in dem Erdental, wenn ihr nicht annehmen wollt die Lehre des Herrn .... Die Gnadenzeit ist bald vorüber, darum nützet sie weise .... suchet dem Herrn nahezukommen und betet um die Kraft, stets und ständig das Rechte zu denken und zu tun, dann werdet ihr begnadet sein und erkennen, und es wird euch ein Licht gegeben werden, daß ihr den rechten Weg gehet, der zum Ziele führt .... der ewigen Heimat entgegen ....

Amen

BD 0494 empfangen  4.7.1938

Nähe des Herrn ....
Kindliches Vertrauen ....
Schlichte Form ....

In geregelter Tätigkeit vergehen die Tage deines Lebens, so daß du nimmer zu fürchten brauchst, in Sorge um dein körperliches Wohlergehen zu sein, denn es wird dir immer gegeben werden, was du bedarfst für das Leben auf Erden. Doch in all deiner Tätigkeit darfst du nie des Herrn vergessen .... was um dich ist, wird vergehen, doch was über dir ist, bleibt bestehen in Ewigkeit. Und deshalb soll dir das Heil der Seele allein wichtig sein, solange du lebst auf Erden. Der Heiland weilt immer bei dir, darum suche du, immer nur dich Seiner Nähe wert zu machen.

Es bleibt euch Menschen vorbehalten, voll Vertrauen euch dem Herrn zu nahen oder fernab stehenzubleiben, aber immer wird der im Vorteil sein, der die Nähe des Herrn sucht, denn der Heiland nimmt ihn auf in aller Liebe .... Er freut Sich eines jeden Kindes, das Ihn sucht und kindlich vertrauend zu Ihm kommt. Und ohne Zögern wird Er ein solches Kind an Sein Herz nehmen und es teilhaftig machen aller Gnaden und himmlischen Freuden. Er wird ihm alle Weisheit unterbreiten .... Er wird ihm Licht geben und mit Seiner Gnadensonne bestrahlen und sein Herz erfreuen in jeder Weise.

Und jedes gute Werk, das dieses Kind tut, legt Zeugnis ab von seinem guten Willen. Wo aber der Herr den guten Willen erkennt, da kommt Er mit aller Hilfe und Gnade dem Erdenkind entgegen und achtet darauf, daß dieses Kind Sein verbleibe. Die fernste Sicht wird Er ihm geben, daß sein Geist weilet weit über der Erde und es sich, obwohl es noch leiblich auf der Erde weilt, zurückwendet in die Sphären der ewigen Geistwesen ....

Von dort wird ihm Hilfe geboten werden, wenn das Erdenkind den Anforderungen, die das Geistleben an es stellt, weniger gewachsen ist. Denn solches ist deren Aufgabe, zu bedenken ein jedes Erdenwesen mit äußerster Kraft, wenn es einmal die Erkenntnis eines ewigen Gottes gefunden hat .... So Sich der Herr Selbst äußert, so tut Er das immer in schlichtester Form, denn nimmer soll das Erdenkind gehemmt sein in seinem kindlichen Vertrauen .... und daß es schlichte Worte findet zum Vater als Sein treuestes, ergebenstes und liebeglühendstes Kind.

Und dieses Kind wird dann reich bedacht werden .... es wird niemals zu darben brauchen, weder körperlich noch seelisch. Nur mit ganzem Herzen muß es verlangen zum Vater .... es darf keinerlei Mühe scheuen und jede Unbill auf Erden geduldig und ergeben annehmen, gleichsam als vom Vater über es verhängt .... es muß erkennen, daß alle diese nur zu seinem Seelenheil dienlich sind und sonach nur immer ein Liebesbeweis des göttlichen Heilands .... Dann wird es sicher sein Ziel erreichen .... es wird den Herrn in sein Herz aufnehmen und nimmer lassen von Ihm, Der auch Sein Kind nicht verlassen wird in Ewigkeit ....

Amen

BD 0495 empfangen  5.7.1938

Sonnenwelten ....
Feuerspeiender Berg ....
Eruptionen ....

Im Einklang mit dem großen Schöpfungswerk steht auch das ganze Sonnensystem. Wollet ihr all die Sonnenwelten euch vergegenwärtigen, so bliebe euch wahrlich der Verstand stehen, denn es sind dies Dimensionen, welche die Denkfähigkeit des Menschen übersteigen. Schon die Erde in ihren Ausmaßen dünkt euch wesentlich umfangreicher, als ihr verstandesmäßig aufnehmen könnt. Doch ist die Erde nur winzig zu nennen, wollte man an ihr die Größe der kleinsten Sonnenwelten messen.

In unendlichem Weltenraum sind aber wieder unzählige solcher Sonnenwelten, die wieder in ihrem Maß, Beschaffenheit und Art voneinander abweichen, jedoch in ihrer Endbestimmung alle dem gleichen Zweck dienen .... im beständigen Höher-Entwickeln der Wesenheiten, die, aus Gott entstanden, sich von Gott getrennt haben und wieder zu Gott finden sollen. Jeder Sonnenkörper ist in unendlicher Vergrößerung ein gleiches Schöpfungswerk wie die Erde .... Wenigen nur ist es verständlich, daß man die Sonne vergleichen kann mit einem feuerspeienden Berg ....

Jedoch wird dieser Vergleich erst dann begreiflich sein, wenn man bedenkt, daß der Schöpfer auch das Erdinnere eines solchen Berges wohlweislich so gestaltet hat, daß Wesen ohne Zahl dieses als Aufenthaltsort haben .... und daß die Tätigkeit dieser Wesen darin besteht, unbegrenzte Eruptionen zustande zu bringen, durch welche wiederum die ganze Beschaffenheit des Berges steten Wandlungen ausgesetzt ist .... daß wieder ein Teil der Wesen sich seiner Umhüllung entäußern kann und ihm der Weg frei wird in andere Regionen auf und über der Erde. Infolgedessen läßt auch der Schöpfer solche Eruptionen mit vollem Willen zu, und wer durch solche Vorgänge das irdische Leben verliert, dessen Tätigkeit auf Erden war begrenzt und geht einer anderen Entwicklungsmöglichkeit entgegen.

In ganz gleicher Weise sind auch die Sonnenwelten Schöpfungen, die der Herr zum Zwecke immer neu erstehender Weltkörper ins Weltall gesetzt hat. Eine jede Sonne ist in immerwährender Tätigkeit. In ihrem Inneren toben ungeahnte Kräfte, die fort und fort vermöge ihrer Elementargewalt Teile aus dem Inneren ins Weltall schleudern, die dort wieder von Geistwesen erfaßt und zu völlig freien, für sich tätigen Weltkörpern gestaltet und von schaffenden Geistwesen versehen werden mit allem, was wieder für darauf existieren-sollende Geschöpfe erforderlich ist. In gewissem Zusammenhang wird jeder solche Weltkörper aber immer mit der Sonne stehen, aus welcher er hervorgegangen ist.

Genau wie der Auswurf des Feuer-speienden Berges wieder auf die Erdoberfläche zurückfällt kraft seiner Erdenschwere .... so wird auch der aus der Sonne gelöste Körper immer im Bereich dieser Sonne bleiben durch die Anziehungskraft dieser Sonne .... und wird von eben dieser Sonne auch fortgesetzt mit Licht und Wärme gespeist werden, ohne die kein Weltkörper im Weltall bestehen könnte. Nur wird die Bestimmung eines jeden Weltkörpers verschieden sein, indem durch immer andere Lebensbedingungen auch immer andere Erfolge gezeitigt werden und so eben die Geistwesen einen solchen Aufenthaltsort benötigen, die in gewisser Hinsicht sich fortentwickeln müssen .... also vom Schöpfer des Himmels und der Erde in Erkenntnis des ihnen Mangelnden dorthin gewiesen werden.

Das Weltall ist endlos .... Der Geistwesen sind unzählige .... und so muß allen diesen immer wieder die Möglichkeit geboten werden, das ihnen gesetzte Ziel zu erreichen .... Daher glaubet nicht, daß nur das im Weltall besteht, was euren Augen sichtbar ist .... Endlos ist der Raum .... endlos ist die Macht Gottes .... und endlos Seine Liebe zu Seinen Geschöpfen .... Darum ist alles geschaffen aus der Liebe und der Macht Gottes ....

Amen

BD 0543 empfangen  13.8.1938

Beeinflussen der schwachen Menschen von unedlen Geistwesen ....

In nächster Erdennähe hält sich vorwiegend die Geisterwelt auf, die der Dämon zu sehr an die Materie gebunden hielt und die darum nicht fähig sind, sich frei zu machen von der Begierde nach den Gütern der Welt. Es ist ein immerwährendes Ringen solcher Seelen .... sie können sich nicht lösen und finden wiederum nicht die Erfüllung ihrer Begierden .... und so suchen sie fortgesetzt, sich des Willens der schwachen Menschen zu bemächtigen, und verleiten diese, die sie quälenden Begierden auszuführen, und so sind solche Geistwesen in der Umwelt überaus schadenbringend für die Seelen auf Erden, die selbst zu sehr solchen Begehren geneigt sind.

Sie werden immer Gefahr laufen, von solchen unedlen Kräften aus der Geisterwelt mit Beschlag belegt zu werden, wenn sie selbst sich nicht bemühen, ihrer Triebe und Begierden Herr zu werden, was sie wohl können, wenn sie nur wollen und sich die nötige Kraft zum Widerstand aus dem Gebet holen und Zuflucht nehmen zu den guten Geistwesen, die solchem Verlangen nur zu gern nachkommen. In der Tätigkeit der bösen wie auch der guten Geistwesen ist allein schon zu erkennen, welche Macht allen diesen Wesen eigen ist und daß es immer dem freien Willen im Menschen anheimgestellt ist, wessen Macht er nützen will.

Die ärgste Gefahr für die Menschenseele ist der Hang zur Welt und ihren Gütern. Diesen machen sich die gleichgearteten Geistwesen sehr zunutze, und die Gefahr ist immer größer, je williger der Erdenmensch darauf eingeht, bis er sich schließlich in die Banden solcher üblen Wesen so verstrickt, daß er sich schwerlich lösen kann und immer nur die göttliche Gnade ihm Beistand gewähren kann, so er nur nach dieser verlangt .... So groß die Gefahren der Versuchungen auch für die Menschenseelen sind, so sind doch im gleichen Maß auch die hilfsbereiten Wesen zur Stelle, nur muß eben immer der eigene Wille tätig sein, die Verbindung mit diesen zu suchen, und sie werden dann auch nimmer ohne Beistand gelassen.

Denn die Güte und Liebe des himmlischen Vaters sorgt unablässig für Seine Geschöpfe, und in kurzer Zeit kann sich eine völlige Umwandlung eines solchen weltgierigen Menschen vollziehen, so daß der Welt Pracht und vergängliche Güter keinen Eindruck mehr auf diesen machen, weil sich die Seele ihrer eigentlichen Bestimmung zugewandt hat und von Stund an die Nichtigkeit der Erdenwelt erkennt .... Dann ist auch der Einfluß der bösen Geistwesen ein sehr geringer in Erkenntnis des Widerstandes, der ihnen von solcher Seite entgegengesetzt wird, denn immer kann nur dort eine starke Beeinflussung stattfinden, wo der Wille des Menschen ihnen entgegenkommt, niemals aber da, wo gegen solche Schwächen und Begierden angekämpft wird aus freiem Willen.

So wird auch die Welt der jenseitigen Geister ständig geplagt von Widerständen und soll sie daran auch selbst in ihrer Erkenntnis reifen und die Nichtigkeit der Welt begreifen lernen, was um so schwieriger ist, je tiefer sie noch in den Banden der Materie schmachten, doch wird auch für diese die Stunde der Erlösung schlagen, wozu die Menschen auf Erden unendlich viel beitragen können, wenn sie diesen Wesen immer wieder im Geiste vorzustellen versuchen, wie nichtig und die Seele schädigend alle irdischen Güter sind und wieviel erfolgreicher ein Streben nach geistigem Gut für die Seele ist.

Amen

BD 0544 empfangen  13.8.1938

Vereinigung des Geistes mit der Seele ....
Trennen von Körper und irdischer Tätigkeit ....

Siehe, Mein Kind, nicht in allen Menschen wohnet der Wille, der Welt zu entsagen, und immer wird sich eine leise Sehnsucht bemerkbar machen, im Trubel der Welt unterzugehen, denn dies allein dünkt ihnen erstrebenswert. Wo Mir aber ein Kindlein treu ergeben ist, dort ist auch der Wille stark, und solchen übermittle Ich die Kraft und geben ihrem Geist Nahrung. Des Himmels Speise, Mein Wort, ist das Brot des Lebens, und alle Weisheit lehre ich sie verstehen .... Will jedoch das Erdenkind ein rein geistiges Dasein führen, so halten alle Meine Engel ihre Hände schützend über dieses.

Das leiseste Flehen zu Mir wird vernommen werden .... die Welt wird entrückt einem solchen Erdenkind, und Mein Odem geht über in sein Herz und erfüllt es mit Sehnsucht nach Mir .... hell lodern auf die Flammen der Liebe, ein heller Lichtschein umhüllt die Seele, ihr Geist erwacht, und es ist ein Bund geschlossen für die Ewigkeit mit aller geistigen Kraft. Das Verweilen auf dieser Erde kann diese Seele nicht mehr ertragen, sie wandelt gleichsam himmelwärts gewandten Blickes und sucht sich eine Stätte, die ihr mehr zusagt .... doch der Körper trägt die Last des Erdendaseins, bis Mein Ruf die Seele heimholt und sie der Körperhülle entkleidet.

Dies alles ist dir klargeworden, und wenn du nun für Meinen Namen tätig bist, ist deine Seele weit weg von der Materie und also in den Regionen, die ihr mehr zusagen, und es verliert bald der Körper die rechte Verbindung mit der Seele, wo sich die Seele einen Wirkungskreis geschaffen hat, der sich von der Materie entfernt. Und ebenso wird sich die Seele mehr und mehr mit ihrem Geist vereinen und sich dann auch nur rein geistig betätigen wollen .... und so wird der Mensch die körperliche Tätigkeit mit Hilfe jenseitiger Freunde bewältigen, ohne im eigentlichen die Tätigkeit oder Hilfe der Seele zu benötigen, denn es gleicht sich dann der Mangel an Kraft aus durch die Unterstützung dieser Geistwesen.

Alle Willens-Kraft kann dann das Erdenkind dem geistigen Leben widmen, und es kann fortgesetzt die Seele ihre geistige Arbeit verrichten und führt somit ein vom Körper getrenntes Dasein, obgleich sie noch irdisch mit dem Körper verbunden ist .... So hat eine regelrechte Trennung von Seele und Körper stattgefunden, aber das nur im geistigen Sinn .... Das Verlangen der Seele ist ein völlig anderes als das Verlangen des Körpers, und da das der Seele die volle Zustimmung laut göttlicher Ordnung bei Gott findet, so kann sie diesen Weg auch gehen, ohne dadurch den Körper zu schädigen resp. diesen untauglich zu machen für die irdische Aufgabe. Und so führt diese wohl der Körper aus, doch unter dem Einfluß guter Geistwesen. Ist dir das verständlich, Mein Kind? ....

Wenn eine Vereinigung des Geistes mit der Seele stattfinden soll, muß der Körper sich sowieso zurückziehen und ist nur eine wesenlose Hülle an sich .... Der Geist aber benötigt diese Hülle nicht, sucht nur die Seele für sich zu gewinnen, und ist ihm dieses gelungen, doch die Erdenaufgabe des Menschen noch nicht restlos erfüllt, so wird diese weitergeführt unter Einsetzen fremder Geisteskräfte, und die Seele kann dann hemmungslos ihrer geistigen Aufgabe nachkommen. So ist die Welt auch keine Gefahr mehr für ein solches Erdenkind .... Wer Mein Brot ißt und Meinen Wein trinkt, der bleibt in Meiner Gnade ewiglich, denn er wollte Meine Kraft, und so mußte sie ihm werden .... er wird mit diesem Brot sättigen jederzeit seines Geistes Hunger und stillen mit dem Wein seiner Seele Durst .... denn Mein Wort birgt Wahrheit und ewige Liebe in sich, und gekräftigt wird sein allezeit, wer nur in Mir verbleibet, bis in alle Ewigkeit ....

Amen

BD 0545 empfangen  14.8.1938

Stimme des Gewissens ....
Warnende Geistwesen ....
Ablehnen in Gefahr ....

Aller weltlichen Bestrebungen Sinn ist, die Mühsalen des Lebens zu beheben, ein geordnetes, sorgenloses Leben zu führen und dem Körper alle erdenklichen Wohltaten zu erweisen und so das Erdendasein zu einem Leben voller Freude und Genüsse zu gestalten .... Doch was dem Körper wohl dienlich erscheint, ist für die Seele der wahre Tod. Keine Gewalt auf Erden vermag die Seele aus dieser Gefahr zu erretten, nur der Mensch allein muß Sorge tragen, daß sich die Welt nicht todbringend für die Seele auswirkt.

Es gibt der Gelegenheiten so viele, die dem Menschen einen Hinweis geben, daß er selbst sich verantworten muß für alles Tun und Unterlassen. Verstand und Willen ist ihm auch gegeben, so daß er alles bedenken kann und aus eigenem Antrieb auch die Gefahr abwenden kann, wenn er nur den Willen aufbringt. Leise und fast unmerklich rührt sich die Stimme in seinem Herzen, die immer lauter tönt, je mehr Aufmerksamkeit ihr geschenkt wird. Diese Stimme ist das wachsame Warnungssignal, das den Menschen stets vor der Gefahr aufmerksam macht, und befolgt er diese heimliche Herzensmahnung, so wird seine Seele ihm dankbar sein, daß er sie behütet vor Gefahr ....

In Fällen großer Not ist die Stimme so stark, daß eine Unruhe den ganzen Menschen ergreift und er nicht eher zum Frieden gelangt, bis er dieser Stimme Folge geleistet hat, denn alles, was gut ist im Menschen, sucht Verbindung mit guter Geisteskraft, und diese wieder sucht, sich Gehör zu verschaffen im menschlichen Herzen, auf daß der Verstand den Willen anregt, tätig zu sein ....

So gehen allen Menschen täglich Warnungen und Mahnungen von oben zu, und wer diese recht versteht und sie befolgt, der hat nicht zu fürchten, dem geistigen Tod zu verfallen, sondert sich aber der Mensch ab und bringt diese Stimme zum Verstummen durch andauerndes Ablehnen, so wird der Beistand der warnenden Geistwesen ein immer geringerer werden, das innere Ohr wird die Stimme nicht vernehmen, die Außenwelt wird mit ihrem Ruf diese übertönen, den Verlockungen wird Folge geleistet und der Seele unsägliches Leid dadurch zugefügt werden ....

Denn die Hülle, die sie umgibt und aus der sie sich zu lösen trachtet, wird immer dichter und undurchdringlicher werden, es wird bald kein einziger Gedanke der geistigen Welt gelten, und lichtlos wird der Erdenweg sein trotz aller gleißenden Pracht von außen. Denn der Seele Kern bleibt unberührt von geistiger Nahrung und muß nur immer dem Verlangen des Körpers nachkommen, und so entfernt sich der Mensch immer weiter von der Wahrheit und hat bald keine Verbindung mehr mit allem, was rein geistig ist und zum Aufschwung der Seele in Lichtregionen beitragen könnte.

Die Körperhülle des Menschen ist durch und durch materiell geworden, sie sucht Putz und Tand, ist gefallsüchtig und versucht allem des Lebens Reize abzugewinnen, erregt die Geister des Hochmuts, will herrschen und ist der wahren Aufgabe stets abgeneigt. Das Verhalten dieser kann sie in erregten Zustand versetzen, sie findet alle Worte der Ablehnung und neigt dazu, eine Mauer aufzurichten zwischen jeder geistigen Anforderung, die an sie gestellt wird, und dem irdischen Verlangen .... das der Mensch viel lieber erfüllt, weil es dem Körper zuträglich erscheint.

Und er hat nur immer den einen Willen, das Fortleben der Seele zu verneinen, um damit jeder Verantwortung für die Zeit des Erdenlebens enthoben zu sein und ein desto größeres Anrecht auf die Genüsse der Welt zu haben. Und solchen irrigen Ansichten sind zahllose Menschen heut verfallen .... alle Versuche, diese zu überzeugen und ihren Sinn der Ewigkeit zuzuwenden, schlagen fehl, und nur eine große Not kann sich noch fruchtbringend auswirken, wenn sie nicht auch dann noch eher zur Verstocktheit treibt und die Menschen völlig willenlos sich dem Abgrund entgegentreiben lassen.

An der Bedrückung der einzelnen müsset ihr es erkennen, welchen Weg manche wandeln müssen, daß sie weich und gefügig werden und sich demütig dem Schöpfer unterwerfen. Alles Leid wird von ihnen genommen werden, wenn sie sich tief gläubig der Obhut des Vaters anvertrauen, doch immer schwerer wird sie das Erdenlos belasten, wenn sie weiter verstockt bleiben und des Vaters erbarmende Hand nicht ergreifen wollen.

Nur Leid macht gefügig, und nur durch Leid wird der Mensch zur Vernunft kommen, denn alle Erfüllung des Sehnens leitet ihn nur ab von dem Wege, der allein zum Vater führt .... Beugen soll sich der Mensch und in tiefster Demut aufblicken zum himmlischen Vater, dann erst kann er der Gnade teilhaftig werden, die ihn dem Vater entgegenführt .... Denn Gott will einem jeden geben .... so er nur Verlangen trägt, die Gaben des Herrn zu empfangen.

Amen

BD 0546 empfangen  14.8.1938

Neue Gesetze ....
Lehre Jesu Christi ....

Bedenket, wie viele Kräfte euch umgeben, gute und böse .... und daß ihr beiden ausgesetzt seid, je nach eurer Einstellung, ob ihr das Gute oder das Böse bejahet. Und dann stellt euch die große Verantwortung vor, die ihr für eure Seele übernommen habt .... Bedenket, daß ihr unendlich Schönes erringen könnt und ebenso aber auch eure Seele ins Verderben stürzen könnt und das jedesmal euer freier Wille ist ....

Dann muß euch eine Ahnung überkommen, wie besorgt die göttliche Vaterliebe um das Wohl eurer Seele ist und wie Er deshalb versucht, jeden Menschen vor dem Schritt zu warnen und zurückzuhalten, der dem Verderben der Seele zuführen könnte .... und wie Er darum es euch verständlich machen möchte, daß ihr doch nur auf die Seele bedacht sein sollt, um dereinst Seligkeit ohne Maßen genießen zu können. So hat der himmlische Vater Seinen Erdenkindern fortgesetzt Mahnungen zugehen lassen und gesorget, daß einer jeden Seele Kenntnis werde von Seinem Willen ....

Er hat das Augenmerk der ganzen Menschheit gerichtet auf die Frage der Gottheit Jesu Christi .... Er hat den Kampf entbrennen lassen, den die Welt mit ihren Anhängern dem Gottessohn ansagt .... Und daß Er dies alles zuläßt, geschieht nur aus wahrer Liebe zu eben dieser Menschheit, auf daß sie im Herzen zu erforschen beginnt, was sie nur noch rein oberflächlich anerkannte oder auch verleugnete. Die Menschen denken zwar, sich ohne üble Folgen frei machen zu können von der alten Lehre, die Gott Selbst den Menschen kundgab während Seines Wandelns auf Erden, aber es wird ihnen dieses Vorhaben so arge Folgen eintragen, daß die Erde noch viel Leid und Kummer sehen wird und dies durch eigene Schuld.

Das neue Gesetz wird verkündet werden und den Menschen eine gewisse religiöse Freiheit schenken, doch bleiben die Nachwirkungen nicht aus, denn der himmlische Vater muß die Menschen allen Ernstes darauf aufmerksam machen, daß sie auf ganz falschem Wege wandeln, wenn sie versuchen, sich frei zu machen von dem Glauben an den Herrn Jesus Christus und Sein Erlösungswerk. Es würde dann wieder der gleiche Zustand unter den Menschen auftreten wie zuvor, ehe der Heiland auf Erden lebte .... In gleicher Finsternis würde die Menschheit in derselben großen Sündhaftigkeit verweilen, und der Retter aus der Not der Seele .... Jesus Christus .... würde wieder abgewiesen werden wie vor Seinem Kreuzestod ....

Der Weg steht allen frei .... zum Himmel oder zur Hölle .... Doch wer sich nicht zu Jesus Christus bekennet, kann nimmermehr den Weg zur ewigen Heimat finden; er kann nur den Weg zur Hölle beschreiten, denn er weiset gleichzeitig alle Gnadenmittel zurück, die der Herr den Erdenkindern durch Sein Erlösungswerk zugänglich gemacht hat, und da der Mensch allein, ohne die göttliche Gnade, zu schwach ist, das rechte Ziel auf Erden zu erreichen, so ist ihm dann keine Möglichkeit mehr gegeben, aus eigener Kraft des ewigen Lebens teilhaftig zu werden, denn dies alles erwarb für uns der göttliche Heiland durch Seinen Kreuzestod ....

Wie aber soll der sich dieser Gnaden erfreuen dürfen, der die reine Lehre Christi verwirft und sie durch weltliche Sittenlehre zu ersetzen versucht .... Kommt dann die Stunde der Abrechnung, dann wird er bitter bereuen müssen und den großen Fehler einsehen, und nur in Ermangelung jeglicher Kenntnisse könnte ihm die Schuld vergeben werden .... so er aber wissentlich ablehnt, was zu seiner Seligsprechung unerläßlich notwendig ist, kann er auch nimmermehr in den Grad der Vollkommenheit eintreten, der ihm das Eingehen in des Vaters Haus ermöglicht. Und so prüfe ein jeder und bitte zu Gott aus innigstem Herzen um Erleuchtung, wenn die Welt versuchen will, den Glauben an Jesus Christus als Sohn Gottes zu zerstören ....

Der Vater im Himmel hört die Rufenden und läßt ihr Gebet nimmermehr achtlos verhallen .... Er wird die Hilfe liebevoll gewähren und dort den Glauben aufrichten und die Menschen in die Wahrheit leiten, daß ihr Glaube desto stärker werde und sie im göttlichen Heiland den Erlöser der Menschheit erkennen müssen und sich Seine Lehren eindringlich festsetzen in den Herzen der Menschen, um von neuem verbreitet zu werden über die ganze Erde .... Und der göttliche Erlöser wird Seinen Segen dazu geben, gilt es doch, unzählige Seelen auf den rechten Weg zu leiten und ihnen das Himmelreich nahezubringen .... Und die Schar Seiner Anhänger wird Seinen Namen laut und furchtlos verkünden, und der Herr wird sie segnen bis in alle Ewigkeit ....

Amen

BD 0547 empfangen  15.8.1938

Brücke zur geistigen Welt ....
Bedingung dazu ....

Mein liebes Kind, siehe, wie deinem Willen entsprechend sich dir die geistigen Kräfte zuwenden, wie alle Wesen bemüht sind, dir lichtvolle Wahrheiten zu vermitteln .... und wie dadurch eine immer regere Gedankentätigkeit einsetzt .... so wirst du daraus erkennen, daß der Wille alles vermag und du durch diesen Willen immer mehr herübergeleitet wirst in das Reich der Wahrheit, je lebendiger Mein Wort von deinem Herzen aufgenommen wird und je mehr du danach trachtest, es in die Tat umzusetzen.

Vermöge deiner Willenskraft, die Ich vermehren will, wird bald eine Brücke geschlagen sein zur geistigen Welt, auf der du ungehindert das Land der jenseitigen Geister betreten kannst und dir dort eine Fülle von Eindrücken holen darfst, die dich befähigen, allen Widerständen zu trotzen und dich zu versenken zu jeder Zeit in einen reingeistigen Zustand .... daß die Seele sich lösen kann jederzeit und einen hellen Blick tun darf, wenn es nötig ist.

So setze dir dieses Ziel und strebe danach, indem du immer emsiger trachtest, Meine Gebote zu halten .... Liebe zu geben und Leid tragen zu helfen, und versäume nie, dir durch inniges Gebet die Kraft zu erflehen, denn ohne göttliche Hilfe bist du allein zu schwach, und ohne dein Flehen kann dir diese nicht gewährt werden zu solchem gnadenreichen Erleben, denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt, und um zu den letzteren zu gehören, muß dich dein Herz mit aller Innigkeit zu Mir treiben, du mußt Mir zuliebe opfern und immer nur Mich suchen und finden wollen .... denn der Born des Lebens .... des wahren Lebens .... bin Ich allein, und von Mir kommt alle Kraft ....

Wem Ich diese Kraft gebe, der nimmt Mich Selbst auf und wird somit ein wahres Kind seines Vaters sein. Und Ich habe diesen verheißen alle Seligkeit und will diese Seligkeit schon auf Erden den Meinen bereiten, indem Ich ihnen ankündige, wann Ich in ihren Herzen Wohnung nehmen will .... auf daß sie frohlocken und Meiner nicht mehr vergessen können, bis sie der ewigen Seligkeit teilhaftig sind durch die Vereinigung mit Mir auf ewig.

Amen

BD 0548 empfangen  16.8.1938

Mahnung zur Einigkeit ....
Friedfertigkeit ....
Liebe ....

Verstehen lernen sollt ihr euch, die ihr auf Erden miteinander verbunden seid .... ihr sollt euch achten und lieben, ihr sollt die Sorgen miteinander teilen und euch bemühen, volles Verständnis füreinander zu finden, denn ihr seid doch alle Kinder eines Vaters, ihr seid alle ein Teilchen der ewigen Gottheit und somit doch alle gleiche Geschöpfe Seiner Liebe .... Und wenn ihr glaubet, euch überheben zu dürfen über den anderen, so werdet ihr schwerlich Gott wohlgefällig sein, denn es wird dann für euch zum Stein des Anstoßes werden, was zu eurer Vervollkommnung euch in den Weg gelegt wird.

Ihr müsset in ein Verhältnis zueinander treten, das dem Willen Gottes entspricht .... Ihr erntet ja viel mehr Liebe, wo ihr Liebe säet, und es wird sich euch jedes Herz liebend zuwenden, wo ihr diesem Liebe entgegenbringt. So bedeutet es jedesmal für euch Selbstüberwindung, doch was sich für eure Seele an Vorteil bietet, ist unendlich wertvoll. Die Nächstenliebe soll gepflegt werden und nimmermehr vernachlässigt oder gar mißachtet sein, denn eure eigene Kraft wird wachsen in gleichem Maß, wie ihr der Nächsten gedenket.

Darum lasset nicht Unfrieden zwischen euch entstehen, lebet in der Liebe, und trachtet, mit Liebe alles auszugleichen, und gebet selbst keinen Anlaß zur Lieblosigkeit des anderen. Euer ganzes Wesen soll doch pur Liebe werden, so müsset ihr auch selbst darauf bedacht sein, immer nur Liebe zu geben, um desto mehr Liebe empfangen zu können. Und richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet .... Diese wenigen Worte sollt ihr euch immer wieder ins Gedächtnis rufen, wenn ihr Gefahr laufet, ein Urteil zu fällen über eure Mitmenschen ....

Es hat ein jeder seine Fehler und Schwächen, es erkennen auch viele sich selbst nicht und sind daher überheblich anderen gegenüber, doch wer sich in Sanftmut übet, der wird auch solchen Mitmenschen mit der größten Geduld und Friedfertigkeit entgegentreten und das Amt des Richtens dem Herrn überlassen, denn Er allein wird dafür Sorge tragen, daß auch jene Seine Macht erkennen und die letzte Bürde ihres Lebens tragen in tiefster Demut ....

Doch ihr selbst müsset nur in größter Liebe eure Aufgabe erfüllen, die darin besteht, daß ihr euch einet .... alle Mängel des anderen übersehet und nur immer das Bestreben habt, dem Herrn zu dienen, was ihr auch tut, so ihr eine Verbindung herstellt, die allein nur dem Zweck gilt, den Mitmenschen das Reich Gottes zu verkünden .... alle eure Mühe wird von Erfolg sein, so ihr nur immer die wahre Liebe zur Triebkraft macht. Wenn ihr euch bemüht, Liebe zu geben, wird diese auf guten Boden fallen und wieder Liebe erwecken .... doch im Unfrieden kann niemals Liebe gedeihen, desto mehr aber die böse Macht Einfluß gewinnen .... Darum suchet, euch jeder Lieblosigkeit zu enthalten, wollet ihr euch vereinen mit Dem, Der die wahre Liebe Selbst ist ....

Amen

BD 0549 empfangen  17.8.1938

Zubereiten der Seelen von seiten der jenseitigen Kräfte ....

Der Name des Herrn sei gepriesen bis in alle Ewigkeit .... So empfange heut eine Kundgabe, die der Herr wohlweislich in eine Form kleidet, daß sie dir wohlverständlich sei .... Eine besondere Aufgabe der Geistwesen ist das Zubereiten der Seelen für ihre geistige Tätigkeit, und unverdrossen wirken da jene Kräfte, die der Herr zur Lehrtätigkeit im Jenseits bestimmt hat.

Was den Menschen übermittelt werden soll, wird gleichsam vom Herrn Selbst gegeben, denn die Geistwesen führen fortgesetzt nur den göttlichen Willen aus. Sie sind die verbindenden Kräfte vom Jenseits zum Diesseits, und ihre Tätigkeit besteht darin, ununterbrochen den Menschen auf Erden, die dafür besonders empfänglich sind, den Willen Gottes kundzutun. Und das in solcher Weise, daß sie die Gedanken der Menschen beeinflussen, ihnen Geistesgut gleichsam übertragen und ohne Unterlaß einen solchen willigen Menschen anregen, fort und fort zu empfangen ....

Denn es sind unerschöpfliche Gebiete, die dem Erdenkind zu erschließen Aufgabe der jenseitigen Geistwesen ist, der sie aus Liebe zum göttlichen Heiland gern und eifrig nachkommen. In solcher Verbindung suchen sich wieder alle die bemerkbar zu machen, die ein ungestilltes Verlangen tragen, dem Herrn Seelen zuzuführen .... die auch mit den Erdenmenschen in gewisser Form verbunden sind und so eine Art von Verantwortung tragen für die Seelen dieser. Können sich nun solche Geistwesen mit den Menschen verständigen, so ist ein Weg beschritten, der unendlich erfolgreich für die Erdenkinder ist ....

Nur berauben sich die Menschen oft selbst dieser außergewöhnlichen Vergünstigung .... Dort haben dann die Geistwesen einen schweren Stand. Sie möchten geben und finden selten ein Kind, das diese Gaben annimmt und sich auf die Art der Verständigung oder der Kundgaben einstellt .... Immer wird das nüchterne irdische Denken beginnende Werke zerstören, und das geistige Erleben steht den Menschen so fern, daß sie einfach nicht fähig sind, für dieses sich einzusetzen, weil sie es nicht verstehen oder auch nicht verstehen wollen.

Gott ließ eine außergewöhnliche Kraft wirken zu jeder Zeit, und diese Kraft bewirkte, daß einerseits im Menschen ein Hunger fühlbar wurde nach geistiger Nahrung und daß diesem andererseits entsprochen werden konnte durch den Willen des Menschen .... und so war der Wille die Ursache, daß die Brücke geschlagen ward vom Jenseits zur Erde .... daß plötzlich der Mensch nicht nur irdisch zu denken vermochte, sondern ein völlig neues geistiges Erleben ihn auch für ein jenseitiges Wirken empfänglich machte .... Es wird nun zwar immer Aufgabe des einzelnen sein, die Brücke zum Jenseits sooft als möglich zu beschreiten, ist ihm doch dadurch ein Gebiet zugänglich gemacht worden, das außerhalb einer solchen geistigen Verbindung unergründlich ist.

Es verlangt der Mensch zu wissen, und es steht ihm völlig frei, daß sein Verlangen erfüllt werde .... nur wird zuvor geprüft werden, wieweit der wirklich freie Wille bei den Menschen vorherrschend ist. Hat ein Geistwesen die Verbindung hergestellt, so muß es notgedrungen dann tätig sein, um das Verlangen in dem Menschen wachzuhalten .... um die Fragen in ihm aufkommen zu lassen, die zu lösen Aufgabe der Geistwesen ist und die als Belehrungen gelten sollen für alle die, denen geistiges Wissen erstrebenswerter erscheint als irdischer Reichtum und irdische Weisheit.

Wo das Interesse an solchen Fragen wach geworden ist, dort wird auch der geistige Hunger nicht mehr nachlassen .... der Mensch wird versuchen, diesen zu stillen, und sich unsäglich wohl dabei fühlen, denn er empfängt doch schon die himmlische Nahrung, das Brot des Lebens, welches ist der Herr Selbst .... Er wird gesättigt mit einer Speise, von den Engeln Gottes selbst bereitet und zur Labsal gegeben, auf daß der Mensch nicht ermüde in der geistigen Arbeit, die doch das Wichtigste ist auf Erden. Diese Tätigkeit der Geistwesen ist von Gott Selbst angeordnet und wieder ein Liebeswerk an den Erdenkindern.

Unverdrossen suchen die Wesen, einzuwirken auf die Menschen und sich so der Seelen zu bemächtigen, die sie nun bilden nach ihrer weisheitsvollen Erkenntnis .... Sie suchen diesen Seelen eine Aufgabe zu stellen und spornen sie an, diese zu erfüllen, und so tragen sie dazu bei, daß die Seele sich in geistige Regionen erhebt, so daß ihnen die Arbeit an solchen Seelen .... das Beeinflussen der Gedanken .... immer leichter fällt und sogar zuletzt der Zustand erreicht werden kann, daß der Mensch diese Verbindung mit geistigen Kräften als einzig wahren Lebenszweck erkennt und keine Gelegenheit vorübergehen läßt, solche zu pflegen, und so das Wirken dieser Geistwesen im Jenseits von Erfolg gekrönt ist und das Erdenkind völlig umgestaltet ist an Geist und Seele ....

Amen

BD 0550 empfangen  18.8.1938

Zubereiten der Seelen von seiten der jenseitigen Kräfte ....

In der geistigen Welt bedeuten alle Wesen gleich viel .... Es wird keine Seele geringer eingeschätzt, und darum ist auch das Bestreben, diese für die Ewigkeit zu gewinnen, immer das gleiche .... Denn eine jede Seele ist in ihrer Ursubstanz doch ein Teil Gottes und kann daher nimmer entwertet sein. Hat nun eine Verkörperung der Seele auf Erden stattgefunden, so wird im selben Maß auch die Seele teilnehmen wollen an der Wandlung zum Guten, als sich der irdische Körper dieser Aufgabe unterzieht.

Es muß ein gleiches Arbeiten des Körpers und des Geistes einsetzen, auf daß die Seele die höchsten Vorteile durch das Erdenleben erzielt .... und da eine jede Seele vor Gott gleich ist, so werden auch jeder Seele die gleichen Möglichkeiten gegeben, den höchsten Reifezustand zu erreichen .... d.h., es wird nicht eine Seele minder bedacht werden oder ihr ein Betätigungsfeld vorenthalten werden, das ihr zur Reife verhelfen könnte. Und daher wird es sich eine jede Seele selbst zuzuschreiben haben, wenn sie den Reifezustand nicht erreicht, denn es ist dann eigener Wille oder geistige Trägheit, die ihr hinderlich waren auf dem Weg zur Vollendung.

Wo sich eine Seele ernsthaft der Arbeit hingibt, kann sie nimmermehr von Benachteiligung reden .... Sie wird in gleicher Weise bedacht werden wie alle geistigen Wesen .... Die Verkörperung wird ihnen als Gnade gewährt, und so kann auch eine jede Seele in der Zeit der Verkörperung sich ungemein hoch entwickeln, nur steht es ihr frei, wie sie die Zeit nützet für die Ewigkeit. Läßt sie sich hinüberleiten in die Sphären ihrer eigentlichen Bestimmung, so muß sie auch jenen vollkommenen Zustand erreichen, der allen Geistwesen in dieser Sphäre eigen ist ....

Sie wird kaum etwas anderes tun können, als sich in jeder Beziehung zu einem gottähnlichen Wesen zu entwickeln, weil sie in sich das Bewußtsein hat, selbst ein Teilchen der ewigen Gottheit zu sein .... Und einem solchen sich selbst recht erkennenden Gottwesen muß auch die Hilfe der geistigen Wesen in größtmöglichstem Maße geboten werden, und es wird darum auch nimmer erliegen können, wenn auch die Widerstände mitunter groß erscheinen. Denn der Wert der Seele bleibt unverändert bestehen .... Alles, was Gottes ist, bleibt unabänderlich das gleiche, es verliert nicht an Wert und kann somit auch nicht verschiedenartig oder gering bedacht werden, wenn es gilt, die Vollendung zu erzielen.

Nur die Art des Einwirkens auf die Seelen ist verschieden und muß auch verschieden sein, weil eine jede Seele auch eine eigene Auffassung hat von dem Zweck des Erdendaseins. Und solange diese noch nicht die reine Wahrheit erkannt hat, muß sie durch Einwirkung von außen so geleitet werden, daß sie zu erkennen beginnt .... Sie muß zubereitet werden zum Empfang der göttlichen Wahrheiten, und bis dieser Zustand erreicht ist, braucht manche Seele längere Zeit, ja oft weist sie anfangs alles zurück und macht sich dadurch selbst den Weg des Erkennens schwer, und darum hat so mancher Erdenmensch einen schweren innerlichen Kampf durchzufechten, ehe ihm die Erleuchtung wird, daß ein jegliches Wesen doch von Gott bestimmt ist, in den Verband mit Ihm zu treten, und daß dies nur dadurch geschehen kann, wenn es völlig in seiner Aufgabe aufgeht, die ihm vom göttlichen Schöpfer gesetzt wurde ....

Amen

BD 0551 empfangen  21.8.1938

Der Natur gebieten ....
Aneignen der Kraft Gottes ....

Fern von der Welt hörst du die Stimme deines himmlischen Vaters und wirst erkennen, daß dir der wonnigste Friede winkt, wenn du allein mit Ihm bist .... So vernimm: Hat dich Meine Gnade bisher bewahrt vor dem bösen Einfluß der Welt und in dir das Gefühl geweckt, die wahren Freuden anderswo zu suchen als im Weltgetriebe, so wendet sich dein Blick nun erst recht dem einzig wahren Ziel entgegen, und du findest das Glück nun nur noch in dem Verbunden-Sein mit Mir. Und so bereitest du dir dadurch selbst den Himmel schon auf Erden, denn das Verlangen wird dich so weit gefangennehmen, daß dir jede Minute als eine verlorene erscheint, die dir andere Betätigung abnötigt.

Doch wisse, Mein Kind, in einer stillen Stunde empfängst du so viel, daß dein Herz davon zehren wird lange Zeit und du froh und leicht dem Leben begegnen kannst. Denn allzeit hat der Vater im Himmel Seine Gnadenspenden bereit und verteilet sie unter Seine Kinder. Und so findest du gleichzeitig auch die Kraft, alles über dich ergehen zu lassen, und der Himmel segnet dein Wirken .... Und weil Ich will, daß dir auch die Natur gehorchet, so banne diesen Regen augenblicklich durch deinen Willen .... und nimm dazu die Kraft aus innigem Gebet, denn Ich will es also ....

Und bedenke, Mein Kind, daß .... wer immer in Meinem Namen der Natur gebietet .... doch Meinen Willen sich zu eigen macht, und dies ist seine Kraft .... Ich habe alles euch zu geben, wenn ihr nur empfangen wollt .... So beraube dich nicht selbst der Gnade und glaube .... Denn der Glaube festigt deinen Willen und verbindet dich mit der Urkraft alles Seins .... In der Natur siehst du Mein Wirken .... was hindert dich, dieselbe Kraft auch in dir zu suchen, der du doch ein Teil von Mir bist .... Das Bewußtsein, ein Kind Gottes zu sein, muß dich so hoch erheben, daß dir alles untertan sein muß, wenn du deinen Willen dem Meinen unterstellst .... Und so vermag der Mensch eben auch alles, weil er durch Meine Kraft wirket, die in ihn übergeht, wenn er sich innig mit Mir verbindet.

Nur wenn du außerhalb stehst durch zu schwachen Glauben, hat Meine Kraft nicht Eingang bei dir, und dann bangst und zweifelst du und betrübst Mich dadurch, denn Ich will glaubensstarke Kinder Mein eigen nennen. So, wie du nun dir vorstellst, welches Leben dich beherrschet .... wenn du dich ganz in den Gedanken versetzen kannst, daß Meine Kraft und Mein Wille doch allein der Ursprung deines Lebens sind .... wenn du versuchst, dieses dein Leben eben als die gleiche Kraft anzusehen, die in dir selbst sich äußern will .... dann wirst du auch vermögen, dir Meine Kraft zu eigen zu machen, denn dann lässest du diese Kraft, die in dir ist, die schwache Hülle des Widerstands durchbrechen, und sie kann dann aus dir heraus wirken .... so daß du also wirkest durch Mich ....

Liebes Kind, füge dich in Meinen Willen, auf daß Ich dir große Macht geben kann, verharre im Gebet und erflehe deine innere Stärke .... Lasse ein einziges Mal Mich in dir herrschen, und wehre deinem Verlangen nicht, das ja doch nur Mich sucht und nur durch die eigene Schwäche des Willens Mich noch nicht recht gefunden hat. Belebe deinen Geist, indem du fortgesetzt nach Mir trachtest .... und wandle getrost den Weg der Wahrheit weiter .... die Stunde ist nicht mehr fern, da du das rechte Licht erblickst und sehen wirst mit vollem Willen ....

Siehe Mein Kind, es geschehen alle Zeiten Wunder, doch ihr achtet dieser nicht; wenn Ich nun aber heut zu dir komme, dann ist dein Herz gefangen für ewige Zeiten, doch Meinen Willen erfüllen kannst du dann nicht mehr auf Erden. Und so wird dein Sehnen erst erfüllt werden, wenn deine irdische Tätigkeit beendet ist. Doch allen, die für Meinen Namen streiten und um Meines Namens willen leiden, bin Ich so nahe, daß sie es fühlbar spüren werden, doch für die Zeit auf Erden werdet ihr die Kraft schöpfen immer aus Meiner Liebe, und kraft dieser Liebe werdet ihr Mich auch schauen unbewußt .... doch dies gilt eurer Seele, die dann auch ewig bei Mir verharren wird und den Leib beeinflußt, daß er sich Mir hingebe.

Ihr müsset Mich erst lieben mit ganzer Seele, auf daß ihr fähig werdet, Großes zu ertragen um dieser Liebe willen. Und dann könnet ihr nimmer mehr anders, ihr müsset euch Meinen Willen zu eigen machen und unwandelbar in Mir verharren. Und so ihr diesen Grad erreicht habt, dann dürfet ihr Mich auch schauen, und das in Ewigkeit, denn Meine Liebesglut umfasset euch, und ihr werdet verschmelzen mit Mir und pur Liebe werden, und dann erst werdet ihr begreifen lernen, warum euch Erdenkindern Meine übergroße Sorge und Liebe gilt .... denn für die Welt lebet ihr wahrlich nicht ....

Der Geist in euch ist Mein Anteil, um den Ich werbe mit aller Geduld und Liebe .... Diesen zu ewiger Lichtfülle zu geleiten, ist einziger Sinn und Zweck des Lebens. Des Herzens Tönen müsset ihr hören und seinem Klang in euch lauschen und vernehmen, was Gott der Herr mit euch spricht, dann begehret ihr sicherlich nicht vergebens den kostbaren Besitz .... ihr werdet vernehmen das Wort und in Kenntnis gesetzt werden von eurer Aufgabe .... ihr werdet Rat und Hilfe empfangen durch dieses Wort und die ewige Seligkeit erlangen ....

Amen

BD 0552 empfangen  22.8.1938

Innere Stimme ....
Doch niemals Zwang ....
Kind lernt zuerst Willen gebrauchen ....

Alles Tun auf Erden wird gewertet nach dem Liebesgrad, der zur Zeit der Ausführung den Menschen beherrscht. Und der Lohn wird ebenfalls danach bemessen sein. So du nun in dir das Verlangen hast, einem Menschen hilfreich zur Seite zu stehen, und du in diesem Verlangen eine gute Tat vollbringst, nur immer aus Liebe zum Nächsten, so wird sich eine solche Tat gleichsam für die Ewigkeit auswirken, weil ihr eine göttliche Kraft innewohnet, vermöge derer die Seele sich vergeistigt und sich trennt von der Begierde des Körpers. Sie weilt zwar noch in seiner Hülle, ist aber doch dem göttlichen Geist erheblich nähergerückt und kann nun gestärkt werden durch die göttliche Gnade, die überfließt in das liebefähige Herz.

Jeder Liebestätigkeit geht die leise Stimme Gottes voran .... immer wird sie das Menschenkind ermahnen, das zu tun, was seiner Seele förderlich ist. Sobald aber Gegenkräfte einwirken, die das Herz bestimmen wollen, nur das zu tun, was dem Menschen irdischen Nutzen einbringen könnte, dann hat dieser nun einen innerlichen Kampf zu bestehen, und der freie Wille ist genötigt, sich zu äußern .... Und so wird einer jeden Handlung von Gott eine Weisung zum Rechten vorangehen, doch der eigene Wille wird bestimmend sein, und (es = d. Hg.) kann somit der Mensch niemals in einen Zwangs-Zustand versetzt werden, zu tun, was sein Wille nicht gutheißt.

Er lernt darum weit eher seinen Willen gebrauchen, ehe er die göttliche Stimme in sich vernimmt, und wird so eben auch verantwortlich sein für seine Handlungen. Die allererste Entscheidung ist oft ausschlaggebend für die spätere Entwicklung der Seele. Ein Kind, das sich von selbst der Liebe zuwendet, wird nicht Gefahr laufen, sich je zu verrennen, denn die Seele wandte sich aus eigenem Antrieb zum Guten, wurde durch Gnade unterstützt und verlor deshalb nicht leicht die Verbindung mit der guten Geistwelt, die Kraft wird ihr fort und fort gewährt, und sie zeugt wieder neue Werke der Liebe.

Während ein Wesen, daß in sich nur Selbstliebe nährt, für seinen Körper alle Vorteile suchen wird, der Seele aber einen schlimmen Zustand schafft, weil es diese darben läßt und sie ohne göttliche Gnade kaum ihrer eigentlichen Bestimmung bewußt wird und daher ihre Betätigung in Liebe wahrlich sehr gering ist .... wohingegen eine liebende Seele sich nicht genug tun kann, denn der Geist der Liebe wirket in ihr fortdauernd. Jede gute Tat ist unerschöpflicher Gnadenquell .... er führt wieder dem Menschen Kraft zum Wirken in Liebe zu, und es hat darum auch jede gute Tat den Segen in sich, daß sie Liebe erwecket, wo solche noch schlummert und sich so eine einzige Liebestat unendlich beglückend und förderlich für die Seele auswirken kann ....

Amen

BD 0553 empfangen  22.8.1938

Schutz gegen irdische Macht durch Gottes Kraft ....

Den Meinigen verhelfe Ich zu großer Kraft, so sie diese nur erbitten in innerster Demut. Sehet, ihr Meine Kinder, Ich verheiße euch das ewige Leben und werde es euch geben in aller Herrlichkeit .... Und so ihr nun Mir gläubig vertraut, werdet ihr auch nimmer ohne Hilfe gelassen werden dort, wo ihr solche benötigt. Und darum sollt ihr der Welt ein Zeugnis geben, wie weit eure Kraft reicht, wenn ihr eurem Herrn und Heiland vertraut und in Seinem Namen dort Halt gebietet, wo man euch als Meinen Jüngern schaden will .... Ihr habet nicht die geringste Macht aus euch selbst, aber in Meinem Namen werdet ihr alles tun können, mit starkem Glauben und vollem Vertrauen auf Mich, euren Gott, euren Schöpfer und Erlöser ....

Wer die Welt meistern will, der muß vom göttlichen Lehrmeister die Befugnis haben und mit voller Macht ausgerüstet sein .... und wenn Ich euch beides geben will, dann dürfet ihr nimmer zögern, dieses anzunehmen, und ihr werdet Außerordentliches zu wirken imstande sein, wenn es gilt, dadurch das Wort des Herrn zu verbreiten .... und so wird ein jeder von euch, die ihr für Mich und Meinen Namen eintretet, das Recht und die Macht haben, der Welt und ihrem Begehren Trotz und Widerstand zu bieten, so dieses Begehren wider Meine Lehre gerichtet ist.

Die leiseste Zuversicht auf Meine Hilfe macht euch so stark, daß ihr der irdischen Macht Trotz bieten könnt, und ihr werdet nimmer zu fürchten brauchen, von Meiner Liebe verlassen zu sein .... Ich bin in eurer Nähe und werde nicht dulden, daß ihr geschädigt werdet an Seele oder Leib. Nur hat ein jedes von euch die Pflicht, Mir treu zu dienen, ihr müsset nur Mir allein die Ehre geben, und das alle Zeit .... denn niemand kann zweien Herren dienen .... und machet ihr der Welt Zugeständnisse, so wird sich eure Kraft entsprechend verringern, und ihr werdet wankend werden im Glauben und im Vertrauen zu Mir ....

Darum hütet euch davor, euch selbst untreu zu werden .... Und bedenket, daß die Welt alle Mittel anwenden wird, um euch zu Fall zu bringen .... Dann gedenket eures Heilands, Der auch dem Versucher widerstand .... Es hat ein reines Herz nimmermehr zu fürchten, daß der böse Einfluß Macht über dieses gewinnt, wenn es nur in dieser Reinheit verbleibt .... Denn in solchem reinen Herzen wohne Ich Selbst und werde nimmer dulden, daß sich Unberufene anmaßen, Mein Werk zu zerstören .... Aus solchen Herzen spricht Mein Geist .... Meine Liebe diktiert diese Worte .... Und Meine willigen Kinder nehmen die Worte an und machen sich diese zu eigen. So nun wider dieses Wort gekämpft wird, wird gegen Mich Selbst gekämpft .... Wie sollte Ich nun in dem Kampf unterliegen, wo Mir doch alles untertan ist von Ewigkeit ....

Und so rufe Ich der Welt zu: Lasset die Meinen unangetastet, denn was ihr diesen zufügen wollt, fällt nur auf euch selbst zurück .... Ihr selbst werdet alles das erdulden müssen, was ihr den Meinen antun wollt .... ihr werdet leiden müssen, wollet ihr die Meinen leiden lassen .... Denn weil Ich diesen die Macht gebe, werden sie auch diese ausüben wider euch, und ihr werdet dann erkennen müssen, unter welchem Schutz die Meinen stehen .... Denn Ich werde sie allzeit bewahren vor irdischer Macht, und nur Mein Wille wird über sie gebieten können, nicht aber der Wille derer, die Meinem Namen zuwiderhandeln und der Menschheit die segensvollste Lehre nehmen wollen .... Solche aber werden gar bald entlarvt werden und den Lohn ihres schändlichen Treibens schon auf Erden ernten.

So soll ein jeder die Macht, mit der Ich ihn bedenke, nützen in bester Art .... Weise bedacht, wird sie zum Segen werden den Gläubigen .... den Ungläubigen aber ein Zeichen sein der ewigen Herrlichkeit .... sie wird ein Mahn- und Warnungszeichen sein den Irrenden und ein willkommener Schutz denen, die im Herrn leben, Ihn lieben und Ihm dienen .... denn diese schützet der Herr, solange sie auf Erden weilen, auf daß sie ihre Aufgabe erfüllen können und nimmer zu fürchten brauchen irdische Macht ....

Amen

BD 0554 empfangen  23.8.1938

Übergang in geistige Welt ....
Wollen ....
Geisteskräfte ....

Wenn sich in der Seele das Verlangen einstellt, nur allein dem Herrn des Himmels und der Erde zu dienen, dann setzen sich alle guten Geistwesen dafür ein, unterstützen und fördern eine solche Seele, um sie alsbald in den Zustand zu versetzen, wo sich die Seele mit dem Geist vereinigt. Unter gewissen Bedingungen wird sich die Seele mehr und mehr dem Geistigen zuwenden, und dies geschieht dann in hohem Maße, wenn sich ihr keine Hindernisse in den Weg stellen, die entstehen durch das mehr weltliche Verlangen des Körpers.

Je ferner die Welt den Sinnen entrückt ist, desto ungehinderter kann die Seele ihrer Tätigkeit nachgehen, und nur in solch reingeistiger Arbeit wird sie ihre Befriedigung finden. Nicht aber werden Menschen diesen Zustand erreichen können, die sich von der Welt, von der Materie, nicht zu trennen vermögen, denn solchen Menschen fehlt der innere Drang, und dieser ist unerläßlich zur Förderung der geistigen Tätigkeit. Wo immer sich die Gelegenheit bietet, den Welt-Sorgen zu entfliehen, und an ihre Stelle die Sorge für die Seele tritt, wird ein Erfolg erzielt werden, der unendlich wertvoller ist als der Nutzen, den irdische Tätigkeit je einem Menschen bringen kann.

Nicht viele sind es, die sich so voll und ganz abwenden können von weltlichen Pflichten, Sorgen und weltlichen Freuden .... doch diese wenigen sind unsagbar reich zu nennen, sind sie doch im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten .... und können diese nutzbringend für die Ewigkeit verwerten. Hat aber der Mensch erst einmal den Übergang in die geistige Welt gefunden, so erscheint ihm die irdische Welt nicht mehr begehrenswert .... er durchwandelt das Erdental wohl bis zu seinem Lebensende, doch ohne ihm noch irgendwelchen Reiz abzugewinnen, der seinem Seelenleben schädlich sein könnte.

Nur im Hinblick auf die Ewigkeit, im Erkennen des göttlichen Schöpfers und Seiner Werke, betrachtet er die Erde und alle Schöpfungen mit geistigen Augen, und dieses bringt ihm nur Nutzen für seine Seele .... denn es steigert die Liebe zum Vater alles Seins .... es erweckt unbegrenzte Ehrfurcht und bedingungsloses Unterwerfen unter den göttlichen Willen .... Und so bringt sich die Seele dem himmlischen Vater selbst dar, indem sie sich völlig Ihm unterordnet und im Willen, zu Gott zu gelangen, die Vereinigung mit dem göttlichen Geist anstrebt.

In kurzer Zeit wird ihr dies auch gelingen, weil immer der Wille ausschlaggebend ist, und so wird immer der Wille eines Menschenkindes allein bewertet und diesem auch höchstmöglichst entsprochen werden .... und je tiefer und inniger das Verlangen ist, desto sicherer wird auch das Verlangen erfüllt werden .... Denn alles, was ihr wollt, werdet ihr empfangen, so ihr darum nur von Herzen bittet .... So bereitet sich der Mensch selbst den Zustand, in dem er sich befindet .... Denn es wird ihm immer das zuteil, was er im innersten Herzen anstrebt und er wird darum auch keinem anderen als sich selbst die Schuld beimessen können, wenn seine Lage eine ihn nicht befriedigende ist.

Hat er es doch völlig in der Hand, sich selbst zu gestalten, und (es = d. Hg.) wird ihm immer die Geisteskraft helfend sich nähern, die er durch seinen Willen heranzieht .... die gute oder die böse .... Wo sich aber der Mensch von der Liebe leiten läßt, dort wird keineswegs ein Wandeln auf Irrwegen zu fürchten sein, sondern jegliche Handlung wird ein Trennen der Seele vom Körper, d.h. von leiblichen Begierden, zur Folge haben, und der Vereinigung der Seele mit ihrem Geist steht nichts im Wege. Die Liebe Gottes ist unendlich und sucht auch überall dort einzugreifen, wo die Seele noch in Blindheit wandelt, und wenn dann nur der Mensch sich willig der leisen Führung überläßt, dann wird ihm volles Licht werden auf Erden ....

Amen

BD 0555 empfangen  26.8.1938

Schicksal ....
Freier Wille ....

Wer von den Menschen sich widersetzet, das Wort Gottes zu vernehmen, wird in langer Dunkelheit des Geistes verbleiben, denn als Ich solches den Menschen auf der Erde predigte, erhielten sie das Licht aus den Himmeln. Nun aber ist die Zeit um vieles ärger geworden .... es ist fast kein Mensch auf Erden, dem nicht die wahre Lehre geboten wird, und doch verschließen die meisten Herz und Ohr dieser Lehre und wissen nur von ungehemmtem Lebensgenuß zu reden. Und es bleibt ihnen deshalb Meine Lehre so fern und so unverständlich, weil der geringste Hinweis auf Einschränkung ihres Lebensgenusses sie unwillig macht und sie gar zu gern deshalb alles ablehnen und verneinen möchten.

Nun hat aber auch die göttliche Macht ihre Mittel, denn sie verfolgt immer nur den gleichen Zweck und will daher kein Erdenkind seinem von ihm gewählten Schicksal überlassen. Das nennen nun die Menschen zwar Zwangsmaßnahmen, die dem ihnen zusagenden Verlangen völlig entgegenwirken, und sie erkennen somit den freien Willen nicht rückhaltlos an .... Sie müssen aber doch bedenken, wieweit sie sich selbst alles das zuzuschreiben haben, was sie nun als Zwang empfinden, und wie leicht sie diesem auch entgehen können bei nur einigermaßen gutem Willen.

Sie könnten immer im gleichen Verhältnis eines Kindes zum Vater bleiben, der ihnen doch auch nur alle Annehmlichkeiten bereiten möchte und dessen Härte sie nie zu spüren bekämen, solange sie sich innig an den Vater anschließen möchten und innige Liebe beide verbindet. So auch waltet der himmlische Vater und hält Seinen Ihn liebenden und alles Unrecht verabscheuenden Kindern alles Üble, sie Bedrückende und Quälende fern und wendet jene Mittel nur dann an, wenn dieses Verhältnis einen Stoß erlitten hat und nunmehr das Erdenkind zuwiderhandelt gegen die Anordnungen des Vaters, Der dieses doch liebt und ihm alles zuwenden möchte, was des Kindes Herz erfreut.

Die Segnungen des Glaubens und der Liebe stehen einem jeden Kinde zu .... wenn sie diese nicht annehmen, ja sogar offensichtlich dagegenhandeln und sie mißachten, so muß als Gegenmaßnahme alles das über den Erdenmenschen kommen, was dann als Zwang empfunden wird .... Dann glaubt der Mensch, völlig unfrei in die Schöpfung gestellt worden zu sein .... und hat alles nur sich selbst zuzuschreiben und seinem verhärteten Herzen. Und so fallen gerade diese Menschen am ehesten in Versuchung, sich selbst der Verantwortung zu entheben, immer mit der guten Entschuldigung, gezwungen alles ausführen zu müssen, was aber immer nur die Auswirkungen ihres vorherigen falschen Handelns sind.

Jedem Menschen ist die Möglichkeit gegeben, sich frei auch einen anderen Weg zu wählen, als er es getan hat oder tut .... wer hindert ihn daran .... Doch er hat, eben weil er es für gut hielt, gerade diesen Weg eingeschlagen, und so wird auch die Auswirkung seines Handelns immer so sein, wie es des Menschen Wunsch und Wille war .... Hat er es dann eingesehen, daß der Erfolg ein anderer ist, als er es wollte, so möchte er nun die Schuld seines vermeintlichen Fehlschlages einer anderen Macht zuschieben, um nur nicht selbst sich als Urheber dieses erkennen zu müssen. Wer sich bemüht, in sich selbst den Ausgangspunkt alles Geschehens, das ihn betrifft, zu suchen, der wird sehr bald eine andere Meinung bekommen über das „Schicksal“.

Es sind zwar dem Menschen die Wege vorgezeichnet, die er zu gehen hat, doch wird ihm selbst alles Handeln frei überlassen, so daß ein jeder in jeder Lebenslage für sich resp. seine Seele die rechte Nahrung holen kann, die deren geistigen Aufschwung sichert. Und so wird kein Ereignis im Leben irgendwie hinderlich für die Seele sich gestalten müssen .... sondern immer wird der Mensch dazu beitragen, ob ein jedes Geschehnis von günstigem oder ungünstigem Einfluß auf die Seele ist .... und somit kann nimmermehr der Mensch den Reifegrad seiner Seele abhängig machen wollen von der ihm zugewiesenen Lebenslage, die an sich nicht im geringsten ausschlaggebend ist für das, was der Mensch im innersten Herzen denkt .... fühlt .... und will ....

Nur das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen bringt das Reifen der Seele zustande, alle Verhältnisse aber, die ihn umgeben, sind nur angetan, das Denken, Fühlen und Wollen zur höchsten Entfaltung zu bringen, auf daß der Mensch sich eben frei entscheiden kann .... Nicht aber, daß der Mensch gezwungen wäre, anders zu handeln, als es sein Wille ihm vorschreibt. Solches kann wohl Anwendung finden bei rein irdischer Tätigkeit, niemals aber bezogen werden auf das Innenleben, das sich ein jeder Mensch bilden kann nach eigenem Belieben. Nur daß er selbst auch dann die Folgen tragen muß, wenn sein Denken, Fühlen und Wollen gegen die göttliche Ordnung verstößt. Denn dazu gab Gott den Menschen den Verstand, daß sie erkennen können .... und immer wieder Hinweise dort, wo sich das Erdenkind zu verirren droht ....

Amen

BD 0556 empfangen  26.8.1938

Licht ....
Wiedergeburt des Geistes ....

Belebe deinen Geist mit den Gedanken an deinen Herrn und Heiland, und nimmer wird dir bangen brauchen vor einer Notlage der Seele. Es sind immer die gleichen Gedanken, denen du Raum gibst, und doch braucht nur dein Herz zu Ihm verlangen, und jede Gefahr ist für dich vorüber. So sollten alle Menschen nur ihren Heiland und göttlichen Erlöser suchen, und nimmer würde ihnen Gewalt angetan werden von Mächten der Finsternis. Denn dies allein schützt eine jede Seele .... Wer nach oben verlangt, wird nicht von der Tiefe verschlungen werden .... nur immer höher wird sein Flug gehen, und das geistige Licht wird ihn bewahren, daß es um seine Seele je wieder dunkel werden könnte.

Und so sind die wahren Jünger Jesu bestimmt, im Licht zu wandeln schon auf Erden, das Licht zu verkünden in Seinem Auftrage und so helles, strahlendes Licht um sich zu verbreiten und leuchten zu lassen denen, die dem Lichtstrahl nachgehen, das seinen Schein warf auf dunklem Wege .... Die Helligkeit wird einer jeden Seele wohltun, und unaufhörlich badet sie sich im Licht der geistigen Wahrheit .... Und dieses Licht wird den schlummernden Geist zum Leben erwecken .... wie ein neuer Tag anbricht, so wird im Herzen auch ein neues Denken wach werden.

Die Finsternis der Seele ist durchbrochen von strahlender Helligkeit, und jedes Flämmchen der Liebe entzündet sich im Herzen und bringt eine ungeahnte Kraft zutage .... Alles, was im Menschen lebt, beteiligt sich an der Neugeburt des Geistes .... Ein unaussprechlicher Drang nach geistigen Gaben macht das Herz unruhig, und es findet nur Frieden in der Gewährung dieses Verlangens nach geistiger Speise .... Es drängt die Seele unaufhörlich zum Gottesgeist, und so sie völlig zum Träger dieses Gottesgeistes geworden ist, erlebt der Mensch die geistige Wiedergeburt, und all sein Wollen und Trachten gilt nur noch seiner Vollendung, und er wird eingeführt werden in alle Weisheiten und erleuchtet sein vom ewigen Licht, welches ist Gott Selbst ....

Umgeben von dichtester Finsternis wird es doch um ihn licht und hell sein, und wer von ihm belehret, wird gleichfalls erleuchtet sein, weil es Gottes Wille ist, daß das Licht strahlet weit im Umkreis, und so auch hat der Herr es weislich gefüget, daß Sein Reich erschlossen ist allen, die in diesem Licht wandeln .... Es bleiben wohl zahllose Seelen auf der Erde haften, und immer ist die Schuld darin zu suchen, daß ihnen des Himmels Leuchte versagt war aus dem einfachen Grunde, weil das Licht der Seele nicht dort leuchten konnte, wo man nur rein weltlichen Freuden huldigt und für geistiges Licht nicht das geringste Verständnis hat .... und eine völlige Dunkelheit muß solche Seelen umfangen, die das Licht eher scheuen als suchen ....

Und wenngleich ihre Tätigkeit auf Erden eine äußerst rege ist, so wird diese doch dem Geist wenig förderlich sein, weil keinerlei geistige Nahrung die Seele instand setzen kann, dem Geist als Aufenthaltsort zu dienen, und somit der Gedankengang des Erdenkindes unter solchen Umständen ein rein weltlicher ist .... und einem solchen Wesen selten das Licht aus den Himmeln gegeben werden kann, weil es sich in geistiger Dunkelheit wohler fühlt, also gleichsam alles meidet, was zur Aufhellung der Seele beitragen könnte, und darum auch alles Tun und Handeln ein Tappen in geistiger Dunkelheit bleibt.

Erst wenn ein in der Erkenntnis vorgedrungener Mensch sich bemüht, solche irrende Seelen auf den Segen des Lichtes aufmerksam zu machen, wird es langsam etwas heller um diese, und sie spüren die wohltuende Wirkung eines solchen Gnadenlichtes, doch ehe solche Menschen zur geistigen Wiedergeburt gelangen, ist noch ein endlos langer Weg zu gehen, den diese schwerlich auf Erden finden und daher auch schwerlich die Wiedergeburt des Geistes im Erdenleben erreichen können. Doch die wenigen, die dieses Ziel als erstes im Leben setzen, werden tausendfach gesegnet sein, denn ihrer ist das Himmelreich mit all seiner Herrlichkeit ....

Amen

BD 0557 empfangen  27.8.1938

Trost ....
Indirekte Hilfe der Geistwesen in Verlassenheit der Seele ....

Siehe, Ich bin bei euch alle Tage .... und den Meinen stehe Ich nahe und gebe ihnen Kraft .... Ein unendlich beruhigender Gedanke ist es, sich vom Herrn der Schöpfung beschützt zu wissen, und es werden darum auch die Menschen ihren Lebensweg in Frieden zu Ende gehen können, die im Herrn ihren Freund und Beschützer und ihren Vater sehen. Werdet wie die Kinder und vertrauet euch dem Vater an! .... Er höret euer Gebet und stehet euch bei in euren Nöten, denn Sein Wille ist es, daß ihr bewahret werdet vor Herzeleid und ohne solches zu Ihm findet.

Jede Seele empfängt durch die Gnade Gottes so wunderbare Beweise Seiner Liebe und wird des öfteren sich dieser Liebesbeweise erfreuen dürfen, je mehr sie sich Ihm zuwendet. Um so begreiflicher ist es, daß sich die rechte Verbindung mit dem Herrn dann ergibt, wenn Seine Liebe das Menschenkind umfaßt und sich dieses so äußert, daß Er Kraft verheißet auf Erden, der göttlichen Kraft gleich. Ihr werdet erkennen, daß ein unsichtbarer Zusammenschluß des Geistes mit der Seele stattfindet, so ihr dieser Kraft in euch inne werdet, denn Gott läßt dort diese außerordentliche Gnade zu, wo der eigene Wille die Vollkommenheit anstrebt und wo ein fortgesetztes Arbeiten an der Seele diese in den Zustand versetzt, daß der Geist sich vereinen kann mit der Seele und sonach aller Zwang der Materie von dieser abfällt.

Es ist ein Kampf ohnegleichen, den ein Erdenkind ausfechten muß, will die Seele die Ketten der Materie von sich abschütteln .... ohne die Gnade Gottes wäre solches unmöglich, denn die Kraft des Menschen reicht bei weitem nicht aus, doch jeder Seele sind eben ungeheure Mittel geboten worden durch die Liebe des Herrn .... Jeder verlangende Gedanke bewirkt, daß diese Mittel der Seele zugewendet werden, und somit wieder ist der Weg ein leichter, wenn die Gnade Gottes erfleht wird .... doch achten die Menschen des Gebetes nicht, so werden sie in ihrem etwaigen Bemühen, zur Höhe zu gelangen, sehr bald nachlässig werden .... sie erreichen nichts durch eigene Kraft, werden müde und lassen bald ganz ab von ihrem Vorhaben.

Doch die Seele bangt und fürchtet diese Trägheit und leidet unsäglich, wenn der Wille des Menschen nachläßt. Aus der geistigen Welt aber kann ihm auch wenig Hilfe kommen, denn ihre Bewohner harren gleichfalls auf den Bittruf, ehe sie eingreifen dürfen .... In solcher Verlassenheit wird sich die Seele oft genötigt fühlen, einen offenkundigen Treubruch am Körper zu begehen. Sie wird diesen in die schwersten innerlichen Konflikte kommen lassen und ihm geistige Depressionen nicht ersparen können, so daß der Körper trotz Wohlleben und Erfüllen irdischer Begehren keine Ruhe findet und in wahrer Selbstzermürbung die Tage verbringt, und dieses Einwirken der Seele auf den Körper kann mitunter diesen bestimmen, von weltlichem Verlangen abzulassen und die Gedanken dem geistigen Leben zuzuwenden ....

Ließen die Menschen solche inneren Warnungen, Mißstimmungen und qualvolle Selbstvorwürfe nicht unbeachtet vorübergehen, so würden sie oft viel eher zur Einsicht gelangen, und die Seele würde es ihnen danken. Nur in der ständigen Drangsalierung des Körpers findet die Seele Unterstützung von seiten liebender Geistwesen, so diese nicht direkt um Hilfe angerufen werden. Jeder Fehlschlag, jedes Ärgernis und jedes unerquickliche Geschehnis ist gleichsam eine Hilfeleistung von drüben, um die Seele zu unterstützen, den Körper gefügig zu machen, so daß sich Seele und Körper gemeinsam der Arbeit an sich selbst hingeben.

Und wiederum ist ein solches gemeinsames Arbeiten unerläßlich, soll die Seele den Reifegrad erreichen, den göttlichen Geist in sich bergen zu können. Denn wo der Körper nicht den gleichen Weg geht, ist die Materie ein unüberwindliches Hindernis zur Einigung der Seele mit dem Gottesgeist. Jede Arbeit der Seele muß vom Körper zugleich ausgeführt werden, es muß ein volles Einverständnis herrschen von Körper und Seele .... und ohne Widerstand muß der Körper ausführen, was der Seele allein dienlich ist ....

Amen

BD 0558 empfangen  27.8.1938

Anteilnahme der jenseitigen Welt an den Schriften ....

Ihr alle werdet nicht erreichen jenen Zustand, der euch Helligkeit des Geistes bringt. Ihr müsset noch sehr ringen wider die Macht des Bösen, die euch noch gefangenhält und euch so lenket, daß ihr euch noch wehret gegen das Licht der Wahrheit .... Versuchet, in euren Herzen alle Liebe zu erwecken, so wird sich auch euer Denken vergeistigen .... ihr werdet nur noch körperlich auf Erden wandeln, im Geist aber vorauseilen dem wahren Leben entgegen .... So ihr aber noch der Erde Treiben betrachtet mit regem Interesse, hat die Seele keinen Anteil am geistigen Erleben. Und ohne dieses schreitet sie nicht fort auf dem Wege der Erkenntnis ....

(Vorangegangen eine Debatte in der Familie)

Und nun vernimm: Weißt du wohl, wer deine Worte lenkte auf ein Gebiet, das Anlaß gab zu solchen Reden? .... Du warst umgeben von gar vielen Geistwesen, deren Wissensdrang deine Nähe suchte. Es war wieder ein Tag unvergleichlichen Segens für deine Umgebung. Noch sind diese Wesen unwissend, und (es = d. Hg.) ist ihr Verlangen, gleich dir, zu schöpfen aus dem von Gott liebevoll gewährten Gnadenquell .... aufzunehmen Sein geheiligtes Wort. Jede Zeile birgt unendlichen Wert für alle diese Suchenden, und (es = d. Hg.) kann deine Arbeit so außerordentlich segenbringend sein, wenn du sie diesen Wesen zur Kenntnis gibst.

Und für dieses dein Entgegenkommen danken dir alle jenseitigen Freunde ganz besonders und schützen wiederum deine Arbeit vor unberufenen Mächten. Doch einer jeden Seele Bedauern ist es, daß auf Erden nicht die gleiche Freude herrscht über die Schriften, die doch ein reines Gotteswerk sind und voller Kraft und Glaubensstärke wirken müßten auf einen jeden, der nur davon Kenntnis nimmt. So wie der Herr ständig austeilt einem jeden, der da bittet, so sollte auch ständig Seine Gabe dankend angenommen werden und findet doch so wenig Widerhall in den Herzen der Erdenkinder.

Jedes einzelne Thema berührt das unerschöpfliche Problem der Liebe und der Weisheit Gottes .... Sowie sich diese äußert durch Sein Wort, wird das Problem gelöst, und zwar leicht faßlich für alle Menschen .... Nichts ist da, was nicht zu begreifen wäre, und so kann eindringen in solche Weisheit, wer nur immer den Willen dazu hat .... Irgendwelche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, um diese Weisheit verstehen zu können. Wenn aber ohne Prüfung ein solches Werk abgetan wird, so fehlt der gute Wille .... das Unerläßlichste, um das Wort Gottes entgegennehmen zu können. Und dieserhalb belehrt der Herr eben nur die, die guten Willens sind ....

Und Sein Werk findet lebhafte Anteilnahme im Jenseits, wo sich eine Schar ständig um dich sammelt .... gilt es doch, von den Belehrungen soviel als möglich als Geistesgut annehmen zu können, um sich selbst soweit als möglich zu bilden durch göttliche Weisheiten. Solche annahmewilligen Freunde sind zahlreich stets in deiner Nähe, und die Gelegenheit brachte es mit sich, daß dieses Thema zur Sprache kommen mußte, um auch im Jenseits den Verstockten oder ganz Unwissenden heilsame Belehrung zu geben, die sie der Erkenntnis näherführen soll.

Es entspricht einer ganz falschen Denkart, nicht auf das Eigentliche einzugehen, sondern ungeprüft alles abweisen zu wollen, doch wenden sich deshalb die jenseitigen Wesen an dich mit dem Bemerken, daß doch nimmermehr die Wahrheit dort Eingang finden wird, wo das Verlangen danach nicht vorhanden ist. Grübeln und Forschen ist zwar vergeblich, ist beides nicht mit tiefer Liebe zum Herrn verbunden .... doch die Wahrheit gar nicht zu suchen, kann noch viel weniger zur Erkenntnis führen. Es wird daraus notgedrungen eine gewisse seelische Leere entstehen .... es wird der Mensch immer nur beachten, was in der Welt geschieht, aber für reingeistige Vorkommnisse wenig Verständnis haben.

Und jede weitere Tätigkeit auf diesem Gebiet wird von Nutzen sein immer nur in erster Linie für dich selbst und für die dich umgebenden Geistwesen, die dieser Erklärungen noch genau so bedürfen im Jenseits. Allen diesen gib deine Zeit, sooft du kannst, denn ihre Begierde nach geistigen Wahrheiten ist groß, und sie geben dir gleichzeitig viel Anregungen und lenken dich, auf daß du diesen willig folgst .... Doch auch die Deinen vergessen sie nicht .... was du ihnen heut tust durch deinen Willen, ihnen zu helfen, wird an deinen Lieben dereinst vergolten werden, denn die Liebe wirket im Jenseits mit verstärkten Kräften.

Amen

BD 0559 empfangen  28.8.1938

Empfangen ohne Störung ....

Der inneren Stimme mußt du gehorchen und somit annehmen, was dir geboten wird. Es hat einer langen Zeit bedurft, ehe die Worte dir hörbar wurden, was immer geschieht, wenn sich die Materie zu sehr entgegenstellt dem geistigen Streben. Und dies war eben der Fall durch die Speise, die dem Körper noch nicht die volle Ruhe gestattet und somit auch hindernd auf das geistige Erleben wirkte. Eine volle Ruhe muß erst eintreten, um das Empfangen der geistigen Gaben ohne Störung zu gewährleisten.

Eine jede materielle Substanz ist Gegensatz zur geistigen Sphäre, und so kann auch ein ungehindertes Aufnehmen von Geistesgut nur dann stattfinden, wenn jegliche Körperschwere abfällt und sich der Geist nur allein mit Geistigem befassen kann und will. Sobald nun eine gewisse Ruhe eingetreten ist und der Körper völlig ausgeschaltet werden kann, ist auch das Aufnehmen bedeutend leichter und deshalb wirst du so lange mit Widerständen und schweren Aufnahmen zu rechnen haben, als wie du dem Körper mit seinen Bedürfnissen noch zu sehr Beachtung schenkst.

Kannst du alles derartige hintenanstellen und dich sofort in den Aufnahmezustand versetzen, so wird bald auch jede Belastung des Körpers schwinden, du wirst unempfindlich werden gegen körperliche Hemmungen und Beschwerden, und du wirst für die Zeitdauer der Aufnahme völlig losgelöst sein von der Materie. Suche diesen Zustand zu erreichen, indem du dich mit vollem Willen nur allein der geistigen Kraft hingibst, ohne auf die Umgebung oder den dich hindernden Körper zu achten, so wird dieses Streben von großem Erfolg gekrönt sein und deine Arbeit nur immer vollkommener werden.

Jesus gab Seinen Jüngern auf dem Ölberg eine überaus wertvolle Lehre und versuchte, auch ihnen den Begriff klarzumachen von ungehindertem Eindringen der Gotteskraft in den gläubigen, sich von aller Welt zurückziehenden Erdenmenschen. Und es geschah, während Er sprach, daß alle die Kraft an sich selbst verspürten und so Ihm geistig folgen konnten ohne ihr eigentliches Zutun. Diese Kraft wird auch in dich übergehen, so du nur im vollen Glauben diese Kraft erwartest und sie anzunehmen begehrst. Und so wende dich heut den Wahrheiten zu, die im Auftrag des Herrn dir zugehen sollen:

Jede Seele hat in sich den Drang zur ewigen Gottheit, doch ist sie durch den Körper behindert, diesem Drang nachzukommen. Ein ewiges Gesetz bestimmt die Seele zur gleichen Tätigkeit des ihr zugewiesenen Körpers, und diesem Gesetz muß so lange entsprochen werden, bis der Körper, als bloß Materie, sich wieder von der Seele trennt, d.h., bis die Seele frei wird von der irdischen Hülle. Jede Seele sucht sich für die Erdenzeit aber selbst den Körper aus, in dem sie die ihr nötige Reife am besten erlangen kann .... denn in jeder Seele schlummern die Triebe so vieler ungeläuterten Naturgeister, die sich nach Jahrtausenden endlich zu einem Geistwesen vereinigt haben, um in der menschlichen Umhüllung ihre letzte Vollendung anzustreben.

Wie jene Naturgeister aber zuvor in der Schöpfung tätig waren, so werden sie auch im menschlichen Körper einer ähnlichen Bestimmung nachkommen müssen .... es werden immer in gleichem Abstand gewisse Merkmale auftreten, die aus dem Vorleben der Seele ihre Erklärung finden. Und so wird sich der Leib oft diesen vorherigen Zuständen anpassen müssen, weshalb dann oft von einer Vererbung die Rede ist. Je vielseitiger der Mensch als solcher ist, desto mehr verschiedenartige Seelen-Partikelchen hat seine Seele aufzuweisen und desto schwerer wird auch der Kampf sein, den eine solche Seele im Erdenleben zu bestehen hat, denn der Körper geht in ein jedes Verlangen der Seele ein und (es = d. Hg.) muß nun sowohl Seele als (auch = d. Hg.) Leib während der Erdenzeit im Zusammenwirken Herr zu werden versuchen über alle diese Eigenheiten, die dem Menschen also innewohnen ....

Und so hat sich immer der Mensch zu vergegenwärtigen, in welchem Verhältnis der Körper zur Seele steht .... wie die Tätigkeit des Körpers immer nur der Seele zur Erlösung dienen soll, auf daß eine solche erlöste Seele zur Gottheit zurückfindet. Wie aber andererseits die Seele maßlose Qualen leidet, wenn sie durch den Widerstand des Körpers und dessen weltliche Begehren von ihrer wahren Bestimmung zurückgehalten wird und die dunkle Hülle um diese immer dichter und dichter wird .... Alle Anstrengungen einer solchen Seele, die sie belastende Hülle zu durchbrechen, sind vergeblich, so ihr nicht der Körper behilflich ist, denn der Körper allein schafft oder beseitigt die Hindernisse, von denen die Seele umgeben ist.

Und in dieser Erkenntnis muß der Mensch gleichfort bestrebt bleiben, seiner Seele zu dienen unentwegt, d.h., sie mit aller Kraft zu unterstützen, ihrer Fesseln ledig zu werden, und so muß der Körper immer dort sich selbst besiegen, wo die Eigenart der Seele besonders stark zu spüren ist .... denn gerade solche zu bekämpfen, hat der Körper die größte Macht, ist doch die Beschaffenheit des Körpers gerade so der Seele zugeteilt worden, wie es vonnöten ist für diese ....

Amen

BD 0560 empfangen  28.8.1938

Warnung vor weltlichen Freuden ....

Siehe, Mein Kind, fern von der Welt nur könnt ihr Mich finden .... Nie werde Ich dort weilen, wo die Menschen ihren irdischen Freuden nachgehen, und diese werden immer wie eine Wand stehen zwischen Mir und den Erdenkindern. Alle Darbietungen der Welt können euch nicht das ersetzen, was Ich euch geben kann, und so ihr nicht wollt völlig Abstand nehmen von diesen, bleibet ihr Mir fern in eurem Herzen. Und so beraubet ihr euch selbst des Kostbarsten, denn ihr laßt euch verlocken und fallet zu leicht in die Schlingen der Welt, die doch nicht Mein wahres Leben ist und sein kann .... Und siehe, in solcher Gefahr bist du .... eine jede Probe mußt du bestehen, denn Ich sende sie dir, um dich zu prüfen ....

Die Welt bietet dir nicht viel, es sind nur scheinbare Freuden, die keinen Bestand haben, doch was du hingibst, ist weit mehr .... Und so mahne Ich dich ernstlich, dich nicht betören zu lassen von solchen Lockungen der Welt, willst du in Meiner Liebe verbleiben .... und dich desto emsiger deiner Arbeit hinzugeben .... So wird dir auch die Kraft zur Selbstüberwindung gegeben werden, wenn nur der volle Wille solche anstrebt. Des Himmels Segen und Meine Liebe sollst du nicht aufgeben um irdischer Freuden willen, denn nimmermehr können diese dir Ersatz bieten für die Gaben von oben. Und so bedenke, Mein Kind, daß dich auch heut nur Meine Liebe mahnet, und suche, dieser wert zu werden und zu bleiben ....

Amen

BD 0561 empfangen  29.8.1938

Versuche der Welt gegen den Glauben ....
Geistiges Schauen ....
Voraussage ....

So beweise deinen Willen, indem du offen bekennst, ein Vertreter Meines Namens auf Erden zu sein, und so will Ich dich führen durch alles Ungemach hindurch, denn das Elend der Welt ist unsagbar groß .... und um die wenigen zu retten, die Meinen Namen anerkennen wollen, sende Ich Meine Diener und Boten aus .... und so ihrer recht viele sind, wird auch die Ernte groß sein auf Erden.

In der Zurechtweisung dieser Meiner Diener auf Erden erkennet ihr auch Meine Liebe zu diesen .... Immer wenn sie wankend zu werden drohen, belebe Ich ihren Geist und fördere so fortgesetzt ihre Tätigkeit, denn nichts ist dem Geist unzuträglicher als ein müdes Versinken in Trägheit. So wolle auch du ein treuer Diener deines Herrn sein und vor nichts zurückschrecken, dann wird auch deine Kraft wachsen und dich fähig machen, Unglaublich-Scheinendes zu leisten ....

Die Welt versucht immer und immer wieder, in den Staub zu treten alle Meine Lehren, und immer mehr Anhänger findet sie unter den Menschen, weil selbige gar sehr weit entfernt sind vom wahren Glauben .... vom Glauben an ihren Erlöser und an die Liebe und Allmacht eines ewigen Gottes. Es ist ihnen dies alles ein Nichts geworden .... eine Sage .... fern von aller Wahrscheinlichkeit, und so auch beurteilen sie das Erlösungswerk nur mehr als Legende und erkennen nicht den furchtbaren Mangel und Rückstand, der aus solchem glaubenslosen Urteil spricht .... Welchen Wert hat ihr Leben, und welchem leidensvollen Jenseits gehen diese Menschen entgegen! .... Und Ich sehe dieses Leid und möchte sie davor bewahren ....

Darum brauche Ich willige Arbeiter in Meinem Weinberg, Ich brauche Diener auf Erden, die Meine Saat aussäen sollen, auf daß sie aufgehe, ehe es zu spät ist .... Ich habe diese Meine Kinder erwählt, auf daß sie den Menschen das Heil bringen sollen und nichts versäumen, um Seelen zu erretten aus großer Not. Und das Welttreiben ist die größte Gefahr für diese Meine Beauftragten .... Sie sollen ganz Mir angehören und nur Meinen Willen ausführen und sich völlig trennen von der Welt .... Nur so können sie in Meinem Namen wirken und Mein Wort vernehmen in ihrem Herzen.

Des Gedankens Schnelle trägt deine Seele zu Mir, so du in innigem Gebet dich Mir zuwendest. Jeder gute Vorsatz trägt seine Frucht, und jede Lehre findet in deinem Herzen Widerhall. In der gleichen Weise sollen alle Meine Jünger auf Erden von Mir gestärkt werden, und Meine Worte werden nie an Wirkung verlieren, so sie nur im Herzen vernommen werden, denn was nur zu den Ohren dringt, geht wie ein leerer Schall an ihnen vorüber, was jedoch einmal im Herzen Wurzel gefaßt hat, wird alles überdauern .... und stets und ständig Kraft zufließen lassen denen, die gläubig dieses Wort vernehmen. Darum höre:

Siehe, dein Herz sagt dir gar gewaltig, daß Ich in der Nähe bin, und stürmisch jubelt es Mir zu .... So du es nun in dir tönen hörest, bin Ich ganz in dir eingezogen und will allezeit wirken in dir und durch dich. So pflege dieses dein Herz ständig, und halte es bereit zur Aufnahme deines Herrn und Heilands, und wisse, daß Meine Liebe alles umfasset, was nur zu Mir verlangt. In der Herzkammer ist das verborgen, was Mein ist .... der Gottesfunke der Liebe .... und diese erwecke zu hellster Flamme, dann wirst du lebendig werden im tiefsten Sinn des Wortes, du wirst leben nur für Mich und die Liebe zu Mir, und es wird nichts und niemand mehr Zugang haben zu deinem Herzen außer Mir ....

Und so will Ich dir denn geben, was dir verheißen ward, und ein neues Leben wird sich dir erschließen .... in klarster Helligkeit wirst du schauen Mein Reich inmitten der geistigen Welt .... du wirst vernehmen die Stimme der Geister und wirst durch sie belehrt werden in dir zuträglicher Weise. Solches wird aber erst dann geschehen, wenn die Zeit der Blüte vorüber ist .... wenn sich der Körper völlig gewandelt hat und keiner irdischen Versuchung mehr ausgesetzt ist. Diese weise Voraussicht muß walten, um dir anderes zu ersparen, das dir unzuträglich sein könnte.

In der folgenden Nacht erkennst du die Aufgabe, die dir gesetzt ist .... Lasse Mir deine Seele und gib sie Mir ganz zu eigen, um so mehr kann Ich dich beschützen und ganz zu Meinem Werkzeug machen. Denn nun wiederholen sich alle Ereignisse Meines Wandelns auf Erden .... es werden verfolgt werden alle, die Meinen Namen schützen wollen .... es wird gefangengenommen, der die reine Lehre Meiner Liebe vertritt, und es werden leiden sollen, die in Mir den Erlöser bekennen .... Doch fürchtet euch nicht, es geschieht euch kein Leid, solange ihr Mich als euren Herrn anerkennet.

Solches ist der Welt schon zuvor kundgegeben worden, daß nichts Meine Macht erschüttern kann und daß Mein Wille überall dort eingreift, wo man wider die Meinen zu Felde zieht. Ihr streitet für Mich, euren Herrn, und werdet niemals besiegt werden können, da Ich ja an eurer Spitze in den Kampf ziehe und wohl weiß, wessen der Sieg ist. Nun so nehmet alles auf euch und vertrauet Mir, eurem Herrn und Heiland, und ihr werdet stark sein, auch allein .... bin Ich doch immer und ewig bei euch .... An diesem Wort halte fest, wenn die Gefahr an dich heranzutreten scheint .... Du bist nie allein, sondern immer behütet von deinem Heiland, Der dich liebt und Dem du dich ganz und für immer hingeben sollst, um für Ihn zu wirken und erretten zu helfen unzählige Seelen aus der Not .... aus geistiger Nacht sie ins helle Tageslicht zu führen ....

Amen

BD 0562 empfangen  30.8.1938

Gabe zu reden ....
Widerrede ....
Willensstärke ....
Wahrheit und Wille ....

Worte, die die göttliche Wahrheit enthüllen, werden ohne Unterbrechung dir zugehen, wendest du doch deine Gedanken gläubig zum himmlischen Vater und suchst Seinen Willen zu erfüllen. Doch die Gabe zu reden kann dir erst gewährt werden zur Zeit deines Wirkens .... d.h., wenn dein Wissen so groß ist, daß du austeilen kannst, was du empfangen hast. Denn die Welt wird immer entgegenreden, und es bedarf einer großen Rednergabe, ihr dann folgerichtig begegnen zu können. Aller Zweifel wird jedoch schwinden, wenn ein jeder Einwand widerlegt werden kann, und um diese Reife des Wissens zu erreichen, gehört viel Hingebung und Willensstärke, um die du ständig ringen und beten sollst ....

Es werden Tage kommen, wo ein einfaches Wort der Widerrede dir schon die Glaubensstärke schwächen kann, und dann gilt es, deine Zuflucht desto inniger zu nehmen zu deinem Heiland, und du wirst doppelt gestärkt aus solcher Gefahr hervorgehen. Die Liebe soll auch da wieder ihre Kraft beweisen .... Alles, was du in Liebe tust, läßt deine Kraft und deinen Glauben stärker werden. Und so will der himmlische Vater einer neuen Zeit mit aller Macht entgegentreten durch Seine Diener und bedarf daher nur des guten Willens, dem Herrn wahrhaft dienstbereit zu sein. Dann werden alle nötigen Voraussetzungen dem Erdenkind klar und verständlich sein, es wird seine Aufgabe erkennen und ohne Scheu sich ihr zuwenden können.

Aller Zwang der Seele ist ausgeschaltet, völlig freiwillig wandte sich das Kind dem Vater zu .... im Willen, Ihm zu dienen, und völlig frei wird von da an auch sein Handeln auf Erden sein, weil der Wille zu dienen ihm alles zukommen ließ, wessen es bedurfte. Denn der Wille unterstellte sich dem göttlichen Willen, und (es = d. Hg.) ist somit das Erdenkind geschützt vor falschem Einfluß.

Die ferneren Ereignisse werden immer im Einklang stehen mit dem göttlichen Willen, denn der Gottesgeist gibt diese dem Menschen kund, und er lenkt alle seine Schritte nun von selbst nach göttlichem Willen. Und so vernimmt er in sich nur immer die Vorschriften, die Gott ihm zugehen läßt .... Er denkt und handelt der Wahrheit gemäß, solange der Wille in ihm ist, eben der Gottheit in Wahrheit und reiner Liebe zu dienen. Des Herrn größte Gnade ist, Sich Selbst mitzuteilen einem Erdenwesen, und im Vollbesitz solcher Gnade kann wahrlich im Menschen nur Wahrheit bestehen .... Und ungehindert kann dann auch der göttliche Wille durch diesen wirken, denn es öffnet sich das Herz willig allem Göttlichen und bleibt sonach andauernd unter göttlichem Einfluß.

Es entstehen oft ungeahnte Widerstände einerseits .... und tatkräftige Unterstützung andererseits .... und dieses beides aus der geistigen Welt .... doch werden die guten Geisteskräfte, da gleichfalls dem Willen Gottes entsprechend, sich ungehindert äußern können, weil der Wille des Menschenkindes nach Wahrheit verlangt und sich bewußt abwendet von allen Gegenströmungen. Je stärker der Wille der Gottheit näherzukommen trachtet, desto mehr geht Diese in den Menschen über .... und so vereinigt sich der Gottesgeist immer inniger mit der Seele .... und daraus wieder schöpft die Seele die Kraft ....

(Unterbrechung)

BD 0563 empfangen  31.8.1938

Irdisches und jenseitiges Glück in der Liebe ....
Lichtsphäre ....
Schauen nach innen ....
Krieg ....

Löset euch mit aller Gewalt von den irdischen Freuden, und bleibet in Meiner Liebe .... Diese wird euch ersetzen tausendfach, was ihr um Meinetwillen aufgebt. Und so wird sich in euch der himmlische Friede entfalten .... ihr werdet in Meiner Liebe alles Glück auf Erden finden und unlöslich mit Mir verbunden sein. Dies sei euer Grundsatz, daß ihr alles aufgebet um Meinetwillen, dann werdet ihr unendlich mehr empfangen, als ihr dahingegeben habt, denn so Ich euch labe, stehet euer Verlangen wahrlich nach nichts anderem mehr .... Und ihr bedürfet der Labung sehr zu eurem Seelenheil .... ihr kennet nicht die Freuden des Himmels und wisset somit nicht zu schätzen den Wert Meiner Verheißungen, doch ihr werdet in unsagbarer Seligkeit schwelgen, so ihr Meinen Worten folget ....

Was bietet euch dagegen die Welt .... Nur Scheingüter und Scheinglück .... Doch das wahre Glück ist nur allein bei Mir, Der euch erschaffen hat .... Nur so viel müsset ihr wissen, daß ihr jenen glückseligen Zustand auf unbegrenzte Zeitdauer .... ohne Ende .... euch schaffet .... daß ihr immer das gleiche Verlangen danach empfinden werdet und dieses Verlangen immer wieder gestillt wird durch Meine Liebe .... und daß ihr solches auf Erden nicht zu ermessen und zu bewerten versteht, doch in Ewigkeit von euch begehrt werden wird.

Dieses Erfüllen eurer Sehnsucht ist unvergleichlich, und um dieses müsset ihr das Erdenleben mit allem Schmerz und Leid ertragen .... Euch jenen seligen Glückszustand zugänglich zu machen, ist Meine Liebe fortgesetzt bemüht, denn seit endlos langen Zeiten besteht die Herrlichkeit Gottes und wird bestehenbleiben bis in alle Ewigkeit. Je inniger ein Erdenwesen empfinden kann für seinen Schöpfer .... je größer die Liebe des Erdenkindes zum himmlischen Vater ist, desto vielseitiger gestaltet sich auch das Erleben im Geistigen auf Erden.

In Lichtsphären weilt der Mensch schon auf Erden, hegt er in seinem Herzen die Liebe zum göttlichen Heiland und hat sich die Liebe so entzündet zu höchster Glut, so ist der Herr in vollster Lichtgestalt mitten im Herzen .... ein Schauen nach innen läßt Sein Bild erstrahlen, und aus übervollem Herzen steigt ein inniges Gebet empor zum Vater, Der Sein Kind so überreich bedenkt. Siehe, Mein Kind .... vergleiche einmal jene Zeit Meines Wandelns auf Erden mit dem Bestreben der Jetztzeit .... Alles, was sich damals Meiner Lehre widersetzte, war aus dem Reich der Finsternis.

Es waren wohl jene Menschen, die Mein Wort annahmen, überaus willig, doch war es nur ein kleiner Teil im Verhältnis zu denen, die Mein Wort ablehnten. In späteren Jahren aber vergrößerte sich wohl die Zahl Meiner sogenannten Anhänger, doch eben diese Anhänger waren nicht Meine wahren Jünger .... Sie hatten sich etwas nach Meiner Lehre zurechtgemacht, und es entstanden nun in den folgenden Jahrhunderten um diese Lehre Kriege über Kriege. Immer war ein gewisser Kampf um Mein Wort die Ursache, und das schon konnte nicht die rechte, von Mir eingesetzte Lehre sein, um derentwillen Blutvergießen unter der Menschheit entstand.

Das fortschreitende Zeitalter aber wurde glaubensmüde .... und erkannte auch bald in dieser Lehre nicht mehr die reingöttliche an, doch entfernte es sich immer weiter vom rechtem Glauben, anstatt Mein unverfälschtes Wort anzunehmen, was immer wieder den Menschen zuging nach Meinem Willen. Um nun aber die Menschheit auf den rechten Weg des Erkennens zu leiten, mußte abermals eine große Erschütterung der gesamten Religionen resp. der auf der Erde vertretenen Lehren, die angeblich Mein Werk sein sollten, kommen .... und diese Erschütterung soll nun dahin führen, daß die Menschheit ernstlich sich befragt, was die ewige Gottheit von ihr verlangt.

So soll also wiederum Meine Lehre unter den Menschen erstehen, und diese wird durch keinen Krieg oder dgl. bekräftigt werden, auch wird keine Religion die andere bekämpfen, sondern allein das wird ausschlaggebend sein, ob die Menschen Jesus Christus als Erlöser der Welt werden anerkennen wollen und Seine Lehre als einzige Wahrheit annehmen oder ob sie alles Wahre in das Reich der Legende zu verbannen gedenken und sich von allem Glauben an den Erlöser lossagen. Doch dies wird nimmermehr eine Streitfrage sein, die zu einem Kriege führen könnte. Das lebendige Beispiel dieser Meiner Worte ist ja ohnehin der lange vorbereitete Kampf gegen allen Glauben, der wohl überall wütet, doch entschieden wird nur im Herzen der Menschen .... Jeder wird nach außen hin den Willen erfüllen, den die irdische Macht verkündet ....

Doch Ich kämpfe um eure Herzen .... Ich will nicht den äußerlichen Glauben .... Ich will tiefstes innerliches Erleben und eure wahre Hingabe an Mich .... Dieser Kampf muß im Herzen ausgefochten werden und wird sich niemals beziehen auf weltliche Ereignisse, sondern immer nur allein auf die Annahme Meines reinen Wortes oder dessen Ablehnen. Nun hat sich die Welt viel zu sehr verstrickt in irdische Interessen und wird nur immer um solche einen Krieg in Szene setzen, niemals aber wird die Frage um die ewige Gottheit dazu verleiten, einen Krieg heraufzubeschwören. Die Menschen stehen heut so weit entfernt vom geistigen Erleben, daß sie solches nicht zum Mittelpunkt eines Weltenbrandes machen würden, dagegen sind materielle Interessen überaus stark vorherrschend und diese allein können Urheber sein von Feindseligkeiten.

So beziehen sich jene Voraussagen (Joh. 16, 8) im wesentlichen auf die aus geistigen Ursachen entstehenden Kriege und wird ein endgültiges Ausschalten nicht eher möglich sein, bis die ganze Menschheit in einen mehr geistigen Zustand getreten ist, der dann aber auch eine ganz andere seelische Einstellung verbürgt. Alle Erscheinungen der Jetztzeit aber weisen auf eine Entgeistigung der Geschlechter hin, und es wird der Friedenszustand, der die ganze Erde umfaßt, noch in weiter Ferne sein. Solches, Mein Kind, soll dir die innere Ruhe wiedergeben, und in vollem Glauben sollst du die Worte annehmen .... als reine Wahrheit und in Liebe gegeben .... Denn Licht soll euch werden, so ihr darum bittet ....

Amen

BD 0564 empfangen  1.9.1938

Einsicht und Unvermögen ....
Liebeswirken ohne Wissen um den Wert ....

Und ihr werdet unermeßlich reich sein an Erfahrungen, und euer Wissen wird sich über Gebiete erstrecken, die euch aller irdische Verstand nicht enthüllen kann, denn ihr seid in der Verbindung mit dem göttlichen Geist selbst als Geistwesen tätig .... Es hindert euch im Moment der Aufnahme keine irdische Materie, zu empfangen Geistiges aus geistigen Regionen, und so werdet ihr auch selbst im Geist tätig bleiben, vorausgesetzt, daß ihr nicht zurückfallet aus eigener Schuld.

Einsicht und Unvermögen sind zwei Faktoren, die in Widerstreit miteinander stehen, und doch kann ein Mensch zur vollen Einsicht gelangen, ohne im eigentlichen Sinne die Gabe zu haben, etwas klar beurteilen zu können, was außerhalb seines Wissens liegt. Eine lebendige Darstellung des Gottesgeistes ist den Menschen kaum zu geben, doch fühlen wird der Mensch dann diesen Gottesgeist in sich, sofern er nur allem nachkommt, was zur Erweckung des inneren Lebensfunkens gefordert wird. Durch das gewaltsame Losreißen vom Irdischen durchbricht der im Menschen schlummernde Geist die ihn umgebende Hülle und erwacht zum Leben .... d.h., er wirket nun gar mächtig im Menschen.

Das bloße Verharren der Gedanken im Geistigen ist der Seele größter Helfer, denn nun strömen unaufhaltsam geistige Kräfte der Seele zu und lassen die Tätigkeit des Geistes immer reger werden, und ein Menschenkind, das sich jeder Regung hingibt, die näherführt zur ewigen Gottheit, bleibt unangetastet von finsterer Gewalt und vollendet seine Laufbahn auf Erden mit dem rechten Erfolg .... daß die Seele zum Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes geworden ist und solche Vereinigung des Geistes mit dem Gottesgeist das Endziel des Lebens auf Erden ist.

Alle diesirdischen Bestrebungen sind gleichsam tote Wege für die Seele, es kommt der Seele nicht das Geringste solchen Wirkens zugute, nur was die Liebe im Menschen erzeugt, kann der Seele von Nutzen sein .... Der Glaube an die Kraft solcher guten Werke kann der Anlaß sein zur inneren Umwandlung, denn übet der Mensch diese, so wird ihm unbewußt die Kraft und Gnade zugehen, dieses Liebeswirken fortzusetzen, und es hat die Seele auch den Anschluß gefunden an die geistige Welt. Was sie ohne eigentliches Wissen um den Wert solcher Liebeswerke nun tut, ist vorgemerket für die Ewigkeit, und einer guten Tat folgen bald andere nach, denn wer die Liebe hat, verliert sie nimmer und wird sich selbst gestalten auch ohne die Erkenntnis der geistigen Wahrheiten.

Nur wird der Mensch, der bewußt eine Veredlung seines Wesens anstrebt, ungleich emsiger an sich arbeiten und .... wohlgemerkt .... durch die bewußte Inanspruchnahme der guten Geisteskräfte eine bedeutende Erleichterung im Erdenleben spüren, das sich sowohl geistig als auch körperlich auswirkt. Ein Ringen bleibt das Erden-Dasein für jeden Menschen, doch da Unterstützung gewährt ist von der ewigen Gottheit, so sollte diese auch nach Möglichkeit erbeten und genützt werden, weil sich fortan die Geistwesen die Förderung einer bittenden Seele angelegen sein lassen .... wohingegen der ohne alles geistige Wissen durchs Erdenleben Wandelnde weit schwerer ringen muß und eben in sich eine so starke Liebeskraft erzeugen muß, um gleichfalls im Erdenleben der Seele die nötige Hilfe angedeihen lassen zu können ....

Und wenn euch Menschen nun der Weg geebnet wird, auf daß ihr leicht das Himmelreich erwerbet, dann bedenket das wohl und forschet und grübelt, was wohl die Ursache sein könnte, daß euch der himmlische Vater sorgsam betreut und vor Fehlschlägen und Irrwegen euch behüten will .... und erkennet darin nur Seine unendliche Liebe, die alle Menschenkinder umfaßt, und wisset, daß diese Liebe nie und nimmer enden kann und daß sie ewig euch, Seinen Geschöpfen, gilt .... und daß diese Liebe ohne Unterlaß wirbt um eure Seele .... auf daß sie zurückfinden möge zu Ihm, dem Allvater des Lichts .... der ewigen Liebe Selbst ....

Amen

BD 0565 empfangen  2.9.1938

Wort Gottes ....
Gnade dadurch ....

So wende deinen Blick immer voller Andacht nach oben, und lasse alle Dankeshymnen erklingen in dir zur Ehre Gottes. Denn Seine Liebe ist unendlich und wachet immer nur über Seinen Erdenkindern, daß sie nicht Schaden leiden an der Seele. Und so beginne: Welten werden erstehen und wieder vergehen, doch die Liebe Gottes, die sich äußert durch Sein Wort, wird nimmer vergehen in Ewigkeit. An dieses Wort aber müsset ihr euch halten, um auch der großen Liebe des Herrn teilhaftig zu werden. Denn bedenket, daß der Herr alle Seine Gesetze kundgibt durch Sein Wort .... bedenket, daß Er euch unterweiset und mahnet, alle Seine Lehren zu befolgen .... bedenket, daß durch dieses Wort ihr in den Vollbesitz der Gnade Gottes kommt und daß sich alle Verheißungen dieses Wortes vollauf an euch erfüllen, so ihr nach diesen Seinen Worten lebt und handelt.

Und dann wisset ihr auch, welcher unermeßliche Segen auf dem göttlichen Wort liegt und wie wenig ihr den Segen Gottes empfanget, wenn ihr Sein Wort nicht vernehmet und somit keine rechte Lebenskraft daraus schöpfen könnt. Das erdrückende Bewußtsein nicht genützter Gnadenzuwendung wird immer ein hemmendes Gefühl auslösen, eine Reue, die schwer wiedergutzumachen ist .... Denn wer bedenket, daß die Erdenzeit nur von so kurzer Dauer ist und der Geist sich auf einer sehr hohen Stufe befinden muß, will das Erdenkind ein wahrhaftes Gotteskind werden, der wird erkennen, daß auch eine jede Gelegenheit benutzt werden muß, die zur Vervollkommnung der Seele führen kann, und so sind die Gnaden in erster Linie unentbehrlich für den Menschen, und diese Gnaden werden so vielgestaltig dem Menschen dargeboten und sollen keineswegs als entbehrlich betrachtet werden ....

Denn es sind immer liebevolle Vergünstigungen des himmlischen Vaters, Der Seinen Kindern auf Erden die Aufgabe erleichtern möchte durch Zuwendung (von = d. Hg.) allerlei Hilfsmitteln, die alle der Förderung der Seele dienen. Nur mit Hilfe solcher Gnaden hat der Mensch die Möglichkeit, zu steigen von Stufe zu Stufe, und so sind unzählige Beweise für die Liebe Gottes erbracht, die alle dem Erdenmenschen Aufklärung geben müßten, mit welcher Sorge der Herr um Seine Geschöpfe bemüht ist, daß sie alle Ihm nahekommen können .... Denn Seine Liebe ist grenzenlos.

Amen

BD 0566 empfangen  1.9.1938

Lüge und Wahrheit ....

Der Übel größtes ist die Lüge .... so ihr die Wahrheit erkennet und achtet ihrer dennoch nicht, lasset ihr dem Lügengeist Macht über euch gewinnen .... und seine Macht ist größer, als ihr glaubet, denn er vergiftet euer ganzes Denken .... er nimmt euch jede Urteilskraft und hat hinter sich stets eine Unzahl Laster und Untugenden stehen, die alle in der Lüge ihren Ursprung haben. So euch nun das Licht leuchten soll, müsset ihr in der Wahrheit bleiben, denn wo die Lüge ist, ist auch die Finsternis. Keiner Seele behagt solche Finsternis, sie wird aber unweigerlich in diese gedrängt, wo der Wahrheit nicht geachtet wird. Alle Trübsal kommt von der Lüge ....

Die Lüge öffnet Tür und Tor den bösen Leidenschaften und Begierden .... sie ist an sich oft so unscheinbar und vernichtet doch alle guten Triebe im Menschen. Und so wurzelt alles Verderben in der Lüge, denn sie ist ein Produkt der Finsternis. Und so horchet auf: Solange ihr euch nicht bemüht, die reinste Wahrheit in euch zu pflegen .... solange ihr zu noch so kleinen Umschreibungen oder Unwahrheiten eure Zuflucht nehmt, wird euch der Geist der Wahrheit niemals erleuchten können, denn ihr könnt erst dann mit der ewigen Gottheit euch vereinen, wenn ihr völlig reinen Herzens seid und die Lüge aus ganzem Herzen verabscheut.

Und ihr sehet nun die Folgen eines Lügengewebes anschwellen zu ungeheurer Tragweite .... Ihr wisset nicht, wie gewaltig die Auswirkungen der Lüge sind .... wie sie Übles erzeugt und sich fortpflanzet, immer neue Lügen gebärend .... Und darum ist die Lüge der Tod der Seele, so wie die reine Wahrheit das Licht aus den Himmeln für diese bedeutet. So ihr euch aber für die Wahrheit einsetzet, wird es in euch licht und hell bleiben, und ihr werdet die Lüge besiegen .... Denn wie auch die Lüge gewaltig ist in ihrer Macht und ständig Böses nach sich zieht, so ist die reine Wahrheit doch um vieles stärker und kann die Nacht der Lüge mit hellstem Licht erleuchten kraft ihrer Macht ....

Und so die Menschheit nur die Wahrheit suchen möchte, würde diese die Lüge zu Füßen zwingen und unendlichen Segen über die Erde bringen. So aber walten zu viele Gegenkräfte und werden wenig oder gar nicht bekämpft, und die Lüge verbreitet sich über die ganze Erde und bringt unglaubliche Zerstörungen zustande .... Und dies ist ein Grund, weshalb so wenig Glauben geschenkt wird der Möglichkeit einer reingeistigen Verbindung zwischen der Erde und dem Jenseits. Was den Menschen nicht so leicht begreiflich ist, werfen sie sofort in das Reich der Lüge .... sie prüfen nicht, sondern lehnen sofort ab, weil sie die Lüge und ihre Begleiterscheinungen nur zu genau kennen und wissen, daß ihre Verheerungen sich über alle Gebiete erstrecken ....

Reine Wahrheit ist in ihren Augen Lüge .... Die Lüge nehmen sie ungeprüft viel eher an .... So sie sich zu Gott um Erleuchtung wenden möchten, würde ihnen bald jeder Zweifel schwinden und ihre Urteilskraft geschärft werden, und sie würden sehr bald die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden wissen. In ihren Herzen würde es hell werden, und sie würden die Lüge fliehen als schändlichstes Werk des Bösen .... Doch solange die Menschheit nicht Zuflucht nimmt zum Gebet .... und flehet um Erkenntnis der Wahrheit, wird sie der Lüge unterworfen bleiben, und das aus eigener Schuld .... Denn der Herr vermittelt Seinen Kindern auf Erden die reine Wahrheit und möchte sie allen Menschen bieten .... Wer aber nimmt sie an? .... Nur ein kleiner Teil, die anderen aber tappen in schwärzester Finsternis und bleiben Kinder der Lüge aus eigenem Willen, und so werden sie schwerlich zum ewigen Leben gelangen, denn nur die Wahrheit verbürgt ihnen dieses ....

Amen

BD 0567 empfangen  3.9.1938

Lüge und Wahrheit ....

So folget der Stimme in euch, die euch zur Ordnung ruft, und fallet nicht in den Irrtum, einer jeglichen Aufforderung zu folgen, die nicht im Herzen hörbar ist, sondern nur von außen kommt. Ihr werdet bald den wesentlichen Unterschied des Vernommenen erkennen, wenn ihr nur immer der Wahrheit die Ehre gebt .... d.h. euch nicht von blinden Worten betören laßt, sondern nur so handelt, wie ihr es für recht halten müßt. Man kann einer jeden Sache immer eine angenehme Seite abgewinnen, indem man von der Wahrheit abweicht oder Konzessionen macht .... Dann aber geht der Mensch nicht den rechten Weg des Erkennens, sondern er bleibt so lange in geistigem Irrtum, bis er den Weg der reinen Wahrheit beschritten hat.

Denn nur durch solche kann der Reifegrad erreicht werden, der Bedingung ist für das Eingehen in die ewige Seligkeit. In voller Erkenntnis der Wahrheit ist ein Abirren auf den Pfad der Lüge doppelt schmerzlich und schädlich für die Seele. Denn dem Menschen ward der Verstand gegeben, zu erkennen .... Und er soll unweigerlich auch so handeln, wie ihm die Erkenntnis vorschreibt durch die innere Stimme, die ihm den Willen Gottes genau kundgibt. Wird die Stimme beachtet, dann wird sie zum Freund des Menschen .... sie hilft ihm aus jeder Not und Gefahr. Sie ist wie ein treuer Wächter um das Seelenheil des Menschen besorgt und behütet ihn mit allem Ernst vor einem Fehlgehen auf falsche Bahn.

Und gibt sich der Mensch vollste Rechenschaft vor sich selbst, dann wird er auch aufmerksam lauschen auf die innere Stimme .... er wird die Wahrheit pflegen und nie vom Pfad der Wahrheit abweichen .... und einem wahrheitsliebenden Kind ist auch die ewige Wahrheit zugänglich, doch einem Kind der Lüge nimmermehr. Vor sich selbst muß der Mensch Rechenschaft ablegen, die Stimme des Herzens muß sein eigener Richter sein, und scharf und unnachsichtig muß er gegen seine Vergehen auftreten .... er muß sich selbst erkennen und zu bessern versuchen, und dies kann er nur mit vollstem Wahrheitsgefühl im Herzen .... Denn die Lüge beschönigt alles und wird ihn nie des Unrechts beschuldigen .... Sie wird ihn nur immer entschuldigen und ihn nie anspornen zu immer größerer Wahrheitsliebe ....

So dürfet ihr nie diesem Laster zum Opfer fallen, ihr müsset die Wahrheit suchen, auch wenn sie mitunter schwerer zu ertragen ist .... Ihr dürfet keine Konzessionen machen, sondern müsset euch streng wahrhaftig halten .... so ihr auch der göttlichen Wahrheit teilhaftig werden wollt .... denn Gott als die ewige Wahrheit kann Sich nur mitteilen einem durchaus wahrheitsliebenden Kinde, das die Lüge verabscheut und sich niemals zunutze macht .... Ihr traget selbst den größten Vorteil davon und werdet ungekürzt bedacht werden, und so werdet auch ihr wieder reine Wahrheit verkünden können, und solche wird bestehenbleiben allezeit ....

Amen

BD 0568 empfangen  4.9.1938

Barmherzigkeit ....

Wie im Meer der göttlichen Liebe alle Kreaturen sich baden, so ist auch die göttliche Barmherzigkeit ihnen unentbehrlich, denn ohne diese müßte alles vergehen in nichts .... Es bedürfen dieser auch die Menschen ohne Unterlaß, denn der Liebe Gottes entziehen sich viele durch den eigenen Willen und können nur durch die Barmherzigkeit Gottes erhalten bleiben .... Es ist zwar die Barmherzigkeit gleichfalls ein Akt göttlicher Liebe, doch nur in kleinstem Maße beglückend, wohingegen die Liebe alle Glückseligkeit in Übermaß bereitet dem Wesen, das dieser Liebe würdig ist.

Gott läßt kein Wesen fallen auf ewig, immer wieder tritt die göttliche Barmherzigkeit diesem Wesen gegenüber und bewahrt es vor dem Ärgsten .... dem restlosen Untergang .... solange noch die geringste Möglichkeit ist, es einem besseren Zustand zuzuführen. Es ist die Barmherzigkeit deshalb für euch Menschen auch die Tugend, die ihr üben sollt nach allen euren Kräften. Wer mit dem Elend seiner Mitmenschen fühlen kann, in dessen Herzen ist der Gottesfunke der Liebe tätig .... und das edelste Werk der Nächstenliebe ist, dort beizustehen, wo über den Menschen größtes Elend hereingebrochen ist.

Es ist Gottes Wille, daß der Mensch barmherzig ist, der selbst die Barmherzigkeit Gottes in Anspruch nimmt .... und ist wohl einer unter euch, der diese nicht benötigt? .... Darum seid auch ihr barmherzig und helfet den Notleidenden, auch wenn sie sich eurer Liebe unwürdig gemacht hätten, denn darüber richtet der Herr, ihr aber sollt lieben auch eure Feinde und diesen eure volle Barmherzigkeit zuwenden, so sie diese benötigen. Aller Segen kommt von oben .... so wird euch auch von dort ein jedes Werk der Barmherzigkeit gesegnet werden ....

Die Liebe Gottes will es also, daß unerfüllte Wünsche den Menschen offenbleiben, und so ihr euch in Werken der Barmherzigkeit übet, wird der Herr auch euch bedenken in Seiner Liebe .... denn namenlos ist die Not unter der Menschheit, unbegrenzt könnet ihr euch betätigen in der Nächstenliebe, wollet ihr Gott dem Herrn dadurch dienen und euch Seines Segens wert machen. Lasset nicht eure Herzen verhärten und gebet, wo es not tut .... helfet, wo eure Hilfe gefordert oder benötigt wird. Denn der Vater im Himmel wendet auch euch fortgesetzt Seine Barmherzigkeit zu und fordert daher auch von euch das gleiche .... Denn wie ihr zumesset, so wird auch euch zugemessen werden ....

Amen

BD 0569 empfangen  4.9.1938

Allmacht und Weisheit ....
Nicht Willkür ....
Anmaßung ....

Allem, was auf Erden von Mir geschaffen, liegt eine weise Absicht zugrunde, und um dieses zu verstehen, leite Ich euch in die Sphäre, da ihr geistig begreifen lernt .... Und wenn es euch auch scheinet, als walte Gott nur willkürlich, so genügt ein Betrachten der göttlichen Schöpfung, und es wird euch klarwerden, daß euer Denken weit gefehlt war .... So ihr euch verbindet mit geistiger Kraft, fällt alle Erdenschwere von euch ab; ebenso wird jede geistige Arbeit immer besser vonstatten gehen, wenn sich der Geist zu trennen vermag von aller Materie. Nun gehen euch fühlbar jene Kräfte zu, die Außerordentliches zu leisten fähig machen ....

So auch waltet der Geist Gottes in der Natur im gleichen Verhältnis zu den Dingen, die außerhalb der gerichteten Schöpfung stehen .... d.h., es wird sich in der Materie stets die Allmacht Gottes äußern, im Geistigen aber die Weisheit des göttlichen Schöpfers .... Da sich nun Weisheit und Allmacht in jedem Werk der Schöpfung kundgibt, so wird eben auch ein jedes dieser Werke nicht der Willkür Gottes sein Dasein zu verdanken haben, sondern zu bestimmtem Zweck und Sinn geschaffen sein. Es wird alles einem weisen Sinn entsprechen und sonach sowohl in geistiger als auch in materieller Hinsicht die Weisheit Gottes ausstrahlen und bezeugen einem jeden denkenden Menschen.

Aller Hinweis aber auf eine solche Art wohlgefügte planmäßige Schöpfung genügt dem Menschen nicht, daß er sich vollgläubig und vollvertrauend der göttlichen Allmacht überläßt, sondern immer hadert der Mensch mit Gott ob seines ihm auferlegten Schicksals und erkennet alle Maßnahmen der ewigen Gottheit nicht als weise und wohlbedacht an .... Er murret und klaget und kann doch in seinem kleinen Verstand nicht begreifen, wie wenig Urteilskraft ihm selbst innewohnet .... Darf ein Mensch sich überhaupt anmaßen, was je durch den Willen Gottes geschieht, zu beanstanden oder zu verurteilen?

Und dennoch vergeht sich der Mensch so oft gegen das Gebot der Liebe zu Gott .... In tiefster Demut sollte er alles in Empfang nehmen, was über ihn kommt, ob Gutes oder Schlechtes, und immer nur bedenken, daß alles einem weisen Zweck entspricht. Trachtet er danach, seinen Geist zu entwickeln, so muß er bald erkennen, daß er in allem Geschehen ein so sichtbares Eingreifen der ewigen Gottheit erlebt und daß von dieser Gottheit alle Fäden der ewigen Schöpfung ausgehen .... somit also das gesamte Weltall der Beweis ist von der göttlichen Liebe, die sich kundgibt in allen Dingen auf und über der Erde und Seine unendliche Weisheit und Allmacht bezeugt ....

Amen

BD 0570 empfangen  5.9.1938

Freigeben des Geistes vom Körper ....
Antwort aller Fragen ....

In die Unendlichkeit dringt des Geistes Kraft ein, der Körper jedoch kann nur das aufnehmen, was dem Verstand durch den Geist vermittelt wird, und so wird es sich immer darum handeln, wieweit der Körper dem Geist in sich das Recht einräumt, sich zu trennen von diesem, und das durch das willige Nachgeben des Körpers .... durch das Befassen der Gedanken mit dem Geistigen. Alle Materie wird sich hindernd legen zwischen Geist und Körper. Kann nun der Körper nach Möglichkeit ein Lösen von der Materie bewirken, so ist dem Geist in ihm der Weg frei gemacht in die Unendlichkeit.

Alle Probleme, welche die Menschen berühren und deren Lösung ihnen wichtig erscheint, können nun dem Geist unterbreitet werden, und das Versenken in rein göttliche Schöpfungswunder ergibt bald eine klare Lösung solcher Fragen .... Denn es gibt nur eine Wahrheit, und diese ist nur mit dem Geist zu fassen, der Gottes ist, niemals aber mit dem, was noch der Erde angehört, dem rein menschlichen Denken .... Erst wenn sich das Denken des Menschen untergeordnet hat dem Geist in ihm, kann er so in die Wahrheit geleitet werden .... Denn Gott gibt ihm die Erkenntnis dann, wenn sich der Mensch Ihm gegeben hat und seine Aufgabe auf Erden zu erfüllen trachtet. An das größte Problem darf sich der Mensch heranwagen, und es wird ihm Antwort werden auf seine Fragen, so er nur immer diese begehrt, um den Reifezustand zu erlangen.

Irdische Interessen damit zu verbinden ist nicht zulässig, denn alles Geistige muß sich völlig trennen vom Materialismus, um reinste Wahrheit zu sein. Ohne Vorbehalt wird jenen gegeben, die ihre Lebensaufgabe darin sehen, Gott zu dienen und Seinen Willen zu erfüllen. Diesen teilt der Herr aus unbegrenzt .... sie dürfen sich nur immer an Ihn wenden, um vollauf Gehör zu finden, denn eine willige Seele auf Erden ist ein Werkzeug in den Händen Gottes .... dieses ist berufen, teilzunehmen am Erlösungswerk des Herrn auf Erden, wird sonach allen seinen Aufgaben gern und willig nachkommen und so wieder den Mitmenschen zum Segen wirken, denn die Verbindung mit dem himmlischen Vater wird sie leiten in die ewige Wahrheit ....

Amen

BD 0571 empfangen  5.9.1938

Kraft Gottes ....
Offenbarungen im Herzen ....
Werkzeug von Gottes Willen ....

Du findest in dir der göttlichen Kraft genug, um alles das zu erreichen, was du im Gebet erflehst. Siehe, Meine Kraft erfüllet ein jedes Herz, das Mich sucht und liebt .... Es geht kein Wesen unbegnadet durch das Erdental, wenn in ihm die Liebe erwacht ist zu Mir, seinem Schöpfer und Vater. Und diese Gnade ist das Überfließen Meiner Kraft in des Menschen Herz .... Jeder Gedanke, den du Mir zusendest, ist nun schon ein Beweis dieser Kraft, die sich so äußert, daß alles, was aus Mir kommt, wieder nach Mir verlangt ....

Und so birgt dein Herz endlos viele Offenbarungen, denn sie sind von Mir schon in dieses hineingeschrieben und kommen dir zum Bewußtsein durch deinen immer neuen Willen, Mir zu dienen. In diesen Offenbarungen kommt gleichfalls die Kraft Gottes zum Ausdruck, denn der Mensch vermag nicht, aus sich in Meine Wahrheiten einzudringen .... er vermag nicht, Mein Wort zu vernehmen, wenn ihn nicht die Geisteskraft durchdringt. Und so ist es ganz allein dein Vorteil oder dein Nachteil, ob du willig bist zu dienen oder in Trägheit des Geistes dein Ohr Meinem Wort verschließen willst .... Also darfst du nur wollen, und du bist im Vollbesitz göttlicher Kraft ....

Noch ist es dir anheimgestellt, die dir liebgewordene Pflicht zu tun oder nicht .... es werden aber Tage kommen, da du als treuer Diener Gottes ausführen mußt, was Gottes Wille ist .... Denn so du die Prüfung als solcher bestanden hast, gibst du dich willig als Werkzeug hin und handelst dann in Meinem Auftrag gleichsam als Mein Vertreter auf Erden. Und dann wird dein Wille, den du Mir selbst unterstellt hast, nur immer handeln müssen nach höchstem Gebot. Jeder Materie wohnt die gegnerische Kraft inne, und (es = d. Hg.) wird von dieser alles unterjocht, was in Liebe zur Materie verharrt ....

Doch die geistige Kraft ist geboren aus der Liebe zu Gott, sie belebt, erweckt, entzündet und stärkt alles, was sie durchströmt .... Soll nun diese Gotteskraft den Menschen wahrhaft beleben, so muß er sich völlig frei machen von materiellem Denken und sich in aller Ergebenheit dem göttlichen Vaterherzen anvertrauen, es werden dann jene gegnerischen Kräfte völlig ausgeschaltet, und einzig die Gotteskraft durchströmt das Erdenkind und wirkt in diesem so mächtig, daß ein merkbarer Fortschritt im Geistigen erzielt wird und keinerlei Hemmungen sich dem so Vergeistigten entgegenstellen, sondern das Herz mehr und mehr zum Vater verlangt und demnach immer emsiger die Vereinigung mit dem Gottesgeist anstrebt, und so wirst auch du gewahr werden, in welche geistige Sphäre dich dein Wille versetzt ....

Du wirst in kurzer Zeit ohne die Gotteskraft nicht zu leben vermögen, denn in der Materie verliert sich diese .... ewig aber durchdringt diese Gotteskraft alles Geistige und kann somit auch nur dem geistig Strebenden beschieden sein .... Darum, was du dir erbittest an geistigem Gut, wird voll und ganz dir gewährt werden, denn dein Gebet ist von der Liebe zu Gott bedingt .... und Gott gibt diese Liebe tausendfach zurück, und mit Seiner Urkraft wird Er stärken alle, die Ihn lieben und zu Ihm verlangen ....

Amen

BD 0572 empfangen  6.9.1938

Macht des Gebetes ....
Fliehet die Freuden der Welt ....
Körper und Seele ....

So versuche einmal, dich in den Zustand zu versetzen, daß du nur die Sinne hinlenkst zu Gott, und wenn deine Gedanken abirren wollen, so rufe Ihn um Hilfe an. Jedes Wort von uns vernimmst du dann hell und klar, denn die Macht des Gebetes ist unsagbar groß, ihr kennet sie nur noch nicht recht .... In weltlichen Dingen wird euch die Erfüllung eures Gebetes faßbar, jedoch im Geistigen ist sie euch nicht so merkbar, doch die Seele zieht übergroßen Nutzen davon, wenn ihr euch innig an den himmlischen Vater wendet. Und das ist der Segen des Gebetes, daß ihr euch immer höher entwickelt und der Druck von der Seele immer mehr abfällt. Es hebt sich die Seele empor und nimmt nicht mehr so Anteil an irdischem Leid, und das läßt auch den Körper das Leid viel leichter ertragen.

In Stunden irdischer Not kehrt die Seele wohl wieder in den Körper zurück und gibt ihm die Kraft, im Hinblick auf die Ewigkeit alles geduldig auf sich zu nehmen, denn Körper und Seele ringen gemeinsam um den inneren Frieden. Fliehet die Freuden der Welt! .... Nicht oft genug kann euch diese Mahnung zugehen, denn dann erst wird euch euer geistiges Sein so recht vor Augen gestellt werden können. Die Gedanken zu Gott erheben ist um vieles wertvoller, als sie den irdischen Freuden zu widmen, und ihr beginnet gleichzeitig die Trennung der Seele von dem Körper. In unsere Sphären geleitet, ist solche Möglichkeit der Seele geboten, daß sie bald mit dem in ihr schlummernden Geist Fühlung nimmt und das Erdendasein für sie nur noch Mittel zum Zweck ist.

Sie wird nur immer den Körper anregen, den irdischen Pflichten nachzukommen und sich voll einzusetzen für ein Wirken in Liebe .... die Liebe zu pflegen mit aller Kraft und dadurch der Seele immer neue Kraft zuzuführen, die wieder der Vereinigung mit dem Gottesgeist gilt. Emsiges Arbeiten des Körpers mit der Seele muß geistigen Erfolg haben. Es bedarf daher nur des Segens von oben, der in innigem Gebet erfleht werden soll. Ein jeder Stoßseufzer, zum Himmel gesandt in kindlichem Vertrauen, sichert euch auch des Himmels Unterstützung, und in geistiger Sorge werdet ihr auch keine Bitte vergebens tun. Denn alles ist der Gottheit offenbar, so auch der innerste Herzenswinkel, wenn aus diesem ein Hilferuf zum Vater dringt ....

Amen

BD 0573 empfangen  6.9.1938

Ewiges Reich ....
Brücke ....
Pfeiler ....
Not und Trübsal ....

Vernimm die göttliche Stimme und bereite dich vor, eine Kundgabe zu empfangen, die dich völlig in ihren Bann ziehen soll .... Siehe, ein ewiges Reich wird euch erstehen, doch nimmermehr wird dies irdisch zu verstehen sein. Alle Kraft im Weltall, die doch göttliche Kraft ist von Anbeginn, wird sich vereinen zu außerordentlichem Wirken, und zwar wird vom Jenseits eine Brücke zur Erde geschlagen werden, die alle Meine Kinder betreten sollen, um zu Mir zu gelangen. Wo sich der Zustand des Geistes nahe der Reife befindet, dort werde Ich die Pfeiler der Brücke aufrichten, und Ich Selbst werde zu euch herniedersteigen, um allzeit unter euch zu sein.

Diese Zeit aber ist nicht mehr ferne, nur muß zuvor noch eine trübe Zeitspanne eintreten, um eine Klärung herbeizuführen, wer sich zu Mir als Mein Kind bekennen will oder Mich verleugnet .... Es wird diese Zeit der Not und Trübsal ungeahntes Ausmaß annehmen, und erzittern wird mancher, der festzustehen glaubt .... doch in Meinen Reihen wird keine Bangigkeit aufkommen, denn die mit Mir auf die Erde kommen, werden als Trost- und Kraftspender stets bei den Meinen sein, und in das Reich des Friedens werden eingehen, die Mein Wort allezeit im Herzen tragen. Wenn aber der Herr des Himmels und der Erde Selbst die Brücke betreten wird, die zu euch führt, dann werden Mich schauen alle, denen Ich dies verheißen habe .... Dann ist eine Zeit über euch hereingebrochen, die Labsal und Erquickung .... Trost und Friede dem bringt, der solches von Mir erhoffet.

Doch wehe denen, die sich von Mir abgewendet haben und denen Meine Stimme nicht lieblich ertönen wird .... Wenn die Zeit nahe ist, bleibt Meine Liebe gleichfort unter euch, die ihr Mein seid, um euch zu helfen wider die, welche ihren Herrn verleugnen. Jede Stunde wird dann kostbar sein, denn Ich errette einen jeden, der nach Mir ruft in seiner Not. Und Meine Boten sende Ich aus, auf daß gefunden wird jedes verirrte Schäflein, wenn nur noch der Wille nach Mir verlangt. In sichtbare Not muß die Menschheit noch kommen, bevor sie die Augen lenkt auf Jesus Christus, den Gekreuzigten .... und deshalb ist der Erde Leidenszeit noch nicht vorüber.

An allem aber sollt ihr erkennen, daß der Vater im Himmel Seiner Kinder gedenkt und nichts unversucht läßt, diese zu gewinnen, darum lasset euch finden von Mir und horchet auf Meinen Ruf aus der Höhe .... Ich will euch beglücken ewiglich, so ihr Mich liebet und Meiner Stimme folget. Die ewige Heimat ist nur bei Mir, und wer sich auf Erden ein ewiges Reich erbauen will, muß Meine Mithilfe erbitten, doch dieses ewige Reich kann nur allein des Vaters Reich sein, dort will euch der Vater aufnehmen, darum sorget unausgesetzt nur für dieses, und lasset alle eure irdischen Sorgen, denn sie nützen euch nicht das geringste für eure Seele ....

Und so fahre fort: Legionenweise werden Engel des Himmels herabsteigen zur Erde und versuchen, den Menschen Licht zu bringen, und das ganze Heer dieser Geistwesen wird einen Sturm entfachen unter den Menschen .... Alles, was denken kann, wird hineingezogen werden in einen Weltbrand, der aber nur dem geistigen Chaos gilt .... Die Streitfragen werden kein Ende nehmen, überall wird der Kampf toben, denn man wird dem Wirken Gottes teils mit Staunen, teils mit Ablehnung gegenüberstehen, doch allseitig werden sich Kräfte äußern, und Gott wird Sich Selbst durch die Menschen kundtun .... und es werden zu denken beginnen, die bis dahin der geistigen Richtung keine Aufmerksamkeit schenkten. Und diese Zeit wird die Zeit der Reife sein .... und wohl dem, der gesäet hat zur rechten Zeit .... Wenn dann die Heerscharen des Himmels kommen werden, dann beginnt die neue Zeit .... die Zeit des ewigen Friedens ....

Amen

BD 0574 empfangen  7.9.1938

Materie gebanntes Böses ....
Begriff Gut und Böse ....

Aller Schutz von oben ist dir gewährt, denn es ringen gleich dir unzählige Geistwesen um die Seelen der Erdenkinder. Ein geistiger Widerstand stellt sich ihnen entgegen, und diese Kraft zu zerbrechen erfordert vieler Mühe und Geduld. Doch die Wege des Herrn sind wunderbar, und so mancher wird noch erkennen müssen, daß ihn ein höherer Wille leitet. Doch nun horche auf: Lebewesen haben immer die Bestimmung, einer Seele Aufenthalt zu bieten, und sind daher immer Träger des Gottesgeistes .... was soviel sagen will, daß in jeder Verkörperung, gleich welcher Art, der göttliche Schöpfer Selbst tätig ist .... daß also alles Schöpfungswerk wieder die ewige Gottheit in sich birgt und somit auch niemals restlos vergehen kann, nur sich in seiner äußeren Form verändert.

Die äußere Form ist gleichfalls Geistiges, das, obwohl von Gott ausgegangen, sich von Ihm abgewendet hat .... Und dieses Geistige wurde gebannt in der Form, die nun durch Jahrtausende hindurch einem immerwährenden Wechseln und Verändern ausgesetzt ist .... um das Geistige in sich der ewigen Gottheit langsam wieder zuzuführen, daß es nach endlos langer Zeit den gebannten Zustand verlassen und sich in lebenden Wesen zu tätigen Geistwesen entwickeln kann. Darum ist alle Materie auch von Gott, doch gleichsam das gebannte Böse, das, uranfänglich gut geschaffen, von Gott abfiel und .... um wieder zu Gott endgültig zurückzukehren .... einen unbeschreiblich langen Weg zurücklegen muß, dessen letzte Station das Erdendasein ist.

So wird euch der Begriff „Gut und Böse“ vielleicht mitunter unfaßlich sein, da alles doch von Gott ist und somit nur gut sein müßte, doch ist den von Gott geschaffenen Urgeistern der freie Wille genau so eigen gewesen wie Gott Selbst, und dieser brachte den Abfall zustande .... So muß aber nun auch der freie Wille wieder den Aufstieg erstreben, doch Gott in Seiner großen Barmherzigkeit läßt nicht ein einziges Wesen dem Untergang verfallen. Wenngleich der Weg der Rückkehr unsagbar schwer und mühselig ist, so ist ihm doch durch die Verkörperung auf Erden ein solches Gnadenmaß zugänglich, daß es sich mit Leichtigkeit zum höchsten Lichtwesen rückgestalten kann, wenn es nur den Willen dazu hat. Aber eben dieser Wille ist oft träge und versäumt so viele Möglichkeiten zum Reifen der Seele .... Und das Böse lockt den Menschen ebenfalls nach unten, so daß er wirklich einen Kampf führen muß, will er den Sieg über das Böse .... über die Materie .... davontragen ....

Amen

BD 0575 empfangen  6.9.1938

Fluten der Liebe ....
Palast des Reichen ....
Hütte der Armut ....

In den Fluten der göttlichen Liebe dürfen alle untertauchen, die dem göttlichen Willen nachkommen und nur um ihr Seelenheil bemüht sind. Wohingegen sich die Menschheit nur mit täglichen Sorgen befaßt und voller Gedankenlosigkeit dahinlebt, wird das stärkende Bad gar sehr fehlen, denn nimmer vermag sie ohne göttliche Liebe sich frei zu machen von weltlicher Begierde. Doch die Liebe ist so leicht zu erwerben .... Nur ein liebevoller Gedanke zu Dem, Der euch das Leben gegeben hat .... nur ein Dank dafür und der Wunsch, auf Erden stets das Rechte zu tun im Sinne Dessen, Der euch geschaffen hat .... Und schon werdet ihr von der Liebe Gottes ergriffen und geleitet, und dies so lange, wie ihr guten Willens seid.

Wendet ihr euch aber ab von dem Gedanken an Gott .... wollet ihr allein euch das Leben zimmern nach eurem Gutdünken, so wird sich auch Gott von euch abwenden, denn Er liebt einen jeden innig, der Ihn anerkennt, drängt aber Seine Liebe keinem Menschen auf, der allein wandeln will auf Erden. Wie leicht könnten sich die Menschen das Leben selbst machen, wenn sie in allen Lagen, in Freud oder Leid, mit Ihm wandelten .... wie viel beglückender wäre die Freude, und wie leicht tragbar das Leid .... wenn ihr alles teilen möchtet mit Ihm, dem Herrn und Heiland, Der euch doch immer nahe steht mit Seiner Liebe.

So die Menschen ihren Gott sehen in irdischem Besitz, werden sie dort nur ein hartes Herz finden, denn irdischer Reichtum ist nicht angetan, die Menschenherzen zu veredeln, sondern alle Laster und Untugenden wurzeln in der Begierde nach Gold und Gut .... nach irdischem Besitz .... Wo könnet ihr in diesem die göttliche Liebe finden? Der Herr weilt dort, wo Er gerufen wird, doch der Ruf zu Ihm dringt selten empor aus dem Palast des Reichen, desto öfter aber aus der Hütte der Armut. Die finsterste Not zwingt oft den Menschen, Zuflucht zu nehmen zu Gott und Ihn um Hilfe anzugehen, und es kann ein Mensch, der nicht an irdischem Gut hängt, sich selbst voll und ganz dem himmlischen Vater darbringen. Wie erbarmend senkt sich nun die Liebe Gottes auf ein solches Menschenkind ....

Jene Menschen aber, die in Reichtum schwelgen und nicht zum Vater finden, müssen trotz allem Reichtum darben .... sie entreißen zwar der Welt alles, was diese ihnen bietet, sind aber in großer geistiger Armut, denn Geist und Seele darben unsäglich, da ihnen die Liebe Gottes mangelt. Weltlicher Glanz und weltliche Macht ersetzen nicht die Gnadenkraft göttlicher Liebe, um so mehr müsset ihr Menschen darauf bedacht sein, euch diese zu erwerben, da sie doch euch allen zugänglich ist und in die Fluten der göttlichen Liebe ein jeder steigen kann, auf daß er gestärkt wird an Leib und Seele und Kraft findet im Übermaß für die Aufgabe, die ihm für das Erdendasein gestellt ist ....

Amen

BD 0576 empfangen  8.9.1938

Törichte Jungfrauen ....
Weib in der Nacht ....
Erdenwanderer ....

Es sind den Menschen so viele Möglichkeiten gegeben, sich den Weg nach oben zu erleichtern, und so ist unweigerlich ein jeder fähig, das Leben zu meistern, wenn er nur immer Gott den Herrn walten läßt. Doch die Menschen maßen sich oft ein Urteilsvermögen zu, bevor sie ernstlich geprüft haben .... sind daher oft ganz nahe am Gnadenquell und finden ihn nicht, weil sie die Labung entbehren zu können glauben. Wenn sich nun der himmlische Vater solcher Erdenkinder erbarmt und es ihnen ganz leichtmachen will, den Weg nach oben zu finden, und stößt auf harten Widerstand, dann ist das Tal des Lebens hinfort für diese Menschen ein Gefäß ohne Inhalt .... ihr Los ist weiterhin öde Leere des Herzens, die sie zu bannen versuchen durch weltliche Interessen.

In solcher Not sind auch deine Mitmenschen, die nicht des Vaters rettende Hand ergreifen, und ihr Verhalten ist gleich dem der törichten Jungfrauen, die in die Finsternis gehen und das Licht zu Hause lassen. Wo so helles Licht erstrahlt, daß es weit im Umkreis leuchten kann, und dennoch dieses Licht gemieden wird, dort kann die Liebe des göttlichen Heilands ebensowenig ausrichten, bis der Tag kommen wird, da sie deiner gedenken mit Reue .... Und in dieser Stunde wird dir ein Gleichnis zugehen, das die Liebe des Vaters zu den Seinen dir recht anschaulich erklären soll ....

In finsterster Nacht wandelt ein Weib durch öde Straßen und trägt in sich das Verlangen, an heimischer Stätte zu sein. Die Sehnsucht und die Hoffnung treibt sie zu größerer Eile, und bald gewahrt sie in der Ferne ein strahlendes Licht .... In ihrem Herzen betet sie zu Gott, daß dieses Licht ihr leuchten möge auf dem Wege zur Heimat. Und Gott erhörte ihr Gebet, und helles Licht durchbrach die Dunkelheit der Nacht .... Er gab ihr Kraft und ließ sie nicht müde werden, bis sie das Ziel erreichte .... Und dieses helle Licht war der Glaube .... die Kraft war die Liebe .... und ihre Schritte waren der Wille .... Sowie sie sich bittend an den Vater wandte, ward ihr geholfen, die Nacht wurde zum Tage, denn der Glaube und mit ihm die Liebe zogen ein in ihr Herz. Wer unter euch Erdenwanderern benötigt dieses helle Licht nicht?! ....

Wer unter euch kann ohne den Glauben den Weg zur ewigen Heimat finden? .... Und wo euch die Kraft der Liebe mangelt, dort gleichet ihr einem Wanderer, der nie trachtet, vorwärts zu kommen .... der nur immer hadert über den weiten Weg und doch keine Anstalten macht, ans Ziel zu gelangen. Ihm fehlt der Wille, und ohne diesen bleibt er fort und fort am gleichen Ort. Es bleibt der Mensch immer auf derselben Stufe, wird nicht sein Wille tätig, um dann durch den Glauben und die Liebe die finstere Nacht zu durchbrechen und dem leuchtenden Morgen entgegenzugehen.

Aller Welt sei dies gesagt, daß ohne Willen, Glauben und Liebe die ewige Heimat unerreichbar ist .... daß der Wanderer ohne diese müde am Wege liegenbleibt, daß ihm sein Geld im Beutel nichts nützet, so er in der Finsternis den Abgrund nicht erkennet und vom rechten Wege abweicht .... Dagegen wird das hellste Gnadenlicht erstrahlen dem in kindlichem Glauben zum Vater rufenden Erdenwanderer, und der Weg zur Heimat wird ihm leicht und schnell erreichbar sein. Denn die Liebe Gottes schützet ihn und gibt ihm die Kraft, deren er bedarf ....

Amen

BD 0577 empfangen  10.9.1938

Seele wählt ihren Aufenthaltsort als Mensch selbst ....
Menschen als schaffende Macht ....

Endlos lang ist der Weg, den die Seele zu gehen hat, bevor sie im Reifezustand der Nähe des Herrn würdig ist. Ungeachtet dessen aber nimmt die Seele doch dieses Los auf sich, zuerst zwar ohne eigenen Willen, nur dem Willen Gottes gehorchend, doch vor der Geburt des Menschen wählt sie sich doch ihren Aufenthaltsort aus in freier und klarer Erkenntnis, in welcher Umgebung sie ihren Reifezustand am ehesten erreichen kann. Es ist zwar dies auch eine Anordnung von Gott, der sie sich aber mit vollem Willen unterzieht, und ohne Zögern sie nun den Weg beschreitet, der ihr endgültige Befreiung aus der starren Form, der Materie, bringt, und das in einer Zeit, die sie selbst bestimmen kann .... je nachdem sie ihre Erdenaufgabe erfüllt.

In unbeschreiblichem Ausmaß bietet sich ihr nun die Gelegenheit, nur der Befreiung von ihrer letzten Hülle zu leben .... Sie braucht nur zu wollen und sich den Anordnungen Gottes zu fügen, denen sie sich auch kraft ihres freien Willens widersetzen kann. Und ihr Zustand wird immer lichter und reiner und geht der Vergeistigung entgegen. Wo sich nun der Seele ein Widerstand entgegensetzt, bleibt die Hilfe Gottes nicht aus, indem ihr Wille gestärkt wird, der nach oben verlangt. Nur völlig Unwilligen .... die nicht den geringsten Willen haben, nach oben zu gelangen .... kann diese Kraft nicht zugehen, da diese aus der Liebe zu Gott entspringt .... die Liebe zu Gott aber auch den Willen auslöst, Ihm näherzukommen ....

So braucht nur immer der Mensch die Größe, Allmacht und Güte Gottes erkennen, dann wird auch die Liebe in ihm wurzeln und diese wieder den festen Willen erzeugen, emporzugelangen in die Nähe des himmlischen Vaters. So werden alle Bemühungen der jenseitigen Welt immer zuerst dahin gehen, daß dem Erdenkind das Wunder der Schöpfung anschaulich wird .... und es durch diese in lebendige Fühlungnahme mit dem Schöpfer tritt, dann wird eine tiefe Ehrfurcht den Menschen erfassen, und immer eingehender wird ihn die Schöpfung belehren .... Denn alles in der Welt geschieht nur des Menschen wegen und ist nur des Menschen wegen da ....

So ist auch die ewige Gottheit jederzeit bereit, das Erdenkind am Schöpfungswerk teilnehmen zu lassen, denn Sie gab dem Menschen in kleinem Maß ebenfalls die Macht, zu schaffen auf Erden und Dinge entstehen zu lassen .... und diese Macht sollte den unwissenden Menschen schon erkennen lassen, in welchem Verhältnis er zu dem göttlichen Schöpfer steht, daß er im Kleinsten das gleiche ist wie die ewige Urkraft, von Der er ausgegangen ist. Die Schaffenskraft ist einem jeden Menschen eigen, auch dem nicht Erkennenden. Ein jeder verfügt über ein anderes Können und kann sich so auf der Erde völlig selbständig betätigen, teils selbst erzeugend .... teils Ursache und Wirkung ergründend und dem Schaffenden sein Wissen nutzbar machend. So wohnt in jedem Menschen die göttliche Kraft, nur wie er sie nützet, liegt ihm selbst ob.

Das Vorhandensein der Gotteskraft im Menschen sollte zur Erkenntnis führen, wessen Schöpfung er eigentlich ist. Doch wer blind an allem Wunderbaren vorübergeht und in Selbstüberhebung glaubt, sich selbst auf die Stufe im Erdendasein gestellt zu haben durch eigene Kraft, dessen Seele muß den Weg der Verkörperung oder der Unfreiheit noch lange gehen, denn die Materie wird sie gefangenhalten, bis sie erkannt hat. Gott stellt den Menschen immer vor neue Fragen, Ereignisse und Entscheidungen, und unzählige Möglichkeiten sind ihm gegeben, wo er den Anschluß finden kann an die Ewigkeit, an den himmlischen Vater. Wenn er in seiner Schwäche erkennen muß, daß seine Macht allein nicht mehr genügt ....

Aller Widerstand müßte dann gebrochen sein, wenn der Mensch seinen Willen demütig beugen möchte vor Dem, Dem alle Macht zusteht .... Die grenzenlose Selbstliebe der Menschen ist es, die den Weg zum Vater so schwer finden läßt .... immer will der Mensch sich selbst zum Mittelpunkt machen, und alles um ihn soll ihm dienen zur Erfüllung seiner Wünsche. Anstatt daß er dienet mit allem, was sein ist, dem Herrn und Schöpfer des Himmels und der Erde .... Solches wird ihm höheren Lohn eintragen dereinst, als er je mit aller Anstrengung auf Erden erringen kann, und wird ihn wieder in den Urzustand versetzen, der ihn frei macht und unendlich glücklich bis in alle Ewigkeit ....

Amen

BD 0578 empfangen  10.9.1938

Jahrhunderts Wende ....
Gotteskraft ....
Kranke heilen ....

Siehe, Mein Kind, es haben sich viele deiner geistigen Freunde um dich versammelt und geben dir Kunde von Meinem Willen. So bedenke, daß du gleichfalls eine Meiner Getreuen bist und eine Aufgabe zu erfüllen hast, die deine ganze Hingabe erfordert. Aber Ich will deine Kraft mehren und deinen Glauben stärken, wie du begehrst. So verbinde dich im Geist mit Mir und horche auf:

Lebendig sollt ihr werden und schauen im Geist Mein Reich, und ihr werdet Wunder erleben und die Kraft Meiner Liebe in euch verspüren. Es hat nur selten ein Mensch die Ausdauer, die zur Erfüllung einer solchen Aufgabe auf Erden vonnöten ist, und darum will Ich dir beistehen in jeder Lebenslage, daß du die Nähe deines Heilands stets fühlen sollst. Bewahre dir ein reines Herz, und gib Liebe überall, so wirst du Meine Gnade empfangen, und diese wird dich wahrhaft lebendig machen .... An der Quelle sich Kraft schöpfen zu können ist dir beschieden, und in Zukunft wird dir Speise und Trank geboten werden, daß du nimmer zu hungern und zu dürsten brauchst nach geistiger Nahrung. Doch nun sei recht aufmerksam und leihe Mir dein Ohr:

An des Jahrhunderts Wende denkt ihr Menschen und glaubet dann die Zeit gekommen, da Ich Selbst zur Erde komme .... Doch dann würdet ihr dieses Mein Kommen auf Erden als Erdenmenschen nicht mehr erleben .... Ihr aber seid berufen, Zeuge Meiner Herrlichkeit zu sein und Vorboten, die die Menschheit darauf vorbereiten sollen, denn der Tag ist nicht mehr fern. Sehet, Ich gebe euch noch Frist und schiebe immer weiter hinaus, um das große Leid abzuwenden von Millionen und aber Millionen Menschen. Und deshalb will Ich euch mit übergroßer Kraft ausstatten, auf daß noch erweckt werden vom Schlafe, die den Morgen schauen wollen, wenn die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne das Weltall erleuchten.

Deshalb werden den Menschen immer wieder Propheten ausgesandt, die warnen und aufklären sollen .... die in Liebe die Seelen retten sollen und den Menschen so recht anschaulich die Liebe Gottes verkünden sollen. Und so wird in dieser Zeit, die Meinem Kommen vorangeht, so unsagbar gerungen werden um die verirrten Seelen, und ohne geistigen Hinweis wird keiner auf Erden bleiben .... Die reine Wahrheit vermittle Ich den Menschen und lasse sie Einblick nehmen in Meine gesamte Schöpfung und sorge dafür, daß euch, die Ich berufen habe, auch Meine ganze Kraft zufließt und zur Verfügung stehen wird, so ihr nur in Meinem Namen etwas wollet aus Liebe zum Nächsten. Es wird euch bald der Beweis Meiner Worte geliefert werden, und dann achtet auf ....

Was ihr am frühen Morgen beginnet, wird immer gesegnet sein. Denn ihr wirket dann in aller Kraft. Lasset daher die Kranken immer des Morgens ihre schmerzenden Glieder kräftigen, und leget dann eure Hände auf in Meinem Namen und es wird euch gelingen, diesen die Gesundheit wiederzugeben, und alle Gebrechen werden von ihnen fallen .... Solches lege Ich dir liebevoll ans Herz, Mein Kind, daß du handelst, wie es dein Vater verlangt von dir .... Hat sich erst dein Wille gestählt, so erreichst du Großes und sollst dieses für Mich und Meinen Namen tun, um Kunde zu geben von Meinem Wiederkommen auf Erden. Siehe, es sind nun schon zwei Wochen, daß Ich dir verkündet habe den Weg, wie du zu festem Willen gelangen kannst ....

Du mußt dieses tief in dein Herz aufnehmen und dich bemühen, die Worte in die Tat umzusetzen. Du wirst nicht ohne Hilfe gelassen werden, doch muß dein Zögern überwunden werden, und bedingungslos mußt du annehmen, was Ich dir zur Kenntnis bringe. Siehe, es geben Mir so wenige Erdenkinder ihren vollen Willen und ihre Ausdauer .... Diese aber brauche Ich, soll Ich Selbst durch sie wirken können unter Meinen Erdenkindern. Ich habe kein anderes Ziel, als unendlich viele Menschen glücklich zu machen, und brauche daher auf Erden eure Mithilfe, weil ihr Meine Werkzeuge seid, durch welche Ich ungehindert zu den Menschen sprechen kann und doch ohne Scheu angehört werde von ihnen. Doch solange ihr nicht den festesten Glauben habt, werdet ihr nicht ausführen, was Ich von euch verlange.

Ihr sollt alles von Mir empfangen, um für Mich eintreten zu können, und Meine Kraft will Ich euch geben, daß ihr Unglaubliches leisten könnt .... um Meinen Namen aller Welt zu verkünden aufs neue .... denn die Zeit rückt immer näher, die Ich den Meinen zum Aufgang der geistigen Morgensonne verkündet habe. Und wenn ihr, Meine Diener auf Erden, Meinen Willen erfüllen wollt, dann haltet euch nur immer an die Worte, die Ich euch gebe und gegeben habe .... denn Ich bin ewiglich Derselbe, Ich bin die Wahrheit und das Leben .... wer Mich hat, der wird nie sterben in Ewigkeit, und wer in Meinem Namen wirket, der wird gestärkt werden durch Meinen Willen und durch Meine Kraft, die in ihn überfließet und ihn befähigt, gleich Mir zu wirken .... denn Ich habe alle Macht von Anbeginn und bis in alle Ewigkeit ....

Amen

BD 0579 empfangen  11.9.1938

Verschiedenartigkeit des Erdendaseins ....
Ihr würdet um Leid bitten ....

Siehe, Mein Kind, in der Welt deiner Eltern nahmst du ein Los auf dich, das dich um vieles reifer gestalten konnte, und es war dein Erdenleben an Ereignissen reich, die dein Denken anregten und dir der Weg nach oben leicht gewiesen werden konnte. Es sind zwar oft die Lebensverhältnisse der Menschen noch armseliger und bergen Not und Sorgen in größerem Maß, doch sind auch dann die Seelen dieser in noch unreiferem Zustand und können nur durch solche harten Bedingungen sich läutern, und daher sind auch die Belastungen der Menschen oft so verschiedenartig auch in ihren Folgen. So hat eine jede Seele das Bedürfnis vor ihrer Verkörperung als Mensch, möglichst schnell und erfolgreich diese Verkörperung ausnützen zu können, und nimmt daher in einem solchen Leib Wohnung, dem auf Erden ein schweres Los vorgeschrieben ist.

Und wiederum müssen viele Seelen den Weg der Läuterung gehen, der wieder andere Lebensbedingungen erfordert .... der in Wohlleben und leichtem Erdendasein eher zum Ziel führt, wo aber wieder gegen andere Gefahren anzukämpfen ist, welche die Seele überwinden muß. Es ist dies in aller Weisheit vom himmlischen Vater geordnet, wenn es auch euch Menschen auf Erden noch nicht verständlich ist und ihr über diese ungleiche Verteilung der Erdengüter oft in Unwillen geratet. Doch Der, Der alles weiß, Der jeden Mangel der Seele kennt und alles gleich vollkommen erschauen möchte, weiß auch euch die rechte Hilfe zu gewähren und legt einem jeden nur das auf, was für ihn zu seinem Seelenheil notwendig ist. Jeder Tag ist eine Stufenleiter zur Seligkeit .... so sorget dafür, daß ihr eine Sprosse nach der anderen erklimmt .... daß ihr aber nicht abwärts schreitet ....

Ihr werdet Mir, eurem Schöpfer, danken in Ewigkeit für jedes Leid, das Ich euch auferlegt habe, und werdet loben die Weisheit Dessen, Der euch geschaffen und euch für immer in Seiner Nähe haben will .... Ihr müsset immer wissen, daß der Vater nicht eines Seiner Kinder verlieren will und daß Seine Sorge einem jeden Wesen gilt, und in dieser Sorge greift Er oft zu Mitteln, die euch hart erscheinen, da ihr die Größe des Unheils nicht ahnet, das euch bedroht .... ihr würdet im vollen Erkennen bitten um Leid, um nur diesem Unheil entgehen zu können, doch müsset ihr in voller Unkenntnis eurer Lage durch das Leben gehen, um eben aus freiem Willen zur Höhe zu streben und euch so den höchsten Lohn erringen zu können ....

Amen

BD 0580 empfangen  12.9.1938

Antwort in Liebe ....
Erklärung für Leid ....

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten .... Es bergen die Menschen oft einen ungewöhnlichen Haß in sich wider ihren Schöpfer, Der ohne Vorbehalt alle Seelen gleich liebt. Dennoch wissen die Menschen nicht, wie Ich gleichsam mittrage an dem Leid, das sie bedrückt, und wie Ich es Mir angelegen sein lasse, ihnen den Heilstrank zu bieten, der ihnen das Los auf Erden zuträglicher macht. Jeder Gnade können sie teilhaftig werden, und jede Erleichterung wird ihnen gewährt, wenn sie nur wollen .... Doch in so verhärtetem Zustand ist es schwer, ihren Willen Mir zuzuwenden, und doch muß Ich den freien Willen bei einem jeden achten .... Ich darf nicht willkürlich eingreifen und Schicksale ändern, was nur das Gegenteil zur Folge hätte .... ein Verstärken ihres Selbstbewußtseins .... Denn Mir würden dadurch diese Kinder immer ferner gerückt.

So sich nun ein Dauerzustand einstellen würde, in dem der Erdenmensch befreit würde von seinen Leiden, so würde auch bald ungeheure Selbstsucht Platz greifen, und die Seele könnte sich von ihrer Hülle nur noch schwerlich frei machen, denn jede geistige Frage bliebe unerörtert von den Menschen, da das Leben in Sorglosigkeit vollauf genug böte, um das Denken des Menschen zu befriedigen. Es wäre zwar ungleich besser für den irdischen Leib, doch dieser vergeht, und von den Freuden der Welt bleibt nichts zurück für die Seele, diese aber geht nackend und frierend in das Jenseits über und muß dort denselben Kampf aufnehmen .... doch weit schwerer .... den Ich euch im Erdenleben erspart hätte aus falscher Vaterliebe.

Glaubet ihr nicht, daß euer Vater in Seiner Weisheit alles erkennt und für Seine Geschöpfe allzeit das Beste bestimmt? Sollte es nicht Dem überlassen bleiben, Dem alle Schöpfung untersteht, welchen Weg Er dem einzelnen Wesen vorzeichnet? Wüßtet ihr die Qualen, die euch erwarten, wenn Ich euch zügellos nach eurem Wunsch leben ließe? Oder könnt ihr ermessen, welche Seligkeit eurer erwartet, so ihr das euch auferlegte Leben richtig wertet und nach Meinem Willen lebt? Glaubet ihr, daß Ich Meine Freude daran habe, euch leiden zu sehen? O ihr Toren, es leidet Meine Liebe mit euch, die Ich geschaffen habe .... und die doch nicht mehr Mein sein wollen.

Das Verlangen nach euch ist unsagbar, doch Meine Macht nützet dort nichts .... ihr müsset freiwillig zu Mir finden, und dies ist wieder nicht zu erreichen durch Wohlleben und Sorglosigkeit .... In Ewigkeit fändet ihr dann nicht den Weg zu Mir. Denn Ich Selbst bin die Liebe, die Geduld, die Wahrheit, die Barmherzigkeit .... Wie könnet ihr dieses in Einklang bringen, wenn ihr glaubet, daß Ich euch leiden lassen möchte .... So ihr euch zu Mir bekennet, werdet ihr wie linden Balsam auf eure Leiden Meine Liebe fühlen, und unentwegt hilft euch Meine Gnade .... und alles Leid wird von euch genommen werden, wenn es den Zweck erfüllt hat .... den Anschluß des Kindes an des Vaters Herz ....

Amen

BD 0581 empfangen  12.9.1938

Abtrünnige ....
Ehre ....
Ruhm ....
Irdischer Lohn ....
Götter ....

Wehe den Abtrünnigen, die Mich erkannten und doch wieder verlassen haben .... Ihr Los wird kein leichtes sein im Jenseits .... Sie verwarfen, obwohl sie das Rechte erkannten, und legen nun Zeugnis ab wider Mich, denn es reizt sie irdische Macht und Gunst mehr als die Krone, die Ich den Meinen verheißen habe .... Und so wird ihr Leben auf Erden wohl an Ehre, Ruhm und Ansehen nichts zu wünschen übrig lassen, doch sie bringen diesem ihre Seele zum Opfer und scheiden armselig von der Welt .... Wer Ruhm und Ehre für sich in Anspruch nimmt, wird ohne Meine Gnade sein, denn nur dem Demütigen steht diese zu .... alles, was der Welt ihren Tribut entrichtet, muß auch von der Welt den Lohn in Empfang nehmen, und dieser wird karg sein für die Seele.

So dir geboten wird des Himmels Speise, stehst du hoch über jenen, denn es wird dir göttliche Gnade zuteil, wo jene um der Menschen Anerkennung gieren. Es sind keine Menschen so groß vor Gott, daß sie gefeiert werden müßten gleich Göttern .... Alles atmet nur Eigenliebe, Herrschsucht und Stolz .... Der freie Mensch empfindet dies und wendet sich ab, dagegen vereinen sich die Sklaven der Welt und ihrer Herrscher und bringen ihren Göttern das Opfer ihrer Unterwürfigkeit dar ....

So sehen Unzählige die kommende Zeit nicht als geistig revolutionäre Wendung an .... sie achten vielmehr nur auf das irdische Treiben und lenken ihr Augenmerk nicht auf das Wichtigste, wie Gott Selbst Sich zu allen irdischen Ereignissen stellt .... Wie viele Gedanken machen sich die Menschen um nichtige Probleme, und wie unwichtig erscheint ihnen das eine Problem .... die Frage, zu welchem Zweck sie hier auf Erden sind .... Und es ist gewiß eine so trostlose Zeit, daß sie den Blick auf ihr Innenleben richten müßten und einer jeden Zeit Erscheinungen volles Interesse zuwenden möchten, in welchem Zusammenhang diese mit der ewigen Gottheit stehen. Des Lebens einzige Aufgabe ist das Erlösen der Seele .... es ist unendlich wichtiger, als fortdauernde Streitfragen aufzuwerfen, die mit seelischer Vollendung absolut keinen Zusammenhang haben.

Oh, welche Kraft vergeuden diese Menschen an Nichtigkeiten, und wie armselig bedenken sie ihre eigene Seele .... die in Not und Elend weit eher hilfsbedürftig ist. Lebet in der Folge friedsam nebeneinander, die ihr doch alle Meine Geschöpfe seid, und machet keinen Unterschied des Wertes der Völker .... Habe Ich nicht alle erschaffen, und wer will sich anmaßen, der Wertvollste unter seinesgleichen zu sein? .... Hättet ihr den wahren Sinn des Lebens erfaßt, dann müßte in euren Herzen der edle Trieb vorherrschen, der schützend sich den Bedrängten zuwendet und verabscheuend den Bedrücker meidet .... Die Leidenszeit auf Erden wird euch noch so manches lehren ....

Doch ehe ihr nicht demütig werdet und eure Hände emporstreckt, um Hilfe flehend .... ehe ihr nicht Gott zuerst die Ehre gebt und Jesus Christus als Gottes Sohn anerkennt, eher wird sich auch das Leid auf Erden nicht von euch wenden, denn Er, Der alle Schuld auf Sich nahm und am Kreuz für die Menschen gelitten hat .... Er war der Geringsten einer und hatte alle Macht, sich zu erheben zum Könige des Volkes .... Er blieb arm gleich Seinen ärmsten Brüdern auf Erden, Er war ein Freund und Erretter aller Armen, und Seine Erlösung war der schmähliche Tod am Kreuze .... Wer auf Erden der weltlichen Ehrung teilhaftig wird, steht dem Herrn Jesus Christus weit nach .... Er muß erst herabsteigen von seinem Thron und demütig seine Knie beugen vor Ihm, dem Gekreuzigten .... vor dem Herrscher des Weltalls und aller Kreaturen .... auf daß Dieser ihn erhebe aus dem Staube und ihn hinanziehe an Sein Vaterherz ....

Amen

BD 0582 empfangen  13.9.1938

Glaubensfreiheit ....
Natürliche Erklärung ....
Freudige Arbeit der Seele ....
Ablehnen ....

Soll ungezwungen dein Gebet bleiben, so verbinde dich im Geist mit deinem himmlischen Vater, und lasse die Gedanken an dich herantreten, so wird jede mechanische Übung wegfallen, und du wirst im Herzen zu Gott beten. Der Herr vernimmt alles, jeden Gedanken und jedes Sehnen nach Ihm, und es sind daher Worte nicht vonnöten .... Dagegen wird gesegnet sein alles wahrhaft gute Denken und Wollen. Diese Verbindung mit der jenseitigen Welt ist die einzigste Möglichkeit, durch die der Herr Sich kundgeben kann in der Weise, daß den Menschen ihre Glaubensfreiheit belassen bleibe. Eine offensichtliche Kundgabe von oben würde sie in den Zustand versetzen, in dem sie in einen Glauben hineingedrängt würden auch gegen ihren Willen .... Und ein solch gerichteter Glaube, ein Annehmen der Gotteslehre durch gewissen Zwang ist ohne Erfolg für die Seele. Darum müssen die Sendungen Gottes in einer Weise dem Menschen übermittelt werden, die ihn in keiner Hinsicht nötigen zu glauben ....

Der Herr hat wohl viele Mittel, Sich Gehör zu verschaffen, doch solange der Mensch gleichzeitig eine rein natürliche Erklärung dafür hat, kann er sich völlig frei entscheiden, etwas als Naturwirken oder als sich offen äußernder Wille Gottes anzusehen und demnach dann Stellung zu nehmen zur ewigen Gottheit. Es ist überaus schwer, den Menschen den Glauben wieder erstehen zu lassen, die nach kurzer Prüfung und falschem Urteil ihn fallenließen, und es gehört unsagbar Geduld und Ausdauer dazu, sie immer wieder hinzulenken auf ein Gebiet, dem sie mehr feindlich gegenüberstehen, und daher bleibt es immer eine ungeheure Aufgabe, solchen abgefallenen Menschen das tiefe Wissen um die Liebe Gottes beizubringen. Es bedarf äußerst starker Beweise einerseits, und andererseits wieder müssen diese Beweise immer noch im Rahmen des Möglichen liegen, weil sonst nicht mehr von Glauben die Rede sein könnte, sondern der Mensch annehmen müßte, was ihm offenkundig unterbreitet würde ....

Es hat die Seele ein weites Arbeitsfeld .... ohne Pause muß sie rührig sein, da es gilt, das Erdenleben zweckentsprechend zu nützen .... In tiefem Glauben und in klarer Erkenntnis muß sie schon alle Kraft anwenden, um ihr Ziel zu erreichen. Doch geht ihr die Zeit verloren, indem sie auf Erden ihre Arbeit vernachlässigt aus Mangel an Erkenntnis, so wird sie immer schwerer ringen müssen, je später sie diese gefunden hat .... Es bleibt ihr für ihre eigentliche Tätigkeit zu wenig Zeit, und nur überaus starkem Willen gelingt es, das Versäumte nachzuholen und mit verstärkter Kraft an sich zu arbeiten.

So will nun der Herr jenen zu Hilfe kommen und ihnen Hinweise geben, auf daß sie leicht den Glauben annehmen und sich durch diesen Hilfsmittel erwerben .... (Unterbrechung) Doch es sind wiederum so viele Gefahren, die einer solchen Seele drohen, wenn sie unwillig an die Arbeit herangeht, die einzig ihrer Förderung gilt. Denn im steten Kampf mit bösen Mächten bleibt sie so lange, als sie nicht freudig nach oben strebt .... Erst wenn der starke Drang im Herzen fühlbar ist, immer nur das zu tun, was Gott wohlgefällig ist, werden die Einflüsse der bösen Mächte schwächer werden und zuletzt das Erdenkind gar nicht mehr belästigen können, denn dann ist diese Macht gebrochen durch das innige Verlangen nach Licht, das nur allein von oben kommen kann.

Wenn nun die Seele im Verlangen nach Gott sich ihrer Schwäche bewußt ist und innig um Kraft bittet, dann wird sie gleichsam nach oben getragen von geistiger Kraft .... Einer bittenden Seele wird alles zur Verfügung stehen, was dem Fortschritt dienlich ist, und ist ihr dann die Erkenntnis ihrer Aufgabe geworden, so kommt sie dieser freudig und eifrig nach. Das stärkere Verlangen kann jedoch auch der Materie gelten, und dieses ist Rückgang oder Tod der Seele .... und völlig nutzlos ist die Erdenzeit, wo nur der Körper zu seinem vermeintlichen Recht kommt, die Seele aber darbt und schmachtet.

Und dann wird kein Gedanke sich dem Geistigen zuwenden, Ablehnung, Verspottung und Verachtung allen geistigen Themen gegenüber und völlige Leere des Herzens sind die Merkmale solcher irrenden, in den Fesseln der Materie schmachtenden Seelen. Des Herrn große Güte erkennen sie nicht und stehen zu weit entfernt vom Vater des Alls .... Und wirket die Gottheit auch augenfällig, so schließen sie lieber ihre Augen und bleiben weiter in geistiger Dunkelheit .... Des Himmels Zeichen werden alle erschauen, doch wenigen nur werden sie das bedeuten, was sie sein sollen .... Warnungssignale vor größter Not .... Wer dieser achtet, ist nicht in Gefahr, restlos verschlungen zu werden von dem verheerenden Feuerstrom, der sich nun über die Menschheit ergießen soll ....

(Unterbrechung)

BD 0583 empfangen  14.9.1938

Innerliche Demut ....
Schrecken und Panik den Halsstarrigen ....

Bleibet vor allem darauf bedacht, daß ihr nicht in den Fehler verfallet, euch höher einzuschätzen, als ihr der Gottheit gegenüber seid .... Es wird dies immer ein Mangel an Liebe zu Gott bedeuten, denn nur, wer sich klein fühlt, kann in Gott den höchsten Liebesbegriff finden und ein wahrhaftes Kind Gottes werden. Noch ist es dem Menschen überlassen, sich selbst das Verhältnis zu schaffen zur ewigen Gottheit .... Wie er sich selbst ansieht, so wird auch die Handlungsweise der Gottheit gegenüber sein. Es kann ein Kind mit rechtem Willen sich völlig dem Vater übergeben und kann dann nur immer, unter der Einwirkung der göttlichen Liebe stehend, das Erdenleben kräftig ausnützen für die Ewigkeit ....

Alle Sorgen werfet auf den Herrn .... Wenn ihr dieses nur recht beherzigen wolltet .... Zu wissen, daß es Einen gibt, Der alles abwenden kann .... und sich dann Seiner Hilfe würdig machen zu können, ist ein trostreicher Gedanke, der das Erdenleben weit leichter ertragen läßt .... Noch ist es Zeit für innere Umkehr, denn die Barmherzigkeit und die Langmut Gottes hat keine Grenzen .... Immer wieder versucht sie, die Menschen aufmerken zu lassen, und greift bald hier, bald da durch Schicksalsschläge in die Reihen der Menschen ein, auf daß ein jeder achtgeben soll auf eine unsichtbare Hand und eine überirdische Macht .... Wer immer nur ein wenig solchen Gedanken in sich Raum gibt, die nach oben weisen, dem wird auch das Erkennen leicht werden, doch es sind so maßlos viele, die sich von der Welt auch nicht für Momente losreißen können .... die mit der größten Selbstverständlichkeit alles hinnehmen und niemals eine geistige Erklärung für alle Vorkommnisse suchen ....

Dort ist es unsagbar schwer für die Geistwesen, in Verbindung zu treten mit ihnen, um geistig wirken zu können. Um diesen unzähligen Seelen zu Hilfe zu kommen, werden noch ärgere Dinge geschehen müssen auf Erden, soll ihnen ein kleiner Lichtfunke aufblitzen und ihr Denken angeregt werden. Sehet, dort muß der Herr eingreifen mit verstärkter Macht .... Er muß wachrütteln aus dem Schlafe die Trägen und muß ihnen ihre Arbeit anweisen, auf daß sie nicht in geistiger Trägheit zugrunde gehen. Aber auch dann wird wieder nur ein kleiner Teil dieser den Rettungsanker ergreifen und sich leiten lassen auf dem Boden der Erkenntnis ....

Und so werden in jüngster Zeit namenlosem Elend ausgesetzt sein die Halsstarrigen .... Schrecken und Panik werden herrschen unter den Trägen, denn alle diese sind Gottes Geschöpfe .... alle diese möchte Er erretten aus ihrer Not und kann dies nur in solcher Weise tun, daß die Freiheit des Willens im Menschen unantastbar bleibt. Hat Sich der Herr so offenkundig geäußert und die Menschen gehen an diesem Ruf der Erbarmung achtlos vorüber, dann wird das Tor des Lebens für jene verschlossen bleiben, und ihr Anteil wird Tod und Verderben sein, denn Gottes Liebe wiesen sie achtlos zurück ....

Nun hat die Menschheit ein klares Bild dessen, was über sie hereinbrechen wird, zu jeder Zeit erhalten, und dennoch ist sie in ihrem Tun und Handeln die gleiche, unverbesserliche geblieben, weil sie das Wort Gottes nicht achtet als das, was es ist .... Wenn sich aber dieses Wort erfüllen wird, dann ist noch immer die Möglichkeit geboten umzukehren, und ihr werdet angenommen werden in letzter Stunde .... Darum öffnet Augen und Ohren, wenn der Herr zu euch spricht, und achtet dieser Seiner Worte .... Denn Sein Wort ist Wahrheit und Leben ....

Amen

BD 0584 empfangen  14.u.15.9.1938

Arbeit der Geisteskräfte ....
Innenleben ....
Gitter ....
Barmherzigkeit Gottes ....
Notwendigkeit von Kummer ....

In der Macht des Allerhöchsten liegt es, ganze Welten entstehen zu lassen .... und ebenso ist es Ihm auch möglich, alles in ein Nichts aufzulösen, doch was aus Gott ist, wird niemals vergehen, und wenn die Erde mit ihren Bewohnern sich in die tiefste Finsternis verstrickt, so wird sie doch niemals vernichtet werden, sondern gleichfort werden die guten Kräfte alle Wesen auf Erden zurückzugewinnen suchen. Ein endloser Kampf wird gelten allen jenen Mächten, die diesem Bestreben der guten Geisteskräfte entgegenwirken. Ein solches Vorhaben wird sich allerdings auf Jahrtausende hinaus erstrecken, doch höret die göttliche Liebe nimmer auf, und diese Liebe bewirket, daß sich kein Wesen auf ewig von der höchsten Gottheit entfernt, sondern allmählich sich wieder seinem Ausgangspunkt nähert, wenn auch in wahrhaft endlos langer Zeitdauer.

Ohne Frage kommen hierbei die Geisteskräfte in Situationen, wo all ihre Mühe und Arbeit aussichtslos erscheint, doch können sie vermöge ihrer Vollkommenheit an die schwierigsten Probleme herangehen .... sie können den Menschen in alles einweihen, sowohl auf irdischem als auch auf geistigem Gebiet .... sie können ihn erst mal zu einem denk- und urteilsfähigen Menschen heranbilden, ihm Fragen ins Herz legen, die er zu ergründen sucht .... sie können ihm die Schöpfungswunder anschaulich machen, so daß der Geist in ihm rege wird .... und nachdem ein Mensch so vorbereitet ist, treten sie an ihn mit der wichtigsten Aufgabe des Lebens heran ....

Sie lenken seinen Sinn nach oben dem ewigen Schöpfer entgegen, und nun beginnt in dem recht vorgebildeten Erdenmenschen ein Erwachen des Innenlebens .... ein Suchen und Fragen .... ein Tasten und Fühlen. Und ist der Mensch soweit gekommen, dann ist er nicht mehr verloren für die Ewigkeit, dann setzt ihn der himmlische Vater Selbst in die Lage, dieses Innenleben zu pflegen, daß es wachse und gedeihe und Frucht trage. Wer diese Stufe einmal erreicht hat, kann nicht mehr zurückfallen, denn er hat Brot des Lebens gegessen und wird ewig danach verlangen und doch auch gesättigt werden.

Nur dem Müden und Trägen ist der Aufstieg ungeheuer schwer, denn wie er nichts unternimmt, um seinen Leib keiner Anstrengung auszusetzen, so läßt er auch die Seele in dauernder Untätigkeit, was gleich ist dem Tod. Denn ein geistig sich betätigender Mensch ist gleichsam am Lebensquell, wo er Labung in reichem Maße findet, doch dem trägen Menschen wird gleichwie in einer Wüste keine Erquickung winken, er geht nur immer achtlos an dieser vorüber .... hat keinerlei Verlangen nach geistiger Stärkung, und (es = d. Hg.) ist daher seine Seele ständig bedürftig, solange der Körper leer ausgeht an göttlicher Gnade. So verläßt die Seele nicht so leicht ihre Hülle. (15.9.1948) Es ist dies gewissermaßen wie ein Gitter, das nur durch die Barmherzigkeit und Liebe anderer zu öffnen ist ....

Wenn nun der Mensch sich nicht dieser Barmherzigkeit würdig macht, kann ihm auch kein Beistand geleistet werden, doch genügt wiederum die geringste Liebestat, um der Seele die Barmherzigkeit und Liebe Gottes zukommen zu lassen. In der Sphäre der jenseitigen Welt kann nur die Barmherzigkeit und Liebe helfend eingreifen, denn die Seele vermag nichts aus eigener Kraft .... sie muß nur den Willen haben, sich zu trennen von der Materie, und nach oben verlangen .... sonst aber ist sie völlig auf die Liebe anderer Geistwesen oder das Gebet der Erdenmenschen angewiesen, während das Erdendasein ihr täglich oder stündlich Möglichkeiten gibt, sich selbst ein Liebesfeld zu bebauen, das ihr wieder für das jenseitige Leben reiche Früchte trägt, und sie dort nicht darben braucht.

Entweder verläßt die Seele das Erdenleben mit einem Schatz an unvergänglichen Gütern, als da sind die Liebeswerke am Nächsten .... Oder aber sie steht völlig leer vor dem Eingangstor in die Ewigkeit und gedenkt reuevoll des Versäumten auf Erden. Der Zustand ihrer Hilflosigkeit ist so äußerst bedrückend, daß, wüßte die Menschheit davon, sie nimmer so verhärtet wäre, ihrer Seele diesen Zustand zu bereiten .... Doch ob es ihnen auch gesagt wird, sie glauben es nicht und bleiben nach wie vor unbelehrbar, denn es störten ihnen alle jenseitigen Mitteilungen ihren Lebensgenuß, und darum leugnen sie lieber alles und setzen sich mit Leichtigkeit über Dinge hinweg, die aus dem Reich des Unsichtbaren kommen.

Die Welt will hart angefaßt sein .... mit aller Liebe und Güte allein richtet der göttliche Heiland nichts aus, denn diese Stimme der Liebe vernehmen sie nicht oder überhören sie absichtlich .... so können nur noch solche Ereignisse Hilfe bringen, die die Ruhe des Menschen erschüttern, daß er dann erst sich bewußt wird, nicht willkürlich auf Erden zu leben, sondern alles seinen wohlbedachten Grund und Endzweck haben muß .... Wird Gott in Seiner Liebe nicht vernommen, so muß Er den Menschen Seine Macht fühlen lassen, daß dadurch der Widerstand gebrochen werde und er die Größe Dessen erkennt, Der ihn geschaffen hat ....

Amen

BD 0585 empfangen  16.9.1938

Wort Gottes ....
Werk ....
Brot des Lebens ....
Kraft ....

Wer Mir in allem rechten Glauben schenkt, der wird immerdar gesegnet sein .... Doch ist die Arbeit an sich selbst Vorbedingung dazu, denn nur durch diese wird es euch möglich sein, zu erkennen. Siehe, es haben so viele den Willen, einzugehen in die ewige Herrlichkeit, bedenken aber nicht, daß sie gleichfort auch danach streben müssen und daß der unvergleichlich schöne Lohn auch errungen werden muß. Sie nehmen alles nur mit den Ohren auf und legen es nach Belieben wieder beiseite, wo sie doch tief ins Herz Meine Worte eindringen lassen und immer nur danach leben sollten. Dann nur ist Mein Wort das wahre Leben .... Und darum wird ein wahrer Meister seines Lebens der genannt werden können, der sich Mein Wort zur Richtschnur nimmt und sich bemüht, Meinen Willen zu erfüllen, Meine Gebote zu halten und so die Liebe zu pflegen. Und dann ist ihm Mein Wort der Born aller Lebenskraft .... es ist Mein Leitwort, das ihn einführt in die ewige Wahrheit, die er nun erkennet, weil Mein Wort ihm dazu die Kraft gibt.

So brauchet ihr euch nur immer zu befleißigen, Mich anzuhören, und ihr werdet durch Mein Wort in alle Wahrheit geleitet werden und nicht mehr fehlgehen können. Durch die Ätherwellen vernehmet ihr die Stimme Dessen, Der in euch, um euch und über euch ist .... Und ihr gehet gleichsam als Empfänger dieser Stimme auf der Erde dahin und ahnet nicht, wie der Geist Gottes euch schon umfangen hält, euch nicht mehr auslassend, die ihr euch Mir hingebt .... So ihr nur willig seid, Mein Wort zu vernehmen, seid ihr in den Kreis Meiner Engel aufgenommen und werdet fürderhin nichts gegen Meinen Willen tun können, wenn ihr euch vertrauensvoll Mir überlasset .... Lege dein Ohr an Mein Herz und vernimm die Stimme:

Unter deiner Hand wird das Werk erstehen, das von neuem der Welt Meine Liebe bezeugen soll, und es ist dir aufgetragen, den göttlichen Geist in dir sprechen zu lassen, um einer neuen Welt des Friedens die verheißene Lösung zu bringen, die da ist, daß jeder Anteil nehmen soll an der Herrlichkeit Gottes, der nach Meinem Wort lebt. Denn dieser wird keine Grenzen ersehen zwischen der Erde und dem Himmel .... er wird ungehindert wandeln können vom Diesseits zum Jenseits, er wird seinen Blick schweifen lassen dürfen in alle Herrlichkeit, und ihm wird nichts verborgen bleiben, denn die Mein Wort haben, haben die Kraft, und diese Kraft läßt sie alles überwinden, was hindernd steht zwischen der Erde und dem himmlischen Paradies. Und dieses Mein Wort wird bestehenbleiben bis in alle Ewigkeit .... Ihr aber trachtet danach, es in euch aufzunehmen als wahres Brot des Lebens, denn es wird euch hinüberleiten in die Sphären des Paradieses und euch bereiten ewige Seligkeit ....

Amen

Lorber Großes Johannes Evangelium Band 8 Kapitel 189/Vers 20, gelesen am 22.9.1938

„Denn wahrlich sage Ich euch: Ein reiner und geistesstarker Mensch ist ein Herr der Naturgeister, also ein Herr auch über die Elemente und auch über alle Tiere, Pflanzen und Mineralien, welcher Art und Gattung sie auch sein mögen! Denn so eine Seele mit dem Geist Gottes erfüllt ist, in Dem alle Macht und Kraft aus Gott wohnt, so kann er auch gebieten aller Natur, und sogar die Berge müssen sich beugen vor der Macht seines Willens und seines ungezweifelten Glaubens und Vertrauens auf den Einen wahren allmächtigen Gott.“

BD 0586 empfangen  17.9.1938

Gebannte Gewalten ....
Materie Träger geistiger Substanz ....

Alle Gewalten des Himmels und der Erde werden gleichsam von Meinem Willen in Bann gehalten, denn so sie sich restlos und ungezwungen äußerten, würden die Menschen erstarren vor Entsetzen. Einem einzigen Augenblick ungehinderten Entfalten der Naturgewalten müßte alles zum Opfer fallen, was auf und über der Erde besteht. Noch verheerender aber wäre die Wirkung der bösen geistigen Gewalt, hätte diese uneingeschränkten Einfluß auf die Menschen. So aber ist dort diesen Gewalten eine Grenze gesetzt, wo sich die Seele für das Gute entscheidet. So bleiben auch jene Seelen unberührt von der sie ständig umlauernden Gefahr, sich ins Uferlose zu verlieren .... d.h., sie sind den Gewalten nicht ausgesetzt, deren Bemühen ist, die Seele von dem einmal gefaßten Vorhaben abzubringen und sich selbst untreu zu werden.

Wer im Strudel des Lebens die Gewalt solcher feindlicher Macht noch nicht erkannt hat, dessen Geist ist noch nicht eingedrungen in jene Welt, die von Gottes Größe und Allmacht zeugt. Gute und böse Kräfte streiten gegeneinander, jede läßt ihre Macht zur vollen Geltung kommen .... jedes Wesen bekommt beider Einwirkung zu spüren, und doch entfernen sich die Menschen vom Glauben an solche überirdische Kräfte .... Sie legen ihrem irdischen Leben zuviel Bedeutung bei und sind so völlig unfähig geworden, die Schöpfungsbegriffe auseinanderzuhalten ....

Sie verkennen den Zweck des Lebens voll und ganz, sie bleiben in keiner Weise schaffend tätig, wenn sie verneinen, daß jeglicher Materie im Schöpfungsraum die Aufgabe zufällt, Träger einer geistigen Kraft zu sein, denn sie können ohne diese Voraussetzung niemals zur Höherentwicklung dieser beitragen, sondern sie sind einer Pflanze gleich, was besagen will, daß die äußere Hülle einer Pflanze nach Gottes Ratschluß oft nur den Menschen zur Augenweide dient, sich aber sonst in keiner Weise nutzen- oder fruchtbringend in das Schöpfungswerk Gottes einfügt .... So auch würden jene Menschen wohl das Erdental beleben, doch in voller Unkenntnis ihrer Aufgabe jenen Pflanzen gleich nur ein Zeuge des Schöpfungswillen Gottes sein, aber ohne jeglichen nennbaren Nutzen für sich und seine Mitmenschen.

Und es könnte ein solcher Mensch auch nimmermehr tatkräftig sein in geistiger Weise, ihm wäre jede Fähigkeit vorenthalten, da er ja eine solche Fähigkeit nicht ausnützen würde im Sinne des Schöpfers. Jede Materie ist Träger geistiger Substanz .... und alles, was auf Erden ersteht, hat immer nur den Zweck des Höherentwickelns, niemals aber ist es dem Menschen überlassen, willkürlich die Materie dieser Geisteskraft zu berauben .... Es würden nur immer die Menschen der göttlichen Gnade verlustig gehen, die Gottes Schöpfung so unvollkommen ansehen, daß sie dem kleinsten Wesen in der Natur die göttliche Kraft .... die Seele absprechen. Sie bedenken nicht den engen Zusammenhang von sich selbst zu jenen kleinen Wesen ....

Sie sind überzeugt von ihrer Mission auf Erden erst dann, wenn sie die gleiche auch in allen anderen Geschöpfen feststellen, und das ist ihnen nicht glaubhaft zu machen .... Aller Wert des Lebens liegt ihrem Begriff nach nur in der Ausübung ihrer irdischen Tätigkeit. Diese stellen sie obenan und bleiben fortan ängstlich besorgt um des Körpers Wohl und Wehe .... Dies, Mein Kind, soll dir dein Streben erleichtern und dir neue Nahrung geben, auf daß dein Wille nicht nachläßt und du dich voller Freude weiter deiner geistigen Arbeit hingibst. Beleben soll dich der Glaube und stärken jede Tat der Liebe, und Meine Liebe soll dir beschieden sein zu jeder Zeit .... denn in der Liebe zu Mir findest du alles, was deinen Sinnen und deinem Geist förderlich ist .... sie bringt dich in den Zustand immer heißeren Verlangens, und diesem wird Erfüllung werden durch deinen Herrn und Heiland Selbst ....

Amen

BD 0587 empfangen  18.9.1938

Irdisches Wissen ....
Weisheit Gottes ....
Wahrheit durch den Geist Gottes ....

Alles, was die Erde birgt an Wissen und Erfahrungen steht nicht im Verhältnis zu der unendlichen Weisheit Gottes. Die Menschen wollen zwar ihre eigene Weisheit obenan stellen und bedenken nicht, daß doch auch der Verstand eine Gabe des Allerhöchsten ist, und (es = d. Hg.) ist dieser, auch in gutem Sinn gebraucht, nur winzig zu nennen im Vergleich zur Weisheit Gottes. Habt ihr die Gabe, ergründen zu können, welchem Zweck die Millionen Sterne am Firmament dienen? Ihr könnt nur immer annehmen, was euch darüber von oben als Erklärung gegeben wird, könnt aber niemals aus eigener Kraft einen Schritt weiterkommen, denn für euch sind alle Gestirne weltenfern, nur als winziges Pünktchen eurem Auge sichtbar.

Nun aber bedenket, daß Gott unsagbar viele Schöpfungen vollbracht hat, die euch völlig fremd sind .... bedenket, daß ein jedes Schöpfungswerk in weiser Voraussicht seiner Bestimmung in göttlicher Ordnung sich der Gesamtschöpfung einfügt .... bedenket, daß ihr ohne das geringste Wissen allen diesen Schöpfungswerken gegenübersteht .... Dann wird euch vielleicht der Mangel an eigener Weisheit klar sein, ihr werdet begreifen, daß ihr nur rein verstandesmäßig mit der Gabe, die euch der Herr verliehen hat, nichts in der Welt eingehend ergründen könnt .... Ihr könnt wohl ahnen und eben glauben .... und bleibet daher immer unwissend, solange ihr nicht dem Geist in euch die Freiheit gebt, für euch tätig zu sein. Dieser Geist wird euch dann in die Wahrheit einführen und euch alle Gebiete restlos erschließen, so ihr nur das Verlangen habt, Aufklärung zu bekommen zum Zwecke eurer geistigen Fortbildung.

Ihr sehet doch täglich in der Natur so viele Rätsel, die ihr wohl hinnehmet, vielleicht euch darüber befragt oder verwundert .... ihr könnet auch keine ausgiebige Antwort finden, wenn ihr sie rein verstandesmäßig begründen wollt. Fraget euren Schöpfer Selbst .... Er wird euch die Antwort nicht vorenthalten, wenn ihr nach innigem Gebet aufmerksam der Stimme in euch lauschet, die euch einführt in unerklärliches Gebiet. Eine kleine Weile noch, und alle Zweifler werden Dinge erleben, die ihre Sicherheit gar sehr erschüttern dürften. Denn der Herr wird sich einem jeden bemerkbar machen, um zu versuchen, eines jeden Seele zu retten, und dann werden deine Reden einen leichten Grund bilden, auf dem man anknüpfen wird ....

Die fernere Gestaltung des Lebens wird bei jenen Menschen auch dazu beitragen, ihren Sinn zu ändern, denn Gott hat das Schicksal eines jeden einzelnen in der Hand. Die Weisheit Gottes ist unbegrenzt, wie könnte ein Mensch sich daran messen und eben mit der Sicherheit eines Vollwissenden etwas behaupten, was sich seiner Beurteilung völlig entzieht. Gott gab den Menschen den Verstand, um alles in, um und über sich beurteilen zu können soweit, als es ihm sichtbar Anlaß gibt zum Forschen und Grübeln. Doch die Antwort hat Sich Gott Selbst vorbehalten .... Und diese erteilt Er dem, der als Kind den Vater um Erleuchtung anfleht .... nicht aber dort, wo sich der Mensch auf sein eigenes Wissen verläßt und sich zu erhaben dünkt, kindlich bittend Aufklärung zu verlangen.

Lasset doch euren Dünkel beiseite, wo es sich um Schöpfungsprobleme handelt .... Das Wissen um geistige Dinge ist völlig unabhängig von weltlicher Erfahrung, und verstandesmäßig hochentwickelten Menschen ist oft die Kluft zu geistigem Wissen bedeutend breiter, da sie von der Höhe zu schwer herabfinden .... als einem Menschenkind, das sich gläubig vertrauend dem göttlichen Vaterherzen empfiehlt. Diese überbrücken die Kluft mit Leichtigkeit, doch alles Wissen der Welt hilft nur die Kluft verbreitern, denn es entfernt sich der Mensch vom reinen innerlichen Glauben an Gott den Herrn als alleinigen Lenker des Weltalls ....

Amen

BD 0588 empfangen  18.9.1938

Direkte Verbindung ....
Odem Gottes ....
Himmlischer Friede ....
Glück ....

Siehe, des Geistes Kraft erfüllt dein Herz .... nimmer darfst du Sorge tragen um das, was deiner Seele Förderung dienlich ist. Denn es empfängt der Mensch die Speise des Himmels gleichfort, solange er sie begehrt. An dem Verlangen danach kannst du erkennen, wie dich die geistigen Kräfte schützend durch das Leben begleiten .... wie sie immer nur darauf bedacht sind, deine Seele voll und ganz in ihre Sphäre zu lenken, und ist dies einmal erreicht, dann verlangst du nimmer zur Erde zurück. Es wird wie ein Traum alles Irdische an dir vorübergleiten, und wachen Geistes vernimmst du nur immer die Stimme des Herrn .... Was dir geboten wird, ist um so wertvoller, als keines Menschen Einfluß sich auf diese Arbeit erstreckt, sondern aus direkter Verbindung mit der geistigen Welt entsteht, und so dürfen dich keine Gegenäußerungen der Mitmenschen beirren oder unschlüssig machen.

Siehe, wann erlebt der Mensch eine so offensichtliche Gnade des Herrn, ohne in Verbindung zu treten zu jener Welt .... Es werden sich jene Menschen nur ausschließlich mit irdischen Fragen beschäftigen und können daher auch niemals Einblick nehmen in ein sie nicht interessierendes Gebiet, weil sie alle ihre Sinne verschließen .... Der Mensch, der sich selbst öffnet der Kraft, die in ihn einströmen will, wird aufnehmen, und der Odem Gottes wird ein so williges Kind berühren .... Dieser Odem ist Kraft, ist Gnade und ist göttlicher Geist. Erklärt ihr euch bereit, empfangen zu wollen, so wird euch gegeben werden unbegrenzt .... Und ein Friede wird sich eurer bemächtigen, den nur der Heiland Selbst euch vermitteln kann.

Und wo euch der himmlische Friede winkt, werdet ihr schwerlich wieder zum irdischen Leben zurückverlangen und nur den Moment herbeisehnen, der die Seele ihrer äußeren Hülle beraubt. Habet nun acht, daß ihr im Frieden bleibt .... daß ihr die Verbindung zum göttlichen Heiland nicht lockert .... daß ihr nur immer danach strebt, immer näher zu Ihm zu kommen, und der Herr wird euch zur Seite stehen fort und fort. Wer Ihn liebt, der wird mit voller Kraft wiedergeliebt werden, und was es heißt, die Liebe des himmlischen Vaters zu besitzen, das ist euch Menschen auf Erden nicht verständlich zu machen.

Darum hat der Herr euch für das Erdendasein schon das Gefühl in das Herz gelegt, das in euch die Wonne des Glückes auslöst .... so ihr auf Erden liebet und wiedergeliebt werdet, ertragt ihr schon der Erde Last viel leichter .... Um wie vieles leichter tragbar muß dann diese Last euch erscheinen, wenn die göttliche Liebe euch geschenkt wird. Und diese Liebe äußert sich doch so fühlbar, wenn ihr froh durch das Leben geht und nur immer nach oben verlangt. Es ist dies nur ein Vorgeschmack der großen Seligkeit, die euch in der Ewigkeit erwartet. Euer Sehnen nach dem Heiland wird unbeschreiblich sein und die Erfüllung dieser Sehnsucht unsagbar beglückend. Wer in sich schon den Begriff „Glück“ zu klären versucht, muß sich die Antwort geben, daß dieser Begriff nur überirdisch oder übersinnlich zu erklären ist .... daß sich kein Mensch diesen befriedigenden Zustand selbst schaffen kann nach Belieben, sondern dieser Glückszustand immer die Erfüllung eines Sehnens voraussetzt.

Und so bringen die jenseitigen Geisteskräfte dem Erdenkind unausgesetzt solche Belehrungen entgegen, durch die in ihm der Wunsch geweckt wird, der göttlichen Liebe teilhaftig zu werden .... Die Liebe zum Heiland wird immer mächtiger und erfaßt bald mit aller Gewalt das Erdenkind .... Je inniger dieses dem Herrn entgegenstrebt, desto liebevoller wird es aufgenommen, und die Ausstrahlung der göttlichen Liebe beglückt und schafft so seligen Frieden, daß im ganzen Weltall nichts Wonnigeres zu finden ist, als immer nur der Liebe des Herrn gewürdigt zu werden.

So lasse unsere Lehren in dich eindringen und horche auf! In der Zeit der Reife werdet ihr alle euch betätigen müssen, um die Ernte einzubringen, und so wird von euch unentwegt Arbeit gefordert werden, die ihr als Arbeiter im Weinberg des Herrn wirken wollt und dem Herrn bereitwillig eure Dienste angeboten habt. So hat ein jeder seine Mission vom Herrn übernommen, und der Herr wird euch leiten nach Seinem Willen, ihr werdet als gehorsame Diener ausführen, was Er von euch fordert. In diesen Zeiten wird erhöhte Einsatzbereitschaft gefordert, denn nur die Liebe zueinander kann Rettung bringen .... ein jedes Liebeswerk segnet der Herr und ist darauf bedacht, die Seelen zu sich hinanzuziehen. Aber dennoch werdet ihr ringen müssen, euch üben in Geduld und Liebe, denn nur durch gutes Beispiel wird euch Erfolg beschieden sein. Es wird an euch der Ruf ergehen, für den Namen des Herrn einzutreten ....

(Unterbrechung)

BD 0589 empfangen  19.9.1938

Grenzen des Verstandes ....
Weltweise ....
„Ich weiß, daß ich nichts weiß ....“

An der Grenze des Verstandes muß das Wirken der Geisteskräfte einsetzen, denn nimmer würdet ihr Menschen mit eurem Wissen die Rätsel der Natur lösen können, wenn nicht gleichzeitig ebenjene Kräfte euch ein Wissen vermitteln möchten, so daß ihr leicht Eingang findet in das Walten der göttlichen Schöpfung. Es belehren euch die Geister, die um euch weilen, und suchen eure Gedanken so zu lenken, daß sie der Wahrheit nahekommen. Und je mehr ihr in euch den Glauben berget .... je mehr ihr in euch das Wesen der Gottheit empfindet, desto heller und klarer werden diese Gedanken in euch eindringen können.

Nur wer glaubet, völlig aus eigener Kraft ergründen zu können, was der Vater des Alls noch verhüllt hat, dessen Ringen nach Erkenntnis wird lange Zeit erfolglos bleiben .... Immer wird er seines Erfolges nicht recht sicher sein .... immer werden Zweifel über die Wahrheit seiner Feststellungen in ihm rege werden, und er wird mit den Worten: „Ich weiß, daß ich nichts weiß“ die Unzulänglichkeit seines Wissens zugeben müssen. Doch die innere Verbindung mit Gott gibt ihm den Schlüssel zu allem Wissen und gleichzeitig die Gewähr, auf rechtem Wege zu sein und sich in vollster Wahrheit zu befinden. Es ist dies so von Gott gefügt, daß das geistige Leben im Menschen völlig getrennt geht von rein irdischen Bemühungen und daß die geistige Brücke eben nur der betritt, der im Geistigen aufgeht und dessen Tun und Handeln in Erkenntnis seiner Zugehörigkeit zu Gott wurzelt.

Lasset die Klugen der Welt forschen und grübeln .... Der Herr hat Seine Grenzen gesetzt, die sie nicht überschreiten können ohne Seine Mithilfe, und diese wieder muß vollbewußt erbeten werden .... Denn wer sich über das Gebet erhaben dünkt, ist auf dem Wege, sich ganz zu verlieren .... Wer jedoch fähig ist, ein inniges Gebet zum Vater des Alls emporzusenden, der wirket schon mit geistiger Kraft und kann nun sein Forschen und Grübeln fortsetzen, ohne fürchten zu müssen fehlzugehen .... Denn die Hilfe, die er erbittet, ist ihm von Stund an auch gewährt. Dem wahrhaft frommen Menschen gehen nun die Gedanken sehr leicht zu, daß er sie nur aufzunehmen braucht und ihm nun ein Wissen erschlossen wird um alle Dinge, die zu erforschen ihm begehrenswert dünken.

Lasset solche Menschen jedoch ihre Erfahrungen äußern, so werden sie stets auf Anfeindung und Ablehnung derer stoßen, die allein die Fähigkeit zu besitzen glauben, maßgebende Aufschlüsse finden zu können, und so wird immer im Kampf stehen gegeneinander der Gott nicht recht Erkennende .... wenn nicht gar gottlose Weltweise mit seinem vermeintlichen Wissen und der in tiefster Demut zu Gott stehende, Ihm und den Menschen dienen wollende Sucher der Wahrheit, dem diese Wahrheit in reichstem Maß übermittelt wird durch den Herrn Selbst. Doch nimmer wird sich die Welt überzeugen lassen, wie wenig sie erreichen kann auf dem Gebiet des Wissens aus eigener Kraft.

Sie wird vielmehr alles diesem rechten Bestreben entgegensetzen und wird die Träger der Wahrheit verfolgen und an den Pranger stellen wollen .... Doch solange der Herr Selbst wirket durch diese, ist jedes Vorgehen gegen dieses ergebnislos. Die Macht der Weltmenschen ist gering, nur sind sie durch den freien Willen in der Lage, ihre schändlichen Vorhaben auch auszuführen, doch die Wirkung wird von Gott abgeschwächt werden, so daß das Gott-dienen-wollende Kind keineswegs zu fürchten braucht, diesen Gegenbemühungen zum Opfer zu fallen .... Die letzte Entscheidung liegt doch immer in den Händen des himmlischen Vaters, nur um den freien Willen des Menschen nicht zu beeinträchtigen, muß Er einen jeden Menschen handeln lassen, wie es ihm beliebt .... Doch schützet Er die Seinen wohl vor dem giftigen Speichel jener Weltverderber und bringt in ihren eigenen Reihen eine Verwirrung zustande, die sie aufmerken läßt.

Die Naturgesetze sind allemal der Anlaß zu wohlberechneten Resultaten .... Wenn nun aber die weise Gottheit Selbst ein solches Gesetz umstößt, weil Sie von Ewigkeit die Macht dazu hat, und die Menschen dann ratlos vor Erscheinungen stehen, für die sie keine Erklärungen wissen, dann ist ihnen der Beweis gegeben, daß ihr Wissen allein noch gar sehr lückenhaft ist. Und so können Generationen immer wieder von neuem sich mit Problemen befassen .... sie werden auf rein verstandesmäßigen Wege nimmermehr zur endgültigen Lösung kommen, dagegen in kürzester Zeit restlos eingeweiht und aufgeklärt sein mit Hilfe Gottes. So ihr diese euch erbittet, wandelt ihr nimmer in der Dunkelheit und auf Irrwegen, sondern euer Weg führt euch sicher der ewigen Heimat entgegen, da Gott Selbst euch diesen gewiesen hat ....

Amen

BD 0590 empfangen  20.9.1938

Offenbarung der Liebe Gottes ....
Vaterliebe ....

Unsagbar beseligend ist es, das Gottesreich zu gewinnen, und mächtig ist der Drang zur Höhe, wenn sich die Liebe Gottes dem Erdenkind offenbart hat. Denn es weilet der Mensch in irdischen Regionen, solange sein Geist verhüllt (ist = d. Hg.), doch sowie sich die Gnade Gottes über das Erdenkind ergießt, erworben durch Wirken in Liebe, wird sich die Seele aus ihrer Umhüllung lösen und in der Vereinigung mit dem Gottes-Geist ihr Ziel suchen. Es wird ihr offenbar werden, wie aller Geist von Gott ausgeht, der die Veredlung des Menschen bewirkt .... Und nimmer wird sie nun verfehlen, sich die Gnade Gottes zu erringen und zu erbitten, auf daß es ihr nicht an Verständnis mangle, das Rechte zu erkennen und dem Willen Gottes gemäß ihre Zeit auf Erden zu nützen.

Denn so sich die Liebe Gottes Selbst offenbart hat, vermag das Erdenkind nimmer zu lassen von seinem Schöpfer und wählt nun den kürzesten Weg, der ihn zum Vater führt, und wird sein ganzes Augenmerk darauf richten, das rechte Verhältnis zum himmlischen Vater herzustellen, das ihm dann auch wieder die ganze Vaterliebe sichert. Denn Gott verheißt Seinen Kindern das ewige Leben .... und will sie teilnehmen lassen an Seiner Macht und Seiner Herrlichkeit.

Wer die Herrlichkeit Gottes schauen will, muß sich als Kind des Vaters fühlen, Ihn über alles lieben, und aus dieser Liebe heraus wird ihm die Kraft erwachsen, nur immer nach dem göttlichen Willen zu leben. Es wird so der Weg zur ewigen Seligkeit unbeschwerlich sein, und es wird keiner großen Mühe bedürfen. Wer sich dem Willen Gottes freudig unterordnet, von dem nimmt der Herr Besitz, stattet ihn aus mit Seiner Kraft, stärkt ihn mit Seiner Liebe und verhütet, daß er je von dem rechten Wege abweiche, sondern immer nur strebe nach oben ....

Amen

BD 0591 empfangen  22.9.1938

Rechte Vertreter des Gottes-Wortes ....
Stellung im irdischen Leben ....

So wisse, daß ein gerechtes Urteil sich dort äußern wird, wo man für den Namen des Herrn eintreten wird. Es sind dies die rechten Vertreter Meines Wortes auf Erden, die vor nichts zurückschrecken und der Stimme ihres Herzens folgen. Nicht immer können solche Menschen sich zurückziehen vom irdischen Leben, denn ihre Stellung fordert von ihnen oft ein Ausharren auf einem Platz, den sie selbst gewählt haben, und doch wieder kommen ihnen auch in dieser Lage die geistigen Mächte zu Hilfe, daß sie sich absondern können von jeder Tätigkeit, die gegen das Wort Gottes gerichtet ist. In unmittelbarem Zusammenhang mit ihrer irdischen Tätigkeit bieten sich ihnen auch die Möglichkeiten zu regem geistigen Austausch und finden sie dadurch auch die nötige Kraft zum Widerstand, wo von ihnen der Einsatz gefordert wird gegen das Wort Gottes.

Hat sich der Mensch erst zu seinem Gott bekannt, dann vermögen die Mitmenschen nicht, ihn aus der Bahn zu werfen, und finden in ihm sogar einen tatkräftigen Gegner, der vollauf für das einsteht, was er als das Rechte erkannt hat. Vermittle diesen nur immer die reine Wahrheit, so treten sie auch mit vollem Herzen dafür ein und fürchten keine irdische Macht. An das Leid werden sie anknüpfen, es wird ihnen nur immer größeren Anlaß geben, sich geistig zu betätigen .... Alle ihre Bemühungen werden darauf ausgehen, die göttliche Fügung verstehen zu lernen .... Sie werden in jeder Notlage eine Prüfung Gottes erkennen und das ganze Erdendasein im Sinne eines Läuterungsprozesses betrachten, und ihr Bestreben wird sein, nach Kräften an sich zu arbeiten, wohl erkennend den einzigen Zweck des Erdenlebens.

Hat sich diesen die Wahrheit offenbart, dann halten sie treu zum göttlichen Schöpfer und bringen Ihm Wohlleben und irdisches Gut willig zum Opfer, denn ihnen gilt das Wort Gottes, Seine Liebe und Gnade erheblich mehr als irdisches Gut. Es läßt der Herr jene doppelt bedenken .... indem ihnen die Wahrheit zugeht von mehreren Quellen .... Nur der aufmerksame Beobachter sieht, wie die Fäden der ewigen Gottheit zusammenlaufen .... und Er wird des Menschen Schritte dorthin lenken, wo er die Stimme Gottes vernimmt. In ihm ist das Verlangen danach so stark geworden, daß er stets auf rechter Fährte sein wird, ungeachtet dessen, ob ihm von außen Hindernisse drohen. Er bleibt sich selbst treu und lässet nicht vom Vater, so er Ihn erkannt hat .... Darum wird er auch im Schutz Dessen stehen, Den er im Herzen trägt, und er wird seinen Weg wandeln dürfen ohne Sorge, dem Wirken irdischer Macht zum Opfer zu fallen. Darum lasset immer nur euren Vater im Himmel walten .... Er allein weiß, wessen ihr bedürfet .... Er allein hat die Macht, von euch das Unheil körperlich und seelisch abzuwenden, und Er allein wird euch den Lohn geben dereinst, den Er verheißen hat denen, die Ihm treu sind. Die größte Macht und der sicherste Schutz ist Sein Wort .... so ihr dieses habt, gehet ihr ungefährdet durch das Erdenleben und erreichet das Ziel ....

Amen

BD 0592 empfangen  23.9.1938

Geist Gottes ....

Also ward der Geist geleitet, daß er mitten durch alle Gefahren den Weg fand zu Gott .... Seiner göttlichen Kraft vermochte er nicht zu widerstehen und blieb in der Gewalt Dessen, Der seinem Leben Gestaltung gab. Doch wie unsagbar schwer ist es, der Dämonen sich zu entledigen, die ihre Macht gleichfalls an ihm erproben .... Wie muß der Gottesgeist tätig sein und ohne Unterbrechung die Vereinigung mit der Seele suchen. Und dies um so mehr, je zielbewußter der Mensch als solcher ist. Wie oft gilt seine Ausdauer gerade entgegengesetztem Streben als dieser Vereinigung mit Gott. Dann bewegt sich die Seele so lange auf falscher Bahn, wie sie sich in geistiger Not befindet. Denn das gewaltsame Eingreifen göttlicher Macht würde nimmermehr die Liebe zu Gott auslösen .... finden muß sich der Mensch selbst zu Gott und Ihm dann in Liebe dienen wollen.

So wird jedes geistige Produkt .... eine jegliche Unterweisung ein Sichfinden in göttlicher Liebe bewerkstelligen, und ohne Widerstand wird sich nun vollziehen eine Wiedergeburt des Geistes, und allem Geistigen öffnet sich nun das Herz, und es empfängt der Mensch die Gnade des Himmels und sorget nun nur noch für seine Seele. Lasset daher nur den Vater sorgen, wie Er Seine Geschöpfe bedenkt, und schließet nur alle in euer Gebet ein, die ihr liebet .... Der Macht des Höchsten gedenket, und wehret allen Zweifeln.

Die durch das Ätherblau zu euch herniedersteigen haben große Kraft, und vermöge dieser Kraft wirken sie im Sinne Gottes und lassen nichts unversucht, was der Seele dienlich ist zum Erkennen. Probeweise werden viele auf Erden belassen werden, um sich sichtbar zu äußern, und welche Wege ihnen vorgeschrieben sind, könnet ihr nicht ermessen .... nur wird überall dort Licht werden, wo ihr Wirken einsetzt, und es werden die Herzen sich entzünden in Liebe .... Dann wisset, daß die Aufgabe dieser eine außerordentliche ist .... Begegnet ihnen mit gutem Willen, lasset euch belehren, und horchet auf ein jedes Wort, das euch gegeben wird. Denn so der Geist Gottes euch erfüllen soll, müsset ihr Ihm Eingang gewähren in euer Herz ....

Amen

BD 0593 empfangen  24.9.1938

Lichtwesen in Materie ....
Hilfe den Willensschwachen ....
Demut ....

Im Namen Jesu beginne: Und es wird euch gewiesen werden der Weg, der zum Heil führt. Die Erde wird bergen unzählige Wesen, die herabsteigen zu den Menschen aus dem Reiche des Lichts, und alle diese Wesen gehen in die Materie über, und sie suchen gleichfalls den Anschluß an die Menschheit .... ihr nützend, indem sie das Geistige aus sich stark wirken lassen, um überzuströmen in den mit dieser Materie in Verbindung tretenden Erdenmenschen. Und so ist ein neues Band geschaffen vom Licht zur dunklen Nacht .... Dieses Licht wird starke Helligkeit verbreiten und ein Wohlbehagen auslösen in seinem Träger. Und so wird wiederum der Gegenpol an Macht verlieren, denn auch das, was sein Aufenthaltsort ist, wird von gutem Geist ergriffen werden und das Böse abschwächen und allsobald ins Gegenteil verkehren.

Auf diese Weise sucht der Herr, Beistand zu gewähren denen, die wohl im Kampf mit der Finsternis liegen, jedoch nicht die nötige Willenskraft besitzen .... und die wohl das Gute wollen, aber nicht genügend kämpfen .... Ihr Wille aber läßt Gott erbarmend eingreifen, und die große Liebe dieser Lichtwesen führt willig diese Aufgabe aus, um Seelen zu retten für die Ewigkeit .... Es ist ein solches Vorhaben keineswegs ungefährlich für diese sich in der Materie verkörpernden Lichtwesen, da es gleichfalls eine große Geisteskraft erfordert und voraussetzt .... doch die Lichtwesen helfen gegenseitig, da? keines der Macht des Bösen unterliegt .... Und den Menschen ist dadurch eine Gnade geboten, die von menschlichem Verstand nicht zu ermessen ist.

Wohl werden die Menschen trotzdem noch viel Leid tragen müssen, doch wer in sich spüret, daß das Leben nicht nur irdische Pflichten ihm auferlegt .... wer eine leise Betrachtung in sich darüber hält, ob und wie er den Willen Gottes erfüllt, der hat schon ein so bereitwilliges Entgegenkommen der geistigen Welt zu erwarten; und was er dann berührt in seliger Ahnung der Hilfsbereitschaft unerforschlicher Kräfte, das wird auf ihn solche Kraft ausstrahlen .... Und so läßt der Herr absonderlich die, deren Gemüt empfänglich ist für Seine Liebesgaben, die göttliche Kraft verkosten .... Und wenn sie dann aufmerken auf ihren freien Zustand, wenn sie sich ihrer Sehnsucht nach oben .... nach dem Loslösen von dieser Erdenwelt .... bewußt werden, dann wird ihnen auch das Wort Gottes zur rechten Zeit verkündet werden, und mit hungernder Seele nehmen sie dieses willig an.

Das Land, das ihnen verheißen ist, suchen sie nun nicht mehr auf Erden .... Desgleichen ist auch der Bann gebrochen, den die Kräfte des Lichtes freiwillig auf sich nahmen, so ihnen das Erwecken einer Seele zu geistigem Morgen gelungen ist. Aller Lichtwesen einziges Ziel ist, das Göttliche zu sammeln und zurückzuleiten, auf daß es die ewige Gottheit erkenne und sich wieder auf ewig mit Ihr verschmelze. Wo so große Hilfe euch geboten wird durch die unendliche Liebe Gottes, bedarf es nur eures Willens zum Guten .... Der Herr erkennt die Schwäche Seiner Geschöpfe und will diese nicht Ursache sein lassen zum Untergang und stärkt euch deshalb dort, wo euch selbst die Kraft mangelt. In allem, was euch umgibt, wird euch diese Kraft zu Hilfe kommen, und ihr dürfet nur aufmerken, daß euer Geist rege wird und Aufklärung verlangt ....

Das seltsamste Erleben bereitet der Herr für euch vor und läßt einen jeden daran Anteil nehmen. Nur die Verhärteten und völlig Gott Abgewandten werden dieses Erleben abtun wollen mit verächtlichem Gebaren .... Doch ihr anderen, die ihr im Herzen spüret, daß der Vater euch rufet, achtet dieser Menschen nicht, und lasset euch nicht beirren .... sondern nehmt an, was euch die Stimme des Herzens sagt .... höret auf den Ruf des Vaters, und gebt euch Ihm mit eurem ganzen Willen, und ihr werdet Seine Kraft und Liebe an euch erfahren, ihr dürfet nicht wankend werden, so ihr einmal den Vorsatz gefaßt habt, euch dem Herrn zu empfehlen. Nur eure völlige Hingabe macht euch überstark, doch die sich wehren, werden schwach werden .... denn ihre Stärke ist nicht von Gott, sie ist ein Blendwerk des Bösen, der sie aufreizt zum Widerstand, um sie in den Abgrund zu stürzen auf ewig.

So ist der Erde eine Gnadenzeit gewährt, die inmitten von Leid und Elend sich überaus wohltuend bemerkbar machen wird, denn die im Elend sind, werden Hilfe suchen und finden .... und das oft in wunderbarer Weise .... Achtet nur der Zeichen, denn der Herr wird sich bemerkbar machen allerorten .... Jesus Christus ist euch nahe .... um wiederum zu erlösen aus den Banden der Finsternis alle, die guten Willens sind. Und Er wird kommen, wie Er es verheißen hat. Er wird die Seinen um Sich versammeln und mitten unter ihnen sein .... und nahe ist Er einem jeden, der Ihm sein Herz willig öffnet .... Wer Ihm die Wohnung bereitet im Herzen wird Seine Gnade und Liebe zu gewärtigen haben und für die Zeit auf Erden stets die sorgende Vaterhand spüren .... „Lasset die Kindlein zu Mir kommen“, so wird Sein Ruf allen tönen, die Ihn als Vater erkennen wollen .... „denn ihrer ist das Himmelreich ....“

Amen

BD 0594 empfangen  24.9.1938

Trennen von der Materie ....
Überheblichkeit ....
Bewußtsein der Schwäche ....

Es ist von unnennbarem Vorteil, wenn aller Hang zur Materie im Menschen erstickt wird, wenn sich der Geist frei machen kann von dieser und so ungehindert den Flug ins Unendliche nehmen kann. Die Welt hält mit ehernen Fesseln die Seele auf der Erde, und nur einem starken Willen gelingt es, solche Fesseln zu lösen, und wenn nun für die Zeit des Erdendaseins jegliche Kraft fehlt und der Mensch sich willenlos treiben läßt vom Sturm der Leidenschaft, entfesselt sich der Welt Treiben .... Dann wird der Geist niemals sich frei aufschwingen können und erheben über die Erdensphäre, er wird vielmehr gefangengehalten .... es kommt nur der Körper mit seinem Verlangen nach weltlicher Erfüllung zu seinem Recht, die Seele aber wird schlecht bedacht .... sie darbt und leidet unsäglich, sich nicht entfalten zu können und ihrer Befreiung von der Materie nachgehen zu dürfen.

An der Schwelle des Todes fällt es dem Menschen oft wie Schuppen von den Augen, und er erkennt die Größe seiner Schuld, die unsägliche Qualen im Jenseits nach sich zieht. Die Seele aus Gott bleibt in ihrem Wesen stets die gleiche, sie ist nur vom Wege der Erkenntnis abgefallen .... sie ist gleichsam einer Überheblichkeit zum Opfer gefallen und kann nur in umgekehrter Weise wieder nach oben gelangen .... durch das Erkennen ihrer Schwäche und das starke Verlangen, von Gott in Liebe wieder aufgenommen zu werden. Dies ist auf Erden als schwaches irdisches Geschöpf am ehesten zu erreichen, denn das Bewußtsein ihrer Schwäche und Unzulänglichkeit läßt sie demütig und bittend sich dem Schöpfer nahen ....

Wenn aber das Erdendasein statt dessen wieder ein überhebliches Wesen zeitigt, das sich seinem Schöpfer nicht demütig unterwerfen will, so muß nun im Jenseits die überaus schwere Umwandlung dieser Seele zustande gebracht werden und es werden daher dort die Leiden zum Zwecke der Läuterung weitaus schmerzlicher sein als auf Erden, und ehe eine solche Seele entschlackt ist von allem Unreinen, vergeht oft sehr lange Zeit und es bleibt so mancher Seele großes Leid erspart, bis (wenn = d. Hg.) sie sich auf Erden angelegen sein läßt, den Reifezustand zu erlangen ....

Amen

BD 0595 empfangen  25.9.1938

Gottes Wort ....
Geistige Kraft ....
Verstand ....
Erfindungen ....

In dieser weihevollen Stunde spricht der Herr durch Seinen Diener Johannes mit dir und gibt dir Kunde von Dingen, die sich dem allgemeinen Wissen entziehen und die beitragen sollen, aufklärend zu wirken. Denn es sind bestimmt im Himmel und auf Erden solche, die das Mittleramt vertreten .... die von Gott empfangen und geben .... und die diese Gaben wieder den Menschen vermitteln. Jedes Werkzeug auf Erden steht unter göttlichem Schutz, auf daß die Worte, von oben gegeben, auch rein empfangen und weitergegeben werden. Was sich in dieser Zeit an Botschaften verbreitet über die Erde, bleibt immer ein unfaßbarer Segen für die Menschen.

Jeder Lehre von Gott setzen sich gegnerische Mächte entgegen, die vernichten wollen, was Gott der Herr Selbst aufbauen will, und so nun von dieser Seite eine Gefahr droht, wird der Herr zuvor dir Kenntnis geben, um so dieses Vorhaben zu verhindern, das diesem Werke gilt und somit dem reinen Wort Gottes Selbst. Es werden Versuche um Versuche fehlschlagen, die sich immer gegen das Wort Gottes richten. Alles Erkennen der göttlichen Weisheit richtet nichts aus gegen den Unverstand der Menschen, die nur mit irdischen Kräften rechnen und allem Geistigen keine Beachtung schenken. Es wird eine scharfe Grenze gezogen werden, denn alles Geistige wird sich zusammentun und absondern von der Welt der Denker und Besserwisser, die jede geistige Kraft ableugnen.

Es verlangen die Menschen Beweise von einer solchen Kraft und würden einem offensichtlichen Beweis genau so ungläubig gegenüberstehen, nur in der Fernwirkung möchten sie noch ein wundersames Eingreifen einer göttlichen Macht erkennen, doch auch dann noch in beschränktem Maß. Denn die Wissenschaft hat allseitig Erfolge zu verzeichnen, und solches wird den Glauben immer mehr zurückdrängen, das eine jedoch bedenken die Menschen nicht, daß auch diese Erfolge den Menschen mehr oder weniger von geistiger Kraft zugewendet wurden .... daß sich diese geistige Kraft geäußert hat durch alle die Menschen, die auf dem Gebiete der Wissenschaft neue Entdeckungen und Erfindungen machten.

Je einfältiger der Mensch ist, desto tiefer kann er sich dem Glauben hingeben, doch die Weltklugen .... die Verstandesmenschen müßten auch ihre Klugheit als eine Gabe der höchsten Gottheit .... als eine geistige Kraftäußerung erkennen, die sich manchen Menschen mehr, den anderen weniger zuwendet. Aller Geist von Gott regt den Menschen an .... je intensiver dieser Gottesgeist auf den Menschen einströmt, desto tätiger wird auch das Schaffen eines solchen Menschen sein .... daß also der Geist und die göttliche Kraft Anlaß ist zu jeder irdischen Erfindung .... daß aber alles dies totes Beginnen ist, nur der Welt und irdischen Anhängern von Nutzen, solange es nicht als rein göttliches Produkt erkannt wird, sondern der Mensch die Anerkennung seiner Leistung für sich in Anspruch nimmt.

Jeder Mensch führt nur aus, was ihm als Auftrag wird, und dieser Auftraggeber ist allemal die Ewige Gottheit, Die allem, was geschaffen wird, vorsteht mit Ihrem Willen .... und ein jeder Mensch ist immer nur Ausführender des Willens Gottes in allem, was ersteht .... Nur, daß der Mensch aus eigenem Willen seine Schaffenskraft und Schaffensmacht, die ihm von Gott zugeht, dazu benutzt, Werke erstehen zu lassen, die dem Gemeinwohl der Menschheit nicht dienlich sind. Das ist wider Gottes Anordnung und kann nimmermehr gutgeheißen werden. Wenn alles, was durch Menschenhand entsteht und wozu Gott Seine Kraft spendet, immer nur dem guten Sinn entsprechen möchte, so bliebe wahrlich ein solches Werk gesegnet vom Herrn auf lange Zeit, und fortdauernd würde nur immer Gutes solchen Werken anhangen und Bestand haben.

Die Erfindungen, die wieder nur in der Vernichtung ihren Zweck erfüllen sollen, können keineswegs vom Herrn gesegnet sein, wenngleich auch die göttliche Kraft den Menschen belebt hat und Irdisches erzeugen ließ. Die Kraft geht ohne Unterschied einem jeden Menschen zu, der eigene Wille aber nützet diese Kraft zum Guten oder Bösen, denn böse Mächte suchten gleichfalls ihren Einfluß auszuüben, und der Mensch nahm solchen Einfluß willig an, sich der göttlichen Kraft bedienend, doch dem Bösen unterstellend. Ferner wollen die Menschen in ihrer Überheblichkeit alle Erfolge sich selbst zusprechen .... das tiefe, ernste Nachdenken müßte sie belehren, daß sie doch nicht selbst sich so geschaffen haben, daß ihre Intelligenz doch gleichfalls ein Geschenk ist einer höheren Macht, das sich nicht willkürlich ein jeder aneignen kann.

So stattet Gott einen jeden verschieden aus und gibt einem jeden die Gaben, die ihn befähigen, seiner Höherentwicklung zu leben. Es bringt ihm geistiges Streben keinen sichtbaren Nutzen, und daher läßt er auch die dringende Notwendigkeit dahingestellt. Er nützet sich selbst erschöpfend aus, und die ihm zum Zwecke geistiger Fortbildung verliehenen Gaben haben gerade das Gegenteil bewirkt .... das eigene Ich noch höher zu stellen, anstatt dem göttlichen Schöpfer Dank und Ehre zu bezeugen, Der ihn in Seiner Liebe als kleines Wesen so reich bedacht hat.

Die unermüdliche geistige Arbeit trägt dem Menschen den höchsten Lohn ein in der Ewigkeit .... doch das irdische Schaffen kann noch so wertvoll sein für das irdische Dasein und auch unzähligen Menschen von Vorteil sein, es wird für die Ewigkeit keinen nennenswerten Vorteil aufweisen, denn das bedeutendste Werk auf Erden ist hinfällig angesichts des Todes .... Nichts kann die Seele von ihrem Schaffen auf Erden hinübernehmen, es sei denn, daß übergroße Liebe zum Mitmenschen den Schaffensdrang angeregt hat und die Werke nur rein aus Barmherzigkeit und Nächstenliebe entstanden sind. Dann wertet Gott nicht das Werk, sondern den Liebesgrad des Schaffenden.

So kann die Verstandesweisheit wohl zum großen Segen werden, für den Mitmenschen sowohl als auch für den Menschen selbst .... doch nur dort, wo diese als Gabe Gottes erkannt und in tiefster Demut und Dankbarkeit empfangen wird. Denn dort wird das kindliche Verhältnis zum himmlischen Vater nicht gestört, sondern in aller Innigkeit hergestellt, und es kann somit das Wissen des Menschen sich segensreich entfalten und höchstes Ausmaß annehmen, denn der Vater wird diese Gabe stets vermehren, wo sie richtige Anwendung findet. Das Licht wird somit stets hell und klar leuchten, wo göttliche Kraft zutage tritt, und diese Kraft wird sich äußern, wo die Weisheit aus Gott stammend erkannt wird. Solche Menschen können vom Geist Gottes völlig durchdrungen werden, und ihr Sinnen wird niemals irdischem Besitz gelten, sondern allein dem Erforschen göttlicher Weisheit ....

Amen

BD 0596 empfangen  26.9.1938

Offenbarung Lehre Jesu Christi und Leiden am Kreuz ....
Gottes Stimme ....
Zorn ....

In einer kurzen Zeitspanne ertönt das Wort des Herrn. Alles, was da lebt, wird es vernehmen. In das Reich des Überirdischen wird auch der Herr Einblick nehmen lassen auf kurze Zeit .... euch, die ihr bestimmt seid, Seinen Willen den Menschen kundzutun .... und es werden sich euch Dinge offenbaren, die euch in Erstaunen versetzen und euch die Größe und Allmacht Gottes erkennen lassen. Bleibet ihr immer willens, Gott zu dienen, so wird Er euch in alle Herrlichkeit einführen, auf daß ihr dies den Menschen auf Erden kundgeben und dadurch viel Leid von ihnen abwenden sollt. Nichts wird vom Herrn des Himmels und der Erde unversucht gelassen werden, was sich aufklärend für die Menschheit auswirken könnte, immer läßt der Herr Seine Liebe und Geduld erneut den Erdenkindern zukommen, um sie zu erretten für das ewige Reich.

Ihr stehet so fern vom rechten Glauben, daß es wahrlich großer Dinge bedarf, um euch zu erwecken .... ihr müsset euer Denken völlig umstellen, um nahezukommen dem Wirken und Walten Gottes. Denn Seine Güte und Milde erreicht euch nicht, die ihr euch abwendet von der ewigen Gottheit .... von Jesus Christus, Gottes eingeborenem Sohn. Lasset alle neuzeitlichen Gebilde, und nehmt den Herrn allein auf in eure Herzen, und ihr kommt über die ärgsten Zeiten wohlbehütet hinweg. Nichts wird euch mangeln, und keine Gefahr von außen kann euch schaden, so ihr nur den Blick vertrauensvoll aufhebet zu Ihm, Der für euch gelitten hat am Kreuz. Was war Sein Tod anderes als ein Werk unsäglicher Liebe zu euch?

Und diese Liebe gilt euch heut noch in gleichem Maß .... wieder möchte der Heiland alles Leid auf Sich nehmen, um die Menschheit zu erlösen, doch sie wendet sich so hartnäckig ab von Dem, Der allein euch das Heil bringt .... Sie kennet nur noch den Gott als erschaffende Macht in der Natur .... so verblendet ist ihr Denken, daß sie sich selbsttätig schaffend wähnt, daß sie kein Wesen anerkennt, Das gleichsam alle Fäden der Menschen in Seiner Hand hält .... Noch wird der Menschheit eine Probezeit gewährt, wo sie diesem Problem Beachtung schenken möchte und sich noch rechtzeitig umstellen kann. Doch wehe, wenn der Herr Seine Stimme ertönen läßt und ein jeder hart angefaßt wird, der sein Ohr dieser Stimme verschließt .... Ihnen wird Sich der Herr zeigen in Seinem Zorn, und alles um sie wird vergehen in großer Not, wenn der Herr Seinen Arm ausstrecken wird über jene, die Ihn verleugnen .... Dann wird sich Sein Wort erfüllen, daß Heulen und Zähneknirschen sein wird in den Reihen derer, die von unten sind ....

Amen

BD 0597 empfangen  26.9.1938

Große der Welt ....
Sicherheit für das Leben ....
Kampf um Seele ....
Gebet ....

Und es werden die Großen der Welt erkennen, daß sie klein sind und machtlos und nichts von sich aus vermögen, was ihre Lage bessern könnte. Und so sie sich nicht besinnen auf ihren Ausgang von Gott, werden sie auch keinen Weg finden aus ihrer Not .... Nur wer sich dessen bewußt ist, hat die Mittel in der Hand, denn dieser wird sich vertrauensvoll wenden an Den, Der ihn erschaffen hat, und Ihm seine Notlage darstellen .... und auch dort die Hilfe finden, die er erhofft. Die anderen aber irren ruhelos durch Not und Gefahr und finden keinen Ausweg, denn sie verschließen sich diesen selbst in falschem Stolz.

Besonders qualvoll wird der Zustand sein für alle die, denen die Welt bisher viel geboten hat. Ihre Sorge ist einzig die, eine angemessene Sicherheit für das spätere Leben zu finden, und sie bedenken nicht, daß dieses Leben schon anderentags beendet sein kann .... sie bedenken nicht, wieviel wertvoller es ist, für den Frieden der Seele als für die Sicherheit des Leibes zu sorgen. Denn in ersterem können sie täglich das Leben verlassen mit der Gewähr, es gegen ein besseres Jenseits einzutauschen .... Die Sicherheit des irdischen Lebens aber gewährleistet nimmermehr ein ebensolches im Jenseits.

Und so wird stets eine solche Seele bedürftig von der Erde scheiden und drüben eine leere Stätte anfinden, wo immer sie Aufenthalt nehmen will .... Es ist im Kampf um das Erdendasein immer geboten, die Seele zuerst zu bedenken und den Kampf in erster Linie für die Seele zu führen, dann braucht sich der Körper niemals zu fürchten, nachteilig auf Erden bedacht zu werden, denn dann erübrigen sich alle Leiden für ein solches Erdenkind, das ohne diese schon zum Vater findet und seiner Seele Förderung als wichtig erkannt hat.

Es wird daher das irdische Wissen, irdische Macht und Ansehen keinerlei Vorteil der Seele eintragen, sondern um diesen muß ein jedes Menschenkind gleich eifrig bemüht sein, ob hoch oder niedrig, ob arm oder reich. Niemand kann sich ein Eingehen in die ewige Seligkeit leicht oder sorglos erringen .... Allen steht die gleiche Arbeit bevor, die nur der freie Wille überwinden und vollbringen kann. Und einem jeden Menschen kann zur Erfüllung seiner Erdenaufgabe nur das innige Gebet helfen .... wer sich zu erhaben dünkt, Gott um Hilfe zu bitten, wird wohl auf Erden groß sein, doch einer der letzten in der Ewigkeit ....

Amen

BD 0598 empfangen  28.9.1938

Antwort auf katholischen Geistlichen ....
Gedicht ....

So, wie es dir aufgetragen wird, so sollst du deinen Weg wandeln auf Erden. Du stehst wohl in mancher Gefahr, doch sind solche zum Zweck der Kräftigung des Willens zugelassen von oben, und so bewege nur alle deine Sorgen im Herzen vor Gott, und überlasse dich Seinem Schutz, so erweisen sich alle diese Gefahren als klein und werden von dir siegreich überwunden. Und nun leihe dein Ohr der göttlichen Stimme und vernimm:

Es wird der gleiche Weg allen denen gewiesen werden, die voreingenommen ihm heut ablehnend gegenüberstehen, und darum wisse, daß des Herrn Wille dich lenkte und du nur Seinen Auftrag ausführtest, der eine Leuchte auch jenen bringen sollte, die den Willen haben, stets das Rechte zu tun und zu lehren. Und wie oft wird daher sich der Geist Gottes noch auf die Menschen herabsenken .... Es wird die Wahrheit begehrt und gesucht werden, und es werden innere Seelenkämpfe den Menschen allerorten nicht erspart bleiben, und das ist es, was die ewige Gottheit bezweckt .... daß der Mensch seine Gedanken zu Gott erhebe und von Ihm das Licht der Wahrheit erbitte. So ihr euch nur immer gegenseitig belehret in der von euren Vätern übernommenen Lehre und nicht bedenket, daß der Herr allein euch reine Wahrheit verbürgt, bleibet ihr nur immer irrend .... Denn es hat der Herr alle Macht gelegt in Sein Wort, das von Ihm Selbst ausgegangen ist, nicht aber dieselbe Macht erstreckt auf nachträglich veränderte Lehre unter Seinem Namen.

Wie vielfältig offenbart Sich der Herr Selbst und Seinen Willen, und wie wenig werden diese Offenbarungen angenommen. Seiner Lehre widersetzet sich der Wille der Menschen, und der Ruf aus der Höhe verhallt ungehört .... Und die wenigen, die ihm folgen, finden keinen Glauben bei den Menschen. Und so wird Sich nun die Gottheit noch sichtbarer äußern, und die Bereitschaft der Seinen wird Ihn unterstützen mit vollem Willen .... Es wird also keineswegs ein Akt völliger Willensentäußerung sein, sondern nur ein restloses Unterordnen dem göttlichen Willen aus eigenem Antrieb. Jedes Erlebnis des einzelnen sollte ihm Hinweis sein auf unaufhörliches Walten und Wirken der Gottheit .... So muß auch Gott dort Seine Kraft und Gnade austeilen, wo rein geistige und göttliche Probleme geklärt werden sollen.

Und dies soll ein jeder bedenken und für sich in vollem Maß die göttliche Gnade in Anspruch nehmen, was allemal geschieht durch inniges Gebet. So der Herr euch das Gebet gegeben hat, so könnet ihr auch ohne Sorge sein .... Er hält, was Er verspricht, und verheißet denen Kraft, die Ihn darum bitten .... Suchet, so werdet ihr finden .... klopfet an, so wird euch aufgetan .... Wo wäre die Gottheit, Die ein Kind vergeblich rufen ließe um Hilfe .... Dieser Gott ist nur im Sinne derer, die Ihn nicht recht erkannt haben. Der Vater aber, Den das Kind ruft, neigt Sich jederzeit liebevoll ihm zu und lässet sein Gebet nicht unerhört. Und so ihr nicht vertrauet, kann euch nicht geholfen werden, im Glauben an Ihn liegt die Kraft und die Erfüllung des Gebetes.

Habet Gott vor Augen und im Herzen .... Alles bergen diese Worte in sich .... Nehmet Einsicht in Seine Schöpfung, und ihr werdet Ihn gläubig aufnehmen in euer Herz .... Und könnet ihr Ihn mit dem Herzen erfassen, so erfasset Er auch euch mit aller Gewalt und lässet euch nicht mehr aus. Und dann begreifet ihr alles, was die Welt nicht begreifen kann .... Seine Güte, Seine Langmut, Seine Barmherzigkeit .... ihr erkennet eure Schwäche und werdet in ihr stark .... ihr seid von nun an geborgen am Vaterherzen ....

Er schützet euch, daß ihr nicht strauchelt, und bleibet gleichfort in euch mit Seiner Gnade. Und darum sollt ihr nicht bangen, denn ihr seid unglaublich stark im Geist des Herrn. Er bedienet Sich eures Mundes, so ihr Ihm willig gebt euer Herz, und wer Ihm dienet mit ganzer Seele, ist sogestaltig Sein Werkzeug hier auf Erden. Er lenkt eure Schritte nach Seinem Willen, Er lässet euch reden nach Seinem Willen und erteilet euch auch Seine Macht, um Sein Wort zu bekräftigen. Und das ist Seine Liebe, die sich äußert durch ewige Zeiten .... die nach euch verlangt und nie aufhören wird bis in alle Ewigkeit ....

Hat sich dein Herz ganz stille Mir zugewandt ....
Dann führet dich Mein Wille in das gelobte Land ....
Für deine Erdentage soll sein dir Licht ....
Auf daß es, Mir zu folgen, dir nicht an Kraft gebricht ....
Den Weg zum ew‘gen Leben geleit‘ Ich dich ....
Und helf‘ Dir, daß dein Streben gilt ewiglich ....
Nur der Verklärung Jesu .... als Gottes Sohn ....
Dem alle Engel dienen an Seinem Thron ....
Daß du jetzt und in Ewigkeit ....
Nur Ihm zu dienen bist bereit ....
Der alle Herrlichkeit dir einst enthüllt ....
Der all dein Sehnen dann erfüllt ....
Daß schau‘n du darfst Sein Angesicht ....
Daß du bei Mir dann bist im Licht ....

Amen

BD 0599 empfangen  30.9.1938

Depressionen ....
Trägheit des Geistes und des Körpers ....

Achte auf jede Depression, die dich befällt, und sieh‘ in ihr immer das Mittel, das der Herr anwendet, um die Seele gefügig zu machen Seinem Willen. Siehe, ihr Menschen würdet ohne alle Scheu euch einer gewissen Trägheit des Geistes hingeben, würdet ihr nicht auch Stimmungen unterworfen sein, die sich so äußern, daß euer Denken in Mitleidenschaft gezogen wird. Eine Depression, die man zu ergründen sucht und dadurch zu beheben, wirkt sich immer nur vorteilhaft aus für den Geist, denn es ist Aufgabe des Menschen, ununterbrochen tätig zu sein, auf daß sich die Tatkraft nicht vermindert, und dies gilt sowohl vom Körper als auch vom Geist des Menschen.

Ist der Zustand eingetreten, daß die Tatkraft vermindert ist, dann ist ein Erlahmen der geistigen sowie der körperlichen Tätigkeit zu befürchten, und dies würde immer einen Rückgang bedeuten, was die göttliche Weisheit zu verhindern sucht, solange das Erdenkind aller Anregung und Vorbeugung willig folgt. Denn die Gefahr eines solchen Rückschrittes ist zu groß, als daß sie übergangen werden könnte, im Gegenteil, es muß ihr mit allen Mitteln entgegengetreten werden, was also wohlweislich geschieht, indem der Mensch solchen Depressionen ausgesetzt ist, die wieder Anlaß geben zum Nachdenken und belebend wirken auf Körper und Geist.

Und wer nur immer solche Niederschläge als Wiederbelebung für Geist und Körper auffaßt und in diesem Sinn betrachtet, wird größten Nutzen daraus ziehen .... Er wird aufmerken, von welcher Seite ihm Gefahr droht, und sich zur Wehr setzen, noch ehe der Zustand der Untätigkeit ihn befallen hat .... So schützet der Herr die Seinen vor Ermüdung und vereinigt gleichsam den erzieherischen Zweck .... zu angeregterer Tätigkeit .... mit nachdenklichem Selbstbesinnen, wie klein und unzulänglich das Erdenwesen an sich ist, und dadurch gelangt der Mensch wieder zur inneren Demut, wenn er in Gefahr ist, diese zu verlieren. Es muß die göttliche Weisheit sehr oft eingreifen, soll das Werk an der Seele gleichmäßig seinen Fortgang nehmen.

Ihr Menschen seid so schwach und ohne Ausdauer .... wäre es euch allein überlassen und würde euch die göttliche Gnade nicht unterstützen, so wäre jeglicher Fortschritt schwer. Es hat nichts in der Welt Bestand .... ein ewiges Wechseln und Verändern hält alles in ununterbrochener Tätigkeit. So muß auch ständig der Geist angeregt werden, und dies besorget Gott in vielfacher, immer anderer Art. Jedoch immer das Wohl der Kinder auf Erden im Auge behaltend und je nach Bedürfnis diese bedenkend, oft in schmerzlicher, aber auch in erhebender Weise .... Doch immer ist das allein ausschlaggebend, welche Wirkung die Geschehnisse oder Empfindungen auf den Geist des Menschen ausüben.

Selten gelingt es dem Menschen, alle Hindernisse, die das Leben ihm stellt, gleich leicht zu überwinden .... So manches Mal verläßt ihn seine Kraft, und dann muß eine sichtbare Hilfe von oben kommen, die sich aber auch oft so äußert daß sie nicht erfreut begrüßt wird .... eben in Gefühlsniederschlägen, die das Erdenkind derart belasten, daß es sucht dieser Herr zu werden und sich so aus der es bedrohenden Gefahr des Ermüdens selbst befreit. Es sucht mit doppelter Kraft den Willen Gottes zu erfüllen .... es sucht wieder in den Zustand inneren Friedens zu gelangen und kann dies nur durch erhöhte Tätigkeit, also hat auch jede Depression, so belastend sie dem Erdenkind erscheint, einen gewissen Segen in sich, so man diesen nur recht erkennt ....

Amen

BD 0600 empfangen  1.10.1938

Glaube ....

Siehe, Mein Kind, volles Vertrauen mußt du Mir entgegenbringen, soll Ich an dir das Wunder vollbringen und dich zum Lehrer Meines Wortes ausbilden, denn die Kraft Meines Wortes kann nur dann dich erfüllen, wenn du es annimmst in tiefstem Glauben. Siehe, was sich dir offenbart, ist immer nur Mein Geist. Wie kann Ich aber in einem Herzen Wohnung nehmen, ehe es sich Mir in tiefstem Glauben öffnet. Mein Geist soll doch völlig lebenswahr empfunden werden von dir .... jedes Wörtchen soll dir Kunde geben von Meiner Liebe, nur dann wird sich das Wesen der Gottheit dir offenbaren, und nur dann wirket die Kraft Gottes in dir.

Alles Erwachen der Geisteskräfte in dir ist nur eine Äußerung des Gottesgeistes; wo sich der Mensch nicht ganz und gar dem Glauben hingeben kann, wird eine Stockung eintreten so lange, bis der Glaube gefestigt ist. Es ist nun dein Wille überaus stark und hilft immer dort, wo der Glaube schwach wird, doch wenn du Mein Wort aufnimmst als unverbrüchte Wahrheit, wirst du über dich selbst hinauswachsen und ein gesegneter Jünger Meines Namens sein. Siehe, Mein Kind, beachte zunächst das Gebaren eines glaubenslosen Menschen .... Hat er nicht alle Ursache, zu verzweifeln am Leben, so ihn nichts die Verbindung mit dem Jenseits lehrt? Und wie mangelhaft ist sein Vertrauen auf Hilfe .... wie leer sein Leben, wenn nicht der Glaube ihn aufrechterhält?

Ein rechtes Gotteskind aber nimmt alles aus der Hand des Vaters mit Ergebung entgegen, es glaubt und vertraut und ist somit niemals ohne Hilfe. Und so ist Glaube und Vertrauen das erste, was errungen werden muß vom Menschen, dann erst kann er darauf alles geistige Wissen aufbauen. Daß Mein Wille euch lenkt, ist gleichfalls nur durch den Glauben zu verstehen .... wie anders möchtet ihr dies beweisen? Ihr müsset durch den Glauben gewiesen werden auf Meine Liebe und Meine Sorge um euch .... ihr habet wieder keine Beweise dafür, nur den festen Glauben .... Es ist der Glaube das Erste und das Letzte, der Anfang und das Ende. Denn ohne Glauben erkennet ihr nicht euren Ausgang und lebet auch nicht für die Ewigkeit .... sondern ihr sehet nur das Leben in seiner realen Beschaffenheit, die euch nur höchst unzufrieden macht während eures Erdendaseins.

Doch durch den Glauben wird auch das tiefste Weh gemildert, das größte Leid gelindert und die Hoffnungslosigkeit in Zuversicht verwandelt. Darum werdet ihr Mich auch dann erst liebenlernen in aller Inbrunst, wenn ihr glaubt aus ganzem Herzen. Was anderes ist der Glaube als die Anerkennung Meiner Selbst .... Glaubet ihr, daß Ich bin, so seid ihr mitten in der Erkenntnis .... und dann wird euch alles andere leichtfallen .... ihr werdet Mir die Achtung und Ehre bezeugen, indem ihr Meinen Willen zu erfüllen trachtet und Meine Gebote haltet .... ihr werdet Mir Liebe entgegenbringen, und euer heißester Wunsch wird sein, mit Mir vereint zu werden .... Aber alles dies erreichet ihr nur durch Mein Wort .... nehmet Mein Wort an .... lasset nichts anderes in euch wirken als dieses Mein Wort ....

Dann müsset ihr glauben und somit auch lieben, und dann werdet ihr Meine Kinder sein auf ewig. Denn so ein Erdenkind in Mir den Vater sieht, ist sein Glaube nicht leicht zu erschüttern .... jedes Wort, das ihm zugeht, nimmt es auf ohne Zweifel, denn der Vater bedenkt Sein Kind wahrheitsgemäß. Er wird es nicht auf falsche Bahn führen oder falsche Wege gehen lassen .... Darum Mein Kind, lasse deinem Willen die Tat folgen, versenke dich in Mein Wort und glaube, daß Ich ein jedes Meiner Kinder schütze vor aller Gefahr des Leibes und der Seele, wenn dieses Kind von Verlangen nach seinem Vater erfüllt ist .... und achte stets auf die innere Stimme, die lieblich klingt denen, die Mich lieben, weil Meine Liebe ihnen offenbart, wie sie zu Mir gelangen und Mein verbleiben bis in alle Ewigkeit.

Amen

BD 0601 empfangen  2.10.1938

Vaterworte ....
Lehre Gottes ....
Gotteskinder ....

So sehet ihr, Meine Kinder, alles auf Erden in einer euch wenig überzeugenden Lehre zusammengefaßt und vermöget nicht, sie euch zu eigen zu machen, denn im Anhören dieser Lehre allein kann euch niemals die Weisheit vermittelt werden, sondern erst müsset ihr versuchen, aller irdischen Gedanken ledig zu werden, die völlig abseits stehen von Meiner Lehre und die auch niemals in Einklang zu bringen sind mit dieser. Alles, was von Gott ist, setzt auch göttliche Einstellung voraus .... Doch was von der Welt ist, wird immer nur weltliches Denken bedingen, und so ist alle göttliche Gabe ohne tiefe Wirkung auf des Menschen Herz, solange sie nicht mit geistigem Streben aufgenommen wird.

Je einsichtsvoller sich seine Gedanken der reinen Lehre Gottes zuwenden, desto eher vermag der Mensch auch nach dieser Lehre zu leben, und sobald Meinem Wort auch die Tat folgt, ist es wahrhaft lebendig geworden und von solcher Kraft, daß ihr es auch als das reine Wort Gottes erkennt .... daß ihr euch dieser Lehre nun nimmer widersetzen könnt und ohne Vorbehalt sie aufnehmet in euer Herz, Mir nun dienet mit aller Liebe und so geistig wiedergeboren seid zu Meiner unendlichen Freude. Denn wer zu Mir gefunden hat, wird mit Freuden von Mir aufgenommen, und sein Anteil ist Licht vom ewigen Licht.

Als Gotteskinder bleibet ihr ewiglich in Meiner Nähe und wirket mit Mir und durch Mich gleichfort nach Meinem Willen .... Und so verbürge Ich euch vollstes Eingehen in Meine Herrlichkeit, so ihr nur Meine Lehre annehmet und euch nimmer abwendet von dieser, was euch auch immer von außen drohen mag. Ihr lieben Kleinen bedenket nicht die große Gefahr, in der ihr schwebt, sondert ihr euch von Mir ab .... Meine Liebe wird euch immer und immer suchen und euch hinweisen auf den alleinigen Weg des Glaubens an Mich, euren Herrn und Heiland.

O höret Meine Stimme .... lasset euch nicht betören von der Welt, die euch nur eurer Zeit beraubt, welche der Arbeit an eurer Seele gewidmet sein soll .... Die Hand Gottes geleitet euch alle und immer wieder dorthin, wo ihr Meine Stimme höret .... Gebt dem Drängen eures Herzens nach und verharret dort, wo Ich euch rufe .... denn Ich werde an euer Herz rühren, daß ihr auch Meine Nähe fühlt, und wenn ein leiser Gedanke in euch aufsteigt, daß ihr geschützt seid in Meiner Obhut .... wenn ihr es fühlt, daß sich euer Herz Mir zuneigen möchte, dann wisset, daß Ich zu euch spreche und euch Meine Liebe antrage .... wisset, daß nun der Vater nach euch verlangt und euch als Seine Kinder aufnehmen will in Sein Reich.

Und wendet euch ab von allem irdischen Verlangen .... lasset euer ganzes Sinnen und Trachten nur der Rückkehr ins Vaterhaus gelten .... wendet euer Gebet Mir zu, und Ich will euch erquicken mit Meinem Wort und laben mit Meiner Gnade .... Ich will euch geben Meine ganze Liebe und euch zu Mir hinanziehen, und es wird euer ganzes Erdenleben ein leichtes sein, so ihr es nur dazu benützet Meinen Willen zu erfüllen, Meine Gebote zu halten und Mir nahezukommen .... Meine Liebe wird euch erfassen mit aller Gewalt, und selig werdet ihr sein in dieser Liebe schon auf Erden und dereinst in der Ewigkeit.

Amen

BD 0602 empfangen  2.10.1938

Irdische Verfügungen ....
Bestimmung Gottes ....
Not und Unheil ....

Alles geht den Gang seiner Bestimmung nach Gottes Weisheit, und glaubet die Welt eigenmächtig handeln zu können, so wird sie dies zwar soweit tun, als sie durch den freien Willen dazu ermächtigt ist, doch an dem einzelnen wird sich immer dieses Handeln auswirken nach dem Willen Gottes. Es können also Verfügungen getroffen werden noch und noch .... Diese werden immer nur dann den Menschen treffen, wenn solches von Gott zugelassen ist, und so braucht nimmermehr zu bangen, wer sich innig dem Vater verbindet, denn dessen Schutz wird das Erdenkind bewahren vor jedem Übel.

Es fallen nur die Menschen den irdischen Anordnungen zum Opfer, die sich dem göttlichen Herrn gegenüber auflehnen, denn diese müssen durch Druck und Härte menschlicherseits sich die Hilfe dagegen von oben erbitten, und daher sind jene auch zugelassen, obwohl sie nicht die Zustimmung des göttlichen Herrn finden in sich selbst. Je mehr sich nun das Treiben der Welt irdischen Interessen zuwendet, desto flacher wird das Denken der Menschen sein .... und desto weniger wird Gott dem Welttreiben, das durch Zwang und Härte die Menschheit in Not und Elend stürzt, Seinen Willen entgegensetzen. Solange nicht der Geist der Liebe auf Erden herrscht, wird sich auch keine Besserung erzielen lassen, und es werden Trübsal und Not die einzigen Mittel sein, die Menschen zur Vernunft zu bringen und sie dem Glauben an einen wahren Gott der Liebe zuzulenken.

Die Menschen versuchen auf alle erdenkliche Weise sich in den Besitz von Gütern zu setzen, weil sie diese Güter als Inbegriff ihres Strebens auf Erden ansehen. Und desto mehr treiben sie die Seele in die Gefahr, sich gänzlich zu verlieren. Bei aller Not der Seele ist nur ein Mittel anzuwenden, durch große körperliche Not in den Zustand völliger Hilflosigkeit zu kommen, auf daß dem Menschen dann in dunkelster Nacht ein Schein hellen Lichtes leuchte, er diesem nachgeht und bei gutem Willen gänzlich erleuchtet werden kann. Und so kann euch die Gottheit nicht restlos vor körperlicher Not und Unheil bewahren, bevor ihr euch nicht besinnet auf euch selbst, auf eure Erdenaufgabe und auf euer Verhältnis zum himmlischen Vater.

Gedenket dieser Worte in Zeiten der Not, und rufet zum Vater .... Er wird jederzeit in Seiner Erbarmung den Ruf aus der Tiefe hören und euch aus allem Unheil erretten, so ihr nicht nur um euer leibliches, sondern zuerst um euer seelisches Wohl besorgt seid. Denn um dieses allein lässet der Vater alles Leid über euch hereinbrechen .... wird es aber auch von euch nehmen, wenn die Seele erkannt hat und das irdische Leben dem Menschen nicht von Wert ist, dagegen er um sein Seelenheil bangt .... Dann wird der Vater eingreifen und euch ohne Schaden aus aller Not hervorgehen lassen, und ihr werdet das Leid segnen, das eure Rettung vor ewigem Tode zustande gebracht hat und des Lobes und Dankes gegen Gott wird kein Ende sein ....

Amen

BD 0603 empfangen  3.10.1938

Ursache und Wirkung vom geistigen Erleben ....

Alles geistige Erleben ist Ursache und Wirkung zugleich. Der aufmerksame Mensch kann jederzeit beobachten, daß dem geistigen Erleben irgendwelches Ereignis vorangehen muß, demzufolge seine Gedanken-Richtung eben den Weg nach der Höhe genommen hat .... Dem Denken entsprang dann ein geistiges Versenken in Fragen, die ewige Gottheit betreffend .... solche Fragen nötigten den Menschen zum Glauben an eine Kraft, die sich sozusagen in jedem Menschen äußert .... Der Glaube entzündete im Menschen-Herzen den Gottesfunken der Liebe, und durch die Liebe ward wiederum der Geist belebt. Wenigen nur wird es klar, wie segensreich nun der Weg ist, den ein Erdenkind in beginnendem Erkennen wandelt ....

Die Brücke betreten zu haben, die in das ewige Reich hinüberreicht, ist von unnennbarem Vorteil für das Erdenkind, denn es bleibt diesem ja das unsagbare Ringen im Jenseits erspart, und es kann bei seinem Eintritt ins Jenseits auch bald in Lichtregionen übergehen und alles Leid auf Erden zurücklassen. Doch nun drängt sich den Menschen die Frage auf, welches Los denen beschieden ist, die sich allezeit willig von der Materie trennten, die von der Welt und ihren Freuden nichts forderten, aber auch genausogleichgültig der geistigen Welt gegenüberstanden .... Diese waren sowohl geistig wie auch körperlich träge und fanden in dem Zustand völliger Trägheit ihre Befriedigung, ihr Körper war wohl wenig gefesselt von irdischem Begehren, doch auch ihr geistiges Wohl lag ihnen nicht sonderlich am Herzen .... sondern sie gaben sich zufrieden mit dem dürftigsten Leben auf dieser Erde.

Es müssen solche Menschen außergewöhnlich starke innere Erlebnisse haben, die sie aus dieser Lethargie des Körpers und der Seele aufrütteln, auf daß dann die eigentliche Tätigkeit einsetzt und sie sich nun erst voll Eifer ihrer Aufgabe hingeben. Hat sich der Geist ihnen erst einmal offenbart, dann nimmt der Mensch auch achtsam alles Nachfolgende auf .... Er beobachtet nun aufmerksam alle Geschehnisse um sich, beginnt zu denken und zieht nun aus jedem Erlebnis seinen Nutzen für die Seele.

Und dann eben setzt der Zustand ein, wo das geistige Erleben sich auswirkt in emsiger Tätigkeit an sich selbst .... an seiner Seele, und dann wird der Mensch in jeder Lebenslage kein einseitiges Urteil fällen, sondern er wird stets dessen eingedenk sein, daß von Gott alle Fäden ausgehen, daß also nichts von Gott gesandt ist oder zugelassen wird, was nicht der geistigen Reife dient .... somit eine jede irdische Begebenheit auch gleichzeitig den Geist in Tätigkeit setzen soll, um durch diesen endlich in alle Weisheit geleitet zu werden und die Aufgabe auf Erden schon restlos erfüllen zu können. Denn was der Mensch schon auf Erden erreicht, ist ungemein förderlich für die Seele und wird beim Verlassen der irdischen Hülle äußerst wohltätig empfunden werden, so die Seele ohne jegliche Hindernisse eingehen darf in das ewige Reich .... das Reich des Friedens ....

Amen

BD 0604 empfangen  5.10.1938

Intelligenzen ....

Durch das Weltall schwirren unaufhörlich geistig beeindruckte stoffliche Intelligenzen, die eine ungemein rasche Auffassungsgabe besitzen und jede geistige Strömung wahrnehmen und im besten Sinne für sich ausnützen. Diesen Intelligenzen wohnt gleichfalls eine Kraft inne, die in Neubildungen von Wesen zum Ausdruck kommt .... Es ist wie eine geheime Sendung, die alle diese Wesenheiten erfaßt, daß sie sich bei der Neubildung von Wesen betätigen müssen, um sogenannte Bindungen herzustellen zwischen geistiger Kraft und stofflicher Verkörperung. Allen diesen Intelligenzen ist das eine gemein, daß sie ohne Widerstand sich jeder Form zugesellen, um sie nach und nach völlig zu durchdringen und so zu geistig belebten Körpern zu gestalten, deren Sinn und Zweck ist, fortlaufend aus sich die winzigsten Lebewesen zu erzeugen und so also das All mit ungezählten Kreaturen zu beleben.

Setzen nun die Menschen diesem Vorgang Zweifel entgegen, so wird ihnen auch jede weitere Erklärung unannehmbar erscheinen, denn letzten Endes ist nichts im Weltall so einfach in seiner Entstehung, daß der Mensch mit seinem Fassungsvermögen dies verstehen könnte, und doch hat die Schöpfung so vielerlei unerklärliche Erscheinungen aufzuweisen, daß der Mensch als solcher zu klein ist, um sich ein klares, der Wahrheit entsprechendes Bild von ihr zu machen, und alle Mühe wäre vergeblich, wenn der Geist in ihm nicht solche Wunder entschleierte. Was bleibt nun dem Menschen übrig, als zu glauben oder die Waffen strecken zu müssen ....

Widersetzet er sich dem Glauben, so bleibt nur die eine Lösung, die Grenzen des irdischen Wissens dort zu setzen, wo Sehen und Hören ein Ende hat. Nur wird er dann auch keinen Trieb haben, sich selbst, d.h. seine Seele .... für ein höheres Ziel vorzubereiten; er bleibt mit seinen Gedanken auf der Erde und ergründet nur das für ihn Faßbare, bleibt aber einem geistigen Erleben völlig fern. Und doch ist der Mensch Träger unzähliger Intelligenzen und wird von ihnen weit mehr mit Beschlag belegt, als dies den Anschein hat.

Denn ob der Mensch sich auch weigert, geistige Kraft anzuerkennen, ob er auch mit vollem Bewußtsein ein überirdisches Wirken ablehnt .... er wird doch nicht verhindern können, daß auch seine eigenen Gedanken abschweifen in die Unendlichkeit, weil ebendie in ihm sich bergenden Intelligenzen ihn dazu antreiben .... weil das eigentliche Leben in ihm Auswirkungen ebenjener Intelligenzen sind. Aus dieser Tatsache heraus finden so viele Menschen ihre Befriedigung erst dann, wenn ihr Denken sich vergeistigt.

Was nichts im irdischen Leben zustande bringt .... dem Menschen einen inneren Frieden zu geben .... das können jene Wesen in hohem Maße bewirken, sowie sie den Menschen bestimmen können, seinen Gedanken die Richtung nach oben zu geben .... Die Kraft dieser Intelligenzen geht mitunter so weit, daß die Umgebung des Menschen von ihnen ebenfalls durchdrungen wird, besonders dann, wenn jeglicher Widerstand im Menschen gebrochen ist und er willig dem starken Drängen nachgibt. Dann ist auf ewig kein Rückgang zu fürchten, denn es strebt alles Geistige dem Gottesgeist zu .... es findet die Seele zurück zum ewigen Licht .... zur ewigen Gottheit ....

Amen

BD 0605 empfangen  6.10.1938

Liebeswerk gegen Feinde ....

Lasset es euch angelegen sein, auch euren Feinden Gutes zu tun, und beherziget, daß jedes noch so kleine Liebeswerk an diesen dreifach gesegnet ist .... Es hilft euch, den Stachel der Feindschaft zu entfernen .... es verhilft euch selbst zur Gnade, und es erweckt wieder Gegenliebe bei denen, denen ihr Gutes tut. Und ihr bringet dadurch ein Opfer der Selbstüberwindung. Ihr habt Zeit und Muße genug, euch vorzubereiten auf einen solchen Akt der Liebe zum Nächsten, wo immer ihr euch in Feindschaft befindet mit diesem. Es fällt euch wohl schwer anfänglich, allmählich aber wird euch die innere Stimme euer Vorhaben erleichtern. Sie wird euch gut zureden und wird nicht eher schweigen, bis ihr das Liebeswerk ausgeführt (habt = d. Hg.) ....

Und die einzige Gefahr ist dann nur, daß ihr nicht inne werdet, wie unsäglich wohltätig sich ein solches Liebeswerk auswirkt, wenn der Gegner es nicht eingestehen will, daß eure Liebe ihm wohltut .... dann seid ihr leicht entmutigt und geneigt, von weiteren Liebeswerken abzusehen .... und glaubt nicht, wie irrig diese Ansicht ist. Den geistigen Segen erkennt ihr nicht so deutlich, doch für die Seele ist er von unnennbarem Wert, und jede Lauheit, deren ihr euch schuldig macht, werdet ihr einst bitter bereuen. In der geistigen Welt wird ständig darauf hingewirkt, die Menschen zu friedliebenden Wesen zu gestalten, Feindschaft zu überbrücken und Haß und Lieblosigkeit gegeneinander in Liebe und Güte umzuwandeln.

So wertvoll das Wirken füreinander ist, so unsäglich schädigend ist es, wenn sich die Menschen gegenüberstehen in Haß und Feindschaft. Es zerstört dies jede geistige Gemeinschaft zwischen den Menschen, und Seelen, die sich voneinander abwenden immer im Bestreben, einander zu schaden, verstricken sich so tief in die Netze des Widersachers, daß ihnen das Befreien daraus immer schwerer fällt und dies eben nur durch gegenseitig zugefügte Liebeswerke möglich ist. Ein Streben nach oben mit Feindschaft im Herzen ist nicht gut möglich, zuvor muß diese erst ausgerottet werden .... es muß der Mensch versuchen, allen Haß und Groll aus dem Herzen zu entfernen und dann im gleichen Maß ein gutes Verhältnis herzustellen.

Dann wird aller Beistand ihnen gewährt werden, und für die Zeit ihres irdischen Lebens ist ihnen die Hilfe der guten Geisteskräfte sicher, die sie schützen vor erneuten Feindseligkeiten und somit auch die Seele vor Rückschlägen in ihrer Arbeit an sich selbst. Darum beachtet allezeit dieses Gebot, eure Feinde zu lieben und ihnen Gutes zu tun, so werdet ihr an geistigen Schätzen unermeßlich gewinnen für die Ewigkeit ....

Amen

BD 0606 empfangen  7.10.1938

Funktion ungebundener Wesenheiten ....
Lebenerweckende Tätigkeit ....

Das fernere Leben wird sich so gestalten, daß dir der Wille nicht mangeln wird, zu tun, was Auftrag des Höchsten ist. Und so wirst du wohl durchaus deinen Willen sprechen lassen, jedoch in voller Übereinstimmung mit dem Willen Gottes. Es werden dich also keinerlei Bedenken zurückhalten von deiner geistigen Tätigkeit, es werden dich auch keine Zweifel beunruhigen, sondern du wirst dich ganz und gar dem Willen Gottes unterordnen und so auch die dir nötige Kraft zu allem Handeln finden. Alles Wirken wird sich dann in der Weise vollziehen, wie es im Sinne des himmlischen Vaters ist, darum halt dich nur immer voll Vertrauen an alle Worte, die dir zugehen, und bleibe vollauf versichert, daß der Herr dich weise lenkt und dich nicht fehlgehen läßt.

Doch nun beginne: Wo in der Atmosphäre sich ein ständiges Leben äußert, wird dieses Leben unausgesetzt gefördert durch Kräfte, die dem Willen Gottes unterstehen. Es sind dies zumeist ungeformte .... d.h. ungebundene Wesen, denen die Aufgabe zufällt, belebend zu wirken. Der Naturtrieb, der den kleinsten Kreaturen innewohnt, ist Funktion dieser ungebundenen Wesenheiten, und somit tritt auch hier wieder eine geistige Kraft zutage, die euch Menschen schwer verständlich zu machen ist. Nur so viel wisset ihr, daß alle Kreaturen eine immer gleichbleibende geschäftige Tätigkeit ausführen, doch alle in verschiedener Art. Ihr sehet dem Treiben der kleinsten Lebewesen zu .... ihr müsset eine Regelmäßigkeit ihrer ihnen vom Schöpfer zugewiesenen Tätigkeit erkennen und könnt euch doch nicht erklären den unmittelbaren Anlaß zu dieser Tätigkeit.

Es ist dies nur dann verständlich, wenn ihr die Erklärung annehmt, daß zur Erweckung der kleinsten Lebensgeister das unmittelbare Einwirken des Gottesgeistes Bedingung ist .... daß alles, was lebt in dieser Welt, ergriffen wird vom Geist Gottes .... und die zahllosen kleinsten Wesenheiten aus Gott ihre Aufgabe in der Gesamtschöpfung erfüllen müssen .... Und jede von ihnen kommt eifrig dieser Aufgabe nach. Der BegriffLebenumfaßt immer ein Weiterentwickeln .... niemals aber ein Verharren im Gleichen. Was lebt, muß sich fortwährend verändern, sowohl in seiner äußeren Form als auch in seiner geistigen Beschaffenheit. So muß auch die kleinste Kreatur ihren Werdegang gehen vom Moment des Entstehens bis zum Beenden des Lebens ....

Sie geht den ihr vorgeschriebenen Weg der Entwicklung, und hat sie den höchsten Grad in dieser Verkörperung erreicht, dann ist das Leben als solches beendet, und eine andere Form harret der schon reiferen geistigen Substanz, um durch diese wieder belebt zu werden. Und unzählige solcher Seelensubstanzen wieder vereinen sich zu größeren Lebewesen, und immer ist die Atmosphäre gefüllt mit solchen, der Verkörperung entgegensehenden Seelen .... und es wird daher auch die euch Menschen umgebende Atmosphäre sich in vollem Leben befinden, weil immer die lebenspendende Kraft in allem ist, was euch umgibt .... in der Luft, im Wasser, im Regen, im Wind, ihr nehmt mit jedem Atemzug diese Kraft in euch auf und werdet durch diese körperlich frisch und gestärkt, weil sie euch mit den Stoffen versorgt, die ihr zum Leben nötig habt ....

Alles Wohlbehagen, das ihr empfindet, so ihr im Freien euch der guten Wirkung solcher Einströmungen von außen überlaßt, ist ein Beweis für die leben-erweckende Tätigkeit aller dieser Wesenheiten, die in gebundenem Zustand unzählige Lebewesen antreiben zu ihrer vom Schöpfer gewollten Tätigkeit .... doch ungebunden günstigen Einfluß ausüben auf alle großen und kleinen Lebewesen, ihnen die Zufuhr aller lebenswichtigen Elemente sichernd, deren sie zu ihrer Existenz bedürfen.

Es ist nicht eines solcher Wesen ohne Tätigkeit, die Allmacht Gottes treibt ein jedes an, den Willen Gottes auszuführen, und dieser besteht in der andauernden Belebung von allem Schöpfungswerk. Der Herr, Der einem jeden Wesen das Leben gab, sorgt unablässig, daß dieses auch erhalten bleibt, wenn auch in immer anderer Form, und diese ununterbrochene Tätigkeit ist auch gleichzeitig ein immerwährender Aufstieg .... wer dieses recht erkennet, wird sich selbst dann im gleichen Sinn betrachten, und sein Augenmerk wird gerichtet sein auf das Wunder des Lebens, das sich in jedem einzelnen offenbart .... Und er wird Ehre und Lob seinem Schöpfer singen, Den er in aller Größe nun erst erkennet ....

Amen

BD 0607 empfangen  8.10.1938

Mitarbeiter des Herrn ....
Vorbedingung ....
Auserwählte Menschen ....

Wen immer nach der Wahrheit dürstet, dem gibt der Heiland Worte des ewigen Lebens. Ein reines Herz und ein empfangsfreudiges Gemüt sind Vorbedingung, um diese Worte in sich zu vernehmen. Desgleichen müssen alle Sinne zu Gott gerichtet sein, dann wird sich das Denken des Erdenkindes so vergeistigen, daß nunmehr der Geist Gottes Sich kundgeben kann und aus dieser Verbindung des Gottesgeistes mit dem Seelenleben des Menschen ein ungeahnter Vorteil erwächst. Es ist immer nur eine Frage der Zeit, ob der Mensch diesen Kundgaben tiefste Weisheit entnehmen will oder sich mit weniger begnüget .... Das Arbeiten an sich selbst vergrößert auch die Aufnahmefähigkeit. Der feste Wille und tiefe Glaube sind gleichfalls nötig, um in die Tiefen göttlicher Weisheit eindringen zu können.

Und so muß sich das ganze Wesen des Menschen einer langsamen Wandlung unterziehen, will er als Mitarbeiter des Herrn auf Erden schon tätig sein, von Ihm unterwiesen und in alle Weisheit geleitet werden. So bedarf es nur einer rechten Ausdauer, um größte Erfolge zu zeitigen, denn jede Arbeit ist ihres Lohnes wert. Der Segen aber, der aus solcher Arbeit sich über das Erdenkind ergießt, ist unsagbar groß. Es werden wenige ein solches Amt erfüllen können, weil das nicht mit Händen Greifbare sie immer wieder stocken läßt und sie sich deshalb nicht voller Vertrauen dieser Arbeit hingeben. Es kann dann natürlich auch nicht erwartet werden, daß die ersten Versuche hohe Ergebnisse zutage fördern, sondern in emsiger Arbeit, in Geduld und Ausdauer muß sich der Mensch üben, will er dem Herrn treuer Mitarbeiter sein und des Himmels Lohn empfangen.

Alle Bemühungen, auf anderem Wege zu solchen Ergebnissen zu gelangen, werden erfolglos sein, denn es versteht sich von selbst, daß, wer in die Geheimnisse göttlicher Liebe eindringen will, sich der ewigen Gottheit völlig unterstellen muß und somit auch alle ihm gestellten Bedingungen erfüllen als Willen Gottes .... Wer den Willen des Herrn erfüllt, wird begnadet sein über alle Maßen schon auf Erden, und diese Gnade wird sich dem Menschen so zuwenden, daß er die tiefe Verbundenheit zum göttlichen Schöpfer fühlen und in sichtbarem Segen stehen wird. Es hat auf der Erde wohl zu allen Zeiten Menschen gegeben, die in innigstem Verhältnis zu Gott standen, und diese waren jederzeit von Gott erkenntlich gemacht worden durch außergewöhnliches Wirken, auf daß Seine Gnade sichtbar zum Ausdruck kam.

Jene Menschen waren jedoch meist außerhalb der Kirche stehend, d.h. außerhalb dessen, was die Menschheit sich aufgebaut hatte in falscher Erkenntnis. Sie hatten im innersten Herzen den Weg zu Gott gefunden und in der tiefsten Verbundenheit zum göttlichen Heiland ihr Leben ganz in den Willen Gottes gestellt, und diesen offenbarte Sich der Herr und gab ihnen die Krone des Lebens schon auf Erden. Es waren dies in den meisten Fällen wohl Bekenner des reinen Wortes Gottes, doch alle Äußerlichkeiten, allen Prunk und Selbstliebe verabscheuend, und so fanden sie inmitten von Falschheit und Lüge den rechten Weg zu Gott und wurden daher auch durch außerordentliche Gnadenbeweise jederzeit gekräftigt ....

(Unterbrechung)

BD 0608 empfangen  8.10.1938

Wahre Jünger und ihr Los ....
Sandige Wüste ....
Quell und Lebensborn ....

Doch zu jeder Zeit wurde auch diesen Meinen wahren Jüngern Widerstand entgegengesetzt von den Mich verleugnenden, Meine Lehre zerstören wollenden Menschen. So manche falsche Darlegung Meiner Lehre brachte zustande, daß der Menschheit Sinn sich von ihr abwandte und Meine wahren Jünger nicht angehört wurden, die ihnen wahrlich Gold statt Steine bieten konnten. Wo sich die Vermessenheit der Menschen so weit verstieg, daß selbst Mein Name zum Deckmantel falscher Lehren benutzt wurde, dort konnte sich in der Folge auch keine reine Lehre erhalten, denn es war das Fundament baufällig geworden, und was von Menschenhand nun erbaut wurde, konnte Meinen Segen nimmermehr beanspruchen. Still und eifrig, gläubig und liebenden Herzens aber predigten Meine wahren Jünger das Christentum .... und wer diese Lehre annahm, ging ein in Mein Reich ....

Dem Werk, das nun unter deiner Hand entsteht, liegt wiederum Mein Wille zugrunde, der Menschheit den Lebensquell zugänglich zu machen. Die Irrwege, die euch vom rechten Weg ableiten, werden euch in die sandigste Wüste führen, wo brennender Durst, Ermattung und qualvoller Tod euer Los ist .... Doch an Meiner Quelle dürfet ihr euch laben und erquicken .... Ihr werdet ohne Anstrengung dann den rechten Weg fortgehen, bis ihr eingeht in die Pforte des ewigen Lebens. Darum achtet der Zeichen .... achtet derer, die euch den Weg zum Lebensborn weisen, und verharret nicht in sandiger Wüste, wo euch der Quell .... das reine Wort Gottes .... so nahe ist. Es wird euch Menschen immer und immer wieder kundgetan, daß ihr Gottes Geschöpfe seid .... so erkennet Mich als euren Vater an, auf daß Ich euch bedenken kann, daß auch ihr Meine wahren Jünger werdet und bleibet bis in alle Ewigkeit ....

Amen

BD 0609 empfangen  9.10.1938

Tätigkeit der Wesen ....
Rückerinnerung ....
Liebe ....

Das Verharren in immer gleicher Umgebung würde die zahllosen Wesen untätig werden lassen, darum ist ihnen immer wieder ein anderer Aufenthaltsort bestimmt, in dem wieder neue Aufgaben ihrer warten und sie sich in anderer Richtung höher entwickeln können. Es bleiben also diese Wesen nicht immer in der gleichen Tätigkeit, sondern nur so lange, bis eine gewisse geistige Stufe erreicht ist, die dann ein Übergehen in eine andere Sphäre gestattet. Somit hat auch das kleinste Lebewesen außer der Aufgabe, das Schöpfungswerk Gottes zu beleben, die weit größere Aufgabe zu erfüllen, sich zu vervollkommnen. Es wird gezwungenermaßen seiner Aufgabe nachkommen, es kann nicht wider Gottes Willen ankämpfen und muß den Weg der Höherentwicklung gehen.

Es wird der Seele auch jede Rückerinnerung genommen, wenn sie als letze Verkörperung Aufenthalt im Fleischleib des Menschen nimmt. Denn das Bewußtsein ihres vorherigen langen Wandelns würde sie gewissermaßen in einen Zwangszustand versetzen, in dem der Mensch dann aus Angst und Furcht, diesen Weg noch einmal gehen zu müssen, den Willen Gottes erfüllen würde und so als unfreies Wesen nimmermehr den Grad der Gotteskindschaft erreichen könnte .... und also auch nicht Gott ähnlich werden, was jedoch erstes und letztes Streben eines jeden Menschen sein soll. So begreifet ihr nun auch, wie wohlweislich die Anordnungen des göttlichen Schöpfers sind, daß euch jegliches Wissen um das Vorher und Nachher verschleiert ist ....

Ein restloses Wissen darum scheidet eine freie, unbeeinflußte Handlungsweise des Menschen aus. Immer wird der Mensch trachten, aus allem, was er tut, den größten Nutzen zu ziehen. Doch sein Wandeln auf Erden soll geleitet sein von der Liebe, die keinen irdischen Vorteil sucht .... Was um eines Lohnes Willen getan wird, ist nicht wertvoll vor Gott, doch was der Mensch aus Liebe vollbringt, ist gesegnet und wird auch seinen Lohn nach sich ziehen. Die einfachste Begebenheit im menschlichen Leben kann, weil Liebe-durchflutet, jahrelange Arbeit irdischen Wertes aufwiegen, und ebenso kann kein Mensch sich der Arbeit an seiner Seele entziehen .... Er muß, will er das Ziel erreichen, fortgesetzt tätig sein ....

(Unterbrechung)

BD 0610 empfangen  9.10.1938

Unverbesserliche ....
Fluch des Mammons ....
Liebe ....

Es ist Mein heiligster Wille, daß fortan nur ein Name das Weltreich beherrsche .... es soll keine Macht der Welt sich rühmen können, Gewalt zu haben über die Erde und ihre Bewohner, denn Meine Liebe wird allen beistehen. Nur wo der Drang nach unten so stark ist, daß Meine Liebe abgewiesen wird, dort soll die Finsternis ihre Ernte halten, denn diese sind keine Erbarmung wert, da sie verschmähen Meine Hand, die sie erretten will aus dem Abgrund der Hölle. Aller Widerstand müßte brechen durch Meiner Liebe All-Gewalt, und nur Wesen von wahrhaft teuflischer Gesinnung verschmähen diese Liebe. Was unverbesserlich ist, muß die Folgen des starren Sinnes tragen und auf ewig von Mir verbannt bleiben.

Sehet den Mammon und seine Gefahr .... Er verpestet die Menschheit, und diese gibt sich in die Hände des Bösen, und nichts kann sie erretten daraus als die Liebe. Sowie ein liebendes Herz sich solcher verlorenen Seele nähert und sich ihr widmet, wird die Macht des Bösen geringer, und die tiefe Liebe ringt der Finsternis diese Seele ab. Und darum kann nur die Liebe wahrer Helfer sein in solcher Not, nur Liebe ist die überwältigende Macht, die dem Widersacher die Seelen abringt und sie dem Licht zuführt .... Und diese Macht ist so stark, daß sie siegen wird über alle Gewalt des Bösen.

Wo immer eure Waffe die Liebe ist, seid ihr siegreich gegen den Feind, und wo Meine Liebe euch als Streiter beruft, wird ein Heer erstehen, so stark und mächtig, daß erzittern wird der Feind, daß in seinen Reihen die Zuversicht erschüttert und die Macht gebrochen ist. Denn ist der Haß auch stark, die Liebe ist um vieles mächtiger .... Wo Haß zerstört, baut die Liebe auf .... wo der Haß Wunden schlägt, ist die Liebe heilsame Kraft .... und wo das Gottesreich zerstört werden soll vom Haß des Feindes, dort wird die Liebe es aufbauen und befestigen, Gottes Wort lehren und verbreiten .... Die Liebe wird opfern, wo der Haß verzehrt, sie wird kein anderes Ziel kennen, als Gott zu dienen. Und so wird die Liebe alles überwinden, weil sie die Kraft ist aus Gott. Je inniger ihr Mich liebt, desto stärker will Ich euch durchdringen ....

Ich will alles an Mich ziehen, auf daß die Welt mit ihren Bestrebungen zuschanden werde und der Feind des Lichtes, in die äußerste Finsternis gedrängt, nicht zu schaden vermöge denen, die ihm noch nicht ganz verfallen sind. Denn denen will Ich entgegenkommen mit Meiner Liebe, und so sie Mich erkennen, werden sie willig Mir folgen und den Schlingen des Widersachers entgehen .... Denn der Kraft Meiner Liebe widersetzet sich keiner .... und diese Liebe währet ewig und lässet keines Meiner Wesen untergehen, die nur den kleinsten Funken Gottesgeist in sich bergen .... Diese erfasset Meine Liebe und zieht sie zu Mir hinan .... Und aus der Gewalt des Bösen will Ich erlösen alle Seelen, weil Meine Liebe nicht will, daß auf ewig verloren ist, was einst Licht war vom ewigen Licht ....

Amen

BD 0611 empfangen  10.10.1938

Erdenbestimmung ....
Geistiges Erleben ....
Gebet und Wille ....

Es hat der Mensch auf Erden nur eine Bestimmung, doch diese ist so wichtig, daß der Mensch nicht nachlässig werden darf und nur dem leben soll, was dieser Bestimmung entspricht. Nichts ist unwichtig, was im Gebiete des Geistigen liegt, denn nur durch das geistige Erleben kann er das erreichen, wozu er auf Erden ist. Das Hineinstellen in Irdisches, völlig getrennt vom Geistigen, muß ihn erst suchen lassen, und der Geist aus Gott, der in ihm wohnt, wird ihn auch stets drängen, sich geistig zu betätigen, doch der Mensch muß kraft seines freien Willens seine Zustimmung geben, dann erst kann sich der Geist lösen aus seiner Hülle und seinem letzten Ziel, der Vereinigung mit Gott, nachgehen.

Und dies ist die eigentliche Erdenarbeit des Menschen, daß er, obwohl gebunden an die Materie, freiwillig die Verbindung löst und statt dessen die engste Verbindung mit dem Geist Gottes sucht .... wie sich der Geist ehemals löste von seinem Schöpfer in dem Verlangen, zu herrschen und alle Macht an sich zu reißen, so soll nun in aller Demut und Liebe zum Vater des Alls derselbe Weg zurückgegangen werden .... Es soll die Seele heimfinden ins Vaterhaus, und darum ward ihr das Leben auf Erden gegeben. Um aber einer solchen Aufgabe nachkommen zu können, ist die Kraft des Menschen zu gering, denn das die Seele Umgebende und in Bann Haltende ist ebenfalls eine Macht, die sich der göttlichen Macht entgegenstellt.

So muß nun die göttliche Macht als Beistand angerufen werden, auf daß sie Kraft spende im Kampf wider die feindliche Gewalt. Und diese geht darauf in unerschöpflichem Maß dem Erdenkind zu. Deshalb ist das Gebet zum himmlischen Vater das Erste und Wichtigste, ohne das ihr niemals den Weg nach oben finden könnt. Es ist die Waffe im Kampf, eure Kraft und eure Stärke. Und bedienet ihr euch fleißig des Gebetes, so könnet ihr auch niemals unterliegen, denn es werden euch nun auch alle anderen Hilfsmittel angeboten .... ihr werdet aufmerksam gemacht, wie ihr leicht und schnell euch lösen könnt aus der Gewalt, die euch noch in Banden hält. Ihr braucht nur immer beten und wollen, und der Beistand wird euch so augenscheinlich gewährt, indem ihr hingewiesen werdet auf eure Aufgabe und auf den Weg, wie ihr die ewige Heimat erreichen könnt.

Dem Geistigen in euch muß allein nur Beachtung geschenkt und mit vollem Willen von der Materie, den Freuden und Verlockungen der Welt Abstand genommen werden, so geht der Mensch seiner wahren Bestimmung auf Erden nach und kann unendlich Großes und Wertvolles erreichen .... die Wiedervereinigung mit dem Geist Gottes, von Dem er sich in falscher Erkenntnis getrennt hat. So lasset euch zur Mahnung dienen, daß ihr nie des Gebetes vergeßt, sondern euch täglich und stündlich im Geist zu eurem Vater wendet, auf daß Er euch mit Kraft und Gnade versehe, eurer Bestimmung auf Erden nachkommen zu können ....

Amen

BD 0612 empfangen  10.10.1938

Kampf gegen Christentum ....
Unterbreiten der Frage Gott Selbst ....
Verantwortung für Seele ....

Es hat der Herr beschlossen, die größtmöglichste Vergeltung zu üben, wenn Sein Wille nicht mehr anerkannt und Sein Name verspottet wird .... Denn unter der Menschheit ist jegliche Ehrfurcht der ewigen Gottheit gegenüber erloschen, und es regieret nur noch irdische Macht, Reichtum und Rang. Man tut Zwang an den wahren Bekenner Seines Namens und glaubt, jeder Rechtfertigung Ihm gegenüber enthoben zu sein .... Gewisse Kreise versuchen sogar, die Grundfesten des Christentums zu erschüttern, indem sie den Urheber dessen ableugnen und Seine Existenz überhaupt in Frage stellen. Sie haben zur Zeit zahllose Anhänger, denen eine solche Darlegung angenehm und bequem ist und die darum nicht zögern, diese Anschauung sich zu eigen zu machen und gleichfalls alles abweisen, was im Zusammenhang steht mit Jesus Christus als Erlöser der Menschheit.

Sich selbst stellen diese Menschen ein so großes Armutszeugnis aus, sie geben nicht sich selbst Rechenschaft, denn ihre innere Stimme würde sie schon recht leiten .... Dagegen lassen sie sich etwas nehmen, was jeder erst der eigenen Beurteilung unterziehen sollte. Erst wenn der Mensch mit dem Willen, die Wahrheit zu ergründen, auch ein ernstes Streben verknüpft, kann er sich Klarheit darüber verschaffen, was Gottes- und was Menschenlehre ist .... Wer diese große Frage im Menschenherzen tönen läßt .... wer ernstlich bemüht ist, die Gottheit anzuerkennen, so Sie Sich dem Erdenkind als solche erweist, der wird nicht lange ohne Antwort gelassen werden, denn der himmlische Vater läßt solchen suchenden Seelen gar bald Hilfe zukommen .... Er läßt sie auch den Weg finden, wo ihnen Klarheit wird über solche und ähnliche Fragen.

Wer ernstlich begehret, über das Wesen Christi aufgeklärt zu werden, der wird bald ein so klares und verständliches Bild des Heilands bekommen, daß seine Zweifel schwinden werden und er sich voller Überzeugung der Lehre Christi hingibt. Und so sollten nur die Menschen diese Frage dem himmlischen Vater Selbst vorlegen, so würden sie nicht in die Gefahr kommen, sich völlig abzuwenden von dem Erlöser der Menschheit. Alles atmet Gottes Güte und Liebe .... wo der Mensch irrend oder unwissend fragt, dort wird er liebevoll auf den Weg der Wahrheit geführt .... doch abweisen aus eigener Verstandes-Weisheit wird zu immer größerem Irrtum führen ....

Doch was der Mensch als einzelner zu erkennen glaubt, bleibt ihm überlassen .... wer jedoch seine eigene Meinung voller Überzeugung auch dem Mitmenschen aufreden will, ist ein großer Sünder vor Gott und den Menschen. Seiner eigenen Seele Los ist unsagbar traurig, wenn er auf falschem Weg sich befindet; das Los der Mitmenschen aber verschuldet zu haben ist unverantwortlich, und diesen wird schon auf Erden das Gottesgericht gesandt werden, auf daß sie erkennen, daß der Herr Seines Namens nicht spotten läßt und nicht duldet, daß das Seelenheil von zahllosen Mitmenschen gefährdet wird.

Denn so ihr dem Menschen irdische Güter nehmt, ist das nicht recht vor Gott .... wie aber wollt ihr euch verantworten, die ihr dem Mitmenschen das ewige Reich nehmet .... Wer schwach ist, höret auf seine Mitmenschen und nimmt gedankenlos an, was ihm aber den größten Schaden bringt für seine Seele .... Darum hütet euch, diesen Schwachen im Geiste eure Ansicht einzureden, wollet ihr nicht aufs empfindlichste gestraft werden noch im Erdenleben .... denn der Herr hat die Macht über alles im Himmel und auf Erden .... Er wird auch zu schützen wissen Sein Wort, und dieses wird nicht vergehen bis in alle Ewigkeit und wird Zeugnis ablegen von Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Menschheit ....

Amen

BD 0613 empfangen  11.10.1938

Himmels-Schleusen ....
Ungemach ....
Vaterworte ....

Lasse alle deine Sorgen, und gib dich nur vertrauensvoll dieser deiner Arbeit hin. Siehe, wer für Mich tätig ist, den lenke Ich schon nach Meinem Willen, und wo dir Widerstand erwachset rein äußerlich, bin Ich mit Meiner Sorge und Liebe in deiner Nähe. Es gehen dir diese schweren Gedanken nur deshalb zu, um dich anzuspornen zu immer intensiverer Tätigkeit, denn Lauheit und Nachlässigkeit fördert nicht dieses Werk, sondern nur jederzeit williges Aufnehmen kann den Fortschritt gewährleisten. Alle deine Sorge überlasse Mir, Ich will sie von dir nehmen, doch zur Aufmunterung des Geistes sind sie manchmal vonnöten. So geht dir auch heut wieder eine Kundgabe zu, in weiser Voraussicht des Kommenden bestimmt, dir Trost und Stärke zu geben:

Des Himmels Schleusen werden sich von neuem öffnen, und es werden in Not und Drangsal kommen ganze Landstrecken. Des Vaters Huld sendet diese Not nur deshalb auf die Erdenmenschen, um zu retten für die Ewigkeit, was guten Willens ist. In dieser Zeit erstarren alle sonst tätigen Kräfte in Meinem Auftrag .... es wird alle Zuversicht auf das Walten der Natur schwinden, die Menschen werden den Gewalten von oben so ausgeliefert sein, daß die Herzen sich Gott zuwenden müssen, wollen sie Hilfe aus ihrer Not. Der Gedanke an den Tod mitten aus dem Leben ist ihnen so schrecklich, daß sie wohl um Erhaltung des Lebens bitten werden, und es wird auch errettet, was zu Mir seine Zuflucht nimmt, denn eben für diese lasse Ich alles Ungemach über die Erde kommen, damit sie durch dieses in lebendige Fühlungnahme kommen mit ihrem Schöpfer, denn was in ihnen jetzt noch schlummert, soll erweckt werden zu tätigem Leben ....

Der scheinbare Gottesdienst, den sie Mir heut zu verrichten glauben, ist nur eitel Angewohnheit, weder belebt vom rechten Denken noch von tiefem, ungezweifelten Glauben .... Das innige Verhältnis zum Vater wird erst hergestellt werden in größter Not, auch wenn die Menschen zuvor aufbegehren und das Walten einer Gottheit anzweifeln möchten .... Wenn sie allein nichts mehr auszurichten vermögen, werden sie in sich gehen und den wahren Vater erkennen. Und in solcher Stunde muß dein Glaube fest und unerschütterlich sein .... Du darfst dann nicht wankend werden oder mutlos, denn Ich bin stets in der Nähe und harre eines jeden Rufes. Darum merke, Mein Kind, lasse nicht die Zweifel in dir überhand nehmen ....

Es ist ein so unvergleichlicher Segen, diese Verbindung aufrechtzuerhalten, daß du in vollster Zuversicht deine Lebenstage zurücklegen kannst und auch in irdischen Sorgen immer die helfende Hand deines Heilands spüren wirst. Ich will doch euch, Meine Kinder, stark sehen im Glauben und Vertrauen zu Mir .... Und jede Bangigkeit soll aus eurem Herzen weichen. Darum sind auch die Proben für deine Seele zugelassen, die du aber leicht bestehen kannst, wenn du dich in Mein Wort versenkst und in gläubigem, innigen Gebet bleibst. Versäume nie, dich und dein Handeln deinem himmlischen Vater zu empfehlen und Ihn um Seinen Segen zu bitten, dann kannst du unbesorgt jedem Tag entgegensehen. Sich selbst besiegen ist der schönste Sieg .... doch für deinen Herrn und Heiland zu streiten, darf dir nichts zu schwer erscheinen, auf daß Meine Liebe dich immer betreue ....

Amen

BD 0614 empfangen  11.10.1938

Geistige Brücke ....
Innere Sehe ....
Liebevolle Vaterworte ....

Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre .... und fortan soll der Lobgesang ertönen in der Unendlichkeit .... Der dir das Leben gab, vernahm auch deinen Ruf nach Ihm, Er sandte Seine Engel aus, dich zu geleiten in Sein Reich. Nun folge du uns, den Boten Gottes, und beuge deinen Willen unter den des Höchsten, denn du hast Gnade gefunden vor dem Herrn, und Sein Auge ruht wohlgefällig auf Dir. Und Seine Güte und Liebe läßt dir unaufhörlich Lehren zugehen, weil dunkle Nacht den Menschen den Weg zum Vater schwer finden läßt .... Was du nun empfängst, ist göttliche Gabe voller Weisheit. Menschliche Verstandesschärfe ist nicht zu messen am Inhalt dieser, dir von oben zugehenden Lehren, denn wer unter den Menschen möchte wohl das ergründen durch eigene Kraft, was Gott durch Seine Boten vermitteln läßt denen, die Ihn lieben ....

Wo wäre die Brücke, die aus irdischem Wissen zu geistigen Wahrheiten führt .... Sie ist greifbar nicht vorhanden, doch geistig gibt es keine unüberbrückbare Kluft, denn diese Brücke ist vom Jenseits durch die Engel und dienstbaren Geistwesen zur Erde geschlagen worden, einem jeden zugänglich, doch nur von den wenigsten benutzt. Wüßte die Welt, wie leicht und einfach der Geist sich hinaufschwingen kann in körperlich für euch unerreichbare Sphären .... welches Maß von Seligkeit wäre euch zugänglich, so ihr nur den Willen des Herrn befolgen möchtet, welches ist Vorbedingung zum Betreten dieser Brücke.

Um in die Gefilde des Jenseits Einblick nehmen zu können, will dir der Herr die innere Sehe erschließen, und dein geistiges Auge wird schauen unvergleichliche Schönheit, und in dieser herrlichen Umgebung wirst du dich zurechtfinden, weil deine Aufgabe sein soll, auf Erden den Menschen den Glauben zu lehren an ein Jenseits, an eine Vergeltung, und (ist = d. Hg.) darum eine unendlich wichtige Aufgabe auf Erden. Und alles wirst du lehren können aus vollster Überzeugung, darum lässet dich der Herr Dinge schauen, die außerhalb des Erdenlebens liegen.

Vernimm, was dir der Herr sagt: Mein Kind, fliehe die Welt, dann wirst du Mich schauen .... setze dich zur Wehr, wenn die Versuchung an dich herantritt, und beginne alles in Meinem Namen .... Liebst du Mich, dann sei dir Mein Wort alles .... das Morgen- und Abendgebet .... die Speise des Tages, das Licht der Nacht, das Wort der Liebe .... es sei dir Mein Wort Ich Selbst .... Nimm Mich auf in dein Herz, und stille mit Mir deinen Hunger und Durst .... dann will Ich gleichfort in dir wohnen, in dir wirken und durch dich reden, und alle, die dich hören, werden Mich Selbst vernehmen, und so weile Ich wieder auf dieser Erde, wo die Liebe Mir Wohnung bereitet, und Ich bin mit Meinem Geist mitten unter den Meinen .... und die Mich suchen, werden Mich finden .... die Mich hören wollen, denen werde Ich Mich offenbaren ....

Die Mich zu schauen verlangen, denen wird Mein Bild ins Herz gelegt werden, auf daß sie überselig seien schon auf Erden. Solches ist auch dir zugedacht, Mein Kind .... Du wirst sehen alle Herrlichkeit und wirst eingedenk Meiner Worte ein eifriger Verkünder Meiner Lehre und ein wahrer Jünger Meines Namens sein auf Erden. Du wirst preisen Gottes Macht und Herrlichkeit, du wirst verkünden Seine Liebe und Sein Erbarmen und wirst Ihm Lob und Dank singen bis in alle Ewigkeit ....

Amen

BD 0615 empfangen  12.10.1938

Geistesgut ....
Gedanken in ihrer Auswirkung ....

Versuche heut geistiges Gut aufzunehmen, das dir in aller Schlichtheit und Reinheit vermittelt werden soll. Es bleiben sowohl auf Erden wie im Jenseits jene Kräfte ungenützt für den Fortschritt der Seele, die sich betätigen allzusehr in weltlichen Dingen resp. im Jenseits sich von der Materie noch nicht zu lösen vermögen. Alle Kraft, die solcher Art vergeudet wird, wendet sich wieder der Materie zu und stärkt diese in ihrem Bestehen. Um euch das faßlich zu machen, müsset ihr wissen, daß alle Kraft doch Geist ist .... Es wendet sich also wieder Geisteskraft dem zu, was vermindert werden soll .... Es soll die Materie besiegt werden, so aber trägt der Mensch dazu bei, daß der Materie erneut Geisteskräfte zugehen und so also an Festigkeit und Bestand gewinnt.

Dies ist der traurigste Vorgang bei allem weltlichen Verlangen und Erfüllen dieses. Man vergegenwärtige sich, wie alles Geistige zur Verfügung stehen mußte nach Gottes Willen, um sich allmählich so zu gestalten, daß es endlich zur Verkörperung im Mensch zugelassen wurde und daß nun diese Kraft sich wieder löst, doch zu entgegengesetzter Wirkung .... daß sie hilft, die Macht des Bösen zu verstärken, anstatt gegen dieselbe anzukämpfen. Wenn ihr Menschen so euer Leben betrachtet und bedenkt, wie sehr ihr bemüht seid, irdisches Gut zusammenzuhalten, und wie ihr vor jedem irdischen Verlust bangt .... wie ihr dagegen das Geistige, den wahren Reichtum der Seele, so wenig betreut und dort über große Verluste gleichgültig hinweggeht .... wenn ihr bedenkt, daß dieses verlorene Gut verurteilt ist, den gleichen Weg nochmals zurückzulegen, und es in eurer Macht liegt, dieses zu verhindern ....

Es ist schwer, euch den Begriff „geistiges Gut“ klarzumachen, solange ihr noch in Weltbanden schmachtet. Nur das Versenken in Geistiges erweckt in euch das Verständnis dafür, wie sich geistige Kräfte äußern und wie wertvoll für die Ewigkeit, für die Erlösung aus tiefer Nacht, das Wirken dieser Geisteskräfte sein kann und wie daher alles Augenmerk darauf gerichtet sein soll, dieses kostbarste Gut richtig anzuwenden. Jeder Gedanke des Menschen ist geistige Kraft, und so ist daraus schon zu verstehen, daß sich jeglicher Gedanke nach oben wenden müßte, soll diese Kraft im Sinne Gottes angewandt werden, daß aber alles Denken an das Irdische und besonders das Verlangen danach ebenfalls diese geistige Kraft erfordert, die jedoch nicht ihrer wahren Bestimmung nach angewendet wird.

Ohne Unterschied würden die Menschen bei gutem Willen Unterstützung finden von oben, da die geistige Kraft selbst diese Unterstützung anzieht .... doch eben immer dem Willen des Menschen gemäß .... denn ebenso ist auch die Gegenkraft bemüht, ihr zugewandtes Geistiges zu erfassen, um sich selbst zu verstärken. Und es ist jedes Bemühen dieser Macht von Erfolg, wenn der Mensch selbst den weltlichen Begierden verfallen ist und allzusehr nach irdischem Gut trachtet, das ein Aufgehen im Geistigen ausschließt. So ist auch in dieser Beziehung das Denken des Menschen außerordentlich verantwortungsvoll, und es wirkt sich somit schon auf Erden günstig oder ungünstig aus, ob geistige Kraft vermehrt oder vermindert wird .... Wer den Willen hat nach oben, dessen Geistesgut wird vermehrt werden .... doch verlieren wird, der nach den Gütern der Erde trachtet ....

Amen

BD 0616 empfangen  12.10.1938

Wort Gottes ....
Fleisch und Blut ....

Nimm alles, was dir geboten wird, im Herzen auf, dann wird es vollwahr in dich übergehen, deinen Glauben stärken und jeden Zweifel zunichte machen. Denn dem Willen des Herrn entspricht es, daß die geistige Kost in aller Demut empfangen, jedoch mit größtem Eifer und vollster Hingabe aufgenommen wird und so Eingang findet in des Menschen Herz. So wird sich auch alle Kraft diesem mitteilen .... die geistige Kost wird wohl stärkende Nahrung, durch die das Erdenkind tauglich wird für das Leben in der Ewigkeit. Es fördert die leibliche Gesundheit, wer immer dem Körper Speise und Trank im rechten Maß zuführt ....

Doch der Seele gesunde und zuträgliche Nahrung ist nur allein das Wort Gottes .... es ist Speise und Trank zugleich .... es ist das Fleisch und Blut des Herrn Jesu Christi Selbst .... „Wer Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben ....“, so ihr gestärkt seid durch das Wort Gottes könnet ihr nimmer dem Tod der Seele verfallen, sondern ihr werdet leben in Ewigkeit. Und so der Herr euch solches verheißen hat, brauchet ihr nicht zu fürchten den leiblichen Tod, denn die Seele, die ihre Nahrung entnahm aus dem Wort Gottes, verläßt nur ihre körperliche Hülle, um einzugehen in den ewigen Frieden. So schrecket nicht vor dem Tod des Leibes zurück, ist dieser für euch doch nur der Eingang in die ewige Seligkeit.

Wenn euch nun das Wort Gottes in unverfälschter Form geboten wird, so spendet euch der Herr Selbst die rechte Speise, deren eure Seele bedarf, und so liegt es nur an euch, daß die Gabe des Himmels von euch im vollsten Sinne als Fleisch und Blut des Herrn Jesu Christi hingenommen wird .... daß ihr nicht nur begehret, das Wort Gottes zu hören, sondern es befolget und danach lebet .... so wird alle Kraft und aller Segen diesem entströmen, und ihr werdet wahrlich essen Sein Fleisch und trinken Sein Blut und somit das ewige Leben haben ....

Amen

BD 0617 empfangen  13.10.1938

Himmlische Glückseligkeit ....
Vergänglichkeit der irdischen Güter ....

Gehe mit Gott an das Tagewerk und versuche, engste Fühlung zu nehmen mit allem Geistigen, indem du immer nur jede Handlungsweise den göttlichen Geboten anpassest. Es wird so die Lehre des Herrn in die Tat umgesetzt, und ein jeder Tag kann dann nur Segen bringen für die Seele. Alles Ungemach ertrage in Geduld, und gib Liebe überall, denn nur durch die Liebe erlöset sich der Mensch. Folge nun Meinen Worten: Was weiß die Welt von himmlischer Glückseligkeit .... sie würde trachten mit allen Sinnen nach den Freuden des Himmels, wären ihr diese nur anscheinend ersichtlich .... So aber ist ihr Sinnen nur auf das gerichtet, was ihnen greifbar und zu erringen möglich erscheint.

Darum geht das Bemühen der geistigen Welt zuerst dahin, den Menschen die Vergänglichkeit der irdischen Güter klarzumachen .... sie sollen daraus erkennen, daß sie toten Dingen nachjagen mit einem solchen Leben, wie sie es führen. Sie sollen innewerden, daß jeglicher Bestand zerfällt, daß er wie Luft unter ihren Händen sich auflösen kann, wenn es dem Herrn der Schöpfung gefällt. Sie sollen lernen, zu verachten und abzulehnen alles, was ihnen sichtbar ist, dagegen zu kämpfen und zu streben um das, was sie nicht sehen, jedoch im Herzen erfassen können und behalten auf ewig. Der göttliche Schöpfer kennt eine jede Strömung des Herzens .... Ihm ist alles ersichtlich, die Sehnsucht und das Verlangen .... ob weltlich oder geistig, und bedenket die Menschen also dieser Sehnsucht gemäß. Er hat für Seine Geschöpfe das Herrlichste bereit, doch die solche Seligkeit genießen, müssen auch Gott-ähnlich sein.

Und wiederum müssen ihnen alle Versuchungen des Lebens zu überwinden geboten werden, um sich eben daran zu erproben und zu Gott ähnlichen Wesen gestalten zu können .... sich zu lösen von den Scheingütern und sich würdig zu machen des Gottesreichs, das an Herrlichkeit unendlich mehr aufzuweisen hat als das Erdental .... Und ob ihr Menschen darüber auch murret und klaget .... es kann euch das Leid nicht erspart bleiben .... Ihr müsset euch willig trennen von allem Irdischen, dann nur könnt ihr in die ewige Herrlichkeit eingehen. Nur Leid kann diese willige Trennung bewerkstelligen, nur durch Leid kann euch der Weg nach oben gewiesen werden, und nur durch Leid werdet ihr teilhaftig der Herrlichkeit Gottes ....

Amen

BD 0618 empfangen  13.10.1938

Ablehnen und Annehmen der geistigen Wahrheit ....

Alle Macht ist vergebens, wenn sich der freie Wille sträubt, Meine Gabe anzunehmen, doch ist in unmittelbarer Nähe der sich Sträubenden oft geistige Hilfe, die im Menschen das Verlangen nach Wahrheit schürt und ihn nicht zur Ruhe kommen läßt. Die Beweggründe der Weigerung sind nicht immer relativ. Es können auch solche Gelegenheiten oft versäumt werden aus Furcht, einer falschen Lehre zum Opfer zu fallen. Dort steht dann der Mensch im Kampf mit sich selbst ....

Er braucht dann nur dem inneren Drängen des Herzens nachzugeben, welches ist Einfluß der guten Geistwesen, die den Menschen fördern möchten in jeder Weise. Doch spricht immer der Verstand mit, und diesem wird viel lieber Gehör geschenkt als der Stimme des Herzens. Wohl sollen die Menschen prüfen, auf daß sie das Gute vom Bösen zu unterscheiden vermögen, wie aber kann der urteilen, der nicht prüft, sondern sofort abweist .... Und es werden sich viele auf dem Standpunkt befinden, Lehre der Menschen sofort anzunehmen und die Worte, die der Herr von oben sendet, abzulehnen ....

(Unterbrechung)

BD 0619 empfangen  14.10.1938

Freier Wille ....
Erkennen ....
Unterordnen unter Gottes Willen ....

Mein liebes Kind, vergegenwärtige dir Meine Nähe, so bleibst du unlöslich mit Mir verbunden. Siehe, was von Mir bestimmt ist, die Erde zu beleben, geht auch den Weg auf Erden nach Meinem Willen so lange, bis eigener Wille dem Lebewesen gegeben ist, dann ist Mein Wille nur soweit tätig, als Ich den Menschen führe so, daß er selbst den größtmöglichsten Nutzen ziehen kann für seine Seele. Es erkennt der Mensch erst dann diese Meine Fügung, wenn er versäumt hat, sie recht auszunutzen .... Dann weiß er auch, wie stark sein Wille dem Meinen entgegenwirkte und wie er sich des freien Willens zum Schaden seiner Seele bedient hat ....

Und doch ist diese Erkenntnis für ihn von Vorteil, wenn er fortan bemüht ist, sich dem göttlichen Willen zu unterordnen; die innere Stimme weist ihm oftmals den rechten Weg, und so er dann jede Lebenslage dankend entgegennimmt aus der Hand des Schöpfers, dann wird er noch immer großen Nutzen aus solchen ziehen, denn Ich gebe allen Erdenkindern die Möglichkeiten, die ihrer Entwicklung am meisten dienlich sind. Die schweren Lebenslagen sind nicht von Nachteil für die Seele, dagegen können sich oft die günstigen Verhältnisse nachteilig auswirken, jedoch auch nur dann, wenn der freie Wille die Verbindung mit der ewigen Gottheit ausschaltet.

Nun wird der Mensch geistig belebt durch die Einwirkung höherer Geistwesen .... Die Sorge um die irrenden Menschen läßt sie unausgesetzt tätig sein, und so wird der Gedankengang des Menschen immer wieder beeinflußt von dieser Seite, und bei nicht ganz verhärteten Erdenkindern gelingt es den Geistwesen zumeist, den Gedanken an die Gottheit aufleben zu lassen, und es ist nun die weitere Tätigkeit dieser Geistwesen auch von Erfolg in den meisten Fällen. Denn der Mensch, wenn er die Gottheit anerkennt, ist weit glücklicher in diesem Bewußtsein und läßt dann diese Erkenntnis nicht mehr fallen. Er bemüht sich, den Gottesbegriff so sich zu eigen zu machen, daß bald alles Denken sich vergeistigt, daß er nun Gott suchet aus freiem Willen und Ihn auch sicher findet, denn Gott läßt Sich von jedem finden, der Ihn nur suchet .... Selbst der Ungläubigste erkennt eine höhere Macht an, weiß sich nur keinen rechten Begriff davon zu machen ....

Das Gebot der Nächstenliebe aber ist die Leiter, auf deren Sprossen die Erkenntnis zu suchen ist. Gehet nur recht in der Befolgung dieses Gebotes auf, und es wird euch wie Schuppen von den Augen fallen .... euch, denen noch das Erkennen schwer ist. Plötzlich werdet ihr dann begreifen, daß Gott nur in der Liebe ist .... und daß Er euch nahe ist, so ihr nur liebet euren Nächsten wie euch selbst und somit Gott über alles. Und habet ihr erkannt, dann treibt euch der Geist weiter aufwärts, und euer Wille folgt widerstandslos .... Ihr habt den eigenen Willen nun untergeordnet dem Willen Gottes und werdet so in alle Weisheit geleitet. Was euch bis dahin unklar war, beginnt ihr zu verstehen, je tiefer und mächtiger in euch die Liebe wirkt. So hat Mein Wille euch geleitet, doch kraft eures freien Willens nahmt ihr Fühlung mit Mir und gabt Mir diesen freien Willen und somit euch ganz zu eigen, und dies allein ist der rechte Weg, den ihr gehen sollt, um das ewige Leben zu erreichen ....

Amen

BD 0620 empfangen  15.10.1938

Kämpfe des Lebens nötig zum Ausreifen der Seele ....
Seelen, die sich verkörpern wollen ....

Sowie du betest, wird dir Erfüllung werden, denn dein Geist ist willig .... Und alles, was du auf Erden beginnst für den Herrn, wird vielfach gesegnet sein, denn der Herr ist mit allen, die für Ihn sind. Und so gehen dir heut die Beweise Seiner Huld aufs neue zu, indem wir Seinen Auftrag ausführen und dich unterweisen.

In der allernächsten Umgebung des Menschen weilen die der Verkörperung harrenden Seelen. Sie sind unvollendet, und ihr Verlangen, die Laufbahn auf Erden gehen zu können, ist verständlich, erhoffen sie sich doch von dieser Verkörperung die Befreiung, das Erlösen von der Materie. Die Form als Mensch glauben sie nicht so drückend zu empfinden, und ihre Kraft schätzen sie hoch genug ein, um alle Widerstände auf Erden überwinden zu können, obgleich sie wissen, daß sie mit Schwierigkeiten im Erdenleben zu kämpfen haben, sowohl geistig als auch körperlich. Sie nehmen aber doch diesen Kampf auf mit vollem Willen, gilt es doch, die letzte Möglichkeit erschöpfend auszunützen für die Ewigkeit.

Blieben nun dem Menschen die Kämpfe des Erdenlebens erspart, so wäre die Verkörperung völlig zwecklos, denn die Seele würde in der gleichen Beschaffenheit wie bei ihrem Eintritt in den Körper bleiben, da ein kampfloses Erdendasein keine innere Ausreifung zustande bringt. An den Widerständen muß die Seele erstarken, doch ein gleichgültiges Über-sich-ergehen-Lassen ließe die Seele nur schwach werden und der Beeinflussung niederer Mächte ausgesetzt sein. Nur der stete Kampf kann zur Höhe führen, und darum ist die Gefahr zu groß, die im irdischen ruhigen Leben liegt .... Jede Seele hat auch das Bedürfnis, den ihr nicht behagenden Leidenszustand möglichst rasch wieder zu beheben, und wird daher auch rastlos tätig sein.

Wendet sie aber diese Energie nur irdischen Zwecken zu, d.h., sucht sie dem Körper nur das Unangenehme zu verringern, so bleibt sie weiter in Dunkelheit des Geistes .... Legt sie aber den größten Wert auf das Verringern geistiger Hindernisse, arbeitet sie ununterbrochen an ihrem Seelenheil und läßt alles Streben auf Erden nur diesem Ziel gelten, so wird ihr bald helles Licht werden .... Ihr Zustand wird freier und freier sein, die Kraft zu ihrer Arbeit wird sich vermehren, und sie wird nun auch das irdische Leben gleichfalls meistern können, doch ohne Anwendung besonderer Kraft, denn die Sorge um das irdische Wohl sichert der Vater im Himmel Seinem Erdenkind zu, so dessen Bestreben einzig und allein der Förderung seiner Seele gilt.

Unbeschreiblich wertvoll ist daher die emsige Arbeit an sich selbst .... Wer gegen seine Begierden ankämpft, wer sich übet in Sanftmut und Geduld, wer Liebe gibt seinen Nächsten und immer sich bemühet, in allem den Willen Gottes zu erfüllen, bleibt unausgesetzt in der Gnade Gottes .... und in der Gnade Gottes zu leben heißt, ohne Sorge sich Ihm hingeben zu können, immer von Ihm, dem göttlichen Vater, betreut zu werden und ohne Angst und Sorge einem jeden Tag entgegensehen zu können, beschirmt zu sein in allen Gefahren des Leibes und der Seele und gekräftigt zu werden fort und fort für seine ihm auf Erden bestimmte Tätigkeit, die sowohl dem Körper als auch der Seele gilt.

Wenn ein solches Gnadenmaß dem Menschen zugänglich ist, so kann er ohne Sorge durch das Erdenleben gehen, nur immer eingedenk sein dessen, daß er sich diese Zuwendung göttlicher Liebe nicht verscherzen sondern allzeit sich ihrer würdig erweise .... daß er die Arbeit an seiner Seele nicht vernachlässige, indem er sich weltlichen Interessen zuwendet, und daß er niemals des Gebetes vergesse, das ihm immer wieder Schutz gewährt gegen die Anfechtungen der Welt. So braucht der Mensch nur bedenken, daß er das Kind des Schöpfers ist, dann wird er Vertrauen fassen zu Ihm als seinem Vater und innig bitten .... und sein Gebet wird erhört werden ....

Amen

BD 0621 empfangen  15.10.1938

Überheblichkeit ....
Gedanken an Verstorbene ....
Deren Bitten ....

Der größte Feind aller Wahrheit ist die Überheblichkeit des Menschen. So werden immer sich die Menschen der Wahrheit verschließen, die keine eigene Meinung entgegensetzen können und sich nur immer hinter leeren, hochklingenden Worten verschanzen, um ihren Mangel an eigener Kenntnis zu verdecken. Desgleichen aber auch Menschen, die keinen Nebenmenschen als über ihnen stehend dulden wollen .... Denen ist selbst jegliche Bescheidenheit und Demut so fern, daß sie diese auch nicht bei den Nebenmenschen suchen werden ....

Doch kann ihnen nur mit Liebe entgegengetreten werden, anders ist ein Erfolg ausgeschlossen, und es werden sich solche Menschen auch dann noch schwerlich zu anderer Ansicht bekehren, denn ihre eigene Meinung gilt ihnen als unübertrefflich, und von dieser gehen sie nicht ab, oder sie glauben, das fehlende Wissen hinter wohlklingenden Reden verbergen zu können. Dienen heißt auch Kränkungen geduldig hinnehmen, und so sei auch in solchem Kampf immer gleich geduldig, und wehre aller Versuchung durch das Gebet.

Und nun lasse deine Seele ausklingen im Gedenken deiner Lieben. In holder Eintracht und in liebevollem Bemühen um dich sind sie immer nur bedacht, deinen Fortgang zu fördern und dich auf dem Wege zu erhalten, den du eingeschlagen hast. Er wird dir immer leichter fallen, und der Gaben werden herrliche dich noch erfreuen; in jeder Weise aber wirket sich dein Streben günstig aus, und die Wohltat, die den Seelen dadurch im Jenseits erwiesen wird, ist allein schon die Mühe und Arbeit wert .... Im Reich des Ewigen zählen die Seelen die Stunden und Minuten, die sie von deiner jeweiligen geistigen Arbeit noch trennen. Es ist jeder geistige Gedanke ihnen ein Ansporn zu ihrer Tätigkeit, sie bleiben in immerwährender Verbindung mit dir und suchen immer dort ihren Aufenthalt, wo sie geistige Ansprüche vernehmen oder Gedanken spüren.

Und für diese Seelen ist deine geistige Arbeit unsagbar segensreich. Die leiseste geistige Anregung genügt, sie anzuspornen, und so fühlen sie auch alle Liebe, die ein ihnen zugewandter Gedanke erzeugt. Ihre Schwäche ist gar groß, ihre Lage oft so erbarmungswürdig, daß euch Menschen inniges Mitleid erfassen möchte, könntet ihr die Not solcher Seelen sehen. Und ein lieber Gedanke ist ihnen ungeahnte Wohltat .... ihr wisset es nicht, wie dankbar sie euch sind, wenn ihr ihrer gedenket in Liebe oder ein Gebet für sie zum Vater sendet .... Nur immer Liebe wollen sie .... die Liebe läßt ihr Leid schwächer werden .... die Liebe gibt ihnen Hoffnung und Kraft zum Streben .... die Liebe bringt ihnen auch letzte Erlösung ....

Und solche Seelen werben um eure Liebe, sie suchen in eure Gedanken einzudringen, und wenn ihnen dies gelungen ist, harren sie der Hilfe, die ihnen schon zuteil wird dadurch, daß sie nicht unwillig abgewiesen werden, sondern sich der Mensch kurze Zeit den Gedanken an solche Verstorbenen, die sich ihnen in Erinnerung bringen, willig überläßt. Es ist so unsäglich wohltuend und leidstillend für die ringende Seele im Jenseits, daß sie wieder neue Kraft schöpft für ihr Befreiungswerk. Darum lasset die Seelen nicht vergeblich bitten .... achtet jeder Mahnung und kommt ihr willig nach, indem ihr ein kurzes Gebet in Liebe zum Vater sendet, Der solche Bitten erhört und den Seelen geistige Hilfe zusendet, auf daß ihr Ringen leichter werde und sie dem Licht zugeführt werden ....

Amen

BD 0622 empfangen  16.10.1938

Gottesgeist ....

Der Gottesgeist ist die unmittelbare Ausstrahlung der göttlichen Kraft .... er ist der Begriff aller Schöpfung .... er ist Leben in sich .... er ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich. Der Gottesgeist ist die natürliche Folge alles dessen, was von Gott, der Urkraft alles Seins, ausgegangen ist. Nichts im Weltall bleibt unberührt davon, alles ist erfaßt von dieser Kraft und belebt, und alles muß gehorchen dem Willen Dessen, Der Träger dieser Kraft ist seit Ewigkeit. Die Ausstrahlungen der göttlichen Urkraft sind nirgends abzuleugnen.

Alle Entwicklungserscheinungen in der Natur, in, auf und über der Erde finden in dieser Kraftäußerung ihre Erklärung, die wohl auch kein Mensch ableugnen wird, nur die Quelle der Kraft wird der Auffassungsgabe gemäß verschieden erkannt. Solange die Kraft Gottes augenscheinlich wirkt, läßt sich ein Kraftquell nicht bestreiten, wo aber diese Gotteskraft nur schwach erkennbar ist, dort ist der Mensch geneigt, jegliche Geisteskraft zu verneinen .... Er weiß es ja nicht, welche Kraft ihm selbst innewohnt, die ungenützt und ungeweckt in ihm ruht und sich so also auch nicht äußern kann, bis sie durch den Willen des Menschen frei wird und dann auch sichtbar in Erscheinung tritt.

Ein solcherart sichtbar gewordener Beweis des Vorhandenseins göttlichen Geistes im Menschen ist die jedesmalige Aufnahme von Geistesgut aus höheren Regionen. Es setzen sich geistige Kräfte von dort mit dem im Menschen sich bergenden Gottesgeist in Verbindung, und da dem Geist aus Gott nichts fremd ist und er in die Geheimnisse aller Schöpfung eindringen kann, können auch alle diese Weisheiten erschöpfend gelehrt werden dem Menschen, von dem in ihm selbsttätigen Gottesgeist. So ist dies die verständlichste Erklärung, die zwar auch mit denselben Zweifeln oder der gleichen Abwehr entgegengenommen werden kann. Doch eben nur deshalb unverstanden, weil der Mensch dem Geist in sich noch nicht die Freiheit gab und somit nur rein körperlich und verstandesmäßig etwas beurteilt, was nur rein geistig erklärt werden kann.

Doch brauchen die Menschen oft eine sehr lange Zeit, um die innere Reife zu erlangen, und ebensolange ist auch der Geist in ihnen nicht frei und kann daher auch nicht wirksam zum Ausdruck kommen .... Dagegen werden einem Menschen in beispiellos kurzer Zeit geistige Kräfte zur Verfügung stehen, so er nur in Verbindung mit diesen tritt, und es kann dann der Mensch auf Erden Dinge vollbringen, die außerhalb der natürlichen Begabung des Menschen liegen, und somit wirket nicht der Mensch, sondern der Geist in ihm, der von Gott ausgegangen ist und unlösbar mit Ihm verbunden bleibt, so es nur sein Wille ist ....

Amen

BD 0623 empfangen  16.10.1938

Gebet im Namen Jesu ....
Schauen im Traum ....
Liebe und Weisheit ....

Was ihr in Meinem Namen erbittet, wird euch gegeben werden .... So habe Ich Selbst euch die Zusicherung gegeben, daß ihr empfanget, was euch not tut auf Erden, und jegliches Gebet wird erhört werden, wenn es euch zum Seelenheil gereicht .... Daher wird auch Meine Liebe ewiglich bei euch sein, die ihr diese Meine Liebe erfleht. Und wenn ihr nun glaubet, daß ihr durch Anrufen Meines Namens euch jeden Beistand sichert, warum banget ihr dann noch?

Siehe, Mein liebes Kind .... wenn ihr an Mich glaubt, so ist euch jede Hilfe gewiß, denn Ich verlasse die Meinen nicht und will nicht, daß sie in Angst und Sorgen hilflos sind. Und wieviel lieber werde ich den Bittruf erhören der dem Seelenheil eines Erdenkindes gilt. Ihr habt Mir eine Wohnstätte bereitet in euren Herzen, und wo Ich weile, ist Leid und Not verbannt. Lasset Mich nur immer für euch sorgen, haltet Mir nur euer Herz rein und vertrauet Mir, so wird sich alles Leid in Freude verwandeln, und ihr werdet Mir immer näherkommen auf Erden schon und dereinst im Jenseits. Und nun höre, was dir dein Heiland verkündet:

Sonnige Wege soll dein Geist wandeln in einer Nacht, da sich deine Seele löset von ihrer körperlichen Hülle, und die Leiden der Erdenzeit werden vergessen sein im Anblick der ungeahnten Herrlichkeit im Jenseits. So wird dir die geistige Sphäre vertraut werden zum Zwecke des Ausreifens deiner Seele, auf daß du die Tätigkeit auf Erden voll und ganz ausführen kannst in tiefster Überzeugung, denn Meine Arbeiter müssen äußerst stark im Glauben sein, wollen sie den Widerständen trotzen .... sie müssen in der Liebe zu Mir aufgehen, denn diese Liebe wird ihnen Kraft geben im Streit für Meinen Namen.

Die Weisheit allein ohne Liebe wäre totes Wort, doch du sollst in der Liebe und in der Weisheit stehen, und es werden Unzählige durch dich die Lehre Gottes empfangen und ihr anhangen. Lebendigen Glauben wird diese Liebe nach sich ziehen, denn wer mich aus ganzem Herzen liebt, der glaubt auch an Mich, und wer den Glauben hat, steht in Meiner Gnade, und so erkennt der den Geist Gottes, der in Meiner Gnade wandelt, denn er haftet nicht mehr an der Welt, sondern lebt in Mir und mit Mir, und Ich begleite ihn auf allen Wegen.

Seltsam ist einem solchen Erdenkind der Anblick der himmlischen Herrlichkeit .... er sieht und fasset es dennoch nicht .... sein Auge erschaut Licht und glaubt es nicht ertragen zu können, und seine Lippen formen nur ein Dankgebet, und voller Liebe und Milde ist der Blick des Heilands gerichtet auf dieses Erdenkind, und die Sehnsucht im Herzen dessen wächst ins unermeßliche .... Doch es muß zur Erde zurück und das Traumland wieder verlassen, denn die Erdenaufgabe ist noch nicht restlos erfüllt .... doch die Kraft ist vermehrt, der Glaube ist gefestigt und die Liebe entflammt zu höchster Glut .... Der Wille zu dienen ist des Erdenkindes heiligster Vorsatz .... es gibt sich voll und ganz dem göttlichen Heiland zu eigen, denn Meine Liebe hat es ergriffen mit aller Gewalt .... In seligster Versunkenheit wirst du dann deine Aufgabe erfüllen und Mir ein treuer Diener und Verkünder Meines Wortes sein .... Und Meine Liebe wird dich segnen ....

Amen

BD 0624 empfangen  17.10.1938

„Zeit und Raum ....“
Endlos und unzählig ....
Arbeitsstätte der geistigen Wesen ....

Nimm die Gabe, die dir geboten wird, auf mit gläubigem Herzen, und siehe darin die stete Liebe des Herrn. Im Zusammenschluß des Wirkens aller Naturkräfte ersieht der Mensch eine geregelte Tätigkeit aller Geistwesen beziehungsweise der in der Natur sich äußernden geistigen Kräfte. Es führen alle diese den einen Willen aus, der über sie gebietet, und handeln sie teils geleitet in unvollkommenem Zustand, teils selbstwillig, jedoch das gleiche wollend, wenn ihr Geisteszustand schon der Vollkommenheit entspricht. So wird sich nun auch die jeweilige Tätigkeit der Geistwesen ihrem Reifezustand anpassen. Es ist so unendlich viel im Schöpfungswerk Gottes, das die Tätigkeit der Geistwesen erfordert, vom Beleben der kleinsten Kreaturen an bis zur geistigen Förderung der menschlichen Seele.

Nichts ist, was diese Geisteskraft entbehren kann, denn alles Bestehen ist unweigerlich damit verbunden. So sind auch die Begriffe „endlos“ und „unzählig“ einigermaßen faßbar, wenn man alles in der Natur betrachtet und mit dem Wirken solcher Geisteskräfte in Zusammenhang bringt. Es wird dann dem Menschen klar, daß auch nie und nimmer der Begriff „Zeit“ und „Raum“ Anwendung finden kann im Schöpfungswerk Gottes, daß alles von Ewigkeit her ist und niemals vergehen kann .... daß nichts begrenzt sein kann und somit endlos ist .... und daß die schöpferische Kraft sich in unzähligen Gebilden kundgibt, die sich in stetem, nicht zu zerstörenden Leben befinden.

Es ist dies so gewaltig, daß aller menschlicher Verstand die Größe und Bedeutung der Schöpfung nicht fassen kann .... Doch Gott ist ewiger Geist .... Ihm ist alles untertan .... Er weiß um alles und sieht alles .... Sein Wille und Seine Liebe erfasset alles, und Seine Kraft ist so gewaltig, daß sie alles beleben und erhalten kann bis in alle Ewigkeit .... Dem Geist aus Gott ist gleichfalls alles untertan, sofern er die Einigung mit der ewigen Gottheit zustande gebracht hat. Dann ist ihm alle Macht gegeben und wirket er nur immer dem Willen Gottes gemäß.

Doch der Wille und die Macht Gottes erstreckt sich auch auf die noch von Ihm getrennte geistige Welt und teilt auch da jeder geistigen Kraft ihre Tätigkeit zu, deren Erfüllen, obwohl dem Willen Gottes untertan, doch für dieses Wesen Aufstieg bedeutet. Das gesamte Schöpfungswerk ist also gleichsam die Arbeitsstätte unzähliger geistiger Wesen .... es ist die Schule des Geistes, die, von Gott Selbst geleitet, Wesen zur Gottähnlichkeit gestalten soll .... denn die Kraft aus Gott ist unendlich, und Seine Liebe höret nimmer auf, und diese Liebe gilt unausgesetzt Seinen Geschöpfen, die Er mit Seiner Kraft ausstatten will .... So ist das Ziel aller geistigen Wesen nur allein die Gottähnlichkeit ....

Amen

BD 0625 empfangen  17.10.1938

Formglaube ....
Falscher Gottesdienst ....

Achte auf die Worte, die dir heut zugehen .... Es bewegen sich deine Gedanken so oft himmelwärts und führen dich daher viel sicherer nach oben als ein noch so williges Erdenkind, das sich das Anhören der Lehre Christi wohl angelegen sein läßt, sich aber nachher keinerlei Gedanken an das Vernommene hingibt. Es wissen die Menschen nicht, daß sie in unermeßlichem Reichtum stehen, so sie das Wort Gottes hören und danach leben .... Es sind ihnen wohl die Lehren geläufig, doch den tiefen Sinn erfassen sie nicht, weil nur das Ohr diese vernimmt, nicht aber das Herz sie zu verstehen sucht. Und so ist der Glaube nach außen wohl nicht anzutasten, doch innerlich ist der Mensch leer und hohl, und das Wort Gottes findet keinen Widerhall im Menschenherz.

Und solchen Menschen ist es nicht gegeben, ein Urteil zu sprechen .... Sie glauben, zutiefst eingeweiht zu sein, und bergen doch nicht die geringste Weisheit im Herzen, von wo allein alles Verständnis der Gotteslehre kommen kann. Will sich der Mensch dem Wort Gottes hingeben, so ist zuerst Bedingung, daß alles um ihn zum Schweigen komme, damit das Herz aufnehmen kann .... d.h., daß den Menschen selbst keine Lockungen von außen Anlaß sind, die Gedanken von dem Wort Gottes abzulenken. Nur wo sich der Mensch vertieft in die göttliche Lehre, wird das Herz bedacht werden, und nur dort ist auch volles Verständnis vorauszusetzen für die Gaben von oben.

Nichts ist dem Menschen unzuträglicher als die Bejahung des Glaubens nach außen. Sie läßt den Menschen träge werden, denn er ist sich seines Wertes und seiner Pflichterfüllung so bewußt, daß ein Streben nicht in Frage kommt, und so bleibt der Mensch ewig auf gleicher Stufe, denn das Wort Gottes verhallt, ungehört vom Herzen, und es kann daher ein solches Erdenkind auch die Segnungen eines tiefen, lebendigen Glaubens nicht an sich verspüren .... Ihm wird die Erkenntnis so fernliegen .... und .... da er von sich aus nicht strebt, der göttlichen Wahrheit nahezukommen .... wird er keinen geistigen Fortschritt zu verzeichnen haben .... Und doch, was das Schlimmste ist, im Glauben leben, seiner Pflicht vollkommen Genüge zu tun.

Darum ist noch eher ein ungläubiger Mensch auf den rechten Weg zu leiten als ein aller kirchlichen Form genügender, denn dieser ist auf falschem Wege, doch verharrt auf diesem zumeist in falscher oder mangelnder Erkenntnis .... Er wähnt sich selbst auf rechter Fährte .... er glaubt, Gott zu dienen, doch sein Gottesdienst ist oberflächlich .... er entbehrt jeglicher Tiefe und ist sonach nur ein Formglauben, der die göttlichen Segnungen nicht in sich birgt .... Und es werden solchen Meine Worte nicht annehmbar erscheinen, weil sie größere Selbstverleugnung fordern und ein starkes, opferwilliges Herz .... Und alle Weisheit wird ihnen daher verborgen bleiben, bis der eigene Wille sie antreibt, sich zu verinnerlichen ....

Amen

BD 0626 empfangen  18.10.1938

Empfindungsleben der Menschen ....
Gottvertrauen ....

In der Tiefe des menschlichen Empfindens ist so manches verborgen, und ihr könnet aus Eigenem nicht das Wunderwerk „Mensch“ begreifen. Und doch fehlt euch wiederum die feste Zuversicht zu Gott .... Leget ihr den Maßstab an den täglichen Geschehnissen schon allein an, so werdet ihr bald erkennen müssen, daß das Empfindungsleben des Menschen ein ganz verschiedenartiges ist. Was den einen über alle Maßen drückt, ist dem anderen leicht tragbar und was der eine überwindet in kurzer Zeit, kann den anderen sehr lange quälen. Geschaffen sind die Menschen alle gleich, doch das Empfindungsleben ist verschieden geartet ....

Es ist die Seele gleichsam mit verschiedenartiger Widerstandskraft rein äußerlichen Dingen gegenüber ausgestattet, je nachdem die Stationen der Verkörperung zuvor diese Widerstandskraft vermehrt haben. Trotzdem kann die fehlende Widerstandskraft sehr leicht im Erdenleben erworben werden durch Gottvertrauen, und daher kann auch alles Leid auf Erden verringert werden, wo starkes Gottvertrauen einsetzt .... Es können alle Leiden dann nur dazu beitragen, das Innenleben zu verfeinern, so daß alles seelische Empfinden in den Vordergrund tritt und dem körperlichen Leid nicht soviel Beachtung geschenkt wird, denn die Hoffnung auf Gottes Hilfe ist Trost in schweren Stunden.

Des Vaters Sorge ist unablässig die Veredlung der Seele, und Seine Mittel sind oft so, daß sie wohl nach außen hart und lieblos wirken, jedoch wahrer Balsam sind für die Seele .... daß sie das Innenleben des Menschen in wohltätiger Weise beeinflussen und somit Leid auch Segen sein kann. Vergegenwärtige sich der Mensch in Zeiten der Not, daß ihm Gott bisher die Kraft gab, alles Leid zu überwinden, so wird er ergebungsvoll auch nun wieder das Leid auf sich nehmen und nur um die göttliche Hilfe bitten im festen Glauben, erhört zu werden. Denn die Liebe des Vaters ist groß, Er heilet alle Wunden zur rechten Zeit. Und so sind Seine Anordnungen der höchsten Weisheit entsprechend niemals zu irgendwelchem Schaden des Menschen, doch die Seele wird ihrem Schöpfer Dank wissen auf ewig ....

Amen

BD 0627 empfangen  18.10.1938

Gebet ....
Rufet Mich an in der Not ....

Das Vertrauen auf die Hilfe des Vaters wird euch alles im Leben leicht ertragen lassen, denn alles Leid schickt euch der Herr und Heiland, auf daß ihr zu Ihm finden sollt .... Geht ihr jedoch in Verblendung aus dem Leid nur verhärtet und verbittert hervor, dann beraubt ihr euch selbst aller Hilfe von oben. Ihr dürfet jederzeit Zuflucht nehmen zum Gebet und dürft somit die größte Zuversicht haben, erhört zu werden, denn was euch auch beschieden ist .... es ist nichts so schlimm, daß es der himmlische Vater nicht zum Segen wandeln könnte. Jedes Kind hat das Anrecht, sich bittend zum Vater zu wenden. Die in Demut an den himmlischen Vater sich wenden, werden niemals eine Fehlbitte tun ....

Doch ihr nützet alle die Kraft des Gebetes zu wenig .... Ihr müßt erst in großer Not euch befinden, ehe ihr den Herrn um Hilfe angeht. Und doch soll jeder Tag, jede Stunde euch Segen bringen .... ihr sollt nichts unternehmen, ohne den Segen Gottes erfleht zu haben .... ihr sollt euch in Leid und Freude nach oben wenden .... ihr sollt die Kraft des Gebetes nützen jederzeit, denn eure Seele bedarf unausgesetzt der Hilfe, auf daß sie das Ziel im Erdenleben schon erreiche. Und auch sonst mangelt es euch an Kraft .... allein, ohne das Gebet vermögt ihr nur wenig, doch da euch die Gnade des Gebetes zusteht, so nützet diese nach Möglichkeit, flehet um Beistand in der Not, um Reinheit des Herzens, bittet um Gnade, um Festigkeit des Glaubens, um Tatkraft in der Nächstenliebe .... bittet von ganzem Herzen, daß der Herr euch Seine Liebe schenke und mit Seiner Fürsorge euch betreue immerdar.

Ihr könnt bitten ohne Unterlaß .... so ihr um euer Seelenheil betet, werdet ihr Erhörung finden, denn so ihr erkennet, was euch mangelt, wird euch jede erbetene Unterstützung gewährt. „Bittet, so wird euch gegeben werden ....“, spricht der Herr. Er fordert euch auf, euch an Ihn zu wenden in der Not .... so leistet diesem Ruf Folge und hebet die Schätze, die der Herr euch verheißet .... Nur fallet nicht der bloßen Form zum Opfer .... denn diese erhöret der Vater nimmer, die nur mit den Lippen ihn um Hilfe anheischen .... und deren Herzen weit ferne sind. Und wenn euer Gebet nicht erhört wird, dann forschet, was ihr nicht recht getan habt .... ob aus der Tiefe des Herzens das Gebet emporgesandt wurde oder nur von den Lippen kam und daher nicht an des Vaters Ohr gedrungen ist .... forschet, ob ihr Irdisches erbeten habt, das euch der Vater vorenthält aus väterlicher Einsicht und Weisheit ....

Und achtet stets darauf, euren Willen dem Willen des Herrn zu unterstellen in jedem Gebet .... Denn der Vater weiß, was euch guttut und für euer Seelenheil vonnöten ist .... Er wird euch bedenken in rechter Art, doch nie wird Er aus falscher Vaterliebe euch etwas gewähren, was nur zum Schaden der Seele ist. Darum unterwerfet euch Seinem Willen und glaubet, daß Er stets nur euch so bedenket, wie es der Seele dienlich und zuträglich ist .... Und rufet ihr Ihn gläubig an in irdischer Not, so wird Seine Hilfe nicht ausbleiben .... Auf daß Sein Wort erfüllt werde: Rufet Mich an in der Not, und Ich will euch erhören ....

Amen

BD 0628 empfangen  19.10.1938

Das Wort Gottes als Hilfe gegen Versuchungen ....

Siehe, Meine Worte sollen dir Trost sein zu allen Zeiten. Wie Ich euch stets umgebe, wenn ihr in Not seid, so sind Meine Worte immer Zeugen Meiner Liebe, und so du diese aufnimmst in dein Herz, wird dir Stärke und Kraft zufließen wider alle Versuchungen des Leibes und der Seele. An der Pforte des Lebens zu stehen wird immer viel Anfechtungen nach sich ziehen, denn es kämpfet überall das Böse wider das Gute. Doch niemals ist das Erdenkind sich selbst überlassen, es findet der Hilfe so leicht und übergenug, um allem Bösen zu widerstehen.

Siehe, Mein Kind, die Liebe, Geduld und Sanftmut haben an sich eine so große Kraft, daß jede Gefahr leicht dadurch abgebogen werden kann. Wer sich nur immer eingedenk bleibt, daß nur durch Selbstbeherrschung die Welt besiegt werden kann, der wird immer weniger in die Versuchung geraten, aufzubegehren und sich dadurch selbst Schaden zuzufügen. Wollen und Können ist wohl zweierlei, doch was der Mensch ernstlich will, das kann er auch, denn dazu wird ihm die Kraft zugehen von oben, wenn es gut ist .... und auch von unten findet er Unterstützung, wo sein Wille dem Bösen gilt. Darum ist jede Kraftäußerung dem Menschen zugänglich, und sein Wille allein ist es, der in seiner Stärke sich der Kräfte mehr oder weniger bedient. Darum seid ihr auch Unglaubliches zu leisten imstande, wenn euer Wille nur stark ist. Und ihr werdet demnach auch alle Widerstände überwinden können mit diesem Willen ....

Und auf daß ihr immer und immer wieder hingewiesen werdet, was ihr tun und lassen sollt, vertiefet euch in Mein Wort, und es wird euch alle Kraft und Zuversicht zufließen mit diesem. Denn Meine Worte sind Worte des ewigen Lebens .... wer diese hat, den wird nicht mehr hungern und dürsten .... er wird keine Schwäche in sich fühlen .... er wird auch nimmermehr verzagt sein .... Darum vertiefe dich in Mein Wort, willst du jeglicher Versuchung widerstehen, und sei gewiß, daß dir der Vater im Himmel jeglichen Beistand gewährt, denn Sein Wille ist es, euch aus allen Wirrsalen des Lebens unbeschadet herauszuführen, Sich Selbst und der ewigen Heimat entgegen ....

Amen

BD 0629 empfangen  19.10.1938

Gefangennahme der Diener Gottes ....
Irdische Macht ....

Und es werden gefangengenommen, die Meinen Namen verkünden vor aller Welt .... Doch die in Mir verbleiben auch in der Not, die werden in Mir einen ständigen Begleiter haben auf dieser Erde. Die derzeitigen Versuche, Mich gänzlich den Menschen entfremden zu wollen, werden von jenen zunichte gemacht werden, und dafür will Ich sie segnen. Wer nur immer Meinem Namen anhanget und für diesen eintritt, dem werden so viele Beweise Meiner Huld und Liebe zugehen, daß sein Glaube immer stärker und sein Eifer immer größer wird, und so wird ein ganzes Heer Meiner Streiter den Kampf aufnehmen mit voller Überzeugung und mit flammendem Herzen.

Die Welt wird ihre Zusage jedem geben, der wider Meine Lehre auftritt, doch Ich gebe Meine Zusage Meinen Streitern, die wohl in ihrer Anzahl klein sein werden gegenüber den Feinden, doch ungeheuer stark, weil mit Meiner Macht ausgerüstet .... So werden sie nicht zu fürchten brauchen, die sie verderben wollen .... Ich habe sie berufen, sie führen Meinen Auftrag aus, Meine Liebe und Mein Segen geleiten sie, und so wird der Sieg auch auf ihrer Seite sein .... Die weltliche Macht kann wohl Meinem Wort entgegentreten und Meinem Verkünder Zwang antun, doch wird sie nimmermehr verhindern können, daß Mein Wort Eingang findet in den Menschenherzen, und so hat es schon gewirkt lange zuvor, und es wird sich ausbreiten unter den Menschen, die bald den Segen und die Kraft Meines Wortes spüren werden.

Und dann beginnt die Zeit der Reife. Alles was wider Mich ist, wird wohl als Unkraut mitten unter dem Weizen stehen, und es wird bald das Unkraut die gute Saat zu überwuchern drohen .... Doch wenn der Herr Ernte halten wird, dann wird Er wohl zu scheiden wissen die gute Frucht von der untauglichen .... Denn Meine Schnitter werden emsig bei der Arbeit sein .... und wo sie fleißig gute Aussaat gelegt haben, dort wird Meine Ernte auch gut sein. Darum nützet die Zeit, bevor noch das Werk des Widersachers sich der Arbeit entgegenstellt .... Lasset sie kommen und fürchtet euch nicht, auch wenn die Gefahr an euch herantritt ....

Mein Auge wachet unablässig über euch und lässet euch kein Leid geschehen, und was sie an euch vollbringen wollen, werdet ihr selbst verhindern können, so ihr Mich im Geiste rufet euch zum Schutz. Wer immer für Mich eintritt, soll sich Meiner Macht bedienen können für zeitlich und ewig .... Und sind die Gefahren wohl schlimm anzusehen, doch so Ich will, werden die Machthaber ihrer Macht entledigt, und ihr seid frei .... Doch zur größeren Ehre Meines Namens wird es zugelassen, daß jene ihre Macht erproben .... und Verbote und Bestimmungen eurem Wirken entgegensetzen .... Dann lasset euch nicht schrecken, und haltet desto fester an Meinem Wort und verbreitet dies .... tut allen Menschen die Wahrheit kund, die allein nur zum ewigen Leben führen kann.

Und werdet nicht wankelmütig .... ein Stoßseufzer zu Mir im Herzen gibt euch Kraft, daß ihr laut bekennet Meinen Namen .... und nichts wird euch geschehen können von jenen, ob sie auch drohen und verbieten. Denn Meine Macht wird ihnen Einhalt gebieten und alle Türen öffnen, die sie verschlossen haben .... und dieweilen sie euch in sicherem Gewahrsam glauben, werdet ihr aufs neue Mein Wort verkünden denen, die es hören wollen und an Mich glauben. Und die irdische Macht wird sich totlaufen in ihrem Bemühen, Mir zuwiderzuhandeln .... Es wird wohl immer ärger werden unter den Menschen, die Kinder der Welt sind, doch die sich zu Mir bekennen, werden sich immer enger aneinanderschließen und wahrhaft im Herzen Meine Bekenner sein, an denen Ich Meine Freude habe. Und sie sollen eingehen in Mein Reich und auf ewig in Meiner Liebe geborgen sein ....

Amen

BD 0630 empfangen  20.10.1938

Aller Anfang ist schwer ....
Willenskraft ....
Gebet bei Krieg ....
Streit um Gotteswort ....

Aller Anfang ist schwer .... so begann dein Werk. Es muß jeder großen Arbeit ein Kampf vorangehen, der erst den Willen ausreift, diese Arbeit in Angriff zu nehmen. Und es wird sich dann erst an der Ausdauer eines Menschen zeigen, wie stark sein Wille ist. Gehören nun zu Beginn einer Arbeit schon vermehrte Willenskräfte, so werden sich diese steigern müssen, je weiter ein Werk gediehen ist. Es ist oft die Gefahr, daß der Wille erlahmt, daß der Mensch entmutigt wird durch Fehlschläge oder aber eine gewisse Gleichgültigkeit sich einstellt in jeder begonnenen Arbeit, was dann ein Schwächerwerden des Willens zur Folge hat, und dann leicht das Werk in Gefahr gerät, abgebrochen zu werden und unvollendet zu bleiben.

In solcher Gefahr wärst auch du, wenn du dir nicht fortgesetzt Hilfe erbitten möchtest. Es soll dies Werk keine Unterbrechung erleiden, es soll mit aller Liebe fortgeführt werden unter Unterstützung der tätigen Geistwesen von oben, und so wird dir auch die Kraft fortgesetzt übermittelt werden, wenn du nur willig dich dem Herrn und Heiland zur Verfügung stellst. Es hat der Herr Seine weisen Pläne, und nichts soll im Zwang ausgeführt werden, und immer wieder muß daher der Mensch selbst ringen und standhalten jeder Versuchung, die seinen Willen schwächen könnte.

In der Folge vernimmst du das Wort gesprochen in deinem Herzen, und es wird dir jederzeit der Quell geöffnet sein, aus dem du schöpfen darfst, und es wird sich erquicken dein Herz, und dein Wille wird gestählt sein und unablässig nur dem Herrn zu dienen bereit. In das Innere des Menschen wirst du eindringen können und erkennen seines Geistes Reife. Die Demut und Bescheidenheit wird dir erkenntlich sein in den Augen des Menschen, und du wirst Echtes von Falschem sehr wohl zu unterscheiden vermögen. Doch dann liegt es auch an Dir, dich mit verstärktem Eifer deiner Aufgabe hinzugeben, denn die Zeit rückt immer näher, da der Kampf einsetzen wird um das Wort Gottes.

In der Gefahr eines Krieges wissen die Menschen wohl zu beten, doch dem Streit um das Wort Gottes, der tausendmal wichtiger ist, weil er noch viel entsetzlichere Folgen nach sich ziehen kann für die Seele, sehen die Menschen gelassen entgegen. Es berührt sie dieser Kampf so wenig und müßte doch ihr ganzes Entsetzen einerseits und ihre volle Einsatzbereitschaft andererseits erwecken, und es müßte diesem Kampf weit mehr Beachtung geschenkt werden. Denn was die Seele dadurch verringern oder verlieren kann, ist so ungeheuer wichtig .... der Verlust unendlich schmerzlich und der Gewinn ebenso unsagbar beseligend. Daher sollte das Gebet des Menschen weit mehr dem Kampf und Streit um den Sieg des Wortes Gottes gelten, auf daß der Mensch ungefährdet aus diesem hervorgehe ....

Amen

BD 0631 empfangen  20.10.1938

Freie Meinungsäußerung ....
Schärfe des Urteils ....

Achte darauf, daß dein Blick nicht getrübt werde und du nicht in Versuchung kommst, dir falsche Ansichten zu eigen zu machen, bevor du die rechte Erkenntnis hast. Der rechte Erfolg wird erst dann sein, wenn du dir ein zusammenhängendes Bild von allem machen kannst, was jetzt noch nicht möglich ist. Infolgedessen kann dir leicht eine Erklärung ein völlig anderes Bild geben, als du es bisher gesehen hast. Um zu vermeiden daß du in Irrtum verfällst, soll dir der Zusammenhang möglichst verständlich erklärt werden und dies zur Beruhigung dienen.

Es handelt sich im wesentlichen um die Annahme, daß der Mensch in seiner Art keine eigene Willensäußerung haben soll, solange er sich mit geistigen Problemen nicht befaßt. Jedem Menschen muß es freistehen, sich zu äußern, auch wenn die Anschauung irrig ist, denn nur der kann einst im rechten Glauben stehen, der sich frei dazu bekannt hat .... Es kann daher ein Mensch ohne eigene Meinung niemals überzeugter Anhänger einer Sache sein, sondern im günstigsten Falle ein Mitläufer. Doch wer sich scheut, die Meinung offen zu bekennen, wird auch im umgekehrten Falle sich fürchten, für die Wahrheit einzutreten aus gleichen Bedenken, und seine Meinung wird daher weder schaden noch nützen können anderen gegenüber.

Es muß also ein jeder Gelegenheit haben, sich zu entäußern, dann erst ist es möglich, seine Ansicht zu entkräften, wenn sie unrichtig ist, oder sie zu bestärken, wenn sie richtig ist. Es müssen daher die Menschen einer Meinungsäußerung unterworfen sein, um wieder gegenseitig die Urteilskraft zu verschärfen, und das ist es, worauf es am meisten ankommt .... Wer nicht ein Urteil fällen kann, der wird sich selbst nie eine eigene Meinung bilden, sondern immer nur bequem das annehmen, was zuvor schon ein anderer beurteilt hat, und somit wird sein Vorteil sehr gering sein, da seine Erkenntnis nicht eigener Verdienst ist.

Es wird das nur der Mensch verstehen, der alles sofort faßt, was ihm geboten wird .... der andere dagegen wird unwillig wohl hören, kann aber das Vernommene nicht mit dem gleichen Verständnis aufnehmen und wird es daher lieber abweisen wollen als zu hoch klingend und unverständlich .... und daher soll solchen Menschen nur mit Maßen das Gut des Geistes gegeben werden, denn solange sie sich nicht aufnahmefähig fühlen, wollen sie sich auch nicht damit befreunden, und sie bleiben daher dem ganzen Problem fern zum Schaden ihrer Seele ....

Amen

BD 0632 empfangen  21.10.1938

Selbstüberhebung ....
Wer sich selbst erhebt, wird erniedrigt werden ....
Eigendünkel ....

Vermöge deiner Willensstärke geht dir ein Maß von Gnade zu, das dich in den Zustand des inneren Friedens versetzen kann, denn das Anrufen des Herrn in der Not verhallt nicht ungehört. Die geistige Schwäche und innere Unzufriedenheit ist eine Folge von Lieblosigkeit, und so wird allein vermehrte Liebe das alte Verhältnis zum himmlischen Vater herstellen, und immer wird der Willen, zu Ihm zu gelangen, auch die Liebetätigkeit anregen, und alle seelische Not wird behoben sein. So gib dich nun voller Aufmerksamkeit unserem Einfluß hin und beginne:

Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer danach trachtet, vor der Welt zu glänzen, wird dereinst in bitterer Verlassenheit seines irdischen Lebens gedenken. Es ist ungeheuer wichtig, den Weg des Erden(leben = d. Hg.)s in Bescheidenheit und Erkenntnis der eigenen Schwäche zu gehen, denn nur solche kann ihn der Höhe zuführen. Gerade das Ankämpfen gegen Selbstüberhebung ist verdienstvoll für das Leben in der Ewigkeit. Denn diese Überhebung war der Grund des Abfalls von Gott, und (ist = d. Hg.) daher auch im Erdenleben die größte Gefahr für die Seele. Wenn der Mensch sein eigenes Ich so hoch einschätzt, dann fehlt die erste Grundbedingung seiner Höherentwicklung, und es müssen erst unsagbar viele Geschehnisse leidvoller Art auf das Menschenkind einwirken, um ihn erkennen zu lassen, wie wenig er selbst vermag und wie nichtig er aus sich selbst ist ohne die Hilfe Gottes.

Alle Überheblichkeit wird schwinden angesichts des Todes, doch dann kann der Mensch sein Erkennen nicht mehr erschöpfend ausnützen, dann ist seine Gnadenzeit verstrichen, ohne ihm den Erfolg für die Seele gebracht zu haben. Es sollte sich der Mensch jederzeit vor Augen halten, was ihm aller Glanz und Reichtum, alle weltlichen Ehren und weltliches Ansehen wohl nützet, so er plötzlich das Erdental verlassen müßte .... Nur im Erkennen seiner eigenen Schwäche wächst der Mensch über sich hinaus, denn dann erst wird er die Gnade des Herrn in Anspruch nehmen .... was vermag der Mensch aus sich .... in Selbstüberhebung jedoch glaubt er, alles aus eigener Kraft zu tun, und sein Eigendünkel steigt immer höher, doch die Seele gerät mehr und mehr in Finsternis. Die Ersten werden die Letzten sein .... so spricht der Herr, und wer nur immer diesen Worten Glauben schenkt, wird sich wohl besinnen auf Erden ....

Jede Gabe ist ein Geschenk Gottes .... Was der Mensch ist und was er besitzt, hat er allein nur seinem Schöpfer zu danken, und somit kann er nicht im geringsten für sich den Verdienst in Anspruch nehmen, also auch keineswegs sich selbst die Ehre geben, und aller Eigendünkel ist nur ein Zeichen von geistiger Blindheit, und es wird daher das Licht jenen nicht eher werden, bis sie die Wertlosigkeit der irdischen Schätze erkannt haben und sich unvergänglichen Reichtum zu sammeln bemühen. Alles weltliche Verlangen aufgeben, von Ehre und Ruhm Abstand nehmen und sich in die Wunder der Schöpfung Gottes vertiefen wird dem Menschen erst das innere Auge erschließen, und dann erkennt er die Größe Gottes und die eigene Unwürdigkeit .... Er wird bitten und wird empfangen .... und so wird er für ewig zum Vater zurückkehren, von Dem er sich selbst in Selbstüberhebung abgewendet hat ....

Amen

BD 0633 empfangen  21.10.1938

Inneres Schauen ....

Mein Kind, wer sich aus der Höhe gerufen fühlt, dessen Sinn soll sich nimmermehr verirren .... Denn hat er sich einmal aufgeschwungen in lichte Höhen, so ist dieses seine wahre Heimat, wo die Seele sich wohl fühlt, und jede irdische Belastung hält sie nur zurück. In das Erdental geht ihre Sehnsucht nimmer, wohl aber höher hinauf in Regionen, wo sie, der Erdenschwere völlig entrückt, nur immer geistige Nahrung aufnehmen kann. Eine kleine Weile noch, dann wird auch deine Seele den Flug zur Höhe unternehmen mit vollem Wissen und sich unsäglich wohl dabei fühlen. Und es nehmen deine Sinne alles Geistige wahr, weil solches für dich und deine Aufgabe von Nutzen ist.

Es wird deine Seele wohl gekräftigt werden und an Willensstärke und Aufnahmefähigkeit zunehmen, doch in vollwachem Zustand wird sich das aufgenommene Bild verwischen, ebenfalls zum Wohl deines Körpers, der die volle Erkenntnis um die geistige Welt nicht ertragen könnte. Doch soll das innere Schauen auch nur deiner Seele dienen, den Körper aber unberührt lassen, bis auf einen leisen Dämmerzustand des Erlebten. Dies, Mein Kind, soll in der Folge dich zu äußerster Betätigung anregen .... Immer sollst du dich mit ganzer Liebe der Aufgabe hingeben und in der Vereinigung mit der geistigen Welt das Glück deines Erdenlebens suchen, dann wird Meine Liebe bei dir bleiben bis in alle Ewigkeit ....

Amen

BD 0634 empfangen  22.10.1938

Jüngster Tag ....
Los der Guten und Bösen im Jenseits ....

An der Pforte des Paradieses werdet ihr stehen am jüngsten Tage und Einlaß begehren, und es werden gerichtet werden die Lebendigen und die Toten. Wer voll des Lebens und Glaubens war, der wird eingelassen werden in das Reich der ewigen Herrlichkeit, doch wehe denen, die tot sind .... denen der Glaube fehlt und die somit in Verworfenheit sich unwürdig gemacht haben des himmlischen Paradieses. Diese werden keine Aufnahme finden, sondern in tiefste Finsternis hinabgestoßen werden. Ihnen hat der Herr auf Erden Hinweise übergenug gegeben, auf daß sie zurückfinden sollten zu Ihm, doch Seine Worte verhallten ungehört, und zu ihrem eigenen Unglauben fügten sie noch die Schuld am Unglauben anderer hinzu, indem sie ihnen allen Glauben zu zerstören suchten und sich ob ihres erreichten Zieles freuten. O wehe denen ....

Die eigene Seele in den Abgrund zu stoßen ist unsagbar traurig und verwerflich, doch mitschuldig zu sein an der Verdammnis der Mitmenschen resp. ihrer Seelen ist unverantwortlich und wird vom göttlichen Rächer mit Seinem Zorn belegt werden schon hier auf Erden und im Jenseits. Es werden sich der Herrlichkeit erfreuen, die zu Gott gefunden haben .... die Ihm treu gedient und sich vereinigt haben mit dem göttlichen Vatergeist. Ihnen wird helles Licht strahlen im Jenseits, und unvergängliche Freuden werden ihrer harren, denn die Liebe des Vaters ist unermeßlich und bereitet ihnen alle Wonnen des Himmels.

Und so wird allen der gerechte Lohn zuteil werden in der Ewigkeit, die Gerechten werden leben im Herrn, und aus der Nähe des Herrn werden verstoßen alle, die Seinen Geboten zuwiderhandeln und Ihn nicht als ihren Schöpfer und Vater anerkennen wollten. Und diese Entfernung vom Vater wird ihnen größte Qual sein; denn alles Licht wird ihnen genommen, und tiefste Finsternis ist ihr Anteil. Das Maß ihrer Unzulänglichkeit wird sie bedrücken und einen schmerzvollen Reuezustand schaffen, und sie werden sich auflehnen gegen die unerbittliche Macht, die sie in Banden hält. Jenen guten Geistern aus Gott aber ist nun die Aufgabe, ihr Erlösungswerk an ihnen zu beginnen und durch ihre nimmermüde Liebe auch diese Seelen emporzuholen zum Licht.

Unsagbar langwierig ist solches Beginnen, und Widerstände aller Art setzen sich den liebenden Geistwesen entgegen. Wer erkennt und bereut, ist nicht unrettbar verloren und kommt, wenn auch unter qualvollen Leiden, doch langsam zur Höhe. Doch der Haß und das Laster verrammt sich oft mit vollem Willen den Weg, der aus der ewigen Finsternis zum Licht führen könnte. Dort ist dann der Zustand gleichfort größtes Elend. In unbeschreiblich langer Zeit müssen solche Seelen durch das Feuer ihrer Leidenschaften gehen, bis die ihnen immer wieder zugewendete Barmherzigkeit angenommen wird .... Doch Ewigkeiten können darüber hingehen .... Und in gleichen Ewigkeiten erstrahlt den Kindern Gottes das Feuer göttlicher Liebe .... sie sind vereint mit der ewigen Gottheit, dem Uranfang alles Seins ....

Amen

BD 0635 empfangen  22.10.1938

Vaterworte ....
Gemeinsames Wirken ....
Streiter Gottes ....

Wo sich die Herzen der Menschen finden zu gemeinsamem Wirken für den Namen des Herrn Jesus Christus, dort wird der Segen des Heilands offenkundig zum Ausdruck kommen, denn die reine Lehre Christi ist das Bindemittel von allen jenen, die Gott die Ehre geben .... Wer diese befolget, hat die Worte des Herrn wahrhaft im Herzen aufgenommen, und die Kraft dieser Worte ist so gewaltig, daß sich erkennen werden, die in Seiner Lehre leben. Und jedem weiset der Herr Seine Aufgabe zu, Er kennet Seine Schäflein, die Ihm treu sind, und Er läßt keines verlorengehen. Und so ist es Ihm keineswegs gleichgültig, ob diese den Weg finden zu Ihm oder nicht ....

Er sendet ihnen Seine Boten entgegen und gibt ihnen durch diese liebevolle Weisungen. So ihr euch nun gefunden habt, die ihr Mir Diener sein wollt auf Erden, so suchet, zusammen zu wirken und Mir alle diese Schäflein zuzuführen .... Eure Kraft wird nicht gering sein, wenn euer Streben Seinem Namen gilt .... Ihr werdet ausgerüstet sein mit allen Gaben, die ihr für dieses Amt benötigt, denn Ich will, daß ihr nicht wankend werdet .... Ich will, daß euer Glaube stark und fest sei und ihr Mich liebet aus ganzem Herzen. Dann werde Ich Selbst euer ständiger Begleiter sein, und eure Worte werden gesprochen sein aus Mir .... Denn Ich bin mitten unter den Meinen, so sie Mich nur erkennen wollen. Ich gebe ihnen Zeichen Meiner Gegenwart und will Mich äußern zu allen, die Mich lieben, auf daß die Grundfesten gestützt sind, von denen dann alle Lehre ausgehen wird.

Deshalb unterstützet auch ihr euch gegenseitig, nehmet Mein Wort auf und bleibet so allezeit im Herrn .... Das wahre Empfinden ist allemal ausschlaggebend, und wo ihr Mich erkennet durch Meine Worte, dort zögert nicht lange, sondern gebt euch vertrauensvoll diesem Wort hin. Es birgt das Wort die Kraft, und es berührt des Menschen Herz .... Wer nun spürt, daß Ich zu ihm rede, der wisse, daß er Mich vernommen hat und Ich Selbst ihm dieses Gefühl ins Herz gelegt habe, weil er Mich sucht. Ich will Mich von einem jeden finden lassen und will sein Freund und Bruder sein .... Ich will auch alles mit ihm teilen, die Freude und das Leid, und will nur sein Bestes für Zeit und Ewigkeit .... Jedoch sein Herz muß Mir zugewandt sein, es muß mit aller Liebe Mich begehren, es muß täglich und stündlich ringen, sich mit Mir zu vereinigen, es muß den Willen haben, ein rechtes Kind Gottes zu werden ....

Und Ich werde es mit aller Kraft bedenken .... Ich werde seinen Sinn weise lenken, seine Worte behüten und sein Denken dem Rechten entgegenwenden .... Und so werden Mir treue Streiter auf Erden erstehen .... die alle Meinen Namen im Schilde führen, und mit Meines Wortes Kraft kämpfen gegen den Feind. Und in ihre Herzen wird der Friede einziehen .... Das Bewußtsein, für Mich zu kämpfen, wird sie furchtlos und tapfer aller Gefahr ins Auge blicken lassen, und so werde Ich sie stärken im Geiste, daß sie Mein Wort verkünden werden den Menschen auf dieser Erde und sie stets unterwiesen werden von oben .... Und ohne Unterlaß wird sie Mein Segen bedenken .... und in rastloser Tätigkeit werden sie Meinen Willen ausführen, wozu Ich ihnen Meine Gnade gebe jetzt und allezeit ....

Amen

BD 0636 empfangen  23.10.1938

Lebensweg des Wesens ....
Veränderte Außenform ....

Die Lebensnotwendigkeit ist bedingt durch das immerwährende Ausgleichungsmaß. Jede Materie ist in sich Leben, nur sich verschieden äußernd; das, was die Form belebt, muß wiederum die Möglichkeit haben, in anderer Form seinen Fortgang zu nehmen. Es muß die folgende Form immer dem Wesen in sich das ersetzen oder geben können, was die vorige Form ihm versagt hat. Es wird sonach keine Außenform in ihrer Beschaffenheit der vorangegangenen gleichen, sondern immer ist eine merkbare Veränderung festzustellen; denn nur durch solche ist das Leben an sich, die geistige Substanz, fortentwicklungsfähig.

Ohne die Außenform jedoch ist ihr Zustand gleichbleibend, während in der Form das Wesen erst zur Tätigkeit kommt, die den Endzweck in der Höherentwicklung hat. Und so ist zu erklären der immerwährende Wechsel der Außenform. Es muß ständig neues Leben erzeugt werden, auf daß ständig den Wesen eine immer andere Tätigkeit zugewiesen werden kann, denn ein Verharren in immer gleicher Form brächte nur eine Entwicklung in bestimmter Richtung zustande, nicht aber den Reifezustand, der zur Verkörperung als Mensch erforderlich wäre. So sind alle Schöpfungen im Weltall letzten Endes für die endliche Gestaltung des Menschen erstanden, auf daß der in ihm wohnenden Seele zuvor die möglichste Gelegenheit geboten wird, die Reife für die Verkörperung als Mensch zu erlangen.

Wenn nun die Seele des Menschen zuvor einen bestimmten Weg gehen muß, um sich alle Fähigkeiten für das Erdendasein anzueignen, so geht daraus hervor, daß nicht willkürlich ein Geschöpf auf Gottes Erde besteht und daß selbst die kleinsten Kreaturen der geistigen Beschaffenheit des Menschen zuvor einen Dienst erwiesen haben, es geht daraus hervor, wie wichtig die unendlich kleinen Lebewesen sind und wie die weise Vorsehung Gottes sich in der kleinsten Kreatur äußert, daß sie nur immer darauf bedacht ist, alles Geistige Sich näherzugeleiten ....

Sie nimmt sozusagen alles Geistige in ihre Obhut und bildet es so vor, daß es dann selbständig und selbstwillig den Weg auf Erden gehen kann und ihm die volle Zuwendung zum Vatergeist ermöglicht, wenn es in göttlicher Ordnung durch eigenen Willen tätig ist. Unglaublich viele Stationen macht der Mensch zuvor durch, und die göttliche Schöpfung bleibt gleichfort belebt durch unzählige Wesen in jeglicher Verkörperung, und nur der ständige Wechsel, das ständige Entstehen und Vergehen, Leben und Sterben in der Natur kann ein ständiges Höher-Entwickeln, ein Ausreifen der Seele gewährleisten, nimmer aber ein Verharren in immer gleicher Form.

Was sich daher euren Augen bietet, das betrachtet immer als Vorstadium der Seelen, die sich noch gleich euch verkörpern müssen auf Erden, und erkennet daran, wie endlos lang schon euer Weg war, bevor ihr die letzte und größte Schöpfung Gottes .... den Menschen .... belebt. Bedenket, daß ihr nun allen euren Willen nur dazu brauchen sollt, die letzte Prüfungszeit auf Erden so auszunützen, daß der Werdegang zuvor, die endlos lange Zeit seit der Loslösung von Gott, vollauf gewürdigt und das letzte Ziel, die Annäherung zum himmlischen Vater, erreicht werde. Dann hat alle Schöpfungsweisheit des Vaters ihren Zweck erfüllt und den Geist aus Ihm zurückgeführt zum ewigen Licht ....

Amen


 
 
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