Buch
10 – 13
NR.
443 – 636
empfangen von
Bertha Dudde in der
Zeit vom 31.5.1938 – 23.10.1938
Eine
Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes
- 1891-1965 - mit
ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen,
allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener
Herausgeber (gedruckte
Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie
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B.D. 443
empfangen am 31.5.1938
Leidenschaften ....
Die Leidenschaften der Menschen bringen oft so starke Trübungen der Seele
zustande, daß wieder Tage vergehen, bis sie sich von den Einwirkungen dieser frei
gemacht hat, und dann ist dieser Seele Los ein Ringen um Kraft. Vergesset nicht, ihr
Menschen auf Erden, daß ihr selbst erheblich dazu beitragen könnt, euch im Gleichmaß eurer Gefühle zu bewegen, wenn ihr nur immer diesen Zustand der Seele vor
Augen habt, der ihr Pein und Leid verursacht. In der Erregung des Menschen bemächtigen sich dieses sofort übelwollende Mächte und suchen allen Haß und alle Bitterkeit
zu schüren, um möglichst weitgehend die Seele des Menschen von dem bisherigen
Wege abzubringen ....
Und nur das Gebet um Hilfe aus diesen Versuchungen schwächt
deren Kraft. Jede Minute eures Lebens soll dazu dienen, euch der Gewalt dieser Mächte
zu entreißen, indem ihr unausgesetzt übet die Sanftmut, die Demut und die Geduld.
Wer aber seiner Leidenschaftlichkeit freien Gang läßt, beachtet dies nicht ....
Er hat nur
wieder zu kämpfen, um in den ehemaligen Zustand zurückzufinden, was ihm bei
gutem Willen auch gelingen wird, aber doch der Seele nur einen Rückschritt eingebracht hat. Deshalb versuchet zuerst, euch aller Heftigkeit zu entledigen .... die Versuchungen, die an euch herantreten, in aller Sanftmut abzubiegen und ihnen dadurch
zu entrinnen .... denn wie klein sind oft die Ursachen zu großen Verirrungen der
Seele ....
Jeder irdischen Macht ist die Gewalt gegeben, zu verfügen nach ihrem Gutdünken .... ist nun ihr Handeln nicht gut und weise, so wird sie selbst sich verantworten müssen
dereinst, doch ihr, die ihr dieser Macht untersteht, befolget alles nach Kräften .... so wird
euch in solchem dennoch der Segen erwachsen, und ihr werdet auch bewältigen können, was gefordert wird, wenn ihr den Herrn um die nötige Kraft anfleht. Die Gottheit
ist ja ständig um euch besorgt und greift dort helfend ein, wo ihr Hilfe erbittet. Das irdische Gesetz muß eine Richtschnur bleiben, solange es nicht gegen die Gebote Gottes
und gegen die gesamte göttliche Ordnung verstößt. Denn dann greift der Herr Selbst
ein, um zu richten und aufzurichten alle, die fehlgehen. Die Stimme des Herrn ist
durchdringend und wird zur Geltung kommen, wenn es an der Zeit ist, doch ihr, die ihr
auf Erden wandelt, haltet euch an die Gebote Gottes, und es wird euch leichtfallen, alles
zu erfüllen und dem nachzukommen, was irdisch von euch gefordert wird ....
Amen
B.D. 444
empfangen am 31.5.1938
Vergebung der Sünden ....
Gehet in euch und erkennet eure Sünden ....
Und wenn ihr gefehlt habt, so bittet den
Herrn um Verzeihung und um Seine Gnade .... das allein ist wohlgefällig vor Gott. Doch
wenn ihr glaubet, daß ununterbrochene Gebete zu Gott dringen, die nicht aus tiefstem
Herzen kommen .... wenn ihr glaubet, daß der Herr nur denen vergibt, die für dieses
Leben durch Privileg näher dem Herrn zu sein glauben .... die sich ein Schema zurechtgelegt haben, nachdem alle Sünden in bestimmter Frist programmäßig erlassen werden .... so will euch der Herr eines Besseren belehren. Ihr habt durch die göttliche Liebe
des Heilands euch das Anrecht erworben, euch befreien zu können von euren Sünden,
so ihr diese im innersten Herzen erkennt .... darüber aufrichtig Reue empfindet und
zugleich den Herrn und Heiland um Sein göttliches Erbarmen anfleht, daß Er diese
Sünden von euch nehmen möge .... und daß ihr den festen Vorsatz fasset, diese Sünden
zu meiden aus Liebe zum göttlichen Heiland. Alles, was der Mensch als Unrecht
erkennt, muß er auch im Herzen verabscheuen, und dieses wieder wird auch in ihm den
Vorsatz reifen lassen, die Sünde zu meiden, und bringt er dann wie ein Kind seinem
Vater die ernste Gesinnung entgegen, Diesen nie durch solches Unrecht betrüben zu
wollen .... vereinigt sich mit dem Abscheu tiefe Reue und der Vorsatz, sich zu bessern .... so nimmt der Herr liebevoll den reuigen Sünder an Sein Herz und vergibt ihm seine
Sünden. In der Welt aber haben sich Sitten und Gebräuche eingebürgert, nach denen
man seiner Sünden ganz mechanisch enthoben werden kann ....
Und damit ist einem
größeren Übel und Frevel an der Menschheit Vorschub geleistet worden. Denn es
wurde der Nachlaß der Sünden zu einer wahren Glauben tötenden Unsitte, weil er sich
so vollzog, daß schließlich das Empfinden des Herzens wohl dabei als unerläßlich
erwähnt wurde .... daß aber die wenigsten der Sünder sich befleißigten, in völlige Fühlungnahme mit dem Herrn zu treten .... daß zwar alle zeremoniellen Bedingungen
erfüllt wurden, der eigentliche Akt der Sündenvergebung aber die Menschen in dem
Glauben ließ, ihrer Pflicht nachgekommen zu sein .... daß jedoch das Herz des Menschen noch gar nicht die Bedingungen erfüllt hat, die zur Vergebung der Sünden durch
den Herrn vonnöten sind. Und immer mehr gewann dadurch eine Irrlehre Oberhand,
die wohl in ihrer Grund-Auffassung und ihrer Absicht gut und edel ist, aber die Menschen nur an eine pflichtmäßige Ausübung einer Handlung gewöhnt, die in ihrer ganzen Tiefe gar nicht ernst genug erfaßt wird und doch so unendlich notwendig ist für das
Seelenheil der Menschen .... (Unterbrechung)
B.D. 445
empfangen am 1.6.1938
Vergebung der Sünden ....
Keinem Menschen ist es gegeben, sich selbst von seiner Sündenschuld zu erlösen .... er bedarf dazu immer der Liebe des göttlichen Heilands. Ebenso hat auch der Mensch
von sich selbst aus nicht die Macht, anderen Mitmenschen die Sünden zu vergeben .... nur wenn er in Ausübung seines Amtes, als Vertreter der ewigen Gottheit
auf Erden, handelt und dabei das Herz des Menschen innigst bewegt ist, d.h.
dieser aus vollster Erkenntnis seiner Schuld den Vater im Himmel um Vergebung
bittet. Es ist also immer nur ausschlaggebend der Wille des Erdenkindes,
und die Handlung des Stellvertreters Gottes ist nur ein sinnbildliches Zeichen
des Gnadenaktes ....
Es wird sonach das Sündenbekenntnis, das abgelegt wird, ein völlig nutzloses sein,
auch wenn damit die Pflichten scheinbar erfüllt sind, wenn nicht ein gleiches Sündenbekenntnis zum göttlichen Vater mit innigstem Flehen um Vergebung gesandt wird.
Und umgekehrt wird hingegen ein solches reuevolles Sündenbekenntnis dem Vater
gegenüber auch ohne diese Zeremonie die wahrhafte Vergebung dieser Schuld bewirken. Es wissen die Menschen oft nicht mehr, wie ferne sie der wirklichen Gottheit sind,
obwohl sie allen Anforderungen, welche die Kirche auf Erden ihnen stellt, nachkommen ....
Es ist zu völlig mechanischem Handeln geworden, was innigstes Herzensbedürfnis sein sollte ....
Und so kann auch ein solches Erfüllen der Pflichten nicht immer von gleichem
Segen sein ....
Die Herzen müssen zu Gott finden, eine innige Verbindung mit dem
Schöpfer und Erlöser muß vorangehen, dann wird der Herr in aller Gnadenfülle die
Erdenkinder bedenken, auf daß sie immer mehr zu Ihm finden und ohne ihren Heiland
bald nicht mehr wandeln mögen auf Erden. Doch der erste Schritt muß selbst getan
werden .... es weiß ein jeder, wenn er gesündigt hat ....
Er muß nun auch, so wie er selbst
zur Sünde gefunden hat, auch zur inneren Einkehr finden .... erkennt er die Sünde, so
wird er sie auch verabscheuen lernen, und dann folgt die Reue und der Wunsch, von der
Schuld befreit zu werden .... dann aber ist das Gebet um Vergebung aus dem Herzen
kommend und wird auch so das Ohr Dessen erreichen, Der allein alle Schuld tilget
durch Seine große Liebe ....
Amen
B.D. 446
empfangen am 1.6.1938
Zweifel ....
Glauben ....
Wille ....
Wort Gottes ....
Folget Meinen Worten, und ihr werdet am rechten Quell euch Labung holen, und so
sollet ihr alle nicht zu dursten und zu hungern brauchen, wenn Ich Selbst euch speise.
Mein liebes Kind, deine Zaghaftigkeit ist die Folge der inneren Zweifel ....
Wie wenig
baust du auf deinen Heiland, Der es nur gut mit dir meint ....
Was euch auf Erden fehlt,
das ist das vollgläubige Vertrauen, und so du dieses nicht hast, wird der Zweifel in dir
immer wieder aufkommen und dich innerlich kämpfen lassen ....
Doch halte dich stets
an Meinen Worten aufrecht .... es wird dir aus der Höhe zugehen, was dich von der
Liebe des Heilands überzeugen soll, und dann wird dein Herz sich ganz Mir zuwenden
und stark im Glauben sein ....
Die Mich suchen, werden Mich finden, und die auf Mich
bauen, denen wird der Weg leicht .... doch durchringen zur Erkenntnis muß sich ein
jeder selbst ....
Ich füge und lenke wohl alles, daß das Erdenkind nur aufzumerken
braucht und in allem Meine Liebe zu ihm erkennen wird. Es hat aber jedes Erdenkind
seinen von Mir ihm zugewiesenen Gang durch das Erdental zu gehen .... an allen Klippen warnet Meine Liebe, und in allen Stürmen und Nöten stehe Ich ihm bei ....
Die aber,
die achtlos an Mir vorübergehen, kann Ich nicht betreuen wider ihren Willen .... was
sich Mir zuwendet, steht unter Meinem Schutz und wird auch einst bei Mir weilen in
der Ewigkeit ....
Doch Ich äußere Mich allen diesen so unscheinbar und werde dennoch
aufgenommen ....
Und so will Ich, daß Meine Kinder zu Mir finden, daß ihr Glaube tief
ist und sie nimmer zweifeln an der Wahrhaftigkeit dessen, was Ich ihnen offenbare, sei
es durch Wort oder die unscheinbarsten Zeichen um und in euch ....
Immer müsset ihr
glauben, daß Ich bin in allem, was euch umgibt .... und wenn das Herz bangen will und
nach Erklärungen sucht, wer könnte euch diese wohl besser geben als euer Heiland
Selbst? ....
Bittet und begehret .... und ihr werdet stets empfangen .... fraget, und ihr werdet Antwort bekommen .... aber verwehret dem Zweifel den Eingang in euer Herz ....
Denn ist dieser nicht ein Mißtrauen gegen Mich, Der Ich euch doch nur in Wahrheit
und Weisheit belehren will? ....
Das Wesen der Liebe gebietet euch, einander zu helfen,
Ich, Der Ich euch liebe als Meine Geschöpfe .... muß Ich euch nicht helfen, so ihr nur
alles mit Mir und für Mich tut? ....
Und so sollet ihr Kraft schöpfen aus Meinem Wort .... es wird euch belehren und euch auch helfen, wo ihr wankend werdet, denn Mein Geist
ist in diesem Wort, und dieser Geist wird euch bewahren, solange ihr Mir treu bleibt
und in euch das Verlangen nach Wahrheit ist und die Sehnsucht nach der Vereinigung
mit eurem himmlischen Vater ....
Amen
B.D. 447
empfangen am 2.6.1938
Leid (Notwendigkeit) ....
Göttlicher Wille über der Macht des Bösen ....
Lasset den Herrn walten jederzeit, Er wird es recht machen ....
Die vielen Wunder in
der Natur geben euch ein Zeugnis davon, daß nirgends sich etwas verändern kann, es
sei denn durch Gottes Willen ....
Und so, wie immer und ewig das gleiche bleiben wird,
was das Wachstum der Pflanzen, der Tiere und der Menschen anbelangt, so wird auch
Gott alle Geschehnisse so zu lenken wissen, daß sie immer einem Zweck entsprechen
und so, ob scheinbar gut oder böse, immer fördernd dienen werden der Menschheit. So
hat sich der himmlische Vater vorbehalten, ohne Ausnahme die Menschen mit Leid zu
bedenken, und tut dadurch an ihnen nur ein Werk der Liebe ....
Ihr Menschen fasset das
nicht, denn ihr sehet nur die trüben Stunden, die euch dieses Leid bereitet, aber nicht
die oft namhafte Änderung der Seele, die eine Folge dieses Leides ist ....
Bedenket ihr
dieses, so kann ein einziger Augenblick genügen, um euch im Leid den Herrn zu offenbaren .... ihr könnet plötzlich verstehen, daß euch langwährendes Tappen in Dunkelheit
erspart bleibt durch einen Tag des Leidens ....
Und ihr müsset dessen großen Segen
erkennen. Darum suchet, vor allem einzusehen die Notwendigkeit solcher Prüfungen,
dann werden sie auch nicht mehr so drückend euch belasten ....
Der Herr aber segne
dich und gebe dir Kraft ....
Siehe, im weiten Weltenraum gibt es nur einen Willen ....
Nicht zwei herrschende
Gewalten, Gut und Böse, regieren in der Unendlichkeit, sondern die Macht der ewigen
Gottheit ist unbeschränkt und gebietet auch über die Finsternis ....
Dem Weltweisen
erscheint die Einwirkung von Gut und Böse von gleicher Kraft und Stärke .... ja, er weiset sogar von sich, daß das Gute je den Sieg davontragen könnte, und erkennt somit die
Macht des Bösen als vorherrschend an ....
In dieser Welt auf Erden ist zwar das Böse so
stark vorherrschend vertreten, daß die Gefahr sehr groß ist, völlig zu siegen über die
Menschen. Doch in Zeiten der höchsten Not ist das Wirken der Gottheit darauf
bedacht, in den Menschen ein plötzliches Erkennen des Bösen zu wecken, und dies
bricht die Gewalt solcher Macht der Finsternis. Gott hat dem Menschen den freien Willen gegeben, und dieser wendet sich leider viel zu oft dem Bösen zu. Aber die Kraft der
Liebe ist doch stärker in ihrer Wirkung als die Kraft des Hasses der Unterwelt ....
Und
so wird, auch ohne Zwang, die menschliche Seele nicht völlig in den Bann feindlicher
Macht verfallen. Jede gute Tat löst unendlich mehr Segen aus, als die Tat des Hasses vollbringen kann an seelischem Untergang ....
Und wo die göttliche Liebe umfängt das
ganze Weltall, kann nie und nimmer dieses der Macht des Gegners restlos verfallen ....
Und wenn das Ringen Jahrtausende und Ewigkeiten währt .... immer wird die Liebe
dem Feind die Seelen abringen, und geläutert wird durch das Feuer der Liebe jedes in
Sünde und Finsternis weilende Herz, so es nur den Willen aufbringt, aus der Finsternis
ins Licht überzugehen ....
Amen
B.D. 448
empfangen am 2.6.1938
Annahme des Glaubens ohne Erkennen ....
Lebendiger Glaube ....
Segen ....
Nehmet Anteil an allen Geschehnissen, so werdet ihr auch fortgesetzt Erfahrungen
schöpfen, die euch immer nur dienlich sind, denn ihr werdet entweder abweisen oder
zustimmen müssen, und in jedem Falle habt ihr eure Urteilskraft geschärft, ohne die
ein Erkennen auch im Geistigen nicht gut möglich ist ....
Es lehren die Altväterlichen
vom stummen, widerspruchslosen Annehmen des Glaubens ....
Es ist dies wohl gut,
wenn der Mensch sich selbst innerlich dazu bekennen kann, doch niemals gutzuheißen, ohne eigenes Urteil etwas blindlings anzunehmen, denn dieses hat so gut wie gar
keinen Wert ....
Es wäre dieses Annehmen dann weniger eigener Wille, sondern eine
gewisse Trägheit des Denkens, und ein solcher Glaube kann sich weder förderlich auswirken noch in sich selbst stärker werden ....
Er wird daher auch niemals als Kraft wirken können .... und somit sind die Segnungen des Glaubens von sehr bescheidenem
Umfang. Erst wenn der Mensch selbst erwacht ist, wenn der Geist rege wird in ihm und
er sich befaßt mit geistigen Fragen, fängt auch der Glaube an, lebendig zu werden ....
Alles, was bisher tote Worte waren, wenn auch nicht abgelehnt .... ersteht zum Leben
und regt unablässig den Geist an ....
Es muß nun notgedrungen ein eifriges Streben einsetzen, alles, was der Glaube lehrt, in die Tat umzusetzen ....
Die Verbindung mit dem
göttlichen Vater ist hergestellt, und nun wird das Erdenkind durch die göttliche Gnade
in seinem Streben unterstützt, und es läßt keine Gelegenheit vorübergehen, geistige
Speise aufzunehmen und durch diese sich zu stärken .... weil der Vater alle die bedenkt,
die Ihn suchen .... und ihnen den Weg ebnen will, der zu Ihm führt. So ist der Glaube,
der zur Tat wird, erst der rechte Glaube, wohingegen alles Dogmatische .... was aber
nicht den Weg zum innersten Herzen findet, wertlos ist so lange, bis die Kraft des heiligen Geistes erleuchtend wirken konnte an einem willigen Menschenkinde ....
Dann erst
gibt der Vater Seinen Segen diesem Kinde und hilft ihm, in festem Glauben zu erstarken .... und alles, was ihm begegnet auf seiner Erdenlaufbahn, durch diesen Glauben als
weise Fügung des Vaters ansehen zu lernen, und es kann dann das Herz viel inniger
dem Vater entgegenbringen, weil der tiefe Glaube ihm auch Erkenntnis bringt, in welchem Verhältnis es zu dem himmlischen Vater steht ....
Das fernere Leben wird dann
nur immer ein Anlehnen sein an des Vaters Herz, das mit inniger Liebe dieses Kind
umfängt .... und hat der Glaube dieses bewirket, dann ist das Erdenkind nimmer verlassen, denn es findet in aller Not zu Ihm, Der ihm Hilfe bringt jederzeit ....
Amen
B.D. 449
empfangen am 3.6.1938
Buch des Lebens ....
Zusammenfassende Gebote ....
Jede Minute deines Lebens läßt der Herr bestimmend für die Ewigkeit an dir vorübergehen ....
Alles, was du tust und denkst, ist im Buch des Lebens verzeichnet, deshalb
mußt du wachen Geistes immer darauf bedacht sein, Seite für Seite dieses Buches zu
füllen mit guten Werken und guten Gedanken .... für all dein Tun und Handeln bist du
verantwortlich .... doch wenn dieses immer dem Willen Gottes entspricht, dann wird
eine ungeahnte Glückseligkeit der Lohn deiner Taten und deines Wandelns auf Erden
sein. Daher beachte: Lasse nie vergeblich deinen Nächsten bitten, sondern gib und
erfülle eine jegliche Bitte, die dein Ohr berührt, soweit es dir möglich ist ....
Achte keinen Menschen gering, so niedrigen Standes er auch sei, und gib ihm die ihm vor Gott
zustehende Achtung ....
Sei deinem Mitmenschen ein Berater in leiblicher und geistiger
Not, wenn er irregeht auf seinem Lebensweg oder schwer zu Gott dem Herrn findet ....
Vergib ihnen immer von Herzen, was sie dir Übles antun, und sinne nicht auf Vergeltung, denn diese allein übet der Herr, ihr aber sollt lieben auch eure Feinde ....
Bleibe
demütig im Herzen, und erkenne stets die unendliche Größe und Liebe des himmlischen Vaters, die sich zu den kleinsten Wesen der Schöpfung neigt, so auch zu dir, um
dich zu sich hinanzuziehen ....
Bleibe verbunden in innigster Liebe mit deinem himmlischen Schöpfer, und flehe Ihn im Gebet um Seine Gnade und Seinen Segen auf allen
deinen Lebenswegen an, auf daß dir dadurch die Kraft erwachse, tätig zu sein nach Seinem Willen .... Übe dich in der Sanftmut, in der Friedfertigkeit und in der Barmherzigkeit, denn nur dadurch kannst du ein Kind Gottes und als solches fähig werden, die
Stimme des Herrn zu vernehmen ....
Erkenne, wie alles um dich her nach Erlösung verlangt, und sei hilfsbereit, wo es gilt, die Herzen zu öffnen für das Heil, das allein aus dem
Wort Gottes kommt ....
Gedenke mit aller Liebe der Verstorbenen, die gleich dir ringen
um Vollkommenheit ....
Gib ihnen durch das Gebet die nötige Kraft und Unterstützung,
derer sie bedürfen ....
Dies alles vermag dich in einen Geisteszustand zu bringen, daß
des Herrn Wirken an dir sich sichtbar äußert, denn nur, wer in aller Fülle die göttliche
Gnade empfangen kann, weil er sich derer würdig macht, dem wird auch die Gnade
eines sichtbaren Wirkens des Herrn zuteil .... wenn der Herr Aufenthalt nehmen kann
in einem Herzen, das die Liebe zu Gott und den Mitmenschen sogestaltig geformt hat,
daß die Seiten des Lebensbuches nur immer edle und gute Taten und Gedanken verzeichnen. Die Schuld wird der Herr streichen oder Vergeltung üben, je nachdem sich
das Erdenkind Ihm zu- oder abgewendet hat ....
Darum suchet, euch zu veredeln, wo ihr
nur könnt, und dem Herrn wohlgefällig den Weg auf Erden zu wandeln, auf daß ihr
nicht gerichtet werdet, sondern das ewige Leben habet ....
Amen
B.D. 450
empfangen am 4.6.1938
Stimme des Herrn ....
Glaube und Unglaube ....
Und so fahre denn fort: Erkenne, daß du bist ein Weiser unter den Weisen, wo die
Stimme des Herzens dir tönet .... wo der Herr Selbst dich lehrt durch Seine Boten. Vernimmst du diese Stimme, so gehorchst du auch jedesmal der Aufforderung, die von
oben an dich gerichtet ist, und diese Verbindung schafft dir und uns großen Segen,
denn es horchen alle Wesen um dich zu und empfangen gleichzeitig alle Lehren, die dir
geboten werden. Fromme Menschen nun werden nicht zögern, den Wert und Segen
dieser Worte zu erkennen, und werden deshalb bemüht sein, gleich dir, sie auf ihr Leben
zu übertragen, desgleichen werden alle auch ohne Bedenken sie als pure Gotteswahrheit annehmen .... doch eben nur diesen kann auch der große Segen beschieden sein,
denn wer da nicht glaubt, der nimmt die Worte auch keineswegs als von oben gesendet
an und wird deshalb auch nicht den Nutzen dieser an sich verspüren. Wohingegen alles
Leid auf Erden gehindert und vermindert werden könnte durch das Annehmen und
Befolgen dieser Lehren. Sehet euch darum die übergroße Not unter der Menschheit
an .... die Glaubenslosigkeit ist die alleinige Ursache davon .... der Unglaube an eine
Kraft, Die Hilfe geben kann .... der Unglaube, daß sie sich selbst diese bringen könnte
durch Danken und Handeln .... wird ihre Not immer größer werden lassen, denn das
Endziel der Menschen ist eben dieser Glaube .... und um den Menschen zum Glauben
zu bringen, müssen so unendlich viele Mühsale und Kümmernisse über die Menschheit kommen, denn nur diese allein können dann noch verändernd auf den Menschen
einwirken, wenn Zeichen und Worte von oben nicht anerkannt und angenommen werden. Die tiefste Finsternis umfängt zur Zeit die Menschheit, alles schmachtet in den
Ketten der Materie, nur ein kleinster Teil besinnt sich auf sich selbst und gibt dem ewigen Herrn und Schöpfer die Ehre ....
Dem Gebot Gottes nach aber wird die Erde zum
Tal des Leides werden müssen, um die Zahl derer, die Ihn erkennen, zu vergrößern, und
alles Leid der Erde wird sich fördernd und beglückend in der Ewigkeit auswirken.
Darum fürchtet nicht, was über euch kommt .... es ist vorübergehend, und alles Leid
wird euch Segen bringen dereinst .... doch wer dem Leid entgeht auf Erden, wird schwer
zu tragen haben im Jenseits ....
Die Stimme des Herrn übertönt alles Weltgetriebe .... sie
wird auch dorthin dringen, wo man keine Zugeständnisse machen will an das Bestehen
einer Gottheit .... sie wird dort ebenso Verwirrungen, Angst und Leid anrichten, um
auch da Seinen Samen zu legen, auf daß er aufgehe und zur Zeit der Reife Frucht tragen
könne ....
Wer diese Stimme höret und sie befolget, wird weise sein ....
Nur der allein
wird wissen um Dinge, die dem anderen verborgen bleiben ....
Fasset dies und handelt
danach ....
Je inniger ihr die Verbindung sucht mit der Gottheit, desto eher und hilfsbereiter wird Sie euch entgegenkommen, und der tiefe Wille allein, das Rechte zu tun
und den Zweck des Erdendaseins nach dem Willen des Höchsten richtig zu erfüllen .... dieser Wille allein bringt euch der Wahrheit und somit dem Ziel näher .... der Vereinigung mit dem ewigen Gott, dem Vater alles Lichts ....
Amen
B.D. 451
empfangen am 5.6.1938
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen ....“ Geistige Trägheit ....
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen ....
Dieses Wort muß euch als Wegweiser
dienen, daß, wer im Herrn wandelt, gleichfort äußerlich erkennbar ist, und daraus werdet ihr ersehen, wie die Verheißungen des Wortes Gottes sich treulich erfüllen an
denen, die auch leben danach und tätig sind in der Liebe. Die Gefahr für den Menschen
ist allemal die, daß so manche glauben, den Geboten des Herrn Genüge zu tun durch
das bloße Anhören oder das Erfüllen der verlangten Pflichten nach außen hin ....
Ihnen
aber fehlt das innige Eingehen in die Lehre Christi, und ein Wissen nur um das Wort
Gottes kann nimmermehr die Früchte zeitigen, die der Herr verheißen denen, die Ihn
lieben und Seinen Geboten eifrigst nachzukommen trachten. So besteht die Gefahr, daß
der Mensch sich selbst nicht recht erkennt oder sein ganzer Lebenswandel in geistiger
Trägheit ohne fruchtbringenden Erfolg bleibt. Wie kann ein Mensch, der selbst nie
Liebe übet, vom Gebot der Nächstenliebe sprechen und dieses auch verstehen wollen .... wie wird ein Mensch in Demut sich beugen können vor dem Herrn, der diese Demut,
wie sie gelehrt wird, nie versuchte, an sich selbst ins Werk zu setzen .... der selbst sich
überhebet über seine Mitmenschen, doch das Wort Gottes darüber aufnimmt und sich
wohlgefällig anderen gegenüber äußert ....
Es vermögen die Menschen so schwer, Hand
anzulegen an das Werk ihrer eigenen Ummodlung zu einem ganz nach Gottes Willen
geformten neuen Menschen ....
Sie vermögen so schwer, sich von dem alten zu trennen
und ein neues Gewand anzulegen, und heißen doch mit den Lippen alles gut, was das
Wort Gottes ihnen lehrt ....
Und so das Wort Gottes nicht dazu beiträgt, den Menschen
so zu veredeln, daß die Früchte seines Bestrebens erkennbar sind .... werden sich auch
die Verheißungen des Wortes Gottes nicht erfüllen können an diesen. Leer werden die
Worte hingenommen und leer auch wieder verhallen ....
Der Segen wird ausbleiben,
wenn nicht ein ernstes Streben einsetzt, den Geboten Gottes nachzukommen. Es erfordert wohl Selbstverleugnung, festen Willen und Überwindung .... doch die Früchte
davon sind unverkennbar geistiger Erfolg ....
Und (es, d. Hg.) wird ein Mensch, dessen
Streben durch diese Früchte gesegnet ist, auch unsagbar einflußreich seiner Mitwelt
gegenüber wirken können ....
Denn nur wer selbst Liebe übet, kann Liebe lehren .... wer
selbst in der Demut lebt, kann anderen diese Tugend predigen, wer selbst sanftmütig ist
und friedliebend, kann andere auf den Segen dessen hinweisen, und immer wird sein
Beispiel aufmunternd wirken auf die Menschen und wird man einem solchen, an den
Früchten erkennbaren Diener Gottes nachzufolgen bemüht sein, doch alles dieses will
errungen werden durch festen Willen und große Liebe zum Herrn ....
Darum bittet um
die Kraft, zu wollen und zu lieben aus ganzem Herzen, auf daß der Herr euch erhöre
und euch segne.
Amen
B.D. 452
empfangen am 6.6.1938
Schule .... Folgen des Unglaubens ....
Wunder des starken Glaubens ....
Der Menschen Los ist unerträglich, wenn sie im Unglauben verharren. Auf Erden
wird sie Übles erwarten, und im Jenseits bleibt die Seele in ständiger Qual, denn es fehlt
ihr der Lichtstrahl und der Gnadenquell, und geistiger Tod ist ihr Los. Vergleichet die
Erde mit einer ordnungsmäßig gerichteten Schule, die alles an Weisheiten zu geben
bereit ist und deren Schüler nur ergreifen brauchen, was ihnen an Lehren geboten
wird .... der Schüler aber aus Halsstarrigkeit alle Annahme der Lehren verweigert, sich
vielmehr hartnäckig verschließt und so als völlig unbelehrter, unwissender Mensch
diese Schule verläßt .... so wird ihm der fernere Lebensweg auf Grund seiner Unwissenheit nur wenig bieten können .... er wird allem vollkommen arm an Erfahrung gegenüberstehen .... seine Kenntnisse werden nicht genügen, es mit der Welt und ihren Anforderungen aufzunehmen .... als völlig untauglich wird er keine Arbeit zu leisten
imstande sein, dagegen für alle Laster der Welt aufnahmefähig, und dies wird seinen
Untergang zur Folge haben ....
Betrachtet demnach die menschliche Seele, die sich weigert zur Annahme der Lehre von oben .... die das Gotteswort ebenso hartnäckig
ablehnt, keine geistigen Kenntnisse sammelt und noch viel weniger sich bemüht, ihrem
Geist irgendwelche zuträgliche Nahrung zu geben ....
Wie soll eine solche Seele sich
wohl zurechtfinden können sowohl hier auf Erden als auch im Jenseits, wenn ihr jegliches Erkennen fehlt .... wenn in ihr alles finster und leer ist und sie in solchem Zustand
auch keinerlei geistige Betätigung ausführen kann, weil tiefe Finsternis eine solche
Seele umfängt. Es wird ihr dann das Leben im Jenseits zur Qual werden, und so sich
nicht die Barmherzigkeit Gottes einer solchen Seele annimmt, wäre diese Qual endlos .... und doch so leicht zu umgehen .... weil der Glaube allein die Seele in den Zustand
versetzt, daß eine jede Stufe zur Höhe mühelos genommen werden kann. Im Glauben
wurzelt alle Kraft ....
Der Glaube vermittelt euch eine Fähigkeit, die euch wiederum versetzt in einen Zustand vollwahren Erkennens .... demzufolge die Arbeit auf Erden
sowohl als auch im Jenseits eine immerwährende Tätigkeit in Liebe sein wird ....
Und
aus dieser Tätigkeit heraus werdet ihr euch und zahllose Wesen dereinst erlösen können aus der Gewalt der Materie ....
Ihr fasset das noch nicht, es werden aber Zeiten kommen, da euch der Sinn dieser Worte klar verständlich ist und ihr versuchsweise ergründen werdet, was es für eine Bewandtnis hat mit starkem Glauben .... und dann habt ihr
Großes erreicht und keine Macht der Welt wird euch euer Wissen streitig machen können, denn ihr vermögt mehr als die Weisen der Welt ....
Und in dieser Zeit gebt euch
dem Glauben hin an Dinge, die euch rätselhaft erscheinen; ihr werdet bald den Einfluß
eines wahrhaft starken Glaubens spüren und dem Herrn danken aus innerstem Herzen
heraus, daß Er euch Kraft gab zum Glauben ....
Bittet nur, und Gott der Herr ist für euch
bereit und erwählet einen jeden, der an Ihn glaubt, zu Seinem Streiter ....
Und dann
streitet ihr nicht allein, sondern immer mit dem Herrn und vermögt sonach auch
alles ....
So ihr aber wankend werdet im Glauben, seid ihr in Gefahr, vom rechten Wege
abzuweichen .... darum bittet unaufhörlich um starken, felsenfesten Glauben, und stellet euch in Gottes Hut. Denn Er, Der über euch wachet, wird euren Glauben nicht
zuschanden werden lassen ....
Amen
B.D. 453
empfangen am 7.6.1938
Seltsame Erscheinungen für Ungläubige ....
Not der Erde ....
O siehe der Erdenkinder Not! ....
Wenigen nur ist es verständlich, daß der Herr zu
den Seinen kommt, und in keiner Weise kommen die Menschen dem Herrn entgegen .... deshalb will Er sie rufen und Sich zu erkennen geben, aber sie wollen auch
nicht erkennen ....
Und so ist der Kampf um eine jede Seele ein nicht geringer ....
Fordert der Herr die Seinen auf, für Ihn zu streiten, so ist dies auch wohl
nötig ....
Die große Not der Erde kann nur verringert werden, wenn ein emsiges
Arbeiten einsetzt, und dieses wieder ist nur dann möglich, wenn der Geist Gottes
sichtbar wirkt, denn der Menschen Glaubenslosigkeit ist so weit, daß nur gewaltige
Zeichen vermögen, die Menschen aufmerksam zu machen ....
Alles Gewohnte kann sie
nicht mehr von dem gegenwärtigen Denken abbringen ....
Nur seltsame, unerklärliche
Erscheinungen bringen das zustande, daß sie aufmerken, daß sie nachzudenken
beginnen über das wichtigste Problem .... über die ewige Gottheit. Wie weit sich
die Menschen entfernt haben vom rechten Glauben, kann nur Der allein wissen,
Der über allem steht ....
Und da ebensolches die göttliche Vater-Liebe erbarmt,
greifet sie dort ein und rüttelt die Menschen wach ....
Oftmals wohl gegen den
Willen der Menschheit, stets aber zu ihrem Heil, wenn nur die kleinste Aufmerksamkeit
entgegengebracht wird der liebevollen Absicht des himmlischen Vaters. Die Winke, die
den Menschen gegeben werden, werden niemals im Widerspruch stehen zu dem, was
der Herr verlangt von den Seinen. Es werden zum Beispiel keine Ratschläge und
Anweisungen gegeben werden, die den göttlichen Geboten zuwiderlaufen .... sondern
immer wird des Herrn Wille sich äußern in jeglicher Kundgabe, die wieder nur
bestimmt ist, aufklärend für die Zweifler und Glaubenslosen zu wirken. Das größte
Gebot ist auch hier die Liebe ....
Wer in Liebe die Mitmenschen zu lenken versucht
auf den rechten Weg, bleibt immer nur ein ausführendes Werkzeug Gottes ....
Es
tut gleichsam alles das, was der Vater Selbst tun würde, wäre Er sichtbar auf
Erden unter den Menschen. So aber bedienet Sich der Herr eines Dieners im Fleisch ....
um die Kluft zwischen Ihm und dem Erdenkind zu überbrücken, um es zutraulicher
zu machen und um es zu bewegen, anzunehmen die Wahrheiten und sich bejahend
einzustellen auf alles Göttliche. Das Erdenleben ist kurz und schmerzensreich,
doch so voller Gnade, wer nur immer diese Gnaden begehrt ....
Und nichts weiter
bezwecket der Herr, als daß die Erdenkinder diese Gnade nicht abweisen, sondern
daraus allein die Kraft schöpfen mögen, sich mit dem Herrn zu verbinden im Geist
und durch alles Tun und Handeln auf Erden ....
Wehe, wer dieses nicht erkennt ....
und darum so unsagbar ringen muß auf Erden und später im Jenseits. Jetzt aber
auf Erden werden die Beweise der göttlichen Huld sichtbar in Erscheinung treten,
daß auch der Ungläubigste wankend werden wird in seinen Anschauungen .... daß
auch er sich mit solchen Gedanken beschäftigen wird und nur seinem Herzen zu
folgen braucht, das ihn schon recht weiset ....
Und er wird überaus reich empfangen
dürfen alle Gnaden und Liebesbeweise des Herrn ....
Denn Sein Wille ist es, zu
erquicken und zu bedenken alle, die guten Willens sind, und darum wirket Er
unaufhörlich mit (und) durch Seine Streiter auf Erden ....
Amen
B.D. 454
empfangen am 8.6.1938
Einwirkungen der Geistwesen auf Gedanken ....
Verlasse nie den rechten Pfad, so wird Gott dir immer beistehen. Es sind so schwere
Zeiten über euch und eure Seelen hereingebrochen, daß ein ganzes Heer der Geistwesen unablässig bemüht ist, in für eure Seelen nützlicher Weise zu wirken .... doch
werfet ihr den Gedanken an mögliche Hilfskräfte noch weit von euch. Was euch nicht
faßbar erscheint, wollet ihr nicht annehmen, doch brauchet ihr euch nur vergegenwärtigen, daß die Welt der jenseitigen Wesen in unmittelbarer Verbindung steht mit der
Erde und ihren Bewohnern ....
Ihr brauchet euch nur vorstellen, daß sowohl auf Erden
wie im Jenseits die gleichen Gesetze herrschen .... daß alles nach freiem Willen handelt,
dem Gesetz des Höchsten unterstellt ist und daß hier wie dort nur die Liebe und ihre
Tatkraft wirkt, wo es gilt, emporzuheben aus der Dunkelheit zum Licht ....
Wenn also im
Jenseits alles dies das gleiche ist wie auf Erden, weshalb sollen dann nicht die euch
unsichtbaren Kräfte genau so auf euch wirken können? Da sie nur Ausführende des
Willen Gottes sind, vielmehr ihr eigener Wille dem Willen Gottes völlig gleich ist .... werden alle Geschehnisse von ihnen so gelenkt, daß immer der Mensch hingewiesen
wird, durch ein Liebeswerk sich auf die Bahn des Guten zu begeben ....
Der Gelegenheiten, wo der Mensch gute Taten verrichten kann, sind sehr viele ....
Das willige Eingehen
in diese ist für ihn gleichzeitig eine Kraft und Gnadenquell .... je mehr sich der Erdenmensch in Liebe betätigt, desto mehr wird er von innen heraus angetrieben und durch
die Gnade des Herrn in seinem Handeln unterstützt, und so zieht eine gute Tat so viele
segenbringende Momente nach sich ....
Die Gedanken des Menschen fangen an, sich
den Regionen zuzuwenden, die außerhalb des Erdenlebens sind, und auch dieses ist ein
unmittelbares Einwirken der jenseitigen Geistwesen. Wenn nur die Menschen alle diese
Gedanken erfassen möchten, die ihnen von ihren Schutzwesen nahegelegt werden .... es
würde dann um vieles leichter sein, der menschlichen Seele die nötige Hilfe zukommen
zu lassen ....
So aber weisen die Menschen aus eigenem Willen viel eher die Gedanken
zurück, die sich ihnen scheinbar aufdrängen und die sie mehr auf ihr Innenleben aufmerksam machen sollten. Es will der Mensch, den die Materie noch allzusehr gefesselt
hält, dem Geistigen ausweichen, und deshalb überhebt er sich oft spottend über dergleichen Dinge, die das Innenleben berühren. Doch aufdrängen werden sich einem
jeden Menschen solche Gedanken .... wohl dem, der sie aufnimmt und darüber nachzudenken beginnt, anstatt sie unwillig abzuweisen. Es sind dies die ersten Schritte auf
dem Wege nach oben .... wagt der Mensch diese, dann wird ihm von allen Seiten Hilfe
entgegenkommen. Der Gang auf dem beschrittenen Wege wird immer leichter und
auch dann viel freudiger fortgesetzt werden ....
Die rührige Hilfe der Geistwesen aber
wird von euch dereinst so dankbar empfunden werden, denn ihr müßt eben auch erst
durch die Liebe geleitet werden, wo ihr selbst zu schwach seid .... (Unterbrechung)
B.D. 455
empfangen am 8.6.1938
Verkörperung eine Gnade ....
Erdenzeit ....
Gnadenzeit ....
Jene, welche glauben, durch die Pforte zur ewigen Seligkeit eingehen zu können, weil
sie scheinbar rechtschaffen auf Erden gelebt haben und ihren Pflichten nach außen
nachgekommen sind, werden schwer enttäuscht ihren Irrtum erkennen ....
Denn des
Herrn Güte währet wohl ewig, und läßt Er die Seinen nicht ungeschmälert in ihrem
Lohn .... jene aber nicht einen Lohn entgegennehmen, der ihnen nicht zukommt. Es
bedürfen die Menschen sehr oft einer Mahnung, das Leibesleben nicht so wichtig zu
nehmen, sondern sich mehr ihrem geistigen Leben zuzuwenden. Solche Mahnungen
verklingen aber meistens ungehört und unbeachtet. Fordert nun der himmlische Vater
ganzen Einsatz von dem Erdenkind und dieses kommt der göttlichen Forderung nicht
nach, so kann es auch nimmermehr den vollen Lohn in Empfang nehmen und wird
sich mit wenigem begnügen müssen oder mit aller Kraft nachzuholen versuchen, was
es im Erdenleben versäumt hat. Des Vaters große Güte gewährt auch im Jenseits der
Seele noch die Gnade, streben zu können und ihr so ein erreichbares Ziel zu stecken .... doch wird immer berücksichtigt werden, daß ein auf Erden schon dem himmlischen
Vater treu ergebenes Kind weit höher im Ansehen stehen muß, weil es eben die Erdenzeit in der Liebe zum Heiland recht angewandt und sich eine Stufe errungen hat, die im
Jenseits weit schwerer zu erreichen ist. Die Erdenzeit ist eine Gnadenzeit .... die Verkörperung auf Erden eine unsagbar große Gnade für die Seele ....
Das menschliche Wesen
aber, das diese Gnadenzeit nützet, muß dem Herrn unendlich lieb sein, und sein Lohn
wird wiederum Liebe sein, die es unermeßlich glücklich macht und ewiges Leben
bedeutet. Doch wie verständlich ist es dann, daß der Herr weniger bedenket, die Sein
Wort geringachteten und deren Herzen nicht so erfüllt waren von der Liebe zu Gott ....
Ihnen kann nur ein kleiner Teil vergolten werden, und sie müssen mit allen ihren Kräften bestrebt sein, eine gleiche Stufe zu erreichen, wollen sie den gleichen Grad ewiger
Glückseligkeit erringen, der den wahren Kindern Gottes beschieden ist .... die auf
Erden die Kindschaft Gottes angestrebt haben und somit auch vom himmlischen Vater
reich bedacht werden bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 456
empfangen am 9.6.1938
Reinigung der Lehre Christi ....
Es wenden sich dir von allen Seiten hilfsbereite Wesen zu, die dir deine Aufgabe
erleichtern wollen, auf daß du nicht müde werdest an deiner geistigen Arbeit. So vereinigen sich alle Wesen zu einem Werk, das in seiner Größe dir noch nicht voll übersichtlich ist ....
Dir liegt eine Arbeit ob, die sich erstreckt über einen weiten Umkreis,
sowohl im Raum als auch in der Zeit. Der Inbegriff dieser Arbeit ist eine durchgreifende
Reinigung der Lehre, die jetzt auf Erden als Lehre Christi gepredigt wird. Es sind immer
wieder Reformen gegeben worden .... und jeder lag der Wille zugrunde, etwaige Mißbräuche zu entfernen und nur die Wahrheit zu lehren. Doch immer ist der Mensch darauf bedacht, sich eine möglichst komplizierte Lehre zu schaffen .... es war dies schon zu
alten Zeiten so und ist auch heut noch dasselbe. Der eigentliche Sinn der Lehre Christi
wird verschleiert, und der Mensch legt Wert auf äußere Handlungen und Dinge, die den
Wert der Lehre nur abschwächen, niemals aber dazu beitragen können, das einfachste
und kindlichste Verhältnis zum himmlischen Vater herzustellen, was aber allererste
Notwendigkeit ist ....
Desgleichen werden die Anhänger solch komplizierter Lehren
bald selbst nicht mehr unterscheiden können, wieviel göttlicher doch eine Lehre in aller
Einfachheit ist, sondern immer nur ihr Augenmerk richten auf Erfüllung der nach
außen hin wirkenden Pflichten. Denn für sich selbst, aus eigenem Antrieb, tut der
Mensch das wenigste .... immer ist die Wirkung auf den Nebenmenschen ein großer
Beweggrund dessen, was er tut ....
Und doch sollte eben gerade in der Lehre Christi alles
vermieden werden, was sich rein äußerlich auswirkt ....
Ein jeder Mensch muß mit sich
selbst beschäftigt sein und dieses eigene Ich nur immer dem Vater im Himmel entgegenbringen wollen .... die Welt aber völlig ausschließen, um verbunden zu sein mit
dem göttlichen Schöpfer, und dann sein Leben inmitten der Welt immer gestalten nach
dem Willen des Vaters .... in reger Liebetätigkeit ....
Es ist diese Lehre so einfach und so
leicht ausführbar mit gutem Willen, doch erschweren sich die Menschen oft selbst den
Weg nach oben. Jeder muß im Herzen die Verbindung suchen mit Gott, und das jederzeit ....
Wo aber eine Schematisierung der geistigen Arbeit angestrebt wird .... wo man
sich nach außen hin stundenweise diese Arbeit vornimmt, und das auch meist nicht in
dem Bestreben, Gott zu dienen, sondern nur um seinen Pflichten nachzukommen .... dort wird kaum der Segen zu erwarten sein, den der Herr den Seinen verspricht,
die Ihn lieben und Ihm dienen. So reget sich das Verlangen nach geistiger Nahrung
immer nur dort, wo die wahre Vereinigung mit Gott angestrebt wird .... und diesen
gibt der Herr Kunde von Seinem Willen .... daß diese unter den Menschen vertretene
Lehre gereinigt werde und von neuem so erstehe, wie sie der Herr Selbst den
Seinen auf Erden verkündet hat ....
Die Lehre Jesu Christi bleibt immer und ewig
die gleiche, doch die Menschen setzen aus eigenem Antrieb hinzu oder verändern ....
und eine so veränderte Lehre muß gereinigt werden nach dem Willen des Herrn ....
Auf daß sich die Menschen wieder finden zu Ihm und tief innerlich annehmen
und befolgen können, was ihnen zur ewigen Seligkeit verhilft ....
Amen
B.D. 457
empfangen am 9.6.1938
Willenskraft ....
Siehe, mein Kind ....
In endlos langen Zeiten hat die menschliche Seele sich das Recht
erworben, für die Dauer ihres Weilens auf Erden eine Willenskraft ihr eigen zu nennen,
die sich entfalten kann ganz nach Ermessen. Es hat eine solche Seele darum auch die
Möglichkeit, sich selbst zu gestalten in dieser Erdenzeit, wenn sie diese Willenskraft
weise nützet und so verwendet, um sich in einen reifen Zustand zu bringen. Es werden
ihr so viele Möglichkeiten geboten, in eine Tätigkeit zu treten, die von wohltätigem und
förderndem Einfluß auf die Seele ist ....
Jede Sinnesäußerung der Seele muß beachtet
und ihr nach Möglichkeit Folge geleistet werden, so sich diese ganz in göttlicher Weisheit bewegt ....
Es wird dann immer die Willenskraft ausführen, was gleichzeitig der
Wille erstrebt, denn es kann durch diese Kraft unglaublich Großes erreicht und bewirkt
werden ....
Die Seele kann sich völlig lösen von der sie umgebenden Materie und ein
Gefäß werden zur Aufnahme des göttlichen Geistes. Eine sogestaltig erlöste Seele
erreicht auch ihr Ziel, das ihrer Verkörperung Sinn entspricht ....
Der ganze Daseinszweck ist erfüllt, wenn die Seele nach dem Ableben des Körpers völlig frei ist von der
Materie, wenn sie geistig durch und durch belebt und so zum Träger des Gottesgeistes
geworden ist. Und eben dieser Gottesgeist wird Wohnung nehmen in einer durch eigenen Willen frei gewordenen Seele, und es wird die Vereinigung stattfinden mit dem
göttlichen Schöpfer, und alles das bewirket die Willenskraft, die einem jeden Geschöpf
für die Erdenzeit gegeben worden ist, nur viel zu wenig erkannt und genützet wird.
Wenn schon ein Wesen in Freiheit des Willens wählen kann, welchen Inhalt es dem
Erdenleben geben will, so ist daraus zu ersehen, daß des Herrn Liebe alle bedenket, alle
betreut und doch auch wieder alle von selbst sich entscheiden läßt, sich entweder zu
hohem göttlichen Wesen zu entfalten oder aber die Kraft nicht zu nützen und immer
auf gleich niedriger Entwicklungsstufe zu bleiben und die Zeit der Verkörperung völlig
ungenützt vergehen zu lassen. Es ist hier ein Kampf, den das Erdenwesen bestehen
muß, doch entgeht es diesem mit vollem Willen, so bleibt die Seele stets das gleiche, was
sie zu Beginn der Verkörperung war, und kann sich nimmermehr höher entwickeln,
denn die Willenskraft ist gebrochen, da der innere Antrieb zur Höhe nicht stark genug
ist. Und in Kürze ist die Gnadenzeit vorüber .... darum bedenket, wie ihr sie nützen
könnt und wie sich der freie Wille in reger Liebestätigkeit äußern und sich somit zu voller Kraft entfalten kann .... und ihr werdet sinngemäß und dem Herrn wohlgefällig euer
Leben auf Erden wandeln.
Amen
B.D. 458
empfangen am 10.6.1938
Glückseligkeit ....
Vereinigung mit Gott ....
Das ist des Lebens allerwichtigste Aufgabe, daß ihr wandelt, wie es dem Herrn wohlgefällig ist, denn nur so könnet ihr das erreichen, daß euch der himmlische Vater als ein
Teil Seiner Selbst aufnimmt und ihr des Lichtes und aller Wonnen des Himmels würdig
werdet ....
Folge mir, mein Kind, in jenes Land, das da erhaben ist über alle Schönheit
auf Erden. Es wird sich dir ein Bild erschließen, das den wahrhaft Frommen zuteil wird,
so sie ihre Augen auf Erden für immer schließen, um drüben im Jenseits zu erwachen.
Ein unvergleichliches Verlangen erfüllt alle diese Seelen .... die Umgebung ist so überaus reizvoll, daß eine jede Seele in weihevoller Stimmung dem Erfüllen des Verlangens
entgegensieht, das nur allein der Herr Selbst stillen kann mit Seiner Nähe ....
Die Sehnsucht aller dieser Seelen ist eine über alle menschliche Begriffe beseligende, doch die
Erfüllung dieser Sehnsucht für ein menschliches Gemüt völlig unverständlich, denn es
übersteigt an Glückseligkeit alles nur Denkbare ....
Es ist ein rein himmlischer Zauber,
eine Wonne und unfaßbare Seligkeit ....
Das, was den Menschen unbegreiflich
erscheint .... die pure Vereinigung mit der höchsten Gottheit, ist eben der Inbegriff dessen, was alle anstreben sollen, weil nur diese so beglückenden Lohn nach sich zieht .... weil nur in der Vereinigung mit Gott der vollkommenste Zustand erreicht ist und weil
dies von Anbeginn der Welt das einzige Ziel aller Wesen ist und sein wird bis in alle
Ewigkeit .... daß sich alle jemals von Gott abgesonderten Wesen wieder zurückfinden,
um sich aufs neue zu vereinen mit dem ewigen Vater als Dessen wahre Kinder .... und
eine solche Vereinigung kann nur dann stattfinden, wenn das Erdenkind durch Gehorsam gegen Gottes Willen niemals etwas anderes als diesen Willen tut .... wenn es
dadurch einen Vollkommenheits-Zustand erreicht und sich der Gotteskindschaft würdig macht ....
Denn nur durch diese könnet ihr eingehen in die Gefilden himmlischer
Glückseligkeit, und nur in der Vereinigung mit dem himmlischen Vater kann euch des
Himmels Herrlichkeit beschieden sein in Ewigkeit ....
Amen
B.D. 459
empfangen am 10.6.1938
Erlösungswerk Christi ....
Sündenschuld ....
Die Leidenszeit Jesu auf Erden war das größte Opfer, daß je ein Mensch auf dieser
Erde brachte, denn es litt der Herr nicht für Seine, sondern der Menschheit Sündenschuld, wohingegen alles Leid, das die Menschheit getroffen, verdientermaßen über
diese kam ....
Die Seele des Herrn war Geist vom Geist Gottes .... sie war eins mit dem
Vater ....
Doch der Leib war irdisch und litt als solcher die unsäglichsten Qualen am
Kreuz, in vollster Schuldlosigkeit .... nur aus Liebe zu den Menschen, um deren Sündenschuld zu tilgen. So wurde dieser Tod am Kreuze das Erlösungswerk Christi ....
Und fragt nun der Mensch, wozu der Heiland solche unsagbare Qualen erdulden
mußte, so wird ihm die göttliche Liebe Selbst Antwort geben: .... zur Vergebung deiner
Sünden ....
Auf daß du der Strafe enthoben bist, so du dich in Liebe zu deinem Heiland
bekennst ....
Diese wenigen Worte sagen alles ....
Durch jede Sünde vergeht sich das
Erdenkind gegen Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde ....
Kein Wesen aber
kann die Größe der Schuld ermessen, die darin liegt, sich gegen das reinste, höchste und
liebevollste Gottwesen aufzulehnen ....
Und doch ist jede Sünde ein Auflehnen gegen
die Gottheit. Eine Schuld, die nun so überaus groß ist .... wie sollte diese je von den
Menschen abgetragen werden in der kurzen Erdenzeit .... und wie unglaublich schwer
würde sich eine solche Schuld im Jenseits auswirken .... wenn jegliche Schuld durch das
Erdenkind selbst getilgt werden müßte ....
Wer nicht erkennet die ewige Gottheit, wer
nicht erkennet die göttliche Liebe, hat maßlos zu büßen seine Schuld ....
Doch die zum
Herrn gefunden haben, die reuevoll ihre Sünden dem Herrn bekennen und um Gnade
und Vergebung bitten, denen wird jede Schuld erlassen werden, denn der Herr hat für
diese eben das Erlösungswerk vollbracht .... daß denen, die Gott lieben, das Eingehen in
des Vaters Reich beschieden ist ....
Sonst wäre es nimmermehr möglich gewesen, das
Angesicht des Vaters zu schauen mit der Größe der Schuld, die ein jedes Wesen einer
solchen Gnade und Glückseligkeit unwürdig macht. Doch die Liebe des göttlichen Heilands zu den Menschen war so unendlich, daß Er mit Seinem Leiden und Sterben den
größten Gnadenakt vollzog, der aber in seiner Größe nicht erkannt wird, wenn nicht
zuvor das Erdenkind vom Herrn Selbst die Gnade empfängt, geistig dieses größte
Opfer fassen zu können. Dann erst wird es verstehen können und dem himmlischen
Vater von ganzem Herzen dankbar sein für dieses allergrößte Gnadengeschenk, durch
welches der Herr bewahret hat die Menschheit vor dem Tode der Seele, vor ihrem geistigen Untergang ....
Denn die Seele soll leben im Licht .... sie soll schauen das Antlitz
Gottes und soll ein Kind Gottes werden können, so sie nur den Willen dazu hat. Denn
dafür starb der Herr am Kreuz und nahm den bittersten Tod des Leibes willig auf Sich
aus übergroßer Liebe zur sündigen Menschheit. Erkennet dieses, und neiget euch in
tiefster Demut vor dem Erhabensten .... und wisset, daß Er für euch gestorben ist .... um
euch zu erlösen ....
Machet euch dieses Erlösungswerkes wert .... auf daß ihr eingehet in
die ewige Herrlichkeit ....
Amen
B.D. 460
empfangen am 11.6.1938
Die Liebe des Herrn zu den Seinen ....
Denn die Meinen liebe Ich über alle Maßen ....
Sie sollen darum auch der Krone des
Lebens gewärtig sein und für Mich tragen alles Leid der Erdenzeit ....
Ich sehe in ihnen
Meine Kinder, Ich will ihre Herzen voll und ganz besitzen, Ich will sie heimholen zu Mir
in des Vaters Haus. Und dann wird das Los dieser ein herrliches sein .... ihre Seelen werden jubeln in der Herrlichkeit Gottes, die Liebe wird sie überwältigen und zu glückstrahlenden, in aller Lichtfülle stehenden Geistwesen umgestalten ....
Und so lohne Ich,
die auf Mich bauen, die in Meinem Namen Erfüllung ihres Erdenlebens suchen und die
gewillt sind, Mir gleich das Kreuz mit Ergebung zu tragen ....
Denn das ihnen auferlegte
Leid tilgt gleichzeitig auch Sündenschuld und trägt dazu bei, daß diese geringer wird.
Und was ihr dem geringsten eurer Brüder tut, das habt ihr Mir getan ....
Nehmt ihr das
Leid dieser willig auf eure Schultern, so tut ihr das auch für Mich und für das Erlösungswerk an der ganzen Menschheit. Die gesamte Erdenschuld muß getilgt werden, soll
allen diesen Erdenkindern dereinst das ewige Licht strahlen ....
Wer sich freiwillig und
aus Liebe zu Mir an dem Erlösungswerk beteiligt schon auf Erden, dem ist die Krone
des ewigen Lebens sicher ....
Der anderen aber erbarmen sich die Geistwesen im Jenseits, die in aller Liebe und Sorge sich der niedrigen Seelen annehmen, denn alles, alles
ist ein Werk der Liebe .... die Welt zu erlösen von allen Sünden und so alles aus der Finsternis zum Licht zu erheben. Sehet, wer Mir nachfolget schon auf Erden, ist ein gesegneter Jünger Meines Namens .... er wirket durch die Kraft Meiner Worte und ist gleicherweise Mein Gesandter, der statt Meiner zu den Erdenkindern spricht. Die Worte
sind seine Waffe im Kampf gegen das Böse, und die Liebe ist seine Kraft ....
Und Mein
Segen ist das Geleit auf der Erdenbahn. Wer nun also behütet von Mir den Erdenweg
wandelt, muß immer näher zu Mir finden ....
Meine Liebe ziehet ihn zu Mir, und so er
sich nicht wehret, ist sein Gang zu Mir ganz selbstverständlich, sein Herz kann ihn nur
Mir entgegenführen, denn es sind dies Meine Kinder, die zum Vater verlangen. Du,
Mein Kind, wirst in Kürze ein Bild Dessen bekommen, Der in dir war und sein wird bis
in alle Ewigkeit ....
Sei auf der Hut, daß dir das Kostbarste nicht verlorengeht .... die
Reinheit der Seele .... denn nur solche ermöglicht ein Schauen in alle Herrlichkeit ....
Die
Stimme des Herzens wird dir sagen, wenn die Zeit gekommen ist, da Ich dein Herz
bedenken will und liebefähig machen für alle Zeiten ....
Jesus wird dir nahe sein als
Lichtgestalt ....
Er wird im Traum dir Herrliches geben ....
Dann wird dein Wandeln auf
Erden zwar ein stetes Sehnen bleiben, doch mit der Liebe zu Mir im Herzen bist du
gefeit gegen alles Böse und wirst bis zu deiner Vollendung Mir immer treu und ergeben
sein ....
Und das ist Mein Wille bis in alle Ewigkeit, daß die Meinen in Mir und für Mich
leben auf Erden, um dereinst ganz in Meiner Nähe weilen zu dürfen .... denn Ich liebe
euch über alle Maßen, die ihr nach Mir verlanget ....
Amen
B.D. 461
empfangen am 11.6.1938
Göttliche Gnade ....
Notwendigkeit des Gebetes ....
Was euch an Gnade zufließt, ist allein schon ein Liebesbeweis des Herrn, denn
ihr selbst wäret ohne die göttliche Hilfe nicht fähig, euch aus den Fesseln
der Materie zu befreien ....
Doch das ständige Ringen und Gebet um Kraft entfernt
euch allmählich von der Erde und ihrem Begehr ....
Wie sich ein Vogel hoch in
die Luft schwingt, alles auf der Erde haftende weit hinter sich lassend, so
wird sich auch die Seele mehr und mehr emporheben in Sphären, wo der Druck der
Erdenschwere sie nicht mehr so merkbar berührt ....
Der Körper weilt zwar noch
auf der Erde und muß der irdischen Tätigkeit nachgehen, doch ist diese Tätigkeit
nicht mehr die Hauptsache des Lebens, sondern wird sich wie von selbst erledigen,
fühlbar unterstützt von den dem Menschen beigegebenen geistigen Schutzwesen ....
die alles daran setzen, um die Seele des Erdenkindes in jenen Sphären zu erhalten,
und die den Rückgang der (zur, d. Hg.) Erde mit allen Kräften verhindern möchten.
In der Zeit der inneren Reife wird sich die Seele absondern und immer nur nach
geistiger Umgebung verlangen .... sie verläßt den Körper oft und hält sich vorwiegend
in geistigen Regionen auf .... d.h., die Gedankenwelt, in welcher sich ein solches
Erdenkind lieber aufhält, wird von nun an eine rein geistige sein, und
von der Erde und ihren Anforderungen will es wenig oder gar nichts wissen, hat
jedoch immer das Verlangen, geistige Nahrung in Form von geistigen Wahrheiten
aufzunehmen. Das sicherste Gefühl einer Höherentwicklung ist immer das Verlangen
nach geistiger Speise ....
Wer auf der Erde noch festgehalten wird, verlangt nicht
nach solcher .... sein Sinn steht nach anderen Genüssen, und nur, wo die Seele
sich schon veredelt und geläutert hat, ist sie bestrebt, in Unergründbares einzudringen.
Ein solches Verlangen wird dann auch gefördert und unterstützt werden von allen
Wesen im Jenseits, die eine solche Seele betreuen während ihrer Erdenzeit. Nichts
ist für die Seele gefährlicher als ein immerwährendes Sättigen dieser mit irdischen
Genüssen und Freuden .... sie ist völlig unfähig für die Annahme von geistigen
Lehren und beraubt sich so selbst der größten Gnade .... so sie nicht beten kann
und, ihre Unvollkommenheit erkennend, den himmlischen Vater um Hilfe anfleht.
Solcher Menschen gedenket der Herr besonders liebreich, indem Er sie führet
über dornige Wege, durch Leid und Sorgen, damit sie endlich finden sollen zum
Vater, wenn sie in großer Not und Bedrängnis Hilfe bedürfen. So sie erst einmal
Zuflucht genommen haben zum Gebet, werden ihnen die Augen geöffnet und ist dies
schon eine Gnade, die sie zum Fortschritt der Seele führen kann, wenn der Mensch
nur selbst etwas guten Willen hat. Nie soll der Mensch das Gebet vergessen ....
Solange er sich im Gebet mit dem himmlischen Vater verbinden kann, ist ihm der
Gnadenquell geöffnet, und nichts wird ihm im Erdenleben zu schwer werden, wenn
er sich dieser göttlichen Gnade bedient .... mittels derer er auch Hand anlegen
kann an das Werk, sich selbst nach dem Willen Gottes zu gestalten. Ohne
die göttliche Gnade vermag der Mensch nichts .... mit dieser aber unendlich
viel, darum betet, daß der Herr euch mit Seiner Gnade bedenke, und ihr brauchet
nicht zu verzagen ....
Denn Gottes Güte währet ewiglich ....
Amen
B.D. 462
empfangen am 12.6.1938
Völlige Glaubenslosigkeit ....
Tiefster Sturz ....
So du den Deinigen die Wege erleichtern willst, genügt oft nur ein Hinweis auf des
Herrn Liebe und Fürsorge, und sie werden erkennen, daß alles Geschehen nicht ohne
weisen Zweck ist ....
Denn die Milde des himmlischen Vaters gibt immer wieder frohe
Stunden, wo sich das Herz von den Mühsalen erholen und Ihm zuwenden soll. Doch
werden solche Geschehnisse oft ungeachtet gelassen ....
Der Mensch denkt an ein höheres Wesen, solange er in Not ist, nicht aber an sorgenlosen Tagen, und deshalb muß
immer wieder Leid über die Menschen zugelassen werden, denn des Herrn Fürsorge
gilt nicht für die Erdenzeit, sondern für die ganze Ewigkeit ....
Daher lasset euch nimmermehr niederdrücken. Wüßtet ihr den Wert solcher Leiden für eure Seelen .... ihr
nähmet sie gern auf euch, denn sie sind nur winzig im Vergleich zu der Herrlichkeit, die
euch erwartet. Gesegnet die Stunde, die euch das Erkennen bringt .... und gesegnet der
Tag, da ihr völlig im Herzen zum himmlischen Vater findet ....
Endlos weit ist der Weg,
den ihr gehen mußtet, bis ihr diese Zeit erreichtet .... doch wollt ihr so nahe vor dem Ziel
wankend werden .... wollt ihr, daß ihr umsonst euch bis hierher durchgerungen habt,
wollt ihr diesen endlos langen Weg noch einmal zurücklegen ....
Den Leib, den ihr tragt,
erkennet ihr nicht als das, was er ist .... als eine Gnade, die ihr selbst euch erbeten habt
und die euch gewährt wurde ....
So werdet ihr auch nie erfassen können auf Erden,
welch beispiellose Gnadenzeit euch beschieden ist .... wo ihr sammeln könnt Schätze
über Schätze für das Jenseits, für das ewige Leben .... wenn ihr nur wollt und dem Herrn
euch voll zuwendet. Es gehen euch Menschen so unglaublich viele Mahnungen und
Warnungen zu .... unaufhörlich ist der Herr bemüht, den Sinn des Menschen der Ewigkeit zuzuwenden .... wenn aber dieser beharrlich alles abweist .... wenn er beharrlich nur
der Welt nachläuft und in dieser die Erfüllung seiner Wünsche findet, wie soll dann der
Sinn des Menschen gebeugt und recht gerichtet werden ....
Es ist dies nicht anders möglich als durch Leid, und das immer schwerer, je hartnäckiger die Seele in Abwehr verharrt. Ja, es muß sogar so weit gehen, daß die Menschen geneigt sind, den Glauben an
Gott völlig zu verlieren. Denn oft kann der Mensch sich erst dann zu festem Willen aufraffen, wenn er den tiefsten Sturz getan hat ....
Wenn er nicht mehr weiter nach unten
kann, dann kommt das Verlangen nach der Höhe doppelt stark, und dann klammert
sich der Mensch wieder an etwas außerhalb des ihm Verständlichen ....
Er sucht Fühlung zu bekommen mit dieser Kraft, Die er vermutet und ahnt ....
Er wird nicht ohne
Hilfe gelassen werden .... mußte aber erst diesen Weg zurücklegen, da er sich aus eigener Kraft, ohne Glauben und Gnade, nicht zur Höhe entwickeln konnte .... er mußte erst
in tiefer Not diese Kraft innerlich erringen und erbitten ....
So erlebt ein solcher Mensch
eine totale Umwandlung seines ganzen Denkens, und diese bringt ihm den größten
Segen; wo sich hingegen der Mensch nur oberflächlich mit den Gedanken an ein Jenseits befaßt, dort werden diese auch niemals tief im Herzen Wurzeln fassen können .... und es ist ein Mensch, dessen Denken lau und gleichgültig ist, weit schlimmer daran, an
ihm gehen die Gnaden des Herrn spurlos vorüber .... auch dann ist das Leid wieder
vonnöten, um ein solches Menschenkind einer ernsten Gedankenrichtung zuzuwenden ....
Und so wird das Leid immer der Segenspender bleiben für zahllose Erdenkinder, denn nichts ist der Seele unzuträglicher als ein untätiger Zustand, der sich über
viele Jahre erstreckt und so die Gnadenzeit der Verkörperung erheblich verkürzt ist,
weil die Zeit des trägen Dahinlebens ohne Arbeit an der Seele für diesen Menschen völlig verloren ist. Und wollet ihr dem Leid entgehen, so ist auch eure Zeit auf Erden nutzlos gelebt, so ihr nicht euch aus innerstem Antrieb mit dem himmlischen Vater vereinigt
und durch Gebet und innige Verbindung mit Ihm am Gnadenquell euch labet und so
die Höhe erreichet, die ihr anstreben sollt ....
Wer dieses erfaßt hat mit ganzem Herzen,
den wird das Leid nicht mehr drücken, denn er trägt dieses dann willig für den Herrn
und Heiland, den göttlichen Erlöser der Menschheit ....
Amen
B.D. 463
empfangen am 13.6.1938
Warnung vor Hochmut und Eigendünkel ....
Habet acht auf alles, was in euch den Hochmutsteufel wecken kann. Die Dämonen
verfolgen alle, denen das Gebot der Nächstenliebe Anlaß gibt zur Betätigung in Liebe .... sie versuchen, immer dort entgegenzuwirken, indem sie leicht das Motiv zu verunstalten suchen .... daß der Mensch in seinem Handeln abweicht von der eigentlichen Aufgabe zu helfen, was als Grundsatz für die Nächstenliebe gelten soll. Es hat ein kleiner
Teil Eigendünkel die Gefahr in sich, daß aus solcher heraus eine Handlung nicht mehr
gottgefällig ist, sondern daß das Einwirken böser Mächte dabei sichtbar zu spüren ist ....
Wo immer der Eigendünkel nur im geringsten Grade Triebkraft ist, hat das gute Werk
keinen oder nur sehr wenig Wert. Darum hüte dich vor allem Hochmut, auf daß du
nicht Schaden leidest an deiner Seele .... (Unterbrechung)
B.D. 464
empfangen am 13.6.1938
Mysterium der Liebe ....
Siehe Mein Kind .... wenn dir das Mysterium der Liebe noch so viele Gedanken
macht, mußt du Mir dennoch treu bleiben, auch wenn du noch nicht eingedrungen bist
in dieses. Siehe Ich will Meinen Kindern zu wissen geben, daß sie ganz allein sich diese
aneignen müssen ....
Ich lege ihnen alles ins Herz, was dazu vonnöten ist, doch werden
sie Mich erst dann ganz lieben können, wenn ihr Wesen völlig Liebe geworden ist, und
so ist die höchste Seligkeit, Mich zu lieben, immer etwas, was sie sich ganz allein schaffen können. Das Verlangen danach werde Ich schüren in den Herzen Meiner Kinder,
und dann liegt es ihnen ob, einzudringen in das große Geheimnis ....
Immer, wenn ihr
ein Werk der Liebe tut, werdet ihr es fühlen, daß ihr Mir näherkommt und dann wird
auch jedesmal euer Herz eine Seligkeit spüren, und diese ist ein Ausfluß Meiner Liebe
zu euch. Nun, Mein Kind, übe allzeit die Liebe, und du wirst dir bereiten ein unsägliches
Glücksgefühl, das keiner irdischen Liebe gleicht und dir doch alle Wonnen schenkt. In
der Verbindung mit Mir durch Taten der Liebe ist das einzig Notwendige hergestellt,
denn die Liebe führet notgedrungen zusammen, die sich lieben wollen ....
Was du so
nicht erfassest, wird dir plötzlich erklärlich sein, wenn du unlösbar verbunden bleibst
mit Mir durch Taten der Liebe ....
Ein Segen unvergleichlicher Art fällt auf die Mir
treuen und ergebenen Erdenkinder ....
Ich lasse diese Kinder nie von Mir .... errette sie
aus aller Not und halte immer schützend Meine Hände über diese .... doch alle Liebesseligkeit müssen sie selbst sich bereiten, weil Ich nur Liebe geben kann dort, wo das
Herz liebefähig ist .... wo es nur immer Taten der Liebe vollbringt. So wisse, Meine Tochter, daß dein Leib auf Erden auf irdische Liebesfreuden verzichten mußte, um in glühender Liebe Mir zu gehören .... wisse, daß du viel glücklicher sein wirst dereinst, wo
sich der Erde Taten auswirken werden ....
Und diese Zeit ist nicht mehr fern, Mein
Kind ....
Deshalb verrichte alle deine Werke mit Eifer, daß du dem Herrn des Himmels
und der Erde dienest nach Kräften, denn so, wie du dienest, so sollst du einst herrschen .... aber für diese Erde wird ständige tiefe Sehnsucht nach Mir dein Los sein, die
Ich erfüllen will im Übermaß, so du Mir dein Herz gibst in Ewigkeit ....
Amen
B.D. 465
empfangen am 13.6.1938
13.6 .....
Antonius? ....
In sicherer Hut gehst du durch das Leben, denn der Herr ist dein Geleite .... nimmer
kann sich dein Herz trennen von Ihm, Der dir alles gewährt, was zu deinem ewigen Heil
erforderlich ist. Und weil du verlangst des göttlichen Erlösers Liebe, wird Seine Macht
unendlich weise wirken und in deiner Tätigkeit auf Erden zum Ausdruck kommen .... da belehrend, dort hinweisend, immer aber zum Segen für die Menschheit, denn wo der
Herr ist, dort ist Sein Geist .... und wo der Geist Gottes ist, ist auch das Licht .... im Licht
aber ist Leben .... und wer dieses hat, wird selig sein in Ewigkeit. Die Gabe des Herrn
aber legt auch Pflichten auf, und diese erfordern Kraft .... doch Kraft zu spenden denen,
die uns vertrauen, ist unsere Freude und Seligkeit .... so du dich an uns wendest, wirst
du erstarken; an Gottes Statt und in Seinem Auftrag bedenken wir dich, geben deinem
Geist Anregung und dir Wissen um göttliche Weisheiten ....
In der Tiefe deines Gemütes lernest du empfinden, jedes Wort ist dir Erquickung und wird dir mehr und mehr
werden, je länger du dich in unseren Schutz begibst. Denn auch wir beschirmen dich
vor Not der Seele, wir führen dich sorglich an Klippen vorbei und immer wieder dem
göttlichen Heiland zu ....
Und wir kennen deine Nöte, deine Fehler, deine Bitten .... und
sind immer bereit, dich zu erlösen, wo dein Ruf an unser Ohr dringt. Die Sonne barg
uns beide einst ....
Ich gab dem Vater eine Sicherheit für dich, die du mir teuer warst, und
nun löse ich diese ein und bringe dem Herrn ein dienstwillig Kind, das Seine Worte aufnimmt und mit Eifer dem göttlichen Willen nachzukommen trachtet. Der Erde Not
wird vergehen, in unserem Schutz wirst du sie überwinden .... in deinem Herzen wird
der Heiland wohnen, und wir alle werden dem Herrn Lob und Ehre singen, Der Sich
der Erdenkinder so liebreich annimmt und sie emporzieht an Sein Vaterherz. In dieser
weihevollen Stunde erhellet sich dein Geist und nimmt auf, was der Himmel ihm spendet, und wo voll Zagen sich richtet der Blick zum Herrn empor, dort weiset Er Seine
getreuen Diener an, jenen zu Hilfe zu kommen. Und so wirken wir alle aus dieser Kraft
Gottes heraus unermüdlich für den Herrn und sprechen zu den Seinen und geben
ihnen Kunde von der übergroßen Liebe des Heilands ....
Ihr brauchet nur aufzunehmen
dies alles in euer Herz, und so ist der Geist Gottes überall tätig, wo Er innig erfleht wird,
denn der Herr bedenket die Seinen mit aller Liebe, aller Gnade und jedem Trost ....
In
alle Herrlichkeit wird eingehen, wer sich bedenken läßt und wessen Herz im Herrn verharrt bis zu seiner letzten Stunde auf Erden, allwo wir ihn emporholen in Sein himmlisches Reich ....
Amen
B.D. 466
empfangen am 14.6.1938
Erlösungswerk ....
Glaube daran notwendig ....
Was dir geboten wird, ist des Herrn Wille, und so geht dir heut eine Kundgabe zu, die
in faßlicher Weise das große Problem berührt, das euch Menschen so schwer begreiflich
ist ....
Der größte Teil der Menschheit befindet sich in einem beträchtlichen Irrtum,
wenn er glaubt, er könne im Jenseits Verdienste erringen, und doch auf Erden nicht das
Seinige getan hat zur Erhaltung des Glaubens an Jesum Christum als Sohn Gottes. Der
Mensch mag wohl rechtlich sein, er mag seinen Pflichten auf Erden immer treulich
nachgekommen sein .... er mag auch gegen den Nächsten als Bruder gehandelt haben .... er hat aber Jesum Christum verleugnet .... dann wird sein Lohn wahrlich ein sehr geringer sein, denn da er den göttlichen Erlöser nicht anerkennen will, so wird er auch nie
und nimmer von seiner Schuld erlöst werden, denn nur der Glaube vermag ihn frei zu
machen, und in Christus werden sich alle Lebensfäden immer und ewig zusammenfinden ....
Und wo sich dieser Glaube abwendet vom Erlösungsgedanken .... wo die Göttlichkeit des Heilands angezweifelt und abgestritten wird, dort wendet Sich auch die
Gottheit Selbst ab ....
Das rechtliche Denken eines Menschen wird zweifelsohne wohl
anerkannt werden, doch ehe sich nicht das Herz eines solchen Menschen zu Christus
bekennet, wird auch nicht die Wiedergeburt des Geistes stattfinden können und ohne
diese auch nimmermehr der Weg zur ewigen Seligkeit geebnet sein. Wer darum in dem
Glauben an Christus erzogen worden ist, sich aber nicht dazu bekennen will und kann,
der wird einen weiten Gang gehen müssen im Jenseits ....
Und sein Suchen nach der
Wahrheit wird mühsam und sehr langwierig sein. Kein noch so strenges Beherzigen
der Gebote Gottes wird das bewirken, was die klare Erkenntnis der Göttlichkeit Jesu in
kurzer Zeit zustande bringen kann. Wollte man nur immer das eine bedenken, daß der
Herr auf Erden wandelte der Sündenschuld der Menschheit wegen .... wie klar verständlich ist es dann, daß eben diese Sündenschuld des Menschen nicht getilgt werden
kann, solange dieser ein solches Erlösungswerk nicht anerkennen will, es vielmehr als
eines Menschen aufopfernde Tat ansieht, die jedoch jeder Göttlichkeit entbehrt. So wird
ein solcher Mensch auch nimmermehr die Gnaden und Segnungen des Erlösungswerkes an sich selbst verspüren können ....
Er wird erst dann die Zeichen der Göttlichkeit
erkennen, wenn er im Zweifelsfall den himmlischen Vater um Erleuchtung anfleht, die
ihm gern und willig gewährt wird, und er nun so augenscheinlich hingewiesen wird auf
das wahrhafte Wirken des Gottsohnes auf Erden. In Seiner unbeschreiblichen Güte
sucht der Herr, einem jeden nahezukommen ....
Er will einem jeden das volle Verständnis geben und wird auch immer dort zu Hilfe kommen, wo der Mensch allein erlahmt,
doch der Wille muß gut sein .... er darf nicht abweisen, was ihm unverständlich ist, sondern muß um Erleuchtung bitten, die ihm dann willig gewährt wird. Aber ohne den
Glauben an Jesum Christum ist ein Eingehen in des Vaters Reich nicht möglich .... die
Pforte zu diesem ist ja erst durch das Erlösungswerk geöffnet worden .... wie aber soll
der durch diese Pforte gelangen, der an die Gottheit des Erlösers Zweifel setzt ....
Es ist
den Menschen genugsam kundgegeben worden, was des Heilands Niederkunft auf
Erden bezweckte .... dieses nicht anerkennen wollen, dann aber doch den Segen Dessen
zu erwarten ist völlig undenkbar ....
Und ihr Menschen habt keine andere Möglichkeit,
als durch den Glauben euch das Himmelreich zu erwerben .... ohne Glauben jedoch
steht ihr diesem so ferne, daß euer sonstiges Ringen vergeblich ist. Ihr könnt euch wohl
im guten Lebenswandel befleißigen, ihr werdet dadurch euch viele Gnaden erwerben,
doch immer werden diese Gnaden euch behilflich sein, um eben diesen Glauben an
Jesum Christum zu finden und zu befestigen, dann erst wird euer Wandeln auf Erden
von rechtem Erfolg gekrönt sein .... dann erst werdet ihr eingehen können in das ewige
Reich, das euch erschlossen wurde durch Jesum Christum, unserem Herrn ....
Amen
B.D. 467
empfangen am 15.6.1938
„Ich bin mitten unter euch ....“
Meine liebe Tochter ....
Versuche alles dir Gebotene in dein Herz aufzunehmen, und
weise alle ablehnenden Gedanken von dir, denn die Ich zusammenführe, sind von Mir
geprüft und bleiben hinfort in Meiner Liebe. Und was an dein Ohr gedrungen ist, gehet
von Mir aus und soll in euch wiedertönen, und so erlebet ihr, daß Ich mitten unter euch
weile und euch so nahe bin, daß ihr Meine Nähe spüren werdet, wenn ihr euch ganz
Meinen Worten hingebet. Und was euch noch fremd ist, wird euch vertraut werden .... was dagegen wider Mich ist, werdet ihr klarstens empfinden überall. Denn Ich werde
Mich verleugnen dort, wo ein falscher Sinn unter euch ist .... aber jederzeit offen sprechen, wo Meine Kinder Mir ihre Liebe darbringen. Und nun vollende dein Tagewerk,
und sei von Mir gesegnet. Siehe in allem Meine Führung, und vertraue dich gänzlich
deinem Heiland, Der dich liebt und geleitet auf allen deinen Wegen jetzt und alle Zeit ....
Amen
B.D. 468
empfangen am 16.6.1938
Irrlehren ....
Eingreifen Gottes ....
Verhärtete ....
Es bestehen so unendlich viele Irrlehren, die alle dazu angetan sind, den Glauben der
Menschheit auf das tiefste zu erschüttern .... die auch Schuld daran haben, daß sich der
Menschen eine namenlose Gleichgültigkeit bemächtigt hat gegenüber allem, was ihrem
Seelenheil zuträglich wäre ....
In solcher Not hat der Herr Erbarmen, und es liegt nur an
dem Willen des einzelnen, ob die wahre Lehre Christi wieder Eingang findet bei den
Menschen ....
Jede Zeitepoche hat ihre Erscheinungen .... so ist es ganz besonders
bemerkenswert, wie wenig sich der Mensch mit geistigen Problemen beschäftigt ....
Er
hat nur noch Sinn für die irdischen Vorteile, für Genuß und Wohlleben und Vermehrung seiner irdischen Güter ....
Und bei solch materialistischem Denken kann niemals
eine geistige Richtung eingeschlagen werden. Es wird sich dies nie vereinigen lassen, da
nur das eine ohne das andere denkbar ist. Deshalb legt sich der Herr Selbst ins Mittel ....
Er zerstört dort, wo zuviel irdisch aufgebaut wurde ....
Erst wenn ein Mensch völlig aus
seiner Bahn geworfen ist, beginnt sich sein Denken zu ändern ....
Alle weisheitsvollen
Erklärungen über die Entstehung der göttlichen Lehren .... wie sie die Menschen gern
bringen, um solche als Phantastereien geistig beschränkter Menschen hinzustellen,
werden in ein Nichts zusammenfallen, wenn diesen die Worte Gottes .... vom Herrn
Selbst gegeben, entgegengesetzt werden ....
Es ist nur noch eine kleine Spanne Zeit, daß
Sich der Herr Selbst melden wird in Seiner Kraft .... daß diese wirken wird unmittelbar
und dann ein geringer Widerstand leicht gebrochen werden kann .... dagegen den Verhärteten schwere Schläge treffen müssen, soll auch er biegsam wie Wachs werden und
er sich willig dem Willen Gottes unterwerfen. Dazu wird noch viel Geduld und Mühe
von seiten der Diener des Herrn erforderlich sein ....
Es werden in aller Sanftmut und
Liebe die Auserwählten wirken müssen und bedenken alle Irrenden mit Aufklärungen
und liebevollen Hinweisen auf die Güte des Herrn und Seine Sorge um alle Menschenkinder. Doch leben wird ein jeder, der dieses Wort vernimmt und gläubig es in sich verschließt ....
Er hat den wahren Lebensstrom gefunden, der sicher aufwärts führt ....
Vielen aber muß der Herr Proben über Proben Seiner Macht und Gewalt geben, ehe sie
sich auch bekennen zu dem Einzigen und Höchsten über Himmel und Erde ....
Die Welt
wird erst in Flammen aufgehen müssen, ehe solche Verstockte die Hand des Herrn
erkennen und ihr Innenleben völlig umzumodeln versuchen ....
Doch niemals ist die
Rückkehr in des Vaters Haus zu spät, und je emsiger der Mensch nun nach der Wahrheit sucht, je weniger er die Mühe scheut, sich Klarheit des Geistes zu verschaffen, und
je vertrauensvoller er sich an den himmlischen Vater wendet um Seine Hilfe und Erbarmung, desto erfolgreicher wird sein Suchen nach der Wahrheit sein, und im Erkennen
seiner Lebensaufgabe weiß der Mensch nun auch sein ganzes Leben und Streben darauf einzustellen, sich nun unvergängliche Werte zu schaffen für die Ewigkeit. Und des
Herrn Liebe und Barmherzigkeit hat der Finsternis wieder eine Seele abgerungen und
so dem ewigen Licht entgegengeführt ....
Amen
B.D. 469
empfangen am 17.6.1938
Hilfe den Verstockten ....
Ein wenig Geduld nur, und du erlebst ein ungeahntes Zeichen der göttlichen Liebe ....
Immerwährend bewegen sich die Ereignisse der Zeit nach des Herrn weisem Plan,
wenn auch oft von euch Menschen unerkannt, und dennoch muß der Herr eingreifen
dort, wo sich der Mensch Übergriffe erlaubt in Seine Gewalt und Seinen Willen. Es
bedeutet für euch Menschen eine außergewöhnliche Gnade, wenn Sich der Herr neiget
zu euch in solchem Erbarmen, daß Er Sich Selbst wieder verkörpert im Geiste der Ihm
Dienenden. Es ist ein Hinweis von solcher Bedeutung, daß schon allein dies genügen
sollte, um euch die Augen zu öffnen. Aber der Mensch, der immer klüger ist oder sich
klüger dünkt, fasset nicht das Übernatürliche. Daher wird sich sein Denken zumeist
bewegen in dem, was er sieht und hört .... er erkennet ein geistiges Wirken nicht an. So
bewältigt sich nun dieser Menschen die Kraft Gottes Selbst, indem sie sich äußern wird
ihnen so sichtbar, daß nur ganz Verstockte darin auch nur ein Walten der Natur sehen
werden ....
Die anderen aber werden fühlen die Nähe der Gottheit, sich aber nachher
auch wieder scheiden in die wahrhaft Willigen und solche, die nach überstandener
Gefahr sich wieder der Welt hingeben und ihre körperlichen und seelischen Nöte vergessen, sobald sie vorüber sind. Denen muß der Herr wieder zu Hilfe kommen, sollen
sie nicht untergehen in ihrer Blindheit. Jede Zeit hat ihre Zeichen .... achtet dieser, und
ihr werdet leicht erkennen, wenn der Herr Sich Selbst naht nach solchen euch kundgegebenen Anzeichen ....
Lehnet euch nicht auf, wo euch das Leben hart anfaßt ....
Sondern horchet nach innen und nach außen, ob ihr die Stimme des Herrn vernehmet. Ihr
dürfet nicht in Angst leben, daß der Herr euch verläßt, wenn ihr Seiner begehrt ....
Er ist
immer zur Hilfe bereit für die, die Ihn brauchen und rufen. Und mit dieser Hilfe könnt
ihr getrost auch der schwersten Zeit entgegensehen .... sie wird euch nur Segen bringen,
niemals aber Schaden an der Seele .... doch allen irdischen Kummer opfert dem Herrn
auf, und zehnfach werdet ihr getröstet werden von Ihm, eurem göttlichen Heiland.
Denn so ihr nur in Not zu Ihm findet, muß Er diese Not über euch kommen lassen,
wenn Er Seine Kindlein zu Sich rufen will. Und in solcher Bedrängnis werden viele sein
auf Erden ....
Wir verkünden euch dieses um eures Seelenheils willen ....
Der Herr ist
nimmer weit von euch, die Zeit ist nahe herangekommen, doch die Welt will nicht vernehmen die Stimme des Herrn ....
Sie möchte ersticken und vernichten alles, was Kunde
geben soll .... sie will die Menschen in geistiger Blindheit erziehen, doch dies ist das
Werk der Finsternis, das ihr, die ihr erkennen könnt und freien Willen habt, als solches
ansehen lernen und euch aus eigenem Willen aus solcher Blindheit selbst erretten
müßt. Denn Gott gab euch den Verstand, nützet diesen recht, und wo ihr nicht klarsehen könnt, dort bittet um Erleuchtung und um des Vaters Hilfe ....
Nimmer aber weiset
alles von euch, was euch geistig wecken kann, denn dieses ist das Wichtigste im Leben,
wozu alles auf Erden und wozu auch euer ganzes Leben selbst ist .... daß ihr erkennt,
vom Vater das irdische Leben erhalten zu haben, um in ihm eure Seele zu formen, auf
daß sie zum Vater zurückfindet, von Dem sie ausgegangen ist ....
Amen
B.D. 470
empfangen am 17.6.1938
Tod im Herrn ....
Trauer ....
Arme Seelen - Gebet ....
Ein seliger Tod ist, einzuschlafen im Herrn und zu erwachen im Jenseits in Lichtfülle ....
Was euch im Leben beschieden ist, wird sich viel leichter ertragen lassen, wenn
ihr es annehmet im Hinblick auf die Ewigkeit, denn ihr lebet dann gleichsam nur für
diese .... auch wisset, daß allem Leid ein Ende gesetzt ist in kurzer Zeit, wenn ihr diese
an der Ewigkeit messet .... ihr aber eine Ewigkeit hindurch die Früchte dieses Leides
genießen dürft. Und so soll euch immer dies zum Trost gereichen, daß euer Ende ein
seliges sein kann und noch weit seliger dann das Eingehen in das himmlische Reich. So
begrabet ihr eure Toten und weinet um sie, und doch müßte dieser Tag für euch ein Tag
innerer Freude sein, wenn ihr bedenket, daß die Seele ja nur dieses Erdenleben mit
einem weit schöneren vertauscht hat, daß der Mensch alles Leid von sich gestreift hat
und nun unbeschwert und erlöst von allem Leid in ein neues Leben eingeht, das an
Schönheit und Glück alles Irdische überstrahlt ....
Weshalb wollt ihr dann trauern? So
suchet, euch ein solches Los im Jenseits schon auf Erden zu erringen, suchet euch zu
lösen von allem, was euch an die Welt fesselt, und ihr werdet leicht von dieser Erde
scheiden können ....
Doch wer die Erde zu sehr liebt, dem wird auch das Scheiden von
dieser sehr schwerfallen .... er will sich von den Gütern dieser Welt nicht trennen, sein
Herz hängt allzusehr am Irdischen. Und dieser Mensch findet auch drüben keine für
ihn vorbereitete Stätte, wo er das Wohlleben der Erde fortsetzen kann. Er hat versäumt,
im Erdenleben für ein solches zu arbeiten, und muß nun lange Zeit hindurch dienen,
ehe er würdig ist der Glückseligkeit im Jenseits. Dort hat dann der Mensch das Recht, zu
trauern um eine solche Seele .... nicht aber, daß sie von der Erde geschieden ist, sondern
nur, daß sich die Seele nun unsagbar quälen muß, um teilhaftig zu werden dessen, was
sie auf Erden sich erwerben sollte ....
Für diese Seele betet .... gebt ihnen eure Kraft
durch das Gebet, deren sie so dringend benötigen ....
Wer solche Seele wahrhaft liebt,
wird sie zu erretten vermögen durch diese Liebe, denn die Liebe wird unausgesetzt tätig
sein für solche arme Seelen, die ihr Leben nicht recht erkannten und nun darben müssen, bis sie erlöst sind von ihrer Schuld. Des Herrn Fürsorge gilt euch unausgesetzt, so
laßt auch eure Fürsorge denen zukommen, die euch von Herzen dankbar sind für jede
Hilfeleistung .... bedenket, daß auch sie Irrende waren, die, auf den rechten Weg geführt,
ringen und kämpfen, um endlich auch in das Reich des Lichtes zu gelangen ....
Doch ihr,
die ihr noch auf Erden wandelt, nützet diese Zeit weise und verlanget nur immer nach
dem Herrn, auf daß ihr den Tod nicht schmecket, sondern leben werdet in Ewigkeit ....
Amen
B.D. 471
empfangen am 18.6.1938
Erkenntnis seiner selbst ....
Liebe ....
In diesem wie in jenem Leben hat nur das eine bleibenden Wert, daß sich die Seele
selbst erkennt; erst dann ist es ihr möglich, den Weg nach oben zu gehen. Ein Fortschreiten ohne diese Erkenntnis ist völlig ausgeschlossen, denn in der geistigen Finsternis wird jede Handlung, ob hier oder im Jenseits, sich nur materiell auswirken .... d.h.,
ihr werden immer materielle Interessen zugrunde liegen, und solche können niemals
das Seelenheil fördern. Wenig wertvoll ist es deshalb, wenn der Mensch auf Erden auch
gute Handlungen nur aus ebensolchem Grunde begeht. Solche Taten sind nicht angesehen von Gott, denn ihre Kraft ist gering ....
Was nicht aus Liebe getan wird, ist auch nicht
wohlgefällig vor Gott ....
Es ist nur Tribut an die Welt ....
Regen Geistes wird der Mensch
erkennen müssen, daß die Erde mit allem, was auf ihr besteht, immer nur das Mittel
zum Zweck ist ....
Daß also niemals die Güter der Erde selbst begehrt werden sollen,
sondern nur alles auf der Welt dazu dienen soll, als irdisch erkannt zu werden, gemieden oder dazu verwandt, Taten der Liebe durch solche ausüben zu können ....
Der Herr
gibt euch so reichlich Mittel in die Hand, die euch dem ewigen Ziele zuführen können ....
Ihr aber benützet diese für euch selbst, ihr freuet euch daran und gieret
danach .... und so werden diese Mittel für euch Werke des Teufels, durch die er euch in
seine Fallstricke zu ziehen versucht ....
Erkennet ihr aber den Unwert alles Irdischen
und erkennet ihr euch selbst, dann werdet ihr den Sieg davontragen über solche Versuchungen. Hingeben alles, was ihr besitzet, um dem Nächsten damit zu helfen, trägt
den größten Segen in sich. Ist die geistige Erkenntnis des Menschen so weit gereift, daß
er nun die Arbeit an seiner Seele beginnen kann, dann wird er auch voller Eifer sein
Streben verfolgen, und immer wird der Gedanke für ihn Leitstern sein, daß er durch
sein Streben dem Heiland nahekommt, daß alles, was er auf Erden freiwillig hingibt,
dereinst durch die Nähe des Heilands vergolten wird. Je unbewußter das Drängen zum
Heiland ist, je mehr es aus tiefer Liebe heraus das Herz erfüllt, desto eher wird diese
Sehnsucht des Herzens erfüllt werden und desto mehr wird Seine Nähe das Erdenkind
beglücken, denn alles, alles wurzelt in der Liebe .... wer diese hat, der ist schon selig hier
auf Erden und wird dereinst überselig sein in des Herrn Nähe .... wo alles nur pure
Liebe ist. Erst wenn die Liebe völlig euer Herz erfüllt, wird all euer Denken und Handeln auf Erden so sein, daß es dem Sinn der ewigen Gottheit entspricht ....
Darum pfleget die Liebe, und euch wird ein Maß zuteil werden in der Ewigkeit, daß ihr überselig
seid in der Nähe des Herrn ....
Amen
B.D. 472
empfangen am 18.6.1938
Dienen ....
Liebe ....
Aufgabe ....
Ein waches Gemüt wird denen gegeben, die sich dem Herrn hingeben zu aller Zeit.
Wie eine taufrische Wiese alle ihre Gräser, Halme und Blumen tränkt, so wird auch das
Herz gelabt werden mit göttlicher Gnade, daß es daraus ständig den Lebenswillen
schöpfen kann, und es wird auch nimmer zu fürchten brauchen, daß ihm die Kraft je
mangeln könnte, denn wo der Herr bereitwillige Diener für Sein Lehramt ausbilden
will, versieht Er diese auch allzeit mit der nötigen Kraft ....
An der Aufgabe, die der Herr
dir stellt, wirst du erkennen Seinen Grad der Liebe. Du hast so manchen Liebesbeweis
schon empfangen und mußt in immer selbstlosester Hingabe dem Herrn diese Liebe
danken, und dann wird dir auch das Mysterium der Liebe klarwerden .... dann bleibt
dir immer nur ein einziger Weg, der zu Gott führt ....
Ihm zu dienen mit all deiner Kraft
und deinem Willen ....
Lässest du dir dies angelegen sein, so wirst du bald so verbunden
sein mit deinem Heiland, daß alles in dir zur Liebe geworden ist ....
Und dann erkennst
du alles mit dem Herzen ....
Du spendest Liebe und Güte überall und empfängst dafür
des Heilands Liebe, und immer eifriger wird dein Arbeiten sein für den Herrn. Denn Er
Selbst spornt dich dazu an, indem Er in dein Herz legt warmes Empfinden und Verlangen nach Liebesbetätigung. Wer Liebe gibt, wird doppelt Liebe empfangen. Wer dem
Herrn dient, wird erhoben werden und dereinst herrschen über viele .... und wer
begehret, den Herrn zu schauen, dem gibt Sich der Herr zu erkennen, doch müsset ihr
zuvor die Seele befreien von ihrer drückenden Umhüllung ....
Ihr müsset euer Herz
würdig gestalten zur Aufnahme des Herrn, dann erst kann Er euch beglücken, doch
dann werdet ihr in Liebe erglühen, und euer Streben wird fortan ein emsigeres sein,
dem Herrn zum Wohlgefallen zu leben, Ihm in aller Ehrfurcht zu dienen und Ihn von
ganzem Herzen zu lieben und anbeten als höchstes und vollkommenstes Wesen, als den
göttlichen Schöpfer des Himmels und der Erde ....
Amen
B.D. 473
empfangen am 19.6.1938
Göttliche Gnade ....
Die wenigsten unter euch wissen die Gnade des Herrn zu schätzen, und (es, d. Hg.)
glauben die Menschen, aus eigener Kraft zu erreichen, was euer aller Ziel sein soll. Und
doch vermögen sie nichts ohne die Gnade Gottes ....
Darum bewegen sich die Menschen so oft auf falscher Bahn; ihr eigener Wille treibt sie dazu .... sie achten der göttlichen Gnade nicht, begehren diese nicht im Gebet und sind so allein auf sich selbst
gestellt. Und dann ist ihre Handlungsweise rein menschlich-irdisch. Immer werden die
sich weit schneller vorwärtsbringen, die sich der göttlichen Gnade und dem Herrn
anvertrauen. Denn ihnen ist das Erkennen leicht, sie werden eine schärfere Urteilskraft
erlangen ....
Der innerste Herzenstrieb wird sie weisen immer so, wie es Gott wohlgefällig ist. Und die Willenskraft wird gestärkt werden, auszuführen, was das Herz vorschreibt. So wirket die göttliche Gnade immer intensiver, je mehr sie im Gebet erfleht
wird, und was dann die Seele noch belastet, sind immer nur Prüfungen leichterer Art,
um ihre Widerstandskraft zu stärken. Für die Erdenzeit genügt die Hingabe an den
Herrn völlig, um sich die Gnadenmittel aller Arten zu sichern, denn der Herr verläßt
keinen, der Ihm nur vertraut ....
Er will, daß sich alle Kinder Ihm zuwenden, und wird
sie daher auch reichlich bedenken, so daß keinem der Weg zu schwer werden soll auf
Erden. Und mit dieser Hilfe bedacht, wird das Erdenleben auch dem Menschen den
Erfolg bringen, der seiner Seele Ziel ist ....
Was nun euch Menschen unerklärlich
erscheint, was euch nicht faßbar ist oder in euch Zweifel erzeugt .... leget dies alles
eurem Heiland ans Herz, Er wird euch Klarheit geben in allen Dingen, denn ihr dürfet
wie die Kinder zum Vater sprechen, und ihr werdet nie ohne Antwort gelassen werden.
Aber eines ist vonnöten .... daß ihr euch wahrhaft als Kinder eures Vaters fühlt .... daß
ihr vollgläubig seid, alle Kraft beim himmlischen Vater zu finden und auch aller Hilfe
gewürdigt zu werden, so ihr euch nur darum bemüht. Ohne Glauben könnet ihr auch
nicht bitten von Herzen, und dann kann euch auch die göttliche Gnade nicht gewährt
werden. Denn immer wird der Glaube das erste sein ....
Glaubet ihr, daß ein Vater im
Himmel ist, daß Er euch als Seine Kinder betreut .... dann wird es euch auch leicht sein,
aus innigstem Herzen Ihn um Seine Hilfe zu bitten, und dann werdet ihr mit Gnade
gesegnet sein immerdar. Des Himmels größte Freude ist die Freude an willigen, vertrauenden Kindern ....
Im Glauben und guten Willen ist die Vorbedingung gegeben zu
Gott-gefälligem Wandeln auf Erden .... die Gnade des Herrn unterstützt alles Streben
und enthüllt dem Erdenkind die geistigen Wahrheiten, und so wird der Weg nach oben
immer leichter werden, solange nur immer der Wille und das Herz sich dem Vater entgegenwendet. Und in Seiner Gnadensonne stehend, habet ihr nichts zu fürchten auf
eurem Erdenwege, was eurer Seele Schaden bringen könnte ....
Denn der Leib kann vergehen, aber die Seele soll unbeschadet am Ende der Tage eingehen können in das
himmlische Reich ....
Amen
B.D. 474
empfangen am 19.6.1938
Kompromiß ....
Annahme des Glaubens ....
Hilfe in weltlicher Not ....
Es werden Zeiten vergehen, bis die Worte des Herrn aufgenommen werden von den
Menschen, denn in ihrer Verblendung wollen sie das Wirken von oben nicht anerkennen. Und so ist nun eben Gottes weisheitsvoller Plan, durch einen immerwährenden
Druck die Menschen für Tröstungen empfänglich zu machen ....
Es will der Mensch
niemals im Glück aufmerksam gemacht werden auf schwere Zeiten, doch im Unglück
leiht er sein Ohr willig den Tröstungen, die das Wort Gottes in sich birgt. Vernehmen
sollt ihr, was Gottes Ratschluß über die Erdenkinder verhängt hat ....
Eine völlige
Umänderung von Gesetzen hat zur Folge, daß der Mensch in Unfreiheit seines Willens
sogenannte Kompromisse zu schließen gezwungen ist ....
Er lehnt einerseits den Glauben ab, der ein Weiterleben nach dem leiblichen Tode lehrt .... gibt aber andererseits zu,
daß die höchste Macht einem Gottwesen zusteht .... und daß dieses Gottwesen dort eingreifen kann, wo der Druck der irdischen Gewalt den Menschen untragbar erscheint. Es
wird eine Zeit kommen, wo die Härten der Maßnahmen von solchem Ausmaß sein
werden, daß ein regelrechter Widerstand geleistet werden wird ....
In solcher Lage wird
dann das Erdenkind die Hilfe suchen bei jener höchsten Gewalt ....
An die Stelle der
Glaubenslosigkeit wird dann eine Zuversicht treten, die sich so äußert, daß der innere
Widerstand gegen die göttliche Lehre zerbricht und das Wort Gottes mit allem Eifer
angenommen wird. Die irdische Gewalt dagegen wird sich bescheiden müssen mit nur
weltlichen Dingen, denn der Gottheit stehen außerordentliche Mittel zu Gebote, wo es
gilt, eine Klärung herbeizuführen auf geistigem Gebiet. Nimmer wird Gott zugeben,
daß in einer so schweren Zeit, wo sich der Mensch im Vertrauen auf Gott Seinem Wort
hingibt, dieser in Seiner Zuversicht getäuscht werde ....
Er wird dem Begehren des Menschen nachkommen und sichtbar eingreifen müssen, um die irdische Macht zu erschüttern, auf daß der Glaube an die Gottheit gefestigt werde und Gott dem Herrn Seelen
zugeführt werden in großer Zahl. Und so diese den rechten Weg gefunden haben, wird
auch die Gewalt weichen müssen .... sie wird zerbrechen an dem Glauben, der weit stärker geworden ist als vordem. Denn was heut den Menschen noch fehlt, wird mit Gottes
Hilfe ihnen noch zugehen .... auch wenn noch eine Zeit darüber hingeht, denn der Vater
im Himmel weiß, was Seinen Kindern not tut ....
Und glauben sie gleich, ohne Gottes
Hilfe dasselbe erreichen zu können, so werden sie bald eines Besseren belehrt werden
und sich von selbst bekennen zum wahren Glauben an Jesum Christum, den Sohn
Gottes ....
Amen
B.D. 475
empfangen am 20.6.1938
Aufgabe der kleinen Kreaturen und der Menschen ....
Irdische und geistige Tätigkeit ....
Einen unermeßlichen Segen wirst du schöpfen aus deiner Arbeit, darum gehe unentwegt diesen Weg weiter, und überwinde alle Anfechtungen des Bösen, denn ein Kind
Gottes muß wahrhaft gläubig und vertrauend sein, will es Großes vollbringen. So wird
dich der Herr heut bedenken mit einer Kundgabe, die dir Kraft geben soll. Ein hilfeflehender Gedanke zu deinem Heiland wird dir helfen in jeder Bedrängnis, und so
beginne: Ein Heer von Geistwesen ist mit der Schaffung der Umwelt beauftragt, die
euch wieder euer Dasein auf Erden ermöglicht; dies bedenke und dann versuche, dir
vorzustellen, wie oft sich das Bild in der Natur verändert ....
Wie doch vieles nur einen
Tag besteht und dann schon wieder der Vernichtung anheimfällt .... wie sich zahllose
Wesen immer wieder anders verkörpern .... wie Gräser, Blumen und Früchte ihre
Bestimmung auf Erden erfüllen und vergehen .... um wieder in anderer Form zu neuem
Leben zu erstehen. Es ist dies ein Vorgang, der sich gleicherweise beim Menschen wiederholt, nur in viel längerer Zeitdauer. Wenn nun der Herr diesen kleinen Wesen und
Gebilden eine Aufgabe setzt, entweder das Auge des Menschen zu erfreuen oder der
Natur zu dienen, den Werdegang zu unterstützen und all die kleinen und kleinsten
Tätigkeiten auszuführen, die notwendig sind in der Schöpfung und die ein immerwährendes Bestehen gewährleisten .... so geht schon daraus hervor, um wieviel edler und
umfassender die Aufgabe des Menschen auf Erden sein muß, wie sie im Sinne der göttlichen Schöpfung erfüllt werden und zur weiteren Vollendung eines jeden menschlichen Wesens dienen soll ....
Die kurze Spanne Zeit, die ein auch langes Erdenleben
umfaßt, in der Weise auszunützen, daß voll und ganz dem eigentlichen Zweck entsprochen wird, ist, was euch nicht ernstlich genug ans Herz gelegt werden kann. In jeder
Lebenslage sieht sich der Mensch, rein irdisch gesehen, vor Aufgaben gestellt, die er
erfüllen soll .... und er wird auch die Notwendigkeit dieser an ihn gestellten Forderungen einsehen; nicht so selbstverständlich aber erscheint es ihm, daß ihm auch eine geistige Arbeit obliegt .... daß er dieser noch viel gewissenhafter nachkommen müßte und
daß die von Gott, seinem Schöpfer, ihm zugewiesene Arbeit gerade das sein sollte, was
sein ganzes Denken und Streben auf Erden in Anspruch nehmen sollte ....
Es ist dies
nicht so mit den Händen zu greifen, weil es eben nur rein geistig ist, während die Erdenaufgabe für ihn materiellen Nutzen verspricht ....
Nun geht ohne Unterbrechung das
Erdenleben seinen Gang .... ob der Mensch seiner ihm zugewiesenen Tätigkeit nachkommt oder nicht .... nur für ihn selbst wird der Nutzen größer oder kleiner sein.
Genau so wird die geistige Einstellung des Menschen nicht förderlich oder hinderlich
sein am gesamten Schöpfungswerk Gottes, doch wird sich der Erfolg oder Mißerfolg
allein nur an seiner Seele auswirken ....
Das körperliche Wohlbefinden, das der Mensch
mit seiner auf Erden erfüllten Aufgabe erhöhen oder verringern kann, ist nur ein zeitlicher Begriff, mit dem leiblichen Tode ist alles wertlos und nichtig geworden, was eurem
Wohlbefinden einst dienlich war ....
Nicht aber kann die Seele sich ein Ende ihrer Lage
schaffen nach Belieben ....
Sie muß ihren Zustand tragen, ob vollendet oder nicht, und
sie muß so im Leid unsagbar ringen, will sie sich ihren Zustand bessern, sie kann ihn
aber nicht willkürlich beenden, wenn er ihr nicht zusagt ....
Und darum soll der Mensch
erkennen, wie unsagbar wichtig es ist für ihn, seiner eigentlichen Bestimmung auf
Erden zu leben und kein anderes Ziel anzustreben, als Güter zu sammeln für die Ewigkeit ....
Amen
B.D. 476
empfangen am 20.6.1938
Fühlungnahme mit dem Herrn ....
Reifegrad ....
Lehrtätigkeit ....
Hat es je auf Erden etwas Kostbareres gegeben, als eine innige Fühlungnahme zum
Herrn gefunden zu haben und vom göttlichsten Heiland einer liebevollen Ansprache
gewürdigt zu werden? Es ist dies ein so unschätzbares Gut, und jedes Erdenkind kann
sich in solchem Beweis der Liebe Gottes nicht glücklich genug preisen. Ein solch bestehendes Verhältnis in dieser Art soll ausgenützt und verwertet werden nach Kräften, und
deshalb wollen wir eine jede Stunde auch nützen in ausgiebigster Weise. Jede kleinste
Regung deines Herzens mußt du beachten, dann wird es dir gelingen, in weit kürzerer
Zeit zu empfangen unsere Botschaften, und so fahre nun fort:
Der Grad der geistigen Reife ist bestimmend für die Lehrtätigkeit eines Erdenkindes ....
Jeder dem Geistigen zugewandte Gedanke bringt einen Fortschritt, und ohne Mühe
ist solcher nicht zu erringen. Ein gepflegtes Äußeres wird immer wohltuend auf
die Umgebung wirken im menschlichen Leben ....
Wieviel mehr wird sich ein geordnetes
Innenleben wohltätig auswirken auf alles, was mit dem Geistig-Strebenden in
Berührung kommt. So suche der Mensch zuerst mit sich selbst ins reine zu kommen ....
d.h., er suche alles Edle vom Unedlen zu trennen ....
Gedanken, Worte und Werke
einer steten Reinigung zu unterziehen, so daß deutlich erkennbar ist, wie das
Wesen eines Menschen einen Umschwung erhalten kann durch die Arbeit an sich
selbst, d.h. an seiner Seele. In solcher Veredlung seiner selbst findet so mancher
Mensch wieder zum Leben zurück, der dieses bis dahin verachtet hat ....
Er lernte
schauen mit geistigen Augen, erkennen seine Bestimmung, lieben seinen göttlichen
Schöpfer und fand den Willen zum Dienen. Und so kam ihm die ewige Gottheit näher,
würdigte ihn einer hohen Aufgabe, deren Erfüllung überaus glücklich macht ....
Betrachtest du diesen Werdegang an dir selbst, so wird tiefinnige Dankbarkeit
zum Herrn und Heiland dein Herz erfüllen, denn du spürst es, daß ein Faden gesponnen
ist von dir zum Jenseits, der dich mit dem himmlischen Vater verknüpft bis in
alle Ewigkeit. Die Lehren, die der Vater dir gibt, müssen dir eine völlig neue
Anschauung geben von der Güte und Liebe des Herrn. Es wird nicht genügen, daß
du nur diese niederschreibst ....
Du mußt sie in dein Herz aufnehmen mit allem
Ernst und gutem Willen, diesen Lehren entsprechend zu leben und sie auch dem
Nächsten nach Möglichkeit zugänglich zu machen. Dann wird sich auch der Segen
dieses Wortes immer mehr an dir selbst auswirken ....
Du wirst erhellt werden
im Geist, du wirst Kraft und Trost finden in dem Wort Gottes und wirst nur noch
das Verlangen haben, dich ganz der Liebe zu widmen, ganz im Wohltun aufzugehen
und eine immer innigere Verbindung mit deinem Heiland zu erstreben ....
Und so
wird eine jede Aufnahme ein Samenkorn sein, das aufgehen soll und vielfache
Frucht tragen. Und diese deine Arbeit wird unendlich segensreich sein für dich
und deine Mitmenschen. Du wirst dich stärken daran zu immer neuen Taten der
Liebe und wirst gewissenhaft und reich bedacht werden vom Herrn, auf daß die
Erde wieder einen Schatz an himmlischen Weisheiten birgt für alle, die diesen
Schatz haben wollen ....
Amen
B.D. 477
empfangen am 21.6.1938
Weisen des Morgenlandes ....
Liebe des Heilands ....
Mein Kind .... wer wie die Weisen des Morgenlandes in stummer Anbetung dem
Kindlein alle Schätze opfert, den segnet das Kindlein und gibt ihm Seine Liebe ....
Und
wer des Heilands Liebe besitzt, ist unsagbar reich ....
Wenn nun aber dein Heiland dir
die Aufgabe stellt, dich einzusetzen für Ihn und Seine Lehren unter den Menschen zu
verbreiten, ihnen Kenntnis zu geben von der sorgenden Liebe des himmlischen Vaters
zu Seinen Kindern, so geschieht dir damit das gleiche wie den Weisen .... es leuchtet dir
ein Stern, der dich dem Heiland entgegenführt ....
Liebes Kind, Mich wirst du finden, so
du dich nur sehnst nach Mir ....
Jedes kleinste Opfer, das du Mir an Zeit und Arbeit
bringst, trägt dir die Liebe deines himmlischen Vaters ein .... und jede Zeile, die du in
dieser Liebe niederschreibst, ist ein großes Erbarmungswerk an der Menschheit. Suche
Meine Worte zu empfangen, wo es dir nur immer möglich ist .... verwende jede freie
Zeit zur Zwiesprache mit Mir, Der euch alle umsorgt ....
Und du wirst gewinnen für
Seele und Geist ....
Denn der Geist Gottes wird dich erfüllen und dir die Tore erschließen, die du heut nur entfernt zu ahnen vermagst. Desgleichen erkennst du immer mehr
den Geist der Liebe, der die Schöpfung beherrscht. Und glaubst du dann den rechten
Weg gefunden zu haben zu Mir, dann werde Ich dir auf diesem entgegenkommen und
dich schauen lassen in Meine Herrlichkeit. Des Vaters Haus soll aufnehmen Seine Kinder, darum trachtet danach, zu Kindern Gottes zu werden, auf daß euch der Vater heimholen kann zu Sich in Sein Reich und euch in aller Fülle die ewige Seligkeit zuteil
werde .... daß ihr euch sonnen dürfet in der Liebe des göttlichen Heilands und ewig
Seine Kinder seid ....
Amen
B.D. 478
empfangen am 22.6.1938
Luft-, Feuer-, Wassergeister ....
Siehe, im Ätherblau verhüllt sich die Macht des Höchsten über Himmel und Erde.
Was ihr alles um euch seht, ist Sein Werk und Sein Wille .... was ihr über euch
seht, könnet ihr nicht ergründen. Es ist dies ein Gebilde von Dunst, Licht und
Luft, das in verschiedenartiger Zusammenstellung und Verbindung auch in verschiedenartigen
Erscheinungen sich äußert. Die ganze Atmosphäre, die euch umgibt, ist schon
eine verhüllte Äußerung der Macht Gottes. In unglaublichsten Bildern ziehen
die Wolken an euch vorüber, unausgesetzt sich in ihren Formen ändernd .... die
Wolken wiederum sind eine Zusammensetzung von Ablagerungen, die durch die immerwährende
Tätigkeit der Geistwesen im Luftbereich entstehen und sich bald auflösend, bald
zusammenballend dem menschlichen Auge sichtbar machen. In die atmosphärische
Arbeit der Geistwesen könntet ihr alle leicht Einblick nehmen, denn es geschieht
dies unausgesetzt vor euren Augen, daß das, was ihr als Wetter bezeichnet, sich
andauernd verändert. Die Tätigkeit solcher Wesen besteht darin, daß alle Luft-,
Wasser-, und Feuergeister sich vereinen und zusammenwirken und in solcher gemeinsamen
Arbeit die die Erde umlagernde Luftschicht dauernd belebt ....
Es werden bald
alle Stoffe gebannt, und Licht- und Feuergeister wirken intensiver und durchdringen
alle stoffliche Umgebung der Erde .... bald treten die Luft- und Wassergeister
in volle Tätigkeit, lösen die gebannten Stoffe auf und treten als Wind oder
Regen in Erscheinung .... bald kämpfen beide miteinander und suchen sich durchzusetzen ....
So ist die Tätigkeit auf der Erde und um diese eine gleich rege, nichts bleibt
unverändert, nichts bleibt untätig auf einer Stufe stehen ....
Alles drängt unaufhaltsam
vorwärts, und (es, d. Hg.) äußert sich diese Tätigkeit immer wieder in anderen
Erscheinungen, so daß ein Dies-Beobachtender vollauf bestätigen muß ein ordnungsmäßiges
Walten .... was er mit dem einfachen Wort „Naturerscheinung“ abtun möchte. Doch
auch jede Naturerscheinung muß eine Erklärung haben und kann nie und nimmer
von selbst .... d.h. ohne den Willen des Schöpfers, entstehen, sondern muß in
Ursache und Wirkung stets mit allen Schöpfungsgesetzen übereinstimmen, ansonsten
sie eine völlige Zerstörung herbeiführen würde, nicht aber ein ordnungsmäßiges
Fortbestehen der Erde zur Folge hätte .... (Unterbrechung)
B.D. 479
empfangen am 22.6.1938
Elementarkräfte und ihr Wirken ....
Die Kräfte, die sich in allen Naturelementen äußern, sind gewissermaßen nur die
Tätigkeit noch ungebundener Geistwesen, die sich in der atmosphärischen Umgebung
der Erde sammeln und ihr Vorhandensein in eben dieser Art zum Ausdruck bringen.
Jedes solche freie Wesen sucht die Verkörperung in irgendwelcher Form. Ihnen stehen
außerordentliche Kräfte zur Verfügung, weil durch diese wieder zahl