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Buch 27 NR. 1735 – 1834 empfangen von Bertha Dudde in der Zeit vom 11.12.1940 – 27.2.1941 Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<. B.D. 1735 empfangen am 11.12.1940 Liebe .... Was dem Menschen unbegreiflich erscheint, würde er, im Licht des Geistigen besehen, wohl zu fassen vermögen, und es ist auch nur auf dem Wege des Geistigen möglich,
ihm Klarheit zu geben, denn sein Gedankengang kann erst dann so gelenkt werden,
daß ihm eines nach dem anderen verständlich wird, daß er sich nun bejahend zu dem
einstellen kann, was er vordem für unannehmbar hielt. Der Grundgedanke alles Seins
ist die Liebe. Aus der Liebe ist alles entstanden, durch die Liebe wird alles belebt, und
die Liebe ist der Schlüssel zur Erkenntnis alles dessen, was ist. Die Liebe ist die Pforte
zur Ewigkeit, sowie die Liebe der Ausgang war .... Amen
B.D. 1736 empfangen am 12.12.1940 Bitte um Kraft in Versuchungen .... So geringfügig oft äußere Einwirkungen erscheinen mögen, sie sind doch bestimmend für das Seelenleben des Menschen, und zwar bringen sie oft seelische Erregungen
zustande, die den Menschen veranlassen, in sich zu gehen und engere Fühlungnahme
mit Gott zu suchen. Es hat dies stets einen geistigen Fortschritt zur Folge, denn eine jede
Verbindung mit Gott ist ein Schritt zur Höhe. Jeder Gedanke, der zu Gott gerichtet ist,
ist eine Bereitwilligkeit zum Empfangen der Kraft aus Gott und diese immer den Reifezustand der Seele fördernd. Also müssen alle Nöte des Lebens, ob sie körperlich oder
geistig spürbar sind, immer einen Fortschritt für die Seele bedeuten, sofern sie dazu
Anlaß sind, daß der Mensch zu Gott seine Zuflucht nimmt. Jede Gefahr kann daher
segenbringend, jedes Leid für die Seele von Nutzen sein. Haltlos aber ist der Mensch,
der Gott nur mit den Lippen nennt und niemals Dessen Hilfe erbittet. Ihn wird alles
niederdrücken, was ihm zur Prüfung auferlegt wird, oder er wird es überwinden .... wie
er meint, aus eigener Kraft, doch mit Unterstützung böser Macht .... Amen
B.D. 1737 empfangen am 13.12.1940 Willenlosigkeit - Mangelnde Erkenntniskraft .... Das Unvermögen geistigen Erkennens beruht auf der Willenlosigkeit des Menschen, Stellung zu nehmen zu geistigen Fragen. Irdische Probleme können auch nur gelöst werden, wenn der Mensch sich immer und immer wieder damit befaßt und also einzudringen bemüht ist. Das Lösen geistiger Probleme aber erfordert tiefstes Hineinversenken und den Willen, Aufschluß darüber zu erhalten. Jede Antwort bedingt zuvor ein Fragen, die Frage bezeugt wiederum das Verlangen nach Erkenntnis, und das Verlangen nach Erkenntnis verbürgt auch dann die Erkenntniskraft, ohne die der Mensch unfähig ist, die Wahrheit als solche in sich aufzunehmen. Wo aber eine gewisse Willenlosigkeit eine Gleichgültigkeit zur Folge hat, dort würde eine Aufklärung gar nicht beachtet werden, und also strömet die Kraft dem Menschen wohl zu, wenn sie begehrt wird, doch dem nicht verlangenden Menschen kann sie nicht vermittelt werden. Die geistigen Strömungen wollen beachtet werden, sie fließen nicht wahllos den Menschen zu, sondern nur, wer sich bereitwillig öffnet, der wird sie zu spüren bekommen, und nur dieser wird auch den Segen der geistigen Aufklärung erkennen. Völlig unbeeindruckt aber bleiben die Menschen, die nicht den Drang in sich spüren, wissend zu werden. Sie hören, und doch dringen die Worte nicht ins Herz. Sie sind unfähig, den Zusammenhang der Dinge zu fassen, ihr Verstand nimmt nicht auf, was den Ohren vermittelt wird, weil ihr Sinnen und Trachten noch der Welt angehört und geistige Fragen ihnen unwichtig erscheinen. Es werden sonach weltlich gesinnte Menschen sich abwenden von denen, die geistig sich betätigen, sie werden eine Abneigung hegen gegen alles Problematische, denn ihnen erscheint es sinn- und zwecklos, sich in Gedanken zu vertiefen, die niemals ihrer Meinung nach gelöst werden können so, daß keine Zweifel bestehenbleiben. Es bleiben immer nur Mutmaßungen für sie, denen sie wenig Glauben schenken, und da ihnen die Erkenntniskraft mangelt, diese ihnen aber nicht gegeben werden kann, bevor sie nicht selbst danach Verlangen tragen, ist es auch nicht möglich, solche Menschen zu überzeugen. Und das ist von größtem Nachteil für alle diese Menschen, daß ihnen geistige Wahrheiten nicht nahegebracht werden können, daß sie stets und ständig im Dunkeln tappen und ihr Geisteszustand nicht erhellt werden kann, weil es ihnen am Willen mangelt, im Licht zu wandeln. Sie streben einem Irrlicht nach, dem Glanz und der Pracht der irdischen Welt, und sie sind geblendet von diesem Irrlicht. Das sanfte und doch hellstrahlende Licht der Erkenntnis jedoch übersehen sie, zwangsweise aber kann es ihnen nicht nahegebracht werden, also werden in geistigem Dunkel die Menschen verharren müssen, bis sie selbst Verlangen tragen nach dem Licht der Erleuchtung und es ihnen nun geboten werden kann .... Amen
B.D. 1738 empfangen am 14.12.1940 Los der abgefallenen Seelen im Jenseits .... Die Macht des Bösen ist gewaltig, und doch kann sie nichts erreichen bei einem
bewußt zu Gott strebenden Menschen, denn dieser setzt durch seinen zu Gott gewandten Willen jener bösen Macht einen Widerstand entgegen, der den Widersacher ohnmächtig werden läßt, da einem solchen Willen gegenüber seine Macht zerschellt.
Anfeindungen wird er zwar von jener Seite immer ausgesetzt sein, denn es hofft der
Widersacher auf einen schwachen Moment, in dem er wieder Oberhand gewinnt; doch
ebenso sind gute Wesen zum Schutz bereit und stärken den Menschen, so er schwach zu
werden droht. Und also ist das Ringen um die Seelen ein ständiges und darum auch das
Erdenleben ein ständiger Kampf, denn es spürt der Mensch dieses geistige Ringen um
seine Seele, und er wird mit hineingezogen und kann durch seinen Willen den Kampf
zur Entscheidung bringen. Doch wer sich kampflos den schlechten Kräften überläßt,
dessen Leben ist verspielt .... Amen
B.D. 1739 empfangen am 15.12.1940 Verklärung Jesu .... „Mein Vater und Ich sind eins ....“ Das Problem der Verklärung Jesu nach Seinem Kreuzestod ist bei rechter Lösung
gleichzeitig auch ein Verständlich-(machen) werden der Worte Jesu „Mein Vater und Ich
sind eins.“ Es hat Gott Sich Selbst zum Opfer gebracht durch einen Menschen, Der alles
Menschliche überwand aus Liebe zu Gott und Der deshalb Seine Seele so gestaltet
hatte, daß Gott in aller Fülle Wohnung nehmen konnte in Ihm. Seine Außenform, Sein
Körper, gehorchte völlig dem Willen der Seele und war gleichfalls nur dem Göttlichen
zugewandt; also war jegliche Substanz zu Gott gerichtetes Geistiges, so daß es den irdischen Entwicklungsgang nicht mehr benötigte und somit nach dem leiblichen Tode
eingehen konnte in das Reich des Geistigen in aller Vollkommenheit. Alles vollkommene Geistige schließt sich mit der Urkraft zusammen und wird durch innigste Verschmelzung eins mit Ihr. Der Entwicklungsgang des einst von Gott abgefallenen Geistigen dauert unendliche Zeiten und wird auch im Jenseits über zahllose Stufen zur Höhe
führen, immer aber wird die Außenform, das noch weniger entwickelte Geistige,
zurückbleiben und die Seele freigeben, die dann als geistiges Wesen den Zusammenschluß sucht mit ebensolchem reifen Wesenhaften im Jenseits. Die Außenhülle löst sich
auf, und die einzelnen geistigen Substanzen treten wieder mit ähnlichen in Verbindung,
um ihren Entwicklungsgang fortzusetzen .... Es ist der Leib Jesu durch das Verachten irdischer Freuden und strenge Selbstzucht
zum Überwinder jeglicher Materie geworden und hatte sonach keinen weiteren Entwicklungsgang mehr nötig. Es konnten sich alle in ihm verformten geistigen Substanzen der Seele zugesellen und mit ihr zugleich das Erdental verlassen, um in Lichthöhen
einzugehen. Es war also strahlendstes Licht von nun an die Umgebung dieser Seele,
folglich mußte der Leib und die Seele Jesu in verklärtem Zustand die Erde verlassen,
denn ein Wesen, das völlig mit Gott verschmolzen ist, mußte nun auch Licht und Kraft
von Ihm entgegennehmen und also dieses in gleicher Weise ausstrahlen wie die ewige
Gottheit Selbst, denn es war ja nun eins mit Gott, folglich auch Licht und Kraft in aller
Fülle. Dieser Vorgang der Lichtausstrahlung bleibt den Menschen sonst verborgen,
doch die unendliche Liebe Gottes zu den Menschen ließ die Verklärung Jesu sichtbar
vor sich gehen, um ihnen ein Zeichen Seiner Macht und Herrlichkeit zu geben, um den
Glauben derer zu stärken, die Seine Macht und Herrlichkeit in der Welt verkünden sollten, und um den Menschen den Beweis zu geben, daß Jesus den Tod überwunden
hatte .... daß es nun keinen Tod mehr gibt für die Menschen, die Ihm nachfolgen, die
den gleichen Weg auf Erden zu gehen sich bemühen. Es ist die Verklärung Jesu eine vielumstrittene Frage für die Menschheit gewesen, und meist wurde sie als Fabel abgelehnt,
weil den Menschen jegliches geistige Verständnis mangelt für das Endziel eines jeden Wesens .... für den endgültigen Zusammenschluß mit Gott .... für die Einswerdung mit
Ihm .... Amen
B.D. 1740 empfangen am 16.12.1940 Innerliche Leere dessen, der den falschen Weg geht .... Wie selten wird die Wichtigkeit göttlicher Unterweisungen erkannt. Es ist, als ob die Menschen jegliches überirdische Wirken als Narretei betrachten, und ernsthaftes Darüber-Nachdenken halten sie für menschliche Schwäche oder Charakterlosigkeit. Das Göttliche ist ihnen unannehmbar, umgekehrt aber scheuen sie sich nicht, menschliche Neuordnungen gutzuheißen und sie zu unterstützen. Und es ist ihnen in anderer Weise nicht beizukommen. Alle Versuche, sie zum Nachdenken zu bewegen, schlagen fehl, und es ist die Zeit unwiederbringlich verloren für ihre Seelen. Was lebt auf der Erde, soll den Gang der Höherentwicklung gehen, und es legt auch den Weg zurück, solange der göttliche Wille das Wesen beherrscht. So aber der eigene Wille tätig ist in der Verkörperung als Mensch, ist der Entwicklungsgang zur Höhe gefährdet, denn es lehnt sich das Wesen auf. Es will eigenmächtig seinen Gang gehen und lehnt jeden Hinweis, jeden Ratschlag Gottes ab. Ohne diesen aber wandelt es in falscher Richtung, und die einzige Möglichkeit ist daher, diesen falschen Weg so zu erleuchten, daß sie das Schicksal jener erkennen, die am Weg liegenbleiben, die ermattet und kraftlos niedersinken, weil der Weg endlos war und kein Ziel erblicken ließ. Es sind dies die Menschen, die wohl im Lebensgenuß dahingehen, die aber doch ihren Unwert erkennen und keine rechte Befriedigung ihres Lebens finden können .... die nun lustlos und verbittert ihren Lebensweg zu Ende gehen, jedoch keinen Lebensinhalt mehr haben. Sie glauben nicht daran, daß das Leben nach dem Tode eine Fortsetzung haben soll, sie ersehen sich also kein Ziel und leben den Rest ihres Erdendaseins in völliger Lethargie des Geistes dahin. Sie können wohl irdisch noch ihrer Arbeit nachkommen, doch es geschieht dies nur rein mechanisch, ohne daß sie einen Sinn und Zweck dabei finden. Sie haben jeglichen Kampf aufgegeben, weil sie nicht wissen, wofür sie kämpfen sollen, und es sollen solche Menschen denen als warnendes Beispiel dienen, die sich noch nicht endgültig zum Ablehnen des Glaubens entschlossen haben, die also noch vor der Entscheidung stehen, das Leben mit oder ohne Gott zu führen. Denen soll das Trostlose eines solchen Lebens vorgehalten werden, das dem Menschen nichts gebracht hat als Entmutigung und eine völlige Leere, weil sie das Leben ohne Gott lebten und daher bar waren jeglicher Kraftausstrahlung von Ihm und ihr Weg sie daher nie zur Höhe führen konnte .... Amen
B.D. 1741 empfangen am 17.12.1940 Qualen der Seele im Jenseits .... In welcher verzweifelten Lage der Mensch ist, dessen Verlangen nur der Welt und ihren Gütern gilt, das wird ihm erst nach seinem Ableben so recht verständlich. Denn was er nun begehrt, ist für ihn unerreichbar, und doch quält ihn das Verlangen danach unvorstellbar. Es ist die Gier danach weit größer wie auf Erden, eben weil sie unerfüllt bleibt. Das Verlangen nach geistigem Gut hat er nicht, er trachtet nur danach, sich das zu erringen, was im Erdenleben ihm begehrenswert erschien, und ruft alle diese Dinge in Gedanken herbei. Es wird nun auch solchen begehrlichen Gedanken entsprochen, d.h., alles ist da, was er begehrt, jedoch nicht mehr greifbar, sondern nur in seiner Vorstellung, so daß seine Gier aufs höchste steigt und doch stets unerfüllt bleibt. Es sind dies wahre Tantalusqualen so lange, bis er sich seines verzweifelten Zustandes bewußt wird und er sein Verlangen überwindet, d.h., bis er erkennt, daß er Phantomen nachjagt, die ewig unerreichbar bleiben. Dann erst beginnt er, über das Hoffnungslose seines Zustandes nachzudenken und die Möglichkeiten einer Änderung zu erwägen, und er findet nun auch Unterstützung der Wesen aus dem Lichtreich, die erst jenen Zustand benötigen, um helfend eingreifen zu können. Aber endlose Zeiten kann die verzweifelte Lage einer Seele dauern, bis sie endlich zum Erkennen dieser kommt. Und solange ist sie auch in Erdennähe, sie kann sich nicht lösen aus ihrer bekannten Umgebung, und sie überträgt daher oft ihre eigenen Begierden auf willensschwache Menschen gleicher Veranlagung. Sie sucht diese zu demselben anzuregen, was ihr als einzig begehrenswert erscheint. Und daher kann nicht genug auf das Gebet für solche Seelen hingewiesen werden, das ihnen Hilfe ist in der qualvollen Lage, indem es das Verlangen nach irdischem Gut schwächer werden läßt und gleichzeitig die Seele die Kraft eines solchen Gebetes empfindet, indem sie nun nachdenklich zu werden beginnt und so den ersten Schritt tun kann in das geistige Reich. Es soll das Gebet für die Verstorbenen immer dem noch schwachen Willen dieser gelten und ihnen dadurch die Kraft zugewendet werden, diesen Willen zu stärken, daß er zur Höhe verlangt .... Amen
B.D. 1742 empfangen am 17.12.1940 Meine Aufgabe .... Nimm in Demut eine jede Gabe entgegen, die von oben dir geboten wird, dann erfüllst du den Willen Gottes und dienest Ihm. Denn was Er dir zugedacht hat, erfordert nur deine schrankenlose Hingabe an Ihn und deinen Willen, Ihm gehorsam zu sein. Es ringen unzählige Seelen auf Erden um die Erkenntnis, sie finden nicht mehr allein den Weg, der zu Gott führt, und sie bedürfen dringend einer Hilfe. Und diese Hilfe sollst du ihnen bringen, indem du sie aufmerksam machst auf Gottes Liebe und Güte, die sich so sichtlich äußert. Und so, wie du gibst, wirst du empfangen dürfen. Und deine Seele wird reichlich Nahrung entgegennehmen können und niemals zu darben brauchen. Und das Brot des Himmels wird niemals dir entzogen werden, solange du speisest die Bedürftigen. Es wird dir immer wieder neue Kraft vermitteln und dich stets und ständig beglükken. Dürr und trocken ist die Erde ohne das lebendige Wasser, leer und freudlos das Leben der Seele, die ohne Labung des Himmels bleibt. Und diesen Seelen sollst du helfen, ihnen den Labetrunk bieten und jede Gelegenheit nützen, das köstliche Gottesgeschenk auszuteilen, denn es wird große Not dadurch behoben, es wird Wahrheit verbreitet, es leuchtet das Licht und strahlet hellen Schein aus, und dieser Lichtschein lockt wieder Seelen herbei, die der Finsternis entfliehen möchten. Und Gott wird dein Bemühen segnen, Er wird dir Kraft geben, deines Amtes zu walten, Er wird dich leiten deiner Aufgabe entsprechend, und Er wird dich ausstatten mit allen Gaben, die du benötigst, um für Ihn zu wirken .... Amen
B.D. 1743 empfangen am 18.12.1940 Hinweis auf das kommende Geschehen .... In Anbetracht der schweren Zeit, die den Menschen noch bevorsteht, sendet der
Herr folgende Kundgabe: Gehet in euch und verwerfet nicht die Mahnungen des Herrn.
Der schwächste Wille, diese zu befolgen, wird schon von Ihm gesegnet sein, denn er
trägt euch Kraft ein, zu ertragen, was über euch kommt. Bedenket, daß ihr keine andere
Hilfe habt in der großen Not als Gott den Herrn. Suchet Ihn schon vorher und bittet Ihn
um Erbarmen, auf daß Er euch dann beistehen kann, jedoch lasset nicht die Mahnungen in den Wind gesprochen sein. Denn es kann euch die Hilfe nur gewährt werden, so
ihr darum bittet. Wer sich selbst so stark wähnet, daß er die Hilfe Gottes nicht zu benötigen glaubt, dessen Geist wird verwirrt werden in der Erkenntnis seiner entsetzlichen
Lage. Doch der sich-schwach-fühlende, zu Gott flehende Mensch wird das Schwere
überwinden, denn er wird die Kraft von Gott zugeführt bekommen. Vernehmet daher
die göttliche Stimme selbst: Wer Meiner Worte achtet, den wird nichts zu schrecken
brauchen, denn Ich Selbst bin bei ihm. Und wer Mein Wort besitzet, der kann alles um
sich zerfallen sehen, er selbst wird stehen mitten unter dem Verfall, behütet durch
Meine Liebe. Denn vor ihm werden die Elemente einhalten, der Sturm wird sich wandeln und seine Stärke verringern, die Erde wird nur leise wankend sich bemerkbar
machen, und das Leben derer wird nicht gefährdet sein, die sich ihm verbinden, d.h.,
die Mein Wort nicht gänzlich ablehnen. Und das ist das Zeichen der Wahrheit Meines
Wortes, daß außer Gefahr ist, der Mein Wort zu sich sprechen läßt, der diesem Meinem
Wirken nur ein wenig Glauben entgegenbringt. Denn so, wie Ich jetzt im Wort zu euch
herniedersteige, die ihr Mich hören wollt, so werde Ich dann Selbst bei euch sein und
mit Meinem starken Arm euch schützen vor der alles vernichtenden Gewalt der Elemente, die immer nur Meinen Willen ausführen und daher dort gebannt werden, wo
die Mir ergebenen Erdenkinder weilen. Wer Mich nur im Herzen bejaht, dessen Geist
will Ich lenken dem Erkennen entgegen, und sein Mir zugewandter Wille wird auch
seine Rettung sein. Er wird Mich anrufen in der Not und also kann Ich auch bei ihm
sein. Und darum fürchtet euch nicht, sondern glaubet nur .... Amen
B.D. 1744 empfangen am 19.12.1940 Dienen in Liebe letztes Ziel .... Das Wesenhafte erfüllt seine Bestimmung, sofern es sich zum Dienen entschließt:
denn ein Dienen in Liebe ist letztes Ziel alles dessen, was aus Gott hervorgegangen ist.
Es ist das Dienen dann nicht mehr ein in Demut bedingter Zustand, sondern die Liebe
macht nun das Dienen zu einem Zustand höchster Glückseligkeit. Alle Lichtwesen
benötigen den Zustrom göttlicher Kraft, und nun den Wesen das zuwenden zu können,
was ihnen fehlt, ist maßlos beglückend für die Wesen, deren Vollkommenheitszustand
sie zum Empfänger und Träger des göttlichen Zustromes befähigt werden ließ und die
in ihrer Liebe nur immer austeilen wollen und also dienen aus übergroßer Liebe. Jedes
Geschöpf, das sie mit ihrer Liebekraft durchfluten dürfen, ist gleichsam ihnen zur
Beglückung und ihrem Schutz anvertraut. Und ganz besonders liebevoll nehmen sie
sich der Erdenkinder an, die ihren Willen bekundet haben, Kraft aus Gott entgegennehmen zu wollen. Sie sind immer für diese bereit, sie werden keinen Ruf ungehört verhallen lassen, ihr Wille zum Dienen ist niemals endend, sie wollen unausgesetzt geben und
denen helfen, die Hilfe benötigen. Denn das ist die Liebe, die erlösen möchte, die etwas
Gebundenes befreien will, die also dienet dem gebundenen Wesen, damit dieses aus der
Gewalt seines Bezwingers frei wird .... Amen
B.D. 1745 empfangen am 20.12.1940 Rechtes Verhältnis des Menschen zu Gott .... Das Verhältnis des Menschen zu Gott nimmt oft Formen an, die Gott niemals billigen kann, und dann ist ein Eingreifen göttlicherseits nötig und also auch verständlich. Denn es kann der Mensch seinen Erdenweg nur dann mit Erfolg zurücklegen, wenn er die ewige Gottheit als höchstes und vollkommenstes Wesen und sich selbst als Gottes Geschöpf erkennt und demnach nun seine Einstellung zu Ihm ist, d.h. er sich selbst als abhängig von Ihm betrachtet und nun bittet um Seine Gnade. Dann ist das rechte Verhältnis hergestellt, das Verhältnis des Kindes zum Vater, das immer wieder den Weg zu Ihm findet, so es Seine Hilfe begehrt in geistigen und irdischen Nöten. Es ist dies so ungemein wichtig, daß der Mensch diese Einstellung zu Gott hat, denn nur diese zieht nun die Gnade Gottes nach sich, da ein bittendes Kind niemals unerhört bleibt. Es hat jeder Mensch Anspruch auf die Liebe und Güte Gottes, so er diese als Sein Kind begehrt, denn Gottes Liebe will austeilen, aber auch als Vater und Schöpfer von Ewigkeit anerkannt werden, ansonsten Er Seine Gaben wahllos austeilen würde, selbst dort, wo Gott als Geber abgelehnt oder nicht anerkannt wird. Wo das rechte Verhältnis des Kindes zum Vater hergestellt wird, dort wird das Kind auch die Macht und Kraft des Vaters zu spüren bekommen und also auch völlig von der Gottheit, Die allmächtig und weise ist, überzeugt sein können, denn Gott gibt in Seiner Gnade Sich denen zu erkennen, die Ihn als ihren Vater lieben und ehren. Er hat Verständnis für alle Nöte und Sorgen der Erdenmenschen. Da ohne Leid aber kein Wesen ausreifen kann, so kann das Erdenleben auch nicht frei sein von solchem, doch wo der Mensch einem Kinde gleich bittend die Hände zum Vater erhebt, dort ist Gott sogleich bereit, ihm die Hilfe angedeihen zu lassen, denn es lässet ein Vater sein Kind nicht in der Not, und Er erfüllet die Bitten Seiner Kinder, je inniger sie zu Ihm rufen. Wer sich jedoch abseits stellt von Gott, wer niemals kindlich bittend zu Ihm rufen kann, wer Gott in der Ferne sucht oder niemals in inniger Zwiesprache mit Ihm reden kann, dessen Höherentwicklung ist auch in Frage gestellt, denn nur in innigstem Verhältnis zu Ihm ist der Mensch Unglaubliches zu leisten imstande. Und ob er auch glaubt, daß es in seiner Macht liegt, alles, was das Leben mit sich bringt, zum Guten zu wenden, er wird doch einmal davor gestellt werden, um Hilfe zu bitten, und wohl dem, der dann fähig ist, das rechte Verhältnis des Kindes zum Vater herzustellen, auf daß sein Gebet nicht unerhört verhalle und er in seinem schwachen Glauben die Kraftzufuhr aus Gott in Empfang nehmen darf, die ihn dann auch deutlich erkennen lassen wird, wie klein der Mensch ist gegenüber der ewigen Gottheit und wie tief demütig er sich Ihm nähern muß, um in Seiner Gnade zu stehen .... Amen
B.D. 1746 empfangen am 21.12.1940 Seltenheit des Wirkens des göttlichen Geistes im Menschen .... Wie selten sich der Geist Gottes im Menschen äußern kann, geht daraus hervor, daß
nur wenige Menschen völlig übereinstimmen in ihren Ansichten, soweit sie Gott und
Seine Schöpfung, Sein Walten und Wirken auf Erden und im Jenseits betreffen. Es wird
der Geist aus Gott die Menschen stets das gleiche lehren, denn es gibt Gott nur reinste
Wahrheit und teilet sie dort aus, wo sie begehrt wird und die Vorbedingungen erfüllt
worden sind, die das Wirken des Gottesgeistes im Menschen zur Folge haben. Doch da
so selten ein solches Wirken anerkannt wird, wird auch der feinen Stimme in sich nicht
geachtet, und es kann der Geist aus Gott sich auch nicht äußern, wenngleich der
Mensch durch seinen Lebenswandel empfangswürdig für göttliche Weisheiten ist. Sein
Geist strebt wohl zu Gott, doch er versucht nicht, eine direkte Verbindung mit Ihm herzustellen .... Amen
B.D. 1747 empfangen am 22.12.1940 Das Geheimnis der ewigen Liebe .... Das Geheimnis der ewigen Liebe zu ergründen geht über die menschliche Fähigkeit,
und so wird es niemals einem Menschen möglich sein, Gott als die Liebe Selbst
sich vorzustellen, denn Gott ist für den gläubigen Menschen eine Wesenheit,
die Liebe aber eine Empfindung .... Amen
B.D. 1748 empfangen am 24.12.1940 Geistige Wende .... Es hat die Welt eine Zeitenwende zu erwarten, die außergewöhnlich bedeutsam ist. Denn es steigt das gute Geistige zur Erde hernieder und bringt eine gewaltige Umwälzung des Denkens zustande durch außergewöhnliche Vorkommnisse, die dem Willen Gottes entsprechen. Der Kampf der verschiedenen Geistesrichtungen wird so gewaltige Ausmaße annehmen, und es wird dies eine Trennung derer, die für und wider Gott streiten, zur Folge haben. Es sind keine besonderen Merkmale, die dieser Zeit vorangehen, es wird nur der Mensch des öfteren hingewiesen werden auf überirdische Dinge, er wird gewissermaßen zum Nachdenken darüber angeregt werden und also veranlaßt, Stellung zu nehmen zu Fragen, die abseits des Irdischen liegen. Und er wird nun sich dieser oder jener Geistesrichtung anschließen und ein Kämpfer für seine Anschauung werden. Und so beginnt eine neue Zeit, eine Zeit, wo Helligkeit des Geistes einerseits und tiefste geistige Dunkelheit andererseits die Menschen scheiden wird voneinander .... eine Zeit, wo das geistige Streben der einen sich deutlich bemerkbar macht an ihrer Einstellung zu irdischem Gut, das der nur weltlich gesinnte Mensch zu vermehren sucht mit allem Eifer, das aber verachtet wird von jenen. Und nun erlebt die Menschheit eine Umgestaltung des Denkens. Es wird die geistige Welt sich verkörpern in den Gott zugewandten Menschen, und es werden diese hell und klar zu schauen vermögen und mit vollster Überzeugung eintreten für das, was ihnen diese geistige Welt vermittelt. Doch sie werden sich die geistige Freiheit erkämpfen müssen. Was für Gott ist, ist geächtet und ständiger Bedrohung ausgesetzt, denn es sind die Gottlosen in der Überzahl, und ihre Macht ist groß, da sie große Unterstützung finden von seiten der herrschenden Gewalt. Und dennoch wird das gute Geistige siegen, denn dessen Kraft ist groß, weil die Liebe seine Waffe ist. Die neue Zeit soll geistigen Fortschritt bringen, es soll die Seele große Vorteile aus ihr ziehen, es soll die Menschheit der Wahrheit zugänglicher sein und sich mehr von der Liebe lenken lassen; es soll ein bewußtes Streben zu Gott die Menschen kennzeichnen, die den geistigen Kräften Macht über sich einräumen; es soll ein friedvoller Zustand die Menschen beglücken trotz äußerer Bedrückung und scheinbarer Hindernisse, denn es wissen diese Menschen, daß sie recht wandeln, und daher fühlen sie sich sicher und wohlgeborgen im göttlichen Schutz und achten der Anfeindungen menschlicherseits weniger. Sie sind stark im Glauben, zuversichtlich in der Hoffnung und mächtig in der Liebe. Und an dieser richten sich auch jene auf, die noch im Zweifel stehen, denn der tiefe lebendige Glaube überzeugt mehr, als vieles Reden es vermag. Einstens rang Jesus auf Erden um die Seelen, und auch damals setzte eine Zeit geistigen Ringens ein; auch damals standen die Menschen vor einer Entscheidung, sich für oder gegen Christus zu bekennen. Ebenso wird auch diesmal die Frage entscheidend sein. Auch nun wird sich der Mensch entscheiden müssen, ob er Jesus Christus anerkennt und sich also zu Ihm bekennt vor aller Welt oder ob er Ihn ablehnt. Und wieder wird die Beantwortung dieser Frage seine Höherentwicklung bestimmen. Denn nur, der Ihn bekennt, wird aus seinem Erdenleben Nutzen ziehen für die Seele. Und wieder muß das göttliche Wort verbreitet werden, es müssen wieder eifrige Jünger das Evangelium hinaustragen in alle Welt, und es muß eine unvorstellbare Arbeit einsetzen zuvor, daß diese Jünger unterwiesen werden, auf daß sie recht lehren nach göttlichem Willen. Und das sind schon die Zeichen der kommenden neuen Zeit, daß unmittelbar aus der Höhe diese göttliche Lehre zu den Menschen kommt, daß also die Lehre Christi ihnen wieder so unverbildet dargereicht wird, wie es zu Jesu Zeiten auf Erden war, begleitet von Wundern und außergewöhnlichen Geschehnissen, denn auch die kommende Zeit wird Wunder bringen, aus denen der göttliche Wille erkennbar sprechen wird, doch erklärlich werden diese Wunder nur denen sein, die schon des Geistes Wirken an sich erfahren haben und die daher sich immer inniger an Jesus Christus anschließen und Ihn bekennen vor aller Welt .... Amen
B.D. 1749 empfangen am 25.12.1940 Not der Seele erfordert Leid .... „Vater, Dein Wille geschehe ....“ Das unbegrenzte Vertrauen auf die göttliche Führung macht euch den Erdenlebenswandel
leicht, denn ihr nehmet alles mit einem gewissen Gleichmut entgegen, sofern ihr
bedenket, daß es so und nicht anders von Gott bestimmt wurde in übergroßer Fürsorge
um eure Seele. Alles, was euch das Leben zu tragen auferlegt, ist notwendig zum
Ausreifen eurer Seele, und es wird euch desto schwerer drücken, je nötiger es
für euch ist. Suchet euch also erst dem göttlichen Willen gemäß zu gestalten,
und es wird das Leid immer geringer (werden) und zuletzt ganz von euch genommen
werden. Übet euch in der Liebe, in der Sanftmut und Geduld, übet euch in der
Barmherzigkeit, in der Fried-fertigkeit, und bittet Gott immer dazu um Kraft,
und ihr werdet alles mit Leichtigkeit überwinden, ihr werdet eurer Umgebung
zum Segen sein, denn sie wird euch nachzufolgen bestrebt sein .... Amen
B.D. 1750 empfangen am 25.12.1940 Anknüpfen geistiger Verbindungen auf Erden .... Unvorstellbar rege ist die Tätigkeit der Bewohner der geistigen Welt, und ihre Aufgabe erfüllen sie mit einer Hingabe und Ausdauer, die ihnen auch Erfolg einträgt.
Immer und immer wieder treten sie an die Menschen heran, die ihrer Obhut anvertraut
sind und suchen sie zu Fragen zu veranlassen, um ihnen dann gedanklich die Antwort
vermitteln zu können, und daher ist es von großer Wichtigkeit, daß die Menschen
gegenseitig jede Gelegenheit benützen zum Austausch ihrer Meinungen. Denn nun erst
können die geistigen Wesen in Aktion treten, indem sie die Fragen und Antworten den
Menschen so eingeben, d.h. sie ihnen gedanklich zuflüstern, daß immer tiefere Probleme aufgeworfen werden und also das Unterweisen jenseitiger Freunde einsetzen
kann. Ein solcher Austausch der Gedanken kann unglaublich erfolgreich sein, denn er
regt auch nachträglich zum Nachdenken an, und die gedanklichen Belehrungen können nun fortgesetzt werden dem Verlangen nach Aufklärung entsprechend. Und daher
wird es außerordentlich freudig begrüßt von jenen geistigen Wesen, wenn der Wille
eines Menschen immer neue geistige Verbindungen anknüpft, denn alle diesseitigen
Bemühungen werden in der jenseitigen Welt erkannt und sofort ausgenützt, und es
kommt nun nur auf den Willen der Menschen an, wieweit diese den Belehrungen nun
zugänglich sind. Unentwegt werden Fäden vom Jenseits zur Erde gesponnen, und so
ein Erdenkind behilflich ist, solche Verbindungen herzustellen, wird den jenseitigen
Wesen die Aufgabe wesentlich erleichtert, denn es muß die Herzenstür ein wenig geöffnet sein, und dies ist der Fall, wenn eine Frage des Menschen Sinn bewegt und er die
Antwort erwartet. Dann horcht das Herz auf die Stimme in sich, dann kann sich das
jenseitige Wesen äußern und kann damit rechnen, auch vernommen zu werden. Und so
daher der Mensch jede Gelegenheit wahrnimmt, den Mitmenschen auf geistige Probleme zu lenken, hilft er gleichsam die Herzenstür öffnen, und er macht jenen geistigen
Wesen den Weg frei zum innersten Herzen. Es ist diese Hilfeleistung außerordentlich
bedeutsam, kann sie doch der erste Anlaß sein zu einer völligen Umgestaltung des Denkens .... Amen
B.D. 1751 empfangen am 26.12.1940 Unvollkommenheit .... Nur das ist von Wichtigkeit im Erdenleben, was zur Erlösung der Seele beiträgt. Das
Gebet um Kraft dazu wird stets Erhörung finden. Die Liebe Gottes sucht euch Menschen die Not eurer Seele vorzustellen, indem Er den Körper irdische Not und Sorgen
fühlen läßt. Doch minimal sind dessen Leiden im Verhältnis zu den Qualen einer unerlösten Seele, und wiederum ist der qualvolle Zustand von der Seele selbst gewollt, d.h.,
es hat das Wesen selbst ihn herbeigeführt und muß ihn auch selbst überwinden. Es
kann dies kein Wesen für das andere tun, nur ihm behilflich sein durch die Liebe. Dies
ist, was die Menschen nicht verstehen wollen, daß Gott nicht der Urheber der Qualen
und Leiden ist, sondern das Wesen selbst, daß Gott aber den Leidenszustand nicht will-kürlich beenden kann trotz Seiner übergroßen Liebe, weil dann etwas Unreifes bleiben
würde, was in der Ewigkeit in Glückseligkeit zu leben keine Berechtigung hätte. Um in
Gottes Nähe weilen zu dürfen, muß das Wesen vollkommen sein, und sein freier Wille
muß alles Unvollkommene überwunden haben .... Amen
B.D. 1752 empfangen am 26.12.1940 Notwendigkeit göttlichen Wirkens .... Es brauchen die Menschen Mittler zwischen sich und Gott, weil sie selbst sich nicht in Verbindung setzen mit Ihm, Gott aber in Seiner Liebe sie nicht ohne Beistand lassen will. Und das ist der Grund, weshalb eine direkte Verbindung vom Jenseits zur Erde zugelassen wird in einer Form, die jeden Zweifel des göttlichen Wirkens ausschalten sollte. In der Notlage der Menschheit ist also erste Begründung zu suchen, ferner aber ist die Wahrheit auf der Erde so wenig vertreten, und es ist nur auf diesem Wege möglich, sie zur Erde zu leiten. Die Lehre Christi hat durch menschliches Einwirken im Laufe der Zeit Umänderungen erfahren und muß sonach wieder so der Menschheit nahegebracht werden, wie sie uranfänglich war. Und so ist daraus schon die Notwendigkeit göttlichen Wirkens zu ersehen. Denn Gott als die ewige Wahrheit kann es nicht dulden, daß etwas als reine Wahrheit verbreitet wird, was dieser nicht mehr entspricht. Also müssen wissende Wesen die Wahrheit zur Erde übertragen und sich einen willigen Menschen suchen, der sich als Mittler bereit erklärt und geistige Gabe entgegennimmt, um sie weiterzuleiten. Das bewußte Gott-dienen-Wollen befähigt diesen nun zu einer außergewöhnlichen Funktion .... zu hören mit geistigem Ohr und die Ergebnisse zu sammeln, um sie dann als geistiges Gut zur Anwendung bringen zu können. Es entsteht also etwas Reingeistiges in irdischer Form, es werden durch die göttliche Liebe ewige Weisheiten zur Erde geleitet, und also wird dadurch die geistige Dunkelheit gebannt und der Geisteszustand der Menschheit erhellt. Und doch geht der größte Teil der Menschen achtlos daran vorüber, und das lediglich deswegen, weil sie eine so offensichtliche Äußerung Gottes nicht anerkennen wollen. Ehe nicht jemand voller Überzeugung Gottes Wirken verkündet als geistiges Erlebnis, wird er schwerlich gläubige Anhänger unter den Menschen finden. Und also stattet Gott mit großer Kraft jene aus, und Er läßt sie Außergewöhnliches leisten und will so den Glauben der Menschen Sich zuwenden. Und so gibt Gott den Menschen die Wahrheit und den Verkündern große Kraft. Er läßt sie erkennen, wann es Gottes Wille ist, diese Kraft anzuwenden, und dann wirket Gott Selbst durch diese Menschen und lenket die Aufmerksamkeit auf die von oben gebotene göttliche Gabe. Und nun wird es sich erzeigen, daß Wort und Tat übereinstimmen, daß alles, was durch die göttliche Wahrheit verkündet wird, die Menschen so gestalten kann, daß sie selbst Träger göttlicher Kraft werden, also nun auch wirken können durch diese Kraft, und daß demnach der Mensch alles zuwege bringt, so er das ihm vermittelte göttliche Wort entgegennimmt und es befolgt, da diesem die gleiche Kraft innewohnt. Dann wird das göttliche Wort angenommen werden von vielen, denn es wird ihnen der Beweis geliefert, daß Gottes Wort in sich Wahrheit ist. Doch immer muß der Wille des Erdenkindes vorangehen, es muß bereit sein zu glauben und die Bereitwilligkeit gewissermaßen bezeugen, daß es tut, was durch das göttliche Wort verlangt wird von ihm. Dann spürt er an sich selbst die Kraft des Wortes, indem sein Verlangen danach immer größer wird; und der Wille, dem Herrn zu Diensten zu sein, macht ihn auch zum Wirken für Ihn fähig. Und also beweiset Gott der Menschheit die Wahrhaftigkeit dessen, was den Menschen von oben als Wahrheit zugeht .... Amen
B.D. 1753 empfangen am 27.12.1940 „Die Rache ist Mein ....“ Vergeltung üben ist nicht recht vor Gott, denn es hat dann der Mensch teil an einer
Schuld, weil er einem bösen Verlangen in sich nachgab und nun nicht mehr rein ist im
Herzen. Jedes Gefühl der Lieblosigkeit ist ein Hindernis zur Höhe, der innere Kampf
dagegen aber ein Fortschritt. Sowie nun der Mensch sich feindlich einstellt dem Mitmenschen gegenüber und auf Vergeltung sinnt, gibt er sich selbst in die Macht des
Bösen und muß nun dessen Willen erfüllen, der stets der Vermehrung der Lieblosigkeit
gilt. Und sein Seelenzustand ist dadurch gefährdet, denn hat er erst einmal dem Verlangen des Feindes nachgegeben, so ist es ihm schwer, Liebe zu üben, denn der Rachegedanke vergiftet sein Empfinden. Was der Mitmensch ihm angetan hat, ist weit geringer, als was er sich nun selbst antut, denn des Mitmenschen Unrecht bestand darin, ihn
körperlich zu schädigen, er aber schädigt seine Seele und legt ihr neue Fesseln an durch
jeden Akt der Lieblosigkeit. Er hat keinen anderen Nutzen davon als das Gefühl befriedigter Rache und gibt sich dadurch in die Gewalt des Widersachers, und nun wieder zur
Liebetätigkeit zurückfinden ist äußerst schwer und kann nur dann möglich sein, wenn
er sein Unrecht einsieht und es bereut. Der rachegierige Mensch aber freut sich seiner
Tat und ist weit entfernt von dem Zustand der Reue. Es soll der Mensch Böses mit
Gutem vergelten, dann schwächt er die Macht des Bösen, erwirbt sich Liebe und befreit
sich selbst und auch den Gegner vom Einfluß schlechter Gewalt, denn es empfindet der
Gegner dies als Wohltätigkeit-tat, sofern er nicht ganz verstockt ist, und er bereut seine
Tat. Die Vergeltung aber ist Gottes Amt. Und es ist Gott gerecht, und Er übt die Vergeltung wahrlich nach Verdienst .... Amen
B.D. 1754 empfangen am 28.12.1940 Offenbarung Gottes außergewöhnliche Gnade .... Vergegenwärtigt euch die außergewöhnliche Gnade, daß Sich der Herr Selbst zu
euch herabneigt und euch Seine Weisheit lehrt, so müsset ihr Ihm Ehre und Lob singen
und Ihm danken ohne Unterlaß. Ihr werdet diese Gnade jedoch niemals voll ermessen
können, denn ihr wisset nicht, wie unermeßlich hoch Er über euch Erdenkindern steht
und welche Fülle von Liebe Ihn dazu veranlaßt, Sich der Wesen anzunehmen, die winzige Geschöpfe Ihm gegenüber sind. Und daher nehmt ihr diese große Gnade so gelassen hin und würdigt sie oft nicht der Liebe entsprechend. Und es ist oft nur eine
momentane Aufwallung, wo höchstes Entzücken den Menschen erschauern lassen
müßte. Gott aber läßt unentwegt diese Gnade den Menschen zugehen, um ihnen die
Aufstiegsmöglichkeiten zu geben, um den großen Abstand der Wesen von Sich zu verringern. Er gibt darum den Menschen auf Erden Sein Wort, Er läßt sie Zuhörer dieses
Wortes werden, Er bringt ihnen ein Wissen nahe, das nicht von dieser Welt ist .... Amen
B.D. 1755 empfangen am 29.12.1940 Kampf des Bösen gegen das Gute .... Für alles sollt ihr dem Herrn dankbar sein, denn es beweiset alles nur Seine Liebe. Was euch ein jeder Tag auch bringen mag, es ist von Gott so bestimmt und immer nur zu eurem Besten, auch wenn es euch unverständlich erscheint. Denn der Geist von Ewigkeit lenkt und leitet alles, und Seine Führung ist wahrlich über alles weise und liebevoll. Und es ist nichts ohne Sinn und Zweck. Und darum vertrauet der göttlichen Führung, und suchet immer nur göttliches Liebeswirken an euch zu erkennen in jeder irdischen Notlage, und es wird euch ein jeder Tag zum Segen gereichen .... Solange sich der Mensch wehrt gegen gute geistige Beeinflussung, ist sein Wesen
unstet und bedrückt, mürrisch und unzufrieden oder auch gleichgültig, leichtsinnig,
genußsüchtig und auf irdische Freuden bedacht. Denn er tut nichts, um dagegen anzukämpfen, er überläßt seinen Willen dem Wirken unedler Geisteskräfte, die nun ihr
Möglichstes tun, um ihn der Einwirkung guter Kraft fernzuhalten. Und daher ist es
auch sehr schwer, solchen Menschen geistiges Wissen näherzubringen. Was nun abweiset, ist der Wille jener schlechten Wesen, die den Menschen völlig beherrschen, und also
kämpfet das Böse im Menschen gegen das Gute, das ihm helfen will. Und dieser Kampf
des Geistigen macht sich bemerkbar in großer innerer Unzufriedenheit. Es ist der
Mensch sich wohl darüber klar, daß es kein vollkommener Zustand ist, in dem er sich
befindet, und doch ist sein Wille zu schwach, diesen zu beheben, so lange er ihn der
Gegenmacht überläßt. Und es wird der Kampf solange währen, bis er sich der einen
oder der anderen Macht gänzlich überlassen hat. Den guten geistigen Kräften sich zu
überlassen trägt ihm bald inneren Frieden ein, und ein bewußtes Streben zu Gott wird
die Folge sein .... Amen
B.D. 1756 empfangen am 29.12.1940 Dienen in Liebe .... Alles im Weltall dienet dem Wesen zur Höherentwicklung, doch was den Reifegrad
erreicht hat, ist völlig unabhängig von jeglichem Schöpfungswerk. Ein jedes Schöpfungswerk hat die Bestimmung, unvollkommenes Geistiges der Vollkommenheit zuzuführen, d.h., es vor Aufgaben zu stellen, deren Erfüllung geistigen Fortschritt bedeutet.
Und immer wird unter diesen Aufgaben ein Dienen in Liebe zu verstehen sein. Nun
sind aber die Schöpfungswerke von verschiedener Art, und es müssen also auch die
jeweiligen Aufgaben verschiedenartig sein, d.h., es wird das Wesen die Tätigkeit verrichten müssen, die ihm geistigen Fortschritt einträgt. Und daher sind die verschiedenen Schöpfungswerke gänzlich voneinander abweichend sowohl in ihrer Gestaltung als
auch in ihren Aufenthaltsbedingungen, immer aber dem Reifegrad der sie bewohnenden Wesen angepaßt. Je williger das Wesen ist, in dienender Tätigkeit sich dem Willen
Gottes zu fügen, desto größere Aufgaben werden ihm gestellt und desto eher darf es jene Schöpfungen zum Aufenthalt nehmen, wo ein hohes geistiges Niveau diesen Aufenthalt zu einem schönen und glückseligen werden läßt. Denn ein bewußtes Dienen in
Liebe wird auch ein Wandeln im Licht bedeuten und dies immer einen Glückszustand
auslösen. Das Dienen in Liebe aber besteht darin, daß das Wesen die Lichtfülle weiterleiten will .... Amen
B.D. 1757 empfangen am 30.12.1940 Gedanken geistige Kraft .... In der Erkenntnis stehend, betrachtet der Mensch sein Gedankengut nicht mehr als eigen erworben, d.h. als aus ihm selbst stammend, sondern als das, was es wirklich ist .... als die Ausstrahlung geistiger Wesen, die ihr Wissen dem Menschen abgeben wollen und es also diesem so lange zu vermitteln suchen, bis er es als Gedankengut sich angeeignet hat. Ein jeder Gedanke ist demnach geistige Kraft, also etwas Geistiges, das sich aus dem jenseitigen Reich einen Weg gebahnt hat zur Erde, um von dem Gedanken-Apparat des Menschen aufgenommen zu werden, und ihm nun zum Bewußtsein kommt. Das Denken des Menschen muß nun folglich dem Geist des Wesens entsprechen, das von dem Menschen Besitz nimmt .... oder dem sich der Mensch überläßt. Die Kraftausstrahlung der geistigen Wesen ist enorm, doch gleicherweise sind gute wie böse Wesen bedacht, diese Ausstrahlungen zur Erde zu senden, und immer wird diese Ausstrahlung empfangen werden von gleichgesinnten irdischen Wesen. So wird also jeder Mensch die gedanklichen Übermittlungen zugeführt bekommen, die seinem Wesen entsprechen .... immer wird das ausgeteilt werden, was begehrt wird, und also Wahrheit dort geboten werden, wo der Mensch wahrheitshungrig ist, Lüge aber dort, wo gleichfalls die Lüge zu Hause ist. Das Gedankengut des Menschen wird demnach so beschaffen sein, wie es der Mensch selbst will, da er seinem Willen entsprechend auch bedacht wird von den geistigen Wesen. Es kann der Mensch nichts Eigenes hervorbringen, er ist völlig unfähig, aus sich heraus Gedanken entstehen zu lassen, eben weil Gedanken geistige Kraft sind, diese Kraft ihm aber erst zugewendet werden muß aus dem Reiche des Geistigen. Nur der unwissende Mensch glaubt sich selbst als Urheber seiner Gedanken. Er spricht nur die Meinung derer nach, die von der Welt sind, daß das Denken lediglich eine Funktion gewisser Organe ist und es völlig unabhängig von fremder Einwirkung zustande kommt, daß demnach der Mensch alle seine Gedanken selbst hegt und keine direkte oder indirekte Beeinflussung dem Denken zugrunde liegt .... daß also gute oder böse, tiefe oder seichte Gedanken stets ihren Ausgang haben bei dem Menschen selbst, daher eigenes Verdienst seien. Die geistige Kraft dabei leugnet er ab, weil er solche überhaupt nicht anerkennt. Und daher sind solche Menschen auch nicht leicht von der Wahrheit zu überzeugen, so diese auf gedanklichem Wege vermittelt wurde, weil sie den Vorgang des Denkens noch nicht recht begreifen, also auch nicht glauben können. Das eigentliche Wesen des Gedankens ist ihnen noch etwas Unverständliches und wird es auch bleiben so lange, bis sie ihre eigene Unzulänglichkeit erkennen, wenn es gilt, tiefe Probleme zu lösen .... wenn der Gedankengang versagt, so der Mensch aus sich heraus die letzte Erklärung geben soll. Erst wenn er sich vertrauend und die Wahrheit begehrend den geistigen Wesen zuwendet und sie um Aufklärung bittet, wird er an sich selbst erfahren, wie ihm nun geistige Kraft in Form von Gedanken zufließt, und er wird erkennen, daß er nicht der Urheber solcher Gedanken sein kann, sondern etwas Geistiges ihm vermittelt wird von geistigen Wesen aus dem jenseitigen Reich .... Amen
B.D. 1758 empfangen am 31.12.1940 Irdische und geistige Gedankenrichtung .... Jeder Gedanke, der sich dem Geistigen zuwendet, ist ein Überfließen göttlichen
Kraftstromes auf den Menschen, der durch unzählige geistig reife Wesenheiten geleitet
und von diesen den Menschen zugeführt wird. Er ist ferner geistiges Wirken insofern,
als die Wesen im Jenseits ihre Liebetätigkeit damit erfüllen, daß indem sie Licht und
Wissen weitergeben, daß sie also dem noch unwissenden Menschen in Form von
Gedanken das mitzuteilen bemüht sind, was sie selbst in Fülle besitzen, dem Menschen
aber noch mangelt. Diese Kraftströmungen gehen nicht willkürlich den Menschen zu,
sondern immer erst als Folge des menschlichen Willens, sie in Empfang zu nehmen,
d.h .... der Wille des Menschen formt die Gedankenrichtung, kann also geistiges Wissen begehren, ebenso aber auch nur auf irdische Fragen sich einstellen, und dementsprechend wird der Mensch nun von geistiger Kraft bedacht oder sich selbst die
gewünschte Antwort geben. Das Selbst-Denken ist lediglich eine Funktion der dazu
bestimmten Organe, es ist eine Inanspruchnahme der jedem Menschen zugehenden
Lebenskraft, die er nützen kann, wie es ihm beliebt, die ihm nur keinen Nutzen einträgt,
so er sie gebraucht für wertlose Dinge .... für Dinge, die wertlos sind für die Ewigkeit.
Nützet er nun die Kraft, um den Reichtum seiner Seele zu vermehren, um also Aufschluß zu erhalten über sein geistiges Leben, seine Bestimmung und seine Lebensaufgabe, so tritt nun auch die geistige Kraft hinzu, und nun werden ihm diese Kraftströmungen vermittelt, die zu empfangen er selbst tätig sein mußte durch seinen Willen.
Dann aber ist der Erfolg unvorstellbar, denn es wird der Mensch gleichsam in jene Welt
hineingezogen. Er ist, so er jenen Gedanken nachgibt, auch selbst in dem Reich des Geistigen, seine Gedanken sind weit vom Irdischen entfernt, denn sie gehen nach dort
zurück, wo ihr Ausgang war. Der irdisch gesinnte Mensch wird niemals diese Kraft vermittelt bekommen, denn es hieße dies ihn wider seinen Willen wissend machen .... Amen
B.D. 1759 empfangen am 31.12.1940 Weltkatastrophe .... Eine weltbewegende Naturkatastrophe wird die Schrecken des Krieges ablösen,
und es wird die Menschheit weit Schwereres zu erdulden haben, als jener bis
jetzt zeitigte. Und es ist dies bestimmt seit Ewigkeit um der Rettung unzähliger
Seelen willen. Je weiter sich die Menschheit von Gott entfernt, desto näher
ist dieses Geschehen, und nur die unendliche Geduld und Langmut Gottes gibt
eine Gnadenfrist (?), in der noch unsägliches Leid die Menschen bedrücken wird,
um sie noch vor dem Geschehen Amen
B.D. 1760 empfangen am 1.1.1941 Genialität .... Die Genialität des Menschen ist auch eine gewisse Gefahr für ihn, denn er bringt ihr
sein Innenleben zum Opfer. Die Gewißheit, sich auf einer höheren Stufe zu befinden,
kann sich oft verderblich auswirken, denn es ist der Mensch überheblich und glaubt
sich in jeder Beziehung dem Mitmenschen überlegen an Wissen und Urteilskraft. Doch
es ist die Überheblichkeit das Hindernis zum Erkennen der Wahrheit. Nur wo Demut
des Herzens den Menschen zieret, dort findet die Wahrheit Eingang, denn jenen strömet die göttliche Gnade zu. Wohingegen sich die Meinung gebildet hat, daß zum Erkennen der Wahrheit auch irdisch sichtbare Befähigungen mitsprechen, dort ist eine
gewisse Selbstüberhebung zu verzeichnen und daher auch ein Mangel an Erkenntniskraft. Die antireligiösen Bestrebungen fördern ein Aufgeben jeglichen Glaubens an das,
was durch Überlieferungen Gemeingut der Menschen wurde. Daher wird oft bedenkenlos hingegeben auch das, was göttlichen Ursprungs ist .... die Lehre an einen Gott
der Liebe, der Allmacht und der Weisheit .... Amen
B.D. 1761 empfangen am 1.1.1941 Geistige Sonne .... Wenn sich in Zeiten seelischer Knechtschaft die Liebe des Herrn sichtbar äußert und
Er im Wort zur Erde herniedersteigt, so bedeutet dies ein Hervorbrechen der geistigen
Sonne durch dunkles Gewölk .... Amen
B.D. 1762 empfangen am 2.1.1941 Kampf gegen die Lehre Christi .... Es ist unstreitbar besser, sich zur Kirche Christi zu bekennen vor aller Welt, als dem
Gegner zu Willen zu sein und Christus zu verleugnen. Denn wer da mächtig ist in der
Welt, hat doch nicht die Macht, aufzuhalten, was Gott wider ihn sendet. Wer Christus
verleugnet, verleugnet Gott, und ob er gleich Dessen Namen ausspricht zum Beweis seiner Gläubigkeit .... Amen
B.D. 1763 empfangen am 3.1.1941 Begehren des göttlichen Geistes in aller Einfalt .... (1. Kor. 1, 19-21) In aller Einfalt den göttlichen Geist begehren trägt höhere Erfolge ein als wissenschaftliche Studien ohne den rechten Glauben. In einer Zeit des Forschens auf jedem
Gebiet wird vor der Welt im Ansehen stehen, wer wissenschaftlich vorgebildet ist und
über große Kenntnisse verfügt, die er jedoch auf dem Wege ordnungsmäßigen Studiums sich angeeignet hat. Je eifriger er sein Ziel verfolgt, das in sich aufzunehmen, was
an Geistesgut schon vorhanden ist, desto weiser glaubt sich der Mensch. Und doch
kann ihm ein Erdenkind an Weisheit weit überlegen sein, das sich in tiefer Gläubigkeit
an Gott Selbst wendet, um von Ihm unterwiesen zu werden. Denn dieses wird an Weisheit jeden verstandesmäßig-Forschenden weit übertreffen. Es gibt Probleme, die mit
dem Verstand allein nicht gelöst werden können und doch auch lösbar sind, so Gott
Selbst um die Lösung derer angegangen wird. Und es gehört dazu nur die demütige
Hingabe eines Menschen an Ihn und die vertrauensvolle Bitte um Aufklärung, denn
dieser fordert das Wirken des Geistes an, und der Geist aus Gott leitet ihn in die Wahrheit. Und ebenso wird ein gläubiger Mensch, der verstandesmäßig die Wahrheit zu
ergründen versucht, es klar erkennen, wenn schon-bestehende Aufklärungen irrig sind.
Es wird der tiefe Glaube ein besserer Lehrmeister sein als irdisch Lehrende, denen der
Glaube mangelt. Darum können die Ergebnisse weltlichen Forschens auch der Wahrheit nahekommen, so solche wohl verstandesmäßig, jedoch im tiefen Glauben gewonnen wurden. Denn solchen Forschern hat die göttliche Geisteskraft gleichfalls beigestanden und sie ins rechte Denken geleitet. Doch weltliches Forschen kann ganz
umgangen werden, verbindet sich der Mensch in aller Einfalt, d.h. in der schlichtesten,
ungeziertesten Weise, mit Gott, Der die ewige Wahrheit Selbst ist .... Doch unbeschränkt bedenket Er mit Seinem Wort, die sich hingebend Ihm anvertrauen, und Er redet durch den Mund derer zu allen, die Ihn hören wollen .... Amen
B.D. 1764 empfangen am 4.1.1941 Leben
- Tätigkeit .... Leben heißt fortgesetzt tätig sein .... Amen
B.D. 1765 empfangen am 5.1.1941 Richtigkeit des Denkens und Handelns im Gott-untergeordneten Willen .... Der innerste Trieb weiset den Menschen recht, sofern er Gottes Willen zu erfüllen
trachtet. Und also braucht er nicht zu fürchten, etwas Falsches zu tun, denn es weisen
ihn die in ihm verkörperten Intelligenzen, die Substanzen seiner Seele, an, zu denken
und zu handeln. Es muß die Seele nun gleichsam so wollen, wie Gott es will, da der
menschliche Wille sich bewußt dem göttlichen Willen unterstellt hat. Ein eigener, Gott
zuwidergerichteter Wille scheidet dann aus. Es ist unmöglich, daß ein Gottes-Willenerfüllen-wollender Mensch etwas tun kann, was dem göttlichen Willen nicht entspricht,
nur muß sein Wille vollernstlich Gott zugewandt sein, nicht nur gedankenlos hingesprochene Worte nach außen den Gott-untergeordneten Willen bezeugen sollen. Wer
Gott nahezukommen sucht, wird immer im göttlichen Willen zu leben sich bemühen,
und alles, was er tut und denkt, ist durch (in?) seinen nunmehrigen Willen bedingt. Das
Wesenhafte im Menschen wird nun bestimmt von göttlicher Geisteskraft, d.h., es sucht
das Geistige außerhalb des Menschen die Verbindung mit dem Geistigen im Menschen
und überträgt gleichsam seinen Willen, der mit dem göttlichen Willen im Einklang
steht, auf das im Menschen sich bergende Geistige. Dieses erkennt sofort den Willen
und befolgt ihn ohne Widerspruch .... es handelt der Mensch also aus innerstem
Antrieb, welcher ist das Wirken jenseitiger Geisteskräfte. Was der Mensch nun beginnt,
mag zwar mitunter den Eindruck hervorrufen, nicht recht zu sein, und doch soll sich
der Mensch nicht beirren lassen .... es ist recht, nur nicht immer dem Menschen gleich
verständlich. Denn sofern er sich Gott zuwendet und also das rechte Verhältnis zum
Vater als Dessen Kind herstellt, schützet der Vater es auch vor falschem Denken und vor
jedem irrigen Handeln. Er läßt Sein Kind nicht in die Irre gehen, Er führet es sorgsam
den rechten Weg, auch wenn dieser Weg dem Kind noch ungangbar erscheint, so daß es
fürchtet, falsch gegangen zu sein. Es muß dann der Mensch den festen Glauben und das
tiefe Gottvertrauen beweisen, daß Gott nimmermehr etwas zulassen kann, was Seinem
Geschöpf zum Schaden für die Seele gereichet, wenn dieses doch um seiner Seele willen
Gott um Beistand bittet. Das innige Gebet „Herr, Dein Wille geschehe“ ist völlige Unterwerfung und gleichzeitig doch die Inanspruchnahme Seiner Fürsorge, denn nun hat
das Erdenkind sein Leben, sein Tun und Denken gänzlich dem himmlischen Vater
übergeben im Glauben, nun von Ihm Selbst umsorgt und geleitet zu werden. Und diesen Glauben läßt Gott nicht zuschanden werden .... Amen
B.D. 1766 empfangen am 6.1.1941 Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes .... Alles im Weltall zeugt von der Liebe, Allmacht und Weisheit Gottes. Was ist,
wurde durch die Liebe, denn die Liebe ist der Ursprung aller Schöpfung. Amen
B.D. 1767 empfangen am 7.1.1941 Göttlicher Wille .... Die Vielseitigkeit dessen, was Gott geschaffen hat, benötigt eine überaus weise Regierung, denn eine jede Schöpfung muß ihre Aufgabe erfüllen, und ebenso muß alles
erhalten und betreut werden. Und das Scheinbar-Vergängliche muß in neuer Form wieder sichtbar werden. Und also lenkt und leitet Gott alles nach weisestem Plan, und diese
Führung bedeutet im Schöpfungswerk noch mehr als das Erschaffen der Dinge selbst.
Was ist, muß leben, also tätig sein .... Amen
B.D. 1768 empfangen am 7.1.1941 Brücke von der Erde zum Jenseits .... Die Brücke, die von der Erde ins Jenseits herüberführt, wird sehr selten begangen
und wäre doch der natürlichste Weg zu Gott .... Amen
B.D. 1769 empfangen am 7.1.1941 Aufgezwungene Gedankenrichtung .... In Unfreiheit des Denkens befindet sich der Mensch, so Weisheiten auf ihn übertragen werden, die menschliche Ergebnisse sind, d.h., wenn verstandesmäßig erworbenes Wissen wieder dem Mitmenschen vermittelt und diesem gleichsam als unwiderlegbar hingestellt wird, so daß der Gedankengang dessen in eine Richtung geleitet wird, die von der Wahrheit abweicht, er selbst aber gar nicht in Betracht zieht, daß er im falschen Denken stehen könnte. Es ist ihm gewissermaßen diese Gedankenrichtung nun aufgezwungen worden, und es ist nun schwer für die jenseitigen Wesen, ihm solche Gedanken zu vermitteln, die ihn zweifeln lassen an der Richtigkeit jener schulmäßig übermittelten Weisheiten. Dort sollen nun die im rechten Wissen stehenden Erdenkinder helfend eingreifen, indem sie unverdrossen den Irrtum jener Lehren klarzumachen versuchen. Sie müssen solche Irrenden zu eigenem Nachdenken anregen, sie müssen ihnen zu beweisen suchen, daß eine Weisheit, die vom Himmel kommt .... die ohne jegliches Vorwissen gewonnen wurde .... unstreitbar glaubwürdiger ist als solche, die Menschenverstand ersann und Menschenwille weiterleitete. Und es muß unverdrossen des göttlichen Wirkens Erwähnung getan werden, denn nur das auf so außerordentliche Weise erworbene Wissen findet Anklang, sofern der Mensch erkennt, daß das eigene Wissen mangelhaft ist. Doch zumeist wird sich sein Widerstand vergrößern, da er sein bisheriges Wissen nicht aufgeben will. Doch jene dann darauf hinweisen, daß sie die Pflicht haben, nachzudenken über das ihnen vermittelte Wissen, kann mitunter zum Erfolg führen, denn dann können die geistigen Freunde ihnen so manchen Gedanken vermitteln. Ohne geistige Hilfe aber werden sie schwerlich den Weg zur Wahrheit finden, denn um diese zu erwerben, muß der Mensch selbst gedanklich tätig sein; er darf sich aber nicht in ein Denken hineindrängen lassen oder etwas als Wahrheit annehmen, ohne es sich selbst durch eigene Gedankenarbeit als geistiges Gut angeeignet zu haben .... Amen
B.D. 1770 empfangen am 8.1.1941 Erfüllte Bedingungen für Empfang .... Alles ist Gott-gewollt, was zur Niederschrift dir dargeboten wird von oben. Es ist ein Kreis lehrender Geistwesen beauftragt, dich zu unterweisen, und es sind gewisse Bedingungen, die sowohl der Lehrende wie der Belehrt-Werdende zu beachten hat. Dementsprechend sind auch die einzelnen Kundgaben, d.h., es können immer nur die lehrenden Wesen in Aktion treten, deren Anforderungen von dem Erdenkind gewissenhaft erfüllt werden. Die Geistwesen unterliegen den göttlichen Gesetzen, d.h., sie handeln nach göttlichem Willen, sie können also nicht willkürlich von den Bedingungen absehen und dennoch das Erdenkind unterrichten. Und so werden sich immer die lehrenden Wesen bereit halten, die laut göttlichen Weisungen das Erdenkind unterrichten dürfen. Jede Unterweisung bezweckt neben dem Ausbilden des Empfangenden auch ein ständiges Unterweisen der jenseitigen unwissenden Seelen, und daher werden oft Themen gewählt, die gerade diesen besonders wissenswert sind, die also das Erdenkind mitunter nicht sonderlich befriedigen, den jenseitigen Seelen aber äußerst bedeutsam sind. Denn eine jede Kundgabe gibt Licht und Aufklärung, einer jeden Kundgabe ist eine Frage vorausgegangen auf Erden oder im Jenseits. Oft aber bedient Sich Gott auch der Menschen, daß diese Fragen stellen, auf daß Er sie beantworten kann. Denn nur durch immerwährende Fragen kann der Mensch sich bereichern an Wissen, sonderlich aber dann, wenn Gott Selbst sein Lehrmeister ist und ihm die Vergünstigung zugesichert hat, eine jede gestellte Frage zu beantworten. Denn nun ist es von äußerstem Vorteil, diese Vergünstigungen auszunützen, um jede Lücke menschlichen Wissens auszufüllen und geistigen Reichtum zu sammeln, denn niemals braucht der Mensch nun zu fürchten, daß irrige oder unverständliche Kundgaben zur Erde geleitet werden, die also etwas anderes als wirklich Gutes zur Folge haben könnten, selbst wenn sie anfänglich irrig erscheinen, denn Gottes Boten können nichts anderes als die Wahrheit verkünden dem Erdenkind, das Wahrheit empfangen will .... Amen
B.D. 1771 empfangen am 4.1.1941 Annahme und Verständlichwerden der Erlösungslehre .... Es bleibt ein aussichtsloses Beginnen, der Welt den Sinn des Erlösungswerkes klarmachen zu wollen, denn wer die Welt begehrt und ihr nur seine Aufmerksamkeit, sein Sinnen und Trachten schenkt, der wird niemals Verständnis haben für etwas Geistiges. Das Erlösungswerk aber ist eine rein geistige Angelegenheit, denn es berührt nur das Seelenleben des Menschen. Der Weltmensch aber ist wenig bedacht auf sein Seelenleben, er hat nur des Körpers Wohlergehen im Sinn, und sein ganzes Streben gilt nur dem Vermehren irdischer Güter und irdischen Genusses. Ihm den Wert und den Sinn des Erlösungswerkes verständlich machen zu wollen ist ohne Erfolg, weil er auch ohne Glauben dahinlebt. Weltliches Leben und geistiges Streben gehen völlig getrennt. Weltliches Streben ist dem Gegner Gottes zugewandter Wille, geistiges Streben bezeugt das Verlangen nach Gott. Es wird der Gegner Gottes niemals seine Anhänger dem göttlichen Erlöser zuführen, vielmehr alles tun, um ihnen das Wissen um das Erlösungswerk fernzuhalten, sie also beeinflussen, es abzulehnen. Erst wenn der Mensch die Welt und ihre Güter verachten lernt, beschäftigt er sich in Gedanken mit dem göttlichen Erlöser und tritt der Frage der Menschwerdung Gottes näher. Und es wird immer dort der Glaube an Jesus Christus sein, wo die Welt an Reiz verloren hat, wo sie dem Menschen als eitel Blendwerk erscheint und daher verachtet wird. Denn der Erlösungsgedanke kann erst dann im menschlichen Herzen Platz greifen, wenn dieses Herz frei ist von irdischem Verlangen, wenn es sich ernstlich befaßt mit geistigen Dingen, wenn der Seelenzustand dem Menschen Sorge macht, er also der Seele Hilfe bringen möchte. Dann erst wird ihm der Sinn des Erlösungswerkes verständlich, dann möchte er die Gnade des Erlösungswerkes in Anspruch nehmen, und er sucht nun bewußt die Verbindung mit dem göttlichen Erlöser, trägt Ihm alle seine Sünden vor, bittet Ihn um Vergebung seiner Schuld und empfiehlt sich Ihm und Seiner Gnade. Dann hat er sich von dem Gegner Gottes abgewandt, und sein Wille strebt bewußt dem göttlichen Heiland und Erlöser entgegen .... Amen
B.D. 1772 empfangen am 10.1.1941 Leben in der Ewigkeit .... Von unbeschreiblichem Reiz ist die Umgebung, die eine im Glauben an Jesus
Christus aus dem Leben geschiedene Seele nun zum Aufenthalt hat. Es ist ein Paradies
zu nennen im Vergleich zum Erdental, es ist eine außergewöhnlich schöne Gegend, die
doch auch wieder an irdische Gefilde erinnert, obgleich sie unvergleichlich beglückend
auf die Seele wirkt. Was der Seele auf Erden besonders reizvoll erschien, wird sie in der
nunmehrigen Umgebung sicherlich vorfinden, nur weit schöner und vollendeter. Es
kann die Seele im Jenseits das gleiche Leben führen wie auf Erden, sofern ihr dieses die
Erlösung eingetragen hat; sobald also das Erdenleben nicht hinderlich war zur geistigen Reife, kann sie in der geistigen Atmosphäre weilen und also ihr beglückender
Zustand in den Freuden bestehen, die sie auf Erden ersehnte. Doch zumeist begehren
gerade fortgeschrittene Seelen einen solchen Aufenthalt nicht mehr. Sie sind der Welt
schon zu sehr entfremdet, weil sie geistig suchend waren. Es wird also die nunmehrige
Umgebung dieser Seele das Lichtreich sein, und in dieses Reich dringen die Erdenkinder wenig ein, d.h., es kann ihnen nicht anschaulich gemacht werden. Es sind unvorstellbare Schöpfungen von zauberhafter Lichtfülle, die jeglicher irdischen Schöpfungswerke entbehren. Es wird die Seele in wahrhaft fürsorglicher Weise von den ihm entgegenkommenden Lichtwesen geleitet in die neue Heimat, um sie her ist alles strahlendes Licht, und es sieht das geistige Auge die sonderbarsten Gebilde von gigantischer
Schönheit, immer dem bisherigen Empfinden angepaßt, so daß also die Seele glücklich
sein muß, weil sie sieht und hört und besitzen darf, was ihr größte Seligkeiten bereitet.
Und niemals wird sie das Glück allein genießen, sondern immer werden die Wesen mit
ihr zusammen sein, die gleiches Empfinden, gleiche geistige Reife haben und gleiche
Aufgaben erfüllen sollen. Dieses geistige Übereinstimmen des Empfindungslebens
mehrerer Seelen entzückt die Seele aufs äußerste. Es schließen sich also die geistig auf
gleicher Stufe stehenden Seelen innig zusammen und bilden so wieder ein harmonisches Ganzes ohne jeden Mißklang und jeden geistigen Streit. Selten aber ist anzunehmen, daß eine solche Seele viele ihrer Angehörigen, die zuvor heimgegangen sind,
wiedersehen wird. Denn es ist selten allen das gleiche geistige Streben eigen gewesen,
und also sind auch die Umgebungen dieser Seelen ganz verschieden. Und entsprechend
ihrer Lichtfülle halten sie sich auch in Erdennähe, d.h. bei den ihnen geistig verwandten
Seelen, auf. Es können also alle diese Seelen auch um sich herum irdische Schöpfungen
vorfinden, jedoch werden nur die Seelen danach Verlangen tragen, die noch an der Erde
und ihren Gütern hängen. Daher sind die Schilderungen solcher geistigen Wiedersehen nicht immer als irrig anzusehen, nur ist das jene Sphäre, die nicht als Ziel für eine
strebende Seele gelten sollte .... Amen
B.D. 1773 empfangen am 11.1.1941 Positive und negative Kräfte .... Unter der Einwirkung positiver Kräfte muß der Werdegang alles Wesenhaften ein
aufwärtsstrebender sein, denn zuströmende Kraft muß das, was ist, der Vollkommenheit zuführen. Und so ist der Entwicklungsgang des Wesens immer gewährleistet,
sofern sich geistige reife Kräfte seiner annehmen, während alles unreife Geistige den
Entwicklungsgang in negativer Weise beeinflußt, weil dann das Wesenhafte sich absondert von dem Kraftquell und in sich schwächer wird, also zurückgeht. Denn nun findet
eine Trennung statt, indem sich die geistige Substanz wieder mit dem verbindet, was
zuvor schon ihr Aufenthalt gewesen ist, mit der Materie, die das sicherste Mittel der geistig unreifen Wesen ist .... Amen
B.D. 1774 empfangen am 12.1.1941 Wirken des Lichtgeistes .... Des Lichtgeistes Wirken ist unverkennbar, ob ihm dieses auch von allen Seiten abgesprochen werden möchte. Nichts ist von Bestand, was der Gegner unternimmt, wenngleich er auch Licht vortäuschen will. Es ist nur eitel Blendwerk, das keinen Schein von
sich gibt, während das Licht aus den Himmeln leuchtet weit im Umkreis. Sowie sich der
Mensch den Strahlen dieses Lichtes aussetzt, wird es ihn wohltätig berühren, und wo es
nicht diese Wirkung auf den Menschen auslöst, dort ist es des Menschen Wille, der die
Wirkung nicht zuläßt, weil überhebliches Denken, Unwissenheit und falscher Eifer seinen Blick trüben und seine Erkenntniskraft geschwächt haben. Denn Gottes Wirken
nicht zu erkennen setzt diese menschlichen Fehler voraus .... Amen
B.D. 1775 empfangen am 13.1.1941 Sündenvergebung .... „So ihr kein Zeichen sehet, glaubet ihr nicht ....“ Die tiefe Reue muß der Vergebung der Sündenschuld vorangehen; sie ist die Vorbedingung, die gestellt werden muß, um dem Erdenkind die Größe seines Unrechts
bewußt werden zu lassen, sich gegen Gott versündigt zu haben. Wer Gott über alles
liebt, kann nicht sündigen, also ist Sünde immer ein Mangel an Liebe, und aus diesem
heraus vergeht sich der Mensch gegen Gott. Gleichzeitig aber ist die Sünde das Eingehen in den Willen des Widersachers, der immer das will, was Gottes Willen zuwider ist.
Es hat also der Mensch den Willen des Widersachers über den göttlichen Willen gestellt,
er hat ihm gehorcht, sich aber dem göttlichen Willen widersetzt. Es muß der Mensch
also die Größe seines Unrechts erkennen, dann wird er es auch bereuen, so er in der
Liebe zu Gott steht, und dann wird er auch im Herzen Gott um Vergebung bitten können, auf daß ihm nun auch verziehen wird. Es ist nun das Sündenbekenntnis, die Bitte
um Vergebung, kein formeller Akt, sondern sie steigt aus tiefstem Herzensgrund zum
Ohr des himmlischen Vaters empor .... Amen
B.D. 1776 empfangen am 14.1.1941 Gerechtes Denken und Handeln .... Der Gerechte wird sich seiner Handlungsweise niemals zu schämen brauchen,
obgleich er sich nicht immer die Anerkennung seiner Mitmenschen dadurch zuzieht.
Denn des Gerechten Grundsatz ist, für alles, was er tut, die Verantwortung übernehmen
zu können den Mitmenschen gegenüber und auch Gott gegenüber. Gott wird seine
Handlungsweise stets billigen, nicht aber die Mitmenschen, denn diese wollen nur das
anerkennen, was ihnen Nutzen einträgt. Nicht immer aber ist eigener Nutzen aus einer
gerechten Handlung zu ziehen, genau wie nicht immer dem Mitmenschen irdischer
Segen daraus erwächst. Das gerechte Denken aber nützet der Seele in hohem Maße,
denn es beweiset den Hang zu Wahrheit, sowie den Willen zum Guten. Denn nur, wer
das Gute will, der wird auch einen gerechten Sinn sein eigen nennen. Es wird also jede
gerechte Handlung Gottes Segen nach sich ziehen, es wird der Gerecht-Denkende
Gottes Wohlgefallen sich erwerben, und es wird dem Nächsten zugebilligt, was ihm
mitunter der ungerechtdenkende Mensch verweigert. Gerecht zu handeln am Nächsten heißt immer, ihm das gleiche zu tun oder zu geben, was der Mensch selbst für sich
verlangt .... Amen
B.D. 1777 empfangen am 18.1.1941 Werkzeug Gottes .... Die sich berufen fühlen zum Wirken für den Herrn, unterstehen einer geistigen Führung. Sie werden betreut und in aller Liebe gelenkt und geleitet. Denn so sie sich bereit
erklären, dienend tätig zu sein auf Erden, müssen sie ständig unterwiesen werden, um
auch ihres Amtes walten zu können. Sie haben eine Mission auszuführen, und diese
besteht erstmalig in dem Weiterleiten dessen, was ihnen zugeführt wird an Weisheit.
Dann müssen sie aber auch jederzeit bereit sein, sich ohne Widerstand als Werkzeug
des Herrn benützen zu lassen; sie müssen, so der Herr durch sie wirken will, sich gänzlich Ihm hingeben, ihren Willen aufgeben und nun also den göttlichen Willen ausführen und dadurch nun das Wirken Gottes offensichtlich werden lassen vor der Welt.
Denn die übergroße Liebe Gottes sucht die Anhänger der Welt zu gewinnen und sucht
einen Weg zu ihren Herzen. Und ein gläubiges Erdenkind muß nun die Brücke bilden,
da Gott Sich jenen nicht offenbaren kann in der Weise, daß Er erkannt wird von ihnen.
Ein Gott-ergebener Wille wird sogleich erfaßt von geistigen Wesen, denen die Sorge um
die Weltmenschen obliegt. Sie nützen jede Gelegenheit, diesen zu Hilfe zu kommen,
und können mit Hilfe dieses willigen Erdenkindes große Erfolge zeitigen. Sie müssen
aber nun darauf bedacht sein, ihre Kraft erst auf den willigen Menschen zu übertragen,
auf daß dieser dann irdisch weitergeben kann, was ihm zuvor überirdisch vermittelt
wurde. Daher gilt die Sorge der geistigen Wesen dem immerwährenden Ausbilden
derer, die Gott ihren Dienst anbieten. Sie suchen ihnen begreiflich zu machen, daß nur
fortgesetztes Arbeiten an sich jenen Zustand zur Folge hat, in dem Gott durch den Menschen wirken kann. Gott kann erst dann Besitz ergreifen von dem Willen des Menschen, wenn dieser aus eigenem Antrieb sich Ihm zugewendet hat .... Amen
B.D. 1778 empfangen am 16.1.1941 Beteiligung der Wesen im Jenseits an den Unterweisungen .... Der geregelte Unterricht auf geistigem Gebiet gibt den Menschen auf Erden sowie
den Seelen im Jenseits ein umfassendes Wissen, das auch erforderlich ist, will das Wesen
die ihm gestellte Aufgabe erfüllen, sobald es in das jenseitige Reich eingegangen ist,
denn es ist große Arbeit zu leisten, und diese gilt zumeist den Seelen, die unwissend
sind, aber nicht unwillig, das Wort Gottes zu vernehmen. Diesen wird also nun das Wissen zugeführt, was ihnen mangelt und wofür sie aufnahmefähig sind. Haben sie Verlangen nach einer Aufklärung, so geht ihnen diese sofort zu, und eine jede Antwort regt sie
zu eifrigem Nachdenken an, und nur selten .... und das in Fällen krasser Ablehnung .... beachten die Seelen im Jenseits das ihnen Zugehende nicht, und dann bleiben diese
Seelen auch nicht in der Nähe gebender Lichtwesen, sondern sie werden an einen Ort
verbannt, wo sich das Licht-Spendende fernhält, wo also tiefste Dunkelheit ist und entsprechend Wenig-wissende-Wesen sich aufhalten. Dort können diese Seelen endlose
Zeiten verbringen, so in ihnen das Verlangen nach Wissen nicht rege wird. Doch die
ständig von Lichtwesen belehrt werdenden Seelen lassen diese Wesen nicht in der Not
allein. Sie suchen sie auf und geben ihnen eine Schilderung des Wirkens liebender
Wesen an den Menschen auf Erden und den Seelen im Jenseits. Und solche Schilderungen können die unwissenden Wesen veranlassen, einer Unterweisung beizuwohnen. Sie
sehen dann den Vorgang mit noch weltlichen Gefühlen an, sie sehen, daß es Verbindungen gibt zwischen der Erde und dem Jenseits, und da sie selbst noch sehr am Irdischen
hängen, glauben sie, gleichfalls die Verbindung herstellen zu können mit ihren Lieben.
Und dies veranlaßt sie, immer wieder zu dem Ort der Unterweisung zurückzukehren,
und also sind sie auch Zeugen dessen, wie lichtumstrahlt der Empfänger jenseitiger
Botschaften während der Zeit des Aufnehmens ist und wie wohltätig die Lichtausttrahlung von den umgebenden Wesen empfunden wird, d.h., wie beglückt die Seelen im
Jenseits sich an jeder Unterweisung des Erdenkindes beteiligen, weil ihr Wissen
dadurch vermehrt wird und sie mit diesem Wissen wieder unzählige noch ärmere Seelen beglücken können. Nur wer im Wissen steht, der kann die ihm gestellte Aufgabe
erfüllen, denn unwissende Wesen können selbst nichts geben, doch nur das gebende
Wesen wird sich erlösen können. Es kann aber wiederum nur geistiges Gut weitergegeben werden, und darum muß es erst einmal Eigentum des Wesens werden, also von
diesem willig entgegengenommen werden, auf daß es ausgeteilt werden kann .... Amen
B.D. 1779 empfangen am 18.1.1941 Der rechte und der falsche Weg .... Der Weg zu Gott ist für viele Menschen schwer passierbar, weil ein anderer Weg
ihnen reizvoller erscheint, d.h., der Weg, den sie gehen möchten, scheint ihnen, zum
rechten Ziel zu führen. Sie sind aber ohne Kenntnis, welches Ziel ihnen als Mensch
gestellt ist. Und also streben sie etwas an, was nicht im entferntesten der Aufgabe nahekommt, die ihnen für das Erdenleben gesetzt ist. Ihre Kraft, ihr Denken und Streben gilt
dem Lösen von Problemen, die für das Seelenheil des Menschen höchst unwichtig sind.
Sie setzen sich mit allem Eifer für eine gewaltsame Umformung bestehender Gesetze
ein, sie sprechen dem einen Menschen alles Recht zu, während sie es dem anderen
gänzlich absprechen, und nennen das ein Dienen der Nation. Der letzte Widerstand,
der sich solchen Neuordnungen entgegensetzt, soll gewaltsam gebrochen werden,
angeblich zum Segen eines Volkes. Dem rechtlich Denkenden wird das Recht der freien
Meinungsäußerung genommen, und anerkannt wird nur, wer in gleicher Richtung zu
denken sich bemüht wie jene, denen die Führung der Masse obliegt. Diese Richtung
also ist maßgebend, und also werden unzählige Menschen auf einen Weg gedrängt, der
aber nicht der Weg zu Gott genannt werden kann. Denn dieser Weg weiset viele Steine
des Anstoßes auf, es ist nicht der Weg, der wohl über Dornen und Gestrüpp, jedoch
unweigerlich zur Höhe führt. Es ist ein Weg, der wohl scheinbar geradeaus führt, doch
immer weiter sich von dem rechten Ziel, von der rechten Gotterkenntnis entfernt. Denn
wer Gott recht erkennen will, der muß alle Seine Geschöpfe anerkennen .... Amen
B.D. 1780 empfangen am 19.1.1941 Glaube und Vertrauen .... In einer allgemeinen Ratlosigkeit wird es sich zeigen, um wie vieles ruhiger die Menschen bleiben, in deren Herzen der tiefe Glaube und das Gottvertrauen verwurzelt ist.
Wo jede Hilfe unmöglich erscheint, dort hoffen jene doch auf die Hilfe des Herrn. Und
diese Hoffnung läßt Gott nimmermehr zuschanden werden. Er sendet ihnen Seine
Hilfe, auch wenn sie irdisch als solche nicht erkennbar ist. Er läßt aber nimmermehr
solche bittende und vertrauende Menschen in der Not der Seele. Selbst wenn sie das
nahende Ende kommen sehen, dann gibt Er ihnen plötzlich die innere Erkenntnis, daß
ihre Erdenlaufbahn beendet ist und sie nun das Erdenleben mit einem weit schöneren
Leben vertauschen, so daß sie also das Erdenleben gern und freudig dahingeben und
nicht mehr um Erhaltung dieses bitten. Sie erkennen nun, daß sie eine Mission erfüllen,
daß ihr irdisches Abscheiden wieder anderen Seelen zur Höhe verhelfen soll, und ihre
Gotterkenntnis läßt sie leichten Herzens das Opfer bringen, das aber nur für die Mitmenschen als ein Opfer erscheint. Glaube und Vertrauen macht auch die schwerste
Stunde leicht; immer Gott sich gläubig anvertrauen, den himmlischen Vater walten lassen nach Seinem Gutdünken und ohne Furcht alles Kommende erwarten gibt größte
Kraft. Und es wird diese Kraft die Menschheit nötig gebrauchen können in der kommenden Zeit, es wird das Leben fast untragbar sein für die Menschen, denen der Glaube
und also auch die Kraft mangelt. Es wird ein überirdisches Wirken erkannt werden,
denn irdische Macht kann nichts ändern an dem Unheil, das über die Menschen
kommt. Jedoch an ein überirdisches Wesen sich bittend und hingebend zu wenden,
dagegen sträubt sich die Menschheit, und es ist doch die einzige Möglichkeit, die
schwere Lage zu bessern. Und es werden die irdischen Lasten geradezu zum Beten
gemahnen, und wohl dem, der sich dieser Mahnung nicht verschließt und den Weg zu
Gott findet, indem er zu Ihm seine Zuflucht nimmt. Doch die Menschheit ist gar sehr
überheblich, und selbst in schwerem Leid will sie sich nicht beugen. Sie hat keinen
Glauben an ein stets hilfsbereites Wesen und rufet daher dieses Wesen auch nicht an.
Und also sieht der Mensch sich selbst an als ein Geschöpf, das keinen Mächtigeren über
sich hat, und auf diesem falschen Grundgedanken baut sich nun auch eine völlig falsche
Gedankenrichtung auf. Es kann eine Rechnung niemals stimmen, der gleich zu Beginn
ein Fehler unterlaufen ist. Gott aber möchte dieses falsche Denken doch noch recht leiten, Er möchte Sich Selbst den Menschen zum Bewußtsein bringen, Er will nur, daß sie
an Ihn glauben, daß sie Ihn erkennen als mächtigsten Geist des Himmels und der
Erde .... Amen
B.D. 1781 empfangen am 20.1.1941 Göttliche Gnade .... Der bedeutsamste Moment im Erdenleben ist das Bewußtwerden der eigenen Schwäche und der Zuwendung der göttlichen Gnade. Es wird der Mensch letztere niemals erkennen, solange er sich selbst stark wähnt. Erst das Gefühl der Schwäche macht ihn fähig zur Inanspruchnahme der göttlichen Gnade, d.h., er begehrt etwas, was ihm das Schwächegefühl nimmt, und er erkennt dann diese ihm fühlbare Hilfeleistung als Gnade, als ein Geschenk, von Gott in Liebe ihm dargeboten. Und dieses Erkennen ist darum so bedeutsam für ihn, weil nun der Mensch, indem er um die Gnade bittet, auch die Verbindung mit Gott bewußt herstellt und dieses sowohl seinen Glauben als auch sein Verlangen zu Gott beweist, was nun mit Sicherheit die Höherentwicklung der Seele nach sich zieht. Göttliche Gnade ist ein Hilfsmittel zur Höhe, göttliche Gnade ist weiter auch schon die Erfüllung des Gebetes, sie ist ein Beweis der Liebe Gottes; und wo diese sich äußert, dort braucht der Mensch nicht zu fürchten, daß er jemals verlassen ist von Gott. Er braucht keinen geistigen Niedergang zu befürchten, er braucht aber auch irdisch nicht bangen, denn die Bitte um die göttliche Gnade wird niemals unerhört bleiben, und in der göttlichen Gnade stehend, wird der Mensch alles überwinden. Denn göttliche Gnade ist Kraft, die Gott den Menschen zuwendet ohne deren Verdienst. Die göttliche Gnade wird nicht ausgeteilt nach Würdigkeit, sondern alle Menschen können sie empfangen unbeschränkt, nur müssen sie diese begehren und also darum bitten. Ungebeten aber kann die Gnade nicht ausgeteilt werden. Es wird Gott nur immer den Menschen aufmerksam machen oder ihn anzuregen suchen, Seine Gnade zu begehren, niemals aber wird Er den Menschen Seine Gnade schenken, die solche nie zu benötigen glauben. Es sind diese Menschen selbstüberheblich; sie wissen nicht, daß sie nichts sind, so Gott es will, sie glauben aber, alles in der Welt meistern zu können aus eigener Kraft. Diesen Menschen muß Gott Seine Stärke zeigen, Er muß sie hilflos machen, auf daß sie Ihn nun anrufen um Seine Gnade, denn dann vermittelt Er diese den Menschen, und dann erst beginnt der Mensch zu reifen an seiner Seele. Zuvor aber war der Gang auf Erden ohne großen geistigen Erfolg, wenngleich irdisch der Mensch wohl Freude und körperliche Befriedigung fand. Nur was der Seele nützet, hat bleibenden Wert, nicht aber, was der Körper begehrt und er erhält. Und so der Mensch stets und ständig bittet um Gnade, wird der Zustrom nie versiegen, und in der göttlichen Gnade zu leben trägt der Seele unnennbaren Segen ein und ist darum das Erste und Wichtigste, was erkannt werden muß. Denn nun erst arbeitet der Mensch bewußt an seiner Seele, so er fortgesetzt die göttliche Gnade anfordert, auf daß sie ihm ungemessen zuströmen kann .... Amen
B.D. 1782 empfangen am 21.1.1941 Innere Stimme .... Wer sich der Stimme des Herzens nicht verschließt, der muß unweigerlich das tun,
was Gott wohlgefällig ist, denn es tönet diese Stimme nur dort, wo der Mensch Gott
zustrebt, d.h., sobald er sich von Gott abgewandt hat, schweigt die innere Stimme .... nicht aber, daß sie gleichfalls spricht und den Menschen zum Bösen anhalten könnte. Es
wird der Mensch, der dem Drängen böser Kräfte nachgibt .... also das tut, was Gottes
Willen widerspricht .... nimmermehr innere Mahn- oder Warnrufe vernehmen. Er hat
die Stimme in sich zum Schweigen gebracht, indem er sie nicht befolgte, als sie ihn
ermahnte oder warnte. So also die Stimme im Herzen tönt, ist es immer die göttliche
Stimme, und was sie den Menschen zu tun heißt, wird auch immer recht sein vor Gott.
Es kann sonach ein Mensch niemals unrecht handeln, der seiner inneren Stimme achtet und sie befolgt, denn dieser hat den Willen zum Guten und kann daher nicht
schlecht handeln. Nur wenn er sich von weltlichen Begierden noch nicht frei gemacht
hat, wenn er irdisches Verlangen erfüllen will, dann lockt ihn eben durch diese irdischen Begierden der Feind, und es hält dieser dem Menschen alle irdischen Freuden
und Gelüste dem Drängen des Herzens entgegen. Und dann ist die Gefahr, daß der
inneren Stimme nicht geachtet wird. Dann hat der Körper die Oberhand gewonnen
über das Herz. Und es hat der Wille des Menschen sich dem zugewandt, was er überwinden sollte. Also wird immer das der Maßstab sein, wann der göttliche Wille erfüllt
wird, ob dem Körper und seinem Begehren entsprochen wird oder das, was der
Mensch tut und denkt, der Seele zum Nutzen ist. Und es wird die Stimme des Herzens
immer von dem Menschen das Eingehen dessen fordern, was der Seele zuträglich ist,
niemals aber dem Begehren des Körpers zugunsten tönen. Wer nun ernstlich den Willen Gottes erfüllen will, der höret die innere Stimme auch deutlich genug, er weiß jederzeit, was Gott von ihm verlangt, nur mangelt es ihm mitunter an Kraft, das auch auszuführen .... doch dann braucht er nur zu beten, und die Kraft wird ihm zugehen. Sein
Wille und sein Gebet vermögen alles. Mangelt es jedoch an einem von beiden, dann ist
sein Leben ein Kämpfen und Ringen, so lange, bis er innig bittet und vollernstlich
will .... Amen
B.D. 1783 empfangen am 22.1.1941 Der kommende Herrscher nach dem Willen Gottes .... Und das ist Mein Wille, daß sich eine Macht bildet auf Erden, die jede Gewalttätigkeit scheut und nur in Liebe ihre Herrschaft ausübt. Und diese Macht werde Ich ins Leben rufen, Ich werde ihr Meinen Segen geben, Ich werde sie groß werden lassen, und die Welt soll erkennen, daß sie von Mir eingesetzt ist. In absehbarer Zeit schon wird einer den Thron besteigen, d.h., Ich werde ihm Gewalt geben über viele Länder, Ich werde die Menschen bestimmen, ihn zu wählen zu ihrem Fürsten, zu ihrem Regenten, und er wird sich die Liebe und das Ansehen aller Völker erringen, er wird ohne Falsch sein und Mir allein die Ehre geben, und darum will ich sein Wirken auf Erden segnen .... Doch ehe dieser kommt, geht eine unsagbare Trübsal über die Erde, denn noch herrschet der Widersacher, und dessen Einfluß sucht zu zerstören. Er bestimmt alle schlechten Kräfte zu ungeheurer Tätigkeit, und also wird die Erde aufgewühlt werden, es wird
alles schlechte Geistige die Oberhand gewinnen, und es werden irdische Maßnahmen
getroffen werden, die gleichfalls auf satanischen Einfluß schließen lassen, und es wird
die weltlich herrschende Macht leben ohne Gott, und so wird auch die Ausübung der
Gewalt sein .... rechtlos, brutal und das Licht der Wahrheit scheuend, und es wird die
Menschheit immer deutlicher den schlechten Einfluß erkennen und den heimlichen
Wunsch in sich spüren, daß diese Herrschaft abgelöst werden möge von einer dem
göttlichen Willen entsprechenden Gewalt. Gott hat diese Änderung vorgesehen, es ist
aber die Zeit noch nicht gekommen, denn erst muß das Wirken des Satans offenbar
werden, auch denen, die sich restlos dazu bekannten .... Amen
B.D. 1784 empfangen am 23.1.1941 Der Dämon im Menschen .... Der Dämon beherrscht die Welt, und sein Einfluß macht sich bemerkbar in dem
Handeln und Denken der Menschheit. Ohne Scheu verübt diese nun die verabscheuungswürdigsten Handlungen. Sie gibt sich keine Rechenschaft, was sie vollbringt, sondern überbietet sich in Mitteln, dem Nächsten zu schaden. Denn es ist der Geist der
Lieblosigkeit, der sie zu solchem Handeln und Denken treibt. Es sind die Menschen bar
jeder Liebe, und dieser Tiefstand ihrer Seele wirkt sich aus in ihren Handlungen. Sie
werden niemals aufbauend tätig sein, sondern immer zerstörend, sei es irdisch oder
geistig. Sie werden die Wahrheit verdrängen wollen und die Lüge verbreiten, sie werden
jede geistige Strömung unterbinden, alles Glaubensfeindliche aber billigen und begünstigen, sie werden kein Eigentum respektieren, sondern den Besitz widerrechtlich an
sich zu reißen versuchen. Sie werden keine Mittel scheuen, die irdischen Vorteil verheißen, selbst wenn sie verabscheuungswürdig sind, denn das Böse fragt nicht nach Recht
und Gerechtigkeit, sondern geht widerrechtlich und mit Gewalt vor. Und es sind die
Menschen schon völlig im Bann des Bösen, sie haben sich selbst in dessen Macht begeben durch ihr Verlangen nach irdischem Besitz, durch ihr liebloses Wesen und ihre
Eigenliebe, und daher hat der Dämon guten Erfolg bei einer so gearteten Menschheit.
Denn diese versäumt es, Gott um Hilfe zu bitten gegen die feindliche Gewalt. Sie ist vielmehr mit allem einverstanden, was die böse Macht verlangt, und also entfernt sich das
Göttliche immer weiter von ihr. Es wird die Trennung zwischen Gott und den Menschen immer sichtlicher, ja es wird offen vorgegangen gegen Gott und Seine Anhänger.
Wo nun aber das Wirken der Gegenmacht Gottes so sichtlich zutage tritt, dort äußert
Sich auch Gott ebensosichtbar, um die Menschheit zurückzuleiten, Er gibt außergewöhnliche Beweise Seiner Allmacht und Liebe, indem Er allerorten Menschen erweckt,
die Seinen Willen der Menschheit künden. Doch wie wenige erfassen diese Gnadengabe, und wie wenige kommen dem göttlichen Willen nach .... Amen
B.D. 1785 empfangen am 25.1.1941 Wirken finsterer Mächte .... Wer in den Kräften der Finsternis die Erklärung sucht für einen Vorgang, der gutes geistiges Wirken ist, dessen Herz steht unter dem Zwang eben jener Mächte der Finsternis. Es gibt der Mensch jenen Mächten Gewalt über sich durch zu schwachen Glauben. Er leistet keinen oder nur wenig Widerstand, und daher ist die Gegenmacht stark. Das Streben dieser ist, sein Reich zu vergrößern, und wo für die Errettung irrender Seelen gewirkt wird, dort setzen die finsteren Kräfte besonders tatkräftig ein, um das Wirken guter Kräfte zunichte zu machen. Es gehört ein starker Wille dazu, um jenen Kräften überlegen zu bleiben. Und es muß daher der Mensch inständig um die Gnade Gottes bitten, um Kraft zum Widerstand und um Erkenntnis dessen, was recht oder unrecht ist vor Gott. Der himmlische Vater sieht das Ringen Seiner Erdenkinder und steht ihnen bei in ihrer Not, so sie nur Ihn nicht ausschalten und aus eigener Kraft der schweren Lage Herr zu werden (ver)suchen. Es ist das Ringen der guten mit den schlechten Kräften ungeheuerlich in dieser Zeit, denn es bietet die Gegenmacht alles auf, um zur Herr-schaft zu gelangen. Doch ebenso sind unzählige Lichtwesen in Erdennähe, und ihr Wirken ist gleichfalls unvorstellbar für den Menschen. Sie stärken den Willen der Gottzugewandten Menschen, daß sie trotz größter Widerstände nicht wankend werden .... (Unterbrechung)
B.D. 1786 empfangen am 25.1.1941 Dienen bedeutet Freiwerdung .... Alles drängt der Befreiung entgegen, was noch in der Form gebannt ist. Es ist das Wesenhafte gezwungen, und es empfindet den Zwang als Qual. Der Zwang, den Gott auf das Wesen ausübt, indem Er ihm die Freiheit seines Willens nimmt, ist jedoch keineswegs entscheidend für das Wesen, sondern nur insofern fördernd, daß in ihm das Verlangen stark wird, eben diesem gebannten Zustand zu entfliehen, und es sich nun zu etwas entschließt, was zu tun es sich vorher weigerte .... daß es bereit ist zum Dienen. Also bedeutet Dienen zugleich ein Freiwerden. Das Wesen, das keinen rechten Willen dazu hat, muß sich auch die Fesseln gefallen lassen, es muß leiden, und so ist wiederum der Leidenszustand dem Wesen nicht zu ersparen, solange es sich weigert, in ein dienendes Verhältnis zu treten. Es muß also in Demut eine Tätigkeit verrichten, die den Leidenszustand eines anderen Wesens verringert. Es muß etwas auf sich nehmen, was das andere Wesen tragen sollte; es erlöst dadurch sich selbst und auch das Wesen, dem es dient. Je williger nun das Wesen in ein dienendes Verhältnis tritt, desto mehr lockert Gott den gebundenen Willen dessen, um ihm zuletzt jegliche Willensfessel zu nehmen und ihm nun die Erlösung selbst zu überlassen, indem es ihm freie Entscheidung gibt, daß es also nicht mehr zum Dienen gezwungen wird, sondern dies freiwillig tun muß, um der letzten Form ledig zu werden. Das freiwillige Dienen aber setzt auch ein Wissen voraus um den Sinn und Zweck dessen; es muß dem Wesen zur Kenntnis gebracht werden, was das Erdenleben für es bedeutet. Es kann nicht in Unwissenheit gelassen werden über den Sinn und Zweck des Lebens, sondern es muß ihm alles Wissenswerte zuvor unterbreitet werden, ehe es zur Verantwortung gezogen werden kann für das, was es auf Erden zu tun unterläßt. Es hätte keinen Wert, wenn das Wesen nur wieder gezwungenerweise zu dienender Tätigkeit angehalten würde, es muß ihm freistehen, zu dienen, oder auch sich diesem Dienen zu entziehen. Es ist durch den langen Gang auf Erden vor der Verkörperung als Mensch das Wesen so gestaltet worden, daß es sich in einer gewissen Reife befindet, also sehr wohl die Fähigkeit hat, zu erkennen, was göttlicher Wille ist. Doch den göttlichen Willen erfüllen muß es aus eigenem Antrieb, es kann nicht zwangsweise zu seinem Handeln und Denken als Mensch veranlaßt werden, sonst wäre dies keine restlose Erlösung, denn der Wille der Gegenmacht wäre dann noch nicht gänzlich besiegt. Es ist das Göttliche im Menschen erst dann zur alleinigen Herrschaft gelangt, so der Gegner völlig besiegt ist; es darf nicht die geringste Verbindung bestehen zwischen dem Menschen und dem Widersacher, es muß das Verlangen des Menschen vielmehr nur Gott gelten, und dieses Verlangen nach Ihm bestimmt den Menschen auch zum Dienen; er tut alles, was Gott will, er hat jede Überheblichkeit dahingegeben und sich zur Liebe und Demut gestaltet, also sich erlöst von jeglichem Einfluß des Gegners, und ist nun auch restlos befreit von jeder ihn bannenden Form, denn das Wesen ist nun so geworden, wie es sein muß, um sich wieder mit Gott zusammenzuschließen .... es hat den Urzustand erreicht .... es ist, was es war von Anbeginn .... Licht und Kraft in aus Gott .... Amen
B.D. 1787 empfangen am 26.1.1941 Innere Auflehnung gegen Gott .... Das Unvermögen, geistige Ergebnisse zu beurteilen, ist wieder eine Folge der inneren Auflehnung gegen Gott .... Er muß sich und sein Denken umgestalten, er muß zur Liebe werden, um die höchste Liebe erkennen zu können .... Amen
B.D. 1788 empfangen am 26.1.1941 Gedanken Folgen des Willens .... Es bewegen sich die Gedanken des Menschen in der Richtung, die seinem Willen entspricht. Und es ist daraus zu folgern, daß der Mensch auch für seine Gedanken verantwortlich gemacht werden kann. Er macht sich also empfangsbereit für solche geistige Übermittlungen, denen sein Wille sich nicht widersetzt. Er nimmt die Kraft jenseitiger Wesen in Anspruch, die geben wollen, und je nachdem sein Wille der Wahrheit oder Lüge zugänglich ist, sind auch die gebenden Wesen gut oder böse. So also der Mensch sich in ein Denken hineingedrängt fühlt, so setzt er der geistigen Kraft, die sich äußern will, zu wenig Widerstand entgegen, und es gewinnt diese Kraft nun Oberhand; gute und böse Kräfte wollen Besitz ergreifen von dem Menschen. Was nun der Mensch will, das ist entscheidend. So wie er selbst ist, wie sein Wesen geartet ist, so sind auch die Wesen, die sich ihm nahen. Will der Mensch Gutes, so nahen sich ihm auch die guten Wesen, genau wie der böse Wille auch die bösen Wesen anzieht, die sich ihm nun mitteilen wollen. Doch niemals wird ein Mensch gegen seinen Willen von Wesen belehrt, es ist immer erst der Wille ausschlaggebend für das, was ihm nun an Wissen zugeht. Die Gedanken sind also Übertragungen aus dem jenseitigen Reich, die der Wille des Menschen anfordert. Der Wille aber ist völlig frei, er kann anfordern, wozu er sich hingezogen fühlt, doch es zieht dies auch Folgen nach sich, und die Folgen sind nun zum Vorteil oder Nachteil für die Seele. Es ist somit der Wille verantwortlich für den Schaden der Seele, denn alle dem Menschen zugehenden Gedanken, die Übertragungen niedriger geistiger Wesen sind, können nun nicht anders als die Seele schlecht beeinflussen, und also ist die Höherentwicklung dieser in Frage gestellt, während jede Vermittlung guter Geistwesen auch wieder Gutes zeitigen muß und der Wille Anlaß ist zu geistigem Fortschritt. Und es ist darum das Trachten nach der Wahrheit, das Verlangen nach Gott vom menschlichen Willen abhängig, es wird ein jeder Gedanke vom menschlichen Willen geboren, d.h.,er ist erst die Folge der Willensentscheidung des Menschen. Es werden die Gedanken immer solcher Art sein, daß sie dem menschlichen Willen zusagen, oder auch, der menschliche Wille entscheidet sich für solche Gedanken, die in seinem Wesen begründet sind. Es wird daher der Mensch zur Rechenschaft gezogen werden, sofern sein Wille das Gedankengut anstrebt, das seiner Seele Schaden einträgt, weil es ihm auch freistand, das Gute zu erkennen und zu begehren .... Amen
B.D. 1789 empfangen am 27.1.1941 Tätigkeit des Einzelwesens .... Das Einzelwesen legt den Erdenweg zurück seiner Bestimmung gemäß, d.h., es
kann nicht willkürlich ein Wesen die Tätigkeit oder Aufgabe eines anderen Wesens
erfüllen, da eben diese Aufgaben der Wesen in den verschiedenen Verkörperungen
auch verschieden sind. Es ist dies eine Ordnung in der Schöpfung, die nicht
umgestoßen werden kann, daß jedes einzelne Geschöpf bestimmt ist zu einer Tätigkeit,
die wieder beiträgt zur Erhaltung des gesamten Schöpfungswerkes. Nichts ist
ohne Zweck und Sinn, also muß auch die Aufgabe eines jeden Wesens diesem Sinn
und Zweck entsprechen. Ob sie von den Menschen erkannt wird als solche, ist
zwar mitunter fraglich, denn es besitzt der Mensch nicht das Wissen um die Zusammenhänge
im Schöpfungswerk, doch so er Gott als einen überaus weisen Schöpfer anerkennt,
darf ihn kein Zweifel befallen, denn es kann nichts zwecklos sein in der Schöpfung,
was der weiseste Schöpfer geschaffen hat. Es ist ein jedes Einzelwesen bestimmt, eine
gewisse Zeit isoliert seinen Erdenweg zu gehen und nun auszureifen durch das
Erfüllen der ihm gestellten Aufgabe. In der Höherentwicklung der Wesen liegt
auch die Möglichkeit des Zusammenschlusses mit anderen, gleich reifen Wesen, die
nun wieder eine neue Hülle bekommen, um wieder als Einzelwesen die Erde zu beleben.
Und es geht dieser Entwicklungsgang immer so fort, bis endlich die Außenform
von unzähligen geistigen Wesenheiten, die sich zusammenschließen durften, der
menschliche Fleischleib Amen
B.D. 1790 empfangen am 27.1.1941 Glaube an Erlösungswerk bannt die Macht des Bösen .... Der leiseste Wille zu Gott genügt, daß dem Menschen geistige Hilfe entgegengesendet wird, und es ist daher irrig, anzunehmen, daß eine ringende Seele nicht Gnade findet vor den Augen des himmlischen Vaters, auch wenn sie gefehlt hat. Wer Ihn sucht, der
wird Ihn auch ganz gewiß finden, denn es legt der Vater im Himmel nicht den Maßstab
an den Verfehlungen Seiner Erdenkinder an, wie es die Menschen auf Erden tun. Er
macht es Seinen Kindern nicht so schwer, Ihn zu finden, denn Er Selbst kommt ihnen
entgegen und streckt Seine Hände aus nach dem Kind, das zu Ihm verlangt. Und darum
müssen sich die Menschen hüten, Gott als so unbarmherzig hinzustellen, daß Er in der
Gewalt des Widersachers lassen könnte, die den Willen haben, Ihm näherzukommen.
Es ist der Wille das einzige, was Gott von den Menschen fordert. Wer nun seinen Willen
hingibt, der kann Seiner Hilfe stets gewärtig sein. Denn ob auch der Widersacher noch
so stark ist und mit List arbeitet, Gottes Schutz und Liebe sind doch weit stärker und
können den Menschen gänzlich befreien von jener Macht. Doch es müssen die Menschen zu Gott wollen, und das vollernstlich .... Amen
B.D. 1791 empfangen am 28.1.1941 Geistiger Wendepunkt .... So gewaltig ist die Umwälzung, die sowohl geistig als auch irdisch sich vollziehen
wird, daß von einer Zeitenwende gesprochen werden kann. Die Einstellung der gesamten Menschheit zu Gott hat es zuwege gebracht, daß nun ein göttlicher Eingriff zu
erwarten ist. Es liegt die Notwendigkeit einer freien Entscheidung der Menschen vor;
sie müssen in eine solche Not kommen, daß sie gezwungen sind, ein höheres Wesen um
Hilfe anzugehen, sofern sie noch ein wenig Glauben an dieses höchste Wesen in sich
tragen. Und nun wird es sich entscheiden, wer noch so viel Glauben hat, um Zuflucht zu
nehmen bei einer höheren Gewalt .... Amen
B.D. 1792 empfangen am 28.1.1941 Himmlische Glückseligkeit .... In lichtvoller Umgebung zu weilen ist unbeschreiblich beglückend für das Wesen; alles Drückende, Belastende ist von ihm genommen, es ist keiner Bedrängung unreifer geistiger Wesen ausgesetzt, es sind keine Schatten oder dunklen Zustände, die es beängstigen könnten. Überall ist Freude, Harmonie und strahlendstes Licht. Und innige Liebe und Dankbarkeit erfüllen das Wesen, das sich in Gottnähe fühlt, auch wenn es noch nicht gänzlich mit Gott verschmolzen ist. Es darf jedoch Licht und Kraft von Ihm entgegennehmen, und also nimmt es schon teil an der ewigen Herrlichkeit. Es darf eine beglückende Tätigkeit ausführen, es darf im göttlichen Willen tätig sein, indem es anderen Wesen das vermittelt, was es selbst empfängt. Es brauchen die Wesen zu ihrer Höherentwicklung fortgesetzt göttliche Kraftzuwendung, und es sind die Lichtwesen solche Kraftstationen, die von Gott empfangene Kraft ständig weiterleiten und dadurch sich selbst einen unvorstellbaren Glückszustand schaffen. Der Erdenmensch begreift weder die Tätigkeit der Lichtwesen noch den Vorgang der Kraftumleitung auf die Kraft benötigenden Wesen, und er ist daher ohne jegliche Vorstellung, und deshalb ist ihm der Gedanke an eine Ewigkeit in Glückseligkeit ein Phantom, das er verwerfen möchte, das er nicht als Wirklichkeit annehmen will. Er mißt alles mit dem Maßstab, der an irdische Vorgänge angelegt werden kann, er bedenkt nicht, daß außerhalb der Erde andere Gesetze gelten, daß sich dort Vorgänge abspielen, die irdisch nicht zu begreifen sind. Denn es ist die Erde eines der unscheinbarsten Schöpfungswerke, und also können ihre Bewohner sich nichts anderes vorstellen, als was sie auf Erden vorfinden, denn darüber hinaus geht die Vorstellungsgabe der Menschen nicht. Und um das Lichtreich sich annähernd vorstellen zu können, müssen die Menschen schon sehr weit vorgeschritten sein, doch auch dann können sie die wahrheitsgemäße Schilderung schwerlich fassen, denn es müßte ihnen ein völlig neues Wissen erschlossen werden, wofür der Mensch selten aufnahmefähig ist. Und daher können jene Gefilde immer nur als ewige Herrlichkeit bezeichnet werden, denn sie sind über alle Maßen herrlich und lieblich anzusehen, und sie versetzen das Wesen in einen Zustand, der höchste Glückseligkeit genannt werden kann und doch sich der Mensch nicht das vorstellen kann, was es in Wirklichkeit ist. Und daher werden die Menschen bei den Worten „himmlische Glückseligkeit“ und „ewige Herrlichkeit“ stets in arge Zweifel über die Wahrhaftigkeit solcher Worte geraten, weil sie etwas, was ihnen nicht verständlich und erklärbar ist, nicht als Wahrheit annehmen wollen. Wiederum aber ist es unmöglich, sie näher einzuweihen und ihnen einen Einblick in das Lichtreich zu gestatten, bevor sie nicht das Ihrige dazu tun, um selbst Licht- und Kraftträger zu werden. Sie können dies wohl noch auf Erden erreichen, doch es gehört dazu ein starker Wille und tiefste Liebe zu Gott, dann aber wird es ihnen um vieles leichter sein, jene Sphären zu begreifen, die dereinst ihr Aufenthalt sein sollen, denn dann ist es in ihnen selbst licht und hell geworden .... Amen
B.D. 1793 empfangen am 29.1.1941 Liebetätigkeit geistiger Fortschritt .... Förderlich zur Höherentwicklung der Seele ist alles das, was als Ausführung eines Liebeswerkes angesprochen werden kann, also jedes Werk der Liebe ist geistiger Fortschritt. Dann aber auch ist als solcher anzusehen jedes Überwinden irdischer Begierden sowie der Widerstand gegen alles Böse, denn letzterer bedeutet ein Schwächen der gegnerischen Macht und ein Vermehren der eigenen Kraft. Es muß der Mensch unweigerlich zur Höhe gelangen, so er nur nach oben, zu Gott, verlangt und der Tiefe entfliehen will im Glauben an Jesus Christus, den göttlichen Erlöser und Überwinder des Todes. Denn wer im Glauben an Ihn Gott um Kraft bittet, dem wird sie auch vermittelt werden, und jegliche Zufuhr von Kraft aus Gott muß den Reifezustand der Seele erhöhen und für das Wesen die geistige Fortentwicklung bedeuten. Und es ist wieder nur die Stärke des Willens ausschlaggebend, ob der Weg zur Höhe mit großem Kampf oder kampflos zurückgelegt werden muß. Denn bei noch schwachem Willen ringt auch der Gegner darum, den Willen sich selbst wieder zuzulenken, und dann erfordert es inneren Kampf, um des Gegners Herr zu werden. Ein starker Wille, d.h., ein Wille, der bedingungslos Gott zugewandt ist, ist kein Angriffsfeld für den Gegner, und es werden daher die geistigen Widerstände nicht so groß sein. Doch alle Widerstände mit Leichtigkeit überwinden kann der Mensch, so er in Liebe tätig ist, denn dann steht Gott Selbst ihm bei. Er tut dem Nächsten ein Werk, das dessen Not verringert, also teilt Gott das gleiche aus, Er verringert auch seine Not und hilft dort, wo der Mensch zu versagen droht. Und deshalb muß der Mensch, der liebetätig ist, unweigerlich zur Höhe gelangen, sein Seelenzustand muß zu einer gewissen Reife kommen, denn er steht in der Liebe und ist folglich auch in Gott, .... denn Gott Selbst ist die Liebe .... Amen
B.D. 1794 empfangen am 29.1.1941 Rednergabe und rechte Anwendung .... Die Gabe zu reden hat Gott dem Menschen oft versagt, um ihn klein und bescheiden werden zu lassen, denn es wird eine außergewöhnlich gut entwickelte Rednergabe den Menschen auch zumeist überheblich werden lassen. Es ist dies auch ein Werk des Widersachers, daß er den redegewandten Menschen oft seinem Willen gefügig macht und er ihn dann nützet als Vertreter alles dessen, was gegen Gott gerichtet ist. Denn es wird ein guter Redner bedeutend mehr Anhänger finden als ein Mensch, dem es an Worten mangelt, seine Ansicht kundzutun. Der wortarme Mensch dagegen wird meist tiefer im Denken sein, und also wird auch die reine Wahrheit leichter von diesem erkannt werden, während der redegewandte Mensch mehr oberflächlich über alles spricht, was ihn bewegt, und, da er sich selbst gern reden hört, seine Redegewandtheit dazu benützt, weitschweifend über Nebensächlichkeiten zu sprechen, also seinen Reden kein besonderer Wert beizumessen ist. Es ist eine gewisse Eigenliebe bei solchen Menschen oft anzutreffen, und daher werden sie auch niemals die Meinung anderer Menschen gelten lassen, sondern nur zufriedengestellt sein, wenn ihre Ansicht anerkannt wird. Und deshalb reden sie unentwegt, sich selbst zur Freude, ohne jedoch dem Mitmenschen dadurch etwas Wertvolles zu vermitteln. So sie ihre Rednergabe nützen möchten, indem sie für den Herrn sprechen, die Lehre Christi (zu, d. Hg.) verbreiten und irrenden Seelen auf den rechten Weg zu verhelfen, dann würden sie das Geschenk Gottes recht gebrauchen, und es würde nur Segen bringen für die Menschheit und für den Redner selbst. Doch gerade davon wollen solche Menschen wenig hören, und eher sind sie bereit, gegen das zu sprechen, was Gottes Wille ist; denn wo die Eigenliebe vertreten ist, dort fehlt das Erkennen der Wahrheit, und sie sind daher wenig gläubig, weshalb sie auch nicht mit Überzeugung vertreten können, was sie selbst nicht verstehen, also auch nicht glauben. Und daher muß Gott Menschen erwecken und ihnen die Gabe des Redens schenken, daß sie für Ihn und Seinen Namen eintreten und Gottes Wirken in der Welt bekennen sollen. Und diese werden reden nach Seinem Willen, sie werden kämpfen mit dem Schwert ihres Mundes, und ihre Rednergabe wird die Menschen überzeugen, weil nicht mehr Überheblichkeit aus den den göttlichen Willen Kündenden spricht, sondern deren Weisheit in tiefster Demut des Herzens empfangen wurde. Und also ist daran der Wert des gesprochenen Wortes zu erkennen, ob Demut oder Überheblichkeit aus dem Redner spricht, und demnach wird auch die Wirkung auf den Mitmenschen sein. Es werden die Blinden und Unwissenden annehmen die Rede des Überheblichen, die Sehenden aber, denen das Licht des Geistes schon leuchtet, werden göttliche Wahrheit erkennen, so diese ihnen von Gott-dienen-wollenden Rednern geboten wird. Will der Mensch das Wort Gottes den Mitmenschen weitergeben, so wird er reden können wie mit Engelszungen, es werden ihm gleichsam die Worte in den Mund gelegt, und er wird fähig sein größten Rednern gleich die Worte zu setzen und mit voller Überzeugungskraft das vertreten, was er zu den Menschen spricht. Und also kann die Gabe zu reden dazu dienen, des Widersachers Einflüsterungen wiederzugeben, sie kann aber auch göttliches Gnadengeschenk sein, um göttliche Weisheiten zu vertreten. Und das Kennzeichen beider Redner wird sein die Liebe zum Nächsten oder die Eigenliebe .... Amen
B.D. 1795 empfangen am 30.1.1941 Anzeichen der Weltkatastrophe .... Jeder Weltkatastrophe gehen Anzeichen voraus, auf daß die Menschheit das Herannahen derer erkennet, denn Gott hat sie verkündet zu allen Zeiten durch Sein Wort, und so ihr also dieser Anzeichen achtet, wisset ihr, daß nun die Zeit gekommen ist; und so wisset ihr auch, daß ihr euch vorbereiten müsset, auf daß ihr nicht dem völligen Untergang entgegengeht. Alles, was Gott tut und also auch jetzt über die Erde kommen läßt, ist im Willen der Menschheit bedingt, d.h., der menschliche Wille zieht zwar nicht direkt jene Katastrophe heran, er ist aber in seiner Verkehrtheit der Anlaß dazu. Es wird der menschliche Wille derart mißbraucht, daß eine Weltkatastrophe die unabwendbare Folge davon sein muß, denn es kann diesen verkehrten Willen nur noch etwas ganz Außergewöhnliches, gewissermaßen Naturwidriges in die rechte Bahn lenken. Je mehr sich nun der menschliche Gedanke in falscher Richtung bewegt, desto dringender ist das göttliche Eingreifen, denn es geht die kostbare Erdenzeit dahin, ohne dem Wesen die notwendige Höherentwicklung zu bringen. Der mißbrauchte Wille aber kann niemals die Höherentwicklung begünstigen, sondern sie nur verhindern. Die Ereignisse der Zeit, die stets zunehmende Glaubenslosigkeit, die antichristlichen Bestrebungen und die von Gott erweckten Verkünder Seines Wortes müssen euch gemahnen, daß die Zeit gekommen ist, derer der Herr auf Erden Erwähnung getan hat. Und daher sollt ihr emsig sein und das Heil eurer Seele bedenken. Und so es euch noch so unglaubwürdig erscheint, daß eine Katastrophe über die Erde hereinbrechen soll, so bedenket, daß bei Gott kein Ding unmöglich ist, daß alles sein kann, wenn Gott es will. Und daß Gott es will, ist im Verhalten der Menschen selbst, in der falschen Einstellung zu Ihm, begründet. Wenn den Menschen das Erdenleben gegeben ist zu einem gewissen Zweck, sie aber ihr Leben nicht diesem Zweck entsprechend leben, so lassen sie eine göttliche Gnadenzuwendung ungenützt vorübergehen, und Gott mahnet nun noch einmal mit ehernen Worten, die niemand überhören kann. Der menschliche Wille allein ist die Veranlassung zu einem Vernichtungswerk von unvorstellbaren Ausmaßen, und als der Herr dies ankündigte, sah er den verkehrten Willen der Menschen voraus. Doch Sein Wille ist, die irregeleitete Menschheit zurückzugewinnen, und Er wendet daher das letzte Mittel an, das wohl scheinbar ein Akt unendlicher Grausamkeit ist, jedoch nur die göttliche Liebe und Barmherzigkeit zum Beweggrund hat, denn es wird unzähligen Menschen die Erkenntnis kommen, und diese sind gerettet für alle Ewigkeit .... Amen
B.D. 1796 empfangen am 30.1.1941 Das lebendige Wort muß erbeten werden .... Das lebendige Wort zu hören ist eine außergewöhnliche Gnade, die ständig erbeten
werden muß, da sie ungebeten nicht vermittelt werden kann. So wie das Verlangen des
Erdenkindes aus tiefstem Herzen emporsteigt zum himmlischen Vater, wird es bedacht
werden eben jenem Verlangen gemäß. Doch der Weg zu Ihm muß zuvor gegangen worden sein, es muß das Gebet die Brücke herstellen vom Menschen zu Gott, es muß das
geöffnete Gefäß bereitgestellt sein, auf daß die göttliche Gnadengabe einströmen kann
in dieses. Und so bietet Sich Gott Selbst den Menschen dar im Wort, denn Gott ist das
Wort von Ewigkeit. Er verbindet Sich mit einem jedem Menschen, der Ihn sucht und
nach Ihm verlangt, jedoch nicht immer so offensichtlich, denn Seine Gabe teilet Er so
aus, wie sie ihrem Zweck entspricht. Es müssen den Menschen zuzeiten außergewöhnliche Beweise Seiner Liebe geboten werden, um in den Zweifelsüchtigen den Glauben
stark werden zu lassen oder gänzlich Ungläubige zum Glauben zu bekehren. Alles, was
zu den täglichen Lebenserscheinungen gehört, verliert seine Wirkung .... Amen
B.D. 1797 empfangen am 30.1.1941 Pflicht der Verbreitung der göttlichen Offenbarungen .... Unbeschreiblich verdienstvoll ist es, das Wort Gottes zu verbreiten. Das, was durch
Gottes Gnade den Menschen vermittelt wird, soll nicht Alleingut des einzelnen bleiben,
sondern weitergeleitet werden den vielen Menschen, die es benötigen zu ihrem Seelenheil. Es ist die Menschheit in arger Not, sie steht so fern von Gott, daß sie auch Seinen
Willen nicht mehr erkennt und in völliger Unwissenheit durch das Erdenleben geht.
Die Erdenaufgabe des Menschen aber erfordert das Wissen darum, was Gott von den
Menschen verlangt, und also muß es ihnen vermittelt werden. Und deshalb erwählet
Sich Gott Erdenkinder, die Ihm zu dienen bereit sind, und gibt ihnen den Auftrag, Seinen Willen den Menschen kundzutun. Er Selbst unterweiset sie zuvor, auf daß sie nun
ihr Wissen weitergeben können an die Mitmenschen. Ohne tatkräftige Hilfe geht die
Menschheit zugrunde, und tatkräftige Hilfe kann nur das Wort Gottes sein. Es wird
aber zur Zeit von den Menschen alles abgelehnt, was an Gott gemahnt oder in der üblichen, traditionellen Weise von über Gott gelehrt wird. Und deshalb gibt Gott aufs neue
den Menschen Sein Wort .... Amen
B.D. 1798 empfangen am 31.1.1941 Stunde des Todes .... Für viele Menschen ist der Augenblick des Todes zum Gegenstand unüberwindlicher Furcht geworden, sie bangen davor und schrecken vor jedem Gedanken daran
zurück, und es ist dies immer ein Zeichen mangelnder Seelenreife. Unbewußt empfindet die Seele ihren mangelhaften Zustand und erkennt auch den Leibestod als Ende
ihrer Erdenlaufbahn .... sie empfindet es instinktiv, daß sie das Erdenleben nicht recht
ausgenützt hat, und daher ist dem Menschen der Gedanke an den Tod etwas Schreckhaftes. Es beunruhigt ihn die Ungewißheit nach dem Tode, er ist voller Zweifel über ein
Fortleben, jedoch auch wieder nicht gänzlich überzeugt davon, daß das Leben endgültig beschlossen ist. Und eben diese Ungewißheit über das „Nachher“ ist es, was den
Menschen bangen läßt vor der Stunde des Abscheidens von dieser Welt. Je reifer der
Mensch ist, desto weniger berührt ihn der Gedanke an den Tod, und das hat seine
Begründung in der Erkenntnis, daß das eigentliche Leben erst nach dem leiblichen
Tode beginnt. Das Erdenleben leichten Herzens hingeben zu können ist Vorbedingung
für das Eingehen in Lichtsphären, denn es hängt der Mensch dann nicht mehr an irdischem Gut, er hat die Materie überwunden .... Und was der Mensch als Tod ansieht, kann für ihn der Eingang in das ewige Leben sein,
wenn er das Erdenleben bewußt, d.h. mit Gott, gelebt hat und also reif ist für das Leben
in der Ewigkeit .... Amen
B.D. 1799 empfangen am 1.2.1941 Vaterworte .... Ich bin bei euch alle Tage, und Meiner Gnade dürfet ihr immer gewärtig sein. Es ist
der Leidensweg auf Erden die Sprossen der Leiter nach oben. Sprosse auf Sprosse müsset ihr zu nehmen versuchen und also auch jedes Leid auf euch nehmen, das Ich euch
sende. Denn einstens werdet ihr Mir dankbar sein, so ihr den Erdenweg rückschauend
betrachtet, denn immer ist Meine Liebe euer ständiger Begleiter, und so ihr euch das
vor Augen haltet, werdet ihr voller Zuversicht der kommenden Zeit entgegensehen, und
alles wird euch tragbar erscheinen, wisset ihr doch, daß Ich es gleichsam mit euch trage.
Jeder Schmerz soll euch reifen lassen und euch Mir näher zuführen .... Amen
Unfrei ist ein jeder Mensch, der sich wohl zur Kirche gehörig fühlt .... d.h. an einer
gewissen Tradition festhält .... ohne eine innere Befriedigung dabei zu finden. Er tut,
was er tun soll laut Vorschrift, hat aber weder den festen Glauben, daß er durch seine
Handlungen Gott näherkommt, noch stellt er selbst die Verbindung her mit Gott, eben
weil ihm der Glaube mangelt. Außerdem denken aber gerade jene Menschen wenig
über Gott und den rechten Glauben nach. Sie sind gleichsam in etwas hineingedrängt
worden, was sie hindert, eigene Meinungen zu haben. Und ein solcher Glaube ist vor
Gott wenig wert, denn es ist kein rechter Glaube, sondern nur das mechanische Ausführen von menschlich erlassenen Geboten, das ohne jedes menschliche Denken vor sich
geht. Ungezweifelt glauben, daß Gott ist .... daß Er ein überaus liebevolles Wesen ist, Das
Seine Liebe auf alle Schöpfungen übertragen möchte .... und dann dieses Wesen anbeten, Ihm vollsten Glauben entgegenbringen und nun Ihm Folge leisten in jeder Weise .... durch die Erfüllung Seiner Gebote, Ihn zu lieben über alles und den Nächsten wie sich
selbst .... das bringt einen jeden Menschen Gott nahe und trägt ihm auch Dessen ungeteilte Liebe ein. Es lebt dieser Mensch das Leben dann bewußt in der Nachfolge Jesu, er
lebt die reine christliche Lehre, er gehört zur wahren Kirche Christi, denn er ist gläubig
nach göttlichem Willen. Er hält sich fern von menschlich erlassenen Geboten und ist
dagegen eifrigst bemüht, sich selbst zum Segenbringer für die Menschheit zu machen,
indem er Gott zu dienen bereit ist und also für den rechten Glauben eintritt, den die
Welt schon gänzlich verloren hat .... Amen
B.D. 1800 empfangen am 3.2.1941 Das Geheimnis um göttliches Walten und Wirken .... Es ist euch Menschen das ein Geheimnis um das göttliches Walten und Wirken in der
Schöpfung verborgen, d.h., es wird euch nicht äußerlich erkennbar sein, wie sich der
Werdegang alles Wesenhaften vollzieht, wie geistiges und irdisches Wirken im Zusammenhang miteinander steht und welche Entwicklungsmöglichkeiten das Wesenhafte
hat, um sich für das Endziel in der Ewigkeit vorzubereiten. Es muß dies auch gewissermaßen ein Geheimnis bleiben, solange der Mensch nicht tieferes Interesse daran hat,
dieses Geheimnis zu lüften .... jedoch wird es ihm nicht verwehrt, einzudringen in etwas
für die Allgemeinheit Unergründbares. Es sind wohl Schranken gesetzt, die der Mensch
aber niederreißen kann, wenn er es will. Es ist gleichsam ein Vorhang vorgezogen, der
etwas verhüllt, was die Menschheit nicht fassen würde. Wer jedoch einen Blick hinter
den Vorhang tun will, dem ist dieses nicht verwehrt; im Gegenteil, es wird ihm weitgehendst Aufschluß gegeben, er darf den Schleier, der über das Walten und Wirken
Gottes gebreitet ist, lüften, sooft er es will. Daß nun Gott das Wissen darum der Allgemeinheit vorenthält, hat seine weise Begründung. Das leere Wissen .... das nur der
Verstand des Menschen, aber nicht das Herz aufnehmen würde, hätte keinerlei geistigen Wert und würde nur zu einer beispiellosen Verwirrung des menschlichen Denkens
führen. Es kann geistiges Wirken nur mit dem Geist erfaßt werden, und wiederum ist
nichts in der Schöpfung zu verstehen, solange nicht der geistige Zweck klargelegt wird,
denn dem irdischen Schöpfungswerk liegen geistige Ursachen zugrunde. Der Wille, die
tiefe Bedeutung alles dessen, was geschaffen ist, kennenzulernen, hat auch das Erschließen des Wissens zur Folge; es lernt dann der Mensch die irdische Bestimmung der
Schöpfungswerke als nebensächlich erkennen und der geistigen Bestimmung die tiefere Bedeutung beimessen. Und nun lüftet er den Schleier, weil er wissend werden
will .... Amen
B.D. 1801 empfangen am 4.2.1941 Unzerreißbares Band vom Jenseits zur Erde .... Die Liebe Gottes läßt es zu, daß geistige vollkommene Wesen mit den unvollkommenen Erdenmenschen in Verbindung treten. In Seinem Willen werden Fäden gesponnen vom Jenseits zur Erde, und doch wird diesen Verbindungen nur wenig Beachtung
geschenkt. Es müßte das größte Erlebnis sein für den Menschen, so er davon Kunde
erhält, daß Gott Selbst Sich äußert und Seinen Willen kundgibt .... Amen
B.D. 1802 empfangen am 5.2.1941 Kraftquell .... Nichts in der Welt kann sich lösen von der Kraft, die alles erhält. Denn ohne
diese Kraft gibt es kein Bestehen. Ein Lösen von der alles erhaltenden Kraft
wäre also gleichbedeutend mit „nicht mehr sein“. Und so muß alles, was besteht,
Zeugnis ablegen von einer Kraft, die keinen anderen Ursprung hat als Gott Selbst.
Denn es muß etwas existieren, wo die Kraft ausgeht .... es muß ein Kraftquell
sein. Wie der Kraftquell genannt wird, ist gleich, so Er nur einmal anerkannt
wird. Sich eine Wesenheit vorstellen zu können als Kraftquell ist erst die Folge
des Anerkennens Dessen. Solange nun der Mensch im tiefsten Innersten sich einer
Kraft bewußt ist, die das Schöpfungswerk erhält, leugnet er auch nicht die ewige
Gottheit, denn er erkennt eben jene Kraft als etwas Göttliches an, obgleich
er sie nicht in eine Form kleidet. Er muß nur immer den Zusammenhang mit jeglichem
Schöpfungswerk bejahen und also auch sich selbst betrachten als ein solches
Schöpfungswerk, das gleichsam in engstem Zusammenhang steht mit jener alles
erhaltenden Kraft. Sofern er aber Irdisch also wirkt sich die irrige Auffassung wenig nachteilig aus, jedoch geistig ist der Nachteil unvorstellbar .... B.D. 1802b empfangen am 5.2.1941 Folgen des Nichtanerkennens einer Wesenheit Gottes .... Je hartnäckiger der Mensch in seiner Ansicht verharrt, daß die Schöpfung wohl eine
Naturkraft verrät, nicht aber das Wirken ist einer überaus vollkommenen Wesenheit,
desto mehr sucht sich das Geistige in ihm von der alles erhaltenden Macht zu lösen, und
der Wille, sich zu entfernen, verringert auch die Kraftzufuhr, so daß dieses Geistige
unerlöst bleibt. Das Nichtanerkennenwollen einer wesenhaften Gottheit ist ein Abweisen der Kraft, die Gott den Menschen vermitteln möchte. Es hat der Mensch jegliches
Zusammengehörigkeitsgefühl mit Gott verloren, er ist trotz seinem langen Erdengang
zuvor noch in krassester Abwehr zu Ihm stehend; er leugnet Ihn, weil sein Geist Ihn
nicht anerkennen will, was nun durch eine völlig irrige Ansicht über das Schöpfungswerk und dessen Entstehung zum Ausdruck kommt. Wer sich völlig unabhängig wähnt
von der erschaffenden Macht, d.h., wer sich nicht mit dieser Macht engverbunden fühlt,
der ist es auch nicht insofern, als er sich selbst die Kraftzufuhr verscherzt, die ein geistiges Erkennen zur Folge hat. Gott zu leugnen muß geistigen Niedergang nach sich ziehen, denn es überhebt sich der Mensch, so er glaubt, völlig unabhängig sein Erdenleben
sich gestalten zu können .... Amen
B.D. 1803 empfangen am 6.2.1941 Verbindungen von der Erde zum Jenseits in Reifezustand .... Darüber darf keine Unklarheit herrschen, daß nur der geistig fortgeschrittene Mensch die Verbindung mit jenseitigen Kräften herstellen kann mit dem Erfolg, daß ihm göttliche Weisheit und unbeschränktes Wissen vermittelt wird. Werden Verbindungen mit dem Jenseits ohne die erforderliche geistige Reife hergestellt, dann nützen solche Gelegenheiten ebenfalls unreife Wesen des Jenseits, und der Erfolg ist bewußte und unbewußte Irreführung durch schlechte und unwissende Kräfte. Vor solchen Verbindungen ist nur zu warnen, denn sie bringen weder den Menschen noch den jenseitigen Wesen geistigen Vorteil, sondern sind eine große Gefahr für diese. Gute geistige Kraft dürfen die Menschen jederzeit anrufen zum Schutz, zur Hilfeleistung und auch zur gedanklichen Belehrung. Und immer werden diese auch bereit sein für die Erdenkinder. Es genügt dann aber auch der stille Anruf in Gedanken. Sucht aber der Mensch eine sichtbare Verbindung herzustellen mit dem Erwarten, daß die jenseitigen Kräfte erkennbar sich äußern, dann ist eine gewisse geistige Reife Vorbedingung, daß sich nun wissende Kräfte kundtun, und zwar werden sich die Kräfte äußern, welche von dem wissenshungrigen Erdenkind begehrt und angerufen werden. Geistig unreife Menschen haben nicht das Verlangen nach der reinen Wahrheit, sondern suchen nur Aufschluß über irdische Fragen, und ihre ganze Wißbegierde besteht nur darin, möglichst viel vom irdischen Leben, von der Zukunft und von irdischen Erfolgen zu erfahren. Und also wird solchen Wünschen entsprochen von ebenfalls irdisch gesinnten Wesen des Jenseits. Verständlicherweise können aber solche Mitteilungen keinen Erfolg für die Seele eintragen, und daher wären sie besser unterblieben, wenn sie nicht den Menschen zum Nachdenken anregen über das Fortleben nach dem Tode und die eigentliche Aufgabe während des Erdendaseins. Dann können auch solche Verbindungen einen Vorteil für die Seele bedeuten, vorausgesetzt, daß der Mensch solche Gedanken nicht gleich verwirft, sondern sie nun der Anlaß sind, daß der Mensch in sich geht und sein Leben nun entsprechend ändert. Dann hat auch eine solche leichtfertigerweise hergestellte Verbindung Segen getragen, so der Mensch dann ernstlich die gedankliche Verbindung herstellt mit den guten, wissenden Kräften, da er nun an diese glaubt und sie nun anruft im vollsten Glauben an ihr Wirken .... Amen
B.D. 1804 empfangen am 8.2.1941 Maßnahmen der irdischen Macht gegen den Glauben an Jesus Christus .... Es bleibt ein aussichtsloses Beginnen der Welt, die Menschen gänzlich von Christus zu lösen, also Seinen Namen ihnen zu entfremden und Seine Lehre auszurotten. Es wird zwar den Anschein haben, als solle dies der weltlichen Macht gelingen, doch nur bis zu einer gewissen Grenze wird sie den Menschen Zwang auferlegen können, Jesus Christus zu verleugnen, dann aber wird im gleichen Maß wie dagegen auch dafür gear-beitet werden. Und es werden die Jünger Jesu auch über eine Macht verfügen, welche die weltliche Macht weit übertrifft. Sie werden nur unter Anrufung Seines Namens Dinge vollbringen, die der weltlichen Macht unmöglich sind, und dies wird die Schar der Anhänger Jesu vergrößern, und nun wird der Glaube der Menschen ein lebendiger werden, und das Ansehen der weltlichen Macht wird im gleichen Maße schwinden, wie der Glaube an Jesus Christus wachsen wird. Und es wird die irdische Macht nicht mit Wohlgefallen solches betrachten, sie wird vielmehr mit aller Kraft versuchen, den Glauben an Jesus Christus zu erschüttern; sie wird eine drohende Haltung einnehmen und schärfste Strafen androhen denen, die sich für die Verbreitung des göttlichen Wortes einsetzen und sich also als Anhänger Jesu bekennen. Diese werden sich der irdischen Macht beugen sollen und großen Drangsalen ausgesetzt sein. Doch mag es auch irdisch erscheinen, als sei alle Macht auf Seiten derer, sie vermögen nichts gegen die Glaubenskraft der für Gott Streitenden. Diese werden sich äußern durch offensichtliche Zeichen und Wunder, die Gott Selbst wirkt in und durch die Gläubigen. Und wo die Gläubigen sich keinen Rat mehr wissen, dort wird Gott Selbst in Erscheinung treten und den Menschen sagen, was sie tun sollen, und es werden die Menschen sprechen, wann und wie Gott es will, und alle Maßnahmen, welche die Welt und ihre Vertreter ergreifen, um den Glauben an Gott, an den göttlichen Erlöser auszurotten, werden schwaches Menschenwerk sein. Sie werden wenig Erfolg haben, und dies wird ihre Empörung so steigern, daß sie Verfügungen über Verfügungen treffen, doch ohne rechten Erfolg, ohne zum Ziel zu kommen. Es werden in dieser Zeit wohl viele abfallen vom Glauben an Jesus Christus, die aber standhalten und sich zu Ihm bekennen, deren Glauben hält nun die schärfsten Prüfungen aus; sie geben nicht mehr hin, was sie besitzen, denn ihnen bedeutet Jesus Christus weit mehr, als was irdische Macht ihnen je bieten kann .... Amen
B.D. 1805 empfangen am 9.2.1941 Lehre Christi .... Selten ist der Mensch zur Annahme einer Lehre zu bewegen, die ihm lästig erscheint,
und daher muß sie ihm so geboten werden, daß jeglicher Mißton vermieden wird. Sie
muß erst einmal sachlich begründet werden, und es muß der Mensch erkennen, daß
nur die Liebe Gottes eine solche Lehre gibt um seiner Veredlung willen. Es wird dem
Menschen gezeigt, was er tun soll und wie er sein soll, um vollkommen zu werden .... Amen
B.D. 1806 empfangen am 11.2.1941 Kreuztragung in Geduld und Ergebung .... Unbegrenzte Möglichkeiten erschließen sich dem Menschen, sofern er bereit ist, sich
zu gestalten dem Willen Gottes gemäß, sofern er also bewußt arbeitet an seiner Seele.
Von der Stunde des Erkennens an, daß sein Erdenzweck die Höherbildung seiner Seele
ist, ist sein Erdenlauf eine endlose Reihe von Gelegenheiten, wo er durch Selbstüberwindung und tätige Nächstenliebe diese geistige Reife erlangen kann. Und also wird
sein Erdenleben von Stund an Prüfungen bringen, in denen er sich bewähren soll .... Amen
B.D. 1807 empfangen am 12.2.1941 Die göttliche Gnade muß erbeten werden .... Wer sich zu Mir hingezogen fühlt, wer in jeder Not und Trübsal zu Mir flüchtet, dessen Bitten will Ich erhören. Denn er erkennt Mich als seinen Vater an, und sein Flehen
ist kindlich und vertrauend. Und immer ist der Vater bereit, die Not Seiner Kinder zu
verringern, und so will auch Ich euch erretten und euch den Frieden geben. Es ist nur
um eurer Seelen willig nötig, daß ihr in Bedrängnis kommt, auf daß ihr Mich suchet
und eure Herzen den Ruf zu Mir emporsenden. Denn nur das Leid bringt euch Mir
näher. Verlassen seid ihr jedoch niemals, so ihr nur Mich nicht aufgebet, so ihr euch
nicht von Mir abwendet. Und darum vertrauet allzeit auf Meine Liebe, und harret, bis
euch Hilfe kommt. Des Menschen eigener Verdienst ist es niemals, so er zur Höhe gelangt, sondern es
bewirkt dies die Gnade Gottes. Es darf den Menschen aber nicht abhalten, an sich zu
arbeiten, er darf niemals denken, daß er nun nichts dazu tun braucht, sondern sich nur
auf die Gnade Gottes verlassen kann. Er wird nur dann der Gnade Gottes gewürdigt
werden, wenn er durch seine Taten, durch sein Verhalten, sein Denken und Handeln
den Beweis erbringt, daß er zur Höhe will. Dieser Wille, der ihn nun im Gebet die Hilfe
Gottes erbitten läßt, trägt ihm nun die Gnade ein, die wieder die Vervollkommnung der
Seele nach sich zieht. Es ist also die göttliche Gnade keineswegs ein Geschenk Gottes,
das dem Menschen wahllos zugeht, womit also der eine Mensch bedacht wird, während
der andere Mensch darben müßte .... Es müßte eine solche Anschauung dazu führen, daß der Mensch die Seelenarbeit vernachlässigt und immer nur den Einwand geltend machen möchte, daß nur die göttliche
Gnade ihn frei machen könne, diese aber nicht errungen werden kann, sondern der
Mensch in Ruhe und Geduld warten müsse, bis die Gnade Gottes ihm zufließe, und so
das nicht der Fall ist, er verlorengehen müsse auf ewig .... Amen
B.D. 1808 empfangen am 18.2.1941 Geistige Not .... Wie unverantwortlich handeln die Menschen ihrer Seele gegenüber, so sie sich der rechten Erkenntnis verschließen und jede ihnen zugesendete Hilfe abweisen. Es ist jede Mahnung und Warnung vergeblich, sie legen ihrem Leben zu wenig Bedeutung bei und haben auch kein Verantwortungsgefühl. Und doch ist Gott in Seiner Langmut und Geduld immer wieder bemüht, sie zum rechten Denken zu erziehen, doch sie erkennen dies nicht. Und je hartnäckiger sie sich Seinem Wort verschließen, desto dicker wird die Umhüllung der Seele, und es gehören sehr starke Erschütterungen dazu, daß diese Hüllen bersten und die Seele frei wird. Die geistige Not ist weit größer, als der einzelne Mensch es zu erkennen vermag. Selten nur ist ein gläubiger Mensch dabei, wo mehrere versammelt sind, und es wird dieser Gläubige verlacht, wo er gehört werden sollte .... Selten nur dringt das göttliche Wort ein in die Herzen der Menschen, denn die Welt will etwas anderes hören, sie will weltlich unterhalten werden, sie will sich zerstreuen und erfreuen an irdischen Reden, sie will keine Belehrungen und keine Hinweise auf den Leibestod; sie verlangt nur zu leben, d.h., das Erdenleben auszunützen und zu genießen. Und dazu sind ihr die göttlichen Worte ein Hindernis, sie hemmen den Drang nach dem irdischen Leben, sie hemmen den Freudentaumel und beschneiden den irdischen Genuß. Je beschränkter die Menschen sind, desto schwerer ist ihnen das göttliche Wirken zu erklären, denn dann haben sie für geistiges Erleben kein Verständnis, und sie suchen nun das mangelnde Verständnis mit erhöhtem Weltverlangen auszugleichen, denn sie empfinden das ihnen Unverständliche nur als Druck und Belastung und wollen dem entgehen, indem sie der Welt nun erst recht huldigen. Und ohne den Willen zum Erkennen der Wahrheit kann diese ihnen nicht geboten werden, und wird sie ihnen geboten, dann verstehen sie es nicht, weil sie den Willen dazu nicht haben und das Verlangen nach Gott nur schwach in ihnen entwickelt ist. Und daher muß Gott ihnen andere Mahner senden, die alles Verlangen nach weltlichen Genüssen in ihnen verstummen lassen. Er muß sie härter anfassen, weil sie der linden Berührungen nicht achten, weil sie die Nähe Gottes nicht spüren, so Er Sich ihnen kundtut. Und so wird der Menschheit ein immer härteres Los auferlegt, und sie wird unter dem Druck schmachten müssen und in der Welt und ihren vermeintlichen Freuden keine Entschädigung finden. Das Leben wird so schwer zu tragen sein, daß der wahre Trost nur zu finden sein wird bei Gott .... in Seinem Wort, das Seine Liebe und Barmherzigkeit jedem verheißt, der sich Ihm zuwendet und die Welt dahingibt .... Amen
B.D. 1809 empfangen am 14.2.1941 Zweck der Schöpfung .... Vergegenwärtigt euch die Größe des Schöpfungswerkes, so wie ihr es vermögt, und erkennet daran die Allgewalt göttlicher Liebe; denn alles, was ihr seht, ist geschaffen für euch, die ihr noch in unvollkommenem Zustand und daher endlos weit entfernt seid von Gott. Seine Liebe aber will euch nicht in dieser Entfernung belassen und ließ daher etwas entstehen als Mittel, um die Entfernung von Ihm zu verringern. Es ist die Schöpfung ein Beweis Seiner Liebe und Gnade, denn es gibt keinen anderen Weg für das sich Ihm widersetzende Geistige, um es Sich zuzuleiten, als eben der Gang durch die Schöpfung, der ein gewisses Unterwerfen unter den göttlichen Willen fordert und dies schon eine Annäherung an Gott bedeutet. Jedoch niemals wird der Wille des Wesens gezwungen, sich Gott zu nähern. Es wird dem Wesen nur zum Bewußtsein gebracht, was es bedeutet, seinen freien Willen nicht mehr gebrauchen zu können, um es anzuspornen, wieder in den Gebrauch des freien Willens zu gelangen. Letzteres muß das Wesen selbst bewerkstelligen. Also ist die Annäherung an Gott niemals wider den Willen des Wesens herbeigeführt worden, so sie einmal stattgefunden hat, sondern das Wesen hat sich selbst dazu entschlossen und ließ nun den Willen tätig werden. Und um in dem Wesen das Verlangen nach der Freiheit des Willens zu erwecken, mußte es den langen Weg durch die Schöpfung gehen und den gebundenen Zustand als Qual empfinden lernen, denn nur dann konnte es bewußt die Freiheit anstreben. Jedes Schöpfungswerk ist daher als ein Liebesbeweis Gottes anzusehen, dient es doch dazu, das Wesen zu erlösen aus seinem Gott-fernen Zustand, der für das Wesen weder beglückend noch zufriedenstellend ist. Was aus Gott ist, hat göttliches Empfinden und göttliche Aufgaben. Und das Erfüllen dieser Aufgaben löst höchstes Glücksempfinden aus. Ist das Wesen jedoch durch eigene Schuld so weit von Gott entfernt, daß es seine Aufgabe nicht mehr erkennt, dann muß sich auch entsprechend das Glücksempfinden verringern. Es ist also das Wesen unvollkommen geworden, und der Unvollkommenheitszustand trägt ihm Qualen ein. Gottes Liebe will jedes Wesen zurückleiten und ihm wieder seine ursprüngliche Kraftfülle zuwenden, um es für seine eigentliche Aufgabe fähig zu machen und gleichzeitig das Wesen wieder in den Seligkeitszustand zu versetzen. Und es kann dies nur geschehen, wenn das Wesen selbst seinen Willen, der verkehrt ist, dahingibt und sich dem göttlichen Willen unterordnet. Das Wesen hat aber seine Erkenntniskraft verloren durch seine Entfernung von Gott, also muß ihm sein verkehrter Wille deutlich zum Bewußtsein gebracht werden, und darum ließ Gott die Schöpfung entstehen, die den Willen des Wesens bindet so lange, bis das Wesen den Bann als qualvoll empfindet und daraus frei werden möchte. Dann beginnt sein Wille, sich wieder Gott zuzuwenden, und die Entfernung von Ihm wird immer geringer. Und ob auch scheinbar das Schöpfungswerk eine Knebelung des Willens ist, so ist dies doch die einzige Möglichkeit, das Wesen das verkehrte seines einstigen Willens empfinden und erkennen zu lassen, denn erst das Erkennen bestimmt den Willen, eine andere Richtung einzuschlagen. Gezwungen aber kann der Wille des Wesens niemals werden, da sonst die Vollkommenheit unmöglich wieder erreicht werden könnte. Immer und immer ist die unendliche Liebe Gottes am Werk, alles von Ihm Abgefallene Sich wieder zuzulenken, und alles was ist, was dem Menschen als Schöpfungswerk ersichtlich ist, beweist nur die große Liebe Gottes zu den Wesen, die durch eigene Schuld (eigenen Willen?) sich lossagten von Gott, jedoch ihre Zugehörigkeit zu Ihm nie und nimmer verlieren können, nur wieder zum Bewußtsein der Zugehörigkeit zu Gott kommen sollen. Und dies ist der Zweck des Schöpfungswerkes, das daher nur die unendliche Liebe, Güte und Barmherzigkeit Gottes bekundet .... Amen
B.D. 1810 empfangen am 14.2.1941 Schöpfungen .... Das Produkt des göttlichen Liebewillens muß in seiner Entstehung den weisesten
Schöpfergeist verraten. Davon zeugen die unendlich vielen Schöpfungswerke, die
dem Menschen, so er sie aufmerksam betrachtet, die wahrsten Wunderwerke enthüllen.
Es würde Gottes Schöpfungswerk, in die winzigsten Teilchen zerlegt, immer wieder
die gleichen Schöpfungen aufweisen in Miniatur. Es ist ein jedes Schöpfungswerk
wieder eine Welt für sich, die aber gleichfalls alles in sich birgt, was das
Universum enthält. Dies ist für den Menschen unfaßbar, weil er mit bloßem Auge
diese Miniatur-Wunderwerke nicht erschauen kann. Einzelne Schöpfungswerke verraten
ihm zwar das gleiche, er hält dies jedoch für Einzelfälle, es ist ihm aber nicht
bekannt, daß jegliches Schöpfungswerk eine Miniatur des großen Schöpfungswerkes
Gottes ist und wieder Milliarden solcher Miniaturen in sich birgt, die erst dem
Menschen sichtbar sind, so er mit geistigen Augen zu schauen vermag. Dann wird
sein Erstaunen keine Grenzen finden, und dann wird ihm die Größe der ewigen
Gottheit erst voll verständlich, Die solches zu schaffen vermag .... Amen
B.D. 1811 empfangen am 15.2.1941 Menschliches Korrigieren der Sendungen von oben .... Die Sendungen von oben müssen unverändert niedergeschrieben werden, ansonsten der menschliche Wille sich widersetzt dem Willen Gottes. Es hat eine jede Kundgabe ihren Zweck, der Mensch aber erkennt diesen Zweck noch nicht, und sofern eine Wortveränderung einen anderen Sinn ergibt, ist der Zweck dieser verfehlt. Gott Selbst gibt es dem Menschen kund, was Seinem Willen nicht entspricht, wenn menschliche Unfähigkeit Sein Wort nicht so entgegennahm, wie es gegeben wurde. Den Menschen aber liegt die Veränderung der Kundgaben nicht ob, denn ihr Beurteilungsvermögen genügt nicht zum Prüfen eines Werkes, das nicht nur für die Jetztzeit berechnet ist, sondern Zeiten überdauern soll. Der Mensch selbst kann wohl das Beste wollen, er muß jedoch in einer gewissen geistigen Reife stehen, um über ein solches Wissen zu verfügen, daß er fähig wäre, zu korrigieren dem göttlichen Willen gemäß. Denn menschliches Wissen allein befähigt ihn nicht, geistige Wahrheiten zu prüfen auf ihren Inhalt. Der Geist aus Gott vermittelt nur die reinste Wahrheit, und sofern des Menschen Seele noch nicht fähig ist, diese Wahrheit wortgetreu entgegenzunehmen, wird doch dessen Denken so geleitet, daß er keinen Irrtum niederschreibt, und es ist nur die Wortgestaltung weniger vollendet, jedoch niemals gänzlich falsch. Jede menschliche Verbesserung aber kann den Irrtum in sich tragen und ist daher nicht dem göttlichen Willen entsprechend. Es kann der Geist aus Gott desto klarer sich kundgeben, je widerstandsloser der Empfangende die Kundgaben entgegennimmt. Und daher muß jedes Selbstdenken möglichst vermieden werden. Der Wille, Gott zu dienen, ist die größte Gewähr für guten, ungehinderten Empfang, und es braucht dann der Mensch wahrlich nicht zu fürchten, etwas anderes als Gott-Gewolltes niederzuschreiben, denn dieser Wille schützt das Denken dessen vor Irrtum. Was Gott entstehen lassen will, wird Er wahrlich auch von solchen Niederschriften schützen, die das Erdenkind vom rechten Weg abbringen könnten, denn Sein Wille ist es, der Menschheit die reinste Wahrheit zu geben und sie recht zu belehren .... Amen
B.D. 1812 empfangen am 15.2.1941 Die geistige Welt .... Der Leibestod ist der Abschluß des Erdenwandels und der Beginn des Lebens in der
Ewigkeit. Es sind dies zwei grundverschiedene Welten .... Amen
B.D. 1813 empfangen am 16.2.1941 Anruf Gottes Garantie für Wahrheit .... Verhältnismäßig schwierig will es dem Menschen erscheinen, das Rechte zu erkennen, solange er nur mit dem Verstand zum Erkennen der Wahrheit kommen will. Was
der Mensch auch tut .... soll es zum rechten Erfolg führen, dann darf niemals Gott ausgeschaltet sein. Es kann also der Mensch nicht im rechten Denken stehen, so er Gott, als
die Wahrheit Selbst, nicht anruft um Seine Unterstützung, um Seine Gnade. Denn ob er
auch nicht sich bewußt den bösen Kräften überläßt, sie werden aber stets ihren Einfluß
geltend machen und können dies auch, solange ihnen nicht der Wille zu Gott und das
Verlangen nach der Wahrheit entgegengesetzt wird. Daher wird der Mensch, der ohne
Gott wichtige geistige Probleme lösen zu können glaubt, immer unter dem Einfluß
böser Kräfte stehen, deren Ziel es ist, die Wahrheit aus der Welt zu schaffen, die alles mit
Lüge und Irrtum untersetzen wollen, um den Weg zu Gott zu versperren. Es ist der
Kampf des Bösen gegen das Gute ungeheuer, und es kann der Kampf nur zum Siege
führen, so Gott Selbst zum Beistand angerufen wird .... Amen
B.D. 1814 empfangen am 16.2.1941 Gemeinsamer Gottesdienst .... Der gemeinsame Gottesdienst kann wohl auch dem Willen Gottes entsprechen,
wenn allen Menschen zur gleichen Zeit das tiefe Verlangen innewohnt, mit dem göttlichen Herrn und Heiland in Verbindung zu treten, und also auch ein jeder Gott zu dienen bereit ist. Doch zumeist entsprechen die Menschen nur einer Sitte, einer Gepflogenheit, die sich durch Traditionen hindurcherhalten hat, also weniger innerstes Herzensbedürfnis ist. Es ist zu einer mechanischen Handlung geworden, was eigentlich für
den Menschen etwas äußerst Bedeutsames sein soll .... Amen
B.D. 1815 empfangen am 16.2.1941 Bestrebungen des Gegners, alles Mystische als Irrtum hinzustellen .... Es gibt Dinge, die der Mensch sich nicht zu erklären vermag und die er deshalb als
unlösbares Problem von sich weist. Er ist nicht wißbegierig und grübelt daher auch
nicht darüber nach, und so werden ihm jene Dinge auch immer unerklärlich bleiben,
da sein Wille die Lösung nicht anstrebt. Was nun nicht erklärlich erscheint, kann jedoch
nicht als „nicht-seiend“ abgetan werden oder mit mangelhafter Beweisführung in das
Gebiet des Betruges oder der Zauberei verworfen werden. Es gilt dies insbesondere für
alle mystischen Erscheinungen, die mit bloßem Menschenverstand nicht zu enträtseln
sind und ohne Bedenken daher abgetan werden als bewußte Irreführung oder krankhafte Machination eines Menschen. Mystische Erscheinungen werden nur von Mysti-kern erklärt werden können, d.h., nur der geistig strebende Mensch dringt in geistige
Gebiete ein, doch mit nur Verstandesdenken ausgestattete Menschen werden niemals
den Schleier lüften können, und sie suchen daher jeglichen Glauben an überirdische
Dinge, an überirdisches Wirken auch bei den Mitmenschen zu zerstören. Und dies nennen sie dann Aufklärung und breiten nun einen Schleier über das, was der Mensch als
Wichtigstes erkennen sollte .... über das Wirken jenseitiger Geisteskräfte, die dadurch
den Menschen den Beweis erbringen möchten, daß das Leben nach dem Tode auf
Erden nicht beendet ist .... Amen
B.D. 1816 empfangen am 17.2.1941 Kampf gegen Christus .... Der Geisteskampf macht sich in der ganzen Welt bemerkbar, wird jedoch noch nicht
offen geführt. Eine Weltanschauung, wo die Einstellung zu Gott nur nebenbei beachtet
wird, ist schon ein Unterdrücken dessen, was eigentlich das Wichtigste im Erdenleben
ist. Die Folge einer solchen Weltanschauung muß daher der Kampf gegen alles Geistige
sein, denn wo das rechte Verhältnis zu Gott nicht hergestellt wird, dort steht die
Menschheit in der Hörigkeit der gottgegnerischen Macht, und diese bestimmt die
Menschen zum Bekämpfen alles dessen, was göttlich ist. Das verkehrte Denken der
Menschen ist lediglich auf den Einfluß dieser Macht zurückzuführen, und der einzige
Schutz dagegen bleibt das Anrufen der guten geistigen Kraft, das Anrufen Gottes .... Und ein Leugnen derer ist es, so Gott nicht als Wesenheit anerkannt wird, Die in engster Berührung steht mit Ihren Geschöpfen. Diesen Glauben an eine wesenhafte Gottheit versucht man der Menschheit zu nehmen, und dadurch macht man auch das rechte
Verhältnis zu Gott unmöglich. Es sind dies die Vorzeichen des eigentlichen, d.h. öffentlichen Kampfes gegen Christus und Seine Lehre. Und dieser Kampf wird Formen
annehmen, daß das Wirken der gegnerischen Kräfte ganz offenkundig ist .... Amen
B.D. 1817 empfangen am 17.2.1941 Warum und wann ist das Wissen um Vorleben nötig? .... Es ist nicht von Wichtigkeit, wie die Menschen sich zu einer Lehre stellen, die das
Vorleben der Seele behandelt, so sie nur auf Erden einen Gott-gefälligen Lebenswandel
führen. Ihnen ist das Wissen um die Zeit vor dem Erdenleben nicht unbedingt nötig.
Den Menschen aber, die verantwortungslos dahinleben, ihrer Seelen und der Ewigkeit
nicht gedenken und nur das irdische Leben noch beachtenswert halten, soll die Tragweite ihres Lebenswandels vor Augen geführt werden und also das Wissen darüber
unterbreitet werden, welchen unsagbar qualvollen und endlos langen Weg die Seele
schon zurückgelegt hat und welche Folgen ein nicht genütztes Erdenleben nach sich
zieht. Die Rückerinnerung muß dem Menschen genommen werden, doch das Wissen
um die Zeit vor der Verkörperung als Mensch kann ihm vermittelt werden, weil es ihm
freisteht, es anzunehmen oder nicht. Es wird der ungläubige Mensch zwar die Wahrheit
dessen bestreiten, und er wird sich nicht dadurch beeinflußt fühlen. Gott läßt ihm
jedoch die Warnung zugehen, auf daß er irgendwie Stellung dazu nimmt, bejahend
oder verneinend. Es ist eine unglaubliche Gleichgültigkeit unter der Menschheit vorherrschend, es wird das Leben als eine Selbstverständlichkeit hingenommen, nicht im
entferntesten aber wird daran gedacht, daß der Mensch auch eine Verantwortung hat
für die Zeit seines Erdenlebens, daß von ihm eine Leistung erwartet wird, daß eine Aufgabe ihm gestellt ist, die er zu erfüllen hat .... Amen
B.D. 1818 empfangen am 18.2.1941 Glaube an übernatürliche Dinge .... Es ist der Glaube unbedingt erforderlich an die Liebe, Allmacht und Weisheit Gottes,
um sich etwas erklären zu können, was außerhalb des Natürlichen liegt. Alles übernatürlich Erscheinende wird angezweifelt, d.h., es wird ihm das Übernatürliche abgesprochen und es als etwas Natürliches hinzustellen versucht, das höchstens außerhalb
des menschlichen Wissens liegt. Nur der tief gläubige Mensch nimmt die Möglichkeit
an, daß es göttliches Wirken sein könne, weil die Liebe, Allmacht und Weisheit Gottes
ihm dafür Erklärung und Beweis genug ist. Und ob auch der Mensch scheinbar im
Glauben steht, so ist dieser Glaube doch nicht tief genug, solange er ein sichtbares Wirken Gottes an den Menschen nicht für möglich hält. Es trennen die Menschen das
Erdenleben noch zu sehr vom geistigen Erleben, sie stehen noch zu sehr auf der Erde,
um für geistiges Wirken Verständnis zu haben .... Amen
B.D. 1819 empfangen am 18.2.1941 Geist der Wahrheit .... Der Geist der Wahrheit wird über jene Menschen ausgegossen werden, die getreulich erfüllen, was Gott durch Seine Gebote von ihnen verlangt, denn der Herr spricht:
„Den Ich euch senden werde ....“ Und so er nun Seine Verheißung erfüllt, dann
erscheint es euch unglaubwürdig. Und also leget ihr Seinem Wort keine Bedeutung bei,
ihr nehmt es nicht ernst, oder es wird nicht lebendig in euch, es bleibt nur ein leeres
Wort, das ihr nur den Buchstaben nach leset, ihm jedoch keinen tieferen Sinn beilegt.
Was euch nun verkündet wird von oben, müßte euch ein Beweis sein, daß sich alles
erfüllt, wie es geschrieben steht .... daß nur der Mensch selbst das Seinige dazu tun muß,
um des göttlichen Wortes gewürdigt zu werden. Er muß zu einem starken Glauben
kommen, auf daß diesem Fels des Glaubens das lebendige Wasser entströmen kann.
Und gerade der Glaube ist noch sehr schwach bei euch Menschen .... Amen
B.D. 1820 empfangen am 19.2.1941 Versiegen des göttlichen Kraftquells durch Widerstand .... Wer sich dem göttlichen Wirken widersetzet, verscherzt sich eine unnennbare
Gnade, denn er weiset Gott Selbst ab, Der Seine Kraft dem Menschen vermitteln
will. Der Zustrom göttlicher Kraft ist dem Körper zwar nicht in dem Maße spürbar,
wie ihn die Seele empfindet, ja oft sogar wird der Körper dadurch gezwungenermaßen
zum Entsagen auf irdische Freuden veranlaßt, und er bäumt sich dagegen auf,
d.h., die Seele wird durch die göttliche Kraft dem Geistigen in sich zugedrängt,
während der Körper gleichfalls ihre Hingabe an sich fordert, und also steht
der Mensch in einem Kampf mit sich selbst, und es darf nun der Wille nicht wankend
werden, es darf der Körper nicht die Oberherrschaft gewinnen, denn es würde
den Verlust, das Versiegen des Kraftstromes aus Gott bedeuten und die Seele
äußerst gefährden und ihr geistigen Stillstand oder Rückgang eintragen. Der
menschliche Wille kann nicht gezwungen werden, und daher muß er sich selbst
entscheiden; er muß aus eigenem Antrieb die Seele freigeben, er muß ihr Verlangen,
sich mit dem Geistigen in Verbindung zu setzen, unterstützen, darf aber nicht
den Körper vorsprechen lassen .... Amen
B.D. 1821 empfangen am 20.2.1941 Leuchtkraft der Sonne .... Ein noch unerforschtes Gebiet ist die Leuchtkraft der Sonne, die wohl einem jeden
Menschen körperlich spürbar und auch dem menschlichen Auge ersichtlich ist, die als
etwas Selbstverständliches hingenommen wird und doch noch keine Erklärung fand,
die der Wahrheit entspricht. Es mögen die Menschen noch so gründlich und exakt forschen, sie werden dieses Problem niemals lösen können kraft ihres menschlichen Verstandes. Denn es ist der Mensch nur befähigt, das auf der Erde und in ihrem Umkreis
Befindliche zu ergründen, soweit es dem Erdkreis noch angehörig ist. Darüber hinaus
aber ist menschliches Forschen unzulänglich. Es geht der Mensch von Naturgesetzen
aus, die überall auf Erden wohl die gleichen sind, jegliche Schöpfungen außerhalb der
Erde aber nicht mehr beherrschen. Und so wären also erstmalig die Grundbedingungen zu einer Erforschung unbekannter Schöpfungswerke nicht vorhanden, folglich
können auch die Ergebnisse nicht einwandfrei sein, denn sie sind auf einer falschen
Grundlage aufgestellt. Die Menschen aber sind von der Richtigkeit dieser Ergebnisse
menschlichen Forschens überzeugt, obwohl sie bei tieferem Nachdenken, sofern sie
gläubig sind, auf Widersprüche stoßen müßten. Entweder sind sie nicht tief gläubig,
oder aber sie denken nicht nach .... Amen
B.D. 1822 empfangen am 20.2.1941 Vorgang der Lichtausstrahlung .... Der Vorgang der Lichtausstrahlung ist zu vergleichen mit einem fortgesetzten Liebeswirken. Es ist das insofern nicht recht verständlich, als die Lichtstrahlen ersichtlich
sind, sich also als etwas Bestehendes nicht ableugnen lassen, wenngleich es kein Raumbenötigendes Schöpfungswerk ist .... daß ein Liebeswirken aber eine Tat ist, die als Produkt eine neue Form ergeben müßte. Es ist aber das Licht mehr als ein Vorgang, als eine
Form anzusehen, denn es ist nicht greifbar, jedoch wahrnehmbar. Es würde der Mensch
auch keine Form daraus bilden können, und es ist dies wieder ein Beweis, daß das Licht
eine Kraft ist aus dem überirdischen Reich, denn alles, was irdisch ist, läßt sich zur
Form gestalten, sofern der menschliche Wille ernstlich tätig ist. Um die Lichtstrahlen
aber irgendwie zu formen, gehört ein bestimmter Reifezustand geistiger Wesen, denen
das obliegt. Es müssen diese Wesen völlig unabhängig sein von der Erde und ihren
Gesetzen; sie müssen sich zu einer Tätigkeit entschlossen haben, die tiefe Liebe voraussetzt; sie müssen zu ständigem Geben bereit sein, und zwar geben wollen von einer
Kraft, die ihnen selbst gleichfalls zuströmt. Es geht diese Kraft von Gott aus, ist infolgedessen geistige Substanz, die in sich leuchtend ist, weil alles, was von Gott ist, eine
unvorstellbare Leuchtkraft besitzt. Denn Gott ist Selbst das Licht. Also ist jeder Sonnenstrahl erstmalig die Kraft aus Gott, die zur Erde geleitet wird durch unzählige Wesen,
die wieder ihre Mission erfüllen, indem sie als Träger göttlicher Kraft fungieren. Zweitens aber sind die Sonnenstrahlen der Beweis unermüdlicher Tätigkeit dieser Wesen,
sie sind gewissermaßen ein Reservoir, woraus unentwegt alles in der Schöpfung
gespeist wird. Es spielt sich hier ein Vorgang ab, der erst dann verständlich ist, wenn
erkannt wird, daß ohne dieses Weiterleiten der Kraft aus Gott die Schöpfung vergehen
müßte, sie also abhängig ist von der Tätigkeit jener Wesen, die unentwegt diese Kraft-Vermittlung, das Weiterleiten an alles die Kraft Gottes Benötigende, zur Aufgabe
haben .... daß es also einen hohen Liebesgrad erfordert, um ständig zu geben, was diese
Wesen selbst empfangen .... Amen
B.D. 1823 empfangen am 21.2.1941 Eruptionen .... Für das Universum gilt ein Naturgesetz .... die Unzerstörbarkeit dessen, was ist. Es
kann nichts vergehen, sondern nur sich verändern nach dem Willen Gottes. Und diese
Veränderung geht wieder so vor sich, daß etwas unsichtbar wird, um anderswo sichtbar
wieder in Erscheinung zu treten. Jedes noch so kleine Schöpfungswerk trägt dieses
Gesetz in sich, so daß also der scheinbare Verfall nur eine Umformung dessen bedeutet,
was zuvor war. Es können sonach auch große Schöpfungswerke wie die Gestirne eine
andere Form annehmen, jedoch ist dies ein Vorgang, der sich über einen ungeheuren
Zeitenraum erstreckt, der Tausende von Jahren erfordert nach irdischer Zeitrechnung,
der also niemals von Menschen beobachtet werden kann, sofern es sich um grundlegende Veränderungen eines Schöpfungswerkes handelt. Zumeist sind dann Eruptionen der einzelnen Schöpfungswerke der Anlaß zur Neuformung bildung von gleichen
Schöpfungen im verkleinerten Maß. Diese Neuschöpfungen weisen die gleiche Art und
Beschaffenheit auf wie das Schöpfungswerk, aus dem sie hervorgegangen sind. Also es
werden im Umkreis einer Sonne sich stets solche Gestirne befinden, wo gleiche Aufbaustoffe und gleiche Naturgesetze ihre Zugehörigkeit zu eben dieser Sonne erkennen lassen. Irdisch gesehen, kann nun die Sonne nichts anderes sein als ein unendlich vergrößertes Gebilde gleicher Beschaffenheit wie die sie umgebenden Planeten, da diese aus
ihr hervorgegangene Schöpfungswerke sind. Folglich müßten auch alle diese Gestirne
mit den gleichen Wesen belebt sein. Doch hier machen sich nun die gewaltigsten Unterschiede bemerkbar. Es birgt nicht ein Schöpfungswerk die gleichen Lebewesen in sich
wie das andere, und folglich ist auch die äußere Beschaffenheit eines jeden Gestirns
eine andere, und zwar immer den dieses bewohnenden Lebewesen angepaßt. Und das
scheidet nun auch wieder eine gleiche Zusammensetzung in stofflicher Hinsicht Beziehung aus .... Amen
B.D. 1824 empfangen am 22.2.1941 Unbekannte Naturkräfte Ursache des Lichtes .... In der großen Entfernung aller Gestirne voneinander und von der Sonne, die sie
unausgesetzt speist mit Licht und Kraft, ist die Erklärung zu suchen für den geringen
Widerstand, den sich die einzelnen Schöpfungen entgegensetzen. Infolgedessen entstehen keine Reibungen, und also ist es auch unmöglich, daß eine dieser Schöpfungen
lichtspendend sein oder werden könnte. Daß durch Reibungen Licht erzeugt wird, ist
ein Naturgesetz, das sich über alle Schöpfungen erstreckt. Die Sonne dagegen ist das
Muttergestirn, es ist das Schöpfungswerk, dem die Aufgabe obliegt, Wärme- und Licht-spender zu sein für alle jene Gestirne, die ursprünglich der Sonne zugehörig waren. Es
ist die Sonne, mit irdischen Augen betrachtet, ein Feuerkörper, d.h., die Menschen
schließen von der Licht- und Wärmekraft der Sonnenstrahlen, daß diese einen Ausgangsort bedingen, der in sich Feuer ist. Es ist diese Ansicht insofern irrig, als keinerlei
Vorbedingung für einen solchen Brandherd gegeben ist. Die Atmosphäre, welche die
Sonne umgibt, ist gänzlich abweichend von der der Erde, und es werden dadurch wieder Naturkräfte ausgelöst, für die der Mensch kein Verständnis hat, weil er ihr Vorhandensein nicht kennt. Diese Naturkräfte sind also gewissermaßen die Urheber der Lichtstrahlung, will man den Leuchtvorgang sich irdisch erklären. Das Ergebnis weltlicher
Forschung stimmt jedoch insofern nicht mit der Wahrheit überein, als sich der Mensch
irdische Vorgänge, in vergrößertem Maß wirksam, vorstellt, daß er dem Licht und der
Leuchtkraft unbedingt einen Ursprung geben möchte, den er sich irdisch vorstellt, der
aber in Naturkräften und Gesetzen zu suchen ist, über welche den Menschen das Wissen mangelt, das ihnen aber auch in dem Reifezustand auf Erden nicht vermittelt werden kann. Alle irdisch vorstellbaren Voraussetzungen scheiden aus, und jede Aufklärung darüber ist unannehmbar für den Menschen so lange, bis sein Geist in höhere
Sphären Einblick nehmen darf .... Amen
B.D. 1825 empfangen am 23.2.1941 Mußzustand .... In jede Materie dringt das Licht des Geistes, d.h., das in der Materie sich
bergende Geistige wird von dem Geistigen außerhalb der Materie ständig beeinflußt,
das zu tun, was zur Erlösung führen muß. Es ist also das Geistige außerhalb
der Materie das von Gottes Willen Beherrschte oder, besser gesagt, dem göttlichen
Willen sich Unterstellende. Es wird daher den Einfluß so ausüben, wie es Gott
bestimmt. Diesem Geistigen obliegt somit das noch im Anfang seiner Entwicklung
stehende Geistige in der Materie, und es führt letzteres nun aus, was das reife
Geistige will. Es ist dies der Mußzustand, den jedes Wesen durchmachen muß,
bevor es seinen freien Willen als Mensch bekommt. Gleichzeitig aber bringt das
reife Geistige dem noch Unentwickelten seinen Zwangszustand in der gebannten
Form zum Bewußtsein und regt es an zur Tätigkeit, denn dem Wesen ist dann der
lichtlose Aufenthalt in der festen Form zur Qual, und so ein Lichtwesen diese
Dunkelheit durchbricht und einen Schimmer des Lichtes dem Geistigen in der Form
zukommen läßt, wird das Verlangen nach Licht in dem Wesen geweckt, und dann
führt es auch willig aus, was von ihm verlangt wird, und lockert so etwas die
Hülle. Es kann der Geist nun schon bedeutend leichter mit dem Geistigen außerhalb
in Verbindung treten. Licht ist also gleichzeitig Mittel und Zweck .... Amen
B.D. 1826 empfangen am 24.2.1941 Geistige Erklärung der Eruptionen .... Um das Geistige seine Verbannung fühlbar werden zu lassen, muß ihm sowohl der
eigene Zwangszustand als auch die Freiheit des Willens erkenntlich gemacht werden. Es
muß das eine als Qual empfinden und das andere als erstrebenswert betrachten, dann
erst wird es das Seinige dazu tun, aus dem ersteren Zustand frei zu werden, um zur Freiheit des Willens zu gelangen. Also müssen die Wesen des Lichtes letzteres ausstrahlen
auf Schöpfungswerke, dessen Geistiges noch in völliger Dunkelheit schmachtet. Dieses
muß den Lichtstrahl angenehm empfinden und ihn nun gleichfort begehren. Es muß
also zur Höhe verlangen, wo Licht in aller Fülle ist. Es ist jedoch jede Lichtstrahlung die
Folge einer dienenden Tätigkeit, also das Dienen in irgendeiner Form geht voraus, ehe
eine regelrechte Lichtstrahlung erfolgen kann. Es ist zwar eine jede Außenform der
Lichtstrahlung ausgesetzt, doch ganz verhärtetes Geistiges wendet sich von dieser ab
und braucht unendlich lange Zeit, ehe es sich dem Licht öffnet, d.h. dieses auf sich wirken läßt. Dann aber bricht das Verlangen danach mit elementarer Gewalt durch. Dann
drängt alles zur Oberfläche, was vordem in der Tiefe war, und strebt nach dem Licht,
und dann wird alles verlangende Geistige durch Eruptionen aus seiner langen Gefangenschaft befreit und geht in veränderter Außenform seinen Entwicklungsgang weiter.
Und vor einer so gewaltigen Eruption steht nun auch die Erde, deren gefesselte geistige
Wesenheiten nach Befreiung verlangen, nach Licht und dienender Tätigkeit. Und es
drängt gerade dann das in der Tiefe und Lichtlosigkeit schmachtende Geistige zur
Höhe, wenn das Geistige auf der Erde die ihm zugehende Lichtfülle nicht nützt und
diese gewissermaßen unbeachtet bleibt. Dann sucht sich das unentwickelte Geistige
diese Lichtfülle anzueignen, und es strebt mit elementarer Gewalt danach, was durch
Naturkatastrophen zum Ausdruck kommt und grundlegende Änderungen schafft in
bezug auf geistige Strömungen. Denn das zur Erdoberfläche gelangende Geistige
nimmt nun in starkem Maß eine jede geistige Strömung wahr und entzieht daher geistige Kraft den schon höherentwickelten Wesen, die selbige nicht achten und sie ungenützt lassen, was oft das leibliche Ende dieser Wesen auf Erden bedeutet .... Amen
B.D. 1827 empfangen am 24.2.1941 Kommen in den Wolken .... Eine kleine Weile noch, und ihr werdet Mich kommen sehen in den Wolken, und ihr
werdet jubeln und jauchzen und frohlocken, daß sich erfüllet die Schrift. Und die
Gerechten werden Meine Stimme hören, und sie wird ihnen lieblich erklingen. Die aber
Mich verleugnen, werden starr sein vor Entsetzen und fliehen wollen vor Mir. Doch das
Gericht wird sie ereilen, wo es auch sei; denn so der Tag herangekommen ist, den Ich
bestimmt habe für das Gericht, wird ein jeder zur Verantwortung gezogen werden und
dem Gericht nicht entfliehen können. Und Meine Getreuen werden Mir Lob und Dank
singen, daß Ich Mich ihnen offenbare, und sie werden Mich anbeten im Geist und in der
Wahrheit, und so sie Mich schauen, werden sie durchdrungen sein von tiefster Liebe zu
Mir und fortan Mir dienen mit innigster Hingabe. Denn Ich werde willige, Mir ergebene Diener benötigen nach der Zeit des Gerichtes. Ich will eine Gemeinde gründen
und ihr einen Auftrag erteilen; Ich will, daß die Menschen sich vereinen, die Mich
erkennen und Meine Lehre verkünden, und so sie zusammenwirken, soll die Gemeinde
überall mächtig sein. Ich will aber ausscheiden, die unduldsam und hoffärtig sind, denn
diese gefährden das Häuflein Meiner Gläubigen. Ich will mitten unter diesen sein und
darum muß tiefste Demut und Liebe den Menschen innewohnen, bei denen Ich Einkehr halte. Und so Ich in den Wolken throne, werde Ich zu Mir emporheben, die Mich
also lieben, daß ihre Herzen Mir entgegenschlagen. Und Ich will sie führen an einen
Ort, wo kein Leid und keine Trübsal ist .... Amen
B.D. 1828 empfangen am 24.2.1941 Göttliche Ordnung .... In der göttlichen Ordnung zu leben heißt sich ohne Widerstreben den Gesetzen
anpassen, die Gott für alle Seine Schöpfungswerke gegeben hat. Es muß gleichsam der
inneren Stimme geachtet werden, was sie zu tun dem Menschen vorschreibt, dann wird
sich der Mensch auch in der göttlichen Ordnung befinden, d.h. den göttlichen Willen
achten und befolgen. Und dann geht er auch den Gang der Höherentwicklung. Jegliches
Schöpfungswerk außer dem Menschen befindet sich in der göttlichen Ordnung, da es
im gebundenen Willen steht, d.h. alles das nun tun muß, was göttlicher Wille ist und
also übereinstimmt mit den Gesetzen, die Gott gab von Ewigkeit. Nur der Mensch ist
fähig, diese Gesetze umzustoßen, d.h., gegen diese Gesetze zu verstoßen, weil sein Wille
frei ist und dies auch genützt werden kann in einer Weise, die dem göttlichen Willen,
der göttlichen Ordnung, widerspricht. Es wirkt sich aber ein solches Zuwiderhandeln
der göttlichen Ordnung schädigend aus für seine Seele, indem es den Höherentwicklungsgang gefährdet, ja sogar oft ausschaltet. Denn Gott hat in Seiner Weisheit alles so
geordnet, daß es nicht willkürlich von den Menschen geändert werden kann, ohne
Schaden nach sich zu ziehen. Es ist vielmehr das genaue Leben nach der göttlichen Ordnung die einzige Gewähr dafür, daß der Mensch vorwärts schreitet auf seinem Gang zur
Höhe. So er sich nun von der Stimme des Herzens lenken läßt, wird er niemals gegen
die göttliche Ordnung verstoßen, denn diese ist der stille Leiter und Mahner auf seinem
Lebensweg, der dort sich meldet, wo der Mensch abzuweichen droht von der Gottgewollten Ordnung. Es darf nun der Mensch keineswegs glauben, daß Gott Seine
Gesetze ändert, so sie dem Menschen undurchführbar erscheinen, sondern es muß der
Mensch alles tun, um seinerseits die Hindernisse zu überwinden, die sich ihm entgegenstellen, so er in der göttlichen Ordnung zu leben gewillt ist .... Amen
B.D. 1829 empfangen am 24.2.1941 Pflichterfüllung .... Ihr dürft euch niemals genügen lassen, nur eure Pflichten zu erfüllen, sondern ihr
müsset mehr tun, ihr müsset freiwillig euch einer Aufgabe unterziehen, die euch nicht
von Menschen gestellt wird, die ihr aber aus Liebe tun sollt .... dann erst seid ihr liebetätig, und diese Leistung erst wird bewertet werden und euch Segen eintragen für die
Ewigkeit. Es glauben die Menschen, die ihre irdische Arbeit pflichtgetreu erfüllen,
Genüge getan zu haben. Ihr Leben ist dann zwar ein Leben der Pflichterfüllung, jedoch
kein bewußtes Dienen in Liebe .... Amen
B.D. 1830 empfangen am 25.2.1941 Erlösung in der Tiefe .... Zur tiefsten Tiefe steigt die göttliche Liebe und Barmherzigkeit hernieder, um Erlösung zu bringen den Seelen, die der Liebe und Barmherzigkeit Gottes zugänglich sind. Alles Geistige der unteren Regionen kann zur Höhe gelangen, wenn es sich nicht widersetzt, so der Lichtstrahl aus der Höhe zu ihm dringt. Seelen, die undenkliche Zeiten hindurch tiefste Not und Qualen erlitten haben, empfinden diesen Lichtstrahl blitzartig als Wohltat, und es kann dieser Moment das Verlangen in ihnen erwecken nach einem solchen Dauerzustand des Wohlbehagens. Es kann eine kurze Einkehr in sich die Seele aufnahmefähig machen für den Einfluß um sie besorgter Lichtwesen, und so dies einmal gelungen ist, ist die Seele der Finsternis abgerungen, denn solche einmal erfaßte Gedanken verlassen die Seelen nicht mehr, obgleich das Ringen solcher Seelen unsagbar schwer ist. Diese der Finsternis abgerungenen Seelen finden sich und sprechen sich gegenseitig Mut und Hoffnung zu, helfen sich also auch gegenseitig zur Höhe. Sie werden aber auch ungemein von der finsteren Macht bedrängt, aber gerade dies spornt sie an, aus ihrem Bereich zu kommen, und jedem Lichtschimmer streben sie zu, um dieser Macht zu entfliehen. Das Verlangen nach Licht aber läßt ihnen auch Hilfe zugehen, und also sind sie nicht hilflos der finsteren Macht ausgeliefert, so nur in ihnen das Verlangen nach Licht erwacht ist. Oft aber wird die Liebe und Barmherzigkeit Gottes völlig abgewiesen, dann frohlocken die Geister der Unterwelt, und ihre satanische Gewalt lassen sie nun gegenseitig aus. Sie fügen sich alles erdenkliche Böse zu und stürzen so immer tiefer, d.h., die Entfernung von Gott wird immer größer, und dann ist für solche Seelen kaum noch Rettung zu erhoffen, denn so keine Besserung durch die undenklichsten Qualen erreicht wird, muß dieses satanische Geistige aufs neue gebunden werden, weil es sich seiner Freiheit nicht würdig erzeigt, weil es diese wieder mißbraucht hat und sich erneut Gott widersetzt .... Wüßte die Seele um die unsäglichen Leiden und Qualen, die ihr der Bann in der
festen Form durch undenkliche Zeiten hindurch wieder einträgt, sie würde alles daran
setzen, sich zu wandeln, bevor es zu spät ist, denn diese Qualen sind selbst den verstocktesten Seelen zu unerträglich und wiederum das einzige Mittel, sie zum Gehorsam
zu zwingen; doch da jeder Zwang ausgeschaltet ist, müssen sie die Qualen auf sich nehmen, denn jedes Entgegenkommen Gottes wurde abgewiesen. Immer wieder ist es der
freie Wille des Wesens, der sie zur Ablehnung bestimmt, und darum muß dieser Wille
wieder in Ketten geschlagen werden, auf daß seinem Widerstreben gegen Gott ein Ende
gesetzt ist. Es ist das Entsetzlichste, was dem Wesen passieren kann, wenn es den gleichen Gang auf Erden durch Jahrhunderttausende hindurch wieder gehen muß,wenn es
das gleiche noch einmal durchleben muß, was ihm schon untragbar erschien bei seinem ersten Erdengang .... Amen
B.D. 1831 empfangen am 26.2.1941 Zusammenschluß mit Gott .... Ein heiligmäßiges Verlangen ist es, mit dem göttlichen Herrn und Heiland vereinigt
zu sein. Es ist wahrlich nichts, was dem gleichkommt; es gibt keinen beseligenderen
Glückszustand als die Vereinigung mit Ihm, und es soll diese Vereinigung daher auch
der Inbegriff jeden Verlangens sein. Was der Erde angehört, soll freudig dahingegeben
und das Seligste dafür eingetauscht werden; alles Leid der Erde soll der Mensch willig
auf sich nehmen und immer nur des süßesten Lohnes gedenken .... des Zusammenschlusses mit Gott, der alles Leid und alle Qualen aufwiegt .... der alle Not und diesirdische Trübsal beendet. Es ist dieser Zusammenschluß etwas so unvorstellbar Beglükkendes, daß alles Schwere zuvor klein dagegen erscheint und .... wüßte der Mensch
davon .... er noch viel mehr Leid geduldig auf sich nehmen würde, um nur dieser himmlischen Gnade gewürdigt zu werden. Und doch soll es jedes Menschen Bestreben sein,
auch ohne dieses Wissen den Zusammenschluß mit Gott herbeizuführen. Die Liebe zu
Ihm und zu seinem Nächsten soll ihn in jenen Zustand versetzen, der Vorbedingung ist
für das höchste Glück .... Und so das Erdenkind die göttliche Stimme im Herzen tönend zu vernehmen vermag,
hat der Zusammenschluß mit Gott stattgefunden und kann ewig nicht mehr gestört
werden. Denn was Gott erfaßt hat mit Seiner Liebe, läßt Er ewig nicht mehr von Sich,
und darum kann der Mensch nun nicht anders, als sich mit seinem Leben einzusetzen
für seinen göttlichen Herrn und Heiland, für Seinen Namen und Seine Lehre .... Amen
B.D. 1832 empfangen am 26.2.1941 Tönendes Wort Beweis .... Der untrüglichste Beweis des Zusammenschlusses mit Gott ist das tönende Wort. Es
ist wie himmlische Musik, die im Herzen klingt .... es ist ein unvergleichlich schöner
Zustand, der im Menschen Seligkeit auslöst, und es ist das Gefühl süßester Zweisamkeit, denn es verspüret der Mensch die Nähe des Herrn. Und nichts auf Erden wiegt diesen beglückenden Zustand auf, nichts anderes kann solche Seligkeit spenden als die
Nähe des göttlichen Herrn und Heilands. Und doch sind nur wenige Menschen in
einem solchen Liebesgrad stehend, daß sie des tönenden Wortes gewürdigt werden. Es
bietet Gott Selbst das Herrlichste dem Menschen auf Erden an, aber nur wenige begehren dieses köstliche Geschenk, das das Leben auf Erden zu einem Paradies gestalten
kann. Wenige nur geben ihr Herz gänzlich dem Heiland hin und begehren nichts mehr
von der Welt. Wenige nur gehen in der Liebe zum Nächsten auf und teilen alles, was sie
selbst besitzen, mit ihm .... wenige geben alles hin, um wieder alles empfangen zu können .... Amen
B.D. 1833 empfangen am 27.2.1941 Dreifache Entgegennahme des göttlichen Wortes .... Es ist eine bedeutungsvolle Stunde, da der Mensch sich der Ewigkeit und der Unvergänglichkeit bewußt wird, denn nun ist sein Ringen auf Erden nicht mehr zwecklos,
sondern er erkennt, daß es seine Begründung hat. Und nun wird er sich auch nicht
mehr auflehnen gegen sein Schicksal, er wird es mit der Weisheit und Liebe Gottes in
Einklang bringen und sich also schon dem göttlichen Willen ergeben unterwerfen. Die
Führung Gottes wird ihm immer ersichtlicher und somit auch sein Vertrauen zu Gott
kindlich und unerschütterlich. Und von dieser Stunde an lebt er sein Leben bewußt,
d.h., er bemüht sich, jedes Geschehen so auf sich wirken zu lassen, daß es der Seele zum
Heile gereiche, und sucht Kraft zum Widerstand gegen die Anfeindungen der Gott-entgegen-gesinnten Macht im göttlichen Wort, das ihm nun auch vermittelt wird durch die
Liebe des himmlischen Vaters. Denn ohne das Wort Gottes ist der Mensch nicht fähig .... obgleich er erkennt .... alle Widerstände zu besiegen, die sich ihm entgegenstellen. Das
Wort Gottes vermittelt ihm die Gnade, die unbedingt nötig ist, um das Ziel zu erreichen, das Zweck des Erdenlebens ist. Das Wort Gottes gibt dem Menschen kund, wie er
seinen Lebenswandel gestalten soll, um der göttlichen Gnade teilhaftig zu werden. Es
muß also das eine in Empfang genommen werden, auf daß der Mensch betet, d.h. er mit
Gott in Verbindung tritt, um die göttliche Gnade anzufordern, denn sie kann ihm ungebeten nicht zugeführt werden. Das Wort Gottes muß ihm aber erst das Wissen darum
vermitteln, er muß Gott zu sich sprechen lassen, doch es steht ihm völlig frei, wie und
wo er das göttliche Wort entgegennimmt. Er kann es tun auf dem Wege des ordnungsmäßigen Gottesdienstes, d.h., er kann von Menschen, die sich selbst Gott zum Dienst
anbieten, belehrt werden über den göttlichen Willen; er kann das Wort Gottes auch
durch die hl. Schrift entgegennehmen, so er Gott um Erleuchtung bittet für das, was ihm
unverständlich erscheint .... Amen
B.D. 1834 empfangen am 27.2.1941 Nachfolge Jesu .... Es gibt nur einen Weg, der zum ewigen Leben führt und zur Vereinigung mit Gott .... der Weg über Jesus Christus, und es wird, wer Christus abweiset, niemals durch die Pforte des Himmels zur ewigen Seligkeit eingehen können. Es muß der Mensch den gleichen Weg wandeln, den Jesus auf Erden ging, den Weg der Liebe und des Leides, denn nur durch die Liebe kann er sich erlösen und durch das Leid die Sündenschuld verringern. Und um dies zu können, müssen ihm die durch Jesu Kreuzestod erworbenen Gnaden vermittelt werden, die er wiederum nur empfangen kann, wenn er Jesus Christus als Erlöser und Gottes Sohn anerkennt. Er muß im Glauben stehen an den göttlichen Erlöser .... er muß glauben, daß Gott Selbst Ihn zur Erde gesandt hat, um nun in aller Fülle in Ihm Wohnung nehmen zu können .... er muß glauben, daß die göttliche Liebe Selbst zu den Menschen herabgestiegen ist, und dann beweiset er erst den Glauben an Gott, wenn er das Erlösungswerk als einen Akt der größten Liebe zu den Menschen anerkennt und teilhaben möchte an dem Segen des Erlösungswerkes. Jesus sagt: „Niemand kommt zum Vater denn durch Mich ....“ Es spricht Jesus diese Worte nicht als Mensch, sondern es sind diese Worte geistig zu verstehen. Er Selbst war pur Liebe, und also muß der Mensch sich zur Liebe gestalten, um mit dem Vater, Der die Liebe Selbst ist, vereinigt zu sein. Steht aber der Mensch in der Liebe, dann wird er auch erkennen, daß Jesus Christus auch der Inbegriff der ewigen Gottheit ist. Er wird Christus nicht mehr von Gott zu trennen vermögen, und also wird die Liebe der einzige Weg sein, zu Gott zu gelangen. So aber der Mensch Christus nicht anerkennt, kann er nimmer im rechten Denken stehen. Und ob er auch Gott bejahen will, es ist dies kein tiefer Glaube, der Gott und Christus voneinander trennt. Er macht sich einen falschen Begriff von der ewigen Gottheit. Die christliche Lehre schreibt als Wichtigstes die beiden Gebote vor: Du sollst Gott lieben über alles und deinen Nächsten wie dich selbst. Um dieses Gebot erfüllen zu können, muß er selbst Liebe sein, und also muß er den gleichen Weg gehen, den Jesus auf Erden ging; er muß Liebe austeilen auf allen seinen Lebenswegen, und da Gott die Liebe Selbst ist, zieht er durch jedes Werk der Liebe die ewige Gottheit zu sich heran, also vereinigt er sich mit Ihr, und es findet dann das gleiche statt, was Jesus zu den Worten veranlaßte:„Der Vater und Ich sind (sind wurde durch ist überschrieben d. Hg.) eins ....“ Er vereinigte Sich durch Seine übergroße Liebe gleichfalls mit Gott, so daß Er mit vollem Recht diese Worte aussprechen konnte, denn Sein Wesen war völlig durchdrungen vom göttlichen Geist, also war der Vater .... die ewige Gottheit .... im Sohn, in Dem, was von Ihm ausgegangen war, und konnten ewig nicht mehr getrennt werden voneinander. Und dieses Verschmelzen mit der Urkraft wird immer die Folge inniger Liebe zu Gott und zu den Menschen sein, also ist die Liebe der Weg, der zu Gott führt. Es war das Erlösungswerk das größte Liebeswerk eines Menschen für die gesamte Menschheit. Wer dieses nicht anerkennt, muß bar sein jeder Liebe, ansonsten er den Zusammenhang klarstens erkennen möchte und jeder Zweifel über die Gottheit Jesu schwinden würde. Ohne Liebe jedoch wird der Weg zur Höhe niemals zurückgelegt werden können, denn es folgt der Mensch dann nicht Jesus nach; er gehört nicht zu denen, die durch Seinen Tod am Kreuz erlöst wurden, und ist somit für Ewigkeiten verloren .... Amen |
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