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Buch 28 NR. 1835 – 1969 empfangen von Bertha Dudde in der Zeit vom 28.2.U.1.3.1941 – 31.5.1938 - 28.6.1941 Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<. B.D. 1835 empfangen am 28.2.u.1.3.1941 Überwinden der Materie .... Der Gang durch die Materie ist eine endlos lange Gefangenschaft für das Wesenhafte, und es muß daher die Freiwerdung für das Wesen eine Erlösung bedeuten. Je
drückender der Zwang war, desto beglückender ist die Befreiung aus der Form, und
daher ist es von größtem Wert, wenn sich der Mensch gänzlich von materiellen Dingen
trennen kann, denn desto eher kann sich die Seele ihrer Last entledigen und zur Höhe
schwingen. Frei werden aus der Form heißt frei werden von der Begierde, daß ihm Irdisches nicht mehr begehrenswert erscheint und er also jegliche Materie überwunden
hat. Und dann ist es für den Geist eine Leichtigkeit, sich zu entfalten. Die Materie ist das
Hindernis des geistigen Strebens. Sie ist da, eigentlich für den Menschen, soll aber dennoch überwunden werden, d.h., der Hang danach muß aus dem Herzen gerissen werden, denn begehrt der Mensch etwas Irdisches, dann knüpft er gewissermaßen wieder
die Verbindung an mit diesem Irdischen durch seine verkehrte Liebe und gestaltet sich
also rückschrittlich. Sein Verlangen gilt einer Außenform, die er schon überwunden
hat, und das darin verborgene unreife Geistige sucht sich nun zu vermehren, indem es
das schon fortgeschrittene Geistige in seinen Bereich zieht und dies wieder vermehrtes
Verlangen nach der Materie bedeutet .... (1.3.1941) Der Aufenthalt in der Form soll für
das Geistige ein Zwang sein, auf daß es davon frei zu werden sucht. Ist es aber einmal
dieser Außenform ledig und in den weiteren Entwicklungsphasen auch durch weitere
Formen gegangen, so darf es nun nicht mehr Verlangen tragen nach jenen Außenformen, die es schon überwunden hat. Es muß vielmehr solche verachten lernen, d.h., sie
dürfen dem Menschen nicht mehr so viel bedeuten, daß er sie begehrt. Wo aber das Verlangen nach der Materie noch sehr stark ist, dort kann man von einer Übermacht des
unreifen Geistigen sprechen, dem der Mensch zum Opfer fällt. Der Wille des Menschen
ist schwach und läßt sich von dem Geistigen in der Materie beherrschen, also verfällt er
wieder dem Wirken satanischer Kräfte, die dem Menschen die Materie als Blendwerk
vorhält, um das Streben zu Gott, das bewußte Gebet, zu unterbinden, und es gelingt dieser Kraft auch .... Amen
B.D. 1836 empfangen am 2.3.1941 Arbeiter im Weinberg des Herrn .... Wer es sich zur Aufgabe macht, den Mitmenschen das Evangelium zu predigen, wer
jede Gelegenheit nützet, um für das Reich Gottes zu werben, wer immer nur sich vor
Augen hält das große Leid im Jenseits, dem die Seelen entgegengehen, die nicht zu Gott
fanden im Erdenleben, und daher den Menschen helfen möchte, soweit es in seiner
Kraft liegt, der tut das größte Werk der Nächstenliebe und wird dereinst großen Lohn
ernten in der Ewigkeit. Der Zweck aller Schöpfung ist das Erlösen des Geistigen, und so
der Mensch beiträgt zur Erlösung, erfüllt er die größte und wichtigste Aufgabe seines
Erdenlebens. So durch Menschenmund der göttliche Wille der Menschheit vermittelt
wird, ist eine im Rahmen des Natürlichen bleibende ständige Belehrung der Menschen
möglich, und es können sich an dieser Belehrung unzählige Seelen beteiligen, sowohl
gebend als auch empfangend. Der Gebende übt dadurch die Liebe, und der Empfangende bereitet sich vor zur Liebetätigkeit, denn der Empfangende wird, so er den Wert
der Gabe erkannt hat, das gleiche tun .... er wird geben wollen, wo er kann, denn wieder
drängt ihn die Liebe dazu. Und so beteiligt sich alles Geistige am Erlösungswerk, und es
ist dies wahrlich das schönste Liebeswirken, für die Seelen der Menschen tätig zu sein.
Es ist dies das Feld, das ständig bebaut werden soll, der Acker, von dem zuvor das
Unkraut entfernt und guter Samen gesät werden soll, auf daß dereinst reife Frucht
geerntet werden kann .... Amen
B.D. 1837 empfangen am 3.3.1941 Auswirkung böswilliger Zerstörungen .... Die sichtbare Welt besteht aus einer verhärteten Substanz, ist aus dem Geistigen entnommen, soll Geistigem zum Aufenthalt dienen und sich wieder in geistige Substanz
auflösen, sowie sie ihren Zweck erfüllt hat. Somit ist allem, was sichtbar ist, eine Aufgabe
gestellt, und es erfüllt diese Aufgabe auch, solange der Mensch keinen Einfluß darauf
hat. Doch dieser kann kraft seines Willens auch hinderlich sein, er kann durch vorzeitiges Zerstören eines sichtbaren Schöpfungswerkes die geistige Substanz vor der ihm
zugewiesenen Zeit zur Auflösung bringen, ehe es also seinen Zweck erfüllt hat. Und
dann handelt der Mensch wider die göttliche Ordnung, denn er verstößt gegen Gesetze,
die Gott Selbst gegeben hat, er greift in die göttliche Bestimmung ein, er hindert das
Geistige am Ausreifen, und dieses wieder sucht sich einen Ausgleich des ihm widerfahrenen Unrechtes, da ein solches Unterbrechen seinen Entwicklungsgang verlängert und
es den Leidenszustand nun entsprechend länger ertragen muß. Dieses vorzeitig freigewordene Geistige bedrängt die Menschen, und, da es selbst noch unreif ist, in einer
Weise, die sich auch schädigend für die Seelen auswirkt. Alles, was sichtbar ist, kann den
Menschen nicht schädigend beeinflussen, denn es ist gebannt in der Form, sobald es
aber einmal dem Menschen unsichtbar geworden ist, hat das Geistige Gewalt über den
Menschen, wenn auch in verschiedenster Weise. Darum wirken sich Zerstörungen,
ganz gleich welcher Art, immer nachteilig aus für den Menschen, und es ist nun verständlich, daß die geistige Beschaffenheit der Menschen einerseits eine Folge ist der
Zerstörungswut dieser, daß umgekehrt aber letztere wieder zunehmen wird, weil die
geistigen Wesen sich in der Freiheit wohl fühlen und dem gebundenen Zustand entfliehen zu können glauben. Es wird also vieles unsichtbar, und ebenso vieles unvollkommenes Geistiges hofft, der Form für immer entfliehen zu können, und daher treibt es
die Menschen an, ihren freien Willen so zu gebrauchen, daß sie sichtbare Schöpfungen
zerstören, denn es glaubt dadurch die Freiheit behalten zu können. zu erhalten. Diese
wird ihm jedoch bald wieder genommen, und nun ist das Geistige in großer Not, denn
es empfindet den neuen Zwang noch viel qualvoller als zuvor, und seine Erregung
kommt in der verschiedensten Weise zum Ausdruck, immer jedoch so, daß die Menschen bedrängt werden in seiner Umgebung .... daß die Seele des Menschen sich
gequält fühlt in oft unerträglicher Art, daß sie ihren Lebensmut verliert, körperlichen
Krankheiten ausgesetzt ist, unduldsam ist oder sich auch offen gegen Gott stellt .... Amen
B.D. 1838 empfangen am 4.3.1941 Überwinden der Form .... Es müssen unzählige Wesenheiten im Kampf mit ihrer Außenform stehen, auf daß sie zu der Reife gelangen, die das Wesen benötigt für den letzten Erdenlebensweg im Fleisch. Der Kampf mit der jeweiligen Außenform trägt ihm geistigen Fortschritt ein, ohne Kampf bliebe das Wesen auf immer gleicher Stufe stehen. Die Überwindung der Form ist also ein Sieg darüber, und jeder Sieg vermehrt die Kraft. In diesem Fall schließt sich Geistiges mit Geistigem zusammen; es findet also eine Vermehrung geistiger Substanz statt, die nun wieder eine neue Hülle bekommt, um den Entwicklungsgang fort-zusetzen. Eine jede solche Umformung ist gleichzeitig ein Sammeln geistiger Substanzen, die ungebunden in der Atmosphäre weilen und die Form wieder herbeisehnen zur letzten Freiwerdung. Letztere sind frei geworden durch gewaltsame Zerstörungen fester Form und benötigen nun einen neuen Aufenthaltsort zum weiteren Ausreifen. Und zumeist kommen solche frei gewordenen Wesenheiten in der Pflanzenwelt wieder, sofern sie zuvor schon einen gewissen Reifegrad haben, indem sie in der vorigen Form eine dienende Tätigkeit verrichteten, anderenfalls sie eine solche Form beleben dürfen, die irgendwie der Menschheit zum Nutzen ist. Je williger das Wesen ist, eine dienende Tätigkeit zu verrichten, desto weniger langer Zeit bedarf es, daß die neue Außenform wieder besiegt ist, und desto schneller geht der Gang durch pflanzliche Regionen, denn dort kann in ganz kurzer Zeit schon die Außenform gewechselt werden, und es wird diese immer weniger belastend für das Wesen. Aber immer müssen irgendwelche Naturkatastrophen erstmalig das Geistige freigeben, und wiederum muß das Geistige in einem bestimmten Reifezustand sein, daß der Erdenlebenswandel nun durch die lebende Schöpfung einsetzen kann und dies gewissermaßen der letzte Gang ist, den die Wesenheiten zurücklegen müssen, auf daß sie gänzlich frei werden von jeder Außenform. Und dann erst kann das Wesen aus freiem Willen die Hindernisse überwinden und durch steten Kampf zur Höhe gelangen .... Amen
B.D. 1839 empfangen am 5.u.6.3.1941 Liebe .... Liebe ist Leben, Liebe ist Kraft, Liebe ist Ursache und Liebe ist Ziel. Liebe ist der
Inbegriff alles dessen, was göttlich ist, denn Gott ist in Sich Liebe. Liebe ist fernerhin ein
Zustand der Verzückung, ein Zustand des Kraftbewußtseins, ein Zustand der Tätigkeit
und der innigsten Hingabe .... Der in Sich die Liebe ist, teilet auch Liebe aus unentwegt, kann aber nimmermehr
dort weilen und geben, wo nicht gleichfalls Liebe ist. Also wird immer Liebe sich zur
Liebe finden. Wo jedoch die Liebe fehlt, dort ist kein Leben, kein Licht, keine Kraft und
keine Seligkeit, sondern geistiger Tod und Finsternis. Was ist, wurde durch die Liebe,
folglich muß, wo die Liebe nicht ist, auch ein Zustand sein, der gleich ist dem Nichtsein
insofern, als dem Wesenhaften weder Kraft noch Licht zuströmt, es also in Untätigkeit
und Finsternis verharrt .... ein Zustand, der nicht Leben genannt werden kann .... (6.3.1941) Nur die Liebe ist Erfüllung, und wo sie nicht ist, dort ist Leere, Not und Pein,
denn die Liebe bringt das Wesen mit Gott in Verbindung, und dies bedeutet ein Verschmelzen dessen, was ursprünglich eins war, aber sich von der ewigen Liebe trennte.
Fern von Gott sein heißt ruhelos umherirren ohne Erkenntnis seines Ausganges, ohne
Wissen um die Herrlichkeiten, die aus dem Zusammenschluß mit der Urkraft erwachsen .... fern sein von Gott heißt allem Unreinen, Lichtlosen ausgesetzt sein und durch
dieses gehindert und bedrängt werden in jeder Weise. Es bedeutet völlige Ohnmacht
und Willenlosigkeit diesen Kräften gegenüber .... es bedeutet Gefangenschaft und endlos währendes Gebundensein des Willens .... Amen
B.D. 1840 empfangen am 6.3.1941 Vorbedingungen zum Wirken des göttlichen Geistes .... Dies sind die Vorbedingungen zum Wirken des Geistes im Menschen, daß er sich
bemühe, zu leben dem göttlichen Willen gemäß, daß er sich erziehet zur Demut und
Friedfertigkeit, daß er bereit ist, zu dienen Gott und dem Nächsten, und daß er liebetätig ist und sich also formet, um ein Ebenbild Gottes zu werden. Es geht der Geist aus
Gott im Menschen ein Bündnis ein mit dem göttlichen Geist außer sich, der eine Ausstrahlung Gottes ist; alles Göttliche aber bedingt ein Aufnahmegefäß, das würdig ist, so
köstlichen Inhalt aufzunehmen, und es ist daher erste Bedingung, daß der Mensch reinen Herzens ist, daß er verabscheut, was nicht gut und edel ist .... daß er nach der Wahrheit trachtet und die Lüge haßt .... daß er keine unlauteren Gedanken hegt, sich fernhält
von jeder Lieblosigkeit, gerecht ist im Denken und Handeln und in Liebe dient .... Und auf leisen Schwingen senkt sich der Geist Gottes herab auf jene Menschen, die willig sind, das göttliche Wort zu vernehmen .... Amen
B.D. 1841 empfangen am 7.3.1941 Anerkennen des Wirkens jenseitiger Kräfte .... Unbegrenzt sind die geistigen Hilfsmöglichkeiten, und so sich der Mensch vollvertrauend den jenseitigen Kräften überläßt, wird er die größten Erfolge verzeichnen können. Der ernstliche Wille nach Vervollkommnung und der Ruf um den Beistand der
guten geistigen Kräfte gewährleistet diese Erfolge, denn es ist ja dies die Tätigkeit der
reifen Wesen im Jenseits, das unreife, unwissende, jedoch willige Erdenkind zu belehren, und also setzen nun diese Wesen das Erlösungswerk fort, indem sie dem suchenden und verlangenden Menschen jede Möglichkeit erschließen, zur Vollkommenheit
zu gelangen. Und es könnte der Mensch nun ganz unbesorgt seinen Erdenweg gehen, so
er tief gläubig ist und das Wirken der jenseitigen Kräfte anerkennt. Leider aber ist diese
tiefe Gläubigkeit an den hingebendsten Beistand selten vorhanden, und mangelnder
Glaube erschwert jeden Versuch oder schwächt den Erfolg. Und also muß dort, wo den
jenseitigen Kräften durch mangelnden Glauben das Wirken erschwert wird, der
Mensch unglaublich ringen, so er zur Erkenntnis kommen will. Er muß gleichsam alles
das nun selbst tun, was ihm die geistigen Kräfte gern und freudig abgenommen hätten,
er muß ständig bitten, daß er Kraft und Gnade aus Gott empfange. Es wird ihm diese
nicht verwehrt werden, denn nun weiset Gott Seine Diener im Jenseits an, daß sie den
Erdenkindern helfen und ihre Gedanken recht lenken. So gibt Gott Selbst dazu die
Zustimmung, daß nun diese Wesen im Jenseits dem Menschen helfend beistehen,
jedoch auch gänzlich unerkannt. Es erschwert dies aber außergewöhnlich den Vorgang
der gedanklichen Übertragung, denn die Menschen führen einfach die Aufgabe nicht
aus, die eine Höherentwicklung der Seele zur Folge hat .... Amen
B.D. 1842 empfangen am 8.3.1941 Bestätigung der Weissagungen .... Dies sei dir zur Bestätigung gegeben, daß sich alles erfüllen wird, wie es der Geist aus Gott dir gekündet hat. Es will die Welt nicht glauben, daß sie so kurz vor der entscheidenden Stunde steht, denn sie glaubt die Zeit noch nicht gekommen, derer der Herr auf Erden Erwähnung getan hat, und so wird sie nicht sehr vorbereitet dem Naturgeschehen gegenüberstehen. Und darum gibt der Herr immer wieder Hinweise, auf daß die Menschen Seiner nicht vergessen. Der Geist aus Gott aber irret nicht, und wo er einmal wirket, dort ist einer jeden Äußerung Glauben zu schenken und diese auch furchtlos zu verbreiten. Denn es ist die Sprache Gottes, die der Verbreiter dessen nun im Munde führt. Er gibt nur wieder, was Sein Wille ist. Und die Er erwählet, stehen in der rechten Erkenntnis. Sie nehmen entgegen und geben so wieder, wie Er es will. Das menschliche Denken wird so gelenkt, daß es die Dinge sieht, wie sie der Wahrheit entsprechen. Es wird die Urteilskraft geschärft sein, die Liebe zur Gerechtigkeit und zur Wahrheit schützet sie vor irrigem Denken, und so sie nun reden, ist jedes Wort der Wahrheit entsprechend. Und so bringe folgendes zur Niederschrift: Jedes Weltgeschehen steht in Verbindung mit dem geistigen Zustand der Menschen.
Es sind zwar nur irdische Streitfragen Ursache, und rein irdisch wird daher seine Entstehung und seine Auswirkung betrachtet. Daß das Weltgeschehen aber gewissermaßen erst die Folge des geistigen Tiefstandes der Menschheit ist und gleichzeitig ein Mittel sein soll zur Hebung dessen, will den irdisch gesinnten Menschen nicht klarwerden,
und darum wollen sie auch nicht glauben trotz aller Hinweise. Und also wird sie auch
das Naturgeschehen unvorbereitet ereilen, und es wird keine Möglichkeit geben, sich
davor zu schützen oder zu entfliehen. Und darum ist es töricht, sich Gottes Hinweisen
zu verschließen, wenn sie den Menschen geboten werden. Daß der Kampf unentschieden bleibt, der zur Zeit die halbe Welt bewegt, ist der Wille des göttlichen Schöpfers,
denn nicht durch Waffengewalt sollen die Menschen sich das vermeintliche Recht verschaffen. Gott hat den Menschen das Gebot gegeben, einander zu lieben, und es wird
dieses Gebot nicht mehr beachtet. Alles erdenklich Böse fügt sich die Menschheit zu,
und darum muß sie auch empfindlich getroffen werden, und Gott Selbst muß dieses
Richteramt übernehmen, auf daß sie einen Herrn über sich erkennen, Der um jedes
Unrecht weiß.Und darum sollt ihr Menschen nicht die Stimme Gottes ungültig machen
wollen; ihr sollt nicht die Glaubwürdigkeit in Frage stellen und selbst den Zeitpunkt
bestimmen wollen, da sich jene Weissagung erfüllt .... Amen
B.D. 1843 empfangen am 9.3.1941 Verständnislosigkeit .... Es bringen die Menschen wenig Verständnis entgegen einem Vorgang, der von tiefster Bedeutung ist, wenn sie sich die Ergebnisse einer gedanklichen Verbindung mit dem Jenseits nicht zunutze machen. Es ist ungemein wertvoll für einen Menschen, belehrt zu werden von geistigen wissenden Kräften im Willen Gottes, und es ist eine unverdiente Gnade, wenn diese Belehrungen auch von den Mitmenschen entgegengenommen werden dürfen, ihnen also gewissermaßen das gleiche zu Gebote steht wie einem sich Gott hingebenden Erdenkind .... ein jeder Mensch also teilhaben kann an dieser unverdienten Gnade. Jedoch es wird kaum Notiz davon genommen, und das beweist, daß ihnen der Vorgang gar nicht außergewöhnlich erscheint. Andererseits aber kann wieder nichts Ungewöhnliches ganz offensichtlich den Menschen übermittelt werden, sollen diese nicht in einen Zwangsglauben hineingedrängt werden. Und durch zu schwachen Glauben berauben sich die Menschen selbst einer Gnade, die ihnen höchste Seelenreife eintragen könnte, so sie genützt würde. Erkennt der Mensch göttliches Wirken an, so setzt er sich auch voller Überzeugung ein, und dann strömt ihm die Gnade Gottes zu. Die aber die Sendungen von oben nicht beachten, d.h., die sich den Inhalt nicht zum Eigentum machen, denen wird die göttliche Kraft nur beschränkt zufließen. Und ihr Denken wird irrend sein, denn sie stützen sich auf das Urteil redegewandter Menschen, die aus Überheblichkeit ablehnen, weil sie nicht fassen können und wollen, daß nicht sie selbst zu einer Aufgabe herangezogen wurden, da ihr Reifegrad ihnen höher erscheint resp. sie einen hohen Reifegrad vortäuschen wollen. Es müssen daher die Menschen einander weiterzugeben versuchen, auf daß die Gnade Gottes recht genützt wird. Und es muß den Mitmenschen immer wieder die Art und Weise des Übermittelns dargestellt werden, es muß ihnen die eigene Untätigkeit geschildert werden und auch die Unwissenheit, die diesem Erkennen vorangegangen ist. Denn erst, wenn sie überzeugt sind, daß hier ein geheimnisvoller Vorgang sich abspielt, der irdisch unlösbar ist, sind sie geneigt, sich mit dem Inhalt vertraut zu machen, und dann ist gewonnenes Spiel, denn sie können keinerlei Einwendungen gegen den Inhalt anbringen, sie finden sich in den Gedankengang, und nun beginnen sie nachzudenken über manches, oder sie stellen Fragen, wodurch sie nun gedanklich Unterweisungen begehren und also selbst in Verbindung treten mit wissenden Kräften und dies der eigentliche Zweck ist, daß die wissenden jenseitigen Wesen zu den Menschen Zugang finden und nun ihre eigentliche Aufgabe an diesen ausführen können .... sie selbst gedanklich zu unterweisen .... Amen
B.D. 1844 empfangen am 10.3.1941 Wahrheit der unfaßlich scheinenden Kapitel .... Der Wahrheit-suchende Mensch läßt sich wohl belehren, unterzieht aber alles erst
einer eingehenden Prüfung, ehe er das ihm Vermittelte annimmt. Und das ist sein gutes
Recht, denn ihm ist der Verstand gegeben worden, daß er ihn anwende und sich nun
erst entscheide, was er der Annahme wert hält. Es muß aber das, was er einer Prüfung
unterzieht, aus einer Quelle stammen, die ihm Wahrheit zu verbürgen scheint, d.h., der
Wille, Wahrheit entgegenzunehmen, muß ihn gerade aus dieser Quelle schöpfen lassen .... er muß also in der Annahme, wahrheitsgemäß unterrichtet zu werden, Lehrer
wählen, bei denen er Wissen voraussetzt, ansonsten von Wahrheitsverlangen keine
Rede sein kann. Es wird aber niemals ein Mensch sich dort Auskunft holen wollen, wo
er Unkenntnis oder Unwahrheit vermutet. Und ebenso muß der Mensch, so er sich geistig unterweisen läßt, als erstes überzeugt sein davon, daß die lehrenden Kräfte sowohl
wissend als auch wahrhaftig sind. Sie dürfen niemals daran zweifeln, daß diese im Wissen stehen und nur die reinste Wahrheit übertragen wollen, dann wird auch stets das
Gebotene durchdacht und nun als geistiges Eigentum angenommen werden können.
Und es wird der Mensch dann auch genauestens erkennen, daß er in der Wahrheit steht.
Bewußte oder unbewußte Irreführung scheidet also dann aus, und jeder Zweifel muß
schwinden aus dem Herzen, auch dort, wo das Gebotene nicht einer Prüfung unterzogen werden kann, weil dem Menschen weder Beweise erbracht werden können, noch er
sich selbst überzeugen kann, solange er auf der Erde lebt. In letzterem Falle ist daher
nur geboten, bedingungslos alles anzunehmen, was dem Menschen von oben, d.h. von
wissenden Kräften, vermittelt wird. Denn es hält Gott Selbst Seine schützende Hand
über einen die reine Wahrheit begehrenden Menschen, und Er läßt es nicht zu, daß er
im Irrtum wandle, solange er den Weg zur Wahrheit über Gott nimmt, und mag es noch
so sehr den Mitmenschen erscheinen, als seien Kräfte am Werk, denen das Wissen mangelt. Gott läßt nicht willkürlich die Botschaften zur Erde gehen, sofern sie Seinem Willen nicht entsprechen. Er gestattet auch den unwissenden Kräften nicht den Zugang zu
einem Menschen, dessen Wille es ist, in der Wahrheit zu stehen, und darum kann der
Mensch mit völliger Sicherheit auch die ihm unfaßlich erscheinenden Kapitel entgegennehmen, ohne fürchten zu müssen, daß auch nur der kleinste Irrtum unterlaufen
sei. Denn wie sollte wohl die Vollkommenheit sein, wenn jenen Kräften, die im Auftrage
Gottes wirken, die Wahrheitsliebe und das Wissen abgesprochen würde .... Amen
B.D. 1845 empfangen am 11.3.1941 Liebe zu Gott .... Die Bereitwilligkeit, Gott zu dienen, setzt die Liebe zu Ihm voraus, denn es erkennt
der Mensch über sich ein Wesen, Dem er sich untertan fühlt, Dem er aber auch ergeben
ist und alles zu tun für dieses Wesen bereit ist, er also Liebe für Gott empfindet. Da nun
der Mensch in völlig freiem Willen Gott seinen Dienst anbietet, ist dies ein bewußtes
Zuwenden und Nach-Ihm-Verlangen. Es ist ein Bewußtsein seiner Zugehörigkeit zu
Gott, und somit ist die Trennung von Ihm schon überwunden, wenngleich der Mensch
noch nicht den Vollkommenheitszustand erreicht hat, den zu erreichen ihm auf Erden
möglich ist. Die Liebe zu Gott aber ist in ihm erwacht und der Wille, Ihm zum Wohlgefallen zu leben .... Amen
B.D. 1846 empfangen am 13.3.1941 Ewigkeitsbegriff .... Der Ewigkeitsbegriff ist dem Menschen unverständlich, solange er noch auf Erden
weilt; doch mit dem Moment des Todes ist seine Seele frei, und das Unfaßbare begreift
er nun .... Amen
B.D. 1847 empfangen am 14.3.1941 Liebetätigkeit .... Der innere Drang zu einer guten Tat soll niemals unbeachtet bleiben. Es ist die göttliche Stimme, die den Menschen dazu auffordert, es ist die leise Mahnung zur Erhöhung
der Seelenreife, und immer wird diese gefördert werden, wenn der Mensch tut, was die
innere Stimme ihm rät. Sofern der Mensch mit offenen Augen um sich blickt, sieht er
unzählige Gelegenheiten, liebetätig zu sein. Nur soll er nicht daran vorübergehen, nur
sein eigenes Wohl bedenken und den Mitmenschen in seiner Not allein lassen. Immer
kann der Mensch hilfreich tätig sein, und nimmer wird es ihm dazu an Kraft mangeln,
so nur sein Wille gut ist und er in der Liebe steht. Dann erst erfüllt der Mensch den
Zweck seines Erdenlebens und gestaltet sich und seine Seele fortschrittlich. Der Weg
zur Höhe will mit Steinen der Liebe gepflastert werden, dann wird er immer gangbar
sein. Eine jede gute Tat zieht wieder viele andere nach sich, denn Liebe erweckt Gegenliebe, und wo die Menschen alle hilfreich einander beistehen würden, wäre wahrlich die
Liebe und somit Gott Selbst unter ihnen; es könnte dann die Menschheit nur gut sein,
weil sie mit Gott und Gott mit ihr wandelt. Die Liebe erlöst und macht die Menschen
frei von der sie bedrückenden Macht, und darum soll immer die Liebe die treibende
Kraft sein zu allem Denken und Handeln. Wer seinem Mitmenschen ein Herz voll Liebe
entgegenbringt, der wird auch unentwegt in Liebe tätig sein, er wird das Leid zu verringern suchen, er wird tatkräftige Hilfe gewähren, er wird alles Schwere tragen helfen und
seiner Umgebung stets zum Segen sein. Es ist die Welt ein Tal des Leides, sie muß es
auch sein, soll doch dem Menschen dadurch Gelegenheit gegeben werden, sich dienend
zu entfalten. Nur dann lebt er sein Leben bewußt, d.h., er erkennt seine Lebensaufgabe,
die nur durch ständiges Dienen in Liebe erfüllt wird .... und nur dann erlangt er die Seelenreife, die Vorbedingung ist zum Eingehen in ein lichtreiches Jenseits, denn nur durch
Dienen in Liebe fallen alle Schlacken ab, die Seele wird frei, und sie kann nun den Weg
ungehindert zur Höhe nehmen, sie kommt ihrer eigentlichen Bestimmung immer
näher, sie wird selbst zur Liebe und drängt dem entgegen, was gleichfalls Liebe ist .... Amen
B.D. 1848 empfangen am 15.3.1941 Lebendiger Glaube .... In einer Zeit der Trübsal werden zum lebendigen Glauben kommen, die danach
trachten, stets gut und edel zu handeln. Diese werden sichtlich geleitet und in Verbindung treten mit tief gläubigen Menschen, und es wird ihnen das Wort Gottes vermittelt
in einer Weise, daß es ihnen annehmbar erscheint und sie es also mit dem Herzen hören
und nicht nur mit dem Ohr. Und dann setzet das eigene Denken ein. Der Mensch tritt
in Verbindung mit Gott, hält innere Zwiesprache mit Ihm, und er wird nun gedanklich
belehrt und ihm Antwort gegeben auf jede ernstlich an Gott gerichtete Frage. Der
Glaube, der einem solchen Menschen nun innewohnt, ist tief und lebendig, und erst ein
solcher Glaube kann die rechten Früchte zeitigen. Alles, was noch irgendwie mit Formen verbunden ist, mit äußeren Handlungen, die mechanisch ausgeübt werden, legt er
nun ab und strebt mit vollster Überzeugung die Höherentwicklung des Geistes an; er
erkennt den Lebenszweck und sucht sein irdisches Leben nun in Einklang zu bringen
mit dem, was durch den Glauben von ihm gefordert wird. Und es legt Gott das Wissen
um Seine Anforderungen ihm Selbst ins Herz, Er läßt ihn klar erkennen, was Sein Wille
ist; Er läßt ihn auch den Unwert dessen erkennen, was Menschenwerk ist, und Er gibt
Sich Selbst in so vielen Dingen und bei allen Gelegenheiten kund, so daß der Mensch
gestärkt wird in seinem Glauben, sein Wille immer tätiger wird und das Herz immer
inniger der ewigen Gottheit entgegendrängt, was zum Ausdruck kommt in einer Liebetätigkeit, die den Menschen veredelt und umgestaltet, so daß er immer reifer wird und
Gott näherkommt. Wer einmal die rechte Einstellung zu Gott gefunden hat, daß er sich
bewußt verbindet mit Ihm, seinen freien Willen Ihm opfert und um Seine Liebe und
Gnade bittet, der kann nicht mehr fehlgehen .... Amen
B.D. 1849 empfangen am 15.3.1941 „Geheiligt werde Dein Name ....“ Geheiliget werde Dein Name .... das sollt ihr in tiefer Andacht aussprechen und euch
jeden Tag vor Augen halten, wie überwältigend die Liebe Dessen ist, Der euch das
Leben gab .... und wie Sein Geist in euch ist, so ihr mit Ihm verbunden seid .... Amen
B.D. 1850 empfangen am 17.3.1941 Trostreiche Vaterworte .... Lasset die Kindlein zu Mir kommen und wehret ihnen nicht .... Amen
B.D. 1851 empfangen am 17.u.18.3.1941 Eruptionen .... Sowie sich der Kern der Erde zu regen beginnt, geht ein gewaltiges Getöse durch die
Luft, denn die Umgebung der Erde spürt den Ausbruch des Geistigen aus dem Erdinnern und ist in ungeheure Mitleidenschaft gezogen. Denn es wird das bisher in här-tester Form Gebannte durch seine plötzliche Freiheit außergewöhnlich rege und beeinflußt nun das schon reifere Geistige in der Weise, daß in der Natur die merkwürdigsten
Änderungen eintreten, da das frei gewordene Geistige, das noch im Anfang seiner Entwicklung steht, versucht, seinen Entwicklungsgang nach eigenem Gutdünken zu gestalten .... Der Zustrom geistiger Wesenheiten, die sich zu dienender Tätigkeit entschlossen
und also bereit erklärt haben, erfüllt mit diesem Tätigkeitsdrang, der sich noch nicht
entfalten kann, den Raum außerhalb der Erde, wo die Eruptionen stattfanden, und regt
das in der Atmosphäre sich aufhaltende, noch ungebundene Geistige zu außergewöhnlicher Tätigkeit an, so daß unvorstellbare Stürme solche Naturkatastrophen begleiten
und Naturgewalten zum Durchbruch (Ausbruch) kommen, von deren Stärke und Auswirkung der Mensch sich keinen Begriff machen kann. Und darum wird er auch jeglicher Denkfähigkeit beraubt sein, das Geistige wird ihn so hart bedrängen, daß ihm
jedes verstandesmäßige Beurteilen des Geschehens abgeht und er schwach und willenlos alles über sich ergehen läßt. Sowie sich das Geistige nun irgendwie äußern kann und
seinen Tätigkeitsdrang erst einmal zum Durchbruch kommen ließ, lassen die Erschütterungen der Erde nach. Es trennt sich das Dienen-Wollende von dem noch im Widerstand gegen Gott Verharrende, drängt zur Erdoberfläche, gesellt sich einer in Tätigkeit
befindlichen geistigen Wesenheit zu, und mit verstärkter Kraft wird nun letztere Tätigkeit ausgeführt. Noch sind alle diese Wesenheiten ungebunden und toben sich daher in
ganz verheerender Weise aus. Sie sind stärker als das schon Gebundene in der Pflanzenund Tierwelt, und es kann dieses Geistige nicht genügend Widerstand bieten und sich
nicht wehren, so daß das ungebundene Geistige die Außenform dessen zerstört und
also oft Schöpfungen aufgelöst werden durch eben jene Naturkräfte, und dies mit göttlicher Zustimmung; denn so die Zeit gekommen ist, die Gott dem Beenden solcher
Katastrophen gesetzt hat, bindet Er das nun frei gewordene Geistige erneut in Außenformen und weist ihnen ihre Tätigkeit zu .... Amen
B.D. 1852 empfangen am 18.3.1941 Kraft des göttlichen Wortes .... Die Kraft des göttlichen Wortes wird durchdringen, wenn der Kampf gegen Christus mit allen Mitteln geführt werden wird. Noch ist dem Menschen eine gewisse Freiheit des Denkens belassen, doch auch diese wird die Welt knechten wollen, indem jegliche geistige Richtung, die Jesus Christus als Erlöser der Welt bejaht, unterbunden wird, also den Menschen vorsätzlich jedes Wissen darüber vorenthalten wird. Und dies führt zu einem offensichtlichen Kampf, der nur mit dem Schwert des Mundes ausgefochten werden kann. Es wird voll des Geistes sein, wer mutig und ohne Scheu den Namen Jesus ausspricht und für Ihn sich einsetzt, wenngleich er in Gefahr ist, sein Leben zu verlieren. Und dann wird es sich zeigen, daß wahrlich das göttliche Wort große Macht hat. Es wird mit wahrem Heißhunger aufgenommen werden, wo es den Menschen verkündet wird .... es wird, wer es vernimmt, die Kraft an sich verspüren, und sie wird ihm wahrlich guttun, denn es darbt der Mensch, so nicht Gott Selbst Sich seiner annimmt und ihm Labung und Erquickung sendet. Das reine Wort Gottes, wiedergegeben von Menschen, die es direkt empfangen haben von Ihm, wird so überzeugend und wirkungsvoll denen ertönen, die Jesus Christus im Herzen tragen und doch nicht sich gänzlich von der Welt zu trennen vermögen. Sie werden zur Klarheit des Denkens kommen, so das göttliche Wort ihnen gepredigt wird, denn Gott hat dieses Wort mit Seiner Kraft belegt, so daß, wer es willig hört und in sein Herz aufnimmt, von jener Kraft durchströmt sein wird und fernerhin nur noch Partei ergreifen wird für jenes Wort. Und dann wird es sich zeigen, daß nichts davon widerlegt werden kann, daß bedingungslos alles angenommen werden kann, was durch die Träger dieses Wortes der Menschheit vermittelt werden wird. Die Anhänger Christi können ohne das Wort Gottes nicht siegreich aus jenem Kampfe hervorgehen, und zwar wird dort die geistige Übermacht sein, wo die reine Wahrheit, das Licht aus den Himmeln gelehrt wird. Den Trägern dieser göttlichen Wahrheit wird nichts widerlegt werden können, sie werden jede Unklarheit aufdecken, jeden Irrtum beleuchten und jede Unwahrheit brandmarken, und so sie auch verfolgt werden von den Vertretern Gott-gegnerischer Macht, sie finden sich und wirken gemeinsam, und es wird ihnen keine Macht der Erde standhalten können, denn Gott Selbst ist mit den Streitern, und der Sieg wird wahrlich dort sein, wo die Wahrheit .... die Gabe Gottes .... erkannt, als heiligstes Gut bewahrt und vor der Welt öffentlich vertreten wird .... Amen
B.D. 1853 empfangen am 19.3.1941 Keine Überschrift (Antwort Herde ) In Anbetracht der geistigen Not steigt der Herr Selbst wieder zur Erde, um der
Menschheit zu helfen. Es ist dies ein Beweis Seiner unendlichen Liebe und Barmherzigkeit, Er überläßt die Menschen nicht ihrem Schicksal, sondern Er sucht sie zu retten aus
der Gewalt der Feindes. Die Gläubigkeit daran ist erste Bedingung, das von oben empfangene Wort als Wahrheit anzuerkennen. Wem dieser Glaube mangelt, dem kann auch
kein anderer Beweis der Wahrheit gebracht werden. Es ist dies auch ein Zeichen der
Zeit, daß sich bekämpfen, die Ihm dienen wollen, und daß diese glauben, Ihm zu dienen, so sie dieses Wort ablehnen und verurteilen. Die Liebe Gottes wird gelehrt, jedoch
wo sie sich äußert, nicht erkannt .... Amen
B.D. 1854 empfangen am 20.3.1941 Gefahr des Besitzes .... Wenngleich sich die Materie in ständiger Veränderung befindet, ist sie doch so lange nicht als aufgelöst zu betrachten, wie sie noch irgendwie nützlich sein kann. Erst wenn sie völlig nutzlos ist, hat das Geistige in ihr sie überwunden, und es dauert oft sehr lange Zeit, ehe es die alte Form verlassen kann, um in neuer Form neue Aufgaben zu erfüllen. So ist der Erdenlauf durch die Materie für das Geistige eine unsagbar qualvolle Gefangenschaft von ganz verschiedener Zeitdauer, und es kann das Wissen darum den Menschen bestimmen, diesen Zustand zu verkürzen, wenn alles in Gebrauch genommen wird, um dem Geistigen zum Dienen zu verhelfen, weil die Materie unsagbar lange das Geistige in sich birgt, die niemals zum Dienen zugelassen wird, die also als toter Besitz ungenützt gelassen wird. Und es ist nun auch verständlich, weshalb der Mensch sein Herz nicht an Besitz hängen soll, denn je größer seine Liebe zu den Gütern der Welt ist, desto weniger Gelegenheit gibt er ihm zum Dienen. Das Geistige in solcher ungenützt bleibenden Materie ist nun zur Untätigkeit verdammt gegen seinen Willen. Es ist zum Dienen bereit und wird nicht zugelassen und leidet unvorstellbar darunter. Weilt nun ein Mensch in der Umgebung von der Materie, die also untätig bleiben muß, so wirkt sich dies aus auf die Seele des Menschen, die gleichfalls in eine gewisse Trägheit verfällt und ihrer Lebensaufgabe wenig nachkommt. Wäre die Seele von Tätigkeitsdrang erfüllt, so würde sie geben wollen und also sich ihres Besitzes entäußern, was eine sofort beginnende Tätigkeit des Geistigen in der Materie zur Folge hätte und also beginnende Erlösung bedeutete. Alles Geistige aber, dem zur Tätigkeit verholfen wird, steht wieder dem Menschen bei zur eigenen Höherentwicklung, weswegen ein Mensch bedeutend leichter die Seelenreife erlangt, der sich inmitten stets tätiger Materie befindet. Also wird vermehrte irdische Tätigkeit gleichzeitig das Freiwerden des gebannten Geistigen begünstigen, sofern das nun Entstehende wieder etwas dem Menschen Nützliches ist. Wird nun durch Gottes Willen brachliegende Materie zerstört, so bedeutet das wieder für das Geistige darin insofern eine Hilfe, als es nun sich anderweitig wieder verformen kann und nun die Möglichkeit besteht, schneller in dienende Tätigkeit zu kommen. Zerstörungen des Besitzes zwingen die Menschen zur Inanspruchnahme von solcher Materie, die noch nicht zur Tätigkeit zugelassen wurde. Und das ist immer von Vorteil für das Geistige darin. Es ist also vermehrter Besitz eine Gefahr, während die Zerstörung dessen, sofern sie Gott-gewollt ist, ein Segen sein kann für das unerlöste Geistige, das sich zum Dienen bereit erklärt hat, aber durch menschliche Habgier und Liebe zur Materie der dienenden Bestimmung ferngehalten wurde. Es wird dann die Außenhülle gewaltsam aufgelöst, das Geistige daraus frei, jedoch nur, um aufs neue in der Form gebannt zu werden, aber nun eher Gelegenheit findet zum Dienen, da sonst endlose Zeiten vergehen können, bevor es zum Dienen zugelassen wird. Es entstehen durch Menschenhand und Menschenwillen so viele Dinge, die völlig nutz- und zwecklos sind und denen jede dienende Funktion genommen wird. Diesem Geistigen Hilfe zu bringen sollte sich der Mensch angelegen sein lassen, indem er solchen nutzlosen Dingen irgendeine Bestimmung zuweist, auf daß die Materie einmal, wenn auch nach längerer Zeit, zur Auflösung gelangt, denn nur durch Dienen wird das Geistige darin frei .... Amen
B.D. 1855 empfangen am 21.3.1941 Freier Wille .... Nur der Mensch ist fähig, seinen freien Willen zu gebrauchen, d.h., er ist das einzige
Geschöpf, das im Zustand der Unvollkommenheit ist und doch freien Willen hat. Es ist
dies eine Vergünstigung, die er erst recht beurteilen kann, wenn seine fleischliche Hülle
von ihm genommen ist und er in Lichtsphären eingegangen ist. Dann erst erkennt er
die unendliche Liebe Gottes, die ihm Gelegenheit gab, diesen seinen Willen zu gebrauchen nach eigenem Gutdünken. Es ist die Zeit des Erdenwandels im freien Willen zwar
eine große Gefahr für ihn, so er ihn mißbraucht, sie kann ihm jedoch auch die höchste
seelische Reife eintragen, wird der freie Wille recht genützt. Und darum wird jede gute
Tat besonders hoch bewertet, so nicht irgendein Zwang Ursache ist, sondern sie in völlig freiem Willen vollführt wird. Hat aber der Mensch sich selbst einmal Gott zu eigen
gegeben, so ist auch sein Wille stets und ständig dem göttlichen Willen gleich, und dann
ist sein Erdenwandel nicht mehr verantwortungsvoll, da Gott Selbst Sich des Menschen
annimmt, so dieser Ihm seinen Willen geopfert hat. Das Aufgeben des eigenen Willens
ist eigentlich der Wendepunkt in seinem Leben. Was vor der Verkörperung als Mensch
Mußzustand war, soll im Stadium des freien Willens angestrebt werden .... das völlige
Unterstellen des Willens unter den göttlichen Willen. Es soll sich also der Mensch dessen entäußern, was eigentlich das Vorrecht des Menschen gegenüber allen anderen
Schöpfungswerken ist. Was das Wesen begehrt hat in der endlosen Zeit der Gefangenschaft, als es im gebundenen Willen schmachtete, das soll es nun freiwillig hingeben,
dann erst kann es wahrhaft frei werden und zum Licht eingehen, denn das Hingeben
des Willens bedeutet erst geistige Freiheit, weil es das Vollkommenwerden nach sich
zieht. Es muß das Wesen in tiefster Demut stehen Gott gegenüber, dann wird es zur
höchsten Höhe gelangen, denn es nimmt dann den göttlichen Willen an und führt nun
alles das aus, was den Zusammenschluß mit Gott herbeiführt. Der freie Wille war Anlaß
zum Abfall von Gott und muß nun auch wieder die Rückkehr zu Ihm veranlassen .... Amen
B.D. 1856 empfangen am 21.3.1941 Geistiges Reich .... In das geistige Reich einzudringen kann erst dann dem Menschen gestattet sein,
wenn sein Glaube so stark ist, daß es für ihn keinen Zweifel mehr gibt über das Fortleben der Seele. Dieser Glaube um das Weiterleben nach dem Tode setzt auch ein Reich
voraus, das außerhalb des Irdischen besteht. Und nun erst wird auch das Verlangen im
Menschen wach, über jenes Reich zu wissen, unterrichtet zu sein über den Aufenthaltsort jener Seelen, sowohl der vollkommenen als auch der unvollkommenen Seelen. Wird
ein solches Verlangen im Menschen rege, dann sind die nun folgenden Fragen und
Betrachtungen Anlaß zu Unterweisungen auf jenem Gebiet. Denn keine Frage, die der
Mensch geistig stellt, bleibt unbeantwortet von den wissenden Kräften. Es braucht nur
der Mensch die Antwort erwarten und der Stimme in sich achten. Es ist der Mensch, der
sich oft in sein Innerstes zurückzieht, von den jenseitigen Wesen umgeben, die alle sich
ihm kundtun möchten und gleichfalls nur dann vernommen werden können, wenn der
Mensch die Gegenwart und das Wirken dieser Wesen anerkennt. Es kann sich aber kein
Wesen äußern ohne den Willen Gottes, und es hängt wieder vom Reifegrad des Menschen ab, welche Kräfte sich nun seines Willens bedienen, und dementsprechend wird
ihm nun auch das Wissen vermittelt. Sofern reine Neugierde den Menschen veranlaßt,
sich mit jenseitigen Kräften in Verbindung zu setzen, werden die geistigen Ergebnisse
kaum den Menschen voll befriedigen .... also wird er bald wieder von seinem Beginnen
ablassen und sich wieder nur der irdischen Welt zuwenden .... Amen
B.D. 1857 empfangen am 22.3.1941 Einwand der Menschen, daß das Wort Gottes abgeschlossen ist .... Eine ungemein irrige Annahme ist es, das geschriebene Wort Gottes für abgeschlossen zu halten und jegliche göttlichen Offenbarungen als Machwerk böser Kräfte abzuweisen. Es gibt gute und böse Kräfte, die ihren Einfluß auf den Menschen geltend zu
machen versuchen. Alle guten Kräfte führen den göttlichen Willen aus, die schlechten
Kräfte arbeiten dem göttlichen Willen entgegen. Unwissende Kräfte werden niemals
gute Gedanken übertragen wollen und können, da sie in ihrem Dunkelheitszustand
noch unter der Gewalt des Gegners Gottes stehen, also dessen Einfluß zugänglicher
sind als dem Einfluß der Lichtwesen. Sobald sie jedoch erkannt haben, überlassen sie
sich den Lichtwesen und ordnen sich dem göttlichen Willen unter, erkennen ihr mangelndes Wissen und geben nun nur das weiter, was sie durch die Lichtwesen übermittelt
bekommen haben. Dies muß erst klargestellt sein, um die irrige Annahme zu widerlegen, daß sich willkürlich die Kräfte des Jenseits äußern, wo solche Offenbarungen der
Menschheit geschenkt werden. Es hat der Herr auf Erden gelehrt und Sein Wort den
Menschen nahegebracht. Es war Sein Wille, daß dieses Wort niedergeschrieben wurde,
um der Nachwelt erhalten zu bleiben. Er hat durch dieses Sein Wort den Menschen Sein
Geisteswirken angekündigt. Er hat ihnen gleichsam die Zusicherung gegeben, bei
ihnen zu bleiben im Wort bis in alle Ewigkeit .... „Ich werde euch den Tröster senden,
den Geist der Wahrheit ....“ Es gibt jedoch keinen Ausspruch des Herrn, aus dem zu
entnehmen ist, daß Sein Wort als abgeschlossen betrachtet werden müsse .... Amen
B.D. 1858 empfangen am 22.3.1941 Tatkräftige Hilfe durch Lichtwesen und Menschen .... Der Geisteszustand der Menschen erfordert eine tatkräftige Hilfe, sowohl von seiten
der Lichtwesen als auch der Erdenmenschen, die eine gewisse geistige Reife erlangt
haben und nun fähig sind, den Mitmenschen beizustehen in ihrer Not. Der Einsatz
ihrer ganzen Person ist dazu nötig. Doch erkennt er die Gefahr, in der sein Mitmensch
steht, so ist er auch zu jedem Opfer bereit, sofern er selbst in der Liebe steht, was ja die
Vorbedingung ist zu einem geistigen Reifegrad, in dem er sich erlösend betätigen kann.
Den Lichtwesen liegt gleichfalls die Sorge um die Erdenmenschen ob. Sie suchen jede
nur mögliche Hilfe zu bringen in Form von irdischem Leid, das die Menschen nachdenklich machen und ihren Sinn der Ewigkeit zuwenden soll. Und also ist jegliches
Geschehen, das die Menschen schmerzlich berührt, anzusehen als ein notwendig
gewordenes Hilfsmittel zur Behebung der geistigen Not. Es ist nur ein sehr kleiner Teil,
der Gott im Herzen trägt, doch die meisten Menschen lächeln nur bei der Erwähnung
des göttlichen Namens, weil ihnen der Glaube völlig mangelt. Sowie dem Menschen das
Leben erträglich ist, macht er sich keine Gedanken über geistige Probleme, er ist so
vollauf vom irdischen Leben in Anspruch genommen, daß ihm die Gedanken an Gott
und seinen Erdenlebenszweck nur höchst selten auftauchen und auch schnell wieder
verworfen werden, denn sie sind ihm unbehaglich, solange ihm noch das irdische
Leben Erfüllung bringt. Greift aber das Schicksal mit rauher Hand in dieses Leben ein,
dann erscheint ihm irdischer Genuß banal, seine Gedanken beginnen in anderen
Regionen zu wandeln .... Amen
B.D. 1859 empfangen am 23.3.1941 Erkenntniskraft .... In der Erkenntnis stehend, benötigt der Mensch keine Zusicherung der Glaubwürdigkeit dessen, was ihm von oben vermittelt wird, denn gleichzeitig mit der göttlichen
Gabe geht ihm die Fähigkeit zu, klar zu beurteilen, was Wahrheit und was Lüge ist.
Denn ihm ist eine Aufgabe gesetzt .... das, was er empfängt, weiterzugeben. Und um das
mit voller Überzeugung tun zu können, muß er selbst tief gläubig sein, es dürfen ihn
keine Zweifel befallen ob der Wahrhaftigkeit des Empfangenen. Voraussetzung ist aber
immer, daß er selbst nach der reinen Wahrheit verlangt .... Amen
B.D. 1860 empfangen am 23.3.1941 Lebendiger Glaube
- Toter Glaube .... Es ist die geistige Einstellung der Menschen so verschieden, daß oft der geringste
Anlaß genügt, daß sie gegeneinanderstehen, und immer wird dies dann der Fall sein,
wenn sie sich zu fest an eine Lehre klammern, die erst eine Abart der von Christus verkündeten Lehre ist. Sobald diese reine Lehre Christi in eine Form geprägt ist, sehen die
Menschen dann mehr die Form als den Kern, und sie betrachten jede Abweichung als
ein Unterminieren der christlichen Lehre. So aber nur des Kernes geachtet wird, werden
die Menschen eng verbunden bleiben, denn sie leben nun nach der Lehre Christi .... Amen
B.D. 1861 empfangen am 24.3.1941 Lichthunger .... Der Lichthunger des unerlösten Wesens ist bestimmend für die Zeitdauer seiner
Unfreiheit. Sobald das Wesen das Licht als Wohltat empfindet und danach verlangt,
geht es seiner endgültigen Befreiung entgegen. Denn nun strebt es zu Gott, gibt also
seine Widersetzlichkeit auf und ist für immer aus der Gewalt des Feindes entronnen.
Und dieser Zustand muß eingetreten sein, bevor das Wesen selbst Licht- und Kraftempfänger werden kann, weil es dann das Licht und die Kraft, die ihm von Gott zugeht,
nicht mehr mißbraucht, sondern sie nun gleichfalls zur Erlösung des Gebundenen
nützt. Alles Gebundene bedarf der Hilfe, es kann aus eigener Kraft nicht frei werden,
und es müssen die Wesen, die im Vollbesitz der Kraft sind, ihm davon abgeben. Dies
können sie aber nur dann, wenn sie selbst im Licht stehen und den Zustand der Befreiung als Erlösung empfunden haben, denn nun erst sind sie unentwegt tätig, das noch
Gebundene zu erlösen. Und nun ist wieder das Verlangen des unerlösten Wesens nach
Licht und Befreiung maßgebend, in welcher Fülle das Licht ihm zugehen kann, denn
willkürlich und wahllos darf es ihm nicht zugeführt werden, damit es nicht genützt
wird zur Vermehrung der Kraft des Bösen. Denn das unerlöste Geistige, dessen Wille zu
schwach ist, wird von der bösen Macht noch zu sehr beeinflußt und daher die empfangene Kraft dem Gegner Gottes zuwendet, sofern es dessen Willen nachkommt. Begehrt
das Wesen aber das Licht, dann verlangt es nach Gott und nützet die ihm nun zugehende Kraft in Gott-gefälliger Weise, und dann ist der Moment des Freiwerdens nicht
mehr weit. Das Verlangen nach Licht wird also immer verbunden sein mit dem Willen,
in Gottnähe zu kommen, denn es spürt das Wesen auch unbewußt, daß Gott und Licht
nicht voneinander zu trennen sind. Es wird niemals dem Gegner Gottes noch hörig
sein, wenn es dem Licht entgegenstrebt .... Amen
B.D. 1862 empfangen am 24.3.1941 Vaterworte .... Wer sich Mir vollgläubig anvertraut, dessen Gebet erhöre Ich .... Amen
B.D. 1863 empfangen am 25.3.1941 „Befraget nicht die Toten ....“ Der Verkehr mit der jenseitigen Welt ist für viele Menschen ein Stein des Anstoßes,
denn sie vermögen nicht voneinander zu trennen die rein geistigen Verbindungen und
das pur irdische Verlangen, etwas von dem Leben nach dem Tode zu erfahren.Während
ersteres Gott-gewollt ist, entspricht letzteres nicht dem Willen Gottes, wird jedoch niemals als Sünde dem Menschen angerechnet werden, solange es nicht mißbraucht wird
zum Schaden des Mitmenschen. Nur dem eigenen Seelenzustand kann eine Verbindung mit dem unreifen Wesen schaden, und das ist es, wovor gewarnt werden soll. Es
sind die Menschen im Glauben, daß jede Verbindung mit der geistigen Welt ein Unrecht
ist vor Gott, und diese Einstellung beraubt sie der größten Gnade, die Kraftübermittlung jener Wesen anzufordern und in Empfang zu nehmen. Alles gute Geistige vermittelt diese Kraft, folglich soll die Verbindung mit ihm hergestellt werden .... Es ist die Seele tot im Geiste, denn erst, so sie wissend ist, beginnt für sie das Leben in der Ewigkeit, und also kann eine solche Seele nicht befragt werden um die Wahrheit, denn sie kann niemals wahrheitsgemäß Antwort geben. Darum sollen auch nicht an Verstorbene Fragen gerichtet werden, welche die Ewigkeit betreffen, weil eine rechte Antwort einen Reifegrad erfordert, der Mensch aber niemals weiß, ob und wann die Seele des Verstorbenen diesen Reifegrad erreicht hat. Irdische Fragen aber sollen gleichfalls unterbleiben, denn es hat Gott Selbst einen Schleier gebreitet über Dinge, die in der Zukunft liegen, und das Eindringen-Wollen in ein Gebiet, das Gott den Menschen in Seiner Weisheit verhüllt hat, ist Unrecht vor Gott. Folglich sind nicht die angestrebten Verbindungen mit dem Jenseits zu verurteilen, sondern nur der Zweck derer, so er ein rein weltlicher ist. Alles Wesenhafte steht in Verbindung miteinander, dem Menschen nur so lange verborgen, wie er nicht geistig suchend ist .... und zwar, um ihn zum Suchen zu veranlassen. Dem Fragenden und Suchenden aber geben sich die Wesen kund, und auch die unwissenden Seelen drängen sich zu solchen Kundgebungen heran, finden aber nur dort Zugang, wo nur Neugierde Triebkraft der Versuche, mit jenseitigen Wesen in Verbindung zu treten, ist. Wahrheit begehrende, Gott sich hingebende, zur Höhe strebende Menschen errichten um sich durch ihre Einstellung zu Gott eine für solche unreife Wesen undurchdringliche Mauer und brauchen daher nicht zu fürchten, von unwissenden Wesen bedrängt oder belehrt zu werden. Das gute Geistige ist kraftund machtvoll, während das schlechte Geistige ihm gegenüber ohnmächtig ist und Einfluß eben nur auf solche Menschen hat, die keinerlei geistiges Streben in sich haben, sondern nur der irdischen Welt und ihren Freuden ergeben sind. Und dies sollten die Menschen bedenken, ehe sie vorschnell urteilen und etwas als Gott-widrig erklären möchten, was gute geistige Kraft verrät und der Menschheit unsagbaren Segen einträgt, so es als das erkannt wird, was es ist .... als Äußerung guter geistiger Wesen, die den göttlichen Willen ausführen, also in Seinem Auftrag tätig sind .... Amen
B.D. 1864 empfangen am 25.3.1941 Freie Entscheidung .... Das ist göttlicher Wille, daß sich der Mensch frei entscheide, welchen Weg er wandle .... daß es ihm freigestellt ist, beide Wege zu gehen, nach oben oder nach unten, und daß er selbst sich nun entscheide, ohne jeglichen Zwang. Denn dies erst hat Wert vor Gott, was er frei aus sich heraus denkt und tut, wozu er völlig unbeeinflußt seine Zustimmung gibt. Denn darin spiegelt sich sein ganzes Wesen wider. Er ist weder gezwungen zu dem einen noch zu dem anderen, wozu ihn aber sein Herz treibt, das ist entscheidend für die Ewigkeit. Und also sind weder die äußeren Lebensverhältnisse noch göttliche Schicksalsfügung bestimmend für die Höherentwicklung der menschlichen Seele, sondern einzig und allein sein freier Wille entscheidet diese, und somit ist jedem Menschen die gleiche Möglichkeit gegeben, den Reifezustand auf Erden zu erreichen, so er seinen freien Willen recht nützet, d.h. zur Annäherung an Gott gebraucht. Denn ist der Wille zu Gott gerichtet, so wird er auch in seinem Denken und Handeln stets sich Gott unterordnen und alles das tun, was ihn der ewigen Gottheit näherführt, und dann ist auch seine Höherentwicklung gewährleistet. Es wird der Mensch zwar gelehrt, was er tun soll; es wird sein Denken in die rechte Bahn gewiesen, jedoch die freie Entscheidung liegt ihm selbst ob. Immer wird es ihm auch freistehen, anders zu tun und zu denken, als es göttlicher Wille ist .... denn im Zwangszustand diesem nachzukommen trägt ihm keinen geistigen Fortschritt ein, und es ist darum nur das zu bewerten, was der Mensch tut aus innerstem Antrieb. Erfüllt er die ihm vorgeschriebene Aufgabe nur rein pflichtgemäß, so haben sie auch nur den Wert einer Pflichterfüllung, die aber keinen höheren Reifegrad dem Menschen eintragen kann, dagegen wird die geringste Tat der Nächstenliebe in freiem Willen, d.h. ohne Ansporn oder Hinweis auf einen Lohn, die Seele in einen höheren Reifegrad versetzen, weil die Gabe der freien Entscheidung genützt wurde in gottgefälliger Weise. Es kann der eine Mensch scheinbar große Werke der Nächstenliebe verrichten, tut dies aber in einem gewissen Zwang oder unter Beeinflussung durch andere Menschen, so wird er dennoch keinen großen Lohn ernten, denn nur der Liebesgrad ist maßgebend, in dem die Tat vollbracht wurde, also wieweit die Liebe eines Menschen den Willen dessen bestimmt zu seinem Handeln. Ein liebefähiger Mensch läßt auch seinen Willen tätig werden, denn wer in der Liebe steht, der verlangt auch aus innerstem Antrieb zu Gott, also Liebe, freier Wille und Annäherung an Gott gehen immer Hand in Hand. Wo das eine ist, ist auch das andere, immer aber ist der Zwangszustand, ganz gleich, von welcher Seite er ausgeübt würde, hinderlich zur Seelenreife. Also es darf der göttliche Wille gelehrt werden, niemals aber durch Zwangsmaßnahmen zum Befolgen angehalten werden, denn es wäre dies keinerlei geistiger Fortschritt .... Amen
B.D. 1865 empfangen am 26.-28.3.1941 Fortschritt der Seele .... Nur das kann dem Willen Gottes entsprechen, was zur Vervollkommnung der Seele beiträgt. Und es ist daran der Maßstab anzulegen, was zu beachten wichtig ist im Erdenleben. Es hat keinen Wert für die Ewigkeit, Dinge zu vollbringen, die keine Fortschrittsmöglichkeit für die Seele bedeuten, denn es nützet dann der Mensch die ihm zur Höherentwicklung gegebene Kraft in falscher Weise, und also geht ihr auch die Zeit, die ihr dazu gewährt ist, verloren. Wenn der Mensch sein Denken und Handeln einer Prüfung unterzieht, so muß er es immer in Einklang bringen können mit dem göttlichen Willen, d.h., es muß eine seelische Reife zur Folge haben, und es sind darum äußere Handlungen nicht nötig, die nicht ausgesprochene Liebeswerke sind, also dem Nächsten zum Heil gereichen .... Eine Reihenfolge guter Taten verbürgt das Ausreifen der Seele, es strebt die Seele der Vollkommenheit entgegen, folglich erfüllt dann der Mensch den göttlichen Willen, wenn er ausführt, was die Annäherung an Gott nach sich zieht. Die Entfernung von Gott war Anlaß zum Entstehen dessen, was den Menschen umgibt. Nun soll dieses dazu beitragen zur Verringerung der Entfernung. Was nun zum Erreichen dieses Zieles unternommen wird, ist dem Willen Gottes entsprechend. Was aber lediglich Selbstzweck ist, was irdischem Wohlleben dient oder zur Vermehrung der Materie beiträgt, vergrößert die Entfernung von Gott, kann also auch nicht Gott-gewollt sein .... (Unterbrechung)
B.D. 1866 empfangen am 28.3.1941 Irdische Macht und Maßnahmen .... Es schenken die Menschen zuviel Bedeutung den Maßnahmen, die irdischerseits
getroffen werden, und bedenken dabei nicht, daß es doch vom Willen Gottes abhängig
ist, daß diese Maßnahmen durchgeführt werden können. Es wird Gott wohl den freien
Willen des Menschen berücksichtigen und nicht immer eingreifen in menschliche
Bestimmungen, die Seinem Willen nicht entsprechen, doch in Seiner Macht liegt es,
zunichte zu machen, was Menschen erstehen lassen .... In einer scheinbar gesicherten äußeren Lebenslage liegt noch nicht die Gewähr für
wirklichen Schutz zu Zeiten von Not und Trübsal, die Gott Selbst über die Menschen
sendet. Denn solchen Sendungen von oben sind alle Menschen ausgesetzt, ob sie
irdisch noch so günstig vom Schicksal bedacht sind. Und daher werden für jeden Menschen Stunden kommen, wo die eigene Kraft und Macht nicht mehr ausreicht, sondern
der Mensch Zuflucht suchen muß im Gebet .... wo ihm weder die Mitmenschen helfen
können, noch er sich selbst frei machen kann .... wo es nur einen Weg gibt, der ihn hinausführt aus dem Chaos .... den Weg zu Gott Selbst .... Amen
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