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Buch 28 NR. 1835 – 1969 empfangen von Bertha Dudde in der Zeit vom 28.2.U.1.3.1941 – 31.5.1938 - 28.6.1941 Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<. B.D. 1835 empfangen am 28.2.u.1.3.1941 Überwinden der Materie .... Der Gang durch die Materie ist eine endlos lange Gefangenschaft für das Wesenhafte, und es muß daher die Freiwerdung für das Wesen eine Erlösung bedeuten. Je
drückender der Zwang war, desto beglückender ist die Befreiung aus der Form, und
daher ist es von größtem Wert, wenn sich der Mensch gänzlich von materiellen Dingen
trennen kann, denn desto eher kann sich die Seele ihrer Last entledigen und zur Höhe
schwingen. Frei werden aus der Form heißt frei werden von der Begierde, daß ihm Irdisches nicht mehr begehrenswert erscheint und er also jegliche Materie überwunden
hat. Und dann ist es für den Geist eine Leichtigkeit, sich zu entfalten. Die Materie ist das
Hindernis des geistigen Strebens. Sie ist da, eigentlich für den Menschen, soll aber dennoch überwunden werden, d.h., der Hang danach muß aus dem Herzen gerissen werden, denn begehrt der Mensch etwas Irdisches, dann knüpft er gewissermaßen wieder
die Verbindung an mit diesem Irdischen durch seine verkehrte Liebe und gestaltet sich
also rückschrittlich. Sein Verlangen gilt einer Außenform, die er schon überwunden
hat, und das darin verborgene unreife Geistige sucht sich nun zu vermehren, indem es
das schon fortgeschrittene Geistige in seinen Bereich zieht und dies wieder vermehrtes
Verlangen nach der Materie bedeutet .... (1.3.1941) Der Aufenthalt in der Form soll für
das Geistige ein Zwang sein, auf daß es davon frei zu werden sucht. Ist es aber einmal
dieser Außenform ledig und in den weiteren Entwicklungsphasen auch durch weitere
Formen gegangen, so darf es nun nicht mehr Verlangen tragen nach jenen Außenformen, die es schon überwunden hat. Es muß vielmehr solche verachten lernen, d.h., sie
dürfen dem Menschen nicht mehr so viel bedeuten, daß er sie begehrt. Wo aber das Verlangen nach der Materie noch sehr stark ist, dort kann man von einer Übermacht des
unreifen Geistigen sprechen, dem der Mensch zum Opfer fällt. Der Wille des Menschen
ist schwach und läßt sich von dem Geistigen in der Materie beherrschen, also verfällt er
wieder dem Wirken satanischer Kräfte, die dem Menschen die Materie als Blendwerk
vorhält, um das Streben zu Gott, das bewußte Gebet, zu unterbinden, und es gelingt dieser Kraft auch .... Amen
B.D. 1836 empfangen am 2.3.1941 Arbeiter im Weinberg des Herrn .... Wer es sich zur Aufgabe macht, den Mitmenschen das Evangelium zu predigen, wer
jede Gelegenheit nützet, um für das Reich Gottes zu werben, wer immer nur sich vor
Augen hält das große Leid im Jenseits, dem die Seelen entgegengehen, die nicht zu Gott
fanden im Erdenleben, und daher den Menschen helfen möchte, soweit es in seiner
Kraft liegt, der tut das größte Werk der Nächstenliebe und wird dereinst großen Lohn
ernten in der Ewigkeit. Der Zweck aller Schöpfung ist das Erlösen des Geistigen, und so
der Mensch beiträgt zur Erlösung, erfüllt er die größte und wichtigste Aufgabe seines
Erdenlebens. So durch Menschenmund der göttliche Wille der Menschheit vermittelt
wird, ist eine im Rahmen des Natürlichen bleibende ständige Belehrung der Menschen
möglich, und es können sich an dieser Belehrung unzählige Seelen beteiligen, sowohl
gebend als auch empfangend. Der Gebende übt dadurch die Liebe, und der Empfangende bereitet sich vor zur Liebetätigkeit, denn der Empfangende wird, so er den Wert
der Gabe erkannt hat, das gleiche tun .... er wird geben wollen, wo er kann, denn wieder
drängt ihn die Liebe dazu. Und so beteiligt sich alles Geistige am Erlösungswerk, und es
ist dies wahrlich das schönste Liebeswirken, für die Seelen der Menschen tätig zu sein.
Es ist dies das Feld, das ständig bebaut werden soll, der Acker, von dem zuvor das
Unkraut entfernt und guter Samen gesät werden soll, auf daß dereinst reife Frucht
geerntet werden kann .... Amen
B.D. 1837 empfangen am 3.3.1941 Auswirkung böswilliger Zerstörungen .... Die sichtbare Welt besteht aus einer verhärteten Substanz, ist aus dem Geistigen entnommen, soll Geistigem zum Aufenthalt dienen und sich wieder in geistige Substanz
auflösen, sowie sie ihren Zweck erfüllt hat. Somit ist allem, was sichtbar ist, eine Aufgabe
gestellt, und es erfüllt diese Aufgabe auch, solange der Mensch keinen Einfluß darauf
hat. Doch dieser kann kraft seines Willens auch hinderlich sein, er kann durch vorzeitiges Zerstören eines sichtbaren Schöpfungswerkes die geistige Substanz vor der ihm
zugewiesenen Zeit zur Auflösung bringen, ehe es also seinen Zweck erfüllt hat. Und
dann handelt der Mensch wider die göttliche Ordnung, denn er verstößt gegen Gesetze,
die Gott Selbst gegeben hat, er greift in die göttliche Bestimmung ein, er hindert das
Geistige am Ausreifen, und dieses wieder sucht sich einen Ausgleich des ihm widerfahrenen Unrechtes, da ein solches Unterbrechen seinen Entwicklungsgang verlängert und
es den Leidenszustand nun entsprechend länger ertragen muß. Dieses vorzeitig freigewordene Geistige bedrängt die Menschen, und, da es selbst noch unreif ist, in einer
Weise, die sich auch schädigend für die Seelen auswirkt. Alles, was sichtbar ist, kann den
Menschen nicht schädigend beeinflussen, denn es ist gebannt in der Form, sobald es
aber einmal dem Menschen unsichtbar geworden ist, hat das Geistige Gewalt über den
Menschen, wenn auch in verschiedenster Weise. Darum wirken sich Zerstörungen,
ganz gleich welcher Art, immer nachteilig aus für den Menschen, und es ist nun verständlich, daß die geistige Beschaffenheit der Menschen einerseits eine Folge ist der
Zerstörungswut dieser, daß umgekehrt aber letztere wieder zunehmen wird, weil die
geistigen Wesen sich in der Freiheit wohl fühlen und dem gebundenen Zustand entfliehen zu können glauben. Es wird also vieles unsichtbar, und ebenso vieles unvollkommenes Geistiges hofft, der Form für immer entfliehen zu können, und daher treibt es
die Menschen an, ihren freien Willen so zu gebrauchen, daß sie sichtbare Schöpfungen
zerstören, denn es glaubt dadurch die Freiheit behalten zu können. zu erhalten. Diese
wird ihm jedoch bald wieder genommen, und nun ist das Geistige in großer Not, denn
es empfindet den neuen Zwang noch viel qualvoller als zuvor, und seine Erregung
kommt in der verschiedensten Weise zum Ausdruck, immer jedoch so, daß die Menschen bedrängt werden in seiner Umgebung .... daß die Seele des Menschen sich
gequält fühlt in oft unerträglicher Art, daß sie ihren Lebensmut verliert, körperlichen
Krankheiten ausgesetzt ist, unduldsam ist oder sich auch offen gegen Gott stellt .... Amen
B.D. 1838 empfangen am 4.3.1941 Überwinden der Form .... Es müssen unzählige Wesenheiten im Kampf mit ihrer Außenform stehen, auf daß sie zu der Reife gelangen, die das Wesen benötigt für den letzten Erdenlebensweg im Fleisch. Der Kampf mit der jeweiligen Außenform trägt ihm geistigen Fortschritt ein, ohne Kampf bliebe das Wesen auf immer gleicher Stufe stehen. Die Überwindung der Form ist also ein Sieg darüber, und jeder Sieg vermehrt die Kraft. In diesem Fall schließt sich Geistiges mit Geistigem zusammen; es findet also eine Vermehrung geistiger Substanz statt, die nun wieder eine neue Hülle bekommt, um den Entwicklungsgang fort-zusetzen. Eine jede solche Umformung ist gleichzeitig ein Sammeln geistiger Substanzen, die ungebunden in der Atmosphäre weilen und die Form wieder herbeisehnen zur letzten Freiwerdung. Letztere sind frei geworden durch gewaltsame Zerstörungen fester Form und benötigen nun einen neuen Aufenthaltsort zum weiteren Ausreifen. Und zumeist kommen solche frei gewordenen Wesenheiten in der Pflanzenwelt wieder, sofern sie zuvor schon einen gewissen Reifegrad haben, indem sie in der vorigen Form eine dienende Tätigkeit verrichteten, anderenfalls sie eine solche Form beleben dürfen, die irgendwie der Menschheit zum Nutzen ist. Je williger das Wesen ist, eine dienende Tätigkeit zu verrichten, desto weniger langer Zeit bedarf es, daß die neue Außenform wieder besiegt ist, und desto schneller geht der Gang durch pflanzliche Regionen, denn dort kann in ganz kurzer Zeit schon die Außenform gewechselt werden, und es wird diese immer weniger belastend für das Wesen. Aber immer müssen irgendwelche Naturkatastrophen erstmalig das Geistige freigeben, und wiederum muß das Geistige in einem bestimmten Reifezustand sein, daß der Erdenlebenswandel nun durch die lebende Schöpfung einsetzen kann und dies gewissermaßen der letzte Gang ist, den die Wesenheiten zurücklegen müssen, auf daß sie gänzlich frei werden von jeder Außenform. Und dann erst kann das Wesen aus freiem Willen die Hindernisse überwinden und durch steten Kampf zur Höhe gelangen .... Amen
B.D. 1839 empfangen am 5.u.6.3.1941 Liebe .... Liebe ist Leben, Liebe ist Kraft, Liebe ist Ursache und Liebe ist Ziel. Liebe ist der
Inbegriff alles dessen, was göttlich ist, denn Gott ist in Sich Liebe. Liebe ist fernerhin ein
Zustand der Verzückung, ein Zustand des Kraftbewußtseins, ein Zustand der Tätigkeit
und der innigsten Hingabe .... Der in Sich die Liebe ist, teilet auch Liebe aus unentwegt, kann aber nimmermehr
dort weilen und geben, wo nicht gleichfalls Liebe ist. Also wird immer Liebe sich zur
Liebe finden. Wo jedoch die Liebe fehlt, dort ist kein Leben, kein Licht, keine Kraft und
keine Seligkeit, sondern geistiger Tod und Finsternis. Was ist, wurde durch die Liebe,
folglich muß, wo die Liebe nicht ist, auch ein Zustand sein, der gleich ist dem Nichtsein
insofern, als dem Wesenhaften weder Kraft noch Licht zuströmt, es also in Untätigkeit
und Finsternis verharrt .... ein Zustand, der nicht Leben genannt werden kann .... (6.3.1941) Nur die Liebe ist Erfüllung, und wo sie nicht ist, dort ist Leere, Not und Pein,
denn die Liebe bringt das Wesen mit Gott in Verbindung, und dies bedeutet ein Verschmelzen dessen, was ursprünglich eins war, aber sich von der ewigen Liebe trennte.
Fern von Gott sein heißt ruhelos umherirren ohne Erkenntnis seines Ausganges, ohne
Wissen um die Herrlichkeiten, die aus dem Zusammenschluß mit der Urkraft erwachsen .... fern sein von Gott heißt allem Unreinen, Lichtlosen ausgesetzt sein und durch
dieses gehindert und bedrängt werden in jeder Weise. Es bedeutet völlige Ohnmacht
und Willenlosigkeit diesen Kräften gegenüber .... es bedeutet Gefangenschaft und endlos währendes Gebundensein des Willens .... Amen
B.D. 1840 empfangen am 6.3.1941 Vorbedingungen zum Wirken des göttlichen Geistes .... Dies sind die Vorbedingungen zum Wirken des Geistes im Menschen, daß er sich
bemühe, zu leben dem göttlichen Willen gemäß, daß er sich erziehet zur Demut und
Friedfertigkeit, daß er bereit ist, zu dienen Gott und dem Nächsten, und daß er liebetätig ist und sich also formet, um ein Ebenbild Gottes zu werden. Es geht der Geist aus
Gott im Menschen ein Bündnis ein mit dem göttlichen Geist außer sich, der eine Ausstrahlung Gottes ist; alles Göttliche aber bedingt ein Aufnahmegefäß, das würdig ist, so
köstlichen Inhalt aufzunehmen, und es ist daher erste Bedingung, daß der Mensch reinen Herzens ist, daß er verabscheut, was nicht gut und edel ist .... daß er nach der Wahrheit trachtet und die Lüge haßt .... daß er keine unlauteren Gedanken hegt, sich fernhält
von jeder Lieblosigkeit, gerecht ist im Denken und Handeln und in Liebe dient .... Und auf leisen Schwingen senkt sich der Geist Gottes herab auf jene Menschen, die willig sind, das göttliche Wort zu vernehmen .... Amen
B.D. 1841 empfangen am 7.3.1941 Anerkennen des Wirkens jenseitiger Kräfte .... Unbegrenzt sind die geistigen Hilfsmöglichkeiten, und so sich der Mensch vollvertrauend den jenseitigen Kräften überläßt, wird er die größten Erfolge verzeichnen können. Der ernstliche Wille nach Vervollkommnung und der Ruf um den Beistand der
guten geistigen Kräfte gewährleistet diese Erfolge, denn es ist ja dies die Tätigkeit der
reifen Wesen im Jenseits, das unreife, unwissende, jedoch willige Erdenkind zu belehren, und also setzen nun diese Wesen das Erlösungswerk fort, indem sie dem suchenden und verlangenden Menschen jede Möglichkeit erschließen, zur Vollkommenheit
zu gelangen. Und es könnte der Mensch nun ganz unbesorgt seinen Erdenweg gehen, so
er tief gläubig ist und das Wirken der jenseitigen Kräfte anerkennt. Leider aber ist diese
tiefe Gläubigkeit an den hingebendsten Beistand selten vorhanden, und mangelnder
Glaube erschwert jeden Versuch oder schwächt den Erfolg. Und also muß dort, wo den
jenseitigen Kräften durch mangelnden Glauben das Wirken erschwert wird, der
Mensch unglaublich ringen, so er zur Erkenntnis kommen will. Er muß gleichsam alles
das nun selbst tun, was ihm die geistigen Kräfte gern und freudig abgenommen hätten,
er muß ständig bitten, daß er Kraft und Gnade aus Gott empfange. Es wird ihm diese
nicht verwehrt werden, denn nun weiset Gott Seine Diener im Jenseits an, daß sie den
Erdenkindern helfen und ihre Gedanken recht lenken. So gibt Gott Selbst dazu die
Zustimmung, daß nun diese Wesen im Jenseits dem Menschen helfend beistehen,
jedoch auch gänzlich unerkannt. Es erschwert dies aber außergewöhnlich den Vorgang
der gedanklichen Übertragung, denn die Menschen führen einfach die Aufgabe nicht
aus, die eine Höherentwicklung der Seele zur Folge hat .... Amen
B.D. 1842 empfangen am 8.3.1941 Bestätigung der Weissagungen .... Dies sei dir zur Bestätigung gegeben, daß sich alles erfüllen wird, wie es der Geist aus Gott dir gekündet hat. Es will die Welt nicht glauben, daß sie so kurz vor der entscheidenden Stunde steht, denn sie glaubt die Zeit noch nicht gekommen, derer der Herr auf Erden Erwähnung getan hat, und so wird sie nicht sehr vorbereitet dem Naturgeschehen gegenüberstehen. Und darum gibt der Herr immer wieder Hinweise, auf daß die Menschen Seiner nicht vergessen. Der Geist aus Gott aber irret nicht, und wo er einmal wirket, dort ist einer jeden Äußerung Glauben zu schenken und diese auch furchtlos zu verbreiten. Denn es ist die Sprache Gottes, die der Verbreiter dessen nun im Munde führt. Er gibt nur wieder, was Sein Wille ist. Und die Er erwählet, stehen in der rechten Erkenntnis. Sie nehmen entgegen und geben so wieder, wie Er es will. Das menschliche Denken wird so gelenkt, daß es die Dinge sieht, wie sie der Wahrheit entsprechen. Es wird die Urteilskraft geschärft sein, die Liebe zur Gerechtigkeit und zur Wahrheit schützet sie vor irrigem Denken, und so sie nun reden, ist jedes Wort der Wahrheit entsprechend. Und so bringe folgendes zur Niederschrift: Jedes Weltgeschehen steht in Verbindung mit dem geistigen Zustand der Menschen.
Es sind zwar nur irdische Streitfragen Ursache, und rein irdisch wird daher seine Entstehung und seine Auswirkung betrachtet. Daß das Weltgeschehen aber gewissermaßen erst die Folge des geistigen Tiefstandes der Menschheit ist und gleichzeitig ein Mittel sein soll zur Hebung dessen, will den irdisch gesinnten Menschen nicht klarwerden,
und darum wollen sie auch nicht glauben trotz aller Hinweise. Und also wird sie auch
das Naturgeschehen unvorbereitet ereilen, und es wird keine Möglichkeit geben, sich
davor zu schützen oder zu entfliehen. Und darum ist es töricht, sich Gottes Hinweisen
zu verschließen, wenn sie den Menschen geboten werden. Daß der Kampf unentschieden bleibt, der zur Zeit die halbe Welt bewegt, ist der Wille des göttlichen Schöpfers,
denn nicht durch Waffengewalt sollen die Menschen sich das vermeintliche Recht verschaffen. Gott hat den Menschen das Gebot gegeben, einander zu lieben, und es wird
dieses Gebot nicht mehr beachtet. Alles erdenklich Böse fügt sich die Menschheit zu,
und darum muß sie auch empfindlich getroffen werden, und Gott Selbst muß dieses
Richteramt übernehmen, auf daß sie einen Herrn über sich erkennen, Der um jedes
Unrecht weiß.Und darum sollt ihr Menschen nicht die Stimme Gottes ungültig machen
wollen; ihr sollt nicht die Glaubwürdigkeit in Frage stellen und selbst den Zeitpunkt
bestimmen wollen, da sich jene Weissagung erfüllt .... Amen
B.D. 1843 empfangen am 9.3.1941 Verständnislosigkeit .... Es bringen die Menschen wenig Verständnis entgegen einem Vorgang, der von tiefster Bedeutung ist, wenn sie sich die Ergebnisse einer gedanklichen Verbindung mit dem Jenseits nicht zunutze machen. Es ist ungemein wertvoll für einen Menschen, belehrt zu werden von geistigen wissenden Kräften im Willen Gottes, und es ist eine unverdiente Gnade, wenn diese Belehrungen auch von den Mitmenschen entgegengenommen werden dürfen, ihnen also gewissermaßen das gleiche zu Gebote steht wie einem sich Gott hingebenden Erdenkind .... ein jeder Mensch also teilhaben kann an dieser unverdienten Gnade. Jedoch es wird kaum Notiz davon genommen, und das beweist, daß ihnen der Vorgang gar nicht außergewöhnlich erscheint. Andererseits aber kann wieder nichts Ungewöhnliches ganz offensichtlich den Menschen übermittelt werden, sollen diese nicht in einen Zwangsglauben hineingedrängt werden. Und durch zu schwachen Glauben berauben sich die Menschen selbst einer Gnade, die ihnen höchste Seelenreife eintragen könnte, so sie genützt würde. Erkennt der Mensch göttliches Wirken an, so setzt er sich auch voller Überzeugung ein, und dann strömt ihm die Gnade Gottes zu. Die aber die Sendungen von oben nicht beachten, d.h., die sich den Inhalt nicht zum Eigentum machen, denen wird die göttliche Kraft nur beschränkt zufließen. Und ihr Denken wird irrend sein, denn sie stützen sich auf das Urteil redegewandter Menschen, die aus Überheblichkeit ablehnen, weil sie nicht fassen können und wollen, daß nicht sie selbst zu einer Aufgabe herangezogen wurden, da ihr Reifegrad ihnen höher erscheint resp. sie einen hohen Reifegrad vortäuschen wollen. Es müssen daher die Menschen einander weiterzugeben versuchen, auf daß die Gnade Gottes recht genützt wird. Und es muß den Mitmenschen immer wieder die Art und Weise des Übermittelns dargestellt werden, es muß ihnen die eigene Untätigkeit geschildert werden und auch die Unwissenheit, die diesem Erkennen vorangegangen ist. Denn erst, wenn sie überzeugt sind, daß hier ein geheimnisvoller Vorgang sich abspielt, der irdisch unlösbar ist, sind sie geneigt, sich mit dem Inhalt vertraut zu machen, und dann ist gewonnenes Spiel, denn sie können keinerlei Einwendungen gegen den Inhalt anbringen, sie finden sich in den Gedankengang, und nun beginnen sie nachzudenken über manches, oder sie stellen Fragen, wodurch sie nun gedanklich Unterweisungen begehren und also selbst in Verbindung treten mit wissenden Kräften und dies der eigentliche Zweck ist, daß die wissenden jenseitigen Wesen zu den Menschen Zugang finden und nun ihre eigentliche Aufgabe an diesen ausführen können .... sie selbst gedanklich zu unterweisen .... Amen
B.D. 1844 empfangen am 10.3.1941 Wahrheit der unfaßlich scheinenden Kapitel .... Der Wahrheit-suchende Mensch läßt sich wohl belehren, unterzieht aber alles erst
einer eingehenden Prüfung, ehe er das ihm Vermittelte annimmt. Und das ist sein gutes
Recht, denn ihm ist der Verstand gegeben worden, daß er ihn anwende und sich nun
erst entscheide, was er der Annahme wert hält. Es muß aber das, was er einer Prüfung
unterzieht, aus einer Quelle stammen, die ihm Wahrheit zu verbürgen scheint, d.h., der
Wille, Wahrheit entgegenzunehmen, muß ihn gerade aus dieser Quelle schöpfen lassen .... er muß also in der Annahme, wahrheitsgemäß unterrichtet zu werden, Lehrer
wählen, bei denen er Wissen voraussetzt, ansonsten von Wahrheitsverlangen keine
Rede sein kann. Es wird aber niemals ein Mensch sich dort Auskunft holen wollen, wo
er Unkenntnis oder Unwahrheit vermutet. Und ebenso muß der Mensch, so er sich geistig unterweisen läßt, als erstes überzeugt sein davon, daß die lehrenden Kräfte sowohl
wissend als auch wahrhaftig sind. Sie dürfen niemals daran zweifeln, daß diese im Wissen stehen und nur die reinste Wahrheit übertragen wollen, dann wird auch stets das
Gebotene durchdacht und nun als geistiges Eigentum angenommen werden können.
Und es wird der Mensch dann auch genauestens erkennen, daß er in der Wahrheit steht.
Bewußte oder unbewußte Irreführung scheidet also dann aus, und jeder Zweifel muß
schwinden aus dem Herzen, auch dort, wo das Gebotene nicht einer Prüfung unterzogen werden kann, weil dem Menschen weder Beweise erbracht werden können, noch er
sich selbst überzeugen kann, solange er auf der Erde lebt. In letzterem Falle ist daher
nur geboten, bedingungslos alles anzunehmen, was dem Menschen von oben, d.h. von
wissenden Kräften, vermittelt wird. Denn es hält Gott Selbst Seine schützende Hand
über einen die reine Wahrheit begehrenden Menschen, und Er läßt es nicht zu, daß er
im Irrtum wandle, solange er den Weg zur Wahrheit über Gott nimmt, und mag es noch
so sehr den Mitmenschen erscheinen, als seien Kräfte am Werk, denen das Wissen mangelt. Gott läßt nicht willkürlich die Botschaften zur Erde gehen, sofern sie Seinem Willen nicht entsprechen. Er gestattet auch den unwissenden Kräften nicht den Zugang zu
einem Menschen, dessen Wille es ist, in der Wahrheit zu stehen, und darum kann der
Mensch mit völliger Sicherheit auch die ihm unfaßlich erscheinenden Kapitel entgegennehmen, ohne fürchten zu müssen, daß auch nur der kleinste Irrtum unterlaufen
sei. Denn wie sollte wohl die Vollkommenheit sein, wenn jenen Kräften, die im Auftrage
Gottes wirken, die Wahrheitsliebe und das Wissen abgesprochen würde .... Amen
B.D. 1845 empfangen am 11.3.1941 Liebe zu Gott .... Die Bereitwilligkeit, Gott zu dienen, setzt die Liebe zu Ihm voraus, denn es erkennt
der Mensch über sich ein Wesen, Dem er sich untertan fühlt, Dem er aber auch ergeben
ist und alles zu tun für dieses Wesen bereit ist, er also Liebe für Gott empfindet. Da nun
der Mensch in völlig freiem Willen Gott seinen Dienst anbietet, ist dies ein bewußtes
Zuwenden und Nach-Ihm-Verlangen. Es ist ein Bewußtsein seiner Zugehörigkeit zu
Gott, und somit ist die Trennung von Ihm schon überwunden, wenngleich der Mensch
noch nicht den Vollkommenheitszustand erreicht hat, den zu erreichen ihm auf Erden
möglich ist. Die Liebe zu Gott aber ist in ihm erwacht und der Wille, Ihm zum Wohlgefallen zu leben .... Amen
B.D. 1846 empfangen am 13.3.1941 Ewigkeitsbegriff .... Der Ewigkeitsbegriff ist dem Menschen unverständlich, solange er noch auf Erden
weilt; doch mit dem Moment des Todes ist seine Seele frei, und das Unfaßbare begreift
er nun .... Amen
B.D. 1847 empfangen am 14.3.1941 Liebetätigkeit .... Der innere Drang zu einer guten Tat soll niemals unbeachtet bleiben. Es ist die göttliche Stimme, die den Menschen dazu auffordert, es ist die leise Mahnung zur Erhöhung
der Seelenreife, und immer wird diese gefördert werden, wenn der Mensch tut, was die
innere Stimme ihm rät. Sofern der Mensch mit offenen Augen um sich blickt, sieht er
unzählige Gelegenheiten, liebetätig zu sein. Nur soll er nicht daran vorübergehen, nur
sein eigenes Wohl bedenken und den Mitmenschen in seiner Not allein lassen. Immer
kann der Mensch hilfreich tätig sein, und nimmer wird es ihm dazu an Kraft mangeln,
so nur sein Wille gut ist und er in der Liebe steht. Dann erst erfüllt der Mensch den
Zweck seines Erdenlebens und gestaltet sich und seine Seele fortschrittlich. Der Weg
zur Höhe will mit Steinen der Liebe gepflastert werden, dann wird er immer gangbar
sein. Eine jede gute Tat zieht wieder viele andere nach sich, denn Liebe erweckt Gegenliebe, und wo die Menschen alle hilfreich einander beistehen würden, wäre wahrlich die
Liebe und somit Gott Selbst unter ihnen; es könnte dann die Menschheit nur gut sein,
weil sie mit Gott und Gott mit ihr wandelt. Die Liebe erlöst und macht die Menschen
frei von der sie bedrückenden Macht, und darum soll immer die Liebe die treibende
Kraft sein zu allem Denken und Handeln. Wer seinem Mitmenschen ein Herz voll Liebe
entgegenbringt, der wird auch unentwegt in Liebe tätig sein, er wird das Leid zu verringern suchen, er wird tatkräftige Hilfe gewähren, er wird alles Schwere tragen helfen und
seiner Umgebung stets zum Segen sein. Es ist die Welt ein Tal des Leides, sie muß es
auch sein, soll doch dem Menschen dadurch Gelegenheit gegeben werden, sich dienend
zu entfalten. Nur dann lebt er sein Leben bewußt, d.h., er erkennt seine Lebensaufgabe,
die nur durch ständiges Dienen in Liebe erfüllt wird .... und nur dann erlangt er die Seelenreife, die Vorbedingung ist zum Eingehen in ein lichtreiches Jenseits, denn nur durch
Dienen in Liebe fallen alle Schlacken ab, die Seele wird frei, und sie kann nun den Weg
ungehindert zur Höhe nehmen, sie kommt ihrer eigentlichen Bestimmung immer
näher, sie wird selbst zur Liebe und drängt dem entgegen, was gleichfalls Liebe ist .... Amen
B.D. 1848 empfangen am 15.3.1941 Lebendiger Glaube .... In einer Zeit der Trübsal werden zum lebendigen Glauben kommen, die danach
trachten, stets gut und edel zu handeln. Diese werden sichtlich geleitet und in Verbindung treten mit tief gläubigen Menschen, und es wird ihnen das Wort Gottes vermittelt
in einer Weise, daß es ihnen annehmbar erscheint und sie es also mit dem Herzen hören
und nicht nur mit dem Ohr. Und dann setzet das eigene Denken ein. Der Mensch tritt
in Verbindung mit Gott, hält innere Zwiesprache mit Ihm, und er wird nun gedanklich
belehrt und ihm Antwort gegeben auf jede ernstlich an Gott gerichtete Frage. Der
Glaube, der einem solchen Menschen nun innewohnt, ist tief und lebendig, und erst ein
solcher Glaube kann die rechten Früchte zeitigen. Alles, was noch irgendwie mit Formen verbunden ist, mit äußeren Handlungen, die mechanisch ausgeübt werden, legt er
nun ab und strebt mit vollster Überzeugung die Höherentwicklung des Geistes an; er
erkennt den Lebenszweck und sucht sein irdisches Leben nun in Einklang zu bringen
mit dem, was durch den Glauben von ihm gefordert wird. Und es legt Gott das Wissen
um Seine Anforderungen ihm Selbst ins Herz, Er läßt ihn klar erkennen, was Sein Wille
ist; Er läßt ihn auch den Unwert dessen erkennen, was Menschenwerk ist, und Er gibt
Sich Selbst in so vielen Dingen und bei allen Gelegenheiten kund, so daß der Mensch
gestärkt wird in seinem Glauben, sein Wille immer tätiger wird und das Herz immer
inniger der ewigen Gottheit entgegendrängt, was zum Ausdruck kommt in einer Liebetätigkeit, die den Menschen veredelt und umgestaltet, so daß er immer reifer wird und
Gott näherkommt. Wer einmal die rechte Einstellung zu Gott gefunden hat, daß er sich
bewußt verbindet mit Ihm, seinen freien Willen Ihm opfert und um Seine Liebe und
Gnade bittet, der kann nicht mehr fehlgehen .... Amen
B.D. 1849 empfangen am 15.3.1941 „Geheiligt werde Dein Name ....“ Geheiliget werde Dein Name .... das sollt ihr in tiefer Andacht aussprechen und euch
jeden Tag vor Augen halten, wie überwältigend die Liebe Dessen ist, Der euch das
Leben gab .... und wie Sein Geist in euch ist, so ihr mit Ihm verbunden seid .... Amen
B.D. 1850 empfangen am 17.3.1941 Trostreiche Vaterworte .... Lasset die Kindlein zu Mir kommen und wehret ihnen nicht .... Amen
B.D. 1851 empfangen am 17.u.18.3.1941 Eruptionen .... Sowie sich der Kern der Erde zu regen beginnt, geht ein gewaltiges Getöse durch die
Luft, denn die Umgebung der Erde spürt den Ausbruch des Geistigen aus dem Erdinnern und ist in ungeheure Mitleidenschaft gezogen. Denn es wird das bisher in här-tester Form Gebannte durch seine plötzliche Freiheit außergewöhnlich rege und beeinflußt nun das schon reifere Geistige in der Weise, daß in der Natur die merkwürdigsten
Änderungen eintreten, da das frei gewordene Geistige, das noch im Anfang seiner Entwicklung steht, versucht, seinen Entwicklungsgang nach eigenem Gutdünken zu gestalten .... Der Zustrom geistiger Wesenheiten, die sich zu dienender Tätigkeit entschlossen
und also bereit erklärt haben, erfüllt mit diesem Tätigkeitsdrang, der sich noch nicht
entfalten kann, den Raum außerhalb der Erde, wo die Eruptionen stattfanden, und regt
das in der Atmosphäre sich aufhaltende, noch ungebundene Geistige zu außergewöhnlicher Tätigkeit an, so daß unvorstellbare Stürme solche Naturkatastrophen begleiten
und Naturgewalten zum Durchbruch (Ausbruch) kommen, von deren Stärke und Auswirkung der Mensch sich keinen Begriff machen kann. Und darum wird er auch jeglicher Denkfähigkeit beraubt sein, das Geistige wird ihn so hart bedrängen, daß ihm
jedes verstandesmäßige Beurteilen des Geschehens abgeht und er schwach und willenlos alles über sich ergehen läßt. Sowie sich das Geistige nun irgendwie äußern kann und
seinen Tätigkeitsdrang erst einmal zum Durchbruch kommen ließ, lassen die Erschütterungen der Erde nach. Es trennt sich das Dienen-Wollende von dem noch im Widerstand gegen Gott Verharrende, drängt zur Erdoberfläche, gesellt sich einer in Tätigkeit
befindlichen geistigen Wesenheit zu, und mit verstärkter Kraft wird nun letztere Tätigkeit ausgeführt. Noch sind alle diese Wesenheiten ungebunden und toben sich daher in
ganz verheerender Weise aus. Sie sind stärker als das schon Gebundene in der Pflanzenund Tierwelt, und es kann dieses Geistige nicht genügend Widerstand bieten und sich
nicht wehren, so daß das ungebundene Geistige die Außenform dessen zerstört und
also oft Schöpfungen aufgelöst werden durch eben jene Naturkräfte, und dies mit göttlicher Zustimmung; denn so die Zeit gekommen ist, die Gott dem Beenden solcher
Katastrophen gesetzt hat, bindet Er das nun frei gewordene Geistige erneut in Außenformen und weist ihnen ihre Tätigkeit zu .... Amen
B.D. 1852 empfangen am 18.3.1941 Kraft des göttlichen Wortes .... Die Kraft des göttlichen Wortes wird durchdringen, wenn der Kampf gegen Christus mit allen Mitteln geführt werden wird. Noch ist dem Menschen eine gewisse Freiheit des Denkens belassen, doch auch diese wird die Welt knechten wollen, indem jegliche geistige Richtung, die Jesus Christus als Erlöser der Welt bejaht, unterbunden wird, also den Menschen vorsätzlich jedes Wissen darüber vorenthalten wird. Und dies führt zu einem offensichtlichen Kampf, der nur mit dem Schwert des Mundes ausgefochten werden kann. Es wird voll des Geistes sein, wer mutig und ohne Scheu den Namen Jesus ausspricht und für Ihn sich einsetzt, wenngleich er in Gefahr ist, sein Leben zu verlieren. Und dann wird es sich zeigen, daß wahrlich das göttliche Wort große Macht hat. Es wird mit wahrem Heißhunger aufgenommen werden, wo es den Menschen verkündet wird .... es wird, wer es vernimmt, die Kraft an sich verspüren, und sie wird ihm wahrlich guttun, denn es darbt der Mensch, so nicht Gott Selbst Sich seiner annimmt und ihm Labung und Erquickung sendet. Das reine Wort Gottes, wiedergegeben von Menschen, die es direkt empfangen haben von Ihm, wird so überzeugend und wirkungsvoll denen ertönen, die Jesus Christus im Herzen tragen und doch nicht sich gänzlich von der Welt zu trennen vermögen. Sie werden zur Klarheit des Denkens kommen, so das göttliche Wort ihnen gepredigt wird, denn Gott hat dieses Wort mit Seiner Kraft belegt, so daß, wer es willig hört und in sein Herz aufnimmt, von jener Kraft durchströmt sein wird und fernerhin nur noch Partei ergreifen wird für jenes Wort. Und dann wird es sich zeigen, daß nichts davon widerlegt werden kann, daß bedingungslos alles angenommen werden kann, was durch die Träger dieses Wortes der Menschheit vermittelt werden wird. Die Anhänger Christi können ohne das Wort Gottes nicht siegreich aus jenem Kampfe hervorgehen, und zwar wird dort die geistige Übermacht sein, wo die reine Wahrheit, das Licht aus den Himmeln gelehrt wird. Den Trägern dieser göttlichen Wahrheit wird nichts widerlegt werden können, sie werden jede Unklarheit aufdecken, jeden Irrtum beleuchten und jede Unwahrheit brandmarken, und so sie auch verfolgt werden von den Vertretern Gott-gegnerischer Macht, sie finden sich und wirken gemeinsam, und es wird ihnen keine Macht der Erde standhalten können, denn Gott Selbst ist mit den Streitern, und der Sieg wird wahrlich dort sein, wo die Wahrheit .... die Gabe Gottes .... erkannt, als heiligstes Gut bewahrt und vor der Welt öffentlich vertreten wird .... Amen
B.D. 1853 empfangen am 19.3.1941 Keine Überschrift (Antwort Herde ) In Anbetracht der geistigen Not steigt der Herr Selbst wieder zur Erde, um der
Menschheit zu helfen. Es ist dies ein Beweis Seiner unendlichen Liebe und Barmherzigkeit, Er überläßt die Menschen nicht ihrem Schicksal, sondern Er sucht sie zu retten aus
der Gewalt der Feindes. Die Gläubigkeit daran ist erste Bedingung, das von oben empfangene Wort als Wahrheit anzuerkennen. Wem dieser Glaube mangelt, dem kann auch
kein anderer Beweis der Wahrheit gebracht werden. Es ist dies auch ein Zeichen der
Zeit, daß sich bekämpfen, die Ihm dienen wollen, und daß diese glauben, Ihm zu dienen, so sie dieses Wort ablehnen und verurteilen. Die Liebe Gottes wird gelehrt, jedoch
wo sie sich äußert, nicht erkannt .... Amen
B.D. 1854 empfangen am 20.3.1941 Gefahr des Besitzes .... Wenngleich sich die Materie in ständiger Veränderung befindet, ist sie doch so lange nicht als aufgelöst zu betrachten, wie sie noch irgendwie nützlich sein kann. Erst wenn sie völlig nutzlos ist, hat das Geistige in ihr sie überwunden, und es dauert oft sehr lange Zeit, ehe es die alte Form verlassen kann, um in neuer Form neue Aufgaben zu erfüllen. So ist der Erdenlauf durch die Materie für das Geistige eine unsagbar qualvolle Gefangenschaft von ganz verschiedener Zeitdauer, und es kann das Wissen darum den Menschen bestimmen, diesen Zustand zu verkürzen, wenn alles in Gebrauch genommen wird, um dem Geistigen zum Dienen zu verhelfen, weil die Materie unsagbar lange das Geistige in sich birgt, die niemals zum Dienen zugelassen wird, die also als toter Besitz ungenützt gelassen wird. Und es ist nun auch verständlich, weshalb der Mensch sein Herz nicht an Besitz hängen soll, denn je größer seine Liebe zu den Gütern der Welt ist, desto weniger Gelegenheit gibt er ihm zum Dienen. Das Geistige in solcher ungenützt bleibenden Materie ist nun zur Untätigkeit verdammt gegen seinen Willen. Es ist zum Dienen bereit und wird nicht zugelassen und leidet unvorstellbar darunter. Weilt nun ein Mensch in der Umgebung von der Materie, die also untätig bleiben muß, so wirkt sich dies aus auf die Seele des Menschen, die gleichfalls in eine gewisse Trägheit verfällt und ihrer Lebensaufgabe wenig nachkommt. Wäre die Seele von Tätigkeitsdrang erfüllt, so würde sie geben wollen und also sich ihres Besitzes entäußern, was eine sofort beginnende Tätigkeit des Geistigen in der Materie zur Folge hätte und also beginnende Erlösung bedeutete. Alles Geistige aber, dem zur Tätigkeit verholfen wird, steht wieder dem Menschen bei zur eigenen Höherentwicklung, weswegen ein Mensch bedeutend leichter die Seelenreife erlangt, der sich inmitten stets tätiger Materie befindet. Also wird vermehrte irdische Tätigkeit gleichzeitig das Freiwerden des gebannten Geistigen begünstigen, sofern das nun Entstehende wieder etwas dem Menschen Nützliches ist. Wird nun durch Gottes Willen brachliegende Materie zerstört, so bedeutet das wieder für das Geistige darin insofern eine Hilfe, als es nun sich anderweitig wieder verformen kann und nun die Möglichkeit besteht, schneller in dienende Tätigkeit zu kommen. Zerstörungen des Besitzes zwingen die Menschen zur Inanspruchnahme von solcher Materie, die noch nicht zur Tätigkeit zugelassen wurde. Und das ist immer von Vorteil für das Geistige darin. Es ist also vermehrter Besitz eine Gefahr, während die Zerstörung dessen, sofern sie Gott-gewollt ist, ein Segen sein kann für das unerlöste Geistige, das sich zum Dienen bereit erklärt hat, aber durch menschliche Habgier und Liebe zur Materie der dienenden Bestimmung ferngehalten wurde. Es wird dann die Außenhülle gewaltsam aufgelöst, das Geistige daraus frei, jedoch nur, um aufs neue in der Form gebannt zu werden, aber nun eher Gelegenheit findet zum Dienen, da sonst endlose Zeiten vergehen können, bevor es zum Dienen zugelassen wird. Es entstehen durch Menschenhand und Menschenwillen so viele Dinge, die völlig nutz- und zwecklos sind und denen jede dienende Funktion genommen wird. Diesem Geistigen Hilfe zu bringen sollte sich der Mensch angelegen sein lassen, indem er solchen nutzlosen Dingen irgendeine Bestimmung zuweist, auf daß die Materie einmal, wenn auch nach längerer Zeit, zur Auflösung gelangt, denn nur durch Dienen wird das Geistige darin frei .... Amen
B.D. 1855 empfangen am 21.3.1941 Freier Wille .... Nur der Mensch ist fähig, seinen freien Willen zu gebrauchen, d.h., er ist das einzige
Geschöpf, das im Zustand der Unvollkommenheit ist und doch freien Willen hat. Es ist
dies eine Vergünstigung, die er erst recht beurteilen kann, wenn seine fleischliche Hülle
von ihm genommen ist und er in Lichtsphären eingegangen ist. Dann erst erkennt er
die unendliche Liebe Gottes, die ihm Gelegenheit gab, diesen seinen Willen zu gebrauchen nach eigenem Gutdünken. Es ist die Zeit des Erdenwandels im freien Willen zwar
eine große Gefahr für ihn, so er ihn mißbraucht, sie kann ihm jedoch auch die höchste
seelische Reife eintragen, wird der freie Wille recht genützt. Und darum wird jede gute
Tat besonders hoch bewertet, so nicht irgendein Zwang Ursache ist, sondern sie in völlig freiem Willen vollführt wird. Hat aber der Mensch sich selbst einmal Gott zu eigen
gegeben, so ist auch sein Wille stets und ständig dem göttlichen Willen gleich, und dann
ist sein Erdenwandel nicht mehr verantwortungsvoll, da Gott Selbst Sich des Menschen
annimmt, so dieser Ihm seinen Willen geopfert hat. Das Aufgeben des eigenen Willens
ist eigentlich der Wendepunkt in seinem Leben. Was vor der Verkörperung als Mensch
Mußzustand war, soll im Stadium des freien Willens angestrebt werden .... das völlige
Unterstellen des Willens unter den göttlichen Willen. Es soll sich also der Mensch dessen entäußern, was eigentlich das Vorrecht des Menschen gegenüber allen anderen
Schöpfungswerken ist. Was das Wesen begehrt hat in der endlosen Zeit der Gefangenschaft, als es im gebundenen Willen schmachtete, das soll es nun freiwillig hingeben,
dann erst kann es wahrhaft frei werden und zum Licht eingehen, denn das Hingeben
des Willens bedeutet erst geistige Freiheit, weil es das Vollkommenwerden nach sich
zieht. Es muß das Wesen in tiefster Demut stehen Gott gegenüber, dann wird es zur
höchsten Höhe gelangen, denn es nimmt dann den göttlichen Willen an und führt nun
alles das aus, was den Zusammenschluß mit Gott herbeiführt. Der freie Wille war Anlaß
zum Abfall von Gott und muß nun auch wieder die Rückkehr zu Ihm veranlassen .... Amen
B.D. 1856 empfangen am 21.3.1941 Geistiges Reich .... In das geistige Reich einzudringen kann erst dann dem Menschen gestattet sein,
wenn sein Glaube so stark ist, daß es für ihn keinen Zweifel mehr gibt über das Fortleben der Seele. Dieser Glaube um das Weiterleben nach dem Tode setzt auch ein Reich
voraus, das außerhalb des Irdischen besteht. Und nun erst wird auch das Verlangen im
Menschen wach, über jenes Reich zu wissen, unterrichtet zu sein über den Aufenthaltsort jener Seelen, sowohl der vollkommenen als auch der unvollkommenen Seelen. Wird
ein solches Verlangen im Menschen rege, dann sind die nun folgenden Fragen und
Betrachtungen Anlaß zu Unterweisungen auf jenem Gebiet. Denn keine Frage, die der
Mensch geistig stellt, bleibt unbeantwortet von den wissenden Kräften. Es braucht nur
der Mensch die Antwort erwarten und der Stimme in sich achten. Es ist der Mensch, der
sich oft in sein Innerstes zurückzieht, von den jenseitigen Wesen umgeben, die alle sich
ihm kundtun möchten und gleichfalls nur dann vernommen werden können, wenn der
Mensch die Gegenwart und das Wirken dieser Wesen anerkennt. Es kann sich aber kein
Wesen äußern ohne den Willen Gottes, und es hängt wieder vom Reifegrad des Menschen ab, welche Kräfte sich nun seines Willens bedienen, und dementsprechend wird
ihm nun auch das Wissen vermittelt. Sofern reine Neugierde den Menschen veranlaßt,
sich mit jenseitigen Kräften in Verbindung zu setzen, werden die geistigen Ergebnisse
kaum den Menschen voll befriedigen .... also wird er bald wieder von seinem Beginnen
ablassen und sich wieder nur der irdischen Welt zuwenden .... Amen
B.D. 1857 empfangen am 22.3.1941 Einwand der Menschen, daß das Wort Gottes abgeschlossen ist .... Eine ungemein irrige Annahme ist es, das geschriebene Wort Gottes für abgeschlossen zu halten und jegliche göttlichen Offenbarungen als Machwerk böser Kräfte abzuweisen. Es gibt gute und böse Kräfte, die ihren Einfluß auf den Menschen geltend zu
machen versuchen. Alle guten Kräfte führen den göttlichen Willen aus, die schlechten
Kräfte arbeiten dem göttlichen Willen entgegen. Unwissende Kräfte werden niemals
gute Gedanken übertragen wollen und können, da sie in ihrem Dunkelheitszustand
noch unter der Gewalt des Gegners Gottes stehen, also dessen Einfluß zugänglicher
sind als dem Einfluß der Lichtwesen. Sobald sie jedoch erkannt haben, überlassen sie
sich den Lichtwesen und ordnen sich dem göttlichen Willen unter, erkennen ihr mangelndes Wissen und geben nun nur das weiter, was sie durch die Lichtwesen übermittelt
bekommen haben. Dies muß erst klargestellt sein, um die irrige Annahme zu widerlegen, daß sich willkürlich die Kräfte des Jenseits äußern, wo solche Offenbarungen der
Menschheit geschenkt werden. Es hat der Herr auf Erden gelehrt und Sein Wort den
Menschen nahegebracht. Es war Sein Wille, daß dieses Wort niedergeschrieben wurde,
um der Nachwelt erhalten zu bleiben. Er hat durch dieses Sein Wort den Menschen Sein
Geisteswirken angekündigt. Er hat ihnen gleichsam die Zusicherung gegeben, bei
ihnen zu bleiben im Wort bis in alle Ewigkeit .... „Ich werde euch den Tröster senden,
den Geist der Wahrheit ....“ Es gibt jedoch keinen Ausspruch des Herrn, aus dem zu
entnehmen ist, daß Sein Wort als abgeschlossen betrachtet werden müsse .... Amen
B.D. 1858 empfangen am 22.3.1941 Tatkräftige Hilfe durch Lichtwesen und Menschen .... Der Geisteszustand der Menschen erfordert eine tatkräftige Hilfe, sowohl von seiten
der Lichtwesen als auch der Erdenmenschen, die eine gewisse geistige Reife erlangt
haben und nun fähig sind, den Mitmenschen beizustehen in ihrer Not. Der Einsatz
ihrer ganzen Person ist dazu nötig. Doch erkennt er die Gefahr, in der sein Mitmensch
steht, so ist er auch zu jedem Opfer bereit, sofern er selbst in der Liebe steht, was ja die
Vorbedingung ist zu einem geistigen Reifegrad, in dem er sich erlösend betätigen kann.
Den Lichtwesen liegt gleichfalls die Sorge um die Erdenmenschen ob. Sie suchen jede
nur mögliche Hilfe zu bringen in Form von irdischem Leid, das die Menschen nachdenklich machen und ihren Sinn der Ewigkeit zuwenden soll. Und also ist jegliches
Geschehen, das die Menschen schmerzlich berührt, anzusehen als ein notwendig
gewordenes Hilfsmittel zur Behebung der geistigen Not. Es ist nur ein sehr kleiner Teil,
der Gott im Herzen trägt, doch die meisten Menschen lächeln nur bei der Erwähnung
des göttlichen Namens, weil ihnen der Glaube völlig mangelt. Sowie dem Menschen das
Leben erträglich ist, macht er sich keine Gedanken über geistige Probleme, er ist so
vollauf vom irdischen Leben in Anspruch genommen, daß ihm die Gedanken an Gott
und seinen Erdenlebenszweck nur höchst selten auftauchen und auch schnell wieder
verworfen werden, denn sie sind ihm unbehaglich, solange ihm noch das irdische
Leben Erfüllung bringt. Greift aber das Schicksal mit rauher Hand in dieses Leben ein,
dann erscheint ihm irdischer Genuß banal, seine Gedanken beginnen in anderen
Regionen zu wandeln .... Amen
B.D. 1859 empfangen am 23.3.1941 Erkenntniskraft .... In der Erkenntnis stehend, benötigt der Mensch keine Zusicherung der Glaubwürdigkeit dessen, was ihm von oben vermittelt wird, denn gleichzeitig mit der göttlichen
Gabe geht ihm die Fähigkeit zu, klar zu beurteilen, was Wahrheit und was Lüge ist.
Denn ihm ist eine Aufgabe gesetzt .... das, was er empfängt, weiterzugeben. Und um das
mit voller Überzeugung tun zu können, muß er selbst tief gläubig sein, es dürfen ihn
keine Zweifel befallen ob der Wahrhaftigkeit des Empfangenen. Voraussetzung ist aber
immer, daß er selbst nach der reinen Wahrheit verlangt .... Amen
B.D. 1860 empfangen am 23.3.1941 Lebendiger Glaube
- Toter Glaube .... Es ist die geistige Einstellung der Menschen so verschieden, daß oft der geringste
Anlaß genügt, daß sie gegeneinanderstehen, und immer wird dies dann der Fall sein,
wenn sie sich zu fest an eine Lehre klammern, die erst eine Abart der von Christus verkündeten Lehre ist. Sobald diese reine Lehre Christi in eine Form geprägt ist, sehen die
Menschen dann mehr die Form als den Kern, und sie betrachten jede Abweichung als
ein Unterminieren der christlichen Lehre. So aber nur des Kernes geachtet wird, werden
die Menschen eng verbunden bleiben, denn sie leben nun nach der Lehre Christi .... Amen
B.D. 1861 empfangen am 24.3.1941 Lichthunger .... Der Lichthunger des unerlösten Wesens ist bestimmend für die Zeitdauer seiner
Unfreiheit. Sobald das Wesen das Licht als Wohltat empfindet und danach verlangt,
geht es seiner endgültigen Befreiung entgegen. Denn nun strebt es zu Gott, gibt also
seine Widersetzlichkeit auf und ist für immer aus der Gewalt des Feindes entronnen.
Und dieser Zustand muß eingetreten sein, bevor das Wesen selbst Licht- und Kraftempfänger werden kann, weil es dann das Licht und die Kraft, die ihm von Gott zugeht,
nicht mehr mißbraucht, sondern sie nun gleichfalls zur Erlösung des Gebundenen
nützt. Alles Gebundene bedarf der Hilfe, es kann aus eigener Kraft nicht frei werden,
und es müssen die Wesen, die im Vollbesitz der Kraft sind, ihm davon abgeben. Dies
können sie aber nur dann, wenn sie selbst im Licht stehen und den Zustand der Befreiung als Erlösung empfunden haben, denn nun erst sind sie unentwegt tätig, das noch
Gebundene zu erlösen. Und nun ist wieder das Verlangen des unerlösten Wesens nach
Licht und Befreiung maßgebend, in welcher Fülle das Licht ihm zugehen kann, denn
willkürlich und wahllos darf es ihm nicht zugeführt werden, damit es nicht genützt
wird zur Vermehrung der Kraft des Bösen. Denn das unerlöste Geistige, dessen Wille zu
schwach ist, wird von der bösen Macht noch zu sehr beeinflußt und daher die empfangene Kraft dem Gegner Gottes zuwendet, sofern es dessen Willen nachkommt. Begehrt
das Wesen aber das Licht, dann verlangt es nach Gott und nützet die ihm nun zugehende Kraft in Gott-gefälliger Weise, und dann ist der Moment des Freiwerdens nicht
mehr weit. Das Verlangen nach Licht wird also immer verbunden sein mit dem Willen,
in Gottnähe zu kommen, denn es spürt das Wesen auch unbewußt, daß Gott und Licht
nicht voneinander zu trennen sind. Es wird niemals dem Gegner Gottes noch hörig
sein, wenn es dem Licht entgegenstrebt .... Amen
B.D. 1862 empfangen am 24.3.1941 Vaterworte .... Wer sich Mir vollgläubig anvertraut, dessen Gebet erhöre Ich .... Amen
B.D. 1863 empfangen am 25.3.1941 „Befraget nicht die Toten ....“ Der Verkehr mit der jenseitigen Welt ist für viele Menschen ein Stein des Anstoßes,
denn sie vermögen nicht voneinander zu trennen die rein geistigen Verbindungen und
das pur irdische Verlangen, etwas von dem Leben nach dem Tode zu erfahren.Während
ersteres Gott-gewollt ist, entspricht letzteres nicht dem Willen Gottes, wird jedoch niemals als Sünde dem Menschen angerechnet werden, solange es nicht mißbraucht wird
zum Schaden des Mitmenschen. Nur dem eigenen Seelenzustand kann eine Verbindung mit dem unreifen Wesen schaden, und das ist es, wovor gewarnt werden soll. Es
sind die Menschen im Glauben, daß jede Verbindung mit der geistigen Welt ein Unrecht
ist vor Gott, und diese Einstellung beraubt sie der größten Gnade, die Kraftübermittlung jener Wesen anzufordern und in Empfang zu nehmen. Alles gute Geistige vermittelt diese Kraft, folglich soll die Verbindung mit ihm hergestellt werden .... Es ist die Seele tot im Geiste, denn erst, so sie wissend ist, beginnt für sie das Leben in der Ewigkeit, und also kann eine solche Seele nicht befragt werden um die Wahrheit, denn sie kann niemals wahrheitsgemäß Antwort geben. Darum sollen auch nicht an Verstorbene Fragen gerichtet werden, welche die Ewigkeit betreffen, weil eine rechte Antwort einen Reifegrad erfordert, der Mensch aber niemals weiß, ob und wann die Seele des Verstorbenen diesen Reifegrad erreicht hat. Irdische Fragen aber sollen gleichfalls unterbleiben, denn es hat Gott Selbst einen Schleier gebreitet über Dinge, die in der Zukunft liegen, und das Eindringen-Wollen in ein Gebiet, das Gott den Menschen in Seiner Weisheit verhüllt hat, ist Unrecht vor Gott. Folglich sind nicht die angestrebten Verbindungen mit dem Jenseits zu verurteilen, sondern nur der Zweck derer, so er ein rein weltlicher ist. Alles Wesenhafte steht in Verbindung miteinander, dem Menschen nur so lange verborgen, wie er nicht geistig suchend ist .... und zwar, um ihn zum Suchen zu veranlassen. Dem Fragenden und Suchenden aber geben sich die Wesen kund, und auch die unwissenden Seelen drängen sich zu solchen Kundgebungen heran, finden aber nur dort Zugang, wo nur Neugierde Triebkraft der Versuche, mit jenseitigen Wesen in Verbindung zu treten, ist. Wahrheit begehrende, Gott sich hingebende, zur Höhe strebende Menschen errichten um sich durch ihre Einstellung zu Gott eine für solche unreife Wesen undurchdringliche Mauer und brauchen daher nicht zu fürchten, von unwissenden Wesen bedrängt oder belehrt zu werden. Das gute Geistige ist kraftund machtvoll, während das schlechte Geistige ihm gegenüber ohnmächtig ist und Einfluß eben nur auf solche Menschen hat, die keinerlei geistiges Streben in sich haben, sondern nur der irdischen Welt und ihren Freuden ergeben sind. Und dies sollten die Menschen bedenken, ehe sie vorschnell urteilen und etwas als Gott-widrig erklären möchten, was gute geistige Kraft verrät und der Menschheit unsagbaren Segen einträgt, so es als das erkannt wird, was es ist .... als Äußerung guter geistiger Wesen, die den göttlichen Willen ausführen, also in Seinem Auftrag tätig sind .... Amen
B.D. 1864 empfangen am 25.3.1941 Freie Entscheidung .... Das ist göttlicher Wille, daß sich der Mensch frei entscheide, welchen Weg er wandle .... daß es ihm freigestellt ist, beide Wege zu gehen, nach oben oder nach unten, und daß er selbst sich nun entscheide, ohne jeglichen Zwang. Denn dies erst hat Wert vor Gott, was er frei aus sich heraus denkt und tut, wozu er völlig unbeeinflußt seine Zustimmung gibt. Denn darin spiegelt sich sein ganzes Wesen wider. Er ist weder gezwungen zu dem einen noch zu dem anderen, wozu ihn aber sein Herz treibt, das ist entscheidend für die Ewigkeit. Und also sind weder die äußeren Lebensverhältnisse noch göttliche Schicksalsfügung bestimmend für die Höherentwicklung der menschlichen Seele, sondern einzig und allein sein freier Wille entscheidet diese, und somit ist jedem Menschen die gleiche Möglichkeit gegeben, den Reifezustand auf Erden zu erreichen, so er seinen freien Willen recht nützet, d.h. zur Annäherung an Gott gebraucht. Denn ist der Wille zu Gott gerichtet, so wird er auch in seinem Denken und Handeln stets sich Gott unterordnen und alles das tun, was ihn der ewigen Gottheit näherführt, und dann ist auch seine Höherentwicklung gewährleistet. Es wird der Mensch zwar gelehrt, was er tun soll; es wird sein Denken in die rechte Bahn gewiesen, jedoch die freie Entscheidung liegt ihm selbst ob. Immer wird es ihm auch freistehen, anders zu tun und zu denken, als es göttlicher Wille ist .... denn im Zwangszustand diesem nachzukommen trägt ihm keinen geistigen Fortschritt ein, und es ist darum nur das zu bewerten, was der Mensch tut aus innerstem Antrieb. Erfüllt er die ihm vorgeschriebene Aufgabe nur rein pflichtgemäß, so haben sie auch nur den Wert einer Pflichterfüllung, die aber keinen höheren Reifegrad dem Menschen eintragen kann, dagegen wird die geringste Tat der Nächstenliebe in freiem Willen, d.h. ohne Ansporn oder Hinweis auf einen Lohn, die Seele in einen höheren Reifegrad versetzen, weil die Gabe der freien Entscheidung genützt wurde in gottgefälliger Weise. Es kann der eine Mensch scheinbar große Werke der Nächstenliebe verrichten, tut dies aber in einem gewissen Zwang oder unter Beeinflussung durch andere Menschen, so wird er dennoch keinen großen Lohn ernten, denn nur der Liebesgrad ist maßgebend, in dem die Tat vollbracht wurde, also wieweit die Liebe eines Menschen den Willen dessen bestimmt zu seinem Handeln. Ein liebefähiger Mensch läßt auch seinen Willen tätig werden, denn wer in der Liebe steht, der verlangt auch aus innerstem Antrieb zu Gott, also Liebe, freier Wille und Annäherung an Gott gehen immer Hand in Hand. Wo das eine ist, ist auch das andere, immer aber ist der Zwangszustand, ganz gleich, von welcher Seite er ausgeübt würde, hinderlich zur Seelenreife. Also es darf der göttliche Wille gelehrt werden, niemals aber durch Zwangsmaßnahmen zum Befolgen angehalten werden, denn es wäre dies keinerlei geistiger Fortschritt .... Amen
B.D. 1865 empfangen am 26.-28.3.1941 Fortschritt der Seele .... Nur das kann dem Willen Gottes entsprechen, was zur Vervollkommnung der Seele beiträgt. Und es ist daran der Maßstab anzulegen, was zu beachten wichtig ist im Erdenleben. Es hat keinen Wert für die Ewigkeit, Dinge zu vollbringen, die keine Fortschrittsmöglichkeit für die Seele bedeuten, denn es nützet dann der Mensch die ihm zur Höherentwicklung gegebene Kraft in falscher Weise, und also geht ihr auch die Zeit, die ihr dazu gewährt ist, verloren. Wenn der Mensch sein Denken und Handeln einer Prüfung unterzieht, so muß er es immer in Einklang bringen können mit dem göttlichen Willen, d.h., es muß eine seelische Reife zur Folge haben, und es sind darum äußere Handlungen nicht nötig, die nicht ausgesprochene Liebeswerke sind, also dem Nächsten zum Heil gereichen .... Eine Reihenfolge guter Taten verbürgt das Ausreifen der Seele, es strebt die Seele der Vollkommenheit entgegen, folglich erfüllt dann der Mensch den göttlichen Willen, wenn er ausführt, was die Annäherung an Gott nach sich zieht. Die Entfernung von Gott war Anlaß zum Entstehen dessen, was den Menschen umgibt. Nun soll dieses dazu beitragen zur Verringerung der Entfernung. Was nun zum Erreichen dieses Zieles unternommen wird, ist dem Willen Gottes entsprechend. Was aber lediglich Selbstzweck ist, was irdischem Wohlleben dient oder zur Vermehrung der Materie beiträgt, vergrößert die Entfernung von Gott, kann also auch nicht Gott-gewollt sein .... (Unterbrechung)
B.D. 1866 empfangen am 28.3.1941 Irdische Macht und Maßnahmen .... Es schenken die Menschen zuviel Bedeutung den Maßnahmen, die irdischerseits
getroffen werden, und bedenken dabei nicht, daß es doch vom Willen Gottes abhängig
ist, daß diese Maßnahmen durchgeführt werden können. Es wird Gott wohl den freien
Willen des Menschen berücksichtigen und nicht immer eingreifen in menschliche
Bestimmungen, die Seinem Willen nicht entsprechen, doch in Seiner Macht liegt es,
zunichte zu machen, was Menschen erstehen lassen .... In einer scheinbar gesicherten äußeren Lebenslage liegt noch nicht die Gewähr für
wirklichen Schutz zu Zeiten von Not und Trübsal, die Gott Selbst über die Menschen
sendet. Denn solchen Sendungen von oben sind alle Menschen ausgesetzt, ob sie
irdisch noch so günstig vom Schicksal bedacht sind. Und daher werden für jeden Menschen Stunden kommen, wo die eigene Kraft und Macht nicht mehr ausreicht, sondern
der Mensch Zuflucht suchen muß im Gebet .... wo ihm weder die Mitmenschen helfen
können, noch er sich selbst frei machen kann .... wo es nur einen Weg gibt, der ihn hinausführt aus dem Chaos .... den Weg zu Gott Selbst .... Amen
B.D. 1867 empfangen am 29.3.1941 Geistige Überheblichkeit Grund zur Ablehnung .... Der Widerstand, den die Menschen des öfteren dem göttlichen Wort entgegensetzen, ist die Folge einer gewissen geistigen Überheblichkeit. Nur der Mensch, der sich
wissend glaubt, lehnt sich dagegen auf, nun ein anderes Wissen entgegenzunehmen. Er
will sich nicht von seiner bisherigen Anschauung trennen, diese entspricht aber nicht
dem durch wissende Kräfte den Menschen vermittelten Wort Gottes. Je Gott-ferner der
Mensch ist, desto ablehnender stellt er sich dazu ein und desto mehr weicht dieses Wort
von seiner Ansicht ab, und er ist nicht leicht bereit, diese dahinzugeben und das göttliche Wort in Empfang zu nehmen. Also fehlt es vorerst am Wollen .... Amen
B.D. 1868 empfangen am 30.3.1941 Dämon des Hasses und der Zwietracht .... Der Dämon des Hasses und der Zwietracht treibt sein Unwesen und bestimmt die
Menschen zu den lieblosesten Handlungen. Sein Einfluß ist so stark, daß die Menschen
nicht mehr erkennen die Größe ihres Unrechts, sie wüten gegeneinander und fügen
sich das größte Leid und Elend zu, sie vernichten erbarmungslos des Nächsten Eigentum, sie schonen nicht das Leben des einzelnen, sie beenden es frühzeitig, sind ungerecht im Denken und Handeln und fürchten weder einen Rächer noch dessen Vergeltung. Und also ist die Menschheit völlig im Banne des Bösen, sie tut alles, was er von ihr
verlangt, jedoch nichts, was im Willen Gottes wäre. Und es ist dies von größter Bedeutung für den Entwicklungsgang des Geistigen, denn dieser ist im Rückschritt begriffen;
es ist das Geistige in Gefahr, dem zuzustreben, was es schon überwunden hat .... Amen
B.D. 1869 empfangen am 30.3.1941 Gerechtigkeitsgefühl .... Das Gerechtigkeitsgefühl muß dem Menschen innewohnen, ansonsten er kein Urteil
fällen kann über eine lieblos erscheinende Handlungsweise. Wer sich selbst so erhaben
fühlt, daß er keinen Widerspruch duldet, weil er sich unfehlbar glaubt, der wird auch
niemals gerecht denken, denn er billigt dem Menschen nicht das gleiche Recht zu wie
sich selbst. Es ist ein großer Unterschied zu machen zwischen den Menschen. Wer sich
selbst und sein Handeln einer strengen Kritik unterzieht, der wird sich auch stets
bemühen, andere Menschen gerecht zu beurteilen. Wer jedoch alle Fehler nur bei dem
Mitmenschen sucht und sich selbst frei von Fehlern glaubt, der betrachtet jede Handlungsweise nur vom Standpunkt des Erhabenen, und also ist sein Urteil falsch. Ein jeder
Mensch kann irren, ein jeder Mensch kann fehlen .... Amen
B.D. 1870 empfangen am 1.4.1941 Weltliche Macht .... In der weltlichen Macht verkörpert sich das Geistige, das zu herrschen auf Erden
bestimmt ist, um wieder vielen Menschen auf Erden ein Führer zu sein. Es kann die
herrschende Macht Aufgaben auf Erden gleichfalls im Willen Gottes erfüllen, so sie sich
in Demut Ihm unterwirft, also Seinen Segen erbittet für alles, was sie ihrer Macht
zufolge ausführen muß .... Amen
B.D. 1871 empfangen am 2.4.1941 Schlechte Gedanken .... Das bewußte Zurückweisen schlechter Gedanken ist das sicherste Mittel zur Hebung
des Gemütszustandes, denn dann wird jenen Kräften Widerstand entgegengesetzt, die
ihren ganzen Einfluß aufbieten, um den Menschen Gott-abwendig zu machen. Es erfordert dies wohl den ganzen Willen des Menschen, und so dieser geschwächt ist durch das
Nachgeben, also Eingehen in solche Gedanken, muß der Mensch leiden, d.h., eine trübe
Stimmung bemächtigt sich seiner, die ihn drängt und belastet. Und das Böse triumphiert, denn immer größer wird sein Einfluß, immer schwächer der Wille des Menschen und seine Widerstandskraft. Es sind solche Stunden eine gewisse Gefahr für die
Seele, und wiederum muß der Mensch sich selbst daraus befreien. Er muß beten, innig
und voller Zuversicht, daß Gott ihn aus dieser Lage befreien möchte. Es gehört auch
zum Gebet der Wille des Menschen, doch so die Seele ringt, um aus dieser Situation
befreit zu werden, stehen ihr die guten Kräfte des Jenseits bei, sofern sich der Mensch
hilfeflehend ihnen zuwendet, sofern er selbst danach verlangt, frei zu werden von diesem Druck. Doch zumeist wird der Mensch apathisch und wehrt sich nicht, und desto
schwieriger ist seine Befreiung aus der Macht der Finsternis, und der Kampf wird
immer nötiger, der Leidenszustand immer unerträglicher. Es ist der feste Glaube das
beste Mittel, und es kann sich der Mensch in vollster Seelenruhe den guten Kräften
überlassen, so er nur ihre Macht und Kraft bejaht. Sie helfen ihm ganz gewiß und dulden es nicht, daß die schlechten Mächte Oberhand gewinnen über ihn. Ein Nachgeben,
sofern schlechte Gedanken auftauchen, ist mangelnder Glaube, denn schlechte Gedanken richten sich gegen das göttliche Gebot .... Amen
B.D. 1872 empfangen am 2.4.1941 Freie Entscheidung für Gut oder Böse .... Unbegreiflich mag es den Menschen erscheinen, daß die Gerechtigkeit Gottes nicht eingreift, wo das Treiben der Menschheit deutlich den Stempel des Bösen trägt. Doch es hat dies seine Begründung darin, daß einem jeden Triebe die Möglichkeit gegeben werden muß, sich auszuleben, daß sowohl das Gute wie das Schlechte zu tun dem Menschen freistehen muß, ansonsten keine Tat voll bewertet werden könnte. Gott wird niemals ein Wesen hindern, auszuführen, was es will. Die Verantwortung für sein Handeln trägt es selbst, muß also auch die Folgen auf sich nehmen. Es müssen ihm sowohl die Pforten nach oben wie auch nach unten geöffnet sein, dann erst kann der Mensch von einer freien Entscheidung sprechen. Würde Gott aber das Böse verhindern oder die Ausübenden des Bösen sofort vernichten, so würde das Gute sich auch nicht erproben können. Es müßte also dann der Mensch gut sein, weil nun nichts anderes mehr in Frage käme, und dies wäre wahrlich nicht zufriedenstellend, denn gerade an dem Überwinden des Bösen erprobt sich die Kraft. Es soll aber einstens auch das Böse erlöst werden, folglich kann es nicht vernichtet werden. Der geistige Kampf ist ungeheuer, und immer ist das Gute den Anfeindungen des Bösen ausgesetzt, kann aber wiederum nur daran erstarken. Und also vermehrt das Gute auch die Kraft, während das Böse immer mehr abnimmt und also letzten Endes auch erlöst werden muß. Etwas völlig zu vernichten würde Gottes Weisheit zuschanden machen, denn was Gott einmal geschaffen hat, ist so weise von Ihm bedacht, daß es nicht mehr der Vernichtung anheimfallen kann. Das Menschenwerk ist wohl verbesserungsbedürftig, kann auch zuweilen als nicht tauglich wieder vernichtet werden; was Gott aber geschaffen hat, wird alle Zeiten überdauern, kann sich nur in weiter Entfernung von Gott befinden. Und darum ist Seine ganze Liebe und Fürsorge darauf gerichtet, alles Wesenhafte wieder näher an Sich zu ziehen. Es kann aber zu diesem Ziel nur gelangen in völlig freiem Willen. Um aber im freien Willen tätig sein zu können, muß das Wesen beide Möglichkeiten einer Entscheidung haben. Bestände das Böse nicht, so würde sich das Wesen unweigerlich zum Guten bekennen, es wäre dies aber kein Verdienst, sondern einfach eine Selbstverständlichkeit, die sich aus dem Mangel an Widerständen ergeben würde. Gut und Böse zu erkennen ist einem jeden Wesen gegeben, also muß der Mensch auch das Entscheidungsrecht haben. Um gut zu sein, muß er das Böse erkannt haben und es verabscheuen, dann erst erwirbt er sich die göttliche Gnade, und dann wird das Böse für ihn auch keine Gefahr mehr sein .... Amen
B.D. 1873 empfangen am 3.4.1941 Glaube an ein Fortleben .... Des Menschen größter Irrtum ist, sich für vergänglich zu halten, denn diese Ansicht
bestimmt ihn zu gänzlich falscher Lebensführung. Es muß in Betracht gezogen werden,
daß das irdische Leben nur ein Mittel ist zum Zweck, während die Menschen, die so
falsch denken, das Erdenleben als Zweck ansehen. Sie suchen dem Erdenleben alles
abzugewinnen, was es bietet, verkennen aber den eigentlichen Zweck dessen. Wer sein
Erdenleben mit dem leiblichen Tode beendet glaubt, der wird verständlicherweise sich
nicht für eine Umgestaltung seines Wesens einsetzen, denn er hält dies für zweck- und
sinnlos. Und somit bleibt die eigentliche Aufgabe des Menschen unerfüllt. Einem so
ungläubigen Menschen aber den Glauben an ein Fortleben nach dem Tode beizubringen ist eine schwere Aufgabe und kann nur dann von Erfolg sein, wenn es gelingt, ihn
zum Nachdenken zu bewegen, und er nun von Lichtwesen gedanklich beeinflußt werden kann. Doch die Liebe eines Menschen bringt dort oft wunderbare Erfolge zutage,
ja, es ist die Liebe das einzige Mittel, das falsche Denken umzuändern. Scheidet ein
Mensch von dieser Welt, der in hingebender Liebe für einen ungläubigen Menschen
tätig war, so folgen ihm dessen Gedanken über das Grab hinaus .... Amen
B.D. 1874a empfangen am 3.u.4.4.1941 Unsterblichkeit der Seele .... Die Lehre der Unsterblichkeit der Seele ist für viele Menschen unannehmbar, weil sie den Maßstab anlegen am Irdisch-Vergänglichen. Es gibt nichts auf Erden, was Bestand hat, alles ist nur vorübergehend da nach der Meinung dieser Menschen, also glauben sie, von diesem Naturgesetz keine Ausnahme zu machen. Der irdische Leib verfällt zwar genauso, d.h., er löst sich scheinbar auf und vergeht; der Mensch überlegt sich aber nicht, daß das scheinbare Vergehen nur das Mittel ist zu einer Neugestaltung. Bei einigem Nachdenken wird er alles Irdische als irgendeinem Zweck dienend erkennen müssen, und er wird beobachten, daß selbst die unscheinbarsten Schöpfungen in einem gewissen Zusammenhang miteinander stehen und also nicht zwecklos sind. Vergeht nun ein solches Schöpfungswerk, so nehmen wieder zahlreiche andere Schöpfungen die Überreste des ersteren in sich auf, und also dienet es diesen und lebt in den neuen Schöpfungen fort. Er braucht nur eine äußere Wandlung ernsthaft betrachten, dann muß er auch zugeben, daß das innere Leben nicht vergehen kann. Und dieses innere Leben muß er zum mindesten auch dem Menschen zusprechen .... er muß sich klarmachen, daß die Seele des Menschen, das Gefühlsleben, nicht beliebig zu beenden ist .... daß dieses Gefühlsleben der eigentliche Sinn jeglicher Verkörperung ist. Die äußere Form ist zu nichts nütze, so nicht der innere Kern erkannt wird von seiten der Menschheit .... B.D. 1874b empfangen am 4.4.1941 Unsterblichkeit der Seele .... Der Aufbau eines menschlichen Wesens erfordert immer die gleichen Bestandteile,
Körper, Seele und Geist. Der Körper .... die Außenhülle .... führt die Funktionen aus,
welche die Seele bestimmt. Also ist der Körper nur das Organ, durch welches der Wille
der Seele zur Ausführung gebracht wird. Mit dem Moment des Todes benötigt die Seele
keines Organes mehr, das ihr wie auf Erden .... also in dem sichtbaren Schöpfungswerk .... dient, weil sie ihren Aufenthaltsort wechselt und in Regionen hinübergeht, wo
nichts nach außen Ersichtliches getan zu werden braucht. Es ist der Körper hinfällig
geworden, der nur das Mittel war für die irdische Laufbahn, wo sich die Seele gestalten
sollte zur Trägerin des göttlichen Geistes. Der Geist, das dritte Bestandteil des Lebewesens, schlummert wohl in jedem Menschen, tritt jedoch erst in Aktion, wenn der Wille
der Seele ihm mehr Aufmerksamkeit schenkt als dem Körper, wenn also die Seele die
irdischen Anforderungen nicht so wichtig nimmt als die Anforderungen, die der Geist
ihr stellt, die immer eine Zurücksetzung der irdischen Bedürfnisse bedeuten. Denn
Körper, Seele und Geist gehören wohl zusammen, können jedoch getrennte Ziele verfolgen. Es kann die Seele ihren Willen mehr den Ansprüchen des Körpers zuwenden, sie
kann diese aber auch unbeachtet lassen und ihren Willen nur dem Geist in sich nutzbar
machen, und eben diese Willensrichtung bestimmt ihr jenseitiges Leben, d.h. den
Zustand, in dem die Seele nach dem Erdenleben weilt, der ihr Glück oder Leid eintragen kann. Es ist also das irdische Leben, die Funktion des Körpers, nur ein vorübergehendes Stadium, in dem sich die Seele befindet. Die Seele treibt ihn zu allem Handeln
auf Erden, sie ist aber keineswegs als erloschen zu denken, so der Körper seine Funktion nicht mehr ausführen kann .... Amen
B.D. 1875 empfangen am 4.4.1941 Wiedergeburt des Geistes .... Von der Stunde der geistigen Wiedergeburt an ist der Mensch in einer ständigen Betreuung der jenseitigen Wesen, die, Gott dem Herrn dienend, sich seiner annehmen. Hat der Mensch bewußt Fühlung genommen mit der geistigen Welt und ist nun sein Streben darauf gerichtet, einen Gott wohlgefälligen Lebenswandel zu führen, so schließt er gewissermaßen mit dem irdischen Leben ab, weil er mehr den Fortschritt der Seele anstrebt als weltlichen Erfolg. Er ist also ein neuer Mensch geworden, er hat neue Ziele vor Augen, in sein ganzes Leben ist eine Wandlung eingetreten, er beachtet mehr sein Seelenleben, er sucht sich nach göttlichem Willen zu gestalten. Und also ist dies die geistige Wiedergeburt, wo der Geist im Menschen erwacht, wo er sich frei entfalten kann, um mit dem Geistigen außer sich in Verbindung zu treten. Nun ist es eine Leichtigkeit für die jenseitigen Wesen, den Menschen zu beeinflussen, das zu tun, was gut ist, d.h. gerecht vor Gott. Nur darf er nicht offenen Widerstand leisten gegen jene Kräfte, die ihm wohlwollen. Er darf nicht, so es ihn drängt zu einer guten Tat, aus kleinlichen irdischen Bedenken diesem Drängen seinen Willen entgegensetzen und nun gegen seine innere Überzeugung etwas anderes tun, denken oder reden. Er muß, so er sich einmal dem göttlichen Willen unterstellt hat, sich nun auch gläubig der ewigen Gottheit anvertrauen. Dann ist er auch jeder Verantwortung für sein Erdenleben enthoben. Denn alle geistigen Wesen, die Gott dienen wollen, bestimmen nun den Menschen zu seinem Lebenswandel. Es muß der Mensch wohl noch ringen, auf daß sein Reifezustand sich erhöhe, jedoch niemals braucht er zu fürchten, daß sein Geist wieder in die Finsternis zurückfallen und den Menschen auf eine längst überwundene Stufe drängen könnte. Dies verhindern die jenseitigen Lichtwesen, sofern der Mensch betet um Kraft und Stärke des Glaubens. Denn dies Gebet bekundet immer wieder den zu Gott gerichteten Willen, und es kann der Mensch nicht Unrecht tun, solange er sich Gott Selbst zuwendet. Es ist der Mensch nicht vollkommen, und daher wird er vor der Welt, d.h. vor den Weltmenschen, noch so mancher Schwäche gezeiht werden, und er selbst wird auch oft nicht mit sich selbst zufrieden sein. Er kann aber niemals in den Abgrund stürzen, also die Wiedergeburt des Geistes bleibt bestehen, trotz äußerer Mängel und Fehler. Nur muß das Gebet noch inniger und öfter angewendet werden, auf daß die Kraft zum Guten vermehrt wird und nun diese Kraft den Menschen zugehen kann durch wirksame Lichtwesen, die sich der Menschen annehmen und ihnen helfen, so sie in der Not der Seele sind .... Amen
B.D. 1876 empfangen am 5.4.1941 Hingabe des Willens geistige Wiedergeburt .... An der freien Entscheidung darf zwar der Mensch nicht gehindert werden, jedoch es
öffnet ein nach Gott verlangender Mensch sein Herz den gedanklichen Übermittlungen der jenseitigen Wesen, und es dringt deren Einfluß durch. Selbst die inneren
Kämpfe, die er zu bestehen hat, sind nur zur Festigung seines Glaubens und zur Erhöhung seines Gottverlangens zugelassen, und es braucht der Mensch nicht zu fürchten,
der Macht des Bösen gänzlich zu verfallen. Das läßt die Liebe der Lichtwesen nicht
mehr zu, und es trägt deren Macht den Sieg davon. In der Erkenntnis stehend, muß der
Mensch zwar den Anforderungen Gottes zuerst gerecht werden, er muß den Unvollkommenheitszustand als Qual empfinden und ihn beheben wollen, dann wird auch
seine Kraft erhöht und er überwindet schnell solche Zustände der Niedergeschlagenheit und scheinbaren Entfernung von Gott. Ist der Mensch aber einmal wiedergeboren
im Geist, so gehört er dieser Erde nicht mehr an. Er weiß, daß sie nur ein Übergang ist
zur eigentlichen Heimat des Geistes, und nimmt alles Leid und jede Prüfung ergeben
entgegen. Er verlangt mit allen Trieben nach der Erlösung aus der Form, er hat den Weg
zu Gott eingeschlagen und geht von ihm nicht mehr ab. Nur muß er oft die Steine und
Hindernisse aus dem Weg räumen, die diesen Weg zu einem beschwerlichen machen
und eben den ganzen Willen des Menschen erfordern. Die Hingabe des Willens ist die
geistige Wiedergeburt .... Und Gott schützet ein solches Wesen vor dem Rückfall, Er streckt ihm hilfreich die
Hand entgegen und zieht es empor .... Amen
B.D. 1877 empfangen am 5.4.1941 Selbstbestimmungsrecht .... Das Gesetz der Selbstbestimmung ist für das Wesenhafte von größter Bedeutung,
denn es wurde ihm dadurch eine gewisse Freiheit zugebilligt, die erst ein Vollkommenwerden ermöglicht. Solange das Wesen unter dem Einfluß des Gegners Gottes steht, ist
es von diesem völlig abhängig, sowohl in seiner Gesinnung wie in seiner Tätigkeit. Die
Gesinnung wird immer gegen Gott gerichtet sein, wie die Tätigkeit gleichfalls stets dem
göttlichen Willen widersprechen wird. Jedoch könnte das Wesen trotz seiner gegen
Gott gerichteten Einstellung nicht zur Verantwortung gezogen werden, solange es
zwangsmäßig der bösen Macht ausgeliefert wäre .... Amen
B.D. 1878 empfangen am 6.4.1941 Selbstbestimmungsrecht .... Der innerste Trieb zur Wahrhaftigkeit kann von dem Menschen befolgt werden und
auch nicht .... Amen
B.D. 1879 empfangen am 7.4.1941 Materieller Vorteil der Tätigkeit .... Was zur Vermehrung der Materie beiträgt, braucht nicht durchaus dem göttlichen
Willen entgegengerichtet sein, sofern die Liebe zum Nächsten Triebkraft ist zur irdischen Tätigkeit. Es soll der Mensch seiner Erdenaufgabe nachkommen, und es wird
ihm dies auch materiellen Vorteil eintragen. Dies ist nicht gegen den göttlichen Willen.
Nur das ist von Bedeutung, wie er das gewonnene irdische Gut nun nützet. Hat er nur
sein eigenes körperliches Wohl vor Augen, dann wird er sich des Besitzes um seiner
selbst willen freuen, und er gefährdet damit seine Seele. Lindert er jedoch damit die Not
des Nächsten oder verwendet er seine Güter so, daß er körperliche oder geistige Hilfe
leistet, wo solche nötig ist, so wird Gott Selbst seinen Besitz segnen und mehren, denn
es entspricht dies Seinem Willen. Unglaublichen Vorteil kann der Mensch für seine
Seele gewinnen, so er rastlos tätig ist immer im Hinblick auf die seelische Höherentwicklung. Es ist dann seine irdische Tätigkeit gleichzeitig erlösend, denn sie wird ausgeführt in der rechten Erkenntnis. Es wird nicht mehr damit jenseitige böse Kraft
unterstützt, sondern deren Wirken entkräftet, indem Materie erlöst und wieder eine
neue Verformung für das Geistige in ihr ermöglicht wird, gleichzeitig aber der nun
gewonnene Besitz so angewendet wird, daß er wieder irdische Not behebt. Immer muß
der Erfolg irdischer Tätigkeit ein Liebeswirken begünstigen, dann ist er Gott-gewollt,
und die Tätigkeit wird gesegnet sein. Wer aber nur darauf bedacht ist, sich sein Erdenleben erträglich zu gestalten, wer rastlos arbeitet um irdischer Vorteile willen, wer nur
sein eigenes Ich liebt und diese Liebe Triebkraft ist zu irdischer Tätigkeit, wer seinen
Besitz ständig vermehrt zur eigenen Freude, der vermehrt gleichzeitig die Kraft des
Bösen, denn er erlöst das unreife Geistige nicht aus seiner Form, sondern er verlängert
den gebundenen Zustand dessen und überliefert sich selbst jenen Kräften, die ihn
ungünstig beeinflussen, indem sie den Hang danach zu vermehren suchen, was der
Mensch schon längst überwunden hat .... Amen
B.D. 1880 empfangen am 7.4.1941 Kulturstätten .... Der Untergang einer Kulturstätte steht kurz bevor, und es ist dies ein Zeichen niedrigster Gesinnung der Menschen, die dafür verantwortlich sind. Es ist kein Mensch
ohne Fehl, und es ist gewissermaßen Leid und Elend eine Notwendigkeit geworden, um
die Menschheit zum Besinnen auf sich selbst zu veranlassen, jedoch die Anstifter dieses
Leides werden Gottes Strafe finden, und sie haben wenig Erbarmen zu erhoffen, denn
es leiden Tausende von unschuldigen Menschen, und sie werden des Lebens beraubt,
das ihnen geistigen Fortschritt eintragen sollte und nun vorzeitig beendet wird. Der Tag
ist nicht mehr fern, da Gott Seine strafende Hand ausstreckt und der Menschheit Seine
Allmacht beweist. Er ist dort, wo größte Not ist und wo Er in gläubigem Gebet um Hilfe
angegangen wird. Unzählige Leben aber werden beschlossen sein, denn es wütet der
Widersacher und zerstört alles, um maßlose Verwirrung anzurichten unter der
Menschheit. Und es wird ihm dies gelingen, aber es wird das Unrecht so klar zutage treten, daß kein Zweifel bleibt, welche Kraft sich auf Erden äußert. Und das ist der Zeitpunkt, da sich das Weltgeschehen ändern wird .... Es werden auseinandergerissen werden, die sich lieben; das Leid wird groß sein, und
eine Zeit größter Not bricht herein über die Menschen, vor deren Augen ein Zerstörungswerk sich vollzieht, das nur mit dem Walten einer ewigen Gottheit erklärt werden
kann. Es gehört ein starker Glaube dazu, dann Gott-ergeben zu bleiben, denn die Größe
des Unglücks läßt die Schwachgläubigen noch wankender werden im Glauben, denn
nun zweifeln sie gar die Allmacht und Gerechtigkeit Gottes an, weil sie in ihrer Blindheit nicht fassen können, daß des Herrn Wege anders sind als die Wege des Menschen.
Und es ist dies eine starke Prüfung für diese, und in Erwartung der Dinge, die Gott über
die Menschen sendet .... weil sie das gleiche anstreben, jedoch nicht das geistige Leben
der Menschen beachten, sondern nur irdische Beweggründe sie zu teuflischem Handeln veranlassen .... wird sich die Menschheit zuvor hilfesuchend an Gott wenden müssen und Ihn bitten um Erbarmen, so der Tag gekommen ist. Und also wird Gott das, was
der Widersacher anstrebt, zum Besten wandeln für die Ihm treu ergebenen Seelen. Und
es wird vernichtet werden, was Tausende von Jahren bestanden hat; es wird die Welt ein
Schauspiel erleben, das für die Menschen unvergeßlich bleiben wird, denn es beraubt
dieser Tag unzählige Menschen ihres Besitzes; es werden die Menschen keinen inneren
Frieden mehr haben, sie werden immer und immer wieder jenes Ereignisses gedenken,
das kurz bevorsteht und durch Gottes Liebe und Barmherzigkeit abgeschwächt werden
kann in seinen Folgen für die Menschen, die Ihm ergeben sind. Denn diesen ist ein Amt
aufgetragen nach der Zeit der Zerstörung .... Amen
B.D. 1881 empfangen am 9.4.1941 Mangelnde Entschlußkraft .... Der leiseste Anruf guter Kräfte fördert die Entschlußkraft, denn es stehen diese dem Menschen in allen Lebenslagen bei, sofern sie angerufen werden um Hilfe. Denn es ist deren Aufgabe, Kraft zu vermitteln den diese benötigenden Wesen, doch es ist die Zustimmung des Wesens vonnöten, Kraft empfangen zu wollen, und es können daher die Kraftvermittler nicht ohne Anruf tätig sein, da sonst die vermehrte Tätigkeit des Menschen, die eine Folge dieser Kraftzuführung wäre, nicht in freiem Willen ausgeführt würde. Es muß die Kraftausstrahlung Gottes durch jene Wesen immer wieder von neuem angefordert werden, solange das Wesen noch nicht im Zusammenschluß mit Gott steht, um selbst direkt Licht und Kraft empfangen zu können. Jedoch der Wille zu Gott versetzt ihn in den Zustand, daß er reichlich bedacht werden kann durch gebewillige, in der Liebe stehende Wesen. Da aber jederzeit dem Menschen eine solche Hilfe zur Verfügung steht, soll er sie nützen stets und ständig, indem er nur seinen Willen tätig werden läßt zu einer stillen Bitte um Kraft. Es ist dies ausführbar von einem jeden Menschen, auch wenn sein Wille schwach ist, und die Entschlußkraft wird sofort merklich vermehrt sein, es wird die Willenlosigkeit behoben sein und der Mensch in einen Zustand kommen, wo er leichter überwindet, was ihm zuvor Schwierigkeiten bereitet hat .... Amen
B.D. 1882 empfangen am 9.4.1941 Höherentwicklung bedingt: Lösen von Materie .... Eine fortschreitende Entwicklung bedingt ein Streben nach der Höhe, sie bedingt
ein Lösen der Seele von der Materie, das Aufgeben des eigenen Willens und die Inanspruchnahme göttlicher Kraft .... Amen
B.D. 1883 empfangen am 10.4.1941 Erkennen der Wahrheit .... Eine geraume Zeit wird vergehen, bevor der Sinn der Menschheit sich mit Gedanken
befaßt, die das Seelenheil betreffen. Noch ist alles Geistige für sie ein Begriff des
Unwahrscheinlichen, noch ist sie nicht gewillt, ihre irdischen Interessen hinzugeben.
Und die Eigenliebe ist ein Hindernis, das zu erkennen, was das Wichtigste ist im Erdenleben .... die Höherentwicklung der Seele. Der Grad der Liebe ist bestimmend für das
Erkennen der Wahrheit. Wer jedoch sich selbst mehr liebt als seinen Nächsten, der ist
noch weit vom Erkennen der Wahrheit entfernt. Denn die Eigenliebe ist nichts Göttliches, sie strebt irdische Güter an und kann daher niemals erlösende Kraft haben. Frei
wird der Mensch erst, wenn er sein eigenes Ich zurückstellt und sein Handeln und Denken nur darauf gerichtet ist, dem Nächsten sein Erdenlos erträglich zu machen, dann
wird seine Seele frei von ihrer Umhüllung, und sie sieht nun nicht mehr das Erdenleben
als Wichtigstes an, sondern sie befaßt sich mit dem geistigen Leben, mit dem Leben
nach dem Tode und seiner eigentlichen Erdenaufgabe. Der Mensch wird sich stets
ablehnend verhalten jeder geistigen Wahrheit gegenüber, solange seine Seele die Hülle
um sich noch nicht durchbrochen hat. Es ist das eine die Folge des anderen, und wer in
der Erkenntnis steht, versucht vergeblich, die Schranken zu durchbrechen, um dem
Mitmensch zu helfen, und doch soll er nicht mutlos werden, denn es hilft Gott Selbst
nach, wo die Kraft des Menschen nicht ausreicht. Es gibt keine andere Möglichkeit, den
Sinn solcher Menschen zu wenden, als einschneidende Veränderungen, die ihnen die
Hinfälligkeit dessen klarmachen, was sie zuvor als wichtig anstrebten. Und es wird dies
die kommende Zeit zuwege bringen, daß so mancher nachdenklich werden wird, so er
das Geschehen um sich beachtet. Er wird Veränderungen sich vollziehen sehen, er wird
Menschen dahingehen sehen, und es wird seine Lebensanschauung stark erschüttert
werden. Und gesegnet wird sein, wer daraus seine Schlüsse zieht, wer nicht gedankenlos daran vorübergeht und sich auf seine eigentliche Bestimmung besinnt .... allen
denen zu helfen, die Hilfe benötigen .... Amen
B.D. 1884 empfangen am 10.4.1941 Innenleben - Höherentwicklung .... „Liebe“ .... Es formt der Mensch durch sein Innenleben sich selbst, d.h., so er nachdenkt über
sich und sein Handeln und Denken einer strengen Prüfung unterzieht, versucht er, nun
auch so zu leben, daß er vor sich selbst bestehen kann, und das hat eine Selbstveredlung
zur Folge. Also bedeutet das auch geistigen Fortschritt oder Höherentwicklung der
Seele. Es ist nun ganz belanglos, wieweit sich der Mensch bestimmten äußeren Formen
unterzieht. Es muß sein Augenmerk nur darauf gerichtet sein, Gott wohlgefällig zu
leben, also es muß alles, was er redet, denkt oder tut, den göttlichen Geboten entsprechen. Es fordert Gott von den Menschen nichts weiter, als daß sie Ihn lieben und diese
Liebe nun zum Ausdruck bringen, indem sie den Mitmenschen Gutes tun und auch
sonst so leben, daß das Verlangen nach Gott daraus zu erkennen ist. Jeder nach oben
gerichtete Gedanke bezeugt die Liebe zu Gott, denn wonach der Mensch verlangt, das
wird auch immer wieder als Gedanke in ihm auftauchen. Bezeuget nun der Mensch
seine Liebe zu Gott durch immerwährendes Verlangen nach Ihm, so wird Gott dieses
Verlangen auch stillen, indem Er gleichfalls den Menschen mit Seiner Liebe bedenkt,
und nun kann der Mensch nicht anders als gut sein. Denn die göttliche Liebe, die er
selbst innig begehrt durch sein Verlangen, umhüllt ihn, und er kann nun nicht mehr
lieblos handeln .... In Werken der Liebe soll der Mensch seine Liebe zu Gott bekunden, und wie er nun
dem Nächsten austeilt, so wird ihm wieder ausgeteilt werden .... was er dem Nächsten
in Liebe antut, das wird Gott ihm tausendfach vergelten .... Amen
B.D. 1885 empfangen am 11.4.1941 Neue Lebensführung nach der Katastrophe .... Unmöglich erscheint es den Menschen, daß sich eine Naturkatastrophe so auswirken
könnte, daß die Menschen gezwungen sind zu einer völlig neuen Lebensführung.
Und sie stehen doch unmittelbar davor. Es wird diese Umänderung des Lebens so
manchem unsagbar schwerfallen, denn welche irdische Tätigkeit er auch verrichtet,
sie wird mit Hindernissen jeglicher Art verbunden sein, und es wird übergroße
Liebe und Geduld erfordern, um sie nun ausführen zu können. Und doch wird ein
jeder seine irdische Tätigkeit verdoppeln müssen, denn es wird viel gefordert
werden von denen, die durch ihrer Hände Arbeit sich ( Amen
B.D. 1886 empfangen am 12.4.1941 Zeichen und Beweise .... Unvergleichliche Kraft geht von einem Menschen aus, dessen Herz die innigste Verbindung eingeht mit Gott und der durch diese Verbindung göttliche Kraft entgegennimmt. Es teilt sich diese Kraft allen mit, die mit einem solchen Menschen in Berührung kommen, nur müssen sie gleichgesinnt sein, d.h. gleichfalls zu Gott streben. Denn
ein Gott abweisender Mensch wird niemals Kraft von Gott empfangen können. So sich
nun diese Kraft sichtbar äußert, d.h. sie offensichtlich zur Geltung kommt, so ist dies ein
Ausdruck des göttlichen Liebeswirkens. Es will Gott durch ein sichtbares Zeichen die
Glaubwürdigkeit Seines gesprochenen Wortes bekräftigen. Es ist zwar von weit größerem Wert, wenn die Menschen bedingungslos das Wort Gottes annehmen, wenn sie
glauben möchten ohne Zeichen und Beweise. Denn dann wäre ihr Geist schon so weit
fortgeschritten, daß die innere Erkenntnis ihnen rechtes Denken gelehrt hat, daß sie
erkennen, was Wahrheit und was Lüge ist, weil der Geist Gottes in ihnen wirkt, also die
Kraft aus Gott sich äußert .... Das Gebet ist die Verbindung zwischen Gott und dem Menschen .... Amen
B.D. 1887 empfangen am 13.4.1941 Geistige und irdische Erklärung der Weltkatastrophe .... So geringfügig es euch Menschen auch erscheinen mag, daß in der Natur Veränderungen vor sich gehen, so ist dies doch von größter Bedeutung, denn es sind dies die
Vorzeichen von großen Ereignissen. Es muß jeder Vorgang sowohl eine geistige als
auch eine irdische Erklärung haben, d.h., was im Geistesleben sich vollzieht, muß auch
irdisch folgerichtig erklärt werden können und wieder die Begründung haben in rein
naturmäßigen Vorgängen .... Amen
B.D. 1888 empfangen am 14.4.1941 Rückgang der Vegetation .... Es ist keineswegs eine Zufälligkeit, daß die Vegetation der Erdoberfläche eine andere geworden ist, soweit sich dies auf Landstrecken bezieht, wo menschlicher Wille und menschliche Tätigkeit bestimmend für diese war. Es gilt dies insbesondere für Wälder oder Baumpflanzungen, die dem Vernichtungswillen der Menschen zum Opfer fielen, was nicht ohne Einfluß bleibt auf das Klima sowohl als auch auf die Beschaffenheit des Bodens. Es sind solche Abholzungen erstmalig eine große Gefahr für die Menschen, wenn sie vorzeitig stattfinden, d.h., bevor das Geistige in den pflanzlichen Schöpfungen ausgereift ist zur Belebung der nächsten Form. Denn dieses vorzeitig frei gewordene Geistige verläßt den Ort seines unterbrochenen Aufenthaltes nicht, ohne sich entsprechend schadlos gehalten zu haben, indem es das Wesenhafte der Umgebung bedrängt und in ungebundenem Zustand sich oft unerwünscht äußert, was ihm von Gott aus auch nicht verwehrt wird. Es werden also die Menschen in solchen Gegenden unter außergewöhnlichen Stürmen und Verwüstungen zu leiden haben, was auch das Wachstum der gesamten Pflanzen(welt) stark beeinträchtigt. Wo aber die Vegetation dürftig ist, dort machen sich auch andere Störungen bemerkbar. Es lassen die Wasserverhältnisse viel zu wünschen übrig, d.h., die Erdoberfläche versandet in Ermangelung von ständiger Wasserzufuhr. Und also können solche Landstrecken öde und wüst werden, und obgleich die Menschen keinen Einfluß zu haben glauben, sind sie doch die eigentlichen Urheber von der Unfruchtbarkeit ganzer Landstrecken und übermäßiger Dürre. Die Gefahr liegt nun darin, daß dies nicht erkannt wird und daß die Menschen bedenkenlos immer neue Landstrecken ihrer Gewinnsucht zum Opfer fallenlassen, denn diese ist zumeist der Anlaß zur Verödung ganzer Strecken. Wenn um irdischen Vorteils willen der Mensch Schöpfungen vernichtet, so ist dies ein Zugeständnis des Willens der bösen Macht gegenüber. Um Geld und Geldeswert greift er ein in den göttlichen Schöpfungsplan, der jedem Dinge seine Bestimmung gab und nicht zuletzt der gesamten Pflanzenwelt auf der Erdoberfläche. Ein solches Eingreifen aber muß sich auch entsprechend auswirken, wenngleich diese Auswirkungen nicht so umgehend zu erkennen sind, sondern eine gewisse Zeit benötigen. Stürme und Unwetter werden überhandnehmen, Wassersnot (veraltetes Wort für: Überschwemmung, d. Hg.) pflanzliche Kulturen erschweren, und dies wird einen Rückgang der Vegetation zur Folge haben und gleichzeitig eine Beschränkung der geistigen Entwicklungsmöglichkeiten für das Wesenhafte, das den Aufenthalt in der Pflanzenwelt seinem Reifegrad entsprechend nehmen will und also gehindert wird daran, was sich in immer neuen Stürmen und Unwettern auswirkt .... Amen
B.D. 1889 empfangen am 16.4.1941 Geistiger Niedergang .... Der geistige Niedergang ist so deutlich ersichtlich, daß es nur einiger Aufmerksamkeit bedarf, um die Notwendigkeit einer Hilfeleistung von seiten Gottes zu erkennen. Es
ist nicht nur Gleichgültigkeit oder eine geistige Verflachung der Menschheit, die einem
geistigen Stillstand gleichkäme, sondern es ist mehr ein Gegenstemmen gegen jegliches
Einwirken geistiger Kräfte, die den Menschen zur Seelenreife verhelfen wollen. Es ist
ein krasses Ablehnen der göttlichen Kräfte, ein Fliehen aus dem Bereich guter geistiger
Strömungen und also ein ungemein bedeutungsvoller Rückschritt in geistiger Beziehung. Und es ist die Menschheit daher seelisch in größter Gefahr. Gott aber überläßt sie
nicht ihrem selbstgewählten Schicksal, sondern Er wendet alle Mittel an, um den Menschen ihre gefährliche Lage zum Bewußtsein zu bringen und sie zu bewegen, Fühlung
zu nehmen mit den guten geistigen Kräften, auf daß sie von dieser Seite Hilfe entgegennehmen können. Und das ist zur Zeit die wichtigste Aufgabe der Lichtwesen, sich den
Zugang zu verschaffen zu den Herzen der Menschen. Denn dann erst kann ein höheres
geistiges Niveau bei der Menschheit erreicht werden, vorausgesetzt, daß sich die Lichtwesen Geltung verschaffen können und also die lehrenden Kräfte unausgesetzt einwirken können auf die ihrer Obhut anvertrauten Erdenmenschen. Es ist nur eine Frage der
Zeit, wie die geistige Welt die geistige Höherentwicklung bewerkstelligen wird .... Amen
B.D. 1890 empfangen am 17.4.1941 Geistige Verflachung .... Das untrüglichste Zeichen einer geistigen Verflachung ist der Hang und das Verlangen nach den Gütern dieser Welt. Wenn die Menschheit nur dieses Streben kennt, wird
geistige Weisheit kaum unter ihr verbreitet werden können, denn es hat diese nicht das
Geringste zu tun mit irdischen Erfolgen und ist folglich auch nicht begehrenswert. Niemals aber kann angenommen werden, daß geistiges Streben irdisch ausgewertet werden könnte. Nur wo jegliches Verlangen nach der Materie unterdrückt wird, kann geistiges Streben von Erfolg gekrönt sein, d.h. auch das Wirken des Geistes im Menschen
sichtbar werden. Wenn aber die Menschheit nur dafür Sinn hat, irdischen Wohlstand zu
vermehren, verbietet sich von selbst das Wirken des Geistes im Menschen, und die
Folge davon ist geistige Dunkelheit, oft in solchem Ausmaß, daß des Geistes Wirken
statt göttliche Kraft-Äußerung als menschliche Machination angesehen wird und ihm
daher wenig Aufmerksamkeit oder Glauben geschenkt wird. Es sind nur sehr wenige
mutige Kinder Gottes, die dennoch das vertreten, was ihnen durch das geistige Erleben
zum Bewußtsein gekommen ist, diese wenigen aber werden reden wie mit Engelszungen, wenngleich sie von der irdischen Gewalt zur Rechenschaft gezogen werden ob
ihrer Meinung .... Amen
B.D. 1891 empfangen am 18.4.1941 Inneres Wesen .... Äußerer Schein .... Wie sich der Mensch zur ewigen Gottheit einstellt, das ist entscheidend für seinen
sittlichen Wert und für den Reifegrad der Seele. Es ist ohne Frage dabei ausschlaggebend das innerliche Empfinden des Menschen, nicht seine nach außen gekennzeichnete Einstellung. Dieses innere Empfinden wird aber erst dann zum Ausdruck kommen, wenn die Ruhe des Menschen erschüttert wird, wenn der Mensch in Lebenslagen
kommt, wo er keinen äußeren Schein wahren kann, sondern jegliche Maske fallen läßt.
Dann erst kann vom Wesen eines Menschen gesprochen werden, und dann erst entscheidet es sich, welche Stellung zu Gott er einnimmt. Es kann der Mensch nach außen
sich völlig anders geben, ohne jedoch deshalb verurteilt werden zu können, denn es
widersteht ihm, sein innerstes Wesen offen zur Schau zu tragen; umgekehrt aber kann
er auch seinem Mitmenschen gegenüber ein edles Wesen vortäuschen, das mit seinem
inneren Wesen nicht im Einklang steht. Und daher wird der Mensch ein gerechtes Urteil
über den Mitmenschen nicht so leicht treffen können ....
B.D. 1892 empfangen am 19.4.1941 Die Leiden des Weltgeschehens Akt göttlicher Barmherzigkeit .... Je weniger den Menschen das Wesen der Gottheit verständlich ist, desto unbegreiflicher erscheint es ihnen, daß das große Leid, das sie erleben und tragen müssen, keine
Strafe ist, sondern als ein Akt der größten Barmherzigkeit angesehen werden muß. Es
ist dies nur dann verständlich, wenn die unendliche Liebe Gottes in Betracht gezogen
wird .... die Liebe, die alles zu sich heranziehen und lenken möchte und die nicht
erkannt wird. Sie läßt die Wesen nicht fallen, und also verhindert sie, daß die Menschen
in ihrer Blindheit sich gänzlich von Gott trennen, sie will den Wesen das qualvolle Los
der getrennt von Gott verharrenden Seelen ersparen und wendet daher ein Mittel an,
das wohl grausam erscheint, jedoch am ehesten dazu führt, daß sich die Menschen mit
Gott vereinigen. Denn nun kann Er sie bedenken mit weit Herrlicherem als nur irdischem Glück und irdischen Freuden .... Amen
B.D. 1893 empfangen am 20.4.1941 Taugliches Werkzeug .... Eine gewaltige Aufgabe ist es, der Menschheit das Licht der Erkenntnis zu bringen in
einer Zeit, die völlig dunkel und lichtlos genannt werden kann. Es ist dies eine Mission,
zu deren Ausführung höchste Willenskraft erforderlich ist, und darum sind dazu nur
solche Menschen tauglich, die gottergeben sind und sich Ihm zum Dienst anbieten .... die in tiefster Demut sich schwach fühlen und Gott um Kraft bitten, die sich Kindern
gleich lenken lassen und doch einen starken Willen haben, wenn es gilt, für Ihn zu streiten .... die furchtlos sich den Feinden entgegenstellen, weil sie auf Gott zuversichtlich
vertrauen .... die keinen Schritt gehen, ohne die göttliche Gnade zu erbitten, und also
gestärkt im Geiste an eine Aufgabe herangehen, die tiefe, uneigennützige Liebe erfordert. Diese stehen selbst im Licht und können sonach das Licht auch unter der Menschheit verbreiten. Es ist große Not unter den Menschen, und sie bedürfen tatkräftiger
Hilfe, doch hartnäckig weisen sie oft diese Hilfe ab, und dann müssen mit äußerster
Geduld immer wieder die Streiter Gottes sich einsetzen für ihre Aufgabe. Sie dürfen
niemals in ihren Bemühungen nachlassen, sie müssen kämpfen mit dem Schwert ihres
Mundes, d.h. unentwegt das göttliche Wort zu verkünden suchen .... sie müssen Gott
Selbst um Unterstützung bitten und also die Kraft aus Gott, den heiligen Geist, anfordern, auf daß sie stets das Rechte lehren und also das Licht verbreiten .... Amen
B.D. 1894 empfangen am 21.4.1941 Verwirrtes Denken
- Unglaube .... In dem verwirrten Denken der Menschen ist die Erklärung zu suchen für ihren Unglauben. Wenn sich die Menschen einer Geistesrichtung anschließen, die völlig irrig genannt werden kann, im Vergleich zur reinen Lehre Christi, so ist das ein irregeleitetes Denken, das um so folgenschwerer ist, je weniger es der Wahrheit entspricht. Der Wahrheit sich entgegenstellende Gedanken müssen verständlicherweise vom rechten Glauben ablenken, dem Unglauben aber guten Boden bereiten. Es wird aber der Mensch keine klaren Gedanken fassen können, sondern sprunghaft bald das eine, bald das andere glauben, d.h. für Wahrheit halten. Und also ist sein Gedankengang verworren, das Rechte aber wird er schwerlich als Wahrheit erkennen, und es ist ein solcher Zustand wenig zufriedenstellend. Er trägt dem Menschen keinen geistigen Fortschritt ein, sondern beunruhigt ihn dauernd und läßt ihn jedoch lange in seiner Ansicht beharren. An der reinen Wahrheit wird er vorübergehen, denn er schaltet Gott aus. Er sucht also, durch eigenes Denken, aus eigener Kraft, das ihm Unfaßliche zu ergründen, und das Denken geht daher falsche Wege. Oder aber sein Wille zur Wahrheit ist nicht groß, und so kann sie ihm auch nicht geboten werden, wohingegen klarste Weisheit dem Menschen zugeht, der nach der Erkenntnis verlangt um ihrer selbst willen. Glaube und Unglaube haben entgegengerichtete Voraussetzungen. Um glauben zu können, muß der Mensch im kindlichsten Verhältnis stehen zu Gott. Er muß sich der ewigen Gottheit schrankenlos hingeben .... er muß sich selbst für klein und unbedeutend halten und in der ewigen Gottheit ein Wesen von höchster Vollkommenheit erkennen .... Denn dies ist Glaube .... Amen
B.D. 1895 empfangen am 23.4.1941 Pflicht der Verbreitung der Wahrheit .... Die reine Wahrheit wird stets erkannt werden von denen, die wahrheitshungrig sind. Es muß aber auch der Mensch ernstlich bestrebt sein, sich dazu zu bekennen, so er erkannt hat, denn es soll sich die Wahrheit Bahn brechen. Sowie der Mensch Gott bejaht, so muß er auch die Wahrheit bejahen, denn Gott ist die Wahrheit. Gibt Sich nun Gott Selbst durch die Wahrheit zu erkennen, so genügt es nicht, daß der Mensch in sich die Zweifel verstummen läßt; es genügt nicht, daß er sich nun bejahend dazu einstellt, sondern er muß nun, was ihm gegeben wurde, vertreten den Mitmenschen gegenüber. Und das ist oft nicht leicht, wenn er zuvor eine Ansicht hatte, die allgemein verbreitet war, und nun eingestehen muß, daß er sich geirrt hat und sich nun erst einmal dieser falschen Ansicht entäußern muß. Es kostet dies Überwindung, und doch fordert Gott von ihm, daß er weitergibt, was er empfangen hat. Der Zustand der völligen Unwissenheit ist am geeignetsten, daß der Mensch in der Wahrheit unterwiesen werden kann .... Selig sind die Armen im Geiste .... Amen
B.D. 1896 empfangen am 24.4.1941 Todesfurcht - Liebe zur Welt .... Sowie sich des Menschen eine Todesfurcht bemächtigt, ist in ihm der Geist noch nicht tätig geworden, und also hat die Seele sich noch nicht entschieden für ihn, sondern sie trägt den weltlichen Genüssen noch zu sehr Rechnung. Es hat also die Seele noch nicht ihre Erdenaufgabe erfüllt, und das bedrückt sie, so sie an ihr nahes Ende denkt. Denn unbewußt empfindet sie es, daß ihr dann eine Grenze gesetzt ist. Durch die direkte Verbindung mit Gott kann der Seele ein Wissen vermittelt werden, jedoch immer erst durch den Mitmenschen, da ihr eigener Geist noch nicht erweckt ist. Dieses ihm vermittelte Wissen kann der Mensch nun nützen, indem er den göttlichen Anforderungen entsprechend zu leben sich bemüht. Dann gelingt es ihm auch bald, die Stimme in sich, die Äußerung des göttlichen Geistes im Menschen, selbst zu vernehmen, und von Stund an hebt sich auch sein Seelenzustand, was sich bemerkbar macht durch völlige Gleichgültigkeit gegenüber irdischen Freuden und Genüssen. Dann gibt der Mensch gern dahin, was der Welt angehört .... dann ist auch jegliche Todesfurcht hinfällig. Denn was er nicht mehr für begehrenswert hält, hat seinen Reiz verloren und fesselt den Menschen nun auch nicht mehr an diese Welt. Wer die Welt verachtet, hat niemals zu fürchten die Stunde des Todes, er geht still und schmerzlos durch das Tor zur Ewigkeit ein, er sehnt sich nach der wahren Heimat mit seiner Herrlichkeit und gibt um dieses verständlicherweise alles hin. Wenn also die Furcht vor der Todesstunde den Menschen noch bedrückt, so ist er noch nicht gänzlich frei von irdischer Begierde, und es muß diese zuerst überwunden werden, es muß der Mensch sich Gott inniger zuwenden, sein Leben in tätiger Nächstenliebe verbringen; er muß oft und innig beten, daß Gott ihm helfe zu einer friedvollen Sterbestunde, er muß sich gänzlich Gott hingeben, Ihm seine Nöte und Sorgen gläubig anvertrauen und dann Ihm die Zukunft überlassen. Und es wird der Hang zum Irdischen schwinden, das Verlangen nach dem Geistigen dagegen wachsen, und die Bangigkeit vor der Todesstunde wird weichen, denn es formt sich dann der Mensch so, wie er sein soll, um eingehen zu können in das ewige Leben .... Amen
B.D. 1897 empfangen am 25.4.1941 Äußere Form der Niederschriften - Innere Wahrheit .... Die sich zu Mir bekennen, werden von Mir des inneren Wortes gewürdigt werden.
Und so, wie es ihrer Aufnahmefähigkeit entspricht, so geht ihnen das Wort zu. Und
darum sollet ihr nicht zweifeln oder gar euch ablehnend verhalten, solange der Sinn des
Wortes übereinstimmt mit Meiner Lehre. Und immer müsset ihr euch das zur Richtschnur machen, daß Ich nichts anderes durch Mein Wort den Menschen vermittle als
das Gebot der Liebe zu Mir und zu den Mitmenschen .... Amen
B.D. 1898 empfangen am 26.4.1941 Göttliche Gnade .... Ohne die göttliche Gnade ist der Mensch unfähig, auch nur das Geringste für sein
Seelenheil zu vollbringen. Der Mensch ist schwach, d.h., jegliche Kraft mangelt ihm,
solange er ohne Gott wandelt. Er kann wohl sein Erdenleben führen und dies auch mit
irdischen Erfolgen, seine Seele aber geht leer aus, bis sie Gott um Seine Gnade bittet.
Denn die Gnade Gottes ist Kraft .... Amen
B.D. 1899 empfangen am 28.4.1941 Verbrennen .... Alles geht der Erlösung entgegen, weil es den Gang der Höherentwicklung gehen muß. Trennt sich nun das Geistige von der Materie, so hat es die letztere überwunden; nicht immer aber ist das Geistige so völlig ausgereift, daß es keiner irdischen (Verformung) Form mehr bedarf, und es nimmt dann wieder Aufenthalt in einer neuen Form, die gleichfalls Materie ist. So nun aber die Seele, das Geistige im Menschen, aus dem Körper scheidet, hört die irdische Verformung auf, d.h., die Seele entflieht der letzten Form auf Erden, um nun unbeschwert von jeglicher Materie in ein neues Reich einzugehen, das gänzlich anders als die Erde ist. Es ist der Leib, die letzte irdische Form, nun wieder der Auflösung ausgesetzt, d.h.,die geistigen Substanzen, aus denen auch der irdische Leib gebildet ist, müssen, da sie das noch im Anfangsstadium der Entwicklung stehende Wesenhafte sind, den Gang der Höherentwicklung gleichfalls durchmachen und sich zu diesem Zweck wieder den göttlichen Schöpfungswerken zugesellen, deren Zweck eben die Höherentwicklung des Geistigen ist. Nun kann dies geschehen in vielfacher Weise, jedoch muß ihm immer die Möglichkeit einer dienenden Tätigkeit gegeben werden, also es müssen diese Substanzen sich einem solchen Schöpfungswerk zugesellen, wo es irgendeine Aufgabe zu erfüllen hat, um durch das Erfüllen dieser Aufgabe zu dienen, denn nur durch Dienen kann das Wesenhafte ausreifen. Wird ihm die Möglichkeit zu dienen genommen, dann wird der Höherentwicklungsgang unterbrochen, was für das Wesenhafte einen äußerst qualvollen Zustand bedeutet. Die Leidenszeit des Geistigen kann zwar scheinbar abgekürzt werden, das Geistige dankt es jedoch nicht dem Menschen, der in seinen Entwicklungsgang eingreift und es am Dienen hindert. Sowie nun der Körper des Menschen an seiner natürlichen Zersetzung gehindert wird, indem man seinen Auflösungsprozeß zu beschleunigen sucht durch Verbrennen desselben oder auch auf chemischem Wege, so geht dieses Geistige einen weit qualvolleren Weg und muß ihn auch gehen, weil dieser Prozeß gegen die göttliche Ordnung verstößt, gegen die Bestimmung, die Gott einem jeden Schöpfungswerk gegeben hat. Es ist dies eine eigenmächtige Handlungsweise der Menschen, die nicht mit dem göttlichen Willen übereinstimmt. Es soll der menschliche Leib der Erde übergeben werden, so wie es seine Bestimmung ist .... „Von der Erde bist du genommen, zur Erde sollst du wieder werden“, sofern Gott Selbst es nicht anders bestimmt durch Sein Eingreifen und Beenden eines Menschenlebens in anderer Weise als durch den natürlichen Leibestod des Menschen. Hat sich die Seele des Körpers entäußert, so ist die Aufgabe des Körpers .... also des Geistigen, woraus der Körper gebildet ist .... der Seele gegenüber erfüllt. Doch bis dieser sich völlig aufgelöst hat, sind ihm noch weitere Möglichkeiten gegeben, dienend in Aktion zu treten, wenn dies auch dem Menschen wenig verständlich erscheint während nicht die geringste dienende Tätigkeit dem Überbleibsel eines beschleunigten Auflösungsverfahrens obliegt. Ungemein irrig ist daher die Annahme, daß sich der Körper des Menschen der Seele zugesellt durch einen solcherart herbeigeführten Läuterungsprozeß. Das Geistige der Außenform hat wohl die gleiche Bestimmung, dereinst sich zusammenzuschließen mit unzähligen Seelensubstanzen, um gleichfalls wieder als menschliche Seele den letzten Gang der Entwicklung auf Erden zu gehen. Jedoch wird dies nie so vor sich gehen, wie die Menschen irrtümlich glauben, weil allem Wesenhaften eine bestimmte Zeit gesetzt ist zu seiner Entwicklung, die der Mensch nicht nach eigenem Gutdünken verkürzen kann durch ein äußeres Verfahren .... so er nicht die einzige Möglichkeit der geistigen Höherentwicklung voll und ganz ausnützt auf Erden, d.h. er durch seinen Lebenswandel, seine rechte Einstellung zu Gott, seinen Glauben und durch rege Liebetätigkeit einen Reifegrad erwirbt, der auch der körperlichen Hülle den Erdenlebensweg verkürzen kann, jedoch immer es dem Willen Gottes anheimgestellt werden muß, welche dienende Aufgabe Er dieser noch zuweist .... Amen
B.D. 1900 empfangen am 28.4.1941 Gebundener Wille .... Der lebenspendende Zustrom göttlicher Kraft durchflutet alle Schöpfungswerke
und ist sonach die Urkraft und der Urgrund alles Lebens. Der göttliche Wille, der alles
entstehen ließ, sichert nun auch das Bestehen dessen, was ist. Der Sinn und Zweck der
Schöpfung ist die Rückkehr alles Geistigen zu Gott als seinem Ausgang, folglich strömt
dem Geistigen die Kraft von Gott zu, um die Rückkehr zu Ihm bewerkstelligen zu können.Würde nun das Wesenhafte sich weigern, die Kraft entgegenzunehmen, so hätte es
auch keine Entwicklungsmöglichkeit, denn ohne die Zufuhr der göttlichen Kraft könnten die Schöpfungswerke nicht bestehen, das Wesenhafte also sich auch nicht verformen können, und es bliebe folglich im gleichen Zustand, wie es war bei seinem Abfall
von Gott. Und es würde das Wesenhafte sich weigern, diese Kraft in Empfang zu nehmen, so es selbst darüber zu bestimmen hätte, denn es ist aus dem Willen des Gegners
hervorgegangen, und dessen Willen hat sich auch auf das Wesenhafte übertragen, trotzdem es von Gott das Selbstbestimmungsrecht erhalten hat. Und so mußte wider seinen
Willen das Geistige dem Schöpfungswerk einverleibt werden, also es wurde dessen
Wille gebunden, und das zu seiner Erlösung aus dem Willen des Widersachers. Der
Widerstand gegen Gott blieb zwar bestehen, doch es ist das Wesen machtlos dem göttlichen Willen gegenüber. Was das Wesenhafte in seiner Verblendung nicht erkannte,
muß es in unendlich langem Wandel durch die Schöpfung erkennen lernen .... die
unendliche Liebe Gottes .... Amen
B.D. 1901 empfangen am 29.4.1941 Wer an Mich glaubt .... Wer an Mich glaubt, der hat das ewige Leben .... Amen
B.D. 1902 empfangen am 30.4.1941 Kampf des Geistigen, um den Menschen ins Erkennen zu leiten .... Die Sendungen von oben können erst dann in ihrer ganzen Tiefe erfaßt werden,
wenn sich eine gewisse geistige Strebsamkeit des Menschen bemerkbar macht. Es gibt
unendlich viele Menschen, die dem geistigen Erleben fremd gegenüberstehen, und
daher wird ein innerliches Abweisen dieser Sendungen erste Erscheinung sein, denn es
ringen hier noch zwei Welten gegeneinander. D.h., die Bewohner einer jeden Welt
suchen die Oberherrschaft zu gewinnen über die menschliche Seele. Es kann dies nun
ein leichter Kampf sein, wenn der Hang zu der einen Welt nicht sehr groß ist, es kann
aber auch für die Seele einen gewaltigen inneren Kampf bedeuten, so die Seele das Verlangen nach der irdischen Welt wohl teilweise überwunden hat, ihr jedoch das geistige
Gebiet noch völlig fremd ist. Dann ist der Kampf des Wesenhaften beider Reiche ein
sehr erbitterter, denn die Seele ist selbst noch zu unentschieden. Für die irdische Welt
will sie sich nicht restlos entscheiden, da sie die Hinfälligkeit, die Vergänglichkeit alles
dessen erkennt, was sie umgibt .... Und es weiß der Mensch nicht, welche wunderbare Kraft dieser Quell in sich birgt. Und
er wird diese Kraft an sich selbst auch nicht eher verspüren können, als bis er aus eigenem Antrieb zur Höhe verlangt, bis er alles Irdische als nichtig und wertlos erkennt und
er sich widerstandslos jenen guten Kräften überläßt, die aus dem Reich des Geistigen
sind, also ihm auch nur geistige Gaben bieten können .... Amen
B.D. 1903 empfangen am 1.5.1941 Überwinden der Materie .... Die Seele soll sich zur Höhe entwickeln und muß zu jeder Zeit sich lösen können von der Welt und ihren Freuden und Sorgen. Dann erst hat sie die Materie überwunden. Denn dann ist der Wille nach oben stärker als die Welt, dann erst kann sie reifen und geistigen Reichtum entgegennehmen, so sie Irdisches nicht mehr begehrt. Je schwerer es ihr fällt, sich ins geistige Reich emporzuschwingen, desto größer ist ihr Verdienst, wenn sie den Flug zur Höhe doch zurücklegt. Denn durch das Überwinden der Widerstände gewinnt sie an Kraft, sofern sie göttlichen Beistand erfleht. Es wird wahrlich der Wille des Menschen gelohnet werden, der sich nach oben entscheidet. Und was die Seele aufgibt, empfängt sie tausendfach zurück; was sie hingibt, ist irdisch-vergängliches, was sie empfängt, aber geistiges Gut, das Ewigkeitswert hat. Und deshalb soll der Mensch dieses geistige Gut begehren aus innerstem Herzen, erst dann kann es ihm geboten werden .... Der Sinn und Zweck des Erdenlebens ist die Höherentwicklung der Seele, und
immer wird dies für die Seele einen Kampf bedeuten müssen, da ohne Kampf es keinen
Fortschritt gibt. Immer muß etwas überwunden werden, um einen Erfolg verzeichnen
zu können. Wessen Leben nun kampflos vorübergeht, dessen geistige Reife ist in Frage
gestellt, also es wäre sein Leben nutzlos gelebt. Darum wird niemals dem Menschen ein
völlig sorgloses Erdenleben beschieden sein, denn dies wäre ein Mangel an göttlicher
Liebe für ihn. Gott aber hat nur das eine Ziel, geistig reife Wesen zu erziehen, und muß
sie daher in ständigen Kampfzustand versetzen, auf daß sie Gelegenheit zum Ausreifen
haben. Doch die Menschen erkennen dies nicht als einen Liebesbeweis Gottes, sondern
nehmen zumeist unwillig das ihnen auferlegte Schicksal entgegen. Doch kämpfen und
leiden in Ergebung trägt ihnen erst den Lohn einer Höherentwicklung ein .... Amen
B.D. 1904 empfangen am 2.5.1941 Tröstende Worte .... So vertrauet der Güte und Liebe des Herrn. Stellet Ihm euer Leid und eure Sorge
anheim, und gebt euch hin Seiner Gnade und Barmherzigkeit. Der euch das Leben gab,
der weiß auch, was eurer Seele dient zu ihrem Heil, und Seiner Liebe müsset ihr euch
anvertrauen. Denn so ihr innig bittet .... im Geist und in der Wahrheit .... so nicht nur
eure Lippen sprechen, sondern ihr tief im Herzen empfindet, was ihr aussprecht, werdet ihr auch Gnade finden vor dem Herrn .... Denn Gott ist größer als die Welt .... Amen
B.D. 1905 empfangen am 3.5.1941 Erkennen des Ursprungs .... Eines nur ist vonnöten, daß ihr Mich als euren Ursprung anerkennt .... Amen
B.D. 1906 empfangen am 5.5.1941 ( ....? Nach Unterredung ....? nicht lesbar d. Hg.) Nehmet die christliche Lehre in euch auf, und forschet nicht in einem für euch unergründlichen Gebiet, das nur betretbar ist für jene, die Ich dafür erwählet habe. Es soll
euch zwar alles erschlossen werden, und so ihr im gläubigen Gebet darum ringet, zur
Erkenntnis zu kommen, gebe Ich sie euch, denn ihr sollt wissend werden, um dieses
Wissen weitergeben zu können denen, die gleich euch hungernd die Wahrheit begehren. Doch was Ich euch gebe, entspricht eurem Erdenwandel, d.h., Voraussetzung ist
immer die Würdigkeit, also die Gestaltung der Seele, die Meinen Geist in sich birgt, und
der ernste Wille, Mir zu dienen. Wer mit der gewonnenen Erkenntnis des Nächsten geistige Not zu beheben sucht, also den Geisteszustand der Menschheit auf ein höheres
Niveau bringen möchte, den treibt reine Nächstenliebe zu seinem geistigen Forschen,
und es wird dieser bedacht werden unbegrenzt. Wer jedoch einzudringen versucht in
ein Gebiet aus purem Ichverlangen, d.h., wer nur eine gewisse Absicht damit verknüpft,
also das Ziel der Forschungen lediglich der Mensch selbst ist .... wenn er nur um seiner
selbst willen forscht und fragt, so ist der Mensch nicht gänzlich frei von irdischem Verlangen. Denn er begehrt die Wahrheit nicht um der Wahrheit willen, sondern sein
Zweck und Ziel ist lediglich der Umsturz des Bestehenden und das Verlangen, eine
außergewöhnlich anmutende Reife zur Schau zu tragen, und es findet dies nicht Meinen Beifall. Dem Mitmenschen beizustehen und ihn in das rechte Wissen einzuführen
muß im Willen des Menschen liegen, um die reine Wahrheit zu erkennen. Ist aber das
eigene Herz noch nicht empfangsfähig für die göttliche Wahrheit, dann wird es auch
kaum unterscheiden können, in welch geistiger Verfassung der Mensch selbst ist. Er
wähnet sich wissend und ist doch weit vom rechten Wissen entfernt. Und was er zu
besitzen glaubt, das ist in seiner Vortragsart unverständlich. Es wagt sich der Mensch in
Gebiete, für die das irdische Wissen unzulänglich ist. Er stellt Behauptungen auf, die er
nimmermehr beweisen kann, es ist ein hoher Grad geistige Überheblichkeit. Doch in
der Tiefe des Herzens soll die Demut schlummern, die nun das Wirken des hl. Geistes
nach sich zieht .... Amen
B.D. 1907 empfangen am 6.u.7.5.1941 Dienen des Wesens in der Form .... Es gibt keinen anderen Weg zur Höhe als den des Dienens. Wer also dient, der entwickelt sich zur Vollkommenheit; was vordem mangelhaft und unvollkommen ist, wird durch Dienen in einen fortschrittlichen Zustand versetzt, d.h. das Wesen schreitet so lange zur Höhe, wie es dient. Die Bereitwilligkeit zum Dienen ist bestimmend für den Reifegrad des Wesens. Es wird nun das Wesen immer danach streben, frei zu werden, und daher auch bewußt dienen wollen, weil es sich dadurch völlige Freiheit verspricht. Geht das Wesen die Verbindung ein mit einer Außenform, die wenig nutzbringend ist für die Menschheit, so wird die dienende Funktion nicht allzusehr in Anspruch genommen, was für das Geistige in der Außenform von großem Nachteil ist. Denn jeder Aufenthalt in der Form soll dem Wesen einen bestimmten Reifegrad eintragen. Sowie nun die Form benötigt wird, hat sie auch eine Aufgabe zu erfüllen, sie muß also dienen. Der dienende Zustand ist ein Hingeben des eigenen Willens unter den Willen des anderen; und was zum Dienen zugelassen wird, muß auch gewissermaßen seine Bereitwilligkeit erklärt haben, sich nützlich zu erweisen, ansonsten ihm keine dienende Tätigkeit zugewiesen werden kann. Es gibt aber auch Schöpfungswerke, die scheinbar keine Mission zu erfüllen haben, und dann ist der Mensch leicht geneigt, zu glauben, daß solche Schöpfungswerke niemals das in der Höherentwicklung stehende Geistige bergen, sondern tot und geistlos sind, also unbelebt vom göttlichen Geist, unbelebt von der großen Liebe Gottes. Doch dieser Gedanke ist gänzlich irrig, es gibt kein Schöpfungswerk, das ohne geistiges Leben wäre, wie es also auch kein Schöpfungswerk gibt, das nicht seinen Zweck hätte, auch wenn dieser dem menschlichen Auge noch verborgen oder seinem Verstand noch nicht faßbar wäre. b. Jedes Schöpfungswerk hat seine Bestimmung, jedes Schöpfungswerk wird irgendwie benötigt. Gottes Liebe hat aus Seiner Weisheit heraus geschaffen alle Dinge für eine dienende Tätigkeit. Und nichts ist ohne Sinn und Zweck, ansonsten es nicht göttliche Schöpfung wäre. Planlos ist nichts entstanden und nutzlos ebenfalls nichts. Das kleinste Schöpfungswerk erfüllt seine Mission, das winzigste Lebewesen seine Funktion, und alles gilt der Erhaltung dessen, was Gott geschaffen hat. Und so der Mensch das begreift, so er sich alles Geschaffene als Notwendigkeit vorstellen kann, begreift er auch die ewige Gottheit, d.h., Deren Existenz wird ihm klar, also beginnt er zu glauben .... er erkennt die Allmacht und die Weisheit Gottes und spürt dann auch die allgewaltige Liebe, da ihm jedes Schöpfungswerk Zeugnis davon gibt. Gott muß als Ursprung der gesamten Schöpfung anerkannt werden, dann erst kann der Mensch ins Erkennen geleitet werden, dann erst wird er ein offenes Ohr und Herz haben für die Wahrheit, für die Belehrungen, die Gott Selbst den Menschen gibt, die ihn aufklären sollen über das, was außerhalb des irdischen Lebens ist, über das Verhältnis des Menschen zu Gott, seine Aufgabe und sein Ziel, über seinen Ausgang und seine endliche Rückkehr zu Gott .... Amen
B.D. 1908 empfangen am 7.5.1941 Gotterkenntnis .... Die Gotterkenntnis kann nur im dienenden Verhältnis gefunden werden, denn das
Dienenwollen bedingt Liebe, die Liebe aber ist der Schlüssel zum Erkennen der ewigen
Gottheit. Wer herrschen will, wird schwerlich Gott erkennen, denn die Liebe mangelt
ihm, ansonsten er nicht zu herrschen begehrte. So die Menschen wie Brüder einander
dienen, schließt dies ein Herrschen aus. Es wird einer dem anderen Liebe erweisen, und
diesen wird Sich Gott zu erkennen geben; Er wird mitten unter ihnen sein, denn wo die
Liebe ist, dort ist Gott Selbst. Das dienende Verhältnis, so es nicht zwangsweise hergestellt ist, wird darum größten Segen nach sich ziehen, denn es sichert den Zusammenschluß mit Gott .... Die Ausstrahlung Gottes aber ist Seine Kraft, Sein Geist .... Amen
B.D. 1909 empfangen am 8.5.1941 „Glaubet und haltet an im Gebet ....“ Glaubet und haltet an im Gebet .... Amen
B.D. 1910 empfangen am 10.5.1941 Sanftmut und Geduld .... Um sich zur Sanftmut und Geduld zu erziehen, soll sich der Mensch die Seele des Mitmenschen vorstellen, die sich in aller Not befindet durch den verkehrten Willen des Menschen; und dieser Seele soll er nun zu helfen bereit sein. Die Gefangenschaft der Seele sollt ihr Menschen euch immer vorstellen, dann werdet ihr voller Mitleid diesen Menschen gegenüberstehen und mit aller Liebe und Geduld auf sie einzuwirken versuchen, um ihren Willen zu veranlassen, die Fesseln der Seele zu lockern und ihr also größere Freiheit zu geben. Ungeduld und Heftigkeit aber verstärkt den verkehrten Willen, und es gerät die Seele in immer größere Not. Denn immer erwecken gute und liebevolle Bemühungen im Mitmenschen gute Regungen, und nur so kann ihm geholfen werden in der Not seiner Seele. Und es dankt die Seele allen, die ihr zur Lockerung der Fesseln verhelfen, denn immer leichter wird es ihr nun, den Willen zum Guten zu bestimmen, während sich die Hülle um die Seele verdickt, so der Mitmensch ihr in Lieblosigkeit begegnet, weil solche nur Verstocktheit und gleichfalls Lieblosigkeit hervorruft. Sofern die Seele eine leichte Lockerung ihrer Fesseln spürt, läßt auch ihr Widerstand nach gegen das, was gut ist. Denn die Fessel ist die Gewalt des Widersachers, die aber geschwächt werden kann durch den Willen zum Guten. Wird dem Menschen Liebe und Geduld entgegengebracht, so wendet sich auch der Wille dem Guten zu, denn ihm tut alles wohl, was die Liebe zur Ursache hat, nur muß er die Liebe auch erkennen als solche. Die Ungeduld und Heftigkeit wird niemals Liebe vermuten lassen und also gleichfalls Erregtheit bei dem Mitmenschen auslösen. Dies trägt der Seele große Not ein. Ihr aber habt die Möglichkeit, solche Not zu beheben und durch euer Wesen, durch Liebe, Güte, Geduld und Sanftmut weiche Regungen auszulösen, folglich beizutragen an der Freiwerdung der Seele aus böser Gewalt .... Amen
B.D. 1911 empfangen am 10.5.1941 Offenbarungen .... Die tiefsten Tiefen göttlicher Weisheit erschließen sich dem Erdenmenschen, der danach Verlangen trägt und Gottes Gebote hält. Es ist nichts, was ihm verborgen bleibt, denn Gott setzt keine Grenzen, solange der Mensch selbst nicht die Grenze zieht, indem sein Verlangen aufhört. Was Gott gibt, ist über alle Maßen wertvoll, es bleibt bestehen bis in alle Ewigkeit, es ist geistiges Gut und daher unvergänglich. Wenngleich es auch irdische Dinge betrifft, d.h. materielle Dinge, also Schöpfungen, die irdische Materie als Grundstoff haben, so gehört doch das Wissen darum auch in das Bereich des Geistigen, denn auch jede irdische Schöpfung hat ihre geistige Bedeutung. Um alles erfassen zu können, gehört eine Belehrung von seiten wissender Geistwesen, die in unermüdlicher Geduld und Ausdauer es sich zur Aufgabe machen, den unwissenden Menschen einzuweihen, ihm also Kenntnis zu geben vom Wirken und Walten Gottes. Doch um für die Vermittlungen jener Wesen aufnahmefähig zu sein, bedarf es der Erfüllung gewisser Vorbedingungen. Es könnten also die Menschen schöpfen ohne Unterlaß aus einem Brunnen, der ständig klarstes Wasser geben würde, doch wenige Menschen nur erfüllen die Bedingungen, um den Trank, den Gott Selbst ihnen bietet, entgegenzunehmen aus der göttlichen Vaterhand. Was Gott gibt, ist das tiefste, reinste, edelste Gut, und daher ist es auch von Ewigkeitswert. Wer die göttliche Gabe nun entgegennehmen will, der muß ein großes Opfer bringen. Er muß sich erst jeglichen Verlangens nach nichtigen Gütern der Welt entäußern. Erst in einem leeren Raum kann verständlicherweise etwas geborgen werden. Ein leeres, unbeschriebenes Blatt muß auch das Herz des Menschen sein. Dann aber muß der Mensch sich hüten vor Äußerlichkeiten. Er muß wohl bejahen ein ewiges, höchst vollkommenes Wesen, doch es genügt der Glaube, so er tief im Herzen wahrhaft und überzeugt empfunden wird. Dann wird Gott ihm Weisheiten offenbaren, die so klar niemals irdisch Lehrende ihm darstellen können, und der Erfolg dessen wird sein, daß immer strahlenderes Licht den Menschen umgibt, d.h. er im tiefsten Wissen steht und dies nicht abseits von Gott stehend, sondern in engster Verbindung mit Ihm von Gott empfangen hat und er dadurch Träger göttlicher Weisheit und Kraft geworden ist .... Amen
B.D. 1912 empfangen am 11.5.1941 Ewigkeitsbegriff .... Der Ewigkeitsbegriff wäre abstrakt zu nennen, wollte man ihn anwenden auf irgendwelche irdische Schöpfungswerke. Es gibt nichts in der Welt, was dem menschlichen
Auge sichtbar ist, worauf der Begriff „ewig“ Anwendung finden könnte. Es kann zwar
manches Schöpfungswerk eine unendlich lange Zeitdauer seines Bestehens haben,
wird aber letzten Endes doch vergehen, d.h. dem Menschenauge unsichtbar werden.
Man kann dann wohl die Redewendung „ewige Zeiten“ gebrauchen, doch niemals das
Wort „Ewigkeit“. Denn unter ewig ist zu verstehen nie endend .... immer bestehenbleibend .... also unvergänglich seiend. Alles Sichtbare aber ist vergänglich und muß es
auch sein, weil es erst sichtbar ist, so Geistiges darin Aufenthalt genommen hat, dem
Geistigen aber eine bestimmte Zeit zum Ausreifen gesetzt ist, es also endlich einmal das
Schöpfungswerk verlassen muß, wonach dieses dann auch nicht mehr sichtbar ist. Die
Zeitdauer aller sichtbaren Schöpfungen ist begrenzt, muß also demnach ein Ende
haben, folglich erstreckt sich der Ewigkeitsbegriff nur auf das nicht sichtbare, also geistige Reich. Dieses ist ohne Anfang und ohne Ende .... Amen
B.D. 1913 empfangen am 12.5.1941 Außergewöhnliche Anforderungen .... Das Leben fordert ganzen Einsatz, und dies in jeder Weise. Irdisch werden Anforderungen gestellt, die ungemein den Menschen belasten, will er allen Anforderungen
nachkommen zu einer Zeit, die kritisch genannt werden kann. Geistig aber soll der
Mensch gleichfalls ganze Kraft aufbieten, um dem gerecht zu werden, was der Zweck
seiner Verkörperung auf Erden ist. Es ist nun leicht verständlich, daß das eine oder das
andere Schaden leiden muß .... daß dort, wo des Irdischen allein geachtet wird, der
Mensch sich völlig verausgabt nach dieser Richtung hin, insbesondere, da zwei gänzlich
entgegengesetzte Richtungen auch völlig gegensätzliche Einstellung bedingen. Nur
dem geistig strebenden Menschen wird es möglich sein, ein gewisses Gleichmaß herzustellen, denn es wird ihm dieses Streben auch gleichzeitig die Kraft zuführen, die irdische Aufgabe zu erfüllen. Während der irdisch gesinnte Mensch, der nur den Anforderungen der Welt nachzukommen bemüht ist, auch damit nicht fertig werden wird, denn
es übersteigen zuletzt diese Anforderungen seine Kräfte, weil das neue Zeitalter eine
gewaltige Umänderung bringen wird. Es wird von dem Menschen etwas verlangt werden, was über seine Kraft geht, und er wird sich nicht dagegen wehren können und
schließlich unterliegen, so er nicht sich besinnt und die irdischen Lasten Dem übergibt,
Der ein Herr ist über alles .... Amen
B.D. 1914 empfangen am 13.5.1941 (In der Handschriftkopie fehlt die Überschrift, siehe NR. 1916) - Sünde der Lieblosigkeit .... Der Gott-gegnerische Wille war Anlaß zum Abfall von Gott, und dieser Gott-gegnerische
Wille war sonach der Gegenpol Gottes, d.h., das Wesenhafte, was im gegnerischen
Willen stand, strebt von Gott ab und eben der Macht zu, die diesen gegnerischen
Willen entfacht hat, die also Gott sich bewußt entgegenstellte. Und es war dies
eine Wesenheit, die göttlichen Ursprungs war, also ein höchst vollkommenes Wesen,
dem es jedoch auch freistand, sich gegen Gott zu stellen, da die Freiheit des
Willens ja unbedingt zur Vollkommenheit gehört. Es ist nun zu verstehen, daß
auch das Wesenhafte, das durch den Willen dieser Macht entstand, gleichfalls
den Amen
B.D. 1915 empfangen am 13.5.1941 Seelenarbeit am Mitmenschen .... Segenbringend ist jede Tätigkeit, die dem Wohl der menschlichen Seele gilt. Denn
bedenket der Mensch, wie kurz die Erdenzeit ist, gemessen an der Ewigkeit, und bedenket er weiter den minimalen Erfolg, den er irdisch erringen kann .... stellt sich aber
andererseits den Wert des geistigen Strebens vor in der Ewigkeit und die Beglückung
der Seele, die geistigen Reichtum aufweisen kann, so wird er nicht lange zögern und die
Arbeit an seiner Seele aufnehmen. Und dann verfolgt er erst den rechten Erdenlebenszweck. Und was nun der Mensch tut für seine und des Mitmenschen Seele, das segnet
Gott schon auf Erden. Er steht ihm bei in irdischen Nöten, Er wird stets bereit sein, die
Arbeit an der Seele zu unterstützen, und immer wird das Erdenleben entsprechen dem
Verlangen nach geistiger Reife. Und deshalb sollen die Menschen sich gläubig und vertrauend der göttlichen Führung überlassen, denn so es ihnen ernst ist um geistigen
Fortschritt, wird ein jeder Tag die Geschehnisse so bringen, wie sie diesem geistigen
Fortschritt dienlich sind. Und es braucht der Mensch wahrlich nicht zu bangen .... Amen
B.D. 1916 empfangen am 14.5.1941 Sünde der Lieblosigkeit .... (Ergänzung zu Nr. 1914) Gegen das Gebot der Nächstenliebe zu verstoßen ist gleichfalls Sünde, jedoch eine
Sünde, die das Wesen erst im Stadium des freien Willens, als Mensch, begeht, also nicht
mit der einstigen Sünde .... der Auflehnung gegen Gott .... verwechselt werden darf.
Denn es handelt sich hier um eine Lieblosigkeit, die kein bewußtes Auflehnen ist gegen
Gott Selbst, weil der Mensch weder Gott recht erkennt noch seine eigentliche Stellung
zu Gott und zum Mitmenschen. Er hat zwar das Empfinden für Gut und Böse, und da
er dem Trieb zum Bösen mehr nachkommt, verdickt er die Hülle seiner Seele, fügt also
dem einstigen Unrecht ein weiteres Unrecht zu und erschwert dadurch sich selbst die
Freiwerdung von der großen Sündenschuld seiner einstigen Auflehnung. Es kommt
also der Mensch schon in einem belasteten Zustand zur Welt, um von diesem frei zu
werden, und kann seine Belastung nur noch vermehren durch Sünden, die in Lieblosigkeit begangen werden. Er kann sich dadurch rückschrittlich gestalten, während der
Erdenlebenszweck ist, nach unendlich langem Wandel durch die Schöpfung sich der
letzten Schlacken seiner einstigen Verfehlung gegen Gott zu entledigen .... Amen
B.D. 1917 empfangen am 14.5.1941 (Überschrift in der Handschriftkopie nicht lesbar ) Eine unermeßliche Fülle göttlicher Gnade strömet euch Menschen zu, so euch das
Wort Gottes vermittelt wird, geboten vom Herrn Selbst, Der zur Erde niedersteigt, um
denen Kraft zu geben, die Ihn und Sein Wort begehren. Gott teilet aus eine Gabe, deren
Wert ihr nicht ermessen könnt, eine Gabe, die so köstlich ist und erquickend .... und
dennoch nehmen nur wenige diese Gabe in Empfang. Wenige öffnen Herz und Ohren
und schöpfen aus dem Quell der Weisheit. Doch Gott bietet allen Menschen dieses
Geschenk an, und wo Er ein williges Erdenkind findet, beauftragt Er dieses, Sein Wort
zu verbreiten, denn Er will, daß die Wahrheit den Menschen zugeführt werde. Und nun
werdet ihr Menschen verstehen, daß Gott die Wahrheit nur deshalb zur Erde leitet, um
der Menschheit, die in der Lüge verstrickt ist, zu helfen, daß sie von letzerer frei werde.
Denn wo die Lüge ist, dort ist auch das Reich des Widersachers, und es soll ihm dieses
Reich entwunden werden, es soll dort die Wahrheit herrschen. Gottes große Liebe will
den Menschen helfen, und Er kommt zu ihnen trotz ihrer Ablehnung allem Geistigen
gegenüber. Er gibt ihnen etwas, was sie nicht verdient haben, Er läßt ihnen durch einen
Mittler Botschaften zugehen, deren Inhalt einen jeden Menschen überzeugen muß, so
er willig ist, die Wahrheit zu hören und anzunehmen. Diese Botschaften geben nur rein
geistig Aufschluß über das Wirken und Walten Gottes und der Lichtwesen, sie unterweisen ferner den Menschen über seine eigentliche Erdenaufgabe und geben auch ein
Bild über das Geschehen in der Welt, und um ihrer Bedeutsamkeit willen sollen diese
Botschaften der gesamten Menschheit zugeführt werden. Wer sich nun dieser Aufgabe
unterzieht, das ihm vermittelte göttliche Wort unter den Mitmenschen zu verbreiten,
dessen Kraft wird ungemein gestärkt werden, und er wird etwas vermögen, was ohne
diese Kraftzufuhr völlig unausführbar wäre, er wird reden können nach göttlichem
Willen, er wird die Gabe des Redens bekommen, sowie er sich einsetzet für Jesus
Christus, den göttlichen Erlöser. Es ist dies eine Aufgabe, die vollste Einsatzbereitschaft
erfordert, die starken Willen bedingt und eine ständige Fühlungnahme mit Gott zur
Voraussetzung hat .... es ist eine Aufgabe, die nur dann durchgeführt werden kann,
wenn der Mensch tief im Glauben steht, d.h. völlig sorglos alles dem Vater im Himmel
anträgt und nur immer Folge leistet den göttlichen Geboten; denn dadurch wächst der
Mensch zur Höhe empor .... Amen
B.D. 1918 empfangen am 15.5.1941 Verstandesmäßiges Forschen .... Forschungsmäßig hinter die reine Wahrheit zu kommen wird keinem Menschen
möglich sein, denn die Wahrheit ist etwas rein Geistiges, das nicht verstandesmäßig zu
ergründen ist. Die Wahrheit ist unzertrennlich von der ewigen Gottheit, muß also auch
in sich etwas Unergründbares sein wie die ewige Gottheit Selbst. Durch rein körperliche Funktion ist aber niemals etwas Geistiges zu ergründen, und eine rein körperliche
Funktion ist es, wenn der Verstand allein an die Lösung problematischer Fragen herangehen möchte, die das große Rätsel der Schöpfung oder alles außerhalb des Irdischen
Liegende betreffen, wenn also der Mensch Gott ausschalten und durch scharfes Denken
solche Fragen lösen will. Das Ergebnis eines solchen Forschens kann nicht der Wahrheit entsprechen, denn die Wahrheit ist Gott, ohne Gott kann nicht Wahrheit sein. Und
weil die Wahrheit etwas Göttliches ist, kann sie nur von Gott Selbst geboten werden,
und zwar nur denen, die Gott darum angehen, die Seine Hilfe, Seinen Geist zu jeglichem Forschen erbitten. Gott will, daß die Wahrheit verbreitet wird, Er will sie auch
jenen zugehen lassen, die noch irren, doch dann müssen sie willig sein, diese anzunehmen .... Amen
B.D. 1919 empfangen am 15.u.16.5.1941 Gestirne .... Welche Bestimmungen die unendlich vielen Gestirne haben, ist den Menschen
unbekannt, und eine Erklärung darüber ist auch nur im Glauben zu geben und auch im
Glauben nur als Wahrheit anzunehmen, denn ein Beweis läßt sich nicht erbringen,
solange der Mensch der Erde zugehörig ist. Es haben die Gestirne die gleichen Missionen wie die Erde .... den geistigen Wesenheiten weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu
geben, nur sind sie so verschieden und in ihrer Art völlig von der Erde abweichend, dienen jedoch alle dem gleichen Zweck, die unreifen Wesenheiten in einen höheren Reifezustand zu versetzen. Und diese Aufgabe ist immer bestimmend für die Beschaffenheit
und Gestaltung eines jeden Weltkörpers. Jedes Gestirn ist also erstmalig belebt, und
zwar von solchen Wesen, die noch sichtbare Schöpfungswerke benötigen, weil ihnen
noch die Seelenreife mangelt. Die Art und Weise der Tätigkeit jener Wesen auf einem
Gestirn außerhalb der Erde ist den Menschen nicht verständlich zu machen. Sie weicht
jedoch total von der Erdenaufgabe der Wesen ab, denn diese Aufgabe benötigt Materie,
während die anderen Gestirne Schöpfungen sind, wo weder irdische Naturgesetze zur
Anwendung kommen, noch von den sie bewohnenden Wesen Arbeiten gefordert werden, die denen auf Erden gleichkommen. Nur stellt sich der Mensch etwas Ähnliches
vor, solange er nichts anderes dafür setzen kann. Es kann sonach nur auf diesem Wege
eine Aufklärung den Menschen zugehen, und zwar ist es göttlicher Wille, daß auch darüber der Menschheit Aufklärung gegeben werde .... (16.5.1941) Es kann der Gang durch das sichtbare Schöpfungswerk Gottes genügen,
dem Geistigen wieder den Vollkommenheitszustand einzutragen, in dem es einstmals
war, dann benötigt es keine weitere Schule des Geistes mehr. Es kann im Lichtreich sich
zusammenschließen mit gleichfalls geistig reifen Wesen und sich dadurch immer höher
entwickeln. Unzählige Seelen aber nützen das Erdendasein nicht, wie sie es könnten,
verlassen die Erde dann in mangelhafter Reife und sind unfähig, in das Lichtreich einzugehen. Diesen muß nun eine weitere Entwicklungsmöglichkeit gegeben werden,
denn Gottes Schöpfung ist unendlich groß, und der Bildungsstätten des Geistes gibt es
wahrlich genug. Eine jede Stätte entspricht dem Reifezustand der Seelen, die in ihr nun
Aufenthalt nehmen. Sie unterscheiden sich voneinander nur in der verschiedenen
Lichtstärke, d.h., sie sind mehr oder weniger leuchtend, weil die Leuchtkraft eines jeden
Gestirns abhängig ist von der Reife der es bewohnenden Wesen, denn deren Reifegrad
ist maßgebend für die Lichtstrahlung, die sie empfangen. Es gibt Gestirne, die lichtlos
sind, weil völlig unwissende Wesen sie bewohnen, die auch nicht empfangswillig sind
für das Licht, d.h., die sich den ihnen angebotenen Unterweisungen verschließen. Wissen aber ist Licht .... Amen
B.D. 1920 empfangen am 16.5.1941 Liebe und Weisheit Gottes bestimmend .... Die Weisheit und die Liebe Gottes bestimmen den göttlichen Willen, und daher wird
alles, was den göttlichen Willen verrät, auch die Liebe und Weisheit Gottes bezeugen.
Niemals kann eine Willensäußerung Gottes der göttlichen Liebe entgegengerichtet
sein, und niemals kann sie etwas Unvollkommenes zuwege bringen, was die göttliche
Weisheit in Frage stellen könnte. So nun aber die Weisheit und die Liebe Gottes bestimmend sind, dürften die Menschen sich keinerlei Sorge machen, was auch das Leben
ihnen bringen mag. Denn Gott weiß um alles, Er liebt Seine Geschöpfe innig und wird
diese stets so bedenken, wie der Seelenzustand es benötigt. Denn Seine Weisheit übersieht alles, Er weiß um das Vergangene, so wie Er das Kommende weiß, und immer wird
Er es so fügen, daß die Menschen zu Ihm finden können, wenn sie nur wollen. So sich
die Menschen das stets vor Augen halten, daß jegliches Geschehen in der göttlichen
Liebe und Weisheit begründet ist, würde kein Klagelaut über ihre Lippen kommen,
denn sie könnten sich dann auch nicht sorgen. Jede Sorge aber ist ein Zweifel an der
Liebe und Güte Gottes und auch ein Zweifel an Seiner Allmacht und Weisheit .... Amen
B.D. 1921 empfangen am 17.5.1941 Gedanke .... Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit, und Er wird sein bis
in alle Ewigkeit. Dieses Mysterium wird den Menschen ein Mysterium bleiben, denn
Wesen, deren Dasein inmitten des Materiellen sich abspielt, können das nicht fassen,
was außerhalb der Materie, also völlig unabhängig von dieser, ist. Doch die materielle
Schöpfung ist nur ein kleines Reich der Wesenheiten, welche Form-gewordene Dinge
benötigen, um wieder dem geistigen Reich sich angliedern zu können .... B.D. 1922 empfangen am 17.5.1941 Kampf des Lichtes gegen die Finsternis .... NR. 1922 ? Licht kann nur als Licht empfunden werden, wo Finsternis der Gegensatz ist .... die Finsternis wieder nur als qualvoller Zustand erkannt werden, wo Licht geboten wird, es muß dies erkannt werden, um das Wesen anzutreiben zur Tätigkeit oder zum Widerstand .... (Dieser Absatz steht in der Handschrift als letzter Absatz von NR. 1921 d. Hg.) Alles Lichtvolle wird willens sein, das finstere Wesenhafte in seinen Lichtkreis hineinzuziehen. Es wird ihm geben wollen, was es selbst besitzt .... Amen
B.D. 1923 empfangen am 18.5.1941 Trostworte .... Vernimm Worte des Trostes: Bleibet im Schmerz mutig und stark, werdet nicht wankend im Glauben, nehmet Zuflucht zum Gebet, und wähnet euch nicht verlassen, ob
auch eine Welt über euch zusammenzustürzen droht .... Amen
B.D. 1924 empfangen am 18.5.1941 (Überschrift in der Handschriftkopie nicht lesbar) Es verharrt das Geistige in Abwehrstellung den Kräften gegenüber, die es unter ihren
Willen zwingen möchten, sowie dieser Wille nicht gut und edel ist. D.h., wird der
Mensch von schlechten Kräften beeinflußt in der Weise, daß sein Denken nicht dem
göttlichen Willen entspricht, und sucht nun dieser Mensch wieder auf andere Menschen einzuwirken, die unter gutem Einfluß stehen, so wird das gute Geistige den Menschen vor dem Wirken dieser schlechten Kräfte schützen, indem es den Kampf aufnimmt gegen das Geistige, das ihn bestimmen will zu unedlem Handeln und Denken.
Es wird also der Kampf ausgefochten in der geistigen Welt, auf daß der Mensch nicht
dem bösen Einfluß unterliege und dann der Kampf des Lichtvollen um die Seele des
Menschen schwerer ist. Es können sich die schlechten Kräfte in vielfacher Weise
äußern, immer aber so, daß der Mensch zu irgendetwas verleitet wird, was dem göttlichen Willen nicht entspricht. Der Wille des Menschen aber, auf dem rechten Weg zu
wandeln, gibt den guten geistigen Kräften das Recht, helfend einzugreifen, wo es nötig
ist. Und es soll deshalb auch die Verbindung mit diesen Wesen aufrechterhalten bleiben,
weil dadurch der Mensch diesen geistigen Wesen das Recht einräumt, als Beschützer
einzugreifen. Denn der Mensch selbst ist zu schwach, um erfolgreich gegen den Einfluß
dieser schlechten Kräfte anzukämpfen. Kampflos läßt sich der Widersacher die Seelen
nicht abringen. Er sucht immer und immer wieder zu zerstören, was von seiten der
Lichtwesen aufgebaut wurde. Er kommt oft unter dem Deckmantel tiefster Frömmigkeit und sucht den Menschen auf einen anderen Weg zu leiten. Er will scheinbar das
gleiche, doch sein Ziel ist ganz entgegengesetzt, denn er will das Licht zum Erlöschen
bringen, das die guten geistigen Wesen unter den Menschen zu verbreiten suchen. Und
er bedienet sich dazu aller willigen Seelen .... d.h., er spricht durch die Menschen
selbst .... und diese sind allzuleicht bereit, seinem Ansinnen nachzukommen, denn sie
erkennen nicht das Ränkespiel dessen, der die Seelen stürzen will .... Und so die guten Kräfte nicht den Menschen schützen möchten, indem sie dessen Sinne
schärfen und den Willen stärken, abzuweisen, was jene Kräfte ihnen eingeben wollen,
wäre der Mensch diesem Ränkespiel preisgegeben und also in großer Gefahr. So aber
wird er leichter widerstehen können, er wird auch erkennen, wo das Wirken schlechter
Kräfte einsetzt, und er wird aus eigenem Antrieb diese Menschen meiden, wo es nur
möglich ist .... oder aber ihnen so viel Widerstand entgegensetzen, daß die Gegenkraft
erlahmt oder sich willigere Geschöpfe sucht, die sich widerstandslos bedrängen lassen.
Und so ist wieder maßgebend, ob der Wille des Menschen zu Gott gerichtet ist .... Amen
B.D. 1925 empfangen am 19.5.1941 Zulassung des Bösen .... „Erlöse uns von allem Übel ....“ Ohne göttlichen Willen kann nichts auf Erden geschehen, also muß dieser Wille erstmalig allem zugrunde gelegt werden, was sich ereignet, sei es gut oder böse. Selbst was
sich die Menschen einander zufügen, wäre nicht ausführbar, wenn der göttliche Wille
dies hinderte. Und doch wäre es falsch, zu behaupten, daß Gott das Böse will, weil Er es
geschehen läßt. Es findet durchaus nicht Seine Zustimmung, aber Gott hindert den Willen des Menschen nicht, damit er sich frei entfalte und also entscheiden kann. Nur in
dieser Freiheit des Willens kann das letzte Stadium der Verkörperung zurückgelegt
werden, folglich darf dieser nicht beschnitten werden, was aber der Fall wäre, wenn jede
schlecht Tat, ehe sie ausgeführt wird, verhindert würde. Denn dann gäbe es nur Gutes in
der Welt, doch die Aufstiegsmöglichkeit wäre dem Menschen genommen. Der Ausführende wird also nur selten daran gehindert, zu handeln nach seinem Willen, es sei denn,
es ist ein ringender, zu Gott bittender Mensch, den die Liebe Gottes schützt vor unbedachten Taten. Sonst wird ihm jede Willensfreiheit gewährt, wenngleich sie viel irdisches Leid nach sich zieht. Es ist also mehr als eine Zulassung Gottes anzusehen, weil
Gott Seinen Willen nicht entgegensetzt. Es sind diese Geschehen mehr im menschlichen Willen bedingt, dem Gott keine Schranken setzt. Die Tat kann also ausgeführt
werden, braucht aber nicht immer wirkungsvoll sein. Wie sich die schlechte Tat auf den
Menschen auswirkt, das ist allein göttlicher Wille und hängt von der Notwendigkeit für
die Reife der Seele dessen ab, dem die böse Tat gilt. Je mehr der Mensch nach geistiger
Reife strebt, desto wirkungsloser werden alle Handlungen sein, die böser menschlicher
Wille dem Mitmenschen zugedacht hat. Es wird also entsprechend mehr leiden müssen, der keinerlei geistiges Streben hat, doch wenig beeindruckt bleiben der Mensch,
dem sein Seelenheil wichtig ist. Und also wandelt der göttliche Wille alle Dinge in ihrer
Auswirkung dem Reifezustand der Menschen entsprechend. Es dienet also letzten
Endes auch das aus bösem Willen Geborene als Erziehungsmittel, wieder entsprechend
dem Willen des Menschen, sich erziehen zu lassen, denn der geistig strebende Mensch
ist sich seines mangelhaften Seelenzustandes bewußt und bittet Gott um die Erlangung
seiner Seelenreife, folglich nimmt er auch ergeben entgegen, was ihm gesandt wird, was
jedoch niemals den bösen Willen dessen entschuldigt, der schlechte Taten am Mitmenschen zur Ausführung bringt. Gott hindert die Gegenkraft nicht, so sie alle Mittel
anwendet, den menschlichen Willen zu schwächen oder ihn zu schlechten Handlungen
anzuregen .... Amen
B.D. 1926 empfangen am 19.5.1941 Verkünder des göttlichen Wortes .... Ihr sollt Mir nachfolgen und also Liebe lehren und durch euer Leben den Mitmenschen
ein gutes Beispiel sein. Dies ist Mein Gebot, das Ich allen denen gebe, die
Mir dienen wollen, daß ihr Mein Wort verbreitet und selbst einen Lebenswandel
führet nach Meinem Vorbild. Und dann wird das Evangelium wieder neu erstehen,
es wird Mein Wort wieder lebendig werden in den Herzen der Menschen, denen ihr
dieses Wort verkündet. Es gibt nur eine Wahrheit, und diese lehre Ich euch,
auf daß ihr sie weitergebet denen, die nach der Wahrheit Verlangen tragen. Und
so ihr selbst in der Liebe lebet, werden sich an euch die Verheißungen erfüllen;
d.h., lebet ihr nach Meinem Wort, so muß auch wahrlich alles in Erfüllung gehen,
was Ich euch verheißen habe. Und daran erkennet ihr die Wahrheit, daß Ich Selbst
im Wort bei euch bin, die ihr Mich ersehnet. Wo zwei oder drei in Meinem Namen
versammelt sind, dort bin Ich mitten unter ihnen. Und Ich lenke euer Denken,
Ich lege euch die Worte in den Mund, auf daß ihr nun nur das redet, was Meinem
Willen entspricht, daß ihr also das reine Evangelium verkündet euren Mitmenschen,
daß ihr die reine Wahrheit ihnen weitergebt. Und weil dies Mein Wille ist, daß
die Wahrheit wieder unter den Menschen ersteht und verbreitet wird, unterweise
Ich Meine Schüler und bilde sie aus zu rechten Verkündern Meines Wortes .... Amen
B.D. 1927 empfangen am 20.5.1941 Licht oder Dunkelheitszustand nach dem Ableben .... Sowie ihr das Erdenleben beendet, geht eine Veränderung vor sich um euch und eure
Umgebung. Das leibliche Auge ist erloschen; was ihr nun seht, erschaut ihr mit dem geistigen Auge, und dieses ist nun je nach dem Reifezustand der Seele fähig, das um sich
Befindliche zu erfassen .... Amen
B.D. 1928a empfangen am 21.5.1941 Leben
- Tätigkeit .... Das ist Leben, daß ihr unentwegt tätig seid in Liebe. Denn es ist dies der Zustand, der
euren Willen bezeugt zu Gott. Gott ist in Sich Liebe, Er ist in Sich Leben, d.h., Er ist
Kraft, die nie brachliegt, die alles zur Tätigkeit anregt .... Amen
B.D. 1928b empfangen am 22.5.1941 Leben
- Tätigkeit .... Es wird also das Leben immer Tätigkeit bedeuten, während Tod der Zustand der Untätigkeit ist. Es braucht aber nicht unbedingt die Untätigkeit sich äußerlich auswirken, solange der Mensch auf Erden weilt. Die Lebendigkeit des Geistes ist nicht augenscheinlich erkennbar, sondern es hat eher den Anschein, als sei der Mensch außergewöhnlich rege, der sich mit geistiger Arbeit nicht abgibt. Doch es ist diese Regsamkeit nur bezugnehmend auf die irdische Tätigkeit, auf das, was erst die Nebenarbeit sein soll. Die irdische Tätigkeit kann zwar auch segenbringend sein, wird aber gleich null bewertet, so geistiges Streben nicht gleichzeitig damit verbunden ist. Es muß die Erdenarbeit zuerst dazu beitragen, den Geist im Menschen frei zu machen, und es kann dies nur bewirkt werden durch Liebetätigkeit. Was also der Mensch aus dem Verlangen heraus tut, zu helfen, sowohl irdisch als auch geistig, das sind Werke der Liebe, die dem Geist die ersehnte Freiheit geben, die also dem bis dahin Toten zum Leben verhelfen .... Jede Arbeit aber, die nicht den Zweck einer geistigen Erlösung hat, die also lediglich
dem Erhalten oder Verbessern des Irdischen, d.h. körperlichen Lebens, gilt, ist trotz
scheinbarer Tätigkeit völlig ohne Einfluß auf die Entwicklung des Geistes, und da das
irdische Leben bald dahin ist, ist der Erfolg dessen dann eben der Untätigkeitszustand,
aus dem heraus sich das Wesen nicht mehr selbst frei machen kann wie auf Erden, sondern liebender Hilfe bedarf. Es muß nun erst ein Wesen an dieser leblosen Seele seine
Liebe tätig werden lassen, damit ihr Kraft zugeführt wird .... Amen
B.D. 1929 empfangen am 23.5.1941 Zweck der Voraussagen der kommenden Katastrophe .... Eine reingeistige Verbindung ist die einzige Möglichkeit, den Schleier zu lüften, den
Gott über alles gebreitet hat, was in der Zukunft liegt. Es soll dem Menschen sein künftiges Schicksal verborgen bleiben, auf daß er sich ohne Beeinflussung gestalten kann
dem göttlichen Willen gemäß, und es würde kaum nötig sein, ihm ein kommendes
Ereignis anzukündigen, solange ihm das Erreichen seiner Seelenreife wichtig ist. Wird
aber letztere zu wenig beachtet, so gerät der Mensch in die Gefahr, sein Leben nicht
nutzbringend zu leben, und er muß nun irgendwie gewarnt oder aufmerksam gemacht
werden auf diese Gefahr. Es muß ihm die Möglichkeit eines schnellen Endes vor Augen
geführt und dadurch sein Verantwortungsgefühl geweckt werden. Und gleichzeitig
muß die Beständigkeitsdauer alles dessen, was um ihn ist oder sein Trachten und Denken erfüllt, in Frage gestellt werden; also es muß ihm die Möglichkeit eines plötzlichen
Zerfalls des Irdischen vorgestellt werden, auf daß er den Irrweg erkennt, auf dem er
wandelt. Und so läßt Gott die Menschen Einblick nehmen in kommende Geschehnisse .... Amen
B.D. 1930 empfangen am 25.5.1941 Geistige Tätigkeit das Wichtigste .... Das ständige Belehren und also auch das ständige In-sich-hinein-Horchen wird
große Erfolge zeitigen. Es geben die lehrenden Kräfte dem Menschen einen geistigen
Wissensschatz, der sich nimmermehr aufbrauchen läßt, denn was auch davon abgegeben wird, es trägt wiederum nur zur Belehrung und also zur Vermehrung geistigen
Wissens bei, ohne jedoch das geistige Eigentum des ersteren zu schmälern. Und das ist
göttlicher Wille und Sein Gnadengeschenk, das der Mensch nach Gutdünken nützen
und vermehren kann. Doch immer muß dieses Gut nutzbringend verwendet werden; es
darf niemals der Mensch im Glauben sein, daß es genüge, daß er sich selbst daran bereichere; er läuft dann Gefahr, daß der Quell des Wissens versiegt, daß auch er dann nicht
mehr schöpfen darf und daß also der Zustrom göttlicher Gnade aufhört. Denn göttlicher Wille ist es auch, daß das geistige Wissen verbreitet wird, und es muß der Mensch
selbst jede Gelegenheit nutzen, die ihm anvertraute Gabe zu verbreiten, d.h., das Wissen, das er selbst empfangen hat, weiterzugeben. Denn dieses ist dann erst ein Wirken
in Liebe am Nächsten. Es ist dies zwar wieder ein Gnadengeschenk, das die Menschen
nicht verdienen, solange sie nicht selbst danach Verlangen tragen. Und doch soll ihnen
wenigstens Kenntnis gegeben werden, auf daß sie sich selbst entscheiden können, ob sie
danach streben oder es ablehnen wollen. Und daher geht ihnen immer wieder die Mahnung zu, ihrer Seele zu gedenken. Jede geistige Arbeit trägt geistigen, d.h. ewigen Erfolg
ein, denn er ist beständig, und was der Mensch einmal aufgenommen hat in sich, kann
ihm ewig nicht mehr genommen werden. Geistige Tätigkeit ist daher das allein Wichtige vor Gott, ihr gegenüber sollen alle Bedenken schweigen, denn wer geistiges Gut in
sich aufnimmt, erfüllt die ihm gestellte Erdenaufgabe voll und ganz, sofern er dieses Gut
auch in Liebe seinem Nächsten weitergibt. Er braucht also niemals zu fürchten, die Zeit
nicht genügend ausgenützt zu haben, so er sich für die Verbreitung dessen einsetzt, was
Gott Selbst ihm vermittelt und was also wohl auch das Wichtigste sein muß, weil Gott
Selbst es ihm gibt. Das Entgegennehmen der Botschaften von oben ist mit einer Aufgabe verbunden, d.h., vom Willen, diese Aufgabe zu erfüllen, ist das Empfangen abhängig, also muß dann der Vorsatz auch ausgeführt werden. Nehmen und Geben erst
macht die Gabe Gottes zu dem, was sie ist .... Zur Entgegennahme des göttlichen Wortes gehört ferner die Bereitwilligkeit, eine Mission zu erfüllen, die Opfer erfordert. Denn um die Gabe Gottes austeilen zu können, muß der Mensch alles Irdische hingeben können, weil er das gleiche dem Mitmenschen vorstellen soll. Er muß in irdischer Lebensführung vorbildlich sein, d.h. nach dem Wort leben, das er nun verkündet. Und dazu gehört das willige Hingeben aller irdischen Freuden, es gehört eine starke Selbstüberwindung dazu, wider alles anzukämpfen, was irdischen Genuß bietet. Denn je leichter der Mensch diesen hingibt, desto empfänglicher ist er für das kostbare Gut, das ihm von oben geboten wird. Und also kann er auch desto überzeugender dieses verbreiten, je tiefer er selbst eingedrungen ist. Erst wenn der Mensch Opfer bringt, ist er befähigt, Gott zu dienen, und dann wird ihm die Arbeit zugewiesen so, wie er sie bewältigen kann. Dann aber wird der Erfolg nicht ausbleiben. Es wird das Wirken der jenseitigen Lehrkräfte durch die Mitarbeit der Erdenmenschen weiteste Kreise ziehen und das göttliche Wort also verbreitet werden dort, wo die Menschen aufnahmewillig sind und sich bemühen, dem Beispiel des Übermittelnden zu folgen, und also hingeben, was irdisches Gut bedeutet, um geistiges Gut in aller Fülle einzutauschen .... Amen
B.D. 1931 empfangen am 25.u.26.5.1941 Gesetzmäßigkeit im Erwachen der Natur .... In einer gewissen Ordnung vollzieht sich der Wandel in der Natur. Es ist dadurch der Mensch geneigt, zu glauben, daß unter den Gesetzen der Natur das gleiche zu verstehen ist .... eine gewisse Ordnung in Zeit, Raum und Form, die sich immer wiederholt. Und diese Gesetzmäßigkeit ist wohl etwas, was ihm zu denken gibt, was er sich aber nicht erklären kann. Die einzige Erklärung, daß ein höchst vollkommenes Wesen nach Seinem Willen diese Gesetze gegeben hat und daß sich nun alles in der Natur diesen Gesetzen anpassen muß, daß gewissermaßen nichts von selbst entsteht, sondern erst durch den Willen dieses höchsten Wesens hervorgerufen wird, nimmt er nicht an. Eine andere Erklärung für die Gesetzmäßigkeit in der Natur kann ihm aber wieder nicht gegeben werden. Daher weisen sie jeden Gedanken daran oder eine jede Erklärung darüber ab .... Die Verbindung vom Leben und Werden in der Natur mit Gott finden die Menschen nicht. Für sie ist der Vorgang des Erwachens in der Natur etwas ganz Selbstverständliches geworden, daß es sie nicht zum Denken anregt, wie sich die Urkraft, das höchste und vollkommenste Wesen, dazu verhält. Und gerade diese Gleichgültigkeit, die der Mensch der größten Frage gegenüber an den Tag legt, macht es zur Unmöglichkeit, aufschlußgebend auf die Gedanken der Menschen einzuwirken, denn es kann keine Antwort gegeben werden, bevor nicht die Frage gestellt worden ist. Denn diese Bedingung knüpft Gott an das Austeilen der Wahrheit, daß sie begehrt wird. Folglich muß erst ein Problem die Gedanken des Menschen beschäftigen, ehe die Antwort erteilt wird. Die Kräfte der Natur sind wohl in sich wirksam, doch immer erst der Ausfluß der göttlichen Liebe; d.h., alles, was Gott ins Weltall hinaussendet an Licht und Kraft, äußert sich sichtbar in eben den Schöpfungswerken, daß sie in ständiger Umgestaltung sich befinden .... am deutlichsten erkennbar ist dies in der Pflanzenwelt, die in einer gewissen Zeit sich stets erneuert und dies in der vielfältigsten Weise geschieht, so daß die Menschen einen ganz deutlichen Beweis des Wirkens Gottes hätten, wenn sie dieser Neugestaltung Beachtung schenken und eine Begründung dafür suchen möchten. Es entsteht wohl alles vor den Augen der Menschen, und sie erfreuen sich daran, doch ihr Wille ist nicht stark genug, den Vorgang zu ergründen, soweit dies möglich ist. Sie machen es sich nicht klar, daß alles Entstehen oder Werden von einer Kraft abhängig ist, ansonsten sie den Kraftspender bejahen müßten, sie einen solchen aber lieber abweisen möchten. Jede Kraftäußerung setzt einen Kraftquell voraus; der Kraftquell aber muß immer außerhalb dessen gesucht werden, da die Kraftstrahlung immer in den Umkreis des Kraftquells gesendet wird. Die Regelmäßigkeit der Schöpfung aber läßt auf einen plan-vollen Gestalter schließen, denn nichts ist willkürlich, sondern in vollendetster Ordnung, was das menschliche Auge auch zu schauen vermag. Es vollzieht sich jegliche Veränderung in der Natur in einer Gesetzmäßigkeit, die eine weisheitsvolle Gesetzgebung und also einen höchst vollkommenen Gesetzgeber verraten muß. Und so ein Mensch nur aufmerksam die immer wiederkehrenden Schöpfungen in der Natur beachtet, müßte er die Gewißheit haben, daß es einen Lenker dessen geben muß, was entstanden ist, und also müßte es ihm leicht sein, an ein höchstes Gottwesen zu glauben, denn in anderer Weise würde der denkende Mensch sich keine Erklärung geben können, die hinreichend und glaubwürdig wäre, sie als Wahrheit anzunehmen .... Amen
B.D. 1932 empfangen am 28.5.1941 Überwinden der Form .... Jede Form wird von geistiger Substanz belebt. Es sind dies die Partikelchen, die im
Zusammenschluß die menschliche Seele ergeben, und es ist dieses Geistige in ständiger
Höherentwicklung. Sowie nun das Geistige die jeweilige Form verläßt, ist es zu deren
Überwinder geworden, d.h., es hat der Aufenthalt in eben dieser Form dazu beigetragen, sich von etwas frei zu machen, was ihm zur Last war. Es empfand diese Last einesteils in der Umhüllung, die dem Geistigen jede Freiheit nahm, anderenteils aber auch in
der eigenen Unzulänglichkeit, in seinem mangelhaften Reifezustand. Es suchte auch
davon frei zu werden und strebte nach der Höhe ....
B.D. 1933a empfangen am 25.5.1941 Triebe der Vorstadien bestimmend für Charakter .... Die Gegenwartsphase des Menschendaseins ist etwa das gleiche wie der Zustand des
Geistigen in einer jeden Außenform, und zwar wird immer das Wesenhafte mit den
Widerständen zu kämpfen haben, die in ihm noch am mächtigsten vorhanden sind, so
daß also der Mensch ankämpfen muß im Erdendasein gegen die bösen Triebe in sich.
Diese sind nun außergewöhnlich stark entwickelt, je mehr das Wesenhafte Gelegenheit
hatte, sich in einem Vorstadium auszutoben. Diese Triebe der Vorstadien drücken dem
Wesenhaften nun auch seinen Stempel auf, d.h., es hat der Mensch nun besonders stark
gegen solche Triebe anzukämpfen .... während sich der Mensch eines leichteren
Lebenswandels erfreut, der willig seine Aufgabe zuvor ausgeführt hat und folglich
schon in einem gewissen Reifezustand sich befindet. Der Wille zu dienen macht das
Wesenhafte entsprechend frei, auch wenn es noch von einer Hülle umschlossen ist. Und
dieses nun widerstandslose Wesenhafte wird eine Form beleben, die auch nach außen
schon das Kennzeichen der Willigkeit des Wesens trägt. Es wird also die Außenform
stets so sein, daß man schon daraus auf den Reifegrad der Seele schließen kann. In der
Verkörperung als Mensch nun werden sich immer solche Seelensubstanzen zusammenschließen, die gleiche Wesensart haben; entsprechend wird nun aber auch der
Kampf sein auf Erden, denn es vereinigten sich viele Seelensubstanzen und beeinflussen das Wesen genau in der gleichen Weise wie in der vorigen Form. Je eher das Wesen
die Mängel überwinden lernt, desto weniger leistet es Widerstand und kann also schon
in den Vorstadien geduldig, willig und eifrig sein .... Amen
B.D. 1933b empfangen am 29.5.1941 Vererbung .... Der Erdenlauf des Menschen entspricht seiner Veranlagung, d.h., seiner Seele haften Fehler und Mängel an, von denen sie frei werden soll durch ihren Erdenlebenswandel. Es sind diese Fehler und Schwächen nicht bei jedem Menschen gleich, und zwar darum, weil eine jegliche Seelensubstanz zuvor eine andere Außenform belebt hat, in welcher nun gewisse Sonderlichkeiten, gute oder schlechte, mehr oder weniger stark entwickelt wurden. Folglich werden auch die Menschen in ihrer Wesensart ganz verschieden sein und benötigen also auch verschiedene Erziehungsmittel, um das zu fördern, was gut ist in ihnen, und das zu überwinden, was mangelhaft oder schlecht genannt werden kann. Es wäre nun gänzlich falsch, anzunehmen, daß alle Seelen gleichgestaltet sind bei dem Moment ihrer Verkörperung auf Erden. Es sind vielmehr so vielerlei Unterschiede, und es führt der Mensch diese Verschiedenheit der Wesen auf die „Vererbung“ zurück. Es mag wohl auch nach außen so erscheinen, als hätten die Kinder für ihre Erdenlaufbahn eine gewisse Belastung in Kauf zu nehmen, und zwar Eigenheiten ihres Wesens, die sowohl förderlich als auch hinderlich sein können zur geistigen Entwicklung, für die sie aber nicht zur Verantwortung gezogen werden könnten, weil ihrer Begründung nach das „Erbgut“ ohne eigenes Verschulden mitspricht, also es entsprechend mehr Kraft erfordert, diese angeborenen Fehler zu bekämpfen und zu überwinden. Es muß der Mensch gegen alle seine Fehler ankämpfen und an sich arbeiten, um die Seelenreife zu erlangen. Und so in ihm besondere Triebe vorherrschend sind, soll er sich darüber klar sein, daß nicht die elterliche Veranlagung das Wesen des Menschen bestimmt, sondern der Mensch gerade jene Schwächen und Fehler aus den unendlich vielen Verkörperungen vor dem Stadium als Mensch zu seiner Wesensart werden ließ, in denen das Wesen sich wohl fühlte und nichts dazu tat, um frei zu werden von solchen Fehlern und Mängeln. Und nun auf Erden hat es wohl den Willen dazu, aber eine gewisse Schwäche. Und es empfindet seinen Mangel als gutes Recht, weil es diese als unverschuldet mitbekommen ansieht. Und doch war es sein freier Wille, sich jenen Menschen zuzugesellen für die Zeit seines Erdenwandels, die ähnlich sind (in, d. Hg.) ihrer Wesensart. Gerade dieses gleiche Wesen hatte Anziehungskraft für die Seele, die sich zu verkörpern sucht, und folglich spricht man allgemein von Vererbung, obgleich die leiblichen Eltern keinen Anteil haben an der Wesensart der Seelen, die sie zu betreuen haben während der Erdenzeit. Und also muß auch eine jede Seele die Arbeit der Höherentwicklung selbst in Angriff nehmen. Sie kann niemals von einem Mitmenschen, auch von den leiblichen Eltern nicht, ihr abgenommen werden. Desgleichen sind die Eltern schuldlos an der Veranlagung ihrer Kinder, wenn es auch den Anschein hat, als haben die Kinder unter dem Erbe der Eltern zu leiden. Jedes Wesen trägt die Verantwortung für sich selbst, nur daß der Mensch als solcher hingewiesen werden soll, solange er der Obhut der leiblichen Eltern noch anvertraut ist, an sich selbst zu arbeiten. Denn die Arbeit an seiner Seele muß jeder Mensch selbst vollbringen, ansonsten er nicht frei werden kann von seiner einstigen Sündenschuld .... Amen
(Dieser Teil der Kundgabe wurde von einer fremden Hand geschrieben, d. Hg.) (Kundgabe fehlt, d. Hg.) B.D. 1935 empfangen am 1.6.1941 Dämon sucht zu zerstören .... Der Dämon sucht zu zerstören, was Gott in Seiner Liebe aufbaut. Er sucht Mißtrauen
und Zweifel in den Herzen der Menschen zu erwecken und bedienet sich dazu der
Menschen, die sich klug und weise dünken und die auch klug und weise scheinen; denn
deren Einwände werden beachtet und für wichtig befunden. Und nun ist die ganze Willenskraft erforderlich, um solchen Einwänden standzuhalten, soll nicht ein Werk
gefährdet werden, das eine überaus große Bedeutung hat. Jeder Einwand ist unberechtigt, der sich in gedanklichen Erwägungen gründet, sofern das Wirken des Geistes in
Frage gestellt wird. Er kann nicht richtig sein, denn die Wahrheit ist dort, wo das Wirken des Geistes in Erscheinung tritt. Erscheint jedoch die Wahrheit als Unwahrheit, also
unannehmbar, dann muß ernstlich geprüft werden, ob der Mensch annahmewillig ist
und was ihn zur Ablehnung des Gebotenen bestimmt. Es soll der Mensch wohl alles
prüfen und das Beste behalten. Doch es gibt Dinge, für die es keine Beweisführung gibt,
die also auf Erden kaum anders restlos ergründet werden können als auf geistigem
Wege. Durch wen aber sollte den Menschen darüber Aufschluß gegeben werden, wenn
Gott dies nicht tun würde .... Amen
B.D. 1936 empfangen am 2.6.1941 Irdische Verfügungen .... Setzet den irdischen Anforderungen Meinen Willen entgegen .... Amen
B.D. 1937 empfangen am 3.6.1941 Wille - Gnade .... (Einwand Philipper 2 - 13.) Der geistige Stillstand wird dann eintreten, wenn des Menschen Wille zu schwach ist,
Hindernisse zu überwinden. Es können keinerlei Erfolge verzeichnet werden. Es ist
zwar alles abhängig von der Gnade Gottes, doch muß der Mensch das seinige dazu tun,
um eben mit Gnade reich bedacht zu werden, er muß wollen und um Kraft bitten, dann
strebt er zur Höhe. Es gibt keinen Weg, der den Willen des Menschen ausschaltet, und
also muß der Wille zuerst tätig werden. Davon kann der Mensch nicht entbunden werden. Sowie nun die Gnade Gottes als Erstes bezeichnet wird, würde der Mensch davon
entbunden werden, seinen Willen tätig werden zu lassen. Und es ist dies ein Irrtum, der
wieder weitere Irrtümer nach sich zieht. Wohl hat die Gnade und Barmherzigkeit
Gottes den Menschen erfaßt, daß sie ihm alle Möglichkeiten zur letzten Erlösung gibt.
Denn eine unfaßbare Gnade Gottes ist es, daß der Mensch den Erdenlebenswandel
zurücklegen darf, um wieder zu Gott zu gelangen .... Diese klare Erkenntnis läßt den Menschen erst verantwortungsbewußt werden, während die bisherige falsche Auffassung, daß der Mensch nichts vermag ohne die göttliche
Gnade .... daß diese erst den Willen des Menschen veranlaßt .... den Drang zur Tätigkeit
in ihm erlahmen läßt. Es könnte dann auch nicht von einem freien Willen des Menschen gesprochen werden, wenn Gott Selbst diesen Willen beeinflussen würde durch
Vermittlung Seiner Gnade. Die Hilfsmittel stehen zwar dem Menschen unbegrenzt zur
Verfügung, also es wird ihm leichtgemacht, den Willen tätig werden zu lassen, doch
letzteres muß der Mensch tun aus eigenem Antrieb. Der eigentliche Zweck des Lebens
ist die Entscheidung des Menschen im freien Willen für oder gegen Gott .... Amen
B.D. 1938 empfangen am 4.6.1941 Uranfang
- Ziel .... Was uranfänglich war, ist noch und wird bleiben in Ewigkeit ....
B.D. 1939 empfangen am 4.6.1941 Ergänzung zu Nr. 1937 Erkennen
- Wollen .... Der Gang durch das Erdendasein ist die einzige Möglichkeit, das Wesen so weit zu
gestalten, daß es im Stadium als Mensch Gott erkennen kann und also fähig ist, sich
etwas Wesenhaftes vorzustellen und sich mit diesem Wesenhaften in Verbindung zu
setzen. Diese Fähigkeit muß das Wesen nun auch nützen, um den Anschluß an Gott
herzustellen. Erkennen können und bejahen wollen .... das ist der Zweck des Aufenthaltes des Wesenhaften auf der Erde. Das erstere ist ein Gnadengeschenk Gottes. Die Gottheit bejahen wollen aber muß das Wesen als Mensch selbst. Davon kann Gott ihn nimmermehr entbinden, da sonst der Erdenzweck verfehlt wäre, der ja in dem Tätigwerden
des Willens besteht. Die Erkenntnis des Ursprungs und des Zieles aber läßt auch den
Willen tätig werden, folglich ist die Gnade Gottes wohl indirekt dem Menschen behilflich, auch zum Wollen Willen .... der geringste Widerstand dessen aber macht die göttliche Gnade unwirksam, und Widerstand ist verkehrter Wille. Der Wille wird sich in der
Verkörperung als Mensch immer äußern, nur oft umgekehrt, d.h. in Gott-entgegengesetztem Sinn, obgleich alles, was den Menschen umgibt, Zeugnis ablegt vom göttlichen Schöpfer und dies also genügen müßte, auch den Willen in rechter Weise tätig
werden zu lassen. Würde die Gnade Gottes auch diesen Willen richten in göttlicher
Ordnung, dann wäre die Welt erlöst, denn es gäbe dann wahrlich kein Wesen mehr, dem
die göttliche Liebe diese Gnade nicht zuwenden möchte. Es müßten also alle Menschen
während des Erdendaseins zur Erkenntnis kommen, und es müßten alle Menschen zu
Gott streben .... Amen
B.D. 1940 empfangen am 5.6.1941 „Wir ihr messet, so wird euch ausgemessen werden ....“ Ein volles Maß wird dem zuteil werden, der selbst nicht ängstlich messet, wenn es
gilt, der Mitmenschen Not zu lindern. Denn so ihn dazu die Liebe des Herzens treibt, so
er es tut ohne den geringsten Eigennutz, ist er auch berechtigt, die göttliche Liebe zu
empfangen, und diese ist wahrlich nicht begrenzt .... Amen
B.D. 1941 empfangen am 6.6.1941 Kämpfen im Leben .... Ein dringendes Gebot der Nächstenliebe ist es, dem Mitmenschen Kunde zu geben
von seiner Erdenaufgabe, sofern er diese noch nicht recht erfaßt hat und in der Gefahr
ist, sich rückschrittlich zu entwickeln. Die Gestaltung der Seele bleibt unbeachtet von
solchen Menschen, und es kann daher keinerlei Einfluß auf ihn ausgeübt werden, bevor
er um seinen eigentlichen Erdenzweck weiß. Jede Gelegenheit soll darum genützt werden, den Mitmenschen aufzuklären, denn dessen Seele ist in größter Not. Vollstes Vertrauen soll der Mensch setzen in die göttliche Führung, sowie er gläubig
sein will. Nichts ist unbedacht von Gott zugelassen, sondern zur Höherentwicklung der
Seele dem Menschen zu tragen bestimmt, und sofern er nun ergeben sich in alles fügt,
was Gott ihm sendet, wird jedes Geschehen für ihn von Nutzen sein. Die Prüfungen, die
dem Menschen auferlegt sind, werden ihn entweder wankend machen oder ihn stärken
im Glauben, jedoch sie gehören zum Lebenskampf, der bestanden werden muß, soll er
nicht vergeblich geführt worden sein am Ende des irdischen Lebens. Nur ein Leben, das
ständiger Kampf war für den Menschen, bringt der Seele den geistigen Fortschritt, und
folglich wird der Segen erst in der Ewigkeit erkennbar sein. Dann aber wird es auch
offenbar werden, welche liebevolle Führung dem Menschen auf Erden zuteil wurde und
daß er diesen Weg gehen mußte, daß er der einzig richtige war, um geistigen Fortschritt
verzeichnen zu können. Wie oft murrt und klagt der Mensch, und er wünscht sich ein
Leben in Sorglosigkeit und leichter Lebensführung. Und er weiß nicht, wie töricht
gerade solche Wünsche sind, wie oft deren Erfüllung die Seele gefährden kann. Darum
soll alles aus der Hand des Vaters entgegengenommen werden im gläubigen Vertrauen.
Denn je gläubiger der Mensch ist, desto eher trägt er sein Unglück dem Vater im Himmel vor und desto überzeugter ist er, daß Gott ihm hilft. Gott aber fordert nur von den
Menschen den Glauben an Seine Liebe und das Vertrauen auf Seine Barmherzigkeit.
Und Er wird jedem Seine Liebe und Barmherzigkeit zuwenden, der in solcher Not zu
Ihm kommt. Und so also der Glaube stark ist und standhält allen Anfechtungen, die von
außen kommen, so wird der Erdenlauf mit Erfolg zurückgelegt, und es wird die Seele
jubeln und frohlocken, so sie ihrer körperlichen Hülle ledig wird und nun die Früchte
eines recht genützten Erdenlebens ernten kann. Es hat das Kämpfen nun wohl auf
Erden sein Ende gefunden, und dennoch ist das Wesen nun im Jenseits nicht tatenlos,
denn von emsiger Tätigkeit hängt wieder die Rettung unzähliger Seelen ab .... Amen
B.D. 1942 empfangen am 7.6.1941 Vorgang geistiger Vermittlung .... Der Drang zur Wahrheit erfüllt alle Menschen, die zu Gott streben, und darum ist
Gott auch diesen Menschen nahe. Er kommt ihnen entgegen, indem Er ihnen die Wahrheit verkündet oder vermitteln läßt durch Wahrheitsträger, die sowohl auf Erden wie
im Jenseits im Dienst Gottes stehen. Es müssen nun die Wahrheitsträger unentwegt
Wahrheit aufnehmen und weitergeben, sie müssen immer bereit sein, zu empfangen
sowie auszuteilen, dann verbinden sie ständig den nach der Wahrheit verlangenden
Menschen mit Gott. Denn was sie empfangen, ist von Gott, folglich bringen sie Göttliches auch dem entgegen, der sich belehren läßt, und so ist jeder Vorgang geistiger Vermittlung ein Zusammenschluß mit Gott, der so lange währt, wie göttliche Lehre entgegengenommen wird. Und diese Verbindung mit Gott ist gleichbedeutend mit einer
Kraft-Übermittlung, die unvorstellbar fördernd sich auswirkt auf den Geisteszustand
des Menschen. Denn was dem Menschen geboten wird, kann ihm nimmer genommen
werden, selbst wenn der Verstand es noch nicht recht erfaßt hat und es ihm noch nicht
voll bewußt ist, was er entgegengenommen hat. Die göttliche Gabe, einmal vermittelt
einem aufnahmewilligen Erdenmenschen, wird ihm verbleiben bis in alle Ewigkeit.
Immer aber muß der Mensch aufnahmewillig sein, soll das ihm Gebotene Segen tragen. Denn sofern es weitergegeben wird aus Liebe, doch unwillig angehört wird, bleibt
es wirkungslos, d.h., es erklingt nur im Ohr, nicht aber im Herzen des Menschen, und
selbst der Verstand kann es nicht fassen. Denn die Willigkeit des Herzens ist unbedingt
nötig. So Gott Selbst eine Gabe bietet, fordert Er auch, daß Seine Gabe gewürdigt wird.
Er wird also nicht mehr gegenwärtig sein, wo das Verlangen nach Gott und also nach
der Wahrheit nicht vorhanden ist. Dann ist das Wort Gottes nur ein äußerliches Wort,
das ohne Wirksamkeit und Kraft bleibt. Die göttliche Liebe sucht aber dennoch jenen
Menschen nahezukommen, indem Er Sich also offensichtlich kundgibt .... Vergehen wird alles, was um dich ist; der Geist aus Gott kündet dir dies, und Seine
Botschaft sollst du entgegennehmen im tiefsten Glauben an Gottes Liebe, Allmacht und
Weisheit .... Amen
B.D. 1943 empfangen am 7.6.1941 Weg des Fleisches .... Der Weg des Fleisches muß von einem jeden Wesen gegangen werden, das frei werden will aus der Gebundenheit. Ehe das Wesen nicht das Erdenleben in der Verkörperung als Mensch zurückgelegt hat, kann es nicht frei und ungebunden in das geistige
Reich eingehen. Es wird aber auch das Wesenhafte die Verkörperung als Mensch
anstreben, um endgültig von dem Zwang frei zu werden, der eine jede Außenform für
das Wesenhafte bedeutet. Und darum nimmt es mit voller Zustimmung den Erdenkampf auf. Es fühlt sich der Aufgabe gewachsen und fürchtet sich nicht davor, und
daher werden die Seelen sich drängen, in das Fleisch eingezeugt zu werden, um ihre
letzte Aufgabe erfüllen zu können. Es ist ihnen zuvor der Erdenweg gezeigt worden und
auch der Reifegrad, den sie durch dieses Erdenleben erringen können. Ferner wird
ihnen auch das Maß der Gnade vorgestellt, das ihnen das Ausreifen möglich macht, und
daher zögert die Seele nicht, den letzten Gang anzutreten, wenngleich ihr nun das
Bewußtsein um die Vorgestaltung der Seele genommen wird und sie nun in vollster
Unwissenheit das irdische Dasein beginnt. Je dienstwilliger nun zuvor die Seele war,
desto mehr ist sie nun den irdischen Anforderungen gewachsen, d.h., sie wird auch das
irdische Leben meistern, da sie ihre Bereitwilligkeit erklärt hat, sich durch Dienen zu
erlösen. Es wird nun zwar der Mensch in Lebenslagen kommen, wo der Wille zu dienen
in ihm erschüttert wird; er wird das Leben mit allen Freuden und Annehmlichkeiten
kennenlernen, und nun muß sich die Seele beweisen, ob sie noch immer zum Dienen
bereit ist. Denn sie muß durch Widerstände gehen und sich diesen Widerständen
gegenüber bewähren. Sie setzt also nun den vorher gehegten Willen in die Tat um, und
dies erst trägt ihr die Freiwerdung ein. Der Wille zum Dienen trug ihr die Gnade der
Verkörperung als Mensch ein, der tätige Wille aber läßt sie wieder frei werden aus der
letzten Form .... Amen
B.D. 1944 empfangen am 8.6.1941 Glaube und Vertrauen auf Gottes Hilfe .... Was euch auch das irdische Leben bringen mag, vergesset niemals Den, Der euer Vater ist von Ewigkeit, Der euch innig liebt, die ihr Seine Kinder seid und Der darum euch helfen will, daß ihr zur ewigen Seligkeit gelanget. Wie unvergleichlich beseligend muß für euch der Gedanke sein, daß ihr immer umsorgt seid von dieser Liebe .... daß das Auge Gottes über euch wacht und daß Sein Arm euch behütet vor jeglicher feindlichen Gewalt. Und so ihr vollgläubig seid und Ihm alle eure Leiden anvertraut, wird Er diese auch von euch nehmen und euch hindurchführen durch jede Gefahr; denn Seine Liebe will nicht, daß ihr leidet. So aber auf anderem Wege ihr euer Ziel nicht erreichet, greift Er zu dem letzten Mittel, zum Leid, um euch zu helfen. Denn ein Leben in Glück und Freude auf Erden bedeutet für euch geistigen Niedergang. Doch was auch kommt, der Glaube an Seine Hilfe bannt jedes Unheil, das von außen an euch herantreten will. Ihr könnt jeder Prüfung furchtlos ins Auge sehen, so ihr gläubig seid, und an einem tief gläubigen Menschen kann sich der Widersacher nicht erproben. Folglich ist Leid für ihn nicht mehr nötig, und so wird es von ihm genommen werden, so er innig darum betet. Und Gott weiß um alle Nöte der Menschen, Gott weiß um jedes einzelnen Seelenreife, Er weiß um ihr irdisches Leid, und Er wird tatkräftige Hilfe senden, wenn es nötig ist. Nur müsset ihr ständig die Verbindung mit Ihm herzustellen versuchen, ihr müsset im Gebet Fühlung suchen mit Ihm, ihr werdet dann auch die Kraft des Gebetes spüren. Es wird der innere Friede euch beschieden sein, und dann übergebet ihr vertrauensvoll euer Erdenleid dem Vater im Himmel, und alles Leid wird verwandelt werden in Freuden, denn euer Glaube allein hat euch geholfen. Der Vater kennt alle Sorgen Seiner Kinder. Er will aber auch, daß die Kinder Ihn um Hilfe angehen, Er will, daß sie in aller Not zu Ihm flüchten, um dann alle Seine Liebe diesen Kindern zuwenden zu können, auf daß sie Ihn erkennen, auf daß sie zu Ihm verlangen, und dann gibt Er im Übermaß Seine Hilfe denen, die an Ihn glauben, die Ihn lieben und im Glauben an Seine unendliche Liebe voll Vertrauen Seine Hilfe erwarten .... Amen
B.D. 1945 empfangen am 9.6.1941 Schutz dem Geistesgut .... Dessen sollt ihr Menschen euch bewußt werden, daß ihr vor einer wichtigen Entscheidung steht. Und so nützet diese Zeit, daß ihr in euch selbst zur Klarheit kommt .... Denn nicht lange mehr, dann wird euch jegliche Freiheit genommen, sowie es sich um
äußerliche Dinge handelt, deren Vernichtung vorgesehen ist. Doch was ihr im Herzen
berget, kann euch nimmermehr genommen werden. Euer Geistesgut ist unantastbar,
und selbst der schärfste Eingriff braucht euch nicht bangen zu lassen. Denn es geht nur
um Äußerlichkeiten .... Und ob es auch scheinet, als sei der Gegner mächtiger .... Amen
B.D. 1946 empfangen am 10.6.1941 Seltenheit des Vermittelns des göttlichen Wortes .... Nur wenige Menschen vermögen sich in einen Zustand zu versetzen, daß sie aufnahmefähig sind für die Kraftzufuhr aus Gott, d.h., diese bewußt in Empfang zu nehmen.
Und daher ist die Übertragung des göttlichen Wortes gleichfalls nur selten möglich,
ansonsten der Menschheit ein sicherer Beweis erbracht werden könnte von der Wahrhaftigkeit des empfangenen Wortes, da dies immer und überall den gleichen Inhalt bergen würde. Doch wenige nur bereiten sich vor, um der inneren Stimme zu lauschen.
Und sie werden daher nur selten Glauben finden bei den Mitmenschen. Es ist die Übertragung des göttlichen Wortes ein Vorgang, der höchste Willenskraft erfordert, denn
alles, was auf den Menschen einstürmt von außen, muß unwirksam gemacht werden. Es
muß der Mensch gleichsam einer Gedankenwelt entfliehen, die eine völlig andere Richtung nimmt, und solche Gedanken auf sich einströmen lassen, die dem irdisch gesinnten Menschen sonst fernliegen. Und dieser Akt erfordert größte Hingabe .... Amen
B.D. 1947 empfangen am 10.u.11.6.1941 Erlösen des Geistigen .... Wenn sich der Mensch für Gott entscheidet, so ist seine Erdenaufgabe schon erfüllt,
denn von Stund an lebt er im Willen, Gott zu dienen und Seine Gebote zu halten, auch
wenn dieser Wille noch oft geschwächt ist und der Mensch des öfteren noch fehlt. Doch
mit seinem Verlangen, sich dem göttlichen Willen zu fügen, ist sein einstiger Widerstand gegen Gott hinfällig geworden, er hat seinen Ursprung erkannt und verlangt
danach zurück, und die freie Entscheidung ist nun gefallen. Es stehen ihm nunmehr
Kräfte zur Seite, die seinen Willen stärken und seine Erkenntnis vermehren, und diese
Kräfte sind schon eins geworden mit Gott, folglich ist er von Gott Selbst erfaßt und
kann nicht mehr zurückfallen in die alte Sündenschuld, die Schuld der Auflehnung
gegen Gott .... Wer sich nun aber beteiligt am Erlösungswerk schon auf Erden, der arbeitet mit Gott
für Ihn .... Amen
B.D. 1948 empfangen am 12.6.1941 Viele sind berufen, wenige auserwählt .... Es sind wohl viele Menschen berufen, Gott zu dienen, doch nur wenige Menschen kommen dem Ruf Gottes nach, und diese wenigen sind also die Auserwählten, denen Gott eine Aufgabe stellt, die ungeheuer wichtig ist, und die deshalb überschüttet werden mit der göttlichen Gnade. Denn sie geben sich Gott bewußt zu eigen und sind daher von Ihm leicht zu lenken, weil sie Seiner göttlichen Führung keinen Widerstand entgegensetzen. Denn sie glauben an Gott und sind eifrigst bestrebt, Seinen Willen zu erfüllen. Gottes Wille aber ist, die Glaubenswahrheiten den Menschen zu künden .... Gottes Wille ist, daß sich ein Bindeglied zur Aufnahme Seines Wortes bereit erklärt, die
Brücke zu schlagen von der Erde zum Jenseits, und Er würde als solches einen jeden
Menschen annehmen, der aus Liebe zu den Mitmenschen sich Ihm anbieten möchte.
Denn Er benötigt viele Arbeiter für Seinen Weinberg. Des Menschen Wille aber strebt
zumeist dem göttlichen Willen entgegen, und so werden sich nur wenige bereit erklären, für Ihn zu wirken .... Amen
B.D. 1949 empfangen am 12.6.1941 Erweckung des Geistes .... Eine sogenannte Erweckung des Geistes wird immer dann stattfinden, wenn eine
Selbstveredlung vorangegangen ist durch werktätige Nächstenliebe. Jedes Liebeswerk
entschlackt die Seele und sprengt also die Fesseln des Geistes, denn der Geist schlummert so lange im Menschen, wie die Umhüllung noch dicht ist. Nun kann jedoch durch
inniges Gebet Kraft erfleht werden zu diesem Akt der Loslösung des Geistes; zwar wird
das immer geschehen auf dem Wege tätiger Liebe, doch es wird ein bittender Mensch
auch leichter fähig sein zum Liebeswirken. Denn ein bittender Mensch trägt eine
gewisse Demut in sich, und also fällt ihm auch das Dienen nicht schwer. Jedes Gebet
vermittelt Kraft, und wozu der Mensch große Willenskraft erfordert, das bewältigt er
spielend nach innigem Gebet. Die Kraft des Gebetes ist ungeheuer und wird doch zu
wenig erkannt. Daher müssen die Menschen mitunter sehr ringen, bevor der Geist in
ihnen frei wird, während inniges Gebet sie fast mühelos zur Höhe führt. Das Gebet im
Geist und in der Wahrheit verbindet den Menschen mit Gott, d.h., er sucht selbst den
Anschluß an Ihn, und da Gott Selbst die Liebe ist, muß das Empfinden des Menschen
nun in Liebe sich äußern .... Amen
B.D. 1950 empfangen am 12.6.1941 Maßnahmen gegen den christlichen Glauben .... Wer in der kommenden Zeit sich dem Herrn Jesus Christus anvertraut, der braucht
nicht zu fürchten, daß er verlassen ist, so Schweres an ihn herantreten wird. Es hat wohl
kaum die Macht des Widersachers so zerstörend eingewirkt auf die Gläubigen, wie es
nun der Fall sein wird. Es werden unglaublich scharfe Maßnahmen getroffen werden,
die bezwecken sollen, daß der Mensch sich lossage vom christlichen Glauben, daß er
Jesus Christus verleugne und sich einer neuen Richtung anschließe, die völlig andere
Grundlehren vertritt als die Lehre Jesu Christi. Und es wird viel durch diese Maßnahmen erreicht werden, es werden viele Menschen das Wissen um Ihn verlieren, so sie
nicht mutig standhalten dem Verlangen derer gegenüber, die sich mächtig wähnen. Es
gibt Einen, Der weit mächtiger ist, und die sich Ihm anvertrauen, brauchen sich nicht zu
sorgen. Ihnen wird der Herr alles geben, sie werden klug und weise sein und reden, so
es notwendig ist, aus vollster Überzeugung für ihren Herrn und Heiland, und sie werden jeden Einwand widerlegen können, denn wer für Christus streitet, dessen Geist ist
erweckt, und er wird sich äußern, so die Stunde gekommen ist. Denn ob auch alles Irdische zu vergehen droht, bestehen bleibt unweigerlich das Wort Gottes, das Er Selbst den
Menschen auf Erden gab. Denn Gott sagt: „Mein Wort wird nicht vergehen in Ewigkeit ....“ Um dieses Wortes willen wird ein heißer Kampf entbrennen, jedoch ein
Kampf, der nichts mit dem Weltgeschehen zu tun hat .... Amen
B.D. 1951 empfangen am 13.6.1941 Selbstmord .... Der Weg des Fleisches muß zu Ende gegangen werden, d.h., ein jedes Wesen muß auch die Verkörperung als Mensch durchleben. Es kann den Erdenwandel zuvor nicht verkürzen oder abbrechen durch seinen Willen. Jedoch im Stadium des freien Willens, als Mensch, kann er seinen freien Willen gebrauchen und demnach auch sein Erdenleben als Mensch eigenmächtig beenden, ohne daß er daran gehindert wird. Die Folgen eines solchen Eingriffes in den göttlichen Willen aber sind furchtbar. Es ist ein solcher Mensch noch unreif, d.h., das Erkennen fehlt ihm, ansonsten er diesen Schritt nicht unternehmen würde, der ihn selbst beraubt einer großen Gnade .... an seinem Wesen noch weiter arbeiten zu können, bis Gott Selbst sein Leben beendet. Die Erkenntnis seiner unglückseligen Tat kommt ihm aber im Jenseits, und seine Reue ist unbeschreiblich. Wird das Leben durch Gottes Willen beendet, obgleich der Mensch noch jung und nicht reif ist für die Ewigkeit, dann erkennt Gott die Notwendigkeit dessen, und das Beenden des Erdenlebens ist ein Gnadenakt, um entweder eine Gefahr für die Seele abzuwenden oder dieser Seele im Jenseits eine Möglichkeit zu geben, die ihren Reifezustand in kurzer Zeit erhöht. Das gewaltsame Beenden des Lebens aber ist ein großer Rückschritt in geistiger Beziehung; denn es ist plötzlich das Wesen kraftlos, an sich zu arbeiten, und auf die Gnade der Lichtwesen oder der Menschen angewiesen, d.h., so diese ihm nicht beistehen, bleibt er ewig auf der gleichen Unvollkommenheitsstufe stehen. Erst muß der Seele diese Erkenntnis kommen im Jenseits, die einen Reuezustand auslöst, der unbeschreiblich ist. Ist die Seele nun willig, so nützet sie eine jede Gelegenheit, um dienend tätig zu sein, doch ihr Ringen ist unbeschreiblich schwer. Sie muß gleichsam das Erdenleid, dem sie entgehen wollte, im Jenseits weiter tragen; was sie wegwarf, hängt ihr noch unverändert an und quält sie unbeschreiblich. Doch ohne Erbarmen ist Gott auch einer solchen Seele gegenüber nicht, die Seinen Willen mißachtet hat, sofern die Seele nicht gänzlich verstockt ist. Nach einer der Seele unendlich lang scheinenden Zeit wird sie auch im Jenseits vor Aufgaben gestellt, deren Erfüllen ihr eine Erleichterung ihrer Lage schafft. Und nun muß sie wieder ihren Willen tätig werden lassen. Ist sie bereit, den leidenden Seelen im Jenseits ihre Hilfe zuzuwenden, so erkennt sie auch bald eine merkliche Verbesserung ihrer Lage. Aber es kann dies mitunter erst nach der von Gott gesetzten Zeit ihres eigentlichen Erdenlebens sein, so daß sie also diesen Erdenwandel doch nicht eigenmächtig verkürzt hat und in ihrem Leidenszustand, der ihr unerträglich dünkte auf Erden, nun so lange im Jenseits noch verharren muß, bis Sich Gott der Seele erbarmt. Es war also ihr Eingriff in den göttlichen Willen völlig nutzlos, er beraubte sie der Gnade des Ausreifens auf der Erde, beendete aber keineswegs die Qualen des Erdendaseins, und darum sind diese Seelen zu bedauern, denn ehe sie erlöst sind, dauert es lange Zeit, und das Bewußtsein, die Gnade Gottes weggeworfen zu haben, ist so quälend für die Seele, daß sie in einem bedauernswerten Zustand im Jenseits weilt. Solche Seelen bedürfen des Gebetes der Menschen ganz besonders. Nur die Liebe der Menschen auf Erden kann ihre Qualen mildern und ihnen Kraft vermitteln, durch ihren Willen ihr Los zu verbessern, indem die Seele im Jenseits dienstwillig ist und dadurch nach endlos lang scheinender Zeit ihren lichtlosen Aufenthalt wechseln darf, der verständlicherweise ihr Anteil (Los?) ist, bis die Liebe und Gnade Gottes sie daraus erlöst .... Amen
B.D. 1952 empfangen am 14.6.1941 Vermittlung des Gutes aus geistigen Regionen .... Sich in geistige Regionen zu erheben ist jedem Menschen möglich, wenn sein Wille dies anstrebt. Es wird ihm wohl anfangs dies nicht leicht gelingen, und es gehört eine gewisse Übung dazu, die wiederum nötig ist, um die Ausdauer und Geduld des einzelnen zu erproben. Wer jedoch ausharrt, für den gibt es keine Hindernisse, und das geistige Reich erschließt sich ihm in jeder Weise. Und hat er einmal diesen Flug getan, dann zieht es ihn unweigerlich wieder dorthin, weil der Geistesfunke in ihm ständig drängt zum Zusammenschluß mit dem Geistigen außerhalb der Erde und weil dort seine eigentliche Heimat ist. In jene Regionen wird nichts Materielles hinübergenommen. Was irdisch ist, bleibt zurück, so wie auch nur geistiges Gut in Empfang genommen wird .... doch daß dieses geistige Gut zur Erde kommen darf, ist eine große Gnade Gottes, die nur wenige Menschen ermessen können. Es kehrt der Geist aus jenen Regionen zurück mit reichstem Segen, er kehrt mit einem Schatz zurück, der auch anderen Menschen vermittelt werden kann. Es gehört nur eine gewisse Willigkeit dazu, daß diese an dem geistigen Gut aus der Höhe sich beteiligen können. Geistiges Gut will geistig entgegengenommen werden, und bevor der Mensch sich nicht dazu entschließen kann, sich zu trennen von der Erde und ihren Gütern, bevor er sich nicht völlig lösen kann, ist eine Vermittlung dieses Gutes aus jenen Regionen unmöglich. Der Mitmensch zwar kann es in Empfang nehmen ohne sonderliche Vorbereitung, wirksam wird es jedoch ebenfalls erst dann, wenn die Trennung vom Irdischen zuvor angestrebt wird, ansonsten es nur mit dem Ohr vernommen wird, was ohne jegliche Wirkung und Bedeutung für die Seele des Menschen bleibt. Wenn geistiges Gut zur Erde geleitet wird, muß ein Zustand völliger Loslösung des Geistigen vom Körper eingetreten sein, es muß der Geist sich ungehindert zur Höhe erheben können und das Irdische zurücklassen. Er wird nun alle Eindrücke des geistigen Reiches in sich aufnehmen können und also mit reichlichen Schätzen zur Erde zurückkehren. Wieweit er jedoch das Aufgenommene der Seele verständlich machen kann, das liegt im Willen des Menschen und an der Arbeit an seiner Seele. Sie muß so gestaltet sein, daß sie aufnahmefähig ist für die Weisheiten, die ihr der Geist in sich aus jenem Reich vermitteln möchte. Die Aufnahmefähigkeit ist wiederum eine Gnade Gottes, die sich der Mensch erbitten muß, die er also anstreben muß, indem er die göttliche Kraft dazu erbittet und seinerseits so lebt, wie Gott es will, um ihm die Kraft zuwenden zu können. Es wird also die Gabe, geistiges Gut empfangen zu können, nicht willkürlich einem Menschen zugehen, sondern er muß bewußt oder unbewußt sich würdig gemacht haben, indem er den Willen Gottes erfüllt und nun empfangsfähig wird für geistigen Reichtum. Der Wille, empfangsfähig und würdig zu werden, ist schon ein bedeutsamer Schritt zur Höhe, denn dann fordert der Mensch auch die Kraft aus Gott dafür an, und er kann nun von der göttlichen Gnade erfaßt werden. Es wird ihm leicht gelingen, seinen Geist in jene Regionen zu senden, und ebenso wird die Seele immer fähiger werden, das vom Geist ihr Vermittelte entgegennehmen zu können, so daß dem Menschen das vom Geist Geschaute zum Bewußtsein kommen kann. Dies ist ein Vorgang, der von höchster Bedeutung ist für die Höherentwicklung der Seele, der eine unermeßliche Gnade Gottes ist und unermeßlichen Segen nach sich zieht für alle Menschen, die zur Höhe streben, d.h. Willen haben, zu Gott zu gelangen .... Amen
B.D. 1953 empfangen am 15.6.1941 Lebensprobe .... Probeweise also ist euch das Leben gegeben. Bestehet ihr die Probe, so ist ein Leben
in Glückseligkeit euer Los .... versagt ihr jedoch im Erdenleben, so müsset ihr im Jenseits in einem Zustand verharren, für den das Wort „Leben“ nicht angebracht ist, denn
es ist euch nun die Kraft genommen, die ein Leben, d.h. ein ständiges Tätigsein, voraussetzt. Und das soll euch zu äußerster Tätigkeit im Erdenleben anregen, denn der taten-lose Zustand im Jenseits ist eine Qual, die für euch unvorstellbar ist. Jegliche Kraft mangelt euch, d.h., ihr seid völlig unfähig, eine Änderung dieses qualvollen Zustandes herbeizuführen. Nur die Umänderung eures Denkens und das Tätig-werden-Lassen eures
Willens läßt euch nun die Kraft zukommen. Und dieser Wille und rechtes Denken ist
auf Erden viel leichter in die Tat umzusetzen; es ist gleichsam das Erdenleben den
Anforderungen angepaßt, die euch gestellt werden, also auch nicht schwer zu erfüllen.
Was ihr ernstlich wollt, könnt ihr in die Tat umsetzen, denn euch steht die Kraft dazu
ungemessen zur Verfügung. Und rechter Wille fordert auch die Kraft von Gott an, also
sind ihm keine Schranken gesetzt. Rechtes Denken aber wird euch gelehrt werden von
denen, die angewiesen sind, den Menschen das Heil zu bringen, d.h., die ihnen das göttliche Wort vermitteln, das euch klarstens Kenntnis gibt vom göttlichen Willen .... also
von eurer eigentlichen Erdenaufgabe. Es wird daher niemand sagen können, er sei dazu
nicht fähig gewesen. Er muß nur immer in Erwägung ziehen, daß er vieles kann, wenn
er nur will .... Amen
B.D. 1954 empfangen am 16.6.1941 Gemeinschaft pflegen .... Die geistige Gemeinschaft soll insofern gepflegt werden, als daß sich die Menschen
zusammenfinden, die wahrhaft willig sind, Gott zu dienen, und die nun durch die daraus erwachsende seelische Reife erhellt werden im Geiste, so daß einer dem anderen
vermitteln kann, was ihm der göttliche Geist verkündet hat, sei es durch Offenbarungen
außergewöhnlicher Art oder auch durch gedanklichen Einfluß der Lichtwesen .... Amen
B.D. 1955 empfangen am 16.6.1941 Beweisführung .... Die Beweisführung zu erbringen von Behauptungen der jenseitigen Welt über jenseitiges Wirken wird unmöglich sein und bleiben, denn bewiesen kann nur Irdisches mit Irdischem werden, Überirdisches aber ist und bleibt etwas, was nur geglaubt werden muß, niemals aber bewiesen werden kann. Und sonach ist es auch unmöglich, eine richtiggehende Lehre über Dinge aufzustellen, die nicht bewiesen werden können. Es kann nur dem Menschen im Rahmen eines Vortrages eine Darstellung gegeben werden, die der Wahrheit wohl entspricht, niemals aber als unwiderlegbare Wahrheit hingestellt werden kann, solange der Mensch Beweise fordert. Er kann sie wohl als Wahrheit anerkennen .... dann gibt ihm die innere Stimme darüber Aufschluß und weiset ihn recht. Will jedoch der Mensch verstandesmäßig Belege dafür haben und mit purem Kopfverstand die Wahrheit ergründen ohne Mitwirkung des hl. Geistes, so wird er niemals die Wahrheit erkennen können als solche. Und anders ist es nicht möglich Beweise zu erbringen, die keinen Zweifel aufkommen lassen an der Wahrheit dessen, was durch Geisteswirken gezeitigt wurde. Es gibt aber doch Menschen, die felsenfest von der Wahrheit dessen überzeugt sind, was sie vernommen haben durch jenseitige Kräfte .... denen diese Kräfte glaubwürdiger sind als Menschen, die sich rein wissenschaftlich mit Fragen abgeben, die das Jenseits betreffen. Bei diesen ist der Ursprung ihrer Weisheiten eine Belehrung oder Erfahrung oder ein eingehendes Studium, das aber nimmermehr vollste Wahrheit garantiert, während jene geistigen Kräfte die Menschen lehren, die möglichst wenig eigene Weisheiten in sich tragen und die darum widerstandslos entgegennehmen, was ihnen der göttliche Geist vermittelt. Denn der Ursprung dieser Weisheiten muß und kann wieder nur Gott Selbst sein. Was Gott jedoch lehrt, bedarf keines Beweises und soll daher widerstandslos geglaubt werden auch ohne Beweisführung .... Amen
B.D. 1956 empfangen am 17.6.1941 Überwinden der Materie im Jenseits .... Die grobe Materie ist das letzte Hindernis, das die Seele überwinden muß zur letzten Freiwerdung. Der Wandel durch alle Formen findet nun sein Ende mit dem Leibestod des Menschen, es gilt aber das Verlangen im Jenseits noch den gleichen Dingen wie im Erdenleben, sofern die Seele auf Erden nicht restlos die Materie überwunden hat. Doch nun geht ein Wandel vor sich. Das Verlangen danach ist stark .... es bewirkt daher, daß alles, was er sich ersehnt, vor seinem Auge ist .... greifbar nahe .... und so er nun sein Verlangen befriedigen will, ist es vor seinen Augen verschwunden. Die Qualen des Unbefriedigtwerden sind unvorstellbar, jedoch das einzige Mittel, daß der Mensch die Materie überwinden lerne. Sowie er nun einzusehen beginnt, daß sich alles nur vor seinem geistigen Auge spiegelt, zügelt er sein Verlangen, beginnt also, irdische Dinge zu verachten, und nun denkt er erst über seine traurige Lage nach, und dann erst kann er zur Höhe gelangen. Dieser Kampf wider die Materie soll möglichst im Erdenleben ausgefochten werden, indem das Verlangen nach den Gütern der Welt schon frühzeitig unterdrückt wird und geistiges Gut angestrebt wird. Es gehören Tausende von Jahren dazu, ehe die Seele die Materie durchwandelt hat, und ihre ehemalige Umhüllung stellt sich ihr im Erdenleben noch einmal vor in allem, was den Menschen nun umgibt, auf daß die Seele sich nun endgültig trennt von dem, was ihr Aufenthalt war endlose Zeiten hindurch. Und sie besteht die Probe nicht, wenn sie sich wieder von dem gefangen läßt, was sie hingeben soll aus freiem Willen. Gelingt ihr dies nicht, dann quält die Materie sie aufs neue im Jenseits, aber in einer Weise, die Pein und Qual für die Seele bedeutet, während im Erdenleben das Überwinden nur ihren Willen fordert und ersetzt werden kann durch geistiges Gut, das ihr gleichfalls geboten wird und .... so dieses angenommen wird .... das Verlangen nach der Materie von selbst erstickt.„Ihr könnt nicht zwei Herren dienen“, heißt es, und dies gilt auch für geistiges und irdisches Gut, d.h. für das, was der Seele geboten wird von oben und was auf Erden als Materie ihr zugänglich ist. Wer das eine begehrt, läßt das andere fallen, und um das eine besitzen zu können, muß das andere geopfert werden. Nimmt die Seele aber das Verlangen nach irdischem Gut mit in das Jenseits hinüber, so war der Erdenwandel vergeblich. Sie steht dort, wo sie am Anfang ihrer Verkörperung als Mensch stand, und um die Seele nun von den letzten Schlacken zu läutern, gehören schmerzliche Mittel, und das jenseitige Leben ist erst ein Zustand unsagbarer Qual .... Amen
B.D. 1957 empfangen am 17.6.1941 Gott schauen von Angesicht zu Angesicht .... Es ist ein Zustand höchster Glückseligkeit, in dem die Wesen sich befinden, die das
Angesicht Gottes schauen dürfen, und es ist dieser Zustand den Menschen auf Erden
auch nicht zu beschreiben, da irdische Vergleiche nicht angebracht werden können und
die menschlichen Worte zu gering sind, jene Herrlichkeit nur annähernd zu beschreiben. Es ist ein Zustand höchster Zufriedenheit mit sich selbst, es ist ein Gefühl der
Geborgenheit im Herrn. Es ist ein nie-wiederzugebender Helligkeitsgrad, der jene
Wesen die Nähe Gottes spüren läßt. Und die Gegenwart Gottes ist der Inbegriff der
höchsten Glückseligkeit in unendlich vielen Abstufungen. Es ruht das Auge des Herrn
in unendlicher Milde, Güte und Liebe auf dem Ihm ergebenen Geschöpf, und alle Engel
des Himmels umschweben Ihn, und der Gott-Schauende ist inmitten dieser Schar seliger Geistwesen und wird mit unendlicher Liebe betreut von den Wesen, die alle das
Angesicht Gottes schauen dürfen. Die Liebe des Herrn bringt Sich Selbst Seinen Erdenkindern zum Geschenk .... Amen
B.D. 1958 empfangen am 18.6.1941 Göttliche - Barmherzigkeit .... Die göttliche Gerechtigkeit wird sehr oft von den Menschen angezweifelt, weil Gott
auf Erden manches geschehen läßt, was augenscheinliche Ungerechtigkeit ist. Und es
darf dennoch nicht der Glaube an die Gerechtigkeit Gottes wankend werden, wenngleich der Mensch dafür nicht die rechte Erklärung findet. Was Gott tut oder geschehen
läßt, entspricht immer seinem Zweck. Was Er Selbst tut, ist überaus weise bedacht, und
es kann der Mensch wahrlich nicht ergründen, warum alles so kommen muß, wie es
kommt. Was jedoch die Menschen tun, wird auch von Gott zugelassen, wenn es nicht
gut und edel ist, um den freien Willen des Menschen nicht zu beschneiden. Und letzteres ist Anlaß, die Gerechtigkeit Gottes anzuzweifeln .... Amen
B.D. 1959 empfangen am 18.6.1941 Ringen des Geistes mit dem Körper um die Oberherrschaft über Seele .... Jedes Wesen sehnt seine Freiwerdung herbei, denn der unfreie Zustand ist für alles
Geistige eine Qual. Doch in der Verkörperung als Mensch empfindet wohl das Geistige
seine Unfreiheit, nicht aber der Körper und die Seele. Die Seele ist gleichfalls anfangs
ohne Erkenntnis ihrer Lage, und folglich schenkt sie nur dem Begehren des Körpers
Gehör. Der Körper aber fühlt sich frei, und zwar desto freier, je mehr er der Welt, d.h.
den irdischen Freuden, Rechnung tragen kann und daher er kaum dem Körper Hemmungen auferlegt. Also gibt die Seele dem Drängen des Körpers nach, und der Geist
bleibt unbeachtet. Und so muß das Geistige im Menschen den gebannten Zustand
ertragen, bis ihm von seiten der Seele Hilfe kommt. Denn nur die Seele kann ihm helfen, indem sie mehr des Geistes in sich gedenkt als des Körpers. Und darum ist gerade
das Erdendasein, obwohl es dem Geist Befreiung bringen soll, die größte Gefahr für die
Seele, solange sie sich noch nicht frei gemacht hat von den Begierden des Körpers. Folglich streitet der Körper mit dem Geist um die Oberherrschaft über die Seele .... Also hat der Geist in ihr gesiegt und die Herrschaft über die Seele gewonnen, die sich nun gänzlich mit dem Geist vereinigt und nun die Freiwerdung des Wesens unausbleibliche Folge dessen ist. Doch es ist der Kampf unsagbar schwer, und er erfordert vollen Einsatz sowohl aller guten Kräfte als auch des menschlichen Willens, der allein die Entscheidung der Seele bewirkt. Der Wille des Menschen allein ist maßgebend, wohin die Seele sich wendet .... es kann (sich, d. Hg.) der Wille für den Körper, aber auch für den Geist entscheiden, letzteres jedoch nur wird dem Wesen endgültige Befreiung bringen aus der Form .... Amen
B.D. 1960 empfangen am 19.6.1941 Dämonisches Wirken .... Eine kleine Weile noch, und ihr werdet Meiner Worte gedenken, die Ich auf Erden
gesprochen habe, daß die Welt ein Chaos sein wird in jeder Weise. Ihr werdet bald
erkennen, wohin die Lieblosigkeit der Menschen untereinander führt. Ihr werdet, so ihr
noch einen Funken Liebe in euch habt, erkennen die Macht des Widersachers, der alles
aufhetzt und gegeneinandertreibt. Sein Wirken ist dämonisch, und dämonisch handeln
daher auch die Menschen in ihrer Lieblosigkeit. Und so greife Ich ein, um durch eine
scheinbare Unordnung doch wieder die Ordnung herzustellen, auf daß der Menschheit
ihre eigentliche Bestimmung vor Augen geführt werde. Wo die Menschen in ihrer Verblendung alles zerstören, ist ein Zerstörungswerk von oben unbedingt nötig, damit das
Unrecht klar zutage trete und die Menschheit es erkenne als solches. Und es wird eine
große Not sein, und in dieser Not steigen die Bittrufe des Menschen zum Vater im Himmel empor, und das ist der Zweck Meines Eingriffes, daß die Menschen Mich suchen,
daß sie wieder Meiner gedenken und zu Mir ihre Zuflucht nehmen. Denn anders ist
dies nicht mehr zu erreichen, nur die bitterste Not läßt sie den Weg zu Mir nehmen, und
nur die bitterste Not kann die Menschheit noch ändern. Doch Mein Geist wird bei allen
denen sein, die Mir treu sind. Sie werden Mich erkennen in allem, was geschieht, und
gläubig Meine Hilfe erwarten .... Amen
B.D. 1961 empfangen am 19.6.1941 Schicksalsgestaltung - Freier Wille .... Es ist der Mensch unfähig, sich sein Leben eigenmächtig zu gestalten; er wird immer
vom Willen Dessen abhängig sein, Der ihn geschaffen hat. Scheinbar zwar ist er ausgestattet mit Gaben, die ihn an eigene Macht glauben lassen. Er fühlt sich erhaben, weise
und stark und ist davon überzeugt, daß er das Leben selbst meistern kann und er selbst
auch sein Schicksal bestimmt. Er kann wohl handeln im freien Willen und wird also
durch diesen Willen scheinbar zum Gestalter seines Erdenlebens .... Amen
B.D. 1962 empfangen am 20.6.1941 Gottferne - Schwächezustand .... Der Zustand der Gottferne ist ein Zustand der Schwäche, und ob auch der Mensch
glaubt, im Vollbesitz seiner Kraft zu sein, und mit dieser schalten und walten kann nach
seinem Belieben. Doch nur irdischen Erfolg wird er verzeichnen können .... wenn dies
im göttlichen Willen liegt .... nicht aber irgendwelchen geistigen Erfolg, und nur letzterer ist maßgebend für die Ewigkeit .... Er ist völlig geschwächt, und dies aus eigener Schuld, da es ihm freistand, sich anstatt
dem Widersacher Gott zuzuwenden, und er seinen Willen nützet in Gott-gegnerischer
Weise. Gottferne ist Schwäche .... Amen
B.D. 1963 empfangen am 20.u.21.6.1941 Der Geist Gottes weht, wo er will .... Der Geist Gottes weht, wo er will .... Amen
B.D. 1964 empfangen am 22.6.1941 Leben
- Tätigkeit .... Leben oder Tod im Jenseits ist der Erfolg des Erdenlebens, und daher ist die Verantwortung des Menschen ungeheuer groß, da es nicht ein Zustand von kurzer Dauer ist,
der nach Belieben beendet werden kann, sondern ewig bzw. unsagbar lange Zeit anhält.
Im Erdenleben ist alles begrenzt, sowohl zeitlich als auch räumlich, und daher kann der
Mensch die Bedeutung das Wortes „ewig“ nicht fassen. Er kann es sich nicht im entferntesten vorstellen, was es heißt, stets und ständig zu leben oder leblos zu sein. Und daher
nimmt er oft sein Erdenleben nicht so wichtig, ungeachtet dessen, daß er damit das
endlos lange Leben in der Ewigkeit bestimmt. Die Seele, die im Jenseits zu leben
berechtigt ist, hat ihre Lebensaufgabe erfüllt und übernimmt nun im Jenseits eine neue
Aufgabe, die jedoch nicht mehr wie auf Erden eine Pflicht für sie bedeutet, sondern
höchste Glückseligkeit auslöst und also einen wonnevollen Zustand bedeutet. Und so
findet die auf Erden untätige Seele das gleiche vor, nur daß sie auf Erden selbst sich den
Untätigkeitszustand vorzog, während sie im Jenseits dazu verdammt ist, untätig zu
sein, weil Tätigsein Glück bedeutet und die Seele darauf keinen Anspruch hat. Und ehe
sie zu beglückender Tätigkeit zugelassen wird, können ewige Zeiten vergehen, denn
einer auf Erden untätig gewesenen Seele fällt es unsagbar schwer, sich zu wandeln. Erstmalig ist es um sie so lichtlos, d.h., sie besitzt keinerlei Wissen, weder um die Ursache
noch um die Möglichkeit eines Änderns ihres trostlosen Zustandes, und daher verharrt
sie in der Untätigkeit, d.h., sie hat keinen Willen, davon befreit zu werden. Ohne ihren
Willen aber kann sie nicht tätig werden, also in das Reich gelangen, wo alles lebt. Es
wird dem Menschen im Erdenleben so oft vorgestellt, daß er eine Verantwortung hat
seiner Seele gegenüber, daß er durch seinen Lebenswandel das Los seiner Seele im Jenseits bestimmt. Doch er achtet dieser Hinweise nicht, weil er nicht glaubt .... Amen
B.D. 1965 empfangen am 22.u.23.6.1941 Weltlich-Forschende .... Es bringen die Weltweisen oft eine ausführliche Erklärung über die Ergebnisse ihres
Forschens, lassen aber dabei eines außer acht, daß sich wahrheitsgemäße Resultate nur
erzielen lassen auf dem Wege geistigen Forschens. Irdische Beweisführung ist nur
immer dort gültig, wo es sich um irdische Forschungen handelt, entbehren jedoch jeder
Grundlage bei Schöpfungen, die außerhalb des irdischen Bereiches liegen. Und es können diese Menschen nicht fassen, daß irdische Weisheit nicht hinreichend ist für solche
Schöpfungen. Menschlichem Forschen und menschlichem Wissen sind von Gott aus
Grenzen gesetzt, die nur beschritten werden können mit Gottes Zustimmung. Diese
Zustimmung erteilt Er aber einem jeden, der sein Wissen bereichern möchte .... d.h., Er
gibt ihm Aufklärung über Probleme, die unlösbar sind für den Erdenmenschen. Gott
Selbst teilet diese Gabe aus, Gott Selbst führt den Menschen in ein Wissen ein und
benötigt dazu tiefe Gläubigkeit und Wahrheitsverlangen .... Amen
B.D. 1966 empfangen am 24.6.1941 Wert des geistigen und irdischen Wissens im Jenseits .... Alles Geistige hat Ewigkeitswert und Ewigkeitsdauer .... alles Irdische vergeht mit dem Leibestode des Menschen. Freuden und Leiden vergehen und brauchen somit nicht wichtig genommen werden. Was jedoch geistig errungen oder versäumt wurde, ist bestimmend für den Aufenthalt in der Ewigkeit und daher bedeutsam für die Seele des Menschen. Geistiges Streben nun wird immer bezugnehmend sein auf das Innenleben des Menschen und auf alles, was von der irdischen Materie getrennt ist .... was also weder mit einem genußreichen Erdenleben noch irgendwelchen körperlichen Begierden Zusammenhang hat, sondern den Körper völlig ausschaltet und nur geistige Fragen und geistiges Erleben berührt (betrifft). Geistiges Streben ist alles, was mit Gott in Zusammenhang steht, was also das Leben betrifft, das nicht mit dem Leibestod beendet ist .... Denn vergänglich ist nur, was der Erde angehört, so also auch das Gedankengut des
Menschen, das nur Irdisches umfaßt. Was der Mensch an Wissen aufgenommen hat, das
für das Erdendasein, für den Menschen als solchen von Wert war, ist völlig wertlos vom
Moment seines Eintritts in das Jenseits. Es gehört einer anderen Welt an, es ist folglich
für die neue Welt unbrauchbar. Und so der Mensch nun bedenkt, was ihm dann an Geistesgut bleibt, wird er es begreifen können, warum er auf Erden geistiges Gut anstreben .... geistige Schätze sammeln soll. Denn er steht in größter Armut, so er geistiges
Gut auf Erden nicht gleichfalls aufgenommen hatte. Und zumeist wird gerade der irdisches-Wissen-besitzende Mensch sich wenig mit geistigen Fragen abgeben und also
auch dementsprechend arm an geistigen Schätzen ins Jenseits hinübergehen. Und es ist
für eine solche Seele dann unsagbar bitter, ihren Mangel erkennen zu müssen .... während umgekehrt manche Seele über geistigen Reichtum verfügt, die auf Erden kein nennenswertes Wissen besaß, weil sie ihr Augenmerk nur auf das Ausreifen der Seele richtete, weil irdische Fragen sie nicht so berührten und ihr Verlangen nicht irdischem Gut
und irdischem Wissen galt. Diese Seele behält den Erfolg des Erdenlebens auch im Jenseits, sie braucht nichts dahinzugeben, weil es geistiges Gut ist, was sie gesammelt hat,
und weil dieses Gut unvergänglich ist und in Ewigkeit ihr nicht genommen werden
kann. Während das irdische Wissen für niemanden mehr im Jenseits von Nutzen ist,
kann die Seele, die geistiges Gut besitzt, unbeschreiblich segensreich damit wirken .... sie kann unwissenden Seelen davon abgeben und findet selbst ihren schönsten Lohn
darin, denen helfen zu können, die in größter Armut das jenseitige Reich betreten, während die Menschen, die irdisches Wissen anstrebten, auch ihren Lohn auf Erden fanden,
Ehre, Ansehen und irdischen Reichtum .... das alles mit dem leiblichen Tode sein Ende
hat. Denn nichts davon können sie in die Ewigkeit hinübernehmen. Wie kurz aber ist
der Genuß irdischer Freuden .... und wie endlos lang das Leben nach dem Tode .... Amen
B.D. 1967 empfangen am 25.6.1941 Gottes Wort .... Was Gott bisher den Menschen gab, wurde nur immer von jenen Menschen angenommen, die ein außergewöhnlich starkes Wahrheitsverlangen in sich trugen; denn
diese erkennen es als Gottes Wort. Und folglich wird sich das reine Wort Gottes selten
Bahn brechen. In einer Zeit der Trübsal und der Not kommt das Wort Gottes zur Erde
herab .... in einer Zeit, wo es den Menschen Trost bringen soll, wo es ihnen Kraft geben
soll für den Erdenwandel. Doch die Menschheit weiset es ab oder geht daran vorüber in
Gleichgültigkeit. Sie beachtet es nicht, und daher kann es an Ihr auch nicht wirksam
werden. Gott in Seiner grenzenlosen Liebe steigt immer wieder Selbst zur Erde herab
im Wort. Er möchte Sich den Menschen nahen, Sich Selbst ihnen zum Bewußtsein bringen, Er möchte mit ihnen reden und ihnen Kraft vermitteln, doch sie verschließen ihre
Herzen und gewähren Ihm keinen Einlaß. Und darum wird die Trübsal auf Erden
immer größer. Es wird sich das Leid steigern bis zur Unerträglichkeit, es wird eine Zeit
kommen des tiefsten Elends, damit die Menschen dadurch zur Besinnung kommen
und sie nun Gott suchen, auf daß Er ihnen hilft. Und dann wird das Wort Gottes vereinzelt Eingang finden unter ihnen und nun auch wirksam werden in seiner ganzen Kraft.
Es sind unzählige Möglichkeiten, wie es ihnen geboten wird .... von Mensch zu Mensch
sowohl als auch in direkter Verbindung mit Gott, sofern der Mensch vertraulich und
demütig Zwiesprache hält mit der höchsten Wesenheit, als deren Geschöpf er sich fühlt.
Diese Entgegennahme des göttlichen Wortes ist wahrlich die beste, sie setzet aber auch
eine gewisse seelische Reife voraus, d.h., eine Selbstveredlung muß zuvor angestrebt
worden sein, ehe der Mensch fähig ist, die Stimme Gottes in sich zu vernehmen. Und
selten nur gestaltet sich der Mensch dem Willen Gottes gemäß, und darum ist auch das
Vernehmen des göttlichen Wortes direkt nur selten .... Amen
B.D. 1968 empfangen am 26.6.1941 Kreuzträger Jesus Christus .... Der Weg zur Vollkommenheit führt über Steine und dorniges Gestrüpp. Es führt
kein breiter, leicht gangbarer Weg ihr entgegen, und darum muß der Mensch alle Unannehmlichkeiten des Lebens, Leiden, Sorgen .... also sein Kreuz, ergeben auf sich nehmen, will er zur Höhe gelangen. Und doch kann ihm das Kreuz, das ihm zu tragen auferlegt wird, leicht tragbar erscheinen, so er den Weg geht mit nach oben gerichtetem
Blick .... wenn er stets nur seines Herrn gedenkt, Der aus Liebe zur Menschheit auch das
Leid der Menschheit auf Sich nahm, Der also das Leid tragen hilft einem jeden, der in
Ihm seinen Retter und Erlöser sieht. Die Kreuztragung Christi war das Symbol dessen,
was zu tun Er willig war .... Es ist der Wille des göttlichen Schöpfers, daß in der Not der Seele die Sendungen von
oben beachtet werden, denn von ihnen geht Kraft und Trost aus, die der Mensch benötigt. Jeder Prüfung soll der Mensch standhalten, und er muß sich zuvor selbst überwinden lernen, d.h., er muß klein und demütig werden und in kindlichem Glauben das
annehmen, was Gott ihm von oben gesendet hat in Seiner unendlichen Liebe und
Barmherzigkeit. Es müssen die Worte von oben tief im Herzen erklingen, dann wird
eine Kraft von ihnen ausgehen, die den Menschen jeden Widerstand leicht überwinden
läßt. Was mit dem Herzen aufgenommen wird, vermittelt dem Menschen die Kraft aus
Gott, und so Gott Selbst Seine Tröstungen zur Erde gelangen läßt, soll er sich diese
zunutze machen, auf daß er in den Segen der göttlichen Vermittlungen kommt. Ihr dienet indirekt dadurch eurem Schöpfer, indem ihr durch die empfangene Kraft
fähig werdet, den Mitmenschen gleichfalls hinzuweisen auf die Kraft des göttlichen
Wortes .... Amen
B.D. 1969 empfangen am 28.6.1941 Materie gehört der Erde an .... Die Materie steht im engsten Zusammenhang mit der Erde und wird daher niemals von dieser sich lösen können. Materie ist etwas Greifbares und Sichtbares, also etwas Irdisches, im Gegensatz zu dem Geistigen, das dem überirdischen Reich angehört. Etwas Geistiges wird sich stets von der Erde entfernen, während die Materie mit der Erde eng verbunden ist, da die Erde selbst aus irdischen Stoffen, also aus Materie, besteht. Folglich gehört die Materie der Erde an, d.h., Materie strebt zur Materie, während der Geist im Menschen sowie alles unentwickelte Geistige zum gleichen Geistigen drängt. Unter dem geistigen Reich ist zu verstehen alles außerhalb der Erde Liegende, d.h. alles, was nicht Materie ist und wo auch keine Materie bestehen könnte. Die Grenzen des Bestehens sind wohlweislich festgelegt, und es können diese Grenzen auch nicht unbeachtet gelassen werden. Alles, was als zur Erde gehörend zu verzeichnen ist, wird sich niemals von der Erde lösen können, denn alles unreife Geistige ist bei seinem Abfall von Gott in die Materie gebannt worden und kann sich so lange nicht von ihr frei machen, bis es einen gewissen Reifegrad erreicht hat, was längere oder kürzere Zeit benötigt. Folglich ist auch das Geistige entsprechend lange in Erdennähe .... (Unterbrechung) Der Rest der Kundgabe Nr. 1669 ist vermutlich mit Buch 29, Kundgaben Nr. 1970 - 2019, verloren gegangen.
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