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Buch 31 NR. 2134 – 2274 empfangen von Bertha Dudde in der Zeit vom 30.10.1941 – 24.3.1942 Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<. B.D. 2134 empfangen am 30.10.1941 Verlangen nach Gott .... Jeder Versuch einer Annäherung an Gott wird von Ihm gesegnet werden, indem das
Verlangen danach immer stärker wird und dies auch die Erfüllung gewährleistet. Es
wird das Leben ein stetes Kämpfen sein, denn am Widerstand soll der Mensch seine
Kraft erproben, und so wird auch bei einem willigen Menschen das Verlangen oft nachlassen, damit der Mensch versucht, diesen Zustand durch vermehrte Willenskraft zu
überwinden. Denn erst dann ist er fähig, als Streiter Christi auf Erden für Ihn einzutreten. Denn dieser Kampf erfordert größte Willenskraft, Geduld und Ausdauer. Er muß
sich selbst überwunden haben, bevor er als Überwinder der Mitmenschen Gott dienen
kann. Steht der Mensch aber erst einmal im Verlangen nach Gott, dann ist er auch Ihm
ergeben, und er bemüht sich, das zu tun, was Gott wohlgefällig ist. Und es wird der gute
Wille anerkannt von Ihm und gestärkt, nur muß er immer wieder von neuem tätig werden, und also wird die Geduld gleichzeitig geübt, wenn er nicht unmutig wird, sondern
immer wieder den Anschluß sucht an Gott, wenngleich es ihm schwerfällt. Das Ringen
des Menschen wird bewertet von Gott. Je mehr Widerstände, desto verdienstvoller ist es
für ihn, so er die Verbindung mit Ihm findet und Seine Gnade offensichtlich empfängt.
Gott will ersehnt werden, Er will erbeten werden, weil dies die Liebe zu Ihm bezeugt,
und erst die Liebe zu Ihm trägt dem Mitmenschen Gegenliebe ein, die sich äußert in
Form von Kraftzuströmung. Und darum soll das Erdenkind ringen ohne Unterlaß,
damit es diese köstlichste Gabe, den Kraftstrom aus Gott, empfangen kann. Denn dieser Kraftstrom führt das Wesen immer näher zu Gott. Es muß, wer diesen Kraftstrom
spürt, schon im Lichtkreis der göttlichen Ausstrahlung stehen, ansonsten er nicht
davon berührt werden könnte. Und was das heißt, das fasset der Mensch auf Erden
noch nicht .... was es heißt, schon auf Erden Licht- und Kraftträger sein zu dürfen und
göttliche Kraft, die in Form Seines Wortes den Menschen zufließt, weitergeben zu können an die Mitmenschen und also gleichsam die Kraft aus Gott weiterleiten zu können.
Wo diese große Gnade dem Menschen geboten wird, dort sollte kein Ringen ihm zu
schwer erscheinen, denn so er ringt um innerliche Kraft und Stärke für seinen Willen,
wird er sein Ziel erreichen .... Amen
B.D. 2135 empfangen am 31.10.1941 Göttliche Belehrungen im geistigen Reich .... In der lebendigen Verbindung mit Gott wurzelt das Erkennen der Wahrheit. Denn
mit Gott vertraute Zwiesprache halten wird zur Folge haben, daß Er Selbst den Menschen unterweiset. Göttliche Belehrung aber kann nur wahrheitsgemäß sein, und göttliche Belehrung wird niemals vergeblich gefordert werden vom Menschen .... Amen
B.D. 2136 empfangen am 1.11.1941 „Der Mensch vermag nichts ohne göttliche Gnade ....“ (Gefahr) Der Mangel an Kraft wird dem Menschen bewußt, sowie er gläubig ist, denn dann
erkennt er sich selbst als ein schwaches Geschöpf ohne die Gnade Gottes. Folglich
braucht einem gläubigen Menschen die eigene Schwäche nicht besonders vorgehalten
werden, denn er wird selten sich selbst für fähig halten, aus eigener Kraft zu Gott gelangen zu können. Der gläubige Mensch sieht in Gott das erhabenste und vollkommenste
Wesen und ist sich seiner Niedrigkeit und Schwäche bewußt. Er wird also stets die Kraft
zu seinem Erdenlebenswandel, zum Aufstieg zur Höhe, von Gott erbitten. Er wird Gott
um Gnade bitten, weil er weiß, daß er ohne die göttliche Gnade nicht zur Höhe gelangen kann. Mangelt es jedoch dem Menschen an Glauben, so sieht er sich auch nicht als
kraftloses Geschöpf an. Er ist vielmehr der festen Überzeugung, daß es an ihm allein
liegt, das zu erreichen, was er sich vornimmt, sei es irdischer oder geistiger Erfolg.
Zumeist strebt er nur irdischen Erfolg an, und geistiges Streben ist ihm unwichtig. Für
ihn aber ist es geradezu eine Gefahr, so ein geistiger Erfolg nur mit einer Gnadenzuwendung begründet wird. Denn da er sich selbst als kraftvoll ansieht, hat er keine Bedenken, daß er unfähig wäre, sich nach Gottes Willen zu gestalten, und macht daher sein
seelisches Reifen abhängig davon, ob Gott ihn erwählt, d.h. ihm Seine Gnade zuwendet .... also ihn bestimmt hat zur Seligkeit. Und somit schaltet er seinen freien Willen
aus, der ihn die Gnade erbitten läßt. Er hat keinen tiefen Glauben und kann und will
daher diese Lehre nicht glauben, wenn ihm die Kraftlosigkeit vorgehalten wird .... andererseits aber wartet er auf die göttliche Gnade, die ihn ohne sein Zutun ergreift, so dies
göttlicher Wille ist. Der rechte Glaube läßt den Menschen in der rechten Weise beten,
voller Demut und Ergebung in den Willen Gottes, jedoch immer ist es der eigene Wille,
der ihn zum Beten veranlaßt, während der ungläubige Mensch nicht selbst tätig wird,
sondern wartet auf das, was er erbeten, d.h. anfordern soll von Gott. Und es kann diese
Einstellung die Folge sein davon, daß dem Menschen gelehrt wird, er vermag nichts
ohne die göttliche Gnadenzuwendung, und er tut daher auch nichts, um dieser Gnade
würdig zu werden .... Amen
B.D. 2137 empfangen am 2.11.1941 Innerliche Demut .... Es bleiben wahrlich die Menschen in ihrer geistigen Entwicklung zurück, so sie sich keiner innerlichen Demut befleißigen, denn es mangelt ihnen dann an Gnade, und ohne Gnade ist ihr Wille zur Höhe geschwächt. Denn dann ist ihr Wesen noch überheblich und dem Gegner Gottes noch zugetan. Es wird, wem die innerliche Demut mangelt, auch selten eine göttliche Lehre annehmen, so sie ihm durch den Mitmenschen vermittelt wird, denn sein überheblicher Geist wehrt sich dagegen durch den Einfluß des Widersachers. Und göttliche Lehren stärken die Kraft zum Widerstand, sowie sie willig angenommen werden. Folglich ist die Widerstandskraft jenes Menschen nur gering. Es ist noch zuviel des Geistes in ihm, der überwunden werden soll, es hat der Mensch noch zuviel der Mängel, die seine Unvollkommenheit kennzeichnen. Er wird auch nicht sanftmütig und geduldig sein, solange er sich nicht beugen will vor Dem, Dessen Annäherung er erstreben soll. Denn Gott kann sich nicht verbinden mit einem Wesen, das noch den überheblichen Geist seines Erzeugers in sich trägt. Es muß der Mensch einen ständigen Kampf führen mit diesem überheblichen Geist in sich, er muß durch Dienen sich zur Demut erziehen, er muß seinen Willen stärken, das zu tun, was ihm unausführbar erscheint .... sich zu beugen und zu dienen, wo er herrschen möchte. Er muß sich ein Beispiel nehmen an seinem göttlichen Erlöser, Dessen Leben ein einziges Dienen in Liebe war, ein Dienen in tiefster Demut Seinem Mitmenschen gegenüber. Bemüht sich der Mensch, in der Nachfolge Jesu zu stehen, dann wird er auch die innerliche Demut üben, er wird jegliche Überheblichkeit bekämpfen, er wird unablässig die Gnade Gottes dazu erbitten, und die Kraft, sein Vorhaben auszuführen, wird ihm zugehen .... er wird dienen und dadurch sich zur Höhe entwickeln .... Amen
B.D. 2138 empfangen am 2.11.1941 Bitte der leidenden Seelen um das Gebet .... Gedenket der Seelen, die in der Finsternis weilen, und helft ihnen durch ein stilles
Gebet. Ihr alle habt Seelen im Jenseits, die eure Hilfe benötigen und euch darum bitten,
sowie sie sich euch ins Gedächtnis drängen .... Amen
B.D. 2139 empfangen am 3.11.1941 Tätigkeit der Lichtwesen .... Das unerlöste Wesen benötigt ständig Hilfe, weil es von sich aus kraftlos ist. Folglich
müssen wieder ständig Wesen bereit sein, die diesen kraftlosen Wesen helfen, und dies
ist die Tätigkeit aller jener Wesen, die sich selbst durch die Liebetätigkeit in einen
bestimmten Reifezustand versetzt haben. Diese Wesen sind nun erlösend tätig, denn sie
helfen dem Unfreien zur Freiwerdung aus seinem gefesselten Zustand. Es ist also die
Tätigkeit im Jenseits ein Erlösen des Geistigen aus der Unfreiheit .... Amen
B.D. 2140 empfangen am 4.11.1941 Begehren der guten Kräfte .... Wehren den schlechten Kräften .... Die geistige Verbundenheit sichert dem Menschen den Aufstieg zur Höhe. Es ist dies
so verständlich, denn die Bewohner des Lichtreiches stehen unentwegt dem Geistigen
bei, das noch nicht vollendet ist. Das Lichtvolle sucht die Menschen zu beeinflussen,
und der Einfluß wird immer wirksam sein, wenn die Menschen sich ihren Gebern
zuwenden, wenn sie also sich mit den geistigen Wesen zu verbinden suchen. Nur ein
bewußtes Abwenden macht das Bemühen jener Wesen unwirksam. Der geistige Einfluß
ist von größter Bedeutung für den Erdenmenschen. Es kann dieser zwar auch von
schlechten Wesen beeinflußt werden, doch nur dann, wenn sich der Mensch Widerstandslos den schlechten Kräften überläßt, und dies ist dann der Fall, wenn er nicht
bewußt gute geistige Kraft begehrt .... Amen
B.D. 2141 empfangen am 5.11.1941 Geben, um zu empfangen .... Bringet dem Herrn des Himmels und der Erde jedes Opfer, auf daß Er euch bedenken kann eurer Liebe gemäß. Die Seele verlangt zumeist nach der Welt, sie verlangt
nach dem, was dem Körper zuträglich ist, und dies hindert sie, mit dem Geist in ihr in
Verbindung zu treten, es hindert sie, dem Begehren des Geistes nachzukommen. Vorteil
kann ihr aber nur die Erfüllung dessen eintragen, was der Geist in ihr sie zu tun heißt.
Sowie euch nun der Körper drängt nach Erfüllung seiner Begierde, sollt ihr ihm widerstehen, denn dann erst kann sich der Geist in euch entfalten, und was euch der Geist
vermittelt, wiegt alle irdischen Genüsse und Freuden auf. Der Geist aber, der sich in
euch äußert, so ihr ihm dazu die Möglichkeit gebt durch euren Willen, ist ein Funke des
göttlichen Liebegeistes, er ist eine Ausstrahlung Gottes, also ein Teil von Ihm, und dieser göttliche Liebesfunke soll in euch zu einer helleuchtenden Flamme werden, und es
ist dazu nichts weiter nötig, als daß ihr diesem Funken ständig Nahrung zuführt, daß er
sich zu einer hellen Flamme entwickeln kann. Ihr müsset ständig geben, auf daß ihr
empfangen könnt, d.h. alles Irdische hingeben, um Geistiges zu empfangen. Also muß
eure Seele nur mehr das befolgen, was der Geist in euch fordert, und alles Verlangen des
Körpers unbeachtet lassen. Sie muß opfern, was dem Körper Freude macht, und darf
dafür ungeahnte geistige Schätze entgegennehmen, die jedes Opfer ausgleichen. Wer
hingibt, der empfängt; wer aber nimmt, dem wird gleichfalls genommen werden. Geistiges Gut aber wiegt jedes Opfer auf, denn es ist wertvoller als jegliche irdischen Reich-tümer. Die Zuwendung geistigen Gutes ist immer ein Akt der Liebe, es schließt Gott das
Erdenkind voller Innigkeit an Sein Herz, Er teilet also Seine Liebe aus, und (es, d. Hg.)
empfängt der Mensch etwas überaus Kostbares, wenn diese Liebe sich in eine äußere
Form kleidet, wenn Gott dem Menschen Sein Wort vermittelt. Das göttliche Wort ist
sonach ein sichtbares Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen .... Amen
B.D. 2142a empfangen am 6.11.1941 Gestirne .... Dem Problem der Erschaffung der Welt tritt nur der Mensch näher, dessen Gedanken Gott zugewendet sind, denn dieser grübelt nach über die Entstehung des Weltalls,
über die Unendlichkeit und den Schöpfer aller Dinge. Er wird keine schnellen Schlüsse
ziehen, er wird mutmaßen und Fragen stellen in Gedanken, und gedanklich wird ihm
auch die Antwort zugehen, sowie er seiner Gedanken achtet. Die geringste Bereitwilligkeit, belehrt zu werden von wissenden Kräften, lohnet Gott in der Weise, daß Er diese
beauftragt, den Gedankengang des Menschen in die rechte Bahn zu lenken, und also
wird sein Denken der Wahrheit entsprechen, und er wird gleichsam aus sich selbst
Weisheiten schöpfen. Es unterweiset ihn der Geist aus Gott, und also steht der Mensch
in der Wahrheit .... B.D. 2142b empfangen am 7.11.1941 Gestirne .... Es gibt nichts im Weltall, was nicht seinen Ursprung hat in Gott. Folglich muß alles die göttliche Weisheit künden, d.h., es muß einem Plan entsprechen, den Gott in Seiner Weisheit entworfen hat. Zwecklos ist also nichts im Weltall, mag es auch dem Menschen so erscheinen. Die Himmelskörper nun entsprechen ihrem Zweck genau wie die Erde, wenngleich sie anders gestaltet sind. Alles im Weltall gibt dem noch unfreien Geistigen Möglichkeit, sich zur Höhe zu entwickeln. Das ist der einzige Zweck eines jeden Schöpfungswerkes. Es ist nun aber keineswegs anzunehmen, daß darum alle Schöpfungswerke aus der gleichen Substanz bestehen, daß also nur die irdische Substanz, die Materie, Aufnahmestation des unentwickelten Geistigen sein kann, denn diese Annahme würde bedingen, daß alles im Weltall aus der gleichen irdischen Substanz besteht. Sie würde ferner bedingen, daß alle Gestirne von den gleichen Wesen, von Menschen, bewohnt wären, dies aber ein Verharren in immer gleichem Zustand bedeuten, also im unentwickelten Zustand Leblosigkeit, d.h. Untätigkeit. Es würde ferner bedeuten ständige Dunkelheit, und also müßten alle Gestirne lichtlose Schöpfungen sein. Die höherentwickelten Wesen aber würden diese Schöpfung als unerträglichen Zwang empfinden, denn sie würden für ihre Lichtabgabe keine empfangswilligen Wesen finden, das Streben zu Gott also würde niemals Erfüllung finden, wenn das Wesen nicht aus seinem erdgebundenen Zustand erlöst würde und in freie Regionen käme, wo ein Wirken ohne Zwangshülle möglich ist. Also müssen auch Schöpfungen bestehen, die keinen Zwang mehr für das Wesen bedeuten. Jede irdische Substanz aber ist ein Zwang für das darin befindliche Geistige, folglich (muß diese ausscheiden), und es müssen Schöpfungen bestehen, die nur rein geistig erklärt werden können, weil sie nur rein geistige Substanz sind. Sie existieren, jedoch nicht dem menschlichen Auge sichtbar, sondern nur mit dem geistigen Auge wahrnehmbar. Sie sind also als geistige Schöpfungen anzusprechen, was soviel heißt, als daß sie erst nach dem Erdenleben erschaut werden können, daß sie die geistigen Wesen bergen, die schon das Erdenleben zurückgelegt haben und sich höher entwickeln sollen. Der Reifezustand der Wesen aber ist verschieden, folglich müssen auch die Schöpfungen verschieden sein, die nun dem Wesenhaften zum Aufenthalt dienen .... Amen
B.D. 2143 empfangen am 7.11.1941 Gestirne .... Für die Höherentwicklung des Geistigen ist die dienende Tätigkeit ausschlaggebend, und zwar wird je nach dem Aufenthaltsort auch eine bestimmte Tätigkeit von dem Wesen verlangt, und diese entspricht wieder der Beschaffenheit des Gestirns, das jene Wesen als Bewohner hat. Irdisch sichtbare und greifbare Substanz bedingt auch eine Tätigkeit, die wieder Sichtbares und Greifbares zustande bringt, und folglich muß auch die Seele, das Geistige, in einer Umhüllung sein, die greifbar und sichtbar ist. Es kann die Tätigkeit aber auch nur in rein geistigem Wirken bestehen, d.h. nicht an eine Form oder irdische Schöpfung gebunden sein und dennoch gleichfalls ein Dienen in Liebe sein, durch das das Wesen zur Vollkommenheit gelangt. Folglich braucht das Ausreifen dieser Wesen nicht von irdischen Schöpfungen, d.h. materiellen Schöpfungen abhängig gemacht werden. Es kann vielmehr in geistigen Regionen die Aufwärts-Entwicklung schneller und leichter vonstatten gehen. Jedoch die Tätigkeit in geistiger Umgebung ist schwer den Menschen zu beschreiben. Sie ist ihnen nicht begreiflich zu machen, weil sich der Mensch ein Leben ohne körperliche Außenform nicht vorstellen kann, doch bei Gott ist kein Ding unmöglich, und also schuf Er Dinge, die dem menschlichen Verstand unannehmbar erscheinen, die nach menschlichen Begriffen als nichtseiend erklärt werden müßten, jedoch aus dem Universum nicht wegzudenken und also auch nicht zu leugnen sind. Und es sind dies die Gestirne, die den Menschen als am Himmel stehende Sterne sichtbar sind. Diese Sterne sind endlose Weiten voneinander entfernt, sie sind immer eine Welt für sich. Gottes Allmacht, Weisheit und Liebe bezeugt eine jede Schöpfung, der Mensch aber fasset die Art der Gestirne nicht, solange er auf Erden weilt, denn ihm ist nichts vorstellbar, was nicht aus irdischer Substanz besteht. Das Geistige im Menschen aber ist auch eine von der irdischen Materie völlig unabhängige Substanz, und diese läßt alles irdisch Greifbare oder Sichtbare auf der Erde zurück, sowie sie durch das Tor der Ewigkeit in das geistige Reich eingeht. Und also ist der Aufenthalt der Seele nach dem Leibestode keine Schöpfung aus irdischer Substanz, sondern es sind dazu bestimmt die unzähligen Gestirne, die dem Menschenauge sichtbar sind als leuchtende Himmelskörper, in Wirklichkeit aber vom menschlichen Auge nicht erschaut werden können, weil sie keine irdischen Schöpfungen sind, die aber dennoch von Gott geschaffen wurden zur Höherentwicklung des noch unvollkommenen Geistigen .... Amen
B.D. 2144 empfangen am 8.11.1941 Umbildung der Außenform nach leiblichem Tod .... Die Lebenskraft benötigt der Mensch zum Ausführen jeglicher Tätigkeit, also
bedeutet Tätigsein auch Leben. Wird ihm diese Kraft entzogen, so ist er unfähig, sich
selbst oder andere Dinge umzugestalten .... er ist leblos. Die Außenform verändert sich
aber dennoch in sich, sowie der Mensch leblos geworden ist. Sie löst sich auf, und dieser Prozeß währt so lange, bis jegliche Substanz wieder in eine neue Außenform aufgenommen worden ist, d.h.,ist das Geistige aus der Form entflohen, so wird die zurückbleibende Form wohl ihrer einstigen Bestimmung enthoben, muß jedoch eine neue
Bestimmung erfüllen .... sie muß beitragen zur Vermehrung irgendwelcher neuen
Außenform. Die Substanz löst sich auf, um einer neuen Außenform beigesellt zu werden. Dieser Vorgang benötigt wieder längere Zeit .... Wenn er das Wirken in Liebe außer acht läßt .... die Tätigkeit, zu deren Ausübung Gott
dem Menschen die Lebenskraft zuströmen läßt .... Amen
B.D. 2145 empfangen am 9.11.1941 Angst vor dem Tod .... Leben kann der Mensch und doch tot sein im Geist, und ebenso kann er sein leibliches Leben verlieren und erwachen aus dem Todesschlaf zum ewigen Leben. Und beides ist ihm freigestellt, er entscheidet selbst über Tod oder Leben seiner Seele und legt
doch während seines Erdenlebens so wenig Wert auf diese Vergünstigung eines freien
Entscheidens. Der Zustand des Todes ist jedem Menschen ein unbehaglicher Gedanke,
sowie er mitten im Leben steht. Und doch tun die wenigsten Menschen etwas dazu, sich
diesen Gedanken weniger unbehaglich zu machen. Sie können es mit Leichtigkeit,
indem sie so leben, daß es keinen Tod mehr gibt für sie, daß sie wiedergeboren sind
zum ewigen Leben. Und dann hat der Tod für sie den Stachel verloren, und es kann der
Moment des Abscheidens von der Erde der herrlichste Moment sein, ohne Furcht und
Schrecken oder bangende Ungewißheit um sein ferneres Schicksal. Das irdische Leben
hinzugeben braucht nicht schmerzhaft zu sein, es kann die Seele sich lösen vom Körper
ohne jeglichen Todeskampf, sowie sie des Körpers auf Erden nicht geachtet hat und die
Vereinigung mit dem Geist ihr Streben auf Erden war. Dann ist der Geist schon zu Lebzeiten in das geistige Reich vorausgeeilt, denn er erkannte dieses als seine rechte Heimat. Er wird nun auch seiner Seele diese Heimat so schildern, daß auch sie Verlangen
hat nach jenem Reich, und also hält Seele und Geist nichts mehr auf der Erde zurück.
Der Körper aber ist bei solchen Menschen auch in einem gewissen Reifezustand und
bedrängt die Seele nicht mehr. Folglich löst sich die Seele leicht von ihm und geht ein in
das Reich des Friedens .... Amen
B.D. 2146 empfangen am 10.11.1941 Kampf gegen Christus .... Es werden sich nur wenige Menschen finden, die in der Zeit des Kampfes gegen
Christus mutig und offen für Ihn eintreten, denn der Glaube an den Beistand Gottes ist
zu gering, und also fürchten die Menschen für ihr Leben und für ihre Freiheit, und sie
geben zuletzt selbst ihren Glauben dahin, weil sie ihr Leben mehr lieben als ihre Seele.
Und es werden sich nur wenige getrauen, so zu reden, wie sie denken, und es werden
nur wenige den Beistand Gottes erbitten und ohne Furcht Jesus Christus bekennen vor
aller Welt. Doch diese wenigen sind stark im Glauben. Sie wissen, daß nun die Zeit
gekommen ist, die der Herr ankündigte bei Seinem Wandel auf Erden, die Zeit, da Er
wieder zur Erde herniedersteigt, um die Menschheit wieder zu erretten aus tiefster Not.
Sie wissen, daß die Mitmenschen in großer Not sind und daß ihnen Hilfe gebracht werden muß, und sie erkennen klar ihre Erdenaufgabe und suchen sie zu erfüllen. Also
müssen sie frei und offen reden, daß das Denken der Mitmenschen angeregt und zu
freiem Entscheid veranlaßt wird. Sie dürfen nicht ängstlich um die Auswirkung ihres
Handelns fragen, sie müssen sich frank und frei bekennen zu Gott und also Seinen Willen zuerst erfüllen, bevor sie einer anderen Verpflichtung nachkommen. Und nun werden sie auf harte Proben gestellt werden .... Amen
B.D. 2147 empfangen am 11.11.1941 „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ....“ Bleibet in Mir, auf daß Ich Mich mit euch vereinigen kann. Euer Leben soll sein ein
ständiges Wirken in Liebe. Ihr sollt alles tun aus innerstem Antrieb, und dieser Antrieb
soll die Liebe sein, das schönste und heiligste Gefühl, das ihr herrschen lassen sollt in
euch. Wer in der Liebe lebt, der geht in Mir auf, wer in der Liebe lebt, der bleibt ewiglich
mit Mir verbunden, denn er ist, was Ich Selbst bin .... er ist Liebe so, wie Ich Selbst die
Liebe bin .... Amen
B.D. 2148 empfangen am 11.11.1941 Nachsicht der Schwäche des Mitmenschen gegenüber .... Weise ist, wer sich nicht ärgert an den Schwächen der Mitmenschen, denn die es tun, sind selbst schwach, und sie erliegen einer Probe, die ihnen gestellt wurde zur Prüfung ihrer Geduld und Willenskraft. Denn in der Überwindung seiner selbst liegt die Stärke, und wer also stark ist, den wird die Schwäche des Mitmenschen nicht erregen, sie wird ihn nicht unmutig machen und kein Anlaß sein zur Ungeduld. Und wer sich zur Duldsamkeit erzieht, der wird auch den Mitmenschen überzeugen können, so dieser fehlt, und also guten Einfluß auf ihn ausüben; niemals aber erreicht er dies, solange sein Wesen erregt ist, denn dies löst auch Erregung beim Mitmenschen aus und bestimmt diesen zum Widerspruch. Es kann den Menschen die Duldsamkeit nicht genugsam gepredigt werden, und ständig sollen sie sich in der Gewalt haben, auf daß nicht die Macht Gewalt über ihn gewinnt, die seinen geistigen Rückgang anstrebt. In dieser Gefahr ist der Mensch, sowie er schwach wird, denn die Schwäche nützet der Gegner Gottes, um den Menschen zu Fall zu bringen. Er möchte ihn zu lieblosem Handeln und Denken veranlassen, und oft genügt ein geringer Anlaß, und er erreicht sein Ziel. Daher ist ständige Wachsamkeit geboten und ständiges Ringen mit sich selbst. Im Kampf mit sich selbst erstarkt der Mensch, der Kampf wider den Mitmenschen macht ihn schwach. Das sollte ein jeder bedenken und dementsprechend sich verhalten, so er in Lagen kommt, wo er auf die Probe gestellt wird. Sein Kampf soll nur ein Kampf gegen die Lieblosigkeit sein, sonst aber soll er geduldig anhören, was ihn zur Widerrede reizt. Er wird innerlich erstarken und die Schwäche des Mitmenschen nachsichtig beurteilen und dadurch geistig reifen, denn nur durch Überwindung seiner selbst schreitet der Mensch in seiner Höherentwicklung fort .... Amen
B.D. 2149 empfangen am 12.11.1941 Unwissenheit und ihre Auswirkung .... Der Erdenwandel ist bestimmend für das Leben im Jenseits, doch selten nur wird ihm die schwerwiegende Bedeutung zugemessen, vielmehr ein jenseitiges Leben als zweifelhaft hingestellt, dem Erdenleben aber ein anderer Zweck unterlegt .... die Umgestaltung und Vermehrung dessen, was dem Menschen zugänglich ist in der Schöpfung. Es betrachtet der Mensch sich und seine Tätigkeit als notwendig für die Schöpfung, nicht aber die Schöpfung als Mittel zum Zweck, das überhaupt nur seinetwegen entstanden ist. Und folglich ist sein Sinnen und Trachten in keiner Weise gewinnbringend für seine Seele, wenn er nicht tief gläubig ist und ein Leben nach dem Tode ihm zur Gewißheit geworden ist. Der Lebenswandel dessen wird seiner Gläubigkeit entsprechen, doch der Ungläubige nützet seinen Erdenwandel nicht zum Umgestalten seiner selbst, sondern zum Umgestalten dessen, was ihn umgibt, d.h.,er formt sich sein Erdenleben zu einem behaglichen und genußreichen Dasein, er formt sein Äußeres, seine Lebensverhältnisse und sucht nur erhöhte Lebensfreude. Und zu diesem Zweck schafft und gestaltet er irgendwelche Dinge, die wieder zum vermehrten Wohlleben dienen für sich oder seine Mitmenschen. Doch des Geistes im Menschen achten sie nicht und lassen ihn daher in einem gefesselten Zustand. Folglich erkennen sie weder den Sinn und Zweck der Schöpfung noch den ihres Erdenlebens. Sie sind ohne Wissen um ihre Aufgabe, um den Gang alles Wesenhaften durch die Schöpfung, um den Werdegang der Seele und um die Auswirkung eines verfehlten Erdenlebens. Sie wissen nicht um den Zustand im Jenseits, um die Leiden einerseits und das Glück andererseits, das die Folge eines verkehrten oder rechten Erdenwandels ist. Und diese Unwissenheit ist größtes Hindernis auf dem Weg nach oben, denn Unwissenheit ist Dunkelheit des Geistes, und die Dunkelheit läßt sie den rechten Weg nicht finden. Und darum ist es so notwendig, daß diesen Menschen Aufklärung geboten wird, daß sie von dem Zweck und Ziel des Erdenlebens unterwiesen werden, daß ihnen das jenseitige Leben eindringlich vorgestellt wird und ihr Sinnen und Trachten gewendet und hingelenkt wird auf das Leben nach dem Tode. Es ist notwendig, daß den Menschen darüber Kunde zugeht, auf daß sie von ihrem rein weltlichen Trachten abgehen und ihr Erdenleben in andere Bahnen lenken, daß sie ihrer Seele gedenken und sich entschließen, an ihrer Seelenarbeit zu beginnen. Denn die Zeit auf Erden ist kurz, unendlich lang aber die Zeit, die sie im Jenseits in Dunkelheit verbringen müssen, so sie das Licht auf Erden nicht angenommen haben, das ihnen durch Gottes Liebe immer wieder angeboten wird .... Amen
B.D. 2150 empfangen am 13.11.1941 Tätigkeit des Geistesfunken im Menschen .... Der Wendepunkt im Erdenleben ist der Moment, wo die Seele dem Geist in sich die
Freiheit gibt, daß dieser sich zur Höhe schwingen kann, um mit dem Geistigen außerhalb der menschlichen Seele in Verbindung zu treten. Je früher dieser Vorgang einsetzt,
desto eher erreicht der Mensch den Reifegrad, der Vorbedingung ist zum Empfangen
von Licht und Wissen. Es ist der Mensch unwissend, solange der Geist in ihm noch
nicht tätig ist, solange der göttliche Funke im Menschen schlummert, denn es kann das
Geistige sich der menschlichen Seele nicht offenbaren; sie ist gleichsam unfähig, eine
geistige Mitteilung zu fassen, denn ihr Reich ist die Erde, die Materie .... und Geistiges
ist ihr noch völlig fremd. Erst wenn der Geistesfunke in ihr selbst tätig wird und versucht, Wissen aus dem geistigen Reich zu vermitteln, beginnt sie zu begreifen. Es wird
der Mensch so lange kein Verständnis haben für das, was nicht irdisch sichtbar oder
greifbar ist, wie er sich nicht näher damit befaßt. Letzteres tut er aber erst dann, wenn
ihm das irdisch Sichtbare und Greifbare nicht mehr genügt, also wenn die Erfüllung des
körperlichen Begehrens ihm reizlos erscheint, er den Körper also außer acht läßt und
Verlangen trägt nach höherem Wissen; .... wenn er plötzlich ein Manko erblickt in seinem derzeitigen Zustand .... wenn ihm das Leben nicht genügt, das er führt, und er sein
Augenmerk richtet auf Dinge, die er mit bloßem Kopfverstand nicht ergründen kann.
Dann grübelt er, also er sendet seinen Geist zur Höhe, und nun verbindet sich der Geist
mit dem Geistigen außer sich, das der Wesensart des Menschen entspricht. D.h., ist der
Mensch gut und edel, wahrheitsliebend und im Verlangen nach Gott stehend, dann verbindet sich sein Geist mit dem Geistigen, das im gleichen Streben stand, das also das
Gute, Wahre und Göttliche verkörperte .... Amen
B.D. 2151 empfangen am 14.11.1941 Ungewöhnliche Aufgabe .... Ungewöhnliche Kraft .... Eine ungewöhnliche Aufgabe setzt auch ungewöhnliche Kraft voraus, und um diese
Kraft empfangen zu können, muß auch das Streben des Menschen ungewöhnlich groß
sein, d.h., es muß der Wille des Menschen immer und immer wieder bereit sein, den
göttlichen Willen zu erfüllen. Es genügt nicht das einmalige Einverständnis und die
Bereitschaft, Gott dienen zu wollen. Es muß der Mensch sich immer wieder von neuem
Gott zur Verfügung stellen, um immer wieder von neuem Kraft aus Gott empfangen zu
können. Denn des Menschen Wille soll erstarken, es soll der Mensch bewußt die Verbindung mit Gott suchen, weil dies erst die Trennung von der Welt bedeutet, die dann
erst die Aufnahmefähigkeit für göttliche Kraft sichert. Erklärt sich der Mensch einmal
bereit und wäre dies genügend für die spätere Aufgabe, so würde nun die weitere Entwicklung auch dann gewährleistet sein, wenn des Menschen Wille schwach oder dem
Gegner Gottes zugewandt wäre. Und diesem Zustand wird ein jeder Mensch zeitweise
ausgesetzt sein und muß es auch sein, weil das Ringen des Gegners gleichfalls einsetzt
um die Seele, und Gott ihm auch dieses nicht verwehrt. Es würde also dann der Mensch
nicht mehr kämpfen gegen seinen Feind sondern Gott Selbst, und (es, d. Hg.) hätte dies
eine sichere Höherentwicklung zur Folge, die aber dann nicht mehr den freien Willen
zum Anlaß hätte. Geistige Freiheit ist nur möglich, wenn sich der Mensch gänzlich frei
gemacht hat von der ihn beherrschen wollenden bösen Gewalt .... Amen
B.D. 2152 empfangen am 15.u.16.11.1941 Geistiger Austausch nötig zum Reifen der Seele .... Der immerwährende Austausch geistigen Gutes (Gedanken) von gebenden geistigen
Wesen zum Menschen und von diesem zum Mitmenschen ist so unendlich wertvoll
und trägt zur Umgestaltung des menschlichen Denkens ungeheuer viel bei. Es gibt keinen Weg, der einfacher genannt werden kann, daß die Menschheit ins rechte Wissen
geleitet wird. Denn dies ist die aufschlußreichste und wahrste Erklärung dessen, was
dem Menschen noch zu Fragen Anlaß gibt. Doch dieser Weg wird nicht oft gegangen,
selbst wenn er den Menschen gewiesen wird .... Jede Austauschmöglichkeit wird unterbunden, sowie dem Menschen der Glaube genommen wird an jenseitige Kräfte und deren Wirken. Dieser Glaube aber kann nicht durch Zwang dem Menschen erhalten bleiben, auch äußern sich diese Kräfte nur, wo der Glaube an ihr Wirken besonders stark ist, denn es ist der Glaube Voraussetzung, daß der Mensch nach innen horcht, und erst dann kann er die Stimme jener geistigen Geber vernehmen. In anderer offensichtlicher Weise aber können sich die geistigen Freunde nicht äußern, soll die Freiheit des Glaubens nicht angetastet werden. Denn ein Mensch, der gezwungen würde, an jenseitiges Wirken zu glauben, würde auch gezwungen zu seinem Handeln und Denken und könnte daher niemals den Vollkommenheits-grad erreichen. Andererseits aber ist der Austausch mit Geisteskräften unbedingt nötig dazu, denn deren gedankliche Beeinflussungen regen den Menschen an zur bewußten Arbeit an seiner Seele. Diese Arbeit muß aber getan werden und wird vernachlässigt, wo die gedankliche Beeinflussung nicht stattfinden kann durch Unglauben oder offenen Widerstand gegen das Wirken jenseitiger Kräfte. Denn es steht dem Menschen frei, wie er sich entscheidet, also es wird ihm auch das irdische Leben belassen, wenngleich er es nicht nützet zu seinem Seelenheil .... Amen
B.D. 2153 empfangen am 16.11.1941 Weiterleiten der Wahrheit .... Eine unermeßliche Fülle göttlicher Gnade strömt dem Menschen zu, der sich Gott zu eigen gibt und Seine Kraft begehrt. Denn ihn erfaßt die Liebe Gottes, weil er nun seine Zugehörigkeit zu Gott erkannt hat. Gott hat Sich niemals von dem Wesen gelöst, das abtrünnig wurde, da aber das Wesen selbst sich von Gott lossagte, sich also von Ihm entfernte, konnte die Liebe Gottes ihm nicht zuströmen. Nun aber kehrt das Wesen von selbst wieder zu Gott zurück und öffnet sich dem Liebestrom, der nun in aller Fülle in ihn überfließt. Licht- und Kraftvermittlung bedeutet es, wenn das Wesen in den Strom-kreis göttlicher Liebesausstrahlung tritt, Licht geht in Form von Wissen dem Menschen zu, also wird der Lichtzustand immer Helligkeit des Geistes sein, und wer also im Licht steht, der wird dieses Licht auch strahlen lassen weit im Umkreis, daß es die Dunkelheit des Geistes durchbreche. Das Bemühen, Licht in die Finsternis zu bringen, erfordert Kraft, und diese Kraft geht dem Menschen gleichfalls zu. Er wird nun vollbringen können, was sein Wille anstrebt, nämlich den Mitmenschen das gleiche geben, was ihn beglückt, denn nun er sehend geworden ist, nun er im Licht steht, weiß er um die Glückseligkeit dessen, der im Wissen steht, und sucht dieses Wissen weiterzuleiten. Dieses Vorhaben segnet Gott, denn Seine Liebe gilt allen Seinen Wesen, auch denen, die sich von Ihm entfernt haben, und da sie von selbst nicht zu Ihm zurückverlangen, gibt es nur noch die Möglichkeit, daß sie zurückgeführt werden durch Gott ergebene Menschen, die es sich zur Aufgabe machen, jenen helfend beizustehen. Und diesen vermittelt Gott Seine Gnade. Er bildet sie aus zu Seinen rechten Vertretern auf Erden, Er gibt ihnen Seinen Willen kund und führt sie ein in die Wahrheit, so daß sie nun die Wahrheit vertreten können und den göttlichen Willen denen künden, die noch auf falscher Fährte sind. Und wer Ihm dienen will, der wird wahrlich nicht kraftlos bleiben; er wird Dinge zu leisten vermögen, die eben nur mit der Kraft aus Gott vollführt werden können und die den Menschen beglücken, der diese Gabe dankend in Empfang nimmt, der sich also belehren läßt von dem, der sich Gott zum Dienst anbietet. Und also strahlet das Licht weit im Umkreis. Und es wird dringen bis in die Finsternis, es wird erleuchten die Nacht, und die Dunkelheit wird weichen müssen, denn die Liebe zu Gott bestimmt den Menschen, sich Ihm hinzugeben, und die Liebe zum Mitmenschen bestimmt ihn, das Empfangene weiterzuleiten, und beides vermag er durch die göttliche Gnade, die ihm in aller Fülle zuströmt als Ausfluß göttlicher Liebe .... Amen
B.D. 2154 empfangen am 17.u.18.11.1941 Göttliches Geisteswirken bedingt ungezweifelten Glauben .... Göttliches Geisteswirken bedingt einen ungezweifelten Glauben, denn göttliches
Geisteswirken ist der Zustrom der Kraft aus Gott, der verständlicherweise niemals
einem Menschen zuteil werden kann, der nicht vollgläubig ist. Was der Geist aus Gott
dem Menschen vermittelt, ist oft vom menschlichen Verstand nicht zu fassen. Der
Glaube jedoch bejaht alles, auch wenn es der Verstand nicht faßt. Gibt Gott Sich aber
durch den Geist kund, dann will Er auch, daß das, was Er gibt, im Glauben angenommen wird, denn Seine Gabe ist zu köstlich, als daß sie auch denen zugehen könnte, die
schwach sind im Glauben, also an der göttlichen Wahrheit zweifeln würden. Dem gläubigen Menschen erscheint nichts unmöglich, nichts unfaßbar und nichts unausführbar,
folglich nimmt er eine jede Lehre an, ohne die Wahrhaftigkeit derer anzuzweifeln. Der
Unglaube aber setzt Schranken; es wird, wer im Unglauben steht, immer Einwände
machen, weil er das Wirken des Geistes im Menschen nicht kennt, weil er nichts weiß
und weil er nun urteilet seinem Weltverstand entsprechend. Denn der Ungläubige wird
niemals direkt die Wahrheit empfangen können, sondern sie muß ihm übermittelt werden. Folglich wird er, weil er nicht glauben kann, die Mitteilung dessen, der den Geist
aus Gott in sich wirken läßt, verwerfen, denn er ist noch nicht empfangsfähig für die
göttliche Wahrheit. Der Glaube muß stark sein, dann erst wird der Mensch so, daß er
sich in tiefster Demut Gott unterstellt. Er muß glauben an Gott, dann erst wird er so zu
leben sich bemühen, wie es Ihm wohlgefällt. Um den Willen einer Macht zu erfüllen,
muß die Macht zuvor anerkannt werden, und dies ist Glaube .... (18.11.1941) Der gläubige Mensch erkennt die Wahrheit als solche, der Ungläubige aber ist überzeugt, daß ihm Unwahrheit geboten (wird, d. Hg.),und er lehnt ab. Er hat aber auch nicht das Verlangen nach der Wahrheit, ansonsten in ihm der Ablehnungswille nicht so groß wäre, denn Glauben-Können ist erst die Folge des Glauben-Wollens. Will der Mensch zum Erkennen kommen und es fällt ihm schwer zu glauben so ist Gottes Liebe unausgesetzt um ihn bemüht, denn sein Wille ist ausschlaggebend. Gedanklich wird er unterwiesen, und gedanklich werden ihm viele Weisheiten nahegebracht, die er immer wieder prüft, und sein Ablehnungswille wird immer schwächer. Es ist dies auch ein Wirken des Geistes, nur in anderer Form als die direkten Vermittlungen der Weisheiten aus Gott, die eine Vollgläubigkeit voraussetzen. Doch der Wille zur Wahrheit ist schon ein Bejahen der ewigen Gottheit, also ein unbewußtes Glauben, und diesen vermehret und stärket Gott, sowie es dem Menschen ernst ist darum. Werden jenem Menschen nun die direkten Äußerungen des Geistes nahegebracht, so wird er sich zwar nicht sofort bejahend einstellen, aber sie werden Anlaß sein für ihn zum Nachdenken. Und er wird erkennen, daß das ihm Gebotene nicht abweicht von seinem Gedankengut, er wird den Gleichklang dessen erkennen, was ihm gedanklich zuging und was ihm nun vermittelt wird. Und so lernt er glauben, weil er glauben wollte, denn ihm selbst unbewußt strebt er Gott an. Und Gott läßt ihn nicht vergeblich streben, Gott läßt Sich finden, so Er gesucht wird, und kommt ihm Selbst entgegen in Form von Wahrheit, die er nun als solche erkennen wird. Unausgesetzt strömt die Kraft aus Gott den Menschen zu und unausgesetzt wirket der Geist Gottes in jenen Menschen, die sich entsprechend gestalten, daß Er in ihnen wirken kann, denn Gott will die Wahrheit verbreiten, Er will die Menschen der geistigen Dunkelheit entreißen, und wo der Geist Gottes wirket, dort ist Licht und Helligkeit .... Amen
B.D. 2155 empfangen am 18.11.1941 Würdigung der göttlichen Gabe Voraussetzung zum Empfangen .... Nichts bleibt dem Menschen verborgen, was er zu wissen begehrt, nur muß er den
rechten Weg gehen. Er muß sich dorthin wenden, wo ihm wahrheitsgemäß Aufschluß
gegeben werden kann. Weltliches Wissen ist Stückwerk, doch was die Welt ihm nicht
geben kann, das kann Gott ihm vermitteln, und wahrlich ohne Irrtum, weil Gott nicht
irren kann und Seinen Geschöpfen nur die reine Wahrheit zugänglich machen will. Es
ist nicht Gottes Wille, daß des Menschen Wissen beschränkt ist .... es ist nicht Sein Wille,
daß er in Unkenntnis durch das Erdenleben gehe, doch Er wird nicht das Wissen den
Menschen zuwenden, die kein Verlangen danach haben und die göttliche Gabe folglich
nicht würdigen .... Amen
B.D. 2156 empfangen am 19.11.1941 Kraftströmung aus dem Lichtreich .... Aus dem Reiche des Lichtes strömen unentwegt den Menschen Kräfte zu, und es könnte die Menschheit wahrlich in kurzer Zeit erlöst sein, würde sie die ihr zuströmenden Kräfte nützen nach göttlichem Willen. Doch nur wenige Menschen bedienen sich dieser Kraft aus dem Lichtreich, diese aber schreiten schneller in ihrer Entwicklung vorwärts. Also ist es auch möglich, sich während des Erdenlebens zum Lichtwesen zu gestalten, sowie der Mensch dazu den ernsten Willen hat. Unfähig ist er nicht, nur zumeist unwillig. Soll nun die Unwilligkeit gewandelt werden in einen Gott-ergebenen Willen, so muß dem Menschen das Wissen übermittelt werden um die Auswirkung des unrechten wie des rechten Willens im Erdenleben und im Jenseits. Der unrechte Wille auf Erden ist Hindernis zum Empfangen der Kraft aus dem Lichtreich, und ohne Kraft ist der Aufstieg zur Höhe unmöglich, also das Los im Jenseits nach dem leiblichen Tode seinem Unvollkommenheitszustand entsprechend ein Zustand der Not und Pein, während der rechte Wille Kraft und Gnade von Gott erbitten läßt und dies ihm den Aufstieg zur Höhe sichert, also nach dem Tode ihm ein freies, unbeschwertes Leben in Kraft und Seligkeit beschieden ist. Das Wissen um die Folgen seiner irdischen Einstellung kann den Menschen bestimmen, sich aus eigenem Antrieb den gebenden Wesen des Lichtreiches zuzuwenden und sie um Hilfe anzurufen in seiner irdischen Schwäche und Not. Und nun kann ihm die Kraft vermittelt werden. Nur den guten Willen benötigen die Lichtwesen .... den Willen, das Rechte zu tun und Gott dadurch näherzukommen. Dieser Wille trägt dem Menschen den Zustrom geistiger Kraft ein, und er kann dann ausführen, was sein Wille anstrebt .... er wird sich Gott nähern im Denken, im Handeln und im Reden. Er kann dann nichts vollbringen, was dem Willen Gottes entgegen geht; er kann nur schwach werden, so das Anfordern der Kraft, das Gebet, schwächer wird; aber immer wieder wird er zu Gott zurückfinden und es fühlen, daß er auf dem rechten Wege ist, so er sich Gott und Seiner Gnade überläßt. Der Widerstand des Menschen macht die Zuwendung der Kraft aus dem Lichtreich unmöglich, denn wirksam kann die Kraft nur dort werden, wo sie widerstandlos entgegengenommen wird. Und darum soll den Menschen von seiten der Kraftträger auf Erden .... das sind die Menschen, die den Kraftstrom aus dem Lichtreich willig in Empfang nehmen .... das Wissen um die Wirkung dieser Kraft sowohl als auch um das Manko eines kraftlosen Erdenmenschen nahegebracht werden, auf daß er sich nun selbst entscheide und gleichfalls die Zuwendung der Kraft erbitte, die unbedingt erforderlich ist zur Umgestaltung seines Wesens, solange er auf Erden weilt .... Amen
B.D. 2157 empfangen am 19.11.1941 Vereinigung von Seele und Geist durch Liebetätigkeit .... Die Kraft, die euch Gott vermittelt durch Sein Wort, spüret ihr weniger körperlich,
und dennoch werdet ihr frei werden, denn die Fesseln der Seele werden dadurch
gesprengt, und sie wird fähig, die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen. Unausgesetzt sollt ihr ringen und bitten um die Kraftzuwendung, und darum empfindet der
Körper diese nicht, auf daß der Mensch nicht nachlässig werde im Streben. Erbittet er
sich die Kraft von Gott, so wird er unweigerlich damit bedacht, und es kann niemals
rückschrittlich sich gestalten, wer die Kraft aus Gott anfordert. Denn vergeblich wird
Gott keinen Menschen bitten lassen um eine Gabe, die der Seele zum Vorteil gereicht.
Geht euch Menschen die Kraft aus Gott zu in Form Seines Wortes, so ist auch der Geist
in euch erwacht und kann sich der Seele verständlich machen, d.h., die Seele ist fähig,
die Belehrungen des Geistes entgegenzunehmen. Sie ist also schon in einer gewissen
Freiheit und nützet diese Freiheit zum Anschluß an den Geist, der sich gleichfalls mit
ihr vereinigen will. Erst wenn die Seele mit dem Geist vereinigt ist, hat sie den Reifegrad
erreicht, der ein lichtvolles Jenseits zur Folge hat. Seele und Geist waren bei Beginn der
Verkörperung nicht verbunden. Es wußte die Seele nichts von dem göttlichen Funken,
den sie in sich barg. Erst durch die Liebetätigkeit ward es ihr bewußt, weil sich nun erst
der Geist äußerte. Ziel und Zweck des Erdenlebens ist die Vereinigung von Seele und
Geist .... was nur durch die Liebe erreicht werden kann. Liebetätigkeit trägt der Seele
Kraft ein, also kann sie das Wirken des Geistes spüren .... sie kann dessen Belehrungen
entgegennehmen, sie faßt die Weisheiten, die ihr vermittelt werden und kann sie daher
auch weitergeben. Dies alles benötigt Kraft, die sie von Gott anfordern kann durch inniges Gebet oder sich selbst erwirbt durch ständiges Liebeswirken, durch welches sie
gleichfalls die Kraft aus Gott anstrebt. Der Geist im Menschen wird stets zur Liebe
antreiben, da er selbst ein göttlicher Liebesfunken ist .... Amen
B.D. 2158 empfangen am 20.11.1941 Erdenprobe .... Probeweise ist euch das Erdenleben gegeben. Besteht ihr diese Probe nicht, so ist euer Los nach dem Abscheiden von der Erde weiter ein gebundenes, denn der Wille kann nicht zwangsweise so gerichtet werden, daß ihr das tut, was euch aus der Gebundenheit erlöst. Erlösung kann nur durch Hingabe eures freien Willens gefunden werden, weil der freie Wille ehemals sich Gott widersetzte, und im Erdenleben habt ihr Menschen oft genug Gelegenheit, euren Willen zu opfern. Der Körper wird unausgesetzt drängen nach Erfüllung seines Verlangens, und dann muß der freie Wille einsetzen und dem Verlangen des Körpers widerstehen aus Liebe zu Gott .... dann strebt er bewußt seine Erlösung an. Also sind alle irdischen Freuden und die Verlockungen dieser Welt nur ein Mittel zum Zweck, daß der Mensch seinen freien Willen tätig werden lasse und alles hingibt, weil er dem Willen Gottes sich unterwerfen will. Die Erlösung aus der Form, aus dem unfreien Zustand, wiegt jedes Opfer auf, die der Mensch auf Erden gebracht hat. Er braucht nun keine nochmalige Fessel zu fürchten, sowie er aus diesem Leben scheidet, sondern sein Zustand wird ein freier sein, er wird Erlösung aus jeglicher Hülle bedeuten. Zwangsmäßig also kann der Wille nicht gerichtet werden Gott entgegen, und freiwillig geben nur wenige Menschen ihren einstigen Widerstand gegen Gott auf. Es ist also die Menschheit in größter Gefahr, denn das Erdenleben geht schnell vorüber, und es ist nicht zweckentsprechend gelebt worden. Die Menschen unterstellen ihren Willen nach wie vor der Gegenmacht, die ihre Gebundenheit verschuldet hat. Und das ist Anlaß zu einem Eingriff von seiten Gottes, der die Aufmerksamkeit der Menschen auf Seinen Willen lenken soll, auf daß sie sich aus der Gewalt des Gegners befreien und zu Gott flüchten .... Amen
B.D. 2159 empfangen am 21.11.1941 Kraft des göttlichen Wortes .... Die Entgegennahme des göttlichen Wortes wird den Menschen in den Zustand versetzen, die Aufgabe zu erfüllen, die Zweck seines Erdenlebens ist. Gott hat den Menschen Seine Gnade und Kraft zugesichert, die guten Willens sind, und ihren guten Willen bekunden sie, so sie Ihn hören .... so sie Sein Wort in sich aufnehmen und sich
bemühen, es zu befolgen. Der Wille ist entscheidend, und der gute Wille führt entschieden zu Gott, denn die Kraft, die Seinem Wort entströmt, führt wieder zu Ihm zurück.
Sie drängt den Menschen, der willig ist, in den Stromkreis göttlicher Liebe, und was
Gottes Liebe einmal gespürt hat, kann nimmermehr ohne diese Liebe sein .... Amen
B.D. 2160 empfangen am 22.11.1941 Gott als „Wesenheit“ oder „Naturkraft“ .... Für das Weltall gelten die göttlichen Gesetze, die von Ewigkeit dem Schöpfungswerk
zugrunde liegen. Keine Gegenmacht wird diese Gesetze umstoßen oder verändern
können, und diese Gesetzmäßigkeit bestimmt die Menschen oft zum Verneinen einer
wesenhaften Gottheit. Und dies hat seinen Grund darin, daß der Mensch selbst als
Wesen unbeständig ist, daß er seinen Willen oft ändert, daß er willkürlich bald das eine,
bald das andere tut je nach seinem Denken, das gleichfalls eine gewisse Willkür oder
Unbeständigkeit bezeugt. Der Mensch, der durch seine Unvollkommenheit noch kein
sicheres Gefühl hat dafür, wann sein Handeln und Denken so gut und weise ist, daß es
keiner Verbesserung mehr bedarf, legt den gleichen Maßstab an dem göttlichen Schöpfer an, Der doch in Seiner höchsten Vollkommenheit und Weisheit den Sinn und Zweck
eines jeden Schöpfungswerkes erkennt und erkannt hat seit Ewigkeit. Folglich bedürfen
Seine Schöpfungen keiner Verbesserung, sondern sie sind ewiglich den Gesetzen unterworfen, die Gott für weise und gut hielt, daß Er sie Seinen Schöpfungswerken zu
Grunde gelegt hat. Das ewig-Unveränderliche entspricht also nicht der menschlichen
Vorstellung einer Wesenheit, folglich wendet der Mensch zumeist den Ausdruck
„Naturkraft“ an für das, was er unter „Gott“ sich vorstellt. Einer Kraft aber ist alles willenlos preisgegeben, weil einer Kraft allein gewissermaßen ein bestimmender Wille
abgesprochen werden muß, während das Anerkennen eines Willens auch das Anerkennen einer Wesenheit bedingt. Eine Kraft wirkt elementar, und ein Wille ist dann
erkennbar, wenn der Kraft Einhalt geboten wird. Es würden also ständig Schöpfungen
entstehen, niemals aber sich in sich verändern, wenn nur die Kraft, jedoch kein Wille
tätig wäre. Der Wille aber formt erst das Entstehende .... Amen
B.D. 2161 empfangen am 22.11.1941 Bedeutung der Zuwendung desgöttlichen Wortes .... Achtlos gehen die Menschen am göttlichen Wort vorüber, und kraftlos wandeln sie
daher auf Erden. Ohne Kraftvermittlung aber kommen sie nicht zum Ziel. Und immer
wieder tritt ihnen Gott mit Seiner Liebe entgegen und bietet ihnen das Kostbarste an,
Sein Wort, das ihnen den Weg nach oben erleichtern soll, das ihnen Kraft zuführen und
sie fähig machen soll, zu leben nach dem Willen Gottes. Was die Zuwendung des göttlichen Wortes für die Menschen bedeutet, können sie nicht ermessen .... daß Gott Selbst
mit den Menschen spricht, mit den Wesen, die sich ursprünglich abwandten von Ihm .... die in verkehrtem Willen und in Hochmut aufbegehrten wider Ihn .... daß Er ihnen
Seine Liebe zuwendet und es ihnen leichtmachen will, ihre einstige Sünde gutzumachen, daß Er ihnen den Weg der Rückkehr zum Vater zeigt und ihnen Seinen Willen
kundtut .... daß Er ihnen Gnade und Kraft verheißt, so sie diesem Seinem Willen nachkommen, Liebe üben und Seine Kraft anfordern .... Seine Liebe und Sein Erbarmen mit der Menschheit kennt keine Grenzen, und wo Seines leise gesprochenen Wortes nicht geachtet wird, dort wird Seine Stimme laut und
vernehmlich ertönen, so daß erzittern werden, die Seiner nicht geachtet haben. Und es
wird sich erfüllen, was Gott durch Sein Wort verkündet hat. Denn Gottes Wort ist
Wahrheit, es ist unveränderlich .... Amen
B.D. 2162 empfangen am 23.11.1941 Annehmen des Wortes der Wahrheit
Der Geist aus Gott gibt nur Wahrheit, und was er dem Menschen kündet, kann unbedenklich als solche hingenommen werden. Ob und wann jedoch der Geist aus Gott am
Werk ist, das wird wieder nur der gläubige Mensch zu beurteilen vermögen, denn der
Ungläubige erkennt ein solches Geisteswirken überhaupt nicht an. Der gläubige
Mensch bemüht sich, in der Liebe zu leben, und ist dadurch schon fähig, Gott zu erkennen, wo Er Sich äußert. Und daß so viele gläubig sein wollende Menschen dem göttlichen Wort, das Ergebnis des Wirkens des göttlichen Geistes im Menschen ist, Widerstand entgegensetzen, ist bezeichnend für die Seichtigkeit ihres Glaubens. Sie können
wohl alles befolgen, was zu tun ihnen ihre Kirche vorschreibt, doch so sie die Liebe
nicht haben, ist alles nur leere Form, und sie gehen noch in Dunkelheit des Geistes
dahin. Dann erkennen sie auch das Licht nicht, das ihnen leuchtet, denn erst die Liebe
im Herzen des Menschen schärft die Erkenntniskraft. Und wo der Wille zum Guten
und Rechten vor Gott im Herzen wurzelt, dort wird gleichfalls das Erkennen sein, denn
in jenen erwacht auch der göttliche Geistesfunke zum Leben und treibt den Menschen
an zur Liebe .... Amen
B.D. 2163 empfangen am 23.11.1941 Verbindung vom Jenseits zur Erde .... Der reingeistige Gedankenaustausch zwischen dem Menschen und den jenseitigen belehrenden Wesen bringt Ergebnisse zuwege, die ungemein aufschlußreich sind und dem Menschen ein Wissen vermitteln, das ihm irdisch niemals vermittelt werden kann. Und darum ist es weit vorteilhafter, mit diesen belehrenden Wesen in Fühlung zu treten, als sich irdisch-Lehrenden anzuvertrauen, denn letztere brauchen nicht unbedingt in der Wahrheit zu stehen und werden doch ihr Wissen als Wahrheit betrachtet haben wollen, während die jenseitigen Wesen reinste Wahrheit zur Erde leiten, sowie der Mensch solche begehrt. Selbst geistige Wahrheit muß in Liebe dargeboten werden, wenn sie vom Herzen entgegengenommen werden soll .... nicht immer aber ist Liebe zum Mitmenschen der Anlaß, daß der Belehrende sein Wissen ihm zu vermitteln sucht. Die jenseitigen Wesen aber sind so erfüllt von Liebe zu den Menschen, daß sie ihnen die Wahrheit darbieten möchten und nur empfangswillige Menschen suchen, die diese Wahrheit entgegennehmen, um sie auf Erden zu verbreiten. Wo also Liebe zum Mitmenschen tätig ist, dort schützet Gott sowohl den Gebenden als auch den Empfangenden vor Irrtum, denn dann gibt Gott dem Menschen die Erkenntnis dessen, was Wahrheit ist, wenngleich der Belehrende sein Wissen durch weltliches Studium erworben hat. Denn ist der Mensch liebefähig, dann öffnet er unbewußt sein Herz dem Einfluß der geistigen Welt, und diese leitet seine Gedanken recht. Es ist die Liebe immer eine gewisse Sicherheit für rechtes Denken. Die geistige Verbundenheit mit dem Jenseits ist aber dennoch dem irdischen Studium vorzuziehen, denn es wird der Mensch von jenen Wesen über alles unterrichtet, da ihnen nichts fremd ist, sondern ihr Wissen erstreckt sich auf alle Gebiete, und folglich können sie das umfangreiche Wissen auch den Menschen auf Erden vermitteln. Sie benötigen nur die Aufmerksamkeit der Menschen, und davon hängt es ab, welche Weisheiten ihnen unterbreitet werden. Gebebereit sind die jenseitigen Wesen stets, doch die Fähigkeit, die Wahrheit in Empfang zu nehmen, ist nicht immer die gleiche. Die geistigen Gaben dürfen aber nur dort geboten werden, wo der Mensch den ernsten Willen hat, solche zu empfangen. Und es wird der Wille des Menschen immer mehr der Wahrheit zugewandt sein, je weiter er in das Wissen eingedrungen ist .... d.h., läßt sich der Mensch einmal unterweisen von den jenseitigen Wesen, so steigert sich auch sein Verlangen nach immer tieferen göttlichen Weisheiten, und dann steigert sich auch die Fähigkeit, das ihm Dargebotene als Wahrheit zu erkennen und es direkt entgegenzunehmen. Diese Fähigkeit ist eine große Gnade, die Gott dem Menschen schenkt, der an Ihn glaubt und Sein Wirken anerkennt. Denn es müssen die jenseitigen Kräfte erst anerkannt werden, bevor sie sich äußern können, d.h., der Glaube an das Wirken jenseitiger Kräfte läßt die Liebe dieser Kräfte tätig werden, und sie sind bereit, dem Erdenkind erschöpfend Aufschluß zu geben über alle Fragen, die der Mensch ihnen nun gedanklich stellt. Wissend werden kann also ein jeder Mensch, doch solange ihm der Glaube mangelt, daß Gott Sich jener Kräfte bedient, um den Menschen einzuweihen in Sein Walten und Wirken, kann solches auch nicht offenbar werden .... Amen
B.D. 2164 empfangen am 24.11.1941 Ablehnen geistiger Wahrheiten beweist Gottferne des Menschen .... Wie weit sich die Menschen von Gott entfernt haben, ist daraus ersichtlich, welche
Ablehnung die geistige Vermittlung bei ihnen findet. Die Möglichkeit einer göttlichen
Offenbarung halten sie für gänzlich ausgeschlossen und treten daher dem Inhalt nicht
erst näher, also erkennen sie weder einen Gott der Liebe noch der Allmacht an, wenn sie
so schnell ablehnen. Und also sind es leere Worte, welche die Menschen nur nachsprechen, so sie von einem Gott der Liebe reden .... Amen
B.D. 2165 empfangen am 24.11.1941 Gebet für die Seelen im Jenseits, die keine Liebe auf Erden erworben haben .... Der Leidensweg einer unerlösten Seele ist den Menschen nicht zu beschreiben, und
doch sollen sie wissen, daß es ein unvorstellbar trostloser Zustand ist, den sie ertragen
muß, und dieses Wissen soll die Menschen antreiben, solchen Seelen hilfreich beizustehen, und deshalb ergeht an sie immer wieder die Mahnung, dieser Seelen nicht zu vergessen. Sie danken es den Menschen tausendfach, die ihnen in ihrer Qual Hilfe bringen
durch das Gebet für sie. Die Seelen im Jenseits, die bei ihrem Abscheiden auf Erden
Menschen zurücklassen, mit denen sie in Liebe verbunden waren, sind im Vorteil
gegenüber jenen, die sich keine Liebe auf Erden erworben haben. Ersteren folgen liebe
Gedanken und fromme Wünsche nach, oder durch inniges Gebet für solche Seelen geht
ihnen Kraft zu, und ihre Lage kann sich dadurch erheblich bessern. Jeder liebende
Gedanke wird von den Seelen wohltätig empfunden und erweckt wieder Liebe, die sich
nun äußert den gleichfalls leidenden Seelen gegenüber. Unsäglich darben und leiden
müssen aber jene Seelen, die ohne Liebe auf Erden gelebt haben. Sie sind schnell vergessen, oder es wird ihrer nur in Lieblosigkeit gedacht, und dies wirkt sich entsetzlich auf
ihren Zustand im Jenseits aus. Jeder gute Gedanke der Menschen auf Erden an die Seelen im Jenseits lindert ihre Qualen, jeder schlechte Gedanke erhöht sie, und die Seelen
selbst können sich nicht wehren oder sich Liebe der Menschen erzwingen. Nun also
wirkt sich die Liebe oder die Lieblosigkeit fühlbar aus und erleichtert der Seele das Ringen zur Höhe oder erschwert es ihr. Seelen, die gänzlich die Liebe der Erdenmenschen
entbehren müssen, sind in der finstersten Umgebung allein auf sich angewiesen, und
ihre Not ist unsagbar groß.Dieser Seelen soll ganz besonders auf Erden gedacht werden
im Gebet, daß auch sie den Segen der Fürbitte spüren, daß sie die Kraft der Liebe an
sich empfinden und dadurch eine Wandlung in ihnen vor sich geht. Denn sowie ein liebender Gedanke solche einsamen Seelen streift, merken sie auf und wenden sich dem
Ausgangsort jenes Gedankens zu, sie kommen in die Nähe des Menschen, der ihrer
erbarmend gedacht hat, und beobachten ihn und sein Wesen, sein Handeln und seinen
Gedankengang. Sie werden auch niemals einen Menschen bedrängen, der ihnen Gutes
tut, wenngleich sie selbst nur wenig guter Regungen fähig sind. Doch sie grübeln der
Ursache dessen nach, daß ihr Leidenszustand in der Nähe jener Menschen sich verringert und sie durch das Gebet für die ringenden Seelen in der Finsternis fühlbare
Erleichterung verspüren. Und sie lernen erkennen, daß die Liebe das einzige Mittel ist
zur Verbesserung ihrer Lage. Und hat die Seele diese Erkenntnis gewonnen, dann wird
sie weich und hilfswillig auch den anderen Seelen gegenüber, und sie ist der bittersten
Not entronnen. Die Menschen auf Erden können unendlich viele Seelen erlösen aus
ihrer Not, wenn sie sich vorzustellen versuchen die Hilflosigkeit dieser Seelen. Denn so
sie einen Funken Liebe in sich spüren, muß das große Leid ihnen zu Herzen gehen und
ihren Willen anregen, diesen Seelen zu helfen. Es sollen die Menschen in ihr Gebet diese
armen Seelen einschließen, denen es an Kraft mangelt, sich selbst zu helfen, sie sollen
Gott um Gnade und Erbarmen für diese Seelen anrufen, sie sollen ihnen ihre Liebe
zuwenden und niemals eines Verstorbenen in Lieblosigkeit gedenken, um die Qualen
dessen nicht zu vergrößern. Denn die Seele ist dann in größter Gefahr, daß sie gänzlich
verhärtet und jegliche gute Regung in ihr erstirbt .... Amen
B.D. 2166 empfangen am 25.11.1941 Gottes Wort
- Liebelehre .... Prüfet ihr die Lehren, die euch von oben geboten werden, so leget immer den Maß-stab an dem an, was euch durch Schrift und Wort vermittelt wurde über das Wandeln
des Herrn auf Erden. Er predigte die Liebe und Er lebte danach. Und was euch von oben
geboten wird, ist gleichfalls als Gottes Wort erkennbar, so es die Liebe predigt und den
Menschen antreibt, Jesus nachzufolgen. Was euch von oben geboten wird, ist nur das
Wissen um Dinge, welche die unendliche Liebe Gottes bezeugen, Seine Weisheit und
Seine Allmacht. Dieses Wissen soll euch Menschen zum Streben nach der Vollkommenheit veranlassen, es soll euch zum Glauben leiten, und es soll euch Gott lieben lehren,
denn nur durch die Liebe erreichet ihr das höchste Ziel, die Vereinigung mit Gott. Alles,
was dazu beiträgt, daß die Liebe in euch wächst, ist von Gott, folglich müssen auch die
Offenbarungen göttlichen Ursprungs sein, die der Mensch empfängt, der Gott in Liebe
dienen möchte, denn ihn treibt nur die Liebe zu Gott, und sein Wille ist Ihm zugewandt.
Was sich aber Gott zu eigen gibt, unterliegt nicht mehr der Macht des Gegners von Gott,
es sei denn, weltliche Interessen nehmen ihn wieder gefangen. Dann ist auch er in der
Gefahr, den Versuchungen der Welt zu erliegen. Dann aber wehret Gott den Kräften, die
das Erdenkind bedenken wollen mit geistigem Wissen. Er wehret aber auch den Gegenkräften, des Menschen Denken so zu beeinflussen, daß er Dinge niederschreibt, die Seinem Willen nicht entsprechen. Denn Gott lässet nicht fallen, die nur schwach wurden,
sondern Er hilft ihnen, daß sie wieder erstarken und ihren Willen Gott unterstellen.
Gott gibt, was Er für nötig erachtet, auch wenn es den Menschen unbegreiflich
erscheint .... Amen
B.D. 2167 empfangen am 26.11.1941 Erkenntnis derer, die Gott dienen wollen .... Wer sich auf Erden zusammenfindet zum gemeinsamen Wirken für Gott, wird auch in der gleichen Erkenntnis stehen, d.h., er wird wissen um die Wahrheit und sich für diese einsetzen. Um der Wahrheit gewürdigt zu werden, muß der Wille zum Guten im Menschen stark sein; er muß wollen, daß er dem Herrn zum Wohlgefallen lebe, und sich nach Kräften bemühen, sein Wesen zu veredeln. Dann erkennt er mit klarster Sicherheit jegliche Unwahrheit und trennt sich von ihr, er nimmt mit Überzeugung die Wahrheit an und ist völlig von ihr durchdrungen. Er hat auch die Gabe, den Kern herauszuschälen und als göttliche Weisheit zu erkennen, und läßt die äußere Schale unbeachtet. Er findet den Zusammenhang dessen, was ihm als Wahrheit dargeboten wird, und kann darum auch lehrend tätig sein. Denn um lehren zu können, muß der Mensch völlig durchdrungen sein, d.h. die Wahrheit mit dem Verstand und dem Herzen aufgenommen haben in sich. Denn nun erst setzet er sich voll Eifer dafür ein, die Wahrheit zu verbreiten unter den Menschen. Um die Wahrheit verbreiten zu können, muß der Mensch jeden Einwand widerlegen können. Denn wo die Unwahrheit ist, wird auch diese vertreten werden, und dann muß jede Gegenrede wohl erwogen werden. Und dies erfordert großes Wissen, das Gott denen vermittelt, die für Ihn streiten wollen. Und darum werden die Streiter Gottes oft in Lagen geführt, wo sie einander dienen sollen, indem sie einander zur Höhe leiten durch scheinbaren Widerspruch. Denn dieser reizt zur Gegenrede und kann doch zu einer Klärung der beiderseitigen Ansichten führen, so beide Menschen den Willen haben, Gott zu dienen. Diese bereitet Gott schon vor zu ihrer Erdenaufgabe. Gott ist ein jeder Mensch recht, der sich Ihm anträgt zur Erlösung der Seelen aus geistiger Not. Folglich wird die Wahrheit auf ganz verschieden vorbereiteten Boden fallen, immer aber die gleiche Wahrheit bleiben, und es muß der Mensch sich selbst dazu bekennen, ansonsten er nicht die Aufgabe ausführen kann, die ihm gestellt ist. Belehrt werden und wieder lehren können ist unsagbar beglückend schon auf Erden, doch selten wird dieses Glück angestrebt. Da es aber um der Menschheit willen dringend ist, daß die göttliche Lehre, die in sich reinste Wahrheit ist, den Menschen vermittelt wird, bietet Gott dem Ihm Dienen-Wollenden in außergewöhnlicher Weise die Wahrheit dar, und es ist dies ein Zuströmen geistiger Kraft auf die empfangswilligen Seelen. Es wird sich die Wahrheit Bahn brechen, und wenn dies auch zu Anfang ein schweres Beginnen ist, denn Gottes Weisheit ist Kraft, und die Kraft aus Gott dringt durch, und also werden die Lehrenden immer im gleichen Wissen und in der gleichen Wahrheit stehen und nun diese weitergeben können an die Mitmenschen, denn die Not der Zeit läßt Gott außergewöhnlich wirken, auf daß es den Seinen leicht gemacht werde, den Weg zu Ihm, in die ewige Heimat zu finden .... Amen
B.D. 2168a empfangen am 27.11.1941 Christentum
- Liebelehre .... Nur die Liebe erlöst, und nur die Lehre, die Liebe predigt, kann als christliche Lehre,
d.h. als Liebelehre Christi, des göttlichen Erlösers, angesprochen werden. Das Christen-tum ist somit die Auswirkung einer Lehre an den Menschen .... d.h., alle Menschen, die
wirklich der Liebelehre entsprechend leben, sind Anhänger dieser Lehre, also Vertreter
des rechten Christentums. Es kann sich auch der Mensch christlich nennen, der von
Jesus Christus nichts weiß und dennoch sein Leben in wahrhaft christlicher Weise, in
eifrigstem Befolgen des Gebotes der Liebe zu Gott und dem Menschen lebt. Umgekehrt
aber kann jedem Menschen christliches Denken abgesprochen werden, der nicht die
göttlichen Gebote der Liebe zum Grundsatz seines Lebenswandels macht. Und es ist
zur Zeit die Welt, d.h. die Menschheit, gar sehr wenig christlich zu nennen, denn die
Liebe ist ihr fremd geworden, und selbst das äußere Bekennen zu Christus ist oft nicht
maßgebend für christliches Denken, wenn der Mensch nicht zugleich liebetätig ist. Die
christliche Liebelehre können auch die Menschen befolgen, die sich zum Erlösungswerk noch negativ einstellen, jedoch werden sie nicht lange in ihrer Ansicht verharren,
denn wo die Liebe wirkt, dort ist das Erkennen nicht mehr weit .... und es erkennt der
Mensch als erstes, daß er Jesus Christus nimmermehr ablehnen kann; und dann erst
lebt er das Christentum bewußt ....
B.D. 2168b empfangen am 28.11.1941 Christentum
- Liebelehre .... Die Liebetätigkeit ist Voraussetzung zum Wissen um die unendliche Liebe Gottes,
denn wissend wird der Mensch erst, so er in der Liebe lebt, weil die Liebe und die Weisheit nicht ohne einander zu denken sind. Also führt die Liebe zum Erkennen, folglich
wird dem liebenden Menschen sowohl der Erlösungsgedanke begreiflich sein als auch
Jesus Christus als Erlöser der Welt. Denn sowie der Mensch im Erkennen steht, weiß er
auch um die entsetzliche Notlage, in der alles Wesenhafte sich befindet bei seinem Gang
durch das Erdenleben. Die große Entfernung des Wesens von Gott wird ihm klar wie
auch die Schwäche dessen ohne göttliche Hilfe. Und daher erkennt er auch den Segen
des Erlösungswerkes .... Amen
B.D. 2169 empfangen am 29.11.1941 Lockerung der festen Form durch Gottes Willen .... Eine unendlich lange Zeit vergeht, bevor das Wesen sich als Mensch verkörpern darf auf Erden, und diese Zeit ist die qualvollste während seines Entwicklungsganges zu nennen. Denn wenngleich die Außenform als Mensch für das Wesen auch einen Zwang bedeutet, ist er doch gering zu nennen gegenüber dem der vielen Außenformen zuvor. Besonders qualvoll für das Wesenhafte ist der Aufenthalt in der festen Form, denn bevor diese Hüllen aufgelöst sind, vergehen undenkliche Zeiten. Die Außenform als Mensch dagegen ist nur eine kurze Zeitspanne der Seele, dem Wesenhaften, als Hülle zugedacht, und es empfindet auch der Mensch diese Zeit nicht so sehr als Qual, weil der Körper, die Außenform, sich auch Annehmlichkeiten schaffen kann, die ihm den Aufenthalt auf der Erde nicht sonderlich qualvoll erscheinen lassen. Der Körper empfindet daher das Erdendasein so lange nicht bedrückend, wie er sich Erfüllung verschaffen kann. Er empfindet auch nicht den gefesselten Zustand, denn ihn fesselt nichts, als was die Menschen ihm als Fessel anlegen durch Anforderungen, die der Körper nicht leicht erfüllen kann. Für die Seele dagegen ist der Körper selbst die Fessel, die sie unfrei macht, und sie möchte dieser Fessel ledig werden. Die Seele wird daher so lange leiden unter ihrer Außenform, wie sie deren Verlangen nachkommt. Sie kann aber jederzeit die Fesseln lockern, je weniger sie des Körpers und seines Verlangens achtet. In den Vorstadien hat das Wesen gezwungen seine Tätigkeit ausgeführt, die ihm von Gott aus bestimmt wurde, und es war für das Wesen doch wieder eine Gnade, wenn es zu einer Tätigkeit berufen, d.h. zugelassen wurde, denn auch den Zustand mußte das Wesenhafte zuvor ertragen, daß es völlig untätig war .... und zwar in der festen Form, die dem Wesenhaften zum ersten Aufenthalt auf Erden angewiesen wurde. Die feste Form umschließt das Wesenhafte undenklich lange Zeit, und diesen qualvollen Zustand muß es ertragen, weil es noch völlig Gott widersetzlich ist. Es kann aber das Wesen nichts dazu tun, die feste Form aufzulösen, um sich aus dieser frei zu machen. Die Veränderung der festen Form ist vom göttlichen Willen abhängig und wird nicht beliebig vorgenommen, sondern sie ist abhängig von der Bereitwilligkeit des Wesenhaften, eine dienende Tätigkeit zu verrichten. Ersieht Gott die Willigkeit des Gebannten in der festen Form, so lockert Er diese Form und weiset ihr nun irgendwelche Tätigkeit an, die dem Ausreifen des Geistigen in der Form zuträglich ist. Es muß aber der Veränderung solcher Außenformen ein gewisser Gewaltakt vorangehen, da diese Formen das in ihnen sich bergende Wesenhafte nicht frei geben. Gottes Wille genügt, feste Formen zu zerstören oder aufzulösen, und Gottes Wille wird überall diese Außenformen lockern, wo der Wille zum Dienen vorhanden ist. Ehe sich aber eine feste Form in sich so weit verändert hat, daß sie das Wesenhafte nicht mehr als Fessel drückt, vergehen Ewigkeiten. Darum greift Gott Selbst oft ein, um das Wesenhafte aus der harten Form zu befreien, und zwar durch planmäßige Umänderungen der Erdoberfläche, die immer dann stattfinden, wenn Gott dem Wesenhaften Gelegenheit geben will zur Höherentwicklung. Solche Umänderungen sind zu beobachten immer zu Zeiten, wo das schon reifere Geistige seine irdische Aufgabe nicht erfüllt, die darin besteht, die letzte Außenform zu überwinden, wenn das Wesen in der Verkörperung als Mensch nicht die Weiterentwicklung anstrebt, sondern den eigentlichen Erdenzweck unbeachtet läßt. Dann drängt das noch gänzlich Unreife zur dienenden Tätigkeit. Es verlangt nach den Vergünstigungen, die ein Freiwerden aus der Form nach sich ziehen. Und diese Willigkeit zum Dienen bestimmt Gott, die harte Außenform des Wesenhaften zu lockern und diesem also die Möglichkeit zu geben, sich frei zu machen. Und nun kann das Wesen den Erdenweg zurücklegen in dienender Tätigkeit, und es schreitet in seiner Höherentwicklung fort. Der Aufenthalt in den nunmehrigen Außenformen dauert nun nicht mehr so lange, wie ehemals in der festen Form, doch immer noch undenkliche Zeiten, bis das Wesenhafte das letzte Stadium als Mensch antreten kann, das ihm die gänzliche Freiwerdung aus der Form eintragen kann. Die letzte Zeit als Mensch auf Erden ist nur ein Augenblick, gemessen an der langen Zeit zuvor, und es ist für das Wesen keine unmögliche Leistung, sich frei zu machen durch rechten Lebenswandel vor Gott .... Doch es steht ihm frei, wie er sein Erdenleben lebt, nur ist der gebundene Zustand nicht willkürlich beendet, so er das Erdenleben nicht genützt hat dem göttlichen Willen gemäß, und es wird das Leben im Jenseits dann gleichfalls eine Art Zwangszustand für ihn bedeuten, und dies wird ihm unvergleichliche Qualen im Jenseits eintragen .... Amen
B.D. 2170 empfangen am 30.11.1941 Zuwendung des göttlichen Wortes .... Lasset Meinen Geist in euch wirken, auf daß ihr in alle Wahrheit geleitet werdet. Es
stehen nur wenige Menschen im rechten Erkennen, und diese sind erleuchtet von Meinem Geist. Sie sind auf der Erde, und dennoch ist ihr Geist bei Mir, weil sie ein Leben in
Liebe zu führen sich bemühen und Ich immer dort sein werde, wo die Liebe ist. Geisteskraft erleuchtet sie, und also sind sie lichtdurchflutet, und Licht bedeutet Wissen .... Amen
B.D. 2171 empfangen am 1.12.1941 Allmacht, Liebe und Weisheit Gottes .... Die Allmacht, die Weisheit und die Liebe Gottes kommen in einem jeden Schöpfungswerk zum Ausdruck, doch es erkennen dies nur die Menschen, die gläubig sind
und durch den Glauben eingeführt werden in das Wissen um Sein Walten und Wirken.
Die Liebe Gottes ließ die Schöpfungswerke entstehen, um das Wesenhafte zu erlösen.
Gottes Liebe zum Wesenhaften bestimmte Seinen Willen, diesem Wesenhaften beizustehen in einer Not, die es wohl selbstverschuldet hat, die es aber ohne Seine Hilfe
nicht beenden konnte. Und Seine Allmacht und Weisheit formte Dinge, deren Bestimmung ist, die Not des Wesenhaften zu verringern. Und so schuf Gott Himmel und
Erde .... Amen
B.D. 2172 empfangen am 2.12.1941 Fürbitte für Gott-ferne Menschen .... In weitester Gottferne sind jene Menschen, die sich zu erhaben dünken, Gott anzurufen um Hilfe .... die weder glauben können an eine Macht, die hilfsbereit und allmächtig ist, noch im Gebet eine Brücke sehen, die zur ewigen Gottheit führt .... die daher auch keine Verbindung anknüpfen und somit gänzlich einsam stehen, wenn Schweres an sie herantritt, wo irdische Hilfe nichts mehr vermag. Denn so der Mensch in dieser Not nicht zu Gott findet, ist dies ein Beweis, daß er noch in krassem Widerstand gegen Gott verharrt, daß ihm das Erdenleben noch keine Höherentwicklung eingetragen hat, daß er demnach in einem sehr dürftigen Zustand ist, so er das Erdenleben aufgeben muß. Er hat noch nichts bewußt an sich getan, um auf eine höhere Stufe zu gelangen. Ihm mangelt es auch dazu an Kraft, da er diese nicht im Gebet angefordert hat. Und doch sollen auch jene Menschen den Segen des Gebetes verspüren, denn sie werden eine merkliche Nachgiebigkeit ihres Wesens feststellen können, sowie ein Mitmensch für diese bittet. Es vermag diese Fürbitte sehr viel, und es würde der größte Teil der Menschheit erlöst sein, möchte einer für den anderen bei Gott um Liebe und Gnade bitten. Es wäre dann der Ablehnungswille nicht mehr so groß, denn Gott erhöret das Gebet, das uneigennützige Nächstenliebe verrät, so um die Gabe des Erkennens für den Mitmenschen gebeten wird. Gottes unendliche Liebe ist sofort bereit, ein solches Gebet zu erfüllen, weil es die Liebe zum Mitmenschen bezeugt. Die Gottferne ist aber nur durch die Liebe zu verringern, und versagt das Wesen selbst, so kann ihm noch auf Erden durch Fürbitte geholfen und der rechte Weg gewiesen werden. Je ferner der Mensch der ewigen Gottheit ist, desto unfaßbarer ist ihm auch der Gedanke an Hilfe. Und darum wendet er sich auch nicht im Gebet an Gott. Da aber nur durch inniges Gebet eine Änderung des Denkens erreicht werden kann, soll der Mensch keine Möglichkeit versäumen, für seinen Mitmenschen, der noch schwach ist im Glauben, innig zu beten. Die Kraft des Gebetes ist enorm, und durch das gläubige Gebet erreicht der Mensch alles, und besonders auf den Geisteszustand wirkt es sich aus, d.h., der Mensch wird seinen Widerstand gegen alles Geistige aufgeben, er wird nachdenklich werden und das, was er zuvor beständig ablehnte, nun durchdenken und zu einem anderen Ergebnis kommen als zuvor. Es hat der Mensch, der für seinen Mitmenschen um geistige Erhellung betet, außergewöhnlichen Einfluß auf letzteren, und es äußert sich dies so, daß jener nun willig anhört, was ihm vermittelt wird, auch wenn er anfänglich dagegen eingestellt war, daß er es durchdenkt, und so es ihm später wieder zum Bewußtsein kommt, es gern und freudig annimmt. Und dadurch wird die Gottferne verringert. Inniges Gebet trägt größte Kraft ein und muß sonach am Mitmenschen sich auswirken, sowie dieses Gebet ihm gegolten hat. Darum sind die Gott fernen Menschen nicht Hoffnungslos verloren, denn sowie sich jemand findet, der die große geistige Not derer erkennt und sie daraus befreien möchte, hat er selbst ein wirksames Mittel zur Hand .... die innige Fürbitte bei Gott, die der zuvor unbelehrbare Mensch äußerst wohltätig empfindet und er sich dieser Liebe nicht verschließen kann. Und er wird auf den rechten Weg geleitet werden und doch noch zum Erkennen kommen, wenn auch oft erst nach langer Zeit; er ist aber nicht hoffnungslos dem Einfluß des Feindes ausgeliefert, sondern die guten ringenden Wesen werden den Sieg davontragen und den Menschen aus seinem Gott-fernen Zustand erlösen helfen .... Amen
B.D. 2173 empfangen am 3.12.1941 Eingriff Gottes nötig für das reifere und unentwickelte Geistige .... Gott hat in Seiner unendlichen Liebe beschlossen, den geistigen Rückgang der Menschheit aufzuhalten, und Er bedienet Sich dazu des verkehrten Willens der Menschen, d.h., das, was die Menschen tun unter dem Einfluß des Widersachers, das läßt Gott zur Ursache werden von unsäglichem Leid und bitterer Not, um auf den geistigen Zustand der Menschen einzuwirken. Es findet die Menschheit nicht mehr zu Gott zurück, und sie ist in größter Gefahr, vom Widersacher gänzlich beherrscht zu werden. Und dies bestimmt Gott zum Eingriff Seinerseits, der irdisch zwar äußerst folgenschwer sich auswirkt, in geistiger Beziehung aber für die Menschheit segenbringend sein kann. Wo Leid ist, dort äußert sich immer die Liebe Gottes, wenngleich dies den Menschen nicht verständlich ist. Die Erde soll die Bildungsstation des Geistes sein, und sie ist es auch, sowie das irdische Erleben dazu beiträgt, die Seele in den Reifegrad zu versetzen, den sie benötigt für das Leben in der Ewigkeit. Es können aber die Menschen auch geistig völlig unbeeindruckt bleiben vom irdischen Erleben, und dies ist dann der Fall, wenn sie keinen Glauben haben an ein Leben nach dem Tode, wenn sie das Erdenleben nur als Selbstzweck betrachten und die Arbeit an der Seele gänzlich vernachlässigen. Dann ist ihr Erdenleben vergeblich gelebt, und niemals kann diese ungenützte Erdenzeit eingeholt oder ausgeglichen werden, und die Auswirkung eines solchen Erdenlebens ist so folgenschwer, daß Gott Erbarmen hat mit diesen Seelen und ihnen beistehen möchte, ehe es zu spät ist. Und Sein Beistand ist scheinbar ein Werk der Grausamkeit und doch von Seiner übergroßen Liebe beschlossen seit Ewigkeit. Gott vernichtet scheinbar, um zu retten. Er läßt geschehen, was die Menschen als Vernichtungswerk ansehen, was aber in Wirklichkeit einen geistigen Aufbau bezweckt, einen geistigen Fortschritt, der zwar für den Menschen vom freien Willen dessen abhängt .... für unzählige Wesen aber, die noch unentwickelt sind, d.h. im Beginn ihrer Erdenlaufbahn stehen, gewiß ist. Denn diesen ist dadurch die Möglichkeit einer Höherentwicklung gegeben, und es wird daher von ihnen der Eingriff Gottes freudig begrüßt, werden sie doch aus endlos langer Gefangenschaft in der festen Form erlöst. Jeglichem Wesenhaften will die Liebe Gottes beistehen, sowohl dem noch im Anfang der Entwicklung stehenden als auch dem schon reiferen Geistigen, das in größter Gefahr ist, seine Erdenlebensprobe nicht zu bestehen. Und darum ist das kommende Geschehen unabwendbar, so leidvoll es sich auch auswirkt, denn noch besteht die Möglichkeit, daß die Menschen zum Erkennen kommen und sie gerettet werden vor dem ewigen Untergang. Denn Gottes Liebe ringt um eine jede Seele, solange sie auf Erden weilt, auf daß ihr unsägliches Leid im Jenseits erspart bleibe .... Amen
B.D. 2174 empfangen am 4.12.1941 Dankbarkeit der durch das Gebet erlösten Seelen im Jenseits .... Je hilfswilliger der Mensch der Seelen im Jenseits gedenkt, desto inniger schließen
sich diese Seelen wieder dem Menschen an, erkennen sie in ihm doch den Retter aus
ihrer Notlage. Sie lösen die Verbindung mit der Erde erst dann, wenn sie die Hilfe der
Menschen nicht mehr benötigen, wenn sie gewissermaßen reifer sind als jene und sich
nun mit den Seelen im Jenseits verbinden, die im gleichen Reifezustand sind. Dann aber
stehen sie wieder dem Menschen hilfreich bei, jedoch nicht mehr die Erdennähe begehrend, sondern sie suchen die Gedanken der Menschen in das geistige Reich emporzuziehen, sie suchen den Geist des Menschen von der Erde hinweg zur Höhe zu leiten,
weil sie in jenem Reich glücklicher sind und die Erde jegliche Anziehungskraft für sie
verloren hat. Der Menschen auf Erden aber vergessen sie nicht, und sie stehen besonders hilfreich denen bei, die ihren Leidenszustand verringert und sie aus ihrer Not und
Pein erlöst haben durch Gebet und inniges Gedenken. Sind diese Seelen erlöst, dann
steht ihnen selbst viel Kraft zur Verfügung, die sie dem Erdenmenschen zuleiten können, und das Ringen dessen auf Erden wird immer leichter werden, und sein geistiger
Fortschritt wird unschwer zu erkennen sein. Denn nun schöpfen die erlösten Seelen aus
einem unversiegbaren Born .... Amen
B.D. 2175 empfangen am 5.12.1941 Eruptionen Befreiungsakt für das Geistige in der festen Form .... Ewigkeiten sind schon vergangen, und Ewigkeiten werden noch vergehen, ehe die Vergeistigung alles dessen stattgefunden hat, was Ursubstanz der Schöpfung ist. Es ist dieser Prozeß so unvorstellbar mühevoll, und er erfordert unendlich lange Zeit, weil der anfängliche Widerstand des Geistigen nicht gewaltsam gebrochen werden kann, sondern dieses sich selbst entschließen muß,ihn aufzugeben, und daher in keiner Weise beschleunigend eingegriffen werden kann. Es kann nur durch außergewöhnlich harten Druck auf das Geistige dessen Widerstandswille erlahmen, und daher sind die sichtbaren Schöpfungen von einer Beschaffenheit, daß sie in ihrem Anfangsstadium fast unzerstörbar erscheinen und ihre Auflösung wieder nur durch gewaltsame Vorgänge möglich ist. Solche gewaltsame Auflösungen finden durch den Willen Gottes dann statt, wenn das Geistige so weit fügsam geworden ist, daß es den unerträglichen Zwangszustand nicht mehr benötigt. Dann lockert Gott die Fesseln dessen, indem die ehemals feste Form zerfällt und sich in neue Außenformen wieder zusammenfügt, die aber nicht mehr den so qualvollen Zustand für das Geistige bedeuten wie zuvor. Jede gewaltsame Auflösung ehemals fester Form ist für das darin gebannte Geistige ein Befreiungsakt, gleichzeitig werden aber auch solche Schöpfungen einer Änderung unterworfen, die schon reiferes Geistiges in sich bergen. Denn eine gewaltsame Auflösung der harten Substanz ist ein Vorgang, der spürbar ist für alles Geistige in weitestem Umkreis. Es ist kein allmählicher Zerfall in sich, sondern ein elementarer Ausbruch des Geistigen, dem Gott für Momente die Freiheit gibt, die es nützt, um das es gefangen Haltende zu sprengen. Solche Eruptionen bringen gewaltige Veränderungen der Schöpfung mit sich, die von der Zerstörung betroffen werden. Alles Geistige, auch das schon weiter Entwikkelte, wird dadurch seiner alten Form ledig, verbindet sich mit frei gewordenem Geistigen und nimmt wieder in einer neuen Außenform Aufenthalt, je nach dem Willen dieses Geistigen, sich einer dienenden Bestimmung einzufügen. Und so wird durch eine solche gewaltsame Auflösung das Geistige wieder zur Ausübung einer dienenden Tätigkeit veranlaßt, die eine Lockerung seiner bisherigen Fessel für das Geistige bedeutet. Darum ist jede gewaltsame Zerstörung mit einer Freiwerdung, resp. Höherentwicklung des in der Form gebannten Geistigen verbunden, und es wird von diesem freudig begrüßt. Nur für das im letzten Stadium der Entwicklung stehende Geistige ist es ein leidvolles Geschehen, denn es beraubt dieses Geistige jeder weiteren Entwicklungsmöglichkeit auf der Erde und löst daher Schrecken und Entsetzen aus, so dieses den letzten Aufenthalt in der Form nicht genützt hat, solange es ihm möglich war. Doch um des unreifen Geistigen willen sind solche Eruptionen nötig, die anders aus ihrer festen Form nicht erlöst werden können. Denn sowie es sich nach unendlich langer Zeit des Widerstandes gegen Gott zum Dienen entschließt, gibt Gott ihm auch die Möglichkeit dazu .... Amen
B.D. 2176 empfangen am 6.12.1941 Geistige Verbundenheit mit Gott Gegenmittel für Welt .... Es gibt kein besseres Gegenmittel für die Welt und ihre Freuden als die geistige Verbundenheit mit Gott. Wer letztere anstrebt, dessen Verlangen gilt nicht mehr der Welt, denn er hat nun etwas gefunden, was ihm erstrebenswert ist und ihm unvergängliches Gut einträgt. Die geistige Verbundenheit mit Gott sagt zwar dem Körper wenig zu, denn jedes körperliche Verlangen wird unbeachtet gelassen, weil es dem innigen Verkehr mit Gott hinderlich ist. Denn der Körper gehört der Welt an. Es muß also der Körper gleichfalls sich hingeben und nunmehr das tun, was Gott wohlgefällt, wenn er sich so gestalten will, daß Gott Besitz ergreift von ihm, um durch ihn zu wirken. Gott erachtet ein solches Wirken für notwendig; Gott weiß, daß der Glaube in größter Gefahr ist, ausgerottet zu werden, und Er muß durch außergewöhnliches Wirken diesen wieder aufleben lassen. Denn außergewöhnliches Wirken soll zu Gott hinführen. Der größte Segen ist die Gottverbundenheit, so, wie die Entfernung von Gott, die durch die Glaubenslosigkeit offenbar wird, der größte Nachteil ist für die menschliche Seele. Denn dann beherrscht der Körper die Seele, er fordert uneingeschränkten Lebensgenuß und findet Erfüllung, und es lebt der Mensch gewissermaßen ohne Gott sein Erdenleben. Und sein Geist ist geknebelt, und dies bedeutet geistigen Stillstand, wenn nicht Rückgang seiner Entwicklung. Das Trennen von irdischen Freuden und Annehmlichkeiten und Aufgeben irdischen Verlangens erfordert Selbstüberwindung, hat aber andererseits den größten geistigen Erfolg, denn im gleichen Maß, wie der Mensch opfert, empfängt er auch, doch etwas weit Köstlicheres, weil es unvergängliches Gut ist, das er für irdische Güter eintauscht. Und was das heißt, erkennt er erst bei seinem Ableben, wenn er dieses Gut hinübernehmen kann in die Ewigkeit, wo alles Irdische zurückbleibt. Geistige Verbundenheit mit Gott ist der Anfang des beglückenden Zustandes, das die irdische Welt überdauert, denn Endziel alles geistigen Strebens ist der Zusammenschluß mit Gott, und wer diese Verbundenheit schon auf Erden anstrebt, für den hat die Welt an Reiz verloren, und dies hat die gleiche Bedeutung, wie der Macht des Widersachers entronnen zu sein. Den Menschen in geistigen Tiefstand fallenzulassen ist dessen unaufhörliches Bestreben, und es gelingt ihm, so der menschliche Wille zu schwach ist, dem Begehren des Körpers zu widerstehen. Es muß der Mensch die geistige Verbundenheit mit Gott anstreben, dann wird ihm auch die Kraft vermittelt, der Begehren seines Körpers Herr zu werden. Und höchster geistiger Erfolg wird seinen Willen lohnen. Was der Körper hingibt, wird die Seele empfangen, und dieses wird alles Irdische überdauern .... Amen
B.D. 2177 empfangen am 6.12.1941 Glaube .... Ohne Glauben ist das Erdenleben schwer tragbar für einen jeden Menschen, denn
ohne den Glauben fehlt ihm jede Verbindung mit Gott, und also mangelt es ihm auch an
Kraft. Und wiederum muß Gott dem Menschen Lasten auferlegen, weil er durch diese
den Weg zu Gott nehmen soll; er soll gläubig werden, oder sein schwacher Glaube soll
gestärkt werden. Der Gläubige beugt sich dem Willen Gottes, und er trägt geduldig, was
ihm auferlegt wird, denn er schöpft die Kraft aus seinem tiefen Glauben .... Amen
B.D. 2178 empfangen am 7.12.1941 Ringen um die Seelen im Jenseits .... In der Ewigkeit ist ein Verharren des Geistigen im gleichen Zustand unmöglich, denn ob auch das Wesen zur Untätigkeit verdammt ist als Folge seiner Unvollkommenheit und also kraftlos ist und ohne Kraftzufuhr bleibt, es wirkt sich diese Kraftlosigkeit nach längerer oder kürzerer Zeitdauer aus, und zwar in einer Weise, daß entweder das Wesen sich verhärtet, also immer weiter sich von Gott entfernt oder seine Lage zu verbessern sucht durch Liebetätigkeit im Jenseits. Es kann zwar der Untätigkeitszustand endlos lange Zeiten dauern, und für die Menschen würde diese Zeit ein Ewigkeitsbegriff sein, doch ewig unverändert bleibt die Seele nicht in dieser Lage. Um eine solche Seele wird ständig gerungen von seiten der Lichtwesen sowohl als auch von seiten der Finsternis. Zumeist ist die Macht und Kraft der Lichtwesen wirksamer, doch der Kampf um viele Seelen außerordentlich schwer, weil die Lichtwesen den Willen der Wesen nicht zwingen können, dieser aber mehr der finsteren Macht zugewandt ist. Der Wille einer zur Untätigkeit verdammten Seele wird aber erst dann tätig, wenn ihr der Zustand unerträglich erscheint, also es muß erst das Verlangen nach einem anderen Zustand in der Seele erwachen, ehe sie den Bemühungen der Lichtwesen zugänglich ist. Und es dauert dies oft unendlich lange Zeit. Solange jedoch das Wesen im gleichen Zustand verharrt, d.h. der Wille zu schwach ist, als daß sich das Wesen zu einer Änderung seiner Lage entschließt, ist es noch nicht hoffnungslos, auf die Seele einzuwirken, was die Lichtwesen stets und ständig versuchen. Erst wenn die Gegenkräfte ihren Einfluß so ausüben, daß das Wesen ihnen verfällt, dann wird ein Leiten zur Höhe immer aussichtsloser, obgleich auch dann die Liebe und Gnade Gottes noch nicht aufhört und auch in die tiefsten Tiefen Seine Barmherzigkeit herniedersteigt, emporzuholen, was Seine Liebe und Barmherzigkeit annehmen will. Die Möglichkeit einer Rettung ist immer, und es wird auch immer wieder dem Wesen blitzartig ein Licht leuchten, das zur Höhe weist, und der geringste Wille nach Licht zieht willige Kräfte an, die dem Wesen den Aufstieg zur Höhe ermöglichen, denn alles Vollkommene im Jenseits ist erlösend tätig und sucht aus der Finsternis die Seelen emporzuholen zum Licht .... Amen
B.D. 2179 empfangen am 8.12.1941 Die Auswirkung einer schlechten Tat kann gewandelt werden von Gott .... Der Dämon sucht Einfluß zu gewinnen auf Seelen, die wankelmütig sind. Er sucht die Schwäche des Willens auszunützen und sich selbst des Willens zu bemächtigen und es erfordert dann große Widerstandskraft, seinen Versuchungen nicht zu erliegen. Doch Gott sieht das Ringen des Herzens und Er wehret den Kräften der Unterwelt, so der Mensch zu erliegen droht, und gute Kräfte stehen dem Menschen zur Seite, die ihn schützen vor der bösen Macht. Deshalb soll sich der Mensch gläubig diesen guten Kräften überlassen und niemals glauben, daß die Liebe Gottes nachläßt und der Mensch schutzlos den bösen Kräften ausgeliefert ist. Es kann nichts geschehen, ohne daß Gott Seine Zustimmung gibt, und Sein Wille wendet jegliches Geschehen so, daß es seinen Zweck erfüllt für das Seelenheil des Menschen. Sein Wille hindert oder fördert die Auswirkung jeder Tat, die der menschliche Wille ausführt, und darum soll der Mensch alles ergeben über sich ergehen lassen, was der göttliche Wille zuläßt. Je gläubiger und vollvertrauender der Mensch ist, desto weniger berührt ihn jegliches Geschehen, denn wo der Wille des Menschen schlechte Taten vollbringt, kann der göttliche Wille diese Taten dennoch zum Segen werden lassen für das Seelenheil der Menschen. Leid kann ungeheuer viel zur Erlösung beitragen, so es den Glauben vertieft und den Menschen zu innigem Gebet veranlaßt, denn alles, was den innigen Zusammenschluß mit Gott zur Folge hat, ist ein Mittel, daß der Mensch frei werde von seiner Gebundenheit. Der Mensch erkennt oft nicht die Liebe Gottes, er sieht nur die Not und das Leid, und doch sind dies die Mittel, die Er anwendet, um die Herzen der Menschen zu gewinnen. Je inniger sich diese nun Ihm anschließen, desto mehr kann Er sie bedenken mit Seiner Gnade und ihnen den Weg zur Höhe erleichtern .... Amen
B.D. 2180 empfangen am 8.u.9.12.1941 Lehrende Tätigkeit der jenseitigen Wesen durch Gedankenübermittlung .... Jeder geistige Gedanke findet seinen Widerhall im Jenseits, denn er wird sofort
ergriffen von den Wesen, die Licht- und Kraftträger sind und deren Aufgabe es ist,
gedanklich die Menschen zu unterweisen. Sie können erst dann einwirken auf diese,
wenn deren Gedanken sich in geistige Regionen erheben, d.h., wenn die Menschen sich
gedanklich mit solchen Dingen befassen, die außerhalb des Irdischen liegen. Es muß
also von seiten des Menschen zuerst der Wille rege werden, Aufklärung zu erhalten
über diese Dinge .... Amen
B.D. 2181 empfangen am 10.u.11.12.1941 Licht .... Eine lichtvolle Umgebung findet die Seele im Jenseits vor, so sie auf Erden einen Gott-gefälligen Lebenswandel geführt und sich zu einem Lichtwesen gestaltet hat. Dann ist sie frei von jeder Fessel, völlig unbeschwert kann sie weilen, wo sie will, überall wird Licht sie umgeben, und ihr Zustand wird ein beseligender sein. Die lichtvolle Welt, die nun ihr Aufenthalt ist, ist keineswegs ein Schöpfungswerk aus irdischer Materie, sondern was die Seele nun erschaut, sind geistige Gebilde, die dem Menschen unvorstellbar sind. Sie übertreffen alles bisher Erschaute an Schönheit in Farbe und Form. Es sind Gebilde, die die kühnste Phantasie des Menschen sich nicht ausdenken kann, und doch fühlt die Seele sich in dieser Umgebung wohl, weil sie nur vorfindet, was sie sich ersehnt hat im Geist. Sie hat nun kein Verlangen mehr nach der Erde, die sie verlassen hat, sondern sie erkennt ihre wahre Heimat, und das Erdenleben erscheint ihr wie ein Traum, der ausgeträumt ist. Und nun treibt der überaus selige Zustand sie zur Tätigkeit an, indem sie allen Wesen das gleiche mitteilen möchte, was sie so überaus beglückt. Sie weiß, daß Licht die Seligkeit bedeutet im Jenseits, und sie weiß auch um die endlose Finsternis der unerlösten Seelen und möchte diese Finsternis durchbrechen und die Seelen gleichfalls in einen Lichtzustand versetzen. Dieser Drang zur erlösenden Tätigkeit wohnt einem jeden Lichtwesen inne und macht daher diese Tätigkeit zur Seligkeit, also es wird immer die Seele hilfsbereit sein ohne jede Berechnung. Sie gibt, weil ihr Herz sie drängt, und empfängt nun im gleichen Maß,wie sie wieder abgibt. Und ihr eigenes Glücksgefühl erhöht sich, je mehr sie nun den unwissenden Seelen oder den Menschen auf Erden ihr Licht nahebringt. Licht ist ihre Umgebung, Licht ist sie selbst, und Licht bringt eine jede Lehre, die wieder in Liebe vermittelt wird. Das Lichtreich ist überall dort, wo die Lichtwesen sich aufhalten, doch es haben die Lichtwesen auch immer Zugang zu den Wesen, die noch in der Finsternis schmachten, nur daß sie nicht in ihrer ganzen Lichtfülle sich den unreifen Wesen nahen, sondern sich verhüllen, daß sie ihr Licht nicht leuchten lassen, weil die Wesen der Finsternis dieses nicht vertragen könnten. Doch ihre Tätigkeit führen sie dennoch aus, indem sie den Wesen der Finsternis Wissen vermitteln, so diese sich belehren lassen. Und nun treten letztere in den Lichtkreis derer, die ein Leben in Liebe geführt haben und nun wieder in Liebe wirken an den Seelen, denen noch jegliches Licht mangelt .... Im Licht zu stehen, heißt wissend zu sein .... Amen
B.D. 2182 empfangen am 11.12.1941 Licht- oder Dunkelheitszustand im Jenseits .... Zur klaren Erkenntnis ihrer Lage kommt die Seele nicht eher, bis sie in das geistige Reich eingegangen ist und nun eine gänzlich andere Umgebung erblickt, als die auf der Erde war. Sie weiß also, daß sie die Erde verlassen hat und daß sie nun jegliche Bindung mit ihr verloren hat, und nun erst betrachtet sie die Umgebung genauer. Sie kann beseligend, aber auch bedrückend auf die Seele wirken, je nach dem Grad der Reife, die der Mensch bei seinem Ableben erreicht hat. Eine Seele, die in lichtvoller Umgebung sich erblickt, steht auch im Wissen. Sie wird also auch klar erkennen, daß sie nun eine Aufgabe durchzuführen hat im Jenseits, und sie ist hoch beglückt, daß sie ihr Wissen verwenden und damit den Seelen im Jenseits oder auf Erden helfen kann. Schlimm steht es aber für die Seelen, deren Reifegrad niedrig ist, denn sie erkennen nicht viel von dem, was sie umgibt. Ihnen wird alles dunkel und lichtlos erscheinen, denn ihr Wissen ist gering und kann durch nichts ersetzt werden. Die Dunkelheit drückt sie, da sie auf Erden das Licht gewöhnt waren, und der Mangel an Wissen äußert sich in einem Zustand von Kraftlosigkeit, der ungemein bedrückend ist. Und nun erkennen sie, daß sie das Erdenleben vergeblich gelebt haben und daß sie selbst schuld sind an ihrem kargen, lichtlosen Aufenthalt, und sie suchen diesen zu ändern. Dieser Wille ist schon der Anfang zur Höhe, wenngleich er nicht bald berücksichtigt werden kann, weil sich das Wesen erst bewähren muß, ob und wieweit ihm Licht zugeführt werden kann. Es muß sich die Seele oft gänzlich von ihrer bisherigen Auffassung lösen; wenn der Mensch z.B. auf Erden nur sich selbst gelebt hat, so wird er auch im Jenseits nur das eigene Leid sehen und für die Leiden der anderen Seelen kein Mitgefühl haben. Und dann kann ihr nicht geholfen werden. Es wird ihre Umgebung gleichfort öde und lichtlos bleiben, denn ob sie sich auch Hilfe ersehnt, sie denkt nur an das eigene Leid, kann aber davon nur erlöst werden, wenn sie bemüht ist, anderen Seelen, die gleich ihr leiden, Hilfe zu bringen. Dies ist erste Bedingung, und das Erkennen dessen ist der erste Schritt zur Höhe .... Amen
B.D. 2183 empfangen am 12.12.1941 Ermahnung zum furchtlosen Reden .... (Katastrophe) Der dämonische Einfluß ist unverkennbar, wo das geistige Streben bedroht wird und
eine gewisse Zwangslage geschaffen wird insofern, als daß die Menschen nicht frei denken und reden dürfen über Geisteswirken und dessen Ergebnisse. Es ist von Gott dem
Menschen der Auftrag gegeben worden, Seines Wirkens Erwähnung zu tun, und wen
Gott auserwählet und ihm Seinen Willen kundtut, der soll frei und offen reden und keinerlei Bedenken haben, daß ihm seine Offenheit schaden könnte. Denn wirket auf der
einen Seite der Widersacher, so ist das Wirken Gottes gleichfalls zu verstehen, und Seine
Macht und Kraft ist wahrlich größer. Und also wird sich nicht zu fürchten brauchen,
wer unter Seinem Schutz steht, sowie er Seinen Willen erfüllt. Gott kann Sich nur eines
willigen Menschen bedienen, will Er die Menschheit unterweisen von dem Kommenden .... Amen
B.D. 2184 empfangen am 13.12.1941 Hörbares Wort .... Der zur Liebe gewordene Mensch empfindet die Nähe Gottes schon auf Erden. Es ist
ein weihevoller Akt seliger Versunkenheit, so Gott zu ihm spricht und er Sein Wort
tönend in sich vernimmt. Dann weiß er, daß Gott in ihm ist, und sein Herz ist erfüllt
von heißer Liebe zu Ihm. Der irdischen Welt gehört er nun nicht mehr an, wie im Traum
wandelt er auf der Erde, nur den Moment herbeisehnend, da sein Erdenleben beendet
ist, auf daß er sich mit der göttlichen Liebe verbinden kann auf ewig. Solange aber der
Mensch noch der Erde angehört, muß er auch fähig bleiben, die ihm gestellte Erdenaufgabe zu erfüllen. Sowie er aber mit Gott vereinigt ist, ist er von der Erde weit entfernt,
und er vermag daher auch nicht die irdische Tätigkeit auszuführen. Und deshalb ist dieser Zustand der Versunkenheit nur ein vorübergehender, und er hält nur so lange an, bis
die Stimme Gottes verklungen ist. Es gibt Gott dem Menschen Seinen Willen kund, und
das Wissen darum bleibt ihm, auch wenn er im Vollbesitz seiner irdischen Kraft ist. Und
nun kann er mit erhöhter Kraft seine Erdenaufgabe erfüllen, die zumeist nur in der Vermittlung des von Gott Empfangenen an die Mitmenschen besteht. Und dieser Aufgabe
kommt der Mensch mit großem Eifer nach, und er führt gewissenhaft aus, was ihm aufgetragen wurde .... Amen
B.D. 2185 empfangen am 14.12.1941 Gerechtes Denken .... Ein klares Empfinden für Recht und Gerechtigkeit kennzeichnet die Menschen, die
Gott noch im Herzen tragen. Sie verabscheuen das Böse und leiden unter der Lieblosigkeit der Menschen untereinander. Jedoch daran ist das Wirken des Dämons ersichtlich,
daß nur wenige im gerechten Denken stehen, daß jegliche böse Tat von den anderen
gutgeheißen wird, sowie sie irdischen Vorteil daraus ziehen. Und darum kann Gott solche Taten nicht ungesühnt lassen, und es müssen leiden auch die Menschen, die ihre
Zustimmung dazu geben, wenngleich sie die schlechten Taten nicht ausführen. Denn
schon der Wille ist sündhaft, so er sich einer Lieblosigkeit zuwendet. Und dieser sündhafte Wille zieht großes Leid nach sich, müssen doch die Menschen an sich selbst verspüren, was sie den Mitmenschen zufügen. Jeder böse Gedanke ist ein Anerkennen der
bösen Macht, und eine sonach lieblos gewordene Menschheit führt nur noch den Willen dessen aus, der gegen die Liebe kämpft. Soll nun die Menschheit seiner Macht sich
entwinden, so muß sie zuerst das Unrecht erkennen .... und dies wird sie erst, wenn sie
selbst betroffen ist, also leidet .... Gott läßt sie durch Krankheit und Elend gehen, weil sie kein Mitleid haben mit dem Leid und Elend der Mitmenschen. Doch Er will sie nicht allein strafen, sondern sie ins rechte Denken leiten; Er will, daß sie ihr Unrecht erkennen und gutzumachen versuchen, was sie verschuldeten. Er will sie zur Liebe erziehen; Er will, daß sie einander helfen und sich beistehen in ihrer Not; Er will ihr Herz liebefähig machen, auf daß sie sich gestalten können nach Seinem Willen. Denn Menschen, die in der Lieblosigkeit verharren, werden untergehen an Leib und Seele. Und wenngleich ein ganzes Volk in Gefahr ist, Gott wird dieses Volk retten, indem Er der bösen Macht Sich widersetzt, also das Wirken der schlechten Kräfte unterbindet, indem Er ihnen Selbst Einhalt gebietet durch Seinen Eingriff, der große Leiden beendet, wie er jedoch auch schmerzliches Leid über die Menschen bringt, die Gott nicht erkannt haben .... Amen
B.D. 2186 empfangen am 15.12.1941 Geistiges Erleben Erfüllung des Sehnens .... Im geistigen Erleben erst findet der Mensch vollste Befriedigung, denn zuvor wird er
niemals restlos zufrieden sein, und das Erdenleben kann ihm wohl Erfüllung seiner
irdischen Wünsche bringen, er wird dennoch nicht wunschlos glücklich sein, denn es
spürt seine Seele, daß die uneingeschränkteste Erfüllung irdischer Begeh-ren ihr keinen Vorteil einträgt, und ihr Verlangen gilt dem Erfüllen geistigen Sehnens. Sowie sich
jedoch der Mensch mit geistigen Gedanken befaßt, wird die Sehnsucht der Seele
gestillt, und nun erst gibt sie sich zufrieden. Denn sie wird nun ihrem Verlangen gemäß
bedacht. Irdische Wünsche aber treten in den Hintergrund, sie können die Seele nicht
mehr reizen, während der Hunger nach geistigem Erleben in ihr ständig wächst. Jede
geistige Unterhaltung beglückt den Menschen, jede geistige Aufklärung erfreut ihn,
und daher muß er ständig reifen, weil sein Verlangen nach geistigem Gut stets und ständig wächst und er seinem Verlangen entsprechend geistigen Reichtum empfängt. Es
wird ein Mensch, der einmal geistige Speise verkostet hat, niemals rückfällig werden
und den Versuchungen der Welt erliegen, denn was ihm die Welt auch bietet, es reicht
nicht an den Segen des geistigen Gutes heran .... Amen
B.D. 2187 empfangen am 16.12.1941 Geistiger Tod .... Das ist der Zustand des Todes, daß jegliche Tätigkeit unmöglich ist und daher das
Wesenhafte, das dem Tode verfallen ist, gleichfort im selben Stadium bleibt, d.h. sich
nicht in sich verändern kann. Der Zustand des Todes ist aber kein Zustand des Unbewußten. Es gibt keinen körperlichen Tod, sondern dieses Wort ist nur auf den geistigen
Zustand anwendbar. Was auf Erden tot erscheint, lebt dennoch, denn es bleibt nicht das
gleiche, was es ist, sondern verändert sich, ist also nicht völlig leblos .... Amen
B.D. 2188 empfangen am 17.12.1941 Vaterworte .... Die Pforten des Paradieses sind euch geöffnet, die ihr Meinen Willen zu erfüllen
trachtet. Ihr habt den Willen, zu Mir zurückzukehren, und dieser Wille macht euch den
Weg frei zu Mir. Ihr, die ihr Mir dienen wollt, euch erfasset Meine Liebe, und sie lässet
euch nicht mehr fallen. Und also dürfet ihr schon auf Erden Einblick nehmen in Mein
Reich, Ich enthalte euch nichts vor an Wissen, was euch zuträglich ist für eure Seele,
denn ihr benötigt dieses Wissen, wollt ihr für Mich auf Erden tätig sein .... Amen
B.D. 2189 empfangen am 18.12.1941 Wirken des Geistes .... Meine Tochter .... Amen
B.D. 2190 empfangen am 19.12.1941 Reines Wort Gottes .... Das Wirken des Geistes im Menschen wird nicht anerkannt, wenngleich der Mensch
gläubig ist, weil es ihm unvorstellbar ist, daß Gott Selbst Sich äußert in offensichtlicher
Weise. Er glaubt wohl an Seine Allmacht und an Seine Liebe .... er glaubt, daß Gott alles
kann, was Er will .... aber er glaubt nicht, daß Er will .... er glaubt nicht, daß Gott die Verbindung herstellen will mit den Menschen und daß Er Sich ihnen mitteilen will.Würde
er diesen Glauben in sich lebendig werden lassen, dann wäre ihm auch Sein Wirken verständlich. Er glaubt ferner nicht, daß Gott Sich eines Menschen bedienet, der uneingeweiht ist in die göttliche Lehre, und er nimmt das Recht, Seine Offenbarungen entgegenzunehmen, für sich in Anspruch. Er kann aber erst dann bedacht werden mit
göttlichen Offenbarungen, wenn er es glaubt, daß Gott Sich den Menschen offenbart.
Denn erst der Glaube macht das Wirken des Geistes im Menschen möglich. Daß Gott
im Menschen wirkt, der an Ihn glaubt, ist nur wenigen Menschen verständlich .... Gott kann alles, was Er will, und Er will alles, was dem Menschen dient zum Heil seiner
Seele. Wirkt nun der Geist Gottes im Menschen, so gibt Er ihm den göttlichen Willen
kund, und das Erfüllen dieses Willens wird immer der Seele zum Heile gereichen. Folglich ist das Wirken des Geistes begründet in der unendlichen Liebe Gottes. Diese Liebe
wird alles tun, um dem Menschen zu helfen, daß seine Seele ausreife. Es wird Gott
immer wollen und Seinen Willen auch zur Ausführung bringen kraft Seiner Allmacht.
Es ist der Mensch aber erst dann vollgläubig, wenn er die unendliche Liebe Gottes und
Seine Allmacht und Weisheit anerkennt, und dann wird es ihm ein leichtes sein, das
Wirken des Geistes im Menschen in Form göttlicher Offenbarungen anzuerkennen.
Und erst, wenn er dies glauben kann, ist er selbst fähig, solche Offenbarungen entgegenzunehmen, sowohl gedanklich als auch hörbar .... Amen
B.D. 2191 empfangen am 20.12.1941 Wahrheit von oben .... Die wenigen Menschen, denen sich der Geist Gottes offenbart, sind auserwählet,
außergewöhnliches Wissen zu empfangen, und darum werden diese so oft auf Widerstand oder Unglauben stoßen, weil sich dieses Wissen nicht mit dem Weltwissen deckt
und auch die Kenntnisse dessen übertrifft, der geistiges Wissen aus Büchern entgegennimmt und sich im rechten Erkennen stehend glaubt. Gott erkennt wohl dessen Willen
an, und Er sucht auch ihm vermehrtes Wissen zu übermitteln; der Mensch jedoch ist
durch das Wissen, das er besitzt, überheblichen Geistes. Er wird in der Wahrheit stehen,
sowie er Gott um Erleuchtung bittet und sich gedanklich von Gott belehren läßt.
Zumeist aber wird Wissen von Menschen übernommen, das neben der Wahrheit auch
Irrtum enthält. Und es ist der Mensch nicht gewillt, den Irrtum hinzugeben, d.h., er
nimmt keinerlei Belehrung an, die ihm ermöglichen würde, die Wahrheit von der Lüge
zu unterscheiden und zu trennen. Und dann ist es schwer, die reine Wahrheit ihm zu
übermitteln, besonders, wenn der in der rechten Erkenntnis stehende Mensch ihm Aufklärung geben will über Dinge, die sich seinem Wissen entziehen. Gott aber will jenes
Wissen auf der Erde verbreiten, um die Menschen gläubig zu machen, um ihnen den
Zusammenhang aller Dinge verständlich zu machen. Es wird der Geist aus Gott den
Menschen niemals etwas anderes lehren, als Gott von Ewigkeit den Menschen kundgetan hat, jedoch Menschenwille schuf sich selbst Grenzen des Wissens, indem er sich
Schranken aufgebaut hat, die er nicht überschreiten und auch nicht niederreißen will.
Diese Schranken sind Menschenwerk, das sich dem reinen Wort Gottes zugesellt und
dieses also verbildet hat. Um Gottes Wort und Menschenwerk auseinanderhalten zu
können, muß wiederum der Geist aus Gott im Menschen tätig sein, und es muß der
Mensch wissen, daß Gott nicht den Willen dessen zwingt, recht zu denken, ihm aber
jederzeit behilflich ist dazu. Er muß ferner wissen, daß Er nicht die Menschen hindert,
so sie Seinem Willen entgegen arbeiten .... daß Er Sein Wort insofern rein erhält, als daß
Er es immer wieder den Menschen unverbildet zugehen läßt .... daß Er also im Wort
immer wieder zu den Menschen herabsteigt, auf daß Sein Wort bestehenbleibt unverändert .... daß Er aber nicht das Wort schützt vor Veränderungen, das Menschenwille
stets und ständig neu formt und geformt hat seit Entstehen dessen. Dennoch wird Er
den Sinn des Menschen recht leiten, der in Liebe zu Ihm und im Willen, Gott zu dienen,
dieses Wort liest .... Denn Gott führet einen jeden Menschen dem Erkennen entgegen, und er wird in der Wahrheit stehen, so er willig ist und keinen Widerstand entgegensetzt. Er muß sich von der Stimme des Herzens lenken lassen, niemals aber verstandesmäßig urteilen, wo die innere Stimme ihn drängt, das Gebotene anzunehmen .... Amen
B.D. 2192 empfangen am 22.12.1941 Geistige Verbundenheit .... Die geistige Verbundenheit der Menschen untereinander kann gar nicht hoch genug
bewertet werden, fördert sie doch die Höherentwicklung ungemein durch den gegenseitigen Austausch und Antrieb zum Guten. Es kann der Mensch nur reifen durch fortgesetztes Streben, durch ständiges Arbeiten an sich und inniges Gebet. Es muß der
Wille, die Tat und die Gnade zusammenwirken. Wo sich nun geistig strebende Menschen zusammenfinden, dort findet ein Austausch der Gedanken statt, dessen Folge ist,
daß der Wille im Menschen nach dem Zusammenschluß mit Gott außerordentlich rege
wird, daß sie die Verbindung mit Gott ernstlich anstreben und daher auch ernstlich
bemüht sind, die Forderung zu erfüllen, die Voraussetzung für diese innige Verbindung
mit Gott ist. Also beginnt die Arbeit an sich selbst. Es wird der Wille in die Tat umgesetzt, es sucht der Mensch sich recht zu gestalten, und da er sich seiner Schwäche
bewußt ist, bittet er Gott um Kraft und Gnade .... und also strebt er zur Höhe. Es würde
der Mensch ermüden an dieser Seelenarbeit, so er sich absondern möchte von den Mitmenschen, es würde ihm der Antrieb fehlen, die Vergleichsmöglichkeit und nicht
zuletzt die Gelegenheit zum Dienen, denn wo immer Menschen zusammenkommen in
guter Absicht, dort dienet einer dem anderen bewußt oder unbewußt. Es sucht der Wissende zu geben, er sucht den anderen gleichfalls wissend zu machen, es sucht der Reifere den Unreifen anzuspornen zur Arbeit an sich selbst. Es gibt der Starke dem Schwachen von seiner Stärke ab, es wird einer dem anderen hilfreich zur Seite stehen, und
alles dies führt zur Seelenreife, denn es ist uneigennützige Nächstenliebe das Bindemittel zwischen ihnen, und immer wird die Liebe zur Höhe führen. Und immer wird die
Gnade Gottes diesen Menschen zuströmen, die sich vereinen, um zu Gott zu gelangen .... Amen
B.D. 2193 empfangen am 24.12.1941 Schärfste Maßnahmen .... Es gehören willensstarke Menschen dazu, göttliche Offenbarungen furchtlos zu verbreiten, denn alles, was geistigen Fortschritt bedeutet, was diese Offenbarungen
bezwecken sollen, wird schärfste Gegenmaßnahmen zur Folge haben, und es wird jeglichem geistigen Streben der Kampf angesagt werden. Zudem aber sind göttliche
Offenbarungen den Menschen so unglaubwürdig, solange sie selbst unerweckten Geistes sind. Jede Mitteilung aus dem geistigen Reich erfordert eine gewisse Gläubigkeit,
um unbedenklich angenommen werden zu können. Wo der Glaube nicht vorhanden
ist, dort wird man ablehnen und auch die Träger des Lichtes, die nur göttliche Weisheiten weitergeben wollen, zu bekämpfen suchen .... Amen
B.D. 2194 empfangen am 25.12.1941 Weisheit, Licht und Kraft sind eins .... Weisheit ist Kraft, denn Wissen ist Licht, und Licht und Kraft sind eins. Wer weise ist,
also sein Wissen austeilen kann, der vermittelt das Licht, das da ist Kraft aus Gott, denn
den Zustrom spüret der Empfänger wieder als Kraft. Es wird, wer Wissen vermittelt
bekommt, über sich selbst hinauswachsen, denn geistige Kraft in ihm vermehrt sich. Sie
nimmt auch nicht ab, wenngleich der Mensch wieder davon abgibt. Sein Wissen nimmt
ständig zu, d.h., es gliedert sich Weisheit an Weisheit an, es entsteht ein klares Bild nach
dem anderen in seinem Innern, wo zuvor Dunkelheit, also eine geistige Leere war .... Amen
B.D. 2195 empfangen am 27.12.1941 Geistige Mitteilungen müssen im Zusammenhang stehen mit der christlichen Lehre .... Der Geist aus Gott vermittelt nur geistige Wahrheiten, und es kann daher bedingungslos als Wahrheit angenommen werden, was durch Geisteswirken den Menschen
kundgetan wird. Sowie nun irdischer Geschehen Erwähnung getan wird, müssen diese
immer in einem gewissen Zusammenhang stehen mit der geistigen Entwicklung der
Menschen, also es müssen diese irdischen Geschehen sich so auswirken, daß sie der
Höherentwicklung der Seele dienen können. Dann ist solchen Mitteilungen aus dem
geistigen Reich gleichfalls Glauben zu schenken, und sie sind als göttliches Geisteswirken anzuerkennen. Immer müssen geistige Vermittlungen mit der christlichen Lehre in
Zusammenhang stehen, dann sind sie aus dem Reich des Lichtes ausgegangen und zum
Segen der Menschheit dieser offenbart worden. Und dies ist für euch von größter
Bedeutung, daß ihr die Verbindung findet zwischen diesen Kundgaben und dem Wort,
das der Herr auf Erden gelehrt hat .... Amen
B.D. 2196 empfangen am 28.12.1941 Born der Weisheit .... Am göttlichen Gnadenquell wird sich ein jeder laben dürfen, der hungert und dürstet nach geistiger Nahrung. Sowie er nur Verlangen danach trägt, öffnet sich ihm der
Born der Weisheit und stärkt seinen Geist. Und dies hat zur Folge, daß er reifen muß an
seiner Seele, denn so dieser geistige Nahrung zugeführt wird, gestaltet sie sich immer
mehr dem göttlichen Willen gemäß, d.h., sie verbindet sich mit dem Geist in ihr, und
dieser formt die Seele nach dem Ebenbild Gottes. Sie wird vom Licht durchstrahlt, bis
sie gänzlich zum Lichtwesen geworden ist. Die Liebe Gottes ist also ständig bereit,
Gnade zu spenden .... Amen
B.D. 2197 empfangen am 29.12.1941 Katastrophe und Not nachher .... Größtes Leid steht der Menschheit noch bevor, findet sie den Weg nicht zu Gott. In
einer Zeit, wo des göttlichen Schöpfers so wenig gedacht wird, daß Er auch in bitterster
Not nicht angerufen wird, mehren sich die Ereignisse, die Kummer und Trübsal über
die Menschen bringen, um die Herzen doch noch der ewigen Gottheit zuzulenken. Und
dennoch wird auch das noch nicht genügen, daß die Menschen Verbindung suchen mit
Gott .... Amen
B.D. 2198 empfangen am 30.12.1941 Einigung der Seele mit dem Geist Gnadenakt .... Daß sich die Seele mit dem Geist vereinigen kann, ist ein Gnadenakt von größter Bedeutung. Es ist der Geistesfunke, den Gott in einen jeden Menschen hineingelegt hat, göttlicher Anteil, es ist ein Funke der göttlichen Liebe, die vorerst noch der Seele mangelt und nun die Verbindung herstellt zwischen dem, was vom Gegner Gottes im verkehrten Willen gezeugt wurde, und dem Spender der Kraft, die zur Zeugung benötigt wurde. Es ist der Liebesfunke Anteil Gottes, er kann aber auch vom Menschen mißbraucht werden, indem die Liebe sich dem zuwendet, der das Wesen gezeugt hat. Er kann sich aber auch zu einer hellodernden Liebesflamme entwickeln, wenn der Liebesfunke zurückstrebt zu Gott. So nun die Seele sich mit dem Geist in sich einigt, ist also alles Denken, Fühlen und Wollen des Menschen darauf gerichtet, mit der göttlichen Liebe Selbst in Verbindung zu treten. Es strebt also dann Seele und Geist zur ewigen Liebe, zum Geist Gottes zurück. Wäre nun der Seele der göttliche Geistesfunke nicht beigesellt worden, dann würde sie kaum auf Erden ihre letzte Lebensprobe bestehen. Sie würde unweigerlich wieder zurückfallen und dem zustreben, dem sie hörig war endlose Zeiten hindurch, da ihr die Kenntnis dessen mangeln würde, was Gottes Anteil ist. Der Geist in ihr aber sucht sie dem Ewig-Göttlichen zuzuwenden. Er ringt also mit dem Gegner Gottes um die Seele, obgleich er sie nicht zwingt, sich ihm anzuschließen. Er hat aber doch Einfluß auf die Seele, so sie nicht ganz widersetzlich ist. Gott hilft so dem Schwachen, indem Er ihm eine Kraft zugesellt, die er nur zu nutzen braucht. Denn der göttliche Geistesfunke in eines jeden Menschen Herz ist Kraft, sowie Gott Selbst gleichfalls in Sich Kraft ist. Es ist nun ein unvergleichlicher Segen, wenn sich die Seele mit dem Geist einet, d.h. die Kraft nützet, die ihr zusteht durch Gottes große Liebe. Denn mit dem Geist sich einen heißt, für die Seele jeder Verantwortung enthoben zu sein, denn dann wird der Geistesfunke, die Kraft aus Gott, das Denken des Menschen lenken, und was er nun auch beginnt, es wird die Zustimmung des himmlischen Vaters finden. Und somit ist die Vereinigung des Geistesfunken mit der Seele die Sicherheit für die endgültige Rückkehr zu Gott, denn der göttliche Geistesfunke strahlt von Gott aus und auch zu Ihm wieder zurück. Und er zieht die Seele gleichsam mit sich. Der göttliche Geistesfunke aber ist Liebe, er wird Liebe lehren, und darum muß der Mensch, dessen Seele sich mit dem Geist einet, völlig sich zur Liebe gestalten, er muß die Liebe zur Materie überwinden und in heißer Liebe zu Gott entflammen, und es ist die Seele zurückgewonnen von Gott, sie ist eins geworden mit Dem, Der die Liebe Selbst ist .... Amen
B.D. 2199 empfangen am 31.12.1941 Auswirkung des Gott-zuwider-gerichteten Willens .... Gegen den Willen Gottes ist des Menschen Wille machtlos, und ob er sich noch so
weise und kraftvoll wähnt. Jeder Eingriff in die göttliche Ordnung straft sich selbst,
denn dann richtet sich der menschliche Wille gegen den göttlichen Willen, und es hat
dies zur Folge, daß sich ein solches Vorgehen am Menschen selbst auswirkt insofern, als
daß durch seinen Willen Leid und Not über ihn kommt. Es ist kein Zufall, wenn der
Mensch oft darunter leiden muß, was er selbst veranlaßt oder angestrebt hat. Denn oft
hat er durch eigenen Willen dem Willen Gottes entgegen gearbeitet, und er muß nun
die Auswirkung dessen an sich selbst verspüren. Und dieser Zustand ist zur Zeit auf
Erden vorherrschend, daß der menschliche Wille den göttlichen Willen nicht mehr
achtet .... daß er seine Freiheit mißbraucht zu Handlungen, die wider die göttliche Ordnung verstoßen, und daß sich daraus Zustände ergeben, die für den Menschen selbst
außerordentlich leidvoll sind. Gott duldet es nicht, daß Sein Wille mißachtet wird. Er
hindert zwar den Willen des Menschen nicht, verständlicherweise aber kann nicht
etwas gut sein, was dem göttlichen Willen zuwidergerichtet ist. Und was nicht gut ist,
kann auch in seiner Auswirkung nicht dem Menschen zum Vorteil gereichen. Folglich
schädigt sich der Mensch selbst durch seinen Gott-entgegen gerichteten Willen .... Amen
B.D. 2200 empfangen am 1.1.1942 Das bewußte Gott-dienen-Wollen .... Das bewußte Gott-dienen-Wollen ist ein offenes Zugeständnis der Willensunterwerfung Gott gegenüber. Wer dienen will, der erkennet einen Herrn über sich an, dem er
sich freiwillig unterstellt. Und so der Mensch Gott dienen will, hat er sich frei gemacht
von der Herrschaft dessen, der Gott bekämpft und somit alles, was gut ist .... Es wird, was sich zutiefst erniedrigt vor Gott, überreich bedacht werden .... Amen
B.D. 2201 empfangen am 3.1.1942 Zeichen und Wunder (falsche Heilsbringer) .... Lasset Mich durch euch wirken, auf daß die Menschheit gläubig werde und Mich
erkennt als Den, Der Ich bin. Es gibt keinen Geist, der mächtiger ist, als Ich bin, und es
gibt kein Wort, das hehrer und reiner ist als das Wort, das Ich den Menschen zugehen
lasse, die Mein sein wollen und diesen Willen Mir bezeugen durch ihre Bereitwilligkeit,
Mir zu dienen. Es gibt auch keinen Willen, der Meinen Willen zuschanden machen
könnte, und keine Macht kann Mir widerstehen. Und darum werde Ich wohl auch zu
bannen vermögen den, der sich Mir widersetzet. Ich benötige Streiter für Mein Reich
und suche sie in den Reihen derer, die ohne Falsch sind und jeglichen Schein meiden.
Und durch diese will Ich wirken, so es an der Zeit ist. Und Ich werde wahrlich nicht dulden, daß unreife Wesen sich ihnen nahen, daß böse Kraft sich des Willens derer bedienet, die sich Mir und Meinem Willen unterstellen. Denn diese schütze Ich davor, daß sie
den Einwirkungen der bösen Macht ausgeliefert sind. Und in der Stunde der Gefahr
komme Ich Selbst, d.h., so der Widersacher selbst rütteln will an Meinem Aufbauwerk,
werde Ich dieses zu schützen wissen und Meinen Dienern zu Hilfe kommen, auf daß sie
nicht wankend werden .... Amen
B.D. 2202 empfangen am 4.1.1942 Willkürliche Rückkehr zur Erde nicht zweckmäßig .... In das Fleisch eingezeugt zu werden ist eine Vergünstigung, die dem Wesen erst dann
zuteil wird, wenn es die dazu erforderliche Reife erlangt hat. Ein gewisser Reifezustand
ist also Bedingung zur Verkörperung als Mensch auf Erden. Dieser Reifezustand kann
nun nach Ablauf der Erdenzeit sich erhöht haben, er kann der gleiche geblieben sein, es
kann aber auch ein Rückschritt zu verzeichnen sein .... Amen
B.D. 2203 empfangen am 5.1.1942 Buch der Bücher .... Eine Lampe ohne Oel ist nur ein leeres Gefäß, das seinen Zweck nicht erfüllt, denn
sie strahlt kein Licht aus, weil die ständige Nahrung fehlt, die dem Licht zugeführt werden muß. Und so ist auch die heilige Schrift so lange als Buch nur zu werten, wie sie
nicht wahrhaft Licht-verbreitend wirkt, d.h., solange sie nicht die Erhellung des Geistes
bewirkt .... Amen
B.D. 2204 empfangen am 6.1.1942 Blendwerk des Satans .... Es ist ein Blendwerk des Satans, wenn den Menschen etwas als Rettungsaktion vorgestellt wird, was in Wirklichkeit ein Werk größter Lieblosigkeit ist .... wenn die Menschen für recht halten, was bitterstes Unrecht ist .... wenn edelste Motive vorgetäuscht
werden, wo niedrige, eigennützige Gedanken zugrunde liegen. Es wird sich der Satan
der Worte der Liebe bedienen, um die Menschen zu betören, und er wird großen Erfolg
haben, weil die Menschen durch ihre Lieblosigkeit unfähig geworden sind, das falsche
Spiel dessen zu erkennen, der sie ins Verderben stürzen will. Und immer wird er sich
solcher Mittel bedienen, die scheinbar gut und edel sind. Niemals wird er unter seiner
wahren Flagge kämpfen, sondern sein wahres Gesicht unter der Maske des Guten ver-bergen. Und darum gilt es besonders wachsam zu sein, daß dieser Maske nicht die Menschen zum Opfer fallen, deren Wille ist, stets das Rechte zu tun. Nie soll der Mensch nur
nach dem äußeren Schein urteilen. Wort und Tat muß übereinstimmen, und dort, wo
wirklich die Liebe zu erkennen ist, braucht das Wirken des Gegners von Gott nicht
befürchtet zu werden. Der Satan aber wird niemals ein gutes Werk ausführen, denn sein
Ziel ist, alles Gute und Edle zu bekämpfen, und daher sucht er, die Menschen zu bestimmen, einander zu schädigen. Niemals aber wird Gott untätig zusehen, wo sein Gegner
das Denken der Menschen verblendet, um die Seelen von der reinen Wahrheit zurückzuhalten. Und wo der Gegner Gottes also tätig ist, Irrtum zu verbreiten unter dem
Deckmantel der Liebe und Menschenfreundlichkeit, dort gibt Gott gleichfalls Aufschluß über das wahre Wesen dessen, der nun die Menschheit beherrscht. Gott läßt ihm
zwar noch eine Zeit volle Macht, die dieser ausgiebig nützet, jedoch ist die Zeit für sein
verderbendes Wirken auf Erden begrenzt. Denn es soll das wahre Gesicht des Satans
enthüllt und sein Treiben entlarvt werden. Wessen Wille Gott zugewandt ist, der wird
das Blendwerk des Satans erkennen und sich voll Abscheu abwenden von ihm; doch
viele werden sich täuschen lassen, und es wird ihnen schwerfallen, das Ränkespiel böser
Mächte zu durchschauen. Doch zur Warnung sei es allen gesagt, daß jedes Versprechen
irdischen Vorteils auf das Wirken schlechter Kräfte schließen läßt .... daß also niemals
gute Kräfte am Werk sind, wenn Dinge angestrebt werden, die zur Verbesserung des
irdischen Lebens dienen sollen, denn dann würde Materie angestrebt werden, die im
Erdenleben aber überwunden werden soll .... Amen
B.D. 2205 empfangen am 7.1.1942 Fragenbeantwortung durch jenseitige wissende Wesen .... Jeder geistige Gedanke stellt die Verbindung her mit der jenseitigen Welt, jeder geistige Gedanke ist eine Kraftäußerung der geistigen Freunde, deren Tätigkeit darin
besteht, Kraft zu vermitteln den Wesen, die kraftlos sind. Denn Wissen ist Kraft, und die
jenseitigen Wesen, die im Wissen stehen, wollen das Wissen auch auf die Menschen
übertragen in Form von Gedanken, ihnen also Antwort geben auf Fragen, die sie
gedanklich an wissende Kräfte richten, wenn sie auch nicht bewußt die Antwort anfordern. Fragen stellt der Mensch unbewußt, sowie er über etwas nachdenkt, was sich seinem Wissen entzieht. So er nun längere Zeit bei einer Frage verweilt, treten die wissenden Kräfte in Aktion .... sie flüstern dem Menschen gedanklich die Antwort zu, d.h.,
dem Menschen springen Gedanken zu, und da er über das Wesen des Gedankens noch
nicht informiert ist, sieht er sich selbst als Urheber dieses Gedankens an und das Ergebnis als eigenes Verstandes-Produkt. Dennoch baut er auf diesen Gedanken wieder
auf .... also er bleibt mit den gebenden jenseitigen Wesen in Verbindung .... er wird
belehrt von diesen, während er im Glauben ist, verstandesmäßig das Problem gelöst zu
haben, das ihn zu jener Frage veranlaßt hat. Was der Gedanke wirklich ist, kann den
Menschen nicht so faßlich erklärt werden, und darum stoßen gerade diese Kundgaben
oft auf Widerstand. Eigenes Denken wird dem Entstehen des Werkes unterlegt, und
daher auch die Glaubwürdigkeit dessen angezweifelt, was über jeden Zweifel erhaben
ist. Und erst wenn der Mensch sich über das Wesen des Gedankens klar wird, mißt er
diesen Vermittlungen tieferen Wert bei. Und doch wird der Mensch die Kraftvermittlung selbst spüren können, denn so ihm der Wahrheit-entsprechende Gedanken zugehen, empfindet dies seine Seele wohltätig, und sie treibt seinen Willen an, den Mitmenschen das Ergebnis seines Denkens mitzuteilen, und also wirket der Mensch nun ebenfalls als Kraftspender, indem er das Wissen weitergibt, das im Grunde des Grundes
Kraft aus Gott ist. Kraft regt zur Tätigkeit an, folglich wird niemand untätig sein können, der Kraft empfängt .... Amen
B.D. 2206 empfangen am 8.1.1942 Werden und Vergehen .... Vergehen ist das Los dessen, was euch ersichtlich ist, und doch kann es nicht sinnund zwecklos genannt werden, denn die Vergänglichkeit jedes einzelnen Schöpfungswerkes ist gleichzeitig Bedingung zum Werden neuen Lebens. Es ist dies sowohl geistig
als auch materiell zu verstehen, denn sowie das Leben aus einer Form flieht, entsteht aus
der Außenform etwas Neues durch Verbindung mit anderen ebenfalls sich auflösenden
Außenformen, und das entflohene Geistige belebt wieder, mit gleich reifem Geistigen
in sich vermehrt, neue Außenformen, und also entstehen immer wieder neue Schöpfungen, sowie alte Schöpfungen sich aufzulösen scheinen. Werden und Vergehen ist der
ewige Kreislauf, der eine immerwährende Höherentwicklung bezweckt. Werden und
Vergehen betrifft aber nur das euch Sichtbare .... das darin sich bergende Geistige ist
unvergänglich, es bleibt bestehen bis in alle Ewigkeit .... Denn alles Unfreie wird erst frei, so es zum ewigen Leben erwacht, so es den Gang auf Erden durch die Schöpfung zurückgelegt hat, durch ständiges Verändern seiner Außenform, durch immerwährendes Werden und Vergehen .... Amen
B.D. 2207 empfangen am 9.1.1942 Wahrheit - Gottverlangen .... Der innere Drang zur Wahrheit ist das Zeichen, daß der Mensch sich zu Gott gehörig fühlt, denn sowie er nach der Wahrheit verlangt, ist sein Geist in ihm tätig, und es
erkennt der Mensch seinen Ausgang, er fühlt sich als Geist vom Geist Gottes, er fühlt
sich als Sein Geschöpf und verlangt zurück zu seinem Schöpfer und Vater von Ewigkeit.
Wer nach der Wahrheit verlangt, der hat sich schon gelöst von der feindlichen Macht,
deren Streben gegen die Wahrheit gerichtet ist. Die Wahrheit ist göttlichen Ursprungs,
und der in der Wahrheit zu stehen begehrt, der sucht die Verbindung mit Gott herzustellen, Der die Wahrheit Selbst ist. Er wird alles verabscheuen, was nicht der Wahrheit
entspricht, und nur ängstlich darauf bedacht sein, keinem Irrtum anheimzufallen; er
wird auch den Schein meiden und alles, was die Wahrheit verschleiern könnte. Denn
das Gott-Verlangen in ihm läßt nicht zu, daß er Zugeständnisse macht dem Fürsten der
Lüge gegenüber. Wer einmal nach Gott verlangt, den läßt die Liebe Gottes nicht fallen,
und also duldet sie auch nicht, daß sich der Gegner Gottes des Willens und der Gedanken der Menschen bemächtigt und also durch diese Unwahrheit in der Welt verbreitet
wird. Und so wird, wer das Bestreben hat, Gott näherzukommen, unweigerlich in der
Wahrheit stehen und auch die Wahrheit als solche erkennen, denn das ist die Gabe, die
Gott einem jeden bietet, der Ihn begehrt. Es kann kein falscher Gedanke im Menschen
auftauchen, so er sich Gott innig hingibt, weil er Verlangen hat nach Gott. Dessen Denken wird dem rechten Erkennen zugelenkt werden, er kann niemals irren, denn es ist
Gott Selbst, Der ihm die Wahrheit zugehen läßt, Der gewissermaßen Sich Selbst dem
Erdenkind anträgt in Form von Wissen, das Ihn und die Wahrheit begehrt. Und sowie
der Mensch in der Wahrheit steht, beginnt er auch, Gott ähnlich zu werden. Es wird niemals ein Mensch nach Wahrheit trachten, der Gott verneint, er wird kein Verlangen in
sich tragen nach Wissen und Licht, er wird sich auch niemals mit Gedanken befassen,
die mit Gott zusammenhängen .... Amen
B.D. 2208 empfangen am 10.1.1942 Geistige Belehrungen erfordern das Gebet um Gottes Gnade .... Jede geistige Belehrung trägt dem Erdenkind unnennbaren Segen ein, sowie das
ernste Gebet um Gottes Gnade vorangegangen ist und also dieses Seine Gnadenzuwendung möglich macht. Gott will den Menschen mit Seiner Gnade bedenken, und eine
unfaßbare Gnade ist es, wenn Er ihn wissend machen will und ihm Seine Lehren vermittelt. Doch nicht immer ist der Mensch bereit, Seine Gnade in Empfang zu nehmen;
nicht immer ist er gewillt, sich belehren zu lassen oder das ihm Gebotene ins Herz aufzunehmen. Die göttliche Gnade kann aber erst dann am Menschen wirksam werden,
wenn dieser sie begehrt, d.h. durch inniges Gebet solche anfordert. Die Belehrungen,
die Gott den Menschen zugehen läßt, sind so außerordentlich aufschlußreich und
erhellen des Menschen Geist .... Amen
B.D. 2209 empfangen am 11.1.1942 Wahre Lebensweisheit -Aufnehmen des göttlichen Wortes .... Das ist wahre Lebensweisheit, Gottes Wort in sich aufzunehmen, denn nichts anderes kann ihm den Erfolg eintragen, der ihm aus der göttlichen Weisheit erwächst. Das
Erdenleben dauert nur kurze Zeit, und es wird diese Zeit zumeist angewendet zum
Erfüllen irdischer Aufgaben und dem Vermehren irdischen Gutes. Und es glaubt sich
der Mensch weise, so er darin große Erfolge verzeichnen kann. Und er vernachlässigt
gänzlich, für sein geistiges Wohl Sorge zu tragen, und am Ende seines Lebens sieht er
sich einem Manko gegenübergestellt, das ihn sein verfehltes Erdenleben erkennen läßt.
Weise ist, wer seiner Seele zuerst gedenkt, wer geistigen Reichtum sammelt und irdische
Vorteile unbeachtet läßt .... Amen
B.D. 2210 empfangen am 12.1.1942 Abnahme der Kraft zum Widerstand .... Die weltlichen Ereignisse lassen oft den Menschen zu der Annahme kommen, daß er
zu schwach ist, dort Widerstand zu leisten, wo Gott einen solchen vom Menschen fordert. Er ist zaghaft im Glauben, weil er annimmt, daß solche Ereignisse die Kraft des
Menschen schon vorher aufgebraucht haben und er nun versagt, wo er sich bewähren
soll. Wohl wird es einen inneren Kampf kosten, es darf der Mensch nicht kampflos sich
besiegen lassen, er muß einen gewissen Widerstand leisten, erstarkt doch dadurch seine
Kraft. Und er muß auch dessen eingedenk sein, daß er gebraucht wird, daß Gott ihm
eine Aufgabe gesetzt hat, der er nicht ohne weiteres sich entziehen kann. Doch im gleichen Maß, wie er benötigt wird, geht ihm auch die Stärkung von Gott zu, und darum
braucht er nicht zu verzagen, wenngleich ihm die Aufgabe für seine schwache Kraft
unerfüllbar erscheint. Denn Gott tritt Selbst in Erscheinung, so der Mensch gläubig auf
Seine Hilfe vertraut; er muß sogar zuweilen an seiner eigenen Kraft zweifeln, denn erst
in der Erkenntnis der eigenen Schwäche wird der Mensch so beten, wie es recht ist vor
Gott. Ein solches Gebet aber ist unbedingt nötig, will der Mensch auch die volle Kraft
empfangen. Ein Gebet, aus der Schwäche des Menschen geboren, wird seine Demut vertiefen, und also wird der Mensch nun auch reich gesegnet werden mit göttlicher Gnade.
Solange aber der Mensch noch die Möglichkeit hat, Gottes Gnade in Anspruch nehmen
zu dürfen, muß er aber auch den Glauben an erhöhte Kraft stark werden lassen, denn
dies ist göttliche Gnade, daß der Herr allen denen beisteht, die in Gefahr sind, wankend
zu werden. Er benötigt starke Streiter für Sein Reich, und so ein Mensch wirklich den
guten Willen hat, in das Heer Seiner Streiter aufgenommen zu werden, so gibt Gott
auch jenen die Kraft, die er benötigt für seine Mission. Denn ohne göttliche Hilfe kann
diese nicht ausgeführt werden, doch es soll der Mensch gleichfalls ringen, auf daß er
erstarke, und sich nicht allzuschnell besiegt fühlen. Die Gnade Gottes aber ist unbedingt nötig, und sie wird dem Menschen desto eher zuströmen, je demütigeren Herzens er ist. Gottes unendliche Liebe lässet keinen Menschen fallen, und wen sie einmal
ergriffen hat, dessen Lebensschicksal spielt sich so ab, wie Gott es in Seiner Weisheit
und Liebe für richtig und gut hält für die seelische Entwicklung des Menschen. Und ob
es gleich scheinet, als nehme die Kraft zum Widerstand im Menschen ab .... Amen
B.D. 2211 empfangen am 14.1.1942 Weltgericht .... Das Weltgericht wird über die Menschen hereinbrechen plötzlich und unerwartet.
Und es wird hinwegraffen von der Erde jegliche Kreatur, denn es wird sich die Erde in
sich verändern. Es wird durch einen glühenden Feuerstrom alles vernichtet werden,
was lebend genannt werden kann, und die Erde wird ein anderes Aussehen erhalten,
unvorstellbar für die Menschen, die jetzt die Erde bewohnen. Doch dies soll ihnen verkündet werden, denn es werden unter ihnen einige sein, die sowohl die alte als auch die
neue Erde erleben werden, und diese sollen zeugen, welche Wunder Gott an ihnen
gewirkt hat. Denn sie werden den Untergang der alten Erde erleben im Fleisch und
doch nicht davon betroffen werden, denn ihnen naht Sich der Herr, und Er hebt sie von
der Erde hinweg. Es sind diese wenigen glaubensstark und Gott in Liebe ergeben, sie
leben nach dem Willen Gottes und werden aufs äußerste bedrängt von den Menschen,
denen jeglicher Glaube mangelt. Und also sind sie in größter Gefahr, und aus dieser
errettet sie der Herr, indem Er Selbst kommt und sie emporholt. Und es findet eine
Scheidung statt, es wird getrennt das Gute vom Bösen, das Gläubige vom Ungläubigen .... Amen
B.D. 2212 empfangen am 15.1.1942 Geistiger Niedergang .... Die Menschen der Gegenwart erkennen nicht, wohin sie treiben. Sie leben und sind doch tot im Geist. Sie finden keine Verbindung mit Gott, weil sie Ihn nicht suchen. Die irdische Welt bedeutet ihnen alles, darüber hinaus aber geht ihr Gedankengang nicht. Und daher ist jeder Tag nutzlos verbraucht im geistigen Sinn .... die Höherentwicklung ist in Frage gestellt, ja oft ist ein geistiger Rückschritt zu verzeichnen, der ungeheuer folgenschwer sich auswirkt. Und ob auch die Menschen hingewiesen werden auf ihre eigentliche Erdenaufgabe, sie schenken solchen Vorstellungen kein Gehör, weil wieder die Welt und ihre Anforderungen ihnen allein wichtig erscheinen. Und also ist ihr Erdengang ein verfehlter, es ist die Erde für diese Menschen nicht, was sie sein soll .... Und Gottes Liebe und Weisheit läßt nicht zu, daß die Menschen ihr Erdenleben mißbrauchen, daß sie ihm einen anderen Zweck geben, als Gott es bestimmt hat, denn Seine
Anordnungen sind weise und unübertrefflich. So aber der Mensch die Weisheit Gottes
nicht mehr erkennt, so mißachtet er auch Dessen Anordnungen, und dies kann nur
zum Untergang dessen führen, was sich aufwärtsentwickeln soll. Eine Aufwärtsentwicklung kann aber nur dann vor sich gehen, wenn der Mensch Fühlung nimmt mit
dem Geistigen und die Welt unbeachtet läßt. Die Menschheit aber ist entgeistet, sie
hastet und jagt irdischen Zielen nach, sie ist unfähig zu einer geistigen Verbindung, weil
sie unwillig ist, denn Geistiges anzustreben erscheint ihr wertlos, da es keinen irdischen
Erfolg einträgt .... Amen
B.D. 2213 empfangen am 16.1.1942 Vaterworte .... Der in Sich die Liebe ist, gibt dir folgende Kundgabe: In Meinem Reich tätig zu sein
ist eine Aufgabe, die Mut und Entschlossenheit erfordert, denn ein Wirken für Mich
zieht die Anfeindung der Welt nach sich. Wer nun den Willen hat, diese Aufgabe zu
erfüllen, um der Menschheit zu helfen, der wird wahrlich nicht zu fürchten brauchen,
daß es ihm je an Kraft mangelt. Und ihn will Ich stärken und ihn die geistige Überlegenheit finden lassen, so er solchen Anfeindungen ausgesetzt ist. Und dann wird er mutig
und kraftvoll auftreten, er wird nicht zaghaft die Folgen seines Widerstandes bedenken,
sondern er wird wissen, daß er Meinen Willen erfüllt, und diese Gewißheit macht ihn
ruhig und siegessicher. Jeder Gedanke, der Mich streift, verbindet ihn mit Mir, und wo
Ich zugegen bin, dort ist wahrlich keine Niederlage zu fürchten. Ich will nur, daß Meiner gläubig gedacht wird, daß der Mensch zu Mir seine Zuflucht nimmt, wenn ihm
Gefahr droht. Denn jeder Gedanke ruft Mich, und Ich bin sofort bereit, Meinem Kind
zu helfen, weil es Meiner gedenkt. Und Ich werde wahrlich nicht in Not und Bedrängnis
lassen, die Mir dienen wollen und Meine Kraft und Unterstützung bedürfen .... Amen
B.D. 2214 empfangen am 17.1.1942 Vaterworte .... Lasset es Meine Sorge sein, in welcher Weise Ich die Wahrheit den Menschen zugehen lasse, denn ihr habt wahrlich nicht die Fähigkeit, Mein Walten und Wirken zu beurteilen .... Amen
B.D. 2215 empfangen am 18.1.1942 Freiwillige Hingabe Voraussetzung zum Empfang der Wahrheit .... Je nach Würdigkeit und Dienstwilligkeit bedenke Ich euch, und ihr dürfet alle Mein
Wort vernehmen, so es euch ernst ist darum und ihr euch entsprechend gestaltet. Die
Bereitwilligkeit, erlösend tätig zu sein auf Erden, trägt euch Meine Liebe ein, und da Ich
alle Meine Kinder auf Erden erlösen möchte, so segne Ich einen jeden, der Mir auf
Erden hilft, wo Ich, um den freien Willen des Menschen nicht zu beeinflussen, nur im
Rahmen des menschlich Möglichen wirken kann. Ich kann Mich nur durch Menschenmund äußern .... Amen
B.D. 2216 empfangen am 19.1.1942 Irdische Umgebung, Fähigkeiten und Wissen belanglos zum Reifen der Seele .... Es ist ohne Bedeutung für die Höherentwicklung der Seele, in welcher Umgebung
diese ihre Verkörperung auf Erden durchlebt. Es ist auch ganz belanglos, welche irdischen Fähigkeiten der Mensch besitzt und auf welcher Stufe er im irdischen Wissen
steht. Es kann der Mensch irdisch die höchsten Vorzüge aufweisen, er kann in allen irdischen Gebieten und Fähigkeiten wohl bewandert sein, er kann auch in einem hohen
Wissensgrad stehen, und doch kann er geistig bedeutend tiefer stehen als ein Mensch,
der im Erdenleben alle diese Vorzüge nicht besitzt und geistig sehr hoch entwickelt ist;
ja oft ist die geistige Reife weit eher erkennbar dort, wo alle irdischen Vorzüge ausscheiden, denn es sind diese Menschen innerlicher und Gott-verbundener, weil sie in ihrer
Seelenarbeit nicht durch irgendwelche Außeneinflüsse beeinträchtigt werden. Es hat
mitunter den Anschein, als könne eine wohlgestaltete Seele nur in einem wohlgestalteten Körper wohnen, als könne die Wahrheit nur dort sein, wo Weisheit gelehrt oder
empfangen wird, und als sei der Grad des Wissens abhängig von mehr oder weniger
hoch entwickeltem Verstandesdenken des Menschen, und doch können gerade jene
scheinbaren Vergünstigungen ein Hindernis sein, die das Reifen des Menschen in Frage
stellen .... Amen
B.D. 2217 empfangen am 20.1.1942 Notwendigkeit des Leides .... Das Leid soll euch Menschen zur Einsicht kommen lassen, daß ihr noch falsche Wege
wandelt auf Erden, daß ihr in eurem Denken noch nicht geläutert seid oder daß ihr
euch noch in weitester Gottferne befindet. Sowie ihr an euch selbst nicht arbeitet, sowie
ihr glaubt, keine Erziehung mehr nötig zu haben, bleibt ihr in eurer geistigen Entwicklung stehen, und dann muß Gott euch Leid senden, auf daß ihr euch eurer Mängel
bewußt werdet und ihr euch Ihm innig anschließet im Gebet. Dann wird nur ein geringes Maß von Leid nötig sein, daß ihr die Verbundenheit mit Gott suchet, und Er kann
es wieder von euch nehmen, sowie euer Denken recht gerichtet ist .... Amen
B.D. 2218 empfangen am 21.1.1942 Liebe ist der Schlüssel zur Wahrheit .... Das Wirken in Liebe zieht unweigerlich die Erkenntnis nach sich, und es ist also die
Liebetätigkeit der einzige Weg zur Wahrheit. Dies ist es, was die Erdenkinder zuerst
wissen müssen. Auf einem anderen Wege werden sie nie und nimmer zur Wahrheit
gelangen. Geht ihnen nun ein Wissen zu, das ihnen annehmbar erscheint, ohne daß ihr
Leben ein Liebeswirken ist, dann ist dies ein Blendwerk des Satans, oder, wenn ihnen
die Wahrheit geboten wird, erkennen sie diese nicht als solche und lehnen daher ab. Die
reine Wahrheit wird wohl vielen geboten, doch eben darum abgewiesen, weil den Menschen die Liebe mangelt .... Diese erst bezeugt die Liebe zu Gott. Und dann steht der Mensch im rechten Denken,
d.h., die Gedanken, die ihm nun zugehen, entsprechen der Wahrheit. Sie sind aus dem
Herzen geboren, wenngleich der Mensch glaubt, verstandesmäßig zu dem Ergebnis
gekommen zu sein. Ist aber der Mensch liebelos, so wird sein Denken niemals der
Wahrheit entsprechen, denn die-Wahrheit-bekämpfenden Kräfte haben dann starken
Einfluß auf das Denken solcher Menschen, weil diese durch ihre Lieblosigkeit ihre Herzen solchen Kräften öffnen, diese also Zugang haben und nun ihre Macht ausnützen,
indem sie das Denken der Menschen nun verwirren. Gott ist die Wahrheit, Gott ist die
Liebe .... eines ohne das andere ist nicht zu denken. Folglich kann nur dort die Wahrheit
sein, wo die Liebe ist .... Amen
B.D. 2219 empfangen am 22.1.1942 Gedankliches Belehren in Wahrheit setzt Glaube an Gott voraus .... Es bleibt jegliche geistige Frage ungelöst, solange sich der Mensch nicht bejahend
einstellt zur ewigen Gottheit, denn es sind geistige Kräfte, die den Zusammenschluß
mit Gott schon gefunden haben, denen die Beantwortung solcher Fragen obliegt. Diese
werden verständlicherweise nicht einem Menschen den Kraftstrom aus Gott zuleiten,
der den Spender der Kraft nicht anerkennt. Geistiges Wissen aber ist Kraft aus Gott,
Kraft aus Gott kann somit nur der Mensch empfangen, der Gott anerkennt, ansonsten
die ganze Welt im Wissen stehen würde, da die Licht und Kraft-vermittelnden Wesen
niemandem auf Erden den Kraftstrom versagen würden. Gott aber stellt Bedingungen
für das Empfangen der Wahrheit, und erste Bedingung ist, daß der Mensch sich bewußt
für Gott entscheidet, daß er an Gott glaubt als Schöpfer und Lenker aller Dinge, Der
überaus weise, gütig und allmächtig ist. Der Glaube an einen Gott der Liebe, Weisheit
und Allmacht läßt den Menschen auch Verbindung finden mit dem Schöpfer von Ewigkeit und gleichzeitig also auch die Verbindung herstellen mit gebewilligen geistigen
Wesenheiten, die im Vollkommenheitszustand in der Nähe Gottes weilen dürfen, um
unausgesetzt Seine göttliche Kraft zu empfangen und weiterzuleiten. Diese Wesen sind
fortgesetzt bemüht um die Erdenmenschen, deren Glaube ein noch seichter ist. Sie
suchen die Menschen zum Nachdenken zu veranlassen, daß sie fragend ihre Gedanken
zur Höhe senden. Dann erst können sie Antwort geben, d.h. die Menschen gedanklich
belehren. Die Menschen aber, die nicht an Gott glauben, können sich keinen Begriff
machen, um wie vieles schwerer es für sie ist, geistige Fragen aufzuwerfen. Sie erkennen
nichts Geistiges an und lenken daher ihre Gedanken auch nicht nach jener Richtung
hin, die sie im tiefsten Innern ablehnen. Wiederum kann aber auch den Menschen
keine Antwort zugehen, wenn sie nicht fragen, denn erst durch Fragen sind die Wesen
in die Fähigkeit gesetzt, gedanklich ihnen Antwort zu vermitteln. Durch die Frage öffnet der Mensch erst sein Herz, und nun erst kann ihm der Kraftstrom zufließen, denn
nun erst hat er die Verbindung hergestellt, die Gott zur Bedingung macht. Es muß der
Mensch Gott anerkennen, um Ihn erkennen zu können .... er muß sich Ihm beugen in
tiefster Demut, um Seine Gnade empfangen zu können. Übermittelt Gott aber den
Menschen die Wahrheit, will Er sie wissend machen, so ist es eine übergroße Gnade,
und diese Gnade muß bewußt angefordert werden, also es muß der Mensch durch das
gedankliche Fragen zuerst anerkennen, daß es einen Schöpfer gibt, von Dem er
annimmt, daß Er seine Frage beantworten kann kraft Seiner Weisheit und sie auch
beantworten will kraft Seiner Liebe .... Amen
B.D. 2220 empfangen am 23.1.1942 Wirken im Lichtreich .... Aus dem Reiche des Lichtes steigen zahlreiche Wesen zur Erde hernieder und geben
den Menschen Kunde vom Willen Gottes. Doch nur von wenigen Menschen wird deren
Wirken erkannt, nur wenige wissen um die große geistige Not, um Gottes Liebe und
Fürsorge um Seine Geschöpfe. Doch diese wenigen führt Gott zusammen, und sie werden Mitteilungen aus dem Lichtreich entgegennehmen in verschiedener Form, denn
Gott wird sie bedenken je nach ihrer Aufgabe, die ihnen für das Erdenleben gestellt ist.
Doch allen wird die gleiche Wahrheit geboten, und darum wird es auch sehr wohl zu
prüfen sein, denn was aus dem Reiche des Lichts geboten wird, wird immer und ewig
das gleiche sein .... Amen
B.D. 2221 empfangen am 25.-27.1.1942 Nachfolger Petri .... Leset in der Bibel, und ihr werdet erkennen, daß der Geist der Wahrheit verdrängt
worden ist in offensichtlichster Weise. Es ist euch darum das Wort Gottes vorenthalten
worden, damit ihr, die ihr die Wahrheit suchet, nicht sehend werdet. Die Überlieferung
wird treulich innegehalten, doch wieweit diese Überlieferung der Lehre Christi entspricht, das wird nicht geprüft. Und wie oft ist der Sinn des göttlichen Wortes verändert
worden, wie oft wurde das Wort Gottes falsch gedeutet. und wie selten wurde die falsche
Auslegung beanstandet. Dieses Irreleiten der Menschheit kann nicht genug hervorgehoben werden, ist es doch die Ursache aller Spaltungen und religiösen Kämpfe gewesen. Als Jesus auf Erden wandelte, sprach Er vom Reiche Gottes, von einem Reich, das
nicht von dieser Welt ist .... Amen
B.D. 2222 empfangen am 28.1.1942 Grenzen des Wissens setzt sich der Mensch, nicht Gott .... Es hat Gott eine Grenze des Wissens gesetzt nur für den Menschen, der sich damit
zufrieden gibt. Wohl scheint es, als könne er diese Grenze niemals überschreiten, doch
so es ihm ernst ist darum, mehr zu wissen, braucht es für ihn keine Grenze zu geben.
Doch wieweit es ihn nach vermehrtem Wissen verlangt, steht ihm frei, d.h., er bestimmt
selbst die Grenzen des Wissens durch seinen Willen. Sowie der Mensch die Vorbedingungen erfüllt, die ihm die Übermittlung des Wissens gewährleisten, hat er seinen
freien Willen in der rechten Weise genützet, denn nun wird ihm tiefste Weisheit gegeben ohne Einschränkung. Ist er aber geneigt zu glauben, daß Gott Selbst Grenzen
gesetzt hat, dann läßt er sich genügen an dem, was die Welt weiß, und er fühlt auch keinen Drang in sich, eigenmächtig die Grenzen zu überschreiten. Er begnügt sich, und es
ist dies allemal ein Rückschritt, denn nur in stetem Streben schreitet der Mensch vorwärts. Verständlich muß es ihm doch sein, daß Gott als die Wahrheit Selbst auch Seine
Geschöpfe in diese leiten möchte und daß Er daher immer bereit ist, die Wahrheit auszuteilen, daß Er sie aber nicht einem jeden vermitteln kann, der kein Verlangen danach
trägt. Es ist kostbares Gut, was die Menschen sich aneignen können, so sie nur wollen,
das aber auch begehrt werden muß, soll es den Menschen dargeboten werden. Daß es
aber nicht allen Menschen wahllos zugeht, berechtigt nicht zu der Annahme, daß Gott
allen Menschen das Wissen um Sein Walten und Wirken vorenthält, daß Er Seine
Geschöpfe in Unkenntnis lassen will. Unausgesetzt gibt Er ihnen gedanklich Aufschluß,
und es liegt allein am Willen des Menschen, ob und wieweit er sich belehren lassen will
von den Wesen, die ihm Aufschluß geben können. Doch gerade dieser Wille der Menschen ist sehr gering und schwach. Da der Mensch zuvor Bedingungen erfüllen muß,
um eingeführt werden zu können in das geistige Reich, so muß erst sein Wille tätig werden zu emsiger Arbeit an sich selbst. Und dies erscheint den meisten Menschen
undurchführbar, und also versuchen sie es auch nicht .... Amen
B.D. 2223 empfangen am 29.1.1942 Selbstsucht .... In ihrer unfaßbaren Selbstsucht geht die Menschheit geistig zugrunde, so Gott nicht
ein wirksames Gegenmittel anwendet, um jene Selbstsucht zu verringern. Es denkt der
Mensch nur an sein eigenes Ich, und das Schicksal des Mitmenschen läßt ihn zumeist
unberührt. Sein Denken und Handeln ist dementsprechend, immer nur berechnet, sich
selbst größten Vorteil zu verschaffen, was sich in geistiger Hinsicht ungemein nachteilig auswirkt. Jeder Tag ist sonach vergeblich gelebt, so irdische Vorteile angestrebt werden. Und es ist zur Zeit in der Welt nur ein kleiner Teil Menschen, die ihre geistige
Gestaltung im Auge haben. Diese aber gehen an der Not der Mitmenschen nicht teilnahmslos vorüber. Sie suchen vielmehr, diese nach Möglichkeit zu lindern, und bringen
selbst Opfer, denn sie gedenken mehr der Not der anderen als ihrer eigenen Not. Und
um dieser willen zögert Gott noch immer, das letzte Mittel zur Anwendung zu bringen,
denn Seine Liebe möchte unsägliches Leid den Menschen ersparen, wo es möglich ist,
ohne Leid sie zur Liebetätigkeit zu bewegen. Der Eingriff Gottes aber zieht großes Leid
nach sich, denn gerade das Leid soll die Herzen der Menschen umstimmen, sie sollen
an dem Elend und der Not des Nächsten ihre eigene Not vergessen, also ihre Ichliebe
bekämpfen und nur immer bestrebt sein, das Elend der Mitmenschen zu verringern.
Dann erst trägt ihnen das Erdenleben geistigen Erfolg ein. Doch bedauerlicherweise
haben gerade jetzt die Menschen ein außergewöhnlich stark ausgeprägtes weltliches
Verlangen, ein Verlangen nach den Gütern dieser Erde. Ein jeder Gedanke gilt nur der
Frage, in welcher Weise sie zu solchen gelangen können. Darüber beachten sie auch
nicht das Weltgeschehen und noch viel weniger die Anzeichen, die das Wirken Gottes
ankündigen. Sie achten nicht der Erscheinungen, welche den geistigen Verfall begleiten.
Sie sehen nicht die Übergriffe, die schon als erlaubt gelten, sie achten auch nicht auf die
verkehrten Begriffe von Recht und Gerechtigkeit, und sie beanstanden daher auch
nicht den Geist der Zeit, die Gegeneinstellung gegen alles Religiöse .... sie halten vielmehr alles für recht, was sichtlich auf den Einfluß des Widersachers zurückzuführen ist.
Und daher macht auch Gott Seinen Einfluß geltend, d.h., Er wirkt so offensichtlich
gegen eine solche geistige Verflachung hin, daß erkennen kann, wer erkennen will.
Denn Er nimmt alle Gewalt an Sich .... Amen
B.D. 2224 empfangen am 30.1.1942 Verbreiten der Offenbarungen Gottes Wille .... Gottes Wille ist es, daß Seine Offenbarungen verbreitet werden, auf daß die Menschen jegliches Weltgeschehen betrachten lernen als göttliche Sendung oder göttliche
Zulassung um ihrer Seelen willen; auf daß sie einen Zusammenhang erkennen lernen
von jenem mit dem geistigen Zustand der Menschen. Nur durch das Wort Gottes, das
Er Selbst den Menschen vermittelt, kann ihnen dieser Zusammenhang erklärt werden,
denn es müssen die Menschen zuvor unterwiesen werden von der geistigen Not und
deren Auswirkung auf die Seelen, um begreifen zu können, welche Gegenmaßnahmen
erforderlich sind, um diese Not der Menschen auf Erden zu beheben. Das Wissen um
den Sinn und Zweck der Schöpfung, um die Gnade der Verkörperung und um die Folgen eines rechten wie auch eines falschen Erdenlebens macht alles verständlich, was
den Menschen sonst unbegreiflich ist. Und es gibt nur einen Weg, den Menschen dieses
Wissen zu übermitteln, da anders es ihnen nicht geboten werden kann. Denn sowie ein
Mensch den Mitmenschen belehren möchte, würde er keinen Glauben bei ihm finden,
wenngleich er nur die Wahrheit ausspricht, weil die Menschheit schon zu sehr entgeistet ist, also von der Wahrheit zu weit sich entfernt hat, als daß sie diese als Wahrheit
erkennen könnte. Es sind die Menschen so irdisch eingestellt, daß sie nur erhaben über
alles lachen, was ihnen als geistige Lehre vermittelt wird. Darum muß auf irdischer
Grundlage aufgebaut werden, d.h., es müssen geistige Lehren in einer Weise den Menschen zugeführt werden, die das Interesse der Menschen wachruft; sie müssen sich
überzeugen können vom Wirken einer Macht, selbst wenn sie diese Macht nicht anerkennen wollen. Und daher muß ihnen Kenntnis gegeben werden von diesem Wirken,
sie müssen von dem Inhalt der Kundgaben unterrichtet werden, so daß sie sich selbst
überzeugen können, daß sie der Wahrheit entsprechen, so sich das Weltgeschehen entwickelt den Kundgaben gemäß. Der Ungläubige wird dennoch bei seinem Unglauben
verharren, da es ihm freisteht zu glauben oder nicht .... Und also offenbart Er Sich ihnen, und selig, die Ihn erkennen und Seinen Offenbarungen Glauben schenken .... Amen
B.D. 2225 empfangen am 31.1.1942 Gedankliches Belehren Tätigkeit der Lichtwesen .... Eine unermüdliche Geduld von seiten der Lichtwesen erfordert es, die Menschen ins rechte Denken zu leiten. Der Mensch ist durch den freien Willen fähig, auch seine Gedanken diesem Willen entsprechend entstehen zu lassen. Das heißt von seinem Willen hängt es ab, welche Gedanken er ergreift oder fallen läßt, und nun geht das Bestreben der Lichtwesen dahin, den Willen des Menschen zu lenken, die rechten Gedanken anzunehmen und durch Verweilen bei diesen sich ins Bewußtsein zu rufen. Also werden die Gedanken gewissermaßen kontrolliert, und so sie für recht befunden werden, immer wieder dem Menschen nahegebracht, bis dieser sich vertraut gemacht hat mit ihnen und nun sich selbst bejahend zu ihnen einstellt. Oft aber stoßen die Lichtwesen auf Widerstand insofern, als der Mensch sich gedanklich gefangennehmen läßt von der Welt und ihren Reizen .... daß sein Denken sich ausschließlich auf das Irdische bezieht und jeder geistige Gedanke, der im Herzen aufsteigt und vom Herzen zum Gehirn geleitet werden soll, sofort verworfen wird, daß also der Mensch sich ablehnend verhält gegen das Geistige, und dann müssen die Lichtwesen in nimmermüder Liebe und Geduld ihm immer wieder den Gedanken nahebringen, bis der Mensch endlich aufmerket, sich verwundert und nachdenklich wird. Die Lichtwesen müssen so wirken, weil ihre Aufgabe ist, Licht, d.h. Wissen, unter den Menschen zu verbreiten. Da sie schon in der Liebe stehen, die ja ihre Tätigkeit im Jenseits bestimmt, sind sie unermüdlich rührig, denn sie wissen sowohl um das Glück des wissenden als auch um den traurigen Zustand des unwissenden Wesens, und da sie erlösend tätig sind im Jenseits, sind sie immer bereit, Licht und Wissen zu vermitteln. So ihnen dies nicht gleich gelingt, versuchen sie es immer und immer wieder. Nur darf der Mensch keinen offenen Widerstand entgegensetzen, indem er alle auftauchenden Gedanken schnell verdrängt, auch wenn sie ihm annehmbar erscheinen. Und dies ist dann der Fall, wenn die Welt zu starken Einfluß ausübt auf den Menschen. Es kämpft dann der Widersacher gleichfalls um die Gedanken des Menschen, d.h. um dessen Willen, und er trägt auch den Sieg davon, wenn sich der Mensch nicht auf sich selbst besinnt und aus freiem Antrieb die Gedanken in das geistige Reich schweifen läßt. Dann ist es für die Lichtwesen ein leichtes, ihren Einfluß geltend zu machen, und es wird der Mensch nun von ihnen unterwiesen in Gedanken, und diese werden der Wahrheit entsprechen .... Amen
B.D. 2226 empfangen am 1.2.1942 Gang durch die Schöpfungswerke -Wandlung vom Tode zum Leben .... Der Gang durch das Erdenleben ist nur eine Phase in der Ewigkeit und doch nicht
auszuschalten, denn er trägt dem Wesenhaften erst den Zustand des Lebens ein, während es sonst ewiglich leblos bliebe, d.h. in einem Zustand, in dem das Wesenhafte nicht
erkennen könnte, da es lichtlos ist, und nicht tätig sein könnte, weil es kraftlos ist. Es ist
dies ein Zustand des Todes, ein Zustand der Qual und der Verbannung, den aber das
Wesenhafte empfindet, weil es sich seiner Existenz bewußt ist. Denn es ist Geistiges, aus
der Kraft Gottes hervorgegangen. Das Geistige war aber ursprünglich bestimmt, im
beglückenden Bewußtsein seiner Kraft zu wirken, d.h., tätig zu sein zur eigenen
Beglückung .... im höchsten Erkennen zu stehen und in vollster Freiheit ein ewiges
Leben zu führen, was es durch eigene Schuld, dem Willen des Gegners von Gott hörig,
sich verscherzt hat. Soll nun das Wesenhafte seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt
und seinem Urzustand wieder nahegebracht werden, dann muß es den Gang durch die
Schöpfungswerke zurücklegen, da ohne diesen eine Wandlung vom Tode zum Leben
nicht möglich ist. Dieser Erdengang muß jedoch unbewußt des Erfolges zurückgelegt
werden, es muß das Wesen diesen Weg gehen völlig unbeeinflußt, weil sein Wille aus
eigenem Antrieb sich ändern soll .... vorerst zwar insofern gebunden ist, als daß der
Wille Gottes seinen Entwicklungsgang ihm vorschreibt, jedoch das Wesen sich auch
selbst zum Dienen entschließt, ansonsten ihm die Möglichkeit einer Höherentwicklung
nicht gegeben wird .... Amen
B.D. 2227 empfangen am 2.2.1942 Verlangen nach Gott - Zusammenschluß - Gnade - Wissen .... Das bewußte Streben nach dem Zusammenschluß mit Gott trägt dem Menschen
unweigerlich die Höherentwicklung der Seele ein, denn das Streben zu Gott, das Verlangen nach Ihm bedeutet schon Zuwendung der Gnade, und die Gnade bewirkt auch
einen Fortschritt, d.h. einen höheren Reifegrad der Seele. Wer Gnade empfängt, wird
niemals auf der gleichen Entwicklungsstufe stehenbleiben, ist doch die Gnade gleichbedeutend mit Kraftzuwendung, und göttliche Kraft zieht den Menschen zu Gott hinan.
Der Zustrom göttlicher Kraft kann nur erfolgen, wenn eine Verbindung hergestellt ist
mit Gott, also ist der Wille nach Zusammenschluß auch schon Erfüllung, denn Gott
versagt Sich Seinem Erdenkind nicht, so dieses Ihn begehrt .... Amen
B.D. 2228a empfangen am 3.2.1942 Jesus Christus Träger der Wahrheit .... Jesus Christus war der Verkünder der Wahrheit und wird es bleiben bis in alle Ewigkeit. Und die Ihm anhangen, werden sich auch in der Wahrheit befinden, sowie sie Ihn
darum bitten, also den starken Willen haben, zu wissen um die Wahrheit, die Jesus
Christus den Menschen auf Erden verkündet hat. Dieser Wille aber muß sich so
äußern, daß der Mensch sein Herz öffnet, um auf die Stimme Gottes zu lauschen, daß
er also Gott fragen muß nach innigem Gebet und nun harret der Antwort, die ihm
zugeht. Gott läßt kein solches Gebet unerhört, denn die in der Wahrheit zu stehen
begehren, sind Seine rechten Kinder, denen Er Sich offenbart, die Er mit Freuden unterweiset, auf daß sie im rechten Wissen stehen. Was Menschen lehren, ist selten reine
Wahrheit, es sei denn, sie haben die Wahrheit von Gott empfangen .... B.D. 2228b empfangen am 4.2.1942 Jesus Christus Träger der Wahrheit .... Die reine Wahrheit sollten sie den Menschen verkünden, und also verhieß Er ihnen
Sein Geisteswirken. Sowie der Geist Gottes sich durch die Apostel äußern konnte, verkündeten sie nun auch unweigerlich die reine Wahrheit, denn es sprachen nun nicht
mehr die Apostel zu den Menschen, sondern Gott Selbst, und also war Jesus Christus
gleichfort unter ihnen, Dessen Leib und Seele sich mit der ewigen Gottheit vereinigt
hatte. Es war die Wahrheit von Gott ausgegangen, sie war durch Jesus Christus zur Erde
geleitet worden, und sie wird noch immer zur Erde geleitet, sowie der Geist Gottes wirken kann in einem Menschen, der Gott in tiefster Liebe sich zu eigen gibt, der Jesus
Christus bejaht und des Geistes Kraft begehrt. Es ist dies das lebendige Wort, das Gott
den Menschen vermittelt, die an Ihn glauben, Ihn lieben und Seine Gebote halten .... Amen
B.D. 2229 empfangen am 5.2.1942 Gedankliche Stellungnahme zu Glaubenslehren .... Es ist ein geistiges Unvermögen, ein Mangel an geistigem Wissen und Erkenntniskraft, wenn der Mensch sich in der Wahrheit stehend wähnt, der sein Wissen von Menschen entgegengenommen hat, ohne selbst jemals dazu gedanklich Stellung genommen
zu haben. Glauben heißt wohl etwas für wahr halten, was nicht bewiesen werden kann.
Dennoch muß alles, was zu glauben gefordert wird, ernstlich durchdacht werden; so
aber alles, was gelehrt wird, blindlings angenommen wird, so ist dies kein lebendiger,
kein überzeugter Glaube, sondern nur ein planmäßiges Übertragen einer Lehre und
ein gedankenloses Annehmen derselben. Und ein solcher Glaube kann wahrlich nicht
vor Gott bestehen. Es genügt nicht, wenn Einwände gegen Glaubenslehren mit Redensarten widerlegt werden, die wiederum eingelernt, d.h.übernommen wurden, nicht aber
sinnvoll oder überzeugend eine Lehre begründen. Die Wahrheit muß sich ganz klar
und unwiderlegbar begründen lassen, sie muß gleichsam für sich selbst sprechen .... Amen
B.D. 2230 empfangen am 6.u.7.2.1942 Kampf des Lichtes gegen die Finsternis .... Alles Lichtvolle steht im Kampf mit der Finsternis, wenngleich das Kämpfen der Lichtwesen nur in nimmermüder Liebetätigkeit besteht, so muß es doch Kampf genannt werden, denn sein Ziel ist, die Finsternis zu besiegen, d.h., sie allmählich durch Licht zu verdrängen. Dieser Kampf erfordert große Liebe und Geduld, weil von der Gegenseite der größte Widerstand diesem Ringen entgegengesetzt wird und daher immer wieder versucht werden muß, diesen Widerstand zu besiegen. Es gibt aber nichts, was den Lichtwesen zu mühevoll wäre oder ihre Liebe abschwächen könnte; immer wird das Erbarmen mit den lichtlosen Seelen die Lichtwesen antreiben zu höchster Tätigkeit, die sich äußert in ständigem Belehren und Überzeugen-Wollen, denn sie wissen um den qualvollen Zustand der Wesen, die noch unter dem Einfluß des Widersachers stehen, und möchten ihn ändern, weil sie nicht anders können als allen Wesen Gutes tun und daher auch ihr mangelndes Wissen beheben möchten. Folglich müssen sie gegen die Unwissenheit zu Felde ziehen. Sie müssen kämpfen gegen jegliche falsche Lehre, gegen jede falsche Auslegung des göttlichen Wortes .... sie müssen auch die Lethargie der Seelen zu wandeln versuchen in ein eifriges Beobachten derer, die sich ihnen nahen. Die Lichtwesen üben so lange ihren Einfluß aus auf das unvollkommene Wesen, wie dieses sich nicht hartnäckig widersetzt. Die Not und Qual des lichtlosen Wesens wird immer die erbarmende Liebe der Lichtwesen finden, d.h., die Liebe dieser Wesen wird immer bereit sein, ihnen zu helfen. Jedoch Widerstand hindert die Lichtwesen, liebend sich zu nahen, also es verscherzen sich die unvollkommenen Wesen selbst den Beistand, wenn sie ihn ablehnen. Es ist dann die erlösende Tätigkeit für die Lichtwesen eine Unmöglichkeit geworden. Dennoch lassen sie nicht nach in ihren Bemühungen insofern, als daß sie jeder Regung achten, in der das Wesen einem Lichtstrahl zugänglich ist, und sie nützen solche Regung zu erneutem Liebeswirken. Da die Liebe aber eine ungleich stärkere Waffe ist im Kampf um die Wesen, werden der Finsternis unzählige Wesen abgerungen und dem Reich des Lichtes zugeführt, denn die Liebe vermag Außerordentliches zu leisten, und nur der abweisende Wille, d.h. das bewußte Unterwerfen unter den Willen der finsteren Macht, schaltet ein Liebeswirken jener Lichtwesen aus. Der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis währet ewig, doch ständig vergrößert sich das Reich des Lichtes, während das Reich der Finsternis an Größe und Macht verliert .... Amen
B.D. 2231 empfangen am 8.2.1942 Der Lügengeist und seine Werkzeuge .... Der Lügengeist beherrschet die Welt, und wer die Welt begehrt und ihre Güter, ist
diesem Lügengeist verfallen. Denn nur dort kann er sich durchsetzen, nur dort wird
ihm gehuldigt werden, indem er angehört und bejaht wird. Der Geist der Wahrheit
dagegen wird nur unter den Menschen Eingang finden, die sich von der Welt und ihren
Gütern zu lösen versuchen, die keinerlei Begehr danach haben, sondern sich und ihr
Denken göttlichen Dingen zuwenden, die ihrer eigentlichen Bestimmung gedenken
und ein geistiges Leben bejahen. Dort ist dem Lügengeist der Zutritt verwehrt. Denn
diesen Menschen gewährt Gott Selbst Seinen Schutz, und Er entwindet sie der Gewalt
dessen, der die Lüge in die Welt bringt. Die Menschen, die der Welt anhangen, bekennen
dadurch ihre Zugehörigkeit zu dem, der in der Welt seine Macht hat, denn sie begehren,
was noch sein Anteil ist .... unerlöste Materie .... die noch viel des bösen Geistes in sich
birgt. Und da er die Welt gänzlich für sich gewinnen will, nützet er jede Gelegenheit, um
die Gier nach der Materie in den Menschen zu vermehren, diese ihnen also als begehrenswert hinzustellen .... Amen
B.D. 2232 empfangen am 11.2.1942 Lüge und Wahrheit und ihr Ursprung .... Des Geistes Wirken ist unverkennbar, wo die Begriffe Wahrheit und Lüge so klar
auseinandergehalten werden, also Gott oder Sein Gegner als Ursprung dessen, was den
Menschen dargeboten wird, zu erkennen ist. Der Geist aus Gott wird immer jeglicher
Unwahrheit den Kampf ansagen, da er in sich die pure Wahrheit ist .... die Ausstrahlung
Gottes, Der die Wahrheit Selbst ist. Die Wahrheit und die Lüge sind so gegensätzlich,
daß auch der Ursprung zwei ganz entgegengesetzte Wesenheiten sein müssen. Und
immer wird der Mensch, der in der Wahrheit sich befindet, sich Gott verbunden fühlen,
d.h. von innen heraus das Gute anstreben, während der Anhänger der Lüge dem Willen
der Macht hörig ist, die alle bösen Triebe im Menschen entfacht. So wie nun der Begriff
Wahrheit nur mit Gott in Verbindung gebracht werden kann, wird niemals der Mensch
Unwahrheit oder Irrtum zu befürchten haben, der sich selbst in Verbindung mit Gott
setzt, und folglich kann immer dort die Wahrheit vermutet werden, wo die Menschen
Gott-zugewandten-Willens sind. Maßgebend dafür sind aber nicht die Worte, sondern
die Taten derer, die wissend zu sein glauben. Ein Mensch, der sich nicht genug tun kann
im Liebeswirken, der wird unwiderruflich auch in der Wahrheit stehen, denn der Geist
aus Gott lenkt dessen Gedanken dem rechten Erkennen entgegen. Lügen vertreten aber
werden die Menschen, die sich selbst nicht liebend betätigen, denn das Denken derer
beeinflußt die Gott-gegnerische Macht. Diese wird stets Wahrheit und Lüge zu vermengen suchen .... Amen
B.D. 2233 empfangen am 12.2.1942 Himmlische Glückseligkeit .... Jeder Vergleich wäre unangebracht, der die Seligkeiten des Himmels den Menschen
veranschaulichen sollte, denn nichts auf Erden kann annähernd diese Seligkeiten darstellen, nichts kann ihnen gleichgestellt werden, wollte der Versuch gemacht werden,
den Menschen davon ein Bild zu enthüllen. Es ist nichts Greifbares, was die Seelen in
der Ewigkeit unendlich beglückt, und darum kann der Mensch sich auch nichts vorstellen, sondern er muß sich begnügen mit der Verheißung des Herrn: „Keines Menschen
Auge hat es je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, was Ich bereitet habe denen,
die an Mich glauben ....“ Das Wissen um die Wonnen des ewigen Lebens wäre auch
höchst nachteilig für das Ausreifen der Seelen, denn es soll der Mensch vollkommen
werden, und also muß er gut sein aus innerstem Antrieb, nicht um des Lohnes willen.
Was ein vollkommenes Wesen in der Ewigkeit erwartet, ist so unvergleichlich beseligend, daß der Mensch alles tun und auch alles leiden würde, wüßte er um den Grad der
Seligkeit; wüßte er, worin diese Seligkeit besteht. Nur so weit kann ihm Aufschluß gegeben werden, daß das Gefühl der Liebe im Jenseits ausschlaggebend ist, daß ohne dieses
keine Seligkeit zu denken ist, daß die Liebe alles verbindet und dadurch ein Glückszustand geschaffen wird, der unvorstellbar für die Erdenmenschen ist. Denn auf der
Erde ist die Liebe verschwindend klein, gemessen an dem Liebesgrad der Lichtwesen
im Jenseits. Und daher ist der Mensch auch nicht fähig, sich die Liebe als Inbegriff der
Seligkeit vorstellen zu können, obgleich schon auf Erden die Liebe, d.h. Liebestätigkeit
und Liebesempfinden, als etwas Köstliches empfunden und begehrt wird, sowie es der
Mensch einmal kennengelernt hat. Denn beseligend ist nur die göttliche Liebe, die
Liebe, die gebend, also uneigennützig ist. Die verlangende Liebe ist nur dann beseligend, wenn der Gegenstand des Verlangens Gott und Seine Liebe ist .... weil diese verlangende Liebe gleichzeitig Erfüllung ist, da die göttliche Liebe jedem Menschen
zufließt, der sie begehrt. Wenn schon auf Erden die Liebe zu Gott beglückend ist, wieviel mehr ist das Wesen in der Ewigkeit beglückt, so Gott Sich in Seiner unendlichen
Liebe ihm zuneigt und sein heißes Verlangen stillt .... Amen
B.D. 2234 empfangen am 13.2.1942 Daseinskampf .... Jeglicher Daseinskampf trägt zur Höherentwicklung der Seele bei, so der Mensch die
Widerstände überwindet, d.h. seine Kraft entfaltet, um in dem Kampf Sieger zu bleiben.
Es ist das Kämpfen ein Nützen der Kraft, die einem jeden Lebewesen zuströmt von
Gott .... Amen
B.D. 2235 empfangen am 14.2.1942 Das Wort Gottes ist mit Seiner Kraft gesegnet .... Welche Kraft das von oben vermittelte göttliche Wort ausströmt, wird den Menschen erst dann zum Bewußtsein kommen, wenn die Not auf Erden so groß sein wird, daß sie nur aus ihm Trost und Hilfe schöpfen. Wenn keine irdische Macht ihnen Hilfe bringen kann, dann ist immer noch Einer bereit zu helfen. Und dieser Eine kommt dann im Wort zu den Menschen und bringt ihnen Erquickung und Kraft, so sie zu unterliegen drohen. Er hat Sein Wort mit Seiner Kraft gesegnet .... das werden die Menschen spüren und voll Verlangen Sein Wort aufnehmen, weil ihnen damit fühlbar die Kraft aus Gott zuströmt. Und sie werden diese Kraft benötigen, sie werden sich zusammenfinden auch an verborgenen Orten, um Speise und Trank aus den Himmeln entgegenzunehmen, weil auf Erden es nicht mehr dargeboten werden darf. Sie wollen nicht entbehren und loben Gott dankbaren Herzens, daß Er Sich ihrer Not annimmt und sie mit geistiger Kraft versorgt, die ihnen unentbehrlich ist. Denn es hungern ihre Herzen danach, sie hungern nach den Worten der Liebe und Gnade, denn Gottes Wort gibt ihnen Kenntnis von Seiner Fürsorge und immerwährenden Hilfsbereitschaft, und es dringt das Wort tief ein in die Herzen derer, die es zu hören begehren, es gibt den Menschen Zuversicht und Hoffnung, es vertieft ihren Glauben und vermehrt ihre Liebe, es spornt ihr Streben an und verbindet sie mit der geistigen Welt, und diese Verbindung macht das Überleiten der Kraft aus Gott möglich und diese auch wirksam. Göttliche Kraft kann nicht wirkungslos bleiben, sowie sie dankbaren Herzens entgegengenommen wird; sie muß sich wohltätig auswirken, sie muß belebend auf den Menschen wirken und kann in keiner Weise ersetzt werden durch menschliche Gaben, denn was Menschen bieten, wird sich immer nur körperlich auswirken können .... das Wort Gottes aber ist Kraft für die Seele, es stärkt und belebt die Seele, wenngleich der Körper karg bedacht wird und also Not leiden muß.Darbet aber die Seele, dann ist das Leid übergroß,und dieses Leid kann nur das göttliche Wort bannen und der Seele Ruhe und Frieden geben. Darum wird in der kommenden Zeit das Verlangen nach göttlicher Tröstung groß sein und sich steigern zu innigem Begehren, und Gott wird dieses Begehren stillen und durch das Wort den Menschen Trost und Hilfe zukommen lassen, Er wird ihnen allen Kraft und Gnade übermitteln, die durch das Annehmen Seines Wortes sich mit Ihm verbinden. Er wird sie nicht darben lassen, sondern ihren Hunger stillen, und wer also gespeist wird vom Herrn Selbst, dem wird es nicht an Kraft mangeln in der kommenden Zeit .... er wird stets den Blick nach oben wenden, von wo ihm Hilfe kommt .... Amen
B.D. 2236 empfangen am 15.2.1942 Geistige Freiheit .... Um zur rechten Erkenntnis zu kommen, darf dem Menschen die Freiheit des Denkens nicht verwehrt werden. Diese aber wird ihm genommen, so ihm eine gewisse
Richtlinie gegeben wird, d.h. er beeinflußt wird insofern, als daß ihm bestimmte
Ansichten und Meinungen so lange vorgehalten werden, bis sich das Denken des Menschen in der gleichen Richtung bewegt. Es ist dies ein gewisser Zwang, ein Ausschalten
des freien Denkens, der nicht ohne Wirkung bleibt bei Menschen, die keinen Widerstand entgegensetzen können. Niemals können solche Menschen zum Erkennen kommen, denn sie werden unfähig gemacht zu eigenem Denken und sind folglich auch
urteilslos. Der Mensch soll Gelegenheit haben, nach jeder Richtung hin sich entscheiden zu können, und er muß daher auch sich in jeder Geistesrichtung bewegen können
bis zum eigenen Entscheid. Daher darf ihm nicht vorgeschrieben werden und auch
nicht verwehrt werden, was seinem Gedankengang nahegebracht werden soll, was er
annehmen oder ablehnen will. Denn erst dann wird es ihm möglich sein, durch Nachdenken zur Erkenntnis zu kommen. Jeder Geistesrichtung sich anschließen zu können
muß ihm erlaubt sein, ansonsten er weder zur Verantwortung gezogen werden, noch
ihm geistiger Vorteil erwachsen könnte, so er sich in falschem oder rechtem Denken
bewegt. Und darum ist es das größte Unrecht, in geistiger Beziehung bestimmend auf
die Menschen einwirken zu wollen .... Amen
B.D. 2237 empfangen am 17.2.1942 Seelenarbeit .... Je unverdrossener der Mensch an sich arbeitet, desto erfolgreicher ist sein Streben, denn dann hat er den ernsten Willen zu Gott, und dieser zieht auch die Kraftzuwendung nach sich, die wieder geistigen Fortschritt gewährleistet. Es erfordert die Seelenarbeit Überwindung seiner selbst, und daher ist sie nur zu leisten, wenn der Mensch stete Selbstverleugnung übt. Immer wird, was der Seele zuträglich ist, für den Körper eine Entsagung oder ein Opfer bedeuten, und darum ist ein starker Wille vonnöten, der seiner Seele mehr zugewandt ist als dem Körper. Nur unter Zurücksetzung des Körpers ist geistiger Erfolg zu erzielen, und gerade dies fällt den Menschen so schwer, denn der Körper wird sich immer mit seinem Begehren vordrängen, während die Seele zumeist sich zufriedengeben muß, wenn der Wille des Menschen sie karg bedenkt. Und daher kann erst dann die Seele in der Entwicklung fortschreiten, wenn sie mehr bedacht wird als der Körper. So kann sich der Mensch nicht genugtun in der Sorge um seine Seele, er muß unentwegt die Liebe üben, und diese zieht dann auch die Weisheit .... das Erkennen .... nach sich. Und sowie der Mensch erkennt, kann er nicht anders, als sich dem göttlichen Willen unterstellen, also das tun, was der Seele zum Heile gereicht. Wer nur den Willen Gottes zu erfüllen trachtet, dem wird der göttliche Wille auch offenbart werden, und dann trennt er sich willig von der Materie, von den Gütern der Welt .... und folglich beachtet er auch nicht, was dem Körper behagt, und er ist nur immer darauf bedacht, geistiges Gut zu sammeln, denn es werden ihm irdische Güter nicht mehr reizvoll erscheinen. Und das ist erst der segenbringende Zustand für die Menschheit, daß sie die Welt und ihre Güter unbeachtet läßt und dem geistigen Erleben sich zuwendet. Dann denken, hören und schauen die Menschen anders, d.h. immer gedenkend ihrer Seelen, und dies erst ist geistiger Fortschritt, der auf einer gewissen Entsagung beruht, auf einer Selbstüberwindung, auf einem inneren Kampf gegen das, was Anteil ist des Widersachers. Und wer ernstlich zu Gott strebt, der gibt gern und freudig hin, was ihm von Nutzen ist für den Körper, denn er tauscht dagegen etwas Wertvolleres ein .... einen erhöhten Reifegrad der Seele .... Amen
B.D. 2238 empfangen am 19.2.1942 Vaterworte
- Wahrheit .... Je inniger du Mein Wort begehrst, desto williger komme Ich dir entgegen, und die Gnade, Mein Wort zu empfangen, ist ein Beweis Meiner Liebe zu euch Menschen, die ihr in großer Not der Seele euch befindet. Ich kenne eure Not, Ich weiß um eure Schwäche des Glaubens, und Ich weiß auch, daß ihr willig seid .... also steigt Meine Liebe zu euch herab, und sie bringt euch Hilfe in der Not der Seele, indem Ich Mich euch offenbare. Und nun müsset ihr erkennen, daß Ich euch die Wahrheit bringe, denn was Ich euch darbiete, wird euch niemand widerlegen können, d.h., niemand wird Beweise haben für seine Gegenreden. Ihr müsset erkennen, daß das Wissen, das Ich euch gebe, unvergleichlich wertvoll ist im Gegensatz zu dem Wissen, das die Welt euch bietet .... Und also dürfet ihr euch vertrauensvoll Meinen Worten überlassen, ihr dürfet sie ungezweifelt annehmen und eure Herzen nicht mit bangen Fragen und Zweifeln beschweren, denn Ich wehre jeder Unwahrheit, daß sie Eingang finde in euren Herzen, und Ich
schärfe eure Urteilskraft, auf daß ihr nichts annehmet, was der Wahrheit widerspricht .... weil ihr wollt, daß ihr nur Wahrheit empfanget. Der Wille, Mir zu dienen,
schaltet jeden falschen Gedanken aus, weil Ich verständlicherweise einen jeden vor falschem Denken schütze, der sich in Meinen Dienst stellt, denn so er nun für Mich tätig
ist, werde Ich ihn wahrlich nichts ausführen lassen, was nicht im Einklang steht zur
Wahrheit, die Ich Selbst bin .... Amen
B.D. 2239 empfangen am 20.2.1942 Vaterworte - Liebe-Lehre .... Äußere Formen .... Predigt die Liebe den Menschen, und ihr werdet die Lehre verkünden, die Ich auf
Erden den Menschen gab und somit auch Meine rechten Vertreter sein. Es ist belanglos,
in welcher Form ihr diese Meine Lehre bietet und in welcher Form ihr sie befolget,
wenn nur die Liebe bestimmend ist für euren Erdenlebenswandel. So ihr nur immer
Liebe gebet, folget ihr Mir nach, und dann wird euer Erdenleben euch die Erlösung eintragen. Die Liebe wird euch frei machen aus der Gefangenschaft dessen, der euren Sündenfall verschuldet hat .... Amen
B.D. 2240 empfangen am 21.2.1942 Diener Gottes .... Sowie sich der Mensch bereit erklärt, an der Erlösung unreifer Seelen sich zu beteiligen, stellt er seinen Tätigkeitswillen in den Dienst des Herrn. Er bietet sich Ihm freiwillig an als Hilfskraft, er will das tun, was Gott wohlgefällig ist .... Amen
B.D. 2241 empfangen am 22.2.1942 Überwindung des Widerstandes .... Jeglicher Erfolg beruht auf Überwindung des Widerstandes, und so kann sich auch
die Seele nur zur Höhe entwickeln, so sie der Widerstände Herr wird, die ihr von der
Gegenmacht in den Weg gelegt werden. Es gibt ohne Widerstand keine Entfaltung der
Kraft und also auch keine Fortentwicklung. Denn letztere ist gleichbedeutend mit vermehrter Kraft, d.h. ein Zunehmen dessen, was Ursubstanz alles Geistigen ist. Das Geistige kann nur in sich reifen durch Zusammenschluß mit gleichem Geistigen, also Kraft
muß durch den Zustrom von Kraft vermehrt werden. Letztere aber muß angefordert
werden, d.h., durch den Willen zum Widerstand muß das Wesen sich empfangsbereit
halten für diesen Zustrom, der ihm niemals verwehrt wird. Empfangsbereitschaft ist
auch das gläubige Gebet, das der Mensch voll Vertrauen zu Gott emporsendet, denn
dann öffnet er sein Herz jeder Gnadenzuwendung, die immer Kraftzufuhr für ihn
bedeutet. Es ist das Gebet der erfolgreichste Widerstand insofern, als daß der Mensch
sich zu seinem Kämpfen Kraft erbittet von Gott, daß er gewissermaßen Ihn den Widerstand besiegen läßt und dennoch seine Seele dadurch ausreifet durch eben jene Gnadenzuwendung. Diese erwirbt sich der Mensch durch seinen Willen, der Gott zustrebt
und von Gottes Liebe angenommen, also das Gebet erhört wird. Es wird der Mensch
keineswegs bangen brauchen, daß seine Bitte ihm nicht erfüllt wird, wenn er in vollster
Gläubigkeit Ihm seine Not vorträgt, wenn er seinen Kraftmangel Ihm eingesteht und
um Vermehrung bittet .... wenn er bereit ist, Widerstand zu leisten, und sich nur zu
schwach dazu fühlt .... Amen
B.D. 2242 empfangen am 23.2.1942 Jüngstes Gericht .... Der Dämon des Hasses und der Lieblosigkeit vergiftet die Welt, und dies bedeutet den Beginn des geistigen Zusammenbruches, des geistigen Verfalls .... es bedeutet den Untergang sowohl geistig als auch irdisch. Es muß, was völlig zur Lieblosigkeit geworden ist, als verloren gelten für die Ewigkeit, d.h., es kann sich auf Erden nicht das ewige Leben erwerben, sondern Tod, also völlige Leblosigkeit, ist sein Los für ewige Zeiten. Folglich ist die Erde als Erlösungsstation für dieses Geistige unnötig geworden, da es keine Möglichkeit ausgenützt hat, und darum ist die Aufenthaltszeit für das Geistige auf Erden beendet .... eine Erlösungsepoche findet ihren Abschluß, so, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Eine Jahrtausende währende Entwicklungszeit endet mit einem Gericht, mit einer Scheidung des Erlösten und des Unerlösten .... des Gott zugewandten und des Gott gänzlich fernen Geistigen. Es richtet Gott Seine Geschöpfe, d.h., Er trennt endgültig die Seinen von den Anhängern des Satans, Er gibt ersteren ein freies Leben in Seligkeit und bindet die Gegner erneut in der Form, in der Materie, die sie begehrten und darüber Gott vergaßen, also sich Ihm gänzlich entfremdeten. Es sind dies die Lebendigen und die Toten .... die nun gerichtet werden, die ihren Lohn und ihre Strafe empfangen von Gott nach Seinen Worten, denn Gott ist gerecht, und Er teilt aus nach Verdienst. Leben werden, die Gott erkannt haben, die Ihn lieben und Seinen Willen erfüllen; doch zum ewigen Tode verdammt sein, die Ihn nicht anerkannten und sich Seinem Gegner zuwandten und deren Leben nur Lieblosigkeit war. Gott hat wohl eine unendliche Geduld mit Seinen Geschöpfen, und Er schiebt immer noch den Tag hinaus; doch Seine Geduld wird nicht gewertet von der Menschheit, denn die Gott nicht anerkennen, denen fehlt auch jeder Glaube an ein Strafgericht Gottes, und jeder Hinweis darauf ist erfolglos. Und so wird es kommen unerwartet für die Menschen, die keinen Glauben haben, und größten Schrecken auslösen, den Gläubigen aber Rettung bringen in größter Not, denn sie sind in äußerster Bedrängnis um ihres Glaubens willen. Und es muß die Scheidung nun stattfinden, weil es für die Ungläubigen, die in vollster Lieblosigkeit dahinleben, keine Möglichkeit einer Besserung mehr gibt, denn jegliche Prüfungen zuvor, Leid und irdische Not, sind erfolglos und des Satans Macht über diese Menschen ungeheuer, denn sie ergeben sich ihm und trachten den gläubigen Menschen nach dem Leben. Es ist dies die Zeit des völligen Verfalls, die dem letzten Gericht vorangeht, das das Ende der derzeitigen Erde bedeutet und den Beginn einer neuen Zeitepoche, die geistig außerordentlich bedeutungsvoll ist, weil Gott das Böse erneut bannt auf undenklich lange Zeit .... Amen
B.D. 2243 empfangen am 24.2.1942 Jüngstes Gericht .... Die gesamte Menschheit wird gerichtet am jüngsten Tage, und ein jeglicher, ob gut
oder böse, wird seinen Lohn empfangen. Und also wird eine Scheidung sein des Guten
vom Bösen, des Gerechten vom Ungerechten, des Gläubigen vom Ungläubigen, und
Gott Selbst wird zu Gericht sitzen und einen jeden lohnen oder strafen nach Verdienst.
Dieses Gericht ist unabwendbar und beschließet einen bedeutungsvollen Zeitabschnitt, eine Gnadenzeit, die dem Unerlösten auf Erden gewähret war durch Gottes
übergroße Liebe. Es war diese Zeit eine Zeit unaufhörlichen Ringens des lichtvollen
Geistigen mit der Finsternis, es war eine Zeit des Kampfes alles Wesenhaften, das zur
Höhe strebt, und in dieser Zeit hatte das Wesenhafte die Möglichkeit, zum Lichtwesen
sich zu entwickeln, so es nur wollte .... Doch Gott ist gerecht .... denn in Seiner Liebe war Er Ewigkeiten hindurch bemüht, dieses Wesenhafte zur Freiheit zu führen. Es standen ihm alle Hilfsmittel zu Gebote, die
Gnaden des Erlösungswerkes erwarb Er den Wesen durch Seine Menschwerdung und
Seinen Tod am Kreuze, Er war unendlich langmütig und geduldig, doch eines mußte Er
ihnen lassen .... den freien Willen .... Amen
B.D. 2244 empfangen am 25.2.1942 Geistesgut
- Eigenes Wissen .... Der Kampf des Lichtes und der Finsternis wird auch dort zutage treten, wo geistiges
Streben vorhanden ist, denn es suchet die Macht der Finsternis jede Helligkeit des Geistes zu unterbinden, sie sucht das menschliche Denken zu verwirren und also den
Wesen des Lichtes die Tätigkeit zu erschweren. Es können die Lichtwesen nur dort
wirksam tätig sein, wo sich der Mensch gläubig und demütig leiten läßt, wo also kein
eigener Wille dieses Wirken abschwächt. Letzteres ist dann der Fall, wenn der Mensch
zuvor schon im Wissen zu stehen glaubt, ehe die geistigen Kräfte ihre Arbeit an ihm
beginnen konnten .... wenn also das Wirken des Geistes auf einen gewissen Widerstand
stößt, weil der Mensch das zuvor gewonnene Wissen nicht hinzugeben bereit ist. Er
sucht dann verstandesmäßig einen Zusammenhang zu finden, und es sind dann zwei
Richtungen, die miteinander um die Oberherrschaft streiten. Dann wird die Macht der
Finsternis alle Mittel anwenden, den Verstand des Menschen zu trüben, und restlose
Klarheit kann ihm dann schwerlich gegeben werden. Die Weisheit aus Gott kann
bedenkenlos angenommen werden, und sie wird auch klar und verständlich genug
geboten, sowie der Mensch nur auf diese Stimme hört, d.h., keine menschlichen Weisheiten damit zu verbinden sucht. Gläubig und demütig muß der Mensch sein, der zur
vollen Weisheit gelangen will .... Amen
B.D. 2245 empfangen am 26.2.1942 Erkennen der Gott-verbundenen Menschen .... Jede geistige Aussprache zwischen euch gibt euch Aufklärung über das Verhältnis des Menschen zu Gott, so euch darum zu tun ist, ein gerechtes Urteil zu fällen. Ihr werdet euer Augenmerk zuerst darauf richten müssen, welche Beweggründe den Menschen bestimmen, eine Aussprache zu suchen. Der mit Gott eng verbundene Mensch wird immer Verlangen haben danach, das Wort Gottes zu vernehmen, und es wird sich das Verlangen so äußern, daß er den Ort aufsuchet, wo solches ihm geboten wird. Und es wird das Wort in ihn eindringen und ihn beglücken, er wird es empfangen und die Kraft des Wortes verspüren, d.h. das Wort wohltätig empfinden. Dieser hat Gott in sich, er lebt in Gott und steht also im rechten Verhältnis zu Ihm. Es kann jedoch auch der Mensch reden wollen über Dinge, die mit dem göttlichen Wort nicht in Verbindung stehen, dann wird nicht das göttliche Wort als erstes begehrt, und dann ist das Verlangen nach Gott nur schwach vorhanden, und es ist auch die Einstellung des Menschen zu Gott nicht so, wie sie sein soll, um geistigen Erfolg durch gegenseitigen Gedankenaustausch zu haben. Der Hunger nach der Wahrheit, nach dem Wort Gottes, muß den Menschen dazu drängen, Verbindung zu suchen mit Menschen gleichen Geistes, dieser Hunger wird aber unweigerlich ein Sättigen fordern; es wird also der verlangende Mensch begehren zu hören, was sein Verlangen stillt, und dann ist es auch leicht, ihn als Gott-verbunden zu erkennen, der Gott überall sprechen und hören möchte, wo Er Sich äußert. Denn der Gott-verbundene Mensch spürt es, wenn Gott durch eines Menschen Mund zu ihm spricht .... der Gott-verbundene Mensch kann also nur annehmen, denn er weiß das Wirken der göttlichen Kraft sehr wohl zu unterscheiden von Trugwerk .... der Gott-verbundene Mensch erkennt die Stimme Gottes, und er schenkt ihr Gehör. Wo aber dieser Stimme wenig geachtet wird, dort fehlt dem Menschen noch die innige Verbindung mit Gott, und also wird auch eine Aussprache nicht die gnadenreichen Folgen zeitigen, die Gott-verbundene Menschen daraus ziehen können .... Amen
B.D. 2246 empfangen am 28.2.1942 Katastrophe .... Die nahende Unwetterkatastrophe ist von entscheidender Bedeutung für alle Menschen insofern, als auch das Weltgeschehen dadurch eine Änderung erfährt, die Menschen aber nun vor andere Aufgaben und Ereignisse gestellt werden, die nicht weniger
schwer und leidvoll sich auswirken. Es ist eine bange Zeit, die zunächst die Überlebenden durchmachen, denn sie wissen nicht, ob und wann sich diese Naturkatastrophe
wiederholen wird. Viele Menschen wissen auch nichts über den Verbleib ihnen nahestehender Menschen, viele werden ganz allein und verlassen zurückbleiben, und Trübsal
und Kummer wird überall anzutreffen sein, und es wird fast kein Haus sein, das nicht
traurige Menschen birgt, und in dem Lande, wo die Stimme Gottes gesprochen hat,
keine Stadt, die nicht Trümmer aufzuweisen hat. Und dann wird sich die Liebe bewähren müssen, und es wird einer dem anderen das Leid tragen helfen müssen, wollen die
Menschen sich das Leben erträglich gestalten und nicht gänzlich verzweifeln. Das Leid
auf Erden hat nur andere Formen angenommen, es kann aber den Menschen noch
nicht gänzlich genommen werden, solange sie sich nicht zu Gott bekehren und ihre geistige Aufgabe zu erfüllen trachten. Und darum müssen auch jene nun betroffen werden,
die durch das Weltgeschehen bisher unberührt blieben. Und also löset eine unvorstellbar schwere Zeit die Zeit des Weltenbrandes ab, spürbar überall, wo die Lieblosigkeit
vorherrscht. Die Menschen können sich eine Naturkatastrophe in dem Ausmaß nicht
vorstellen, wie sie der Erde bevorsteht, und sie wird auch anfangs nicht in ihrem Ausmaß erkannt werden, denn es wird langer Zeit bedürfen, ehe die Kunde davon die Welt
durcheilt hat, und diese Ungewißheit erhöht das Leid und die Sorge, ist doch jegliche
Verbindung mit der Umwelt abgeschnitten und schwer wieder herzustellen. Und die
Menschen werden bedrängt werden von der herrschenden Gewalt und zur Ausübung
von Verrichtungen herangezogen werden, die fast über ihre Kräfte gehen, und sie werden sich nicht wehren können und ein hoffnungsloses Leben führen ohne Aussicht auf
Besserung. Und doch ist solches Leid nötig, sollen die Menschen ihrer eigentlichen
Bestimmung zugeführt werden, d.h. die Verbindung mit Gott anknüpfen und sich dort
Rat und Hilfe erbitten. Und dann soll ihnen das Wort Gottes nahegebracht werden,
dann soll ihnen gepredigt werden vom Wirken Gottes, von Seinem Willen und Seiner
göttlichen Liebelehre, dann sollen sie hingewiesen werden auf das Leben nach dem
Tode, auf die Vergänglichkeit alles Irdischen, auf den Sinn und Zweck des Erdenlebens
und ihre Aufgabe, die in der Gestaltung ihrer Seelen besteht und in einem dem Willen
Gottes entsprechenden Erdenlebenswandel .... Amen
B.D. 2247 empfangen am 1.3.1942 Erkennen der Wahrheit verpflichtet, dafür einzutreten .... In einer Welt der Spötter und Lästerer wird sich die Wahrheit schwerlich Bahn brechen können, denn sie verneinen alles Göttliche und somit auch die Wahrheit, die von
Gott kommt. Es ist aber dennoch die Pflicht eines jeden Menschen, der selbst in der
Wahrheit steht, also diese erkennt, auch dafür einzutreten, selbst denen gegenüber, die
stets die Wahrheit bekämpfen wollen. Denn ihnen gegenüber von der Wahrheit abzuweichen wäre gleichbedeutend, wie dem Gegner der Wahrheit zu Willen zu sein. Es
wird die Wahrheit stets bekämpft werden, denn sie kommt von oben .... die materiell
eingestellten Menschen aber wollen nur das anerkennen, was von unten, also von der
Welt ist, und das wird der Wahrheit immer widersprechen. Soll nun die Wahrheit auf
der Erde verbreitet werden, dann darf ihr Vertreter keineswegs die Welt lieben, und er
darf die Menschen nicht fürchten, die ihn hindern wollen am Verbreiten der Wahrheit,
sondern er muß unter völliger Verzichtleistung auf irdische Vorteile lieber sein Leben
hinzugeben bereit sein, als die Wahrheit zu verschweigen oder wider seine Überzeugung zu reden. Es ist dies wohl eine Forderung, die nicht so leicht erfüllt werden kann,
ist doch das Leibesleben dem Menschen noch zu wertvoll, als daß er es hingeben
möchte um der Wahrheit willen, die von den Mitmenschen nicht begehrt, sondern eher
abgewiesen wird. Und dennoch stellt Gott diese Forderung, sowie er die Menschen
gewürdigt hat, die Wahrheit von Ihm zu empfangen. Das Erkennen der reinen Wahrheit
verpflichtet ihn auch, diese weiterzugeben und dem Unwissenden Kenntnis zu geben
vom Wirken Gottes. Und so dieser Gabe von seiten der Menschen feindlich entgegengetreten wird, so soll der Mensch nicht zaghaft werden und ängstlich reden oder
schweigen, sondern auch dort furchtlos für die Wahrheit eintreten, wo die herrschende
Gewalt ein Schweigen fordert. Denn was der Mensch vertritt, ist ja Gott Selbst .... Amen
B.D. 2248 empfangen am 3.3.1942 Mitteilungen aus dem geistigen Reich .... Wohl wehren sich die Menschen gegen die Mitteilungen aus dem jenseitigen Reich,
so ihnen dadurch Richtlinien gegeben werden für ihren Erdenlebenswandel, denn es
werden diese immer dem widersprechen, was dem körperlichen Wohlleben zuträglich
ist. Zudem sind diese Mitteilungen niemals durch Beweise zu belegen, sondern sie müssen geglaubt werden, der Glaube daran aber ist wieder abhängig vom Willen zum
Erkennen. Denn sowie der Mensch den Willen hat, zur rechten Erkenntnis zu gelangen,
wird er alles ernstlich durchdenken und sich auch eingehend mit Fragen um das Ewig-Göttliche befassen. Einem Fragenden aber kann gedanklich die rechte Antwort zugehen, und also ist es ihm dann auch möglich, sich bejahend einzustellen zu geistigen
Offenbarungen, d.h., diese für glaubhaft zu halten. Wo jedoch dieser Wille zum Erkennen fehlt, dort ist der Mensch ablehnend, ohne über das ihm Gebotene nachzudenken.
Er kann nicht glauben, weil er nicht glauben will, und geistige Vermittlungen werden
ihn eher unangenehm berühren. Es steht dann sein Wille unter gegnerischem Einfluß,
d.h., seinen freien Willen nützet er nicht, sondern er läßt sich beherrschen von Gottgegnerischer Macht. Was aus dem geistigen Reich dem Menschen geboten wird, wird
nur dann Anklang finden, wenn es irdische Dinge oder irdische Geschehen berührt,
doch solche Botschaften sind ohne jeden Wert für die geistige Höherentwicklung der
Seele, verwirren vielmehr das Denken der Menschen insofern, als ihnen keine Garantie
geboten werden kann, ob sie immer der Wahrheit entsprechen, denn es sind die Geber
solcher Botschaften stets Wesen, die noch sehr mit der Erde verbunden sind und das,
was sie selbst beschäftigt in Gedanken, auf die Menschen zu übertragen versuchen, die
gleichen Geistes sind, d.h. gleichfalls der Erde noch zu sehr anhaften. Solche Mitteilungen können mitunter wahr sein, doch dann sind sie unwichtig für die seelische Entwicklung. Öfter jedoch stimmen sie nicht mit der Wahrheit überein, da erdgebundene
Wesen noch zu sehr von der Macht beherrscht werden, welche die Wahrheit bekämpft
und sich gerade solcher unreifen Wesen bedient, um die Menschen zu betören und sie
in falsches Denken zu leiten. Es muß der Mensch sehr kritisch sein geistigen Mitteilungen gegenüber, die empfangen werden ohne innige Gottverbundenheit, denn nur letztere garantiert die reine Wahrheit, weil die ewige Wahrheit Selbst Sich dann äußert,
sowie der Mensch die Bindung mit Ihr herstellt. Dann aber wird auch der Glaube ein
überzeugter sein, denn ein Mensch, der sich mit Gott verbindet, hat auch den Willen, in
der rechten Erkenntnis zu stehen .... Amen
B.D. 2249 empfangen am 3.3.1942 Geistiges Wissen .... Es ist keineswegs göttlicher Wille, daß sich die Menschen begnügen mit dem Wissen, das ihnen menschlicherseits dargeboten wird. Sie sollen vielmehr danach trachten, sich mit geistigem Wissen zu bereichern, und dieses geistige Wissen direkt aus dem Reiche des Geistigen entgegennehmen, von wo es ihnen unverfälscht geboten wird, sowie sie die reine Wahrheit begehren. Denn erst dieses Wissen bedeutet für sie geistigen Reichtum, während alles irdische Wissen wertlos ist, wenn der Mensch sein Erdenleben beschließt. Also soll er auch nicht glauben, daß ihm geistiges Wissen unerreichbar ist, und dennoch zufrieden sein damit, was ihm schulmäßig vermittelt wird, denn dann kann er niemals geistig reifen. Der Zweck des Erdenlebens aber ist das geistige Ausreifen, und Gott gibt ihm auch dazu Möglichkeiten genug, die er nur zu nützen braucht. Eine solche Möglichkeit ist das Empfangen geistiger Wahrheiten auf dem Wege reingeistigen Gedankenaustausches mit der jenseitigen Welt. Einem jeden Menschen steht diese Gnade zur Verfügung, doch nur selten wird sie begehrt und kann daher auch nur selten ausgeteilt werden. Es gibt aber keinen anderen Weg, der zu dem gleichen geistigen Erfolg führt, und es ist dies wahrlich die gnadenreichste Möglichkeit, wenn Gott Selbst dem Erdenkind die Wahrheit vermittelt durch Seine Boten, durch Seine lichtvollen Geistwesen, die im gleichen Willen stehen mit Ihm und daher nur Ausführende Seines Willens sind. Diese also belehren den Menschen und unterweisen ihn von allem, was ihm zur geistigen Höherentwicklung dienlich ist, sie machen ihn wissend und also auch fähig, dieses empfangene Wissen weiterzuleiten. Und es wird das geistige Wissen alle Lücken ausfüllen, denn es sind die jenseitigen Lehrmeister wahrlich in der höchsten Weisheit stehend, und sie können daher auch solche dem Erdenmenschen vermitteln, während die Weltweisen nur mangelhaftes Wissen austeilen können, da sie selbst nur solches besitzen. Denn die Weltweisheit wird mangelhaft bleiben, selbst wenn die Menschen sich erhaben dünken und geistiges Wissen als unwichtig und unbewiesen ablehnen möchten. Geistiges Wissen wird auch nur empfangen und verstanden werden können von Menschen, die ihre Seelen entsprechend gestalten. Geht diese Arbeit an der Seele nicht voraus, dann wird ihnen jegliches Verständnis dafür fehlen, und noch so eifriges Studium wird ihnen die Arbeit an der Seele nicht ersetzen können. Es soll sich aber der Mensch nicht begnügen mit irdischem oder weltlichem Wissen, sondern geistiges Wissen anstreben, weil dieses allein von Wert ist für die Ewigkeit. Denn nur das geistige Wissen trägt ihm geistigen Reichtum ein, ohne welchen die Seele in der Ewigkeit nicht bestehen, d.h. zum ewigen Leben eingehen kann .... Amen
B.D. 2250 empfangen am 5.3.1942 Vaterworte .... Wollet ihr Mein Wort vernehmen, so genügt wahrlich ein Gedanke, den ihr zu Mir
sendet in sehnendem Verlangen. Ich bin jederzeit bereit, im Wort bei euch zu sein. Ich
bin ohne Einschränkung gewillt, mit euch zu reden, denn wo ein liebendes Herz nach
Mir verlangt, dort wird immer Meine Stimme ertönen und die köstlichste Gabe darbieten .... die reinste Wahrheit .... Amen
B.D. 2251 empfangen am 6.3.1942 Leid und Trübsal Beweis von Gottes Liebe .... Wen der Herr lieb hat, den führt er durch viel Trübsal und Leid hindurch, um ihn zu läutern, solange er noch auf Erden weilt. Und dies bedenket, so Er euch Leiden auferlegt, die euch untragbar erscheinen. Er hat in Seiner Weisheit wahrlich das Beste für euch erwählt, auch wenn ihr das auf Erden nicht begreifen könnt, doch eure Seele dankt es Ihm innig, wenn sie das Erdenleben beendet hat. Denn dann erkennt sie auch, um wievieles weiter sie gekommen ist durch den Leidensweg, der ihr auf Erden bestimmt war. Es ist nur eine kurze Zeit, die ihr auf Erden wandelt, endlos aber das Leben in der Ewigkeit. Und das Leben in Glückseligkeit ist wahrlich die Leiden wert, die der Mensch auf Erden durchleben mußte. Wer hingegen auf Erden verschont bleibt von Trübsal aller Art, der hat einen weit schwierigeren Weg zurückzulegen im Jenseits, denn es muß sich die Seele nun erst im Jenseits völlig entschlacken, und es erfordert dies eine viel längere Zeit und übergroße Mühe. Das Erdenleben ist reich an Gnaden, und ein jedes Leid, ein jeder Kummer ist im gewissen Sinne eine Gnade, denn sie verhilft der Seele zur Höhe. Es ist ein Mittel, dessen Sich Gott bedient, das viel erfolgreicher ist, als die göttlichen Lehren sind, so sie nicht beachtet werden. Das Leid muß beachtet werden und bringt die eigentliche Umänderung des Denkens zustande. Ein sorgloses Erdenleben aber läßt nur die Menschen immer oberflächlicher werden, weil die Freuden des Lebens alles geistige Wissen und geistige Verlangen übertönen und der Mensch sich immer mehr Gott entfremdet. Denn das ist gewißlich wahr, daß das Leid näherführt zu Gott, vorausgesetzt, daß der Mensch nicht so Gott-fern ist, daß er auch im Leid nicht an Gott denkt oder Ihn gänzlich ablehnt. Es ist zur Zeit die ganze Welt in Gott-fernem Zustand, und darum erkennt sie auch nicht das Leid an als göttliche Sendung oder Zulassung .... Und das veranlaßt Gott, nun noch fühlbarer einzugreifen und die Menschen aus ihrer
seelischen Ruhe aufzurütteln. Er muß ihnen noch mehr Leid senden, Er muß dort nachhelfen, wo die Menschen in großer Gefahr sind, ihrer eigentlichen Bestimmung nicht
mehr zu gedenken, sondern ihr Heil einzig und allein dort suchen, wo der Gegner
Gottes tätig ist .... in den Freuden der Welt .... Amen
B.D. 2252 empfangen am 7.3.1942 Widerlegen des Einwands vom „Wirken schlechter Kräfte ....“ Wo Sich die ewige Gottheit so offensichtlich äußert, kann unmöglich auf ein Wirken schlechter Kräfte geschlossen werden; und doch wird dieser Einwand so oft gebracht werden, weil dies die letzte Waffe des Gegners von Gott ist. Und gerade dieser Einwand ist so leicht zu widerlegen damit, daß keine Gott entgegengesinnte Kraft den Menschen die Liebe lehren wird und sie somit zu Gott führt. Die Liebelehre ist immer und ewig Gottes Wort .... wer also Liebe predigt, ob auf Erden oder im Jenseits, wird immer im Dienst Gottes stehen, niemals aber von schlechten Kräften beeinflußt sein. Es schaffen sich die Menschen selbst die Unklarheit dadurch, daß sie reden, ohne nachzudenken .... Sie suchen die Mitmenschen irrezuleiten, bewußt und unbewußt. Sie haben selbst zu
wenig Urteilskraft oder wenden dieselbe nicht an, doch schon der geringste Wille, das
Rechte zu erkennen und recht zu handeln, würde ihnen Klarheit geben. Wo Gott wirket,
wird immer die Liebe als Grundsatz gelten, während das Wirken des Widersachers
dahin geht, die Liebe zu verdrängen auf der Erde. Wo Gott wirket, wird auch Weisheit
sein, d.h., klar und verständlich wird den Menschen etwas dargeboten, was wieder nur
Liebe zu Gott auslösen kann, und wo Gott wirket, wird auch Kraft und Licht sein, denn
dies sind die Auswirkungen dessen, was die Liebe und Weisheit Gottes den Menschen
zuströmen läßt. Die Liebe Gottes sucht die Menschen zur Liebe zu erziehen, die Lieblosigkeit des Gegners von Gott jedoch sucht, die Liebe zu zerstören. Was nun hinweiset
auf die Liebe, kann unmöglich von dem sein, der die Liebe bekämpft. Die Liebe Gottes
sucht die Menschen in die Wahrheit zu leiten, der Gegner Gottes aber bekämpft auch
die Wahrheit. Alles Gebotene ist klar verständlich und annehmbar für jeden ernstlich
nach der Wahrheit strebenden Menschen. Folglich kann nicht eine Macht am Werk
sein, die bestrebt ist, Irrtum in der Welt zu verbreiten .... Amen
B.D. 2253 empfangen am 8.3.1942 Brücke zum Jenseits .... Die Brücke zum Jenseits zu betreten ist allen Menschen von Gott aus zugebilligt.
Doch es wird diese Vergünstigung zu wenig genützt. Je weltlicher der Mensch eingestellt ist, desto weniger glaubhaft scheint es ihm, daß es eine Verbindung von der Erde
zum Jenseits gibt, und wo ein offensichtlicher Beweis dafür vorliegt, dort sträuben sie
sich bewußt, zu prüfen oder irgendwie Stellung dazu zu nehmen. Also lassen sie eine
günstige Gelegenheit vorübergehen, die zur Erde geschlagene Brücke zu nützen. Und
sie bringen sich daher selbst um den größten geistigen Erfolg und können nicht
zwangsweise zur Erkenntnis ihrer geistigen Not geführt werden. Wer die Brücke zum
Jenseits betritt aus freiem Antrieb, dessen seelische Not ist beendet, denn ob er auch
selbst noch in Zweifel fällt ob seiner Würdigkeit, geistig gespeist zu werden, es geht ihm
dennoch ein Kraftstrom zu, der seiner Seele zur Höherentwicklung verhilft, und die
ringende Seele auf Erden wird niemals mehr der Macht des Gegners unterliegen. Sie
wird ergriffen von der Liebe Gottes, und diese schützet sie nun vor geistigem Untergang. Denn so einmal dem Menschen die Vergünstigung zuteil ward, aus dem geistigen
Reich Belehrungen entgegennehmen zu dürfen, so hat er auch die Brücke zum Jenseits
betreten und kann nun ungehindert zu jeder Zeit die Erde verlassen und seinen Geist
in jenem Reich weilen lassen, und ein jeder solcher Flug zur Höhe trägt der Seele reichstes Wissen ein. Es ist die Erde mit dem Jenseits aufs engste verbunden .... es sind zwei
ganz verschiedene Reiche durch jene Brücke verbunden, und der Mensch, dessen
eigentliches Reich die Erde ist, kann ungehindert auch in ein Reich Einblick nehmen,
das mit der Erde nicht in Berührung steht. Gott Selbst also setzt keine Grenzen, Er hat
keine Schranken aufgebaut, sondern Er läßt den Menschen vollste Freiheit, und diese
Freiheit kann in einem Maß ausgenützt werden, daß der Mensch jede irdische Fähigkeit
und Weisheit überragen kann, weil der geistige Weg ihn in alle Vollkommenheit führt.
Und es ist das ein so großes Gnadengeschenk Gottes, denn es kann der Mensch lichtund kraftvoll werden schon auf Erden, während seines Erdenlebenswandels. Er kann
unbeschränkt geistige Schätze auf dieser Brücke herüberholen in das irdische Reich,
und diese geistigen Schätze sind unvergänglich und bleiben sein Eigentum bis in alle
Ewigkeit .... Amen
B.D. 2254 empfangen am 9.3.1942 Traditioneller Glaube .... Eine klare Beurteilung dessen, was Wahrheit und was Irrtum ist, wird nur dem Menschen möglich sein, der den festen Willen hat, in der rechten Erkenntnis zu stehen.
Doch dieser Wille mangelt zumeist denen, deren Glaube schon in eine bestimmte Form
gezwängt wurde, die also keinen eigen gewonnenen Glauben haben, sondern nur einen
traditionell übernommenen ihr eigen nennen. Es ist ein gewisser Gehorsam in ihnen
großgezogen worden, den Gott ihnen auch anrechnet als Tugend, glauben sie doch,
dadurch auch Ihm wohlgefällig zu leben. Dennoch fehlt dem Menschen etwas von
Wichtigkeit .... die freie Entscheidung, d.h. eine Erkenntnis, die den freien Willen veranlaßt zum Annehmen oder Ablehnen dessen, was ihm traditionell überliefert wurde.
Es ist ihm der Gehorsam so anerzogen, daß er es nicht erst in Erwägung zieht, selbst
gedanklich Stellung zu nehmen zu den Lehren, die ihm geboten wurden. Er fühlt sich
weder berechtigt noch fähig, zu prüfen und zu urteilen .... sondern er nimmt alles
widerspruchslos an, was ihm von Lehrkräften übermittelt wird, weil er nur Wahrheit
bei diesen voraussetzt. Menschliche Fehler und Unzulänglichkeiten schaltet er gänzlich
aus und erkennt die Lehrenden ungezweifelt als berechtigt und unfehlbar an. Er wendet
auch selbst nicht die Gaben an, mit denen Gott ihn ausgestattet hat, den Verstand und
die Urteilskraft, die das Vorrecht des Menschen gegenüber dem Tier sind und also auch
entsprechend genützt werden sollen. Folglich kann er auch keinen geistigen Fortschritt
verzeichnen, denn dazu ist unbedingt erforderlich, daß er selbst gedanklich tätig ist,
also seinen Verstand und seinen freien Willen gebraucht, um zur Erkenntnis zu kommen. Daran aber wird er gehindert, oder er läßt sich hindern durch bestehende Glaubenslehren, die ein Nützen des Verstandes oder des freien Willens unnötig machen, also
ohne Nachdenken angenommen werden sollen, was aber niemals einen lebendigen
Glauben zur Folge haben kann. Es ist dies ein Mißstand, der der geistigen Höherentwicklung hinderlich ist, denn solche Lehren sind nicht dazu geeignet, die Liebe zu Gott
entflammen zu lassen, also die Annäherung an Gott zu bewirken. Jeder denkende
Mensch wird es als geistige Freiheit empfinden, so er selbst sich auseinandersetzen
kann mit seinen Gedanken; so er nicht gezwungen wird, sich in das Denken anderer
Menschen hineinzuleben .... Amen
B.D. 2255 empfangen am 10.3.1942 Geistiger Flug zur Höhe .... Sowie sich der Geist frei macht, um sich in geistige Regionen zu schwingen, geht eine
Veränderung vor sich, denn die Seele, welche dem Geist Freiheit gibt, harret seiner
Rückkehr, d.h., sie begehrt teilzunehmen an den Erkenntnissen, die der Geist im Reiche
des Lichtes gewonnen hat. Und also steht der Mensch im Verlangen nach dem Licht,
nach Wissen und kann nun entsprechend von ihrem Geist belehrt werden. Er kann ihr
jegliche Kenntnisse vermitteln, denn er nimmt das Geistesgut vom geistigen Reich zur
Erde hinab; er versucht, in Bildern der Seele wiederzugeben, was er in jenem Reich aufgenommen hat. Es ist dieser Vorgang gleich der Wiedergabe eines Bildes, das das Auge
gesehen hat und nun gedanklich festgehalten wurde, um es wieder als Bild entstehen zu
lassen. Je öfter nun der Geist in jenen Regionen weilet, desto größer wird auch das Verlangen der Seele sein, von ihm unterwiesen zu werden, und desto fähiger wird sie, die
Mitteilungen des Geistes aufzunehmen, denn so sie einmal dem Geist in sich die Freiheit gibt, sich zur Höhe zu schwingen, ist sie auch willig, Anteil zu nehmen an seiner
Tätigkeit. Die Tätigkeit des Geistes aber ist die Weitergabe dessen, was er selbst empfangen hat. Im geistigen Reich wird jedes Lichtwesen sich entäußern wollen, d.h. sein Licht
ausstrahlen wollen auf das Geistige, dem solches noch mangelt, folglich muß der Geist
im Menschen, so er sich verbindet mit den Lichtwesen, diese geistige Ausstrahlung entgegennehmen, er muß gewissermaßen aufnehmen, was jene abgeben, und sich also in
sich vermehren. Und wieder wird er selbst abgeben wollen, und das der Seele, die ihn
birgt .... die sich entsprechend gestaltet, um wieder zur Lichtentgegennahme tauglich zu
sein. Eine Seele, die dem Geist in sich die Freiheit gibt, ist auch von selbst bestrebt, an
sich zu arbeiten, um mit dem Geist in ständiger Verbindung stehen zu können und
somit auch mit der Geisteswelt, die dem Geist in ihr ständig Nahrung gibt. Es wird die
Seele von außerordentlichen Erfolgen sprechen können, von geistiger Höherentwicklung und bedeutsamen Fortschritten, so ihr ganzes Streben auf die Verbindung mit der
Geisteswelt gerichtet ist, denn dann schenkt sie dem Körper wenig Beachtung und einet
sich mit dem Geist .... dann erfüllt sie bewußt die Aufgabe, die ihr für das Erdenleben
gestellt wurde .... Amen
B.D. 2256 empfangen am 11.3.1942 Mahnung zum Ausnützen der Zeit für erlösende Tätigkeit .... Jeder Tag und jede Stunde soll genützt werden, wo es gilt, Erlösung zu bringen den irrenden Seelen. Die geistigen Offenbarungen können nur den Menschen vermittelt werden durch einen Menschen, der stets und ständig bereit ist, das Bindeglied zu sein zwischen Gott und den Menschen. Es muß dieser seinen freien Willen Gott hingeben und nun das göttliche Wort in Empfang nehmen, das den Menschen Kraft geben soll, an sich zu arbeiten. Die Liebe zu den Mitmenschen soll ihn dazu bestimmen, immer nur für diese tätig zu sein, und diese Tätigkeit soll jeder anderen vorangestellt werden, ist sie doch die wichtigste, die der Mensch auf Erden ausüben soll. Und es ist nicht mehr viel Zeit, sie drängt unaufhaltsam vorwärts, und es währet nicht mehr lange, daß die Welt vor dem Endgericht steht, daß eine Gnadenzeit beendet ist, die zur Erlösung des Wesenhaften bestimmt war. Und darum soll diese letzte Zeit genützt werden nach Möglichkeit, es soll nicht versäumt werden, was zur Erlösung beitragen könnte, es soll gerungen werden um eine jede Seele mit Liebe und Ausdauer, und es soll unentwegt gearbeitet werden für das Reich Gottes, das Bestand hat bis in alle Ewigkeit. Denn die Erde wird ein Ende haben; es ist alles vergänglich, was das Auge sieht .... ewig und unvergänglich aber ist das Reich, das nicht von dieser Welt ist, und die dieses Reich erwerben wollen, müssen unentwegt tätig sein, sie müssen geistigen Fortschritt anstreben und den Mitmenschen gleichfalls zum Fortschritt verhelfen, sie dürfen nicht müde sein oder nachlassen in ihrem Streben und in ihrer Seelenarbeit, sie müssen stets der geistigen Not der Mitmenschen gedenken und diese zu beheben suchen, sie dürfen nur ein Ziel vor Augen haben .... die Erlösung der Seelen aus finsterer Geistesnacht, aus den Banden dessen, der sie verderben will und ihren ewigen Untergang anstrebt. Und deshalb ist ein jeder Tag und jede Stunde wichtig und wertvoll, die genützet wird für das Seelenheil der Menschen, und gesegnet eine jede Arbeit, deren Ziel und Zweck die Erlösung der Seelen aus der Macht der Finsternis ist .... Amen
B.D. 2257 empfangen am 12.3.1942 Höherentwicklung und Versagen .... Alles in der Welt hat seine Zeit, d.h.,alles Sichtbare muß in einer bestimmten Reihenfolge seine Höherentwicklung durchmachen, und die Zeitdauer dieser Höherentwicklung ist von Gott seit Ewigkeit festgelegt. Es kann jedoch das Wesenhafte im Stadium
des freien Willens die Zeit der Höherentwicklung verkürzen, sowie es ernsthaft die seelische Reife anstrebt. Folglich ist die Zeitdauer der Entwicklung als Mensch diesem völlig freigestellt; er wird nicht gezwungen, zu leben, wie es dem Reifegrad des Menschen
förderlich ist; er hat aber selbst die Folgen zu tragen, indem die ihm zur Verfügung
gestellte Zeit vergeht, ohne ihm die Höherentwicklung der Seele eingetragen zu haben.
Es kann der Mensch diese Zeit nicht beliebig verlängern, und da er überhaupt nicht
weiß, wie lange Zeit ihm Gottes Gnade zum Ausreifen gewährt, muß er desto eifriger
darauf bedacht sein, einen möglichst hohen Reifegrad auf Erden zu erreichen. Der Leibestod beschließt dann jede Möglichkeit auf Erden, geistig zu reifen, und ob auch im
Jenseits noch Gelegenheit geboten wird zur Vervollkommnung der Seelen, sie wird stets
mit Selbstvorwürfen jener Zeit auf Erden gedenken, da sie unterlassen hat zu streben,
als sie noch im Vollbesitz ihrer Kraft war. Gott hat dem Willen des Menschen also bisher die Freiheit gelassen, indem Er auch den Menschen das Leben erhielt, die Ihm
abtrünnig geworden waren. Und Er wird ihn auch fernerhin nicht zwingen zur
Annahme Seiner Lehre, aber der Zeit der Erlösung hat er Schranken gesetzt, indem Er
diese Zeit von Ewigkeit begrenzt hat .... Amen
B.D. 2258 empfangen am 13.3.1942 Höherentwicklung und Versagen .... Gott hat dem Wesenhaften eine überaus lange Zeit gewährt und ihm jede Möglichkeit gegeben, reifen zu können .... Amen
B.D. 2259 empfangen am 13.u.14.3.1942 Gott-gleicher Wille des vollkommenen Geistigen und Tätigkeit .... Alles Geistige, das sich mit Gott vereinigt hat, steht auch im gleichen Willen mit Ihm. Die Kraft Gottes durchflutet es und also wird nun zur Ausführung kommen, was dem Willen Gottes entspricht, denn es wirket das nun vollkommene Geistige wohl aus sich, jedoch im Verband stehend mit Gott, indem es sich der Kraft bedient, die ihm von Gott zuströmt. Es kann das Wesen nichts anderes ausführen, als was Gott will, und es wird auch keinen anderen Willen haben, denn sein Wille hat sich gänzlich dem göttlichen Willen untergeordnet, oder auch sein Wille geht völlig im Willen Gottes auf. Diese Übereinstimmung des Denkens und Wollens ist etwas unsagbar Beglückendes, das dadurch seine Krönung erfährt, daß dem Wesen nichts unmöglich ist, was es denkt und will, und es nun durch die Kraft Gottes schaffen und gestalten kann nach eigenem Ermessen, ohne jemals dem göttlichen Willen zuwider zu handeln; während im Gottfernen Zustand der Wille des Wesens eigenmächtig handelt und stets das wollen und denken wird, was wider die göttliche Ordnung gerichtet ist. Vollkommen kann das Wesen aber nur dann sein, wenn es in vollster Harmonie mit der göttlichen Ordnung steht. Gott hat in Seiner Weisheit und Vollkommenheit alles in vollendetster Ordnung geschaffen und wird bis in alle Ewigkeit dieser Seiner Schöpfung mit Seinem Willen vorstehen. Folglich wird auch alles Wesenhafte, das die Vollkommenheitsstufe erreicht hat, gleichfalls die Schöpfung beleben durch seinen Willen, d.h., es werden immer neue Schöpfungen entstehen durch dessen Willen, denn Gott läßt zur eigenen Beglückung diese Wesen schaffen und gestalten in Seinem Auftrag, Seinem Plan und Seiner Weisheit entsprechend. Und es ist dies der Urzustand des Geistigen, in den es nach undenklich langer Zeit wieder eingegangen ist. Es erfüllt das Geistige seine uranfängliche Bestimmung, indem es die Urkraft, die Liebe, zur Form werden läßt nach seinen Gedanken und seinem Willen. Und es bedeutet dies für das Wesenhafte einen Seligkeitsgrad, der unvorstellbar ist, der aber auch allem Wesenhaften zum Ziel gesetzt worden ist. Und ob auch Ewigkeiten darüber vergehen, es wird unausgesetzt das Vollkommene seine beglückende Tätigkeit ausführen und schaffen und gestalten und so das Weltall mit immer neuen Schöpfungen füllen, die wieder den Zweck haben, das noch unvollkommene Wesenhafte der Vollkommenheit zuzuführen .... Amen
(14.3.1942) Die Aufgabe des Wesenhaften besteht also einmal im Beleben der Schöpfung zum Zwecke der Vollendung des Geistigen, das die Schöpfung in sich birgt, und es ist diese Aufgabe das Vorrecht der Lichtwesen, die in einem hohen Grad der Vollkommenheit stehen, d.h., sie sind durch gegenseitigen Zusammenschluß gleichsam zu großen Kraftstationen geworden, die also nun auch entsprechend wirken können. Es werden diese vielen Wesen gleichfalls nur einen Willen haben, weil mit der Kraft aus Gott sie auch von Seinem Willen durchflutet werden. Denn das ist das Zeichen ihrer Gottähnlichkeit, daß ihr Denken einzig und allein dem Erlösen des noch unfreien Geistigen gilt, weil diese Lichtwesen von inniger Liebe zu den unerlösten Seelen erfüllt sind und sie Gott zuleiten möchten, sie ihnen also gleichfalls den glückseligen Zustand zuzuwenden suchen. Also müssen sie das Denken jener Wesen erst wandeln und für Licht und Liebe empfänglich machen. Es ist dies wiederum das Wirken jenseitiger Lichtwesen, durch welches sie eine ihnen obliegende Aufgabe erfüllen. Die lehrenden Kräfte sind gleichfalls fortgesetzt am Werk, denn ihre Mission ist unendlich mühevoll und erfordert mitunter lange Zeit, ehe sie von Erfolg ist. Auch diese Lichtwesen erfüllen nur den Willen Gottes, d.h., so, wie Gottes Weisheit die geistige Kost den Wesen auf Erden und im Jenseits zugehen lassen will, so teilen die Lichtwesen diese aus, denn sie stehen in der höchsten Erkenntnis und wissen daher auch, in welcher Form und Fülle dem noch unfreien Geistigen die Gabe Gottes geboten werden kann und in welchem Reifezustand die empfangenden Seelen stehen. Jede Tätigkeit der Lichtwesen gilt nur der Erlösung des unfreien Geistigen, sowie auch der göttliche Wille unausgesetzt die von Ihm einst ausgegangene Kraft Sich wieder zuleiten, also alles Geistige zurückgewinnen will, das sich von Ihm entfernt hat. Jegliche Tätigkeit der Lichtwesen hat als Ziel die endgültige Vereinigung des noch von Gott getrennten Geistigen mit Gott und dadurch höchste Beglückung durch das Wirken mit Gott und für Gott in Seinem Willen .... Amen
B.D. 2260 empfangen am 14.3.1942 Heer der Streiter .... „Fürchtet euch nicht ....“ Der Wille, Mir zu dienen, trägt euch Kraft und Gnade ein, und Mein Geist wird in
euch überströmen, auf daß ihr Meinen Willen erkennet und ihr ihn euch aneignen
könnt. Denn so ihr selbst tut, was Mein Wille euch zu tun heißt, wird die Schwäche des
Glaubens von euch fallen. Ihr werdet auch in der Liebe zu Mir erstarken und die euch
zuströmende Kraft verspüren als inneren Drang zur Liebetätigkeit, als Drang, für Mich
tätig zu sein und die Seelen eurer Mitmenschen zu retten aus geistiger Not. Sowie ihr
um das Seelenheil eurer Mitmenschen Sorge traget und ihnen Licht zu bringen trachtet, ist Meine Liebe euch immer nahe, und Ich stehe euch zur Seite, wo ihr Meine Hilfe
benötigt .... Amen
B.D. 2261 empfangen am 15.3.1942 Erneuter Gang durch die Schöpfung .... Unsagbar qualvoll ist der Aufenthalt in der festen Form, denn es spürt das Geistige den Zwang und kann sich nicht daraus befreien. Der Widerstand gegen Gott ist aber in diesem Geistigen so stark, daß eine andere Außenform diesen nimmermehr brechen würde, und also ward die feste Form, das Gestein in seiner mannigfaltigsten Art, dem Geistigen als Hülle beigegeben so lange, bis der Widerstand gebrochen ist und das Wesenhafte darin bereit ist, den Weg auf Erden im Dienen zurückzulegen. Erst diese Bereitwilligkeit trägt dem Wesenhaften eine Erleichterung ein, nämlich eine Lockerung seiner Außenhülle und sonach eine etwas weniger feste Außenform. Also ist es dem Wesenhaften selbst überlassen, welche Zeitdauer es in dieser Qual schmachten will, denn sein Wille allein macht es frei, sein Wille ändert den qualvollen Zustand in einen erträglicheren. Daß diese festen Formen eine so unendlich lange Dauer ihres Bestehens haben, liegt allein an der Widersetzlichkeit des ihnen innewohnenden Geistigen, das seinen Zustand jederzeit ändern könnte, wenn es diesen Widerstand gegen Gott aufgeben möchte. Folglich hat dieses Geistige kein unverdientes Leid zu ertragen, sondern es ist selbst der Urheber seiner Qualen durch seinen verkehrten Willen. Und Gott weiß um dessen Willen und hat es deshalb in jene Außenformen einverleibt, die seinem widersetzlichen Wesen entspricht. Das Wesenhafte, das schneller seinen Widerstand gegen Gott aufgibt, belebt vorwiegend solche Gesteinsarten, die zur schnelleren Auflösung gelangen, d.h., die infolge von Naturkatastrophen oder Erderuptionen immer wieder zersprengt werden und daher das in ihnen sich bergende Geistige in kürzerer Zeit frei geben. Des Wesens Widersetzlichkeit ist Gott von Ewigkeit her bekannt und der ganze Entwicklungsgang daher gleichfalls von Ewigkeit ihm vorgeschrieben, weshalb nichts Wesenhaftes einen unverdienten Zustand zu ertragen hat, sondern je nach seiner Einstellung zu Gott von der Außenhülle umgeben ist, die seinen Willen wandeln soll, wenn auch dies erst nach undenklich langer Zeit der Fall ist. Und ein solcher qualvoller Aufenthalt wird das Los unzähliger jetzt noch die Erde bewohnender Menschen sein, die durch ihre völlige Lieblosigkeit sich jegliches Recht verscherzen, in geistiger Freiheit zu leben, d.h., tätig sein zu dürfen. Ihnen war durch Jahrtausende der Weg gewiesen und die Möglichkeit gegeben, diese geistige Freiheit sich zu erwerben, doch sie mißbrauchten im letzten Stadium ihrer Entwicklung von neuem ihren freien Willen und müssen daher auch erneut diesen unendlich langen Weg zur Freiwerdung zurücklegen, denn es ist ihr eigener Wille, und der neue Aufenthalt entspricht nur ihrem Handeln und Denken auf Erden in vollster Lieblosigkeit .... Amen
B.D. 2262 empfangen am 15.3.1942 Geistige Verbundenheit .... Die geistige Verbundenheit der Menschen untereinander ist von größtem Vorteil für
die Seele des einzelnen, denn es wird der Mensch angeregt zu geistiger Tätigkeit, zum
Nachdenken und zur Arbeit an seiner Seele. Er ist dazu keineswegs gezwungen, sondern er wird aus eigenem Antrieb sich zu vervollkommnen suchen, und dann wird das
Wort Gottes an ihnen wirksam und der Glaube lebendig. Gegenseitiger Gedankenaustausch ist die rechte Übermittlung des göttlichen Wortes, denn ein jeder, der im Wissen
steht, soll geben und der Unwissende fragen und empfangen. Dann findet kein planmäßiges Übertragen von Glaubenslehren statt, sondern ein jedes Wort hat Leben und
wird wieder Leben erwecken. Und darum soll der Umgang mit geistig strebenden Menschen gepflegt werden, denn nur in dieser Weise bricht sich die Wahrheit Bahn, die
durch das Wort Gottes den Menschen zugeführt wird. Und dann erst wird das Wort in
die Tat umgesetzt, es wird Liebe geübt, und die Liebe schreitet in ihrer Höherentwicklung vorwärts. Und es wird dann auch Friede und Eintracht unter den Menschen sein,
denn wer Empfänger des Lichtes und der Kraft aus Gott ist, der wird in aller Liebe diese
wieder austeilen wollen und in wohltuender Weise auf die Mitmenschen einwirken,
und es wird das Gegenliebe erwecken und also einen Zustand unter den Menschen auslösen, der dem Willen Gottes entspricht .... Amen
B.D. 2263 empfangen am 16.3.1942 Glaubensnot und Gottes Beistand .... Die Stimme Gottes wird zu vernehmen sein in der ganzen Welt, auf daß alle Menschen den Herrn der Schöpfung erkennen und Ihn fürchten lernen. Denn Er ist wohl
ein Gott der Liebe, wo jedoch Seiner Liebe nicht geachtet wird, dort wird Er ein Gott der
Strenge sein und mit eherner Stimme zu den Menschen sprechen. Und dann ist es noch
Zeit, sich Ihm zuzuwenden, denn eine kurze Gnadenzeit folgt dieser Seiner letzten
Mahnung noch, welche die Menschen noch ausgiebig nützen können. Diese Zeit wird
zwar bitter und hart sein, denn es werden die Menschen darben müssen und sich gänzlich umstellen auf die nun eintretenden Lebensverhältnisse. Sie werden sich bescheiden
müssen mit einem kargen Leben, das wenig Genuß und desto mehr Mühe und Arbeit
sein wird. Und sie werden ein solches Leben nicht zu ertragen glauben und jeglichen
Halt verlieren, so sie diesen nicht in Gott finden. Und dann werden sich die Menschen
wieder scheiden in solche, die das Nachdenken über ihre Lage Gott näherbringt, und
solche, die dann jeglichen Glauben fallenlassen und alles verneinen, was mit Gott und
dem geistigen Streben zusammenhängt. Um der wenigen willen aber, die noch zu Gott
finden, ist diese Gnadenzeit noch der Erde gegeben .... Amen
B.D. 2264 empfangen am 16.3.1942 Bewußt gelebtes Erdenleben .... Das Erdenleben muß bewußt gelebt werden, d.h., es muß der Mensch in seinem
Erdenwandel einen Zweck erkennen und diesen Zweck zu erfüllen und sein Ziel zu
erreichen suchen. Das Wissen um den Sinn und Zweck des Erdenlebens wird nun seinen Wandel bestimmen, so er willig ist, zum rechten Ziel zu gelangen, dann lebt er sein
Leben bewußt. Es ist auch keinem Menschen dieses Wissen vorenthalten, denn selbst
wo ihm darüber nicht entsprechende Hinweise zugehen durch lehrende Mitmenschen,
dort wird ihr Denken von geistigen Wesen darauf gerichtet, so daß ein jeder Mensch
sich einmal die Frage vorlegen wird über den eigentlichen Zweck seines Erdenlebens,
und diese Frage wird ihm gedanklich beantwortet. Ob er diese Antwort nun anerkennt,
das hängt von seinem Willen zum Rechten und zur Wahrheit ab. Der rechtlich handelnde und denkende Mensch sträubt sich nicht, diese gedanklichen Hinweise anzunehmen, und also wird er nun auch in seinem Wissen rasche Fortschritte machen entweder durch weitere gedankliche Belehrungen oder gedanklichen Austausch mit Menschen, die gleichen Sinnes sind, oder durch gegnerische Ansichten seine Meinungsäußerungen herausfordern und ihn in den eigen gewonnenen Ansichten bestärken.
Und also wird der Glaube in ihm lebendig .... denn er wird unweigerlich nun über das
Wesen der ewigen Gottheit nachdenken, Die den Menschen eine Erdenaufgabe gesetzt
hat, Die ihn als Mittelpunkt der Schöpfung hineingestellt hat in das Weltall und damit
einen bestimmten Zweck verbunden hat. Also suchet der Mensch, die Gottheit zu
ergründen .... Amen
B.D. 2265 empfangen am 17.3.1942 Ernste Mahnung, die geistige Arbeit allem voranzustellen .... Leihet Mir euer Ohr, die ihr Mir treu ergeben seid, und vernehmet: Mein Auftrag ist nur zu erfüllen unter Hintenansetzung der irdischen Verpflichtungen. Es werden an euch Anforderungen gestellt werden, die euch der Arbeit für Mich zu entziehen drohen, und ihr werdet nicht wissen, was ihr tun sollt. Meine Obhut und Sorge werdet ihr jedoch niemals zu entbehren brauchen, und was euch irdisch verlorenzugehen scheint, das ersetze Ich euch tausendfach, sowie ihr Mir dienet unter Aufbietung aller Kräfte. Es währet nur eine kurze Zeit, daß ihr für Mich tätig sein könnt, und diese Zeit sollt ihr nützen und immer nur Meiner Mahnung gedenken, denn es hängt das Seelenheil unzähliger Menschen ab von eurem Wirken auf Erden. Was ihr irdisch hingebet, das ist wertlos für die Ewigkeit, und darum lasset Mich allein euer Herr sein, Dessen Arbeit zu verrichten euer einziges Bestreben sein soll. Ihr geht wohl großen Drangsalen entgegen, doch mit Meiner Hilfe werdet ihr sie überwinden, und ihr dürfet auch unbesorgt sein, Ich schütze euch vor Not und Bedrängnis, so ihr nur gläubig Meine Hilfe erwartet. Lasset alles an euch herankommen, und sehet unverzagt in die Zukunft .... (Unterbrechung)
B.D. 2266 empfangen am 17.3.1942 Notwendigkeit der geistigen Mitarbeit .... Die Notwendigkeit der geistigen Mitarbeit von euch ist so dringend, daß nichts euch
daran hindern darf, denn es kann die Hilfe den Menschen nur gebracht werden durch
euch, die ihr diese geistige Not erkennt und in der Liebe lebt, also hilfswillig seid. In
anderer Weise kann ihnen nicht geholfen werden, denn jedes außergewöhnliche Zeichen würde ihre Glaubensfreiheit gefährden, und gänzlich ohne Hinweise finden sie
nicht mehr den rechten Weg aus der Irrsal ihres Lebens. Der erkennende Mensch aber
weiß um die große Gefahr, in der die Menschheit schwebt; er weiß,daß die Lieblosigkeit
Anlaß ist ihres niedrigen Geisteszustandes; er weiß um die entsetzlichen Auswirkungen
des geistigen Tiefstandes der Menschen, und er wird daher versuchen, ihnen Licht zu
bringen, d.h., sie aufzuklären und sie zum rechten Denken und Handeln zu ermahnen.
Er wird ihnen die göttliche Liebelehre vermitteln und sie zur eifrigen Arbeit an der
Seele anzuhalten versuchen; er wird ihnen Gott als das höchste und verehrungswürdigste Wesen, Das überaus liebevoll, weise und allmächtig ist, vorstellen und dadurch auch
die Liebe des Menschen zu diesem höchsten Wesen entfachen und den Menschen zum
Glauben führen. Und dies ist die einzige Hilfe, die ihr den Mitmenschen bringen könnt,
die ihr ihnen aber auch nicht versagen dürft, denn die Not der Menschheit ist groß. Ihr
könnt es auf Erden nicht ermessen, wie viel ihr vermöget, um dieser geistigen Not zu
steuern .... ihr könnt es nicht ermessen, welche Kreise euer Wirken in Liebe auf Erden
ziehen kann und wie immer neue Seelen die Ausstrahlung dieser Liebestätigkeit wohltätig empfinden und sich wieder als Mitarbeiter anschließen, indem sie das weitergeben, was ihnen vermittelt wird .... Amen
B.D. 2267 empfangen am 18.3.1942 Dienen in Liebe in freiem Willen .... Es ist eine fortgesetzte Höherentwicklung gewährleistet, solange das Wesenhafte noch im gebundenen Willen ist, also den Gang durch die Schöpfungswerke geht, denn es dient, wenn auch gewissermaßen zu dienender Tätigkeit gezwungen. Es ist jedoch auch bereit zu dienen, ansonsten es seine Tätigkeit nicht zugewiesen bekommen hätte. Die Bereitschaft zu dienen ist erste Voraussetzung zur ständigen Höherentwicklung. Im Stadium als Mensch nun ist es dem Wesenhaften wieder freigestellt, ob es sich liebend betätigt oder nicht. Seine Seele ist in dem Reifezustand, daß die größte Fessel, der gebundene Wille, ersetzt werden kann durch den freien Willen, dafür aber wird es nicht mehr zu einer dienenden Tätigkeit gezwungen, sondern muß sie aus freiem Willen ausführen, was dann erst wieder die Höherentwicklung der Seele zur Folge hat. Und so ist dieses Stadium auch eine gewisse Gefahr für den Menschen, d.h. dessen Seele, wenn sie versagt, also ihren freien Willen nicht nützet zu liebender Tätigkeit. Und darum hat Gott das ganze Erdenleben der Menschen so gestaltet, daß sie sich gegenseitig benötigen, um ihnen Gelegenheit zu geben, daß einer dem anderen dient. Es ist dies wahrlich nicht willkürlich so eingerichtet, und die verschiedenartigen Lebensverhältnisse haben ihren weisen Zweck; sie sollen dem Menschen das Dienen erleichtern. Er wird wohl durch die Verhältnisse zum Dienen gezwungen, kann aber dennoch sich auch widersetzen oder die Tätigkeit im Unwillen tun, was jedoch entsprechend von Gott gewertet wird, d.h. das Ausreifen der Seele beeinträchtigt. Denn erst das Dienen in Liebe trägt der Seele den Reifegrad ein und erlöst sie endgültig von der Gebundenheit. Das menschliche Leben ist wohl scheinbar auch ein Mußleben, das sich im Rahmen der Naturgesetze vollzieht, so daß der Mensch die Freiheit seines Willens sehr oft in Frage stellt. Und dennoch besitzt der Mensch viel Freiheit, denn sein Denken, Handeln und Wollen steht ihm frei, und so kann er auch wider die göttliche Ordnung verstoßen, so sein Trieb hemmungslos ist und er sich der finsteren Macht überläßt. Der innere Kampf gegen Gut und Böse ist ihm ohne jede Beschränkung selbst überlassen, und dies wird ihm leichter oder schwerer sein, je nachdem er sich in Liebe betätigt, also dienet in Liebe. Das freiwillige Dienen in Liebe läßt ihn erst so recht die Freiheit seines Willens bewußt werden, denn dann erkennt er, daß er dazu keineswegs gezwungen ist, daß ihm vielmehr zum entgegengesetzten Handeln die gleiche Willensfreiheit zusteht. Jede Lieblosigkeit verstärkt den Willen zum Herrschen, während jede Handlung in Liebe den Trieb zum Dienen in ihm vermehrt. Und es ist dieses Dienen ein beglückendes Dienen, so es in freiem Willen und in Liebe ausgeführt wird, während ein Dienen im Zwang, d.h. wider seinen Willen, dem Menschen zur Pein wird und ihn innerlich auflehnt. Dann beherrscht den Menschen die böse Gewalt, die ihn hindern will, sich zu erlösen. Und darum ist das Erdenleben ein verantwortliches, weil es so viele Möglichkeiten gibt, sich in dienender Liebe zu betätigen, daß sich die Seele selbst erlösen kann, und diese Möglichkeiten nicht entsprechend genützt werden. Und es werden sich diese Möglichkeiten mehren, je weniger die Menschen ihren Daseinszweck erkennen und erfüllen .... um in ihnen das Gefühl der Liebe zu erwecken angesichts der großen Not der Mitmenschen und sie nun zu dienender Tätigkeit zu veranlassen .... Amen
B.D. 2268 empfangen am 18.3.1942 Ichliebe .... Es ist der Wille zur erlösenden Tätigkeit auf Erden sehr gering zu nennen, weil die
Menschen durch ihren Lebenswandel die Entfernung von Gott vergrößert haben und
die immer größer werdende Entfernung auch immer größere Willensschwäche bedeutet. Die Entfernung von Gott bedeutet aber auch Mangel an Erkenntnis, und sonach
weiß der Mensch nicht um die Notwendigkeit und den Segen der erlösenden Tätigkeit;
er weiß nichts um die Folgen im Jenseits und tut daher nichts dazu, den Gott-fernen
Zustand zu verringern. Es ist dies eine gewisse Gebundenheit des Willens, denn
obgleich der Wille des Menschen frei ist, hat doch der Widersacher noch große Macht
über ihn, und zwar dann, wenn der Lebenswandel nicht den göttlichen Geboten entspricht. Freiheit des Willens besitzt der Mensch wohl, indem er handeln und denken
kann, wie es ihm beliebt .... denn gezwungen kann er weder von der bösen Macht werden, noch legt Gott ihm irgendwelchen Zwang an .... Amen
B.D. 2269 empfangen am 19.3.1942 Glaube an Erlösungswerk, Gnaden, verstärkter Wille .... Es haben sich die Menschen selbst zuzuschreiben, wenn sie das rechte Verhältnis zu Gott nicht finden, weil sie nichts dazu tun, um sich die Gnaden des Erlösungswerkes zu erwerben. Die Stärke des Willens wird nachlassen bei denen, deren Glauben an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk schwach ist, denn sie können sich nur dann Kraft holen, wenn sie das Erlösungswerk Christi anerkennen und die durch Seinen Tod erworbenen Gnaden in Anspruch nehmen. Jesus wußte um die Schwäche des menschlichen Glaubens und den sich daraus ergebenden schwachen Willen, und Er wußte auch, daß die Menschen niemals mit einem so schwachen Willen sich der Macht des Widersachers entziehen konnten. Und daher starb Er den qualvollen Tod am Kreuze .... Er brachte einen übermäßig starken Willen auf und opferte diesen Willen dem Vater im
Himmel für die gesamte Menschheit, so daß ein jeder, der dieses Sein Erlösungswerk
anerkennt, sich gleichfalls den starken Willen von Gott erbitten kann und Gott nun den
Willen der Menschen stärkt, sowie sie an Jesus Christus als Erlöser der Welt glauben.
Denn es sind dies Seine Anhänger, es sind dies Seine Erlösten, wenn der Wille in Ihnen
wach wird, sich von Ihm erlösen zu lassen. Es gibt keinen anderen Weg zur Erlösung, als
durch Ihn, und wer nun im Glauben an Ihn will, daß er frei werde von der ihn bedrängenden Macht, der wird auch die Kraft empfangen, seinen Willen zur Ausführung zu
bringen, d.h., er wird alles das tun können, was ihm zur Höhe verhilft .... er wird die
Verbindung mit Gott herstellen können, er wird innig zu Ihm beten können, er wird liebefähig werden, also dienst- und gebewillig sein und dadurch wieder immer inniger
sich mit Gott verbinden können. Es wird ihm nicht an Kraft mangeln, und sein Wille
wird stets Gott zugewendet sein. Diese Gnade hat Jesus Christus für die Menschen
erworben durch Seinen Tod am Kreuze .... Amen
B.D. 2270 empfangen am 20.3.1942 Herrschende Gewalt dem Volk entsprechend .... Dem Willen des Stärkeren muß sich das Schwache fügen und vor seiner Gewalt sich beugen. Doch vor Gott ist dies nicht recht, denn Er hat keinen der Menschen zum richten und zum Herrschen über den Mitmenschen bestimmt außer der Gewalt, die Er über das Volk als herrschende gesetzt hat, das nicht mehr fähig ist, sich die göttlichen Gesetze zur Richtschnur zu nehmen. Ein solches Volk benötigt ein Oberhaupt, das ihm vorschreibt, was es zu tun und zu lassen hat, und es wird die herrschende Gewalt desto strenger gegen das Volk vorgehen, je weniger sich dieses an die Gesetze hält, die von Ewigkeit bestehen und deren Gesetzgeber Gott Selbst ist. Jedoch ist auch dieser herrschenden Gewalt von Gott aus geboten, in Liebe ihres Amtes zu walten. Und so sie sich daran hält, wird ihre Regierung gerecht sein und das Volk so leiten, daß es von selbst wieder zur Zucht und Ordnung zurückkehrt und eine strenge Regierung nicht mehr benötigt, also auch von ihr befreit wird. Ist aber das Volk gänzlich lieblos geworden, so wird es auch eine gänzlich lieblose Oberherrschaft haben, die wieder das Volk drangsaliert oft bis zur Unerträglichkeit und doch von Gott dies zugelassen wird, auf daß ein solches Volk noch zum Erkennen komme. Es ist zwar nicht nach dem göttlichen Willen, daß sich eine Macht Übergriffe erlaubt, die gegen jegliches Liebesgebot verstoßen. Und alles, was gegen den göttlichen Willen verstößt, wird auch entsprechend sich auswirken. Es müssen die Menschen wissen, was recht ist vor Gott, und sie müssen daher jede Handlung verabscheuen, die deutlich sichtbar das Wirken einer Gott-gegnerischen Macht erkennen läßt. Sie dürfen nicht selbst zustimmen oder die Handlungsweise derer gutheißen, sondern sie müssen dafür Sorge tragen, daß nach Möglichkeit die Lieblosigkeit verringert wird, sie müssen Sorge tragen, daß der Gott-feindlichen Macht keine Gelegenheit gegeben wird, ihre Kraft und Macht entfalten zu können. Also müssen die Menschen sich selbst in der Liebe erziehen, dann wird auch die strenge Oberherrschaft keine lange Dauer haben, denn Gott nimmt sie wieder, so sich die Menschen so weit selbst gestalten, daß sie eine strenge Regierung nicht mehr benötigen. Umgekehrt aber wird der Druck durch eine irdische Gewalt immer stärker werden, je weniger sich die Menschen in der Liebe üben, und ein Volk, das gänzlich lieblos geworden ist, wird schwerlich eine Erleichterung zu erwarten haben. Es wird sich unter die herrschende Gewalt fügen müssen zu seinem Leidwesen, denn Lieblosigkeit löst wieder Lieblosigkeit aus, und ein solches Volk wird schwerlich zur Zucht und Ordnung gelangen .... Amen
B.D. 2271 empfangen am 21.3.1942 Ablehnen des Wortes Gottes ist Zuwenden zum Gegner Gottes .... Der Gegenpol Gottes wird angestrebt, sowie sich der Mensch dem göttlichen Wort
verschließt, denn dann wehrt er sich gegen den Zustrom der Kraft aus Gott, und das
schon ist ein Zuwenden zum Gegner Gottes. Wer das Wort Gottes ablehnt, der lehnt
auch Gott Selbst ab, denn Gott ist das Wort .... Amen
B.D. 2272 empfangen am 22.3.1942 Widerlegen gegnerischer Ansichten .... Jede gegnerische Ansicht regt zum Nachdenken an und kann daher einem ernstlich Forschenden zum Vorteil gereichen, denn erst das Nachdenken schafft geistiges Eigentum, indem nun erst ein gedankliches Ergebnis haftenbleibt und der Mensch, so er einmal Stellung dazu genommen hat, nun auch darüber reden kann. Geistiges Eigentum kann man erst das nennen, was so tief eingedrungen ist, daß es aus dem Gedächtnis nicht beliebig ausgeschaltet werden kann .... und was dem Menschen annehmbar und voll verständlich ist. Es ist dies Geistesgut, das unvergänglich ist, das aber auch wieder ausgeteilt werden kann, ohne verringert zu werden. Und es wird das Austeilen solchen Gutes mit voller Überzeugung geschehen, denn was dem Menschen selbst verständlich und annehmbar erscheint, das will er verständlicherweise auch weitergeben denen, die noch unberührt sind davon. Und es ist dies ein segensvolles Vorhaben, das immer die Gnade Gottes zur Folge haben wird. Lehrende Kräfte auf Erden gibt es nur wenige, diese aber müssen selbst glauben können, was sie reden; und wo der Glaube noch nicht ganz stark ist, muß der Mensch zum starken Glauben geführt werden. Und daher werden ihm oft Widerstände in den Weg gelegt in Form von Widersprüchen, die der Mensch zu widerlegen sucht und er dadurch erstarkt in seinen Ansichten. Daß er sich in der Wahrheit befindet, wird ihm zwar oft abgestritten werden. Es wird aber der Mensch selbst erkennen, wenn sein Denken noch falsche Wege geht. Gott leitet die Wahrheit zur Erde zu dem Zweck, daß sie weitergegeben werde, und zwar unverfälscht so, wie Gott Selbst den Menschen belehrt hat. Verschiedene Ansichten lassen darauf schließen, daß nicht alle Menschen in der Wahrheit stehen, und (es, d. Hg.) ist letzteres wieder davon abhängig, wieweit die Menschen nach Gott Verlangen tragen, denn diese allein sind im Besitz der Wahrheit. Doch der Austausch der verschiedenen Ansichten ist deshalb von Vorteil, weil sich die Menschen entäußern und nun ein klares Bild bekommen können, das ihnen Aufschluß gibt über Wahrheit und Unwahrheit. Und so der Mensch rechtlich denkend ist, wird er auch das rechte Empfinden haben über den Wert der strittigen Ansicht und nun je nach Wichtigkeit ihren Inhalt vertreten den Mitmenschen gegenüber und also tätig sein im Verbreiten der Wahrheit und im Kampf gegen die Lüge .... Amen
B.D. 2273 empfangen am 23.3.1942 Verschiedene Geistesrichtungen .... In jeder Geistesrichtung ist ein Körnchen Wahrheit verborgen, vorausgesetzt, daß
sie das Streben nach Gott als Bedingung hat. Daß aber die verschiedenen Geistesrichtungen nicht übereinstimmen, liegt daran, daß sie zumeist auf Verstandesdenken aufgebaut sind. Und das Denken der Menschen geht nicht immer gleiche Wege, weil der
Liebesgrad der Menschen verschieden ist. Und so ist Gott dem einen Menschen näher
als dem anderen, sowie er sich im Liebeswirken mit Gott zusammenschließt, und folglich wird dieser Mensch auch näher der Wahrheit sein, da Gott Selbst die Wahrheit ist.
Wo aber die Liebe schwächer wird, kann das Verstandesdenken noch so gut ausgebildet
sein, es wird doch von der Wahrheit abweichen, und das Ergebnis des Denkens ist von
dem des ersten verschieden. Und also ist es verständlich, daß nicht alle Anschauungen
übereinstimmen, wenngleich sie dasselbe Problem berühren, also sich auf das Wesen
der ewigen Gottheit und Ihr Walten und Wirken beziehen. Doch das Suchen und Forschen auf diesem Gebiete ist Gott wohlgefällig, und Er wird Sich niemals solchen
Suchenden verschließen. Er wird ihnen geben je nach Würdigkeit und ihrem Wahrheitsverlangen. Der mit menschlichem Verstand-Forschende lebt nicht so sehr in der
geistigen Welt. Er sucht aus bestehenden Schriften und Überlieferungen sich ein
Gebäude aufzubauen, er nimmt also gleichsam ein Körnchen Wahrheit mit herüber in
sein Werk und baut nun darauf auf, doch er ist ohne innere Erleuchtung, ohne innere
Verbindung mit Gott, und deshalb wird er nie klar und hell schauen können und
immer im dunkeln tappen, wenngleich er seine Ansichten als Wahrheit vertritt. Steht
aber der Mensch in der Liebe, dann ist er mit Gott verbunden, er wird Seine Kraft empfangen, und Kraft ist Licht .... Amen
B.D. 2274 empfangen am 24.3.1942 Kampf für Jesus Christus .... Das Heer der Streiter Christi kämpft den gerechten Kampf. Es verteidigt die Gläubigen gegen die Anhänger der Welt, denn sie werden aufs äußerste bedrängt. Und weil dieser Kampf ein gerechter ist, wird auch der Sieg auf seiten derer sein, die Jesus Christus verteidigen. Und es wird mit dem Schwert des Mundes gekämpft werden, und der Herr Selbst wird der Heerführer sein, und Seine Streiter werden Ihm folgen, wohin Er sie auch führt. Und ob Er auch nur eine kleine Schar aufzuweisen hat, die unter Seinem Banner in den Kampf ziehen, sie werden dennoch den anderen an Kraft überlegen sein, denn wo Gott Selbst den Kampf segnet, dort wird niemals zu fürchten sein, daß die kämpfende Schar überwältigt wird und der Gegner als Sieger hervorgeht. Denn Seine Schar hat große Macht, und diese Macht schöpft sie aus dem Glauben an Jesus Christus. Und ihren Glauben enttäuschet Gott nicht, und unsichtbar greift Er dort ein, wo Gefahr droht. Denn es ist Sein Wille, daß für Seinen Namen gekämpft wird, und also wird Er die Streitenden nicht ohne Unterstützung lassen. Und so stellt Er nun Sein Heer zusammen, und Er ermahnet sie, fest zu sein im Glauben, auf daß Er wirken kann durch sie, auch wenn sie ihrer körperlichen Fessel noch nicht ledig sind. Denn Gott will die Seelen gewinnen, die noch schwach sind im Glauben, Er will ihnen die Vergänglichkeit alles Irdischen verständlich machen, auf daß sie ihr Sinnen und Trachten richten auf das Wichtigste .... auf die tiefe Verbindung mit dem Gott der Liebe, der Allmacht und der Weisheit. Sie sollen sich Ihm nähern in innigem Gebet und um ihr geistiges Wohl bitten, alsdann ist Er zu jeder Gnadengabe bereit, und Er stärkt auch ihren Glauben. Und so nun der Kampf beginnt, sind diese auch willig, als rechte Streiter für Ihn und Seinen Namen zu kämpfen, denn sie werden stark sein, weil sie glauben, und Sein Name wird ihnen heilig sein, weshalb sie auch für Jesus Christus streiten werden in der kommenden Zeit .... Amen |
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