Buch 41 - 42           NR.   3126 – 3275

empfangen von  Bertha Dudde  in der Zeit  vom  21.5.1944 – 29.u.30.9.1944

Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.),  Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<.

B.D. 3126                empfangen 1944

Segen des Gebetes ....

„Kommet alle zu Mir ....“

(Der übrige Text der Kundgabe fehlt in der Handschrift.) .... nimmt durch das Gebet. Diesen nähert Sich Gott auch nicht, doch jenen ist Er wie ein liebender Vater, immer bereit, zu helfen und alle Nöte von dem Erdenkind abzuwenden, auf daß Seine Verheißungen in Erfüllung gehen: „Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken ....“ Die göttliche Liebe wird anerkannt durch jeden Bittruf, der zu Ihr dringt, und Sie wird daher auch den Menschen beistehen, die auf Seine Liebe vertrauen. Und es wird der Mensch viel erreichen bei Gott, der Ihm flehend seine Bitte vorträgt, denn Gottes Macht ist übergroß, und Seine Liebe läßt diese Macht zur Auswirkung kommen, so des Menschen Seele dadurch nicht gefährdet wird ....

Amen


B.D. 3127                empfangen am  21.5.1944

Erfüllung jeder Bitte um Wahrheit auf Erden und im Jenseits ....

Den Anlaß zu geistigen Belehrungen geben immer Fragen, die von Wahrheit-verlangenden Wesen gestellt werden, sei es im Jenseits oder auf Erden. Es geht diese Belehrung auch direkt durch gedankliche Übertragung den Fragenden zu, doch zur Bestätigung dessen vernimmt sie auch, der im Auftrag-Gottes-Sein Wort-verkünden-soll. Und er kann folglich die strittige Frage mit aller Klarheit beantworten, nicht als sein Geistesgut, sondern als von Gott empfangene Wahrheit. Denn die Welt wird viele Fragen aufwerfen, sie wird durch Einwände die Glaubwürdigkeit des Gotteswortes erschüttern wollen, sie wird durch irrige Auffassung auch Irrtum verbreiten und die Menschen in Zweifel stürzen. Es soll jeglicher Irrtum widerlegt werden, jegliche geistige Frage aufgeklärt und für die Wahrheit gestritten werden, was nur möglich ist unter Hinweis auf das Wort Gottes, das unverbildet den Menschen zugeleitet wird durch Gottes große Liebe von Ihm Selbst. Jeder wissenshungrige Mensch wird vollauf gesättigt werden, und jedes Licht-verlangende Wesen im Jenseits wird dem Licht zugeführt, so nur die geistige Tätigkeit damit verbunden ist, helfend und aufklärend auf die Unwissenden einzuwirken auf Erden und im Jenseits. Denn die geistige Not ist groß, auf Erden ist das rechte Wissen und die Erkenntnis nur sehr wenig zu finden, die gesamte Menschheit wandelt in der Finsternis, ihr mangelt jegliches Wissen um die reine Wahrheit, und darum ist auch der Kampf gegen Lüge und Irrtum schwer und oft erfolglos, weil den Menschen auch das Verlangen nach Wahrheit mangelt. Sowie aber dieses vorhanden ist, wird der Mensch auch eingeführt und ihm das rechte Wissen unterbreitet. Dieses aber erfordert, daß der Ihn-belehren-Sollende selbst in der Wahrheit steht, daß er durch innige Gottverbundenheit diese entgegennehmen kann, um sie weiterzuverbreiten. Und Gott segnet darum jeden, der sich für dieses Amt Ihm zur Verfügung stellt; Er gibt auf jede Frage Antwort, Er belehret unentwegt und lenket die Gedanken dessen recht, der lehrend tätig sein will. Und auch im Jenseits wird jede Bitte um Licht und Wissen erfüllt, denn auch dort sind unzählige Seelen zu erlösen aus ihrem finsteren Zustand, dem Zustand der Unkenntnis und dadurch auch völliger Kraftlosigkeit, so daß diese Wesen noch viel mehr auf die Unterstützung wissender Wesen angewiesen sind, weil sie sich allein nicht befreien können, weil ihnen nur durch Liebeswirken Erleichterung wird und dieses Liebeswirken wieder erst Wissen und Licht bedingt, das aber den Wesen zugeführt wird, die damit andere wieder beglücken und erlösen wollen. Gott ist die Wahrheit, und stets wird Sein Ziel sein, alles Geistige in die Wahrheit, in das rechte Erkennen zu leiten, und niemals wird eine Bitte um Wahrheit, um Wissen in der rechten Form, unerfüllt bleiben. Und ständig weiset Gott Seine Diener an, auf Erden und im Jenseits, die reine Wahrheit auszuteilen einem jeden, der danach verlangt und liebetätig sein will ....

Amen


B.D. 3128                empfangen am  21.5.1944

Beweisführung ....

Begründung geistigen Wissens ....

Das geistige Wissen läßt sich niemals beweisen, sondern nur begründen, d.h., es kann der Mensch logische Folgerungen daraus ziehen. Er kann also verstandesmäßig auch diese Folgerung anerkennen, so er vorurteilsfrei dazu Stellung nimmt. Doch Beweise lassen sich niemals dafür erbringen, weil es für die Erdenzeit nicht zuträglich ist, daß der Mensch sich überzeugen kann von Dingen, die nicht den Körper, sondern nur das Geistige im Körper betreffen. Dennoch kann der Mensch selbst voll überzeugt sein davon, daß das geistige Wissen Wahrheit ist, er kann nur diese Überzeugung nicht schulmäßig weitergeben, was aber der Fall wäre, so sich Beweise aufstellen ließen für die Richtigkeit des geistigen Wissens. Und darum kann niemals ein solches Wissen gelehrt werden .... also es kann nicht übertragen werden auf verstandesmäßigem Wege, sondern immer ist ein Gott-gefälliger Lebenswandel Bedingung, daß jenes Wissen empfangen und auch verstanden werden kann ....

Denn die Gabe des Verstandes macht erst das Empfangene zu dem, was es ist, ansonsten es nur Worte sind, die nicht lebendig werden, weil ihnen der innere Geist fehlt. Und darum wird nicht die Beweisführung ausschlaggebend sein, sondern der Wille und Reifezustand dessen, der das geistige Wissen entgegennimmt. Und darum kann sich auch nicht ein Wissen fortpflanzen durch Belehrungen, denn sowie der Mensch nicht die ihm gestellten Bedingungen erfüllt, nimmt er wohl die Belehrungen verstandesmäßig entgegen, sie dringen aber nicht in sein Herz ein und wirken nun auch nicht mehr als Wissen, sondern nur als Gedankengut, das keinen tiefen Eindruck hinterläßt. Dem ernstlich nach rechtem Wissen verlangenden Menschen aber genügen die Begründungen, die logischen Folgerungen, die ihn zum Denken anregen, um in ihm auch die Überzeugung zu erwecken, daß ihm Wahrheit geboten wird, denn nicht sein scharfes Verstandesdenken gibt ihm die Überzeugung, sondern sein Herz, sein Wille zur Wahrheit, der ihm auch die Erkenntniskraft einträgt, die Fähigkeit, das rechte Wissen für Wahrheit anzusehen. Zwar soll die Wahrheit verbreitet werden, was nur durch Belehrung der Mitmenschen geschehen kann, doch es gehört unbedingt die Willigkeit des Zuhörers dazu, um das übermittelte Wissen als Wahrheit zu erkennen. Diese Willigkeit ist wichtiger als Beweise, denn selbst Beweise würden nicht überzeugen können, wenn der Mensch unwillig ist, in der Wahrheit unterrichtet zu werden. Den Begründungen aber darf sich der Mensch nicht verschließen, tragen diese doch erheblich bei, ihn zu überzeugen, denn auch der Verstand muß tätig sein, nachdem das Herz sich entschieden hat, auf daß nun das Wissen gedankliches Eigentum wird, das er selbst nun wieder vertreten kann ....

Amen


B.D. 3129                empfangen am  22.5.1944

Viele sind berufen, wenige auserwählt ....

Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt ....

Wohl hängt die Berufung wie auch die Erwählung von der Gnade Gottes ab, jedoch auch diese Gnadenzuwendung bestimmt der Wille des Menschen selbst, ob er empfänglich ist dafür, d.h. sich würdig macht, daß ihm die göttliche Gnade außergewöhnlich zuströmt. Gott hat alle Menschen berufen zur ewigen Seligkeit, und doch hängt es vom Willen des einzelnen ab, daß er dieser würdig ist. So können sich wohl alle Menschen berufen fühlen, wie sie selbst sich aber dazu einstellen, bleibt ihnen überlassen. Ein Zwang von oben findet nicht statt, wie auch nicht eine Bevorzugung des einzelnen diesem mühelos zur Höhe verhilft, sondern jede außergewöhnliche Gnadenzufuhr ist erst die Folge des Willens, der ernstlich zu Gott gewandt ist und sich bemüht, den göttlichen Willen zu erfüllen. Dann erfasset ihn die Liebe Gottes und stärkt und fördert ihn durch überreich zuströmende Gnadengabe, die seine Vervollkommnung zuwege bringt. Und diese sind die Auserwählten, es sind die Seinen, die von Ihm unentwegt Gnade entgegennehmen dürfen, weil sie solche empfangen wollen und ständig darum bitten. Also unbedingt gehört (vor)erst der Wille des Menschen dazu, daß er erwählet werde, und doch niemand kann sagen, daß er nicht auch berufen sei auf dieser Erde, denn da er auf der Erde lebt zum Zwecke seiner Höherentwicklung, hat ihn Gott Selbst berufen, den Gang zur Höhe zurückzulegen, und Er stellt ihm dazu auch Seine Gnade zur Verfügung. Doch ihrer Berufung achten die wenigsten Menschen, d.h., sie leben ihr Leben nur rein irdisch, und die eigentliche Berufung lassen sie unbeachtet. Von jenen kann Gott keine Menschen auserwählen, denn ihnen ein Übermaß von Gnade zugehen zu lassen, wider ihren Willen, würde eine zwangsläufige Höherentwicklung bedeuten, die keinen Wert hat, so das Wesen dadurch den freien Willen verliert. Doch Gott benötigt Diener auf Erden, die denen helfen sollen, die ihre Berufung außer acht lassen ....

Und diese kann Er nur erwählen aus dem Kreis derer, die aus freiem Willen sich außergewöhnlicher Gnadenzuwendung würdig machen, die also das ihnen zugehende Gnadenmaß nützen und durch ihr Gebet eine ständige Zufuhr von Gnade in Anspruch nehmen können. Unter diesen also erwählet Er Sich Seine Arbeiter, und Er stattet sie aus mit außergewöhnlicher Kraft ....

Es sind dies die Auserwählten, die Gnaden stets und ständig empfangen, die aber ihren Willen zuvor Gott hingegeben haben, die der Berufung freiwillig nachgekommen sind und die Gnadenzufuhr stets genützt haben für ihren geistigen Fortschritt. Die ersten sind berufen, auch ohne deren Willen, doch sie folgen nicht dem Ruf, diese aber sind gleichfalls berufen von Gott und leisten keinen Widerstand, aber es sind nur wenige, die Gott nun so außergewöhnlich bedenken kann, daß sie als die Auserwählten Gottes gelten ....

Es sind nur wenige die sich von Gott erwählen lassen, die Ihm zustreben mit allen Sinnen und daher auch Gnaden-Gaben empfangen können im Übermaß .... daß sie zu Kindern des Vaters werden und eingehen können in Sein Reich ....

Amen


B.D. 3130                empfangen am  23.5.1944

Heilighaltung des Namens Jesu ....

Voller Liebe und Andacht sollt ihr den Namen Jesu aussprechen, er soll euch das Heiligste sein, ihr sollt ihn im Herzen tragen, er soll euch der Stern sein, der in dunkler Nacht leuchtet, und die Sonne, die hell erstrahlt und euch das Leben gibt. Und diesen heiligsten Namen sollt ihr nicht verspotten lassen, sondern denen entgegentreten, die es tun, und sie ermahnen, abzulassen, auf daß sie nicht ewig verlorengehen ....

Sein Name soll heilig gehalten werden, denn er birgt eine große Kraft in sich für den, der ihn gläubig ausspricht und diese Kraft empfangen will. Ihr werdet empfangen, was ihr erbittet in Seinem Namen, denn Er Selbst hat euch diese Verheißung gegeben; ihr werdet in Seinem Namen Wunder wirken, die ihr als Seine Jünger den Menschen die Kraft des Glaubens beweisen wollt, ihr werdet das Böse zu bannen vermögen unter Anrufung Seines Namens, denn Ihm kann nichts widerstehen, und die Mächte der Finsternis ziehen sich vor Ihm zurück. Sie fürchten Ihn und Seine Macht. Und so ihr euch Seines Namens bedient, um für Ihn zu wirken, wird eure Arbeit auch eine gesegnete sein, denn Er Selbst steht euch zur Seite, und Seine Gnade überflutet euch. Sein Name wird eure Waffe sein im Kampf gegen eure Feinde, die Seinen Namen verunglimpfen wollen, die Ihn nicht anerkennen und Ihm offenen Kampf ansagen. Und ihr werdet diese Waffe gebrauchen müssen, so ihr in arge Not geratet, wo irdisch euch keine Hilfe möglich erscheint .... dann rufet Ihn an, sprechet Seinen Namen gläubig aus, übergebet euch Ihm, und Er wird euch erretten, denn Er ist überall, wo Seine Hilfe erbeten wird und Seine Macht ist wahrlich größer als die Macht Seiner Feinde ....

Des göttlichen Namens Kraft werden auch die erfahren, denen jegliche Ehrfurcht mangelt vor Seiner Heiligkeit und die darum skrupellos alles vernichten, was Bezug hat (nimmt?) auf Jesus Christus und Seine Lehre, die in Ihm nicht die ewige Gottheit erkennen, die Sein Wort zu Menschenwerk stempeln wollen und darum Ihn und Seine Lehre auszurotten versuchen, ohne die Macht Gottes zu fürchten. Sie werden Handlungen vollbringen, welche die Gläubigen entsetzen werden .... sie werden Seinen Namen verhöhnen und Mißbrauch damit treiben, bis Gott durch Seine Diener wirket, bis diese durch das Entgegensetzen des Namens Jesu sie in den Bann schlagen .... daß sie unfähig sind, zu reden und zu lästern wider Ihn, daß sie jeglicher Kraft beraubt sind und die Macht Gottes ihnen körperlich spürbar ist. Denn Sein Name ist heilig, und büßen muß, wer ihn mißbraucht, wer Seinen heiligen Namen lästert ....

Ihre Sünde ist zu groß, als daß sie ungestraft bleiben könnte, und so dies noch auf Erden eine Strafe nach sich zieht, ist dem Menschen noch eine Gnadenfrist gegeben .... zu erkennen und zu bereuen, zu bitten um Vergebung seiner schweren Schuld. Denn Gott läßt Seiner nicht spotten ....

Seine Liebe ist grenzenlos, doch so die Menschen gegen Ihn Selbst vorgehen, sind ihre Herzen verhärtet und sie selbst dem Satan verfallen, der sich ihres Willens bedient, Jesus Christus zu bekämpfen und gegen Ihn und Sein Wort vorzugehen. Seine Macht aber ist größer, und sie teilet sich auch denen mit, die gläubig Seinen Namen aussprechen, so sie in Not sind ....

Amen


B.D. 3131                empfangen am  24.5.1944

Gott spricht durch die Naturgewalten ....

Seid furchtlos und verzaget nicht, denn Der aus den Wolken zu euch spricht, Der kennet die Seinen, und Seine Liebe behütet euch. Der Tag ist nicht mehr fern, der einen Aufruhr bringen wird und Stunden, die kein Mensch vergessen wird. Gott zeigt Sich in ganzer Macht, und Seine Stimme ertönet gewaltig und ist nicht zu überhören. Noch einmal warnet Er die Menschen zuvor, indem Er Sich ankündigt durch ungewöhnliche Finsternis, Er gibt den Seinen dadurch ein Zeichen, sich zu sammeln im Gebet und um Kraft zu bitten, denn innige Gottverbundenheit sichert ihnen die Zufuhr dieser Kraft. Doch schon ein Gedanke genügt, der aus dem Herzen kommend zu Ihm emporgesandt wird. Er will aber auch der gesamten Menschheit noch die Möglichkeit geben, zu Ihm zu flüchten, Ihn zu erkennen und einen Wandel in der Lebensführung zu geloben. Er gibt ihnen Gelegenheit zur Willensänderung, doch nur wenige nützen sie. Und es wird dieser Tag wenig vorbereitete Menschen finden, es werden die meisten nur eine seltene Naturerscheinung annehmen, die sich bald wieder verziehen wird. Und darum ertönet die Stimme Gottes nun gewaltiger, und alle Naturelemente gehorchen dieser Stimme und entfesseln sich. Und Gott spricht durch die Naturgewalten zu den Menschen, aber nur die wenigsten hören auf Ihn, und voller Entsetzen werden sie das Geschehen verfolgen, um ihr Leben bangen und sich zu retten versuchen. Und wie es Gott in Seiner Weisheit bestimmt hat, so ist das Ende dieses Naturgeschehens .... überleben werden es, denen noch die Gnadenzeit gegeben ist, sich zu wandeln; und das irdische Leben verlieren werden unzählige Menschen, die Gottes Barmherzigkeit abruft ....

Reife und Unreife, um den anderen zur heilsamen Ermahnung zu dienen. Doch auch diese haben im Jenseits noch die Möglichkeit, weiterzureifen, weil sie ihr Leben hingeben mußten für die Mitmenschen, weil ein Naturgeschehen in solchem Ausmaß Menschenleben fordert und ihr Erdenleben dadurch schon vor der Zeit beendet ist. Doch Entsetzliches werden auch sie vor ihrem Tode erleben, und ihre Seelen können auch in letzter Stunde noch einen Vorteil daraus ziehen, so sie willig sind, so sie Gott nur erkennen in dem Walten der Elemente und sich Ihm und Seiner Gnade empfehlen. Sie verlieren ihr Leben und können es doch gewinnen für die Ewigkeit ....

Den Seinen aber steht Er bei und gibt ihnen außergewöhnliche Kraft ....

Es wird ihr Glaube nicht erschüttert werden, wenngleich sie Furchtbares erleben und in große körperliche Not geraten. Denn darum verkündet Er es zuvor, daß ihre Seelen nicht zaghaft sind, so die Stunde gekommen ist ....

Seine Liebe ist bei allen, die Ihm angehören, deren Wille sich Ihm zuwendet ....

Amen


B.D. 3132                empfangen am  25.5.1944

Bedingung zur Wahrheit - Weg zu Gott ....

Es gehen nur wenige Menschen den geraden Weg, um zur Wahrheit zu gelangen, den direkten Weg zu Gott, Der ihnen unumschränkt diese bietet. Die Menschen werden nicht im Sinne des Wortes klein und demütig und beugen sich vor Ihm in der Erkenntnis ihrer eigenen Unzulänglichkeit und Schwäche. Ihren Verstand schätzen sie zu hoch ein und ebenso ihre eigene Kraft. Und also glauben sie, durch Forschen und Grübeln sich die Wahrheit aneignen zu können. Doch eines vergessen sie, daß geistige Wahrheiten nur von Gott Selbst ausgeteilt werden, daß sich diese kein Mensch nehmen kann, sondern sie ihm gegeben werden müssen, und daß der Geber der Wahrheit die bedenket, die gleich bittenden Kindern zu Ihm kommen und im Gefühl geistiger Armut Ihn um Seine Gnadengabe bitten. Ringen und beten soll der Mensch .... ringen gegen den Feind seiner Seele, der ihm durch Zuführung von Irrtum, durch Besitznahme seines Denkens unfähig machen will, Gott zu erkennen, also dieses Ringen einen verstärkten Willen erfordert .... und beten um Kraft, Gnade und Wahrheit. Die Gnadengabe, die Gott zur Erde leitet, klärt den Menschen vollständig darüber auf, so daß er nur den ihm (vorgeschriebenen) gewiesenen Weg zu gehen braucht, um in die Wahrheit eingeführt zu werden. Und ob auch die Menschen in verschiedenster Weise dazuzugelangen suchen, sie müssen diesen einen Weg betreten .... den Weg zu Gott, ansonsten sie niemals in das tiefe Wissen eindringen können, wenngleich ihnen verstandesmäßig ein Wissen durch Mitmenschen erschlossen wird. Es wird erst Leben gewinnen, so sein Geist von Gott erleuchtet wird und dies das demütige Gebet darum voraussetzt. Also muß als erstes der Glaube vorhanden sein an ein Wesen, Das als Geber der Wahrheit Sich mit dem Menschen verbindet, so dieser eine Verbindung mit Ihm anstrebt. Der Glaube an dieses Wesen ist Voraussetzung, um eingeführt werden zu können in die Wahrheit. Ist aber dieser Glaube nicht vorhanden, dann wird der Verstand nur in negativer Weise tätig sein, d.h., er wird Schlüsse ziehen, die von der Wahrheit abweichen, weil er dann ein willkommenes Objekt ist für die Kräfte der Finsternis, die es sich nun angelegen sein lassen, seine Gedanken zu verwirren. Gott kann Sich nur äußern, wo Er anerkannt wird .... das Anerkennen aber ist Glaube ....

Und dieser erstmalige Glaube an eine vollkommene Wesenheit wird in kurzer Zeit eine alles umfassende Erweiterung erfahren, denn sowie diese vollkommene Wesenheit gebeten wird um Erleuchtung des Geistes, um Zuführen der reinen Wahrheit, wird es dem Menschen nun auch möglich, alles das zu glauben, was ihm gedanklich unterbreitet wird, denn dies ist das Merkmal der Wahrheit, daß ihr Zuleiten begleitet ist von der Kraft des Erkennens, daß der Mensch die Wahrheit also als solche erkennt und dies überzeugter Glaube ist. Sucht der Mensch verstandesmäßig zur Erkenntnis zu gelangen, so ist er zwar ebenso überzeugt von der Wahrheit seiner gedanklichen Ergebnisse, wie dies jeder Vertreter einer Geistesrichtung beweiset, doch der ernstlich um Wahrheit ringende Mensch muß sich auch ernstlich die Frage vorlegen, ob das Gebet zu Gott in aller Demut des Herzens um die reine Wahrheit und die rechte Erkenntnis die Grundlage seines Wissens gebildet hat ....

Denn Gott ist der Geber der Wahrheit, und Gott teilet sie auch aus dem, der bewußt seinen Willen Ihm zuwendet und dies durch inniges Gebet bekundet. Es ist dies eine Bedingung, von der Gott nicht abgeht und die deshalb der Prüfstein ist, wo verschiedene Ergebnisse das Recht für sich in Anspruch nehmen, als reine Wahrheit anerkannt zu werden ....

Amen


B.D. 3133                empfangen am  25.u.26.5.1944

Irdische oder geistige Kraftäußerung ....

Vollgläubig dürfet ihr eine jede Kundgabe entgegennehmen, denn sie (sind) ist reinste Wahrheit, weil Gott Selbst sie euch zuleitet. Und so euch etwas unverständlich erscheint, so unterbreitet es Ihm, Der euch nicht ohne Antwort lassen wird. Und Seine geistigen Hilfskräfte sind stets bereit, euch aufzuklären, wo noch Dunkel in euch ist, denn Gottes Wille ist, euch wissend zu machen, und Gottes Wille wird von jenen Lichtwesen stets erfüllt ....

Lichtwesen sind Empfänger und Zuleiter der Kraft aus Gott .... ihre Tätigkeit besteht darin, alles Kraftlose mit der Kraft aus Gott zu erfüllen, so dieses sich aus freiem Willen Gott zuwendet. Es wird sich diese Kraft aber stets geistig auswirken, und darum wird diese Kraft nicht so offensichtlich zutage treten, daß sie dem Menschen erkennbar ist, der fernab vom Geistigen steht. Immer werden die geistigen Wesen, die nur den Auftrag Gottes erfüllen, die gedankliche Tätigkeit der Menschen ordnen, die im Verlangen nach der Wahrheit sich an Gott Selbst wenden. Es ist dies das geistige Wirken dieser Wesen, und es ist dieses Wirken immer erfolgreich, sowie die Menschen ihm keinen Widerstand entgegensetzen. Widerstand aber ist dann vorhanden, wenn der Mensch entweder gleichgültig ist der Wahrheit gegenüber oder solche begehrt unter Ausschalten der ewigen Gottheit, also rein verstandesmäßig in die Wahrheit einzudringen sucht. Dann können sich ihm jene Wesen nicht nähern, denn er ist umgeben von Wesen der Finsternis, die ihn in irriges Denken leiten wollen und also willkommene Aufnahme finden für ihre gedanklichen Einflüsterungen. Denn wider ihren Willen, also ohne Aufnahmewilligkeit, werden die Menschen nicht von Lichtwesen belehrt, ansonsten es eine zwangsmäßige Entwicklung wäre. Die finsteren Wesen können also gedanklich gleichfalls auf die Menschen einwirken, niemals aber einen geistigen Vorgang ausführen, der Kraft erfordert, der also den Menschen auch ersichtlich ist .... indem etwas ersteht, was vordem nicht war und über die natürliche Fähigkeit des Menschen geht. Anders ist es mit dem Ausführen von Handlungen, die als solche im Bereich der menschlichen Fähigkeit liegen, nur mehr oder weniger körperliche Kraft benötigen. Diese werden ausgeführt mit der dem Menschen zuströmenden Lebenskraft, die auch verstärkt werden kann durch seine Willigkeit zu jenen Handlungen. Diese Lebenskraft wird ihm gleichfalls vermittelt durch geistige Wesen entsprechend seiner Willigkeit zum Guten oder Bösen. Es verfügen die Lichtwesen unausgesetzt über Kraft aus Gott, die sie ständig empfangen und weitergeben, wie auch die finsteren Wesen solche beziehen von ihrem Erzeuger, der seine Kraft von Gott empfängt, sie aber nützet zu Gott-gegnerischem Wirken. Die Einstellung zu Gott oder zu Dessen Gegner ist bestimmend, woher dem Menschen die Kraft zuströmt, wie auch der menschliche Wille sie nun nützet zu guten oder bösen Taten. Eine Kraftäußerung kann sich auf natürliche oder übernatürliche Leistungen erstrecken, sie wird aber immer als Lebenskraft bezeichnet werden müssen, weil diese Handlungen in jedem Falle ausgeführt werden von Menschen, denen eine gewisse Fähigkeit dazu eigen ist und die nur durch die Kraftzufuhr um beträchtliches erhöht werden kann. Der Vorgang einer Übertragung von geistigem Gedankengut in einer solchen Form, daß die Ergebnisse auch für andere Menschen sichtbar, also vernehmbar, sind, ist aber insofern anders zu bewerten, als daß es sich um eine rein geistige Kraftausstrahlung handelt, die weder zur Erhaltung des leiblichen Lebens noch zur Verstärkung der Körperkraft beiträgt, sondern nur die Höherentwicklung der Seele fördert. Und eine solche Kraftübertragung kann nur stattfinden von seiten der Wesen, die selbst Kraftempfänger aus Gott sind. Geistige Kraft aber mangelt den Wesen der Finsternis, und darum können sie solche nicht austeilen, und noch viel weniger können sie den Menschen zu einer Tätigkeit veranlassen, die geistige Kraft erfordert .... daß etwas entsteht, wozu der Mensch ohne geistige Kraftzufuhr nicht fähig ist. Denn es müßte dann ein jeder Mensch ohne jegliches Hilfsmittel und in gleicher Zeit über die gleichen Themen Niederschriften machen können, wenn auch voneinander abweichend, sowie den Mächten der Finsternis die gleiche Kraft zur Verfügung stünde, die Menschen zu belehren. Die diesen Mächten zur Verfügung stehende Kraft nützen sie zu Werken der Lieblosigkeit und des Hasses, den Irrtum aber suchen sie durch gedankliche Beeinflussung zu verbreiten, doch auch nur dort, wo der Wille des Menschen dem Bösen zugewandt ist. Und darum muß eine Kraftübertragung in dieser Form, wo geistiges Wissen den Menschen vermittelt wird, immer als Wirken geistiger Kräfte angesprochen werden, die im Licht stehen, also Licht- und Kraftempfänger aus Gott sind, und somit als lehrende Kräfte zugelassen, d.h. von Gott angewiesen sind, Licht unter die Menschen zu bringen und die Weisheit, also die Wahrheit aus Gott, zu verbreiten. Es wird der Gegner Gottes zwar kein Mittel scheuen, die Lüge und den Irrtum den Menschen zuzuleiten, doch er bedienet sich dazu weltlich gesinnter und materiell denkender Menschen, und diese beeinflußt er auch in rein weltlicher und materieller Weise, so daß sie alle anderen Ziele verfolgen als geistige; und diese erkennen weder den Irrtum und die Lüge, noch verlangen sie nach der Wahrheit. Sie sind den gedanklichen Einflüsterungen der schlechten Kräfte geneigt, und nun sind sie aus eigenem Willen tätig an der Verbreitung jener, indem sie ihre menschliche Fähigkeit nützen, um den Mitmenschen Irrlehren zu vermitteln in Wort und Schrift. Diese Vermittlungen lassen aber nichts Außergewöhnliches erkennen, es kann nicht von außergewöhnlichem Wirken und übernatürlicher Kraft gesprochen werden, die aber unstreitbar die geistigen Niederschriften erkennen lassen ....

Amen


B.D. 3134                empfangen am  27.5.1944

Das Licht im Dunkel der Nacht ....

Vereinigt euch im Geist mit Mir, und nehmet Meinen Segen hin ....

Das Licht, das zur Erde niederstrahlt, kann nicht verlöschen, weil Mein Wille es entzündet hat und seine Strahlen leuchten sollen weit in das Dunkel der Nacht. Und die Weisheiten, die der Erde zugeleitet werden, durchbrechen das Dunkel irregeleiteten Denkens, und wer sich ihrer Wirkung hingibt, in dem wird es lichter Tag werden, und die Helligkeit wird Freude in ihm auslösen. Das Zusammenwirken mit Mir muß Ergebnisse zeitigen, die unverkennbar Meine Kraft in sich tragen, also muß, wer sich mit Mir vereinigt, die Strahlen Meiner Weisheitssonne in sich aufnehmen, und diese Strahlen werden niemals an Kraft verlieren, wohin sie auch geleitet werden. Doch wie sich die Kraft auswirkt, ist abhängig vom Willen des Menschen ....

Diesen aber zwinge Ich nicht ....

Und so sollet ihr im Schein Meiner Gnadensonne stehen und Lichtstrahlen unentwegt empfangen dürfen, und es soll euch überlassen bleiben, wem ihr diese Strahlen zuleitet, denn euer Denken ist gleichfalls hell und von Meinem Geist geordnet ....

Mein Geist in euch ist es, der nun bestimmet, was ihr tun oder lassen sollt, und ihr seid nur die Ausführenden, so ihr euch nicht der inneren Stimme widersetzet. Und dann erfüllet ihr Meinen Willen, denn Ich leite euch und alle eure Schritte ....

Ich lasse euch reden nach Meinem Willen, und auch euren Handlungen liegt Mein Wille zugrunde, weil ihr euch Mir angetragen, weil ihr euch Mir hingegeben habt. Denn eure Vereinigung mit Mir in innigem Gebet trägt euch Meinen Segen ein ....

Mein Segen aber besteht darin, daß Ich allem eurem Denken, Reden und Handeln zustimme und den Erfolg gebe, wie er günstig ist für euch und eurer Mitmenschen Seelenheil. Fürchtet keinen menschlichen Willen, wo Mein Wille besteht, wo Ich Selbst euer Begleiter bin auf allen euren Wegen; lasset die Lichtstrahlen leuchten weit hinein in das Dunkel, und so ihr gehindert werdet, so man Türen und Fenster schließet dem Lichtschein von außen, so lasset euch nicht enttäuschen, lasset euch nicht ermüden, sondern eilet weiter mit dem Licht, das seine Strahlen von Mir bezieht .... es kann nicht verlöschen, sein Schein wird immer heller und strahlender, je näher der Tag ist, der dieser dunklen Nacht folgt. Und niemand vermag den hellen Schein abzublenden, nur kann er ihm selbst entfliehen kraft seines freien Willens. Die Kraft des Wortes, das Wahrheit ist und tiefste Weisheit in sich birgt, durchdringt auch den dichtesten Irrtum, so die Zeit gekommen ist, da diese Kraft offensichtlich wirkt ....

Und dann wird die Finsternis weichen, das Licht wird sie verdrängen, Ich Selbst werde hervortreten in aller Glorie, und Ich werde um Mich versammeln, die im Licht stehen ....

Und durch das Licht wird die Finsternis besiegt werden ....

Amen


B.D. 3135                empfangen am  27.u.28.5.1944

Gnaden der Endzeit ....

Tod zuvor ....

Jenseits ....

Pfingsten

Gnädig wird Gott denen sein, die noch zur Zeit ihr Unrecht erkennen und Abstand nehmen davon, doch ohne Erbarmen die schwerste Strafe verhängt werden über die, deren Härte nicht weicht, die auch mit ihren Mitmenschen kein Erbarmen haben und also sich selbst durch ihre Lieblosigkeit richten. Und es wird die kommende Zeit Zeugnis geben von der Verworfenheit der Menschen, es werden die undenklichsten Mittel ersonnen werden, die alle der Vernichtung dienen sollen; und es werden sich die Menschen nicht scheuen, ihre Pläne zur Ausführung zu bringen unter Anwendung dieser Mittel, und die Bedrückung der Menschen wird zunehmen. Und für alles müssen sich die Anstifter verantworten und auch alle, die ihnen zustimmen und sie in ihren Plänen unterstützen. Denn Gott ist gerecht, und Er urteilet nach Gedanken, Worten und Werken ....

Ihm ist nichts verborgen; Er sieht in das Herz des Menschen, und jede Regung des Herzens bestimmt das Maß von Gnade, das ihm zur Verfügung steht, das ihm gewährt wird, wenn das Ende herangekommen ist. Denn das Ende kommt unwiderruflich ....

Das Gebaren der Menschen beschleunigt es, und darum wird eine Periode zum Abschluß gebracht, die kein besseres Menschengeschlecht zeitigen würde, auch wenn Gott Seine Geduld noch lange walten lassen möchte und den Menschen noch oft Gelegenheit geboten würde, sich zu wandeln. Doch diese nützen sie nicht mehr, und also wird das Erdenleben von Gott aus beendet ....

Dieser Abschnitt der Entwicklung war für die Menschheit ganz besonders gnaden-reich, und er hätte auch völlig genügen können, daß ihr Erlösung wurde. Noch bis zum Ende steht Gott den Menschen bei mit außergewöhnlichen Gnadengaben, doch sie werden zumeist unbeachtet gelassen, wie überhaupt nichts mehr beachtet wird, was mit Gott oder ihrem eigenen Seelenheil zusammenhängt. Und darum ist ein längeres Verweilen auf dieser Erde unangebracht, d.h., es ist nur dem Körper Erfolg eintragend, nicht aber der Seele, die unvergänglich ist. Und darum wird der Seele jede weitere Erdenmöglichkeit genommen, ihr aber noch eine Fortentwicklung im Jenseits zugesichert, so sie im Jenseits nicht ebenso ablehnend dem Wort Gottes gegenübersteht. Vorausgesetzt, daß sie noch vor dem letzten Gericht, vor dem Ende dieser Erde das leibliche Leben verliert und aufgenommen wird in das jenseitige Reich. Es ist auch der Tod zuvor noch eine besondere Gnade für den Menschen, so er sich nicht auf der Erde entschieden hat. Er findet dann im Jenseits noch reichlich Gelegenheit, hilfsbereit zu sein und in Liebe zu dienen, und kann dadurch doch noch die unterbrochene Entwicklung fortsetzen, ja sie sogar noch beginnen, wenn sein Widerstand nicht zu groß ist, so er den Seelen, die ihm helfen wollen, kein Gehör schenkt. Denn dann kann er auch noch in seiner Rückentwicklung fortfahren und zur festesten Materie wieder zurückkehren, und dann muß auch er noch den langen Erdenweg zurücklegen, bis er sich wieder verkörpern kann als Mensch. Der Gnaden also hat Gott noch viele bereit, ehe er die alte Erde vergehen läßt, doch den freien Willen der Menschen zwingt Er nicht, und wie sie sich Seiner Gnade öffnen, so ziehen sie selbst auch Nutzen für ihre Seelen .... leer und kraftlos können sie verbleiben auf Erden sowohl als auch im Jenseits, so sie alle Gnaden außer acht lassen und sich ihnen verschließen, oder auch unglaublich schnell noch zur Höhe (sich, d. Hg.) entwickeln, sowie sie durch ihren Willen jede Gnadengabe auf sich wirken lassen und dadurch Kraft in hohem Maß zugeführt bekommen. Denn Gott ist überaus gnädig und barmherzig, aber auch gerecht, und Er bedenket die Menschen nach ihrem Willen ....

Amen


B.D. 3136                empfangen am  28.5.1944

Zuleiten der Wahrheit durch einen Mittler ....

Pfingstsonntag

Groß ist die Not auf Erden, weil Lüge und Irrtum herrscht, und sollen die Menschen nicht dem Untergang entgegengehen, so müssen sie in die Wahrheit geleitet werden, denn die Wahrheit allein kann ihnen wieder zum Aufstieg verhelfen. Verstandesmäßig aber können die Menschen nicht mehr die Wahrheit erkennen, denn ihnen mangelt ihres verkehrten Lebenswandels wegen die Fähigkeit dazu, sie wissen Lüge und Irrtum nicht von der Wahrheit zu unterscheiden. Sie haben kein Urteilsvermögen, und daher ist jede Prüfung erfolglos, solange sie diese nur verstandesmäßig vornehmen. Es ist aber die reine Wahrheit unbedingt nötig, um den derzeitigen Zustand auf der Erde zu wandeln, um die geistige wie die irdische Not zu beheben und um die Menschen wieder Gott näherzuführen. Und darum erbarmet Gott Sich ihrer, und Seine Liebe suchet ihnen zu helfen. Er sieht von der Verworfenheit der Menschheit ab, und Er leitet die Wahrheit zur Erde, trotzdem die Menschen kein Verlangen danach haben und also unfähig sind, solche zu empfangen ....

Er bedienet sich eines Mittlers, eines Menschen, der sich Ihm aus freiem Antrieb genähert hat und voller Demut Ihn bittet um Erleuchtung des Geistes .... eines Menschen, der das Wahrheitsverlangen in sich trägt und darum als Werkzeug Gottes tauglich ist, sie zu empfangen, der durch Liebetätigkeit seine Seele in einen Zustand versetzt, daß diese alles vernehmen kann, was ihr nun an Wahrheit zugeht. Gott Selbst spricht nun zu der Menschheit durch Menschenmund ....

Es ist Sein Wort, das Er den Menschen vermittelt, indem Er Seinen Geist ausgießet über ein williges Erdenkind, das Ihm zu dienen bereit ist und seinen Mitmenschen helfen will ....

Reine Wahrheit leitet Er durch dieses zur Erde nieder, um die Lüge und den Irrtum zu verdrängen und um dadurch den geistigen Tiefstand zu beheben, der Not und Elend irdisch und geistig über die Menschen bringt. Ob nun aber die Menschen diese ihnen in Liebe dargebotene Wahrheit annehmen, ob sie die Lüge und den Irrtum dafür hingeben und in Helligkeit des Geistes dahinwandeln, ist ganz allein von ihrem Willen abhängig. Sie werden nicht gezwungen, sondern sie können sich selbst entscheiden, jedoch die Liebe Gottes bringt ihnen die reine Wahrheit nahe, damit ihnen dann die Entscheidung leichtfallen soll, wenn sie ernstlich erstere gegen Lüge und Irrtum abwägen. Nur der Wille zur Wahrheit ist erforderlich, daß sie dem Menschen nun auch zugeführt werden (kann, d. Hg.), denn dann wird er sie auch als Wahrheit erkennen. Fehlt aber dieser Wille, dann verklingt die Wahrheit an den Ohren der Menschen völlig eindruckslos, und dann ist die letzte Möglichkeit einer Rettung ungenützt geblieben. Die Menschheit verharrt weiter in der Unwahrheit und kann den Weg zur Höhe nimmermehr betreten, denn Irrtum und Lüge verbauen diesen Weg; Irrtum und Lüge führen nicht zu Gott, sondern zu Dessen Gegner; Irrtum und Lüge bedeuten geistige Finsternis, eine völlige geistige Zerrüttung und Untergang der Seelen. Der Geist aus Gott kann nicht mehr tätig werden in den Seelen, die dem Irrtum und der Lüge verfallen sind, weshalb sie in tiefster Unkenntnis stehen und sich von Gott immer weiter entfernen. Die Wahrheit aus Gott, die ihnen durch einen Mittler geboten wird, ist die letzte Rettungsmöglichkeit für die Seelen; bleibt diese aber unbeachtet, so zieht Gott Seine Liebe gänzlich zurück von den Menschen, und Er überlässet sie ihrem selbstgewählten Schicksal. Er gibt jedem das Seine, d.h., wonach die Seele Verlangen trägt. Und also ist Irrtum und Lüge, tiefste Unkenntnis und also ein lichtloser Zustand der Seele Los, aus dem sie sich nur schwerlich wieder frei machen kann, und dieser Zustand ist wahrlich nicht beneidenswert, so die Seele ins Jenseits übergeht ....

Es sind die Seelen in einer furchtbaren Lage, die wieder nur durch die Wahrheit behoben werden kann, die ihnen aber nicht mehr so leicht geboten wird wie auf Erden, wo sie immer und immer den Menschen zugetragen wird, die nur das geringste Verlangen danach tragen. Ohne die Wahrheit gibt es keinen Aufstieg, kein Licht und keine Seligkeit; denn die Wahrheit ist Gott, die Wahrheit geht von Gott aus und führt die Menschen wieder zu Gott hin; und wer die Wahrheit flieht, der wird auch nie und nimmer in Gottnähe kommen, und das Licht des ewigen Lebens wird ihm nicht beschieden sein ....

Es wird die geistige Not nicht von denen weichen, die der Wahrheit entfliehen, denn ohne die Wahrheit kann niemand selig werden ....

Amen


B.D. 3137                empfangen am  29.5.1944

Recht genützte Verstandestätigkeit ....

Wille ....

Pfingstmontag

Die Gabe des Verstandes recht zu gebrauchen ist unbedingt nötig zur Höherentwicklung der Seele; denn dazu ward dem Menschen der Verstand, daß er alles, was um ihn ist und geschieht, gedanklich verarbeitet und er dadurch Schlüsse zieht, die ihn nun bewußt das Ewig-Göttliche suchen lassen. Es muß durch den Verstand der freie Wille in ihm tätig werden, denn etwas wollen wird der Mensch erst dann, wenn sein Verstand ihm den Nutzen dieses Wollens vorgestellt hat, also wird der Wille immer erst die Folge des Denkens sein ....

Und nun den Verstand recht zu nützen, d.h., das Gute zu wollen, das Böse zu verabscheuen, muß unweigerlich die Entwicklung der Seele fördern. Es kann von einem rechten Nützen des Verstandes nicht gesprochen werden, wenn dieser den Menschen antreibt zu schlechtem Handeln, dann werden die Gaben des Verstandes mißbraucht. Es kann der Mensch bei ernstem verstandesmäßigen Nachdenken sehr leicht erkennen, daß eine weise Schöpferkraft am Werk ist, Die alles um ihn erstehen ließ, und daß diese Schöpferkraft auch weiterhin alles Geschaffene betreut. Und ist der Mensch erst einmal soweit gekommen, dann kann der Verstand auch den Willen bestimmen, sich mit dieser Schöpferkraft in Verbindung zu setzen, denn er muß sich selbst als ein selbständig denkendes Wesen, also Sein Geschöpf, betrachten und folglich den Schöpfer als gleichfalls denkendes Wesen in höchster Vollendung anerkennen, und dieses Bewußtsein genügt, um nun eine Verbindung mit dem Schöpfer herzustellen. Es ist dies ein gedankliches Ergebnis, das jeder Mensch erzielen kann, so er seinen Verstand nützet, um der Wahrheit näherzukommen. Daß danach seine Gedankentätigkeit recht gelenkt wird, ist das Wirken dieses Schöpfers, sowie der Mensch die bewußte Verbindung mit Ihm hergestellt hat. Doch der Verstand ist dem Menschen dazu gegeben worden, um bis zu dem Moment der Verbindung selbst tätig zu sein, er ist also dem freien Willen beigegeben worden, auf daß dieser die rechte Richtung nehmen kann, die zum Ziel, zur Verbindung mit Gott führt. Bedingung ist nur, daß der Mensch von innen heraus das Gute will, dann wird seine Verstandestätigkeit ihn unweigerlich zum Ziel führen. Es muß also der Verstand gebraucht werden, auf daß der Wille tätig werde, die bewußte Verbindung mit Gott herzustellen, doch zuvor muß dieser Wille sich für Gott entschieden haben, ansonsten die Verstandestätigkeit nicht recht genützt wird, indem er jedes ernsthafte Nachdenken unterläßt und nur verstandesmäßig Vorteile und Nachteile dessen erwägt, was ihn umgibt und was geschieht. Er wertet dann die Gabe des Denkens nicht aus, und entsprechend ist auch das Ergebnis dessen .... er wird niemals zum Ziel kommen, sondern ständig zweifeln oder irren, denn dem Willen entsprechend wird er beeinflußt von guten oder bösen Kräften. Es kann der Verstand, so er ernstlich gebraucht wird, sogar einen schlechten Willen umstimmen, und es ist dies auch seine Aufgabe. Darum muß sich der Mensch auch verantworten, wenn er die Gabe des Verstandes mißbraucht, wenn er sie nicht nützet zum eigentlichen Zweck .... der Wahrheit näherzukommen, die Gott dem nicht vorenthält, der ernstlich danach strebt durch eifrige Gedankentätigkeit. Bei rechtem Willen wird er den größten Erfolg zu verzeichnen haben und bei ernstem Nachdenken wird er auch seinen Willen bestimmen, das gleiche Ziel anzustreben ....

Amen


B.D. 3138                empfangen am  29.5.1944

Geistige Not ....

Leid und Trübsal ....

Noch erkennen die Menschen nicht, wohin sie treiben, denn ihre Gedanken sind zu sehr auf das irdische Geschehen gerichtet, als daß sie ihres geistigen Zustandes achteten. Sie bangen um ihr irdisches Leben und um den Verlust irdischer Güter. Ihr Seelenheil aber ist ihnen gleichgültig, weil sie ein solches in Abrede stellen und sich auch nicht belehren lassen. Und auch der göttliche Eingriff wird sie nicht anders denken lehren, denn auch diesen werden sie sich irdisch zu erklären suchen und niemals ihre Glaubenslosigkeit als indirekte Ursache gelten lassen. Und darum hat die Not auf Erden ein solches Ausmaß angenommen, es gibt keinen Menschen, der sie nicht zu spüren bekommt, und auch der Gläubige wird davon nicht unberührt bleiben, soll doch seine Einstellung dazu die Mitmenschen bewegen, sich seinem Glauben anzuschließen, der den Menschen Kraft gibt, alles zu ertragen, was Gott über ihn kommen läßt. Dieser Glaube mangelt den Menschen, und folglich sehen sie auch in der irdischen Not keine geistige Ursache, und folglich beheben sie diese Not nicht durch Änderung ihres Lebens, durch einen Lebenswandel, der ganz im Willen Gottes ist. Es kann ihnen aber nicht anders geholfen werden, als daß Leid und Trübsal ihr ständiger Begleiter ist, bis sie sich von der Erde und allem, was die Erde betrifft, gelöst haben, bis sie an ihr Verhältnis zu dem Schöpfer des Himmels und der Erde denken und aus freiem Willen dieses Verhältnis zu bessern suchen, dann erst wird ihnen die irdische Materie gleichgültig, der Tod steht ihnen täglich vor Augen, und nun erst erkennen sie, daß ihr Leben einen anderen Sinn haben muß, und sie suchen diesen Sinn zu ergründen, sie ziehen sich selbst zur Rechenschaft und fragen sich ernstlich, ob und wie sie die göttlichen Gebote erfüllt haben, denn sowie sie einmal glauben an eine Macht, vor Der sie sich dereinst verantworten müssen, erkennen sie auch die Gebote Gottes an, und es wird dieser Glaube nun in ihnen lebendig, er treibt sie an zu inneren Wandlungen und auch zu eifriger Betätigung an denen, die noch völlig irdisch denken und keine Anstalten machen, sich zu wandeln. Doch nicht immer werden sie Erfolg haben. Wo das Verlangen nach irdischen Gütern zu stark ist, dort steht der Mensch jedem geistigen Gedanken fern, ihn interessiert nur das Weltgeschehen, er leidet unsagbar unter diesem, doch immer nur aus weltlichen Gründen, niemals gedenkt er der Seelennot derer, die hart betroffen werden, eben weil ihre Seelen in großer Not sind. Denn die göttliche Liebe will sie noch erretten, bevor es zu spät ist, Er will, daß sie noch zur Erkenntnis kommen, und läßt daher die Erde durch äußere Trübsal gehen, auf daß noch einige wenige gerettet werden, deren Herzen noch nicht ganz verhärtet sind ....

Amen


B.D. 3139                empfangen am  30.5.1944

Zeremonien und Äußerlichkeiten hinderlich ....

Es ist ein nur geistiger Vorgang, wenn sich die Seele des Menschen mit ihrem Geist vereint, und darum braucht dieser Vorgang in keiner Weise äußerlich gekennzeichnet werden durch Gebärden oder zeremonielle Handlungen. Sowie die Seele den Zusammenschluß sucht mit dem geistigen Reich, sowie sie sich mit Gott im Gebet verbindet oder sie mit den Lichtwesen in Fühlung zu treten sucht durch Gedanken, die sie in das geistige Reich sendet, löst sie sich aus der irdischen Umgebung, sie schenkt dem Körper keine Beachtung mehr und macht sich also frei von allem Irdischen, weil dieses hinderlich ist an einer innigen Verbindung. Und so muß auch jede äußere Handlung, jede Zeremonie, als ein Hindernis betrachtet werden, das die innige Verbindung mit Gott oder der geistigen Welt beeinträchtigt. Denn sowie sie rein mechanisch ausgeführt wird, ist sie wertlos und unnötig, ist aber der Gedanke des Menschen dabei, dann verliert die geistige Verbindung an Tiefe. Es mag der Wille dabei gut sein, doch es verringert der Mensch selbst die Kraftzufuhr, die ihm aus dieser Verbindung erwächst. Geistiges verträgt keine irdischen Hemmungen, d.h.,entsprechend sind die geistigen Auswirkungen. Es braucht der Mensch niemals nach außen kenntlich zu machen, daß er die geistige Verbindung herstellt; es genügt, daß der Mitmensch um sein Streben weiß und ihm nachzufolgen sucht wieder in der Weise, daß er in aller Stille in sich geht und mit Gott oder den geistigen Wesen Zwiesprache hält. Denn er muß wissen, daß die geistige Welt nur an geistigen Handlungen Gefallen findet, daß selbst die körperliche Zeremonie des Niederkniens für die geistige Welt bedeutungslos ist, weil nicht das Zeichen der Demut vor Gott, sondern die Demut selbst Sein Wohlgefallen findet und dem Menschen auch Seine Gnade einträgt. Gott aber benötigt keinen äußerlichen Beweis, sondern Er sieht in das Herz, und es lassen oftmals die äußeren Handlungen das innere Leben vermissen; die Menschen selbst aber lassen sich oft an diesen Zeremonien genügen und haben diese lediglich für den Mitmenschen vollzogen, was keinerlei geistigen Vorteil der Seele einträgt. Und darum soll sich der Mensch stets bemühen, sich vollständig zu lösen von irdischen Gebräuchen und Formen, er soll jede freie Minute nützen, den innigen Kontakt herzustellen mit der geistigen Welt, er soll die irdische Welt außerhalb lassen und nichts von ihr hinübernehmen, sondern nur die Seele soll schweifen in das geistige Reich, auf daß ihr durch diese Vereinigung göttliche Gnadengabe zuströmen kann zu jeder Zeit ....

Amen


B.D. 3140                empfangen am  30.5.1944

Weisheit ist geistiges Wissen ....

Weisheit ist geistiges Wissen, das voll und ganz der Wahrheit entspricht. Weisheit ist ein Wissen, das, in seiner ganzen Tiefe erschöpft, die Menschen unsagbar beglückt; sie ist ein Wissen, das nimmermehr widerlegt werden kann, denn der Weisheit hält kein Gegenwissen stand. Und darum muß die Weisheit göttlichen Ursprungs sein, weil nur von Gott allein etwas ausgehen kann, was vollkommen ist und daher nicht bemängelt werden kann. Gott allein kann ein Wissen austeilen, das diesen Anspruch auf Vollkommenheit hat, weil Sein Wesen Selbst Weisheit ist. Menschliches Wissen aber wird immer ein Streitobjekt sein und auch bleiben, denn es wird niemals unantastbar sein, sondern es wird sich ändern, wie sich die Menschen ändern, die das Wissen verstandesmäßig erworben haben. Der Mensch glaubt sich wissend, sowie er seine Forschungen auf einem Gebiete abgeschlossen hat; ob es aber nun das rechte Wissen ist, das der Wahrheit entspricht, ist nicht bewiesen. Irdischerseits kann für weltliches Wissen auch der Beweis gefordert und erbracht werden, dann ist es nicht grundlos, und der Mensch glaubt nun auch mit Recht, wissend zu sein ....

Jedoch ist dieses Wissen noch keine Weisheit ....

Irdisches Wissen kann durch Forschung erworben werden, geistiges Wissen aber .... die Weisheit .... wird vom Geist Gottes dem Menschen vermittelt, von einer wissenden Kraft, die nicht irren kann und auch niemals irriges Gedankengut weiterleitet. Also es ist die Weisheit die von Gott übermittelte Wahrheit in reinster Form ....

Wer die Weisheit von Gott entgegengenommen hat, dem wird das irdische Wissen nicht mehr begehrenswert erscheinen, denn die Weisheit aus Gott steigert ständig sein Verlangen danach, und sie ist dem Menschen nun das köstlichste Gut, das er nicht mehr hingeben mag und das er auch nicht durch irdisches Wissen ersetzen will. Denn der weise Mensch weiß, daß das irdische Wissen keinen Ewigkeitswert hat und daß es auch nicht unwiderlegbar ist; er weiß, daß der Erfolg irdischen Wissens wieder nur irdische Güter, Ehre und Ruhm sind, während die göttliche Weisheit dem Menschen das letzte Ziel ermöglicht .... vollkommen zu werden auf Erden und als Lichtwesen einzugehen in das geistige Reich ....

Denn die göttliche Weisheit trägt Kraft in sich, sie erleuchtet den Menschen und macht ihn fähig für eine Arbeit auf Erden, die er im Dienst des Herrn verrichtet .... sie macht ihn fähig, wieder geistiges Wissen auszuteilen und zahllose Seelen zur Erkenntnis zu führen und ihnen den Weg zu weisen zu Gott. Die Weisheit geht von Gott aus und leitet alle Wesen wieder zu Ihm hin, Der die Weisheit Selbst ist ....

Amen


B.D. 3141                empfangen am  31.5.1944

Bekennen vor der Welt ....

Das ist der Wille Gottes, daß alle, die sich zu Ihm bekennen im Herzen, auch vor der Welt dies tun, daß sie sich nicht fürchten, sich offen als Seine Anhänger hinzustellen, die auch durch Drohungen sich nicht einschüchtern lassen, sondern Ihm treu bleiben. Denn es wird offener Entscheid gefordert werden, und es sollen die Gläubigen sich aus ihrem Glauben die Kraft holen, standzuhalten. Und darum gibt Gott ihnen zuvor Seine Verheißungen, Er leitet Sein Wort zur Erde, um den Glauben derer zu stärken, die Sein Wort annehmen als Sendung von oben. Er sichert ihnen Seinen Schutz zu, wenn die Welt gegen die Gläubigen sich stellen wird, und Er weiset sie auf die kommende Zeit hin, um die Menschen vorzubereiten, die auf Seine Stimme hören. Von ihnen aber fordert Er, daß sie Ihn nicht verraten und verleugnen, wenn die Stunde der Entscheidung gekommen ist, wenn die Ungläubigen ihre Macht nützen, um gegen die Gläubigen vorzugehen, wenn sie die Hingabe alles dessen fordern, was geistiges Eigentum der Menschen ist .... die Hingabe des Glaubens an Jesus Christus, den göttlichen Erlöser. Dann sollen die Menschen sich widersetzen dieser Forderung, sie sollen laut und furchtlos bekennen, auf wessen Seite sie stehen, sie sollen für ihren Glauben kämpfen, indem sie furchtlos reden, sowie von ihnen der Entscheid gefordert wird. Sie werden zwar auf Verständnislosigkeit stoßen bei den Weltmenschen, und es werden ihre Ausführungen verlacht und verhöhnt werden, doch dies soll die Gläubigen nicht wankend machen, es soll vielmehr ihren Bekennermut steigern, so daß sie die Kraft des Glaubens erproben, wo sich die Gelegenheit dazu bietet. Denn die Ungläubigen werden sie gewissermaßen herausfordern, die Wirksamkeit ihres Glaubens zu beweisen, und um der Seelen willen, die sich noch gewinnen lassen, sollen die Gläubigen nicht zögern, ihnen den Beweis zu erbringen. Denn sowie sie selbst tief gläubig sind, wird es ihnen auch nicht an Kraft mangeln. Sie werden Dinge vollbringen, die deutlich das Wirken Gottes beweisen, weil Er Selbst durch die Gläubigen nun Sich äußert. Und Er will dies also, daß die Menschen für Ihn und Seinen Namen eintreten, denn nur dadurch ist es möglich, die Ungläubigen zu überzeugen, die noch nicht ganz Gott abgewandten Willens sind. Es ist dies eine besondere Gnade, daß Gott ihnen noch zu Hilfe kommt in ihrem Unvermögen, zum Glauben zu gelangen, die aber das Mitwirken der Menschen bedingt, auf daß die Ungläubigen nicht zwangsweise gläubig werden, sondern völlig frei sich entscheiden können. Und darum fordert Gott von den Menschen das Bekennen vor der Welt, auf daß die Kraft des Glaubens sichtbar in Erscheinung treten und den Menschen die letzte Möglichkeit geboten werden kann, Gott zu erkennen und Seine Kraft und Macht ....

Amen


B.D. 3142                empfangen am  1.6.1944

Gesetzgeber ....

Göttliche Ordnung ....

Das Gesetz, das die Liebe Gottes gegeben hat und dem die göttliche Weisheit zugrunde gelegt ist, muß auch Liebe und Weisheit erkennen lassen. Es muß der Gesetzgeber etwas erreichen wollen, das Seinen Schöpfungswerken zum Segen gereicht, weil Er sie liebt; Er muß in weisester Erkenntnis der Mängel dieser Schöpfungen die göttliche Ordnung so bestimmt haben, daß diese Mängel behoben werden, sowie das Geschöpf diese Ordnung beachtet. Es gilt letzteres für das Stadium, da das Wesenhafte sich als Mensch verkörpert, weil in den Vorstadien das Wesenhafte in der Schöpfung nicht anders kann, als diese Ordnung aufrechtzuerhalten, da es sich im Mußzustand befindet, in einem Zustand, wo sein Wille gebunden ist und das Wesen gelenkt wird vom Willen Gottes, also das göttliche Gesetz erfüllen muß. Im letzten Stadium aber ist das Wesenhafte fähig, sowohl die Liebe als auch die Weisheit Gottes zu erkennen, es ist fähig, sowohl in der göttlichen Ordnung zu leben als auch dagegen zu verstoßen. Es besitzt aber auch die Fähigkeit, verstandesmäßig sowohl die Liebe als auch die Weisheit Gottes zu erkennen, weshalb es ihm leichtfallen kann, in der göttlichen Ordnung zu verbleiben.Nützt es aber die Gaben des Verstandes nicht, indem es das Walten und Wirken Gottes unbeachtet läßt, dann wird ihm weder die göttliche Liebe noch die göttliche Weisheit ersichtlich, und dann bemüht es sich auch nicht, die Gesetze zu erfüllen, wie es ihm während seines Erdenwandels als Aufgabe gesetzt ist. Dann verstößt es gegen jenes und kann verständlicherweise nicht das Ziel erreichen, vollkommen zu werden und von Gott mit der ewigen Seligkeit bedacht zu werden. Denn die Liebe und die Weisheit Gottes wählet wahrlich das rechte Mittel .... und sind dies die Schöpfungen, denen die göttlichen Gesetze zugrunde liegen. Jedes Anpassen dieser göttlichen Ordnung von seiten des Menschen muß diesen vervollkommnen, während ein Verstoß gegen sie unweigerlich einen geistigen Rückschritt oder Stillstand bedeutet je nach der Weise dieses Verstoßes. Denn es vergeht sich dann der Mensch gegen die Liebe, und er achtet die Weisheit Gottes nicht, und für das Wesenhafte bedeutet dies ein erneutes Auflehnen gegen Gott im Stadium des freien Willens, das ihm gegeben wurde, um sich der ewigen Gottheit endgültig anzuschließen. Jedes Wort, jeder Gedanke und jede Handlung muß daher der göttlichen Ordnung angepaßt sein, was soviel heißt, als daß sie gleichfalls in der Liebe ihren Ursprung haben und stets die Weisheit Gottes anerkennen, ansonsten sie der göttlichen Ordnung zuwidergerichtet wären. Es muß sich das ganze Erdenleben abwickeln der göttlichen Ordnung gemäß, dann wird das Wesenhafte am Ende des Erdenlebens sowohl die übergroße Liebe Gottes wie auch Seine unübertreffliche Weisheit klar erkennen, die ihm zu ungekannten Herrlichkeiten verhelfen wollte und darum ein ewiges Gesetz gab, dessen Erfüllung ihm jene Herrlichkeiten einträgt. Dieses Gesetz ist leicht zu erfüllen von den als Mensch verkörperten Wesenheiten, so dieser sich selbst zur Liebe gestaltet, dann empfindet er nichts als Zwang, sondern nur als vorgezeichneten Weg zur Seligkeit. Dagegen wird der lieblose Mensch jede Forderung Gottes als ihn bedrückend und in seiner Freiheit beschränkend empfinden und sich dem Erfüllen jener Gesetze entziehen, er wird sich angetrieben fühlen, gegen die göttliche Ordnung zu verstoßen, er wird weder Weisheit noch Liebe darin sehen und sich ständig dagegen auflehnen, weshalb er das letzte Ziel auch nimmermehr erreichen kann, denn Gott geht von Seinen Forderungen nicht ab, die sich zwar nur auf das letzte Stadium der Verkörperung erstrecken, während in den Vorstadien nicht von Forderungen gesprochen werden kann, sondern der Wille Gottes, Seine Gesetzgebung, alle Geschöpfe beherrscht, also das Wesenhafte nicht anders kann, als dieser göttlichen Ordnung gemäß zu leben, und somit das göttliche Gesetz im Mußzustand erfüllt. Und es wird in diesen Vorstadien sich nichts Geschöpfliches auflehnen gegen die göttliche Ordnung, denn es hat zuvor seinen Willen bekundet, ehe ihm die jeweilige Verkörperung wurde. Als Mensch aber ist seinem Willen erneut Freiheit gegeben, und die Gegenkraft Gottes sucht ihn wieder für sich zu gewinnen. Also stellt die Gegenkraft Gottes dem Menschen die göttliche Ordnung als Zwang hin, dem er entfliehen zu suchen soll. Gott aber hat ihm den Verstand gegeben, durch den der Mensch die Liebe und Weisheit Gottes beachten und dadurch den Glauben an Gott gewinnen kann. Der Glaube aber trägt ihm auch die Kraft ein, in der göttlichen Ordnung zu leben, er trägt ihm die Kraft ein, selbst liebetätig zu sein und das Gesetz nicht mehr als Zwang, sondern als ein in Liebe und Weisheit angewandtes Mittel zur Gewinnung der ewigen Seligkeit anzusehen, und es wird ihm nun leicht sein, dieses Gesetz zu erfüllen. Und darum muß sich der Mensch auch verantworten, so er den Vorstellungen des Gegners Gehör schenkt, weil er seinen Verstand gebrauchen kann und er diese Gabe nicht nützet, ansonsten er die Haltlosigkeit, das Irrige jener Vorstellungen erkennen müßte. Doch der Wille des Menschen ist frei, und weder die Liebe noch die Weisheit Gottes zwingt die Menschen zum Erkennen, wenn der Wille Ihm nicht geneigt ist ....

Amen


B.D. 3143                empfangen am  1.6.1944

Gottes Eingriff ....

Ende des Ringens ....

Je mehr sich die Welt im Irrtum verstrickt, desto mehr entfernt sie sich von Gott und desto liebloser ist das Handeln und Denken der Menschen, die der Welt zugewandt sind. Und die vermehrte Lieblosigkeit treibt auch die Menschen zu Handlungen an, die alles bisher Geschehene übertreffen, und so ziehen die Menschen selbst den Eingriff Gottes heran. Die Menschen erkennen nicht mehr das Unrecht dessen, was sie tun. Das Weltgeschehen wird in eine Bahn gelenkt, daß sich irdisch kein Ausweg mehr finden läßt, das Denken der Menschen ist falsch und von der Wahrheit gänzlich entfernt, das Gute wird verfolgt, das Böse geachtet und so die göttliche Ordnung umgestoßen, was einen völligen Verfall zur Folge haben muß.Und so rückt der Tag immer näher, der dem Chaos ein Ende macht, denn der Zustand ist so verderben-bringend für die Menschheit, daß ihm von Gott ein Ende gesetzt ist. Und dieses Ende steht nahe bevor, das Ende des Wütens der Menschen gegeneinander, das Ende des Völkerringens, das die Zustimmung Gottes niemals finden konnte, weil es ein Kampf um die Macht ist, dem keine edlen Motive zugrunde liegen. Haß und Lieblosigkeit der Menschen haben ihn heraufbeschworen, doch diese haben nichts gelernt in diesem Kampf; sie sind liebloser denn je geworden, und ihr Haß hat sich vertieft und bringt Schandtaten zuwege, die nicht mehr schlimmer ausgeführt werden können. Und Gott wird diesem Treiben ein Ende machen in einer Weise, daß Er daran erkannt werden soll ....

Er wird eine furchtbare Not über die Menschen kommen lassen, die deren Wille nicht mehr abwenden kann. Er wird sie aufschrecken und ihre eigene Ohnmacht fühlen lassen, weil sich die Naturelemente entfesseln werden, denen die Menschen machtlos preisgegeben sind. Und dieser Tag läßt nicht mehr lange auf sich warten. Er kommt so plötzlich und unerwartet, daß er jähes Entsetzen auslösen wird, es werden nur Stunden sein, und doch von so einschneidender Bedeutung, daß alles gewandelt ist nachher und den Menschen das Unglück erst mit der Zeit zum Bewußtsein kommen wird, wenn sie den göttlichen Eingriff in seinem ganzen Umfang erfaßt haben. Denn Gott will Sich den Menschen offenbaren durch Sein Eingreifen, Er will ihnen zeigen, daß Er Selbst das Ende herbeiführt, weil die Menschen kein Ende finden, weil sie eher sich gegenseitig zerfleischen, als daß sie nachgeben und die unsagbare Not beenden möchten. Und daher wird das Ende anders sein, als die Menschen es sich vorstellen, Gott wird Seine Macht beweisen und den irdischen Machthabern die Waffen aus der Hand winden, Er wird entscheiden, und der Ausgang des Kampfes der Völker gegeneinander wird die Menschen enttäuschen, die durch Gewalt erreichen wollten, was ihnen nicht zustand, und die deshalb ihre Machtlosigkeit erkennen sollen. Denn Gott bestimmt letzten Endes das Weltgeschehen, selbst wenn der menschliche Wille dieses zu lenken glaubt. Und Gottes Weisheit erkennt auch das für die Menschen wirksamste Mittel, und Er bringt es zur Anwendung, um dem Chaos zu steuern, das Folge der Lieblosigkeit ist und das darum zum Untergang führen muß, so Gott Selbst es nicht beendet. Und es wird die Zeit des Kampfes abgelöst werden von einer neuen Kampfzeit, die aber nicht um weltliche Macht, sondern um die geistige Macht entbrennen wird, denn das Ende steht nahe bevor, und zuvor muß dieser geistige Kampf noch ausgefochten werden, der Kampf, der dem Glauben gilt an Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser und Seiner Lehre ....

Amen


B.D. 3144                empfangen am  2.6.1944

Ungeschriebenes Gesetz ....

Liebe erkaltet ....

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, daß die Menschen einander beistehen sollen, daß der Starke dem Schwachen hilft, daß Not und Elend gelindert werde und jeder austeile, was er besitzt, so es dem anderen mangelt. Und dieses ungeschriebene Gesetz wird nicht mehr befolgt, weil es nicht durch irdische Macht sanktioniert ist. Die Menschen erfüllen nur noch, was zwangsweise von ihnen gefordert wird, und es ist dies kein Werk der Nächstenliebe, wenngleich es Liebeswirken vorstellen soll. Nur was der Mensch aus innerstem Antrieb, aus dem Gefühl tiefster Liebe und Erbarmung zum Mitmenschen tut, kann als ein Werk der Nächstenliebe angesehen werden von Gott. Doch dieser innere Antrieb fehlt den Menschen, weil sie die Liebe nicht mehr kennen. Und ob auch von ihnen gefordert wird, sich einzusetzen für den Mitmenschen, so sind dies doch Werke, denen das rechte Leitmotiv fehlt ....

Es ist Liebe, die gesetzmäßig ausgeübt wird, keine Liebe, wie sie Gott von den Menschen gefordert (hat, d. Hg.), wie sie sein soll, um Gottähnliche Menschen zu formen, die den Zusammenschluß mit Gott finden. Und doch ist dieses Gesetz von Gott aus den Menschen ins Herz gelegt, denn es weiß ein jeder Mensch, wie er handeln soll, um Gott-gefällig auf Erden zu leben. Doch die innere Stimme, die ihn dazu treibt, wird totgeschwiegen, sie wird nicht gehört, und ihr Mahnen klingt immer leiser, bis sie gänzlich verstummt. Und ob auch nun durch Diener Gottes den Menschen die Liebe gepredigt wird, ob ihnen der Segen oder Schaden ihres Lebenswandels vorgehalten wird, sie lassen auch diese Mahnungen unbeachtet, sie sind nur auf ihr eigenes Wohl bedacht und gehen an der Not des Mitmenschen, an seiner Schwäche und Hilflosigkeit ungerührt vorüber, ihr Inneres ist tot, der Liebesfunke ist erstickt, sie verfallen in Lieblosigkeit und Haß und sind zu allen Handlungen fähig, die dem Mitmenschen Schaden zufügen an Leib und Seele. Es ist dies ein Zustand, der keine Änderung mehr erfährt, der sich nicht zum Besseren wandelt, wenn Gott nicht gewaltsam Sich in Erscheinung bringt, wenn Er Seine Stimme nicht so laut ertönen läßt, daß Furcht und Schrecken die Menschen anwandelt und sie sich nun ernsthaft auf sich und ihren Lebenswandel besinnen. Denn auf die Stimme gläubiger Menschen hören sie nicht, und von selbst finden sie nicht auf den Weg der Liebe zurück. Und darum tritt Gott Selbst in Erscheinung, weil Er die Menschen nicht verlorengehen lassen will, die nur eines Anstoßes bedürfen, um sich auf sich selbst zu besinnen. Die Liebe darf nicht ausgeschaltet werden im Leben, oder es geht die Menschheit dem völligen Untergang entgegen. Denn so die Liebe erkaltet, ist Gott in endlos weiter Ferne von dem Wesen, das Er aus Seiner Liebe entstehen ließ. Die Lieblosigkeit aber entzieht dem Wesen jegliche Kraft, und also steuern die Menschen dem Abgrund entgegen, der Vernichtung, so sie die Liebe außer acht lassen, die die Ursubstanz des göttlichen Schöpfungswerkes ist. Wo die Liebe nicht ist, kann Gott nicht weilen ....

Gott aber ist der Erhalter aller Dinge, und ohne Ihn und Seine Kraft lösen sich Seine Schöpfungswerke auf, so auch die Erde und mit ihr jegliche Kreatur, sowie die Liebe von ihr schwindet, sowie der Mensch so lieblos geworden ist, daß Gott Seine Liebe von ihm zurückzieht, Der als pur Liebe nur dort sein kann, wo die Liebe ist ....

Amen


B.D. 3145                empfangen am  2.6.1944

Leid und Trübsal Hilfsmittel Gottes ....

Es muß das irdische Erleben euch Menschen zur geistigen Reife verhelfen, dann ist der Erdenlebenszweck erfüllt. Und darum kann das Leben nicht ohne Enttäuschungen und Leiden vorübergehen, denn nur diese tragen dazu bei, daß der Mensch seine Gedanken abwendet vom Irdischen, während ein sorgenloses, frohes Erdendasein den Menschen nur fester an die Welt kettet und jeden Gedanken in Anspruch nimmt und sich nun schwerlich Gott zuwendet. Kein Geschehen ist darum umsonst, mag es Freude oder Leid bringen für den Menschen, und sowie er aus allem den rechten Nutzen zieht, also Förderung für seine Seele, wird er einst voller Dankbarkeit zurückblicken auf die Hilfsmittel, die Gott anwandte, um ihm zu verhelfen zur ewigen Seligkeit. Wie sich irdisch ein Geschehen auswirkt, ist im Hinblick auf die seelische Entwicklung unwichtig, denn nur der Seele wegen ist dem Menschen das Erdenleben geschenkt worden, weil die Seele unvergänglich ist, während das irdische Leben nicht von Ewigkeitsdauer ist und darum auch nicht wichtig zu nehmen ist. Hat ein irdisches Erlebnis aber Einfluß auf die Seele und deren Entwicklung, so ist es immer gut, wenngleich es dem Menschen Leid und Trübsal bringt, denn auch dieses geht vorüber, die Seele aber schreitet ständig aufwärts und erkennt einst dankbar an, daß sie ohne Leid und Trübsal nicht hätte reifen können. Und so ist das Erdenleben eine Kette von solchen Hilfsmitteln, die alle von Gottes Weisheit und Liebe dem Menschen zugewendet werden und zur Entwicklung dienen, so er sich nicht dagegen auflehnt und unwillig und murrend diese Lasten auf sich nimmt. Es soll der Mensch stets davon überzeugt sein, daß nichts über ihn kommt ohne den Willen Gottes oder Seine Zulassung und daß jedes Geschehen ihm Segen bringen kann, dann wird er auch ergeben das Schwere entgegennehmen, er wird sein Erdendasein als Mittel zum Zweck ansehen, als ein Weg zur Vollendung, der nicht nur nützlich, sondern notwendig ist. Er wird aus jedem Erleben einen Vorteil ziehen für seine Seele, denn er wird alles, was über ihn kommt, als von Gott gesandt erkennen. Er wird auch dann sein Leben bewußt leben und ernstlich nachdenken, wie jede Prüfung, jedes irdische Geschehen, seiner Seele nützen kann, und er wird reifen in der Erkenntnis, er wird sich selbst erziehen zur Geduld und Ergebung in Gottes Willen, er wird sich läutern durch Leiden und Entsagungen aller Art und sich also formen nach Gottes Willen, sowie er sich klaglos in alles fügt, was ihm im Erdenleben beschieden ist. Dann ist kein Tag auf Erden vergeblich gelebt, er nützet seine letzte Verkörperung auf Erden, und sein Seelenzustand muß reifen, ein geistiger Fortschritt muß ihm sicher sein, wenngleich er auf Erden schwer zu kämpfen hat. Denn es ist das Erdenleben eine Schule, die allen Menschen Seelenreife eintragen soll .... es ist die Erde ein Ort der Läuterung. Und Erfolge wird der Mensch nur dann zu verzeichnen haben, wenn er an Widerständen aller Art seinen Willen und seine Kraft erprobt und dadurch stärker wird, jegliche Versuchungen, die an ihn herantreten während seines Erdenlebens, zu überwinden ....

Amen


B.D. 3146                empfangen am  3.6.1944

Ablehnen des göttlichen Wortes ....

Die krasse Ablehnung Meines Wortes beweist einen noch bedeutenden geistigen Tiefstand, einen Mangel an Herzensliebe und inniger Verbundenheit mit Mir. Denn durch Liebe und bewußtes Verlangen nach Mir ist der Geist im Menschen schon geweckt, und dieser Geistesfunke erkennt Mich und wird Mich nie und nimmer ablehnen. Mein Wirken wird ihm verständlich sein, Meine Liebe und Allmacht begründet ihm Mein Wirken, und er erkennt auch die geistige Not, die Meine Liebe und Allmacht dazu bewogen hat, den Menschen zu Hilfe zu kommen ....

Und so kann mit Sicherheit darauf geschlossen werden, daß ein Mensch Mir noch innerlich fremd gegenübersteht, wenngleich seine Worte anders klingen, so er Mein Wort ablehnt und Mich nicht als Urheber dessen anerkennt. Meine Gabe spricht für Mich, und Meine Gabe ist erkenntlich dem, der Mich schon im Herzen trägt durch inniges Gebet und Liebeswirken. Ich bin die Liebe und also in einem jeden Menschen, der liebetätig ist; wie also sollte ein Mensch, der Mir durch die Liebe schon verbunden ist, Meine Stimme nicht erkennen? Er darf nur Meines Wortes achten, er muß ernstlich prüfen wollen, und zwar Mein Wort und nicht den Empfänger Meines Wortes, denn diesen zu prüfen steht allein Mir zu, Der Ich Herz und Sinn des Menschen durchschaue ....

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen .... also sollt ihr die Früchte prüfen ....

Mein Wort, das euch hell und klar auch den Ursprung verrät, so ihr fähig seid zu prüfen durch einen Mir gefälligen Lebenswandel, durch ein Wirken in Liebe und eifriges Streben nach Mir ....

Lehnet daher das euch Gebotene erst dann ab, so es Meiner Liebe, Weisheit und Allmacht .... so es Meiner göttlichen Wesenheit widerspricht ....

Dann erst habt ihr das Recht, es abzulehnen. Was aber euch Liebe lehrt und Meine Liebe zu euch verrät, was Meine übergroße Weisheit und Allmacht erkennen läßt, das nehmet an als Mein Wort, von Mir Selbst gegeben und zur Erde geleitet, um euch Menschen zu helfen in geistiger Not. Wohin würdet ihr Menschen kommen, so Ich Mich nicht immer wieder erbarmend euch nähern möchte? Was die Menschen besitzen, achten sie nicht mehr, denn sie spüren die Kraft nicht mehr, da die Vermittler Meines Wortes dieses nicht mehr lebendig im Herzen tragen, sondern nur übernommenes Geistesgut weitergeben, dem jedes Leben fehlt. Und Ich will euch das lebendige Wort wieder geben, das euch alle Kraft zuführt und das darum auch um vieles wirksamer ist, so ihr es annehmet und danach lebet. Und jeder ernstlich nach der Wahrheit verlangende und Mir zustrebende Mensch muß auch Mein Wort erkennen, denn Ich gebe es wahrlich nicht so, daß es den Menschen schwerfällt, es als Vatergabe annehmen zu können, so sie selbst Mir nicht innerlich fernstehen. Die Kraft, die Meinem Wort entströmt, wird ein jeder spüren können, der guten Willens ist. Welches Kind erkennet nicht die Stimme seines Vaters? ....

Und so Ich also liebevolle Worte zu Meinen Kindern spreche, so lehnet nicht ab, sondern nehmet dankbar an, was Meine Liebe euch bietet, auf daß euch Mein Wort erquicket und euch die Kraft zuführt, die ihr benötigt in kommender Zeit ....

Amen


B.D. 3147                empfangen am  3.6.1944

Entwicklungsgang Phase in der Ewigkeit ....

Zeitbegriff ....

Ewigkeiten sind schon vergangen, seit sich die erbarmende Liebe Gottes den Geschöpfen dessen zugewandt (hatte), der sie zeugte in Gott-widrigem Willen. Diese Geschöpfe waren hervorgegangen aus dem Willen Seines Gegners, doch unter Nutzung der Kraft aus Gott und darum waren sie wohl Werke des Gegners, doch bestehend aus göttlicher Liebekraft; sie gehörten also der Urkraft an, die nur mißbraucht wurde. Sie waren aber nun, als einmal erschaffen, unvergänglich, denn alles, was in Gott seinen Ursprung hat, kann nicht vergehen in Ewigkeit. Diesen Geschöpfen wandte sich nun die erbarmende Liebe Gottes zu ....

Der Wille des Gegners hat Geschöpfe erstehen lassen, die weit entfernt waren (sich weit entfernten) von Gott durch ihren Willen ....

Die göttliche Liebe aber wollte diese Geschöpfe nicht in der weiten Entfernung von Ihr belassen und brachte deshalb Sich Selbst ihnen nahe, um ihren Willen Sich zuzuwenden. Es konnten sich diese Wesen frei entscheiden, wem sie angehören wollten, doch der in sie gelegte Wille verharrte bei dem Erzeuger, und also wurde die Entfernung von Gott nicht verringert, sondern vergrößert, denn nun waren es die Wesen selbst, die diese Entfernung verschuldeten. Und dennoch ließ die erbarmende Liebe Gottes sie nicht fallen, sondern sie schuf Mittel und Wege, sie zu gewinnen, wenn auch nach endlos langer Zeit. Ewigkeiten sind schon vergangen, und noch viele Ewigkeiten werden vergehen, ehe jegliches geschaffene Wesen wieder in der Urzentrale angelangt ist, in der es einstens seinen Ausgang nahm. Ewigkeiten schon wirbt die göttliche Liebe um die Liebe jener Wesen, und Ewigkeiten ringt das Licht schon mit der Finsternis ....

Doch die Liebe Gottes hat noch nicht nachgelassen, sie ist in unverminderter Stärke tätig um das abgefallene Geistige, und unentwegt gibt sie ihm Möglichkeiten, den Abstand zwischen sich und Gott zu verringern. Unentwegt entstehen neue Schöpfungen zum Zwecke der Rückkehr der Kraft zur Urkraft, die sich wohl von Ihr entfernt hat, sich aber nimmermehr von Ihr trennen kann. Und wiederum sind diese Ewigkeiten wie flüchtige Momente für ein vollkommenes Geistwesen, und es erscheint der endlos lange Aufstieg aus der Tiefe zur Höhe ihm wie ein Augenblick, so es sich wieder gänzlich mit Gott vereinigt hat und in aller Licht- und Kraftfülle wirken kann nach göttlichem Willen ....

Denn die Ewigkeit liegt noch vor ihm, und es umfaßt das Lichtwesen mit seinem Geist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft .... es weiß um den Gang seiner Entwicklung und hat doch nur das Bewußtsein eines Augenblicks, weil alles Unvollkommene gänzlich versinkt im Stadium der Glückseligkeit, die aus der Vollkommenheit hervorgeht. Je unvollkommener das Wesen ist, desto quälender ist für dieses das Zeitempfinden, und ihm erscheint der Zeitraum als eine Ewigkeit, in dem es sich in gebanntem Zustand befindet. Hat es jedoch seine Freiheit wieder erlangt, dann gibt es für das Wesen keinen qualvollen Zustand mehr, ebenso schwindet der Begriff für Zeit und Raum. Das Wesen weiß wohl um die Zeit seiner Entwicklung, doch ob auch diese Ewigkeiten erfordert hat, sie erscheint ihm kurz, weil es im Vollkommenheitszustand keine enge Begrenzung mehr kennt und also auch den unfreien Zustand als eine ganz kurze Phase in der Ewigkeit betrachtet, die es endgültig überwunden hat und die darum für das Wesen ausgelöscht ist, sowie das Reich des Lichtes es aufgenommen hat ....

Amen


B.D. 3148                empfangen am  4.6.1944

Schöpfung Beweis der ewigen Gottheit ....

Einen offensichtlicheren Beweis für das Vorhandensein einer ewigen Gottheit als die Schöpfung kann es nicht geben, denn an ihr kann der Mensch täglich sich ein Wunder vollziehen sehen. Er kann an ihr das Wirken einer Kraft feststellen, und er kann nun diese Kraft sich vorstellen, wie er will, er muß sie in Verbindung bringen mit etwas Wesenhaftem, Das Sich dadurch sichtbar zum Ausdruck bringt. Denn Werke, die von tiefster Weisheit zeugen, deren Vorhandensein nicht zweck- oder sinnlos ist, müssen zuvor bedacht worden sein und nun durch einen Willen, der über die Kraft herrscht, in einer bestimmten Gesetzmäßigkeit zur Form werden. Und dieser Wille bezeugt ein Wesen, Das als ewiger Schöpfer des gesamten Universums anerkannt werden muß. Kein Schöpfungswerk ist planlos entstanden, denn selbst, wenn dem Menschen die Bestimmung noch verborgen ist, liegt sie doch jedem Werk zugrunde, das aus dem Willen jener erschaffenden Macht hervorgegangen ist. Je aufmerksamer der Mensch daher die Schöpfung betrachtet, desto überzeugter wird er sein, in ihr das Werk eines Meisters zu sehen, Der überaus liebevoll, weise und mächtig ist. Und also kann die Schöpfung allein zu einem felsenfesten Glauben führen, sowie der Mensch suchend ist und sich ernsten Willens den Gedanken überläßt, die (in, d. Hg.) ihm bei dem Betrachten auch des kleinsten Schöpfungswerkes auftauchen. Denn Gott Selbst spricht zu ihm durch die Schöpfung, und jeder Mensch kann Seine Sprache verstehen, wenn er willig ist, sie zu hören. Denn nichts könnte der Mensch aus eigener Kraft entstehen lassen, was ihm in der Schöpfung sichtbar ist. Die Kraft Gottes muß erst wirksam werden, und diese Kraft muß einer Wesenheit zugesprochen werden, weil jedes Schöpfungswerk eine Planmäßigkeit verrät, also die Kraft von einem Willen gelenkt worden ist. Sowie aber ein Wille anerkannt wird, muß auch ein Träger dieses Willens sein, ganz gleich, in welcher Form der Mensch ihn sich vorstellt. Denn vorstellbar ist die ewige Gottheit für den Menschen nicht, und dennoch muß Sie anerkannt werden als ein Wesen, Das denkt und gestaltet, Das Seine Gedanken zur Form werden läßt durch Seinen Willen, der von tiefster Weisheit zeugt. Weisheit und Allmacht sind also erwiesen, und die Liebe ist der Urgrund alles dessen, was ist .... die Liebe zu dem, was jedes Schöpfungswerk in sich birgt .... zu dem Wesenhaften, das einst aus Seiner Kraft hervorgegangen, also ein Teil Seiner Selbst ist ....

Der Mensch weiß zwar als Suchender nichts um das geistige Leben in der gesamten Schöpfung, er kann nur vorerst die Urkraft erkennen, den Schöpfer dessen, was sein Auge ersieht. Doch es wird ihm auch das innere Leben nicht verborgen bleiben, so er nach diesem Wissen strebt. Denn hat er erst einen Schöpfer voller Weisheit und Macht erkannt, so wird er auch um den Sinn und Zweck der Schöpfung fragen. Und es wird ihm Antwort werden ....

Und dann wird er die Liebe Gottes erkennen, die unentwegt tätig ist, um neue Schöpfungen entstehen zu lassen, um sie dem Wesenhaften als Aufenthalt anzuweisen, das darin reifen soll. Und es gewinnt der Mensch nun ein klares Bild, er unterwirft sich in tiefster Demut seinem Schöpfer, Den er nun nimmermehr ableugnen wird, Den er als eine Wesenheit in höchster Vollkommenheit .... voller Liebe, Weisheit und Allmacht .... erkannt hat und Den er nun anstrebt mit jedem Gedanken, weil er diese Wesenheit lieben muß und in Ihre Nähe zu kommen begehrt. Also kann der Mensch, auch ohne daß ihm das göttliche Wort durch Mitmenschen gepredigt wird, selbst von Seiner Existenz Kenntnis nehmen, denn Gott stellt ihm das einfachste Mittel täglich vor Augen, er braucht nur der Schöpfung Beachtung schenken und ernsten Willens sie zu sich sprechen lassen, dann spricht Gott Selbst schon zu ihm, und er empfängt Sein Wort unmittelbar, indem ihm gedanklich Aufklärung gegeben wird, so daß er zum lebendigen Glauben gelangen kann. Und dieser Glaube wird fest in ihm sitzen, denn die Schöpfung gibt Zeugnis von der Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes für jeden, der als Suchender fragt und lauschet auf die Antwort, die ihm durch den Schöpfer Selbst zugeht ....

Amen


B.D. 3149                empfangen am  5.6.1944

„Seid nicht nur Hörer, sondern auch Täter Meines Wortes ....“

Ein wesentlicher Unterschied besteht zwischen denen, die im lebendigen Glauben mit Mir verbunden sind, und den Formgläubigen, die wohl auch Meiner Kirche angehören dem Wort nach, nicht aber in ihrem Geist, denn sie wissen nicht, was die Verbindung ihres Geistes mit Meinem Geist auf sich hat. Sie leben im Glauben, ihrer Pflicht zu genügen, wenn sie Mein Wort hören, doch sie haben es noch nicht versucht, Mein Wort so auszuleben, daß es die geistige Verbindung mit Mir nach sich zieht. Ihr Wille ist nicht stark genug, selbst tätig zu sein, und das Hören Meines Wortes allein bringt diese Verbindung mit Mir nicht zustande. Es muß ein Liebeswirken das Zeichen sein, daß sie Mein Wort auf ihr Herz haben wirken lassen, und mit diesem Liebeswirken ziehen sie auch Mich Selbst an sich, und dann erst ist ihr Glaube lebendig ....

Es können aber die Menschen sich zur Kirche bekennen, und doch ist ihr Glaube tot, wenn ihm nicht die Werke folgen. Und diese hören auch Mein direkt zur Erde geleitetes Wort nur mit den Ohren und lassen es sich nicht zu Herzen gehen. Sie wollen Mein Wort nur dort entgegennehmen, wo es ihnen von altersher geboten wird. Sie lassen es nicht voll gelten, so es ihnen anderweitig vermittelt wird, weil sie in das Wesen des Wortes noch nicht eingedrungen sind, weil sie nicht wissen, daß dieses erst die Folge eines lebendigen Glaubens, einer innigen Verbindung mit Mir ist. Und sie können dieses Wissen nicht durch äußere Vermittlung des Wortes empfangen, sondern durch das Leben nach dem Wort, das ihnen zwar überall geboten werden kann, aber erst Leben gewinnen muß durch den Willen des Menschen selbst. Den Formgläubigen mangelt dieses Wissen, und aus der Hand eines gewissermaßen außerhalb ihrer Kirche Stehenden nehmen sie es auch nicht an; sie werden aber auch niemals die außergewöhnliche Kraft aufbringen, standzuhalten im kommenden Glaubenskampf, es wird ihnen die Kraft mangeln, die das gelebte Wort ihnen zuführt .... die Kraft zum Ausharren, die nur aus der lebendigen Verbindung mit Mir erwächst. Und niemals wird der Formgläubige im überzeugten Glauben stehen, sondern nur den traditionellen Glauben sein eigen nennen, den Glauben, den er übernommen hat durch Belehrungen und den er aus Tradition nicht aufgeben will, ohne aber tief im Herzen für ihn einstehen zu können, weil dies das Vorrecht derer ist, die Mein Wort in sich vernehmen, hörbar oder gedanklich durch ihren Willen, danach tätig zu sein.„Seid nicht nur Hörer, sondern auch Täter Meines Wortes ....“ Dies muß Ich allen immer wieder zurufen, denn davon hängt es ab, ob euer Glaube lebendig ist oder nur eine tote Form, die nicht genügen wird in den Tagen des Kampfes wider Mich. Und lasset daher Mein Wort auf euch wirken, erwäget es im Herzen und handelt danach, auf daß es euch zum Segen gereiche, auf daß euer Geist erwache und euch antreibe zu immer eifrigerer Tätigkeit, aus der euch dann die Kraft erwächst, Mich Selbst in euch zu vernehmen und auszuharren bis ans Ende ....

Amen


B.D. 3150                empfangen am  5.u.6.6.1944

Ende der Erlösungsperiode ....

Eine unfaßbar lange Entwicklungszeit habt ihr Menschen schon hinter euch, und nun stehet ihr kurz vor dem Ende einer Periode, die euch gegeben ward zur Vollendung. Es ist das Erdenleben als Mensch der Abschluß einer Entwicklungsperiode, nun aber neigt sich alles dem Ende zu, denn die Erde in ihrer jetzigen Gestaltung bleibt nicht bestehen. Sie erfährt eine totale Umwandlung, weil das Menschengeschlecht, das zur Zeit die Erde belebt, seiner Entwicklungsaufgabe nicht mehr nachkommt und also die Erde in ihrer jetzigen Form zwecklos geworden ist und daher eine Neugestaltung erfährt, auf daß wieder neue Aufenthaltsmöglichkeiten für das Geistige geschaffen werden, das die Erde unvollendet verläßt und darum wieder in die Schöpfungen der neuen Erde gebannt wird. Die endlos lange Entwicklungszeit vor der Verkörperung als Mensch ist für diesen dann umsonst gewesen, so er im letzten Stadium versagt. Die unendliche Liebe Gottes hat dem Wesenhaften noch im Jenseits Entwicklungsmöglichkeit gegeben, so daß es dort noch reifen kann, wenn auch unter weit schwierigeren Bedingungen als auf der Erde. Nun aber geht eine Erlösungsperiode ihrem Ende entgegen, und es bedeutet dies einen Abschluß auch der dem Wesenhaften im Jenseits gewährten Gelegenheiten zum Reifen. Denn es werden die Menschen der Endzeit bei ihrem Ableben nicht mehr den Reifegrad haben, um in jenseitige Sphären aufgenommen werden zu können, es sei denn, die Barmherzigkeit Gottes rufet sie noch vorher ab, in einer Zeit größter Not und Trübsal, die ihnen noch vor ihrem Ableben das Erkennen einer ewigen Gottheit einträgt. Die letzten aber sind gänzlich Gott abgewandt, sie sind verhärtet und keiner Belehrung zugänglich, daher auch keiner Besserung mehr fähig. Und diesen wird jegliche Höherentwicklungsmöglichkeit genommen, indem ihnen das leibliche Leben genommen und das Wesenhafte in ihnen wieder aufs neue gebunden wird in der festen Form. Was das bedeutet, kann nur der ermessen, der um den endlos langen Gang durch die Schöpfung weiß, den das Wesenhafte zurücklegen muß. Und auch er kann es sich nicht annähernd vorstellen, bevor er nicht in das Lichtreich eingegangen ist und um seinen eigenen Entwicklungsgang weiß. Doch es ist dem Wesenhaften von Gott aus eine überreichlich bemessene Erlösungszeit gewährt worden, die es aber nicht zur Annäherung an Ihn, sondern zur vergrößerten Entfernung genützt hat. Und für solche Wesen gibt es keinen Aufstieg mehr auf dieser Erde, sondern nur einen ständigen Rückschritt, dessen Ende die Bannung in der festen Form sein muß ....

Die Menschen sind nun so unwissend und unbelehrbar, daß sie die Endzeit nicht erkennen, daß sie sich keinerlei Gedanken machen, wohin der geistige Tiefstand führen soll, weil sie alles Geistige ablehnen und nur noch ihrem irdischen Leben Beachtung schenken. Und es muß diesem Zustand ein Ende bereitet werden, es muß die Menschheit vorerst gewaltsam hingewiesen werden auf dieses Ende. Und so auch dies ohne Erfolg ist, geht sie dem Untergang entgegen, d.h., irdisch erlebt die Erde und mit ihr ihre Bewohner einen totalen Wandlungsprozeß, indem sich die Erde völlig neu gestaltet in ihrer Außenform und den Menschen gleichfalls eine totale äußere Form-Veränderung bevorsteht .... daß ihre fleischliche Hülle von dem Wesenhaften abfällt und eine feste Materie dieses nun wieder umschließt, die ihm jegliche Willensfreiheit nimmt und es nun wieder gebunden ist auf endlos lange Zeiten. Wenngleich den Menschen dies vorgestellt wird, ändern sie ihren Lebenswandel nicht, weil sie nicht glauben und durch ihr liebloses Leben in völliger Geistesnacht versunken und in völlig irrigem Denken sind. Es kann der Mensch nur durch die Liebe zum Erkennen kommen, und so diese ihm mangelt, ist er blind im Geiste und jeder Vorstellung unzugänglich. Doch Gott mahnet und warnet die Menschen unentwegt, und so sie achten würden auf die Zeit und ihre Ereignisse, auf die Stimmen, die ihnen von der Liebe predigen, würden sie auch stutzig werden und nachdenken über diese Anzeichen. Doch der Satan hat sie in der Gewalt, und sie selbst haben nicht den Willen, sich von ihm zu lösen. Und darum kommt das Ende unweigerlich, denn die Erlösungsperiode ist abgelaufen in kurzer Zeit ....

Amen


B.D. 3151                empfangen am  6.u.7.6.1944

Eingriff Gottes ....

Das Unfaßliche wird geschehen ....

Gott wird Selbst zu den Menschen sprechen in einer Weise, die Angst und Schrecken auslösen wird. Bald ist die Zeit gekommen, denn die Menschheit kann keine Rücksicht mehr erwarten, da sie völlig bar jeder Liebe ist. Sie bringt selbst den Stein ins Rollen, sie zieht den Eingriff Gottes selbst heran, denn sie vergeht sich ständig gegen die Gebote Gottes, gegen das Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe. Und ohne Bedenken führt sie Handlungen aus, die satanisch sind und zum Verderben führen müssen, so Gott nicht eingreift und dadurch noch Seelen rettet, die in der Not zu Ihm finden. Und das ist das Merkmal der Zeit, die Gott verkündet hat lange zuvor, daß ein heißer, erbitterter Kampf vorangeht, dessen Ende Gott bestimmt, weil Er Sich und Seine Macht erkenntlich werden lassen will. Er Selbst beendet den Kampf, doch anders, als es die Menschen erwarten ....

Er lenkt das Weltgeschehen in andere Bahnen durch Seinen Eingriff, der also von entscheidender Bedeutung ist für die ganze Welt. Und die Menschen werden einsehen müssen, daß sie machtlos sind und daß eine höhere Gewalt das Weltgeschehen lenkt. Und sie müssen sich beugen vor Dieser ....

Groß wird die Not sein, die durch Menschenwillen schon für viele untragbar war; doch nun müssen sie kämpfen mit Widerwärtigkeiten, die Gott Selbst ihnen sendet, und sie können sich nicht dagegen auflehnen, weil sie niemanden zur Verantwortung ziehen können. Doch der Menschen Gebaren zuvor ist nicht mehr menschlich zu nennen, und also zeiget ihnen Gott Seine Macht ....

Wo zuvor die Menschen ihre Macht beweisen wollten und gegen ihre Mitmenschen mit aller Grausamkeit vorgehen, dort zeigt Sich Gott in Seinem Wirken, und Ihm gegenüber sind alle schwach und machtlos, und es fällt auf jene ihr schandbares Wüten zurück, die ohne Erbarmen nur Vernichtung bringen wollen, weil sie sich stark fühlen. Es ist ein Chaos, wie es größer nicht gedacht werden kann, so die Menschen hemmungslos ihr Haß- und Rachegefühl zum Durchbruch kommen lassen, und es bedeutet dieser Vernichtungswille ein Auflösen dessen, was Gott der Herr geschaffen hat, bevor es sein Ziel erreicht hat. Es ist ein ständiger Zerstörungswille den Menschen der Jetztzeit eigen, und es ist dies ein Zeichen, daß sie der Macht hörig sind, die alles zu zerstören sucht, um das Geistige darin zu hindern, sich Gott zu nähern. Die Menschen sind sich dessen nicht bewußt, wie furchtbar das gewaltsame Zerstören von geschaffenen Dingen, sei es Mensch, Tier oder feste Materie, sich auswirkt, wie das unreife Geistige darin tobt und wütet und welchen Aufruhr dies im geistigen Reich bedeutet. Die Seelen der Menschen werden bedrängt und in Mitleidenschaft gezogen, und selbst die Gläubigen spüren den Einfluß und sind verzagt und mutlos. Und es muß ein mächtiger Wille Einhalt gebieten um des Geistigen willen, das sich bemüht, in Gottnähe zu kommen, und nun abgedrängt werden soll vom Gegner Gottes durch seine ihm willfährigen Knechte auf Erden. Und darum wird Gott Seine Stimme ertönen lassen unmittelbar nach der Ausführung eines Planes, der an Scheußlichkeit alles übertrifft, was Menschen sich bisher ausgedacht haben. Es ist nur noch wenig Zeit, es muß erst ein grauenvolles Geschehen sich abspielen, auf daß die ganze Welt achtgibt und desto vernehmlicher die Stimme Gottes hört. Es müssen noch viele Opfer daran glauben, d.h. ihr Leben hingeben für eine unlautere Sache, auf daß auch die Menschen aufmerken, denen helle Einsicht not tut, denn sie alle tragen zu dem Chaos bei, und also tragen sie auch einen Teil der Schuld, sowie sie nicht das Unrecht erkennen und sich davon abwenden. Die göttliche Stimme mahnet und warnet stets und ständig, sie weiset alle auf das Unrecht hin, doch sie fordert auch, daß ihrer geachtet werde, ansonsten sie laut und dröhnend und zum Schrecken aller ertönen wird und das Urteil fället nach Recht und Gerechtigkeit. Denn die Schuld ist allseitig, und nur die sind freizusprechen, die das Gebaren der Menschheit verabscheuen und Gott angehören wollen, denn sie erkennen das Unrecht und fürchten den Zorn Gottes, daß Er schlagen wird die Übeltäter ....

Und die Stunde wird kommen, plötzlich und unerwartet, denn es ist die letzte große Gnade vor dem Ende, auf daß sich noch bekehre, der nicht achtlos dahingeht und Gott erkennt in dem Naturgeschehen, das unabwendbar ist laut Gottes Willen ....

Amen


B.D. 3152                empfangen am  7.6.1944

Liebe und Leid Läuterungsmittel ....

Geläutert muß die Seele werden auf Erden oder im Jenseits, bevor sie in das Licht-reich eingehen kann nach ihrem irdischen Ableben. Es muß die Seele jegliche Unreinheit verlieren, sie muß klar und lauter sein, wie sie einstmals aus der Kraft Gottes hervorgegangen ist, auf daß sie wieder aufnahmefähig ist für die Lichtstrahlung aus Gott, die eine befleckte Seele nicht empfangen kann. Und diese Läuterung vollzieht sich auf Erden durch Liebe oder Leid ....

Die Liebe ist ein freiwilliges, das Leid ein unfreiwilliges Mittel zur Entschlackung der Seelen, und das Maß von beiden bestimmt den Lichtgrad, in dem die Seele steht bei ihrem Leibestod. Liebe und Leid zusammen erhöhen den Lichtgrad, denn so eine liebende Seele Leid und Trübsal zu tragen hat, wird sie aller Schlacken ledig werden, sie wird so werden, wie sie sein soll, um sich der ewigen Gottheit anschließen zu können. Eine liebende Seele gestaltet sich nach dem Willen Gottes, denn die Liebe läßt nichts Unreines in sich aufkommen, sie gebärt gute und edle Gedanken, Worte und Werke, und wo noch ein Hauch von Unreinheit, von Unlauterkeit und Unklarheit vorhanden ist, dort hilft das Leid nach und wandelt die Seele, daß das göttliche Licht ungehindert sie durchstrahlen kann ....

Und darum ist auch den Menschen Leid zu tragen auferlegt, die im Gott-zugewandten Willen leben und daher das Leid scheinbar nicht mehr benötigen, um zur Erkenntnis zu gelangen. Doch keine Seele ist so licht und klar und in einem so hohen Reifegrad stehend, daß sie das Leid nicht mehr benötigt, da dieses sie dann nicht mehr bekehren, sondern nur läutern soll. Es soll das Leid vorerst den Menschen zu Gott hinführen, danach aber seine Seele kristallisieren, daß sie klar und durchsichtig ist und für jeden Lichtstrahl empfänglich, der aus dem geistigen Reich sie berührt. Solange der Mensch auf Erden weilt, treten auch die Versuchungen an ihn heran, und jede Versuchung bedeutet einen trüben Fleck auf der Seele, so sie nicht hartnäckigen Widerstand leistet. Oft muß nun durch Leid eine solche Versuchung unschädlich gemacht werden, d.h., es muß der Mensch gänzlich unberührt bleiben davon, was Leid zumeist zuwege bringt, sei es, daß dem Menschen der Verzicht leichter fällt oder daß er sich überwindet, um nicht härterem Leid ausgesetzt zu sein ....

Er muß gegen sich selbst ankämpfen, er wird oft müde an der Welt und ihren Reizen, und seine Seele kommt langsam in den Zustand, daß sie nichts mehr begehrt auf Erden als allein die Nähe Gottes .... daß sie nur Liebeswerke verrichtet und auch für das Leid dankbar ist, weil es ihr die Nähe Gottes spürbar einträgt, denn sie flüchtet sich im Leid zu Ihm und empfängt Seine Kraft, die nun die Seele völlig durchdringt, alles Unreine aus ihr vertreibt und sie in den Reifegrad versetzt, der das Eingehen in das Lichtreich zur Folge hat. Es ist dies ein Läuterungsprozeß,der zwar schmerzhaft ist, der aber sicher zum Ziel führt, so der Mensch Gott-zugewandten Willens ist. Denn dann läßt ihn das Leid nur desto inniger Fühlung nehmen mit Ihm, und jede Fühlungnahme mit Gott bedeutet Kraftzufuhr, sie bedeutet Liebe-Durchstrahlung, und das Feuer göttlicher Liebe ist ein weiteres Läuterungsmittel, das durch eigenes Liebeswirken gleichfalls in Anwendung kommt ....

Denn die Liebe löset alles, sie läutert und durchstrahlt alles, und sie muß in Verbindung mit Leid die Seele vergeistigen und zum Lichtträger machen, weil sie aller Schlacken nun ledig ist und sie einen hohen Reifegrad erzielt, der ihr das Eingehen in das jenseitige Lichtreich sichert ....

Amen


B.D. 3153                empfangen am  8.-10.6.1944

Wirksamkeit der Gnade durch freien Willen ....

Nur die Auswirkung des menschlichen Willens bestimmt Gott, niemals aber den menschlichen Willen selbst. Und darum ist wohl der Erdenweg eines Menschen nach göttlichem Plan vorgezeichnet, doch ob er ihn dem göttlichen Willen entsprechend zurücklegt, das ist von seinem freien Willen abhängig. Es kann ihm die größte Gnadengabe geboten werden, sie wird erst wirksam an ihm, so der Wille sie annimmt, so sich der Mensch öffnet der Kraft, die jener Gnadengabe entströmt. Nützet er aber diese Kraft, dann ist es sein freier Wille, und es kann dann niemals von einer Wesensänderung wider seinen freien Willen gesprochen werden, von einer Wesensänderung, die plötzlich und nur durch die Gnade Gottes erzielt wurde .... Denn eine solche wäre gänzlich dem Erlösungsplan Gottes widersprechend, weil dann die Zufuhr göttlicher Gnade diese Erlösung herbeigeführt hätte und der Mensch selbst nicht dabei tätig zu sein brauchte. Die göttliche Liebe will aber vollkommene Wesen zeitigen, und diese Vollkommenheit benötigt den freien Willen, also muß auch das ihm zugehende Gnadenmaß immer diesem freien Willen angepaßt sein, d.h., es darf ihn nicht zwingen zur Annahme, was aber unweigerlich der Fall wäre, wenn die Gnadengabe ihn überwältigte und seinen Wandel plötzlich zur Folge hätte ....

Die Gnade Gottes kann wohl eine Wandlung des Menschen zuwege bringen, jedoch es muß der Mensch zuvor schon innerlich bereit gewesen sein, die Gnade auf sich wirken zu lassen, sich ihr also nicht zu widersetzen. Die Liebe Gottes stellt jedem Menschen ein Gnadenmaß zur Verfügung, das seine völlige Wandlung, seine Angleichung an Gott gewährleistet, denn letztere ist das Ziel alles Wesenhaften in seiner letzten Verkörperung. Und Gott wird niemals einem Wesen etwas vorenthalten, was es diesem Ziel nahebringen könnte. Er trägt vielmehr dem Menschen ein Übermaß von Gnade an, das aber der Wille des Menschen auch zurückweisen kann und die dann auch nicht mehr wirksam ist. Ist er jedoch dafür empfänglich, dann wird er in einer Zeit reifen können, die außergewöhnlich kurz erscheint, er wird gewissermaßen plötzlich sich wandeln, es wird wie ein Blitz der Erkenntnis über ihn kommen, weil er sich willig öffnet, also die Gnade Gottes an ihm offensichtlich wirksam sein kann. Denn Gnade ist Kraft aus Gott, sie ist helfender Beistand, sie ist gleichsam Übertragung des Gott-gleichen-Willens, der alle Kraft in sich schließt, sowie der Wille des Menschen keinen Widerstand entgegensetzt. Es ist also dieser Mensch dann auserwählt, weil er seine Berufung in sich fühlte und ihr nachkam ....

Es ist aber niemals eine zwangsläufige Umgestaltung seines Willens, wenngleich die Gnade Gottes viel dazu beiträgt, daß der Mensch seinen Widerstand aufgibt, denn ein jeder Mensch benötigt göttliche Hilfe, auch so sein Wille Gott zugewandt ist. Ein Gott-abgewandter Mensch aber kann mitten in der Gnade stehen, er wehrt sie ab und spürt folglich auch deren Wirkung nicht. Und dann ist er völlig unfähig, sich zu wandeln nach dem Willen Gottes ....

Sein Wille ist noch so widersetzlich, daß er sich dem göttlichen Willen nicht unterordnet und daher auch die Gnade Gottes nicht empfangen kann, wenngleich sie ihm ungemessen zur Verfügung steht. Er macht sich gleichsam selbst unempfänglich dafür, was aber nicht ausschließt, daß Gott sie ihm darbietet in aller Fülle .... (10.6.1944) Die Liebe zu Seinen Geschöpfen wird nie nachlassen, und keines von ihnen will Er verlorengehen lassen, also wird Er auch keines Seiner Geschöpfe weniger bedenken, sondern allen die gleiche Möglichkeit geben, zur Höhe zu gelangen, was also auch das gleiche Gnadenmaß bedeutet, das sie nützen dürfen für ihre Höherentwicklung. So aber das Geschöpf selbst durch seinen Willen sich der Wirksamkeit der Gnade entzieht, ist ihm doch nicht eine geringere Möglichkeit gegeben worden; wie umgekehrt einem Menschen kein außergewöhnlich hohes Gnadenmaß zugeleitet wird, wenn nicht der Wille, das Sich-Öffnen dieser Gnade, erkennbar würde. Und diesen Willen ersieht Gott, Der um jede kleinste Regung des Herzens weiß, wenngleich dies noch nicht den Mitmenschen offenbar ist. Die Gnadengabe Gottes verpflichtet also nicht, weder zum Wirken für Ihn noch zur Selbstgestaltung, sie gibt nur dem Menschen erhöhte Wandlungsfähigkeit, doch immer unter der Voraussetzung, daß dies im Willen des Menschen liegt, sich zu wandeln in rechter Erkenntnis der Wahrheit ....

Ein völlig Gott-abgewandter Mensch wird niemals diesen Willen haben, und er geht daher achtlos an der Gnadengabe vorüber, die ihm aber, wie jedem anderen Menschen, zur Verfügung steht ....

Des Menschen Wille also bestimmt gewissermaßen das Maß von Gnade, nicht das ihm zugeht, sondern das an ihm wirksam wird ....

Er kann nun durch seine Willigkeit den Zustrom von Gnade erhöhen, je mehr er sie nützet, und er wird dies auch tun, weil er dadurch auch zum Erkennen kommt, zum tiefen Glauben an Gottes Liebe, Weisheit und Allmacht und nun innerlich angetrieben wird, Ihm zuzustreben, sich Ihm anzugleichen und für Ihn tätig zu sein. Dann hat dies wohl die Gnade Gottes zustande gebracht, doch ohne seinen Willen hätte sie niemals wirken können ....

Amen


B.D. 3154                empfangen am  10.u.11.6.1944

Liebe zum Unerlösten ....

Erfolg ....

Die Liebe zu allem Unerlösten soll in euch vorherrschen, sowie ihr tätig sein wollt auf Erden für das Reich Gottes. Ihr müsset wissen, daß die Seelen ein schweres Los zu tragen haben, so sie unreif in das jenseitige Reich übergehen, und diesen Seelen zu Hilfe zu kommen noch auf Erden ist die Aufgabe derer, die Gott dienen wollen. Ihr müsset ferner wissen, daß Gottes Sorge ständig diesen Seelen gilt, weil Er alle Seine Geschöpfe liebt, und daß auch ihr zu jenen Geschöpfen gehöret, die Er betreuet in Seiner Liebe ....

Desgleichen nun sollt auch ihr Liebe geben und austeilen allen Armen im Geiste, weil ihr dadurch auch eure Liebe zu Ihm bezeuget, so ihr euch derer annehmet auf Erden, die Gott zu gewinnen sucht für Sein Reich. Es muß Liebe des Herzens euch dazu bestimmen, nicht daß ihr eures Vorteils willen euch der Not der Mitmenschen annehmet. Denn gewertet wird nur, was im Herzen geboren wird, und erfolgreich werdet ihr nur wirken können, so ihr durch eure Liebe Gegenliebe bei den Menschen erwecket und diese Gegenliebe nur Erlösung bringen kann, denn sie ist ein Schritt zur Vollendung. Wo die Liebe nicht ist, dort wird der Mensch keinen Erfolg haben im geistigen Wirken, denn die Liebetätigkeit bestätigt die Wahrheit dessen, was ihr den unerlösten Seelen vermitteln sollt. Was ihr in Liebe ihnen darbietet, das wird auch seinen Eindruck nicht verfehlen, denn die Liebe spricht nicht nur zum Verstand, sondern auch zum Herzen, und das Herz entscheidet, ob und was es annehmen will ....

Ohne Liebe könnt ihr kein Erlösungswerk vollbringen, weder auf Erden noch im Jenseits. All euer Handeln und Wirken soll von der Liebe getragen sein, und so ihr die geistige Not beheben wollt, müßt ihr euch den leidensvollen Zustand einer unerlösten Seele nach ihrem irdischen Ableben vorzustellen suchen, und es muß euch drängen, dieses Leid einer Seele ersparen zu wollen. Ihr müsset ihr also in Liebe hilfreich beistehen, die geistige Finsternis zu durchbrechen, und ihr das Wort Gottes darbieten, getrieben von dem Gefühl, etwas, was euch beglückt, auch dem Mitmenschen zu geben. Ihr müsset werben auch um deren Liebe durch edles, hilfsbereites Wesen und also eifrig tätig sein als Diener Gottes auf Erden, die ihrem Herrn den Weg bereiten wollen, auf daß Er gute Aufnahme finde, so Er Selbst kommt. Nur die Liebe macht euch tauglich für diesen Dienst auf Erden, ohne Liebe könnt ihr nur wenig erfolgreich wirken, denn es fallen dann eure Worte auf dürren Boden, so er nicht zuvor durch die Liebe aufnahmefähig gemacht wird für den Samen, der köstliche Früchte zeitigen soll. Und darum wird das Wort Gottes nur erfolgreich von denen verbreitet werden können, die selbst in der Liebe stehen, denn ob auch der Erfolg nicht sogleich erkennbar ist, es verliert das in Liebe gebotene Wort nicht an Kraft, sowie es ernstlich erwogen wird auch lange Zeit danach, denn das in Liebe vermittelte Wort wird auch verstandesmäßig entgegengenommen und kann immer noch seine Wirkung ausüben, das Herz dafür empfänglich zu machen, sowie der Wille des Menschen gut ist. In der Endzeit wird es immer schwieriger sein, den unerlösten Seelen Rettung zu bringen, weil sie selbst harten Widerstand entgegensetzen jedem Versuch einer Erlösung durch Darbieten der Wahrheit. Und dennoch sollt ihr nicht nachlassen, eingedenk der großen Not dieser Seelen im Jenseits. Denn ob sie auch ein Fortleben nach dem Tode verneinen, auch sie stehen einst an der Pforte des Todes, und sie werden erkennen, daß ihr Sein nicht beendet ist, sie werden sich nur selbst maßlos elend wiederfinden in einer trostlosen Umgebung und in einer hoffnungslosen Lage. Und dann kann diesen Seelen nur noch geholfen werden durch das Gebet, auf daß sie selbst ihren Willen wandeln und ihnen Kraft zugeführt werde zum Wirken in Liebe, denn wieder ist nur die Liebe erlösend, die Liebe zu dem noch schwerer Leidenden, dem die Seele nun helfen möchte ....

Amen


B.D. 3155                empfangen am  11.6.1944

Reifen der Seele im Weltgetriebe ....

Im Weltgetriebe bleibt des Menschen Seele unentwickelt, sowie sie sich nicht lösen kann in Stunden stiller Besinnlichkeit oder durch eifriges Liebeswirken die Verbindung mit Gott herstellt, wozu ihr vollauf Gelegenheit geboten wird auch inmitten der Welt. Und dennoch ist der Mensch hineingestellt in diese, auf daß er die Welt überwindet und den Weg zu Gott in ihr findet, weil dies erhöhte Willenskraft erfordert. Schließt sich der Mensch ab von der Welt, so ist sein Verdienst geringer, denn er geht jeglichen Versuchungen und Widerständen aus dem Wege, er braucht den Kampf nicht zu kämpfen, dem der Mensch ausgesetzt ist, der dem Weltgetriebe nicht entflieht. Je größer die Widerstände, desto mehr Kraft erfordern sie, doch desto größer ist auch der Erfolg, den die Seele verbuchen kann, wenn sie alle Widerstände überwindet. Und darum werden an den Menschen große Anforderungen gestellt, denen er sich nicht entziehen soll. Er muß irdisch seine Aufgabe erfüllen, er muß irdischen Versuchungen ausgesetzt sein, doch nichts soll ihn abhalten, die innige Verbindung mit Gott zu suchen, denn aus dieser beziehet er auch seine Kraft, um die irdischen Anforderungen zu erfüllen. Er wird dennoch auch geistig tätig sein können, wenn dies sein Wille anstrebt. So aber der Mensch weder in der Liebe lebt noch Zeit findet zu innerlichen Betrachtungen, die ihn in das geistige Reich einführen, so wird er im gleichen seelischen Reifegrad stehen bleiben oder auch sich rückschrittlich entwickeln, so die Materie ihn fesselt und er bar jeder Liebe ist. Dann lebt er sein Leben auf Erden vergeblich, doch auch die Zurückgezogenheit würde einen solchen Menschen geistig nicht wandeln, sondern ihn nur mürrisch und unzufrieden machen, weil ihm geistiges Streben fremd ist und er sein irdisches Verlangen nicht erfüllen kann. Es kann der Mensch sich Gott zu eigen geben in jeder Lebenslage, so sein Herz ihn dazu drängt, und also kann er auch Gott dienen stets und überall, das Weltgetriebe wird ihm oft genug Gelegenheit dazu geben, sich dienend am Nächsten zu betätigen, während der Mensch in der Einsamkeit nur (für, d. Hg.) sich allein lebt und im Liebeswirken gehindert ist. Letzteres aber bringt den Menschen zum Reifen, denn es bringt ihn Gott näher, und darum soll eine jede Gelegenheit genützet werden, dienende Nächstenliebe zu üben. Im Treiben der Welt sind oft größere Entwicklungsmöglichkeiten für den Menschen erkennbar, denn die Nöte und Leiden erfordern Hilfe, die jeder Mensch dem Mitmenschen leisten kann, und auch die geistige Not ist inmitten der Welt besonders groß, und auch dies ist ein Arbeitsfeld, wo der Mensch besonders erfolgreich tätig sein kann. Und darum berufet Gott inmitten der Welt Seine Diener, und Er stellt ihnen die Not der Mitmenschen vor, auf daß sie nun emsig wirken, auf daß sie inmitten der Welt Liebe üben und Liebe geben und in Stunden innerer Betrachtung sich die Kraft holen, alle Versuchungen und Widerstände der Welt zu überwinden, und also auch inmitten der Welt reifen können zur Höhe ....

Amen


B.D. 3156                empfangen am  12.6.1944

Liebeswirken ....

Pflicht ....

Maske des Lichtes ....

Weisheit und Liebe sind göttlich und werden darum niemals dort zu finden sein, wo der Gegner Gottes wirkt. Dennoch wird auch dieser sich in den Mantel der Weisheit und Liebe hüllen wollen, und die im Geiste blinden Menschen werden es nicht erkennen, daß es nur ein Scheingewebe ist, das das wahre Gesicht dessen verbirgt, der den Menschen zum Verderben tätig ist in der Welt. Doch sein Ränkespiel wird der Mensch erkennen, dessen Geist erleuchtet ist, und seine Aufgabe ist es nun, den Gegner Gottes zu entlarven, das Gott-Widrige aufzudecken und die Menschen aufzuklären über das Hinterhältige seines Tuns. Es wird die Liebe vorgetäuscht werden, wo das wahre Wesen Lieblosigkeit ist, und es wird sich weise stellen, der ohne Wissen ist ....

Und das ist das Wirken der finsteren Macht, die jede Helligkeit verjagt und die Menschen in dunkle Nacht stürzen will. Es soll das Liebeswirken uneigennützig sein, es soll ein Opfer sein, aber es soll aus innerem Antrieb ohne jeden äußeren Zwang verrichtet werden, denn nur dann ist es als Liebeswirken zu werten, während es sonst auferlegte Pflichten sind, die irdisch wohl anerkannt werden; vor Gott aber ist nur das wertvoll, was der freie Wille des Menschen tätigt. Denn nur die Liebe ist erlösend ....

Und diese Liebe wird auch die Weisheit gebären, die jedoch niemals dort sein kann, wo die Liebe durch Pflicht ersetzt wird. Daher muß das Ausführen einer Tat unweigerlich die Liebe des Herzens erkennen lassen, soll auch das Wissen eines Menschen als der Wahrheit entsprechendes Wissen, als göttliche Weisheit, anerkannt werden. Wo eines nicht ist, kann das andere nicht sein. Und ernsthaft muß daher geprüft werden, was den Menschen an Wissen vermittelt wird, denn der sich gegen Gott stellt, der die Menschheit in irriges Denken leiten will und sie zur Lieblosigkeit treibt, der wird zu solchen Mitteln greifen, daß er ein falsches Licht leuchten läßt, daß er das Göttliche vortäuscht und daß er dabei den Menschen größten seelischen Schaden zufügt. Und diese erkennen ihn nicht, sie nehmen gedankenlos hin, was er ihnen bietet, und er nützet die ihm hörigen Menschen, daß sie einwirken auf die Menschen in gleicher Weise, wie er selbst jene beeinflußt .... daß sie wieder unter dem Deckmantel der Liebe und Weisheit das Gegenteil tun und lehren .... daß sie das Liebeswirken zwangsweise handhaben und Irrtum unter den Menschen verbreiten ....

Es bleibt ein steter Kampf zwischen Licht und Finsternis, und wer im Licht steht, der soll wider die Dunkelheit ankämpfen; wer im Licht steht, der soll das Licht leuchten lassen und dort richtigstellen, wo falsch gelehrt wird. Wer im Licht steht, der soll sich auch nicht scheuen, offen Stellung zu nehmen gegen das Vorgehen unter der Maske des Lichtes und der Frömmigkeit, der soll zu echtem Liebeswirken auffordern und den Menschen das Nutzlose der im Zwang verrichteten Liebeswerke vorstellen, er soll die Weisheit vermitteln, die er von Gott empfangen hat, indem sein Geist erleuchtet wurde als Folge uneigennützigen Liebeswirkens. Denn immer muß Liebe und Weisheit zu Gott hinführen, sind aber die Menschen nicht Gott verbunden, dann ist weder Liebe noch Weisheit ihr Anteil, und hat es vor der Welt den Anschein, dann ist es nur die Maske dessen, der wider Gott ist und Lieblosigkeit und Unwahrheit unter den Menschen zu verbreiten sucht. Und diesem saget offenen Kampf an, denn ihr werdet der Unterstützung Gottes gewiß sein, Dessen Auftrag ihr nun erfüllet, so ihr die göttliche Liebe lehret, aus der allein die Weisheit hervorgeht ....

Amen


B.D. 3157                empfangen am  13.6.1944

Starker Wille erforderlich zum Aufnehmen der Gedanken ....

Es ist das Aufnehmen der Gedanken desto schwerer, je mehr die Außenwelt an den Menschen herantritt und ihn hindert, in völliger Abgeschlossenheit auf die Stimme des Geistes zu horchen, die ihm die Gedanken nun leise zuflüstert. Es ist dies ein Akt der größten Willensstärke, der immer wieder geübt werden muß, der immer wieder Kraft erfordert, die sich der Mensch erbitten muß. Da es göttlicher Wille ist, daß sich der Mensch mit seinem Geist verbinde und sich von ihm belehren lasse, wird Er auch niemals ein Gebet darum unerhört lassen, nur muß es aus tiefstem Herzen kommen. Es darf nicht nur ein Form- oder Lippengebet sein, sondern das Verlangen nach göttlicher Gnadengabe durch den Geist muß so stark sein, daß das Gebet inbrünstig emporgesandt wird, wonach dem Menschen auch stets die Kraft zugehen wird. Und dann ist der Mensch fähig, jeden ihm zuströmenden Gedanken aufzunehmen ohne Bedenken und Zweifel, und dann erst kann er belehrt werden und tiefste Weisheiten empfangen. Göttliche Gabe bedingt ungeteilte Aufmerksamkeit, göttliche Gabe wird nicht ausgeteilt ohne tiefes Verlangen, und göttliche Gabe wird nur dem vermittelt, der bereit ist, sie weiterzugeben. Und zu allem ist ein starker Wille erforderlich, der immer und immer wieder von neuem tätig sein muß. Denn niemals wird ein Mensch dazu gezwungen wider seinen Willen, aber auch nicht mit einer Gnadengabe überschüttet, die er nicht ernstlich begehrt. Er muß in ständigem Ringen bleiben, er muß sich ständig im Gebet vertiefen und dessen eingedenk sein, daß es etwas überaus Kostbares ist, was ihm die Liebe Gottes bietet, und daß ihm diese kostbare Gabe nicht mühelos zufallen kann, ohne daß sein Wille tätig wird. Die Gedanken aus dem geistigen Reich umschwirren ihn ständig, gute und böse, und wollen nur aufgenommen werden von ihm. Und nun muß sich der Mensch öffnen, und zwar bewußt die guten Gedanken erbitten. Er muß sich durch seinen Willen selbst in den Zustand versetzen, jeden ihm zugehenden Gedanken vernehmen zu können. Er muß gewissermaßen sein geistiges Ohr öffnen und nun der feinen Stimme lauschen, die sich nun kundgibt. Bringt der Mensch aber diesen Willen nicht auf, so bleibt es stumm in ihm. Er hat keinen innigen Kontakt mit den Wesen des Lichtreiches, die ihm in gedanklicher Form die göttliche Weisheit vermitteln wollen; und dieser Kontakt muß unweigerlich zuvor hergestellt sein, wozu als erstes ein starker Wille erforderlich ist ....

Amen


B.D. 3158                empfangen am  14.6.1944

Verkünden des Evangeliums in aller Welt ....

Durch die geistige Welt wird den Menschen stets das Licht zugeführt, die für dieses aufgeschlossen sind. Immer hängt es vom Willen des Menschen ab, ob und wieweit er aufnahmefähig dafür ist und wie tief er sonach in der Wahrheit steht. Die göttliche Wahrheit aber ist das Evangelium, das sonach überall verkündet wird, wo die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Die erste Voraussetzung ist das ernste Verlangen nach der Wahrheit, ansonsten das Evangelium nicht erkannt wird als solches und daher auch keine Verbreitung findet. Es setzen also die Menschen selbst die Grenzen des Verkündens des Evangeliums überall dort, wo sie sich durch ihren Willen unfähig machen, es zu erkennen, wenngleich es überall dargeboten wird durch Menschen, die alle Bedingungen erfüllen, unter denen das Wort Gottes zur Erde geleitet werden kann. Das Wort Gottes ist von unvergleichlicher Kraft, es macht den Menschen wissend, d.h., es gibt ihm Kenntnis vom Walten und Wirken Gottes, von Seiner Liebe, Weisheit und Allmacht und von Seinem ewigen Erlösungsplan. Dieses Wissen ist so überaus wertvoll und beglückend, denn erst, der dieses Wissen aufgenommen hat, wird lebendig im Geist, er lebt bewußt und in der seligen Gewißheit, Anteil nehmen zu können an der großen Herrlichkeit Dessen, Der sein Schöpfer ist, Der sein Vater ist von Anbeginn. Und diese selige Gewißheit kann sich ein jeder Mensch aneignen, sowie er sein Ohr öffnet dem Wort Gottes, das ihm durch berufene Diener Gottes zugeleitet wird oder ihm selbst gedanklich vermittelt wird, so er im Verlangen danach sein Herz öffnet, auf daß der göttliche Geist direkt ihn belehren kann. Und also wird das Evangelium verkündet in aller Welt ....

Wo es nicht angenommen wird, dort bleiben die Menschen blind im Geiste, sie verharren in der Unkenntnis, die ihr Anteil ist durch ihren einstigen Abfall von Gott. Und diese werden auch niemals erkennen, daß das Evangelium stets und ständig in der Welt verkündet wird. Letzteres ist nicht von äußeren Merkmalen abhängig oder von bestimmten Verhältnissen, von schematischen Vermittlungen unter bestimmten Voraussetzungen, sondern nur allein vom Willen des Menschen, ob er aufnimmt oder nicht. Und darum kann auch niemals ein bestimmter Zeitraum dafür angesetzt werden, wann das Wort Gottes offensichtlich auf Erden verbreitet wird. Nur das ist gewiß, daß immer und an allen Orten die lichtvolle Geisteswelt im Auftrag Gottes Sein Wort zur Erde leitet, wo immer es empfangen werden will, daß also das Evangelium verkündet wird in aller Welt ....

Amen


B.D. 3159a                empfangen am  15.u.16.6.1944

Prüfen der Glaubenslehren ....

Spaltungen ....

Wie wenige Menschen erkennen den Wert der göttlichen Offenbarungen, und wie selten wird daher bedingungslos angenommen, was ihnen vermittelt wird ....

Es bleiben unzählige Möglichkeiten daher ungenützt, und es hat dies eine geringere Erkenntnis zur Folge, was oft einen Stillstand bedeutet dort, wo ein Fortschritt erzielt werden könnte. Der Menschen geistige Blindheit könnte behoben werden, der Dunkelheitszustand könnte in Licht verwandelt werden, und doch ziehen sie die Nacht vor, und sie scheuen das Licht, sie stehen noch im Widerstand zur lichtspendenden Welt, die jeden fürsorglich bedenkt, der sich ihr anvertraut. Es ist dies ein Mangel an Glaube, daß Gott Sich der Menschen erbarmt und ihnen helfend beistehen will stets, wenn sie in Not sind. Diese Not aber ist erwiesen, und sie besteht darin, daß unzählige Irrtümer die Menschen hindern, Gott recht zu erkennen, Ihn zu lieben und Ihm durch dienende Nächstenliebe diese Liebe zu beweisen. Diese Not besteht in totem Glauben, der versagen wird, so er auf die Probe gestellt wird. Denn so der Mensch ernsthaft sich für etwas entscheiden soll, wird er nur dann standhalten, wenn in ihm die felsenfeste Überzeugung ist, daß sein Wissen und sein Glaube wertvoller ist als das, was ihm entgegengestellt wird. Und darum muß der Glaube und das Wissen übereinstimmen, d.h., es muß, was der Mensch glauben soll, glaubwürdig sein, also eine Weisheit verraten, so der Mensch ernstlich darüber nachdenkt. Es wird von Gott aus nichts zu glauben gefordert, was er bei ernstem Nachdenken nicht annehmen könnte. Und darum muß, was unannehmbar scheint, was bei ernstem Prüfen Weisheit vermissen läßt, Menschenwerk sein, das zusätzlich dem beigefügt wurde, was Gott zu glauben gefordert hat. Die Glaubwürdigkeit einer Lehre ist nun daran erkennbar, daß aus ihr die Liebe strahlt, die Liebe Gottes zu dem von Ihm Erschaffenen, daß die Liebe und die Weisheit also auf ein göttliches Wesen schließen lassen, Das besorgt ist um Seine Geschöpfe. Und so kann erstmalig jede Glaubenslehre daraufhin geprüft werden. Es muß dabei in Betracht gezogen werden, daß vorerst jeder Lehren-Wollende zu einer solchen Prüfung verpflichtet ist, weil er nur das lehren soll, was er selbst als reine Wahrheit erkannt hat. Es ist dies eine Voraussetzung, die zumeist außer acht gelassen wird und darum schon das Verbreiten des Irrtums außerordentlich begünstigt. Jeder Lehrende muß von dem, was er lehrt, voll überzeugt sein. Und Überzeugung ist nur durch ernsthaftes Prüfen zu gewinnen. Dann kann der Lehrende unbedenklich die von ihm erkannte Wahrheit auf die Mitmenschen übertragen, die zu einer solchen Prüfung weniger befähigt sind, die aber auch bei rechter Vermittlung das ihnen Gebotene schon als glaubwürdig erkennen, weil es ihnen die Liebe und Weisheit Gottes bestätigt. Ernstlich-prüfen-Wollenden wird es an Denkfähigkeit nicht mangeln, wenn der Wille zur Wahrheit vorhanden ist, vorausgesetzt, daß dieser Prüfende auch in der Liebe steht, ansonsten er niemals ein Vertreter der Wahrheit sein kann, sondern ein Vertreter des Irrtums und der Lüge sein muß, weil er durch seine Lieblosigkeit sich dem ausgeliefert hat, der wider Gott kämpft. Und es ist nun zu verstehen, daß und warum eine ursprünglich rein und unverfälscht den Menschen dargebotene Lehre vielerlei Veränderung erfahren hat, warum es nicht möglich war, daß Überlieferungen unverfälscht erhalten blieben, wenn das ernsthafte Prüfen auf Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit umgangen wurde durch die Forderung, ungezweifelt alles zu glauben, was den Menschen gelehrt wurde. Die reine Wahrheit hält jeder Prüfung stand und bleibt sonach unverändert. Doch im Laufe der Zeit entstanden Spaltungen, die verschiedenen Geistesrichtungen und deren einzelne Lehren gaben stets Gelegenheit, sie gegeneinander abzuwägen, und wären ihnen stets die göttliche Weisheit und Liebe gegenübergestellt worden, dann hätte jeder ernstlich Prüfende erkannt, welche Lehren Menschenwerk waren und also als Irrtum gebrandmarkt werden mußten. Daher trifft jene Menschen die größte Schuld, für die sie sich auch verantworten müssen, die fähig waren zum Prüfen, aber dies unterließen und gewissenlos ein Gedankengut auf die Mitmenschen übertrugen, das sie bei ernstem Nachprüfen hätten ablehnen müssen. Es ist dadurch der Irrtum und die Lüge verbreitet worden. Aber immer wieder gab es Menschen, die von sich aus diese Prüfungen unternahmen und nun als Reformatoren die alten Glaubenslehren umzustoßen suchten. Und wieder war der Reifegrad jener maßgebend, wieweit sie in der Wahrheit standen und also solche vermitteln konnten ....

Immer wieder wurde sonach den Menschen Gelegenheit geboten, Stellung zu nehmen zu den Glaubenslehren, denn durch die Streitfragen der verschiedenen Geistesrichtungen, durch die Spaltungen innerhalb der Kirche, wurden sie aufmerksam gemacht auf die Verschiedenheit der Lehren, für die jedoch immer Glaube gefordert wurde. Es mußte nun der Verstand und das Herz tätig werden, sollte eine Prüfung vorgenommen werden, und dazu war der Wille des Menschen erforderlich und das Verlangen nach Erkennen der Wahrheit. Jeder Anhänger einer Lehre tritt für seine Lehre ein, und doch können niemals verschiedene Lehren den Anspruch auf Glaubwürdigkeit machen, weil es nur eine Wahrheit gibt. Und diese Wahrheit sich anzueignen muß eines jeden Menschen Bestreben sein ....

Und darum ist es auch unbedingt nötig, selbst Stellung zu nehmen zu jeder dem Menschen vermittelten Glaubenslehre, ansonsten sie niemals geistiges Eigentum werden kann, wenngleich er sie mit Worten vertritt. Denn diese Worte sind dann nicht innerste Überzeugung, weil zur Überzeugung das verstandesmäßige Durchdenken unbedingt erforderlich ist, dieses Denken aber nur recht geleitet wird unter Anrufung des göttlichen Geistes. Wird dem Menschen aber von den Lehrenden reine Wahrheit geboten, so wird er viel leichter zur inneren Überzeugung gelangen, so er selbst darüber nachdenkt, während irrige Lehren vermehrten Willen und Verlangen nach der Wahrheit erfordern, um als Irrtum erkannt zu werden. Und darum trägt der Lehrende eine große Verantwortung, so er durch eigene Lauheit oder Säumigkeit eine Prüfung unterläßt und Geistesgut also verbreitet, von dem er selbst nicht völlig überzeugt ist. Denn so er sich selbst für ein Lehramt angeboten hat, darf er nur das lehren, was ihm selbst nach ernster Prüfung annehmbar erscheint, ansonsten er sich schuldig macht an denen, die von ihm Weisheit entgegenzunehmen glauben und die er durch Irrlehren in falsches Denken drängt. Er hat die Pflicht, auch die Menschen wieder zur Prüfung des Gebotenen anzuhalten, auf daß sie sich selbst zur Überzeugung, also zum lebendigen Glauben, durchringen und den Irrtum von der Wahrheit zu unterscheiden vermögen ....

Amen


B.D. 3159b                empfangen am  17.6.1944

Prüfen der Glaubenslehren ....

Spaltungen ....

Das Wissen, das sich der Mensch auf verstandesmäßigem Wege angeeignet hat ohne Anruf Gottes um Erleuchtung des Geistes, weiset viele Lücken auf und kann darum nicht als zusammenhängend bezeichnet werden. Deshalb können noch Themen ungeklärt sein, und gerade diese sind es, die Anlaß geben zu Zweifeln, weil sie von verschiedenen Vertretern auch verschieden erklärt werden. Und nun ergibt es sich von selbst, daß die verschiedenen Ergebnisse auch gegeneinander abgewogen werden müssen von dem, der nur die Wahrheit annehmen will. Menschliches Wissen ist niemals unantastbar, und daß es sich in Streitfragen immer um menschliches Wissen, um menschliche Auslegungen handelt, geht schon daraus hervor, daß darüber gestritten wird, denn die reine Wahrheit, deren Urheber Gott ist, stimmt immer überein und wird keine verschiedenen Ergebnisse aufweisen. Die reine, von Gott vermittelte Wahrheit wird von einem Menschen, der weder guten Willens noch wahrheitsverlangend ist, schon verbildet empfangen, weil dessen Gedanken von schlechten Kräften beeinflußt werden, die ihn verwirren und ihm das Dargebotene unverständlich machen; wie umgekehrt der Mensch, der ernstlich nach Wahrheit strebt, auch verbildetes Wissen anzweifelt. Es gibt ihm nicht die volle Sicherheit der Wahrheit, und er unterzieht es daher einer Prüfung, vorausgesetzt, daß ihm diese Prüfung nicht untersagt ist und bedingungsloses Annehmen gefordert wird, was aber immer und ohne Widerruf Werk des Satans ist. Denn niemals wird es vor Gott ein Unrecht sein, ernstlich nach Wahrheit zu streben, und zu diesem Streben gehört es, daß der Mensch Stellung nimmt zu dem, was ihm als Wahrheit geboten wird. Es soll sich auch der Mensch nicht danach richten, was andere für Wahrheit halten, sondern selbst sich sein Urteil bilden, besonders wenn von ihm gefordert wird oder er sich selbst dazu erbietet, ein Wissen zu verbreiten und die Mitmenschen zu belehren. Dem demütig um die Gnade Gottes bittenden Menschen versagt Gott Seinen Beistand nicht, ob aber der in der Welt hoch Geachtete oder weltlich hohe Stellung bekleidende Wissenschaftler, sei er geistig oder irdisch tätig, in tiefster Demut sich vor Gott, als dem alleinigen Geber der Wahrheit, beugt und also die erste Voraussetzung zum Empfangen derer gegeben war, das muß angezweifelt werden, sowie seine Lehren nicht lückenlos Aufschluß geben oder im Widerspruch stehen zueinander. Solange es Spaltungen gibt und verschiedene Auslegungen, ist auch der Irrtum vertreten, weil es nur eine Wahrheit gibt, und um diese eine Wahrheit zu ergründen, ist also der Mensch genötigt, sich selbst in Verbindung zu setzen mit der ewigen Gottheit, Sie um Erleuchtung des Geistes zu bitten und durch einen Gott-gefälligen Lebenswandel sich würdig zu machen, von Ihm direkt belehrt zu werden ....

Doch Gott weiß es, in welcher Weise und in welcher Form Er den um Wahrheit ringenden und bittenden Menschen unterweiset, jedoch immer wird das Endergebnis reine Wahrheit sein, weil Gott will, daß Seine Geschöpfe in der Wahrheit stehen, und Er ihnen diese auch zuleitet je nach ihrem Willen ....

Amen


B.D. 3160                empfangen am  17.6.1944

Segen des Gedankenaustausches ....

Der Austausch geistiger Gedanken wird immer dem Streben nach der Wahrheit förderlich sein, denn nur, die ernstlich letztere verlangen, werden einen solchen Gedankenaustausch pflegen und also auch unterstützt und beraten werden von den geistigen Kräften, die Übermittler des geistigen Gedankengutes sind, das der Wahrheit entspricht. Und diese Kräfte fördern den Menschen stets und ständig, sie vermehren sein Wissen und treiben seinen Willen an, dieses Wissen zu verwerten, was stets einen geistigen Fortschritt bedeutet. Die Lichtwesen führen auch geistig Strebende zusammen, auf daß ihnen Gelegenheit geboten werde zum Austausch ihrer Gedanken. Und Fragen wie auch Antworten werden gestellt und gegeben auf Veranlassung dieser Lichtwesen, die sich in den Gedankengang der Menschen einschalten und nun zur Sprache bringen, was den Menschen zu wissen wichtig ist. Es nehmen sich die Lichtwesen der Menschen besonders gern an, die ihren Einflüsterungen Gehör schenken, d.h., die selbst gern bei solchen Gesprächen verweilen, die geistigen Ursprung haben, denn ihnen können sie nun unbeschränkt Auskunft geben, sie können sie belehren, und dies in Form von Rede und Gegenrede, deren Inhalt immer dem Reifezustand des Menschen angepaßt ist. Und immer werden die Beteiligten seelischen Nutzen daraus ziehen, denn jede Gabe, die von Lichtwesen den Menschen dargeboten wird, ist eine Kraftausstrahlung Gottes, die sich aufbauend und Wissen-vermehrend auswirken muß. Und die Lichtwesen werden immer die Berater der Menschen sein, die nur das Verlangen nach reiner Wahrheit und eine rechte Einstellung zu Gott bewogen hat, geistige Gespräche zu führen. Es muß ein erhöhter Reifezustand die unausbleibliche Folge davon sein, denn das einmal als Gedankengut aufgenommene Wissen wird auch den Menschen anregen, es zu verwerten entweder an sich oder am Mitmenschen, und beides ist geistiger Fortschritt. Darum sollen geistige Gespräche des öfteren geführt werden, sind sie doch nicht gedankliche Ergebnisse des einzelnen Menschen, sondern Kraftübermittlungen aus dem geistigen Reich, die immer eine Vermehrung geistiger Substanz zur Folge haben, denn was aus dem geistigen Reich kommt, geht unmittelbar in die Seele des Menschen über und vermehrt deren geistige Substanz. Es ist dies also eine Kraftzufuhr, die den Menschen zur Höhe entwickeln muß. Es ist der Gedankenaustausch gleichfalls eine Form der Belehrung aus dem geistigen Reich, die nur nicht immer gewertet wird als solche, erkennt doch der Mensch nicht immer den Ursprung der Gedanken, die ausgesprochen werden, obgleich er sich darüber klar sein muß, daß immer Lichtwesen die Menschen umgeben, sowie nur eine geistige Frage erörtert wird, vorausgesetzt, daß die Menschen ernsten Willens sind, zu Gott zu gelangen, und sich nach Kräften bemühen, Ihn zu erkennen. Ihnen sendet Er Seine Boten zu, die in Seinem Auftrag Licht bringen allen, die Fragen stellen an Gott oder untereinander. Denn jeder Gedankenaustausch ist Frage und Antwort, die sich entsprechend dem Wahrheitsverlangen auch in der Wahrheit bewegen, doch immer erst dann als Wahrheit erkannt wird, so der Mensch auch einem solchen Gedankenaustausch ein inniges Gebet vorangehen läßt, daß Gott seinen Geist erleuchten möge ....

Amen


B.D. 3161                empfangen am  18.6.1944

Austeilen der Wahrheit ....

Ich will euch geben, was ihr erbittet, so es für euer Seelenheil gut ist ....

Die Wahrheit aber ist das Nötigste für euer Seelenheil, die Wahrheit ist der sicherste Weg zu Mir und also auch zum ewigen Leben. Und darum werde Ich keinem Meiner Geschöpfe die Wahrheit versagen, so es diese begehrt und Mich darum bittet. Doch wie Ich sie dem Menschen zuführe, wie sie ihm am zuträglichsten ist, das weiß Ich wahrlich am besten zu beurteilen. Doch zweifeln dürfet ihr nicht an Meiner Liebe, an Meiner Weisheit und Meiner Allmacht. Ich habe wahrlich nur das Ziel, euch zu Mir zu ziehen, und nur, wer in der Wahrheit steht, kann dieses Ziel erreichen. Also muß Ich euch auch die Wahrheit zuleiten je nach eurer Aufnahmefähigkeit und Willigkeit. Ob ihr sie nun in euch zu hören vermöget, ob ihr durch Mitmenschen in ihren Besitz gelangt oder ob ihr die Wahrheit aus der Schrift entgegennehmet .... ihr werdet immer schöpfen können, so ihr nur hungert und durstet nach der Wahrheit, die euer Lebensquell ist. Denn Ich Selbst bin es immer, Der euch die Wahrheit bietet, so ihr Mich darum bittet und das felsenfeste Vertrauen habt, daß Ich ein jedes Gebet, das nicht irdischen Dingen, sondern der Seele gilt, erhöre. Warum soll Ich euch in der Finsternis wandeln lassen, Der Ich Selbst das Licht bin und euch zu Lichtwesen gestalten will, solange ihr auf Erden weilet? ....

Glaubet an Mich, daß Meine Liebe euch betreut und führet, betrachtet alles im Leben als ein Mittel dazu, das Meine Weisheit anwendet, um euch zur Höhe zu führen, dem Urlicht entgegen .... und glaubet, daß Ich alles vermag, daß Ich auch den Unwissendsten in das reinste Wissen leiten kann. Und glaubet, daß nur euer Gebet, euer Wille zur Wahrheit nötig ist, daß ihr auch damit bedacht werdet. Jeder geistige Gedankenaustausch fördert eure Entwicklung, und jeder stille Gedanke ist ein weiterer Schritt zu Mir, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin. Denn was in euch nach der Wahrheit verlangt, ist ja Mein Anteil, es ist der Funke in euch, der Meinem Geist entströmet ist, um in euch wirksam werden zu können. Und dieser Geistesfunke wird euch nicht irren lassen, sondern er wird euch Aufklärung geben, so ihr solche verlangt. Ihr brauchet darum nicht zu grübeln und zweifeln, sondern euch nur vollgläubig Mir überlassen, dann lenke Ich eure Gedanken recht, daß ihr sehr wohl die Wahrheit erkennet, daß ihr sie vom Irrtum leicht unterscheiden und diesen also ablegen könnt. Und ihr werdet frei von dem Druck, den der Irrtum auf eure Seele ausübet, weil er sie fesselt und sich der Geist in ihr nicht frei entfalten kann. Die Wahrheit allein führt euch zum Ziel, zur ewigen Vereinigung mit Mir, denn nur durch die Wahrheit erkennet ihr Mich, und ihr werdet Mich dann so lieben, daß ihr Mir zum Wohlgefallen zu leben euch bemüht. Wandelt ihr aber im Irrtum, so ist der Weg zu Mir nicht recht erkennbar, und ihr weichet ab davon, und das Ziel entschwindet euren Augen. Doch sorget euch nicht, daß ihr Mir nicht wohlgefällig sein könntet, so ihr der Wahrheit nachgeht ....

Ich Selbst lege euch Zweifel in das Herz, auf daß ihr euch dieser entledigt im stillen Gebet zu Mir, denn erst wenn ihr zweifelt, suchet ihr, und so ihr die reine Wahrheit in euch aufgenommen habt, werden auch die Zweifel schwinden, und euer Glaube wird stark und unerschütterlich sein. Und je mehr euch der Irrtum gefangenhält, desto mehr müsset ihr um die Wahrheit ringen und desto stärker werden auch die Zweifel in euch auftreten. Doch niemals dürfet ihr an Meiner Liebe zweifeln, und diese Liebe wird euch beistehen in jeder geistigen Not, sie wird euch lehren stets und ständig und euch die reine Wahrheit zuführen, bis ihr von ihr überzeugt seid und wahrhaft lebendig glauben könnt ....

Amen


B.D. 3162                empfangen am  18.u.19.6.1944

Kraftzufuhr nur der Seele spürbar ....

Die Seele nimmt jede Zufuhr geistiger Kraft wahr, wenngleich der Körper sie nicht empfindet. Und darum kann der Mensch selbst nicht beurteilen, in welchem Reifegrad er steht, weil nur das Geistige in ihm reifet, der Körper aber darum keine Änderung erfährt, also durchaus keinen geistigen Fortschritt erkennen läßt. Und darum muß der Mensch als solcher noch oft ankämpfen gegen rein körperliche Begierden und Schwächen, während die Seele sich davon schon frei gemacht hat. Sie wird aber dann vom Körper beherrscht und also wieder gebunden an diesen, was der Seele nicht lieb ist. Die Seele nimmt zwar ständig Kraft entgegen und wird auch schnell zum Überwinder des Körpers werden, sie wird ihm vorstellen, welche Gefahr sein Verlangen ist, und zumeist wird es ihr auch gelingen, weil die geistige Kraft wirksam wird, sowie die Seele in Not gerät. Ohne Versuchung aber kann kein Mensch reifen, denn am Widerstand soll seine Kraft wachsen, und Widerstand für die Seele ist eine jede Versuchung, die sie bestehen soll ....

Der Körper fordert nach wie vor für sich, was Anteil der Welt ist, bis die Seele den Körper völlig beherrscht, d.h. ihrem Streben geneigt macht. Dann kann sie die Materie endgültig für überwunden ansehen, denn der Geist in ihr ist nun stärker, und er bestimmt die Seele und den Körper und wird willig angehört. Die Kraftzufuhr muß aber in einer nur die Seele berührenden Weise vor sich gehen, weil sonst der Widerstandswille des Körpers sofort gebrochen wäre in einer gewissen Nötigung, wäre es doch dann ein unbewußtes Streben nach Lohn, nicht aber ein Streben aus sich heraus nach Vollkommenheit, was den Menschen dann bewegen würde, irdische Begierden und körperliche Genüsse zu unterdrücken. Darum wirkt sich der Zustrom der Kraft nur an der Seele aus, diese unaufhaltsam antreibend zur Betätigung in Liebe, zur Verzichtleistung auf irdische Freuden und zu ständiger Arbeit an sich selbst, ohne daß der Körper davon beeinträchtigt wird in seinem Handeln und Wünschen. Doch da die Seele ihn benötigt zum Ausführen der Handlungen, die ihr der Geist in sich aufträgt, verliert er langsam die Verbindung mit der Welt und ihren Freuden, denn er wird immer ausführen, was die Seele von ihm verlangt, wenn auch anfangs mit Zögern und mit noch nach der Welt gerichteten Sinnen. Doch die Kraft des Geistes ist stärker, und der Widerstand des Körpers ist gebrochen, sowie die Seele sich dem Geist in sich völlig hingibt, dann bestimmt sie auch den Körper, sich ihrem Verlangen und Streben anzuschließen, und jede Gefahr einer weltlichen Verflachung ist vorüber. Je geringer die Kämpfe sind, die der Mensch gegen die Versuchungen von seiten der Welt zu führen hat, desto höher ist sein Reifezustand ....

Unterliegt er im Kampf mit der Welt, so ist dies ein Stillstand seiner Entwicklung, bis er sich wieder emporgerungen hat, bis er durch Verzichtleistung wieder der Seele die Kraftzufuhr ermöglicht, die ein Versagen ausschließt. Die Versuchungen der Welt sind aber dennoch nötig und auch heilsam, denn daran soll der Mensch seine Kraft erproben, und jeder Kampf dagegen, jeder Sieg ist ein Fortschritt zur Höhe. Die Seele soll in immerwährendem Ringen bleiben um Vollkommenheit, sie soll nicht nachlassen im Gebet um Unterstützung durch geistige Freunde, sie soll sich stets eingedenk bleiben, daß ihr Sinnen und Trachten auch den Zustrom der Kraft verringert oder vermehrt, je nachdem es der Welt oder dem geistigen Reich zugewandt ist. Der Körper aber ist ihr beigegeben worden, auf daß sie ihn überwinde, denn nur durch Versuchung wächst ihre Kraft, so sie ernsten Willens ist, vollkommen zu werden ....

Amen


B.D. 3163                empfangen am  19.u.20.6.1944

Leiden und Prüfungen Mittel zur Vollendung ....

Die Prüfungen und Leiden, die dem Menschen auferlegt sind, werden selten erkannt als Mittel zur höchsten Vollendung. Gott kennt den Reifegrad eines jeden einzelnen Menschen, Er kennt deren Herzen, und Ihm entgeht wahrlich nicht die kleinste Regung, die für oder wider Ihn spricht. Und also weiß Er auch, welchen Entwicklungsgrad er noch erreichen kann auf Erden, und entsprechend bedenkt Er nun den Menschen mit Leid oder Schicksalsschlägen, so darin noch eine Möglichkeit besteht, die Seelenreife zu erhöhen. Es hat die Seele vor ihrer Verkörperung als Mensch sehr wohl um ihren Erdenlebensgang gewußt, sie ist mit voller Zustimmung diese letzte Verkörperung eingegangen, in der Hoffnung, daß sie als Sieger daraus hervorgehen werde. Sie sah sowohl ihre Freuden wie auch ihre Leiden auf ihrem Lebenswege und hat sich doch nicht davon zurückschrecken lassen, weil sie auch andererseits um die Hilfe Gottes und Seine Gnade wußte und die Möglichkeit ersah, gänzlich aus der Materie herauszuwachsen und ihrer Hülle ledig zu werden. Und darum nimmt manche Seele ein besonders schweres Erdenlos auf sich, weil sie die Auswirkung eines recht gelebten Erdenlebens gleichfalls ersah und um das letzte Ziel weiß und ihr dieses Ziel erreichbar dünkt. Doch im Erdenleben verliert sie das Rückbewußtsein, und darum nützet sie auch die Gelegenheiten nicht aus, und sie ist in Gefahr, ihr Ziel auf Erden nicht zu erreichen. Und deshalb kommt Gott ihr zu Hilfe, indem Er ihr auf der Erde noch Möglichkeiten schafft, an denen sie ausreifen kann. Und dann muß der Mensch erhöhte Widerstände besiegen, ihm ist Leid und Trübsal beigegeben auf der Erde, zu dessen Überwindung er sich von Gott Kraft erbitten muß. Ein Leben ohne Kampf würde ihn auf immer gleicher Entwicklungsstufe stehenlassen, und sein Leben wäre vergeblich gelebt. Es geht nicht darum, daß er seine Sünden abbüßen muß auf Erden, wie dies fälschlicherweise gelehrt wird, sondern es geht nur darum, daß er aus der Tiefe, in der er sich noch befindet, zur Höhe gelangt, daß er sich wandelt in ein Wesen des Lichtes, daß er an sich selbst arbeitet, um alles abzulegen, was ihn noch an der Entgegennahme ungeahnter Lichtfülle hindert. Er muß gewissermaßen eine Hülle, die noch lichtundurchlässig ist, durch Leid und Trübsal läutern, er muß jede Unreinheit von ihr entfernen, damit das Licht sie nun durchstrahlen kann, denn diese Läuterung muß durch eigenen Willen vor sich gehen, sie kann nicht von Gott aus ohne den Willen des Menschen durchgeführt werden. Leid und Liebe sind die einzigen Mittel, von allen Unreinheiten entschlackt zu werden, und ein großes Maß von Leid ist gleichzeitig der Ausdruck großer göttlicher Liebe, die dem Menschen helfen will, so zu werden, daß Gott ihn unendlich beglücken kann in der Ewigkeit. Und darum sind die schwergeprüften Menschen auf Erden von Seiner Liebe besonders erfaßt, wenngleich ihnen dies unverständlich erscheint. Das Erdenleben ist kurz, gemessen an der Ewigkeit, und voller Dank und Lobpreisung wird die Seele dereinst auf die kurze Erdenzeit zurückblicken, die ihr durch das Leid auch eine höhere Reife eingetragen hat, die sie ohne Leid nimmermehr erreicht hätte. Es stehen dem Menschen auf Erden ungemessene Gnaden zur Verfügung, so daß er auch das schwerste Leid ertragen kann, so er sich in innigem Gebet Kraft holt von Gott, denn diese hat Er ihm zugesichert. Er läßt niemanden ungestärkt von Sich gehen, der Ihm seine Not vorträgt im zuversichtlichen Glauben, daß Er ihm helfen kann und auch helfen wird. Denn niemals ist das Leid größer als Der, Der es auferlegt, Dessen Macht wahrlich genügt, dem Menschen Hilfe zu bringen in jeder Not. Darum haltet euch stets Seine Liebe, Weisheit und Allmacht vor Augen, so euch tiefes Leid drückt, und ihr werdet getröstet sein und geduldig Seine Hilfe erwarten ....

Amen


B.D. 3164                empfangen am  20.6.1944

Gottes Mittel in der Endzeit ....

Die wirksamsten Mittel zur Gewinnung der Seelen wendet Gott an in der Endzeit, weil Seine Liebe den Schwachen noch Rettung bringen will. Doch die Menschen stehen dem Glauben so fern, daß sie selbst außergewöhnliches Wirken sich natürlich zu erklären versuchen, als daß sie an die Kraft Gottes glauben, und darum werden sie auch den Wundern in der letzten Zeit wenig Beachtung schenken, die gleichfalls nur Mittel sind, den Glauben aufleben zu lassen oder ihn zu bestärken. Die Menschen der Endzeit sind völlig verweltlicht, sie glauben nicht an ein Leben nach dem Tode, an eine Macht, Die sie zur Verantwortung zieht, und somit auch nicht an außergewöhnliche Kraftäußerung dieser Macht, sie glauben nicht an die Macht des Gebetes, an eine Verbindung mit dem geistigen Reich, und daher können sie auch nicht hingewiesen werden auf das letzte Gericht, da sie solchen Hinweisen nur Spott und Abwehr entgegenbringen. Sie glauben völlig aufgeklärt zu sein, und jedes geistige Gespräch lehnen sie ab, weshalb sie auch nichts wissen von den Erscheinungen der Endzeit, die sich nun vor ihren Augen abspielen und doch ohne Eindruck bleiben. Doch auch unter diesen Menschen sind solche, die keine eigene Meinung haben und gewissermaßen Mitläufer sind, und derer gedenket Gott, und Er suchet sie aufmerksam zu machen durch Schicksalsschläge aller Art. Er bringt ihnen durch Sein Wort Seinen Willen zur Kenntnis, und Er macht sie nachdenklich durch das Geschehen, das die ganze Welt bewegt und den göttlichen Willen deutlich verrät. Denn so ihnen von mehreren Seiten Hinweise gegeben werden auf die Endzeit, achten sie auf deren Eintreffen, und sie werden ihr Ohr nicht völlig verschließen, so ihnen der Wille Gottes kundgetan wird. Es sind derer nur wenige, und dennoch wirbt Gott auch um diese wenigen, denn eine jede Seele sucht Er zu gewinnen, um ihr einen nochmaligen Gang auf Erden zu ersparen. Die Mittel, die Gott als letzte noch anwendet, erscheinen so lieblos und grausam, daß es schwer ist, sie den Menschen als Liebesbeweis Gottes hinzustellen, und doch sind sie nur in der großen Liebe Gottes erklärbar ....

Denn sowie das Ende bevorsteht, gibt es keine Möglichkeit mehr, zu reifen auf dieser Erde, und das Los der Seelen, die nicht zu belehren sind und die durch ihren Willen sich wieder von neuem versündigen an der ewigen Gottheit, ist ein so überaus qualvolles und erbarmungswürdiges, daß eine jede gerettete Seele ihrem Schöpfer ewig dankbar ist für die Mittel, die Seine Liebe angewendet hat. Den Schwachen sendet Er Seine Boten entgegen, die Verstockten sucht Er durch ungewöhnliche Leiden zu bestimmen, ihren Widerstand gegen Ihn aufzugeben, und die noch unentschieden sind, denen sucht Er die Entscheidung leichtzumachen, indem Er durch gläubige Menschen den Beweis liefert, daß der Glaube die Kraft in sich trägt .... indem Er sie außergewöhnliche Dinge vollbringen läßt unter Anruf Seines Namens und indem Er Sich Selbst den Menschen nahebringt, Sich ihnen offenbart im Wort und ihnen das Ende ankündigt. Er wirbt mit aller Liebe um Seine Geschöpfe, die in Gefahr sind, gänzlich abzufallen von Ihm, und Er wendet alle erdenklichen Mittel an, aber Er bestimmt sie nicht durch Zwang, sich Seinen Vorstellungen zu fügen, sondern Er läßt ihnen vollste Freiheit. Doch auch die Verantwortung müssen sie nun tragen, so sie die liebende Hand von sich stoßen, die sie immer und immer wieder vor dem Ende erfassen will ....

Amen


B.D. 3165                empfangen am  21.6.1944

Ohne Liebe keine Erlösung ....

Lebenskraft ....

Nur auf dem Wege der Liebe ist eine Erlösung möglich. Dieses Gesetz gilt sowohl auf Erden als auch im Jenseits und muß also von allen Wesen erfüllt werden, ansonsten sie ewig gebunden bleiben. Das Merkmal der Erlösung ist Licht und Kraft. Sowie das Wesen noch in Licht- und Kraftlosigkeit dahingeht, ist es unerlöst, es hat seine ursprüngliche Freiheit noch nicht zurückerhalten und sonach auch nicht die Fähigkeit, zu wirken in vollster Erkenntnis.Für das Wesen, das aber uranfänglich in aller Vollkommenheit stand, bedeutet der mangelhafte Zustand auch einen Zustand der Not und Qual, den es aber selbst verschuldet hat durch seinen Willen, durch seine Lieblosigkeit. Und nur durch die Liebe kann es wieder zu dem werden, was es war von Anbeginn. Daher wird die Liebe niemals ausgeschaltet werden können und muß sozusagen das Grundprinzip sein, ohne das es keine Höherentwicklung gibt. Wird die Liebe aber außer acht gelassen, so muß unweigerlich der Entwicklungsgang gehemmt werden, denn ein Kraft- und Lichtzustrom ist dann unmöglich, und wo dieser fehlt, ist ein chao-tischer Zustand die Folge. Denn in der Dunkelheit verwirrt sich alles, und die Kraftlosigkeit macht das Wesenhafte unfähig, sich zu befreien aus dem Zustand der Unvollkommenheit. Licht und Kraft, d.h. Wissen und Macht .... sind die Zeichen der Erlösung. Ein unerlöstes Wesen kann daher nichts austeilen, weil es selbst nichts besitzt; es kann also auch nicht liebetätig sein im Jenseits, und dieser Zustand ist äußerst qualvoll. Auf Erden aber steht dem Wesen Kraft zu Gebote auch im unerlösten Zustand, eine Kraft, die zwar nicht das Zeichen des Erlöstseins ist, sondern ihm als außerordentliche Gnade gewährt wird, um sich erlösen zu können. Es ist die ihm zuströmende Lebenskraft, die den Menschen befähigt, zu wirken in Liebe, um in den Besitz von Licht und geistiger Kraft zu gelangen. Darum ist das Erdenleben ein besonderer Gnadenakt, weil Gott dem Wesenhaften etwas zuleitet, wozu es eigentlich in seinem Ablehnungswillen gegen Gott nicht berechtigt ist ....

Er vermittelt ihm Kraft zum Wirken, obzwar Kraftempfang erst Anteil des Erlösten ist. Dieser Gnadenakt ist ungemein bedeutungsvoll, und doch bleibt er unerkannt und ungenützt ....

Das durch den Abfall von Gott schwach Gewordene empfängt Kraft zur Selbsterlösung, die es nur recht zu nützen braucht, um in den uranfänglichen Zustand der Freiheit, Erkenntnis und Macht zurückkehren zu können. Gott gab dem Wesenhaften ein Leben, das es nicht verdient hat, Er leitet ihm Kraft zu und gibt ihm ständig Möglichkeiten, sich in der Liebe zu betätigen, also die ihm zuströmende Lebenskraft zum Wirken in Liebe zu nützen und sich dadurch zu erlösen. Doch das Wesenhafte nützet diese außerordentliche Gnadengabe nicht, es lebt weiter in Lieblosigkeit dahin und lässet seine Lebensaufgabe unbeachtet, die ihm Licht und Kraft im Jenseits eintragen soll. Dort aber ist ihm jegliche Zufuhr von Kraft abgeschnitten, solange es nicht in sich die Liebe fühlt. Und daher ist der Entwicklungsgang im Jenseits nur unter sehr erschwerten Bedingungen fortzusetzen, wenn er nicht durch den Willen des Wesens selbst gänzlich abgebrochen oder nach unten fortgesetzt wird. Denn eine Rückentwicklung kann nun eintreten, wo das Wesen völlig licht- und kraftlos ist und durch seine Lieblosigkeit sich von Gott immer weiter entfernt. Ohne Liebe gibt es keine Erlösung, die Liebe aber muß frei in dem Wesenhaften zur Entfaltung kommen, und dazu gibt Gott ihm jede erdenkliche Gelegenheit. Und ob der Prozeß der Umwandlung zur Liebe Ewigkeiten dauert, er kann nicht umgangen werden, weil die Höherentwicklung ein Angleichen an die ewige Gottheit bedeutet, Die Selbst pur Liebe ist, und darum die Liebe in dem Wesenhaften zur Entfaltung gebracht werden muß, soll es wieder das werden, was es einstens war .... ein freies, licht- und kraftvolles Wesen, das in Gottes Nähe weilen darf ....

Amen


B.D. 3166                empfangen am  21.6.1944

Glaubenskampf ....

Der irdische Kampf wird beendet werden und statt dessen der Kampf entbrennen, der gegen den Glauben und gegen alles Geistige gerichtet ist. Es ist auch dies schon zuvor angekündigt worden, auf daß die Menschen erkennen, wann das Ende nahe ist, denn dieser Kampf geht dem letzten Ende voraus. Sowohl die Menschen als auch Gott fordert den letzten Entscheid, nur daß die Menschen fordern, daß der Glaube abgelehnt werde, während Gott fordert, daß Er anerkannt werde und diese Entscheidung unbedingt getroffen werden muß. Der Kampf um den Glauben ist noch um vieles wichtiger als der Kampf um irdische Güter und irdische Macht, denn nun wird es sich zeigen, wieweit die Menschheit noch Gott-verbunden ist, wieweit sie die Kraft aus Gott in Anspruch nimmt und also Widerstand leistet dem Begehren der Welt. Es wird sich zeigen, welche ungeheure Kraft im Glauben verborgen ist, d.h., um wie vieles kraftvoller der Mensch ist, der tief glaubt und dadurch auch dem Willen Gottes gemäß lebt, denn dieser braucht nicht aus sich allein tätig zu sein, sondern er ist immer in Verbindung mit Gott und kann sich die Kraft Gottes zunutze machen, so er um der Mitmenschen willen für Gott und den Glauben an Ihn eintreten soll. Und darum wird der kommende Glaubenskampf unvermeidlich sein, soll doch eine endgültige Klärung dadurch erzielt werden, daß eine Scheidung der Geister erfolgt, d.h. der guten und bösen Menschen, die am Ende ganz besonders auffällig in Erscheinung treten werden. Es wird dann nur noch Menschen geben, die in der Liebe leben und Gott mit allen Sinnen zu erfassen trachten, und solche, die alles verlachen und verfolgen, was auf göttliches Streben hinweist, die Gott leugnen und Seine Anhänger aufs ärgste anfeinden und vor keinem Mittel zurückscheuen, um das Ziel zu erreichen, Gott aus den Gedanken der Menschen zu verdrängen. Und es wird keine unschlüssigen oder wankelmütigen Menschen mehr geben, die sich noch nicht endgültig entschlossen haben, sondern wer nicht für Gott und den Glauben ist, der ist völlig wider Ihn und muß als Gegner Gottes angesprochen werden. Und diese endgültige Scheidung der Geister muß stattfinden, auf daß wieder eine Zeit des geistigen Aufblühens folgen kann, die zwar erst auf der neuen Welt beginnt, aber doch nach der völlig entgeisteten Zeit vor dem Ende der alten Erde ihren Anfang nimmt, denn die in der Liebe und in der Wahrheit stehenden Menschen werden sich finden und gemeinsam die kurze Zeit des Glaubenskampfes bestehen und den Ungläubigen auf Erden noch die Kraft des Glaubens beweisen, auf daß noch einigen wenigen die letzte Möglichkeit geboten wird, in das Lager der Gottgetreuen herüberzuwechseln .... (22.6.1944) Und bevor das Ende gekommen ist, wird sich eine klare Scheidung ergeben haben zwischen den Gott-zugehörigen und den Gott-abtrünnigen Menschen, die Gott nun richten wird nach Recht und Gerechtigkeit. Doch nur ein Glaubenskampf bringt diese Scheidung zuwege, und dieser muß durchgeführt werden mit aller Zähigkeit, und er wird große Anforderungen stellen an die Menschen, die Gott treu bleiben wollen, denn die Kampfesweise des Gegners ist brutal und rücksichtslos und kann sehr leicht die Menschen zum Abfall bewegen, die nicht ganz feststehen und sich des Schutzes von oben sicher fühlen. Doch ihrer Not gedenket Gott, und Er ist zur Hilfe immer bereit ....

Er wird Sich den Seinen offenbaren in der großen Not und sie stärken zum Widerstand, bis die Stunde der Erlösung aus der Gefahr für sie gekommen ist. Der geistige Kampf ist weit bedeutungsvoller als der Kampf der Völker gegeneinander, denn im letzteren verlieren die Menschen nur ihr zeitliches Leben, sie verlieren oder gewinnen irdische Güter, während es nun um ihr Seelenleben geht, das unvergänglich ist und das daher ganz anders geachtet werden muß. Kein Kampf ist zu schwer und kein Opfer zu groß, so es der Rettung der Seele gilt für die Ewigkeit. Und da die Menschen von selbst sich nicht die entscheidende Frage vorlegen, ob sie Gott oder die Welt anstreben sollen, muß der kommende Glaubenskampf sie vor diese Frage stellen, und es wird der Entscheid schwer sein für die Menschen, die nicht von selbst zu Gott gefunden haben und Ihn dennoch nicht verraten wollen. Der geistige Kampf wird große Kraft erfordern, die aber wieder nur von Gott Selbst empfangen werden kann. Und es muß der Mensch nun ernstlich die Verbindung suchen mit Ihm, will er diesen Kampf bestehen. Doch das Ende kommt unweigerlich, und es ist daran zu erkennen, daß des Glaubens wegen die Menschen zu Teufeln werden, denn sie suchen denen das Leben zu nehmen, die sich Gott zu eigen geben, und sie gehen nun gegen Gott Selbst vor. Und dies ist das Ende ....

Eine geistige Wende steht bevor, doch die alte Erde und ihre Bewohner erleben sie nicht. Es ist eine Neugestaltung der Erdoberfläche erforderlich, auf daß wieder eine neue Erlösungsperiode beginne mit den Menschen, die einen höheren Reifegrad aufweisen. Und darum ist auf der neuen Erde eine Zeit des Friedens, wo jeglicher Kampf, geistig oder irdisch, ausgeschaltet ist, weil die Menschen in der Liebe leben und in innigster Gott-Verbundenheit um Seinen Willen wissen und ihn eifrig zu erfüllen trachten. Sein Wille aber ist, zu leben in der göttlichen Ordnung .... in der Liebe zu Gott und zum Nächsten ....

Amen


B.D. 3167                empfangen am  22.u.23.6.1944

Los des Geistig-Toten im Jenseits ....

Geistig tot zu sein ist das schrecklichste Los, sowohl auf Erden als auch im Jenseits. Auf Erden spürt der Mensch dieses Los nicht, solange er sich an den Freuden der Welt schadlos hält, d.h. über diesen seine Seele vergißt und also auch des leblosen Zustandes dieser sich nicht bewußt ist. Denn nur seine Seele ist davon betroffen, während der Körper sich irdische Genüsse schafft, solange er lebt, und die Untätigkeit der Seele, ihre Kraftlosigkeit nicht empfindet. Erst so die Seele ins jenseitige Reich eintritt, so sie die körperliche Hülle abgelegt hat, kommt ihr die Kraftlosigkeit zum Bewußtsein und mit ihr das entsetzliche Los, das sie nun auf sich nehmen muß, weil sie das Erdenleben nicht dazu genützt hat, den Geist in sich zum Leben zu erwecken. Nun ist ihr die Gelegenheit genommen, sie kann nicht mehr aus eigener Kraft tätig sein, sondern ist in einem Zustand völliger Ohnmacht, aus dem sie sich nicht selbst befreien kann. Ihr fehlt jegliches Wissen, sie ist in völlige Dunkelheit gehüllt, lichtlos ist ihre Umgebung, ihr Seelenzustand, und daher ist sie auch gänzlich unfähig, in Liebe zu wirken, denn dieses erfordert Wissen, und Wissen ist Licht ....

Es werden diese Seelen zwar auch im Jenseits noch betreut von den Lichtwesen, doch da sie auf Erden schon alles ablehnten, was in das geistige Reich hinwies, so sind sie auch den Vorstellungen dieser Lichtwesen nicht zugänglich, und sie verharren oft in größter (Entsagung) Dürftigkeit, in einem erbarmungswürdigen Zustand, Ewigkeiten hindurch in der gleichen Finsternis. Und solange sie nicht liebend sich betätigen wollen im Jenseits, wird auch die Kraftlosigkeit nicht von ihnen weichen, weil Liebetätigkeit erst die Kraftzufuhr auslöst und die Liebetätigkeit aber wieder erst im freien Willen ausgeübt werden muß und dieser Wille oft bis aufs tiefste gesunken ist durch den Einfluß des Gegners von Gott ....

Auf Erden steht dem Menschen die Lebenskraft zur Verfügung, so daß er seinen Geist jederzeit zum Leben erwecken kann. Er kann den Zustand des Todes jederzeit beenden, er kann liebetätig sein, weil ihm dazu die Lebenskraft zur Verfügung steht. Und sowie er liebetätig ist, erwacht sein Geist zum Leben, und es bedeutet dies Licht- und Kraftempfang. Der geistig tote Mensch weiß nichts von Dingen des geistigen Reiches, er weiß nichts vom Walten und Wirken Gottes, von Seiner Liebe und Weisheit und Allmacht, er weiß nichts von seinem Tiefstand, von seiner einstigen Bestimmung und seinem Abfall von Gott; und diese Unkenntnis macht ihn zu einem geistig untätigen Geschöpf, denn es kann nicht wirken seiner Bestimmung gemäß, sondern ist zur Untätigkeit verdammt, weil es sich selbst nicht davon befreit. Der geistig tote Mensch läßt nichts auf sich einwirken, was ihn umgibt, er sieht nur mit den Augen des Körpers, und sein irdisches Leben sucht er in jeder Weise auszuleben, ungeachtet des Geistes, der ihm als Begleiter beigegeben ist, um ihn recht zu leiten. Und es kann der Mensch am Ende seines Lebens auf ein langes, irdisch genossenes Leben zurückblicken und doch tot sein im Geist, und es ist dieser Tod weit schlimmer als das nun eintretende Ableben seines Körpers, denn seine Seele vergeht nicht, sie geht durch das Tor des Todes ein in das jenseitige Reich, sie ist sich ihres Seins bewußt und doch völlig kraft- und lichtlos, ohnmächtig zum Handeln und in völlig finsterer Umgebung, und sie empfindet dies ungewöhnlich qualvoll, weil sie den zuvorigen Zustand des Lebens auf der Erde, wo sie wirken und handeln konnte nach ihrem Willen, nun begehrt mit allen Sinnen und ihr keine Erfüllung wird. Sie ist tot und hat doch das Bewußtsein ihrer Existenz, sie ist kraftlos und weiß um das Glück, Kraft zu besitzen; sie ist unwissend und hat daher kein Mittel, sich aus ihrem Zustand zu befreien, denn sie kann im Jenseits nur etwas empfangen, so sie selbst gibt ....

Der Mensch auf Erden kann sich von den Qualen einer geistig toten Seele keine Vorstellung machen, weil er noch inmitten der Lebenskraft steht, die er so lange beziehen kann, wie er auf Erden weilt, und weil er tätig sein kann nach seinem Willen. Und es bedeutet auf Erden schon großes Leid und Trübsal, wenn ein Mensch dieser Lebenskraft teilweise beraubt wird, er also durch Krankheit unfähig wird, zu wirken und zu schaffen ....

Dieser Zustand im vielfach verstärkten Maße ist das Los derer, die geistig tot in das jenseitige Reich hinübergehen, die den Geist in sich nicht zum Leben erweckten durch recht genützte Lebenskraft, durch Wirken in Liebe, die auf Erden lebten, ohne geistig zu leben, weil sie das irdische Leben zu hoch einschätzten und ihres eigentlichen Zweckes nicht gedachten, der darin besteht, sich zu formen nach Gottes Willen, auf daß der Geist in ihnen lebendig werde und ihre Aufwärtsentwicklung fördern kann ....

Amen


B.D. 3168                empfangen am  23.6.1944

Widerlegen der Einwände des Ungläubigen ....

Der wissende Mensch wird jeden Einwand widerlegen können, den der ungläubige Mensch anführt, um seinen Unglauben damit zu begründen. Denn so er einmal das rechte Wissen, die göttliche Weisheit, entgegengenommen hat, wird er jede falsche Ansicht entkräften können, weil ihm selbst jeder Zweifel gelöst und jede Frage beantwortet worden ist und er somit die eigene Erkenntnis den Einwänden des Ungläubigen entgegensetzen kann. Er kann nun sein Wissen verwerten, er kann selbst aufklärend wirken, Irrtümer berichtigen, Fragen beantworten; er kann lehren und Weisheiten austeilen, die jedoch nur dann als (Wahrheit) Weisheit erkannt werden, wenn der Zuhörer ernsten Verlangens nach Wahrheit ist. Denn um einen Ungläubigen zum Glauben zu gewinnen, muß der Lehrende fähig sein, alle Bedenken in ihm zu zerstreuen, er muß ihm die göttliche Wahrheit in einer Weise nahebringen, daß auch der verstandestätige Mensch sich ihr nicht verschließen kann, so er ernstlich über das Vernommene nachdenkt. Er muß das Wissen, das er dem Mitmenschen weitergeben will, logisch zu begründen suchen, so daß selbst der Kritiker nicht restlos ablehnen kann, sondern er dazu Stellung nehmen muß. Das Wissen, das er selbst empfangen hat, verpflichtet ihn zum Weiterleiten, es befähigt ihn aber auch dazu, so daß er nur etwas ausführt, wozu er vorbereitet worden ist durch das Zuleiten der Wahrheit aus Gott. Zwar werden ihm Gegner erstehen, die gar mächtig an seinem Wissen rütteln wollen, denn überall, wo die Wahrheit verbreitet wird, sucht auch der Gegner Gottes sich durchzusetzen, um jene zu unterbinden. Doch wer um der Wahrheit willen sich für diese einsetzet, wer nicht irdisch Ehre und Ruhm zu gewinnen sucht, der wird keinen Gegner zu fürchten brauchen, denn er spricht nur im Auftrag Gottes, und er steht nun auch in der Kraft Gottes, so er Sein Wort vertritt. Was Gott zuvor dem Menschen in Seiner Liebe vermittelt hat, um ihn als Wahrheitsträger auszubilden, das bleibt unwiderruflich sein geistiges Eigentum, selbst wenn er gedanklich es noch nicht ganz beherrscht, doch so er die lehrende Tätigkeit ausübt, werden ihm die Gedanken zuströmen, wie er sie benötigt, um für die Wahrheit zu sprechen. Und es werden seine Worte auch überzeugen, so auch der Partner um der reinen Wahrheit willen eine Aussprache gesucht hat. Doch erfolglos werden sie an den Ohren dessen verhallen, der nur aus Streitlust Einwände aufwirft, an deren Widerlegung ihm nichts gelegen ist. Doch der Vertreter der reinen Wahrheit wird dies bald erkennen und mit seinen Worten sparsam umgehen, denn sein Wissen teilet er nur aus, wo es begehrt wird, weil Gott es ihm ins Herz legt, weil es kostbares Gut ist, das auch er nur empfangen konnte durch inniges Verlangen danach ....

Amen


B.D. 3169                empfangen am  24.6.1944

Vorzeitiges Abscheiden letzte Gnade ....

Ungezählte Seelen gehen in unreifem Zustand bei ihrem Ableben in das geistige Reich hinüber, und ihr Los ist darum wenig beneidenswert. Das Lichtreich ist ihnen verschlossen, und sie sind in einer Umgebung, die ihrem unreifen Zustand angepaßt ist .... die ihnen aber durchaus nicht zusagt, denn in diesen Seelen ist die Ichliebe besonders stark entwickelt, weshalb sie auch auf Erden wenig Liebe am Nächsten geübt haben und keinen hohen Entwicklungsgrad erreichen konnten. Die Ichliebe nun läßt sie ihr mangelhaftes Los besonders schwer empfinden, denn nirgends wird sie diese befriedigen können. Zwar stellt ihr das eigene Verlangen alles vor, was sie sich wünscht, doch sowie sie es zu ergreifen sucht, erkennt sie, daß es nur Trugbilder sind, und diese Erkenntnis ist desto quälender, je verlangender sie die irdischen Güter begehrt. Sie hat im Erdenleben die Materie noch nicht überwunden und nimmt das Verlangen danach mit in das Jenseits hinüber, und folglich hat sie auch nicht das Bedürfnis, auszuteilen und die Seelen, die ihr Los teilen, zu beglücken, weil sie auch auf Erden wenig Mitgefühl hatte für die Leiden und Sorgen der Mitmenschen. Und doch gewähret Gott auch diesen Seelen noch Gnaden und gibt ihnen erneut Entwicklungsmöglichkeiten, so daß sie auch im Jenseits noch zu höherer Reife gelangen können. Denn durch ihren Hang zur Erde, der allen unreifen Seelen eigen ist, halten sie sich noch vorwiegend in Erdennähe auf, und sie können nun die durch Menschenhand ausgeführten Vernichtungen sehen, sie erkennen daraus die Wertlosigkeit irdischer Güter, sie sehen die irdische Not auf Erden und können sogar dadurch sich veranlaßt fühlen, ihren Hilfswillen zum Ausdruck zu bringen. Und also trägt die irdische Not bei einzelnen Seelen zur Änderung ihres Denkens bei, und sie überwinden die Ich-Liebe und stehen nun im Anfang ihrer Höherentwicklung im Jenseits. Diese Gnade wird heut unzähligen Menschen noch von Gott gewährt, daß also die Lieblosigkeit der Menschen zwar ihr irdisches Ende herbeiführt, da das Erdenleben nicht genützt wird zum Zwecke der Höherentwicklung der Seelen, daß aber die nun abgeschiedenen Seelen sich dennoch in Erdennähe aufhalten dürfen, um nun an dem Leid und Elend der Menschen ihre Gesinnung zu wandeln, um die Wertlosigkeit irdischer Güter einzusehen und das Verlangen danach zu unterdrükken. Ist aber die Ichliebe außergewöhnlich stark, dann trägt auch diese irdische Not nicht zur Änderung bei, dann wird das Verlangen nur immer heftiger werden nach den Gütern der Welt, und die eigene Phantasie wird ihm alle Dinge vorgaukeln, die das Wesen sich ersehnt. Dann ist aber auch der Zustand außergewöhnlich quälend, und es ist die Seele in größter Gefahr, sich rückschrittlich zu entwickeln und die letzte Gnade im jenseitigen Reich nicht mehr zu nützen. Es ist diese Gefahr groß, und doch ist das Ableben vor dem letzten Ende für solche unreife Seelen noch eine Gnade, denn dann gibt es keine Möglichkeit mehr, zu reifen im Jenseits trotz niedrigen Reifegrades. Es ist darum das vorzeitige Ableben ein Beweis der göttlichen Liebe, die solchen Seelen noch Rettung bringen möchte, da sie im Erdenleben versagt haben. Es ist ein letztes Mittel, sich zur Liebe zu wandeln, und Gott lässet kein Mittel unversucht, um allem Wesenhaften noch Rettung zu bringen, ehe es zu spät ist. Doch wie es diese Mittel nützet, ist seinem freien Willen anheimgestellt ....

Amen


B.D. 3170                empfangen am  25.6.1944

Einfluß der geistigen Kräfte dem Willen des Menschen gemäß ....

Es bringen sich immer die geistigen Kräfte zur Geltung, die durch den Willen des Menschen anerkannt werden, und also wird auch der Gedankengang des einzelnen beeinflußt von jenen Kräften. Nun muß sich der Mensch ernstlich darüber Rechenschaft ablegen, ob sein Wille dem Guten oder dem Schlechten zugewandt ist, denn seinem Verlangen, seinem Denken und Willen entsprechend, wird er gefördert von geistigen Kräften, die ihn für sich gewinnen wollen. Sein Lebenswandel ist entscheidend, welche geistigen Kräfte sich ihm zugesellen, ferner ist die Einstellung zu Gott bestimmend, welche Macht diese Wesen über ihn haben, denn ein inniges Gebet zu Gott um Hilfe verdrängt die Feinde seiner Seele, wenngleich der Mensch den Versuchungen erlegen ist und sich zu Taten hinreißen ließ, die sichtliches Einwirken schlechter Kräfte verraten. Es nützen die schlechten Geistwesen oft die Schwäche des Menschen aus, und sie bestimmen ihn zu Taten, die nicht recht sind vor Gott. Bringt aber der Mensch den Willen auf, sich mit Gott im Gebet zu verbinden, so erkennt er bald das Unrechte seines Denkens und Handelns, und er macht sich frei von den ihn bedrängenden Kräften, indem er Gott um Hilfe anruft wider den Versucher. Dagegen wird der Mensch, dessen Trachten stets dem Guten gilt, von guten Kräften gelenkt und auch geschützt werden, so daß er von den schlechten Geisteskräften nicht bedrängt werden kann und die guten Kräfte nun erfolgreich an ihm arbeiten können, indem sie seine Gedanken nun lenken und ihm viele geistige Reichtümer vermitteln, ihn aber auch bestimmen zu eifriger Seelenarbeit. Er wird stets und ständig die Verbindung suchen mit Gott und dadurch auch hell und klar erkennen, was dem Willen Gottes entgegengerichtet ist. Also wird er auch sich fernhalten von Menschen, die dem Willen Gottes zuwiderhandeln, und ebenso hält er sich auch die geistigen Wesen fern durch seinen Willen, gut zu sein. Er kann Widerstand leisten und sich verschließen den Einflüsterungen schlechter Kräfte, weil schon ein Gott-zugewandter Gedanke deren Wirken Einhalt gebietet, der Mensch also nimmermehr schutzlos ihnen preisgegeben ist, wie umgekehrt die Macht jener Geistwesen groß ist, so der Mensch selbst willig ist, mit ihnen in Verbindung zu treten durch Abkehr von Gott, durch unrechte Gedanken und Verlangen nach der Welt und ihren Gütern, die nur Lockmittel sind von seiten des Feindes seiner Seele, um ihn von Gott abwendig und ihm geneigt zu machen. Der Mensch kann Widerstand leisten, er ist dazu stark genug, sowie er sich im Gebet mit Gott verbindet. Schaltet er aber Gott aus, so überläßt er sich den Kräften und räumt ihnen die Macht über sich ein, aus der er sich dann schwer befreien kann. Wie des Menschen Sinnen und Trachten ist, so ist auch seine geistige Umgebung .... denn der Mensch bestimmt selbst diese, und er muß sich auch verantworten für sein Denken, Fühlen und Wollen, weil es sein völlig freier Wille ist, welchen Kräften er sich ausliefert. Denn keines geistigen Wesens Einfluß ist so groß, daß er gegen seinen Willen gezwungen wird zum Handeln und Denken. Er genießet den Schutz Gottes, so er Ihn anrufet und also die Verbindung mit Ihm herstellt, ansonsten er sich den Kräften der Finsternis ausliefert und dies ebenfalls sein freier Wille ist ....

Amen


B.D. 3171                empfangen am  26.6.1944

Göttliche Gnadensonne ....

Wort Gottes ....

Die göttliche Gnadensonne sendet ununterbrochen ihre Strahlen zur Erde nieder, und wer in ihrem Lichtkreis zu stehen begehrt, der wird ihre Strahlen wohltätig empfinden und leben. Doch auch nur dieser wird leben, denn es ist das Leben des Geistes, das durch die göttliche Gnadensonne erweckt und gefördert wird. Die Menschheit lebt dahin, ohne um die Wohltat und die Wirkung der Strahlen zu wissen, die durch die Liebe Gottes zur Erde geleitet werden, und darum ist sie tot im Geist, sie kennt nicht das wahre Leben, wenngleich sie sich lebend wähnt. Und dieser Zustand des Todes kann nur gewandelt werden durch das Licht der göttlichen Gnadensonne, doch ohne diese bleibt es finstere Nacht in den Herzen der Menschen, und geistiger Tiefstand, Not und Trübsal sind die Begleiterscheinungen einer solchen Finsternis. Doch selig, dem in solcher Not das Verlangen kommt nach Licht, der einem Strahl nachgeht, der ihm wie ein schwacher Lichtschimmer den Weg weiset dorthin, wo die Gnadensonne hell und leuchtend scheint und die Herzen der Menschen erwärmt und belebt. Jeder Strahl übt seine Wirkung aus, und wer einmal diese gespüret hat, dessen Verlangen steigert sich, und er entziehet sich dieser Strahlenwirkung nimmer, denn er weiß nun, was Leben heißt, und kehrt in den toten Zustand zuvor nicht mehr zurück ....

Die göttliche Gnadensonne aber ist das Wort Gottes, das von Gott ausgeht, von Ihm zeuget und wieder zu Ihm zurückführt .... es sind die geistigen Strahlen, die in Gott ihren Ursprung haben und auch unweigerlich wieder zurückkehren zu Ihm ....

Sie verströmen im Weltall und suchen das Gottferne zu sammeln, um es wieder zu Gott zurückzubringen. Das Wort Gottes ist die zum Ausdruck gebrachte Ausstrahlung Gottes, die geistige Kraft, die den Menschen hörbar zum Ausdruck bringt, was die Liebe Gottes Seinen Geschöpfen vermitteln will. Und was von Gott ausgeht, muß lebenerweckend sein, also muß leben, wer Sein Wort empfängt, wer sich Seiner Kraft nicht entzieht. Die Erde hat an sich kein Licht, es muß ihr zuströmen, und so wie die natürliche Sonne ihre Strahlen zur Erde sendet, um ihr irdisches Bestehen zu sichern, um aller Kreatur das irdische Leben zu gewährleisten, so ist auch die göttliche Gnadensonne unbedingt nötig für die finstere Geisteswelt, die noch in der irdischen Schöpfung verkörpert ist. Insbesondere aber benötigt der Mensch deren Strahlen zur Belebung seines Geistes, denn auch er kann von sich aus kein Licht in die Seele bringen, es muß ihm zugeleitet werden, auf daß es hell wird in ihm und er das rechte Leben kennenlerne, auf daß seine Seele tätig werde und schaffe und wirke in Liebe. Denn alles, was lebt, muß tätig sein, und was untätig ist, ist tot im Geist. Gott in Seiner unendlichen Liebe weiß um die Seligkeit unausgesetzten Liebewirkens, Er weiß um die Seligkeit des ewigen Lebens, das ständige Tätigkeit bedeutet unter Zufuhr von Kraft aus Ihm. Und darum sucht Er, die Menschen durch diese Zufuhr von Kraft in den Seligkeitszustand zu versetzen, jedoch immer ihren freien Willen achtend. Darum strahlet die göttliche Gnadensonne nicht überall, sondern nur dort, wo sie begehrt wird ....

Darum tönet das Wort Gottes nur denen, die es begehren, selbst wenn es überall dargeboten wird. Denn das Wort Gottes ist wie ein Licht, das wohl leuchtet, wo seinen Strahlen Eingang gewährt wird, das aber nimmermehr leuchten kann, so es unter einen Scheffel gestellt wird. Die Menschen müssen den Strahlen der göttlichen Gnadensonne nachgehen, sie dürfen ihnen nicht entfliehen, wollen sie die Wärme und Kraft verspüren und zugleich die Liebe Gottes, die ihnen diese Wohltat zuwendet, um sie vom Tode zum Leben zu erwecken. Die Liebe Gottes höret nimmer auf, und Sein Gnadenquell versieget nicht, Er lässet die Sonne scheinen über Gerechte und Ungerechte ....

Er sendet überallhin Sein Wort .... doch wer die Sonne meidet und sich wohl fühlet im Schatten der Dunkelheit, dem kann Er nicht das Leben geben .... er bleibt tot im Geist, er bleibt in Nacht und Finsternis ....

Amen


B.D. 3172                empfangen am  27.6.1944

Lichte Höhen ....

Selbstlose oder verkehrte Liebe ....

Aus lichten Höhen tönet die Stimme Gottes zur Erde herab, und in diesen hohen Regionen regieret Liebe, und die Liebe spricht zu den Menschen und suchet sie zur Liebe zu wandeln, weil wieder nur eine zur Liebe gewordene Seele in diese lichten Höhen eingehen kann. Und darum muß der Seele der Weg gezeigt werden, wie sie zur Liebe sich gestalten kann, und diesen Weg weiset ihr Gott Selbst durch Sein Wort ....

Wo also Liebe gelehrt wird, wo der Mensch zum Liebewirken angehalten wird, wo immer die Liebe zu Gott und zum Nächsten den Menschen nahegelegt wird, dort ist Gott Selbst am Werk, und Er redet durch jene, die die göttliche Liebelehre verbreiten. Und diese sollt ihr hören. Ihr brauchet nicht zu fürchten, dem Irrtum zu verfallen, ihr brauchet keine feindlichen Kräfte zu fürchten, die euch von der Wahrheit abbringen wollen, sondern ihr könnet ohne Zweifel Gott Selbst als Geber betrachten, weil die Liebe nur gepredigt werden kann von Menschen, die aus lichten Höhen ihr Wissen empfangen. Die Liebe ist göttlichen Ursprungs, und nimmermehr bedienet sich ein Mensch oder ein geistiges Wesen Worten der Liebe, der abseits von Gott steht, also der Liebe fern ist. Doch immer wird, wer Liebe lehrt, mit lichten Höhen in Verbindung stehen, und Gott Selbst wird ihm die Worte in den Mund legen, auf daß sie nicht ohne Wirkung bleiben, denn es ist Sein Wort, das der Mensch weitergibt, so er die Liebe predigt. Doch auf eines müssen die Menschen achten, daß nur die reine, selbstlose Liebe göttlich ist, während die verlangende Liebe nicht den Anspruch darauf hat, als göttliche Liebe angesprochen zu werden. Göttliche Liebe will geben, und die göttliche Liebelehre gebietet immer nur Liebe zu Gott und zum Nächsten, niemals aber soll die Liebe zu sich selbst überwiegen, weil dann das Verlangen einsetzt, das die reine Liebe erstickt ....

Die verkehrte Liebe hat als Ziel immer etwas Materielles, sie sucht etwas zu besitzen, was noch unreife geistige Substanzen in sich trägt, und sie ist daher irdisch, sie entspringt dem Verlangen nach irdischen Gütern, nach vermehrtem Wohlleben des Körpers ....

Und eine solche Liebe kann nicht göttlich sein, denn die göttliche Liebe hat nur Gott zum Ziel, wie sie auch von Gott nur ausgehen kann. Eine gewissenhafte Prüfung seiner Gefühle wird dem Menschen die Bestätigung geben, daß die Liebe zum Irdischen die Liebe zu Gott verringert, während die selbstlose, reine Liebe die Liebe zu Gott bestärkt. Und daher wird die reine selbstlose Liebe beglücken, während die irdische Liebe Begierden auslöst, die nach ständiger Erfüllung rufen. Aus lichten Höhen strahlt die Liebe fortgesetzt zur Erde hernieder in Form von Gaben, die der Seele verhelfen sollen, sich mit ihrem Geist zu vereinen, also wieder in lichte Höhen zurückzukehren. Die verkehrte Liebe aber trennt die Seele vom Geist, sie hindert dessen Erwachen und Entfaltung, und sie drängt also die Seele in die Tiefe; es ist eine selbstsüchtige Liebe, die an sich nicht Liebe genannt werden dürfte, weil sie nicht göttlich ist, sondern das Merkmal dessen, der ohne Liebe ist und daher in stetem Wirken die Liebe zu entkräften sucht. Gott sucht durch Sein Wort die Menschen zur Liebe zu wandeln. Sein Gegner sucht durch die Welt diese Liebe sich anzueignen, der Mensch selbst kann nun im freien Willen dem Wort Gottes Gehör schenken und somit die göttliche Liebeausstrahlung in Empfang nehmen, um durch sie wieder in die Nähe Gottes zurückzukehren. Er kann aber auch der Welt verfallen, die mit ihren falschen Strahlen locket und glänzet und die Liebe des Menschen zur Ichliebe werden läßt; dann strebt er unaufhaltsam dem entgegen, der bar jeder Liebe ist ....

Amen


B.D. 3173                empfangen am  28.6.1944

Lieblosigkeit - Zerstörung der Schöpfung ....

Eruption ....

Aus (In?) einer Welt des Hasses kann keine Liebe geboren werden, und darum werden die Menschen immer feindselig gegeneinander vorgehen und so ihren eigenen Untergang beschleunigen, denn Lieblosigkeit bedeutet das Ende dessen, was Gott geschaffen hat, Lieblosigkeit begünstigt die Zerstörung in jeder Weise. Sie ist die Triebkraft des Vernichtungswillens, und da Gott dem menschlichen Willen die Freiheit gegeben hat, ihn auszuführen, und er von unten her dazu Kraft empfängt, so tobt sich der Mensch aus in erschreckender Weise, und es muß dies den beschleunigten Untergang zur Folge haben. Eine Welt des Hasses und der Lieblosigkeit ist in äußerster Gottferne und kann Seine Kraft nicht mehr empfangen, der sie selbst sich verschließt. Sonach kann es kein Bestehen mehr für diese Welt geben, und somit ist die geistige Begründung eines Unterganges der alten Erde gegeben, und unzählige Geistwesen treten im Auftrag Gottes in Aktion und bringen eine gewaltige Eruption zustande, denn es wollen diese Geistwesen ihren alten Aufenthaltsort verlassen, sie lechzen nach Befreiung, um nun ihrerseits den Erdengang der Aufwärtsentwicklung zu beginnen in verschiedenster Form. Irdisch bedeutet es Erschütterung der Erde in ihrem Kern und eine totale Umänderung der Außenform, Vergehen alter Schöpfungen und Entstehen völlig neuer Formen, die dem noch unreifen Geistigen Aufenthalt gewähren. Es bedeutet ferner das Ende unzähliger Menschen und jeglicher lebenden Kreatur, es bedeutet eine Zerstörung der Schöpfungswerke durch göttlichen Willen, weil Gott in neuen Schöpfungswerken wieder dem Geistigen Gelegenheit geben will, sich Ihm zu nähern, die übergroße Entfernung zu verringern und sich zu wandeln zuerst im gebundenen und zuletzt im freien Willen. Haß und Lieblosigkeit zerstören, die Liebe Gottes aber richtet wieder auf ....

Es soll nichts verlorengehen, und was durch verkehrten Willen sich unempfänglich macht für die Kraft, die es erhält, das vergeht und muß in anderer Form so lange verweilen, bis sein Wille sich gewandelt hat und es die Kraft aus Gott begehrt. Denn ohne diese kann kein Wesen zur Höhe gelangen, ohne diese kann kein Wesen selig werden, weil die Kraft aus Gott erst das Leben gibt und Leben erst das Endziel eines jeden Wesens ist ....

Amen


B.D. 3174                empfangen am  28.u.29.6.1944

Wandlung des Wesens - Kraftanforderung - Wille ....

Der Wille des Menschen kann eine völlige Wandlung seines Wesens zuwege bringen, wenn er sich die Kraft zur Ausführung erbittet von Gott und dann seinem Willen die Tat folgen läßt. Denn ihm steht die Kraft wohl zur Verfügung, sowie sie angefordert wird, es muß jedoch erst der Wille des Menschen sich äußern, weil eine Wandlung des Wesens nur im freien Willen stattfinden kann, wenn sich der Mensch mit Gott, als dem Geber der Kraft, in Verbindung setzt. Es muß also unbedingt Gott anerkannt werden, der Mensch muß Ihm seine Schwäche eingestehen und also sich Ihm unterwerfen und Ihn in aller Demut um Seinen Beistand bitten. Dann hat sich der Gott-abgekehrte Wille Ihm wieder zugewandt, und jede Tat, die er nun vollbringt, wird zu seiner Wandlung beitragen, denn ein Gott-zugewandter Wille kann nun nichts mehr tun, was Gott-widrig ist, weil die Kraft aus Gott seinem Wirken zugrunde liegt. Die Verbindung mit Gott ist sein sicherster Schutz dafür, Handlungen zu begehen, die dem Willen Gottes entgegengerichtet sind. Und darum muß inniges Gebet um Kraft ihm stets einen geistigen Fortschritt eintragen, während ein Mensch ohne Kraftanforderung keinen Wandel seines Wesens verzeichnen kann, denn er ist zu schwach, seinen Willen zur Ausführung zu bringen, sowie er sich überheblichen Geistes stark genug dafür glaubt. Irdische Taten zwar wird er ausführen können unter Nützung der ihm ständig zuströmenden Lebenskraft, es bringen diese aber nur dann eine Wandlung der Seele, seines Wesenhaften, zuwege, wenn sie im Liebeswirken bestehen, und dies bekundet schon einen Gott-zugewandten Willen, der auch dann die Verbindung mit Gott anstreben wird. Also wird ein Mensch, der uneigennützige Liebeswerke verrichtet, sich auch bejahend einstellen zu Gott, er wird die Kraft aus Gott empfangen können als Folge seines Liebewirkens, und es ist letzteres dann unbewußtes Anfordern der Kraft, die ihm zur Verfügung steht, während das bewußte Anfordern, das Gebet um Kraft, sein Denken, Wollen und Handeln bestimmt, in Liebe zu wirken, so daß dies gleichfalls geistige Wandlung bedeutet. Es kann aber ein Mensch unentwegt irdisch tätig sein, ohne daß seine Tätigkeit ein Liebeswirken ist, dann trägt diese Tätigkeit keineswegs zur Wandlung seines Wesens bei, weil ihm nur die Lebenskraft zuströmt, nicht aber die geistige Kraft, die sein Wesen umgestaltet. Und ein solcher Mensch hat unbedingt das Gebet nötig, er muß sich diese Kraft anfordern, was zuvor seinen Willen bedingt, sich so zu formen, wie es seine Aufgabe ist auf Erden. Dieser Wille aber hat zur Voraussetzung, daß der Mensch einen Sinn und Zweck seines Erdenlebens anerkennt und daß er an eine Wesenheit glaubt, vor Der er sich verantworten muß. Mangelt dieser Glaube, dann wird er auch niemals den Willen aufbringen zu einer Wandlung seines Wesens und die dazu nötige Kraft anfordern. Dann lebt er sein Erdenleben völlig erfolglos, so er nicht aus eigenem Antrieb die Liebe übt, die ihn unweigerlich dem Erkennen entgegenführt, so daß er zuletzt doch das rechte Verhältnis zu Gott herstellt, sich Ihm anzugleichen versucht und dazu die erforderliche Kraft von dem höchsten und vollkommensten Wesen erbittet. Sowie sich nur der Wille Gott zuwendet, nimmt Gott Sich auch des Menschen an, da dies schon der Beginn des Wandelns des Wesenhaften ist, dessen Gottabgewandter Wille die Ursache seiner Verkörperung auf Erden ist. Doch der Mensch kann die ihm zuströmende Kraft vermehren bis ins ungemessene, sowie er sie begehrt und darum bittet. Dann wird ihm niemals die Kraft mangeln, an seiner Vollendung zu arbeiten, er wird fort und fort Liebestaten ausführen können und dadurch sich der ewigen Gottheit angleichen, und er wird stets mehr und mehr bewußt Fühlung nehmen mit Gott, denn dies ist das Merkmal der Kraft aus Gott, daß sie zu unentwegter Tätigkeit antreibt und den Menschen Gott entgegenführt, so daß seine geistige Entwicklung ungehindert vor sich geht und er sein Ziel erreicht, solange er auf Erden weilt ....

Amen


B.D. 3175                empfangen am  30.6.1944

Verantwortung der Lehrenden ....

Wahrheit ....

Eine ungeheure Verantwortung nimmt der Mensch auf sich, der sich erbietet, den Mitmenschen geistiges Wissen zu vermitteln, denn er trägt dann nicht die Verantwortung für dessen irdisches Leben, sondern für das der Seele, die unvergänglich ist, die bei Vermittlung des rechten Wissens sich durch ihren Willen das ewige Leben erringen kann, aber auch bei Vermittlung des Irrtums dem geistigen Tode verfallen kann. Und darum muß der Lehren-Wollende zuerst in der Wahrheit stehen, um diese verbreiten zu können .... er muß selbst um die große Gefahr wissen, die das Verbreiten von Irrlehren für die Seele bedeutet. Und er muß alle Vorbedingungen kennen und auch erfüllen, die ihm die reine Wahrheit gewährleisten. Dieses Wissen vermittelt ihm Gott Selbst, so er ernsten Willens ist. Er belehret ihn in der faßlichsten Weise, sowie es sein Wille ist, den Mitmenschen die Wahrheit zu bringen zum Heil ihrer Seelen. Er muß sich aber auch dessen bewußt sein, welche verantwortungsreiche Aufgabe er übernommen hat, damit er unentwegt nur die reine Wahrheit anstrebt, um sie nun auch empfangen zu können. Also es muß der Mensch sein Amt vollbewußt ausführen, es muß ihn selbst die Wahrheit so bewegen, daß es ihn drängt, sie den Mitmenschen weiterzugeben, er darf nicht lau und träge werden, weil dies sein Wahrheitsverlangen schwächt und also eine Gefahr bedeutet. Es hat der Lehren-Wollende gewissermaßen das seelische Los derer in der Hand, die von ihm das Wissen entgegennehmen, und dessen muß er eingedenk bleiben während seiner lehrenden Tätigkeit. Darum muß die Überzeugung erst in seinem Herzen Wurzeln schlagen, er muß selbst so tief eindringen in die Wahrheit, daß er sie voll und ganz vertreten kann auch den Mitmenschen gegenüber. Und dieser Zustand erst befähigt ihn zum Wirken für Gott, und er ist die Folge eines Gott voll und ganz zugewandten Willens. Durch die bedingungslose Hingabe an Gott wird er sich nun so wandeln, daß er zum Träger des Lichtes, der reinen Wahrheit aus Gott, werden kann. Der Wille muß vom Menschen selbst ausgehen, dann geht ihm von Gott auch die Kraft zu, den Willen in die Tat umzusetzen. Also wird der Mensch, dem das Seelenheil der Mitmenschen am Herzen liegt, auch fähig werden, diesen zu helfen, er wird fähig werden, sie zu belehren, indem ihm selbst das geistige Gut vermittelt wird, das er nun weiterleiten kann. Es soll die lehrende Tätigkeit nicht als ein Beruf aufgefaßt werden im irdischen Sinne, sondern in vollster Uneigennützigkeit soll den Mitmenschen das geboten werden, was Gott zuvor dem Lehrenden Selbst geboten hat, ihn soll nur die Liebe zu Gott und zum Nächsten, zu dem unerlösten Menschen, antreiben, lehrend tätig zu sein, und dies wird nur dann der Fall sein, wenn er selbst um die Aufgabe des Menschen auf Erden weiß, wenn er also durch eigenen Gott-gefälligen Lebenswandel und einen Gott völlig untergeordneten Willen gewürdigt wurde, die Wahrheit von Gott zu empfangen. Dann nimmt er sein Lehramt ernst, und er strebt nur danach, sein Wissen zu erweitern, um es an den Mitmenschen unverändert weiterzugeben. Dann wird er auch sich der Verantwortung bewußt sein und von sich aus ernstlich streben nach Wahrheit, und dann kann er auch unbedenklich das empfangene geistige Gut vermitteln denen, die es begehren, er kann Liebe lehren denen, die noch unwissend sind, und sie dadurch auf den rechten Weg leiten, der zu Gott, zum ewigen Leben führt. Und darum kann als Lehrender nur der Mensch in Betracht kommen, der kein anderes Ziel kennt, als Gott zu dienen, und Ihm dies durch seinen ständigen Willen kundgibt, geistiges Gut zu empfangen, der also stets und ständig die Verbindung mit Gott aufrechterhält und nun von Ihm eingeführt wird in das rechte Wissen, in die Wahrheit aus Gott ....

Amen


B.D. 3176                empfangen am  30.6.1944

Lebensweg vorbestimmt je nach Willen ....

Der Lebensweg des Menschen entspricht dem Reifezustand der Seele bei ihrer Verkörperung auf Erden, d.h.,es ist ihm von Gott das Erdenleben so vorgezeichnet, daß die Seele die beste Möglichkeit hat, sich zur Höhe zu entwickeln. Ist nun der Mensch auf seine Seele bedacht, so nützet er auch jede Gelegenheit, und er erreicht auf Erden sein Ziel, er gleicht sich der ewigen Gottheit an durch einen Lebenswandel nach dem Willen Gottes. Er kann aber auch alle Gelegenheiten ungenützt vorübergehen lassen, und es bedeutet dies einen geistigen Stillstand, ein Manko in seiner Entwicklung. Und dieses Manko soll nun wieder ausgeglichen werden, und darum tritt das Leben oft mit großen Anforderungen an ihn heran, die seine ganze Kraft erfordern, so er ihnen nachkommen will. Ihm wird also gewissermaßen noch einmal die Gelegenheit geboten, sich zu üben in der Nächstenliebe, indem von ihm Dinge gefordert werden, die seinen ganzen Willen benötigen, die aber dienende Nächstenliebe voraussetzen. Erfüllt er diese Anforderungen, so muß er seinen Willen tätig werden lassen und zum Wohl der Mitmenschen nun wirken. Und eine solche Tätigkeit kann der Seele die Reife eintragen, weil sie die Nächstenliebe als Triebkraft hat und diese das wirksamste Mittel ist zur Erlangung der Seelenreife. Ist der Mensch von Jugend an in dienender Nächstenliebe tätig, so nützet er eine jede Gelegenheit, die sich ihm bietet, zur geistigen Fortentwicklung, denn dann erkennt er auch hell und klar den Sinn und Zweck seines Erdendaseins. Ist er jedoch lau und träge und ist sein Herz versteinert gegen das Leid der Mitmenschen, dann lässet er auch jegliche Entwicklungsmöglichkeit vorübergehen, er denkt nur an sich selbst, und er läßt die Not der Mitmenschen unbeachtet, er lebt nun auch in völliger Unkenntnis seiner eigentlichen Erdenaufgabe, und also strebt er auch nicht bewußt zur Höhe. Es kann nun schon vor der Verkörperung als Mensch die Seele überaus willig gewesen sein, und diese Willigkeit trägt ihm nun einen Erdenlauf ein, der ihm sehr hohen geistigen Fortschritt bringen kann, denn seinem Willen entsprechend gibt ihm Gott auch die Gelegenheit, ihn tätig werden zu lassen. Ihm wird also das Leben verhältnismäßig leichtfallen insofern, als daß seine Seele keinen Widerstand leistet, sondern willig und strebend den Geboten Gottes nachkommt, weil ihr die Kraft zugeht als Folge ihrer Willigkeit. Denn es ist die Kraft der Liebe, die jedes Liebeswirken wieder nach sich zieht. Eine willige Seele aber sträubt sich nicht, Liebeswerke zu verrichten, weil selbst in ihr die Liebe wohnt und weil die Liebe im Herzen unentwegt zur Liebetätigkeit anregt. Und darum wird ihm überreich Gelegenheit geboten, ganz gleich, wie er diese Gelegenheit nützet. Je weniger Widerstand nun ein Mensch dem inneren Drängen entgegensetzt, desto schneller reifet die Seele, denn sie wird dann fortgesetzt zum Liebeswirken angespornt, und so wandelt sich die Seele langsam zur Liebe, sie erfüllt ihre Aufgabe auf Erden, und jedes Erlebnis trägt zu ihrer Höherentwicklung bei. Denn je nach ihrer Willigkeit ist auch das Erdenleben für die Seele vorbestimmt, das sie nun mit großem Erfolg zurücklegen kann .... daß sie die Seelenreife erlangt auf Erden, die ihr den Eintritt in das Lichtreich sofort nach ihrem Ableben gestattet ....

Amen


B.D. 3177                empfangen am  2.7.1944

Erkennen der göttlichen Gnadengabe ....

Die größte Gnade ist das Zuleiten des Wortes Gottes in einer Form, daß es nicht nur einem Menschen, sondern der Allgemeinheit mitgeteilt werden kann. Ein Vorgang, der so außergewöhnlich ist, muß als eine besondere Gnade erkannt werden, als ein Liebeswerk Gottes an der Menschheit, das zu ihrer Rettung vollbracht wird. Und wer darüber ernstlich nachdenkt, den muß die Liebe Gottes tief berühren und mit großer Dankbarkeit erfüllen, weiß er doch auch sich selbst erfaßt von dieser Liebe, so er die Gelegenheit nützet und das Wort Gottes tief in sein Herz eindringen läßt. Doch zumeist wird diese Gnadengabe nicht erkannt. Es wird nicht des außergewöhnlichen Vorganges geachtet wie auch nicht der tiefen Weisheit, die das vermittelte Wort in sich birgt. Denn der Verstand des Menschen sucht alles irdisch zu erklären, und er sieht die Ursache der geistigen Ergebnisse in der besonderen Fähigkeit des Empfangenden, sein eigenes Gedankengut niederzuschreiben, weil ihm selbst der Glaube fehlt an ein liebevolles Wesen, Das in Seiner Weisheit und Allmacht den Menschen zu helfen sucht. Denn dieser Glaube ist unbedingt erforderlich, um die göttliche Gnadengabe als solche zu erkennen. Und darum kann das Wort Gottes nicht verbreitet werden wie eine Weltanschauung, weil nicht irdische Fragen aufgeworfen und erörtert werden, für geistige Belehrungen aber der Glaube fehlt und somit das Wort Gottes nicht der Welt angehört, sondern denen, die außerhalb derer stehen, d.h. sie schon so weit überwunden haben, daß ihnen nur noch die geistige Welt begehrenswert dünkt. Und darum findet die göttliche Gnadengabe so wenig Beachtung und Anerkennung, denn es sieht und hört die Menschheit mit den Augen und Ohren des Körpers, und diese gehören noch der Welt an, weswegen sie nur das beachten, was ihrem irdischen Leben nützet und was sie daher auch vertreten und verbreiten wollen. Doch die Gott-suchenden, gläubigen Menschen werden das Wort Gottes erkennen. Sie spüren die göttliche Fürsorge und wissen sich gelenkt, und also ist es ihnen auch verständlich, daß ein Schöpfer Seine Geschöpfe nicht ohne Hilfe läßt, so sie in Not sind. Und daß sie in Not sind, erkennen sie ebenfalls daran, daß kein geistiges Streben unter der Menschheit ist und daß dieses nur durch das Wort Gottes erreicht werden kann, so die Menschen willig sind. Denn das Wort Gottes ist das Bindemittel, das die Gott-fernen Menschen wieder in das rechte Verhältnis zu Gott versetzen kann. Es ist der Weg, der aus dem irdischen Reich in das geistige Reich führt, es ist der Kraftquell, der die Menschen fähig macht, dem göttlichen Willen gemäß zu leben. Und einem gläubigen Menschen wird es auch nicht unmöglich erscheinen, daß Gott Sich außergewöhnlich äußert, denn er erkennt auch das Außergewöhnliche Seines Wirkens und ist darüber beglückt. Und nun wird sein Glaube und seine Liebe zu Gott vertieft, und er strebt Ihm immer eifriger entgegen. Also lässet er die Gnade an sich wirksam werden, die ihm durch das Wort Gottes zuströmt, und er reifet an seiner Seele, er nimmt zu an Erkenntnis und formt sich zur Liebe ....

Amen


B.D. 3178                empfangen am  3.u.4.7.1944

Vorzeitiges Zerstören der Form ....

Das Vergehen einer Form bedeutet nicht ihr Ende, sondern nur einen Wechsel, eine Veränderung dessen, was sichtbar ist, also eine neue Hülle dessen, was unsichtbar ist und eine sichtbare Außenform benötigt. Und es ist dieser Wechsel immer ein Fortschritt, es ist das Zeichen einer gelösten Aufgabe, des Erfüllens einer dem Sichtbaren zugewiesenen Tätigkeit, die das Geistige darin ausgeführt hat. Und darum wird das Geistige das Vergehen der Außenform begrüßen, es wird jede alte Außenform bereitwillig hingeben, weil jede neue Hülle eine Stufe der Höherentwicklung ist, ein Schritt zur Vollendung, die ihm die Freiheit einträgt, das Freiwerden von der Materie, die für das Geistige einen Zwang bedeutet. Doch der Zeitraum eines Aufenthaltes in jeglicher Form ist von Gott festgesetzt, und nur das Innehalten dieses Zeitraumes bringt dem Geistigen die Reife, die es zum Beleben der nächsten Außenform benötigt. Wird aber diese Entwicklungszeit abgebrochen, was nur durch den Willen des Menschen geschehen kann, dann wird das Geistige in seinem Entwicklungsgang gestört, es wird wider-rechtlich am Ausreifen gehindert, und obwohl es jeder Form bereitwillig entflieht, so es diese überwunden hat, ist das gewaltsame Unterbrechen seiner Entwicklung keine Erlösung, sondern es empört sich das Geistige darüber, daß es ganz gegen seinen Willen bestimmt wird vom menschlichen Willen, seine alte Hülle zu verlassen, ohne den Reifegrad erlangt zu haben, der Bedingung ist zum Beleben der nächsten Form. Es ist nun gewissermaßen in der Freiheit, und es kann diese Freiheit nicht gebrauchen, denn es mangelt ihm an Kraft, die das Geistige erst empfängt im letzten Stadium als Mensch und dann erst das ausführen kann, was es selbst will. In den Vorstadien aber besitzt es nur so viel Kraft, um die Tätigkeit auszuführen, die ihm zugewiesen ist in der bestimmten Hülle. Ist aber die Hülle widerrechtlich zerstört worden, dann kann es sich nur äußern, indem es sich dem Geistigen in einer anderen Form zugesellt, daß es also gleichsam das darin befindliche Geistige zu erhöhter Tätigkeit antreibt, was ihm auch vorübergehend von Gott aus nicht verwehrt wird, bis es wieder in einer neuen Außenform gebunden und zu neuer Tätigkeit zugelassen ist. Durch den öfteren Wandel seiner Außenform wird das Reifen des Geistigen begünstigt, doch nimmermehr durch gewaltsame Zerstörungen, die vielmehr das Reifen verzögern und dadurch den Entwicklungsgang verlängern. Die göttliche Ordnung wird dadurch umgestoßen, was niemals ohne Nachteil bleiben wird, und zwar werden die Menschen selbst die Folgen dessen spüren, nur sich nicht Rechenschaft ablegen, daß sie selbst die Urheber sind von jeder mißlichen Lebenslage, die mit der Naturschöpfung zusammenhängt. Denn das vorzeitig frei gewordene Geistige bedrängt solche Naturschöpfungen, und diese wieder werden außergewöhnlich tätig, was zu Komplikationen innerhalb der Schöpfungswerke führt, die mehr oder weniger schwer sind, je nach der widerrechtlichen Zerstörung dessen, was Gott zum Zwecke des Ausreifens des Geistigen erstehen ließ. Denn wenn auch das Vergehen einer jeglichen Form dem göttlichen Naturgesetz entspricht, so darf doch nicht die Zeitdauer jener Form willkürlich verkürzt werden, es sei denn, eine solche Zerstörung geht vor sich in der Absicht, neue Ausreifungsmöglichkeiten zu schaffen, indem das Geistige erhöhte Gelegenheit hat, sich dienend zu betätigen, und diese Zerstörungen und Umgestaltungen der alten Form ein Akt der uneigennützigen Nächstenliebe ist, also sie zum Segen für die Mitmenschen ausgeführt wird. Es entspricht ein solches Auflösen oder Zerstören der alten Form auch dem Willen Gottes und kann von einem vorzeitigen Freiwerden des Geistigen nicht mehr gesprochen werden. Denn es entstehen neue Außenformen durch den Willen des Menschen, die nicht zwecklos sind, und das Geistige darin wird vor neue Aufgaben gestellt, durch welche die Entwicklung fortschreitet. Das Geistige also ist unzerstörbar, doch dem Menschen nicht sichtbar; das Sichtbare aber kann sich wohl auflösen und die alte Form zerfallen, es ist aber ebenfalls Kraft Gottes, die nicht vergeht, sondern nur vorübergehend zurückgezogen wird, bis der Wille Gottes sie wieder umgestaltet hat zu einer anderen, dem Menschen sichtbaren Form. Es sind immer wieder neue Schöpfungsakte, welche die Liebe Gottes zum Anlaß haben, um dem Geistigen zur Vollendung zu verhelfen, und ein immerwährendes Werden und Vergehen ist das sichtbare Zeichen einer ständigen Aufwärtsentwicklung, bis das Geistige die letzte Form, den menschlichen Körper, beleben darf, die ihm die endgültige Freiwerdung eintragen kann, so sein freier Wille sie recht nützet, also es freiwillig seine dienende Erdenaufgabe erfüllt, wozu ihm überreich Gelegenheit geboten wird ....

Amen


B.D. 3179                empfangen am  6.7.1944

Zeit der Not und Trübsal auch für die Gläubigen ....

Je lebendiger der Glaube ist, desto inniger wird die Verbindung sein mit Gott und desto merklicher auch die Kraftzufuhr, die den Menschen alles ertragen läßt, was ihm auferlegt ist. Denn die kommende Zeit wird große Anforderungen stellen an alle Menschen, und auch die Gläubigen werden innig um Kraft bitten müssen. Und es wird wie ein Sturm kommen über sie, der sie umzureißen droht, und nur die innige Fühlungnahme mit Gott lässet sie standhalten. Doch niemals ist die Not größer als Der, Der sie sendet, Der auch immer bereit ist, zu helfen, so Er gläubig um Beistand angerufen wird. Doch um der gesamten Menschheit willen ist die kommende Not unabwendbar, und verständlicherweise werden auch die Gläubigen nicht unberührt bleiben davon, nur können sie selbst sich diese verringern durch das gläubige Gebet. Es treiben die Menschen dem Höhepunkt entgegen, sie schrecken vor nichts zurück, so es dem Vernichtung bringt, den sie als Feind betrachten, und sie stürzen sich dadurch in große Schuld, die nicht anders gesühnt werden kann, als daß sie selbst unter dem leiden müssen, was sie dem anderen zufügen wollen. Und darum wird die Not alle treffen, denn überall sind Schuldige, wenn auch mitten unter ihnen Gläubige weilen, die nun das schwere Los auch auf sich nehmen müssen. Der Glaube wird sie stärken, und je lebendiger dieser ist, desto leichter tragbar wird die Not sein. Und sie werden auch vermögen, auf den Mitmenschen einzuwirken und manche von ihnen zum Glauben an Gott zurückzuführen. Denn darum sendet Gott die Not, daß sie sich noch erzieherisch auswirke an den wenigen, die noch zu retten sind. Und darum ist die große kommende Not eine Gnade vor dem Ende, sie ist noch ein Mittel zur Gewinnung der Seelen, die durch den schweren Druck, durch Trübsal und Elend nachdenklich werden und sich ernsthaft zu wandeln suchen. Denen soll der lebendige Glaube des Mitmenschen auf den rechten Weg helfen, er soll auch ihnen zum Glauben verhelfen und ihn Fühlung nehmen lassen mit Gott ....

Und das sollen sich die Gläubigen stets vorhalten, daß sie benötigt werden in dieser Notzeit, daß Gott sie nicht vorher abruft, um in ihnen lebendige Zeugen auf Erden zu haben, die für Ihn und Seine Lehren eintreten, die offensichtliche Beweise sind für die einem tiefen Glauben entströmende Kraft Gottes und die statt Seiner reden und wirken sollen auf Erden unter denen, die Gott fernstehen. Nur Menschen können als Mittler auf Erden wirken, nur Menschen können das Wort Gottes empfangen und weiterleiten, weil Gott Selbst Sich nicht offensichtlich äußern kann, um die Glaubens- und Willensfreiheit nicht zu gefährden. Und es müssen dies Menschen sein, die selbst lebendig zu glauben vermögen und die auch durch Leid und Trübsal sich nicht niederdrücken lassen, sondern immer den Ungläubigen den Beweis liefern, daß die Kraft des Glaubens sie durchströmt und sie widerstandsfähig macht gegen alle irdische Drangsal. Sie müssen die Not der Zeit mit auf ihre Schultern nehmen, sie müssen sich wappnen mit der Kraft, die ihnen aus innigem Gebet zu Gott erwächst. Sie müssen stets und ständig bereit sein, als williges Werkzeug Gott zu dienen, wann und wo Er es für gut hält, und sie müssen deshalb alles ergeben auf sich nehmen und voller Geduld harren der Hilfe Dessen, Der ihnen Seinen Beistand zugesichert hat, Der sie nicht in der Not lässet, so sie Ihm gläubig vertrauen ....

Amen


B.D. 3180                empfangen am  6.7.1944

Innige Verbindung mit Gott geboten ....

Dem Gebot der Stunde müsset ihr alle nachkommen, und dieses lautet: Verbindet euch innig mit Gott, denn nur mit Ihm werdet ihr euch behaupten können in der Welt. Dringender denn je ist es, daß ihr Ihn suchet, daß ihr euch Ihm antraget und um Seine Gnade und Seinen Segen bittet, denn die Not wird groß sein, und keiner wird euch helfen können als nur der Eine, Der über Himmel und Erde regieret. Und darum sollt ihr euch Ihm verbinden, und zwar mit allem Eifer, denn es ist nicht mehr lange Zeit, daß ihr außergewöhnliche Kraft benötigt. Und dann werdet ihr nicht mehr den Willen aufbringen können, an Ihn heranzutreten, so alles um euch zusammenzubrechen droht. Darum rufet Ihn zuvor schon an und bittet Ihn, daß Er eure Kraft vermehre, daß Er alle Schwäche von euch nehme, daß Er Sich eurer erbarme und euch nicht fallenlasse in den Versuchungen, die jedem Gläubigen von seiten der irdischen Welt drohen werden. Das innige Gebet zuvor findet Erhörung, sowie es nur dem geistigen Wohl gilt, und es brauchen die Menschen nicht zu fürchten, daß Gott Sich ihrer Sorgen und Nöte nicht annehme ....

Er wird Sich zeigen denen, die Kraft benötigen, sowie sie zuvor schon in engster Verbindung standen mit Gott, denn deren Liebe lohnet Er ....

Es sind Seine Kinder, die Er aus allen Gefahren behutsam herausführen wird. Und darum glaubet an Ihn, glaubet an Seine Macht und an Seine Liebe, die euch ununterbrochen betreut, und glaubet, daß Er alles so lenkt, daß es für euch gut ist, auch wenn ihr dies nicht gleich erkennet. So ihr euch lebendig die Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes vorstellt, so wird ein tiefer innerer Friede einziehen in euer Herz, denn dann wisset ihr auch, daß nichts über euch kommen kann, es sei denn, es verhilft der Seele zur Reife. Und wie es auch kommt, es ist Gottes Wille, dem ihr euch unterordnen sollt, auf daß ihr nicht mehr widersetzlich Gott gegenübertretet, sondern in tiefer, wahrer Kindesliebe Ihn um Seinen Beistand bittet, den Er euch wahrlich nicht versagen wird ....

Amen


B.D. 3181                empfangen am  7.7.1944

Binden des Gegners von Gott ....

Mißbrauch der Macht ....

Gottes Macht ist unbeschränkt, und sie erstreckt sich auch in das Reich dessen, der Sein Gegner ist. Auch diese geistige Welt ist Ihm untertan, und dennoch läßt Er Seinem Gegner große Freiheit, indem Er ihm die Gewalt nicht nimmt über die Seele des Menschen, doch nur bis zu einer gewissen Grenze. Es ist der Mensch nicht schutzlos der Gewalt des Bösen ausgeliefert, denn er kann ihm seinen Willen und seine Liebe entgegensetzen, und dann ist der Gegner Gottes völlig machtlos. Und Gott steht dem Menschen in jeder Weise zur Seite, so er sich an Ihn wendet um Hilfe. Doch es behält jener die (Macht) Gewalt über den Menschen, so dieser selbst sie einräumt. Gott aber läßt dies zu, weil der Mensch selbst tätig werden muß, will er vollkommen werden. Es müssen ihm sowohl nach oben wie nach unten die Wege frei bleiben, er muß das Böse aus eigenem Antrieb meiden und dem Guten zustreben. Darum muß auch das Böse ihn beeinflussen können und kann deshalb nicht gänzlich verbannt sein in der Welt. Doch so der Wille des Menschen zu schwach ist und er keine Unterstützung durch Gott erbittet, liefert er sich selbst der Macht des Bösen aus, und dieser nützet sie in einer Weise, daß er Gott gänzlich zu verdrängen sucht, daß er alles Wesenhafte auf der Erde in seinen Bann zu schlagen sucht und in einer Weise tätig ist, die Gott nun bestimmt, Seine Macht dagegenzusetzen und Seinen Gegner zu schlagen auf lange Zeit, ihn zu binden, d.h., ihm seine Macht zu nehmen. Denn Ihm untersteht das gesamte geistige Reich, und auch das muß sich Seinem Willen und Seiner Macht beugen, was sich Ihm nicht freiwillig unterstellt. Und so die Zeit gekommen ist, wird ihm jegliche Macht genommen. Seine Gegnerschaft erstreckt sich darauf, das Geistige von Gott zu trennen, es in endlose Ferne zu versetzen und es in seine Gewalt zu bekommen. Das Geistige aber muß aus eigenem Willen Gott zustreben, will es in Dessen Nähe kommen. Gezwungen wird es weder von Gott, noch kann es der Gegner Gottes gezwungenerweise sich zuleiten, sondern eine jede Macht sucht es für sich zu gewinnen, nur mit entgegengesetzten Mitteln ....

Und es hat der Gegner von Gott auch die Zulassung bekommen, das Wesenhafte, die Seele des Menschen, zu beeinflussen, jedoch immer unter der Voraussetzung, daß der Mensch auch Kenntnis hat von der ewigen Gottheit und von Ihrem Walten und Wirken und sich daher frei entscheiden kann für eine der beiden Mächte, für Gut oder Böse ....

Sowie aber der Gegner Gottes diese Zulassung mißbraucht insofern, als daß er der Menschheit das Wissen um Gott und Sein Wirken entziehen will, tritt die unbegrenzte Macht Gottes in Aktion, und Er nimmt ihm nun jegliche Macht für eine Zeit, auf daß das Gottzustrebende Geistige ungehindert ist, also wieder zurückkehren kann zu Dem, von Dem es ursprünglich ausgegangen ist. Gottes Macht ist unbeschränkt, und ob auch der Gegner seine Macht entfaltet und scheinbar Erfolg hat, so ist doch diese Macht ihm erst von Gott gegeben, und Er kann sie ihm nehmen, wie und wann Er will. Es regieret nur ein Wille über Himmel und Erde, und dieser regieret in aller Weisheit und Liebe ....

Die Macht aber, die sich äußert der Weisheit und Liebe entgegengesetzt, ist niemals göttlich und daher auch nicht von Bestand .... sie muß sich beugen vor dem Höchsten, so Dieser ein Unterwerfen verlangt, so die Willensfreiheit mißbraucht wird in einer Weise, die über seine Befugnis geht .... so der Gegner Gottes gegen Ihn Selbst vorgeht und alles Geistige mit sich ziehen will ....

Dann läßt Gott ihn Seine Macht fühlen, Er bindet ihn und macht ihn unschädlich auf lange Zeit ....

Amen


B.D. 3182                empfangen am  8.7.1944

Quelle der Weisheit ....

Wort Gottes ....

Wirkung ....

Eine zuverlässigere Quelle der Weisheit als das Wort Gottes gibt es nicht, denn von Gott geht die Wahrheit aus, und Er Selbst vermittelt sie den Menschen durch Sein Wort. Wer daher unentwegt schöpfet aus dieser Quelle, der braucht niemals zu befürchten, sich im Irrtum zu befinden, denn das Empfangen des göttlichen Wortes ist eine Kraftäußerung geistiger Mächte. Es verfügen aber nur Lichtwesen über Kraft, und diese werden niemals Irrtum verbreiten, da sie selbst in der Wahrheit stehen und diese auch den Menschen auf Erden in ihrer Liebe darbieten wollen. Nur ein Kraftübermittlungs-Vorgang kann das göttliche Wort in einer Form zur Erde leiten, daß es auch für die Mitmenschen offensichtlich vorhanden ist und also nun bestehenbleibt als offensichtliches Wirken Gottes, Dessen Liebe zu dem Unerlösten diesem ein Mittel zuwenden will, daß es frei werde und das ewige Leben gewinne. Also muß das, was sichtlich entsteht, ausgehen von Wesen, die Kraft empfangen und austeilen können, was voraussetzt, daß sie diese Kraft von Gott beziehen, also sie gleichsam nur die Ausführenden des göttlichen Willens sind. Folglich ist das Wort ursprünglich von Gott ausgegangen und muß sonach reine Wahrheit sein, es muß tiefste Weisheit in sich bergen und eine überaus segensvolle Wirkung haben .... es muß die Menschen in das Erkennen leiten, sie wissend machen und umgestalten nach göttlichem Willen. Denn dieser wird durch das Wort Gottes den Menschen kundgetan, und so der Mensch aus freiem Antrieb den Willen Gottes zu erfüllen sucht, wandelt er sich selbst, d.h. seine Seele, zur Liebe ....

Und dies ist Zweck seines Aufenthaltes auf der Erde, daß er sich der ewigen Gottheit angleiche, daß er sein Gott-widersetzliches Wesen wandle und seinen Willen dem Willen Gottes unterstelle. Und dazu leitet ihn das Wort Gottes an, es ist ihm gewissermaßen Wegweiser auf seiner Erdenlebensbahn, es ist das Mittel, das unweigerlich zum Ziel führt, so es befolgt wird, weil der Mensch nun den Zustand der Unkenntnis, der sein Anteil war durch seinen einstigen Abfall von Gott, wandelt in den freien Zustand der Erkenntnis, der Vorbedingung ist, um das ewige Leben zu erwerben ....

Die göttliche Wahrheit wird immer dazu beitragen, daß sich der Mensch vervollkommnet, sowie er sie auf sich wirken läßt, d.h. sich der Erkenntnis nicht verschließt. Und Wahrheit wird immer dort sein, wo Gott Selbst wirken kann, wo Er ein aufnahmefähiges und -williges Herz findet. Die Fähigkeit bedingt einen gerechten Lebenswandel, die Willigkeit Verlangen nach der Wahrheit. Beides aber ist wieder die Wirkung des göttliche Wortes, so es dem Menschen durch Mittler dargeboten wird und er es ohne Widerstand aufnimmt, denn die Wahrheit wird immer an ihrer Auswirkung zu erkennen sein, daß sie zu Gott hinführt, von wo sie ausgeht. Es ist das Wort Gottes also der Lebensquell der Seele, es ist der Born, an dem unaufhörlich zu schöpfen ist, dem klarstes Wasser entströmt, das die Seele stärkt und erquickt. Es ist das der Seele auf Erden Nötigste, das durch nichts ersetzt werden kann und das darum von Gottes unendlicher Liebe stets und ständig zur Erde geleitet wird, da die Menschen ohne dieses darben müßten an ihren Seelen und nicht Leben, sondern Tod in der Ewigkeit ihr Los wäre. Doch nur Gott ist der Ausgang der reinen Wahrheit, und nur dort kann die Wahrheit empfangen werden, wo Gott in Seiner Liebe, Weisheit und Allmacht anerkannt und Sein Wort bewußt erbeten wird. Dann erst wird das Wort Gottes als Wahrheit erkannt und unübertrefflich in seiner Wirkung sein ....

Amen


B.D. 3183                empfangen am  8.u.9.7.1944

Das Geheimnis der ewigen Liebe ....

Das ist das Geheimnis der ewigen Liebe, daß sie Grundelement ist, daß sie Kraft ist und somit göttliche Ursubstanz, also auch der Inbegriff des göttlichen Wesens. Sie ist gleichsam etwas Stoffliches in geistiger Form, also die Substanz eines Wesens, Das nur als reiner Geist zu denken ist und also nicht die Liebe als Eigenschaft besitzt, sondern pur Liebe ist. Für den noch materiellen Menschen ist dies unvorstellbar und unbegreiflich und darum also ein Geheimnis so lange, bis er sich selbst gewandelt hat zur Liebe, bis er durch seine Wandlung sich von einem Kraftstrom durchdrungen fühlt, der ihn erhebt und unsichtbar an die ewige Liebe Selbst kettet, bis er sich im Liebeswirken innig verbunden fühlt mit Gott. Dann wird ihm zwar das Geheimnis der ewigen Liebe noch nicht enthüllt, doch das Wesen der ewigen Gottheit nimmt immer mehr Form an .... es erkennt der Mensch, daß die Liebe von Gott untrennbar ist, daß alles, was ist, in ihr seinen Ursprung hat, daß also die sichtbare und die unsichtbare Welt nur Äußerung dieser gewaltigen Liebe ist .... daß die Liebe also in sich eine Kraft ist, deren Auswirkung unbegrenzt ist. Es wird daher die Liebe als Substanz der ewigen Gottheit gelten, weil Diese ohne die Liebe einfach nicht vorstellbar ist ....

Nur der Mensch, der sich selbst zur Liebe gestaltet auf Erden, gewinnt eine Vorstellung, die der Wahrheit sich nähert, indem er Gott nun in allem sieht, das aus Seiner Liebekraft hervorgegangen ist, und er nun den Schöpfer in Seinen Schöpfungen erkennt. Denn letztere bleiben immer Erzeugnisse der Urkraft, und die Urkraft ist die Liebe, also Gott Selbst. Und darum muß auch das Geschaffene unvergänglich sein, weil Gott Sich Selbst nicht zerstören kann. Und es müssen die Schöpfungen im engsten Zusammenhang mit dem Schöpfer stehen, weil eine Kraft nicht teilbar ist, die göttliche Liebe aber als Ursubstanz jeglicher Schöpfung, als Kraft, anzusprechen ist .... als ewige Gottheit, Die somit auch überall gegenwärtig ist in Ihrer Wesenheit, wo die Kraft der Liebe, ein Schöpfungswerk, ersichtlich ist. Liebe, Kraft, Schöpfung ist immer das gleiche .... eine nie versiegende Ausstrahlung dessen, was Ursubstanz der ewigen Gottheit ist. Gott ist gleichzeitig Kraft und Wesenheit, Er ist Selbst die Liebe und strömt Liebe aus, Er ist ein Geist von Ewigkeit, Der stofflich wird als Liebe, als Kraft, die nun in Erscheinung tritt, ansonsten der Geist Gottes niemals gespürt werden könnte. Es ist dies ein Geheimnis, das dem Menschen verhüllt bleibt bis zu seiner Verklärung, wenngleich es ihm durch Gottes unendliche Liebe offenbart wird ....

Doch der Mensch als solcher fasset es nicht, bis er sich selbst zur Liebe gewandelt hat ....

Amen


B.D. 3184                empfangen am  9.7.1944

Zulassung des Glaubenskampfes von Gott ....

In größte seelische Konflikte werden die Menschen kommen durch weltliche Bestimmungen, und diese Zeit ist nicht mehr fern. Sie werden gedrängt werden zu einer offenen Stellungnahme ihrem Glauben gegenüber, und Gott läßt dies zu, weil es notwendig ist, daß sich die Menschen mit einer Frage auseinandersetzen, die ihr Seelenheil betrifft und die sie bisher unbeachtet gelassen haben. Er läßt es zu, daß sie bedrängt werden von irdischer Macht, daß sie in Notlagen geraten um des Glaubens willen, auf daß sie sich selbst klar entscheiden, wie sie zu ihrem Glauben stehen. Er läßt einem jeden Menschen Freiheit, d.h., von Gott aus wird kein Mensch gezwungen, Ihn anzuerkennen, so ihn nicht die innere Stimme mahnet, Gott treu zu bleiben, und er sich durch diese Stimme innerlich gezwungen fühlt, Ihn zu bekennen vor der Welt. Diesen inneren Mahner und Warner wird Gott zwar sprechen lassen dort, wo noch Zweifel herrschen und der Mensch zu schwachen Willens ist. Er wird allen beistehen, die noch unentschlossen sind, Er wird ihnen gläubige Menschen zusenden und durch diese an ihre Herzen pochen, Er wird Sich allen nahebringen im Wort, in Leid und in der Not, Er wird Sich ihnen offenbaren, und bei gutem Willen, Gott zu erkennen und Seinen Willen zu erfüllen, wird auch der Mensch wissen, wie er sich entscheiden soll, denn ihm helfen dann auch die Lichtwesen, die ihn betreuen, und sie lenken seine Gedanken recht. Es werden aber auch viele Menschen wegwerfen, was ihnen das Kostbarste sein sollte .... den Glauben an Jesus Christus als göttlichen Erlöser ....

Sie werden ohne Bedenken sich für die Welt entscheiden und ihre Seelen in arge Not bringen. Und diese warnet Gott noch zuvor, indem Er ihnen Selbst entgegentritt durch Seine Werkzeuge .... indem Er sie die Kraft des Glaubens kennen lehrt und also außergewöhnliche Beweise gibt, die sie zum Glauben führen können, so sie nicht ganz Gott-widersetzlich sind. Und darum lässet Er den Kampf wider den Glauben zu, Er läßt ihn Formen annehmen, die die Verworfenheit der Menschen kennzeichnen, denn Er Selbst will in dieser Zeit Sich äußern, damit noch die Menschen gerettet werden, die eines großen Anstoßes bedürfen, um gläubig zu werden. Er wird daher die irdische Macht nicht hindern, so sie offen vorgeht gegen die sich zu Gott bekennenden Menschen. Denn nun werden die Menschen gezwungen zum Entscheid, und dieser Entscheid ist überaus wichtig für die Seelen, bestimmt er doch das Los der Seele in der Ewigkeit, ob sie zum Leben oder zum Tode erwacht, so sie von dieser Erde scheidet. Und auf daß die Menschen sich recht entscheiden, sucht Gott sie noch zuvor zum Erkennen zu leiten, Er sucht sie zu beeinflussen durch irdische und geistige Diener, die ihnen beistehen, so sie ungewiß sind, was sie tun sollen. Doch ihren Willen zwingt Er nicht, und darum ist es nötig, daß die Menschen von irdischer Seite zum Entscheid gedrängt werden und ihnen so die Freiheit ihres Handelns gewährleistet ist ....

Amen


B.D. 3185                empfangen am  10.7.1944

Verkehrter Wille ....

Eingriff Gottes ....

Dem Willen der Menschen gebietet Gott nicht, doch ihren Taten gebietet Er Einhalt, so Er es für nötig erachtet. Und darum sind die Menschen in einer Weise tätig, die völlig der göttlichen Ordnung widerspricht. Und sie werden von Gott aus nicht daran gehindert, damit sie selbst erkennen sollen, wohin es führt, wenn sie ihr Denken und Handeln nicht Gott unterstellen. Und was sie tun, das tun sie aus sich heraus, ohne Verbindung mit Gott, im Gefühl ihrer eigenen Kraft und der Überzeugung richtigen Denkens, wenn sie ihre Stärke anwenden, um gegen den Schwachen vorzugehen. Es ist dies ein Denken und Handeln, das nicht den Geboten der Gottes- und Nächstenliebe entspricht, und folglich verstößt der Mensch gegen die göttliche Ordnung. Ihm wird nun die Freiheit seines Willens nicht beschnitten, sein Handeln wird nicht unterbunden, damit der Mensch selbst an den Auswirkungen erkennt, daß er gefehlt hat, damit er von selbst sich wandle in seinem Denken und sich dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe unterwerfe. Und darum kann sich der Wille ungehemmt entfalten, er kann Taten veranlassen, die nahe an das Satanische grenzen, ohne daß er von Gott geknebelt wird, er kann sich in verkehrter Richtung äußern und verheerende Wirkungen erzielen, ohne daß Gott gewaltsam diesen Willen in die rechte Bahn lenkt. Jedoch eine Grenze setzt Gott dem Vorgehen, und zwar dann, wenn Er Selbst gänzlich übergangen wird, d.h., wenn die Menschen nur mit der Gegenmacht Gottes arbeiten, wenn sie ihr Gehör schenken und also die göttliche Ordnung, die da ist Erhaltung aller geschaffenen Dinge oder Auflösung zwecks dienender Tätigkeit, umstoßen. Dann gebietet Gott Einhalt, und zwar entsprechend der Verworfenheit, die das Vorgehen der Menschheit beweiset. Doch dann werden auch die Menschen aufs schmerzlichste betroffen, die sich nicht schuldig machen, die Gott erkennen und in Seiner Ordnung zu leben sich bemühen. Doch ihnen ist es erklärlich, daß Gott eingreift und daß Er Seine Macht erkenntlich werden läßt. Sie nehmen alles ergeben auf sich, was ihnen auferlegt wird um der Mitmenschen willen, die sichtbar und fühlbar betroffen werden müssen, sollen sie sich aus freiem Antrieb wandeln. Dennoch bleibt den Menschen der freie Wille belassen, so Gott ihnen das irdische Leben nicht nimmt. Sie müssen von selbst ihren Willen tätig werden lassen, und glücklich, wer diesen Willen dann recht nützet, wer ihn zu Werken der Nächstenliebe gebraucht, wer die göttliche Ordnung beachtet und die Verbindung sucht mit Gott, denn ihm ist der Eingriff Gottes zum Segen geworden für seine Seele. Es ist aber jeder Hinweis darauf vergeblich, wo die Menschen schon so verhärtet sind, daß sie nur an sich und ihr Wohlleben denken und darum ihre Stärke mißbrauchen. Deren Wille ist unbeugsam, der Mensch ist keiner Vorstellung zugänglich, und darum schreckt er vor keiner Tat zurück, wenngleich sie unleugbar den Einfluß des Satans verrät. Die Menschen werden zu Taten fähig sein, die Seele und Leib des Mitmenschen gefährden, und daher wird Gott Sich äußern, indem Er zwar nicht ihren Willen bindet, jedoch die Auswirkung ihres Willens verhindert .... indem Er Seinen Willen dem Willen der Menschen entgegensetzt und dies ein Vernichtungswerk bedeutet von erschrecklichem Ausmaß. Denn Seine Liebe und Gerechtigkeit duldet es nicht, daß der Schwache untergehe und der Starke sich dessen bemächtigt, was ihm nicht zusteht. Seine Liebe duldet auch nicht, daß die Seelen der Menschen geknechtet werden und sie in Gefahr kommen, sich zu verlieren an den Fürsten der Unterwelt. Und darum lässet Er Seine Stimme ertönen und rufet die Menschen, auf daß sie sich besinnen und Ihm zustreben, auf daß sie ablassen von ihrem Vorhaben, alles zu vernichten, was schwach ist, und sich über diese zu erhöhen ....

Amen


B.D. 3186                empfangen am  10.7.1944

Letzte Mittel ....

Nochmaliger Erdengang ....

Gott hat dem Geistigen in Seiner Liebe und Geduld eine überaus lange Zeit zur Erlösung zugebilligt, die vollauf genügt hätte zur endgültigen Rückkehr des Geistigen zu Ihm, wenn sie der Mensch im letzten Stadium so ausnützen würde, wie es seine Aufgabe ist. Daß dieser nun versagt, daß er seine seelische Höherentwicklung nicht wichtig nimmt und nur für das irdische Leben lebt, ist sein völlig freier Wille, und also muß der Mensch auch die Folgen auf sich nehmen. Er kann die Fesseln der Materie nicht von sich werfen, sondern muß in ihr verbleiben wieder undenklich lange Zeit, weil er selbst sie begehrt hat auf Erden. Es ist dies ein unsagbar qualvoller Zeitraum für das Geistige, das uranfänglich in völliger Freiheit sich bewegen konnte und schon einmal diesen qualvollen Entwicklungsgang zurücklegen mußte, um ihn nun erneut zu beginnen ....

Es ist ein so qualvoller Zustand, daß Gott ihm noch vor dem Ableben, vor dem Ablauf dieser Erlösungsepoche jede Möglichkeit gibt, sich zu befreien, bevor das Ende kommt. Und Er wendet das wirksamste Mittel an, Er löst die Menschen gewaltsam von der Materie, um ihnen das Überwinden leichtzumachen, Er nimmt ihnen den Besitz und stellt sie völlig unbeschwert in die Welt, so daß es nun ein leichtes wäre für den Menschen, sich abzuwenden von der Materie und nur geistiges Gut anzustreben. Es ist aber der Mensch in der Endzeit so verwurzelt mit jener, daß er nur desto eifriger strebt, wieder in den Besitz irdischer Güter zu gelangen, und daß (er = d. Hg) mehr wie zuvor danach giert und strebt. Und also wird ihm zuteil, was er verlangt ....

Er selbst wird in die Materie inkarniert, und seine Willensfreiheit wird ihm wieder genommen auf endlos lange Zeit ....

Doch keiner derartigen Vorstellung schenkt der Mensch Gehör, und es ist ihm deshalb keine Hilfe zu bringen, weil er nicht glauben kann und nicht glauben will. Die Rückerinnerung kann ihm nicht gegeben werden, da die Entwicklung zur Höhe dann in einem gewissen Zwang stattfinden würde, so er um die Qualen seines vergangenen Erdenlebens wüßte und dies ihn veranlaßte zur völligen Änderung seines Denkens und Handelns. Es muß jedoch unbedingte Willensfreiheit diesen Wandel zuwege bringen, ansonsten sie wertlos wäre vor Gott. Und darum wendet Gott noch alle Mittel an, Er läßt die Endzeit für einen jeden Menschen leidensvoll sein, um in ihm das Verlangen nach der materiellen Welt zu ertöten, um seinen Blick in das geistige Reich zu lenken, von der Materie ab und Gott zu ....

Und darum lässet Er auch das entsetzliche Elend zu, das Menschenwille verschuldet hat, weil dieses dazu beitragen kann, das irdische Verlangen zu ersticken und im Verlangen nach Gott höchste geistige Erfolge zu erzielen. Und darum werden sich Nöte und Trübsal mehren, je mehr es auf das Ende zugeht ....

Es wird den Menschen genommen werden, was ihnen begehrenswert erscheint, sie werden alles hingeben müssen, um geistiges Gut empfangen zu können, so es ihnen von den Boten Gottes vermittelt wird in Seinem Auftrag ....

Doch niemals wird der freie Wille angetastet, und darum wird die Ernte nicht groß sein. Doch Gottes Liebe bringt jedes Mittel zur Anwendung, um dem unerlösten Geistigen noch zu helfen, bevor die letzte Stunde gekommen ist, um es zu bewahren vor einer nochmaligen Verkörperung auf Erden, die überaus leidvoll ist ....

Amen


B.D. 3187                empfangen am  11.7.1944

Liebe beste Waffe gegen das Böse ....

Des Menschen mächtigste Waffe gegen alles Böse ist die Liebe ....

Wer die Liebe hat, dem steht Gott Selbst zur Seite, weil Er in ihm ist und Seiner Macht wahrlich alles sich beugen muß. Und es flieht das Böse vor dieser Waffe, oder es läßt sich überwinden. Denn die Liebe ist sein schärfster Gegner, dem es nicht standhalten kann. Die Liebe macht sich untertan, was mit ihr in Berührung kommt, so es nicht offensichtlich die Liebe flieht. Und darum wird immer die Liebe die beste Waffe sein für den Menschen, darum wird er immer erfolgreich kämpfen und sich nicht zu fürchten brauchen, so er mit dieser Waffe in den Kampf zieht ....

Dies wird beherziget werden müssen in jeder Lebenslage, in jeder Streitigkeit und vor allem in der letzten Kampfzeit, da selbst gegen die Liebe vorgeschritten werden wird. Denn es wird der Gegner Gottes ganz besonders darauf drängen, daß auch das Liebeswirken unterdrückt und also unausführbar gemacht werde. Er wird die Menschen bestimmen, Gebote zu erlassen, die hemmend wirken auf die Liebetätigkeit, welche Gott fordert. Er wird sich nicht scheuen, durch Menschen das für Unrecht zu erklären, was allein dem Willen Gottes entspricht, Er wird Lieblosigkeit fordern, wo Gott Wirken in Liebe verlangt, weil er nur dann siegen kann über die Menschen, wenn diese die Waffe der Liebe nicht mehr gebrauchen. Und dies bedeutet eine große Gefahr für die menschliche Seele, der vollbewußt entgegengetreten werden muß.Und darum mahnet Gott die Menschen zu unausgesetztem Liebeswirken, Er stellt ihnen den Segen dessen vor und die Kraft, die der Mensch schöpfet, so er unentwegt liebetätig ist. Er darf sich nicht beirren lassen durch weltliche Bestimmungen, und er muß immer nur tun, was das Herz ihn zu tun heißt, denn ohne Liebe versinket er in die Finsternis, und der Gegner hat sein Ziel erreicht ....

Die Liebe ist göttlich, und wer in der Liebe bleibt, der trägt Gott in sich und wird keine Macht zu fürchten haben, ob sie ihn auch noch so sehr bedroht. Wer in der Liebe bleibt, dessen Innerstes leistet Widerstand dem Ansinnen der Welt, die vom Gegner Gottes regieret wird. Und diesen Widerstand kann niemand brechen, denn des Gegners Kraft ist schwach und reichet nicht an die Kraft der Liebe heran. Es darf die Liebe nicht verbannt werden, ansonsten dies völligen Untergang bedeutet. Nur wer liebt, wird leben, die Lieblosigkeit aber zieht unweigerlich den Tod der Seele nach sich. Und dies ist das Ziel des Widersachers, daß er in die Finsternis stürzen will alles Geistige, das dem Licht entgegenstrebt. Wer aber in der Liebe lebt, gegen den ist er machtlos, und wer in der Liebe lebt, der soll auch die Liebe ausstrahlen auf seinen Nächsten, auf daß dieser die Kraft der Liebe erkenne und gleichfalls danach strebe, indem er die Liebe übt, wo immer ihm dazu Gelegenheit geboten ist. Nur der wird stark sein in der kommenden Zeit, der sich zur Liebe gestaltet hat. Ihn wird nichts schrecken, er wird jeden Ansturm mit der Liebe auszugleichen versuchen, und er wird um sich eine Mauer errichten, die niemand einreißen kann. Die Liebe ist der mächtigste Faktor auf Erden, sie ist der Schlüssel zur Weisheit, sie ist die Brücke zum jenseitigen Leben, sie ist die Gewähr für die Liebe Gottes, und also bedeutet sie Licht und Kraft, und beides ist Leben .... in aller Weisheit tätig sein zu können bis in alle Ewigkeit. Nur die Liebe führt zu dem Ziel, nur die Liebe gibt dem Geistigen im Menschen den Urzustand zurück, nur die Liebe führt ihn Gott näher und darf darum niemals ausgeschaltet werden. Und niemals dürfen sich die Menschen den Bestimmungen beugen, die eine Liebebetätigung (verbieten) unterdrücken und die darum immer das Werk dessen sind, der als Gegner Gottes bar ist jeder Liebe und darum sie bekämpft ....

Amen


B.D. 3188                empfangen am  11.7.1944

Bedingungen zur lehrenden Tätigkeit ....

Die Gabe, zu lehren als Diener Gottes, muß bewußt angefordert werden, wodurch der Mensch die Bereitwilligkeit erklärt, für Gott und in Seinem Auftrag tätig zu sein. Denn um nun das Lehramt ausführen zu können, muß er vorgebildet werden, er muß, was er lehren soll, erst selbst aufgenommen haben; es muß ihm ein Gedankengut vermittelt werden, das ihn zu lehren befähigt, er muß gewandt und folgerichtig denken können, und es erfordert dies eine Schulung, die nur durch Gott Selbst oder durch Seine geistigen Boten vorgenommen werden kann. Und dazu muß sich der Mensch bereit erklären, er muß seinen Willen tätig werden lassen und ständig Unterweisungen entgegennehmen, bis er einen Wissensgrad erlangt hat, der nun genügt, auch die Mitmenschen wieder zu belehren, Einwände zu widerlegen, Irrtümer zu berichtigen und also die reine Wahrheit aus Gott zu verbreiten. Wer sich Gott zu diesem Amt anbietet, wer bereit ist, Ihm und den Mitmenschen zu dienen, der wird auch von Gott angenommen, weil es überaus notwendig ist, daß die Menschen in die Wahrheit geleitet werden, und weil nur wenige Menschen fähig sind, diesen Willen aufzubringen, gedankliche Unterweisungen aufzunehmen so lange, bis sie selbst ein klares Wissen ihr eigen nennen können. Denn diese müssen einen starken Glauben haben, sie müssen bedingungslos annehmen, was ihnen geboten wird, sie müssen vor allem eine direkte Belehrung von Gott für möglich halten, ansonsten sie nicht horchen würden auf die innere Stimme, die sich ihnen kundgibt ....

Sie müssen an das Wirken des Geistes im Menschen glauben, ansonsten er nicht wirksam sein kann. Und sie müssen unermüdlich an sich selbst arbeiten, um die Fähigkeit, die innere Stimme zu hören, zu erhöhen; sie müssen alles tun, was einen starken Willen erfordert, auf daß sie nun auch fähig werden, das ihnen Dargebotene zu verwerten, denn die Gabe, lehrend auftreten zu können, ist nun die Folge ihres starken Willens, den Gott segnet und lohnet, indem Er den Menschen nun dazu ausbildet, daß er als Lehrkraft sein Amt ausführen kann, wenn es gilt, den Mitmenschen das Evangelium zu verkünden. Denn Gott will durch Seine Ihm treuen Diener auf Erden Sein Wort in die Welt leiten, Er will allen Menschen Kenntnis geben, und zwar durch Menschen, die das Wissen von Ihm Selbst empfangen haben und also ihre Mission nun richtig ausführen können zum Segen der Menschheit, die suchend ist und sich von jenen gern und ohne Widerstand belehren lässet. Denn an der Art, wie eine Gnadengabe geboten wird, werden die Menschen erkennen, wo sie ihren Ausgang nahm, und entsprechend wird auch ihre Bereitwilligkeit sein, das ihnen Gebotene anzunehmen oder abzulehnen. Und darum benötigt Gott Diener auf Erden, die sich dazu erbieten, und ihnen vermittelt Er Kraft und Gnade, Er belehret sie und leitet Sein Wort zur Erde, Er erleuchtet ihren Geist, so daß sie verstehen, was ihnen dargeboten wird, und es ebensoverständlich auf die Mitmenschen übertragen können und so die Wahrheit auf Erden verbreitet wird, wie es der Wille Gottes ist ....

Amen


B.D. 3189                empfangen am  12.7.1944

Die Kraft der göttlichen Liebe ....

Wesen Gottes ....

Je eindrucksvoller dem Menschen die Kraft der Liebe vorgestellt wird, desto leichter fasset er auch das Wesen der ewigen Gottheit, denn es wird nun sein Streben sein, jene Kraft zu erproben, er wird stets und ständig die Liebe üben und folglich nun auch durchstrahlt werden von der ewigen Liebekraft. Wo aber die Liebe Gottes wirksam werden kann, dort ist auch die Weisheit nicht fern, dort strömt dem Menschen auch das Wissen zu, er wird in das Erkennen geleitet, und auch das Wesen Gottes wird ihm verständlicher, wenngleich er auf Erden niemals das letzte begreifen wird, wenngleich er niemals das Wesen Gottes ergründen kann in seiner ganzen Tiefe. Doch so weit dringt er ein, um Gott als Urkraft zu erkennen, Die überall im Universum tätig ist und Die nur in der Liebe zum Ausdruck kommt. Denn alles Geschaffene und alles, was sich vollzieht im irdischen und im geistigen Reich, ist in Seiner Liebe begründet, also ist die Liebe die Urkraft, die sich dem Menschen ersichtlich äußert, der selbst zur Liebe sich wandelt und nun mit der Urkraft in fühlbare Verbindung tritt. Nur dem liebenden Menschen ist es verständlich, nur der liebende Mensch spürt an sich selbst die Kraft der Liebe, und nur der liebende Mensch tritt gleichfalls in das Stadium der Kraftausstrahlung ein, denn die Liebekraft Gottes strömt ihm zu und macht ihn zum Kraftträger, der nun auch wieder austeilen kann, was er empfängt. Gott ist die Liebe, in Gott hat alles seinen Anfang und sein Ende, weil es aus der Kraft der Liebe hervorgegangen ist und Ihm wieder zuströmen muß. Solange der Mensch ohne Liebe ist, ist er auch ohne Kraft, er ist dem Wesen der ewigen Gottheit so unähnlich, daß er keine Verbindung mehr hat mit Ihm, daß der Kraftstrom, der von Gott ausgeht, ihn nicht berührt und dies geistigen Tod für das Wesen bedeutet, denn nur, wo Kraft ist, ist auch Leben. Wird dem Menschen nun die Liebe als erlösendes Prinzip hin(vor)gestellt, als Kraftquell, als unmittelbare Ausstrahlung Gottes, Der in Sich die Liebe ist, so kann er sich kraft seines Willens diesem Zustrom öffnen, indem er selbst liebetätig wird und Gott dadurch an sich zieht, Dessen Liebeausstrahlung er nun empfinden kann als ein beglückendes Kraftgefühl, das ihn zu immer neuem Liebeswirken antreibt und befähigt. Dieses Bewußtwerden von Kraft ist auch das Erwachen zum Leben des Geistes, denn sowie der Mensch einmal die Kraft aus Gott entgegengenommen, also gespürt hat, wird sein Streben dem ständigen Empfangen dieser gelten, weil ihm nun der Schwächezustand zuvor unerträglich erscheint und er in diesen nicht mehr zurückfallen will. Und das Verlangen nach der Liebe Gottes, nach Seiner Kraft, ist ihm auch Gewähr, daß er nicht leer ausgeht; denn Gott bedenket jeden, der sich Ihm nahen will, mit der Kraft der Liebe, beweiset doch dieses Verlangen schon die Liebe zu Ihm. Und im Verlangen nach Gott wird der Mensch auch allem Liebe geben, was ihn umgibt, er wird die Nächstenliebe üben völlig uneigennützig, denn dies ist die Kraft der göttlichen Liebe, daß sie zur Liebe gestaltet den, der sich ihr nicht verschließt durch seinen Willen. Das Wesen Gottes ist Liebe, Er teilet Sich allen mit, die Ihm nicht Widerstand entgegensetzen, und Er bedenket, die ihren Willen Ihm beugen. Er lohnet ihnen ihre Liebe zu Ihm durch reichstes Wissen, denn Er führet sie ein in die Wahrheit und leitet ihnen alles verständlich zu, so daß sie reifen können in der Erkenntnis, daß sie begreifen können das Wesen der ewigen Gottheit und daß sie immer eifriger Diese anstreben, indem sie unentwegt tätig sind in Liebe ....

Denn Gott Selbst wirket nun in ihnen, sowie sie in der Liebe sich üben, Gott Selbst nimmt Wohnung in dem, der sein Herz zur Liebe gestaltet hat; er ist untrennbar verbunden mit Gott, Der die Liebe Selbst ist, weil er sich zur Liebe gewandelt hat, weil er in den Urzu-stand wieder eingegangen ist, weil er zurückgekehrt ist zu Dem, von Dem er ausgegangen ist ....

Amen


B.D. 3190a                empfangen am  12.u.13.7.1944

Wahrheit der inspirierten Kundgaben ....

Medial ....

Der Mensch hat die Gabe, urteilen zu können, und diese Gabe soll er auch gebrauchen. Es ist sein Recht und auch seine Pflicht, zu beobachten, was um ihn her vorgeht, und entsprechend dafür oder dagegen Stellung zu nehmen, ansonsten er die Gabe des Verstandes ungenützt läßt und dies von Nachteil ist für seine Seele, die an allem reifen soll. Eine gewissenhafte Prüfung gibt dem Menschen auch das Recht zu urteilen, sie ist aber auch unbedingt notwendig dazu. Eine gewissenhafte Prüfung macht ihn auch fähig, ein gerechtes Urteil zu fällen, weil dann der Wille erkennbar ist, das Wahre zu besitzen, und dieser Wille immer gesegnet wird, der Mensch also bedacht wird mit der Erkenntniskraft und er nun urteilen kann recht und gerecht ....

Der Segen göttlicher Offenbarungen bleibt vielen Menschen vorbehalten, weil sie diese nicht anerkennen. Umgekehrt aber wird vieles anerkannt und fälschlicherweise als von oben kommend vertreten, wenngleich ihm der göttliche Ursprung abgesprochen werden muß. Es ist dies ungemein irreführend, wenn es als Geistesgut verbreitet wird und die Menschen am Erkennen der Wahrheit hindert. Ist nun der Mensch vollkommen vorurteilsfrei, so wird er auch sehr bald den Geist darin erkennen, was als Wahrheit den Menschen zugänglich gemacht werden soll. Er wird es fühlen, wo andere den Verstand gebrauchen müssen, um zu dem gleichen Ergebnis zu kommen, und dann ist es die Stimme des Herzens, die den Menschen belehret und ihn warnet, wenn Unwahrheit sein Ohr berührt, ihn aber auch das Rechte erkennen lässet, das den Menschen dienlich ist für ihr Seelenheil ....

Die Wahrheit der inspirierten Kundgabe ist leicht daran zu erkennen, daß sie göttliche Weisheit in sich birgt. Es müssen die Kundgaben einen Inhalt haben, der weit über menschliches Denken hinausragt, also müssen sie zusammenfassende Erklärungen enthalten, die dem Menschen das Wesen der ewigen Gottheit anschaulich machen, sie müssen die Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes erkenntlich werden lassen, also tief in ihrem Inhalt und klar in ihrem Aufbau sein. Sie müssen inhaltlich Belehrungen sein, die ein hohes Wissen des Lehrenden verraten, sie müssen aber andererseits so gehalten sein, daß sie jedem Menschen verständlich sind, der sie verstehen will. Die Gaben, die medial geboten werden, lassen oft die Tiefe des Wissens vermissen, und sie enthalten auch keine Weisheiten, die das Wissen des Menschen vermehren, weil ihnen der Zusammenhang fehlt. Doch sowie sie verbessernd auf die Menschen einwirken, ist ihnen auch nicht ein geistiger Geber abzusprechen, der Gott zustrebt; er ist nur noch nicht in dem Lichtgrad stehend, der ein Belehren der Menschen zuläßt. Er sucht aber seine Kenntnisse zu vermitteln und bedienet sich dazu der Menschen, die ihren Willen hingeben an unbekannte Kräfte, was ihm daher auch nicht verwehrt wird von Gott aus, weil die Menschen den direkten Weg umgehen, den Weg zu Gott, das Gebet um das Wirken des Geistes, das ihnen die sicherste Gewähr gibt, daß irrende Wesen sie nun nicht mehr belehren können. Die Stärke des Willens ist erforderlich zum Aufnehmen der Wahrheit aus Gott, nicht aber, daß sich der Mensch seines Willens begibt, den sich nun auch Wesen aneignen können, die sich zur Geltung bringen wollen, ohne den Auftrag zu haben von Gott, die Menschen zu belehren. Es ist diesen Wesen eine willkommene Gelegenheit, ihr noch mangelhaftes Wissen zu übertragen auf die Menschen. Sie werden zwar durch den Willen der Menschen, Gott-gefällig zu leben, gehindert, Irrtümer zu vermitteln. Sowie aber der Mensch selbst an einem Irrtum hängt, werden sie dessen Gedanken aufgreifen und ihn ausführlich zurückgeben; sie werden gewissermaßen das menschliche Denken als Fundament nützen, auf dem sie nun aufbauen, und dadurch ergeben sich irrige Lehren, die nun nicht mehr erkannt, sondern eifrig vertreten werden als von oben vermittelte Wahrheit, obgleich sie dem eigenen Denken und Willen entsprungen sind. Denn der Mensch selbst ist Anlaß zu solchen Lehren, einmal durch seinen Willen und sein Denken und dann durch die Hingabe des Willens, die nun jedes Wesen nützen kann, das Zugang hat zu dem, der sich seines Willens begibt. Die Gesetze des geistigen Reiches sind festgelegt, sie werden klar und eindeutig durch das Wirken des Geistes, durch das innere Wort, den Menschen unterbreitet ....

Sowie nun der Mensch außerhalb dieser Gesetzmäßigkeit einzudringen sucht in ein Gebiet, das ihm sonst verschlossen ist, muß er auch damit rechnen, daß ihm keine unbedingte Wahrheit geboten wird, wenngleich er durch eigenes Streben zu Gott die Gefahr verringert, schlechten Wesen zum Opfer zu fallen. Doch die Gewähr für unbedingte Wahrheit ist ihm nur gegeben, so er sich selbst dem göttlichen Gesetz unterstellt, so er die Wahrheit von innen in Empfang nehmen will, von dem Geistesfunken in sich, der Anteil Gottes ist und der ihn nimmermehr falsch belehren wird ....

Es sollen sich die Menschen mit Gott Selbst in Verbindung setzen, sie sollen Ihn bitten um die Wahrheit, um Erleuchtung des Geistes und dann gläubig harren auf die Erfüllung ihrer Bitten. Dann wird Gott sie belehren durch Seine Boten oder direkt durch das innere Wort. Beide Ergebnisse müssen aber übereinstimmen, ansonsten der göttliche Ursprung angezweifelt werden kann, denn die Boten Gottes lehren nichts anderes wie Gott Selbst, weil sie stets und ständig nur Seinen Willen erfüllen. In vollbewußtem Zustand die Wahrheit empfangen wollen nach innigem Gebet garantiert auch das Wirken Gottes durch Seinen Geist, und es bedarf der Mensch nicht eines Mitmenschen, der sich seines Willens begibt, um den Lichtwesen als Organ zu dienen. Denn die Lichtwesen können sich gedanklich dem Menschen mitteilen, sowie nur dieser sich ihrem Einfluß überläßt. Das bewußte Horchen nach innen soll der Mensch üben, auf daß er jederzeit die Stimme Gottes zu hören vermag. Die gedanklichen Unterweisungen sind daher um vieles wertvoller, weil sie dem Menschen tiefstes Wissen eintragen, der solches begehrt und von Gott demütig erbittet. Spricht aber Gott durch reine Geistwesen zu den Menschen, dann werden diese das gleiche kundgeben, was durch das innere Wort den Menschen zugeleitet wird, niemals aber werden sich die Kundgaben widersprechen. Und das ist das Merkmal der göttlichen Sendung, daß der Mensch zunimmt an Wissen, das er nun auch weiterleiten kann in verständlichster Weise, daß er also als ein Jünger Jesu dessen Lehre verbreiten kann unter den Mitmenschen, daß er ihnen die Liebe predigt, also Liebe lehrt und Liebe übt, ansonsten er selbst nicht die Wahrheit empfangen kann. Denn das Empfangen der göttlichen Wahrheit setzt Liebetätigkeit voraus, und darum wird stets dort die Wahrheit anzutreffen sein, wo die Liebe geübt wird, weil dann Gott Selbst im Menschen wirken kann und Sein Wirken wahrlich reinste Wahrheit verbürgt ....

Amen


B.D. 3190b                empfangen am  14.u.15.7.1944

Wahrheit der inspirierten Kundgaben ....

Medial ....

Der Wissenschaft ist es verborgen, was der Geist Gottes enthüllt, und darum können auch die Gaben des Geistes nicht schulmäßig entgegengenommen werden, es sei denn, der Mensch bittet um das Wirken des Geistes und dieser gibt sich ihm kund durch jene, die lehrend tätig sein sollen auf Erden im Auftrag Gottes, die berufen sind von Ihm zur Verbreitung des Geistesgutes, das sie unmittelbar von Ihm empfangen haben. Doch daraus geht hervor, daß alle Wahrheit den Ausgang bei Gott hat, daß auf keinem anderen Wege sie den Menschen geboten werden kann, daß also ein jeder, der in der Wahrheit stehen will, mittelbar oder unmittelbar vom Geist Gottes gelehrt werden muß. Daraus geht ferner hervor, daß eine jede Quelle vorerst auf ihren Ursprung geprüft werden muß, ehe sie anerkannt wird und der Mensch daraus schöpfen darf. Es muß das Wirken Gottes einwandfrei festgestellt werden, um nun ein vermitteltes Geistesgut als reine Wahrheit vertreten zu können. Ist dieser Ursprung nicht erwiesen, dann wird das Wissen erst dann anerkannt werden können, wenn es voll und ganz übereinstimmt mit dem Wort Gottes, das Er Selbst unmittelbar zur Erde leitet durch das innere Wort. Denn niemals kann die reine Wahrheit ursprünglich von außen kommen, sie muß von Gott Selbst in das Herz dessen gelegt sein, der sie innig begehrt und demütig Gott um Erkennen bittet. Sie muß aus ihm selbst geboren sein, d.h., der Geistesfunke im Menschen muß sich kundgeben, der nicht irren kann, weil er Anteil ist vom Geist Gottes, Der die Wahrheit Selbst ist. Und also ist ein genaues Merkmal gegeben, das dem Prüfen von Geistesgut stets zugrunde gelegt werden soll, denn immer und überall hat Gott Sein Wort zur Erde geleitet, das denen zugeführt wird, die ernstlich nach Wahrheit verlangen; immer werden Suchende den Weg geführt, daß sie Kenntnis nehmen können von dem direkt zur Erde geleiteten Wort Gottes, das sie nun auch prüfen sollen wie alles andere, was ihnen als Geistesgut geboten wird. Und es wird der wahrhaft nach der Wahrheit Strebende es auch erkennen als Gottes Wort, weil das Wort selbst für sich spricht, weil es sein Herz berührt und seinen Glauben aufleben läßt in einer Stärke und es ihn nun auch drängt, es als Wirken Gottes anzunehmen. Selten aber gehen die Suchenden den direkten Weg zu Gott, selten ist ihr Glaube so stark, daß sie Ihn anrufen um Erleuchtung des Geistes, um Fähigkeit zum Erkennen der Wahrheit. Und darum werden so viele andere Wege eingeschlagen, die wohl auch das gleiche Ziel haben, d.h., deren Beschreiter alle den Willen haben, das Rechte zu erkennen, die aber versäumen, Gott Selbst, als Geber der Wahrheit, anzurufen um Seinen Beistand und Seine Führung, und so sie es tun, nicht Seine Antwort erwarten, in welcher Form Er sie ihnen vermitteln will, sondern selbst in das geistige Reich einzudringen versuchen, indem sie Gesetze außer acht lassen, die Gott gegeben hat .... indem sie nicht bewußt horchen, sondern unbewußt empfangen zu können glauben, was zur Folge hat, daß reife und unreife Geistwesen sich kundgeben können, denen ein solches Äußern von Gott aus nicht untersagt ist. Und es ist abhängig vom Willen des Menschen, welche Wesen den ihnen sich hingebenden Willen nützen zu Kundgaben geistiger Art. Es ist oft kein bewußtes Irre-leiten-Wollen der geistigen Wesen, sondern eigene Unkenntnis, doch den Wesen ist es eine willkommene Gelegenheit, sich eines schwachen Willens zu bemächtigen, um ihr mangelhaftes Wissen übertragen zu können auf die Menschen, da diese Wesen im Jenseits zur Lehrtätigkeit noch nicht zugelassen sind. Sowie ein reifes, im Wissen stehendes Wesen sich in solcher Weise äußert, wird es nur die Menschen hinweisen auf das Wirken des Geistes, es wird ihnen die Wahrheit vermitteln, die den Zweck haben soll, die Menschen zur direkten Entgegennahme des göttlichen Wortes, Seiner Belehrungen durch Seinen Geist, zu erziehen. Es wird aber nicht verhindern, daß sich auch andere Wesen den Menschen nahen, sowie diese nicht die Hinweise befolgen, um zur reinen Wahrheit zu gelangen. Denn es wollen dann die Menschen nur hören, ohne selbst tätig zu sein; sie erfüllen die Bedingungen nicht, unter denen ihnen die Wahrheit geboten wird, und müssen folglich auch damit rechnen, irrenden Wesen zum Opfer zu fallen, wenngleich Gott das Wahrheitsverlangen jedes einzelnen berücksichtigt, auf daß der Mensch nicht Schaden leidet an seiner Seele, der im tiefsten Verlangen steht nach Gott und der darum auch bedacht wird diesem Verlangen gemäß. Wo aber viele beisammen sind, ist nicht das gleiche Streben und Verlangen nach der Wahrheit anzutreffen, und entsprechend sind auch die sich äußernden Wesen, die einem jeden Menschen Rechnung tragen und denen das eigene Denken aufdrängen wollen, die im gleichen Reifegrad stehen und ihren Gedanken die gleiche Richtung geben. Denn der Wille der einzelnen Menschen bestimmt auch die sich ihnen nahenden Geistwesen. Und die Kundgaben, die von diesen Wesen durch einen seinen Willen hingebenden Menschen zur Erde gelangen, können auch von Irrtum durchsetzt sein, weil das gebende Wesen selbst noch nicht voll in der Wahrheit steht, sich aber betätigen will, was ihm nun möglich gemacht wird durch den Menschen, der sich seines Willens begibt, und den Reifegrad der Zuhörer, die wieder durch ihre gedankliche Einstellung, durch ihren Grad des Verlangens nach Wahrheit, auch die Art der Kundgaben bestimmen. Sowie diese sich nicht völlig frei machen können von irrigen Ansichten, werden sich immer wieder Wesen in ihre Nähe drängen, die das gleiche unvollkommene oder falsche Wissen haben, denn diese suchen Objekte, denen sie ihr Gedankengut vermitteln können, und immer wird der Wille des Menschen selbst bestimmend sein, wieweit er in der Wahrheit wandelt. Es ist darum geboten, den einzig sicheren Weg zu gehen, um zur Wahrheit zu gelangen .... inniges Gebet zu Gott um Zuführung derer, einen Lebenswandel in Liebe und ein völliges Sich-Überlassen nun der göttlichen Liebe, die sein Gebet wahrlich nicht unerhört lässet ....

Jedoch es muß der Mensch nun bewußt in sich hineinhorchen, er muß auch alles beachten, was von außen an ihn herantritt, immer jedoch die Stimme seines Herzens sprechen lassen, die ihn warnet, etwas Falsches anzunehmen, und ihn drängt zur Annahme dessen, was Gott ihm zuleitet durch Mitmenschen, so er selbst nicht fähig ist, die direkte Antwort von Gott zu vernehmen. Ständige Übung jedoch bringt ihn zum Ziel .... er wird von innen heraus, durch seinen Geist, belehrt werden, und das in aller Wahrheit ....

Selbst irrige Kundgaben aus dem jenseitigen Reich, im unbewußten Zustand empfangen, können daher von Wert sein insofern, als daß sie den Menschen anregen zu gedanklicher Tätigkeit, sein Wahrheitsverlangen steigern und ihn also dann bewußt die Verbindung suchen lassen mit den Lichtwesen, die ihm nun treulich beistehen, so sein Wille gut ist. Doch dieses Gebot soll stets gelten: „Prüfet alles und das Beste behaltet ....“ Wollet ihr die Garantie haben für reine Wahrheit, dann gebt euch Gott völlig hin und bittet Ihn darum, und Er wird denen Seinen Geist senden, die Ihn darum bitten ....

Und also wird euch immer die Möglichkeit geboten werden, euch die Wahrheit anzueignen, doch prüfet kritisch die Quellen, und desto kritischer, so das euch von verschiedenen Seiten Gebotene voneinander abweicht ....

Denn die Wahrheit aus Gott muß stets und ständig übereinstimmen, wo sie auch den Menschen geboten wird. Und jede verschiedene Lehre ist ein Anlaß, euch zum Nachdenken zu bewegen und euch gedanklich damit auseinanderzusetzen. Und so ihr Gott dabei um Beistand angeht, wird Er eure Gedanken recht leiten, ihr werdet erkennen, was ihr als Wahrheit annehmen und was ihr als Irrtum verwerfen könnt ....

Amen


B.D. 3191                empfangen am  15.u.16.7.1944

Maske des Widersachers ....

Es lassen sich die Menschen betören von der Maske des Widersachers, und sie erkennen sein Ränkespiel nicht. Und darum gewinnt er überall an Boden, denn von Gott aus wird ihm keine Schranke gesetzt, solange der Mensch selbst ihm Macht einräumt über seinen Willen. Diese Macht aber nützet er in jeder Weise, indem er zu immer größeren Blendwerken greift, um die Menschen irrezuführen. Diese wären wohl fähig, ihn zu durchschauen, wenn sie streben würden nach Recht und Gerechtigkeit ....

Doch ein solches Streben liegt ihnen fern, ein jeder hat nur sich selbst und seinen Vorteil vor Augen und er fragt nicht danach, wieweit der Nächste das gleiche Anrecht hat. Es ist die Ichliebe, durch die sich der Mensch dem Gegner ausliefert und die ihn auch blind macht und unfähig, dessen Wirken zu erkennen. So aber der Mensch sich nicht selbst wehrt, wird er dieser Macht verfallen, und jede Klarheit des Denkens geht ihm verloren. Denn das ist das Ziel des Gegners von Gott, das Denken zu verwirren, so daß die Menschen immer mehr abfallen von Gott und sich aus eigener Kraft nicht mehr seinem Bann entziehen können, daß er wütet und hemmungslos ins Verderben reißet und dabei wenig Widerstand findet, denn der menschliche Wille allein ist bestimmend, dieser aber zu schwach. (Denn) Der Widersacher vertritt die Welt und ist somit der Freund derer, die der Welt zugetan sind. Er aber kommt unter dem Deckmantel der Frömmigkeit, und darum lassen sie sich von ihm betören. Er täuscht ihnen das Gute vor, und doch ist sein Wirken böse, denn es treibt die Menschen an zur Lieblosigkeit, zum Eigennutz, zum Streben nach irdischen Gütern, zu vermehrtem Wohlleben des Körpers, und alles dieses ist ein Rückgang der Entwicklung der Seele, es ist ein Außerachtlassen des eigentlichen Erdenlebenszweckes, des Ausreifens der Seele. Und die Menschen erkennen es nicht, denn sie sind jener Macht hörig, die sie von Gott zu trennen sucht. Doch auch dieser Feind der Seelen trägt den Namen Gottes auf der Zunge, er hängt sich dieses Mäntelchen um, auf daß er unerkannt bleibe, und seine List gelingt ihm und ziehet zahllose Menschen in seinen Bann. Doch wehe ihnen, wenn seine List offenkundig wird, wenn die Maske abfällt und das wahre Gesicht zum Vorschein kommt ....

Dann können sie sich nur schwerlich retten aus seiner Gewalt, denn sie haben Ihn hingegeben, Der allein Herr ist über die ganze Schöpfung, Der den Menschen erlösen kann, dessen Wille bereit ist, sich erlösen zu lassen. Doch des Feindes List zuvor ist, ihm den Glauben zu nehmen an die Hilfe des göttlichen Erlösers sowie an Dessen Gottheit Selbst. Und die blind sind im Geist, folgen seiner Fahne und trennen sich willig von dem Retter ihrer Seelen. Die Menschheit aber erkennt nicht das Vorgehen der finsteren Macht, sie sieht Licht, wo tiefstes Dunkel ist, denn auch dieses ist ein Blendwerk des Satans, daß er Licht vorgaukelt, wo dunkle Nacht ist. Und dem wahren Licht entfliehen sie, und sie nehmen die Ermahnungen und Warnungen nicht an, die ihnen von berufener Seite aus zugehen ....

Sie beten einen Götzen an, dessen Macht wahrlich nur darin besteht, den menschlichen Willen zu schwächen, der aber machtlos ist, so dieser Wille sich Gott zuwendet. Und daran erkennet ihr diesen Götzen, daß er nichts tut, um den Glauben in euch zu stärken an einen liebenden, weisen und allmächtigen Gott, daß er zwar den Namen Gottes im Munde führt, jedoch ihn nicht zur Geltung kommen läßt im bewußten Anruf, daß er die Liebe außer acht lässet und darum von Gott, der ewigen Liebe, weit entfernt ist, und daß er Jesus Christus, den göttlichen Erlöser, nicht anerkennt und darum ein offensichtlicher Gegner von Ihm ist, der die Menschen, denen die Erlösung not tut, aufs neue bannt, so sie ihm folgen und sich unter seine Fahne stellen ....

Amen


B.D. 3192                empfangen am  16.u.18.7.1944

Prüfung geistiger Ergebnisse durch weltliche Forscher ....

Weltlich erworbene Kenntnisse genügen nicht, um lehrend auftreten zu können auf geistigem Gebiet. Und darum können nicht Menschen herangezogen werden zur Prüfung oder Klarlegung geistiger Schriften oder Ergebnisse, die nur ein rein weltliches Wissen ihr eigen nennen und nun rein verstandesmäßig zu ergründen suchen, welcher Wert geistigen Ergebnissen beizumessen ist. Es wird ein solches Eindringen-Wollen immer erfolglos sein, weil geistiges Wissen nur unter bestimmten Voraussetzungen gewonnen werden kann, ein Prüfen ohne Wissen aber nicht möglich ist. Sind nun aber von seiten der Prüfenden die Voraussetzungen gegeben, so sind wiederum die gleichen Voraussetzungen Bedingung bei denen, die an den Ergebnissen der Prüfung inter-essiert sind. Diese Voraussetzungen aber sind: ernstes Streben nach Gott, nach der Wahrheit und nach einem Lebenswandel gemäß dem göttlichen Willen, nach einem Wandel in Liebe ....

Dann aber braucht der Mensch nicht mehr zu forschen, sondern er wird von Gott Selbst in die Wahrheit eingeführt ....

Er braucht kein irdisches Wissen, und er wird doch wissend werden, ihm ist das geistige Gebiet heimlich und vertraut, er steht ihm nicht fremd gegenüber als Kritiker und Forscher, sondern er lebt selbst in diesem Reich, das nicht mehr der irdischen Welt angehört, sondern rein geistig ist. Wer das geistige Reich erforschen will, der kann es nur, so er sich völlig Gott zu eigen gibt und die Welt zurückstellt. Wer aber sucht rein forschungsmäßig, im weltlichen Streben geistiges Gebiet zu erforschen, der wird zu keinem Ergebnis kommen; es bleibt ihm das Gebiet fremd, er kann nur vorhandene Ergebnisse zusammentragen, niemals aber eine wahrheitsgemäße Erklärung abgeben, weil ihm selbst die Überzeugung fehlt, die er nur gewinnen kann im ernsten Streben nach der Wahrheit, ohne jede materiellen oder irdischen Interessen. Und darum wird die Welt keine Lehrkräfte einstellen können, die okkulte Gebiete erforschen und ihr Wissen weitergeben, denn es wäre dies nur eine Tätigkeit des Verstandes, ohne daß das Herz beteiligt ist. Geistige Gebiete aber lassen sich nur auf dem Wege des Herzens erforschen. Der Verstand wird zwar nicht gänzlich ausgeschaltet, doch das Gedankengut wird ihm vom Herzen zugeleitet, und es setzt diese Tätigkeit des Herzens große Liebe voraus, die nicht jeder weltliche Forscher aufzuweisen hat. Wenn nun die Menschen glauben, sich forschungsmäßig Aufschluß holen zu können über ein Wissen, das in Gott seinen Ursprung hat, so werden sie stets mit einem Fehlergebnis rechnen müssen, denn die göttliche Wahrheit, das Wissen um geistige Dinge, ist keine Ware, die sich aneignen kann ein jeder, der nicht den rechten Kaufpreis dafür zahlt ....

Gott enthält sie wahrlich keinem Menschen vor, doch muß unbedingt das Streben nach Gott, nach höchster Erkenntnis, nach Vollkommenheit den Menschen dazu antreiben, sich dieses Wissen zu verschaffen. Dann aber werden sie höchste Erfolge verzeichnen können, so sie das gewonnene Wissen auch den Mitmenschen zuführen, wieder in dem Bestreben, diesen zur seelischen Reife zu verhelfen. Gott bleibt stets und ständig der Geber der Wahrheit, und Gott ersieht die Herzen der Menschen, die dieser zustreben, und Er teilet Seine Gnadengabe aus nach Würdigkeit und Verlangen ....

Sein Geist senkt sich herab auf jene, die Ihn lieben und Seinem Willen gemäß zu leben sich bemühen. Und folglich müssen diese Bedingungen zuvor erfüllt worden sein, ehe des Menschen Geist erleuchtet wird und er klar erkennt den Zusammenhang der ewigen Gottheit, der Schöpfung und der Geschöpfe und von dieser Erkenntnis nun ein Wissen ableiten kann, das er nun auch als Wahrheit vertreten und seinen Mitmenschen weitergeben kann. Ein solcher Mensch aber wird keine irdischen Ziele verfolgen; er wird nicht irdische Erfolge, Ehre und Ruhm oder irdischen Besitz durch sein Wissen zu erwerben trachten, sondern er wird nur um der reinen Wahrheit willen geistig forschen, und so er sie auf den Mitmenschen zu übertragen sucht, dann nur aus dem inneren Drang heraus, etwas Beglückendes auch jenem zu geben, der es noch nicht besitzt. Der aus weltlichem Interesse Forschende aber gelangt nie und nimmer zur rechten Erkenntnis ....

Sein Ergebnis wird Stückwerk bleiben, er baut auf schon vorhandenem Gedankengut auf, er sucht verstandesmäßig einen Zusammenhang zu finden, und er wird irren, solange er nicht Gott als Lehrmeister hat, Der ihn aber nicht bedenkt, so er noch der Welt angehört ....

Denn es ist das geistige Reich Gesetzen unterworfen, die zu überschreiten nicht möglich ist für die Wesen des Lichtes, die sie aber auch nicht überschreiten wollen, da sich ihr Wille völlig im göttlichen Willen bewegt. Die Gesetze müssen vom Gebenden wie auch vom Nehmenden erfüllt werden, und eines dieser Gesetze lautet: Es kann nichts ohne, aber alles mit Gott erreicht werden ....

Gott aber ist die Liebe ....

Wer sonach von Gott gelehret sein will, der muß Ihn anstreben mit allen seinen Sinnen, und Gott anstreben heißt in der Liebe tätig sein. So ist also ein Eindringen in die Wahrheit, in das geistige Reich, nimmermehr möglich ohne Liebe ....

Und ist der weltlich Forschende nicht liebetätig, dann kann sich sein Denken nicht in der Wahrheit bewegen, weil dies dem göttlichen Gesetz widerspricht, den Anforderungen, die Gott stellt an den Menschen und denen er unbedingt erst nachkommen muß, ehe ihm die reine Wahrheit geboten werden kann. Und selbst wenn er bei seinem Forschen auf diese reine Wahrheit stößt, wenn er das Wissen prüft, das Gott-verbundenen Menschen durch die Liebe Gottes zugegangen ist .... er wird es nicht erkennen als Wahrheit, weil sein Denken noch getrübt ist durch den Einfluß des Feindes der Wahrheit, dem er Macht über sich einräumt durch seinen Mangel an Liebe. Gott ist die Wahrheit, und nur durch die Liebe kann sie gefunden werden. Und ob der Mensch unaufhörlich sucht und forscht, verstandesmäßig wird er nicht zum Ziel gelangen und daher auch völlig unfähig sein, den Mitmenschen wahrheitsgemäße Ergebnisse darbieten zu können. Seine Ansichten werden nicht überzeugen und werden zu Zweifeln und Streitigkeiten Anlaß geben, sowie jene ernstlich dazu Stellung nehmen. Es sind wohl Schlüsse zu ziehen aus bereits vorhandenem Geistesgut, so daß ein geistiges Reich, ein Wirken der Geistwesen nicht abgeleugnet werden kann; doch um in das geistige Reich einzudringen, genügt das Wissen darum nicht, wenn die Voraussetzungen nicht gegeben sind, die der Seele des Menschen den Eintritt in das geistige Reich gestatten. Und darum kann nimmermehr jenes Gebiet zum Gegenstand weltlicher Forschungen gemacht werden, und weltliche Forschung ist alles, was ohne innige Gottverbundenheit, ohne uneigennütziges Liebeswirken, in Angriff genommen wird, um in den Besitz der Wahrheit zu gelangen, um ein Gebiet zu erklären, so daß es für die Menschheit voll übersichtlich ist und eine feste Lehre darauf aufgebaut werden kann, also das gewonnene Wissen in eine Form gebracht werden kann, die nun der Menschheit zugänglich (ist, d. Hg.) und ihre Kenntnisse bereichern soll. Dieses wird nimmermehr möglich sein, denn das geistige Reich bleibt denen verschlossen, die nicht Gott suchen im tiefsten Herzen und dies durch die Liebe zu Ihm und zum Nächsten beweisen ....

Amen


B.D. 3193                empfangen am  18.u.19.7.1944

Fürst der Lüge ....

Endzeit ....

Binden durch Gott ....

Dem Geber der Wahrheit steht der Fürst der Lüge gegenüber, und dieser hat wahrlich große Macht über die Menschen, die sich zur Wahrheit gleichgültig verhalten, aber desto aufgeschlossener sind für dessen Wirken. Irrtum und Lüge werden stets williger angenommen, die Wahrheit aber findet Widerstand und Ablehnung, und dies hat darin seinen Grund, daß der Gegner der Wahrheit den Menschen zum Gefallen spricht, daß also, was er bietet, die Menschen lieber hören und sie dafür gern die Wahrheit hingeben, denn die Wahrheit fordert Verzichtleisten auf die Freuden dieser Welt, Irrtum und Lüge aber begünstigen letztere und werden daher viel mehr Anklang finden als die Wahrheit. Und dennoch wird die Wahrheit die Lüge besiegen, denn die Wahrheit ist Gott Selbst, und Ihm wird wahrlich kein Gegner standhalten können, sowie Er ernstlich gegen ihn vorgeht ....

Die gnadenreiche Zeit des Selbsterlösens findet ein Ende und mit ihr auch die Macht des Gegners von Gott. Denn seine Macht stieg und fiel mit der Willensstärke des Geistigen, das in der letzten Verkörperung auf Erden seinen Willen frei gebrauchen konnte. Sowie dieser Wille ihm widersteht, ist auch die Macht des Gegners gebrochen. Je mehr die Erlösungszeit ihrem Ende zugeht, desto willensschwächer sind die Menschen und also auch desto mehr in der Gewalt dessen, der die Wahrheit bekämpft, um Macht zu bekommen über das Geistige. Denn die Wahrheit stärkt den Menschen und gibt ihm Kraft zum Widerstand. Dieser Kampf zwischen Wahrheit und Lüge, Licht und Finsternis, Erkennen und Unkenntnis ist in der letzten Zeit vor dem Ende ganz besonders offensichtlich, denn es wird der Mensch, der die Wahrheit vertritt, bekämpft werden von den Mitmenschen, die der Gegner der Wahrheit schon so in der Gewalt hat, daß er sie zu dem naturwidrigen Vorgehen bestimmt, das Denken der Menschen zu vergewaltigen. Er wird List und Macht anwenden, Macht denen gegenüber, die im Erkennen stehen und um die reine Wahrheit aus Gott wissen und sie verteidigen, und List dort, wo die Menschen die Wahrheit in ihrer ganzen Tiefe noch nicht erfaßt haben und doch willig sind, ihr zu dienen. Und beiden wird Gott zur Seite stehen, Kraft austeilend und den Geist erleuchtend, so daß die Menschen jenem Vorgehen widerstehen können. Gott zwingt die Menschen nicht, die Wahrheit anzunehmen, sondern Er bietet sie ihnen nur dar, es ihrem freien Willen überlassend, ob und wieweit sie Gebrauch davon machen. Doch am Ende wird nur die Wahrheit bestehenbleiben und jeglicher Irrtum, jegliche Lüge und gleichzeitig der Fürst der Lüge gebannt werden. Er wird keine Gelegenheit mehr finden, damit die Menschen zu vergiften, denn nur die Wahrheit bleibt bestehen, alles andere wird untergehen, sowie die alte Erde untergeht, und mit ihr alles, was auf ihr lebt, mit Ausnahme derer, die in der Wahrheit wandeln und durch die Liebe Gottes zuvor entrückt werden ....

Die Wahrheit währet ewig, die Lüge aber ist vergänglich, denn ewig ist nur, was in Gott seinen Ursprung hat ....

Und ob die Welt zur Zeit auch noch so sehr von Irrtum und Lüge durchsetzt ist, ob die Lüge und der Irrtum das Denken der Menschen beherrschen, sie werden sich nicht behaupten, denn im gleichen Maß wirkt Gott Selbst, und Er teilet die Wahrheit aus, wo immer sie begehrt wird, und einer Lawine gleich wird die Wahrheit wachsen und alles mitreißen, sowie Gott als die ewige Wahrheit Seinem Gegner den Kampf ansagt ....

Weltlich gesehen, gewinnt zwar der Irrtum Oberhand, doch nur für diese Erde, die nicht ewig währt. Und da die Zeit des Endes gekommen ist, wird die Lüge und der Irrtum noch einmal wüten in aller Stärke, er wird die Wahrheit zunichte machen wollen, und die Mittel, die der Gegner Gottes anwendet, sind bezeichnend für seine Gegnerschaft. Und darum bindet Gott ihn selbst, und Er nimmt ihm seine Macht auf lange Zeit. Und in dieser Zeit wird die Wahrheit allein herrschen und Lüge und Irrtum verbannt sein unter den Menschen. Sie erkennen Gott und Sein Wirken, sie wissen um Seine Liebe, Weisheit und Allmacht, sie wissen, daß Er die Wahrheit Selbst ist, und sie geben sich Ihm hin in aller Demut des Herzens, und ihr Denken ist recht ....

Amen


B.D. 3194                empfangen am  20.7.1944

Prüfung des Herzens nötig zum Erkennen der Gaben ....

Freier Wille ....

Jede geistige Gabe löst Beglückung aus, sowie sie erkannt wird als solche. Und dieses Urteil muß das Herz fällen, in Verband mit dem Verstand, nicht aber der Verstand allein. Folglich darf nicht der Ablehnungswille dem Herzen wehren und dem Verstand allein das Recht einräumen zu urteilen. Dann wird niemals eine Kraftwirkung zu spüren sein, denn diese duldet keinen Widerstand, d.h., die Kraft wird unwirksam, wo ihr Widerstand entgegengesetzt wird. Die Liebe Gottes zwingt nicht, und Zwang wäre jeder Beweis. Ein Beweis aber ist es, wenn immer und in allen Fällen die göttliche Gabe ein Glücksempfinden auslösen würde, auch wenn der Mensch nicht willens ist, sie anzuerkennen. Dieses Empfinden würde ihn dann zwingen zur Annahme der Gaben von oben, und also würde dann kein Mensch außerhalb des Wirkens dieser stehen, was soviel heißen würde, daß eine Wandlung des Denkens der Menschen in kurzer Zeit deren Höherentwicklung zur Folge hätte, doch immer zwangsmäßig, also ohne eigenen Willen. Eine solche Höherentwicklung entspräche nicht der Weisheit Gottes, und darum wird der Mensch keine Wirkung an sich verspüren, der nur seinen Verstand tätig werden läßt, wo sein Herz eine Prüfung vornehmen sollte. Doch er geht einer großen Gnade verlustig, einer Gnade, die ihn sehr schnell fördern könnte, so er sie an sich wirksam werden ließ. Es ist daher sehr schwer, die Menschen zur Annahme des göttlichen Wortes zu bewegen, solange sie nicht den Willen haben, Gott als Geber dessen für möglich zu halten, solange sie also ein solches Wirken Gottes anzweifeln. Schon die Annahme, daß Gott Sich in außergewöhnlicher Weise äußern könnte, würde den Ablehnungswillen schwächen, und er würde unvoreingenommen prüfen und also sein Herz sprechen lassen, das ihn wahrlich recht beratet. Denn die Kraft aus Gott würde das Herz so wohltätig berühren, daß es daran den göttlichen Ursprung erkennt und bedingungslos annimmt. Es ist dem Menschen völlig freigestellt, wie er sich zu der Gabe, die aus dem geistigen Reich ihm geboten wird, einstellt. Jeder Willenszwang wird ausgeschaltet, und darum wird auch einem unwilligen Menschen gegenüber die Gabe der Beredsamkeit verringert, auf daß der Mensch nicht beeinflußt werde wider seinen Willen, denn Gott in Seiner Liebe bietet Sich wohl an, drängt Sich aber nicht auf. Das Zuleiten Seines Wortes zur Erde ist ohnedies ein Gnadenakt, den die Menschheit nicht verdient, da nur selten ein Mensch den Willen hat, die Verbindung mit Gott so innig herzustellen, daß die Kraft aus Gott auf ihn überströmen kann und diese .... das Wort Gottes .... nur geboten werden kann, wo es begehrt wird. Doch Gott lässet Sich an dem Willen eines Menschen genügen, der die Wahrheit begehrt, um sie weiterzugeben denen, die in Not der Seele sind. Und so wird die Menschheit bedacht mit einer köstlichen Gabe, und sie erkennet sie nicht ....

Sie macht keinen Gebrauch von einem Geschenk, das ihr unverdienterweise zugeht, sie ergreift nicht die Hand des Vaters, Der sie der Finsternis zu entreißen sucht .... sie zögert, wo sie unverzüglich annehmen sollte, um jeden Tag zu nützen, um in der Erkenntnis zu reifen, um sich das Wort Gottes zur Richtschnur für sein Erdenleben zu machen. Es werden sich die Gnadengaben in der Endzeit mehren, doch immer wird die Willensfreiheit des Menschen gewahrt, also niemals eine Gabe so in Erscheinung treten, daß der Mensch bestimmt wird, sie als göttlich anzuerkennen. Es wird tiefes Glück empfinden, der sich der Gnadengabe öffnet, der im tiefen Glauben an Gott ihr die Bedeutung nicht abspricht, die sie für die geistige Entwicklung hat, doch leer und eindruckslos wird bleiben, der ein solches Wirken der Liebe Gottes nicht für möglich hält, weil er ungläubig ist oder nur einen toten Glauben sein eigen nennt. Und darum werden nur einzelne die Wirkung der Gnadengabe verspüren und reifen an ihrer Seele, weil sie guten Willens sind ....

Amen


B.D. 3195                empfangen am  20.-22.7.1944

Lichtsphären ....

Verschiedene Lichtstärke ....

Gotteskindschaft ....

In der geistigen Welt gibt es viele Abstufungen, viele Grade der Seligkeit, die als Lichtstrahlungen in verschiedenster Stärke erkenntlich sind und dem Reifegrad der Seelen entsprechen. Sowie das Wesen, die Seele, in das Lichtreich eingegangen ist, ist Glück und Seligkeit ihr Anteil, weil es die Kraftausstrahlung Gottes in Empfang nehmen kann, was immer Seligkeit bedeutet, selbst wenn die Seele nur in geringem Maße bedacht werden kann ihrer Reife gemäß. Die Seligkeit aber steigert sich entsprechend dem Liebeswirken des Wesens, das immer ein Zunehmen seiner Kraft, also ein vermehrtes Durchstrahlen der göttlichen Liebe, bedeutet. Und das Wesen kann tätig sein ohne Beschränkung, es ist in einem Zustand des Lebens, der Freiheit und ständiger Liebe unter ständiger Nützung der Kraft aus Gott, weil fortgesetzt die göttliche Kraft diesem Wesen zuströmt und der Kraftempfang tiefes Glück in ihm auslöst. Das Wesen aber ist nun fortgesetzt tätig, es wirket wieder in Liebe, indem es die Kraft weiterleitet und unzählige Wesen damit beglückt und ihren geistigen Fortschritt fördert und gleichzeitig sich selbst zu immer größerer Vollkommenheit entwickelt, was wieder vermehrte Kraftzuwendung aus Gott zur Folge hat. Und immer leuchtender sind die Lichtstrahlen, die das Wesen nun umgeben. Es gibt keine Begrenzung in dem Reiche des Lichts, und Lichtsphären sind überall dort, wo die Wesen den Reifegrad erlangt haben, daß sie die göttliche Ausstrahlung in sich aufnehmen können, daß sie durchstrahlt werden von Seiner Liebekraft. Da aber die Fülle der Kraftentgegennahme der Höhe des Reifegrades entspricht, werden auch die Lichtsphären verschiedene Lichtstärken aufweisen, denn je vollkommener das Wesen ist, desto näher ist es der ewigen Gottheit, Die als Urlicht eine unvorstellbare Lichtfülle ausstrahlt auf alles Wesenhafte. Doch da das vollkommene Geistige keine Begrenzung kennt, so kann das Wesen stets näher und näher der ewigen Gottheit kommen, also ständig fortschreiten, es kann die Liebeausstrahlung direkt entgegennehmen, und es ist dennoch nicht gänzlich mit Ihm vereint, sowie es nicht die Gotteskindschaft erreicht hat. Denn diese bedeutet gänzliche Verschmelzung mit dem Urlicht, sie bedeutet unbegrenzten Kraftempfang und also höchste Glückseligkeit. Jedes Wesen im Lichtreich ist unaussprechlich glücklich und kann doch immer noch tieferes Glück empfinden, je mehr es selbst seine Liebe zum Ausdruck bringt und dadurch seinen Licht- und Kraftempfang steigert. Doch Grenzen kennt das einmal im Licht stehende Wesen im Jenseits nicht, und es ist dieses Bewußtsein gerade so überaus beglückend, daß das Wesen streben kann nach immer höherer Vollkommenheit und daß die göttliche Liebe gleichfalls in ihrer Kraftausstrahlung unbegrenzt ist. Immer aber ist Kraftempfang von Gott anders zu bewerten als der endgültige Zusammenschluß mit Ihm, der dem Wesen die Gotteskindschaft einträgt, denn dieses ist eins mit Gott, und seine Tätigkeit im geistigen Reich ist eine andere als die der Lichtwesen. Sie sind völlig aus sich heraus schaffend und gestaltend tätig und überaus glücklich, weil diese Tätigkeit den höchsten Grad der Liebe erfordert und daher ihre Seligkeit steigert ins unermeßliche .... (22.7.1944) Der Eintritt in das Lichtreich erfolgt also schon, sowie die Seele die Reife erlangt hat, die eine Lichtdurchstrahlung zuläßt. Es sind aber dann unzählige Grade der Vollkommenheit und somit auch unzählige Stufen der Glückseligkeit, weshalb die Seele in immer neue Lichtsphären eingehen kann, die sich steigern stets und ständig. Denn es gibt keine Begrenzung dessen, was vollkommen ist. Es schwebt die Seele immer höher, sie nähert sich dem Urlicht, und sie ist dennoch nicht völlig mit dem Urlicht eins, so sie nicht das Recht der Gotteskindschaft erworben hat auf Erden. Den Zusammenschluß mit Gott hat sie aber gefunden von dem Moment an, wo sie Seine Liebedurchstrahlung empfindet, wo sie so geläutert ist, daß sie Kraftund Lichtstrahlen in sich aufnehmen kann. Denn von nun an hat sie auch das ewige Leben, sie kann tätig sein, also wirken in Liebe, und sie kann aufsteigen in unermeßliche Höhen, sie kann Licht und Kraft von Gott entgegennehmen und durch Zusammenschluß mit gleich reifem Geistigen jene vermehren und unaussprechlich selig sein. Wie aber die Lichtfülle für den Menschen auf der Erde unvorstellbar ist, so gibt es auch keine Vergleichsmöglichkeiten für die Seligkeit der Wesen, die den Eingang in die Lichtsphären gefunden haben. Denn der Mensch ist, solange er auf Erden weilt, ein unvollkommenes Geschöpf, er sieht und hört nur mit den Augen und Ohren des Körpers und kann sich die geistige Welt nicht vorstellen, die jeder Materie entbehrt, die nur geistig besteht und somit auch nur vom Geistigen im Menschen, von der Seele, geschaut und begriffen werden kann, doch auch nur dann, wenn die Seele einen bestimmten Reifegrad erreicht hat. Und darum kann die Menschheit sich von dem geistigen Reich keine Vorstellung machen, sie kann nur glauben, und dies auch nur dann, wenn sie willig ist und sich belehren lässet ohne inneren Widerstand. Sie kann aber danach streben, Aufschluß zu erhalten, und dann wird ihr manches begreiflich werden. Denn dann beginnen schon die ersten Lichtstrahlen zu wirken, und wie auf Erden von nun an ein langsames Reifen an Erkenntnis, an Licht, d.h. an Wissen um die reine Wahrheit, erkennbar ist, so steigert sich auch im jenseitigen Reich die Entwicklung des Wesens .... es wird immer vollkommener, es schließt sich Gott immer mehr an .... es ist unaussprechlich selig ....

Die Gotteskindschaft aber ist ein höherer Grad der Vollkommenheit, und sie schließet unendliche Wonnen in sich. Sie ist das Anrecht derer, die Gott auf Erden schon mit allen Sinnen anstreben, die Ihn lieben aus ganzem Herzen und Ihm dienen wollen in treuester Hingabe, die Leiden und irdische Nöte auf sich nehmen in Ergebung, die Seinen Willen zu erfüllen trachten und stets und ständig liebetätig sind, denn sie suchen sich auf Erden schon der ewigen Gottheit anzugleichen, und darum erfasset sie die Liebe Gottes, und Sie ebnet ihnen den Weg zu Sich ....

Doch deren Los ist nicht leicht auf der Erde, sie müssen viele Prüfungen ablegen, sie müssen Aufgaben auf Erden erfüllen, die große Kraft erfordern und einen festen Willen, zu Gott zu gelangen. Doch die göttliche Gnade steht diesen Seelen ungemessen zur Verfügung, so daß sie das Ziel erreichen, so sie es nur anstreben ....

Amen


B.D. 3196                empfangen am  23.7.1944

Schlechter Wille bestimmt Ereignisse der Zeit ....

Der Wille, Gutes zu tun, gilt schon als vollbrachte Tat, so der Mensch gehindert wird am Ausführen dieser, und ebenso ist der Mensch verantwortlich für eine schlechte Tat, die er willens war auszuführen, selbst wenn er sie nicht ausführen konnte. Wie er sich nun zu den Handlungen der Mitmenschen einstellt, ob ablehnend oder zustimmend, so wird sein Wille gewertet, für den er sich dereinst verantworten muß. Und darum ist auch das Denken und Wollen der gesamten Menschheit bestimmend dafür, was an Not und Elend über die Erde geht, denn solange sich die Menschen nicht die göttlichen Gebote, die Gebote der Liebe zu Gott und zum Nächsten, zur Richtschnur für ihren Lebenswandel machen, solange sie nicht verurteilen, was diesen Geboten zuwidergerichtet ist, ist ihr Denken ebenso zu verurteilen wie das der Ausführenden, und es zieht unweigerlich eine Zeit schwerer Lebensverhältnisse heran, die als Erziehungsmittel von Gott angewandt wird, um das Denken der Menschen zu wandeln. Denn der Wille, der sich durch den Gedanken zum Ausdruck bringt, kennzeichnet den Geisteszustand, in dem sich die Menschen befinden, und ist dieser so tief, daß große Gefahr besteht für einen seelischen Untergang, dann müssen Mittel angewandt werden, die dieser Gefahr steuern. Der Mensch, der selbst in der Liebe lebt, wird auch alles verurteilen, was gegen die Liebe verstößt; ist aber der Mensch lieblos in seiner ganzen Gesinnung, dann stimmt er auch allen Handlungen der Mitmenschen zu, die schlecht sind und er ist dann ebenso schuldig zu nennen, als ob er sie selbst ausgeführt hätte. Also bestimmen die Menschen selbst die Ereignisse der Zeit, sie bestimmen den Grad der Leiden, die ihnen auferlegt werden, sie bestimmen die Art der Geschehnisse, weil sie so betroffen werden müssen, daß ihr Denken sich wandeln kann. Und je härter sie sind, desto empfindlicher und länger werden sie leiden müssen und in ihrer geistigen Blindheit glauben, unverdient betroffen zu werden. Und doch können sie anders nicht gewandelt werden in ihrem Denken, als daß sie an sich selbst verspüren, was sie gutgeheißen haben bei ihren Mitmenschen. Das verkehrte Denken der Menschen wurzelt in der Lieblosigkeit, es gebärt nichts Gutes, sondern nur üble Taten, und es bedeutet daher stets geistigen Rückschritt. Erst die Erkenntnis, daß der schlechte Wille allein die Ursache dessen ist, was die gesamte Menschheit betrifft, kann die Menschen dazu bewegen, diesen Willen zu wandeln und also auch ein gerechtes Denken anzustreben. Und dann erst kann das Maß an Leid und Trübsal verringert werden und den Menschen ein leichtes Los auf Erden beschieden sein, denn das rechte Denken wird darin zum Ausdruck kommen, daß jeder Mensch seinem Nächsten das gleiche wünscht, was er für sich beansprucht ....

Es wird der Mensch dem Mitmenschen die Liebe entgegenbringen, die Gott fordert, und sich somit den göttlichen Geboten unterordnen ....

Amen


B.D. 3197                empfangen am  23.7.1944

Geistiger Rückgang wirkt sich auch irdisch nachteilig aus ....

Eine geistige Verflachung der Menschen wird sich immer diesirdisch nachteilig auswirken, denn ob auch die Menschen nur irdische Güter und materielle Erfolge anstreben und also ihr irdisches Wohlleben zu verbessern suchen, ist ihnen doch von Gott aus eine Schranke gesetzt, indem sie durch Schicksalsschläge ebenso irdische Güter verlieren, wie sie diese anstreben. Denn Gott suchet sie dort zu fassen, wo sie am empfindlichsten sind, um den geistigen Tiefstand wieder zu heben; der geistige Rückgang ist keineswegs leichtzunehmen, beschleunigt er doch das Ende der Schöpfung, und daher sucht Gott, diesen Rückgang noch immer aufzuhalten, Er sucht die Menschen zur Rückkehr zu bewegen, Er sucht sie zu geistigem Streben zu veranlassen, und die Mittel, die Er anwendet, sind irdische Nöte und Leiden aller Art. Es läßt Gott also zu, daß den Menschen Hab und Gut zerstört wird, wenngleich Er niemals den Auftrag zu solchem Handeln gegeben hat. Folglich werden die irdischen Lebensverhältnisse entsprechend schwerer sein und zuletzt in einem Chaos enden, und die Menschen selbst sind die Veranlassung dazu, wenn sie auch irdisch das nicht begreifen wollen und können. Doch bei ernstem Nachdenken müssen sie die Richtigkeit dieser Worte zugeben, sie müssen bedenken, daß sie keinerlei Verbindung haben mit Gott und daher auch keine Errettung zu erhoffen haben, weil sie völlig ohne Liebe daherleben und sich jeder geistigen Belehrung verschließen. Und sie müssen es zugeben, daß dies ein geistiger Rückschritt ist. Dann aber werden sie sich auch bemühen, den derzeitigen Zustand zu wandeln, und mit diesem Willen wird sich auch die irdische Not verringern, denn Gott verlangt nichts weiter von den Menschen, als daß sie sich lieben untereinander und alles unterlassen, was dem Mitmenschen Schaden bereitet, sie müssen sich wandeln aus dem Zustand der Gleichgültigkeit in den Zustand des ernsten Strebens. Dann wird die irdische Not auch nachlassen, die nur den Zweck hat, die Gesinnung der Menschen zu wandeln, ansonsten eine totale Zerstörung die Menschen gewaltsam hinweiset auf den göttlichen Willen, den die Menschen unbeachtet lassen, so daß sie darum leiden müssen ....

Amen


B.D. 3198                empfangen am  24.7.1944

Aufgabe als Beauftragter Gottes ....

Eine große Aufgabe ist es, als Beauftragter Gottes Sein Wort zu verkünden in einer Welt, die für geistige Lehren nicht mehr empfänglich ist, die ohne Glauben und ohne Liebe dahinlebt und also dem Seelenleben keinerlei Beachtung schenkt. Es ist eine Aufgabe, die überaus starken Willen erfordert und eine völlige Hingabe an Gott, denn nur aus dieser erwächst dem Menschen die Kraft, sie zu erfüllen. Aus völlig freiem Willen muß er die Verbindung mit Gott herstellen, aus freiem Willen sich Ihm anbieten und stets und ständig bereit sein, Ihm zu dienen, dann erst ist er auch fähig, erfolgreich seine Aufgabe auszuführen. Er wird zwar mit großen Widerständen rechnen müssen, er wird angefeindet werden von allen Seiten, und man wird ihn zu hindern versuchen, und darum muß sein Wille stark sein, er darf sich nicht beirren lassen und immer nur seiner Aufgabe eingedenk sein, die Menschen zu belehren, die unwissend sind, um sie zum Glauben zu führen. Doch Gott erleichtert ihm seine Aufgabe, indem Er Selbst Sich zuvor so offensichtlich äußert, daß sein Glaube gestärkt wird, daß seine Liebe zu Gott vertieft wird und er voll innerer Überzeugung nun eintreten kann für die göttliche Lehre, die ihm zuvor durch außergewöhnliches Wirken Gottes vermittelt wird. Gott fordert viel, aber Er gibt auch viel, und Er fordert nichts, was Ihm der Mensch nicht geben kann. So Er also eine große Aufgabe dem Menschen stellt, macht Er ihn auch dafür fähig, nur muß der Wille des Menschen selbst tätig werden, er muß sich dem göttlichen Willen unterstellen, und die Liebe zu Gott muß ihn veranlassen, sich Ihm freiwillig anzutragen als Sein Diener auf Erden ....

Seine Aufgabe aber ist, zu reden an Gottes Statt, das Wort Gottes zu verkünden, den Menschen die Liebe zu lehren, ihnen göttliche Weisheit zu vermitteln, ihren Geisteszustand zu erhellen und sie zur Arbeit an der Seele zu veranlassen, auf daß Gott wieder Selbst in ihnen wirksam werden kann, auf daß sie Sein Wort direkt von Ihm entgegennehmen können. Seine Aufgabe ist ferner, zu kämpfen für den geheiligten Namen Gottes, zu kämpfen für den Glauben, zu kämpfen gegen die Lieblosigkeit und also auch gegen die Finsternis des Geistes. Denn dieser Kampf ist von größter Bedeutung; gilt es doch, die Wahrheit zu verbreiten, die Lüge und den Irrtum zu verdrängen. Und um dieses zu können, muß der Gott-dienen-wollende Mensch völlig in der Wahrheit stehen und darum zuvor ein Leben in Liebe führen, auf daß dieses ihm selbst die reine Wahrheit einträgt und er nun diese wieder verbreiten kann unter seinen Mitmenschen. Und da es aber wiederum notwendig ist, daß die Menschen in die Wahrheit geleitet werden, so wird Gott einen jeden Menschen segnen, der sich Ihm für diese Aufgabe zur Verfügung stellt, Er wird dem Kraft geben, der willig ist, Gott zu dienen, Er wird ihm Seinen Beistand stets und ständig angedeihen lassen, Er wird ihn zubereiten für seinen Dienst und ihn zuvor mit der Wahrheit beglücken, Er wird seinen Geist erhellen und nimmermehr ihn in der Not der Seele lassen, denn der Wille, sich Gott zur Verfügung zu stellen, beweiset sein ernstes Streben nach Ihm, und Gott erfasset alles mit Seiner Liebe, das sich Ihm zu nähern sucht ....

Wen aber Gottes Liebe erfaßt hat, den lässet sie ewig nimmer fallen ....

Amen


B.D. 3199                empfangen am  25.7.1944

Innere Stimme ....

Horchet auf die Stimme des Herzens, sie wird euch recht weisen. Der Wille des Menschen ist oft unentschlossen, und dies beweiset, daß er beeinflußt wird von verschiedenen geistigen Kräften, die ihn für sich gewinnen wollen. Und dann muß der Mensch sich entscheiden, er darf nicht unschlüssig bleiben, sondern muß dem Willen eine Richtung geben, und dann soll er auf die innere Stimme achten, die ihn beraten will zur rechten Nützung seines Willens. Diese Stimme wird desto deutlicher vernehmbar sein, je strebsamer er ist und die rechten Wege wandeln will. Dann warnet sie ihn bei Versuchungen, sie stärkt seinen Widerstand, sie ermahnet ihn und gibt sich stets treulich kund, wenn der Mensch in Gefahr ist, eigene Wege gehen zu wollen, die nicht ganz dem Willen Gottes entsprechen. Fast unhörbar leise aber ist sie bei denen, die skrupellos im Leben dahingehen, die wenig danach fragen, was recht und was unrecht ist. Und oft wird sie völlig zum Verstummen gebracht, weil der Mensch nicht lauschet und die feine Stimme übertönt wird durch die Stimme der Welt. Dann ist der Mensch in großer Gefahr, er muß sich selbst entscheiden und wird sich weit mehr von den Einflüsterungen der Gott-abgewandten Kräfte bestimmen lassen, und sein Handeln wird entsprechend sein. Der Mensch, der den Willen hat, gut, also dem Willen Gottes gemäß, zu leben, wird niemals ohne geistigen Beistand gelassen, er wird geführt, sein Denken wird gelenkt, d.h., die Willensfreiheit wird ihm zwar nicht beschnitten, aber die Gedanken treten ihm so greifbar nahe, daß er sie aufnehmen muß, so er sich nicht bewußt abwendet von ihnen. Und so sein Wille schwach ist, sind die geistigen Kräfte doppelt bemüht, ihr Gedankengut ihm zu vermitteln und es bedarf nur des Horchens nach innen, d.h., es braucht der Mensch nur eine stille Zwiesprache mit sich zu halten, und er wird klar unterwiesen werden gedanklich, was er tun und was er lassen soll. Oft aber verharren die Menschen nicht in dieser kurzen inneren Beschaulichkeit, ihre Gedanken enteilen, bald da, bald dorthin, und es wirkt sich dies aus in einer Unentschlossenheit, in einem Zögern, dem Guten wie dem Bösen gegenüber ....

Und darum werdet ihr immer wieder ermahnt, der Stimme des Herzens Beachtung zu schenken, auf daß ihr klar und entschlossen handelt und nicht abweichet vom rechten Weg. Ein unentschlossener Wille gibt ein gutes Angriffsziel für den Gegner Gottes, denn dann beginnt seine Macht über diesen, und jede Versuchung stellt den Willen vor die Entscheidung dafür oder dagegen. Achtet der Mensch aber der inneren Stimme, so braucht er nicht lange zu kämpfen, er wird der Versuchung widerstehen, weil ihm die guten Kräfte auch beistehen, sowie er ihnen Beachtung schenkt und ihre Ermahnungen befolgt. Dann wird auch seine Kraft vermehrt, denn sein Wille gibt den Lichtwesen die Befugnis, ihm Kraft zuzuwenden, während die Willenlosigkeit sie daran hindert. Denn wider seinen Willen wird der Mensch nicht bedacht mit Kraft, wenngleich die Lichtwesen in größter Liebe besorgt sind um die Seele des Menschen. Doch auch ihr Wirken untersteht dem göttlichen Gesetz, das aber den freien Willen als erstes achtet. Die innere Stimme aber ist nur dem vernehmbar, der im freien Willen nach innen lauschet, und darum ist sie niemals als Zwang anzusehen, sondern sie kann vernommen und auch überhört werden, sie kann befolgt und auch unbeachtet gelassen werden, je nach dem Willen des Menschen. Sie ist nur ein leiser Mahner und Warner, eine Hilfe für den Schwachen und ein Lenker für die Unschlüssigen, sie wird sich nie vordrängen, sondern nur, wer lauschet, der höret sie. Dieser aber wird recht geleitet sein und seinen Lebensweg sorglos zurücklegen können, denn so er die Stimme des Herzens befolgt, weiß er auch, daß er recht handelt und dem Willen Gottes gemäß lebt ....

Amen


B.D. 3200                empfangen am  25.u.26.7.1944

Rechtes Verhältnis zu Gott ....

Wie bedeutsam es ist, das rechte Verhältnis herzustellen zu Gott, das werden die Menschen erfahren, so die große Not über sie hereinbrechen wird, denn nur die Menschen, die wie Kinder zum Vater flüchten und Ihn um Hilfe anrufen, werden diese Not ertragen und immer wieder fühlbar der Fürsorge innewerden, mit welcher sie der himmlische Vater umgibt. Sie sind niemals verlassen, denn sie wissen den Einen stets um sich, Der die Macht hat, ihnen zu helfen, und Der voller Liebe ist und Seine Kinder nimmer ohne Beistand lässet. Es muß das rechte Verhältnis zu Gott hergestellt werden, soll der Mensch richtig beten können zu Ihm, sollen die Hilferufe aus tiefstem Herzen kommen und das Ohr des himmlischen Vaters erreichen. Denn wer sich nicht als Kind des Vaters fühlt, der vermag nicht, vertrauensvoll mit Ihm zu reden, er vermag nicht, einem Kinde gleich zu bitten, sondern er wird nur ein Formgebet stammeln können ohne Gedanken und ohne Vertrauen auf Hilfe. Und dieses Gebet dringt nicht zu Ihm, es ist wohl ein Angstruf, den aber nicht der Glaube veranlaßt, sondern nur die Not. Gott aber verlangt den Glauben an Ihn, Er verlangt das kindliche Vertrauen, Er will nicht als mächtiger Gott, sondern als liebender Vater angerufen werden, Er will, daß das Kind die Hände bittend ausstreckt zum Vater, um ihm in aller Liebe Sich zuneigen und ihm helfen zu können. Das rechte Verhältnis zu Gott ist des Menschen Stärke, denn der Vater wird Sein Kind nicht in der Not lassen, Er wird es behüten und betreuen, wo es geht und steht. Die Liebe des Vaters wird sich nie einem Kind versagen, und darum kann getrost der kommenden Zeit entgegensehen, der das Verhältnis des Kindes zum Vater hergestellt hat durch das innige Gebet zu Gott um Kraft und Stärke. Und er wird sie empfangen zu rechter Zeit, er wird fähig sein, Gott seine Not vorzutragen und Ihm seine Schwäche vorzustellen, und er wird gläubig harren auf Seine Hilfe, und diesen Glauben lässet Gott nicht zuschanden werden, den Glauben des Kindes an seinen Vater, Der sowohl die Macht als auch den Willen hat, ihm zu helfen und die Not abzuwenden von ihm ....

So der Mensch das rechte Verhältnis zu Gott herzustellen vermag, wird ihn nichts mehr schrecken, was auch kommen mag, denn das Urverhältnis war innigster Verband mit Gott, und dieses Urverhältnis trug ihm Macht und Kraft ein, die er in aller Freiheit des Willens nützen konnte. Und die Kraft aus Gott steht ihm auch nun zur Verfügung, sowie er sie nur nützen will, sowie er sie anfordert durch das Gebet, das in der rechten Einstellung zu Gott emporgesandt wird. Er wird nicht zu fürchten brauchen, daß der Vater Sein Kind verlässet, und er kann die Kraft aus Gott in Empfang nehmen, er kann jede Not überwinden und von sich abwenden im rechten Gebet zu Gott. Suchet darum, des Vaters Liebe zu gewinnen, suchet als Seine Kinder stets Seinen Willen zu erfüllen, dann habt ihr das rechte Verhältnis zu Gott hergestellt, und die Not der Zeit wird euch nur schemenhaft streifen, denn eure Kraft bannet sie, die Kraft, die euch aus dem rechten Verhältnis zu Gott erwächst, die Kraft, die von Gott auf euch überströmt, die euch über eure menschliche Schwäche hinaushebt und euch alles leicht ertragen läßt ....

Amen


B.D. 3201                empfangen am  26.7.1944

Vertreter der christlichen Lehre muß in der Liebe leben ....

Jeder Vertreter der christlichen Lehre muß selbst nach ihr leben, ansonsten er wenig Erfolg haben wird bei seinen Mitmenschen. Es predigt die christliche Lehre die Liebe, also muß auch ihr Vertreter in der Liebe leben, um vorerst Anhänger zu finden, weil ein gutes Beispiel zur Nachahmung anregt. Dann aber muß er auch die Wahrheit lehren, und diese Wahrheit kann er wieder nur empfangen durch die Liebe, d.h., er muß selbst liebetätig sein, um von Gott in der Wahrheit unterwiesen zu werden. Dann erst kann er diese weitergeben und als echter Vertreter Christi Seine Lehre verkünden in der Welt. Die christliche Liebelehre birgt somit die Wahrheit in sich, sie ist der einzige Weg, der zur Wahrheit und also zur Erkenntnis führt, denn auf einem anderen Wege als durch die Liebe gelangt der Mensch nie und nimmermehr zur Weisheit, zu dem geistigen Wissen, das der Wahrheit entspricht. Nur die Liebe führt ihn ein in dieses Wissen, und darum muß die Liebe als erstes gelehrt werden; und darum ist die Lehre Christi die von Gott den Menschen verkündete Lehre, und sie kann daher niemals als Menschenwerk hingestellt werden, denn sie birgt göttliche Weisheit in sich, die keine menschliche Lehre aufweisen kann. Sie ist sehr einfach und für jeden Menschen verständlich, sie ist auch annehmbar und nicht schwer zu befolgen für den, der guten Willens ist. Und dieser wird auch bald wissend werden, sowie er in der Liebe lebt, wie es die christliche Lehre fordert. Und daran erkennt man die Lehre Christi, daß nur immer wieder die Liebe gepredigt wird, daß der Mensch ermahnt wird zur Sanftmut, Friedfertigkeit, Geduld und Barmherzigkeit, daß also immer die Liebe zum Nächsten vorherrschen muß, will der Mensch einen Gott-gefälligen Lebenswandel führen. Und sowie er sich dessen befleißigt, steht er im Licht, d.h. in der Erkenntnis um die reine Wahrheit. Will nun also ein Vertreter Christi auf Erden für Seine Lehre eintreten, dann muß er vorerst ein Liebeleben führen, um nun an (mit?) der Auswirkung dessen den Mitmenschen den Beweis zu liefern, daß nur die Liebe zur Weisheit führt und daß dann der Mensch in vollster Erkenntnis steht und ihm auch alles verständlich ist, was sich in der Welt abspielt, weil er Ursache und Wirkung erkennen kann und weil er weiß, daß ein Leben ohne Liebe sich zerstörend auswirkt, die Liebe aber alles erhält und daher nicht ausgeschaltet werden kann. Der Vertreter Christi auf Erden wird immer den Beweis liefern, daß er weise ist, sowie er selbst Seine Lehre lebt, und dann wird er sie auch den Mitmenschen so darbieten können, daß sie ihnen annehmbar erscheint, und dann wird sie Anklang finden und sich verbreiten, denn dann spricht sie für sich selbst. Es können darum als Vertreter Christi auf Erden nur solche Menschen in Frage kommen, die selbst ein Leben in Liebe führen, ansonsten es nur tote Worte sind, die dem Mitmenschen nicht zu Herzen gehen und die daher auch nicht anregen zur Liebetätigkeit. Dann aber ist auch kein Wissen zu erlangen, es stehen die Menschen der Wahrheit fern, sie können wohl dem Wort nach Christen sein, sie sind es aber nicht in der Tat, und dann wird jenen Menschen auch die tiefe Erkenntnis mangeln, die nur allein aus der Liebe geboren werden kann ....

Amen


B.D. 3202                empfangen am  27.7.1944

Widerstand macht das Wort Gottes wirkungslos ....

Die Kraft aus Gott kann nur dort wirken, wo ihr kein Widerstand entgegengesetzt wird, und darum kann das Wort Gottes völlig wirkungslos am Ohr des Menschen verklingen, sowie dieser sein Herz verschließt, er es also nicht aufnehmen will als Gottes Wort. Denn die Kraft aus Gott ist etwas, das heiß und innig begehrt werden muß; sie strömt dem Menschen nicht wider dessen Willen zu. Und darum wird das Wort nicht lebendig, sondern bleibt nur ein totes Wort, das weder segenspendend noch wissenvermehrend wirkt. Es wird weder als Wahrheit noch als göttliche Sendung erkannt, es wird weder zum Glauben noch zum geistigen Streben anregen, aber niemals ist dann der Grund zur Ablehnung in dem Wort selbst zu suchen, sondern nur im Willen des Menschen, der noch voller Widerstand ist gegen Gott, wenngleich er dies nicht zugibt. Er verharrt in Abwehr, ohne dies recht begründen zu können, denn er nimmt Widerstandslos die gedanklichen Übertragungen auf, die ihm von der Gegenmacht Gottes vermittelt werden. Und dies ist die Ursache jeder krassen Ablehnung, denn der Gegner Gottes arbeitet mit allem Eifer, um die reine Wahrheit zu unterdrücken und die Menschen davon abzubringen. Und es ist ihm gelungen, so der Mensch nicht mehr die göttliche Gabe zu erkennen vermag, die ein jeder erkennen kann, so er nur willig ist und verlangend nach der Wahrheit. Es wird das Wort Gottes so geboten, daß sein Ursprung sehr wohl erkannt werden kann, denn es spricht das Wort für sich, doch immer nur für den, der sich Gott innig verbindet und von Ihm die Wahrheit entgegenzunehmen begehrt. Wird das Wort jedoch unwillig entgegengenommen, wird ihm Abwehr entgegengesetzt, dann scheidet das Verlangen nach der Wahrheit aus, und dann wird es weder verstanden werden noch eine wohltätige Wirkung ausüben auf den Menschen, es wird nicht befolgt werden und somit auch nicht den Segen nach sich ziehen, den das gelebte Wort unweigerlich dem Menschen einträgt .... es kann nicht den Geist erhellen und dem Menschen die Seligkeit des Wissens geben. Und somit ist das Wort dann wirkungslos, seine Kraft wird nicht spürbar, weil der Mensch sich ihr verschließt. Es ist die größte Gnade, wenn Gott im Wort zu den Menschen kommt, es ist ein Gnadenmaß, das ohne Verdienst des Menschen ihm zur Verfügung gestellt wird, jedoch es steht ihm völlig frei, ob er diese Gnadengabe nützet, ob er das Wort zu sich sprechen läßt, ob er es als göttliche Gabe anerkennt, ob er die Gnade also an sich wirksam werden läßt, denn dies hängt von seinem Willen allein ab. Sträubt sich der Wille, dann hat der Mensch keinerlei Erfolg zu verzeichnen für seine Seele, dann trägt es zu seiner Höherentwicklung nicht sonderlich bei, es sei denn, er übet die Liebe und gibt also unbewußt seinen Widerstand gegen Gott auf ....

Dann aber wird er auch Sein Wort erkennen, er wird sich nicht mehr ablehnend dagegen stellen, wenngleich er es noch zögernd auf sich wirken läßt. Es wird ihn jedoch immer mehr berühren, und er wird von der Wahrheit dessen langsam überzeugt werden, was ihm durch das Wort Gottes unterbreitet wird ....

Dann ist sein Widerstand gebrochen, und das Wort Gottes kann an ihm wirksam werden ....

Amen


B.D. 3203                empfangen am  28.7.1944

Geistige Tätigkeit muß der irdischen vorangestellt werden ....

Vollauf tätig müsset ihr sein für das Reich Gottes. Ihr dürfet nicht die irdische Tätigkeit vor die geistige stellen, sondern ihr müsset immer dessen eingedenk sein, daß ihr Gott dienen wollt und darum Seinen Auftrag zuerst erfüllen sollt, bevor ihr der Welt und ihrer Anforderungen gedenket. Jede Stunde, die ihr dieser geistigen Aufgabe widmet, wird euch reicheren Segen eintragen, als eure irdische Tätigkeit je erzielen kann. In dieser aber werdet ihr Unterstützung finden, so daß ihr auch diese bewältigen werdet ohne Schwierigkeiten. Es eilet die Zeit dahin, es wird der geistige Kampf immer schwerer, die irdische Not wird größer, und die Menschen fallen immer mehr ab von Gott und müssen auf die Folgen hingewiesen werden, sie müssen ermahnt und gewarnt werden, und dazu hat Gott euch berufen, daß ihr an Seiner Stelle redet, daß ihr die Menschen aufkläret und ihren Blick ins geistige Reich zu leiten suchet. Und darum müsset ihr unentwegt tätig sein und euch von nichts zurückhalten lassen, sondern immer in Verbindung bleiben mit Gott und von Ihm die Weisungen entgegennehmen. Ihr dürfet nicht fürchten, daß ihr eine andere Arbeit damit vernachlässigt, denn euch stehen Lichtwesen ständig zur Seite, die eure Erdenarbeit lenken und euch befähigen, sie auszuführen ohne Widerstand. Doch geistig unterstützen sie euch in weit größerem Maße, und ihren weisen Ermahnungen müsset ihr Beachtung schenken und euch nicht sträuben, so sie euch zu geistiger Tätigkeit anhalten, indem sie in euch blitzartig andere Gedanken aufkommen lassen, die euch zur geistigen Tätigkeit anregen sollen. Übergebet euch täglich der Fürsorge des himmlischen Vaters, und achtet darauf, wozu euch die Stimme des Herzens drängt. Löset euch von der Erde des öfteren, und wendet euch im Gebet an Ihn, Dessen Diener ihr sein wollt ....

Vermehret eure Kraft durch Entgegennahme Seines Wortes, sei es direkt oder durch Vermittlung, gebet euch seiner Wirkung hin, und dann begebet euch an das Tagewerk, und es wird gesegnet sein ....

Und ob ihr auch schaffet und wirket auf Erden, ohne den Segen Gottes wird nichts gelingen, was ihr auch beginnet. Sowie aber Gott eure Tätigkeit segnet, geht sie euch leicht von der Hand. Der Segen Gottes aber ist euch gewiß, so ihr erst tätig seid für das Reich Gottes, so ihr die geistige Arbeit der irdischen voransetzt, so ihr zuerst eure Seele bedenket, ehe ihr dem Körper sein Recht einräumt. Gott benötigt euch, die ihr als Seine Diener auf Erden für Ihn arbeiten wollt, und Er stellt euch vor Aufgaben, deren Erfüllung euch obliegt und von eurem freien Willen abhängig ist. Und diese Aufgabe sollt ihr ernst nehmen und nicht lau und saumselig werden, denn ein jeder Tag ist bedeutsam, und er kann großen Segen bringen euch und euren Mitmenschen, so er geistig recht genützet wird. Wird aber die Welt dieser Aufgabe vorangestellt, dann vergeht die Zeit nutzlos für die Seelen, denn das irdisch Errungene ist wertlos für die Ewigkeit; das irdische Leben aber kann sehr schnell beendet sein, und jeder irdische Erfolg ist hinfällig angesichts des Todes. Die geistige Arbeit dagegen trägt Ewigkeitswerte ein ....

Und dies sollt ihr immer bedenken, so ihr unschlüssig seid, welche Tätigkeit ihr in Angriff nehmen sollt. Nützet jede Stunde und dienet Gott, indem ihr euch Ihm hingebt und Sein Wort entgegennehmet, indem ihr für Ihn arbeitet und für Sein Reich, indem ihr die Mitmenschen belehret und ihnen Kunde gebt vom Willen Gottes ....

Und es wird sowohl eure geistige wie auch eure irdische Tätigkeit den Segen Gottes euch eintragen, und ihr werdet erfolgreich sein, was ihr auch beginnet ....

Amen


B.D. 3204                empfangen am  29.7.1944

Totale Umwandlung irdisch und geistig ....

Die größten Veränderungen stehen bevor, sowohl im irdischen als auch im geistigen Leben. Denn der geistige Umschwung, der unabwendbar ist, bedingt auch irdische Umwälzungen in jeder Weise. Dies bezieht sich zuerst auf Naturschöpfungen, die eine totale Umwandlung erfahren müssen, weil sie in der jetzigen Form nicht mehr genügen für den Reifeprozeß des Geistigen. Denn das nun zur Höherentwicklung sich drängende Geistige muß den Weg der Entwicklung in kürzerer Zeit zurücklegen wie bisher und bedarf dazu anderer Umhüllungen, in denen es sich dienend betätigen kann, wenn auch im gebundenen Zustand. Und diese Umgestaltung der Naturschöpfungen wirkt sich auch einschneidend auf das Menschengeschlecht aus, das vor der Umgestaltung die Erde belebt. Es gehen Zeiten voraus, die jegliche Ordnung vermissen lassen, es ist ein totaler Auflösungsprozeß auch in irdischer Beziehung; es werden die Menschen wider die göttliche Ordnung verstoßen, sie werden einen überaus starken Vernichtungswillen zur Ausführung bringen, es wird ein Chaos sein, das nicht mehr übertroffen werden kann, und es werden die Menschen nur irdisch gesinnt sein bis auf einige wenige, die der göttlichen Gnade teilhaftig werden, weil sie diese bewußt erbitten. Und da ein Verstoß wider die göttliche Ordnung zuletzt zur Zerstörung führen muß, so ist daraus schon ersichtlich, daß das Bestehende, wenn auch nicht vernichtet, so doch umgestaltet werden muß, auf daß wieder eine Ordnung zutage trete, die zur Entwicklung des Geistigen unbedingt erforderlich ist. Die Naturschöpfungen wandeln sich, und zwar nach dem Willen Gottes .... das Geistige, das zuvor als Mensch sich gänzlich von Gott entfernt hat, nimmt diese Naturschöpfungen zum Aufenthalt; und da die neue Erlösungsperiode von kürzerer Zeitdauer ist als die vergangene, sind die Schöpfungen von einer Beschaffenheit, die gänzlich von denen der alten Erde abweicht ....

Sie sind gewissermaßen härter und also zwingender, und es bedeutet dies für das darin gebannte Geistige einen weit qualvolleren Zustand, als jeglicher Erdengang zuvor ihm gebracht hat. Es soll dadurch der Gott widersetzliche Wille in kürzerer Zeit gebrochen werden, auf daß es daraus befreit werden und in anderen Schöpfungen seinen Entwicklungsgang fortsetzen kann. Folglich bedeutet der ganze Umgestaltungsprozeß auch einen völligen Umschwung in geistiger Beziehung. Es wird eine Zeit anbrechen, wo dem zur Höhe strebenden Geistigen keine Gegenmacht hinderlich ist, denn dieses Geistige hat die Versuchungen und Prüfungen bestanden und bedarf derer nicht mehr. Es ist in einem Reifegrad, wo es im Zusammenschluß mit Gott Licht- und Kraftempfänger geworden ist, wo es ein seliges und friedvolles Dasein führen kann, das ihm eigentlich als Leben in der Ewigkeit beschieden ist, das es aber noch auf Erden führt, weil ein neues Menschengeschlecht mit ihm seinen Anfang nimmt, das zur Weiterentwicklung des noch nicht reifen Geistigen in der Schöpfung notwendig ist, d.h. Erdenaufgaben erfüllen muß, die dem noch ringenden Geistigen verhelfen zur Höhe. Es ist also ein himmlisches Paradies auf Erden, und selig, der als Bewohner der neuen Erde den paradiesischen Zustand erleben darf. Es wird eine Zeit der Ruhe sein, des Friedens, denn der Kampf zwischen Licht und Finsternis ist vorübergehend beendet. Die Finsternis ist als weiteste Gottferne zu verstehen, das Licht als engste Gottnähe. Das Gottferne ist gebannt und benötigt einen Zeitraum zu seiner Erlösung, der dem Gott-Nahen ein ungestörtes geistiges Leben sichert, das unvorstellbar schön sein wird für die Menschen, die das Ende der alten Erde überleben, weil sie in der überaus schweren Kampfzeit zuvor Gott treu geblieben sind und nun den chaotischen Zustand mit einem Zustand tiefsten Friedens und göttlicher Ordnung vertauschen können. Gottes Geist wird walten über diesen, Seine Liebe wird sie umsorgen, Er wird Selbst als Vater bei Seinen Kindern weilen im Wort und auch sichtbar, und eine neue Erlösungsperiode wird ihren Anfang nehmen nach Abschluß der alten Epoche, die mit dem letzten Gericht enden wird ....

Und dieses letzte Gericht ist gleichbedeutend mit Auflösung alles dessen, was die jetzige Erde aufweiset .... feste Materie, Pflanzen und Tierwelt und auch das Menschengeschlecht wird eine totale Umwandlung erfahren, wie es Gottes Liebe und Weisheit beschlossen hat und Seine Allmacht zur Ausführung bringt .... auf daß das Gott-abtrünnige Geistige seinen widersetzlichen Willen aufgebe und sich wandle ....

Amen


B.D. 3205                empfangen am  29.7.1944

Vereinigung des Geistes mit der Seele ....

Wiedergeburt ....

Einen unwiderstehlichen Drang zur Höhe wird die Seele in sich fühlen, so sie sich durch Liebeswirken mit dem Geist in sich verbindet, denn dieser suchet sie nun zu beeinflussen und sie dem Reich zuzuführen, das ihre wahre Heimat ist. Und im gleichen Maß wird sie sich von der Erde trennen, d.h., ihr Wollen und Denken wird nicht mehr dem Körper und seinen Wünschen gelten, sondern dem Geistigen zugewandt sein. Sowie dieses Stadium eingetreten ist, ist die Seele wiedergeboren im Geist, sie hat einen neuen Lebensabschnitt begonnen, sie hat ihren eigentlichen Erdenlebenszweck erkannt und ist sich ihrer Aufgabe auf Erden bewußt. Und dann kann auch kein Rückschritt mehr eintreten, ein Rückfall in den Zustand zuvor, wo sie ohne geistiges Wissen war und nur das irdische Leben beachtete. Und nun sammelt sie geistige Reichtümer, indem sie durch bewußtes Streben nach der Höhe sich den gedanklichen Einströmungen aus dem geistigen Reich öffnet und als Folge dessen auch liebetätig ist, denn die Lichtwesen äußern sich durch den Geistesfunken im Menschen, und dieser treibt unentwegt zum Liebeswirken an. Je liebetätiger der Mensch ist, desto fähiger wird er, die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen, und desto mehr nimmt er nun an Wissen zu. Sein Liebeswirken kann nun zweierlei sein, er kann den Mitmenschen helfen irdisch und auch geistig; er kann in dienender Nächstenliebe sich betätigen, indem er ihnen beisteht in irdischer Not, er kann sich aber auch der Seele des Mitmenschen annehmen, indem er sie belehret und ihnen das gibt, was er zuvor durch seinen Geist erhalten hat .... geistiges Wissen, das der Wahrheit entspricht ....

Er kann unvergängliches Gut weiterleiten und dadurch wieder anderen Seelen zur Höhe verhelfen, und es ist dieses Wirken in Liebe überaus segensreich, es ist eine Hilfeleistung, die ihr die Seelen danken ewiglich. Denn immer bedeutet geistige Hilfe Erwachen zum Leben, sowie sich der Mensch helfen lässet, sowie er sich nicht ablehnend dieser Hilfe verschließt. Doch sowie ein Mensch einmal selbst den geistigen Weg eingeschlagen hat, wird er niemals allein den Weg zur Höhe gehen wollen, sondern immer auf seine Mitmenschen einwirken, weil er erkennt, daß das geistige Streben das Wichtigste im Leben ist, weil es zum Ziel führen kann, so der Mensch willig ist. Die Seele fühlt sich auf Erden nicht mehr wohl, und ihr stetes Streben ist, ihr zu entfliehen, und darum kann sie zu jeder Zeit und überall sich erheben in das geistige Reich, denn von dort wird immer die Brücke geschlagen, so der Mensch das geistige Reich zu betreten begehrt. Immer sind die Lichtwesen bereit, die von Gott empfangene Kraft der Seele des Menschen zu vermitteln, und immer ist der Geistesfunke im Menschen bereit, der Seele die geistigen Gaben darzubieten, denn der Geistesfunke steht in dauernder Verbindung mit der Licht-spendenden Welt und somit mit Gott, Der durch die Lichtwesen das der Wahrheit entsprechende Wissen dem Menschen zuführt, der es empfangen will. Denn das Verlangen der Seele, ihr Denken und Wollen bestimmt das Maß von Geistesgaben, das ihr vermittelt wird, und unbeschränkt wird dieses sein, so die Seele das empfangene Geistesgut weitergibt an die Mitmenschen, um auch diese damit zu beglücken ....

Amen


B.D. 3206                empfangen am  30.7.1944

Kraftlosigkeit im Jenseits ....

Gesetz ....

Untätig bleibt die Seele, die keine Kraft empfängt. Und dieser Untätigkeitszustand kann nicht anders behoben werden als durch Liebeswirken, wozu jedoch der Seele es am Willen mangelt, so sie im Jenseits in diesem kraftlosen Zustand sich befindet. Auf Erden aber kann dieser Wille angeregt werden durch das Wort Gottes. Es kann dem Menschen vorgestellt werden, daß ein Liebeswirken für ihn zum Segen ist, und er kann nun das Wort Gottes beherzigen, er kann darüber nachdenken und sich nun aus eigenem Antrieb zum Liebeswirken entschließen. Denn auf Erden mangelt es ihm nicht an Kraft, das, was er will, zur Ausführung zu bringen. Und dann geht der Seele geistige Kraft zu und fördert sie in der Entwicklung. Anders aber ist es im Jenseits, wo die kraft-lose Seele nichts mehr tun kann als nur wollen ....

Und wie dieser Wille ist, davon hängt es ab, ob dem Wesen Kraft zugeführt wird. Es ist also die Seele im Jenseits abhängig von der Hilfe reiferer Wesen, während der Mensch auf Erden unabhängig von geistigen Kräften handeln kann je nach seinem Willen. Und darum darf der Mensch nicht irrtümlich sorglos bleiben in der Ansicht, daß er, so er auf Erden sein Ziel nicht erreicht, im Jenseits nachholen kann, was er auf Erden versäumt hat an seiner Entwicklung. Es ist dies eine trügerische Hoffnung, die er dereinst bitter bereuen wird, wenngleich der Zustand im Jenseits nicht ganz hoffnungslos bleibt. Es sind unsagbare Qualen, die die Seele durchzumachen hat und die sie sich auf Erden leicht abwenden kann durch ernst-haftes Streben nach oben. Kraftlosigkeit ist etwas unsagbar Trostloses, es ist ein Zustand, dem die Seele nicht beliebig abhelfen kann, sondern sie auf die Liebe anderer Wesen angewiesen ist. Und diese Liebe ist mitunter nur schwach erkennbar für die Seele und entsprechend ihrer eigenen Liebe zu den mitleidenden Seelen. So kann eine lieb-lose Seele Ewigkeiten in ihrer Kraftlosigkeit zubringen müssen, ohne daß sich ihr ein liebetätiges Wesen naht, wenn sie selbst gleichfort in der Eigenliebe verharrt, wenn sie nur an sich und ihr Los denkt und für das Los der sie umgebenden Seele kein Mitgefühl hat. Sie kann laut göttlichem Gesetz nicht anders bedacht werden, als sie selbst andere Seelen bedenkt, und ihre Eigenliebe ist hinderlich für die Lichtwesen, sich ihr zu nahen und ihr Erleichterung zu bringen. Und da sie selbst nicht gebe- oder hilfswillig ist, kann auch ihr nicht gegeben oder geholfen werden. Und das ist das Bitterste, daß der Seele nun auch nicht das Wort Gottes vermittelt werden kann, das sie aus ihrer geistigen Blindheit herausführen könnte, denn das Wort Gottes ist Licht, und Licht-empfänglich ist die Seele noch nicht durch ihre Lieblosigkeit. Auf Erden dagegen wird das Wort Gottes auch den lieblosen Menschen dargeboten, denn dies ist die Gnade, die Gott dem Unerlösten auf Erden gewährt, die sie annehmen, aber auch ablehnen können je nach ihrem Willen. Während im Jenseits die Gnade Gottes nur insofern das Wesen berührt, als daß es ihm freigestellt ist, zu wollen und liebende Gedanken in sich zu erwecken, worauf ihm dann gleichfalls Kraft vermittelt wird. Manche Seele aber ist so verhärtet, daß sie keines liebenden Gedanken fähig ist, und dann ist es für sie ein unerträglicher Zustand, den sie nicht beenden kann von sich aus. Es sind diese Seelen jedoch von Leidensgenossen umgeben, an deren Schicksal sich ihre Liebe entzünden kann, und deshalb können sie jederzeit sich selbst eine Besserung ihrer Lage schaffen, sowie sie die Liebe in sich aufkommen lassen. Denn schon der leiseste Wille, diesen Leidensgenossen zu helfen, führt ihnen Kraft zu, und sowie sie dieser Kraftzufuhr Beachtung schenken, werden sie auch tätiger im Liebeswirken, und es bereitet ihnen die Hilfeleistung an anderen Seelen eine innere Beglückung, und dann ist der kraftlose Zustand, der Zustand der völligen Untätigkeit, überwunden. Dann kann ihnen auch das Wort Gottes vermittelt werden, d.h., es können lehrende Wesen in ihre Nähe kommen und ihnen vorstellen, welche Gebote Gott gegeben hat und warum diese erfüllt werden müssen. Es muß die lehrende Tätigkeit der Lichtwesen nun einsetzen, auf daß die unwissenden Seelen Licht und Kraft empfangen, d.h. ein Wissen, das sie nun weiterleiten können in liebender Fürsorge um das Los der leidenden Seelen. Doch Ewigkeiten hindurch können solche kraftlosen Seelen darben müssen, und es ist dieser Zustand leicht zu umgehen, so der Mensch auf Erden die Gelegenheiten auswertet, um in einer Reife in das Jenseits eingehen zu können, die ihm Licht und Kraft einträgt und ihn zu beglückender Tätigkeit im geistigen Reiche befähigt ....

Amen


B.D. 3207                empfangen am  30.7.1944

Irdische Trübsal gemessen am Leid im Jenseits ....

Die größte irdische Trübsal ist gering zu nennen im Vergleich zu den Qualen einer unerlösten Seele im Jenseits. Und so der Mensch sich durch jene das Leid im Jenseits abwenden kann, soll er alles geduldig auf sich nehmen, solange er noch auf Erden weilt. Und darum sendet Gott ihm Trübsal und Leid auf Erden, damit die Seele daran ausreifen und in einem Entwicklungsgrad das Erdenleben verläßt, der ihr im geistigen Reich die Seligkeit einträgt und ihr der leidensvolle Zustand erspart bleibt, der das Los der unvollkommenen Seelen ist. Es ist nur ein kurzer Zeitraum, wo dem Menschen Leid zu tragen auferlegt wird, gemessen an der Ewigkeit, an der oft endlos langen Zeit, die eine Seele im qualvollen Zustand im Jenseits verbringen muß, bis sie erlöst ist. Und doch kann diese kurze Erdenzeit die Seele völlig entschlacken, und dies bringt das Leid und Trübsal zuwege, weshalb die Menschen Gott noch dankbar sein und es als Liebesbeweis Gottes ansehen sollen. Und dies sollen sich die Menschen in der kommenden Zeit immer vor Augen halten, daß Gott nur das über sie sendet, was ihnen zum Seelenheil notwendig ist, und daß Er nimmermehr sinn- und zwecklos ihnen Leid auferlegt. Alles, was geschieht, ist von Seiner Weisheit angeordnet und dienet dem Menschen zur Vollendung. Und ist die Trübsal ungewöhnlich groß, dann ist sie auch nötig, weil die Menschheit ungewöhnlich tief gesunken ist, weil sie in völliger Abkehr von Gott steht und nur noch durch großes Leid gewonnen werden kann. Desto freier und reiner kann der Mensch am Ende seiner Erdenlaufbahn sein, so er jedes Leid ergeben auf sich nimmt und nur geistigen Vorteil daraus zu ziehen bemüht ist. Und dann wird ihm die Entschädigung dafür gegeben werden, er wird eingehen können in das Lichtreich, und alle Not wird ein Ende haben ....

Und voll Dankbarkeit sieht der Mensch auf sein Erdenleben zurück, das ihm zwar schwer zu sein dünkte, jedoch ihm höchsten Erfolg eingetragen hat .... die Seelenreife, die Zweck des Erdenlebens ist. Für die kommende Zeit benötigt der Mensch viel Kraft, und diese kann er jederzeit anfordern im Gebet, und es wird wahrlich nicht unerhört bleiben. Und dann wird er auch das Schwere ertragen können, ihn wird Leid und Trübsal nicht so berühren, wenngleich sie ihm nicht erspart bleiben kann. Und je ergebener er alles aus der Hand des Vaters entgegennimmt, desto schneller wird die Not von ihm weichen, oder desto unempfindlicher wird er sein, wenn um der Mitmenschen willen das Leid noch nicht genommen werden kann von ihm. Doch er weiß, daß ein Helfer ist, Der in aller Not ihm zur Seite steht, so er im Gebet den Beistand Gottes anfordert. Und diese trostreiche Zuversicht, der feste Glaube an die Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes läßt ihn auch das Schwerste überwinden, er reifet daran und lebt nicht erfolglos sein irdisches Leben .... er ebnet sich den Weg in die Ewigkeit, in das jenseitige Leben, das ihm nun beschieden ist in Seligkeit, das für ihn keinen quälenden Zustand bedeutet, sondern ein Leben in vollster Freiheit, ohne Leid und Pein, weil er solches nicht mehr benötigt ....

Amen


B.D. 3208                empfangen am  31.7.u.1.8.1944

Das Wort ....

Geistig und irdisch ....

Das Wort, das nicht lebendig ist, wird seine Wirkung verfehlen. Es kann wohl ausgesprochen werden, doch ihm fehlt der Geist, und also erwecket es nicht zur Tätigkeit. Und darum muß das Wort stets vom Geist belebt sein, soll es seine Wirkung ausüben auf den Hörer des Wortes. Es muß von der Kraft durchdrungen sein, die das Zeichen des Lebens ist ....

Und diese Lebenskraft geht nur von Gott aus, es ist Sein Geist, der in Seinem Wort zum Ausdruck kommt und der wahrhaft lebenspendend ist. Sowie das Wort vom Menschen ausgeht, muß dieser seine ganze Überzeugung hineinlegen, um auf den Mitmenschen eine Wirkung auszuüben. Und er wird diese Überzeugung aufbringen können, so er das Wort zuvor von Gott empfangen hat. Ist aber nicht Gott Selbst die Quelle des Wortes, dann kann es wohl aufgenommen werden vom Mitmenschen, doch die Wirkung wird ausbleiben .... es ist Menschenwort, und ihm fehlt der Geist, der lebendig macht. Es wird nicht von Bestand sein, es wird vergehen wie alles, was irdisch ist, es wird keine Kraft ausstrahlen und keinen merklichen Segen bringen .... es wird ein totes Wort sein, wenngleich es verfochten wird ....

Es muß dem Wort die Kraft der Überzeugung innewohnen, es muß der Mensch fühlen, daß das, was er spricht, Wahrheit ist, dann wird er so reden, daß es nicht ohne Wirkung bleibt auf den Mitmenschen. Die göttliche Liebe gibt den Menschen das Wort, um Sich Selbst kundzutun, und Sie gab den Menschen die Fähigkeit, selbst wieder durch das Wort sich verständlich zu machen. Es ist diese Gnadengabe unermeßlich, bedeutet sie doch erst das wahre Leben, weil ohne das Wort ein toter Zustand herrschen würde, ein Zustand des Nicht-Verstehens, eines stumpfen Dahinlebens ohne Wissen um den anderen, um dessen Denken und Leben. Das Wort erst belebt und macht die Menschen zu selbständig denkenden und handelnden Wesen, die miteinander Verbindung haben können, die durch das ausgesprochene Wort in Kontakt treten zueinander, die sich belehren und ihre eigenen Gedanken und Eindrücke dem anderen vermitteln können. Doch es darf nicht gedankenlos dahingesprochen werden, sondern es muß geistig belebt sein, es muß Denken und Sprechen übereinstimmen, ansonsten es keinen Widerhall erweckt, sondern am Ohr des anderen verweht. Denn dazu ward dem Menschen der Verstand; er kann denken, bevor er sich durch das Wort äußert. Er ist fähig, Sinn und Geist hineinzulegen in das, was er spricht .... und dies kraft seines Verstandes, soweit es irdische Dinge betrifft. Will aber der Mensch geistig tätig sein, d.h. Worte geistigen Inhalts vermitteln, so muß der Geistesfunke in ihm selbst zum Leben erwacht sein, soll das Wort wirken. Es muß das Wort selbst lebendig sein, es muß der Verstand sowohl als auch das Herz den Mitmenschen anregen zur Tätigkeit, der Verstand muß es durchdenken und das Herz den Willen anregen, zu befolgen, was durch das Wort dem Menschen anempfohlen wird. Dann erst ist Leben in dem Wort, es zeugt vom Geist Gottes, so es den Geist im Menschen erweckt. Denn das Wort ist das Mittel zur Übertragung von Gedanken, es ist die Verbindungsmöglichkeit von Mensch zu Mensch auf Erden und von Gott zum Menschen auf geistigem Gebiet ....

Es ist das Wort das Zeichen Seiner übergroßen Liebe zu den Menschen, es ist das Mittel zur Gewinnung der Seelen für die Ewigkeit ....

Auf Erden aber ist es gleichfalls segensreich, so es gebraucht wird zur Ausübung uneigennütziger Nächstenliebe, so das Wort voll Liebe geboten wird, auch wenn es irdische Dinge berührt. Doch immer muß das Wort ausdrücken, was das Herz empfindet, es darf kein totes Wort sein, gedankenlos hingesprochen und eindruckslos empfangen. Dann wird es nicht gewertet als das, was es ist, als Ausdrucksform der innersten Gedanken, als Mittel zur Übertragung dessen, was das Herz bewegt, als Mahner und Warner vor Ungerechtigkeit, als Antrieb zu geistigem Streben und als Beweis göttlicher Liebe, die im Wort sich kundgibt allen denen, die leben wollen und also den Geist in sich zum Erwachen bringen ....

Denn Gott ist Geist und kann nur durch den Geist zu den Menschen sprechen und ihnen Sein Wort vermitteln ....

Amen


B.D. 3209                empfangen am  1.u.2.8.1944

Zeichen der Endzeit ....

Glaubenskampf ....

Chaos ....

Den Zeitpunkt der geistigen Wende zu bestimmen (wissen?), würde der Menschheit nicht zuträglich sein, denn es ist ein genaues Wissen darum eine Beeinträchtigung des freien Willens, da sich dann der Mensch genötigt fühlen würde, seinen Lebenswandel zu ändern, so die vorbestimmte Zeit heranrückt. Dies ist aber nicht nach dem Willen Gottes, daß die Menschen in Kenntnis gesetzt werden zuvor, wann der Tag und die Stunde gekommen ist, da Er Gericht hält über sie, sondern sie sollen nur wissen, daß das Ende nahe ist, und an den Zeichen der Zeit dieses Ende erkennen. So aber gläubige Menschen Ihn um Aufschluß bitten, wird Er ihnen Antwort geben, so wie es ihrem Seelenheil dienlich ist ....

Es geht dem letzten Gericht die Endzeit voraus, und diese umfaßt eine Zeitspanne von nur wenigen Monaten, die durch einen außergewöhnlich rigorosen Glaubenskampf gekennzeichnet sind. Sowie der Glaubenskampf ganz offensichtlich geführt wird, sowie man alle Heimlichkeiten außer acht lässet und offen und rücksichtslos gegen alle geistigen Bestrebungen vorgehen wird, sowie Gebote und Verfügungen erlassen werden, die den Menschen jegliches geistige Streben untersagen, sowie man keines der göttlichen Gebote mehr achten wird, sowie eine Verfolgung einsetzen wird gegen alle gläubigen Menschen und diesen kein Recht mehr zugebilligt wird, ist die Endzeit in die letzte Phase eingetreten und das letzte Gericht täglich und stündlich zu erwarten ....

Bevor jedoch dieser Glaubenskampf entbrennen wird, wird die Menschheit sich in einem geistigen und irdischen Chaos befinden; es wird überall nur ein Rückgang zu erkennen sein, was auch in Betracht gezogen wird. Und dieser Rückgang wird veranlaßt werden durch Menschen, die vom Satan beherrscht sind. Er wird sich äußern in irdischen Vernichtungen und Zerstörungen, in lieblosen Verfügungen, in einem Gott-widrigen Lebenswandel, in Aufruhr und Empörung wider die herrschende Gewalt und brutale Unterdrückung durch diese, in Freiheitsbeschränkung und Umgehung von Recht und Gerechtigkeit. Diese Zustände aber werden eintreten nach einer gewaltigen Erderschütterung, die durch den Willen Gottes stattfinden wird, um ein Völkerringen zum Abschluß zu bringen, das menschlicher Wille nicht beendet. Es wird diese Erderschütterung für die davon betroffenen Menschen eine Umänderung ihres gewohnten Lebens bedeuten, eine Zeit größter Entsagungen und schwierigster Lebensverhältnisse, und es wird diese Zeit wohl geeignet sein für die Verbreitung des göttlichen Wortes, doch nimmermehr für eine weltlich-kirchliche Macht einen Aufschwung bedeuten. Es werden die Menschen zwar eifrig bestrebt sein, eine irdische Besserung ihrer Lebensverhältnisse zu erzielen. Doch diese Bestrebungen werden sich nicht vertragen mit geistigem Streben, mit dem Glauben an eine Macht, Die sie zur Verantwortung zieht, und mit den göttlichen Geboten, die Liebe fordern. Und darum wird alles angegriffen werden, was hinderlich ist, um das alte Wohlleben wieder herzustellen. Und darum setzet der Glaubenskampf nicht lange nach dem göttlichen Eingriff ein, der das Weltgeschehen in andere Bahnen lenkt. Es werden die Ereignisse schnell aufeinanderfolgen, denn der geistige Tiefstand der Menschen beschleunigt sie, und der geistige Tiefstand ist erkennbar an dem lieblosen Handeln der Menschen, an ihrem Denken, das von tiefster Verdorbenheit zeugt und Handlungen vorbereitet, die als satanisch anzusprechen sind. Und daran werdet ihr Menschen auch den Zeitpunkt erkennen, wo Gottes Eingriff zu erwarten ist. Ihr werdet an dem Weltgeschehen selbst einen Zeitmesser haben, ihr werdet an den Handlungen, zu denen die Menschen fähig sind, ersehen, daß sie gänzlich sich von Gott entfernt haben, und dies wird eindeutig die Ansicht widerlegen, daß unter dieser Menschheit ein geistiges Aufblühen noch zu erwarten ist. Die Menschen, die treu zu Gott stehen, werden zwar ihr inniges Verhältnis zu Ihm verstärken, sie werden in Wahrheit Seine Kirche sein, die durch Elend und Drangsal sich behaupten wird. Jedoch klein ist das Häuflein derer, die Welt aber verleugnet Gott, sie feindet alles an, was für Gott ist, und diese geistige Not ist bezeichnend für das nahe Ende ....

Darum habet acht auf die Zeichen der Zeit, habet acht auf das Gebaren der Menschheit, auf ihren Abfall von Gott und ihren Hang zur Welt, so die Menschen offensichtlich unter dem Einfluß des Satans stehen, so sie ihm hörig sind und alles tun, was wider die göttlichen Gebote verstößt, so ihnen nichts mehr heilig ist, weder das Leben des Mitmenschen noch dessen Hab und Gut; so die Lüge Triumphe feiert und die Wahrheit angefeindet wird, wisset ihr, daß das Ende nicht mehr weit ist. Ihr werdet dann die Geschehnisse verfolgen können, wie es euch verkündet ist, denn es wird sich alles abspielen im Zeitalter eines Mannes, der gewissermaßen die Auflösung beschleunigt, der dem zerstörenden Prinzip huldigt, der also nicht aufbauend, sondern zerstörend tätig ist. Und mit dem Ende dieses Mannes ist auch das Ende der Welt gekommen, d.h. das Ende der Erde in der derzeitigen Gestaltung und das Ende der die jetzige Erde belebenden Menschen, die außerhalb derer stehen, die Gott angehören. Und so wisset ihr, daß keine lange Zeit mehr vergeht, daß keine lange Frist euch gegeben ist, daß das Ende in kürzester Zeit euch bevorsteht. Und ihr müsset euch darum vorbereiten, ihr müsset leben, als sei ein jeder Tag der letzte, weil ihr nicht wisset, wann ihr abberufen werdet und ob ihr das Ende noch erleben werdet auf Erden. So ihr aber benötigt werdet als Streiter Gottes in der Kampfzeit vor dem Ende, so lenket Gott auch euer Denken recht und ihr werdet es erkennen, wann die Zeit gekommen ist .... die Zeit des göttlichen Eingriffes durch Entfesseln der Naturgewalten, die Zeit des Glaubenskampfes und die Zeit des letzten Gerichtes ....

Gott will, daß ihr die Menschen aufmerksam machet, also wird Er auch euren Geist erhellen und dieses Denken so lenken, daß ihr das Rechte erkennt und nur das als recht Erkannte aussprecht und den Mitmenschen vermittelt ....

Amen


B.D. 3210                empfangen am  3.8.1944

Kampf zwischen Licht und Finsternis ....

Letzter Entscheid ....

Unaufhörlich kämpft das Licht gegen die Finsternis ....

Es ist dieser geistige Kampf so bedeutungsvoll, doch die Menschen wissen es nicht, und sie unterstützen eher die Mächte der Finsternis, als daß sie durch Streben nach Licht Widerstand leisten. Und dieser geistige Kampf findet seinen Höhepunkt kurz vor dem Ende dieser Erde, denn dann wird der geistige Kampf sich nicht nur geistig abspielen, sondern in aller Öffentlichkeit, so daß auch die unwissenden Menschen ihn verfolgen und je nach ihrer Einstellung ihn fördern oder aufhalten werden. Denn der geistige Kampf .... der Kampf zwischen Licht und Finsternis .... nimmt Form an im Glaubenskampf, der ohne Rücksichtnahme geführt werden wird von Mensch gegen Mensch. Es ist dies eine Zeitepoche, die den Abschluß bildet für die derzeitige Menschheit. Es ist der Glaubenskampf unvermeidlich, soll er doch die letzte Entscheidung herbeiführen, die Entscheidung des einzelnen Menschen für oder gegen Gott. Das geistige Ringen von Licht und Finsternis besteht seit unendlichen Zeiten darin, daß die Kräfte des geistigen Reiches, gute und böse, die Seele des Menschen zu beeinflussen suchen, das sie ihr das Gedankengut zu übertragen suchen, daß sie selbst besitzen ....

Und so suchen die Lichtwesen, die Menschen emporzuziehen, ihr Denken zu veredeln und sie zum Streben nach Vollkommenheit zu veranlassen, während die bösen Kräfte sie herabzuziehen suchen, ihnen irdische Begierden ins Herz pflanzen und sie gänzlich vom geistigen Streben abdrängen wollen. Und diesen Kampf entscheidet der Wille des Menschen ....

Welchen Geisteskräften er sich überläßt, diese sind Sieger über die Seele. Der Wille der Menschen ist schwach, und deshalb ist der Gegner Gottes in seiner Macht gestärkt, und er versucht nun gänzlich die Menschheit zu gewinnen für sich, indem er das Wissen um Gott und Seine Macht, Weisheit und Liebe untergräbt und alles geistige Streben unterbindet. Und desto eifriger wirken die Wesen des Lichts; im gleichen Maß wird den Menschen Licht zugeführt von oben, und es geschieht dies nicht mehr nur rein geistig, sondern es wird so gegeben, daß es als Lichtwirken erkenntlich ist, daß ein sichtbares Zeichen der Liebe Gottes den Menschen zugeht. Es wird Sein Wort durch Lichtwesen auf Erden verbreitet, allen erkenntlich und ersichtlich, die es erkennen und sehen wollen ....

Und dieses Wort weiset auf den kommenden Glaubenskampf hin, auf einen Kampf, der nur das geistige Streben des Menschen zum Ziel hat, ein Kampf, der von einer Seite völlige Vernichtung und Ausrottung alles Geistigen anstrebt und von der anderen Seite nur das letzte Ziel hat, den Glauben an Gott, an Jesus Christus und Seine Lehre, unter den Menschen zu erhalten und zu befestigen. Und dieser Kampf wird nicht mehr heimlich geführt werden, sondern er wird die ganze Welt bewegen, verschieden zwar in seiner Form, jedoch alle Menschen zur Stellungnahme zwingend. Und nun werden wieder die guten und bösen Kräfte des geistigen Reiches tätig sein in außergewöhnlichem Maß. Die mit den Lichtwesen in Verbindung stehen, werden für den Glauben eintreten und nun von jenen gestärkt werden, es wird ihnen Kraft zugeleitet, die sie zu außergewöhnlichen Taten befähigt, denn um des Glaubens willen müssen den Menschen Zeichen gegeben werden, auf daß sie glauben können, so sie nur wollen. Ebenso aber werden von unten her die geistigen Kräfte wirksam sein. Sie werden die Menschen zu den lieblosesten Taten veranlassen und zur Ausführung derer ihnen auch die Kraft zuführen. Und also kämpfet das Gute wider das Böse und umgekehrt. Doch das Licht wird siegen, obzwar nur ein kleiner Teil der Menschen als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen wird, weil die Besiegten nun ihr zeitliches Ende finden und dies Bannung in der festen Form für sie bedeutet. Denn sie geben ihren Widerstand nicht auf und empören sich also aufs neue wider Gott, Der ihnen jegliche Gelegenheit geboten hat, ihren Widerstand gegen Ihn aufzugeben ....

Sie sind den Kräften der Unterwelt verfallen und müssen daher den endlos langen Entwicklungsgang auf Erden noch einmal zurücklegen, bis ihnen wieder der freie Wille zur letzten Entscheidung gegeben wird .... der Glaubenskampf ist unvermeidlich, ist doch das Ende der Erlösungsperiode gekommen, wo eine klare Scheidung der Geister erfolgen muß. Doch jedem Menschen wird zuvor die Möglichkeit gegeben, gefühls- und auch verstandesmäßig Stellung zu nehmen zu der wichtigsten Frage ihres Erdenlebens ....

Gott oder die Welt ....

Und wer sich selbst keine Antwort bisher gegeben hat, der wird nun gezwungen zum letzten Entscheid .... und gute sowie böse Kräfte werden ihm die Antwort zuflüstern. Doch seinem Willen steht es frei, welchen Kräften er Gehör schenkt ....

Amen


B.D. 3211                empfangen am  3.8.1944

Lebensschicksal Gottes Wille ....

Wie es Gott bestimmt hat, so geht das Weltgeschehen seinen Gang, und also wickelt sich auch für jeden einzelnen Menschen das Erdenleben so ab, wie es Sein Wille ist. Es kann niemand seinem Schicksal entfliehen, er kann nur durch vollvertrauendes Gebet bei Gott erreichen, daß Er ihm tragen hilft, so er selbst zu schwach ist. Und darum kann der Mensch sich selbst sein Schicksal nicht anders gestalten, wenn er dies auch glaubt, denn so, wie es kommt, hat Gott es vorgesehen seit Ewigkeit, und Er Selbst legt dem Menschen die Gedanken ins Herz, daß er gerade das ausführt, was Seinem göttlichen Plan entspricht. Der Mensch hat wohl seinen freien Willen, irdische Geschehen aber müssen immer als Gottes Wille oder Zulassung angesehen werden, die völlig mit dem Plan von Ewigkeit übereinstimmen. Denn Gott weiß seit Ewigkeit über die geistige Verfassung eines jeden Menschen. Und so kommt nichts über den Menschen, was nicht Sein weisester Wille für heilsam erachtet für die Seele dessen. Folglich kann der Mensch auch von sich aus nichts abwenden, nur wieder durch inniges Gebet die Wirkung für seinen Körper erhöhen, so sie günstig, oder abschwächen, so sie für ihn leidvoll ist. Und es kann sich deshalb der Mensch voller Zuversicht dem Walten und Wirken Gottes überlassen, denn wie es kommt, so ist es gut für seine Seele, und die Stärke seines Glaubens kann auch jedes Geschehen irdisch erträglich gestalten, so sich der Mensch vollvertrauend dem Vater im Himmel übergibt und Ihn allein walten läßt. Er kann völlig sorglos alles über sich ergehen lassen, denn es gibt nichts, was nicht zuvor die Zustimmung Gottes gefunden hätte, also als gut für seine Seele befunden und ihm deshalb auferlegt worden wäre. Und darum braucht der Mensch auch nichts zu fürchten, er braucht nicht zu bangen vor dem Kommenden, sowie er sich Gott innig verbindet, ist doch seiner Einstellung zu Gott gemäß auch sein ganzer Lebenslauf. Und so er dies erkennt, wird er ruhig und gefaßt dem entgegensehen, was ihm beschieden ist, weiß er doch nun auch, daß nur die Liebe Gottes Anlaß ist, wenn Freude oder Leid über ihn kommt. Denn Er weiß von Ewigkeit, welche Mittel das Erdenkind benötigt, um an seiner Seele reifen zu können, und Er wendet diese Mittel an ....

Unwiderruflich kommt alles so, wie Er es bestimmt hat, ohne daß der Mensch es aus eigener Kraft ändern kann. Darum sind alle Sorgen unnötig, die sich der Mensch über seine Zukunft macht, denn er kann diese nicht verbessern, so es ihm nicht dienlich ist, wie sie aber auch nicht schlimmer zu sein braucht, wenn der Glaube des Menschen so stark ist, daß er in inniger Verbindung bleibt mit Gott. Denn Sein Wille wird stets geschehen im Himmel und auf Erden, Seinem Willen kann sich der Mensch nicht widersetzen, und Sein Wille ist wahrlich der weiseste und daher auch immer gut ....

Amen


B.D. 3212                empfangen am  4.8.1944

Geistiger Reichtum ....

Betätigung im Jenseits ....

Durch Nützung der geistigen Kraft kann der Mensch sich einen Reichtum schaffen auf Erden, der ihm in der Ewigkeit höchste Seligkeit einträgt, denn er ist durch diesen geistigen Reichtum fähig, im jenseitigen Reich erlösend tätig zu sein zu seiner eigenen Beglückung. Er ist selbst Kraft- und Lichtträger und kann somit auch austeilen, was er selbst schon in Fülle besitzt, und es kann seine Liebe sich betätigen. Es ist dies ein beglückender Zustand, der völlig unabhängig ist von irdischer Tätigkeit, also keinerlei materielle Schöpfungen benötigt, sondern einzig und allein einen geistigen Reichtum verlangt .... ein wahrheitsgemäßes Wissen, das er nun den unwissenden Seelen im geistigen Reich und auch den Menschen auf Erden geistig vermitteln kann. Diese Schätze soll sich der Mensch sammeln auf Erden, er soll einzudringen suchen in wahrheitsgemäßes geistiges Wissen, und er soll deshalb die Liebe üben, weil nur auf dem Wege der Liebe das Geistesgut erlangt werden kann und somit die Liebe der einzige Weg ist zur Seligkeit. Im Jenseits besteht die Tätigkeit der Geistwesen nur im Wirken in Liebe, im Austeilen geistiger Gaben, und darum muß das Wesen erst diese Gaben besitzen, ehe es in Liebe wirken kann. Je größer nun der geistige Reichtum einer Seele bei ihrem Ableben ist, desto seliger wird sie nun sein, denn ihr steht ein ausgedehntes Betätigungsfeld zur Verfügung, und sie kann unendlich viel Segen bringen den Seelen, die ohne Wissen und daher auch ohne Kraft sind und die daher sich in einem Zustand der Not befinden, den sie erst dann beheben können, so ihnen die geistigen Schätze zur Verfügung stehen. Und so kann eine Seele des Lichts ständig Not lindern, indem sie von ihrem Reichtum abgibt. Doch ständig empfängt sie neuen Reichtum, denn ihr Liebeswirken wird von Gott aus wieder gelohnt durch Zuführen immer neuer Liebekraft ....

Weisheit und Seligkeit ....

Ständig kann die Seele diese Kraft entgegennehmen und ständig davon austeilen. Und sie wird im Belehren der Unwissenden überaus selig sein. Die geistige Not auf Erden hat darin ihre Ursache, daß die Liebe zu wenig geübt wird und daher die reine Wahrheit nicht erkannt wird, die geistigen Schätze nicht angestrebt werden und niemand also sich betätigen will im Austeilen dieser Schätze, um die geistige Not zu beheben. Wer selbst nichts besitzt, kann auch nichts geben .... was aber die Menschen sich gegenseitig bieten, ist nicht geistiges Gut, sondern Vortäuschung dessen, sowie es (nicht) irdische Güter sind. Es ist geistiges Wissen, das nicht der Wahrheit entspricht, das also vom Gegner Gottes in der Welt verbreitet wird, um die Menschen irrezuführen. Geistesgut, das beglücken soll, muß unbedingte Wahrheit sein, nur die Wahrheit ist geistiger Reichtum, und nur die reine Wahrheit kann beim Eintritt in das geistige Reich Seligkeit bereiten, nur die Wahrheit trägt die Seele in Lichtsphären und jenseitiges Wirken in Liebe setzt den Besitz der Wahrheit voraus. Und darum soll der Mensch auf Erden nur nach der reinen Wahrheit trachten und durch uneigennützige Liebetätigkeit sich ihrer würdig machen. Dann wird er geistige Schätze sammeln können auf Erden, die ihn zum seligen Wesen machen, sowie er von der Erde abscheidet und in das Reich des Lichtes eingehen kann ....

Amen


B.D. 3213a                empfangen am  4.8.1944

Selbstüberwindung ....

Verstärkter Wille ....

Erlösungswerk Christi ....

Es erfordert ein Lebenswandel nach dem Willen Gottes große Überwindung seiner selbst, also einen starken Willen. Die Willensstärke bringt aber der Mensch von sich aus nicht auf, da durch die Erbsünde durch den einstigen Abfall von Gott [hier ist der Satz in der Handschrift wie folgt geändert (Sünde des einstigen Abfalls)] der Wille geschwächt ist oft bis zur gänzlichen Willenlosigkeit. Die Willensstärke kann aber dennoch sich der Mensch aneignen durch inniges Gebet zu Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser ....

Dies ist das einfachste, aber doch sicherste Mittel, um allen Gefahren zu trotzen, um Widerstand leisten und um sich selbst überwinden zu können. Und der schwächste Wille wird stark werden, denn dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben ....

Er hat mit Seinem Tode den Menschen einen verstärkten Willen erkauft, und ein jeder darf diesen verstärkten Willen anfordern, der an Ihn und Sein Erlösungswerk glaubt. Die einstige Sünde trug den Menschen den geschwächten Willen ein ....

Jesus Christus nahm die Sünden der Welt auf Sich und also auch die Folge der Sünde .... den schwachen Willen. Er tilgte die Schuld derer, die Sein Opfer anerkennen, und somit gibt Er Ihnen den verstärkten Willen zurück, kraft dessen sie nun einen Lebenswandel führen können nach dem Willen Gottes. Es ist eine Gnade, die Er für die Menschen erworben hat am Kreuz, welche die Menschen nicht zu fassen vermögen, denn was hilflos und schwach am Boden liegt, das kann sich erheben und nun voller Kraft und Stärke an sich arbeiten; sein Wille ist stark, und ein starker Wille vermag alles ....

Der freie Wille bleibt aber unangetastet, denn die Gnade des Erlösungswerkes wird ihm nur zuteil, so er durch inniges Gebet zu Jesus Christus Ihm seinen Willen bekundet, zur Höhe zu gelangen. Die Willensschwäche braucht ihn nicht zu hindern, Gott anzustreben, nur bringt der Mensch die Ausdauer dazu nicht auf. Und daher soll er um starken Willen bitten um Jesu Christi willen, und seine Bitte wird erhöret werden, sowie er Jesus Christus anerkennt. Und dann vermag er den Kampf wider die Welt zu führen, der in der Überwindung seiner selbst zum Ausdruck kommt. Er muß sich von allem lossagen, was der Welt angehört, was sein Körper begehrt, er muß opfern, d.h. an den Nächsten hingeben, was ihn selbst beglückt, er muß sich selbst zurückstellen und den Mitmenschen Liebes antun, und alles dieses fordert Überwindung, es fordert einen starken Willen, der alle guten Vorsätze in die Tat umsetzt. Doch jederzeit kann dieser starke Wille erbeten werden, und es wird dieses Gebet niemals unerhört bleiben ....

Amen


B.D. 3213b                empfangen am  5.u.6.8.1944

Selbstüberwindung ....

Verstärkter Wille ....

Erlösungswerk Christi ....

Vor dem Kreuzestod Christi hatte der Gegner Gottes große Gewalt über den Willen des Menschen, und diese Macht äußerte sich, daß die Menschen nicht fähig waren, einen Lebenswandel in Liebe zu führen, so sie nicht außergewöhnlich innig mit Gott verbunden waren. Immer waren die Versuchungen durch die Welt zu groß und ihr Wille zu schwach, diesen zu widerstehen. Es ist dies seine Waffe auch jetzt noch, daß der Gegner Gottes durch die Freuden der Welt den Willen des Menschen zu schwächen sucht, und er hat vollen Erfolg bei denen, die auf ihre eigene Kraft vertrauen, eine Hilfe von oben nicht zu benötigen glauben, die nicht an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk glauben und daher Ihn auch nicht bitten um Seine Gnade, um Seine Hilfe, die ihnen vermehrten Willen einträgt. Ohne Jesus Christus stehen die Menschen noch voll und ganz unter seiner Gewalt, aus der sie sich nicht zu lösen vermögen, es sei denn, sie rufen Gott innig um Beistand an, dann aber werden sie auch bald die Bedeutung des Erlösungswerkes erkennen lernen und Jesus Christus Selbst als Retter der gesamten Menschheit, und dann werden sie auch die Gnaden des Erlösungswerkes bewußt in Anspruch nehmen. Der Weg zur Höhe wird ihnen leicht werden, denn wo der Wille ist, ist auch die Kraft zur Ausführung ....

Der geschwächte Wille aber hat nur die Kraft, Dinge zu verrichten, die zum Abgrund führen, und diese Kraft geht ihm von unten her zu, d.h., er nützet die Lebenskraft zu schlechten Taten, und die Verstärkung dieser Lebenskraft wird ihm vom Gegner Gottes zugeführt. Es steht also der Mensch mit schwachem Willen nicht im Verband mit Gott, sondern mit Dessen Gegner, und er kann sich aus dem Bann des letzteren nicht frei machen, es sei denn, er ruft Gott um Hilfe an, die ihm gewährt wird als Gnade des Erlösungswerkes Jesu Christi. Folglich muß das Anerkennen des Erlösungswerkes erste Bedingung sein, ansonsten sich der Mensch nicht dieser Gnade bedienen kann. Im Glauben an das Erlösungswerk kann der Mensch Großes vollbringen, denn sein Wille wird eine Stärkung erfahren, die ihn zu allem befähigt, so er tief glaubt, denn die Kraft des Willens, die Jesus Christus im Übermaß besaß, teilt sich ihm mit, er kann sich befreien aus der Macht des Widersachers, er kann Gott zustreben, ohne von jener Macht zurückgerissen zu werden. Und er erreicht sein Ziel, selbst wenn ihm zahlreiche Versuchungen sein Streben erschweren, aber er leistet ihnen Widerstand, weil sein Wille stark ist und entsprechend auch die Kraftzufuhr, die Jesus Christus durch Seinen Tod am Kreuz den Menschen erworben hat, die an Ihn glauben und die Gnaden des Erlösungswerkes bewußt in Anspruch nehmen ....

Amen


B.D. 3214                empfangen am  6.u.7.8.1944

Merkmal der geistigen Aufwärtsentwicklung ....

Das ist das Zeichen der geistigen Aufwärtsentwicklung, daß der Mensch sich nicht mehr begnügt mit den Freuden, die ihm die Welt bietet, sondern er nach Höherem strebt, daß ihm auch das weltliche Wissen nicht genügt, sondern er nachgrübelt über Dinge, die über das weltliche Wissen hinausgehen. Er sucht Aufschluß zu erhalten über alles, was außerhalb des Irdischen liegt, weil ihn das Irdische nicht mehr befriedigt, und also strebt er ....

Im gleichen Maß denkt er nun auch über sich selbst nach, er übt scharfe Kritik an sich und seinem Denken und Handeln, er sucht sich zur Vollkommenheit zu gestalten. Und an solchen Menschen wird auch das Wort Gottes wirksam, es fällt auf guten Boden, der Mensch nimmt es auf, er durchdenkt es, und er sucht danach zu leben. Denn sowie er sich von der Welt und ihren Freuden zu lösen beginnt, sowie er nach höherem Wissen strebt, wird ihm das Wort Gottes dargeboten in der für ihn wirksamsten Weise. Und er beachtet es und sucht danach zu leben. Und also beginnt die langsame Wandlung seines Wesens, es beginnt die geistige Aufwärtsentwicklung, es beginnt die Seele zu reifen, und der Mensch erfüllt seine Erdenlebensaufgabe. Also muß unweigerlich erst die Verzichtleistung auf die Welt und deren Freuden vorausgehen, ehe der Trieb im Menschen erwacht nach einem wertvolleren Leben, ehe er sich geistig betätigt durch ernstes Nachdenken und Streben nach Gott. Denn beides zugleich ist unmöglich. Ein Mensch, der noch der Welt angehört, hört nur mit halbem Ohr auf die Lehren, die dem Menschen das höhere Wissen vermitteln, denn die Welt übertönet sie, und solange die Welt noch lockt und reizt, findet der Mensch kein Gefallen an geistigen Dingen, er ist weder wissensdurstig noch wahrheitsverlangend, er hat keinen Trieb zur Veredlung seines Wesens, er beachtet nur die Welt und stellt seinen Körper völlig in den Dienst dieser. Und daher achtet er nicht des göttlichen Wortes, es ist ihm leerer Schall, es ertönet nur an seinem Ohr, dringt aber nicht bis in das Herz ein und läßt auch nicht seinen Willen tätig werden, an sich selbst zu arbeiten, er wird sich seiner Unvollkommenheit nicht bewußt, sondern hält sich in seiner Überheblichkeit für ein Geschöpf, das kraft- und machtvoll ist, aber er wird niemals ein Zeichen dieser Kraft und Macht abzulegen fähig sein. Sein geistiges Streben setzt erst ein, sowie er sich seiner Unzulänglichkeit bewußt ist, und dieses wieder setzt Nachdenken und strenge Selbstkritik voraus. Ein Mensch aber, der die Welt liebt und ihren Tand, der ist noch weit davon entfernt, innerliche Selbstbetrachtungen anzustellen, sondern sein Leben ist ein Hetzen und Jagen nach irdischen Gütern, und er sucht alles von außen zu gewinnen, sein inneres Wesen aber beachtet er nicht, und darum erkennt er sich selbst nicht und auch nicht die Notwendigkeit eines Wandelns seiner selbst, seines Wesens und seines Willens. Er bleibt so lange auf gleicher geistiger Stufe stehend, bis er selbst Hand anlegt, bis er sich bemüht, ein Leben zu führen dem Wort Gottes gemäß. Dann aber löset er sich auch von der Welt, und er sucht Anschluß an das geistige Reich ....

Je weiter der Mensch in seiner geistigen Entwicklung ist, desto emsiger arbeitet er an sich selbst. Denn die Annäherung an Gott ist sein Ziel, und diese setzt ein Angleichen an das Wesen der ewigen Gottheit voraus, also ein Sich-Gestalten zur Liebe. Der Gott-zustrebende Mensch erkennt seine Unzulänglichkeit, seinen weiten Abstand von Gott, und er sucht sich darum zu wandeln. Er hat aber nur dann Erfolg, wenn er nicht nur an sich allein denkt, sondern auch den Mitmenschen zu beeinflussen sucht, daß er die Arbeit an sich selbst in Angriff nimmt. Denn er gestaltet sich zur Liebe, so er sich liebend am Mitmenschen betätigt, so er diesem mit Rat und Tat beisteht, wo er allein zu schwach ist. Sowie der Mensch nur ein Eigenleben führt, sowie er nur sein eigenes Seelenleben zu heben sucht, ist in ihm noch die Ichliebe zu stark, und diese fördert ihn nicht. Und darum muß das geistige Wirken auch große Kreise ziehen, denn sowie der Mensch ernstlich seine Vervollkommnung anstrebt, will er sich auch mitteilen, er will, was ihm selbst erstrebenswert gilt, auch denen zuteil werden lassen, die er liebt. Und so wird er auch arbeiten für das Reich Gottes, wenngleich er nicht offiziell als Diener Gottes gilt ....

Er wird sich mitteilen, d.h. seine geistigen Gedanken aussprechen und sie auch auf die Mitmenschen zu übertragen versuchen, er wird sie dadurch hineinziehen in das gleiche Streben, er wird selbst ein Beispiel geben durch Liebeswirken und zur Liebebetätigung anregen, er wird ein Vertreter sein für die Lehre Christi, für das göttliche Wort, sowie er die Menschen anhält zum Liebeswirken. Und also reifet er selbst durch seine Fürsorge um die Mitmenschen, er gestaltet sich zur Liebe, und er wird Erfolg haben, denn er wird wissend werden, das Wissen wird ihn beglücken und ihn wieder anspornen zur Weitergabe. Denn ihm wird das Wort Gottes zugeleitet, sowie er mit diesem arbeiten will. Geistige Arbeit setzt Wissen voraus, und geistige Arbeit leistet der Mensch, der seinen Mitmenschen auf den Weg der Liebe zu leiten sucht. Denn er muß ihm auch den Segen der Liebe vorstellen, er muß ihn aufklären, wozu die Liebe ihm verhilft, er muß ihn belehren und kann dies nur, sowie er selbst wissend ist. Es ist dies der Gang der Höherentwicklung, daß der Mensch durch Liebetätigkeit sich in die Fähigkeit versetzt, Wissen entgegenzunehmen, daß er dieses Wissen verwertet, indem er es auf die Mitmenschen zu übertragen sucht, und daß er dadurch wieder steigt, also einen Fortschritt in der geistigen Entwicklung verzeichnen kann. Doch niemals darf der Mensch nur auf sich allein bedacht sein, denn dann übt er nicht die Nächstenliebe. Er ist dann nur verstandesmäßig tätig, d.h. bemüht zu reifen, jedoch die Tätigkeit des Herzens fehlt ihm, und daher kann die Seele nicht reifen, denn nur durch uneigennützige Nächstenliebe gelangt sie zur Höhe ....

Amen


B.D. 3215                empfangen am  8.8.1944

Beglückende Wirkung geistiger Gaben auf Seele und Körper ....

Die Seligkeit des Empfangens wird dem Menschen körperlich nicht so ungewöhnlich spürbar, solange das Erdenleben noch seine Anforderungen stellt an ihn und er also die körperlichen Sinne nicht gänzlich ausschalten kann. Es lebt die Seele dann gewissermaßen ein getrenntes Leben, das erst zur Geltung kommt, wenn der Körper nicht in Anspruch genommen ist. Dann empfindet sie das Glück der Verbindung mit Gott, dann ist sie auch aufnahmefähig in dem Maß, daß auch der Verstand fasset, was der Geist der Seele vermittelt ....

Dann wird auch die Seele in Liebe erglühen und das Bedürfnis haben, sich zu betätigen, weil dann die Kraft der Liebe sie durchströmt. Dennoch bleibt aber die Seele nicht unberührt von der Wirkung geistiger Gaben, wenn sie auch nicht bewußt die beglückende Empfindung spürt; sie nimmt ein Wissen auf, das ihr bleibt und plötzlich emportaucht, so sie dieses Wissen benötigt. Sie wird gewissermaßen dauernd gespeist, und die geistige Nahrung fördert ihr Wachstum, ihr Reifen und also ihre Aufwärtsentwicklung. Denn jede Übermittlung ist eine Zufuhr von Kraft, die mit vollem Willen entgegengenommen wird, wenn auch nicht mit immer gleicher Fähigkeit des Verstehens. Es kann die Seele nicht immer sich so absondern von ihrer irdischen Umgebung, von einer Sphäre, die wenig geeignet ist für ein nur geistiges Leben, doch so sie im Willen, die Wahrheit zu empfangen und Gott zu dienen, die Verbindung mit Gott herstellt, geht ihr die Gnadengabe zu, und eine göttliche Gabe wird immer ihre Wirkung haben, sowie ihr kein Widerstand entgegengesetzt wird. Doch es soll der Mensch allen Ernstes danach streben, sich möglichst von der Erde zu lösen, er soll seinen Glauben zu solcher Stärke zu bringen suchen, daß ihn die Welt mit ihren Anforderungen völlig unbeeindruckt läßt, im Vertrauen, daß Gott alles so fügen wird, wie es gut ist, und er soll sich desto intensiver der geistigen Arbeit hingeben, dann wird er auch bald rein körperlich die beglückende Empfindung spüren, weil die Kraft aus Gott ihn erquicken muß, sowie auch der Körper sich ihrer Wirkung hingibt. Der Lebenswandel des Menschen trägt wohl dazu bei, wieweit der Körper beteiligt oder unbeteiligt ist an der Entgegennahme der Gaben von oben. Das Ausleben des göttlichen Wortes trägt den Segen in sich, das gelebte Wort Gottes macht den Körper und die Seele still, ruhig und friedvoll, und dann muß jede geistige Gabe im Gefühl der geistigen Gemeinschaft mit Gott auch ein Glücksgefühl auslösen, denn die Unruhe, die weltlichen Sorgen, der Mangel an innerem Frieden belasten den Körper, so daß er nicht teilnehmen kann am Empfangen der geistigen Gaben, daß also nur die Seele empfängt und dies körperlich nicht oder nur wenig spürbar ist. Doch dem Menschen sind diese Prüfungen nicht erspart, denn er soll sie selbst zu bestehen suchen, er soll eifrig dagegen ankämpfen, vom Körper abhängig zu sein; er soll immer wieder den Versuch machen, sich zu trennen von allen irdischen Gedanken, er soll zum himmlischen Vater flüchten, Ihm seine Not vortragen und ganz auf Seine Stimme lauschen, denn irdische Not vermag allein Der zu bannen, Der sie auch zuläßt, um die Herzen Seiner Kinder zu gewinnen. Die irdische Aufgabe, die Gott dem Menschen stellt, ist niemals unerfüllbar, sowie der Mensch den Beistand Gottes dazu erbittet. Dann wird jeder vorher unentwirrbar scheinende Knoten leicht zu lösen sein, es wird dem Menschen jede Arbeit gelingen, er wird das Leben meistern, denn er beachtet als erstes seine seelische Aufgabe .... er stellt die Verbindung her mit Gott ....

Irdische Hilfe hat Gott den Menschen zugesichert, und Seine Verheißungen gehen in Erfüllung, doch an der seelischen Gestaltung seiner selbst muß er aus eigenem Antrieb tätig sein, und er tut dies, sowie er sich oft in sich zurückzieht und Zwiesprache hält mit dem Vater im Himmel, sowie er von Ihm geistige Nahrung erbittet und sich belehren lässet in demütiger Hingabe an Ihn. Und die Kraft aus Gott wird niemals wirkungslos verströmen, sondern immer der Seele zugute kommen, fühlbar jedoch erst dann, wenn auch der Körper sich Ihm völlig hingibt und die Erde unbeachtet läßt, wenn er zusammen mit der Seele die Vereinigung mit dem Geist in sich erstrebt und also seine eigentliche Erdenaufgabe zu erfüllen trachtet .... die Materie zu überwinden und sich der ewigen Gottheit anzugleichen, Die ihn belehret durch das innere Wort, auf daß ihm die Erreichung des Zieles leichtfalle und er vollkommen werde ....

Amen


B.D. 3216                empfangen am  8.8.1944

Starker Glaube ....

Gebetserhörung ....

Des Glaubens Stärke bringt alles zuwege, und darum läßt die Stärke des Glaubens auch keine Bangigkeit aufkommen, sondern zuversichtlich lässet der Mensch alles an sich herankommen, und er vertrauet auf die Hilfe Dessen, Der im Himmel ist, Der alle Macht besitzet und Der alles lenket nach Seinem Willen. Er wird nicht mutlos, und er fürchtet niemanden als nur Gott allein. Er steht aber auch in der Liebe zu Gott, und diese Liebe veranlaßt ihn, einem Kind gleich mit dem Vater zu reden und Ihm alle seine Nöte vorzutragen; er vertrauet auf die Liebe des Vaters zu Seinem Kind, und daraus schöpfet er auch den tiefen Glauben, daß Er ihm helfen wird. Er fühlt sich selbst als Kind des Vaters, und dies ist der Grund des felsenfesten Vertrauens ....

Und darum kann ihn nichts schrecken und beunruhigen, was auch kommen mag. Je zuversichtlicher er die Hilfe Gottes erwartet, desto stärker ist sein Glaube, und diesen lässet Gott nimmermehr zuschanden werden. Und darum soll der Mensch nicht aufhören, um starken Glauben zu ringen und zu bitten. Er soll sich die unendliche Liebe Gottes vorzustellen versuchen, die alles betreut und umsorgt, was aus ihr hervorgegangen ist ....

Die Liebe aber erfüllet jede Bitte, und je zuversichtlicher der Mensch auf die göttliche Vaterliebe vertraut, desto weniger wird er Fehlbitten tun, denn die Liebe versagt dem Menschen nichts; nur darf ihm die Erfüllung nicht Schaden an seiner Seele eintragen. Ein Mensch aber, dessen Glauben an die unendliche Liebe Gottes sehr stark und unerschütterlich ist, dessen Seele ist nicht mehr in der Gefahr, sich zu verlieren, sowie seine Bitte ihm erfüllt wird, denn er bittet nicht mehr um irdische Güter, sondern er bittet nur um Abwendung von schwerem Leid, vor dem er sich ängstet. Und er selbst kann dieses Leid bannen durch seinen Glauben, wenn er diesen zu solcher Stärke werden lässet, daß er von der Erfüllung seiner Bitte voll überzeugt ist. Denn dann gibt er sich vertrauensvoll ganz dem himmlischen Vater zu eigen, er harret ergeben auf Dessen Wirken, und er fügt sich auch gänzlich in Seinen Willen. Und darum denkt er nun auch richtig, und es kommt dies zum Ausdruck, daß er in größter Ruhe und Zuversicht Gottes Hilfe erwartet, weil er weiß, daß die Liebe Gottes sich dem Erdenkind zuneigt, das fest an Ihn glaubt. Gott fordert einen festen unerschütterlichen Glauben und wird sonach diesen niemals enttäuschen. Der Mensch selbst aber muß ringen um diesen festen Glauben, er muß zu Gott inständig beten um die Kraft des Glaubens, er muß darum bitten, daß er nicht versage, so die große Not an ihn herantritt. Denn niemals wird Gott dieses Gebet unerhört lassen, das mehr der Seele gilt als dem Körper ....

Es ist eine Bitte um geistiges Gut, denn ein tiefer unerschütterlicher Glaube ist kein irdischer Besitz, sondern etwas rein Geistiges, er ist das Fundament des geistigen Reiches, weil ohne den Glauben niemand in das geistige Reich eingehen kann, das ewiges Leben bedeutet für den Menschen, für dessen Seele. Denn nur durch den Glauben kommt der Mensch zu Gott, und nur der Glaube veranlaßt ihn zu einem Gott-gefälligen Lebenswandel, nur der Glaube lässet ihn sein letztes Ziel erreichen .... die endgültige Vereinigung mit Gott ....

Amen


B.D. 3217                empfangen am  9.8.1944

Segen der göttlichen Gabe, des Wortes Gottes ....

Ein großer Segen wird die Menschen überströmen, die sich der Gnade Gottes nicht verschließen, die sich durch das Wort Gottes belehren lassen und sich bemühen, es in die Tat umzusetzen. Denn sie werden von Stund an einen Halt haben, sie werden, wenngleich das Erdenleben sie hart anfaßt, überall Erleichterung verspüren, das Schwere wird sie gewissermaßen nur berühren, aber bald überwunden werden. Denn durch das Wort Gottes erhalten sie Kenntnis vom Sinn und Zweck des Leidens, sie wissen um die Notwendigkeit dessen, sie wissen aber auch, daß sie niemals hilflos sich selbst überlassen sind, sondern einen ständigen Helfer zur Seite haben, der auf ihren Bittruf zur Hilfe immer bereit ist. Und dieses Bewußtsein ist tiefer Glaube, der sich immer segensreich auswirken muß. Es ist also nur der Wille nötig, die Gaben von oben zu beachten, dann wird sich auch der Segen der Gaben zeigen, denn der empfangende Mensch wird diese weiterleiten und viele Menschen einführen wollen in das Wissen, das er selbst empfangen hat. Es erfordert dies erst ein gutes Verhältnis der Menschen zueinander, und aus einem solchen schöpfen sie schon geistigen Vorteil, denn sie pflegen die Liebe, und Liebe erlöset ....

Dann aber wird der Mensch auch stark sein, was auch über ihn kommt. Er wird unbeirrt seinen Weg wandeln, selbst wenn er abgedrängt werden soll, er wird immer wissen, daß er den Mächtigsten über Himmel und Erde zum Begleiter hat und daß es wahrlich nicht zuviel ist, Ihm die Treue zu halten, so wider Seinen geheiligten Namen gekämpft wird. Und dieses Wissen wird ihn freudig in den Kampf gehen lassen ....

Gott Selbst segnet Seine Arbeiter im Weinberg, Er hilft ihnen, daß sie nicht erlahmen, weil nur kurze Zeit ihnen zur Verfügung steht und sie diese nützen sollen, um recht viele Menschen einzuweihen in den Heils- und Erlösungsplan Gottes. Die Menschen auf der Erde werden diesen Zustrom vermehrter Gnaden zwar wenig spüren, bevor sie sich entschlossen haben zur Annahme des göttlichen Wortes, dann aber werden sie hellwach, und sie können wieder aufklärend tätig sein im Willen Gottes. Das Chaos der Endzeit wird viele Menschen auseinanderbringen und in eine irdische Not versetzen, die ihnen fast unerträglich dünkt. Und doch ist ihnen gleichzeitig das beste Mittel zugänglich gemacht worden .... das Wort Gottes ....

Und dieses göttliche Wort bringt den Ausgleich zuwege, es heilet dort, wo Wunden geschlagen sind, es gibt Licht, wo Dunkelheit ist, und es gibt Kraft, wo zuvor ein Schwächegefühl den Menschen bangend in die Zukunft sehen läßt. Und es wird der Mensch den Segen des göttlichen Wortes spüren, denn es wird dieses die einzige Rettung sein, wenn alles unterzugehen droht. Doch die Liebe Gottes bedenket die Seinen, d.h. alle, die zu Ihm flüchten in der Not ....

Er spricht Selbst zu ihnen, und also ist Sein Wort geistige Kraft, die alles, auch das Schwerste auf Erden, zu bannen vermag ....

Denn es ist Seine Ausstrahlung, Sein Geist, der darum überall wohltätig empfunden werden muß, wo sich der Mensch ihm willig öffnet ....

Amen


B.D. 3218                empfangen am  10.u.12.8.1944

Gehorsam gegen die weltliche Obrigkeit ....

Was immer auch gefordert wird von euch, ihr werdet es erfüllen können, so ihr euch der Führung Gottes anvertraut und Ihn nur walten lasset. Denn was Er zuläßt, das gereichet euch zum Segen, sowie ihr es als Gottes Zulassung ansehet und alles in Gottes Namen in Angriff nehmet. Und darum brauchet ihr keine Maßnahmen zu fürchten, denn sie werden euch nur berühren, so es Gottes Wille ist, ihr werdet in ständiger Obhut Gottes stehen, denn Sein Wille bestimmt eure Lebensbahn, und nichts kann wider Seinen Willen über euch kommen. Nur strebet danach, daß euer Glaube stark wird, daß ihr das Wirken des himmlischen Vaters erkennet in allem, was euch betrifft, und daß ihr Ihm allzeit euch unterstellet ....

Beachtet allzeit Sein Wort und lebet danach, und bittet stets und ständig um Stärke des Glaubens ....

Fallet nicht ab von Gott, so Prüfungen über euch kommen, die euren Glauben zu erschüttern drohen ....

Er verlässet euch wahrlich nicht, so ihr Ihn nicht verlasset, und immer wird Er Sich euch offenbaren, so ihr in der Not der Seele seid, und Er wird euch auch in irdischer Not beistehen. In allen Lebenslagen betreut Er euch, mag es auch scheinen, als seid ihr auf euch selbst angewiesen. Denn euer Anruf zieht Ihn stets in eure Nähe, Er höret jeden Seufzer und jedes stille Gebet, das ihr zu Ihm sendet, und Er erfüllet es, wie es gut ist für euch. Und je fester ihr glaubt, daß Gott die Liebe ist, desto vertrauender werdet ihr euch und euer Leben in Seine Hände geben und desto beruhigter könnt ihr durch das Erdenleben gehen. Ihr habt zwar große Veränderungen zu erwarten, die sich auf euer gewohntes Leben erstrecken, doch keine kommt ohne Gottes Zulassung über euch, und also müsset ihr euch stets als von Ihm geführt betrachten, so ihr etwas gezwungenerweise ausführen müsset, was euch nicht zusagt. Niemand hat eine Macht über euch als Gott, so ihr euch Ihm vertrauensvoll überlasset, und diese Zuversicht muß euch alles leichter tragen lassen, denn ihr seid niemals allein, so ihr Gott anrufet um Kraft und Gnade. Und dann könnt ihr alles meistern, was auch von euch gefordert wird ....

Und schrecket nicht davor zurück, wenn euch geboten wird, teilzunehmen an dem Kampf, der Vernichtung bedeutet, denn ihr müsset euch den Gesetzen der weltlichen Obrigkeit fügen. Doch euer Denken, eure innere Gesinnung ist entscheidend, wie Gott euer Handeln ansieht. Der Wille, recht zu handeln vor Gott, bewertet all euer Denken und Handeln. Werdet ihr von der Welt zu Handlungen gezwungen, die wider Gottes Willen gerichtet sind, so trägt für diese Handlungen auch die Welt die Verantwortung. Ihr aber sollt trachten nach Gerechtigkeit, ihr sollt euch Rechenschaft ablegen über euer Denken, wieweit es den Geboten Gottes entspricht. Ihr sollt den Anforderungen der Obrigkeit Folge leisten, sowie euch die Freiheit des Handelns genommen wird. Denn jede Widersetzlichkeit gegen die obrigkeitliche Gewalt ist unklug und von Gott nicht gewollt. Und darum müsset ihr gehorsam sein, was auch von euch verlangt wird, solange es sich um irdische Ausführungen handelt, solange nicht die Knebelung des Geistes den Forderungen zugrunde liegt, denn für eure Seele seid ihr ganz allein verantwortlich, also muß auch euer Denken rein und lauter bleiben, wenngleich ihr zu Taten gezwungen werdet, die Gott nimmermehr gutheißen kann, weil sie dem Gebot der Nächstenliebe widersprechen. Doch bittet allzeit um Kraft, bittet um Abwendung dessen, was euch verabscheuungswürdig ist, und Gott wird euch beistehen in jeder Not und Gefahr des Leibes und der Seele ....

Amen


B.D. 3219                empfangen am  12.8.1944

Verstärktes göttliches Wirken in der Endzeit ....

Das Wirken der ewigen Gottheit tritt verstärkt in Erscheinung, je näher es dem Ende zugeht. Denn desto offensichtlicher ist auch das Wirken des Gegners, und es zeigt sich dies in dem Denken und Handeln der Menschheit, das jegliche Liebe vermissen läßt. Es tritt ein Zustand ein, wie er furchtbarer nicht mehr gedacht werden kann, ein Zustand, der die völlige Auflösung zur Folge haben muß, weil er unhaltbar ist und keine Besserung mehr erkennen läßt. Und darum wird auch das Wirken Gottes außergewöhnlich in Erscheinung treten, um denen Halt zu geben, die Seiner noch achten und nun voller Entsetzen die Ereignisse der Zeit verfolgen, auf daß sie nicht zweifeln an Ihm, sondern ihr Glaube gestärkt werde. Doch erkennen wird Sein Wirken wieder nur der Mensch, der Ihn suchet, der sich Ihm hingibt und in seiner Not zu Ihm ruft um Hilfe .... der an Ihn glaubt und an Seine Macht ....

Dieser wird Ihn täglich und stündlich spüren können, er wird sich Seiner Gnade und Fürsorge immer erfreuen dürfen, er wird Seine Stimme hören, d.h., Sein Wort wird ihm zugeleitet werden in vielerlei Weise, so daß er immer in direkter Verbindung mit Ihm stehen kann und aus dieser Verbindung heraus Kraft schöpfet und Glaubensstärke. Und je größer die irdische Not ist, desto mehr wird der Mensch geistig gestärkt, so daß er die irdische Not nicht mehr so hart empfindet und er ihrer Herr wird. Es braucht der Mensch nur die Verbindung mit Ihm aufrechtzuerhalten, dann wird er aus dieser Verbindung den größten Nutzen ziehen, denn dann geht Gott Selbst mit ihm, und Seine Führung ist wahrlich gut und recht. Dann kann er getrost alles in Angriff nehmen, was von ihm verlangt wird, es wird zu seinem Besten dienen. Und in dieser Zeit dürfet ihr nicht lau und träge werden, ihr müsset streben allen Ernstes nach Vollkommenheit, ihr müsset euch zurückziehen von allen weltlichen Freuden und dürfet nur eures Zieles gedenken, denn dieses ist nicht mehr weit ....

Euer Leben währet nicht lange, denn es wird durch den Willen Gottes vorzeitig beendet, sowie das Ende herangekommen ist. Und darum verschiebet nichts auf morgen, was ihr heut schon tun könnt, lasset euch nicht abhalten, geistigen Umgang zu pflegen, denn dies allein gibt euch Kraft, die ihr benötigt, um standzuhalten in der letzten Zeit. Die göttliche Liebe verlässet euch nicht, so ihr nur in euren Gedanken Ihr zugewendet bleibt, und die göttliche Liebe wird Sich auch euch in Erscheinung bringen, um euch zu helfen, so ihr in Not seid. Und darum werden sich auch die Zeichen mehren, in denen ihr das Wirken der ewigen Gottheit erkennen könnt, so ihr nur dessen achtet, was um euch ist und geschieht. Seine Liebe findet Mittel und Wege, Sich euch zu offenbaren, ohne daß die Mitwelt außergewöhnlich davon berührt wird, so sie nicht zu glauben vermag. Seine Liebe lässet aber auch nicht unbedacht, die Ihm nahestehen, die Seine Kinder sein wollen und im Gebet Ihn als ihren Vater anerkennen. Seine Liebe stehet denen bei, die bangend und verzagt Ihn anrufen, um sie zu stärken, auf daß sie alle Widerstände überwinden, auf daß sie den Anforderungen des Lebens gerecht werden können und dennoch Ihm treu bleiben bis ans Ende ....

Amen


B.D. 3220                empfangen am  12.-14.8.1944

Widerlegung der Wiederverkörperungslehre ....

Gerechtigkeit ....

Ein helles Licht wird euch gegeben, so ihr den Willen habt, es leuchten zu lassen ....

Eine Zeit der Wirrnisse verwirrt auch das Denken der Menschen, die Denkfähigkeit wird schwächer, und sie können geistige Wahrheiten nicht mehr erkennen als solche, weshalb ein immerwährendes Zuleiten derer nötig ist und dies aufnahmewillige Menschen erfordert, durch welche geistiges Wissen den Suchenden übermittelt werden kann. Eine solche Unterweisung kann nun verschiedentlich stattfinden, sie kann ergänzen ein Wissen, das schon vorhanden ist, sie kann als völlig neues Wissen geboten werden, so der Mensch vorher in irrigem Denken stand, sie kann aber auch als Widerlegung falscher Lehren ein Gebiet klären, über welches noch Unklarheit herrscht unter den Menschen. Immer aber ist Voraussetzung, daß Gott-zugewandte Kräfte das geistige Gedankengut dem Menschen vermitteln, der als Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes sich bereit erklärt, Gott zu dienen durch Verbreiten der Wahrheit. Und diese Voraussetzung ist gegeben, sowie inniges Gebet um Zuführen der reinen Wahrheit einer jeden geistigen Unterweisung vorangeht ....

Alle guten geistigen Kräfte haben nur ein Ziel .... das auf der Erde verkörperte Wesenhafte mit Gott zu vereinen, d.h., ihm dazu behilflich zu sein. Eine geistige Vereinigung besteht aber nur im Zustand des Lichts, d.h. im Zustand des Erkennens, das die Folge eines Liebelebens ist. Um diesen Zustand zu erreichen, ist dem Menschen das Erdenleben gegeben, in dem er seine Fähigkeiten ausbilden kann, die am Anfang seiner Verkörperung nur schwach entwickelt sind, aber je nach seinem Willen eine aufsteigende oder auch absteigende Entwicklung erfahren können. Sein Lebenslauf gibt ihm vollauf Gelegenheit zu dieser Entwicklung, sie hängt aber nicht von mehr oder weniger entwickelten Gaben des Verstandes ab, sondern allein nur vom Willen zum Guten, von der Einstellung zu Gott und also dem Wirken in Liebe .... dem Streben nach Anschluß an Gott durch gute Werke ....

Nur allein dadurch kann der Mensch eine so hohe geistige Entwicklungsstufe erreichen, daß er in ein Lichtstadium eintritt schon auf Erden, d.h., daß er zur Erkenntnis gelangt ....

Dann ist die Angleichung an Gott schon vor sich gegangen, und dieser Zustand sichert der Seele des Menschen bei seinem Ableben den Eingang in das Lichtreich, in Sphären, wo sie sich an dem Erlösungswerk Christi beteiligen kann, wo sie fähig ist, anderen Seelen wieder zur Weisheit, zum Licht zu verhelfen, indem sie Liebe lehrt und also erlösend tätig ist. Diesen Grad der Vollkommenheit also können die Menschen mit Leichtigkeit erreichen, die nur den Willen haben zum Guten und die Verbindung mit Gott herstellen durch inniges Gebet ....

Daß die Menschen verschiedene Auffassungsfähigkeiten haben, daß sie mehr oder weniger intelligent sind, ist keineswegs bestimmend für diesen Willen zum Guten. Denn der Geistesfunke im Menschen wird durch die Liebe zum Erwachen gebracht. Die Liebe aber wird im Herzen geboren, und sie kann überaus rege sein in einem Menschen, dessen Verstandestätigkeit beträchtlich hinter der eines anderen Menschen zurücksteht. Und selbst, wo das Licht, die Erkenntnis der Wahrheit, nicht außerordentlich zutage tritt während des Erdenlebens, kann die Seele beim Eintritt in das jenseitige Reich lichtumflossen sein, d.h., die Erkenntnis kann ihr blitzschnell kommen und ein überreiches Wissen sie nun befähigen zu eifriger Liebetätigkeit im Jenseits. Und darum sind die Bedenken hinfällig, daß ein weniger entwickeltes Verstandesdenken das seelische Reifen beeinträchtigen könnte, daß also einer jeden Seele einmal die Gelegenheit geboten werden müsse, vorgeschrittene körperliche Fähigkeiten auszunützen, um eine erhöhte Reife zu erlangen auf Erden. Es können zwar solche Seelen auf Erden überaus segensreich wirken insofern, als daß sie ihre außergewöhnlichen Verstandesfähigkeiten in den Dienst des Mitmenschen stellen, um ihm geistiges Wissen zu vermitteln und ihn dadurch zu erhöhter Liebetätigkeit anzuregen. Es kann aber ebenso ein Mensch ohne besondere Anregung die Liebe zu höchster Entfaltung bringen, und es wird dieser Mensch unstreitbar zur höchsten Reife gelangen. Sein Denken kann aber gänzlich unkompliziert sein, es braucht keine höhere Weisheit erkennen zu lassen, und dennoch wird er gelenkt in seinem Denken und Handeln von guten geistigen Kräften, die ihn bedenken seiner Auffassungsgabe gemäß und ihn ständig antreiben zu vermehrtem Liebeswirken, um seine Vereinigung mit Gott zu erreichen. Denn die Liebe ist das Erste, aus ihr wird erst die Weisheit geboren, und diese Weisheit ist der Anteil der Seele, sowie sie in das geistige Reich eingeht. Die Liebe aber kann eine einmalige Verkörperung auf Erden voll zur Entfaltung bringen, weil die Liebe in jeder Lebenslage, in jedem Lebensschicksal, in jeder körperlichen und geistigen Verfassung geübt werden kann, weil dies nur zur Voraussetzung hat, daß der göttliche Funke im Menschen entzündet und zur höchsten Flamme entfacht wird, und dies der im Denken primitivste Mensch kann, so er nur den Willen hat, gut zu sein. Die Erkenntnis von Gut und Böse aber ist in ihm, weil beide Kräfte, gute und böse, um seine Seele streiten und also sein Denken von beiden geistigen Kräften beeinflußt wird und die Kräfte den Sieg über ihn tragen, denen sich sein freier Wille zuwendet. Wie aber sich sein Wille entscheidet, das ist bis zu einem gewissen Grade abhängig von seinem Glauben, von seiner Einstellung zu Gott und zu dem Erlösungswerk Christi, sowie er davon Kenntnis hat. Jesus Christus starb den Tod am Kreuze für die Schwachen, die aus sich nicht fähig waren, den Willen zum Guten aufzubringen. Niemand aber dünke sich, stark zu sein ....

Wenngleich er hohe geistige Fähigkeiten aufzuweisen hat, bedarf er doch der Gnaden des Erlösungswerkes, den von Jesus Christus erkauften starken Willen, um zum Lichtwesen reifen zu können während seines Erdenlebens ....

Und darum hat Jesus Christus den Ausgleich geschaffen, auf daß alle selig werden können, die eines guten Willens sind .... (13.8.1944) Die Menschheit ist in ihrer geistigen Entwicklung zwar sehr zurückgeblieben, und sie beachtet keinerlei Fortschrittsmöglichkeiten. Es ist dies ein unverkennbarer Erkaltungsprozeß, der aber im freien Willen des Menschen seine Ursache hat und für den er sich auch verantworten muß. Folglich kann für etwas, was aus eigenem Verschulden eingetreten ist, der Mensch keine Vergünstigung erwarten. Eine Vergünstigung aber wäre es, wenn er die aus eigenem Verschulden versäumte oder vernachlässigte Entwicklung beliebig nachholen könnte in einer nochmaligen Verkörperung auf Erden. Denn er hat seinen freien Willen nicht in der rechten Weise gebraucht, wozu er aber in jeder Lebenslage fähig war durch das Erlösungswerk Christi, Der die Übermacht Seines Gegners über den Willen der Menschen gebrochen hat durch Seinen Tod am Kreuze. Es gibt darum keine Begründung für einen nochmaligen Erdenlebenswandel einer unvollkommenen Seele, die auf göttlicher Gerechtigkeit fußen könnte, denn sowie der Mensch versagt hat trotz Zuwendung von Gnaden, kann er nicht eine beliebige Wiederholung einer Verkörperung auf Erden beanspruchen, um zu dem gleichen Reifegrad zu gelangen, den ein Mensch mit gutem Willen während seines Erdenlebens erreichen kann, sondern er muß dann den weitaus schwereren Aufstieg im Jenseits zurücklegen als gerechten Ausgleich für seinen verkehrten Willen. Es haben die Menschen wohl verschiedene Erkenntnisse, verschiedenes Wissen und verschiedene irdische Fähigkeiten, und dies läßt sie oft zu der irrigen Ansicht kommen, daß das Reifen der Seele entsprechend diesen Fähigkeiten sich vollzieht. Es wird aber dann außer acht gelassen, daß nur die Liebetätigkeit ausschlaggebend ist, also nur das Liebeswirken die Aufwärtsentwicklung fördert. Liebe aber kann ein jeder Mensch üben, denn dazu ist nur der Wille des Menschen nötig, es ist dies ein Trieb des Herzens, der in keinerlei Zusammenhang (Abhängigkeit?) steht mit (von?) einem bestimmten Wissensgrad oder einer besonders entwickelten Verstandestätigkeit. Daß das Erkalten der Liebe verständlicherweise auch ein verringertes Wissen nach sich zieht, ist unbestreitbar, und darum tritt auch der finstere Geisteszustand besonders in Erscheinung, weil er die Folge der Lieblosigkeit ist, für die die Seele sich daher verantworten muß .... (14.8.1944) Von einer Höherentwicklung kann erst dann gesprochen werden, wenn die Seele sich mit dem Geist verbunden hat, wenn sie also die Liebe übt und dadurch den Geistesfunken in sich zum Leben erweckt, der nun in ständiger Tätigkeit bleibt, d.h. die Seele anregt zu immerwährendem Liebeswirken. Folglich ist ohne Liebeswirken ein Stillstand der Entwicklung oder gar bei offensichtlicher Lieblosigkeit ein Rückgang zu verzeichnen. Es steht aber jedem Menschen das gleiche Gnadenmaß zur Verfügung, und die gleichen Gelegenheiten sind ihm gegeben zum Reifen der Seele. Nützet er nun solche nicht und lässet er auch die Gnaden ungeachtet, daß sie nicht an ihm wirksam werden können, so muß er auch laut göttlicher Gerechtigkeit die Folgen auf sich nehmen, d.h., er muß im Jenseits selbst mit dem Zustand fertig werden, in den er aus eigener Schuld, also verdientermaßen, geraten ist ....

Es wäre dann gewissermaßen eine Ungerechtigkeit, wenn ihm, der die große Gnade der Verkörperung nicht zu seinem Seelenheil ausgewertet hat, noch einmal die gleiche Gelegenheit geboten würde, nachzuholen, was er versäumt hat ....

Es wäre dies eine Ungerechtigkeit gegenüber denen, die ihr Erdenleben voll ausnützten unter Nichtbeachtung ihres Körpers, unter Verzichtleistung und ständiger Enthaltsamkeit der Freuden der Welt. Das tiefere Wissen ist nicht durchaus nötig, jedoch die Liebetätigkeit, und darum kann auch der unwissendste Mensch sich zur Höhe entwickeln, so er nur liebetätig ist, denn das Wissen geht ihm dann zu, sowie er es benötigt für seine Mitmenschen oder er in das geistige Reich eingeht. Denn dann kann er die Seelen im Jenseits beglücken mit seinem Wissen, das ihm blitzschnell nun vermittelt wird, auf daß er als Lichtträger wieder in Liebe wirken kann im geistigen Reich ....

Amen


B.D. 3221                empfangen am  15.8.1944

Anerkennen Christi ....

Schwacher Wille ....

Dämon ....

Der Dämon wütet und wird von den Seelen der Menschen immer mehr Besitz ergreifen, und die Menschen wehren sich nicht ....

Sie sind ohne Verantwortungsgefühl. Ihr Wille ist dem Bösen zugeneigt, und ihr Denken und Handeln entspricht diesem Willen. Und also steuern sie selbst dem Abgrund entgegen, sie beschleunigen den Auflösungsprozeß und somit ihren eigenen Untergang. Sie können zwar als geistige Wesen nicht vergehen, doch der Freiheit des Willens werden sie beraubt, weil sie diesen mißbrauchten während der Zeit ihrer teilweisen Freiheit. Und dieser Mißbrauch des Willen ist die Folge der Willensschwäche, die der Gegner Gottes ausnützet, um ihn in verkehrter Weise zu beeinflussen. Die Willensschwäche aber, die also Anlaß des völligen Verfalles und geistigen Unterganges ist, ist nur zu bannen durch das Anerkennen Jesu Christi und Seines Erlösungswerkes. Die Welt aber weiset Ihn ab ....

Selbst wenn sie Ihn noch dem Wort nach anerkennt, selbst wenn die Menschen sich als Anhänger Christi bezeichnen, sind sie weit davon entfernt, das Erlösungswerk zu begreifen, und noch viel weniger nehmen sie die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch, die dem Menschen einen verstärkten Willen eingetragen, also auch Widerstandskraft gegen das Böse ihm zuleitet. Christus und Sein Erlösungswerk erkennen heißt, um die Bedeutung des von Jesu gelebten Liebelebens zu wissen und nun, um die Gnaden des Erlösungswerkes empfangen zu können, auch das gleiche Liebeleben zu führen .... also zu wissen, daß nur die Liebe erlösen kann und darum Jesus Christus und Sein Erlösungswerk nur anerkannt wird von Menschen, die sich zu diesem Liebeleben entschließen ....

Dieses Wissen mangelt der Menschheit und wieder darum, weil ihr auch die Liebe mangelt. Und die Folge davon ist ein äußerst geschwächter Wille, der zum Widerstand gegen die böse Macht nicht fähig ist. Es kann die Welt nicht dem Dämon widerstehen, weil sie sich selbst die Kraft verscherzt durch das Ablehnen Christi. Christus und Sein Erlösungswerk muß anerkannt werden, ansonsten die Welt ihrem Untergang entgegengeht, sowie sie von Ihm Kenntnis hat. Und es ist das Wissen um Jesus Christus auf Erden verbreitet worden. Die Annahme Seiner Lehre besteht aber nicht allein im Bekennen durch Worte, sondern in einem Leben in Liebe ....

Wo die Menschen untereinander liebetätig sind, dort ist das wahre Christentum, und in diesen Menschen wird auch der Wille stark sein, nach oben, zum Licht zu gelangen, und die Kraft wird ihnen zugeführt werden, dem Bösen zu widerstehen, denn die Liebeswerke tragen diese Kraft in sich und teilen sie dem Menschen mit ....

Diese also nehmen die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch, wenngleich es ihnen an Kenntnis mangelt vom Leiden und Sterben Christi am Kreuz ....

Haben sie aber diese Kenntnis, so werden sie auch Jesus Christus unweigerlich anerkennen, da in ihnen die Liebe lebt und diese die ewige Liebe, Die in Jesus Christus verkörpert war, erkennt. Die Welt aber hat diese Liebe nicht in sich; die Menschen, welche der Welt angehören, lieben nur sich selbst; und darum liefern sie sich dem Gegner Gottes aus. Sie lehnen Jesus Christus ab, weil Er ihnen die Nächstenliebe predigt, ihr Wille ist verhärtet wie ihr Herz, der harte Wille aber gibt sich dem zu eigen, der ihn verderben will. Der Mensch hat zu bösen Taten einen sofort bereiten Willen, zu guten Taten aber keinerlei Willensstärke, denn diese kann nur allein die Liebe zuwege bringen. Gute Werke aber sind ein Befolgen der Liebelehre Christi, zu guten Werken gesellt sich das innige Gebet um Kraft, und dem Anhänger Jesu stehen die Gnaden des Erlösungswerkes zur Verfügung ....

Ein Anhänger Jesu aber ist jeder Mensch, der in der Liebe lebt, der also Ihm nachfolgt und Sein Liebeswirken auf Erden anerkennt. Dieser wird dem Wirken des Bösen widerstehen können, und er wird einen immer stärkeren Willen aufbringen, so die letzte Zeit gekommen ist. Er wird auch vor der Welt bekennen, daß er der Kirche Christi angehört, und er wird standhalten, wenn der Satan wütet in der ärgsten Art ....

Seine Kraft nimmt er von Gott Selbst entgegen, und diese wird wahrlich genügen, um Herr zu werden über den, der seine Seele verderben will ....

Amen


B.D. 3222                empfangen am  15.8.1944

Wortstreit mit erleuchteten Menschen ....

Vom Geist Gottes erleuchtete Menschen verfügen über ein Wissen, daß sie unbedenklich reden können, so dies von ihnen verlangt wird. Sie werden sich niemals zu fürchten brauchen, einer Frage nicht gewachsen zu sein, denn nicht sie sind es, die verstandesmäßig Antwort geben, sondern der Geist in ihnen antwortet, was ihm auch für eine Frage vorgelegt wird. Denn er allein kann die rechte Antwort geben, und er bleibt sie auch dem Menschen nicht schuldig, der solche begehrt. Und darum ist mit einem vom Geist Gottes erleuchteten Menschen nicht leicht zu rechten, d.h., zu streiten über geistige Fragen, denn dieser wird aus jedem Wortstreit als Sieger hervorgehen. Und er kann darum unbesorgt jede Prüfung an sich herankommen lassen, er wird nicht versagen, und keine Frage wird ihn unsicher machen können, denn er weiß mehr wie jene, die ihn in Verwirrung setzen wollen; sein Wissen ist tiefgründig, er kennt alle Zusammenhänge, und er wird auch darüber reden können, weil ihm nichts fremd ist und der Geist in ihm unentwegt tätig ist, insbesondere, so er sich verantworten soll. Ist also die Zeit gekommen, daß von einem Menschen Rechenschaft gefordert wird, der als Diener Gottes auf Erden mit Ihm Selbst in Verbindung steht, dann wird auch offensichtlich der Erfolg dieser Verbindung in Erscheinung treten ....

Es wird der Mensch von göttlicher Geisteskraft durchflutet sein, er wird ohne Scheu reden können, und seine Reden werden weise sein. Er wird sich nicht beeinträchtigen lassen in seinen Ansichten, er wird sie vertreten, weil er sie begründen kann, und alle Worte werden ihm gegeben werden von innen, er wird nur aussprechen, was ihn der Geist in sich zu reden heißt. Und wieder ist dies ein Zeichen der göttlichen Liebe, die sich offen kundgibt, so der Mitmensch prüfen will, inwieweit er rechtes Wissen besitzt; denn was Gott zur Erde leitet, das wird Er auch zu schützen wissen, und darum lässet Er Sein Wirken offensichtlich werden, Er spricht durch den Menschen, und Seine Stimme wird erkannt werden von denen, die gläubig sind oder mit ernstem Vorsatz an die Prüfungen herangehen, das ihnen als Wahrheit Erscheinende anzunehmen. Diesen kommt Gott entgegen, indem Er ihnen erleuchtete Menschen gegenüberstellt und von ihnen nun eine rege Gedankenarbeit fordert .... nämlich daß sie sich selbst hineinversenken in Fragen, die aufgeworfen werden, und daß sie nun eine jede Antwort, die der göttliche Geist im Menschen gibt, zu ihrem Herzen sprechen lassen, daß sie also selbst Stellung nehmen dazu. Sowie sie guten Willens sind, werden sie erkennen und die Kraft des Wortes verspüren, und dies wird ihnen geistigen Vorteil eintragen. Und darum fürchtet nicht die Menschen, die euch zur Verantwortung ziehen wollen, sondern verantwortet euch mit ruhigem Gewissen ....

Der euch lehret, Der legt euch auch die rechten Worte in den Mund, und es wird keine Frage geben, die ihr nicht beantworten könnt, denn wen Gott erleuchtet hat, der verfügt auch über ein Wissen, das er jederzeit anwenden kann und auch anwenden wird zum Segen der Mitmenschen ....

Amen


B.D. 3223                empfangen am  16.8.1944

Endzeit ....

Zeichen ....

Abwendung des Strafgerichtes ....

Die Zeitenwende wird durch das Weltgeschehen gekennzeichnet werden, wie es geschrieben steht. Doch die geistige Beschaffenheit (des Menschen) ist die Ursache von allem, was geschieht. Das irdische Geschehen ist nur die Auswirkung des geistigen Niederganges, d.h., der geistige Tiefstand bestimmt alle Ereignisse, die sich auf der Erde abspielen, weil alle Menschen die Leidtragenden sein müssen, um eine noch mögliche Besserung ihrer geistigen Beschaffenheit zu erzielen. Und an der Not und Trübsal, die über die Erde geht, an den Greueltaten, deren Urheber Menschen sind, an den gewaltigen Vernichtungen, in denen gleichfalls der menschliche Wille sich äußert, müsset ihr den geistigen Tiefstand erkennen und also nun Sorge tragen, daß dieser erst behoben wird, ehe ihr damit rechnen könnt, daß sich die irdischen Ereignisse und Verhältnisse in für euch erträglichen Formen bewegen. Es kann das Leid nur nachlassen, wenn jeder einzelne Mensch danach strebt, sein Leben in Gott-gefällige Bahnen zu lenken, wenn er bestrebt ist, an sich und seiner Seele zu arbeiten, und also er ein liebetätiges Leben zu führen gewillt ist. Dann erst wird die irdische Drangsal nachlassen, und es wird eine Besserung eintreten. Es ist die letzte Zeit angebrochen, und diese währet nicht mehr lange, es ist ein geistiges Aufblühen auf dieser Erde nicht mehr zu erwarten, denn die Menschheit erkennt den Tiefstand nicht, in dem sie wandelt, und ändert sich darum auch nicht. Und trotzdem soll der einzelne sich bemühen, um sich und seine Seele noch zu retten, bevor das Ende gekommen ist. Es kann der einzelne sehr wohl diese geistige Wandlung an sich vornehmen, er braucht nur zu wollen, daß er an Erkenntnis zunehme und daß er seinen Erdenlebenszweck erfülle, er braucht nur sich nicht gänzlich Gott zu widersetzen, indem er zugänglich ist den Belehrungen, die ihm durch Boten Gottes vermittelt werden, und er wird mit Gnaden reich bedacht werden, denn Gottes Hilfe ist einem jeden gewiß, der rechtlich denkt und nur den Willen hat, zu Ihm zu kommen. Und darum hat Gott durch Seher und Propheten immer wieder auf die Endzeit hingewiesen, Er hat die Menschen auf die Zeichen aufmerksam gemacht, auf daß der einzelne stutzig werde, die Wahrheit dessen erkenne, was geschrieben steht, und nun auch alles beherzige, was ihm durch die Liebe Gottes an Belehrungen vermittelt wird. Denn ein jeder ist für sich selbst verantwortlich; und ob auch die ganze Welt verdirbt und untergeht, der einzelne kann sich daraus retten, er kann dem Strafgericht entgehen, das unvermeidlich ist, weil er über sich selbst bestimmen kann, weil er den Weg zu Gott gehen kann, sowie sein Wille ihn dazu treibt. Und sein Wille ist frei .... er kann sich genausogut Gott zuwenden, wie er sich von Ihm abwenden kann ....

Und darum soll der Mensch an den Zeichen der Endzeit die große Gefahr erkennen, in der seine Seele schwebt, wenn sie sich nicht wandelt, noch ehe das Ende gekommen ist. Darum gibt Gott keine genaue Zeit an, damit der Mensch unverzüglich das Werk der Umgestaltung an sich in Angriff nimmt; darum wird er von Leid und Trübsal heimgesucht, damit er nachdenklich werde und ihm nun Gelegenheit geboten werden kann, zur Erkenntnis zu gelangen. Denn nur der denkende Mensch kann belehrt werden, ansonsten jede Belehrung nur am Ohr verklingt ....

Eine kurze Zeit nur wird noch vergehen bis zum Ende, doch diese Zeit kann noch gut ausgewertet werden, so der Mensch ernsten Willens ist, sein Ziel zu erreichen. Er kann sehr schnell vorwärtsschreiten, er kann die vermehrten Gnaden der Endzeit in Anspruch nehmen und dadurch reifen in weit kürzerer Zeit, jedoch er muß eifrig streben und seine geistige Entwicklung allem irdischen Streben voransetzen. Er muß an sich arbeiten, als werde er jeden Tag abberufen von der Erde; er muß sich allen guten Kräften anvertrauen und sich gewissermaßen lenken lassen von ihnen; er muß mit inniger Liebe Gott zugewandt sein und außerordentlich liebetätig seinem Nächsten gegenüber. Dann kann er für sich selbst auch das Strafgericht abwenden insofern, als daß er mit zur Schar der Auserwählten gehört, die entrückt werden vor dem Ende ....

Unzähligen Menschen wird ihr falscher Lebenswandel vorgestellt, sie werden hingewiesen auf das nahe Ende, doch sie beachten die Hinweise nicht, und ihnen wird das Ende überraschend kommen, denn sie achten nicht der Zeichen der Zeit, sie sind nur irdisch gesinnt und keiner geistigen Belehrung zugänglich. Folglich sind sie auch nicht um ihr Seelenheil besorgt, weil sie ein Leben nach dem Tode verneinen. Und diese sind es, die das Ende heranziehen, die geistig so rückständig sind, daß eher von einer Rückentwicklung als von einem Stillstand zu sprechen ist, und die daher den unmittelbaren Anlaß geben zu einer Umgestaltung der Erde. Denn da sie keinerlei geistige Verbindung anknüpfen mit guten Kräften, sind sie für das Wirken der schlechten Kräfte aufgeschlossen, deren Ziel ist, solche Seelen von Gott zu entfernen. Und diese Kräfte haben Erfolg, denn alles Sinnen und Trachten der Menschen ist nur Vermehrung irdischen Besitzes, Wohlleben des Körpers und weltliche Freuden und Genüsse. Und darum hört diese Erde auf, zu bestehen in ihrer jetzigen Form, und wenngleich die Menschen selbst nicht unmittelbar beteiligt sind an der Zerstörung dieser, so sind sie doch der Anlaß dazu, weil ihr Lebenswandel gänzlich dem Willen Gottes widerspricht und darum die Zeit gekommen ist, die ihrem Leben ein Ende bereitet ....

Amen


B.D. 3224                empfangen am  17.8.1944

Gerechtigkeit ....

Ein gerechter Lebenswandel trägt euch Meine Liebe ein, denn der Gerechte denkt nicht nur an sich selbst, sondern er billigt auch dem Nächsten zu, was ihm selbst begehrlich erscheint. Die Gerechtigkeit sucht stets den Ausgleich in allen Dingen, und der gerecht denkende Mensch wird sich auch bemühen, in allen seinen Handlungen vor Mir bestehen zu können, er wird sich der Verantwortung bewußt sein, er wird stets vor Mir Rechenschaft ablegen in seinem Denken und allem Denken und Handeln Meine Gebote zugrunde legen. Denn der Gerechte schaltet die Liebe nicht aus, er sucht immer zu ebnen und zu vergleichen, wo das Gefühl für das rechte Maß verlorengegangen ist. Denn Ungerechtigkeit ist mangelndes Gefühl für Gleichheit, es ist einseitiges Geben oder Urteilen, und also ist es gegen Meine Ordnung verstoßend, denn Ich beachte Gerechtigkeit in allen Dingen. Wo Liebe ist, muß auch Gerechtigkeit sein, und also muß Ich, als die Liebe Selbst, auch die Gerechtigkeit Selbst sein. Und wer darum Mir nachfolgen will und ein Liebeleben führt, der wird niemals ungerecht zu urteilen vermögen. Und daher wird er die Ungerechtigkeit in der Welt verabscheuen, er wird leiden darunter, daß die Menschen nicht das Verlangen nach Ausgleich in sich tragen, daß die Ichliebe sie zu einem Denken antreibt, das nicht der göttlichen Ordnung und der göttlichen Liebelehre entspricht ....

Denn ein ungerechtes Denken schaltet die Liebe aus, es kann die Ungerechtigkeit keine Liebe erwecken, und folglich ist sie hinderlich zum geistigen Fortschritt in einer Weise, die den Menschen selbst nicht zum Bewußtsein kommt. Denn Ich kann dem Ungerecht-Denkenden nicht Meine Liebe zukommen lassen, weil Ich dann Selbst gegen Mich vorgehen würde, weil Ich dann etwas anerkennen müßte, was Meinem Wesen widerspricht ....

Ich lasse den Menschen zwar nicht fallen, doch Meine Liebekraft kann ihm nicht zugehen, weil Ungerechtigkeit eine Form der Ichliebe ist, die Meine Liebeausstrahlung zurückweiset. Es ist der ungerechte Mensch nicht empfänglich für die Liebe aus Mir, er würde wohl die Kraft annehmen, so sie ihm körperlich spürbar wäre, doch wieder nur uneingedenk des Nächsten, der diese Kraft gleichfalls benötigt. Er würde nehmen, aber nicht geben wollen, und dies ist ungerechtes Denken, ein Denken, das jedes Gerechtigkeitsgefühl ausschaltet, sowie er etwas für sich in Anspruch nimmt und es dem Mitmenschen verweigert ....

Und darum kann Ich die Ungerechtigkeit nicht bedenken mit Liebe, mit einer Gabe, die als Bedingung zum Empfangen die Gerechtigkeit stellt, denn Mein Wesen ist Gerechtigkeit und Liebe, und Meine Gabe setzet das gleiche voraus .... daß der Mensch einen gerechten Lebenswandel führt, so Ich ihm Meine Liebe zuwenden soll ....

Amen


B.D. 3225                empfangen am  18.8.1944

Ungezweifelter Glaube an das Wort ....

Euer Glaube muß so fest sein, daß ihr nicht den geringsten Zweifel mehr hegt an Meinem Wort. Sowie ihr noch nicht bedingungslos glauben könnt, was Ich durch Mein Wort euch kundgebe, seid ihr auch in der Erkenntnis noch nicht so weit vorgeschritten, daß ihr alles zu fassen vermöget. Erst wenn euch der Zusammenhang klar ist, werdet ihr jedes Wort ungezweifelt annehmen und als reine Wahrheit vertreten euren Mitmenschen gegenüber. Ihr seid also gewissermaßen erst wissend, wenn ihr vollgläubig seid, denn die Erkenntnis bedingt tiefen Glauben. Ihr könnt wohl Mein Wort vernehmen, es kann euch verstandesmäßig klar und einleuchtend erscheinen, doch es wird für euch erst dann ein tiefes Wissen bedeuten, so ihr im Glauben steht, weil dies Mein Wille ist, daß ihr erst den Glauben in euch vertiefet, ehe ihr wissend werdet. Irdisches Wissen bedingt Beweise, um als Wissen angesprochen zu werden. Da geistiges Wissen aber nicht bewiesen werden kann, bedingt es den Glauben. Durch den Glauben erreicht der Mensch dann die Stufe der Erkenntnis, die ihn frei macht, denn geistiges Wissen zu besitzen ist ein Grad der Freiheit, ein Grad der Vollkommenheit. Dort, wo euch der Glaube mangelt, wird immer eine Lücke eures Wissens sein, und also fehlt euch dann der Zusammenhang, ohne welchen aber nicht von Erkenntnis gesprochen werden kann. Ihr nehmet Mein Wort entgegen, und dieses Mein Wort soll euch gestalten zu Lichtwesen, dann aber muß Ich auch ungezweifelten Glauben daran fordern, weil Mein Licht nur strahlen kann, so ihr euch völlig öffnet, der Zweifel aber kein Öffnen, sondern ein Sich-Wehren gegen Meinen Lichtstrahl ist. Solange euch etwas noch nicht recht klar ist, könnet ihr euch wohl durch Zweifel und darauf folgendes Nachdenken Klarheit verschaffen, doch so Ich euch klar und verständlich etwas vermittle und ihr diese Vermittlungen anzweifelt, ist dies ein Herabsetzen Meines Wortes, ein Nicht-Anerkennen dessen oder ein Zweifel an der Wahrhaftigkeit des Gebers, und beides ist Unrecht an euch selbst, weil ihr euch dadurch der Kraft beraubt, die nur dann wirken kann, wenn ihr glaubet. Glaubet ihr aber, daß Ich zu euch Menschen spreche, glaubet ihr, daß ihr fähig seid, Mich zu vernehmen, dann dürfet ihr nichts anzweifeln, was Ich nun euch kundgebe, denn Ich werde wahrlich nichts Falsches euch unterbreiten, wie Ich aber auch niemals einem gläubigen Erdenkind gegenüber schweigen werde, das Mich zu hören begehrt. Was also ein solches Kind vernimmt, ist wahrlich reinste Wahrheit, selbst wenn es euch schwer annehmbar erscheint. Und darum könnt ihr jedes Wort mit Überzeugung vertreten, so wie ihr es empfangen habt nach innigem Gebet um Erleuchtung des Geistes. Ihr könnt euch dann auch rühmen, in der Erkenntnis zu stehen, weil ihr, als von Mir Selbst gelehrt, das rechte Wissen entgegengenommen habt und somit in der Wahrheit unterrichtet seid und nun ein geistiges Wissen besitzt, das euch lückenlos den Zusammenhang erkennen läßt zwischen allen Schöpfungen, allen Geschöpfen und Mir, dem Schöpfer alles dessen, was euch sichtbar ist ....

Amen


B.D. 3226                empfangen am  19.u.20.8.1944

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes ....“

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, und ihr werdet das Erdenleben zurücklegen können ohne Sorge um das, was der Körper benötigt, denn alles dieses wird euch zufallen, wie es der Herr verheißen hat. Denn eines nur ist wichtig, daß ihr das Leben der Seele erhaltet, dann wird Gott Selbst die Sorge um euren Körper und seine Bedürfnisse übernehmen. Doch sowie ihr den Glauben an diese Verheißung verlieret, müsset ihr euch selbst sorgen, und dadurch geratet ihr in die Fangnetze des Widersachers, der euch nun diese Sorge als wichtigste hinzustellen bemüht ist und euch davon zurückhalten will, eurer Seele zu gedenken. Und nun laufet ihr Gefahr, materiell zu werden, euer Denken und Handeln ganz auf die Gewinnung der Materie einzustellen, in ständiger Sorge um den Körper das Reich Gottes zu vernachlässigen und zuletzt nur noch rein irdisch dahinzuleben ohne Berücksichtigung eures Seelenheils. Ein Ziel nur hat Gott euch für euer Erdenleben gesetzt .... daß eure Seele sich entwickle zur Höhe .... und um dieses Ziel zu erreichen, müsset ihr euch lösen von der Materie, ihr dürfet nichts begehren als das, was der Seele dienlich ist. Und ihr könnet euch vollgläubig von allen Sorgen frei machen, so ihr der Verheißung Christi gedenket, denn Sein Wort ist Wahrheit, und suchet ihr zuerst das Reich Gottes, dann erfüllet ihr Seinen Willen, und dann sorget Gott auch für euch. Das Streben der Menschen aber gilt zumeist der Erhaltung und dem Wohlleben des Körpers, und zwar im Übermaß, so daß das geistige Streben in den Hintergrund tritt und verständlicherweise kein geistiger Fortschritt erzielt werden kann. Und es ist dies Mangel an Vertrauen auf die Liebe Gottes, Der alles erhält, was Er geschaffen hat. Mit dem Glauben und dem Vertrauen auf die Hilfe Gottes kann der Mensch jeder irdischen Sorge ledig werden, er kann leicht und unbeschwert durch das Erdenleben gehen, sowie er nun aber jede Sorge auf sein Seelenheil verwendet, sowie er vollbewußt dem geistigen Reich entgegenstrebt, sowie er in allem den Willen Gottes zu erfüllen sucht und also das Reich Gottes zu erreichen trachtet. Der Glaube daran aber ist unter den Menschen fast nicht mehr zu finden, und darum schaffen sie sich selbst ein Leben voller Sorgen und Mühen, sie laden sich eine Last auf, die Gott der Herr zu tragen ihnen verheißen hat, so sie ihre Lebensaufgabe erfüllen .... ihr geistiges Wohl dem Wohl des Körpers voranzusetzen. Gott erhält die ganze Schöpfung, Er sorgt ununterbrochen für das Bestehen dieser, und alles entwickelt sich nach Seinem Willen. Und ebenso gilt Seine Sorge dem höchst-entwickelten Geschöpf, dem Menschen, und sein Erdenleben ist genauso sichergestellt wie das der gesamten Schöpfung. Doch hat es Gott abhängig gemacht vom Willen des Menschen, Er hat ihm eine Bedingung gestellt, deren Erfüllung ihm ein sorgenloses Dasein einträgt. Beachten aber die Menschen diese Bedingung nicht, dann haben sie ein schweres Erdenleben, weil sie der Fürsorge Gottes um den Körper verlustig gehen. Um der Seele willen ist dem Menschen das Erdenleben gegeben, und also soll die Seele als erstes bedacht werden, ihr soll zugeführt werden, was sie benötigt zur geistigen Reife .... und dieses ist nur aus dem geistigen Reich zu holen und zu empfangen. Immer müssen daher die Sinne des Menschen auf das geistige Reich gerichtet sein, denn das irdische Reich bietet der Seele nicht die Nahrung, die ihr fehlt. Das irdische Reich erfüllt nur die Bedürfnisse des Körpers, und diese soll der Mensch gläubig und vertrauensvoll sich von Gott schenken lassen, wie Er es verheißen hat, und desto mehr nach dem geistigen Reich trachten, das ihm nicht geschenkt wird, aber seinem Verlangen entsprechend gibt, was die Seele erbittet. Und darum werfet alle Sorgen auf den Herrn ....

Er wird sie von euch nehmen, je inniger ihr die Vereinigung mit Ihm anstrebt, je mehr eure Seele sich löset vom Irdischen und nur dem anhanget, was ihr die Vereinigung mit Gott einträgt. Und in Seiner Fürsorge werdet ihr wahrlich geborgen sein, es wird euch nichts mangeln, denn Er ist voller Liebe und Macht, Er kann euch bedenken, und Er wird euch bedenken, so ihr nur nach Ihm, nach Seinem Reich trachtet ....

Amen


B.D. 3227a                empfangen am  20.8.1944

Recht - Gerechtigkeit - Rassen ....

Völker ....

Es ist einer ganzen Nation unwürdig, so sie sich nicht Rechenschaft ablegt über ihr Denken und Handeln. Es soll ein Volk untadelig sein im Verhalten dem Nächsten gegenüber, der Angehöriger seiner Nation ist; es soll aber auch anderen Nationen gegenüber das Gebot der Nächstenliebe erfüllen, wenn dies auch nicht so zu verstehen ist, daß sich das Handeln und Denken auf einzelne Mitglieder erstreckt, sondern das gesamte Fühlen und Wollen einem anderen Volk gegenüber soll ehrenhaft und anständig sein, es soll das gerechte Empfinden nicht vermissen lassen, d.h. nicht jenem etwas absprechen, was ein Volk selbst beansprucht. Es soll Recht und Gerechtigkeit walten allen Menschen gegenüber, und die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse oder Nation soll nicht bestimmend sein für die Handlungen, die ihnen gegenüber ausgeführt werden. Es hat Gott keine Einschränkung gemacht, als Er das Gebot der Nächstenliebe den Menschen gab, denn ein jeder Mitmensch soll als Bruder betrachtet werden, als Geschöpf Gottes, dem auch ein brüderliches Gefühl entgegengebracht werden soll. Und darum soll der Mensch selbst nicht diese Beschränkung einführen, er soll nicht gewissen Menschen gegenüber berechtigt zu sein glauben, sie von der Nächstenliebe ausschließen zu können; er soll ohne Unterschied das Gebot der Nächstenliebe üben und sich also auch darüber Rechenschaft ablegen, so er dieses Gebot mißachtet. Und darum muß er sich klar sein über sein Denken und Handeln, wieweit es den göttlichen Geboten entspricht ....

Er kann es nicht nach Belieben und Gutdünken verschieden beurteilen, er kann nicht dem einen gegenüber sich versündigen und sich zu einer Sünde berechtigt glauben, weil er sich in einem anderen Kreis stehend wähnt, den Rasse- oder Volkszugehörigkeit gezogen haben. Vor Gott gibt es diese Grenzenziehung nicht, vor Gott gelten alle Menschen gleich, und Recht und Unrecht bleibt immer und überall Recht und Unrecht. Es ist nicht zulässig, daß der Mensch sich selbst Rechte zubilligt, die er dem Mitmenschen abspricht, und so sich das Denken der Menschen so verirrt, daß sie sich im Recht glauben auch bei unrechtem Handeln, so ist der Mensch schon tief gesunken in seiner geistigen Entwicklung, denn er setzt dann das irdische Leben hoch über letztere, ansonsten er nicht ein Denken verteidigen könnte, das geboren ist aus dem Streben nach eigenem Vorteil ....

Was der Mensch für sich selbst verlangt, muß er unweigerlich auch dem Mitmenschen zubilligen, und nimmermehr darf er sich eigene Gesetze zurechtlegen, wenn er nicht fürchten will, daß auch er von Gott aus nicht so bedacht wird, wie er es wünscht, sondern ihm zugemessen wird nach dem Maß, nach dem er selbst gemessen hat ....

B.D. 3227b                empfangen am  22.8.1944

Recht - Gerechtigkeit - Rassen ....

Völker ....

Die Erde umfaßt die verschiedensten Völker und Rassen, die auch in ihrem Entwicklungsgrad zumeist verschieden sind. Doch keinem Volk ist von Gott aus das Recht gegeben, ein unter ihm stehendes Volk zu bedrücken oder seiner Rechte zu berauben. Wohl sollen sie erzieherisch einwirken, so sie auf einer höheren Geistesstufe stehen, sie sollen den schwachen Völkern beistehen gegen stärkere Unterdrücker, und niemals soll eine bestimmte Volkszugehörigkeit sie abhalten, ihre menschlichen Pflichten gegen den Mitmenschen zu erfüllen. Denn immer sollen sie sich vor Augen halten, daß alle Menschen Gottes Geschöpfe sind und daß es dem Menschen niemals zusteht, gewisse Mitmenschen auszustoßen aus der Gemeinschaft der Völker oder sie zu bedrängen und in Not zu stürzen. Denn dafür müssen sie sich dereinst verantworten, und sie werden gerichtet werden, wie sie selbst ihr Urteil gefällt haben .... wer hart und lieblos war gegen seine Mitmenschen, ganz gleich welchen Stammes diese seien (sind),der wird auch nur Härte und Lieblosigkeit ernten, er wird kein Erbarmen finden, und ein mildes Urteil darf er niemals erwarten, denn ihm geschieht nach seiner Gesinnung, nach seinem Willen und seinen Taten ....

Und darum soll sich der Mensch stets Rechenschaft ablegen, ob er gerecht ist in seinem Denken und Handeln. Die Gerechtigkeit aber fordert gleiches Recht für alle ohne Unterschied. Sowie die Ichliebe stark ist, läßt das Gerechtigkeitsgefühl nach, dann nimmt der Mensch für sich skrupellos in Anspruch, was des Nächsten ist. Und so dieses Denken ganze Völker beherrscht, wird nimmermehr Friede sein auf Erden, denn der Starke wird das Schwache unterdrücken, oder Gleich-Starke werden sich gegenseitig Leid und Elend zufügen, und die Not wird kein Ende nehmen. Keine lieblose Handlung wird gerechtfertigt durch den Einwand, daß anderen Rassen oder Völkern gegenüber andere Gesetze gelten, daß jene nicht die menschliche Rücksichtnahme zu beanspruchen haben, die einem Menschen gleichen Stammes zugesprochen wird. Vor Gott sind alle Menschen gleich, vor Gott gilt stets und ständig das gleiche Gesetz .... liebe deinen Nächsten wie dich selbst .... und Nächster ist ein jeder Mensch ohne Berücksichtigung seiner Volkszugehörigkeit. Und solange das Denken ganzer Völker in dem Irrtum gefangen ist, andere Rechte zu haben als jener, wird auch die Ungerechtigkeit überhandnehmen; es wird ein ständiger Streitzustand sein unter den Menschen, es werden Feindseligkeiten immer wieder neue Nahrung finden, es werden immer schlimmere Gedanken und Taten geboren werden, denn das göttliche Gebot der Nächstenliebe bleibt unbeachtet, und dies wirket sich aus in Handlungen, die sündhaft sind. Immer muß der Maßstab angelegt werden an sich selbst und am eigenen Verlangen; was der Mensch selbst will für sich, das soll er auch dem Mitmenschen nicht entziehen, ansonsten die Ungerechtigkeit stets zunehmen wird und daraus ein Zustand, der auch das Denken der Menschen verwirrt ....

Sie werden das Urteilsvermögen verlieren, was Recht und was Unrecht ist, weil sie selbst sich dessen entäußern, weil sie selbst nicht recht und gerecht denken wollen ....

Amen


B.D. 3228                empfangen am  21.8.1944

Christusproblem ....

Wie sich das Leben des inneren Menschen zur Außenwelt verhält, so verhält sich auch der Geist zur Seele. Denn die Seele ist die Umhüllung des Geistes, und der Geist kann erst dann tätig sein nach seiner Bestimmung, so ihm von seiten der Seele kein Hindernis mehr entgegengestellt wird. Ebenso kann sich auch der innere Mensch erst entfalten, wenn die Außenwelt ihn unberührt läßt. Der innere Mensch ist nun aber wieder mit der Seele zu vergleichen, mit der Hülle des Geistigen .... der Außenwelt gegenüber wohl innerlich, dem Geist gegenüber jedoch noch äußerlich, denn das innere Leben des Menschen ist Fühlen, Denken und Wollen, und sowie dieses (sich, d. Hg.) dem Geist in sich nicht mehr entgegenstellt, bedeutet es für letzteren keine äußere Fessel mehr, sondern es hat sich vereint mit ihm ....

Und dann ist das Wirken des Geistes unbegrenzt, er kann sich zur Entfaltung bringen in einem überaus reichen Maß, und dann schreitet der Mensch unaufhaltsam in seiner Entwicklung vorwärts, denn er hat seinen Erdenlebenszweck begriffen, und er erfüllt ihn auch ....

Diese Kenntnis von dem Leben des Geistes im Menschen ist zuvor nötig, um auch das Christusproblem dem Menschen erklären zu können, um ihm verständlich zu machen, warum der Mensch Jesus auf Erden zur höchsten Vollkommenheit gelangt ist, warum ihm die Macht und die Weisheit Gottes zur Verfügung stand und warum er nun als Gott-gleiches Wesen anzusprechen ist. Es muß der Mensch erst wissen, was unter Höherentwicklung des Geistigen im Menschen zu verstehen ist, er muß wissen, daß dieser Zustand der Vereinigung der Seele mit ihrem Geist Folge eines Lebens in uneigennütziger Liebe ist, er muß ferner wissen, daß und warum die Liebe nötig ist zur Erlösung des Geistigen im Menschen und somit auch des ganzen Menschengeschlechtes, dann erst wird er es verstehen können, warum ein Mensch in übergroßer Liebe das Werk vollbracht hat, das erlösend für die gesamte Menschheit sein sollte, aber auch wieder nur dem Menschen die Erlösung bringt, der Jesus Christus und Sein Erlösungswerk anerkennt. Er muß aber auch wissen um den Zustand der Schuld, in dem alles Geistige in der Materie noch weilt, und wie sich diese Schuld auswirkt auf Erden wie im Jenseits. Dann erst dringt er in dieses große Problem auf Erden ein, und dieses Erkennen bringt ihm Licht auch in unzähligen anderen geistigen Fragen, die ihm vorher unlösbar schienen. Das Licht durchdringt ihn nun von innen, er selbst kann sich jede Frage beantworten, und er benötigt nicht mehr Belehrungen von außen, die ihm die rechte Weisheit niemals übermitteln können, so es nicht zuvor licht in seinem Inneren geworden ist. Das Licht, das von innen her den Menschen durchstrahlt, kann aber nur durch Liebeswirken gewonnen werden, weil dann der göttliche Geist im Menschen zum Leben erwacht, weil durch die Liebe Gott Selbst Sich mit dem Menschen verbindet, weil Er dann Selbst tätig ist in ihm, weil dann der Mensch auf dem gleichen Wege ist wie Jesus Christus, sich selbst durch die Liebe zu vergeistigen, sich der ewigen Gottheit anzugleichen und gewissermaßen Sein Ebenbild zu werden. Dann hat der Mensch Gott in sich, er hat das Licht in sich, das sich in Jesus Christus auf Erden verkörperte und also allen Menschen schaubar war ....

Also ist ein rechter Christ nur der, der in der Liebe lebt und dadurch Christus ähnlich wird, der sich also durch die Liebe kristallisiert, so daß er völlig von der Liebe Gottes durchstrahlt werden kann, der alle Hüllen sprengt, die dem göttlichen Geistesfunken in sich die freie Entfaltung verwehrten ....

Dieser allein kann sich Christ nennen, denn in ihm ist das gleiche Leben wie in Jesus Christus, in ihm ist Licht ....

Erkennen und Weisheit und dadurch auch Macht und Kraft ....

In ihm ist aber auch gleichzeitig der Wille, zu helfen allen denen, die noch in der Finsternis weilen. Der erlösende Trieb erwacht in ihnen zum Leben, sie wissen um das Gebundensein und wollen das Gebundene zur Freiheit führen. Sie beteiligen sich nun an dem Erlösungswerk Christi, und ihr Wesen ist beseelt von dem gleichen Gedanken, der einst Jesus Christus bewog, den Kreuzestod auf Sich zu nehmen ....

Auch sie werden opferbereit sein, wenn es gilt, den Mitmenschen Rettung zu bringen in seelischer Not, und diese Opferbereitschaft wird entsprechend ihrem Liebeswirken sein, also entsprechend der göttlichen Liebe, die sie durchstrahlt .... denn desto näher ist des Menschen Seele dem göttlichen Erlöser und desto mehr Kraft kann er von Ihm entgegennehmen, so es gilt, erlösend tätig zu sein auf Erden, und dies unter Einsetzung des eigenen irdischen Lebens ....

Es vermag der Mensch alles, der vereinigt ist mit Gott, der den Zusammenschluß mit der ewigen Liebe auf Erden schon gefunden hat, der Christus voll und ganz in sich aufgenommen hat, d.h. Seinem Beispiel folgend durch eifrige Liebetätigkeit den göttlichen Funken in sich zum Erwachen brachte und dadurch der göttlichen Liebe Eingang gewährt, die ihn nun durchstrahlt und ihn zu einem helleuchtenden Gefäß des göttlichen Geistes gestaltet, der licht- und kraftspendend nun wirket und zu erlösender Tätigkeit antreibt ....

Amen


B.D. 3229                empfangen am  23.8.1944

Widerstände vermehren die Willensstärke ....

Wer sich zur Mitarbeit am Reich Gottes bereit erklärt, dessen Tätigkeit wird stets gesegnet sein, selbst wenn er den Segen nicht offensichtlich spürt. Er muß zur Stärkung seines Willens zwar oft mit Widerständen kämpfen, jedoch alle diese Widerstände tragen dazu bei, daß der Mensch dann desto emsiger arbeitet, daß ihm die geistige Tätigkeit stets wichtiger wird und er jede Zeit nützet, um Gott zu dienen. Gott aber weiß, warum Er Prüfungen sendet über ihn ....

Er kann keine lauen und trägen Arbeiter brauchen in Seinem Weinberg, denn diese werden keinen Erfolg haben bei den Menschen, an denen sie ihre geistige Arbeit ausüben sollen. Es fordert das Reich Gottes kämpferische Streiter, die nur mit solchen Waffen kämpfen, die mit dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe sich vertragen .... sie müssen kämpfen mit dem Schwert ihres Mundes, sie müssen lehren, ermahnen, warnen und Irrtum und Lüge richtigstellen, sie müssen selbst über ein Wissen verfügen, um dieses Wissen weiterzuleiten ....

Und diese Kampfesweise erfordert Ausdauer und Willensstärke. Es ist ein geistiger Kampf, der immer wieder die Hingabe an Gott bedingt und keine Lauheit und Trägheit duldet. Denn noch bewegt er sich in ruhigen Bahnen, jedoch sehr bald werden die Kämpfer Gottes sich beweisen müssen, wieweit ihr Wille gefestigt ist und ob sie ihre Waffen recht gebrauchen. Die Widerstände werden zwar immer größer werden, doch wer einmal als Streiter Gottes sich Ihm angeboten hat, der wird nicht abfallen von Ihm, aber die Kraftzufuhr in verschiedener Stärke benötigen. Und darum soll er zuvor schon sich üben in ständigem Kampf mit Widerständen ....

Immer wird er zu spüren bekommen, daß der Gegner Gottes sein Streben unterbinden will, und immer größer werden die Schwierigkeiten sein, mit denen der Gott-dienen-Wollende zu kämpfen hat. Und doch darf sein Wille nicht daran zerschellen, er muß stärker sein als die Widerstände, und Gott segnet auch einen solchen Willen. Daß von Gott aus es zugelassen wird, hat seine Begründung darin, daß der Mensch gestärkt werden muß gegen noch härtere Angriffe von seiten der Welt, die ohne Heimlichkeit ihn hindern wollen wird an jeglicher geistigen Arbeit. Denn es kämpft der Gegner Gottes mit allen Waffen in der letzten Zeit, und er scheut vor nichts zurück. Doch Gott wird auch in dieser schweren Kampfzeit nicht verborgen bleiben, Er wird Kraft austeilen, wo solche benötigt wird, Er wird lehren und die Menschen befähigen zur Arbeit in Seinem Weinberg, Er wird Kraft und Macht spenden im Kampf gegen den Feind der Seelen. Doch Er benötigt dazu nur den Willen des Menschen, und um diesen zur höchsten Stärke zu bilden, lässet Er Widerwärtigkeiten über den Menschen kommen, denn diese erhöhen seine Widerstandskraft ....

Amen


B.D. 3230                empfangen am  23.u.24.8.1944

Dienen oder kämpfen ....

Verschiedener Zweck des Leides ....

Im Stadium der Willensfreiheit brauchte das Wesen den Gegner Gottes nicht zu fürchten, so es nur in der Liebe wandeln würde. Dann hat es ihn besiegt, weil der Gegner Gottes völlig machtlos ist gegen die Liebe. Also könnte sich der Mensch auch von Versuchungen und Anfechtungen frei machen, denn diese haben keinen Einfluß auf ihn, sowie er liebetätig ist. Letzteres aber ist vom freien Willen des Menschen abhängig, und darum ist der Mensch selbst Anlaß eines Erdendaseins, das entweder ständiger Kampf ist oder dienende Liebe. Gott ersieht das Herz eines jeden, und Er läßt über den Menschen das kommen, was er benötigt, wie Er aber auch darben lässet, der Seiner Hilfe, Seines Trostes und Seines Zuspruches nicht bedarf, weil er innerlich wider Ihn ist, also keine Liebe übt, die seinen Gott-zugewandten Willen bekundet ....

Liebe und Gott sind eins, und somit ist ein liebender Mensch auch mit Gott verbunden und muß nun dem Gegner Gottes überlegen sein. Ist der Mensch willig, sich in dienender Nächstenliebe zu betätigen, so wird er nicht so bedrängt werden von den Versuchungen der Welt; er hat diese gewissermaßen schon überwunden, was jedoch nicht ausschließt, daß er Leid tragen muß, weil Leid nicht nur zu Gott hinführen soll den Menschen, der noch Gott abgewandten Willens ist, sondern weil es auch den Gott-zustrebenden Menschen läutern soll. Doch empfunden wird das Leid in diesen zwei Stadien verschieden. Der erstere bäumt sich auf dagegen, weil er sich noch nicht beugen will unter eine Macht, Die ihn im Lebensgenuß beschränkt ....

Er sucht noch die Welt und empfindet jedes Leid als eine Zurücksetzung, als ein mangelhafter Lebensgenuß und also einen Zwang, den er nicht anerkennen will. Und es kann sehr viel Leid benötigt werden, bevor er sich ergeben hat, und ein solcher Kampf ist das Werk des Widersachers, der noch immer mit der Welt und ihren Freuden den Menschen zu gewinnen sucht, der ihm alle diese vor Augen hält, um sein Begehren danach zu verstärken und ihn also Gott abwendig zu machen. Ist der Mensch jedoch liebetätig, dann dient ihm das Leid nur noch zur Vollendung, zum Ausreifen seiner Seele, dann hat der Gegner Gottes wenig Gewalt über ihn, dann wird er weltabgewandt, und durch das Leid schließt er sich immer enger an Gott an. Dieser Unterschied muß erkannt werden, wenn die Verschiedenheit des Leidens erwogen wird, wenn gute und schlechte Menschen davon betroffen werden ....

Menschen, die noch gänzlich Gott abgewandt sind, und solche, die das Leid scheinbar nicht mehr benötigen, um Ihn zu finden ....

Immer hat das Leid einen anderen Zweck, doch Endzweck ist der völlige Zusammenschluß mit Gott. Die größte Gefahr für den Menschen ist der Hang zur Welt und seine Lieblosigkeit, denn dann ist er noch ganz in der Gewalt dessen, der ihn verderben will. Und dann benötigt er scharfe Erziehungsmittel, um sich zu wandeln. Erst wenn der Hang zur Welt nachläßt, kann in ihm die Liebe sich entzünden, und dann erst kann das Leid andere Formen annehmen, doch ihm nicht gänzlich erspart bleiben, solange die Seele nicht völlig entschlackt ist. Das Ausüben der Nächstenliebe ist darum ausschlaggebend für den Grad seiner Entwicklung, es ist ausschlaggebend für die Tiefe des Leides, denn wo die Liebe geübt und also Gott Selbst ist, dort wird auch das Leid leichter tragbar sein, weil der Mensch die Kraftausstrahlung Gottes empfangen kann und sonach ihn jenes nicht niederdrückt. Er braucht nicht mehr zu kämpfen, sondern nur zu dulden und harren auf die Hilfe Gottes, die jedes Leid von ihm nimmt, so es an der Zeit ist. Dienen oder kämpfen muß der Mensch, und zwar entsprechend seinem Willen und seiner Fähigkeit zu lieben ....

Das Dienen wird ihm leichtfallen, das Kämpfen jedoch große Kraft erfordern, will er nicht unterliegen der Macht, die alles anwendet, um seine Seele in die Finsternis zu ziehen, und die so lange Einfluß auf den Menschen hat, wie er ohne Liebe dahingeht, weil er dann auch noch weit von Gott entfernt ist. Erst die Liebe macht ihn frei von dieser Macht, erst die Liebe macht ihn stark, denn der liebende Mensch befindet sich im Ver-band mit Gott und bezieht von Ihm seine Kraft, den Gegner Gottes zu überwinden ....

Amen


B.D. 3231                empfangen am  24.8.1944

Mahnung zur Arbeit für das Reich Gottes ....

Predigen sollt ihr von der Liebe und allezeit die Menschen hinweisen auf Mich, Der Ich die Liebe Selbst bin. Dann erfüllet ihr eure Mission auf Erden, und ihr seid mir rechte Werkzeuge, die im Glauben an Mich Meine Lehre vertreten. Ihr sollt die Menschen immer wieder hinweisen darauf, daß sie unweigerlich Mich anstreben müssen, wollen sie ihren Erdenlebenszweck erfüllen. Ihr sollt ihnen die Wertlosigkeit dessen verständlich zu machen suchen, was ihre körperlichen Sinne gefangenhält, und ihr sollt ihnen das nahe Ende ankündigen, das sie fürchten müssen, so sie sich nicht zur Liebe wandeln, sondern in der Weltliebe verharren. Denn diese bringt ihnen den geistigen Tod. Meine Diener auf Erden weise Ich an, sie ständig zu warnen und zu ermahnen, weil Ich den Menschen helfen will, die noch blind durch das Erdenleben gehen. Und Meine Diener reden nun statt Meiner .... und wer sie höret, der höret Mich; wer sie aber abweiset, der weiset auch Mich ab. Doch es steht ihrem Willen frei, und Ich zwinge sie nicht, daß sie Mir Gehör schenken. Ich aber rufe euch zu: Werdet nicht müde in eurem Werben, denn es ist bitter notwendig, daß die Menschen euch hören. Sprechet unentwegt von der Liebe, die ihnen mangelt; erkläret ihnen, daß diese mangelnde Liebe der Menschheit das große Leid einträgt und daß sie es also selbst veranlassen .... und machet sie darauf aufmerksam, daß alles Lieblosigkeit ist, was Meinen Geboten zuwidergerichtet ist. Selbst ein erlittenes Unrecht gibt dem Menschen nicht die Berechtigung, wieder Unrecht zu tun, also Gleiches mit Gleichem zu vergelten ....

Fehlet ein Mensch, dann darf der andere sich dieses nicht zum Beispiel nehmen, sondern er soll dazu beitragen, daß das Unrecht aus der Welt geschafft wird, und er kann dies nur durch die Liebe ....

Es ist wichtig, daß die Menschen darüber aufgeklärt werden, daß selbst liebloses Denken oder Beistimmung zu lieblosen Handlungen anderer ein Mangel an Liebe ist, der ihre Seelen in Gefahr bringt und gleichzeitig auch ihr Erdenleben ungünstig beeinflußt, denn wo die Liebe nicht ist, dort kann auch Ich nicht sein, und wo Ich nicht bin, ist Not und Finsternis, leiblich und geistig. Und achtet nicht der Reden derer, die euch nicht anerkennen, gebet ihnen, was ihr besitzet, und stellet es ihnen frei, was sie davon annehmen wollen. Doch teilet eure Gaben in Liebe aus, denn Meine Liebe gab sie euch, und Liebe soll euch bewegen, sie weiterzuleiten. Selbst wenn eure Liebe nicht anerkannt wird, so übet Geduld und bedenket, daß eine starke Gegenmacht mit euch kämpft und sich der Menschen bedient, die noch der Welt anhangen und wenig liebefähig sind. Doch wisset, daß auch Ich Selbst ständig an ihnen tätig bin, daß Ich ihr Lebensschicksal lenke und kein Mittel unversucht lasse, um ihnen zu helfen, daß sie Mich suchen und finden. Und darum werdet nicht müde in eurer Arbeit für Mein Reich, und nehmet jede Gelegenheit wahr, wo ihr die Liebe predigen und den Mitmenschen das nahe Ende ankündigen könnt, denn eure Mitarbeit ist nötig, und Ich werde sie euch segnen ....

Ich führe euch denen zu, die eure Hilfe benötigen, an denen ihr tätig sein sollt, indem ihr ihnen die Liebe predigt, weil ohne die Liebe niemand selig werden kann ....

Amen


B.D. 3232                empfangen am  25.8.1944

Erfüllung der Voraussagen ....

Allen Menschen lasse Ich Kunde zugehen von dem bevorstehenden Ende, denn auch Meine Gegner mache Ich aufmerksam, damit sie nicht einstens sagen können, es sei ihnen verborgen geblieben. Doch so sie ihr Ohr verschließen, so sie spotten oder verlachen, was in Form von Prophezeiungen ihr Ohr berührt, sind Meine Warnungen und Ermahnungen vergeblich, denn zum Glauben zwinge Ich keinen Menschen. Doch diese werden erbeben, so das Ende nahe ist, erkennen sie doch ihr verkehrtes Denken und auch die Hoffnungslosigkeit ihrer Lage. Die Menschheit will nichts mehr annehmen, was aus dem geistigen Reich ihr geboten wird; sie ist so irdisch gesinnt, daß ihr jegliches Gefühl für geistiges Gut abgeht, Ich aber kann den Menschen nicht mehr bieten, als was sie anzunehmen bereit sind. Ich kann sie nicht durch offensichtliche Wunder zum Glauben zwingen, weil es Meine Geschöpfe sind, die ursprünglich in vollster Freiheit des Willens tätig waren und die durch einen Glaubenszwang ihre Freiheit gänzlich verlieren würden und also unvollkommen blieben bis in alle Ewigkeit. Ich kann nur durch Menschenmund Mich äußern und muß es ihnen überlassen, ob sie Mein Wort erkennen wollen durch unbedingtes Wahrheitsverlangen und uneigennützige Liebetätigkeit. Denn nun wird ihnen Mein Wort tönen, und sie erkennen den Geber des Wortes in jeder Mahnung und Warnung, und also beachten sie es auch. Doch welche Willenlosigkeit beherrschet die Menschen gerade diesen geistigen Kundgaben gegenüber. Sie nehmen nichts ernst und glauben, daß Gott die Geschehnisse so lenken wird, wie es ihrem Willen und ihrer Berechnung entspricht. Und wie wenig tun sie daher an ihrer Wesensgestaltung ....

Und es wird die Stunde kommen, ohne daß sie vorbereitet sind auf das nahe Ende ....

Sie verfolgen nur das Weltgeschehen und ziehen ihre Schlüsse daraus ....

Doch Ich werde sie aufschrecken und ihnen zeigen, daß Ich die Welt regiere und daß Ich wahrlich so bestimme, wie es euch Menschen dienlich ist ....

Und alles wird sich abwikkeln Meinem Plan von Ewigkeit entsprechend .... wie Ich es euch Menschen ankündige durch Meine Diener auf Erden ....

Und die Menschen werden nun erkennen müssen, daß Ich nur auf ihr Wohl bedacht war, daß Ich sie retten wollte und nur Widerstand bei ihnen fand. Denn nur der Wille zu Gott verbindet ihre Seelen mit Mir. Der Wille zu Mir aber gibt ihnen auch das Verständnis für Mein Wort, für Mein Handeln und Wirken in der letzten Zeit vor dem Ende. Und dann erst wird Mein Wort befolgt werden, sowie es noch Zeit ist, denn was Ich ankündige, geht buchstäblich in Erfüllung, weil Ich durch den Geist ein Wissen zur Erde leite, das voll und ganz der Wahrheit entspricht ....

Und darum muß sich alles erfüllen, was Ich euch Menschen verkündet habe lange Zeit zuvor, auf daß ihr daran erkennet, wann das Ende nahe ist ....

Amen


B.D. 3233                empfangen am  26.8.1944

Wirken für das Reich Gottes ....

Pfeiler ....

Ein ausgedehnter Wirkungskreis steht dem Menschen zur Verfügung, der sich für das Reich Gottes einsetzen will. Denn überall, wo Menschen sind, ist geistige Not ....

Nur wenige Menschen streben bewußt das Reich Gottes an, die Mehrzahl aber ist ohne Wissen und Glauben, weil sie verkehrten Willens ist. Den Willen aber zwingt Gott nicht ....

Soll nun der Mensch zum Glauben und ins Wissen geleitet werden, dann muß ihm der Mitmensch hilfreich zur Seite stehen, bis sein Wille sich gewandelt hat, und dies kann das Wort Gottes bewirken; und darum müssen Menschen tätig sein, die denen das Wort Gottes bringen, die es benötigen. Darum werden die Diener Gottes immer und überall sich betätigen können. Es wird ihnen niemals an Arbeit mangeln, und Gott wird ihnen die Menschen zuführen je nach ihrer Würdigkeit. Denn wieder muß ein Unterschied gemacht werden zwischen willensschwachen Menschen und solchen, deren Wille wohl stark ist, aber dem Gegner Gottes zugewandt. Diesen das Wort Gottes zu bringen wird zumeist erfolglos bleiben, die Willensschwachen aber benötigen dringend Hilfe ....

Es ist keine leichte Aufgabe, sie erfordert Geduld und Liebe, denn die Unkenntnis, die Folge der Glaubenslosigkeit ist, macht jene Menschen gleichgültig ihren Seelen gegenüber, und sie sind daher nicht leicht dazu zu bewegen, das göttliche Wort anzunehmen. Der geschwächte Wille lehnt nicht ab, nimmt aber auch nicht an, sondern er bleibt oft teilnahmslos, und darum muß der Diener Gottes immer und immer wieder sein Heil versuchen, bis sich der Wille festigt, bis er sich zu einer Stellungnahme entschließt, dafür oder dagegen. Darum ist die Arbeit im Weinberg des Herrn eine mühsame und doch Gott-wohlgefällige, denn Gott braucht auf Erden Vertreter Seiner Lehre, durch die Sein Wort weitergeleitet wird, weil Er Selbst Sich nicht offensichtlich äußern kann, um die Glaubens- und Willensfreiheit nicht zu beschneiden. Und darum steht Gott auch Seinen Diener auf Erden ständig zur Seite ....

Sie gehen keinen Weg ohne Seine Führung, sowie sie einmal sich Ihm zum Dienst angetragen haben. Sie sind niemals sich selbst überlassen, sondern jedes Wort, jedes Werk und jeder Gedanke wird von Ihm geleitet, sie stehen immer unter Seinem Schutz, wenngleich sie selbst auch gegen Widerstände anzukämpfen haben, um ihrer selbst willen, um selbst noch zu reifen an Kraft zum Widerstand. Denn Gott benötigt deren starken Willen, der Ihm allein gilt. Seine Diener müssen diesen starken Willen haben, ansonsten sie zur Arbeit für Ihn untauglich sind, weil ständig der Gegner von Gott am Werk ist, um die Arbeit für das Reich Gottes zu unterbinden oder zu zerstören. Widerstände werden daher dem Diener Gottes stets und ständig Seine Arbeit für das Reich Gottes erschweren, und nur der starke Wille hält dann stand; der willensstarke Mensch läßt sich nicht beirren, er nimmt immer wieder die Arbeit in Angriff, er fürchtet den Feind nicht, er ist ständig Gott zugewandt und kann daher auch ständig Seine Kraft entgegen (nehmen, d. Hg.). Und wer seinen starken, Gott zugewandten Willen Ihm zur Verfügung stellt, wer nur für Gott leben und streiten will, der wird immer Seiner Gnade und Seines Segens gewiß sein, und die schwierigen Lebensverhältnisse werden ihn nicht umwerfen können, denn er ist eine Stütze, ein Pfeiler auf Erden, der für das Reich Gottes so nötig ist, daß Gott Selbst ihn festigt und ihn vor dem Einsturz bewahrt. Er wird arbeiten können und Gottes Schutz ständig genießen, selbst wenn die Welt ihn hindern will, für das Reich Gottes tätig zu sein. Denn Sein Reich bleibt bestehen, das irdische Reich aber wird untergehen, und darum ist jede Arbeit gesegnet, die dem ewigen, unvergänglichen Reich gilt, und jeder Diener Gottes wird Macht und Kraft empfangen, um unablässig für Ihn tätig sein zu können ....

Amen


B.D. 3234                empfangen am  27.8.1944

Kraftquell ....

Schöpfungswerk Träger der Kraft ....

Als Sammelpunkte geistiger Energien müssen alle Schöpfungen angesehen werden, doch zum offensichtlichen Ausdruck kommen jene in den Schöpfungswerken, die Leben verraten, wo also eine ständige Tätigkeit diese Energien beweiset. An diesen Schöpfungen werden also Kräfte erkannt, die in ihnen wirken, jedoch der Ursprung der Kraft wird verschieden aufgefaßt .... und nicht selten völlig unabhängig von den Schöpfungswerken. Daß Gott Selbst der Kraftquell ist, von Dem alles Leben ausgeht, wird zumeist abgestritten .... sowie der Mensch nicht einfältig glauben kann. Es wird wohl eine Kraft anerkannt, diese jedoch als von sich selbst ausgehend und in sich selbst begründet hingestellt. Denn das Verstandesdenken rechnet nur mit Dingen, die nachweislich vorhanden sind, nicht aber mit solchen, deren Vorhandensein nicht bewiesen ist. Es ist dies ein Stadium geistiger Unkenntnis, wenngleich irdisch der Mensch als wissend gilt. Die Kraft, die jedem Lebewesen zugeht, ist vorerst deutlich erkennbar, da ohne diese das Wesen leblos wäre. Diese Kraft ist aber auch in jedem anderen Schöpfungswerk, ansonsten es, gleichwie die Umhüllung eines Lebewesens nach seinem Tode, sich langsam auflösen würde. Solange es aber besteht und den Augen der Menschen ersichtlich ist, ist es auch Träger geistiger Kraft, die notgedrungen irgendwo ihren Ausgang haben muß. Denn diese Kraft ist unzerstörbar .... sie kann wohl einem Gefäß zuströmen oder diesem entströmen, sie kann aber niemals sich in nichts verflüchten ....

Das Werden und Vergehen der Schöpfung zeugt nun offensichtlich von Zuströmen und Entströmen dieser Lebenskraft .... also muß die Kraft irgendwo ihren Ausgang haben. Und dieser Ausgang ist das Kraftzentrum, es ist Gott Selbst .... ganz gleich, welchen Begriff sich der Mensch von Gott macht. Wäre jedes Schöpfungswerk selbst Erzeuger der Kraft, die es belebt, so könnte das Schöpfungswerk nie und nimmer vergehen als solches, weil eine Kraft nicht aufhört zu sein ....

Also müßte auch der Mensch als solcher ewig unvergänglich sein, wenn er selbst, unabhängig von einem Kraftspender, aus sich heraus lebensfähig wäre. Denn da er während seines Lebens Träger einer Kraft ist, Kraft aber ewig unzerstörbar oder unlösbar ist, wäre er als Selbsterzeuger dieser Kraft schon als Mensch unsterblich ....

Entströmt die Kraft ihm aber, dann strömt sie vom Urquell zurück, oder es wird mit ihr ein neues Aufnahmegefäß gespeist, jedoch wieder vom Urquell aus ....

Ansonsten Tod und Geburt im menschlichen Dasein unmittelbar sich ablösen müßten, oder zumindest das Ableben des Menschen gleichzeitig die Geburt eines neuen Wesens bedingte. Immer muß ein Kraftquell anerkannt werden, von dem aus in einer gewissen Gesetzmäßigkeit die Kraft ausstrahlt und die jeweiligen Aufnahmegefäße speist. Und als Aufnahmegefäße muß alles betrachtet werden, was in der Schöpfung ersichtlich oder fühlbar ist. Ein jedes Schöpfungswerk ist Kraftträger, ein jedes Schöpfungswerk bezieht die Kraft aus dem Kraftzentrum und wird dadurch erst lebendig, d.h., es kann eine Tätigkeit verrichten, die ihm obliegt, eine Tätigkeit, die Daseinszweck ist und ständige Kraftzufuhr erfordert. Wie man nun den Kraftquell benennt, wie man ihn sich vorstellt, ist unwichtig, so er nur anerkannt wird und so die Abhängigkeit alles Geschaffenen von diesem Kraftquell erkannt wird. Dann wird der Mensch, der mit Verstandesdenken ausgestattet ist, auch die Zusammenhänge erfassen können, was er niemals kann, solange er selbst sich unabhängig wähnt von der ihn erhaltenden Kraft. Die Kraft bleibt immer und ewig, was sie ist, sie wandelt sich nicht, braucht sich nicht auf und verliert nicht an Wirksamkeit .... sie ist da und kann nicht von selbst vergehen ....

Und da ständiger Tod und ständiges Vergehen in der Schöpfung ersichtlich ist, muß dies ein Entströmen dieser Kraft zur Ursache haben .... also muß diese Kraft auch einstmals der Schöpfung zugeströmt sein .... der Quell aber anderswo zu suchen sein als in den geschaffenen Dingen selbst ....

Der Kraftquell aber ist von Ewigkeit und wird bleiben bis in alle Ewigkeit ....

Der Kraftquell ist Gott Selbst, ein Wesen, Das in höchster Vollkommenheit steht, voller Kraft, Macht, Liebe und Weisheit ist und diese Kraft unentwegt ausströmt auf alles von Seiner Liebe Geschaffene nach einem unübertrefflich weisheitsvollen Plan ....

Amen


B.D. 3235                empfangen am  27.8.1944

Einigung der Seele mit dem Geist ....

Es ist ein überaus bedeutsamer Vorgang, wenn die Seele des Menschen sich mit dem Geist in ihr vereinigt, denn dann ist gewissermaßen die Wendung eingetreten; das materielle Dasein ist überwunden, wenngleich der Mensch noch auf Erden weilt, und die geistige Welt ist vorherrschend für den letzten Teil seines Erdenwandels. Es kann nu