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Buch 41 - 42 NR. 3126 – 3275 empfangen von Bertha Dudde in der Zeit vom 21.5.1944 – 29.u.30.9.1944 Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<. Segen des Gebetes ....
(Der übrige Text der Kundgabe fehlt in der Handschrift.) .... nimmt durch das Gebet. Diesen nähert Sich Gott auch nicht, doch jenen ist Er wie ein liebender Vater, immer bereit, zu helfen und alle Nöte von dem Erdenkind abzuwenden, auf daß Seine Verheißungen in Erfüllung gehen: „Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken ....“ Die göttliche Liebe wird anerkannt durch jeden Bittruf, der zu Ihr dringt, und Sie wird daher auch den Menschen beistehen, die auf Seine Liebe vertrauen. Und es wird der Mensch viel erreichen bei Gott, der Ihm flehend seine Bitte vorträgt, denn Gottes Macht ist übergroß, und Seine Liebe läßt diese Macht zur Auswirkung kommen, so des Menschen Seele dadurch nicht gefährdet wird .... Amen
B.D. 3127 empfangen am 21.5.1944 Erfüllung jeder Bitte um Wahrheit auf Erden und im Jenseits .... Den Anlaß zu geistigen Belehrungen geben immer Fragen, die von Wahrheit-verlangenden Wesen gestellt werden, sei es im Jenseits oder auf Erden. Es geht diese Belehrung auch direkt durch gedankliche Übertragung den Fragenden zu, doch zur Bestätigung dessen vernimmt sie auch, der im Auftrag-Gottes-Sein Wort-verkünden-soll. Und er kann folglich die strittige Frage mit aller Klarheit beantworten, nicht als sein Geistesgut, sondern als von Gott empfangene Wahrheit. Denn die Welt wird viele Fragen aufwerfen, sie wird durch Einwände die Glaubwürdigkeit des Gotteswortes erschüttern wollen, sie wird durch irrige Auffassung auch Irrtum verbreiten und die Menschen in Zweifel stürzen. Es soll jeglicher Irrtum widerlegt werden, jegliche geistige Frage aufgeklärt und für die Wahrheit gestritten werden, was nur möglich ist unter Hinweis auf das Wort Gottes, das unverbildet den Menschen zugeleitet wird durch Gottes große Liebe von Ihm Selbst. Jeder wissenshungrige Mensch wird vollauf gesättigt werden, und jedes Licht-verlangende Wesen im Jenseits wird dem Licht zugeführt, so nur die geistige Tätigkeit damit verbunden ist, helfend und aufklärend auf die Unwissenden einzuwirken auf Erden und im Jenseits. Denn die geistige Not ist groß, auf Erden ist das rechte Wissen und die Erkenntnis nur sehr wenig zu finden, die gesamte Menschheit wandelt in der Finsternis, ihr mangelt jegliches Wissen um die reine Wahrheit, und darum ist auch der Kampf gegen Lüge und Irrtum schwer und oft erfolglos, weil den Menschen auch das Verlangen nach Wahrheit mangelt. Sowie aber dieses vorhanden ist, wird der Mensch auch eingeführt und ihm das rechte Wissen unterbreitet. Dieses aber erfordert, daß der Ihn-belehren-Sollende selbst in der Wahrheit steht, daß er durch innige Gottverbundenheit diese entgegennehmen kann, um sie weiterzuverbreiten. Und Gott segnet darum jeden, der sich für dieses Amt Ihm zur Verfügung stellt; Er gibt auf jede Frage Antwort, Er belehret unentwegt und lenket die Gedanken dessen recht, der lehrend tätig sein will. Und auch im Jenseits wird jede Bitte um Licht und Wissen erfüllt, denn auch dort sind unzählige Seelen zu erlösen aus ihrem finsteren Zustand, dem Zustand der Unkenntnis und dadurch auch völliger Kraftlosigkeit, so daß diese Wesen noch viel mehr auf die Unterstützung wissender Wesen angewiesen sind, weil sie sich allein nicht befreien können, weil ihnen nur durch Liebeswirken Erleichterung wird und dieses Liebeswirken wieder erst Wissen und Licht bedingt, das aber den Wesen zugeführt wird, die damit andere wieder beglücken und erlösen wollen. Gott ist die Wahrheit, und stets wird Sein Ziel sein, alles Geistige in die Wahrheit, in das rechte Erkennen zu leiten, und niemals wird eine Bitte um Wahrheit, um Wissen in der rechten Form, unerfüllt bleiben. Und ständig weiset Gott Seine Diener an, auf Erden und im Jenseits, die reine Wahrheit auszuteilen einem jeden, der danach verlangt und liebetätig sein will .... Amen
B.D. 3128 empfangen am 21.5.1944 Beweisführung .... Das geistige Wissen läßt sich niemals beweisen, sondern nur begründen, d.h., es
kann der Mensch logische Folgerungen daraus ziehen. Er kann also verstandesmäßig
auch diese Folgerung anerkennen, so er vorurteilsfrei dazu Stellung nimmt. Doch
Beweise lassen sich niemals dafür erbringen, weil es für die Erdenzeit nicht zuträglich
ist, daß der Mensch sich überzeugen kann von Dingen, die nicht den Körper, sondern
nur das Geistige im Körper betreffen. Dennoch kann der Mensch selbst voll überzeugt
sein davon, daß das geistige Wissen Wahrheit ist, er kann nur diese Überzeugung nicht
schulmäßig weitergeben, was aber der Fall wäre, so sich Beweise aufstellen ließen für die
Richtigkeit des geistigen Wissens. Und darum kann niemals ein solches Wissen gelehrt
werden .... also es kann nicht übertragen werden auf verstandesmäßigem Wege, sondern immer ist ein Gott-gefälliger Lebenswandel Bedingung, daß jenes Wissen empfangen und auch verstanden werden kann .... Amen
B.D. 3129 empfangen am 22.5.1944 Viele sind berufen, wenige auserwählt .... Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt .... Amen
B.D. 3130 empfangen am 23.5.1944 Heilighaltung des Namens Jesu .... Voller Liebe und Andacht sollt ihr den Namen Jesu aussprechen, er soll euch das Heiligste sein, ihr sollt ihn im Herzen tragen, er soll euch der Stern sein, der in dunkler
Nacht leuchtet, und die Sonne, die hell erstrahlt und euch das Leben gibt. Und diesen
heiligsten Namen sollt ihr nicht verspotten lassen, sondern denen entgegentreten, die es
tun, und sie ermahnen, abzulassen, auf daß sie nicht ewig verlorengehen .... Amen
B.D. 3131 empfangen am 24.5.1944 Gott spricht durch die Naturgewalten .... Seid furchtlos und verzaget nicht, denn Der aus den Wolken zu euch spricht, Der
kennet die Seinen, und Seine Liebe behütet euch. Der Tag ist nicht mehr fern, der einen
Aufruhr bringen wird und Stunden, die kein Mensch vergessen wird. Gott zeigt Sich in
ganzer Macht, und Seine Stimme ertönet gewaltig und ist nicht zu überhören. Noch
einmal warnet Er die Menschen zuvor, indem Er Sich ankündigt durch ungewöhnliche
Finsternis, Er gibt den Seinen dadurch ein Zeichen, sich zu sammeln im Gebet und um
Kraft zu bitten, denn innige Gottverbundenheit sichert ihnen die Zufuhr dieser Kraft.
Doch schon ein Gedanke genügt, der aus dem Herzen kommend zu Ihm emporgesandt
wird. Er will aber auch der gesamten Menschheit noch die Möglichkeit geben, zu Ihm
zu flüchten, Ihn zu erkennen und einen Wandel in der Lebensführung zu geloben. Er
gibt ihnen Gelegenheit zur Willensänderung, doch nur wenige nützen sie. Und es wird
dieser Tag wenig vorbereitete Menschen finden, es werden die meisten nur eine seltene
Naturerscheinung annehmen, die sich bald wieder verziehen wird. Und darum ertönet
die Stimme Gottes nun gewaltiger, und alle Naturelemente gehorchen dieser Stimme
und entfesseln sich. Und Gott spricht durch die Naturgewalten zu den Menschen, aber
nur die wenigsten hören auf Ihn, und voller Entsetzen werden sie das Geschehen verfolgen, um ihr Leben bangen und sich zu retten versuchen. Und wie es Gott in Seiner Weisheit bestimmt hat, so ist das Ende dieses Naturgeschehens .... überleben werden es,
denen noch die Gnadenzeit gegeben ist, sich zu wandeln; und das irdische Leben verlieren werden unzählige Menschen, die Gottes Barmherzigkeit abruft .... Amen
B.D. 3132 empfangen am 25.5.1944 Bedingung zur Wahrheit - Weg zu Gott .... Es gehen nur wenige Menschen den geraden Weg, um zur Wahrheit zu gelangen, den
direkten Weg zu Gott, Der ihnen unumschränkt diese bietet. Die Menschen werden
nicht im Sinne des Wortes klein und demütig und beugen sich vor Ihm in der Erkenntnis ihrer eigenen Unzulänglichkeit und Schwäche. Ihren Verstand schätzen sie zu hoch
ein und ebenso ihre eigene Kraft. Und also glauben sie, durch Forschen und Grübeln
sich die Wahrheit aneignen zu können. Doch eines vergessen sie, daß geistige Wahrheiten nur von Gott Selbst ausgeteilt werden, daß sich diese kein Mensch nehmen kann,
sondern sie ihm gegeben werden müssen, und daß der Geber der Wahrheit die bedenket, die gleich bittenden Kindern zu Ihm kommen und im Gefühl geistiger Armut Ihn
um Seine Gnadengabe bitten. Ringen und beten soll der Mensch .... ringen gegen den
Feind seiner Seele, der ihm durch Zuführung von Irrtum, durch Besitznahme seines
Denkens unfähig machen will, Gott zu erkennen, also dieses Ringen einen verstärkten
Willen erfordert .... und beten um Kraft, Gnade und Wahrheit. Die Gnadengabe, die
Gott zur Erde leitet, klärt den Menschen vollständig darüber auf, so daß er nur den ihm
(vorgeschriebenen) gewiesenen Weg zu gehen braucht, um in die Wahrheit eingeführt zu
werden. Und ob auch die Menschen in verschiedenster Weise dazuzugelangen suchen,
sie müssen diesen einen Weg betreten .... den Weg zu Gott, ansonsten sie niemals in das
tiefe Wissen eindringen können, wenngleich ihnen verstandesmäßig ein Wissen durch
Mitmenschen erschlossen wird. Es wird erst Leben gewinnen, so sein Geist von Gott
erleuchtet wird und dies das demütige Gebet darum voraussetzt. Also muß als erstes
der Glaube vorhanden sein an ein Wesen, Das als Geber der Wahrheit Sich mit dem
Menschen verbindet, so dieser eine Verbindung mit Ihm anstrebt. Der Glaube an dieses
Wesen ist Voraussetzung, um eingeführt werden zu können in die Wahrheit. Ist aber
dieser Glaube nicht vorhanden, dann wird der Verstand nur in negativer Weise tätig
sein, d.h., er wird Schlüsse ziehen, die von der Wahrheit abweichen, weil er dann ein
willkommenes Objekt ist für die Kräfte der Finsternis, die es sich nun angelegen sein
lassen, seine Gedanken zu verwirren. Gott kann Sich nur äußern, wo Er anerkannt
wird .... das Anerkennen aber ist Glaube .... Amen
B.D. 3133 empfangen am 25.u.26.5.1944 Irdische oder geistige Kraftäußerung .... Vollgläubig dürfet ihr eine jede Kundgabe entgegennehmen, denn sie (sind) ist reinste Wahrheit, weil Gott Selbst sie euch zuleitet. Und so euch etwas unverständlich
erscheint, so unterbreitet es Ihm, Der euch nicht ohne Antwort lassen wird. Und Seine
geistigen Hilfskräfte sind stets bereit, euch aufzuklären, wo noch Dunkel in euch ist,
denn Gottes Wille ist, euch wissend zu machen, und Gottes Wille wird von jenen Lichtwesen stets erfüllt .... Amen
B.D. 3134 empfangen am 27.5.1944 Das Licht im Dunkel der Nacht .... Vereinigt euch im Geist mit Mir, und nehmet Meinen Segen hin .... Und dann wird die Finsternis weichen, das Licht wird sie verdrängen, Ich Selbst werde
hervortreten in aller Glorie, und Ich werde um Mich versammeln, die im Licht stehen .... Amen
B.D. 3135 empfangen am 27.u.28.5.1944 Gnaden der Endzeit .... Gnädig wird Gott denen sein, die noch zur Zeit ihr Unrecht erkennen und Abstand
nehmen davon, doch ohne Erbarmen die schwerste Strafe verhängt werden über die,
deren Härte nicht weicht, die auch mit ihren Mitmenschen kein Erbarmen haben und
also sich selbst durch ihre Lieblosigkeit richten. Und es wird die kommende Zeit Zeugnis geben von der Verworfenheit der Menschen, es werden die undenklichsten Mittel
ersonnen werden, die alle der Vernichtung dienen sollen; und es werden sich die Menschen nicht scheuen, ihre Pläne zur Ausführung zu bringen unter Anwendung dieser
Mittel, und die Bedrückung der Menschen wird zunehmen. Und für alles müssen sich
die Anstifter verantworten und auch alle, die ihnen zustimmen und sie in ihren Plänen
unterstützen. Denn Gott ist gerecht, und Er urteilet nach Gedanken, Worten und Werken .... Dieser Abschnitt der Entwicklung war für die Menschheit ganz besonders gnaden-reich, und er hätte auch völlig genügen können, daß ihr Erlösung wurde. Noch bis zum Ende steht Gott den Menschen bei mit außergewöhnlichen Gnadengaben, doch sie werden zumeist unbeachtet gelassen, wie überhaupt nichts mehr beachtet wird, was mit Gott oder ihrem eigenen Seelenheil zusammenhängt. Und darum ist ein längeres Verweilen auf dieser Erde unangebracht, d.h., es ist nur dem Körper Erfolg eintragend, nicht aber der Seele, die unvergänglich ist. Und darum wird der Seele jede weitere Erdenmöglichkeit genommen, ihr aber noch eine Fortentwicklung im Jenseits zugesichert, so sie im Jenseits nicht ebenso ablehnend dem Wort Gottes gegenübersteht. Vorausgesetzt, daß sie noch vor dem letzten Gericht, vor dem Ende dieser Erde das leibliche Leben verliert und aufgenommen wird in das jenseitige Reich. Es ist auch der Tod zuvor noch eine besondere Gnade für den Menschen, so er sich nicht auf der Erde entschieden hat. Er findet dann im Jenseits noch reichlich Gelegenheit, hilfsbereit zu sein und in Liebe zu dienen, und kann dadurch doch noch die unterbrochene Entwicklung fortsetzen, ja sie sogar noch beginnen, wenn sein Widerstand nicht zu groß ist, so er den Seelen, die ihm helfen wollen, kein Gehör schenkt. Denn dann kann er auch noch in seiner Rückentwicklung fortfahren und zur festesten Materie wieder zurückkehren, und dann muß auch er noch den langen Erdenweg zurücklegen, bis er sich wieder verkörpern kann als Mensch. Der Gnaden also hat Gott noch viele bereit, ehe er die alte Erde vergehen läßt, doch den freien Willen der Menschen zwingt Er nicht, und wie sie sich Seiner Gnade öffnen, so ziehen sie selbst auch Nutzen für ihre Seelen .... leer und kraftlos können sie verbleiben auf Erden sowohl als auch im Jenseits, so sie alle Gnaden außer acht lassen und sich ihnen verschließen, oder auch unglaublich schnell noch zur Höhe (sich, d. Hg.) entwickeln, sowie sie durch ihren Willen jede Gnadengabe auf sich wirken lassen und dadurch Kraft in hohem Maß zugeführt bekommen. Denn Gott ist überaus gnädig und barmherzig, aber auch gerecht, und Er bedenket die Menschen nach ihrem Willen .... Amen
B.D. 3136 empfangen am 28.5.1944 Zuleiten der Wahrheit durch einen Mittler .... Groß ist die Not auf Erden, weil Lüge und Irrtum herrscht, und sollen die Menschen
nicht dem Untergang entgegengehen, so müssen sie in die Wahrheit geleitet werden,
denn die Wahrheit allein kann ihnen wieder zum Aufstieg verhelfen. Verstandesmäßig
aber können die Menschen nicht mehr die Wahrheit erkennen, denn ihnen mangelt
ihres verkehrten Lebenswandels wegen die Fähigkeit dazu, sie wissen Lüge und Irrtum
nicht von der Wahrheit zu unterscheiden. Sie haben kein Urteilsvermögen, und daher
ist jede Prüfung erfolglos, solange sie diese nur verstandesmäßig vornehmen. Es ist
aber die reine Wahrheit unbedingt nötig, um den derzeitigen Zustand auf der Erde zu
wandeln, um die geistige wie die irdische Not zu beheben und um die Menschen wieder
Gott näherzuführen. Und darum erbarmet Gott Sich ihrer, und Seine Liebe suchet
ihnen zu helfen. Er sieht von der Verworfenheit der Menschheit ab, und Er leitet die
Wahrheit zur Erde, trotzdem die Menschen kein Verlangen danach haben und also
unfähig sind, solche zu empfangen .... Es ist Sein Wort, das Er den Menschen vermittelt, indem Er Seinen Geist ausgießet über
ein williges Erdenkind, das Ihm zu dienen bereit ist und seinen Mitmenschen helfen
will .... Amen
B.D. 3137 empfangen am 29.5.1944 Recht genützte Verstandestätigkeit .... Die Gabe des Verstandes recht zu gebrauchen ist unbedingt nötig zur Höherentwicklung der Seele; denn dazu ward dem Menschen der Verstand, daß er alles, was um
ihn ist und geschieht, gedanklich verarbeitet und er dadurch Schlüsse zieht, die ihn nun
bewußt das Ewig-Göttliche suchen lassen. Es muß durch den Verstand der freie Wille in
ihm tätig werden, denn etwas wollen wird der Mensch erst dann, wenn sein Verstand
ihm den Nutzen dieses Wollens vorgestellt hat, also wird der Wille immer erst die Folge
des Denkens sein .... Amen
B.D. 3138 empfangen am 29.5.1944 Geistige Not .... Noch erkennen die Menschen nicht, wohin sie treiben, denn ihre Gedanken sind zu sehr auf das irdische Geschehen gerichtet, als daß sie ihres geistigen Zustandes achteten. Sie bangen um ihr irdisches Leben und um den Verlust irdischer Güter. Ihr Seelenheil aber ist ihnen gleichgültig, weil sie ein solches in Abrede stellen und sich auch nicht belehren lassen. Und auch der göttliche Eingriff wird sie nicht anders denken lehren, denn auch diesen werden sie sich irdisch zu erklären suchen und niemals ihre Glaubenslosigkeit als indirekte Ursache gelten lassen. Und darum hat die Not auf Erden ein solches Ausmaß angenommen, es gibt keinen Menschen, der sie nicht zu spüren bekommt, und auch der Gläubige wird davon nicht unberührt bleiben, soll doch seine Einstellung dazu die Mitmenschen bewegen, sich seinem Glauben anzuschließen, der den Menschen Kraft gibt, alles zu ertragen, was Gott über ihn kommen läßt. Dieser Glaube mangelt den Menschen, und folglich sehen sie auch in der irdischen Not keine geistige Ursache, und folglich beheben sie diese Not nicht durch Änderung ihres Lebens, durch einen Lebenswandel, der ganz im Willen Gottes ist. Es kann ihnen aber nicht anders geholfen werden, als daß Leid und Trübsal ihr ständiger Begleiter ist, bis sie sich von der Erde und allem, was die Erde betrifft, gelöst haben, bis sie an ihr Verhältnis zu dem Schöpfer des Himmels und der Erde denken und aus freiem Willen dieses Verhältnis zu bessern suchen, dann erst wird ihnen die irdische Materie gleichgültig, der Tod steht ihnen täglich vor Augen, und nun erst erkennen sie, daß ihr Leben einen anderen Sinn haben muß, und sie suchen diesen Sinn zu ergründen, sie ziehen sich selbst zur Rechenschaft und fragen sich ernstlich, ob und wie sie die göttlichen Gebote erfüllt haben, denn sowie sie einmal glauben an eine Macht, vor Der sie sich dereinst verantworten müssen, erkennen sie auch die Gebote Gottes an, und es wird dieser Glaube nun in ihnen lebendig, er treibt sie an zu inneren Wandlungen und auch zu eifriger Betätigung an denen, die noch völlig irdisch denken und keine Anstalten machen, sich zu wandeln. Doch nicht immer werden sie Erfolg haben. Wo das Verlangen nach irdischen Gütern zu stark ist, dort steht der Mensch jedem geistigen Gedanken fern, ihn interessiert nur das Weltgeschehen, er leidet unsagbar unter diesem, doch immer nur aus weltlichen Gründen, niemals gedenkt er der Seelennot derer, die hart betroffen werden, eben weil ihre Seelen in großer Not sind. Denn die göttliche Liebe will sie noch erretten, bevor es zu spät ist, Er will, daß sie noch zur Erkenntnis kommen, und läßt daher die Erde durch äußere Trübsal gehen, auf daß noch einige wenige gerettet werden, deren Herzen noch nicht ganz verhärtet sind .... Amen
B.D. 3139 empfangen am 30.5.1944 Zeremonien und Äußerlichkeiten hinderlich .... Es ist ein nur geistiger Vorgang, wenn sich die Seele des Menschen mit ihrem Geist vereint, und darum braucht dieser Vorgang in keiner Weise äußerlich gekennzeichnet werden durch Gebärden oder zeremonielle Handlungen. Sowie die Seele den Zusammenschluß sucht mit dem geistigen Reich, sowie sie sich mit Gott im Gebet verbindet oder sie mit den Lichtwesen in Fühlung zu treten sucht durch Gedanken, die sie in das geistige Reich sendet, löst sie sich aus der irdischen Umgebung, sie schenkt dem Körper keine Beachtung mehr und macht sich also frei von allem Irdischen, weil dieses hinderlich ist an einer innigen Verbindung. Und so muß auch jede äußere Handlung, jede Zeremonie, als ein Hindernis betrachtet werden, das die innige Verbindung mit Gott oder der geistigen Welt beeinträchtigt. Denn sowie sie rein mechanisch ausgeführt wird, ist sie wertlos und unnötig, ist aber der Gedanke des Menschen dabei, dann verliert die geistige Verbindung an Tiefe. Es mag der Wille dabei gut sein, doch es verringert der Mensch selbst die Kraftzufuhr, die ihm aus dieser Verbindung erwächst. Geistiges verträgt keine irdischen Hemmungen, d.h.,entsprechend sind die geistigen Auswirkungen. Es braucht der Mensch niemals nach außen kenntlich zu machen, daß er die geistige Verbindung herstellt; es genügt, daß der Mitmensch um sein Streben weiß und ihm nachzufolgen sucht wieder in der Weise, daß er in aller Stille in sich geht und mit Gott oder den geistigen Wesen Zwiesprache hält. Denn er muß wissen, daß die geistige Welt nur an geistigen Handlungen Gefallen findet, daß selbst die körperliche Zeremonie des Niederkniens für die geistige Welt bedeutungslos ist, weil nicht das Zeichen der Demut vor Gott, sondern die Demut selbst Sein Wohlgefallen findet und dem Menschen auch Seine Gnade einträgt. Gott aber benötigt keinen äußerlichen Beweis, sondern Er sieht in das Herz, und es lassen oftmals die äußeren Handlungen das innere Leben vermissen; die Menschen selbst aber lassen sich oft an diesen Zeremonien genügen und haben diese lediglich für den Mitmenschen vollzogen, was keinerlei geistigen Vorteil der Seele einträgt. Und darum soll sich der Mensch stets bemühen, sich vollständig zu lösen von irdischen Gebräuchen und Formen, er soll jede freie Minute nützen, den innigen Kontakt herzustellen mit der geistigen Welt, er soll die irdische Welt außerhalb lassen und nichts von ihr hinübernehmen, sondern nur die Seele soll schweifen in das geistige Reich, auf daß ihr durch diese Vereinigung göttliche Gnadengabe zuströmen kann zu jeder Zeit .... Amen
B.D. 3140 empfangen am 30.5.1944 Weisheit ist geistiges Wissen .... Weisheit ist geistiges Wissen, das voll und ganz der Wahrheit entspricht. Weisheit ist
ein Wissen, das, in seiner ganzen Tiefe erschöpft, die Menschen unsagbar beglückt; sie
ist ein Wissen, das nimmermehr widerlegt werden kann, denn der Weisheit hält kein
Gegenwissen stand. Und darum muß die Weisheit göttlichen Ursprungs sein, weil nur
von Gott allein etwas ausgehen kann, was vollkommen ist und daher nicht bemängelt
werden kann. Gott allein kann ein Wissen austeilen, das diesen Anspruch auf Vollkommenheit hat, weil Sein Wesen Selbst Weisheit ist. Menschliches Wissen aber wird immer
ein Streitobjekt sein und auch bleiben, denn es wird niemals unantastbar sein, sondern
es wird sich ändern, wie sich die Menschen ändern, die das Wissen verstandesmäßig
erworben haben. Der Mensch glaubt sich wissend, sowie er seine Forschungen auf
einem Gebiete abgeschlossen hat; ob es aber nun das rechte Wissen ist, das der Wahrheit entspricht, ist nicht bewiesen. Irdischerseits kann für weltliches Wissen auch der
Beweis gefordert und erbracht werden, dann ist es nicht grundlos, und der Mensch
glaubt nun auch mit Recht, wissend zu sein .... Amen
B.D. 3141 empfangen am 31.5.1944 Bekennen vor der Welt .... Das ist der Wille Gottes, daß alle, die sich zu Ihm bekennen im Herzen, auch vor der Welt dies tun, daß sie sich nicht fürchten, sich offen als Seine Anhänger hinzustellen, die auch durch Drohungen sich nicht einschüchtern lassen, sondern Ihm treu bleiben. Denn es wird offener Entscheid gefordert werden, und es sollen die Gläubigen sich aus ihrem Glauben die Kraft holen, standzuhalten. Und darum gibt Gott ihnen zuvor Seine Verheißungen, Er leitet Sein Wort zur Erde, um den Glauben derer zu stärken, die Sein Wort annehmen als Sendung von oben. Er sichert ihnen Seinen Schutz zu, wenn die Welt gegen die Gläubigen sich stellen wird, und Er weiset sie auf die kommende Zeit hin, um die Menschen vorzubereiten, die auf Seine Stimme hören. Von ihnen aber fordert Er, daß sie Ihn nicht verraten und verleugnen, wenn die Stunde der Entscheidung gekommen ist, wenn die Ungläubigen ihre Macht nützen, um gegen die Gläubigen vorzugehen, wenn sie die Hingabe alles dessen fordern, was geistiges Eigentum der Menschen ist .... die Hingabe des Glaubens an Jesus Christus, den göttlichen Erlöser. Dann sollen die Menschen sich widersetzen dieser Forderung, sie sollen laut und furchtlos bekennen, auf wessen Seite sie stehen, sie sollen für ihren Glauben kämpfen, indem sie furchtlos reden, sowie von ihnen der Entscheid gefordert wird. Sie werden zwar auf Verständnislosigkeit stoßen bei den Weltmenschen, und es werden ihre Ausführungen verlacht und verhöhnt werden, doch dies soll die Gläubigen nicht wankend machen, es soll vielmehr ihren Bekennermut steigern, so daß sie die Kraft des Glaubens erproben, wo sich die Gelegenheit dazu bietet. Denn die Ungläubigen werden sie gewissermaßen herausfordern, die Wirksamkeit ihres Glaubens zu beweisen, und um der Seelen willen, die sich noch gewinnen lassen, sollen die Gläubigen nicht zögern, ihnen den Beweis zu erbringen. Denn sowie sie selbst tief gläubig sind, wird es ihnen auch nicht an Kraft mangeln. Sie werden Dinge vollbringen, die deutlich das Wirken Gottes beweisen, weil Er Selbst durch die Gläubigen nun Sich äußert. Und Er will dies also, daß die Menschen für Ihn und Seinen Namen eintreten, denn nur dadurch ist es möglich, die Ungläubigen zu überzeugen, die noch nicht ganz Gott abgewandten Willens sind. Es ist dies eine besondere Gnade, daß Gott ihnen noch zu Hilfe kommt in ihrem Unvermögen, zum Glauben zu gelangen, die aber das Mitwirken der Menschen bedingt, auf daß die Ungläubigen nicht zwangsweise gläubig werden, sondern völlig frei sich entscheiden können. Und darum fordert Gott von den Menschen das Bekennen vor der Welt, auf daß die Kraft des Glaubens sichtbar in Erscheinung treten und den Menschen die letzte Möglichkeit geboten werden kann, Gott zu erkennen und Seine Kraft und Macht .... Amen
B.D. 3142 empfangen am 1.6.1944 Gesetzgeber .... Das Gesetz, das die Liebe Gottes gegeben hat und dem die göttliche Weisheit zugrunde gelegt ist, muß auch Liebe und Weisheit erkennen lassen. Es muß der Gesetzgeber etwas erreichen wollen, das Seinen Schöpfungswerken zum Segen gereicht, weil Er sie liebt; Er muß in weisester Erkenntnis der Mängel dieser Schöpfungen die göttliche Ordnung so bestimmt haben, daß diese Mängel behoben werden, sowie das Geschöpf diese Ordnung beachtet. Es gilt letzteres für das Stadium, da das Wesenhafte sich als Mensch verkörpert, weil in den Vorstadien das Wesenhafte in der Schöpfung nicht anders kann, als diese Ordnung aufrechtzuerhalten, da es sich im Mußzustand befindet, in einem Zustand, wo sein Wille gebunden ist und das Wesen gelenkt wird vom Willen Gottes, also das göttliche Gesetz erfüllen muß. Im letzten Stadium aber ist das Wesenhafte fähig, sowohl die Liebe als auch die Weisheit Gottes zu erkennen, es ist fähig, sowohl in der göttlichen Ordnung zu leben als auch dagegen zu verstoßen. Es besitzt aber auch die Fähigkeit, verstandesmäßig sowohl die Liebe als auch die Weisheit Gottes zu erkennen, weshalb es ihm leichtfallen kann, in der göttlichen Ordnung zu verbleiben.Nützt es aber die Gaben des Verstandes nicht, indem es das Walten und Wirken Gottes unbeachtet läßt, dann wird ihm weder die göttliche Liebe noch die göttliche Weisheit ersichtlich, und dann bemüht es sich auch nicht, die Gesetze zu erfüllen, wie es ihm während seines Erdenwandels als Aufgabe gesetzt ist. Dann verstößt es gegen jenes und kann verständlicherweise nicht das Ziel erreichen, vollkommen zu werden und von Gott mit der ewigen Seligkeit bedacht zu werden. Denn die Liebe und die Weisheit Gottes wählet wahrlich das rechte Mittel .... und sind dies die Schöpfungen, denen die göttlichen Gesetze zugrunde liegen. Jedes Anpassen dieser göttlichen Ordnung von seiten des Menschen muß diesen vervollkommnen, während ein Verstoß gegen sie unweigerlich einen geistigen Rückschritt oder Stillstand bedeutet je nach der Weise dieses Verstoßes. Denn es vergeht sich dann der Mensch gegen die Liebe, und er achtet die Weisheit Gottes nicht, und für das Wesenhafte bedeutet dies ein erneutes Auflehnen gegen Gott im Stadium des freien Willens, das ihm gegeben wurde, um sich der ewigen Gottheit endgültig anzuschließen. Jedes Wort, jeder Gedanke und jede Handlung muß daher der göttlichen Ordnung angepaßt sein, was soviel heißt, als daß sie gleichfalls in der Liebe ihren Ursprung haben und stets die Weisheit Gottes anerkennen, ansonsten sie der göttlichen Ordnung zuwidergerichtet wären. Es muß sich das ganze Erdenleben abwickeln der göttlichen Ordnung gemäß, dann wird das Wesenhafte am Ende des Erdenlebens sowohl die übergroße Liebe Gottes wie auch Seine unübertreffliche Weisheit klar erkennen, die ihm zu ungekannten Herrlichkeiten verhelfen wollte und darum ein ewiges Gesetz gab, dessen Erfüllung ihm jene Herrlichkeiten einträgt. Dieses Gesetz ist leicht zu erfüllen von den als Mensch verkörperten Wesenheiten, so dieser sich selbst zur Liebe gestaltet, dann empfindet er nichts als Zwang, sondern nur als vorgezeichneten Weg zur Seligkeit. Dagegen wird der lieblose Mensch jede Forderung Gottes als ihn bedrückend und in seiner Freiheit beschränkend empfinden und sich dem Erfüllen jener Gesetze entziehen, er wird sich angetrieben fühlen, gegen die göttliche Ordnung zu verstoßen, er wird weder Weisheit noch Liebe darin sehen und sich ständig dagegen auflehnen, weshalb er das letzte Ziel auch nimmermehr erreichen kann, denn Gott geht von Seinen Forderungen nicht ab, die sich zwar nur auf das letzte Stadium der Verkörperung erstrecken, während in den Vorstadien nicht von Forderungen gesprochen werden kann, sondern der Wille Gottes, Seine Gesetzgebung, alle Geschöpfe beherrscht, also das Wesenhafte nicht anders kann, als dieser göttlichen Ordnung gemäß zu leben, und somit das göttliche Gesetz im Mußzustand erfüllt. Und es wird in diesen Vorstadien sich nichts Geschöpfliches auflehnen gegen die göttliche Ordnung, denn es hat zuvor seinen Willen bekundet, ehe ihm die jeweilige Verkörperung wurde. Als Mensch aber ist seinem Willen erneut Freiheit gegeben, und die Gegenkraft Gottes sucht ihn wieder für sich zu gewinnen. Also stellt die Gegenkraft Gottes dem Menschen die göttliche Ordnung als Zwang hin, dem er entfliehen zu suchen soll. Gott aber hat ihm den Verstand gegeben, durch den der Mensch die Liebe und Weisheit Gottes beachten und dadurch den Glauben an Gott gewinnen kann. Der Glaube aber trägt ihm auch die Kraft ein, in der göttlichen Ordnung zu leben, er trägt ihm die Kraft ein, selbst liebetätig zu sein und das Gesetz nicht mehr als Zwang, sondern als ein in Liebe und Weisheit angewandtes Mittel zur Gewinnung der ewigen Seligkeit anzusehen, und es wird ihm nun leicht sein, dieses Gesetz zu erfüllen. Und darum muß sich der Mensch auch verantworten, so er den Vorstellungen des Gegners Gehör schenkt, weil er seinen Verstand gebrauchen kann und er diese Gabe nicht nützet, ansonsten er die Haltlosigkeit, das Irrige jener Vorstellungen erkennen müßte. Doch der Wille des Menschen ist frei, und weder die Liebe noch die Weisheit Gottes zwingt die Menschen zum Erkennen, wenn der Wille Ihm nicht geneigt ist .... Amen
B.D. 3143 empfangen am 1.6.1944 Gottes Eingriff .... Je mehr sich die Welt im Irrtum verstrickt, desto mehr entfernt sie sich von Gott und
desto liebloser ist das Handeln und Denken der Menschen, die der Welt zugewandt
sind. Und die vermehrte Lieblosigkeit treibt auch die Menschen zu Handlungen an, die
alles bisher Geschehene übertreffen, und so ziehen die Menschen selbst den Eingriff
Gottes heran. Die Menschen erkennen nicht mehr das Unrecht dessen, was sie tun. Das
Weltgeschehen wird in eine Bahn gelenkt, daß sich irdisch kein Ausweg mehr finden
läßt, das Denken der Menschen ist falsch und von der Wahrheit gänzlich entfernt, das
Gute wird verfolgt, das Böse geachtet und so die göttliche Ordnung umgestoßen, was
einen völligen Verfall zur Folge haben muß.Und so rückt der Tag immer näher, der dem
Chaos ein Ende macht, denn der Zustand ist so verderben-bringend für die Menschheit, daß ihm von Gott ein Ende gesetzt ist. Und dieses Ende steht nahe bevor, das Ende
des Wütens der Menschen gegeneinander, das Ende des Völkerringens, das die Zustimmung Gottes niemals finden konnte, weil es ein Kampf um die Macht ist, dem keine
edlen Motive zugrunde liegen. Haß und Lieblosigkeit der Menschen haben ihn heraufbeschworen, doch diese haben nichts gelernt in diesem Kampf; sie sind liebloser denn
je geworden, und ihr Haß hat sich vertieft und bringt Schandtaten zuwege, die nicht
mehr schlimmer ausgeführt werden können. Und Gott wird diesem Treiben ein Ende
machen in einer Weise, daß Er daran erkannt werden soll .... Amen
B.D. 3144 empfangen am 2.6.1944 Ungeschriebenes Gesetz .... Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, daß die Menschen einander beistehen sollen, daß
der Starke dem Schwachen hilft, daß Not und Elend gelindert werde und jeder austeile,
was er besitzt, so es dem anderen mangelt. Und dieses ungeschriebene Gesetz wird
nicht mehr befolgt, weil es nicht durch irdische Macht sanktioniert ist. Die Menschen
erfüllen nur noch, was zwangsweise von ihnen gefordert wird, und es ist dies kein Werk
der Nächstenliebe, wenngleich es Liebeswirken vorstellen soll. Nur was der Mensch aus
innerstem Antrieb, aus dem Gefühl tiefster Liebe und Erbarmung zum Mitmenschen
tut, kann als ein Werk der Nächstenliebe angesehen werden von Gott. Doch dieser
innere Antrieb fehlt den Menschen, weil sie die Liebe nicht mehr kennen. Und ob auch
von ihnen gefordert wird, sich einzusetzen für den Mitmenschen, so sind dies doch
Werke, denen das rechte Leitmotiv fehlt .... Amen
B.D. 3145 empfangen am 2.6.1944 Leid und Trübsal Hilfsmittel Gottes .... Es muß das irdische Erleben euch Menschen zur geistigen Reife verhelfen, dann ist der Erdenlebenszweck erfüllt. Und darum kann das Leben nicht ohne Enttäuschungen und Leiden vorübergehen, denn nur diese tragen dazu bei, daß der Mensch seine Gedanken abwendet vom Irdischen, während ein sorgenloses, frohes Erdendasein den Menschen nur fester an die Welt kettet und jeden Gedanken in Anspruch nimmt und sich nun schwerlich Gott zuwendet. Kein Geschehen ist darum umsonst, mag es Freude oder Leid bringen für den Menschen, und sowie er aus allem den rechten Nutzen zieht, also Förderung für seine Seele, wird er einst voller Dankbarkeit zurückblicken auf die Hilfsmittel, die Gott anwandte, um ihm zu verhelfen zur ewigen Seligkeit. Wie sich irdisch ein Geschehen auswirkt, ist im Hinblick auf die seelische Entwicklung unwichtig, denn nur der Seele wegen ist dem Menschen das Erdenleben geschenkt worden, weil die Seele unvergänglich ist, während das irdische Leben nicht von Ewigkeitsdauer ist und darum auch nicht wichtig zu nehmen ist. Hat ein irdisches Erlebnis aber Einfluß auf die Seele und deren Entwicklung, so ist es immer gut, wenngleich es dem Menschen Leid und Trübsal bringt, denn auch dieses geht vorüber, die Seele aber schreitet ständig aufwärts und erkennt einst dankbar an, daß sie ohne Leid und Trübsal nicht hätte reifen können. Und so ist das Erdenleben eine Kette von solchen Hilfsmitteln, die alle von Gottes Weisheit und Liebe dem Menschen zugewendet werden und zur Entwicklung dienen, so er sich nicht dagegen auflehnt und unwillig und murrend diese Lasten auf sich nimmt. Es soll der Mensch stets davon überzeugt sein, daß nichts über ihn kommt ohne den Willen Gottes oder Seine Zulassung und daß jedes Geschehen ihm Segen bringen kann, dann wird er auch ergeben das Schwere entgegennehmen, er wird sein Erdendasein als Mittel zum Zweck ansehen, als ein Weg zur Vollendung, der nicht nur nützlich, sondern notwendig ist. Er wird aus jedem Erleben einen Vorteil ziehen für seine Seele, denn er wird alles, was über ihn kommt, als von Gott gesandt erkennen. Er wird auch dann sein Leben bewußt leben und ernstlich nachdenken, wie jede Prüfung, jedes irdische Geschehen, seiner Seele nützen kann, und er wird reifen in der Erkenntnis, er wird sich selbst erziehen zur Geduld und Ergebung in Gottes Willen, er wird sich läutern durch Leiden und Entsagungen aller Art und sich also formen nach Gottes Willen, sowie er sich klaglos in alles fügt, was ihm im Erdenleben beschieden ist. Dann ist kein Tag auf Erden vergeblich gelebt, er nützet seine letzte Verkörperung auf Erden, und sein Seelenzustand muß reifen, ein geistiger Fortschritt muß ihm sicher sein, wenngleich er auf Erden schwer zu kämpfen hat. Denn es ist das Erdenleben eine Schule, die allen Menschen Seelenreife eintragen soll .... es ist die Erde ein Ort der Läuterung. Und Erfolge wird der Mensch nur dann zu verzeichnen haben, wenn er an Widerständen aller Art seinen Willen und seine Kraft erprobt und dadurch stärker wird, jegliche Versuchungen, die an ihn herantreten während seines Erdenlebens, zu überwinden .... Amen
B.D. 3146 empfangen am 3.6.1944 Ablehnen des göttlichen Wortes .... Die krasse Ablehnung Meines Wortes beweist einen noch bedeutenden geistigen
Tiefstand, einen Mangel an Herzensliebe und inniger Verbundenheit mit Mir. Denn
durch Liebe und bewußtes Verlangen nach Mir ist der Geist im Menschen schon
geweckt, und dieser Geistesfunke erkennt Mich und wird Mich nie und nimmer ablehnen. Mein Wirken wird ihm verständlich sein, Meine Liebe und Allmacht begründet
ihm Mein Wirken, und er erkennt auch die geistige Not, die Meine Liebe und Allmacht
dazu bewogen hat, den Menschen zu Hilfe zu kommen .... Amen
B.D. 3147 empfangen am 3.6.1944 Entwicklungsgang Phase in der Ewigkeit .... Ewigkeiten sind schon vergangen, seit sich die erbarmende Liebe Gottes den
Geschöpfen dessen zugewandt (hatte), der sie zeugte in Gott-widrigem Willen. Diese
Geschöpfe waren hervorgegangen aus dem Willen Seines Gegners, doch unter Nutzung
der Kraft aus Gott und darum waren sie wohl Werke des Gegners, doch bestehend aus
göttlicher Liebekraft; sie gehörten also der Urkraft an, die nur mißbraucht wurde. Sie
waren aber nun, als einmal erschaffen, unvergänglich, denn alles, was in Gott seinen
Ursprung hat, kann nicht vergehen in Ewigkeit. Diesen Geschöpfen wandte sich nun die
erbarmende Liebe Gottes zu .... Denn die Ewigkeit liegt noch vor ihm, und es umfaßt das Lichtwesen mit seinem Geist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft .... es weiß um den Gang seiner Entwicklung und hat doch nur das Bewußtsein eines Augenblicks, weil alles Unvollkommene gänzlich versinkt im Stadium der Glückseligkeit, die aus der Vollkommenheit hervorgeht. Je unvollkommener das Wesen ist, desto quälender ist für dieses das Zeitempfinden, und ihm erscheint der Zeitraum als eine Ewigkeit, in dem es sich in gebanntem Zustand befindet. Hat es jedoch seine Freiheit wieder erlangt, dann gibt es für das Wesen keinen qualvollen Zustand mehr, ebenso schwindet der Begriff für Zeit und Raum. Das Wesen weiß wohl um die Zeit seiner Entwicklung, doch ob auch diese Ewigkeiten erfordert hat, sie erscheint ihm kurz, weil es im Vollkommenheitszustand keine enge Begrenzung mehr kennt und also auch den unfreien Zustand als eine ganz kurze Phase in der Ewigkeit betrachtet, die es endgültig überwunden hat und die darum für das Wesen ausgelöscht ist, sowie das Reich des Lichtes es aufgenommen hat .... Amen
B.D. 3148 empfangen am 4.6.1944 Schöpfung Beweis der ewigen Gottheit .... Einen offensichtlicheren Beweis für das Vorhandensein einer ewigen Gottheit als die
Schöpfung kann es nicht geben, denn an ihr kann der Mensch täglich sich ein Wunder
vollziehen sehen. Er kann an ihr das Wirken einer Kraft feststellen, und er kann nun
diese Kraft sich vorstellen, wie er will, er muß sie in Verbindung bringen mit etwas
Wesenhaftem, Das Sich dadurch sichtbar zum Ausdruck bringt. Denn Werke, die von
tiefster Weisheit zeugen, deren Vorhandensein nicht zweck- oder sinnlos ist, müssen
zuvor bedacht worden sein und nun durch einen Willen, der über die Kraft herrscht, in
einer bestimmten Gesetzmäßigkeit zur Form werden. Und dieser Wille bezeugt ein
Wesen, Das als ewiger Schöpfer des gesamten Universums anerkannt werden muß.
Kein Schöpfungswerk ist planlos entstanden, denn selbst, wenn dem Menschen die
Bestimmung noch verborgen ist, liegt sie doch jedem Werk zugrunde, das aus dem Willen jener erschaffenden Macht hervorgegangen ist. Je aufmerksamer der Mensch daher
die Schöpfung betrachtet, desto überzeugter wird er sein, in ihr das Werk eines Meisters
zu sehen, Der überaus liebevoll, weise und mächtig ist. Und also kann die Schöpfung
allein zu einem felsenfesten Glauben führen, sowie der Mensch suchend ist und sich
ernsten Willens den Gedanken überläßt, die (in, d. Hg.) ihm bei dem Betrachten auch
des kleinsten Schöpfungswerkes auftauchen. Denn Gott Selbst spricht zu ihm durch die
Schöpfung, und jeder Mensch kann Seine Sprache verstehen, wenn er willig ist, sie zu
hören. Denn nichts könnte der Mensch aus eigener Kraft entstehen lassen, was ihm in
der Schöpfung sichtbar ist. Die Kraft Gottes muß erst wirksam werden, und diese Kraft
muß einer Wesenheit zugesprochen werden, weil jedes Schöpfungswerk eine Planmäßigkeit verrät, also die Kraft von einem Willen gelenkt worden ist. Sowie aber ein
Wille anerkannt wird, muß auch ein Träger dieses Willens sein, ganz gleich, in welcher
Form der Mensch ihn sich vorstellt. Denn vorstellbar ist die ewige Gottheit für den
Menschen nicht, und dennoch muß Sie anerkannt werden als ein Wesen, Das denkt und
gestaltet, Das Seine Gedanken zur Form werden läßt durch Seinen Willen, der von tiefster Weisheit zeugt. Weisheit und Allmacht sind also erwiesen, und die Liebe ist der
Urgrund alles dessen, was ist .... die Liebe zu dem, was jedes Schöpfungswerk in sich
birgt .... zu dem Wesenhaften, das einst aus Seiner Kraft hervorgegangen, also ein Teil
Seiner Selbst ist .... Amen
B.D. 3149 empfangen am 5.6.1944 „Seid nicht nur Hörer, sondern auch Täter Meines Wortes ....“ Ein wesentlicher Unterschied besteht zwischen denen, die im lebendigen Glauben
mit Mir verbunden sind, und den Formgläubigen, die wohl auch Meiner Kirche angehören dem Wort nach, nicht aber in ihrem Geist, denn sie wissen nicht, was die Verbindung ihres Geistes mit Meinem Geist auf sich hat. Sie leben im Glauben, ihrer Pflicht zu
genügen, wenn sie Mein Wort hören, doch sie haben es noch nicht versucht, Mein Wort
so auszuleben, daß es die geistige Verbindung mit Mir nach sich zieht. Ihr Wille ist nicht
stark genug, selbst tätig zu sein, und das Hören Meines Wortes allein bringt diese Verbindung mit Mir nicht zustande. Es muß ein Liebeswirken das Zeichen sein, daß sie
Mein Wort auf ihr Herz haben wirken lassen, und mit diesem Liebeswirken ziehen sie
auch Mich Selbst an sich, und dann erst ist ihr Glaube lebendig .... Amen
B.D. 3150 empfangen am 5.u.6.6.1944 Ende der Erlösungsperiode .... Eine unfaßbar lange Entwicklungszeit habt ihr Menschen schon hinter euch, und
nun stehet ihr kurz vor dem Ende einer Periode, die euch gegeben ward zur Vollendung.
Es ist das Erdenleben als Mensch der Abschluß einer Entwicklungsperiode, nun aber
neigt sich alles dem Ende zu, denn die Erde in ihrer jetzigen Gestaltung bleibt nicht
bestehen. Sie erfährt eine totale Umwandlung, weil das Menschengeschlecht, das zur
Zeit die Erde belebt, seiner Entwicklungsaufgabe nicht mehr nachkommt und also die
Erde in ihrer jetzigen Form zwecklos geworden ist und daher eine Neugestaltung
erfährt, auf daß wieder neue Aufenthaltsmöglichkeiten für das Geistige geschaffen werden, das die Erde unvollendet verläßt und darum wieder in die Schöpfungen der neuen
Erde gebannt wird. Die endlos lange Entwicklungszeit vor der Verkörperung als
Mensch ist für diesen dann umsonst gewesen, so er im letzten Stadium versagt. Die
unendliche Liebe Gottes hat dem Wesenhaften noch im Jenseits Entwicklungsmöglichkeit gegeben, so daß es dort noch reifen kann, wenn auch unter weit schwierigeren
Bedingungen als auf der Erde. Nun aber geht eine Erlösungsperiode ihrem Ende entgegen, und es bedeutet dies einen Abschluß auch der dem Wesenhaften im Jenseits
gewährten Gelegenheiten zum Reifen. Denn es werden die Menschen der Endzeit bei
ihrem Ableben nicht mehr den Reifegrad haben, um in jenseitige Sphären aufgenommen werden zu können, es sei denn, die Barmherzigkeit Gottes rufet sie noch vorher ab,
in einer Zeit größter Not und Trübsal, die ihnen noch vor ihrem Ableben das Erkennen
einer ewigen Gottheit einträgt. Die letzten aber sind gänzlich Gott abgewandt, sie sind
verhärtet und keiner Belehrung zugänglich, daher auch keiner Besserung mehr fähig.
Und diesen wird jegliche Höherentwicklungsmöglichkeit genommen, indem ihnen das
leibliche Leben genommen und das Wesenhafte in ihnen wieder aufs neue gebunden
wird in der festen Form. Was das bedeutet, kann nur der ermessen, der um den endlos
langen Gang durch die Schöpfung weiß, den das Wesenhafte zurücklegen muß. Und
auch er kann es sich nicht annähernd vorstellen, bevor er nicht in das Lichtreich eingegangen ist und um seinen eigenen Entwicklungsgang weiß. Doch es ist dem Wesenhaften von Gott aus eine überreichlich bemessene Erlösungszeit gewährt worden, die es
aber nicht zur Annäherung an Ihn, sondern zur vergrößerten Entfernung genützt hat.
Und für solche Wesen gibt es keinen Aufstieg mehr auf dieser Erde, sondern nur einen
ständigen Rückschritt, dessen Ende die Bannung in der festen Form sein muß .... Amen
B.D. 3151 empfangen am 6.u.7.6.1944 Eingriff Gottes .... Das Unfaßliche wird geschehen .... Groß wird die Not sein, die durch Menschenwillen schon für viele untragbar war;
doch nun müssen sie kämpfen mit Widerwärtigkeiten, die Gott Selbst ihnen sendet,
und sie können sich nicht dagegen auflehnen, weil sie niemanden zur Verantwortung
ziehen können. Doch der Menschen Gebaren zuvor ist nicht mehr menschlich zu nennen, und also zeiget ihnen Gott Seine Macht .... Amen
B.D. 3152 empfangen am 7.6.1944 Liebe und Leid Läuterungsmittel .... Geläutert muß die Seele werden auf Erden oder im Jenseits, bevor sie in das Licht-reich eingehen kann nach ihrem irdischen Ableben. Es muß die Seele jegliche Unreinheit verlieren, sie muß klar und lauter sein, wie sie einstmals aus der Kraft Gottes hervorgegangen ist, auf daß sie wieder aufnahmefähig ist für die Lichtstrahlung aus Gott,
die eine befleckte Seele nicht empfangen kann. Und diese Läuterung vollzieht sich auf
Erden durch Liebe oder Leid .... Er muß gegen sich selbst ankämpfen, er wird oft müde an der Welt und ihren Reizen,
und seine Seele kommt langsam in den Zustand, daß sie nichts mehr begehrt auf Erden
als allein die Nähe Gottes .... daß sie nur Liebeswerke verrichtet und auch für das Leid
dankbar ist, weil es ihr die Nähe Gottes spürbar einträgt, denn sie flüchtet sich im Leid
zu Ihm und empfängt Seine Kraft, die nun die Seele völlig durchdringt, alles Unreine
aus ihr vertreibt und sie in den Reifegrad versetzt, der das Eingehen in das Lichtreich
zur Folge hat. Es ist dies ein Läuterungsprozeß,der zwar schmerzhaft ist, der aber sicher
zum Ziel führt, so der Mensch Gott-zugewandten Willens ist. Denn dann läßt ihn das
Leid nur desto inniger Fühlung nehmen mit Ihm, und jede Fühlungnahme mit Gott
bedeutet Kraftzufuhr, sie bedeutet Liebe-Durchstrahlung, und das Feuer göttlicher
Liebe ist ein weiteres Läuterungsmittel, das durch eigenes Liebeswirken gleichfalls in
Anwendung kommt .... Amen
B.D. 3153 empfangen am 8.-10.6.1944 Wirksamkeit der Gnade durch freien Willen .... Nur die Auswirkung des menschlichen Willens bestimmt Gott, niemals aber den
menschlichen Willen selbst. Und darum ist wohl der Erdenweg eines Menschen nach
göttlichem Plan vorgezeichnet, doch ob er ihn dem göttlichen Willen entsprechend
zurücklegt, das ist von seinem freien Willen abhängig. Es kann ihm die größte
Gnadengabe geboten werden, sie wird erst wirksam an ihm, so der Wille sie annimmt,
so sich der Mensch öffnet der Kraft, die jener Gnadengabe entströmt. Nützet
er aber diese Kraft, dann ist es sein freier Wille, und es kann dann niemals
von einer Wesensänderung wider seinen freien Willen gesprochen werden, von
einer Wesensänderung, die plötzlich und nur durch die Gnade Gottes erzielt wurde ....
Denn eine solche wäre gänzlich dem Erlösungsplan Gottes widersprechend, weil
dann die Zufuhr göttlicher Gnade diese Erlösung herbeigeführt hätte und der
Mensch selbst nicht dabei tätig zu sein brauchte. Die göttliche Liebe will aber
vollkommene Wesen zeitigen, und diese Vollkommenheit benötigt den freien Willen,
also muß auch das ihm zugehende Gnadenmaß immer diesem freien Willen angepaßt
sein, d.h., es darf ihn nicht zwingen zur Annahme, was aber unweigerlich der
Fall wäre, wenn die Gnadengabe ihn überwältigte und seinen Wandel plötzlich
zur Folge hätte .... Amen
B.D. 3154 empfangen am 10.u.11.6.1944 Liebe zum Unerlösten .... Die Liebe zu allem Unerlösten soll in euch vorherrschen, sowie ihr tätig sein wollt auf Erden für das Reich Gottes. Ihr müsset wissen, daß die Seelen ein schweres Los zu tragen haben, so sie unreif in das jenseitige Reich übergehen, und diesen Seelen zu Hilfe zu kommen noch auf Erden ist die Aufgabe derer, die Gott dienen wollen. Ihr müsset ferner wissen, daß Gottes Sorge ständig diesen Seelen gilt, weil Er alle Seine Geschöpfe liebt, und daß auch ihr zu jenen Geschöpfen gehöret, die Er betreuet in Seiner Liebe .... Desgleichen nun sollt auch ihr Liebe geben und austeilen allen Armen im Geiste, weil
ihr dadurch auch eure Liebe zu Ihm bezeuget, so ihr euch derer annehmet auf Erden,
die Gott zu gewinnen sucht für Sein Reich. Es muß Liebe des Herzens euch dazu
bestimmen, nicht daß ihr eures Vorteils willen euch der Not der Mitmenschen annehmet. Denn gewertet wird nur, was im Herzen geboren wird, und erfolgreich werdet ihr
nur wirken können, so ihr durch eure Liebe Gegenliebe bei den Menschen erwecket
und diese Gegenliebe nur Erlösung bringen kann, denn sie ist ein Schritt zur Vollendung. Wo die Liebe nicht ist, dort wird der Mensch keinen Erfolg haben im geistigen
Wirken, denn die Liebetätigkeit bestätigt die Wahrheit dessen, was ihr den unerlösten
Seelen vermitteln sollt. Was ihr in Liebe ihnen darbietet, das wird auch seinen Eindruck
nicht verfehlen, denn die Liebe spricht nicht nur zum Verstand, sondern auch zum Herzen, und das Herz entscheidet, ob und was es annehmen will .... Amen
B.D. 3155 empfangen am 11.6.1944 Reifen der Seele im Weltgetriebe .... Im Weltgetriebe bleibt des Menschen Seele unentwickelt, sowie sie sich nicht lösen kann in Stunden stiller Besinnlichkeit oder durch eifriges Liebeswirken die Verbindung mit Gott herstellt, wozu ihr vollauf Gelegenheit geboten wird auch inmitten der Welt. Und dennoch ist der Mensch hineingestellt in diese, auf daß er die Welt überwindet und den Weg zu Gott in ihr findet, weil dies erhöhte Willenskraft erfordert. Schließt sich der Mensch ab von der Welt, so ist sein Verdienst geringer, denn er geht jeglichen Versuchungen und Widerständen aus dem Wege, er braucht den Kampf nicht zu kämpfen, dem der Mensch ausgesetzt ist, der dem Weltgetriebe nicht entflieht. Je größer die Widerstände, desto mehr Kraft erfordern sie, doch desto größer ist auch der Erfolg, den die Seele verbuchen kann, wenn sie alle Widerstände überwindet. Und darum werden an den Menschen große Anforderungen gestellt, denen er sich nicht entziehen soll. Er muß irdisch seine Aufgabe erfüllen, er muß irdischen Versuchungen ausgesetzt sein, doch nichts soll ihn abhalten, die innige Verbindung mit Gott zu suchen, denn aus dieser beziehet er auch seine Kraft, um die irdischen Anforderungen zu erfüllen. Er wird dennoch auch geistig tätig sein können, wenn dies sein Wille anstrebt. So aber der Mensch weder in der Liebe lebt noch Zeit findet zu innerlichen Betrachtungen, die ihn in das geistige Reich einführen, so wird er im gleichen seelischen Reifegrad stehen bleiben oder auch sich rückschrittlich entwickeln, so die Materie ihn fesselt und er bar jeder Liebe ist. Dann lebt er sein Leben auf Erden vergeblich, doch auch die Zurückgezogenheit würde einen solchen Menschen geistig nicht wandeln, sondern ihn nur mürrisch und unzufrieden machen, weil ihm geistiges Streben fremd ist und er sein irdisches Verlangen nicht erfüllen kann. Es kann der Mensch sich Gott zu eigen geben in jeder Lebenslage, so sein Herz ihn dazu drängt, und also kann er auch Gott dienen stets und überall, das Weltgetriebe wird ihm oft genug Gelegenheit dazu geben, sich dienend am Nächsten zu betätigen, während der Mensch in der Einsamkeit nur (für, d. Hg.) sich allein lebt und im Liebeswirken gehindert ist. Letzteres aber bringt den Menschen zum Reifen, denn es bringt ihn Gott näher, und darum soll eine jede Gelegenheit genützet werden, dienende Nächstenliebe zu üben. Im Treiben der Welt sind oft größere Entwicklungsmöglichkeiten für den Menschen erkennbar, denn die Nöte und Leiden erfordern Hilfe, die jeder Mensch dem Mitmenschen leisten kann, und auch die geistige Not ist inmitten der Welt besonders groß, und auch dies ist ein Arbeitsfeld, wo der Mensch besonders erfolgreich tätig sein kann. Und darum berufet Gott inmitten der Welt Seine Diener, und Er stellt ihnen die Not der Mitmenschen vor, auf daß sie nun emsig wirken, auf daß sie inmitten der Welt Liebe üben und Liebe geben und in Stunden innerer Betrachtung sich die Kraft holen, alle Versuchungen und Widerstände der Welt zu überwinden, und also auch inmitten der Welt reifen können zur Höhe .... Amen
B.D. 3156 empfangen am 12.6.1944 Liebeswirken .... Weisheit und Liebe sind göttlich und werden darum niemals dort zu finden sein, wo
der Gegner Gottes wirkt. Dennoch wird auch dieser sich in den Mantel der Weisheit
und Liebe hüllen wollen, und die im Geiste blinden Menschen werden es nicht erkennen, daß es nur ein Scheingewebe ist, das das wahre Gesicht dessen verbirgt, der den
Menschen zum Verderben tätig ist in der Welt. Doch sein Ränkespiel wird der Mensch
erkennen, dessen Geist erleuchtet ist, und seine Aufgabe ist es nun, den Gegner Gottes
zu entlarven, das Gott-Widrige aufzudecken und die Menschen aufzuklären über das
Hinterhältige seines Tuns. Es wird die Liebe vorgetäuscht werden, wo das wahre Wesen
Lieblosigkeit ist, und es wird sich weise stellen, der ohne Wissen ist .... Amen
B.D. 3157 empfangen am 13.6.1944 Starker Wille erforderlich zum Aufnehmen der Gedanken .... Es ist das Aufnehmen der Gedanken desto schwerer, je mehr die Außenwelt an den Menschen herantritt und ihn hindert, in völliger Abgeschlossenheit auf die Stimme des Geistes zu horchen, die ihm die Gedanken nun leise zuflüstert. Es ist dies ein Akt der größten Willensstärke, der immer wieder geübt werden muß, der immer wieder Kraft erfordert, die sich der Mensch erbitten muß. Da es göttlicher Wille ist, daß sich der Mensch mit seinem Geist verbinde und sich von ihm belehren lasse, wird Er auch niemals ein Gebet darum unerhört lassen, nur muß es aus tiefstem Herzen kommen. Es darf nicht nur ein Form- oder Lippengebet sein, sondern das Verlangen nach göttlicher Gnadengabe durch den Geist muß so stark sein, daß das Gebet inbrünstig emporgesandt wird, wonach dem Menschen auch stets die Kraft zugehen wird. Und dann ist der Mensch fähig, jeden ihm zuströmenden Gedanken aufzunehmen ohne Bedenken und Zweifel, und dann erst kann er belehrt werden und tiefste Weisheiten empfangen. Göttliche Gabe bedingt ungeteilte Aufmerksamkeit, göttliche Gabe wird nicht ausgeteilt ohne tiefes Verlangen, und göttliche Gabe wird nur dem vermittelt, der bereit ist, sie weiterzugeben. Und zu allem ist ein starker Wille erforderlich, der immer und immer wieder von neuem tätig sein muß. Denn niemals wird ein Mensch dazu gezwungen wider seinen Willen, aber auch nicht mit einer Gnadengabe überschüttet, die er nicht ernstlich begehrt. Er muß in ständigem Ringen bleiben, er muß sich ständig im Gebet vertiefen und dessen eingedenk sein, daß es etwas überaus Kostbares ist, was ihm die Liebe Gottes bietet, und daß ihm diese kostbare Gabe nicht mühelos zufallen kann, ohne daß sein Wille tätig wird. Die Gedanken aus dem geistigen Reich umschwirren ihn ständig, gute und böse, und wollen nur aufgenommen werden von ihm. Und nun muß sich der Mensch öffnen, und zwar bewußt die guten Gedanken erbitten. Er muß sich durch seinen Willen selbst in den Zustand versetzen, jeden ihm zugehenden Gedanken vernehmen zu können. Er muß gewissermaßen sein geistiges Ohr öffnen und nun der feinen Stimme lauschen, die sich nun kundgibt. Bringt der Mensch aber diesen Willen nicht auf, so bleibt es stumm in ihm. Er hat keinen innigen Kontakt mit den Wesen des Lichtreiches, die ihm in gedanklicher Form die göttliche Weisheit vermitteln wollen; und dieser Kontakt muß unweigerlich zuvor hergestellt sein, wozu als erstes ein starker Wille erforderlich ist .... Amen
B.D. 3158 empfangen am 14.6.1944 Verkünden des Evangeliums in aller Welt .... Durch die geistige Welt wird den Menschen stets das Licht zugeführt, die für dieses
aufgeschlossen sind. Immer hängt es vom Willen des Menschen ab, ob und wieweit er
aufnahmefähig dafür ist und wie tief er sonach in der Wahrheit steht. Die göttliche
Wahrheit aber ist das Evangelium, das sonach überall verkündet wird, wo die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Die erste Voraussetzung ist das ernste Verlangen nach
der Wahrheit, ansonsten das Evangelium nicht erkannt wird als solches und daher auch
keine Verbreitung findet. Es setzen also die Menschen selbst die Grenzen des Verkündens des Evangeliums überall dort, wo sie sich durch ihren Willen unfähig machen, es
zu erkennen, wenngleich es überall dargeboten wird durch Menschen, die alle Bedingungen erfüllen, unter denen das Wort Gottes zur Erde geleitet werden kann. Das Wort
Gottes ist von unvergleichlicher Kraft, es macht den Menschen wissend, d.h., es gibt
ihm Kenntnis vom Walten und Wirken Gottes, von Seiner Liebe, Weisheit und Allmacht
und von Seinem ewigen Erlösungsplan. Dieses Wissen ist so überaus wertvoll und
beglückend, denn erst, der dieses Wissen aufgenommen hat, wird lebendig im Geist, er
lebt bewußt und in der seligen Gewißheit, Anteil nehmen zu können an der großen
Herrlichkeit Dessen, Der sein Schöpfer ist, Der sein Vater ist von Anbeginn. Und diese
selige Gewißheit kann sich ein jeder Mensch aneignen, sowie er sein Ohr öffnet dem
Wort Gottes, das ihm durch berufene Diener Gottes zugeleitet wird oder ihm selbst
gedanklich vermittelt wird, so er im Verlangen danach sein Herz öffnet, auf daß der
göttliche Geist direkt ihn belehren kann. Und also wird das Evangelium verkündet in
aller Welt .... Amen
B.D. 3159a empfangen am 15.u.16.6.1944 Prüfen der Glaubenslehren .... Wie wenige Menschen erkennen den Wert der göttlichen Offenbarungen, und wie
selten wird daher bedingungslos angenommen, was ihnen vermittelt wird .... Amen
B.D. 3159b empfangen am 17.6.1944 Prüfen der Glaubenslehren .... Das Wissen, das sich der Mensch auf verstandesmäßigem Wege angeeignet hat ohne
Anruf Gottes um Erleuchtung des Geistes, weiset viele Lücken auf und kann darum
nicht als zusammenhängend bezeichnet werden. Deshalb können noch Themen ungeklärt sein, und gerade diese sind es, die Anlaß geben zu Zweifeln, weil sie von verschiedenen Vertretern auch verschieden erklärt werden. Und nun ergibt es sich von selbst,
daß die verschiedenen Ergebnisse auch gegeneinander abgewogen werden müssen von
dem, der nur die Wahrheit annehmen will. Menschliches Wissen ist niemals unantastbar, und daß es sich in Streitfragen immer um menschliches Wissen, um menschliche
Auslegungen handelt, geht schon daraus hervor, daß darüber gestritten wird, denn die
reine Wahrheit, deren Urheber Gott ist, stimmt immer überein und wird keine verschiedenen Ergebnisse aufweisen. Die reine, von Gott vermittelte Wahrheit wird von
einem Menschen, der weder guten Willens noch wahrheitsverlangend ist, schon verbildet empfangen, weil dessen Gedanken von schlechten Kräften beeinflußt werden, die
ihn verwirren und ihm das Dargebotene unverständlich machen; wie umgekehrt der
Mensch, der ernstlich nach Wahrheit strebt, auch verbildetes Wissen anzweifelt. Es gibt
ihm nicht die volle Sicherheit der Wahrheit, und er unterzieht es daher einer Prüfung,
vorausgesetzt, daß ihm diese Prüfung nicht untersagt ist und bedingungsloses Annehmen gefordert wird, was aber immer und ohne Widerruf Werk des Satans ist. Denn niemals wird es vor Gott ein Unrecht sein, ernstlich nach Wahrheit zu streben, und zu diesem Streben gehört es, daß der Mensch Stellung nimmt zu dem, was ihm als Wahrheit
geboten wird. Es soll sich auch der Mensch nicht danach richten, was andere für Wahrheit halten, sondern selbst sich sein Urteil bilden, besonders wenn von ihm gefordert
wird oder er sich selbst dazu erbietet, ein Wissen zu verbreiten und die Mitmenschen zu
belehren. Dem demütig um die Gnade Gottes bittenden Menschen versagt Gott Seinen
Beistand nicht, ob aber der in der Welt hoch Geachtete oder weltlich hohe Stellung
bekleidende Wissenschaftler, sei er geistig oder irdisch tätig, in tiefster Demut sich vor
Gott, als dem alleinigen Geber der Wahrheit, beugt und also die erste Voraussetzung
zum Empfangen derer gegeben war, das muß angezweifelt werden, sowie seine Lehren
nicht lückenlos Aufschluß geben oder im Widerspruch stehen zueinander. Solange es
Spaltungen gibt und verschiedene Auslegungen, ist auch der Irrtum vertreten, weil es
nur eine Wahrheit gibt, und um diese eine Wahrheit zu ergründen, ist also der Mensch
genötigt, sich selbst in Verbindung zu setzen mit der ewigen Gottheit, Sie um Erleuchtung des Geistes zu bitten und durch einen Gott-gefälligen Lebenswandel sich würdig
zu machen, von Ihm direkt belehrt zu werden .... Amen
B.D. 3160 empfangen am 17.6.1944 Segen des Gedankenaustausches .... Der Austausch geistiger Gedanken wird immer dem Streben nach der Wahrheit förderlich sein, denn nur, die ernstlich letztere verlangen, werden einen solchen Gedankenaustausch pflegen und also auch unterstützt und beraten werden von den geistigen Kräften, die Übermittler des geistigen Gedankengutes sind, das der Wahrheit entspricht. Und diese Kräfte fördern den Menschen stets und ständig, sie vermehren sein Wissen und treiben seinen Willen an, dieses Wissen zu verwerten, was stets einen geistigen Fortschritt bedeutet. Die Lichtwesen führen auch geistig Strebende zusammen, auf daß ihnen Gelegenheit geboten werde zum Austausch ihrer Gedanken. Und Fragen wie auch Antworten werden gestellt und gegeben auf Veranlassung dieser Lichtwesen, die sich in den Gedankengang der Menschen einschalten und nun zur Sprache bringen, was den Menschen zu wissen wichtig ist. Es nehmen sich die Lichtwesen der Menschen besonders gern an, die ihren Einflüsterungen Gehör schenken, d.h., die selbst gern bei solchen Gesprächen verweilen, die geistigen Ursprung haben, denn ihnen können sie nun unbeschränkt Auskunft geben, sie können sie belehren, und dies in Form von Rede und Gegenrede, deren Inhalt immer dem Reifezustand des Menschen angepaßt ist. Und immer werden die Beteiligten seelischen Nutzen daraus ziehen, denn jede Gabe, die von Lichtwesen den Menschen dargeboten wird, ist eine Kraftausstrahlung Gottes, die sich aufbauend und Wissen-vermehrend auswirken muß. Und die Lichtwesen werden immer die Berater der Menschen sein, die nur das Verlangen nach reiner Wahrheit und eine rechte Einstellung zu Gott bewogen hat, geistige Gespräche zu führen. Es muß ein erhöhter Reifezustand die unausbleibliche Folge davon sein, denn das einmal als Gedankengut aufgenommene Wissen wird auch den Menschen anregen, es zu verwerten entweder an sich oder am Mitmenschen, und beides ist geistiger Fortschritt. Darum sollen geistige Gespräche des öfteren geführt werden, sind sie doch nicht gedankliche Ergebnisse des einzelnen Menschen, sondern Kraftübermittlungen aus dem geistigen Reich, die immer eine Vermehrung geistiger Substanz zur Folge haben, denn was aus dem geistigen Reich kommt, geht unmittelbar in die Seele des Menschen über und vermehrt deren geistige Substanz. Es ist dies also eine Kraftzufuhr, die den Menschen zur Höhe entwickeln muß. Es ist der Gedankenaustausch gleichfalls eine Form der Belehrung aus dem geistigen Reich, die nur nicht immer gewertet wird als solche, erkennt doch der Mensch nicht immer den Ursprung der Gedanken, die ausgesprochen werden, obgleich er sich darüber klar sein muß, daß immer Lichtwesen die Menschen umgeben, sowie nur eine geistige Frage erörtert wird, vorausgesetzt, daß die Menschen ernsten Willens sind, zu Gott zu gelangen, und sich nach Kräften bemühen, Ihn zu erkennen. Ihnen sendet Er Seine Boten zu, die in Seinem Auftrag Licht bringen allen, die Fragen stellen an Gott oder untereinander. Denn jeder Gedankenaustausch ist Frage und Antwort, die sich entsprechend dem Wahrheitsverlangen auch in der Wahrheit bewegen, doch immer erst dann als Wahrheit erkannt wird, so der Mensch auch einem solchen Gedankenaustausch ein inniges Gebet vorangehen läßt, daß Gott seinen Geist erleuchten möge .... Amen
B.D. 3161 empfangen am 18.6.1944 Austeilen der Wahrheit .... Ich will euch geben, was ihr erbittet, so es für euer Seelenheil gut ist .... Amen
B.D. 3162 empfangen am 18.u.19.6.1944 Kraftzufuhr nur der Seele spürbar .... Die Seele nimmt jede Zufuhr geistiger Kraft wahr, wenngleich der Körper sie nicht
empfindet. Und darum kann der Mensch selbst nicht beurteilen, in welchem Reifegrad
er steht, weil nur das Geistige in ihm reifet, der Körper aber darum keine Änderung
erfährt, also durchaus keinen geistigen Fortschritt erkennen läßt. Und darum muß der
Mensch als solcher noch oft ankämpfen gegen rein körperliche Begierden und Schwächen, während die Seele sich davon schon frei gemacht hat. Sie wird aber dann vom
Körper beherrscht und also wieder gebunden an diesen, was der Seele nicht lieb ist. Die
Seele nimmt zwar ständig Kraft entgegen und wird auch schnell zum Überwinder des
Körpers werden, sie wird ihm vorstellen, welche Gefahr sein Verlangen ist, und zumeist
wird es ihr auch gelingen, weil die geistige Kraft wirksam wird, sowie die Seele in Not
gerät. Ohne Versuchung aber kann kein Mensch reifen, denn am Widerstand soll seine
Kraft wachsen, und Widerstand für die Seele ist eine jede Versuchung, die sie bestehen
soll .... Amen
B.D. 3163 empfangen am 19.u.20.6.1944 Leiden und Prüfungen Mittel zur Vollendung .... Die Prüfungen und Leiden, die dem Menschen auferlegt sind, werden selten erkannt als Mittel zur höchsten Vollendung. Gott kennt den Reifegrad eines jeden einzelnen Menschen, Er kennt deren Herzen, und Ihm entgeht wahrlich nicht die kleinste Regung, die für oder wider Ihn spricht. Und also weiß Er auch, welchen Entwicklungsgrad er noch erreichen kann auf Erden, und entsprechend bedenkt Er nun den Menschen mit Leid oder Schicksalsschlägen, so darin noch eine Möglichkeit besteht, die Seelenreife zu erhöhen. Es hat die Seele vor ihrer Verkörperung als Mensch sehr wohl um ihren Erdenlebensgang gewußt, sie ist mit voller Zustimmung diese letzte Verkörperung eingegangen, in der Hoffnung, daß sie als Sieger daraus hervorgehen werde. Sie sah sowohl ihre Freuden wie auch ihre Leiden auf ihrem Lebenswege und hat sich doch nicht davon zurückschrecken lassen, weil sie auch andererseits um die Hilfe Gottes und Seine Gnade wußte und die Möglichkeit ersah, gänzlich aus der Materie herauszuwachsen und ihrer Hülle ledig zu werden. Und darum nimmt manche Seele ein besonders schweres Erdenlos auf sich, weil sie die Auswirkung eines recht gelebten Erdenlebens gleichfalls ersah und um das letzte Ziel weiß und ihr dieses Ziel erreichbar dünkt. Doch im Erdenleben verliert sie das Rückbewußtsein, und darum nützet sie auch die Gelegenheiten nicht aus, und sie ist in Gefahr, ihr Ziel auf Erden nicht zu erreichen. Und deshalb kommt Gott ihr zu Hilfe, indem Er ihr auf der Erde noch Möglichkeiten schafft, an denen sie ausreifen kann. Und dann muß der Mensch erhöhte Widerstände besiegen, ihm ist Leid und Trübsal beigegeben auf der Erde, zu dessen Überwindung er sich von Gott Kraft erbitten muß. Ein Leben ohne Kampf würde ihn auf immer gleicher Entwicklungsstufe stehenlassen, und sein Leben wäre vergeblich gelebt. Es geht nicht darum, daß er seine Sünden abbüßen muß auf Erden, wie dies fälschlicherweise gelehrt wird, sondern es geht nur darum, daß er aus der Tiefe, in der er sich noch befindet, zur Höhe gelangt, daß er sich wandelt in ein Wesen des Lichtes, daß er an sich selbst arbeitet, um alles abzulegen, was ihn noch an der Entgegennahme ungeahnter Lichtfülle hindert. Er muß gewissermaßen eine Hülle, die noch lichtundurchlässig ist, durch Leid und Trübsal läutern, er muß jede Unreinheit von ihr entfernen, damit das Licht sie nun durchstrahlen kann, denn diese Läuterung muß durch eigenen Willen vor sich gehen, sie kann nicht von Gott aus ohne den Willen des Menschen durchgeführt werden. Leid und Liebe sind die einzigen Mittel, von allen Unreinheiten entschlackt zu werden, und ein großes Maß von Leid ist gleichzeitig der Ausdruck großer göttlicher Liebe, die dem Menschen helfen will, so zu werden, daß Gott ihn unendlich beglücken kann in der Ewigkeit. Und darum sind die schwergeprüften Menschen auf Erden von Seiner Liebe besonders erfaßt, wenngleich ihnen dies unverständlich erscheint. Das Erdenleben ist kurz, gemessen an der Ewigkeit, und voller Dank und Lobpreisung wird die Seele dereinst auf die kurze Erdenzeit zurückblicken, die ihr durch das Leid auch eine höhere Reife eingetragen hat, die sie ohne Leid nimmermehr erreicht hätte. Es stehen dem Menschen auf Erden ungemessene Gnaden zur Verfügung, so daß er auch das schwerste Leid ertragen kann, so er sich in innigem Gebet Kraft holt von Gott, denn diese hat Er ihm zugesichert. Er läßt niemanden ungestärkt von Sich gehen, der Ihm seine Not vorträgt im zuversichtlichen Glauben, daß Er ihm helfen kann und auch helfen wird. Denn niemals ist das Leid größer als Der, Der es auferlegt, Dessen Macht wahrlich genügt, dem Menschen Hilfe zu bringen in jeder Not. Darum haltet euch stets Seine Liebe, Weisheit und Allmacht vor Augen, so euch tiefes Leid drückt, und ihr werdet getröstet sein und geduldig Seine Hilfe erwarten .... Amen
B.D. 3164 empfangen am 20.6.1944 Gottes Mittel in der Endzeit .... Die wirksamsten Mittel zur Gewinnung der Seelen wendet Gott an in der Endzeit,
weil Seine Liebe den Schwachen noch Rettung bringen will. Doch die Menschen stehen
dem Glauben so fern, daß sie selbst außergewöhnliches Wirken sich natürlich zu erklären versuchen, als daß sie an die Kraft Gottes glauben, und darum werden sie auch den
Wundern in der letzten Zeit wenig Beachtung schenken, die gleichfalls nur Mittel sind,
den Glauben aufleben zu lassen oder ihn zu bestärken. Die Menschen der Endzeit sind
völlig verweltlicht, sie glauben nicht an ein Leben nach dem Tode, an eine Macht, Die sie
zur Verantwortung zieht, und somit auch nicht an außergewöhnliche Kraftäußerung
dieser Macht, sie glauben nicht an die Macht des Gebetes, an eine Verbindung mit dem
geistigen Reich, und daher können sie auch nicht hingewiesen werden auf das letzte
Gericht, da sie solchen Hinweisen nur Spott und Abwehr entgegenbringen. Sie glauben
völlig aufgeklärt zu sein, und jedes geistige Gespräch lehnen sie ab, weshalb sie auch
nichts wissen von den Erscheinungen der Endzeit, die sich nun vor ihren Augen abspielen und doch ohne Eindruck bleiben. Doch auch unter diesen Menschen sind solche,
die keine eigene Meinung haben und gewissermaßen Mitläufer sind, und derer gedenket Gott, und Er suchet sie aufmerksam zu machen durch Schicksalsschläge aller Art. Er
bringt ihnen durch Sein Wort Seinen Willen zur Kenntnis, und Er macht sie nachdenklich durch das Geschehen, das die ganze Welt bewegt und den göttlichen Willen deutlich verrät. Denn so ihnen von mehreren Seiten Hinweise gegeben werden auf die Endzeit, achten sie auf deren Eintreffen, und sie werden ihr Ohr nicht völlig verschließen, so
ihnen der Wille Gottes kundgetan wird. Es sind derer nur wenige, und dennoch wirbt
Gott auch um diese wenigen, denn eine jede Seele sucht Er zu gewinnen, um ihr einen
nochmaligen Gang auf Erden zu ersparen. Die Mittel, die Gott als letzte noch anwendet,
erscheinen so lieblos und grausam, daß es schwer ist, sie den Menschen als Liebesbeweis Gottes hinzustellen, und doch sind sie nur in der großen Liebe Gottes erklärbar .... Amen
B.D. 3165 empfangen am 21.6.1944 Ohne Liebe keine Erlösung .... Nur auf dem Wege der Liebe ist eine Erlösung möglich. Dieses Gesetz gilt sowohl auf
Erden als auch im Jenseits und muß also von allen Wesen erfüllt werden, ansonsten sie
ewig gebunden bleiben. Das Merkmal der Erlösung ist Licht und Kraft. Sowie das
Wesen noch in Licht- und Kraftlosigkeit dahingeht, ist es unerlöst, es hat seine
ursprüngliche Freiheit noch nicht zurückerhalten und sonach auch nicht die Fähigkeit,
zu wirken in vollster Erkenntnis.Für das Wesen, das aber uranfänglich in aller Vollkommenheit stand, bedeutet der mangelhafte Zustand auch einen Zustand der Not und
Qual, den es aber selbst verschuldet hat durch seinen Willen, durch seine Lieblosigkeit.
Und nur durch die Liebe kann es wieder zu dem werden, was es war von Anbeginn.
Daher wird die Liebe niemals ausgeschaltet werden können und muß sozusagen das
Grundprinzip sein, ohne das es keine Höherentwicklung gibt. Wird die Liebe aber
außer acht gelassen, so muß unweigerlich der Entwicklungsgang gehemmt werden,
denn ein Kraft- und Lichtzustrom ist dann unmöglich, und wo dieser fehlt, ist ein chao-tischer Zustand die Folge. Denn in der Dunkelheit verwirrt sich alles, und die Kraftlosigkeit macht das Wesenhafte unfähig, sich zu befreien aus dem Zustand der Unvollkommenheit. Licht und Kraft, d.h. Wissen und Macht .... sind die Zeichen der Erlösung.
Ein unerlöstes Wesen kann daher nichts austeilen, weil es selbst nichts besitzt; es kann
also auch nicht liebetätig sein im Jenseits, und dieser Zustand ist äußerst qualvoll. Auf
Erden aber steht dem Wesen Kraft zu Gebote auch im unerlösten Zustand, eine Kraft,
die zwar nicht das Zeichen des Erlöstseins ist, sondern ihm als außerordentliche Gnade
gewährt wird, um sich erlösen zu können. Es ist die ihm zuströmende Lebenskraft, die
den Menschen befähigt, zu wirken in Liebe, um in den Besitz von Licht und geistiger
Kraft zu gelangen. Darum ist das Erdenleben ein besonderer Gnadenakt, weil Gott dem
Wesenhaften etwas zuleitet, wozu es eigentlich in seinem Ablehnungswillen gegen Gott
nicht berechtigt ist .... Amen
B.D. 3166 empfangen am 21.6.1944 Glaubenskampf .... Der irdische Kampf wird beendet werden und statt dessen der Kampf entbrennen,
der gegen den Glauben und gegen alles Geistige gerichtet ist. Es ist auch dies schon
zuvor angekündigt worden, auf daß die Menschen erkennen, wann das Ende nahe ist,
denn dieser Kampf geht dem letzten Ende voraus. Sowohl die Menschen als auch Gott
fordert den letzten Entscheid, nur daß die Menschen fordern, daß der Glaube abgelehnt
werde, während Gott fordert, daß Er anerkannt werde und diese Entscheidung unbedingt getroffen werden muß. Der Kampf um den Glauben ist noch um vieles wichtiger
als der Kampf um irdische Güter und irdische Macht, denn nun wird es sich zeigen,
wieweit die Menschheit noch Gott-verbunden ist, wieweit sie die Kraft aus Gott in
Anspruch nimmt und also Widerstand leistet dem Begehren der Welt. Es wird sich zeigen, welche ungeheure Kraft im Glauben verborgen ist, d.h., um wie vieles kraftvoller
der Mensch ist, der tief glaubt und dadurch auch dem Willen Gottes gemäß lebt, denn
dieser braucht nicht aus sich allein tätig zu sein, sondern er ist immer in Verbindung mit
Gott und kann sich die Kraft Gottes zunutze machen, so er um der Mitmenschen willen für Gott und den Glauben an Ihn eintreten soll. Und darum wird der kommende
Glaubenskampf unvermeidlich sein, soll doch eine endgültige Klärung dadurch erzielt
werden, daß eine Scheidung der Geister erfolgt, d.h. der guten und bösen Menschen, die
am Ende ganz besonders auffällig in Erscheinung treten werden. Es wird dann nur
noch Menschen geben, die in der Liebe leben und Gott mit allen Sinnen zu erfassen
trachten, und solche, die alles verlachen und verfolgen, was auf göttliches Streben hinweist, die Gott leugnen und Seine Anhänger aufs ärgste anfeinden und vor keinem Mittel zurückscheuen, um das Ziel zu erreichen, Gott aus den Gedanken der Menschen zu
verdrängen. Und es wird keine unschlüssigen oder wankelmütigen Menschen mehr
geben, die sich noch nicht endgültig entschlossen haben, sondern wer nicht für Gott
und den Glauben ist, der ist völlig wider Ihn und muß als Gegner Gottes angesprochen
werden. Und diese endgültige Scheidung der Geister muß stattfinden, auf daß wieder
eine Zeit des geistigen Aufblühens folgen kann, die zwar erst auf der neuen Welt
beginnt, aber doch nach der völlig entgeisteten Zeit vor dem Ende der alten Erde ihren
Anfang nimmt, denn die in der Liebe und in der Wahrheit stehenden Menschen werden
sich finden und gemeinsam die kurze Zeit des Glaubenskampfes bestehen und den
Ungläubigen auf Erden noch die Kraft des Glaubens beweisen, auf daß noch einigen
wenigen die letzte Möglichkeit geboten wird, in das Lager der Gottgetreuen herüberzuwechseln .... (22.6.1944) Und bevor das Ende gekommen ist, wird sich eine klare Scheidung ergeben haben zwischen den Gott-zugehörigen und den Gott-abtrünnigen Menschen, die Gott nun richten wird nach Recht und Gerechtigkeit. Doch nur ein Glaubenskampf bringt diese Scheidung zuwege, und dieser muß durchgeführt werden mit
aller Zähigkeit, und er wird große Anforderungen stellen an die Menschen, die Gott
treu bleiben wollen, denn die Kampfesweise des Gegners ist brutal und rücksichtslos
und kann sehr leicht die Menschen zum Abfall bewegen, die nicht ganz feststehen und
sich des Schutzes von oben sicher fühlen. Doch ihrer Not gedenket Gott, und Er ist zur
Hilfe immer bereit .... Amen
B.D. 3167 empfangen am 22.u.23.6.1944 Los des Geistig-Toten im Jenseits .... Geistig tot zu sein ist das schrecklichste Los, sowohl auf Erden als auch im Jenseits.
Auf Erden spürt der Mensch dieses Los nicht, solange er sich an den Freuden der Welt
schadlos hält, d.h. über diesen seine Seele vergißt und also auch des leblosen Zustandes
dieser sich nicht bewußt ist. Denn nur seine Seele ist davon betroffen, während der Körper sich irdische Genüsse schafft, solange er lebt, und die Untätigkeit der Seele, ihre
Kraftlosigkeit nicht empfindet. Erst so die Seele ins jenseitige Reich eintritt, so sie die
körperliche Hülle abgelegt hat, kommt ihr die Kraftlosigkeit zum Bewußtsein und mit
ihr das entsetzliche Los, das sie nun auf sich nehmen muß, weil sie das Erdenleben nicht
dazu genützt hat, den Geist in sich zum Leben zu erwecken. Nun ist ihr die Gelegenheit
genommen, sie kann nicht mehr aus eigener Kraft tätig sein, sondern ist in einem
Zustand völliger Ohnmacht, aus dem sie sich nicht selbst befreien kann. Ihr fehlt jegliches Wissen, sie ist in völlige Dunkelheit gehüllt, lichtlos ist ihre Umgebung, ihr Seelenzustand, und daher ist sie auch gänzlich unfähig, in Liebe zu wirken, denn dieses erfordert Wissen, und Wissen ist Licht .... Amen
B.D. 3168 empfangen am 23.6.1944 Widerlegen der Einwände des Ungläubigen .... Der wissende Mensch wird jeden Einwand widerlegen können, den der ungläubige Mensch anführt, um seinen Unglauben damit zu begründen. Denn so er einmal das rechte Wissen, die göttliche Weisheit, entgegengenommen hat, wird er jede falsche Ansicht entkräften können, weil ihm selbst jeder Zweifel gelöst und jede Frage beantwortet worden ist und er somit die eigene Erkenntnis den Einwänden des Ungläubigen entgegensetzen kann. Er kann nun sein Wissen verwerten, er kann selbst aufklärend wirken, Irrtümer berichtigen, Fragen beantworten; er kann lehren und Weisheiten austeilen, die jedoch nur dann als (Wahrheit) Weisheit erkannt werden, wenn der Zuhörer ernsten Verlangens nach Wahrheit ist. Denn um einen Ungläubigen zum Glauben zu gewinnen, muß der Lehrende fähig sein, alle Bedenken in ihm zu zerstreuen, er muß ihm die göttliche Wahrheit in einer Weise nahebringen, daß auch der verstandestätige Mensch sich ihr nicht verschließen kann, so er ernstlich über das Vernommene nachdenkt. Er muß das Wissen, das er dem Mitmenschen weitergeben will, logisch zu begründen suchen, so daß selbst der Kritiker nicht restlos ablehnen kann, sondern er dazu Stellung nehmen muß. Das Wissen, das er selbst empfangen hat, verpflichtet ihn zum Weiterleiten, es befähigt ihn aber auch dazu, so daß er nur etwas ausführt, wozu er vorbereitet worden ist durch das Zuleiten der Wahrheit aus Gott. Zwar werden ihm Gegner erstehen, die gar mächtig an seinem Wissen rütteln wollen, denn überall, wo die Wahrheit verbreitet wird, sucht auch der Gegner Gottes sich durchzusetzen, um jene zu unterbinden. Doch wer um der Wahrheit willen sich für diese einsetzet, wer nicht irdisch Ehre und Ruhm zu gewinnen sucht, der wird keinen Gegner zu fürchten brauchen, denn er spricht nur im Auftrag Gottes, und er steht nun auch in der Kraft Gottes, so er Sein Wort vertritt. Was Gott zuvor dem Menschen in Seiner Liebe vermittelt hat, um ihn als Wahrheitsträger auszubilden, das bleibt unwiderruflich sein geistiges Eigentum, selbst wenn er gedanklich es noch nicht ganz beherrscht, doch so er die lehrende Tätigkeit ausübt, werden ihm die Gedanken zuströmen, wie er sie benötigt, um für die Wahrheit zu sprechen. Und es werden seine Worte auch überzeugen, so auch der Partner um der reinen Wahrheit willen eine Aussprache gesucht hat. Doch erfolglos werden sie an den Ohren dessen verhallen, der nur aus Streitlust Einwände aufwirft, an deren Widerlegung ihm nichts gelegen ist. Doch der Vertreter der reinen Wahrheit wird dies bald erkennen und mit seinen Worten sparsam umgehen, denn sein Wissen teilet er nur aus, wo es begehrt wird, weil Gott es ihm ins Herz legt, weil es kostbares Gut ist, das auch er nur empfangen konnte durch inniges Verlangen danach .... Amen
B.D. 3169 empfangen am 24.6.1944 Vorzeitiges Abscheiden letzte Gnade .... Ungezählte Seelen gehen in unreifem Zustand bei ihrem Ableben in das geistige Reich hinüber, und ihr Los ist darum wenig beneidenswert. Das Lichtreich ist ihnen verschlossen, und sie sind in einer Umgebung, die ihrem unreifen Zustand angepaßt ist .... die ihnen aber durchaus nicht zusagt, denn in diesen Seelen ist die Ichliebe besonders stark entwickelt, weshalb sie auch auf Erden wenig Liebe am Nächsten geübt haben und keinen hohen Entwicklungsgrad erreichen konnten. Die Ichliebe nun läßt sie ihr mangelhaftes Los besonders schwer empfinden, denn nirgends wird sie diese befriedigen können. Zwar stellt ihr das eigene Verlangen alles vor, was sie sich wünscht, doch sowie sie es zu ergreifen sucht, erkennt sie, daß es nur Trugbilder sind, und diese Erkenntnis ist desto quälender, je verlangender sie die irdischen Güter begehrt. Sie hat im Erdenleben die Materie noch nicht überwunden und nimmt das Verlangen danach mit in das Jenseits hinüber, und folglich hat sie auch nicht das Bedürfnis, auszuteilen und die Seelen, die ihr Los teilen, zu beglücken, weil sie auch auf Erden wenig Mitgefühl hatte für die Leiden und Sorgen der Mitmenschen. Und doch gewähret Gott auch diesen Seelen noch Gnaden und gibt ihnen erneut Entwicklungsmöglichkeiten, so daß sie auch im Jenseits noch zu höherer Reife gelangen können. Denn durch ihren Hang zur Erde, der allen unreifen Seelen eigen ist, halten sie sich noch vorwiegend in Erdennähe auf, und sie können nun die durch Menschenhand ausgeführten Vernichtungen sehen, sie erkennen daraus die Wertlosigkeit irdischer Güter, sie sehen die irdische Not auf Erden und können sogar dadurch sich veranlaßt fühlen, ihren Hilfswillen zum Ausdruck zu bringen. Und also trägt die irdische Not bei einzelnen Seelen zur Änderung ihres Denkens bei, und sie überwinden die Ich-Liebe und stehen nun im Anfang ihrer Höherentwicklung im Jenseits. Diese Gnade wird heut unzähligen Menschen noch von Gott gewährt, daß also die Lieblosigkeit der Menschen zwar ihr irdisches Ende herbeiführt, da das Erdenleben nicht genützt wird zum Zwecke der Höherentwicklung der Seelen, daß aber die nun abgeschiedenen Seelen sich dennoch in Erdennähe aufhalten dürfen, um nun an dem Leid und Elend der Menschen ihre Gesinnung zu wandeln, um die Wertlosigkeit irdischer Güter einzusehen und das Verlangen danach zu unterdrükken. Ist aber die Ichliebe außergewöhnlich stark, dann trägt auch diese irdische Not nicht zur Änderung bei, dann wird das Verlangen nur immer heftiger werden nach den Gütern der Welt, und die eigene Phantasie wird ihm alle Dinge vorgaukeln, die das Wesen sich ersehnt. Dann ist aber auch der Zustand außergewöhnlich quälend, und es ist die Seele in größter Gefahr, sich rückschrittlich zu entwickeln und die letzte Gnade im jenseitigen Reich nicht mehr zu nützen. Es ist diese Gefahr groß, und doch ist das Ableben vor dem letzten Ende für solche unreife Seelen noch eine Gnade, denn dann gibt es keine Möglichkeit mehr, zu reifen im Jenseits trotz niedrigen Reifegrades. Es ist darum das vorzeitige Ableben ein Beweis der göttlichen Liebe, die solchen Seelen noch Rettung bringen möchte, da sie im Erdenleben versagt haben. Es ist ein letztes Mittel, sich zur Liebe zu wandeln, und Gott lässet kein Mittel unversucht, um allem Wesenhaften noch Rettung zu bringen, ehe es zu spät ist. Doch wie es diese Mittel nützet, ist seinem freien Willen anheimgestellt .... Amen
B.D. 3170 empfangen am 25.6.1944 Einfluß der geistigen Kräfte dem Willen des Menschen gemäß .... Es bringen sich immer die geistigen Kräfte zur Geltung, die durch den Willen des Menschen anerkannt werden, und also wird auch der Gedankengang des einzelnen beeinflußt von jenen Kräften. Nun muß sich der Mensch ernstlich darüber Rechenschaft ablegen, ob sein Wille dem Guten oder dem Schlechten zugewandt ist, denn seinem Verlangen, seinem Denken und Willen entsprechend, wird er gefördert von geistigen Kräften, die ihn für sich gewinnen wollen. Sein Lebenswandel ist entscheidend, welche geistigen Kräfte sich ihm zugesellen, ferner ist die Einstellung zu Gott bestimmend, welche Macht diese Wesen über ihn haben, denn ein inniges Gebet zu Gott um Hilfe verdrängt die Feinde seiner Seele, wenngleich der Mensch den Versuchungen erlegen ist und sich zu Taten hinreißen ließ, die sichtliches Einwirken schlechter Kräfte verraten. Es nützen die schlechten Geistwesen oft die Schwäche des Menschen aus, und sie bestimmen ihn zu Taten, die nicht recht sind vor Gott. Bringt aber der Mensch den Willen auf, sich mit Gott im Gebet zu verbinden, so erkennt er bald das Unrechte seines Denkens und Handelns, und er macht sich frei von den ihn bedrängenden Kräften, indem er Gott um Hilfe anruft wider den Versucher. Dagegen wird der Mensch, dessen Trachten stets dem Guten gilt, von guten Kräften gelenkt und auch geschützt werden, so daß er von den schlechten Geisteskräften nicht bedrängt werden kann und die guten Kräfte nun erfolgreich an ihm arbeiten können, indem sie seine Gedanken nun lenken und ihm viele geistige Reichtümer vermitteln, ihn aber auch bestimmen zu eifriger Seelenarbeit. Er wird stets und ständig die Verbindung suchen mit Gott und dadurch auch hell und klar erkennen, was dem Willen Gottes entgegengerichtet ist. Also wird er auch sich fernhalten von Menschen, die dem Willen Gottes zuwiderhandeln, und ebenso hält er sich auch die geistigen Wesen fern durch seinen Willen, gut zu sein. Er kann Widerstand leisten und sich verschließen den Einflüsterungen schlechter Kräfte, weil schon ein Gott-zugewandter Gedanke deren Wirken Einhalt gebietet, der Mensch also nimmermehr schutzlos ihnen preisgegeben ist, wie umgekehrt die Macht jener Geistwesen groß ist, so der Mensch selbst willig ist, mit ihnen in Verbindung zu treten durch Abkehr von Gott, durch unrechte Gedanken und Verlangen nach der Welt und ihren Gütern, die nur Lockmittel sind von seiten des Feindes seiner Seele, um ihn von Gott abwendig und ihm geneigt zu machen. Der Mensch kann Widerstand leisten, er ist dazu stark genug, sowie er sich im Gebet mit Gott verbindet. Schaltet er aber Gott aus, so überläßt er sich den Kräften und räumt ihnen die Macht über sich ein, aus der er sich dann schwer befreien kann. Wie des Menschen Sinnen und Trachten ist, so ist auch seine geistige Umgebung .... denn der Mensch bestimmt selbst diese, und er muß sich auch verantworten für sein Denken, Fühlen und Wollen, weil es sein völlig freier Wille ist, welchen Kräften er sich ausliefert. Denn keines geistigen Wesens Einfluß ist so groß, daß er gegen seinen Willen gezwungen wird zum Handeln und Denken. Er genießet den Schutz Gottes, so er Ihn anrufet und also die Verbindung mit Ihm herstellt, ansonsten er sich den Kräften der Finsternis ausliefert und dies ebenfalls sein freier Wille ist .... Amen
B.D. 3171 empfangen am 26.6.1944 Göttliche Gnadensonne .... Die göttliche Gnadensonne sendet ununterbrochen ihre Strahlen zur Erde nieder,
und wer in ihrem Lichtkreis zu stehen begehrt, der wird ihre Strahlen wohltätig empfinden und leben. Doch auch nur dieser wird leben, denn es ist das Leben des Geistes,
das durch die göttliche Gnadensonne erweckt und gefördert wird. Die Menschheit lebt
dahin, ohne um die Wohltat und die Wirkung der Strahlen zu wissen, die durch die
Liebe Gottes zur Erde geleitet werden, und darum ist sie tot im Geist, sie kennt nicht das
wahre Leben, wenngleich sie sich lebend wähnt. Und dieser Zustand des Todes kann
nur gewandelt werden durch das Licht der göttlichen Gnadensonne, doch ohne diese
bleibt es finstere Nacht in den Herzen der Menschen, und geistiger Tiefstand, Not und
Trübsal sind die Begleiterscheinungen einer solchen Finsternis. Doch selig, dem in solcher Not das Verlangen kommt nach Licht, der einem Strahl nachgeht, der ihm wie ein
schwacher Lichtschimmer den Weg weiset dorthin, wo die Gnadensonne hell und
leuchtend scheint und die Herzen der Menschen erwärmt und belebt. Jeder Strahl übt
seine Wirkung aus, und wer einmal diese gespüret hat, dessen Verlangen steigert sich,
und er entziehet sich dieser Strahlenwirkung nimmer, denn er weiß nun, was Leben
heißt, und kehrt in den toten Zustand zuvor nicht mehr zurück .... Amen
B.D. 3172 empfangen am 27.6.1944 Lichte Höhen .... Aus lichten Höhen tönet die Stimme Gottes zur Erde herab, und in diesen hohen
Regionen regieret Liebe, und die Liebe spricht zu den Menschen und suchet sie zur
Liebe zu wandeln, weil wieder nur eine zur Liebe gewordene Seele in diese lichten
Höhen eingehen kann. Und darum muß der Seele der Weg gezeigt werden, wie sie zur
Liebe sich gestalten kann, und diesen Weg weiset ihr Gott Selbst durch Sein Wort .... Die verkehrte Liebe hat als Ziel immer etwas Materielles, sie sucht etwas zu besitzen,
was noch unreife geistige Substanzen in sich trägt, und sie ist daher irdisch, sie entspringt dem Verlangen nach irdischen Gütern, nach vermehrtem Wohlleben des Körpers .... Amen
B.D. 3173 empfangen am 28.6.1944 Lieblosigkeit
- Zerstörung der Schöpfung .... Aus (In?) einer Welt des Hasses kann keine Liebe geboren werden, und darum werden die Menschen immer feindselig gegeneinander vorgehen und so ihren eigenen
Untergang beschleunigen, denn Lieblosigkeit bedeutet das Ende dessen, was Gott
geschaffen hat, Lieblosigkeit begünstigt die Zerstörung in jeder Weise. Sie ist die Triebkraft des Vernichtungswillens, und da Gott dem menschlichen Willen die Freiheit gegeben hat, ihn auszuführen, und er von unten her dazu Kraft empfängt, so tobt sich der
Mensch aus in erschreckender Weise, und es muß dies den beschleunigten Untergang
zur Folge haben. Eine Welt des Hasses und der Lieblosigkeit ist in äußerster Gottferne
und kann Seine Kraft nicht mehr empfangen, der sie selbst sich verschließt. Sonach
kann es kein Bestehen mehr für diese Welt geben, und somit ist die geistige Begründung
eines Unterganges der alten Erde gegeben, und unzählige Geistwesen treten im Auftrag
Gottes in Aktion und bringen eine gewaltige Eruption zustande, denn es wollen diese
Geistwesen ihren alten Aufenthaltsort verlassen, sie lechzen nach Befreiung, um nun
ihrerseits den Erdengang der Aufwärtsentwicklung zu beginnen in verschiedenster
Form. Irdisch bedeutet es Erschütterung der Erde in ihrem Kern und eine totale Umänderung der Außenform, Vergehen alter Schöpfungen und Entstehen völlig neuer Formen, die dem noch unreifen Geistigen Aufenthalt gewähren. Es bedeutet ferner das
Ende unzähliger Menschen und jeglicher lebenden Kreatur, es bedeutet eine Zerstörung der Schöpfungswerke durch göttlichen Willen, weil Gott in neuen Schöpfungswerken wieder dem Geistigen Gelegenheit geben will, sich Ihm zu nähern, die übergroße Entfernung zu verringern und sich zu wandeln zuerst im gebundenen und
zuletzt im freien Willen. Haß und Lieblosigkeit zerstören, die Liebe Gottes aber richtet
wieder auf .... Amen
B.D. 3174 empfangen am 28.u.29.6.1944 Wandlung des Wesens - Kraftanforderung - Wille .... Der Wille des Menschen kann eine völlige Wandlung seines Wesens zuwege bringen, wenn er sich die Kraft zur Ausführung erbittet von Gott und dann seinem Willen die Tat folgen läßt. Denn ihm steht die Kraft wohl zur Verfügung, sowie sie angefordert wird, es muß jedoch erst der Wille des Menschen sich äußern, weil eine Wandlung des Wesens nur im freien Willen stattfinden kann, wenn sich der Mensch mit Gott, als dem Geber der Kraft, in Verbindung setzt. Es muß also unbedingt Gott anerkannt werden, der Mensch muß Ihm seine Schwäche eingestehen und also sich Ihm unterwerfen und Ihn in aller Demut um Seinen Beistand bitten. Dann hat sich der Gott-abgekehrte Wille Ihm wieder zugewandt, und jede Tat, die er nun vollbringt, wird zu seiner Wandlung beitragen, denn ein Gott-zugewandter Wille kann nun nichts mehr tun, was Gott-widrig ist, weil die Kraft aus Gott seinem Wirken zugrunde liegt. Die Verbindung mit Gott ist sein sicherster Schutz dafür, Handlungen zu begehen, die dem Willen Gottes entgegengerichtet sind. Und darum muß inniges Gebet um Kraft ihm stets einen geistigen Fortschritt eintragen, während ein Mensch ohne Kraftanforderung keinen Wandel seines Wesens verzeichnen kann, denn er ist zu schwach, seinen Willen zur Ausführung zu bringen, sowie er sich überheblichen Geistes stark genug dafür glaubt. Irdische Taten zwar wird er ausführen können unter Nützung der ihm ständig zuströmenden Lebenskraft, es bringen diese aber nur dann eine Wandlung der Seele, seines Wesenhaften, zuwege, wenn sie im Liebeswirken bestehen, und dies bekundet schon einen Gott-zugewandten Willen, der auch dann die Verbindung mit Gott anstreben wird. Also wird ein Mensch, der uneigennützige Liebeswerke verrichtet, sich auch bejahend einstellen zu Gott, er wird die Kraft aus Gott empfangen können als Folge seines Liebewirkens, und es ist letzteres dann unbewußtes Anfordern der Kraft, die ihm zur Verfügung steht, während das bewußte Anfordern, das Gebet um Kraft, sein Denken, Wollen und Handeln bestimmt, in Liebe zu wirken, so daß dies gleichfalls geistige Wandlung bedeutet. Es kann aber ein Mensch unentwegt irdisch tätig sein, ohne daß seine Tätigkeit ein Liebeswirken ist, dann trägt diese Tätigkeit keineswegs zur Wandlung seines Wesens bei, weil ihm nur die Lebenskraft zuströmt, nicht aber die geistige Kraft, die sein Wesen umgestaltet. Und ein solcher Mensch hat unbedingt das Gebet nötig, er muß sich diese Kraft anfordern, was zuvor seinen Willen bedingt, sich so zu formen, wie es seine Aufgabe ist auf Erden. Dieser Wille aber hat zur Voraussetzung, daß der Mensch einen Sinn und Zweck seines Erdenlebens anerkennt und daß er an eine Wesenheit glaubt, vor Der er sich verantworten muß. Mangelt dieser Glaube, dann wird er auch niemals den Willen aufbringen zu einer Wandlung seines Wesens und die dazu nötige Kraft anfordern. Dann lebt er sein Erdenleben völlig erfolglos, so er nicht aus eigenem Antrieb die Liebe übt, die ihn unweigerlich dem Erkennen entgegenführt, so daß er zuletzt doch das rechte Verhältnis zu Gott herstellt, sich Ihm anzugleichen versucht und dazu die erforderliche Kraft von dem höchsten und vollkommensten Wesen erbittet. Sowie sich nur der Wille Gott zuwendet, nimmt Gott Sich auch des Menschen an, da dies schon der Beginn des Wandelns des Wesenhaften ist, dessen Gottabgewandter Wille die Ursache seiner Verkörperung auf Erden ist. Doch der Mensch kann die ihm zuströmende Kraft vermehren bis ins ungemessene, sowie er sie begehrt und darum bittet. Dann wird ihm niemals die Kraft mangeln, an seiner Vollendung zu arbeiten, er wird fort und fort Liebestaten ausführen können und dadurch sich der ewigen Gottheit angleichen, und er wird stets mehr und mehr bewußt Fühlung nehmen mit Gott, denn dies ist das Merkmal der Kraft aus Gott, daß sie zu unentwegter Tätigkeit antreibt und den Menschen Gott entgegenführt, so daß seine geistige Entwicklung ungehindert vor sich geht und er sein Ziel erreicht, solange er auf Erden weilt .... Amen
B.D. 3175 empfangen am 30.6.1944 Verantwortung der Lehrenden .... Eine ungeheure Verantwortung nimmt der Mensch auf sich, der sich erbietet, den Mitmenschen geistiges Wissen zu vermitteln, denn er trägt dann nicht die Verantwortung für dessen irdisches Leben, sondern für das der Seele, die unvergänglich ist, die bei Vermittlung des rechten Wissens sich durch ihren Willen das ewige Leben erringen kann, aber auch bei Vermittlung des Irrtums dem geistigen Tode verfallen kann. Und darum muß der Lehren-Wollende zuerst in der Wahrheit stehen, um diese verbreiten zu können .... er muß selbst um die große Gefahr wissen, die das Verbreiten von Irrlehren für die Seele bedeutet. Und er muß alle Vorbedingungen kennen und auch erfüllen, die ihm die reine Wahrheit gewährleisten. Dieses Wissen vermittelt ihm Gott Selbst, so er ernsten Willens ist. Er belehret ihn in der faßlichsten Weise, sowie es sein Wille ist, den Mitmenschen die Wahrheit zu bringen zum Heil ihrer Seelen. Er muß sich aber auch dessen bewußt sein, welche verantwortungsreiche Aufgabe er übernommen hat, damit er unentwegt nur die reine Wahrheit anstrebt, um sie nun auch empfangen zu können. Also es muß der Mensch sein Amt vollbewußt ausführen, es muß ihn selbst die Wahrheit so bewegen, daß es ihn drängt, sie den Mitmenschen weiterzugeben, er darf nicht lau und träge werden, weil dies sein Wahrheitsverlangen schwächt und also eine Gefahr bedeutet. Es hat der Lehren-Wollende gewissermaßen das seelische Los derer in der Hand, die von ihm das Wissen entgegennehmen, und dessen muß er eingedenk bleiben während seiner lehrenden Tätigkeit. Darum muß die Überzeugung erst in seinem Herzen Wurzeln schlagen, er muß selbst so tief eindringen in die Wahrheit, daß er sie voll und ganz vertreten kann auch den Mitmenschen gegenüber. Und dieser Zustand erst befähigt ihn zum Wirken für Gott, und er ist die Folge eines Gott voll und ganz zugewandten Willens. Durch die bedingungslose Hingabe an Gott wird er sich nun so wandeln, daß er zum Träger des Lichtes, der reinen Wahrheit aus Gott, werden kann. Der Wille muß vom Menschen selbst ausgehen, dann geht ihm von Gott auch die Kraft zu, den Willen in die Tat umzusetzen. Also wird der Mensch, dem das Seelenheil der Mitmenschen am Herzen liegt, auch fähig werden, diesen zu helfen, er wird fähig werden, sie zu belehren, indem ihm selbst das geistige Gut vermittelt wird, das er nun weiterleiten kann. Es soll die lehrende Tätigkeit nicht als ein Beruf aufgefaßt werden im irdischen Sinne, sondern in vollster Uneigennützigkeit soll den Mitmenschen das geboten werden, was Gott zuvor dem Lehrenden Selbst geboten hat, ihn soll nur die Liebe zu Gott und zum Nächsten, zu dem unerlösten Menschen, antreiben, lehrend tätig zu sein, und dies wird nur dann der Fall sein, wenn er selbst um die Aufgabe des Menschen auf Erden weiß, wenn er also durch eigenen Gott-gefälligen Lebenswandel und einen Gott völlig untergeordneten Willen gewürdigt wurde, die Wahrheit von Gott zu empfangen. Dann nimmt er sein Lehramt ernst, und er strebt nur danach, sein Wissen zu erweitern, um es an den Mitmenschen unverändert weiterzugeben. Dann wird er auch sich der Verantwortung bewußt sein und von sich aus ernstlich streben nach Wahrheit, und dann kann er auch unbedenklich das empfangene geistige Gut vermitteln denen, die es begehren, er kann Liebe lehren denen, die noch unwissend sind, und sie dadurch auf den rechten Weg leiten, der zu Gott, zum ewigen Leben führt. Und darum kann als Lehrender nur der Mensch in Betracht kommen, der kein anderes Ziel kennt, als Gott zu dienen, und Ihm dies durch seinen ständigen Willen kundgibt, geistiges Gut zu empfangen, der also stets und ständig die Verbindung mit Gott aufrechterhält und nun von Ihm eingeführt wird in das rechte Wissen, in die Wahrheit aus Gott .... Amen
B.D. 3176 empfangen am 30.6.1944 Lebensweg vorbestimmt je nach Willen .... Der Lebensweg des Menschen entspricht dem Reifezustand der Seele bei ihrer Verkörperung auf Erden, d.h.,es ist ihm von Gott das Erdenleben so vorgezeichnet, daß die Seele die beste Möglichkeit hat, sich zur Höhe zu entwickeln. Ist nun der Mensch auf seine Seele bedacht, so nützet er auch jede Gelegenheit, und er erreicht auf Erden sein Ziel, er gleicht sich der ewigen Gottheit an durch einen Lebenswandel nach dem Willen Gottes. Er kann aber auch alle Gelegenheiten ungenützt vorübergehen lassen, und es bedeutet dies einen geistigen Stillstand, ein Manko in seiner Entwicklung. Und dieses Manko soll nun wieder ausgeglichen werden, und darum tritt das Leben oft mit großen Anforderungen an ihn heran, die seine ganze Kraft erfordern, so er ihnen nachkommen will. Ihm wird also gewissermaßen noch einmal die Gelegenheit geboten, sich zu üben in der Nächstenliebe, indem von ihm Dinge gefordert werden, die seinen ganzen Willen benötigen, die aber dienende Nächstenliebe voraussetzen. Erfüllt er diese Anforderungen, so muß er seinen Willen tätig werden lassen und zum Wohl der Mitmenschen nun wirken. Und eine solche Tätigkeit kann der Seele die Reife eintragen, weil sie die Nächstenliebe als Triebkraft hat und diese das wirksamste Mittel ist zur Erlangung der Seelenreife. Ist der Mensch von Jugend an in dienender Nächstenliebe tätig, so nützet er eine jede Gelegenheit, die sich ihm bietet, zur geistigen Fortentwicklung, denn dann erkennt er auch hell und klar den Sinn und Zweck seines Erdendaseins. Ist er jedoch lau und träge und ist sein Herz versteinert gegen das Leid der Mitmenschen, dann lässet er auch jegliche Entwicklungsmöglichkeit vorübergehen, er denkt nur an sich selbst, und er läßt die Not der Mitmenschen unbeachtet, er lebt nun auch in völliger Unkenntnis seiner eigentlichen Erdenaufgabe, und also strebt er auch nicht bewußt zur Höhe. Es kann nun schon vor der Verkörperung als Mensch die Seele überaus willig gewesen sein, und diese Willigkeit trägt ihm nun einen Erdenlauf ein, der ihm sehr hohen geistigen Fortschritt bringen kann, denn seinem Willen entsprechend gibt ihm Gott auch die Gelegenheit, ihn tätig werden zu lassen. Ihm wird also das Leben verhältnismäßig leichtfallen insofern, als daß seine Seele keinen Widerstand leistet, sondern willig und strebend den Geboten Gottes nachkommt, weil ihr die Kraft zugeht als Folge ihrer Willigkeit. Denn es ist die Kraft der Liebe, die jedes Liebeswirken wieder nach sich zieht. Eine willige Seele aber sträubt sich nicht, Liebeswerke zu verrichten, weil selbst in ihr die Liebe wohnt und weil die Liebe im Herzen unentwegt zur Liebetätigkeit anregt. Und darum wird ihm überreich Gelegenheit geboten, ganz gleich, wie er diese Gelegenheit nützet. Je weniger Widerstand nun ein Mensch dem inneren Drängen entgegensetzt, desto schneller reifet die Seele, denn sie wird dann fortgesetzt zum Liebeswirken angespornt, und so wandelt sich die Seele langsam zur Liebe, sie erfüllt ihre Aufgabe auf Erden, und jedes Erlebnis trägt zu ihrer Höherentwicklung bei. Denn je nach ihrer Willigkeit ist auch das Erdenleben für die Seele vorbestimmt, das sie nun mit großem Erfolg zurücklegen kann .... daß sie die Seelenreife erlangt auf Erden, die ihr den Eintritt in das Lichtreich sofort nach ihrem Ableben gestattet .... Amen
B.D. 3177 empfangen am 2.7.1944 Erkennen der göttlichen Gnadengabe .... Die größte Gnade ist das Zuleiten des Wortes Gottes in einer Form, daß es nicht nur einem Menschen, sondern der Allgemeinheit mitgeteilt werden kann. Ein Vorgang, der so außergewöhnlich ist, muß als eine besondere Gnade erkannt werden, als ein Liebeswerk Gottes an der Menschheit, das zu ihrer Rettung vollbracht wird. Und wer darüber ernstlich nachdenkt, den muß die Liebe Gottes tief berühren und mit großer Dankbarkeit erfüllen, weiß er doch auch sich selbst erfaßt von dieser Liebe, so er die Gelegenheit nützet und das Wort Gottes tief in sein Herz eindringen läßt. Doch zumeist wird diese Gnadengabe nicht erkannt. Es wird nicht des außergewöhnlichen Vorganges geachtet wie auch nicht der tiefen Weisheit, die das vermittelte Wort in sich birgt. Denn der Verstand des Menschen sucht alles irdisch zu erklären, und er sieht die Ursache der geistigen Ergebnisse in der besonderen Fähigkeit des Empfangenden, sein eigenes Gedankengut niederzuschreiben, weil ihm selbst der Glaube fehlt an ein liebevolles Wesen, Das in Seiner Weisheit und Allmacht den Menschen zu helfen sucht. Denn dieser Glaube ist unbedingt erforderlich, um die göttliche Gnadengabe als solche zu erkennen. Und darum kann das Wort Gottes nicht verbreitet werden wie eine Weltanschauung, weil nicht irdische Fragen aufgeworfen und erörtert werden, für geistige Belehrungen aber der Glaube fehlt und somit das Wort Gottes nicht der Welt angehört, sondern denen, die außerhalb derer stehen, d.h. sie schon so weit überwunden haben, daß ihnen nur noch die geistige Welt begehrenswert dünkt. Und darum findet die göttliche Gnadengabe so wenig Beachtung und Anerkennung, denn es sieht und hört die Menschheit mit den Augen und Ohren des Körpers, und diese gehören noch der Welt an, weswegen sie nur das beachten, was ihrem irdischen Leben nützet und was sie daher auch vertreten und verbreiten wollen. Doch die Gott-suchenden, gläubigen Menschen werden das Wort Gottes erkennen. Sie spüren die göttliche Fürsorge und wissen sich gelenkt, und also ist es ihnen auch verständlich, daß ein Schöpfer Seine Geschöpfe nicht ohne Hilfe läßt, so sie in Not sind. Und daß sie in Not sind, erkennen sie ebenfalls daran, daß kein geistiges Streben unter der Menschheit ist und daß dieses nur durch das Wort Gottes erreicht werden kann, so die Menschen willig sind. Denn das Wort Gottes ist das Bindemittel, das die Gott-fernen Menschen wieder in das rechte Verhältnis zu Gott versetzen kann. Es ist der Weg, der aus dem irdischen Reich in das geistige Reich führt, es ist der Kraftquell, der die Menschen fähig macht, dem göttlichen Willen gemäß zu leben. Und einem gläubigen Menschen wird es auch nicht unmöglich erscheinen, daß Gott Sich außergewöhnlich äußert, denn er erkennt auch das Außergewöhnliche Seines Wirkens und ist darüber beglückt. Und nun wird sein Glaube und seine Liebe zu Gott vertieft, und er strebt Ihm immer eifriger entgegen. Also lässet er die Gnade an sich wirksam werden, die ihm durch das Wort Gottes zuströmt, und er reifet an seiner Seele, er nimmt zu an Erkenntnis und formt sich zur Liebe .... Amen
B.D. 3178 empfangen am 3.u.4.7.1944 Vorzeitiges Zerstören der Form .... Das Vergehen einer Form bedeutet nicht ihr Ende, sondern nur einen Wechsel, eine Veränderung dessen, was sichtbar ist, also eine neue Hülle dessen, was unsichtbar ist und eine sichtbare Außenform benötigt. Und es ist dieser Wechsel immer ein Fortschritt, es ist das Zeichen einer gelösten Aufgabe, des Erfüllens einer dem Sichtbaren zugewiesenen Tätigkeit, die das Geistige darin ausgeführt hat. Und darum wird das Geistige das Vergehen der Außenform begrüßen, es wird jede alte Außenform bereitwillig hingeben, weil jede neue Hülle eine Stufe der Höherentwicklung ist, ein Schritt zur Vollendung, die ihm die Freiheit einträgt, das Freiwerden von der Materie, die für das Geistige einen Zwang bedeutet. Doch der Zeitraum eines Aufenthaltes in jeglicher Form ist von Gott festgesetzt, und nur das Innehalten dieses Zeitraumes bringt dem Geistigen die Reife, die es zum Beleben der nächsten Außenform benötigt. Wird aber diese Entwicklungszeit abgebrochen, was nur durch den Willen des Menschen geschehen kann, dann wird das Geistige in seinem Entwicklungsgang gestört, es wird wider-rechtlich am Ausreifen gehindert, und obwohl es jeder Form bereitwillig entflieht, so es diese überwunden hat, ist das gewaltsame Unterbrechen seiner Entwicklung keine Erlösung, sondern es empört sich das Geistige darüber, daß es ganz gegen seinen Willen bestimmt wird vom menschlichen Willen, seine alte Hülle zu verlassen, ohne den Reifegrad erlangt zu haben, der Bedingung ist zum Beleben der nächsten Form. Es ist nun gewissermaßen in der Freiheit, und es kann diese Freiheit nicht gebrauchen, denn es mangelt ihm an Kraft, die das Geistige erst empfängt im letzten Stadium als Mensch und dann erst das ausführen kann, was es selbst will. In den Vorstadien aber besitzt es nur so viel Kraft, um die Tätigkeit auszuführen, die ihm zugewiesen ist in der bestimmten Hülle. Ist aber die Hülle widerrechtlich zerstört worden, dann kann es sich nur äußern, indem es sich dem Geistigen in einer anderen Form zugesellt, daß es also gleichsam das darin befindliche Geistige zu erhöhter Tätigkeit antreibt, was ihm auch vorübergehend von Gott aus nicht verwehrt wird, bis es wieder in einer neuen Außenform gebunden und zu neuer Tätigkeit zugelassen ist. Durch den öfteren Wandel seiner Außenform wird das Reifen des Geistigen begünstigt, doch nimmermehr durch gewaltsame Zerstörungen, die vielmehr das Reifen verzögern und dadurch den Entwicklungsgang verlängern. Die göttliche Ordnung wird dadurch umgestoßen, was niemals ohne Nachteil bleiben wird, und zwar werden die Menschen selbst die Folgen dessen spüren, nur sich nicht Rechenschaft ablegen, daß sie selbst die Urheber sind von jeder mißlichen Lebenslage, die mit der Naturschöpfung zusammenhängt. Denn das vorzeitig frei gewordene Geistige bedrängt solche Naturschöpfungen, und diese wieder werden außergewöhnlich tätig, was zu Komplikationen innerhalb der Schöpfungswerke führt, die mehr oder weniger schwer sind, je nach der widerrechtlichen Zerstörung dessen, was Gott zum Zwecke des Ausreifens des Geistigen erstehen ließ. Denn wenn auch das Vergehen einer jeglichen Form dem göttlichen Naturgesetz entspricht, so darf doch nicht die Zeitdauer jener Form willkürlich verkürzt werden, es sei denn, eine solche Zerstörung geht vor sich in der Absicht, neue Ausreifungsmöglichkeiten zu schaffen, indem das Geistige erhöhte Gelegenheit hat, sich dienend zu betätigen, und diese Zerstörungen und Umgestaltungen der alten Form ein Akt der uneigennützigen Nächstenliebe ist, also sie zum Segen für die Mitmenschen ausgeführt wird. Es entspricht ein solches Auflösen oder Zerstören der alten Form auch dem Willen Gottes und kann von einem vorzeitigen Freiwerden des Geistigen nicht mehr gesprochen werden. Denn es entstehen neue Außenformen durch den Willen des Menschen, die nicht zwecklos sind, und das Geistige darin wird vor neue Aufgaben gestellt, durch welche die Entwicklung fortschreitet. Das Geistige also ist unzerstörbar, doch dem Menschen nicht sichtbar; das Sichtbare aber kann sich wohl auflösen und die alte Form zerfallen, es ist aber ebenfalls Kraft Gottes, die nicht vergeht, sondern nur vorübergehend zurückgezogen wird, bis der Wille Gottes sie wieder umgestaltet hat zu einer anderen, dem Menschen sichtbaren Form. Es sind immer wieder neue Schöpfungsakte, welche die Liebe Gottes zum Anlaß haben, um dem Geistigen zur Vollendung zu verhelfen, und ein immerwährendes Werden und Vergehen ist das sichtbare Zeichen einer ständigen Aufwärtsentwicklung, bis das Geistige die letzte Form, den menschlichen Körper, beleben darf, die ihm die endgültige Freiwerdung eintragen kann, so sein freier Wille sie recht nützet, also es freiwillig seine dienende Erdenaufgabe erfüllt, wozu ihm überreich Gelegenheit geboten wird .... Amen
B.D. 3179 empfangen am 6.7.1944 Zeit der Not und Trübsal auch für die Gläubigen .... Je lebendiger der Glaube ist, desto inniger wird die Verbindung sein mit Gott und desto merklicher auch die Kraftzufuhr, die den Menschen alles ertragen läßt, was ihm auferlegt ist. Denn die kommende Zeit wird große Anforderungen stellen an alle Menschen, und auch die Gläubigen werden innig um Kraft bitten müssen. Und es wird wie ein Sturm kommen über sie, der sie umzureißen droht, und nur die innige Fühlungnahme mit Gott lässet sie standhalten. Doch niemals ist die Not größer als Der, Der sie sendet, Der auch immer bereit ist, zu helfen, so Er gläubig um Beistand angerufen wird. Doch um der gesamten Menschheit willen ist die kommende Not unabwendbar, und verständlicherweise werden auch die Gläubigen nicht unberührt bleiben davon, nur können sie selbst sich diese verringern durch das gläubige Gebet. Es treiben die Menschen dem Höhepunkt entgegen, sie schrecken vor nichts zurück, so es dem Vernichtung bringt, den sie als Feind betrachten, und sie stürzen sich dadurch in große Schuld, die nicht anders gesühnt werden kann, als daß sie selbst unter dem leiden müssen, was sie dem anderen zufügen wollen. Und darum wird die Not alle treffen, denn überall sind Schuldige, wenn auch mitten unter ihnen Gläubige weilen, die nun das schwere Los auch auf sich nehmen müssen. Der Glaube wird sie stärken, und je lebendiger dieser ist, desto leichter tragbar wird die Not sein. Und sie werden auch vermögen, auf den Mitmenschen einzuwirken und manche von ihnen zum Glauben an Gott zurückzuführen. Denn darum sendet Gott die Not, daß sie sich noch erzieherisch auswirke an den wenigen, die noch zu retten sind. Und darum ist die große kommende Not eine Gnade vor dem Ende, sie ist noch ein Mittel zur Gewinnung der Seelen, die durch den schweren Druck, durch Trübsal und Elend nachdenklich werden und sich ernsthaft zu wandeln suchen. Denen soll der lebendige Glaube des Mitmenschen auf den rechten Weg helfen, er soll auch ihnen zum Glauben verhelfen und ihn Fühlung nehmen lassen mit Gott .... Und das sollen sich die Gläubigen stets vorhalten, daß sie benötigt werden in dieser Notzeit, daß Gott sie nicht vorher abruft, um in ihnen lebendige Zeugen auf Erden zu haben, die für Ihn und Seine Lehren eintreten, die offensichtliche Beweise sind für die einem tiefen Glauben entströmende Kraft Gottes und die statt Seiner reden und wirken sollen auf Erden unter denen, die Gott fernstehen. Nur Menschen können als Mittler auf Erden wirken, nur Menschen können das Wort Gottes empfangen und weiterleiten, weil Gott Selbst Sich nicht offensichtlich äußern kann, um die Glaubens- und Willensfreiheit nicht zu gefährden. Und es müssen dies Menschen sein, die selbst lebendig zu glauben vermögen und die auch durch Leid und Trübsal sich nicht niederdrücken lassen, sondern immer den Ungläubigen den Beweis liefern, daß die Kraft des Glaubens sie durchströmt und sie widerstandsfähig macht gegen alle irdische Drangsal. Sie müssen die Not der Zeit mit auf ihre Schultern nehmen, sie müssen sich wappnen mit der Kraft, die ihnen aus innigem Gebet zu Gott erwächst. Sie müssen stets und ständig bereit sein, als williges Werkzeug Gott zu dienen, wann und wo Er es für gut hält, und sie müssen deshalb alles ergeben auf sich nehmen und voller Geduld harren der Hilfe Dessen, Der ihnen Seinen Beistand zugesichert hat, Der sie nicht in der Not lässet, so sie Ihm gläubig vertrauen .... Amen
B.D. 3180 empfangen am 6.7.1944 Innige Verbindung mit Gott geboten .... Dem Gebot der Stunde müsset ihr alle nachkommen, und dieses lautet: Verbindet
euch innig mit Gott, denn nur mit Ihm werdet ihr euch behaupten können in der Welt.
Dringender denn je ist es, daß ihr Ihn suchet, daß ihr euch Ihm antraget und um Seine
Gnade und Seinen Segen bittet, denn die Not wird groß sein, und keiner wird euch helfen können als nur der Eine, Der über Himmel und Erde regieret. Und darum sollt ihr
euch Ihm verbinden, und zwar mit allem Eifer, denn es ist nicht mehr lange Zeit, daß ihr
außergewöhnliche Kraft benötigt. Und dann werdet ihr nicht mehr den Willen aufbringen können, an Ihn heranzutreten, so alles um euch zusammenzubrechen droht.
Darum rufet Ihn zuvor schon an und bittet Ihn, daß Er eure Kraft vermehre, daß Er alle
Schwäche von euch nehme, daß Er Sich eurer erbarme und euch nicht fallenlasse in den
Versuchungen, die jedem Gläubigen von seiten der irdischen Welt drohen werden. Das
innige Gebet zuvor findet Erhörung, sowie es nur dem geistigen Wohl gilt, und es brauchen die Menschen nicht zu fürchten, daß Gott Sich ihrer Sorgen und Nöte nicht
annehme .... Amen
B.D. 3181 empfangen am 7.7.1944 Binden des Gegners von Gott .... Gottes Macht ist unbeschränkt, und sie erstreckt sich auch in das Reich dessen, der
Sein Gegner ist. Auch diese geistige Welt ist Ihm untertan, und dennoch läßt Er Seinem
Gegner große Freiheit, indem Er ihm die Gewalt nicht nimmt über die Seele des Menschen, doch nur bis zu einer gewissen Grenze. Es ist der Mensch nicht schutzlos der
Gewalt des Bösen ausgeliefert, denn er kann ihm seinen Willen und seine Liebe entgegensetzen, und dann ist der Gegner Gottes völlig machtlos. Und Gott steht dem Menschen in jeder Weise zur Seite, so er sich an Ihn wendet um Hilfe. Doch es behält jener
die (Macht) Gewalt über den Menschen, so dieser selbst sie einräumt. Gott aber läßt dies
zu, weil der Mensch selbst tätig werden muß, will er vollkommen werden. Es müssen
ihm sowohl nach oben wie nach unten die Wege frei bleiben, er muß das Böse aus eigenem Antrieb meiden und dem Guten zustreben. Darum muß auch das Böse ihn beeinflussen können und kann deshalb nicht gänzlich verbannt sein in der Welt. Doch so der
Wille des Menschen zu schwach ist und er keine Unterstützung durch Gott erbittet, liefert er sich selbst der Macht des Bösen aus, und dieser nützet sie in einer Weise, daß er
Gott gänzlich zu verdrängen sucht, daß er alles Wesenhafte auf der Erde in seinen Bann
zu schlagen sucht und in einer Weise tätig ist, die Gott nun bestimmt, Seine Macht dagegenzusetzen und Seinen Gegner zu schlagen auf lange Zeit, ihn zu binden, d.h., ihm
seine Macht zu nehmen. Denn Ihm untersteht das gesamte geistige Reich, und auch das
muß sich Seinem Willen und Seiner Macht beugen, was sich Ihm nicht freiwillig unterstellt. Und so die Zeit gekommen ist, wird ihm jegliche Macht genommen. Seine Gegnerschaft erstreckt sich darauf, das Geistige von Gott zu trennen, es in endlose Ferne zu
versetzen und es in seine Gewalt zu bekommen. Das Geistige aber muß aus eigenem
Willen Gott zustreben, will es in Dessen Nähe kommen. Gezwungen wird es weder von
Gott, noch kann es der Gegner Gottes gezwungenerweise sich zuleiten, sondern eine
jede Macht sucht es für sich zu gewinnen, nur mit entgegengesetzten Mitteln .... Amen
B.D. 3182 empfangen am 8.7.1944 Quelle der Weisheit .... Eine zuverlässigere Quelle der Weisheit als das Wort Gottes gibt es nicht,
denn von Gott geht die Wahrheit aus, und Er Selbst vermittelt sie den Menschen
durch Sein Wort. Wer daher unentwegt schöpfet aus dieser Quelle, der braucht
niemals zu befürchten, sich im Irrtum zu befinden, denn das Empfangen des göttlichen
Wortes ist eine Kraftäußerung geistiger Mächte. Es verfügen aber nur Lichtwesen
über Kraft, und diese werden niemals Irrtum verbreiten, da sie selbst in der
Wahrheit stehen und diese auch den Menschen auf Erden in ihrer Liebe darbieten
wollen. Nur ein Kraftübermittlungs-Vorgang kann das göttliche Wort in einer Form
zur Erde leiten, daß es auch für die Mitmenschen offensichtlich vorhanden ist
und also nun bestehenbleibt als offensichtliches Wirken Gottes, Dessen Liebe
zu dem Unerlösten diesem ein Mittel zuwenden will, daß es frei werde und das
ewige Leben gewinne. Also muß das, was sichtlich entsteht, ausgehen von Wesen,
die Kraft empfangen und austeilen können, was voraussetzt, daß sie diese Kraft
von Gott beziehen, also sie gleichsam nur die Ausführenden des göttlichen Willens
sind. Folglich ist das Wort ursprünglich von Gott ausgegangen und muß sonach
reine Wahrheit sein, es muß tiefste Weisheit in sich bergen und eine überaus
segensvolle Wirkung haben .... es muß die Menschen in das Erkennen leiten, sie
wissend machen und umgestalten nach göttlichem Willen. Denn dieser wird durch
das Wort Gottes den Menschen kundgetan, und so der Mensch aus freiem Antrieb
den Willen Gottes zu erfüllen sucht, wandelt er sich selbst, d.h. seine Seele,
zur Liebe .... Die göttliche Wahrheit wird immer dazu beitragen, daß sich der Mensch vervollkommnet, sowie er sie auf sich wirken läßt, d.h. sich der Erkenntnis nicht verschließt. Und Wahrheit wird immer dort sein, wo Gott Selbst wirken kann, wo Er ein aufnahmefähiges und -williges Herz findet. Die Fähigkeit bedingt einen gerechten Lebenswandel, die Willigkeit Verlangen nach der Wahrheit. Beides aber ist wieder die Wirkung des göttliche Wortes, so es dem Menschen durch Mittler dargeboten wird und er es ohne Widerstand aufnimmt, denn die Wahrheit wird immer an ihrer Auswirkung zu erkennen sein, daß sie zu Gott hinführt, von wo sie ausgeht. Es ist das Wort Gottes also der Lebensquell der Seele, es ist der Born, an dem unaufhörlich zu schöpfen ist, dem klarstes Wasser entströmt, das die Seele stärkt und erquickt. Es ist das der Seele auf Erden Nötigste, das durch nichts ersetzt werden kann und das darum von Gottes unendlicher Liebe stets und ständig zur Erde geleitet wird, da die Menschen ohne dieses darben müßten an ihren Seelen und nicht Leben, sondern Tod in der Ewigkeit ihr Los wäre. Doch nur Gott ist der Ausgang der reinen Wahrheit, und nur dort kann die Wahrheit empfangen werden, wo Gott in Seiner Liebe, Weisheit und Allmacht anerkannt und Sein Wort bewußt erbeten wird. Dann erst wird das Wort Gottes als Wahrheit erkannt und unübertrefflich in seiner Wirkung sein .... Amen
B.D. 3183 empfangen am 8.u.9.7.1944 Das Geheimnis der ewigen Liebe .... Das ist das Geheimnis der ewigen Liebe, daß sie Grundelement ist, daß sie Kraft ist und somit göttliche Ursubstanz, also auch der Inbegriff des göttlichen Wesens. Sie ist gleichsam etwas Stoffliches in geistiger Form, also die Substanz eines Wesens, Das nur als reiner Geist zu denken ist und also nicht die Liebe als Eigenschaft besitzt, sondern pur Liebe ist. Für den noch materiellen Menschen ist dies unvorstellbar und unbegreiflich und darum also ein Geheimnis so lange, bis er sich selbst gewandelt hat zur Liebe, bis er durch seine Wandlung sich von einem Kraftstrom durchdrungen fühlt, der ihn erhebt und unsichtbar an die ewige Liebe Selbst kettet, bis er sich im Liebeswirken innig verbunden fühlt mit Gott. Dann wird ihm zwar das Geheimnis der ewigen Liebe noch nicht enthüllt, doch das Wesen der ewigen Gottheit nimmt immer mehr Form an .... es erkennt der Mensch, daß die Liebe von Gott untrennbar ist, daß alles, was ist, in ihr seinen Ursprung hat, daß also die sichtbare und die unsichtbare Welt nur Äußerung dieser gewaltigen Liebe ist .... daß die Liebe also in sich eine Kraft ist, deren Auswirkung unbegrenzt ist. Es wird daher die Liebe als Substanz der ewigen Gottheit gelten, weil Diese ohne die Liebe einfach nicht vorstellbar ist .... Nur der Mensch, der sich selbst zur Liebe gestaltet auf Erden, gewinnt eine Vorstellung, die der Wahrheit sich nähert, indem er Gott nun in allem sieht, das aus Seiner Liebekraft hervorgegangen ist, und er nun den Schöpfer in Seinen Schöpfungen erkennt.
Denn letztere bleiben immer Erzeugnisse der Urkraft, und die Urkraft ist die Liebe, also
Gott Selbst. Und darum muß auch das Geschaffene unvergänglich sein, weil Gott Sich
Selbst nicht zerstören kann. Und es müssen die Schöpfungen im engsten Zusammenhang mit dem Schöpfer stehen, weil eine Kraft nicht teilbar ist, die göttliche Liebe aber
als Ursubstanz jeglicher Schöpfung, als Kraft, anzusprechen ist .... als ewige Gottheit,
Die somit auch überall gegenwärtig ist in Ihrer Wesenheit, wo die Kraft der Liebe, ein
Schöpfungswerk, ersichtlich ist. Liebe, Kraft, Schöpfung ist immer das gleiche .... eine
nie versiegende Ausstrahlung dessen, was Ursubstanz der ewigen Gottheit ist. Gott ist
gleichzeitig Kraft und Wesenheit, Er ist Selbst die Liebe und strömt Liebe aus, Er ist ein
Geist von Ewigkeit, Der stofflich wird als Liebe, als Kraft, die nun in Erscheinung tritt,
ansonsten der Geist Gottes niemals gespürt werden könnte. Es ist dies ein Geheimnis, das dem Menschen verhüllt bleibt bis zu seiner Verklärung, wenngleich es ihm durch Gottes unendliche Liebe offenbart wird .... Amen
B.D. 3184 empfangen am 9.7.1944 Zulassung des Glaubenskampfes von Gott .... In größte seelische Konflikte werden die Menschen kommen durch weltliche
Bestimmungen, und diese Zeit ist nicht mehr fern. Sie werden gedrängt werden zu einer
offenen Stellungnahme ihrem Glauben gegenüber, und Gott läßt dies zu, weil es notwendig ist, daß sich die Menschen mit einer Frage auseinandersetzen, die ihr Seelenheil
betrifft und die sie bisher unbeachtet gelassen haben. Er läßt es zu, daß sie bedrängt
werden von irdischer Macht, daß sie in Notlagen geraten um des Glaubens willen, auf
daß sie sich selbst klar entscheiden, wie sie zu ihrem Glauben stehen. Er läßt einem
jeden Menschen Freiheit, d.h., von Gott aus wird kein Mensch gezwungen, Ihn anzuerkennen, so ihn nicht die innere Stimme mahnet, Gott treu zu bleiben, und er sich
durch diese Stimme innerlich gezwungen fühlt, Ihn zu bekennen vor der Welt. Diesen
inneren Mahner und Warner wird Gott zwar sprechen lassen dort, wo noch Zweifel
herrschen und der Mensch zu schwachen Willens ist. Er wird allen beistehen, die noch
unentschlossen sind, Er wird ihnen gläubige Menschen zusenden und durch diese an
ihre Herzen pochen, Er wird Sich allen nahebringen im Wort, in Leid und in der Not, Er
wird Sich ihnen offenbaren, und bei gutem Willen, Gott zu erkennen und Seinen Willen zu erfüllen, wird auch der Mensch wissen, wie er sich entscheiden soll, denn ihm
helfen dann auch die Lichtwesen, die ihn betreuen, und sie lenken seine Gedanken
recht. Es werden aber auch viele Menschen wegwerfen, was ihnen das Kostbarste sein
sollte .... den Glauben an Jesus Christus als göttlichen Erlöser .... Amen
B.D. 3185 empfangen am 10.7.1944 Verkehrter Wille .... Dem Willen der Menschen gebietet Gott nicht, doch ihren Taten gebietet Er Einhalt, so Er es für nötig erachtet. Und darum sind die Menschen in einer Weise tätig, die völlig der göttlichen Ordnung widerspricht. Und sie werden von Gott aus nicht daran gehindert, damit sie selbst erkennen sollen, wohin es führt, wenn sie ihr Denken und Handeln nicht Gott unterstellen. Und was sie tun, das tun sie aus sich heraus, ohne Verbindung mit Gott, im Gefühl ihrer eigenen Kraft und der Überzeugung richtigen Denkens, wenn sie ihre Stärke anwenden, um gegen den Schwachen vorzugehen. Es ist dies ein Denken und Handeln, das nicht den Geboten der Gottes- und Nächstenliebe entspricht, und folglich verstößt der Mensch gegen die göttliche Ordnung. Ihm wird nun die Freiheit seines Willens nicht beschnitten, sein Handeln wird nicht unterbunden, damit der Mensch selbst an den Auswirkungen erkennt, daß er gefehlt hat, damit er von selbst sich wandle in seinem Denken und sich dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe unterwerfe. Und darum kann sich der Wille ungehemmt entfalten, er kann Taten veranlassen, die nahe an das Satanische grenzen, ohne daß er von Gott geknebelt wird, er kann sich in verkehrter Richtung äußern und verheerende Wirkungen erzielen, ohne daß Gott gewaltsam diesen Willen in die rechte Bahn lenkt. Jedoch eine Grenze setzt Gott dem Vorgehen, und zwar dann, wenn Er Selbst gänzlich übergangen wird, d.h., wenn die Menschen nur mit der Gegenmacht Gottes arbeiten, wenn sie ihr Gehör schenken und also die göttliche Ordnung, die da ist Erhaltung aller geschaffenen Dinge oder Auflösung zwecks dienender Tätigkeit, umstoßen. Dann gebietet Gott Einhalt, und zwar entsprechend der Verworfenheit, die das Vorgehen der Menschheit beweiset. Doch dann werden auch die Menschen aufs schmerzlichste betroffen, die sich nicht schuldig machen, die Gott erkennen und in Seiner Ordnung zu leben sich bemühen. Doch ihnen ist es erklärlich, daß Gott eingreift und daß Er Seine Macht erkenntlich werden läßt. Sie nehmen alles ergeben auf sich, was ihnen auferlegt wird um der Mitmenschen willen, die sichtbar und fühlbar betroffen werden müssen, sollen sie sich aus freiem Antrieb wandeln. Dennoch bleibt den Menschen der freie Wille belassen, so Gott ihnen das irdische Leben nicht nimmt. Sie müssen von selbst ihren Willen tätig werden lassen, und glücklich, wer diesen Willen dann recht nützet, wer ihn zu Werken der Nächstenliebe gebraucht, wer die göttliche Ordnung beachtet und die Verbindung sucht mit Gott, denn ihm ist der Eingriff Gottes zum Segen geworden für seine Seele. Es ist aber jeder Hinweis darauf vergeblich, wo die Menschen schon so verhärtet sind, daß sie nur an sich und ihr Wohlleben denken und darum ihre Stärke mißbrauchen. Deren Wille ist unbeugsam, der Mensch ist keiner Vorstellung zugänglich, und darum schreckt er vor keiner Tat zurück, wenngleich sie unleugbar den Einfluß des Satans verrät. Die Menschen werden zu Taten fähig sein, die Seele und Leib des Mitmenschen gefährden, und daher wird Gott Sich äußern, indem Er zwar nicht ihren Willen bindet, jedoch die Auswirkung ihres Willens verhindert .... indem Er Seinen Willen dem Willen der Menschen entgegensetzt und dies ein Vernichtungswerk bedeutet von erschrecklichem Ausmaß. Denn Seine Liebe und Gerechtigkeit duldet es nicht, daß der Schwache untergehe und der Starke sich dessen bemächtigt, was ihm nicht zusteht. Seine Liebe duldet auch nicht, daß die Seelen der Menschen geknechtet werden und sie in Gefahr kommen, sich zu verlieren an den Fürsten der Unterwelt. Und darum lässet Er Seine Stimme ertönen und rufet die Menschen, auf daß sie sich besinnen und Ihm zustreben, auf daß sie ablassen von ihrem Vorhaben, alles zu vernichten, was schwach ist, und sich über diese zu erhöhen .... Amen
B.D. 3186 empfangen am 10.7.1944 Letzte Mittel .... Gott hat dem Geistigen in Seiner Liebe und Geduld eine überaus lange Zeit zur Erlösung zugebilligt, die vollauf genügt hätte zur endgültigen Rückkehr des Geistigen zu Ihm, wenn sie der Mensch im letzten Stadium so ausnützen würde, wie es seine Aufgabe ist. Daß dieser nun versagt, daß er seine seelische Höherentwicklung nicht wichtig nimmt und nur für das irdische Leben lebt, ist sein völlig freier Wille, und also muß der Mensch auch die Folgen auf sich nehmen. Er kann die Fesseln der Materie nicht von sich werfen, sondern muß in ihr verbleiben wieder undenklich lange Zeit, weil er selbst sie begehrt hat auf Erden. Es ist dies ein unsagbar qualvoller Zeitraum für das Geistige, das uranfänglich in völliger Freiheit sich bewegen konnte und schon einmal diesen qualvollen Entwicklungsgang zurücklegen mußte, um ihn nun erneut zu beginnen .... Es ist ein so qualvoller Zustand, daß Gott ihm noch vor dem Ableben, vor dem Ablauf
dieser Erlösungsepoche jede Möglichkeit gibt, sich zu befreien, bevor das Ende kommt.
Und Er wendet das wirksamste Mittel an, Er löst die Menschen gewaltsam von der
Materie, um ihnen das Überwinden leichtzumachen, Er nimmt ihnen den Besitz und
stellt sie völlig unbeschwert in die Welt, so daß es nun ein leichtes wäre für den Menschen, sich abzuwenden von der Materie und nur geistiges Gut anzustreben. Es ist aber
der Mensch in der Endzeit so verwurzelt mit jener, daß er nur desto eifriger strebt, wieder in den Besitz irdischer Güter zu gelangen, und daß (er = d. Hg) mehr wie zuvor
danach giert und strebt. Und also wird ihm zuteil, was er verlangt .... Amen
B.D. 3187 empfangen am 11.7.1944 Liebe beste Waffe gegen das Böse .... Des Menschen mächtigste Waffe gegen alles Böse ist die Liebe .... Amen
B.D. 3188 empfangen am 11.7.1944 Bedingungen zur lehrenden Tätigkeit .... Die Gabe, zu lehren als Diener Gottes, muß bewußt angefordert werden, wodurch
der Mensch die Bereitwilligkeit erklärt, für Gott und in Seinem Auftrag tätig zu sein.
Denn um nun das Lehramt ausführen zu können, muß er vorgebildet werden, er muß,
was er lehren soll, erst selbst aufgenommen haben; es muß ihm ein Gedankengut vermittelt werden, das ihn zu lehren befähigt, er muß gewandt und folgerichtig denken
können, und es erfordert dies eine Schulung, die nur durch Gott Selbst oder durch
Seine geistigen Boten vorgenommen werden kann. Und dazu muß sich der Mensch
bereit erklären, er muß seinen Willen tätig werden lassen und ständig Unterweisungen
entgegennehmen, bis er einen Wissensgrad erlangt hat, der nun genügt, auch die Mitmenschen wieder zu belehren, Einwände zu widerlegen, Irrtümer zu berichtigen und
also die reine Wahrheit aus Gott zu verbreiten. Wer sich Gott zu diesem Amt anbietet,
wer bereit ist, Ihm und den Mitmenschen zu dienen, der wird auch von Gott angenommen, weil es überaus notwendig ist, daß die Menschen in die Wahrheit geleitet werden,
und weil nur wenige Menschen fähig sind, diesen Willen aufzubringen, gedankliche
Unterweisungen aufzunehmen so lange, bis sie selbst ein klares Wissen ihr eigen nennen können. Denn diese müssen einen starken Glauben haben, sie müssen bedingungslos annehmen, was ihnen geboten wird, sie müssen vor allem eine direkte Belehrung von Gott für möglich halten, ansonsten sie nicht horchen würden auf die innere
Stimme, die sich ihnen kundgibt .... Amen
B.D. 3189 empfangen am 12.7.1944 Die Kraft der göttlichen Liebe .... Je eindrucksvoller dem Menschen die Kraft der Liebe vorgestellt wird, desto leichter
fasset er auch das Wesen der ewigen Gottheit, denn es wird nun sein Streben sein, jene
Kraft zu erproben, er wird stets und ständig die Liebe üben und folglich nun auch
durchstrahlt werden von der ewigen Liebekraft. Wo aber die Liebe Gottes wirksam werden kann, dort ist auch die Weisheit nicht fern, dort strömt dem Menschen auch das
Wissen zu, er wird in das Erkennen geleitet, und auch das Wesen Gottes wird ihm verständlicher, wenngleich er auf Erden niemals das letzte begreifen wird, wenngleich er
niemals das Wesen Gottes ergründen kann in seiner ganzen Tiefe. Doch so weit dringt
er ein, um Gott als Urkraft zu erkennen, Die überall im Universum tätig ist und Die nur
in der Liebe zum Ausdruck kommt. Denn alles Geschaffene und alles, was sich vollzieht
im irdischen und im geistigen Reich, ist in Seiner Liebe begründet, also ist die Liebe die
Urkraft, die sich dem Menschen ersichtlich äußert, der selbst zur Liebe sich wandelt
und nun mit der Urkraft in fühlbare Verbindung tritt. Nur dem liebenden Menschen ist
es verständlich, nur der liebende Mensch spürt an sich selbst die Kraft der Liebe, und
nur der liebende Mensch tritt gleichfalls in das Stadium der Kraftausstrahlung ein,
denn die Liebekraft Gottes strömt ihm zu und macht ihn zum Kraftträger, der nun auch
wieder austeilen kann, was er empfängt. Gott ist die Liebe, in Gott hat alles seinen
Anfang und sein Ende, weil es aus der Kraft der Liebe hervorgegangen ist und Ihm wieder zuströmen muß. Solange der Mensch ohne Liebe ist, ist er auch ohne Kraft, er ist
dem Wesen der ewigen Gottheit so unähnlich, daß er keine Verbindung mehr hat mit
Ihm, daß der Kraftstrom, der von Gott ausgeht, ihn nicht berührt und dies geistigen
Tod für das Wesen bedeutet, denn nur, wo Kraft ist, ist auch Leben. Wird dem Menschen
nun die Liebe als erlösendes Prinzip hin(vor)gestellt, als Kraftquell, als unmittelbare
Ausstrahlung Gottes, Der in Sich die Liebe ist, so kann er sich kraft seines Willens diesem Zustrom öffnen, indem er selbst liebetätig wird und Gott dadurch an sich zieht,
Dessen Liebeausstrahlung er nun empfinden kann als ein beglückendes Kraftgefühl,
das ihn zu immer neuem Liebeswirken antreibt und befähigt. Dieses Bewußtwerden
von Kraft ist auch das Erwachen zum Leben des Geistes, denn sowie der Mensch einmal
die Kraft aus Gott entgegengenommen, also gespürt hat, wird sein Streben dem ständigen Empfangen dieser gelten, weil ihm nun der Schwächezustand zuvor unerträglich
erscheint und er in diesen nicht mehr zurückfallen will. Und das Verlangen nach der
Liebe Gottes, nach Seiner Kraft, ist ihm auch Gewähr, daß er nicht leer ausgeht; denn
Gott bedenket jeden, der sich Ihm nahen will, mit der Kraft der Liebe, beweiset doch
dieses Verlangen schon die Liebe zu Ihm. Und im Verlangen nach Gott wird der Mensch
auch allem Liebe geben, was ihn umgibt, er wird die Nächstenliebe üben völlig uneigennützig, denn dies ist die Kraft der göttlichen Liebe, daß sie zur Liebe gestaltet den, der
sich ihr nicht verschließt durch seinen Willen. Das Wesen Gottes ist Liebe, Er teilet Sich
allen mit, die Ihm nicht Widerstand entgegensetzen, und Er bedenket, die ihren Willen
Ihm beugen. Er lohnet ihnen ihre Liebe zu Ihm durch reichstes Wissen, denn Er führet
sie ein in die Wahrheit und leitet ihnen alles verständlich zu, so daß sie reifen können in
der Erkenntnis, daß sie begreifen können das Wesen der ewigen Gottheit und daß sie
immer eifriger Diese anstreben, indem sie unentwegt tätig sind in Liebe .... Amen
B.D. 3190a empfangen am 12.u.13.7.1944 Wahrheit der inspirierten Kundgaben .... Der Mensch hat die Gabe, urteilen zu können, und diese Gabe soll er auch gebrauchen. Es ist sein Recht und auch seine Pflicht, zu beobachten, was um ihn her vorgeht,
und entsprechend dafür oder dagegen Stellung zu nehmen, ansonsten er die Gabe des
Verstandes ungenützt läßt und dies von Nachteil ist für seine Seele, die an allem reifen
soll. Eine gewissenhafte Prüfung gibt dem Menschen auch das Recht zu urteilen, sie ist
aber auch unbedingt notwendig dazu. Eine gewissenhafte Prüfung macht ihn auch
fähig, ein gerechtes Urteil zu fällen, weil dann der Wille erkennbar ist, das Wahre zu
besitzen, und dieser Wille immer gesegnet wird, der Mensch also bedacht wird mit der
Erkenntniskraft und er nun urteilen kann recht und gerecht .... Die Wahrheit der inspirierten Kundgabe ist leicht daran zu erkennen, daß sie göttliche Weisheit in sich birgt. Es müssen die Kundgaben einen Inhalt haben, der weit über
menschliches Denken hinausragt, also müssen sie zusammenfassende Erklärungen
enthalten, die dem Menschen das Wesen der ewigen Gottheit anschaulich machen, sie
müssen die Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes erkenntlich werden lassen, also tief in
ihrem Inhalt und klar in ihrem Aufbau sein. Sie müssen inhaltlich Belehrungen sein, die
ein hohes Wissen des Lehrenden verraten, sie müssen aber andererseits so gehalten
sein, daß sie jedem Menschen verständlich sind, der sie verstehen will. Die Gaben, die
medial geboten werden, lassen oft die Tiefe des Wissens vermissen, und sie enthalten
auch keine Weisheiten, die das Wissen des Menschen vermehren, weil ihnen der
Zusammenhang fehlt. Doch sowie sie verbessernd auf die Menschen einwirken, ist
ihnen auch nicht ein geistiger Geber abzusprechen, der Gott zustrebt; er ist nur noch
nicht in dem Lichtgrad stehend, der ein Belehren der Menschen zuläßt. Er sucht aber
seine Kenntnisse zu vermitteln und bedienet sich dazu der Menschen, die ihren Willen
hingeben an unbekannte Kräfte, was ihm daher auch nicht verwehrt wird von Gott aus,
weil die Menschen den direkten Weg umgehen, den Weg zu Gott, das Gebet um das
Wirken des Geistes, das ihnen die sicherste Gewähr gibt, daß irrende Wesen sie nun
nicht mehr belehren können. Die Stärke des Willens ist erforderlich zum Aufnehmen
der Wahrheit aus Gott, nicht aber, daß sich der Mensch seines Willens begibt, den sich
nun auch Wesen aneignen können, die sich zur Geltung bringen wollen, ohne den Auftrag zu haben von Gott, die Menschen zu belehren. Es ist diesen Wesen eine willkommene Gelegenheit, ihr noch mangelhaftes Wissen zu übertragen auf die Menschen. Sie
werden zwar durch den Willen der Menschen, Gott-gefällig zu leben, gehindert, Irrtümer zu vermitteln. Sowie aber der Mensch selbst an einem Irrtum hängt, werden sie
dessen Gedanken aufgreifen und ihn ausführlich zurückgeben; sie werden gewissermaßen das menschliche Denken als Fundament nützen, auf dem sie nun aufbauen, und
dadurch ergeben sich irrige Lehren, die nun nicht mehr erkannt, sondern eifrig vertreten werden als von oben vermittelte Wahrheit, obgleich sie dem eigenen Denken und Willen entsprungen sind. Denn der Mensch selbst ist Anlaß zu solchen Lehren, einmal
durch seinen Willen und sein Denken und dann durch die Hingabe des Willens, die nun
jedes Wesen nützen kann, das Zugang hat zu dem, der sich seines Willens begibt. Die
Gesetze des geistigen Reiches sind festgelegt, sie werden klar und eindeutig durch das
Wirken des Geistes, durch das innere Wort, den Menschen unterbreitet .... Es sollen sich die Menschen mit Gott Selbst in Verbindung setzen, sie sollen Ihn bitten um die Wahrheit, um Erleuchtung des Geistes und dann gläubig harren auf die Erfüllung ihrer Bitten. Dann wird Gott sie belehren durch Seine Boten oder direkt durch das innere Wort. Beide Ergebnisse müssen aber übereinstimmen, ansonsten der göttliche Ursprung angezweifelt werden kann, denn die Boten Gottes lehren nichts anderes wie Gott Selbst, weil sie stets und ständig nur Seinen Willen erfüllen. In vollbewußtem Zustand die Wahrheit empfangen wollen nach innigem Gebet garantiert auch das Wirken Gottes durch Seinen Geist, und es bedarf der Mensch nicht eines Mitmenschen, der sich seines Willens begibt, um den Lichtwesen als Organ zu dienen. Denn die Lichtwesen können sich gedanklich dem Menschen mitteilen, sowie nur dieser sich ihrem Einfluß überläßt. Das bewußte Horchen nach innen soll der Mensch üben, auf daß er jederzeit die Stimme Gottes zu hören vermag. Die gedanklichen Unterweisungen sind daher um vieles wertvoller, weil sie dem Menschen tiefstes Wissen eintragen, der solches begehrt und von Gott demütig erbittet. Spricht aber Gott durch reine Geistwesen zu den Menschen, dann werden diese das gleiche kundgeben, was durch das innere Wort den Menschen zugeleitet wird, niemals aber werden sich die Kundgaben widersprechen. Und das ist das Merkmal der göttlichen Sendung, daß der Mensch zunimmt an Wissen, das er nun auch weiterleiten kann in verständlichster Weise, daß er also als ein Jünger Jesu dessen Lehre verbreiten kann unter den Mitmenschen, daß er ihnen die Liebe predigt, also Liebe lehrt und Liebe übt, ansonsten er selbst nicht die Wahrheit empfangen kann. Denn das Empfangen der göttlichen Wahrheit setzt Liebetätigkeit voraus, und darum wird stets dort die Wahrheit anzutreffen sein, wo die Liebe geübt wird, weil dann Gott Selbst im Menschen wirken kann und Sein Wirken wahrlich reinste Wahrheit verbürgt .... Amen
B.D. 3190b empfangen am 14.u.15.7.1944 Wahrheit der inspirierten Kundgaben .... Der Wissenschaft ist es verborgen, was der Geist Gottes enthüllt, und darum können
auch die Gaben des Geistes nicht schulmäßig entgegengenommen werden, es sei denn,
der Mensch bittet um das Wirken des Geistes und dieser gibt sich ihm kund durch jene,
die lehrend tätig sein sollen auf Erden im Auftrag Gottes, die berufen sind von Ihm zur
Verbreitung des Geistesgutes, das sie unmittelbar von Ihm empfangen haben. Doch
daraus geht hervor, daß alle Wahrheit den Ausgang bei Gott hat, daß auf keinem anderen Wege sie den Menschen geboten werden kann, daß also ein jeder, der in der Wahrheit stehen will, mittelbar oder unmittelbar vom Geist Gottes gelehrt werden muß. Daraus geht ferner hervor, daß eine jede Quelle vorerst auf ihren Ursprung geprüft werden
muß, ehe sie anerkannt wird und der Mensch daraus schöpfen darf. Es muß das Wirken
Gottes einwandfrei festgestellt werden, um nun ein vermitteltes Geistesgut als reine
Wahrheit vertreten zu können. Ist dieser Ursprung nicht erwiesen, dann wird das Wissen erst dann anerkannt werden können, wenn es voll und ganz übereinstimmt mit
dem Wort Gottes, das Er Selbst unmittelbar zur Erde leitet durch das innere Wort. Denn
niemals kann die reine Wahrheit ursprünglich von außen kommen, sie muß von Gott
Selbst in das Herz dessen gelegt sein, der sie innig begehrt und demütig Gott um Erkennen bittet. Sie muß aus ihm selbst geboren sein, d.h., der Geistesfunke im Menschen
muß sich kundgeben, der nicht irren kann, weil er Anteil ist vom Geist Gottes, Der die
Wahrheit Selbst ist. Und also ist ein genaues Merkmal gegeben, das dem Prüfen von
Geistesgut stets zugrunde gelegt werden soll, denn immer und überall hat Gott Sein
Wort zur Erde geleitet, das denen zugeführt wird, die ernstlich nach Wahrheit verlangen; immer werden Suchende den Weg geführt, daß sie Kenntnis nehmen können von
dem direkt zur Erde geleiteten Wort Gottes, das sie nun auch prüfen sollen wie alles
andere, was ihnen als Geistesgut geboten wird. Und es wird der wahrhaft nach der
Wahrheit Strebende es auch erkennen als Gottes Wort, weil das Wort selbst für sich
spricht, weil es sein Herz berührt und seinen Glauben aufleben läßt in einer Stärke und
es ihn nun auch drängt, es als Wirken Gottes anzunehmen. Selten aber gehen die
Suchenden den direkten Weg zu Gott, selten ist ihr Glaube so stark, daß sie Ihn anrufen
um Erleuchtung des Geistes, um Fähigkeit zum Erkennen der Wahrheit. Und darum
werden so viele andere Wege eingeschlagen, die wohl auch das gleiche Ziel haben, d.h.,
deren Beschreiter alle den Willen haben, das Rechte zu erkennen, die aber versäumen,
Gott Selbst, als Geber der Wahrheit, anzurufen um Seinen Beistand und Seine Führung,
und so sie es tun, nicht Seine Antwort erwarten, in welcher Form Er sie ihnen vermitteln will, sondern selbst in das geistige Reich einzudringen versuchen, indem sie
Gesetze außer acht lassen, die Gott gegeben hat .... indem sie nicht bewußt horchen,
sondern unbewußt empfangen zu können glauben, was zur Folge hat, daß reife und
unreife Geistwesen sich kundgeben können, denen ein solches Äußern von Gott aus
nicht untersagt ist. Und es ist abhängig vom Willen des Menschen, welche Wesen den
ihnen sich hingebenden Willen nützen zu Kundgaben geistiger Art. Es ist oft kein
bewußtes Irre-leiten-Wollen der geistigen Wesen, sondern eigene Unkenntnis, doch
den Wesen ist es eine willkommene Gelegenheit, sich eines schwachen Willens zu
bemächtigen, um ihr mangelhaftes Wissen übertragen zu können auf die Menschen, da
diese Wesen im Jenseits zur Lehrtätigkeit noch nicht zugelassen sind. Sowie ein reifes,
im Wissen stehendes Wesen sich in solcher Weise äußert, wird es nur die Menschen hinweisen auf das Wirken des Geistes, es wird ihnen die Wahrheit vermitteln, die den
Zweck haben soll, die Menschen zur direkten Entgegennahme des göttlichen Wortes,
Seiner Belehrungen durch Seinen Geist, zu erziehen. Es wird aber nicht verhindern, daß
sich auch andere Wesen den Menschen nahen, sowie diese nicht die Hinweise befolgen, um zur reinen Wahrheit zu gelangen. Denn es wollen dann die Menschen nur hören,
ohne selbst tätig zu sein; sie erfüllen die Bedingungen nicht, unter denen ihnen die
Wahrheit geboten wird, und müssen folglich auch damit rechnen, irrenden Wesen zum
Opfer zu fallen, wenngleich Gott das Wahrheitsverlangen jedes einzelnen berücksichtigt, auf daß der Mensch nicht Schaden leidet an seiner Seele, der im tiefsten Verlangen
steht nach Gott und der darum auch bedacht wird diesem Verlangen gemäß. Wo aber
viele beisammen sind, ist nicht das gleiche Streben und Verlangen nach der Wahrheit
anzutreffen, und entsprechend sind auch die sich äußernden Wesen, die einem jeden
Menschen Rechnung tragen und denen das eigene Denken aufdrängen wollen, die im
gleichen Reifegrad stehen und ihren Gedanken die gleiche Richtung geben. Denn der
Wille der einzelnen Menschen bestimmt auch die sich ihnen nahenden Geistwesen.
Und die Kundgaben, die von diesen Wesen durch einen seinen Willen hingebenden
Menschen zur Erde gelangen, können auch von Irrtum durchsetzt sein, weil das
gebende Wesen selbst noch nicht voll in der Wahrheit steht, sich aber betätigen will, was
ihm nun möglich gemacht wird durch den Menschen, der sich seines Willens begibt,
und den Reifegrad der Zuhörer, die wieder durch ihre gedankliche Einstellung, durch
ihren Grad des Verlangens nach Wahrheit, auch die Art der Kundgaben bestimmen.
Sowie diese sich nicht völlig frei machen können von irrigen Ansichten, werden sich
immer wieder Wesen in ihre Nähe drängen, die das gleiche unvollkommene oder falsche Wissen haben, denn diese suchen Objekte, denen sie ihr Gedankengut vermitteln
können, und immer wird der Wille des Menschen selbst bestimmend sein, wieweit er in
der Wahrheit wandelt. Es ist darum geboten, den einzig sicheren Weg zu gehen, um zur
Wahrheit zu gelangen .... inniges Gebet zu Gott um Zuführung derer, einen Lebenswandel in Liebe und ein völliges Sich-Überlassen nun der göttlichen Liebe, die sein Gebet
wahrlich nicht unerhört lässet .... Denn die Wahrheit aus Gott muß stets und ständig übereinstimmen, wo sie auch den Menschen geboten wird. Und jede verschiedene Lehre ist ein Anlaß, euch zum Nachdenken zu bewegen und euch gedanklich damit auseinanderzusetzen. Und so ihr Gott dabei um Beistand angeht, wird Er eure Gedanken recht leiten, ihr werdet erkennen, was ihr als Wahrheit annehmen und was ihr als Irrtum verwerfen könnt .... Amen
B.D. 3191 empfangen am 15.u.16.7.1944 Maske des Widersachers .... Es lassen sich die Menschen betören von der Maske des Widersachers, und sie
erkennen sein Ränkespiel nicht. Und darum gewinnt er überall an Boden, denn
von Gott aus wird ihm keine Schranke gesetzt, solange der Mensch selbst ihm
Macht einräumt über seinen Willen. Diese Macht aber nützet er in jeder Weise,
indem er zu immer größeren Blendwerken greift, um die Menschen irrezuführen.
Diese wären wohl fähig, ihn zu durchschauen, wenn sie streben würden nach Recht
und Gerechtigkeit .... Amen
B.D. 3192 empfangen am 16.u.18.7.1944 Prüfung geistiger Ergebnisse durch weltliche Forscher .... Weltlich erworbene Kenntnisse genügen nicht, um lehrend auftreten zu können auf
geistigem Gebiet. Und darum können nicht Menschen herangezogen werden zur Prüfung oder Klarlegung geistiger Schriften oder Ergebnisse, die nur ein rein weltliches
Wissen ihr eigen nennen und nun rein verstandesmäßig zu ergründen suchen, welcher
Wert geistigen Ergebnissen beizumessen ist. Es wird ein solches Eindringen-Wollen
immer erfolglos sein, weil geistiges Wissen nur unter bestimmten Voraussetzungen
gewonnen werden kann, ein Prüfen ohne Wissen aber nicht möglich ist. Sind nun aber
von seiten der Prüfenden die Voraussetzungen gegeben, so sind wiederum die gleichen
Voraussetzungen Bedingung bei denen, die an den Ergebnissen der Prüfung inter-essiert sind. Diese Voraussetzungen aber sind: ernstes Streben nach Gott, nach der
Wahrheit und nach einem Lebenswandel gemäß dem göttlichen Willen, nach einem
Wandel in Liebe .... Denn es ist das geistige Reich Gesetzen unterworfen, die zu überschreiten nicht
möglich ist für die Wesen des Lichtes, die sie aber auch nicht überschreiten wollen, da
sich ihr Wille völlig im göttlichen Willen bewegt. Die Gesetze müssen vom Gebenden
wie auch vom Nehmenden erfüllt werden, und eines dieser Gesetze lautet: Es kann
nichts ohne, aber alles mit Gott erreicht werden .... Amen
B.D. 3193 empfangen am 18.u.19.7.1944 Fürst der Lüge .... Dem Geber der Wahrheit steht der Fürst der Lüge gegenüber, und dieser hat wahrlich große Macht über die Menschen, die sich zur Wahrheit gleichgültig verhalten, aber
desto aufgeschlossener sind für dessen Wirken. Irrtum und Lüge werden stets williger
angenommen, die Wahrheit aber findet Widerstand und Ablehnung, und dies hat darin
seinen Grund, daß der Gegner der Wahrheit den Menschen zum Gefallen spricht, daß
also, was er bietet, die Menschen lieber hören und sie dafür gern die Wahrheit hingeben,
denn die Wahrheit fordert Verzichtleisten auf die Freuden dieser Welt, Irrtum und Lüge
aber begünstigen letztere und werden daher viel mehr Anklang finden als die Wahrheit.
Und dennoch wird die Wahrheit die Lüge besiegen, denn die Wahrheit ist Gott Selbst,
und Ihm wird wahrlich kein Gegner standhalten können, sowie Er ernstlich gegen ihn
vorgeht .... Amen
B.D. 3194 empfangen am 20.7.1944 Prüfung des Herzens nötig zum Erkennen der Gaben .... Jede geistige Gabe löst Beglückung aus, sowie sie erkannt wird als solche. Und dieses
Urteil muß das Herz fällen, in Verband mit dem Verstand, nicht aber der Verstand
allein. Folglich darf nicht der Ablehnungswille dem Herzen wehren und dem Verstand
allein das Recht einräumen zu urteilen. Dann wird niemals eine Kraftwirkung zu spüren sein, denn diese duldet keinen Widerstand, d.h., die Kraft wird unwirksam, wo ihr
Widerstand entgegengesetzt wird. Die Liebe Gottes zwingt nicht, und Zwang wäre jeder
Beweis. Ein Beweis aber ist es, wenn immer und in allen Fällen die göttliche Gabe ein
Glücksempfinden auslösen würde, auch wenn der Mensch nicht willens ist, sie anzuerkennen. Dieses Empfinden würde ihn dann zwingen zur Annahme der Gaben von
oben, und also würde dann kein Mensch außerhalb des Wirkens dieser stehen, was
soviel heißen würde, daß eine Wandlung des Denkens der Menschen in kurzer Zeit
deren Höherentwicklung zur Folge hätte, doch immer zwangsmäßig, also ohne eigenen
Willen. Eine solche Höherentwicklung entspräche nicht der Weisheit Gottes, und
darum wird der Mensch keine Wirkung an sich verspüren, der nur seinen Verstand
tätig werden läßt, wo sein Herz eine Prüfung vornehmen sollte. Doch er geht einer großen Gnade verlustig, einer Gnade, die ihn sehr schnell fördern könnte, so er sie an sich
wirksam werden ließ. Es ist daher sehr schwer, die Menschen zur Annahme des göttlichen Wortes zu bewegen, solange sie nicht den Willen haben, Gott als Geber dessen für
möglich zu halten, solange sie also ein solches Wirken Gottes anzweifeln. Schon die
Annahme, daß Gott Sich in außergewöhnlicher Weise äußern könnte, würde den
Ablehnungswillen schwächen, und er würde unvoreingenommen prüfen und also sein
Herz sprechen lassen, das ihn wahrlich recht beratet. Denn die Kraft aus Gott würde das
Herz so wohltätig berühren, daß es daran den göttlichen Ursprung erkennt und bedingungslos annimmt. Es ist dem Menschen völlig freigestellt, wie er sich zu der Gabe, die
aus dem geistigen Reich ihm geboten wird, einstellt. Jeder Willenszwang wird ausgeschaltet, und darum wird auch einem unwilligen Menschen gegenüber die Gabe der
Beredsamkeit verringert, auf daß der Mensch nicht beeinflußt werde wider seinen Willen, denn Gott in Seiner Liebe bietet Sich wohl an, drängt Sich aber nicht auf. Das Zuleiten Seines Wortes zur Erde ist ohnedies ein Gnadenakt, den die Menschheit nicht verdient, da nur selten ein Mensch den Willen hat, die Verbindung mit Gott so innig herzustellen, daß die Kraft aus Gott auf ihn überströmen kann und diese .... das Wort
Gottes .... nur geboten werden kann, wo es begehrt wird. Doch Gott lässet Sich an dem
Willen eines Menschen genügen, der die Wahrheit begehrt, um sie weiterzugeben
denen, die in Not der Seele sind. Und so wird die Menschheit bedacht mit einer köstlichen Gabe, und sie erkennet sie nicht .... Amen
B.D. 3195 empfangen am 20.-22.7.1944 Lichtsphären .... In der geistigen Welt gibt es viele Abstufungen, viele Grade der Seligkeit, die als
Lichtstrahlungen in verschiedenster Stärke erkenntlich sind und dem Reifegrad der
Seelen entsprechen. Sowie das Wesen, die Seele, in das Lichtreich eingegangen ist, ist
Glück und Seligkeit ihr Anteil, weil es die Kraftausstrahlung Gottes in Empfang nehmen kann, was immer Seligkeit bedeutet, selbst wenn die Seele nur in geringem Maße
bedacht werden kann ihrer Reife gemäß. Die Seligkeit aber steigert sich entsprechend
dem Liebeswirken des Wesens, das immer ein Zunehmen seiner Kraft, also ein vermehrtes Durchstrahlen der göttlichen Liebe, bedeutet. Und das Wesen kann tätig sein
ohne Beschränkung, es ist in einem Zustand des Lebens, der Freiheit und ständiger
Liebe unter ständiger Nützung der Kraft aus Gott, weil fortgesetzt die göttliche Kraft
diesem Wesen zuströmt und der Kraftempfang tiefes Glück in ihm auslöst. Das Wesen
aber ist nun fortgesetzt tätig, es wirket wieder in Liebe, indem es die Kraft weiterleitet
und unzählige Wesen damit beglückt und ihren geistigen Fortschritt fördert und
gleichzeitig sich selbst zu immer größerer Vollkommenheit entwickelt, was wieder vermehrte Kraftzuwendung aus Gott zur Folge hat. Und immer leuchtender sind die Lichtstrahlen, die das Wesen nun umgeben. Es gibt keine Begrenzung in dem Reiche des
Lichts, und Lichtsphären sind überall dort, wo die Wesen den Reifegrad erlangt haben,
daß sie die göttliche Ausstrahlung in sich aufnehmen können, daß sie durchstrahlt werden von Seiner Liebekraft. Da aber die Fülle der Kraftentgegennahme der Höhe des
Reifegrades entspricht, werden auch die Lichtsphären verschiedene Lichtstärken aufweisen, denn je vollkommener das Wesen ist, desto näher ist es der ewigen Gottheit, Die
als Urlicht eine unvorstellbare Lichtfülle ausstrahlt auf alles Wesenhafte. Doch da das
vollkommene Geistige keine Begrenzung kennt, so kann das Wesen stets näher und
näher der ewigen Gottheit kommen, also ständig fortschreiten, es kann die Liebeausstrahlung direkt entgegennehmen, und es ist dennoch nicht gänzlich mit Ihm vereint,
sowie es nicht die Gotteskindschaft erreicht hat. Denn diese bedeutet gänzliche Verschmelzung mit dem Urlicht, sie bedeutet unbegrenzten Kraftempfang und also höchste Glückseligkeit. Jedes Wesen im Lichtreich ist unaussprechlich glücklich und kann
doch immer noch tieferes Glück empfinden, je mehr es selbst seine Liebe zum Ausdruck bringt und dadurch seinen Licht- und Kraftempfang steigert. Doch Grenzen
kennt das einmal im Licht stehende Wesen im Jenseits nicht, und es ist dieses Bewußtsein gerade so überaus beglückend, daß das Wesen streben kann nach immer höherer
Vollkommenheit und daß die göttliche Liebe gleichfalls in ihrer Kraftausstrahlung
unbegrenzt ist. Immer aber ist Kraftempfang von Gott anders zu bewerten als der endgültige Zusammenschluß mit Ihm, der dem Wesen die Gotteskindschaft einträgt, denn
dieses ist eins mit Gott, und seine Tätigkeit im geistigen Reich ist eine andere als die der
Lichtwesen. Sie sind völlig aus sich heraus schaffend und gestaltend tätig und überaus
glücklich, weil diese Tätigkeit den höchsten Grad der Liebe erfordert und daher ihre
Seligkeit steigert ins unermeßliche .... (22.7.1944) Der Eintritt in das Lichtreich erfolgt
also schon, sowie die Seele die Reife erlangt hat, die eine Lichtdurchstrahlung zuläßt. Es
sind aber dann unzählige Grade der Vollkommenheit und somit auch unzählige Stufen
der Glückseligkeit, weshalb die Seele in immer neue Lichtsphären eingehen kann, die
sich steigern stets und ständig. Denn es gibt keine Begrenzung dessen, was vollkommen
ist. Es schwebt die Seele immer höher, sie nähert sich dem Urlicht, und sie ist dennoch
nicht völlig mit dem Urlicht eins, so sie nicht das Recht der Gotteskindschaft erworben
hat auf Erden. Den Zusammenschluß mit Gott hat sie aber gefunden von dem Moment
an, wo sie Seine Liebedurchstrahlung empfindet, wo sie so geläutert ist, daß sie Kraftund Lichtstrahlen in sich aufnehmen kann. Denn von nun an hat sie auch das ewige
Leben, sie kann tätig sein, also wirken in Liebe, und sie kann aufsteigen in unermeßliche Höhen, sie kann Licht und Kraft von Gott entgegennehmen und durch Zusammenschluß mit gleich reifem Geistigen jene vermehren und unaussprechlich selig sein.
Wie aber die Lichtfülle für den Menschen auf der Erde unvorstellbar ist, so gibt es auch
keine Vergleichsmöglichkeiten für die Seligkeit der Wesen, die den Eingang in die Lichtsphären gefunden haben. Denn der Mensch ist, solange er auf Erden weilt, ein unvollkommenes Geschöpf, er sieht und hört nur mit den Augen und Ohren des Körpers und
kann sich die geistige Welt nicht vorstellen, die jeder Materie entbehrt, die nur geistig
besteht und somit auch nur vom Geistigen im Menschen, von der Seele, geschaut und
begriffen werden kann, doch auch nur dann, wenn die Seele einen bestimmten Reifegrad erreicht hat. Und darum kann die Menschheit sich von dem geistigen Reich keine
Vorstellung machen, sie kann nur glauben, und dies auch nur dann, wenn sie willig ist
und sich belehren lässet ohne inneren Widerstand. Sie kann aber danach streben, Aufschluß zu erhalten, und dann wird ihr manches begreiflich werden. Denn dann beginnen schon die ersten Lichtstrahlen zu wirken, und wie auf Erden von nun an ein langsames Reifen an Erkenntnis, an Licht, d.h. an Wissen um die reine Wahrheit, erkennbar
ist, so steigert sich auch im jenseitigen Reich die Entwicklung des Wesens .... es wird
immer vollkommener, es schließt sich Gott immer mehr an .... es ist unaussprechlich
selig .... Amen
B.D. 3196 empfangen am 23.7.1944 Schlechter Wille bestimmt Ereignisse der Zeit .... Der Wille, Gutes zu tun, gilt schon als vollbrachte Tat, so der Mensch gehindert wird am Ausführen dieser, und ebenso ist der Mensch verantwortlich für eine schlechte Tat, die er willens war auszuführen, selbst wenn er sie nicht ausführen konnte. Wie er sich nun zu den Handlungen der Mitmenschen einstellt, ob ablehnend oder zustimmend, so wird sein Wille gewertet, für den er sich dereinst verantworten muß. Und darum ist auch das Denken und Wollen der gesamten Menschheit bestimmend dafür, was an Not und Elend über die Erde geht, denn solange sich die Menschen nicht die göttlichen Gebote, die Gebote der Liebe zu Gott und zum Nächsten, zur Richtschnur für ihren Lebenswandel machen, solange sie nicht verurteilen, was diesen Geboten zuwidergerichtet ist, ist ihr Denken ebenso zu verurteilen wie das der Ausführenden, und es zieht unweigerlich eine Zeit schwerer Lebensverhältnisse heran, die als Erziehungsmittel von Gott angewandt wird, um das Denken der Menschen zu wandeln. Denn der Wille, der sich durch den Gedanken zum Ausdruck bringt, kennzeichnet den Geisteszustand, in dem sich die Menschen befinden, und ist dieser so tief, daß große Gefahr besteht für einen seelischen Untergang, dann müssen Mittel angewandt werden, die dieser Gefahr steuern. Der Mensch, der selbst in der Liebe lebt, wird auch alles verurteilen, was gegen die Liebe verstößt; ist aber der Mensch lieblos in seiner ganzen Gesinnung, dann stimmt er auch allen Handlungen der Mitmenschen zu, die schlecht sind und er ist dann ebenso schuldig zu nennen, als ob er sie selbst ausgeführt hätte. Also bestimmen die Menschen selbst die Ereignisse der Zeit, sie bestimmen den Grad der Leiden, die ihnen auferlegt werden, sie bestimmen die Art der Geschehnisse, weil sie so betroffen werden müssen, daß ihr Denken sich wandeln kann. Und je härter sie sind, desto empfindlicher und länger werden sie leiden müssen und in ihrer geistigen Blindheit glauben, unverdient betroffen zu werden. Und doch können sie anders nicht gewandelt werden in ihrem Denken, als daß sie an sich selbst verspüren, was sie gutgeheißen haben bei ihren Mitmenschen. Das verkehrte Denken der Menschen wurzelt in der Lieblosigkeit, es gebärt nichts Gutes, sondern nur üble Taten, und es bedeutet daher stets geistigen Rückschritt. Erst die Erkenntnis, daß der schlechte Wille allein die Ursache dessen ist, was die gesamte Menschheit betrifft, kann die Menschen dazu bewegen, diesen Willen zu wandeln und also auch ein gerechtes Denken anzustreben. Und dann erst kann das Maß an Leid und Trübsal verringert werden und den Menschen ein leichtes Los auf Erden beschieden sein, denn das rechte Denken wird darin zum Ausdruck kommen, daß jeder Mensch seinem Nächsten das gleiche wünscht, was er für sich beansprucht .... Es wird der Mensch dem Mitmenschen die Liebe entgegenbringen, die Gott fordert, und sich somit den göttlichen Geboten unterordnen .... Amen
B.D. 3197 empfangen am 23.7.1944 Geistiger Rückgang wirkt sich auch irdisch nachteilig aus .... Eine geistige Verflachung der Menschen wird sich immer diesirdisch nachteilig auswirken, denn ob auch die Menschen nur irdische Güter und materielle Erfolge anstreben und also ihr irdisches Wohlleben zu verbessern suchen, ist ihnen doch von Gott aus eine Schranke gesetzt, indem sie durch Schicksalsschläge ebenso irdische Güter verlieren, wie sie diese anstreben. Denn Gott suchet sie dort zu fassen, wo sie am empfindlichsten sind, um den geistigen Tiefstand wieder zu heben; der geistige Rückgang ist keineswegs leichtzunehmen, beschleunigt er doch das Ende der Schöpfung, und daher sucht Gott, diesen Rückgang noch immer aufzuhalten, Er sucht die Menschen zur Rückkehr zu bewegen, Er sucht sie zu geistigem Streben zu veranlassen, und die Mittel, die Er anwendet, sind irdische Nöte und Leiden aller Art. Es läßt Gott also zu, daß den Menschen Hab und Gut zerstört wird, wenngleich Er niemals den Auftrag zu solchem Handeln gegeben hat. Folglich werden die irdischen Lebensverhältnisse entsprechend schwerer sein und zuletzt in einem Chaos enden, und die Menschen selbst sind die Veranlassung dazu, wenn sie auch irdisch das nicht begreifen wollen und können. Doch bei ernstem Nachdenken müssen sie die Richtigkeit dieser Worte zugeben, sie müssen bedenken, daß sie keinerlei Verbindung haben mit Gott und daher auch keine Errettung zu erhoffen haben, weil sie völlig ohne Liebe daherleben und sich jeder geistigen Belehrung verschließen. Und sie müssen es zugeben, daß dies ein geistiger Rückschritt ist. Dann aber werden sie sich auch bemühen, den derzeitigen Zustand zu wandeln, und mit diesem Willen wird sich auch die irdische Not verringern, denn Gott verlangt nichts weiter von den Menschen, als daß sie sich lieben untereinander und alles unterlassen, was dem Mitmenschen Schaden bereitet, sie müssen sich wandeln aus dem Zustand der Gleichgültigkeit in den Zustand des ernsten Strebens. Dann wird die irdische Not auch nachlassen, die nur den Zweck hat, die Gesinnung der Menschen zu wandeln, ansonsten eine totale Zerstörung die Menschen gewaltsam hinweiset auf den göttlichen Willen, den die Menschen unbeachtet lassen, so daß sie darum leiden müssen .... Amen
B.D. 3198 empfangen am 24.7.1944 Aufgabe als Beauftragter Gottes .... Eine große Aufgabe ist es, als Beauftragter Gottes Sein Wort zu verkünden in einer
Welt, die für geistige Lehren nicht mehr empfänglich ist, die ohne Glauben und ohne
Liebe dahinlebt und also dem Seelenleben keinerlei Beachtung schenkt. Es ist eine Aufgabe, die überaus starken Willen erfordert und eine völlige Hingabe an Gott, denn nur
aus dieser erwächst dem Menschen die Kraft, sie zu erfüllen. Aus völlig freiem Willen
muß er die Verbindung mit Gott herstellen, aus freiem Willen sich Ihm anbieten und
stets und ständig bereit sein, Ihm zu dienen, dann erst ist er auch fähig, erfolgreich seine
Aufgabe auszuführen. Er wird zwar mit großen Widerständen rechnen müssen, er wird
angefeindet werden von allen Seiten, und man wird ihn zu hindern versuchen, und
darum muß sein Wille stark sein, er darf sich nicht beirren lassen und immer nur seiner Aufgabe eingedenk sein, die Menschen zu belehren, die unwissend sind, um sie zum
Glauben zu führen. Doch Gott erleichtert ihm seine Aufgabe, indem Er Selbst Sich
zuvor so offensichtlich äußert, daß sein Glaube gestärkt wird, daß seine Liebe zu Gott
vertieft wird und er voll innerer Überzeugung nun eintreten kann für die göttliche
Lehre, die ihm zuvor durch außergewöhnliches Wirken Gottes vermittelt wird. Gott
fordert viel, aber Er gibt auch viel, und Er fordert nichts, was Ihm der Mensch nicht
geben kann. So Er also eine große Aufgabe dem Menschen stellt, macht Er ihn auch
dafür fähig, nur muß der Wille des Menschen selbst tätig werden, er muß sich dem göttlichen Willen unterstellen, und die Liebe zu Gott muß ihn veranlassen, sich Ihm freiwillig anzutragen als Sein Diener auf Erden .... Amen
B.D. 3199 empfangen am 25.7.1944 Innere Stimme .... Horchet auf die Stimme des Herzens, sie wird euch recht weisen. Der Wille des Menschen ist oft unentschlossen, und dies beweiset, daß er beeinflußt wird von verschiedenen geistigen Kräften, die ihn für sich gewinnen wollen. Und dann muß der Mensch
sich entscheiden, er darf nicht unschlüssig bleiben, sondern muß dem Willen eine
Richtung geben, und dann soll er auf die innere Stimme achten, die ihn beraten will zur
rechten Nützung seines Willens. Diese Stimme wird desto deutlicher vernehmbar sein,
je strebsamer er ist und die rechten Wege wandeln will. Dann warnet sie ihn bei Versuchungen, sie stärkt seinen Widerstand, sie ermahnet ihn und gibt sich stets treulich
kund, wenn der Mensch in Gefahr ist, eigene Wege gehen zu wollen, die nicht ganz dem
Willen Gottes entsprechen. Fast unhörbar leise aber ist sie bei denen, die skrupellos im
Leben dahingehen, die wenig danach fragen, was recht und was unrecht ist. Und oft
wird sie völlig zum Verstummen gebracht, weil der Mensch nicht lauschet und die feine
Stimme übertönt wird durch die Stimme der Welt. Dann ist der Mensch in großer
Gefahr, er muß sich selbst entscheiden und wird sich weit mehr von den Einflüsterungen der Gott-abgewandten Kräfte bestimmen lassen, und sein Handeln wird entsprechend sein. Der Mensch, der den Willen hat, gut, also dem Willen Gottes gemäß, zu
leben, wird niemals ohne geistigen Beistand gelassen, er wird geführt, sein Denken wird
gelenkt, d.h., die Willensfreiheit wird ihm zwar nicht beschnitten, aber die Gedanken
treten ihm so greifbar nahe, daß er sie aufnehmen muß, so er sich nicht bewußt abwendet von ihnen. Und so sein Wille schwach ist, sind die geistigen Kräfte doppelt bemüht,
ihr Gedankengut ihm zu vermitteln und es bedarf nur des Horchens nach innen, d.h.,
es braucht der Mensch nur eine stille Zwiesprache mit sich zu halten, und er wird klar
unterwiesen werden gedanklich, was er tun und was er lassen soll. Oft aber verharren
die Menschen nicht in dieser kurzen inneren Beschaulichkeit, ihre Gedanken enteilen,
bald da, bald dorthin, und es wirkt sich dies aus in einer Unentschlossenheit, in einem
Zögern, dem Guten wie dem Bösen gegenüber .... Amen
B.D. 3200 empfangen am 25.u.26.7.1944 Rechtes Verhältnis zu Gott .... Wie bedeutsam es ist, das rechte Verhältnis herzustellen zu Gott, das werden die
Menschen erfahren, so die große Not über sie hereinbrechen wird, denn nur die Menschen, die wie Kinder zum Vater flüchten und Ihn um Hilfe anrufen, werden diese Not
ertragen und immer wieder fühlbar der Fürsorge innewerden, mit welcher sie der
himmlische Vater umgibt. Sie sind niemals verlassen, denn sie wissen den Einen stets
um sich, Der die Macht hat, ihnen zu helfen, und Der voller Liebe ist und Seine Kinder
nimmer ohne Beistand lässet. Es muß das rechte Verhältnis zu Gott hergestellt werden,
soll der Mensch richtig beten können zu Ihm, sollen die Hilferufe aus tiefstem Herzen
kommen und das Ohr des himmlischen Vaters erreichen. Denn wer sich nicht als Kind
des Vaters fühlt, der vermag nicht, vertrauensvoll mit Ihm zu reden, er vermag nicht,
einem Kinde gleich zu bitten, sondern er wird nur ein Formgebet stammeln können
ohne Gedanken und ohne Vertrauen auf Hilfe. Und dieses Gebet dringt nicht zu Ihm, es
ist wohl ein Angstruf, den aber nicht der Glaube veranlaßt, sondern nur die Not. Gott
aber verlangt den Glauben an Ihn, Er verlangt das kindliche Vertrauen, Er will nicht als
mächtiger Gott, sondern als liebender Vater angerufen werden, Er will, daß das Kind die
Hände bittend ausstreckt zum Vater, um ihm in aller Liebe Sich zuneigen und ihm helfen zu können. Das rechte Verhältnis zu Gott ist des Menschen Stärke, denn der Vater
wird Sein Kind nicht in der Not lassen, Er wird es behüten und betreuen, wo es geht und
steht. Die Liebe des Vaters wird sich nie einem Kind versagen, und darum kann getrost
der kommenden Zeit entgegensehen, der das Verhältnis des Kindes zum Vater hergestellt hat durch das innige Gebet zu Gott um Kraft und Stärke. Und er wird sie empfangen zu rechter Zeit, er wird fähig sein, Gott seine Not vorzutragen und Ihm seine
Schwäche vorzustellen, und er wird gläubig harren auf Seine Hilfe, und diesen Glauben
lässet Gott nicht zuschanden werden, den Glauben des Kindes an seinen Vater, Der
sowohl die Macht als auch den Willen hat, ihm zu helfen und die Not abzuwenden von
ihm .... Amen
B.D. 3201 empfangen am 26.7.1944 Vertreter der christlichen Lehre muß in der Liebe leben .... Jeder Vertreter der christlichen Lehre muß selbst nach ihr leben, ansonsten er wenig Erfolg haben wird bei seinen Mitmenschen. Es predigt die christliche Lehre die Liebe, also muß auch ihr Vertreter in der Liebe leben, um vorerst Anhänger zu finden, weil ein gutes Beispiel zur Nachahmung anregt. Dann aber muß er auch die Wahrheit lehren, und diese Wahrheit kann er wieder nur empfangen durch die Liebe, d.h., er muß selbst liebetätig sein, um von Gott in der Wahrheit unterwiesen zu werden. Dann erst kann er diese weitergeben und als echter Vertreter Christi Seine Lehre verkünden in der Welt. Die christliche Liebelehre birgt somit die Wahrheit in sich, sie ist der einzige Weg, der zur Wahrheit und also zur Erkenntnis führt, denn auf einem anderen Wege als durch die Liebe gelangt der Mensch nie und nimmermehr zur Weisheit, zu dem geistigen Wissen, das der Wahrheit entspricht. Nur die Liebe führt ihn ein in dieses Wissen, und darum muß die Liebe als erstes gelehrt werden; und darum ist die Lehre Christi die von Gott den Menschen verkündete Lehre, und sie kann daher niemals als Menschenwerk hingestellt werden, denn sie birgt göttliche Weisheit in sich, die keine menschliche Lehre aufweisen kann. Sie ist sehr einfach und für jeden Menschen verständlich, sie ist auch annehmbar und nicht schwer zu befolgen für den, der guten Willens ist. Und dieser wird auch bald wissend werden, sowie er in der Liebe lebt, wie es die christliche Lehre fordert. Und daran erkennt man die Lehre Christi, daß nur immer wieder die Liebe gepredigt wird, daß der Mensch ermahnt wird zur Sanftmut, Friedfertigkeit, Geduld und Barmherzigkeit, daß also immer die Liebe zum Nächsten vorherrschen muß, will der Mensch einen Gott-gefälligen Lebenswandel führen. Und sowie er sich dessen befleißigt, steht er im Licht, d.h. in der Erkenntnis um die reine Wahrheit. Will nun also ein Vertreter Christi auf Erden für Seine Lehre eintreten, dann muß er vorerst ein Liebeleben führen, um nun an (mit?) der Auswirkung dessen den Mitmenschen den Beweis zu liefern, daß nur die Liebe zur Weisheit führt und daß dann der Mensch in vollster Erkenntnis steht und ihm auch alles verständlich ist, was sich in der Welt abspielt, weil er Ursache und Wirkung erkennen kann und weil er weiß, daß ein Leben ohne Liebe sich zerstörend auswirkt, die Liebe aber alles erhält und daher nicht ausgeschaltet werden kann. Der Vertreter Christi auf Erden wird immer den Beweis liefern, daß er weise ist, sowie er selbst Seine Lehre lebt, und dann wird er sie auch den Mitmenschen so darbieten können, daß sie ihnen annehmbar erscheint, und dann wird sie Anklang finden und sich verbreiten, denn dann spricht sie für sich selbst. Es können darum als Vertreter Christi auf Erden nur solche Menschen in Frage kommen, die selbst ein Leben in Liebe führen, ansonsten es nur tote Worte sind, die dem Mitmenschen nicht zu Herzen gehen und die daher auch nicht anregen zur Liebetätigkeit. Dann aber ist auch kein Wissen zu erlangen, es stehen die Menschen der Wahrheit fern, sie können wohl dem Wort nach Christen sein, sie sind es aber nicht in der Tat, und dann wird jenen Menschen auch die tiefe Erkenntnis mangeln, die nur allein aus der Liebe geboren werden kann .... Amen
B.D. 3202 empfangen am 27.7.1944 Widerstand macht das Wort Gottes wirkungslos .... Die Kraft aus Gott kann nur dort wirken, wo ihr kein Widerstand entgegengesetzt
wird, und darum kann das Wort Gottes völlig wirkungslos am Ohr des Menschen verklingen, sowie dieser sein Herz verschließt, er es also nicht aufnehmen will als Gottes
Wort. Denn die Kraft aus Gott ist etwas, das heiß und innig begehrt werden muß; sie
strömt dem Menschen nicht wider dessen Willen zu. Und darum wird das Wort nicht
lebendig, sondern bleibt nur ein totes Wort, das weder segenspendend noch wissenvermehrend wirkt. Es wird weder als Wahrheit noch als göttliche Sendung erkannt, es
wird weder zum Glauben noch zum geistigen Streben anregen, aber niemals ist dann
der Grund zur Ablehnung in dem Wort selbst zu suchen, sondern nur im Willen des
Menschen, der noch voller Widerstand ist gegen Gott, wenngleich er dies nicht zugibt.
Er verharrt in Abwehr, ohne dies recht begründen zu können, denn er nimmt Widerstandslos die gedanklichen Übertragungen auf, die ihm von der Gegenmacht Gottes
vermittelt werden. Und dies ist die Ursache jeder krassen Ablehnung, denn der Gegner
Gottes arbeitet mit allem Eifer, um die reine Wahrheit zu unterdrücken und die Menschen davon abzubringen. Und es ist ihm gelungen, so der Mensch nicht mehr die göttliche Gabe zu erkennen vermag, die ein jeder erkennen kann, so er nur willig ist und
verlangend nach der Wahrheit. Es wird das Wort Gottes so geboten, daß sein Ursprung
sehr wohl erkannt werden kann, denn es spricht das Wort für sich, doch immer nur für
den, der sich Gott innig verbindet und von Ihm die Wahrheit entgegenzunehmen
begehrt. Wird das Wort jedoch unwillig entgegengenommen, wird ihm Abwehr entgegengesetzt, dann scheidet das Verlangen nach der Wahrheit aus, und dann wird es
weder verstanden werden noch eine wohltätige Wirkung ausüben auf den Menschen, es
wird nicht befolgt werden und somit auch nicht den Segen nach sich ziehen, den das
gelebte Wort unweigerlich dem Menschen einträgt .... es kann nicht den Geist erhellen
und dem Menschen die Seligkeit des Wissens geben. Und somit ist das Wort dann wirkungslos, seine Kraft wird nicht spürbar, weil der Mensch sich ihr verschließt. Es ist die
größte Gnade, wenn Gott im Wort zu den Menschen kommt, es ist ein Gnadenmaß, das
ohne Verdienst des Menschen ihm zur Verfügung gestellt wird, jedoch es steht ihm völlig frei, ob er diese Gnadengabe nützet, ob er das Wort zu sich sprechen läßt, ob er es als
göttliche Gabe anerkennt, ob er die Gnade also an sich wirksam werden läßt, denn dies
hängt von seinem Willen allein ab. Sträubt sich der Wille, dann hat der Mensch keinerlei Erfolg zu verzeichnen für seine Seele, dann trägt es zu seiner Höherentwicklung
nicht sonderlich bei, es sei denn, er übet die Liebe und gibt also unbewußt seinen
Widerstand gegen Gott auf .... Amen
B.D. 3203 empfangen am 28.7.1944 Geistige Tätigkeit muß der irdischen vorangestellt werden .... Vollauf tätig müsset ihr sein für das Reich Gottes. Ihr dürfet nicht die irdische Tätigkeit vor die geistige stellen, sondern ihr müsset immer dessen eingedenk sein, daß ihr
Gott dienen wollt und darum Seinen Auftrag zuerst erfüllen sollt, bevor ihr der Welt
und ihrer Anforderungen gedenket. Jede Stunde, die ihr dieser geistigen Aufgabe widmet, wird euch reicheren Segen eintragen, als eure irdische Tätigkeit je erzielen kann. In
dieser aber werdet ihr Unterstützung finden, so daß ihr auch diese bewältigen werdet
ohne Schwierigkeiten. Es eilet die Zeit dahin, es wird der geistige Kampf immer schwerer, die irdische Not wird größer, und die Menschen fallen immer mehr ab von Gott und
müssen auf die Folgen hingewiesen werden, sie müssen ermahnt und gewarnt werden,
und dazu hat Gott euch berufen, daß ihr an Seiner Stelle redet, daß ihr die Menschen
aufkläret und ihren Blick ins geistige Reich zu leiten suchet. Und darum müsset ihr
unentwegt tätig sein und euch von nichts zurückhalten lassen, sondern immer in Verbindung bleiben mit Gott und von Ihm die Weisungen entgegennehmen. Ihr dürfet
nicht fürchten, daß ihr eine andere Arbeit damit vernachlässigt, denn euch stehen
Lichtwesen ständig zur Seite, die eure Erdenarbeit lenken und euch befähigen, sie auszuführen ohne Widerstand. Doch geistig unterstützen sie euch in weit größerem Maße,
und ihren weisen Ermahnungen müsset ihr Beachtung schenken und euch nicht sträuben, so sie euch zu geistiger Tätigkeit anhalten, indem sie in euch blitzartig andere
Gedanken aufkommen lassen, die euch zur geistigen Tätigkeit anregen sollen. Übergebet euch täglich der Fürsorge des himmlischen Vaters, und achtet darauf, wozu euch die
Stimme des Herzens drängt. Löset euch von der Erde des öfteren, und wendet euch im
Gebet an Ihn, Dessen Diener ihr sein wollt .... Und ob ihr auch schaffet und wirket auf Erden, ohne den Segen Gottes wird nichts
gelingen, was ihr auch beginnet. Sowie aber Gott eure Tätigkeit segnet, geht sie euch
leicht von der Hand. Der Segen Gottes aber ist euch gewiß, so ihr erst tätig seid für das
Reich Gottes, so ihr die geistige Arbeit der irdischen voransetzt, so ihr zuerst eure Seele
bedenket, ehe ihr dem Körper sein Recht einräumt. Gott benötigt euch, die ihr als Seine
Diener auf Erden für Ihn arbeiten wollt, und Er stellt euch vor Aufgaben, deren Erfüllung euch obliegt und von eurem freien Willen abhängig ist. Und diese Aufgabe sollt ihr
ernst nehmen und nicht lau und saumselig werden, denn ein jeder Tag ist bedeutsam,
und er kann großen Segen bringen euch und euren Mitmenschen, so er geistig recht
genützet wird. Wird aber die Welt dieser Aufgabe vorangestellt, dann vergeht die Zeit
nutzlos für die Seelen, denn das irdisch Errungene ist wertlos für die Ewigkeit; das irdische Leben aber kann sehr schnell beendet sein, und jeder irdische Erfolg ist hinfällig
angesichts des Todes. Die geistige Arbeit dagegen trägt Ewigkeitswerte ein .... Amen
B.D. 3204 empfangen am 29.7.1944 Totale Umwandlung irdisch und geistig .... Die größten Veränderungen stehen bevor, sowohl im irdischen als auch im geistigen
Leben. Denn der geistige Umschwung, der unabwendbar ist, bedingt auch irdische
Umwälzungen in jeder Weise. Dies bezieht sich zuerst auf Naturschöpfungen, die eine
totale Umwandlung erfahren müssen, weil sie in der jetzigen Form nicht mehr genügen
für den Reifeprozeß des Geistigen. Denn das nun zur Höherentwicklung sich drängende Geistige muß den Weg der Entwicklung in kürzerer Zeit zurücklegen wie bisher
und bedarf dazu anderer Umhüllungen, in denen es sich dienend betätigen kann, wenn
auch im gebundenen Zustand. Und diese Umgestaltung der Naturschöpfungen wirkt
sich auch einschneidend auf das Menschengeschlecht aus, das vor der Umgestaltung
die Erde belebt. Es gehen Zeiten voraus, die jegliche Ordnung vermissen lassen, es ist
ein totaler Auflösungsprozeß auch in irdischer Beziehung; es werden die Menschen
wider die göttliche Ordnung verstoßen, sie werden einen überaus starken Vernichtungswillen zur Ausführung bringen, es wird ein Chaos sein, das nicht mehr übertroffen werden kann, und es werden die Menschen nur irdisch gesinnt sein bis auf einige
wenige, die der göttlichen Gnade teilhaftig werden, weil sie diese bewußt erbitten. Und
da ein Verstoß wider die göttliche Ordnung zuletzt zur Zerstörung führen muß, so ist
daraus schon ersichtlich, daß das Bestehende, wenn auch nicht vernichtet, so doch
umgestaltet werden muß, auf daß wieder eine Ordnung zutage trete, die zur Entwicklung des Geistigen unbedingt erforderlich ist. Die Naturschöpfungen wandeln sich, und
zwar nach dem Willen Gottes .... das Geistige, das zuvor als Mensch sich gänzlich von
Gott entfernt hat, nimmt diese Naturschöpfungen zum Aufenthalt; und da die neue
Erlösungsperiode von kürzerer Zeitdauer ist als die vergangene, sind die Schöpfungen
von einer Beschaffenheit, die gänzlich von denen der alten Erde abweicht .... Amen
B.D. 3205 empfangen am 29.7.1944 Vereinigung des Geistes mit der Seele .... Einen unwiderstehlichen Drang zur Höhe wird die Seele in sich fühlen, so sie sich
durch Liebeswirken mit dem Geist in sich verbindet, denn dieser suchet sie nun zu
beeinflussen und sie dem Reich zuzuführen, das ihre wahre Heimat ist. Und im gleichen
Maß wird sie sich von der Erde trennen, d.h., ihr Wollen und Denken wird nicht mehr
dem Körper und seinen Wünschen gelten, sondern dem Geistigen zugewandt sein.
Sowie dieses Stadium eingetreten ist, ist die Seele wiedergeboren im Geist, sie hat einen
neuen Lebensabschnitt begonnen, sie hat ihren eigentlichen Erdenlebenszweck
erkannt und ist sich ihrer Aufgabe auf Erden bewußt. Und dann kann auch kein Rückschritt mehr eintreten, ein Rückfall in den Zustand zuvor, wo sie ohne geistiges Wissen
war und nur das irdische Leben beachtete. Und nun sammelt sie geistige Reichtümer,
indem sie durch bewußtes Streben nach der Höhe sich den gedanklichen Einströmungen aus dem geistigen Reich öffnet und als Folge dessen auch liebetätig ist, denn die
Lichtwesen äußern sich durch den Geistesfunken im Menschen, und dieser treibt
unentwegt zum Liebeswirken an. Je liebetätiger der Mensch ist, desto fähiger wird er,
die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen, und desto mehr nimmt er nun an Wissen
zu. Sein Liebeswirken kann nun zweierlei sein, er kann den Mitmenschen helfen irdisch
und auch geistig; er kann in dienender Nächstenliebe sich betätigen, indem er ihnen
beisteht in irdischer Not, er kann sich aber auch der Seele des Mitmenschen annehmen,
indem er sie belehret und ihnen das gibt, was er zuvor durch seinen Geist erhalten
hat .... geistiges Wissen, das der Wahrheit entspricht .... Amen
B.D. 3206 empfangen am 30.7.1944 Kraftlosigkeit im Jenseits .... Untätig bleibt die Seele, die keine Kraft empfängt. Und dieser Untätigkeitszustand
kann nicht anders behoben werden als durch Liebeswirken, wozu jedoch der Seele es
am Willen mangelt, so sie im Jenseits in diesem kraftlosen Zustand sich befindet. Auf
Erden aber kann dieser Wille angeregt werden durch das Wort Gottes. Es kann dem
Menschen vorgestellt werden, daß ein Liebeswirken für ihn zum Segen ist, und er kann
nun das Wort Gottes beherzigen, er kann darüber nachdenken und sich nun aus eigenem Antrieb zum Liebeswirken entschließen. Denn auf Erden mangelt es ihm nicht an
Kraft, das, was er will, zur Ausführung zu bringen. Und dann geht der Seele geistige
Kraft zu und fördert sie in der Entwicklung. Anders aber ist es im Jenseits, wo die kraft-lose Seele nichts mehr tun kann als nur wollen .... Amen
B.D. 3207 empfangen am 30.7.1944 Irdische Trübsal gemessen am Leid im Jenseits .... Die größte irdische Trübsal ist gering zu nennen im Vergleich zu den Qualen einer
unerlösten Seele im Jenseits. Und so der Mensch sich durch jene das Leid im Jenseits
abwenden kann, soll er alles geduldig auf sich nehmen, solange er noch auf Erden weilt.
Und darum sendet Gott ihm Trübsal und Leid auf Erden, damit die Seele daran ausreifen und in einem Entwicklungsgrad das Erdenleben verläßt, der ihr im geistigen Reich
die Seligkeit einträgt und ihr der leidensvolle Zustand erspart bleibt, der das Los der
unvollkommenen Seelen ist. Es ist nur ein kurzer Zeitraum, wo dem Menschen Leid zu
tragen auferlegt wird, gemessen an der Ewigkeit, an der oft endlos langen Zeit, die eine
Seele im qualvollen Zustand im Jenseits verbringen muß, bis sie erlöst ist. Und doch
kann diese kurze Erdenzeit die Seele völlig entschlacken, und dies bringt das Leid und
Trübsal zuwege, weshalb die Menschen Gott noch dankbar sein und es als Liebesbeweis
Gottes ansehen sollen. Und dies sollen sich die Menschen in der kommenden Zeit
immer vor Augen halten, daß Gott nur das über sie sendet, was ihnen zum Seelenheil
notwendig ist, und daß Er nimmermehr sinn- und zwecklos ihnen Leid auferlegt. Alles,
was geschieht, ist von Seiner Weisheit angeordnet und dienet dem Menschen zur Vollendung. Und ist die Trübsal ungewöhnlich groß, dann ist sie auch nötig, weil die
Menschheit ungewöhnlich tief gesunken ist, weil sie in völliger Abkehr von Gott steht
und nur noch durch großes Leid gewonnen werden kann. Desto freier und reiner kann
der Mensch am Ende seiner Erdenlaufbahn sein, so er jedes Leid ergeben auf sich
nimmt und nur geistigen Vorteil daraus zu ziehen bemüht ist. Und dann wird ihm die
Entschädigung dafür gegeben werden, er wird eingehen können in das Lichtreich, und
alle Not wird ein Ende haben .... Amen
B.D. 3208 empfangen am 31.7.u.1.8.1944 Das Wort .... Das Wort, das nicht lebendig ist, wird seine Wirkung verfehlen. Es kann wohl ausgesprochen werden, doch ihm fehlt der Geist, und also erwecket es nicht zur Tätigkeit.
Und darum muß das Wort stets vom Geist belebt sein, soll es seine Wirkung ausüben
auf den Hörer des Wortes. Es muß von der Kraft durchdrungen sein, die das Zeichen
des Lebens ist .... Es muß dem Wort die Kraft der Überzeugung innewohnen, es muß der Mensch fühlen, daß das, was er spricht, Wahrheit ist, dann wird er so reden, daß es nicht ohne Wirkung bleibt auf den Mitmenschen. Die göttliche Liebe gibt den Menschen das Wort, um
Sich Selbst kundzutun, und Sie gab den Menschen die Fähigkeit, selbst wieder durch
das Wort sich verständlich zu machen. Es ist diese Gnadengabe unermeßlich, bedeutet
sie doch erst das wahre Leben, weil ohne das Wort ein toter Zustand herrschen würde,
ein Zustand des Nicht-Verstehens, eines stumpfen Dahinlebens ohne Wissen um den
anderen, um dessen Denken und Leben. Das Wort erst belebt und macht die Menschen
zu selbständig denkenden und handelnden Wesen, die miteinander Verbindung haben
können, die durch das ausgesprochene Wort in Kontakt treten zueinander, die sich
belehren und ihre eigenen Gedanken und Eindrücke dem anderen vermitteln können.
Doch es darf nicht gedankenlos dahingesprochen werden, sondern es muß geistig
belebt sein, es muß Denken und Sprechen übereinstimmen, ansonsten es keinen
Widerhall erweckt, sondern am Ohr des anderen verweht. Denn dazu ward dem Menschen der Verstand; er kann denken, bevor er sich durch das Wort äußert. Er ist fähig,
Sinn und Geist hineinzulegen in das, was er spricht .... und dies kraft seines Verstandes,
soweit es irdische Dinge betrifft. Will aber der Mensch geistig tätig sein, d.h. Worte geistigen Inhalts vermitteln, so muß der Geistesfunke in ihm selbst zum Leben erwacht
sein, soll das Wort wirken. Es muß das Wort selbst lebendig sein, es muß der Verstand
sowohl als auch das Herz den Mitmenschen anregen zur Tätigkeit, der Verstand muß es
durchdenken und das Herz den Willen anregen, zu befolgen, was durch das Wort dem
Menschen anempfohlen wird. Dann erst ist Leben in dem Wort, es zeugt vom Geist
Gottes, so es den Geist im Menschen erweckt. Denn das Wort ist das Mittel zur Übertragung von Gedanken, es ist die Verbindungsmöglichkeit von Mensch zu Mensch auf
Erden und von Gott zum Menschen auf geistigem Gebiet .... Amen
B.D. 3209 empfangen am 1.u.2.8.1944 Zeichen der Endzeit .... Den Zeitpunkt der geistigen Wende zu bestimmen (wissen?), würde der Menschheit
nicht zuträglich sein, denn es ist ein genaues Wissen darum eine Beeinträchtigung des
freien Willens, da sich dann der Mensch genötigt fühlen würde, seinen Lebenswandel
zu ändern, so die vorbestimmte Zeit heranrückt. Dies ist aber nicht nach dem Willen
Gottes, daß die Menschen in Kenntnis gesetzt werden zuvor, wann der Tag und die
Stunde gekommen ist, da Er Gericht hält über sie, sondern sie sollen nur wissen, daß
das Ende nahe ist, und an den Zeichen der Zeit dieses Ende erkennen. So aber gläubige
Menschen Ihn um Aufschluß bitten, wird Er ihnen Antwort geben, so wie es ihrem Seelenheil dienlich ist .... Amen
B.D. 3210 empfangen am 3.8.1944 Kampf zwischen Licht und Finsternis .... Unaufhörlich kämpft das Licht gegen die Finsternis .... Amen
B.D. 3211 empfangen am 3.8.1944 Lebensschicksal Gottes Wille .... Wie es Gott bestimmt hat, so geht das Weltgeschehen seinen Gang, und also wickelt
sich auch für jeden einzelnen Menschen das Erdenleben so ab, wie es Sein Wille ist. Es
kann niemand seinem Schicksal entfliehen, er kann nur durch vollvertrauendes Gebet
bei Gott erreichen, daß Er ihm tragen hilft, so er selbst zu schwach ist. Und darum kann
der Mensch sich selbst sein Schicksal nicht anders gestalten, wenn er dies auch glaubt,
denn so, wie es kommt, hat Gott es vorgesehen seit Ewigkeit, und Er Selbst legt dem
Menschen die Gedanken ins Herz, daß er gerade das ausführt, was Seinem göttlichen
Plan entspricht. Der Mensch hat wohl seinen freien Willen, irdische Geschehen aber
müssen immer als Gottes Wille oder Zulassung angesehen werden, die völlig mit dem
Plan von Ewigkeit übereinstimmen. Denn Gott weiß seit Ewigkeit über die geistige Verfassung eines jeden Menschen. Und so kommt nichts über den Menschen, was nicht
Sein weisester Wille für heilsam erachtet für die Seele dessen. Folglich kann der Mensch
auch von sich aus nichts abwenden, nur wieder durch inniges Gebet die Wirkung für
seinen Körper erhöhen, so sie günstig, oder abschwächen, so sie für ihn leidvoll ist. Und
es kann sich deshalb der Mensch voller Zuversicht dem Walten und Wirken Gottes
überlassen, denn wie es kommt, so ist es gut für seine Seele, und die Stärke seines Glaubens kann auch jedes Geschehen irdisch erträglich gestalten, so sich der Mensch vollvertrauend dem Vater im Himmel übergibt und Ihn allein walten läßt. Er kann völlig
sorglos alles über sich ergehen lassen, denn es gibt nichts, was nicht zuvor die Zustimmung Gottes gefunden hätte, also als gut für seine Seele befunden und ihm deshalb auferlegt worden wäre. Und darum braucht der Mensch auch nichts zu fürchten, er braucht
nicht zu bangen vor dem Kommenden, sowie er sich Gott innig verbindet, ist doch seiner Einstellung zu Gott gemäß auch sein ganzer Lebenslauf. Und so er dies erkennt,
wird er ruhig und gefaßt dem entgegensehen, was ihm beschieden ist, weiß er doch nun
auch, daß nur die Liebe Gottes Anlaß ist, wenn Freude oder Leid über ihn kommt. Denn
Er weiß von Ewigkeit, welche Mittel das Erdenkind benötigt, um an seiner Seele reifen
zu können, und Er wendet diese Mittel an .... Amen
B.D. 3212 empfangen am 4.8.1944 Geistiger Reichtum .... Durch Nützung der geistigen Kraft kann der Mensch sich einen Reichtum schaffen auf Erden, der ihm in der Ewigkeit höchste Seligkeit einträgt, denn er ist durch diesen geistigen Reichtum fähig, im jenseitigen Reich erlösend tätig zu sein zu seiner eigenen Beglückung. Er ist selbst Kraft- und Lichtträger und kann somit auch austeilen, was er selbst schon in Fülle besitzt, und es kann seine Liebe sich betätigen. Es ist dies ein beglückender Zustand, der völlig unabhängig ist von irdischer Tätigkeit, also keinerlei materielle Schöpfungen benötigt, sondern einzig und allein einen geistigen Reichtum verlangt .... ein wahrheitsgemäßes Wissen, das er nun den unwissenden Seelen im geistigen Reich und auch den Menschen auf Erden geistig vermitteln kann. Diese Schätze soll sich der Mensch sammeln auf Erden, er soll einzudringen suchen in wahrheitsgemäßes geistiges Wissen, und er soll deshalb die Liebe üben, weil nur auf dem Wege der Liebe das Geistesgut erlangt werden kann und somit die Liebe der einzige Weg ist zur Seligkeit. Im Jenseits besteht die Tätigkeit der Geistwesen nur im Wirken in Liebe, im Austeilen geistiger Gaben, und darum muß das Wesen erst diese Gaben besitzen, ehe es in Liebe wirken kann. Je größer nun der geistige Reichtum einer Seele bei ihrem Ableben ist, desto seliger wird sie nun sein, denn ihr steht ein ausgedehntes Betätigungsfeld zur Verfügung, und sie kann unendlich viel Segen bringen den Seelen, die ohne Wissen und daher auch ohne Kraft sind und die daher sich in einem Zustand der Not befinden, den sie erst dann beheben können, so ihnen die geistigen Schätze zur Verfügung stehen. Und so kann eine Seele des Lichts ständig Not lindern, indem sie von ihrem Reichtum abgibt. Doch ständig empfängt sie neuen Reichtum, denn ihr Liebeswirken wird von Gott aus wieder gelohnt durch Zuführen immer neuer Liebekraft .... Weisheit und Seligkeit .... Amen
B.D. 3213a empfangen am 4.8.1944 Selbstüberwindung .... Es erfordert ein Lebenswandel nach dem Willen Gottes große Überwindung seiner selbst, also einen starken Willen. Die Willensstärke bringt aber der Mensch von sich aus nicht auf, da durch die Erbsünde durch den einstigen Abfall von Gott [hier ist der Satz in der Handschrift wie folgt geändert (Sünde des einstigen Abfalls)] der Wille geschwächt ist oft bis zur gänzlichen Willenlosigkeit. Die Willensstärke kann aber dennoch sich der Mensch aneignen durch inniges Gebet zu Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser .... Dies ist das einfachste, aber doch sicherste Mittel, um allen Gefahren zu trotzen, um
Widerstand leisten und um sich selbst überwinden zu können. Und der schwächste
Wille wird stark werden, denn dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben .... Amen
B.D. 3213b empfangen am 5.u.6.8.1944 Selbstüberwindung .... Vor dem Kreuzestod Christi hatte der Gegner Gottes große Gewalt über den Willen
des Menschen, und diese Macht äußerte sich, daß die Menschen nicht fähig waren,
einen Lebenswandel in Liebe zu führen, so sie nicht außergewöhnlich innig mit Gott
verbunden waren. Immer waren die Versuchungen durch die Welt zu groß und ihr Wille
zu schwach, diesen zu widerstehen. Es ist dies seine Waffe auch jetzt noch, daß der Gegner Gottes durch die Freuden der Welt den Willen des Menschen zu schwächen sucht,
und er hat vollen Erfolg bei denen, die auf ihre eigene Kraft vertrauen, eine Hilfe von
oben nicht zu benötigen glauben, die nicht an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk
glauben und daher Ihn auch nicht bitten um Seine Gnade, um Seine Hilfe, die ihnen
vermehrten Willen einträgt. Ohne Jesus Christus stehen die Menschen noch voll und
ganz unter seiner Gewalt, aus der sie sich nicht zu lösen vermögen, es sei denn, sie rufen
Gott innig um Beistand an, dann aber werden sie auch bald die Bedeutung des Erlösungswerkes erkennen lernen und Jesus Christus Selbst als Retter der gesamten
Menschheit, und dann werden sie auch die Gnaden des Erlösungswerkes bewußt in
Anspruch nehmen. Der Weg zur Höhe wird ihnen leicht werden, denn wo der Wille ist,
ist auch die Kraft zur Ausführung .... Amen
B.D. 3214 empfangen am 6.u.7.8.1944 Merkmal der geistigen Aufwärtsentwicklung .... Das ist das Zeichen der geistigen Aufwärtsentwicklung, daß der Mensch sich nicht
mehr begnügt mit den Freuden, die ihm die Welt bietet, sondern er nach Höherem
strebt, daß ihm auch das weltliche Wissen nicht genügt, sondern er nachgrübelt über
Dinge, die über das weltliche Wissen hinausgehen. Er sucht Aufschluß zu erhalten über
alles, was außerhalb des Irdischen liegt, weil ihn das Irdische nicht mehr befriedigt, und
also strebt er .... Amen
B.D. 3215 empfangen am 8.8.1944 Beglückende Wirkung geistiger Gaben auf Seele und Körper .... Die Seligkeit des Empfangens wird dem Menschen körperlich nicht so ungewöhnlich spürbar, solange das Erdenleben noch seine Anforderungen stellt an ihn und er
also die körperlichen Sinne nicht gänzlich ausschalten kann. Es lebt die Seele dann
gewissermaßen ein getrenntes Leben, das erst zur Geltung kommt, wenn der Körper
nicht in Anspruch genommen ist. Dann empfindet sie das Glück der Verbindung mit
Gott, dann ist sie auch aufnahmefähig in dem Maß, daß auch der Verstand fasset, was
der Geist der Seele vermittelt .... Amen
B.D. 3216 empfangen am 8.8.1944 Starker Glaube .... Des Glaubens Stärke bringt alles zuwege, und darum läßt die Stärke des Glaubens
auch keine Bangigkeit aufkommen, sondern zuversichtlich lässet der Mensch alles an
sich herankommen, und er vertrauet auf die Hilfe Dessen, Der im Himmel ist, Der alle
Macht besitzet und Der alles lenket nach Seinem Willen. Er wird nicht mutlos, und er
fürchtet niemanden als nur Gott allein. Er steht aber auch in der Liebe zu Gott, und
diese Liebe veranlaßt ihn, einem Kind gleich mit dem Vater zu reden und Ihm alle seine
Nöte vorzutragen; er vertrauet auf die Liebe des Vaters zu Seinem Kind, und daraus
schöpfet er auch den tiefen Glauben, daß Er ihm helfen wird. Er fühlt sich selbst als
Kind des Vaters, und dies ist der Grund des felsenfesten Vertrauens .... Amen
B.D. 3217 empfangen am 9.8.1944 Segen der göttlichen Gabe, des Wortes Gottes .... Ein großer Segen wird die Menschen überströmen, die sich der Gnade Gottes nicht
verschließen, die sich durch das Wort Gottes belehren lassen und sich bemühen, es in
die Tat umzusetzen. Denn sie werden von Stund an einen Halt haben, sie werden, wenngleich das Erdenleben sie hart anfaßt, überall Erleichterung verspüren, das Schwere
wird sie gewissermaßen nur berühren, aber bald überwunden werden. Denn durch das
Wort Gottes erhalten sie Kenntnis vom Sinn und Zweck des Leidens, sie wissen um die
Notwendigkeit dessen, sie wissen aber auch, daß sie niemals hilflos sich selbst überlassen sind, sondern einen ständigen Helfer zur Seite haben, der auf ihren Bittruf zur Hilfe
immer bereit ist. Und dieses Bewußtsein ist tiefer Glaube, der sich immer segensreich
auswirken muß. Es ist also nur der Wille nötig, die Gaben von oben zu beachten, dann
wird sich auch der Segen der Gaben zeigen, denn der empfangende Mensch wird diese
weiterleiten und viele Menschen einführen wollen in das Wissen, das er selbst empfangen hat. Es erfordert dies erst ein gutes Verhältnis der Menschen zueinander, und aus
einem solchen schöpfen sie schon geistigen Vorteil, denn sie pflegen die Liebe, und
Liebe erlöset .... Er spricht Selbst zu ihnen, und also ist Sein Wort geistige Kraft, die alles, auch das
Schwerste auf Erden, zu bannen vermag .... Amen
B.D. 3218 empfangen am 10.u.12.8.1944 Gehorsam gegen die weltliche Obrigkeit .... Was immer auch gefordert wird von euch, ihr werdet es erfüllen können, so ihr euch
der Führung Gottes anvertraut und Ihn nur walten lasset. Denn was Er zuläßt, das
gereichet euch zum Segen, sowie ihr es als Gottes Zulassung ansehet und alles in Gottes
Namen in Angriff nehmet. Und darum brauchet ihr keine Maßnahmen zu fürchten,
denn sie werden euch nur berühren, so es Gottes Wille ist, ihr werdet in ständiger Obhut
Gottes stehen, denn Sein Wille bestimmt eure Lebensbahn, und nichts kann wider Seinen Willen über euch kommen. Nur strebet danach, daß euer Glaube stark wird, daß ihr
das Wirken des himmlischen Vaters erkennet in allem, was euch betrifft, und daß ihr
Ihm allzeit euch unterstellet .... Und schrecket nicht davor zurück, wenn euch geboten wird, teilzunehmen an dem Kampf, der Vernichtung bedeutet, denn ihr müsset euch den Gesetzen der weltlichen Obrigkeit fügen. Doch euer Denken, eure innere Gesinnung ist entscheidend, wie Gott euer Handeln ansieht. Der Wille, recht zu handeln vor Gott, bewertet all euer Denken und Handeln. Werdet ihr von der Welt zu Handlungen gezwungen, die wider Gottes Willen gerichtet sind, so trägt für diese Handlungen auch die Welt die Verantwortung. Ihr aber sollt trachten nach Gerechtigkeit, ihr sollt euch Rechenschaft ablegen über euer Denken, wieweit es den Geboten Gottes entspricht. Ihr sollt den Anforderungen der Obrigkeit Folge leisten, sowie euch die Freiheit des Handelns genommen wird. Denn jede Widersetzlichkeit gegen die obrigkeitliche Gewalt ist unklug und von Gott nicht gewollt. Und darum müsset ihr gehorsam sein, was auch von euch verlangt wird, solange es sich um irdische Ausführungen handelt, solange nicht die Knebelung des Geistes den Forderungen zugrunde liegt, denn für eure Seele seid ihr ganz allein verantwortlich, also muß auch euer Denken rein und lauter bleiben, wenngleich ihr zu Taten gezwungen werdet, die Gott nimmermehr gutheißen kann, weil sie dem Gebot der Nächstenliebe widersprechen. Doch bittet allzeit um Kraft, bittet um Abwendung dessen, was euch verabscheuungswürdig ist, und Gott wird euch beistehen in jeder Not und Gefahr des Leibes und der Seele .... Amen
B.D. 3219 empfangen am 12.8.1944 Verstärktes göttliches Wirken in der Endzeit .... Das Wirken der ewigen Gottheit tritt verstärkt in Erscheinung, je näher es dem Ende
zugeht. Denn desto offensichtlicher ist auch das Wirken des Gegners, und es zeigt sich
dies in dem Denken und Handeln der Menschheit, das jegliche Liebe vermissen läßt. Es
tritt ein Zustand ein, wie er furchtbarer nicht mehr gedacht werden kann, ein Zustand,
der die völlige Auflösung zur Folge haben muß, weil er unhaltbar ist und keine Besserung mehr erkennen läßt. Und darum wird auch das Wirken Gottes außergewöhnlich
in Erscheinung treten, um denen Halt zu geben, die Seiner noch achten und nun voller
Entsetzen die Ereignisse der Zeit verfolgen, auf daß sie nicht zweifeln an Ihm, sondern
ihr Glaube gestärkt werde. Doch erkennen wird Sein Wirken wieder nur der Mensch,
der Ihn suchet, der sich Ihm hingibt und in seiner Not zu Ihm ruft um Hilfe .... der an
Ihn glaubt und an Seine Macht .... Amen
B.D. 3220 empfangen am 12.-14.8.1944 Widerlegung der Wiederverkörperungslehre .... Ein helles Licht wird euch gegeben, so ihr den Willen habt, es leuchten zu lassen .... Eine Zeit der Wirrnisse verwirrt auch das Denken der Menschen, die Denkfähigkeit
wird schwächer, und sie können geistige Wahrheiten nicht mehr erkennen als solche,
weshalb ein immerwährendes Zuleiten derer nötig ist und dies aufnahmewillige Menschen erfordert, durch welche geistiges Wissen den Suchenden übermittelt werden
kann. Eine solche Unterweisung kann nun verschiedentlich stattfinden, sie kann ergänzen ein Wissen, das schon vorhanden ist, sie kann als völlig neues Wissen geboten werden, so der Mensch vorher in irrigem Denken stand, sie kann aber auch als Widerlegung falscher Lehren ein Gebiet klären, über welches noch Unklarheit herrscht unter
den Menschen. Immer aber ist Voraussetzung, daß Gott-zugewandte Kräfte das geistige
Gedankengut dem Menschen vermitteln, der als Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes
sich bereit erklärt, Gott zu dienen durch Verbreiten der Wahrheit. Und diese Voraussetzung ist gegeben, sowie inniges Gebet um Zuführen der reinen Wahrheit einer jeden
geistigen Unterweisung vorangeht .... Wenngleich er hohe geistige Fähigkeiten aufzuweisen hat, bedarf er doch der
Gnaden des Erlösungswerkes, den von Jesus Christus erkauften starken Willen,
um zum Lichtwesen reifen zu können während seines Erdenlebens .... Amen
B.D. 3221 empfangen am 15.8.1944 Anerkennen Christi .... Der Dämon wütet und wird von den Seelen der Menschen immer mehr Besitz
ergreifen, und die Menschen wehren sich nicht .... Amen
B.D. 3222 empfangen am 15.8.1944 Wortstreit mit erleuchteten Menschen .... Vom Geist Gottes erleuchtete Menschen verfügen über ein Wissen, daß sie unbedenklich reden können, so dies von ihnen verlangt wird. Sie werden sich niemals zu
fürchten brauchen, einer Frage nicht gewachsen zu sein, denn nicht sie sind es, die verstandesmäßig Antwort geben, sondern der Geist in ihnen antwortet, was ihm auch für
eine Frage vorgelegt wird. Denn er allein kann die rechte Antwort geben, und er bleibt
sie auch dem Menschen nicht schuldig, der solche begehrt. Und darum ist mit einem
vom Geist Gottes erleuchteten Menschen nicht leicht zu rechten, d.h., zu streiten über
geistige Fragen, denn dieser wird aus jedem Wortstreit als Sieger hervorgehen. Und er
kann darum unbesorgt jede Prüfung an sich herankommen lassen, er wird nicht versagen, und keine Frage wird ihn unsicher machen können, denn er weiß mehr wie jene,
die ihn in Verwirrung setzen wollen; sein Wissen ist tiefgründig, er kennt alle Zusammenhänge, und er wird auch darüber reden können, weil ihm nichts fremd ist und der
Geist in ihm unentwegt tätig ist, insbesondere, so er sich verantworten soll. Ist also die
Zeit gekommen, daß von einem Menschen Rechenschaft gefordert wird, der als Diener
Gottes auf Erden mit Ihm Selbst in Verbindung steht, dann wird auch offensichtlich der
Erfolg dieser Verbindung in Erscheinung treten .... Amen
B.D. 3223 empfangen am 16.8.1944 Endzeit .... Die Zeitenwende wird durch das Weltgeschehen gekennzeichnet werden, wie es
geschrieben steht. Doch die geistige Beschaffenheit (des Menschen) ist die Ursache von
allem, was geschieht. Das irdische Geschehen ist nur die Auswirkung des geistigen Niederganges, d.h., der geistige Tiefstand bestimmt alle Ereignisse, die sich auf der Erde
abspielen, weil alle Menschen die Leidtragenden sein müssen, um eine noch mögliche
Besserung ihrer geistigen Beschaffenheit zu erzielen. Und an der Not und Trübsal, die
über die Erde geht, an den Greueltaten, deren Urheber Menschen sind, an den gewaltigen Vernichtungen, in denen gleichfalls der menschliche Wille sich äußert, müsset ihr
den geistigen Tiefstand erkennen und also nun Sorge tragen, daß dieser erst behoben
wird, ehe ihr damit rechnen könnt, daß sich die irdischen Ereignisse und Verhältnisse
in für euch erträglichen Formen bewegen. Es kann das Leid nur nachlassen, wenn jeder
einzelne Mensch danach strebt, sein Leben in Gott-gefällige Bahnen zu lenken, wenn er
bestrebt ist, an sich und seiner Seele zu arbeiten, und also er ein liebetätiges Leben zu
führen gewillt ist. Dann erst wird die irdische Drangsal nachlassen, und es wird eine
Besserung eintreten. Es ist die letzte Zeit angebrochen, und diese währet nicht mehr
lange, es ist ein geistiges Aufblühen auf dieser Erde nicht mehr zu erwarten, denn die
Menschheit erkennt den Tiefstand nicht, in dem sie wandelt, und ändert sich darum
auch nicht. Und trotzdem soll der einzelne sich bemühen, um sich und seine Seele noch
zu retten, bevor das Ende gekommen ist. Es kann der einzelne sehr wohl diese geistige
Wandlung an sich vornehmen, er braucht nur zu wollen, daß er an Erkenntnis zunehme
und daß er seinen Erdenlebenszweck erfülle, er braucht nur sich nicht gänzlich Gott zu
widersetzen, indem er zugänglich ist den Belehrungen, die ihm durch Boten Gottes vermittelt werden, und er wird mit Gnaden reich bedacht werden, denn Gottes Hilfe ist
einem jeden gewiß, der rechtlich denkt und nur den Willen hat, zu Ihm zu kommen.
Und darum hat Gott durch Seher und Propheten immer wieder auf die Endzeit hingewiesen, Er hat die Menschen auf die Zeichen aufmerksam gemacht, auf daß der einzelne stutzig werde, die Wahrheit dessen erkenne, was geschrieben steht, und nun auch
alles beherzige, was ihm durch die Liebe Gottes an Belehrungen vermittelt wird. Denn
ein jeder ist für sich selbst verantwortlich; und ob auch die ganze Welt verdirbt und
untergeht, der einzelne kann sich daraus retten, er kann dem Strafgericht entgehen, das
unvermeidlich ist, weil er über sich selbst bestimmen kann, weil er den Weg zu Gott
gehen kann, sowie sein Wille ihn dazu treibt. Und sein Wille ist frei .... er kann sich
genausogut Gott zuwenden, wie er sich von Ihm abwenden kann .... Eine kurze Zeit nur wird noch vergehen bis zum Ende, doch diese Zeit kann noch gut ausgewertet werden, so der Mensch ernsten Willens ist, sein Ziel zu erreichen. Er kann sehr schnell vorwärtsschreiten, er kann die vermehrten Gnaden der Endzeit in Anspruch nehmen und dadurch reifen in weit kürzerer Zeit, jedoch er muß eifrig streben und seine geistige Entwicklung allem irdischen Streben voransetzen. Er muß an sich arbeiten, als werde er jeden Tag abberufen von der Erde; er muß sich allen guten Kräften anvertrauen und sich gewissermaßen lenken lassen von ihnen; er muß mit inniger Liebe Gott zugewandt sein und außerordentlich liebetätig seinem Nächsten gegenüber. Dann kann er für sich selbst auch das Strafgericht abwenden insofern, als daß er mit zur Schar der Auserwählten gehört, die entrückt werden vor dem Ende .... Unzähligen Menschen wird ihr falscher Lebenswandel vorgestellt, sie werden hingewiesen auf das nahe Ende, doch sie beachten die Hinweise nicht, und ihnen wird das Ende überraschend kommen, denn sie achten nicht der Zeichen der Zeit, sie sind nur irdisch gesinnt und keiner geistigen Belehrung zugänglich. Folglich sind sie auch nicht um ihr Seelenheil besorgt, weil sie ein Leben nach dem Tode verneinen. Und diese sind es, die das Ende heranziehen, die geistig so rückständig sind, daß eher von einer Rückentwicklung als von einem Stillstand zu sprechen ist, und die daher den unmittelbaren Anlaß geben zu einer Umgestaltung der Erde. Denn da sie keinerlei geistige Verbindung anknüpfen mit guten Kräften, sind sie für das Wirken der schlechten Kräfte aufgeschlossen, deren Ziel ist, solche Seelen von Gott zu entfernen. Und diese Kräfte haben Erfolg, denn alles Sinnen und Trachten der Menschen ist nur Vermehrung irdischen Besitzes, Wohlleben des Körpers und weltliche Freuden und Genüsse. Und darum hört diese Erde auf, zu bestehen in ihrer jetzigen Form, und wenngleich die Menschen selbst nicht unmittelbar beteiligt sind an der Zerstörung dieser, so sind sie doch der Anlaß dazu, weil ihr Lebenswandel gänzlich dem Willen Gottes widerspricht und darum die Zeit gekommen ist, die ihrem Leben ein Ende bereitet .... Amen
B.D. 3224 empfangen am 17.8.1944 Gerechtigkeit .... Ein gerechter Lebenswandel trägt euch Meine Liebe ein, denn der Gerechte denkt
nicht nur an sich selbst, sondern er billigt auch dem Nächsten zu, was ihm selbst
begehrlich erscheint. Die Gerechtigkeit sucht stets den Ausgleich in allen Dingen, und
der gerecht denkende Mensch wird sich auch bemühen, in allen seinen Handlungen vor
Mir bestehen zu können, er wird sich der Verantwortung bewußt sein, er wird stets vor
Mir Rechenschaft ablegen in seinem Denken und allem Denken und Handeln Meine
Gebote zugrunde legen. Denn der Gerechte schaltet die Liebe nicht aus, er sucht immer
zu ebnen und zu vergleichen, wo das Gefühl für das rechte Maß verlorengegangen ist.
Denn Ungerechtigkeit ist mangelndes Gefühl für Gleichheit, es ist einseitiges Geben
oder Urteilen, und also ist es gegen Meine Ordnung verstoßend, denn Ich beachte
Gerechtigkeit in allen Dingen. Wo Liebe ist, muß auch Gerechtigkeit sein, und also muß
Ich, als die Liebe Selbst, auch die Gerechtigkeit Selbst sein. Und wer darum Mir nachfolgen will und ein Liebeleben führt, der wird niemals ungerecht zu urteilen vermögen.
Und daher wird er die Ungerechtigkeit in der Welt verabscheuen, er wird leiden darunter, daß die Menschen nicht das Verlangen nach Ausgleich in sich tragen, daß die Ichliebe sie zu einem Denken antreibt, das nicht der göttlichen Ordnung und der göttlichen Liebelehre entspricht .... Amen
B.D. 3225 empfangen am 18.8.1944 Ungezweifelter Glaube an das Wort .... Euer Glaube muß so fest sein, daß ihr nicht den geringsten Zweifel mehr hegt an Meinem Wort. Sowie ihr noch nicht bedingungslos glauben könnt, was Ich durch Mein Wort euch kundgebe, seid ihr auch in der Erkenntnis noch nicht so weit vorgeschritten, daß ihr alles zu fassen vermöget. Erst wenn euch der Zusammenhang klar ist, werdet ihr jedes Wort ungezweifelt annehmen und als reine Wahrheit vertreten euren Mitmenschen gegenüber. Ihr seid also gewissermaßen erst wissend, wenn ihr vollgläubig seid, denn die Erkenntnis bedingt tiefen Glauben. Ihr könnt wohl Mein Wort vernehmen, es kann euch verstandesmäßig klar und einleuchtend erscheinen, doch es wird für euch erst dann ein tiefes Wissen bedeuten, so ihr im Glauben steht, weil dies Mein Wille ist, daß ihr erst den Glauben in euch vertiefet, ehe ihr wissend werdet. Irdisches Wissen bedingt Beweise, um als Wissen angesprochen zu werden. Da geistiges Wissen aber nicht bewiesen werden kann, bedingt es den Glauben. Durch den Glauben erreicht der Mensch dann die Stufe der Erkenntnis, die ihn frei macht, denn geistiges Wissen zu besitzen ist ein Grad der Freiheit, ein Grad der Vollkommenheit. Dort, wo euch der Glaube mangelt, wird immer eine Lücke eures Wissens sein, und also fehlt euch dann der Zusammenhang, ohne welchen aber nicht von Erkenntnis gesprochen werden kann. Ihr nehmet Mein Wort entgegen, und dieses Mein Wort soll euch gestalten zu Lichtwesen, dann aber muß Ich auch ungezweifelten Glauben daran fordern, weil Mein Licht nur strahlen kann, so ihr euch völlig öffnet, der Zweifel aber kein Öffnen, sondern ein Sich-Wehren gegen Meinen Lichtstrahl ist. Solange euch etwas noch nicht recht klar ist, könnet ihr euch wohl durch Zweifel und darauf folgendes Nachdenken Klarheit verschaffen, doch so Ich euch klar und verständlich etwas vermittle und ihr diese Vermittlungen anzweifelt, ist dies ein Herabsetzen Meines Wortes, ein Nicht-Anerkennen dessen oder ein Zweifel an der Wahrhaftigkeit des Gebers, und beides ist Unrecht an euch selbst, weil ihr euch dadurch der Kraft beraubt, die nur dann wirken kann, wenn ihr glaubet. Glaubet ihr aber, daß Ich zu euch Menschen spreche, glaubet ihr, daß ihr fähig seid, Mich zu vernehmen, dann dürfet ihr nichts anzweifeln, was Ich nun euch kundgebe, denn Ich werde wahrlich nichts Falsches euch unterbreiten, wie Ich aber auch niemals einem gläubigen Erdenkind gegenüber schweigen werde, das Mich zu hören begehrt. Was also ein solches Kind vernimmt, ist wahrlich reinste Wahrheit, selbst wenn es euch schwer annehmbar erscheint. Und darum könnt ihr jedes Wort mit Überzeugung vertreten, so wie ihr es empfangen habt nach innigem Gebet um Erleuchtung des Geistes. Ihr könnt euch dann auch rühmen, in der Erkenntnis zu stehen, weil ihr, als von Mir Selbst gelehrt, das rechte Wissen entgegengenommen habt und somit in der Wahrheit unterrichtet seid und nun ein geistiges Wissen besitzt, das euch lückenlos den Zusammenhang erkennen läßt zwischen allen Schöpfungen, allen Geschöpfen und Mir, dem Schöpfer alles dessen, was euch sichtbar ist .... Amen
B.D. 3226 empfangen am 19.u.20.8.1944 „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes ....“ Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, und ihr werdet das Erdenleben zurücklegen
können ohne Sorge um das, was der Körper benötigt, denn alles dieses wird euch zufallen, wie es der Herr verheißen hat. Denn eines nur ist wichtig, daß ihr das Leben der
Seele erhaltet, dann wird Gott Selbst die Sorge um euren Körper und seine Bedürfnisse
übernehmen. Doch sowie ihr den Glauben an diese Verheißung verlieret, müsset ihr
euch selbst sorgen, und dadurch geratet ihr in die Fangnetze des Widersachers, der euch
nun diese Sorge als wichtigste hinzustellen bemüht ist und euch davon zurückhalten
will, eurer Seele zu gedenken. Und nun laufet ihr Gefahr, materiell zu werden, euer Denken und Handeln ganz auf die Gewinnung der Materie einzustellen, in ständiger Sorge
um den Körper das Reich Gottes zu vernachlässigen und zuletzt nur noch rein irdisch
dahinzuleben ohne Berücksichtigung eures Seelenheils. Ein Ziel nur hat Gott euch für
euer Erdenleben gesetzt .... daß eure Seele sich entwickle zur Höhe .... und um dieses
Ziel zu erreichen, müsset ihr euch lösen von der Materie, ihr dürfet nichts begehren als
das, was der Seele dienlich ist. Und ihr könnet euch vollgläubig von allen Sorgen frei
machen, so ihr der Verheißung Christi gedenket, denn Sein Wort ist Wahrheit, und
suchet ihr zuerst das Reich Gottes, dann erfüllet ihr Seinen Willen, und dann sorget
Gott auch für euch. Das Streben der Menschen aber gilt zumeist der Erhaltung und dem
Wohlleben des Körpers, und zwar im Übermaß, so daß das geistige Streben in den Hintergrund tritt und verständlicherweise kein geistiger Fortschritt erzielt werden kann.
Und es ist dies Mangel an Vertrauen auf die Liebe Gottes, Der alles erhält, was Er
geschaffen hat. Mit dem Glauben und dem Vertrauen auf die Hilfe Gottes kann der
Mensch jeder irdischen Sorge ledig werden, er kann leicht und unbeschwert durch das
Erdenleben gehen, sowie er nun aber jede Sorge auf sein Seelenheil verwendet, sowie er
vollbewußt dem geistigen Reich entgegenstrebt, sowie er in allem den Willen Gottes zu
erfüllen sucht und also das Reich Gottes zu erreichen trachtet. Der Glaube daran aber
ist unter den Menschen fast nicht mehr zu finden, und darum schaffen sie sich selbst ein
Leben voller Sorgen und Mühen, sie laden sich eine Last auf, die Gott der Herr zu tragen ihnen verheißen hat, so sie ihre Lebensaufgabe erfüllen .... ihr geistiges Wohl dem
Wohl des Körpers voranzusetzen. Gott erhält die ganze Schöpfung, Er sorgt ununterbrochen für das Bestehen dieser, und alles entwickelt sich nach Seinem Willen. Und
ebenso gilt Seine Sorge dem höchst-entwickelten Geschöpf, dem Menschen, und sein
Erdenleben ist genauso sichergestellt wie das der gesamten Schöpfung. Doch hat es
Gott abhängig gemacht vom Willen des Menschen, Er hat ihm eine Bedingung gestellt,
deren Erfüllung ihm ein sorgenloses Dasein einträgt. Beachten aber die Menschen diese
Bedingung nicht, dann haben sie ein schweres Erdenleben, weil sie der Fürsorge Gottes
um den Körper verlustig gehen. Um der Seele willen ist dem Menschen das Erdenleben
gegeben, und also soll die Seele als erstes bedacht werden, ihr soll zugeführt werden,
was sie benötigt zur geistigen Reife .... und dieses ist nur aus dem geistigen Reich zu
holen und zu empfangen. Immer müssen daher die Sinne des Menschen auf das geistige
Reich gerichtet sein, denn das irdische Reich bietet der Seele nicht die Nahrung, die ihr
fehlt. Das irdische Reich erfüllt nur die Bedürfnisse des Körpers, und diese soll der
Mensch gläubig und vertrauensvoll sich von Gott schenken lassen, wie Er es verheißen
hat, und desto mehr nach dem geistigen Reich trachten, das ihm nicht geschenkt wird,
aber seinem Verlangen entsprechend gibt, was die Seele erbittet. Und darum werfet alle
Sorgen auf den Herrn .... Amen
B.D. 3227a empfangen am 20.8.1944 Recht
- Gerechtigkeit - Rassen .... Es ist einer ganzen Nation unwürdig, so sie sich nicht Rechenschaft ablegt über ihr
Denken und Handeln. Es soll ein Volk untadelig sein im Verhalten dem Nächsten
gegenüber, der Angehöriger seiner Nation ist; es soll aber auch anderen Nationen
gegenüber das Gebot der Nächstenliebe erfüllen, wenn dies auch nicht so zu verstehen
ist, daß sich das Handeln und Denken auf einzelne Mitglieder erstreckt, sondern das
gesamte Fühlen und Wollen einem anderen Volk gegenüber soll ehrenhaft und anständig sein, es soll das gerechte Empfinden nicht vermissen lassen, d.h. nicht jenem etwas
absprechen, was ein Volk selbst beansprucht. Es soll Recht und Gerechtigkeit walten
allen Menschen gegenüber, und die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse oder
Nation soll nicht bestimmend sein für die Handlungen, die ihnen gegenüber ausgeführt
werden. Es hat Gott keine Einschränkung gemacht, als Er das Gebot der Nächstenliebe
den Menschen gab, denn ein jeder Mitmensch soll als Bruder betrachtet werden, als
Geschöpf Gottes, dem auch ein brüderliches Gefühl entgegengebracht werden soll. Und
darum soll der Mensch selbst nicht diese Beschränkung einführen, er soll nicht gewissen Menschen gegenüber berechtigt zu sein glauben, sie von der Nächstenliebe ausschließen zu können; er soll ohne Unterschied das Gebot der Nächstenliebe üben und
sich also auch darüber Rechenschaft ablegen, so er dieses Gebot mißachtet. Und darum
muß er sich klar sein über sein Denken und Handeln, wieweit es den göttlichen Geboten entspricht .... B.D. 3227b empfangen am 22.8.1944 Recht
- Gerechtigkeit - Rassen .... Die Erde umfaßt die verschiedensten Völker und Rassen, die auch in ihrem Entwicklungsgrad zumeist verschieden sind. Doch keinem Volk ist von Gott aus das Recht gegeben, ein unter ihm stehendes Volk zu bedrücken oder seiner Rechte zu berauben. Wohl
sollen sie erzieherisch einwirken, so sie auf einer höheren Geistesstufe stehen, sie sollen
den schwachen Völkern beistehen gegen stärkere Unterdrücker, und niemals soll eine
bestimmte Volkszugehörigkeit sie abhalten, ihre menschlichen Pflichten gegen den
Mitmenschen zu erfüllen. Denn immer sollen sie sich vor Augen halten, daß alle Menschen Gottes Geschöpfe sind und daß es dem Menschen niemals zusteht, gewisse Mitmenschen auszustoßen aus der Gemeinschaft der Völker oder sie zu bedrängen und in
Not zu stürzen. Denn dafür müssen sie sich dereinst verantworten, und sie werden
gerichtet werden, wie sie selbst ihr Urteil gefällt haben .... wer hart und lieblos war gegen
seine Mitmenschen, ganz gleich welchen Stammes diese seien (sind),der wird auch nur
Härte und Lieblosigkeit ernten, er wird kein Erbarmen finden, und ein mildes Urteil
darf er niemals erwarten, denn ihm geschieht nach seiner Gesinnung, nach seinem Willen und seinen Taten .... Amen
B.D. 3228 empfangen am 21.8.1944 Christusproblem .... Wie sich das Leben des inneren Menschen zur Außenwelt verhält, so verhält sich
auch der Geist zur Seele. Denn die Seele ist die Umhüllung des Geistes, und der Geist
kann erst dann tätig sein nach seiner Bestimmung, so ihm von seiten der Seele kein
Hindernis mehr entgegengestellt wird. Ebenso kann sich auch der innere Mensch erst
entfalten, wenn die Außenwelt ihn unberührt läßt. Der innere Mensch ist nun aber wieder mit der Seele zu vergleichen, mit der Hülle des Geistigen .... der Außenwelt gegenüber wohl innerlich, dem Geist gegenüber jedoch noch äußerlich, denn das innere
Leben des Menschen ist Fühlen, Denken und Wollen, und sowie dieses (sich, d. Hg.) dem
Geist in sich nicht mehr entgegenstellt, bedeutet es für letzteren keine äußere Fessel
mehr, sondern es hat sich vereint mit ihm .... Amen
B.D. 3229 empfangen am 23.8.1944 Widerstände vermehren die Willensstärke .... Wer sich zur Mitarbeit am Reich Gottes bereit erklärt, dessen Tätigkeit wird stets
gesegnet sein, selbst wenn er den Segen nicht offensichtlich spürt. Er muß zur Stärkung
seines Willens zwar oft mit Widerständen kämpfen, jedoch alle diese Widerstände tragen dazu bei, daß der Mensch dann desto emsiger arbeitet, daß ihm die geistige Tätigkeit stets wichtiger wird und er jede Zeit nützet, um Gott zu dienen. Gott aber weiß,
warum Er Prüfungen sendet über ihn .... Amen
B.D. 3230 empfangen am 23.u.24.8.1944 Dienen oder kämpfen .... Im Stadium der Willensfreiheit brauchte das Wesen den Gegner Gottes nicht zu
fürchten, so es nur in der Liebe wandeln würde. Dann hat es ihn besiegt, weil der Gegner Gottes völlig machtlos ist gegen die Liebe. Also könnte sich der Mensch auch von
Versuchungen und Anfechtungen frei machen, denn diese haben keinen Einfluß auf
ihn, sowie er liebetätig ist. Letzteres aber ist vom freien Willen des Menschen abhängig,
und darum ist der Mensch selbst Anlaß eines Erdendaseins, das entweder ständiger
Kampf ist oder dienende Liebe. Gott ersieht das Herz eines jeden, und Er läßt über den
Menschen das kommen, was er benötigt, wie Er aber auch darben lässet, der Seiner
Hilfe, Seines Trostes und Seines Zuspruches nicht bedarf, weil er innerlich wider Ihn ist,
also keine Liebe übt, die seinen Gott-zugewandten Willen bekundet .... Menschen, die noch gänzlich Gott abgewandt sind, und solche, die das Leid scheinbar
nicht mehr benötigen, um Ihn zu finden .... Das Dienen wird ihm leichtfallen, das Kämpfen jedoch große Kraft erfordern, will er nicht unterliegen der Macht, die alles anwendet, um seine Seele in die Finsternis zu ziehen, und die so lange Einfluß auf den Menschen hat, wie er ohne Liebe dahingeht, weil er dann auch noch weit von Gott entfernt ist. Erst die Liebe macht ihn frei von dieser Macht, erst die Liebe macht ihn stark, denn der liebende Mensch befindet sich im Ver-band mit Gott und bezieht von Ihm seine Kraft, den Gegner Gottes zu überwinden .... Amen
B.D. 3231 empfangen am 24.8.1944 Mahnung zur Arbeit für das Reich Gottes .... Predigen sollt ihr von der Liebe und allezeit die Menschen hinweisen auf Mich, Der
Ich die Liebe Selbst bin. Dann erfüllet ihr eure Mission auf Erden, und ihr seid mir
rechte Werkzeuge, die im Glauben an Mich Meine Lehre vertreten. Ihr sollt die Menschen immer wieder hinweisen darauf, daß sie unweigerlich Mich anstreben müssen,
wollen sie ihren Erdenlebenszweck erfüllen. Ihr sollt ihnen die Wertlosigkeit dessen
verständlich zu machen suchen, was ihre körperlichen Sinne gefangenhält, und ihr sollt
ihnen das nahe Ende ankündigen, das sie fürchten müssen, so sie sich nicht zur Liebe
wandeln, sondern in der Weltliebe verharren. Denn diese bringt ihnen den geistigen
Tod. Meine Diener auf Erden weise Ich an, sie ständig zu warnen und zu ermahnen, weil
Ich den Menschen helfen will, die noch blind durch das Erdenleben gehen. Und Meine
Diener reden nun statt Meiner .... und wer sie höret, der höret Mich; wer sie aber abweiset, der weiset auch Mich ab. Doch es steht ihrem Willen frei, und Ich zwinge sie nicht,
daß sie Mir Gehör schenken. Ich aber rufe euch zu: Werdet nicht müde in eurem Werben, denn es ist bitter notwendig, daß die Menschen euch hören. Sprechet unentwegt
von der Liebe, die ihnen mangelt; erkläret ihnen, daß diese mangelnde Liebe der
Menschheit das große Leid einträgt und daß sie es also selbst veranlassen .... und
machet sie darauf aufmerksam, daß alles Lieblosigkeit ist, was Meinen Geboten zuwidergerichtet ist. Selbst ein erlittenes Unrecht gibt dem Menschen nicht die Berechtigung, wieder Unrecht zu tun, also Gleiches mit Gleichem zu vergelten .... Amen
B.D. 3232 empfangen am 25.8.1944 Erfüllung der Voraussagen .... Allen Menschen lasse Ich Kunde zugehen von dem bevorstehenden Ende, denn auch
Meine Gegner mache Ich aufmerksam, damit sie nicht einstens sagen können, es sei
ihnen verborgen geblieben. Doch so sie ihr Ohr verschließen, so sie spotten oder verlachen, was in Form von Prophezeiungen ihr Ohr berührt, sind Meine Warnungen und
Ermahnungen vergeblich, denn zum Glauben zwinge Ich keinen Menschen. Doch diese
werden erbeben, so das Ende nahe ist, erkennen sie doch ihr verkehrtes Denken und
auch die Hoffnungslosigkeit ihrer Lage. Die Menschheit will nichts mehr annehmen,
was aus dem geistigen Reich ihr geboten wird; sie ist so irdisch gesinnt, daß ihr jegliches
Gefühl für geistiges Gut abgeht, Ich aber kann den Menschen nicht mehr bieten, als was
sie anzunehmen bereit sind. Ich kann sie nicht durch offensichtliche Wunder zum
Glauben zwingen, weil es Meine Geschöpfe sind, die ursprünglich in vollster Freiheit
des Willens tätig waren und die durch einen Glaubenszwang ihre Freiheit gänzlich verlieren würden und also unvollkommen blieben bis in alle Ewigkeit. Ich kann nur durch
Menschenmund Mich äußern und muß es ihnen überlassen, ob sie Mein Wort erkennen wollen durch unbedingtes Wahrheitsverlangen und uneigennützige Liebetätigkeit.
Denn nun wird ihnen Mein Wort tönen, und sie erkennen den Geber des Wortes in
jeder Mahnung und Warnung, und also beachten sie es auch. Doch welche Willenlosigkeit beherrschet die Menschen gerade diesen geistigen Kundgaben gegenüber. Sie nehmen nichts ernst und glauben, daß Gott die Geschehnisse so lenken wird, wie es ihrem
Willen und ihrer Berechnung entspricht. Und wie wenig tun sie daher an ihrer Wesensgestaltung .... Doch Ich werde sie aufschrecken und ihnen zeigen, daß Ich die Welt regiere und daß Ich
wahrlich so bestimme, wie es euch Menschen dienlich ist .... Amen
B.D. 3233 empfangen am 26.8.1944 Wirken für das Reich Gottes .... Ein ausgedehnter Wirkungskreis steht dem Menschen zur Verfügung, der sich für das Reich Gottes einsetzen will. Denn überall, wo Menschen sind, ist geistige Not .... Nur wenige Menschen streben bewußt das Reich Gottes an, die Mehrzahl aber ist ohne
Wissen und Glauben, weil sie verkehrten Willens ist. Den Willen aber zwingt Gott
nicht .... Amen
B.D. 3234 empfangen am 27.8.1944 Kraftquell .... Als Sammelpunkte geistiger Energien müssen alle Schöpfungen angesehen werden,
doch zum offensichtlichen Ausdruck kommen jene in den Schöpfungswerken, die
Leben verraten, wo also eine ständige Tätigkeit diese Energien beweiset. An diesen
Schöpfungen werden also Kräfte erkannt, die in ihnen wirken, jedoch der Ursprung der
Kraft wird verschieden aufgefaßt .... und nicht selten völlig unabhängig von den Schöpfungswerken. Daß Gott Selbst der Kraftquell ist, von Dem alles Leben ausgeht, wird
zumeist abgestritten .... sowie der Mensch nicht einfältig glauben kann. Es wird wohl
eine Kraft anerkannt, diese jedoch als von sich selbst ausgehend und in sich selbst
begründet hingestellt. Denn das Verstandesdenken rechnet nur mit Dingen, die nachweislich vorhanden sind, nicht aber mit solchen, deren Vorhandensein nicht bewiesen
ist. Es ist dies ein Stadium geistiger Unkenntnis, wenngleich irdisch der Mensch als wissend gilt. Die Kraft, die jedem Lebewesen zugeht, ist vorerst deutlich erkennbar, da ohne
diese das Wesen leblos wäre. Diese Kraft ist aber auch in jedem anderen Schöpfungswerk, ansonsten es, gleichwie die Umhüllung eines Lebewesens nach seinem Tode, sich
langsam auflösen würde. Solange es aber besteht und den Augen der Menschen ersichtlich ist, ist es auch Träger geistiger Kraft, die notgedrungen irgendwo ihren Ausgang
haben muß. Denn diese Kraft ist unzerstörbar .... sie kann wohl einem Gefäß zuströmen oder diesem entströmen, sie kann aber niemals sich in nichts verflüchten .... Amen
B.D. 3235 empfangen am 27.8.1944 Einigung der Seele mit dem Geist .... Es ist ein überaus bedeutsamer Vorgang, wenn die Seele des Menschen sich mit dem Geist in ihr vereinigt, denn dann ist gewissermaßen die Wendung eingetreten; das materielle Dasein ist überwunden, wenngleich der Mensch noch auf Erden weilt, und die geistige Welt ist vorherrschend für den letzten Teil seines Erdenwandels. Es kann nu |