Buch
45
NR.
3453 – 3578
empfangen von
Bertha Dudde in der
Zeit vom 1.3.1945 – 15.10.1945
Eine
Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes
- 1891-1965 - mit
ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen,
allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener
Herausgeber (gedruckte
Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie
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B.D. 3453
empfangen am 1.3.1945
„So ihr in Meinem Namen versammelt seid ....“
So ihr euch in Meinem Namen versammelt, bin Ich mitten unter euch ....
Auch diese
Verheißung habe Ich euch gegeben, und sie erfüllet sich aufs Wort, denn eure Gedanken, die Mir gelten, ziehen Mich zu euch, weil sie aus der Liebe zu Mir geboren sind und
Ich immer sein werde, wo die Liebe eines Kindes nach dem Vater verlangt. Und wo Ich
bin, da ist Friede und Seligkeit, die eure Seele wohl spüret, wenngleich der Körper
unruhvoll von der Not der Zeit berührt wird. Doch eure Seelen sind beim Vater, so ihr
euch versammelt, um Mein Wort zu hören ....
Und also spreche Ich Selbst zu euch durch
Menschenmund, und ihr werdet Meine Stimme erkennen, weil ihr Meine Kinder seid,
denen die Stimme des Vaters nicht fremd ist. Ich spreche zu euch und tröste euch, Ich
gebe euch Kraft und Stärkung, Ich erhelle euren Geist und gebe euch Verständnis für
die ewige Wahrheit, für Mein Wort, das euch nun zuströmt, sowie ihr es begehret. Und
Ich segne euch und euren Willen, der Mir gilt ....
Des Vaters Segen aber trägt euch geistigen Fortschritt ein, ihr werdet reifen an eurer Seele, ihr werdet jeden Kampf mit dem
Widersacher bestehen, ihr werdet den Feind eurer Seelen überwinden und als Sieger
hervorgehen, weil ihr aus Meiner Gegenwart ständig Kraft schöpfet, die ihr durch Mein
Wort entgegennehmet. Sowie ihr Gemeinschaft suchet, um Mein Wort zu hören, suchet
ihr Mich, und Ich lasse Mich finden von euch jederzeit ....
Ich bin im Wort Selbst bei
euch, wie Ich es euch verheißen habe. Ich bin euch nahe, weil Mein Geist in euch wirken
kann, weil Ich aufnahmewillige Herzen finde, die Mir ihre Herzenstür öffnen, um Mich
darin aufzunehmen ....
Und wer sein Herz zur Liebe gestaltet hat, wer es gereinigt hat
von allen Fehlern und Mängeln, zu dem werde Ich eingehen und sein Herz erfüllen mit
Meiner Liebe ....
Und er wird Mich spürbar vernehmen und überaus selig sein ....
Doch
Ich kann nur weilen, wo die Liebe ist ....
Darum sollt ihr alle danach trachten, die Kraft
Meines Wortes zu nützen, zu arbeiten an eurer Seele und euer Herz als Aufnahmegefäß
Meiner Liebe und Meines Geistes herzurichten, es von allen Schlacken und Fehlern zu
säubern und nichts als Meine Gegenwart zu ersehnen. So Ich mitten unter euch weile,
poche Ich an eure Herzen, und Ich begehre Einlaß ....
Doch einkehren kann Ich erst bei
euch, so ihr euch völlig Mir hingebt, so ihr euren Willen gänzlich dem Meinen unterstellt, so ihr in der Liebe lebet und völlig in Meiner Ordnung lebt. Und darum gebe Ich
euch Mein Wort, darum ermahne Ich euch im Wort ständig zur Rückkehr in Meine
Ordnung, und darum vermittle Ich euch Kraft, daß ihr ausführen könnt, wozu ihr sonst
zu schwach seid ....
Und darum habe Ich Mein Wort mit Meiner Kraft gesegnet, auf daß
sie in euch überströmt, so ihr Mein Wort höret, es vernehmet und danach lebet. Dann
werdet ihr Mich Selbst in euer Herz aufnehmen können, ihr werdet Meine Nähe fühlbar spüren, ihr werdet Meine Stimme hören und überaus selig schon auf Erden sein ....
Amen
B.D. 3454
empfangen am 2.3.1945
Fürbitte für die armen Seelen ....
Die Nacht des Todes umfängt alle Seelen, die bei ihrem Abscheiden von der Erde
Gott fern sind durch einen lieblosen Lebenswandel, durch ihre Zugehörigkeit zum
Gegner Gottes und also völlig verkehrten Willens sind. Diese verlieren mit dem leiblichen Tode ihre Lebenskraft und sind nun völlig kraft- und lichtlos den Mächten der
Finsternis preisgegeben, die sie immer tiefer hinabzuziehen versuchen im geistigen
Reich, d.h., ihr Wille wird stets mehr und mehr dem Bösen dienstbar, und nach unten
kann es auch Kraft entfalten, weil diese ihm von unten her zugeht. Doch um den Willen
in rechter Richtung tätig werden zu lassen, mangelt es ihnen an Kraft. Und also wären
diese Seelen unrettbar verloren, wenn sich nicht liebende Wesen ihrer erbarmten ....
Menschen auf Erden, die in stiller Fürbitte ihrer gedenken und ihnen durch ein in Liebe
zugewendetes Gebet Kraft vermitteln, die ihren Willen zum Guten lenkt, oder auch
Lichtwesen, die immer wieder in die Nähe dieser kraftlosen Seelen kommen und sie zur
Änderung ihres Willens zu bewegen suchen. Doch Kraft kann von jenen Lichtwesen
ihnen erst dann zugewandt werden, wenn sie selbst willig sind, diese Kraft zu nützen
zum Wirken in Liebe. Also es muß unbedingt erst der Wille dieser Seelen sich wandeln,
und dazu verhilft die Fürbitte der Menschen auf Erden. Denn die Seele ist kraftlos und
vermag nicht von selbst den Willen zu wandeln. Wird ihr nicht durch Fürbitte Kraft
vermittelt, dann ist sie den Kräften der Finsternis preisgegeben, und der Aufstieg zur
Höhe, das Lösen aus der finsteren Gewalt ist unsagbar schwer und erfordert lange Zeit.
Denn die Seele ist in tiefster Unkenntnis, und darum ist sie auch völlig willenlos, ihre
Lage im Jenseits zu ändern. Es ist das Gebet für die irrenden Seelen im Jenseits so überaus notwendig, soll diesen Seelen geholfen werden, und jede Gelegenheit sollen die
Menschen nützen für diese armen Seelen, weil den Menschen noch Kraft zur Verfügung
steht, die den notleidenden Seelen im geistigen Reich mangelt. Es ist ein Akt der Nächstenliebe, der nicht hoch genug bewertet werden kann, wenn die Menschen den Seelen
helfen in ihrer größten Not, in ihrer Hilflosigkeit, weil sie ohne Kraft und ohne Licht
den bösen Mächten ausgeliefert sind. Jedes Gebet für sie ringt sie jenen Mächten ab,
und sowie die Seele die Wohltat eines in Liebe ihr geschenkten Gebetes empfunden hat,
ist sie dankbar für jede Hilfeleistung, und sie nützet auch die Kraft des Gebetes in der
rechten Weise ....
Sie wendet den Willen vom Bösen ab, sie hat Empfinden für das Leid
der anderen Seelen, und sie beginnt selbst Liebe zu empfinden, je mehr Liebe ihr durch
das Gebet der Menschen gegeben wird ....
Denn ein liebendes Gebet schmilzt die härteste Umhüllung, und darum kann nicht genug Liebe gegeben werden den Seelen, die in
finsterster Geistesnacht aus dem Erdenleben geschieden sind und in völliger Kraftlosigkeit im Jenseits verharren, bis ihnen durch Fürbitte ihr Los erleichtert ist. Dann ist
auch das Bemühen der Lichtwesen von Erfolg, die ihnen Kraft vermitteln, sowie die
Seele bereit ist, diese Kraft zum Wirken in Liebe zu nützen. Denn dann ist ihr Wille in
der rechten Richtung, er strebt nach oben, und diesem Willen wird nun auch Rechnung
getragen. Doch die Fürbitte der Menschen auf Erden ist vorerst nötig, daß der völlig
gebrochene Wille sich erhebe und nicht in verkehrter Richtung tätig werde ....
Die Kraft
der Liebe aber bewirket einen Wandel des Willens. Und dann ist die Seele gerettet, denn
sie beginnt ihren langsamen Aufstieg, sie ist den Mächten der Finsternis entronnen,
weil die Liebe stärker ist und ein liebendes Gebet die Seele der Finsternis entreißen
kann ....
Amen
B.D. 3455
empfangen am 3.3.1945
Verantwortung für eigenes Denken ....
Wahrheit ....
Es sind unzählige Menschen auf Erden außerhalb der Wahrheit stehend, teils ohne,
teils mit eigener Schuld. Es ist vielen Irrtum geboten worden, und sie nahmen es als
Wahrheit an, ohne gedanklich Stellung dazu zu nehmen, wozu der Mensch von Gott aus
verpflichtet ist, denn Gott gab ihm den Verstand, und also kann er nachdenken und sich
für oder wider das ihm Gebotene entscheiden. Doch viele Menschen handeln im guten
Glauben, dieser Prüfung enthoben zu sein, und darum kommt Gott ihnen entgegen
und bietet ihnen die reine Wahrheit, auf daß sie stutzig werden sollen und das Erstempfangene gegen das Neugebotene ernstlich abwägen. Jeder Mensch muß sich verantworten für sein Handeln sowohl als auch für sein Denken, und folglich muß auch sein
Gedankengut in ihm selbst zur Entfaltung gebracht worden sein. Alles, was ihm vermittelt wird, muß erst durch eigenes Nachdenken darüber sein Gedankengut geworden
sein. Hat er dies versäumt, also ungeprüft hingenommen, was ihm von Lehrenden
geboten wurde, dann ist er selbst untätig geblieben, und auch dafür muß er sich verantworten, daß er Gelegenheiten ungenützt ließ, durch die er seelisch reifen konnte. Um
aber abwägen zu können, was der Wahrheit entspricht, um zur inneren Überzeugung
zu gelangen, muß er zuerst auch das Verlangen haben, in der Wahrheit zu stehen; und
hat er dieses, dann prüft er auch kritisch alles, was ihm vermittelt wird. Verlangt er nach
der Wahrheit, dann verlangt er auch nach Gott, Der die ewige Wahrheit Selbst ist ....
Und verlangt er nach Gott, dann steht er auch in der Liebe, weil Gott die Liebe Selbst ist.
Das Wahrheitsverlangen also muß unbedingt den Menschen erfüllen, der zur Höhe
strebt. Und dieser wird auch den Irrtum von der Wahrheit zu unterscheiden vermögen,
denn sein Denken wird nicht untätig bleiben ....
Der ernstlich Gott-zustrebende
Mensch befaßt sich in Gedanken mit allen Problemen, die ihn berühren, und seine
Gedanken werden von wissenden Kräften im göttlichen Willen gelenkt werden der
Wahrheit zu. Wer aber nicht über das ihm menschlicherseits vermittelte Gedankengut
nachdenkt, der ist auch nicht ernstlich bestrebt, Gott nahezukommen. Er ist nur dem
Wort nach Ihm verbunden, nicht aber im Geist. Denn Gott erfasset Selbst die Menschen, die Ihn ernstlich suchen, und Er lenket sie wahrlich recht ....
Der Irrtum bringt
die Menschen in große seelische Not, er bringt sie in ernste Gefahr, daß sie den rechten
Weg zu Gott verfehlen. Der Irrtum wird verbreitet unter der Hülle der Wahrheit, und
unverantwortlich ist es von jenen, die als Glaubenswahrheit den Irrtum zu verbreiten
suchen und die Menschen verhindern wollen am eigenen Nachdenken durch Verfügungen und Gebote ....
Die größte Schuld trifft jene, dennoch wird auch jeder einzelne Mensch sich verantworten müssen, weil ihm von Gott aus die Gabe des Verstandes gegeben ist, die er nützen kann und soll, sowie es um ein Wissen geht, das nicht nur
für die Erde, sondern für die Ewigkeit bestimmt ist. Jeder Mensch wird von Geistwesen
betreut, die im Licht, d.h. im Wissen, stehen, und deren Bemühen ist unentwegt, den
Menschen zum Denken anzuregen über geistige Fragen, auf daß sie ihn gedanklich
unterweisen können. Kein Mensch wird von den Lichtwesen ausgelassen, und also werden in jedem Menschen Gedanken auftauchen, Zweifel, Fragen oder Betrachtungen
über das Wissen, was ihm als Wahrheit dargeboten wurde. Und es liegt nun am Willen
des Menschen selbst, ob er diese Gedanken aufgreift, ob er sie in sich verarbeitet oder
sie sofort verwirft oder ausschaltet und so den Lichtwesen jede Möglichkeit nimmt, ihn
zu belehren, ihn aufzuklären über Irrtum und Wahrheit. Sowie der Mensch aber durch
Verfügungen und Gebote sich gebunden glaubt, bleibt ihm immer noch der Weg zu
Gott Selbst, Ihn bittend um rechtes Denken, um rechten Glauben und reine Wahrheit ....
Und Gott wird niemals ein solches Gebet unerhört lassen ....
Doch schwerlich zu helfen
ist jenen, die Gott nicht zu benötigen glauben, die Menschengebote höher achten und nicht zum Ursprung der Wahrheit ihre Zuflucht nehmen, was er als rechtes Kind des
Vaters jederzeit unbedenklich tun kann und soll ....
Gott aber lässet Seine Geschöpfe
nicht in der Not, selbst wenn sie sich diese selbst geschaffen oder sie selbst verschuldet
haben. Und wo das Denken des Menschen aus freiem Willen versagt, dort wirket Er so
auf die Menschen ein, daß sie zum Nachdenken gezwungen werden ....
Er läßt irdische
Not über sie kommen, die in ihnen Zweifel aufkommen läßt, um sie zum Nachdenken
zu veranlassen. Und dann sendet Er ihnen Seine Boten entgegen, die Wahrheitsträger
im Jenseits und auf Erden, die ihnen nun die reine Wahrheit vermitteln gedanklich oder
durch Menschenmund ....
Und nun setzt die Gedankentätigkeit der Menschen ein,
sowie sie wahrheitsverlangend sind, und sie werden vermögen, die Wahrheit vom Irrtum zu scheiden, sie werden wissend werden, sowie sie sich der göttlichen Liebesgabe
nicht widersetzen, sich ihr öffnen und sie auf sich wirken lassen ....
Und es wird Licht
werden in ihnen, denn wo die Wahrheit ist, dort schwindet jede Dunkelheit ....
Amen
B.D. 3456
empfangen am 3.3.1945
Unterweisen der Jünger ....
Evangelium ....
Meine Jünger sollen von Mir das Evangelium empfangen und hinaustragen in alle
Welt ....
Und darum unterweise Ich Selbst, die für Mich wirken wollen auf Erden, auf
daß sie tätig sein können in Meinem Willen, auf daß sie Meinen Willen verkünden können so, wie Ich Selbst ihn Meinen Jüngern kundtue ....
Denn Mein Wille muß erfüllt
werden, wollen die Menschen selig werden, und darum müssen sie vorerst um Meinen
Willen wissen. Es muß das Wissen darum verbreitet werden, dann erst kann Ich die
Menschen zur Verantwortung ziehen, ob und wie sie Meinen Willen erfüllen ....
Und
darum spreche Ich zu den Menschen auf der Erde, die Mich anhören wollen, und Ich
gebe ihnen den Auftrag, Mein Wort weiterzuleiten. Und wer Mir also dienet, daß er horchet auf Meine Stimme, um dann an Meiner Statt zu reden zu seinen Mitmenschen, der
ist in Wahrheit Mein Jünger, denn Ich unterweise ihn auf allen Gebieten ....
Ich weihe
ihn ein in Meinen ewigen Heilsplan, Ich lasse ihn Einblick nehmen in Mein Walten und
Wirken, in Meine irdische und geistige Schöpfung, je nach seiner Aufnahmefähigkeit
und -willigkeit. Doch zuvor muß er Mir aus freiem Willen seine Dienste angetragen
haben, er muß bereit sein, für Mich zu arbeiten auf Erden und durch seinen Lebenswandel Mein Wohlgefallen zu erringen trachten, dann nehme Ich ihn auf als Diener, als
Jünger, und bilde ihn für seine Tätigkeit auf Erden aus. Denn es ist diese Tätigkeit bitter notwendig ....
Die Menschheit wandelt in völliger Finsternis des Geistes, sie erkennt
Mich nicht mehr, und Mein Wille ist ihr fremd. Sie sucht nur irdischen Vorteil und
gedenket der Seele nicht; sie nützet das Leben nicht zu dem Zweck, zu dem es den Menschen gegeben ist, weil jegliches Wissen darum ihnen verlorengegangen ist. Und darum
muß es den Menschen wieder unterbreitet werden, es muß ihnen ihrem Fassungsvermögen entsprechend dargeboten werden, sie müssen auf Mich als ihren Herrn und
Schöpfer aufmerksam gemacht, es muß ihr Denken zu Mir hingelenkt werden .... und
alles dieses erfordert bereitwillige Lehrer auf Erden, die ihr Wissen von Mir Selbst empfangen und dem Mitmenschen weitergeben wollen aus reiner Nächstenliebe. Die Liebe
muß sie zu ihrer Tätigkeit bestimmen, und also können nur solche Menschen Meine
Jünger sein, die in der Liebe zum Nächsten stehen, die große geistige Not erkennen und
hilfsbereit ihnen Beistand gewähren wollen. Sie müssen das, was sie sich selbst erbitten .... die reine Wahrheit .... auch dem Mitmenschen zuwenden wollen, ansonsten sie
nicht fähig und würdig sind, kostbare Geistesgabe von Mir zu empfangen. So sie aber in
der Liebe stehen, sind sie Meine Jünger, die Mir nachzufolgen bemüht sind und also
nun auch das Evangelium von Mir entgegennehmen, um es zu verbreiten in aller Welt.
Denn sie müssen der Menschheit Meine Gebote verkünden .... die Gebote der Gottesund der Nächstenliebe, deren Erfüllung ihnen die ewige Seligkeit einträgt. Denn wer
diese Gebote erfüllt, der lebt nach Meinem Willen, er wird ständig geben und daher
auch ständig empfangen dürfen, er wird nun gleichfalls Mir dienen wollen und mit
Kraft erfüllt werden, und sein Erdenlebensweg wird ihm die geistige Reife eintragen,
die letztes Ziel des Menschen auf Erden ist. Und darum sende Ich Meine Jünger hinaus
in die Welt ....
Ich erwecke an allen Orten Menschen, die sich von Mir belehren lassen
aus freiem Willen, und also wird das Evangelium aus den Himmeln verkündet den
Menschen, sowie sie es nur vernehmen wollen. Denn die Menschheit ist in großer Not,
und jeder, der sich Mir anbietet zum Dienst, um seinen Mitmenschen zu helfen, wird als
Mein Jünger gesegnet sein. Er wird Kraft empfangen von Mir, um seines Amtes walten
zu können, und Meine Liebe und Gnade wird ihn begleiten auf allen seinen Wegen ....
Amen
B.D. 3457
empfangen am 4.3.1945
Gottes große Liebe und Führung ....
Wer Meine Nähe begehrt, der ist auch nicht fern von Mir, und er wird Meine Liebe
verspüren, so sein Herz sich öffnet und es Mir zustrebt. Ich verlange nach Meinen Kindern und achte eines jeden, das den Weg zu Mir nimmt. Ihm komme Ich entgegen und
führe es an der Hand, daß es sein Ziel erreiche. Und darum soll niemand sich vereinsamt fühlen oder von Meiner Vaterliebe verlassen, denn diese Liebe höret nimmer auf
und ist stets und ständig Meinen Geschöpfen zugewandt. Und so ihr Menschen diesen
Glauben habt an Meine Liebe, ist euer Erdenlos ein leichteres, und ihr brauchet euch
keine Sorge zu machen, weil ihr überzeugt seid davon, daß Ich für euch sorge. Glaubet
ihr an Meine Liebe, dann zieht tiefste Ruhe in euer Herz, das diese Liebe spüret und
darum voller Vertrauen ist zum Vater, Der Sein Kind nicht allein lässet auf seinem
Erdenlebensweg. Doch den Glauben an Meine Liebe müsset ihr zu gewinnen suchen,
indem ihr euch immer wieder vorstellet, wie liebreich Ich euch geführt habe durch jegliche Gefahren hindurch, selbst wenn Leid und Not eure Begleiter waren auf eurem
Lebenswege. Ihr müsset alles um euch betrachten, die Schöpfung um und über euch .... und ihr müsset nachdenken darüber, welchem Zweck sie dient .... ihr müsset aus dem
Quell des Lebens, aus Meinem Wort, euch das Wissen darüber holen und auch das Wort
selbst als eine Gnadengabe erkennen ....
Und alles wird euch Beweis sein Meiner Liebe
zu euch, die euch gewinnen will für ewig. Das Bewußtsein, im Stromkreis Meiner Liebe
zu stehen, wird euch beglücken und euch den Frieden geben, den die Welt euch nimmermehr geben kann. Und weil Ich euch liebe, verlange Ich nach euch, und jedes Herz
nehme Ich freudig an, das Mein Verlangen erwidert, das Mir zustrebt, das Mein Wort
begehrt und von Meiner Liebe erfaßt werden will. Ich bedenke es in reichstem Maße
mit Meiner Liebesgabe, mit Meinem Wort .... also komme Ich Selbst zu dem Erdenkind,
das Mir nahe zu sein begehrt, und spreche mit ihm, hörbar oder gedanklich, je nach
dem Grad seiner Liebe, der in seinem Lebenswandel zum Ausdruck kommt. Und keinen lasse Ich aus, der seine Augen zu Mir erhebt, der Mein Kind sein will ....
Was einst
durch eigenen Willen abtrünnig wurde von Mir, das ziehe Ich mit Meiner Liebe wieder
zu Mir zurück, sowie es nur seinen Willen aufgibt, d.h. ihn dem Meinen unterordnet.
Nur die Wandlung des Willens verlange Ich, dann nehme Ich Besitz von seinem Herzen
und lasse es nimmermehr in die Tiefe zurücksinken. Denn Meine Liebe ist übergroß,
und sie gilt ewiglich dem, was einst von Mir ausgegangen ist und sich verirrt hat in die
Finsternis. Ich führe es wieder zum Licht, und desto liebreicher, je williger es Mir
folgt ....
Und maßlos selig werden Meine Kinder sein, die Meine Vaterhand willig ergreifen und sich ziehen lassen von Mir. Denn was Mein Anteil ist von Ewigkeit, das ist auch
bestimmt, in Seligkeit im Lichtreich zu wirken. Doch dazu muß es Meinen Willen in
sich tragen, es muß den eigenen, Mir abgewandten Willen aufgegeben haben und völlig
mit Mir eins geworden sein ....
Dann sind es Meine rechten Kinder, die Ich mit Meiner
Liebe bedenke und selig mache bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 3458
empfangen am 7.3.1945
Gott lässet Sich finden ....
Gott verbirgt Sich nicht vor euch, so ihr Ihn suchet ....
Er lässet Sich finden von einem
jeden, und Er erleuchtet euch den Weg, der zu Ihm führt. Und darum wird auch niemand im Dunkeln zu wandeln brauchen, der nach Licht verlangt; es wird niemandem
das Wissen um Gott und Sein Walten und Wirken verwehrt, der es zu besitzen trachtet.
Denn Er offenbaret Sich stets und ständig ....
Jeder Gott-Suchende wird Ihn erkennen
können, so er seiner Gedanken achtet, die ihm zugehen aus dem geistigen Reich, sofern
er Aufschluß begehrt über geistige Fragen, über Gott als Schöpfer und Dessen
Geschöpfe. Denn Er hält Sich nicht verborgen, weil es Sein Wille ist, daß ihr Ihn findet,
und weil Seine Liebe nach euch verlangt, ihr also nicht getrennt von Ihm bleiben sollt.
Wer aber sich mit Gott zusammenschließen will, der muß Ihn gefunden haben, er muß
Ihn erkannt haben, nachdem er Ihn erkennen lernen wollte ....
Er muß Ihn suchen, um
Ihn zu finden .... und also muß er glauben, daß Gott ist ....
Er muß ein höchst vollkommenes Wesen bejahen, wenngleich er sich noch keine Vorstellung machen kann von
Ihm, doch in seinem Herzen muß er es spüren, daß ohne dieses vollkommene Wesen
nichts bestehen kann, was ist, auf daß er nun nach diesem Wesen Verlangen trägt. Und
sein Verlangen wird gestillt werden, denn sowie der Glaube in ihm ist, daß er das
Geschöpf eines allmächtigen Schöpfers ist, nimmt Sich auch der ewige Schöpfer Seiner
Geschöpfe an, und das in offensichtlicher Weise ....
Er tritt ihm stets und ständig in den
Weg, auf daß das Kind seinen Vater kennenlerne. Und es wird das Kind auch die Liebe
des Vaters spüren, sowie es selbst Ihm Liebe entgegenbringt. Also wird es durch die
Liebe Gott finden, wie Gott Sich auch finden lässet, indem Er dem Menschen Liebe
zuwendet. Gott suchen werden nur die Menschen, die Liebe empfinden im Herzen,
denn die lieblosen Menschen wollen keinen Gott anerkennen; sie verschließen ihre
Augen, so Er ihnen in den Weg tritt, denn sie sind hörig dem Gegner Gottes, der alle
Mittel anwendet, um Gott zu entthronen .... der also den Menschen jeglichen Glauben
an Gott nehmen will. Wer Gott suchet und Ihn finden will, kann dies nur durch die
Liebe ....
Und darum offenbaret Sich Gott den in der Liebe stehenden Menschen, indem
Er ihr Denken erleuchtet, indem Er den Schleier vor ihren Augen hinwegzieht, indem Er
Sich Selbst enthüllt vor ihnen, so sie zur Liebe geworden sind .... und also tiefste Weisheit die Folge ihres Liebelebens ist. Denn jegliche Offenbarung Gottes birgt Weisheit in
sich, ob sie gedanklich oder durch die Stimme des Geistes dem Menschen zugeht. Jegliche Offenbarung trägt zum Erkennen der ewigen Gottheit bei, Gott Selbst lässet den
Menschen Einblick nehmen in Sein Walten und Wirken im Universum und im geistigen Reich, und er wird nun eingeführt in tiefstes Wissen, das ihn wiederum näherführt
dem höchsten und vollkommensten Wesen, weil das Wissen, das Erkennen, die Liebe zu
Gott vertieft und die Liebe den Menschen immer inniger verbindet mit Gott, Der die
ewige Liebe Selbst ist. Und Gott lässet Sich finden ....
Er zieht jeden, der Ihn anstrebt, an
Sich kraft Seiner Liebe, die nie aufhöret und immer mit gleicher Kraft Seine Geschöpfe
umfaßt ....
Er ergreifet, was sich Ihm nähert, und Er lässet es nimmermehr fallen ....
Denn Er verlangt nach Seinen Kindern, weil sie Seine Geschöpfe sind, die, aus Seiner
Liebe hervorgegangen, sich verirrt haben und nicht eher selig werden können, bis sie
wieder heimgekehrt sind ins Vaterhaus ....
Und darum kommt Gott einem jeden entgegen, und Er suchet ihn auf den rechten Weg zu leiten. Er kommt Selbst, um Seine Kinder heimzuholen, und Er freut Sich eines jeden Kindes, das von selbst Ihn suchet, weil
Er dieses Kindes Liebe besitzet und Er es nun mit Seiner Liebe beglücken kann bis in
alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 3459
empfangen am 8.3.1945
Vereinigung mit Gott ....
Urzustand ....
Ein unnennbares Glück ist die Vereinigung mit Gott, denn es schließt das vollkommen-gewordene Wesen sich wieder mit der höchsten Vollkommenheit zusammen, und
die Vollkommenheit ist der Inbegriff der Seligkeit, weil das vollkommene Wesen pur
Liebe ist und Liebe immer nur Seligkeit sein kann im Geben wie im Empfangen. Mit der
göttlichen Liebe vereint zu sein ist die höchste Glückseligkeit, weil das Wesen nun von
Kraft und Licht durchflutet ist und in aller Weisheit schaffen und gestalten kann nach
seinem Willen, der gleichzeitig auch der Wille Gottes ist. Das Wesen, das in seiner Kraftfülle unentwegt tätig sein kann, muß auch überaus glücklich sein, ist doch die Tätigkeit
des urgeschaffenen Geistigen Bestimmung gewesen, die es unbeschränkt ausführen
konnte zu seiner Seligkeit. Es hat sich wohl diese Seligkeit verscherzt durch eigene
Schuld, doch sein Streben bleibt der Zustand der unbeschränkten Tätigkeit, d.h.,
solange es gehindert wird darin, fühlt es sich nicht glücklich und frei ....
Und darum
verhilft Gott allem Wesenhaften wieder dazu, den Urzustand zu erreichen, wenngleich
der Wille des Wesenhaften lange Zeit Widerstand leistet. Der Urzustand aber bedeutet
immer Zusammenschluß mit Gott .... weil Kraft und Licht dem Wesenhaften erst dann
in aller Fülle zuströmen kann, so es innig mit Gott vereinigt ist. Dann fällt von dem
Wesen jegliche Schwäche ab, nichts ist ihm dunkel, d.h., es mangelt ihm nicht an Weisheit, es steht im höchsten Licht, in der vollsten Erkenntnis, die immer für das Wesenhafte beglückend ist. Und alles, was es besitzt, will es nun austeilen, weil es selbst zur
Liebe geworden ist und diese Liebe das Wesen unaufhörlich antreibt, andere Wesen zu
beglücken, die noch nicht den gleichen Reifegrad erreicht haben. Ständig austeilen
trägt ihm selbst aber auch ständiges Empfangen ein, und beides bedeutet für das Wesen
Seligkeit. Nun kann es auch nimmermehr abfallen von Gott, es hat Gott als Ausgang
erkannt, es hat Seine Kraft gespürt und als Seligkeit empfunden, und nimmermehr
kann der Gegner Gottes das Wesenhafte zurückgewinnen, das Gott als seinen Vater
erkannt, also zu Ihm zurückgefunden hat. Gott aber betreut Seine Kinder mit übergroßer Liebe, Er lässet sie unentwegt tätig sein, d.h. nach eigenem Ermessen Schöpfungen
beleben und wieder dem Wesenhaften beistehen, das noch unreif ist und in Gott seinen
Vater nicht erkennt. Die Fürsorge um das unreife Geistige beglückt das vollkommene
Geistige unsagbar, denn nun kann es wieder seine Liebe zum Ausdruck bringen und die
ihm ständig zuströmende Kraft wirksam werden lassen. Und es ist ein immerwährendes Wirken in Liebe im geistigen Reich, das auch auf der Erde spürbar ist. Denn das
Vollkommene ruhet nicht, bis auch das Unvollkommene seinem Ziel zustrebt, sich mit
Gott zu vereinigen und also zurückzukehren zu Dem, von Dem es ausgegangen ist, um
unaussprechlich selig zu werden bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 3460
empfangen am 9.3.1945
„Selig sind, die Barmherzigkeit üben ....“
Selig sind, die Barmherzigkeit üben, die in Not und Drangsal dem Nächsten beistehen und ihm helfen, sie zu überwinden ....
Meine Gnade ruhet sichtbar auf ihnen, denn
sie erfüllen Meine Gebote, sie lieben Mich Selbst, weil sie dem Nächsten, Meinem
Geschöpf, Liebe entgegenbringen ....
Wer hilflos und verlassen ist, der wird die Liebe
dankbar empfinden, die ihm entgegengebracht wird; sie wird Gegenliebe erwecken,
und was das bedeutet, könnet ihr auf Erden nicht ermessen .... daß jeder Liebesfunke
ein Freiwerden von der Gegenmacht bedeutet, ein Wandel, der die Rückkehr zu Mir
einleitet, die nur in der Liebe stattfinden kann. In jeder irdischen und geistigen Not
empfindet der Mensch eine liebende Hilfe wohltätig. Die Liebe wirket als Kraft, denn
sie ist ja von Mir als der ewigen Liebe ausgehend und kann nur lebenerweckend wirken. Eine Hilfeleistung gebärt gute Gedanken und gute Empfindungen, es wird die
Seele des Mitmenschen berührt und angespornt zu gleichem Wirken, und jedes Liebeswirken ist ein Entfernen von Meinem Gegner, also eine Verringerung der Entfernung
von Mir. Werke der Barmherzigkeit zu üben erfordert die Not der Zeit, wo Leib und
Seele kranken, wo körperliche Leiden die Folgen der seelischen Not sein müssen, auf
daß die Menschen sich besinnen und den Weg zu Mir finden. Und diesen Weg weiset ihr
ihnen, so ihr Barmherzigkeit übet, so ihr in uneigennütziger Nächstenliebe den Mitmenschen aufrichtet an Leib und Seele durch gute Werke, tröstenden Zuspruch und liebevolle Fürsorge. Dann kann Körper und Seele gesunden, weil letztere die Kraft der
Liebe spüret und sie stark und willig wird, Mir zuzustreben ....
Die Liebe wird Gegenliebe erwecken, und wo der Liebesfunke entfacht wird, dort kann Ich Selbst schon wirken, weil Ich überall sein kann, wo die Liebe ist. Und wo Ich bin, ist die Not nicht mehr
so groß .... entsprechend dem Liebesgrad, in welchem der Mensch steht. Darum suchet
eifrig, durch Liebe Gegenliebe zu erwecken, und ihr erlöset die Seelen durch eure Werke
der Barmherzigkeit ....
Erlösung der Seelen aber trägt euch ein glückseliges Los ein im
Jenseits, wo stets nur die Liebe gewertet wird und die Seelen es euch danken ewiglich,
daß ihr ihnen den rechten Weg gewiesen habt ....
Amen
B.D. 3461
empfangen am 11.3.1945
Aufgabe der Werkzeuge auf Erden ....
Belehret die Unwissenden, und sprechet Trost und Kraft zu den Wissenden ....
Dies
ist eure Aufgabe auf Erden, zu der euch Gott erwählet hat. Denn alle Menschen befinden sich in Not, geistig und auch irdisch sollet ihr ihnen Hilfe bringen, ihr sollt als Mittler dienen zwischen Gott und den Menschen, die hilflos sind und von Gott Hilfe erwarten. Ihr sollt ihnen die Notwendigkeit des Erdenleides verständlich zu machen suchen,
ihr sollt Gottes große Liebe hervorheben, die nur die Seelen retten will, und ihr sollt
ihnen Kunde geben vom Willen Gottes ....
Die Wissenden aber sind gleichfalls in Not,
so sie den geistigen Zuspruch entbehren. Ihnen sollt ihr diesen vermitteln, ihr sollt euch
Gott zur Verfügung stellen, daß Er durch euch sprechen kann zu jenen, die Trost und
Kraft bedürfen in schwerer Zeit ....
Euch, denen euch dieses Amt aufgetragen wurde,
wird es niemals an Kraft mangeln, denn Der euch erwählet hat, Der stattet euch auch
mit den Gaben aus, eurer Aufgabe nachkommen zu können. Er wird euch stets Gelegenheit geben, eures Amtes zu walten, denn immer und überall werdet ihr Menschen
finden, die von der Not zu Boden gedrückt werden, die sich von euch Kraft und Hilfe
erhoffen und denen ihr nun im Namen Gottes Sein Wort bringen sollt ....
Denn Sein
Wort ist Trost und Kraft für die Wissenden und Aufklärung für die Unwissenden ....
Sein Wort ist Weisheit und Liebe .... es ist Licht und Kraft ....
Und darum sollt ihr stets
in Verbindung bleiben mit dem Geber der Kraft, mit Gott Selbst, Der sie euch ständig
vermittelt durch Zuleiten Seines Wortes. Ihr, die ihr erwählet seid von Gott zum Wirken
für Ihn, ihr seid auch ständig Kraftempfänger, um eures Amtes walten zu können, und
ihr sollt die Kraft auch ständig nützen .... ihr sollt sie weiterleiten an die Kraftlosen, Verzagten .... an die lichtlosen, irrenden Menschen, denen ihr dadurch eine große Wohltat
erweiset. Gott beauftragt euch, für Ihn zu wirken, und in Seinem Namen sollt ihr also
Seine Gnadengabe den Mitmenschen vermitteln, auf daß viele in den Segen derer kommen, auf daß sie die Kraft des göttlichen Wortes verspüren und Leib und Seele erstarke
im Lebenskampf. So ihr euch dieser Aufgabe willig unterzieht, werdet ihr auch erfolgreich tätig sein, denn dann treibt euch die Liebe zu den Mitmenschen, und ihr suchet
ihnen Hilfe zu bringen, und jede Tat in Liebe trägt schon den Segen in sich .... sie vermittelt dem Kraft, dem sie gilt. Gottes Wort ist einem jeden zugänglich, der es begehrt,
und Gott weiß wahrlich am besten, wie Er es ihm bietet, in welcher Form Er Sein Wort
den Menschen entgegenbringt. Das Verlangen nach Ihm Selbst wird Er schon lohnen
durch Vermittlung Seines Wortes, das dem Menschen wieder Seine Liebe beweiset, weil
es für ihn Labsal und Erquickung bedeutet und Hilfe in geistiger wie körperlicher Not.
Denn wer Sein Wort höret, dessen Not wird behoben sein, weil Gott Selbst dem Menschen Seine Hilfe verspricht und Sein Wort Wahrheit ist. Auf daß nun die Menschheit
Kenntnis nehmen kann von Seinem Wort, sollet ihr es verbreiten und eifrig tätig sein
für Ihn und Sein Reich ....
Denn sie wird Trost und Kraft benötigen, sie wird sich in
größter Not nur an das göttliche Wort halten können, und diesen Weg sollet ihr den
Menschen zeigen. Dann wird die Not behoben bei denen, die guten Willens sind, denn
sowie sie Gott erkennen, Seinen Willen erfüllen und sie sich belehren lassen, werden sie
auch zum tiefen Glauben gelangen und selbst Werke der Liebe verrichten ....
Und dann
drücket sie die irdische Not nicht mehr, weil die geistige Not behoben worden ist, die
Anlaß war, daß auch der Körper leiden mußte auf Erden. Und darum kommet eifrig
eurer Tätigkeit nach, die euch als Aufgabe zugewiesen ist .... belehret die Unwissenden,
und sprechet denen Trost und Kraft zu, die wissend sind ....
Denn ihr seid nur die Werkzeuge Gottes, die Er benützet, auf daß Er Selbst Sich den Menschen kundtun kann ....
Amen
B.D. 3462
empfangen am 25.3.1945
Unvergänglichkeit der göttlichen Offenbarungen ....
Was Gott offenbaret denen, die Seine Werkzeuge sein sollen in kommender Zeit, das
bleibt erhalten, bis es seinen Zweck erfüllt hat. Denn Gott redet nicht zu den Menschen,
auf daß es ungehört verhalle, sondern Sein Wort soll ihnen zu Ohren kommen, wenngleich es dann vom Willen des Menschen abhängig ist, ob er es anhöret oder achtlos
vertönen läßt. Gott redet zu den Menschen Worte der Liebe, der Mahnung und der
Warnung, und diese Worte sollen sie vernehmen, so es an der Zeit ist ....
Denn Er will,
daß ihnen geholfen wird in ihrer geistigen Not, weil sie sich nicht mehr selbst helfen
wollen und können. Und weil sie selbst nicht lauschen auf die Stimme Gottes, die leise
ertönet dem, der sie hören will, so spricht Er durch Menschenmund zu ihnen ....
Er gibt
Sich einem Menschen kund, der Seine Stimme, Sein Wort, weiterleiten soll an die Mitmenschen ....
Und dieses Wort lässet Er nicht vergehen, so es einmal den Weg zur Erde
genommen hat. Denn es wäre ein Vergehen Seines Wortes gleich dem Vergehen der
Kraft aus Ihm, was ewiglich nicht möglich ist ....
So Gott Selbst Sich äußert, also Seine
Kraft unverkennbar ist, gibt es kein Vergehen dieser, bevor nicht die Kraft wirksam
geworden ist. Wirksam aber wird sie erst, so Sein Wort entgegengenommen und im
Herzen erwogen wird ....
Es kann wohl das Wort Gottes vom Menschen abgelehnt werden, doch dann ist sein Wille tätig geworden in verkehrter Weise. Auf daß aber der Wille
erst einmal tätig werden kann, muß das Wort Gottes dem Menschen vermittelt werden,
und diese Vermittlung des göttlichen Wortes wird von Gott aus niemals verhindert werden, was jedoch der Fall wäre, wenn das von Gott zur Erde geleitete Wort den Menschen
nicht zu Gehör gebracht werden könnte. Wer die Bedeutsamkeit des göttlichen Wortes
erfaßt hat, der wird auch niemals zweifeln an der Allmacht und Liebe Gottes, Der stets
Mittel und Wege finden wird, um Sein Werk zu vollenden ....
Seine Offenbarungen
gehören nicht der irdischen Welt an, sondern sie stammen aus dem geistigen Reich und
sollen die Menschen in das geistige Reich zurückführen ....
Also werden sie auch nicht
irdischen Vernichtungsplänen zum Opfer fallen, sondern erhalten bleiben, bis die Zeit
gekommen ist, da das göttliche Wort verbreitet werden soll. Die geistige Speise ist
unverderblich, und sie wird dann den Menschen dargereicht werden, so sie irdisch am
Versinken sind und keine Kraft mehr haben, sich zu erheben. Dann benötigen sie göttliche Kraft, göttlichen Zuspruch, Speise und Trank für Körper und Seele .... denn auch
der Körper wird gestärkt sein, so sie die geistige Nahrung in sich aufnehmen. Und dann
soll die Kraft des göttlichen Wortes wirksam werden je nach dem Willen des Menschen,
wie er sein Herz öffnet und die Kraft in sich einströmen läßt. Denn Gott gibt wohl
ungemessen Seine Gabe, aber Er zwingt sie den Menschen nicht auf ....
Doch keiner
wird sagen können, daß ihm die geistige Speise niemals geboten worden wäre ....
Gott
bedenket einen jeden nach seinem Willen. Er hat für alle Menschen die köstliche Gabe
bereit, Sein Wort, das Er Selbst zur Erde leitet in Seiner großen erbarmenden Liebe, um
den Mitmenschen zu helfen. Und so wird Er schützen Sein Werk wie auch alle, die als
Werkzeug Ihm dienen wollen, die Empfänger des göttlichen Wortes sind und die Aufgabe haben, es weiterzuleiten, die als Mittler zwischen Gott und den Menschen tätig
sein sollen in der Endzeit, die angebrochen ist und nicht lange mehr währet ....
Denn in
dieser Zeit bietet Gott viele Gnaden den Menschen, und also auch die köstlichste Gabe,
Sein Wort, in dem Er Selbst herniedersteigt zu den Menschen, um ihnen zu helfen in
größter seelischer Not ....
Amen
B.D. 3463
empfangen am 26.3.1945
Kraft des göttlichen Wortes ....
Lasset die Kraft Meines Wortes auf euch wirken ....
Nehmet jede Gelegenheit wahr,
euch in dieses zu vertiefen, und glaubet, daß ihr dadurch reifet an eurer Seele. Denn Ich
Selbst bin das Wort, und so ihr euch also mit Mir in Verbindung setzet, verlässet euer
Geist die irdische Hülle, und er strebet zur Höhe, und geistiger Fortschritt ist euch gesichert. Meine Nähe wird stets fördern, und in Meinem Wort bin Ich euch so nahe, daß
ihr Meine Kraft fühlbar zu spüren vermögt. Doch es muß auch der Wille in euch stark
sein, durch Mein Wort mit Mir in engste Verbindung zu treten, ansonsten ihr es nur rein
äußerlich leset oder höret und die Kraft Meines Wortes nicht wirksam werden kann an
euch. In Zeiten der Not banget und zaget ihr, und euer Herz ist unruhvoll, ihr seid
schwach und bedürfet der Stärkung. Und dann wird euch Mein Wort wunderbar
erquicken und stärken, so ihr aus tiefstem Herzen Mir nahe zu sein begehret, so ihr
Mich anrufet und dadurch in Verbindung tretet mit Mir aus innerstem Antrieb. Und
darum müsset ihr überzeugt sein von der Kraft Meines Wortes, von Meiner Liebe, die
im Wort sich äußert und die sich selbst im Wort euch nahebringt ....
Dann wird euer
Geist berührt von der Ausstrahlung Meiner Liebe, er wird in Tätigkeit gesetzt und eure
Seele erfüllen, und ihr werdet nimmer kraftlos und verzagt sein, denn Ich Selbst bin
nun bei euch und gebe euch geistigen Trost und geistige Nahrung, die nicht nur die
Seele, sondern auch den Körper aufrichtet, daß er zu leisten vermag, was auch irdisch
von ihm gefordert wird. Denn wo alle Hilfe versagt, wo kein Ausweg möglich erscheint,
dort ist Meine Macht nicht zu Ende ....
Und auf daß ihr diese Macht erkennet, auf daß
die Kraft an euch wirksam werde, sollet ihr ernstlich die Verbindung suchen mit Mir
und Meinem in Liebe euch vermittelten Wort stets euer Herz öffnen ....
Amen
B.D. 3464
empfangen am 29.u.30.3.1945
Hilfe der Lichtwesen in geistiger und irdischer Not ....
In jeder geistigen Not sind die Lichtwesen bereit, helfend einzugreifen, so sie darum
angegangen werden; die leibliche Not dagegen muß von den Menschen auf sich genommen werden, sowie es der Wille Gottes bestimmt hat. Dennoch lenken die Lichtwesen
auch die irdischen Ereignisse für die Seele zum Guten, so sie um Hilfe angegangen werden. Sie machen ihren Einfluß auf die Gedanken des Menschen geltend und übermitteln ihm Kraft, sie machen ihn gleichsam fähig, alles Schwere zu überwinden, ohne an
seiner Seele Schaden zu nehmen. Denn die Seele ist ihrem besonderen Schutz anvertraut, und diese hegen und umsorgen sie während des ganzen Erdenlebens, damit sie
ihr Ziel, das ewige Leben, erreiche ....
Und das Erdenleben wickelt sich so ab, wie es der Seele zum Besten gereicht. Jeder
geistigen Bitte kommen die Lichtwesen sofort nach, die irdischen Bitten aber müssen
mit dem Willen Gottes übereinstimmen, ansonsten sie von den Lichtwesen nicht erfüllt
werden können. Die irdische Not ist erst die Folge geistiger Nöte, und sowie der
Mensch zugänglich ist den Belehrungen, die ihm gedanklich übermittelt werden durch
jene Wesen, braucht er auch die irdischen Nöte nicht mehr zu fürchten, denn sie werden
behoben entsprechend der geistigen Fügsamkeit des Menschen ....
In Zeiten größter
geistiger Not der gesamten Menschheit muß der einzelne Mensch auch Leid und Mühsal auf sich nehmen, wenngleich er geistig strebt und sich dem Willen Gottes einzufügen trachtet. Doch es ist diese Notzeit seit Ewigkeit vorausgesehen, und es verkörpern
sich in ihr die Menschen, deren Seelen starke Läuterungsfeuer bedürfen, um schlackenlos eingehen zu können in das geistige Reich. Und ihr Gang auf Erden ist vorgezeichnet
und mit Zustimmung der Seele vor der Verkörperung betreten worden in der Erkenntnis, daß ihr das vorgeschriebene Erdenleben Erlösung bringen kann aus jeglicher
Unfreiheit. Zudem stehen ihr ständig die geistigen Betreuer zur Seite, ihr Kraft spendend, so sie diese benötigt und anfordert. Und darum sollen jene Lichtwesen ständig
angerufen werden um Beistand, auf daß sie ihre Tätigkeit ungehindert ausführen können, auf daß sie geben können, wo ihre Gabe begehrt wird. Denn ihre Gaben bedeuten
für den Menschen Widerstandskraft in allen Lebenslagen, sowohl geistig als auch
irdisch .... sie verhelfen ihm zu starkem Glauben, sie leiten seine Gedanken recht, so daß
er sie oft und willig zur Höhe sendet, Gott entgegen, und also die Erde überwinden
lernt. Sie sind ihm aber auch nahe in irdischer Not, ihn schützend vor dem Einfluß des
Bösen, der in der irdischen Not sich hervordrängt und den Menschen schwächen will in
seinem Glauben an Gott. Es soll der Körper jegliches Verlangen aufgeben, er soll abgetötet werden, um die Seele ungehindert frei zu geben, die nach oben verlangt. Und
darum sind körperliche Nöte unabwendbar, muß doch das Ziel in weit kürzerer Zeit
zurückgelegt werden, weil die Zeit des Endes gekommen ist. Und darum muß die
Menschheit Leid und Trübsal durchmachen, das fast unerträglich erscheint, doch mit
der Kraft aus Gott ertragen werden kann, so der Mensch diese in Anspruch nimmt
durch den Anruf Gottes und der Lichtwesen, die in Seinem Auftrag tätig sind nach Seinem Willen ....
Es soll der Mensch gläubig und voller Vertrauen bittend zu Gott um
Hilfe rufen, und sie wird ihm werden, wie Er es verheißen hat ....
Amen
B.D. 3465
empfangen am 30.u.31.3.1945
„Mein Vater und Ich sind eins ....“
Mein Vater und Ich sind eins ....
Diese Worte mußte Ich zu den Menschen sprechen,
die nicht begreifen konnten, daß die Liebe, die ewige Schöpferkraft, aus der alles hervorgegangen ist, in Mir war und Mich also befähigte, das gleiche zu tun, was der Vater,
der Erzeuger alles dessen, was ist, vollbringen konnte ....
Ich wollte den Menschen die
Kraft der Liebe beweisen, die in Mir tätig war, und Ich wollte es ihnen verständlich
machen, daß diese Kraft die Urkraft ist, die alles erstehen ließ .... und daß diese Kraft in
einem Menschen wirkt, der in sich die Liebe ist. Denn der Vater als die ewige Liebe vermählet Sich mit allem, was zur Liebe sich gestaltet hat und ist also eins mit ihm. Es
schließt Sich die Urkraft wieder mit dem zusammen, was als Kraftstrom von Ihr seinen
Ausgang nahm, und somit ist der zur Liebe gewordene Mensch nicht mehr getrennt
von Ihr ....
Und also wird auch die Kraft in ihrer ganzen Wirksamkeit zum Ausdruck
kommen, wo die Vereinigung mit dem Vater stattgefunden hat, und es wird mächtig
sein der von der ewigen Liebe erfüllte Mensch, er wird seine Macht und Kraft gebrauchen können und Dinge vollbringen, die außerhalb menschlichen Könnens liegen .... er
wird Wunder zu wirken fähig sein, wie auch Ich über jene Kraft verfügte und sie zur
Anwendung brachte, um den Menschen die Kraft der Liebe zu beweisen. Ich wollte den
Menschen die Macht der Liebe veranschaulichen, um sie zum Liebewirken anzuregen,
um sie zu bewegen, Mir nachzufolgen und die Vereinigung mit dem Vater gleichfalls
anzustreben ....
Doch die Menschheit begriff es nicht, denn ihr Geist war verfinstert
durch die Lieblosigkeit, und die Finsternis des Geistes konnte nicht anders behoben
werden als durch Liebeswirken, weil geistige Helligkeit die Durchstrahlung der Liebekraft Gottes zur Voraussetzung hat, diese aber nur dort sich äußern kann, wo Liebe
geübt und empfunden wird ....
Geistige Helligkeit aber ist Licht, geistige Helligkeit ist
Weisheit, die aus der Liebe geboren ist ....
Und somit ist Licht und Kraft eins ....
Weisheit
und Liebe ist ohneeinander nicht zu denken, wie also der Vater ohne den Sohn nicht zu
denken ist .... die Liebe als Erzeugerkraft und die Weisheit als Ausstrahlung derer, als
Licht, das keine Dunkelheit mehr aufkommen läßt. Und es mußte göttliche Weisheit
Mein Wesen erfüllen, als Ich als Mensch auf Erden wandelte, weil die Liebekraft in ganzer Fülle in Meine körperliche Hülle einströmte und sie fähig machte, Wunder zu wirken. Doch die Menschen fassen es nicht, bevor sie nicht selbst zur Liebe geworden sind
und die Kraft der Liebe an sich verspüren können. Die innigste Verbindung können sie
eingehen mit Gott, ihrem Vater von Ewigkeit, sie können eins sein mit ihrem himmlischen Vater, der ewigen Liebe, gleichwie Ich eins war mit Ihm .... so sie nur in der Liebe
leben und sich dadurch angleichen an die ewige Liebe, die Urkraft, von Der sie einst
ihren Ausgang nahmen. Von der ewigen Liebe durchstrahlt zu sein ist unvergleichliche
Seligkeit .... wissend und mächtig zu sein und dieses Wissen und die Macht unmittelbar
von Gott zu empfangen .... keine Trennung zu empfinden vom Vater, Dessen Liebe alles
in Sein Bereich zieht, was sich Ihm nicht widersetzet ....
Diese Seligkeit ist so überwältigend, daß sie der sterbliche Mensch nicht zu ertragen vermag. Dennoch kann er sie
anstreben mit dem Bewußtsein, daß der Vater ihn zu Sich holt in das geistige Reich, so
er die Vereinigung mit Ihm eingegangen ist auf Erden ....
Mein Lebenswandel auf Erden
aber sollte den Menschen die Kraft der Liebe anschaulich machen, sie sollten die
Bedeutung dieser erfassen lernen, um sich Meinen Lebenswandel als Vorbild zu nehmen und gleich Mir, den Vater, die ewige Liebe, zum Ziel ihres Erdenlebens zu wählen ....
Die Vereinigung mit Gott fand schon auf Erden statt, sichtbar in ihrer Auswirkung für die Menschen, die bar waren jeder Liebe und darum lichtlos, d.h. unwissend. Ihnen wollte Ich zu Hilfe kommen und ihnen den Weg weisen, aus dem Dunkel der
Nacht in das helle Licht des Tages zu treten ....
Ich lehrte sie und gab ihnen das Gebot
der Liebe ....
Denn Gott war in Mir und also auch Seine Weisheit ....
Ich war eins mit
Meinem Vater .... für die Menschheit unverständlich ....
Ich war verschmolzen mit Ihm
auf ewig, denn zur ewigen Liebe kehrt alles zurück, was zur Liebe sich gewandelt hat ....
Amen
B.D. 3466a
empfangen am 1.u.2.4.1945
„Mein Reich ist nicht von dieser Welt ....“
Wer Mir nachfolget, der wird Mein Reich schon auf Erden gewinnen, und Ich Selbst
werde ihn einführen in das geistige Reich ....
Doch Mein Reich ist nicht von dieser Welt,
und darum müsset ihr diese Welt voll und ganz überwunden haben, wollet ihr Aufnahme finden in Mein Reich, das euch unvergleichlich Schöneres bietet als die Welt, die
noch Anteil Meines Gegners ist. Denn die Welt .... die irdische Materie .... ist das
gebannte, Mir noch abtrünnige Geistige, das Mein Gegner zu beherrschen sucht und es
im letzten Stadium seiner Entwicklung ganz von Mir entfernen will. Und dieses Reich
sollt ihr überwinden, ihr sollt euch lossagen von ihm und bewußt Mir zustreben ....
Und
so ihr also den Weg geht, den Ich gegangen bin auf Erden, den Weg der Liebe .... so ihr
Mir darin nachzufolgen suchet, löset ihr euch von seinem Reich, denn die Liebe ist
Mein Anteil, und jeder liebende Mensch gehört Mir an, voll und ganz ....
Sein Herz öffnet sich Meiner Liebe, und Ich ziehe es zu Mir, in das Reich, das seine wahre Heimat ist,
in dem es keinen Tod mehr gibt, in dem alles Leben und Liebe ist. Und darum lasse Ich
euch durch Prüfungen hindurchgehen auf Erden, auf daß ihr diese überwinden lernet,
auf daß ihr nichts mehr anstrebet, was jenem angehört, der bar ist jeder Liebe. Denn die
Liebe machet euch zu seligen Wesen, doch sie muß Mir zugewendet sein, Meinem
Reich, auf daß sich der Geist zusammenschließet mit Mir, dem Vatergeist von Ewigkeit ....
Durch die Liebe erreichet ihr dieses Ziel ....
Und darum gab Ich euch nur die
Gebote der Liebe, die ihr erfüllen sollt, wollet ihr Mir nachfolgen. Gebet dem Mitmenschen Liebe, helfet ihm in der Not des Leibes und der Seele, lasset ihn nicht darben, wo
ihr geben könnt, nehmet euch jedes Hilfsbedürftigen an, schaffet und sorget für ihn,
und trachtet vor allem, seine Seele zu gewinnen für Mein Reich, trachtet danach, auch
ihn zum Liebeswirken anzuregen ....
Und ihr liebet dann auch Mich, Der Ich als Vater
Meiner Geschöpfe alles zurückgewinnen will, was sich von Mir entfernen zu können
glaubt. Ihr erfüllet dann die Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe, ihr gleichet
euch Meinem Wesen an, und Meine Liebe wird es euch vergelten .... sie wird euch
geben, wie ihr zu geben willig seid, ihr werdet empfangen dürfen, wie ihr austeilet. Und
Meine Gabe ist wahrlich ein Geschenk, das euch überaus selig macht ....
Folget Mir nach
und wandelt den Weg der Liebe ....
Und Ich werde euch segnen und euch heimholen in
Mein Reich, so eure Stunde gekommen ist ....
B.D. 3466b
empfangen am 3.4.1945
„Mein Reich ist nicht von dieser Welt ....“
Und Mein Geist wird mit euch sein, solange ihr noch auf Erden weilet ....
Und also ist
Mein Reich in euch, so ihr Mir nachfolget, denn nur das Geistige gehöret Mir, und der
Geist aus Mir sendet Seine Ausstrahlung über euch, und also ergreife Ich von euch
Besitz, wenn auch dem Körper noch nicht fühlbar, der noch mit der irdischen Materie
verbunden ist. Den Geist in euch aber ziehe Ich zu Mir, und dies ist wahrlich die Erfüllung schon auf Erden, denn so er sich Mir zu eigen gibt, hat die Vermählung mit dem
Vatergeist stattgefunden, und die Erde zwinget ihn nicht mehr .... er überlässet der Erde,
was ihr angehört, doch Mein Anteil ist freiwillig zu Mir zurückgekehrt, und seines Bleibens auf Erden währet nicht mehr lang. Ich will eure Herzen ganz für Mich gewinnen
und alles daraus entfernen, was euch an der Verbindung mit Mir hindert, Ich will jegliche irdischen Triebe ertöten, auf daß die Seele nur dem Geist in sich lauschet, auf daß
sie Mich Selbst durch ihn zu hören vermag ....
Ich will die Seele läutern, daß Mein Liebegeist sie durchstrahlen kann, so daß sie in Meinem Reich weilt, wenn auch noch erdgebunden. Denn die Liebe ist in euch noch nicht stark genug, als daß die Seelen vor
Meiner Liebekraft bestehen könnten, und darum muß Leid noch die Liebe zur Welt
ertöten, daß die Liebe des Herzens nur noch Mir angehört und Ich sie nun auch erwidern kann, um euch selig zu machen. Wer aber Mein Reich schon auf Erden zu besitzen
trachtet, den werde Ich stärken stets und ständig und seine Wege ebnen, auf daß er sein
Ziel erreiche. Doch opfern müsset ihr Mir alles, was euch noch mit der Erde verbindet,
wollet ihr ganz und ungeteilt Mir angehören ....
Doch Ich entlohne es euch ums Tausendfache im geistigen Reich. Und darum bleibt stark im Glauben an Mich, auf daß Ich
euch auf Erden diesem Glauben gemäß bedenken kann ....
Nehmet Meine Kraft und
Gnade in Anspruch, indem ihr bittend eure Gedanken Mir zuwendet; lasset euch führen von Meiner Vaterhand, die euch wahrlich recht leiten wird, und fühlet euch in Meiner Obhut wohlgeborgen ....
Denn Ich bringe euch Mein Reich, das nicht von dieser
Welt ist ....
Ich senke den Frieden in euer Herz, so ihr es Mir darbietet, und Ich begehre
nichts anderes von euch als nur eure Liebe, daß sie Mich begehre mit aller Innigkeit,
und die Ich auch erfüllen will, indem Ich euch selig mache bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 3467
empfangen am 6.u.7.4.1945
Verkehr mit der geistigen Welt ....
Jeglicher Verkehr mit der geistigen Welt ist nutzbringend für die Seele, sowie er in
reinstem, geistigen Streben stattfindet, also der Mensch nach Wahrheit und Wissen verlangt, so er für seine Seele Vorteil zu erringen trachtet und nicht irdischer Ziele oder
Begierden gedenkt. Und darum ist es für den Menschen nur förderlich, so er in das geistige Reich Einblick zu nehmen sucht, denn ihm wird dann von geistiger Seite Aufschluß gegeben, je nach seinem Verlangen. Seine Seele wird stets Nahrung finden, d.h.,
ihr Hunger nach geistigem Wissen wird gestillt werden, weil dies die Tätigkeit der
Wesen im geistigen Reich ist, Wissen auszuteilen. Es kann aber dieser Verkehr mit der
geistigen Welt nur hergestellt werden im festen Glauben an letztere. Ist dieser Glaube
nicht vorhanden, dann wird keine Antwort ertönen aus dem Reich der Wissenden, sondern es suchen Gott abgewandte Kräfte, ihren Einfluß auf die Menschen geltend zu
machen, indem sie das Denken derer verwirren, sie also bewußt mit Irrtum bedenken,
um den Glauben an ein Lichtreich zu verdrängen. Doch geistige Kräfte sind stets am
Werk, die sich des Denkens der Menschen bemächtigen wollen, denn der Kampf zwischen Licht und Finsternis höret nie auf, und der Wille des Menschen selbst lenkt den
Ausgang zum Vorteil oder zum Nachteil für seine Seele. Will der Mensch die Wahrheit,
will er Aufklärung über das geistige Leben, dann sind die Kräfte des Lichtreiches mächtig, und sie verdrängen die Kräfte der Finsternis .... denn so er die Wahrheit sucht, sucht
er Gott ....
Verfolgt der Mensch aber irdische Ziele, sucht er sein Wissen irdisch zu verwerten, so wird er von den Kräften mit Beschlag belegt, die ihn dem geistigen Reich
immer mehr entfremden wollen. Und es wird ihm also das verlangte Wissen in einer
Form geboten, daß es ihn nicht befriedigt oder ihn den Irrtum nicht erkennen läßt,
dem er verfällt. Und so ist das Verlangen nach Wahrheit ausschlaggebend, darum auch
immer der Mensch selbst verantwortlich für das, was ihm geboten wird, weil er selbst
die sich ihm mitteilen-wollenden Kräfte heranruft durch sein Begehren. Doch Gottes
Wille wird niemals den Verkehr mit der geistigen Welt verhindern, denn jeder Gedanke
ist ein Anbahnen dieses Verkehrs, jeder Gedanke ist ein Herstellen der Verbindung mit
geistigen Kräften, die immer bereit sind, zu antworten auf die Fragen der Menschen.
Doch wie auf Erden die Menschen wertvolle oder seichte Gespräche führen und ihr
Wissen also entsprechend bereichern können, so wird auch in der geistigen Welt das
Gedankengut zur Erde geleitet, das die Menschen begehren .... wertvolles geistiges Wissen den Suchenden, Wahrheitsverlangenden, und der Wahrheit entbehrendes oder
nutzloses Geistesgut, das in Form von Gedanken gleichfalls den Menschen zugeht, die
nur irdisch eingestellt sind und nicht geistig streben. Denn der Wille des Menschen
selbst bestimmt das ihm zugehende Geistesgut. Es kann dieses unvorstellbaren Segen
bringen, wie es aber auch ebenso schädlich und nachteilig für die Seelen sich auswirken
kann. Und darum ist der bewußte Verkehr mit der geistigen Welt nur dann erstrebenswert, wenn das Verlangen nach der Wahrheit den Menschen durchdringt; für den
irdisch gesinnten Menschen jedoch kann er eine Gefahr sein, und es ist darum ratsamer, ihn zu unterlassen, um den Kräften der Finsternis, die seinen Geist völlig zu verdunkeln suchen, den Einfluß zu erschweren. Denn der Reifezustand der Seele ist maßgebend, welche Kräfte sich dem Menschen nahen und mit welchem Geistesgut sie ihn
bedenken. Doch es tritt der Mensch auch unbewußt in den Verkehr mit der geistigen
Welt, sowie er nachdenklich ist und Fragen aufwirft, die ihm nun gedanklich beantwortet werden. Doch dieser unbewußte Verkehr ist insofern ungefährlicher, weil der
Mensch glaubt, selbst der Urheber seiner Gedanken zu sein, und ihnen also nicht viel
Wert beilegt, während den Kundgebungen aus dem geistigen Reich mehr Glauben
geschenkt wird, was immer eine Gefahr bedeutet für die Menschen, zu denen die finsteren Kräfte Zugang haben. Der Gott zustrebende, ernstlich nach der Wahrheit verlangende Mensch aber ist durch sein Verlangen vor jenen Kräften geschützt ....
Er kann
lauschen, er kann fragen und Antwort begehren, und er wird stets gewiß sein können,
daß er nur von wissenden Kräften belehrt wird .... daß Gott Selbst ihm die Wahrheit
zuführt durch jene, weil er ernstlich nach der Wahrheit verlangt und somit auch nach
Gott, Der die Wahrheit Selbst ist ....
Amen
B.D. 3468
empfangen am 8.4.1945
Steigerung der Not ....
Eine unruhvolle Zeit ist angebrochen, und die Menschen werden in ihrer Not seufzen und stöhnen, doch Mich erkennen sie nicht .... sie verstehen nicht Meine Stimme
mit der Ich zu ihnen rede, sie schauen nicht nach oben, sondern halten den Blick erdwärts gewandt, denn ihre Seelen suchten niemals den Weg des Lichtes, sondern wandelten in der Finsternis. Und wie Ich auch rufe und locke, sie hören Mich nicht, weil die
Erde, die irdische Materie, sie gebannt hält und sie ihrer sich nicht entwinden können.
Und nun verzweifeln sie und brauchten doch nur ihre Herzen zu Mir zu erheben, sie
brauchten nur mit Mir in innige Fühlungnahme zu treten, um Kraft zu schöpfen für
ihren Erdengang ....
Die Not ist groß, und sie wird noch eine Steigerung erfahren, denn
sie wandelt die Menschen nicht, und härtere Prüfungen sind nötig, daß sie ihren Blick
zu Mir erheben. Mich erbarmet die Menschheit, und Ich komme ihr zu Hilfe, doch nicht
irdisch wird sich diese Hilfe auswirken, sondern der Seelen gedenke Ich, und erst, wo
diese nicht mehr in Not sind, bringe Ich irdische Erleichterung und Hilfe. Denn die Not
bezwecket den Wandel der Menschen, und so dieses Mittel nicht anschlägt, muß Ich zu
härteren Mitteln greifen. Und ein Tag wird kommen, wo der Mensch rufen muß zu Mir,
weil anders keine Rettung mehr möglich ist ....
Ein Tag wird kommen, wo Ich mahnend
und warnend vor die Menschheit trete und ihren Blick nach oben richte, wo nur noch
Der helfen kann, Der Herr ist über Himmel und Erde. Doch nur die Menschen werden
Mich zu rufen fähig sein, die glauben an einen Schöpfer des Himmels und der Erde ....
Und an deren Herzen wende Ich Mich, ihnen eine letzte Möglichkeit gebend, Mich zu
erkennen. Denn wem der Glaube mangelt an Mich, an dem wird auch dieser Tag erfolglos vorübergehen, und er wird einer von denen sein, die am Tage des Gerichtes verdammt werden zu einem neuen Gang durch die Schöpfung ....
Ich möchte die Menschen davor bewahren und komme darum immer und immer wieder ....
Ich lasse die
Not so groß an sie herantreten, daß sie immer wieder Gelegenheit haben, nach Mir zu
rufen und Mich dadurch anzuerkennen. Und doch trete Ich auch in der Not als Vater an
Meine Kinder heran, und es wird Meine Vaterliebe erkennen, der achtsam ist, welche
Wege Ich die Menschen führe. Denn er wird es bekunden müssen, daß Ich immer wieder einen Ausweg geschaffen habe, wenn das Labyrinth noch so undurchdringlich
erschien. Ich will Mich Meinen Kindern offenbaren, Ich will denen Trost und Kraft
geben und ihren Glauben stärken, die Meine Kinder sein wollen, und Ich will die
Schwachen im Geiste gewinnen, daß sie Kindern gleich an Mein Vaterherz flüchten, so
ihnen Gefahr droht leiblich oder geistig. Ich will eure Liebe gewinnen und werbe
darum, und selbst die Not und das übergroße Leid soll dazu beitragen, daß ihr Mich liebenlernet ....
Und es wird geringer werden, so euer Herz Mich inbrünstig anrufet, auf
daß Ich euch helfe ....
Wehe aber denen, die keinen Ruf Meinerseits hören, die ihre
Ohren abwenden und Mich nicht gelten lassen wollen ....
Sie werden hart betroffen sein,
so Meine Stimme von oben ertönt, denn sie stehen ohnmächtig einem Ereignis gegenüber, das unvorstellbar ist in seiner Auswirkung und dem Ich allein nur Einhalt gebieten kann und dies tun werde nach Meinem Willen ....
Amen
B.D. 3469
empfangen am 9.u.10.4.1945
Menschen in der letzten Zeit ....
Gnaden ....
Es werden unzählige Menschen die Erde verlassen in einem Reifegrad, der keinen
Fortschritt bedeutet für die Seele, d.h., sie wird auf der gleichen Stufe stehen wie am
Anfang ihrer Verkörperung, und dies hat in der letzten Zeit vor dem Ende außerordentlich viel zu bedeuten, weil es für sie keinen Aufstieg im Jenseits mehr geben kann, ihr
also jede Möglichkeit genommen ist, nachzuholen, was sie auf Erden versäumt hat. Es
ist dies keine Ungerechtigkeit oder Vernachlässigung dieser Seelen, weil ihnen außergewöhnliche Mittel zur Verfügung standen ....
Gnaden, die ausreichen, um selbst ein völlig ungenütztes Erdenleben noch in der letzten Zeit auszugleichen, wenn der Mensch
den Willen dazu hat. Sowie er aber keinerlei Gebrauch macht von der Gnadenzuwendung, trägt die Seele auch eine größere Verantwortung .... sie lehnt sich erneut auf gegen
die Liebe Gottes, und dies hat einen Rückfall an den Gegner Gottes zur Folge, der sich
so auswirkt, daß sie ihm am Ende ihres Erdenlebens völlig hörig ist und es für sie keine
Aufstiegsmöglichkeit mehr gibt, sondern sie den Gang durch die Schöpfung noch einmal zurücklegen muß. Der Gegner Gottes wütet in der letzten Zeit unvorstellbar, doch
Gott teilet Seine Gnaden aus gleichfalls in unvorstellbarem Maß, so daß der Mensch
nicht hilflos dem ersteren überlassen ist. Und es tritt an jeden Menschen auch die
Gnade Gottes heran, doch es bleibt ihm freigestellt, ob er sie annehmen und nützen will
oder nicht. Von seinem Entscheid hängt aber auch sein Reifezustand ab am Ende seines
Erdenlebens, denn ohne Nützen der Gnade Gottes entwickelt er sich rückschrittlich,
weil der Gegner Gottes große Gewalt hat über ihn. Und darum werden in der letzten
Zeit die Menschen sehr wohl zu erkennen sein, die ohne Gott leben, denn sie sind völlige Werkzeuge des Satans, die nur seinen Willen ausführen und auf Erden ein Leben
führen zum Schrecken derer, die Gott treu sind ....
Es ist nur eine kurze Zeit, da dem
Satan in seinem Wüten freier Lauf gelassen wird, doch sie wird einen besonders starken
Glauben erfordern und gleichfalls außerordentliche Gnadenzuwendungen benötigen,
denn die Menschen werden bedrängt werden vom Gegner zum Abfall von Gott ....
Und
nur, die starken Glaubens sind, halten stand im letzten Kampf. Doch auch jene benötigen viel Hilfe von Gott, und ihnen hat Er die Verheißung gegeben, daß die Tage verkürzt
werden um der Gläubigen willen, auf daß sie nicht unterliegen, sondern als Sieger aus
dem Kampf hervorgehen. Wer aber dem Gegner Gottes hörig ist, der ist zu jeder Untat
bereit, und also ist sein Reifegrad so tief gesunken, daß es für ihn weder auf Erden noch
im Jenseits eine Aufstiegsmöglichkeit gibt und er darum auf der Erde bleiben muß,
jedoch gebunden in neuen Schöpfungswerken in völliger Unfreiheit des Willens und
völliger Unkenntnis seiner eigentlichen Bestimmung, die ihm erst im letzten Stadium
als Mensch zum Bewußtsein kommt. Gott sucht noch jene Seelen zu gewinnen, und Er
tritt immer wieder ihnen entgegen, sie durch Leid und Trübsal hinweisend auf Sich.
Doch nur wenige werden Ihm Gehör schenken und sich noch wandeln vor dem
Ende ....
Dieses aber ist nicht mehr weit, denn die Zeit ist abgelaufen, die Gott dem Geistigen bewilligt hat zur Freiwerdung aus der Form ....
Und an den Zeichen der Zeit werden es die Gläubigen erkennen und sich vorbereiten, und Gott wird ihnen beistehen
und sie hindurchführen durch alle seelischen und leiblichen Gefahren bis zur Stunde
der Erlösung ....
Amen
B.D. 3470
empfangen am 20.4.1945
Ergebung in Gottes Willen ....
Alles müsset ihr ertragen in Ergebung in Gottes Willen, was Er über euch sendet.
Denn es ist eine Prüfungszeit, die euch stählen soll für den Kampf, der entbrennen wird
um des Geistigen willen. Sowie ihr aus dieser Prüfung unbeschadet an eurer Seele hervorgehet, werdet ihr auch die kommende Kampfzeit überstehen, wo es überaus nötig
ist, daß die Menschen feststehen im Glauben und sie diesen auch vor der Welt vertreten.
Jegliche Not hat nur den Zweck, euch stark zu machen gegen die Anfechtungen durch
die Welt ....
Ihr sollt jegliche Furcht verlieren, immer im Glauben an Gott, Der euch helfend zur Seite steht, Der euch die Kraft gibt, so ihr schwach zu werden droht. Dieser
Glaube soll fest werden und unerschütterlich, ihr sollt in der festen Überzeugung stehen, daß die Welt machtlos ist, so Gott euch in Seine Obhut nimmt, und ihr sollt es im
Herzen spüren, daß Er euch mit Seiner liebevollen Fürsorge bedenkt, sowie ihr Ihm nur
angehören wollt, sowie ihr Ihm dienen wollt und für Ihn tätig sein in der letzten Zeit vor
dem Ende. Ihr müsset euch vor der Welt für Ihn bekennen, ihr müsset ohne Scheu in
Seinem Namen reden und Seine Liebelehre verkünden, ihr dürfet euch nicht schrecken
lassen von den Drohungen der Welt, ihr dürfet auch den leiblichen Tod nicht fürchten,
sondern ihr müsset unerschrocken die Stimme Gottes weitertragen zu allen, die sie
hören wollen ....
Denn Gott Selbst will durch euch reden, und als Seine Werkzeuge sollt
ihr wirken, um euren Mitmenschen zu helfen und sie hinwegzureißen von dem
Abgrund, in dem sie rettungslos verloren wären. Und um diese Aufgabe erfüllen zu
können, muß euer Glaube so stark sein, daß alle Bedenken schwinden und ihr nur noch
Diener Gottes seid, die keinen Anteil mehr haben an der irdischen Welt. Und darum lässet Gott euch zuvor durch eine harte Schule gehen, denn Er weiß es wahrlich am besten,
wie und wann euch geistiger Fortschritt gesichert ist. Doch Er lässet euch niemals
allein, Er begleitet euch auf allen Wegen, und Seine schützende Hand ruhet auf euch
und führet euch recht. Der Kontakt mit der geistigen Welt wird nimmermehr unterbrochen werden, denn die Lichtwesen lenken euer Denken, und sie lassen es nicht zu, daß
die Kräfte der Finsternis von euch Besitz nehmen, wenngleich ihr hart bedrängt werdet
durch diese. Doch im Schutz Gottes stehend, werdet ihr sie zu bannen vermögen und
keinen Schaden an eurer Seele davontragen. Und darum banget nicht, und erkennet die
Liebe Gottes auch im Leid und in der Not der Zeit ....
Er lenkt und leitet euch, und Seiner Führung könnt ihr euch getrost anvertrauen, denn Er ist euer Vater von Ewigkeit,
Der Seine Kinder innig liebt ....
Amen
B.D. 3471
empfangen am 21.u.22.4.1945
Mahnung und Hinweis auf das Ende ....
O daß ihr euch besinnen möchtet und des nahen Endes gedenken ....
Eure Seelen
leben noch zu sehr in der irdischen Welt, sie haben noch nicht den Wert der Gabe
erkannt, die aus dem geistigen Reich zur Erde strömt. Unentwegt könnten die Menschen schöpfen aus dem Quell des ewigen Lebens und sich daraus die Kraft holen, die
sie benötigen irdisch sowohl als auch für ihren geistigen Fortschritt. Doch teilnahmslos
gehen sie an diesem Quell vorüber .... sie achten nicht des göttlichen Wortes, sie öffnen
ihre Herzen nicht durch Nachdenken und Fragen über Sinn und Zweck des Erdenlebens, sie verharren in Abwehr, so ihnen davon Kenntnis gegeben wird, und sie nützen
die Zeit nicht, die ihnen noch bleibt bis zum Ende und die nur noch sehr kurz ist. Das
Erdenleben geht vorüber und mit ihm auch alle Annehmlichkeiten, die den Menschen
betören, solange er auf Erden weilt. Doch die Seele lebt weiter, auch nach dem Tode des
Leibes, und die Seele ist es, die die Folgen des Erdenlebens tragen muß. Und sie wird in
großer Not sein, sie wird darben müssen und unsagbare Qualen ausstehen, weil sie sich
in einem Zustand befindet, der nicht tauglich ist zum Eingang ins Lichtreich, wo Seligkeit und Frieden ist. Sie kann nur ihrem Reifezustand gemäß bedacht werden im jenseitigen Reich, und also wird sie bitter büßen müssen, daß sie ihr Erdenleben nicht ausgenützt und es zur Höherentwicklung der Seele angewandt hat. Und Gott weiß um ihr
Los, dem sie entgegengeht, und Er möchte ihr Hilfe bringen, Er möchte sie bewahren
davor und sie noch in letzter Stunde anregen zur Tätigkeit an sich selbst, Er möchte sie
entreißen ihrem Schicksal, das sie sich selbst bereitet ....
Und Er kommt den Menschen
ständig entgegen in Seinem Wort, doch zumeist ohne Erfolg ....
Er offenbart Sich im
Leid, doch sie achten Seiner nicht, sie wenden sich stets mehr und mehr von Ihm ab,
weil sie im Leid nicht die Liebe des Vaters zu Seinen Kindern zu sehen vermögen. Und
so vergeht die Zeit, und das Ende kommt immer näher .... und mit ihm der Tag des
Gerichtes, an dem sich die Menschen verantworten müssen und Lohn oder Strafe empfangen. Und es wird der Tag furchtbar sein für die Mehrzahl der Menschen, denn nur
wenige sind Gott ergeben, nur wenige stehen im Glauben an Ihn, nur wenige leben in
der Liebe, so daß sie bestehen können vor Gott am Tage des Gerichtes ....
Und es wird
Heulen und Zähneknirschen sein, denn alles Gott-Gegnerische wird bedacht werden
nach Gerechtigkeit. Es wird in weitester Gottferne schmachten müssen in härtester
Gefangenschaft, es wird gebannt werden wieder in der festesten Materie auf der neuen
Erde ....
Es ist ein Wandlungsprozeß von unvorstellbarer Bedeutung, daß das Geistige
wieder in einen Zustand versetzt wird, den es vor endlosen Zeiten schon überwunden
hatte, und es nun wieder den Gang gehen muß durch zahllose Schöpfungen, um wieder
das Stadium zu erreichen, das ihm den freien Willen einträgt. Doch es hat selbst diesen
Zustand verschuldet, weil sein freier Wille verkehrt gerichtet ist, dem Bösen, dem
Gegenpol Gottes, zugewandt, dessen Reich es nun wieder durchwandeln muß, bis es
sich Gott von selbst zuwendet und sich dadurch erlöst. Und darum mahnet Gott die
Menschen unentwegt, und Er sucht sie noch vor dem Ende zur Umkehr zu bewegen, Er
bringt Sich Selbst ihnen nahe, auf daß sie Ihn erkennen und anstreben sollen; Er sucht
durch Leid und Trübsal auf sie einzuwirken, daß sie Ihn rufen und so ihre Zugehörigkeit zu Ihm bekunden, Er sucht ihren Willen zu wandeln, daß er sich abwende von der
Welt und ihren Freuden, Er sendet Boten aus dem geistigen Reich ihnen entgegen, die
sie erkennen können, wenn sie willig sind, und Er spricht durch diese zu ihnen, sie hinweisend auf das Ende, auf den Segen der Liebe und die Gefahr der Lieblosigkeit, Er vermittelt ihnen Gnaden über Gnaden und pocht an ihre Herzen ....
Denn die Zeit ist kurz
bis zum Ende, aber die Zeit der Bannung in der neuen Erlösungsepoche endlos lang ....Und Gottes Liebe und Erbarmung aber gilt ständig Seinen Geschöpfen, Seinen Kindern, die sich verirrt haben und die Er wiedergewinnen will für Sich, die Er einführen
will in ihr Vaterhaus, in ihre Heimat, in das geistige Reich, wo nur die Liebe regieret, wo
Friede ist und Eintracht und Seligkeit und wo sie in der Nähe des Vaters unaussprechlich glücklich sind ....
Amen
B.D. 3472
empfangen am 24.u.26.u.28.4.1945
Segen des Leides ....
Und wer sich in Meinen Willen fügt, der wird in Mir den liebevollsten und treusorgenden Vater finden, denn ihn lasse Ich nicht mehr in der Bedrängnis der Seele. Und ist
die Seele nicht mehr in Not, dann wird auch der Körper nicht mehr so zu leiden brauchen, wenngleich dessen Substanzen sich noch vergeistigen können durch das Leid und
dies eine schnellere Aufwärtsentwicklung bedeutet für das Geistige, das in der Außenform des Menschen noch gebunden ist. Ihr Menschen wißt nicht, wie gern Ich euch den
Weg verkürzen möchte, der zu Mir führt und der als Ziel eure endliche Freiwerdung
hat ....
Ihr mußtet unsagbar lange Zeit wandeln auf Erden vor eurer Verkörperung als
Mensch, und diese letzte Entwicklungsperiode ist nur kurz und kann euch doch restlose Freiwerdung eintragen, so euer Wille recht gerichtet ist. Und Ich will euch helfen,
daß ihr auf Erden euer Ziel erreichet, daß ihr euren Blick zu Mir wendet und mit Mir
zusammen den Weg geht bis zu eurem Lebensende, denn dann könnet ihr nicht fehlgehen ....
Ihr aber wendet oft den Blick zur Seite und lasset euch verlocken von den Reizen der Welt ....
Euer Wille strebt noch irdische Güter an, nach denen ihr Verlangen
tragt, und ihr seid in Gefahr, in das Bereich Meines Gegners zu geraten. Und darum
muß Ich euch oft anstoßen lassen, daß ihr aufwachet und wieder des Weges achtet, daß
ihr Meiner nicht vergesset und nach Mir rufet in der Not, daß euer Wille wieder Mir
gilt ....
Doch solange ihr nicht abirrt vom Wege, solange ihr den Blick zu Mir erhebt und
Meinen Willen zu erfüllen trachtet, bin Ich euch fühlbar nahe, und Ich bewache jeden
Schritt, Ich führe euch an der Hand und leite euch über alle Beschwernisse des Weges
hinweg, die ihr aber überwinden müsset, weil dies eure Aufwärtsentwicklung fördert.
Doch nichts darf euch dann schrecken, nichts verzagt oder müde werden lassen, denn
solange ihr Mich zum Begleiter habt durch euren Willen, der Mir zugewandt ist, werdet
ihr nie ohne Kraft sein. Immer wieder stärke Ich euch, und legt ihr den Weg auch mühevoll zurück, so zieht ihr doch für Körper und Seele den größten Vorteil daraus, denn sie
vergeistigen sich mehr und mehr, und euer Ende wird ein seliges sein ....
Und ihr werdet dereinst zurückschauend den Segen des Leides erkennen, das ihr erdulden mußtet.
Denn Ich will wahrlich nur für euch das Beste, doch Ich kann euch die Seligkeit des ewigen Lebens nicht geben, solange ihr unreifen Geistes seid, solange ihr noch nicht völlig
geläutert und entschlackt Mir gegenübertreten könnt, denn nur Meine Nähe ist Seligkeit für euch und diese setzt Reinheit und Lauterkeit voraus, und dazu will Ich euch verhelfen, solange ihr noch auf Erden weilt, denn Meine Liebe zu euch ist übergroß, sie will
euer Leid verkürzen, auf daß es nicht im Jenseits euch beschieden ist, wo ihr doppelt leidet, weil ihr dann kraftlos seid ....
Ich habe wenig Gefallen daran, wenn ihr leiden müsset auf Erden, und Meine Liebe
möchte euch auch dieses Leid ersparen, doch dann wäre es nur euer Nachteil, denn ihr
könntet nie und nimmer zur ewigen Glückseligkeit gelangen, ihr könntet nimmermehr
in Kraft und Freiheit tätig sein, und euer Los wäre ewig das der Gefangenen .... kraftlos
und gefesselt in der Sünde und ewig fern von Mir. Meine Liebe zu euch aber ist größer
denn Mein Mitleid, und weil Meine Weisheit das Leid als einziges Mittel erkennt, euch
zurückzugewinnen, um euch frei zu machen aus der Gebundenheit, müsset ihr auf
Erden durch eine harte Schule gehen und kurze Zeit ein Los auf euch nehmen, das euch
wohl schwer und unerträglich scheint und doch nur ein Beweis Meiner Liebe zu euch
ist. Doch ihr selbst habt es in der Hand, euch das Leid zu verringern ....
Ihr selbst könnt
es euch erträglich machen, wenn ihr euch bemüht, Meinen Willen zu erfüllen, wenn ihr
in der Liebe lebet ....
Denn die Liebe ist Kraft, die Liebe bin Ich Selbst, und so ihr euch
in der Liebe übet, seid ihr auch kraftdurchströmt, und ihr brauchet nun nicht mehr zu
fürchten, daß das Leid euch zu Boden drückt, denn nun überwindet ihr es mit Mir zusammen, und Ich lasse euch wahrlich nicht ohne Hilfe, so ihr durch Liebeswirken zu
Meinen Kindern geworden seid. Bleibet in der Liebe, so bleibt ihr auch Mir verbunden,
nehmet Anteil an der Not der Mitmenschen, und stellet eure eigene Not zurück, dann
werdet ihr selbst euch das Leid verringern, ihr werdet es nicht spüren, und das Erdenleben wird stets erträglich sein, denn dann läutert ihr euch durch die Liebe und benötigt das Leid nicht so sehr zum Ausreifen eurer Seele ....
Sowie ihr das Leid erkennen lernet als einen Beweis Meiner Liebe, sowie ihr es als ein Mittel ansehet, durch das Ich
euren Willen zu wandeln suche, um euch selig zu machen, wird es euch auch nicht mehr
so schmerzlich berühren, ihr werdet es geduldig ertragen und euch nicht mehr aufbäumen gegen das Schicksal, das euch hart zu sein dünkt, das euch aber schon auf Erden
gestalten kann zu Lichtwesen, so ihr dadurch zu Mir findet. Doch wisset, daß ihr es
selbst zu verringern vermögt durch die Liebe ....
Und so nützet die Zeit bis zum Ende ....
Tut alles, um euch in der Liebe zu üben, und gestaltet euer Herz, daß Ich in ihm Aufenthalt nehmen kann und ihr dadurch krafterfüllt seid, alle Widerstände zu überwinden.
Denn wo Meine Liebe wirken kann, dort gibt es keine Schwäche, kein Verzagt-Sein,
keine Mutlosigkeit und keine Sorgen .... wo Ich wirken kann, ist Seelenfrieden, Hoffnung und Stärke und ein ständiges Gefühl der Sicherheit, denn Ich führe die Meinen an
der Hand, Ich schütze sie vor der Gewalt des Bösen. Und sie spüren Meinen Schutz, sie
geben sich Mir vollgläubig hin und lassen Mich walten ....
Und Ich neige Mich Meinen
Kindern väterlich zu und sorge für sie bis an ihr Lebensende .... bis sie in das geistige
Reich eingehen, wo sie in Meiner Gegenwart unaussprechlich selig sind bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 3473
empfangen am 29.4.1945
Wahrheit und Irrtum ....
Folgen geistig und irdisch ....
Daß sich die Menschen so weit von Gott entfernt haben, hat seine Ursache darin, daß
sie die Wahrheit fliehen und dem Irrtum Zugang gewähren. Die Wahrheit führt unweigerlich zu Gott hin, während der Irrtum die Menschen von der rechten Erkenntnis
fernhält und also auch von Gott, Der erkannt werden muß, um geliebt und angestrebt
zu werden. Wer Gott liebt, der hat Ihn auch zuvor erkannt, und dazu muß er in der
Wahrheit unterrichtet sein. Wird dem Menschen dagegen Irrtum geboten, so wird ihm
auch ein falsches Bild von der ewigen Gottheit entworfen oder Gott gänzlich abgeleugnet, und dann ist ein Erkennen der ewigen Gottheit unmöglich, und folglich wird auch
das Gefühl der Liebe im Menschen unentwickelt bleiben, und es bedeutet dies Gottferne. Daß aber der Irrtum Zugang findet zu den Menschen, liegt am Willen des Menschen selbst, der völlig frei ist und nach der Wahrheit verlangen wie auch diese unbegehrt lassen kann. Geboten wird aber dem Menschen die Wahrheit nur dann, wenn er
ernstlich danach strebt. Denn wenngleich sie auch dem Menschen nahegebracht wird
durch berufene Diener, die in der Wahrheit wohlunterrichtet sind, wird sie nur dann
dem Menschen annehmbar erscheinen, so er sie suchet. Die Wahrheit suchen heißt aber
Gott suchen, denn Gott ist die Wahrheit ....
Gott suchen und Ihn anstreben bedeutet
wiederum ein Anerkennen Seiner Selbst als höchstes, vollkommenstes Wesen und Verlangen, mit diesem Wesen sich zusammenzuschließen. Und da das vollkommenste
Wesen überaus gut ist, muß auch der Mensch danach streben als erstes, gut zu sein und
also die Liebe in sich zur vollsten Entfaltung zu bringen. Und es gelangt der Mensch
durch die Liebe zur Wahrheit, doch ohne Liebe ist ein Erkennen der ewigen Gottheit
nicht möglich ....
Gott, Wahrheit und Liebe sind unzertrennlich, und wer eines davon
anstrebt, verlangt auch unweigerlich nach dem anderen. Wo aber der Irrtum verbreitet
ist, dort kann auch die Liebe nicht zur rechten Entfaltung kommen, wo der Irrtum ist,
wird das Bild Gottes verzerrt den Menschen erscheinen und die Entfernung von Ihm
immer größer werden. Die Folge davon ist geistiger Rückgang, der sich auch irdisch
bemerkbar macht .... die Folge davon ist Not und Elend unter den Menschen, weil die
Gottferne nicht anders behoben werden kann als durch die Liebe und die Wahrheit und
die Menschen im Leid die Liebe zur Entfaltung bringen sollen und können und auch
nachzudenken beginnen und nach der Wahrheit trachten. Solange aber gegen den Irrtum nicht vorgegangen wird, gibt es keinen geistigen Aufstieg und also auch keine irdische Besserung. Denn das Ziel des Menschen ist Zusammenschluß mit Gott, der nur in
der Wahrheit stattfinden kann, während der Irrtum diesen Zusammenschluß hindert
und darum bekämpft werden muß, sollen die Menschen ihr Ziel noch auf Erden erreichen. Die Wahrheit wird sich behaupten, und findet der Mensch sie auf Erden nicht,
dann muß er im jenseitigen Reich sich diese aneignen, weil ohne die Wahrheit kein
Wesen selig werden kann. Ist aber des Menschen Wille auf Erden schon zu schwach
gewesen, diese ernstlich anzustreben, so wird er im geistigen Reich noch schwerer zur
Annahme der Wahrheit zu bewegen sein, und er wird bittere Kämpfe und Seelennöte
erleiden müssen, bis er für die reine Wahrheit zugänglich geworden ist, und es erfordert
dies oft endlos lange Zeit im geistigen Reich, was auf Erden in kurzer Zeit erreicht werden kann. Und darum ist Gott unablässig bemüht, die Menschen in die Wahrheit zu leiten, und Er unterweiset Selbst Seine Diener, die diese Aufgabe auf Erden erfüllen sollen,
die Träger der reinen Wahrheit sind und sie weiterleiten sollen an alle, die willens sind,
sie anzunehmen .... die Verlangen tragen nach Gott und also auch nach der Wahrheit
und die durch die Liebe den Zusammenschluß mit Gott erreichen wollen ....
Denn die
Wahrheit ist unumgänglich notwendig, wollen die Menschen selig werden ....
Amen
B.D. 3474
empfangen am 1.u.2.5.1945
Hingabe an Gott ....
Das Bewußtsein, sich Gott hingegeben zu haben, gibt dem Menschen den inneren
Frieden, und seine Seele banget nicht trotz irdischer Not. Denn in Gott erkennt sie den
Lenker der Geschicke, den Helfer in jeder Not, die Kraft und Macht in aller Fülle und
die unendliche Liebe ....
Sie leistet keinen Widerstand gegen diese Liebe, sie sucht sich
mit ihr zu vereinigen und findet in ihrem Streben zu Gott Glück und Frieden. Sie kehrt
in ihren Urzustand zurück, sowie sie völlig mit Gott eins geworden ist, folglich muß
auch das Streben danach, die Hingabe an Gott, in ihr ein Gefühl der Beglückung auslösen, beschreitet sie doch den rechten Weg, der dem Ziel entgegenführt. Es ist die Trennung von der Welt, von allem, was noch das Gott-ferne Geistige in sich birgt, Voraussetzung, dann erst kann die Hingabe an Gott schrankenlos stattfinden, denn erstere hindert die Seele daran, weil sie alles Sinnen und Trachten des Menschen auf sich lenkt und
Begierden in ihm auslöst, welche die Seele herabziehen und eine Verbindung mit Gott
unmöglich machen. Nur wer die Welt meidet und verachtet, kann Gott nähertreten,
und er tauschet wahrlich nichts Schlechtes ein ....
Ihm stehen die Güter des geistigen
Reiches zur Verfügung, die er sich unbeschränkt aneignen kann, die ihn hellsichtig und
hellhörig machen für die geistige Welt, für die eigentliche Heimat des Geistigen, und da
die geistigen Güter Ausstrahlung der ewigen Liebe sind, müssen sie auch beglücken
und die Seele in einen friedvollen Zustand versetzen, also ihr Seligkeit bereiten, für die
sie ursprünglich geschaffen ist ....
Die Welt bietet wohl irdische Freuden, doch der
Mensch, der der Welt angehört, ist lichtlos, d.h. ohne Erkenntnis. Und diese Unwissenheit ist für die Seele nicht beglückend, sondern sie ist eingehüllt in tiefstes Dunkel und
empfindet dies auch als Qual. Und darum sucht der Mensch, dieses Empfinden durch
Genüsse der Welt zu betäuben, wenn auch unbewußt seiner Ursache. Stellt er aber sein
irdisches Verlangen zurück, um geistige Güter zu begehren, so wird es hell in ihm, und
seine Seele ist beglückt, denn die Erkenntnis der Wahrheit bedeutet für sie eine Rückkehr in ihren Urzustand, wo sie voller Licht und Kraft war, tiefstes Wissen ihr eigen
nannte und dieses Wissen verwerten konnte, um zu schaffen und zu gestalten in Seligkeit. Die Unkenntnis ist gleichzeitig auch Schwäche und Kraftlosigkeit, so daß die Seele
in einem Zustand ist, der von ihrer eigentlichen Beschaffenheit völlig abweicht und
daher auch ihr nicht den Frieden geben kann, den sie ersehnt. Mit der Hingabe an Gott
aus innerstem Antrieb aber steht die Seele auch im Verlangen nach Licht und Kraft, und
ihrem Verlangen wird stets entsprochen werden, weil dieses Gott gilt, Der in Seiner
Vaterliebe jede Seele annimmt, die sich Ihm anbietet. Sie kann nimmermehr an die Welt
verlorengehen, sie wird nimmermehr zurückverlangen, so sie einmal in der Hingabe an
Gott die Seligkeit Seiner Liebe gespürt hat, denn eine Seele, der das Licht einmal
geleuchtet hat, fürchtet die Finsternis, und sie erkennet diese im Treiben der Welt, sie
sucht ihr zu entfliehen und schließt sich immer inniger an Gott an, Der sie nimmermehr von Sich lässet, sondern sie heimholt in ihr Vaterhaus ....
Amen
B.D. 3475
empfangen am 3.5.1945
Gottes Wort Wahrheit ....
Eingriff Gottes ....
In keiner Weise werdet ihr enttäuscht werden, denn Mein Wort ist Wahrheit und
wird ewiglich Wahrheit bleiben. Doch ihr müsset euch in Geduld fassen, denn auch
Meine Geduld ist groß, und jeder Tag ist für euch noch ein Gnadengeschenk, die ihr das
Leben vorzeitig verlieren werdet; jeder Tag ist eine Gelegenheit zur Kräftigung des
Glaubens, der euch alles Kommende leichter überwinden lässet, die ihr als Überlebende
nach Meinem Eingriff noch die Aufgabe habt, den Seelen eurer Mitmenschen zu helfen.
Doch Meine Ankündigung erfüllet sich aufs Wort ....
Ich würde nur dann davon
Abstand nehmen, wenn die Menschheit sich wandelte, wenn die Notzeit zuvor den
Wandel bewerkstelligte und die Menschen Mich suchen würden ....
Doch sie sind weit
davon entfernt ....
Ihre Gedanken sind irdischer denn je, und sie erkennen Mich nicht
trotz Meines Rufes, Meiner Mahnungen und Warnungen ....
Und Ich sah diesen Tiefstand von Ewigkeit voraus, und darum ist das kommende Ereignis von Ewigkeit
bestimmt, und alles wird sich erfüllen, wie Ich es euch durch die Stimme des Geistes
verkündet habe. In banger Not werdet ihr schweben und euch von Mir verlassen glauben, doch Ich bin euch nahe ....
Ich verlasse euch ewiglich nicht, so ihr nur Meiner
gedenket ....
Mit jedem Gedanken an Mich rufet ihr Mich zu euch, und Ich höre den leisesten Ruf und komme ihm nach, Ich schreite ständig neben euch und begleite euch auf
allen euren Wegen, wenn eure Herzen Mir entgegenschlagen. Und darum banget nicht,
sondern frohlocket, daß ihr selbst ja Meine Nähe oder Mein Fernsein bestimmet, und
nützet dies ....
Rufet Mich oft und innig, und Ich werde bei euch sein und schützend
Meine Hände über euch breiten. Doch vertrauet und glaubet, nehmet Mein Wort auf in
euer Herz, und lebet danach, lasset keine Zweifel aufkommen und habet Geduld ....
Der
Tag wird schneller kommen, als ihr annehmet, und er wird furchtbar sein ....
Denn Ich
zeige Mich in aller Macht, und alles wird in Aufruhr sein. Und dann bleibet stark und
vertrauet auf Mich, denn die Meinen verlasse Ich nicht, und sie werden Meine Nähe
spüren. Die Welt mag handeln nach ihrem Ermessen, die Menschen mögen ihren Willen tätig werden lassen in verkehrter Richtung ....
Ich lenke doch das Weltgeschehen
und stürze alle Pläne der Menschen um .... und sie sollen es erkennen als Mein Werk,
und so sie nicht an Mich glauben, sollen sie doch ihre eigene Machtlosigkeit erkennen
der Kraft gegenüber, die sie nicht Mir Selbst zusprechen wollen ....
Doch nützet die Zeit
und bereitet euch vor, nehmet in Geduld alles auf euch, denn ihr könnt nur reifen, so ihr
alle Widerstände überwindet und sie als Meinen Willen erkennt. Ich habe nur euer seelisches Ausreifen zum Ziel, denn Ich will euch gewinnen für ewig. Und so stärket euch
jederzeit durch Mein Wort, und harret in Geduld, bis Ich Mich offensichtlich äußere ....
Euer Weg ist vorgezeichnet, und ihr müsset ihn zu Ende gehen, doch nie lasse Ich euch
ohne Kraft, nie entziehe Ich euch Meine Liebe und Gnade ....
Und also werdet ihr alles
meistern können, so ihr nur Mich um Meine Gnade bittet, so ihr Mich rufet stets und
ständig, auf daß Ich euch führen kann durch alle Gefahren hindurch bis an euer
Lebensende ....
Denn euer Leben währet nicht mehr lang ....
Amen
B.D. 3476
empfangen am 4.u.6.5.1945
Kleingläubigkeit ....
Warum banget und zaget ihr, und warum seid ihr so kleingläubig? ....
Warum haltet
ihr euch nicht an Mein Wort, das euch Meine Hilfe und Gnade verspricht? So ihr an
Mein Wort glaubet, wird jede Bangigkeit von euch abfallen, doch ohne diesen Glauben
seid ihr wie schwankende Rohre im Winde, haltlos und den bösen Gewalten preisgegeben, die euch zu entwurzeln trachten. Ohne den Glauben an Mich und Mein Wort ist es
dunkel in euch, und eure Seele verzweifelt. Darum müsset ihr ständig ringen um tiefen
Glauben, ihr müsset euch vorhalten, daß doch nichts geschehen kann ohne den Willen
einer höheren Macht. Ihr müsset euch vorhalten, daß der Wille des einzelnen Menschen
niemals den Ausgang dessen bestimmen kann, was er sich vornimmt, wenn Ich nicht
Meine Zustimmung gebe, ansonsten es auf der Erde kein Elend geben würde, wenn es
der Mensch in der Hand hätte, sich sein Schicksal selbst zu gestalten. Und also müsset
ihr eine höhere Macht anerkennen, Die das Schicksal eines jeden lenkt ....
Und so ihr
den Glauben gewonnen habt an diese höhere Macht, werdet ihr auch glauben lernen an
die Liebe und Weisheit Dieser, so ihr nicht den menschlichen Maßstab anlegt ....
Unvollkommenheit .... also Lieblosigkeit und mangelndes Wissen.
Die Liebe müsset ihr vor
allem zu erkennen suchen, indem ihr nachdenkt über die Schöpfung und deren Schöpfer. So ihr aufgeschlossenen Herzens seid, werdet ihr die Sprache der Schöpfung verstehen, die euch nur von der Liebe und Weisheit Dessen predigt, Der alles erstehen ließ ....
So ihr aufgeschlossenen Herzens seid, kann Ich Selbst euch unterweisen über Sinn und
Zweck der Schöpfung und eures Erdenlebens, und dann werdet ihr Mich auch erkennen lernen als Liebe, Weisheit und Macht, und dies ist Glaube, der euch stark macht und
jedem Unheil, jeder Anfechtung Trotz bietet ....
Und so ihr im guten Willen, Aufschluß
zu bekommen, Mein Wort höret oder leset, werdet ihr durch dieses euren Glauben vertiefen und nicht mehr zaghaft sein, denn Mein Wort birgt Kraft in sich, die auf euch
überströmt, so ihr es im tiefen Glauben aufnehmt und danach lebet. Bittet und ringet
um starken Glauben, lasset euch nicht niederdrücken von der Not der Zeit, denn sie
kommt über euch, auf daß ihr desto inniger zu Mir rufet und euer Glaube unerschütterlich werde, so ihr sichtlich Meine Hilfe spüret ....
Euch Kleingläubigen aber möchte
Ich zurufen: Lasset alle eure Sorgen fallen, betrachtet euch als Meine Kinder von Ewigkeit, die der Vater von Ewigkeit liebt und die Er nimmermehr an die Kräfte der Finsternis verlieren will ....
Und suchet euch alles Geschehen nur in dieser Liebe zu erklären,
die euch zurückgewinnen will .... und ihr werdet gläubig werden, weil ihr dann den
Zweck und Sinn dessen erkennt, was Ich über euch sende; ihr werdet zu dem euch liebenden Vater vertrauensvoll rufen können um Hilfe, und eure Bitte wird auch erfüllt
werden. Sowie ihr das rechte Verhältnis herstellt, das Verhältnis eines Kindes zum Vater,
werdet ihr auch recht und Mir wohlgefällig beten können und Erhörung finden, denn
Ich will als Vater angerufen werden .... ihr sollt als rechte Kinder zu Mir kommen, und
es wird euch Gnade und Kraft zuströmen ungemessen, und alle Sorgen und Mühsal
werdet ihr überwinden, denn dann tragt ihr nichts mehr allein, sondern euer Vater im
Himmel hilft euch tragen ....
Und wisset, daß alle Not einmal ihr Ende findet und für
euch zum Segen gewesen sein kann, denn das Erdenleben ist kurz, doch es ist bestimmend für die Ewigkeit ....
Amen
B.D. 3477
empfangen am 7.u.9.5.1945
Überwinden der Materie ....
Jenseits ....
Löset euch von allem, was euch lieb ist auf Erden, und sehnet euch nur nach Meiner
Gnade, nach Meiner Liebe und Meiner Gegenwart .... und ihr werdet wahrlich mehr
beglückt sein als bisher, denn ihr seid dann schon reif für das jenseitige Leben, ihr
könnt jeden Tag die Erde verlassen mit dem Bewußtsein, sie einzutauschen gegen ein
weit schöneres Leben, und der Verzicht auf die irdischen Güter wird euch so gering
erscheinen, weil ihr schon die Herrlichkeiten des ewigen Lebens ahnet und ihnen freudig entgegensehet. Alles, woran euer Herz noch hängt, müsset ihr Mir willig opfern,
dann erst erkenne Ich eure Liebe zu Mir, dann erst ist euer Herz fähig, Mich aufzunehmen darin, denn dann habt ihr die Materie überwunden und seid reif für das geistige
Reich. Wer dies schon auf Erden zuwege bringt, den schrecket der Tod nicht mehr, er
sehnet ihn sich herbei, weil die Seele in ihm Mir zustrebt und sie jede Fessel sprengen
will, die der Körper noch für sie bedeutet. Wie einen goldigen Morgen schaut sie geistig
das Leben nach dem Tode, und sie verlanget danach, sich in völliger Freiheit zu bewegen, ledig aller Sorgen, und im Licht zu wandeln in Seligkeit. Der Mensch erträgt auf
Erden alles in Ergebung, was ihm noch beschieden ist; es spüret nur der Körper noch
Leid und Schmerz, die Seele jedoch ist schon so innig mit Mir verbunden, daß sie nicht
mehr leiden kann, und so wird der Mensch nur vor den Augen der Mitmenschen leidend sein, er selbst aber nicht mehr viel verspüren, denn Ich bin ihm so nahe, daß ihn
das Irdische nicht mehr berührt. Trachtet danach, euch zu lösen, und wisset, daß es nur
zu eurem Besten ist, denn nur ein Reich könnet ihr in Besitz nehmen .... das geistige
oder das irdische ....
Das irdische aber ist vergänglich, das geistige währet ewig und
kann, so ihr die Materie zu sehr begehrt, für euch Qualen und übergroße Not bedeuten ....
Und ihr müsset endlose Zeiten ringen, bis ihr diese Liebe zur Materie überwunden habt. Auf Erden aber könnt ihr Menschen dies leichter, denn im Hinblick auf das
Jenseits schöpfet ihr die Kraft dazu aus Meinem Wort, das euch Aufklärung gibt über
euren Erdenlebenszweck, so ihr Aufschluß begehrt. Wisset ihr um Zweck und Ziel eures
Lebens, so benötigt ihr nur einen starken Willen, um dieses Ziel zu erreichen, denn an
Kraft wird es euch nicht mangeln, so ihr nur den Willen aufbringt. Im Jenseits dagegen
seid ihr kraftlos und auch willensschwach, und ohne Hilfe liebender Seelen könnt ihr
nicht vorwärtskommen, und diese werdet ihr eher abweisen als annehmen. Und darum
nützet die Zeit auf Erden, und machet euch frei von jeglichem irdischen Begehren .... leistet Verzicht und opfert, um Mich einzutauschen für das, was ihr hingebt ....
Und ihr
werdet Mir dereinst Lob und Dank singen in der Ewigkeit, wo ihr die Wertlosigkeit dessen erkannt habt, was euch jetzt begehrlich erscheint und euch doch ernstlich gefährdet, Mein Reich zu erlangen. Ihr verlieret nichts, was ihr auch hingebt, sondern erhaltet
es tausendfältig zurück, nur nicht dem Körper, sondern der Seele spürbar. Die Seele
aber bleibt bestehen, während der Körper vergeht und seinem Bleiben auf Erden bald
ein Ende gesetzt ist. So lasset euch nicht niederdrücken, was auch kommen mag .... denket an eure Seele, denket an das Leben nach dem Tode des Körpers, und gestaltet es
durch die Überwindung der Materie zu einem Leben in Seligkeit ....
Amen
B.D. 3478
empfangen am 9.5.1945
Tröstender Zuspruch aus dem Lichtreich ....
Nun erklingen dir Worte des Trostes, ein stärkender Zuspruch aus dem Reiche des
Lichtes: In kurzer Zeit schon wirst du die Liebe des himmlischen Vaters erkennen in
ihrer ganzen Kraft ....
Es wird die Wahrheit Seines Wortes offenbar werden, es wird wie
ein Blitz aus heiterem Himmel ein unfaßbares Ereignis die Welt erschrecken und die
Herzen der Menschen erzittern lassen ....
Und dann ist die Stunde gekommen, die du
verkünden solltest im Auftrag Gottes, dann erfüllet sich Sein Wort zum Leid der Menschen und zur Festigung des Glaubens der Gottgetreuen, die Kenntnis haben von Seinem Wort und die Stimme des Vaters erkennen trotz größter Not ....
Für die Seinen
wird die Not erträglich sein, denn nun offenbart Gott Sich so offensichtlich, daß Seine
große Liebe zutage tritt und die Menschen beglückt, die Ihm angehören wollen ....
Und
dann wird kein Zweifel mehr ihre Herzen bangen lassen, sondern ein fester Glaube läßt
euch alles ertragen im Vertrauen auf die Liebe und Gnade Gottes ....
Und dann beginnt
eure Mission ....
Denn so euer Glaube fest ist, werdet ihr auch wirken können für Ihn,
ihr werdet reden können ohne Scheu, und es wird euch die Gabe des Redens gegeben
werden, sowie ihr für Ihn tätig seid ....
Und dies ist Sein Wort, das erneut zur Erde geleitet wird und das euch Kraft geben soll und jeden Zweifel beheben, denn es wird alles
geschehen, wie Er es durch Seinen Geist dir kundgetan hat ....
Amen
B.D. 3479
empfangen am 10.5.1945
Weltuntergang ....
Der Weltuntergang ist das Ende einer Erlösungsperiode und der Anfang einer neuen
Epoche, die wieder die Erlösung des noch unfreien Geistigen zur Bestimmung hat. Es
wird vorerst die Erde als solche sich völlig verändern, d.h., ihre Außenform bleibt nicht
die gleiche, sondern die Erdoberfläche wird gänzlich zerstört durch Kräfte des Erdinneren, und es hat dies verständlicherweise ein Vergehen jeglicher Kreatur auf der
Erde zur Folge ....
Alle Lebewesen, Tier- und Pflanzenwelt, wird vernichtet, und selbst
die härteste Materie, das Gestein, erfährt eine Veränderung in sich, und es bedeutet dies
für die auf Erden lebende Menschheit das Ende, den Untergang dessen, was ihrem Auge
ersichtlich ist, wenngleich die Erde als Gestirn noch bestehenbleibt. In Gottes ewigem
Heilsplan ist diese Veränderung der Erde vorgesehen als ein Mittel zur Rückgewinnung
des Geistigen, und so wird unweigerlich eintreten, was Gott seit Beginn dieser Erlösungsepoche verkündet hat durch Seher und Propheten. Die Menschen aber glauben es
nicht und werden daher in tiefste Verzweiflung fallen, so sie unvorbereitet dieses Ende
erleben. Daß alles Geschehen, jegliches Schöpfungswerk und jedes Geschöpf nur das
geistige Ausreifen zum Ziel hat, ist den Menschen fremd, und da sie nicht mit dem geistigen Auge das Erdenleben betrachten, sehen sie nur den Ablauf irdischer Ereignisse
und verneinen auch jede kosmische Veränderung, so auch einen Untergang dieser
Erde. Und sie sind schwer zu belehren und darum auch nicht zu bewegen, ihr Leben
dem nahen Ende entsprechend umzustellen und sich vorzubereiten. Jeden Hinweis lehnen sie ab und sind mehr denn je irdischen Gütern verfallen, deren Anstreben sie gänzlich vom geistigen Streben fernhält. Und selbst die Not macht sie den Vorstellungen
nicht zugänglicher, die aus dem geistigen Reich gedanklich oder durch Mittler sie
berühren. Und darum rückt auch die Zeit immer näher, wo die alte Erde aufgelöst wird,
weil eine Änderung des Denkens, ein geistiger Aufstieg unter der Menschheit nicht
mehr zu erwarten ist. Also sind die Menschen selbst bestimmend, wann das Ende ist,
denn Gott ersah den Willen der Menschen von Ewigkeit, Er ersah die völlige Abkehr
dieser von Sich, und Er ersah die Zwecklosigkeit eines Fortbestehens der alten Erde ....
Und in Seiner erbarmenden Liebe wendet Er neue Mittel an, um die Seelen der Menschen zu gewinnen ....
Er läßt eine neue Erde erstehen, die das gefallene Geistige wieder
in sich birgt, das nun zwar wieder den qualvollen, langen Gang durch die neue Schöpfung gehen muß,jedoch einmal wieder die Möglichkeit hat, im freien Willen Gott zuzustreben und sich zu erlösen aus der Form ....
Und Er sucht den Menschen der alten Erde
noch in der letzten Zeit diesen erneuten Gang durch die Schöpfung zu ersparen, indem
Er sie immer und immer wieder hinweiset auf das Ende, auf die Stunde des Gerichtes
und die Verdammung, indem Er Redner unter ihnen erstehen läßt, die Sein Wort verkünden, die den Menschen die Folgen ihres Lebenswandels vorstellen sollen, um sie zu
bewegen, ihren Willen zu wandeln ....
Es werden aber in der letzten Zeit alle verfolgt
werden, die Gottes Wort predigen, und es wird dies die schwerste Zeit sein für die Gläubigen, denen jeglicher Halt dadurch genommen werden soll. Doch dann offenbaret
Sich Gott Selbst den Seinen, und Sein Wort wird mittelbar und unmittelbar ihnen ertönen, Er wird unter den Gläubigen Menschen erwecken, durch deren Geist Er Sich
kundgibt. Und die Seinen werden gestärkt sein und ihren Glauben festigen, sie werden
voll Zuversicht das Ende erwarten, sie werden standhalten und allen Drohungen durch
die Welt trotzen, denn sie fühlen ihren Vater in der Nähe, und alle Furcht und Bangigkeit fällt von ihnen ab, sowie Sein Wort vernehmlich ertönt ....
Und Er wird mitten unter
denen sein, die nach Ihm Verlangen tragen, Er wird Sich ihnen zeigen und durch Seine
Gegenwart tiefsten Frieden in die Herzen derer senken, die Seiner Nähe würdig sind.
Und ihr Bekennermut wird wachsen, sie werden ohne Scheu für den Namen Gottes eintreten, sie werden sich als Anhänger Christi bekennen und den Tod nicht fürchten, sie
werden Sein Kommen erwarten und hoffen auf die Erlösung aus größter Not. Doch die
Schar der Gläubigen wird klein sein .... inmitten lebender Teufel werden immer nur
wenige sein, die Gott im Herzen tragen und in inniger Verbindung stehen mit Ihm. Und
wo Gott Selbst weilet sichtbar oder unsichtbar den menschlichen Augen, werden die
Teufel machtlos sein, wenngleich sie den Anhängern Jesu nach dem Leben trachten und
alle erdenklichen Mittel anwenden, um sie Ihm abtrünnig zu machen. Die Kraft Gottes
ist stärker, und ihr gegenüber ist selbst der Gegner Gottes machtlos. Und das Ende wird
kommen, wenn die Not unerträglich erscheint ....
Dann wird der Herr Selbst kommen
in den Wolken und die Seinen heimholen in Sein Reich ....
Dann wird die alte Erde vergehen, es wird ein Untergang sein für alle Menschen, die auf Erden leben .... es ist das
Ende einer Erlösungsepoche und der Beginn einer neuen gekommen, wie es verkündet
ist in Wort und Schrift ....
Amen
B.D. 3480
empfangen am 13.u.14.5.1945
Willensstärke der Diener Gottes ....
Mission ....
Wer das Wort hat, d.h., wer die Stimme Gottes in sich zu vernehmen vermag, der
muß auch über Willensstärke verfügen, Gottes Wort zu verbreiten, und er wird auch
seiner Bestimmung nachkommen, sowie seine Mission beginnt. Dann treibt ihn der
Geist Gottes zu ständiger Tätigkeit, und er leistet auch keinen Widerstand, weil er sich
Gott zuvor schon zum Dienst angeboten hat und dies Voraussetzung für den Empfang
des unmittelbaren göttlichen Wortes war. Und die eigentliche Mission wird dann
beginnen, wenn der Kampf gegen den Glauben offensichtlich ist, wenn er geführt wird
nicht mehr heimlich, sondern die Menschen offen vor der Welt angegriffen werden, die
im Glauben an Gott, an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk, stehen und diesen auch
bekennen vor der Welt. Dann wird sich jeder Diener Gottes gerufen fühlen von Gott,
und er wird tun, was ihm die innere Stimme vorschreibt .... bekennen und kämpfen für
Gott und die Mitmenschen für den Glauben zu gewinnen suchen ....
Dann wird die
Stärke seines Willens offenbar werden, denn nichts schrecket ihn oder hält ihn von seiner Aufgabe zurück, die Gott ihm gestellt hat und die zu erfüllen er stets bereit ist. Jeder
von Gott berufene Diener hat den festen Willen, Ihm zu dienen mit allen seinen Kräften, und Gott weiset ihnen das rechte Arbeitsfeld an, wo er die Kraft entfalten kann und
wirken zum Segen der Menschen, die guten Willens sind. Doch es wird eine schwere
Aufgabe sein, weil der Feind der Seelen zu mächtig ist und alle Mittel anwendet, die Diener Gottes unschädlich zu machen. Doch das Wort geht ihnen ständig zu und durch das
Wort auch die Kraft zum Widerstand .... denn mit dem Wort ist Gott Selbst bei denen,
die es begehren und gläubigen Herzens aufnehmen, die es lebendig werden lassen
durch ihren Willen und ihre Werke. Wer das Wort hat, der steht auch in der Liebe und
empfängt darum auch ständig Kraft von Gott, Der die Liebe Selbst ist und mit jedem
Liebeswerk dem Menschen näherkommt. Und darum wird das Wort stets der größte
Kraftspender sein, ist es doch unmittelbar vom geistigen Reich zur Erde gekommen
und als gleichzeitig selbst geistige Kraft überaus wirkungsvoll ....
Es wird die Menschen
erheben, es wird sie zuversichtlich machen und glaubensstark. Und so werden auch die
Diener Gottes kraftvoll und unerschrocken ihren Glauben bekennen vor der Welt, sie
werden das göttliche Wort zu verbreiten suchen und offen reden, sie werden die Welt
nicht fürchten und ihre Mission ausführen, wie es Gottes Wille ist, denn sie sind berufen dazu von Ihm Selbst. Der Wille, für Ihn zu wirken, wird ihnen nicht fehlen und die
Kraft zur Ausführung des Willens ihnen stets zugehen. Jeder Weg ist ihnen vorgezeichnet, denn sowie sie ihren Willen Gott unterstellen aus eigenem Antrieb, wirket auch der
Wille Gottes in ihnen, der sich in allen Handlungen, Reden und Gedanken äußert. Wo
der Geist Gottes wirken kann, muß der göttliche Wille den Menschen bestimmen zu
seinem Wandel auf Erden, denn der Geist Gottes wirket nur dort, wo der eigene Wille
zuvor Gott aufgeopfert wurde. Darum ist der Lebensweg eines Dieners Gottes entsprechend seiner geistigen Aufgabe, und er braucht nicht ängstlich zu sorgen, denn nach
Gottes Willen muß er zurückgelegt werden, und der Mensch selbst vermag nichts zu
ändern, selbst wenn sein menschliches Denken Änderungen anstrebt. Da aber der
Wille Gottes in dem Menschen tätig ist, der Gott dienen will, wird dieser auch niemals
erlahmen und seine Erdenaufgabe vernachlässigen, denn ihn treibt der Geist aus Gott
zum Wirken für Ihn. Der Geist aus Gott wird sich ständig äußern und sich kundtun im
Wort, das unentwegt dem Menschen zugeleitet wird, das er zu hören vermag stets und
ständig, so er nur lauschet nach innen, in der bewußten Verbindung mit Gott. Und er
wird diese Verbindung suchen, weil sein Herz ihn dazu treibt .... die Liebe zu Gott und
zum Nächsten .... die ihn drängt, die Gottnähe zu suchen .... die ihn immer wieder
antreibt zum Gebet, zur Zwiesprache mit Gott, dem liebevollsten Vater Seiner Kinder, Dem zu dienen Glückseligkeit bereitet schon auf Erden. Und Gott antwortet ihm, Seine
Vaterliebe erfüllet jede Bitte, und also vernimmt er Seine Stimme, und sonderlich dann,
wenn er berufen ist, den Willen Gottes den Mitmenschen zu verkünden ....
Gottes Wort
zu verbreiten in der Welt. Diese werden niemals willensschwach sein, denn die Kraft
Gottes durchströmet sie, die immer wieder ihnen zugeführt wird durch das Wort, das
aus dem geistigen Reich unmittelbar zur Erde geleitet wird, auf daß die Menschen selig
werden können, die in der Endzeit sich an Sein Wort halten, die es aufnehmen und
dadurch Kraft empfangen, auszuhalten bis zum Ende ....
Amen
B.D. 3481
empfangen am 15.5.1945
Unterstellen des Willens unter Gott ....
In der Erkenntnis stehend, vermag der Mensch voll und ganz sich unter den Willen
Gottes zu stellen und daher auch alles auszuführen, was er sich vornimmt. Sowie der
Mensch weiß um den Sinn und Zweck des Erdenlebens, der gesamten Schöpfung und
den ewigen Heilsplan Gottes, trägt er nicht mehr den eigenen Willen in sich, sondern er
hat sich den Willen Gottes zu eigen gemacht, ansonsten ihm die volle Erkenntnis nicht
vermittelt worden wäre. Dann aber ist er auch kraftvoll, und er kann jederzeit die Kraft
nützen, so er sie benötigt. Er wird also in schwersten Lebenslagen nicht zu verzagen
brauchen, weil er über die Kraft aus Gott verfügen kann und er dies auch tut, sowie er
starken Glaubens ist. Fühlt sich also der Mensch schwach, so ist er nur schwachen Glaubens, und er muß diesen zuerst zu stärken suchen ....
Die Glaubensstärke zu erhöhen
soll ständiges Bestreben des Menschen sein, denn im starken, unerschütterlichen Glauben meistert er die schwersten Lebensverhältnisse, und er reifet auch geistig. Im starken
Glauben zu leben bedeutet ein leichteres Erdenleben, weil dann die Kraft aus Gott
ungehindert wirken kann. Es muß der Mensch überzeugt sein, daß der Wille Gottes
sich in ihm äußert und es für Seinen Willen keine Schranke gibt, so der Mensch selbst
nicht diese Schranken setzt durch schwachen Glauben. Es muß sich der Mensch die
Kraft und Macht