|
|
|
Buch 50 NR. 4053 – 4176 empfangen von Bertha Dudde in der Zeit vom 31.5.1947 – 26.u.27.11.1947 Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<. B.D. 4053 empfangen am 31.5.1947 Sünde wider den Geist .... Als Sünde wider den Geist muß es betrachtet werden, wenn die Menschen das ihnen
von Mir gebotene Wort als Wahrheit erkennen und sie es doch nicht annehmen wollen,
d.h. Meine Diener auf Erden zurückweisen oder keinen Wert darauf legen, Mein Wort
in Empfang zu nehmen. Es ist eine besondere Gnade, so dem Menschen Mein Wort vermittelt wird, denn es ist das Brot, das aus den Himmeln kommt und daher auch von
besonderer Wirkung ist auf die menschliche Seele. Es ist gegeben durch die Stimme des
Geistes, es ist Mein Geist, der sich mit dem Geistesfunken im Menschen verbindet, es ist
höchstes Geistesgut, eine Gnadengabe von so unfaßbarem Wert, und es soll mit Dank
empfangen werden und als köstliche Gnadengabe auch gewertet werden von dem, der
es als Mein Geschenk erkennt, der sich von der Wahrheit berührt fühlt, der es inhaltsmäßig als wertvoll, als göttlichen Ursprungs anerkennen muß. Und verständlicherweise versündigt sich ein solcher Mensch gegen den Geist, so er Mein Wort gleichgültig
hinnimmt, so er sich sträubt, den Inhalt sich zu geistigem Eigentum zu machen, indem
er darüber nachdenkt und Stellung nimmt zu seinem Inhalt. Denn ihm bin Ich Selbst
nahegetreten, und er beachtet Mich nicht; Ich habe an seine Tür geklopft und Einlaß
begehrt, und er nimmt Mich nicht auf; Ich rede zu ihm, und er hört Mich nicht an; Ich
biete ihm Brot und Wein an, Mein Fleisch und Mein Blut, und er weiset zurück, was ihm
Erquickung und Stärkung sein soll für seinen Erdenlebensweg .... Amen
B.D. 4054 empfangen am 1.u.2.6.1947 Überlieferung des göttlichen Wortes auf der neuen Erde .... Eine kleine Schar nur wird es sein, die Mein Kommen erwartet vor dem jüngsten Gericht; wenige Menschen nur, die Ich zu den Meinen zählen kann, die im Glauben stark bleiben und Mich bekennen vor der Welt und die daher angefeindet werden in jeder Weise und um ihr Leben bangen müßten, wäre ihr Blick nicht geistig gerichtet und ihr Denken geistig gesinnt. Diese kleine Gemeinde aber weiß um das Ende, sie erwartet Mich im tiefsten Glauben und erträgt darum auch die äußerste Notzeit mit einer Standhaftigkeit, sie bekennet Jesus vor der Welt als Gottes Sohn, und darum hole Ich sie empor zu Mir und gebe ihnen einen paradiesischen Ort zum Aufenthalt, bis sie die neugestaltete Erde wieder betreten dürfen .... Diese kleine Schar hat die Aufgabe, Mein Wort ihren Nachkommen zu überliefern, auf daß es wieder unverfälscht dargeboten wird, wie Ich es den Menschen übermittelt habe und als Grundlehre des Christentums auf der neuen Erde verbleiben soll. Denn Ich sorge auch weiterhin für die Meinen, und zu den Meinen gehören alle, die sich in Meinen Willen fügen, die danach trachten, zu Mir zu gelangen, und die deshalb auch liebetätig sind, weil das Verlangen nach Mir schon der Ausdruck ihres Liebeempfindens ist, der sich auch dem Nächsten gegenüber äußert. Diese also erfüllen Meine Gebote, und diesen übermittle Ich auch Mein Wort direkt oder indirekt. Mein Wort enthält die Lehre, die Jesus Christus auf Erden gepredigt hat, weil Er von Meinem Liebegeist durchdrungen war, denn der Mensch Jesus hatte die Vereinigung mit Mir gefunden schon auf Erden, und auf daß auch die Menschen auf der neuen Erde zu dieser restlosen Vereinigung mit Mir kommen sollen, müssen sie von der Lehre Christi unterrichtet werden, also die reine Wahrheit, die nun aus den Himmeln euch Menschen geboten wird, muß als Mein Wort mit hinübergenommen werden auf die neue Erde, wo sie in ihrer ganzen Tiefe und Weisheit erkannt wird als Botschaft aus der Höhe, als unmittelbare Belehrung Gottes. Und darum wird sie auch die Grundlehre bleiben auf lange Zeit, bis die Menschen wieder materieller geworden sind und wieder ihrerseits Verbesserungen und Änderungen vornehmen an Meinem Wort, was schon wieder der nächste Anlaß ist, von ihren Erkenntnissen abzukommen und ihren Geisteszustand zu verfinstern und Mich zu bestimmen, Mein Wort wieder zur Erde zu leiten. Doch vorerst wird es unverfälscht bleiben und Verbreitung finden. Es wird jedes Wort als Meine Gabe anerkannt werden, und die Menschen werden Mich lieben und Mir dienen, sie werden einander Liebe geben und glücklich sein auf Erden. Denn sie leben in ständiger Verbindung mit Mir und sind daher auch Licht- und Kraftempfänger, weil Meine Nähe sich so auswirken wird, daß sie kraftvoll und weise werden, wie Ich es verheißen habe .... Amen
B.D. 4055 empfangen am 3.6.1947 Vaterworte an Seine Diener auf Erden .... Alle eure Sorgen sind hinfällig, so ihr bedenket, wie nahe das Ende ist. Wer sich zur
Arbeit für das geistige Reich entschlossen hat, der soll stets daran denken, welche Aufgabe ihm zugewiesen ist und welche Willenskraft er dazu benötigt, will er diese Aufgabe restlos ausführen. Und also soll er nur immer streben, erhöhte Willenskraft in
Empfang zu nehmen, er soll sich an Mich wenden und solche anfordern, und Ich werde
sein Gebet wahrlich nicht unerhört lassen, Ich werde durch Meinen Geist in ihm wirken, Ich werde sein Denken beeinflussen, seinen Willen in die rechte Richtung lenken
und ihm so den Weg zu Mir zeigen, und er wird ihn einschlagen, weil Meine Liebe ihn
zieht .... Amen
B.D. 4056 empfangen am 5.6.1947 Zusammenarbeit für das Reich Gottes ....
In voller Eintracht sollet ihr leben und euch Meine Gebote zur Richtschnur eures Lebenswandels machen, ihr sollt jede erdenkliche Hilfeleistung ausführen, so ihr dem Mitmenschen dadurch Liebe entgegenbringet und wieder Liebe erwecket. Ihr sollt euch nicht trennen, nicht einzelne Wege gehen, sondern miteinander wandeln, wie Ich es bestimmt habe seit Ewigkeit. Je inniger ihr verbunden seid in Liebe, desto mehr öffnet ihr eure Herzen den geistigen Strömungen, weil diese nur wirken können dort, wo Liebe ist. Dann aber wird auch euer Erdenleben erfolgreich für die Seelen zurückgelegt werden, so die Liebe vorherrschend ist, denn wo Liebe ist, ist auch Meine Gegenwart gewährleistet, und Meine Gegenwart bedeutet Aufstieg zur Höhe, Seligkeit schon auf Erden und dereinst in der Ewigkeit. Lasset nicht voneinander aus eigenem Antrieb, sondern bleibet verbunden, solange Ich euch nicht trenne durch Meinen Willen. Ihr habt eine Aufgabe, die ihr erfüllen müsset, und diese erfordert Zusammenarbeit .... ihr habt eine Mission auszuführen, die von euch ganzen Einsatz fordert, und dieser Mission wegen habe Ich euch zusammengeführt, und es ist wahrlich nicht Mein Wille, daß eine Änderung von euch selbst getroffen wird, bevor Ich nicht ändernd eingreife in euer Leben, denn die Zeit muß erst erfüllt werden, und in dieser Zeit ist euer gemeinsames Wirken von größtem Segen, wenngleich ihr dies jetzt noch nicht erkennt. Doch viel zu schnell wird die Zeit da sein, von der geschrieben steht, und dann werdet ihr auch die Notwendigkeit eurer Bindung einsehen, ihr werdet euch Mir gänzlich anvertrauen und könnet dies nur im festen Glauben an Mich, den ihr noch zu größerer Stärke bringen müsset um der Mission willen, die auf euch wartet, weshalb Ich eure Schritte so lenke, daß sie vorerst euch unerklärlich sind. Noch vergeht eine kurze Spanne Zeit, und die sollet ihr nützen zu eifriger Liebetätigkeit, sowohl dem Mitmenschen gegenüber wie unter euch allein. Ihr sollt geben, was dem anderen begehrenswert dünkt, ihr sollt hilfsbereit sein und keinen Mangel an Kraft fürchten, denn Ich gebe euch diese in vermehrtem Maße, sowie die Stunde eures Wirkens für Mich gekommen ist. Und dann werdet ihr es einsehen, wie wichtig eure Zusammenarbeit ist im Dienst für das Reich Gottes. Dann werdet ihr Mich lieben mit aller Innigkeit, ihr werdet es erkennen als Mein Wirken und Walten, das nur der Erlösung des unfreien Geistigen gilt, wozu auch ihr Menschen gehöret, die Ich erretten will vor dem Untergang, bevor das Ende gekommen ist. Ihr aber sollet Mir dienen bis an das Ende .... Amen
B.D. 4057 empfangen am 7.6.1947 Wirkung der Kraft aus Gott .... Daß sich die Kraft aus Gott den Menschen mitteilt, die ihre Herzen Ihm öffnen, so sie im Geist und in der Wahrheit zu Ihm beten, ist erkennbar an dem Willen des Menschen, der sich stets mehr und mehr Gott zuwendet, das Gute anstrebt und das Böse verabscheut. Denn die Kraft aus Gott hat immer fördernde Wirkung, sie wird immer zu Gott hinführen, sie ist gewissermaßen das Anziehungsmittel, das Gott anwendet, um Seine Geschöpfe Sich Selbst wieder zuzulenken, und wer sich also von der Kraft Gottes durchströmen lässet, wer sie bewußt in Empfang nimmt, weil er sie innig begehrt, der wird auch mit Sicherheit sein Ziel erreichen, er wird den Zusammenschluß mit Gott finden, denn die ihn durchströmende Gotteskraft gestaltet sein Wesen so, daß es sich dem Wesen Gottes angleichet, zur Liebe wird und jede Kluft überbrücket, daß es sich endlich Gott völlig hingibt und so sich vereinigt mit der ewigen Liebe, die darum Kraft ungemessen den Menschen vermitteln möchte, um sie dadurch zu gewinnen für ewig. Wie aber die Kraft aus Gott sich äußert, das hängt vom Willen des Menschen ab, er kann bitten zu Gott in der Erkenntnis seiner Unzulänglichkeit, und das veranlaßt Gott, ihm beizustehen in jeder Schwäche, also kommt die Hilfeleistung für den Menschen in Form von Stärkung, die sich in erhöhter irdischer Tätigkeit sowohl als auch in vermehrtem geistigen Streben bemerkbar macht, daß der Mensch mit einer Selbstverständlichkeit den Weg geht, der nach oben führt. Er kann keinen anderen Gedanken mehr haben als den, sein Ziel zu erreichen auf Erden und Gottes Willen zu erfüllen, und sein Streben gilt Gott und läßt alles Irdische unbeachtet, soweit es nicht in seinen Pflichtenkreis gehört, in den ihn Gott Selbst gestellt hat. Gott ziehet ihn, denn Er will Seine Geschöpfe selig machen, und also ist es eine Gnade, es ist Gott Selbst, Der das Geistige im Menschen Sich zugewandt macht, vorausgesetzt, daß der Wille des Menschen Ihm das Recht einräumt, sich Seinem Willen unterstellt aus eigenem Antrieb und den göttlichen Willen jederzeit voranstellt und dies bekundet durch sein Gebet, das ihm Kraft und Gnade ungemessen einträgt .... Amen
B.D. 4058 empfangen am 7.6.1947 Schwere Lebensverhältnisse .... Völlig andere Lebensverhältnisse werden auch eine völlig andere Lebensführung
bedingen, und es werden die Menschen sich vor Aufgaben gestellt sehen, die ihnen
undurchführbar scheinen und die doch gelöst werden müssen, weil sie eine Lebensnotwendigkeit sind. Und nun werden sich die Meinen bewähren müssen, d.h., sie werden
die Kraft des Glaubens erproben und vollvertrauend Meine Hilfe erwarten müssen,
und es wird ihnen geholfen werden. Dies ist die Zeit, da die Menschen, die im tiefen
Glauben stehen, den Ungläubigen ein Zeugnis geben werden, was der gläubige Mensch
vermag, so er auf die Hilfe Gottes vertraut, so er sich Mir im tiefen Glauben überlässet
und die größte Not Mir im Gebet vorträgt. Ihnen wird geholfen werden, und das Leben
wird für sie erträglich sein, wenn auch sehr schwer. Doch ihnen gab Ich auch die Verheißung, die Ich auch nun in Erinnerung bringe: daß Ich die Tage verkürzen werde um der
Meinen willen. Und so rückt die Stunde immer näher heran, da Ich kommen werde in
den Wolken, und es wird diese Meine Wiederkunft eine wahre Erlösung bedeuten für
die Meinen, die in schwerster Bedrängnis sich befinden und Meine offensichtliche Hilfe
benötigen .... Amen
B.D. 4059 empfangen am 8.6.1947 Ruf zur Tätigkeit für das Reich Gottes in der Nacht .... Eine unvergleichlich schöne Aufgabe ist es, für das Reich Gottes tätig zu sein. Wer
dieser Aufgabe gewürdigt wird, der soll alle Kraft darauf verwenden, und keine irdische
Bindung soll ihn zurückhalten, wenn er sich von der Stimme Gottes gerufen fühlt. Und
er wird den Ruf deutlich in seinem Herzen vernehmen, dann aber darf er nicht säumen,
sondern er muß sich dem göttlichen Herrn und Meister zur Verfügung stellen, er muß
als gehorsames Kind dem Ruf des Vaters folgen, er darf sich nicht widersetzen oder nur
widerstrebend Folge leisten, sondern freudigen Herzens soll er die Arbeit verrichten,
für die er sich selbst Gott zur Verfügung gestellt hat. Er besitzt einen reichen Schatz, der
ihm vermittelt wurde, auf daß er seine Aufgabe erfüllen kann, auf daß er lehrend tätig
sein, also seinen Dienst für Gott versehen kann zum Segen der Mitmenschen, die in geistiger Not sich befinden und dringend der Hilfe bedürfen. Gott Selbst hat ihn in Seine
Schule genommen, Er hat ihn belehrt und ausgebildet als lehrende Kraft, und nun liegt
es an ihm selbst, wie er diesen Schatz verwertet, doch er muß Rechenschaft ablegen für
die kostbare Gabe, die er in Empfang nahm und sie weitergeben sollte an die Menschen,
die unwissend sind .... Amen
B.D. 4060 empfangen am 9.6.1947 Bedingungen zum Wirken des Geistes .... Aus allen Gebieten könnt ihr Wissen entgegennehmen, so ihr dies begehret und euch
durch die Stimme des Geistes belehren lasset. Bedingung aber ist, daß ihr vorerst erfüllet, was Ich von euch fordere, was euch durch Meine Diener bekanntgegeben wird .... daß ihr also Meine Liebelehre annehmet und danach handelt .... Amen
B.D. 4061 empfangen am 11.6.1947 Arbeit der Diener Gottes an den Formgläubigen .... Eure Aufgabe ist es im besonderen, einzuwirken auf die vielen Gläubigen, die sich
zur Kirche gehörig fühlen und doch nicht zu Meiner Kirche zu zählen sind, denn sie
stehen nicht mehr auf dem Fundament des Glaubens. Sie haben ihre Kirche auf Sand
gebaut, der unter ihren Füßen zerrinnen wird, so der Glaube erprobt werden soll. Sie
wähnen sich gläubig und bekennen auch mit dem Munde alles, was ihnen die Kirche zu
glauben vorschreibt. Dennoch ist keine Glaubenslehre in ihnen zur tiefsten Überzeugung geworden, keiner würden sie restlos beistimmen können, so sie ernstlich dazu
Stellung nehmen müßten. Und dieser Formglaube, der nur angenommen wurde und
nicht fallengelassen wird der Außenwelt wegen, ist fast noch schlimmer als der
Unglaube, denn einem ungläubigen Menschen gegenüber kann in Form von Debatten,
sogar in strittiger Weise, Aufschluß gegeben werden, während bei dem ersteren wenig
Gelegenheit ist, ihn zu belehren, weil er wieder nur mit dem Munde sich zu allem
bekennt und doch weit davon entfernt ist, überzeugter Vertreter dessen zu sein, was er
mit dem Munde bekennet. Und er wird zu jenen gehören, die abfallen, so der Glaubensentscheid von ihm gefordert wird. Denn nun erst nimmt er Stellung zu den strittigen
Fragen und wird keine Kenntnis haben und folglich auch nicht die Bedeutung und den
Wert des rechten Glaubens erkennen und völlig unwissend hingeben das Wertvollste,
den Glauben an Mich als Schöpfer des Himmels und der Erde, den Glauben an Jesus
Christus als Erlöser der Welt und den Glauben an ein Fortleben nach dem Tode, der ihn
dazu veranlassen würde, sein Leben auf der Erde der Verantwortung entsprechend zu
führen, die er Mir als Vater und Richter von Ewigkeit schuldig ist. Sie werden aber keine
Gnade finden vor Meinen Augen, denn die Gelegenheit wird ihnen des öfteren geboten,
einzudringen in Glaubenswahrheiten und sich selbst einen lebendigen Glauben anzueignen, doch sie nehmen keine Belehrung an und treten auch nicht mit Gegenansichten
an die Öffentlichkeit, sondern sie lassen nur immer den Mitmenschen im Glauben,
selbst zu der Kirche zu gehören, die Ich als Mensch auf Erden gegründet habe. Ich faßte
die gläubige Gemeinde in dem Wort „Meine Kirche“ zusammen und werde immer nur
die Menschen zu Meiner Kirche gehörig betrachten, die einen lebendigen Glauben ihr
eigen nennen, denn Meine Kirche ist keine weltliche Organisation, sie ist nicht nach
außen hin erkenntlich gemacht, sondern sie ist lediglich der Zusammenschluß gläubiger Menschen auf Erden, es ist Meine Gemeinde, die zwar klein, aber Mir überaus lieb
ist. Die Formgläubigen aber stehen außerhalb Meines Liebestromkreises, können aber
jederzeit angegliedert werden an Meine Gemeinde, so daß, was sie glauben zu sein,
Wirklichkeit geworden ist, so sie den lebendigen Glauben besitzen und in seinem Besitz
selig sind. Und es ist dies ein Zeichen des lebendigen Glaubens, daß sie mit Freuden
reden über göttliche Dinge, daß sie geistige Gespräche suchen und voll Eifer führen und
daß sie Aufklärung geben, wo die Mitmenschen im Dunklen tappen. Denn wer einmal
Meiner Kirche angehört, der weiß auch Meine Schätze zu würdigen, er weiß um die
Bedeutung der Zeit und um das nahe Ende. Er wird Meiner Kirche treu bleiben, denn
für ihn gibt es auf Erden nichts mehr, was begehrenswert wäre. Der lebendige Glaube
hat ihm dieses Wissen erschlossen, und er weiß auch um die erschreckende Auswirkung des Formglaubens, um das Los der Seele im Jenseits, und er wird auch alles dazu
beitragen, sie aufmerksam zu machen auf die Gefahr, in der sie schweben; er wird versuchen, es ihnen verständlich zu machen, auf daß sie noch in letzter Stunde zum lebendigen Glauben gelangen können. Doch ob es Erfolg hat, ist lediglich vom Willen es
Menschen abhängig, dessen Freiheit nicht beschnitten wird, soll die Seele sich aufwärtsentwickeln. Und doch ist es eure Aufgabe, soweit als möglich auf die Formgläubigen einzuwirken, schweben sie doch in größter Gefahr, und daher sind sie hilfsbedürftig, weil ihnen die Erkenntnis mangelt, und wo Hilfe nötig ist, soll sie geleistet werden,
auf daß niemand sagen kann, an ihm seien die Gnaden der göttlichen Barmherzigkeit
vorübergegangen .... Amen
B.D. 4062 empfangen am 13.u.14.6.1947 Hölle .... Solange das Geistige in der festen Form gebunden ist, kann von gerichteter Materie
gesprochen werden, von der Seele, die sich im Gericht befindet, denn sie ist gebannt
durch Beschluß Dessen, von Dem sie als Kraft einst ausgegangen ist. Gerichtete Materie ist sonach alles, was in unendlich langen Zeiträumen noch keine wesentliche Veränderung oder Auflösung erfahren hat, was also gewissermaßen noch kein Leben verrät, denn das darin gebundene Geistige ist völlig kraftlos und leidet entsetzliche Qualen, weil es sich nicht selbst befreien kann. Und es ist dies ein erbarmungswürdiger
Zustand, es ist ein Zustand, der mit Hölle bezeichnet werden kann, der für das Wesen
zur Ewigkeit wird und sich erst dann bessert, wenn das Wesen dem Licht zustrebt, d.h.,
wenn eine ihm angebotene Unterstützung nicht mehr abgelehnt wird. (14.6.1947) Es ist
die Umgebung, die das Wesen unsagbar quält, denn es befindet sich in tiefster Dunkelheit. Die Materie hält es gefangen .... es ist gefesselt und verharrt desto länger im Widerstand gegen Gott und wird immer kraftloser, denn die Liebekraft Gottes mangelt dem
Wesen, das sich fern von Ihm hält, und mangelnde Liebekraft Gottes wirkt sich aus in
ständiger Verhärtung, und so wird die Kerkerhaft des Geistigen nicht erträglicher mit
der Länge der Zeit, sondern eher verschärft, soll das Wesen doch wieder zurückfinden
zu Gott, von Dem es sich in freiem Willen entfernt hat, obwohl ihm die Möglichkeit
geboten war, sich Ihm zu nähern. Dieser Zustand des Verhärtens der Materie tritt ein,
wenn Gott dem Geistigen Seine Liebekraft entzieht, und da das Wesen nun einmal
Kraft aus Gott zum Ursprung hat, alles Göttliche selig ist, Unseligkeit aber ein Zustand
der Pein, so kann also die Gottferne als Hölle angesehen werden, denn es widerspricht
gänzlich dem Urzustand und der Bestimmung des von Gott ausgegangenen Wesenhaften, obgleich ihm auch in der weitesten Entfernung von Gott das Bewußtsein seines
Ichs fehlt, aber doch jegliche Qual empfindet. Doch die Erkenntnis mangelt ihm, denn
diese ist die unausbleibliche Folge der Gottferne, in welcher das Wesenhafte steht. Folglich ist auch eine Änderung seines Zustandes, eine Verbesserung seiner Lage eine Frage
endlos langer Zeit. Es ist eine Ewigkeit für das gebundene Geistige, und es würde niemals eine Änderung eintreten, so das Wesen allein sie bewirken sollte durch seinen Willen, denn dieser ist bis aufs äußerste geschwächt und erfährt keinen Auftrieb, wenn ihm
nicht von seiten der göttlichen Barmherzigkeit Hilfe geboten wird. Und dieses
geschieht unweigerlich, doch welche Zeiten Gott benötigt, um das Ihm widersetzliche
Geistige zur Aufgabe seines Widerstandes zu bestimmen, das ist von den Menschen auf
dieser Erde nicht zu ermessen, doch gänzlich fallen lässet Gottes Barmherzigkeit keines
Seiner Geschöpfe, denn sie sind aus Seiner Liebe hervorgegangen, und die Liebe Gottes
höret nimmer auf. Materielle Schöpfungen sind ein ständiger Beweis der Liebe Gottes,
sie sind ein Ausdruck Seiner tiefsten Erbarmung und aber auch ein Zeugnis Seiner
Gerechtigkeit, sowie die große Schuld einer Versündigung gegen Gott eine Strafe erfordert, ein Abbüßen der Sündenschuld. Und wieder findet der Begriff „ewige Zeiten“
seine Anwendung, denn ein Mensch kann während seiner Lebensdauer keine Vergehen
oder Auflösung oder Veränderung gewisser Schöpfungen feststellen, und diese sind es,
die das zur Hölle verdammte Geistige in sich bergen. Und doch kommt einmal auch für
das härteste materielle Schöpfungswerk der Zeitpunkt des Berstens, der das in ihm
gebundene geistige Wesen frei gibt .... Amen
B.D. 4063 empfangen am 15.6.1947 Macht und Herrlichkeit Gottes .... Groß ist die Macht und Herrlichkeit Gottes, unendlich tief Seine Liebe, unübertroffen Seine Weisheit, und Seiner Vortrefflichkeit kommt nichts gleich, weder im Himmel
noch auf Erden. Und dennoch steht Er in engster Fühlungnahme mit dem kleinen, ob
seiner Unvollkommenheit unbedeutenden Geschöpf, dem Menschen. Der Mensch ist
ein Teil von Ihm, und um dieses Teilchens willen lässet Er ihn nicht verlorengehen, Er
streckt Seine Arme nach ihm aus, um alles, was Ihm zugewandten Sinnes ist, an Sein
Herz zu ziehen und es auf ewig selig zu machen. Er steigt in die tiefste Tiefe, um das von
Ihm Abgefallene, in die Tiefe Gesunkene emporzuheben, um es in einen Zustand zu
versetzen, der das Verweilen des Geschöpfes in Seiner Nähe zuläßt. Er kommt dem
Schwachen, Hilflosen entgegen und unterstützet es mit Seiner Kraft .... Amen
B.D. 4064 empfangen am 17.6.1947 Tätigkeit der Lichtwesen .... Überaus umfangreiches Wissen vermitteln die Lichtwesen im Willen Gottes den
Menschen auf Erden, so diese annahmebereit sind. Doch letzteres ist Voraussetzung,
ansonsten der Vorgang der Übermittlung aus dem geistigen Reich nicht stattfinden
kann. Denn das Wissen, von Gottes großer Liebe dargeboten, würde ohne den Willen
zur Annahme Glauben-zwingend auf die Menschen wirken, so ihnen mit dem Wissen
auch die Erkenntniskraft gegeben würde, die für den annahmebereiten Menschen erst
der Schlüssel zur Weisheit ist, die er aber stets mit dem Wissen empfängt, so er durch
göttlichen Willen mit geistigen Gaben bedacht wird. Dann aber ist er unnennbar reich
schon auf Erden, denn er besitzt etwas Unvergängliches, etwas, das Ewigkeitswert
hat .... er besitzt ein Wissen, das der Wahrheit entspricht und das ihm nimmermehr
genommen werden kann, denn es erfüllt ihn ganz und gar, es ist von Herz und Verstand
aufgenommen und kann ständig vermehrt werden, weil dem Menschen von Gott aus
keine Grenzen gesetzt sind. Und doch stehen nur sehr wenige Menschen in diesem Wissen, nur sehr selten können die Lichtwesen geistiges Wissen zur Erde leiten, nur sehr
selten sind wissenshungrige Menschen Gott-verbunden, daß Sein Wille diese würdigt,
geistiges Gut zu empfangen, nur selten findet daher die reine Wahrheit Eingang bei
ihnen, und die Finsternis auf der Erde beschattet das Licht, wenn sie es auch niemals
zum Erlöschen bringen wird. Doch einem Gesetz muß sich alles beugen, im Himmel
und auf Erden .... der Unantastbarkeit des freien Willens .... Amen
B.D. 4065 empfangen am 18.6.1947 Lebensweg vorgeschrieben - Jeder Weg ist euch vorgeschrieben, und wenn ihr gleich glaubet, ihn selbst zu wählen. Ihr bestimmt zwar scheinbar selbst euren Lebensweg, ihr könnet ihn euch zuzeiten gestalten eurem Willen gemäß, doch Ich weiß von Ewigkeit um diesen Willen und habe ihm Rechnung getragen, und also ist euer Schicksal dem Willen entsprechend, d.h., euer Leben wickelt sich so ab, daß der Wille sich Mir zuwenden kann und überreich Gelegenheit hat, sich zu Mir zu bekennen. Wie er sich aber entscheidet, ist eure ureigene Angelegenheit, und Ich zwinge ihn nicht, ansonsten ihr Menschen nicht erst den Lebensweg zu gehen brauchtet, wollte Ich Mir vollkommene Wesen durch Zwang schaffen. Ich habe nur das Ziel, dem Geistigen zur höchstmöglichen Seelenreife zu verhelfen auf Erden, stoße jedoch allseitig auf Widerstand. Doch an ihrem Lebenslauf können die Menschen nichts ändern und müssen daher sich ergeben in alles fügen, wollen sie seelischen Vorteil erringen. Jedes Auflehnen dagegen, jedes Klagen und Murren verringert euren seelischen Erfolg, denn es bezeugt Mir-noch-abgewandten Willen oder höchst schwache Erkenntnis Dessen, Der euch das Leben gab. Denn so ihr Mich als die ewige Liebe erkennen würdet, müßtet ihr auch wissen, daß Ich euch nicht leiden lasse, wenn es nicht für euer Seelenheil nötig ist. Und darum sollet ihr leiden und dulden und Mir euer Erdenleben anheimstellen und sorglos jeden Tag dahingehen, nur Mich nicht ausschalten aus eurem Denken, dann übernehme Ich die Führung, und euer Leben wird wahrlich kein Leerlauf sein, ihr werdet Mir auch die schweren Stunden und Tage einst danken, denn sie tragen eurer Seele mehr Vorteil ein als ruhige, sorglose Tage. Und Ich weiß darum, Ich weiß um den Grad der Reife eurer Seele, Ich weiß um euren Willen, um eure Schwächen und euren Glauben, und Ich lasse alles so über euch kommen, daß kein Tag vergeblich gelebt zu werden braucht, daß ihr ausreifen könnet in kurzer Zeit und euer Ziel erreichen noch auf Erden .... Amen
B.D. 4066 empfangen am 19.6.1947 Ende einer Epoche
Der Erdengang, den die Seele zurücklegen muß, ist nur einmalig während einer
Erlösungsperiode, d.h., daß die Seele sich aufwärtsentwickelt aus der festesten Materie
bis in das Stadium als Mensch .... daß sie sich in dieser Entwicklungszeit immer auf der
Erde, d.h. in irdischen Schöpfungen, aufhält. Doch mit dem Ende des menschlichen
Daseins beschließt die Seele auch diesen irdischen Entwicklungsgang und geht dann in
das geistige Reich ein, unabhängig von ihrem Reifezustand. Denn das geistige Reich
nimmt vollkommene und auch unvollkommene Wesen auf, nur daß die Sphären gänzlich verschieden sind, es also Lichtsphären gibt und auch ständige ewige Finsternis, daß
nun die Seelen ebenfalls reifen können, die in den dunklen Sphären weilen, dies nur
unendlich viel mehr Zeit bedingt, weil den Wesen im Unvollkommenheitszustand die
Kraft mangelt. Und es besteht die große Gefahr, daß sie durch ihre Willensschwäche
noch tiefer absinken, weil die finsteren Kräfte auf sie einwirken und sie herabzuziehen
suchen in die Finsternis. Doch dann ist es ihre eigene Schuld, denn Hilfsmöglichkeiten
hat sie durch die Liebe und Gnade Gottes, so daß sie ebensogut zur Höhe streben kann.
Die Wesen des Lichtes stehen ihr bei und lassen auch ihre Strahlen in die Dunkelheit
leuchten, um in den Seelen das Verlangen nach Licht zu wecken, womit denn der Aufstieg beginnt. Also gibt es im Jenseits, im geistigen Reich, immer noch die Möglichkeit,
aus dem Unvollkommenheitszustand in den Vollkommenheitszustand zu treten und
die versäumte Entwicklung auf Erden fortzusetzen im geistigen Reich .... Amen
B.D. 4067a empfangen am 21.-23.6.1947 Elektronen .... Kräfte, die sich in der Natur entfalten, können angesehen werden als eine Auswirkung der ewigen Schöpferkraft, als eine Folgeerscheinung, die jedem Menschen verständlich ist, der sich gedanklich damit befaßt. Es wird der Kraftstrom Gottes in die Unendlichkeit geleitet, und diese Kraft muß irgendwie in Erscheinung treten, ansonsten sie nicht als Kraft erkennbar wäre. Sie muß Dinge entstehen lassen oder in Bewegung setzen, sie muß Leben erzeugen. Es ist diese Kraftentfaltung also ein Beleben alles dessen, was aus der Hand Gottes hervorgegangen ist und wieder den Zustand erreichen soll, in dem es uranfänglich sich befand .... wo es schaffend und gestaltend tätig war. Also müssen durch das immerwährende Ausströmen von Gottes Kraft auch immerwährend Schöpfungswerke entstehen, wie auch in diesen eine ständige Tätigkeit erkennbar sein muß. Diese Tätigkeit ist gewissermaßen das Leben des in den Schöpfungswerken verkörperten Geistigen, das, so es dem bloßen Auge erkennbar ist, das Schöpfungswerk in die Kategorie der Lebewesen einreiht. Es gibt aber auch winzige und winzigste Lebewesen, die das menschliche Auge nicht erkennen kann und die, so das Auge auch außergewöhnlich geschärft wäre, deshalb nicht zu erkennen sind, weil sie sich mit solcher Geschwindigkeit bewegen, daß sie nicht verfolgt werden können. Sie sind aber von unvorstellbarer Kraft und bilden gewissermaßen den Kern der gesamten Schöpfung, soweit diese als Materie dem Menschen ersichtlich ist. Sie bilden den Grundstoff, die erste Verformung der von Gott ausgehenden Kraft, es sind verdichtete Ausstrahlungen Gottes, lebendige Gebilde in unzähliger Vielheit, die im Zusammenschluß wohl als Materie sichtbar sind, die aber diesen Zusammenschluß noch nicht eingegangen sind und die deshalb in äußerster Geschwindigkeit sich bewegen, weil sie sich suchen und zueinander drängen. Es sind dies also geistige Substanzen von unvergleichlicher Stärke, die ungebunden und frei umherschwirren und so lange keine Form annehmen können, bis sie zueinander gefunden haben und sich nun stets mehr und mehr verdichten. (23.6.1947) Von Gott ausgehende Kraft ist an sich nicht teilbar, dennoch sind ihre Auswirkungen Einzelschöpfungen, die wieder jede für sich in unzählige substanzielle Teilchen zerfallen, würden sie zergliedert werden bis ins (Kleinste) Feinste. Und diese winzigen Substanzen sind in ständiger Bewegung, also können sie nichts Gebundenes sein, das kraftlos auf Hilfe angewiesen ist. Dazu wird es erst, wenn in unendlicher langer Zeit eine Vergeistigung dieser Substanzen stattfindet, d.h., wenn sie zu Trägern von geistigen Wesenheiten bestimmt sind, was erst eintritt, wenn sich nach Zusammenschluß Formen gebildet haben, wenn auch noch so kleinsten Ausmaßes. Es verdichtet sich also dann Kraft aus Gott zur Form, und dies ist die Entstehung der Materie, die wohl undenklich lange Zeit zur Entstehung benötigt, ehe sie dem menschlichen Auge sichtbar wird. Jede Form nimmt Geistiges auf, das sich zur Höhe entwickeln soll. Sowie also der Mensch kleine und kleinste Teilchen durch Forschung feststellen kann, sind sie auch schon belebt, ansonsten sie nicht substanziell bewiesen werden könnten. Und das diese Elektronen belebende Geistige ist das den Entwicklungsgang auf Erden beginnende unvollkommene Geistige, das in der Form gebunden wird. Es gibt keine gewaltigere Entdeckung während des Erdenlebens als die Feststellung, daß in der unendlichsten Verkleinerung der Anfang der gewaltigen Schöpfung zu finden ist, daß sich jegliches Schöpfungswerk also bis ins Unendlichste zerkleinern ließe, sofern mit Gottes Hilfe dieser Plan ins Werk gesetzt würde. Doch Menschen mit nur Verstandesdenken versteigen sich da in ein Gebiet, das sie niemals gänzlich beherrschen werden. Und es wird dieses Rätsel auch nicht mehr gelöst werden, solange die Erde noch steht .... Amen
B.D. 4067b empfangen am 23.u.24.6.1947 Elektronen .... Und dennoch wird dem wissenshungrigen Menschen Aufschluß gegeben, so er sich
bittend an Gott wendet, denn Gott enthält dem Menschen auf Erden nichts vor an Wissen, wenngleich es Gebiete berührt, die fernab vom geistigen Wissen liegen. (24.6.1947)
Es darf nicht verkannt werden, daß Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, Sich
Selbst Seinen Geschöpfen zuneigt, um sie in der Wahrheit zu belehren, sowie es sich um
geistiges Wissen handelt. Weltliches Wissen jedoch wird auch von Gott unterstützt,
solange der Mensch auch in irdischer Tätigkeit mit Gott verbunden ist, d.h. auch seine
irdische Arbeit dem Segen Gottes unterstellt und somit das Zugehörigkeitsgefühl zu
Gott bezeugt. Dann kann er jederzeit an Gott seine Fragen richten, und sie werden ihm
beantwortet werden. Anders dagegen ist es, wenn der Mensch seine Wißbegierde
befriedigen will, um seine irdischen Kenntnisse zu erweitern, also geistiges Wissen
nicht in Frage kommt. Dann wird Gott es ihm selbst überlassen, wie weit er eindringt in
die Wahrheit, sofern er rein verstandesmäßig sie zu ergründen sucht. Doch Grenzen
sind ihm dann stets gesetzt, denn Gott allein öffnet ihm diese, weil Er nicht übergangen
werden will im Erforschen der Dinge, die Gott den Menschen scheinbar verborgen hält.
Geistige Fragen aber löset Er jederzeit, und desto verständlicher, je reifer die Seele dessen ist, der Aufklärung sucht: .... Amen
B.D. 4068 empfangen am 24.6.1947 Gottes Fürsorge um Seine Diener .... Ihr, die ihr Mein Wort verbreiten sollet, euch werde Ich nicht in Not des Leibes und
der Seele lassen, auf daß ihr sorglos und ruhig eures Amtes walten könnet, auf daß ihr
nicht unfähig werdet, für Mich und Mein Reich tätig zu sein. Ihr könnet nur reden, so
ihr selbst voll innerlichen Gleichmutes seid, so ihr euch gewissermaßen frei bewegen
könnet im Denken und Handeln, ohne den Druck irdischer Nöte zu sehr zu spüren,
denn eure Mission ist eine zu wichtige, als daß Ich sie gefährden lasse, indem Ich euch
irdische Belastungen auferlege, die euch zu sehr ablenken von eurer geistigen Tätigkeit.
Ich überlasse euch nicht mehr der Welt und ihren Versuchungen, wie Ich euch aber
andererseits alles gewähre, was dazu beiträgt, euch heiteren Mutes zu machen, auf daß
ihr gern und freudig und nicht mühselig und bedrückt für Mich arbeitet. Denn heitere
Ruhe wird auch zum Erfolg beitragen, weil das Wort für Mich sprechen soll und ihr
selbst, so ihr durchdrungen seid von Meinem Wort, heiteren Blickes auch das Wort weitergeben könnet und mehr Erfolg haben werdet an den Seelen eurer Mitmenschen.
Darum gewähre Ich euch, was euch nicht zum Schaden gereichet für eure Seele .... Amen
B.D. 4069 empfangen am 25.6.1947 Anzweifeln der Existenz Gottes in der Endzeit .... Es gehört eine außergewöhnliche Verstandesschärfe dazu, wissenschaftlich den
Beweis zu erbringen, daß die Existenz Gottes anzuzweifeln oder abzuleugnen ist. Und
es wird dieser Versuch gemacht werden, auf wissenschaftlichem Wege das größte Problem zu lösen .... die Frage: Gibt es einen Gott? .... Keine Frage ist wichtiger, und so sie ernsthaft gestellt wird von suchenden Menschen,
bin Ich bereit, Aufklärung zu geben, und der Suchende wird wahrlich zufrieden sein
mit der Erkenntnis, die ihm zugeht und die er nun auch überzeugt vertritt. So aber die
Frage nicht von suchenden, sondern von besser-wissen-wollenden Menschen aufgeworfen wird, die nur die Antwort gelten lassen wollen, die ihnen bequem ist, und die
nicht den Beweis erbringen wollen, daß Ich bin, sondern daß Ich nicht bin, werden sie
niemals zu wahrheitsgemäßem Resultat kommen, trotz vieler scheinbar stichhaltiger
Beweise. Sie gehören schon der Gegenmacht an, die sich selbst auf den Thron schwingen und Mich verdrängen will .... Amen
B.D. 4070 empfangen am 26.4.1947 Liebe .... Unendlich tief ist Meine Liebe zu euch Menschen, und euer Erdenleben soll euch
Beweis sein dafür, denn Ich gebe es euch, um auch eure Liebe zu gewinnen, die ihr Mir
verweigert habt, weil ihr Mich nicht erkanntet. Ich werbe um eure Liebe so lange, bis ihr
euch Mir selbst darbietet, bis ihr Mein geworden seid für ewig .... Und so ihr Menschen auf Erden Liebe empfindet, so werdet ihr nicht eher ruhen, bis der
Gegenstand eurer Liebe in eurem Besitz ist, und dann werdet ihr glücklich sein. Und ihr
könnet nur ganz schwach empfinden, weil ihr die Fülle der Liebe nicht ertragen könntet, die Ich euch zu geben bereit bin und die Mich bestimmt, immer wieder euch entgegenzutreten, auf daß ihr Mich erkennen sollet und Ich eure Liebe gewinne. Und
darum werde Ich niemals etwas verurteilen, was die Liebe zur Ursache hat, denn so ihr
im Herzen das heiligste Gefühl traget, wenn ihr reine Liebe empfindet, so ist das schon
ein Angleichen an Mein Wesen, es ist ein Zeichen, daß ihr den Funken göttlicher Liebe
entzündet habt, der euer Urwesen war, denn aus Meiner Liebekraft seid ihr hervorgegangen. Was sonach in Liebe sich zusammenschließt, hat Meinen Segen, denn es
kann nicht verunreinigen, weil die Liebe rein und edel ist, solange der Wille, nicht zu
sündigen, im Menschen vorspricht. Habet ihr aber Bedenken, könnet ihr das Rechte
nicht vom Unrechten unterscheiden, so fraget Mich, und Ich will euch antworten. Und
wieder sage Ich euch: Pfleget die Liebe .... Amen
B.D. 4071 empfangen am 27.6.1947 Ermahnung zum Versenken in Gottes Wort .... Vertrauet auf Meine Kraft, so ihr euch schwach fühlt, und jegliche Schwäche wird
von euch abfallen .... Amen
B.D. 4072 empfangen am 28.6.1947 Geistige Wiedergeburt .... Die geistige Wiedergeburt zu erleben soll euer Ziel und euer Verlangen sein, dann
tretet ihr auch in Verband mit Mir, und euer Aufstieg ist euch gesichert. Ihr seid in das
Fleisch geboren, und in euch schlummert der Funke, der Mein Anteil ist, aber dieser
Geistesfunke hat noch nicht das Leben, wenngleich ihr lebet auf Erden, ihr müsset ihm
erst das Leben geben, also muß der Geist in euch seine Geburt erleben, und dies ist
allein euer Werk. Es ist eure Aufgabe, von deren Erfüllung euer Leben in der Ewigkeit
abhängt. Wiedergeboren zu sein im Geist heißt also, ganz unabhängig vom körperlichen Leben dem Geist in euch die Möglichkeit zu geben, in euer Leben zu treten, also
gleichsam Anteil zu nehmen an allem, was ihr denkt, redet und handelt. Der Geist in
euch, der Mein Anteil ist, will mitbestimmend sein in eurem Erdenleben, er will euch
beraten, führen und belehren, er will sich Gehör verschaffen und die Seele zu sich hinüberziehen und also euch helfen, die Vereinigung mit Mir zu finden, auf daß ihr selig
werdet. Wie aber erwecket ihr den Geist in euch zum Leben? Indem ihr den Willen Dessen tut, Der euch das Leben gab und Der den Geistesfunken in euch gelegt hat, um
durch ihn die Verbindung herzustellen mit euch, die ihr Mir noch fernsteht und doch
den Zusammenschluß mit Mir finden sollet noch auf Erden. Und Mein Wille ist, daß ihr
Meine Gebote haltet, daß ihr Mich liebet über alles und den Nächsten wie euch selbst.
Dann wird die Wiedergeburt des Geistes sehr schnell stattfinden, und er wird wirken
können in euch .... Amen
B.D. 4073 empfangen am 30.6.1947 Lichterscheinung am Himmel .... Achtsam sollet ihr sein auf die Erscheinungen der Endzeit. Und so werden euch bald Veränderungen in der Natur auffallen, ihr werdet ein sonderbares Kräftespiel beobachten können, eine Erscheinung, die euch zu denken geben muß, so ihr sie betrachtet in der rechten Einstellung zu Mir, dem Schöpfer, Der auch diese Erscheinungen stattfinden lässet, um die Aufmerksamkeit aller Menschen auf Sich zu lenken. Und es wird euch auffallen, wie wenige Menschen die rechte Einstellung zu Mir haben, wie sie sich alles irdisch zu erklären suchen und auch von außergewöhnlichen Erscheinungen nicht sehr beeindruckt sind. Es wird dies eine Lichterscheinung sein, die sich am Tage zeigen wird, die ohne vorherige Anzeichen am Himmel sichtbar werden wird und keine andere Deutung zuläßt als einen Hinweis auf das Erlösungswerk Christi, denn sie ist in der Form eines Kreuzes mit unverkennbarem Antlitz des Erlösers. Und es wird diese Lichterscheinung Anlaß geben zu vielen Debatten, und dann sollen Meine Diener sich vorbereiten, denn es ist diese Erscheinung die Einleitung, sie ist gewissermaßen für alle Menschen bestimmt, denn sie kann von allen Menschen gesehen werden. Doch wie verschieden wird sie betrachtet, und wie wenig Verständnis bringt man ihr entgegen .... Ich lasse ein sichtbares Zeichen am Himmel erstehen und finde dennoch zu wenig Aufmerksamkeit, Ich führe ihnen das Erlösungswerk vor Augen, auf daß sie glauben an Jesus Christus und selig werden, doch der Glaube an Ihn ist schon so gut wie verlorengegangen und wird auch durch diese Lichterscheinung nicht mehr gefunden oder verstärkt. Denn die Menschen sind allzu weltlich gesinnt und wollen nicht glauben, weil sie jegliche Verantwortung von sich abwälzen möchten, dies aber nicht könnten, so sie an Jesus Christus glauben würden. Und so wird auch die Lichterscheinung wieder nur für wenige Menschen ein Zeichen des Himmels, ein Zeichen der Endzeit sein. Der meisten aber bemächtigt sich wohl eine innere Unruhe, doch nur für kurze Zeit, um dann einer gespannten Aufmerksamkeit zu weichen, die aber nur der Erscheinung an sich gilt. Daß das nahe Ende damit zusammenhängt, glauben sie nicht, und sie verspotten nur die Gläubigen, die diese Voraussagen eines nahen Endes den Mitmenschen kundtun, um sie zu veranlassen, sich auf das Ende vorzubereiten. Sie werden wenig Glauben finden und dürfen doch nicht nachlassen in ihrer Arbeit für Mein Reich, denn solche Gelegenheiten sind eine besondere Gnade für die Menschen auf Erden, daß sie sich besinnen und den Gedanken in Erwähnung ziehen, daß übernatürliche Kräfte einwirken wollen auf die Menschen durch Naturerscheinungen außergewöhnlicher Art, daß die Erscheinung von Mir gewollt ist, um die Menschen hinzulenken auf das Ende. Es wird die Wissenschaft eine Erklärung geben und diese auch angenommen werden, doch wer geistig strebt, der wird Mich erkennen darin, und er wird jubeln und frohlocken ob des nahen Endes, denn die Welt bietet ihm nichts mehr, sein Herz aber ist voller Hoffnung auf das Leben nach dem Tode, und er sehnet sich die letzte Stunde herbei, die ihm auch Erlösung bringen wird aus irdischer Not, wie Ich es verheißen habe, daß Ich kommen werde in den Wolken, die Meinen heimzuholen in Mein Reich. Er weiß, daß dann auch die Stunde gekommen ist, wenn die irdische Not anwächst und keine irdische Hilfe mehr zu erwarten ist. Dann verkürze Ich die Tage, auf daß die Meinen Mir treu bleiben und standhalten bis zum Ende .... Amen
B.D. 4074 empfangen am 30.6.u.1.7.1947 Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft .... Der Begriff Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft scheidet im Reich der reinen Geister aus, d.h., so der Grad der Vollkommenheit erreicht ist, ist der Begriff für die Seele hinfällig, es ist gewissermaßen alles in der Ewigkeit zeitlos. So kann die Seele rückschauend alles wieder erleben, sie wird nicht den Eindruck haben, in der Vergangenheit zu stehen, sondern als Geist entschwindet ihr der Begriff für die Zeit, (1.7.1947) denn Zeit und Raum ist etwas Abgegrenztes und daher vom Unvollkommenheitszustand nicht zu trennen. Etwas Begrenztes kann aber nicht im Vollkommenheitszustand Begleit-Erscheinung sein, denn für diesen Zustand gibt es keine Begrenzung. Und daher muß dann auch der Zeit- und Raumbegriff wegfallen, weil er immer eine Begrenzung in sich schließt. Es kann aber der Mensch sich keine Vorstellung machen, doch es muß ihm verständlich gemacht werden, weil dies viel zur Erklärung mysteriöser Erscheinungen beiträgt, die der Mensch sonst nicht zu glauben vermag. Es können reife Menschen, auch einer Mission wegen, Visionen haben, die weit in die Vergangenheit zurückgreifen und doch lebensnahe wiedergegeben werden, ohne jemals eine Verbindung mit der Vorzeit gehabt zu haben. Und dann kann nur die Erklärung angewandt werden, daß der Reifegrad jenes Menschen ihn zum Schauen vergangener Erlebnisse befähigt, daß er sich also dann loslöst von der Erde, seine Seele mit dem Geist in ihr in Sphären des Lichtes weilt und dort rückschauend die herrlichsten Erlebnisse hat und wiedergeben kann, soweit dies dem Menschen durch Gottes Willen zuträglich ist. Dann lebt also die Seele gewissermaßen noch auf der Erde, ist aber schon ein Anwärter des geistigen Reiches, nur daß seine Seele immer wieder zur Erde zurückkehrt, um die Eindrücke aus dem geistigem Reich auch auf Erden wiedergeben zu können, um den Glauben der Mitmenschen zu erwecken oder zu beleben. Es ist dies eine Mission, die gleichfalls eine Reife erfordert, will der Mensch Gott dienen und seine Erfahrungen weiterleiten, um die Mitmenschen anzuspornen zu reger Seelenarbeit, zum Erreichen des Vollkommenheitszustandes auf Erden. Denn die Menschen brauchen überzeugungstreue Hinweise, Belehrungen und auch Tadel, so sie es zu lau nehmen. Die Menschen brauchen von Zeit zu Zeit außergewöhnliche Erscheinungen, die sie zum Denken anregen, und so sie letzteres tun, sollen sie auch wahrheitsgemäß Aufklärung bekommen, so ihnen daran gelegen ist. Das Rückversetzen in die Vergangenheit ist aber nur in einem hohen Reifegrade möglich, und ist dies ein sicheres Zeichen der Vollkommenheit, die schon zum Eintritt in Lichtsphären berechtigt, und es weilt eine solcher Mensch nur noch seiner Mission wegen auf der Erde, ansonsten das Vermitteln der vergangenen Erlebnisse nicht ohne Glaubenszwang vonstatten gehen müßte, was aber laut Gottes Willen unterbleiben muß. Daher spielen sich auch so offensichtliche Beweise göttlichen Wirkens oft in aller Natürlichkeit ab, nur immer jenes Problem offen lassend, wie der Mensch zu solchen Kenntnissen kommt, wenn der Begriff geistigen Schauens ihm noch nicht verständlich ist. Immer nur ist geistig Aufklärung zu geben, und der Begriff der Raum- und Zeitlosigkeit wird auch dann erst verstanden werden können, so der Mensch durch eigenes Streben gleichfalls einen höheren Reifegrad erlangt hat, der ihm geistiges Wissen einträgt. Dann wird ihm auch die Aufklärung über mysteriöse Erscheinungen verständlich sein und nur seinen Glauben vertiefen .... Amen
B.D. 4075 empfangen am 1.7.1947 Gottes Ruf zur Tätigkeit .... Meiner Stimme sollet ihr Folge leisten, so der Ruf an euch ergehen wird, Mir zu dienen und also eure Mission zu erfüllen. Ihr werdet es deutlich im Herzen spüren, und
jede Unklarheit wird ausschalten, ihr werdet euch auch innerlich gedrängt fühlen, für
Mich tätig zu sein, und dann sollet ihr ohne Zögern diesem Drängen nachkommen,
euch Mir bedingungslos hingeben, euch Meiner Führung überlassen. Und ihr werdet
nun tun, wie es euch das Herz eingibt, denn durch dieses gebe Ich Selbst Mich kund.
Wie klare Gedanken werdet ihr Meinen Ruf vernehmen und nicht wissen, ob Ich die
Worte ausgesprochen habe, die in euch widerhallen. Und Mein Ruf wird euch froh und
glücklich machen, und gern gebet ihr alles auf, um Mir Folge zu leisten. Dann wird zwar
die Welt mit ihren Anforderungen an euch herantreten, doch auch diese werdet ihr mit
Meiner Unterstützung erfüllen können, doch immer wird die Arbeit für Mich und
Mein Reich eure Hauptarbeit sein, die ihr jeder Tätigkeit voranstellt, und so wird auch
diese gesegnet sein und euch nicht zurückhalten von der geistigen Arbeit. Und das ist
eure Aufgabe, daß ihr redet, wo ihr nur immer Gelegenheit habt, denn ihr könnet viel
geben, weil ihr viel besitzet, ihr könnet lehren, weil ihr wissend seid, und ihr könnet
stets und ständig Meinen Willen den Menschen kundtun, ihr könnet sie die Liebe lehren und ihnen also das Evangelium bringen, das ihr von Mir empfangen habt .... ihr
könnet den Mitmenschen den rechten Weg weisen und mit ihnen sprechen über das
Ende .... Amen
B.D. 4076 empfangen am 2.7.1947 Ablehnung der Menschen .... Daß sich die Menschen so ablehnend verhalten gegen Meine Schriften, ist begründet
damit, daß sie sich scheuen, eine Prüfung vorzunehmen, obwohl diese ihnen alle
Bedenken zerstreuen würden, so sie es ernst nehmen. Dennoch muß es ihnen nahegebracht werden, sie müssen Kenntnis haben von dem außergewöhnlichen Wirken
Gottes und Seiner Liebe, die Seinen Geschöpfen gilt. Denn einmal kommt die Stunde,
da sie sich eure Worte ins Gedächtnis rufen, da sie keinen anderen Rettungsanker mehr
haben als diese Meine Liebe, die ihr verkünden sollet stets und ständig. Und dann können noch vereinzelte Mich finden, so sie Mich nur anrufen um Erbarmen. Offensichtlich will Ich ihnen Meine Hilfe angedeihen lassen, doch wissen sollen sie um Sinn und
Zweck des Erdenlebens, auf daß sie sich dann selbst die Frage vorlegen: Wie habe ich
mein Leben ausgewertet? .... Amen
B.D. 4077 empfangen am 5.7.1947 Erhöhung des Wissens .... Es wird euch Menschen nur das Wissen vermittelt, wofür ihr aufnahmefähig seid, doch ihr selbst könnet letzteres erhöhen, so ihr ein tiefes Wissen verlangt. Ihr müsset aber dann zuvor euch innig verbinden mit dem Geber der Wahrheit, ihr müsset Ihm willige ergebene Diener sein, die ohne Widerrede Seine Weisungen entgegennehmen. Euer Sinnen und Trachten muß das geistige Reich bleiben, dann könnet ihr auch aus dem geistigen Reich Wissen ungemessen entgegennehmen. Und dann werdet ihr auch fähig sein, als Lehrer eurer Mitmenschen die schönste Aufgabe zu erfüllen auf Erden .... eine Mission, die euch zu Mitarbeitern Jesu Christi macht. Ihr könnet das Erlösungswerk, das Er begonnen hat, fortsetzen schon auf Erden und auch sofort im geistigen Reich tätig sein eurer Bestimmung gemäß. Nur allein am Wissen liegt es, wie weit ihr euch erlösend betätigen könnet, und darum suchet, dieses Wissen zu erhöhen, und nützet jede Gelegenheit, die Verbindung herzustellen mit Gott, um die ewige Wahrheit, das kostbarste Geistesgut, von Ihm Selbst empfangen zu dürfen. Doch die Entgegennahme von diesem Geistesgut erfordert starken Willen, ein Überwinden irdischer Freuden und Überwinden der Materie, es erfordert Hingabe an Gott, Liebe zu Ihm und zum Nächsten und ein tief demütiges Herz, das sich also völlig dem Willen Gottes unterstellt. Habet ihr die Liebe in euch und bleibet ihr dadurch in steter Verbindung mit Gott, Der die ewige Liebe Selbst ist, dann genügt ein kurzer Stoßseufzer zu Ihm um Seine Gnade und Kraft, und eure Liebe wird erwidert werden, die Liebe Gottes wird euch zufließen in Form Seines Wortes, das mit Seiner Kraft gesegnet ist, und Sein Wort ist wahrlich für das Erdenleben das Wertvollste, was euch geboten werden kann, denn ihr werdet reifen an eurer Seele, ihr werdet einen Grad auf Erden noch erreichen, der euch zu Lichtwesen macht, so daß ihr bei der Beendigung des Leibeslebens in jene Sphären eingehen könnet, wo das Licht euch durchstrahlt und unsagbar selig macht. Und darum nützet euren Willen, machet euch fähig und wollet, daß ihr Lichtträger werdet auf Erden schon, daß ihr das göttliche Wort in euch vernehmet und dadurch reifet an Erkenntnis, daß ihr in der Wahrheit steht und über ein großes Wissen verfügt. Denn geistiges Wissen ist ein Reichtum, den ihr mit hinübernehmen könnet in das geistige Reich, der unvergänglich ist und einen Schatz für euch bedeutet, mit dem ihr arbeiten könnet, wollet ihr erlösend tätig sein .... Amen
B.D. 4078 empfangen am 6.7.1947 Geistige Sonne .... Die geistige Sonne ist für die Menschen aufgegangen, die sich zur Gotterkenntnis
durchgerungen haben durch Gebet und Liebeswirken. In ihnen ist es hell geworden, ein
strahlender Morgen hat die finstere Geistesnacht abgelöst, und der Tag wird ewig währen, ihm wird keine Nacht mehr folgen, denn wer einmal in der Erkenntnis steht, dem
wird sie bleiben in Ewigkeit. Erst wenn die Sonne des Geistes einen Menschen
bescheint, findet sein Herz den inneren Frieden, denn so es Tag ist, fallen alle Sorgen
und Ängste der Nacht ab, es ist das Gefühl der Sicherheit, das den Menschen beherrscht,
und dieses Gefühl gibt Ruhe und Frieden. Ab und zu kann wohl noch ein Wölkchen die
Strahlen der geistigen Sonne verhüllen, es können trübe Momente im Leben des Menschen ihn beunruhigen, doch immer werden die Strahlen der Sonne durchbrechen,
immer heller und durchdringender werden sie leuchten, bis zuletzt der Mensch völlig
durchstrahlt ist und von ihrer Glut alles Unreine, Falsche aufgezehrt ist, bis die Strahlen
keinen Widerstand mehr finden und der Mensch ganz durchgeistigt ist .... Amen
B.D. 4079 empfangen am 7.u.8.7.1947 Wort Gottes Fleisch und Blut .... Das Verlangen nach geistiger Kost ist ein sicheres Zeichen des Auftriebes zur Höhe,
und diesem Verlangen wird immer entsprochen werden insofern, als daß Ich Meine
Gabe austeile und die Menschen mit dem Himmelsbrot sättige, daß Ich sie an Meinen
Tisch nehme und ihnen das Abendmahl biete, daß Ich sie Mein Fleisch und Mein Blut
verkosten lasse, auf daß sie sich daran laben und selig werden .... Der liebende Mensch wird unentwegt tätig sein und uneigennützig dienen dem Nächsten, und also wird er Meinen Willen erfüllen, wie es Mir wohlgefällig ist. Und ihm werde Ich ständig das Brot des Himmels verabreichen, ihn werde Ich ständig mit geistiger Kost versorgen, er wird niemals leer ausgehen an Meinem Tisch, er wird sich ständig mit Mir vereinigen, also kommunizieren bei jedem Empfang Meines Wortes, denn Ich Selbst bin das Wort und trete mit ihm in innigen Verband, so sein Herz verlangt nach geistiger Speise und geistigem Trank .... Amen
B.D. 4080 empfangen am 8.7.1947 Gottes Liebe und Erbarmung in der letzten Zeit vor dem Ende .... Gottes große Liebe und Erbarmung wird sichtlich zutage treten in der letzten Zeit
vor dem Ende, wo die Gläubigen in härtester Bedrängnis leben. Es wird eine Zeit bitterster Not sein für die Menschen, die Ihm treu bleiben wollen, denn der Gegner wird rigoros vorgehen gegen jeden, der für seinen Glauben und für Jesus Christus und Seine
Lehre eintritt. Die Maßnahmen, die getroffen werden, um die Glaubenslosigkeit durchzusetzen, werden von solcher Schärfe sein, daß die Menschen wenig Widerstand leisten
und sich fast ausschließlich gegen Gott bekennen werden. Doch die im Wissen stehen
um die Wahrheit, die in der Liebe leben und daher auch in der rechten Gotterkenntnis,
die Jesus Christus als Erlöser anrufen um Seinen Beistand, diese werden auch in den
Maßnahmen jenen erkennen, der als Antichrist angekündigt ist für die letzte Zeit vor
dem Ende. Und sie werden daher desto fester stehen und voller Zuversicht auf Gottes
Hilfe und auf Sein Kommen warten, und diese werden auch nicht enttäuscht werden.
Ihnen wird Gottes große Liebe offenbar werden, denn Er ist ihnen nahe jederzeit, so
daß Ihn auch erkennen könnten die Ungläubigen, so sie nicht schlechten Willens und
daher völlig in der Gewalt des Satans wären. Doch wer noch schwach ist und Gott nicht
gänzlich abtrünnig, den fasset die Erbarmung Gottes noch, und es werden ihm viele
Beweise des göttlichen Wirkens geboten, so daß es ihm leicht gemacht wird, zu glauben
und standzuhalten allen Bedrohungen durch die Welt. Nur der gute Wille darf nicht
fehlen, dann strecket sich die Hand Gottes ihm entgegen noch in letzter Stunde. Was
sich in dieser Zeit ereignet, das ist den Menschen schwer vorauszusagen, denn immer
wieder ersinnt der Satan neue Pläne und überbietet sich an Grausamkeiten, an
unmenschlichen Verfügungen und schandbaren Handlungen wider die Gläubigen.
Scheinbar ist das Los der Gläubigen unerträglich, und doch werden sie so viel Kraft von
Gott beziehen, daß sie alles Schwere ertragen können und die Not nicht so empfinden,
weil ihr Blick himmelwärts gerichtet ist und die Welt und das Irdische sie nicht mehr
lockt. Zudem hören sie die Stimme des Herrn .... sie wissen, daß Er die Tage verkürzet,
denn Seine Verheißung hat ihnen den Trost gegeben, und also rechnen sie mit jedem
Tage, daß ihnen Erlösung wird aus der irdischen Not .... Amen
B.D. 4081 empfangen am 10.7.1947 Reue der Seele im Jenseits .... Ungeheuer belastend ist für die Seele im Jenseits das Bewußtsein, selbst ihre Lage verschuldet zu haben und jeder Möglichkeit beraubt zu sein, aus eigener Kraft ihren Zustand zu wandeln. Dieses Bewußtsein aber hat sie erst dann, wenn sich in ihr das Verlangen einstellt, sich eine Besserung zu schaffen. Zuvor ist sie apathisch, strebt weder nach oben noch nach unten, spürt nur eine Qual ohnegleichen und ist völlig willenlos, bis sich ihr durch Hilfe von Lichtwesen, die sich ihr in Verkleidung nahen, wieder eine Möglichkeit bietet, mit anderen Seelen zusammenzukommen, und nun in ihr der Trieb erwacht, in eine andere Umgebung zu kommen, im Glauben, dann auch dem qualvollen Zustand entflohen zu sein. Und nun wird es ihr erst klar, daß sie das nachholen muß, was sie auf Erden versäumte, daß sie wirken muß in Liebe. Und nun erkennt sie auch ihren Leerlauf auf Erden, und die Reue über die vielen ungenützten Gelegenheiten ist überaus tief. Bei gutem Willen wird sie bald eine Besserung spüren, denn sowie sie Reue empfindet, nützet sie auch jede Gelegenheit, liebend sich zu betätigen den notleidenden Seelen gegenüber, denn eine Seele, die verhärtet ist, wendet sich mehr nach unten und empfindet auch niemals Reue über ihre eigene Schuld, weil eine solche Seele durch Beeinflussung böser Kräfte niemals ihr Unrecht einsehen kann und sonach auch keine Reue empfindet. Erst die Erkenntnis ihrer Schuld vermag die Seele im Streben nach oben anzuregen. Und dann setzt auch das Liebeswirken ein, das ihr Kraft zuführt zum Aufstieg. Das Bewußtsein ihrer Schuld ist stets die Folge von Mitleid für die Seelen, die gleich ihr einen qualvollen Zustand zu erdulden haben, und diese Regung trägt der Seele schon die Hilfe der Lichtwesen ein, die nun nicht nachlassen, bis sie den Weg zur Höhe gefunden und betreten hat. Und je weiter die Seele in der Erkenntnis fortschreitet, desto emsiger kommt sie der Liebetätigkeit im Jenseits nach und leistet allen denen Hilfe, die noch unter ihr stehen, weil sie um deren Qualen weiß und sie ihnen verringern helfen möchte. Und diese Liebetätigkeit läßt die eigene Reue nun schwächer werden, hat sie doch nun die Möglichkeit, gleichfalls noch zu reifen, und wenn sie auch niemals den höchsten Grad erreichen kann, die Gotteskindschaft, die nur durch ein Liebeleben auf Erden erworben werden kann, so ist sie doch selig im Bewußtsein, Gott, Den sie nun über alles liebt, dienen zu können bis in alle Ewigkeit .... Amen
B.D. 4082 empfangen am 11.7.1947 „Bei Gott ist kein Ding unmöglich ....“ Wo keine irdische Hilfe mehr möglich erscheint, dort ist die Liebe Gottes oft deutlich
erkennbar, die selbst das unmöglich Scheinende geschehen läßt, auf daß die Menschen
an Ihn glauben lernen und Ihn lieben über alles. Für Gott gibt es keine Grenzen Seiner
Macht, und was Er will, das geschieht. Also gibt es auch nichts, was unerfüllbar wäre,
weil bei Gott alles möglich ist. Es quälen sich also die Menschen oft unnötig durch das
Erdenleben, denn so sie Außergewöhnliches zu leisten imstande sein wollen, brauchen
sie nur Gott um Hilfe anzugehen. Immer kann Er helfen, und immer wird Er helfen.
Diesen Glauben können sie aber nur gewinnen durch Ausüben der Nächstenliebe, weil
jedes gute Werk die Verbindung mit Ihm herstellt und dadurch Kraft-Entgegennahme
gesichert ist, die als Ausstrahlung Gottes auch unweigerlich zu Gott zurückführen muß.
Und er muß glauben lernen und wird dies auch, so er ernsthaften Willens zur Höhe
strebt. In der letzten Zeit vor dem Ende werden sich die wunderbarsten Dinge ereignen,
die sich übernatürlich ansehen und doch nur ihre Erklärung finden in dem Willen des
Menschen und der Kraft des Glaubens. In ihnen liegt die ganze Erklärung alles dessen,
was euch unverständlich dünkt, was aber eigentlich nur die Folge eines rechten Lebenswandels vor Gott ist. Und also genügt es nicht, daß die Menschen sich der Form nach
Christen nennen, daß sie sich zur Kirche bekennen, der sie angehören, wenn sie nicht
das Christentum leben, wenn sie nicht durch ihren Lebenswandel bezeugen, daß sie der
Gemeinschaft der Gläubigen angehören, die die rechte Kirche Christi bildet. Es wird
lebendiger Glaube gefordert und werktätige Nächstenliebe, um die Kraft des Geistes
zur Wirksamkeit kommen zu lassen. Dann aber verfügt der Mensch auch über außergewöhnliche Kraft, denn es ist die Kraft aus Gott, die ihn durchströmt und für die es
keine Begrenzung gibt. Es kann sonach der Mensch Ungewöhnliches vollbringen mit
der Kraft aus Gott, wie aber auch Gott Selbst in Erscheinung treten kann in Form von
Hilfeleistungen, die übernatürlich anmuten, weil sie oft dann eintreten, wenn keine
Hoffnung auf Hilfe mehr besteht. Bei Gott ist kein Ding unmöglich .... Amen
B.D. 4083 empfangen am 12.u.13.7.1947 Folgen der Beachtung wie der Nichtachtung göttlicher Ordnung .... Erfüllet das Gesetz von Ewigkeit, und ihr werdet leben in Ewigkeit .... Amen
B.D. 4084 empfangen am 14.7.1947 Welt
- Scheingüter .... Die Welt mit allen euren Schätzen kann dem Menschen niemals das Gefühl der Nähe Gottes ersetzen, wie sie auch niemals eine ewige Seligkeit ihnen sichern kann im geistigen Reich. Es sind nur Scheingüter, die sie austeilt, und diese Scheingüter zerfallen in nichts, so der Mensch von der Erde scheidet. Was er dagegen aus dem geistigen Reich entgegennimmt, ist beständig, es ist ein Schatz von größtem Wert, denn er kann damit arbeiten und ihn dadurch ständig vermehren, wie er aber auch austeilen und ständig beglücken kann, die arm sind, und er doch nichts einbüßen wird von seinem Reichtum. Würden die Menschen auf Erden bedenken, wie wenig ihnen ihre irdisch gerichteten Begierden und ihre irdische Tätigkeit einträgt im Vergleich zur geistigen Arbeit, dann würden sie schon viel gewinnen, denn die Erkenntnis der Wertlosigkeit irdischer Güter ist schon eine Zunahme an Geistesgut, und ihr Streben danach würde sich erhöhen mit dieser Erkenntnis. Es schenkt aber der Mensch gerade diesen Gedanken wenig Beachtung, und so bleibt er unwissend, und er wird leer und arm am Ende des Lebens in Finsternis des Geistes hinübergehen in die Spähren, wo nur der geistige Reichtum gewertet wird. Er hat sich keinen erworben, denn zumeist fehlt den materiell gesinnten Menschen die Liebe, die einen Ausgleich schafft. Denn jedes Liebewirken auf Erden ist als geistiger Reichtum aufgespeichert und trägt der Seele im Jenseits ihren Lohn ein .... Wissen und also ein Gedankengut, mit dem sie arbeiten kann. Darum ist die Liebe das Wichtigste auf Erden, weil ihre Auswirkung im Jenseits Licht und Kraft ist und Licht und Kraft für die Seele Glück und Seligkeit bedeutet. Denn Licht und Kraft ist die Ausstrahlung Gottes, es ist der Beweis der Nähe Gottes, Seiner Liebe und Seiner Herrlichkeit. Je tiefer und inniger die Liebe eines Menschen ist, desto fester schließt er sich an Gott an, und desto beglückender empfindet er Seine Nähe, die Erwiderung der Liebe und das Bewußtsein, Licht und Kraft in Fülle zu besitzen. Alles dieses aber geht den Seelen verloren, die in der Finsternis des Geistes das Erdenleben verlassen, denen keine Werke der Liebe nachfolgen in die Ewigkeit und die deshalb in äußerster Dürftigkeit und Armut in Sphären weilen, wo Nacht ist und es keinen Lichtfunken gibt, solange nicht die Liebe in den Seelen erwacht, die Liebe zu dem Mitleidenden, zu den Seelen, die in gleicher Not sind. Hat die Seele das Bedürfnis, diesen zu geben, um ihnen zu helfen, dann wird sie auch empfangen und abgeben können, jedoch ohne Liebe wird sie in geistiger Armut verbleiben, endlos lange Zeiten, und keinerlei Güter erwerben können. Denn die Liebe bleibt auf Erden wie im geistigen Reich erstes Gesetz, das unbedingt erfüllt werden muß .... Amen
B.D. 4085 empfangen am 16.7.1947 Fülle göttlicher Gnade .... In Fülle könnet ihr nehmen Gnade um Gnade .... Amen
B.D. 4086 empfangen am 17.u.18.7.1947 Völlige Auflösung und Umgestaltung der Erde .... In einer sehr kurzen Zeitspanne wird die völlige Auflösung der Erde vor sich gehen,
denn die Kräfte, die zur Auswirkung kommen, sind so elementar, daß nichts ihnen
standhält, daß alles vernichtet wird, was auf der Erdoberfläche sowohl als auch im Inneren der Erde besteht an Schöpfungen jeder Art. Es kann also nicht von einer Teilauflösung gesprochen werden, sondern die Kraftentfaltung erstreckt sich über die ganze
Erde, und so ist die gesamte Erde ein einziger Feuerherd, dem alles zum Opfer fällt, weil
alles vom Feuer ergriffen wird. Und so wird wohl an einzelnen Stellen das Feuer langsamer um sich greifen, der Weisheit Gottes entsprechend, und zwar dort, wo den Seelen
noch in letzter Stunde Gelegenheit geboten werden soll, um Gott um Hilfe zu rufen, wo
also Menschen leben, deren Sinn noch zu wandeln ist kurz vor dem Ende. Doch vernichtet wird die Erde restlos, d.h., der Kern bleibt wohl bestehen, doch die gesamte Erdoberfläche erfährt eine Veränderung, die so gewaltig ist, daß man von einem Vergehen
aller Schöpfungswerke sprechen kann. Es ist eine Umgestaltung der alten Erde auch nur
dann erst nötig und möglich, wenn alle Schöpfungen der alten Erde vergangen sind
und aus den Überresten die Schöpfungen der neuen Erde gebildet werden können, die
wieder das Geistige, das noch inmitten seiner Entwicklung steht, aufnehmen sollen.
Und dieses Geistige wird frei zu seiner großen Befriedigung, denn es verlangt nach der
Aufwärtsentwicklung, um die Gnaden des Erdenlebens als Mensch auswerten zu können, und es drängt dieser letzten Verkörperung entgegen. Es wird also die neue Erde
keine alten Schöpfungen aufweisen, sondern restlos werden diese zerstört und neu
gebildet, und der Vorgang währet nur ganz kurze Zeit .... Amen
B.D. 4087 empfangen am 20.7.1947 Kurze Zeit im freien Willen .... Undenklich lange Zeiten waren nötig, bevor das Geistige sich inkarnieren durfte, dem die Verkörperung als Mensch zugebilligt wurde auf Grund eines bestimmten Reifegrades. Diesen Reifegrad mußte es sich vorher erringen und dies durch Dienen in Schöpfungswerken, deren Bestimmung das Erhalten und Fortpflanzen anderer Schöpfungen Gottes war. In dieser langen Zeit gab es für das Geistige nur ein Unterordnen unter den göttlichen Willen, um nun in der letzten Verkörperung als Mensch seinen Willen frei gebrauchen zu können. Die Zeit des freien Willens aber ist für das Geistige sehr kurz bemessen im Verhältnis zu der überaus langen Zeit zuvor. Es kann die kurze Zeit nun dem Geistigen vollkommene Reife bringen, sie kann ihm aber auch erneute Bannung eintragen, sowie das Wesen sich aufwiegeln lässet von schlechten Kräften, die es gedanklich zu animieren suchen. Ist aber der Mensch stark genug, Widerstand zu leisten diesem finsteren Einfluß,dann schreitet er sehr schnell zur Höhe. Die Mühsale und Nöte der letzten Zeit seiner Verkörperung können zuwege bringen, daß er sich im freien Willen Gott zu nähern sucht und sich freiwillig Gott unterstellt. Dann ist das menschliche Dasein für ihn nicht ergebnislos, er erreicht sein Ziel auf Erden, eine hohe Seelenreife und Freiwerdung aus der Form, er geht als freies Geistwesen ein in die Sphären des Lichtes. Dieser Zustand nun entspricht seinem Urzustand, in Kraftfülle wirken zu können in unbeschränktem Maß zur eigenen Beglückung. Und dieser Zustand währet bis in alle Ewigkeit. Also ist auch die endlos lange Zeit vor der Verkörperung als Mensch wieder nur eine kurze Phase im Verhältnis zur Ewigkeit. Es ist ein Übergang aus der materiellen Welt in die geistige Welt, der sich wohl über eine bestimmte Zeit erstreckt, aber im Zustand des Lichtes nicht mehr als lange Zeit empfunden wird, weil im Zustand der Seligkeit jeder Zeitbegriff ausgeschaltet ist und die Seele auch das vorangegangene Leid dankbar als Hilfe Gottes empfindet, die dem Geistigen den Aufstieg zur Höhe ermöglicht. Es wird also immer nur das Unvollkommene die Länge der Zeit spüren, das Vollkommen-Gewordene dagegen alles als segensreich erkennen, was vorangegangen ist und den Zustand der Vollkommenheit zur Folge hatte. Der ganze Aufwärtsentwicklungsprozeß setzt sich aus solchen Phasen zusammen, die jede für sich wohl eine Ewigkeit vorstellt, jedoch für das vollkommene Wesen nur eine kurze Zeit im Vergleich zur Ewigkeit bedeutet und dankbar als Liebesbeweis Gottes angesehen wird, Der das Unvollkommene erlösen helfen, also es zur Vollkommenheit führen will .... Amen
B.D. 4088 empfangen am 22.7.1947 Geistiger Tod .... Leben kann der Mensch und doch geistig tot sein, wie er aber auch umgekehrt sterben und doch zum ewigen Leben eingehen kann, nur daß dieses ein geistiges Leben ist,
während ersteres nur den Körper betrifft, wobei die Seele im Zustand der Lichtlosigkeit
und folglich auch ohne Kraft ist, also ein Zustand des Todes ihr Los ist, selbst wenn sie
inmitten einer freudenvollen Umgebung lebt. Denn das Erdenleben ist nur ein Scheinleben, das nicht von Bestand ist, doch der Mensch, der geistig tot ist, ist auch ohne
Erkenntnis und setzt daher das Scheinleben vor das eigentliche Leben, das Leben des
Geistes in der Ewigkeit. Doch was seid ihr Menschen im Grunde des Grundes? Ihr seid
Geistiges, nur von einer materiellen Hülle umschlossen, und sobald diese Hülle fällt, die
vergänglich ist, ist das Geistige in euch frei, ganz gleich, in welchem Zustand die Seele
den Leib verlässet .... Amen
B.D. 4089 empfangen am 22.7.1947 Reine göttliche Liebe Prinzip zu geben .... Richtet den Blick nach innen, schärfet euer geistiges Ohr und lauschet, was Ich durch
Meinen Geist euch kundtu’.Dann werdet ihr auch Meine Stimme vernehmen und Mein
Bild tief im Herzen erschauen, ihr werdet in jeder Weise Meine Liebe erfahren, die Ich
denen schenke, die sich Mir anvertrauen, denen Ich ein Führer sein will durch das
ganze Erdenleben hindurch. Meine Liebe aber äußert sich sonderlich in der Erhöhung
ihrer Seelenreife, die wohl durch Meine Liebe und Gnade erreicht wird, die aber auch
erhöhte Liebe zu Mir zur Folge hat, so daß also Meine Liebe die ihre entzündet und zur
hellen Flamme werden lässet und der Mensch zu vermehrtem Liebeswirken gedrängt
wird .... Amen
B.D. 4090 empfangen am 24.7.1947 Begründung des Verlustes irdischer Güter .... Völlig ungebunden müsset ihr euch fühlen, so ihr die höchste Stufe der Erkenntnis erreichen wollet auf Erden. Ihr müsset gleichsam dem Erdenleben entsagen können, um dafür ein besseres Leben einzutauschen, so Ich es euch nehme, und ihr dürfet nicht das geringste Bedauern empfinden bei dem Gedanken, aus eurer Umgebung, von euren Nächsten sowie von allem, was euch lieb ist, scheiden zu müssen. Ihr müsset alles hinzugeben fähig und willig sein, dann besteht keine Erdenbindung mehr, und euer geistiger Aufstieg ist euch gesichert. Verzicht leisten ist also das erste, was ihr üben müsset, und so Ich euch also etwas nehme, woran euer Herz gekettet ist, so helfe Ich euch nur, weil es euch schwerfällt, freiwillig zu verzichten, und so ihr Mich liebt, müsset ihr euch auch vollvertrauend in alles schicken, was euch bestimmt ist seit Ewigkeit, ihr müsset klaglos euer Schicksal ertragen, Mir dienen wollen und euch Meiner Führung voll und ganz überlassen. Dann wird die Seele reifen, und ihr werdet Ruhe und Frieden finden schon auf dieser Erde, denn nur das nehme Ich euch, was eine Gefahr bedeutet für eure Seele, was euch noch fesselt an die Erde und was hinzugeben ein Akt des freien Willens ist, der noch schwach in euch entwickelt ist und den Ich dadurch stärken will. Und somit wisset ihr, warum Ich euch schmälere an irdischen Gütern und weshalb ihr eine Zeit des Verlustes irdischer Güter durchmachen mußtet und welche Begründung Ich anführe, um euch auch verstandesmäßig die Wahrheit erkennen zu lassen. Denn allem, was geschieht, liegt tiefste Weisheit zugrunde, und euch, die ihr Mein Wort verbreiten sollet, euch will Ich auch eine wahrheitsgemäße Erklärung geben, seid ihr doch oft selbst betroffen von dem Schicksal, das aber in der letzten Zeit die Menschen fast ausnahmslos berührt. Den Mitmenschen sollet ihr Aufklärung geben, ist es ihnen doch unbegreiflich, daß ihnen alles genommen ist und der ewige Schöpfer solches zugelassen hat. Es ist zu eurem Besten, denn ihr seid mit der Materie noch zu eng verbunden und benötigt daher eine Unterstützung Meinerseits, die Ich euch auch geleistet habe, wenngleich ihr Meine Liebe und Weisheit darin nicht zu erkennen vermögt. Doch ihr wisset nicht, in welcher Gefahr eure Seele stand, und daß ihr nur gewinnen könnt, wenngleich ihr dessen verlustig ginget, was ihr liebtet auf Erden. Bald ist euer Leben vorüber, und nichts von irdischen Gütern folgt euch nach in die Ewigkeit. Darum ist es kein allzugroßes Opfer, freiwillig aufzugeben, was euch hinderlich ist zum geistigen Aufstieg, und ihr werdet es Mir danken, so das Ende gekommen ist und ihr euch frei fühlt von jeglicher irdischen Begierde .... Amen
B.D. 4091 empfangen am 25.7.1947 (Persönliches) .... Was Gott zusammenfügt, das soll der Mensch nicht trennen .... Amen
B.D. 4092 empfangen am 27.7.1947 Vorbildliches Liebeleben der Diener Gottes auf Erden .... In Zeiten krassester Lieblosigkeit muß durch ein vorbildliches Liebeleben ganz besonders auf den Mitmenschen eingewirkt werden, auf daß er erkenne seine Fehler und Schwächen, auf daß er sich ein Beispiel nehme, so an ihn der Nächste herantritt mit einer Bitte. Es bleibt kein Mensch verschont von Leid und Not, es wird ein jeder angewiesen sein auf die Hilfe des anderen, und dann soll sich auch ein jeder bewähren, es soll der Liebewille in ihm angeregt werden und in Kraft treten. Ein gutes Beispiel kann mehr Segen stiften als nur belehrende Worte, ein gutes Beispiel gewinnet oft ein hartes Herz. Und ihr, die ihr freiwillig in Meinen Diensten steht, ihr wisset um die Auswirkung eines Liebelebens, ihr seid Kraft- und Lichtempfänger geworden, und ihr könnet sonach liebetätig sein irdisch und geistig .... ihr könnet jederzeit geben, wenngleich geistige Gaben nicht so gewertet werden von den Mitmenschen, die selbst nicht in der Liebe leben. Doch auch das Austeilen irdischer Güter, Hilfe im täglichen Leben, ist ganz besonders bedeutsam bei eurer Arbeit für Mein Reich. Denn wo ihr solche austeilet, werdet ihr auch offene Herzen finden für die geistigen Gaben und Gegenliebe erwekken. Der großen Lieblosigkeit kann nur so gesteuert werden, daß die Meinen erkennbar sind durch Wirken in Liebe, daß sie offensichtlich aus dem Rahmen der Allgemeinheit heraustreten, daß ihr Lebenswandel die Mitmenschen anregt zum Nachdenken und zur Nachahmung. Denn die Liebe ist eine Kraft, die niemals wirkungslos bleibt. Im Liebewirken tritt Meine Kraftausstrahlung zutage, und so wirke Ich Selbst, wo Liebe geübt wird, und wo Ich wirke, kann auch der Erfolg niemals ausbleiben. Das Erwecken des geringsten Grades von Gegenliebe schon ist ein Erfolg, der nicht hoch genug bewertet werden kann, denn es verbindet sich dann der Mensch schon mit Mir und entwindet sich durch das kleinste Liebeswerk Meinem Gegner, dessen schärfste Gegenwaffe die Liebe ist. Der Liebe kann er nicht standhalten, und ein fortgesetztes Liebeswirken verdränget ihn ganz und gar. So nun ein Mensch sich zu wandeln beginnt, so er die Lieblosigkeit aufgibt und sich kleinster Liebesdienste befleißigt, spürt er merklich das Lösen von der Gewalt, der er bisher hörig war. So er darauf achtet und den Weg der Liebe fort-setzet, fühlt er sich auch freier und zu Gott hingezogen, er strebt Mich an dann unbewußt. Denn das Wissen um seinen Anfang und seine Bestimmung wird ihm noch nicht das Gefühl der Gegenwart Gottes eintragen, Liebeswirken aber lässet ihn ahnen, was ihm bisher verborgen war, und darum ist es überaus bedeutsam, im Mitmenschen den Liebesfunken zu entfachen, damit er selbst das Gefühl der Gottverbundenheit in sich spürt und es zu erhöhen sucht. Und wo er es nicht von selbst tut, dort soll es ihm durch gutes Beispiel vorgeführt werden, und so sein Herz noch nicht gänzlich verhärtet ist, wird eine ihm erwiesene Liebestat nicht ohne Wirkung bleiben, und dann ist eine Seele mehr gewonnen für Mein Reich, die sonst unweigerlich verloren wäre auf ewig. Amen
B.D. 4093 empfangen am 27.-29.7.1947 Geistige Gespräche Beeinflussung der Lichtwesen .... Alle geistigen Gespräche sichern einen Erfolg, nur nicht immer unmittelbar danach. Es kann eine Zeit darüber vergehen, bevor sie verwertet werden, doch gänzlich ohne Eindruck bleiben sie nicht, sofern während des Gespräches beiderseitiges Interesse vorhanden ist. Höret dagegen ein Teil nur widerwillig zu oder lehnet er es innerlich ab, dann ist der Erfolg fraglich, es sei denn, das Schicksal versetzt ihn in Lebenslagen, wo er sich solche Gespräche in die Erinnerung ruft. Dann ist auch ein Erfolg zu verzeichnen, und er wird dankbar sein für die Belehrungen, die ihm aus dem geistigen Gespräch erwachsen sind. Und darum sollen Meine Diener jede Gelegenheit nützen, zu werben für Mein Reich. Sie sollen jede Gelegenheit ergreifen, von Meinem Wirken den Mitmenschen Kenntnis zu geben, sie sollen lehren, wo ein Belehren möglich ist, und stets bedenken, daß die geistigen Kräfte gleichfalls tätig sind und auf die Gedanken derer einwirken, die geistige Gespräche führen, und daß diese Kräfte auch nachträglich noch ihren Einfluß geltend zu machen suchen, indem sie sich immer wieder in die Gedanken der Menschen einschalten und ihnen die Reden in Erinnerung bringen und so also Meine Diener auf Erden ihnen behilflich waren, das Denken des Menschen in geistige Richtung zu lenken. Und diese geistige Tätigkeit liegt euch ob, denn erst dann ist volles Verständnis vorhanden für das von Mir gebotene Geistesgut, wenn der Mensch sich gedanklich damit auseinandersetzt, und das ist erst die Folge von Debatten geistigen Inhalts, vorausgesetzt, daß der Wille vorhanden ist, die Wahrheit zu erfahren .... (28.7.1947) Sind die Menschen zu geistigen Gesprächen bereit, dann wird ihre Gedankenrichtung wie von selbst auf ein Thema gelenkt, das die Lichtwesen ihnen erklären wollen, auf daß jene vorwärtsschreiten in der Erkenntnis und im Wissen. Sie glauben zwar, selbst diese Frage aufgeworfen zu haben, doch es ist der Einfluß jener Wesen vorangegangen, denn diese stehen im Wissen um den Geisteszustand der ihnen anvertrauten Menschen, die sie nun dem göttlichen Willen gemäß zu belehren suchen. Es gehört aber unbedingt ein aufgeschlossenes Herz dazu, also es muß der Mensch den Willen haben, seine Kenntnisse zu erweitern, er muß nach der Wahrheit verlangen. Dann nehmen ihn die Lichtwesen in die Lehre, sie schalten sich nun oft in seine Gedanken ein .... (29.7.1947) Wer nun das geistige Reich zum Ziel seiner Gedanken macht, der wird allzeit von seinen geistigen Betreuern so geführt werden, daß ihm Gelegenheit geboten ist zu geistigen Gesprächen, daß er sich nun seiner Gedanken entäußern kann und dadurch sowohl selbst Gewinn daraus zieht, wie auch der Redepartner sein Wissen bereichern kann je nach seinem Verlangen. Und sonach bestimmen auch die Lichtwesen gewissermaßen das Schicksal des Menschen, d.h., sie greifen auch in das irdische Erleben ein, jedoch mit dem Ziel des geistigen Fortschrittes derer, die ihnen anvertraut sind als Schützling. Stets aber lenken sie den Menschen nach dem Willen Gottes, so daß also das Schicksal des Menschen von Gott bestimmt ist seit Ewigkeit, von den Lichtwesen aber ausgeführt wird, wie der Wille des Menschen selbst ausschlaggebend ist an seinem Schicksal. Dann werden sie so auf die Gedanken des Menschen einwirken, daß er das unternimmt, was diesem von Vorteil ist zur geistigen Aufwärtsentwicklung. Es ist kein Zwang, der auf den Menschen ausgeübt wird, nur ein Vorstellen dieser oder jener Gedanken, den der Mensch nun frei aufgreifen oder verströmen lassen kann, und er wird auch seinen freien Willen gebrauchen, wenn er wenig Zwang verspürt und doch den geistigen Einflüssen Gehör schenkt, obgleich er glaubt, er gestaltet sich sein Leben selbst durch seinen freien Willen. Die geistigen Betreuer sind voller Liebe zu ihren Schutzbefohlenen und lenken auch deren Lebensschicksal so, daß immer die geistige Entwicklung gefördert werden kann, daß große seelische Gefahr abgewendet und die Verbindung mit Gott hergestellt und eifrig gepflegt werden kann, immer aber den freien Willen des Menschen achtend, also niemals Zwang-ausübend auf dessen Entscheidung. Ist aber der Mensch angenehm berührt von geistigen Gesprächen, suchet er solche oder weichet er ihnen nicht aus, dann wird er unvorstellbar viel gewinnen, denn nun kann mit Sicherheit geschlossen werden auf geistiges Wirken der Lichtwesen, und dann ist er auch seines Aufstieges sicher, denn wo Lichtwesen wirken können, ist der Mensch jeder Gefahr enthoben .... er wird aufwärtsschreiten in seiner Entwicklung, er wird das Ziel erreichen auf Erden, er wird mit Gott in Verbindung treten und nimmermehr ohne geistigen Schutz und Hilfe sein .... Amen
B.D. 4094 empfangen am 31.7.1947 Hinweis auf das Ende .... Eine kurze Zeitspanne vergeht nur noch bis zum Ende dieser Welt. Und in dieser
kurzen Zeit wende Ich alle Mittel an, euch zur Umgestaltung eurer Seele zu veranlassen.
Ich bringe Mich den Menschen zu Gehör, bevor noch das letzte Gericht zu erwarten ist.
Also müsset ihr Menschen zuerst dieser Meiner Äußerung entgegensehen, bevor ihr
mit dem letzten Ende rechnet. Doch dieses folgt dem Vorhergehenden sehr schnell.
Immer wieder muß Ich euch das gleiche ankündigen, ansonsten ihr Meinen Worten zu
wenig Glauben schenket; immer wieder muß Ich euch darauf hinweisen, weil ihr Menschen zur Zeit zu wenig geistig eingestellt seid, also auch Worte, die von oben euch
geboten werden, nicht viel anders bewertet, als Menschenaussprüche, ja eher letztere
anerkennet und beachtet als Belehrungen, deren Inhalt nur eurer Seele zustatten
kommt. Was also soll Ich tun, um euch das, was notwendig ist für euer Seelenheil, eindringlich vor Augen zu halten? Wenn Mein Wort euch nicht zu bewegen vermag, die
Arbeit an eurer Seele in Angriff zu nehmen, so muß Meine Stimme lauter ertönen, auf
daß ihr erschrecket und Mich rufet in der Angst und Not, die euch befallen wird angesichts des Endes. Und auf dieses Ereignis, das sich in der Natur abspielt, weise Ich euch
mit aller Dringlichkeit hin, gibt es doch erst Meinem Wort die Bestätigung seiner Echtheit, die die Menschen zumeist anzweifeln. Zuvor aber will Ich schon wirken auf die
Menschenherzen, die empfänglich sind für Meine Liebe und Gnade, die Mein Wort als
Zeichen der Liebe und Gnade erkennen und es darum annehmen mit Freude und
Dank. Diese werden doppelten Segen haben aus dem letzten Mahn- und Warnzeichen.
Sie werden selbst überaus im Glauben gestärkt sein und daher eifrig und überzeugt eintreten für Mein Wort und sich erfolgreich am Erlösungswerk Christi beteiligen können.
Denn nun sind die Augen aller Gläubigen auf das Ende gerichtet, das sie mit Überzeugtheit erwarten und daher auch feststehen werden in jeglichem Kampf gegen Mich und
Mein (Wort) Reich. Dies bezwecke Ich durch Meine oftmaligen Ankündigungen zuvor,
daß allen Menschen noch ein letztes Zeichen Meiner Liebe und Erbarmung zugeht,
wenngleich es als solches nur selten erkannt wird. Den Meinen aber ist es verständlich,
daß und warum Ich aus der Höhe spreche zu den Menschen und sie rechnen darum mit
jedem Tag, daß Ich Meine Stimme ertönen lasse. Ich aber habe Meinen festen Plan und
Ich spreche, wenn die Zeit gekommen, wenn ihr am wenigsten Mich erwartet, wenn ihr
Mich untätig wähnet, wenn scheinbar eine irdische Not abgewendet ist. Doch es erfüllet sich, was vorausgesagt ist, in Wort und Schrift .... Amen
B.D. 4095 empfangen am 2.8.1947 Herrlichkeit des geistigen Reiches .... Und Ich habe keine größere Sorge, als euch teilhaftig zu machen an Meinem Reich,
das mit seiner Herrlichkeit, mit seinen geistigen Schöpfungen ungeahnte Seligkeiten
bietet, das darum erstrebenswert ist über alle Maßen. Um euch dies alles bieten zu können, müsset ihr Menschen aber auch davon unterrichtet sein, worin die ewige Herrlichkeit besteht, auf daß ihr danach trachtet, zur Seligkeit zu gelangen, und alle Bedingungen erfüllt, die Ich an das Erreichen der ewigen Seligkeit geknüpft habe. Ihr müsset
unbewußt oder bewußt Meinen Willen erfüllen, d.h. von innen heraus zur Liebetätigkeit getrieben werden oder euch in der Liebetätigkeit üben, euch zur Liebe selbst erziehen, so ihr sie nicht in euch traget. Und weil ihr einen total geschwächten Willen habt
und wohl nie diese Meine Bedingungen erfüllen würdet, so euch das irdische Leben
vollauf Befriedigung geben würde, so komme Ich euch zu Hilfe in einer Weise, daß ihr
zwar nicht Meine Hilfe erkennet, sondern eher noch zweifelt an Meinem Hilfswillen,
wie auch an Mir und Meiner Existenz selbst. Ihr seid in der Erkenntnis so weit zurückgeblieben, ihr steht in der Erkenntnis derer, die nicht mehr in Verbindung sind mit der
Urkraft, von Der sie ausgegangen sind. Ihr selbst habt keine Urteilskraft mehr und glaubet daher, was euch vorgetragen wird, ohne euch Rechenschaft darüber abzulegen, in
wie weit das euch Gebotene der Wahrheit entspricht. Und darum ist Meine erste Sorge
um das Seelenheil die Vermittlung der reinen Wahrheit. Diese müsset ihr als erstes aufnehmen in euer Herz, ansonsten ihr auch nicht die ewige Wahrheit Selbst anerkennet
und Ihr zustrebet. Und daher komme Ich euch in jeder Weise zur Hilfe, Ich bringe euch
das Licht zur Erleuchtung des noch dunklen Weges, Ich bringe euch die ewige Wahrheit. Ich leite sie euch zu durch Mein Wort und bestätige sie durch Mein sichtliches Einwirken .... Amen
B.D. 4096 empfangen am 3.8.1947 Ernste Ermahnungen zur christlichen Nächstenliebe .... Erkennet eure Schwächen, und suchet sie zu beheben .... werdet nicht ungeduldig,
wenn es gilt, euch in die Lage des anderen zu versetzen, und seid nachsichtig .... kränket
den anderen nicht, und nehmet das Liebegebot ernst, so der Nächste euch braucht, sei
es zu tatkräftiger Hilfe oder auch aufmunterndem Zuspruch .... Amen
B.D. 4097 empfangen am 4.u.5.8.1947 Erschaffung der Welt .... Lasset euch zu keinem Urteil hinreißen, solange ihr noch nicht vollerweckten Geistes seid. Es gibt so unendlich vieles, das euren Verstand belasten würde, so er es verarbeiten sollte, das aber doch göttliche Weisheit ist, also ein Wissen, das völlig der
Wahrheit entspricht. Der Mensch kann in seiner Unzulänglichkeit nicht ein Teilchen
davon erfassen, er kann auch nicht durch noch so scharfe Verstandestätigkeit Licht darüber empfangen, sondern er muß auf geistigem Wege darüber Aufklärung begehren
und in Empfang nehmen .... Amen
B.D. 4098 empfangen am 5.8.1947 Geistiges Wissen vermittelt Kenntnis des göttlichen Willens .... Vieles ist euch noch verborgen, doch Meine Liebe setzet euch keine Grenzen eures Wissens, so ihr sie im freien Willen zu überschreiten suchet. Doch eines muß Ich von euch verlangen, daß ihr Meinen Worten Glauben schenket, daß ihr die Belehrungen als göttlich anerkennet und sie entsprechend verwertet. Denn ihr müsset eines euch sagen, daß Ich nicht aus Willkür zu euch rede, sondern Meine Weisheit und Liebe die Notwendigkeit ersieht .... daß Ich um eure Hilflosigkeit weiß und sie beheben will. Und was Ich euch nun von oben verkünde, hat unbedingten Erziehungswert .... es soll eure Seele gestalten zur Vollkommenheit. Folglich werde ich euch nicht mit einem Wissen belasten, dessen Besitz nicht sonderlich zur Erhöhung der Seelenreife beiträgt, denn dieses Wissen empfanget ihr im geistigen Reich, sowie ihr Licht- und Kraftempfänger geworden seid und als solche auch fähig, es zu verwerten für euch selbst und für die euch zur Betreuung übergebenen bedürftigen Seelen. Was euch aber mangelt, ist die Kenntnis um Meinen Willen. Und darum übermittle Ich diese euch als Erstes und Wichtigstes für eure Erdenaufgabe. Ich mache euch bekannt mit Meinem Willen, der lediglich das Erfüllen der göttlichen Ordnung betrifft, und stelle euch fort und fort den Segen uneigennütziger Nächstenliebe vor Augen, wie auch umgekehrt die Not der Seele, so ihr dieses Gebot nicht beachtet. Durch erhöhte Liebe zu Mir könnet ihr nun euer Wissen vertiefen, doch ihr müsset auch eine bestimmte geistige Reife besitzen, um den rechten Nutzen daraus zu ziehen. Ohne diesen Reifezustand ist das Wissen völlig nutzlos für euch, und darum gebe ich immer nur dem Seelenzustand des Menschen entsprechend, doch es ist ein jedes Wort lauterste Wahrheit, das von oben euch zugeführt wird durch Meine Liebe. Und je gläubiger ihr es aufnehmet, desto tiefer dringet ihr ein, und desto größeren Frieden und Ruhe überkommt euch, so ihr Meine Liebe und Weisheit erkennet und euch gleichsam Mir voll und ganz anvertraut, um weiteres Wissen zu empfangen und euch beglücken zu lassen von Mir. Ihr könnet noch um vieles reifen und göttliche Wahrheit entgegennehmen, doch dann darf euer Streben danach nie aufhören, ihr müsset stets an euer Ziel denken und jede Gelegenheit nützen, den Inhalt der Kundgaben aufzunehmen, auf daß ihr auch in den ungeteilten Segen derer kommt, damit ihr Mich lieben lernet und emsig an eurer Seelengestaltung arbeitet .... Amen
B.D. 4099 empfangen am 7.8.1947 Mission der letzten Jünger vor dem Untergang .... Und ihr sollt Zeuge sein des letzten Geschehens auf dieser Erde .... Amen
B.D. 4100 empfangen am 7.-9.8.1947 Gottes Barmherzigkeit ist größer als Sein Zorn .... Gottes Barmherzigkeit ist größer als Sein Zorn, und Seine Liebe ist endlos .... Amen
(Die Kundgabe wurde von Bertha Dudde nicht übertragen.) B.D. 4102 empfangen am 11.8.1947 Wort aus der Höhe göttlichen Ursprungs - Aus der Höhe geht euch Mein Wort zu, d.h.,lichtvolle geistige Wesen vermitteln euch dieses, so es nicht euch von Mir Selbst geboten wird. Und diesen Ursprung müsset ihr gelten lassen, sowie ihr ihn zu ergründen sucht, denn es ist Weisheit, die euch geboten wird, es ist ein Wissen, das menschlicherseits euch nicht vermittelt werden kann, weil Menschen ohne Meinen Beistand es niemals gewinnen können mit der Sicherheit absoluter Wahrheit. Glaubet ihr aber an göttlichen Ursprung, so muß es euch auch überaus wertvoll sein, ihr müsset es als kostbarstes Gut schätzen und zu vermehren suchen, ihr müsset es als reinste Wahrheit annehmen und ihm entsprechend leben und handeln. Also müsset ihr glauben und jedes Wort als Ausfluß Meiner Selbst entgegennehmen. Dann wird es auch nicht ohne Wirkung bleiben an euch. Ihr, die ihr gläubig seid, euch könnte Ich auch das Wort direkt aus der Höhe bieten, Ich könnte laut und vernehmlich zu euch sprechen ohne zwangsmäßig auf euren Glauben einzuwirken, doch dieser soll noch eine Festigkeit erreichen, er soll jedem Ansturm standhalten, und darum muß er immer wieder erprobt werden und auch durch Meine Gabe Prüfungen ausgesetzt sein, denn erst, wenn ihr bedingungslos jegliches Wort von Mir als Wahrheit annehmet, ist die Verbindung zwischen euch und der geistigen Welt so tief hergestellt, daß ein ständiger Verkehr ohne jede Vorbereitung stattfinden kann, denn dieser ist nötig in der kommenden Zeit, wo die Meinen angewiesen sind auf die Stärkung von oben durch Mein Wort, wo sie Meinen Zuspruch, Meinen Trost und Meine Hilfe benötigen werden in jeder Lebenslage, wo sie bedrängt werden und darum Meines Beistandes bedürfen. Dann können sie ihn nur durch die Entgegennahme Meines Wortes finden, und dann müssen sie sehr glaubensstark sein, daß Ich Mich tönend äußern kann, ohne ihren Glauben zwangsmäßig zu erhöhen. Die Tiefe des Glaubens muß von den Menschen selbst gewonnen werden, durch inniges Gebet und felsenfeste Überzeugung, daß sie inmitten göttlichen Wirkens stehen. Es darf kein Zweifel mehr in ihren Herzen auftauchen an der Wahrheit dessen, was Ich ihnen biete, sie müssen stets und ständig Meine Stimme erkennen und wissen, daß sie von Lichtwesen umgeben sind, die jede Störung verhüten, so der Mensch nur den ernsten Willen hat, in der Wahrheit zu stehen und von Mir unterrichtet zu werden. Dann erst wird Mein Wort die vollste Wirkung haben auf die Meinen, dann erst werden sie Meiner Gegenwart bewußt sein und in diesem Bewußtsein Ruhe und Frieden finden, wenngleich sie inmitten der feindseligen Welt stehen. Schwacher Glaube jedoch wirkt sich in Zweifeln aus, und wo an Meiner Gabe aus der Höhe gezweifelt wird, dort ist kein rechter Erfolg zu verzeichnen, weder sich selbst noch den Mitmenschen gegenüber. Denn dort verliert Mein Wort seine Wirkung, und es ist vergeblich zu euch geredet worden aus der Höhe. Glaubet fest und ungezweifelt, und ihr werdet einen überraschenden Erfolg haben für eure Seelen .... Meine Liebe wird zu euch Worte der Liebe reden, und ihr werdet sie verstehen und selig
sein .... Amen
B.D. 4103 empfangen am 12.8.1947 Stimme des Geistes Gottes Stimme .... Daß euch die Stimme des Geistes recht belehrt, brauchet ihr nie und nimmer
bezweifeln, denn sie ist Gottes Stimme .... Amen
B.D. 4104 empfangen am 13.8.1947 Gottes Wille
- Stimme des Herzens .... Euch, die Ich liebe, weil ihr Mir zustrebet, euch werde Ich es gefühlsmäßig in euer Herz legen, was ihr tun und was ihr lassen sollt. Und so ihr euch Mir anvertraut im Gebet, so ihr Mir vortraget, was euch drückt oder gedanklich bewegt, werdet ihr es im Herzen spüren, und wozu ihr euch nun gedrängt fühlt oder wonach ihr verlangt, das tuet, und es wird recht sein vor Meinen Augen. Wenn ihr euch Mir im Gebet anempfehlet, so könnet ihr nicht mehr sündigen, denn dann lasse Ich eine Sünde nicht mehr zu. Bittet ihr Mich um Meinen Schutz, so gewähre Ich euch diesen, und ihr könnet euch dann getrost der Stimme des Herzens überlassen, d.h. tun, wonach euer Herz Verlangen trägt. Ich bin euer Vater, Ich will, daß ihr vollvertrauend zu Mir kommt, und Ich will euch wahrlich so bedenken, wie ein liebender Vater es tut, Ich will euch geben, was euch beglückt, sofern es euch nicht zum Schaden gereichet. Und da ihr selbst es nicht ermessen könnt, was für euch gut oder der Seele schädlich ist, so kommet zu Mir, gebt euch Mir voll und ganz zu eigen, traget Mir eure Nöte vor, sei es geistig oder irdisch, und Ich will euch antworten, d.h. Meinen Willen in euer Herz legen, so daß ihr also das Rechte wollen werdet, was ihr dann auch ausführen könnt. Und so könnet ihr mit allen Anliegen zu Mir kommen, und ihr werdet niemals ohne Antwort bleiben, denn diese lege Ich in euer Herz. Nur müsset ihr auf die Stimme des Herzens achten, ihr müsset wissen, daß jedes innere Drängen immer der Einfluß von Kräften ist, die euch bestimmen wollen, etwas auszuführen oder zu unterlassen. Kräfte der Finsternis werden euch zur Sünde verleiten wollen, Kräfte des Lichtes zu Mir wohlgefälligem Handeln. Lasset die Kräfte des Lichtes auf euch Einfluß gewinnen, und niemals könnet ihr dann sündigen. Und diesen Kräften überlasset euch, sowie ihr stets mit Mir Verbindung suchet im Gebet, so ihr mit Mir Zwiesprache haltet und Mich in allen euren Nöten zu Rate ziehet. Ich liebe Meine Geschöpfe und habe nur ihr Seelenheil zum Ziel. Und wo dieses nicht in Gefahr ist, gewähre Ich ihm alles, auch irdische Freuden, so sie das geistige Streben nicht beeinträchtigen. Doch immer will Ich euer Mentor sein, immer sollt ihr Mir die Entscheidung überlassen und nach innigem Gebet euer Herz befragen, und es wird euch wahrlich recht leiten .... Amen
B.D. 4105 empfangen am 14.8.1947 Eigenliebe .... Gott hat euch aufgetragen, einander zu lieben, Er hat euch ein Gebot gegeben, das ihr
erfüllen müsset, wollet ihr selig werden. Und dieses Gebot fordert nichts als Liebe zu
Ihm und zum Nächsten .... Amen
B.D. 4106 empfangen am 15.u.16.8.1947 Verteilung irdischer Güter .... Solange ihr Menschen nicht gleicher Meinung seid, seid ihr auch nicht gleichen Geistes, denn die Stimme des Geistes wird immer nur die Wahrheit künden, sie wird sich
niemals widersprechen, also sich bei allen Menschen übereinstimmend äußern. Wer
also auf die Stimme des Geistes lauschet, der kann auch überzeugt sein, die Wahrheit zu
vernehmen als Antwort auf Fragen, die ihm gestellt werden. Ich aber enthalte euch
keine Antwort vor, so ihr Mich selbst darum angeht; Ich gebe sie euch durch Meinen
Geist, so er in euch wirken kann; Ich gebe sie euch in Form von klaren Gedanken, so ihr
die Stimme des Geistes nicht selbst vernehmet, oder auch durch Meine Diener auf
Erden, deren Belehrungen ihr getrost annehmen dürfet als reine unverfälschte Wahrheit. Was euch in Form von Gedanken zugeht, muß also übereinstimmen mit dem, was
euch Meine Boten übermitteln, ansonsten ihr noch nicht erleuchtet seid, also ihr Meine
Antwort nicht begehret habt, sondern eure Gedanken das Ergebnis von Verstandesdenken allein sind. Diesen Unterschied müsset ihr machen, daß ihr sehr wohl euch eine
Antwort zurechtlegen könnet auf geistige Fragen, die keinen Anspruch hat auf absolute
Wahrheit, so Ich dabei ausgeschaltet werde insofern, als daß ihr nicht Mein Urteil zuvor
angefordert habt, ehe ihr euch eine eigene Meinung bildetet. Und daher werden bei den
Menschen stets verschiedene Meinungen anzutreffen sein, und nun entsteht die Frage:
Wer ist von Meinem Geist erleuchtet? Welches Ergebnis ist reine Wahrheit? Und es gibt
im Zweifelsfalle wieder nur die eine Antwort: Unterbreitet Mir die Fragen, und Ich will
sie euch beantworten, auf daß ihr zur Klarheit kommt .... Also wird ein gläubiger Mensch dauernd von Mir empfangen dürfen und keine Not zu leiden brauchen, denn Ich Selbst verausgabe Mich nie, habe also immer Gaben bereit, die Ich austeilen kann, auch wenn dies irdisch unmöglich erscheint, denn Ich bin doch der Herr über jegliche Schöpfung, und Mir steht es frei, auch die Früchte Meiner Schöpfungen zu verteilen nach Meinem Ermessen. Und es kann der eine haben, während der andere leer ausgeht, und dies zu Zeiten irdischer Notlagen sowohl als auch irdischen Wohlstandes, denn die Verteilung irdischer Güter liegt Mir allein ob. Und darum braucht ein gläubiger Mensch nicht vorzusorgen, weil dies Meine Sorge allein ist, worüber ein Mensch verfügen soll .... (16.8.1947) Und so ihr die verschiedenartige Verteilung irdischer Güter bei euren Mitmenschen betrachtet, müsset ihr selbst zugeben, daß dies nicht vom Menschen allein abhängt, sondern in gewisser Beziehung schicksalsmäßig vor sich geht, daß der Mensch selbst es nicht immer in der Hand hat, sich die Lebensverhältnisse seinem Wunsch gemäß zu schaffen. Und letzten Endes müsset ihr, so ihr gläubig seid, diese Verteilung von Mir ausgehend ansehen, daß Ich sowohl gute als auch schlechte Lebenslagen den Menschen bereite, je nach der Notwendigkeit für das Ausreifen der Seele. In gleicher Weise also ist die Versorgung des Körpers Mein Werk und geht entsprechend der Glaubensstärke vor sich. Und es wird der schwachgläubige Mensch nicht so felsenfest auf Meine Hilfe bauen und darum auch kleinlich sein in der Sorge um seinen Körper, wo er nur Mich vertrauensvoll bitten dürfte, um jeder Sorge um sein körperliches Wohl ledig zu sein. Ein Versorgen auf lange Sicht hinaus entspricht nicht Meinem Willen, denn Mein Ziel ist, euch zu höchster Glaubensstärke zu entwickeln, und selten werdet ihr Menschen erkennen, daß Ich euch offensichtlich zur Seite stehe, daß Ich euch erhalte und alle eure Bedürfnisse decke, oft in einer Weise, die ganz aus dem Rahmen des Natürlichen heraustritt, um eben dadurch euren Glauben zu festigen und ihn zu solcher Stärke zu bringen, daß es keinen Zweifel an der Erfüllung jeglicher Bitte mehr gibt und daß der Mensch sich keinerlei Sorge zu machen braucht um die Erhaltung seines Körpers, solange er auf Erden lebt. Diese Glaubensstärke garantiert auch restlose Versorgung, entsprechend wohl dem Geisteszustand der Allgemeinheit, jedoch auch den Bedürfnissen des einzelnen angepaßt. Ich weiß es wahrlich, was die Menschen benötigen, und der Meinen, d.h., derer, die im freien Willen Mich anstreben und Mich als ihren Vater von Ewigkeit anerkennen, derer nehme Ich Mich ganz besonders an, und Ich werde es verhüten, daß ihr Glaube zuschanden werde. Und darum nehme Ich oft den Menschen, was sie in der Absicht, sich zu versorgen für spätere Zeiten, zusammengetragen haben, da sie sonst lange Zeit dazu benötigen, sich Mir im tiefen Glauben vertrauensvoll zu entäußern und Meine Hilfe zu erbitten und zu erwarten. Denn Ich will erkannt werden von den Menschen, Ich will ihnen ein treusorgender Vater sein, und Meine Kinder sollen jedes Anliegen zu Mir tragen, sich Mir anvertrauen und gläubig Meine Hilfe erwarten. Und sie werden nie und nimmermehr Not leiden, denn Ich habe ihnen die Verheißung gegeben: „Suchet zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch zufallen ....“ Amen
B.D. 4107 empfangen am 19.8.1947 „Wer Meine Gebote hält ....
Lasset Mich zu euch sprechen an allen Orten, zu jeder Zeit und in allen Lebenslagen,
in Freuden und Leiden, in Nöten und Sorgen des Körpers und der Seele, indem ihr eure
Gedanken Mir zuwendet und Meine Stimme zu hören begehret .... Denn Ich liebe euch, die ihr den Willen in euch traget, zu Mir zu kommen. Und da Mich übergroße Liebe mit euch verbindet, werde Ich es auch nicht zulassen, daß ihr in die Irre gehet, so ihr an einem Scheidewege nicht wisset, wohin ihr euch wenden sollet. Ich dränge euch ganz sanft dem rechten Wege zu, Ich fasse euch an der Hand, auf daß ihr nicht strauchelt, Ich erleuchte euch den Weg, so es dunkel geworden ist und ihr ihn nicht mehr recht zu erkennen vermögt. Und immer wieder werdet ihr Meine Stimme vernehmen dürfen, und dies soll euch Gewißheit geben, daß Ich Selbst bei euch bin. Ihr sollet die Erde nur als Übergangsstation betrachten, um auf ihr den Grad zu erreichen, der Meine Nähe zuläßt. Habet ihr ihn aber erreicht, so brauchet ihr irdisch nicht das Geringste mehr zu befürchten, denn dann seid ihr als Anwärter des geistigen Reiches vorgemerkt, und diese erreichen ihr Ziel unwiderruflich. Was irdisch euch also noch auferlegt ist, das soll euch nicht schrecken, denn das ist nur ein vorübergehender Zeitabschnitt von überaus kurzer Dauer, den ihr nicht mehr allein zurücklegt, sondern in steter Begleitung von Mir auch gegen alles Unheil gefeit seid. Herzen, in denen Ich Aufenthalt genommen habe, sind unweigerlich Mein, und was in Meinen Besitz übergegangen ist, das lasse Ich ewiglich nicht mehr von Mir, und diese Versicherung soll euch das Leben leichter tragbar machen, ihr sollt ihr Glauben schenken und euch stets als Meine Kinder fühlen, die unter Meiner Führung sicher in ihr Vaterhaus zurückkehren .... Amen
B.D. 4108 empfangen am 21.8.1947 Hinweis auf Geschehen .... Erwartet Mein Kommen bald, denn es ist nicht mehr viel Zeit bis zum Ende .... Amen
B.D. 4109 empfangen am 22.8.1947 Gott als Vater, Freund und Bruder wirbt um die Liebe .... Ich will euch ein liebevoller Vater sein, ein weiser Führer und Berater, ein treuer
Freund und Bruder, Ich will euch alles geben, was ihr benötigt auf Erden, Ich will euch
seelisch und leiblich bedenken, Ich will für euch sorgen ohne Unterlaß, und nimmermehr sollt ihr euch von Mir verlassen glauben; Ich will in jeder Not euch beistehen und
euch schützen gegen alle Angriffe eurer Feinde, sei es geistig oder auch irdisch, Ich will
alle Gnadengaben über euch ausschütten, und immer sollet ihr Meine Liebe erkennen,
die Ich von Anbeginn für euch hege und die nimmermehr abnehmen wird bis in alle
Ewigkeit .... Amen
B.D. 4110 empfangen am 24.8.1947 Erkenntnis der Wertlosigkeit des Irdischen .... Was kann euch das Erdenleben noch bieten, so ihr erkannt habt, daß das Leben im
geistigen Reich um vieles wertvoller ist, daß es doch das eigentliche Leben ist, dem nur
eine Vorbereitungszeit vorangeht .... das Leben der Seele in der Verkörperung als
Mensch .... Amen
B.D. 4111 empfangen am 25.8.1947 (Die Kundgabe wurde von Bertha Dudde nicht übertragen.)
B.D. 4112 empfangen am 25.8.1947 Gott als Lehrmeister .... Der gnadenreiche Akt geistiger Belehrung kann nicht geleugnet werden, so ein
Mensch Einblick nimmt in ein Geistesgut von umfangreichem Ausmaß und ernsthaft
darüber nachdenkt. Er muß dann eine Kraft als Ursprung anerkennen, so er es sich
nicht natürlich erklären kann. Der geistig erweckte Mensch kann wohl eine Erklärung
geben, denn er weiß es, daß der Lebenswandel des Empfängers Belehrungen möglich
macht .... er weiß es, daß Gott jeden Menschen belehrt, der Ihn als Lehrmeister anerkennt und sich in Seine Schule begibt. Dennoch bleibt es eine Gnade von größter
Bedeutung, die nicht jeder Mensch aufweisen kann, wenn die Art der Belehrung in
einer Weise vor sich geht, daß sie in Form von Niederschriften den Empfänger
beglückt, daß sie also auch für die Mitmenschen überaus bedeutsam ist. Dann kann
wohl erkannt werden, daß Gott Sich den Geisteszustand der Menschen angelegen sein
läßt, daß Er nicht nur den einzelnen belehren will, sondern auch dessen Umwelt die
Möglichkeit gibt, aus dem Quell der ewigen Wahrheit zu schöpfen, denn geistige Belehrungen sind unwiderlegbar reinste Wahrheit, weshalb, wer in der Wahrheit stehen will,
den Geist Gottes als Lehrkraft haben muß. Ist der Wille zur Wahrheit vorhanden, so ist
auch immer der Geist Gottes bereit, zu wirken an und in den Menschen, und er leitet sie
in die Wahrheit, wenn auch in verschiedener Art. Immer aber ist es eine Gnadengabe,
die der Mensch empfängt, und diese Gnadengabe muß begehrt und dankend in Empfang genommen werden. Dies ist Voraussetzung, daß der Mensch in rechtes Denken
geleitet wird und auch die innere Überzeugung gewinnt, recht zu denken, so er noch
nicht vom Wirken des Geistes unterrichtet ist. Das Wissen darum ist schon ein erhöhter Grad der Seelenreife, ein Beweis nur für diesen Menschen selbst, nicht aber für die
Mitmenschen, denen das Wissen noch nicht vermittelt werden konnte. Denn solange
sie nicht selbst nach der Wahrheit streben, ist auch ihre Erkenntniskraft nur schwach.
Und folglich müssen sie erst angeregt werden, die Wahrheit zu suchen und den Geber
der Wahrheit anzurufen, daß Er ihnen jene vermittelt, daß Er sie Selbst in die Schule
nimmt und sie belehrt .... Amen
B.D. 4113 empfangen am 28.8.1947 Gott als Lehrmeister auch durch Mittler .... Was ihr von Mir empfanget, gilt nicht nur für den einzelnen Menschen, für den Empfänger selbst, sondern jeder, der durch diesen Mein Wort vernimmt, ist gewissermaßen
Mein Schüler, den Ich Selbst belehre. Daß die Fähigkeit, zu empfangen, verschieden ist
und oft gänzlich fehlt, berechtigt nicht zu der Annahme, daß dem Menschen nicht die
Möglichkeit geboten wird, in die Wahrheit einzudringen, wie umgekehrt nicht der
andere deshalb weise wird, d.h. voll des geistigen Wissens ist, weil er in direkter Verbindung steht mit Mir. Allein ausschlaggebend ist nur der Wille des Menschen, einzudringen in die Wahrheit, und der Lebenswandel in uneigennütziger Nächstenliebe. Also
gebe Ich auch jedem Menschen Antwort, so er solche begehrt .... Amen
B.D. 4114 empfangen am 28.-30.8.1947 Gott als Lehrmeister auch durch Mittler .... Vermittler von Mir zu den Menschen werden immer nur die sein können, die sich
einer regen Tätigkeit befleißigen auch in irdischer Beziehung. Sie müssen willig und
fähig sein zu einer ständigen Arbeit. Denn diese verlange Ich, so jemand in Meine Dienste tritt, und muß sie erst recht verlangen, so es gilt, einen Mir dienenden Knecht auszubilden und ihn zu einer Tätigkeit vorzubereiten. Nur wer irdisch pflichtgetreu und
emsig ist, der kann zu einer Arbeit herangezogen werden, die wohl Geistiges berührt,
jedoch auch Nützen der Körperkraft erfordert, also gewissermaßen irdisch genannt
werden kann. Wer also tauglich für diese Arbeit von Mir befunden wird, dem wird
Meine Gnadengabe zugewendet werden, die dann aus seinen Händen hervorgehend
angesehen werden kann, so lange, bis der Mitmensch selbst eine Arbeit in Angriff
nimmt .... seine Seele zu gestalten nach Meinem Willen, der ihm durch die von oben
gebotene Gnadengabe kundgetan wird. Dann begreift er die Dringlichkeit einer Übermittlung von oben, und er erkennt die rein geistige Aufgabe dessen, der in Meinem Auftrag tätig ist. Wer aber diese Seelenarbeit außer acht lässet, der wird niemals die Kundgaben als von oben kommend betrachten, sondern nur eine irdische Arbeit darin ersehen, die seiner Ansicht nach völlig unnütz ist. Ich aber lege großen Wert darauf, und
lasse nicht nach, auch Meinen Dienern die Dringlichkeit vor Augen zu halten, und Ich
ermahne sie stets von neuem, überaus rührig zu sein und sich nicht durch abfällige
Reden der Mitmenschen beirren zu lassen, denn es geht um das Höchste, es geht um das
Los der Seele in der Ewigkeit. Wer sich dies ernsthaft vor Augen hält, der schenkt auch
den Kundgaben mehr Beachtung, und sie werden nicht ohne Erfolg bleiben. (29.8.1947)
Um aber die Kundgaben aufnehmen zu können, muß der Empfänger erstmalig daran
glauben, daß sie von oben stammen. Fehlt dieser Glaube, dann ist es auch nicht möglich, daß sich Lichtwesen einschalten in die Gedanken des Aufnehmenden. Und dann
ist auch der Mitmensch geneigt, zu glauben an eine Beeinflussung menschlicherseits,
und er lehnt es ab. Der Glaube an Mein Wirken im Menschen durch Meinen Geist ist
unbedingt nötig, um eine solche Gnadengabe von Mir zugewendet zu bekommen. Und
darum wird es selten sein, daß Ich Mich in dieser Weise äußern kann, trotz des Willens
der Menschen, in Meinem Willen zu leben, und trotz des Glaubens an Mich, Meine
Liebe, Allmacht und Weisheit. Denn erst der Glaube veranlaßt den Menschen, zu horchen nach innen, und dann kann er die innere Stimme vernehmen, wenn er sensibel ist,
d.h. jede Empfindung auswerten kann. Denn die innere Stimme zu vernehmen ist verfeinertes Empfinden und gleichfalls eine Notwendigkeit, denn von dem irdischen zum
geistigen Reich Verbindung herzustellen erfordert ein dem geistigen Reich zugewandtes Denken, das aber gepaart sein muß mit dem festen Willen, Gott zu dienen. Beides
trägt dem Menschen verfeinertes Empfindungsvermögen ein, und nur dadurch ist es
möglich, Meine Stimme zu vernehmen. Doch die kommende Zeit ist so schwer und
wird leichte und schwachgläubige Menschen wankend machen. Ich aber gebe jedem
Menschen Möglichkeit, (30.8.1947) Kenntnis zu nehmen von der ewigen Wahrheit, und
spreche deshalb nicht nur direkt, sondern durch Mittler zu allen Menschen, also nehmen diese gewissermaßen das gleiche entgegen, wie die direkt von Mir gelehrten Diener auf Erden, nur daß Ich durch deren Mund zu ihnen rede, um einen Glaubenszwang
auszuschalten bei denen, die noch schwach sind im Glauben. Denn das von Mir gesprochene Wort muß ihnen so dargeboten werden, daß sie es im freien Willen entgegennehmen oder es auch ablehnen können. Und darum behalte Ich Mir auch die Art des Übermittelns vor, indem Ich auch Meinen Dienern die Worte so in den Mund lege, wie sie
dem Mitmenschen am dienlichsten sind, um ihn zum Nachdenken anzuregen. Und
darum werden auch die Gespräche den Verlauf nehmen, den Ich als günstig erachte, d.h., es werden Meine Diener so reden, wie es Mein Wille ist, so sie für Mein Wort eintreten, so sie für Mich tätig sind, also Gespräche führen im Rahmen des Geistigen. Wo
der Mensch empfindlich ist, muß er angefaßt werden, sollen die Worte nicht ohne Eindruck bleiben, und wo er sich in irrigem Denken befindet, dort muß der Kampf einsetzen, denn es muß der Irrtum als erstes bekämpft werden, und es ist dies nicht mit Toleranz zu erreichen, mit einer Rücksichtnahme auf alte Tradition. Wer für Mich kämpft,
der muß mit dem Schwert des Mundes kämpfen, er darf nicht Menschen zuliebe Mir
untreu werden; es muß ihm Mein Wort wichtiger sein als die Zuneigung eines Menschen, dessen Leben oder Anschauungen Meinem Wort widersprechen. Und darum
erwähle Ich Mir furchtlose, unerschrockene Streiter auf Erden, die den geringsten
Widerspruch gegen Mein Wort aufdecken, die mit Eifer eintreten für alles, was sie durch
die innere Stimme vernommen haben, die, so sie einmal Meine Wahrheit erkannt
haben, nicht mehr davon abgehen und jede Gelegenheit nützen, sie zu verbreiten. Und
ihre Arbeit wird gesegnet sein .... Amen
B.D. 4115 empfangen am 31.8.u.1.9.1947 „Nehmet hin und esset ....
Den Meinen rufe Ich zu: Rüstet euch und rechnet damit, daß ihr bald gerufen werdet
und euch an eure Arbeit begeben müsset, für die Ich euch gedingt habe. Die Tage sind
gezählt, und es sind wenige, die euch noch beschieden sind. Und dann werdet ihr euch
von der Wahrheit Meines Wortes überzeugen können und stark werden im Glauben.
Bis dahin aber werdet ihr noch vielerlei Bedrängnissen ausgesetzt sein, die teils von
außen, teils von innen kommen, auf daß ihr euch immer inniger an Mich anschließet,
und Ich euch mit Kraft erfüllen kann, die euch fähig macht, allen Widerständen Trotz
zu bieten und willige Arbeiter für Mich zu werden. Ich dränge euch ständig zu eifriger
Seelenarbeit, weil Ich es weiß, wie nötig es für euch ist, daß ihr nicht lau werdet. Ich bin
Selbst bei euch, und ich lenke eure Gedanken immer wieder in das geistige Reich, Ich
rege euch an, Verbindung zu suchen mit jenem, und sende euch Boten entgegen, die, aus
dem Lichtreich kommend, euch ständig belehren eurem Fassungsvermögen gemäß.
Und Ich Selbst gebe euch Aufschluß, worüber ihr nur solchen begehret. Ich will nicht,
daß ihr euch mit Zweifeln plaget, also will Ich sie durch Zuleiten der reinen Wahrheit
verjagen, und so ihr nun aufgeklärt seid und selbst davon überzeugt, daß ihr die Wahrheit besitzet, wird es ein leichtes sein, für Mich zu arbeiten, denn dann tretet ihr auch
ein für das, was Ich lehre durch Meinen Geist im Menschen. Und dieser spricht in euch,
wie Ich Selbst zu euch sprechen würde, so Ich mitten unter euch weilte. Und also könnet ihr Mich fragen jederzeit, und die rechte Antwort wird euch werden. Denn sowie
der Ruf an euch ergehet, müsset ihr die irdische Arbeit zurückstellen und vorerst tun,
was Ich euch heiße durch die innere Stimme. Und als erstes will Ich euch jeglichen
Zweifel nehmen, der euch noch beschwert und den ihr ablegen sollt. Ich will eure Fragen beantworten, auch wenn ihr sie nicht laut aussprechet, denn Ich weiß um alle eure
geheimsten Gedanken, um die Stärke eures Willens und Glaubens: (1.9.1947) Haltet
euch erstmalig an Mein Wort, das euch von oben geboten wird. Dieses Wort kommt
direkt von Mir, oder es wird euch zugeleitet durch Lichtwesen, die nur Meinen Willen
ausführen und euch so belehren, wie es Mein Auftrag ist. Im gleichen Sinne hat auch der
Mensch Jesus auf Erden gelehrt, denn Er war gleichfalls ein Lichtwesen, und Er sprach
an Meiner Statt zu den Menschen, also auch in Meinem Willen. Es war also Sein Wort
das gleiche Wort, das von Mir ausging, und so konnte Er mit Recht sagen: „Wer Mich
höret, der höret den Vater, denn der Vater und Ich sind eins ....“ Meine Stimme ertönte
in Ihm, Meine Kraft wirkte in Ihm, und Mein Geist nahm voll und ganz Aufenthalt in
dem Menschen Jesus, Der sonach als durchstrahlt von Mir, gänzlich vereint war mit
Mir. Und diese gänzliche Vereinigung war die Folge eines vorbildlichen Liebelebens,
eines Lebens in uneigennütziger Nächstenliebe, wie Ich sie fordere von allen Menschen,
die vollkommen werden wollen. Also zieht ein Leben in Liebe die völlige Vereinigung
mit Mir nach sich und diese wieder die Vermittlung Meines Wortes, die Ausstrahlung
Meiner Selbst .... Amen
B.D. 4116 empfangen am 2.u.5.9.1947 Untergang der alten Erde, Erleben im Fleisch .... Dies gab Ich euch kund, daß ihr den Untergang der alten Erde noch erleben werdet
im Fleisch, und Ich wiederhole es, auf daß ihr glaubet. Euer Glaube ist schwach, und ihr
wehret euch innerlich dagegen, daß ihr in der letzten Zeit stehet. Doch Mein Geist
spricht immer und immer wieder zu euch und gibt euch den Zeitpunkt des Endes als
nahe bevorstehend an .... (5.9.1947) Und darum rede Ich immer eindringlicher auf euch ein, denn ein tiefer
Glaube ist nötig, wenn eure Worte bei den Mitmenschen Erfolg haben sollen. So ihr
selbst die Überzeugung habt, daß das, was ihr höret durch die Stimme des Geistes, volle
Wahrheit ist, seid ihr auch rechte Vertreter Meines Wortes auf Erden, und ihr leihet Mir
dann nur euren Mund, daß Ich Mich Selbst durch diesen äußern kann. Und es ist dies
eure Aufgabe in kommender Zeit, daß ihr das Sprachorgan seid für Mich, weil anders
Ich Mich den Menschen nicht offenbaren kann, es aber unbedingt nötig ist, daß sie
Mich Selbst vernehmen, wenngleich sie nicht immer Meine Stimme zu erkennen vermögen. Die Not der letzten Tage tritt mit solcher Schwere an die Menschen heran, daß
sie ohne Meine Hilfe, ohne Mein Wort verzweifeln müßten. Rede Ich Selbst aber zu
ihnen, so werden sie stark sein und auch der größten Not Widerstand leisten können,
denn Meine Worte werden ihnen Kraft vermitteln, und darum sollet ihr Mir eure Dienste leisten, weil ohne allen Zwang auf die Menschen eingewirkt werden muß und weil
Ich Selbst immer anwesend sein kann, wo ihr als Mittler die Menschen in geistige Gespräche verwickelt und also der Kontakt hergestellt wird zwischen Mir und den zu
belehrenden Menschen, die dringend Mein Wort benötigen, wollen sie durchhalten bis
zum Ende. Und das Ende kommt bald .... Amen
B.D. 4117 empfangen am 7.9.1947 Großes Leid - Große Gnade .... Übergroßes Leid ist eine besondere Gnade, wenngleich euch dies unbegreiflich ist; denn Meine Liebe will euch Menschen nicht versinken lassen im Taumel der Welt und stellt diesem gegenüber Stunden finsterster Not, um euch zum Besinnen zu veranlassen, ansonsten die Seele leer ausgehen würde und keinen Erfolg zu verzeichnen hätte in ihrer geistigen Entwicklung. Das Leid ist stets als ein Mittel anzusehen, den Menschen hilflos und seiner Schwäche bewußt zu machen, und sowie das Leid dazu beiträgt, daß sich die Seele Mir zuwendet, daß sie Mich angeht um Hilfe und sich demütig Mir anvertraut, ist es von großem Segen und daher als eine Gnadengabe anzusehen. Denn das Leid führt zu Mir, während durch die Freuden der Welt sowie jeden irdischen Genuß das Gegenteil erreicht wird. Leid veranlaßt den Menschen zum Beten, und ohne Gebet ist keine Verbindung von euch zu Mir möglich. Ohne Gebet kann euch die Gnadengabe nicht zugeleitet werden, denn das Gebet bekundet den Willen und das Verlangen nach Mir, und also kann Ich dem Menschen entgegenkommen und ihm als Erfüllung seiner Bitte geben, wessen er bedarf. Bleibt aber der Mensch von Leid verschont, so verharrt der Körper in der Abwehr des Geistes, so dieser sich der Seele kundtun möchte, auf daß der Mensch die rechte Führung und Belehrung entgegennehmen kann. Letzteres aber ist unbedingt nötig für den geistigen Aufstieg, für das Erreichen eines hohen Reifegrades der Seele, daß diese vom Geist unterwiesen wird und also die Seele mit dem Geist sich einet. Dazu muß Ich aber unbedingt mit Meiner Kraft ihr Hilfe gewähren und also vorerst darum angegangen werden, weil der freie Wille des Menschen ausschlaggebend ist, dieser aber wird zur Entscheidung gedrängt im Leid. Es kann das Leid auch ein Menschenherz verhärten, dann treibt der Mensch ab und strebt nicht mehr die Höhe an, und dann gibt es kein anderes Mittel, das erfolgreicher wäre. Zumeist aber führt das Leid zu Mir hin, zumeist vervollkommnet sich der Mensch durch Leid, und dann hat dieses seinen Zweck erfüllt. Dann aber sollet ihr Mir auch dankbar sein für solches und es auch als Gnade anerkennen, denn es ist irdisches Leid kein Dauerzustand und überaus segensreich, so ihr selbst nur wollet, daß ihr reifet. Dann werdet ihr es Mir danken ewiglich, und im Zustand des Erkennens ist euch auch das irdische Leben leichter erklärlich, und ihr findet euch auch in der großen Notzeit zurecht, denn ihr lebt dann euer Leben nicht mehr allein, sondern mit Mir, weil ihr im Gebet euch Mir erschließet und nun Kraft empfanget, die ihr wieder nützen könnet nach eigenem Willen und nützen werdet mit Sicherheit zum geistigen Aufstieg, wie es eure Bestimmung ist .... Amen
B.D. 4118 empfangen am 8.9.1947 Einwirken der Lichtwesen auf das Schicksal .... Alle Kundgaben haben ihren Ursprung in Mir, sowie sie nach innigem Gebet als
Stimme des Geistes vernehmbar sind. Es wäre also widersinnig, anzunehmen, daß Ich
Mir jemals widersprechen könnte, und darum ist es geboten, einer jeden Kundgabe
Wert beizulegen, und so wird auch deren Sinn leichter verständlich sein .... Amen
B.D. 4119 empfangen am 9.u.10.9.1947 Erkennen der Stimme Gottes .... Wer Mich liebt, der erkennt auch Meine Stimme, und er wird ihr Folge leisten. Wer aber die Welt liebt, dem ist Meine Stimme fremd, denn sie tönet ihm nicht nach Wunsch. Und darum wird auch Meiner Stimme von oben nicht geachtet werden, weil nur wenige Menschen von der Welt sich abkehren, die meisten aber noch Sklaven der Welt sind und also unfähig, Meine Stimme zu erkennen. Und dennoch äußere Ich Mich auch ihnen gegenüber, um sie stutzig zu machen. Denn es sind verschwindend wenige, wo ihr, Meine Diener auf Erden, Erfolg haben werdet, (10.9.1947) weil den Menschen der Glaube vollständig mangelt, daß Ich zu den Menschen auf Erden spreche in einer Form, die Meine Liebe zu ihnen kundgibt. Es ist nur die große Liebe zu Meinen Geschöpfen, die Mich veranlaßt, Mich zu offenbaren, weil sie in großer Not sind und Ich ihnen helfen will; weil Ich sie nicht zwangsmäßig beeinflussen möchte, ansonsten Ich hörbar von oben sprechen würde in einer Weise, daß sie Mich erkennen müßten. Ich will erkannt werden, doch es muß der Wille dazu von Meinen Geschöpfen selbst ausgehen. Dann trete Ich ihnen so offensichtlich nahe, daß es ihnen leichtfällt, an Mich zu glauben und Mir Liebe entgegenzubringen. Und dann ist auch das rechte Verhältnis von Meinen Geschöpfen zu Mir hergestellt, das Verhältnis eines Kindes zum Vater .... dann kann Ich es erfassen und in Meine besondere Hut nehmen, Ich kann ihm geben, was es benötigt, und Ich kann es einführen in die Wahrheit, und diese wird erkannt werden als von Mir ausgehend und vollen Glauben finden. Und es wird Mir ein williger Knecht sein, wer Meine Stimme einmal erkannt hat, denn er ist glücklich, Mir dienen zu können, weil er Mich liebt. Und so wird die Liebe und die Gabe des Erkennens immer zusammen sein. Nur wer Liebe zu Mir empfindet, der wird fähig sein, in Meinem Wort, Meiner Gnadengabe von oben, den göttlichen Ursprung zu erkennen und demnach es aufzunehmen als eine Offenbarung, die wohl an alle Menschen gerichtet ist, die aber den Willen zu Wahrheit fordert, ehe sie von Wirkung ist auf die Menschen. Sie werden den Segen Meiner Stimme erfahren an sich selbst, sie werden glücklich sein schon auf Erden und niemals kraftlos werden können, denn wer von Mir Selbst eine Gnadengabe in Empfang nimmt, der ist Mein Kind, dem Ich stets verhelfen will zur Kraft, auf daß es nicht schwach durchs Erdenleben gehe und seinen Erdenlebenszweck erfüllen kann .... Amen
B.D. 4120 empfangen am 11.9.1947 Johannes 14, 15-26 .... Und in jeder geistigen Not bin Ich ihm nahe und stärke und tröste es, jede irdische
Not behebe Ich, sowie es seiner Seele dienlich ist. Immer aber höret es Meine Stimme,
so es lauschet nach innen und Mich hören will. Denn Ich bin als liebender Vater immer
darauf bedacht, Mein Kind zu beglücken in Form Meines Wortes, das Meine tiefe Liebe
zum Ausdruck bringt. Und so werde Ich Meine Mir in Liebe zustrebenden Kinder auch
fähig machen, Mein Wort zu vernehmen, und sie werden es als Stimme des Vaters
erkennen .... Amen
B.D. 4121 empfangen am 12.9.1947 (Persönliches .... ) Und so gehet gemeinsam euren Weg bis zum Ende, unter Meiner Führung, mit der
Zusicherung Meiner Hilfe in allen Lebenslagen, in jeder irdischen und geistigen Not
und im besonderen in eurer geistigen Arbeit, die nunmehr Zweck und Ziel eures
Zusammenschlusses sein soll. Und lasset keine Zweifel in euch aufkommen ob der
Wahrhaftigkeit dessen, was durch die Stimme des Geistes euch vermittelt wird, denn im
tiefen ungezweifelten Glauben liegt eure Stärke und der sichere Erfolg eurer geistigen
Arbeit. Was ihr auch beginnet, ziehet Mich zu Rate, lebet euer Leben nicht ohne Mich,
lasset Mich täglich euer Begleiter sein, und bittet Mich um Meinen Segen .... Amen
B.D. 4122 empfangen am 13.9.1947 Lehramt - Lehrkraft - Wahrheitsgemäßes Wissen .... Ein Lehramt kann nur von Menschen verwaltet werden, die bereit sind, sich das dazu
erforderliche Wissen anzueignen, ansonsten sie niemals als Lehrkraft tätig sein können. Es ist nun überaus wichtig, daß diese Lehrkräfte unterwiesen werden von wirklich
Wissenden, d.h., der Belehrende muß selbst in der Wahrheit stehen, er muß über ein
Wissen verfügen, das ihn befähigt, solches weiterzugeben, und darum ist es verständlich, daß das höchste Wissen, die göttliche Wahrheit, erstmalig göttlichen Ursprung
haben muß, daß der dieses Wissen Empfangende also wahrheitsgemäß unterrichtet ist,
weil der Ursprung, Gott, die ewige Wahrheit Selbst ist, daß demnach Gott Selbst als
Lehrmeister anzusehen ist und daher auch die Verbreiter der göttlichen Wahrheit von
Gott gelehret sein müssen, wollen sie wieder lehren auf Erden unter den Menschen. Er
wird auch stets die Menschen selbst erwählen, die in seinem Auftrag nun tätig sind und
das Evangelium hinaustragen in die Welt, und Er wird es zu verhindern wissen, daß
Seine Schüler falsches Wissen entgegennehmen oder die reine Wahrheit ihnen unverständlich dargeboten wird. Ferner wird Er auch die von Ihm erwählten Lehrkräfte
schützen vor irrigem Denken oder irrigen Einflüsterungen schlechter Kräfte, wie Er
umgekehrt aber auch die Lichtwesen, d.h. wissende Kräfte, anweisen wird, geistig auf
die Menschen einzuwirken, die dem Lehramt einmal vorstehen sollen. Und diese Lichtwesen können wieder nur die reine Wahrheit aus Gott austeilen, weil sie nur den Willen
Gottes erfüllen und als Lichtwesen unentwegt Wissen empfangen und es verwerten
können. Wer aber einmal für das Lehramt bestimmt ist, den lässet Gott nimmermehr
aus, ist doch die Berufung durch Gott erst erfolgt nach freiwilliger Hingabe des Menschen an Ihn, nach Unterstellen des Willens unter den göttlichen Willen, und also das
Streben zu Gott so offensichtlich kundgetan wurde, daß Gott nun ihn nimmermehr
zurücksinken lässet in den Zustand der Trennung von Ihm. Er erfaßt das freiwillig zu
Ihm Zurückkehrende und nimmt es nun als Sein Eigentum in ständige Obhut. Und Er
betreut es mit einer Aufgabe .... für Ihn zu wirken auf Erden und tätig zu sein als Verbreiter der göttlichen Wahrheit. Also unterrichtet Er als erstes den Menschen seiner
Aufgabe gemäß .... Amen
B.D. 4123 empfangen am 15.9.1947 Vermehrtes Ringen eines Lichtempfängers auf Erden - Ausgleich .... Wer die Fähigkeit besitzt, das Wort direkt von Gott in Empfang zu nehmen, d.h., wem es gelingt, sich zu konzentrieren, daß er die überaus feine Stimme des Geistes zu hören vermag, der wird verständlicherweise durch diese Gnadengabe eine höhere Seelenreife erzielen können, so er den ernsten Willen dazu hat. Er wird aber um so mehr ringen und kämpfen müssen, er wird seinen geistigen Vorteil in gewisser Beziehung ausgleichen müssen durch schwere Lebenslagen, durch seelische Nöte und irdische Bedrängnisse, um sich die Gnadengaben rechtmäßig zu verdienen, also er muß gewissermaßen sich das geistige Gut, das ihm einen schnelleren Aufstieg sichert, erwerben und im Kampf darum standhalten, ansonsten es eine ungleiche Verteilung der Aufstiegsmöglichkeiten von Gott aus wäre. Es wird jedem Menschen von Gott das geboten, was ihm zur Reife seiner Seele dienlich ist. Und es braucht der eine weniger, der andere mehr Widerstände, an denen er ausreifen soll, jedoch das Ziel, Vollkommenheit auf Erden, kann jeder Mensch erreichen, weil Gnadengaben entsprechend dem Willen zugeteilt werden. Ist der Wille gut, d.h., strebt er ernstlich Gott an, dann wird sein Lebensweg eine ununterbrochene Kette von Gnadenempfängen sein, und auch die Versuchungen durch die Welt, die Anstürme von außen, werden geringer sein. Doch eine Seele, die nicht kämpfen muß, wird lau und gleichgültig und reifet nicht, sondern bleibt stehen auf ihrer Entwicklungsstufe. Und das will Gott verhindern, und Er sucht daher den Empfänger geistiger Gaben anzuregen, sich zu lösen von allem Irdischen und nur geistig zu schaffen, Er sucht das Verlangen nach letzterem zu erhöhen, Er stellt aber auch die Welt mit ihren Reizen dem Menschen vor Augen und lässet ihn daran sich erproben. Er führt ihn ständig an der Hand über Wege, die steinig und dornig sind, Er führt ihn, und Seine Führung ist wahrlich die rechte, wenngleich der Mensch es nicht begreifen kann, weshalb ihm mitunter Lasten auferlegt werden, die ihm schier untragbar erscheinen. Durch ständiges inneres Ringen macht sich der Mensch aufnahmefähig für das göttliche Wort, wie auch für den Kraftzustrom, denn die Not treibt ihn zu Gott, zum Vater, und die Verbindung mit dem Vater durch innige Zwiesprache ist immer erfolgreich, denn Gott entlässet niemals ein bittendes Kind ungestärkt. Was dem Menschen geboten wird aus der Hand Gottes, ist immer kostbar und muß entsprechend verwertet werden. Gott weiß um alles, was den Menschen noch verborgen ist, so auch weiß Er, was denen dienlich ist, die Sein Wort empfangen, Er wird helfen, wo Hilfe nötig ist, Er wird den Druck von ihnen nehmen, der sie belastet, so die Zeit gekommen ist, und Er wird alles segnen, was dazu beiträgt, den Menschen innerlich werden zu lassen. Die feste Verbindung mit Gott ist des Menschen erstes und letztes Ziel, um dessentwillen wird das Leben des einzelnen oft schwerer sein, jedoch sofort nachlassen, wo der Zweck erfüllt ist, wenn der Mensch mit Gott in Verbindung getreten ist durch inniges Gebet oder vertrauensvolles Unterbreiten aller Nöte und Sorgen dem himmlischen Vater. Dann wird Seine Vaterliebe wieder offenbar werden, es wird die Sonne durchbrechen durch trübes Gewölk, es wird ein Tag sein, strahlend und heiter, wo die Seele wieder auflebet und Gott zu dienen bereit ist und sich mit Feuereifer für ihre geistige Arbeit einsetzet und dadurch Ihm dienet als treuer Arbeiter in Seinem Weinberg .... Amen
B.D. 4124 empfangen am 15.9.1947 Wahrheit der Kundgaben .... Und das soll euch zur Gewißheit werden, daß Meine Gnadengabe nimmermehr von euch verbildet werden kann, solange ihr mit Mir so verbunden seid, daß das Empfangen Meines Wortes die Folge innigen Gebetes ist, daß ihr Mich um Erleuchtung des Geistes bittet und ihr euch Mir vertrauensvoll nahet, bittend um Meinen Beistand in irdischer und geistiger Not. Der Anruf eures Vaters im Himmel schützet euch vor irrigen Gedanken, vor falscher Wiedergabe des Empfangenen und mangelndem Verständnis dessen, was Mein Geist euch vermittelt. Ihr könnet euch Mein Wort getrost zu eigen machen, ihr könnet es als reinste Wahrheit vertreten und zur Richtschnur eures täglichen Lebens machen, ihr brauchet nicht zu fürchten, daß Ich eine Irreführung durch schlechte Kräfte zulasse, wie ihr auch niemals annehmen dürfet, daß Ich irdischen Nöten teilnahmslos gegenüberstehe und euch in solchen belasse, denn dies würde Meine große Liebe zu euch in Frage stellen. Ich aber will nur euer Glück, und Mein Wort soll euch zu einem glückseligen Leben verhelfen. Durch Mein Wort werde Ich niemals einen Menschen irreleiten, jedoch einen Irregeleiteten zur Wahrheit zu führen suchen, und also muß Mein Wort Wahrheit sein. Und daß es Mein Wort ist, geht daraus hervor, daß Ich immer nur euch zur Liebe ermahne, weil ihr, so ihr diese Meine Ermahnungen befolget, auch licht und klar erkennen werdet, daß ihr nur Umgang mit lichten Geistern haben könnet, weil die Liebe niemals schädigen will oder eine Schädigung zulässet. Übet ihr selbst die werktätige Nächstenliebe, dann werdet ihr auch voll überzeugt sein von dem Urheber der geistigen Sendung, und es wird kein Zweifel mehr in euch sein. Denn wer sollte euch zur Liebe ermahnen, wenn nicht Der, Der die Liebe Selbst ist? Ihr könnet wohl eine Trennung von Kundgaben geistigen und irdischen Inhalts machen, doch niemals letztere für unmöglich halten, solange Ich als euer Führer und Berater auch die Obhut über euer irdisches Leben übernommen habe und euch also auf geistigem Wege unterweise, was ihr tun und lassen sollet. Auch irdisch habe Ich euch Meine Hilfe zugesagt, und da Ich will, daß ihr wie Kinder zum Vater kommet mit allen euren Anliegen und Nöten, werde Ich auch wie ein liebevoller Vater euch antworten und euch helfen, wo Meine Hilfe erforderlich ist. Und darum zweifelt nicht an der Wahrheit Meines Wortes, sondern nehmet alles hin als von Mir gegeben, und richtet euch danach, und ihr werdet leben nach Meinem Willen, ihr werdet keine falschen Wege gehen, sondern ständig von Mir geleitet sein bis an euer Lebensende .... Amen
B.D. 4125 empfangen am 16.9.1947 Letztes Gericht .... Ein strenges Gericht wird abgehalten werden am Ende der Zeiten, d.h., es kommt eine Zeit, da die Beschaffenheit der Erde nicht mehr irdische Materie genannt werden kann, sondern wo sich alle Stoffe vergeistigt haben, daß also auch die Erde eine mehr geistige Schöpfung geworden ist, wie es unendlich viele im Weltenraum gibt, die aber eine jede für sich Anspruch macht, Bildungsstation des Geistes zu sein. Und eine solche Bildungsstation des Geistes bleibt auch die Erde, nur daß sowohl ihre Schöpfungen als auch ihre Bewohner vergeistigt genannt werden können, daß das Leben der Geschöpfe unter anderen Bedingungen sich abspielt und auch ihre Aufgabe nicht mit jener jetzigen zu vergleichen ist. Eine solche Epoche wird nach unendlich langem Zeitraum auch die jetzige Erde durchmachen müssen, und von dieser Epoche sprach Jesus zu Seinen Zuhörern auf Erden. Jede materielle Schöpfung macht diesen Entwicklungsweg durch, d.h., sie ist anfangs nur gerichtete Materie und erhebt sich in endlos langer Zeit, in Ewigkeiten, die nie von Menschen zu schätzen sind, auf eine völlig andere Stufe; sie vergeistigt sich mehr und mehr und kann zuletzt nur noch als geistige Schöpfung angesprochen werden. Doch diese Zeiträume sind unermeßlich lang, denn zuvor muß erst alles gebannte Geistige diesen irdisch materiellen Weg gehen, auf daß dann die Materie als gänzlich überwunden gelten kann. Und also wird auch nun noch endlos lange Zeit vergehen, bis die gänzliche Vergeistigung auf Erden eingetreten ist. Und diese Zeit bis dahin umfaßt wieder einzelne Entwicklungsphasen, die eine jede für sich von den noch unwissenden Menschen als Ewigkeit angesehen werden muß, weil viele Generationen in einer solchen Phase zum Ausreifen kommen müssen, um einen bestimmten Reifegrad zu erreichen, der dann dem Vergeistigen auf der Erde gleichkommt. Eine jede Phase beginnt mit Menschen von hoher geistiger Reife und endet mit Menschen, deren Hang nach unten so stark ist, daß ihm Erfüllung wird, daß sie wieder gebannt werden in Schöpfungen der nachfolgenden neuen Erde. Endlos lang für menschlichen Begriff sind zwar auch diese Entwicklungsphasen, doch immer finden sie einmal ein Ende, und immer wieder beginnt eine Epoche der Entwicklung von neuem. Doch am Ende der Zeiten wird die Vergeistigung der ehemalig materiellen Schöpfung immer schneller vor sich gehen, und die Willensproben, wozu eine jede Periode gehört, werden immer mehr zurücktreten können, weil es allen Geschöpfen dann gleich gehen wird .... sie alle verlangen das Angesicht Gottes zu sehen und streben daher Gott immer inniger an, oder aber sie sind von der Gegenkraft schon zu weit entrückt worden, als daß sie noch zu Gott zurückfinden. Und darum müssen diese später in geistigen Schöpfungen auch als Geist auf den Stätten weilen, wohin es sie zieht und dies ist die härteste Strafe, die Gott widersetzliches Geistiges treffen kann, ist es doch ein Zustand völliger Blindheit, ein Zustand der Knechtschaft, wo ein Dienen nur wider den Willen des Dienenden stattfindet, der Mensch aber keinen anderen Weg gehen kann, als fortgesetzt zu dienen, bis er seinen Widerstand aufgibt. Es ist dies auch ein göttliches Gesetz, daß sich jeder Vorgang abspielt im kleinen und dann in unendlich vielfacher Abänderung sich wiederholt .... Jesus sah das Ende dieser Zeit voraus, ihr Menschen aber könnet euren Blick nur richten auf die Zeiten, wo Menschenmögliches vorgesehen ist .... Amen
B.D. 4126 empfangen am 16.-18.u.19.9.1947 Stille vor dem Sturm .... Eine Zeit banger Nöte und Leiden liegt vor euch, und ihr könnet die Zeit zuvor, in der ihr jetzt lebt, wie eine Stille vor dem Sturm betrachten, wo ihr noch ein Leben führet im Rahmen des Althergebrachten, wo ihr auch noch von einem Wohlstand sprechen könnet, gemessen an der Dürftigkeit und den Entbehrungen, die euch danach erwarten. Und dennoch ist es eine Zeit der Gnade, eine Zeit, wo Ich offensichtlich erkennbar bin, wo das Leben immer nur dann erträglich sein wird, wenn ihr euch Mir in Gedanken tief verbindet, weil ihr dann niemals allein seid, sondern immer Mich als Schutz und Schirm um euch haben könnet. Und Ich werde Mich euch auch offensichtlich zu erkennen geben, einzelnen werde Ich Mich nahen in der Gestalt Dessen, Der Mich in ganzer Fülle in Sich barg. (18.9.1947) Und wo die Liebe zu Mir stark ist, dort wird man Mich erkennen, auch wenn Ich als Mensch unter den Menschen weile, denn Mein Auge sagt es ihnen, wer Ich bin, und ihre Herzen entflammen in heißester Liebe zu Mir, die sie niemals einem Mitmenschen darbringen könnten. Und Ich komme ihnen mit heißester Liebe entgegen, Ich werde sie aufklären, wo sie unwissend sind, und ihnen Trost zusprechen in Stunden der Not, und sie werden schwerste Situationen überwinden und nicht verzagen, denn sie spüren Meine Hilfe, und wo Ich ihnen sichtbar nahe trete, dort sind sie voller Kraft und tiefen Glaubens. Und so dieser ein Menschenherz erfüllt, gibt es keine drückende Not mehr, denn sie verlassen sich nun stets voll und ganz auf Mich, und Ich enttäusche ihren Glauben wahrlich nicht. Doch wer ohne Mich dahinwandelt, der wird die Not der Zeit kaum ertragen können. Ich kann ihn nicht in der geistigen Not belassen und muß daher mit irdischer Not ihn empfindlich treffen, bis er nachläßt in seinem Widerstand gegen Mich, bis er gläubig wird und von Mir Hilfe erwartet .... (19.9.1947) Also seid ihr alle bangen Nöten und Leiden ausgesetzt, durch die Ich euch
restlos gewinnen möchte. Jedoch auch Kraft und Gnade stehen euch in aller Fülle zur
Verfügung, die euch helfen, Mich zu gewinnen. Ich will nur eure Liebe, und besitze Ich
diese, dann komme Ich euch entgegen .... in der letzten Zeit auch sichtbar, um euren
und der Mitmenschen Glauben zu stärken, weil ihr außergewöhnliche Stärkung und
Tröstung benötigt. Also brauchet ihr auch nicht die schwere Zeit zu fürchten, die euch
bevorsteht, denn mit Meiner Hilfe werdet ihr sie überstehen. Eine Gnadenzeit bleibt es
dennoch, und die Bürde, die Ich euch auferlege, kann leicht für euch sein, so ihr nur die
Gnadenzuwendung recht nützet. Mich zu erringen, Mich schauen zu dürfen mit leiblichen Augen ist wahrlich auch das Kreuz wert, das ihr tragen müsset bis zum Ende. Doch
als Kreuzträger biete Ich Mich auch denen an, die zu Mir ihre Zuflucht nehmen und
Mich um Meinen Beistand bitten .... Amen
B.D. 4127 empfangen am 20.u.21.9.1947 Kreuz ....
Nehmet euer Kreuz auf euch und folget Mir nach .... Amen
B.D. 4128 empfangen am 22.9.1947 „Nur wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ....“ Es muß in euch die Liebe aufflammen, wollet ihr mit Mir vereinigt sein. Nur wer in
der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm. Und so müsset ihr euch im Herzen
angetrieben fühlen, dem Mitmenschen Liebe zu geben, ihn zu beglücken und seine
Zuneigung zu gewinnen, ihr müsset euch in steter Harmonie mit ihm befinden, ihr
müsset des Nächsten Freund und Bruder sein, ihr müsset Freud und Leid mit ihm teilen und immer bemüht sein, ihm sein Los auf Erden zu erleichtern, und stets muß es
euer Wille sein, ihn geistig recht zu leiten, weil dies die wichtigste und schönste Betätigung in Liebe ist, seine Seele zu retten oder zu fördern. So euch die Liebe treibt, also ihr
im tiefsten Innern euch gedrängt fühlt zum Liebeswirken, bin Ich mit Euch eng verbunden, denn das Gefühl der Liebe ist schon Meine Besitznahme von euch, es ist ein Überströmen Meiner Liebekraft auf euch, das Folge eures Willens ist, der sich dem Guten
zuwendet, also ein Zuwenden zu Mir unbewußt. Ich kann euch alle wohl ziehen an
Mein Herz, Ich kann in euch die Liebe entzünden im Augenblick und würde euch dann
alle gewinnen für Mich, wenn Ich dies wollte .... doch dann hätte Ich keine Geschöpfe,
die Mein Ebenbild wären, sondern nur gerichtete Wesen, denen der freie Wille als Zeichen ihrer Göttlichkeit fehlte. Ich aber will mit vollkommenen Wesen wirken und
schaffen, Ich will ihnen höchstes Glück geben, weil Meine Liebe zu ihnen unendlich tief
ist, und kann dies aber nur in einem gewissen Grade, den die Menschen auf Erden erreichen sollen und auch können. Und darum muß Ich euch ständig ermahnen zu eifriger
Liebetätigkeit, weil Ich mit euch verbunden sein will, um nun erst in aller Fülle in euch
wirken zu können und so die Liebekraft zu vermehren, auf daß ihr selbst zu göttlichen
Wesen werdet, wie es eure uranfängliche Bestimmung war. Ich will mit euch eins sein,
doch ihr müsset diese Einswerdung bewerkstelligen im freien Willen .... Amen
B.D. 4129 empfangen am 23.u.24.9.1947 (Vaterworte) Chaos .... Es wird ein unbeschreibliches Chaos sein, das den Menschen noch bevorsteht, die
Meinen Eingriff, das Wüten der Naturelemente, überleben werden, und niemand wird
die Kraft haben, aufbauend tätig zu sein außer den Meinen, die aus ihrer Verbundenheit
mit Mir Kraft schöpfen können unentwegt. Diese werden auch die schwersten Lebensverhältnisse meistern, sie werden Großes leisten, weil ihnen offensichtlich geholfen
wird durch außergewöhnliches Wirken Meinerseits, denn ihr tiefer Glaube an Mich lässet ein solches Wirken zu. Und sie werden ein Arbeitsfeld finden von weitem Ausmaß .... Überall werden Menschen sein, die ratlos in der Welt dastehen und den schweren Verhältnissen nicht gewachsen sind. Und diese zum Glauben zu bringen an Mich
und Meine Liebe, ihnen ein schwaches Erkennen der Wahrheit zu geben, sie zu werktätiger Nächstenliebe anzuregen und ihnen also Kenntnis zu geben von Meinem Wort,
das wird in der kommenden Leidenszeit ihre Aufgabe sein, der ihr gut nachkommen
könnet, so ihr Mir tüchtige Arbeiter sein wollet und wirken für Mich und Mein Reich.
Dann aber müsset ihr selbst auch durch die Leidenszeit gehen, Ich kann euch nicht Not
und Elend fernhalten, wo die gesamte Menschheit davon betroffen wird, sondern Ich
muß Mich darauf beschränken, euch mit Kraft zu erfüllen, auf daß ihr die Notzeit überstehet. Doch dies erfordert ständige Verbundenheit mit Mir, tiefsten Glauben und Liebe
zu dem Nächsten. Dann könnet ihr auftreten als Lehrer für Mich, und ihr selbst werdet
geführt werden, wie es Mein Wille und Meine Weisheit bestimmt hat seit Ewigkeit. Und
darum sollet ihr überall reden, wo es nur möglich ist, denn was ich einmal sage, erfüllet
sich zum Leidwesen unzähliger Seelen, die Mir noch sehr fernstehen, und zur Freude
derer, die zu Mir gefunden haben. Ihnen sollet ihr das Evangelium bringen, ihr sollt
ihnen Kunde geben von der Gnadenzeit bis zum Ende, von Meinem Wirken außergewöhnlicher Art und von dem großen geistigen Erfolg des Erfüllens Meines Willens, den
Ich durch euch den Menschen kundgebe. Ihr sollt sie unterweisen von der Auswirkung
eines Liebelebens, von den Folgen rechten Denkens und Handelns. Und so es euch
gelingt, sie zum Glauben zu bringen, sie zu gewinnen für Meine Lehre, habt ihr erfolgreich gearbeitet für Mich, und ihr selbst werdet Segen haben geistig sowohl als auch
irdisch und also entlohnet werden schon auf Erden durch Zuwendung außergewöhnlicher Gnaden während der äußerst schweren Lebenslage der letzten Tage .... (24.9.1947)
Ihr werdet keinen Mangel haben, weder irdisch noch geistig, ihr werdet mit Kraft erfüllt
wirken können für Mein Reich, ihr werdet allen Anfechtungen standhalten und auch
der Welt gegenüber bestehen können, ihr werdet mutig und zuversichtlich sein und
euch keineswegs unter die Maßnahmen derer beugen, die Mir feindlich gegenüber stehen, und ihr werdet Mein Wort empfangen stets und ständig, und das wird die größte
Gnadengabe sein, die euch die Tage bis zum Ende erträglich werden läßt. Denn ihr werdet Mich spüren, ihr werdet Meiner Gegenwart bewußt sein und dadurch über alle
Maßen glücklich, weil Ich Mich euch auch zeigen werde, so erhöhte Kraft für euch
erforderlich ist. Und darum werdet ihr, die ihr Mein seid, auch die letzten und schwersten Tage ertragen und geduldig ausharren, bis Ich komme, euch zu holen in Mein
Reich. Doch unsagbar schwer werden sie lasten auf denen, die keinen Glauben haben an
Mich und die deshalb Meinem Gegner verfallen sind rettungslos. Denn ihrer harret ein
schreckliches Ende .... Amen
B.D. 4130 empfangen am 25.-27.9.1947 Fassungsvermögen für geistige Kundgaben .... Wie sich der Mensch zu den geistigen Vermittlungen einstellt, so ist auch sein Fassungsvermögen für diese Kundgaben. Und so können zwei Menschen das gleiche Wissen empfangen, und doch kann es sie verschieden berühren. Die Kundgaben selbst sind
zwar leicht verständlich für jeden geistig Strebenden, jedoch für einen Menschen, der
rein irdisch eingestellt ist, ein völlig fremdes Gebiet. Sie stammen aus dem geistigen
Reich und haben das geistige Reich auch zum Inhalt, also erscheinen sie dem Weltmenschen auch unwahrscheinlich, wie ihm alles Geistige unwirklich und also unglaubwürdig vorkommt. Auch eine nähere Erklärung wird für ihn nicht von Erfolg sein. Er kann
es nicht fassen, weil er sich auch nicht in ein Gebiet vertiefen will, das ihn (26.9.1947)
schreckhaft berührt. Denn seine Seele weiset alles von sich, was über ihre Erkenntniskraft geht. Sie weiset es von sich als völlig ihrem Zustand widersprechend, sie will sich
nicht Anforderungen unterstellen, die ihrem Willen entgegengerichtet sind. Das Wollen
einer weltlich gerichteten Seele ist aber stets der Materie zugewandt, und geistiges Streben ist ihr nicht reizvoll, sondern hinderlich ihren weltlichen Interessen. Ihr Ziel sind
irdische Güter, und daher begehret sie weder geistiges Gut noch verwertet sie solches,
so es ihr ohne Begehren angeboten wird. Und darum ist von einem Weltmenschen selten Verständnis zu erwarten, es sei denn, die Welt enttäuscht ihn derart, daß nun die
Seele Ersatz sucht, und zwar instinktmäßig dort, wo unvergängliche Güter ausgeteilt
werden. Ein solcher Wandel der Gesinnung kann eintreten nach irdischen Fehlschlägen, nach Trübsal und großer irdischer Not, die dann einen hohen Zweck erfüllt hätten,
wofür die Seele nach ihrer Erkenntnis überaus dankbar ihrem Schöpfer gegenüber ist.
Doch sie muß im freien Willen Verbindung suchen mit dem geistigen Reich durch
Nachdenken oder fortgesetzte Liebetätigkeit, dann wird sie auch für die Kundgaben aus
der Höhe Verständnis haben, und ihrem Verlangen nach Wahrheit entsprechend wird
auch ihre Urteilskraft sein, sie wird reifen in der Erkenntnis, sie wird einen Schatz empfangen an geistigem Wissen, sie wird es nimmermehr missen wollen und sich bemühen, den Willen Gottes zu erfüllen und also in göttlicher Ordnung zu leben .... Amen
B.D. 4131 empfangen am 28.u.29.9.1947 Gerechtigkeit .... Auch das Gerechtigkeitsgefühl unterliegt einem Gesetz. Es ist wohl eine vielfache
Steigerung möglich, dennoch ist auch eine Einschränkung geboten in Fällen, wo es sich
um Gleichberechtigung handelt. Denn immer muß berücksichtigt werden, daß sowohl
Geben wie Empfangen erstmalig dem Liebegesetz unterworfen sind. Das Geben wird
von der Liebe bestimmt, und zwar muß die Liebe Triebkraft des Gebens sein, und so
muß jede Gabe in dem Empfangenden Liebe erwecken. Denn die Liebe ist Ursubstanz
alles dessen, was dem Menschen sichtbar ist, wie sie auch unentwegt allen Schöpfungswerken zuströmen muß, sollen sie bestehenbleiben. Und deshalb ist die Kraft der Liebe
nötig, soll das Dargebotene Gegenliebe erwecken und so die Kraft in sich vermehrt
werden. Das Geben beweiset die Liebe, das Empfangen aber kann auch ohne Liebe vonstatten gehen, wird aber dann entsprechend wirkungslos bleiben, es sei denn, der Empfangende nimmt aus eigenem Antrieb teil an geistigen Gaben, die von oben kommen
und wieder nach oben führen. Irdische Gaben können sich nur irdisch auswirken, d.h.,
es muß der gebende Teil damit rechnen, (29.9.1947) daß seine Gabe wohl angenommen
wird, jedoch nicht anders bewertet wird als eine Selbstverständlichkeit und daher auch
wenig oder keine Gegenliebe erweckt, was als geistiger Mißerfolg anzusprechen wäre.
Es ist dann der Wille des Gebers allein von Bedeutung, nicht aber die Tat an sich. Immer
ist der Grad der Liebe maßgebend, der einen Menschen zum Geben drängt, und darum
kann das Geben nicht verallgemeinert werden, da der Liebegrad nicht immer und allen
Menschen gegenüber gleich ist; es muß vielmehr der Mensch strenge Selbstkritik üben,
ansonsten er Handlungen als Liebetätigkeit ansieht, die lediglich Auswirkungen der
Erziehung oder Angewohnheiten sind, die nicht die Liebe zum Mitmenschen zur Triebkraft haben. Es ist kein Zweifel, daß das Verhalten der Menschen in letzterer Form anerkennenswert ist und somit auch nicht unterbleiben soll; jedoch jede Tat, die von der
Liebe getragen ist, hat Ewigkeitswert, weil ihre Auswirkung erhöhte Seelenreife ist.
Taten der Liebe erhöhen den Geisteszustand der Menschheit auf Erden, Taten der
Gerechtigkeit können wohl mit Liebe gepaart sein, sind jedoch zumeist von dem
Gefühl offizieller Rücksichtnahme getrieben, sie können ausgeführt werden mechanisch, ohne daß das Herz daran beteiligt ist, und werden daher auch niemals als Liebetat dem Menschen in die Ewigkeit nachfolgen. Gerechtes Denken und gerechtes Handeln wird gefordert von den Menschen, denn das Gegenteil wirkt sich schädigend aus
für den Nächsten und ist sonach eine Lieblosigkeit, es ist ein Verstoß gegen das Liebegebot. Folglich kann gerechtes Denken und gerechtes Handeln als Erfüllung des Liebegebotes gelten .... Amen
B.D. 4132 empfangen am 30.9.1947 Erfüllen des göttlichen Willens .... Wer sich nicht unter Meinen Willen beuget, der wird auch schwerlich Mein Reich
erben, denn er kann niemals als Mein Kind die gänzliche Vereinigung mit Mir eingehen. Es ist jedoch eigene Angelegenheit eines jeden Menschen, wie er sich zu Mir und
Meinem Willen, also zu Meinen Geboten, einstellt, und darum wird er weder gezwungen noch gehindert werden an der Ausübung von Taten, die seine Willensrichtung
beweisen. Er kann sich frei entscheiden nach oben oder nach unten, doch er ist verantwortlich für seinen Entscheid, weil ihm zuvor Kenntnis vermittelt wurde von Meinem
Willen, den er als erstes respektieren sollte. Und Mein Wille wird euch kundgetan durch
Mein Wort, das ihr laut und deutlich vernehmen könnet direkt, geboten von Meiner nie
endenden Liebe den Menschen, die im tiefen Glauben stehen an Mich und Meine
Macht. Diesen gegenüber kann Ich Mich Selbst äußern und doch nur im Rahmen des
Natürlichen, um die Freiheit des Willens nicht anzutasten. Doch Ich gebe den Menschen einen Beweis der Wahrheit Meines Wortes, indem Ich ihnen die Möglichkeit
gebe, zuvor sich in Kenntnis zu setzen von Ereignissen, die sich in der Natur abspielen
laut Vorhersage. Ich spreche durch einen Menschen zur gesamten Umgebung .... Amen
B.D. 4133 empfangen am 1.10.1947 Geistige Kommunion Ersatz für Entsagungen und Enttäuschungen .... Die geistige Kommunion muß dir Ersatz bieten für das, was dir versagt wird, denn du empfängst Mein Wort als Zeichen Meiner Liebe, und du kannst aus der Verbindung mit Mir stets die Kraft schöpfen zu erneutem Liebeswirken. Es ist wohl eine Verzichtleistung, die nicht Meinen Willen zum Anlaß hat, jedoch für die Seele nicht von Schaden, insofern, als daß sie desto inniger zu Mir hindrängt und auch von Meiner Liebe ergriffen wird. Denn Ich versage Mich keinem Meiner Geschöpfe, Ich ziehe an Mich, was Mir nicht Widerstand leistet, und beglücke, was sich Mir hingibt. Und so du also Mein Wort empfängst, verhülle Ich nicht mehr Mein Angesicht, sondern Ich lasse es leuchten, und seine Strahlen fallen in dein Herz. Und sie werden zünden, das Feuer der Liebe wird lichterloh brennen und seine Funken nach allen Richtungen verstreuen, und sie werden nicht mehr verlöscht werden können, denn ihre Glut ist zu groß, es ist ein Feuer, das Mich zum Ausgang hat, das ewige Feuer, heiße und unvergängliche Liebe. Und es muß sonach die Liebe alles erwecken zum Leben, was in ihren Stromkreis tritt. Der Liebe kann nichts Widerstand leisten, weil dies Mein Wille ist und in Meinem Plan von Ewigkeit auch das vorgesehen ist, was Auslösung der Liebe bringt. Die rechte Liebe gleichet aus und versagt sich nicht, sie duldet und verzeiht, sie gibt und beglückt, sie nimmt Anteil an den Leiden und Nöten des anderen, wie sie aber auch im Zusammenschluß das höchste Glück ersieht. Wer aber Mein Wort hat, der soll nicht die Liebe entbehren, er soll sich nur Mir anvertrauen und Mich allein walten lassen, und sein Lebensweg wird wohlgeordnet sein, er wird erkennen, was ihm zur Seelenreife verhilft, und nimmermehr zweifeln an Meiner Liebe und Gnade, die alles ihm gewähret und nichts versagen will .... Amen
B.D. 4134 empfangen am 1.10.1947 Werben Gottes um Arbeiter für den Weinberg .... Ungeheuer wichtig ist es, für die Verbreitung Meines Wortes Sorge zu tragen zu einer
Zeit, wo die gesamte Menschheit auf dem Tiefstand angelangt ist in geistiger Beziehung. Niemand nimmt Mein Wort wichtig, niemand stellt das rechte Verhältnis zu Mir
her, selbst die sich gläubig dünken, suchen Mich in der Ferne, und die wenigen Mir ergebenen Menschen, die den rechten lebendigen Glauben haben, werden nicht ernst
genommen, sie werden ob ihres tiefen Glaubens verlacht und nur widerwillig angehört,
so sie für Mich und Mein Wort eintreten, um Mich ihnen nahezubringen. Es ist ein
Zustand, der nicht bestehenbleiben kann, denn die Menschen führen ein Leben ohne
Mich, wenngleich sie den Schein wahren und nach außen sich Mir verbunden bekennen. Doch sie kennen Mich nicht und können daher nicht von Meiner Liebe durchstrahlt werden. Sie führen ein Leben, das dem Zustand des Todes gleicht .... unerweckten Geistes, völliger geistiger Blindheit. Sie wissen nicht, was ihnen bevorsteht, sie wissen nichts von der Endzeit und ihren Erscheinungen, von den Anforderungen, die
sowohl das irdische Leben als auch Ich Selbst an den Menschen stelle, sie wissen nichts
von Meiner Liebe und Gnade, von Meiner Erbarmung und ständigen Hilfsbereitschaft .... sie leben und sind doch tot im Geist. Und daher muß ihnen, wo immer es
möglich ist, Mein Wort zugeführt werden, es muß ihnen von dem Segen der Liebe
gepredigt werden, sie müssen um Meinen Willen wissen und um ihren Seelenzustand,
auf daß sie die Arbeit einer Wandlung ihrer Seelen beginnen, denn es ist nicht mehr viel
Zeit. Doch nur Menschen auf Erden können ihnen Aufschluß geben, und diese wieder
unterweise Ich Selbst, und Ich lege ihnen in den Mund, was sie sagen sollen, wie Ich
auch ihre Schritte lenke immer jenen zu, die in Not sind und Meiner Gnadengabe von
oben zugänglich. Denn Ich weiß um die geistige Verfassung eines jeden Menschen und
trage allen Verhältnissen Rechnung. Doch so ihnen Mein Wort dargeboten wird und sie
nehmen es nicht an, kann Ich ihnen in anderer Weise nicht helfen, denn mit Meinem
Wort lehnen sie Mich Selbst ab. Wer Mich aber aufnehmen will, der muß auch Kenntnis
nehmen von Meinem Wort, ansonsten er auch nicht die Bedeutung Meiner Gegenwart
erfassen kann. Und darum werbe Ich ununterbrochen um willige Diener auf Erden,
denn Mein Wort soll Eingang finden unter den Menschen, die guten Willens sind. Und
darum nehmet jede Gelegenheit wahr, ihr, die ihr als Arbeiter im Weinberg euch Mir
angetragen habt .... scheuet euch nicht, von Mir zu reden und Meines außergewöhnlichen Wirkens Erwähnung zu tun, stellet den Mitmenschen das Ende vor, die Bedeutung
der letzten Zeit und das letzte Gericht, und arbeitet so für Mein Reich, und Ich will euch
segnen. Denn diese Arbeit ist so dringend, daß jegliche andere Arbeit unbeachtet bleiben soll, bevor nicht die geistige Arbeit verrichtet worden ist. Mein Wort ist absolute
Wahrheit, und wer sich danach richtet, der braucht wahrlich keinen Tod zu fürchten,
wenngleich ihm dieser nahe ist angesichts des Endes und des Vernichtungswerkes, das
kommen wird durch eine große Erschütterung der Erde, die in Bälde euch beschieden
ist. Nehmet Meine Worte ernst, denn sie werden nicht mehr lange ertönen, um dann
von oben herab zu Gehör zu kommen. Dann aber wird es furchtbar sein, denn nur
wenige stehen im Glauben, daß sie dieser Katastrophe gefaßt entgegensehen. Ich aber
will die ganze Welt aufstören in ihrer Ruhe, und es wird geschehen, wie Ich es verkündet habe .... Amen
B.D. 4135 empfangen am 4.10.1947 (Persönliches .... ) Es geschehen Zeichen und Wunder an denen, die Mir angehören wollen, weil Ich Selbst Mich derer annehme, die sich Mir anvertrauen in ihren Nöten. Ich bleibe ihnen nicht fern, sondern Ich höre ihren Ruf und erhöre ihre Bitten. Und da Ich euch Meine Hilfe zugesichert habe in geistiger und irdischer Not, so sollet ihr sie auch offensichtlich erfahren, denn ihr, die ihr Mir dienen wollet, ihr sollt den Mitmenschen Kunde geben von Meiner Liebe und Fürsorge, von Meinem Wirken an euch und von der Wahrheit Meines Wortes. Und darum lasse Ich euch auch in Nöte kommen, aus denen euch nur Meine Hilfe retten kann, wo es keinen anderen Ausweg gibt, als daß Ich Mich eurer annehme und die Herzen empfänglich mache für jegliche Gnadengabe, wozu auch die Äußerung Meines Willens gehört, den zu beachten Ich euch aufgetragen habe um eurer selbst willen. Es ist nur noch eine kurze Frist, die euch gegeben ist, um euch vorzubereiten in stillem Zusammenleben, in geistiger Ausbildung und Formen eurer Seelen. Dann tritt das Leben noch einmal in ganzer Schwere an euch heran auf kurze Zeit, doch ihr werdet es meistern. Diese Versicherung gebe Ich euch, auf daß ihr euch halten könnet an Mein Wort, auf daß ihr stark seid im Geist, euch gegenseitig aufrichtet und nimmermehr voneinander lasset. Was ihr tun wollet, werdet ihr ausführen können, weil die Kraft der Liebe in euch wirket und keine Schwäche mehr zulässet. Und Ich gebe euch die Zeit an, da eure Mission beginnet. Es wird eine Zeit größter Aufregung vorangehen, die Welt wird alle Aufmerksamkeit auf sich lenken, die Menschen werden bangen vor der Zukunft, denn sie sehen einen Brand entstehen, der nicht leicht zu löschen ist. Doch es muß dies alles vorangehen, ansonsten Meinem Eingriff zu wenig Beachtung geschenkt wird, denn Ich trete in Erscheinung, wenn der Höhepunkt erreicht ist, wenn es keinen Ausweg mehr gibt als grenzenlose Vernichtung. Dann sollen die Menschen Mich hören, und dann werdet auch ihr bereit sein müssen und Mich verkünden allen denen, die Ich euch zuführe. Und dann zögert nicht, sondern dienet Mir, gehet den Weg, den Ich euch vorschreibe, und arbeitet für Mich und Mein Reich, denn es eilet die Zeit, und es sind nur wenige Tage bis zum Ende .... Amen
B.D. 4136 empfangen am 5.u.6.10.1947 Vorläufer des Herrn vor Seinem Kommen .... Außergewöhnliche Gnadengaben können den Menschen geboten werden, und sie gehen daran vorüber, als begegne ihnen Alltägliches. Sie machen sich nicht die Mühe einer ernsten Prüfung, sondern sie hören das, was ihnen als wertvollste Gnadengabe dargeboten wird, wenden es aber nicht auf sich selbst an und bilden sich daher auch nicht nach Meinem Willen. Und so geht die Gnadenzeit vorüber, ohne einen nennbaren Segen nach sich zu ziehen. Das Ende ist nahe, in jeder Weise mache Ich Mich ihnen bemerkbar, alle Hilfsmittel wende Ich an, um ihre Herzen zu öffnen, auf daß Ich Eingang finde bei ihnen, um sie selbst belehren zu können, und daher ist doppelte Arbeit geboten für die kommende Zeit, und Meine Diener sollen ihre Aufgabe ernst nehmen und sich in keiner Weise selbst betrügen und glauben, ganze Arbeit geleistet zu haben. Die kurze Zeit bis zum Ende erfordert außergewöhnliches Wirken Meinerseits und außergewöhnlich eifrige Tätigkeit Meiner Diener auf Erden, sollen die Seelen gerettet werden, die in äußerster Not sich befinden. Der Erfolg wird für euch zwar gering sein, so hat es den Anschein, denn viele werden euch abweisen, doch vergeblich wird eure Arbeit nicht getan sein. Es wird aber einer kommen und die gleichen Worte reden zu den Menschen, wie ihr sie von Mir empfangen habet. Und die Menschen werden vergleichen und stutzig werden, weil sie den gleichen Inhalt dessen erkennen, was durch Rede und Schrift ihnen schon zugeführt worden ist. Und wieder ist den Menschen eine große Gelegenheit geboten, die Lebensführung zu wechseln und sich zu gestalten nach Meinem Willen. Denn die Kundgaben von oben sind so offensichtlich übereinstim-mend mit dem Evangelium dessen, der Mein Vorläufer ist bei Meinem letzten Kommen. Nur eine kleine Schar erkennt das außergewöhnliche Licht und weiß, welche Stunde geschlagen hat. Die meisten aber gehen an einer Gnadengabe vorüber, die ihnen durch Meine Liebe immer und immer wieder angetragen wird. Ihnen kann jedoch nicht mehr geholfen werden, denn es ist ihr freier Wille, der annimmt oder ablehnet und den Ich niemals zwingen werde. Doch bald ist die Gnadenzeit vorüber, bald ist die Uhr abgelaufen, und der letzte Schlag wird ertönen. Und was bis dahin nicht zurückgefunden hat zu Mir, wird noch ewige Zeiten in Gottferne verbleiben und also in einem unglückseligen Zustand, den abzuwenden Meine Liebe immer wieder versucht .... doch der Erfolg liegt bei euch Menschen selbst .... Amen
B.D. 4137 empfangen am 8.10.1947 Dringende Mahnung Gottes .... Das Kranke will Ich heilen, das Schwache stärken, das Gefallene aufheben, das Betrübte trösten, den Verwaisten will Ich ein Vater sein, den Unwissenden ein Lehrer, und wo eine irrende Seele ratlos am Wege steht, dort will Ich Selbst Mich als Führer anbieten, um sie vor dem Irrweg zu warnen, der sie in den Abgrund führt. Und alle Menschen, die Meine Hilfe benötigen und sich helfen lassen wollen, werden sie sichtlich erfahren, auf daß sie glauben, daß ein Gott im Himmel ist, Der Sich ihrer annimmt und sie nicht allein lässet in der Not. Nur Widerstand dürfen sie Mir nicht leisten, weil Ich dann Meinen Willen zurückziehe, um ihre Willensfreiheit nicht zu beschneiden. Sehr wohl könnte Ich ihnen dennoch Meine Hilfe aufdrängen, doch es wäre dann keine rechte Hilfe, sondern nur ein Hindernis zum Aufstieg ihrer Seele, die in vollster Freiheit den Weg zur Höhe zurücklegen muß, will sie selig werden. Und darum kann Ich euch Menschen nur durch Mein Wort Kenntnis geben von Meiner Liebe zu euch und von Meinem Hilfswillen. Und so ihr nun von selbst zu Mir kommt, kann Meine Liebe an euch tätig werden, und ihr werdet es Mir danken ewiglich, daß Ich Mich eurer angenommen habe. Und so fallen euch alle Nöte und Leiden selbst zur Last, so ihr euch nicht helfen lassen wollet, und dann ist das Erdenleben unsagbar schwer für euch, und schwerlich werdet ihr euer Ziel erreichen, wenn Meine Liebe nicht an euch wirksam werden kann. Ich aber lasse euch dennoch nicht, und schaffe Ich es nicht in diesem Erdenleben, dann müsset ihr zwar noch einen neuen Erdenwandel durchmachen, doch einmal werdet ihr das Ziel erreichen und euch von Meiner Liebe erfassen lassen, und eure Not wird behoben sein auf ewig. Jetzt aber richte Ich noch einmal ganz dringend an euch die Mahnung, Meinem Wort zu folgen und euch Meiner Führung anzuvertrauen, denn viel Zeit bleibt euch nicht mehr auf dieser Erde. Nützet jeden Tag zur Annäherung an Mich, höret Meinen Rat, und lasset euch unterweisen von denen, die Meine rechten Vertreter sind auf Erden, die Mein Wort euch zuführen, das sie von der Höhe, von Mir, empfangen, um es den Mitmenschen zuzuleiten.Höret sie, denn sie sind Meine Diener auf Erden, die an Meiner Statt reden und euch Kunde geben sollen von Meinem Willen, von Meinem Wirken und Meiner Liebe zu euch. Höret sie an, und befolget Meinen Willen, und ihr werdet sehr bald auf den rechten Weg geleitet sein und mit Sicherheit euer Ziel erreichen in der kurzen Zeit, die euch bleibt bis zum Ende. Lasset euch von Meiner Liebe erfassen, und ihr werdet ewig selig sein .... Amen
B.D. 4138 empfangen am 9.u.10.10.1947 Geistige Knechtschaft .... Wo die geistige Knechtschaft vorherrscht, ist wenig Erfolg zu verzeichnen für Meine Vertreter auf Erden, denn den Menschen wird in umfangreicher Weise das Wissen vorenthalten, andererseits aber sind sie gebunden an traditionelle Überlieferungen, die sie nie und nimmer hingeben wollen und die sich jedoch dem entgegenstellen, was ihr, Meine Diener auf Erden, vertretet und ihnen zu übermitteln sucht. Es muß eine gewaltige Arbeit einsetzen, um die reine, von Mir auf Erden den Menschen gegebene Lehre zu scheiden von zusätzlichem Menschenwerk. Wo nun Freiheit des Geistes herrscht, dort kann durch Rede und Gegenrede Klärung geschaffen werden. Wo jedoch der Mensch durch Gebote und Verbote gehindert wird, sich selbst frei zu entscheiden, dort ist eine Reinigung der gefälschten Lehre schwer durchzuführen, und dort wird es auch nicht gut möglich sein, die Menschen zu gewinnen für die Offenbarungen aus der Höhe, also für die reine Wahrheit. In geistiger Knechtschaft aber verharren die Menschen so lange, wie sie bedingungslos annehmen, was ihnen gelehrt wird, ohne selbst darüber nachzudenken, ansonsten sie auf Widersprüche stoßen würden, die ihnen Grund geben möchten, zu zweifeln an der absoluten Wahrheit des ihnen Vermittelten. Erst der Zweifel muß einsetzen, bevor der Mensch aufnahmefähig ist für die reine Wahrheit, so er sich im Irrtum befindet. Und Irrtum ist alles, was mit der von Mir Selbst gebotenen Lehre nicht übereinstimmt. Also könnet ihr Menschen euch diese stets zur Richtschnur nehmen, denn was durch die Stimme des Geistes den Menschen verkündet wird, ist reine, absolute Wahrheit und kann jederzeit auch als solche vertreten werden. Es werden jedoch auch auf jener Seite Beweise erbracht werden von der Richtigkeit dessen, was der reinen Wahrheit widerspricht. Doch diese Beweise sind nicht vollwertig, sie entstammen zum Teil menschlichen Darstellungen, die sanktioniert worden sind, zum Teil aber auch unklaren Berichten, denen bewußt der Stempel der Glaubwürdigkeit aufgedrückt wurde, um das Fundament einer Organisation dadurch zu stärken, die eine Machtstellung einnehmen wollte. Und so sind die Mitglieder dieser Organisation von selbst in ein falsches Denken gelenkt worden, aus dem sie sich nicht selbst befreien wollen oder können. Jeder Wahrheitsträger, der bestrebt ist, Irrlehren zu widerlegen oder nur als zweifelhaft hinzustellen und zu beleuchten, wird einen schweren Stand haben jenen gegenüber, denn ihnen ist ungezweifeltes Glauben an die Richtigkeit dessen, was ihnen gelehrt wird, geboten, und also sind sie geistig unfrei, sie befinden sich in einer Knechtschaft, die vom Satan gewollt und von den Menschen ohne Gegenwehr geduldet wird. Und sie können sich nicht aus dieser Knechtschaft befreien, solange sie nicht den festen Willen haben, zur Wahrheit zu gelangen, und Mich anrufen um Meinen Beistand. Dann bezeugen sie Mir den Mir zugewandten Willen, und dann wird ihnen auch wahrlich die Kraft zugehen, sich zu lösen aus der Gewalt dessen, der der reinen Wahrheit Feind ist. (10.10.1947) Dann werden sie auch von innen heraus in Zweifel geraten ob der Wahrheit dessen, was ihnen gelehrt wird; sie werden die Wahrheit begehren, und Ich werde sie ihnen zuleiten in einer Form, daß sie von ihnen angenommen werden kann. Und dann haben auch ihre Macht verloren, die in Diensten dessen stehen, der wider die Wahrheit ankämpft. Dann werden sie nicht zu der Schar der Mitläufer gehören, die bedenkenlos annehmen, was aber durchdacht werden soll, aber weitaus glücklicher sich fühlen im Besitz der reinen Wahrheit, die sie auch als solche erkennen werden. Doch die Gelegenheit wird allen geboten, Stellung zu nehmen zu dem ihnen vermittelten Geistesgut, denn ein jeder wird in die Lage kommen, über Streitfragen zu diskutieren, doch wie lange solche ihr Denken bewegen, liegt wieder am freien Willen des Menschen. Und darum ist auch jeder verantwortlich für sein Geistesgut, wenngleich auch die Lehrenden sich zu verantworten haben, die geistiges Gut austeilen, das nicht ihr eigenes Gedankengut geworden ist, sondern auch von ihnen gewissenlos weitergeleitet wurde, ohne daß sich der Lehrende die innere Überzeugung für die Wahrhaftigkeit verschafft hatte. Wer aber ein Lehramt ausübt, der muß auch das Gedankengut vertreten können, was immer nur möglich ist, so er selbst sich gedanklich damit auseinandersetzt. Unterläßt er dies, so muß er sich verantworten vor Mir als der ewigen Wahrheit Selbst, die Ich einem jeden biete, der nur ernstlich danach Verlangen trägt, um Meinen Gegner zu entkräften, dessen eifrigstes Bestreben ist, die Wahrheit zu untergraben und die Menschen in irriges Denken zu leiten. Und Ich werde wahrlich den Sieg davontragen, denn Mein Gegner wird unterliegen am Ende der Tage, während Mein Wort, das Licht aus den Himmeln, die reine Wahrheit, bestehenbleiben wird, wenngleich Himmel und Erde vergehen werden .... Amen
B.D. 4139 empfangen am 11.10.1947 Widersetzen dem Willen Gottes .... (Persönlich) Wer sich Meinem Willen widersetzet, der wird keine Ruhe finden in diesem Leben, so er einmal erkannt hat, daß Ich als Herr und Schöpfer regiere die gesamte Welt und daß Ich Mich auch dem winzigsten Wesen zuneige, so dieses Meine Fürsorge bedarf. Und dieses Erkennen wird jedem Menschen kommen, der einmal Mein Wort in Empfang nahm durch den Mund eines Dieners auf Erden und es zu seinem Herzen sprechen ließ. Wer unberührt geblieben ist von Meinem Wort, der wird keine Schuld auf sich laden, so er Meinen Willen nicht erfüllt, wenngleich er von innen heraus dazu angetrieben wird; doch ihm fehlt die Erkenntnis, und also wird er auch nicht zur Verantwortung gezogen. Wo aber für tieferes Wissen auch die Erkenntniskraft erworben wurde, ist ein Verstoß gegen Meinen Willen eine Nichtachtung oder offene Auflehnung gegen Mich Selbst, die auch entsprechend gebüßt werden muß. Und so habt ihr zu gewärtigen, daß Ich Meine Gnadengabe euch entziehe, daß euer Blick getrübt wird und daß ihr den geistigen Reichtum verlieret und eine große Leere im Herzen zurückbleiben wird, die euch unfroh und schwach machen wird dem irdischen Leben gegenüber, bis euch das Verlangen nach Meiner Liebe und Gnade übermannt und ihr innig um die Zuwendung Meines Wortes bittet; und dann wird Meine Gnade euch wieder leuchten, vorausgesetzt, daß ihr Meinem Willen nachkommt und tuet, was Ich euch geboten habe. Denn Mein Wille ist unabänderlich, und Ich weiß es wahrlich am besten, was nötig ist für euch, um treue Arbeiter zu werden für Mich und Mein Reich. Und so lasset euch ermahnen, und befolget Meinen Willen, und werdet nicht nachlässig in eurem Streben, arbeitet eifrig, und suchet euren Mitmenschen Meine Gnadengabe zugänglich zu machen, nehmet selbst in Empfang, was Meine Liebe euch bietet, und wertet es aus, ansonsten ihr geschwächt seid im Wollen und im Ausführen dessen, was ich durch Mein Wort von euch verlange. Holet euch die Kraft aus Meinem Wort, und ihr werdet Mir treue und willige Arbeiter sein und stets Meinen Willen erfüllen .... Amen
B.D. 4140 empfangen am 12.10.1947 Inneres Wort
- Gnadengabe .... Warum zweifelt ihr an Meinem Wort? Welche Gnadengabe ihr empfanget, das könnet ihr noch nicht fassen, denn es ist die innere Stimme ein großes Geschenk von Mir,
das Ich zwar einem jeden gewähre, doch einen überaus hohen Reifegrad erfordert, den
heut die Menschen nicht mehr aufweisen. Dennoch ist Meine Liebe zu euch, Meinen
Geschöpfen, so groß, daß Ich euch zu Meinen Kindern umbilden möchte und darum in
einer Zeit geistigen Tiefstandes Mein Wort, das Licht von oben, unerläßlich ist. Und
darum gebe Ich euch Menschen ein Geschenk, indem ich dich erwählte, Mittler zu sein
zwischen Mir und euch. Und Ich gab dir auch die Fähigkeit, Mein Wort aufzunehmen
und zu verstehen; es ist ein großes Gnadengeschenk, wenngleich dein Wille erst dieses
Geschenk ermöglichte. Und ein solches Geschenk soll dich froh und glücklich machen,
es soll dir Kraft geben und Trost in jeder noch so schweren Lebenslage, es soll dir eine
Stütze sein, wenn irdische Stützen versagen, und du zweifelst an der Wahrheit des Wortes, das aus der Höhe dir zugeht? Gib dich Mir vollkommen zu eigen, und jeglicher
Zweifel wird schwinden aus deinem Herzen. Was anderes könnte Ich wohl wollen, als
dich zu erhalten für eine Aufgabe, die überaus wichtig ist in der Zeit tiefsten Notstandes
der Menschheit. Und wenn dich Leid drückt, dann soll dies auch nur dazu beitragen,
dich Mir inniger zustreben zu lassen. Doch Meiner Hilfe wirst du stets gewiß sein können, denn Ich will, daß du arbeitest für Mein Reich, und werde dich niemals dafür
untauglich werden lassen durch übergroßes Leid. Und wenn Ich dir die Versicherung
gebe, daß ihr zusammen wirket in kommender Zeit, so schlage jeden Zweifel nieder
und glaube, denn die Stärke des Glaubens gewährleistet auch den sicheren Erfolg. Ich
will keine Trennung, Ich will auch keinen Rückgang deines seelischen Lebens, Ich will,
daß die Liebe sich verstärke, weil ohne die Liebe kein Wirken Meinerseits in euch möglich ist. Darum gib du den Kampf auf, lasse Mich walten, und vertraue dich Mir und
Meiner Liebe schrankenlos an, denn Ich versage Mich nie, Ich bin immer bereit, euch
beizustehen, und Ich weiß um jede Not, die deine Seele durchlebt, doch Ich weiß auch,
was zu deinem Besten ist und ihr zur Reife gereicht .... Amen
B.D. 4141 empfangen am 12.10.1947 Aufgabe der Diener Gottes .... Daß euch eine geistige Aufgabe gestellt worden ist, müsset ihr gleichfalls ungezweifelt glauben, und ihr dürfet euch keinesfalls leicht darüber hinwegsetzen oder säumig
sein in der Erfüllung. Gott dienen zu dürfen ist eine besondere Auszeichnung, die wohl
den Willen des Menschen voraussetzt, jedoch auch einen höheren Reifegrad, der zu
einer ungewöhnlichen Arbeit befähigt. Gott dienen zu dürfen verpflichtet aber auch, es
mit vollstem Einsatz zu tun, es verpflichtet zu emsiger Tätigkeit und größter Bereitwilligkeit, die gestellte Aufgabe gewissenhaft zu erfüllen. Und wiederum ist die Erfüllung
einer solchen Aufgabe überaus wichtig und bedeutungsvoll, denn die geistige Not der
Menschheit gebietet es, daß letztere Beistand findet, daß Gott Selbst ihr Hilfe bringt
durch eben Seine Diener auf Erden. Und dieser Dienst der notleidenden Menschheit
gegenüber soll ernst genommen werden, sind doch unzählige Seelen auf Hilfe angewiesen. Die Hilfe aber besteht darin, daß ein Mensch Mittler ist zwischen jenen und Gott,
Der durch diesen Mittler der Menschheit Kunde gibt von Seinem Willen und die Menschen zu rechtem Denken und einem Lebenswandel in Liebe zu führen sucht. Da die
Menschen aber selbst nicht mehr die Verbindung mit Gott herzustellen vermögen, so
muß ein Mensch sich dazu bereit erklären, als Mittler mit Gott in Verbindung zu treten,
um nun Seine Weisung entgegenzunehmen und sie gleichsam weiterzuleiten an die
Menschen zu deren Heil. Es ist diese Aufgabe so überaus wichtig und ihre Erfüllung so
dringend nötig, daß Gott dem Ihm-dienen-Wollenden jede Möglichkeit gibt, seiner
Aufgabe nachzukommen, und daß Er also ihm auch jeden Schutz, jeden Beistand und
jede Gnade gewährt, auf daß der Mittler seines Amtes walten kann in Ruhe und ständige Arbeit leisten kann für das Reich Gottes. Und darum dürfet ihr nicht zweifeln
daran, daß ihr eine Mission zu erfüllen habt, und so ihr glaubet, werdet ihr auch eifrig
tätig sein und keine Gelegenheit versäumen, für Gott und Sein Reich zu wirken, wo
immer es nur möglich ist. Dann werdet ihr die geistige Arbeit allem voransetzen, und
ihr werdet es niemals zu bereuen brauchen, denn so ihr arbeitet für Gott und Sein
Reich, wird Er es euch auch lohnen .... Amen
B.D. 4142 empfangen am 13.10.1947 Geistige Kommunion .... Geistig kommunizieren ist ein Vorgang, der ungemessene Gnadenzuwendungen
verbürgt, denn es ist die Vereinigung mit Mir Selbst, Der Ich Gnaden austeile im Übermaß. Durch die geistige Kommunion tritt die Seele des Menschen in ein Stadium der
Verklärung, sie gehört nicht mehr der Erde an, sondern steht mit dem Geist in sich in
so inniger Verbindung, daß sie gleichsam selbst vergeistigt ist und in diesem Zustand
die Seligkeit der Verbindung mit dem Vatergeist empfindet, ohne daß der Mensch mit
seinen körperlichen Sinnen etwas spürt. Es ist lediglich Anteil der Seele, die sich von der
Erde und gewissermaßen auch vom Körper gelöst hat und in geistigen Sphären weilt.
Ich Selbst erfasse sie voller Liebe und strahle die Liebe auch in sie aus, Ich erfülle sie mit
Kraft, die sie befähigt, völlig geistig zu fühlen und zu denken und nur das zu wollen, was
Meinem Willen entspricht. Es ist die geistige Kommunion ein Zustand völliger Willenshingabe an Mich, denn mit Mir vereinigt sein kann nur die Seele, die jeglichen Widerstand aufgegeben hat und Mir in tiefster Liebe sich hingibt, also Mein Urwesen
annimmt und selbst zur Liebe wird. Diese Umgestaltung ihres Wesens vollzieht sich
durch Liebeswirken des Menschen zunächst, dem dann inniges Verlangen nach Mir
Selbst folgt, das so stark ist, daß die Seele Mich zu hören und zu spüren begehrt. Durch
dieses Verlangen zieht die Seele Mich Selbst an sich, weil die Liebe den Zusammenschluß sucht und findet und weil Ich, als die ewige Liebe Selbst, kein anderes Ziel kenne,
als vereinigt zu sein mit Meinen Geschöpfen und sie mit Meiner Liebe zu beglücken.
Und darum komme Ich jedem Verlangen einer liebenden Seele nach, und Ich beglücke
sie, indem Ich Meine Gegenwart ihr kundtue durch Mein Wort .... auf daß sie fühlet
Meine Gegenwart, auf daß sie Meiner Nähe gewiß ist und einen unleugbaren Beweis
Meiner Liebe empfängt .... Amen
B.D. 4143 empfangen am 14.10.1947 Vorgang der Vermittlung des göttlichen Wortes .... So die Seele sich einigt mit ihrem Geist, hat der Körper das Anrecht auf die Seele verloren, d.h., körperliche Wünsche weiset die Seele zurück, weil sie dem Wunsche des Geistes widersprechen. Es ist daher der Akt der Verbindung von Seele und Geist nur in solchen Zeiten möglich, wo der Körper nicht so in Anspruch genommen ist, daß er irdische Tätigkeit ausführen muß, wo das Denken und Wollen, also die Seele, ganz dieser Tätigkeit gilt. Es kann die Tätigkeit des Menschen zwar dem göttlichen Willen entsprechen, jedoch die Wirksamkeit des Geistes hängt von der völligen Hingabe der Seele an den Geist ab, weshalb ein Zurückziehen des Menschen in die Stille erforderlich ist, wo der Geist sich der Seele zu Gehör bringen kann, insbesondere dann, wenn das der Seele vermittelte Geistesgut auch für die Mitmenschen bestimmt ist, also niedergeschrieben werden soll. Daher sind die Kundgaben aus dem geistigen Reich, die also Ausstrahlungen des Vatergeistes auf den Geistesfunken im Menschen sind, nur entgegenzunehmen in Zurückgezogenheit, wo sich die Seele hemmungslos an den Geist hingeben kann. Dann kann auch eine restlose Verbindung stattfinden zwischen Seele und Geist, so daß durch den Geist Gott Selbst Sich äußern kann, daß sich die Seele vergeistigt und in den Momenten der Verbindung mit dem Vatergeist von Ewigkeit Sein Wort empfängt, versteht und es dann dem Menschen zu Gehör bringen kann, der Verlangen hat, die Ergebnisse der Zurückgezogenheit zu vernehmen. Dann erst stellt die Seele den Zusammenschluß mit dem Körper her und teilet ihm mit, was sie aus dem geistigen Reich entgegengenommen hat .... Amen
B.D. 4144 empfangen am 15.10.1947 Tätigkeit und Fähigkeit des Wesens im Mußzustand .... Auch das unscheinbarste Geschöpf auf Erden genießet Gottes Liebe und Fürsorge,
denn es ist aus Seiner Liebekraft hervorgegangen und auf ewig untrennbar verbunden
mit Ihm. Es hat aber auch einen Daseinszweck zu erfüllen, und darum wurde ihm das
Leben gegeben, sei es als Mensch oder Tier, im freien oder im Muß-Zustand. Jedem
Geschöpf ist eine Aufgabe zugewiesen, die es erfüllen muß. Kommt es nun dieser Aufgabe nach, dann wird es frei aus der jeweiligen Form und kann sich in einer höheren
Form wieder neu verkörpern. Also muß jedes Geschöpf eine Tätigkeit verrichten, die
jedoch stets von der vorhergehenden abweicht, weil verschiedene Fähigkeiten entwikkelt werden müssen, die sich im Laufe von unendlich vielen Verkörperungen wohl wiederholen, aber immer dem Entwicklungsgrad des Wesens angepaßt sind. Vor der Verkörperung als Mensch unterliegt die Tätigkeit jener Geschöpfe dem Willen Gottes und
vollzieht sich daher in einer gewissen Gesetzmäßigkeit, weshalb den Geschöpfen
immer die gleichen Fähigkeiten eigen sind, die dann das Wesen in einer Verformung
kennzeichnen. Und so gibt es vor der Verkörperung als Mensch unendlich viele Verformungen, und in einer jeden ist die Aufgabe des Wesens anders, und jede Tätigkeit entspricht dem göttlichen Willen, Seiner unübertroffenen Weisheit und Seiner übergroßen Liebe .... Amen
B.D. 4145 empfangen am 16.10.1947 Ermahnung Gottes an Seine Diener .... Verbleibet Mir treu, öffnet Mir eure Herzen, und lasset Mich Eingang nehmen, lasset
Mich wirken in euch, die Ich Mir erwählet habe zur Mitarbeit, auf daß Mein Wirken
wohl in Erscheinung treten kann, doch für die Menschen in dunkler Geistesnacht verhüllet ist, weil helles Licht sie blenden würde und nur zum Schaden ihrer Seelen sich
auswirken könnte. Euch benötige Ich zur Hilfe, und Ich muß euch darum so zubereiten,
daß ihr Mir taugliche Werkzeuge seid in kommender Zeit, die für die gesamte Menschheit außerordentlich schwer sein wird, für euch aber erträglich, weil Ich bei euch bin
und euren Lebensweg ebne, daß ihr ihn sicheren Fußes zurücklegen könnet bis zum
Ende. Ständig will Ich euch mit Meinem Wort beglücken, Ich will zu euch reden liebevolle Vaterworte, Ich will euch Trost geben in Stunden der Not, die auch an euch nicht
vorübergehen können, weil ein banges Erleben das andere ablösen wird. Ich will euch
stärken und anspornen zu nimmermüder Arbeit für Mich und Mein Reich, Ich will
eure Zungen lösen, euer Denken ordnen, und Ich will durch Meinen Geist in euch wirken und euch hellstes Licht, klarste Erkenntnis und tiefstes Wissen schenken, Ich will
eure Herzen entzünden zu einer großen Liebesflamme, auf daß ihr euch der Mitmenschen annehmet, die in großer geistiger Bedrängnis dahinleben und eure Hilfe benötigen. Lasset Mich ständig bei euch weilen, rufet Mich, auf daß Ich zu euch kommen
kann, und machet euch mit Meinem Wort vertraut, ist es doch ein Kraftspender, ein
Labetrank und Speisung für die Seele, und bleibet im Gebet Mir innig verbunden, dann
werdet ihr niemals zu fürchten brauchen, in einen schwachen Zustand zu verfallen, und
jeder Lebenslage Meister sein. Nur eines verlange Ich von euch, daß ihr euch Meinen
Willen zu eigen machet, daß ihr Mir nicht widerstrebet, sondern nur Meine Gebote haltet .... Amen
B.D. 4146 empfangen am 17.10.1947 Schicksal .... Der euch das Leben gab, bestimmt auch über euer Schicksal, und Seinem Willen untersteht sowohl euer irdisches als auch euer geistiges Leben, letzteres zwar insofern von eurem Willen abhängig, daß ihr euch den Grad eurer Vollkommenheit selbst schaffet, jedoch euer geistiges Reifen fördernd durch immerwährende geistige Eindrücke, die gewissermaßen durch irdische Eindrücke hervorgerufen werden, weshalb das Schicksal eines jeden Menschen vorbestimmt ist entsprechend dem Willen des Menschen nach Vollendung. Und so müsset ihr auf Erden immer durch die Schule gehen, die eure Seele benötigt, denn Gott hat es erkannt von Ewigkeit, welchen Gang eure geistige Entwicklung nimmt, Er weiß auch um den Reifegrad, den die Seele bei ihrem Ableben erreicht hat, Er weiß um die Lebensdauer des einzelnen, und Er muß oft vor dem Leibestode verschärfte Mittel anwenden, um die Seele zu fördern in ihrer Entwicklung. Dann tritt das Leben in ganzer Härte an den Menschen heran und zwingt ihn dadurch, sich von jedem irdischen Verlangen frei zu machen, auf daß die Seele nur noch nach Gott verlangt und so ihre letzte irdische Fessel ablegt, um völlig frei und entschlackt einzugehen in das geistige Reich. Es ist zuweilen ein Zustand äußerster Not für eine Seele nötig, auf daß sie sich ganz ihrem Schöpfer und Lenker anvertraut und jegliche Bindung mit der Welt auflöst. Dann aber erreicht sie einen hohen Reifegrad, der ihr restlose Beglückung und also vollauf Entschädigung im geistigen Reich einträgt. Sie empfängt geistig tausendfach wieder, was irdisch ihr genommen wurde oder ihr versagt blieb. Und das soll der Mensch bedenken, daß Gott ihn nicht in Willkür leiden lässet, sondern immer nur ein Ziel verfolgt, ihn selig zu machen auf ewig. Und so die Schule, die er absolvieren muß, nicht ohne Erfolg bleiben soll, dann muß oft alle Strenge angewandt werden, ansonsten sich der Mensch nicht geistig bilden könnte in einer kurzen Zeit, die ihm laut Bestimmung von Ewigkeit noch bleibt bis zum Ende. Und da das Ende nicht mehr lange auf sich warten läßt, setzet nun die Not ein in oft einen Gott der Liebe vermissen lassenden Weise. Und dennoch bestimmt die unendliche Liebe Gottes selbst den Erziehungsweg, den die Seele gehen muß, und darum soll sich der Mensch stets der Liebe Gottes empfehlen, dann wird seine Seele aus jedem Erleben ihren Nutzen ziehen, sie wird reifen in kurzer Zeit und in hohem Entwicklungsgrad in das geistige Reich eingehen, sowie sie ihren Körper, ihre letzte Hülle, verläßt und nach unendlich langer Zeit des Gebundenseins ewige Freiheit genießen kann .... Amen
B.D. 4147 empfangen am 18.10.1947 Gabe des Empfangens bleibt,
Selten nur kann Ich Mich äußern in der Weise, daß eine regelmäßige Übermittlung Meines Wortes zur Erde stattfindet durch den Willen eines Menschen, der Mir dienstbar ist. Selten nur wird eine solche Verbindung hergestellt, die nicht nur gedankliche Ergebnisse zeitigt, sondern schriftliche Aufzeichnungen zur Folge hat, die den Mitmenschen zur Verfügung gestellt werden können. Und selten nur besteht daher die Möglichkeit, den Menschen Aufklärung zu geben und jede geistige Frage zu beantworten. Es ist eine Verbindung zwischen Himmel und Erde, zwischen Mir und den Menschen, die offensichtlich sich auswirkt zum Zeichen, daß ein ungezwungener Verkehr mit Mir möglich ist und daß er die Zuwendung Meines Wortes zur sichtbaren Folge hat. Und es ist darum verständlich, daß von Mir aus niemals eine solche Verbindung aufgelöst wird, sondern daß Ich sie begünstige und den Menschen liebevoll betreue, der diese Verbindung mit Mir herstellt, und daß Ich ihm in jeder Weise behilflich bin, daß er sich irdisch sowohl als auch geistig zurechtfindet auf Erden, um ihn nicht zu verlieren, weil seiner eine große Aufgabe harrt, die eben nur von (einem, d. Hg.) solchen Menschen ausgeführt werden kann, der sich Mir ganz und gar hingibt und darum auch sündenfrei ist, so daß Mein Geist durch ihn sich äußern kann. Wer nun für Mich tätig ist, der braucht nimmermehr zu fürchten, daß ihm diese Gnadengabe entzogen wird, weil, wer einmal in dieser innigen Verbindung mit Mir steht, nicht so weit sich verirren kann, daß er das Wirken des Geistes in ihm zur Unmöglichkeit macht. Er wird nicht mit Willen Mir ungehorsam sein, er wird Mich zu Rate ziehen in jeder Angelegenheit des menschlichen Lebens und also auch niemals Mein Wort zu entbehren brauchen, weil er Mir niemals so abtrünnig werden kann, daß er Mir bewußt widerstrebt. Doch wohl entziehen kann Ich ihm die Gabe, den Mitmenschen aufzuklären, wenn dieser sich unwürdig macht Meiner Belehrung. Denn von der Art der Wiedergabe einer Vermittlung hängt es ab, wieweit das tiefere Wissen verständlich ist für den Mitmenschen. Und also kann sehr wohl der Aufnehmende die Gabe des Empfangens göttlicher Weisheit behalten und mit Meinem vollen Willen ständig fortlaufend unterwiesen werden, doch der Zuhörer kann wenig beeindruckt bleiben, und Meine Gnadengabe geht völlig wirkungslos an ihm vorüber, und er wird diesen Zustand als qualvoll empfinden und darben, jedoch jede Gelegenheit erfassen, wo er wieder Mein Geisteswirken empfinden und es verfolgen kann .... Amen
B.D. 4148 empfangen am 19.10.1947 Liebevolle Vaterworte .... Nehmet in Empfang, was Meine Liebe euch bietet, und stärket euch daran jederzeit. Und so euch irdische Sorgen drücken, betrachtet sie als von Mir euch auferlegt, und traget sie mit Ergebung, und so sie euch unerträglich erscheinen, kommet zu Mir, und Ich will sie euch tragen helfen oder sie euch ganz abnehmen, d.h. euch Kraft geben oder Hilfe senden, so daß die Not behoben ist, die euch belastet hat. Und so werdet ihr niemals leer ausgehen, so ihr euch an Mich wendet, denn ein Vater versagt sich den Kindern nicht, die ihn lieben und sich seine Liebe erringen wollen durch Erfüllen seiner Gebote. Und ihr werdet Mich daher jederzeit bereit finden, euch mit Gnadengaben zu beglücken, ihr werdet stets Worte der Liebe von Mir vernehmen, so ihr innere Einkehr haltet. Ihr werdet niemals zu darben brauchen und auch Meiner Liebe niemals verlustig gehen, weil Ich immer gebebereit bin und sowohl geistig wie auch irdisch Meine Güter austeilen will denen, die sie benötigen. Ich lasse keinen leer ausgehen, jedoch Ich verteile Meine Güter verschieden dem Verwertungswillen des einzelnen entsprechend. Und so auch sollet ihr im Geben nicht ängstlich sein und immer bedenken, daß Ich es bin, der alle eure Güter, ob irdisch oder geistig, segnen und vermehren kann, daß Ich euch wiedergeben kann, wessen ihr euch entäußert, und daß Ich es auch tun werde, nur mit anderem Maß austeilend, so ihr aus Liebe bedenket euren Nächsten. Nichts wird euch mangeln, so ihr den Nächsten nicht in Not lasset, denn Meine Güter sind nicht begrenzt und Meine Liebe noch viel weniger, und also werdet ihr empfangen dürfen ungemessen, so ihr nur eure Gaben recht verwertet und sie also nützet, um in uneigennütziger Nächstenliebe zu wirken. Und brauchet ihr dann euch zu sorgen um eure Bedürfnisse, so Ich euch die Versicherung gebe, sie zu decken? Brauchet ihr zu fürchten, daß ihr im Lebenskampf erlahmen könnet, wenn Ich euch zur Seite stehe und ihr euch niemals von Mir verlassen glauben brauchet? Glaubet nur an Meine Liebe, und jede Sorge wird von euch abfallen, glaubet an Meine Allmacht, und ihr werdet nicht mehr zweifeln, daß Ich in jeder Not euch helfen kann und euch auch helfen will, weil Ich euch liebe. Glaubet an Meine Weisheit, die nur das Leben euch so gestaltet, wie es gut ist für eure Seele. Und so könnet ihr unentwegt Gaben von Mir in Empfang nehmen, irdisch werde Ich euch bedenken und geistig euch nicht darben lassen, sowie ihr Mein Wort in Empfang nehmet und daraus alle Kraft schöpfet, die ihr benötigt für euren Erdenlebensweg, um ihn zurücklegen zu können nach Meinem Willen .... Amen
B.D. 4149 empfangen am 21.10.1947 Ernten werdet ihr, wie ihr aussäet ....
Ernten werdet ihr, was ihr aussäet, und Mich werdet ihr stets als gerechten Richter
erkennen müssen, so Ich zulasse, daß sich die Früchte eurer Aussaat .... die Folgen eures
Lebenswandels und eures Wirkens auf Erden, deutlich zeigen als Leiden oder Freuden,
als Nöte oder Segnungen jeglicher Art. Ich will es, daß ihr Mich erkennet, daß ihr nichts
als Zufall ansehet, sondern stets und ständig Meine Fügung, Meine Hand ersehet, was
auch über euch kommt. Und Ich will es, daß ihr euch Rechenschaft ablegt, wieweit ihr
selbst euer Schicksal verschuldet habt, so es euch schwer tragbar zu sein scheint. Jede
Lieblosigkeit zieht geistige Schwäche nach sich, jede Tat der Liebe wirkt sich in erhöhter Erkenntnis aus. Und so könnet ihr bei strenger Selbstkritik an eurem Geisteszustand ermessen, wieweit ihr die Liebe übet. Stets werdet ihr glücklich sein, Mir
zustreben, euer geistiges Wissen zu erweitern suchen und Mich also zu hören begehren,
direkt oder durch Meine Diener, so ihr gebet .... geistige oder irdische Güter .... Amen
B.D. 4150 empfangen am 22.10.1947 Mangel an Vertrauen ....
Wohl vernehmet ihr Mein Wort, und ihr könnet euch dadurch Meinen Willen zu eigen machen, ihr seid auch willens, Mir zu dienen und für die Verbreitung Meines Wortes Sorge zu tragen .... ihr lebt auch bewußt und strebet einen höheren Geisteszustand an .... ihr bemühet euch auch, in der Liebe zu leben, und stehet des öfteren gedanklich in Verbindung mit Mir, doch eines mangelt euch noch: das schrankenlose Vertrauen auf Meine Hilfe in jeder Not des Leibes und der Seele. Doch gerade dieses Vertrauen ist erst das Merkmal Meiner Kinder, daß sie zum Vater kommen und Ihm ihre Nöte vortragen im Glauben an Meine sichere Hilfe. Nicht der geringste Zweifel darf in euch auftauchen, ihr müsset euch hineinversetzen in die Liebe eures Vaters und Schöpfers und Erhalters zu Seinen Geschöpfen. Seid ihr fähig, euch von der Liebe des Vaters erfaßt zu fühlen, so wird auch jeder Zweifel in euch schwinden, denn dann erkläret euch Meine Liebe alles, dann wisset ihr, daß Ich nicht anders an euch handeln kann, als euch alles zu gewähren, was ihr erbittet, weil die rechte Liebe sich niemals versagt, sondern mit dem Gegenstand ihrer Liebe sich vereinigt sehen will, und daß Ich also stets euch gewähren möchte, was gut ist für euch, auf daß ihr nicht zu Schaden kommet. Doch euer Verstand fasset es nicht, und ihr seid noch viel zu sehr mit dem Verstand tätig, wo allein euer Herz entscheiden soll; euer Verstand fragt und grübelt und kommt schlecht zu einem befriedigenden Ergebnis. Euer Herz aber hat das rechte Empfinden, und es sagt euch immer wieder, daß nur Meine Liebe bestimmend ist und daß diese Liebe euch ewiglich gelten wird, so ihr nur nach ihr Verlangen traget. Und darum müsset ihr euch nur würdig machen Meiner Liebe, und niemals werdet ihr dann eine Fehlbitte tun, denn Ich gewähre euch alles, so ihr nur durch Erfüllen Meines Liebegebotes zu den Meinen gezählt werden könnet, zu denen, die keine Heimat mehr haben auf Erden, sondern ihre wahre Heimat im geistigen Reich ersehen, und die darum sich sehnen nach einer Verbindung mit Mir, ihrem himmlischen Vater von Ewigkeit. Ihr müsset nur immer an Meine Liebe denken, und euer Vertrauen wird sich erhöhen, und dann habt ihr selbst die Gewähr für die Erfüllung jeglicher Bitte, und dann werdet ihr nicht mehr zweifeln, weil Ich euch die Verheißung gegeben habe:„Bittet, so wird euch gegeben werden, klopfet an, so wird euch aufgetan ....“ Amen
B.D. 4151 empfangen am 23.u.24.10.1947 Kraft der Liebe .... Die Kraft der Liebe ist überwältigend, und doch wird sie zu wenig erkannt und genützet. Sie ist wie ein reißender Strom, der alles erfaßt und mit sich führt, sie ist wie ein Feuer, dem nichts standhält, das alles verzehrt, was in seine Nähe kommt. In der Liebe liegt eine ungewöhnliche Stärke, doch es muß eine reine Liebe sein, ansonsten sie Triebe zur Auslösung bringt, die herabziehen. Eine reine Liebe kann und muß wieder Gegenliebe erwecken, wie eine Kraft auch eine Gegenkraft auslöst. Und darum wird sie auch Erwiderung finden, wenn auch nicht unmittelbar als Folgeerscheinung, sondern erst dann, wenn die Liebe auf den Mitmenschen gewirkt hat. Sie muß gewissermaßen erst dessen Herz berühren, bevor die Gegenliebe erwacht und also zurückstrahlt. Es ist dies ein Urgesetz, daß die Liebe als Kraft wirket und daß sie als solche auch eine ungeheure Gewalt hat. Es ist ein Urgesetz, daß sie sich verdoppeln muß, sowie zwei Wesen sich zueinander hingezogen fühlen, daß aber das eine passiv, das andere aktiv sich verhält und daß darum die Liebe des einen stärker sein muß, ansonsten sie nicht aufbauend, also als Kraft spürbar wäre. Es ist die Liebe von Gott ausgehend und somit so lange als göttlich zu bezeichnen, wie sie nur geistiges Gut anstrebt. Es kann aber auch die Liebe eines Menschen dem Mitmenschen gelten, und auch dann noch kann sie göttlich sein, so das Prinzip der gebenden Liebe vorherrscht. Dann wird sie ebenfalls Gegenliebe erwecken, sie muß dann aber völlig frei sein von Eigennutz, und ihr Ziel muß stets sein, Glück zu geben und zu bereiten. (24.10.1947) Wer gebende und beglücken-wollende Liebe in sich trägt, der ist wahrhaft Mir verbunden und beziehet ständig Kraft aus Mir. Denn eine solche Liebe wird stets zur Tätigkeit drängen, sie muß sich entäußern ihrer Kraft, und dieser Trieb hat immerwährende Tätigkeit zur Folge. Tätigkeit aber ist Leben, und sonach steht der Mensch erst dann im Zustand des Lebens, wenn er voll der Liebe ist. Denn Liebeswirken erst beendet den Zustand des Todes, der die Seele zuvor umfängt. Liebeswirken ist eine vom Geist ausgehende Tätigkeit, die nicht mit irdischer Tätigkeit verglichen werden kann, selbst wenn sie sich irdisch auswirkt. Der Zustrom von Kraft aus dem geistigen Reich wird den Menschen immer zu erhöhtem Liebeswirken antreiben, und sonach sich ständig die Kraft in sich vermehrt. Körperlich zwar wird der Mensch nicht sonderlich berührt davon, doch sein ganzes Empfindungsleben erfährt eine Vertiefung, er ist überaus sensibel und vernimmt daher die Stimme des Geistes in sich, die nur leise und fein ertönt und von den körperlichen Sinnen nicht vernommen werden kann. Diese Stimme des Geistes ist also die Auswirkung von Liebetätigkeit und Liebetätigkeit wieder die Auswirkung liebenden Empfindens im Herzen, dieses wieder eine Ausstrahlung Meiner Selbst, die Ich dem zufließen lasse, der Mich liebt, d.h., der Meine Gebote erfüllt, der Meinen Willen zu tun sich bemüht, der Mir bewußt zustrebt. d.h. Mich anerkennt und an Mich glaubt. Immer ist Liebe Kraft, ob sie von Mir ausgeht und Meine Geschöpfe berührt oder zu Mir zurückkehrt in Form uneigennütziger Liebetätigkeit. Und diese Kraft wird ununterbrochen ins Weltall verströmen, denn Ich Selbst, als die ewige Liebe, will geben und beglücken und Meine Geschöpfe in den Zustand der Seligkeit erheben, Ich will, daß sie leben und durch ständige Tätigkeit die Kraft aus Mir in Empfang nehmen und austeilen, weil sie zum Gebenund Beglücken-Wollen antreibt .... Amen
B.D. 4152 empfangen am 25.10.1947 Ernte .... Das geistige Streben soll euch verbinden und keine Trennung mehr zulassen. Gemeinsames Erleben soll euch reifen lassen, und jeder soll zur Höhe streben aus innerstem Antrieb, jeder soll sich als Beauftragter Gottes fühlen, der eine Mission zu erfüllen hat, und Gott bitten um Kraft und Gnade, diese Mission Seinem Willen gemäß ausführen zu können. Und ihr werdet reichlich Arbeit finden, so ihr in Seinen Dienst euch stellt, denn Er braucht willige Arbeitskräfte zur Urbarmachung eines Feldes, das reiche Frucht tragen soll. Er braucht Menschen zur Aussaat, wie Er auch für die Zeit der Ernte Schnitter braucht, die Ihm dienen und emsig tätig sind. Hat Gott euch erwählet, so seid euch dieser Auszeichnung bewußt und machet euch ihrer würdig. Denn es ist eine ganz besondere Gnade, Sein Wort in Empfang nehmen zu dürfen, das euch vorbereitet für jene Mission, das euch wissend macht und fähig, das Wissen weiterzuleiten an eure Mitmenschen. Darum seid euch dieser Gnadengabe bewußt, und nehmet voller Dank hin, was Gottes Liebe euch bietet, erfüllet aber auch Seinen Willen, der euch kundgegeben ist durch Sein Wort. Jedes geistige Gespräch wird euch fördern, es wird euch erweitertes Wissen eintragen, und dieses Wissen wird euch beglücken, denn es ist geboten von oben, von Gott Selbst, Der Seine Diener anweiset, euch zu unterrichten, und Der Sich Selbst als Lehrmeister euch offenbaret, euch in Seine Schule nimmt und göttliche Weisheit euch vermittelt. So Er Selbst euch belehret, seid ihr jeglichem Irrtum fern, und es fließt euch die Wahrheit zu in reinster Form, denn Seine Liebe ist übergroß, Seine Weisheit ist unergründlich und Seine Macht unvorstellbar. Liebe und Weisheit und Allmacht aber könnet ihr in jeder Kundgabe feststellen und darum glücklich sein, daß euch Sein Wesen aufgeschlossen wird und ihr die Fähigkeit besitzet, zu fassen, was Sein Geist euch kundtut. Und darum schätzet diese Gnadengabe, machet euch ihrer würdig, werdet nicht lau und gleichgültig, sondern begehret sie aus ganzem Herzen, und empfanget sie mit Dank, so wird euch euer geistiges Streben Segen eintragen, ihr werdet vorwärtsschreiten in eurer Entwicklung und sicher euer Ziel erreichen .... restlose Vereinigung mit der ewigen Liebe, Die euch gewinnen will für ewig .... Amen
B.D. 4153 empfangen am 26.10.1947 Verhältnis eines Kindes zum Vater .... Ihr sollt Mein werden und euch nicht mehr trennen von Mir, ihr sollt einen Bund
schließen mit Mir, euch Mir hingeben und nichts mehr verlangen als Meine Liebe, und
so ihr in diesem Stadium der Entsagung alles Irdischen angelangt seid, könnet ihr
getrost euer Leben lassen, denn dann habt ihr die letzte Probe auf Erden bestanden, und
ihr seid reif für das geistige Reich. Doch was ist dazu nötig, daß ihr diesen Grad der
Liebe zu Mir erreichet, der euch selig macht auf ewig? Ihr müsset in dem Verhältnis
eines Kindes zum Vater stehen, dann werdet ihr nichts anderes mehr begehren, als mit
Mir vereinigt zu sein, denn das Kind verlangt nur zum Vater, weil es seine väterliche
Liebe spürt und sich in dieser wohlgeborgen weiß. Das Kind ist schwach und verlangt
Schutz und Beistand, es verlangt nach Gaben, die ihm nur die Liebe des Vaters spendet,
und es kommt vertrauend zu ihm und bittet ihn voll kindlicher Demut, und der Vater
versagt dem Kind nichts, weil er es liebt. Ihr alle müsset euch als Meine Kinder fühlen
und dieses Vertrauen zu Mir haben, daß ihr Mir alle eure Sorgen, Nöte und Leiden vortraget und gläubig darauf wartet, daß Ich sie euch abnehme, daß Ich sie behebe und
euer Los auf Erden euch erträglich gestalte. Und so schließet ihr ein Bündnis mit Mir,
eurem Vater von Ewigkeit, ihr vertrauet euch Mir an, und ihr fühlet euch dadurch Mir
so nahe, daß ihr ohne Scheu sprechet und auch bemüht seid, Mein Wohlgefallen zu
erringen und dadurch wieder Meine Liebe, und ihr selbst werdet auch das Bewußtsein
haben, als Meine Kinder Meine Liebe zu besitzen, und dieses Bewußtsein wird euch
inneren Frieden geben und Kraft in aller Fülle. Und dennoch werdet ihr euch nicht
überheben, ihr werdet tief demütig bleiben und mit Meiner Gnade überschüttet werden .... Amen
B.D. 4154 empfangen am 27.u.28.10.1947 Gedankliche Ausstrahlungen .... Geheime Kräfte wirken alle Zeit, im Verband stehend mit der Urkraft, dem Schöpfer
des Alls, mit Gott, Dem alles untersteht im geistigen Reich sowohl als auch in der Materiellen Welt. Diese Kräfte sind es, die unentwegt tätig sind und auf die Gedanken der
Menschen einwirken, die ihnen zur Betreuung anvertraut sind. Gedanken sind geistige
Strömungen, die zugeleitet werden von jenen Kräften den Menschen; ob sie aber von
diesen aufgenommen werden, liegt den Menschen selbst ob. Und daher suchen die geistigen Kräfte, den Willen des Menschen zu lenken in einer bestimmten Richtung, auf
daß nun der Wille bereit ist, die Gedankenwellen, die ihn umspielen, aufzunehmen und
dem Verstand zur Bearbeitung vorzulegen, auf daß dann sowohl die Seele als auch der
Verstand einen Nutzen davon haben. Diese Kräfte sind nun am Werk, eine totale Wandlung des Denkens zu erreichen, und sie nehmen jede Gelegenheit wahr, ermahnend
und warnend den Menschen beizustehen, und daher versuchen diese Kräfte, geistige
Lichtwesen, erstmalig das Denken des Menschen auf das geistige Reich zu richten, und
zu diesem Zweck wird ihnen schicksalsmäßig das irdische Leben erschwert, auf daß sie
es leichter hingeben und dort Ersatz suchen, wo sie nicht enttäuscht werden können.
(28.10.1947) Vielfach zwar ketten sich die Menschen nach schweren Schicksalsschlägen
noch mehr an das irdische Leben, und dann ist es für die geistigen Kräfte schwer, sich
zu Gehör zu bringen, denn die gedanklichen Ausstrahlungen werden nicht angenommen .... Amen
B.D. 4155 empfangen am 29.10.1947 Enttäuschung der Menschen
- Besserung .... Eine große Enttäuschung werden die Menschen erleben, die sich eine Besserung der
Lebenslage erhoffen und jegliche Arbeit verrichten im Hinblick auf eine bessere Zeit.
Sie glauben, sich durch Menschenhände und Menschenwillen das Leben umgestalten
zu können, sie glauben an einen Aufstieg in jeder Hinsicht, sie führen alle Arbeiten aus,
die einer Versorgung auf lange Sicht hinaus gleichkommen, sie sind überaus mühsam in
unwichtigen Dingen, aber das Wichtigste lassen sie unbeachtet .... Amen
B.D. 4156 empfangen am 30.u.31.10.1947 Zeit der Ernte .... Ihr werdet die Zeit der Ernte erleben, von der geschrieben steht, daß der Weizen von
der Spreu gesondert wird und die Früchte der Äcker in die Scheunen gesammelt werden. Und es wird der Herr Seine Knechte anweisen, pflichtgetreu ihre Arbeit zu leisten,
Er wird sie aussenden, daß sie als fleißige Schnitter die Ernte einbringen, daß sie darauf
bedacht sind, ihrem Herrn die Scheuern zu füllen, und nicht eher ruhen, bis die letzten
Früchte unter Dach gebracht sind, bis sie Ihm sagen können: „Herr, unsere Arbeit ist
getan ....“ (31.10.1947) Diese Zeit ist nahe, und allen, die für das Reich Gottes arbeiten,
alle, die Gott Seelen zuführen wollen, die Seine Liebelehre zu verbreiten suchen, die den
Menschen Kunde geben vom Walten und Wirken Gottes, diese sind Seine Knechte, die
Er gedungen hat, auf daß die Arbeit geleistet werde, die dringend nötig ist vor dem
Ende, vor dem Tage, da die Spreu vom Weizen geschieden wird. Und dieser Tag ist nicht
mehr fern, immer wieder wird es den Menschen gesagt durch den Mund der Propheten, durch den Mund derer, die Gott dienen und sich Ihm voll und ganz zur Verfügung
stellen. Immer wieder bedienet Gott sich ihrer, um durch sie zu sprechen zu allen, die
Ihn anhören wollen. Doch schnell wird die Zeit vergehen, es wird eine überaus eifrige
Tätigkeit einsetzen müssen, um noch bis zum letzten Tag reiche Ernte zu bergen. Doch
der Lohn wird wahrlich der Arbeit wert sein .... Amen
B.D. 4157 empfangen am 1.11.1947 Tönendes Wort .... Das tönende Wort im Herzen zu vernehmen ist Meiner Liebe untrüglichstes Zeichen. Es klingt wie ein leise gesprochenes Wort, fein und zart und doch hell und klar. Es erfüllt euch Menschen mit herzinniger Freude, denn es ist so ungewöhnlich wohltuend, daß ihr es ständig zu hören begehrtet, so Ich euch nicht ernüchtern möchte, auf daß ihr auch im irdischen Leben bestehen könnt. Denn die Seligkeit, Meine Nähe zu spüren, beraubt euch der Ruhe, und darum muß Ich auch stets verhüllt euch Mich nahen, ob im Wort oder in Meiner Gegenwart, und euch davor bewahren, überschwenglichen Gemütes zu werden, das nicht für diese Welt taugt. Die Liebe zu Mir ist zwar wie ein unlöschbares Feuer in euch entfacht, doch lasse Ich es nicht in hellen Flammen auflodern, um eurer selbst willen. Ich aber weiß, wann euer Herz tiefer reiner Liebe zu Mir fähig ist und wann Ich daher tönend Mich in euch äußern kann. Ihr aber wisset nicht den Liebegrad, der dieses Meiner Liebe sicherstes Zeichen zuläßt, und darum müsset ihr zu erhöhter Liebe angetrieben werden und oft durch Leid, das euch Mir in die Arme drängen soll. Denn wen Ich mit Meiner Liebe erfaßt habe, den lasse Ich ewiglich nicht mehr, Ich lasse ihn aber auch nicht auf gleicher Entwicklungsstufe stehen, Ich will, daß er sich Mir nähert, daß er immer vollkommener werde, daß er zuletzt nur noch Mich allein begehret .... und dieses setzt ein völlig schlackenloses, Mir geöffnetes Herz voraus .... Verstehet ihr, daß Ich euch nur dazu verhelfen will und ihr durch Läuterungsschulen
hindurch müsset, um in Meiner Nähe selig sein zu können? Um Mein gesprochenes
Wort hören zu können und also von Meiner Gegenwart vollauf überzeugt zu sein? Verstehet ihr, warum ihr Leid und Elend durchmachen müsset, warum Ich euch zu ständiger Liebetätigkeit ermahne und euch ständig die Möglichkeit gebe, in Liebe zu wirken?
Verstehet ihr, warum ihr dienen müsset, um dereinst herrschen zu können, warum ihr
in Demut euch beugen müsset, um von Mir emporgehoben zu werden? So ihr Mein
Wort tönend in euch vernehmet, werdet ihr dies alles verstehen und Mir danken von
ganzem Herzen, denn dann stehet ihr auch in reifer Erkenntnis, und ihr werdet für alles
Verständnis haben, was in der Welt, um euch und an euch selbst geschieht. Alles ist nur
in Meiner übergroßen Liebe begründet, alles hat nur den Zweck, euch die Annäherung
an Mich begehrenswert zu machen und euch zu verhelfen dazu. Denn nur im Verband
mit Mir könnet ihr selig werden. Die Einswerdung mit Mir ist euer Ziel, weil ihr Mein
Anteil seid von Ewigkeit, das Ich nimmermehr aufgebe oder an Meinen Gegner abtreten will. Und habt ihr nur den geringsten Willen nach dieser Vereinigung mit Mir, dann
werdet ihr auch sicher das Ziel erreichen, denn Meine Liebe ergreifet alles, was ihr
zustrebt, und der Liebe höchstes Ziel ist endgültiger Zusammenschluß mit Mir auf
ewig .... Amen
B.D. 4158 empfangen am 2.-4.11.1947 Mittler zwischen Gott und den Menschen .... Der Mittler zwischen Gott und den Menschen war Jesus zu einer Zeit, wo die Verbindung mit Gott von seiten der Menschen nicht mehr hergestellt wurde und es daher
unmöglich war, daß Gott Selbst Sich ihnen kundgeben konnte durch das innere Wort.
Es war gewissermaßen ein Bindeglied zwischen ihnen und Gott nötig geworden, und es
mußte die Möglichkeit geschaffen werden, den Menschen den Willen Gottes zu übermitteln, und es konnte dies nur durch einen Menschen geschehen, der in einem so
hohen Reifegrad seiner Seele stand, daß er das innere Wort zu hören vermochte, daß
Gott Selbst also durch diesen Menschen Sich äußern konnte, ohne daß die Freiheit des
Willens dadurch gefährdet wurde. Es kann dieser Akt sich nur abspielen in vollster
Übereinstimmung des Willens des Menschen mit dem göttlichen Willen und daher
totaler Unterwerfung des eigenen Willens unter den Willen Gottes, und diese völlige
Unterwerfung hat die Fähigkeit, Gottes Stimme zu hören zur Folge, und da die göttliche
Stimme (3.11.1947) überaus fein und zart klingt, vermag sie nur der Mensch zu hören,
der aufmerksam nach innen lauschet. Der Mensch Jesus war voller Liebe zu Seinen Mitmenschen, Er Selbst vernahm die Stimme Gottes in Sich .... (4.11.1947) und in Seiner
Liebe suchte Er, den Mitmenschen Kenntnis zu geben von dem, was Er von Gott Selbst
vermittelt bekam. Denn Gott sprach zu allen Menschen durch Jesus, und also war Er
nur die Hülle, durch die Gott Selbst Sich äußerte. Es war die Verbindung von Gott zu
den Menschen so dringend nötig geworden, denn ohne Vermittlung des göttlichen Willen war niemand fähig, seiner Bestimmung auf Erden nachzukommen, sich zu formen
nach dem Ebenbild Gottes, sich zu gestalten zur Liebe, denn die Menschen waren zur
Zeit Jesu Christi völlig der Liebe bar und dadurch endlos weit von Gott entfernt. Es
bestand eine Kluft, die nur zu überbrücken war durch Liebeswirken, und es wären die
Menschen unrettbar verloren gewesen, hätte Gott ihnen nicht einen Retter gesandt in
Jesus Christus, Der die Kluft kraft Seiner großen Liebe zu den Menschen überbrückte,
Der einen Weg herstellte von den Menschen zu Gott .... den Weg der uneigennützigen
Nächstenliebe. Dadurch sollten sie wieder in den Zustand kommen, das Wort Gottes zu
vernehmen, Ihn Selbst zu hören und Seine Rede als göttlich zu erkennen und alles zu
befolgen, was Gott von den Menschen verlangte. Die Menschen dieser Zeit jedoch stellten die Verbindung mit Gott Selbst nicht her, sie übten sich weder in der uneigennützigen Nächstenliebe, noch glaubten sie an einen Gott, Der zu ihnen reden wollte. Jesus
wußte um diesen Zustand der Menschen und Er wollte ihnen helfen, indem Er Sich
Selbst erbot, die Bedingungen zu erfüllen, die an das Vernehmen des göttlichen Wortes
direkt geknüpft waren. Und also formte Er Sich erstmalig zur Liebe und trat dadurch in
so innigen Verband mit Gott, daß Er erwählt wurde als Mittler, daß Gott Selbst Seinen
Leib als Hülle bezog, um Seinen Glanz, Sein alles verzehrendes Liebesfeuer, zu verbergen vor den Menschen, die in so dunkler Geistesnacht dahingingen, daß helles Licht
ihnen unerträglich war. Es bediente Gott Sich eines Menschen, und Er redete durch
Dessen Mund. Dennoch wurde Er nur von wenigen erkannt. Wenige nur lebten dem
göttlichen Willen gemäß, so daß sie auch das Göttliche im Menschen Jesus erkannten
und Sein Wort als von Gott gesprochen annahmen. Die Mehrzahl setzte Zweifel in Sein
Wort, sie erkannten Ihn nicht, weil sie sündig und ohne Liebe waren .... Amen
B.D. 4159 empfangen am 5.11.1947 Gabe der Prophetie .... Die Gabe der Prophetie wird nur dem Menschen verliehen, der davon Gebrauch macht in der rechten, d.h. Gott-gewollten Weise .... der seinen Mitmenschen verkündet, was er zu schauen oder zu hören vermag als Diener Gottes. Niemals kommt ein Gericht über die Menschen ohne zuvorige Ankündigung, niemals bleiben sie ungemahnt. Warnungen und Mahnungen aber müssen durch Menschenmund ihnen zugehen, denn es sollen sich die Menschen im freien Willen entscheiden für gut oder böse, und so müssen sie auch ungezwungen urteilen dürfen über die Voraussagen und sich gläubig oder ungläubig einstellen können, es muß ihnen überlassen bleiben, sich auf Grund der Voraussagen zu wandeln, d.h., zu einem Gott-gefälligen Lebenswandel zu entschließen, sie dürfen sich keineswegs dazu gezwungen fühlen, und also müssen die Voraussagen in einer Weise ihnen vermittelt werden, die ihren freien Willen nicht beeinflußt. Menschenmund spricht sie im Auftrag Gottes aus, und jeder gläubige Mensch wird dem Diener Gottes ohne Zweifel glauben, doch im allgemeinen wird seinen Ausführungen wenig Glauben entgegengebracht werden, weil man ein Vorhersagen von großen Ereignissen für unmöglich hält wie auch, daß Gott Selbst durch Seher und Propheten Sich äußert über zukünftige Dinge. Da aber im nur geistigen Interesse die Menschen auf kommende Ereignisse aufmerksam gemacht werden um ihrer Seelenarbeit willen, ist einzelnen Menschen die Fähigkeit gegeben, in die Zukunft zu sehen, was jedoch nicht verallgemeinert werden kann, sondern nur im Dienst Gottes Stehenden kann Glauben geschenkt werden, weshalb sich nicht Menschen anmaßen sollen, zukünftige Dinge aufdecken zu wollen, die nicht von Gott den Auftrag dazu haben. Es muß der Geist Gottes ihnen kundtun, was den Mitmenschen offenbart werden soll, und es müssen Ermahnungen für einen Gott-gefälligen Lebenswandel verbunden sein mit diesen Offenbarungen, ansonsten sie zwecklos, wenn nicht gar schädlich sind, denn um irdische Wißbegierde damit zu befriedigen, läßt Gott unter den Menschen keine Seher und Propheten erstehen. Doch da der geistige Tiefstand der Menschheit ein Gericht notwendig macht, werden die Menschen zuvor gewarnt, und es wird ihnen das Wissen um die Entwicklung irdischer Geschehen erschlossen, jedoch immer in Verbindung mit dem geistigen Wohl der Menschen, weshalb Seher und Propheten immer unter den Menschen erstehen werden, so die Menschen in Gefahr sind, einem kommenden Gericht zum Opfer zu fallen, und sie ihrer Seelen noch gedenken sollen, bevor es zu spät ist. Doch wer von Gott aus berufen ist, für Ihn zu wirken auf Erden, dem ist auch von Gott die Gabe gegeben, zukünftige Dinge vorauszusagen. Und ihnen kann vollster Glauben geschenkt werden, denn bald wird ihnen auch der Beweis erbracht werden, denn alle Voraussagen werden sich erfüllen .... Amen
B.D. 4160 empfangen am 6.11.1947 Kampf zwischen Licht und Finsternis .... Es wird ein ewiger Kampf bleiben zwischen Licht und Finsternis, d.h., es werden
Ewigkeiten vergehen, bis das Licht die Finsternis völlig überwunden hat und nur noch
ein unendliches Lichtreich besteht, wo keine Finsternis mehr eintreten kann. Es wird
aber dann auch kein Kampf der Geister gegeneinander mehr stattfinden, sondern tiefste Liebe verbindet alle geistigen Wesen im gemeinsamen Wirken für Gott. Das Streben
nach Vollkommenheit wird nie aufhören und somit eine neue Basis geschaffen sein für
die Tätigkeit aller Wesen im geistigen Reich .... Amen
B.D. 4161 empfangen am 7.11.1947 Liebe erweckt Gegenliebe .... Die Macht der Liebe ist groß, und sie trägt den Sieg davon. Und so der Mensch sich
schwach fühlt, dann ist seine Liebe nicht stark genug, ansonsten ihn Kraft durchströmte
und er jeder Situation Meister wäre. Denn die Liebe zwingt alles, und selbst ihren Gegner gewinnt sie für sich .... Amen
B.D. 4162 empfangen am 9.11.1947 Verhältnis zu Gott - Es hat ein jeder Mensch von Mir aus das Recht, über sich selbst zu bestimmen, welches Verhältnis er zu Mir einnehmen will. Er kann Mich als Vater, als Bruder oder
Freund betrachten, wie er aber auch in Mir nur seinen Gott sehen kann, das höchste
vollkommenste Wesen, Dem er sich untertan machen will und Dessen Gebote er erfüllen will, weil er Mich als höchste Macht anerkennt. Dieses letztere Verhältnis aber wird
nie im Menschen die tiefe Liebe zu Mir zur Begleitung haben, sondern nur Ehrfurcht
und Bewunderung, Achtung und Verehrung. Ich aber will Liebe, Ich will ein inniges
Verhältnis zu Mir hergestellt wissen, denn Liebe allein ist Seligkeit. Wie arm ist ein
Mensch, der die Liebe entbehrt, und wie reich der zu nennen, der sie besitzet .... Amen
B.D. 4163 empfangen am 10.11.1947 Geistige Kost ....
Nehmet geistige Kost entgegen, so oft es euch möglich ist. Ihr steht im Beginn einer
so schweren Zeit, daß ihr darauf bedacht sein müsset, euch widerstandsfähig zu
machen gegen Nöte und Leiden aller Art. Ihr werdet viel Kraft benötigen, wollet ihr
sowohl eurer irdischen als auch eurer geistigen Aufgabe nachkommen, und diese Kraft
vermittelt euch Mein Wort. Darum ermahne Ich euch immer wieder, Meine Gnadengabe auszunützen; Ich mache euch aufmerksam auf die Nöte der kommenden Zeit und
warne euch Menschen nur davor, gedankenlos in den Tag hineinzuleben, dem Körper
alle Wünsche zu erfüllen und die Seele darben zu lassen, denn es geht lediglich um das
Wohl der Seele .... um euer Leben in der Ewigkeit. Ich möchte euch dazu verhelfen, daß
ihr selig werdet, doch euer Wille muß tätig werden, und ihr dürfet nicht glauben, daß
die ewige Seligkeit mühelos erworben werden kann, daß sie euch zufällt entgegen
eurem Willen, ohne eigenes Zutun. Ihr müsset euch dessen bewußt sein, daß mit eurem
Leibestode die Möglichkeit vorüber ist, aus eigener Kraft zu wirken, daß ihr jede ungenützte Gelegenheit bitter bereuen werdet, so ihr zur Erkenntnis kommt, was das Erdenleben für euch gewesen ist. Nur eine ganz kurze Zeit bleibt euch noch, doch sie genügt,
so ihr den ernsten Willen habt zum Ausreifen eurer Seelen, denn Ich sorge dafür, daß
sich euch tausenderlei Möglichkeiten bieten, eure eigentliche Lebensaufgabe, das Wirken in uneigennütziger Nächstenliebe, zu erfüllen. Doch eines dürfet ihr nicht unterlassen, euch Mein Wort zu eigen zu machen, Kraft und Trost daraus zu schöpfen, weil ihr,
die ihr Mein Wort zu euren Herzen sprechen lasset, mit Mir Selbst euch verbindet und
ihr dadurch großen Segen für eure Seele beziehet. Lasset euch nicht genügen daran, daß
euch Mein Wort ab und zu geboten wird, sondern suchet selbst hungrigen Herzens die
Gelegenheit, euch in seinen Segen zu setzen .... Amen
B.D. 4164 empfangen am 11.u.12.11.1947 „Mein Reich ist nicht von dieser Welt ....“ Mein Reich ist nicht von dieser Welt .... Amen
B.D. 4165 empfangen am 12.11.1947 Wahrheit nur Ursprung in Gott .... Nur das ist Wahrheit, was in Mir als der ewigen Wahrheit seinen Ursprung hat. Es
gibt nur eine Wahrheit, und diese wird von Mir Selbst zur Erde geleitet durch Meinen
Geist. Ihr Menschen, begreifet dies, daß nimmermehr die Wahrheit von Menschen
ihren Ausgang nehmen kann, denn der Mensch ist als unvollkommenes Geschöpf so
lange von der Wahrheit entfernt, wie er nicht mit Mir verbunden ist, weil die Wahrheit
außerhalb von Mir nicht sein kann. Die Entfernung von Mir bedeutet gleichfalls falsches Denken, Unkenntnis und Mangel an Erkenntniskraft. Folglich wird der Mensch
nicht die Wahrheit vom Irrtum zu unterscheiden vermögen; stets aber im Zustand der
Gottferne sich dem Irrtum zuneigen, weil dieser seinem unvollkommenen Wesen entspricht. Erst wenn er mit Mir verbunden ist, nimmt er die Wahrheit aus Mir an und
erkennt sie auch als solche. Und ob ihm auch die Wahrheit von Mir nicht in außergewöhnlicher Form geboten wird durch das innere Wort, so wird doch sein Gedankengang recht sein, denn das Denken wird vom Geist gelenkt, er wird erleuchtet sein und
daher auch in der Wahrheit stehen. Immer muß daher als erstes die Bindung mit Mir
hergestellt werden, und dies erfordert Zurückgezogenheit und innerliches Versenken in
geistige Probleme, Fragen, die der Mensch sich zu beantworten wünscht, innige Gedanken an Mich und Bitten um Meine Hilfe, um rechtes Denken .... um Erleuchtung des
Geistes. Dann also begehrt er die Wahrheit, und dann wird sie ihm auch werden. Dann
muß der Mensch aber auch Vergleiche ziehen mit dem Geistesgut, was menschlicherseits ihm geboten wurde, und er wird erkennen, daß letzteres erheblich abweicht von
dem, was ihm von Mir aus vermittelt wird. Denn die Wahrheit auszuteilen behalte Ich
Mir Selbst vor. Was aber von Mir kommt, was offensichtlich von Mir seinen Ausgang
nimmt, das kann mit größter Sicherheit als reine Wahrheit angenommen und auch vertreten werden, und darum erwähle Ich Mir auf Erden Diener, die von Mir direkt ein
Wissen in Empfang nehmen, das als reine Wahrheit angesprochen werden muß, weil es
nachweislich keinen anderen Ursprung hat als das geistige Reich, da der Akt der Übertragung außergewöhnlich vor sich geht, menschliches Gedankengut also ausschaltet.
Und nun kann getrost dieses von Mir zur Erde geleitete Geistesgut als Maßstab für zu
prüfendes Wissen angelegt werden .... Amen
B.D. 4166 empfangen am 13.u.14.11.1947 Akt der Sündenvergebung .... Der Akt der Sündenvergebung kann auch nur als Zeremonie angesehen werden, wenn die geistigen Voraussetzungen zur Vergebung der Sündenschuld fehlen. Sowie sich der Mensch sündig fühlt und zu Gott seine Sündenschuld trägt, sowie er die Sünden aufrichtig bereut und Gott um Vergebung bittet, wird ihm auch von Gott die Sünde vergeben und um Jesu Christi willen die Schuld erlassen, denn dafür starb der Mensch Jesus am Kreuze, daß die Sündenschuld der gesamten Menschheit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft getilgt wurde. Und so ist also erste Voraussetzung zur Vergebung der Sünde der Glaube an das Erlösungswerk Christi und der Wille, zu jenen zu gehören, die durch das Blut Christi erlöst worden sind von ihrer Sündenschuld. Aufrichtige Reue Gott gegenüber und also die Erkenntnis, durch die Sünde sich gegen Gott vergangen zu haben, Sein Gebot der Liebe verletzt zu haben, ist eine weitere Voraussetzung, die den Akt der Sündenvergebung rechtfertigt. Es kann der Mensch zwar mit Worten eine Reue bekunden, während sein Herz nicht berührt ist, er also nicht unter dem Druck seiner Sünden leidet und somit auch nicht erkennt, wie schwer er sich vergangen hat gegen Gott und Seine Gebote. Dann kann auch nicht die Sündenschuld von ihm genommen werden, dann bleibt er mit seiner Sünde behaftet, (13.11.1947) bis er sich seiner Schuld bewußt ist und sie ihn drückt, so daß er Gott um Vergebung angeht. Es hat der Mensch jedoch keine Veranlassung, den Mitmenschen gegenüber seiner Sünden Erwähnung zu tun. (14.11.1947) Wohl hat dies das eine für sich, daß er sich in der Demut übt, so er seine Schwächen und Fehler offen bekennt, doch mit der Vergebung seiner Sünden hat dieses offene Bekenntnis einem Menschen gegenüber nichts zu tun .... „Welchen ihr die Sünden nachlassen werdet, denen sind sie nachgelassen, und welchen
ihr sie behalten werdet, denen sind sie behalten ....“ Diesen Ausspruch Jesu führet ihr
als Begründung an, doch ihr bedenket dabei nicht, daß Jesus zu Seinen Jüngern gesprochen hat, zu denen, die (durch, d. Hg.) ihren Lebenswandel eine seelische Reife erlangt
hatten, die sie hellschauend und hellhörend machte. Ferner sprach Jesus von den Sünden, deren Folgen körperlich sichtbar waren und Anlaß, daß die Sünder bei den Jüngern, die sie als große Gottesmänner erkannten, Hilfe, d.h. Abwendung ihrer Leiden,
suchten .... Amen
B.D. 4167 empfangen am 14.11.1947 Glaubenskampf .... In der letzten Zeit vor dem Ende wird es sich zeigen, welche Widerstandskraft die
Menschen aufbringen, die der wahren Kirche Christi angehören, im Gegensatz zu
denen, die dem Menschenwerk mehr huldigen und dieses werden zerfallen sehen angesichts des Glaubenskampfes. Denn es wird eine Zeit sein, wo es keine Kompromisse
geben wird, wo jeder sich klar entscheiden muß, wo die Glaubenslehren bis ins kleinste
zerpflückt werden und daher auch Nachdenken erfordern und wo alles Äußerliche der
ernsten Kritik nicht standhält und daher verurteilt und abgelehnt werden wird. Und
dann werden die Menschen erst erkennen, wie wertlos es war und welche Gnade und
Kraft im rechten Glauben liegt und in der innigen Bindung mit Mir, die frei ist von jeder
Äußerlichkeit. Die Menschen werden etwas zerfallen sehen, was sie als beständig hinstellen, und sie werden erkennen müssen, daß der Glaube derer weit stärker ist, die
ohne jegliche zwangsmäßigen Gebote sind und die Mir näherstehen durch ihren
Lebenswandel und ihren Willen, der Mich ständig suchet und anstrebet. Und es werden
alle kirchlichen Verrichtungen unter die Maßnahmen jener fallen, die gegen das Geistige ankämpfen, und dann wird sich nur der Mensch bewähren, der im tiefsten Inneren nach Mir verlangt, der Mein Wort empfängt und mit Meinem Wort auch Meine
Kraft .... Amen
B.D. 4168 empfangen am 15.11.1947 Gottes Wort reinste Wahrheit .... Die Lehren, die ihr von Mir empfanget, verbürgen euch reinste Wahrheit, und doch
setzet ihr ihnen Zweifel entgegen. Ihr sollt aber euch selbst den Beweis schaffen und
könnet dies nur, so ihr streng nach Meinem Wort lebet, also nach Meinem Willen tätig
werdet. Denn dann wird euer Leben ein ununterbrochenes Liebeswirken sein, das euch
klarste Erkenntnis einträgt und ein durchaus sicheres Gefühl für die Wahrheit. Und lasset es euch angelegen sein, Mich Selbst ständig um rechtes Denken zu bitten, und Ich
werde euch nicht in die Irre gehen lassen, Ich gehe auf Schritt und Tritt neben euch, so
ihr Mir nur die Führung überlasset und euch Mir zuversichtlich anvertraut. Der Begriff
Wahrheit kann nur auf eines angewendet werden .... auf ein Wissen, das von Mir Selbst
euch Menschen vermittelt wird. Dieses Wissen könnet ihr annehmen ohne jegliche
Prüfung, denn es ist euch doch wohl verständlich, daß eine Prüfung Meines Wortes
eurerseits eine Vermessenheit wäre, da der Prüfende als Mensch nicht die Fähigkeit
besitzt, recht zu urteilen, und er ferner kein Recht hat, göttliche Offenbarungen einer
Prüfung zu unterziehen. Er muß vielmehr bedingungslos annehmen auch entgegen seiner eigenen Ansicht, weil er sonst seinen Glauben an ein Wirken Gottes in dieser Weise
in Frage stellt; glaubt er an Gott und an Seine Liebe, Weisheit und Allmacht, so muß er
diesen Glauben zugrunde legen und folgern, daß die Liebe Gottes den Menschen die
reine Wahrheit zuleiten will, daß die Weisheit Gottes den Menschen das rechte Wissen
darbietet, das ihnen zum geistigen Fortschritt nötig und auch dienlich ist; und daß die
Allmacht Gottes jeder Irreführung durch schlechte Kräfte Einhalt gebietet, sowie der
Mensch Ihn um Seine Unterstützung angeht .... Amen
B.D. 4169 empfangen am 17.11.1947 Göttliche Offenbarungen können
Eine göttliche Offenbarung soll und muß ernst genommen werden, ansonsten der
Empfänger ihrer nicht würdig ist. Es gibt wohl verschiedene Möglichkeiten, irdische
Probleme zu lösen, es können irdische Dinge verschieden betrachtet werden, es kann
eine irdische Frage verschieden beantwortet werden, je nachdem sich der Mensch dazu
einstellt, jedoch in geistiger Beziehung gibt es nur eine Wahrheit, es gibt nur eine
Lösung, und diese Lösung gibt Gott Selbst denen, die sie begehren und ihrer würdig
sind. Und trotz der Würdigkeit ist das Übermitteln der Wahrheit durch Offenbarungen
des Geistes eine ganz besondere Gnade, die anerkannt werden muß, wie auch das, was
Gott durch Offenbarungen den Menschen vermittelt, über jeden Zweifel erhaben ist
und daher ohne jegliche Prüfung angenommen werden darf. Sowie Gott Selbst als
Quell der geistigen Offenbarungen anerkannt wird, wird auch Seinen Vermittlungen
kein Zweifel entgegengesetzt. Doch gerade der Quell geistiger Offenbarungen wird des
öfteren angezweifelt, und dann ist der Mensch auch nicht restlos davon überzeugt, daß
der Inhalt der Wahrheit entspricht. Doch das Wort spricht selbst für sich, und es redet
eine Sprache, die von allen wohlverstanden wird, die in der Liebe leben .... Amen
B.D. 4170 empfangen am 18.u.19.11.1947 Gottes Ruf im Herzen .... Dem Gebot der Stunde müsset ihr Folge leisten, d.h., ihr müsset euch bereit halten,
auf daß ihr, so Mein Ruf in eurem Herzen ertönt, Mir dienstbar seid ohne Zögern, denn
die Stunde ist nahe, da ihr euer Amt antreten sollet. Und dies ist das Zeichen und der
Beweis der Wahrheit Meines Wortes, daß euch keine weltlichen Verpflichtungen mehr
wichtig erscheinen, so ihr Meine Stimme vernommen habt, die euch deutlich anweiset,
was ihr tun sollt. Ihr werdet kein Verlangen haben nach dieser Welt, sondern einzig und
allein in der geistigen Arbeit eure Freude finden, und es wird euch geholfen werden, ihr
nachzukommen, weil Ich es so will. Es wird eine geistige Dürre vorangehen, eine Zeit,
wo ihr hungern werdet nach Meinem Wort, nach reger Betätigung auf geistigem Gebiet
und wo euch jede Möglichkeit fehlt, geistige Debatten zu führen. Mein Wort werdet ihr
zwar empfangen, und Meine Liebe wird euch betreuen stets und ständig, doch ihr werdet allein stehen inmitten einer lebenshungrigen Welt, die euch nichts zu geben vermag. Ihr werdet wenig Verständnis finden bei den Mitmenschen und dadurch niedergedrückt sein, euch jedoch fester an Mich anschließen, und also wird der Hunger nach
Meiner Seelenspeisung immer stärker werden, bis ihr Mich plötzlich hören werdet in
euch .... Und Ich werde sorgen, daß ihr das Amt antreten könnet, daß jede Hemmung von euch abfällt, jedes Bedenken und jegliche Furcht von euch weichet. (19.11.1947) Ihr werdet nur nach Meinem Willen reden, denken und handeln, ihr werdet Mich Selbst vertreten auf Erden, d.h. reden, was euch Mein Geist eingibt, ihr werdet zeugen von Mir als lebendige Vertreter Meines Wortes, ihr werdet als Meine Jünger wieder vor die Menschen treten und ihnen Meine Lehren verkünden mit dem Zusatz, daß das Ende nahe ist und daß Ich Selbst kommen werde, zu holen die Meinen, so die Zeit gekommen ist, die Ich bestimmt habe seit Ewigkeit. Und auf daß ihr reden könnet frei und ungehindert, stelle Ich euch Menschen zur Seite, die euch weltlich eine Stütze sein sollen, die als treue Trabanten euch begleiten, die euch Schutz und Schirm sind vor der Welt, wenngleich ihr ständig unter Meinem Schutz stehet und Ich euch nicht verlasse bis zum Ende. Doch Meine Sorge gilt euch auch rein irdisch, und ihr sollt in Sorglosigkeit eures Amtes walten, denn eure Mission wird eure Kraft aufbrauchen voll und ganz, und darum sollet ihr jeder irdischen Sorge ledig sein. Das eine aber fordere Ich von euch, daß ihr die Gaben, die ihr von Mir empfanget, weiterleitet und also euren Mitmenschen zugänglich machet; daß ihr sowohl schriftlich als auch mündlich Mein Wort in die Welt traget, daß ihr die Wahrheit verbreitet und also von Meinem Wirken den Mitmenschen Kunde gebt, auf daß ihre Gedanken hingelenkt werden auf das geistige Reich. Und Ich will euch segnen, sowie ihr Mir dienet, Ich will euch Kraft geben bis zum Ende und euch eure Arbeit lohnen dereinst in der Ewigkeit .... Amen
B.D. 4171 empfangen am 20.11.1947 Arbeit für Gott und Sein Reich .... Und so beginnet eine neue Zeit für euch, eine Zeit emsiger Tätigkeit für Mich und
Mein Reich .... und ihr werdet es nicht bereuen, Mir eure Dienste angeboten zu haben,
denn ihr werdet einen Segen der Arbeit spüren, ihr werdet Meine Kirche vermehren,
der Kreis der Gläubigen um euch wird sich vergrößern, und ihr werdet lehren können,
und ständig wird Mein Geist durch euch sich kundtun, ihr werdet Meiner Nähe stets
gewiß sein, und dieses Bewußtsein gibt euch Sicherheit den Mitmenschen gegenüber,
die euch feindlich gesinnt sind. Denn ein Kampf der Wahrheit gegen die Lüge und den
Irrtum wird es bleiben, weil die Menschheit schon zu tief in den letzteren verstrickt ist.
Dennoch werden die Menschen anfangs ein offenes Ohr haben, und diese Zeit nach der
Naturkatastrophe muß genützt werden, weil ihr dann frei reden könnet, ungehindert
von irdischer Gewalt. Und darum brauche Ich für diese Zeit treue Arbeiter, darum
werbe Ich ununterbrochen um solche, gilt es doch, denen Hilfe zu bringen, die das
Schicksal verhärtet hat und die überall suchen und sich eine Erklärung geben möchten
für Ursache und Zweck jenes Naturereignisses, weil sie noch einen geringen Glauben
haben an eine göttliche Gerechtigkeit, und es ist dann ganz besonders wichtig, diese
Menschen zu bedenken und ihnen zu geben, wonach sie Verlangen tragen: Licht und
Kraft, volle Erkenntnis und lebendigen Glauben an Mich, Der Ich durch euch Selbst zu
ihnen spreche, um sie an Mich zu ziehen und durch Meine Gegenwart zu beglücken. Ihr
werdet große Arbeit zu leisten haben und daher irdisch so gelenkt werden, daß ihr völlig frei euch jener Arbeit hingeben könnt. Und darum sollet ihr euch bereit halten und
Meines Rufes harren, und so er in euch ertönet, nicht zögern, ihm nachzukommen.
Denn Ich werde euer Schicksal so lenken, daß ihr jederzeit euch Mir zur Verfügung stellen könnet, weil die Zeit dringende Arbeit erfordert. Ihr aber sollet einen hellen Blick
bekommen und ein verfeinertes Gefühl und also stets wissen, wo eure Arbeit erforderlich und erfolgreich ist. Und Ich werde euch die Menschen zuführen, denen Ich durch
euch Hilfe bringen will und die den guten Willen haben zu glauben .... Amen
B.D. 4172 empfangen am 22.11.1947 Scheinbare Widersprüche im Wort Gottes .... Stoßet euch nicht an Widersprüchen, die scheinbar in Meinem Wort enthalten sind,
sondern bedenket, daß euer Verstand nicht alles faßt, was der Geist aus Mir euch vermittelt. Nehmet alles hin im guten Glauben an Mich und Meine Liebe, Weisheit und Allmacht, daß alles, was euch geboten wird aus der Höhe, mit irdischen Weisheiten nicht
verglichen werden kann; daß selbst das euch unmöglich Scheinende möglich ist im
Reich der freien Geister. Es sind zwei Welten, die geistige und die irdische Welt, und
beide stehen im Gegensatz zueinander. Mein Ziel aber ist, die irdische Welt zu vergeistigen, sie zu bilden in der Weise, daß sie sich der geistigen Welt anschließen kann, um
zuletzt selbst eine geistige Welt zu sein. Und es kann auch auf der Erde, inmitten der
irdischen Welt, eine geistige Welt geschaffen werden durch Zusammenschluß jener
Menschen, die mit dem geistigen Reich in Verbindung stehen, geistiges Gut empfangen,
geistig streben und also der irdischen Welt abgewandt sind, nur noch die Tätigkeit
erfüllen, die ihnen für ihr Erdenleben zugewiesen worden ist. Diese also werden gleichfalls im Gegensatz zu den weltlich gesinnten und der irdischen Welt angehörenden
Menschen, und auch ihr Denken wird scheinbar im Widerspruch stehen zu dem Denken der Allgemeinheit, denn ein zur geistigen Welt gerichteter Blick sieht anders, das
Ohr hört anders, und die Seele empfindet anders als sonst üblich, und der irdisch
gesinnte Mensch versteht ihn nicht. Dann liegen zwei Welten beieinander, und ihre
Bewohner können in verschiedener Entfernung von Mir stehen, wenngleich sie beisammen sind. Dem einen wird verständlich sein, was er von Mir vernimmt, dem anderen ist und bleibt es unhörbar oder fremd, so es ihm vermittelt wird. Und dieses müsset
ihr gelten lassen, wollet ihr urteilen über Meine Gaben aus der Höhe. Was Ich dem
einen gebe, entspricht seiner seelischen Reife, und es braucht keineswegs falsch zu sein,
wenn es dem anderen unverständlich erscheint. Dann ist nicht die Gabe selbst anzuzweifeln, sondern der Reifegrad des Menschen unzulänglich, um geistiges Gut fassen zu
können. Es handelt sich dann um ein Wissen, das über das irdische Wissen hinausgeht,
nicht um Gebote oder Kundgaben, die Meinen Willen den Menschen klarmachen sollen, sondern um tiefere Weisheiten, die Gebiete berühren, die außerhalb menschlicher
Kenntnis liegen. Dann muß Mein Wort Garantie für Wahrheit sein, denn weder Prüfungen noch eigene Erkenntnis können euch einen Beweis schaffen. Menschen erweckten
Geistes aber können es glauben, d.h. mit vollster innerer Überzeugung als Wahrheit
hinnehmen, weil sie weniger ihren Verstand sprechen lassen als ihr Herz. Denn das
Herz steht mit Mir in Verbindung, es empfindet der Mensch die Wahrheit, und er
nimmt nicht den Verstand in Anspruch, um einen Beweis dessen zu suchen, was ihm
innere Überzeugung ist. Strebet die geistige Welt an, und euer Denken wird geistig
gerichtet sein, d.h., ihr werdet auch geistiges Gedankengut fassen können. Schaffet euch
auf Erden schon die Welt, die euer eigentliches Ziel ist .... Amen
B.D. 4173 empfangen am 22.11.1947 Gottes Sorge um die Seinen .... Wer sich Mir anvertraut, der braucht keinen Mißerfolg zu fürchten, Ich werde seine
Sache wahrlich vertreten und ihm helfen, wenngleich es nach menschlicher Ansicht
hoffnungslos erscheint. Und Ich wiederhole es, daß Ich die Meinen nicht in der Not
lasse und daß Ich auch irdisch ihre Schritte lenke und ihre Wege ebne, weil Ich ein
Freund und Bruder der Meinen bin und immer zur Hilfe bereit. Und Ich sage euch, die
ihr Mein geworden seid durch euren Willen und eure geistige Tätigkeit, ihr stehet unter
Meinem besonderen Schutz und habet keinen Anlaß zur Mutlosigkeit .... Amen
B.D. 4174 empfangen am 23.u.24.11.1947 Ruf zur Tätigkeit .... In welcher Weise ihr Meinen Ruf zur Tätigkeit für Mich und Mein Reich vernehmen werdet, das kommt auf den Reifezustand jedes einzelnen Meiner Diener auf Erden an, denn viele Arbeiter benötige Ich für Meinen Weinberg, und jeder, der willig ist, wird die Arbeit zugewiesen bekommen, die er bewältigen kann, je nach seiner Fähigkeit, die wieder von der Reife seiner Seele abhängig ist. Es wird sich der eine innerlich gedrängt fühlen, zu reden von geistigen Dingen, zu werben für Mich und die Mitmenschen zum Glauben zu führen; diesen rufe Ich durch den inneren Drang, Ich lege ihm gewissermaßen seinen Auftrag in sein Gefühl, und er wird diesem Gefühl Rechnung tragen und dem inneren Drängen nachkommen. Ein anderer wird die innere Stimme vernehmen, er wird einen Gedankengang einschlagen, gleichfalls innerlich getrieben dazu. Er wird von Gedanken nicht loskommen, die ihn nun so bewegen, daß er darüber sprechen muß, und Ich werde ihm die Menschen in den Weg führen, die er nun von seinem Denken in Kenntnis setzen und mit ihnen geistige Gespräche führen wird, die den Mitmenschen zum Denken anregen und so also gleichfalls für Mein Reich geworben wird. Ich werde Mich aber auch tönend Meinen Dienern zu Gehör bringen, wo ein besonders hoher Reifezustand dieses zuläßt. Ihnen werde Ich klar und verständlich kundtun, in welcher Weise sie tätig sein sollen, wohin sie ihre Schritte lenken und was sie lehren sollen. Und diese haben eine ganz besondere Mission .... sie werden dort Mein Wort verkünden müssen, von Meinem Geist in sich getrieben, wo Mein Gegner offensichtlich wirket .... wo irrige Lehren verbreitet werden durch Menschen, die sich wohl auch Meine Diener nennen, jedoch die reine Wahrheit von Mir noch nicht empfangen haben, weil sie diese nicht annehmen wollen. (24.11.1947) Diese Mission erfordert eine besondere Fähigkeit .... eine gute Rednergabe, die der Mir-Dienende nicht zu besitzen braucht, die ihm aber zur Zeit seines Wirkens für Mich zufällt, weil er einen bestimmten Reifegrad erlangt hat, der das Wirken durch Meinen Geist zuläßt. Es muß der Mensch aber gleichzeitig verstandesmäßig fassen, was er, durch Meinen Geist getrieben, ausspricht. Er muß feindlichen Angriffen gewachsen sein und alles widerlegen können, was ihm entgegengesetzt wird auf die Darbietung Meines Wortes. Er hat zwar auch nur die Aufgabe, Mein Wort, die reine Wahrheit aus Mir, zu verbreiten, doch er wird auch frei reden müssen, weil sich Reden und Gegenreden ergeben, wobei eine rege Verstandestätigkeit unerläßlich ist. Zudem müssen die Gegner, die über ein umfassendes Wissen verfügen, eine geistige Überlegenheit Meines Dieners anerkennen, sollen sie dem Gebotenen Beachtung schenken, denn es wird um große, tiefe Probleme gestritten werden, die aber allein nur ein erweckter, von Meinem Geist erleuchteter Mensch wird lösen können, der Mich Selbst zum Lehrmeister hat und darum auch sicher auftritt und sich nicht fürchtet, denen zu widersprechen, die sich klug und weise dünken. An diese Diener wird ein besonderer Ruf ergehen, sie werden Meine Stimme tönend in sich vernehmen, so daß sie selbst völlig sicher sind, um Meinen Willen zu wissen, und ihm sich nun voll und ganz unterstellen. Gewinnen sie einen jener Lehrenden für Mich und Meine Lehre, für die absolute Wahrheit, die sie nur von Mir Selbst durch euch empfangen können, dann ist ein großer geistiger Erfolg zu verzeichnen, denn er wird dann gleichfalls sich für die Wahrheit einsetzen und in größerem Kreise lehrend tätig sein, und dadurch wird vielen Menschen Mein Wort zugeführt werden in reinster Form zum Segen aller. Wer für diese Mission bestimmt ist, der kann mit voller Überzeugung sich ein Diener Gottes nennen, denn er wird reden an Meiner Statt, er wird nur das tun, was Mein Wille ist, er wird von Mir gelenkt werden und jeden Schritt in Meiner Begleitung gehen, er wird nur das Sprachorgan sein für Mich, damit Ich Selbst Mich den Menschen kundgeben kann, ohne ihre Glaubens- oder Willensfreiheit anzutasten. Und darum benötige Ich solche Mir ergebenen Diener dringend in der letzten Zeit vor dem Ende, weil überall und ständig gearbeitet werden muß, um Mein reines Wort den Menschen nahezubringen, das mit Meiner Kraft gesegnet ist, das aber auch unmittelbar von Mir stammt und zur Erde geleitet wird, um die Menschheit vom Irrtum zu befreien .... Amen
B.D. 4175 empfangen am 25.11.1947 Jesusknabe Gott und Mensch .... Fordert Aufklärung, und sie wird euch werden .... Amen
B.D. 4176 empfangen am 26.u.27.11.1947 Menschwerdung Gottes .... Das gewaltigste Problem ist die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Und doch
kann ein Mensch mit kindlichem Glauben ohne Verstandesschwierigkeiten darüber
hinweggehen, es kann ihm einfach erscheinen, eben weil er glaubt .... für ihn ist Jesus
Christus Gott, und er glaubt es auch mit vollem Recht, denn göttlich ist, was durch die
Liebe sich mit Gott zusammengeschlossen hat. Daß dieser Zusammenschluß das von
dem Menschen Jesus in kurzer Erdenzeit erreichte Endziel eines Menschen überhaupt
war, bleibt jedoch ebenfalls eine Wahrheit, die weder der schärfste Verstand noch das
gläubigste Herz abstreiten kann, denn um den Grad der Vollkommenheit zu erreichen,
der eine Seele göttlich macht, muß unbedingt ein Liebeleben im freien Willen, aus eigenem Antrieb geführt werden, und zwar im Stadium als Mensch, und es darf in keiner
Weise auf den Willen eingewirkt werden in einem gewissen Zwangszustand. Ein schon
vollkommenes Wesen betritt die Erde nur zum Zweck einer Mission. Es wird diese Mission auch erfüllen, aber niemals auf Grund seines schon hohen Reifegrades vor der Verkörperung als Mensch, sondern sein Leben muß gleich jedem anderen Menschen ein in
Willensfreiheit geführter Kampf sein gegen Schwächen und Fehler jeglicher Art. Er
muß den Grad der Vollkommenheit, der ihn zu einem göttlichen Wesen stempelt, frei
wollen, danach trachten und erreichen durch Liebeswirken, das er auch unterlassen
kann, wie er auch nach unten seinen Willen richten könnte, weil er seinen Willen frei
gebrauchen kann. Er muß genausogut schlecht wie gut sein können, wie ihm auch jede
Entscheidung dereinst angerechnet wird. In keiner Weise wirkt Gott auf eine solche
Seele ein, wie er aber auch nicht zuläßt, daß sie dem Gegner verfällt unfreiwillig, also
von diesem gezwungen wird zum Abfall von Gott oder Handeln wider Dessen Willen.
Diese Entscheidungsfreiheit mußte auch dem Menschen Jesus zugebilligt werden, sollte
Sein Erlösungswerk nicht an Wert verlieren, wie auch Seine Göttlichkeit Verdienst eines
nach Vollkommenheit ringenden Menschen sein mußte, Der als Vorbild der gesamten
Menschheit dienen und zur Nachahmung Seines Lebenswandels anspornen soll .... (27.11.1947) Jesus lebte den Menschen ein Leben nach göttlichem Willen vor, folglich
muß es auch einem Menschen möglich sein, zur gleichen Vollkommenheit zu gelangen.
Er war ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, folglich muß es möglich sein,
unter der Assistenz Jesu Christi zu Gott zu gelangen; also mußte Jesus auch den Menschen menschlich nahestehen, Er mußte den gleichen Gang auf Erden gegangen sein
und zu beiden, zu Gott und zu den Menschen, in einem vertrauten Verhältnis stehen, in
einem Verhältnis, das von tiefster Liebe getragen war, daß Er für die Menschen eine so
große Liebe empfand, daß Er ihnen helfen wollte; wie Er aber auch für die ewige Gottheit die Liebe empfand, die Gott fordert, um Ihm unbegrenzte Macht und Kraftfülle zu
geben, daß Er Selbst Sich einte mit Ihm, was aber immer voraussetzt, daß Jesus ein
Mensch war, Der sein Ziel erreichte .... als Mensch geboren wurde und als Gott in aller
Herrlichkeit auffuhr zum Himmel. Er war in keiner Weise bevorzugt ausgestattet, daß
ihm der Erfolg Seines menschlichen Daseins ohne jegliche Mühe und in aller Selbstverständlichkeit gelungen wäre, vielmehr hatte Er ungewöhnlich zu kämpfen gegen
Anfechtungen unreiner Geister, die um Seine Mission auf Erden wußten und sie zu verhindern suchten. Die Versuchungen traten an Ihn in jeder Weise heran, und es gehörte
Seine ganze Willensstärke dazu, standzuhalten und Seine körperlichen Wünsche dem
Wünschen des Geistes und der Seele anzugleichen, denn Sein Außenleib war Mensch
mit Fleisch und Blut, Seine Sinne empfanden in ungewöhnlichem Maße das Schöne
und Reizvolle der irdischen Welt, und sie begehrten nach der Erfüllung, und Er versagte
sie doch dem Körper aus Liebe zur Not-leidenden Menschheit, denen Er nur Hilfe bringen konnte durch Aufopferung Seiner Selbst, indem Er durch Verzichtleistung und Entsagung einen höheren Reifegrad Seiner Seele erzielte, der Ihn zum Zusammenschluß
mit Gott führte. Die Vereinigung mit Seinem Vater von Ewigkeit aber befähigte Ihn
erstmalig zu Seiner Mission, die göttliche Liebelehre auf Erden zu verbreiten und den
göttlichen Willen den Menschen kundzutun, wie sie Ihm aber auch andererseits die
Kraft gab, das schwerste Opfer zu bringen, das je ein Mensch auf Erden Gott und den
Menschen dargebracht hat .... Amen |
|