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Buch 51 NR. 4287 – 4419 empfangen von Bertha Dudde in der Zeit vom 27.4.1948 – 26.8.1948 Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<. Hinweis auf die fehlenden, verloren gegangene Kundgaben: Buch 50 endet mit Kundgabe 4176, Buch 51 beginnt mit Kundgabe 4287.
B.D. 4287 empfangen am 27.4.1948 Ernste Mahnung und Hinweis auf das Ende .... Besinnet euch auf den Ernst der Stunde. Der Wille, zu leben und sich ein erträgliches
Dasein zu schaffen, ist überaus stark im Menschen entwickelt, und jeder Gedanke hat
irdisches Wohlleben zum Ziel. Und es vergeht die Zeit, ohne einen Nutzen für die Seele
zu bringen, das Ende rückt immer näher, die Entfernung von Mir wird immer größer,
im Taumel von irdischen Genüssen suchen die Menschen sich zu befriedigen, nur der
Welt zollen sie Beachtung, und sie gedenken des Todes nicht und dessen, was nach dem
Tode kommet. Und ob Ich auch mahne und warne, es verhallen Meine Worte ungehört,
oder sie werden nicht befolgt. Es ist ein Zustand größter Verwirrung, irdisch sowohl als
geistig, der Abfall von Mir wird immer größer, und die wenigen, die zu Mir halten, sind
schwachen Glaubens und sehen bangend der Zukunft entgegen. Von Meiner Gnade
sind sie wohl berührt, doch sie erkennen Mich noch nicht, wie Ich erkannt werden will.
Und immer wieder spreche Ich daher zu ihnen Worte der Liebe und des Zuspruchs und
gebe ihnen die Verheißung, daß Ich sie nicht verlasse, mag die Not auch riesengroß
erscheinen. Doch letztere ist unvermeidlich, denn Ich will die Meinen an Mich ketten,
sie sollen nicht anderswo Trost und Hilfe suchen als nur bei Mir; Ich will, daß sie ständig zu Mir ihre Zuflucht nehmen und also Mich nicht mehr ausschalten im Denken,
Tun und Wollen. Dann werden sie auch durchhalten und nicht verlorengehen. Ihr aber,
die ihr die Welt suchet, die ihr euch nicht zu trennen vermögt vom Irdischen, ihr werdet noch Schweres erleben, denn auch euch muß es zum Bewußtsein gebracht werden,
daß eures Bleibens auf dieser Erde nicht ewig ist und daß ihr anstrebt, was vergänglich
ist und wertlos für die Ewigkeit. Ihr müsset immer wieder hingeben, was ihr euch
erwerbet, bis ihr euch im Herzen löset davon, dann erst seid ihr aufnahmefähig für geistige Güter, dann erst werdet ihr Mein Wort anhören und es in euer Herz aufnehmen,
so ihr guten Willens seid. Ich suche noch zu retten die Seelen, die noch nicht völlig verdorben sind, und um dieser Seelen willen wird die Not noch größer, wie Ich es euch
vorausgesagt habe durch Seher und Propheten. Ihr müsset die Wahrheit Meines Wortes
erkennen, denn ständig habe Ich euch auf diese Not hingewiesen und euch das Erdendasein als fast unerträglich hingestellt .... Amen
B.D. 4288 empfangen am 28.4.1948 Vermehrtes Leid in der Endzeit .... Was auch über euch kommen mag, zweifelt nicht an Meiner Liebe zu euch und an
Meiner Macht. Wisset, daß alles nötig ist, sowohl für euch, die ihr als Meine Mitarbeiter
auf Erden tätig seid in der letzten Zeit vor dem Ende, als auch für die Menschen, die Mir
fernstehen und noch gewonnen werden sollen für das geistige Reich. Daß ihr, die ihr
Mir angehören wollet, auch betroffen werdet von dem Leid, ist nicht zu umgehen, doch
immer wieder gebe Ich euch die Versicherung, daß ihr nicht ohne Meine Hilfe und Meinen Schutz bleiben werdet, daß selbst das Schwerste für euch ertragbar sein wird, so ihr
Mir innig verbunden bleibet. Es ist die Zeit der großen Trübsal angebrochen, von der
geschrieben steht, daß sie die letzte Zeit einleitet, und jeder einzelne wird sie spüren
müssen; nur wer Meinem Gegner angehört, der wird unberührt bleiben und irdisches
Wohlergehen zu verzeichnen haben. Aber lasset euch davon nicht beirren, Meine Liebe
gehört euch, die ihr leiden müsset, euch bedenke Ich anders als mit irdischen Gütern,
euch gebe Ich geistigen Reichtum, wenngleich Ich Mir auch eure irdischen Sorgen
angelegen sein lasse. Ihr werdet nicht zu darben brauchen, Seele und Leib will Ich mit
Nahrung versehen, also brauchet ihr euch nicht zu sorgen um deren Erhaltung. Und
dennoch werdet ihr kämpfen müssen und große Kraft benötigen, die Ich euch stets
zuführe durch Mein Wort. Je inniger ihr Mein Wort begehret und es aufnehmet in euer
Herz, desto leichter werdet ihr durch das Erdenleben gehen, selbst wenn es, äußerlich
gesehen, schwer ist für euch. Die Zeit der Trübsal ist angebrochen .... Amen
B.D. 4289 empfangen am 29.4.1948 „Schaffet und wirket, solange noch Tag ist ....“ „Schaffet und wirket, solange noch Tag ist, denn die Nacht kommt, wo ihr nicht mehr
wirken könnet ....“ Wie nahe steht ihr vor dem Einbrechen der Nacht, es sind die letzten Minuten des Tages, da ihr lebet, und ihr seid euch des Ernstes dessen nicht bewußt,
ihr seid lau in eurer Seelenarbeit und lebet, als sei euch noch eine lange Zeit beschieden.
Ihr irret euch .... die Nacht bricht bald herein und hüllet in tiefste Finsternis die ganze
Erde, und ihr könntet noch unsagbar viel erreichen, so ihr die letzten Minuten nützen
möchtet und allen Ernstes euch vorbereitet für das Leben nach dem Tode. Nur an eure
Seelen sollet ihr denken und nichts mehr beachten, was den Körper betrifft. Denn nur
die Seele bleibt bestehen, nichts bleibt euch von irdischen Gütern, von der materiellen
Welt. Ihr stehet schon mit einem Fuß drüben, wie aber wird das Reich beschaffen sein,
das eure Seele aufnehmen wird? Ist es das Reich des Lichtes oder das der Finsternis? Ist
es Tag oder Nacht für eure Seele? Wo Licht ist, ist Leben, die Nacht aber ist fürchterlich.
Und darum warne Ich euch eindringlich und spreche immer und immer wieder zu
euch, um euch auf die große Verantwortung aufmerksam zu machen, die ihr eurer Seele
gegenüber traget. Bringet sie nicht in eine Not, die unsagbar ist und die ihr noch gut
abwenden könnet, wenn ihr euch wandelt, alles Irdische unbeachtet lasset und nur
daran denket, Meinen Willen zu erfüllen und ein Leben zu führen gemäß Meinen
Geboten .... dem Nächsten beizustehen in jeder irdischen und geistigen Not, helfend
einzugreifen, wo eure Hilfe erforderlich ist, und stets und ständig Mein Wort entgegenzunehmen, das euch Meinen Willen kundgibt und euch Kraft vermittelt, das Leben zu
führen, wie es Mein Wille ist. Schaffet und wirket, solange noch Tag ist .... er neigt sich
bald dem Ende zu, und es folgt eine endlos lange Nacht, vor der Ich euch behüten
möchte, weil Ich euch liebe .... Amen
B.D. 4290 empfangen am 29.u.30.4.1948 Ankündigung des Weltunterganges .... Der Weltuntergang wird von den Menschen in weiteste Zukunft verlegt, und sie nehmen zu seiner baldigen Ankündigung keine Stellung, weil sie eine Debatte darüber für völlig unsinnig halten. Und so werden auch Meine Mahnungen und Warnungen bewertet, es wird ihrer kaum geachtet und darum auch kein Wandel der Lebensführung erstrebt. Und auch dies ist ein Zeichen, daß das Ende nahe ist, denn die Menschen sind nur noch irdisch eingestellt und haben für geistiges Streben keinen inneren Trieb. Immer wieder sende Ich ihnen Meine Boten zu, die Erwähnung tun und auf Mein außergewöhnliches Wirken hinweisen. Durch jene Boten geht ihnen Kenntnis zu, und sie werden daher niemals sagen können, ohne Wissen geblieben zu sein über das Ende, das euch Menschen kurz bevorsteht. In Meinem Willen liegt es, daß ihr nicht ohne Wissen bleibt. Und so werdet ihr immer wieder darauf hingewiesen werden durch Wort und Schrift, durch eure Mitmenschen, die Mir dienen und mit Mir in Verbindung stehen, die reine Wahrheit empfangen und sie wieder abgeben wollen. (30.4.1948) Sie werden euch Kenntnis geben, wie nahe der Untergang der Erde ist, welche Not und Trübsal euch bevorsteht, auf daß ihr daran erkennet, daß die Zeit gekommen ist, da Mein Wort sich erfüllet. Wer den Untergang in die Zukunft verlegt, wer Meinem Wort keinen Glauben schenkt, der wird keine Erklärung haben für die ungewöhnliche Not, und ihm wird jeglicher Glaube verlorengehen, doch durch eigene Schuld. Denn die Wahrheit, die er nicht hören will, würde ihm vollste Erklärung geben und ihn auch den Weg zu Mir finden lassen. Doch gezwungen kann der Mensch nicht werden zur Annahme dessen, was ihm aus der Höhe zugeführt wird; er muß sich freiwillig öffnen Meinem Wort, soll es an ihm wirksam werden, dann wird er aber auch glauben können, wie nahe das Ende ist, und aus seinem Wissen Nutzen ziehen für seine Seele .... Amen
B.D. 4291 empfangen am 1.u.2.5.1948 Schaffen und Gestalten im Lichtreich .... Eine unbeschreibliche Sehnsucht wird euch erfassen nach Meiner Gegenwart, so
eure Seele in das Lichtreich eingegangen ist; und das Erfüllen dieser Sehnsucht ist Seligkeit. Die Liebe zu Mir werdet ihr empfinden in immer stärkerem Maße und daher auch
innig den Zusammenschluß mit Mir ersehnen, und auf daß ihr Erfüllung findet, nahe
Ich Mich euch, und ihr empfindet Meine Nähe als ein beseligendes Kraftgefühl, als
erhöhten Antrieb zur Tätigkeit, als inneren Drang, beglückend zu wirken durch Austeilen dessen, was ihr besitzet. Auf daß ihr nun austeilen könnet, versehe Ich euch ständig
mit geistigem Reichtum, Ich leite euch tiefstes Wissen zu und versetze euch daher in
einen immerwährenden Glückszustand, der euch Abwechslung in jeder Weise bietet.
Ihr werdet schauen und hören dürfen, was nimmermehr auf Erden zu schauen oder zu
hören euch vergönnt ist. Ihr werdet selig sein .... Amen
B.D. 4292 empfangen am 3.u.6.5.1948 Ende der Erlösungsperiode .... Die Erde wird zu einer Richtstätte werden für alle Menschen, die Mir fernstehen .... Ich werde Mein Urteil sprechen nach Gerechtigkeit, und wehe denen, die verdammt
werden .... die Erde wird sie verschlingen, und ihre Seelen werden aufs neue den Gang
gehen müssen durch die Schöpfungen der neuen Erde. Dies ist beschlossen seit Ewigkeit. Denn das Gesetz der Ordnung muß aufrechterhalten bleiben, am Ende einer Erlösungsperiode aber wird dieses Gesetz gänzlich mißachtet, was stets Zerstörung bedeutet. Die Menschheit, die in einer solchen Zeit lebt, völlig Meiner Ordnung widersprechend, fällt dieser Zerstörung ebenfalls anheim, doch immer ist es nur die Außenform,
die der Zerstörung zum Opfer fällt, die Seele aber, das Geistige, verwandelt sich nur,
d.h., sie bezieht andere Außenformen, und dieser Wandlungsakt ist das Gericht .... Amen
B.D. 4293 empfangen am 7.u.8.5.1948 Vormenschen .... Ihr müsset euch den Werdegang jeglichen Schöpfungswerkes vergegenwärtigen,
um die Überzeugung zu gewinnen, daß auch der Mensch eine endlos lange Zeit der
Entwicklung zurücklegen mußte, ehe er das Stadium erreichte, wo er im freien
Willen denken, reden und handeln konnte. Es mußte gewissermaßen eine Außenform
sich bilden, die für jegliche Verrichtung tauglich war, es mußte ferner dieser
Außenform eine organische Tätigkeit möglich sein, die der Erhaltung des Körpers
diente. Es mußte diese Außenform aber erst in primitivster Weise entstehen und
sich im Laufe langer Zeit verfeinern, also es gehörte eine lange Entstehungszeit
dazu, bis diese Außenform so gestaltet war, daß ihr Verstand und freier Wille
beigegeben wurde und nun jegliche Tätigkeit vernunftmäßig ausführen konnte.
Daraus geht hervor, daß es keine plötzliche Erschaffung des Menschen von Gott
gab, obwohl dies Ihm wohl leicht möglich war, jedoch Seiner Weisheit und Liebe
nicht entsprach, sondern daß eine langsam aufsteigende Entwicklung vorangegangen
ist, deren Produkt der denkfähige, frei wollende und Taten ausführende Mensch
ist, der nun auch zur Verantwortung gezogen werden konnte für sein Denken, Wollen
und Tun. Also gab es vor dem voll entwickelten Menschen schon menschenähnliche
Lebewesen auf der Erde auf verschiedener Entwicklungsstufe stehend, jedoch zeitmäßig
war kein großer Unterschied, so daß (denn) zur selben (gleichen) Zeit (wurde)
die ganze Erde Amen
B.D. 4294 empfangen am 9.5.1948 Dogma .... Es ist keine geistige Vergewaltigung, wenn einem Menschen bestimmter Geistesrichtung eine andere gezeigt wird, wenn ihm ein Wissen dargeboten wird, das seinem Wissen widerspricht, solange er sich im freien Willen entscheiden kann zur Annahme oder
Ablehnung. Wird er aber zur Annahme gezwungen durch Gesetze, wird er in einen
Zustand der Strafbarkeit versetzt, also er durch Androhung von Strafen unfrei gemacht
in seinem Denken und Handeln, dann ist dies eine Vergewaltigung, die niemals gute
Auswirkungen auf die Seele haben kann. Deshalb soll Mein Wort stets gepredigt, aber
immer so dargeboten werden, daß kein Zwang auf die Menschen ausgeübt wird. Und
darum ist auch das Zuleiten der reinen Wahrheit von oben ein Akt vollster Willensfreiheit, der immer für einen nicht erleuchteten Menschen die Möglichkeit freiläßt, als
menschliches Machwerk angesehen zu werden, so der Ablehnungswille im Zuhörer
größer ist. Es kann ein jeder Mensch den göttlichen Ursprung erkennen, so es ihm ernst
ist um die reine Wahrheit und um die Fortentwicklung seiner Seele, dann wird ihm mit
Sicherheit auch von Mir die Fähigkeit gegeben werden, die Wahrheit als solche zu
erkennen, weil es Mein Wille ist, daß sich das Denken des Menschen in der Wahrheit
bewegt und Ich ihm jede Möglichkeit biete, das Rechte zu erkennen. Doch niemals wird
von Mir aus zwangsweise auf den Willen eingewirkt, weshalb Ich auch verwerfe, daß
von seiten der Menschen der Mitmensch geistig vergewaltigt wird durch Lehren, die als
Dogma zur Annahme verpflichten, ansonsten der Mensch sündig gesprochen wird. Für
jedes Vergehen gegen Meine Liebegebot muß sich der Mensch verantworten, doch niemals werde Ich ihn zur Verantwortung ziehen, so sein inneres Gefühl ihn von der
Annahme einer Glaubenslehre zurückhält, selbst wenn sie der Wahrheit entspricht. Er
ladet dann noch immer keine Sünde auf sich, nur ist sein Wahrheitsverlangen noch
nicht so tief, daß er die Wahrheit als solche erkennt. Eine Glaubenslehre aber annehmen
ohne Prüfung und innere Überzeugung ist völlig wertlos für die Entwicklung der Seele.
Immer ist ein Dogma nachteilig für die Seele, weil der Mensch der Stellungnahme zu
einer Glaubenslehre überhoben wird, ohne tiefes Nachdenken aber auch niemals ein
überzeugter Glaube gewonnen werden kann. Wohl benötigen die Menschen Führer, so
sie nicht aus eigenem Antrieb die Vergeistigung ihrer Seele anstreben; doch weise Führer sollen nur lehren und also Herz und Verstand anzuregen suchen, denn die Verbindung mit Mir, mit dem geistigen Reich, muß jeder einzelne Mensch selbst herstellen,
und der Weg dazu soll ihm gezeigt werden von Meinen Vertretern auf Erden durch
Übermittlung Meines Wortes, immer sollen diese Mich sprechen lassen, niemals aber
Eigenes hinzufügen, Gebote erlassen oder den Menschen Verpflichtungen auferlegen,
als von Mir gewollt .... Amen
B.D. 4295 empfangen am 10.5.1948 Der gute Hirt .... „Die Meinen erkennen Meine Stimme ....“ Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich .... Amen
B.D. 4296 empfangen am 11.5.1948 Schicksal .... „Vater, Dein Wille geschehe ....“ Der Lebenslauf des einzelnen ist vorgezeichnet, und er muß zurückgelegt werden ohne Murren und Klagen, soll er sich für die Seele günstig auswirken. Es muß aber auch ein starkes Gottvertrauen vorhanden sein, dann wird jedes Schicksal leicht zu ertragen sein, denn Gott allein gestaltet es nach Seinem Willen, Gott allein kann jede Lebenslage wandeln, Er kann Freude in Trauer und auch Leid in Freude verwandeln, so Er in innigem Gebet darum angegangen wird, und Er wird es auch tun, so der Mensch in kindlichem Vertrauen Ihm alle Nöte vorträgt und sich Seiner Gnade empfiehlt. Es ist ein weiter Weg zu gehen aus der Tiefe zur Höhe, und es kann dieser Weg nicht stets eben sein, ansonsten er nicht aufwärts führt. Es müssen Hindernisse genommen werden, es müssen Anhöhen erstiegen werden, denn das Ziel ist oben, und jeder Aufstieg fällt schwer, wenn nicht ein rechter Führer Unterstützung gewährt. Und solange ihr Menschen Gott Selbst als Führer zur Seite habt, solange ihr euch Seiner Führung anvertraut, werdet ihr den Weg nicht erfolglos zurücklegen, er wird euch hinanführen, und jedes Hindernis werdet ihr bewältigen können mit Seiner Hilfe. Je steiler der Weg ist, desto kürzer ist er und desto höher könnet ihr gelangen; so ihr aber oben seid, werdet ihr zurückblicken und eurem Führer dankbar sein, Der euch zum Ziel gelangen ließ, und jede Not wird vorüber sein. Je schwerer ein Lebensschicksal ist, desto höhere Ziele sind euch gesteckt und desto helleres Licht wird erstrahlen, und alle Finsternis der Tiefe ist überwunden. Gott aber kann euch auch den steilsten Weg nach oben als eben empfinden lassen, wenn ihr als Seine Kinder euch Ihm hingebt, wenn ihr jedes leidvolle Erleben auf euch nehmet, wenn ihr stets betet: „Vater, Dein Wille geschehe ....“ Dann wird Er euch nicht leiden lassen, Er wird euch auch in der größten Not Seelenruhe und Frieden geben, Er wird Selbst voller Kraft in euch wirken, und ihr werdet nichts schwer empfinden und dennoch zur Höhe schreiten, denn euer Wille, eure Ergebenheit in Seinen Willen macht euch teilhaftig Seiner Kraft, und mit dieser schaffet und bewältigt ihr alles, dann werdet ihr gehoben über jedes Hindernis, ihr werdet nichts als Last empfinden und immer froh und heiter euren Lebensweg zurücklegen, bis euch die liebende Vaterhand erfasset und euch holet in das Vaterhaus, bis ihr das Ziel erreicht habt und eingehet in die ewige Heimat, in das Land des Lichtes, wo es keine Trübsal mehr gibt, kein Leid und keine Not, sondern nur ewige Seligkeit .... Amen
B.D. 4297 empfangen am 12.5.1948 Speisung am Tisch des Herrn .... Worte, die von oben kommen, erhellen den Geist, sie erweitern das Wissen, sie kräftigen die Seele und helfen auch, daß des Leibes Substanzen sich vergeistigen und der
Seele zuwenden, weshalb sich auch der Körper willig fügt dem, was die Seele, vom Geist
getrieben, von ihm verlangt. Worte, die von oben kommen, können nur vernommen
werden, wenn eine Einigung stattfindet von Seele und Geist, wenn also das Denken,
Fühlen und Wollen des Menschen nach innen gerichtet ist, von wo der Geist des Menschen, der göttlichen Ursprungs ist, sich der Seele kundgeben kann. Es gibt also der
Geist etwas ab, was unmittelbar dem geistigen Reich entströmt und den Weg zu ihm
genommen hat, weil der Geistesfunke im Menschen in Verbindung steht mit dem Vatergeist von Ewigkeit und er also auch unentwegt die Kraft von ihm beziehen kann, die
sich als Wissen äußert, die er nun auch weiterleitet an die Seele, die er bewohnt. Es ist
sonach eine Umleitung göttlicher Kraft auf die Seele, die er nun nützen muß, soll die
Seele einen geistigen Erfolg erzielen. Er muß das Wort von oben entgegennehmen und
auf sich wirken lassen, und die Auswirkung des göttlichen Wortes wird ein Trieb zum
Handeln in Liebe sein. Dann also hat die Seele auch den Körper beeinflußt, sich dem
Willen des Geistes anzuschließen, und der liebetätige Mensch stellt nun dadurch die
direkte Verbindung mit Gott her, Der durch Seine Liebekraft nun in ihm wirket .... Amen
B.D. 4298 empfangen am 12.u.13.5.1948 Verschiedene Geistesrichtungen .... Ihr alle wollt in der Wahrheit stehen und vertretet doch verschiedene Geistesrichtungen. Und so müsset ihr doch zugeben, da es nur eine Wahrheit gibt, daß eine jede Geistesrichtung einer Prüfung unterzogen werden muß, inwiefern sie Anspruch auf Wahrheit machen kann. Solange sich verschiedene Richtungen gegenüberstehen, ist auch die Frage berechtigt, welche von ihnen die Wahrheit vertritt. Jede will sie für sich in Anspruch nehmen und keine die Ansicht der anderen gelten lassen. Und so muß eine ernsthafte Prüfung vorgenommen werden, und zwar muß der Ursprung dessen, was gelehrt wird, ergründet werden. Und letzten Endes wird es sich herausstellen, daß immer menschliche Ansichten ihnen zugrunde liegen, daß die Geistesrichtungen ein Wissen vertreten, das lediglich Gedankengut von Menschen war. Zwar kann auch solches der Wahrheit entsprechen, sowie es im Willen, Gott zu dienen, dem Menschen zugeführt wurde, der wahrheitsverlangend war. Es muß aber bedacht werden, daß Gott Selbst die Wahrheit austeilen muß, weil Er die ewige Wahrheit Selbst ist. Und so muß der Ursprung jeglichen Wissens immer Gott sein und bleiben, und es kann sonach nur eine Wahrheit geben, d.h., alle, die von Gott sich die Wahrheit erbitten und durch den Geist Gottes belehrt werden, werden gleiches Wissen empfangen. Und deshalb darf es keine verschiedenen Lehren geben, denn das ist das Merkmal der Wahrheit aus Gott, daß sie in allem übereinstimmt mit dem von oben dem Menschen direkt zugeleiteten Wort, das nur empfangen (werden, d. Hg.) kann von einem Menschen, der in der Liebe lebt und dessen Glauben an das Wirken Gottes im Menschen durch Seinen Geist ihn auch veranlaßt, zu horchen auf die Stimme in ihm, die gedanklich oder auch tönend vernehmbar ist. Wo also der Ursprung geistigen Wissens nachweislich die innere Stimme ist, wo ein Wissen erworben wurde ohne Zuleitung von außen, wo also ein Lehrer anerkannt werden muß, Der nicht von dieser Welt ist, dort kann auch auf absolute Wahrheit geschlossen werden, und eine Geistesrichtung, die sich auf ein solches Wissen gründet, kann als rechte angesehen und vertreten werden den Mitmenschen gegenüber, wohingegen verstandesmäßig erworbenes geistiges Wissen nicht unbedenklich angenommen werden darf oder erst geprüft werden muß, wieweit es mit der reinen Wahrheit übereinstimmt. Anzuerkennen ist zwar immer, daß alle Geistesrichtungen das Bestreben haben, Gott und somit der Wahrheit nahezukommen, sie nur nicht immer den rechten Weg gehen .... (13.5.1948) daß sie liebetätig sind und Gott um Erleuchtung des Geistes angehen und danach der Gedanken achten, die ihnen nun zuströmen aus dem geistigen Reich. Dieser Weg würde sie sicher zum Ziel führen, ihr Wissen, das sie durch eigene Gedankentätigkeit erworben zu haben glauben, wird der Wahrheit entsprechen, denn dann sind sie von Gott Selbst gelehret, Der jedem die Wahrheit vermittelt, der sie ernstlich begehret .... Amen
B.D. 4299 empfangen am 14.5.1948 Gegenwirken von seiten der Welt .... Ihr werdet einen schweren Stand haben denen gegenüber, die eure geistige Arbeit
nicht anerkennen wollen und euch daher untauglich dafür zu machen suchen. Ihr werdet ihre Einstellung zu Gott nicht ändern können, und es wird daher ein ständiger
Kampf sein, den ihr gegeneinander führt. Das Arbeiten gegen euch wird euch zuweilen
lähmen, doch Meine Kraft wird stärker sein, ihr werdet nicht von Mir lassen und Mir
treue Diener bleiben. Und eures Willens wegen werde Ich euch Erleichterung schaffen,
Ich werde den Widerstand abschwächen, Ich werde euch Mitarbeiter zusenden, die
euch anregen und die geistige Arbeit fördern, Ich werde Selbst zu euch kommen, und
Meinen Worten wird man Glauben schenken, auch wenn Ich nur durch euren Mund
rede .... man wird euren Worten keinen Einwand mehr entgegensetzen können, und
Mein Wirken wird offensichtlich sein. Die Kräfte der Finsternis sind ständig bemüht,
das Licht zu verdunkeln, das in euch strahlt, und die Menschen eurer Umgebung fallen
ihnen zum Opfer, sie wehren sich nicht und wenden sich nicht an Mich um Aufklärung,
sie lehnen Mich ab, so Ich ihnen nahetrete, und nehmen daher auch keinen Anteil an
dem, was Ich ihnen biete aus der Höhe. Ich ging Selbst den Weg des Irdischen, und dieser Weg war schwer, denn ständig mußte Ich ankämpfen gegen die Lieblosigkeit der
Menschen, gegen ihren Unglauben und ihre Liebe zur materiellen Welt. Und Ich suchte
durch Mein Wort sie zur Liebe und zum Glauben zu erziehen, jedoch nur mit geringem
Erfolg. Wieder überwiegt die Liebe zum Irdischen, wieder leben die Menschen ohne
Liebe und ohne Glauben, und wieder will Ich ihnen durch Mein Wort helfen auf den
rechten Weg .... Amen
B.D. 4300 empfangen am 15.u.16.5.1948 Gesetz der Ordnung .... Begreifet, daß ihr Meinen Willen erfüllen müsset, wollet ihr selig werden. Mein Wille
ist das Gesetz der Ordnung von Ewigkeit, und so jemand gegen diese Ordnung verstößt, handelt er auch gegen Meinen Willen. So ihr nun Mein sein wollet, müsset ihr
euch auch ergeben unter Meinen Willen fügen, und so dieser euch kundgetan wird, ist
es für euch ein leichtes, danach zu handeln, denn Ich verlange nicht mehr von euch, als
ihr erfüllen könnet. Ich habe euch ein Gebot gegeben, einander zu lieben .... denn Liebe
entspricht Meinem Gesetz von Ewigkeit, weil aus der Liebe alles hervorgegangen ist
und durch die Liebe alles erhalten wird. Dieses Gesetz also ist unbedingt zu akzeptieren, und es ist auch erfüllbar, weil es der Urbeschaffenheit jeden Geschöpfes entspricht.
Nur muß sich der Wille des Menschen Meinem Willen angliedern, dann kann er nicht
anders als Liebe empfinden und Liebe geben. Läßt er aber den eigenen Willen hervortreten, dann steht er in der Eigenliebe, (16.5.1948) dann ist er Mir nicht mehr untertan,
er läßt Mein Gebot außer acht und entfernt sich dadurch von Mir, weil ihm die Kraft
mangelt, die er von Mir empfängt durch die Liebe. Es ist also ein ganz natürlicher Vorgang, daß der Mensch, der in der Eigenliebe steht, sein Streben nach Mir aufgibt oder
unterläßt, was er im Zustand des Liebewirkens getan hat. Und die mangelnde Kraft
wirkt sich in Erkenntnis-Unfähigkeit aus, in mangelndem Glauben und immer geringer werdendem Liebewillen. Es kann der Mensch nicht tiefere Weisheiten begreifen, so
ihm die Liebe mangelt. Er kann auch nicht liebetätig sein, so er Meinen Willen nicht gelten läßt, so der eigene Wille stärker ist als das Gebot, das Meinen Willen kundgibt. Und
so muß unwillkürlich auch die geistige Entwicklung des Menschen zurückgehen, weil
er sich nicht in der von Mir gewollten Ordnung bewegt. Meiner Ordnung entspricht es
nicht, daß sich eine Spaltung derer ergibt, die von Meinem Wort Kenntnis haben, die
also die Gnade haben, von Mir belehrt zu werden mittelbar oder unmittelbar. Ein
bestimmter Grad der Liebetätigkeit vermittelt ihm Mein Wort, und dieser Grad soll
erhöht und das Wissen vermehrt werden. Tritt jedoch Unverständnis ein für die Lehren, die Ich Selbst durch Mein Wort den Menschen gab, so ist dies ein Zeichen des
Rückganges des Liebewirkens, ein Zeichen zunehmender Eigenliebe, die das Licht verdunkelt, wenngleich es nicht ganz verlöscht werden kann. Doch Ich halte die Meinen
und lasse es nicht zu, daß sie absinken, sondern Ich wende Mittel an, die zu erhöhtem
Liebeswirken antreiben, bis sich das Denken des Menschen wieder erhellt, bis ihm
Meine Wahrheit wieder annehmbar erscheint und auch sein Leben sich entsprechend
wandelt. Aber nimmermehr kann Ich von Meinem Liebegebot, von der ewigen Ordnung, abgehen, und nimmermehr kann Ich Meinen Geist ausgießen über einen Menschen, der sich Meinem Willen nicht unterwirft. Und gesegnet, so er den mangelhaften
Zustand, die Unfähigkeit tieferen geistigen Verstehens als Druck oder auch Manko
empfindet .... Amen
B.D. 4301 empfangen am 16.5.1948 „Viele sind berufen, wenige auserwählt ....“ Lasset euch zu Meinen Jüngern zählen, die Ich ausbilde für ihre letzte Tätigkeit auf
dieser Erde. Wieder erwähle Ich Mir Streiter, Ich erwähle Mir Jünger, denen Ich Mein
Evangelium verkünden kann, damit sie es hinaustragen in die Welt. Es ist die Endzeit
angebrochen, es kommt die Zeit der Ernte, und es soll noch viel Arbeit geleistet werden,
die Ich Meinen Jüngern auftrage, denen, die Mir nachfolgen und sich von Mir belehren
lassen im freien Willen. Diese Jünger der Endzeit haben die gleiche Mission wie Meine
ersten Jünger, die Ich Mir Selbst ausgesucht habe nach ihrem inneren Wert, d.h., die Ich
als liebewillig und liebefähig erkannte und denen Ich daher auch Meinen Geist senden
konnte, der sie weiter belehrte, als Ich nicht mehr auf dieser Erde wandelte. Liebefähig
ist jeder Mensch, doch ob er liebewillig ist, das bestimmt er selbst. Die Liebefähigkeit ist
Meine Gabe, die Liebewilligkeit ist sein Verdienst .... Die Jünger der Endzeit sind wieder von Mir auserwählt und ihrer Liebewilligkeit entsprechend Träger der reinen Wahrheit. Auch sie sollen den Menschen die unverbildete Wahrheit weitergeben und müssen daher von Meinem Geist erleuchtet sein, wollen sie ihr Lehramt ausführen zum Segen der Menschen. Die Liebewilligkeit macht sie zu tauglichen Jüngern, während die Liebefähigkeit noch nicht die Tauglichkeit zum Lehramt garantiert. Um lehren zu können, müssen sie erst ein Wissen ihr eigen nennen; das Übermitteln dieses Wissens aber ist Folge eines Liebelebens ohne Zwang. Berufen seid ihr alle, doch wer gestaltet sich so, daß Ich ihn erwählen kann, daß Ich Meinen Geist über ihn ausgießen kann, der reinste Wahrheit verbürgt? Meine Jünger der Endzeit aber segne Ich, denn bei ihnen weile Ich nur im Geist, während Meine ersten Jünger Mich ständig in ihrer Nähe hatten, während Ich ihnen ständig gegenwärtig war und es ihnen folglich leichter fallen mußte, an Mich zu glauben, als den Jüngern der Endzeit, die in sich den Glauben an Mich erwecken und wachsen lassen müssen und die es daher weit schwerer haben, zu glauben und jedes Wort als Wahrheit anzunehmen. Ihnen werde Ich jedoch ständig zur Seite stehen, wenn auch nicht körperlich; doch im Geist weile Ich ständig bei ihnen bis an das Ende, denn Ich Selbst habe sie erwählet, weil Ich sie erkannt habe und um ihre Liebewilligkeit weiß seit Ewigkeit .... Amen
B.D. 4302 empfangen am 17.5.1948 Abfall .... Ihr alle sollt Meine Kinder sein .... Amen
B.D. 4303 empfangen am 17.5.1948 Gegenwart Gottes .... Ich bin euch gegenwärtig, so immer ihr zu Mir redet im Gebet oder in Gedanken .... Dies setzt also voraus, daß Ich um eines jeden Menschen Denken und Empfinden weiß,
daß Ich jeden Seufzer vernehme, jeden Ruf und kindliches Flehen. Also weiß Ich auch
um jede Not der Seele, um ihren irdischen und geistigen Zustand, Ich weiß um jede
Möglichkeit, ihr zu helfen, und kenne alle Wege, die aus der Not herausführen, wie Ich
aber auch weiß, wie oft sich des Menschen Denken in der Irre bewegt und wie nötig
daher die Not ist, um der Seele zu helfen. Ihr habt nur noch einen kurzen Erdenweg
zurückzulegen, dann hat jede Not ein Ende für die Menschen, die Mir treu bleiben wollen, die Mir anhangen und Mir verbunden sind durch ihren Willen. Euch aber will Ich
zu einem ewigen Frieden verhelfen, Ich will, daß ihr frei seid von jeder Bedrückung, Ich
will, daß ihr euch entfalten könnet in aller Kraft, um euch zu entlohnen für eure Treue
auf Erden, Ich will euch eure Dienste entgelten, die ihr willens seid, Mir zu leisten. Und
darum ist die letzte Zeit für euch noch mit Mühsalen und Leiden verbunden, auf daß
eure Seelen noch völlig entschlackt werden und Licht in aller Fülle aufnehmen können.
Ich weiß um eines jeden Menschen Not, denn Ich bin euch ständig nahe, sowie ihr Mich
in eure Gedanken einschaltet. Ich bin euch immer gegenwärtig .... Amen
B.D. 4304 empfangen am 18.5.1948 Triumphierende Kirche .... Gleichen Sinnes sollet ihr sein im Denken, Reden und Handeln, ihr, die ihr Mir
anhanget, die ihr nach Mir verlanget. Dann werdet ihr eine starke Gemeinde bilden,
wenngleich sie an Anzahl klein ist. Dann wird Mein Geist in euch wirksam werden, und
von Meinem Geist erfüllt, werdet ihr reden können für Mich und Mein Reich. Und eure
Reden werden zünden, denn ihr beweiset sie selbst mit euren Taten, die euer Denken
und euren Willen bekunden. In Meiner Gemeinde soll Einigkeit sein, weil alle in der
gleichen Wahrheit stehen und alle durch die Liebe Mir verbunden sein müssen und
folglich eine große Seele bilden, die Ich Meine Kirche nenne. In dieser Gemeinde werde
Ich stets gegenwärtig sein, und so Mein Wort gepredigt wird, bin Ich es, Der durch den
Redner spricht. Und diese Kirche ist es, die auch von den Pforten der Hölle nicht überwunden werden kann, denn so Ich Selbst in ihr gegenwärtig bin, ist des Gegners Wirken
erfolglos. Diese Kirche ist es, die triumphieren wird am Ende der Tage, denn sie umfasset die Herde, deren Hirt Ich bin .... Amen
B.D. 4305 empfangen am 19.5.1948 Gebet für arme Seelen .... Unsäglich leiden die Seelen, die in der Finsternis sind. Ihre Kraft ist gebrochen, es ist ein Zustand größter Hoffnungslosigkeit, solange ihnen das Wissen fehlt um die Kraft der Liebe, die ihnen ihr Los erleichtert. Sie irren umher, und völlig apathisch ist auch ihr Wille, und so verharren sie unsagbar lange Zeit in ihrem qualvollen Zustand, so ihnen nicht Hilfe zuteil wird durch Gebet. Ihr Menschen auf Erden könnet ihnen diese Hilfe gewähren, so ihr in Liebe dieser armen Seelen gedenket und ihnen ihr Los erleichtern möchtet. Denn nur die Liebe gibt ihnen Kraft. Ein Gebet ohne Liebe ist wertlos, es ist nur eine Form, die keine Wirkung hat. Nur der Liebegrad ist maßgebend, welche Kraft ihnen dadurch zugeführt wird. Und so müsset ihr euch das Los dieser armen Seelen vor Augen stellen und wissen, daß sie euch inständig bitten um Kraftzuwendung, sowie sie einmal die Kraft der Liebe empfunden haben. Sie sind auf eure Hilfe angewiesen, solange sie noch in der Tiefe weilen, solange sie nicht selbst durch ihr Wissen die Kraft sich vermehren können, das dann ein Liebewirken im Jenseits an anderen notleidenden Seelen bedeutet. Jeder gute, in Mitleid ihnen zugewandte Gedanke wirkt sich erleichternd für die Seelen aus, sie empfinden dies und bleiben dann stets in eurer Nähe, sie bitten euch, indem sie sich euch in die Gedanken drängen, um von euch mit einer liebenden Fürbitte bedacht zu werden. Vergesset sie nicht, wendet eure Gedanken nicht von ihnen ab, schenket ihnen ein liebevolles Gebet und helfet ihnen dadurch zur Höhe, erleichtert ihre Qualen, und beweiset ihnen vor allem die Kraft der Liebe, auf daß auch in ihnen die Liebe zu den notleidenden Seelen erwacht und sie durch Liebeswirken an ihnen sich nun selbst aus ihrer Not befreien können. Ihre Umgebung ist ihrem Seelenzustand angemessen, lichtlos und öde, und so ein Gebet für diese Seelen zu Gott emporsteigt, tritt ein leichter Dämmerzustand ein, in dem die Seele einen Schimmer des Erkennens hat, der nach der ständigen Dunkelheit ihr äußerst wohltut. Der Liebegrad der Fürbitte bestimmt die Helligkeit des Lichtes, das in die Dunkelheit hineinstrahlt, und es wendet sich die Seele dem Lichtschein zu, immer wieder neue Strahlen erwartend und darum bittend. Erfüllet ihnen ihre Bitten, lasset sie in ihrer Not nicht allein, gebet ihnen die Hilfe, die ihr ihnen noch zu geben vermögt; leitet ihnen auch in Gedanken das Evangelium zu, ermahnet sie, daß auch sie in Liebe ihrer Umgebung gedenken sollen, daß auch sie ihnen helfen sollen, in den Segen einer Lichtstrahlung zu gelangen, indem sie ihnen wieder vermitteln, was sie von euch empfangen. Ihr könnet durch euer Gebet unsagbar viel Not lindern, ihr könnet mitarbeiten an der Erlösung dieser Seelen, denn die Kraftzuwendung durch euer Gebet wirket auf ihren Willen ein, der nun wieder tätig wird in der rechten Weise. Es nützet die Seele die ihr zugehende Kraft zum Wirken in Liebe an anderen notleidenden Seelen, und es beginnt nun ihr Aufstieg zur Höhe, den sie euch danken wird ewiglich .... Amen
B.D. 4306 empfangen am 19.5.1948 Eingreifen der Lichtwesen in Schicksal .... Göttliche Fügung ist alles zu nennen, denn jedes, auch das kleinste Geschehen ist vorbestimmt seit Ewigkeit. Das ist der Wille Gottes, daß ihr ausreifet auf Erden. Und darum ist alles wohlweislich gefügt, daß ihr immer wieder Gelegenheit habt, euch zur Höhe zu entwickeln. Euer Wille ist ausschlaggebend auch für die Gestaltung eures Erdenlebens, denn Gott sah von Ewigkeit diesen euren Willen voraus, und entsprechend ist die Laufbahn des einzelnen vorgezeichnet. Die Bewohner des geistigen Reiches, die im Licht stehen, sind geistige Mitarbeiter Gottes, und sie betreuen die Menschen ihrem Reifegrad entsprechend, und also sind sie die Beauftragten Gottes und dienen als Schutzgeister dem einzelnen Menschen, wie es der Wille Gottes ist. Sie greifen in das irdische Leben ein mit ihren Erziehungsmethoden, sie geben und versagen, wie es der Entwicklung des Menschen am dienlichsten ist. Sie haben also Vollmacht von Gott, die Menschen durch Geschenke zu beglücken, wie aber auch durch Versagen zur Reife zu bringen. Obgleich dies auch stets nach Gottes Willen geschieht, so ist ihnen jedoch auch Freiheit ihres Wirkens zugebilligt, sowie der Mensch sich vertrauensvoll an sie wendet mit der Bitte um Hilfe. Sie können diese Bitte gewähren wie auch abschlagen, und ihre große Liebe zu den Menschen wird auch stets das Rechte treffen, da sie eins sind mit dem göttlichen Willen. Dennoch ist das Rufen der Lichtwesen ein sicheres Hilfsmittel, denn die Lichtwesen sind in ihrer Liebe zu den Menschen überaus tolerant, sie schlagen dem Menschen selten eine Bitte ab, wenn nicht offensichtliches Unrecht das Ziel ihrer Bitten ist. Und Gott wird Seine Zustimmung geben, ganz gleich, wie die Lichtwesen entscheiden, denn immer stehen sie im gleichen Willen mit Gott. Doch so die menschliche Seele gefährdet ist, sind auch die Lichtwesen unerbittlich, und es muß erst die Gefahr für die Seele vorüber sein, ehe sie sich den Bitten der Menschen öffnen und helfend eingreifen. Dann aber ist das Wirken der Lichtwesen offensichtlich, dann wird ohne Hindernis der Mensch alles beginnen können, er wird keinen Fehlschlag zu fürchten brauchen, und das Erdenleben wird für ihn leicht und erträglich sein, weil ihm seine Schutzgeister Unterstützung gewähren und er sich ihnen in jeder Weise anvertrauen kann, Gott aber niemals dabei ausschaltend, sondern innige Zwiesprache mit Ihm jeder Bitte an die Lichtwesen vorangehen lassend, so daß der Wille der letzteren auch immer Gottes Wille sein wird und die Hilfe stets erkennbar ist .... Amen
B.D. 4307 empfangen am 20.5.1948 „Ich will, daß ihr selig werdet ....“ Ich will, daß ihr selig werdet .... Und darum betrachtet alle irdischen Fehlschläge als ein Hilfsmittel Meinerseits, euch zu lösen von der Welt und ihren Scheingütern, erkennet darin Meine Fürsorge, die nur eurem Endziel gilt, freie, überaus glückliche Wesen aus euch zu machen, die in Ewigkeit keinen Kummer und keine Sorge mehr kennen, sondern stets nur selig sind und leben .... d.h. ununterbrochen tätig sind im Liebeswirken. Ich will, daß ihr selig werdet, Ich will, daß Ich euch mit geistiger Nahrung versorgen kann, weil ihr diese benötigt zum ewigen Leben .... Amen
B.D. 4308 empfangen am 21.5.1948 Bereitschaft zur Mission .... In Meinem Namen sollet ihr tätig sein .... Amen
B.D. 4309 empfangen am 21.u.22.5.1948 Aufgabe der Wahrheitsträger .... Wer sich nun zur Arbeit für Mich und Mein Reich verpflichtet hat, durch das im freien Willen gegebene Gelöbnis, Mir zu dienen, der muß aufklärend wirken unter seinen Mitmenschen, denn sie leben in völliger Unkenntnis, sie gehen unwissend durch das Erdenleben, und sie werten daher das Leben nicht richtig aus. Es ist ihnen aber gegeben worden zwecks Ausreifens ihrer Seelen, was nur dann geschehen kann, wenn sie .... wahrheitsgemäß in Kenntnis gesetzt .... an der Umgestaltung ihres Wesens arbeiten, wenn sie sich wandeln zur Liebe. Diese Wandlung bringt aber nur die Wahrheit zustande, das Wissen um Mein Urwesen und das Verhältnis von Mir zu Meinen Geschöpfen. Und also ist das Zuleiten der reinen Wahrheit eine dringende Notwendigkeit und Aufgabe derer, die Mir dienen wollen. Wo Menschen sind, die innig die Wahrheit begehren, dort leite Ich auch Mein Wort hin, und immer werden Meine Diener Gelegenheit haben, ihr Wissen weiterzugeben, und jede Gelegenheit ist Mein Werk, Mein Wille. Ich weiß um die Fragen, die von den Menschen gestellt werden, Ich weiß um die Aufnahmefähigkeit des einzelnen, Ich weiß um sein Verlangen nach Wahrheit, und Ich weiß um seine Glaubensstärke und seine Liebe, und entsprechend bedenke Ich einen jeden einzelnen mit der Wahrheit, stelle es ihm jedoch frei, sie anzunehmen oder abzulehnen. Völlig zwanglos muß die Geistesgabe dargeboten werden, ansonsten der Ablehnungswille zu stark ist .... (22.5.1948) So Ich Selbst aber im Wort den Menschen nahetrete, die guten Willens sind, werden sie Mich erkennen, sie werden von der Kraft Meines Wortes berührt, es nicht an ihren Ohren verrauschen lassen, sondern wirken lassen in sich, Stellung dazu nehmen, und die Wahrheit wird sie befriedigen und beglücken. Menschen, die guten Willens sind, leben auch in der Liebe, und im gleichen Maß spricht Mein Wort zu ihren Herzen, wie ihre Herzen durch Liebeswirken zu Mir sprechen. Die Wahrheitsträger sollen daher Umgang suchen mit liebewilligen Menschen, um sie durch Zuleiten der reinen Wahrheit liebefähiger zu machen und sie zu stärken in schweren Tagen, die einem jeden von euch noch beschieden sind. Wahrheitsträger sollen aber auch den Menschen die Wahrheit nahezubringen suchen, die lau und gleichgültig durchs Leben gehen, ohne Liebeswerke zu üben, ohne ihren Mitmenschen in dienender Nächstenliebe helfen zu wollen, ohne Verlangen nach Wahrheit und Streben nach geistigem Gut. Diese sind irregeleitet und sollen auf den rechten Weg geführt werden. Sie wandeln in der Finsternis und sollen von Lichtstrahlen berührt werden, auf daß sie die Wohltat des Lichtes empfinden und sich seinen Strahlen aussetzen. Die Erkenntnis der Wahrheit ist dringend nötig für die Menschheit, und Mein Geist wird stets dort wirksam werden, wo die Not groß ist und nur die geringste Rettungsmöglichkeit besteht, wo irrende Seelen nicht gänzlich Meinem Gegner verfallen sind und die kurze Zeit bis zum Ende noch eine Wandlung des Denkens zustande bringen kann. Derer nehme Ich Mich an und sende ihnen Meine Boten zu, die in Meinem Namen reden sollen und zeugen von Meiner Liebe, Weisheit und Allmacht, auf daß die Menschen glauben lernen und sich Dem zuwenden, von Dem sie einst ihren Ausgang nahmen und Dem sie sich wieder im freien Willen zuwenden sollen, auf daß sie selig werden .... Amen
B.D. 4310 empfangen am 22.5.1948 „Selig, die nicht sehen und doch glauben ....“ „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ Es ist kein blinder Glaube, der durch
diese Meine Worte gefordert wird, sondern der Glaube ohne Beweis ist gemeint, den Ich
auch von Meinen Jüngern erwartete, aber nicht fand. „Ihr glaubt, weil ihr sehet, doch
selig, die nicht sehen und doch glauben ....“ Ihnen stand Ich Selbst als Beweis vor
Augen, Meine Wunder überzeugten sie, Meine Weisheit erkannten sie, und also glaubten sie, daß Ich Gottes Sohn war, und sie folgten Mir nach. Ihr Glaube war wohl auch ein
überzeugter, die innere Stimme sagte es ihnen, wer Ich sei, und ihr Leben in Liebe, das
Anlaß war, daß Ich sie zu Meinen Jüngern erwählte, gab ihnen auch die Erkenntniskraft, und doch zweifelten sie oft an Mir; immer wieder stiegen Zweifel in ihnen auf,
und um sie zu stärken, gab ich Mich ihnen des öfteren kund, Ich offenbarte Mich ihnen
in Meiner Göttlichkeit, Ich erleuchtete ihren Geist, Ich öffnete ihnen die innere Sehe, so
daß sie schauen konnten die Schar der Engel, die Mir dienten, und jeden Zweifels an
Meiner Göttlichkeit ledig wurden. Und dennoch war ihr Glaube schwach .... Amen
B.D. 4311 empfangen am 23.5.1948 Verschiedene Aussaat und ihre Früchte .... Euch gehen aus der geistigen Welt ständig Kraftströme zu in Form von Belehrungen,
die euer Wissen erweitern und euch also fähig machen, euren Mitmenschen gegenüber
lehrend tätig zu sein. Ihr empfanget also geistiges Gut, das ihr weiterleiten könnt, wenngleich es nicht irdisch greifbar oder irdisch auszuwertende Materie ist; es ist aber ein
Besitz, der euch niemals geschmälert oder enteignet werden kann, vorausgesetzt, daß
ihr selbst ihn nicht aufgeben wollet, daß die Gnadengabe von oben nicht mißachtet
wird, was Folge wäre eines Meinem Willen widersprechenden Lebenswandels. Wer aber
einmal aus der Höhe Mein Wort empfängt, der hat mit der Welt zumeist gebrochen, sein
Sinnen und Trachten sind nur noch die Schätze des geistigen Reiches, und darum wird
sich sein Wissen stets vermehren, und seine Seele strebt der Höhe zu. Die geistige Welt
und ihre Bewohner haben größeren Einfluß auf ihn als die irdische Welt mit ihren
Scheingütern, und der Erdenlauf war nicht vergeblich. Die Kraft, die nun aus der Höhe
euch zugeht, soll genützet werden, und darum sollet ihr, die ihr wissend seid, euer Wissen weitergeben, wo immer euch Gelegenheit geboten wird. Dann arbeitet ihr bewußt
für Mein Reich, dann traget ihr Mein Wort hinaus in die Welt .... die Samenkörner, die
ihr verstreuet .... Amen
B.D. 4312 empfangen am 24.5.1948 Kirche Christi ....
Eine Glaubensgemeinschaft im Sinne Christi bedeutet den Zusammenschluß von
Menschen, die sich durch ihren Lebenswandel, durch uneigennützige Nächstenliebe
einen so lebendigen, tiefen Glauben erworben haben, daß sie alles, was Jesus gelehrt hat
auf Erden, verstehen und daher auch keinem Wort Zweifel entgegensetzen, denn das
Verständnis dessen, was zu glauben Gott fordert, ist stets nur die Folge eines recht
geführten Lebenswandels und wird auch immer einen lebendigen Glauben nach sich
ziehen, die Überzeugung der reinen Wahrheit und somit auch eines Kraftbewußtseins,
alles vollbringen zu können, das nur den Glauben zur Begründung hat. Eine solche
Gemeinschaft ist die wahre Kirche Christi, es ist die Kirche, die Er auf Erden gegründet
hat mit den Worten:„Du bist Petrus, der Fels, auf dir will Ich Meine Kirche bauen.“ Und
diese Kirche wird bestehenbleiben, sie wird nicht erschüttert werden können von den
Kräften der Unterwelt, wenn der letzte Kampf auf Erden entbrennen wird gegen den
Glauben. Dann wird es sich zeigen, wer dieser Kirche angehört, wer die Glaubensstärke
besitzt, daß er nicht abfällt, wenn die Hölle gegen alles Geistige anstürmen wird. Dann
werden nur die wahrhaft liebetätigen Menschen standhalten, deren Glaube ein lebendiger ist, denn die anderen werden zu schwach sein zum Widerstand. Ihnen wird alles
genommen werden, was ihnen bisher unter Kirche verständlich war, jede Zeremonie,
jede Äußerlichkeit wird wegfallen, die Stätten kirchlicher Handlungen werden
geschlossen werden oder zerstört, es wird keine Möglichkeit bestehen, die Handlungen
auszuführen, die ihnen wichtig erscheinen, und sie werden ernstlich vor die Entscheidung gestellt, sich zu bekennen für oder gegen Gott. Der Entscheid aber wird denen
nicht schwer fallen, die den lebendigen Glauben haben, die glauben können, weil sie
verstehen, während die anderen, noch blind im Geist, nichts haben, woran sie sich halten können und um ihres körperlichen Wohles willen abfallen von Gott, die ihren Glauben hingeben, weil es nur ein toter Glaube, ein Formglaube war. Ihr aber, die ihr der Kirche Christi angehört, ihr sollt ununterbrochen werben für diese Kirche, ihr sollt den
Menschen Aufklärung bringen und ihnen den Unterschied klarzumachen suchen, auf
daß sie ihren Formglauben zu einem lebendigen Glauben gestalten, ihr sollt ihnen den
Weg zum Verstehen dessen, was Jesus gelehrt hat, zeigen und sie den Weg der Liebe
gehen heißen, die allein einen lebendigen Glauben gebärt und zu vollem Verständnis
Seines Wortes führt. Nur diese kleine Gemeinde der wahren Kirche Christi wird den
letzten Kampf bestehen, weil jeder Geistesrichtung zuvor der Kampf angesagt wird und
alle ihre Anhänger verlieren werden, die nicht der wahren Kirche Christi angehören.
Diesen aber wird Gott Seinen Beistand gewähren, Er wird mitten unter ihnen sein,
ihren Glauben stärken, ihren Geist erleuchten und ihnen Kraft geben, auszuharren bis
an das Ende. Und um dieser Kirche Christi willen wirket Er offensichtlich unter den
Menschen durch Seinen Geist .... Amen
B.D. 4313 empfangen am 26.5.1948 Tönendes Wort .... Der erhabenste Moment im Erdenleben ist für den Menschen das Vernehmen des
tönenden Wortes, so er den Ausdruck Meiner Liebe in seinem Herzen hört wie ein
gesprochenes Wort. Denn nun ist Meine Nähe spürbar als eine Flut von Licht, die das
Herz erfüllt und auch den Sinnen des Menschen vernehmbar ist. In welcher Seelenreife
sich nun der Mensch befindet, das ist auf die Art des Ertönens der inneren Stimme von
Einfluß. Er kann sich unbeschwert dem Wonnegefühl hingeben, so seine Seele schon
weit vorgeschritten ist, wie er aber auch noch mit inneren Hindernissen zu kämpfen
haben kann in einem niederen Reifegrad. Dennoch muß er eine bestimmte seelische
Reife schon erlangt haben, ansonsten er nimmer die Gnade des tönenden Wortes empfangen könnte .... Amen
B.D. 4314 empfangen am 27.5.1948 Körperkraft (Lebenskraft) Vermehrung durch geistige Kraft .... Ihr könnet nicht über die Grenzen eures Schaffens hinausgehen ohne geistige Kraftzufuhr. Es ist euch menschlich eine Grenze gesetzt, d.h., der Körper ist nur befähigt zur
Durchführung des Willens seiner biologischen Zusammensetzung entsprechend, also
es liegt immer das göttliche Naturgesetz dem Können und den Leistungen eines Menschen zugrunde. Dies gilt jedoch nur für den Menschen, der göttliche Kraftzufuhr nicht
begehrt, also sie nicht anfordert .... dessen Macht ist begrenzt .... Amen
B.D. 4315 empfangen am 27.5.1948 Geistige Debatten nötig zur Aufklärung .... Keine Gelegenheit dürfet ihr vorübergehen lassen, wo ihr wirken könnet für Mich und Mein Reich, wo ihr reden könnet über das, was euch Mein Geist kundtut. Es werden Fragen aufgeworfen werden, die nur euch allein zu beantworten möglich sind, und es werden vielerlei Ansichten zur Sprache kommen, ihr aber werdet die allein rechten vertreten können mit Überzeugung, denn ihr allein steht in der Wahrheit, ihr seid von Mir belehret und brauchet daher keinen Gegeneinwand zu fürchten, ihr werdet jede falsche Ansicht erkennen, weil ihr wissend seid. Eure Aufgabe aber besteht darin, daß ihr den Anstoß gebt zu Debatten geistiger Art, daß ihr euch nicht fürchtet zu reden, daß ihr euch immer als Meine Diener fühlt, die für ihren Herrn eifrig tätig sind, und daß ihr euch stets eurer Mission bewußt seid. So es euch innerlich antreibt, so gebet nach und tut, was euch das Herz zu tun heißt, und so es euch verlangt, zu reden, dann redet, denn dann dränge Ich Selbst euch zu geistiger Tätigkeit. Es wird immer Mein Wille sein, daß Meines Wortes von oben Erwähnung getan wird, es wird immer Mein Wille sein, daß die Menschen untereinander ihre Gedanken austauschen über geistige Fragen, und immer werde Ich Selbst die Anregung dazu geben und euch den Weg ebnen, d.h. der Menschen Denken hinlenken auf die Probleme, die zu erklären Ich bereit bin. Also dürfet ihr auch stets überzeugt sein, daß Ich gegenwärtig bin bei allen Gesprächen geistiger Art und daß Ich euren Gedanken die rechte Richtung gebe und eurem Mund die Fähigkeit zu reden und eurem Verstand die rechte Urteilskraft. Und darum könnet ihr frei aus euch sprechen, und ihr werdet immer reden nach Meinem Willen, denn ihr seid nur Meine Werkzeuge, durch die Ich Selbst Mich äußere. Nur sollt ihr nicht zaghaft sein und schweigen, wenn es nötig ist, zu reden. Und ihr werdet Erfolg haben, und es werden die Debatten viel zur Klärung beitragen und die Menschen reizen zum Vertreten ihrer Meinungen, was immer zur Folge hat, daß Meine Lichtwesen sich einschalten und ihren Einfluß geltend zu machen suchen. Dann habt ihr das Feld vorgeackert, und der Same ist ausgestreut, der gute Früchte bringen soll .... Amen
B.D. 4316 empfangen am 28.5.1948 Verschmelzen des Geistes mit der Seele durch Liebe .... In der Verschmelzung mit Mir werdet ihr das höchste Glück finden. Der Geistesfunke in euch sucht sich mit dem Vatergeist von Ewigkeit zu verbinden, er wird aber
von der Seele und dem Körper verhindert an dieser Verbindung, solange diese noch
weltlich gerichtet sind, also ihr Streben ein dem Geistesstreben widersprechendes ist.
Dann ist die Seele stärker als der Geist insofern, als daß der Geist nicht zwingend wirkt,
sondern die Seele bestimmen läßt und sich zurückzieht. Also muß die Seele vorerst
gewonnen werden für das gleiche Streben, sie muß im völlig freien Willen sich dem
Geist mit seinem Begehren anschließen, dann erst kann der Geist im Menschen wirken,
und dann erst wird die Verbindung des Menschen mit Mir hergestellt. Der Zusammenschluß der Seele mit dem Geist aber ist Folge des Liebewirkens. Ein Werk uneigennütziger Nächstenliebe zu verrichten ist erstmalig ein Abkehren von der Welt, d.h. ein freiwilliges Verzichtleisten auf etwas der Welt Angehörendes, sowie es sich bei dem Liebeswerk um Austeilen irdischer Güter handelt. Ist es aber eine Hilfeleistung anderer Art,
dann tritt stets die Eigenliebe zurück, und es ist dies ein Akt weltlichen Aufgebens, ein
Moment des Einfügens der Seele in den Willen des Geistes, der die Seele antreibt zu
Taten der Liebe. Schenkt die Seele dem Geist Gehör, dann hat er sie für sich gewonnen,
und dann kann die Vereinigung mit Mir auch stattfinden, Der Ich mit dem Geistesfunken in innigster Verbindung stehe, denn er ist Mein Anteil und bleibt Mein Anteil in
Ewigkeit. Es kehrt also dann etwas bisher Außenstehendes wieder zu Mir zurück durch
die Liebe .... Amen
B.D. 4317 empfangen am 29.5.1948 Gottes Schutz Seinen Arbeitern auf Erden .... Schwer wird die Zeit auf euch lasten, doch leichten Fußes werdet ihr über alle Hindernisse hinweggehen an Meiner Hand, denn Ich Selbst breite euch die Hände unter eure Füße, Ich ebne euch den Weg, den ihr gehen müsset, und bin mit Meiner Kraft und Gnade stets bei euch. Denn wer willig ist, Mir zu dienen, und es ernst nimmt mit der Arbeit für Mich und Mein Reich, der kann in jeder Lebenslage Unterstützung von Mir erwarten, er wird nicht enttäuscht werden. Es geht die Zeit ihrem Ende entgegen, und es wirken dämonische Kräfte mit übergroßem Eifer auf die Menschen ein, um sie hinabzuziehen in das Reich der Finsternis. Und denen sollet ihr entgegenwirken, ihr sollt Licht geben, wo Dunkelheit ist, ihr sollt die Menschen lehren, an Mich zu glauben, auf daß sie zu Mir kommen, wenn Mein Gegner sie bedrängt, auf daß sie bei Mir Hilfe suchen, die ihnen auch sicher werden wird; ihr müsset die Mitmenschen hinweisen zu Mir und ihnen Kenntnis geben von Meiner Liebe. Um diesen Dienst an den Mitmenschen gehe Ich euch immer wieder an, weil sie Mich erbarmen in ihrem Unglauben und ihrer geistigen Finsternis. Die Aufklärung aber muß durch Menschenmund kommen, denn Mein Wort aus der Höhe würden sie nicht ertragen, ohne zu vergehen. Und darum spreche Ich nicht direkt, sondern durch euch zu ihnen, und desto dringlicher, je näher das Ende ist. Mein Wort sollen sie durch euch vernehmen und Meine Macht erkennen durch das kommende Geschehen. Zu Mir hingewiesen werden sollen sie durch Mein Wort und durch Leid, das ihnen von Mir auferlegt wird, um sie den Weg zu Mir finden zu lassen. Und so wird Leid über die ganze Erde kommen, ein jeder wird in anderer Weise betroffen werden, doch wer Mir dienet, wer Mir also helfen will, in die Finsternis das Licht zu bringen, der wird die schwere Zeit wie im Traum überstehen, er wird von Mir geführt und betreut, daß er deutlich Mein Walten aus allem erkennt, daß er Meine Sorge spürt und vollgläubig sich Mir und Meiner Gnade überlässet. Sein Weg wird eben sein trotz aller Hindernisse, sein Geist wird hell und klar sein trotz tiefster Finsternis, die über die Erde gebreitet ist, und er wird Mir mit Freuden dienen, die Arbeit für Mich und Mein Reich wird ihn mit Kraft erfüllen, und er wird für Mich tätig sein bis zum Ende .... Amen
B.D. 4318 empfangen am 30.5.1948 Licht der Sonne .... Die Wechselwirkung von Kraft und Widerstand muß sich zeigen in Lichterscheinungen gleich welcher Art, oder auch .... jegliche Lichterzeugung ist die Folge des Gegeneinanderwirkens zweier Kräfte, woraus zu schließen ist, daß unbedingt positive und
negative Kräfte nötig sind, um auch das alles überstrahlende Licht der Sonne zuwege zu
bringen. Das Licht der Sonne ist von so bedeutender Fernwirkung, daß die Menschen
der Erde es wohl sehen und spüren, aber niemals seinen Ursprung feststellen können,
weil sie die Beschaffenheit der Sonne niemals ergründen und darum auch stets Fehlschlüsse ziehen werden. Lichterscheinungen auf der Erde haben immer mit der Materie
zusammenhängende Ursachen, und daher werden die gleichen oder ähnliche Ursachen
auch dem Licht der Sonne zugeschrieben. Die Sonne aber ist keine materielle Welt,
wenngleich sie den Menschen sichtbar ist und sie forschungsmäßig zu einer solchen
gezählt wird. Sie ist ein rein geistiges Gestirn, eine Schöpfung, die wohl auch besteht,
also vom Willen Gottes ins Dasein gerufen ist, die aber keine materiellen Stoffe aufweist
und daher nur mit geistigem Auge geschaut werden kann, während das irdische Auge
nur die überaus strahlende Helligkeit sehen und von dieser geblendet werden kann.
Das Licht der Sonne ist von so ungeheurer Wirkung, daß daraus schon auf einen
Ursprung geschlossen werden muß, der fernab menschlichen Wissens liegt. Es spielt
sich ein Vorgang ab im Universum, der nur von wenigen erleuchteten Menschen begriffen wird; es ist gewissermaßen eine Pforte geöffnet, wo die Tätigkeit des Geistigen
sichtbar wird; es ist der Kampf der Lichtwesen gegen die Finsternis, das Gegeneinanderwirken von Kräften, die äußerste Energie entfalten, um sich durchzusetzen, um
den Sieg zu erringen über die Gegenkraft. Es tritt eine geistige Schöpfung mit allen
ihren Bewohnern offen hin vor die Dunkelheit und wirket von dort aus unausgesetzt
auf diese ein. Es ist wie ein immerwährendes Entfalten höchster Spannkraft zweier
Pole, und die Auswirkung ist ein für die Menschen unbegreifliches Feuer, ein Lichtquell
von ungeahnter Stärke .... Amen
B.D. 4319 empfangen am 31.5.1948 Kommen des Herrn in größter Not .... Ich werde euch zu Mir holen aus tiefster Bedrängnis, wie Ich es euch verheißen habe.
Die Not wird groß sein, und wer euer Schicksal verfolgt, der wird erkennen, daß nur die
Kraft des Glaubens euch aufrechterhält, denn sonst wäret ihr zu schwach, standzuhalten den Drohungen und Gewaltmaßnahmen der Feinde, denen ihr schutzlos ausgeliefert seid. Doch nur schutzlos von seiten der Menschen, Ich aber stehe als Schutz neben
euch, und diese Gewißheit muß euch gegen alle Anfeindungen unempfindlich machen.
Nur eine kurze Zeit dauert diese große Not, dann komme Ich Selbst, die Meinen zu
holen in Mein Reich und sie vorzubereiten auf das Leben im Paradies auf der neuen
Erde. So euer Glaube stark ist, so ihr jedem Wort von Mir Bedeutung beilegt, wird die
letzte Not für euch vorübergehen, und in der Hoffnung auf Mein baldiges Kommen
werdet ihr alles mit Gleichmut ertragen und Mich erwarten. Und Ich komme ganz
gewiß .... Amen
B.D. 4320 empfangen am 1.6.1948 Die Gegenwart bringt das Ende .... Und Ich sage es euch immer wieder: Ihr werdet das Ende erleben .... Amen
B.D. 4321 empfangen am 2.6.1948 Verhältnis des Kindes zum Vater .... Es ist von entscheidender Bedeutung für die Menschen, welches Verhältnis sie zu Mir
herstellen und wie sie sich einfügen in die Ordnung von Ewigkeit, die auf das Gesetz der
Liebe gegründet ist. Der Mensch hat Willensfreiheit, er wird nicht gezwungen zu seinem Verhältnis zu Mir. Er gehört zwar unzertrennlich zu Mir, kann aber kraft seines
freien Willens diese Bindung auch aufheben von sich aus, doch damit entscheidet er
auch sein Los in der Ewigkeit. Die Trennung hat das Geistige schon vor ewigen Zeiten
vollziehen wollen, und dieser Wille genügte, das Geistige sündig zu machen, obgleich
die Trennung ewiglich nicht stattfinden kann. Doch die Auswirkung eines Getrenntseins von Mir muß das Wesen nun auch verspüren als gerechte Strafe für seinen falsch
genützten Willen. Aufgehoben aber wird der Trennungszustand erst dann, wenn das
Wesen, das als Mensch verkörperte Geistige, wieder im freien Willen sich Mir nähert,
wenn es das rechte Verhältnis zu Mir, das des Geschöpfes zum Schöpfer, des Kindes zum
Vater, herstellt, wenn es also aus eigenem Antrieb sich Mir wieder verbindet und also in
die von Mir eingesetzte Ordnung eintritt .... und das Gesetz der Liebe erfüllt. Es muß
sein Wille sich bewußt Mir zuwenden, es muß, um von Mir angenommen zu werden,
seinen bisherigen Widerstand ablegen und in aller Demut sich Meinem Willen beugen.
Mein Wille aber ist, daß sich der Mensch zur Liebe gestaltet, dann fallen alle Schranken,
dann findet die Vereinigung statt, dann ist die Trennung aufgehoben, die Kluft ist überbrückt, der Geistesfunke hat sich vermählet mit dem Vatergeist, und Sinn und Zweck
des Erdenlebens sind erfüllt. Um nun aber diese Vereinigung zu erreichen, muß dem
Menschen als erstes das Wissen vermittelt werden um seinen Abstand von Mir durch
die einstige Überheblichkeit im freien Willen. Jedes einzelne Geschöpf ist für seine
Sünde sowohl wie auch für seine Rückkehr zu Mir verantwortlich, denn jedes einzelne
Wesen erreicht einmal die Fähigkeit, sein Verhältnis zum Schöpfer kennenzulernen,
und durch die Belehrungen, durch die Vermittlung Meines Wortes, wird ihm auch die
Sünde klargemacht, die es von Mir trennt und den Abstand von Mir veranlaßt hat. Er
muß also zuerst die Sünde verabscheuen, so er sie erkannt hat, und dann den Abstand
von Mir zu verringern suchen dadurch, daß er im Gehorsam gegen Mich Meine Gebote
erfüllt. Dann tritt er Mir Schritt für Schritt näher, dann tritt er in das rechte Verhältnis
zu Mir ein .... er strebt Dem zu, von Dem er ausgegangen ist, und sucht sich mit Ihm zu
vereinigen .... Amen
B.D. 4322 empfangen am 3.u.4.6.1948 (Fatima) Nach Lesen darüber .... Ein Spiel der Dämonen ist es, wenn leichtgläubigen Menschen der Blick getrübt wird
durch Erscheinungen mannigfacher Art, die für die Verbreitung von Irrtum und
Unwahrheit geeignet sind, die nur dazu angetan sind, schon bestehende Irrlehren zu
bekräftigen und die Menschen von dem rechten Weg, dem direkten Weg zu Mir, abzudrängen. Es ist leicht für einen erweckten Menschen, dieses Spiel zu durchschauen,
schwer aber für Menschen, die den Irrlehren schon anhangen und geleitet werden von
blinden Führern, denen selbst jedes Wissen mangelt und die auch nicht nach der Wahrheit verlangen, sondern sich zufriedengeben mit übernommenem Geistesgut, ohne es
zu prüfen auf seinen Ursprung. Eine Kette von Irrlehren gliedert sich zusammen aus
verschiedenen falschen Begriffen, und zur Bekräftigung dieser Irrlehren ist auch den
Menschen, die solche vertreten, jedes Mittel recht, denn ihr Bestreben ist es nicht, Licht
zu bringen, sondern die Menschen in der Dunkelheit des Geistes zu erhalten .... Amen
B.D. 4323 empfangen am 6.6.1948 Ungewöhnliches geistiges Erleben .... Das große geistige Erleben soll euch nachdenklich machen und euch die Gewißheit
geben, daß Ich Selbst Mich eurer annehme, daß Ich euch gewinnen will und daß Ich
daher in euer Leben eingreife in offensichtlicher Weise. Ihr sollt euch immer vor Augen
halten, daß ihr etwas Nicht-Alltägliches erlebt, daß ihr in direkter Verbindung steht mit
dem Reich, wo ihr Mich suchet, so ihr an Mich glaubt, und daß ihr von dort belehret
werdet in ungewöhnlicher Weise. Ihr sollt ferner bedenken, daß ihr Antwort empfanget
auf Fragen, die euch bewegen, daß Ich Selbst, euer Gott und Vater von Ewigkeit, es bin,
Der zu euch redet, daß ihr also das Wertvollste aufzuweisen habt .... sprechen zu können mit dem größten Geist der Unendlichkeit und von Ihm der Gnade einer Antwort
gewürdigt zu werden, und daß alles dies in tiefster Liebe zu euch sich vollzieht .... Amen
B.D. 4324 empfangen am 6.6.1948 Geistige Führung .... Ihr Menschen benötigt eine ständige Führung, wollet ihr zum Ziel gelangen. Euer
Ziel ist geistige Entwicklung, Erlangen des Vollkommenheitsgrades, euer Ziel ist Vereinigung mit Mir, die ihr nur durch einen Wandel zur Liebe erreichen könnet. Folglich
müsset ihr auf den rechten Weg geleitet werden, der eure Aufwärtsentwicklung gewährleistet, der euch der Vollkommenheit näherbringt und damit auch Mir, Der Ich Mich
nur mit vollkommenen Wesen zusammenschließen kann. Ihr könnet wohl auch von
selbst das Ziel erreichen, wenn ihr den guten Willen habt, wenn es euch von innen
antreibt zum Liebeswirken. Dann benötigt ihr irdische Führer nicht, denn dann werdet
ihr recht geführt durch die Stimme des Geistes, die euch wahrlich recht belehrt. Menschen aber, die nur lau sind in der Liebe, die noch nicht von ihrem Feuer durchglüht
sind, hören diese Stimme nicht, sie kennen nicht den Weg nach oben und brauchen
daher Führer, die sie auf den rechten Weg leiten .... sie brauchen Lehrer, die sie recht
unterweisen über Meinen Willen, über Meine Gebote und über ihre Erdenaufgabe. Sie
müssen recht unterwiesen werden .... Die gesamte Menschheit wandelt in der Finsternis und braucht notwendig Zuleitung
des Lichtes. Licht aber kann nur ausgehen vom ewigen Licht, lichtlos ist es im Menschenherzen, solange Ich noch nicht das Licht in ihm entzünden kann, solange das
Feuer der Liebe nicht in ihm ist, das helles Licht ausstrahlt. Licht kann also nur von
innen kommen, es muß durch die Liebe entzündet werden, dann erst wird der Mensch
wissend sein und in der Wahrheit stehen. Folglich kann das rechte, wahrheitsgemäße
Wissen niemals gelehrt, also von außen an den Menschen herangetragen werden, sondern es muß nur die Liebe im Menschen erweckt werden, dann erst kann er das rechte,
ihm von außen vermittelte Wissen erkennen als Wahrheit und es annehmen. Und so ist
das Amt der Führer auf Erden nur darauf beschränkt, die Liebe den Menschen zu lehren, und dies ist die Aufgabe derer, die als geistige Führer in der Welt stehen, die den
Willen haben, die Menschheit zu lenken auf den Weg, der zu Mir führt. Stellen sie sich
Mir für diese Aufgabe zur Verfügung, so werde Ich sie segnen und ihren Worten Kraft
verleihen, daß es nicht ohne Wirkung bleibe an den Menschen. Es wird aber die Wahrheit auch den Menschen direkt zugeleitet von oben, so sich ein williger, in der Liebe
lebender Mensch dazu bereit erklärt, die Wahrheit aufzunehmen und weiterzutragen in
die Welt. Diese sind nun als geistige Führer anzusprechen, die berufen sind, den Mitmenschen den rechten Weg zu zeigen zu Mir. Denn diese sind berufen von Mir Selbst.
Das Zuleiten der reinen Wahrheit von oben geschieht in einer Weise, daß es für die Mitmenschen ein unerklärlicher Vorgang ist, daß also eine außergewöhnliche Kraft
erkannt werden kann. Es muß nun, was kirchliche Führer vertreten und lehren, in vollster Übereinstimmung stehen mit dem aus der Höhe zur Erde geleiteten Wissen, es
muß gewissermaßen einer Quelle entstammen, und immer muß das aus der Höhe
geleitete Wort als Maßstab angelegt werden, sowie sich Abweichungen ergeben. Dann
ist auch die kirchliche Führung anzuerkennen und als solche auch von Mir gesegnet. Diese Übereinstimmung aber fordere Ich, ansonsten Ich verwerfen muß jede Lehre, die
von der reinen, von Mir Selbst vermittelten Lehre abweicht. Ich kann nicht Zugeständnisse machen, wo es sich um die reine Wahrheit handelt, wie Ich aber auch niemals
davon abgehe, Mir Meine Diener Selbst auszusuchen, sie zu belehren und auszubilden
für eine lehrende Tätigkeit, weil es dringend nötig ist, den Menschen die Wahrheit
zuzuführen. Ich werde kirchliche Führer stets anerkennen, so sie die Wahrheit predigen, wie Ich aber auch nicht schweigend dulde das Verbreiten von Irrlehren denen
gegenüber, die die Wahrheit suchen. Ich achte den freien Willen, aber Mein Wille wird
gleichfalls tätig und sucht auszugleichen, wo menschlicher Wille sündigt. Ich arbeite
dagegen, indem Ich die reine Wahrheit dem Irrtum entgegensetze, indem Ich die Wahrheitsträger denen gegenüberstelle, die im Irrtum dahingehen und ihn zu verbreiten
suchen. Und jeder einzelne Mensch kann sich frei entscheiden .... Amen
B.D. 4325 empfangen am 6.u.7.6.1948 Bedeutung der Stimme des Geistes .... Ihr vernehmet die Stimme des Geistes .... wisset ihr, was das bedeutet? Daß ihr der
Erdenschwere entrückt seid, so ihr Mein Wort in Empfang nehmet, sei es direkt oder
durch Mittler, daß ihr euch im Kontakt befindet mit der geistigen Welt, die außerhalb
jeglicher Materie ist? Wisset ihr, daß ihr schon nahe am Ziel seid, daß ihr schon fast die
Materie überwunden habt, so Mein Wort in euer Herz dringt und nicht nur am Ohr
vorübergeht? Wisset ihr, daß Mein Wort ein Strahl ist aus dem Lichtreich, das ihr betreten dürfet nach eurem Leibestode, daß ihr also gewürdigt werdet, im geistigen Reich zu
weilen, während euer Körper noch erdgebunden ist? Wisset ihr, daß ihr, so ihr Mein
Wort empfanget, in Verbindung stehet mit Mir, eurem Gott und Vater von Ewigkeit,
eurem Schöpfer und Erhalter? Daß die Verbindung das Endziel eines jeden Menschen
ist und ihr also das Endziel schon erreicht habt, so ihr Mein Wort nicht nur mit dem
Verstand aufnehmet, sondern es auf euer Herz einwirken lasset? Und unsagbar glücklich dürfet ihr euch schätzen schon auf Erden, denn ihr nehmet spürbar und nachweisbar die Liebeausstrahlung von Mir entgegen, denn Ich gebe Mich Selbst euch hin, Ich
gebe euch Mein Fleisch und Mein Blut, wie Ich es verheißen habe .... Amen
B.D. 4326 empfangen am 8.u.9.6.1948 Körper und Seele in Harmonie .... Auch der Körper soll gepflegt werden, um in Kraft erhalten und für seine Aufgabe tauglich zu bleiben .... der Seele zu verhelfen zur Aufwärtsentwicklung. Es soll der Körper nicht gänzlich vernachlässigt werden, weil die Ordnung gleichfalls ein Gesetz von Mir ist und zur Ordnung alles gehört, was fördernd und aufbauend sich auswirkt. Es ist dem Menschen zwar zur Aufgabe gesetzt, sich zu lösen von der Materie, diese zu überwinden, indem sich das Herz von ihr frei macht und also nicht mehr beherrscht wird von irdisch materiellen Dingen. Dennoch muß der Körper auch in einer gewissen Harmonie mit der Seele stehen, er muß der Seele die innere Ruhe verschaffen, was er stets dann kann, so er selbst ebenfalls zur Ruhe gekommen ist, d.h. seine Bedürfnisse gedeckt sind und er sich nun dem Verlangen der Seele widmen kann. Es kann nun zwar der Körper Ansprüche stellen, die materialistisches Denken verraten und niemals Meinem Gesetz der Ordnung entsprechen, dann steht er nicht in Harmonie zur Seele, und dann wird sich die Seele wehren, wenn sie schon in der Erkenntnis steht, sie wird dem Körper sein Begehren nicht erfüllen, wenngleich er in seinem Verlangen nicht nachläßt. Dann leben Seele und Körper in einem stillen Kampf gegeneinander. Dann wird der Körper nach allen Richtungen schlecht bedacht, bis er zufrieden ist mit der Gewährung kleiner Bitten, bis er sich dem Verlangen der Seele anschließt. Dann ist er wieder in die rechte Ordnung eingetreten, und er wird sich auch wohl fühlen in dem Zustand, da er sich nun als Förderer der Seele fühlt. (9.6.1948) Dann können ihm auch wieder erhöhte Ansprüche zugebilligt werden, da dann nicht mehr die Gefahr besteht, daß der Körper die Seele überstimmt, daß er sich der irdischen Welt so zuwendet, daß er die Seele völlig vernachlässigt. Es darf der Körper niemals die Seele beherrschen, es darf die Materielle Welt niemals in den Vordergrund treten, es muß die Seele bestimmend sein und vom Körper in ihrem Begehren und Streben unterstützt werden, dann kann auch dem Körper jede Erleichterung gewährt und jedes Begehren erfüllt werden, denn dann stellt der Körper niemals für die Seele nachteilige Ansprüche, die Seele wird trotzdem ausreifen, weil sie unentwegt danach trachtet, mit Mir in Harmonie zu leben, Mein Wohlgefallen zu erringen und Mir nahezukommen, und an den Freuden der Welt achtlos vorübergehen kann. Ich will den Menschen auch Freude geben auf Erden, sowie diese Freuden keine Gefahr für die Seele bedeuten; wann dies aber der Fall ist, kann Ich allein beurteilen, und darum bedenke Ich den Körper des öfteren karg, wie Ich aber auch Mir treu ergebenen Menschen stille Freuden bereite, um ihnen Meine Liebe zu zeigen, die stets beglücken will .... Amen
B.D. 4327 empfangen am 9.6.1948 Hinweis auf das Ende .... Eine kurze Zeit nur noch ist euch der friedvolle Zustand beschieden, denn die Weltenuhr rückt vor und hat bald die letzte Stunde erreicht. Wer sich dessen bewußt ist, der
lebt in der Erwartung des Kommenden auch sein Leben bewußt, er stellt sich in allen
Handlungen darauf ein, daß er das Erdenleben bald hingeben muß, und er trachtet
danach, sich das ewige Leben zu sichern .... er arbeitet an sich und strebt die möglichste Reife seiner Seele an. Doch wie wenige sind es, die an ein Ende glauben .... wie
wenige befassen sich ernstlich mit dem Gedanken an ein Scheiden von dieser Welt .... Amen
B.D. 4328 empfangen am 10.6.1948 Gemeinschaft der „Heiligen“ .... Es ist eine überaus große Hilfe nötig für euch Menschen von seiten der geistigen
Welt, wollet ihr den letzten Kampf auf Erden bestehen, doch diese Hilfe steht euch im
vollsten Maß zur Verfügung, so ihr sie nur anfordert. Und darum soll euch erklärt werden, in welcher Form euch Hilfe gewährt wird und wie ihr sie erbeten könnet. Es ist, wie
ihr Menschen es nennt, die Gemeinschaft der Heiligen, die euch helfend zur Seite steht;
doch der Begriff „Heilige“ ist nötig geklärt zu werden, sollet ihr in der Wahrheit unterrichtet und frei von irrigen Vorstellungen sein. Es sind die Lichtwesen die treuesten
Führer und Helfer der Menschen, die immer bereit sind, so sie nur gerufen werden.
Doch wie sie den Menschen zugeteilt sind, das bestimmt Gott in Seiner Weisheit, wie Er
auch, dem Vollkommenheitsgrad entsprechend, die geistigen Wesen mit Licht und
Kraft erfüllt. Menschen können aber nicht den Reifegrad eines Mitmenschen ermessen,
weshalb sie daher auch nicht das Recht und die Fähigkeit haben, ihn zu einem Heiligen
zu erheben, denn nur Gott weiß, wie die Seele dessen beschaffen ist, so er, durch den
Leibestod frei geworden, in das geistige Reich eingeht. Gott allein weiß, in welchem Verhältnis der Mensch auf der Erde gestanden hat zu Ihm und wieweit er in der Liebe tätig
war. Liebeswirken allein ist ausschlaggebend und kann ihm Licht und Kraft in aller
Fülle auch schon auf Erden eingetragen haben, so daß er Außergewöhnliches schon auf
Erden wirken konnte, wenn es sein Wille war. Doch Er behält es sich vor, solche reife
Seelen dem Wirkungskreis im Jenseits zuzuführen, der ihrem Reifegrad entspricht. Er
weiset ihnen die Tätigkeit im geistigen Reich zu, wie Er auch die Art der Hilfe bestimmet, die den Menschen auf Erden gewährt werden soll. Die Lichtwesen sind voller
Kraft, ihnen ist alles möglich, weil sie mit Gott und in Seinem Willen wirken und weil
sie ständig von Seiner Kraft durchstrahlt werden. Das Lichtwesen steht aber auch völlig
im Willen Gottes, d.h., es kann selbst nichts anderes wollen, als was Gottes Wille ist, weil
es den Zusammenschluß mit Gott schon hergestellt hat und deshalb völlig im Willen
Gottes aufgeht. Es erkennt aber auch, da es voller Weisheit ist, die Unzweckmäßigkeit
mancher Bitten von seiten der Menschen und muß deshalb auch versagen, wo eine
Erfüllung von Schaden wäre für die Seele. Es ist die dem Menschen gewährte Hilfe für
das Lichtwesen ein Zustand der Beglückung, weshalb es also auch von Gott aus zulässig ist, daß die Menschen die Lichtwesen um Beistand angehen, es ist aber niemals rich-tig, bestimmte Heilige zu rufen, weil deren Tätigkeit und Bestimmung eine ganz
andere sein kann und die Menschen in ihrer Unkenntnis auch ein Wesen anrufen können, das weitab ist von der Vollkommenheit, dem sie sich durch den Anruf nun auslie-fern und wenig vorteilhaft von diesem nun beeinflußt werden können. Denn die Gerufenen erscheinen, sie drängen sich sofort in engste Nähe des Rufers und suchen ihm
ihre Gedanken aufzudrängen, die nicht der Wahrheit zu entsprechen brauchen. Zudem
ist die Heiligsprechung von menschlicher Seite in erster Linie abhängig von einem
Lebenswandel entsprechend einer Kirchengemeinschaft, d.h., es wird eine Frömmigkeit zur Voraussetzung gemacht, die niemals von Gott, jedoch von jener Kirche verlangt wird, und dieser entsprechend erfolgt die Heiligsprechung, was aber niemals der
Wille Gottes sein kann. Folglich braucht nicht ein jeder solcherart Heilig-Gesprochene
ein Lichtwesen zu sein, wie jedoch viele Lichtwesen im geistigen Reich sind, deren
Lebenswandel wohl dem Willen Gottes entsprach, nicht aber den Forderungen, die von
einer kirchlichen Gemeinschaft gestellt wurden. Allen diesen Lichtwesen wohnt Kraft
aus Gott inne, die sie verwerten möchten, und darum sind ihnen Menschen zur Betreuung übergeben, deren Vollendung sie fördern sollen und auch können, wenn der
menschliche Wille nicht dagegengerichtet ist. Ein Anruf der Wesen wird niemals ohne
Erfolg bleiben, während ein Anruf bestimmter Wesen ebensogut auch schädigend sein kann, während Hilfe von ihnen erwartet wird. Irrig aber ist der Gedanke, von jenen
Lichtwesen Fürbitte erlangen zu können .... Amen
B.D. 4329 empfangen am 11.6.1948 Hölle, Ende des Tages .... Der Tag neigt sich dem Ende zu, das Licht versinkt in der Dämmerung, und die Nacht bricht herein mit ihrem undurchdringlichen Dunkel. Und unweigerlich geht ihr Menschen dieser Nacht entgegen, denn es ist schon spät am Abend, so ihr euch nicht in das Licht rettet, das nicht mehr verlöschen kann, das von keiner Nacht mehr verdunkelt werden kann .... das ewige Licht, das Gott zum Urquell hat. Wo Nacht ist, dort herrscht der Geist der Finsternis, und sein Reich ist wahrlich nicht begehrenswert; wo Licht ist, ist Wahrheit, Liebe und Seligkeit. Die Nacht dient nur der Lüge und dem Haß,und qualvoll ist der Aufenthalt dort für die Seelen, die diesem Reich verfallen. Entfliehet der Nacht, ehe es zu spät ist, strebet dem Licht zu, seid nicht gleichgültig dem gegenüber, was nach dem Tode sein wird. Erlöset euch aus der Gewalt des Feindes eurer Seele, strebet dem Retter Jesus Christus zu, strecket Ihm die Hand entgegen, und Er wird sie liebevoll ergreifen und euch hinüberziehen in Seine Welt, Er wird euch von der bösen Gewalt befreien, denn Er ist der Erlöser der Menschheit, Er hat den Kampf bestanden gegen Seinen Widersacher, gegen den, der euch zu verderben droht. Eilet unter das Kreuz Christi, traget zu Ihm eure Sündenschuld, bittet Ihn um Beistand, und Er wird euch helfen, daß ihr den Sieg davontraget in der letzten Stunde. Doch eilet, denn es drängt die Zeit, lasset euch noch einmal eindringlich ermahnen, daß bald, sehr bald die Nacht hereinbricht und es dann zu spät ist, so ihr nicht schon den Weg beschritten habt, der zu Ihm führt, Der allein euch helfen kann. Ziehet euren Blick zurück von der Welt, schauet in euch hinein, wie es da wohl aussieht und welche Arbeit auf euch noch wartet, wollet ihr im Innern Ordnung schaffen und vor Gott bestehen, wenn das Ende kommt. Die geistige Not ist unbeschreiblich, immer mehr verrennen sich die Menschen in den Gedanken, die Materie zu vermehren, und es bleibt ihnen darüber keine Zeit zur Seelenarbeit, zur inneren Selbstbetrachtung, die Welt fordert immer mehr, und die Seele lassen sie deshalb darben. Die Welt aber wird zusammenfallen, doch die Seele bleibt bestehen und wird dann in dürftigster Umgebung weilen, so sie die Gnade hat, noch vor dem Ende abberufen zu werden. Die aber das Ende erleben, werden in den Abgrund gestoßen werden ohne Erbarmen, so sie das Licht nicht gesucht haben zuvor. Und dieser Abgrund ist die Nacht, er ist die Hölle, er ist die Neubannung in Schöpfungswerken jeglicher Art. Lasset euch dies gesagt sein, daß ihr zurückkehrt zur Materie, die ihr nun so eifrig sucht und doch schon längst überwunden hattet. Sie wird euer Anteil sein, weil ihr sie mit allen Sinnen begehret, weil ihr über der Materie eure Seele vergesset .... sie wird euer Anteil sein, sie wird eure Seele umschließen, daß ihr in härtester Gefangenschaft schmachtet endlose Zeiten hindurch. Seid euch dessen bewußt, daß ihr selbst euch den Zustand schaffet, der nachher euer Los ist, Leben oder Tod .... Licht oder Finsternis. Höret, was euch von oben gesagt wird, gehet nicht achtlos daran vorüber, sondern beachtet die des Weges kundigen Führer, und lasset euch den rechten Weg weisen. Denn es geht um die Ewigkeit, es geht um mehr als nur um irdischen Tand und körperliches Wohlbehagen, es geht um den Ewigkeitszustand, den ihr selbst euch schaffet, weil ihr freien Willen habt. Und wandelt euch, ehe es zu spät ist, denn der Tag neigt sich dem Ende zu, und die Nacht wird bald hereinbrechen .... Amen
B.D. 4330 empfangen am 12.6.1948 Geistige Gespräche .... Jeder geistige Zuspruch, jede geistige Aufklärung oder Anregung bleibt im menschlichen Gehirn haften, wenngleich es auch anfangs nicht an die Oberfläche dringt, wenn
es durch den Willen des Menschen nicht bewußt aufgenommen wird in sein Gedankengut. Etwas Geistiges aber kann nicht verlorengehen, also es kann zu jeder Zeit wieder in
das Bewußtsein steigen, und immer ist es nur der Wille des Menschen, daß es dort ständig bleibt. Gott gibt jedem Menschen Gelegenheit, geistiges Gedankengut zu empfangen, nur die Verwertung dessen steht ihm frei. Und darum ist die Arbeit eines Dieners
auf Erden gesegnet, sie entspricht dem Willen Gottes, der Menschen benötigt, die für
Ihn und an Seiner Statt zu den Mitmenschen reden. Er will es, daß geistige Gespräche
geführt werden, auf daß der Gedankengang des Menschen in eine Bahn gelenkt wird,
die dem geistigen Reich zuführt, denn die Anregung muß zumeist von außen kommen,
weil der Mensch die Liebe zu wenig übt und sonach das Wirken des Geistes von innen
ausbleibt. Also müssen die Menschen zuerst auf das Liebegebot hingewiesen werden,
sie müssen auf den Sinn und Zweck des Erdenlebens aufmerksam und zu eifriger Seelenarbeit angehalten werden. Die Mission der Diener Gottes auf Erden nun ist, immer
und überall den Samen auszustreuen, auf daß er aufgehe und Früchte trage. Der
Mensch sucht selten von selbst, das göttliche Wort zu hören, obzwar er Zeiten innehält,
wo er sich zum Empfang des Gotteswortes vorbereitet. Doch es ist weit ratsamer, den
Menschen Gelegenheit zu geben, sich selbst zu äußern und durch Rede und Gegenrede
belehrt zu werden, weil er dann selbst zum Nachdenken gezwungen wird und nun das
Gedankengut in ihm haftenbleibt, selbst wenn er sich nicht sofort zustimmend dazu
einstellt. Doch die Zeit wird kommen, wo es an die Oberfläche steigt, die Zeit wird kommen, wo eines jeden Wortes gedacht wird, wo der Mensch Trost und Hoffnung daraus
schöpfen wird und der Same nun Wurzeln schlägt, und dieser Zeit wegen soll zuvor
emsig gearbeitet werden, es soll den Menschen ihre Erdenaufgabe eindringlich vor
Augen gestellt und des Lebens nach dem Tode Erwähnung getan werden, es sollen die
Menschen für kurze Zeit wenigstens dem irdischen Leben entrissen und ihnen ins geistige Leben Einblick gewährt werden, weshalb jede Gelegenheit genützet werden soll in
Anbetracht der großen Bedürftigkeit der Menschen und der kommenden Notzeit, die
um der menschlichen Seele willen die Erde noch betreffen wird. Wirket und schaffet,
solange noch Tag ist .... Amen
B.D. 4331 empfangen am 12.6.1948 Anzeichen des Endes geistiger Tiefstand .... Alles weiset auf ein nahes Ende hin. Betrachtet den Glaubenszustand der Menschen, ihre Ablehnung eines göttlichen Wesens, ihre Unkenntnis in geistigen Dingen und im Gegensatz dazu das fanatische Verfechten eines blinden Glaubens ohne Sinn und Verstand, betrachtet den Unwillen zu geistigen Gesprächen und die verhöhnende Einstellung zum göttlichen Wort, und ihr werdet zugeben müssen, daß dieses alles Zeichen sind eines geistigen Tiefstandes, der einen Untergang der Menschheit rechtfertigt, wenngleich auch noch eine geringe Hoffnung besteht, wenige Menschen zu gewinnen für Gott und Sein Reich. Es werden die Arbeiter im Weinberg des Herrn harte Arbeit zu leisten haben, es wird viel Mühe kosten, den Acker urbar zu machen, und doch sollt ihr euch nicht vor dieser Arbeit fürchten, denn Gottes Segen wird darauf ruhen, sowie ihr ohne Eigennutz euch der irrenden Seelen annehmet und ihnen zutraget, was ihr selbst von Gott empfangen habt. Verlasset euch auf Seine Hilfe, auf Seinen Beistand, denn sowie ihr tätig seid, sind unzählige Lichtwesen auch bereit, mitzuwirken und die Gedanken der Menschen zu beeinflussen, sofern sie nicht auf harten Widerstand stoßen, den sie nicht brechen wollen, sondern den Menschen freien Willen lassen. Selten nur werden geistige Gespräche geführt, und ängstlich wird es vermieden, dessen Erwähnung zu tun, was das Wichtigste ist .... die geistige Entwicklung des Menschen und die Auswirkung des Erdenlebens im geistigen Reich nach dem leiblichen Tode des Menschen. Selten nur befassen sich die Menschen von selbst mit solchen Gedanken, und tauchen sie in ihnen auf, so werden sie verworfen, und das Sinnen und Trachten ist der irdischen Welt zugewandt. Und es kennzeichnet dies das nahe Ende, weil eine Wandlung der Menschheit nicht mehr zu erwarten ist, wo selbst die größte irdische Not eine solche Wandlung nicht zuwege bringt. Es ist wie ein dichter Schleier über den Geist der Menschen gebreitet, das Licht dringt nicht durch, weil das Verlangen nach Licht nicht vorhanden ist. So aber von menschlicher Seite eine Anregung erfolgt, können geistige Kräfte sich einschalten und gedanklich auf die Menschen einwirken, weshalb die Diener Gottes auf Erden immer wieder ermahnt und angespornt werden zu eifriger Tätigkeit, wo immer Gelegenheit ihnen geboten wird. Und Gott wird diese Tätigkeit segnen, und der Erfolg wird nicht ausbleiben .... Amen
B.D. 4332 empfangen am 13.6.1948 Gottes Wort nötig zur Erlangung der Seelenreife .... Mein Wort entgegenzunehmen ist unerläßlich zur Erlangung der Seelenreife, und
daher ist es von größter Bedeutung, in unmittelbarer Verbindung zu stehen mit dem
geistigen Reich, mit dem Geber der Wahrheit, mit dem ewigen Wort Selbst. Es muß
euch Menschen in einer Form Mein Wille verkündet werden, wie auch euch eure
Erdenaufgabe vorgestellt werden muß, um sie erfüllen zu können. Und so werde Ich
stets dafür Sorge tragen, daß euch Mein Wort zugänglich gemacht wird, wie Ich es aber
auch stets von eurem Willen abhängig mache, in den Segen Meines Wortes zu gelangen.
In der letzten Zeit vor dem Ende nun ist euer Wille völlig untätig, und ihr würdet Meines Segens verlustig gehen, würde Ich es euch selbst überlassen, Mein Wort zu begehren
und anzuhören. Ich muß euch in außergewöhnlicher Weise zu Hilfe kommen, Ich muß
euch zu gewinnen suchen durch ungewöhnliches Darbieten dessen, was von größter
Wichtigkeit ist für eure Seele. Ich muß mit Meinem Wort euch entgegentreten dort, wo
ihr es am wenigsten erwartet, Ich muß euch mitten im irdischen Leben aufstören und
zu euch reden, weil ihr anderswo es nicht mehr entgegennehmet oder es nur anhöret
und an euren Ohren verrauschen lasset. Ich versuche alles, um euch für Mein Wort
empfänglich zu machen, um in euch das Verlangen zu erwecken, von Mir gespeist zu
werden, weil Ich euch gewinnen will für die Ewigkeit. Und so muß es euch auch verständlich sein, daß Ich Mir Selbst Diener aussuche auf Erden, denen Ich die Arbeit auftrage, zu werben für Mich und Mein Reich, denen Ich die Möglichkeit gebe, zu euch zu
reden außerhalb des Ortes, da ihr sonst Mein Wort entgegennehmen könntet, so ihr
danach verlangtet. Ihr suchet Mein Wort nicht, daher sucht Mein Wort euch .... Amen
B.D. 4333 empfangen am 13.6.1948 Kraft - Unterbewußtsein .... Die innere Konstitution eines Menschen entspricht nicht immer dem äußeren Eindruck, und es sind oft Fehlschlüsse zu verzeichnen, wo sich der Urteilende sicher glaubt. Was euch zur Prüfung unterbreitet wird, ist zumeist verstandesmäßig erworbenes Wissen, und dann kann auch euer Verstand genügen, eine Prüfung vorzunehmen. Sowie es sich aber um ein Wissen handelt, das einen anderen Ausgang hat als den Verstand des Menschen, ist auch der schärfstentwickelte Verstand zu einer Prüfung nicht fähig, es sei denn, er läßt sich vom Geist in sich lenken, er läßt sich vom Gefühl beherrschen, so daß also der Verstand vorerst ausgeschaltet wird. Jede innere Regung muß durch eine Kraft ausgelöst werden, selbst wenn der Mensch als solcher über Fähigkeiten verfügt, die erst geweckt werden müßten. Eine Kraft, die nun die Fähigkeit in ihm erweckt, muß anerkannt werden, ansonsten alle Menschen und zu jeder Zeit über die gleiche Fähigkeit verfügen könnten. Und diese auslösende Kraft ist es, die jeder denkende Mensch ergründen sollte und jeder liebende Mensch ergründen kann. Wie der Mensch nun diese Kraft nennt, ist gleichgültig, nur kann sie nicht mit einem gelehrt klingenden Ausdruck abgetan werden, der an sich wieder nichts Erklärbares ist. Eine Kraft kann nicht geleugnet werden, den Ursprung dieser Kraft aber kann menschlicher Verstand nicht ergründen, also muß man etwas Übersinnliches gelten lassen, was wieder nur mit übersinnlichem Wirken erklärt werden kann. Es kann also ein Mensch wohl Phänomene feststellen, sie aber nicht von Grund auf erklären kraft seines Verstandes. Denn der Ursprung wird immer die geistige Welt sein und bleiben, was aber dort seinen Ausgang hat, kann weder verstandesmäßig ergründet noch bewiesen werden. Vermutungen z.B. können angezweifelt werden, eine feststehende Tatsache aber wird auch einer ernsten Prüfung standhalten können. Ein umfangreiches Wissen nun kann wohl als feststehende Tatsache angesehen werden, und es bleibt nun nur die Frage offen, wo das Wissen seinen Ausgang genommen hat. Zuvor aber muß anerkannt werden, daß es sich um ein umfangreiches Wissen handelt, und dies ist nur durch ernste Prüfung möglich. Dann wird der Ursprung des Wissens im Wahrheitsverlangen ergründet werden können, dann wird der Prüfende hellen Geistes sein und gefühlsmäßig der Wahrheit nahekommen .... er wird die Kraft zu ergründen suchen und sie im Übersinnlichen entdecken .... er wird glauben können, was ihm bisher unverständlich war und daher sein falsches Urteil veranlaßt hatte. Denn prüfen muß der Mensch mit Mir, oder er wird ein falsches Urteil fällen und weitab von der Wahrheit sein .... Amen
B.D. 4334 empfangen am 14.6.1948 Erkenntnisfähigkeit .... Um auf die Stufe der Erkenntnisfähigkeit zu gelangen, muß das Wesen zuvor alle Dinge beseelt haben, die es dann im Erkenntnisstadium zu betrachten vermag, so sie vor sein Auge treten. Es muß jedes Schöpfungswerk durchwandelt haben im Zustand der Unfähigkeit, das Schöpfungswerk selbst zu erkennen als für sich ins Dasein gestellte Form, die ihm zur Aufwärtsentwicklung verhilft. Das Wesen durchwandelt diese Form völlig unbewußt seiner Lage, weil ein Erkennen dieser ihm entsetzliche Qualen bereiten und den Widerstand gegen Gott noch erhöhen würde. Erst im letzten Stadium als Mensch kann es sich seiner Lage bewußt werden, doch auch nur, wenn es selbst den Willen dazu hat und die Fähigkeit zu erkennen ausbildet durch Erfüllen der Bedingungen, die Gott daran geknüpft hat. Der Zustand der Erkenntnis kann beglückend sein, sich aber auch wie eine Last auf einen Menschen legen und seine freie Aufwärtsentwicklung gefährden, und letzteres dann, wenn der Mensch zum Glauben gezwungen wäre, wenn es ihm nicht freistehen würde, sich zu dem Wissen über den Entwicklungsgang des Menschen oder dessen Seele annehmend oder ablehnend einzustellen, denn einen Glaubenszustand löst diese Erkenntnis erst dann aus, wenn der Mensch bewußt nach der Wahrheit verlangt, was auch erst die Folge eines rechten Lebenswandels vor Gott ist. Dann kann er glauben, und er will auch glauben, und das Wissen beglückt ihn, denn es bedeutet für die Seele Licht, das der Seele uranfänglicher Zustand war. Erkenntnis ist schon der Beweis eines bestimmten Reifegrades, Erkenntnisfähigkeit hat daher der Mensch nur, so er sich selbst so gestaltet, daß sein Wesen sich dem Urwesen anpaßt. Erkenntnis läßt sich nicht schulmäßig übertragen, wenn auch das Wissen in der Form des Belehrens weitergegeben wird; doch solange der Mensch nicht im Willen Gottes lebt, wird es ihm auch nicht möglich sein, das Wissen um die Wahrheit anzuerkennen, weil ihm dazu die Urteilsfähigkeit mangelt, die erst aus dem Anschluß an Gott durch das Erfüllen Seines Willens erwächst. Dunkel ist es in dem Wesen, solange es unvollkommen ist, dunkel ist daher auch der Zustand des Wesens vor der Verkörperung als Mensch, und die Aufwärtsentwicklung ist die Auswirkung des Mußgesetzes, unter dem das Wesen steht. Nur im Stadium als Mensch ist die Aufwärtsentwicklung freiwillig, aber auch mit der Bedingung verbunden, erkenntnisfähig zu werden. Die Erkenntnisfähigkeit nun kann aber gesteigert werden bis ins unendliche und ist schon ein Seligkeitszustand, nur minimal, solange das Wesen auf der Erde lebt. Erkenntnisfähigkeit ist ein Beweis, daß das Wesen, die Seele im Menschen, strebt nach Vollkommenheit und dem Zusammenschluß mit Gott. Vorbedingung zum Erkennen ist die Liebe, und wer in der Liebe lebt, hat den Zusammenschluß mit Gott schon gefunden im Liebeswirken. Ihm läßt Gott Seine Liebekraft zuströmen, und dies äußert sich darin, daß der Mensch fähig ist, recht zu denken und also nun im Wissen steht um das Verhältnis des Geschöpfes zum Schöpfer, um seine Erdenaufgabe, um Zweck und Ziel seines Wandelns auf der Erde .... daß er Gott erkennt und Sein Walten und Wirken im geistigen Reich und im gesamten Universum. Daß er darüber Aufschluß bekommt von Gott Selbst durch Seine übergroße Liebe, ist schon ein Zeichen der Aufwärtsentwicklung und gewissermaßen ein Erreichen des Zustandes, der seinem Urzustand entspricht. Dann ist eine große Kluft überbrückt worden, wozu die endlos lange Zeit im Mußzustand erforderlich war, es ist das Wesen aus der Tiefe wieder zur Höhe aufgestiegen, es ist sich seines Ausganges bewußt, und es fällt auch niemals mehr in die Tiefe zurück, so es einmal den Zusammenschluß mit Gott durch die Liebe gefunden hat. Denn so es Gott nun erkennt, bleibt es Ihm auch treu und ruht nicht eher, als bis es gänzlich mit Ihm verschmolzen ist .... Amen
B.D. 4335 empfangen am 15.6.1948 Erhalten des Körpers durch Gottes Wort .... Meine übergroße Liebe zu euch Menschen kommt im Wort zum Ausdruck, das aus
der Höhe euch zugeleitet wird. Immer wieder muß Ich euch dies bewußt werden lassen,
immer wieder müsset ihr mit Dankbarkeit Meine Liebe lohnen, indem ihr Mir Herz
und Ohr öffnet und aufnehmet, was Ich euch darbiete. Mein Wort enthält die Kraft, die
eure Seele benötigt, um Mein zu werden auf ewig; Mein Wort ist daher Seelennahrung,
die euch nicht mangeln darf, wollet ihr selig werden. Und so wird euch Mein Wort stets
zugeführt werden, auf daß ihr euch laben könnet, so ihr hungert und dürstet, und es
wird eine Zeit kommen, da es euch an leiblicher Nahrung mangeln wird und euch die
geistige Nahrung dennoch erhält, körperlich und geistig. Gedenket Meiner Worte, und
werdet dann nicht ängstlich, so euch irdisch alles vorenthalten wird, was ihr zur Erhaltung des Körpers benötigt, bedenket, daß Meine Kraft und Macht unbegrenzt ist, daß
Ich der Herr bin über Leben und Tod, über alle Dinge in der Schöpfung und daß es Mir
wahrlich möglich ist, Meine Geschöpfe zu erhalten, auch wenn das irdisch unmöglich
erscheint, denn Mir ist alles möglich .... Amen
B.D. 4336 empfangen am 15.6.1948 Erde Schule des Geistes .... Betrachtet die Erde als Schule des Geistes, als Erziehungsstation für die ewige Seligkeit, betrachtet Mich als euren Lehrer, Dem eure Bildung am Herzen liegt, Der euch
gestalten will zu reifen, vollkommenen Geschöpfen, auf daß sie sich selbst betätigen
können im Gestalten dessen, was noch unvollkommen und also unselig ist. Betrachtet
die Erde nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck mit allen ihren Schöpfungen, die nur der Form gewordene Wille und das Zeichen Meiner großen Liebe zu euch
sind und die dem unvollkommenen Wesenhaften verhelfen sollen zur Vollkommenheit. Und wisset, daß ihr, aus Meiner Kraft hervorgegangen, ewiglich mit Mir verbunden bleibt, daß ihr als ein Teil von Mir nimmermehr von Mir verstoßen werden könnt,
daß ihr aber vollkommen sein müsset, wollet ihr mit Mir und in Meinem Willen tätig
sein. Und so ihr nun die Schöpfung betrachtet im Gedanken an Mich, so bedenket, daß
die ganze Schöpfung für euch da ist, daß ihr selbst aber der Mittelpunkt dieser Schöpfung seid .... das höchstentwickelte Schöpfungswerk mit Verstand und freiem Willen
begabt und daß ihr als Geschöpfe ständig mit eurem Schöpfer in Zusammenhang stehet. Die Welt erscheint euch zwar groß, ihr aber seid das Leben in dieser Welt, denn ihr
verkörpert das Geistige, das am Ende der Erdenlaufbahn steht als von Meiner Liebe
betreute Wesen, die Ich herüberziehen will in das geistige Reich, die Ich mit Meiner
ständigen Nähe beglücken will. Nicht eines dieser Wesen überlasse Ich seinem Schicksal, nicht eines braucht Meine Fürsorge und Liebe zu entbehren, jedes einzelne
Geschöpf kann sich Meines Schutzes sicher fühlen und in den Strahlen Meiner Gnade
sonnen. Doch es muß das Erdenleben nutzen, ansonsten es die Zeit seiner Erdgebundenheit verlängert, ansonsten endlose Zeiten vergehen können, bis es reif ist für das
geistige Reich, bis es im Licht, in Meiner Nähe weilen kann und selig ist. Die Erde ist die
Schule des Geistes, also muß dem Rechnung getragen werden, d.h., es muß dem Geist
als erstes die Möglichkeit gegeben werden, sich zu entwickeln, es muß ihm die Möglichkeit gegeben werden, sich der Seele zu offenbaren, auf daß nun der Mensch lebt, wie es
Meinem Willen entspricht .... er muß belehrt werden, auf daß er tauglich wird für die
Ewigkeit. Die Belehrungen aber kann er ständig entgegennehmen, denn Meine Liebe
wird die Menschen so bedenken, daß sie ihre Erdenaufgabe erfüllen können, so sie nur
den Willen dazu haben. Und also werde Ich ihnen ein Wissen unterbreiten, das völlig
der Wahrheit entspricht und das sie ausreifen lässet auf Erden, so sie es annehmen und
entsprechend verwerten. Ich Selbst werde euren Geist schulen, denn er ist ein Teil von
Mir und stellt die Verbindung her mit dem Vatergeist von Ewigkeit, so ihr euch nicht
sträubet und Mich Selbst in euch wirken lasset. Und so empfanget ihr Mein Wort durch
das Wirken des Geistes als Zeichen Meiner Liebe und als Mittel zu eurer Vollendung.
Ich Selbst spreche zu euch, und so ihr Mich anhöret, werdet ihr unweigerlich zur Höhe
schreiten, ihr werdet erkennen, was ihr einst waret, was ihr seid und was ihr werden sollet, ihr werdet mit Erfolg die Schule des Geistes absolvieren und könnet die Erde als
Lichtwesen verlassen und eingehen in Mein Reich .... und ihr werdet Mir danken ewiglich für diese Schule, die euch wieder zu vollkommenen Wesen gestaltet, die ihr waret
von Anbeginn .... Amen
B.D. 4337 empfangen am 16.6.1948 Geistige Aufgabe vorangestellt vor irdischer Tätigkeit .... Die geistige Aufgabe des Menschen soll der irdischen Tätigkeit vorangestellt werden.
Dies gilt nicht nur für Meine Diener auf Erden, sondern für einen jeden Menschen,
denn es ist das Erdenleben ihm darum gegeben worden, daß er sich geistig aufwärtsentwickeln soll. Und er wird auch beides vereinigen können, er wird, so er die geistige Aufwärtsentwicklung zum Ziel hat, stets in seiner irdischen Tätigkeit Unterstützung finden
von geistigen Wesen, die ihn fördern in jeder Weise. Es ist eine falsche Annahme, aus
irdischer Überlastung für geistiges Streben keine Zeit aufbringen zu können, sondern
er wird Erhöhtes leisten können auch irdisch, so er die geistige Arbeit allem voranstellt.
Für den Menschen, der keine besondere geistige Mission auszuführen hat, gilt nur die
Bedingung, daß er den festen Willen hat, an seiner Seele zu reifen, und Mich um Gnade
und Beistand anfleht. Einen stillen Gedanken zu Mir wird er stets senden können, auch
in einer verantwortungsreichen Tätigkeit; er muß innerlich mit Mir verbunden sein, er
muß sich eins fühlen mit Mir und Meinen Willen zu erfüllen trachten. Dann stehe Ich
ihm auch bei und vermehre seine Kraft. Stellt aber der Mensch das Irdische über seine
geistige Entwicklung, dann wird er immer mehr von letzterer abgehen, er wird das Geistige als etwas Unwirkliches betrachten und keine Bindung suchen mit Mir, und dann
bleibt er unweigerlich stehen auf der Stufe seiner Entwicklung, oder er geht zurück und
endet wieder dort, wo er vor endlosen Zeiten stand .... in der festen Materie .... Amen
B.D. 4338 empfangen am 17.6.1948 Gnadenmaß .... Wer Mich suchet, der wird Mich auch finden .... Amen
B.D. 4339 empfangen am 17.6.1948 Liebeleben
- Geisteswirken .... Darum sollet ihr in der Liebe leben, daß Mein Geist in euch wirken kann, daß ihr hellen Geistes werdet und Mein Wort verstehet, das zu euch sprechen wird durch Meine Boten und das ihr lesen könnet in der Schrift, die von Mir zeuget. Und ihr werdet dann erkennen, daß immer das gleiche Wort euch entgegentritt, daß ihr volle Übereinstimmung findet des geschriebenen Wortes und dessen, das aus der Höhe euch direkt geboten wird, daß also Mein Wort immer und ewig das gleiche bleibt. Nur kann es durch Menschen eine andere Auslegung erfahren, die Ich aber immer wieder durch Mein von oben gesprochenes Wort berichtigen werde. Denn Ich will, daß ihr in der Wahrheit wandelt, daß euer Denken nicht in die Irre geleitet werde und daß ihr im Wort immer Mich Selbst erkennt, was aber nur dann der Fall sein kann, wenn es euch so berührt, wie es von Mir ausgegangen ist. In Meinem Wort trete Ich Selbst euch entgegen, also müsset ihr Mich und Meine Gegenwart spüren, ganz gleich, ob ihr Mein Wort höret oder es durch die Schrift entgegennehmet. Spüret ihr Mich, dann steht ihr in der Wahrheit, denn im irrigen Wort bin Ich nicht gegenwärtig, und spüren könnet ihr Mich wiederum nur, so ihr einen Lebenswandel in Liebe führt, ansonsten Mein Wort an den Ohren verklingt, wenngleich es reinste Wahrheit, also nicht von den Menschen verbildet ist. Also kann nur ein liebender Mensch ein Urteil fällen, denn nur ein liebender Mensch ist hellen Geistes, und er kann die Wahrheit vom Irrtum unterscheiden, weil ihn letzterer fremd anmutet und er es spürt, daß es nicht die Stimme des Vaters ist, die ihm entgegentönt. Darum wird jede Debatte über die Wahrheit erfolglos sein bei Menschen, denen die Liebe mangelt, wie sie aber stets zu einem Resultat führen wird, wo Meines Liebegebotes geachtet und das Wirken des Geistes dadurch möglich gemacht wird. Diese werden Vergleiche ziehen zwischen dem gesprochenen und dem geschriebenen Wort und annehmen, was durch Meine Boten ihnen von Mir direkt vermittelt wird. Denn es soll auf das geschriebene Wort als Bestätigung hingewiesen werden, auf daß die Menschen die tiefe Wahrheit erkennen und Mein offensichtliches Wirken ihren Glauben bestärke. Eine wahrheitsgemäße Erklärung und Auslegung Meines geschriebenen Wortes wird ihnen auch viel verständlicher erscheinen und die Göttlichkeit Meines Wortes bestätigen, und jeder denkende Mensch wird sich befriedigt fühlen von Meinem aus der Höhe gesprochenen Wort und doch nicht die Schrift abzulehnen brauchen, weil sie völlig übereinstimmt mit jenem. Und solange ihr mit der Schrift konform gehet in eurer Lehre, brauchet ihr, Meine Diener auf Erden, auch keine geistige Debatte zu fürchten, ihr werdet jeden Einwand widerlegen können, ihr werdet klar und deutlich den Sinn des geschriebenen Wortes wiedergeben und mit dem aus der Höhe Gebotenen vereinbaren können, ihr werdet Erfolg haben bei jedem suchenden Menschen, der in der Liebe steht, und darum immer die Menschen hinweisen müssen, daß die Liebe das Erste und Nötigste ist, um Mein Wort verstehen und als väterliche Stimme erkennen zu können. Denn nur die Liebe erhellet den Geist und macht euch aufnahmefähig für Mein Wort .... Amen
B.D. 4340 empfangen am 18.6.1948 „Werdet wie die Kinder ....“
Werdet wie die Kinder .... Amen
B.D. 4341 empfangen am 18.6.1948 Mediale Wesen ....
Der direkte Verkehr mit dem geistigen Reich kann nur stattfinden, wenn die geistigen Kräfte gerufen werden in Gedanken oder im Gebet, weshalb also die Übermittlung geistigen Gutes immer ein Akt des freien Willens ist, sollen die guten Kräfte wirksam werden, während die bösen Kräfte den Willen des Menschen auszuschalten suchen, um ihm ihre Willensrichtung aufzudrängen, was dann der Fall ist, wenn sich ein Mensch seines Willens begibt, also im unbewußten Zustand sich jenen Kräften ausliefert, die fern der Wahrheit sind. Es ist nun geboten für solche von finsteren Kräften heimgesuchten Menschen, im bewußten Zustand sich der Liebe und Gnade Gottes zu empfehlen, Ihn zu bitten um Seinen Schutz und Beistand wider die Wesen, die ihn bedrängen, und die lichten Geister anzurufen, daß sie sich seiner besonders annehmen und in seiner Nähe weilen. Dieser Ruf nach den guten Wesen gibt diesen das Recht, ihm beizustehen, und dann sind die finsteren Kräfte machtlos. Der menschliche Wille ist zu schwach zum Widerstand, so es sich um Menschen handelt, die medial veranlagt sind, d.h. der jenseitigen Welt und ihren Einflüssen sich öffnen, sich also zu unsichtbaren Wesen hingezogen fühlen. Auf ihren Körper haben die Kräfte der Finsternis besonders Einfluß, den sie nun in Besitz nehmen, sowie der Wille des Menschen seinen Widerstand aufgibt. Die Besitznahme des Körpers aber hat die Folge, daß die Denkfähigkeit nachläßt, daß sich der Mensch wie in einem Traumzustand befindet und nun nicht mehr das eigene Gedankengut, sondern das der ihn beherrschenden Kraft ausspricht völlig in der diesem geistigen Wesen eigenen Art. Es ist also gewissermaßen eine andere Seele in dem Körper, während die eigene Seele schläft und sie sich auch nachher im wachen Zustand auf nichts mehr besinnen kann, was der Mensch gesprochen oder getan hat. Es wird der Mensch für diese Zeit nicht zur Verantwortung gezogen, weil die geistigen Kräfte stärker sind als er, dennoch soll er sich selbst gegen diese Vergewaltigung durch finstere Kräfte schützen, indem er sich den guten Wesen und auch Gott Selbst übergibt, indem er stets betet: „Erlöse uns von allem Übel ....“ Denn ein Übel ist es, wenn der Mensch von jenen geistigen Kräften beherrscht wird und sein Denken und Handeln nicht mehr Eigenes ist, sondern auf ihn übertragen durch eine willensstarke Macht. Es müssen die schlechten Kräfte immer abgewehrt werden, denn sie befinden sich in ständiger Nähe und suchen jede Gelegenheit auszunützen, die sich dann bietet, wenn der Mensch, der das geistige Reich in Gedanken suchet, die Bindung mit Gott nicht zuvor herstellt und also ohne Schutz ist, so ihn die Kräfte der Finsternis bedrängen. Immer muß der Anruf Jesu Christi wider den Feind der Seelen jede geistige Verbindung einleiten, dann braucht der Mensch nicht zu fürchten, in die Hände schlechter Kräfte zu fallen, denn die zahllosen Lichtwesen vernehmen den Ruf und eilen herbei, um schützend und belehrend einzuwirken, und dann ist den schlechten Kräften der Zutritt verwehrt, denn der Name Jesus Christus bannet alle Wesen, die wider Ihn sind, wie Er aber auch denen vermehrte Kraft gibt, die für Ihn sind und Seinen Namen voll Andacht aussprechen. Amen
B.D. 4342 empfangen am 19.6.1948 Liebe
- Seligkeit .... Die geistige Vereinigung mit Mir kann nur stattfinden, so sich der Mensch zur Liebe gestaltet hat. Wie also könnte Ich dann eine Verbindung verurteilen, die Liebe zur Grundlage hat? Ich will es, daß in euch ein Gefühl auflodert, das euch einen Schimmer der Erkenntnis geben soll, was Ich für euch empfinde, die Ihr aus Mir hervorgegangen seid. Liebe des Herzens ist etwas Heiliges, etwas Meinem Urwesen Verwandtes, wenn auch der Mensch niemals in dem Grade Liebe empfinden kann, wie sie Mich erfüllt. Die Liebe ist also von Mir gewollt und von Mir auch gesegnet, sowie sie euch Menschen erhebt und ihr einander zu beglücken sucht. Und wo wahre, tiefe Liebe entflammt, werde Ich immer gegenwärtig sein, denn dann lebt ihr auch Mein Wort aus, das euch die Liebe lehrt. Es ist ein jeder Mensch euer Nächster, den ihr lieben sollet wie euch selbst .... wendet ihr ihm mehr Liebe zu als euch selbst, so dürfet ihr immer Meines Wohlgefallens sicher sein, denn dann treibt euch das heiligste Gefühl, und ihr werdet es verstehen, daß Ich die Liebe von allen Menschen verlange, weil Ich will, daß sie selig werden .... denn Liebe ist Seligkeit, sowie sie geschenkt wird, wie auch Liebe Seligkeit ist, die erfüllt wird. Der liebende Mensch wird geben und erfüllen zugleich, aber nichts anderes als wieder Liebe, und dann ist sie auch von Mir gebilligt, dann segne Ich, die sich lieben, und Mein Segen ist auch zu erkennen an immerwährender Hilfe, wo sie erforderlich ist. Meine Liebe umfasset alle Meine Kinder, und es freut sich ein Vaterherz, so ein inniges Verhältnis hergestellt ist zwischen denen, die Ihm nahestehen. Ich will daher die Meinen verbinden und ihren Willen richten, daß sie zueinanderstreben in Zeiten größter Not, Ich will, daß innige Gemeinschaft bestehe, wenn ein Zusammenwirken erforderlich ist, und daß eine Trennung unmöglich ist um ihrer Bestimmung willen. Denn Ich habe auserkoren, die Meine Arbeit ausführen sollen, Ich werde also einen Bund segnen, der geistige Zusammenarbeit gewährleistet, und Ich werde es euch so deutlich zeigen, daß Ich euch zu Meinen Arbeitern bestimmt habe .... und Widerstandslos werdet ihr euch in Meine Bestimmung fügen, denn die Zeit ist bald erfüllet, dann müsset ihr euer Amt antreten und gemeinsam für Mich und Mein Reich tätig sein, was tiefe, reine Liebe zwischen euch bedingt. Denn aus der Liebe werdet ihr Kraft schöpfen, weil Ich ständig euch gegenwärtig bin, so ihr von dem Gefühl durchglüht seid, das auch Ich für euch hege, so ihr liebet mit der Glut eures Herzens, so ihr euch verbindet, um euch glücklich zu machen, und ihr Mir dadurch im Herzen nahekommt, denn Ich Selbst bin Liebe und kann nur einem liebenden Wesen Mich zu erkennen geben .... Amen
B.D. 4343 empfangen am 20.6.1948 Innenleben .... Gehet in die Einsamkeit und lasset Mich sprechen zu euch, und ihr werdet des Wunderbaren in Fülle vernehmen, es wird sich euch eine Gedankenwelt erschließen, die
euch sonst fremd bleibt, denn Ich Selbst führe euch ein in Gebiete, die für euch neu sind
und euch doch reizvoll erscheinen, so ihr sie einmal betreten habt. Es ist eine geistige
Belehrung überaus wertvoll, weil sie euch bleibt für ewig; ihr habt wahrlich einen größeren Nutzen davon als von jeder Erweiterung irdischen Wissens, denn alles dieses versinkt oder gerät in Vergessenheit mit dem Moment eures Leibestodes, geistiges Wissen
aber strahlt wie ein helles Licht und verbreitet milden Glanz, dem völlig unwissende
Seelen zustreben, weil es sie wohltätig berührt. Geistiges Wissen also dürfet ihr in Empfang nehmen aus Meiner Hand, so ihr euch in die Stille zurückziehet, so ihr in eurem
Kämmerchen mit Mir stille Zwiesprache haltet. Die Einsamkeit sollet ihr suchen, d.h.
die Welt außer euch lassen, ein Innenleben führen mit öfterem Zusammenschluß mit
Mir .... Amen
B.D. 4344 empfangen am 20.u.21.6.1948 Versuchungen des Satans .... Ihr dürft euch nicht in die Fangnetze des Satans ziehen lassen, der euch zu stürzen sucht aus der Höhe in den tiefsten Abgrund. Er gewinnt Macht über euch, so ihr ihm nicht Widerstand leistet durch stärkeren Willen oder, wenn ihr schwach seid, inniges Gebet zu Mir. Er vermag nichts über euch, wenn ihr es nicht zugebt. Denn diese Kraft habe Ich ihm entzogen. Also trachtet danach, daß ihr willensstark werdet und bleibet durch den Anruf Jesu Christi, Der jederzeit euren Willen vermehret, so ihr es nur anstrebt. Meines Gegners Ziel ist Abfall von Mir und ein Lebenswandel ohne Liebe. Beides wird er erreichen, so euch Meine Kraft fehlt, Meine Unterstützung und Meine Gnade. Alles steht euch zu, aber nicht entgegen eurem Willen. Wollet ihr nun, daß Ich euch helfe und Meine Kraft und Gnade über euch ergieße, dann müsset ihr im Gebet anfordern, was euch mangelt, und immer wieder muß Ich es euch sagen, wie ihr beten sollet .... voll Demut und Hingabe an Mich sollet ihr Kindern gleich den Vater bitten und gläubig vertrauen, daß Er euch die Bitte erfüllt. Dann wird der Satan völlig aus eurem Gesichtskreis treten, d.h., er wird euch nicht mehr bedrängen, weil ihr von Schutzgeistern umgeben seid, deren Leuchtstärke ihm unerträglich ist, und er mit seinen Versuchungen nachläßt. Dennoch müsset ihr auf der Hut sein, denn er kommt wieder und sucht euch zum Fall zu bringen. Darum gebt ihm keinen Angriffspunkt, entwindet euch ihm und flüchtet zu Mir .... und Ich werde euch schützen, (21.6.1948) denn seine Macht ist gering, so Ich als sein Gegner auftrete, und Meinen Schutz sollt ihr euch sichern. Die Zeit des Endes bringt erhöhte Gefahr, weil er noch einmal alle Macht und Kraft ausnützet, um sein Reich zu vergrößern; Versuchungen aller Art werden an euch herantreten, die Welt wird alle Reize euch vor Augen stellen, der Körper wird euch bedrängen und Wünsche hegen, deren Erfüllung für euch eine Gefahr ist, doch allem werdet ihr widerstehen können, so ihr bei Mir bleibt, so das Verlangen eures Herzens Mir gilt und ihr ernstlich strebet nach Seelenreife. Dann werdet ihr immer wieder in Verbindung treten mit Mir, ihr werdet Mich anhören, so Ich zu euch rede, und Meinen Worten wird der Satan wahrlich nicht standhalten, er wird flüchten, so ihr ihm Mein Wort entgegensetzet, so ihr in Stunden der Bedrängnis und Versuchung euch in Mein Wort vertiefet und für Mich arbeitet. Denn Mein Wort ist Kraft aus Mir, die er von sich weiset, und das ist eure Stärke. Mit Mir werdet ihr den Satan stets besiegen, mit Mir jeder Versuchung widerstehen und mit Mir sicher euer Ziel erreichen. Es eilet die Zeit, und jeder Tag ist kostbar, darum nützet sie und arbeitet für Mich und Mein Reich, und lasset alle irdischen Wünsche unbeachtet, begnügt euch damit, was Ich euch geben will, und Ich werde euch wahrlich nicht schlecht bedenken. Doch lasset Meinen Gegner nicht Macht über euch gewinnen, widerstehet ihm und kommet zu Mir, und Ich will euch entlohnen für eure Treue und euch geben, was euch dienlich ist für Leib und Seele .... Amen
B.D. 4345 empfangen am 21.6.1948 Gemeinsames Wirken für Gott .... Ich entzünde in euren Herzen eine Flamme, die auflodern wird zu höchster Glut, ihr werdet euch in Meiner Fürsorge wissen und in der Liebe zu Mir einig sein, denn was ihr empfindet, das treibt euch zu Mir, es wird die Liebe euch veredeln, und hohe geistige Ziele werdet ihr erstreben, denn Ich Selbst lege in eure Herzen den Trieb nach Vollendung, so ihr euch verbunden habt zum gemeinsamen Wirken für Mich. Dies aber setze Ich euch zur Aufgabe, daß ihr der Armen gedenket, denen ihr geistig helfen könnet, die ohne Liebe dahinleben und daher auch ohne Wissen sind. So ihr zusammen wirket, werden euch viele Türen offenstehen, durch die ihr eingehen könnet, und es ist Mein Plan von Ewigkeit, daß große Not die Menschen zusammenführen wird, die für Mich wirken sollen, die Ich bestimmt habe für geistige Tätigkeit und die durch ein Leben in Liebe fähig sind für solche. Und mag es auch scheinen, als fehle die Begabung für eine lehrende Tätigkeit auf Erden .... es kommt die Zeit, wo sich die Zunge lösen wird und voll überzeugt Mein Diener aussprechen wird, was immer Ich ihm eingebe, denn für die geistige Tätigkeit statte Ich Selbst Meine Diener aus, auf daß sie nicht erfolglos ihre Arbeit ausführen. Und Ich kenne die Meinen und lasse sie oft durch eine harte Schule gehen, auf daß sie sich selbst an Mich anschließen und Ich sie nun nimmermehr verliere. Ich aber will die Kraft des einzelnen vermehren, und darum will Ich auch, daß ihr in Liebe euch zusammenschließet und Meine Kraft euch durchströmen kann, die ihr empfinden werdet als erhöhte Lebenslust mit dem Ziel geistigen Ausreifens und Betätigung am Erlösungswerk Christi, irrenden Seelen zu verhelfen zur Wahrheit. Mein Wille wird euch beherrschen, weil ihr den euren Mir unterstellt, und darum könnet ihr getrost euren Lebensweg zusammen wandeln, denn Ich Selbst leite euch und bestimme euer Schicksal, das ihr selbst nicht ändern könnet, sondern nur dazu beitraget, daß es sich erfüllet. Und eure Arbeit wird gesegnet sein, weil ihr durch tiefe Not zu Mir gefunden habt und bei Mir verharret, Der über euch wachet bis zum Ende .... Amen
B.D. 4346 empfangen am 22.6.1948 Verständnislosigkeit der Menschen ohne Liebe .... Volles Verständnis für die Wahrheit kann nur der Mensch haben, der in der Liebe
lebt .... Amen
B.D. 4347 empfangen am 22.6.1948 Geister Tiefstand am Ende .... In welcher Not eure Mitmenschen schweben, wird euch erst begreiflich sein am Ende der Tage, wenn ihr die Vernichtung der alten Erde erleben und ihre unzähligen Opfer sehen werdet und ihr nun erkennet, welchem Los diese entgegengehen durch die Bannung in den Schöpfungen der neuen Erde. Ihr seid zwar unterrichtet davon, doch da ihr noch nicht etwas Ähnliches erlebt habt, wie der Vernichtungsakt sich abspielen wird, seid ihr euch des Umfanges und der Auswirkung dieses Vernichtungswerkes noch nicht bewußt, so ihr wirklich daran glaubet. Aber auch der Glaube mangelt euch, wenngleich ihr täglich den Notstand der Menschen seht und ihr ständig Beweise habt, daß die Welt reif ist zum Untergang. Doch zum Ende wird sich dieser Zustand noch erheblich verschlimmern, und doch werden die Menschen nicht an ein Ende glauben, eben weil sie geistig so tief stehen, und ein Zeichen dessen ist, daß sie dem geistigen Wissen völlig abgewandt sind. So also ein bestimmter Grad des Tiefstandes erreicht ist, ist der letzte Tag gekommen, den Ich angekündigt habe in Wort und Schrift. Und dann gibt es keine Hilfe und Rettung mehr für die Mir völlig fernstehenden Menschen, das Urteil wird unwiderruflich über sie gefällt, und es lautet: Bannung in der festen Materie. Nur der geistig Geweckte weiß um das Schicksal der Mir abtrünnigen Menschen, doch er findet keinen Glauben, und seine Ermahnungen und Warnungen sind erfolglos. Und darum ist es auch zwecklos, die Zeit bis zum Untergang der alten Erde zu verlängern, denn die letzte Zeit bringt keine Bekehrungen mehr zuwege, weit eher mehren sich die Abfälle von Mir, und es hat der Gegner ein leichtes Spiel, die Menschen zu gewinnen, lockt er sie doch mit der Materie, und so schaffen sie sich durch ihr Verlangen nach dieser selbst den Zustand, der ihnen bitterste Qual bereitet. Die Not der Menschheit ist riesengroß, sie lebt dahin und könnte sich noch wandeln, doch es mangelt am Willen, es mangelt an der Liebe und somit auch an Kraft, recht zu wollen und zu handeln. Und darum muß noch emsig gearbeitet werden an den Menschenherzen, noch viel Samen soll ausgestreut werden, auf daß noch einige Äcker urbar gemacht werden, den Samen aufnehmen und Früchte tragen. Verstehet ihr nun, warum Ich noch viele Arbeiter brauche für Meinen Weinberg, warum Ich immer noch werbe, kurz bevor die Nacht herein-bricht, und warum Ich denen guten Lohn verheiße, die noch zuletzt in Meine Dienste treten? Viel Arbeit soll noch geleistet werden in Anbetracht der großen geistigen Not, und wer nun bereit ist zu helfen, den nehme Ich an und weise ihm seine Tätigkeit zu. Denn wo noch ein Herz zu gewinnen ist, ist auch Meine Liebe darauf bedacht, jegliche Hilfe zu gewähren, auf daß der Seele das entsetzliche Los erspart bleibe und sie als seliges Wesen am jüngsten Tage die Erde verlassen kann. Darum sollet ihr, Meine Diener auf Erden, rastlos tätig sein und für Mich und Mein Reich arbeiten, ihr sollt der großen geistigen Not stets gedenken und sie zu verringern suchen, wo es möglich ist, denn das Ende kommt mit Riesenschritten auf euch zu; es ist die letzte Zeit und eure Arbeit daher so dringend und wichtig .... Amen
B.D. 4348 empfangen am 23.6.1948 Erdumdrehungen .... Schon eine geraume Zeit bewegt sich die Erde in unerhörter Geschwindigkeit um ihre eigene Achse. Es sind die ständigen Umdrehungen zwar in keiner Weise dem Menschen erkennbar, doch nur deshalb, weil er sich auf der Erde befindet und sie nur außerhalb der Erde verfolgen könnte. Dennoch sind Veränderungen im Kosmos bemerkbar, die jene Erscheinung zur Ursache haben. Es ist wie ein regelmäßiges Beben, das schwächer oder stärker zu spüren ist, wenn sich der Körper in Ruhestellung befindet und er für die feinste Bewegung empfindlich ist. Diese Erscheinung führt zur totalen Auflösung der Erde nach undenklich langer Zeit, wird aber unterstützt durch menschliches Einwirken, weshalb die Beendigung dieser Zeitepoche auf menschlichen Einfluß zurückzuführen ist, obzwar es vorgesehen ist seit Ewigkeit im göttlichen Plan. Die Erde hätte an sich eine unvorstellbar lange Lebensdauer, d.h., ihr Bestehen wäre auf endlose Zeiten hinaus gesichert, doch Gottes Wille läßt sich von Menschenwillen bestimmen, Gott läßt die Menschen ausführen, was ihnen selbst zum größten Schaden gereicht. In Seinem Plan von Ewigkeit sind alle Veränderungen im Kosmos festgelegt, entsprechend Seiner Weisheit und Liebe. Von einer Veränderung mit unvorstellbarer Auswirkung will aber die wissenschaftlich geschulte Menschheit nichts wissen, und doch vollzieht sie sich ständig. Diese Veränderung .... eine überschnelle Umdrehung der Erde .... bringt auch das Naturgeschehen zur Auslösung, das seit Anfang der Erlösungsperiode verkündet ist durch Seher und Propheten und auch nun wieder offenbart wird durch den Geist Gottes. Der Vorgang ist menschlich nicht recht erklärbar, doch, einfach gesagt, werden die Umdrehungen zunehmen und für Sekunden aussetzen, was in Form von Erderschütterungen zum Ausdruck kommt, die von so ungeheurer Wirkung sind, daß die Menschen glauben werden, das Ende der Welt sei gekommen. Eine Parallele dazu auf Erden kann nicht gefunden werden, denn es ist eine Kraftäußerung, die vom Weltall ausgeht und der irdischen Wissenschaft unbekannt ist. Die Beschaffenheit der Gestirne löst solche Kräfte aus, und das Innere der Erde wird von ihnen berührt und gleichsam die Erde also außergesetzlich bewegt, was sich immer in einer zerstörenden Form äußert, jedoch zeitweilig von Gott zugelassen ist zum Zwecke der Auflösung festester Materie, die das in ihr gebannte Geistige freigeben soll. Und dieser Akt steht bald bevor, wird aber nur das Spiel weniger Sekunden sein, doch mit vorhergehenden Anzeichen, die allein schon als eine Katastrophe zu bezeichnen sind, weil sie eine unbeschreibliche Panik auslösen unter den Menschen und daher zum Zeitraum der Katastrophe gezählt werden müssen. Doch alles ist vorbestimmet seit Ewigkeit, und Gottes Plan erfüllet sich, wie es geschrieben steht .... Amen
B.D. 4349 empfangen am 23.6.1948 Bedrängen durch Erd-gebundenes Geistiges .... Das noch erdgebundene Geistige im Jenseits bedrängt die Menschen fortgesetzt und treibt sie zu Handlungen an, ihrem Wesen entsprechend. Erdgebunden ist es aber nur dann, wenn es noch irdisch materiell gesinnt ist, wenn es sich nicht lösen kann von den Dingen, die es im Erdenleben erstrebte, wenn die Erde es gewissermaßen nicht losläßt und immer wieder mit ihren Gütern dem Wesen vor Augen tritt. Diese Wesen suchen sich nun in Menschen gleicher Gesinnung eine Ausführungsmöglichkeit ihres Willens. Sie bedrängen ihn und üben großen Einfluß auf ihn aus, so sich der Mensch nicht wehrt oder sich geistige Wesen zur Hilfe erbittet, die ihn vor jenem Einfluß schützen. Zumeist aber sind es Menschen, die selbst die gleichen Triebe haben, und dann sind sie den geistigen Bedrängern willige Objekte, die nun so wollen und handeln wie jene. Vor solchen geistigen Verführern warnet Gott die Menschen, und Er gibt ihnen den Rat, immer zu Ihm ihre Zuflucht zu nehmen und um Schutz und Hilfe zu bitten. Ein bittender Gedanke schon genügt, daß ihm Lichtwesen zur Seite stehen, daß er bald den bösen Einfluß erkennt und sich ihm entzieht. Es muß die Seele des Menschen versuchen, jene Sphären zu überfliegen, um mit Lichtwesen in Berührung zu kommen, dann kann sie jenen Mächten widerstehen, denn dann findet sie Unterstützung und verfügt auch über erhöhte Kraft, sie kann sogar den erdgebundenen Seelen helfen, sich gleichfalls in andere Sphären zu erheben, und es werden die Seelen nachlassen in ihren Bedrängungen, so für sie gebetet wird. So der Wille des Menschen erkennbar ist, wird ein erdgebundenes Wesen durch die Wohltat des Gebetes sich in der Nähe des Menschen aufhalten und durch dessen Streben zum Licht und zur Höhe die eigene falsche Vorstellung ersehen und sich zu wandeln suchen. Darum kann solchen erdgebundenen Seelen auch geholfen werden durch stille Fürbitte und gedankliche Belehrungen, die nicht ungehört verhallen im jenseitigen Reich, sowie ein Mensch der Seelen gedenket, die in Dunkelheit schmachten, und er ihnen helfen will .... Amen
B.D. 4350 empfangen am 24.6.1948 Verschiedene Mission der Arbeiter des Herrn .... Auf geistigem Wege könnet ihr unbeschränkt Wissen entgegennehmen aus allen Gebieten, nichts wird euch vorenthalten werden, und darum werdet ihr auch allen Einwänden gewachsen sein, ihr werdet jede Gegenrede widerlegen können, weil euch das geistig vermittelte Wissen zugleich die Fähigkeit gibt, es in der rechten Weise anwenden zu können, und ihr daher keinen Gegner zu fürchten brauchet. So euch geistiges Wissen vermittelt wird, sind Lichtwesen tätig, die in vollster Weisheit stehen und euch ihre Gaben so austeilen, daß sie in euch Wurzeln fassen können, also euer geistiges Eigentum werden. Denn dann erst könnet ihr in freiem Reden das Wissen nützen, wenn es selbst in euch zur Überzeugung geworden ist, wozu auch Verständnis dafür gehört. Das Wissen allein euch zu vermitteln ist zwecklos, wenn es in euch keinen Boden findet, wo es sich festigen kann. Darum sind nicht nur die Belehrungen von oben nötig, sondern es muß auch geistige Arbeit von euch selbst einsetzen, ihr müsset das Empfangene durchdenken mit Herz und Verstand, dann erst habt ihr den rechten Nutzen davon und könnet es anwenden, so euch dazu Gelegenheit geboten wird. Und für diese Gelegenheit sorget Gott ständig. Er führt euch die Menschen in den Weg, denen ihr das geistige Gut darbieten sollet, Er Selbst gibt euch die Fähigkeit, für Ihn zu sprechen, Er legt in euch den Drang, das Wissen zu verbreiten, und Er wird auch eure Arbeit segnen, daß sie nicht erfolglos bleibt. Es hat aber jeder Arbeiter im Weinberg des Herrn seine besondere Mission, je nach dem Eifer, den er bei seinem Dienst für Gott entwickelt. Tauglich wird jeder befunden, der sich Ihm anbietet, doch die Willensstärke des einzelnen ist entscheidend, welcher Arbeitskreis ihm zugewiesen wird. Eines jeden Aufgabe ist verschieden, jedoch eine jede Tätigkeit nötig, so daß also keiner der Arbeiter im Weinberg des Herrn sich unwichtig fühlen darf, selbst wenn ihm ein kleiner Kreis von Menschen nur als Arbeitsfeld zugewiesen ist. Jedes Wort, das aus der Höhe kommt und weitergeleitet wird, ist von Segen für die Menschheit, und es braucht Gott viele Arbeiter, die Sein Wort weitertragen, die reden, wo ihnen dazu Gelegenheit geboten wird. Es kann das Evangelium verbreitet werden, die göttliche Liebelehre, wie aber auch tiefes Wissen den Menschen zugeführt wird durch die Boten, die von Gott Selbst in der Wahrheit unterrichtet worden sind. Und verständlicherweise wird die Aufgabe derer, die also ihre Mission auf Erden erfüllen wollen, verschiedener Art sein, ihrem Wissen, ihrem Willen und ihrem Reifegrad entsprechend. Wer aber eine große Mission zu erfüllen hat, dem wird auch dazu die Kraft gegeben werden, sowie sein Wille sich dem göttlichen Willen unterstellt, er also bereit ist, für Gott und Sein Reich tätig zu sein. Denn nötiger als je ist es, den Menschen Wissen zuzuleiten, das der Wahrheit entspricht, weil die Endzeit so verwirrend auf das Denken der Menschen einwirken wird, daß nur die reine Wahrheit Erklärung gibt und sie von vielen Menschen auch angefordert werden wird. Dann sollet ihr Menschen tätig sein, die ihr Gott dienen wollet, dann sollet ihr euer Wissen verwerten und die Gnadengabe weiterleiten, dann sollet ihr reden im Auftrag und mit Unterstützung Gottes, und ihr werdet dazu auch von Ihm befähigt werden, weil Gott will, daß die Wahrheit verbreitet wird .... Amen
B.D. 4351 empfangen am 24.6.1948 Diener Gottes Kinder des Lichtes .... Kinder des Lichtes sind alle, die Mir dienen und Mir treue Arbeiter sein wollen in der
letzten Zeit vor dem Ende. Und sie werden auch von Lichtwesen betreut und geführt auf
allen ihren Wegen. Darum werden sie auch sicher ihr Ziel erreichen, und ihre Arbeit
wird auch erfolgreich sein. Doch ihre Mission ist von größter Wichtigkeit, und daher
kann sie nicht von einem Menschen ausgeführt werden, der noch nicht die Reife der
Seele erlangt hat, die nötig ist, um in Verbindung mit Mir Mein Wort empfangen zu
können. Meine Diener müssen zwar den gleichen Weg gehen auf Erden, d.h. die Seelenreife sich gleichfalls erringen im freien Willen, sie müssen die Materie überwinden, d.h.
den Reizen der Welt Widerstand leisten, sie müssen durch Leid und Schicksalsschläge
geläutert werden und also als Mensch einen schweren Weg zurücklegen, bis sie die Reife
erlangen, die sie für ihre Mission tauglich macht, doch ihre Seelen sind willig, und das
Verlangen nach dem geistigen Reich ist in ihnen besonders stark, und so kann ihnen
auch aus dem geistigen Reich Hilfe gewährt werden, durch die ihre Aufwärtsentwicklung schneller vonstatten geht. Und es hat ein jeder Meiner Diener seinen Führer, der
voller Liebe und Hingabe ihn betreut, der ihn lenkt und seine Gedanken beeinflußt, der
sich ständig seiner annimmt und ihm geistigen Reichtum zu vermitteln sucht vorerst
gedanklich, bis die Verbindung mit dem geistigen Reich so hergestellt ist, daß sich die
Lichtwesen vernehmbar äußern können nach Meinem Willen. Und so werden Meine
Diener herangebildet und von Mir direkt wie auch in Meinem Auftrag von den Lichtwesen belehrt, so daß sie in der letzten Zeit vor dem Ende ihre lehrende Tätigkeit ausführen können, die überaus nötig sein wird. Denn es wird die Menschheit nach Wahrheit verlangen angesichts der großen Not, die über die Erde geht, und die reine Wahrheit werden nur Meine Diener zu geben imstande sein, weil sie als Kinder des Lichtes
selbst in der Wahrheit stehen und diese nun auch vermitteln können und wollen, um in
ihrer Liebe den Mitmenschen zu helfen, deren große geistige Not sie erkennen. Denn
die Kinder des Lichtes sind bestrebt, das Dunkel zu erhellen, und tiefes Dunkel lagert
über der Erde, die Menschheit lebt in finsterer Nacht und benötigt das Licht. Und so ist
die geistige Welt emsig tätig, um die Verbindung mit der Erde, die durch Meine Diener
hergestellt wird, auszunützen, um den Menschen das Evangelium zu bringen durch
deren Mund, weshalb also auch Meine Diener ständig bereit sein müssen, diesen Lichtwesen ein Sprechorgan zu sein, wie Ich Selbst auch durch sie reden will, wo das Verlangen nach Mir so groß ist, daß Ich Selbst Mich äußern möchte. In Lichtwesen kann Ich
Mich verkörpern, doch für die Menschen auf Erden wird es nur ein rein menschlicher
Akt sein, sie hören nur Meine Diener und nehmen Mein Wort an als Gedankengut dessen, der es ausspricht .... Amen
B.D. 4352 empfangen am 25.6.1948 Vereinigung mit Gott .... Eine für euch unfaßbare Sehnsucht nach der Vereinigung mit Meinen Geschöpfen
veranlaßt Mich, euch ständig durch eine Schule gehen zu lassen, die euch die Seelenreife
eintragen soll, denn ohne einen bestimmten Reifegrad kann die Vereinigung nicht
stattfinden. Meine Liebe ist wahrlich nur auf euer Wohl bedacht, doch daß Ich Mittel
zur Anwendung kommen lasse, die euch an Meiner Liebe zweifeln lassen, ist von euch
selbst gewollt, wenn auch unbewußt, denn eure Einstellung zu Mir fordert diese
Anwendung heraus, weil ihr euch nicht den Gesetzen der Ordnung anpaßt, die eure
Seelenreife fördern ohne Leid .... weil ihr nicht das Gesetz der Liebe erfüllt, das nicht
umgangen werden kann, wollet ihr ausreifen. Und so werden Meine Erziehungsmittel
immer schärfer werden, je weiter ihr euch von der Liebe entfernt .... Amen
B.D. 4353 empfangen am 25.6.1948 Auflösung .... In einer Welt des Hasses und der Lieblosigkeit kann nimmermehr ein geistiger Fortschritt verzeichnet werden, und es verfehlt die Erde ihren eigentlichen Zweck, dem in ihr verkörperten Geistigen zur Aufwärtsentwicklung zu verhelfen. Es ist sonach die Zeit gekommen, daß die mannigfaltigen Schöpfungen, die diesen Zweck erfüllen sollten, aufgelöst werden und das Geistige freigeben zwecks neuer Verformung. Für die Menschheit aber bedeutet diese Auflösung ein Sturz aus der schon erklommenen Höhe in die tiefste Tiefe, er bedeutet ein Rückversetzen in die härteste Materie und nochmaligen Gang durch alle Schöpfungswerke auf der neuen Erde. Die Menschen sind durch ihre Liebearmut völlig unwissend und haben für das vor ihnen Liegende kein Verständnis und auch keinen Willen, darüber nachzudenken, so ihnen das Wissen darüber unterbreitet wird. Sie befassen sich nicht mit geistigen Problemen, und es ist dies gleichfalls ein Zeichen, daß die Zeit der Auflösung der alten Erde gekommen ist. Sie sind für keinerlei Aufklärung darüber zugängig, sie leben nur ihren irdischen Interessen und lehnen jedes geistige Gespräch ab. Und deshalb sind Mahnungen und Warnungen erfolglos. So aber jede Möglichkeit ausfällt, daß eine geistige Wandlung stattfindet auf Erden, so ein geistiger Auftrieb völlig ausscheidet, bleibt nur ein gänzlicher Ver-fall zu erwarten, den Gott aber nicht erst eintreten lässet, sondern zuvor schon die Erde umgestaltet, was zwar mit einem völligen Vernichtungswerk verbunden ist, doch im Plan von Ewigkeit vorgesehen ist, um dem völlig entarteten Menschengeschlecht, d.h. dem darin gebundenen Geistigen, die Möglichkeit einer Aufwärtsentwicklung wieder zu schaffen, weil Gottes endlose Liebe nichts gänzlich fallenlässet, und ob es auch Ihm völlig widersetzlich ist. Die letzte Zerstörung der Erde wird daher gleichzeitig ein Akt größter Barmherzigkeit sein, doch unwiderruflich wird sie stattfinden, um ein noch tieferes Absinken der Menschen zu verhindern, die in ihrer Lieblosigkeit schon jede Bindung mit Gott aufgelöst und die Kluft zwischen Ihm und ihnen erweitert haben und daher ihnen jegliche Kraft mangelt, sich zur Höhe zu entwickeln. Und darum kommt Gott ihnen zu Hilfe, Er beraubt sie ihrer Außenform und bindet das Geistige erneut, auf daß die endlos weite Kluft, die der freie Wille des Menschen hergestellt hat, wieder im Mußzustand verringert werde, auf daß das Geistige Gott wieder näherkommt im gebundenen Zustand und ihm einmal wieder die Möglichkeit gegeben wird, die Willensfreiheit recht zu nützen, um zu Gott zu gelangen, wenn auch nach endlos langer Zeit .... Amen
B.D. 4354 empfangen am 26.6.1948 Führerschaft Gottes .... Alle Schritte sind vergebens, da ihr nicht Mich neben euch schreiten lasset, auf daß
Ich euch recht lenke und ihr nicht falsche Wege gehet. Ein immerwährender Kampf der
Dämonen um eure Seele findet statt, und also stehen sie lockend am Wege, verführerisch suchen sie, euch abzulenken, daß ihr des Weges nicht mehr achtet und unmerklich
einen falschen Weg beschreitet, der euch fernab vom Ziel führt. Lasset ihr Mich neben
euch gehen, so wagen sich die Dämonen nicht an euch heran, die Lichtfülle blendet sie,
die von Mir ausgeht, sie weichen zurück und lassen euch unbehelligt vorübergehen.
Merket euch dies, daß ihr ständig von Kräften umlagert seid, die euch nicht wohlwollen, daß ihr aber in Meinem Schutz sie nicht zu fürchten brauchet, denn dann sind sie
machtlos, und ihr seid stärker als sie. In der Endzeit wüten sie besonders heftig und
machen auch nicht vor dem Geistig-Strebenden Halt, denn das Licht, das von euch ausstrahlt, so ihr die Wahrheit suchet oder verbreitet, reizt und empört sie, so daß sie es zu
verlöschen suchen und euch daher arg bedrängen. Mit Mir aber seid ihr sicher, denn Ich
führe euch so, daß ihr auf kurzem Wege euer Ziel erreichet. Doch der Weg ist beschwerlicher, er ist nicht eben und von Gefilden eingesäumt, die euer Auge erbauen, der Erdenweg ist ein harter Pilgerweg, und so er lieblich anzusehen ist, lauert die Gefahr hinter
der Schönheit. Mit Mir aber achtet ihr nicht der Mühsal und Beschwerlichkeiten, ihr
schauet nicht um euch, sondern nur über euch, ihr schauet nach vorwärts, wo euer Auge
Herrliches erblicket, das ihr zu erreichen suchet. Und darum dürfet ihr euch nicht allein
auf den Weg begeben, sondern ihr müsset Mich ständig anrufen um Meine Führerschaft, ihr müsset stets in Meiner Begleitung gehen, dann wird euch der Erdenweg
leicht sein, die feindlichen Mächte werden euch nicht so bedrängen können, wenngleich sie immer wieder versuchen, euch zu bestimmen, Mich abzusetzen und allein des
Weges weiterzuwandeln. Euer Wille muß stark sein und bleiben, dann seid ihr Sieger .... euer Wille muß Mir gelten, dann stärke Ich ihn und halte euch, so ihr in Gefahr seid zu
fallen. Der Kampf der Dämonen um eure Seele wird sich verstärken, je mehr es dem
Ende zugeht, ihr aber werdet auch fester stehen im Glauben an Mich und jeder Versuchung mit Widerstand begegnen, und immer geringer wird die Macht sein, die der
Feind euch gegenüber anwendet, denn immer heller erstrahlet das Licht Meiner Gegenwart und immer deutlicher spüren es die finsteren Mächte, daß ihnen der Herr der
Schöpfung gegenübertritt, Den sie nicht zwingen können. Und sie werden euch fliehen,
je näher das Ende kommt .... Amen
B.D. 4355 empfangen am 26.u.27.6.1948 Ergänzung und Erklärung zu Nr. 4348 .... Erkläret euch den Vorgang so: Je schneller sich die Erde bewegt, desto kürzer ist der
Zeitraum, den sie zu einer Umdrehung benötigt, und desto stärker wird der Luftdruck,
den sie durch ihre Bewegung auslöst. Normalerweise müßte dieser Luftdruck auf der
Erdoberfläche gespürt werden, was aber nicht der Fall ist. Also findet hier schon eine
Abweichung von den Naturgesetzen statt, die wissenschaftlich nicht zu erklären ist,
woraus sich schon ergibt, daß die für die Erde gültigen Naturgesetze außerhalb dieser
ihre Gültigkeit verlieren. Dennoch wirkt sich diese schnelle Umdrehung auf der Erdoberfläche aus, insofern, als daß sich eine Kruste bildet, die der geeignete Nährboden ist
für die Vegetation, so daß also eine immerwährende Belebung der Erdoberfläche nur
möglich ist durch immerwährende Rotation, durch Erzeugung einer Kraft, die auf den
Boden einwirkt, also sich nicht nach außen verteilt und verströmt, sondern von außen
nach dem Erdinnern zu wirkt. Diese Kraft ist lebenerweckend, sie kann aber von Menschenverstand nicht erklärt werden, eben weil sie außergesetzlich entsteht und auch
außergesetzliche Wirkung hat. Würde die Erde ihre Geschwindigkeit einstellen, dann
würde alles Leben auf ihr erstarren, andererseits aber kann eine erhöhte Geschwindigkeit ein unnormales Wachstum begünstigen, aber auch tiefer in das Erdinnere einwirken und dort Eruptionen zustande bringen, die den Kern der Erde gefährden und ihr
Fortbestehen in Frage stellen. Eine solche erhöhte Geschwindigkeit ist nun jetzt zu verzeichnen und wird sich bald auch in ihren Auswirkungen bemerkbar machen. Soll nun
die letzte Auswirkung verhindert werden, so muß die überschüssige Kraft ein Betätigungsfeld finden .... sie muß stellenweise explosiv wirken, was also in Form einer Naturkatastrophe geschieht. Dadurch wird die Geschwindigkeit der Umdrehung etwas
abnehmen, die nun wieder erzeugte Kraft findet neuen Nährboden, den sie beleben
kann pflanzlich und tierisch, und auf kurze Zeit ist das Bestehen der Erde wieder gesichert, bis dann durch menschlichen Willen wieder Kräfte zur Auslösung gebracht werden, die von ihnen noch nicht restlos ergründet sind und die eine alles-zerstörende
Wirkung haben, weil sie gewissermaßen als Gegenkräfte anzusprechen sind, d.h. von
innen nach außen wirken und beider Kräfte Gegeneinanderwirken gänzliche Zerstörung bedeutet, was den Menschen wohl erklärt, aber nicht von ihnen verstanden werden kann .... (27.6.1948) Geistig fortgeschrittene Wissenschaftler werden sich diesen
Vorgang leicht erklären können, denn sie stehen einem außergesetzlichen Wirken der
Naturkräfte nicht mehr so ungläubig gegenüber, weil für sie die Sphäre außerhalb der
Erde ein Gebiet ist, das nicht mit irdischem Verstandesdenken ergründet werden kann,
weil andere als auf der Erde geltende Naturgesetze diese beherrschen. Jedes Gestirn ist
eine Welt für sich, und in jedem Gestirn hat sich der Liebewille Gottes anders zum Ausdruck gebracht, weil unzählige Gedanken von Ihm zur Ausführung kommen durch
Seine Macht und Kraft und jeder einzelne Gedanke tiefste Weisheit bezeugt. menschlichem Ermessen nach kann eine so mannigfaltige Verschiedenheit der Schöpfungen
Gottes nicht bestehen, da das Vorstellungsvermögen begrenzt ist, bei Gott aber gibt es
keine Begrenzung Seines Denkens und keine Hemmung Seiner Schöpferkraft. Daß nun
der Mensch, der Bewohner eines der zahllosen Schöpfungen Gottes, Sein Walten und
Wirken restlos ergründen könnte auf verstandesmäßigem Wege, ist völlig ausgeschlossen, denn unmöglich Scheinendes lehnt er sofort ab, was aber Gott stets möglich ist. So
kann auch die Erde in ihren Bewegungen, in ihrem Lauf, ihrer Beschaffenheit zeitmäßig
berechnet und erforscht werden, doch immer nur so weit, wie die für die Erde geltenden Naturgesetze zugrunde gelegt werden, die dem Menschen bekannt sind. Darüber
hinaus versagt sein Wissen und sein Verstand. Es gibt aber ein „Darüber-Hinaus“,
ansonsten die irdische Wissenschaft auch genau feststellen können müßte, wann und in welcher Form, aus welcher Veranlassung die Endzerstörung der Erde vor sich gehen
wird. Zu dieser Feststellung ist sie unfähig, womit aber nicht der Beweis gegeben ist, daß
die Zerstörung der Erde nicht stattfindet. Es wird hier der Glaube gegen die Wissenschaft gesetzt .... wer die Wissenschaft höher bewertet, der verneint, was der Glaube
bejaht .... Amen
B.D. 4356 empfangen am 28.6.1948 Erziehungsmittel .... Begreifet es, daß alle Mittel zur Anwendung kommen müssen, soll Mein Rettungswerk an euch nicht vergeblich sein. Immer schärfere Erziehungsmittel muß Ich gebrauchen, und immer drückender wird die Not die Menschen berühren, immer weniger
Lebensfreude gewähre Ich ihnen, denn es ist nötig, weil es dem Ende zugeht. Teilnahmslos verharren die Menschen in ihrer Einstellung zu Mir, die nicht für und nicht
wider Mich ist; Ich muß sie aus der Lethargie des Geistes aufrütteln, auf daß sie sich
wenden nach einer Richtung; sie müssen einen Druck verspüren auf ihren Willen, der
sich aber selbst entscheiden muß.Erhöhte Lebensfreude erfüllt nicht diesen Zweck, und
darum muß die Not an sie herantreten, und so werde Ich von euch Menschen selbst veranlaßt, Mich zu zeigen als strengen Gott, wo Ich als liebender Vater erkannt werden
möchte. Und doch ist Meine Liebe Ursache auch für dieses Erziehungsmittel, denn es
gilt eure Rettung aus geistiger Nacht. Lange Zeit bleibt euch nicht mehr auf Erden, und
wüßtet ihr um euer Los in der jenseitigen Welt, dann würdet ihr dankbar verstehend
das Leid segnen, das Ich euch sende, um euch zu gewinnen. So aber murret und klaget
ihr und zweifelt an Meiner Liebe und auch an Meiner Existenz. Und so euch Aufklärung
gegeben wird, weiset ihr ab, ohne darüber nachzudenken, ihr werdet verbittert und achtet der Not der Mitmenschen nicht, weil ihr nur an euch selbst denkt. Doch jede dem
Nächsten erwiesene Liebestat würde euch das Los auf der Erde erleichtern, sie würde
euer Denken erhellen, euch Mich erkennen lassen und euch Kraft geben. Ohne Liebe
aber versinket ihr immer tiefer, und das Ende überraschet euch .... Amen
B.D. 4357 empfangen am 28.u.29.6.1948 Ehe .... In Liebe müsset ihr euch finden, ansonsten ein Bund von Mir nicht gesegnet ist. Ehe
ist Zweisamkeit, ein Zusammenleben in innigster Harmonie, Ehe ist ein Zustand, der
nicht gesetzmäßig geschaffen werden kann, sondern stets tiefe uneigennützige Liebe
zur Voraussetzung hat, die aber, so sie einmal im Herzen entflammt ist, nimmermehr
verlöschen kann, denn die rechte Liebe verbindet die Herzen, es ist keine Liebe des Körpers, die im Sinnenrausch ihre Erfüllung sucht; es ist keine verlangende Liebe. Eine
ständig gebende und beglücken-wollende Liebe ist das Fundament einer Ehe, die von
Mir gesegnet ist. Ehe ist innige Gemeinschaft zweier Menschen, deren Herzen eine
reine Liebe zueinander empfinden .... Amen
B.D. 4358 empfangen am 30.6.1948 Rechte Willensrichtung .... Ihr Kinder Meiner Liebe sehet in Mir euren Vater von Ewigkeit, Der Seine Liebe euch
nimmermehr entziehet, Dem eure geistige und körperliche Not bekannt ist und Der
euch helfen will in jeder Weise. Eure geistige Not lasse Ich Mir ganz besonders angelegen sein, denn das letzte Ziel ist endgültige Vereinigung mit Mir, die ihr nur erreichen
könnet, so ihr vollkommen werdet. Dazu will Ich euch stets verhelfen, und zu diesem
Zweck müsset ihr den Gang durchs Erdenleben gehen. So ihr nun als Mensch das letzte
Stadium eurer Entwicklung auf Erden durchlebet, wo ihr euren freien Willen nutzen
sollet in der rechten Weise, gilt Meine Sorge immer nur dieser rechten Willensrichtung.
Und daher werde Ich in jeder Weise auf euch einwirken, daß ihr zum Erkennen kommet
und aus freiem Antrieb Mir zustrebt, daß ihr die Wahrheit suchet und sie auch zu
erkennen vermögt. Nie werde Ich einen Menschen fallenlassen, der bemüht ist, das
Rechte zu tun, und Ich werde es in sein Herz legen, was recht und was unrecht ist vor
Mir. Meine Gebote, die nur Liebe von euch Menschen fordern, werden euch ständig die
Richtschnur sein für euren Lebenswandel, und so ihr diese Meine Gebote erfüllet, könnet ihr nicht fehlgehen, ihr müsset ans Ziel gelangen. So ihr aber menschlich erlassene
Gebote über Meine Gebote der Liebe setzet, kommet ihr nicht ans Ziel .... Amen
B.D. 4359 empfangen am 1.7.1948 Lichterscheinung vor der Katastrophe .... Es geht eine große geistige Aktion Meinem Eingriff voraus, die den Meinen den
Glauben stärken soll und ein letzter Hinweis ist auf das kommende Naturereignis.
Meine himmlischen Boten sind angewiesen, sich den Meinen bemerkbar zu machen in
Form von Lichterscheinungen, die sie sehen werden am Firmament klar und deutlich,
so daß jegliche Selbsttäuschung ausschaltet, und es werden die Meinen die gleiche
Erscheinung haben, während Ungläubige nichts sehen und Hinweise darauf verlachen
als Phantastereien. Und dies ist das letzte Zeichen .... Amen
B.D. 4360 empfangen am 2.7.1948 Gleichnis vom guten Hirten .... Ein Gleichnis will Ich euch geben, und ihr sollet daraus lernen, wie Ich Mein Wort
verstanden haben will. Meine Erdenkinder gleichen einer Herde verstreuter Schafe, die
durch den bösen Willen eines Feindes aus dem Sehkreis des Hirten gejagt und in alle
Richtungen verstreut wurden. Und es geht nun der Hirt, weil er seine Schafe liebt, auf
die Suche nach ihnen; er sucht sie in den verborgensten Winkeln, er klettert auf Berge,
steigt hinab in Bergesklüfte, er ruft und locket und ruhet nicht, bis er seine Herde wieder zusammen hat. Er hilft den Schäflein, die sich verstiegen haben und nicht mehr
zurückkönnen allein, er geht weite Wege, wo sie sich schon zu weit entfernt haben, er
nimmt die müden Schäflein auf seine Schultern und trägt sie zurück, er überlässet keines seinem Schicksal, seinem Feind, daß dieser es ihm raube und der eigenen Herde
unterschiebe. Denn er kennt seine Schafe, und seine Schafe kennen ihn und folgen seiner Stimme .... Amen
B.D. 4361 empfangen am 3.7.1948 Macht des Satans vor dem Ende .... Der dämonische Einfluß ist in der letzten Zeit vor dem Ende ganz besonders stark,
und unweigerlich verfallet ihr Menschen ihm, so ihr euch nicht an Mich wendet und bei
Mir Anschluß suchet. Es ist dem Gegner große Macht zugebilligt, die er nützet in jeder
Weise und sogar die Grenzen seiner Machtbefugnis überschreitet. Doch die Macht ist
ihm nicht von Mir gegeben, sondern die Menschen selbst sprechen ihm diese zu, weil
sie sich nicht wehren, obgleich sie dies können, weil ihnen Kraft und Hilfe von Mir
überreich zu Gebote steht. Und da der Wille des Menschen selbst entscheidend ist,
geben sie Meinem Gegner selbst Übergewicht. Ich aber schmälere ihm seine Macht
nicht, lasse aber gleichfalls kein Mittel unversucht, um die Menschen dazu zu bewegen,
sich Mir zuzuwenden und so der Macht Meines Gegners zu entfliehen. Liebende Wesen
auf Erden wie im Jenseits unterstützen Mich und suchen gleichfalls, auf die Menschen
einzuwirken, ihnen immer wieder Meine Liebe zu Meinen Geschöpfen vorstellend und
Meine Hilfswilligkeit, so die Menschen sich zu schwach fühlen, um Widerstand zu leisten. Alle Gefahren der Welt werden den Menschen gezeigt und gleichzeitig das hohe
Ziel ihnen vor Augen gestellt, auf daß sie sich entscheiden sollen zwischen Mir und
Meinem Gegner. Er aber glaubt sich schon als Sieger und wird ihnen dennoch unterliegen und mit ihm seine Anhänger, die er mit in den Abgrund reißt. Mit aller Schärfe wird
der letzte Kampf geführt werden, und er wird viele gewinnen, die Mir abtrünnig werden und zu seinem Lager stoßen, denn seine Macht ist groß. Immer wieder aber sage
Ich es euch, daß ihr weit größere Macht euch aneignen könnet, so ihr Mich darum
angehet. Ich warte nur auf euren Ruf, auf euer Gebet, um euch stärken zu können, denn
sowie euer Wille sich Mir zuwendet, sowie ihr mit Mir redet in Gedanken und einen flehenden Bittruf zu Mir emporsendet, wird euch geholfen. Und so ihr durch Not gehen
müsset, dann verstehet es, daß es nur ein Mittel ist, euch zu diesem Bittruf zu veranlassen, weil ihr ohne Not Meiner zu wenig gedenket und leicht in die Gefahr kommt, Mich
auszuschalten, und dann hat Mein Gegner leichtes Spiel bei euch. Ihr aber sollt euch
wehren, dann werdet ihr auch nicht unterliegen, weil schon der kleinste Gegenwille
euch Meine Kraft sichert, die ihr selbst unbegrenzt vermehren könnet. Fallet nicht den
Dämonen zum Opfer, gönnet ihnen nicht den Sieg, der nur ein vermeintlicher ist, denn
am Ende bleibe Ich doch Sieger, und die Meinen werden frohlocken und triumphieren
und den Lohn ihrer Treue in Empfang nehmen .... Amen
B.D. 4362 empfangen am 4.7.1948 Urzustand .... Mein unausgesetztes Werben um eure Liebe erfüllet ihr, so ihr in euch die Liebesflamme auflodern lasset und dies in tätiger Nächstenliebe zum Ausdruck bringt. Dann
schließet ihr euch an Mich an, dann seid ihr Mein, weil ihr euer Wesen nun wieder angeglichen habt an Mein Urwesen, aus dem ihr hervorgegangen seid. Denn ihr seid das
Produkt Meiner Liebe, und was Liebe gebärt, kann immer nur wieder Liebe sein. Doch
als frei in das Dasein gestelltes Wesen mit freiem Willen konntet ihr euch auch wandeln
und euer Wesen verkehren, ansonsten ihr unvollkommene Geschöpfe gewesen wäret,
so ihr verharren mußtet in dem Zustand, in dem Ich euch geschaffen habe. Denn dies
ist das Zeichen des Vollkommenen, daß es voller Macht und Kraft im Besitz des freien
Willens ist. Wie es nun den Willen sowohl als auch die Kraft nützet, ist dem Wesen selbst
überlassen. Daß die Nützung nun eine Meinem Willen widersprechende war, hat dem
Wesen selbst nur das Entziehen der Kraft und des freien Willens eingetragen, weil es als
göttliches Geschöpf nicht unvollkommen bleiben konnte, sondern ihm eine Möglichkeit geboten wurde von Meiner nie endenden Liebe, sich wieder zur Vollkommenheit
zu wandeln. Will es nun wieder diesen Urzustand erreichen, so muß es wieder das werden, was es war .... Amen
B.D. 4363 empfangen am 4.7.1948 Gebet: „Um Jesu Christi willen“,
Der Sich ans Kreuz schlagen ließ, wendet alle Liebe den Menschen zu, die zu Ihm
rufen um Hilfe. Er wird keinen in der Not lassen, denn Er hat zu euch die Worte gesprochen:„Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken.“
Er wird euch das Kreuz tragen helfen, Er wird für euch die Last auf Sich nehmen, Er
wird euch mit Rat und Tat zur Seite stehen, so ihr an Ihn glaubet und daran, daß Er für
euch gestorben ist, daß Er gelitten hat, auf daß ihr nicht zu leiden brauchet. An Ihn sollt
ihr euch wenden, denn Er Selbst rufet euch mit den Worten: „Kommet zu Mir ....“ Er
verheißet euch Seinen Beistand, Seinen Trost und Seine Stärkung. Und so leistet diesem
Rufe Folge und nehmet Sein Angebot der Liebe an. Er wird euch wahrlich nicht vergeblich flehen lassen, Er wird in Not und Leid euch Tröster sein und von euren Schultern
nehmen die Last, die euch drückt, weil Er euch liebt. Seine Liebe ist unwandelbar, es ist
göttliche Liebe, die keine Einschränkung kennt, Er legt nicht das Maß von Menschen
an, sondern Er kennet kein Maß, Er gibt, wo nur Seine Gnade gefordert wird, und Seiner Liebe könnet ihr euch anvertrauen. Und deshalb sollet ihr euch stets an Ihn wenden, wenn ihr Hilfe benötigt, denn Er und der Vater sind eins, der Vater von Ewigkeit hat
Seine Hülle zum Aufenthalt gewählt, Er hat Sich mit Ihm verbunden auf ewig. Und so
rufet ihr den Vater, so ihr Jesus Christus anrufet, ihr rufet den mächtigsten Geist von
Ewigkeit, Der euch wahrlich alles erfüllen kann und auch alles erfüllen will, um euch
Seine Liebe und Seine Macht zu bezeugen. Er hat Sich verkörpert in dem Menschen
Jesus, Er Selbst sprach die Worte durch Ihn zu euch: „Kommet alle zu Mir.“ Und so gilt
jeder Ruf, den ihr dem Kreuzträger Jesus Christus zuwendet, dem Vater von Ewigkeit
Selbst .... Amen
B.D. 4364 empfangen am 5.7.1948 Zusammenschluß mit Gott .... Der gänzliche Zusammenschluß mit Mir läßt euch gern und freudig verzichten auf alles, was der Welt angehört. Denn es ist dann eure Seele schon im geistigen Reich, sie fühlet Meine Nähe, sie spüret Meine Kraft und ist durchglüht von Meiner Liebe, und alles Irdische versinkt in nichts, selbst wenn sie noch auf Erden weilet. Ihr Verlangen nach Mir ist so stark, daß sie dem Körper kein Gehör mehr schenkt, so er noch weltliche Gelüste hegt. Was aber der Welt angehört, das hindert die Seele am Zusammenschluß mit Mir, und daran könnet ihr Menschen ermessen, was ihr meiden und wonach ihr streben sollet. Solange die Verbindung mit Mir aufrechterhalten bleibt, solange euer Verlangen Mir gilt und dem geistigen Verkehr, solange ihr wünschet von Mir belehrt zu werden, solange ihr Zwiesprache haltet mit Mir und ihr Mir alle eure Nöte und Sorgen anvertraut, seid ihr nicht in Gefahr, der Welt zu verfallen, denn dann besitze Ich euch, und Meinen Besitz lasse Ich Mir wahrlich nicht mehr streitig machen. Die Welt wird aber für euch nicht mehr begehrlich sein, wenngleich sie den Tribut von euch fordert, den ihr geben müsset, weil ihr mitten in der Welt stehet und euren Platz behaupten müsset, bis Ich Selbst euch ablöse. So aber die Gefahr besteht, daß ihr über der Welt Mich vergesset, so ihr bereit seid, Mich aufzugeben, um etwas Irdisches einzutauschen, dann ist Vorsicht geboten, dann wachet und betet, auf daß der Versucher euch nicht übermannet. Ich bin stets in eurer Nähe, doch so ihr Mich nicht rufet, trete Ich auch nicht hervor um eurer selbst willen. Ich versage euch nichts, solange nicht eine Gefahr besteht für eure Seele, doch um dieser willen muß Ich euch zuweilen nehmen, was ihr besitzet, um euch zur engen Bindung mit Mir zu veranlassen. Darum sollet ihr achtsam sein und alles fliehen, was der Welt angehört, so ihr Mich ganz besitzen wollet, so ihr euch mit Mir zusammenzuschließen trachtet. Ihr gebt nur wenig auf, was ihr aber in Empfang nehmet, das wird euch tausendfach entschädigen. Fliehet die Welt, auf daß ihr dafür das geistige Reich einnehmet, das weit herrlicher ist und mannigfache Freuden und Seligkeiten bietet. Und begnügt euch damit, was Ich euch gebe, denn so Ich euch auf Erden karg bedenke, halte Ich für euch ein desto schöneres Leben in der Ewigkeit bereit, denn Ich gebe euch, was die Welt euch nimmermehr bieten kann, so ihr diese freiwillig aufgebet und nichts mehr verlanget, als nur mit Mir verbunden zu sein .... Amen
B.D. 4365 empfangen am 6.7.1948 Freier Wille .... Nichts ist im menschlichen Leben ohne Einfluß auf die Ewigkeit. Jede Tat, jede Unterlassung, jeder Gedanke, jede Willensrichtung wirkt sich aus auf die Entwicklung der Seele, und es kann sonach alles in das Bereich des Schicksalhaften gezogen werden, was im menschlichen Leben in Erscheinung tritt. Der Mensch hat freien Willen, und die Nützung dieses Willens ist bestimmend für die Ewigkeit. Jeder Handlung oder Unterlassung, jedem Gedanken geht zunächst der Wille voraus, und dessen Entscheid ist maßgebend für seinen Lebenslauf. Denn ob er auch irdisch nicht jedes Geschehen lenken kann, da Gott es Sich vorbehalten hat, seinen Lebenslauf zu lenken nach weisem Ermessen, ist doch sein Wille schon in Betracht gezogen worden von Ewigkeit, und er liegt dem Schicksal zugrunde. Es wird der freie Wille des Menschen angezweifelt, weil ihm nicht immer die Durchführung ermöglicht wird, doch das Wollen ist es, das dem Menschen nicht beschnitten werden kann, selbst wenn die Ausführungsmöglichkeit ihm genommen ist. Die Richtung, die der Wille einschlägt, bestimmt die Entwicklung der Seele, das Mißlingen eines gefaßten Planes hebt den Willen nicht auf, und für den Willen muß sich der Mensch dereinst verantworten, auch wenn die Ausführung dessen nicht erfolgt ist. Die Wandlung des Willens aus der verkehrten Richtung in die rechte ist Lebenszweck und Lebensaufgabe. Und daher ist auch das kleinste Geschehen dieser Willenswandlung zuträglich und von Gott gewollt oder zugelassen, ganz gleich, ob es die Auswirkung eines falsch oder recht genützten Willens ist. Und so muß euch Menschen dies verständlich sein, daß ihr jeden Schicksalsschlag hinnehmen müsset als lange vorherbestimmt und nur eurer Aufwärtsentwicklung dienlich. Ihr müsset euch selbst nun prüfen, wieweit euer Wille selbst ihn begünstigt hat und ob dieser Wille recht oder verkehrt war, wieweit er dem göttlichen Willen entsprochen hat, und ihr müsset so einen Nutzen ziehen für eure Seele aus dem kleinsten Erleben, auf daß das Schicksal wirklich erzieherisch auf euch einwirkt und auch, so es schwer ist, erfolgeintragend ist für euer jenseitiges Leben. Immer befindet ihr euch in Gottes Händen, d.h., Er lässet Sich euren Lebenslauf angelegen sein, will Er doch euch zu Sich ziehen und euch gewinnen für ewig. So ihr alles aus Seiner Hand entgegennehmet, immer eingedenk dessen, daß es Erziehungsmittel sind, die ein liebender Vater an Seinen Kindern anwendet, werdet ihr wollen, denken, reden und handeln immer nach Seinem Willen, und euer Erdenleben wird nicht nutzlos gelebt sein, denn dann unterstellet ihr euren Willen dem Willen Gottes, und ihr könnet dann nicht anders, als den freien Willen nützen in der rechten Weise .... wie es eure Lebensaufgabe erfordert .... Amen
B.D. 4366 empfangen am 7.7.1948 Mittleramt
- Verantwortung .... Das Mittleramt ist verantwortungsvoll, und wer es versehen soll, der muß einen starken Willen haben, ständig die Verbindung zum geistigen Reich herzustellen, ständig
Mich im Wort sprechen zu lassen und ständig auszuteilen, was er von Mir empfängt. Er
soll vermitteln von Mir den Menschen, die nicht selbst zu Mir kommen und denen Ich
helfen will, Mich zu finden. Er soll ihnen Meinen Willen kundtun und Mir also dienen,
indem er als Mein Knecht die Arbeit verrichtet, die getan werden muß, um Menschenherzen empfänglich zu machen für Meine Liebeausstrahlung, für Mein Wort mit seiner
Kraft. Denn ohne letzteres können sie nicht selig werden. Es müssen Menschenherzen
bearbeitet werden, gleich Äckern müssen sie urbar gemacht und besamt werden, auf
daß der Acker Früchte trägt zur Zeit der Ernte. Es ist eine Arbeit, die von Menschen ausgeführt werden muß, die Mich vertreten auf Erden, denn es ist Mein Wort, das als
Samen in die Menschenherzen gelegt werden soll. Ich Selbst muß zu ihnen sprechen,
jedoch durch euch, weil Ich Selbst Mich noch nicht äußern kann, ehe der Mensch einen
bestimmten Reifegrad der Seele erreicht hat. Solange müsset ihr Mich vertreten auf
Erden, solange müssen Menschen zu Menschen sprechen, doch in Meinem Auftrag und
mit Meiner Unterstützung. Und so ihr Mir treue Arbeiter sein wollet, Knechte, die nur
den Willen ihres Herrn ausführen, wird auch eure Arbeit gesegnet sein, sie wird nicht
erfolglos verrichtet, sondern der Samen wird aufgehen und herrliche Früchte hervorbringen. Doch ihr dürfet nicht lau und gleichgültig werden in eurer Tätigkeit für Mich
und Mein Reich, und darum traget ihr auch eine große Verantwortung, so ihr euch einmal in Meinen Dienst gestellt habt .... Amen
B.D. 4367 empfangen am 8.7.1948 Wegkreuzung .... Der Mensch geht eigene Wege und hält sich zumeist nicht an die Richtung, die ihm angegeben wird. Er hat auch kein festes Ziel im Auge, sondern verläßt sich auf das Glück, daß ihn der Weg nach dort führt, wo er Vorteil zu finden hofft. Und dieses ziel-lose Wandeln führt in die Irre .... denn unsichtbare Kräfte drängen ihn, sowie ihnen kein Widerstand entgegengesetzt wird, vom rechten Wege ab, und diesen übergibt er sich selbst, solange er sich treiben läßt. Seine Willenskraft ist gering und wird ihm auch mangeln, so er vor eine Wegkreuzung kommt und sich entscheiden muß welchen Weg er nun wählet. Dann sucht er sich den bequemsten aus und bedenket nicht, daß ein ebener Weg nicht zur Höhe führt, die er aber erreichen muß, soll sein Erdenlauf nicht vergeblich gewesen sein. So er aber der inneren Stimme achten würde, könnte er wohl den rechten Entscheid treffen, denn stets meldet sie sich, so des Menschen Wille unentschieden ist, und gibt ihm die rechte Richtung an, in der er sich bewegen soll. Diese Stimme stellt ihm auch die Vorteile des ihm ungangbaren Weges vor, und wahrlich nicht unklar oder unbegründet. Wer sich von ihr warnen oder belehren lässet, der tut recht daran, denn die innere Stimme ist eine Äußerung des rechten Führers, Der alle Wege kennt und den Menschen auf kürzestem Wege zum Ziel führen möchte. Wer aber die Stimme mißachtet, wer sie überhört oder trotz besserer Erkenntnis ihr zuwiderhandelt, der muß auch die Folgen seines eigenen Handelns und Willens auf sich nehmen. Zwar wird er mitunter leichteren Fußes dahingehen, aber lang und erfolglos wird sein Weg sein und abführen vom Ziel, denn dieses ist nur auf beschwerlichem Wege zu erreichen, und nur überwundene Widerstände lassen den Menschen reifen an seiner Seele, denn das Erdenleben bleibt ein Kampf, soll es Erfolg-eintragend für die Seele sein .... Amen
B.D. 4368 empfangen am 8.7.1948 Veränderung der Erde .... Dessen müsset ihr eingedenk bleiben, daß nichts von Bestand ist, was dieser Erde angehört, und daß folglich auch die Erde selbst unbeständig ist, also sich verändern muß, wenn sie sich nicht gänzlich auflöst in ihre Ursubstanz. Letzteres tritt nach endlos langer Zeit ein, doch eine Veränderung der Erde steht kurz bevor. Wie alles irdisch Materielle seine Aufwärtsentwicklung durchmacht in der Weise, daß sich eine bestehende Form auflöst, um in neuer Form wieder zu erstehen, so ist auch die Erde als solche einer zeitweiligen Veränderung unterworfen, und sämtliche Schöpfungen auf ihr betreten eine neue Stufe ihrer Entwicklung, denn nicht allein das in jeglichem Schöpfungswerk gebundene Geistige strebt nach oben, sondern auch die Materie selbst macht diesen Gang der Aufwärtsentwicklung durch, indem sie immer nachgiebiger wird, also als Hülle das Geistige aufnimmt, das schon schneller einer Form entfliehen kann seiner Reife wegen. Und so muß auch einmal die harte Materie ihre Auflösung erfahren, die schon endlos lange Zeiten unverändert besteht. Die Entwicklung muß in weicherer Materie ihren Fortgang nehmen und neue harte Materie geschaffen werden für das Geistige zum Aufenthalt, das im Erkenntnisstadium .... als Mensch .... versagte und sich ins Lager des Gegners von Gott geschlagen hat. Solche völlige Umgestaltungen der Außenformen auf der Erde kommen nur in bestimmten Zeiträumen vor und sind daher den Menschen unglaubwürdig, weil eine jede solche Umgestaltung so weit zurückliegt, daß sie nicht mehr als wahr festgestellt und behauptet werden kann. Denn eine Entwicklungsperiode ist endlos lang, erreicht aber doch einmal ihr Ende. Und wann das Ende zu erwarten ist, kann nicht von Menschen bewiesen oder errechnet, jedoch auch nicht abgestritten werden, aber es wird von Gott der Glaube daran gefordert, weil Er Selbst es durch Sein Wort den Menschen kundgetan und durch Seher und Propheten immer wieder auf das Ende hingewiesen hat. Daß der Untergang der Erde, d.h. ihre totale Umwandlung, nur Sache des Glaubens ist, hat seinen Grund darin, daß in vollster Willensfreiheit der Mensch die Wandlung seiner Seele vollführen muß, diese Willensfreiheit aber sofort beeinträchtigt würde, wenn das Ende zeitmäßig berechnet werden könnte. Darum ist auch die Entfernung von Beginn bis zum Ende einer Erdperiode so weit, weil der Mensch sich entscheiden muß zum Glauben daran oder zur völligen Ablehnung, auf daß kein Zwang auf ihn ausgeübt werde. Doch sowie er nachdenkt und alles Werden und Vergehen in der gesamten Schöpfung betrachtet, sieht er den Vorgang der Auflösung und Umformung so oft sich wiederholen, daß er auch dem Schöpfungswerk „Erde“ diese Wandlung zubilligt und es ihm leichtfällt, an das Ende zu glauben. Doch wann, das wird ihm niemals unterbreitet, weil das Wissen nachteilig wäre für die Seele. Gott aber kündet ein baldiges Ende dieser Erde an, und wohl dem, der Seinem Wort glaubt und sich darauf vorbereitet, ihn wird der Tag nicht überraschen, der Gedanke an das Ende wird ihm nicht mehr schrecklich sein angesichts des beseligenden Zustandes, den Gott den Seinen verheißet nach der Wandlung dieser Erde .... Amen
B.D. 4369 empfangen am 9.u.10.7.1948 Neue Erde .... Die neue Erde wird wieder gestaltet sein der unendlichen Liebe Gottes und Seiner
unübertrefflichen Weisheit entsprechend. Alle Schöpfungen sind wieder Träger
des Geistigen, das seinen unterbrochenen Entwicklungsgang nun fortsetzen und
auch zu schnellster Beendigung bringen kann, denn die Materie ist von weniger
langer Lebensdauer, d.h., sie steht gleichfalls in dauernder Veränderung; das
Werden und Vergehen wechselt in kürzerer Zeit, und sonach kann das Geistige
sehr schnell die Form verlassen und die nächste Form beziehen. Und wieder ist
die Aufgabe jeden einzelnen Schöpfungswerkes, der Erhaltung anderer Schöpfungen
zu dienen. Die Menschen der neuen Erde werden in übergroßem Liebewillen unentwegt
tätig sein und somit auch alle Schöpfungswerke benötigen, so daß diese ihre
dienende Aufgabe voll und ganz erfüllen können. Zudem wird auch die Materie
an sich keine große Widerstandsfähigkeit besitzen, ausgenommen die harte Materie
der Grundschöpfung, die, da sie das Gott-widersetzliche Geistige in sich birgt,
das zur Neubannung verurteilt wurde, eine fast unzerstörbare Masse ist, die
wieder endlose Zeit zur Auflösung benötigte, wenn nicht Gott in Seiner großen
Barmherzigkeit die Freiwerdung beschleunigte nach weisem Plan für das zu erlösende
Geistige. (10.7.1948) Auf der neuen Erde kann die Verformung des Geistigen schneller
gehen, weil die Menschen schon in einem Reifegrad stehen, daß sich auch das
noch gebundene Geistige in Tier- und Pflanzenwelt ihnen freiwillig unterwirft.
Es spürt die Liebe der Menschen und gibt daher viel leichter den Widerstand
auf, es dienet ihnen wenn auch im Mußgesetz dennoch freiwillig und schreitet
deshalb ebenfalls rascher zur Höhe. Und so ist die Materie auf der neuen Erde
auch schneller vergänglich, d.h., das Werden und Vergehen von immer neuen Schöpfungen
ist rasch aufeinanderfolgend, daher aber auch alle Schöpfungen besonders reizvoll
anzusehen, und sie beglücken die Menschen in ihrer Vielseitigkeit und das Auge
erfreuenden Formen. Wer die alte Erde noch bewohnt hat, also am Tage des Gerichtes
zu den Entrückten gehört, der kann nicht genugsam staunen über die Abwechslung
und die Herrlichkeiten der neuen Erde, und es (sie) ist für ihn ein wahres Paradies,
weil nur gute Kräfte am Werk sind und jegliche Beeinflussung durch Gott abgewandte
Kräfte unmöglich ist. Diese Menschen werden am besten die Wunder Gottes ermessen
können und würdigen, denn sie haben die alte Erde mit allem Guten und Schlechten
noch in Erinnerung. Die folgenden Generationen werden nur hören von der alten
Erde und, je weiter die Zeit vorrückt, desto selbstverständlicher die Schöpfungen
der neuen Erde betrachten, und also flaut dann auch die Liebe zu Gott ab, wenngleich
eine lange Zeit vergeht, wo die neue Erde noch ein Paradies genannt werden kann,
wo Liebe unter den Menschen wohnt und Gott Selbst unter den Seinen weilt. Diese
Zeit zu erleben ist wahrlich auch das schwerste Erdenleben wert, denn Gott Selbst
hat den Menschen eine Begrenzung gesetzt, Er wird Seinen Stamm Sich zugewandt
erhalten und bis zum Ende dieser Erde getreulich führen durch Leid und Not hindurch.
Und Er wird die Zeit verkürzen, auf daß die Seinen selig werden. Doch alles
wird vergessen werden von den Bewohnern der neuen Erde, denn die Seligkeit wiegt
die Trübsalszeit ums Tausendfache auf. Und immer wieder muß daher den Menschen
die Mahnung zugerufen werden: Haltet aus und bleibet Gott treu .... Amen
B.D. 4370 empfangen am 10.7.1948 Worte Gottes an „Diener“ auf Erden .... Solange ihr Mein Wort ablehnet, könnet ihr euch auch nicht Meine Diener nennen,
denn diese kennen wahrlich die Stimme ihres Herrn. Ihr dürfet aber auch niemals
annehmen, daß Ich euch die Fähigkeit, Mein Wort zu erkennen, vorenthalte, daß ihr
nicht die Gabe habt, Mein Wort zu verstehen, wie Ich es verstanden haben will, sondern
ihr müsset euch schuldbewußt fühlen insofern, als daß ihr nur von Menschen übernommenes Geistesgut weiterleitet, ohne Mich zuvor um Erhellung des Geistes gebeten
zu haben. So Ich euch nun aber Meine Boten zusende, die euch Mein Wort, Meinen Willen künden sollen, so dürfet ihr nicht ablehnen, ohne ernstlich zu prüfen, denn zu einer
Prüfung seid ihr stets verpflichtet, von welcher Seite euch geistiges Wissen auch geboten wird. Ungeprüftes annehmen läßt euch in Irrtum geraten und dies gilt insbesonders
von dem durch Studium erworbenem Wissen, das auf euch so übergeht, wie es von
Menschen ausgeht. Und stets sollet ihr Mich zu Rate ziehen, so ihr an eine Prüfung von
Geistesgut herangeht. Ich werde euch sicherlich nicht in falschem Denken belassen, so
es euch ernstlich an der Wahrheit gelegen ist. Wie aber könnet ihr annehmen, daß Ich
nicht zu den Menschen rede, wo ihr doch um Meine Verheißung wisset, daß Ich euch
den Tröster, den Geist der Wahrheit senden werde .... Amen
B.D. 4371 empfangen am 11.7.1948 Anzeichen vor der Katastrophe
Der Menschen wird sich eine große Unruhe bemächtigen, kurz bevor Ich in Erscheinung trete durch die Natur. Denn das Geschehen wird sich selbst ankündigen in einer
Weise, daß Menschen und Tiere erregt sind und es innerlich spüren, daß sich in der
Natur etwas vorbereitet. Das Verhalten der Tiere wird besonders auffallend sein, sie
werden zu fliehen versuchen in einer bestimmten Richtung und plötzlich wieder
zurückkehren, wie von unsichtbarer Macht getrieben. Und dieses Verhalten wirkt sich
auch beängstigend auf die Menschen aus, die daraus erkennen, daß etwas im Anzuge
ist, dem sie nicht wehren können. Und so ist alles in banger Erwartung des Kommenden. Und diese Zeit sollt ihr, Meine Diener auf Erden, eifrig nützen, denn sie ist noch
eine kurze Gnadenfrist, wo eurem Reden noch Gehör geschenkt wird, weil man sich
eine Erklärung sucht für das außergewöhnliche Empfinden von Mensch und Tier.
Dann machet sie aufmerksam auf Mein Wort, bereitet sie vor auf Mein Erscheinen, und
weiset sie hin zu Mir, daß sie bei Mir Zuflucht nehmen, so die Stunde gekommen ist, da
Ich Mich äußere. Und dann verbindet auch ihr euch in Gedanken mit Mir, auf daß ihr
stark seid und eine Stütze sein könnet denen, die ungläubig oder schwachen Glaubens
sind. Ihr selbst müsset euch bewähren, und ihr werdet es auch können, so ihr zuvor
schon zu Mir rufet und in den Stunden größter Not. Euch mache ich aufmerksam auf
die Anzeichen zuvor, euch werde Ich Gelegenheit geben, eure Umgebung zu beobachten, und ihr werdet sehen, daß alles so kommt, wie Ich es euch vorausgesagt habe, daß
eine Beklemmung und Unruhe auf den Menschen lasten wird, deren Ursache ihr wisset
und daher auch erfolgreich reden könnet, wo es nötig ist. Und wieder werdet ihr die
Erfahrung machen, daß der in der Liebe stehende Mensch euch Glauben schenkt, während der lieblose Mensch euch wohl anhöret, aber keine Nutzanwendung zieht für sich.
Bis die Stunde gekommen ist, da Ich Meine Stimme von oben ertönen lasse .... Amen
B.D. 4372 empfangen am 11.7.1948 Rechtes Gebet ....
Kein Gebet ist vergeblich, das im vollen Vertrauen auf Meine Hilfe zu Mir emporsteigt. Denn dieses Vertrauen bezeugt den Glauben an Meine Liebe und Meine Macht. Und es hat der Mensch durch ein solches Gebet auch das rechte Verhältnis zu Mir hergestellt .... er naht sich Mir wie ein Kind seinem Vater. Ein Vater aber versagt sich seinem Kinde nie, es sei denn, das Kind erbittet etwas ihm völlig Unzuträgliches, dann wird es der Vater schützen und es aber auch belehren, auf daß das Kind in seinem Vertrauen nicht enttäuscht werde. Die Belehrung geschieht in der Weise, daß in dem Menschen von selbst Bedenken aufsteigen, ob sein Gebet wohl angebracht sei, daß er selbst zweifelt, das Recht zu haben, eine solche Bitte auszusprechen, und dann wird ein rechtes Kind seiner Bitte stets hinzusetzen:„Vater, Dein Wille geschehe ....“ Und Ich werde ihm gewähren, was ihm zuträglich ist, und seine Bitte in anderer Form erfüllen, denn Meine Liebe wird erfüllen und beglücken, so Ich in rechter Weise angerufen werde. Und darum sollet ihr stets eure Glaubensstärke zu erhöhen suchen, weil euch dann die Erfüllung jeglicher Bitte gewährleistet wird. Erhöhte Glaubensstärke wird stets erhöhte Liebetätigkeit als Begleiterscheinung haben, erhöhte Liebetätigkeit sichert vermehrtes Wissen, und also wird der Mensch auch im Wissen und in der Wahrheit stehen, nichts erbitten, was ihm unzuträglich ist, und sonach stets Erfüllung finden, weil er glaubt. Wisset, daß ihr nicht anders als im rechten Denkens stehen könnet, so ihr durch die Liebe über einen rechten Glauben verfügt und in diesem Zustand ein Gebet zu Mir emporsendet. Und gedenket Meiner Verheißung:„Bittet, so wird euch gegeben werden, klopfet an, so wird euch aufgetan ....“ Und so dürfet ihr jederzeit Mir eure Anliegen vortragen als rechte Kinder, und Ich werde euren Glauben niemals zuschanden werden lassen .... Amen
B.D. 4373 empfangen am 12.7.1948 Urteilsvermögen abhängig von Liebeleben .... Wer prüfen will und urteilen über den Wert dessen, was ihm geboten wird durch Meine Vermittlung, der muß selbst in der Liebe stehen, will er zu einer Prüfung befähigt sein, ansonsten jeder Mensch ein anderes Urteil fällen würde, jedoch immer abweisend, denn die Liebe allein befähigt einen Menschen zu einer ernsten Prüfung mit wahrheitsgemäßem Erfolg. Es kann wohl der ernste Wille vorhanden sein, im rechten Denken zu stehen und also das ausschalten wollen, was der Wahrheit nicht entspricht, doch die Liebe erst erleuchtet den Geist, und dann erst wird vieles dem Menschen verständlich sein, was er zuvor nicht fasset und darum ablehnet. Es ist das Urteilsvermögen ohne Liebe schwach, es ist sein Denken auf falscher Fährte, es ist sein Blick getrübt für alles Rechte und Wahre, er untersteht noch zu sehr dem Einfluß jener Wesen, die die Wahrheit bekämpfen, und wird sonach selbst gegen das ankämpfen, was von Kräften des Lichtreiches zur Erde geleitet wird, und darum kann sein Urteil niemals rechtskräftig sein und braucht also den Vertreter der reinen Wahrheit nicht zu erschrecken oder zu beeinflussen. Achtet nur darauf, ob ein Mensch liebetätig ist, so ihr den Wert seiner Einwände und die Glaubwürdigkeit seiner Behauptungen ermessen wollt. Lasset euch nicht beirren, so ihr angegriffen werdet von Zweiflern oder Spöttern, und nehmet nur das Urteil dessen ernst, der ein vorbildliches Liebeleben führt und dem es ernst ist um die reine Wahrheit. Ihn sollt ihr anhören und mit ihm debattieren, und es wird euch gelingen, ihn von der Wahrheit dessen zu überzeugen, was Ich durch euch dem Menschen mitteile. Ihn werdet ihr als Anhänger Meiner Lehre gewinnen, er wird überzeugten Glaubens werden und eintreten für die reine Wahrheit aus Mir. Immer wieder werdet ihr scharfen Einwänden Widerstand leisten müssen, immer wieder werdet ihr Gelegenheit haben, die Verstandesschärfe eines Menschen zu übertrumpfen, solange dieser nicht gleichzeitig in der Liebe steht, denn die Liebe siehet schärfer als der hellste Verstand, und einem liebenden Herzen ist das schwerste Problem leicht lösbar, es erkennt und versteht alles, was dem anderen Menschen unfaßbar ist, und sein Urteil ist daher allein rechtskräftig. (12.7.1948) So euch nun feindlicher Widerstand erwächst, so eure geistige Arbeit und ihre Ergebnisse als irriges, eigenes Gedankenerzeugnis hingestellt werden, so man euch den Irrtum beweisen will, so schrecket nicht zurück und lasset euch nicht einschüchtern, sondern lasset sie reden und sich ihrer Ansicht entäußern, und ihr werdet viele Angriffspunkte finden, die euch Gelegenheit geben, alles zu wider-legen, was sie vorbringen. Und Ich Selbst werde euch die Worte in den Mund legen und ihnen ein scharfer Gegner sein, Den sie nicht außer Kraft setzen können. Und immer wieder sei euch gesagt, daß ihr sie schlagen könnet jederzeit, so ihr für Mich und Meine Lehre eintretet, denn dann haben sie nicht mehr euch als Gegner, sondern Mich Selbst, und Mir werden sie wahrlich nicht gewachsen sein, ob sie sich auch noch so klug und überlegen dünken. Ernstlich-die-Wahrheit-Erstrebende werde Ich für Mich gewinnen, doch wem es nur darum zu tun ist, euch anzufeinden oder unschädlich zu machen, der wird nur eine Niederlage, aber keinen Gewinn zu erwarten haben, so er sich anmaßet, Mein Wort zu kritisieren und ein Urteil zu fällen, wozu er nicht fähig ist. Er greift dann nicht euch, sondern Mich Selbst an, so er gegen Mein Wort Stellung nimmt, und darum werde auch Ich ihm durch euch antworten, so es nötig ist .... Amen
B.D. 4374 empfangen am 13.7.1948 Sündflut .... Wie zur Zeit der Sündflut, so wird es auch kurz vor dem Ende sein. Die Menschen
werden allen weltlichen Genüssen zugetan sein, ihren körperlichen Begierden und
Lastern frönen, sie werden einen sittenlosen und unmoralischen Lebenswandel führen
und keinen Gedanken nach oben wenden, dem Einen zu, Der Herr ist über Himmel
und Erde. Denn sie werden keinen Glauben mehr haben .... Amen
B.D. 4375 empfangen am 14.7.1948 Amt der rechten Diener Gottes .... Ich habe einem jeden von euch, die ihr Mir dienen wollet, ein Amt zugeteilt, das ihr gewissenhaft versehen sollet, auf daß Ich euch als Meine Diener segnen und euch als treue Knechte aufnehmen kann in Mein Reich, so eure Stunde gekommen ist, da Ich die Seele vom Körper trenne. Denn eures Verweilens auf dieser Erde ist nicht mehr von langer Dauer, selbst wenn ihr das letzte Ende erlebet. Die Welt ist jetzt schon reif zum Untergang, doch einige wenige Seelen sind noch zu retten, wozu Ich euch benötige. Und dies allein ist eure Aufgabe, daß ihr die Wahrheit verbreitet, die ihr direkt von Mir empfanget. Darum führe Ich euch immer wieder Menschen zu, denen ihr Mein Evangelium verkünden sollet, die ihr aufmerksam machen sollet auf Mein Wirken an euch und denen ihr Aufklärung geben könnet auf Fragen, die sie stellen, ihr Nachleben betreffend und den Zweck ihres Erdenlebens. Es gibt viele fragende Menschen, denen eine rechte Antwort große Hilfe ist in ihrer geistigen Entwicklung, und um dieser willen zögere Ich noch mit dem letzten Vernichtungswerk und gebe ihnen Zeit und Gelegenheit, zu Mir zu finden. Doch ihr, Meine Diener auf Erden, müsset euch jener Menschen annehmen, denn nur durch Menschenmund kann Ich zu ihnen reden und ihnen die rechte Antwort geben. Nehmet diese eure Aufgabe ernst, und seid Mir treue Mitarbeiter in der kurzen Zeit, die euch noch auf Erden beschieden ist. Denn bald ist die Zeit vorüber, bald habt auch ihr überwunden, was euch drückt, bald werdet ihr den Lohn in Empfang nehmen dürfen, den Ich euch als Meinen Mitarbeitern verheißen habe .... bald hat Leid und Mühsal sein Ende gefunden. Glaubet dies und schaffet und wirket und nützet jede Gelegenheit aus, euren Mitmenschen Kenntnis zu geben, daß auch sie sich vorbereiten sollen auf ein schnelles Ende. Gebt ihnen Aufschluß, auch wenn ihr keinen Glauben findet, und bedenket, daß jede ungenützte Gelegenheit den Verlust einer Seele bedeuten kann, daß ihr Licht bringen könnet in die geistige Dunkelheit, auf daß die Seele den Weg findet, der zu Mir führt. Und so seid eifrig in eurer Tätigkeit, setzet eure geistige Arbeit jeder irdischen voran. Und es wird euch auch die letztere gesegnet sein, so daß ihr sie leicht mit Meiner Unterstützung bewältigen könnet, denn Ich brauche euch zur geistigen Mitarbeit und segne euch, so ihr Mir gewissenhaft und freudig dienet .... Amen
B.D. 4376 empfangen am 14.u.15.7.1948 Gottes Sorge für Seine Diener .... Ihr werdet den Weg bis zum Ende an Meiner Hand zurücklegen, und keine Sorge
braucht euch zu drücken, so ihr nur glaubet. Ihr seid in Meinen Dienst getreten, folglich
übernehme Ich auch jede Sorge um euch, irdisch sowohl als auch geistig. Euren Willen,
Mein zu werden, besitze Ich, also seid ihr nicht zwangsmäßig von Mir bestimmt zum
Wollen, Denken und Handeln, doch Ich lenke diesen Willen, den ihr Mir selbst unterstellt habt, zu rechtem Denken, Wollen und Handeln. Also werdet ihr stets tun, was euch
zum Heil gereicht und ihr könnet getrost jede Sorge fallenlassen, die noch eurem irdischen Leben gilt. Ich bestimme euer ferneres Leben, Ich füge es, wie es eurer Mission für
Mich entspricht, denn ihr habt noch eine große Arbeit zu leisten, und auf daß ihr diese
ausführen könnet, nehme Ich Mich eurer ganz besonders an, auf daß euer Erdenweg
nicht zu beschwerlich ist, auf daß ihr froh und heiter die Arbeit für Mich und Mein
Reich verrichten könnet. Und so brauchet ihr euch auch keinerlei Gedanken zu
machen, in welcher Weise ihr die Verbreitung Meines Wortes durchführen sollet, Ich
gehe mit euch schon die Wege, wo ihr genötigt werdet zu reden, und ihr brauchet nicht
anderes zu tun, als dem inneren Drang zu folgen, d.h., zu reden, so es euch dazu von
innen heraus treibt, oder zu schweigen, so ihr dazu euch bewogen fühlt. Immer ist es
Meine Stimme, die euch etwas zu tun oder zu lassen heißt, und ihr sollt immer nur dem
inneren Drang folgen, dann wird es auch recht sein, wie ihr handelt, dann kann Ich in
euch wirken und tue es, weil ihr wollt, daß ihr Meinen Willen erfüllet, und so lege Ich
euch Meinen Willen in euer Herz. (15.7.1948) Ich will euch zur inneren Ruhe verhelfen,
auf daß ihr eure Arbeit für Mich ungestört ausführen könnet, weil sie unsagbar wichtig
ist in der kommenden Zeit. Bedenket dies und glaubet, daß Ich um eurer Arbeit willen
euch den inneren Frieden geben will und daß darum jegliche Sorge überflüssig ist. Was
ihr brauchet, werdet ihr erhalten; was euch vorenthalten wird, benötigt ihr nicht, denn
Ich weiß den Nutzen und den Schaden aller Dinge für eure Seele und bedenke euch
wahrlich so, wie es dienlich ist. Wer Mir nachfolgen will, der nehme sein Kreuz auf
sich .... so lasset euch also auch euer kleines Kreuzlein nicht drücken, das ihr glaubt, tragen zu müssen, bürdet auch die kleinste Last Mir auf, so ihr eine Hilfe benötigt, Ich bin
immer bereit, sie euch abzunehmen, aber seid eifrig in eurer Arbeit für Mich und Mein
Reich. Wie ihr ausmesset, so wird euch zugemessen werden, darum gebet geistige
Gaben euren Mitmenschen, daß ihre Seelen nicht zu darben brauchen, und tut ihnen
viel Liebe an, auf daß sie euer Beispiel nachahmen und also gewonnen sind für Mein
Reich .... und ihr werdet desgleichen empfangen .... Amen
B.D. 4377 empfangen am 15.u.16.7.1948 Ernste Mahnung .... (Verstummen der Stimme?) .... Euch geht von oben noch eine ernste Mahnung zu, bevor der Aufruhr beginnt, der
euch jede ruhige Überlegung nehmen wird. Machet euch bereit, der Tag neigt sich dem
Ende zu .... Amen
B.D. 4378 empfangen am 17.7.1948 Innere Stimme schwer hörbar .... Meine Stimme werdet ihr stets vernehmen, so ihr euch Mir hingebt und im Verlangen nach Meinem Wort aufmerksam nach innen lauschet. Diese Versicherung habe Ich
euch stets gegeben, und Ich halte mit Meiner Gnadengabe niemals zurück, so ihr sie
innig begehret. Doch solange Meine Stimme noch nicht tönend in euch erklingt, sondern nur gedanklich euch berührt und also volle Aufmerksamkeit und daher Abgeschlossenheit der Welt gegenüber erfordert, ist es von euch selbst abhängig, ob ihr sie
vernehmet. Darum mache Ich euch aufmerksam auf die kommende Zeit, die euch so
vollauf in Anspruch nehmen wird, daß nur der stärkste Wille es durchsetzt, sich abzuschließen und in der Stille auf Meine Stimme zu horchen. Die Not der kommenden Zeit
wird euch oft die innere Ruhe nehmen, wenngleich Ich jedem dienstwilligen Knecht
helfe, seiner Aufgabe nachzukommen. Ich bin euch immer nahe, und so ihr trotz größter Not das Bewußtsein Meiner Gegenwart behaltet, wird euch auch Meine Stimme stets
ertönen, denn dann ist euer Glaube stärker als die irdische Not und dann bannet ihr sie
jederzeit. Doch aufmerksam will Ich euch darauf machen, daß ein großer Aufruhr euch
bevorsteht, der all euer Denken gefangennimmt und sich so auswirkt, daß ihr die Verbindung mit Mir nur schwer herstellen könnt .... Versuchet immer wieder, euch zu versenken und in der Stille zu horchen auf die Stimme des Herzens, und ihr werdet siegen, so ihr wollet und euer Verlangen nach Mir mächtig ist. Und schöpfet zuvor Kraft aus Meinem Wort, nützet die Zeit, werdet nicht lau und gleichgültig, sondern glaubet es, daß eine große Gefahr euch umlauert, daß ihr aus der weltlichen Ruhe aufgerüttelt werdet und sich ein großes Weltgeschehen vorbereitet. Verlasset euch stets auf Meine Hilfe, und niemals werdet ihr vergeblich zu Mir rufen, denn Ich erhöre euch, die ihr als Meine Kinder nach dem Vater rufet in eurer Not .... Amen
Abendmahl .... Das immerwährende Verlangen nach der Speisung am Tisch des Herrn sichert euch
Seine Liebe .... Amen
B.D. 4380 empfangen am 19.7.1948 „Wo zwei oder drei in Meinem Namen ....“ Ich bin inmitten Meiner Gemeinde, d.h. derer, die an Mich glauben und mit Mir in
lebendiger Verbindung stehen, die durch Werke der Nächstenliebe diese Verbindung
mit Mir eingegangen sind und also lebenerweckende Kraft aus Mir beziehen .... Amen
B.D. 4381 empfangen am 20.7.1948 Göttliche Ordnung .... Vertiefet euch in Meine Lehre, und ihr werdet erkennen, daß Ich nur das gelehrt
habe, was die ewige göttliche Ordnung herstellt, daß Ich euch Menschen nur Aufklärung gebe über die ewigen Grundgesetze, wider die nicht verstoßen werden darf, wenn
keine Unordnung hergestellt werden soll. Alles, was dagegen ist, wirkt sich im Rückgang und in Zerstörung aus, während nach Meiner Ordnung von Ewigkeit nur Aufbau
und Fortschritt sein soll und dies Seligkeit auslöst bei dem Wesenhaften, das Mein
Gesetz erfüllt. Darum gab Ich auf Erden Richtlinien an, weil die Menschheit schon so
oft wider die göttliche Ordnung verstoßen hatte, daß sie selbst nicht mehr erkannte den
göttlichen Willen sowohl als auch den Sinn und Zweck der von Mir gegebenen Grundgesetze. Ich lehrte die Menschen vor allem das erste Grundgesetz, die Liebe .... Amen
B.D. 4382 empfangen am 20.7.1948 Ziel des Menschen .... Es ist ein hohes Ziel, das euch Menschen gesetzt ist als Krönung eures Erdenlebens, daß ihr des Vaters Liebe euch gewinnet, d.h., daß ihr sie spüret, daß sie euch durchflutet mit aller Kraft und euch zu seligen Geschöpfen macht. Dieses Ziel zu erreichen ist eure Lebensaufgabe, denn ihr selbst müsset in einen Zustand eingehen, der euch der Liebe Gottes würdig macht; wenngleich Seine Liebe allen Seinen Geschöpfen gehört und nimmermehr endet, so kann Er sie euch doch erst dann zuwenden, so ihr die Bedingungen erfüllet, die ein Überströmen der Liebe Gottes zulassen. Ihr müsset euch herrichten zu Gefäßen, die Gottes Vaterliebe in sich aufnehmen können, ihr müsset euch gestalten zu Wesen, die, als selbst zur Liebe geworden, sich mit der ewigen Liebe vereinigen können. Ihr müsset euch wandeln zu Geschöpfen, die ihre Urbeschaffenheit wieder annehmen, Wesen voller Liebe und Kraft, Licht und Weisheit. Diese Wesen sind aus Gottes Liebekraft hervorgegangen, und ihnen gehört Seine Vaterliebe bis in alle Ewigkeit. Auswirken kann sich die Liebe Gottes aber nur in voller Erwiderung, denn Liebe, die einseitig ist, wird nie beglücken, sondern ständig werben um Gegenliebe. Gott wird nicht eher ruhen, bis Ihm von seiten Seiner Geschöpfe Liebe geschenkt wird, dann erst kann Seine Liebekraft wirksam werden an den Menschen, dann erst hat sich der Mensch das Schönste gewonnen, die Vaterliebe, die ständig gibt und ständig beglückt. Wer sein Ziel erreichet auf Erden, daß er sich gestaltet zu einem Aufnahmegefäß, das den Ausfluß göttlicher Liebe in sich birgt, der ist erfüllt von Seinem Geist, der als Liebekraft nun wirket im Menschen. Die Liebeausstrahlung Gottes nimmt Form an in Seinem Wort, das durch Seinen Geist den Menschen vermittelt wird, die sich durch ein Liebeleben der Liebe Gottes würdig machen. Also ist das höchste Ziel auf Erden, den Zustand zu erreichen, das göttliche Wort vernehmen zu können; es ist dies der Beweis, daß Gottes Liebe den Menschen umfängt, daß Er sie zum Ausdruck bringt in Seinem Wort und daß also jeder Empfänger des göttlichen Wortes sich auch Seine Liebe erworben hat, also das Ziel auf Erden erreicht ist, das ihm gesetzt wurde, und daß er nun als Lichtwesen auf Erden schon wirken und bei seinem Ableben ins geistige Reich eingehen kann, wie es seine Bestimmung ist .... Amen
B.D. 4383 empfangen am 22.7.1948 Gegenwart Gottes .... Mein Wirken an euch muß euch Beweis sein, daß Ich euch nahe bin, daß ihr euch
Meine Gunst errungen habt und daß Ich euch ein Zeichen gebe, auf daß ihr euch dessen bewußt seid. Nichts aber ist ohne Sinn und Zweck, was geschieht, sondern allem
liegt tiefste Weisheit zugrunde. Also muß auch Mein Wirken an euch einem bestimmten Zweck entsprechen. Der Zweck aber muß euch auch klar sein, ansonsten ihr an Meiner Gnadengabe achtlos vorübergehen würdet, also Mein Wirken ohne Erfolg für euch
wäre. Ich trete euch selbst so nahe, daß ihr Meine Gegenwart spüret, ihr dürfet Einblick
nehmen in Meinen ewigen Heilsplan, Ich gebe euch Kenntnis über Mein Walten und
Wirken, Ich vermittle euch tiefstes Wissen, Ich unterweise euch ständig und bringe also
Meine Liebe zu euch zum Ausdruck. Ich bin immer bereit für euch und äußere Mich,
sowie ihr Meine Liebegabe begehrt. Ihr aber nehmet dieses größte Wunder, Mein
Geschenk, das Meine Liebe euch bietet, in Empfang wie eine Selbstverständlichkeit, ihr
höret also wohl Mein Wort, spüret aber nicht die Kraft, weil ihr von Meiner Liebe nicht
berührt werdet, wie sie von euch empfunden werden soll. Ich trage euch Meine Liebe
immer wieder an, doch ihr erwidert sie nicht in dem Maße, wie Ich es verlange, ihr
bleibt Mir viel Liebe schuldig und werdet darum auch nicht die Seligkeit der Liebe empfinden, die aber euer Anteil wäre, die Ich euch bereiten möchte .... Amen
B.D. 4384 empfangen am 23.7.1948 Forschen .... Ein forschungsgemäßes Ergebnis kann nur dann als Wahrheit angenommen werden, wenn der Forscher selbst in Meinen Willen eingegangen ist, er also sein Denken,
Wollen und Handeln Mir unterstellt, d.h. immer um Meinen Beistand bittet, was er
auch in Angriff nimmt. Dann kann unbedenklich auch das Ergebnis seiner Forscherarbeit akzeptiert werden, dann hat er unter Assistenz Meines Geistes seine Forschung
unternommen, und sein Gedankengang ist recht geleitet worden durch diesen. Ihr
Menschen könntet sonach selbst euch ein Urteil bilden, so ihr dieses Moment in
Betracht ziehet und ehrlich bemüht seid, in der Wahrheit zu stehen, so daß ihr zum
mindesten das mit Recht verurteilen könnet, was von Menschen euch zugetragen wird,
die offensichtlich einen Meinem Willen widersprechenden Lebenswandel führen. Denn
solche Menschen können nie und nimmer wahrheitsgemäße Aufklärung geben über
noch unerforschte Dinge. So werden sie auch nicht die Mitmenschen belehren können,
solange sie als Lehrer untauglich sind, weil sie selbst ohne Wissen sind. Ein rechter
Lebenswandel ist erste Voraussetzung dafür, daß auch sein Verstand in rechter Richtung
arbeitet. Darum wird ein tief gläubiger, Mein Liebegebot erfüllender Mensch alle noch
ungeklärten Probleme viel leichter zu lösen imstande sein, und seine Forschungen werden Ergebnisse zeitigen, die bedenkenlos angenommen werden können, wie auch ein
jeder Mensch im rechten Denken stehen wird, sobald sein Lebenswandel der rechte ist
vor Mir. Es wird euch diese Kenntnis die Beurteilung von menschlichem Gedankengut
erleichtern, das als Wahrheit euch zugeführt wird und das ihr prüfen müsset, bevor ihr
es annehmet. Wenngleich schärfster Verstand tätig war, kann er Irrtum gezeitigt haben,
so der Verstand nicht mit Liebe gepaart war. Der Verstand zwar kann logisch zu begründen suchen, was er vertritt, dennoch wird die Liebe schärfer sehen und entdecken, wo
der Verstand Fehlschlüsse gezogen hat. Und darum muß das Urteil eines in der Liebe
stehenden Menschen mehr geachtet werden, und wahrhaft weise sein wird der Mensch,
der auf die Stimme des Herzens hört, auf das, was ihm gefühlsmäßig annehmbar
erscheint .... Amen
B.D. 4385 empfangen am 23.7.1948 Arbeit im Weinberg des Herrn .... Lehret die Unwissenden, kläret auf die Irrenden, helfet den Schwachgläubigen, und
erbauet die Meinen, und ihr versehet nach Meinem Willen euer Amt, ihr bearbeitet die
Äcker Meines Weinberges. Und eure Tätigkeit wird nicht erfolglos sein, überall werdet
ihr Hand anlegen können, denn der Boden muß urbar gemacht, das Unkraut muß entfernt werden, schwache Pflänzchen müssen aufgerichtet werden und Halt finden, und
auch die gut gedeihenden Pflanzen müssen gepflegt werden, sollen sie jedem Unwetter
standhalten und Augen und Herzen der Menschen erfreuen. Wichtig aber ist, daß ein
guter Same auf Meinen Acker gestreut werde, und mit diesem wird euch euer Herr versorgen, und ihr sollet keinen fremden Samen darauf nehmen als nur den, den ihr von
Mir empfanget zur Aussaat. Dann wird auch zur Zeit der Ernte der Acker gute Früchte
tragen, und die Scheuern werden gefüllt werden, so Meine Arbeiter eifrig sind für Mich
und für eine gute Ernte sorgen. Und so ist eure Tätigkeit von größter Bedeutung, sollen
doch die Menschenherzen empfangsfähig gemacht werden für Mich Selbst, für Mein
Wort, das Ich ihnen darbieten will, das als guter Same in ihren Herzen Wurzeln schlagen soll. Ich aber sage euch, daß Ich die Arbeit Meiner Knechte lohnen werde, wie Ich es
verheißen habe. Die am Ende dieser Erdperiode sich Mir als treue Knechte zur Verfügung stellen, müssen ihren Glauben aus sich selbst erringen, und das bewerte Ich
ganz besonders hoch. Ihnen gebe Ich Mich zu erkennen im Wort, das Ich ihnen zuführe,
auf daß sie ihre Arbeit ausführen können. Wer guten Willens ist, der erkennt es als Mein
Wort, und folglich wird er auch nicht falsch handeln, wenn er mit diesem Meinem reinen Samen Mir gute Früchte zu verschaffen bemüht ist. Er wird durch Mein Wort so
angeregt sein für seine Tätigkeit, daß er viel Erfolg hat .... Amen
B.D. 4386 empfangen am 25.7.1948 Kraft des Wortes vor dem Ende .... Trinket aus dem Quell des Lebens, labet euch mit dem Brot des Himmels, und nehmet also die Kraft aus Mir in Empfang, die ihr dringend benötigen werdet in kommender Zeit. Denn es ist eine große Aktion, mit der Ich die letzte Phase auf dieser Erde einleite, es ist etwas so Gewaltiges, daß ihr voller Widerstandskraft sein müsset, wollet ihr Herr der Situation bleiben. Ich habe die Zeit festgesetzt seit Ewigkeit .... sie ist erfüllet .... Die Menschheit ist auf dem geistigen Tiefstand angelangt, der das Ende dieser Erde
bedingt, und darum bereite Ich euch vor, daß ihr dieses Ende in einem Seelenzustand
erlebet, der Meinem Willen entspricht und euch das Eingehen in das Lichtreich sichert.
Die wenigen Mir zustrebenden Menschen will Ich bewahren vor geistigem Niedergang,
Ich will nicht, daß sie in der Härte der Zeit erliegen, daß sie an Mir zweifeln und ihren
Glauben ganz verlieren durch die große Not, so sie keine Erklärung haben dafür. Denn
es würde kein Mensch selig, wollte Ich nicht durch Mein Wort mit ihnen in Verbindung
bleiben und ihnen das Wissen vermitteln über das Bevorstehende. Denn die Ungläubigkeit ist weit größer, und schwer ist es trotz Meines aufklärenden Wortes für die Gläubigen schon, standzuhalten in kommender Zeit. Doch Mein Wort wird euch jederzeit
Kraft geben, an Meinem Wort werdet ihr ständig die Stütze finden, die euch Halt gibt,
wenn die Not schwer auf euch lastet. Mein Wort wird euch seelische Speisung sein, und
durch Mein Wort habt ihr auch Kenntnis davon, daß euch geholfen wird in jeder irdischen und geistigen Not. Und in dieser Zuversicht will Ich euch erhalten bis zum
Ende .... Amen
B.D. 4387 empfangen am 25.-27.7.1948 Persönliche Worte .... Was der Geist euch kundtut, ist Mein Wort, und dieses sollet ihr hören. Ich spreche
mit euch jederzeit, so ihr zuvor mit Mir gesprochen habt im Geist und in der Wahrheit.
Und also antworte Ich nicht auf das, was nur euer Mund spricht, sondern, was ihr im
Herzen fühlt und denkt, das dringt zu Mir und findet Gegenäußerung. Und so ihr Mich
nun fraget, werdet ihr gedanklich Meine Antwort empfangen. Ihr könnet eure Gedanken nun getrost als von Mir ausgegangen betrachten und sie euch zu Herzen nehmen.
Ich will, daß ihr alles verstehet und nicht in Zweifel geratet .... Amen
B.D. 4388 empfangen am 28.7.1948 Inniges Gebet .... Verlasset euch stets auf Meine Hilfe, so ihr in geistiger oder irdischer Not seid; Ich
bin stets bereit, wenn ihr Mich rufet. Und verharret bei dem Gedanken, daß Ich euch
vorbereite für die Zeit eures Wirkens für Mich. Dieser Gedanke wird euch in allen
Lebenslagen Erklärung sein, denn es werden große Ansprüche gestellt werden an euch,
die ihr nur erfüllen könnet mit Meiner Hilfe und ihr darum stets die Verbindung
suchen müsset mit Mir .... Amen
B.D. 4389 empfangen am 29.7.1948 Kraft des Gebetes .... Die Kraft des Gebetes wird zuwenig genützet, weil ihr Menschen nicht im rechten
Glauben steht und ihr daher sie zuwenig erproben könnet. Alles könntet ihr anfordern
und auch alles erreichen, so ihr glaubet, so ihr ohne Zweifeln Mir eure Bitten vortragen
würdet und voller Vertrauen ihrer Erfüllung harret. Das Gebet ist die Brücke zu Mir, die
Ich Selbst euch gebaut habe und die ihr jederzeit betreten dürfet, um zu Mir zu gelangen. Ein rechtes Gebet, ein Gebet im Geist und in der Wahrheit, wird immer Gehör finden und nicht erfolglos bleiben, und die Stärke eures Glaubens gewährleistet euch auch
sichere Erfüllung, folglich hängt die Erfüllung eurer Bitten nicht von Meinem Willen
ab, sondern nur von eurer Glaubensstärke, und folglich seid ihr selbst bestimmend,
wieweit euer Gebet erhört wird. Immer wieder sage Ich es euch, daß ihr euch in allen
Anliegen an Mich wenden sollet, und also könntet ihr wahrlich ein weit leichteres
Erdendasein haben, so ihr die Kraft des Gebetes besser nützen möchtet. So ihr aber die
Gebete dahersprechet, wie es euch vielfach gelehrt wird, werdet ihr ständig bitten können und vergeblich auf die Erfüllung eurer Bitten warten. Dann erreichet euer Gebet
nicht Mein Ohr, denn es ist kein rechtes Gebet, es fehlt ihm die Kraft des Glaubens.
Dann kann Ich nicht wirken mit Meiner Macht, denn Ich Selbst habe euch den rechten
Glauben gelehret, Ich habe ihn zur Bedingung gemacht, sollen eure Gebete erhört werden. Ich kann euch nicht von dieser Bedingung entbinden, Ich muß den Glauben an
Mich und Mein Wirken verlangen, ansonsten Ich Selbst Meinem Gesetz von Ewigkeit
untreu würde, ansonsten Ich auch nicht die Kraft des Glaubens erwähnen könnte. Ihr
könntet alles erreichen und brauchet nur die Probe zu machen, doch ihr müsset euch
zuvor den tiefen Glauben aneignen, ihr müsset so von innen heraus überzeugt sein, daß
ihr niemals eine Fehlbitte tut, daß Ich euch helfen kann und helfen will. Und Ich werde
euch jede irdische Bitte erfüllen, so ihr in der rechten Weise betet .... im Glauben, daß
Ich euch gewähre, was der Seele nicht zum Schaden gereicht, und ihr voll überzeugt
seid, daß Ich euch nur das gebe, was euch dienlich ist, weil Ich euch liebe .... Amen
B.D. 4390 empfangen am 30.7.1948 Geistiger Rückschritt .... Der geistige Rückschritt ist immer deutlicher erkennbar und muß euch schon allein
Erklärung sein für die irdische Not, weil diese allein noch das Mittel ist, das die Menschen aufrütteln und zu einer Änderung der Lebensführung wie auch des Denkens veranlassen könnte. Die Menschen streben nur noch irdisches Gut an, und sie lassen sich
von der Materie beherrschen, anstatt daß es umgekehrt wäre, daß sie siegten im Kampf
gegen die Materie. Immer wieder halte Ich ihnen daher das Törichte ihres Strebens vor
Augen, indem Ich ihnen die Vergänglichkeit des Irdischen zeige. Doch die kleineren
Geschehen fruchten nichts, der einzelne ändert sein Denken nicht und läßt sein Seelenleben unbeachtet, denn er rechnet nur mit dem Erdendasein und hat den Glauben an
ein Jenseits völlig verloren. Immer tiefer sinkt die Menschheit ab, immer seichter wird
der Glaube, immer seltener die Verbindung mit Mir, ihrem Gott und Schöpfer von
Ewigkeit. Und dies wird besonders klar zutage treten in kurzer Zeit. Immer näher rückt
der Tag des gänzlichen Umschwunges der Lebensverhältnisse, der Tag da alles eine Veränderung erfährt, weil Mein Wille nun tätig wird in offensichtlicher Weise. Nichts werden die Menschen schützen können, was Ich ihnen nicht schützen will, und machtlos
werden sie Meiner Macht gegenüberstehen und in größte Not geraten. Gesegnet aber
ist die Not, wenn sie nur irdisch den Menschen betrifft, wenn nicht seine Seele in Gefahr
ist .... wenn der Mensch glaubt .... Amen
B.D. 4391 empfangen am 31.7.1948 Große Not .... Nehmet Kenntnis davon, daß eine neue Zeit beginnt, eine Zeit der Entbehrungen
und Mühsale, wie sie die Welt zuvor noch nicht erlebt hat .... Ziel des anderen ist das Reich außerhalb der Erde, das euch ein besseres Leben verspricht nach dem Leibestode. Und wenige nur werden diesen Weg gehen, dessen Ziel
aber sicher ist, während die Massen strömen auf den Weg des Irdischen, der ins sichere
Verderben führt. Glaubet Meinen Worten, daß die Zeit gekommen ist, und stellet euch
jetzt schon darauf ein, alles hinzugeben und mit der einfachsten Lebensführung zufrieden zu sein, denn noch besitzet ihr viel im Vergleich zu der kommenden Zeit, wo nur
wenige ihren Besitz behalten, sich aber dessen nicht erfreuen können, weil ihnen nun
durch Mitmenschen genommen wird, was Ich ihnen belasse. Niemand will es hören,
daß ein Aufstieg nur illusorisch ist, daß ihr nur noch kurze Zeit in erträglichen Verhältnissen lebt, daß ein großer Umschwung vor euch liegt, der euch jeglicher Lebensfreude
beraubt und euch vor harte Lebensforderung stellen wird. Doch er kommt ganz gewiß,
weil die Zeit erfüllet ist. Und wenn euch Meine Gnade zuvor schon darauf hinweiset, so
geschieht dies nur zu dem Zweck, daß ihr euch frei machen sollet von irdischem Begehren, daß ihr euch keine Zukunftspläne machet, sondern mit erhöhtem Eifer strebet
nach geistigen Gütern, die allein euch die schwere kommende Zeit erträglich machen
und euch nützen werden. Denn mit ihnen könnet ihr arbeiten, wenn die Not groß ist
und die Menschen am Verzweifeln sind. Doch Ich kann sie nicht von euch abwenden,
vergesset ihr Menschen doch völlig eures Gottes auf der Jagd nach irdischem Gut. Ihr
bedenket nur euren Körper und lasset die Seele darben, und so nehme Ich euch, was ihr
dem Körper zugedacht, und biete euch jedoch zum Ausgleich köstliches Gut für die
Seele .... Denn was Ich verkündet habe, erfüllet sich, und Ich sende euch Menschen nur deshalb Seher und Propheten zu, daß ihr wach werdet und allen Ernstes an eure Seele denket, die in größter Gefahr ist .... Amen
B.D. 4392 empfangen am 1.8.1948 Erlöser .... Glaube .... Solange ihr nicht glauben wollet, werdet ihr auch nicht glauben können. Jeder
Mensch kann sich sein Seelenleben gestalten nach seinem Willen, d.h., seinem Denken,
Fühlen und Wollen ist kein Zwang auferlegt, es wird sich niemals in einer bestimmten
Richtung bewegen müssen, sondern der Mensch wählt sich die Richtung selbst. Damit
aber die von ihm gewählte Gedanken- und Willensrichtung die rechte, Meinem Willen
und Meiner ewigen Ordnung entsprechende sei, wird ihm ständig Hilfe gewährt, sie
wird ihm gewissermaßen angetragen, so daß es ihm leicht ist, die rechte Richtung einzuschlagen, so er sich als erstes dem Beherrscher der Unendlichkeit hingibt, ganz
gleich, in welcher Form er Diesen anerkennt, also erstmalig an Ihn glaubt .... Die Willensfreiheit ist auch Erklärung für das größte Mysterium, für die Menschwerdung
Gottes in Jesus Christus .... Amen
B.D. 4393 empfangen am 3.8.1948 Rechtes Gebet im Geist und in der Wahrheit .... Erhöret Gott eure Bitte nicht, findet ihr keine Erfüllung, so habt ihr nicht recht gebetet, und ihr müsset daher noch einmal rufen und Ihm eure Not darstellen, so ihr um Abwendung der Not bittet. Denn ihr brauchet nur zu glauben, daß Gott euch nicht ohne Hilfe lässet, dann wird euch auch geholfen werden. Es ist dann stets Mangel an Vertrauen, der Glaube ist nicht tief genug, und also höret Gott euren Ruf nicht, d.h., Er beachtet ihn nicht, auf daß ihr erkennen sollet, was euch mangelt. Geistige und irdische Not wird Er von euch abwenden, so euer Gebet im Geist und in der Wahrheit zu Ihm dringt, so ihr vertrauensvoll zu Ihm sprechet, wie Kinder zum Vater sprechen, und ihr Ihm eure Not vortraget. Stehet ihr in diesem rechten Verhältnis zu Ihm, so ist euch auch die Erfüllung jeglicher Bitte gesichert. Ein rechtes Kind überlässet aber die Art der Hilfe dem Vater in der Erkenntnis, daß dessen Weisheit und Liebe stets das Rechte für das Kind tun wird, und darum genügt die Bitte um Abhilfe und braucht sich der Mensch selbst nicht zu sorgen, in welcher Art die Hilfe geschieht. Und so auch wird Gott seelische Not beheben, so es angängig ist, denn (dann) die seelische Not, die Not, die nicht irdisch materielle Dinge betrifft, sondern den Seelenzustand, die rechte Anwendung und Verwertung geistiger Gaben. Empfindungen und Glaubensnöte sind oft von Gott über den Menschen verhängt, um ihn zu geistiger Entwicklung zu bringen, und sie sind daher zeitweise von Segen, werden aber durch inniges Gebet gleichfalls abgewendet, weil Gott niemals Seine Hilfe versagt dem Menschen, der wie ein Kind zu Ihm seine Zuflucht nimmt. Gebet euch vertrauensvoll Ihm hin, und erwartet gläubig die Abwendung dessen, was euch bedrückt, und ihr werdet nicht enttäuscht werden, denn einen tiefen Glauben lässet Gott nicht zuschanden werden .... Amen
B.D. 4394 empfangen am 4.8.1948 Geistige Mission .... Voller Weisheit werdet ihr sein, so ihr tätig sein sollet für Mich und Mein Reich. In dem Maße, wie ihr das Wissen verwendet, wie ihr selbst die Mitmenschen belehret, so wird euch geistiges Gut zugehen, und euer Wissen wird sich vermehren unbegrenzt, denn Ich wirke dann stets in euch und versehe euch mit allem, was ihr benötigt, mit geistiger und körperlicher Speise, wie Ich es euch verheißen habe. Und dann wird eure Mission erkannt werden von dem, der nur den Willen hat dazu, denn offensichtlich wird eure Weisheit zutage treten, erstaunenswert wird der Schatz des Wissens sein, der seinen geistigen Ursprung nicht verbergen kann. So ihr aber lehren werdet, sind auch die Menschen hungrig nach geistiger Speise, weil sie in äußerster Not sind. Und sie werden ihre Herzen öffnen und euch anhören, jedoch mit verschiedenem Erfolg. Vielen wird Mein Wort Erklärung sein für die Not durch das große Geschehen, das sie betroffen hat, sie werden nachdenklich sein und Mein Wort auch im Herzen erwägen. Andere wieder werden es wohl anhören, aber zweifeln oder schwachgläubig dazu stehen; die Not bewegt sie wohl, es anzunehmen, doch sie sind nicht hundertfach mit dem Herzen dabei, sondern blicken auch nach der Welt, und ihre Güter sind ihnen begehrenswerter. Und noch andere lehnen euch ganz ab, sie verwerfen jedes geistige Wort, jede Lehre, die geistige Gebiete berührt, sie haben jeglichen Glauben verloren durch das Geschehen, weil sie ihn nie zuvor im Herzen getragen haben, weil sie nur nach außen hin noch glaubten und dieser Glaube ein Formglaube war ohne jeglichen Wert. Und diese werden wider euch reden, sie werden euch zu schädigen suchen und dennoch anfangs nichts ausrichten, weil ihr geschützt werdet von denen, die euer Wissen anerkennen, die es angenommen und wohltätig empfunden haben. Und so wird euer Wirken in der ersten Zeit von Erfolg sein, bis dann eine Macht ans Ruder kommt, die euch die Freiheit des Redens unterbinden wird durch Maßnahmen und Gesetze, die wider alles Geistige gerichtet sind. Dann erst wird die große Not anheben, die das letzte Ende bedeutet .... Dann wird ein Kampf geführt werden von seiten der Welt gegen jeden Gläubigen, gegen
jede Geistesrichtung, besonders aber gegen euch, die ihr die reine Wahrheit verbreitet.
Dann aber werde Ich euch offensichtlich zur Seite stehen und so in Erscheinung treten,
daß ihr noch viele Anhänger gewinnet und euer Wirken fortgesetzt werden kann, denn
dann werdet ihr den Mitmenschen beweisen können, welche Kraft im Glauben und in
der Liebe liegt, über die ein ungläubiger und liebloser Mensch niemals verfügen kann.
Es wird eine offene Scheidung stattfinden von Gläubigen und Ungläubigen, zwei Lager
werden sich bilden, die gegeneinander streiten .... Amen
B.D. 4395 empfangen am 4.u.5.8.1948 Verschiedene Geistesrichtungen .... In keiner Geistesrichtung wird die absolute Wahrheit vertreten werden können,
solange sie nicht das Wort aus der Höhe als Ursprung ihrer Lehre aufweisen kann,
wenngleich nicht alles als Irrtum bezeichnet werden kann, was eine jede Richtung vertritt. Es werden immer die Menschen Anhänger sein, die es ernst meinen, sowie sie sich
von kirchlichen Organisationen entfernt haben und einer solchen Geistesrichtung sich
zuwenden. Und darum wird diesen auch immer wieder Gelegenheit geboten, der
Wahrheit nahezukommen, denn was sie einmal als solche erkannt haben, das halten sie
fest und sind also treuere Mitglieder geistiger Zusammenschlüsse als die Anhänger der
Kirche, die offiziell als Meine Einrichtung hingestellt wird, doch zumeist nur Mitläufer
sind oder Formgläubige, die niemals tiefer einzudringen begehren in das Ewig-Wahre,
in Meine Liebelehre, die Ich als Kern Meiner von Mir gegründeten Kirche bezeichne.
Nur das Wort aus der Höhe ist reine Wahrheit, und dieses Wort empfing und verbreitete
auch Jesus auf Erden, und also war Seine Lehre die einzig wahre, und sie wird es bleiben
bis in alle Ewigkeit. Wer nun die Lehre Christi predigt, ist Mein Vertreter auf Erden, und
er wird jeder Geistesrichtung Aufschluß geben können, wieweit sie sich in der Wahrheit
befindet und welche Ansichten irrig sind. In der Endzeit aber brauchen sich die rechten
Vertreter Meiner Lehre mit anderen Konfessionen oder Gemeinschaften nicht zu befassen, denn sie werden alle bekämpft werden von seiten irdischer Machthaber und auch
mit Sicherheit ihre Anhänger verlieren. Meine Diener sollen nur die Abgefallenen sammeln und sie für Mich und Mein Reich zu gewinnen suchen; sie sollen ihnen die reine
Wahrheit vermitteln und jede Gelegenheit nützen zur Aufklärung irregeleiteter Menschen .... (5.8.1948) Und Ich werde ihnen dazu Gelegenheit geben, Ich werde sie denen
zuführen, die noch zu gewinnen sind, die noch unentschieden sind und nur die Wahrheit benötigen, um die rechte Bahn einzuschlagen. Die Wahrheit spricht für sich selbst,
und niemand wird sie entkräftigen können, wo aber irrige Lehren unterlaufen sind,
dort ist stets ein Abfall zu gewärtigen, so eine Not an die Menschen herantritt, eine Not,
der sie durch Hingabe des Glaubens entgehen können. Denn in der letzten Zeit wird die
große Not nur die Gläubigen betreffen, die Mir treu bleiben wollen und deshalb angefeindet werden von der Welt. Die Welt wird restloses Ablehnen des Glaubens an einen
Gott und Schöpfer von Ewigkeit, Der das Geschick eines jeden Menschen lenkt, fordern, und wer seinen Glauben ablegt, dessen Not wird behoben sein. Wer standhält,
wird leiden müssen in ungewöhnlicher Weise. Wer aber den rechten Glauben hat, wer
in der Wahrheit steht, die er von Mir Selbst empfangen hat, der bleibt Mir auch treu,
denn er weiß, daß die Not nicht ewig währt und dann einem freudvollen Zustand in
Seligkeit weichet. Er weiß, daß die Erde ihr Ende erlebt und mit ihr die Menschen, die
um des Irdischen willen den Glauben hingeben. Die von Mir empfangene Wahrheit hat
ihm das Wissen vermittelt um das Kommende, und dieses Wissen gibt ihm Kraft, auszuhalten bis an das Ende. Nur die Wahrheit gibt Kraft, nur wer in der Wahrheit steht, der
wird durchhalten, und darum ist es so dringend notwendig, den Menschen die Wahrheit zuzuführen, denn sie allein gibt Verständnis für alles, was geschieht. Wer nicht die
absolute Wahrheit hat, der wird unschlüssig werden, er wird zweifeln an allem und die
Welt mit ihren Freuden seinem zweifelhaften Wissen vorziehen. Ich aber will den Menschen die reine Wahrheit geben, um ihnen zu helfen, das letzte Ende zu überstehen im festen Glauben an Mich, an Meine Weisheit und Liebe, die den Meinen ein Paradies
bereiten will nach der Zerstörung dieser Erde .... Amen
B.D. 4396 empfangen am 5.8.1948 Dämonischer Einfluß .... Der dämonische Einfluß wird besonders stark zu erkennen sein, wo das Licht durchzubrechen scheint, wo die Wahrheit ans Tageslicht kommt, wo Wahrheitsträger irriges
Denken zu berichtigen suchen, wo also die Wahrheit aus Gott den Menschen zugeführt
wird durch Boten Gottes, die Sein Wort direkt empfangen. Sowie sich willige Zuhörer
finden, ist das Wirken des Gegners offensichtlich, denn immer wird ein Gegengeist sich
einfinden und durch Einwände die Wahrheit herabzusetzen suchen, immer wird den
Wahrheitsträgern Widerstand entgegengesetzt werden, sei es durch Worte oder durch
Hindernisse, die deutlich einen Einfluß von unten verraten. Wo die Wahrheit durchzudringen scheint, wird offene Feindseligkeit dem Träger der Wahrheit entgegengesetzt, und oft unter dem Deckmantel von Frömmigkeit werden die Diener Gottes,
Seine von Ihm Selbst erwählten Vertreter, zu Gotteslästerern gestempelt, um die Kraft
ihrer Worte abzuschwächen. Und jegliche Liebe von Mensch zu Mensch schwindet,
obgleich die Diener Gottes bemüht sind, in Liebe ihre Mission auszuführen, und die
Menschen mit der Wahrheit beglücken wollen. Dennoch muß immer wieder versucht
werden, das Wort Gottes, das Licht aus den Himmeln, weiterzutragen und auch den
Menschen zuzuführen, die sich im Licht stehend wähnen, die in der Wahrheit zu stehen
glauben, weil sie ungeprüft annahmen, was ihnen geboten worden ist. Es ist eine ungewöhnliche Aufgabe, Menschen belehren zu sollen, die selbst als lehrende Kräfte tätig
sind, und doch ist es nötig, auch ihnen Kenntnis zu geben von dem Wirken Gottes auf
Erden in der Endzeit. So ihr Wille gut ist, werden sie sich nicht verschließen einem Wissen, das unstreitbar zu tief und gründlich genannt werden muß, um es als eigenes
Gedankengut eines Menschen abzutun. Und es sind die Boten Gottes berufen, in allen
Kreisen Aufklärung zu geben, an alle Türen anzuklopfen und Licht zu geben, wo es
dunkel ist. Die Dunkelheit aber ist über die ganze Erde gebreitet, und selbst wo es
scheinbar hell ist, sind es nur Blendlichter, die den rechten Weg verdunkeln und in die
Irre führen. Daß nun das Licht von oben angezündet wird, um den rechten Weg hell zu
beleuchten, ist in der letzten Zeit ganz besonders nötig, denn wo Blendlichter sind, dort
sammeln sich viele Menschen, die den rechten Weg suchen und ihn nicht finden können. Dort nun müssen auch die rechten Führer stehen mit ihrem Licht, das seine Strahlen weithinaus sendet und das Dunkel der Nacht durchbricht. Daß sich nun stets Menschen einfinden werden, die das Licht zu verlöschen suchen, soll die Diener Gottes
nicht beirren, denn völlig verlöscht werden kann das Licht aus den Himmeln nicht, weil
Gott Selbst es schützt. Zudem sind die dämonischen Kräfte stets zu erkennen, weil das
Licht von oben alles durchleuchtet und auch die Masken derer, die sich erkühnen, gegen
das Wort Gottes zu sprechen. Seinen Vertretern aber wird Gott die Kraft verleihen, auch
gegen die besten Redner vorzugehen, Er wird ihren Geist erleuchten, Er wird ihnen die
rechten Worte in den Mund legen, so daß sie mit Gewandtheit widerlegen, was ihnen
auch entgegnet wird. Gott Selbst wird sprechen durch Seine Diener, doch immer wird
es den Menschen freistehen, sich zu Seinem Wort zu bekennen .... Amen
B.D. 4397 empfangen am 6.8.1948 Schicksal entsprechend dem Willen .... Der euch das Leben gab, Der weiß auch um euren Willen, und Er gestaltet euer Leben
nach diesem Willen. Ihr habt also nur das Schicksal zu erwarten entsprechend eurem
Willen, den Ich erkannte von Ewigkeit, was jedoch nicht ausschließt, daß ihr euch für
diesen Willen zu verantworten habt, denn er ist frei, und ihr werdet nicht gezwungen zu
eurem Denken, Wollen und Handeln. Seid ihr also nun gewillt, Mir zum Wohlgefallen
zu leben, so wird euch euer Leben auch vollauf Gelegenheit geben, diesen Willen auszuführen, ihr werdet in jeder Lebenslage Mich allem voranstellen und stets den Blick zu
Mir erheben. Und da Ich um diesen Willen weiß seit Ewigkeit, ist euer Schicksal entsprechend. Es wird euch immer und immer wieder Meine Hand sich entgegenstrecken,
die ihr nur zu ergreifen brauchet, ihr werdet Mich spüren stets in eurer Nähe .... Amen
B.D. 4398 empfangen am 7.8.1948 Arbeiter im Weinberg .... Euch steht ein weites Betätigungsfeld zur Verfügung, das ihr bearbeiten sollet in Meinem Willen, sowohl die Anzahl der Menschen gerechnet wie auch die Irrlehren, die
unter den Menschen Platz gegriffen haben. Ihr könnet also in jeder Geistesrichtung
Umschau halten und werdet überall Hand anlegen müssen, um den Acker vom
Unkraut zu reinigen nebst der neuen Aussaat, die nach allen Seiten hin verstreut werden soll. Und ihr werdet es können, so ihr den festen Willen habt, Mir zu dienen. Mein
Geist wird euch unterstützen, sein Wirken wird so offensichtlich in Erscheinung treten,
daß eine Sendung von oben auch von den Menschen erkannt werden muß, die euch
ablehnen wollen, denn zu einleuchtend sind eure Lehren, so sie ernstlich durchdacht
werden. Doch eine harte Arbeit wird es sein, die einen starken Willen, Geduld und Ausdauer erfordert, denn eine jede Geistesrichtung wird euch ihre Lehren gegenüberstellen, und eine jede wird den Anspruch auf Wahrheit erheben wollen. Die Gegner werden
ihren Verstand gebrauchen, wo allein das Herz prüfungsfähig ist .... Amen
B.D. 4399 empfangen am 7.8.1948 Fülle der Gnade .... In der Fülle der Gnade steht ihr, solange ihr Mein Wort empfanget direkt von Mir. Ihr
könnet diese Gnade nicht schätzen, denn ihr habt als Mensch nicht den rechten Begriff
von der unendlichen Liebe, die in diesem Geschenk zum Ausdruck kommet, und ihr
würdet auch auf Erden das Maß Meiner Liebe nicht ertragen können, so ihr fähig wäret,
ihre Tiefe zu ermessen. Ich rede mit euch .... es vollzieht sich an euch ein Wunder, eine
offensichtliche, auch den Mitmenschen erkennbare Offenbarung Meiner Liebe, Allmacht und Weisheit .... Amen
B.D. 4400 empfangen am 8.u.9.8.1948 Gottes Liebe .... Ihr seid Kinder Meiner Liebe, die Mir verlorengingen, die Mir untreu wurden und
ihr Kindschaftsrecht dadurch aufgaben. Und ihr seid dadurch in Not geraten, in eine
Not, die euch wieder zu Mir hintreiben soll. Denn ihr müsset Meine Liebe entbehren
und könnet ohne Meine Liebe nicht selig sein, weil ihr eure Stärke und Kraft eingebüßt
habt und also schwache armselige Geschöpfe seid, die Kraftzufuhr benötigen. Ich aber
liebe euch dennoch und will euch wieder zu Meinen Kindern machen, Ich will euch
zurückgewinnen, um Meine Vaterliebe an euch auswirken lassen zu können. Und Ich
werde von Meinem Vorhaben nicht abgehen, und wenn auch ewige Zeiten darüber vergehen sollten, denn Meine Liebe zu euch ist übergroß und kann ewig nicht geringer
werden. Dies muß dem Nachfolgenden vorausgeschickt werden, auf daß ihr begreifet,
in welche Situationen ein Mensch mitunter kommen muß, um wieder ganz zu Mir
zurückzukehren .... Ich will euch Menschen als Kinder Meiner Liebe wieder zurückgewinnen, ihr sollt
Meine Liebe zu euch erkennen, Mich wiederlieben und Mir zustreben in freiem Willen .... Amen
B.D. 4401 empfangen am 10.8.1948 Kampf der Finsternis gegen alles Lichtvolle .... Habt ihr euch einmal für Mich entschieden, so ist auch euer Schicksal besiegelt, und
ihr werdet zum Ziel gelangen. Doch durch Not und Trübsal müsset ihr gehen bis zum
Ende, wenngleich jeder einzelne sich selbst das Maß verringern kann durch gläubiges
Gebet und rechte Einstellung zu Mir. Der Kampf der Finsternis gegen das Licht nimmt
ständig zu, und besonders die Wahrheitsträger werden arg bedrängt von unreifem Geistigen, das die Wahrheit verdrängen will und kein Mittel scheut, dies zu erreichen. Es ist
aber eine Gnadengabe, wie die Übermittlung Meines Wortes zur Erde, Mein direktes
Wirken und wird nimmermehr von Kräften der Finsternis gehindert werden können.
Und also soll sich jeder Wahrheitsträger dies klarwerden lassen, daß er die größte und
stärkste Waffe gegen das geistig Feindliche besitzt, daß er Mich Selbst als ständigen
Schutz zur Seite hat und daß wider Mich alles Feindliche kraftlos ist und nichts ausrichten kann. Und ihr habt so wenig Vertrauen zu Mir .... Amen
B.D. 4402 empfangen am 10.8.1948 Überwinden der Materie im freien Willen .... Ob ihr euch von der Materie beherrschen lasset oder euch frei macht von ihr, ist
allein euer freier Wille. Selbst wenn euch die Materie genommen wird durch Meinen
Willen, bedeutet dies noch nicht das Lösen eurerseits von ihr, nur kann es dazu führen.
Denn ihr müsset jegliches Verlangen des Herzens danach aufgeben, ihr müsset völlig
unberührt bleiben oder euch bemühen, die Gedanken an die Materie nicht mehr
schmerzlich zu empfinden, sondern voller Gleichmut auch an verlorene Güter denken
können, dann erst habt ihr die Materie überwunden. Ihr dürfet aber auch nicht das Verlorene zurückzugewinnen suchen voller Eifer und eures eigentlichen Lebenszweckes
darüber vergessen. Es ist euch zwar nicht verwehrt, irdisch zu schaffen und eure irdische Arbeit auszuwerten, ihr sollet tätig sein und die Materie zu nützlichen Dingen verwerten, also ihr und dem Geistigen in ihr verhelfen zur Aufwärtsentwicklung, doch niemals darf euer Streben danach das geistige Streben zurückstellen oder völlig unmöglich machen. Denn dann seid ihr noch unter dem Bann der Materie stehend, dann
beherrschet sie euch, und ihr kommet in ewigen Zeiten nicht los von ihr. Denn sie wird
euch auch verfolgen in die Ewigkeit, ihr werdet sie auch nach dem Tode des Leibes noch
begehren mit allen Sinnen und ein qualvolles Leben im Jenseits führen müssen, weil
euch das Verlangen nach der Materie dauernd erfüllt und ihr nun von Scheingütern
beherrscht werdet, was einen Qualzustand für euch bedeutet; ihr werdet niemals das
Verlangen erfüllt sehen und nicht eher den Zustand der Qualen verlieren, bis ihr selbst
zurückstehet von dem Verlangen, irdische Güter zu besitzen. Das Freiwerden von der
Materie auf Erden ist so erstrebenswert, gestattet es doch ein völlig unbeschwertes Eingehen in das geistige Reich, denn im gleichen Maß, wie ihr irdische Güter ausgebet, also
im Herzen euch davon löset, empfanget ihr geistige Güter, die weit wertvoller sind und
euren Eintritt in das jenseitige Reich zu einem Seligkeitszustand machen .... Amen
B.D. 4403 empfangen am 12.8.1948 Maßstab der Nächstenliebe: Eigenliebe .... Was ihr empfangen wollet, was ihr wünschet, daß es euch gegeben werde, das müsset
ihr auch eurem Nächsten zukommen lassen, so er euch darum bittet .... Amen
B.D. 4404 empfangen am 14.8.1948 Arbeit der Diener Gottes .... Ich habe euch zu Meinen Dienern erwählet, und also sollet ihr euren Dienst treu verwalten und alles tun, was euch an geistiger Arbeit obliegt. Und so ihr nun den Auftrag
habt, Mein Wort zu verbreiten, sollet ihr nicht zaghaft sein, sondern stets in Meinem
Namen, an Meiner Statt reden, wo es angängig ist. Denn die Welt will erobert werden,
die Menschen müssen auf das geistige Reich aufmerksam gemacht werden, weil sie
selbst es nicht mehr wissen, wo und wie es zu finden ist. Überall sind Menschen, die
nach der Wahrheit verlangen, überall sind Menschen, die in der Liebe leben und die
sich mit Mir in Verbindung setzen wollen, nur durch mangelhaften Glauben und mangelhafte Erkenntnis nicht das Einfachste tun .... nach innen zu lauschen oder in den
Gedanken Mein Wort zu erkennen. Sie warten und hoffen, daß ihnen die Wahrheit
zugeführt wird, also müsset ihr, Meine Diener, sie ihnen zutragen und also reden, wo
sich Gelegenheit bietet. Niemals wird es unnötig sein, stets werdet ihr geben und der
Zuhörer gewinnen können, jedes Wort, das ihr ihnen von Mir vermittelt, wird seine
Kenntnisse erweitern und für ihn Licht bedeuten. Und so er nur wahrheitssuchend ist,
wird er Wahrheit finden, denn das Wort selbst wird zu ihm sprechen. Wer aber abweiset, der tut es auf eigene Verantwortung .... ihm wird nicht gleich wieder die reine Wahrheit geboten werden, so er Meine Gabe verschmähet und euch nicht anhöret. Die geistige Finsternis ist groß, und wer guten Willens ist, sucht aus der Dunkelheit herauszukommen und geht dem schwächsten Lichtstrahl nach, der ab und zu die Dunkelheit
durchbricht und ihn wohltätig berührt. Und um ihn wird es bald Licht werden, bis die
Sonne des Geistes hell aufgeht und er der Nacht entflohen ist. Ihr, Meine Diener, werdet
daher oft das Licht in die Dunkelheit hineintragen müssen, es wird euch oft Gelegenheit geboten werden zum Wirken für Mich und Mein Reich, nur dürfet ihr nicht lau und
gleichgültig werden und die Welt über Mein Reich stellen. Eure Arbeit wird erst in vollem Umfang einsetzen, so die Menschen aufgerüttelt sind aus ihrem Schlaf durch Meine
Stimme von oben, durch Meine Äußerung durch die Elemente der Natur, wodurch Ich
Mich bald zu erkennen gebe allen Zweiflern und auch den Gläubigen, auf daß sie an
Glaubensstärke zunehmen. Dann werdet ihr leichteres Reden haben, denn man wird
euch nicht soviel Abwehr entgegensetzen, man wird zuhören und eure Worte in Erwägung ziehen, denn ihre Seelen sind erschreckt und aufnahmefähig für jedes Wort, das
durch euch von Mir ihnen zugeht. Dann brauche Ich viele Arbeiter für Meinen Weinberg, Ich brauche euch, auf daß ihr den Acker bearbeitet und Meinen Samen aussäet,
auf daß Ich dann Ernte halten kann am Tage des Gerichtes .... Amen
B.D. 4405 empfangen am 14.u.15.8.1948 Materielle und geistige Schöpfungen .... Die sichtbare Welt birgt das unerlöste Geistige und hat sonach materielle Schöpfungen aufzuweisen, in denen das Geistige ausreifen soll. Die materielle Welt ist also nötig, solange eine Form sein muß, die dem Geistigen als Umhüllung dient, welche es spüren soll als Zwang, denn der Trieb, dieser Form ledig zu werden, ist Anlaß zu einer Tätigkeit und diese wieder nötig zum Ausreifen. Es dienet das Wesenhafte in der Form durch diese Tätigkeit gemäß seiner Bestimmung und entwickelt sich durch das Dienen wenn auch im Mußzustand langsam zur Höhe. Wäre das Wesenhafte nicht in einer Form gebunden, so würde es untätig verharren, weil es noch im Widerstand gegen Gott sich befindet und dadurch kraftlos ist, während es als Lebewesen, wozu die Außenform nötig ist, auch die Lebenskraft zugeführt erhält, die ihm ein Tätigsein ermöglicht. Daher ist in der materiellen Welt eine ständige Veränderung bemerkbar, weil Tätigkeit stets eine Veränderung dessen bedeutet, was als Materie anzusprechen ist. Offensichtlich ist diese Wahrnehmung im Stadium als Mensch, wo eine immerwährende Tätigkeit Bedingung ist, soll das körperliche Leben eines Menschen erhalten bleiben. Ein Zustand ohne Tätigkeit ist schon ein Zustand des Todes, wenngleich der Körper noch lebend genannt werden kann, doch Untätigkeit ist ein Zeichen ungenützter Kraft, die dem Menschen dann ganz entzogen wird, weil ein untätiges Erdenleben wider die göttliche Ordnung verstößt und sich entsprechend auswirken muß. Nur durch Tätigkeit kann eine Aufwärtsentwicklung stattfinden, diese aber ist Zweck und Ziel des Erdenlebens, sowohl für den Menschen als auch für die gesamte irdische Schöpfung, in der sich das Geistige dienend betätigen muß .... (15.8.1948) Und so werden irdische Schöpfungen bestehen, solange noch Geistiges erlöst werden muß, was Ewigkeiten in Anspruch nimmt. Jede irdische Schöpfung ist nur das Abbild eines geistigen Schöpfungswerkes, es ist die Form, die das Geistige sehen kann in seinem schwachen Erkenntnisgrad, während das rein Geistige nur schaubar ist dem Wesen, das reif ist, das im Erkennen steht, im Licht und alles Geistige ersehen kann wie mit leiblichen Augen. Diese Schöpfungen sind weit herrlicher anzusehen, sie sind von einer Vielfältigkeit und Gestaltung, die keinen Vergleich auf der Erde finden könnten. Der Schauende kann nur ständig genießen und befindet sich selbst dabei in einem Bewußtsein von Kraft, die ihn zu schaffender und gestaltender Tätigkeit treibt. Geistige Schöpfungen benötigen auch keinen Raum und sind sonach auch unbegrenzt in ihrer Ausdehnung. „Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört hat, habe Ich bereitet denen, die Mich lieben ....“ Diese Verheißung erfüllet sich bei dem Betrachten jener Schöpfungen, die von ungeahnter Liebe und Weisheit Gottes zeugen und jedem im Licht stehenden Wesen zugänglich sind. Da es pure Lichtschöpfungen sind, strahlen sie auch nach allen Seiten hin Licht aus und sind sonach Lichtquellen, die das Weltall erleuchten, wenngleich die Schöpfungen selbst nicht sichtbar sind. Die Lichtstrahlung aber manifestiert sich und dringt in das Universum, um zu lichtlosen, materiellen Schöpfungen ihren Weg zu nehmen, um also als ? Geistiges sichtbar zu werden den Wesen, die wohl Licht benötigen, aber selbst noch nicht als Lichtträger solches erzeugen können, bzw. eine direkte Lichtstrahlung aus dem geistigen Reich empfangen können. Schöpfungen, die leuchten, sind als geistige Schöpfungen anzusehen, also nicht aus irdisch materiellen Stoffen bestehend, sondern nur dem Geistig-zu-schauen-Vermögenden ersichtlich, während ein unvollkommenes Wesen nur das Licht erblicken kann, das diese geistigen Schöpfungen ausstrahlen. Geistige Schöpfungen können auch zur Form werden, sowie sie in ein Bereich gerichteter Materie kommen, wenn also durch Gottes Willen eine Neuschöpfung entstehen soll, die wieder gerichtetes Geistiges bergen muß, und diese Schöpfungen von den Lichtwesen als eigene Idee, doch dem göttlichen Willen entsprechend, ins Weltall gestellt werden. Denn die Materie ist zur Form gewordenes Geistiges, das immer irgendwo erst verdichtet wird, ursprünglich aber Geistiges, also Kraft aus Gott, ist. In welchem Moment nun das Geistige Form annimmt, also die Materie entsteht, das entzieht sich dem Wissen des Wesens, das, als Mensch verkörpert, inmitten der materiellen Schöpfung lebt und dessen Kenntnis seinem Reifegrad entspricht. Erst als Lichtwesen begreift es den Vorgang des Entstehens der Materie, so es gleichzeitig auch Kenntnis von den geistigen Schöpfungen besitzt und selbst schaffend und gestaltend tätig sein kann. Dann sind ihm viele Fragen gelöst und beantwortet, die er als Mensch nicht lösen konnte, und seines Lobes und Preisens des ewigen Schöpfers wird kein Ende sein .... Amen
B.D. 4406 empfangen am 16.8.1948 „Und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen ....“ „Und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen ....“ Aber alle Kräfte der Unterwelt werden anstürmen gegen euch, die ihr Meine Lehre verbreiten wollet. Dann aber werdet ihr Meines Schutzes sicher sein, und Meine Kraft wird euch zur Verfügung stehen, ihr werdet reden können und von Mir zeugen, und Mein Geisteswirken wird offensichtlich in Erscheinung treten. Doch der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis steigert sich in der letzten Zeit vor dem Ende, und wo ein Licht leuchtet, suchen die Kräfte der Finsternis es zu verlöschen; wo die Wahrheit ist, kommt der Fürst der Lüge und sucht die Wahrheit zu verdrängen. Und es müssen Meine Boten auf Erden feststehen, sie dürfen sich nicht erschrecken lassen, denn hinter ihnen stehe Ich, das Licht von Ewigkeit, und Ich werde es nicht dulden, daß die Gefäße Meines Geistes untauglich gemacht werden für die Aufnahme dessen, was als Kraftausstrahlung von Mir den Menschen in ihrer großen geistigen Not zugeleitet werden soll. Und es ist euch jeder Weg vorgezeichnet, es ist jeder Schritt Meinem Willen entsprechend, weil ihr euch in Meinen Dienst im freien Willen gestellt habt und somit Ich nun Meinen Willen auf euch übertragen kann, so daß ihr nur das ausführet, was Ich zu tun euch heiße und wozu ihr euch innerlich gedrängt fühlt. So ihr also für Mich reden sollet, so ihr Mein Wort den Menschen zuführen sollet, werdet ihr immer nur handeln, wie Ich es euch eingebe, und ihr könnet daher unbesorgt sein, auch wenn die Welt, d.h. die Vertreter des Irrtums, gegen euch vorgehen oder euch mit Gegenreden stark bedrängen will. Ihr redet für Mich und in Meinem Namen, und so wird auch, was ihr redet, Kraft haben und überzeugend wirken dort, wo noch der Wille zur Wahrheit vorhanden ist. Die anderen aber sind Vertreter des Lügenfürsten, und ihnen wird es nicht gelingen, euch mundtot zu machen, solange Ich durch euch rede. Denn ihr seid die Vertreter Meiner Kirche, die Ich Selbst gegründet habe und die nur auf tiefem Glauben und einem Liebeleben aufgebaut ist .... Diese aber wird nicht von den Pforten der Hölle überwältigt werden können, wenngleich es auch scheint, als haben sie die Übermacht .... Amen
B.D. 4407 empfangen am 17.8.1948 „Mein Reich ist nicht von dieser Welt ....“ Euch, Meine Getreuen, rufe Ich zu: Meidet die Welt, denn sie ist eine Gefahr für euch; bedenket, daß Mein Reich nicht von dieser Welt ist, daß Mein Reich nichts mit dieser Welt zu schaffen hat. Die Menschheit aber steht unter dem Banne der Welt, und Mich und Mein Reich suchet sie zu zerstören, was ihr aber nicht gelingen wird, denn wo Mein Geist wirket, wo Meine wahre Kirche ist, dort hat die Welt schon ihren Reiz verloren. Die Anhänger Meiner Kirche suchen nur Mich und lassen sich nicht mehr von Prunk und Glanz betören, die dieser Welt Merkmal ist. Ich will euch darum verkünden, daß jegliches Streben nach äußerer Pracht, jeglicher Aufbau materieller Werke, die Mir geweiht sein sollen, unnütz ist, denn Ich Selbst greife wieder zerstörend ein, weil die Menschheit Mich nicht mehr erkennt, Meine Hand aber erkennen soll, die ein deutliches Zeichen gibt Meines Willens. Ihr aber sollet euch frei machen von jeder Äußerlichkeit, so ihr Mir rechten Diener sein wollet, ihr sollet nur allein Mein Reich anstreben, ihr sollt euch nicht verleiten lassen, euer Wissen als unglaubwürdig anzusehen durch Einwände derer, die noch mitten in der Welt stehen; ihr sollt nur Mich allein suchen und euch von Mir belehren lassen und alles, was noch mit der Welt in Zusammenhang steht, ablehnen und fallenlassen. Wollet ihr kämpfen für Mich und Mein Reich, so müsset ihr in Meinem Wort alles sehen, und ihr werdet keine äußere Form, keine der Welt sichtbaren Handlungen benötigen; ihr brauchet euch nur in Gedanken Mir verbinden, Mein Wort aufnehmen und in Liebe weitertragen zu denen, die gleichen Geistes sind wie ihr oder die noch zu gewinnen sind für Mich, die am Schaugepränge kein Wohlgefallen finden, die innerlich sind und suchen. Denen bringet Kunde von Meinem Reich, das nicht von dieser Welt ist, ihnen teilt das Evangelium mit, denn bei ihnen werdet ihr Erfolg haben. Wer aber den Blick noch nach einem Gebaren wendet, das offensichtlich heidnischen Charakter trägt, der ist nicht Anwärter Meines Reiches, so er diesem Gebaren noch den geringsten Wert beimesset. Ich bin nicht in der Welt, Ich bin nicht im Schaugepränge, sondern Ich weile da, wo der Welt nicht geachtet wird, wo sich ein gläubiges Herz zur Aufnahme Meiner Selbst bereit hält, und dieses Herz nehme Ich ein, Ich ergreife Besitz von ihm und lasse es ewiglich nimmer. Und darum sollet auch ihr, Meine Diener, allen äußeren Schein meiden, ihr sollt nur in die Stille euch zurückziehen und mit Mir die Verbindung herstellen, und Mein Reich wird bei euch sein, Ich Selbst komme zu euch im Wort, und großer Segen wird euch erwachsen aus jeder Verbindung mit Mir. Mein Reich ist nicht von dieser Welt .... rufet euch diese Worte ins Gedächtnis, und ihr werdet wissen, was ihr zu halten habt von Veranstaltungen, die offensichtlich ein weltliches Gepräge haben und daher verurteilt werden müssen von denen, die Meiner wahren Kirche angehören, der Kirche, die Ich Selbst gegründet habe und die allein bestehenbleiben wird bis in alle Ewigkeit .... Amen
B.D. 4408 empfangen am 18.8.1948 „Niemand kann zweien Herren dienen ....“ Niemand kann zweien Herren dienen .... Amen
B.D. 4409 empfangen am 18.8.1948 Ohne Gott keine Wahrheit .... Es bleibt die tiefste Weisheit verborgen, so ihr sie nicht von Mir entgegennehmet.
Was können euch wohl Menschen lehren, was könnet ihr wohl an Wissen von ihnen
empfangen, so ihr Mich ausschaltet, also Mich nicht zuvor um Helligkeit des Geistes
bittet, die euch gleichzeitig auch die Urteilskraft garantiert. Denn so euch von Mitmenschen ein Wissen dargeboten wird, müsset ihr euch erst befragen, welchen Ursprung
dieses Wissen hat, und dann prüfet selbst, ob es wohl standhält eurer Kritik. Jeglicher
Prüfung aber muß Mein Anruf vorangegangen sein, ansonsten ihr prüfet nur mit dem
Verstand und ihr dann schwerlich die Wahrheit erkennet. Doch ausdrücklich muß Ich
euch ermahnen, Mich im Geist und in der Wahrheit anzurufen .... Amen
B.D. 4410 empfangen am 19.8.1948 Innere Stimme .... So ihr gläubig seid, werdet ihr auch Meine Stimme vernehmen können in eurem Herzen. Doch eines muß beachtet werden, daß sie so fein und leise klingt, daß ihr ganz aufmerksam lauschen müsset, was ein inniges Versenken und völligen Abschluß von der Welt erfordert. Wer darauf wartet, daß Ich Mich laut vernehmlich äußere, der wird enttäuscht sein, so er vergeblich wartet. Und doch könnte er Mich vernehmen, denn Ich bin immer bereit, zu sprechen zu Meinen Kindern auf der Erde. Und Ich offenbare Mich stets, so Ich darum angegangen werde im Gebet. Wer fähig ist, innig zu beten und mit Mir Zwiesprache zu halten, der ist auch fähig, Meine Stimme zu vernehmen, denn es ist eine fortgesetzte Zwiesprache mit Mir, die er nun führt, so er sich in alles vertieft, was er zu hören begehrt. Ich kenne die Meinen, und wer mit Mir reden will, der gehört zu den Meinen, so ihn das Herz dazu treibt. Die Meinen aber sollen recht unterwiesen werden, darum gebe Ich Selbst ihnen Antwort auf ihre Fragen, die sie an die geistige Welt stellen. Und so es nötig ist, daß ihr darüber Aufklärung erhaltet, gebe Ich sie euch kund, und sie wird sonnenklar vor euren Augen stehen. Wie viele Fragen aber werden zu Mir emporgesandt, die Ich beantworten möchte und es auch tue, die aber nicht verstanden werden, weil der Fragende nicht auf seine Gedanken achtet, die ihn umkreisen und die er nur aufzunehmen brauchte. Doch sprunghaft sind oft solche Fragenden, sie horchen nicht in ihr Herz hinein und können daher auch nicht Meine Stimme vernehmen. Dann kann Ich ihnen nur Antwort geben durch Meine Boten, Ich kann ihnen das gleiche vermitteln lassen, was Meine Boten gehört haben. Doch immer wieder sollet ihr Menschen versuchen, Mich direkt zu vernehmen, indem ihr innig betet um Erhellung des Geistes und ihr euch Mir gedanklich anvertrauet, so daß Ich nicht unbedingt hörbar Mich euch kundzugeben brauche, sondern eure Gedanken recht sind und ihr daher aufgeklärt euch fühlen könnet, wenn ihr euren Gedanken die Aufmerksamkeit zollet und sie als Meine Antwort auffasset, was sie dann auch wirklich sind, so ihr nur glaubet .... Amen
B.D. 4411 empfangen am 20.8.1948 Kampf mit dem Schwert des Mundes .... Mein Geist wird über euch sein, so ihr zeugen werdet für Mich und Mein Reich. Darum fürchtet keine geistige Debatte, die von irdisch gesinnten Menschen mit euch geführt wird, sondern glaubet fest, daß nicht ihr es seid, die ihr redet, sondern daß Ich Selbst durch euch spreche, weil es nötig ist, daß die Menschen belehrt werden in einer Weise, daß sie stutzig werden sollen. Der Kampf mit dem Schwert des Mundes wird siegreich geführt von den Meinen, weil Ich Selbst mit ihnen bin und Mir niemand widerstehen kann. Doch immer noch steht es den Menschen frei, Mich und Mein Wirken anzuerkennen, und so ist es auch Mein Plan von Ewigkeit, daß Mein Evangelium wohl allerorten Eingang findet zu den Menschen, es aber doch freier Wille des einzelnen ist, ob sie Meine Nachfolger werden wollen durch das Evangelium. Die Wahrheit kommt von oben, und sie ist auch zu erkennen als Sendung von oben, und so wird wahrlich den Menschen das reine Evangelium geboten, das sie unbedenklich annehmen könnten und es auch werden, so sie die rechte Einstellung zu Mir haben und Mich im Gebet stets um Meinen Rat und Beistand angehen. Dann ist die Wahrheit annehmbar, sie werden geistige Debatten suchen und sich immer wieder Aufklärung holen, wo es in ihnen noch dunkel ist. Jene aber, die noch geblendet sind vom Weltglanz, die noch irdische Güter begehren und Ämter anstreben, sind nicht Meine rechten Jünger, und ihnen wird die reine Wahrheit nicht sonderlich schmecken, sie verharren weit lieber in irrigen Anschauungen und Lehren, die ihrem Weltsinn mehr behagen, und lassen die reine Wahrheit unbeachtet, weshalb sie die Wohltat des Lichtes auch nicht spüren werden und jeder außergewöhnliche Hinweis auf Mich ohne Eindruck bleibt. Ich reiche allen das Brot des Himmels dar, wer es annimmt als Speise seiner Seele, der wird gesunden und Kraft schöpfen, er wird reifen an seiner Seele, zunehmen an Erkenntnis und sich von der Welt gänzlich abwenden, denn sein Fuß hat schon das Reich betreten, das seine wahre Heimat ist, das ihm weit begehrenswerter ist als diese Welt. Mein Wirken ist für ihn zu offensichtlich, er schenkt allen Meinen Offenbarungen Glauben und nimmt ständig zu an Weisheit und Kraft .... Amen
B.D. 4412 empfangen am 20.8.1948 Feuer der Liebe .... Das Feuer der Liebe ist unverlöschbar, so es einmal das Herz ergriffen hat, denn die
Liebe kann in vielfacher Gestaltung (vielfachem Grade) den Menschen berühren. Liebe
ist ein ewiges Feuer, das sich entzündet ohne jeden Anlaß, weil es die Urkraft ist, die
alles erstehen ließ und alles erhält. Also glimmt in jedem Menschen ein Fünkchen dieser göttlichen Urkraft, das sich je nach dem Willen des Menschen entfachen kann zu
einer riesengroßen Flamme, wie es aber auch erstickt werden kann oder eine andere
Form annimmt insofern, als daß sich die Liebe im Menschen zu einer Abart entwickelt,
die nichts Göttliches mehr an sich hat .... daß sie zur Eigenliebe wird, also ein Funke ist,
der nur glimmt, aber keine Flamme schlägt, die das, was in ihre Nähe kommt, verzehrt
mit ihrer Glut. Ein rechtes Feuer wird eine überaus wohltätige Wirkung haben und eine
belebende Wärme ausstrahlen, es wird leuchten in weitem Umkreis und erhellen das
Dunkel der Nacht. Und so wird auch die rechte Liebe aufleben lassen jeden Menschen,
der von ihr berührt wird. Denn eine rechte Liebe ist keine Ichliebe, die nur sich selbst zu
befriedigen sucht, sondern sie teilt sich dem Nebenmenschen mit, sie ist wie ein Feuerstrahl, der verzehret, was in seine Nähe kommet. Und sie wird nicht erstickt werden
können, sondern immer heller aufflammen, weil sie etwas Göttliches ist, daß sich nicht
verringert, sondern stets vermehrt. Die rechte Liebe kann darum nicht nachlassen, und
ob Ewigkeiten darüber vergehen, sie bleibt unveränderlich, und sowie sie einmal einen
Gegenstand ergriffen hat, wird sie nimmermehr von ihm ablassen .... Amen
B.D. 4413 empfangen am 22.8.1948 Verberget euch nicht vor Mir .... Verberget euch nicht vor Mir, denn Ich werde euch jederzeit zu finden wissen. Niemand wird Mir entfliehen können, denn Mein Arm reicht weit, und Mein Auge sieht scharf; Ich aber will, daß ihr Mich nicht fürchtet, sondern Mir vertrauet, daß ihr offen bekennet, wo ihr stehet, um euch hilfreich beistehen zu können in Zeiten der Not. Denn Ich bin ein Gott der Liebe, nicht ein Gott des Zornes. Wer aber Mich fürchtet und vor Mir sich verbirgt, der hat Mich noch nicht erkannt. Wer aber verbirgt sich vor Mir? .... Jeder, der glaubt, Mich täuschen zu können, der nicht in vollster Wahrheit Mir gegenübertritt, der anders redet und handelt, als er denkt, der vor Mir scheinen will als Mein
Kind und doch der Welt sein Auge zuwendet. Denn er verbirgt sein wahres Angesicht
unter einer Maske. Doch Ich kenne ihn und will ihn nur warnen, auf daß er die Maske
fallen lasse und sich offenen Auges Mir zuwendet, um Hilfe bittend, daß er wahrhaftig
bleibe .... Amen
B.D. 4414 empfangen am 22.8.1948 Irdische Sorge unnötig .... Warum sorget ihr euch um euer irdisches Leben, das Ich für einen jeden von euch
gestaltet habe seit Ewigkeit? Nicht das Geringste vermöget ihr zu ändern daran, denn
Mein Wille hat es bestimmt, wie es Meine Weisheit für euch gut befunden hat, und so,
wie es über euch kommt, so ist es gut für euch. Darum gehet sorglos euren Erdenweg,
denn jeder Tag verläuft nach Meinem Willen, und jedes Geschehen ist vorgesehen seit
Ewigkeit. Doch damit soll nicht gesagt sein, daß ihr untätig sein sollet und eure Erdenaufgabe vernachlässigen dürfet, denn auch diese gehört zu eurem euch bestimmten
Schicksal, und jede Tätigkeit zieht Segen nach sich. Doch um den Ausgang dessen, was
ihr tut, sorget euch nicht; und so auch dürfet ihr Mir jede Last aufbürden, die Ich willig
für euch trage; ihr dürfet Mir jeden Wunsch anvertrauen, ihr dürfet alle Bedenken
äußern, alles, was euch drückt, will Ich euch abnehmen und still und heiter sollet ihr
euren Erdenweg gehen, denn was auch kommen mag, Ich weiß um jedes Geschehen
und habe es so vorbestimmt, und was Ich tu’, ist wahrlich recht. Jegliche Sorge ist unnötig, sowie ihr euch Mir einmal hingegeben habt, so ihr euch Mir und Meiner Gnade
empfehlet. Dann übernehme Ich als euer Vater jegliche Sorge für euch, Meine Kinder.
Ihr aber müsset selbst sorgen für eure Seele .... Amen
B.D. 4415 empfangen am 23.8.1948 Geistige Arbeit nötiger als irdische .... Bleibende Werte zu schaffen für die Ewigkeit ist um vieles besser als jegliche irdische Tätigkeit, es sei denn, daß diese in Werken uneigennütziger Nächstenliebe besteht, die der Seele in die Ewigkeit nachfolgen. Wer nun mit einer geistigen Aufgabe betreut worden ist, der soll diese allem anderen voranstellen und unentwegt tätig sein für Gott und Sein Reich. Immer wieder wird euch gesagt, wie überaus dringend in der Endzeit die geistige Mitarbeit benötigt wird, immer wieder werdet ihr auf die große geistige Not hingewiesen, zu deren Abhilfe eure Arbeit erforderlich ist, und immer wieder gehen euch Ermahnungen zu, nicht lau und gleichgültig zu werden im Dienst für den Herrn. Und ihr müsset euch streng an Sein Wort halten und eifrig arbeiten für Sein Reich. Es wird eine Zeit kommen, da euch jegliche irdische Tätigkeit unmöglich sein wird, weil ihr alle Kraft einsetzen müsset, um Sein Wort zu verbreiten, und ihr werdet auch dann bestehen können, weil Gott alle eure Bedürfnisse kennt und euch versorgen wird, so ihr für Ihn tätig seid. Es ist Sein Wille, daß viel Vorarbeit geleistet wird, solange die eigentliche geistige Tätigkeit noch nicht ausgeführt werden kann. Und diese Vorarbeit besteht in eifriger Verbreitung dessen, was als Sein Wort euch aus der Höhe zugeht. Gehet eifrig ans Werk, versäumet keine Gelegenheit, redet, wo es angängig ist, und suchet schriftlich Kunde zu geben von Seinem außergewöhnlichen Wirken an euch zum Wohl der Menschheit. Und ihr könnet des göttlichen Segens sicher sein, Er wird euch nicht in Not lassen, Er wird euch beistehen auch irdisch und jede Sorge von euch nehmen .... Amen
B.D. 4416 empfangen am 23.8.1948 Worte der Liebe Merkmal des Geistwirkens .... Meines Geistes Wirken ist stets zu erkennen daran, daß Ich in Liebe zu Meinen Geschöpfen rede, daß Ich sie wohl ermahne und ihnen Warnungen zugehen lasse, jedoch immer mit Worten, aus denen Meine Liebe spricht, weshalb auch Meine Geschöpfe, Meine Erdenkinder, zutraulich zu Mir kommen sollen, so sie ein Anliegen haben an Mich. Meines Geistes Wirken wird daher niemals als Werk des Satans angesehen werden können von denen, die nicht glauben wollen, daß Ich Selbst Mich den Erdenkindern kundgebe. Denn der Satan steckt sich wohl eine Maske auf, er verbirgt sich hinter Lügen und irreführenden Reden, die Frömmigkeit vortäuschen sollen, doch Liebe spricht niemals aus seinem Gebaren und auch nicht aus den Worten, die Menschen durch seinen Einfluß aussprechen. Zudem ist er nicht fähig, in einer Weise sich kundzugeben, die übernatürliches Wirken erkennen läßt. Bei Menschen zwar, die ihm hörig sind, wird er auch außergewöhnlich wirken können und Zeichen und Wunder verrichten, doch immer in Gott-bekämpfendem Sinn und allzudeutlich erkennbar, welcher Kraft er sich bedient. Die Zugehörigkeit des Menschen zu ihm wird auch offensichtlich zutage treten durch den Lebenswandel, den er führt, weil dieser gänzlich Meinem Willen widerspricht. Wo abe |