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Buch 52 NR. 4420 – 4547 empfangen von Bertha Dudde in der Zeit vom 27.8.1948 – 24.1.1949 Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<. B.D. 4420 empfangen am 27.8.1948 Christentum
- Namenschristen - Wer nicht für Mich ist, der ist wider Mich .... und wer Mich nur mit dem Munde bekennt und im Herzen nicht die Zugehörigkeit zu Mir empfindet, der ist gleichfalls nicht von Meiner Herde, die Ich am jüngsten Tage heimholen werde in Mein Reich. Nicht der Name Christ genügt, um ein Christ, also ein Bekenner von Mir zu sein, sondern das Denken und Handeln, das innere Verlangen, Mir anzugehören, macht den Menschen erst zu Meinem Nachfolger, und dann ist es ganz gleich, welcher Rasse, welcher Nation und welcher Konfession er angehört. Und dies ist so bedeutsam, gibt es doch erst eine annehmbare Erklärung für die Tatsache, daß das Christentum auf der ganzen Erde gelehrt wird, daß also wohl eine große Anhängerschar zu verzeichnen ist, die aber noch lange keine Christen sind, und somit auch die Welt nicht verbessert ist durch Meine Lehre, wenn diese nicht befolgt wird, also echte Christen bildet. Es ist das Tatchristentum allein als Christentum zu bezeichnen, und dieses wird auch Menschen zeitigen, die einen Beweis erbringen dafür, daß die christliche Lehre göttlich ist, denn sie werden über Licht und Kraft in hohem Maß verfügen, sie werden voller Weisheit sein und Dinge vollbringen können, die den Beistand von Mir bezeugen; sie werden es beweisen, daß sie mit Mir im Verband stehen und also Meine Liebelehre die allein rechte, die Wahrheit umfassende Lehre ist. So aber die Menschen sich genügen lassen an Worten, so sie wohl um die christliche Lehre wissen, sie aber nicht ausleben, wird ihnen der Name „Christ“ nicht zustehen, wenngleich sie den Organisationen angegliedert sind, die für Mich und Meinen Namen eintreten. Ich lasse Mir nicht genügen an leerem Geplapper mit den Lippen, Ich prüfe die Herzen und verwerfe, wer zu leicht befunden wird. Und Ich gebe denen recht, die dieses Christentum nicht anerkennen als göttliches Werk, denn es findet nicht Meine Zustimmung, sich Meines Namens zu bedienen und Meinen Willen außer acht zu lassen. Mein Wille aber ist, daß die Lehre, die Ich durch den Menschen Jesus zur Erde leitete, in aller Reinheit angenommen und demnach auch befolgt werde, auf daß die Auswirkung des Befolgens Meiner Lehre zutage treten kann und der Glaube und die Liebe zu Mir dadurch verstärkt werde. Andererseits aber steht es jedem Menschen frei zu prüfen, und es ist das wahrlich ratsamer, als abzulehnen ohne Prüfung. Wer darum Mich Selbst verwerfen will, weil er urteilt nach denen, die keine rechten Anhänger von Mir sind, sondern nur Namenschristen, der ist selbst auch zu verurteilen, denn ihr alle sollt prüfen und behalten das Beste. Eine ernste Prüfung aber wird auch zur Annahme Meiner Liebelehre führen, dann werdet ihr sie auch ausleben und ihre Wirkung an euch selbst erfahren. Lehnet ihr aber Meine Lehre ab, dann lehnet ihr auch Mich Selbst ab, und es wird euch das keinen Segen eintragen, denn ohne Mich könnet ihr nicht selig werden. Ich Selbst sprach durch den Menschen Jesus zu allen Menschen auf der Erde, Ich Selbst war es, Der für euch starb am Kreuz .... Ich wählte Mir nur eine Form, durch die Ich Mich euch sichtbar machen konnte. Also war der Mensch Jesus nur insofern der Mittler zwischen Mir und euch, als daß Ich durch Ihn schaubar sein konnte, sollte euer Bestehen gesichert sein. Daß die Form, der Mensch Jesus, Sich durch einen rechten Lebenswandel erst so bilden mußte, daß Er Mir zum Aufenthalt dienen konnte, war gleichzeitig für die Menschen ein Beispiel für die Auswirkung recht genützten Willens, denn Er zeigte den Menschen den Weg, der zur Vollkommenheit führt. Was aber aus Ihm sprach, das war Ich Selbst, es war Mein Wort, das Er predigte, also wurde Mein Wille den Menschen kundgetan durch Vermittlung des Menschen Jesus. Und sonach kann Er auch nicht abgelehnt werden, will man Mich Selbst anerkennen als Urheber der reinen Liebelehre Christi. Daß Mein Wort aber nicht nur Menschenwort ist, wird jeder spüren, der es auslebt, denn er wird die Wirkung an sich selbst erfahren, er wird weise werden und voller Kraft sein, denn er tritt dann gleichfalls in Verband mit Mir wie der Mensch Jesus, Der durch Seinen vorbildlichen Lebenswandel in aller Fülle Licht und Kraft von Mir entgegennahm und Der darum als göttliches Wesen anzusprechen ist, wenngleich Er als Mensch auf Erden gelebt hat. Und daher werde Ich immer wieder euch das Mysterium der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus zu erklären versuchen, immer wieder werde Ich euch Aufschluß geben, warum ihr Ihn nicht ablehnen dürfet, wollet ihr an Mich glauben und zu Mir gelangen. Denn Er und Ich sind eins, und wer Ihn ablehnet, der lehnet auch Mich ab, weil Er die verkörperte Liebe war, die Meine Ursubstanz ist von Ewigkeit, und Ich also in Ihm war und Meine Kraft durch Ihn zum Ausdruck kam. Sein Wort war Mein Wort, und das Wort war Ich Selbst .... Amen
B.D. 4421 empfangen am 28.8.1948 Geistiger Hochmut der Führer .... Der geistige Hochmut lässet die Menschen die Wahrheit nicht annehmen, die ihnen
durch euch von Mir geboten wird. Sie fühlen wohl das Göttliche darin, nehmen aber
Anstoß an dem Überbringer und wollen sich ihm nicht unterordnen. Es ist sonach auch
die reine Wahrheit ohne Eindruck auf Menschen, die sie erkennen müßten kraft ihrer
Urteilsfähigkeit, doch im Herzen können sie die Wahrheit nicht ablehnen, weil sie deren
Wirkung verspüren als vermehrtes Wissen und Verständlichkeit dessen, was ihnen
zuvor unverständlich war. Sie nehmen also von der Wahrheit Besitz, die sie verwerten,
erkennen sie jedoch nicht als solche an den Mitmenschen gegenüber .... sie sind unwahr
gegen sich selbst .... Doch frei seid ihr in eurem Wollen, Denken und Handeln, Ich weise euch den Weg, zwinge euch aber nicht, ihn zu gehen .... Amen
B.D. 4422 empfangen am 29.8.1948 Debatten .... Einwände .... Lasset euch nicht in Zweifel stürzen durch Einwände, die den Geist Meines Gegners verraten, denn sie wollen die Wahrheit dessen antasten, das ihnen als Mein Wort zugeführt wird. Sie werden ankämpfen gegen euch, sie werden euch zu Lügnern stempeln wollen, zu Phantasten, die sich anmaßen, Mich hören zu wollen, sie werden so auf euch einreden, daß ihr darob schwach werdet und selbst in arge Zweifel kommet, die Ich aber immer wieder zerstreuen werde durch Mein Wort. Denn Ich höre jedes Gespräch, Ich weiß um die Gedanken eurer Gegner und um die Sinnes- und Willensrichtung jedes einzelnen, Ich weiß auch um euren Willen und eure Schwäche des Glaubens einem solchen Ansturm gegenüber. Und Ich werde euch treu zur Seite stehen und euch nicht der Willkür feindlicher Menschen ausliefern, Ich halte schützend Meine Hände über euch und spreche Selbst durch euch, wo sich die Gelegenheit bietet. Und Meinem Wort werden sie nicht standhalten können, denn von ihm geht Kraft aus, die in Bann schlägt, der dagegen ankämpft, so Ich Selbst die Wahrheit darbiete. Jeden Einwand werden Meine Diener widerlegen können, denn Ich werde euren Geist erleuchten, sowie dies notwendig ist für die Debatten, die Mich und Mein Wirken zum Anlaß haben. Einwände müssen folgerichtig widerlegt werden, es müssen die Gegner merken, daß der Sprecher voll und ganz zur Sache steht, daß ihm keine falschen Lehren entgegengestellt werden können, und darum muß er auch verstandesmäßig tätig sein, und auf daß er recht redet, muß Mein Geist in ihm wirken. Ihr könnet also unbesorgt euch jeder diesbezüglichen Prüfung stellen, ihr brauchet niemals zu fürchten, daß Ich Meinen Beistand euch entziehe, ihr brauchet auch keine Fragen zu fürchten, denn ihr werdet stets die rechte Antwort wissen und wahrlich besser als die Fragenden, die zuletzt nur von euch belehrt worden sind, auch wenn sie euch nicht anerkennen wollen. Das Wissen, das ihr besitzet, ist so umfangreich, daß ihr auf jeden Einwand antworten könnet, und jede Antwort wird Geist verraten dem, der ernst und gewissenhaft prüfet, ohne Vorurteil und ohne Absicht zu verwerfen, was ihm unbekannt ist. Und so wird auch der Gegner dazu beitragen, das Denken der Menschen anzuregen, und dann ist viel gewonnen, selbst wenn die Menschen nicht zugeben wollen, daß sie im Irrtum stehen. Wer ernsten und guten Willens ist, dessen Geist wird erleuchtet werden, und er wird erkennen, daß ihm nur reine Wahrheit geboten wird durch Meine Liebe .... Amen
B.D. 4423 empfangen am 30.8.1948 Wirkung des göttlichen Wortes .... Das unmittelbare Zuströmen geistiger Kraft in Form Meines Wortes ist von überaus
wohltuender Wirkung auf die Seele des Menschen, wenngleich er körperlich dies nicht
empfindet. Es ist ein Zustand von geistiger Freiheit, denn die Seele fühlt sich nicht mehr
vom Körper gefesselt, sie empfindet die Erdenschwere nicht, sie weilt vorübergehend in
geistigen Sphären und sieht und höret dort, was sie dem körperlichen Menschen nicht
wiedergeben kann, also dem Verstand des Menschen unfaßlich wäre und ihm daher
auch nicht vermittelt wird. Daher empfindet die Seele auch oft das Verweilen auf der
Erde als Qual, sie kann sich nur schwer zurückversetzen und muß sehr kämpfen, weil
das Irdische sie belastet und sie nach der ewigen Heimat verlangt. Doch auch diese Not
muß die Seele durchmachen als Ausgleich für die Gnade, mit dem geistigen Reich in
Verbindung zu stehen und von Mir Selbst gespeist zu werden mit Kraft, mit Nahrung,
die ihr ein ewiges Verweilen in jenen Sphären sichert. Solange sie auf der Erde lebt, wird
auch die Erdenschwere einen Menschen belasten, der geistig aufwärts strebt. Gelingt es
nun der Seele, auch den Körper für die Leiden und Nöte unempfindlich zu machen, daß
auch der Körper das Irdische verachtet und dem geistigen Reich sich zuwendet, dann
wird der Mensch über allem stehen und in Gleichmut und Seelenfrieden das Erdenleben ertragen und als kurze Übergangsstation betrachten für die Ewigkeit. Und dazu
verhilft dem Menschen Mein Wort .... die Kraft, die Form angenommen hat, um auch
für das Erdgebundene wirksam sein zu können .... Denn Ich will euch helfen, irdisch sowohl als auch geistig, und euch das rechte Mittel verraten, das ihr aber anwenden müsset, ohne zu zweifeln. Nehmet die Kraft von Mir in Empfang, die euch unbeschränkt angeboten wird, erquicket euch an Meinem Wort, und nehmet den Beweis Meiner Liebe entgegen, denn Ich weiß um alle eure Nöte und will euch helfen, weil Ich euch liebe .... Amen
B.D. 4424 empfangen am 1.9.1948 Kampf Gottes und des Satans um Seelen der Menschen .... Wählet zwischen Mir und Meinem Gegner .... Amen
B.D. 4425 empfangen am 2.9.1948 Hinweis auf Naturkatastrophe, Zerstörung und Lebenslage nachher .... Großes hat die Welt schon erlebt, und noch Größeres wird sie erleben müssen. Ihr
Menschen seid euch noch nicht der Zeit bewußt, in der ihr steht, und noch weniger
ahnet ihr, welcher Zeit ihr entgegengeht. Der Hinweise achtet ihr nicht, und so ihr sie
anhöret, glaubet ihr nicht, was euch verkündet wird. Und so werdet ihr voller Entsetzen
die Ereignisse verfolgen, die in Kürze eintreten und die Aufmerksamkeit der Menschen
auf sich lenken. Und ihr werdet ständig hoffen auf Abhilfe, weil ihr es nicht fassen könnet, daß euer Erdenleben jeglicher Freuden bar seinen Fortgang nehmen soll. Doch
irdische Hilfe wird euch nur zuteil, so ihr Mich verratet, und wenige nur werden Mir
treu bleiben, ein schweres Leben auf sich nehmen und erkennen, daß die Zeit des Endes
gekommen ist. Diese wenigen haben Meine Liebe, denn sie lassen sich nicht von Meinem Gegner blenden, sie verzichten auf irdisches Gut und irdische Freuden, sie nehmen
das Kreuz auf sich und tragen es bis zum Ende, bis Ich komme, sie heimzuholen in Mein
Reich. Die anderen aber glauben, das Leben zwingen zu können, denn sie glauben nicht
an Mich, sie glauben nicht an ein Schicksal, wie sie auch nicht glauben an ein Fortleben
nach dem Tode und an ein Sich-verantworten-Müssen vor einem Richter, Der alle ihre
Gedanken, ihre Taten und ihren Willen kennt. Diesen Richter fürchten sie nicht, weil sie
nicht an Ihn glauben .... Amen
B.D. 4426 empfangen am 3.9.1948 Das irdische Reich und seine Herrscher .... Verschreibt ihr euch der Welt, dann verschreibt ihr euch auch dem, der die Welt
regiert insofern, als daß er die Menschen zu Sklaven ihrer Triebe macht, die nur auf
weltliche Freuden und materielle Güter gerichtet sind. Und dann könnet ihr euch nur
schwer von seiner Herrschaft frei machen. Stellet ihr aber die Verbindung her mit dem
geistigen Reich, dann machet ihr euch Mir untertan, dem Vater von Ewigkeit, Der euch
wahrlich andere Güter schenken will, als die Vergänglichkeit der irdischen Welt. Ihr
steht zwar im irdischen Leben und müsset den Anforderungen dessen gerecht werden,
ihr sollt auch nach Kräften eure Pflichten erfüllen, ihr sollt euch keineswegs ins Nichtstun versenken und glauben, daß ihr Mir dadurch dienet, daß ihr euch zurückziehet in
die Einsamkeit und die irdische Tätigkeit vernachlässigt; ihr sollt rege sein und schaffen und wirken zum Wohl eurer Mitmenschen; es soll eure Erdenarbeit in aufbauender
Tätigkeit bestehen, die den Mitmenschen zum Nutzen gereichet und ihr euch also in
dienender Nächstenliebe betätigt, wenngleich die Arbeit eine euch auferlegte Pflicht ist.
Doch nichts sollet ihr ohne Mich beginnen, immer Meinen Segen dazu erbitten, und
Ich werde dann auch eure Arbeit segnen, Ich werde euch helfen, daß ihr sie bewältigt,
daß ihr allen Anforderungen nachkommen könnt und doch auch eure geistige Aufgabe
erfüllet, die Zweck und Ziel eures Erdenlebens ist. Doch niemals sollet ihr das Weltliche
über das Geistige setzen .... Amen
B.D. 4427 empfangen am 5.9.1948 Rechte und falsche Vertreter ....
Wer sich den Meinen entgegenstellt, der kämpfet wider Mich, denn aus den Reihen
der Meinen gehen auch Meine Diener hervor, die euch Mein Wort bringen sollen als
Gabe ihres Herrn. Höret ihr Meine Diener nicht an, so ist das ein Ablehnen Meiner
Selbst, Der Ich durch Meine Diener zu euch komme im Wort. Ihr könnet Meine Vertreter auf Erden nicht von Mir trennen, nur wenn ihr offensichtliche Beweise habt, daß
euch vom Feind eurer Seelen etwas gebracht wird, dürfet ihr es ablehnen. Offensichtlich
zu erkennen ist dies aus den Gaben selbst, die euch dargeboten werden .... so sie der
Liebe entbehren, so sie zur Welt hinführen, also von Mir als der ewigen Gottheit euch
abzudrängen suchen, dann ist euer Ablehnen berechtigt. Doch Meine von Mir erwählten Diener werden euch niemals etwas darbieten, was Meine Sendung anzweifeln
könnte, denn die leiseste Prüfung schon weiset auf eine göttliche Gabe hin .... sie strahlt
nur Liebe aus, sie lehrt Liebe und wird von Meiner Liebe euch geboten. Wer aber vorgibt, Mich anzuerkennen, an Mich zu glauben, Meiner Kirche anzugehören, doch Mein
direktes Wort nicht anerkennen will, der ist weit entfernt von Mir, denn wie will er vom
Vater sprechen, wenn er Seine Stimme nicht erkennt? Und Ich rede wahrlich deutlich,
so daß jeder willige Mensch Mich erkennen muß, und nur der erkennt Mich nicht, der
nicht willig ist zu glauben, daß Ich Selbst spreche zu den Menschen. Er kann sich diesen
Glauben erwerben durch ernstes Nachdenken, also muß zuvor der Wille vorhanden
sein, sich zu öffnen, so Ich ihm Selbst gegenübertrete mit einem reichen Gnadenschatz.
Ein Ablehnen nach reiflicher Prüfung werde Ich nicht verurteilen, selbst wenn der
Mensch ein falsches Urteil fällt, so dieses das Ergebnis seiner ernsten Prüfung ist, doch
immer wieder muß Ich es betonen, daß dann der Mensch auch Mich Selbst ablehnet,
also seine Einstellung zu Mir so ist, daß er die Wahrheit nicht erkennen kann. Ich habe
aus den Meinen Mir Diener erwählet, und diese sollt ihr hören, und von ihnen werdet
ihr auch unterrichtet werden, welches die Merkmale der Wahrheit sind und wann ihr
Menschen euch im Besitz der Wahrheit fühlen könnet. Denn sie sprechen in Meinem
Auftrag, sie reden an Meiner Statt, und so ihr sie anhöret, höret ihr Mich an. Nicht aber
sollet ihr denen euer Ohr leihen, die wohl auch Mein Wort predigen, doch es verbildet
empfangen haben und verbildet weitergeben. Denn so sie Meine rechten Vertreter
wären, würden sie gemeinsam mit euch, Meinen Dienern, wirken, sie würden empfangen unmittelbar aus Meiner Hand durch euch das rechte Wissen und auch es erkennen
als solches. So sie jedoch euch entgegenstehen, können sie nicht Meine rechten Vertreter sein .... und so sie euch bekämpfen, sind sie Diener des Satans, der sich jeder Maske
bedienet, um die Wahrheit zu verdrängen. Die Wahrheit wird für sich selbst sprechen,
die Wahrheit muß erkannt werden, so des Menschen Wille Mir, also der ewigen Wahrheit zugewandt ist. Und darum ist jeder als Mein Gegner zu betrachten, der euch entgegenwirket und euch nicht gelten lassen will als das, was ihr seid .... Amen
B.D. 4428 empfangen am 6.9.1948 Scheideweg .... Auch ihr, Meine Getreuen, werdet vor Scheidewege geführt und müsset euch nun
schlüssig werden, welchen Weg ihr gehen wollet. Denn auch euch bleibt die Erprobung
eures Willens nicht erspart, auch ihr könnet nur ausreifen durch ständigen Kampf, es
sei denn, ihr wirket in vermehrter Liebekraft, dann wird euch auch die Entscheidung
nicht schwerfallen, denn ihr erkennt klar und deutlich, welcher Weg der rechte ist, und
euer Wille hat die Stärke, ihn zu gehen, wenn er euch auch steinig und dornenvoll
erscheint. Vermehrte Liebekraft ist der Ausgleich, und also wird immer die Liebetätigkeit sich sichtlich auswirken an euch, ihr werdet alles meistern, so ihr in der Liebe lebt.
Ein Liebeleben aber führt jeder Mensch, der nicht sich selbst in den Mittelpunkt stellt,
sondern für seine Umwelt ein offenes Auge hat und helfend eingreift, wo er benötigt
wird; ein Liebeleben führt jeder Mensch, der Gutes zu tun sich gedrängt fühlt, der seinen Lebensinhalt sucht und findet im Ausüben uneigennütziger Liebeswerke, der gut
denkt, gut redet und gut handelt .... d.h. im Denken, Reden und Handeln sich der ewigen Ordnung anpaßt, die Erhaltung und Aufbau im göttlichen Sinn bezweckt. Das
Gefühl dafür, was gut ist, trägt jeder Mensch in sich, denn immer wird er an sich selbst
die Auswirkung des guten wie des schlechten Denkens und Handelns verspüren, das
von Mitmenschen ihm zugefügt wird, er wird sehr gut zu unterscheiden vermögen, was
ihn beglückt oder schädigt. Und also soll er stets den Maßstab anlegen, und sein Empfinden wird ihn stets belehren, was gut und was schlecht ist. Und wer den Willen hat, gut
zu handeln, der wird wahrlich nicht in irriges Denken geraten. Daß Ich euch, Meine
Getreuen, auch in innerliche Konflikte geraten lasse, ist darum nötig, weil auch ihr entschlackt werden müsset von der Eigenliebe, die zuweilen das klare Denken trübt und
euch vom Liebewirken zurückhält. Ihr aber sollet wachsen und Mir als Werkzeug dienen in kommender Zeit. Also müsset ihr alles ablegen, was noch hinderlich ist für
Meine ständige Wohnungnahme in euren Herzen. Jedes Leid, jeder innere Kampf ist
eine Vorbereitung, damit Ich Selbst von euch Besitz nehmen kann, um durch euch zu
wirken. Ihr werdet oft am Scheidewege stehen, immer aber stehe Ich unsichtbar an
eurer Seite und dränge euch liebevoll auf den rechten Weg .... Amen
B.D. 4429 empfangen am 7.9.1948 Antichrist .... Eine sichtbare Macht wird euch beherrschen, die eine unsichtbare Macht nicht anerkennen will .... Amen
B.D. 4430 empfangen am 9.9.1948 Wert geistiger Unterweisungen .... Ihr könnet den Wert geistiger Unterweisungen noch nicht ermessen, weil ihr noch
zu sehr in irdische Materie verstrickt seid; ihr werdet aber bei einem Eingang in die
Ewigkeit es erkennen, welchen Besitz ihr euer Eigen nennt oder wie schrecklich arm ihr
seid, denn nur mit geistigen Werten könnet ihr euch in der geistigen Welt das Leben
schaffen, das Seligkeit bedeutet. Was ihr nun auf Erden frei haben könnet, weil euch
Meine übergroße Liebe etwas darbietet, was keinem Menschen vorenthalten wird, ob er
es verdienet oder nicht, das müsset ihr auch im geistigem Reich erringen, so ihr nicht
schon in einem Zustand geistiger Reife eingehet in das Jenseits. Und es erfordert dieses
Erringen große Willenskraft, die ihr dann nicht mehr besitzet, weil ihr die Liebe zu
wenig geübt habt auf Erden, die euch vermehrte Willenskraft einträgt. Ihr habt nun
wohl auch die Möglichkeit, an geistigen Belehrungen teilzunehmen, jedoch immer nur
unter der Voraussetzung, daß euer Wille sich im Liebewirken an mitleidenden Seelen
äußert, daß ihr ihnen helfen wollet; und gerade dieser Wille wird euch mangeln, denn
die Notlage, in der ihr euch befindet, die ihr leer und bloß ins geistige Reich eingehet,
lässet euch nur an euer eigenes Schicksal denken, und die Not der anderen Seelen
beachtet ihr nicht. Und es kann sich der geistige Reichtum daher selten nur vermehren,
es sei denn, es wird euch viel Hilfeleistung entgegengebracht von seiten der Menschen
auf Erden oder Lichtwesen, die mit euch in naher Berührung standen und euch zur
Höhe zu ziehen suchen. Dennoch ist auch dann noch euer Wille ausschlaggebend. Seid
ihr aber auf Erden schon unterrichtet und also beim Eintritt in das jenseitige Reich mit
geistigen Gütern gesegnet, dann werdet ihr euch diese immer nur vermehren, wenngleich ihr ständig davon abgebt .... Solange ihr auf Erden wandelt, ist euch alles Irdisch-Materielle wichtiger als geistige Belehrungen, und doch stellen letztere einen weit größeren Wert dar, weil sie unvergänglich sind, während irdische Güter von heut zu morgen vernichtet werden können oder verlorengehen. Deshalb müsset ihr euch die Vergänglichkeit dessen vorstellen, was euch begehrenswert ist, um es verachten zu lernen, um euer Verlangen danach zu verringern. Entsprechend wird dann der Wert geistiger Güter für euch steigen, so ihr euch von ihnen ein seliges Leben im geistigen Reich erhoffet, Schätze, die ihr mit hinübernehmen könnet in die Ewigkeit und die euch auch nicht mehr genommen werden können. So ihr nun die außergewöhnliche Gnade habt, unmittelbar aus dem geistigen Reich belehrt zu werden, steht euch ein übergroßer Reichtum zur Verfügung, den ihr schon auf Erden verwerten könnet. Es muß euch die Liebe antreiben, ihn mit dem Nächsten zu teilen, ihm das gleiche vermitteln zu wollen. Ihr sollet mit euren Schätzen vor die Welt hintreten und sie den Menschen anbieten, die da darben und in geistiger Not sich befinden. Denn sie sind arm, und ihr sollt ihnen geben, was ihr reichlich besitzet, denn Ich will, daß denen geholfen werde, in den Segen geistiger Güter zu kommen, daß sie die Wahrheit vernehmen durch euren Mund, durch den Ich also Selbst Mich äußere, weil Ich will, daß die Seele bei ihrem Tode nicht arm und bloß eingehe in das geistige Reich .... Amen
B.D. 4431 empfangen am 10.9.1948 Hinweis auf geistige Erschütterung (Rom?) .... Ihr Menschen auf Erden habt eine große geistige Erschütterung zu gewärtigen, denn
Ich will euch zeigen, daß Mein Arm auch dorthin reicht, wo ihr auf festem Fundament
gebaut zu haben glaubt. Ich will euch aufstören aus eurer selbstgefälligen Ruhe, auf daß
ihr rege werdet und euch ernstlich fraget, was Ich wohl bezwecke und euch sagen will
durch dieses sichtbare Zeichen Meines Mißfallens an eurem Bauwerk, das euch überaus
gut und erhaben dünkt. Ich brauche in der letzten Zeit Arbeiter, die emsig für Mich und
Mein Reich tätig sind; Ich brauche Diener, die lebendig glauben und das Wirken Meines Geistes in sich möglich machen durch ein Liebeleben nach Meinem Willen. Ich
brauche gute Hirten für Meine Schafe und also eifrige Vertreter Meines Wortes, das in
aller Reinheit den Menschen zugeführt werden soll und das Ich darum Meinen Dienern auf Erden auf direktem Wege vermittle, auf daß es unverfälscht den Menschen
zugeleitet werden kann. Und dies ist die Arbeit Meiner Diener, der Arbeiter in Meinem
Weinberg, denn die Zeit der Ernte ist gekommen, wie es verkündet ist in Wort und
Schrift. Und also wirke Ich offensichtlich außerhalb derer, die Meine Vertreter auf
Erden zu sein glauben, und Ich Selbst habe Mir Meine rechten Vertreter erwählt, die
erstere jedoch nicht als Meine Abgesandten anerkennen und Mein Wort daher nicht
annehmen wollen. Und es ist darum vonnöten, daß Ich durch ein äußeres Zeichen Mich
in Erscheinung bringe, auf daß die Menschen stutzig und nachdenklich werden .... (12.9.1948) Denn es ist von dringender Notwendigkeit, daß die Menschen nachdenken
über die Wertlosigkeit dessen, was Menschen erbaut haben, so es Meinem Willen nicht
entspricht. Sie sollen nachdenken, in welcher Form Ich Meinen Willen erfüllt sehen
will, was vor Mir rechten Wert hat und was allein für die Seele von Vorteil ist für die
Ewigkeit. Sie sollen abgehen von vorgefaßten Meinungen, von traditionell übernommenem Geistesgut, das ohne Wert ist, weil es durch Äußerlichkeiten gekennzeichnet ist,
die den Kern verhüllen und ihn unkenntlich machen. Es gilt die Klarstellung, welches
die Kennzeichen der Kirche sind, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe, es gilt die
Beleuchtung von irdischen Lehren, die darum als irrig anzusprechen sind, weil sie die
Zugehörigkeit zu Meiner Kirche abhängig machen von der Zugehörigkeit zu einer
bestimmten Konfession, was niemals Meinem Willen entspricht. Alles nun, was organisatorisch aufgezogen ist, ist Menschenwerk, denn Meine Kirche ist nur ein rein geistiges
Gebäude, sie hat im Denken und Streben, im Wollen und Handeln nach Meinem Willen ihr Fundament und wird niemals nach außen hin anders erkenntlich sein als in
reger Liebetätigkeit und daraus entspringendem Erkennen und Verstehen alles dessen,
was zu glauben Ich von euch Menschen fordere, was Ich euch unterbreite und als geistiges Wissen euch zuleite gedanklich oder durch das innere Wort .... Der Mensch, der erkannt hat, welches Glück in der innigen Verbindung mit Mir liegt,
der den Weg ins geistige Reich gefunden hat und mit dessen Bewohnern in gedankliche
Verbindung getreten ist, wird nimmermehr an Handlungen Gefallen finden, die offensichtlich ausgeführt werden. Er wird ihnen den Rücken zukehren, weil er sie als nicht
von Mir gewollt erkennt und empfindet. Und es ist dies als geistiger Fortschritt zu verzeichnen, zu dem Ich allen Menschen verhelfen will, indem Ich die Augen aller richten
werde auf ein Geschehen, das deutlich Meine Hand erkennen läßt .... Amen
B.D. 4432 empfangen am 13.9.1948 Jüngster Tag ....
Ob ihr den jüngsten Tag erlebet, das ist von entscheidender Bedeutung für die Ewigkeit. Denn an diesem Tage wird es nur Lebende und Tote geben, also nur noch Menschen, die zum ewigen Leben eingehen oder verdammt werden. Dann gibt es keinen
Tod mehr, der nur rein körperlich als Tod anzusprechen ist, wo die Seele, obgleich
unvollkommen, in geistige Sphären eingeht, wo sie sich noch weiter aufwärtsentwickeln
kann. Am jüngsten Tage werden vielmehr die Pforten geschlossen bleiben im jenseitigen Reich, denn es gibt dann nur Lebende, die auf die neue Erde versetzt werden, also
nicht den Leibestod schmecken, und Tote, die von der Erde verschlungen werden, d.h.
ihren körperlichen Tod finden bei dem Vernichtungswerk und deren Seelen die Rückverkörperung in die festeste Materie erleben. Und so ist der letzte Tag auf dieser Erde
gekommen, der ein Ende bedeutet für alles auf der Erde weilende Geistige und wo eine
Aburteilung stattfindet, wo alles zur Verantwortung gezogen wird, was lebt auf Erden
als Mensch .... Amen
B.D. 4433 empfangen am 15.9.1948 Letzter Kampf .... Allem Geistigen wird der Kampf angesagt werden in der letzten Zeit vor dem Ende.
Daran werdet ihr erkennen, welche Stunde der Weltenuhr geschlagen hat, daß sich der
Tag dem Ende zuneigt. Ihr habt dann große Aufregungen zu gewärtigen, die durch
rigorose Maßnahmen der weltlichen Macht hervorgerufen werden. Man wird euch
bedrängen mit Fragen und Drohungen über eure Einstellung zu Christus und zum
Glauben überhaupt. Man wird sich nicht scheuen, euch zu beobachten, eure Gespräche
zu belauschen, und euch vor die Gerichtsbarkeit ziehen, auf daß ihr euch verantworten
sollt für euer Reden und Handeln. Und dann ist die Zeit gekommen, wo ihr euch offen
zu Mir bekennen müsset und ohne Furcht reden, wie ihr denkt und zu Mir steht. Dieses
offene Bekennen vor der Welt fordere Ich als Beweis eurer Zugehörigkeit zu Mir. Ich
Selbst weiß wohl, wie ihr in eurem Herzen denkt und fühlt, doch es ist ein letzter
Kampf, wo eine Scheidung stattfinden soll der Böcke von den Schafen. Und es muß dieser letzte Kampf offen zum Austrag gebracht werden, auf daß auch der Kampf an sich
offensichtlich ist, auf daß die Schuld der Gegner klar hervortritt vor der Welt, um auch
die noch Unschlüssigen zur Entscheidung zu drängen durch das Verhalten der Gläubigen sowohl als auch derer, die ihre Feinde sind. Es wird der Kampf nur kurze Zeit dauern, und er wird überall geführt werden, nur in verschiedener Form. Immer wird die
Lieblosigkeit gegen die Liebe ankämpfen, die materielle Welt wird die geistige Welt verhöhnen und drangsalieren, es werden zwei Lager deutlich erkennbar sein überall,
wohin die Lehre Christi gedrungen ist und wo die göttliche Liebelehre das Prinzip dessen ist, was den Menschen gepredigt und von ihnen zu glauben gefordert wird. Und
darum wird der Abfall von Mir in der ganzen Welt deutlich erkennbar sein; wo die
christliche Liebelehre aber verbreitet ist, dort wird sich der Glaubenskampf in aller
Schärfe abspielen, und das wird das Ende sein. Ihr Menschen könnet euch noch keinen
Begriff machen von dem Gang der kommenden Ereignisse, und darum erscheint es
euch unglaubhaft, doch es kommt, wie Ich es euch verkünde durch Meinen Geist, und
die Zeit ist so nahe, daß ihr erschrecken würdet, wüßtet ihr den Tag und die Stunde des
Unterganges .... Amen
B.D. 4434 empfangen am 16.9.1948 Fähigkeit der Diener Gottes, Menschen zu durchschauen .... Ihr werdet den Geist dessen erkennen, der sich abwendet von Mir, denn euch werden
alle Anzeichen bemerkbar sein, sowie ein Mensch nicht in Liebe mit Mir verbunden ist.
Und also werden euch auch die Worte nicht täuschen können, die sein Mund ausspricht, um euch sein wahres Empfinden zu verbergen. Ihr werdet wenig Verständnis
finden, so ihr geistige Gespräche führet, ihr werdet Unglauben feststellen können allen
Voraussagen gegenüber und auch jenen Lehren, die zur Erklärung der schweren leidvollen Zeit beitragen sollen. Denn wer Mir fernsteht, der steht zu sehr im irdischen
Leben und findet keine geistige Erklärung glaubhaft, er lebt nicht in Verbindung mit
der geistigen Welt, und seine Gedanken sind wenig beeinflußt von wissenden Kräften,
weil er ihnen keinen Zugang gewährt. Ihr werdet solche Menschen stets erkennen und
wenig Anklang finden, und so sie euch auch anhören, habt ihr doch wenig Erfolg zu
verzeichnen, wenig Willen, Meinem Wort Beachtung zu schenken, indem dieses ausgelebt wird. Und also werden sie sich auch nicht überzeugen können von der Wahrheit
Meines Wortes, und der geistige Erfolg ist gleich Null. Doch ihr sollt darum nicht müde
werden und keinen Anstoß daran nehmen, daß ihr nicht angehört werdet, wie es Mein
Wort erfordert .... Amen
B.D. 4435 empfangen am 17.9.1948 Begründung des außergewöhnlichen Wirkens Gottes .... Öffnet euch zum Empfang Meiner Lichtausstrahlung, höret auf Mein Wort .... Amen
B.D. 4436 empfangen am 19.9.1948 Hingabe der Welt .... Was bietet euch die Welt? So ihr es recht betrachtet, sind es nur Dinge, die euch für
kurze Zeit das Erdenleben schöner gestalten, jedoch keinen bleibenden Wert haben.
Und so ihr dagegensetzet, daß jeder Tag euch von dieser Erde abrufen kann, schaffet ihr,
irdisch gesehen, nur für einen Tag, denn schon der morgige Tag kann euer letzter sein.
Doch auch ein langes Erdenleben steht nicht im Verhältnis zu der Ewigkeit, und es ist
nur unklug, für diese begrenzte Zeit sich zu versorgen und der Ewigkeit nicht zu gedenken. Befasset ihr euch aber einmal mit dem Gedanken an das Leben nach dem Tode,
dann erkennet ihr erst, welchen Scheingütern ihr nachjagt, und dann werdet ihr das
geistige Streben derer verstehen, die die Erde nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel
zum Zweck erkannt haben. Und dann werdet auch ihr streben nach der Wahrheit, nach
Erkenntnis und nach Mir, Der Ich euch dies alles vermitteln kann. Doch eines dürfet ihr
nicht verfehlen, Mich als Beistand und Ratgeber anzurufen, daß Ich Mich eurer
annehme und euch fernerhin führe auf der Lebensbahn, daß ihr Mich erwählet und
Meinetwegen die Welt hingebet, d.h. keine großen Hoffnungen setzet auf ein Leben in
äußerer Behaglichkeit, sondern tief innerlich ein Leben führet mit Mir, abseits von der
Welt. Es ist diese Trennung dringend nötig, wie es auch nötig ist, daß ihr von der reinen
Wahrheit Kenntnis nehmet, die euch, von außen kommend, durch die Weltmenschen
nicht geboten werden kann. So ihr euch Mir empfehlet, gehe Ich mit euch und ebne
auch die irdische Arbeit, denn niemand soll zu Schaden kommen, der für Mich und
Mein Reich arbeitet. Ihr sollet wohl eure Pflicht erfüllen, d.h. den Posten ausfüllen, der
euch zugeteilt ist, doch wer segnet euch die irdische Arbeit, so Ich es nicht tue? Ihr könnet nicht von selbst euch den Erfolg erzwingen, und so Mein Wille dagegen ist, könnet
ihr nichts tun, obgleich ihr mühsam und unausgesetzt tätig seid. Umgekehrt aber kann
Ich eure Arbeit begünstigen und euch in der Ausführung helfen. Ich aber fordere dagegen, daß ihr euch zuneiget Meiner euch von oben vermittelten Gabe, daß ihr dieser
volle Beachtung schenket und für ihre Verbreitung Sorge traget. Dann könnet ihr völlig
sorglos leben, denn jegliche Sorge übernehme Ich für euch. Kommet zuerst eurer geistigen Arbeit nach, und gesegnet wird sein alles, was ihr irdisch unternehmet, um die für
die Erde euch zugewiesene Aufgabe zu erfüllen. Denn Ich versehe euch wahrlich besser
als die irdische Welt .... Amen
B.D. 4437 empfangen am 20.9.1948 Jünger der Endzeit .... Wie sich die Jünger trennen mußten von Ihren Familien, von Haus und Hof, um Mir
nachzufolgen, so müssen auch die letzten Jünger bereit sein, alles hinzugeben, so sie in
ihren Herzen den leisen Ruf vernehmen, für Mich zu wirken. Die Liebe zu Mir muß so
groß sein, daß sie keine irdische Bindung Mir vorziehen, dann erst können sie als Meine
rechten Jünger wirken in Meinem Auftrag. Solange die Erde sie noch fesselt, können sie
nicht die innere Stimme vernehmen, die aber unbedingt nötig ist, um Mein Wort zu
verbreiten, um die Mitmenschen lehren zu können. Es darf nichts euch lieber sein als
Mein Wort, die Äußerung Meiner Liebe zu euch, und ihr müsset gern und freudig und
zu jeder Zeit bereit sein, Mein Wort zu hören, direkt oder auch indirekt. Je mehr ihr in
das Geistige, in die ewige Wahrheit Einsicht genommen habt, desto erklärlicher wird es
euch sein, daß ihr euch restlos Mir schenken müsset, wollet ihr Mir als Werkzeug dienen, denn jede Verbindung von euch mit der materiellen Welt hindert Mich am Wirken
durch euch. Und somit habt ihr auch eine Erklärung über das Problem wieweit Meine
Diener frei bleiben sollen von festen Bindungen, die nicht dem geistigen Streben gelten,
also nicht ein gemeinsames geistiges Ziel zu erreichen trachten. Meine Jünger mußten
Weib und Kinder verlassen, um Mir nachzufolgen, und Ich segnete sie dafür .... (21.9.1948) Wer Mich zum Ziel hat, darf seine Augen nicht rückwärts senden, wer dem
geistigen Reich zustrebt, hat die Welt überwunden und kann daher auch ruhig die Welt
lassen, ohne Schaden zu nehmen oder die Mitmenschen zu schädigen. Denn Ich übernehme dann die Sorge um die Seinen, die er bisher versorgt hat. Dann mache Ich ihm
auch seine Erdenaufgabe leicht und teile sie ihm nur so weit zu, daß er gleichzeitig geistige Arbeit verrichten kann, d.h. den Mitmenschen Kenntnis geben von Zweck und
Ziel des Erdenlebens. So Ich Meine Jünger dafür benötige, ist diese Aufgabe ihre wichtigste, dann aber sollen sie getrost hingeben, was sie an der Ausführung dieser Arbeit
hindern könnte. Sie sollen sich frei machen und nun als Meine rechten Jünger Mein
Wort verkünden und ohne Sorge sein .... Amen
B.D. 4438 empfangen am 21.9.1948 Dämonischer Einfluß auf Lichtträger .... Der dämonische Einfluß ist besonders stark, wo die Wahrheit sich Bahn zu brechen droht, und darum werdet ihr des öfteren von Gedanken geplagt, die euch jene Wesen zuströmen lassen und die bezwecken sollen, euch für die Aufnahme oder Weitergabe der Wahrheit untauglich zu machen. Licht und Schatten sind stets beisammen, der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis findet immer statt, und der Wille des Menschen ist bestimmend, welche Kräfte den Sieg davontragen. Wo Licht, d.h. die Wahrheit, ist, dort drängen sich auch die finsteren Wesen zusammen, um es zu verlöschen, um die Wahrheit durch Lüge und Irrtum zu verdrängen. Und es wirkt sich dies so aus, daß den Lichtträgern jede geistige Arbeit erschwert wird, sowie sie selbst nicht den starken Willen aufbringen, unentwegt tätig zu sein für Gott und Sein Reich. Dann bezieht ein Lichtträger Kraft aus Gott und kann jedem Einfluß von dämonischer Seite Widerstand leisten, dann ist er stärker als jene Kraft, dann hat er das lichtvolle Geistige als Schutzwall um sich und kann jedem Einfluß, jedem falschen Gedanken, wehren. Die Willensstärke darf niemals nachlassen, dann richten auch die dämonischen Kräfte nichts aus. Doch spüren wird ein Wahrheitsträger stets die Nähe dieser Wesen, die gegen die Wahrheit ankämpfen insofern, als daß die geistige Arbeit schwerer vonstatten geht, daß Hemmungen und Hindernisse sie beeinflussen und der Mensch immer wieder von neuem Kraft anfordern muß von Gott und also immer inniger sich an Gott anschließen, will er nicht schwach werden und den dämonischen Kräften den Sieg überlassen. Doch er bleibt niemals ohne Hilfe, denn wo einmal das Licht zur Erde geleitet werden kann, dort sind unzählige Lichtwesen zur Abwehr bereit, und wer einmal Gott seine Dienste angetragen hat, der wird auch in Ihm einen treuen Helfer und Berater finden, Der ihn niemals dem Feind überlassen, sondern ihn gegen dessen Einfluß schützen wird .... Amen
B.D. 4439 empfangen am 22.9.1948 Gedankengut .... Wie ihr das Gedankengut verwertet, das euch zugetragen wird, das ist bestimmend für eure Entwicklung. Es suchen euch lichte und finstere Wesen gedanklich zu beeinflussen, Kräfte, die voll des wahrheitsgemäßen Wissens sind, und solche, die sich gegen alles stellen, was Wahrheit ist, teils aus eigener Unkenntnis, teils aber auch aus bösen Motiven, um alles zu zerstören, was Licht und Kraft bedeutet. Diese Wesen nun streiten um den Besitz eures Willens, sie suchen auf euch ihre Gedanken zu übertragen; diese umspielen euch gleich Wellen, und euer Wille nimmt sie nun auf oder weiset sie ab, d.h., es greift das Herz sie auf und leitet sie weiter zum Gehirn, wo sie verarbeitet werden, also dem Menschen ins Gedächtnis gerufen werden, so er sie verwerten will .... oder er lehnet sie ab, indem er sie nicht erst dem Gehirn zuführt zur Verarbeitung, also sie fallenläßt. Bewußt wird der Gedanke erst, so der Verstand sich damit befaßt; doch nicht der Mensch selbst ist Urheber des Gedankens, sondern es sind Ausstrahlungen aus dem geistigen Reich, die als Lichtstrahlen den Menschen berühren können oder auch als ein Truglicht, das dann als Schatten ihn begleitet, daß er also in Dunkelheit wandelt. Die Dunkelheit aber empfindet der Mensch nicht, weil er sich, solange er nicht im Licht wandelt, Irrlichtern zuwendet, also im Licht zu stehen glaubt, das aber keinen Schein verbreitet, keine Wärme ausstrahlt, das nichts erleuchtet, sondern nur ein Blendlicht ist. Soll nun das Gedankengut verwertet werden, dann stellt es sich heraus, welche Wirkung es hat, denn das rechte Licht, die wahren Gedanken, werden zünden und überall wieder ein Lichtlein aufflammen lassen, während ein Blendlicht keine Kraft hat, einen Schein von sich zu geben, doch von Menschen, die in der Dunkelheit wandeln, wohl angenommen wird, weil sie das helle, strahlende Licht der Wahrheit nicht kennen und seine Wirkung noch nicht an sich verspürt haben. Und es kann nun gearbeitet werden mit dem Gedankengut, sei es der wissenden geistigen Welt oder den Kräften der Finsternis entströmt, nur wird es verschiedene Wirkung haben auf den austeilenden und auf den empfangenden Menschen. Wer wahres Gedankengut weiterleitet, der wird stets mehr und mehr empfangen, ob er auch ständig davon abgibt. Und es wird seine Seele sich aufwärtsentwickeln, sie wird in immer hellerem Licht stehen, alles erkennen und alles verstehen .... denn Licht hat eine überaus wohltuende Wirkung. Wer aber irriges Gedankengut weiterleitet, der wird dennoch in Dunkelheit gehen und spüren, daß er kein Licht in diese Dunkelheit hineinträgt, nur durch das Aufblitzen von Irrlichtern zeitweise im Licht zu stehen glauben, um hinterher in noch tiefere Dunkelheit zu fallen. Er wird trotz Zuleiten von Gedankengut ohne Verständnis bleiben, die Dunkelheit um ihn wird nicht weichen, bis er von den Strahlen eines rechten Lichtes berührt wird, bis er die gedanklichen Eingebungen aus dem Lichtreich annimmt, sich also dem Einfluß wissender Wesen hingibt, die allein ihm Licht und Wahrheit vermitteln können .... Amen
B.D. 4440 empfangen am 22.9.1948 Zweck göttlicher Offenbarungen .... Die ewige Gottheit Selbst offenbart Sich euch Menschen in Ihrer unendlichen Liebe und Erbarmung. Diese Offenbarungen sind von so großer Wichtigkeit, daß ihr Diener Gottes auf Erden eure ganze Kraft daran .... setzen sollet, sie zu verbreiten. Sie sind ein Zeichen der ständigen Sorge Gottes um Seine Geschöpfe, wie sie aber auch eine ununterbrochene Kette von Anregungen sind, die den Menschen helfen sollen, sich selbst zu finden und in den göttlichen Willen einzugehen. (23.9.1948) Die göttlichen Offenbarungen umfassen ein Wissen, das in alle Gebiete hineinreicht und das so umfangreich ist, weil das Verständnis für alles im Menschen geweckt werden soll, auf daß keine Lücke des Wissens Zweifel in die reine Wahrheit aufkommen lassen kann. Denn es ist Gottes Wille, daß sich die Menschen in der Wahrheit bewegen, um dadurch ihren Vater und Schöpfer von Ewigkeit erkennen und lieben zu lernen und sich Ihm nun aus freiem Willen zu unterwerfen, auf daß das Urverhältnis wieder zwischen Ihm und Seinen Geschöpfen hergestellt werde, das unbegrenzte Seligkeit für letztere bedeutet. Es hat der Mensch auch stets die Fähigkeit, die göttlichen Offenbarungen als solche zu erkennen, jedoch setzt dies immer seinen Willen voraus, und der Wille soll angeregt werden dadurch, daß diese Offenbarungen in einer Weise den Menschen vermittelt werden, die übernatürlich erscheint und die nachdenklich machen soll; es muß ihre Aufmerksamkeit darauf hingelenkt werden und somit in Gesamtheit auf das Geistige, weil der Mensch zur Zeit seines Erdenwandels sich durch die Materie gefangennehmen läßt und geistiges Gebiet von ihm gemieden wird aus Unwissenheit und oft falscher Einstellung zu Gott. Es kann aber das Interesse dafür geweckt werden durch Hinweise und Belehrungen und also auch Bekanntgabe des sichtlichen Wirkens Gottes durch einen Menschen, das aber für alle Menschen bestimmt ist und für alle Menschen Bedeutung hat. Es muß ihnen der Zusammenhang von Gott und Mensch zum Bewußtsein gebracht werden, auf daß sie nun von selbst in das rechte Verhältnis zu Ihm treten und nun sowohl erkenntnisfähig sind für das Wirken Gottes als auch für die ihnen vermittelten Lehren und durch das Wissen um Seinen Willen sich so gestalten, wie es nötig ist, um das Urverhältnis wieder herzustellen .... rechte Kinder des Vaters zu sein mit Licht und Kraft und dadurch selbst weise und machtvolle Wesen, die schaffen und gestalten können nach eigenem Willen, der dann auch der Wille Gottes ist .... Amen
B.D. 4441 empfangen am 24.9.1948 Ausmaß des Zerstörungswerkes .... In welchem Ausmaß der Zerstörungsakt im Willen Gottes vor sich gehen wird, davon könnet ihr Menschen euch noch keine Vorstellung machen, denn es wird alles übertroffen, was je gewesen ist. Länder und Meere werden sich verändern, Flüsse werden aus den Ufern treten und so Bilder geschaffen werden, daß die Menschen sich in andere Gegenden versetzt glauben und dadurch schon ein unbeschreibliches Chaos entsteht, weil die Menschen einander nicht mehr finden. Ohne Ruhe werden sie umherirren, bis sich willensstarke Menschen finden, die Ordnung zu schaffen suchen, und sich der schwachen Menschen annehmen. Es wird die Not so groß sein, daß nur allein Liebe sie ertragen läßt, und wo einer für den anderen tätig ist, wird auch bald Erleichterung und Hilfe zu spüren sein, die ihnen sichtlich von oben zuteil wird. Wer sich nun an Gott wendet und Ihn im Herzen anrufet, dem wird geholfen werden, denn nun zeigt Sich Gott mit Seiner Liebe und Allmacht so deutlich, daß es den Schwachgläubigen leicht wird, einen festen Glauben zu erlangen, und diese Zeit ist für den Ungläubigen eine Gnadenzeit, wo er sich noch leicht wandeln kann angesichts der Erscheinungen, die in der Kraft des Glaubens begründet sind. Diese Erscheinungen werden allen zu denken geben, doch nur allein der Glaubenswillige wird seinen Nutzen daraus ziehen, während die anderen stets nur von Zufall sprechen und verbittert der großen Not gegenüberstehen, einen Schöpfer ablehnen oder Sein Handeln verurteilen. Die Größe des Unglücks kann sie nicht zur Besinnung bringen, alles suchen sie sich natürlich zu erklären, und geistige Zusammenhänge lehnen sie gänzlich ab. Sie bleiben auch hart und gefühllos dem erleben des Mitmenschen gegenüber und scheuen sich nicht, sich selbst die Lage zu verbessern auf Kosten der Mitmenschen, die zu schwach sind, sich zu wehren. Not wird überall sein, wo Gott gesprochen hat, und sprechen wird Er dort, wo größte geistige Not ist, auf daß die Überlebenden ein Warnzeichen erhalten, damit die Zeit bis zum Ende genützet werden kann und auch die Menschen der nicht betroffenen Länder zur Besinnung kommen angesichts der Katastrophe, die zu gewaltig ist, um außer acht gelassen werden zu können. Denn es wird die gesamte Menschheit von Angst erfaßt werden, daß sich die Naturkatastrophe wiederholt und eine völlige Zerstörung der Erde zur Folge haben könnte. Diese wird zwar kommen, jedoch nicht unmittelbar nach der Naturkatastrophe. Die Angst davor aber ist heilsam für viele, wird doch der Gedanke an ein plötzliches Ableben und an das Leben nach dem Tode in vielen Menschen rege und kann einen Wandel der Lebensführung zeitigen. Die Welt wird helfend eingreifen wollen, doch in dem Ausmaß es nicht können, wie Hilfe erforderlich wäre. Dennoch wird jeder liebe- und hilfswillige Mensch von Gott gesegnet sein, denn die große Not kommt darum über die Menschen, daß sie ihre Herzen erweichen und ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht werden, daß sie in Liebe wirken auf Erden, um die Seelenreife zu erlangen. Solange die Menschen nur sich selbst versorgen, stehen sie in der Eigenliebe und schreiten geistig nicht vorwärts. Die Not der Mitmenschen aber kann ihre Liebetätigkeit rege werden lassen, und dann erfüllen sie den Willen Gottes und also ihre Erdenaufgabe .... Dann ist auch die größte Not von Segen, und sie erfüllet ihren Zweck .... Amen
B.D. 4442 empfangen am 25.9.1948 Gottes Segen und Schutz den Mitarbeitern .... Ihr habt Mir eure Mitarbeit versprochen, und so ihr diese nun leistet, will Ich euch
segnen .... Amen
B.D. 4443 empfangen am 26.9.1948 Darbietung des göttlichen Wortes große Hilfe .... Mit der Darbietung Meines Wortes ist eine überaus große geistige Hilfe verbunden,
denn es ist ein sichtbares Zeichen übernatürlichen Wirkens, so daß der Mensch wieder
festen Fuß fassen kann, so er wankend geworden ist im Glauben. Er hat eine gewisse
Garantie dafür, daß sein Denken richtig ist, so es ihn an ein Leben außerhalb der Erde
glauben ließ, er kann sich mit Sicherheit in einem Gebiet bewegen, das ihm nur noch
Phantasie erschien und als solche auch von weltlich gesinnten Menschen hingestellt
wird. So aber berührt ein Strahl aus dem geistigen Reich die noch erdgebundenen Menschen, und nur deren Willen ist nötig, um den Strahl als vom geistigen Reich ausgehend
zu erkennen. Ist aber dieser Wille vorhanden, dann ist auch schon die Verbindung
geschaffen zwischen beiden Welten. Es ist eine Brücke gefunden, auf welcher der
Mensch ungehindert in das geistige Reich gelangen kann. Und also kann er auch glauben .... Amen
B.D. 4444 empfangen am 27.9.1948 (Kann Gott leiden?) Liebe Gottes .... Der Sich euch kundgibt aus übergroßer Liebe, Der wirbt um euch mit aller Beharrlichkeit, und Er gibt euch nicht auf, weil ihr Sein seid seit Ewigkeit. Seine Liebe ist unwandelbar, sie ist aber auch Gesetz in sich, d.h., nur Liebe kann sich zur Liebe gesellen, und da Gott die ewige Liebe Selbst ist, verlangt Er auch nach Liebe und sucht darum alle Seine Geschöpfe zur Liebe zu gestalten, auf daß Er Sich mit ihnen vereinigen kann. Und also sucht Er die Liebe Seiner Geschöpfe zu gewinnen und hat ewig kein anderes Ziel, weil der Zusammenschluß in Liebe Seligkeit bedeutet für das Geschöpf und auch die Seligkeit Gottes ständig erhöht. Gott ist vollkommen und als vollkommenes Wesen unbegrenzte Seligkeit zu geben fähig, wie Er aber auch umgekehrt solche empfangen will von Seinen Geschöpfen, die aus Seiner Liebekraft hervorgegangen sind. Seligkeit bereiten setzt aber immer Liebe voraus. So also Gott nach der Liebe Seiner Geschöpfe verlangt, weil Er Sich ihnen schenken will, muß das Entbehren der Liebe auch die gebende Liebe einschränken, also obgleich sie sich nicht verringern kann, wird doch ihre Kraft begrenzt, was auch verminderte Seligkeit bedeutet .... bei der Fülle göttlicher Liebe erst dann erwähnenswert, wenn nahezu alle Geschöpfe sich von Ihm abwenden, also Ihm ihre Liebe verweigern .... ein Zustand, der am Ende einer Erlösungsperiode in der Schöpfung eingetreten ist .... (28.9.1948) Dann tritt eine unvergleichliche Sehnsucht an die Stelle der Seligkeit, die zwar nicht, wie auf Erden, leidvoll ist, jedoch vermehrten Hilfswillen und übergroße Barmherzigkeit zum Auslösung bringt. Es kann Gott niemals leiden, jedoch wird die sich vergrößernde Entfernung Seiner Wesen von Ihm vermehrte Kraftentfaltung zur Folge haben, also unentwegt wird die Liebe Gottes um die Liebe Seiner Geschöpfe werben, weil Er sie nicht aufgibt, und wenn Ewigkeiten darüber vergehen, bis sie sich Ihm in Liebe zuwenden. Ein Leidenszustand würde nur dann eintreten, wenn .... was einst aus der Liebe Gottes seinen Ausgang nahm, unwiederbringlich verloren wäre an Seinen Gegner .... was jedoch niemals möglich ist, weil die Fülle göttlicher Liebe nichts verlorengehen läßt, ja sogar Seinen Gegner selbst gewinnt, wenn auch in endlos ferner Zeit, für die menschlich keine Schätzung mehr möglich ist. Daß sich jemals die Liebe Gottes verringert, schaltet völlig aus, denn Liebe ist etwas so Gewaltiges, daß sie alles zwingt und die Kraft göttlicher Liebe genügen würde, sofort Sich Seine Geschöpfe geneigt zu machen, wollte Er sie in ganzer Fülle wirken lassen. Doch Seine Seligkeit erhöht sich, so Seine Geschöpfe selbst zu Ihm kommen und Ihm ihre Liebe antragen. Und darum wirket Er nur im geringsten Grad auf jene ein, immer den Willen anzuregen suchend, daß dieser Ihm zudränge. Wendet sich der Wille des Menschen ab von Gott, so läßt auch die Liebekraft Gottes nach, gibt ihn aber dennoch nicht auf. Das Werben um die Liebe Seiner Geschöpfe ist gleichfalls ein Akt der Seligkeit, was den Menschen zwar erst dann begreiflich ist, wenn sie selbst in erwidernder Liebe stehen, die auch niemals aufhören wird, zu werben um die Liebe des anderen. Erfüllte Liebe ist Seligkeit, unerwiderte Liebe aber ein Zustand der Vereinsamung, der sich als Kraftlosigkeit oder als erhöhte Krafterzeugung auswirkt .... je nach Stärke der Liebe, weshalb die Wesen des Lichtreiches ständig in Liebe wirken können, wenngleich sie oft auf Widerstand stoßen von seiten der Menschen .... weil sie von Liebe erfüllt sind und auch unerwiderte Liebe keine Schmälerung ihrer Kraft, sondern nur erhöhter Anreiz zur Tätigkeit ist. Die Menschen auf der Erde benötigen noch Kraftzufuhr, die ihnen durch Liebe zugeht und für sie daher Mangel an Liebe auch Mangel an Kraft und Tätigkeitsdrang bedeutet, also als Leidenszustand empfunden wird. Doch das Bewußtsein bleibt dem Menschen jederzeit, daß die Liebe Gottes ihm sicher ist, daß die Liebe des Menschen immer Erwiderung findet, so sie Ihm gilt, und daß Seine Liebe die wahre Seligkeit ist für jeden, der sie begehret .... Amen
B.D. 4445 empfangen am 29.9.1948 Gottes Wille
- Menschenwille .... Wie es beschlossen ist seit Ewigkeit, so geht das Weltgeschehen seinen Gang, d.h., menschlicher Wille bestimmt zwar den Verlauf, doch immer werden die Auswirkungen dessen, was durch menschlichen Willen angeregt wird, Meinem Willen entsprechen, also in irgendeiner Weise der Aufwärtsentwicklung der Menschen dienen, so diese den rechten Nutzen ziehen aus jedem Geschehen. Und so kann wohl die Absicht der Menschen eine gänzlich Meinem Willen widersprechende sein, doch so Ich etwas zulasse, verbinde Ich auch ein Ziel damit, und somit entspricht jegliches Geschehen Meinem Plan von Ewigkeit, weil Ich seit Ewigkeit weiß um den Willen der Menschen, um ihre Gedanken und Taten, und daher doch ein jeder frei wollen und handeln kann, er also keineswegs bestimmt ist, das auszuführen, was er tut. Daß Ich darum weiß, ist kein Beweis eines zwangsmäßigen Einwirkens auf den Willen der Menschen .... was sie tun wollen, steht ihnen frei, doch wie sich ihr Tun auswirkt, unterliegt Meinem Willen. Und so werden die Menschen in der Endzeit Dinge vollbringen, die ihren materiellen Geist kennzeichnen, sie werden ihr irdisches Leben verbessern und sich Genüsse verschaffen wollen und darum Handlungen ausführen, die aber das Gegenteil zur Folge haben, weil Ich es so will .... weil Ich weiß, daß die Verwirklichung ihrer Pläne nur völligen geistigen Rückgang bedeutet, und Ich also ihre Absichten durchkreuze, um indirekt ihnen zu verhelfen zur Seelenreife, wenngleich nur wenige dies erkennen und auch die Zahl derer klein ist, die um Meinen Plan von Ewigkeit wissen und in allem Meine Führung sehen. Mehr denn je werden Menschen in der Endzeit des Glaubens sein, daß sie es sind, die durch ihren Willen das Schicksal der Völker lenken, und doch sind sie nur die Figuren im Spiel. Sie werden von Mir regieret, doch immer unter Achtung ihres freien Willen, den Ich niemals antasten werde um der Menschen selbst willen. Wenn also durch Menschen ein Akt vollzogen wird, der nicht die Liebe zur Ursache hat, wenn dadurch weltliche Vorteile erstrebt werden, wenn er wider die christliche Nächstenliebe verstößt oder in Haß oder Lieblosigkeit gegen die Mitmenschen zum Ausdruck kommt, dann hindere Ich diese Handlungen nicht, Ich lasse auch da den Menschen freien Willen, aber Ich fordere auch Verantwortung von ihnen für jede Tat oder jeden Gedanken, der die Mitmenschen in irgendeiner Weise schädigt. Ob aber ihre Pläne zur Ausführung kommen mit dem Erfolg, den sie sich wünschen, ist ganz allein Mein Wille, und was nun auch geschieht, wird immer dem strebenden Menschen Gelegenheit geben, zu Mir zu finden, Mich zu erkennen und mit Mir in Verbindung zu treten. Und so dienet Mir auch die Unterwelt, d.h.,auch sie kann Meinen Willen nicht aufhalten und wird sonach ungewollt nur dazu beitragen, daß Mein Plan von Ewigkeit zur Ausführung kommt, der die Erlösung des Geistigen bezweckt .... Amen
B.D. 4446 empfangen am 30.9.1948 Rechte Lehrkraft .... Ich habe euch in Meine Schule genommen, um euch auszubilden zu tüchtigen Lehrkräften, die im Besitz der reinen Wahrheit sind und also lehren können zum Nutzen der Menschheit. Dieses Lehramt ist überaus wichtig in der letzten Zeit vor dem Ende, sind doch nur wenige Menschen befähigt, die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen und also gleichfalls direkt von Mir belehrt zu werden über ihre Erdenaufgabe, über ihren Schöpfer und Vater von Ewigkeit, über ihr eigentliches Verhältnis zu Ihm und über die Auswirkung rechten und falsch genützten Willens. Dieses Wissen muß ihnen in vollster Wahrheit unterbreitet werden, auf daß sie nicht irrigen Lehren zum Opfer fallen, denn viele werden sich anmaßen, lehrend aufzutreten, und ein jeder von ihnen wird sich für berufen halten, ohne jedoch von Mir berufen worden zu sein für ein Amt, das Wahrheitsträger benötigt, um recht versehen zu werden. Die reine Wahrheit allein bedeutet Helligkeit, die reine Wahrheit allein führt zu Mir, wie sie auch von Mir ausgeht, und darum nehme Ich Meine Diener für dieses Lehramt Selbst in die Schule und weihe sie in alles ein, was sie zu ihrer Mission benötigen. Und Ich unterweise sie wahrlich recht .... Niemals werde Ich es dulden, daß anderes als reine Wahrheit denen vermittelt wird, die
als dienende Kräfte auf Erden für Mich tätig sein wollen, und immer werde Ich Aufklärung geben, wo Zweifeln oder Unkenntnis ist, auf daß die Lehrenden völlig klar sehen,
Einwände oder Widersprüche widerlegen können und Fragen jederzeit wahrheitsgemäß beantworten .... (1.10.1948) Es muß die Wahrheit von Mir direkt in Empfang
genommen werden, soll sie rein und unverfälscht sein, und immer wieder bilde Ich Mir
daher geeignete Lehrkräfte aus, die erstmalig diese Wahrheit entgegennehmen durch
die Stimme des Geistes und sich auch verstandesmäßig mit ihr auseinandersetzen, so
daß sie dann in voller Überzeugung unterrichten können, wie es Mein Wille ist. Bekundet nun ein Mensch auf Erden Mir gegenüber seinen Willen, für Mich tätig zu sein, so
ist er Mir ein willkommener Schüler, dem Ich tiefes Wissen zuleite und ihn für seine
pädagogische Arbeit vorbereite. Also wird er erst selbst unterwiesen in gleicher Weise,
wie er dann die Mitmenschen belehren soll, die außerhalb der Verbindung mit Mir stehen. Denn sie sollen zu Mir finden, sie sollen Mich erkennen lernen als einen liebevollen Lehrmeister, als einen Gott der Gnade und Gerechtigkeit, der Liebe und Weisheit;
Ich will auch ihnen Mein Evangelium vermitteln und muß Mich daher derer bedienen,
die Mich Selbst durch sich reden lassen. So Ich euch also unterweise, bin Ich auch Selbst
in euch tätig, es ist Mein Mund, der zu euch Worte der Liebe spricht, es ist Mein Geist,
der daraus euch entgegentönet, es ist Meine Liebe, die sich durch das Wort in euch
äußert. Ihr seid nur die Form, derer Ich Mich bediene .... Amen
B.D. 4447 empfangen am 2.10.1948 Ruf Gottes wie ein gesprochenes Wort .... Ihr werdet Meinen Ruf hören wie ein gesprochenes Wort, und dann wird jeder Zweifel fallen, jede Schwäche überwunden sein, jede Unentschlossenheit wird von euch weichen, dann werdet ihr Mir gern und freudig dienen und Mir treue Arbeiter sein auf
Erden. Die Wege, die ihr gehen sollt, werde Ich Selbst euch führen, es wird alles an euch
herantreten, so daß ihr nur zu handeln brauchet, wie es euch von innen drängt, und
jede Gegenbedenken werden schwinden, weil in euch noch Mein Wort nachtönet, weil
ihr über dieses tönende Wort voller Seligkeit und Bereitwilligkeit seid und nun ganz im
Dienst für Mich und Mein Reich aufgeht. Dann aber wisset ihr auch, daß die Stunde
gekommen ist, wo eure Mission beginnt, und daß große Anforderungen gestellt werden
an euch, weil die Not einsetzet, weil sich dann erfüllet, was Ich vorausgesagt habe durch
Wort und Schrift .... Amen
B.D. 4448 empfangen am 2.10.1948 Tönendes Wort und Bedingungen .... Des leisesten Empfindens müsset ihr achten, wollet ihr Meine Stimme in euch vernehmen. Und darum kann die Übertragung Meines Wortes nur stattfinden in völliger
Abgeschlossenheit von der Welt. Ihr lebt zwar noch mitten in der Welt, doch es kann um
euch herum alles in ein Nichts versinken, es kann völlig unbemerkt von euch bleiben,
so eure Gedanken sich nach innen kehren und Mich suchen. Dann betrachtet ihr
andere als irdische Sphären, dann weilet ihr schon im geistigen Reich, eure Seele hat
sich hinübergeschwungen, während der Körper auf der Erde zurückbleibt, ohne jedoch
die Verbindung mit der Seele verloren zu haben. Wem es gelingt, alle weltlichen Gedanken auszuschalten und sich zu konzentrieren, der wird es bald leise im Herzen sprechen
hören und desto klarer, je mehr die Lösung der Seele vom Körper vollzogen ist, d.h., je
mehr die Seele dem Reich zustrebt, wo Mein Wort seinen Ausgang hat, wo Ich Selbst
weile inmitten der Wesen, die euch in Meinem Auftrag belehren, so die Belehrung nicht
direkt von Mir ausgeht. Die Welt will zwar eine direkte Ansprache Gottes an die Menschen nicht wahrhaben, sie kann es nicht glauben, weil sie, d.h. die Weltmenschen, niemals diese feine Stimme zu hören vermögen, und immer nur das beachten, was der
Körper fordert und was er leistet. Die Seele ist ihnen ein unglaubwürdiger Begriff, die
Seele wird nicht von ihnen anerkannt und daher auch nicht akzeptiert, was die Seele
empfängt aus dem geistigen Reich und den Menschen auf der Erde vermitteln will. Sie
glauben es nicht, weil ihnen auch der Wille fehlt, die Bedingungen zu erfüllen, die ein
Vernehmen Meiner Stimme möglich machen. Sie trennen sich nicht in Gedanken von
der Welt, sondern streben diese unentwegt an, so daß ihnen keine Stunde innerer Einkehr bleibt, sie also niemals ein Innenleben führen, ohne solches aber das Vernehmen
Meines Wortes undenkbar ist. Ich trete den Menschen nicht von außen nahe, sondern
im Herzen komme Ich ihnen entgegen .... Amen
B.D. 4449 empfangen am 3.10.1948 Stunde der Berufung .... Die Stunde eurer Berufung rückt immer näher und wird auch euch überraschen,
obwohl ihr davon Kenntnis habt. Scheinbar wohl ist ein Zustand der Ruhe eingetreten,
der auch eure Arbeit für Mein Reich zurückgestellt erscheinen läßt, doch der
Umschwung wird plötzlich kommen, und ein völlig neues Blickfeld wird sich euch
eröffnen, ihr werdet abgedrängt vom Irdischen, und das Geistige wird in den Vordergrund treten, und dann beginnt eure letzte, aber überaus wichtige Mission auf dieser
Erde. Dann wird auch jede irdische Sorge zurücktreten, denn von selbst regelt sich alles
für euch, und Mein Wirken an euch wird so offensichtlich sein, daß über euch eine Ruhe
kommt, die euch jede geistige Arbeit ausführen läßt. Es ist die Zeit gekommen, die Ich
ankündigte fort und fort .... es tritt die Erde in die letzte Phase ihrer Entwicklung ein,
und überraschend schnell ist eine Weltlage geschaffen, die alle Menschen mit Spannung
erfüllt .... Ihr glaubt es nicht, weil ihr noch mitten in der Welt steht und alles nur rein weltlich, d.h.
irdisch materiell betrachtet und für das Geistige keinen Sinn habt. Auch die kommenden Ereignisse werdet ihr nur rein weltlich ansehen und wieder nur für das leibliche
Wohl Sorge tragen, doch eindringlich warne Ich euch davor und ermahne euch, nur für
eure Seele noch zu sorgen, denn ihr steht kurz vor dem Ende .... Und Ich will euch segnen und jede Arbeit, die ihr leistet, für Mich und Mein Reich .... Amen
B.D. 4450 empfangen am 4.10.1948 Ringen um starken Glauben .... Das Ringen um tiefen unerschütterlichen Glauben darf nicht nachlassen, ansonsten
die Gefahr besteht, daß die Sorge um das leibliche Wohl die seelische Sorge übertrifft
und der Mensch schwach wird in jeder Beziehung. Der tiefe Glaube allein gibt Kraft, im
Glauben liegt die Gewähr jeglichen Gelingens, der Glaube gibt Ruhe und Frieden des
Herzens, und jegliche Sorge schwindet, so der Mensch einen starken Glauben besitzet.
Nicht die eigene Kraft bewältigt das Maß der Anforderungen, die an einen Menschen
gestellt werden, sondern nur allein die Glaubenskraft, denn diese ist göttliche Kraft, sie
strömet auf den Menschen über, der im tiefen Glauben Mir alle seine Nöte vorträgt, auf
daß Ich ihm helfe. Der feste Glaube, daß Ich ihm helfe, sein Erdenleben zu meistern,
sichert ihm auch die Kraft, die erforderlich ist zur Überwindung irdischer Anforderungen. Ist aber der Glaube schwach, dann wird der Mensch ängstlich, er lenkt sein ganzes
Augenmerk nur auf seine irdische Tätigkeit, er wird lau im geistigen Streben und
schreitet nicht vorwärts, was aber allein wichtig ist im Erdenleben. Ein fester Glaube ist
Vertrauen zu Mir .... Amen
B.D. 4451 empfangen am 4.10.1948 „Wer einen Meiner Brüder aufnimmt ....“
Ihr werdet euch einen Gotteslohn erringen, so ihr Meinen rechten Vertretern auf
Erden Obdach gewähret, denn ihr gebet dann auch Mir Selbst Unterkunft, Der Ich mit
ihnen bin, Den ihr wohl nicht erschauen, aber jederzeit wahrnehmen könnet, so ihr das
Treiben Meiner Jünger verfolgt und ihre außergewöhnliche Mission erkennen werdet.
Dann wird euch offenbar werden, daß sie nicht aus eigener Kraft tätig sind, sondern,
von göttlicher Kraft durchströmt, Übernatürliches zu leisten vermögen. Und dann stehet ihr auch selbst im Segen göttlicher Offenbarungen, ihr dürfet mit empfangen und
höret also Mich Selbst, so Ich durch Meine Diener mit euch spreche. Ihr nehmet dann
Mich Selbst auf und könnet dann als Gegengabe Meine Liebe erwarten, die euch tausendfach lohnet, was ihr an Meinen Dienern tut. Denn wer Mein rechter Jünger ist, der
wird an irdischer Habe arm sein gleich Mir, als Ich auf Erden wandelte, und er wird
nichts sein eigen nennen und immer angewiesen sein auf die Liebe des Nächsten. Und
daher sollet ihr sie aufnehmen und ihnen geben, was sie benötigen, aus wahrer christlicher Nächstenliebe .... Amen
B.D. 4452 empfangen am 5.10.1948 Gerichtete Materie .... Die gerichtete Materie ist das Geistige in gefesseltem Zustand, das durch seinen
Gott-widerstrebenden Willen sich selbst gerichtet hat, d.h. in den Zustand des gebundenen Willens versetzt worden ist durch Gottes Willen. Es kann also nicht mehr, wie es
uranfänglich der Fall war, frei wollen und seinen Willen in die Tat umsetzen, sondern es
ist völlig kraftlos und steht im Mußgesetz, es ist gezwungen, sich zu bewegen im Willen
Gottes .... es steht im gebundenen Willen .... Amen
B.D. 4453 empfangen am 6.10.1948 Übernatürliche Kräfte ....
Übernatürliche Kräfte sind am Werk, wo die Übertragung des göttlichen Wortes auf
einen Erdenmenschen stattfindet, denn der Mensch an sich bringt etwas zuwege, was er
aus eigener Kraft nicht kann. Es tritt eine Fähigkeit zutage, die nur erklärt werden kann
mit außergewöhnlichem Wirken unbekannter Kräfte. Will man letzteres nicht gelten
lassen und eine rein natürliche Fähigkeit annehmen, dann müßte sich die Fähigkeit
auch bei anderen Menschen feststellen lassen, ansonsten es eben etwas Außergewöhnliches bleibt, das seinen Grund haben muß. Und es ist darum die Annahme berechtigt,
daß Kräfte am Werk sind, die der Mensch nicht kennt, so er in das Gebiet geistiger
Übertragung noch nicht eingedrungen ist. Es treten beide Welten einander gegenüber,
das geistige Reich schlägt eine Brücke zur irdischen Welt .... unsichtbare Kräfte verbinden sich mit den Menschen auf der Erde und teilen sich gedanklich letzteren mit in
einer Weise, daß die Gedanken festgehalten und auch den Mitmenschen zugeleitet werden können. Und die Gedanken sind geformte Belehrungen, die ein umfassendes Wissen enthalten. Es findet also eine Übertragung von wahrheitsgemäßem Wissen statt,
das niemals Menschen in dieser Ausführlichkeit und in seinem Umfang darbieten können, also seinen Ausgang von Wesen nehmen muß, die überaus weise sind und eine lehrende Tätigkeit ausführen können. Diese Wesen sind nur insofern übernatürlich, als
daß sie außerhalb der Erde oder besser gesagt, außerhalb irdischer Schöpfungen weilen, sonst aber Wesen in höchster Vollkommenheit sind, die ihre körperliche Hülle
abgelegt haben und in das geistige Reich eingegangen sind. Diese Wesen suchen sich
den Menschen mitzuteilen und ihnen von ihrem überreichen Wissen abzugeben in der
Erkenntnis, daß Wissen beglückend ist und es den Menschen auf der Erde mangelt. Sie
wollen in ihrer Liebe die Menschen beglücken und sie zur Vollkommenheit führen, und
darum nützen sie jede Gelegenheit, sich den Menschen zu offenbaren, so diese eine
Offenbarung aus dem geistigen Reich möglich machen durch ihren Willen. Dann fallen
alle Schranken zwischen der irdischen und der geistigen Welt, dann ziehen die geistigen
Wesen die Menschen in ihren Bereich, die Seele des Menschen löst sich von der Erde, sie
entflieht dem Körper und nimmt Belehrungen entgegen aus dem geistigen Reich .... Amen
B.D. 4454 empfangen am 7.10.1948 Lebendiges Wasser .... Unerschöpflich ist der Quell des ewigen Lebens, dem das lebendige Wasser entströmt, und ständig wird sich daran laben können, wer nach dem lebendigen Wasser
verlangt. Nimmermehr werde Ich Selbst diesen Quell zum Versiegen bringen, doch ihr
Menschen könnet leicht dazu beitragen, daß der Strom schwächer fließt, so eure Seele
den Ausgang verstopft, so ihr Hindernisse aufrichtet, so ihr wider die Natur handelt,
also den Quell bewußt totlegen wollet. Wo einmal das Wasser des ewigen Lebens das
harte Gestein durchbrochen hat, dort wird es nimmermehr mangeln an klarem, die
Menschen erquickendem Wasser, und es wird sich jeder daran laben können, der
Labung begehret. Und doch ist Menschenwille fähig, auch einen Quell abzusperren,
wenn die köstliche Gabe, das frische, reine, gesunde Lebenswasser nicht erkannt wird
als köstlich und der Mensch danach trachtet, seine Kraft unwirksam zu machen, da er
sie nicht zu benötigen glaubt. Dann aber müssen sie es sich auch selbst zuschreiben, wenn alles verödet und verdorrt, wenn in weitem Umkreis kein rechtes Leben gedeihen kann, wenn die Menschen
nur noch naturmäßig leben, geistig jedoch völlig ohne Leben sind, denn es mangelt
ihnen an der Kraft, die sie aus dem Born des Lebens, aus dem ewigen Quell göttlicher
Liebe schöpfen können. Lebenswasser ist Mein Wort, geboren aus der Höhe, vom ewigen Quell ausgehend und zuströmend allen denen, die sich öffnen als Gefäß, in das sich
der Strom Meiner Liebe ergießen kann. Mein Wort erquicket alle, es ist Speise und
Trank für die Seele, Mein Wort ist köstlicher Trank für alle Erdenwanderer, die Stärkung benötigen auf ihrem Erdenlebensweg. Und wo Mein Wort empfangen wird, dort
hat sich der Fels geöffnet, um fortan frisches, lebenerweckendes Wasser zu geben. Dort
ist der Glaube so stark, daß Meine Stimme vernehmbar ist .... Amen
B.D. 4455 empfangen am 9.10.1948 Sammeln geistiger Schätze auf Erden .... Der Ärmsten einer wird sein im geistigen Reich, wer sich auf Erden nicht geistige
Schätze gesammelt hat und also leer eingehet durch die Pforten des Jenseits. Und Ich
möchte euch vor diesem Los bewahren, weil ihr bitterste Reue empfinden werdet, so ihr
rückschauend die vielen Gelegenheiten erkennet, die ihr ungenützt ließet. Die Armut
im geistigen Reich ist so bedrückend und hoffnungslos, daß sie euch quält und euren
Willen völlig lähmt und ihr daher euch schwerlich aus dem qualvollen Zustand
befreien werdet. Und es ist doch auf Erden so leicht, in den Besitz geistiger Güter zu
gelangen, wenn ihr nur Meiner gedenket und mit Mir zu reden begehret. Dieses Verlangen schon garantiert euch die Zuleitung Meines Wortes in verschiedener Form .... Amen
B.D. 4456 empfangen am 10.10.1948 Geistige Zwiesprache .... Die klarste Antwort auf eure gedanklichen Fragen wird euch nicht befriedigen, so
ihr nicht fest überzeugt glaubt, daß die gedankliche Antwort Meines Geistes Wirken ist.
Solange ihr daran zweifelt, werdet ihr auch keinen inneren Frieden haben können, weil
ihr euch ständig mit Gedanken plaget, die eine klare Antwort von Mir erfordern. Fühlet euch stets so innig mit Mir verbunden, daß ihr Meiner ständigen Teilnahme an
eurem Leben sicher seid, dann werdet ihr auch glauben können, daß Ich mit euch lebe
und jede Not und Sorge von euch kenne. Ihr müsset dieses Bewußtsein Meiner Anteilnahme und ständigen Gegenwart euch aneignen, dann wird auch euer Leben leicht
sein, dann erfüllt euch das Gefühl der Zweisamkeit, die euch mit Kraft erfüllt, dann wisset ihr in Mir immer den starken Begleiter, Der euch über alle Hindernisse hinweghilft,
Der euch führet und jeden Schritt bewacht, Der euch keinem feindlichen Angriff ungeschützt ausliefert, Der immer bei euch ist, weil Er euch liebt. Gewinnet nur den Glauben
an Meine Liebe .... Amen
B.D. 4457 empfangen am 11.10.1948 Ankündigung des Endes ....
Es bleibt euch nur noch wenig Zeit, und ihr müsset euch ernstlich vorbereiten für
den Tag, da sich ein Akt der Zerstörung vollziehen wird, wie er noch nicht erlebt worden ist. Und ob Ich auch immer wieder dieses euch ankündige, ihr steht Meinen Worten zweifelnd gegenüber und seid darum lau in eurer Seelenarbeit .... Amen
B.D. 4458 empfangen am 11.10.1948 Gefahr der Verflachung (kath.) .... Es sind unsagbar viele Menschen in der Gefahr, zu verflachen in geistiger Beziehung,
weil sie sich eine Anschauung angeeignet haben, die irrig ist und ein ernstes Nachdenken über das Wichtigste unnötig erscheinen läßt. Was Gott fordert von den Menschen,
ist lediglich Arbeit an der Seele und für das Erdenleben Erfüllung der Pflichten, in die
der Menschen hineingestellt worden ist. Die Arbeit an der Seele ist aber das Wichtigste
und kann nur von innen heraus geleistet werden, d.h., es muß eine Einstellung, die dem
Willen Gottes entspricht, jegliches Denken, Wollen und Handeln bestimmen, es muß
der Mensch, von innen getrieben, den Lebenswandel führen, der das Wohlgefallen
Gottes findet. Und dieser Lebenswandel ist lediglich ein Leben in uneigennütziger Liebetätigkeit dem Mitmenschen gegenüber. Dann wird seine Seele ausreifen, dann leistet
er die Arbeit an seiner Seele, die Zweck und Ziel seines Erdenlebens ist .... Amen
B.D. 4459 empfangen am 13.10.1948 Schwerer Kampf und Leid vor dem Ende ....
Ihr Kinder Meiner Liebe müsset noch eine kurze Zeit durchhalten, bis euch Erlösung
wird aus der Form. Es ist ein schwerer Kampf, den ihr noch zu bestehen habt, doch er
wird nicht zu schwer sein für euch, weil Ich euch ständig nahe bin und euch Unterstützung gewähre jederzeit. Doch um eurer selbst willen müsset ihr noch durch Leid gehen,
auf daß ihr geläutert seid und das letzte Gericht nicht mehr zu fürchten brauchet. Doch
immer wieder gebe Ich euch die Versicherung, daß ihr nur noch kurze Zeit auf dieser
Erde weilet, daß ein jeder Tag noch ein Geschenk ist, an dem ihr viel gewinnen könnt,
so ihr euch ergeben fügt in alles Schwere, was über euch kommt. Es geht vorüber .... und
ihr werdet dereinst voller Dankbarkeit zu Mir aufschauen, Der Ich euch durch das Leid
in den Grad versetzt habe, Mich anschauen zu dürfen, Der Ich durch das Leid eurer
Seele zur schnelleren Reife verhelfe, weil die Zeit nur noch kurz ist bis zum Ende. Ihr
seid alle Meine Kinder, Ich sehe wohl euer Leid, doch Ich weiß auch um die Notwendigkeit dessen, und so ist das Leid wieder nur Liebe zu euch, und ihr sollt es immer dankbar aus Meiner Hand annehmen, denn nichts kommt über euch, was Ich nicht weiß
oder für euch als gut und segenbringend erachte. Doch verlassen von Mir seid ihr niemals, auch wenn es den Anschein hat, als höre Ich nicht euer Gebet .... Wendet euch an Mich im Gebet, und nehmet dann die Antwort entgegen durch Aufnahme Meines Wortes, und euch wird ein Frieden überkommen, und Meine Kraft wird auf euch überströmen, so daß ihr alles zu tragen fähig seid, was Ich über euch sende. Ihr brauchet nicht zu leiden, denn Mein Wort ist vollwertiger Ausgleich für alles, was ihr entbehret, was euch mangelt und euch elend macht. Jedes Leid und jede Sorge schwindet, so ihr Mein Wort leset und es in eure Herzen eindringen lasset. Denn Mein Wort bin Ich Selbst, und könnet ihr wirklich Leid empfinden, so Ich in eurer Nähe bin? Beweiset euren Glauben, und beherzigt Meinen Rat, lasset Mich zu euch sprechen, und nichts wird euch berühren, kein Leid wird euch drücken, sowie ihr in Verbindung tretet mit Mir .... Amen
B.D. 4460 empfangen am 13.10.1948 Gottes Wort darf nicht zwingen zur Annahme .... Ich gebe euch Meinen Willen kund, aber Ich zwinge euch nicht, ihn zu erfüllen. Denn
Ich will, daß ihr aus Liebe zu Mir Meinem Willen entsprechend lebt, daß es also euer
freier Wille ist, wie ihr euren Lebenswandel zurücklegt, und ihr also dann auch die Verantwortung tragt für eure Seele, die euren Willen bestimmt. Auf daß ihr aber um Meinen Willen wisset, trage Ich ständig Sorge, daß er euch unterbreitet wird, und also empfanget ihr Mein Wort .... Betet um starken Glauben, bittet Mich, euch zu helfen, dann beweiset ihr durch euer Gebet schon den rechten Glauben, und ihr werdet eine Stärkung erfahren, daß jeder Zweifel in euch schwinden wird .... ihr werdet glauben können, weil ihr den Willen dazu habt und Ich jedem helfe, der Mir im freien Willen zustrebt .... Amen
B.D. 4461 empfangen am 15.10.1948 Brücke zu Gott
- Gebet .... Die Brücke zu Mir kann jederzeit betreten werden, und niemandem wird es verwehrt sein, Meine Gegenwart zu suchen. Ich Selbst habe sie euch erbaut, Ich habe die
Kluft zwischen euch und Mir überbrückt, weil Ich nicht ewig getrennt von euch sein
will, und Ich komme euch auch auf halbem Weg entgegen, nur müsset ihr selbst den
Willen haben, zu Mir zu gelangen. Und ihr werdet unaussprechlich selig sein, wenn ihr
das Ziel erreicht habt, das ihr von drüben nicht in aller Herrlichkeit erblicken könnet,
das aber schon darum herrlich sein muß, weil es Mein Reich ist und weil ihr alles Irdische hinter euch lassen müsset, so ihr Mein Reich betretet. Die Brücke zu Mir ist das
Gebet, der Wechsel eurer Gedanken aus der irdischen in die geistige Welt; ob es ein stiller Anruf ist zu Mir, ob es ein Verweilen eurer Gedanken in nicht-irdischen Sphären ist,
immer suchet ihr dann das Reich, das nicht von dieser Welt ist, ihr suchet Mich zu
erkennen, und euer Wille ist zu Mir gerichtet, ihr habt die Brücke betreten, auf der ihr
nun fortan wandeln sollet, immer Mich als euer Ziel vor Augen. Und Ich erkenne euren
Willen und komme euch entgegen, weil Mich jede Seele erfreut, die sich Mir zuwendet
im freien Willen .... Amen
B.D. 4462 empfangen am 16.10.1948 Fähigkeit, Gottes Stimme zu vernehmen .... Die Stimme des Geistes könnet ihr nur vernehmen, so euer Sinnen und Trachten Mir
allein gilt, also ihr eure Gedanken gänzlich abwendet von der irdischen Welt. Damit soll
nicht gesagt sein, daß ihr eure irdischen Pflichten nicht erfüllen oder ihr euch gänzlich
in die Einsamkeit zurückziehen sollet. Denn dieses entspricht nicht Meinem Willen,
doch mitten im Weltgetriebe müsset ihr Gelegenheit suchen, und ihr werdet sie auch
finden, wo eure Seele sich trennet von der Welt, wo ihr in euch gehen könnet, wo ihr
euch für kurze Zeit frei machet von jedem irdischen Gedanken, wo also eure Seele sich
in Sphären schwingt, die mit der Erde nichts zu tun haben, wo Ich der Mittelpunkt des
Denkens, Fühlens und Wollens bin, wo sie also Mich sucht und mit Mir zu reden begehret. Solche kurze Verbindungen mit Mir kann jeder Mensch herstellen, so er nur will,
selbst mitten in der irdischen Arbeit kann er seine Gedanken auf Minuten Mir zuwenden, und Ich werde eines jeden Gedankens achten und ihn bedenken mit Meinem Wort,
und so der Mensch längere Zeit gedanklich in Meinem Reich weilt, so er sich Zeit
nimmt, innerliche Zwiesprache zu halten mit Mir, und der ihm als Antwort zugehenden
Gedanken achtet, wird er die Fähigkeit, Meine Stimme zu vernehmen, in sich ausbilden,
und bald wird sie ihm tönen wie ein leises, aber klar ausgesprochenes Wort im Herzen.
Ihr alle könnet diese Fähigkeit in euch ausbilden, doch es gehört dazu ein völliges
Abwenden von der Welt .... Amen
B.D. 4463 empfangen am 17.10.1948 Gabe der Prophetie .... Die Gabe der Prophetie soll nicht verkannt werden, sie soll nicht angesehen werden
als Vorhersage irdischer Geschehen, um den Menschen einen Blick in die Zukunft zu
gestatten, sondern als das, was sie wirklich ist .... eine göttliche Erleuchtung, eine Vorausschau von Ereignissen, die im engsten Zusammenhang mit der geistigen Entwicklung der Menschen stehen und die darum Menschen in einem bestimmten Reifegrad
eigen ist, damit die Menschheit gewarnt und ermahnt wird in geistiger Beziehung. Wer
von Gott aus dazu berufen ist, den Menschen Zukünftiges zu verkünden, der wird niemals seine Gabe materiell auswerten wollen und keinerlei irdischen Vorteil anstreben
oder erzielen. Er wird selbst auch nur unwillig jene Ankündigungen aussprechen, doch
vom Geist in sich getrieben, den göttlichen Willen damit erfüllen, daß er weiterleitet,
was ihm der Geist kundgibt. Gott benötigt Menschen, durch die Er Selbst Sich äußern
kann, und Ihm steht es wahrlich zu, die Menschen auf kommende Ereignisse aufmerksam zu machen, die des einzelnen vorzeitiges Ende bedeuten können, denn Seine Liebe
will dem Menschen einen Anstoß geben, seines Ergehens nach dem Tode zu gedenken,
weil er solchen Gedanken wenig Raum gibt im Weltgetriebe. Einer Voraussage, die geistigen Inhalts ist und eine Wandlung anregen soll, kann jederzeit Glauben geschenkt
werden, und ein Prophet dieser Art soll nicht verworfen oder überhört werden. Eine
geistige Vorausschau bezeugt immer den Kontakt des Sehers mit Gott, weil Sein Gegner
niemals die Menschen hinweisen würde auf schwere leidvolle Ereignisse, eine jede Prophezeiung, die göttliche Sendung ist, jedoch immer ein herannahendes Gericht ankündigt. Daß ein Mensch nun aus sich heraus solche Ankündigungen verbreitet, kann nur
dann angenommen werden, wenn ein irdischer Erfolg oder Beweggrund nachzuweisen
ist, der aber bei Menschen, die im Willen Gottes zu leben sich bemühen, ausscheidet.
Und so sich ein Mensch bewußt in den Dienst Gottes stellt, wird auch sein Denken recht
geleitet, denn Gott benötigt Menschen, die sich selbst hergeben als Organ, durch das Er
Sich äußern kann. Zudem steht die Lichtwelt ständig hinter diesen Dienern Gottes und
verhindert jeglichen falschen Einfluß, wo durch freien Willen eine Möglichkeit gegeben
ist, Kundgaben aus dem geistigen Reich zur Erde zu leiten. Darum schenket den Propheten und Sehern der Endzeit Gehör .... betrachtet sie als im Dienst Gottes stehend .... nehmet ihre Wort ernst und glaubet, was euch Gott durch jene kundtut. Es ist die Gabe
der Prophetie eine Gnadengabe an die Menschheit, die auch wieder erst genützt werden
muß, soll sie wirksam werden .... Amen
B.D. 4464 empfangen am 18.10.1948 Beweis für Wahrheit des Wortes .... Euch steht es jederzeit frei, Mich zu fragen, wo ihr euch mit Zweifeln plaget, Ich höre
euch und werde euch auch antworten. Doch überlasset es Mir, in welcher Form Ich euch
die Antwort geben will, nur glaubet, daß Ich sie euch gebe. Bewertet sonach Meine Antwort, indem ihr sie nicht verwerfet, sondern ihr Beachtung schenkt. Immer wieder rede
Ich zu euch und suche euch durch Mein Wort zu gewinnen, Ich suche euch alles verständlich zu machen und bin niemals ungeduldig ob eures Unwillens; doch oft stoße
Ich auf Widerspruch, indem ihr trotz besserer Erkenntnis bei eurer vorgefaßten Meinung verharret und sonach auch keine Antwort brauchet, weil ihr sie euch selbst gebt.
Doch Ich habe Mir noch eine Antwort vorbehalten, die euch überzeugen wird, doch
werdet ihr dann von der Überzeugung nicht mehr den Vorteil für eure Seele haben, den
ihr gewinnen könntet, so ihr glaubtet ohne den Beweis. Wie wollet ihr die Antwort
haben, daß sie euch annehmbar wäre trotz eures Ablehnungswillens? Nur Ich Selbst
kann sie euch geben und tue dies durch Vermittlung eines Menschen, der Mein Wort
direkt entgegennimmt. Höret ihr ihn an, so höret ihr Mich Selbst .... gilt Mein Wort
durch dessen Mund nicht, so seid ihr unbelehrbar und würdet auch nicht glauben, so
Ich euch mit einem Wunder entgegentreten würde. Ihr vergesset, daß Ich Mich euch nicht direkt offenbaren kann, solange ihr nicht tief
gläubig seid. Ihr müsset alles für möglich halten, dann erst könnet ihr auch einer direkten Offenbarung von Mir gewürdigt werden, denn dann ist sie für euch keine geistige
Nötigung mehr. Den Glauben zu gewinnen durch ein außergewöhnliches Zeichen wäre
für euch ohne Nutzen, dagegen könnet ihr den Glauben euch aneignen, so ihr lebt nach
Meinem Willen. Ein jeder Mensch kann glauben, sowie er liebt .... Amen
B.D. 4465 empfangen am 19.10.1948 Abendmahl .... Und ihr sollet Meine Gäste sein, die Ich lade zum Abendmahl. Ich will euch speisen
und tränken mit köstlicher Nahrung der Seele, Ich will euren Leib vergeistigen, auf daß
auch seine Substanzen teilnehmen können, so die Seele erquickt wird, auf daß er
schneller reifet, weil dies möglich ist bei Menschen, die bewußt zu Mir hinstreben und
Mein Wort zu hören begehren. Seid Meine Gäste und kommet gern zu Mir, um an Meinem Tisch das Abendmahl zu nehmen .... Nehmet Mein Wort entgegen, und höret Mich an, so Ich zu euch spreche, erkennet Mich
als den liebevollsten Gott und Vater von Ewigkeit, als euren Freund und Bruder, und
nehmet aus Meiner Hand entgegen, was euch Meine übergroße Liebe bietet .... Amen
B.D. 4466 empfangen am 21.10.1948 Einfluß der Materie auf den Menschen .... Die gerichtete Materie übt großen Einfluß auf den Menschen aus insofern, als das
darin gebundene Geistige ihn bedrängt, sich mit ihr zu vereinigen, was also sich auswirkt im Verlangen des Menschen nach ihrem Besitz. Es drängt sich das in der Materie
gebundene Geistige in die Liebe des Menschen .... es sucht sich ihm unentbehrlich zu
machen, es strebt den Zusammenschluß mit dem Menschen an, weil es sich dadurch
stärker fühlt im Widerstand gegen Gott. Denn es spürt auch den Widerstand, in dem
der Mensch noch gegen Gott verharrt, bzw. es drängt den Menschen zu, die noch in
ihrer Unreife Gott widerstehen. Und diese Menschen lassen sich auch leicht beeinflussen. Sie stehen selbst in größtem Verlangen nach der Materie, und also schließt sich
Gleichgeistiges zusammen, das nur auf verschiedener Entwicklungsstufe steht. Der
Mensch aber ist in Gefahr, von seiner schon höheren Entwicklungsstufe herabzusinken,
so er sich an die Materie kettet, weshalb er nicht genug gewarnt werden kann, Materie
anzustreben, und ständig ermahnt wird, sie zu überwinden. Das Geistige in der Materie kann zwar auch dienstwillig sein und dem Menschen in seiner Aufwärtsentwicklung
helfen, wie auch umgekehrt der Mensch dem in der Materie gebundenen Geistigen zum
Aufstieg verhelfen kann. Doch dann handelt es sich um Gebrauchsgegenstände, die
nicht die Besitzgier des Menschen entfachen, also nicht die verkehrte Liebe im Menschen nach materiellem Besitz erwecken. Sowie die Materie dem Menschen dienet, ist
auch der Widerstand gegen Gott schon gebrochen; Materie aber, die keinen dienenden
Zweck erfüllt, wird oft ein vermehrtes Verlangen im Menschen erwecken, sie zu besitzen, und diese Materie ist es, die für die Seele des Menschen als Gefahr gilt, denn der
Einfluß von ihr auf die Seele ist groß und kann sich so auswirken, daß die Seele selbst
sinkt bis zu dem Stadium, in dem sie wieder in der Materie verkörpert wird. Dann hat
das gebundene Geistige erreicht, was es wollte .... es hat das freie Geistige zu sich herabgezogen und gewissermaßen die eigene Kraft verstärkt .... der Mensch ist dem Einfluß des Gegners von Gott zum Opfer gefallen, der auf seinen Willen eingewirkt hat, ihn
in verkehrter Richtung zu gebrauchen, der ihm die tote Materie ständig vorstellt, um
ihn zum Rückfall zu bewegen, weil er dadurch sein Reich, seine Macht und Gewalt vergrößert und es die Gott-feindlichen Wesen zu ständigem Widerstand anregt. Was sich
Gott zuwendet, geht ihm verloren, und dies versucht er mit allen Mitteln zu hintertreiben. Die Materie selbst, d.h. das in ihr gebundene Geistige, ist in seiner Unreife ihm
noch hörig, wenngleich der Gegner Gottes nicht bestimmend auf das Geistige einwirken kann. Da das Geistige selbst aber den Widerstand gegen Gott nicht aufgegeben hat,
drängt es auch den Menschen zu, die im gleichen Widerstand sich befinden, die vom
Gegner Gottes auf die Materie hingewiesen werden, denen er die Materie als Lockmittel der Welt vors Auge stellt. Der Mensch kann sich jenem Einfluß entziehen oder ihm
wehren durch seinen Willen, doch oft nützet er die Freiheit des Willens in verkehrter
Weise und gibt dem Drängen des Feindes seiner Seele nach .... Amen
B.D. 4467 empfangen am 22.10.1948 Geistige Übertragungen von Segen für die Wesen im Jenseits .... Nur selten vermögen sich die Lichtwesen durchzusetzen insofern, als daß sie einen
Menschen bewegen können, als Empfangsgerät zu dienen für direkte Übermittlungen
aus dem geistigen Reich. Sie sind zwar unentwegt bemüht, gedanklich auf die Menschen einzuwirken, doch ein Gefäß, das sich öffnet den Ausstrahlungen jener Wesen, ist
selten zu finden, und darum nützen sie dann aber jede Gelegenheit, sich durch ein solches geöffnetes Gefäß zu äußern, und sind ständig in dessen Nähe. Sowie eine Übertragung stattfindet, ist die Schranke gefallen zwischen der irdischen und der geistigen
Welt, und es sind unzählige Wesen bereit, den geistigen Belehrungen zur Erde zuzuhören, weil dies ein Verweilen im Licht bedeutet und die Seelen aus dunklen oder wenig
lichtvollen Sphären jedem Lichtstrahl zustreben, der sie wohltätig berührt. Und so gibt
ein Mensch, der sich als Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes hergerichtet hat und
nun in Verbindung steht mit wissenden Wesen, unzähligen Wesen im Jenseits Gelegenheit, ihr Wissen zu erweitern und dadurch zu reifen an Erkenntnis und sich aufwärtszuentwickeln. Und diese Seelen sind ewig dankbar dafür .... Amen
B.D. 4468 empfangen am 24.10.1948 Macht des göttlichen Wortes ....
Meine Liebe zu euch ist grenzenlos, und Ich erfülle euch jede Bitte, nur zuweilen in
einer Form, daß ihr die Erfüllung nicht gleich erkennt, es euch aber einmal bewußt
wird, in welcher Fürsorge Ich eurer gedenke. Die Endzeit bringt Nöte und Leiden verschiedener Art, weil ihr in Kürze ausreifen müsset, ansonsten ihr die letzte, schwere
Prüfung nicht bestehen würdet. Ihr bleibt in dauernder Bekümmernis und sollet nur
daran denken, daß Ich es bin, Der euch alles sendet, daß Ich um jede Not und Trübsal
weiß, daß sie aber auch von Segen ist für euch. Darum banget und klaget nicht, sondern
bleibet Mir in Liebe zugetan, wie auch Meine immerwährende Liebe euch gehört und
Ich euch selig machen will .... Amen
B.D. 4469 empfangen am 25.10.1948 Mission .... Wenn euch durch Meine Liebe ein Wissen zugeleitet wird, wenn Ich Selbst Mich
euch offenbare und euch in die ewige Wahrheit einführe, so ist auch damit eine Mission
verbunden, für die Ich euch durch Meine Offenbarung tauglich machen will. Ihr empfanget von Mir eine kostbare Gabe, für die Ich eine Gegenleistung von euch fordere, die
nur darin besteht, daß ihr das, was ihr empfanget, auch an die Mitmenschen weitergebt.
Denn allen Meinen Geschöpfen gilt Meine Liebe und Sorge um ihr Seelenheil, alle
Meine Geschöpfe wandeln in der Finsternis, solange sie nicht in Verbindung stehen mit
Mir. Auf daß sie aber diese Verbindung herstellen, müssen sie belehrt werden, und dies
ist eure Mission, es ist der Dienst, den Ich von euch fordere, die ihr Mir zuliebe für Mich
tätig sein wollet. Sowie ihr Mir aber euren Willen hingegeben habt, traget ihr keine Verantwortung mehr für euer Handeln und Denken, denn Ich Selbst wirke schon in euch,
weil sich euer eigener Wille Mir nicht mehr widersetzet. Den Eigenwillen aufgeben aber
tut ihr stets, so ihr euch mit Mir verbindet zur Entgegennahme Meines Wortes, Meiner
Offenbarungen, die durch den Geist in euch eurem Herzen und dem Verstand vermittelt werden. Habt ihr den Willen, Mir zu dienen, für Mich und Mein Reich tätig zu sein,
habt ihr den Willen, Meine Gebote zu erfüllen und Mir zum Wohlgefallen auf Erden zu
leben, dann seid ihr schon Mein, und ihr werdet nun stets das tun, was Ich will, weil
Mein Geist in euch wirket und dieser nicht gegen Meinen Willen euch bestimmen wird.
Nur eine Gefahr besteht, daß ihr die Verbindung mit Mir abbrechet im freien Willen,
daß ihr Mir untreu werdet und euch an die Welt und also an deren Herrscher, an Meinen Gegner, verkaufet um schnöden weltlichen Lohnes willen .... Amen
B.D. 4470 empfangen am 26.10.1948 Verschiedenes geistiges Wirken:
Nur dort kann Mein Geist wirksam werden, wo die Menschen sich Meinem Urwesen
angeglichen haben, wo sie sich zur Liebe gestaltet haben. Wie das Leben des einzelnen
sonst ist, welcher Konfession er angehört und welcher Abstammung er ist, das ist
belanglos, und darum kann ein jeder andere Gewohnheiten pflegen, es kann ein jeder
andere Sitten und Gebräuche ausüben, es kann ein jeder in anderen Glaubenslehren
erzogen worden sein .... sowie er ein Liebeleben führt nach Meinem Willen, kann er
auch von Meinem Geist erfüllt sein und Übernatürliches zustande bringen. Das Wirken
des Geistes ist aber insofern verschiedener Art, als daß dem einen Menschen tiefste Weisheit, tiefstes geistiges Wissen vermittelt wird, während der andere geistig zu
schauen vermag, also Dinge sehen und erleben kann, die mit dem geistigen Reich, mit
Mir Selbst und der Schar der reinen Geister im engsten Zusammenhang stehen. Er
kann also einen Blick tun in das geistige Reich, das aller Menschen letztes Ziel ist. Bei
wieder anderen ist die Gabe der Weissagung das Wirken des Geistes, so daß sie in die
Zukunft zu schauen vermögen und die kommenden Ereignisse sich vor ihren Augen
abspielen sehen. Auch diese sind erfüllt von Meinem Geist, so daß sie reden müssen zu
ihren Mitmenschen über ihre Gesichte und über ihre prophetische Gabe. Vergangene,
gegenwärtige und zukünftige Dinge zu schauen ist das Zeichen eines schon hohen Reifegrades des Menschen, dem jeder Zeitbegriff genommen ist, sowie er den Blick geistig
richtet und also nun geistig in Sphären weilet, fernab der Erde, seinem derzeitigen Wirkungskreis. Solchen Menschen ist durchaus Glauben zu schenken, sowie ihr Leben ein
vorbildliches Liebeleben darstellt. Dann können keine anderen als Lichtwesen sich
durch sie kundgeben, dann wirket Mein Geist in jenen Menschen, denn sie sind durch
die Liebe Mir verbunden und können niemals abseits Meines Willens stehen und handeln und denken nach eigenem Willen. Liebe also ist sicherstes Zeichen Meiner Gegenwart, Liebe ist die Gewähr für Mein Wirken, ganz gleich, in welcher Form das Wirken
des Geistes zum Ausdruck kommt. Mein Geist kann und wird also auch dort wirken, wo ein Mensch in verkehrter Glaubensrichtung erzogen wurde, wo sein Denken in falsche Bahn gelenkt wurde durch
unfähige Lehrer, in denen Mein Geist nicht wirken und ihnen die reine Wahrheit vermitteln konnte. Es kann aber dennoch durch ein rechtes Liebeleben der also in falschem
Denken Stehende Meines Geistes Wirken an sich erfahren, doch in anderer Form als
durch Zuleiten von wahrheitsgemäßem Wissen .... denn ein solches würde zuweilen im
Widerspruch stehen zu den ihm vermittelten Glaubenslehren und dem Empfangenden
wenig nützen. Also wirket Mein Geist vorerst so, daß er den Menschen in geistige Sphären Einblick nehmen lässet, die ihm bildlich die Wahrheit vermitteln, so daß ihm geistige Begebenheiten vor Augen gestellt werden, die sich mit den Lehren jeder einzelnen
Konfession decken, die der Wahrheit entsprechen, so daß also das Geisteswirken stets
nur Wahrheit zeitigen wird, wenngleich die Form verschieden ist .... (27.10.1948) Es soll
den Menschen ein Beweis geliefert werden von der Wahrheit dessen, was gelehrt wird,
aber nicht mehr urkundlich bewiesen werden kann, dann erstreckt sich das Wirken des
Geistes auf in der Vergangenheit liegende Begebnisse, und er wird solche dem Menschen sichtlich werden lassen, in dem er wirken kann, auf daß dieser zeuget von Dingen, die anders nicht mehr bewiesen werden können. Vergangenes und Zukünftiges
werden solche Menschen mit geistigen Augen schauen, und stets muß ihnen das Wirken Meines Geistes zugesprochen werden, das einen tiefen starken Glauben bedingt,
der dort anzutreffen ist, wo die Liebe ist. Wahrheitsgemäßes Wissen kann nicht überall
von der Höhe zur Erde geleitet werden, weil zur Annahme dessen ein völlig neutrales Herz gehört, das frei ist von einer bestimmten Lehre, das gewissermaßen keinen Widerstand bietet durch eigenes, der Wahrheit widersprechendes Geistesgut. Es muß bedingungslos annehmen, was ihm von oben dargebracht wird. Und daher darf der Mensch
nicht gebunden sein an ein Wissen, das ihm von außen zugetragen wurde und nicht der
Wahrheit entspricht .... Amen
B.D. 4471 empfangen am 28.10.1948 Absolute Wahrheit .... Euch, die ihr die Gnade habt, direkt belehrt zu werden aus der Höhe, kann wohl ein
Wissen erschlossen werden, das völlig der Wahrheit entspricht, und darum könnet ihr
das, was euch vermittelt wird, auch stets als Wahrheit vertreten. Es ist aber dennoch zu
verstehen, daß Menschen, die nicht in dieser Weise belehrt werden, daran zweifeln und
eher das als Wahrheit ansehen, was durch eifriges Nachdenken, durch rege Verstandestätigkeit als Ergebnis gewonnen wurde. Und da diese Ergebnisse ganz verschiedener
Art sind zumeist und die Menschen sich weder der einen noch der anderen Begründung oder Ausführung verschließen können oder wollen, auch das Richtige kraft ihres
Verstandes niemals zu erkennen vermögen, ist die Behauptung aufgestellt worden: Die
Wahrheit ist relativ .... Amen
B.D. 4472 empfangen am 29.10.1948 Aufheben der Naturgesetze .... Ihr müsset euch von Mir belehren lassen, wollet ihr in der Wahrheit stehen, und so
auch müsset ihr Mich anhören, so Ich zu euch reden will. Ich will immer mit euch
reden, um euch aufzuklären, weil ihr alle noch sehr im Irrtum wandelt und viel Aufklärung benötigt: Dem Gesetzgeber von Ewigkeit steht es wahrlich frei, auch die Gesetze
umzustoßen, so es Seinen ewigen Heilsplan begünstigt, so Seelen dadurch zu gewinnen
wären für die Ewigkeit. Doch selten nur mache Ich von diesem Recht Gebrauch, weil
Meine Weisheit von Ewigkeit erkannte, wie überaus günstig sich Meine Gesetze auf die
Gewinnung der Seelen für Mein Reich auswirken, und Ich darum keinen Anlaß habe,
sie aufzuheben. Doch in der letzten Zeit vor dem Ende hebe Ich so manches Gesetz
auf .... wie Ich es angekündigt habe durch Seher und Propheten, daß die Kräfte des
Himmels sich bewegen werden, auf daß die Menschen die Zeit des Endes erkennen an
den Anzeichen .... Amen
B.D. 4473 empfangen am 2.11.1948 Jünger der Endzeit .... Meine Jünger der Endzeit sind beauftragt, euch Menschen das zu vermitteln, was
euch zur Seligkeit verhilft .... Amen
B.D. 4474 empfangen am 2.11.1948 Werktätige Nächstenliebe .... Werktätige Nächstenliebe verbindet euch mit Mir. Darum sollet ihr sie üben, ansonsten Ich nicht in eurer Nähe weilen kann, ansonsten Ich euch nicht gegenwärtig bin. Wie
aber sieht es in der Welt aus? Wie weit sind die Menschen von Mir entfernt, weil sie ohne
Liebe dahinleben, weil sie nur ihr eigenes Wohl im Auge haben und der Not der Mitmenschen nicht achten. Sie sind fern von Mir .... Amen
B.D. 4475 empfangen am 3.11.1948 Neubannung in der Materie .... Es ist ein endlos weiter Weg zu gehen für die Seele, bevor sie die körperliche Hülle als
Mensch beziehen kann. Und es ist dieser Gang so entsetzlich qualvoll, daß mit Recht
von der Hölle gesprochen werden kann, besonders, solange die feste Materie noch ihre
Umhüllung ist. Dann spürt das Geistige die Fessel, das Unfreie, und besonders deshalb,
weil ihm dieses Stadium zumeist nach dem Stadium der Willensfreiheit beschieden ist.
Zumeist ist der Neubannung in der Materie die Verkörperung als Mensch vorangegangen, wo er versagt hat .... Amen
B.D. 4476 empfangen am 4.11.1948 Ermahnung zur Arbeit für Gott und Sein Reich .... Wer Mir also dienet, daß er redet für Mich und Mein Reich, der gibt sich Mir Selbst
hin, auf daß Ich durch ihn reden kann, und er wird dafür Meinen Segen empfangen. Ich
will ihm Kraft verleihen zum Wirken für Mich, und also wird er auch Erfolg haben, und
die Menschen werden Meinen Worten Gehör schenken und sie im Herzen verarbeiten.
Jede Seele, die durch euch, Meine Diener, mit Mir in Verbindung tritt, wird sich Meiner
Liebe erfreuen können, sie wird Mein Wirken spüren als Verlangen nach der Wahrheit
und Verlangen nach Mir, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin .... und sie wird ihr zuteil
werden .... Amen
B.D. 4477 empfangen am 5.11.1948 Weltlich gesinnte Diener Gottes .... Weltlich gesinnte Diener Gottes gibt es viele auf Erden, und diese sind wahrlich nicht die rechten Vertreter Meiner Lehre, weil sie nicht in der Wahrheit stehen, die aber für ein Amt erforderlich ist, das die Verbreitung Meiner Lehre zum Ziel hat. Denn es muß die Wahrheit in aller Reinheit den Menschen dargeboten werden, soll ein Erfolg für die Seelen gezeitigt werden.„Ihr müsset alle von Gott gelehret sein ....“ ,so steht es geschrieben, und dieses Wort ist Wahrheit, denn nur Gott als die ewige Wahrheit kann euch das Wissen vermitteln, das der Wahrheit entspricht. Also könnet ihr wohl Geistesgut von außen entgegennehmen, doch es muß erst Mein Geist in euch wirken, bevor ihr das von außen an euch Herangetragene als Wahrheit erkennet und euch innerliche Überzeugung gibt, daß das Wort von Mir ist. Es ist darum unbedingt Geisteswirken erforderlich; Mein Geist aber stellt Bedingungen an euch, die ihr erst erfüllt haben müsset, bevor er wirksam werden kann. Eine davon ist gänzliche Hingabe an Gott .... innigste Verbindung mit Mir, die aber nicht stattfinden kann, so ihr der Welt noch zu sehr verbunden seid. Denn niemals kann das Auge nach außen und nach innen gerichtet sein; zudem ist die Welt das Reich Meines Gegners, Mein Reich aber ist die geistige Welt, von wo euch die reine Wahrheit dargeboten wird. Also muß die Welt gemieden werden, das Herz muß sich bereitwillig davon lösen, weil es nach dem geistigen Reich Verlangen trägt, und also ist geistiges Streben erste Voraussetzung, daß ein Diener Gottes in der Wahrheit steht. Dann erst wird er das geschriebene Wort erkennen können als Wahrheit, dann erst ist sein Denken erleuchtet, so daß er als Mein Vertreter auf Erden wirken kann und in Meinem Namen, zu Meiner Ehre und zum Segen der Mitmenschen tätig ist .... Amen
B.D. 4478 empfangen am 5.11.1948 Schicksal .... Jeder Gedanke an Mich, jeder Ruf zu Mir berührt Mich, und Ich lasse ihn nicht unbeachtet. Und so habe Ich Kenntnis von dem ganzen Gefühlsleben des Menschen und
weiß um seine innersten Regungen und so auch darum, wie sein Wille beschaffen ist.
Und kommt dieser Wille Mir entgegen, dann findet der Mensch in Mir den treuesten
Freund und fürsorgendsten Vater, denn dann weiß Ich, daß er zu den Meinen zählen
will und nehme ihn mit Freuden auf. Und dann ist dessen Schicksal nur eine Kette von
Ausreifungsmöglichkeiten, denn ihm will Ich zur ewigen Seligkeit verhelfen und ihm
auch das Erdenleben erträglich machen, was nur mit Meiner Unterstützung möglich
ist. Ein Mensch, der sich Mir hingibt, gewinnt alles; wer sich aber Mir versagt, dem wird
auch noch das genommen, was er sich bisher erworben hatte, was ihm durch Meine
Gnade vermittelt wurde und er unbeachtet ließ. Dem Ringenden strecke Ich Meine
Hände entgegen, weil er Mir zustrebt; doch wer Mir den Rücken zukehrt, den lasse Ich
dorthin gehen, wo es ihn verlockt, denn Meine Warnungen verhallen ungehört an seinen Ohren. Und es braucht keiner, der zu Mir will, zu fürchten, daß er sein Ziel nicht
erreicht. Ich weiß um den Willen des einzelnen, und seine Seele hüte Ich vor dem Abfall
von Mir. Und darum könnet ihr ohne Sorge sein, so Ich euch die Versicherung gebe, daß
ihr zum Ziel gelanget, denn Meine Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen, ist zu groß, als
daß Ich euch dem Gegner überlassen könnte, so ihr zu Mir verlangt. Und wenngleich
ihr oft durch harte Prüfungen gehen müsset, so soll euch der Gedanke immer tröstend
sein, daß die Prüfungen von Mir kommen und nur darum, daß eure Seele reifet in kürzerer Zeit, weil nicht mehr viel Zeit ist bis zum Ende. Bald habt ihr die Erdenlebensprobe bestanden und könnet eingehen in Mein Reich als freie, selige Geister .... und ihr
werdet das Ziel erreichen und mit Mir euch vereinigen, weil Ich euch gegenwärtig bin,
sowie ihr im Gebet Mich rufet und Mein Wort zu empfangen begehret .... Amen
B.D. 4479 empfangen am 6.11.1948 Zweifel an Wahrheit der Kundgaben .... Ihr sollt euch nicht mit Zweifeln plagen, und darum gebe Ich auf jede Frage Antwort,
die ihr im Herzen erwäget und die euch Unruhe macht. Warum könnet ihr nicht glauben, daß die Zeit nur noch kurz ist, da ihr auf Erden wandelt? Warum wollet ihr nicht
Meine Ankündigung wörtlich nehmen und euch ernstlich vorbereiten auf ein schnelles
Ende? Warum erscheint euch ein Nichteintreffen Meiner Voraussagen wahrscheinlicher .... warum glaubt ihr nicht einfach Meinem Wort und harret der Dinge, die da
kommen sollen? Wie Ich es euch sage, so ist es, und so wird es kommen, und ihr alle
werdet überrascht sein über die plötzliche Wendung, die ihr nicht erwartet, weil sie eher
kommt als ihr glaubt. Wen Ich zu Trägern der Wahrheit auserwähle, wem Ich eine solche Aufgabe zugewiesen habe, Mein Wort direkt zu empfangen und es für die Mitmenschen niederzuschreiben, den werde Ich um der Wahrheit willen schützen vor einem
Einfluß, der Meinem Wirken entgegengerichtet ist. Er steht in Meinen Diensten, und
nimmermehr lasse Ich es zu, daß Mein Gegner sich seiner bedient, um Irrtum neben
die Wahrheit zu setzen. Ich will auch nicht, daß Meine Diener selbst unklar sehen, daß
sie schwach sind im Glauben und zweifeln, wo sie die Wahrheit verbreiten sollen mit
Überzeugung .... Amen
B.D. 4480 empfangen am 7.11.1948 „Ihr müsset von Gott gelehret sein ....“ Und alle sollet ihr von Gott gelehret sein .... Amen
B.D. 4481 empfangen am 8.11.1948 Tönendes Wort .... In einer ganz besonders gläubigen Verfassung müsset ihr sein, wollet ihr das tönende Wort in euch vernehmen. Ihr müsset von der Liebe zu Mir ganz durchdrungen sein und dadurch auch Mir so verbunden, daß ihr Mich gegenwärtig fühlt, daß ihr Mich gewissermaßen spürt und also auch Meine Stimme hören könnet als klar gesprochene Worte, die euch ganz seltsam berühren werden. Meine Gegenwart ist euch nun zur Gewißheit geworden, ihr habt nun einen Beweis von dem, was ihr bisher nur geglaubt habt; da aber euer Glaube tief ist, kann Ich euch auch den Beweis liefern, ohne euch in den Zustand eines gezwungenes Glaubens zu versetzen. Doch einen Zustand tiefster Ruhe und stiller Seligkeit zieht diese Gnadengabe nach sich und erhöhten Willen zu geistiger Tätigkeit. Doch es wird vorerst kein Dauerzustand bleiben, sondern nur eine Krönung besonders liebender Hingabe an Mich, bis die eigentliche Mission einsetzet, die ein ständiges Vernehmen-Können Meines Wortes erfordert. Doch es steht euch selbst frei, mit Mir in innige Verbindung zu treten, so ihr es wollt, und darum ist ein ständiges Aufwärtsstreben nötig, ein öfteres Versenken in euch und Lauschen auf Meinen Geist, der sich euch immer kundgibt, so ihr ihn zu vernehmen begehrt. Und ihr werdet zunehmen an Seelenreife, ihr werdet eifrig nun geistige Arbeit verrichten und Meiner Liebe und Gnade stets gewiß sein können .... Amen
B.D. 4482 empfangen am 9.11.1948 Gott der Liebe .... Erkennet die Liebe Gottes in Seinem Walten und Wirken und nicht Seinen Zorn,
denn alles, was Er tut oder geschehen läßt, ist nur zu eurer Vollendung, niemals aber als
Ausdruck Seines Zornes anzusehen. Zwar kann Er auch ergrimmen über die Macht des
Satans, die dieser zum Schaden der Seelen anwendet, doch immer wieder sucht Gott an
den Seelen auszugleichen durch Seine Liebe, was der Widersacher mit seinem Haß verschuldet hat. Denn Er ist weitaus größer als Sein Gegner, und Er führt den Kampf gegen
ihn mit einer Waffe, die den Sieg bringen wird .... Liebe ist die Urkraft, aus der alles hervorgegangen ist, und diese Urkraft zersplittert
sich nie, sie bleibt ewig unveränderlich und gilt sonach auch ewig Seinen Geschöpfen,
mit denen Er verbunden sein will in Liebe auf ewig .... Amen
B.D. 4483 empfangen am 10.11.1948 Gebet im Geist und in der Wahrheit
Ihr könnet die Stimme des Geistes in euch nur vernehmen, nachdem ihr euer Herz
öffnet durch inniges Gebet. Und dieses Gebet muß im Geist und in der Wahrheit zu Mir
gerichtet sein, ansonsten Ich Mein Ohr verschließe und ihr vergeblich harret auf göttliche Erleuchtung. Dies ist ein Gesetz, das erfüllt werden muß, was aber nicht immer
erfüllt wurde, wo die Erleuchtung des Geistes erforderlich war, um in der reinen Wahrheit unterwiesen zu werden. Wer als Lehrer und Leiter verantwortlich ist für die Seelen
derer, die er unterweiset, der muß vorerst selbst in der Wahrheit stehen und durch
innige Verbindung mit Mir das Zuleiten der Wahrheit möglich machen, er muß wissen,
daß Ich und die Wahrheit eins sind, daß also die Wahrheit nicht empfangen werden
kann ohne Mich und daß die Verbindung mit Mir zuvor hergestellt werden muß,
ansonsten auch die Verbindung mit der Wahrheit nicht erreicht werden kann. Die Verbindung mit Mir ist aber vom freien Willen des Menschen abhängig, und dieser muß
sich daher von selbst Mir zuwenden, was durch inniges Gebet geschieht, durch Gebet
im Geist und in der Wahrheit .... Amen
B.D. 4484 empfangen am 11.11.1948 Die Lehre der Dreieinigkeit Gottes .... Ihr habt die Gabe, euren Verstand gebrauchen zu können, und sollet diese Gabe auch nützen. In irdischer Beziehung zwingt euch das Leben dazu, und ihr kommt diesem Zwang ohne Widerstreben nach. Es ist für euch eine Selbstverständlichkeit, daß ihr über alles nachdenkt, was in Berührung tritt mit euch, daß ihr forschet und grübelt und also verstandesmäßig euch bereichert an irdischem Wissen. Wenig oder gar nicht aber nützet ihr den Verstand, um geistiges Wissen euch anzueignen aus eigenem innerem Antrieb. Ihr lasset euch wohl solches zutragen von außen und nehmet es an, ohne euren Verstand in Tätigkeit gesetzt zu haben, ohne zu prüfen oder darüber nachzudenken. Ihr verarbeitet es nicht mit dem Verstand, und also nützet ihr diesen nicht, oder ihr mißbrauchet ihn, indem ihr ihn tätig werden lasset zu gänzlich falschen Folgerungen, weil ihr empfangenes Geistesgut annehmet ohne Prüfung. Der euch den Verstand gab, fordert auch Rechenschaft darüber, wie ihr ihn genützt habt. Zahllose Menschen wandeln im Irrtum dahin, weil sie nicht nachdenken über Lehren, die ihnen Anlaß geben sollten zur Prüfung, weil sie einfach unannehmbar sind in der Form, wie sie den Menschen dargeboten werden .... Ihr weiset zwar jede Prüfung mit dem Hinweis zurück, daß ihr als Mensch nicht
fähig seid, ein richtiges Urteil zu fällen, und habt auch insofern recht, daß euer Verstand allein dazu nicht ausreichet. Doch immer wieder muß entgegengesetzt werden, daß die
Erleuchtung durch den Geist jederzeit angefordert werden kann und auch angefordert
werden muß, um schwerste Probleme wahrheitsgemäß zu lösen, und daß Gott dem
Ernstlich-Wollenden niemals Seinen Beistand versagen wird. Und so ist es auch dem
Menschen möglich, sich Aufklärung zu verschaffen auf Fragen, die der Verstand allein
nicht beantworten kann. Desto nötiger aber ist es, Gott dann um Unterstützung zu bitten, wenn der Mensch sich selbst unfähig fühlt, recht zu urteilen. Es ist dies ratsamer, als
Lehren anzunehmen, die dem Menschen schwer annehmbar erscheinen, denn was ein
Mensch vertreten will als Wahrheit, das muß ihm selbst auch voll und ganz erläutert
werden, weshalb die Belehrungen von oben fortgesetzt zur Erde geleitet werden, die
Licht bringen in die Dunkelheit des Geistes. Und dunkel ist es überall, wo die Wahrheit
verdrängt oder verschleiert wird, wo Irrlehren verbreitet sind und von den Menschen
als Wahrheit vertreten werden. Und diese Dunkelheit soll durchbrochen werden vom
Licht .... Und so gilt es, eine Lehre zu beleuchten, die vom Feind der Seelen verworren und
gänzlich verbildet sich Eingang verschafft hat unter den Menschen, und zwar deshalb,
weil diese die Gabe des Verstandes nicht nützten und ohne Prüfung annahmen, was
ihnen dargeboten wurde: die Lehre der Dreieinigkeit Gottes .... Amen
B.D. 4485 empfangen am 13.11.1948 Am Ende Abfall vom Glauben .... Eine geringe Anzahl nur wird es sein, die Mir treu bleiben bis zum Ende, denn die
Not zuvor wird noch viele Menschen zum Abfall bringen, weil sie nicht im lebendigen
Glauben stehen und in der Zeit der Entscheidung erst sich klar werden müssen, wie
wenig sie glauben von dem, was sie bisher vertreten haben. Und ihr Glaube ist darum so
schwach, weil sie nicht durch Liebeswirken ihn gefestigt haben und weil sie auch noch
nicht in die Wahrheit eingedrungen sind .... weil das, was sie glauben sollten, nicht der
Wahrheit entsprach und daher auch nicht ihren Glauben stählen konnte. Die Erkenntnis des Irrtums mangelt ihnen, weil die Liebe nicht das Wirken des Geistes zeitigte, das
ihre Erkenntnisfähigkeit ausgebildet hätte. Und so wird am Ende ein erschreckender
Abfall sein vom Glauben, die Menschen werden Mich verraten und verleugnen, sie werden ohne Kampf hingeben, was als kostbarstes Gut verteidigt werden sollte, um schnöden weltlichen Lohnes willen, um sich Annehmlichkeiten für den Körper zu schaffen,
der nur kurze Zeit auf Erden weilt. Es ist am Ende ein so trauriger Zustand, daß nicht
schnell genug der letzte Tag kommen kann, um noch die wenigen zu retten, die Mein
sein wollen und kämpfen um ihren Glauben. Denn ihr Los ist hart und schwer, und
angesichts des irdischen Wohllebens derer, die Mich verraten, ist es für sie auch maßlos
schwer, Mir treu zu bleiben; doch sie stehen in der Wahrheit und also auch im Wissen
um das nahe Ende und ihr Glaube ist tief und unerschütterlich. Und so erwarten sie in
ihrer Not überzeugt Mein Kommen, und Ich lasse ihren Glauben nicht zuschanden
werden, Ich hole sie heim in das Reich, das ihnen bereitet ist als paradiesischer Aufenthalt, bis Ich sie wieder der Erde zuführe. Es kann darum nicht genugsam hingewiesen
werden auf die Notwendigkeit des lebendigen Glaubens, auf das Eindringen in Glaubenslehren und Nachdenken darüber, um über Unklarheiten Aufschluß zu erhalten,
und es müssen die Menschen auf Irrlehren aufmerksam gemacht werden, an denen sie
dann unweigerlich scheitern, wenn ein Entscheid von ihnen gefordert wird. Und darum
belehre Ich unentwegt Meine Diener auf Erden von oben und stelle ihnen die Gefahr
der irrigen Lehren vor, Ich mache sie bekannt mit solchen, auf daß sie dagegen
ankämpfen, wo Gelegenheit geboten ist. Denn der Kampf gegen den Glauben ist unabwendbar, weil eine Scheidung nötig ist und ein Bekennen vor der Welt für Mich und
Meinen Namen. Doch es sollen sich nicht sicher fühlen, die einer kirchlichen Gemeinschaft angehören, so sie nicht wahre Anhänger Meiner Kirche sind .... der Gemeinschaft
der Gläubigen, die im lebendigen Glauben stehen .... Amen
B.D. 4486 empfangen am 14.11.1948 Reines Evangelium .... Meine Abgesandten werdet ihr jederzeit zu erkennen vermögen, so ihr ernsten Willen seid zu prüfen. Ihr müsset dann stets Meine Liebelehre euch vor Augen halten und
daran den Maßstab anlegen, ob das von Meinen Dienern Dargebotene dieser Lehre
entspricht. Niemals aber dürfet ihr daran Anstoß nehmen, daß Meine Diener auf Erden
nicht lehren oder eintreten für das, was Menschen hinzugefügt haben, daß sie sich nicht
für Sitten und Gebräuche einsetzen, die lediglich Menschenwerk sind, und daß sie letztere verurteilen und als schädlich für die Gewinnung der Seelenreife bekämpfen. Meine
Diener sollen euch das reine Evangelium bringen so, wie Ich es zur Zeit Meines Erdenwandels gelehrt habe und wie es jetzt nicht mehr auf dieser Erde besteht. Sie sollen das
Evangelium von zusätzlichem Menschenwerk säubern, und sie können dies auch tun,
weil sie nur das den Menschen übermitteln, was ihnen durch Geisteswirken von oben
zugegangen ist. Dieses Evangelium, Meine Liebelehre, wird von euch in der Form, wie
es euch jetzt gereicht wird, niemals beanstandet oder als irrig erklärt werden können,
und darum schon sollet ihr Meiner Diener achten und sie anhören im Bewußtsein, von
ihnen nur gute Gabe zu erhalten. Und so ihr guten Willens seid, müsset ihr es dann
selbst zugeben, daß die Abweichungen nur sich erstrecken auf das, worauf Ich keinen
Wert lege, ja sogar sich Meinem Willen widersetzt. Ich weiß es wahrlich am besten, was
euch hindert an der Aufwärtsentwicklung, und will euch die Hindernisse entfernen, Ich
will, daß ihr leichter den Weg nach oben findet, zu Mir und also zum Ziel, zum ewigen
Leben .... Amen
B.D. 4487 empfangen am 15.11.1948 Geistiges Schauen .... Der Zustand des bewußten Schauens tritt dann ein, wenn die Seele lichtempfänglich
ist durch außergewöhnliche Läuterung, die durch Liebe oder Leid vor sich gegangen ist.
Dann ist die Seele so vergeistigt, daß sie Einblick nehmen kann in das geistige Reich,
daß sie in Verbindung treten kann mit Lichtgestalten, die sie zu erkennen vermag, so sie
also in einem hellsehenden Zustand ist. Es können Menschen diesen Reifegrad erreichen, ohne daß sie bewußt danach streben, d.h., sie können ausersehen werden um
ihrer Mitmenschen willen, um diesen einen Dienst zu erweisen. Sie stehen für kurze
Zeit in unmittelbarer Verbindung mit Lichtgestalten, nach denen sich das Herz sehnt,
und diese Lichtgestalten werden auch dem Verlangen des Herzens nachkommen und
sich den Erdenkindern zuneigen, weil sie von tiefer Liebe zu ihnen erfüllt sind und jede
Gelegenheit nützen, diese Liebe zum Ausdruck zu bringen. Sie teilen Liebe aus dem
Willen Gottes gemäß, und da sie selbst voller Licht und Kraft sind, können sie diese
auch ausstrahlen, um die Menschen zu beglücken .... Amen
B.D. 4488 empfangen am 17.11.1948 Himmel und Hölle .... Wer sich Mir zu eigen gibt, den lasse Ich ewig nicht mehr fallen. Doch wer im Widerstand gegen Mich verharrt, der steht in großer Gefahr, Meine Liebekraft ganz entbehren zu müssen und in seiner Ursubstanz zu verhärten, ein überaus qualvoller Zustand, den Ich verhüten möchte. Diese Wahrheit nun, die seit Beginn den Menschen nicht verheimlicht wurde, hat den Begriff „Himmel und Hölle“ geschaffen, eines seligen und eines unseligen Zustandes, der in der Vorstellung des Menschen räumlich begrenzt ist, bis zuletzt die eigentliche Wahrheit .... der Zustand .... in der Vorstellung der Menschen zurücktrat und nur noch der Ort bestehenblieb, den sich die Phantasie in allen Farben ausmalte, und dadurch vielen irrigen Gedanken Raum gegeben wurde, so daß die Wahrheit gänzlich entstellt ist und der Mensch keine Kenntnis mehr davon hat, was eigentlich Himmel und Hölle bedeutet. Leben und Tod sind Himmel und Hölle .... Emsige, beglückende Tätigkeit in strahlendstem Licht ist Leben .... Dann ist eine endlos lange Entwicklungsperiode vorübergegangen ohne Erfolg für
das einstmals in der Materie gebundene und nun freie Geistige, das als Mensch aus
eigenem Antrieb streben sollte danach, jeder materiellen Fessel ledig zu werden. Daß es
nun versagt hat, ist sein freier Wille, denn Ich lasse es wahrlich nicht fehlen an direkten
Mahnungen und Warnungen. Die Hölle hat aber weit größere Anziehungskraft als der
Himmel .... und es strebt der Mensch mit größtem Eifer doch wieder die Materie an, die
die Seele längst überwunden hatte. Und sie ist nun auch sein Los .... sie wird wieder die
Hülle des Geistigen, das bei seiner letzten Willensprobe versagte. Die Hölle hat ihre
Pforten weit geöffnet, und freiwillig gehen durch diese Pforte zahllose Seelen ein in die
Finsternis .... Amen
B.D. 4489 empfangen am 18.11.1948 Entstehung der Materie .... Es besteht ein Gesetz, demzufolge jegliche Materie der Auflösung entgegengeht,
sowie ihre Substanzen unbrauchbar geworden sind, also gewissermaßen die Bindekraft
verloren haben. Sie zerfällt dann in sich selbst und kann auch in ihren Restbestandteilen nur noch eine Neuformung erfahren mit anderer Materie zusammen. Der Vorgang
der Auflösung der Materie findet im Universum stets und ständig statt, wo irdisch
materielle Schöpfungen bestehen, wie aber auch ständig Materie neu entsteht, also
immer wieder Stoffe zusammengefügt werden unter Verwendung aufgelöster Materie.
Der Mensch kann wohl die Materie an sich auf ihre Bestandteile untersuchen, er kann
aber nicht feststellen den Ursprung und die Urbestandteile dessen, was sein Auge
sieht .... Unverständlich ist dieser Akt und wird es auch bleiben .... es ist: sich von Gott entfernende Kraft, die sich festigt bis zur Verhärtung, je weiter sie sich von Gott entfernt .... Also ist diese Kraft mit Willen beseelt, nur ist dieser Wille gebunden, so
er von Gott abstrebt .... Von Gott sich entfernende Kraft aber vermindert sich in ihrer Wirksamkeit, die Materie erscheint ohne Leben, sie ist im Zustand des Todes, der Kraftlosigkeit und also daraus folgender Untätigkeit .... ohne Leben, das ununterbrochene Tätigkeit bedeutet. Wäre das Geistige völlig empfindungslos, dann würde der Kraftlosigkeitszustand von dem Geistigen nicht gespürt, doch weil das Geistige den Freiheitszustand gekannt hat zuvor als freier Geist in Gottnähe .... oder auch als Mensch im letzten Stadium der Entwicklung auf dieser Erdenschöpfung .... und sich seiner Existenz voll bewußt ist, empfindet es den kraftlosen Zustand als Qual, die nun wohl dazu beitragen kann, den Widerstand gegen Gott aufzugeben, was erkennbar ist durch eine minimal beginnende Tätigkeit, die eine baldige Veränderung der harten Materie zur Folge hat .... (19.11.1948) Je mehr Leben ein Schöpfungswerk verrät, desto geringer ist die Entfernung von Gott geworden und desto mehr nimmt das Geistige seine ursprüngliche Beschaffenheit an, es wird wieder zu Kraft und Licht, je näher es Gott kommt, bis es zuletzt wieder innig mit Gott verschmolzen ist. Die Materie ist also von Gott ausgegangene Kraft, die sich verdichtet und zuletzt verhärtet hat, je weiter sie von Gott entfernt ist. Die Materie an sich ist vergänglich, weil sie sich wieder auflösen kann in ihren Urzustand, die Kraft aber ist unvergänglich, sie bleibt bestehen, weil sie eine Ausstrahlung Gottes ist, die sich wohl in ihrer Form verändern, aber niemals gänzlich vergehen kann. Die Veränderung der Materie aber ist gleichfalls Gesetz, sie kann nicht ewig so bestehenbleiben, wie sie in Erscheinung tritt, weil sie stets mit der Kraft aus Gott, die noch als Kraft wirksam ist, in Berührung kommt und diese Wirksamkeit eben als Veränderung der Materie zum Ausdruck kommt. In welchem Grade die Kraft aus Gott auf die Materie einwirkt, ist abhängig von dem Widerstand des Geistigen, das diese Materie birgt. Aber auch der stärkste Widerstand gegen Gott wird einmal gebrochen, weshalb auch von Zeit zu Zeit Gewaltauflösungen in der Schöpfung vor sich gehen, die jegliche Materie zerstören und in anderer Form wieder erstehen lassen, weil die Kraft aus Gott unentwegt tätig ist und auch das aus ihr hervorgegangene Geistige zu höchster Tätigkeit veranlassen will, weil Tätigkeit allein beseligend, weil sie allein Leben ist .... Amen
B.D. 4490 empfangen am 20.11.1948 Arbeiter im Weinberg des Herrn .... Der Wille, für Mich zu wirken, genügt, um euch auch dafür fähig zu machen. Welches Amt dem einzelnen dann zugewiesen wird, ist abhängig von der Stärke des Willens und der Ausdauer, die er in der Arbeit für Mein Reich zeigt. Immer aber wird ihm die Möglichkeit gegeben, in die Wahrheit einzudringen, immer wird diese ihm von irgendeiner Seite erschlossen werden, und zumeist in ganz natürlicher Weise, durch Gespräche, durch Hören oder Lesen Meines Wortes und durch eigene Gedanken; also wird er, so er für Mich und Mein Reich spricht, auch die Wahrheit vertreten, weil diese ihm annehmbar erscheint, auch wenn sie ihm von außen geboten wurde, weil sein Geist schon in ihm wirksam ist durch seinen Willen, für Mich tätig zu sein. Er macht sich dann selbst zu einem Diener, und er wird auch in der rechten Weise Mir seine Dienste leisten. Bedingung aber ist, daß sein Wille ernst sei .... daß er tief im Herzen das Verlangen empfindet, für Mich zu wirken, daß er nicht nur schöne Worte redet und sich selbst gefällt und daß er darum oft heimliche Zwiesprache hält mit Mir und so Meine Zustimmung erfleht und sie auch findet. Er muß es ernst meinen, dann wird er Meines Segens und Meiner Hilfe stets gewiß sein können. Dienstleistungen kann jeder Mensch Mir verrichten, denn Mein Weinberg ist groß, und der Arbeiter darin benötige Ich viele angesichts des nahen Endes, wo jeder Dienstwillige erhöhte Arbeit leisten muß, um Erfolg zu haben. Und Ich bin wahrlich ein gerechter Herr, Ich lohne einen jeden nach Verdienst, denn Ich weiß auch, daß die Arbeit am Ende schwer sein wird, doch mit Meiner Hilfe auch ausführbar. Einem jeden Arbeiter in Meinem Weinberg stehen geistige Betreuer zur Seite, ihm ratend und helfend, wo es nötig ist. Die Hauptarbeit aber besteht darin, mit den Menschen über geistige Dinge zu reden, weil dadurch das Denken derer angeregt wird und nur so die Mitmenschen veranlaßt werden können, ein Innenleben zu führen, also zum Geistigen Stellung zu nehmen. Und stets und ständig sollen sie der Liebe Erwähnung tun, denn nur die Liebe kann einen geistigen Fortschritt bewirken, nur durch die Liebe ist eine Aufwärtsentwicklung möglich, und nur ein Liebeleben ist gleich einem Acker, der gute Früchte trägt. Wer sich nun freiwillig dieser Arbeit für Mein Reich unterzieht, der kann auch stets mit Meiner Unterstützung rechnen, geistig sowohl als auch irdisch, denn Ich nehme ihn gern auf in Meine Dienste, und das bedeutet auch gänzliche Sorge um sein körperliches und geistiges Wohl. Ich werde ihn erhalten und ihm stets geben, was er benötigt für sein Amt auf Erden, das ihm zugewiesen wird seiner Reife gemäß, aber stets Meine volle Zustimmung finden wird, so er für Mich und Mein Reich tätig sein will. Denn Ich segne alle, die Mir dienen, und ganz besonders in der letzten Zeit vor dem Ende .... Amen
B.D. 4491 empfangen am 20.11.1948 „Wegbereiter sollt ihr Mir sein auf Erden ....“ Ihr sollt Mir auf Erden Wegbereiter sein, dazu habe Ich euch gedungen, weil Menschen zu Menschen reden müssen, daß sie Mir ihre Herzenstür öffnen und Mir Einlaß
gewähren. Denn Mich Selbst können sie nicht hören, solange sie nicht alles aus ihrem
Herzenskämmerchen hinausgeschafft haben, was Meine Einkehr verhindert. Solange
vernehmen sie auch Meine Stimme nicht. Doch was Ich ihnen zu sagen habe, müssen
sie erfahren, ansonsten sie keine Anstalten treffen, Mir ihr Herz zur Wohnungnahme zu
bereiten. Darum benötige Ich euch, daß ihr vor Mir zu ihnen eingeht, daß ihr ihnen
zurufet: Der Herr kommet und will eintreten bei euch .... Amen
B.D. 4492 empfangen am 21.11.1948 Abendmahl .... Das Genießen von Brot und Wein ist das Zeichen dessen, was ihr tun sollet, wollet ihr
selig werden .... Amen
B.D. 4493 empfangen am 23.11.1948 Hinscheiden eines irdischen Machthabers .... So euch Kunde zugehen wird vom Hinscheiden eines irdischen Machthabers, dann
seid ihr an dem Zeitpunkt angelangt, den ihr den Anfang des Endes benennen könnet.
Dann wird die Welt zu einem Brandherd werden, die Flammen werden auflodern, hemmungslos wird der Haß wüten, und die Menschheit wird von Grauen erfaßt werden,
denn sie ersieht sich keinen Ausweg mehr aus der Gefahr, die unabwendbar ist. Und
nun werdet ihr von Mir gedrängt zum Reden, denn wenn alles in Aufruhr ist, wird eurer
sich eine große Ruhe bemächtigen, weil ihr klar erkennet, daß die Zeit nahe ist, da Ich
Selbst in Erscheinung trete, und ihr dies also den Menschen kundtut, die euch anhören.
Es werden die Menschen nach allen Seiten hin sich von Feinden umgeben sehen und
daher keine Hoffnung haben auf eine friedliche Lösung. Und darum wird die Angst riesengroß sein, wo kein Glaube vorhanden ist an den Einen, Der allein helfen kann. Und
so wird man nur achten auf die Vorgänge in der Welt .... Amen
B.D. 4494 empfangen am 24.11.1948 Glaube und Liebe - Ständige Gegenwart Gottes .... Es genüge euch zu wissen, daß Ich im Geist ständig unter den Meinen weile, daß ihr
niemals allein seid, so ihr euch zu Mir bekennt im Herzen und vor der Welt. Und so ihr
davon überzeugt seid, kann euch nichts mehr erschrecken oder euch im Glauben wankend machen. Dieser Glaube an Meine immerwährende Gegenwart macht euch aber
auch zu den Meinen, die dann auch in der Liebe leben, weil sie an Mich glauben, oder
auch tief und lebendig glauben, weil sie in der Liebe leben. Denn Glaube ohne Liebe ist
nicht zu denken, weil eines aus dem anderen hervorgeht. Der Glaube kann stets gewonnen werden, so sich ein Mensch bemüht, liebetätig zu sein ohne jeglichen Eigennutz,
weil dadurch der Geist in ihm geweckt wird, der den Menschen gedanklich so belehret,
daß er zu glauben vermag; daß ihm alles einleuchtend ist, was ihm vorgestellt wird, was
ihm durch Meine Diener auf Erden oder durch Mein geschriebenes Wort gelehrt wird
als Glaubenswahrheit. Und darum müssen die Menschen, die das Gebot der Nächstenliebe erfüllen, auch stets gleicher Meinung sein in Glaubensdingen, weil Mein Geist
überall das gleiche lehrt und weil Ich verhüte, daß die Meinen untereinander uneins
sind. „Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, bin Ich mitten unter
ihnen ....“ Und Ich werde wahrlich euch die Wahrheit vermitteln und dafür Sorge tragen, daß die Meinen in der alleinigen Wahrheit stehen .... Amen
B.D. 4495 empfangen am 25.11.1948 Geistige Kraftzufuhr durch Gebet und Liebeswirken .... Geistige Kraft ist erforderlich, will der Mensch sich frei machen aus dem Zustand,
der ein gefesselter ist als Folge des einstigen Abfalles von Mir. Diese geistige Kraft steht
jedem zur Verfügung, muß aber angefordert werden durch Gebet oder erworben werden durch Liebeswirken. Immer also muß der Wille des Menschen tätig geworden sein,
mit Mir in Verbindung zu treten. Es kann zwar der Mensch Liebeswerke verrichten
ohne bewußtes Streben zu Mir, ohne daß der Verstand dabei beteiligt ist, während bei
dem Gebet auch der Verstand tätig ist, der zwar ohne Mitwirkung des Herzens ein
Gebet zeitigt, das nicht an Mein Ohr dringt, doch in Verbindung mit dem Herzen stets
erreichen wird, um was der Mensch bittet. Es wird also ein Ruf nach Kraftzufuhr, nach
Meiner Hilfe, der aus dem Herzen kommt, stets die Zuwendung von Kraft zur Folge
haben, und es wird sich auch ein Mensch, der fähig ist, innig, d.h. im Geist und in der
Wahrheit, zu beten, innerlich gedrängt fühlen zum Liebeswirken, denn dies ist schon
Meine Antwort, ein Beweis Meiner ihm zuströmenden Geisteskraft, daß die Liebe in
ihm erwacht zu Mir und auch zu den Mitmenschen und ihn Werke uneigennütziger
Nächstenliebe verrichten lässet, die ihm vermehrte Kraft eintragen, und er also nun
sich erlösen kann .... Amen
B.D. 4496 empfangen am 25.11.1948 Schließen der Pforten in das geistige Reich am Ende .... Die Pforten in das geistige Reich werden sich schließen mit dem letzten Tage des
Bestehens dieser Erde. Denn das Geistige, das als Mensch auf Erden die Glaubensprobe
nicht bestanden hat, kann nicht mehr im Jenseits das auf Erden Versäumte nachholen,
sondern es hat sich selbst dieser Gnade beraubt, weil es zu tief abgesunken ist, als daß
noch eine Aufwärtsentwicklung im geistigen Reich möglich wäre. Und ebenso gehen
die Gläubigen zuletzt nicht mehr in das geistige Reich ein, denn sie werden lebenden
Leibes entrückt, um nun an einem paradiesischen Ort Aufenthalt zu nehmen, bis das
Werk der Umgestaltung der Erde vollendet ist, die ihnen dann wieder als Aufenthalt
zugewiesen wird. Dann wird auch im geistigen Reich der Kampf zwischen Licht und
Finsternis für eine lange Zeit beendet sein, weil die Macht des Satans gebrochen ist und
er für lange Zeit wieder in Fesseln gelegt ist, was auch im geistigen Reich sich auswirkt
als Kampfstille und Sieg des lichtvollen Geistigen. In der Endzeit aber wird das geistige
Reich noch viele Seelen aufnehmen, denen die Gnade gewährt wird, ihre Aufwärtsentwicklung fortzusetzen, die also noch abberufen werden von der Erde, bevor sie sich in
das Lager des Gegners schlagen; die zu schwach sind und daher Gnade finden vor den
Augen Gottes. Die Endzeit wird noch viel zur Läuterung solcher Seelen beitragen, und
das große Leid, das über die Erde geht, erleichtert ihnen das Abscheiden von der Welt
und öffnet ihnen das Tor in das geistige Reich, das sie aufnimmt, wenn auch noch in
wenig reifem Zustand. Doch ein Absinken in die tiefste Tiefe ist für sie nicht mehr zu
befürchten, wofür sie Gott danken, sowie sie ihre Lage erkennen. Zuletzt aber bleiben
die Pforten geschlossen .... und es wird erstaunlich sein, mit welcher Sorglosigkeit die
Menschen in letzter Zeit dahinleben, wie wenig sie des Todes gedenken und wie sie nur
noch dem Körpergenuß leben und weder an eine Seele glauben noch an ein Fortleben
nach dem Tode .... Amen
B.D. 4497 empfangen am 27.11.1948 Forschungsmäßig kann geistiges Gebiet nicht ergründet werden .... Forschungsmäßig ist euch kein geistiges Gebiet zugänglich, und es wird ein vergebliches Bemühen sein, ein wahres Bild dessen zu bekommen, was jenseits des Irdischen ist. Forschungsmäßig könnet ihr wohl alle irdischen Probleme lösen und euch auch Beweise für die Richtigkeit eurer Ergebnisse verschaffen, doch niemals wird es euch gelingen, für geistige Behauptungen Beweise zu erbringen, und folglich werdet ihr auch niemals die Wahrheit derer vertreten können, solange ihr nicht auf dem Wege des Glaubens und der Liebe eingedrungen seid in Gebiete, die euch sonst verschlossen sind. Und so werden die Menschen auch niemals ergründen können die Zusammenhänge irdischer Schöpfungen mit dem Schöpfer von Ewigkeit, suchen sie auf rein wissenschaftlichem Wege darüber Aufschluß; wie sie auch nicht den Entwicklungsgang des Menschen oder dessen Seele erforschen können. Sie können nur vermuten und entsprechend ihrer geistigen Einstellung mehr oder weniger der Wahrheit nahe sein. Doch es gibt keinen beweisbaren Anhaltspunkt, demzufolge sie klare Begründungen oder Behauptungen aufstellen könnten. Es ist dies ein besonderes Wissen, das von Gott jenen Menschen vermittelt wird, die mit Ihm in Verbindung stehen durch einen tiefen Glauben und tätige Nächstenliebe; es ist ein Wissen, das nur in einem bestimmten Reifegrad dem Manchen vermittelt werden kann und das mit Verstandestätigkeit nichts zu tun hat, das also nicht durch Forschungen gewonnen wird, sondern ein Selbstformen zur Vollkommenheit zur Voraussetzung hat, wenngleich auch der Verstand dann tätig werden muß, um das gewonnene Wissen recht zu verwerten. Sinn und Zweck der Schöpfung, Sinn und Zweck des Erdenlebens kann mit nur Verstandesdenken nicht begriffen werden, und die größte Gelehrsamkeit ist nicht fähig, Gottes Pläne, Seine Weisheit und Seine Liebe annähernd zu durchschauen, wohingegen Gott dem gläubigen, Ihm ergebenen Menschen, der sich Seinem Willen unterstellt, Einblick nehmen läßt und ihm auch die Fähigkeit gibt, den göttlichen Plan zu begreifen. Es ist aber dann nicht der Verstand, sondern das Herz, das in das Walten und Wirken Gottes Einblick nimmt, und darum muß der irdische Forscher auch erst sein Herz so gestalten, daß es empfindungsmäßig die Wahrheit erkennt, daß es also ohne Verstandestätigkeit ein Wissen zugeführt erhält, das keineswegs bewiesen werden kann, dennoch aber als Wahrheit erkannt wird und auch vertreten werden darf, weil mit der Wahrheit der Mensch auch die volle Überzeugung gewinnt, in der Wahrheit zu stehen. Er wird aber dann niemals sagen können, durch Nachdenken oder scharfe Verstandestätigkeit zu dem Ergebnis gelangt zu sein, vielmehr der Welt gegenüber keine Belege haben, die seine Behauptungen oder Annahme rechtfertigen. Doch er selbst wird daran glauben, so er durch die Stimme des Herzens Aufschluß erhalten hat, während er forschungsmäßig sich angeeignetes Gedankengut niemals innerlich als feststehende Wahrheit vertreten kann, so er ehrlich ist wider sich selbst, solange er Gott ausschaltet, also Ihn nicht als alleinigen Geber der Wahrheit anerkennt und Ihn um Seinen Beistand bittet .... Amen
B.D. 4498 empfangen am 28.11.1948 Fähigkeit, göttliche Weisheiten durch das Herz aufzunehmen .... Göttliche Weisheiten müssen zutiefst im Herzen gesucht werden, denn bloßer Menschenverstand wird sie weder erklären noch begreifen können, so nicht das Herz dabei beteiligt ist. Darum können göttliche Weisheiten nur empfangen werden von Menschen, die ein tiefes innerliches Leben führen, die sich oft in die Stille zurückziehen, d.h. ihre Gedanken abkehren von der Welt, von irdischen Sorgen und irdischen Plänen, die sich versenken und das Reich zu ergründen suchen, das jenseits der irdischen Welt ist. Solche Menschen belohnet Gott, indem Er ihnen einen Einblick gewährt in die verborgensten Dinge, indem Er sie schauen läßt in Seinen Wirkungskreis, indem Er ihnen Seinen Plan von Ewigkeit kundtut und ihnen zugleich das Verständnis gibt, alles zu begreifen und den Zusammenhang zu fassen. Die größten Mysterien sucht Er ihnen zu enthüllen, obwohl das Fassungsvermögen des Menschen nicht ausreicht, eine erschöpfende Erklärung aufzunehmen, solange er nicht in einem Reifegrad steht, daß er vom Licht der Weisheit durchleuchtet werden kann. Doch mit fortschreitender Entwicklung des Menschen steigt auch das Fassungsvermögen, und es ist daher wohl möglich, schon auf Erden in tiefe Geheimnisse einzudringen, also tiefe göttliche Weisheit sich zu eigen zu machen, doch dann auch nur für die Empfänger selbst verständlich, während der Mitmensch nicht weiß, was er damit anfangen soll, weil ihm jedes Verständnis um den Zusammenhang aller Schöpfungswerke mit dem ewigen Schöpfer mangelt. Dennoch soll sich der reifere Mensch bemühen, auch dem Mitmenschen Kenntnis zu geben, weil das Wissen des einen den anderen anspornen kann zu geistigem Streben und weil Licht gebracht werden soll in die Finsternis, die über die Menschheit gebreitet ist, die in völliger Unkenntnis geistiger Wahrheiten dahingeht und ihren Erdenzweck nicht mehr erkennt, wie sie auch nichts weiß über das Endziel des einzelnen Menschen, das mit allem Eifer angestrebt werden soll während des Erdenlebens. Die Frage: „Wozu leben wir Menschen eigentlich?“ steht bei den meisten Menschen offen, und sie geben sich auch nicht die Mühe, sie zu beantworten oder eine annehmbare Antwort zu suchen. Sie stellen oft jene Frage, ohne aber ernstlich eine Antwort zu begehren oder die anzuhören, die ihnen eine Antwort darauf geben, denn sie lassen immer nur den Verstand sprechen, niemals aber das Herz .... d.h., sie achten nicht auf ihre Empfindungen, die ihnen deutliche Antwort wären. Sie übertönen die Stimme des Herzens und wenden sich voll und ganz nur der Welt zu, also sind sie auch nicht fähig, göttliche Weisheiten aufzunehmen, die ein Abschließen von der Welt erfordern. Und so bleibt es dunkel und lichtlos in der Welt, und nur wenigen kann durch die innere Stimme Aufschluß gegeben werden. Diese wenigen aber werden glücklich sein und bleiben, denn sie nehmen göttliche Weisheit mit in das geistige Reich hinüber, von wo sie ihren Ausgang genommen hat, während die anderen in tiefster geistiger Dunkelheit das jenseitige Reich betreten, weil sie das Licht auf Erden nicht gesucht haben .... Amen
B.D. 4499 empfangen am 30.11.1948 Rechtfertigung für Abweisen der Wahrheit .... Ihr könnet euch in keiner Weise rechtfertigen, so euch zum Vorwurf gemacht wird,
die Wahrheit abgewiesen zu haben, denn es stand euch völlig frei, sie anzunehmen, so
ihr dazu den Willen hattet. Die Wahrheit wird euch zugetragen, denn dafür sorge Ich,
daß sie jedem einzelnen zugeführt wird, wenn auch in verschiedener Form, und je nach
Annahmewilligkeit wird sein Wissen um die reine Wahrheit erweitert. Wer aber sich
verschließet, der kann nicht gewinnen, nur verlieren das wenige, das er besitzet. Wer
schwachen Glaubens ist, wird durch Zuführen der reinen Wahrheit einen verstärkten
Glauben gewinnen, wer aber abweiset, der wird auch noch den schwachen Glauben verlieren .... „Wer viel hat, dem wird noch hinzugegeben werden, wer aber wenig hat, dem
wird auch noch das wenige genommen werden ....“ So sind diese Worte zu verstehen.
Es mangelt dem Menschen nicht an Urteilskraft, so es gilt, die Wahrheit als solche zu
erkennen, denn da Ich Selbst es will, daß ihr in der Wahrheit stehet, werde Ich euch auch
dazu befähigen, sie zu erkennen, nur muß euer Wille bereit sein, die Wahrheit aus Meinen Händen entgegenzunehmen, und diese Bereitwilligkeit erkläret ihr dadurch, daß
ihr es euch angelegen sein lasset zu prüfen, was euch unterbreitet wird, daß ihr euch
gedanklich damit befasset, das Für und Wider erwäget und so das Verlangen ausdrükket, die Wahrheit anzunehmen, so ihr sie als solche erkennet. Und dann werde Ich euer
Denken recht leiten, dann werdet ihr nur gewinnen, niemals aber verlieren. Und dafür
werdet ihr zur Verantwortung gezogen, wie ihr euch der Darbietung Meines Wortes, der
reinen Wahrheit, gegenüber verhalten habt. Ich gebe euch wahrlich ständig Gelegenheit, Kenntnis zu erlangen von Meinem Willen, immer wieder werdet ihr hingewiesen
auf Mein Wort, überall könnet ihr es entgegennehmen, so ihr selbst Verlangen danach
traget. Doch weil ihr materiell seid, ist euch Mein Wort lästig, warnet es euch doch vor
dem Streben nach der Materie und ermahnet euch sie zu überwinden. Ihr aber hänget
euer Herz an die Güter dieser Welt und wollet daher nichts wissen von dem, was aus der
geistigen Welt kommet .... Ich werde euer Richter sein, wo Ich euer Vater sein wollte, weil ihr Meine Liebe
zurückweiset und nicht höret auf Mein Wort. Als Richter aber kann Ich nur dann auftreten, so Ich eine Schuld bei euch finde, und diese besteht darin, daß ihr Mich als Vater
nicht anerkennt und daher auch Meines Wortes nicht achtet. Ihr habt euch daher selbst
des Kindschaftsrechtes beraubt, Ich kann dann nicht mehr wie ein Vater an euch handeln, sondern muß euch als Richter gegenübertreten und euch verurteilen ob eures Mir
abgewandten Willens. Und also warne Ich euch eindringlich vor der Geringschätzung
Meines Wortes, eines Geschenkes, das euch Meine große Liebe anbietet, das ihr nicht
verdienet als Mir noch widerstrebende Geschöpfe, das Ich aber dennoch euch
zuwende, um euch zu helfen, Mich zu erkennen und lieben zu lernen. Ist aber eure
Widersetzlichkeit noch so ausgeprägt, daß ihr Meiner Stimme entflieht oder sie zu
übertönen sucht, dann seid ihr auch nicht Meine rechten Kinder, dann gehöret ihr noch
Meinem Gegner an, und darum halte Ich über euch Gericht .... Amen
B.D. 4500 empfangen am 1.12.1948 Überwinden der Materie .... Was Ich euch nicht geben will, könnet ihr euch aus eigener Kraft nicht erringen, es sei denn, ihr arbeitet mit Unterstützung dessen, der euch verderben will und euch daher irdisch eure Wünsche erfüllt, um euch für sich zu gewinnen. Und darum müsset ihr wählen zwischen Wohlstand, den ihr mit seiner Kraft euch schaffet, oder einem bescheidenen Dasein, das eurer Seele dienlich ist, solange ihr noch materiell gesinnt seid. Habt ihr die Materie überwunden, so daß euer Herz nicht mehr danach verlangt, dann kann Ich euch reichlicher bedenken, und ihr werdet auch irdischen Reichtum in der rechten Weise verwerten, so daß er euch zur Seelenreife dienen kann, daß ihr ihn auswertet in tätiger Nächstenliebe, daß ihr damit Segen stiftet, Arme bedenket und also Not lindert und Liebe erwecket, indem ihr Liebe gebt. Darum murret nicht, so ihr darben müsset, sondern wisset, daß ihr dann noch läuterungsbedürftig seid, daß Ich euch erziehen will und das Mittel anwenden muß, das euch heilet, wo ihr krank seid. Und dann trachtet danach, euch zu üben in der freiwilligen Entsagung, verzichtet gern und löset euch im Herzen von dem, was Ich euch vorenthalte, werdet frei von jeglichem Verlangen nach der Materie, und Ich werde euch bedenken eurer seelischen Reife gemäß, auf daß ihr nicht Schaden nehmet an der Seele, so dem Körper Erfüllung gewährt wird. Was ihr gern aufgebt und Mir zuliebe opfert, das will Ich euch zuwenden, auf daß euer Leben ein leichteres werde, doch immer erst dann, so ihr bereit seid, es zu entbehren .... Dann weiß Ich, daß es für euch keine Gefahr mehr bedeutet, und kann euch unbedenklich in den Besitz irdischer Güter kommen lassen, die ihr nun auch Meinem Willen entsprechend nützen werdet. Doch gebet euch nicht um irdischer Güter, um des Körpers
Wohlbefinden willen in die Hände des Satans .... Amen
B.D. 4501 empfangen am 2.12.1948 Kundgabe auf Einwand:
Unverständlich wird Mein Walten und Wirken stets den Menschen bleiben, die nicht mit Mir verbunden sind, denn ihnen kann Ich nicht die Beweggründe darlegen, die Mich bestimmen, den Menschen freien Lauf zu lassen, so sie sündigen wollen. Alles, was Ich tue, alles, was Ich unterlasse, und alles, was Ich zulasse oder verhindere, hat seinen Grund, den ihr Menschen nicht wisset und auch nicht versteht ohne Erklärung. Diese Erklärung aber kann Ich nur geben unter gewissen Voraussetzungen, wie überhaupt alles, was geschieht, der ewigen Ordnung angepaßt ist, deren Gesetzgeber Ich Selbst bin. Ich könnte wohl die Menschen verhindern am Ausüben schlechter Taten, Ich könnte sie strafen oder sie zu stummen Dienern der Gerechtigkeit machen, dann aber wäre ihr Wille unfrei, sie wären nicht fähig zu eigenem Wollen und nicht zu eigenem Handeln und könnten dann nimmermehr vollkommen werden, d.h., trotz der Möglichkeit, schlecht zu sein, das Gute zu wählen und somit den Mir zugewandten Willen zu bekunden. Ich lasse also dem Triebe der Menschen freien Lauf. Daß sich nun in der endlos langen Zeit die Menschheit vorwiegend zu schlechten Handlungen hinreißen läßt, die teuflischen Einfluß verraten, ist nur Beweis dafür, daß die gesamte Menschheit den freien Willen schlecht nützet, daß sie also die Möglichkeit, sich dem Guten zuzuwenden, nicht auswertet und also Meinem Gesetz der ewigen Ordnung widerstrebt .... (3.12.1948) Ich werde aber dennoch diesem Treiben erst Einhalt gebieten, so das Maß von Schlechtigkeiten seine Grenze erreicht hat, so keine Möglichkeit mehr besteht, daß sich die Menschen ändern, daß ihr Wille noch umgeleitet werden kann, daß er sich Mir, also dem Guten, zuwendet. Solange aber noch die Möglichkeit besteht, daß der eine oder der andere sich besinnt, daß er sich seines Erdenlebenszweckes bewußt wird, lasse Ich zu, was Menschen in ihrem Haß und ihrer Lieblosigkeit ausführen wollen, auf daß sie selbst an der Auswirkung ihres Handelns das Böse erkennen und verabscheuen lernen, auf daß sie freiwillig sich wandeln. Zudem ist die Zeit gekommen, wo der Satan große Gewalt hat. Nicht, daß er Meine Macht und Kraft übertrumpft, sondern auch seine letzte Zeit ist gekommen, die er nützet, um sein Reich, seine Macht zu vergrößern, weil er weiß, daß er nur noch wenig Zeit hat, aber in seiner geistigen Finsternis und Überheblichkeit glaubt, Mich vom Thron stürzen zu können. Wer nicht um Uranfang und Endziel alles Geistigen weiß, um Meinen Heilsplan von Ewigkeit, um Sinn und Zweck der Schöpfung und Sinn und Zweck des Erdenlebens, dem wird auch der Gedanke an einen starken Gegner von Mir absurd erscheinen, doch er kann es glauben, daß zweierlei Kräfte im Kampf miteinander liegen, daß gute und böse Kräfte kämpfen um die Oberherrschaft .... daß diese Kräfte nun je einem starken Willen untertan sind und daß dieser Wille von je einer Wesenheit ausgeht. Wie er nun diese Wesenheit benennt, ist belanglos, doch sie wirken in der Unendlichkeit, wenngleich ihr Wirkungskreis ein gänzlich verschiedener ist .... unbegrenzt bei Mir und in Grenzen gehalten bei Meinem Gegner, der auch trotz seiner Macht von Meinem Willen abhängig ist. Daß ein Kampf geführt wird zwischen Gut und Böse, ist offensichtlich; warum er geführt wird, ist nur dem geistig Geweckten, dem nach der Wahrheit hungernden Menschen verständlich zu machen, doch dieser wird jederzeit eine vollwahre, ihn überzeugende Erklärung erhalten, so er sie anstrebt und Mich darum bittet .... Amen
B.D. 4502 empfangen am 3.12.1948 Darbieten des göttlichen Wortes in Liebe .... Es ist wahrlich nicht bedeutungslos, in welcher Weise euch Mein Wort zugeführt
wird, denn der Liebegrad, in dem Mein Wort dargeboten wird, ist oft ausschlaggebend,
ob ihr es annehmet oder ablehnet. Alles, was ausgeteilt wird, soll in Liebe gegeben werden, ansonsten es nicht zu Herzen spricht, vom Herzen aber angenommen werden
muß. Ein von Liebe erfüllter Mensch gibt so, daß er Gegenliebe erweckt, und es ist dies
bei der Darbietung Meines Wortes von größter Bedeutung, weil dann volles Verständnis garantiert ist, sowie die Liebe beteiligt ist, die das Erwachen des Geistes bewerkstelligt. (4.12.1948) Ohne Liebe bleibt Mein Wort tot und verständnislos, es wird dahingesprochen, hat aber keine Kraft, weil es dann nur leerer Schall ist ohne Leben. Will der
Mensch den Mitmenschen beglücken, dann ist schon die Liebe zum Nächsten vorherrschend, und was er dann austeilet, dringt zu Herzen, wird dort angenommen und je
nach eigenem Liebewillen empfunden als wertvolles Geschenk, als Gabe der Liebe. Wo
die Liebe des Gebers erkennbar ist, wird der Ablehnungswille schwächer sein, strömt
dann das Wort doch schon auf den Empfänger eine Kraft aus, der er sich nicht verschließen kann und will. Es müssen daher die Vertreter Meiner Lehre liebewillig und
liebetätig sein, um zur Entgegennahme Meines Wortes aus der Höhe tauglich zu sein
und um Mein Wort mit seiner Kraft den Mitmenschen zugänglich zu machen, weil das
bloße Weiterleiten des äußeren Wortes ohne Eindruck bleibt, es also sehr leicht etwas
Formelles sein kann, ein Predigen Meiner Lehre berufsmäßig ohne Leben und also
auch ohne geistigen Erfolg. Dann ist Mein Wort ohne Kraft, weil es nur mit den Ohren
angehört wird, aber nicht zum Herzen dringt. Denn die Kraft spürt nur die Seele, und
zwar im Zustand liebenden Empfindens und dessen Erwiderung. Regungen, die der
Mensch als solcher kaum beachtet, können der Seele größtes Glück bereiten und vom
Körper nicht gespürt werden, und so die Seele nun in einer solchen liebenden Empfindung Mein Wort vernimmt, steht sie inmitten der Kraftausstrahlung, deren Quell Ich
bin .... Amen
B.D. 4503 empfangen am 5.12.1948 Breiter Weg ins Verderben, schmaler Weg zur Höhe .... Der Weg, den ihr gehen sollet, ist gangbar, sowie ihr euren Blick himmelwärts richtet, sowie ihr begehret, zu Mir zu gelangen, und kein anderes Verlangen im Herzen
heget, als mit Mir wieder vereinigt zu sein. Ich verlange wahrlich nichts Unerfüllbares
von Meinen Kindern, Ich warne sie nur, den breiten Weg zu betreten, der wohl bequem
und unbeschwerlich erscheint, jedoch weitab vom Ziel führt, den die Kinder der Welt
gehen, die sich verlieren an Meinen Gegner. Der Weg, den ihr beschreiten sollet, ist
schmal und wenig reizvoll, und deshalb zögern die Menschen, ihn zu betreten, und
doch führt er einem herrlichen Ziel entgegen, das ihr alle erreichen sollet. Zudem treten euch des öfteren Lichtgestalten in den Weg, die euch geleiten und euch aufmerksam
machen auf Hindernisse, auf Steine und Klippen und Gestrüpp, auf daß ihr nicht fallet
oder Schaden nehmet an ihnen. Ihr könnet diesen beschwerlichen Weg ganz sorglos
gehen, wer ihn betreten hat, der geht nicht mehr ohne Schutz einen Schritt weiter. Doch
auf den breiten Weg hinüberschauen dürfet ihr nicht, weil von dort euch Truglichter
blenden, die euren Weg dunkel erscheinen lassen. Wendet den Blick ab davon, sehet auf
zu Mir, und ein mildes Licht wird euch den Weg erleuchten, das euch wohltut und sich
verstärkt, je näher ihr dem Ziel kommt. Und vertrauet euch voll und ganz Mir an, dann
kann Ich euch entgegenkommen, eure Hand ergreifen und euch führen bis an euer
Lebensende .... bis der Weg breit und eben wird und in eurem Vaterhaus endet .... bis
euch das Reich aufnimmt, das eure rechte Heimat ist, das lichtdurchstrahlt und wunderlieblich anzuschauen ist, das aber nur über diesen engen, beschwerlichen Weg
erreicht werden kann. Mühseligkeiten müssen überwunden werden, doch sie sind
überwindbar mit Meiner Hilfe, was euch aber erwartet, ist aller Beschwerlichkeiten und
Mühsalen wert .... Amen
B.D. 4504 empfangen am 5.12.1948 Geistige Verbundenheit .... Eine geistige Verbundenheit kann bestehen, wo keinerlei irdische Bindungen vorliegen, wo die Seelen jedoch so aufeinander abgestimmt sind, daß sie sich ergänzen und in
vollster geistiger Harmonie leben. Solche Seelen können sich finden, ohne körperlich
beieinander zu sein, doch dann ist sich der Mensch dessen nicht bewußt, daß seine
Seele eine solche geistige Verbindung eingegangen ist, denn die Seelen finden sich ohne
Beteiligung des Körpers, es ist ein rein geistiges Zusammenleben, wovon der Mensch
als solcher nichts weiß. Sowie jedoch die körperliche Hülle fällt, streben die Seelen
zueinander und ergänzen sich im geistigen Reich und lassen ewig nicht mehr voneinander. Solche Seelen sind nun gezwungen, auf Erden ein Doppelleben zu führen; sie
erfüllen erstmalig die eigentliche Erdenaufgabe, ihren Körper zu beleben und ihn
anzuregen zur geistigen Bestimmung, und sind gleichzeitig auch der ihnen gleichgesinnten Seele behilflich, deren Körper zu vergeistigen, auf daß der Zusammenschluß
beider Seelen stattfinden kann, was erst dann möglich ist, wenn beide Seelen die körperliche Hülle verlassen haben. Zuvor können sie sich jedoch vereinigen, sowie der
Körper im Ruhezustand die Seele frei gibt .... Amen
B.D. 4505a empfangen am 8.12.1948 Verstehen des Wortes garantiert für Suchende .... Vermehret ständig euer Wissen, und suchet es durch Mich zu gewinnen. Dann ist das
Dunkel der Nacht durchbrochen, es ist hell in euch, das Licht der Erkenntnis ist in euch
hell aufgeflammt, und so ihr Mich erkennet, werdet ihr Mich auch lieben und Meine
Gebote halten .... Amen
B.D. 4505b empfangen am 9.12.1948 Verstehen des Wortes garantiert für Suchende .... Die Mich suchen, denen ist auch Mein Wort verständlich, denn ihr Sinnen und
Trachten ist geistig gerichtet, und also verstehen sie auch die geistige Sprache, die nicht
weltliche Dinge berührt, sondern Kunde gibt vom geistigen Reich, vom geistigen Leben
des Menschen und seinem letzten Ziel. Wer Mich suchet, dem bietet nicht die Erde die
letzte Erfüllung, sondern er weiß, daß nur bei Mir das rechte Leben zu finden ist, er
weiß, daß er Mein Anteil ist, und strebt deshalb zu Mir zurück. Und ihm wird Mein
Wort verständlich sein, er hört und liest den Sinn heraus, er weiß, wie Ich Mein Wort
verstanden haben will, und bemüht sich dem geistigen Sinn des Wortes gemäß zu
leben, und also erfüllet er Meinen Willen .... Amen
B.D. 4506 empfangen am 10.12.1948 Besondere Gnade
- Verpflichtung .... Es ist für euch eine besondere Gnade, im Wissen zu stehen um den Zusammenhang von euch, als Meinen Geschöpfen, mit Mir, dem Schöpfer von Ewigkeit, um Zweck und Ziel des Erdenlebens und Meinen Heilsplan von Ewigkeit. Dieses Wissen gibt euch Erklärung für alles Geschehen, ob es leid- oder freudvoll ist, ob es Aufbau oder Zerstörung zur Folge hat, ob es Meinem Willen entspricht oder nicht. Immer werdet ihr Mein Walten und Wirken verfolgen können und auch die Mitmenschen darüber aufklären können, welche Bedeutung allem Geschehen zu geben ist. Und so seid ihr gewissermaßen im Vorteil euren Mitmenschen gegenüber, solange diese nicht von ihrem freien Willen den rechten Gebrauch machen und sich von euch Aufschluß geben lassen, solange sie euch nicht anhören, so ihr ihnen die Wahrheit zutragen wollet. Ihr seid im Vorteil und doch auch wieder entsprechend belastet, denn das Wissen, das ihr besitzet, verpflichtet zur Weitergabe, wollet ihr euch des Besitzes würdig erweisen. Es genügt nicht, daß ihr selbst euch nur ein Wissen aneignet, sondern ihr müsset ständig damit arbeiten, soll es Segen stiften euch selbst und euren Mitmenschen. Es ist so viel Unklarheit unter den Menschen, irrige Ansichten sind verbreitet, und dadurch wird der Glaube der Menschen schwach und ist in Gefahr, gänzlich verworfen zu werden, was das Darbieten der reinen Wahrheit verhindern kann. Ihr besitzet die reine Wahrheit, darum traget sie weiter, erwerbet euch selbst das Anrecht darauf, durch Meine Gnade wissend geworden zu sein, indem ihr austeilet, was ihr empfangen habt, und so Aufklärung bringet auf Fragen, die zu beantworten nur der Mensch befähigt ist, der von Mir gelehrt wird durch die Stimme des Geistes. Ihr, die ihr Mich höret, übermittelt geistiges Gut denen, die Mich nicht zu hören vermögen, jedoch auch im Wissen stehen möchten, gebet ihnen Kenntnis von der außergewöhnlichen Gnadengabe, und gebet ihnen Kenntnis von Meiner Liebe zu allem Unvollkommenen, dem Ich helfen will, zur Vollkommenheit zu gelangen. Ihr besitzet viel und könnet euren Reichtum noch vermehren, so ihr ihn weitergebt, so ihr die Mitmenschen belehret, wie Ich euch belehret habe. Dann bringet ihr Licht in das Dunkel, das über der Erde lagert, dann durchbrechet ihr die Nacht des Geistes, und es wird Licht werden in vielen Herzen, die nach der Wahrheit verlangen und sie nicht direkt von Mir empfangen können. Helfet allen, die unwissend sind und nach Wissen verlangen, denn zu ihnen will Ich reden durch euch, auch sie will Ich belehren, wie Ich euch belehret habe, auf daß sie Mich erkennen und lieben lernen .... Amen
B.D. 4507 empfangen am 11.12.1948 „Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind ....“ Und Ich bin bei euch, so ihr Meinen Namen aussprechet, so ihr euch nur mit Gedanken befasset, die Mich zum Ziel haben. Dann bin Ich mitten unter euch .... Amen
B.D. 4508 empfangen am 12.12.1948 Gottes Wort .... Gleichnisse .... Ihr werdet den Sinn Meiner Worte erst dann verstehen, so es euch ernst ist darum, in
der Wahrheit zu stehen. Ich habe stets in Gleichnissen geredet zu den Menschen, um sie
zum Denken anzuregen, ansonsten die Worte an ihren Ohren verklungen wären, so sie
nicht den ernsten Willen hatten, darüber nachzudenken. Ich ließ ihren Gedanken freien
Lauf und legte ihnen daher alles entsprechungsweise nahe. Durch die Bildersprache
sollte in ihnen das lebendig werden, was Ich ihnen zu sagen hatte .... Amen
B.D. 4509 empfangen am 13.12.1948 Ermahnung für Arbeiter im Weinberg des Herrn .... Euch wird ein großes Arbeitsfeld zugewiesen, so ihr die Tätigkeit für Mich und Mein
Reich beginnen sollet, und ihr brauchet nicht zu fürchten, daß ihr sie nicht bewältigen
könnet, denn je nach eurer Fähigkeit werdet ihr dorthin gestellt, wo ihr erfolgreich wirken könnet. Mein Ruf an euch ergeht in deutlichster Weise, so daß ihr nicht mehr
zögern werdet und freudig Mir dienet. Auf daß ihr aber fähig seid für eure Arbeit, müsset ihr stets die Kraft von Mir in Anspruch nehmen, es darf für euch keine Trennung
mehr geben zwischen euch und Mir, das innige Verhältnis eines Kindes zum Vater muß
hergestellt sein, auf daß ihr nicht mehr die Welt fürchtet, sondern stets in Mir einen liebevollen Beschützer wisset, Der euch allem Ungemach der Welt gegenüber schützet,
Der euch treu zur Seite steht und euch ständig mit Rat und Tat unterstützt. Erst wenn
ihr dieses Verhältnis hergestellt habt, seid ihr tauglich für den Dienst, den ihr Mir leisten
sollet .... offen und furchtlos vor der Welt Mich zu bekennen und euren Mitmenschen
Meine Liebelehre zu predigen, ihnen den Leerlauf ihres Lebens vorzuhalten und Mein
Wort zu verkünden .... Diese Arbeit ist euer Dienst für Mich, zu dem Ich euch bald rufen werde und euch nur immer ermahne, eifrig zu sein in eurer geistigen Tätigkeit und jede Stunde zu nützen, auf daß ihr selbst ausreifet und eure Mission ausführen könnet zu eurem und eurer Mitmenschen Segen, denn die Zeit eilet, und das Ende ist nahe .... Amen
B.D. 4510 empfangen am 13.12.1948 Gerechtigkeit .... Es fordern die Menschen Meine Gerechtigkeit heraus, denn sie sündigen in einem
fort. Sie sind über alle Maßen unduldsam, sie haben keine Liebe im Herzen, sie sind voller Hochmut, voller sinnlicher Begierden, sie sind ohne Mitgefühl für den Nächsten,
voller Mißgunst und Neid und durch ihre Lieblosigkeit fähig zu schlechtesten Handlungen. Und also sündigen sie wider Mein Gebot der Nächstenliebe und wider Mich
Selbst, Der Ich ihnen dieses Gebot gegeben habe. Wer aber Mein Liebegebot verletzet,
der geht Meiner Liebe verlustig, er entfernt sich von Mir und verhärtet sich mehr und
mehr, bis Ich ihn wieder ins Gericht nehme, d.h. seine Neubannung in der Materie stattfindet. Dann ist Meiner Gerechtigkeit Sühne getan, doch gerichtet hat sich der Mensch
selbst, nur liegt Mein Gesetz von Ewigkeit diesem Vorgang zugrunde, der mit Recht eine
Strafe genannt werden könnte, wenn er nicht gleichzeitig ein wirksames Erziehungsmittel darstellte, also immer wieder Meine Liebe zu dem Geschaffenen durchstrahlen
ließ, also niemals als Zorn anzusehen ist. Gerechtigkeit schaltet niemals die Liebe aus,
Gerechtigkeit fordert aber auch Sühne, auf daß die Sünde selbst entkräftet wird. Denn
Meine Geschöpfe leiden unter der Sünde und können nur durch eine gerechte Sühne
dieses Leid verringern oder aufheben .... Amen
B.D. 4511 empfangen am 14.12.1948 Lebensschicksal dem Willen der Menschen entsprechend .... Euch ist ein Maß zugemessen an Leid und Mühsal, das ihr im Erdenleben auf euch
nehmen müsset, um auszureifen an eurer Seele. Dieses Maß entspricht der Länge eurer
Lebensdauer, dem Willen und der Seelenreife des einzelnen Menschen, weshalb es verschieden reichlich erscheint dem Menschen, der noch nicht in das tiefere Wissen um
Zweck und Ziel des Erdenlebens eingedrungen ist. Es ist keine Zufälligkeit, daß des
einen Leben schwerer und mühevoller beschaffen ist, während dem anderen manches
erspart bleibt, sondern Gottes Wille hat das Schicksal des einzelnen gestaltet, wie es für
seine Seele am zuträglichsten ist. Doch ihr Menschen könnet selbst viel dazu beitragen,
euch das Leben zu erleichtern, weil jederzeit der Hilfswille Gottes bereit ist, so ihr Ihn
rufet und Seine Hilfe erbittet. Also schaffet ihr euch gewissermaßen das Übermaß von
Leid selbst, denn stets steht euch die Gnade des Gebetes zu, die ihr nur zu nützen brauchet, um auch der größten Sorge ledig zu sein. Denn das Gebet kann den gleichen
Erfolg haben für die Entwicklung der Seele wie ein Maß von Leid .... es sucht der
Mensch Gott, Dem er sich verbinden will .... wozu das Leid ein gutes Mittel ist .... Amen
B.D. 4512 empfangen am 15.12.1948 Widerstand der Menschen .... Auch Meine Kraft ist unwirksam, so ihr widerstanden wird, ansonsten Meine Kraft
Zwang bedeutete. Ihr Menschen müsset zuerst den Widerstand aufgeben, dann werdet
ihr auch merklich Meine Kraft spüren und euch derer bedienen. Der Widerstand gegen
Mich besteht in der Stellungnahme zu Mir und zu der Welt .... Amen
B.D. 4513 empfangen am 15.12.1948 Zusicherung des Schutzes zur Zeit der großen Not .... Ihr habt Mein Wort, daß Ich euch nicht in der Not lasse .... Amen
B.D. 4514 empfangen am 16.12.1948 Der Geist gibt dem Wort das Leben .... Mein Geist gibt Meinem Wort das Leben .... Darum kann auch das geschriebene Wort, das Buch der Väter, nur verstanden werden,
so Mein Geist hindurchweht .... so es gelesen oder angehört wird im Zustand der Verbindung des Geistesfunken im Menschen mit dem Vatergeist von Ewigkeit. Ansonsten
es auch nur ein totes Wort bleibt, das vom Ohr aufgenommen und vielleicht auch vom
Verstand verarbeitet wird, aber im Herzen keinen Widerklang findet und daher auch
keine Wirkung auf den Menschen ausüben kann. Es ist ein totes Wort so lange, wie
nicht im Menschen der Geist erweckt ist; es wird dem Menschen nichts weiter geben, es
wird gelesen und aus Mangel an Verständnis wieder zur Seite gelegt oder verworfen.
Der Geist aber wird erst geweckt durch die Liebe .... Amen
B.D. 4515 empfangen am 17.12.1948 Bedingung für rechte Vertreter Gottes:
Wer sich Mein Vertreter nennen will auf Erden, der muß auch seine Mitmenschen
belehren, der vollsten Wahrheit gemäß.Also muß er selbst sie besitzen und sonach von
Meinem Geist eingeführt sein durch Mein Wort in die reine Wahrheit. Er kann nicht
lehren, so er nicht selbst den Sinn erfaßt hat, so es ihm nicht voll verständlich ist, wie
Mein Wort aufzufassen ist, das tief geistig nur zu verstehen ist. Er muß also innerlich so
zu Mir stehen, daß Ich Selbst durch Meinen Geist in ihm wirken kann, dann erst ist er
ein rechter Vertreter Meines Namens, dann kann er für Mich und Mein Reich tätig sein
und zum Segen der Mitmenschen auf Erden wirken. Es genügt nun aber nicht, so der
Mensch zu Mir sagt: „Herr, Herr ....“ , so er Mich wohl mit dem Munde bekennet und
seine Verbundenheit mit Mir durch Worte zum Ausdruck bringen will .... Amen
B.D. 4516 empfangen am 18.12.1948 Verlangen nach Gottes Wort .... Lasset euch belehren und nehmet Mein Wort entgegen, wo immer es euch geboten
wird. Denn Ich spreche zu euch, sowie ihr das Verlangen habt, Mich zu hören. Wie euch
nun Mein Wort übermittelt wird, das überlasset Mir, denn ein jeder von euch ist anders
aufnahmefähig, und jedem einzelnen entsprechend trete Ich nahe im Wort, immer aber
bin Ich Selbst gegenwärtig, so ihr Mein Wort zu hören begehret, weil Ich Selbst das Wort
bin von Ewigkeit. Doch immer sollt ihr dessen eingedenk sein, daß ihr das volle Verständnis für Mein Wort erst dann findet, so ihr Mich im Geist und in der Wahrheit bittet um volles Verständnis dessen, was als Mein Wort euch geboten wird. Dann wird das
Anhören Meines Wortes auch von Segen sein für euch, dann höret nicht nur das Ohr,
sondern auch das Herz, und es erkennet Meinen Willen. Dann werdet ihr auch bestrebt
sein, ihm gemäß zu leben, und dann werdet ihr auch des öfteren Zwiesprache halten mit
Mir und gedankliche Belehrungen entgegennehmen, die euer Wissen erweitern und
kostbares Geistesgut sind, also werdet ihr euch geistige Reichtümer sammeln für die
Ewigkeit. Immer wieder muß Ich euch anspornen, Mein Wort zu hören, ansonsten ihr
ohne Kraft bleibt für eure Aufwärtsentwicklung und euch auch wahrheitsgemäßes Wissen fehlt. Ich will mit euch reden jederzeit; machet euch also dies zunutze, und höret
Mich an, und ihr werdet es wahrlich nicht bereuen, ihr werdet eure Kenntnisse erweitern und immer wieder euch belehren lassen, so ihr einmal Mein Wort direkt empfangen habt von Mir durch das innere Wort oder durch Meine Boten, die euch das innere
Wort vermitteln. Denn dieses Wort beweiset euch Meine Gegenwart, es beweiset euch
Meine Liebe und Sorge um euch, die Ich zurückgewinnen will für die Ewigkeit .... Amen
B.D. 4517 empfangen am 19.12.1948 Ende der Erlösungsperiode .... Die Erde trägt viel Unseliges, das seiner Erlösung harrt. Doch die Zeit ist überschritten, die ihm zur Erlösung gesetzt war, weshalb es einem neuen Stadium entgegengeht,
wo die Aufwärtsentwicklung zum Teil fortgesetzt, zum Teil von neuem begonnen wird.
Die Menschheit steht fast auf niedrigster Stufe der geistigen Entwicklung, bis auf
wenige Menschen, die schon vom Licht berührt sind und die irdische Hülle ablegen
können. Und nun muß eine totale Wandlung einsetzen, es muß dem Geistigen eine
neue Form gegeben werden, die wieder einen gewissen Druck ausübt, um das Geistige
zu beeinflussen, sich zu wandeln. Eine solche Wandlung ist nötig geworden, will Ich
Meine Geschöpfe nicht gänzlich aufgeben und für ewig verlieren, d.h. sie so weit absinken lassen, daß eine Rückkehr zu Mir durch den Widerstand gegen Mich unmöglich
wird. Das Geistige ist sich in seiner Finsternis nicht bewußt, daß es sich jeglicher Kraft
beraubt und nur noch Kraft zum Bösen von Meinem Gegner empfängt, durch die es
immer unseliger wird. Dieser totalen Kraftlosigkeit erbarme Ich Mich und entziehe das
Wesen dem Einfluß des Gegners. Und so beginnt eine neue Entwicklungsperiode zur
Rettung des abgefallenen Geistigen .... Amen
B.D. 4518 empfangen am 19.12.1948 Schicksal mit Ergebung tragen .... Ich habe Meine Engel angewiesen einzugreifen, wo menschlicher Wille versagt. Denn die Zeit gebietet es, daß sich die Menschen selbst einen Weg suchen, um dem drohenden Unheil zu entfliehen. Ich aber werde ihnen helfen, so die Dringlichkeit nicht erkannt wird, und so werden Zufälligkeiten in Erscheinung treten, die aber nur Meine Fügung sind, also nach Meinem Willen das Schicksal des einzelnen beeinflussen. Es wissen die Menschen nicht, daß sie in ständiger Obhut sind von jenen Wesen, denen sie zur Betreuung anvertraut sind, die, im göttlichen Willen stehend, das Leben des einzelnen bestimmen, die also in Meinem Auftrag eingreifen in deren Leben. Ich lasse aber dennoch den freien Willen unangetastet, auf daß der Mensch nicht gezwungen wird, sondern sich frei entscheiden oder zum Guten bekennen soll. Und er braucht nichts weiter zu tun, als ohne Widerstand sein Schicksal hinzunehmen und nicht zu murren oder zu klagen. Denn Ich weiß, was einem jeden dienlich ist und in welchen Verhältnissen die Seele des Menschen ausreifen kann, und trage diesem Rechnung. Und so werden alle Ereignisse ineinandergreifen, und von selbst wird eine Lage geschaffen, die völlig außerhalb jeder Berechnung liegt. Dann aber sollet ihr auch Mein Wirken erkennen und dankbar sein, daß Ich Mich eurer so annehme und euch Lichtwesen zur Seite stelle, die euch betreuen, weil ihr sonst für die geistige Arbeit untauglich würdet und euren Mitmenschen nicht dienen könnet. Ich habe euch aber eine Mission aufgetragen und euch daher auch in die Obhut Meiner Engel gegeben, die alles für euch tun, solange ihr für Mich tätig seid. Mein Wille allein entscheidet, und wahrlich so, wie es gut ist für euch. Und so sollet ihr jede Sorge fallenlassen und ruhig und heiter euren Lebensweg gehen, der immer wieder Sonnenschein bringen wird und auch niemals zu schwer gangbar ist für euch, solange ihr euch Mir anvertraut, solange ihr Mir entgegendränget und für Mich und Mein Reich tätig seid .... Amen
B.D. 4519 empfangen am 21.12.1948 Tabernakel .... Verstehet es, daß Ich nicht eng begrenzt Mich aufhalten kann in eigens dafür
bestimmtem Gefäß, in irdischer Materie, an bestimmten Orten und zu bestimmten
Zeiten, sondern daß Ich überall dort bin, wo ein Herz sich zur Liebe gestaltet hat. Nur
ein liebendes Herz kann sich rühmen, Mich in sich zu bergen, von Meiner Gegenwart
beglückt zu sein, denn Meine Ursubstanz ist Liebe, und also kann Ich nur weilen, wo
Liebe sich äußert. Niemals aber kann ein irdisches Gefäß Träger Meines ewigen Geistes
sein .... Wie kann ein Geist, der die Unendlichkeit beherrscht, Aufenthalt nehmen in einer
materiellen Form, die .... wie der geistig geweckte Mensch weiß .... das Geistige birgt,
das noch auf einer sehr niedrigen Stufe der Entwicklung steht .... Amen
B.D. 4520 empfangen am 22.12.1948 Untrügliches Zeichen des geistigen Tiefstandes:
Dies besagt genug, daß ihr, Meine Diener auf Erden, wenig Anklang findet, so ihr den
Menschen Mein Wort bringet als Gabe eures Herrn .... Und also müsset ihr auch erkennen, wie weit die Menschen von Mir entfernt sind, daß
nur sehr wenige Mich Selbst als Urheber des Wortes gelten lassen, daß die Menschen es
also nicht glauben, daß Ich Mich ihnen gegenüber direkt äußere und somit auch nicht
die Lehren annehmen. Sie erkennen nicht die Stimme das Vaters und Schöpfers von
Ewigkeit. Dies ist ein untrügliches Zeichen des geistigen Tiefstandes der Menschen.
Das, was ihr, Meine Vertreter auf Erden, ihnen vermittelt, wird abgelehnt, und was dagegen ihnen geboten wird von denen, die sich Meine Vertreter nennen, obschon sie nicht
von Mir berufen sind, wird als reine Wahrheit akzeptiert und mit einem Eifer vertreten,
den sie aber an Irrtum und Lüge verschwenden. Wer um die reine Wahrheit weiß, der
weiß auch um die geistige Dunkelheit derer, die Mein Wort ablehnen, und ob sie auch
noch so eifrige Diener sich dünken. Sie haben Mich noch nicht erkannt und wollen von
Mir zeugen .... Amen
B.D. 4521 empfangen am 23.12.1948 Kosmische Veränderungen .... Wo sich kosmische Veränderungen zeigen, die das Eintreffen einer Naturkatastrophe ankündigen, dort könnet ihr auch mit Sicherheit Mein Wirken an den Menschen
feststellen durch zuvorige Hinweise, Ermahnungen und Warnungen jeglicher Art,
durch seherische Vorausschau besonders Gott-ergebener-Menschen und durch vermehrtes Einwirken der Lichtwesen auf jene, die ihnen Zutritt gewähren durch ihren
Mir ergebenen Willen und diesem Willen entsprechenden Lebenswandel. Wo Naturereignisse häufiger in Erscheinung treten, dort sind auch die Menschen Meinen Hinweisen zugänglicher, und dort ist auch zumeist die Begründung gegeben von häufigen
Veränderungen der Naturschöpfung durch ebensolche Naturereignisse, denn das darin
gebundene Geistige strebt die Aufwärtsentwicklung an, wo die Menschen ein mehr fügsames Wesen haben, und kommt dort schneller zur Reife. Doch nach Meinem Heils-plan von Ewigkeit werden nun auch Naturschöpfungen betroffen von Meinem direkten
Einwirken durch die Naturelemente, wo solches sonst selten ist .... Dann seid ihr Herr auch über die Natur .... Ihnen aber wird offenbar werden Meine Macht und Herrlichkeit, und sie werden verkünden Mich in aller Welt .... Amen
B.D. 4522 empfangen am 23.12.1948 Worte an Wahrheitsträger .... Euch steht etwas bevor, das zur Wendung dessen beiträgt, was euch bedrückt, und
das trotz allem Leid euch den inneren Frieden bringen wird. Ihr seid Meine Diener auf
Erden und werdet von Mir betreut, und so lenke Ich eure Schritte, daß ihr zusammen
wandelt im gemeinsamen Dienst für Mich und Mein Reich. Kurze Zeit nur bleibt euch
noch, dann ist der irdische Kampf vorüber. Was diese kurze Zeit an Leid und Trübsal
noch über euch bringt, das nehmet geduldig auf euch, denn Ich entlohne es euch tausendfach, so ihr aushaltet bis zum Ende. Und auf daß es euch leichter werde, gebe Ich
euch auch den rechten Begleiter für den Erdenweg, auf daß ihr euch stützet gegenseitig,
auf daß einer dem anderen das Leid tragen hilft, das um der Seelenreife willen euch
noch beschieden ist. Doch als Wahrheitsträger will Ich euch nicht verlieren, und darum
wache Ich über euch, auf daß ihr euch nicht verlieret, weder an die Welt noch an den Irrtum, d.h., die Welt ist eine Gefahr für euch, weil sie euch vom Verlangen nach der Wahrheit fernhält .... Amen
B.D. 4523 empfangen am 24.12.1948 Zeichen des Endes .... Untrüglich sind die Anzeichen, die das letzte Ende ankündigen, doch nur für den
von Bedeutung, der sie in Verbindung mit dem Geistigen betrachtet, weil sie sich im
Rahmen des Natürlichen abspielen und daher nur dann erkannt werden als angekündigte Merkzeichen des Endes, wenn die Menschen selbst an ein Ende glauben, also so
eingestellt sind, daß sie alles Geschaffene in Zusammenhang bringen mit dem Schöpfer
und alle Geschehnisse mit Seinem Willen. Dann ist es ihnen leicht, zu glauben an ein
Walten und Wirken Gottes, dann wissen sie auch, daß nichts von selbst kommt, sondern alles vom Willen Gottes gelenkt wird. Dann aber wissen sie auch, daß dem Buch
der Väter Glauben geschenkt werden muß, das ein Ende ankündigt seit Beginn der
Erlösungsepoche. Und diese Ankündigungen wurden bekräftigt und wiederholt von
Jesus Christus, Der gewissermaßen ein Stadium dieser Epoche zum Abschluß brachte
und ein neues einleitete, jedoch immer mit dem Hinweis auf das Ende, auf den
Abschluß einer langen Erlösungsperiode, die nun zu Ende geht. Auf daß nun diese
Erlösungperiode erfolgreich sei für die Seelen, hat Er Selbst das Erlösungswerk vollbracht, und es wurde dadurch möglich, in kurzer Zeit zu geistigen Wesen zu reifen, die
eine materielle Erde nicht mehr benötigten. Doch es wurde das Erlösungswerk zu
wenig genützt. Und so ist die Erde als Erlösungsstation des Geistigen noch nicht auszuschalten, nur muß sie in neuer Form wieder erstehen, soll die Erlösung des unfreien
Geistigen ihren Fortgang nehmen können .... also muß sie zuvor zerstört und vernichtet werden, um etwas Neues daraus hervorgehen zu lassen. Daß diese Entwicklung-phase abgegrenzt ist, ist verständlich, denn Gott hat dem Geistigen stets eine bestimmte
Zeit zugebilligt zur Freiwerdung aus der Form, die an Seine Gesetze der ewigen Ordnung gebunden ist. Diese Zeit ist nun abgelaufen, und folglich müssen sich auch die
Anzeichen bemerkbar machen, denn Gott lässet niemals die Menschen ungewarnt
oder ungemahnt, auf daß sie die letzte Zeit noch ausgiebig nützen können für ihre Seelen. Einmal nimmt auch die längste Erlösungperiode ein Ende .... Amen
B.D. 4524 empfangen am 25.u.26.12.1948 Die Welt lag in Banden .... (Weihnachtskundgabe) Friede soll sein euch Menschen auf Erden, so ihr guten Willens seid .... Amen
B.D. 4525 empfangen am 27.12.1948 „Du bist Petrus der Fels ....“
Wer sich zu Meiner Kirche zählen will, der muß im lebendigen Glauben stehen, denn
einen toten Glauben sehe Ich nicht an, weil dies die Bezeichnung „Glaube“ nicht verdient. Und sonach habt ihr Menschen schon das rechte Merkmal Meiner Kirche und
auch die Erklärung Meiner Worte: „Du bist Petrus, der Fels, auf dir will Ich Meine Kirche bauen ....“ Nur auf einem rechten Glauben ist Meine Kirche gegründet .... Amen
B.D. 4526 empfangen am 28.12.1948 Entscheidung zwischen geistiger und irdischer Welt .... Wählet zwischen Mir und Meinem Gegner .... wählet zwischen dem geistigen Reich
und der irdischen Welt .... Amen
B.D. 4527 empfangen am 29.12.1948 Nützung der Gnade .... Nichts wird euch vorenthalten bleiben, was eurer Seele zum Nutzen gereicht. Und da
die Wahrheit der Seele größter Förderer ist, wird sie euch stets und ständig zugeleitet
werden, so ihr aufnahmewillig seid. Dies also ist Voraussetzung, daß ihr es wollt, aufwärtszuschreiten in eurer Entwicklung, daß ihr also in der Wahrheit zu stehen begehrt.
Der Wille ist euer, er ist frei und wird von Mir in keiner Weise beeinflußt, jedoch in jeder
Weise gefördert, so er die rechte Richtung nimmt. Alles, was Ich euch gebe, alles, was zur
Förderung eurer Seelenreife beiträgt, ist ein Geschenk von Mir, das Ich, als die ewige
Liebe, dem biete, das, einst von Mir abgefallen, noch nicht freiwillig zu Mir zurückgekehrt ist. Es sind Gnadengeschenke, die ihr Menschen nicht verdient, die aber Meine
Liebe euch zuwendet, um euch zu gewinnen. Dennoch sind alle Gnadengeschenke
unwirksam, so euer Wille sich gegen Mich richtet, denn erst der Mir unterstellte Wille
macht die Gnade zum wirklichen Hilfsmittel, erst, so euer Wille aus eigenem Antrieb
Mir zustrebt, können die Gnaden an euch wirksam werden. Es ist sonach nur von euch
abhängig, ob ihr den Weg zur Höhe zurückleget, ob ihr Mich als Ziel erreichet, ob ihr
vollkommen und also selig werdet .... Amen
B.D. 4528 empfangen am 30.12.1948 Hinweis auf Naturkatastrophe ....
Auch ihr, Meine Getreuen, werdet überrascht sein von der plötzlichen Wendung in
irdischer Hinsicht. Ihr werdet einen letzten Hinweis erfahren, doch auch seiner zu
wenig achten und darum auch zu wenig vorbereitet sein. Ich aber will euch noch einmal
Kenntnis geben, daß die Tage gezählt sind und ihr sicher damit rechnen könnt, in einen
neuen Lebensabschnitt einzutreten, der euch allzudeutlich das nahe Ende anzeigt. Ich
habe euch dies gesagt, und Ich sage es euch immer wieder, daß ihr die Generation seid,
die das Ende erlebt. Und auf daß ihr daran glaubt, daß das Ende nahe ist und noch die
letzte Möglichkeit habt, euch ernstlich vorzubereiten, kündige Ich euch Meine zuvorige
Offenbarung durch die Elemente der Natur an. Ich will, daß ihr glaubet, und mache es
euch leicht zu glauben. Ich gebe euch ferner kund, was ihr erlebet, und beweise euch die
Wahrheit Meiner Worte, auf daß ihr auch glaubet an das Ende und entsprechend die
letzte Zeit nützet für eure Seele. Ihr aber zweifelt und seid lau in eurer Seelenarbeit;
selbst ihr, Meine Getreuen, nehmet Mein Wort nicht so ernst, daß ihr euch ganz darauf
einstellen möchtet. Und so Ich nun in Erscheinung trete, werdet ihr genauso überrascht
sein trotz der Ankündigung zuvor. Wer aber Meinem Wort Glauben schenkt, der
braucht keine nochmalige Warnung, denn er erwartet Mich täglich und weiß, daß nur
noch kurze Frist ist. Und diesem werde Ich Mich offenbaren in untrüglicher Weise,
denn er soll noch kurz zuvor zeugen, auf daß die Mitmenschen gläubig werden, so Ich
in Erscheinung trete. Er wird Mich spüren, Ich werde ihm stets gegenwärtig sein, und
daher wird er auch zeugen können von Mir und eifrig für Mich reden. Und seinen Eifer
segne Ich und lasse ihm ganz offensichtlich Meine Hilfe zuteil werden, so die große Not
beginnt .... Amen
B.D. 4529 empfangen am Neujahrsnacht 1949 Neujahrsbotschaft: Widerstand der Menschen gegen Gott .... Der Menschen Widerstand gegen Mich ist groß, und nur Meine übergroße Liebe
bewahret sie vor dem gänzlichen Absturz in die Tiefe. Doch die Entfernung von Mir
kann nicht verringert werden, solange sie ihren Widerstand nicht aufgeben. Widerstand aber ist jede Zurückweisung Meiner Gnade, und Gnade ist alles, was euch zur
Höhe führt, Mir entgegen, und somit den Urzustand wieder herstellen hilft. Gnade ist
also auch die Zuleitung Meines Wortes, das euch die reine Wahrheit vermittelt, ein Wissen, das dazu beiträgt, Mich zu erkennen, zu lieben und Meine Gebote zu halten. Dieses
Wissen muß der Mensch entgegennehmen, ansonsten er ein falsches Bild von Mir als
Schöpfer und Vater von Ewigkeit erhält. Mangelndes Wissen beeinträchtigt die Liebe zu
Mir, und falsches Wissen führt ab von Mir .... Amen
B.D. 4530 empfangen am 2.1.1949 Gottes Liebe und Erbarmung .... Erbarmend schaue Ich auf die Erdenbewohner, die in ihrer Verblendung trachten
und jagen nach materiellen Gütern und die kurze Erdenzeit, die ihnen zur Erlösung
gegeben ist, ungenützt lassen. Ich weiß um ihre mangelhafte Reife, Ich sehe ihren Leer-lauf des Lebens, Ich sehe die geistige Not und das Schicksal, dem sie entgegengehen
nach Beendigung ihres Leibeslebens, Ich sehe ihren Willen, ihre verhärteten Herzen,
ihren Unglauben und ihre Kraftlosigkeit und Unfähigkeit, sich zu retten, und dieser
Zustand dauert Mich. Meine Liebe gilt diesen Unglückseligen, denen keine Rettung
gebracht werden kann, weil sie sich nicht retten lassen wollen .... Und so muß Ich einmal zurückgewinnen jede Seele, und ob sie in tiefster Dunkelheit schmachtet .... einmal wird sie streben nach dem Licht und also auch nach Mir .... Amen
B.D. 4531 empfangen am 4.1.1949 Kommen in den Wolken .... Und Ich komme zu euch, um euch zu holen in Mein Reich .... Amen
B.D. 4532 empfangen am 4.1.1949 Inanspruchnahme der Kraft aus Gott .... Nehmet die Kraft von Mir in Anspruch, und bereitet euch vor auf ein außergewöhnliches Geschehen, das euch in Kürze überraschen wird. Nur mit Meiner Kraft seid ihr
fähig, die Prüfungen zu bestehen, die euch daraus erwachsen, daß ihr Mein Wort verbreitet als Sendung von oben. Ich stehe euch immer zur Seite, Ich verlasse euch nicht,
doch weltlich werdet ihr keine Stütze finden, nur geistig strebende Menschen erkennen
euch an und suchen euch zu helfen, doch die Welt hindert sie daran. Die Hilfe aber
kommet offensichtlich, und dann wisset ihr, daß Ich am Werk bin, daß Ich euch niemals
in der Not lasse, so ihr nur Mir vertrauet. Und dieses Vertrauen sollet ihr euch aneignen,
indem ihr euch versenket in Mein Wort, sooft ihr könnt. Euer Glaube wird eine Stärkung erfahren, die ihr nimmermehr gewinnet, so ihr nicht die Kraft des Wortes in
Anspruch nehmet. In der Not aber werdet ihr sie spüren, so ihr innig mit Mir euch verbindet und niemals das Gefühl des Verlassenseins, der Einsamkeit und Hilflosigkeit
haben werdet. Und dann werdet ihr furchtlos Rede stehen, so ihr euch verantworten
müsset, und Mein Geist wird es euch geben, was ihr reden sollet. Darum erschrecket
nicht, wenn sich Mein Wort erfüllet an euch .... sowie ihr euch für eure geistige Arbeit
verantworten sollet, könnet ihr jeglichen Schutzes gewiß sein, selbst wenn euch die Welt
drohend gegenübersteht. Nur eines lege Ich euch ans Herz: Kraft zu schöpfen aus Meinem Wort, bevor der Welt schändliches Wirken beginnt, weil sie die Kraft des Wortes
fürchtet, ansonsten sie nicht gegen euch vorgehen würde. Denn die Welt .... d.h. Gegnerschaft des Geistes .... zeigt sich auch dort, wo sie Mich zu vertreten vorgibt .... Amen
B.D. 4533 empfangen am 6.1.1949 Geistige Wende .... Dies könnet ihr euch zur Gewißheit werden lassen, daß die Welt vor einer Wende
steht, geistig sowohl als auch irdisch. Die Erde selbst steht vor einer totalen Umwandlung, vor einer Umgestaltung ihrer Oberfläche wie auch großer innerer Umformungen,
und die Menschen müssen sich gleichfalls auf einen Vorgang gefaßt machen, der sich
geistig auswirken wird, denn alles Lebende auf Erden, Mensch und Tier, hat aufgehört
zu sein, sowie die Umformung der Erde vor sich geht. Es ist also wohl verständlich, daß
die gesamte Wandlung geistige Gründe hat, daß eine neue Geistesschule geschaffen
wird, die jedoch eine zuvorige Vernichtung alles Alten bedingt. Doch wie zur Zeit, so
kann die Erde nicht weiterbestehen, soll sie nicht völlig zwecklos unter den anderen
Schöpfungen und Gestirnen durch das Weltall kreisen .... Amen
B.D. 4534 empfangen am 7.1.1949 Rechte Lehrkraft .... Die Menschen müssen sich einer guten Lehrkraft übergeben, wollen sie recht unterrichtet werden, doch eine Belehrung brauchen sie, solange sie nicht zu Mir Selbst in die
Schule gehen. Direkt von Mir belehrt werden könnten sie zu jeder Zeit, doch es fehlt am
Wissen darum und am Glauben. So müssen sie nun das Wissen anderswo entgegennehmen und sollen nur darauf achten, daß der Lehrende selbst in der Wahrheit steht und
also sie recht belehren kann. (9.1.1949) Es muß ihnen selbst so wichtig sein, in der Wahrheit unterwiesen zu werden, und deshalb sollen sie auch prüfen, woher der Lehrende
sein Wissen genommen hat; sie sollen sich erst klar darüber werden, in welchem Verhältnis der Lehrende zu Mir steht. Dazu zwar müssen sie selbst erst glauben an Mich als
Schöpfer und Vater von Ewigkeit, sie müssen innerlich eine Gottheit anerkennen und
das Bestreben haben, diese Gottheit kennenzulernen. Das ist erste Voraussetzung,
ansonsten kaum ein Mensch in geistiges Wissen einzudringen versuchen wird. Es muß
ein Unterschied gemacht werden zwischen Menschen, die sich belehren lassen, und solchen, die belehrt werden wollen .... Amen
B.D. 4535 empfangen am 10.1.1949 Speisung der Seele .... Ernähret euch nicht nur irdisch, sondern gedenket eurer Seele, daß auch sie Speise
benötigt und dringender als der Körper .... Amen
B.D. 4536 empfangen am 11.1.1949 Macht des Bösen .... Das ist die Gewalt des Bösen, der zu verderben sucht, die Mein sein wollen. Er läßt
nicht ab von ihnen und suchet jede Gelegenheit auszunützen, die Seelen abzudrängen
von Mir. Und er schaffet stets Gelegenheiten, indem er den Menschen zur Welt zurückzuziehen sucht und ihn schwach machen will. Dann ist großer Widerstand erforderlich,
der wiederum große Kraft benötigt, die allein Ich ihm zuwenden kann. Stärket euch
durch Mein Wort, dann nützet ihr den Kraftquell .... ihr setzet euch mit Mir in Verbindung, und Ich kann euch Kraft zuführen ungemessen. Wie oft schon habe Ich euch die
Versicherung gegeben, daß ihr Meinen besonderen Schutz genießet, so ihr für Mich
und Mein Reich tätig seid. Warum haltet ihr euch nicht an Mein Wort, warum ist euer
Glaube so schwach und droht immer wieder zu versagen? Nur ein starker Glaube wird
euch zu innerem Frieden kommen lassen, und diesen könnet ihr erringen, so ihr nur
Mich zu euch sprechen lasset und Meine Worte im Herzen erwäget. Dann wird auch der
Widersacher keine Macht haben über euch, dann wird er euch gewähren lassen und
euch fliehen, weil ihr ihm die Macht gegenüberstellet, die stärker ist als er. Ein starker
Glaube bannet jedes Unheil und kann auch einem schwachen Menschen ungeheure
Kraft verleihen, so daß er nichts zu fürchten braucht, so er nur glaubt. Und diese Kraft
müsset ihr euch aneignen, dann seid ihr allen Anstürmen des Lebens gewachsen und
Herr über Leben und Tod .... Amen
B.D. 4537 empfangen am 11.1.1949 Irdisches Wissen bedeutungslos gegen geistiges Wissen .... Wahrlich sage Ich euch, euer Geist wird euch Größeres kundtun, als je euch die Wissenschaft belehren kann. Niemals werdet ihr Irrtum empfangen, so ihr die Wahrheit
begehret. Darum werdet ihr auch die Weltweisheit entbehren können, sie wird euch
wenig Nutzen eintragen, denn ihr erkennet auch sehr bald die Wertlosigkeit, weil euch
Mein Geist aufklärt über den eigentlichen Sinn und Zweck eures Lebens. So ihr dieses
Wissen besitzet, ist jedes andere Wissen unbedeutend, ihr könnet euch reich nennen,
wenngleich die Weltmenschen kein Verständnis haben dafür und irdisches Wissen dem
geistigen Wissen vorziehen. Doch letzteres ist von Bestand, während ersteres vergeht
mit dem Moment des Todes. Wem aber geistiges Wissen aus der Höhe zugeht, der soll
keinen Wert mehr legen auf diesirdische Kenntnisse, denn beide zusammen wird er
nicht aufnehmen können mit Herz und Verstand, weil eines das andere zu verdrängen
sucht, weil beides zusammen eine Belastung bedeutet für den Menschen und die
Gedankenwelt unklar und verworren sich ihm widerspiegelt. Lasset euch genügen an
den geistigen Belehrungen, wisset, daß ihr sehr schnell reifen sollet und alleinigen Wert
nur das hat, was euch der Geist aus Mir kundtut .... Amen
B.D. 4538 empfangen am 12.1.1949 Ausbreitung des göttlichen Wortes .... Was euch zugeht von oben, ist bestimmt für alle Menschen .... Das Wort aus der Höhe wird weite Kreise ziehen, wenngleich der Ausgangsort auf
der Erde versteckt von der Öffentlichkeit erscheint. Wie ein Wässerchen wird es nach
allen Richtungen sickern und immer wieder durstende Menschen erquicken, doch die
Welt achtet seiner nicht, und derer, die Gefallen daran finden, gibt es nur wenige, weil
den Menschen anderes begehrlicher ist als Mein Wort. Immer nur einzelne nehmen es
an, und darum wird die Wahrheit nur wenig Verbreitung finden, wenngleich Meine
Jünger emsig arbeiten für Mich. Und so liegt es nicht an Mir, daß die Welt nicht Kenntnis nimmt von Meiner Gabe, von der Wahrheit, die allein ihnen Rettung bringt, sondern die Menschheit selbst will dies Licht nicht, sie will im Dunkeln bleiben und sucht
eher das Licht zu verlöschen, als in den Lichtkreis zu treten .... Amen
B.D. 4539 empfangen am 14.1.1949 Abwehrwille der Menschen dem göttlichen Wort gegenüber .... Beachtlich ist es, wie wenige Menschen sich der Wirkung des göttlichen Wortes hingeben, wie wenig sie Notiz nehmen davon, daß es ihnen in außergewöhnlicher Weise
zugeleitet wird, und wie oft sie sich innerlich dagegen auflehnen und still oder offen
abweisen. Es sind die Menschen schon stark beeinflußt vom Gegner Gottes, der ihnen
die Urteilsfähigkeit trübt und den Willen geschwächt hat, und darum erkennen sie
nicht und wollen nicht erkennen, was ihnen fehlt und was ihnen Hilfe bringen könnte.
Es erscheint ihnen das Wichtigste gänzlich unwichtig, sie beachten nur des Körpers
Ansprüche und sind geistig wenig interessiert. Und so ist es auch zu erklären, daß das
göttliche Wort immer nur vereinzelt als Wahrheit erkannt und als Licht seine Strahlen
aussendet in den Umkreis .... Amen
B.D. 4540 empfangen am 14.1.1949 Schicksal .... Lehnet euch nicht auf gegen das Schicksal, so es euch hart dünkt, ansonsten ihr euch
auflehnet gegen Mich. Ich weiß es, daß und wie ihr leidet, daß aber auch dieses Leid für
eure Seele nötig ist. Und so ihr für euch selbst ein besseres Los in der Ewigkeit wünschet, müsset ihr das Erdenleben betrachten als eine kurze Vorbereitungszeit für das
eigentliche Leben in der Ewigkeit, die euch herrichten soll für dieses. Tauglich könnet
ihr aber erst dann sein für das geistige Reich, so eure Seele Meine Nähe ertragen kann.
Dieser Zustand also muß auf Erden erreicht werden, um ein Anwärter zu sein für das
geistige Reich, und das erfordert eine strenge Schule, wo die Seele Läuterungsmöglichkeiten ausgesetzt ist, die ihr Erfolg eintragen sollen und auch werden, so sie willig ist.
Also muß das Leben solche Läuterungsmöglichkeiten bieten, und diese bestehen nur in
Gelegenheiten zu dienender Nächstenliebe oder in Leiden verschiedentlichster Art. Ihr
Menschen seid nun im Liebeswirken sehr lau geworden und brauchet daher das zweite
Läuterungsmittel .... Amen
B.D. 4541 empfangen am 15.1.1949 Existenz Gottes .... Dem Weltweisen fällt es oft schwer, an eine Gottheit zu glauben, weil sein Verstand andere Schlüsse zu ziehen genötigt ist durch ein Wissen, das aber nicht ganz der Wahrheit entspricht. Schon eine irrige Ansicht über die Entwicklung der Erde führt zu falschen Vorstellungen, und dann ist es schwer, einen ewigen Schöpfer gelten zu lassen, ein Wesen, Das durch Seine Kraftäußerung wohl erkennbar sein müßte, jedoch zumeist nicht erkannt werden will. Die Wissenschaft sucht alles zu beweisen. Wo ihr dies nicht möglich ist, gibt sie aber nicht ihre Unfähigkeit zu, sondern sie erkennt einfach nicht an, was ihrer Forschung unzugänglich ist. Und also baut sie auf einer falschen Anschauung auf, und zuletzt ist der Weg zur ewigen Gottheit so schwer zu finden, selbst wenn der Wille dazu vorhanden ist. Jegliche Forschung sollte damit beginnen, die Existenz Gottes klarzustellen, die zwar nicht bewiesen werden kann, doch geglaubt wird voller innerer Überzeugung. Dann wird jede Forschung einen schnellen und erfolgreichen Verlauf nehmen. Um aber zuerst zu diesem überzeugten Glauben zu gelangen, muß der Mensch trotz Verstandesschärfe letztere vorerst ausschalten und sich dem Empfinden des Herzens hingeben, er muß jegliche Wissenschaft beiseite lassen und einem Kind gleich sich von innen belehren lassen, d.h. als Wahrheit annehmen, was er sich empfindungsgemäß vorstellt oder wünscht. Er muß gewissermaßen wachen Auges träumen. Dann wird immer eine Gottheit ihm vorschweben, Die alles leitet und lenkt und von Der er sich getragen weiß. Der innerste Wunsch eines Menschen ist und bleibt eine starke Macht über ihm, nur der Weltverstand sucht diesen Wunsch zu ersticken, weil zum Verstand auch der spricht, der eine Gottheit verdrängen will, der aber zum Herzen des Menschen nicht gelangen kann und darum desto ärger den Verstand des Menschen zu beeinflussen sucht. Durch das Herz äußert Sich Gott, durch den Verstand Sein Gegner, wenn nicht das Herz stärker ist und den Verstand mit auf seine Seite zieht. Dann ist es auch möglich, verstandesmäßig Gott zu erkennen, und dann streben Herz und Verstand der ewigen Gottheit zu, dann wird auch die Wissenschaft auf anderem Fundament aufbauen, sie wird andere Schlüsse ziehen, die wahrlich keine Fehlschlüsse sind, denn sowie eine Forschung mit dem Glauben an eine Gottheit ihren Anfang nimmt, wird sie nicht ohne Erfolg bleiben und auch der Wahrheit nahekommen, ganz gleich, auf welchem Gebiet sie einsetzt. Dann wird Wissenschaft und Glaube nicht mehr im Widerspruch zueinander stehen, sondern sich nur ergänzen, und dann erst ist das Wissen frei von Irrtum, wenn es harmoniert mit dem Glauben an Gott als allmächtiges, weises und liebevolles Wesen, Das allem vorsteht, was war, ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit .... Amen
B.D. 4542 empfangen am 16.1.1949 Entwicklung der Seele unabhängig von körperlichen Vorzügen .... Die Beschaffenheit des irdischen Körpers hat nichts mit der Entwicklung der Seele zu tun, sie wirkt nur verschieden auf die Seele ein, so daß einem jeden Menschen vollauf Gelegenheit geboten ist, auszureifen auf Erden. Geistige Fähigkeiten können wohl zu einer schnelleren Vollendung führen, sind aber andererseits auch eine Gefahr für den Menschen, daß er sie auswertet in irdischer, d.h. materieller Weise und die Seele eher hindert als unterstützt in ihrem Aufwärtsstreben. Ein gut entwickelter Verstand sollte wohl leicht erkennen können den ewigen Schöpfer und Sein Wirken, doch zumeist ist ein primitiver Mensch gläubiger, der weniger den Verstand als sein Herz sprechen läßt, während der Verstandesmensch sich oft anmaßt, kraft seines Verstandes alles ergründen zu können, und daher ablehnt, was zu ergründen ihm nicht möglich ist. Was aber der Verstand allein nicht kann, ist mit der Kraft und Gnade Gottes möglich .... Und so kann man wohl sagen, daß es eine Gnade ist, glauben zu können und in geistige
Wahrheiten einzudringen, eine Gnade, die als Geschenk Gottes auch eine Aufwärtsentwicklung der Seele zeitigen muß .... Amen
B.D. 4543 empfangen am 17.1.1949 Letzte Stunde .... Die Weltenuhr zeigt die letzte Stunde an .... Amen
B.D. 4544 empfangen am 18.1.1949 „Folget Mir nach ....“ Folget Mir nach, und ihr werdet das Ziel schon auf Erden erreichen, das euch gesetzt
ist seit Anbeginn. Ihr müsset euch eines Liebelebens befleißigen, das euch Dem ganz
naheführt, Der die ewige Liebe Selbst ist. Und so ihr euch nun Meinen Erdenwandel vor
Augen haltet und ihr Mich um des Erlösungswerkes willen um Verstärkung eures Willen bittet, wird es euch auch ein leichtes sein, in der Liebe zu leben, denn Ich helfe euch
und führe euch ständig Gelegenheiten zu, wo ihr euren Liebewillen tätig werden lassen
könnet, so es euch dazu drängt. Mein Leben auf Erden war nur ein Ausüben uneigennütziger Nächstenliebe. Und die Folge war der Zusammenschluß des Vaters, der ewigen
Liebe, mit Mir, so daß Ich über Seine Kraft und Macht, über Licht und Weisheit verfügen konnte gleich Meinem Eigentum. Ich war erfüllt von Seinem Geist, von Seiner
Kraft und Seinem Licht .... Amen
B.D. 4545 empfangen am 19.1.1949 Notwendigkeit und Segen der geistigen Arbeit .... Nur was ewig bleibt, ist von Wert für die Seele, und nur, was der Seele Erfolg einträgt, soll angestrebt werden, ansonsten der Mensch seine Kraft verschwendet, die ihm gegeben wird zwecks Aufwärtsentwicklung der Seele. Des Menschen Gedanken kreisen ständig um irdische Fragen und Verpflichtungen, doch dem geistig Strebenden werden alle diese Fragen gelöst, und jeder Beistand wird ihm gewährt zur Erfüllung irdischer Pflichten. Und darum ist das geistige Streben das Wichtigste, kommet doch der Mensch dann beiden nach insofern, als daß ihm geistige Wesen beistehen auch bei irdischen Anforderungen, sowie der Mensch zuerst seiner Seele gedenket und deren Anforderungen entspricht. Euch Menschen aber fehlt der Glaube an die Unterstützung durch jenseitige Kräfte, weshalb euch irdische Sorgen stets und ständig drücken und euch hindern an der geistigen Tätigkeit, die ihr für Mich und Mein Reich zu leisten euch Mir angeboten habt. Weshalb traget ihr Bedenken, der Arbeit nicht gewachsen zu sein? Wenn Ich euch Meinen Beistand zusage, könnet ihr bedenkenlos jegliche Arbeit verrichten, sie wird von Mir gesegnet sein und daher auch immer für euch ausführbar, sowie ihr die geistige Arbeit allem voranstellt und euch dadurch Meinen Segen sichert. Ich brauche euch und helfe euch daher auch in jeder Weise. Die geistige Not der Menschen wird immer größer, die Hilfsmöglichkeit immer geringer, weil sich wenige Menschen nur finden, die ihre Sinne geistig gerichtet haben und daher tauglich sind als Bindeglied zwischen Mir und den Menschen. Durch diese nur kann Ich den Menschen helfen in ihrer großen Not, weil Ich durch sie zu ihnen reden kann. Und es ist nötig, daß Ich zu den Menschen rede .... sie erkennen zwar Meine Stimme nicht, sie legen den Worten, die durch Menschenmund an ihr Ohr dringen, keine große Bedeutung bei; dennoch müssen sie es vernehmen, was Ich ihnen zu sagen habe, auf daß sie keine Unkenntnis vorschützen können, so sie sich verantworten müssen. Sie sollen Kenntnis haben von Meinem Willen und diese Kenntnis von Meinen Dienern auf Erden entgegennehmen. Verständlicherweise werde Ich nun auch Meinen Dienern geben auf Erden, was sie benötigen, weil sie bereit sind, Mir zu dienen. Doch immer müssen sie die Tätigkeit für Mich und Mein Reich in den Vordergrund stellen, dann wird ihnen jede irdische Sorge abgenommen, sie werden versorgt werden wie Kinder, denen die ganze Vaterliebe gilt. Die Arbeit für Mein Reich ist äußerst wichtig, denn die irdische Welt vergeht, die Seele aber vergeht nicht mit ihr, sondern sie führt ihr Leben weiter im jenseitigen Reich, und ihrer soll daher als erstes gedacht werden, dann wird auch die irdische Arbeit gesegnet sein, sie wird geleistet werden können, weil dem Menschen Unterstützung von geistigen Wesen gewährt wird, der als Arbeiter im Weinberg des Herrn tätig ist .... Amen
B.D. 4546 empfangen am 20.1.1949 Erreichen der Gotteskindschaft .... Ihr seid nun in ein Stadium der Entwicklung eingetreten, wo es die letzte Entscheidung gilt, die ihr noch auf Erden zu treffen habt. Es ist dies das Ende eurer Erdenlaufbahn, daß ihr euch offen bekennen müsset, welcher Macht ihr untertan sein wollet und
wo dieser Entscheid nun für euer Los in der Ewigkeit bestimmend ist. Sonach ist dann
euer Entwicklungsgang auf Erden beendet. (22.1.1949) Eure Seele tritt dann aus der
Sphäre irdisch materieller Schöpfungen in die geistige Sphäre ein, wo sie nun auch noch
ihren Entwicklungsgang fortsetzen kann, so sie die dazu nötige Kraft hat, aber auch
verharren kann in ihrem Entwicklungsgrad oder zurücksinken in einen früheren Grad
der Entwicklung. Doch eine Möglichkeit ist ihr genommen .... den Grad der Gotteskindschaft zu erwerben, den sie aber auf Erden erringen kann. Der letzte Entscheid des
Menschen auf dieser Erde ist darum so bedeutungsvoll, weil er das Kindschaftsrecht
zur Folge hat, so er richtig ist, also der Mensch die Erdenlebensprobe im Willen Gottes
bestanden hat. So dieser letzte Glaubensentscheid von euch Menschen gefordert wird,
müsset ihr euch der Tragweite dessen bewußt sein, denn dann entscheidet ihr selbst
über eure Ewigkeit, euch steht das Köstlichste zu Gebote, mit Händen zu greifen, das
Ziel und Streben der Menschen auf Erden sein soll: die Gotteskindschaft .... Amen
B.D. 4547 empfangen am 24.1.1949 Ausgleichende Gerechtigkeit .... Der Gott der Gerechtigkeit gleicht alles aus, und so wird das Gebaren der Menschheit wohl seine Sühne finden, doch nicht immer so, wie die Menschen es für richtig halten. Gottes Weisheit erkennt die Schwäche der Menschen, den sittlichen Reifegrad und
den mangelhaften Zustand der Seelen, und so greift Er mitunter zu Mitteln, die auch
das Gegenteil bewirken können, weil der Mensch selbst der Tiefe zustrebt, solange er
dort noch einen Vorteil erhofft .... Denn einmal kommt der Tag, wo sich jeder einzelne verantworten muß für sein Denken, Wollen und Handeln .... und je näher das Ende ist, desto deutlicher erkennbar ist
das Wüten der Mächte der Finsternis und daher auch der Ansturm gegen die Gerechten, die zurückschrecken vor den Teufeln in Menschengestalt und nach Gottes Gerechtigkeit rufen .... Amen |
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