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Buch 54 NR. 4680 – 4803 empfangen von Bertha Dudde in der Zeit vom 30.6.1949 – 24.12.1949 Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<. B.D. 4680 empfangen am 30.6.1949 Wert göttlicher Offenbarungen .... Der Wert geistiger Offenbarungen wird nur von wenigen erkannt und läßt sich auch
nicht schulmäßig den Menschen beweisen, doch überaus beglücken wird er alle, die
den Geist in sich erwecken und nun gewürdigt werden, göttliche Offenbarungen entgegenzunehmen. Es kann nur den Mitmenschen gegenüber Erwähnung getan werden,
doch verständlich wird die außerordentliche Gnadenzuwendung erst dem geistig
Erweckten. Und doch sollen die Mitmenschen darauf aufmerksam gemacht werden,
weil jede göttliche Offenbarung die Kraft in sich birgt und also noch einwirken kann
auf das Herz, daß dieses die Wohltat und die Wahrheit dessen spürt, was ihm als göttliche Offenbarung nahegebracht wird und nun immer und immer wieder danach verlangt, was auch zur Erweckung des Geistes führen kann. Was von Gott kommt, wird
niemals ohne günstige Wirkung sein .... nur setzt diese Wirkung eine bestimmte Einstellung zu Gott voraus .... es muß der Mensch Gott anerkennen und Ihm zugewandten
Willens sein .... Amen
B.D. 4681 empfangen am 2.7.1949 Ausgießung des Geistes .... Wer Meines Wirkens durch den Geist Erwähnung tut, der stellt das Verhältnis von
Mir zu Meinen Geschöpfen dar, wie es ist, und woran der Mensch zumeist nicht glaubt,
weil er die Gottheit endlos weit von sich wähnt und darum auch nicht Ihre Liebe
erkennt. Ich aber will die Menschen für Mich gewinnen, Ich will, daß sie Mich in ihrer
Nähe wissen, Ich will, daß sie ein vertrautes Verhältnis zu Mir herstellen und darum will
Ich Mich ihnen offenbaren durch euch, die ihr Meinen Geist in euch wirken lasset. Der
Glaube an eine so innige Verbindung zwischen Mir und den Menschen, der das Hören
Meiner Stimme zur Folge hat, ist den Menschen völlig abhanden gekommen, und so sie
von Mir reden, sprechen sie nur von einer Macht, Die sie anerkennen; sie sprechen wohl
von Mir als von ihrem und des Weltalls Schöpfer, aber nicht von ihrem Vater, Der Ich
bin und auch sein will für sie in ihrem Bewußtsein, denn ehe sie Mich nicht als Vater
erkennen, werden sie Mich auch nicht lieben und nach Mir verlangen. Ihr sollt es
darum euren Mitmenschen immer wieder verkünden, daß ihr Meine Stimme höret,
daß Ich zu euch spreche und euch ständig belehre, daß Ich euch ein Wissen zuführe auf
ungewöhnliche Weise, das menschliche Beihilfe ausschaltet, also nachweislich nicht von
außen kommen kann, sondern aus euch selbst hervorgeht, was nur als Beweis dessen
anzusehen ist, daß Ich Selbst Mich durch Meinen Geist im Menschen kundgebe. Die
Erleuchtung durch den Geist ist den Menschen wohl vom Hören ein Begriff, jedoch
nicht anders vorstellbar als in rechtem Denken bestehend .... daß aber diktatmäßig ein
Wissen dem Menschen vermittelt wird, stellt diesen Begriff erst richtig, und davon sollet ihr als lebender Beweis zeugen. Ihr sollt die Menschen aufklären über die Voraussetzungen für Meine Gegenwart, ihr sollt ihnen vor allem die Kraft der Liebe und die Folgen eines Liebelebens darstellen, das Voraussetzung für Mein Wirken, für Meine
Gegenwart im Herzen des Menschen ist und für die Fähigkeit der Seele, Meine Stimme
in sich zu vernehmen. Ihr sollt Mich als ein väterlich für Seine Geschöpfe sorgendes
Wesen hinstellen, Das nichts anderes will, als verbunden zu sein mit ihnen, die aus Meiner Liebe hervorgegangen sind. Erst das Bewußtsein, den ewigen Schöpfer auch als
Vater anrufen zu können, erweckt im Menschen das Vertrauen und die Liebe zu Ihm,
und um diese Liebe werbe Ich ununterbrochen und brauche daher euch, Meine Diener
auf Erden, als Mittler. Denn durch euch will Ich zu Meinen Geschöpfen Worte der Liebe
reden, und auf daß sie es glauben, daß Ich Selbst es bin, Der Sich durch euch kundtut,
müsset ihr fortgesetzt euch den Mitmenschen mitteilen und Meines Wirkens in euch
Erwähnung tun. Ihr müsset sie hinweisen auf Meine sichtliche Hilfe an euch, so ihr in
Not seid, auf das Übermaß von Wissen, das euch geboten wurde und mit dem ihr den
Mitmenschen gegenüber Mein Einwirken beweisen könnet. Ihr müsset ihnen Meine
Worte ins Gedächtnis rufen: „Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende .... Amen
B.D. 4682 empfangen am 4.7.1949 Beurteilung von übernatürlichem Wirken .... (Gröning ?) Belastet euch nicht mit Gedanken an übernatürlich anmutende Begebenheiten,
deren Wert und Art ihr nicht beurteilen könnet, solange ihr euch nicht überzeugen
könnet von der geistigen Grundlage solcher Geschehnisse. Wo eine Verbindung mit
Mir hergestellt wird, daß zwischen Mir und dem Menschen der innigste Zusammenschluß stattfindet, dort ist auch die Kraft des Menschen unbegrenzt, und was er wirket,
vollbringt er unter Nutzung Meiner Kraft, also im Verein mit Mir. Und dann ist es auch
Mein Wille, daß diese Kraftäußerung der Menschheit offenbar wird. Ich Selbst stehe
also dann hinter jeder übernatürlichen Tat, und es ist die Kraft des Glaubens, die jedes
Gelingen bewerkstelligt. Ich behalte Mir aber Selbst diese Kraftübertragung vor, d.h.,
wo Ich einen Menschen als Vertreter Meiner Lehre weiß und um seinen Willen, der Mir
voll zugewandt ist, und der nun also in Meinem Namen auf Erden tätig ist, dort wirke
Ich auch in Gemeinschaft mit ihm, aber auch nur dort .... Amen
B.D. 4683 empfangen am 6.7.1949 Rechte Sendlinge des Herrn .... Ich beauftrage Meine Boten, den Menschen das Evangelium zu bringen in Meinem
Namen, Ich sende sie also an Meiner Statt in die Welt, d.h. zu den Mitmenschen, die
noch mitten in der Welt stehen, also ihre Sinne noch nicht geistig gerichtet haben. Diesen soll Mein Evangelium, die göttliche Liebelehre, unterbreitet werden, auf daß sie
ihren Lebenswandel nach dieser einstellen, also stets in Liebe tätig sind. Diese Aufgabe
nun ist geistig von größter Bedeutung, irdisch dagegen wird sie als völlig nutzlose
Arbeit angesehen, und darum sind nur wenige bereit, in Meinen Dienst zu treten, d.h.,
als Meine Knechte den Willen ihres Herrn auszuführen. Es treten euch also nicht oft die
Boten in den Weg, die Meine Sendlinge sind, also in Meinem Namen predigen. Doch
viele sind es, die lehrend auftreten, ohne jedoch von Mir den Auftrag dazu zu haben
und selbst von Mir belehret worden zu sein. Sie geben sich wohl auch als Meine Boten
aus, haben aber den Auftrag nicht von Mir empfangen und sind sonach auch nicht von
Mir ausgebildet für ihre Lehrtätigkeit. Und so wird ihr Wissen nicht dazu ausreichen,
ihre Belehrungen werden nur Stückwerk sein, doch so sie guten Willens sind und ernst-haft Mir dienen wollen, werde Ich ihren Geist erleuchten, so sie selbst es zulassen durch
die Liebe, die in ihnen entflammen muß, soll Ich Selbst mit ihnen sein. Darum können
sich alle von Mir gelehrt fühlen, die nur ernstlich Meine Diener sein wollen. Dieser ernste Wille aber ist nicht allen eigen, die sich Meine Diener nennen, und darum wird nur
selten das rechte Evangelium den Menschen vermittelt, nur selten stehen die Zuhörer
unter dem Eindruck, Mich Selbst sprechen zu hören, und das Wort geht ihnen daher
nicht so recht zu Herzen, sie denken mehr verstandesmäßig, sie fassen wörtlich auf, was
geistig zu verstehen ist und verwerfen leicht alles, was für die Menschen das Beste und
Erfolgreichste ist, was aus der Höhe ihnen geboten wird. Doch die wenigen, die im
Besitz der reinen Wahrheit sind, weil sie das Evangelium direkt von Mir entgegennehmen und den Willen haben, es weiterzutragen in die Welt, (7.7.1949) die nenne Ich
Meine Boten, denn sie übermitteln Meinen Willen den Erdenkindern, die ihnen Ohr
und Herz öffnen und Mich also durch sie zu sich sprechen lassen. Der ernste Wille, für
Mich und Meinen Namen tätig zu sein und also auch der daraus entspringende rechte
Lebenswandel, macht den Menschen zu Meinem Boten, zu Meinem Abgesandten, der
mit den Gütern seines Herrn nun arbeitet, der Mein Wort den Mitmenschen vermittelt.
Wer von Mir diesen Auftrag empfangen hat, kann Meiner Unterstützung in jeder Weise
versichert sein, Ich werde ihm die Fähigkeit geben für das Lehramt, Ich werde ihm die
Möglichkeiten geben, lehrend aufzutreten, Ich werde ihm die Menschen in den Weg
führen, die Meine Belehrungen nötig haben und Meiner Ansprache würdig sind, Ich
werde ihn auch denen zuführen, die abseits stehen von Mir und denen der letzte Rettungsanker zugeworfen werden soll; Ich werde seine Tätigkeit für Mich segnen irdisch
und geistig, Ich werde ihn halten, daß er nicht falle und ihn stets als Meinen Apostel herausstellen, indem Ich ihm die Redegabe schenke und einen klaren Verstand, der in geistigen Gesprächen besonders hervortritt , weil Ich will, daß die Menschen ein Zeichen
haben, wer der Herr jenes Apostels ist, in wessen Dienst er steht. Und sie werden es
jederzeit erkennen können, so sie sich Mein Wort, das Ich auf Erden zu den Menschen
gesprochen habe, ins Gedächtnis rufen. Denn Meine Verheißungen werden sich an
jenen sichtlich erfüllen .... Ich will also, daß Meine Apostel, Meine Jünger der Endzeit, Meine Boten, reden für
Mich und Meinen Namen, Ich will, daß sie Meine Liebelehre verkünden allerorten und
die Menschen hinweisen auf das Ende, auf das letzte Gericht, auf ihre geistige Not .... daß sie sie ermahnen und warnen, auf daß die Menschen in sich gehen und ihrer Seelen gedenken .... Amen
B.D. 4684 empfangen am 8.7.1949 Macht des Satans ....
Groß ist die Macht dessen, der euch verderben will. Er scheut vor keinem Mittel
zurück und hängt sich selbst den Mantel der Gerechtigkeit um, er sucht eure Gedanken
zu verwirren, so daß ihr das Rechte nicht mehr vom Unrechten zu unterscheiden vermögt. Er will euch stürzen, er will euch zu Fall bringen, so daß ihr am Boden liegen bleibet und euch nicht mehr erheben könnet. Und er wird euch bedrängen in jeder Weise,
am meisten aber dann, wenn ihr Mich als Ziel erwählt und den Weg beschritten habt,
der zu Mir führt. Dann lauert er an jeder Wegkreuzung und will euch in die Irre führen.
Er tritt euch unter der Maske eines Freundes nahe, hinter dem ihr kein Falsch sehet, und
er sucht euch durch Worte und Taten zu gewinnen, die aber nicht der Liebe entspringen, sondern nur Schein sind, dem ihr verfallen sollet. Achtet darauf und haltet euch
stets nur an Mich, dann werde Ich nicht verfehlen, euch zu warnen und unsichtbar
neben euch wandeln, Ich werde euch ziehen auf den rechten Weg und euch das Gefühl
des Abscheus in das Herz legen, so euch der Verführer nahetritt unter dem Deckmantel
der Liebe.Löset euch von der Welt, und ihr seid nur wenig Versuchungen ausgesetzt, mit
der Welt und ihren Freuden aber locket er euch und hat nicht selten Erfolg. Gebet alles
hin, was die Welt euch bietet und suchet Mich, Der Ich euch wahrlich Güter schenken
kann, die unvergleichbar sind mit irdischen Gütern. Wisset, daß hinter jeder irdischen
Freude der Versucher lauert, der euch von Mir verdrängen und sich zuwenden will und
der die Freuden der Welt dazu nützet, um euch zu gewinnen. Seine Macht ist groß, denn
ihm stehen viele Mittel zur Verfügung, die erfolgreich sind bei den Menschen. Ich aber
biete euch nur eines .... Amen
B.D. 4685 empfangen am 9.7.1949 Lichtwesen verkörpert .... Bedenket, daß ihr nicht von dieser Erde seid, so Ich euch mit einer Mission betreue,
die das Erlösen der irrenden Seelen bezweckt. Bedenket, daß es Mein Wille ist, daß alles
zurückkehrt zu seinem Ausgang, daß alle Meine Geschöpfe zu Mir finden müssen, um
selig zu werden, und bedenket ferner, daß der Wille des unvollkommenen Geistigen so
geschwächt ist, daß es selbst niemals den Weg zur Höhe einschlagen würde, wenn ihm
nicht geholfen wird mit Rat und Tat durch Lichtwesen, die ihnen insofern beistehen, als
daß sie ihren Willen zu bestimmen suchen, sich der Höhe zuzukehren. Und diese lichtvollen Wesen wirken nun teils geistig, teils irdisch, d.h., zum Zwecke der Verkündigung
Meines Willens sind Lichtwesen im Fleisch verkörpert, um nun ihre Mission zu erfüllen, Meinen Willen, der durch Mein Wort kundgegeben wird, den Menschen zu vermitteln und so also für ihre Erlösung aus der Form tätig zu sein .... Amen
B.D. 4686 empfangen am 9.7.1949 Rechte Führer .... Auch den Führenden mangelt die Erkenntnis, so sie diese nicht von Mir gewonnen
haben, so sie nicht die Bedingungen erfüllen, die ihnen das Erkennen, das Wissen um
die Wahrheit eintragen. Dann haben sie sich selbst an führende Stellen aufgeschwungen, ohne von Mir berufen zu sein, und dann können sie nur blinde Führer sein, die
einen falschen Weg gehen und die sich ihnen anvertrauenden Menschen auch nicht
recht leiten können. Und Ich wiederhole es immer wieder, daß Ich Selbst Mir Meine
Diener auf Erden berufe und ihnen die rechte Ausbildung gebe, auf daß sie nun ihr Amt
recht verwalten und ihren Mitmenschen zuverlässige Stützen und Begleiter sind. Ich
brauche in der Endzeit Menschen, die im Wissen stehen um die reine Wahrheit, denn
viele werden sich lösen wollen von denen, die ihnen nicht recht Aufschluß geben können über Sinn und Zweck des Erdenlebens. Und ihnen muß ein Bote von Mir in den
Weg treten und sie sanft auf den rechten Weg drängen, der zwar oft uneben ist und voller Hindernisse, aber doch zum Ziel führt. Diese Boten werden sich, so sie aufklärend
wirken, das Vertrauen erringen, und ihren Lehren wird Gehör geschenkt werden, weil
sie göttlichen Ursprung erkennen lassen und weil die Wahrheit sich Bahn brechen wird,
so sie in der rechten Weise den Menschen zugeleitet wird. Blinde Führer werden die
Menschen in die Irre führen, Meine Boten dagegen tragen ein Licht, und so erleuchten
sie den dunkelsten Weg .... denn Meine Boten haben Mein Wort .... Amen
B.D. 4687 empfangen am 10.7.1949 Unterordnen des Willens unter den göttlichen Willen .... Das Eingehen in Meinen Willen hat unweigerlich den Zusammenschluß mit Mir zur
Folge. Denn dann strebt der Mensch nach Vollkommenheit, er gleicht sich Meinem
Urwesen an und wird nun zu Meinem Ebenbild, so daß jede Kluft zwischen Mir und
ihm überbrückt ist und er als lichtvolles Geistwesen ständig in Meiner Nähe weilen
kann. Das Eingehen in Meinen Willen bedeutet Aufgeben des einstigen Widerstandes,
Anerkennen Meiner Selbst als höchstes und vollkommenstes Wesen, Einfügen in die
göttliche Ordnung und Gestaltung zur Liebe, weil Ich die Liebe als erste Bedingung
stelle, um Mich mit Meinen Geschöpfen zusammenzuschließen. Das Eingehen in Meinen Willen bedeutet ferner gänzliches Lösen von Meinem Widersacher, da dieser völlig
entgegengesetzten Willen auf den Menschen zu übertragen sucht und der Mensch nun
von selbst sich entschieden hat, seinen Willen dem Meinen unterzuordnen. Also hat der
Gegner das Herrscherrecht über den Menschen verloren, und dieser hat sich befreit aus
seinen Fesseln. Das Eingehen in Meinen Willen setzt aber auch Kenntnis Meines Willen voraus, und wieder ist dadurch die Begründung gegeben, daß Ich Mein Wort zur
Erde leiten muß, das den Menschen die Kenntnis vermittelt von Mir und Meinem Willen. Es ist also ein Akt der Liebe und Barmherzigkeit, daß Ich die Menschen nicht ihrem
selbstgewählten Schicksal überlasse, sondern ihnen ihre Lebensaufgabe vorstelle, daß
Ich ihnen den Weg zeige, den sie gehen müssen und daß Ich sie also mit Meinem Willen bekanntmache, wenngleich Ich es ihnen freistelle, ihn zu erfüllen oder zu verwerfen .... (11.7.1949) Und nun ist es entscheidend, wie weit sich der Mensch noch dem Einfluß des Gegners von Mir öffnet. Er selbst hat freien Willen, wird also nicht gezwungen
zur Annahme Meines oder auch Meines Gegners Willen, der sich durch körperliche
Eindrücke und Empfindungen auch bei dem Menschen Gehör zu verschaffen sucht.
Seine Mittel sind Lustbarkeiten und Freuden der Welt, Mein Mittel aber ist eine Ausstrahlung aus dem geistigen Reich, die, so es genützt wird, die Seele des Menschen auch
in das geistige Reich hinüberzieht, denn das Befolgen Meines Wortes ist schon ein
Unterordnen des Willens in den Meinen und also Annäherung an Mich, die im gänzlichen Zusammenschluß endet. Unterordnen des Willens also heißt Erfüllen Meines Willen, Meiner Gebote, die Ich durch Mein Wort den Menschen kundgebe .... Amen
B.D. 4688 empfangen am 12.7.1949 Teufel der Endzeit .... Ihr setzet die unterbrochene Entwicklung fort im Jenseits, so ihr nicht als vollendete
Teufel von dieser Erde scheidet, also noch die Möglichkeit besteht, daß ihr euch aufwärts entwickelt. Teuflisch aber ist eure Gesinnung, so ihr voll Haß und Rachgier seid
gegen eure Mitmenschen, die zu Gott streben, die also guten Willens sind, Gott anerkennen und Seinen Willen zu erfüllen suchen. Werden diese Menschen verfolgt, lediglich ihrer Gesinnung wegen, dann kann den Verfolgern wahrlich teuflische Gesinnung
zugeschrieben werden, und dann hört jedes Erbarmen auf, weil das Geistige in jenem
Menschen sich verhärtet und durch seine Gottferne in jenen Zustand geraten muß, der
die Bannung in der festesten Materie bedingt. Die Seelen dieser Menschen können
nicht in das jenseitige Reich eingehen, denn es gibt für sie keine Besserungsmöglichkeit, nur ein immer tieferes Absinken zur Hölle, zur Gottferne. Und es ist sonach doch
ein Erbarmungsakt, daß das Geistige in der Materie wieder gebunden wird, weil es im
Mußzustand doch wieder langsam zur Höhe schreitet, wenn auch in endlos langer Zeit.
Das Jenseits, das geistige Reich, kann wohl auch zahllose Seelen aufnehmen, die in
einem völlig untätigen Zustand Ewigkeiten verharren, die aber doch noch wandlungsfähig sind, die also noch nicht den Grad erreicht haben, der eine Bannung in der Materie bedingt. Sie können wohl noch absinken bis zu jenem Grad, doch solange noch eine
Möglichkeit zum Gegenteil besteht, wird die Seele auch nicht in den Mußzustand versetzt, der aber unweigerlich das Los der zu Teufeln gewordenen Menschen sein wird
nach dem Untergang der alten Erde. Darum wird, was noch wandlungsfähig ist, noch
vor dem Ende der Erde abberufen werden, und es können diese Seelen nach ihrem
Tode ihre mangelhafte Reife erhöhen, so sie dazu willig sind. Und so wird die Menschheit zuletzt nur noch aus guten und bösen Menschen bestehen, und die Scheidung der
Geister ist gewissermaßen schon erfolgt, bevor das Letzte Gericht sein wird. Denn die
wenigen Menschen, die Gott treu sind, werden Anlaß geben zu Entäußerung der wahren Gesinnung der Menschen .... Amen
B.D. 4689 empfangen am 14.7.1949 Reines Evangelium .... ? Ich will von euch recht verstanden werden und werde daher stets Mein auf Erden
gesprochenes Wort euch recht zu erklären suchen, vorausgesetzt, daß euch daran gelegen ist, d.h., daß ihr nach der Wahrheit und dem rechten Wissen trachtet. Das rechte
Wissen zu erläutern, euch Menschen die rechte Erkenntnis zu geben, ist allein Mein
Recht und Meine Macht, denn die Wahrheit muß von Mir Selbst ausgehen, kann jedoch
über viele Stationen geleitet werden und daher auch von Menschen an euch herangetragen werden. Immer aber sind dann diese Menschen, die euch die Wahrheit bringen,
von Mir dazu beauftragt und entsprechend belehrt, so daß sie zuvor das Wissen von
Mir empfangen haben, ehe sie euch belehren. Ist also der Ursprung des Wissens eines
Menschen bei Mir nachzuweisen, dann könnet ihr unbedenklich sein Wissen als Wahrheit annehmen, ist aber das Wissen menschlichen Ursprungs, also eigene Verstandestätigkeit, so ist seine Wahrheit zweifelhaft, und auf daß ihr Menschen nun ständig eine
Prüfung dessen vornehmen könnet, was euch als Wahrheit dargeboten wird, werde Ich
immer wieder die reine Wahrheit zur Erde leiten, also genau so das Evangelium predigen im Geist, wie Ich es auf Erden getan habe, und Empfänger des Evangeliums, also
Hörer Meines Wortes, werden die sein, die Mir ihre Liebe im Herzen entgegenbringen,
so daß Ich ihnen ins Herz das Wissen um die reine Wahrheit legen kann. Ich gebe
immer wieder Erklärungen Meines Wortes, Ich suche immer wieder Meine Liebelehre
ihnen zu vermitteln, und Meines Geistes Wirken wird kein Ende nehmen bis an der
Welt Ende .... Amen
B.D. 4690 empfangen am 15.7.1949 Kleine Gemeinde am Ende .... Meine kleine Gemeinde wird Mir treu bleiben bis zum Ende, denn sie umfaßt die
rechten Kinder des Vaters, es sind die Meinen, die durch ihre innige Verbindung mit Mir
fortgesetzt Kraft empfangen, um auszuharren auch in größter irdischer Not. Es werden
die Meinen wohl arg bedrängt werden von den Kindern der Welt, die Meinem Gegner
angehören und für ihn gegen die Meinen kämpfen, wie Ich aber auch stets als Streiter
neben den Meinen einhergehe und ihnen außergewöhnlich Kraft verleihe, so daß sie
nicht besiegt werden können, wenngleich der Kampf überaus schwer ist. Sie haben ein
unzerstörbares Schild, das ihnen sicherster Schutz ist .... das Schild des Glaubens, gegen
das alle Angriffe erfolglos sind .... Amen
B.D. 4691 empfangen am 17.7.1949 Lebensaufgabe des Menschen .... Was euch zur Seligkeit verhelfen kann, bringe Ich in Anwendung, denn die geistige
Not ist groß, die in eurem Unglauben ihre Ursache hat. Doch Ich will, daß ihr glauben
lernet, Ich will, daß ihr alle Zweifel fallen lasset, Ich will, daß es in euch hell werde, daß
ihr Mich erkennet, daß ihr Meine Führung wahrnehmet, daß ihr euch Mir anschließet,
daß ihr in Mir euren Vater sehet, Der euch betreut und euer geistiges Wohl fördern
will .... Amen
B.D. 4692 empfangen am 18.7.1949 Umgestaltung der Erde im Augenblick .... Der Akt der Umgestaltung der Erde ist für euch Menschen unfaßbar, denn er geht
nicht im Rahmen der Gesetzmäßigkeit vor sich, wie bisher jegliches irdische Schöpfungswerk auf dem Wege einer langsamen Aufwärtsentwicklung entstand, sondern es
wird das Werk eines Augenblickes sein, abgesehen von der Vernichtung zuvor, die alle
Schöpfungen auf der alten Erde betrifft und die, weil sie sich vor den Augen der Entrückten abspielt und auch anfänglich noch von den der Vernichtung anheimfallenden
Menschen beobachtet werden kann, ihre Zeit erfordert, wie es Naturgesetz ist. Es können also Menschen den Ablauf des Vernichtungswerkes verfolgen, und darum wirkt
Gott nicht widergesetzlich, während die Neugestaltung der Erde ein Wirken Gottes im
Universum ist, das keinem Menschenauge sichtbar wird und darum Gott auch keine
Zeit benötigt, sondern Er im Augenblick alles entstehen lassen kann, was Seine Liebekraft und Seine Weisheit zur Ausführung bringen will. Die der neuen Erde zugeführten Menschen finden also eine fertige Schöpfung vor
von ungemein reizvoller Vielseitigkeit .... Amen
B.D. 4693 empfangen am 19.7.1949 Guter Hirt .... Glaubet, daß Ich neben euch einhergehe auf eurem Lebenswege, so ihr nur guten
Willens seid. Ich bin der gute Hirt, Der Seine Schafe wirklich hütet, und also überlasse
Ich keines Meiner Geschöpfe sich selbst, sondern Ich nehme Mich eines jeden einzelnen treulich an und leite es dem Ziel entgegen .... Amen
B.D. 4694 empfangen am 20.7.1949 Äußerung des Geistes abhängig von Seelenreife und Aufnahmefähigkeit .... Eine gewisse Seelenreife ist nötig, um Meine Stimme zu vernehmen, weil der Geist im Menschen sich durch die Seele äußert, d.h. sich der Seele kundtut, und diese daher so vorbereitet sein muß, daß sie aufnahmefähig ist für jede Äußerung des Geistes. Denn es hört der Mensch nicht mit leiblichen Ohren, sondern es ist die Seele, die die Äußerung des Geistes entgegennimmt und sie dem leiblichen Menschen, dem Verstand, weitergibt. Daher muß die Seele dem Geist in sich zugewandt sein; denn eine dem Körper mehr zugewandte Seele richtet das Ohr nach der Welt hin und vernimmt daher die leise Stimme des Geistes nicht, also muß der Mensch vorerst sich absondern von der Welt, vom Irdischen, ehe er fähig ist für geistige Kundgaben, die durch den Geist ihm vermittelt werden. Dann hat der Mensch eine gewisse Seelenreife erreicht, weil der Geistesfunke im Menschen schon zuvor seinen Einfluß ausübte auf die Seele des Menschen, das Denken, Fühlen und Wollen anregt zur Liebetätigkeit. Ist nun dieser Reifegrad erreicht, der Bedingung ist zur Entgegennahme Meines Wortes, dann kann aber auch jegliche Frage an Mich gerichtet werden, und Ich werde sie beantworten, daß sie allen verständlich ist. Es braucht also dann der Empfänger der Kundgaben keine Befürchtung zu hegen, daß er dann selbst gedanklich tätig ist und eigenes Gedankengut als Mein Wort niederschreibt. Wohl ist der Mensch gedanklich tätig, doch nur in der Weise, daß er die Gedanken verarbeitet, die Ich will und ihm durch Meine Lichtwesen übermitteln lasse. Es ist für die Dauer der Entgegennahme Meines Wortes der Empfänger unfähig zu einer Mir entgegengerichteten Gedankentätigkeit, vielmehr ist diese Gedankentätigkeit nun eine Ausstrahlung aus dem geistigen Reich, die mit Meinem Willen den Empfänger trifft und von seinem Geist der Seele zugeleitet wird. Darum kann auch der Mensch das Wissen überzeugt vertreten, das er in dieser Weise entgegengenommen hat, denn es ist reinstes Geistesgut aus den Himmeln, es ist Meine Stimme, die aber nur der Mensch vernehmen kann, der dem Geist die Äußerung gestattet. Einem Mir sich hingebenden Erdenkind aber werde Ich stets das Wissen geben, das es verlangt, und es könnte nun diese Zusicherung ausnützen, indem es sich mit Mir in Gedanken über das bespricht, was ihm unklar ist und wo es darüber Aufklärung erbittet. Dann wird sie ihm in ausführlicher Weise werden, weil Ich Mich unentwegt mitteilen will denen, die Mich zu sich reden lassen .... Amen
B.D. 4695 empfangen am 22.7.1949 Das Wort Gottes Beweis Seiner Liebe .... Nichts kann euch Meine Liebe zu euch mehr beweisen als Mein Wort. Und daher
könnet ihr auch nichts Verwerflicheres tun, als Mein Wort zurückzuweisen, weil ihr
damit auch Meine Liebe zurückweiset. Was letzteres bedeutet, fasset ihr Menschen noch
nicht, doch eure Kraftlosigkeit, euer geistiger Tiefstand, ist ein Beweis dessen, daß ihr
ohne Meine Liebe, ohne Mein Wort nicht in eurer Entwicklung aufwärtssteigen könnet.
Wo Mein Wort entgegengenommen wird durch Hören oder Lesen oder auch direkt von
Mir, dort werden auch die Menschen Kraft aus ihm schöpfen, denn Ich Selbst rede zu
ihnen und verströme Meine Kraft auf den Empfänger, und diese äußert sich in sich steigerndem Verlangen nach Mir und Meiner Gegenwart, sie äußert sich in geistigem Streben, in Liebetätigkeit, in Abkehr von der Welt, sie äußert sich ferner in zunehmender
Erkenntnis, also in rechtem, wahrheitsgemäßem Denken und Wissen um Anfang und
Bestimmung und also in einem Lebenswandel nach Meinem Willen. Alles dieses bringt
Meine Kraft zuwege, die ihr mit Meinem Wort entgegennehmet .... Amen
B.D. 4696 empfangen am 23.7.1949 Erkenntnis .... Die klare Erkenntnis dessen, was von Bestand ist, also geistiges Wissen benannt werden kann, ist nur Anteil des Vollkommenen und wird daher niemals verstandesmäßig erzielt werden können, sondern nur durch einen dem Willen Gottes völlig untergeordneten Willen, der einen in Liebe aufgehenden Lebenswandel nach sich zieht, der das Wesen wieder in seine Urbeschaffenheit versetzt, in den Zustand der Freiheit, des Lichtes und der Kraft. Dann gibt es für das Wesen, sei es auf Erden oder im Jenseits, keine Unkenntnis der Dinge mehr, dann weiß es um alles, um das Walten und Wirken Gottes, um den Zusammenhang alles Geschaffenen mit dem Schöpfer, es weiß um Uranfang und Endziel, um Sinn und Zweck göttlichen Wirkens und um dessen Ursache und Wirkung. Dann ist das Wesen also wissend geworden, es steht im Licht und kann selbst Licht ausstrahlen und wieder die Dunkelheit vertreiben dort, wo wieder der gute Wille vorhanden ist. Die tiefe Erkenntnis allein durch Nachdenken zu gewinnen, ist nicht möglich, weil der Verstand des Menschen wohl eine geistige Tätigkeit ausführt, also die Gedanken zu ordnen sucht, jedoch solange ohne geistige Unterstützung, wie es ohne Liebeswirken geschieht, also wo der Verstand allein ohne das Herz zum Erkennen zu gelangen sucht. Der Mensch muß von innen heraus gut sein, also sich zum Liebewirken angetrieben fühlen, dann erst tritt der Geist Gottes in Aktion, der nun das Denken des Menschen, seine Verstandestätigkeit ordnet und lenkt, und dann erst wird das Ergebnis des Verstandesdenkens der Wahrheit entsprechen, die aber dann nicht der Verstand errungen hat, sondern das Herz, das den Verstand gewissermaßen beeinflußt, die aus dem geistigen Reich zuströmenden Gedanken aufzunehmen und zu verarbeiten. Das völlige Unterordnen des Willens dem göttlichen Willen ist erste Bedingung und setzt dies tiefe Liebe zu Gott und Demut voraus, die in dienender Nächstenliebe ihren Ausdruck findet. Darum kann wahrhaft weise sein nur der Mensch, der die göttlichen Gebote erfüllt und also durch einen (24.7.1949) Lebenswandel in Liebe sich zusammenschließet mit Dem, Der die ewige Liebe Selbst ist, Der aber auch die ewige Wahrheit ist und folglich jegliches Wissen, die reine Wahrheit, von Ihm ausgehen muß, niemals aber auf jene Menschen übergeleitet werden kann, die wohl verstandesmäßig überaus tätig, jedoch bar jeder Liebe sind. Denn diese haben keine Verbindung mit dem Urquell der Liebe und der Wahrheit und können somit auch nicht etwas besitzen oder erreichen, was Gott Sich vorbehält für die, die Ihn lieben und Seine Gebote halten. Was dem schärfsten Verstand nicht möglich ist, einzudringen in das allesumfassende Wissen, einzudringen in das Wesen der ewigen Gottheit, das ist einem liebenden Herzen leicht möglich und wiederum wird auch der schärfste Verstand einen Vorgang unbegreiflich finden, der jedoch nachweisliche Erfolge zeitigt. Denn daß ein Mensch ohne Vorbildung weitgehendst Auskunft und Aufklärung geben kann, erfordert ein Wissen, das ihm also nur auf geistigem Wege zugeführt worden sein kann und das darum als Beweis gelten muß, daß die tiefste Weisheit, die ewige Wahrheit, nur durch die Liebe gewonnen werden kann .... Amen
B.D. 4697 empfangen am 25.7.1949 Hilfe an irrenden Seelen größtes Liebes- und Barmherzigkeitswerk .... Euch wird mannigfacher Segen zuteil werden, so ihr euch bemühet um irrende Seelen, die den rechten Weg nicht finden können, weil sie blind sind im Geist. Ihnen ein
Licht zu bringen, sie auf den rechten Weg zu weisen und es ihnen so möglich zu
machen, zum Ziel zu gelangen, ist ein Werk der Barmherzigkeit und Nächstenliebe, das
bedeutsam ist für die Ewigkeit und das darum hoch bewertet wird von Mir, Der Ich alle
Meine Geschöpfe liebe und ihnen durch euch Rettung bringen will. Körperlich dem
Nächsten beizustehen, ist wohl auch ein Werk der Liebe, das euch gelohnet wird; jedoch
eine Seele in den Zustand versetzen, ihre Lage zu erkennen und darauf folgend sich zu
wandeln, also den rechten Weg zu betreten, der zu Meinem Reich führt und das allein
erstrebenswerte Ziel ist, ist weitaus verdienstvoller, denn es ist gleichzeitig ein Beweis
tiefsten Glaubens, so ein Mensch dem anderen seine Kenntnisse vermittelt, die nur geistig, also nicht beweisbar, erworben worden sind. Zudem wirkt ein solches Liebeswerk
sich aus für die ganze Ewigkeit .... Amen
B.D. 4698 empfangen am 26.7.1949 Kommende Not .... Ihr habt eine überaus große Not zu gewärtigen, in der euch nur der Glaube an Mich aufrechterhalten kann, denn irdisch wird euch wenig Hilfe gebracht werden können, und ihr werdet, auf euch selbst gestellt, jegliche Hilfe von Mir erbitten müssen. Und dann werdet ihr sichtlich den Erfolg eines tiefen Glaubens feststellen können, denn stets wird Meine Liebe Mittel und Wege wissen, daß ihr der drückendsten Not ledig werdet. Es wird eine Zeit sein, wo Menschenweisheit und Menschenwille nichts vermag, weil euch die Kraft fehlt, die ihr anfordern müsset von Mir. Und doch wird einer dem anderen helfen können, und so er dies tut, wird auch die eigene Not geringer werden, doch die gesamten Lebensverhältnisse werden eine Umänderung erfahren durch Meinen Natureingriff, der jedoch vorgesehen ist, um den Weltmenschen die Unbeständigkeit und Wertlosigkeit dessen zu zeigen, was ihnen allein erstrebenswert ist .... Immer wieder mache Ich euch auf diese Zeit aufmerksam, doch im Getriebe der Welt
erscheint es euch unmöglich, daß eine solche Zeit noch vor euch liegt. Wie aber wollet
ihr dann bestehen, so ihr euch nicht schon darauf vorbereitet, so euch von seiten der
Welt keine Hilfe gebracht werden kann, weil Ich Selbst dies unterbinde? .... Amen
B.D. 4699 empfangen am 26.7.1949 Rechtes Wissen
- rechter Lebenswandel .... Alles, was zu wissen euch nottut, wird euch zugeleitet werden, sowie ihr wissend
werden wollet .... Amen
B.D. 4700 empfangen am 28.7.1949 Das Hören des göttlichen Wortes .... Nur durch das innere Wort kann euch Aufklärung werden in Fragen, die irdische
Wissenschaftler nicht beantworten können. Es gibt wohl eine Instanz, die zuständig ist
für geistig Fragen, jedoch den Weg zu ihr gehen die Menschen selten. Daher wird auch
selten nur die der Wahrheit entsprechende Antwort empfangen werden, die eben nur
der Eine geben kann, Dem nichts fremd ist, Der um alles weiß, Der auch euch Menschen das Wissen zuleiten will, auf daß Er erkannt wird von den Menschen. Durch das
Wort also äußert Sich Gott und wer es hören will, muß sich Gottes Liebe erringen, er
muß Ihn sich geneigt machen, indem er selbst alles tut, was Gott von ihm verlangt .... dann tritt Gott euch so nahe, daß ihr Seine Stimme vernehmen könnet, denn Er äußert
Sich durch Sein Wort, Er gibt Sich Selbst euch kund, Er redet mit euch Menschen in
leicht verständlicher Sprache, Er spricht durch euer Herz zu eurem Verstand und geht
auf jede Frage ein, die ihr aussprechet oder in euren Gedanken bewegt. Er antwortet
euch .... Und so hat Gott immer zu den Menschen gesprochen, solange die Erde besteht, nur
ist Er leichter verstanden worden bisher, während nun sehr selten Seine Sprache verstanden wird. Diese wenigen Menschen aber bedenket Er mit einem Maß, das unbegrenzt ist. Ihnen will Er alles erklären und begründen, auf daß sie das so gewonnene
Wissen ihren Mitmenschen vermitteln können zu deren Seelenheil. Und auf daß sie
nicht weiter in Zweifel fallen, lässet Er sie Einblick nehmen in Seinen ewigen Heilsplan,
und Er zündet so ein Licht in ihnen an, daß sie ewiglich nicht mehr in die Dunkelheit
zurücksinken .... Amen
B.D. 4701 empfangen am 31.7.1949 Erklärung des Stigma .... In Meinem Leiden und Sterben am Kreuz ist euch ein Beispiel gegeben worden von
tiefster Liebe und größter Opferfreudigkeit, das seinesgleichen sucht. Es gibt nun Dinge
zwischen Himmel und Erde, die euch Menschen völlig unerklärlich sind, weil ihr nichts
wisset von dem Einwirken geistiger Kräfte auf einen Menschen, der solches an sich
zuläßt durch seinen Willen, der sich in göttlicher Ordnung bewegt. Und so steht ihr oft
vor einem Rätsel, dessen Lösung jedoch einfach ist für den, der in geistiges Wissen eingedrungen ist, für den, der für alles Erklärung findet, die ihm durch seinen Geist geboten wird. Doch selten nur kann eine solche Erklärung aus dem geistigen Reich einem
Menschen gegeben werden, weil selten nur das direkte Wirken des Geistes zugelassen
resp. beachtet wird. Denn oft wird als eigene gedankliche Tätigkeit das angesehen, was
aber Wirken des Geistes ist, und selten nur kann sich der Geist im Menschen so offensichtlich kundtun, daß er erkannt und das Ergebnis daher akzeptiert wird. Mein Leiden und Sterben am Kreuz war überaus qualvoll für das Menschliche, das
Meinen Leib bildete, daß das Opfer des Menschen Jesus alles übertraf, was je als Liebeswirken auf Erden gelten konnte .... Amen
B.D. 4702 empfangen am 1.8.1949 Zuwenden des Willens zu Gott Bestehen der Erdenlebensprobe .... Das Geistige, das sich zur Rückkehr zu Gott im freien Willen entschlossen hat, wird auch die Erdenlebensprobe bestehen, denn der Wille allein ist ausschlaggebend, um auch die Kraft aus Gott in Empfang zu nehmen. Gott wird den Ihm zugewandten Willen unterstützen in jeder Weise, und ob auch die Versuchungen an ihn herantreten, Gott hält ihn, auf daß er nicht fallet, Er kommt ihm entgegen, sowie er durch seine Willensrichtung den rechten Weg zu Ihm einschlägt. Der Wille zu Gott ist der Beginn der Erlösung des Geistigen aus der Form. Es muß aber der Mensch ständig reifen durch ständigen Kampf, folglich wird sein Wille immer wieder auf die Probe gestellt durch Widerstände, die er nun entweder besiegen oder seinen Willen wandeln wird. Daß sich der Mensch nun aber völlig von Gott entfernt, daß er seinen Willen von Ihm wieder abwendet, wird niemals der Fall sein, weil Gott nichts mehr hergibt, was sich Ihm einmal freiwillig unterstellt hat, also entschlossen war, Ihm zuzustreben. Es können wohl zeitweise Stillstandsperioden eintreten, es kann der Mensch unentschlossen sein und vorübergehend der Welt den Tribut zollen, doch immer wieder wird er zurückkehren zu Dem, Der ihm das Leben gab, immer wieder wird in ihm das Verlangen rege werden, sich in der ewigen Ordnung zu bewegen, also die göttlichen Gebote zu erfüllen, und es ist dies gleichbedeutend mit dem Unterstellen des Willens unter Gottes Willen und also schon eine bestandene Glaubensprobe, die mit dem Zusammenschluß mit Gott endet. Bei Beginn der Verkörperung als Mensch erklärt sich die Seele bereit, das Erdenleben zwecks letzten Ausreifens auf sich zu nehmen, also wird in ihr das erste Mal der Wille rege, Gott anzugehören und im Erdenleben das zu tun, was ihr den Zusammenschluß mit Ihm einträgt. Doch sie muß diesen Willen auch im vollen Bewußtsein als Mensch zur Ausführung bringen. Und darum wird sie gewissermaßen frei ins Erdenleben gestellt, auf daß sie sich entscheiden kann, und diese Entscheidung kann der Mensch erst treffen, so wie ihm seine Entfernung von Gott bewußt wird. Also er muß seinen mangelhaften Zustand erkennen und die Vollkommenheit anstreben, wodurch er also auch Gott Selbst anstrebt. Dann wird auch sein Wille tätig, und dann versieht ihn Gott auch mit Kraft und lässet ihn nimmermehr zurückfallen in die Hände des Gegners, dem sich der Mensch freiwillig entwunden hat. Dann findet er ständig Unterstützung von jenen Wesen, die schon völlig in den Willen Gottes eingegangen sind und auch die Menschen dazu bewegen wollen .... (2.8.1949) Dann stehen sie im Kampf gegen die Anfechtungen dieser Welt nicht mehr allein, dann wirken die Wesen des Lichtes gedanklich auf den Menschen ein, und der Wille zu Gott wird immer stärker und daher auch die Kraftzufuhr vermehrt, weil durch das Erfüllen der Gebote Gottes der Mensch in Verbindung steht mit dem Kraftspender und ständig von Ihm Kraft entgegennehmen kann. Und der Erdenlebensweg wird nicht erfolglos sein, es wird der Mensch sein Ziel .... die Vereinigung mit Gott .... erreichen, weil sein Wille Gott zugewendet ist .... Amen
B.D. 4703 empfangen am 2.8.1949 Abfall von Gott verschieden .... Euch ward die Gnade, zu leben als Mensch auf dieser Erde und somit den höchsten
Grad der Vollkommenheit erreichen zu können, so ihr die Gnade recht nützet. Es ist
nicht Willkür, daß ihr zugelassen seid zu diesem Entwicklungsgang durch die Schöpfungen auf dieser Erde, sondern von Meiner Weisheit erkannt und von Meiner Liebe
gefügt wandelt ihr auf dieser Erde, obgleich noch unzählige Ausreifungmöglichkeiten
im Universum bestehen für das Geistige, das Mir einst widersetzlich war und zu Mir
zurückfinden soll. Doch der Entwicklungsgang auf dieser Erde ist eine Vergünstigung,
die Wesen zeitigen kann von hellstem Licht und stärkster Kraft. Es ist aber auch eine
überaus harte Schule, die zu absolvieren das Geistige sich freiwillig erboten hat, das einmal schon einen gewissen Reifegrad besitzt, so es andere Gestirne zuvor belebt hat, das
aber auch aus der tiefsten Tiefe sich emporentwickeln kann im gebundenen Willen und
einen desto größeren Vorteil erringen kann, so es diese Erdenlebensprobe besteht. Es
kann ein rechtes Kind Gottes werden, das alle Rechte und alle Macht des Vaters besitzen, also das Erbe des Vaters antreten kann .... in innigster Gottverbundenheit und
höchster Seligkeit. Wer um den ewigen Heilsplan Gottes weiß und um den Urgrund
Meines Waltens und Wirkens, der wird sich die Frage des öfteren stellen, was Mich
bestimmte, gerade diese Erde mit Meiner persönlichen Anwesenheit zu beglücken, auf
ihr das Fleisch anzuziehen und Selbst unter Meinen Geschöpfen zu wandeln als Lehrer
und Vorbild .... Amen
B.D. 4704 empfangen am 3.u.4.8.1949 Liebevolle Vaterworte .... Meiner Führung könnet ihr euch stets anvertrauen, und ihr werdet sie auch immer spüren, so ihr nur achtsam seid. Nicht einen Schritt gehet ihr allein, solange ihr Mich nicht aus euren Gedanken ausschaltet, solange ihr mit Mir und für Mich zu leben euch bemüht, solange ihr bewußt Mir zustrebt. So erkennet in jeglichem Geschehen: Meine Lenkung, Meine Hand und vertrauet euch Mir an, denn wer Mich zu seinem Vertrauten erwählet, der findet wahrlich in Mir den treuesten Freund, den liebevollsten Bräutigam, den sorglichsten Vater und Beschützer, Den niemand auf Erden ersetzen kann, Der aber darum auch von euch geliebt sein will, wie Er euch liebt. Ich schreite immer neben euch, sowie ihr Mich einmal zum Führer erwählet habt, und Ich führe euch wahrlich recht, so Ich die Sorge um euch übernommen habe, und alles wird so an euch herantreten, daß es euch zur Aufwärtsentwicklung der Seele verhilft. Könnet ihr diesen Glauben in euch lebendig werden lassen, dann werdet ihr wahrlich in Sorglosigkeit und Frieden euren Erdenweg wandeln, denn Ich sorge für euch und habe alles aufs beste für euch bestellt. Und alles dienet euch zum Guten, selbst Not und Leid trägt euch seelischen Vorteil ein, so ihr nur Mich im Herzen traget, also gedanklich Mir verbunden bleibt und ihr Mich nicht verlieren wollet. Denn dieser Wille allein macht euch Mir lieb und wert, und wer einmal diesen Willen in sich trägt, wird Mich ewiglich nicht mehr verlieren, ihm werde Ich nahe sein, und ständig soll er Meine Liebe und Sorge fühlen. Niemals wird er allein und verlassen sein, stets wird er in Mir den Vertrauten finden, Dem er sich immer mitteilen kann und Der stets für ihn Worte der Liebe und des Trostes finden wird und Der ihm stets mit Rat und Tat zur Seite steht .... Amen
B.D. 4705 empfangen am 5.8.1949 Wißbegierde .... Das Gebiet des Wissens ist unbegrenzt. Und wenn ihr auch glaubet, erschöpfend
belehrt worden zu sein von Mir, so ist dies doch nur ein minimales Wissen, wenngleich
es genügt, um wieder eure Mitmenschen zu belehren und ihnen einen Schimmer der
Erkenntnis zu vermitteln. Doch ständig könntet ihr neues Wissen entgegennehmen, auf
allen Gebieten würde euch immer wieder Neues gegeben werden, immer wieder könntet ihr eure Kenntnisse erweitern, und der Fragen und Antworten würde kein Ende
sein. Doch es liegt an euch selbst, wie tief ihr schürfen wollet im Brunnen der Weisheit .... Amen
B.D. 4706 empfangen am 7.8.1949 Nächstenliebe .... In der christlichen Nächstenliebe liegt die Begründung des Friedens und der Eintracht, sowohl im Großen als auch im Kleinen, d.h.,Völker und Staaten werden in Frieden leben miteinander, wie aber auch die Menschen unter sich einträchtig zusammenleben werden, so ihr Verhalten vom Prinzip der Nächstenliebe ausgeht, sie einander nur
Gutes erweisen wollen und bemüht sind, dem Mitmenschen Leid und Sorge fernzuhalten. Dann wird auf der Erde wirklich Friede sein .... doch wie weit sind die Menschen
nun davon entfernt .... Amen
B.D. 4707 empfangen am 7.8.1949 Traditioneller Glaube .... Es ist eine überaus schwere Arbeit, die Menschen aus dem traditionellen Glauben, aus dem Formglauben, in den lebendigen Glauben zu versetzen, denn sie sind sich über das Wort „Glaube“ noch nicht klar geworden, sie haben das Wort traditionell übernommen, ohne sich der eigentlichen tiefen Bedeutung bewußt zu sein und hängen vielmehr äußeren Sitten und Gebräuchen an, als dem Kern, den die Lehre Christi bildet. Sie haben zwar mit den Ohren aufgenommen alles, was mit Jesus Christus als dem göttlichen Erlöser Zusammenhang hat, und diese Kenntnis bezeichnen sie mit dem Wort „Glauben“. Sie verstehen darunter nur, daß sie sich nicht auflehnen gegen dieses Wissen oder es abweisen als unwahrscheinlich. Doch sie sind weder in Einzelheiten der christlichen Lehre eingedrungen, noch sich überhaupt der Bedeutung des Erlösungswerkes bewußt, also eine gedankliche Stellungnahme zu dem, was ihnen gelehrt wird, unterlassen sie, die aber nötig ist, um lebendig glauben zu können, d.h.,innere Überzeugung für jegliche Glaubenslehre zu gewinnen. Der lebendige Glaube allein kann aber nur zum ewigen Leben führen, denn jeglicher Formglaube ist untauglich zur Wandlung der Seele. Und Formglaube ist alles, solange der Mensch nicht vom tiefen Verlangen nach der reinen Wahrheit erfüllt ist. Denn dieses Verlangen erst veranlaßt ihn zum Nachdenken über das ihm vermittelte Geistesgut, dem dann die innere Überzeugung folgt oder eine bewußte Ablehnung dessen, wofür er die Überzeugung, also den lebendigen Glauben, nicht aufbringen kann. Und dieses Ausscheiden des Falschen vom Rechten muß stattfinden. Es muß der Irrtum von der Wahrheit getrennt werden, ansonsten sich die Menschen keinen rechten Begriff von Gott machen können, Dessen Wesen so vollkommen ist, daß auch alles, was von Ihm zeugt, vollkommen sein muß. Verbildete Lehren aber werden niemals das Wesen Gottes erkennen lassen, sondern stets ein Zerrbild Gottes wiedergeben. Solange aber Menschen, die ihre Mitmenschen belehren wollen .... (8.8.1949) selbst den Unterschied vom Formglauben und dem lebendigen Glauben nicht kennen, solange diese Menschen nicht sich selbst Kenntnis verschafft haben von der Wahrheit, eben durch Stellungnahme mit göttlicher Unterstützung, also zum lebendigen Glauben gelangt sind, werden sie auch nicht die zu Belehrenden erziehen zum rechten Glauben. Und es ist dies die Erklärung dafür, daß unzählige Menschen sich wohl gläubig nennen und doch weit davon entfernt sind .... daß darum der Irrtum verbreitet ist und die Wahrheit nur wenig Anklang findet, daß die Menschen vieles für Wahrheit hinnehmen, was sie bei ernstem Willen sehr wohl als Irrtum erkennen könnten. Doch sie halten sich an die Tradition, sie übernehmen gedanken- und bedenkenlos durch Generationen hindurch stets die gleichen verbildeten Lehren, die ursprünglich in reinster Form von Jesus Christus den Menschen gegeben wurden und nur dadurch Trübung und Verunstaltung erfahren konnten, weil eigenes Denken ausgeschaltet und so der Abweichungen nicht geachtet wurde. Zudem wurde den Menschen auch das bedingungslose Annehmen der Glaubenslehren zur Pflicht gemacht, so daß sie sich jeglicher Verantwortung ledig fühlen und der Glaube also immer starrer wird und ein toter Glaube keinen geistigen Fortschritt eintragen kann. Es sollen die Menschen aufmerksam gemacht werden auf ihren toten Zustand, und darum muß stets der lebendige Glaube gepredigt werden, es muß ihnen nahegelegt werden, daß sie sich nicht gläubig nennen dürfen, solange sie nur traditionell übernommenes Geistesgut anerkennen, jedoch nicht davon Besitz ergriffen haben, also es mit innerster Überzeugung, nicht nur mit dem Munde, vertreten können und daß dazu auch eine gedankliche Auseinandersetzung nötig ist. Dann wird der Schleier vor ihren Augen fallen, dann wird das Herz und der Verstand sich zuweilen weigern, etwas anzunehmen, und dann erst wird die Wahrheit sich herausschälen, die nun den Menschen beglücken und zu einem emsigen Vertreter machen wird. Und dann wird der Mensch lebendig glauben können und sich von jeder äußeren Form freigemacht haben, dann erst wird seine Seele reifen können und er ein Mitglied der Kirche sein, die Jesus Christus auf Erden gegründet hat .... Amen
B.D. 4708 empfangen am 9.8.1949 Unverantwortliche Experimente Grund der Zerstörung der Erde .... Die göttliche Weltordnung kann nicht umgestoßen werden, dennoch kann der menschliche Wille gegen sie angehen, doch nur zum eigenen Schaden. Es bestehen Gesetze, die des Menschen Verstand niemals wird ergründen können, denn sie greifen nicht nur in die Naturbeschaffenheit der Erde ein, sondern sie liegen auch dem Bestehen anderer Schöpfungen zugrunde, weshalb sie für den Menschenverstand unergründbar sind, jedoch akzeptiert werden müssen, d.h. nicht unbeachtet bleiben dürfen, sollen nicht Gegengesetze sich auswirken, die gleichfalls in göttlicher Weisheit gegeben wurden, also die ewige Ordnung bezwecken. Den Menschen ist wohl ein gewisser Schaffensgrad zugebilligt, und desgleichen können Forschungen unternommen werden nach allen Richtungen. Doch solange der Mensch noch nicht im Vollbesitz geistiger Kraft sich befindet, sind ihm auch Grenzen gesetzt sowohl im Wissen, als auch im Nützen der Erdkräfte, die stets in einer bestimmten Gesetzmäßigkeit, in einer gewissen Ordnung, sich entfalten und genützt werden müssen. Wird diese Gesetzmäßigkeit außer acht gelassen, werden also ordnungswidrig diese Kräfte zur Auslösung gebracht, dann ist die Auswirkung katastrophal, und eine völlige Zerstörung jeglicher Materie ist die unausbleibliche Folge, die menschlicher Wille nicht zum Stillstand bringen kann. Denn nun wirken auch andere Schöpfungen, andere Gestirne ein, die mit jenen Kräften in Zusammenhang stehen und also in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Menschen können von diesen Auswirkungen keine Kenntnis mehr nehmen, denn sie sind ohne Ausnahme die Opfer solcher Zerstörungen, bis auf solche, die schon im Besitz geistiger Kraft sind und dem gefährdeten Erdkreis entrückt werden durch göttlichen Willen. Ein solcher Vorgang wird sich abspielen und also das Ende dieser Erde bedeuten. Menschenwille wird sich anmaßen, Kräfte erforschen zu wollen und durch Experimente also Kräfte zur Auslösung bringen, die eine ungeheure Wirkung haben in eben jener zerstörenden Weise .... (9.8.1949) Denn es sind keine edlen Motive, aus denen heraus Forschungen angestellt werden, die diesen unvorstellbaren Ausgang nehmen. Und darum wird ihnen von Gott aus der Segen vorenthalten, der auf Arbeiten ruht, die das Wohl der Mitmenschen zum Ziel haben. Zudem verstoßen sie gegen das göttliche Naturgesetz insofern, als daß sie Forschungen unternehmen unter Einsatz von Menschenleben, daß sie also Menschen als Versuchsobjekte benützen, die ihr Leben zum Opfer bringen müssen. Es ist dies ein Versündigen gegen die göttliche Ordnung, gegen die Gottes- und Nächstenliebe und zudem ein Versündigen wider die gesamte Menschheit, die dadurch dem Untergang geweiht ist. Denn die Kenntnisse derer, die solche Versuche unternehmen, reichen bei weitem nicht aus, und also sind jene noch verfrüht, woran aber auch kein Zweifel besteht. Und solche unverantwortlichen Experimente können von Gott nicht geduldet werden, und also werden sie zurückschlagen auf die Experimentierenden, die nichts weiter erreichen als eine gänzliche Zerstörung aller materiellen Schöpfungen der Erde, also ein Zertrümmern der Materie, die im geistigen Sinn jedoch eine Auflösung jeglicher Form und ein Freiwerden des darin gebundenen Geistigen bedeutet. Menschen also werden diesen letzten Vernichtungsakt auf der Erde ins Werk setzen, und die gesamte Menschheit wird daran zugrunde gehen, daß Ruhmsucht, übergroßes Geltungsbedürfnis und Gier nach materiellen Gütern die Menschen zu waghalsigen Spekulanten macht, die jedoch nicht ohne Wissen sind, daß sie die Mitmenschen gefährden und dennoch ihre Versuche unternehmen. Es sind ihnen die zuvor gemachten Erfahrungen Mahnung und Warnung genug, um davon abzusehen, und darum ist ihr Handeln ein Frevel, den Gott nicht ungestraft lässet .... Amen
B.D. 4709 empfangen am 10.8.1949 Liebe Kraft der Seele .... Die Kraft zur Entfaltung der Seele ist die Liebe .... Sowie die Liebe wieder sein Wesen erfüllt, ist es auch von Kraft erfüllt, und es gelingt
ihm alles, was es will .... Amen
B.D. 4710 empfangen am 10.8.1949 Geistiger Gedankenaustausch .... Im Gedankenaustausch mit geistig eingestellten Menschen könnet ihr unglaublich viel gewinnen, sowie ihr wahrheitsverlangend seid, denn dann werden eure Gedanken beeinflußt von wissenden Geistwesen, die sich einschalten in euer Gespräch und erkenntnisfördernd auf euch einwirken. Ihr werdet dann zwar eure Gedankentätigkeit als durch Verstandestätigkeit gewonnen betrachten, während es jedoch Übertragungen sind aus dem geistigen Reich, Gedankenwellen, die ihr aufgenommen habt und die nun in euer Bewußtsein eindringen und festgehalten werden. Geistiger Gedankenaustausch wird stets übereinstimmen, so beide Partner im gleichen geistigen Streben und Reifegrad stehen, oder aber ein Fragen und Belehren sein, so der Reifegrad verschieden ist. Doch stets sind solche Gespräche von Segen, sowohl für den Wissenden als auch für den Unwissenden, weil sie immer neue Erkenntnisse zeitigen, eben durch die Beteiligung jener Lichtwesen, die auch zumeist solche Gespräche veranlaßt haben, denn sie führen ihre Schützlinge auf Erden, die ihnen zur Betreuung anvertrauten Seelen, zusammen, auf daß solche Gespräche stattfinden können und von ihnen beeinflußt werden. Sind aber die Debattierenden Gegner, dann ergeben sich oft Streitfragen, deren Lösung gleichfalls Wirken der Lichtwesen ist, das auch mitunter zum Besiegen des gegnerischen Partners führen kann. Zudem aber wird das Denken der Menschen angeregt durch Debatten geistiger Art, und es ist dies von größtem Vorteil für die Seele, die nun selbst gedanklich Stellung nimmt zu jeder geistigen Frage und dann erst debattieren kann und wird mit vollstem Interesse. Wer aber jeder geistigen Unterhaltung aus dem Wege geht, der hindert auch die Lichtwesen an ihrer fürsorglichen Tätigkeit, er bleibt unzugänglich jeder Belehrung und wird niemals an Wissen zunehmen, weil er sich selbst nicht entäußert und daher weder aufnehmen noch hingeben kann, was recht und was falsch ist .... Amen
B.D. 4711 empfangen am 12.8.1949 Überwinden der Materie .... Vergesset nie, daß ihr wohl Kinder der Welt seid, die Welt aber überwinden müsset, um Anwärter Meines Reiches, das nicht von dieser Welt ist, zu werden und daß das eure eigentliche Erdenlebensbestimmung ist. Erachtet nicht euer Erdenleben als Selbstzweck, sondern wisset, daß es nur Mittel zum Zweck ist und daß der Zweck nur der ist, euch von der Materie zu lösen, also die Welt völlig zu überwinden. Ihr seid zwar hineingesetzt worden in diese Welt und umgeben von Materie, die ihr euch auch zunutze machen könnet, doch immer nur in einem Maß, daß sowohl ihr, wie auch die von euch genützte Materie, dienet, daß ihr eigentlicher Zweck erfüllt wird und gleichzeitig ihr durch Nutzung der Materie in der Lage seid, wieder den Mitmenschen zu dienen und so in der Nächstenliebe tätig seid. Ihr sollt die Materie überwinden, doch die Materie wird euch überwinden .... sie wird eure Gedanken, eure Seelen, zu fesseln suchen, denn das ist die Verführung der Welt, daß euch alles Weltliche so reizvoll vor Augen tritt, daß euer Verlangen danach rege wird und dieses Verlangen jedes andere Gefühl ersticken kann, wenn nicht dagegen angekämpft wird. Ihr steht mitten in der Welt, hinter euch liegt die materielle Welt, d.h., alles in der Materie gebundene Geistige umgibt euch noch, doch vor euch liegt das geistige Reich, und beide Reiche suchen ihren Einfluß auf euch auszuüben. Eure Sinne aber sind noch von der materiellen Welt gefangen und finden also den Eintritt in das geistige Reich nicht. Darum müsset ihr kämpfen wider euer Verlangen, ihr müsset ankämpfen gegen alle Begehrlichkeit, die Irdisch-Materielles zum Ziel hat. Und um das leichter zu können, wird euch die Wertlosigkeit alles dessen vorgestellt, was euch umgibt; die Unbeständigkeit und Nichtigkeit der materiellen Dinge lasse Ich euch ständig erkennen, auf daß ihr eure Herzen davon löset, auf daß ihr frei werdet von der Materie und nun ungehindert in das geistige Reich eingehen könnet, indem ihr eure Gedanken dorthin lenket, wo es kein Vergehen mehr gibt, wo alles beständig und unvergänglich ist, was ihr euch an geistigen Gütern erwerbet. Ihr stehet wohl mitten in der Welt, könnet aber gleichzeitig auch das geistige Reich einnehmen, so eure Seele dieses begehret und nur noch dem Körper das Recht einräumet, in der Materie zu weilen, von dieser jedoch völlig unberührt, weil die Seele, das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen in geistigen Sphären weilt und dort das wahre Reich gefunden hat, wo sie sich wohl fühlt und es niemals mehr gegen die Materielle Welt eintauschet. Überwindet die Materie, stellet euch ihre Wertlosigkeit vor und wendet euch ab von den Gütern dieser Welt .... suchet Mein Reich zu gewinnen, und ihr werdet weit mehr besitzen, als euch die irdische Welt je bieten kann. Denn ob ihr auch Kinder der Welt seid, das geistige Reich steht euch offen und nimmt jeden an, der die Welt hinter sich lässet in seinen Wünschen und nur strebet nach oben, der in Mein Reich eingehen will, weil er erkannt hat, daß die irdische Welt Meines Gegners Anteil ist, und dem Ich darum helfe, daß er zum Ziel gelange .... Amen
B.D. 4712 empfangen am 13.8.1949 Mithilfe am Erlösungswerk .... Ihr könnet eine hohe Stufe in der geistigen Entwicklung erreichen durch tätige Mithilfe am Erlösungswerk Christi. Seine Mission auf Erden war das Verbreiten der Liebelehre, und sowie ihr nun in gleicher Weise tätig seid, sowie ihr den Mitmenschen die
göttliche Liebelehre zuführt, sowie ihr sie aufmerksam machet auf die Auswirkung
eines recht oder falsch geführten Lebenswandels, sowie ihr also das gleiche tut, was
Jesus Christus getan hat .... den Menschen das Evangelium bringen .... beteiligt ihr euch
am Erlösungswerk Christi, und ihr verhelft irrenden oder ringenden Seelen aus der
Finsternis zum Licht. Ihr wisset nicht, wie unbeschreiblich wichtig es ist, die Menschen
hinzuweisen auf die göttliche Liebelehre und darum werdet ihr, die ihr das Wort Gottes
direkt aus der Höhe empfanget, immer wieder darauf hingewiesen, denn euch stehen
viele Möglichkeiten zu, Liebe zu predigen, und jede Gelegenheit sollet ihr nützen, denn
nur durch die Liebe erfüllet der Mensch seine Erdenaufgabe, und durch die Liebe kann
er sich erlösen. Jesus Christus hat in Seiner übergroßen Liebe ein lebendiges Beispiel
gegeben für das, was Er vertrat und was Er durch Seine Lehre angeraten hat .... Amen
B.D. 4713 empfangen am 14.8.1949 Weltweisheit - geistiges Wissen .... Die alles umfassende Weltweisheit kann nicht das Wissen ersetzen, das himmlische Weisheit genannt werden kann, also Kenntnis gibt von dem, was außerhalb der Welt liegt, was aber auch nicht bewiesen werden kann, eben weil es außerhalb der Welt liegende Wahrheiten betrifft. Wer in der Welt, auf der Erde also, als überaus weise gilt, der kann doch im höchsten Grade unwissend sein in Dingen, die jene Gebiete betreffen, und seine Weisheit ist mit dem Moment des Todes dahin, er hat gewissermaßen nur teilgenommen an der Erforschung eines begrenzten Gebietes, über welches aber die Seele in ihrem körperlosen Zustand hinweggeht, das für sie nicht mehr ergründenswert ist, daß sie also zurückläßt, ganz gleich, ob sie es restlos oder nur teilweise erforscht hat. Sie geht nun in ein Reich ein, wo völlig andere Erforschungen von Wert sind, und ihr Reichtum oder ihre Armut kommt nun offensichtlich zum Vorschein und es bestimmt den Zustand ihres neuen Wirkungskreises, der qualvoll oder auch beseligend sein kann. Wer nun auf Erden sich geistige Kenntnisse erworben hat, der wird sie verwerten können und dadurch sich selbst ein Los schaffen, das ihn beglückt, weil er in der Beglückung anderer Seelen aufgeht, die in völlig geistiger Armut vegetieren und auf Hilfe angewiesen sind. Diese geistigen Kenntnisse werden auf der Erde nur selten angestrebt, weil die Menschen sie noch nicht als wertvoll erkennen und über dem Weltwissen vergessen. Weltliche Weisheit ist keine Weisheit, denn der Mensch spezialisiert nur Vorhandenes, Dinge, die er beobachten kann und entsprechend der Schärfe seines Verstandes auch berechnet und als feststehende Tatsache die Menschen darüber belehren kann. Er nennt das „Wissen“, es ist aber nur die Kenntnis um die göttliche Ordnung, in der sich die gesamte Schöpfung bewegt, und er verschafft sich diese Kenntnis durch verstandesmäßiges Forschen und Grübeln. Sowie seine Seele die körperliche Hülle verläßt, sind für sie diese Kenntnisse ohne Belang, sie kann nichts damit anfangen im Reiche der Geister, wo nur das Wissen Wert hat, was jenes geistige Reich berührt; dann kann der minimalste geistige Reichtum, also Wissen um den göttlichen Heilsplan, um das Verhältnis des Schöpfers zu Seinen Geschöpfen, nutzbringend für die Seele von ihr angewendet werden, sie wird den Reichtum ständig vergrößern. Dann ist nicht mehr der Verstand maßgebend, sondern das Herz, d.h. das Empfindungsleben der Seele, wie weit sie in das geistige Wissen eindringt. Das Gebiet, das nun ihrem Forschen zugänglich ist, ist unbegrenzt, wird daher ewig Neues bringen und daher auch ständig beglükken, es wird ein ständiger Fortschritt sein, ein Vermehren geistiger Kenntnisse und demzufolge auch eine immer emsigere Tätigkeit und ein ständig größer werdender Wirkungskreis; während dem weltlich Forschenden Grenzen gesetzt sind, allein schon durch den Abruf aus dem Erdenleben, der jegliche Forschung abbricht und für ihn wertlos macht. Weltliches Wissen dienet nur dem Menschen auf Erden, kann aber von den Seelen im Jenseits in keiner Weise verwendet werden zu ihrer Tätigkeit. Weltwissen betrifft nur rein konkrete Dinge und läßt jede geistige Frage offen. Dennoch kann auch Weltwissen dann von Wert sein für die Mitmenschen, wenn gleichzeitig geistiges Streben erkennbar ist, dann wird das Weltwissen dazu beitragen, daß der Mensch sich auch Kenntnis zu schaffen sucht von Gebieten, in die er kraft seines Verstandes nicht dringen kann .... wenn ihm z.B. anhand weltlicher Wissenschaft bewiesen wird, daß ein Vergehen nach dem Tode nicht möglich ist und er dann auch verstandesmäßig ein anderes Gebiet anerkennt, nach dem er dann trachtet und ihm also zustrebt. Dann kann das Weltwissen die erste Stufe genannt werden, die zu geistigem Wissen führt, doch es darf auch nur als Sprungbrett benutzt werden zu geistigem Wissen, weil dieses allein ausschlaggebend ist, weil dieses allein unbegrenzt und darum erstrebenswert ist und von jedem gewonnen werden muß, der zu beglückender Tätigkeit im geistigen Reich zugelassen werden will .... Amen
B.D. 4714 empfangen am 15.8.1949 Hinweis auf das Ende und den Eingriff Gottes .... Großes wird der Welt noch offenbart werden, doch die Welt kehret sich nicht
daran .... Amen
B.D. 4715 empfangen am 16.8.1949 Außergewöhnliche Gnadengabe verpflichtet zum Weitergeben .... Die Gnade, geistig belehrt zu werden, wird nicht willkürlich einem Menschen zugewendet, sondern bedingt immer zuvor den Willen, diese geistige Belehrung ihrem
Zweck entsprechend zu nützen. Also müssen stets die Belehrungen, d.h. das dadurch
gewonnene Wissen, weitergeleitet werden, auf daß auch die Mitmenschen in den Segen
dessen kommen, was von oben einem Menschen geboten wird. Dann also wird die
Gnade auch wirksam am Menschen, dann wird er reifen an seiner Seele. Daher ist also
einerseits der Empfänger geistiger Kundgaben begnadet in ungewöhnlichem Maße,
jedoch es besteht für ihn eine Verpflichtung, der er unbedingt nachkommen muß,
ansonsten die Gnade Gottes an ihm wirkungslos bleibt. Und so muß nach allen Richtungen hin geworben werden mit diesem von Gott empfangenen Wissen, es muß Verbreitung finden, es muß an alle Türen getragen werden und dargeboten, doch frei bleibt
es, ob die Boten freudig aufgenommen und angehört werden, denn eine jede Gnadenwirkung bedingt freien Willen. Sind aber die Wahrheitsträger bemüht, das göttliche
Wort weiterzugeben, dann werden sich viele Türen öffnen, viele Herzen werden aufnahmewillig und fähig sein, viele also gleichfalls sich an der Gnadengabe beteiligen
dürfen, und die Seelen werden reifen. Wer rege arbeiten will für das Reich Gottes, der
wird stets ein Arbeitsfeld finden, und nun muß er sich auch würdig erweisen der unverdienten Gnadengabe, die ihm zugefallen ist .... er muß reden überall und des göttlichen
Wirkens Erwähnung tun, er muß Sein Wort vermitteln allen denen, die willig sind, Gott
anzuhören und doch nicht Ihn direkt zu hören vermögen. Und es wird das lebendige
Wasser erquicken und laben alle, die hungrig und durstig sind .... Wer daher in diesem Sinne tätig ist, daß er den Mitmenschen zur Erlösung verhilft, der wird als rechter und emsiger Arbeiter im Weinberg des Herrn auch Seinen Segen empfangen jetzt und dereinst im geistigen Reich .... Amen
B.D. 4716 empfangen am 17.8.1949 Redegabe Zeugnis vom Wirken des Geistes .... Was zur Stunde euch gegeben wird, das redet und scheuet euch nicht, es auszusprechen, denn ihr seid nur getrieben von eurem Geist, der Meine Äußerung ist. So lasset
denn alles an euch herankommen, was auch gegen euch unternommen wird, denn alles
liegt fest im Plan von Ewigkeit, und wer für Mich und in Meinem Auftrag tätig ist, der
steht unter Meiner besonderen Führung und tut nichts, als was Meinem Willen entspricht .... denn er hat sich Mir gegenüber schon seines Willens begeben, er hat sich Mir
hingegeben im freien Willen, und so ist er nun Mein Werkzeug, also nur Ausführender
Meines Willens. Die Gabe, reden zu können, so er sich für Mich einsetzet, muß ihn
allein schon überzeugen, daß Ich Mich seiner angenommen habe, denn sie ist Beweis
genug für die Gegenwart Dessen, Der in ihm wirket .... „Ich bin bei euch alle Tage bis an
das Ende ....“ diese Verheißung ist wörtlich zu nehmen, denn Ich bin wahrhaft gegenwärtig in denen, die Mich lieben und Meine Gebote halten .... die für Mich tätig sein
wollen aus Liebe zu Mir und zum Nächsten, der sich in Not befindet. Ich bin bei euch
und verlasse euch ewiglich nicht, und so ihr auch leiden müsset, weil ihr noch inmitten
der Welt stehet, weil euer Körper noch nicht vergeistigt ist und weil eure Seele einen
höheren Reifegrad erzielen soll, so zweifelt doch nicht daran, daß Ich Selbst bei euch
bin. Denn mit Meinem Willen gehet ihr den Erdenweg auch durch Dornen und
Gestrüpp, doch niemals ohne Meine Führung. Und so kann euch nichts geschehen, als
was Mein Wille zuläßt, weil Meine Liebe und Weisheit es als gut für euch erkannte.
Doch so ihr für Mich reden sollet, wird es euch klar sein, daß ihr euch in Meinem Schutz
befindet, denn ob ihr auch bedrängt werdet von Gegnern, die euch untauglich zu
machen suchen für eure geistige Arbeit, ihr werdet alles widerlegen können, was sie
anführen, und sichtlich von Meinem Geist erfüllt sein, ihr werdet reden in Meinem
Namen und für Mich und Mein Reich euch einsetzen mit innerster Überzeugung. Und
daran erkennet ihr Mein Wirken, daß euch eine Ruhe überkommt, sowie es gilt, für
Mich und Mein Wort zu streiten, und daß ihr darum erfolgreich kämpfen werdet mit
dem Schwert eures Mundes .... Amen
B.D. 4717 empfangen am 19.8.1949 Schmaler, dorniger Weg zur Höhe .... Noch könnten unzählige Menschen den breiten Weg verlassen, auf dem sie wandeln
und den schmalen Weg betreten, der zu Mir, also zum Ziel führt; noch könnten sie sich
reiche Schätze sammeln, wenngleich die Zeit bis zum Ende nur noch kurz ist; noch stehen ihnen Hilfskräfte zur Verfügung auf Erden und auch im geistigen Reich, die ihnen
rechte Führer abgeben möchten und denen sie sich anvertrauen könnten ohne Bedenken. Doch ihr Wille allein entscheidet, und solange sich dieser Wille nicht bewußt Mir
zuwendet, wozu vorerst der Glaube an Mich vorhanden sein muß, solange die Welt
noch im Vordergrund steht, also alle Sinne des Menschen gefangenhält, wandeln sie
noch auf dem breiten Weg, der ihnen reizvoller erscheint und den sie daher nicht vertauschen wollen mit dem schmalen, reizlosen Weg, der aber der alleinige Weg ist nach
oben. Und doch müßten sie es selbst empfinden, daß die Welt nur weltlichen Lohn bieten kann, während das geistige Reich nur geistig gewonnen werden kann, also unter
Hingabe der irdischen Welt. Folglich wird auch der Erdenlebensweg Entbehrungen und
Mühsal aufweisen, die den Menschen wandeln und ausreifen lassen sollen. In der letzten Zeit vor dem Ende wird der Weg zur Höhe besonders schwer passierbar sein, Dornen und Gestrüpp werden ihn oft unwegsam machen, und der Wanderer wird sich
nach Hilfe von oben umsehen müssen, um gefahrlos zur Höhe zu kommen. Und gerade
diese Mühsal und Schwierigkeiten des Lebens sollen euch den Beweis liefern, daß ihr
auf dem rechten Wege seid, denn der die Welt regieret, der euch für sich gewinnen will,
der sucht euch alles Schöne zu geben, eure Wünsche zu erfüllen, auf daß ihr ihn anerkennen und sein Reich begehren sollet. Es gehen nicht viele den schmalen, schwer
gangbaren Weg, und daran erkennet ihr schon die Zeit des Endes, denn alles huldigt der
Welt, die Menschen leben ein weltliches Leben und sind nur darauf bedacht, ihrem Körper anzutun, was er sich wünscht. Die aber den schmalen Weg gehen, haben ihren Blick
nach oben gerichtet, sie streben das geistige Reich an, sie sind gedanklich Mir verbunden und kehren der Welt den Rücken, sie blicken nicht nach dem breiten, reizvollen
Weg, weil sie ihn als irreführend erkennen, jedoch ernstlich gewillt sind, das rechte Ziel
zu erreichen. Es könnten sich unzählige Menschen ein Beispiel nehmen an jenen und
die Probe machen, was ihnen ein Lebenswandel einträgt, der weniger dem Körper als
der Seele behagt .... Amen
B.D. 4718 empfangen am 21.8.1949 Seligkeit der Seele beim Empfangen des göttlichen Wortes .... Keine irdische Freude kommt der Seligkeit gleich, die das Empfangen des göttlichen Wortes für die Seele bedeutet, wenngleich der Körper, der Verstand des Menschen keine Anteilnahme an dem seligen Empfinden hat. Doch die Entgegennahme des göttlichen Wortes ist stets mit dem Verweilen der Seele in geistigen Sphären verbunden, wohin der Körper nicht folgen kann und daher auch von den Eindrücken unberührt bleibt. Doch die Seele wird von Kraft und Licht durchflutet und stärkt sich in der kurzen Zeit ihres Verweilens im geistigen Reich. Sie ist gewissermaßen der Erdenschwere entrückt, doch mit dem Körper soweit verbunden, daß sie sich jederzeit wieder zurückversetzen kann zur Erde, weshalb der Zustand des Aufnehmens geistiger Kundgaben stets ein bewußter ist, denn der Körper ist in Erwartung, was die Seele ihm kundtut von ihren Eindrükken im geistigen Reich, die stets in Form von Belehrungen dem Verstand zugeleitet werden. Doch den gesamten geistigen Reichtum der Seele wird der Körper niemals vermittelt bekommen, denn die Seele schaut vieles, was sie in Worten nicht schildern kann und daher auch nicht verständlich wiedergeben, was aber dennoch ihr als geistiger Schatz verbleibt, den sie wird heben können nach ihrem Eingang ins geistige Reich. Was sie dem Verstand vermittelt, ist für die Dauer des Erdenlebens von Bedeutung und trägt zur Aufwärtsentwicklung bei, und darum soll es auch an die Mitmenschen weitergeleitet werden. Die kurze Zeit der Entgegennahme von Geistesgut durch die Stimme des Geistes ist für die Seele ungemein gewinnbringend, und es erschließen sich ihr Gebiete, die sie nie zuvor gekannt hat und die auch dem Verstand des Menschen unzugänglich sind. Überall nimmt sie Lichtstrahlen auf, also ein Wissen bleibt ihr zurück, auch wenn sie jene Gebiete verlassen hat. Ob sie jedoch das Wissen auch zur Erde nehmen kann, d.h. es auch dem Körper vermitteln, daß der Mensch als solcher Kenntnis nimmt von bisher Unbekanntem, das hängt vom Willen dessen ab, wie weit er auch verstandesmäßig einzudringen sucht in die Wahrheit. Die Seele wird sich nach einer Verbindung mit dem geistigen Reich stets dem Körper mitteilen, in welchem Maße aber die Vermittlung stattfindet, bestimmt der Mensch selbst durch seinen Willen. Es kann also seiner Seele durch seine Bereitschaft der Entgegennahme von Geistesgut Seligkeit bereiten, wenngleich die Mitteilungen der Seele an den Körper nicht von der Tiefe und dem Umfang sind, daß sie auch verstandesmäßig den Menschen beglücken, doch die Seele teilt sich verschieden mit, ist aber stets durch eine Verbindung mit dem geistigen Reich gekräftigt, und ihr Verlangen nach geistiger Speisung wird sich stets erhöhen, weshalb auch der das göttliche Wort entgegennehmende Mensch nie nachlassen wird, geistige Verbindungen zu erlangen, denn die Seele hungert stets mehr und mehr nach der ihr zusagenden Kost und gibt sich nicht mehr zufrieden mit dem, was ihr die Welt bieten kann, sowie sie einmal aus dem geistigen Reich empfangen hat, was sie unendlich mehr beglückt. Zuweilen zieht sich also die Seele in sich selbst zurück, d.h., der Körper weiß wenig von ihren geistigen Erfolgen, dennoch wird er niemals ganz ohne Kenntnis gelassen werden, die sich steigert, je mehr auch der Verstand nach Aufklärung verlangt .... Amen
B.D. 4719 empfangen am 21.8.1949 Auflösung der alten Erde und Neuerstehen im Augenblick .... Die Erde in ihre Urbestandteile aufzulösen, bedeutet ein Rückversetzen des Geistigen in den ehemaligen niedrigsten und unvollkommensten Zustand, sollte die Auflösung in der gleichen rückwärtigen Folge vor sich gehen .... Also wird das Neuerstehen der Erde keine lange Zeit benötigen, es wird nicht, wie fälschlich oft angenommen, eine Rückentwicklung der Erde Anlaß sein zum Ende, wie auch keine langsame Entwicklung der neuen Schöpfung nötig ist. Gott wird im Augenblick eine neue Erde entstehen lassen mit allen nur erdenklichen Schöpfungen, die Seinen Gestaltungswillen, Seine Weisheit und Seine übergroße Liebe bezeugen und Kunde geben von Seiner Macht und Herrlichkeit. Und darum werden Menschen dieser Erde das neue Schöpfungswunder sehen dürfen, sowie sie am Ende dieser Erdperiode Gott die Treue bewahren und als Schar der Auserwählten entrückt werden lebenden Leibes. Sie werden der neuen Erde zugeführt und den Stamm des neuen Geschlechtes bilden und Wunder über Wunder erleben dürfen, denn sie weilen im Paradies in seliger Gemeinschaft mit dem lichtvollen Geistigen und besitzen doch die Erinnerung an die alte Erde und den Untergang .... Amen
B.D. 4720 empfangen am 22.8.1949 Schild des Glaubens .... Ich gebe euch gute Gabe, und im Erkennen dessen sollet ihr fröhlich sein. Was kann euch die Welt wohl schaden, wenn Ich als Schild vor euch stehe und nichts an euch herankommen lasse? Also stellet euch nur hinter das Schild des Glaubens, und ihr werdet gefeit sein gegen alle Angriffe derer, die euch nicht wohlwollen. Ich stehe euch immer zur Seite, bereit, euch jeden Augenblick zu schützen, so ihr in Gefahr seid. Und dieser Glaube muß so überzeugt in euch sein, daß ihr jede Angst und Not damit bannet. Ich bin euch gegenwärtig, und Ich halte euch, daß ihr euch nicht verfanget im Gestrüpp, das die vielen Widerstände in der Welt für euch sind und denen ihr zu erliegen fürchtet. Richtet nur den Blick nach oben und rufet Mich in Gedanken, dann geht ihr niemals euren Weg allein, sondern immer in Meiner Begleitung, so daß ihr also sorglos wandeln könnet bis an euer Lebensende. Wohl wird die Welt euch noch arg zusetzen, doch dies darf euch nicht ängstlich machen, denn Ich bin stärker als die Welt, und so die Welt euch bedränget, Ich aber euren Frieden will, wird sie nichts wider euch ausrichten können. Darum seid fröhlich und heiter und verachtet die Welt, d.h., beachtet sie nicht und was aus ihr kommt. Mein Reich wird euch entschädigen für das, was euch die irdische Welt versagt, und in Meinem Reich zu weilen, ist wahrlich begehrenswert, denn es enttäuschet euch nicht. Ich bin ein Herr auch dieser irdischen Welt, und Ich ordne auch euer diesirdisches Leben, doch diese Sorge sollet ihr ganz allein Mir überlassen und euch nicht auch damit belasten, weil die Sorge um euer Seelenheil weit wichtiger ist und diese ihr allein beheben müsset. Das irdische Leben kann Ich regeln für euch, das geistige Leben aber müsset ihr selbst euch gestalten nach eurem Willen, und auf daß ihr durch nichts gehindert werdet in eurer Seelenarbeit, übernehme Ich für euch die Sorge um den Körper und wessen er bedarf zur Erhaltung und Erfüllung seiner Erdenaufgabe. Und so Ich euch diese Verheißung gebe, könnet ihr euch wahrlich Mir überlassen, es wird euch nur alles zum Heil gereichen, was über euch kommt. Und so verlange Ich denn nun volles Vertrauen auf Meinen Beistand, und es wird euch geholfen werden, was es auch sei, das euch Sorge macht. Denn Mir ist kein Ding unmöglich, und alle Fäden in der Unendlichkeit lenke Ich nach Meinem Willen, in Weisheit und übergroßer Liebe .... immer zum Besten Meiner Geschöpfe, denen Ich ein seliges Los bereiten will auf ewig .... Amen
B.D. 4721 empfangen am 22.8.1949 Christus Oberhaupt Seiner Kirche .... Das Haupt der Kirche Christi bleibt Jesus Christus Selbst .... Amen
B.D. 4722 empfangen am 24.8.1949 Mangelnder Glaube .... Bereitet euch vor auf das große Geschehen, das Ich ankündige fort und fort. Doch
wisset, daß alles Leid vorübergeht, auch wenn ihr unter ihm zusammenzubrechen
glaubt. Es wird alles schnell aufeinanderfolgen, es wird ein Überstürzen der Ereignisse
sein, und in kurzer Zeit tritt das ein, worauf Ich euch immer und immer wieder hinweise. Wie aber wollet ihr diese schwere Zeit ertragen, so ihr nicht gläubiger zu Mir aufblicket in Stunden der Not? Ich weiß um das Kommende und will euch verhelfen zu
jener Glaubensstärke, die alles überwindet, was auch über euch kommt. Lehnet euch
nur fest an Mich an, wisset, daß ihr auf Erden nirgends die Stütze findet, die ihr an Mir
habt, so ihr nur glaubt. Ich bin immer für euch da, Ich höre jeden Ruf, jeden Seufzer, Ich
weiß um jede Träne, um alles Leid, das euch drückt, und Ich möchte euch nur immer
zurufen: Warum vertrauet ihr so wenig auf Mich, Der Ich euch doch ständig Meinen
Schutz und Meine Hilfe verheiße? Warum kommet ihr nicht zu Mir, so ihr beladen seid
und unter der Last zu sinken droht? Warum ist euer Gebet nicht so vollvertrauend, daß
Ich euch helfen kann, daß ihr gewissermaßen Meine Hilfe erzwinget durch die Stärke
eures Glaubens? Und so ihr es ernstlich wollet, könnet ihr auch glauben, doch ihr müsset euch ernsthaft mit Meinem Wort befassen, ihr müsset es im Herzen bewegen, d.h.
euch tief hineinversetzen in seinen Sinn und euch klar werden darüber, daß Ich keine
Unwahrheit sage, daß ihr also voll und ganz die Erfüllung Meiner Verheißungen erwarten könnet. So Ich euch also Meine Hilfe versprochen habe in jeder Not des Leibes und
der Seele, so denket darüber nach, daß Ich euch helfen kann kraft Meiner Allmacht, daß
Ich euch helfen will kraft Meiner Liebe und daß ihr nicht daran zweifeln dürfet, denn
ihr erkennet dann entweder Meine Allmacht oder Meine Liebe nicht an, und ihr hindert
Mich dann selbst an der Äußerung der Liebe und der Allmacht, weil ihr dann aus dem
rechten Kindesverhältnis heraustretet, das Ich aber fordere, um Mich in Meiner Liebe
und Allmacht offenbaren zu können. Warum fürchtet ihr die Macht der Welt, warum
lasset ihr euch von irdischen Sorgen drücken, wenn ihr doch einen Vater im Himmel
habt, Der alles für euch regeln kann und auch regeln will, weil ihr Seine Kinder seid?
Warum habt ihr kein Zutrauen zu Ihm, Der euch doch ständig einen Beweis gibt Seines
Waltens und Wirkens, so ihr nur um euch schaut? Warum steht euch das Weltliche
soviel näher als Ich, warum fürchtet ihr euch, so Ich doch euch ständig gegenwärtig bin?
Und wie wollet ihr dann das Schwere tragen, das die Zukunft noch bringt? Ich aber
weiß um eure Not und will sie abwenden, auf daß ihr Mir als Stütze dienen könnet,
wenn alles um euch zu wanken droht .... Amen
B.D. 4723 empfangen am 25.8.1949 Unsterblichkeit der Seele .... Eine rechte Aufklärung tut euch not, denn irrige Lehren verfinstern euren Geist und
geben euch ein falsches Bild von Meinem Schöpferwillen und Meinem Schöpfergeist,
sie lassen weder Meine Liebe noch Meine Weisheit erkennen und hindern euch so, die
Liebesflamme in euren Herzen zu entzünden, die euch Mir näherbringt. Falsche Lehren
können zur Glaubenslosigkeit führen, falsche Lehren können jeglichen Glauben zerstören, wenn sie nicht berichtigt werden, und darum will Ich immer wieder euch Klarheit
geben um euer selbst willen, die ihr doch nur durch den Glauben und die Liebe selig
werden könnet. Was sollte euch wohl eine Lehre nützen, welche die Unsterblichkeit der Seele in Frage
stellt? Die Seele ist etwas Geistiges, während der Leib Materie ist .... der Leib kann wohl
sterben, d.h. vergehen und sich auflösen in seine Substanz, die Seele aber, das Geistige,
ist unvergänglich, sie muß bestehen bleiben, entflieht nur dem Leib, sowie dieser seine
Aufgabe als Hülle der Seele auf Erden erfüllt hat. Sie verläßt die materielle äußere Form,
um in geistigen Sphären ihren Entwicklungsgang fortzusetzen, d.h., zu immer höherer
Reife zu gelangen, so sie einen bestimmten Reifegrad auf Erden erreicht hat, oder aber
im Zustand völliger Unreife, so der Erdenlauf für sie erfolglos war, je nach ihrem Willen, im gleichen Zustand zu verharren oder aber zu sinken in die Finsternis, doch
immer in Sphären, die außerhalb der irdisch-materiellen Welt zu verstehen sind. Es gibt
also wohl für die Seele einen toten Zustand, unter dem jedoch nicht das Ausgelöschtsein
zu verstehen ist, sondern nur ein Zustand völliger Licht- und Kraftlosigkeit, ein
Zustand der Ohnmacht, doch immer mit dem Bewußtsein der Existenz. Das Existenzbewußtsein verliert die Seele nie, nur kann es für sie der Inbegriff der Seligkeit sein, wie
aber auch unsagbarer Qualen, immer entsprechend dem Lebenswandel, den der
Mensch auf Erden geführt hat. Es entspricht also das Leben der Seele dem Leben im
Fleisch auf dieser Erde. Die Werke des Fleisches also bestimmen das Los und den Aufenthaltsort der Seele nach ihrem Tode, und es ist der Todestag der jüngste Tag für den
Menschen, nach dem sie aufersteht zum Leben im Licht oder in Finsternis .... Amen
B.D. 4724 empfangen am 27.8.1949 Katastrophe und ihre Folgen .... Ihr kehret alle in den Zustand primitivster Lebensführung zurück, denn nur
dadurch ist es möglich, euch zu dienender Nächstenliebe zu veranlassen, die allein euch
erlösen kann. Allen Menschen ist nun Gelegenheit gegeben zum Wirken in Liebe, doch
der freie Wille ist ausschlaggebend, wie weit die Gelegenheit genützt wird. Und so wird
sich die Menschheit sehr bald wieder verbesserte Lebensverhältnisse schaffen wollen
und je nach dem Willen des einzelnen mit rechten oder unrechten Mitteln, denn nur
wenige werden dienen, die meisten aber sich dienen lassen und auf Kosten der Mitmenschen wieder zum Wohlstand gelangen, wenn auch nur für kurze Zeit, denn sehr bald
folgt das Ende .... Amen
B.D. 4725 empfangen am 27.8.1949 Erdenschicksal .... Was euch bestimmt ist, müsset ihr ertragen, denn das Erdenschicksal gestaltet sich
nach eurem Willen und der Aufgabe des Menschen, die, so sie besonders wichtig ist,
einen erhöhten Reifegrad beansprucht, um Meinem Willen gemäß ausgeführt werden
zu können. Leid und Not läutert die Seele, Leid und Not führt sie Mir näher, und Meine
Gegenwart ist desto sicherer, je größer die Not ist. Denn Not ist ein Zeichen von Sorge
um Meine Kinder, die, um Mir ganz anzugehören, erzogen werden müssen, deren Seelen sich also läutern müssen, um Mich aufnehmen zu können, um Meine Gegenwart
ertragen zu können. Und so erkennet in jeder Not eures Vaters Huld, denn wen Ich
liebe, dessen nehme Ich Mich besonders an. Ich liebe zwar alle Meine Geschöpfe, doch
wo Ich Gegenliebe finde, will Ich auch die Liebe erhöhen, die Ich verschenke, was aber
auch ein geläutertes Herz bedingt. Doch Ich will euch auch einen Beweis Meiner Liebe
geben, so ihr dessen bedürfet zur Stärkung in seelischer Not. Ich will euch einen Blick
tun lassen in euer ferneres Leben, und was ihr erschauet im Traum, das nehmet hin als
ein helles Gesicht, doch vergesset eurer Aufgabe nicht, die unsagbar wichtig ist und stets
allem vorangestellt werden soll .... Amen
B.D. 4726 empfangen am 28.8.1949 „Meine Schafe erkennen Meine Stimme ....“
Wie ihr euch zu Meinem Wort einstellt, so stelle Ich Mich zu euch ein. Denn es ist des Vaters Stimme, die zu euch spricht, die ihr erkennen müsset, so ihr Mich liebt, d.h. Meine Gebote haltet. Wem Mein Wort nahegebracht wird, der nimmt es an, so er Mich liebt, oder er liebt Mich nicht, so er Mich ablehnet, d.h., er erfüllt nicht Meine Gebote, er lebt nicht in der Gottes- und Nächstenliebe, ansonsten er Mein Wort erkennet als Stimme des Vaters. Verständlich wird es euch also sein, daß Ich die segne, die Mich im Wort aufnehmen, doch denen Meinen Segen entziehe, die Mich ablehnen, denn sie werden nicht sagen können, daß sie Mich anerkennen, obwohl sie Mein Wort ablehnen .... Meine Schafe erkennen Meine Stimme .... und wer sie erkennt, der steht auch dafür ein,
er steht gerade für Mein Wort und fürchtet sich nicht, es weiterzugeben. Denn wo ist ein
Kind, das den Worten des Vaters nicht Glauben schenkt .... Amen
B.D. 4727 empfangen am 29.8.1949 Geistige Gaben Liebespfand Gottes .... Die geistigen Gaben sind Meiner Liebe Pfand, denn niemals werde Ich geistige Gabe
austeilen dem, der sich nicht Meine Zuneigung gewinnet. Meine Liebe suche Ich euch
zu beweisen, weil ihr noch schwach seid im Glauben und Ich euch ein sicheres Zeichen
geben will von der Liebe zu Meinen Kindern, die auch Mich wiederlieben sollen aus
ganzem Herzen. Und darum gebe Ich euch Mein Wort .... Amen
B.D. 4728 empfangen am 29.8.1949 Geißel des Antichristen .... Die Geißel des Antichristen wird scharf geschwungen werden über alle, die sich zu
Mir bekennen, wie sie einstmals auch über Mich geschwungen wurde vor Meinem
Kreuzestod als Mensch. Doch Ich werde sie abwehren von den Meinen, Ich werde sie
Selbst auffangen und zurückwirken lassen auf alle, die dem Satan hörig sind. In den
Reihen der Meinen wird zwar das Wüten dessen sehr zu spüren sein, doch solange das
Schild des Glaubens sie deckt, wird er ihnen nicht viel Schaden zufügen können, denn
wieder stehe Ich als Schutz vor ihnen, was auch gegen die Meinen unternommen wird.
Doch sie erkennen die Herrschaft des Antichristen, und sie wissen, daß bald das Ende
und mit ihm auch die Stunde ihrer Rettung gekommen ist, und dieses Wissen gibt
ihnen eine Kraft, die alles ertragen lässet. Ihr werdet keine lange friedliche Zeit mehr
haben, Stunde um Stunde und Tag um Tag verrinnt, und die Zeit rückt immer näher, die
Mein Geist euch angekündigt hat .... Amen
B.D. 4729 empfangen am 30.8.1949 Gott
- Wahrheit - Liebe sind eins .... Und ob ihr euch auch sträubet, die Wahrheit anzunehmen, sie muß euer ganzes
Wesen erfüllen, wollet ihr im geistigen Reich zur Anschauung Gottes gelangen. Denn
die Wahrheit ist die Begleiterin der Liebe, und da ihr ohne Liebe nicht selig werden könnet, könnet ihr auch nicht ohne Wahrheit sein. Doch die Wahrheit kann euch dargeboten werden, auch wenn ihr euch noch nicht zur Liebe gewandelt habt. Die Wahrheit
kann euch veranlassen zum Wirken in Liebe, sowie ihr euch der Wahrheit verstandesmäßig nicht verschließet und dann das Herz anreget zur Teilnahme daran. Dann wird
die Wahrheit unweigerlich die Liebe zur Folge haben, weil eines ohne das andere nicht
sein kann. Ohne die Liebe ist die Wahrheit nur Verstandeswissen, durch die Liebe aber
ist auch das Herz an der Wahrheit beteiligt, und dann durchdringt die Wahrheit das
ganze Wesen des Menschen. Zumeist wohl lehnet der lieblose Mensch auch die Wahrheit ab, weil sie ihm nicht zusagt, doch immer wieder wird sie ihm nahegebracht,
solange der Mensch noch wandlungsfähig, also nicht ein vollendeter Teufel ist .... Amen
B.D. 4730 empfangen am 31.8.1949 „Wer nicht für Mich ist, der ist wider Mich ....“ Das ist es, was ihr erkennen lernen sollet: Wer für Mich ist und wer wider Mich .... Ihr werdet euch nicht immer auf Worte verlassen können, denn die Menschen sind sich
oft selbst nicht bewußt, wem sie dienen, Mir oder der Welt .... sie bekennen Mich wohl
mit dem Munde und sind doch mit dem Herzen der Welt verbunden. Sie dienen sonach
zweien Herren, und immer wird der eine die Oberhand haben, und das sollet ihr beurteilen und entsprechend dagegen angehen. Denn es ist dann der Wille des Menschen
ausschlaggebend, wie er sich entscheidet, wenn es ihm ernstlich vorgehalten wird, daß
er wohl sich selbst, aber niemals Mich täuschen kann. Für Mich sein heißt ganz und gar
für Mich eintreten, im Leben Mich bekennen ohne Scheu und ohne Rückhalt. Wer aber
dieses nicht kann, der ist nicht für Mich, sondern wider Mich, denn er wird gehindert
und läßt sich hindern am freien Bekennen von Meinem Gegner, und er leistet ihm keinen Widerstand. Also glaubt er nicht an Mich, er trägt gewissermaßen auf zwei Achseln,
er steht im traditionellen Glauben, der keine Prüfung verträgt und einer ernsten Prüfung nicht standhält. Eine ernste Prüfung aber ist es, so er zum Bekennen vor der Welt,
vor seinen Mitmenschen aufgefordert wird .... Amen
B.D. 4731 empfangen am 1.9.1949 Experimente zum Ende der Erde .... Den Menschen ist eine Grenze gesetzt in ihrem Verhalten dem gegenüber, was Mein Schöpfergeist erstehen ließ. Sowie sie sich also anmaßen, Naturschöpfungen verändern zu wollen, die eine jede von Mir ihre Bestimmung haben, dann ist auch die Einstellung der Menschen zu Mir vernunftswidrig, sie unterschätzen Meine Weisheit und Meine Macht, glauben, sie ausschalten zu können, und versündigen sich somit gegen Mich Selbst, wie auch gegen das, was Ich erschaffen habe. Und dann wird die Grenze überschritten, die Ich gesetzt habe, und die Menschheit zerstört somit sich selbst, weil ihre Weisen falsche Schlüsse ziehen und die Auswirkung ihrer Experimente katastrophal ist. Die Menschen glauben, alles erforschen zu können, was Ich ihnen verborgen hielt in Erkenntnis ihrer Unreife für derartiges Wissen .... Die Erde in ihrem Kern ist für die Menschen unerforschlich und wird es bleiben bis
zum Ende. Zudem sind im Kern der Erde Kräfte gebunden von ungeheurer Stärke, die
Ich gebunden halte, um die Erde in ihrem Bestehen nicht zu gefährden, nur daß von
Zeit zu Zeit Eruptionen erfolgen, wo diesen Kräften ein kurzer Ausbruch gestattet ist,
um entwicklungsfähigem Geistigen die Gelegenheit zu geben, sich über der Erde zu
verformen und also seine Aufwärtsentwicklung zu beginnen. Diese Kräfte entfesseln
sich mit Meiner Zustimmung, und daher sind die Auswirkungen in Meinem ewigen
Heilsplan vorgesehen. Eine Eruption, die also nach Meinem Willen stattfindet, wird
auch immer in ihrem Umfang bemessen sein, doch niemals kann menschlicher Wille
Einhalt gebieten, niemals kann menschlicher Wille Anlaß dazu sein, weil Ursache und
Wirkung kein Mensch erforschen kann. Dennoch maßen sich die Menschen in der letzten Zeit an, forschungsmäßig so weit in die Erde einzudringen, um ihnen unbekannte
Kräfte auszulösen, die sie gewinnbringend nützen wollen, und sie bedenken nicht, daß
ihr Wissen und ihre Verstandestätigkeit für solche Experimente nicht ausreichend ist.
(2.9.1949) Sie haben also keine Achtung vor Meinen Schöpfungswerken, sie dringen in
ein Gebiet ein, das ihnen rein naturmäßig verschlossen ist und das erforschen zu wollen eine Vermessenheit genannt werden kann, rein irdisch gesehen. Vom geistigen
Standpunkt aus betrachtet aber, bedeutet es ein Eindringen in das Reich der untersten
Geister, deren Bannung von Mir als nötig erkannt und von den Menschen nun wider-gesetzlich aufgehoben wird, weshalb es sich auch unvorstellbar auswirkt, so Meine
ewige Ordnung umgestoßen wird. Die Manipulationen gehen darauf aus, Erdkräfte
auszuwerten, denen jeder Widerstand nachgibt, und die darum zu allen Experimenten
verwendet werden können. Die Menschen aber bedenken nicht, daß diese Kräfte alles
aufzulösen imstande sind, was in ihren Bereich kommt .... sie rechnen nicht mit ihrer
Gewalt, gegen die Menschenwille und Verstand nichts ausrichten können. Sie öffnen
Schleusen, die nie wieder geschlossen werden können, so sie einmal durchbrochen
worden sind, denn das Gebiet, das die Menschen nun betreten wollen, ist ihnen fremd,
und seine Gesetze kennen sie nicht .... Amen
B.D. 4732 empfangen am 4.9.1949 Einen der Seele mit dem Geist .... Dessen achtet, daß eure Seele reifet, auf daß der Geist in euch sich mit ihr vereinigen
kann, d.h., daß er sich ihr verständlich machen und sie beeinflussen kann Meinem Willen gemäß. Und eure Seele wird dann reifen, wenn ihr euch bemühet, in der Liebe zu
leben, also alles zu tun, was gut ist, wenn ihr gegen eure Fehler und Schwächen ankämpfet, wenn ihr danach trachtet, vollkommen zu werden. Der Wille schon genügt, daß der
Geist in euch wirksam wird insofern, als daß er der Seele kundgibt, was sie tun soll .... so
daß die Seele also empfindungsgemäß das anstrebt, was Mein Wille ist. Je höher der
Reifegrad der Seele ist, desto verständlicher werden ihr die Äußerungen des Geistes
sein. Das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen wird dem Geistigen zugewandt
sein, d.h., der Mensch befaßt sich mehr mit seinem Innenleben, mit der Höherbildung
seines Seelenzustandes als mit irdischen Gedanken. Und alles dieses ist Wirken des Geistes im Menschen, der seinen Einfluß auf die Seele ausübt, die sich mit ihm nun vereinigt hat und sich ziehen läßt nach oben. Denn der Geist im Menschen ist Mein Anteil,
und folglich kann er nur zu Mir hinführen, er sucht die Vereinigung mit dem Vatergeist,
die aber dann erst stattfindet, wenn die Seele dazu bereit ist, wenn der Mensch durch
ein Liebeleben die Schranken durchbricht, die bisher ihn von Mir trennten. Die Seele,
das Denken, Fühlen und Wollen im Menschen muß ohne Zwang die Richtung zu Mir
einschlagen, dann erweckt sie den Geistfunken in sich zum Leben. Und nun setzet sein
Wirken ein und niemals ohne Erfolg .... Amen
B.D. 4733 empfangen am 7.9.1949 Toleranz .... Die Toleranz auf geistigem Gebiet ist unangebracht, wenn es gilt, für die Wahrheit einzutreten, Irrlehren zu beleuchten und gegen die Lüge anzukämpfen. Dann muß ein gerader Weg verfolgt werden, es können keine Zugeständnisse gemacht werden wider die eigene Überzeugung, sowie ein Mensch in Meinem Auftrag tätig ist und also auch in der Wahrheit unterrichtet wird. Die Wahrheit aber ist und bleibt stets die gleiche, und so Ich Selbst einen Menschen belehre, dann ist dieser auch befähigt, verstandesmäßig etwas zu begründen, was er als Wahrheit den Mitmenschen hinstellt. Stimmt nun die Ansicht des Mitmenschen mit jener Erklärung nicht überein, dann darf der Vertreter der Wahrheit aus Mir nicht aus Toleranz nachgeben oder die Ansicht des Mitmenschen gelten lassen entgegen seiner innersten Überzeugung. Eine solche Toleranz wäre gleich dem Verleugnen dessen, was von Mir dem Wahrheitsträger zugeleitet wurde. Denn er erkennt den Irrtum und geht nicht wider ihn an. Sowie Meinungen der Menschen voneinander abweichen, stehen nicht alle in der Wahrheit, und es kann nur die Ansicht dessen richtig sein, der sein Wissen von Mir Selbst empfangen hat, der also nach innigem Gebet zu Mir von seinem Gedankengut fest überzeugt ist, weil Mein Geist ihn belehrt hat, wofür verständlicherweise die Voraussetzungen da sein müssen, daß der Mensch an Mich glaubt, Meine Gebote hält und nach der Wahrheit verlangt. Dieser kann sich als von Mir gelehrt betrachten und sein Gedankengut auch überzeugt vertreten den Mitmenschen gegenüber. Wer offensichtlich als Wahrheitsträger erkennbar ist, wer sein Wissen auf ungewöhnlichem Wege entgegennimmt durch das innere Wort, der kann berechtigt jede andere Lehre ablehnen und sie verurteilen, denn es ist dies seine Pflicht, für die Wahrheit einzutreten, die er direkt von Mir empfängt. Eine Toleranz dem anders Denkenden gegenüber macht ihn unwürdig der großen Gnadengabe, die er von Mir entgegennimmt, denn er achtet sie nicht, so er sich nicht dafür einsetzt. Also darf einem Wahrheitsträger niemals der Vorwurf gemacht werden, daß er intolerant ist gegen Vertreter irriger Lehren, denn nur die Wahrheit trägt den Menschen geistigen Fortschritt ein, die Wahrheit allein führt zu Mir, zum ewigen Leben in Seligkeit, und die Wahrheit allein verhilft zur Erkenntnis und bedeutet also Licht für das Wesen, das als Mensch auf Erden verkörpert ist. Darum wäre es falsch, aus Rücksichtnahme den Mitmenschen im Irrtum zu belassen, um tolerant zu gelten, es wäre dies ein Zugeständnis eigener Unsicherheit und Zweifel an der Wahrheit dessen, was der Mensch vertreten soll. Es wäre ferner eine Lauheit in der Arbeit für Mich und Mein Reich, die dem Mitmenschen die Berechtigung gibt, zu zweifeln an der Mission sowohl als auch an dem Ursprung von Geistesgut, das nicht mit dem Eifer vertreten wird, wie eine göttliche Gnadengabe vertreten werden sollte. Darum erwähle Ich Mir zu Wahrheitsträgern Menschen, die einen starken Willen haben und auch verstandesmäßig Mein Wort vertreten können und die sich weder fürchten vor der Welt noch vor Meinen falschen Dienern, und Ich erwähle Mir mutige Streiter, auf daß sie kämpfen für Mich mit dem Schwert des Mundes, wo immer die Wahrheit verunstaltet wird .... Amen
B.D. 4734 empfangen am 9.9.1949 Irdische Tätigkeit nötig für Diener Gottes .... Meine Knechte auf Erden sind berufen zur Mitarbeit an der Erlösung irrender Seelen. Diese Arbeit erfordert das Einsetzen ihrer ganzen Kraft, die Ich ständig vermehren werde, um auch ihre irdische Tätigkeit ihnen zu ermöglichen, die neben der Arbeit für Mich einhergehen soll, jedoch niemals in den Vordergrund gestellt werden darf. Denn Ich gebe Meinen Knechten immer wieder die Versicherung, daß Ich als ihr Herr sorgen werde für alle Bedürfnisse des Lebens und also auch für ihren täglichen Unterhalt. Daß Ich ihnen aber eine irdische Tätigkeit beigeselle, ist keineswegs bedeutungslos. Der Wille, Mir zu dienen, darf niemals eine Untätigkeit zum Anlaß haben, ansonsten sein Wert herabgesetzt ist. Auch das Mir-dienen-Wollen muß gewissermaßen eine Kampfhandlung sein, es müssen Widerstände überwunden werden, auf daß sich der Wille erst bewähre, auf daß er sich durchsetze und also sein Ernst ersichtlich ist. Es darf die geistige Arbeit nicht als angenehmes Spiel aufgefaßt werden, als eine Tätigkeit, die eines müßigen Menschen Tageslauf erfüllen soll, weshalb Ich es nicht gutheiße, wenn eine seelsorgerische Tätigkeit gewissermaßen zum Beruf eines Menschen wird, denn dann wird die geistige Arbeit zu einer irdischen gestempelt und zuletzt ist sie nur noch Beruf, d.h. eine mit irdischer Einnahme verbundene Tätigkeit. Irdische Tätigkeit aber soll in einer dem Nächsten dienenden Arbeit bestehen, und durch diese dienende Tätigkeit erst kann der Mensch in die Lage versetzt werden, auch geistig zu arbeiten, weil ein Dienen in Liebe Grundbedingung ist, von Mir als Knecht angenommen zu werden. Und darum wird jede irdische Tätigkeit, die im Grunde dienende Nächstenliebe ist, auch von Mir gesegnet sein, besonders dann, wenn das Dienen und nicht der materielle Erfolg in den Vordergrund gestellt wird. Dann wird auch die Fähigkeit zur geistigen Arbeit entwickelt, es wird der Mensch tauglich werden für die Arbeit in Meinem Weinberg, er wird beides zu leisten imstande sein unter Aufbietung seines ganzen Willens, der jedoch der geistigen Arbeit den Vorzug geben muß. Diese wird auch immer geleistet werden können, selbst wenn die irdische Tätigkeit Kraft und Zeit des Menschen vollauf in Anspruch zu nehmen scheint. Wer die irdische Tätigkeit der geistigen voransetzt, der taugt nicht für die Arbeit für das Reich Gottes im erlösenden Sinne, desgleichen ist aber auch nur geistige Arbeit dem Menschen nicht zuträglich für seine Seele. Denn es gerät der Mensch leicht in Gefahr, rein theoretisch die Liebelehre zu vertreten und selbst zu wenig Liebe zu üben, was als unausbleibliche Folge eine langsam zunehmende Unfähigkeit für seine Mission hat, weil Liebe allein der Schlüssel zur Weisheit ist und der Mensch erst wahrhaft weise sein wird, so er sich liebend betätigt, wozu ihm wiederum oft genug Gelegenheit geboten wird. Und darum werden Meine Knechte stets in einer irdischen Tätigkeit stehen, auf daß sie sich beweisen müssen, und je stärker ihr Wille ist, desto segensreicher wird auch die geistige Arbeit sein, und die Arbeit für Mein Reich wird geleistet werden Meinem Willen gemäß .... Amen
B.D. 4735 empfangen am 10.9.1949 Zeichen der Endzeit .... Habet acht auf die Zeichen der Zeit. Schauet um euch mit den Augen des Geistes,
und ihr werdet erkennen, zu welcher Stunde ihr lebt, ihr werdet erkennen, daß die
Nacht im Anzuge ist und daß euch nur noch wenige Minuten des Lichtes gegeben sind,
bis die Nacht hereinbricht. Alles weiset auf den baldigen Verfall hin, die Liebe erkaltet
unter den Menschen, und wenige nur dienen dem Nächsten in Uneigennützigkeit. Merket auf, wie selten noch die Wahrheit anzutreffen ist unter den Menschen, wie blind sie
einhergehen ohne Wissen um das Schicksal, dem sie entgegengehen, so sie sich nicht
ändern. Erkennet an allen diesen Zeichen, daß die Lebensuhr vieler Menschen abgelaufen ist, erkennet, daß das Ende nahe ist. Ich kann euch keine andere Zeitbestimmung
für das Ende geben, ihr müsset selbst das Tun und Treiben um euch verfolgen, auf daß
ihr wisset, wann der Tag zu Ende geht. Ich mache euch aufmerksam, weil Ich nicht will,
daß ihr überrascht werdet und der letzten Zeit zum Opfer fallet, denn das muß euch
gesagt werden, daß ihr euch nicht täuschen lassen dürfet durch die scheinbare Besserung der Lebensführung einzelner; es muß euch gesagt werden, daß, weltlich gesehen, kein Anlaß vorliegt zu einer Änderung, daß aber plötzlich ein solcher geschaffen
und nun auch die Stunde Meines Eingreifens gekommen ist, die Ich ständig angekündigt habe. Achtet auf alles, was um euch vorgeht, und desto eher werdet ihr erkennen, in
welcher Zeit ihr lebt. Verlieret nur nicht den Glauben an Mich und Meine Liebe, denn
alles, was Ich tu und zulasse, hat eure seelische Entwicklung zum Ziele, wenngleich es
euch grausam erscheint und ihr Mich nicht daran zu erkennen vermögt. Die Meinen
können sich sicher fühlen in Meinem Schutz, sie können vertrauend Meine Hilfe
erwarten in jeder irdischen und geistigen Not; die Meinen brauchen nichts zu fürchten,
was auch kommen mag, so sie nur ihre Augen zu Mir erheben, also ständig mit Mir verbunden bleiben in Gedanken und durch die Tat. Und so ihr also wisset, daß nicht mehr
viel Zeit ist, bis die Erde eine große Umwälzung erfährt, so bereitet euch darauf vor;
beachtet nicht die Welt, sondern zollet eurem Seelenleben die größte Aufmerksamkeit,
schaffet eurer Seele Gelegenheit zum Ausreifen, indem ihr um euch blicket, und wo ihr
Not sehet, helfend eingreifet, kläret auch die Mitmenschen auf über den Ernst der Zeit
und predigt ihnen die Liebe, weil nur die Liebe ihnen Kraft gibt, das Leben zu ertragen,
das noch vor ihnen liegt. Und zeiget ihnen durch Beispiel die Auswirkung eines Liebelebens, seid selbst stark im Glauben und tätig in der Liebe, und eure Kraft wird sich steigern, und alles werdet ihr bewältigen, was euch aufgebürdet wird. Ihr werdet auch die
schwerste Zeit überstehen, weil Ich euch helfe .... Amen
B.D. 4736 empfangen am 11.9.1949 Gott spricht durch das Herz zum Menschen .... Was euch das Herz gebietet, das sollet ihr tun, denn durch das Herz rede Ich zu euch,
vorausgesetzt, daß ihr Meine Stimme vernehmen wollet. Ihr könnet also das Herz sprechen lassen oder auch den Verstand, d.h., ihr könnet eurem Empfinden Beachtung
schenken oder auch die Vernunft walten lassen, also irgendwelchen Vorteil anstreben
durch euer Handeln, während das Herz diesen Vorteil nicht erzielt. Wollet ihr aber, daß
Ich euch berate, indem ihr zuvor Mich bittet um Unterweisung, dann brauchet ihr nur
eures Empfindens zu achten, und es wird wahrlich recht sein, was ihr nun tut. Dann ist
euer Herz nur der Vermittler Meines Willens, und seiner Stimme könnet ihr folgen. So
auch werdet ihr empfindungsgemäß belehrt, d.h., ihr lehnet instinktiv ab, was falsch ist
und nehmet an, was der Wahrheit entspricht. Und so ist auch zu erklären, warum Menschen, die Mir innig verbunden sind, empfindungsmäßig ablehnen, so ihnen Irrlehren
unterbreitet werden. Es ist dies ein Zeichen, daß sich ihre Seele wehrt gegen etwas ihr
Unzuträgliches, daß sie im Verlangen nach dem Rechten und Wahren vom Geist in sich
gewarnt wird, etwas Unwahres anzunehmen, daß sie sich also unbewußt feindlich einstellt und ihre Einstellung nicht verbirgt, sondern offen bekennt. Dann veranlasse Ich
Selbst diesen Menschen dazu, daß er sich ablehnend äußert, weil Ich will, daß Irrlehren
gebrandmarkt werden als verderblich für die Seele. Schweigt aber in einem Menschen
die innere Stimme, daß er nicht das Falsche einer Handlung oder Lehre erkennt, dann
verlangt er nicht Meinen Rat, sondern ist von sich selbst oder seiner Urteilsfähigkeit
überzeugt .... Amen
B.D. 4737 empfangen am 12.9.1949 Gottes Wort Beweis Seiner Gegenwart .... Daß Ich euch gegenwärtig bin, beweiset euch Mein Wort, denn nimmermehr würdet ihr Meine Stimme vernehmen im Herzen, so Ich Selbst nicht in eurem Herzen zugegen wäre. Und diese Gewißheit sollte euch so glücklich machen, daß ihr darüber jeden irdischen Kummer vergessen und stets heiter und fröhlich sein müßtet. Denn Meine Gegenwart ist ein Zeichen Meiner Liebe und Meine Liebe zu besitzen, sollte doch wahrlich keine Trauer und keinen Mißmut in euch aufkommen lassen. Was ist irdischer Besitz und irdisches Glück gegenüber Meiner Liebe? Meine Liebe kann euch alles geben, sowohl irdisches Glück als auch himmlische Seligkeit, Meine Liebe kann euch auch das Erdenleben leicht und schön gestalten, und so ihr also den Beweis Meiner Liebe habt durch die Zuleitung Meines Wortes, sollte es nichts mehr geben, was euch Sorge machen und Leid bereiten kann, denn immer brauchet ihr nur in euer Herz schauen, immer brauchet ihr nur euch Mich als gegenwärtig euch vorzustellen, und ihr werdet vertraut mit Mir reden können und in demütiger Kindesliebe Mir eure Nöte vortragen, und nimmermehr werdet ihr vergeblich Mich um Hilfe bitten, nimmermehr werdet ihr leer ausgehen, weil Ich stets bedenke, die Meine Kinder sind, die Mich anhören, so Ich zu ihnen spreche. Darum gedenket stets Meiner Gegenwart, so ihr in Not seid, wisset, daß ihr mit Mir in der vertrautesten Weise reden könnet und daß Ich euch desto eher erhöre, je kindlicher und zuversichtlicher ihr zu Mir kommet, denn dann bezeuget ihr Mir eure Liebe und euren Glauben, und dann kann Ich euch jede Bitte erfüllen, denn Ich lasse Meine Kinder nicht vergeblich bitten, Ich gebe ihnen alles, so sie nur glauben .... Amen
B.D. 4738 empfangen am 13.9.1949 „Lernet glauben ....“
Ich habe euch Mein Wort gegeben, demzufolge ihr euren Lebensweg in Meinem
Schutz zurücklegen werdet, und dieses Wort soll euch genügen, wenngleich ihr oft nicht
begreifen könnet, warum ihr diesen Weg gehen müsset. Lernet nur glauben .... Amen
B.D. 4739 empfangen am 15.9.1949 Jeder Weg ist vorgezeichnet für Diener Gottes .... Die Wege, die ihr gehen müsset, sind euch vorgezeichnet von Ewigkeit, da Ich euch
berufen habe, tätig zu sein für Mich und Mein Reich. Sowie ihr in Meinen Willen eingegangen seid, ist euer Denken, Wollen und Handeln auch Meinem Willen entsprechend,
und so ist auch ein jeder Weg, den ihr gehet, von Mir bestimmt, wie er sich in die Arbeit
für Mein Reich einfügt, d.h., diese eure Arbeit ist ausschlaggebend für den Verlauf eures
Erdenlebens. Stets wird euch Gelegenheit gegeben, eure Mission auszuführen, und stets
werde Ich euch dorthin führen, wo ihr benötigt werdet, wo ihr erfolgreich tätig sein
könnet für Mein Reich, so der Wille des Menschen euch nicht zurückweiset und er der
Segnungen verlustig geht, die ihr ihm ins Haus bringen wollet. Es ist nichts Zufall und
nichts willkürlich, was ihr erlebt; wie alles kommt, so ist es Mein Wille, und daher werdet ihr niemals einen falschen Weg gehen aus eigenem Verschulden, sondern wo er hinführt, dort ist auch eure Tätigkeit nötig, selbst wenn der Erfolg minimal ist. Eure Wege
überwache Ich Selbst, so ihr als Meine Knechte in Meinem Auftrag arbeiten wollet. Ich
weise euch die Arbeit zu, die Ich für nötig erachte und die zu leisten ihr fähig seid.
Darum könnet ihr ohne Sorge jeden Tag beginnen und beenden .... ihr könnet nichts
anderes tun, als was Mein Wille euch vorbestimmt hat, weil ihr selbst euch des Willens
begeben habt, weil ihr Mir eure Dienste angetragen habt im freiem Willen und Ich nun
diesen Willen lenken kann, der sich Mir unterstellt hat. Ich nehme euch den freien Willen nicht, doch so ihr selbst ihn Mir unterstellt, werdet ihr nun von selbst, also aus
eurem Willen heraus, das tun, was Ich vorgesehen habe seit Ewigkeit .... Amen
B.D. 4740 empfangen am 16.9.1949 Verantwortung für Annahme von Irrlehren .... Es lösen sich die Menschen zu schwer von einem Wissen, das ihnen von Jugend auf
angelernt wurde und das sie darum nicht als irrig hingeben wollen. Ohne nachzudenken haben sie dieses Wissen angenommen, und da sie an ihrer Erziehung schuldlos
sind, können sie vorerst nicht zur Verantwortung gezogen werden ob der Annahme falscher Lehren. Doch sowie sie selbst ihren Verstand gebrauchen können, ist es auch ihre
Pflicht, jenes Geistesgut zu prüfen ob seiner Wahrhaftigkeit. Und sie werden sich verantworten müssen, ob sie ihren Verstand tätig werden ließen, sowie sie dazu fähig sind.
Nicht aber dürfen sie jegliches Geistesgut für wahr halten ohne Prüfung, wie sie sich
auch nicht rechtfertigen können mit der Begründung, daß sie jenes Wissen empfangen
haben, also schuldlos seien, wenn sie es während ihres Erdenlebens vertreten. Sie vergessen, daß sie für ihre Seelen die Verantwortung tragen, sie vergessen, daß nicht Ich sie
strafe, sondern daß sie sich selbst strafen, d.h., daß sie im Unvollkommenheitszustand
verbleiben, in dem sie niemals selig werden können .... daß Ich sie aber nicht aus diesem
Zustand erlösen kann, weil ihr freier Wille tätig werden muß zu dieser Erlösung, daß sie
den Willen aber nicht recht gebraucht haben, ansonsten sie den Verstand genutzt hätten
zur Prüfung jenes Geistesgutes. Sie blieben untätig, sie ließen sich gewissermaßen
etwas aufzwingen, was sie auch ablehnen konnten, so sie es wollten. So sich die Menschen nun für ihre Seelen verantworten sollen, so heißt das, daß sie ihre Schuld erkennen müssen, daß sie ihre unglückselige Lage als selbst verschuldet und gerecht erkennen und ihr eigenes Versäumnis zugeben müssen, also sich nicht entlasten können auf
Kosten derer, die sie falsch unterwiesen haben. Wohl müssen sich auch diese Lehrer
dereinst verantworten entsprechend ihrer Schuld, doch wer die Irrlehren annimmt, der
ist nicht freizusprechen von Schuld, da Ich dem Menschen den Verstand gegeben habe,
den er zuerst für sein Seelenheil nützen soll. Wem es nun ernst ist um die Wahrheit, der
bemüht sich darum und wird sie auch finden. Und jede dem Menschen dargebotene
Belehrung muß geprüft werden, so sie Anspruch auf Wahrheit erhebt. Also hat auch der
Mensch die Pflicht, ihm vermitteltes Geistesgut mit jenen Lehren zu vergleichen, und
der rechte Wille zur Prüfung wird auch rechte Ergebnisse zeitigen. Doch wie sich der
Mensch einstellt, so ihm durch Meinen Willen die Wahrheit zugeführt wird, so ist auch
der Zustand seiner Seele nach seinem Tode .... lichtvoll oder finster .... Amen
B.D. 4741 empfangen am 17.9.1949 Verlangen nach der Wahrheit Bedingung .... Ich werde euch die Wahrheit nicht vorenthalten, doch es wird euch auch verständlich
sein, daß Ich will, daß die Wahrheit begehrt werde, weil dies erst den Willen bekundet,
mit Mir in Verbindung zu treten und aus dem Zustand der Unkenntnis mit Meiner
Hilfe in den Zustand der Erkenntnis zu gelangen. Die Wahrheit zu besitzen, wird immer
für den Menschen Licht bedeuten .... dem Menschen, der in der Finsternis sich wohl
fühlt, wird aber nicht das Licht hingetragen, da er seinen Schein deshalb als lästig empfindet, weil ihm die Dunkelheit behagt. Einem Menschen nun die Wahrheit darbieten,
der kein Verlangen nach ihr hat, wäre ein Verstrahlen des Lichtes in die Finsternis, das
zwecklos genannt werden müßte, weil das Licht nicht benötigt, also auch nicht gewürdigt wird. Und so kann die Wahrheit in edelster Form einem Menschen zugeführt werden, er wird nichts von ihrer Wohltat spüren, weil ihm die geistige Finsternis nicht
unbehaglich ist und die Wahrheit völlig eindruckslos auf ihn bleibt. Darum verlange
Ich, daß ihr Menschen Mich angehet um die Wahrheit, daß ihr im Gefühl eines mangelhaften Zustandes, im Bewußtsein eurer Unkenntnis euch an Den wendet, Der euch
Erkenntnis geben kann und will, weil Er euch als Seine Geschöpfe, die erblindet sind im
Geist, liebt, und Er euch daher wieder sehend machen will. Niemals aber wird euch
Menschen das Licht gegeben wider euren Willen .... Amen
B.D. 4742 empfangen am 18.9.1949 Mahnung zu eifriger Arbeit für das Reich Gottes .... Rastlos tätig sein sollet ihr für Mich und Mein Reich .... dann erfüllet ihr eure Erdenaufgabe nach Meinem Willen, und dann werdet ihr auch das Erdenleben meistern, ihr
werdet nicht zu fürchten brauchen, den weltlichen Anforderungen nicht nachkommen
zu können, denn das irdische Leben wird nur nebenhergehen, wo des geistigen Lebens
mehr geachtet wird. Seid eifrig tätig für Mich und Mein Reich, d.h., suchet euren Mitmenschen Kenntnis zu geben von Meinem Einwirken auf euch, suchet sie in der Wahrheit zu unterweisen, und machet sie aufmerksam auf das Ende und auf die Zeichen der
Zeit .... Amen
B.D. 4743 empfangen am 19.9.1949 Fürbitte für geistiges Wohl .... Ich will euch allen verhelfen zur Seligkeit, doch nur wenn euer Wille gleichfalls bereit
ist, ansonsten Ich keine freien geistigen Wesen gewinne, sondern nur gerichtete Wesen,
die Ich nicht Meine Kinder nennen könnte. Und so muß euer Wille also streben nach
Vollkommenheit .... Amen
B.D. 4744 empfangen am 20.9.1949 „Die Weisheit der Weisen will Ich zunichte machen ....“ Die Weisheit der Weisen will Ich zunichte machen und den Verstand der Verständigen verwerfen und denen das rechte Wissen geben, die ohne irdisches Wissen sind,
doch Mir in Liebe zugetan .... die an Mich glauben .... Amen
B.D. 4745 empfangen am 21.9.1949 Prüfungen, um Glauben zu stärken .... Auf daß ihr nicht lau werdet in eurem Streben, seid ihr immer wieder Prüfungen
ausgesetzt, die eure Blicke zu Mir erheben sollen, weil ihr euch nicht von Mir entfernen
dürfet, denn nur mit Mir schreitet ihr vorwärts, nur Meine Gegenwart gibt euch Kraft,
und nur mit Mir könnet ihr dem Widerstand leisten, der euch verderben will. Sehr groß
aber ist die Gefahr, Mich der Welt wegen zu vergessen .... Amen
B.D. 4746 empfangen am 22.9.1949 Gebet im Geist und in der Wahrheit .... Ein inniger Gedanke an Mich, ein kurzes Gebet zu Mir , das im Geist und in der
Wahrheit zu Mir emporgesandt wird, ist Mir wohlgefällig und findet Erhörung, wie Ich
auch stets Mich denen zuneige, die gedanklich Zwiesprache halten mit Mir, denn mit
ihnen fühle Ich Mich verbunden, weil sie Mich in vollster Wahrheit suchen und Ich
Mich daher auch von ihnen finden lassen kann. Ich habe aber kein Wohlgefallen an
Formgebeten, weil diese den Geist töten, weil sie zu monotonen Gesprächen werden,
denen Ich nimmermehr Gehör schenken kann, denn nicht das Herz spricht zu Mir,
sondern nur die Lippen, also dringen diese Worte nicht zu Mir, weil sie nicht dem Herzen entspringen, sondern nur der Verstand sie ausspricht. Wer von Mir gehört werden
will, der braucht keine Worte auszusprechen, sondern was er im Herzen empfindet, was
er denkt und fühlt, das ist Mir bekannt, doch erst das bewußte Zuwenden seiner Gedanken zu Mir veranlaßt Mich, (23.9.1949) dem Menschen Mich zuzuneigen, der also in Mir
seinen Vater erkennt und bei Mir Hilfe zu finden glaubt. Ihm wird geholfen werden .... wohingegen ein Gebet endlos lang sein kann, ohne Erfolg zu haben. Denn dann ist es
ein Lippengebet, das Ich verurteile, weil es niemals innig sein kann, weil es kein Gebet
im Geist und in der Wahrheit ist, sondern nur eine Form, die jegliche Innerlichkeit vermissen läßt. Gemeinsame Lippengebete sind Mir ein Greuel, wird doch durch solche
die innige Verbindung mit Mir zur Unmöglichkeit, und es wird verständlicherweise
jeder einzelne andere Gedanken haben, wie auch ein jeder ein anderes Anliegen hat, das
aber gedanklich nicht berührt wird, also das Gebet alles andere eher ist als eine vertraute Zwiesprache mit Mir, die Ich aber fordere, um die Bitten erfüllen zu können.
Denn erst in einer vertrauten Zwiesprache äußert sich der Glaube des Menschen, die
Zuversicht auf eine sichere Hilfe, die Voraussetzung ist, um dem Menschen die Hilfe
angedeihen lassen zu können. Und darum sollet ihr euch zurückziehen in euer Kämmerlein, so ihr beten wollet, ihr sollt in euch gehen und Meine Gegenwart zulassen
durch innige Gedanken an Mich, in denen die Liebe zu Mir ersichtlich ist .... Amen
B.D. 4747 empfangen am 25.9.1949 Zeichen des nahen Endes: geistige Verflachung .... Ein sicheres Zeichen des herannahenden Endes ist die geistige Verflachung unter
den Menschen. Selten nur werdet ihr Menschen finden, denen die geistige Entwicklung
ihrer Seele das Wichtigste ist. Und immer wieder werdet ihr feststellen können, daß nur
die irdische Welt das Denken und Handeln der Menschen bestimmt, daß ihr Sinnen
und Trachten nur materiellen Gütern gilt und sie nach geistigem Wissen kein Verlangen
haben. Und so ihr dies erkennet, werdet ihr auch die Notwendigkeit eines Eingriffs Meinerseits einsehen müssen, oder ihr glaubet nicht an Mich und den Zusammenhang von
Mir mit Meinen Geschöpfen. Doch Ich mache euch wieder darauf aufmerksam, daß
schneller, als ihr denkt, sich das Weltbild ändern wird .... Amen
B.D. 4748 empfangen am 27.9.1949 Astrologie .... Nur das ist als von Meinem Geist gegeben anzusehen, was die Erlösung des Geistigen
zum Inhalt hat, was also mehr oder weniger ausführlich von Meinem Heilsplan Kenntnis gibt und somit auch von Mir und Meinem Wesen zeuget. Ein Wissen, das sich nicht
in diesem Rahmen bewegt, das also im Menschen weder den Glauben an Meine Liebe,
Weisheit und Allmacht erweckt, noch die Seelenreife des einzelnen fördert, ein Wissen,
das zudem im Widerspruch steht zur Lehre Christi insofern, als daß es den freien Willen des Menschen verneint, also der Mensch völlig willenlos dem Schicksal ausgeliefert
wäre .... ein Wissen, das ferner eine von Meiner Weisheit dem Menschen verhüllte
Zukunft entschleiern zu können glaubt, ist kein Geisteswirken und also auch nicht in
Meinem Willen, vielmehr ein Mittel Meines Gegners, die Menschen vom wahren Wissen abzudrängen und ihr Denken irrezuführen. Nimmermehr werden Menschen
ergründen oder berechnen können, wie sich das Lebensschicksal des einzelnen gestaltet, sondern alle derartigen Behauptungen sind Trugschlüsse oder Mutmaßungen, die
wohl zufällig stimmen können, doch dann niemals aufgrund von Berechnungen oder
Einwirkung bestimmter Gestirne, sondern immer entspricht das Lebensschicksal Meinem Plan von Ewigkeit, dem der freie Wille des Menschen zugrunde liegt. Im großen
Schöpfungsraum sind zwar endlos viele Gestirne den Menschen dieser Erde sichtbar,
doch einen Einfluß üben diese Gestirne nicht auf die Menschen aus, (28.9.1949) was
auch jedem begreiflich sein wird, wenn er bedenkt, daß zahllose Gestirne sich in den
ihnen zugewiesenen Bahnen bewegen, daß diese Gesetzmäßigkeit von Meiner Weisheit
erkannt ist seit Ewigkeit als gut und recht, daß sämtliche Gestirne Lebewesen tragen
zum Zwecke der Aufwärtsentwicklung und daß auch deren Schicksal bestimmt ist, dieses aber wird niemals von anderen Gestirnen beeinflußt. Nur rein naturmäßig können
die Erdenbewohner atmosphärische Strömungen empfinden, die durch die Nähe
bestimmter Gestirne in Erscheinung treten, die aber auf das Schicksal des einzelnen
keinen Einfluß haben. Die Gesetzmäßigkeit im gesamten Universum, die ewige Ordnung, die in Meiner Schöpfung zu erkennen ist, ist wohl Beweis genug von einer lenkenden Macht .... Amen
B.D. 4749 empfangen am 29.9.1949 Ermahnung zum lebendigen Glauben .... Und so redet die Stimme des Herrn zu euch, die ihr Kenntnis nehmet durch Seine Diener auf Erden von Seinem Wort:„Nichts bleibt Mir verborgen, selbst eure Gedanken sind Mir offenbar, und diesen Gedanken nach beurteile Ich euch“. Euer innerstes Denken ist Mir bekannt, und deshalb ist es sinnlos, Mich durch Worte täuschen zu wollen. Euer Herz verrät euch, wenngleich der Mund anders spricht. Ich will euch zu Augenund Ohrenzeugen des letzten Geschehens auf dieser Erde machen; Ich will, daß ihr dann feststeht im Glauben, und Ich bereite euch deshalb vor auf die kommende Zeit. Und nun steht es euch frei, was ihr aus Meinem Wort entnehmet. Nur darauf will Ich euch aufmerksam machen, daß ihr nur im Glauben an Mich auf Meine Hilfe hoffen dürfet, denn am Ende der Zeit dieser Erde wird nur der Gläubige das Leben behalten, während der Glaubenslose den Tod finden wird, doch es ist damit der Tod des Geistes gemeint, der Zustand des Gebanntwerdens in der Form. Ich fordere also den Glauben, um euch helfen zu können, und Ich gebe Mich nicht zufrieden mit dem bloßen Bekennen des Glaubens mit dem Munde. Ich weiß um jeden Gedanken, und darum könnet ihr Mich nicht täuschen. Meine Liebe möchte euch wohl helfen, doch ihr weiset Meine Liebe zurück, die euch in Form Meines Wortes entgegenkommt, denn ihr nehmet Mein Wort nicht an und also auch nicht Mich Selbst. Und damit ist euer Schicksal besiegelt, denn Mein Gegner gewinnt Macht über euch, weil euer Wille ihm nicht wehrt und weil ihr nicht von Mir die Widerstandskraft entgegennehmet, die ihr stets durch Mein Wort empfangen könntet. Und so rufe Ich euch noch einmal zu: Gehet in euch, suchet den lebendigen Glauben euch zu erringen, tretet mit Mir in Verbindung und holet euch Kraft aus Mir, die ihr nötig brauchet, um auszuharren bis zu Ende. Und bedenket, daß Ich um alles weiß, um euren Willen, um eure Schwäche des Glaubens und auch um eure mangelhafte Liebetätigkeit. Doch so ihr nur euren Willen Mir zuwendet, will Ich euch helfen und euch bewahren vor dem sicheren Untergang; Ich will euch Kraft geben, auf daß ihr zum rechten Glauben gelanget, auf daß Ich euch erretten kann von der Nacht des Todes .... Amen
B.D. 4750 empfangen am 30.9.1949 Irdische Sorge unnötig .... Sorget euch nicht um irdische Dinge, sondern überlasset diese Sorge Mir. Wisset ihr
denn, was Ich euch zugedacht habe? Wisset ihr, was Ich euch verweigere? Und warum
Ich euch das eine gebe und das andere nehmen will? Ich aber weiß, was gut ist für euch
und enthalte euch wahrlich nichts vor, was euch nicht schadet. Nun aber, da ihr Meine
Knechte seid, ist jede Sorge um Irdisches unnötig, weil Der, in Dessen Diensten ihr
steht, übergut für euch sorget und um alle eure Bedürfnisse weiß und sie decken wird,
weil Er euch liebt. Sorget nicht, was morgen sein wird, aber habet acht, wie eine jede
Sorge in nichts zerstiebt, so ihr sie Mir gläubig anvertraut habt .... Amen
B.D. 4751 empfangen am 1.10.1949 Verbreiten der Liebelehre Aufgabe der Diener Gottes .... Ich habe euch in den Dienst genommen, weil Ich um euren Willen weiß, um eure
Fähigkeit, in Meinem Auftrag tätig zu sein. Und also unterweise Ich euch nun, auf daß
ihr euren Dienst gut versehen könnt, Ich bilde euch aus für eure Tätigkeit. Nur eine
kurze Zeit seid ihr Meine Schüler, dann aber genügt euer Wissen, um den Mitmenschen
ein weiser Führer sein zu können. Doch mit Meinem Geist werde Ich ständig bei euch
verbleiben, d.h., eure Lehrtätigkeit wird immer unter Assistenz Meines Geistes ausgeführt werden; und darum brauchet ihr nicht zu fürchten, eurer Aufgabe nicht
gewachsen zu sein. Denn eigentlich belehre Ich Selbst die Menschen, denen ihr das
Evangelium bringen sollet. Doch es muß dies durch euch geschehen, weil Ich direkt zu
ihnen nicht sprechen kann, ohne Mich in Meiner Göttlichkeit ihnen zu offenbaren. Dies
aber könnten sie nicht ertragen in ihrem unreifen Zustand, und darum benötige Ich
euch als Mittler, denn sie brauchen Meine Belehrung, die Ich ihnen durch euch zugehen
lasse. Ihr also arbeitet für Mich und Ich durch euch, denn die Menschen sind in arger
Not, weil sie nichts mehr von Mir wissen und das, was ihnen gesagt wird, nicht mehr
glauben können. Ich aber will ihren Glauben wieder beleben oder ihn recht richten,
denn die Menschen sind falsch belehrt und darum schon von Mir abgefallen, weil jeder
Irrtum von Mir abführt und nur allein die Wahrheit zu Mir hinführt. Darum gehe Ich
gegen den Irrtum vor, darum beauftrage Ich euch, Meine Diener, stets die Wahrheit zu
predigen und gegen den Irrtum anzukämpfen, weil nur die Wahrheit zum ewigen
Leben führt, weil ihr nur durch die Wahrheit selig werden könnt .... Amen
B.D. 4752 empfangen am 2.10.1949 Verehrung der Gottesmutter .... Alle geistigen Fragen werden euch beantwortet werden, weil sie zur Klärung beitragen, wo Wahrheit vom Irrtum unterschieden werden soll. Es ist aber stets Voraussetzung, daß euch an der reinen Wahrheit gelegen ist, denn sowie in euch das Verlangen
vorherrschend ist, bestärkt zu werden in einer schon bestehenden Anschauung, seid ihr
auch nicht empfangsfähig für die reine Wahrheit, ihr müsset bitten um diese und die
rechte Antwort empfangen wollen .... Amen
B.D. 4753 empfangen am 4.10.1949 Mittler zwischen Gott und Menschen .... Ein Mittler zwischen Gott und den Menschen muß immer in Bereitschaft sein, von
Gott zu empfangen und den Menschen zu geben. Die Liebe zu Gott muß den Menschen
fähig machen, Sein Wort zu hören, und die Liebe zu den Mitmenschen muß ihn antreiben, das göttliche Wort ihnen zu vermitteln. Die Kluft von den Menschen zu Gott ist so
groß, weil die Menschen selbst keinen Versuch machen, einen Weg zu Ihm anzubahnen,
und darum ist ein Mittler nötig, der die Kluft überbrückt, der also den Weg zu Gott
schon gefunden hat, der ihn ständig geht, um von Ihm gute Gabe zu empfangen, der
aber auch seine Mitmenschen bedenket mit dieser Gabe, weil er Liebe zu ihnen empfindet und die Verbindung von seinen Mitmenschen zu Gott herstellen möchte, auf daß sie
ebenfalls göttliche Gabe in Empfang nehmen und verwerten können. Ein Mittler zu
sein zwischen Gott und den Menschen ist beseligend und verpflichtend zugleich, denn
was Gott ihm gibt, ist nicht nur für ihn selbst bestimmt, sondern es ist Geistesgut, das
allen Menschen zugewendet werden soll und nur durch einen Menschen zur Erde geleitet wird, weil sein Ausgang im geistigen Reich ist, die Menschen aber in ihrem noch
unvollkommenen Zustand aus dem geistigen Reich direkt nichts entgegennehmen
können und daher eine Zwischenstation benötigen, durch die ihnen das vermittelt
wird, was sie benötigen, um vollkommen zu werden. Denn Gott steht dem Schwachen
bei, Er sucht ihm Kraft zu vermitteln, die jedoch einen Ihm zugewandten Willen voraussetzt. Und so sollen die Mittler die Menschen belehren, auf daß sie Gott erkennen
und lieben lernen und also auch den Willen haben, Ihm anzugehören. Dann werden sie
auch Seinem Wort Beachtung schenken und von Kraft erfüllt sein .... sie werden ihrer
Erdenlebensaufgabe nachkommen und also gewonnen sein für das geistige Reich. Sie
sind dann durch einen Mittler Gott zugeführt worden, sie haben selbst den Weg betreten, der zu Ihm führt, sie haben die Kluft verringert, die zwischen Gott und ihnen lag .... sie haben über den Mittler zu Gott gefunden .... Amen
B.D. 4754a empfangen am 5.10.1949 Hilfe der Lichtwesen .... Die Bereitschaft, Mir zu dienen, wird von den Lichtwesen überaus freudig unterstützt, und so kann jede Bitte, besonders geistige Arbeit betreffend, an sie gerichtet werden. Denn den Wesen des Lichtes liegt die Zuführung der Wahrheit an die ihnen anvertrauten Erdenmenschen ob, und daher ist ihnen jede Kraft auf Erden willkommen, die ihnen hilft, mit jenen Schützlingen in Fühlung zu kommen. Es bleibt aber dennoch den Menschen überlassen, mit den Lichtwesen in Verbindung zu treten durch Gedanken oder Anruf, ansonsten sie sich nicht helfend betätigen können, da sie die Willensfreiheit der Menschen achten, sie sind jedoch stets in der Nähe ihrer Schützlinge und lenken deren Gedanken in das geistige Reich, es erkennend, wenn sich der Mensch dazu hingezogen fühlt und nun die bewußte Verbindung mit dem geistigen Reich einsetzt. Dann können sie ihn unterstützen in jeder Weise ....
B.D. 4754b empfangen am 6.10.1949 Hilfe der Lichtwesen .... Geistige Knechtschaft bedeutet es, wenn geistiges Gedankengut den Menschen vorenthalten wird, um es zu verhindern, daß sie Vergleiche ziehen können zwischen verschiedenen Geistesrichtungen. Der Mensch kann kraft seines Verstandes prüfen und ablehnen oder annehmen, er kann auch ein falsches Urteil fällen; immer aber nimmt er Stellung zu dem Geistesgut, das ihm vermittelt wird. Und auf daß nun sein Urteil rich-tig ist, muß er vergleichen können und nach seinem Entscheid wird er nun seinen Lebenswandel führen und also für diesen zur Verantwortung gezogen werden. Sowie ihm aber jede Möglichkeit genommen wird, Geistesgut mit anderem zu vergleichen, fällt auch eine Prüfung weg .... er muß nun ungeprüft annehmen, was ihm von außen zugetragen wird, er ist also dann zwangsweise gläubig .... es kann aber dann niemals von einem rechten Glauben gesprochen werden. Der rechte, lebendige Glaube aber ist zur Erreichung des ewigen Lebens notwendig, und um diesen lebendigen Glauben gewinnen zu können, wird dem Menschen immer wieder Geistesgut dargeboten werden, das göttlichen Ursprungs ist und das sehr zu denken gibt, weil es abweicht von dem Wissen, das der Mensch besitzt und das also von dem ernstlich die Wahrheit begehrenden Menschen geprüft werden muß ob seiner Glaubwürdigkeit. Und es wird dies ein jeder können, er wird auch gefühlsmäßig das Rechte erkennen, doch immer ist die Richtschnur das von oben verkündete Wort, das als reinste Wahrheit von Gott Selbst seinen Ausgang nimmt und die Menschen aufkläret über alles, was zur Erreichung der Seelenreife nötig ist. Das göttliche Wort wird immer wieder den Menschen zugeleitet, und sowie der Mensch ernsten Willens ist, die Wahrheit zu haben, wird ihm durch das göttliche Wort Aufschluß werden, und er wird Irrtum von der Wahrheit unterscheiden lernen. Wird aber dem Menschen dieses göttliche Wort vorenthalten, so daß es ihm unmöglich gemacht wird, eine ernsthafte Prüfung von Geistesgut vorzunehmen, so ist dies eine geistige Knechtschaft, die wahrlich Verantwortung fordert, denn zwangsweise wird der Mensch zu einem Glauben veranlaßt, der niemals ein lebendiger werden kann, sondern stets tot bleibt, weil dem Menschen die Überzeugung fehlt, die er aber nur gewinnen kann nach ernsthafter Stellungnahme und Abwägen verschiedener Lehren. Die Wahrheit wird von Gott aus immer wieder zur Erde geleitet, und sie darf niemals ihm vorenthalten werden, doch die Prüfung muß ihm selbst überlassen werden, und es muß seinem Willen freigestellt werden, wofür er sich entscheidet, ansonsten der Mensch nicht zur Verantwortung gezogen werden könnte, er aber auch ständig geistig blind bliebe .... Amen
B.D. 4755 empfangen am 8.10.1949 Gläubige Gemeinde .... Wo sich eine kleine Gemeinde bildet, die in Meinem Namen zu wirken sucht, die sich
Meinen Willen zur Richtschnur nimmt und die im Glauben an Mich Werke der Liebe
verrichtet, die Mein Wort aufnimmt und Meine Liebelehre auch den Mitmenschen
gegenüber vertritt, dort bin Ich ständig gegenwärtig und lasse Meinen Geist in dieser
Gemeinde wirken .... Amen
B.D. 4756 empfangen am 8.10.1949 Vorbestimmter Erdenlauf .... Jede irdische Sorge ist hinfällig, so ihr an Mich glaubt. Sowie ihr einen Lenker aller
irdischen Geschicke anerkennt, müsset ihr euch dessen gewiß sein, daß dieser Lenker
alle Bedürfnisse kennt und Er diesen Rechnung getragen hat, sowie Er den Erdenlauf
jedes Menschen bestimmte in Seiner Weisheit. Alles nun, was über den Menschen
kommt, hat seinen Anlaß, seine Begründung und seinen Zweck. Der Zweck ist immer
das seelische Ausreifen, das aber oft auch ohne Widerstände vor sich gehen kann.
Widerstände sind alle dem Menschen nicht zusagenden Momente, die er kurz Schicksalstücken nennt. So muß also auch das von einem Menschen ertragen werden, was vernunftsmäßig von ihm verurteilt wird, weil es ihm nicht behagt. Es ist aber nötig zur
Aufwärtsentwicklung eines Menschen, und es wird immer wieder vorübergehen, es
wird sich gewissermaßen von selbst regeln durch Meinen Willen, wenngleich der
Mensch zumeist der Meinung ist, daß er selbst dazu beigetragen habe, ihm unangenehm Scheinendes zu beseitigen. Es wickelt sich alles nach Meinem ewigen Ratschluß
ab, und so ihr nun das eine bedenket, daß bis ins kleinste jegliches Geschehen in eurem
Erdenleben vorbestimmt ist, daß auch euer irdisches Ende vorgesehen ist seit Ewigkeit,
müsset ihr es einsehen, daß ihr nichts daran ändern könnet und daß daher auch jede
Sorge unnötig ist, weil doch alles kommet, wie es kommen muß nach Meinem Willen.
Und so ihr nun an Meine Liebe und Weisheit glaubet, müsset ihr auch wissen, daß alles
gut ist für euch, weil ihr als Meine Geschöpfe auch Meine Liebe besitzet und diese Liebe
also euren Lebenslauf bestimmt hat, um euch heranzubilden zu Meinen rechten Kindern. Und so brauchet ihr nur euch Mir zu überlassen, also bewußt alles ergeben ertragen, was Ich euch sende, dann wird euch keine Sorge drücken, weil Ich sie von euch
nehme, so ihr sie nicht mehr benötigt, und weil nichts ewig währt, was an euch herantritt, sondern in Kürze wieder behoben ist. Und hält ein Leid länger an, dann ist es
nötig für eure Seele, und es wäre nur für euch zum Schaden, so Ich euch das Leid vorzeitig abnehmen möchte. Glaubet an Mich und vertrauet Mir, und so euch eine Sorge
drückt, so tragt sie Mir vor .... Amen
B.D. 4757 empfangen am 9.10.1949 Körper, Seele und Geist .... Unbegreiflich ist es den Menschen, in welchem Verhältnis Körper, Seele und Geist
zueinanderstehen, und darum ist auch das Wirken des Geistes ihnen schwer zu erklären. Es steht der Geist im Gegensatz zum Körper, während die Seele zwischen beiden
steht, also gewissermaßen für Körper oder Geist sich entscheiden muß, sich niemals
aber beiden zuwenden kann. Die Seele ist bei Beginn der Verkörperung als Mensch
gänzlich dem Körper zugetan, sie hat also das Bestreben, dem Körper alle Wünsche zu
erfüllen, d.h. Denken, Fühlen und Wollen .... die Seele des Menschen .... ist nur auf den
Körper eingestellt, der, als selbst noch Materie, sich mit der Materie auch zusammenzuschließen sucht. Also wird der Mensch Verlangen haben nach materiellen Gütern,
weil diese der Inbegriff dessen sind, was dem Körper behagt. Der Geist kommt also so
gut wie nicht zur Geltung, die Seele hört nicht darauf, was der Geist von ihr verlangt; er
kann sich nicht durchsetzen, weil der Körper noch das Übergewicht hat und die Seele
voll und ganz mit Beschlag belegt, also ihr Sinnen und Trachten beherrscht. Es kann
aber die Seele auch die Wertlosigkeit irdischer Dinge erkennen, sie kann des Körpers
Begehren als unwichtig ansehen, sie kann mehr verlangen vom Erdenleben, als nur
materielle Güter .... dann kommt der Geist zum Recht .... Es ist der Geist das Göttliche im Menschen, es ist das, was den Menschen als Gottes Geschöpf kennzeichnet, es ist der Geist das Band, das den Menschen mit dem Vatergeist von Ewigkeit verbindet. Es ist das Bewußtsein im Menschen, mit dem Vater von Ewigkeit auf ewig verbunden zu sein. Sowie er in Aktion tritt, erkennt sich der Mensch erst als Geschöpf Gottes, zuvor ist er sich nur als Lebewesen bewußt, das dem Leben alles abgewinnen möchte, was dieses bietet. Erkennt sich der Mensch aber, dann ist ihm die Welt nichts mehr, dann sucht er höhere Güter, dann sind seine Gedanken dem geistigen Reich zugewandt, dann sucht er in Verbindung zu treten mit Dem, Der ihm das Leben gab, dann ist sein Denken richtig und sein Wollen und Handeln dem göttlichen Willen entsprechend. Dann wirket also der Geist aus Gott im Menschen, Dem sich nun die Seele überlässet, daß Er sie leite und belehre, auf daß Körper, Seele und Geist nun eins werden und den Zusammenschluß suchen mit Gott, weil der Geist im Menschen unablässig dränget zum Vatergeist, mit dem er untrennbar verbunden ist und bleibt bis in alle Ewigkeit .... Amen
B.D. 4758 empfangen am 11.10.1949 Wiederverkörperung .... Ich werde euch niemals dem Irrtum preisgeben, so ihr nach der Wahrheit verlangt.
Und wo es euch an der rechten Erkenntnis mangelt, wo ihr euch eine falsche Vorstellung
macht, dort kläre Ich Selbst euch auf, weil Ich nicht will, daß euer Denken falsch ist. Ihr wandelt zwar nur kurze Zeit als Mensch auf dieser Erde, doch es ist diese Zeit
nicht zu kurz bemessen, um selig werden zu können. Ihr könnet während eures Erdenlebens das Wesen völlig wandeln, ihr könnet die Ichliebe, die zu Beginn des Erdenlebens stark in euch entwickelt ist, völlig ablegen und in uneigennützige Nächstenliebe
umwandeln, und ihr erreichet dadurch einen Reifezustand, der euch ein Eingehen in
die Sphären des Lichtes gestattet, so daß ihr also selig seid .... Verkörpert sich dagegen ein Lichtwesen auf der Erde, so ist dies ein Akt größter Liebe und Barmherzigkeit, wozu schon ein hoher Liebegrad gehört, denn es gilt eine Hilfeleistung für die irrenden und in größter Finsternis wandelnden Menschen, die eine ungewöhnliche Hilfe benötigen, um nicht abzusinken in die Tiefe. Eine solche Rückversetzung kann dem Lichtwesen die Gotteskindschaft eintragen .... den höchsten Grad der Vollkommenheit, der aber nur im Erdenleben gewonnen werden kann; denn die Seele geht den gleichen Weg im Fleisch mit allen Anfechtungen von seiten der Finsternis. Sie hat keinerlei Vergünstigungen ihrer zuvorigen Reife wegen, nur ist ein völliges Absinken zur Tiefe unmöglich, weil sie im Schutz der geistigen vollkommenen Seelen steht, die ihr wohl helfen, aber dennoch nicht ihren Willen zwingen. Sie muß als Mensch ringen und kämpfen und ist ohne jegliche Rückerinnerung. Sie muß ein Liebeleben führen, um nun den Mitmenschen als Führer zu dienen. Das Erdenlos solcher Seele wird weit schwerer sein, doch sie erreicht das Ziel, weil Liebe sie zu ihrem Erdengang bewog und die Liebe eine Kraft ist, die alles besiegt, die alles erreicht, und da sie den Zusammenschluß mit der ewigen Liebe Selbst bedeutet, auch immer bei Mir Unterstützung finden wird .... Amen
B.D. 4759 empfangen am 13.10.1949 Vegetarische Kost? .... Ihr könnet Mich als euren Lehrer um alles fragen, und Ich werde euch antworten. Ich
werde euch das rechte Verständnis geben für das, was euch unklar ist, und es wird euch
leicht faßlich sein. Wem Ich die Fähigkeit gebe, einzudringen in geistiges Wissen, wessen Geist Ich also erleuchte, auf daß er seine Mitmenschen belehren soll mit gleichem
Geistesgut, der muß von Mir als tauglich befunden worden sein, er muß sich geistig so
entwickelt haben, daß Ich Selbst mit ihm in Verbindung treten kann durch seinen Willen. Eine Verbindung mit Mir setzt aber eine innerliche völlige Zuwendung zu Mir voraus, die allein Mich anzieht, weil, was nach Mir verlangt, von Mir auch ergriffen wird.
Ich habe nun keineswegs den Menschen Beschränkungen auferlegt, wie Ich auch niemals Forderungen an die Menschen stelle, sich zu kasteien, um das Reich Gottes zu
erreichen. Ich habe alles erschaffen, und als Ich euch auf die Erde setzte, gab Ich euch
auch das Recht, euch die Erde und alles, was auf ihr ist, nutzbar zu machen. Als Ich euch
gewissermaßen als Herren der Schöpfung die Erde übergab, war es euch anheimgestellt, welches Verhältnis ihr schaffen wollet zwischen euch und den geschöpflichen
Wesen, die euch umgaben. Ich habe euch keine Gebote gegeben, Ich ließ euch völlige
Freiheit, Ich trat zurück, Ich ließ euch gewissermaßen mit Meinen Werken allein. Denn
ihr solltet euren Willen erproben. Ihr solltet aus eigenem Antrieb in Meine göttliche
Ordnung eintreten, ihr solltet in ihr verbleiben und mußtet sonach unbeeinflußt von
Mir denken und handeln. Und so mußtet ihr euch also selbst das Verhältnis schaffen zu
allem, was euch umgab. Meine Schöpfungswerke aber sind alle geistig belebt, das, was ihr erschauen könnt,
habt ihr selbst schon überwunden, d.h., eure Seele ist durch jegliches Schöpfungswerk
gegangen, das für sie einen Zwangszustand bedeutete, und das so lange, bis die Materielle Außenform sie freigab. Das Entweichen des Geistigen aus der Form war stets ein
Akt der Erlösung, denn die folgende Form war stets weicher und nachgiebiger, bis nach
endlos langer Zeit die Seele ihre letzte Form auf dieser Erde beziehen durfte. Der gute
Mensch tut nun unbewußt das, was dem noch in der Form gebundenen Geistigen zur
Höhe verhilft, weil seine Seele den Qualzustand kennt und ihn verringern will aus seiner Liebe heraus. Und so kann ein Akt der Freiwerdung verübt werden, der grausam
erscheint und doch nicht als Grausamkeit gewertet werden kann .... (14.10.1949) Es muß
ein Unterschied gemacht werden zwischen einer Handlung, die lediglich Vernichtung
aus bösem Willen heraus bezweckt, und einer solchen, die einen dem Menschen gut
erscheinenden Zweck erfüllen soll .... Amen
B.D. 4760 empfangen am 17.10.1949 Beweis der Ankündigungen .... Die Zeit wird euch den Beweis bringen, daß ihr Meinen Worten Glauben schenken
könnt, die das Kommende ankündigten, und daß ihr sonach auch das als Wahrheit
annehmen könnt, was Ich euch lehre durch die Übermittlung Meines Wortes. Die Zeit
wird euch ferner bestätigen, daß der Irrtum dort zu suchen ist, wo die Wahrheit vertreten werden soll, denn es wird offensichtlich sein, daß Ich euch ein Zeichen gebe .... Amen
B.D. 4761 empfangen am 19.10.1949 Der wahre Frieden der Seele .... Die Welt kann euch nicht den wahren Frieden geben, denn auf ihr gibt es nur Kampf
und Streit. Wo aber Frieden ist auf Erden, dort wird die Welt nicht mehr beachtet, dort
ist die Verbindung mit dem geistigen Reich hergestellt, dort kann Ich geben, wie Ich
euch verheißen habe .... den wahren Frieden der Seele .... Amen
B.D. 4762 empfangen am 21.10.1949 Die Welt steht trennend zwischen Gott und dem Menschen .... Die Welt steht trennend zwischen euch und Mir. Ich aber stellte euch mitten in die Welt, damit ihr erkennen lernen solltet, wer deren Herrscher ist und ihn im freien Willen zu meiden um Meinetwillen. Ich will euren Willensentscheid, den ihr nur dann treffen könnet, wenn ihr sowohl Mich als auch Meinen Gegner kennet, um dann dem Einen zuzustreben aus innerem Antrieb. Die Welt also ist ein Hindernis für euch, um zu Mir zu gelangen, denn die Welt behält zumeist ihre Opfer, sie locket mit Glanz und Pracht, und der Mensch ist ihren Verlockungen zugänglich. Ich aber will, daß er alles Irdische zurücksetzet, um Mich zu gewinnen, Ich will, daß ihn der Gedanke an Mich erfüllt und er die Welt als unwirklich anzusehen beginnt, Ich will, daß er sich frei entscheide für Mich, und er wird es auch können, so er nur den ernsten Willen hat. Es wird stets für den Menschen einen Kampf bedeuten, denn sein Sinnen und Trachten gilt zumeist der Welt. Also muß er erst die Materie überwinden, bevor er sich ungeteilt Mir verbindet. Ich verlange diese Hingabe an Mich, die erst dann möglich ist, wenn die Welt keinen Einfluß mehr auf den Menschen hat. Dann erst habe Ich den Sieg errungen über die Seele des Menschen, dann erst ist der Mensch reif für das geistige Reich, dann erst hat die Seele den Weg betreten, der ins Vaterhaus führt, dann hat der Gegner alle Macht verloren über sie. Ich erfasse den Menschen mit Meiner Liebe und erfülle ihn stets mit Licht und Kraft, und seine Seele steigt aufwärts, sie strebt nun auch ihr Ziel an, ständig mit Mir vereint zu sein, und sie wird auch sicher ihr Ziel erreichen .... Amen
B.D. 4763 empfangen am 22.10.1949 Geistig-Schauende .... Wem das geistige Auge erschlossen wird, der sieht durch alle Materie hindurch, für ihn gibt es keine Form, die undurchdringlich wäre, wie es auch keine Entfernung für ihn gibt und er sonach willensmäßig sich überallhin versetzen kann, um überall das geistige Wirken zu betrachten, das nur dem ersichtlich ist, der einen bestimmten Reifegrad erreicht hat. Wer geistig zu schauen vermag, der kann nun auch wahrheitsgemäß die Mitmenschen belehren über das Wesen der Schöpfung, über die Tätigkeit alles dessen, was als göttliches Schöpfungswerk den Menschen ersichtlich ist. Er kann das Leben der anscheinend toten Materie wahrnehmen wie auch das der Pflanzen- und Tierwelt, das den Menschen sonst verborgen ist, und daher es ihnen nicht glaubhaft sein will, wie ungeheuer tätig das Geistige in jeglicher Form ist. Der geistig Schauende aber überschreitet die Grenzen, die Gott dem sterblichen Menschen gesetzt hat, der geistig Schauende erblickt ebenso klar das geistige Reich, wie er diese Erde ersieht, er kann sich jederzeit versetzen in einen Zustand, wo ihm alle Dinge offenbar werden, und also wird sein Wissen vermehrt, und seine Liebe steigert sich ins ungemessene. Er vermag aber nicht alles den Mitmenschen mitzuteilen, was er sieht, weil für vieles es keine Verständigungsmöglichkeiten gibt, weil der geistig Schauende in seiner Seelenreife etwas sieht, was dem Mitmenschen, wollte es erklärt werden, unfaßbar wäre, weil es auf der Erde keine Vergleichsmöglichkeit dafür gibt. Es hat also der geistig Schauende eine Seelenreife erreicht, die ihn mehr erblicken lässet, als dem Verstand des Menschen faßbar ist, weshalb er bei den Mitmenschen keinen Glauben findet, er selbst aber unermeßlich viel für seine Seele gewinnt. Denn jeder Akt geistigen Schauens ist eine tiefe und innige Verbindung mit dem geistigen Reich, die niemals erfolglos für die Seele bleibt, denn sie nimmt noch mehr auf als das Auge des geistig Schauenden, sie kann sich verständigen mit den Lichtwesen und nimmt von ihnen große Weisheiten entgegen, die dem Verstand des Menschen verborgen bleiben. Und darum ist es schon ein Zustand der Seelenreife, der das nahe Ende eines Menschen ankündigt, denn wer einmal geistig zu schauen vermag, dessen Seele kann den Körper verlassen und unbeschwert in das geistige Reich eingehen, er ist auf Erden schon zu dieser Reife gelangt und benötigt ein weiteres Ausreifen nicht mehr, nur kann der Mitmenschen wegen ihm noch eine Zeit auf Erden beschieden sein, denn ein geistig Schauender ist für seine Mitmenschen ein Lehrer und Berater, und seinen Erfahrungen kann Glauben geschenkt werden, denn er sieht und hört mehr als jeder andere Sterbliche, weil seine Seele zu jeder Zeit den Körper verlassen kann, um im geistigen Reich immer wieder neue Eindrücke entgegenzunehmen .... Amen
B.D. 4764 empfangen am 25.10.1949 Not
- Glaubensprobe .... Alles kann euch genommen werden, doch ihr werdet nicht zu darben brauchen, so
ihr euch nur Mir empfehlet. Von Mir geht alles aus, und also kann Ich euch auch zu jeder
Zeit wiedergeben, wessen ihr bedürfet zur Erhaltung des Lebens. Doch ihr dürfet nicht
nur eures Körpers gedenken, sondern nur darauf achten, daß ihr die Seele nicht in der
Not lasset, denn um ihretwillen allein tritt die Not des Körpers an euch heran. Wer aber
sein Seelenheil allen körperlichen Bedürfnissen voransetzet, den werde Ich nicht in der
Not der Seele und des Körpers belassen, und also brauchet ihn auch keine Sorge zu
belasten um irdische Dinge. Denn Ich weiß stets, woran es ihm mangelt und gebe ihm
zur rechten Zeit. Und so lasset euch nicht schrecken, wenn ihr in eine Not geratet, die
euch unüberwindlich erscheint, wisset, daß Ich immer in Bereitschaft bin und nur um
eurer selbst willen ihr die Glaubensprobe bestehen müsset, bevor Ich eingreife.
Erschrecket nicht, sondern glaubet nur, und lasset Mich also wirken für euch .... Amen
B.D. 4765 empfangen am 26.10.1949 Hinweis auf das Ende und Mahnung, für Seele zu sorgen .... Alles weiset auf das Ende hin .... Amen
B.D. 4766 empfangen am 26.10.1949 Glaube ohne Liebe ist tot .... Erfüllet ihr Meine Gebote der Liebe, dann werdet ihr auch zum lebendigen Glauben
gelangen, doch ohne die Liebe ist euer Glaube tot. Werke, die in uneigennütziger Liebe
verrichtet werden, sind kraftspendend, und diese Kraft äußert sich in einem Glauben,
der alles für möglich hält und dadurch auch alles möglich macht. Ihr müsset immer
daran denken, daß die Liebe Kraft ist, also ein Wirken in Liebe stets Kraftzufuhr zur
Folge hat. Ihr müsset daran denken, daß Liebe etwas Göttliches ist, daß ihr Mich Selbst
anziehet, so ihr liebetätig seid .... Amen
B.D. 4767 empfangen am 27.10.1949 Liebeswerben Gottes um das Ihm abtrünnig Gewordene .... Ihr Menschen seid Kinder Meiner Liebe, und diese Liebe bestimmte Mich, euch, die
ihr euch freiwillig von Mir entfernt habt, immer wieder nahezutreten und um eure
Liebe zu werben. Doch ihr seid ohne Gegenliebe, eure Herzen sind kalt, und Mein Werben ist vergeblich; Ich gewinne nur sehr wenige Herzen, die Mir ihre Liebe schenken
und sich nach Meiner Vaterliebe sehnen und zu Mir zurückkehren, um sich ewig nicht
mehr von Mir zu trennen. Doch Meine Liebe höret nimmer auf .... und Ich werde niemals nachlassen, um das zu werben, was Mir abtrünnig wurde, weil es ohne Meine
Liebe bestehen zu können glaubte. Denn es ist Mein Anteil, es ist Kraft von Meiner
Kraft, die Ich nimmermehr entbehren will, weil sie Ausstrahlung Meiner Liebe, also
Meiner Selbst ist. Was von Mir ausgegangen ist, muß unweigerlich wieder zu Mir
zurückkehren, weil es zu Mir gehört. Und darum könnet ihr euch wohl willensmäßig
von Mir entfernt halten, auch ewige Zeiten hindurch, ihr werdet es doch nicht verhindern können, daß Ich immer wieder Meine Hände nach euch ausstrecke, um euch
zurückzuholen in das Reich der Liebe, ihr werdet einstens doch Mein werden und bleiben bis in alle Ewigkeit. Ich liebe euch, Ich verlange nach euch, aber Ich zwinge euch
nicht, zu Mir zurückzukehren und Mich wieder zu lieben. Meine Liebe aber bedeutet
höchste Seligkeit für euch, die ihr aber erst empfinden werdet, so ihr Mir eure Liebe
schenket, so ihr euch Mir hingebt, so ihr euren Willen gänzlich dem Meinen unterstellt,
nicht aus Furcht, sondern aus Liebe .... Amen
B.D. 4768 empfangen am 28.10.1949 Zusammenbruch kirchlicher Organisationen .... Dem letzten Ende geht eine Zeit voraus, wo Mein Wort angegriffen werden wird und
auch alles, was auf Mich als Schöpfer und Erhalter hinweiset. Man wird jeglichen Glauben an einen Gott zerstören wollen, was also offener Kampf gegen alles Geistige bedeutet. Und nun werden am meisten betroffen sein die kirchlichen Organisationen und
ihre Anhänger, denn man geht gegen alles vor, was nach außen hin erkenntlich ist als
Vertreter Meines Reiches und Meiner Lehre. Und darum lasse Ich außerhalb dieser
Organisationen Vertreter Meines Wortes erstehen, die nun von Mir berufen sind, Meine
Lehre zu verbreiten, denn sie sind im Besitz der vollsten Wahrheit und somit auch
geeignet, in der letzten Zeit ihre Mitmenschen zu belehren. Denn es wird nottun, in der
letzten Zeit vor dem Ende, die Menschen im Glauben zu stärken oder ihn zu erwecken,
denn nun erst werden sie nachzudenken beginnen über die Beständigkeit der Lehren,
die ihnen traditionsmäßig vermittelt wurden. Und sie werden erkennen, daß Ich nicht
mit denen bin, die nur durch die Kirche mit Mir verkehren, die im Glauben sind, ein
Privileg zu haben durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirche .... Amen
B.D. 4769 empfangen am 30.10.1949 Segen des Gebetes .... Ihr alle nehmet die Gnade des Gebetes nicht oft genug in Anspruch, ihr sprechet alle
nicht oft genug mit Mir, denn eine jede stille Zwiesprache mit Mir ist ein Gebet, das
euch unnennbaren Segen einträgt für eure Seele. Sowie ihr gedanklich die Verbindung
mit Mir herstellt .... weil ein jeder gute Gedanke Mich anzieht .... ist auch sofort die
Zuleitung von Kraft möglich, weil Ich ständig Kraft ausstrahle, die alles durchdringt,
was sich ihr öffnet. Eine Verbindung mit Mir muß immer für euch Menschen eine gute
Auswirkung haben, und darum könnet ihr nicht oft genug euch in den Zustand des
Kraftempfangs versetzen, wenngleich ihr körperlich wenig davon spüret, so ist doch die
Seele ungemein gekräftigt, um fortgesetzt zur Höhe streben zu können. Schon der
Wille zur Annäherung an Mich, der in jedem Mir zugewandten Gedanken zum Ausdruck kommt, hat eine überaus günstige Wirkung, weil Ich diesen Willen sofort ergreife
und dies also ein Plus bedeutet für die Seele. Der Mir zugewandte Wille gibt nicht eher
Ruhe, bis die Verbindung mit Mir hergestellt ist, bis der Mensch leise Zwiesprache hält
mit Mir, bis ein Gebet zu Mir emporsteigt, das nicht nur irdische Anliegen zum Inhalt
hat, sondern auch um Gnade und Kraft, um das Heil der Seele fleht. Und stets werde Ich
Meinem Kinde Gehör schenken, weil Ich es beglücken will geistig und irdisch. Wüßtet
ihr, welcher Segen auf einem stillen, demütigen Gebet zu Mir liegt, ihr würdet die Gnaden des Gebetes viel mehr nützen, ihr würdet oft Mich euch gegenwärtig sein lassen
durch inniges Gedenken, denn es ist dies ein Erheben in geistige Sphären, es ist dies ein
Verweilen im Reiche des Lichtes, was ihr körperlich zwar nicht empfindet, doch dereinst euch bewußt werden wird, wenn ihr die körperliche Hülle verlassen habt. Eure
Seele ist schon dort, wo sie dereinst weilen wird .... sie läßt für die Zeit des Gebets die
Erde zurück, die Seele enthüllt sich vor Mir und läßt sich von Mir bekleiden mit einem
Lichtgewand, das zwar überaus durchsichtig ist, aber dennoch eine Hülle für die Seele,
die ihr wohltut. Die Seele gestaltet sich gewissermaßen um, und je öfter sich dieser Vorgang vollzieht, desto strahlender wird die Lichthülle, desto größer das Verlangen nach
Mir. Die Seele fühlt sich nicht mehr endlos fern, sie kommt Mir vertraut entgegen, sie
will Mich hören und fühlen, sie will Licht und Kraft empfangen .... Amen
B.D. 4770 empfangen am 31.10.1949 Gott duldet schlechte Handlungen, heißt sie aber nicht gut .... Was Ich zur Ausführung kommen lasse, braucht nicht immer Meinem Willen zu entsprechen, es kann im Gegenteil gänzlich Meinem Willen entgegengerichtet sein, doch
Ich verhindere es nicht, weil Ich einerseits den freien Willen des Menschen achte, und
andererseits der falsch gerichtete Wille erkannt werden soll, um nach besserer Erkenntnis gewandelt zu werden. Das Erkennen findet aber zumeist erst dann statt, wenn die
Auswirkung schlechten Handelns, Denkens oder Redens in irgendeiner Weise Schaden
oder Verlust bedeutet, wenn sie irgendwie verderbend ist. Dann erst ist es möglich, daß
sich ein Mensch besinnt, daß er entgegen Meiner ewigen Ordnung tätig ist. Es wäre für
den Menschen keine Fortschrittsmöglichkeit gegeben, so Ich jegliche schlechte Handlung verhindern möchte, also Meine Kraft denen entziehen würde, die sie auszuführen
gedenken. Es muß der Mensch reifen im freien Willen. Er ist im Besitz von Lebenskraft,
solange er auf Erden lebt mit Fleisch und Blut; und diese Kraft muß er frei gebrauchen
können nach jeder Richtung hin, sein Wille muß sich recht entscheiden .... Amen
B.D. 4771 empfangen am 2.11.1949 Werkzeuge Gottes .... Die sich Meine Diener nennen auf Erden, sind wahrlich nicht immer in Meinen
Diensten stehend, doch sie geben sich als Meine Knechte aus, ohne von Mir Anweisung
erhalten zu haben, und verständlicherweise leisten sie nicht die Arbeit, die für die Errettung irrender Seelen wichtig ist .... sie können keine Wahrheit verbreiten und die Menschen aufklären, sie sind keine tauglichen Lehrer, weil sie selbst nicht recht belehrt worden sind und nun auch nur das weitergeben können, was ihrem Wissen entspricht. Dieses Wissen ist aber nicht das wahre, unantastbare Geistesgut, was Ich als Mensch gelehrt
habe auf Erden, sondern es hat schon viele Veränderungen erfahren und trägt nun
wahrlich nicht mehr dazu bei, daß sich der Mensch zur Höhe entwickelt, wie es seine
Bestimmung ist im Erdenleben. Doch es ist Mein Wille, daß den Menschen die Wahrheit offenbart werde, und darum komme Ich Selbst zu den Meinen und gebe Mich
ihnen kund, und das in einer Weise, daß es keinen Zweifel geben kann, daß ihr Menschen von Gott gelehrt werdet .... Amen
B.D. 4772 empfangen am 4.11.1949 Annehmen des Wortes Akt des freien Willens .... Was der Menschheit offenbart werden soll, das werde Ich ihr immer und immer wieder zuleiten, und Ich werde auch wahrlich die rechten Vertreter finden für die Wahrheit von oben. Ich werde die geeigneten Gefäße für Meine geistigen Ausstrahlungen erwählen und also die Menschen zu Wahrheitsträgern und Lichtspendern machen, die auch geeignet sind zur Weitergabe an die Mitmenschen. Dennoch soll von seiten dieser nichts angenommen werden ohne Prüfung, d.h. gedankliche Auseinandersetzung mit Geistesgut, das ihnen als Wahrheit dargeboten wird. Denn ebensogut könnte euch Menschen auch Irrtum zugeführt werden, und da ihr euch verantworten müsset, seid ihr auch zur Prüfung verpflichtet, die jedoch unter Anruf um Meine Hilfe unternommen werden soll. Es wird euch diese Prüfung aber leicht fallen, so ihr nur den Willen zur Wahrheit habt, und die Erkenntnisfähigkeit wird euch gegeben zugleich mit der Wahrheit. Die Wahrheitsträger aber stehen unter besonderem Schutz von Mir, denn da sie Mein Wort verbreiten sollen, muß Ich auch verständlicherweise dafür Sorge tragen, daß es rein erhalten bleibt für die Menschen, die nach der Wahrheit trachten. Ihnen soll reinste Wahrheit werden. Dennoch haben aber auch die Wahrheitsträger freien Willen. Es ist das Aufnehmen Meines Wortes stets ein Akt des freien Willens. Also werde Ich sie auch nicht hindern, Irrtum anzuhören und sich selbst dazu einzustellen. Ich werde wohl ihren Geist erhellen, so daß sie klar und deutlich den Irrtum erkennen können. Doch Ich zwinge sie auch nicht, die Wahrheit anzunehmen, begründe nur leicht verständlich den Inhalt Meiner Offenbarungen, so daß es dem willigen Menschen auch leicht fällt, die Wahrheit anzunehmen und sie auch zu vertreten den Mitmenschen gegenüber. Und so wird die Wahrheit aus Mir stets und ständig der Erde zugeführt werden, und immer wieder werden sich Menschen finden, die sich würdig und fähig machen, Empfänger Meiner Lichtstrahlungen zu sein. Ich kenne ihre Herzen, ihre Liebefähigkeit und ihre Bereitwilligkeit, Mir zu dienen, also zu arbeiten für Mich und Mein Reich. Und Ich werde die Arbeit segnen, Ich werde den guten Willen und die Liebe zu Mir segnen und ständig Schutz und Hilfe angedeihen lassen denen, die also für die Wahrheit eintreten, die sie von Mir empfangen haben. Und Ich werde die Wahrheit ständig zur Erde leiten, auf daß die Menschheit nicht in der Finsternis zu wandeln brauchet und mit Meinem Willen bekannt werde. Denn die Erfüllung Meines Willens ist ihre Lebensaufgabe, die ein jeder Mensch leisten muß und auch kann, wenn er nur guten Willens ist .... Amen
B.D. 4773 empfangen am 5.11.1949 Reformatoren .... Es hat zu jeder Zeit Menschen gegeben, die wahrheitsverlangend waren und Mir in tiefer Liebe zugetan, und diesen wurde sehr bald offenbar, daß die von Mir rein ausgegangene Lehre verunstaltet ist, denn wer die Wahrheit begehrte, der erkannte auch den Irrtum und die Abweichung von der reinen Wahrheit. Wer Mich liebt, der erkennt Mein Wort als göttlich, wie er aber auch jegliche Irrlehre als Menschenwerk erkennt, denn die Liebe zu Mir und das Wahrheitsverlangen schärft seine Erkenntniskraft und Urteilsfähigkeit. Und darum ist auch ständig gegen den Irrtum angekämpft worden, d.h., immer wieder fanden sich Menschen, die zu berichtigen suchten, was falsch war, und die darum als Reformatoren auftraten, angefeindet von denen, die sich vom Irrtum nicht lösen wollten und ihn verfochten als Gottes Wort. Und Ich war stets mit ihnen insofern, als daß Ich mit ihnen in den Kampf zog gegen den Irrtum, daß Ich also Selbst durch diese Menschen redete zu allen, die sie anhörten. Und immer gab es Menschen, die begierig aufnahmen, was erstere ihnen brachten, die es anerkannten und selbst eifrig vertraten. Und also fand jeder Reformator seine Anhänger, und so entstanden „Spaltungen der Kirche ....“ d.h., die Kirche, die sich als von Mir gegründet ausgab, erfuhr immer wieder eine Veränderung, weil sie beharrte in den als Irrtum erkannten Lehren und die sich von ihr absetzenden Mitglieder eine eigene Geistesrichtung verfolgten, also wieder eine Kirche bildeten, die sich als Meine Kirche ausgab. Die Gründer dieser Kirche waren wohl von Meinem Geist erleuchtet, da sie aus Liebe zu Mir der Wahrheit zustrebten. Ihre Anhänger aber waren nicht immer wahrheitssuchend oder verlangend, sondern ihre Abneigung gegen die erste Kirche ließ sie der zweiten folgen. Und es ist auch nun wieder das gleiche: In der Wahrheit stehen wird nur der Mensch, der sie ernstlich sucht und verlangt, denn ihm offenbare Ich Mich auch, und er wird allzeit wissen um Meine Lehre, die Ich den Menschen predigte zur Zeit Meines Erdenwandels. Mein Geist wird stets die Menschen erleuchten, die im Verlangen nach der reinen Wahrheit um die Erleuchtung des Geistes bitten .... Amen
B.D. 4774 empfangen am 6.11.1949 Bedeutung der Zeitepoche .... Eine Zeitepoche von größter Bedeutung findet nun ihr Ende, die nach der Sündflut
begonnen hat und gewissermaßen einmalig ist. Denn in dieser Epoche stieg Gott Selbst
zur Erde, um den Menschen einen gangbaren Weg zu zeigen, weil sie versagten, weil sie
sich der Bedeutung ihres Erdenganges als Mensch nicht bewußt waren und zwecklos
werden ließen, was höchst erfolgreich sein konnte .... weil sie das Erdenleben nicht
nützten zur Aufwärtsentwicklung der Seele. Gott Selbst verkörperte Sich als Mensch
auf der Erde in dieser Zeitepoche, Er nahm Fleisch an und lebte also als Mensch mitten
unter den Menschen. Was den Menschen bis dahin nicht gelungen war, das gelang Ihm,
daß Er Sich als Mensch löste von allem Menschlichen und Gott zustrebte im freien Willen. Es ist falsch, anzunehmen, daß das Göttliche im Menschen Jesu Ihn bewahrte vor
menschlichen Schwächen und menschlichem Empfinden; im Gegenteil, Er mußte ganz
besonders ankämpfen dagegen und trug doch den Sieg davon, weil Ihm die Liebe Kraft
gab und weil Sein Wille überaus stark war durch die Liebe. Er lieferte also den Menschen den Beweis, daß es möglich ist, sich durch die Liebe zu einem Gott-gleichen
Wesen zu entwickeln, was die Aufgabe eines jeden Menschen, also Sinn und Zweck des
Erdenlebens überhaupt ist. Er lieferte den Beweis als Mensch und die Gottheit verband
Sich mit Ihm, weil der Mensch Jesus Sich zur Liebe gestaltete. Dieser Akt also fand nach
göttlichem Ratschluß in dieser Zeitepoche statt, und das ganze Universum nahm daran
teil .... Amen
B.D. 4775 empfangen am 7.11.1949 Stimme des Geistes Wahrheit .... Was euch gesagt wird durch die Stimme des Geistes, das ist als geistige Wahrheit
anzuerkennen, denn der Geist irret nicht, sondern als Anteil Gottes weiß er um alles
und gibt auch der Seele kund, was zu wissen ihr nottut. Lasset ihr die Stimme des Geistes in euch sprechen, so hört ihr also Gott Selbst, doch dem muß vorangehen, daß ihr
Gott zu hören begehrt. Das Verlangen nach Gott ist allein ausschlaggebend, ob ihr Seine
Stimme vernehmen dürfet. Gott aber liebt Seine Kinder und Sein Kind ist, wer nach
Ihm verlangt, also wird Er Sich auch denen kundgeben, die Ihn hören wollen. Ein
Mensch nun, dem es ernst ist um die Wahrheit, der bittet Gott wahrlich nicht vergeblich .... Amen
B.D. 4776 empfangen am 9.11.1949 Gottes Lohn für Seine Knechte auf Erden .... Einen königlichen Lohn wird empfangen im geistigen Reich, wer auf Erden dienet in
Liebe und Demut. Er wird herrschen dürfen in Meinem Reich, und seine Macht und
Kraft wird alles zuwege bringen, was sein Wille erstrebt. Er wird die Unendlichkeit
beherrschen mit seinem Willen, denn von Mir aus sind ihm keine Schranken gesetzt,
und Meine Kraft steht ihm ungemessen zur Verfügung. Und doch wird sein Wille
immer nur von der Liebe bestimmt sein, und seine unbegrenzte Kraft und Macht ist
seiner Liebe Auswirkung. Und darum ist seine Herrschergewalt nur unbegrenzte Seligkeit für ihn selbst wie auch für die Wesen, denen seine Liebe gilt. Ich werde seine Dienste königlich belohnen .... diesen Ausspruch könnet ihr Menschen nicht fassen, denn
euch sind wohl der Erde Güter, Ruhm und Ehre ein Begriff, niemals aber die himmlische Seligkeit und ihre Güter, die keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je vernommen hat. Und diese Güter sind denen zu eigen, die Ich entlohne für
ihren Willen, Mir zu dienen auf Erden in der letzten Zeit vor dem Ende. Doch nicht um
des Lohnes willen sollet ihr Mir eure Dienste antragen, sondern die Liebe allein soll
euch bestimmen, die Liebe zu Mir und zu den Mitmenschen. Denn nur mit dieser Liebe
im Herzen werdet ihr das ausführen können, was Ich euch zur Aufgabe gemacht habe.
Die Liebe erst gestaltet euch zu Knechten, denen Ich königlichen Lohn verheiße für ihre
emsige Arbeit, die darin besteht, die Mitmenschen gleichfalls zu einem Liebeleben
anzuregen und sie einzuführen in Mein Wort, in die ewige Wahrheit, die nur durch die
Liebe gewonnen werden kann. Ihre Arbeit besteht sonach darin, Mich ihnen als Vater
und Schöpfer von Ewigkeit bekanntzumachen, auf daß sie selbst Mir zustreben im
freien Willen. Ihre Aufgabe besteht darin, sie zu belehren und dies durch Übermittlung
Meines Wortes, das Ich euch Selbst von oben zuleite .... Amen
B.D. 4777 empfangen am 10.11.1949 Neubannung des Geistigen .... Eingezeugt zu werden in die härteste Materie ist die härteste Strafe, die ein geistiges
Wesen treffen kann, das schon als Mensch auf Erden verkörpert war. Die unzähligen
Schöpfungen nun sind der Beweis, daß unzählige Wesenheiten wieder ihren Entwicklungsgang beginnen müssen, denn solange es entwicklungsbedürftiges Geistiges gibt,
wird es auch irdisch materielle Schöpfungen geben, die dem Geistigen als Träger dienen und ihm die Entwicklung ermöglichen durch ihre Vielseitigkeit und Verschiedenheit ihrer äußeren Form, je nach Gestalt und härterer oder weicherer Substanz. Solange
diese Schöpfungen nicht ein Ende nehmen, ist auch das Geistige nicht erlöst. Im Zeitraum einer Erlösungsperiode nun kann das Geistige sich aus der härtesten
Materie emporentwickelt haben bis zum Menschen. Diese Möglichkeit besteht .... Amen
B.D. 4778 empfangen am 11.11.1949 Wissen um den Heilsplan Gottes .... Ihr könnet in Meinen Heilsplan von Ewigkeit Einsicht nehmen, Ich enthalte euch das Wissen darum nicht vor, nur müsset ihr in einem bestimmten Reifegrad eurer Seele stehen, daß ihr auch fassen könnet, was euch Mein Heilsplan enthüllt. Es muß der Glaube und die Liebe in euerem Wesen vorherrschen, ansonsten ihr unfähig wäret, das Wissen um Meinen Heilsplan als Wahrheit anzunehmen, denn nur durch die Liebe könnet ihr Meine Liebe als Beweggrund Meines Wirkens erkennen; nur der Glaube findet für alles eine Erklärung. Darum kann nicht allen Menschen dieses Wissen zugeleitet werden, und doch ist es die einzige Erklärung für alles Geschehen, für das Entstehen der Schöpfung, für das Leben der Menschen auf der Erde. Erst wenn die Menschen den Sinn und Zweck des Erdenlebens, den Sinn und Zweck der Schöpfung erkannt haben, werden sie auch Meinen Heilsplan anerkennen, der ihnen den Zusammenhang alles dessen verständlich macht, was sonst unbegreiflich erscheint. Das Wissen um Meinen Heilsplan wird nun aber als Beweis Meines Geisteswirkens denen vermittelt, die es sich angelegen sein lassen, die Wahrheit zu erfahren. Dem Buch der Väter aber ist dieses Wissen nicht zu entnehmen, doch es ist darum nicht abzuweisen, denn es ist noch vieles, was in diesem Buch nicht verzeichnet ist .... was Ich denen vorenthalte, die nicht ihren Geist in sich zum Erwachen bringen, und dagegen denen zukommen lasse, die den Schüssel zur Weisheit besitzen .... die sich zur Liebe gestaltet haben. Diese also setze Ich in Kenntnis von allem, was war, ist und sein wird bis in alle Ewigkeit. Ich will auch, daß dieses Wissen verbreitet wird, auf daß sich die Menschen ihrer großen Verantwortung für ihre Seelen bewußt werden. Ich will, daß sie rein verstandesmäßig sich über Sinn und Zweck des Lebens eine Erklärung suchen, die ihnen annehmbar erscheint. Ich will ihnen durch das Wissen eine Richtung anweisen, die sie gehen sollen. Und wer nun guten Willens ist, dem wird das Wissen auch Aufschluß geben, den er längst begehrt und nicht gefunden hatte. Das Herz wird ihm offenbaren, was der Verstand ihm nicht geben konnte. Dann erst wird ihm das ganze Leben verständlich sein, dann erst wird er Mich erkennen lernen und den Zusammenhang suchen mit Mir, Den er als erstrebenswert erkennt und als einziges Ziel für das Geistige, das als Mensch auf Erden verkörpert ist .... Amen
B.D. 4779 empfangen am 12.11.1949 Kraft des direkten Wortes .... Wer Mein Wort vernimmt durch die innere Stimme, den verliere Ich nimmermehr, denn die Kraft Meines direkten Wortes ist so stark, daß sie dem Menschen jederzeit Halt gibt, auch in Stunden größter Not. Und ob er Mich auch ferne wähnet, ob er gleich durch die Welt abgedrängt wird von Mir, Ich wirke dennoch unsichtbar und bin immer an seiner Seite, wenn er in Gefahr ist. Wer Mein Wort hört, dem muß Ich auch gegenwärtig sein, ansonsten er Mich nicht vernehmen könnte. Das Bewußtsein Meiner Gegenwart aber soll alle Bedenken und jegliche Furcht zunichte machen. Und zudem brauche Ich einen jeden, der für Mich ist und Mir dienen will. Denn die Zeit ist gekommen, wo der Samen ausgestreut werden soll, wo jeder von Mir gedungen wird zur Arbeit für Mein Reich, der nur dazu willens ist. Weil Ich aber dazu eben den freien Willen des Menschen benötige, so ist die Anzahl Meiner Knechte nur sehr gering, und darum werde Ich nicht einen einzigen aufgeben und ihm die Kraft entziehen, die er benötigt für seine Aufgabe. Sowie ihr arbeiten sollet, müsset ihr Kraft haben, und auf daß ihr die Zufuhr von Kraft offensichtlich spüret, um dann laut für Mich und Meine Lehre eintreten zu können, sollet ihr zuvor den kraftlosen Zustand kennenlernen, indem ihr oft verzagt und kleinmütig seid, weil euer Glaube noch schwach ist. Dann spüret ihr die ungewöhnliche Kraftzufuhr deutlich, dann werdet ihr unerschütterlichen Glaubens werden und Mir gute Helfer sein, so die Zeit gekommen ist .... Amen
B.D. 4780 empfangen am 13.11.1949 Leben wider göttliche Ordnung .... Groß ist die Gefahr, in der die Menschheit schwebt, und sie erkennet sie nicht. Sie ist sich nicht bewußt, daß sie am Abgrund steht. Der Taumel des Genusses läßt keine Gedanken an die Ewigkeit aufkommen, sie lebt und genießt oder sehnt sich nach Lebensgenuß. Das Verlangen nach der Welt überwiegt, und Ewigkeitsgedanken trägt nur selten ein Mensch in seinem Herzen, und das Ende ist nahe. Die Weltordnung muß bestehen bleiben, und diese erfordert eine Wandlung dessen, was und wie es in der Welt ist. Die Menschheit lebt wider die göttliche Ordnung, weil sie Gott nicht mehr erkennt und sich Seiner Führung hingibt, weil sie nicht mehr an Ihn glaubt. Ein Leben wider die göttliche Ordnung kann sich nur im Verfall, in der Auflösung auswirken, auf daß die göttliche Ordnung wieder von neuem hergestellt wird. Und stets ist diese Auflösung zu erwarten, wenn Gott aus dem Denken der Menschen ausgeschaltet wird, weil dies auch Entziehen der Kraft bedeutet, die von Gott ausgeht und den Menschen beleben soll, damit er seine geistige Entwicklung betreibt. Das Entziehen der Kraft aber ist gleich dem Erkalten der Substanz, also dem Verhärten dieser, was wieder Leblosigkeit alles dessen, was Leben in sich trug, bedeutet .... ein Aufhören jeglicher Tätigkeit, ein Absinken des einst Lebenden in die tote Materie. Daß die Menschen selbst diesen Zustand heranziehen durch ihren Gott gänzlich abgewandten Lebenswandel, das wissen oder glauben sie nicht und sind deshalb auch nicht zu einer Änderung ihres Denkens und Wollens zu bewegen. Sie sind auch keiner Belehrung zugänglich, weil sie alles Geistige, ein Fortleben nach dem Tode und einen Zusammenhang mit einer Schöpferkraft verneinen, also völlig weltlich, d.h. irdisch eingestellt, sind, und diese Einstellung auch Ursache ist des Endes der Erde zum Zwecke einer Neubildung unter Angleichung an die ewige Ordnung, ohne die eine Welt nicht bestehen kann. Denn wenngleich sich der Ver-fall mehr geistig bemerkbar macht und irdisch ein scheinbarer Aufstieg festzustellen wäre, so ist dies doch geistig gesehen ein Akt des Verfalls, der Auflösung und des Unterganges, denn der eigentliche Zweck jeglicher Schöpfung ist das Ausreifen der menschlichen Seele, das nun aber gänzlich unmöglich wird und dadurch geistig ein Abtrieb zur Finsternis stattfindet in so hohem Maße, daß Gott Einhalt gebietet und ein Schöpfungswerk auflöset, um es wieder neu erstehen zu lassen in Seiner ewigen Ordnung, als Ausreifungsstation des Geistigen, wie es die Bestimmung dieser Erde ist und bleibt .... Amen
B.D. 4781 empfangen am 14.11.1949 Wiedersehen im Jenseits im Reifezustand .... Im geistigen Reich erkennen die Seelen einander, die im gleichen Reifegrad stehen
und in einem bestimmten Reifegrad lichtempfänglich sind, die also die Fähigkeit
haben, geistig schauen zu können, während die Seelen in der Finsternis einander nicht
erkennen, wenngleich sie auf Erden verbunden waren. Sie können dann wohl Wesen
wahrnehmen und auch mit ihnen in Verkehr treten, doch von einem Erkennen kann
keine Rede sein, denn leibliche Kennzeichen besitzen sie nicht mehr und Geistiges zu
sehen, erfordert einen bestimmten Reifegrad. Es kann aber eine Lichtseele eine ihr von
der Erde bekannte Seele wiederfinden und sich ihr auch nahen, ohne jedoch von dieser
erkannt zu werden, weshalb die Lichtseelen auch helfend beistehen können, jedoch in
einer Verhüllung, damit die Lichtstrahlung, die von ihnen ausgeht, keinen zwingenden
Einfluß ausübt auf die unvollkommenen Wesen. Und es finden darum solche von der
Erde unreif abgeschiedenen Seelen im geistigen Reich hilfswillige Seelen, die sich ihnen
nahen, weil Liebe sie mit jenen verband, als sie noch auf Erden weilten. Dennoch muß
die Seele sich aus eigenem Willen ihren Belehrungen und Ratschlägen öffnen. Sie kann
auf den rechten Weg gewiesen werden, muß ihn aber nun selbst gehen .... Amen
B.D. 4782 empfangen am 16.11.1949 Ringen um lebendigen Glauben .... Ein Ringen um den Glauben wird nötig werden in kommender Zeit, denn es werden den Meinen Anschauungen entgegengesetzt werden, die einen Ansturm bedeuten gegen das, was ihr verfechtet. Ihr werdet arg bedrängt werden von seiten der gänzlich Ungläubigen sowohl, als auch von denen, die sich gläubig nennen, die aber weitab vom rechten Glauben sind, weil Irrlehren ihnen den Geist verfinstern und ihr Glaube daher wenig Wert hat, denn ihm fehlt die Liebe, die den Geist erweckt. Ihr werdet sehr kämpfen müssen und dürfet euch nicht erschüttern lassen, darum sage Ich es euch zuvor, auf daß ihr Widerstand leistet, indem ihr inniger denn je Mich anrufet um Beistand, um Glaubensstärke und Kraft der Liebe. Und Ich werde euch hören, gilt es doch, den Gegnern einen Beweis zu liefern, daß ein starker Glaube standhält, sowie sich der Mensch an Mich anlehnet, Der Ich ihm eine starke und sichere Mauer sein will. Die Einwände, die euch gemacht werden, sind oft solcherart, daß auch ihr stutzen werdet und zweifeln an der Wahrheit Meiner Kundgaben, doch ein Ruf zu Mir gibt euch die Gewißheit wieder, daß Ich als euer Vater mit euch rede und euch wahrlich nicht Irrtum unterbreite. Doch es ist des Satans Werk, der alle Kraft anwendet, um Sieger zu werden über Mich. Und er wird die Gedanken der Menschen gänzlich verwirren, und das Unmöglichste werden sie als Wahrheit annehmen und verfechten, während sie die reine Wahrheit verfolgen und euch arg bedrängen. Dann aber wisset ihr, daß Mein Gegner am Werk ist, der euch untauglich zu machen sucht, die Arbeit für euren Herrn zu leisten. Dann wisset ihr, daß euer Gebet nötig ist, d.h., daß ihr durch die innige Verbindung mit Mir in Gedanken euch Kraft holen müsset, daß ihr mit eurer Sorge zu Mir kommen sollet, um nicht schwach zu werden. Denn verstandesmäßig erscheinen die Einwände berechtigt, das Herz aber lehnet sie ab, und ihr könnet stets dem Empfinden des Herzens folgen, es wird euch recht weisen. Mein Gegner geht mit scharfen Waffen vor, er verwirrt das Denken der Menschen in einer Weise, daß ihnen alles glaubwürdig erscheint, was als Argument gegen Mich angeführt wird. Er wird die Verstandesmenschen gewinnen, die nach seinem Willen reden werden und wider den Glauben sind, weshalb viele Menschen abfallen und auch ihr bedenklich werdet, so euch starke Redner in den Weg treten, denen ihr euch nicht gewachsen fühlt, so ihr nicht Mich anrufet, daß Ich euch beistehe. Mit Meiner Hilfe aber werden sie euch nicht irritieren können, sie werden auf Widerstand stoßen, weil ihr dann auch dem schärfsten Verstandesmenschen alles widerlegen könnet, was er gegen euch anführt. Ihr habt wohl ein sicheres Mittel, stark zu bleiben im Glauben, so ihr stets Mein Wort in euch aufnehmet, das euch immer wieder die Gewißheit gibt, daß ihr in der Wahrheit wandelt. Lasset dieses Hilfsmittel nicht unbeachtet, auf daß euch nicht der Gegner überwältigt, auf daß er euch nicht zweifelnd macht, sondern stets die Abwehr findet, die Meine Gegenwart .... durch Mein Wort .... für ihn bedeutet. Im Wort bin Ich Selbst gegenwärtig, also wird euch Mein Wort immer schützen vor jeder Schwäche des Glaubens, vor jedem Ansturm durch die Welt und vor jedem Zweifel. Darum kann Ich euch nur immer wieder den Rat geben, Mein Wort in euch aufzunehmen, so oft es euch möglich ist, denn mit Meinem Wort nehmet ihr die Kraft entgegen, die euch schützet vor jedem Angriff durch den Feind eurer Seelen .... Amen
B.D. 4783 empfangen am 19.11.1949 Sichtbares Erscheinen des Herrn .... Euch, die ihr Mein seid, euch will Ich ein Zeichen geben, bevor Ich in das Weltgeschehen eingreife um der Rettung irrender Seelen willen. Ich will euch den Beweis liefern,
daß sich alle Meine Ankündigungen erfüllen, und Ich will Mich euch zu erkennen
geben, einem jeden in anderer Weise. Doch wer aufmerket, der weiß es, daß Ich es bin,
Der Sich ihm nähert, wenngleich Ich eine Form wähle, die sich angleicht an die Umgebung, die nicht außergewöhnlich erscheint. Ich will zu einem jeden von euch kommen,
die ihr Mir dienen wollet und für die Verbreitung Meines Wortes Sorge traget. Ich will
Selbst als Stärker eures Glaubens zu euch kommen, auf daß ihr das darauf Folgende
gefaßt ertragen und helfend euren Mitmenschen beistehen könnet. Denn in dem allgemeinen Aufruhr müsset ihr, Meine Diener, ruhig und besonnen sein, um überall
Trost und Hilfe spenden zu können, wo die Not groß und Hilfe erforderlich ist. Wer
Mich gleich erkennet, den wird Meine Gegenwart beseligen, und bewußt wird er jede
Äußerung von Mir hinnehmen als eine Gabe übergroßer Liebe, und sein Herz wird
gleichfalls in Liebe erglühen, Meine Kraft wird auf ihn überströmen, so daß er alles zu
leisten fähig wäre, so er es nur wollte. Doch nicht alle werden Mich sofort erkennen,
doch manche werden es spüren, daß ihnen eine ungewöhnliche Person gegenübersteht,
deren Worte sie als unbedingte Wahrheit hinnehmen. Und erst zuletzt erkennen sie
Mich blitzartig und jubeln und preisen Mich, so Ich sie verlassen habe, um jedoch im
Herzen als unauslöschliches Bild zurückzubleiben bei allen, die Ich mit Meiner Gegenwart beglücke. Und so werden sie Mich im Herzen wiederfinden, auch wenn Ich ihnen
leiblich nicht mehr sichtbar bin, und sie werden ständig Kraft schöpfen können und
emsig die Arbeit für Mein Reich verrichten, wenn Ich gesprochen habe aus der Höhe
und die Menschen in äußerste Not dadurch gekommen sind. Dann werden die Meinen
viel Arbeit vorfinden, und Ich Selbst werde ihnen helfen, Ich Selbst werde durch die
Meinen sprechen zu allen, die Mich hören wollen und den Worten der Meinen Glauben
schenken. Ich werde zu ihnen reden, und ihr werdet Mich bezeugen, ihr werdet Meiner
Erscheinung Erwähnung tun und mit lebendigen Worten ihnen wiedergeben, was ihr
im Herzen für Mich empfindet. Und ihr werdet viele gewinnen, weil die Not groß ist
und die Menschen für jede Erklärung, für jeden Trost und jede Hilfe dankbar sind. Ihr
werdet arbeiten für Mich und Mein Reich, weil ihr euch getrieben fühlt von Mir, Der Ich
in eurem Herzen bin und Den ihr nimmermehr verlieren werdet, so ihr einmal Ihn
geschaut habt. Was Mein geworden ist, das lasse Ich ewig nimmer, und darum komme
Ich auch zu den Meinen in der letzten Zeit vor dem Ende, und sie werden Mich erkennen, denn ihnen sagt es die Liebe, wer Ich bin. Und je nach dem Grad ihrer Liebe ist ihre
Seligkeit bei Meinem Anblick. Wer in Mein Auge schaut, den überzieht ein Wonnegefühl unvergleichlicher Art, so daß er mehr als nur einen Menschen in Mir erkennt. Wer
noch schwach ist im Glauben und in der Liebe und dennoch Mir zustrebt aus seinem
Willen heraus, der wird Mich zwar nicht gleich erkennen, doch Meine Worte werden es
ihm antun und das Feuer der Liebe in ihm entzünden. Dann erkennt er Mich, mitunter
erst, so Ich ihn verlassen habe, so Ich ihm nicht mehr körperlich nahe bin. Ich bin als
Mensch mitten unter euch, doch nur vor euren Augen wähle Ich eine Hülle, die Ich
ebensoschnell wieder auflöse, um euch unsichtbar zu sein. Und so will Ich euch allen
Kraft geben, auf daß ihr Mir treu bleibet und ausharret bis zum Ende. Denn es wird
große Kraft nötig sein, die ihr allein nicht aufbringen könnet. Ich aber kenne die Meinen und überlasse sie nicht mehr Meinem Gegner. Und darum glaubet und hoffet stets
auf Meine Hilfe. Je größer die Not ist, desto näher bin Ich euch, die ihr Mich leiblich erschauen werdet. Dann aber wisset ihr, daß bald die Stunde gekommen ist, wo Ich
Mich allen denen offenbare, die nicht glauben wollen und die nicht ohne Wissen sind,
daß das Ende nahe ist. Und dann ist auch bald die Zeit abgelaufen, die Ich den Menschen zur Erlösung zugemessen habe .... Amen
B.D. 4784 empfangen am 20.11.1949 Rechte Arbeiter im Weinberg des Herrn .... Ich beauftrage Meine Boten mit einer Mission, die sie wohl erfüllen können, wenn sie es wollen. Auf daß nun der Wille zur Tat werden kann, führe Ich Selbst sie in Gelegenheiten, wo sie sich ihrer Mission bewußt werden und für Mich arbeiten. Der Wille aber ist frei, sie werden nicht gezwungen von Mir aus, für Mich tätig zu sein, sondern aus eigenem Antrieb müssen sie reden, wie es ihre Mission verlangt. Darum müssen sie selbst mit Eifer zu einer Sache stehen, es müssen ihre Herzen erfüllt sein mit dem, was sie den Mitmenschen vermitteln wollen. Und darum kann Ich nur Arbeiter gebrauchen, die Mir sehr zugetan sind, so daß sie das Verlangen haben, von Mir Worte der Liebe zu hören, und Mein Wort muß sie erfüllen, da sie sich mitteilen müssen jedem gegenüber, der ihnen in den Weg tritt, ansonsten sie nicht lebendig genug von Mir zeugen könnten, und dann ihre Rede wirkungslos blieb. Ich verlange viel und doch auch nicht viel von denen, die Ich Meine Diener nenne auf Erden. Sie müssen Mir alles opfern und geben doch nicht viel auf, so sie erst einmal die Wertlosigkeit irdischer Güter und Freuden erkannt haben. Doch Halbheiten genügen Mir nicht, und wer nicht voll und ganz zur Sache steht, der ist auch nicht fähig, die Mission zu erfüllen, die Ich ihm als Lebensaufgabe zuweise. Doch die Liebe ist die Kraft, die ihn dazu befähigt .... die Liebe zu Mir und zum Mitmenschen macht ihn fähig, als Arbeiter in Meinem Weinberg tätig zu sein. Die Liebe zu Mir trägt ihm Mein Wort ein, die Liebe zum Mitmenschen treibt ihn, Mein Wort zu verbreiten. Und so könnten wohl viele sich für diese Mission Mir zur Verfügung stellen, doch es fehlt denen, die die Liebe haben, der Glaube an Mein direktes Wirken, und darum können sie nicht Mein Wort entgegennehmen durch die innere Stimme. Sie können wohl auch tätig sein und im Willen, Mir zu dienen, Mein Wort verbreiten, wie es ihnen von außen zugetragen wurde, doch sie müssen durch eifriges Liebeswirken in ihrem Geist erleuchtet werden, um das zu erkennen, was in Wahrheit Mein Wort und was menschliches Zusatzwerk ist. Dann sind auch sie Meine Boten, Meine Diener auf Erden, die tätig sind an der Erlösung irrender Seelen, dann segne Ich sie und alle, die in Meinem Namen tätig sind für Mich und Mein Reich. Doch streben soll ein jeder, die Verbindung mit Mir herzustellen, um Mich Selbst im Wort vernehmen zu können, weil sie dann die Wahrheit entgegennehmen in einer Form, die sie zur Lehrtätigkeit befähigt, und sie Mir dadurch dienen können, wie es Mein Wille ist .... Amen
B.D. 4785 empfangen am 21.11.1949 Nachfolger Jesu .... In Meinem Namen sollet ihr tätig sein .... Darum seid dankbar, daß ihr Mein Wort empfangen dürfet, daß Ich zu euch rede direkt oder durch Boten, daß Ich euch zu Mitarbeitern annehme und euch die Arbeit anweise, die ihr leisten sollet für Mich und Mein Reich. Die Liebe soll euch antreiben zur Tätigkeit, doch Ich werde euch helfen, wie Ich es euch verheißen habe, und euer Lohn dereinst wird wahrlich kein geringer sein .... Amen
B.D. 4786 empfangen am 23.11.1949 Es gibt nur eine Wahrheit .... Wohl steht es euch frei, welcher Geistesrichtung ihr euch anschließet, doch stets müsset ihr dessen eingedenk sein, daß es nur eine Wahrheit gibt, daß, weil die verschiedenen Geistesrichtungen auch verschiedene Lehren haben, nur eine die rechte sein kann, weshalb also niemals eine Prüfung zu umgehen ist, die jeder vornehmen kann, so er es nur ernstlich will. Wo göttliche Offenbarungen zur Erde geleitet werden, dort ist die Wahrheit garantiert, und daher kann solche stets zum Vergleich genommen werden. Und Wahrheit wird nur dort sein, wo Übereinstimmung ist mit den durch das göttliche Wort vermittelten Lehren. Ist aber keine direkte Offenbarung zum Vergleich vorhanden, dann muß unbedingt Gott um Unterstützung angerufen werden, und dann wird der Mensch auch sicher ein rechtes Urteil gewinnen, d.h., er wird nun sich entscheiden zur Annahme oder Ablehnung dessen, was eine Geistesrichtung zu glauben ihm vorschreibt .... (24.11.1949) Das ernsthafte Verlangen, in der Wahrheit zu stehen, und ein Gebet zu Gott im Geist und in der Wahrheit sichert ihm rechtes Erkennen dessen, was Wahrheit und was Irrtum ist. Und es wird ihm sein Herz selbst zureden oder warnen, sich einer Geistesrichtung anzuschließen, nur soll er auch des Empfindens achten, also nicht wider sein Empfinden handeln. Es ist keine geistige Organisation auf Erden frei von Irrtum, weil immer wieder die reine Wahrheit, die anfänglich den Gründer bewog, sie zu vertreten und die Mitmenschen für sie zu gewinnen, durch Menschen eine Veränderung erfährt. Und darum wird ein suchender Mensch in jeder Geistesrichtung in Zweifel geraten, was auch sein muß, damit er selbst der Wahrheit nachgeht und durch ernstes Nachdenken und Verbindung mit Gott durch Gebet und Liebeswirken den Geist in sich zum Erwachen bringt, der ihn nun wahrheitsgemäß belehrt und ihn einführt in ein rechtes Wissen. Und darum kann in jeder Geistesrichtung ein Mensch die Wahrheit finden, so es ihm selbst nur ernst darum ist. Es muß der Blinde sich einem Sehenden anvertrauen .... der Sehende allein ist Gott .... oder ein von Gott erweckter und von Ihm belehrter geistiger Führer, der dem Blinden wahrlich eine rechte Stütze sein kann, der ihn führen wird und ihm auch zum Licht seiner Augen verhelfen kann, so es der Blinde selbst will. Doch ein blinder Führer wird nicht viel Segen stiften, er führt auch die ihm Anvertrauten in die Irre, bevor er nicht durch seinen Willen selbst sehend geworden ist. Ein blinder Führer aber ist, wer nicht aus göttlichen Offenbarungen seine Weisheit geschöpft hat .... ein blinder Führer ist, wer sein Wissen wieder nur von schwach sehenden Menschen empfangen hat und selbst dadurch nicht erleuchtet wurde, sondern in gleicher Dunkelheit seinen Weg wandelte wie zuvor. Gott nimmt Sich eines jeden an, der nach der Wahrheit verlangt. Unkenntnis, Irrtum und verdunkelter Geisteszustand sind stets nur dort anzutreffen, wo das Verlangen nach der Wahrheit nicht vorhanden ist, weil dies Voraussetzung ist, daß Gott als der Geber der Wahrheit und die ewige Wahrheit Selbst, Sich dem Menschen offenbart, denn wer die Wahrheit verlangt, dem wird sie auch geboten werden .... Amen
B.D. 4787 empfangen am 24.11.1949 Gedankentätigkeit .... Dem Wahrheitsdurstigen genügt ein kurzer Hinweis, ein leiser Zweifel, um der
Wahrheit nachzuspüren, und er wird niemals ohne Erfolg bleiben. Seine Gedanken
werden von den Wesen des Lichtes aufgefangen, und Antwort wird zurückgestrahlt, die
der Mensch als eigenes Gedankengut ansieht und weiterverfolgt. Diese Gedankentätigkeit ist das eigentliche Lebendige im Menschen, es ist die Tätigkeit, die auch im geistigen Reich fortgesetzt wird, es ist die eigentliche Funktion der Seele, die sich nun
dadurch entweder auf der Erde oder im geistigen Reich bewegt, abhängig von dem Ziel,
dem sie ihre Funktion zuwendet .... entsprechend also der Richtung, die der Mensch
seinen Gedanken gibt. Ist der Mensch wahrheitsverlangend, dann kreisen seine Gedanken weitab von der Erde, weil er es fühlt, daß die Wahrheit nicht auf der Erde, sondern
außerhalb der Erde zu suchen ist. Jeder Zweifel nun setzt sich im Herzen fest und ist
nun Gegenstand seines Denkens .... Amen
B.D. 4788 empfangen am 26.11.1949 Erkenntnis des rechten Glaubens durch Liebe zu gewinnen .... Die Erkenntnis, welcher Glaube der rechte ist, ist sehr leicht zu gewinnen, sowie der
Mensch in der Liebe steht, denn durch die Liebe wird der Mensch weise werden, also
das Wissen von Gott entgegennehmen .... (27.11.1949) Er wird dann nicht mehr zu
suchen brauchen, sondern überzeugt sein von den Lehren, die der Wahrheit entsprechen und dadurch auch wissen, daß es die Wahrheit ist. Und so hat Gott es den Menschen leicht gemacht, sich die rechte Erkenntnis zu verschaffen insofern, als daß Er nur
Liebe von ihnen fordert. Denn Liebe kann ein jeder Mensch in sich erwecken, wenn er
nur will. Daß so viele verschiedene Glaubensrichtungen unter den Menschen aufleben
konnten, ist nur ein Beweis, daß die Menschen bar jeder Liebe sind. Wo keine Liebe vorhanden ist, verwirrt sich das Denken der Menschen, sie gleiten ab von dem Rechten
und Wahren und sie machen sich selbst Glaubenslehren zurecht, die sie eifrig vertreten
und Anhänger zu gewinnen suchen. Wo die Liebe ist, ist auch die Wahrheit; immer wird
das Denken der Menschen, die liebetätig sind, übereinstimmen, und es bedarf keiner
besonderen Belehrung von außen zur Bekräftigung, denn die Überzeugung, die reine
Wahrheit zu besitzen, lebt im Herzen eines jeden, der in der Liebe lebt. Wo die Wahrheit
ist, ist auch Gott gegenwärtig, und Er belehret die Menschen durch die Stimme des Geistes. Die verschiedenen Geistesrichtungen müssen notgedrungen die Menschen zweifeln und forschen lassen, weil sie alle etwas anderes vertreten und, weil es nur eine
Wahrheit gibt, nun geprüft werden müssen auf ihre Wahrhaftigkeit. Und Gott hat
jedem einzelnen Menschen die Gabe verliehen, dies zu können, wenn er es will .... ansonsten es ein zweifelhafter Akt der Liebe und Gerechtigkeit Gottes wäre, daß Er
jeden einzelnen Menschen durch Geburt oder Erziehung in andere Konfession oder
Geistesrichtung versetzt .... woraus nun ersichtlich ist, daß das Rechte und Wahre im
Innern des Menschen geboren werden muß, daß nichts von außen Herangebrachtes
förderlich oder hinderlich ist, wenn der Mensch die innere rechte Einstellung hat zu
Gott, zur Liebe und also auch zur Wahrheit. Denn Gott, die Liebe und die Wahrheit sind
eins .... Amen
B.D. 4789 empfangen am 28.11.1949 Geistige Mission erfordert Willensstärke .... Eine große Willensstärke wird gefordert werden von den Menschen, die für Mich
und Mein Reich arbeiten wollen auf Erden. Es ist kein Spiel, keine leichte Tätigkeit, die
auszuführen ihr euch Mir angetragen habt .... es ist keine schwere Arbeit als solche,
doch da sie euren ganzen Willen erfordert, müsset ihr Gewalt anwenden, ihr müsset
einen ständigen Kampf führen gegen euch selbst, ständig müsset ihr euren Willen Mir
unterstellen, ständig müsset ihr die Welt zurücksetzen, so sie noch euren Willen gefangennimmt. Ihr werdet in keiner Weise bestimmt, d.h. gezwungen zu eurem Denken,
Wollen und Handeln, frei aus euch heraus müsset ihr für Mich und Mein Reich arbeiten an der Erlösung irrender Seelen. Doch immer werdet ihr Stärkung eures Willens
erfahren, so ihr Mich nur um Hilfe bittet .... um Jesu Christi willen, Der durch Seinen
Tod am Kreuze euch verstärkten Willen erworben hat. Immer größer treten die Versuchungen an euch heran, sollet ihr doch euren Willen beweisen auch in Stunden der
Not und immer die geistige Arbeit voransetzen. Es ist eine bedeutsame Mission, die ihr
erfüllen sollet, und nicht jeder ist dazu befähigt, sie auszuführen. Doch sowie der
Mensch einen starken Willen aufbringen kann, wird er die Arbeit spielend bewältigen.
Der Wille allein ist ausschlaggebend, aus eigenem Antrieb sollet ihr Mir eure Dienste
leisten, aus eigenem Antrieb Mir helfen, wo es gilt, die geistige Not der Menschen zu lindern. Ich bestimme euch nicht dazu, euer Herz soll nach Mir verlangen und nach Meiner Liebe und darum unentwegt Mir zustreben, unentwegt für Mich tätig sein. Einen
starken Willen erfordert es, doch diesen werde Ich lohnen dereinst, wie Ich es verheißen
habe. Doch auch nicht um des Lohnes willen sollet ihr Mir dienen .... Amen
B.D. 4790 empfangen am 29.11.1949 Ich lebe und ihr sollt auch leben .... Ich lebe und ihr sollt auch leben .... Amen
B.D. 4791 empfangen am 3.12.1949 Unterlassungssünde .... Ihr werdet euch zu verantworten haben für jede Unterlassungssünde, für jede ungenützte Gelegenheit, doch wird sie euch nicht vorgehalten werden, sondern ihr werdet
daran erinnert werden und nun selbst erkennen, was ihr versäumt habt und welchen
Vorteil ihr dadurch einbüßet, und eure Reue wird groß sein. Denn das ist die Strafe für
euer Vergehen, das ihr nimmer vergessen könnet und darum euch ungeheure Selbstqualen bereitet, die wohl als gerechte Strafe anzusehen sind, weil ihr Gottes Gnaden
unbeachtet ließet auf Erden und dieses Vergehen nicht anders abbüßen könnet als
durch tiefste Reue über eure Härte und euren Ungehorsam Gottes Geboten gegenüber.
Und die Qualen werden erst dann geringer werden, so ihr im jenseitigen Reich versuchet, entgegen eurem lieblosen Leben auf Erden zu handeln .... so ihr nun die Liebe
übet aus eigenem Antrieb an den Seelen, die gleich euch leiden müssen und denen jede
Liebestat eine Hilfe ist. Dann werdet auch ihr die Kraft der Liebe spüren, dann werdet
ihr suchen, euer Unrecht gutzumachen. Doch es gehört dazu ein kleiner Lichtfunke, der
euch das Erkennen eurer selbstverschuldeten Lage gibt, denn solange ihr diesen Schimmer der Erkenntnis nicht besitzet, ist euch auch das große Versäumnis auf Erden noch
nicht bewußt, denn dann seid ihr nur von der Ichliebe erfüllt, die nur das eigene Schicksal bessern möchte, nicht aber das der anderen notleidenden Seelen. Und es kann dieser Zustand lange dauern, je nach der Hartnäckigkeit des Willens und dem Grade der
Ichliebe. Es muß die Liebe erst erweckt werden, was wohl geschehen kann durch das
Gebet eines Menschen auf Erden, der in Liebe jener Seele gedenkt. Dann wird die Seele
in Umgebungen versetzt, die unsagbar viele leidende Seelen bewohnen, so daß die
erstere durch das Leid die Erbarmung kennenlernen soll .... Amen
B.D. 4792 empfangen am 4.12.1949 Entwicklungsprozeß .... Jeder Gang durch die Materie ist für das Mir gänzlich widersetzliche Geistige als Entwicklungsprozeß anzusehen, der mit Sicherheit ein Nachlassen des Widerstandes gegen Mich zur Folge hat und somit das einzige Mittel ist, das gänzlich von Mir Abgefallene Mir langsam wieder zuzuführen. Dieser Entwicklungsprozeß kann sich des öfteren wiederholen, je nach der Einstellung des Geistigen im Stadium des freien Willen als Mensch. Dieses Stadium aber muß nach dem endlose Zeiten währenden Zustand im gebundenen Willen dem Geistigen gewährt werden, ansonsten die Aufwärtsentwicklung keinen Zustand der Vollkommenheit gezeitigt hätte, sondern das Geistige gerichtet bliebe, d.h., durch Meinen Willen es so würde, wie es ist, nicht aber durch eigenen Willen. Der freie Wille aber ist ein Zeichen der Vollkommenheit, der freie Wille ist unbedingt nötig, soll die Gottähnlichkeit, also ein Angleichen an Mich, erreicht werden. Zumeist wird auch das Stadium als Mensch ausgewertet soweit, daß das Wesen entweder im gleichen Zustand verharrt oder seinen Reifezustand erhöht während des Erdenlebens. Und es ist dann die Möglichkeit gegeben, im geistigen Reich die Aufwärtsentwicklung fortzusetzen, wenn nicht ersteres zurücksinkt in die Tiefe durch hartnäckigen Widerstand, also von Mir abgewandten Willen. Es kann aber auch leicht das Stadium des freien Willens eine Rückentwicklung nach sich ziehen, es kann das Wesen als Mensch den Abfall von Mir erneut vollziehen, es kann sämtliche Stadien seiner Entwicklung im Mußzustand zwecklos machen, also wieder zurücksinken in den Zustand, der das erneute Bannen in der festen Form bedingt, um nicht erbarmungslos von Mir verdammt zu werden auf ewig. Diese ewige Verdammung aber läßt Meine Liebe nicht zu, und darum ist Mein Schöpfungswille unbegrenzt, weil Ich immer wieder neue Möglichkeiten schaffe, diesem in die Tiefe gesunkenen Geistigen zu helfen, daß es sich einstmals selbst im freien Willen erlösen kann. Niemals wird von Meiner Seite aus ein Zwang ausgeübt auf die geistigen Wesen, und selbst der Zustand im gebundenen Willen ist insofern kein Zwangszustand, als daß das Wesen erst dann in eine neue Form übergehen kann, wenn es selbst in seinem Widerstand gegen Mich nachläßt, was es zwar nicht bewußt tut, da es bar jeder Erkenntnis ist. Dennoch ist Mir die Wandlung jeglichen Willens bekannt. Das Geistige selbst erkennt sich nicht, Ich aber erkenne es. Das Einzeugen des Geistigen in die feste Materie ist zwar ein Akt der Gewalt von Meiner Seite, doch gleichzeitig ein Sühnungsakt für die Sünden dieser als Mensch verkörperten Wesen, die durch die gänzliche Entfernung von Mir, durch Haß und Lieblosigkeit, zu wahren Teufeln wurden, weshalb sie eine gerechte Strafe verdient haben und dieser Strafakt zugleich ein Erbarmungsakt ist, sie aus tiefster Finsternis wieder zum Licht emporzuführen. Es kann ein solcher Entwicklungsprozeß aus einem vollendeten Teufel ein rechtes Gotteskind werden lassen, wie aber auch das Teuflische in dem Wesen im Stadium als Mensch erneut zum Durchbruch kommen kann und darum eine öftere qualvolle Bannung in der Materie sein Los ist, bis es doch einmal von Meiner tiefen Liebe sich berührt fühlt und Mir nun im Zustand des freien Willens entgegendrängt, um nun ewiglich nicht mehr zu fallen, um zu stets höherer Vollendung zu gelangen, weil es nun unauflöslich mit Mir verbunden ist .... Amen
B.D. 4793 empfangen am 6.12.1949 Verfall irdischer Güter .... Mit Riesenschritten geht es dem Ende entgegen, und wüßtet ihr, wie nahe es ist, so
würdet ihr alle Zeit verwenden für eure Seelen, so ihr überhaupt an ein Leben der Seele
nach dem Tode glaubt. Doch immer noch wendet ihr eure Augen der Welt zu, d.h., alles
Irdische bewegt noch zu sehr euren Sinn, und ihr sorgt für euer leibliches Wohl, wo die
Seele eure Sorge viel nötiger brauchte. Ihr glaubet noch nicht recht an das Ende, und das
ist es, was euer geistiges Streben schwächer werden läßt. Ihr zweifelt noch an der Wahrheit Meines Wortes, und darum seid ihr auch nicht recht tauglich zur Verbreitung Meines Wortes, solange euch die Welt noch gefangenhält. Der Welt Güter aber sind nicht
beständig .... Amen
B.D. 4794 empfangen am 7.u.8.12.1949 Lebenswandel von Führern und
Es ist für euch Menschen von größter Wichtigkeit, daß ihr in der Wahrheit unterrichtet werdet und daß ihr euch deshalb der Geistesrichtung anschließet, welche die
Wahrheit vertritt, deren Führer und Lehrer von Gott gelehret sind, also das Wirken des
göttlichen Geistes in sich möglich machen. Und ihr könnet immer an dem Lebenswandel derer, die Vertreter der Wahrheit aus Gott zu sein vorgeben, den Grad der Wahrheit
erkennen, und so werdet ihr stets wissen, welcher Wert ihren Lehren zugemessen werden kann. Darum achtet zuerst darauf, wie die Führer und Lehrer einer Geistesrichtung
sich selbst einstellen zu den göttlichen Geboten, zu den Geboten der Gottes- und Nächstenliebe. Durch das Reden allein sollet ihr euch nicht täuschen lassen, sondern das Verwirklichen dessen, was sie lehren, gibt erst den Ausschlag und reihet die Menschen in
den Dienst für Gott ein. Denn ein solcher Lebenswandel nach dem Willen Gottes macht
den Menschen zum Anwärter des geistigen Reiches, und also ist auch das Denken dessen recht, denn ein Mensch, der Gottes Gebote erfüllt, erkennt die Wahrheit, und seine
Urteilskraft ist erheblich gestärkt durch die (8.12.1949) Erhellung seines Geistes, der
wirksam wird als Folge der Liebetätigkeit. Einem Menschen, dessen Lebenswandel dem
Willen Gottes entspricht, kann stets Glauben geschenkt werden, und so er nun eine
bestimmte Geistesrichtung vertritt, wird er auch für Gott und Sein Reich tätig sein, weil
Gott niemals einen Menschen einer Lüge schuldig werden lässet, der Ihm zustrebt und
die Wahrheit vertreten will. Es steht immer der Wille des Menschen im Vordergrund,
und diesem nach nimmt Gott Sich seiner an, oder Er wendet Sich von ihm ab. Der
rechte Wille aber ist der voller Demut und Gehorsam gegen Gott; er wird also niemals
hervorzutreten suchen, also irdische Vorteile oder Ehre und Ruhm, kein Ansehen oder
hohe Stellung erreichen wollen, er wird nur still und bescheiden Gott dienen, um der
Wahrheit selbst willen die Wahrheit vertreten, weil er fühlt, daß nur die Wahrheit zu
Gott führt und er aus Liebe zu den Mitmenschen auch diese zu Gott hinführen möchte.
Es müssen die Lehrenden selbst von Gott gelehret sein .... Amen
B.D. 4795 empfangen am 10.12.1949 Erkenntnis im Erdenleben oder nach Eingang ins Jenseits .... Fortschreitende Erkenntnis ist der Erfolg eines Lebenswandels nach Meinem Willen. Doch nicht immer braucht sich der Wissenszustand eines Menschen bemerkbar zu machen, doch die Seele hat den Reichtum eines Wissens in sich, der erst nach dem Ableben des Menschen ihr bewußt wird, so daß sie also in einem hohen Grade der Erkenntnis in das Lichtreich eingehen kann, wenngleich sie als Mensch auf Erden unerfahren war. Doch dann benötigte der Mensch dieses Wissen nicht, weil er auch ohne solches sich bemühte, ein gottgefälliges Leben zu führen, und sein Liebeleben ihm also einen reichen Schatz eingetragen hat, mit dem die Seele im geistigen Reich arbeiten kann und selig ist. Menschen, die jedoch nach der Wahrheit suchen, die ihr Wissen bereichern wollen und unbewußt oder als Folge Meines ihnen offenbarten Willens liebetätig sind, werden ein Wissen zugeführt bekommen, das ihre anfängliche Unkenntnis wandelt, sie werden ständig zunehmen an Erkenntnis, bis ihnen alles klar und verständlich ist, was sie geistig bewegt. Diese aber können mit ihrem Wissen schon auf der Erde arbeiten, sie können Licht spenden, sie können ihr Wissen weiterleiten und Helligkeit bringen, wo noch tiefstes Dunkel ist. Sie können ihren Mitmenschen Führer sein und werden bei ihrem Eintritt in das Jenseits einen schon hohen Lichtgrad erreicht haben, der sie in den Stand setzt, eine beglückende Tätigkeit auszuführen und den irrenden Seelen im Jenseits zu helfen in ihrer Not. Denn Unwissenheit ist ein Notzustand, wie Dunkelheit immer ein bedauernswerter Zustand ist für ein Wesen, das uranfänglich im Licht gestanden hat. Unwissenheit ist die Folge des Abfalls von Mir, weil das Geistige durch die Entfernung von Mir sich Meinem Liebestromkreis entzog und dies völlige geistige Finsternis bedeutete, die das Wesen als Qual empfindet im geistigen Reich. Auf Erden kann es sich leicht in einen Lichtzustand versetzen, weil rege Liebetätigkeit ein Zuleiten hellsten Lichtes zur Folge hat, doch es gehört dazu der freie Wille, der zumeist versagt, weil das Wesen noch zu sehr in der Eigenliebe steht und dadurch die Kraft aus Gott unwirksam macht, die sich in Helligkeit des Geistes äußert, also in einem Zustand des Erkennens. Immer ist die Liebe das Unerläßliche, daß der Mensch zur Erkenntnis gelangt, immer muß die Liebe im Menschen erweckt werden, bevor er wissend wird, und Liebe wird ihm immer einen Lichtgrad eintragen, wenngleich er selbst im Erdenleben dessen nicht bewußt wird. Blitzschnell aber kommt ihm die Erkenntnis beim Eintritt in das geistige Reich, wo es dann für ihn keinen Irrtum mehr gibt, weil er jeden Irrtum sofort erkennt und ihn verabscheut. Denn Licht ist Seligkeit, und Finsternis ist Qual. Die Finsternis aber kann durchbrochen werden, und auch viele Wesen der Dunkelheit können sich wandeln, wenn sie einem Lichtstrahl nachgehen und ihren Willen gleichfalls dem Liebewirken zuwenden, wozu sie stets Gelegenheit haben, wie auf Erden, so auch im geistigen Reich .... Amen
B.D. 4796 empfangen am 10.12.1949 Rechtes Kindesverhältnis zu Gott .... Was ihr erbittet im festen Glauben, das wird euch gegeben werden, so es eurer Seele nicht zum Schaden gereicht, und da ihr Mein Wort empfangen dürfet, so oft ihr wollt, werde Ich Mich immer wieder äußern und zu euch reden durch die Stimme des Geistes. Stets will Ich euch raten, was ihr tun und was ihr lassen sollet, stets will Ich euch belehren und tiefes Wissen euch vermitteln, und immer werdet ihr Mir daher willkommen sein, so ihr als Schüler zu Mir kommet oder als Kinder den Vater bittet um Aufschluß. Ich will euch ein gerechter Vater sein, Der zwar kein Unrecht duldet, so ihr es ausführet, euch aber stets das Unrecht erkennen lässet. Immer dürfet ihr im Vertrauen zu Mir kommen, weil Ich alles verstehe und auch alles verzeihe, so ihr wie Kinder zum Vater kommet und Meine Liebe erbittet, die im Wort zum Ausdruck kommet. Wer nach Meinem Wort verlangt, der gehöret Mir an, und wer Mir angehört, der wird keine Fehlbitte an Mich richten, die ihn an Meiner Liebe zweifeln ließe. Wer an Mich glaubt, den erhöre Ich und offenbare Mich ihm durch Mein Wort. Darum wird eine innige Verbindung, die einmal stattgefunden hat mit Mir, nimmermehr abgebrochen werden können, es sei denn, er läßt sich von der Welt gefangennehmen und kehret Mir und dem geistigen Reich den Rücken zu, d.h., sein Wille strebt von Mir ab und der Welt zu. Dann verhülle Ich Mich, dann erreicht auch kein Ruf Mein Ohr, dann hat Mein Gegner ihn gewonnen, doch durch eigene Schuld des Menschen. Wer aber die Welt nicht beachtet, wer stets nur Mich ersehnet, dem bietet die Welt nichts mehr und Mein Wort ist ihm das Höchste, Meine Stimme bietet ihm vollauf Ersatz für das, was er in der Welt aufgibt. Denn durch Mein Wort offenbare Ich Mich Selbst und gebe dem Menschen den Beweis Meiner Nähe, Meiner Gegenwart und Meiner Liebe. Die Liebe aber gewähret alles, sie versteht und verzeiht alles, sie will nur Gegenliebe, um ungemessen beglücken zu können alle, die Mir ihre Liebe schenken .... Amen
B.D. 4797 empfangen am 11.12.1949 Rücksichtsloses Vorgehen gegen Irrlehren .... Wohl steht euch das Recht zu, in Opposition zu treten, wo Geistesgut vertreten wird, das eurem Wissen widerspricht, so ihr euch getrieben fühlt, für die Wahrheit euch einzusetzen. Den Beweis davon aber habt ihr, die ihr Mein Wort selbst vernehmet oder durch Meine Diener auf Erden mittelbar von Mir empfanget: Der Übel größtes ist die Lüge und der Irrtum, denn sie vergiften die Seele des Menschen, sie wird gewissermaßen von einer Hülle umschlossen, die keine Lichtstrahlen durchläßt, und so diese Hülle nicht gewaltsam hinweggezogen wird, versinkt die Seele in Finsternis. Ein solcher Gewaltakt ist das rücksichtslose Vorgehen gegen falsche Lehren, das Aufdecken und Brandmarken dieser durch einen Wahrheitsträger, der also nur ein Werkzeug ist, durch den Ich Selbst der Seele zu Hilfe komme. Es ist nicht richtig, schweigend einen Irrtum zu dulden, wo er erkannt wird und die Wahrheit ihm entgegengesetzt werden kann. Verständlicherweise aber muß das Wissen, das dem Irrtum entgegengesetzt wird, dem rechten Quell entströmt sein .... also die ewige Wahrheit Selbst muß der Urquell dessen sein, was als Wahrheit bezeichnet wird, dann wird die göttliche Weisheit auch die Überzeugungskraft in sich schließen. Dann muß es einem Wahrheitsträger gelingen, den Irrtum zu verdrängen, sowie der Belehrtwerdende guten Willens ist. Es ist dringend notwendig, daß die Mitmenschen in rechtes Denken geleitet werden, weil jede Stunde auf Erden für die Seele verloren ist, die sie in irrigem Denken verbringt. Denn Helligkeit des Geistes ist ein Zeichen der stattfindenden Erlösung des Menschen .... (13.12.1949) Helligkeit des Geistes bedeutet Kraftzustrom aus Mir, also Ausgießen Meines Geistes über einen Menschen, der dessen würdig ist. Also muß er sich schon gelöst haben von Meinem Gegner, er muß den Weg betreten haben, der zu Mir führt. Dann ist sein Denken recht, dann erkennt er den Irrtum, dann steigt er zur Höhe, und die Freiwerdung aus der Form ist das von ihm erreichte Ziel. Darum muß als erstes der Irrtum erkannt und verbannt werden, die Wahrheit muß als Mein Anteil bewußt angefordert und von Wahrheitsträgern dem Irrtum entgegengesetzt werden. Und das ist eure Aufgabe, weshalb ihr niemals Rücksicht zu nehmen brauchet auf einen Vertreter irriger Lehren, sondern schonungslos aufdecken müsset, was nicht mit der ewigen Wahrheit aus Mir übereinstimmt. Ihr sollet und könnet stets wider den Irrtum vorgehen und die Wahrheit vertreten, nur müsset ihr selbst von Meinem Geist erleuchtet sein, ihr müsset die Wahrheit von Mir Selbst empfangen haben, auf daß ihr überzeugt dafür eintreten könnet, was ihr lehret. Wer überzeugt seine Ansicht vertritt, der wird stets den Sieg davontragen in einem Wortgefecht, denn Mein Wort, das er nun zum Inhalt seiner Lehre macht, spricht für sich selbst und wird niemals seinen Eindruck verfehlen. Und so ermahne Ich euch immer wieder, den Kampf zu führen wider die Lehren, die offensichtlich Meinem aus der Höhe zugeleiteten Wort widersprechen. Denn die Wahrheit muß verbreitet werden, sollen die Menschen den rechten Weg zu Mir finden, weil nur die Wahrheit zu Mir führt, während der Irrtum Mich ausschaltet, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin .... Amen
B.D. 4798 empfangen am 14.12.1949 Jünger der Endzeit .... Ihr, Meine Jünger der Endzeit, ihr habt wahrlich nur den Glauben ohne jegliche
Beweise, daß Ich einst auf Erden wandelte, um den Menschen den Weg vorzuleben, den
sie gehen sollen, um selig zu werden. Ihr müsset nun diesen Glauben an Mich so lebendig werden lassen, daß Mein Geist in euch wirken kann, den Ich euch angekündigt habe
mit den Worten: „Ich will euch den Tröster senden“ und „Ich bleibe bei euch bis an der
Welt Ende“.Was euch nicht bewiesen werden kann, das wird euch dennoch als alleinige
Wahrheit überzeugen, weil der Geist in euch es euch kundgibt. Und so könnet ihr euch
als Meine Jünger fühlen, als Apostel, gleich Meinen ersten Jüngern, die Mich Selbst als
augenscheinlichen Beweis um sich hatten und denen es darum weit leichter war, das zu
glauben, was Ich ihnen lehrte. Ihr aber sollet Meine Wiederkunft erleben, ihr sollt die
Krönung eures Glaubens erfahren, ihr sollet Mich schaubar am Ende erleben, eben weil
ihr glaubt und durch diesen Glauben eine so innige Verbindung mit Mir herstellet, daß
Ich ihn lohnen kann und will .... und zwar durch Meine sichtbare Gegenwart und eure
Heimholung in das Reich des Friedens. Es ist dies eine so übergroße Vergünstigung auf
Erden, daß ihr euch diese verdienen müsset, daß ihr ringen und Mir den Beweis liefern
müsset, daß ihr an Mich und Mein Erlösungswerk glaubt. Wie oft wird in der letzten
Zeit noch an das Bollwerk des Glaubens gerüttelt werden, dann müsset ihr standhaft
bleiben und euch keinesfalls von den Reden der Menschen beeinflussen lassen. Und
dieser starke Glaube muß aus euch selbst kommen, denn ein jeder von euch Menschen
kann Meine Unterstützung anfordern, und so er im Geist und in der Wahrheit zu Mir
betet, wird er wahrlich erhalten, was er erbittet. Und so sollet ihr um starken Glauben
bitten, und es wird euch das Gefühl Meiner Gegenwart auch tief gläubig werden lassen,
wenngleich ihr sonst keine Beweise habt von Mir und Meinem Wirken auf Erden. So
Ich aber Meinen Einfluß geltend machen wollte, indem Ich euch Beweise geben würde,
so wäre euer Verdienst des Glaubens schwach und eine Vergünstigung, wie die außergewöhnliche Wiederkehr in den Wolken, wäre ein Glaubenszwang, den Ich aber niemals
anwende, weil ihr vollkommen werden sollet. Und so müsset ihr ringen um starken
Glauben und euch durch keinerlei Zweifel beirren lassen. Ihr wandelt in der Wahrheit
und werdet auch zum Ziel gelangen, denn ihr werdet von Lichtwesen betreut, die euch
ständig umgeben und auch eure Gedanken ordnen, auf daß ihr als Meine rechten Jünger auf Erden euren Dienst versehen könnet zum Segen der Mitmenschen, die in
Gefahr sind, abzufallen von Mir. Ihr werdet die Mission Meiner ersten Apostel zu Ende
führen .... Amen
B.D. 4799 empfangen am 16.12.1949 Anruf des Namens Jesu ....
Das Geheimnis göttlicher Offenbarungen ist nur so lange ein Geheimnis, wie sich
die Menschen noch nicht klar sind über die Ausgießung des Geistes. Und so lange werden sie auch zweifeln, verwerfen, Echtes für falsch ansehen und auch wieder falschen
Propheten Gehör schenken, weil mehr die Sucht, etwas Ungewöhnliches, ihnen Verborgengehaltenes zu erfahren, bei den Menschen vorspricht, als das tiefe Wahrheitsverlangen und die Liebe zu Gott als Urquell der Wahrheit. Göttliche Offenbarungen entstammen diesem Urquell, weil Sich die ewige Gottheit äußert den Menschen gegenüber, auf
das diese Sie erkennen lernen und Sie lieben können. Also kann erstmalig nicht abgeleugnet werden, daß Gott Sich offenbart. Wer nun Ihn hören will, der muß Ihm nahekommen, ansonsten Gott Sich ihm nicht offenbaren wird. Und so ist die erste Bedingung ein starker Glaube, daß Gott dem Menschen gegenwärtig ist .... Amen
B.D. 4800 empfangen am 20.12.1949 Ende der Gnadenzeit .... Die gnadenreiche Zeit ist bald vorüber, und die Menschen wandeln sich nicht. Sie
lehnen sich auf gegen jeden Schicksalsschlag, der ihnen das Erkennen bringen sollte, sie
nehmen keine Hilfe von seiten Gottes in Anspruch, weil sie nicht an Ihn glauben. Sie
wandeln im Dunkeln und scheuen das Licht, und ein grauenvolles Ende steht ihnen
bevor laut Gottes ewigem Heilsplan. Und dieses Ende ist bald gekommen. Was auch die
Menschen beginnen, um sich in Wohlleben zu setzen, es wird alles umsonst getan sein,
und die Menschen werden keinen Nutzen mehr davon haben, denn ihr Sinnen und
Trachten ist nur irdisch, alles Irdische aber ist vergänglich, und selbst die Erde wird in
ihrer Außenform eine Umänderung erfahren, die das Auflösen der Materie bedingt.
Und so wird die Materie, die den Menschen umgibt, vergehen, und bestehen bleiben
wird nur das, was sich die Menschen geistig geschaffen und erworben haben. Und dies
wird sehr gering sein bei den meisten Menschen. Immer und immer wieder werden sie
hingewiesen auf das Ende, auf die Vergänglichkeit irdischer Dinge, immer und immer
wieder werden sie in Lagen versetzt, wo sie es leicht haben, den Schritt ins geistige Reich
zu tun .... wo sie gedrängt werden zum Beten, zum Anruf Dessen, Der ihr Schöpfer und
Erhalter ist; doch selten nur nehmen sie die Gelegenheiten wahr, sich geistige Reichtümer zu sammeln. Und so müssen die Mahnungen und Warnungen immer ernster werden, immer schärfere Mittel müssen angewendet werden, um die Menschen zum Nachdenken zu bringen, um ihnen die Vergänglichkeit des Irdischen vor Augen zu halten.
Und darum wird die Welt ein Schauspiel erleben, das wohl geeignet wäre, die Menschen
zur Besinnung zu bringen, wenn sie es nur als ein Zeichen von oben erkennen möchten. Doch nur wenige sehen es an als das, was es ist .... als ein letzter Mahn- und Warn-ruf Gottes, bevor die Erde ein Zerstörungswerk erlebt, aus dem die neue Erde hervorgehen soll. Gott meldet sich vorher und gibt ein letztes Zeichen, und wer dessen achtet,
der kann seine Seele noch retten vor dem ewigen Tode. Wer aber auch daran vorübergeht, der hat ein schweres Los zu erwarten, so das Ende gekommen ist, denn am Tage
des Gerichtes wird ein jeder Mensch erhalten, was er erstrebte auf Erden .... Amen
B.D. 4801 empfangen am 24.12.1949 Seliges Los der Reifen und
Es wird euch ein seliges Los beschieden sein in Meines Vaters Hause. Ihr werdet alles
vorfinden, was euch Freude macht, so eure Seele rein ist und frei von irdischem Verlangen, so sie reif ist für das geistige Reich. Worin aber diese Seligkeiten bestehen, die Freuden für eure reine, vergeistigte Seele, das könnet ihr Menschen erst dann begreifen,
wenn euer Streben auf Erden schon geistigen Gütern gilt, wenn euch die Erde mit ihrem
Besitz nicht mehr zu reizen vermag. Es sind geistige Genüsse, die der Seele unbeschreibliche Wonnen bereiten, es sind Genüsse, die das Empfinden der Seele berühren,
wie irdische Genüsse den Körper, so daß sie also überaus glücklich ist, weil sie sich
irdisch nichts mehr ersehnt. Wie auf Erden, so empfindet die Seele auch im Jenseits das
Schöne, und wie auf Erden kennt sie auch das Glücksempfinden, doch in weit ausgeprägterem Maß. Ihr Sehnen gilt gleichfort dem Vermehren geistiger Güter, und diese
Sehnsucht wird der Seele auch erfüllt. Sie kann unvorstellbare Schöpfungen schauen
und hören und schöpfet daraus ständig Weisheit und Kraft. Sie bewegt sich in reizvollster Umgebung, wofür sich auf Erden kein Vergleich finden läßt, weil die irdischen
Schöpfungen arm und dürftig dagegen sind und daher den Menschen auch die Vorstellungskraft fehlt für die Wunderdinge göttlicher Liebe, die Er Seine Kinder schauen läßt.
Und da jedes Wesen mit gleichgesinnten Seelen Verbindung hat, wird die Seligkeit
erheblich gesteigert und das Licht ständig erhöht. Denn der Zustand im Jenseits der
noch unvollkommenen Wesen kann wohl geschildert werden, weil er sich nicht viel von
dem auf der Erde unterscheidet, so daß oft die Seelen sich noch auf Erden lebend wähnen, und das lange Zeit hindurch. Wie auf Erden die Menschen in der Materie leben
und nicht verstehen können, wie geistig strebende Menschen sich von der Welt zurückziehen und dennoch glücklich sind, so leben erstere auch im geistigen Reich im gleichen Verlangen nach der Materie, das ihnen soweit erfüllt wird, daß sie selbst die Erfüllung nicht beglücken kann, bis sie nach langer Zeit sich von ihr zu trennen beginnen in
der Erkenntnis ihrer Wertlosigkeit. Doch das geistige Reich des Lichtes mit seinen
Bewohnern ist diesen Wesen verschlossen .... Amen
B.D. 4802 empfangen am 24.12.1949 Niederkunft Christi und Begründung .... Ich mußte zur Erde niedersteigen, denn die Menschen, Meine Geschöpfe, waren in
größter Not aus eigener Schuld. Meine Vaterliebe aber wollte sie nicht zugrunde gehen
lassen. Zudem erhob sich Mein Widersacher gegen Mich insofern, als daß er Meine
Geschöpfe, die wohl sein Wille, jedoch mit Meiner Kraft, erzeugt hatte, völlig
beherrschte und ihnen gewissermaßen die Willensfreiheit nahm, indem er Meine
Geschöpfe so schwächte, daß sie ihren freien Willen nicht mehr so zu gebrauchen vermochten, wie er recht, d.h. Mir wohlgefällig, war. Und so wollte Ich Meinen schwachen
Geschöpfen helfen in ihrer übergroßen Not .... Amen
B.D. 4803 empfangen am 24.12.1949 Verkörperung vieler Lichtseelen in der Endzeit .... Auch den Lichtwesen dienet die irdische Welt zu ihrer Vollendung. Denn sie gibt die
meisten Möglichkeiten zur Erlangung der Gotteskindschaft, die auch ein Lichtwesen
nur durch ein Leben im Fleisch auf dieser Erde erreichen kann. Der Gang auf dieser
Erde als Mensch setzt aber dann nicht die Aufwärtsentwicklung im Mußzustand voraus, sondern eine Lichtseele kann sich direkt ins Fleisch einzeugen, um nun den freien
Willensentscheid abzulegen, wozu ihr oft harte Proben auferlegt werden. Immer wieder
steigen Lichtseelen zur Erde nieder, und ganz besonders in der letzten Zeit vor dem
Ende sind viele solche Verkörperungen zugelassen, weil gerade diese schwere Erdenlebenszeit höchste Reifegrade gewährleistet, wie aber auch die irrenden Menschen geistige Führer brauchen, die nur solche als Menschen verkörperte Lichtwesen abgeben
können. Eine solche Lichtseele war auch Jesus Christus, die eine übergroße und heilige
Mission auf sich nahm, welche die größte Anforderung an den Willen eines Menschen
stellte. Seine Seele war wohl vollkommen, als sie diese Erde betrat, dennoch hatte dieser
Lichtgrad keinen Einfluß auf das Erdenleben des Menschen Jesus, ansonsten Seine Mission, die Erlösung der Menschheit, an Wert verloren hätte. Es waren äußerst schwere
Bedingungen, die dem Menschen als solchen gesetzt wurden .... Amen |
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