Buch
58
NR.
5136 – 5294
empfangen von
Bertha Dudde in der
Zeit vom 24.u.25.5.1951 – 12.1.1952
Eine
Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes
- 1891-1965 - mit
ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen,
allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener
Herausgeber (gedruckte
Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie
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B.D. 5136
empfangen am 24.u.25.5.1951
Die Macht des Satans ....
Groß ist die Macht dessen, der euch verderben will, doch nur dann, wenn ihr selbst
ihm diese Macht einräumt, weil, so ihr ihm widerstrebt und ihr euch Mir zuwendet,
auch Mein Liebelicht euch zufließt, das ihn völlig kraftlos macht. Denn der Liebe vermag er nicht standzuhalten. Und die Liebe wird auch ihn einst besiegen, wenn seine
Zeit gekommen ist. Der Satan ist wahrlich unentwegt bemüht, das durch seinen Willen,
jedoch aus Meiner Kraft Hervorgegangene in seinen Bann zu ziehen, es sich untertan
zu machen für ewig. Und darum wird er aufs äußerste bedrängen, was er zu verlieren
fürchtet, was sich im freien Willen ihm entwindet, was zu Mir strebt, um auf ewig mit
Mir vereint zu sein.(25.5.1951) Er wird kein Mittel scheuen, auf dieses Geistige einzuwirken, er wird Verwirrung anrichten, wo er nur kann. Er wird immer dort sein, wo die
Meinen sich zusammenfinden, er wird sich einzuschalten suchen in die Gedanken
derer, um seinen Willen auf sie zu übertragen, obwohl er erkennt, daß er die Macht über
jenes Geistige verloren hat. Dennoch steht er Mir als Feind gegenüber, denn sein Ehrgeiz ist so groß, daß er so verblendet ist, zu glauben, daß seine Macht nicht zu brechen
sei. In der Liebe erkennt er wohl die Waffe, die ihn verwundet, und darum flieht er sie,
wo sie ihm in den Weg tritt, und schürt die Lieblosigkeit, wo ihm nur die geringste
Handhabe geboten wird. Er fühlt es, daß seine Macht geringer wird, und will sich doch
nicht besiegen lassen. Darum ist sein Wirken meist unverkennbar, weil seine Mittel
immer solche sind, daß Feindschaft zwischen den Menschen entsteht, die einander
zugetan sind, daß Verwirrung entsteht, wo Klarheit herrschte; und die Schuld ist bei
den Menschen selbst zu suchen, daß sie durch kleine Lieblosigkeiten dem Satan einen
Finger reichen und er die ganze Hand zu fassen suchet, d.h., daß er die Menschen zu
stets größerer Lieblosigkeit antreibt. Er hat große Macht, doch nur dort, wo sie ihm eingeräumt wird .... weil ihr Menschen nicht die Waffe gegen ihn anwendet, die ihn machtlos werden läßt .... weil ihr die Liebe zuwenig übt .... weil die Selbstliebe noch zu stark
ist in euch, die ihm eine willkommene Handhabe bietet. Dann erkennet ihr ihn nicht, so
er euch in den Weg tritt, dann ist euer Auge schwachsichtig, und ihr sehet ihn an als
Freund und schenket ihm euer Vertrauen. Er ist nicht euer Freund, solange er noch
Mein Gegner ist .... und er ist so lange Mein Gegner, wie er bar jeder Liebe ist. So lange
ist er zu fürchten, wie ihr selbst ohne Liebe seid, denn dann seid ihr sein und von Mir
noch weit entfernt. Ist aber der Liebesfunke in euch entflammt, dann löset ihr selbst die
Fessel, die euch gebunden hält, dann wechselt ihr euren Herrn, dann verbindet ihr euch
mit Mir, und dann hat er jegliche Macht über euch verloren. Darum brauchet ihr ihn
nicht zu fürchten, die ihr Mein geworden seid durch euren Willen, der Mir zudrängt
und ihn abweiset. Dann kann er euch nicht mehr schaden, doch ihr könnet ihm noch
helfen, indem ihr glühende Kohlen auf sein Haupt sammelt, indem ihr die Liebe auch
auf alles erstreckt, was euch feindlich gesinnt ist, indem ihr das Böse mit Liebe erwidert,
weil er dann erkennen muß, daß ihr euch vergöttlicht habt, daß ihr über ihm steht in
hellstem Licht und ungemessener Kraft. Denn so ein Wesen über ihn hinauswächst,
spürt er dessen Macht, und er gibt es auch gedanklich frei, d.h., es wird nicht mehr von
ihm bedrängt, weil es als vereint mit Mir für ihn unerreichbar ist. Der Weg zum Vaterherzen ist für alle Menschen gangbar, und die Fessel, die es gebunden hält, ist für alle
Menschen zu lösen durch die Liebe, die gleichzeitig Löse- und Bindemittel ist, die euch
zu Meinen Kindern macht, die ewig des Vaters Gegenliebe erfahren und darum ewig
glückselig sind ....
Amen
B.D. 5137
empfangen am 27.5.1951
Freude und Leid dienen zur Vollendung ....
Erkennet die Liebe des Vaters in allem, in der Freude sowohl als auch im Leid, und
danket Ihm auch für letzteres, denn es dienet euch zu dereinstigen Freuden im geistigen
Reich. Was euch auch beschieden ist im Erdenleben, es dienet eurer Seele zur Vollendung, und oft sind es gerade die Schwierigkeiten des Lebens, die ihre Reife fördern,
weil die Freuden sehr leicht eine Abkehr vom geistigen Streben nach sich ziehen. Des
Vaters Liebe aber will auch seine Kinder beglücken, darum Er auch Freude bereitet, so
der Seele dadurch keine Gefahr droht. Doch die geistige Entwicklung des Menschen ist
immer der Anlaß zu Freude und Leid. Und der geistigen Entwicklung wegen sind auch
die Schicksale der Menschen so verschieden, was aber niemals an der Liebe des Vaters
zweifeln lassen darf, denn das Erdenleben ist nur kurz, gemessen an der Ewigkeit, und
ein noch so schweres Erdenleben wird reichlichst abgegolten in der Ewigkeit, wenn es
dem Menschen ein Ausreifen auf Erden ermöglicht hat. Letzteres aber ist freier Wille
des Menschen, nicht durch das Schicksal zwangsläufig bestimmt. Was euch zur seelischen Reife verhilft, muß erst durch euren Willen ausgewertet werden, und darum
kann Leid und Freude zur Seligkeit beitragen, da beide irdisch ertragen werden, aber
geistig sich segensreich auswirken können. Was immer die Gedanken zum himmlischen Vater richtet, hat Erfolg gehabt für die Seele und fordert von euch Menschen
Dank, weil Seine Liebe euch so bedenkt, wie es eure Seele benötigt. Zieht es euch aber
vom Geistigen ab und treibt euch wieder der Welt zu, dann werden die Gnaden Gottes
falsch ausgewertet, doch immer im freien Willen. Freude und Leid sendet euch der
Vater, weil Seine Weisheit erkennt, was euch dienlich ist, und Seine Liebe stets eurem
Ergehen in der Ewigkeit gilt .... was auch über euch kommt ....
Die Liebe des Vaters
bereitet es euch, und darum sollet ihr alles dankbar aus Seiner Hand nehmen, was euch
zur seelischen Reife verhalf, und ihr werdet Seine Liebe erfahren, weil sie euch zur Vollendung verhalf ....
Amen
B.D. 5138
empfangen am 28.5.1951
Die Knechte, die der Herr noch spät dingte ....
Gottes Wort ....
Wahrheit ....
Euch geht das Wort zu in göttlicher Reinheit .... und ihr erfahret täglich des Herrn
ungewöhnliche Gnade ....
Ihr werdet von Ihm Selbst belehrt, Der Sich euch in väterlicher Liebe zuneigt und euch Menschen alle zu Sich emporzuziehen sucht. Ihr seid die
Knechte in Seinem Weinberg, die Er noch spät am Abend dingte, daß sie Ihm dienen
sollen, denn ihr Menschen steht vor dem Ende, es ist die letzte Stunde des Tages herangekommen, und zum Wirken für Sein Reich bleibt nicht mehr viel Zeit. Und darum
werdet ihr es auch verstehen können, daß Seine unendliche Liebe stets besorgter für
euch tätig wird, je näher es dem Ende ist, denn Er will euch vor dem Untergang bewahren, Er will euch bewahren vor einem überaus harten Los, vor der Neubannung in der
Materie auf der neuen Erde. Ihr Menschen könnet Sein Wirken nicht ermessen, ansonsten ihr euch in tiefster Liebe und Demut beugen würdet vor Ihm, Der euer aller Vater
ist seit Ewigkeit. Ihr gehet wie blind einher und sollet doch sehend werden, auf daß ihr
den rechten Weg erkennet, der nach oben führt. Und diese Blindheit will Er beheben,
indem Er euch Sein Wort zuwendet aus der Höhe, daß es als helles Licht euren Erdenweg erleuchtet, als Lichtstrahl, dem ihr nachfolgen sollet und der unweigerlich zu Ihm
führt, von Dem das Licht ausgeht seit Ewigkeit. Und dieses Sein göttliches Wort ist
unanfechtbar, weil es die Kraft in sich birgt, weil es ewige Wahrheit ist, die nie und nimmer von Feinden der Wahrheit so widerlegt werden kann, daß sie einem Gott zustrebenden Menschen nicht mehr als Wahrheit erkenntlich wäre. Das göttliche Wort
spricht für sich selbst, jedoch nur für den, der Gott Selbst hören will, also die ewige
Wahrheit begehrt ....
Und Wahrheit begehren heißt, sich in demütiger Hingabe an Gott
Seinem Liebelicht zu öffnen, also den Geber der Wahrheit Selbst um diese zu bitten und
gläubig Seine Antwort entgegenzunehmen, die Er niemals versagen wird den wahrheitshungrigen Kindern. Wer aber in der Endzeit Ihm dienen und sich am Erlösungswerk an der notleidenden Menschheit beteiligen will, der muß als erstes selbst in der
Wahrheit stehen, weil er diese lehren und verbreiten soll als wichtigste Mission. Dann
aber wird auch Gott, als die ewige Wahrheit, ihn Selbst belehren ....
Er wird Seinem
Knecht Anweisung geben, wo und wie er seine Weinbergsarbeit ausführen soll, ansonsten Er niemals gute Arbeit verlangen könnte von denen, die Seine Diener sein sollen in
der letzten Zeit vor dem Ende. Und jenen könnet ihr Menschen vollsten Glauben
schenken, denn sie sind nur die Mittler zwischen Gott und euch, weil Er euch allen die
reine Wahrheit zuleiten will, auf daß ihr selig werdet ....
Denn die Wahrheit geht von
Gott aus und führt auch wieder zu Gott zurück ....
Amen
B.D. 5139
empfangen am 29.5.1951
Heraustreten aus der ewigen Ordnung
bedingt Auflösen der Schöpfung ....
Eine völlig neue Lebensordnung müsset ihr Menschen einführen, denn ihr seid so
weit von dem Gesetz der ewigen Ordnung abgewichen, daß es nicht nur einer kleinen
Änderung eures Lebenswandels bedarf, sondern ihr euch ernstlich auf euch selbst
besinnen müsset und euch freiwillig wieder unter das Gesetz beugen, das Ich euch
gegeben habe .... unter das Gesetz der Liebe, ohne die keine Ordnung bestehen kann.
Fraget euch selbst, wieweit ihr dieses Gesetz erfüllet, und eure Antwort wird wenig
befriedigend ausfallen. Dann aber kann nichts von Bestand sein, weil ohne die Liebe
alles widergöttlich ist und ein Auflösen des Geschaffenen bedingt, das in diesem wider-göttlichen Zustand aus der ewigen Ordnung herausgetreten ist und eine abschüssige
Bahn betreten hat, die unweigerlich zur Tiefe führt. Nur was sich in Meiner Ordnung
von Ewigkeit bewegt, kann beständig sein ....
Euer Sein aber ist desto mehr in Frage
gestellt, je offensichtlicher ihr gegen die ewige Ordnung verstoßet. Und mag auch
scheinbar der Boden, auf dem ihr steht, fest sein, weil ihr irdisch euch sicher fühlt und
Macht zu haben glaubt, er wird wanken, und das sehr bald ....
Völlig wandeln müsset ihr
euch, auf daß ihr geistig auf festem Boden steht, der unerschütterlich ist. Die Liebe muß
euch durchdringen, dann gleichet ihr euch, indem ihr das Gesetz erfüllet, auch Mir als
dem Gesetzgeber an, Der Ich aus der Liebe heraus auch alles gesetzmäßig geordnet
habe und die Liebe daher höchste Ordnung bedingt. Um wie vieles glücklicher würdet
ihr Menschen auf der Erde schon leben, so ihr Mein Gesetz der Liebe erfüllen möchtet .... harmonisches, friedvolles Denken, ständig hilfsbereites Handeln und beglückendes Zusammenleben mit den Mitmenschen würde euch das Leben auf Erden schon zur
Seligkeit werden lassen, ebendarum, weil ihr euch dem ewigen Gesetz der Ordnung
unterstellet, dem Meine Liebe zugrunde liegt. Doch gerade das Gegenteil kennzeichnet
eure gesetzwidrige Einstellung, und dieses führt unweigerlich zum Untergang. Denn
Liebe baut auf, Lieblosigkeit reißet ein ....
Liebe ist Garantie für beständiges Sein, Lieblosigkeit zieht so lange Vergänglichkeit nach sich, bis das Eingehen in die ewige Ordnung einen Wandel beweiset, den das Geistige vollziehen muß,will es leben in Ewigkeit.
Das Heraustreten aus der ewigen Ordnung muß daher Entsetzliches nach sich ziehen,
weil es auch ein gänzliches Entfernen von Mir und sonach unwiderruflich das Verhärten geistiger Substanz bedeutet .... und, weil Mein Gesetz der Ordnung niemals auszuschalten ist, irdische Schöpfungen aufgelöst werden müssen, um diese verhärtete geistige Substanz wieder in neue Schöpfungen zu bannen ....
Es muß entweder eine völlige
Wandlung der Menschheit in Kürze sich vollziehen oder eine Wandlung der Schöpfung, auf daß die ewige Ordnung wiederhergestellt werde, in der ihr Menschen unbedingt leben müsset, wollet ihr euer Ziel erreichen, die Vereinigung mit Mir und ein ewiges Leben ....
Amen
B.D. 5140
empfangen am 30.5.1951
Lehrfähigkeit ....
Geistwirken ....
Liebe ....
Wahrheit ....
Der Himmel steht euch allen offen, die ihr Mir dienen wollet. Und Mein Geist strahlet auf euch hernieder und bringet Klarheit in euer Denken, so ihr willig seid, die reine
Wahrheit zu erkennen. Nur Mein Gebot der Liebe müsset ihr erfüllen, ansonsten Mein
Geist nicht in euch wirken kann, der euch in alle Wahrheit leitet ....
Und nun verstehet,
daß es nur die Liebe ist, die euch tauglich macht zur Arbeit für Mich und Mein Reich.
Wer die Liebe hat, dessen Wissen wird alles umfassend sein und auch der Wahrheit entsprechen, denn wer die Liebe hat, der hat Mich, und Ich werde ihm wahrlich nichts
anderes als Wahrheit darbieten, so er diese begehrt. Ich kann aber auch wieder nur
wahrheitsbegehrende Menschen brauchen als Diener auf Erden, weil ihre Arbeit ja
darin besteht, ihre Mitmenschen zu belehren, Mein göttliches Wort, das von oben
kommt, zu verbreiten ....
Also muß diesen auch entsprechend ihrer Weinbergsarbeit das
rechte Wissen zugeleitet werden. Und das ist entscheidend, wann der Mensch sich als
gelehrt von Mir betrachten kann, ob er von Mir Selbst berufen ist für seinen Dienst, ob
er den Auftrag hat von Mir Selbst, Mein Wort zu verbreiten, ob Ich Selbst ihn als tauglich für diese Tätigkeit erkannt habe und ihn für diese Mission Selbst zubereite. Die Arbeit für Mich und Mein Reich ist eine Freie-Willens-Angelegenheit und Ich
weise keinen ab, der Mir also dienen will. Doch die Berufung muß er abwarten, denn
Ich erkenne wahrlich am besten, welche Fähigkeiten er besitzt, und weise ihm den Platz
zu, wo er seine Fähigkeiten verwerten kann. Doch nicht immer ist es die lehrende Tätigkeit, die Meine Diener auf Erden ausüben sollen, denn die Mitmenschen zu belehren ist
außerordentlich verantwortungsvoll und erfordert mehr als ein Verstandesstudium,
das auch solche Menschen nachweisen können, die zur Lehrtätigkeit völlig untauglich
sind, weil sie noch nicht das rechte Wissen gewonnen haben, das nur Mein Geist euch
Menschen vermitteln kann .... d.h., Ich Selbst muß in euch wirken können, wollet ihr
garantiert in der Wahrheit stehen. Ich segne jedoch jede Arbeit für Mich und Mein
Reich, wo der Wille, Mir zu dienen und dem Nächsten zu helfen, alleinige Triebkraft ist.
Und Ich erleuchte das Denken derer, die Mein Wort verbreiten, in das sie verstandesmäßig eingedrungen sind. Denn Ich erkenne jeglichen guten Willen an und segne ihn.
Und so ein Mensch im Verlangen, Mein Wort zu hören, von jenen belehrt wird, dann
gebe Ich auch ihm rechtes Erkennen, weil Ich immer nur den Willen und das Verlangen
nach Mir werte und niemals zulassen werde, daß sie falsch unterwiesen werden, wenn
sie nach der Wahrheit verlangen. Jene aber, die in direkter Verbindung stehen mit Mir
und Mich nun im Wort vernehmen, werden niemals falsch denken können, weil Mein
Geist auf sie überströmt und Licht und Klarheit gibt. Und Mein Geist wird immer wieder euch Menschen zur Liebe ermahnen, denn aus der Liebe geht auch die Weisheit hervor, und weise sein heißt, zu wissen um die reine Wahrheit und Erkenntnis haben von
allen Dingen, soweit der Mensch dafür aufnahmefähig ist. Und jeder Mensch kann
Mich gewinnen durch die Liebe. Darum ist die Liebe wichtiger als noch so ernstes
Nachdenken über ungelöste Probleme, denn die Liebe löset sie von selbst, denn sie ist
das Licht, das Weisheit ausstrahlt und die niemals ersetzt werden kann durch menschliche Erklärungen oder verstandesmäßige Forschungen. Die Liebe bin Ich Selbst, und
so ihr mit Mir durch die Liebe verbunden seid, müsset ihr auch im rechten Wissen stehen, und ihr könnet dann ungezweifelt glauben, was Ich als die ewige Liebe euch mitteile, weil Ich auch die ewige Wahrheit bin ....
Amen
B.D. 5141
empfangen am 31.5.1951
Unberechtigter Einwand,
schicksalsmäßig schlecht sein zu müssen ....
Was euch zum Segen dienet, das lasse Ich euch zukommen, was euch aber hindert in
eurer geistigen Entwicklung, ist nicht Mein Wille, sondern der Wille dessen, der euch
von Mir trennen will. Dennoch lasse Ich es zu, um den Menschen nicht die Willens- und
Glaubensfreiheit zu nehmen und um euch selbst auch zur Prüfung anzuregen, von welchem Geist etwas ausgegangen ist. Alles kann euch zum Segen werden, denn auch das
Schlechte kann eurer Entwicklung dienlich sein insofern, daß ihr es erkennet und verabscheuen lernet und also euch entscheidet für Gut oder Böse, wozu auch das Wissen
um beides nötig ist. Doch das Böse geht nicht von Mir aus, sondern von Meiner Gegenkraft, die also auch auf den Willen des Menschen einwirket, um ihn zu gewinnen. Der
Mensch aber entscheidet sich selbst. Wo Mein Gegner Anklang findet, kann nicht von Meinem Wirken am Menschen gesprochen werden, weil der Mensch nicht gezwungen
wird zu seinem Handeln und Denken, sondern es freiwillig tut und weil er auch die
Fähigkeit hat, Gut und Böse zu unterscheiden. Darum trägt er auch die Verantwortung
für seine Willensrichtung, und darum schaffet er sich auch selbst sein Los in der Ewigkeit. Und keiner wird sagen können, daß Ich ihm nicht nahegetreten sei, denn das
Leben aller Menschen hat schicksalsmäßig zur Genüge Gelegenheiten, in denen er eine
führende und bestimmende Macht erkennen kann, Die Sich ihm offenbart. Achtet er
solcher Gelegenheiten nicht oder läßt er sich bestimmen, sich rückschrittlich zu entwickeln, dann mißbraucht er seinen freien Willen und nützet ihn also in verkehrter
Richtung. Er gibt sich selbst in die Macht Meines Gegners, ohne von ihm gezwungen
worden zu sein. Es ist also der Einwand unberechtigt, daß der Mensch, als unter ungünstigem Einfluß stehend, nicht anders als schlecht handeln konnte und daß dieser schlechte Einfluß
als schicksalsbedingt ihn zum Schlecht-Sein zwingt ....
Das Schicksal gestaltet sich
immer so, daß die Aufwärtsentwicklungsmöglichkeiten überwiegen, wenn der Wille
gut ist ....
Es braucht der Mensch nicht zu scheitern, wenn er selbst es nicht will ....
Denn
immer steht ihm eines zu Gebote, sich Hilfe zu erbitten bei Mir, die ihm stets gewährt
wird. Und jedes Leid, jeder Schicksalsschlag soll ihn zu dieser Bitte anregen, dann ist
der Mensch niemals in Gefahr abzusinken, denn Ich warte nur auf das Zuwenden seiner Gedanken zu Mir, um ihn erfassen zu können und zu halten, daß er nicht falle. Das
Gebet zu Mir ist Abwehr dessen, der ihm schaden will. Das Gebet zu Mir ist kraftspendend und stärkt den Menschen in jeder Versuchung. Es steht der Mensch zwischen zwei
Mächten, und für eine der beiden muß er sich entscheiden. Verständlicherweise werden
beide auf ihn einwirken und Einfluß zu gewinnen suchen. Darum lasse Ich auch das
Wirken Meines Gegners zu, überlasse aber nicht schutzlos den Menschen seiner
Gewalt, sondern Ich suche ihn durch Not und andere Schicksalsschläge so weit zu bringen, daß er nach Mir rufet, weil Ich dann erst mit Meiner Macht und Liebe eingreifen
kann, so sich sein Wille entschieden hat für Mich. Er muß in vollster Willensfreiheit zu
Mir kommen, und tut er es nicht von selbst, muß Ich ihn dazu veranlassen durch Notlagen aller Art, die aber dann immer nur seinem Seelenheil dienen können und darum
von Mir zugelassen sind. Das Böse aber schaffet der Mensch selbst, so er den über sich
Macht gewinnen läßt, der die Liebe ins Gegenteil verkehrt hat und darum stets schlecht
und lieblos handeln wird und daran leicht zu erkennen ist. Ich aber hindere ihn nicht,
denn auch sein Wirken bezweckt den Willensentscheid ....
Doch selig, die sich zu Mir
hintreiben lassen, die sein Ränkespiel erkennen und ihm entfliehen wollen ....
Diese
erfasse Ich und ziehe sie empor zu Mir, denn sie haben ihren Willen recht genützet und
ihre Erdenlebensprobe bestanden ....
Amen
B.D. 5142
empfangen am 1.6.1951
Wunderwirken in der Endzeit ....
Falsche Christusse und Propheten ....
Meine euch stets zur Verfügung stehende Lebenskraft sollet ihr nur nützen, und
nichts wird für euch unüberwindlich sein. Doch erst durch einen Lebenswandel in
Liebe könnet ihr euch diese Liebekraft aneignen .... wonach euch nun auch verständlich
ist, wann ein Mensch zur Heilung von Krankheiten und sonstigem außergewöhnlichen
Wirken fähig ist, sofern diese Fähigkeiten nicht von unten begünstigt werden, was
jedoch offensichtlich erkenntlich ist am Lebenswandel des Menschen. Meine Liebekraft
kann zu unerhörtem Wirken genützt werden, doch immer nur von Menschen, die so
innig mit Mir durch den Glauben und die Liebe verbunden sind, daß Meine Kraft ungehindert auf sie einströmen kann. Der Mensch selbst zieht die Grenzen, er dämmt Meinen Liebestrom ein, wenn das Verhältnis zu Mir nicht das rechte ist, ja, er kann sogar
von unten Kraft empfangen, wenn sein Lebenswandel gänzlich Meinem Willen widerspricht. Selten aber kann ein Mensch, der Ungewöhnliches vollbringt, die Richtung seiner Liebe verbergen ....
Solange sie noch der Welt gilt, ist es nicht Meine Kraft, die ihn
zum Wirken befähigt. Wer Mir aber ergeben ist, dessen Seele strahlt auch auf die Mitwelt etwas Göttliches aus und dessen ungewöhnliche Kraft weiset auf die innige Verbindung mit Mir hin, was stets zu erkennen ist. Je höher der Mensch in der Liebe steht,
desto stärker ist auch sein Glaube und also wirket er bewußt mit Meiner Kraft. Liebe
und Glaube müssen also als erstes vorhanden sein, soll göttliches Wirken anerkannt
werden, und rechter Glaube und Liebe lassen sich nicht vortäuschen oder verleugnen,
weshalb sie stets zu einem rechten Urteil verhelfen, so der Ursprung der Kraft geprüft
werden soll. In der letzten Zeit vor dem Ende werden solche Prüfungen häufig nötig
sein, denn Kräfte von oben und von unten werden sich äußern, es werden Zeichen und
Wunder geschehen, denn auch Mein Gegner sucht sich Glauben zu verschaffen und
stattet die ihm Hörigen mit großer Kraft aus. Dann wird es sich erweisen, daß nur die
Liebe Licht gibt und eine rechte Urteilsfähigkeit zeitigt, daß Werke mit göttlicher Kraft
nur von denen verrichtet werden können, die im Glauben an Mich, den lebendigen
Gott und ihren Erlöser, festbleiben und daß alles Wirken von Gott-gegnerisch eingestellten Menschen auch durch Gott-gegnerische Kräfte geschieht, daß es falsche
Christusse und falsche Propheten sind, die Wunder wirken im Auftrag des Satans. Ich mache euch, Meine Getreuen, darauf aufmerksam, daß in der Endzeit vieles
geschehen wird, was ungewöhnlich und darum übernatürlich anmutet, Ich gebe euch
aber auch Erklärungen dazu, auf daß ihr ein rechtes Wunder mit Meiner Kraft zu unterscheiden vermöget von Blendwerken Meines Gegners, die geleistet werden, weil sich
Menschen, die ihm verfallen, ungewöhnlicher Willens- und Körperkraft erfreuen und
dadurch ihre Mitmenschen in Erstaunen versetzen, denn wie Ich Selbst in denen wirke,
die Mich lieben und Mich also in ihre Herzen aufgenommen haben, so auch wirket
jener auf die Menschen seines Geistes, so das Ende nahe ist. Er kann sich ihrer Körper-form bedienen, sowie sie ihm ihre Seele verkauft haben, und dann handelt der Mensch,
wie er es will. Doch „an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Alles, was geleistet
wird an übernatürlichen Dingen, dienet nur der Machtverstärkung und Vermehrung
irdischer Güter ....
Die Welt, deren Herrscher jener ist, fällt denen zu Füßen, die mit seiner Macht ausgerüstet sind ....
Mein Reich aber ist nicht von dieser Welt .... und Meine
Jünger der Endzeit, Meine Liebeboten, durch die Ich wirke und denen Ich übernatürliche Kraft verleihe, verkünden nur das geistige Reich, sie lehren die Liebe und bekräftigen ihr Evangelium durch Zeichen und Wunder, die Mich Selbst beweisen, den göttlichen Lehrmeister, in Dessen Auftrag sie reden und in Dessen Namen sie Kranke heilen und Wunder wirken. Sie werden verfolgt werden von jenen, doch in ihrer Not von Mir Selbst gerettet werden, denn einmal kommt der Tag, da offenbar wird das Gute und
das Schlechte, die Liebe und der Haß .... wo keiner sich vor Mir verbergen kann, wo Ich
richten werde die Lebendigen und die Toten, über den Fürsten der Finsternis und seinen Anhang, wo Meine Macht und Herrlichkeit offenbar wird den Meinen, die Mir die
Treue halten bis zum Ende ....
Amen
B.D. 5143
empfangen am 3.6.1951
Anfeindungen ....
Heimliches Wirken ....
Erhöhte Tätigkeit ....
Noch sind es nur wenige, die euch entgegenstehen, doch die Zeit wird kommen, wo
ihr von vielen angegriffen werdet, wo ihr nur in kleiner Anzahl sein werdet gegenüber
der Schar euch bekämpfender Menschen, die sich zum Teil auch gläubig nennen, doch
euch anfeinden um der Ergebnisse eines rechten, lebendigen Glaubens willen, um der
sichtlichen Zeichen des Geisteswirkens willen, die sie aufreizen wider euch. Noch habet
ihr einen kleinen Kreis von Anhängern, die ergriffen sind von Meinem Wort und es im
Herzen bewegen und anerkennen; doch es wird die Zeit kommen, wo ihr auch von
jenen getrennt werdet, wo ein jeder auf sich selbst angewiesen sein wird und sich von
Feinden umgeben weiß, die ihm den Glauben nehmen wollen an Mich und Meine
Lehre. Dann werden die Früchte dessen zutage treten, daß sie von Mir Selbst gespeist
wurden durch Mein Wort und die Nahrung vollgläubig in sich aufgenommen haben.
Denn sie werden standhalten allen Anfechtungen der Welt gegenüber und immer wieder gleichgesinnte Menschen finden, mit denen sie sich austauschen und dadurch ihren
Glauben stärken können. Doch ihr alle werdet verhindert werden, öffentlich zu wirken,
ihr werdet keine Möglichkeit haben, Mein Wort öffentlich zu verbreiten. Doch einen
jeden will Ich stärken, der nach Mir und Meinem Wort verlangt ....
Die Feindseligkeiten
gegen euch werden überhandnehmen und euch doch nicht eure innere Festigkeit nehmen können, denn Mein Geist wird dann offensichtlich in euch wirken, und Mein Wort
wird in einem jeden einzelnen lebendig werden ....
Feindseligkeiten von außen werden
nicht vermögen, euch innerlich zum Wanken zu bringen, weil Ich einen jeden schütze,
der Mir treu bleiben will. Und diesen Willen erkenne Ich und lasse ihm jederzeit die
Stärkung zukommen, die er benötigt, um standhaft bleiben zu können. Zuvor aber ist eine Zeit, die ihr sehr wohl ausnützen könnet zur Verbreitung Meines
Evangeliums, und darauf will Ich euch aufmerksam machen, damit ihr sie nicht ungenützt vorübergehen lasset. Denn ihr werdet reden können allerorten, ohne ein Verbot
fürchten zu müssen; ihr werdet auch die Gabe haben zu reden und oft Gelegenheiten
finden, wo ihr angehört werdet und Verständnis findet, wo eure Weinbergsarbeit nicht
vergeblich sein wird. Und dann sollet ihr eifrig tätig sein und nichts hinausschieben,
was ihr tun könnet .... ihr sollt die Liebe predigen und die Menschen aufmerksam
machen auf das Ende ....
Vieles wird ihnen in Erinnerung bleiben, so die letzte Kampfzeit, der letzte Glaubenskampf anbricht, und ob ihr auch gehindert werdet an der Verbreitung Meines Wortes .... der Samen, den ihr ausgestreut habt, wird Wurzeln schlagen
und aufgehen und in der letzten Zeit des Endes auch Früchte tragen. Und euer Wirken
wird im geheimen weitergehen, euch selbst und dem Mitmenschen zum Segen, weil Ich
alle eure geistige Tätigkeit segnen will bis zum Ende dieser Erde und dereinst in der
Ewigkeit ....
Amen
B.D. 5144
empfangen am 4.6.1951
Entwicklung freier Wille, nicht Willkür Gottes ....
Der göttliche Funke im Menschen ist sein Wegweiser auf dieser Erde, denn er treibt
den Menschen an zum Guten, und er warnet ihn vor bösem Handeln und Denken .... doch immer nur leise, so daß er gehört und gespürt werden kann, doch nicht gehört
und gespürt werden muß, weil er sich nicht vordrängt, sondern das Lauschen des Menschen nach innen verlangt, um vernommen zu werden. Darum ist wieder erst der Wille
des Menschen nötig, um der feinen Stimme in sich gewahr zu werden. Der Wille also ist
das erste, und ihm entsprechend wirken alle Gnaden, wozu auch das Äußern des göttlichen Funkens im Menschen gehört. Der Wille aber ist frei, weder von oben noch von
unten wird zwangsmäßig auf ihn eingewirkt .... weder Gott noch Sein Gegner bestimmen das Wollen des Menschen, doch dem freien Willen entsprechend haben sie Einfluß
auf ihn. Es muß dies besonders erwähnt werden, weil es das Bild der ewigen Gottheit,
Die in Sich Liebe ist, völlig umgestaltet, wenn gelehrt wird, daß die Richtung des Willen Gottes Bestimmung ist, wenn gelehrt wird, daß der Mensch seinen Willen nicht frei
gebrauchen kann, sondern es von Gottes Gnade und Erbarmung abhängig ist, welche
Richtung dieser Wille nimmt. Wohl ist es ein Akt göttlicher Gnade und Erbarmung, daß
dem Menschen überhaupt Gelegenheit geboten wird, seinen Willen zu erproben und
den Gott zugewandten Willen unter Beweis zu stellen, doch wozu wäre das Erdenleben
des Menschen, wenn ihm sein Wille beschnitten und also seine Entwicklung auf Erden
ganz und gar das Werk Gottes wäre bzw. von Ihm bestimmt zum Erfolg oder Mißerfolg ....
Eine solche Lehre lässet die Weisheit und die Liebe Gottes anzweifeln und
kann daher niemals der Wahrheit entsprechen. Ständig trägt der Mensch wohl den
Wecker in sich, ständig ist die Barmherzigkeit Gottes erkennbar, denn auch diese leise
Stimme ist ein Gnadengeschenk, eine Hilfe, den Menschen dorthin zu treiben, wo er
nach dem Willen Gottes landen soll .... doch völlig frei ist es ihm gestellt, wie er das Gnadengeschenk nützet, ansonsten der Wecker im Herzen so laut und vernehmlich klingen
würde, daß er gehört werden müßte und der Mensch dann zwangsmäßig so handeln
würde, wie es verlangt wird. Der Mensch hat freien Willen .... das ist für seine geistige
Entwicklung von größter Bedeutung und kann niemals geleugnet werden, nur können
Worte falsch verstanden oder ausgelegt werden, wenn das nötige Verständnis dafür
fehlt, welche Aufgabe der Mensch überhaupt hat auf Erden und welches Ziel von ihm
erreicht werden soll. Wer darum weiß, der erkennt auch sofort den Irrtum einer Lehre,
wenngleich sie als göttlichen Ursprungs vertreten wird. Die Liebe und Weisheit Gottes
muß stets hervorgestellt werden, alles muß die Liebe und Weisheit Gottes beweisen,
und wo diese angezweifelt werden kann, fehlt einer Lehre der göttliche Ursprung, denn
der Gott, Der geliebt werden will, stellt Sich Selbst nicht so hin, daß Er gefürchtet werden muß ....
Der Gott, Der um die Liebe dieser Seiner Geschöpfe wirbt, um sie auf ewig
mit Seiner Liebe zu beglücken, wird ihnen nicht als ein Gott des Zornes und der Will-kür Sich vorstellen und jegliche Liebe zu Ihm ersticken im Keim. Suchet den rechten
Sinn zu finden und urteilet nicht nach dem Buchstaben, denn dieser tötet, während der
Geist ihn erst lebendig macht. Wo aber der Geist aus Gott wirket, dort fallen alle
Schleier, und jedem vom Geist Gottes erfüllten Menschen wird auch Sein Wort verständlich sein ....
Amen
B.D. 5145
empfangen am 6.6.1951
Umgestalten vom Geschöpf Gottes zum Gotteskind ....
Ich will euch Menschen zu Mir ziehen, Ich will rechte Kinder aus euch machen, die
ihr bisher nur Meine Geschöpfe seid. Wisset ihr, was das bedeutet, daß ihr, als in der
Unvollkommenheit stehend, zu göttlichen Wesen umgestaltet werden sollet, auf daß ihr
das Erbe des Vaters antreten könnet und im gleichen Willen mit Mir schaffet und wirket zur eigenen Seligkeit? ....
Wisset ihr, daß dies ein Werk ist, zu dem Ich euch wohl
helfe in steter Liebe und Bereitschaft, das ihr aber selbst vollbringen müsset durch
euren Willen? Es ist dies ein Werk, das nicht Meine Allmacht erfordert, sondern eure
Selbstbeteiligung, ansonsten ihr wohl geistig hohe Wesen werden könntet, jedoch nicht
Meine Kinder, die als Mein Ebenbild in allem Mir gleich sein müssen, die sich vergöttlichen müssen und darum einen überaus langen Entwicklungsgang zurücklegen mußten, um nun im Erdenleben als Mensch diese Wandlung des Geschöpfes zum Kind des
Vaters unter Beweis zu stellen. Ein solches Vergöttlichen geschieht aber nicht anders als
durch die Liebe ....
Es gibt kein anderes Mittel, keinen anderen Weg, als im Erdenleben
das Feuer der Liebe zu entzünden und dadurch alles hinwegzuschmelzen, was noch
ungöttlich ist und das Geschöpf noch von Mir trennt ....
Jegliche Erkenntnis, jegliches
Wissen und jeglicher Glaube ohne die Liebe ist tot und ohne Erfolg für die geistige Entwicklung des Menschen, denn ein Vergöttlichen der Seele kann nicht dadurch stattfinden, und die Liebe kann nicht ersetzt werden durch Verstandesweisheit oder traditionellen Glauben ....
Die Liebe allein macht euch zu Göttern, denn sie ist Mein Wesen, und
also muß Mein Ebenbild gleich Mir Liebe sein. Die Liebe aber kann auch dem primitivsten Denker innewohnen und wird weit schneller zum Ziel führen als der höchstentwickelte Verstand, der nicht mit Liebe gepaart ist. Die Wissenschaft ist darum nicht
einen Schritt im voraus, wo es sich um die geistige Entwicklung handelt, denn auch die
letzten Erkenntnisse, das Wissen um geistige Wahrheit, hat der Mensch erst dann, so er
als Folge eines Liebelebens vom Geist belehrt wird, wohingegen ein rechtes „Kind
Gottes“ dieser Weisheit auf Erden nicht bedarf, um sein Ziel zu erreichen, jedoch bei
seinem Eintritt in das geistige Reich blitzschnell in vollster Erkenntnis steht. Denn
allein die Liebe gestaltet den Menschen zu Meinem rechten Kind, die Weisheit aber geht
erst aus der Liebe hervor und wird dann auch erst den Menschen als Weisheit ansprechen, während zuvor wohl der Mensch ein reiches Wissen besitzen kann, das sein Verstand gewonnen hat, und doch von diesem Wissen nicht durchdrungen ist, solange sein
Geist nicht in ihm wirken kann. Die Gotteskindschaft zu erreichen soll das ernste Streben eines jeden Menschen sein, denn Meinem Kinde wird ewiglich nichts mangeln,
Mein Kind steht Meinem Herzen so nahe, daß Ich es fort und fort mit Meiner Liebekraft speise, daß Ich es leiblich und geistig versorge mit allem, wessen es bedarf. Ich
nehme Anteil an allen seinen Gedanken und Empfindungen und ziehe es fortgesetzt zu
Mir, Ich wende seinen Blick nach oben und schütze es vor den Angriffen des Feindes.
Ich verfolge jeden Schritt und achte, daß es nicht fehlgeht, weil es durch seine Liebe
Mein geworden ist auf ewig ....
Wenngleich auch Mein Geschöpf aus Meiner Hand hervorgegangen ist, so steht Mir doch ein rechtes Kind um vieles näher, denn seine Liebe
ist es, was es unauflöslich an Mich kettet, während Mein Geschöpf diese Liebe nicht
mehr kennt, ja darum den endlos langen Erdenweg zurücklegen muß, um sich wieder
zur Liebe zu formen zwecks engsten Zusammenschlusses mit Mir. In eurem Erdenleben sollet ihr Menschen diese große Aufgabe erfüllen, ihr sollet die Liebe üben so lange,
bis euer Wesen selbst zur Liebe geworden ist, um dann mit Recht Mir als Kind gegenübertreten zu können, das seinen Vater ruft und von Ihm gehört wird. Und dann erfüllet Er auch alle Bitten, denn Sein Kind lässet Er nicht vergeblich rufen. Dann seid ihr
dem Herzen des Vaters so nahe, daß Er Selbst in euch ist, daß Er euch erfüllet mit Seiner Liebekraft und ihr die Göttlichkeit in euch selbst spüret, daß ihr auf Erden schon
wirken könnet als rechte Kinder, daß ihr licht- und kraftumflossen seid, d.h. auch auf
eure Mitmenschen viel Liebe und Weisheit ausstrahlt und der Zusammenschluß mit
dem Vater leicht erkenntlich ist. Dann könnet ihr als Meine Kinder auf Erden auch
erfolgreich Mir dienen, denn ihr tut dann nur das, was auch eure geistige Arbeit im Jenseits ist .... ihr verkündet Mein Evangelium den Mitmenschen, die eines guten Willens
sind, und werdet viele zum ewigen Leben führen ....
Amen
B.D. 5146
empfangen am 8.6.1951
Zustand der Seelen nach dem Tode ....
Licht - Dämmerung - Finsternis ....
Nichts bleibt verborgen, alles wird offenbar werden am jüngsten Tage ....
Das bedenket, ihr Menschen, daß ihr euch verantworten müsset vor dem Richterstuhl Gottes, so
ihr eingehet in das jenseitige Reich, so eure Seele den Leib verlassen hat, so euer jüngster Tag gekommen ist. Und der ewige Richter entscheidet über euer Los in der Ewigkeit, der ewige Richter gibt jeder Seele, was sie verdient hat, und richtet wahrlich nach
Gerechtigkeit. Und wohl denen, die von einem Lichtschein umflossen sind, die Taten
der Liebe aufzuweisen haben, die sie selbst in einen Lichtstrahl hüllen, der ihren Reifegrad erkenntlich macht .... wohl denen, die nach der Wahrheit trachteten und dadurch
ihr Streben nach Gott verrieten; wohl denen, die sich bemühten, den Willen Gottes zu
erfüllen, die im rechten Kindesverhältnis zum himmlischen Vater stehen und darum
von Ihm angenommen werden und aufgenommen in Sein Reich ....
Doch welche Finsternis umhüllet die Seelen, die bar jeder Liebe sind. Auch diese sind weithin erkenntlich, denn grau und lichtlos, in größter Dürftigkeit stehen sie vor dem Richterstuhl
Gottes, und ihre Finsternis kennzeichnet ihr liebloses Leben, ihren Unglauben und ihre
Zugehörigkeit zum Satan, und sie wenden sich ab von Gott und suchen Ihm zu entfliehen. Sie erkennen Ihn nicht, doch sie fürchten Den, Der sie richten will für ihre Taten,
und stets finsterer wird es in ihnen und um sie, und eine überaus dürftige und reizlose
Gegend nimmt sie auf, wo sie sich unglücklich fühlen und sich aufbäumen gegen ihr
Los, das sie jedoch gerechterweise betroffen hat. Und wieder stehen Seelen in leichter Dämmerung, sie vermögen nichts zu erkennen,
doch quält sie nicht die äußerste Finsternis, doch ihnen fehlt das Licht. Sie verlangen
danach und können sich nicht zurechtfinden in ihrer Umgebung, wenngleich ab und zu
ein leichtes Dämmerlicht sie umspielt, dem sie zudrängen in ihrer Not ....
Diese Seelen
sind nicht schlecht, jedoch leichtsinnig gewesen auf der Erde und haben es versäumt,
sich durch Liebestaten ein helles, leuchtendes Gewand zu verschaffen; sie lebten gedankenlos dahin, taten nichts Schlechtes, aber auch nichts Gutes. Ihr Glaube war ein toter,
und ihrer Seelen gedachten sie nicht und kommen nun armselig im geistigen Reich an,
sich fürchtend vor der Finsternis und dieser entfliehen wollend, indem sie ängstlich
dem Licht zustreben, während die Seelen der Finsternis das Licht fliehen, wenngleich
die Finsternis auch für sie eine Qual ist. Doch sie vertragen in ihrem Zustand kein Licht,
bevor sie ihren Willen nicht gewandelt haben. Eine jede Seele wird bedacht nach Recht
und Gerechtigkeit .... denn keine Seele kann ihr Wesen verbergen, weil offen und klar
der ganze Lebenswandel vor Gottes Auge liegt und das geistige Reich keine Verhüllung
des eigentlichen Wesens zuläßt, weil alle Taten des Menschen auf Erden den Licht- oder
Finsterniszustand selbst schaffen und daher eine jede Seele erkenntlich ist und auch,
wohin sie gehört. Der Seelen, die noch in der Dämmerung sind, erbarmet euch Menschen, denn ihnen kann ein liebendes Gebet von euch schon einen Wandel schaffen,
denn dieses bedeutet ein Aufblitzen des Lichtes, es bedeutet eine kleine Kraftzuwendung und rechte Lenkung ihres Willens, und nur die Liebe von Menschen oder Lichtwesen bringt ihnen Rettung aus ihrer unglücklichen Lage, die sie ungewöhnlich hart
empfinden und verbessern möchten. Auch die Seelen der Finsternis brauchen eure
Hilfe, doch in ihrer Verstocktheit lehnen sie oft eine solche Hilfe ab. Doch unentwegte
Fürbitte für eine solche Seele bleibt nicht ohne Erfolg, denn sie ist wie ein Kraftstrom,
der diese Seelen berührt und den sie wohltätig empfinden. Ihr Menschen aber wisset
nicht, in welchem Reich ihr eure Lieben suchen sollet, und darum tut ihr gut daran, in
Liebe aller zu gedenken, auch derer, die das Reich der Finsternis noch gefangenhält ....
Ihr sollet eifrig Fürbitte üben, ihr sollet aller Lieben gedenken, die von euch gegangen sind, ihr sollet wissen, daß sie alle noch viel Kraft nötig haben und euch innig danken
für solche Kraftzufuhr, die ein Gebet in Liebe für sie bedeutet. Ihr bleibet dadurch in
ständiger Verbindung mit den Menschen, die euch nahestanden, und werdet auch ihre
Sorge um euch erfahren, sowie sie aus ihrer Lethargie des Geistes erwacht sind, sowie
sie begriffen haben, daß sie viel nachholen müssen und auch können im jenseitigen
Reich, wo auch die Liebe das einzige Erlösungsmittel ist und die hilfswilligen Seelen
vorwärtsschreiten können, um aus dem Reiche der Finsternis und der Dämmerung in
das Reich des Lichtes zu gelangen ....
Ihr Menschen, helfet ihnen, denn sie bedürfen
eurer Hilfe, weil sie allein zu willensschwach sind und die Liebe und Gerechtigkeit
Gottes ihnen doch nur die Lichtfülle geben kann, die sie sich durch ihren Lebenswandel auf Erden erworben haben. Ihr aber könnet ihnen Licht geben, sowie ihr mit liebendem Herzen derer gedenket, die in Not sind, und ihr ihnen helfen wollet ....
Amen
B.D. 5147
empfangen am 9.6.1951
Gottes Wort von oben genügend für Mission ....
Erwartet nichts von der Welt und ihren Vertretern ....
Denn sie bieten euch nichts als
nur das, was der Welt Anteil ist. Gebet euch Mir vertrauensvoll hin, und fühlet euch
sicher in Meiner Gnade ....
Es ist ein heftiger Kampf um eure Seelen in der letzten Zeit
vor dem Ende, und dieser Kampf wirkt sich in vielerlei Weise aus. Immer wird versucht
werden von seiten der finsteren Macht, euch zu hindern am geistigen Streben, an der
Verbreitung Meines Evangeliums, Meines Wortes, das euch aus der Höhe zugeht, denn
weil dieses die Wahrheit ist, wird es auch stets Anfeindung erfahren, und ihr selbst werdet mitten in feindlichem Wirken stehen. Doch nichts kann der Feind erreichen,
solange euer Wille Mir zugewandt ist, solange ihr Mir dienen wollet. Denn eurem Willen entsprechend ist auch die Kraftzufuhr und Meine immerwährende Fürsorge um
euch. Eure Mission ist zu gewaltig, als daß Ich sie durch feindliches Wirken gefährden
ließe, und mag es auch scheinen, als habe die Gegenkraft Übermacht .... sie wird euch
nicht besiegen, ihr aber werdet erstarken im Glauben durch Meine offensichtliche Hilfe
und Unterstützung. Und so will Ich euch immer wieder darauf aufmerksam machen,
daß euch Mein Wort genügt, das euch von oben zugeht, um dieser eurer Mission nachkommen zu können ....
Denn so Ich Selbst euer Lehrmeister bin, werdet ihr wahrlich so
unterwiesen, daß ihr Mir rechte Werkzeuge sein und euren Mitmenschen Licht geben
könnet, wo es nötig ist. So ihr von Mir Selbst belehrt werdet, ist keine Lücke in eurem
Wissen, denn Ich weiß es wahrlich am besten, welches Wissen euch Menschen dienlich
ist zur Erlangung der Seelenreife, Ich weiß es, was und worüber ihr sprechen sollet, und
bereite euch wohl für euer Lehramt vor, denn ein jeder wird seiner Fähigkeit entsprechend an den Platz gestellt, wo er erfolgreich tätig sein kann für Mich und Mein Reich.
Was ihr wissen müsset, wird euch nahegebracht in den Belehrungen von oben; was
euch nicht gegeben wird von Mir, das ist zur Erfüllung eurer Aufgabe auch nicht nötig,
denn wo das Herz durch den Verstand zurückgedrängt wird, ist der Erfolg gering, wenn
nicht ganz zweifelhaft ....
Ich brauche Vertreter auf Erden, die in ihre Worte ein liebewarmes Herz hineinlegen, die aus ihrem Gefühl heraus reden und nicht den Verstand
als erstes heranziehen, wo es gilt, Meine Liebelehre zu verkünden ....
Der Verstand soll
zwar nicht ausgeschaltet werden und die Worte, die Meine rechten Vertreter auf Erden
reden, sollen auch vom Verstand angenommen werden können, doch das Herz soll sie
vermitteln, d.h. sie sollen lebendig ertönen und lebendig im Herzen des Mitmenschen
widerklingen ....
Das, was Meine Diener von Mir empfangen, sind Worte der Liebe, von
der ewigen Liebe Selbst gegeben dem Menschen, den wieder die Liebe zum Empfang
befähigt. Und diese Worte sollen auch in Liebe weitergeleitet werden, im inneren
Drang, dem Mitmenschen dadurch zu helfen in seiner geistigen Entwicklung. Dann ist
das Herz zuerst beteiligt beim Austeilen dessen, was auch der Verstand anerkennen
muß, wenn die Gabe mit liebewarmem Herzen geprüft wird. Und so wird immer das
Licht dort leuchten in seiner ganzen Kraft, wo Ich Selbst es entzündet habe, und dieses
Licht wird seinen Schein nicht verlieren, wie es aber auch nur verstärkt werden kann
durch immer heller auflodernde Liebe, die Meines Geistes Wirken erhöht und wahrlich
den Menschen wissend macht und fähig, für Mich und Mein Reich zu arbeiten und als
Mein Jünger in der Endzeit sich am Erlösungswerk zu beteiligen. Denn dieser besitzet
Mein Wort in aller Reinheit, so wie es von Mir ausgeht, und die Kraft Meines Wortes
wird offenbar werden, sowie die letzte große Not einsetzt und die Menschen auf die
Zuleitung dieses Meines Wortes angewiesen sein werden. Denn Ich weiß, welcher Zeit
ihr entgegengeht und woran es euch mangelt ....
Und darum teile Ich Selbst das Brot des
Himmels aus, und selig, wer sich daran labet .... selig, wer seinen Hunger damit zu stillen sucht .... denn es wird ihm Kraft geben, auszuhalten bis zum Ende ....
Amen
B.D. 5148
empfangen am 10.u.11.6.1951
Jesus ....
Werden der Geschöpfe zu Kindern ....
Vertretet Mich und Meinen Namen vor der Welt, so will Ich euch vertreten dereinst
in der Ewigkeit, vor Gott, dem allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde, aus
Dem alle Geschöpfe hervorgegangen sind, denen Er wieder ein selbständiges Leben
gab. So war auch Ich, der Mensch Jesus, ein von Ihm geschaffenes selbständiges Wesen,
sowohl dem Körper als auch der Seele nach. Ich war von der ewigen Urkraft ausgegangen, um im selbständigen Sein eine Kraftentfaltungsprobe abzulegen, die ein völliges
Vergöttlichen bezweckte, um endlich wieder mit der Urkraft Mich zu verschmelzen
und als solche schaffen und gestalten zu können, zu regieren über unzählige urgeschaffene Geister, über unzählige Welten und alle ihre Bewohner. Ich habe als Mensch Jesus
diese Kraftentfaltungsprobe bestanden, denn Ich nützte alle Fähigkeiten, die ein werdendes Kind Gottes durch die unendliche Vaterliebe erhalten hat für sein Erdenleben,
und lenkte den unermeßlichen Kraftstrom aus Gott Mir zu ....
Ich Selbst bestimmte die
ewige Liebe zu dieser Entäußerung, weil Ich sie mit der ganzen Liebekraft Meines Herzens begehrte und die ewige Liebe Mir keinen Widerstand leisten konnte, weil Sie Sich
schenkt jedem Menschen, der Sie begehrt ....
Ich sprach als Mensch die Worte: „Niemand kommt zum Vater denn durch Mich ....“ Ich versprach euch Menschen, für euch
beim Vater zu bitten, euch zu bekennen, so ihr Mich und Meinen Namen vor der Welt
bekennet. Denn Ich wußte es, daß Ich das letzte Ziel auf Erden, die Vergöttlichung Meiner Selbst, erreichen würde auf Erden und daß Ich dann, als im Verband stehend mit
der ewigen Gottheit, euch auch geben kann, was ihr erbittet in Meinem Namen, d.h.
unter Anrufung Meiner Selbst ....
Denn Mein Vater und Ich sind eins ....
Das Feuer der
ewigen Liebe hat alles aufgezehrt, was einer gänzlichen Vereinigung noch im Wege
stand. Körper und Seele hatten sich vergeistigt während Meines Erdenwandels und
waren zur gleichen Substanz geworden wie der ewige und unendliche Liebegeist, aus
Dem alles hervorgegangen ist. Als Mensch Jesus wirkte Er in Mir und Ich wirkte aus
Ihm und mit Ihm .... was aber wirkte, das war Sein Geist, der ewige, unerforschliche Liebegeist, Der unbegrenzt ist, Der also auch in keiner Form gebunden war, Der die ganze
Unendlichkeit beherrschte, Der Kraft und Licht, Liebe und Wille war und Der Sich im
Erschaffen unzähliger Geistwesen zum Ausdruck brachte ....
Ein solches erschaffenes Wesen war auch Ich, ein Kind Gottes, Dem alle Herrlichkeiten Seiner Liebe erschlossen waren, Das Sich aber auch im freien Willen zu Ihm
bekannt hatte, als das Heer urgeschaffener Geister sich auflehnte wider Ihn im Bewußtsein der Kraftfülle, die es überheblich machte und zum Fall brachte. Ich war aus der Liebeausstrahlung Gottes hervorgegangen, die Mich gewaltig hinzog zu Ihm. Ich war als
selbständiges Wesen frei hinausgestellt, doch immer wieder zog es Mich zu dem
Urquell der Kraft zurück, Die Mich überselig machte und Die Ich doch nicht zu schauen
vermochte. Doch Ich ersah auch den Abfall des Geistigen, Ich sah, wie die göttliche Liebekraft verströmte in unzählige Schöpfungen, und Ich wußte um den Zweck dieser
Schöpfung, die zur Rückführung des gefallenen Geistigen dienen sollte. Und Mein Liebewille wurde übermächtig, Mich an der Erlösung dieses gefallenen Geistigen zu beteiligen .... ihm Möglichkeiten zu schaffen, wieder den Standpunkt einzunehmen, den das
Geistige freiwillig verlassen hatte. Ich wußte um den ewigen Heilsplan Gottes, der ewigen Liebe und Erzeugerin Gott-gleicher Wesen, die sich Ihrer Liebesäußerung entziehen wollten ....
Sie traten freiwillig aus dem Verband mit Gott heraus und büßten dadurch ihre Göttlichkeit ein. Folglich wurden sie kraft- und lichtlos, und dieses kraft- und lichtlose Geistige, das der Liebe Gottes entflohen ist, verhärtet sich zu fester Substanz, die zwar in
sich noch Geistiges war, aber unfähig zu schaffender und gestaltender Tätigkeit ....
Die
ewige Liebe aber erfaßte diese Substanz und formte sie nach Ihrem Willen zu Schöpfungen verschiedenster Art. Wieder war die unermeßliche Liebe Gottes am Werk, und
Seine Weisheit bestimmte sie, das Ihm entfliehen wollende Geistige in einen Wandlungsprozeß einzureihen, dessen Ziel die restlose Rückführung jenes Geistigen zu seinem Ausgang ist. Mich beseligte dieser Heilsplan, und die Liebe zu dem abgefallenen
Geistigen bewog Mich, ihm zu helfen, wenn es versagen sollte ....
Ich wußte um Meine
Mission als Mensch Jesus von Anbeginn, weil Ich Selbst Mich dafür erbot, wie Ich aber
auch wußte um die Vereinigung mit der göttlichen Liebe, die dieses Mein Werk krönen
sollte .... (11.6.1951) Denn das Wesen ist wohl geschaffen von Gott, der ewigen Liebe,
doch nur, um, als außerhalb gestellt, zur Selbständigkeit zu gelangen und in dieser Selbständigkeit dem Urquell der Liebekraft zuzustreben und im Zusammenschluß mit dieser in erhöhtem Maße wirken zu können, im gleichen Prinzip, doch mit sich ständig
mehrender Kraft. Es ist kein unselbständiger Zustand, im Zusammenschluß mit der
ewigen Liebe zu wirken, und dennoch ein Zusammenwirken mit Ihr; es bleibt dem
Wesen das Ichbewußtsein, und dennoch ist es verschmolzen mit Gott, so es den Vollkommenheitsgrad erreicht hat, da es völlig vergeistigt ist durch die Liebe ....
Es ist dann
zum Ebenbild Gottes geworden, und doch kann nicht von mehreren Göttern gesprochen werden, weil das Vergöttlichen das gleiche bedeutet wie ein völliges Verschmelzen
mit Ihm ....
Als Wesen bin Ich einst von Gott ausgegangen, doch in Gott fand Ich Mein
Ziel; es ist gewissermaßen das Erschaffene im freien Willen in den Zustand eingegangen, der seine Bestimmung ist, der jedoch von Gott aus nimmermehr geschaffen werden kann, weil die Vollkommenheit in diesem Grade ebenden freien Willen zur Voraussetzung hat, oder auch .... es besteht ein Unterschied zwischen einem Geschöpf und
einem Kind Gottes, dem Ebenbild des Vaters .... das wieder in der völligen Verschmelzung mit dem Vater sein letztes Ziel findet. In völlig freiem Willen habe Ich als Mensch
auf Erden dieses Ziel angestrebt und erreicht, so daß also der Vater und Ich eins geworden sind und gleichzeitig der Menschheit, die versagte in dem Wandlungsprozeß, eine
Hilfe gewährt wurde, die sich auf alles Gebundene erstreckte, das durch den Abfall von
Gott schwach und hilflos geworden war ....
Als Mensch brachte Ich ihr diese Hilfe, denn
die göttliche Macht und Fähigkeit gab Ich dahin, so lange, bis das Erlösungswerk vollbracht war, um die Menschen zur Einkehr in sich selbst zu bewegen, auf daß auch sie
das Ziel anstreben, das Sinn und Zweck des Erdenlebens ist .... die Vereinigung mit Gott
durch Selbstgestaltung zur Liebe, die alles vergöttlicht und die Kraft ständig vermehrt,
weil sie sich mit der Urkraft zusammenschließt, von Der sie einst ihren Ausgang
genommen hat ....
Amen
B.D. 5149
empfangen am 11.6.1951
Kurze Zeit erhöhtes Wirken für das Reich Gottes ....
Nur eine kurze Zeit noch, dann wird eine emsige Tätigkeit einsetzen für Mich und
Mein Reich, und alle, die im lebendigen Glauben stehen und also auch in der Verbindung mit Mir, werden sich gedrängt fühlen zum Wirken für Mich, weil Mein Geist sie
antreibt in Erkenntnis der überaus kurzen Zeitspanne, die noch bis zum letzten Ende
dieser Erde bleibt. Diese Menschen werden Mich deutlich im Weltgeschehen erkennen,
d.h., sie werden wissen, daß es dem Ende zugeht und daß alle Anzeichen darauf hinweisen, und dieses Wissen wollen sie auf die Mitmenschen übertragen, weil es sie von
innen heraus drängt, sich ihnen mitzuteilen. Sie haben gewissermaßen Beweise für die
Wahrheit Meines Wortes und wollen auch die Mitmenschen davon überzeugen, weshalb die Zahl Meiner Vertreter in der letzten Zeit vor dem Ende stets größer und größer
wird. Und jeder wird reden, wie es ihm sein Geist eingibt, denn der Wille, für Mich und
Mein Reich zu reden und den Mitmenschen den lebendigen Glauben finden zu lassen,
bewirkt, daß Mein Geist in ihnen tätig wird, so daß sie also, getrieben vom Geist, aussprechen, was den Mitmenschen dienlich ist ....
Noch liegt diese Zeit vor euch, doch rascher als ihr denkt, wird sie da sein, denn alles
erfüllet sich, was Ich durch Seher und Propheten angekündigt habe, also auch, daß der
Abfall vom Glauben groß sein wird und daher die Erde eine Erschütterung erlebt, die
geeignet ist, viele wieder zum Glauben zurückzuführen. Zudem wird große irdische
Not die Menschen empfänglich machen für Erklärungen und Trostworte, und Meine
Verkünder werden daher überall Verständnis finden in der ersten Zeit nach Meinem
Eingriff durch die Naturgewalten, denn ihre Worte geben den Menschen Klarheit und
Trost, und daher sind sie aufgeschlossen für belehrende Reden und guten Zuspruch ....
Doch nur kurze Zeit habt ihr Redefreiheit ....
Sehr schnell wird sich eine irdische Macht
hervortun, der eure geistige Arbeit mißfällt und die euch Feindschaft ansagt. Und jegliche Verbreitung Meines Wortes wird unterdrückt werden ....
Dann aber stellt es sich
heraus, wo die Wahrheit ist, die von Gott als der ewigen Wahrheit ausgeht. Denn nur
dort wird der Feind Widerstand finden, während man sich sonst den Maßnahmen fügt,
Mich verleugnet und den Meinen den Kampf ansagt. Soweit müsset ihr Menschen erst
kommen, bevor es sich herausstellt, in welches Lager ihr gehöret, für wen ihr euch entscheidet, für Mich oder Meinen Gegner, der euch in die Tiefe zieht. Und dann werde Ich
viele Jünger benötigen, glaubensstarke Menschen mit viel Liebe im Herzen, die Mir
treu ergeben sind und ihren Mitmenschen helfen wollen. Denn diese allein sind fähig,
im letzten Glaubenskampf auf dieser Erde standzuhalten und erfolgreich tätig zu sein.
Und ihnen wird es Mein Geist künden, was sie tun und reden sollen, denn Mein Geist
wird sie selbst zuvor in die Wahrheit leiten, die sie dann weitergeben sollen denen, die
noch schwach im Glauben, aber eines guten Willens sind. Und ihre Arbeit will Ich segnen, denn sie dienen Mir treu bis zum Ende, sie sind Meine Jünger, die Ich wieder unter
die Menschen sende, auf daß noch allen geholfen werde, die sich helfen lassen wollen ....
Amen
B.D. 5150
empfangen am 13.6.1951
Von Gott Belehrte brauchen kein weiteres Wissen von außen ....
Wer in der außerordentlichen Gnade steht, von Mir Selbst belehrt zu werden, wer
dieses einem Menschen direkt vermittelte Lehrgut empfängt und annimmt, der ist
wahrlich nicht mehr darauf angewiesen, sich Kenntnisse anderweitig zu verschaffen,
denn er wird von Mir vollauf gesättigt mit dem Brot des Lebens, er braucht geistige Kost
nicht mehr anderswo entgegenzunehmen, er braucht nicht aus einer Zisterne zu schöpfen, wenn ihm das klarste Wasser aus der Quelle zuströmt, das wahrlich um vieles reiner und besser ist. Wo aber Not ist an frischem Quellwasser, dort sollen die Menschen
sich dankend des Wassers bedienen, das ihnen zur Verfügung steht, und es sorglich
hüten vor Verunreinigung ....
Verstehet ihr, was Ich euch damit sagen will? Daß Ich keineswegs das verächtlich
machen will, was euch von altersher heilig ist, das Buch der Väter, das nie und nimmer
an Wert verlieren wird für die Menschen, die im guten Glauben an Mich und in der
Liebe zu Mir daraus Wissen zu schöpfen suchen ....
Denn tiefes Wissen ist darin verborgen, erkennbar jedoch nur dem, dessen Geist wirkend geworden ist ....
So Ich Selbst
aber euch belehre, gebe Ich euch gleichsam die Lehre und die Erklärung. Denn ich
passe alle Belehrungen eurem Reifegrad an, Ich gebe euch, wie es für euch verständlich
ist. Ich lasse euch als erstes wissen um Meinen Willen, den zu erfüllen eure Erdenaufgabe ist ....
Ich gebe Mich aber auch zu erkennen als Gott und Vater, als Schöpfer der
ganzen Unendlichkeit und liebevollster Vater Meiner Kinder, die auf Erden die Kindschaft erreichen sollen und dazu Hilfe und Unterstützung benötigen. Euch Menschen
ist der Sinn Meiner Worte unverständlich geworden, und darum will Ich euch schlicht
und einfach ihren Sinn erklären, darum leite Ich Mein Evangelium wieder so zur Erde
hernieder, wie Ich es einst verkündet habe zur Zeit Meines Erdenwandels. Ich will nicht
nur in eurem Verstand als Gott vorhanden sein, Ich will in eurem Herzen wohnen, Ich
will, daß ihr lebendig glaubet an Mich, und Ich will euch belehren, wie ihr diesen lebendigen Glauben gewinnen könnet .... nicht durch vieles Wissen, das ihr euch verstandesmäßig aneignet, selbst wenn ihr es aus dem Buch der Väter entnommen habt .... sondern nur durch ein Liebeleben in vollster Uneigennützigkeit. Um vieles tiefer wird euer
Wissen und weit lebendiger euer Glaube sein, so ihr diese Meine Gebote der Gottesund der Nächstenliebe erfüllet ....
Dann seid ihr weise und auch Mir innig verbunden
und dann auch fähig, eure Mitmenschen wieder zu belehren und ihnen Kunde zu geben
von der Auswirkung eines rechten Lebenswandels. Und dann seid ihr Meine rechten
Vertreter auf dieser Erde, ihr seid Prediger nach Meinem Willen, denn ihr schöpfet
dann alles Wissen aus euch selbst, Mein Geist leitet euch dann in die ewige Wahrheit,
und ihr verfüget über ein Wissen, das ihr nicht von außen empfanget, sondern durch
Meine Gnade ständig erhaltet. Und dann hat sich euch der Born des Lebens geöffnet,
dann strömet aus dem Quell Meiner Liebe das lebendige Wasser hervor, an dem ihr alle
euch laben sollet und auch den Mitmenschen einen erfrischenden Trank reichen, auf
daß sie verkosten das reine klare Wasser und sie es nicht mehr missen wollen. Alle Menschen könnten sich laben an dem Quell des Lebens, doch wenige nur finden ihn, nur
die, die sich nicht begnügen mit etwas ihnen Unverständlichem und darum der Wahrheit nachgehen. Und da diese Mich Selbst um eine erquickende Kost angehen, versage
Ich sie ihnen nicht. Schöpfet aus dem Quell des Lebens, nehmet dankbaren Herzens an,
was euch Meine Liebe bietet, und schätzet die große Gnade, von Mir Selbst belehrt zu
werden ....
Denn ihr werdet noch viel Kraft benötigen, die ihr immer Meinem Wort entziehen könnet, das euch von oben zugeht. Denn dieses habe Ich mit Meiner Kraft gesegnet ....
Amen
B.D. 5151
empfangen am 14.6.1951
Begründung von naturbedingten Zerstörungen ....
Die Welt, d.h. die irdische Schöpfung, steht in ständig fortschreitender Entwicklung,
denn nichts, was Gott geschaffen hat, bleibt im Ruhezustand, also ständig auf gleicher
Stufe, sondern es wird durch immerwährende Veränderung erst seinen eigentlichen
Zweck erfüllen. Dieser Veränderungsvorgang braucht nicht immer ersichtlich zu sein,
d.h., er kann sich so langsam vollziehen, daß der Mensch wenig oder keine Veränderung wahrnimmt, er kann aber auch so plötzlich und in so gewaltigem Umfang sich
abspielen, daß ganze Schöpfungen vernichtet und umgestaltet werden und dies wieder
nicht dem Menschen zum Bewußtsein kommt, weil er selbst schwerlich einen solchen
Vorgang überlebt. Dennoch gehören solche Umwälzungen zu dem Entwicklungsprozeß des gesamten Geistigen, das zeitweise aufgestört werden muß aus einer Untätigkeit,
in die es verfällt als Folge seines Widerstandes gegen Gott. Alle Schöpfungen gehen aus
der Hand Gottes hervor zu einem bestimmten Zweck, zum Ausreifen des Geistigen, das
in diesen Schöpfungswerken gebunden ist. Laut Gesetz von Ewigkeit erfüllt also die
Schöpfung ihren Zweck, weil das Geistige darin im Mußgesetz die Tätigkeit verrichtet,
die ihm zum Ausreifen verhilft. Doch es kann der Mensch, das verkörperte Geistige im
Zustand des freien Willens, seine Außenform, die ihm zum gleichen Zweck gegeben
wurde, mißbrauchen, indem er seine geistige Aufgabe unbeachtet läßt, und er kann
zudem auch die Schöpfungen, die das noch unentwickelte Geistige bergen, hindern an
ihrer Bestimmung durch vorzeitiges Zerstören aus schlechten Motiven, durch Nützen
zu Gott-widrigem Zweck, durch Hindern am Dienen, und er kann so gewissermaßen
die zum Ausreifen des Geistigen bestimmten Schöpfungswerke mißbrauchen, wodurch
das Geistige in Aufruhr gerät und seine Umhüllung zu sprengen sucht, was in Zerstörungen zum Ausdruck kommt, die naturbedingt sind, also nicht unmittelbar durch
Menschenwillen veranlaßt werden. Denn das noch gebundene Geistige kann sich dem
menschlichen Willen widersetzen, weil es nicht durchweg Gott-widersetzlich eingestellt
ist und die geistige Aufwärtsentwicklung gewissermaßen selbst will. Dann wirkt sich
das Wüten gegen die göttliche Ordnung von selbst zerstörend aus, wie umgekehrt Aufbau und Fortentwicklung ein Handeln nach göttlichem Gesetz, in göttlicher Ordnung,
zur Voraussetzung hat. Und so ergibt es sich von selbst, daß sich auch ganze Schöpfungswerke auflösen können, wenn gegen die göttliche Ordnung verstoßen wird, in einem Ausmaß, daß dem
eigentlichen Zweck nicht mehr entsprochen wird von seiten der Menschen, die nur zum
Zwecke der Aufwärtsentwicklung die irdische Schöpfung beleben und gebrauchen dürfen. Werden die Schöpfungen, die eigens für die Menschen erstehen, um deren Ausreifen zu ermöglichen, von diesen nur zu anderen Zwecken gebraucht oder mißbraucht,
dann bedeutet das eine Gefahr insofern, als daß das Geistige darin revoltiert, weil es das
Widergesetzliche empfindet und die eigene Entwicklung bedroht sieht. Es ist also eine
durch Gottes Willen erfolgende Zerstörung von Schöpfungen in großem Ausmaß oft
ein Hilfsakt für das darin gebundene Geistige, das durch Menschenwillen, der falsch
gerichtet ist, in seiner Entwicklung gehindert wird und doch zu seinem Recht kommen
will. Zudem sind neue Schöpfungen auch als Beginn einer neuen Erlösungsepoche
anzusehen, denn die harte Materie birgt wieder das Geistige in sich, das gezwungen ist
zu einem Entwicklungsgang durch die gesamte Schöpfung, weil es in der Vorperiode im
freien Willen versagt hat. Es mußte seines freien Willens wieder beraubt werden und
geht nun in gebundenem Willen wieder den Weg des Gesetzes .... es muß dienen, weil es
seine Bestimmung als Mensch nicht erkennen wollte und sündigte wider das Gesetz der
ewigen Ordnung ....
Darum auch jeder Neuschöpfung das gleiche Prinzip zugrunde liegt: ein Dienen nach göttlicher Bestimmung im Mußzustand und ebenso im Zustand
des freien Willens ....
Immer muß das Prinzip der Liebe vorherrschen, soll die Aufwärtsentwicklung des Geistigen vor sich gehen und Aufbau zu erkennen sein ....
Wo aber
dagegen gesündigt wird, ist Zerfall und Unordnung und schließlich gänzliche Auflösung die Folge ....
Amen
B.D. 5152
empfangen am 16.6.1951
Erfüllung der Liebegebote ....
Licht - Fürbitte - Jenseits ....
Mein Wille ist allzeit das Erfüllen des Gebotes der Liebe zu Mir und zum Nächsten ....
Aus innerstem Antrieb des Herzens sollet ihr diese Meine Gebote erfüllen, denn
die wahre Liebe kann nicht gefordert werden, sie muß im Herzen erwachen und nun
den Menschen bestimmen zu seinem Denken und Handeln. Die Liebe kann wohl
gewonnen werden, einmal durch Vorstellung des höchsten und vollkommensten
Wesens, Das Sich euch in Liebe zuneigt, und zum anderen Male durch die Erkenntnis,
daß auch der Nächste ein Geschöpf des höchsten Gottwesens ist. Diese Vorstellungen
können im Menschen das Gefühl der Liebe erwecken und nun dessen Handeln und
Denken bestimmen. Ein Fünkchen göttlicher Liebe ist in jedem Menschen vorhanden,
nur kann es verschüttet oder auch entflammt werden, und eben letzteres ist eure Erdenaufgabe. Dies ist Mein Wille, daß ihr euch gestaltet zur Liebe, indem ihr den Funken in
eurem Herzen nährt und stets größer werden lasset. Denn ihr seid tote Geschöpfe ohne
die Liebe, weil diese erst euch belebt und euch die Kraft zum Wirken gibt, sei es auf
Erden oder auch im geistigen Reich. Die Liebe allein bringt euch vorwärts in eurer Entwicklung, und ohne Liebe werdet ihr immer tot sein, auch wenn ihr auf Erden noch
lebt. Und ebensotot werdet ihr in das geistige Reich eingehen, so ihr die Liebe nicht in
euch habt. Dann fehlt euch das Licht, die Wärme, das Leben und die Glückseligkeit ....
Wohl dem, der auf Erden die Liebe geübt hat, wer sich so gestaltet hat, daß er ein Lichtkleid mit hinübernimmt in das jenseitige Reich, denn er wird sich leicht zurechtfinden
und zum Segen derer wirken können, die noch finsteren Geistes sind. Wohl denen, die
auf Erden durch das Liebelicht ihr Wissen erweitert haben und schon auf Erden helfen
können, die Finsternis zu vertreiben. Nur das Licht gibt euch Seligkeit, wohingegen die
Finsternis für eure Seelen Qual bedeutet, denn sie ist gleichzeitig Kraftlosigkeit, Angst
und Unwissenheit, sie ist ein Zustand völliger Blindheit, die als Qual empfunden wird.
Und darum kann dieser Zustand auch im Jenseits nur durch Liebewirken behoben werden, was wieder nur dann möglich ist, wenn die Seele selbst so viel Kraft empfängt, um
sie dazu verwenden zu können. Doch sie wird nicht ohne Kraft belassen, so sie den Willen hat, in Liebe zu wirken. Der Wille aber muß als erstes in einer Seele erstehen, da sie
sonst immer ohne Kraft bleibt. Darum ist eure Fürbitte für kraftlose Seelen von übergroßem Wert, denn die Liebe eines Menschen auf Erden kann in jenen unglücklichen
Seelen Widerhall finden und ihnen zur Kraftzufuhr verhelfen. Die Liebe eines Menschen auf der Erde kann das Mittel sein, auch verstockte Seelen im Jenseits zu erweichen und Liebe in ihnen zu erwecken. Darum soll auf Erden immer nur die Liebe
gepredigt werden, denn das Erfüllen der Liebegebote ist von so ungeheurer Wichtigkeit, weil es sich auch auf das jenseitige Reich auswirkt, wo der Mangel an Liebe als
unsagbare Qual empfunden wird und doch nicht anders als mit Liebe behoben werden
kann. Ihr Menschen wisset nicht, in welcher Armseligkeit ihr im Jenseits anlangt, wenn
ihr ein liebeloses Erdenleben geführt habt; ihr Menschen wisset nicht, wie unsagbar die
Seele leiden muß, solange ihr von keiner Seite geholfen wird, was nur die Liebe kann,
denn nur das liebende Gedenken ist einer solchen Seele Hilfe und befreit sie aus ihrer
großen Not. Die ungeheure Kraft der Liebe ist euch noch nicht bewußt, darum will Ich
euch immer wieder darauf hinweisen, daß ihr, solange ihr auf Erden lebt, euch eines
werktätigen Liebelebens befleißigen sollet, auf daß ihr schon auf Erden und dereinst in
der Ewigkeit erfolgreich wirken könnet und die Leiden derer verringert, die nachlässig
waren in der Erfüllung Meines Gebotes der Liebe zu Mir und zum Nächsten ....
Amen
B.D. 5153
empfangen am 17.6.1951
Erlösung der Seelen aus der Tiefe durch Jesus Christus ....
Jenseits ....
Das Kreuz Christi ist das Hoffnungszeichen für alle Gefallenen, die sich unglücklich
fühlen in ihrer Lage, sei es auf Erden oder auch im jenseitigen Reich. Das Kreuz Christi
zeigt ihnen, daß es noch eine Rettung gibt, einen Ausweg, der nur beschritten zu werden braucht, um aus der Tiefe, aus dem Reiche der Finsternis herauszukommen in den
lichten Morgen. Das Kreuz Christi ist der Wegweiser nach oben, der niemals in die Irre
führt. Denn Der am Kreuz gestorben ist aus Liebe zur sündigen Menschheit, Der hat
diesen Weg angebahnt, Er hat für die in der Tiefe befindlichen Seelen den Kaufpreis
gezahlt, und jede Seele kann sich diese Vergünstigung zunutze machen, jeder Seele steht
nun der Weg frei nach oben, vorausgesetzt, daß sie selbst Jesus Christus, den göttlichen
Erlöser, zum Ziel gewählt hat, daß sie aus der Tiefe heraus will nur, um zu Ihm zu gelangen. Dann hat sie ein Anrecht auf Erlösung, dann hebt der göttliche Erlöser Selbst sie
aus der Tiefe empor, dann sind mit Seinem Blut die Sünden abgewaschen, dann ist die
Sündenschuld ausgelöscht, und das Erlösungswerk ist für diese Seele nicht umsonst
gebracht worden. Jesus Christus ist für alle Menschen gestorben, für die Menschen der
Gegenwart, der Vergangenheit und der Zukunft ....
Er ist hinabgestiegen zur Hölle ....
Er
hat auch die Gnaden des Erlösungswerkes den Seelen der Tiefe zukommen lassen, und
auch im jenseitigen Reich gibt es für die Seelen eine Erlösung, doch niemals ohne Ihn,
denn nur Sein für die Sünden vergossenes Blut kann das wiedergutmachen, was eine
Seele gesündigt hat, und Seine Vergebung muß bewußt erbeten werden, Er muß als der
„Erlöser von der Sünde“ anerkannt werden auch im geistigen Reich, da sonst eine Rettung aus der Finsternis unmöglich ist. Ein unfaßbares Liebeswerk hat der Mensch Jesus auf Erden vollbracht, und dieses
Liebeswerk wirkt sich auch noch im Jenseits aus; Seine Barmherzigkeit folgt den Seelen, die unerlöst von der Erde geschieden sind. Doch auch im Jenseits muß die Seele frei
wollen, wie auf Erden, daß sie Erlösung finde durch Jesus Christus, daß Er Sich ihrer
erbarme in ihrer Not, daß Seine Liebe sie ergreife und emporziehe aus der Tiefe. Darum
ist das Wissen um Jesus Christus und Sein Erlösungswerk sowie der Glaube daran
unbedingt nötig und muß den Seelen zugetragen werden, wenn sie ihn nicht auf Erden
schon gewonnen haben. Doch diese Arbeit ist weitaus schwerer wie auf Erden, weil die
Seelen der Finsternis wenig Kenntnis und Erkenntniskraft besitzen und darum nicht so
leicht belehrbar sind. Dennoch ist ihr Zustand nicht hoffnungslos, wenn sie sich in Not
befinden und um Hilfe rufen um Errettung aus ihrem derzeitigen Zustand. Dann sind
sie nicht ganz verstockt, und ihnen kann durch Fürbitte und liebevolle gedankliche
Belehrungen ein Wissen zugeführt werden, das sie befähigt, ihre Gedanken selbst zu
Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser, zu richten und Ihn anzurufen ....
Und jeder Ruf
im Glauben und Vertrauen auf Seine Hilfe wird erhört werden ....
Der Weg nach oben
ist dann angebahnt, und Schritt für Schritt wird er nun zurückgelegt mit Seiner Hilfe.
Es gibt eine Erlösung aus der Tiefe, aber niemals ohne Jesus Christus ....
Das müssen
auch die jenseitigen Seelen erfahren, die sonst niemals ihre Gedanken zu Ihm hinwenden würden, Der allein ihnen Rettung bringen kann aus ihrer Not, Der mit Seiner Liebe
und Erbarmung unentwegt bereit ist, Not zu lindern und einen qualvollen Zustand zu
wandeln in einen Zustand der Glückseligkeit ....
Doch immer gehört der Wille des
Wesens dazu, und diesen recht zu wandeln erfordert viel Fürbitte von seiten der Menschen, die im Glauben und in der Liebe stehen und darum auch denen helfen können,
die noch unerlöst sind ....
Amen
B.D. 5154
empfangen am 19.6.1951
Weltmenschen ....
Vergänglichkeit des Irdischen ....
Wandlung ....
Im Taumel des Weltgenusses geht den Menschen jegliches Empfinden für Göttlich-Geistiges
verloren; es ist für sie alles Übersinnliche unwirklich, Einbildung und krankhafte
Selbstsuggestion, und darum kann bei ihnen wenig Erfolg erzielt werden, so Meine
Diener sie recht belehren wollen. Es sind zwei Welten, die einander gegenübertreten,
und die Bewohner der einen Welt können sich schwerlich in der anderen Welt zurechtfinden.
Da aber den Weltmenschen kein greifbarer Beweis erbracht werden kann, verwerfen
sie alles Geistige als Traumgebilde, die nicht ernst zu nehmen sind. Diesen
also ist auch schwer das Evangelium zu predigen, das von Mir seinen Ausgang
genommen hat, das von Mir zeuget und Meine Liebelehre zum Inhalt hat. Denn Weltmenschen
sind Ichmenschen, die für Meinen Willen, für Mein Liebegebot kein Verständnis
haben. Daher werden sie nichts annehmen wollen, so Meine Diener ihnen köstliche
Gabe darbieten, denn sie erkennen nicht ihren Wert. Und dennoch sind sie auch
Meine Geschöpfe, denen Ich helfen möchte, bevor es zu spät ist ....
Solange sie
jedoch der Welt huldigen, gehören sie noch Meinem Gegner an .... ob sie sich aber
von ihm lösen können, ist freie Willensangelegenheit, es ist fraglich, jedoch
nicht unmöglich, weil die kommende Not ihnen die Vergänglichkeit des Irdischen
vor Augen stellt und dies zum Erkennen führen kann, wenn sie nur ernstlich wollen.
Mein Gegner treibt die Menschen an zu Vernichtungswerken aller Art ....
Er will
dadurch das gebundene Geistige aus der Materie befreien, damit es sich nicht
aufwärtsentwickeln kann. Er trägt aber dadurch unbewußt bei, daß so manche seiner
Anhänger wach werden und die Vergänglichkeit des Irdischen erkennen. Und ein
Erkennen kann zur Willensänderung führen, ein Erkennen der Unbeständigkeit dessen,
was die Menschen zumeist anstreben, kann dazu führen, etwas Unvergängliches
zu suchen und zu gewinnen. Dann ist selbst das Wirken Meines Gegners zum Erfolg
geworden, und der Mensch findet zu Mir zurück, von Dem er sich entfernt hatte.
Die Welt gibt aber selten ihre Anhänger her, weil diese auch zumeist Meinem
Gegner hörig sind, der sie unentwegt locket mit den Gütern der Welt. Doch Ich
suche auch die Weltkinder zu gewinnen für Mich und muß daher oft sehr empfindliche
Not über die Menschen kommen lassen, in der sie zum Erkennen kommen können,
daß alles vergeht und nichtig ist und nur das Bestand hat, was der geistigen
Welt angehört. Darum soll auch von seiten Meiner Diener auf Erden auf die Weltmenschen
eingewirkt werden, wo es möglich ist, denn mehr oder weniger bleibt das Vernommene
in ihnen, selbst wenn sie es ablehnen, und die kommende Zeit wird so manches
Wort wieder aufleben lassen, das sie von Meinen Boten gehört haben, aber es
abwiesen. Es wird wie ein Lichtlein in ihnen leuchten und kann bei rechter Einstellung
noch zu einer leuchtenden Flamme anwachsen, denn die Zeit selbst wird das ihrige
tun. Kein Mensch kann der Not entrinnen, so es Mein Plan ist, ihn für Mein Reich
zu gewinnen. Doch sein Wille bleibt frei, und ihm entsprechend wird auch sein
Los sein dereinst in der Ewigkeit ....
Amen
B.D. 5155
empfangen am 21.6.1951
Rechtes Kindesverhältnis ....
Freier Wille ....
Wie ihr euch zu Mir verhaltet, so auch verhalte Ich Mich zu euch ....
Wollet ihr euch
Meinem Einfluß entziehen, wollet ihr Meine Gnade nicht in Anspruch nehmen, so lasse
Ich euch vollste Freiheit; wollet ihr Mich nicht anerkennen und glaubet ihr, ohne Meine
Hilfe leben zu können, so tue Ich euch auch hierin keinen Zwang an ....
Ihr müsset dann
eben selbst eure Kraft erproben und erkennen, wie schwach ihr seid, wenn ihr es nicht
vorzieht, euch Kraft von unten zu verschaffen, die euch aber dann herabzieht auf ewige
Zeiten. Wer Mich sucht, dem komme Ich entgegen, wer zu Mir rufet, den höre Ich; wer
sich abwendet von Mir, den halte Ich nicht, und wer Mein Feind ist, dessen Zustand ist
aus eigener Schuld unselig, und er bleibt darin so lange, bis er selbst seine Gesinnung
ändert. Ihr Menschen schaffet euch selbst euer Los durch eure Einstellung zu Mir. Mit
Liebe und Gnade überschütte Ich euch, so ihr selbst das rechte Verhältnis zu Mir herstellt, während ihr völlig leer ausgeht, so ihr nicht im rechten Verhältnis zu Mir steht.
Denn Ich bestimme euch nicht zu eurem Denken, Wollen und Handeln, doch Ich helfe
euch, so ihr euch helfen lassen wollet. Das rechte Verhältnis aber garantiert auch rechtes Denken, und darum ist es das Wichtigste, daß ihr zu Mir in das rechte Kindesverhältnis tretet, weil ihr dann unfehlbar den Weg gehet, der zum Ziel führt, zu eurer Vollendung, die Zweck eures Erdenlebens ist. Das rechte Kindesverhältnis schließt alles ein,
das Gefühl der eigenen Unvollkommenheit, den Glauben und das Vertrauen auf Mich
und Meine Hilfe, das Verlangen nach Mir, nach der Vereinigung mit dem Vater und also
auch den recht gerichteten Willen ....
Dann steht euch ein übervolles Maß von Gnade
zur Verfügung, dann seid ihr nicht mehr schwache, hilflose Wesen, sondern Meine Liebekraft strömt euch unaufhaltsam zu, und ihr reifet gewissermaßen aus eigenem Willen an eurer Seele ....
Ihr schließet euch mit Mir zusammen, weil euer Verlangen nach
Mir auch Erfüllung findet als Beweis Meiner Vaterliebe. Wer aber sich von Mir absondert, wer Mich nicht anerkennt als Vater und Schöpfer
von Ewigkeit, der ist noch überheblichen Geistes, er fühlt sich stark auch ohne Meine
Kraft und ist doch ein unglückseliges Wesen, das sich von einem Schein trügen lässet .... das die Lebenskraft als ausreichend ansieht und am Ende des Lebens seine völlige
Schwäche erkennen wird, wenn es die Lebenskraft eingebüßt hat und ihm keinerlei
Hilfe gewährt wird von Dem, Den es verleugnete. Ich gebe ungemessen, so Meine Gabe
begehrt wird, aber Ich dränge keinem Wesen Meine Gnadengabe auf. Wie ihr euch zu
Mir verhaltet, so verhalte auch Ich Mich zu euch, doch nicht aus Liebemangel, sondern
um euren freien Willen nicht zu gefährden, weil Meine Liebe stets übergroß ist und
euch niemals in der Not lassen würde, wenn dies nicht zum Schaden eurer Seele wäre.
Darum muß Ich einem jeden Menschen seine Willensfreiheit belassen und warten, bis
er selbst den Willen Mir zuwendet. Dann aber erfasse Ich ihn und lasse ihn nimmermehr fallen ....
Dann ist sein Widerstand gebrochen, und Ich kann ihm Hilfe gewähren
im Übermaß. Dann stellt er das rechte Verhältnis zu Mir her und geht der Vollendung
entgegen ....
Amen
B.D. 5156
empfangen am 22.6.1951
Wesen der Finsternis ....
Neubannung ....
Ein völliges Versagen des Menschen auf Erden ist es, wenn er abscheidet ohne jeglichen Glauben, wenn sein Herz keine Liebe aufkommen ließ zu den Mitmenschen, wenn
sein Denken und Handeln völlig den göttlichen Geboten widerspricht und keinerlei
geistiges Streben in ihm ist, weil er (an, d. Hg.) ein Fortleben nach dem Tode nicht glauben konnte ....
Für solche Seelen ist es äußerst schwer, im jenseitigen Reich aufwärtszusteigen, denn die Lieblosigkeit auf Erden trägt ihnen auch keine liebenden Gedanken
ein, durch die er Zufuhr einer schwachen Kraft erhalten würde. Der Unglaube und sein
ganzer Lebenswandel hat ein Versetzen in tiefste Finsternis zur Folge, wo die Seele nun
völlig untätig und kraftlos in einem Zustand verharrt, der ihr zur Qual wird, weil sie das
Ichbewußtsein nicht verliert und auch die Finsternis empfindet. Sie hat jedoch nicht die
Kraft, diesem Zustand zu entfliehen, sie ist völlig willenlos und bäumt sich nur gefühlsmäßig gegen ihr Schicksal auf, ohne darüber nachzudenken, was wohl diesen Zustand
verschuldet haben könnte. Nur ihre Gedanken können eine Änderung herbeiführen,
denn diese Gedanken entsprechen ihrem Willen und können hilfeverlangend, aber
auch zornbebend sein, und entsprechend werden sich ihr auch die Wesen nahen, die sie
durch ihre Willensrichtung heranzieht. Sie ist auch nicht allein, sondern stets mit
gleichgearteten Wesen zusammen, was verständlicherweise zur Verstärkung dessen
führt, was bekämpft werden soll. Denn gerade die Sünden und Fehler treten hervor und
reizen die anderen Seelen zur Erwiderung, was stets tieferen Fall bedeutet, und erst
nach endlos langer Zeit ist Hoffnung auf Änderung der Gesinnung, doch stets wird der
Aufstieg schwerer, je länger das Wesen im Widerstand verharrt. Immer wieder tritt die
erbarmende Liebe Gottes an das Wesen heran und gibt kleine Hilfsmittel, doch stets
ohne Willenszwang, weshalb die Hilfe jedoch oft abgewiesen wird. Dennoch ist keine
Seele endgültig verloren, und ob auch endlos lange Zeit vergeht, bis sie sich wandelt. Sie
kann auch in die tiefste Tiefe sich verlieren, doch auch dann noch ist für sie eine Hoffnung auf Erlösung, nur auf einem anderen Wege .... auf dem Wege der Neubannung in
der festen Materie, auf daß die Aufwärtsentwicklung einmal wieder ihren Anfang nehmen kann und dem Wesen Gelegenheit geboten wird, das Stadium des freien Willens zu
erreichen, wo es dann wieder seinen Willensentscheid ablegen kann. Denn Gott lässet
nichts auf ewig verlorengehen, nur kann das Wesen selbst die Zeit endlos verlängern,
bis es freiwillig zurückkehrt zu Gott, bis es im Glauben an Gott Seine Gebote hält, bis es
durch ein Liebeleben in den Willen Gottes eingeht und sich dadurch erlöst aus jeglicher
Gebundenheit ....
Amen
B.D. 5157
empfangen am 23.6.1951
Weg des Heils ....
Weg der Liebe ....
Jesus Christus ....
Der Weg des Heils ist der Weg, den Jesus Christus gegangen ist, der Mensch Jesus,
Der auf Erden die große Mission erfüllte, für alle Menschen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft den Weg zu bahnen zu Gott, dem allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde. Diese Mission war darum so bedeutsam, weil Er als Mensch mit den
gleichen Gegenkräften zu kämpfen hatte wie jeder andere Mensch und Er doch den
Beweis erbrachte, daß es möglich war, ihrer Herr zu werden unter Anwendung der
rechten Waffe. Denn nicht als Gott vollbrachte Er dieses Werk, wenngleich in Ihm göttliche Kraft in aller Fülle sich äußerte während Seiner Lehrtätigkeit; doch um zu dieser
Kraft zu gelangen, mußte Er als Mensch ebendiesen Kampf geführt haben mit Erfolg.
Und so erbrachte Er auch dafür den Beweis, daß ein Mensch in den Vollbesitz göttlicher
Kraft und Weisheit gelangen konnte und zeigte auch den Weg, den Er Selbst gegangen
ist .... den Weg der Liebe, die zum Zusammenschluß mit Gott führt und dadurch auch
zum Besitz von Licht und Kraft in aller Fülle. Der Mensch Jesus lebte ganz im Willen Gottes, und Sein ganzes Streben war darauf
gerichtet, dem von Ihm erkannten Vater nahezukommen; die Liebe zum Vater erfüllte
Ihn und äußerte sich in der Liebe zum Mitmenschen, denn ein Herz, das voller Liebe
ist, kann nicht anders, als alles in das Bereich seiner Liebe zu ziehen, weil es keiner anderen, der Liebe entgegengesetzten Empfindungen fähig ist. Die Liebe also war die Waffe,
Die er anwandte im Kampf gegen die Kräfte, die Ihn zum Fall bringen wollten. Denn die
Liebe ist Kraftspender, so daß Er niemals unterliegen konnte, weil Er durch die Liebe
gewissermaßen mit Seinem himmlischen Vater zusammen ankämpfte gegen den Feind
und Er darum den Sieg erringen mußte. Der Liebe kann niemand widerstehen, ist sie
doch die Urkraft, aus der alles, auch der Gegner Gottes, einst hervorgegangen ist, folglich muß sie stärker sein als alles und auch den bezwingen, der sie nicht anerkennen
will ....
Der Mensch Jesus ging den Weg der Liebe, und dieser führte direkt zu Gott ....
Also hat Er ihn angebahnt und für jeden Menschen frei gemacht, denn ein jeder kann
ihn nun gehen mit der Sicherheit, zum Ziel zu gelangen. Er allein ist der Weg des Heils,
er allein ist der einzige Weg, den der Feind der Seele nicht beschreitet, auf dem der
Mensch sicher ist vor allen Angriffen, denn auf dem Wege der Liebe wird er von Jesus
Christus Selbst begleitet, Der ihm ein sicherer Führer ist und ihn sorglich hütet vor
einem Rückfall oder Abweichen vom rechten Weg. Wer Ihm nachfolget, der geht gleichzeitig mit Ihm, und er muß auch sein Ziel erreichen. Er hat für alle Menschen den
Kampf ausgefochten mit dem Gegner Gottes ....
Er fordert aber auch von denen, die
Ihm nachfolgen wollen auf dem Wege des Heils, daß sie kämpfen wider jenen, d.h., daß
sie gleichfalls die Waffe der Liebe anwenden, mit der allein sie ihn schlagen können.
Und darum ist der Weg des Heils kein anderer als der Weg der Liebe zu Gott und zum
Nächsten, denn durch die Liebe macht sich der Mensch frei von dem Feind seiner Seele,
durch die Liebe gewinnt er die Macht über ihn, durch die Liebe ist er unentwegt Kraftempfänger aus Gott, und durch die Liebe stellt er den Zusammenschluß her mit Gott,
der ewigen Liebe Selbst ....
Dann hat seine Seele Heilung gefunden von einem Übel, das
ihr anhaftete durch die Sünde, durch den einstigen Abfall von Gott, den Sein Gegner
verschuldet hat, weil er ohne Liebe war. Dann ist seine Seele wieder vereinigt mit der
ewigen Liebe, denn Jesus Christus Selbst hat sie dem Urquell der Kraft nahegeführt; sie
ist als rechtes Kind Gottes heimgekehrt ins Vaterhaus, weil sie den rechten Weg, den
Weg des Heils, gegangen ist, den Er Selbst ihr gewiesen hat ....
Amen
B.D. 5158
empfangen am 24.6.1951
Kraft der Fürbitte ....
Aufstieg durch Liebe ....
Freier Wille auch im Jenseits ....
Im jenseitigen Reich gilt das gleiche wie auf Erden .... es muß der Wille zur Liebetätigkeit vorhanden sein, wenn ein Aufstieg aus der Tiefe stattfinden soll, denn auch
drüben wird der Wille des Wesens nicht genötigt, sondern es kann selbst über sich
bestimmen, jedoch entsprechend ist auch sein Zustand. Die jenseitigen Seelen bleiben
auf der Stufe, in der sie das geistige Reich betreten haben, so lange stehen, bis sie selbst
in sich das Verlangen haben, emporzusteigen und ihren derzeitigen Zustand zu verändern. Und wie auf Erden muß die Liebe in ihnen erwachen, sie müssen sich hilfreich
betätigen wollen angesichts der Not, die sie um sich erblicken. Erst dieser Hilfswille
trägt ihnen auch so viel Kraft ein, daß sie ihn zur Ausführung bringen können. Die helfende Tätigkeit kann schon in gütigem Zuspruch, in Ratschlägen oder Warnungen
bestehen, nur muß immer die Liebe zu den leidenden Geschwistern sie dazu bestimmen; das Verlangen zu helfen wird dann immer stärker werden und entsprechend auch
die Kraftzufuhr vermehrt. Dann wird aber auch der eigene Zustand erträglicher werden, die Umgebung heller und klarer vor den Augen erstehen, und die sie bedrückende
Dunkelheit wird einem zuerst matten, dann immer leuchtender werdenden Licht weichen, und die Seelen streben dann unverwandt zur Höhe. Ihr Denken klärt sich, und
voller Verlangen nehmen sie auch Belehrungen entgegen, die ihnen von Lichtwesen,
jedoch in verhüllter Form, geboten werden. Mit zunehmender Liebetätigkeit nimmt
auch das Wissen dieser Seelen, zu und nun sind sie selbst fähig, auszuteilen den Wesen,
die noch unter ihnen stehen und in der Dunkelheit genauso leiden wie jene zuvor.
Sowie einmal das Mitgefühl für leidende Seelen in ihnen erwacht ist, sind sie auch
gerettet vor dem Absinken in die Tiefe, doch dieses Mitgefühl muß als erstes in ihnen
lebendig werden, weil sonst ein Aufstieg unmöglich ist. Denn die Liebe lenkt dann auch
den Willen recht ....
Und auf daß die Liebe in den unglückseligen Seelen aufflamme, ist
viel Fürbitte nötig, die sie selbst die Kraft der Liebe empfinden lässet und Gegenliebe in
ihnen erweckt. Nur die Liebe kann die armen Seelen retten, weil auch nur ein Gebet, das
in der Liebe ihnen nachgesandt wird, die Wirkung hat, in ihnen die Liebe aufflammen
zu lassen, während Gebete ohne Liebe völlig nutzlos sind und nur die Seelen in Harnisch bringen, weil sie ihre Abscheu gegen Scheinfrömmigkeit vergrößern und leicht
auch noch den Glauben an Gott, so sie ihn noch nicht ganz verloren haben, ersticken
können. Alles ist ohne Wirkung, was ohne Liebe geschieht, auf Erden sowohl als auch
im geistigen Reich; die Liebe dagegen löset die härteste Fessel. Und darum ist einer
jeden Seele im Jenseits die Erlösung sicher, so sich ein Mensch auf Erden in wahrer
Liebe dieser Seelen erbarmt und im Hilfswillen auch auf diese den Willen zu helfen
überträgt, denn einer liebenden Fürbitte kann eine Seele nicht widerstehen, sie empfindet sie als Wohltat, und in diesem Empfinden will auch sie helfen und Wohltaten erweisen. Dann ist ihr Aufstieg gesichert, und sie tritt aus der Dunkelheit, die sie umfangen
hielt, zum Licht ....
Amen
B.D. 5159
empfangen am 26.6.1951
Hinweis auf das nahe Ende ....
Jüngster Tag ....
Ihr alle sollet Meine Gnade erfahren und in der letzten Zeit deutlich hingewiesen
werden auf das Ende, indem ihr um euch viele Veränderungen wahrnehmen könnet,
Vergehen irdischer Güter, plötzliches Hinscheiden von Mitmenschen, die mitten aus
dem Leben gerissen werden, sonderbare Veränderungen in der Natur und alles im Einklang stehend mit alten Prophezeiungen, die Ich durch Seher und Propheten stets und
ständig den Menschen zukommen ließ, um sie auf diese letzte Zeit aufmerksam zu
machen. Ihr Menschen werdet alle zum Nachdenken angeregt, und es wird euch die
Frage vorgelegt, welchem Schicksal ihr selbst entgegengehet. Irdisch und geistig wird
euch eine Unruhe befallen, denn die irdischen Geschehen ängstigen euch und geben
Anlaß auch zu geistigen Gedanken, weil ihr Menschen es unbewußt empfindet, daß ihr
da sehr mangelhaft bestellt seid. Alles irdische Geschehen würde euch nicht schrecken,
so ihr die Ordnung in geistiger Beziehung hergestellt hättet, doch ihr suchet im Irdischen Ersatz für das Geistige, und da euch ersteres nun unsicher erscheint, werden eure
Gedanken doch hingelenkt auf die Frage: Wie werde ich bestehen, wenn alles zu Ende
ist? ....
Und diese Frage soll in euch auftauchen, darum lasse Ich soviel Not über die
Menschen kommen, denn viel Zeit bleibt euch nicht mehr, aber doch noch genug, so ihr
euch ernstlich wandeln wollet. Alles, was euch an Schicksalsschlägen noch betrifft vor
dem Ende, sind Gnadenmittel, auch wenn ihr sie als solche nicht gelten lassen wollet,
aber sie können euch noch zur Besinnung bringen, wie armselig ihr beschaffen seid im
Falle eines plötzlichen Abrufes von dieser Welt ....
Achtet aller Geschehnisse um euch,
haltet Augen und Ohren offen und beweiset euch, daß noch ein Funke Verantwortungsgefühl in euch ist; seid nicht gleichgültig, gehet in euch und haltet stille Betrachtungen
über euren eigentlichen Wert, so ihr euch vor Mir rechtfertigen sollt am jüngsten Tage.
Denn der jüngste Tag ist für einen jeden der Tag seines Leibestodes, der euch allen
näher ist, als ihr es ahnet, und einzelne noch rascher ereilen wird, denn euch allen steht
noch viel bevor. Dem Leibestod könnet ihr nicht wehren, so eure Stunde gekommen ist,
doch der Seele Tod ist von euch aufzuhalten, ja ihr könnet der Seele das wahre Leben
geben, das ewig dauert, das euch nimmermehr genommen werden kann, so sie einmal
zum Leben des Geistes erwacht ist. Darum halte Ich euch so oft den leiblichen Tod vor
Augen, darum erschauet ihr ihn so oft um euch; ihr seht alles vergehen, was euch wert
war und euch Freude machte, ihr sehet liebe Menschen dahingehen, von wo keine
Rückkehr mehr zu erwarten ist. Ich lasse euch dies alles sehen, auf daß ihr nachdenklich werdet über euer eigenes Ich, auf daß ihr euch selbst Rechenschaft gebet, was ihr
wohl zu verzeichnen habt, um euch ein ewiges Leben zu sichern, wenn der Leib dahingehet und nichts mehr zurückbleibt auf Erden. Und so ihr darüber nachdenkt und nur
ein wenig der Stimme in euch Gehör schenkt, habet ihr ein Gnadenmittel genützt, denn
anders kann Ich euch nicht beistehen. Alles, was von Mir kommt, muß aussehen, als
käme es aus euch selbst, dann erst nehmet ihr es an. Zum Nachdenken werdet ihr noch
oft Anlaß haben, und immer sollet ihr daran denken, daß die letzte Zeit außergewöhnliche Erscheinungen mit sich bringt, auf daß alle, die noch einen guten Willen haben, in
kurzer Zeit das erreichen können, wozu ihnen sonst viel Zeit zur Verfügung steht. Es
geht aber mit raschen Schritten dem Ende zu, und Ich will noch viele gewinnen, bevor
das Ende kommt. Darum wird Meine Gnade unablässig euch ausgeteilt, wer sie erkennt
und die Gnadenmittel nützet, geht nicht verloren am jüngsten Tage, mag dieser für ihn
plötzlich kommen oder auch erst am Ende ....
Er wird ihn nicht zu fürchten brauchen,
weil Meine Gnade ihn gerettet hat vor dem geistigen Tode ....
Amen
B.D. 5160
empfangen am 29.6.1951
Kampf mit dem Schwert des Mundes ....
In einer Welt des ärgsten Unglaubens, der krassesten Lieblosigkeit und der vollsten
Unkenntnis wird das reine Wort Gottes, das ihr empfanget als besondere Gnade, nicht
erkannt werden als göttliche Gabe, weil die Fähigkeit des Erkennens abhängig ist vom
Glauben und der Liebe eines Menschen und die Verstandesschärfe allein nicht die
Erkenntnisfähigkeit ersetzt. Und doch muß eingewirkt werden auf die in geistiger
Blindheit dahingehenden Menschen, es muß versucht werden, den Glauben und die
Liebe in ihnen zu erwecken, auf daß dann auch als Folge derer die Erkenntnis kommt.
Es muß eingewirkt werden insofern, als daß den Menschen die Auswirkung ihres falschen Lebens, ohne Glauben und Liebe, vorgehalten wird und sie auf das entsetzliche
Los hingewiesen werden, das ihrer wartet, so sie sich nicht wandeln. Ohne Glauben und
Liebe ist kein Verständnis zu erwarten für geistige Lehren, doch so den Menschen vorgestellt wird, daß sie selbst sich ein unerträgliches oder ein beseligendes Los schaffen,
werden sie sich mit der Möglichkeit eines solchen vertraut machen und entsprechend
aufnahmefähig sein für weitere Belehrungen oder aber gänzlich ablehnen und ein Fortleben leugnen, so sie schon völlig dem verfallen sind, der ihnen diese Gedankenrichtung eingab, der so auf sie einwirkt, daß sie weder glauben noch liebend sich betätigen
und daher verfinstert sind im Geist bis zum endgültigen leiblichen und geistigen Tode.
In keiner Weise ist in der Zeit geistiger Finsternis auf den Willen der Menschen einzuwirken, daß dieser sich in einer bestimmten Richtung entscheide. Es kann nur durch
Reden und Vorstellungen das eine erreicht werden, daß sie nachdenken, und dann ist
das Verlangen nach der Wahrheit ausschlaggebend, welche Richtung die Gedanken
nehmen. Und darum ist es ein Kampf mit dem Schwert des Mundes, den allein nur der
führen kann, der alles zu widerlegen vermag, was ihm von gegnerischer Seite vorgehalten oder als Gegeneinwand angeführt wird. Hellen Geistes müssen die Menschen sein,
die jenen gegenübertreten, sie müssen sich selbst unter göttlicher Führung befinden,
sie müssen selbst nur das Werkzeug sein, durch das Gott Sich äußert, Der aber dennoch
den freien Willen des Menschen nicht antastet, wenn dieser Sein Gegner bleiben will
und sich auch durch göttliche Worte nicht überzeugen lässet. Dennoch ist die Arbeit
eines Menschen, der Licht zu bringen sucht in das geistige Dunkel, eine überaus segensvolle, werden doch die Gedanken derer angeregt, die seinen Weg kreuzen, sowie er sich
anschickt, zu kämpfen für das Reich Gottes, sowie er redet aus innerstem Antrieb, seine
irrenden Mitmenschen zu belehren und ihnen zu helfen, an das Licht des Tages zu
gelangen. Er wird wohl viel Unglauben finden, er wird Anfeindungen ausgesetzt sein,
der Gegner Gottes wird ihm mit Weltweisheit entgegentreten, und immer neue Einwände wird er zu widerlegen haben, doch er wird auch eine übernatürliche Kraft
haben, die aus seinen nicht zu widerlegenden Reden und seiner Überzeugung zu erkennen ist .... man wird ihm nicht das Gegenteil dessen beweisen können, was er vertritt,
dagegen bei ernstem Willen und Verlangen nach der Wahrheit sich selbst überzeugen
können, daß seine Worte Glauben verdienen, daß die Verheißungen sich erfüllen, so die
Bedingungen erfüllt werden, die daran geknüpft sind. Nur der Wille muß da sein, die
Liebe in sich aufkommen zu lassen, dann wird auch der Glaube erweckt, und das
Erkennen wird leicht sein ....
Doch der Gegner Gottes arbeitet auch unentwegt, um das
Denken der Menschen zu verwirren, und deshalb treibt er sie an zur Lieblosigkeit und
zerstört jeglichen Glauben, solange sich der Mensch selbst nicht wehrt. Es ist ein
Kampf, der mit aller Rücksichtslosigkeit geführt werden muß, soll er den Sieg eintragen. Die Rücksichtslosigkeit der Diener Gottes auf Erden aber besteht darin, daß sie
unbarmherzig das Ränkespiel aufdecken, das Gottes Gegner treibt, daß sie sich nicht
scheuen, ihn bloßzustellen, daß sie den Menschen ihre Fehler und Laster vorstellen mit dem Hinweis, daß sie unter dem Einfluß dessen stehen, der sie herabzieht in die Tiefe.
Denn dann reden sie die Wahrheit, während der Gegner seine Anhänger mit Lügen zu
gewinnen sucht und alles beschönigt, was die Menschen tun in ihrer Lieblosigkeit. Es ist
kein geistiger Hochmut, so der Mitmensch auf seine Fehler aufmerksam gemacht wird,
denn wer die Ursachen der geistigen Blindheit erkennt, der hat auch das Recht, wie ein
Arzt auf die Ursachen der Krankheit aufmerksam zu machen, und also muß er schonungslos die Fehler aufdecken, auf daß dagegen vorgegangen wird und eine Gesundung erreicht, die nicht den Körper, sondern die Seele betrifft und ihr ein Leben in der
Ewigkeit sichert. Wer selbst im Glauben steht, der weiß um das Unheil der Glaubenslosigkeit und soll ihr steuern; wer selbst durch Liebe gereift ist in der Erkenntnis, der
weiß auch um den Zustand der Seelen, die bar jeder Liebe sind, und will er ihnen ernstlich helfen, dann muß er die Kraft des göttlichen Wortes an ihnen erproben und alles
versuchen, um sie zu retten aus größter geistiger Not .... er muß kämpfen mit dem
Schwert des Mundes, und sein Geist wird ihn recht leiten, er wird stets die rechten
Worte finden, und sein Kampf für das Reich Gottes wird erfolgreich sein ....
Amen
B.D. 5161
empfangen am 30.6.1951
Kraft der Fürbitte ....
Die Kraft der Fürbitte für die Verstorbenen sollet ihr allen denen vermitteln, die von
euch gegangen sind, ganz gleich, in welchem Reifegrad ihr sie wähnet, denn sie benötigen alle noch Kraft und sind dankbar für jede Hilfe. Es ist ein beglückendes Bewußtsein, Seelen aus der Tiefe emporgeholfen zu haben, und ihr werdet das erst richtig
erkennen, so ihr selbst im jenseitigen Reich angelangt seid und die Not sehet, in der
viele Seelen schmachten, weil sie ohne Fürbitte sind, weil sie keinen Menschen auf
Erden haben, der ihrer in Liebe gedenket und ihnen die Kraft zuwendet, die sie benötigen, um aufwärtszusteigen. Es ist ein ungeheurer Eifer, in dem die Seelen schaffen,
sowie sie nur einmal die Kraft der Liebe erfahren haben und nun diese Kraft nützen,
doch der erste Anstoß muß ihnen gegeben werden eben durch liebende Fürbitte von
seiten der Menschen, weil diese am ehesten sie berührt und ihre Gedankenrichtung
wandelt. Diese Fürbitte muß aber bewußt geleistet werden, d.h. in dem Vorsatz, den
Seelen zu helfen in ihrer Aufwärtsentwicklung. Ihr Menschen sollet wissen, daß eure Fürbitte von Wert ist und sollet nun euch mit
der Not der abgeschiedenen Seelen vertraut machen und aus liebendem Herzen ein
Gebet emporsenden um Kraftzuwendung für diese Seelen. Und diese Kraftzuwendung
werden sie dann sicher erfahren und auch die Liebe dankbar empfinden, die ihnen galt
und sie zu gleicher Liebe veranlaßt, die nun auf ihre Umgebung ausstrahlt und wie ein
schwaches Licht wirket, das allen Seelen wohltut. Ihr Menschen könnet so unsagbar
erlösend euch betätigen, so ihr nur den Willen habt, Not und Leid zu lindern ....
Denn
dieser Wille treibt euch zum Gebet, das aus dem Herzen kommt und das allein nur erlösende Kraft hat. Alles, was ihr tut, müsset ihr bewußt tun, nicht als äußere Form oder
Lippengebet, denn dieses hat keine Wirkung, weil der bewußte Hilfswille nicht tätig ist.
Nur die Liebe erlöset .... das soll euch immer wieder gesagt werden. Mit Liebe erreichet
ihr unvorstellbar viel, ihr könnet durch liebende Fürbitte so viel strahlendes Licht in die
Dunkelheit hineintragen, daß sich dort viele Seelen zusammenfinden und von dem
Lichtstrahl berührt werden, immer mit dem Erfolg, daß das Gefühl der Liebe auch in
ihnen erwacht und sich betätigen will. Liebende Fürbitte ist ein ungeheurer Kraftstrom,
der seine Wirkung niemals verfehlen wird. Schließet alle eure Lieben in diese Fürbitte
ein, rufet sie in Gedanken zu euch und sagt ihnen, daß ihr ihnen helfen wollet und daß
sie still und widerstandslos eure Hilfe annehmen sollen; belehret sie in Gedanken, daß
es auch für sie einen Aufstieg gibt, so sie sich der Kraft bedienen wollen, die ihr ihnen
durch Fürbitte zuwendet. Und weiset sie stets zu Jesus Christus hin ....
Einer nur kann
sie erlösen, und dieser Eine ist nur durch die Liebe zu gewinnen. Darum stellet ihnen
vor, daß sie mit der ihnen vermittelten Kraft wieder helfen sollen den Seelen, die gleichfalls in großer Not sind, daß dieses Liebeswirken an jenen Seelen sie immer näherführt
zu Jesus Christus, Der dann alle zu Sich zieht in größtem Erbarmen und sie einführt in
das Reich des Lichtes ....
Habt ihr einer Seele verholfen zur rechten Anwendung der
ihnen zugehenden Kraft, dann ist ihr Aufstieg gesichert, dann ist die Willensschwäche
und Kraftlosigkeit gewichen, und sie strebt eifrig zur Höhe und ziehet zahllose Seelen
mit sich hinauf, weil sie ihre Erkenntnis nun auch jenen vermittelt und also eine einzige
rechte Fürbitte ungeahnten Segen nach sich zieht ....
Ihr Menschen auf Erden, unterschätzet nicht die Kraft der Fürbitte, doch denket immer daran, daß sie aus liebendem
Herzen kommen muß, um wirklich kraftspendend zu sein ....
Und schließet alle eure
Lieben ein, denn sie benötigen alle noch Kraft und danken es euch ewiglich, so ihr ihre
noch schwache Kraft vermehret und ihrer in Liebe gedenket ....
Amen
B.D. 5162
empfangen am 1.7.1951
Zeitbestimmung des Endes
- Falsche Propheten ....
Das kommende Weltgericht zeitmäßig bestimmen zu wollen entspricht nicht Meinem Willen und Meiner Weisheit, die sehr wohl erkennt, daß ein Wissen um Zeit und
Stunde für euch Menschen unzuträglich ist, da es sowohl euer Denken als (auch, d. Hg.)
euer Handeln beeinflussen würde und deshalb von Mir geheimgehalten wird, trotz
Meiner ständigen Ankündigungen und Warnungen und Mahnungen. Ihr Menschen
müsset im freien Willen eure Lebensführung wandeln, wozu wohl immerwährende
Hinweise auf das nahe Ende gut sind, nicht aber das genaue Wissen um Zeit und
Stunde. Wohl ist das Ende, das Weltgericht, sehr nahe, und immer wieder gebe Ich euch
dies kund, dennoch werdet ihr alle überrascht sein, denn niemand wird es sicher erwarten und an das baldige Ende glauben. Wer aber Zeit und Stunde angeben zu können
glaubt, der ist nicht Mein Abgesandter, und seinen Worten glaubet nicht, wenngleich er
für Mich zu reden vorgibt, wenngleich er auch die Mitmenschen hinzuführen sucht
zum rechten Glauben an Mich. Dennoch ist diese Behauptung nicht von Meinem Geist
ihm vermittelt, sie ist nicht von Mir ausgehend, sie ist eigenes Gedankenerzeugnis, dessen er selbst sicher ist als Wahrheit und sie deshalb zu verbreiten sucht .... „Tag und
Stunde weiß niemand ....“ Gedenket dieser Worte, die Ich auf Erden zu Meinen Jüngern
sprach ....
Als Gott und Schöpfer der Unendlichkeit weiß Ich wohl seit Ewigkeit um diesen Tag und diese Stunde, doch Meine Weisheit hindert Mich, euch Menschen dieses
Wissen kundzutun. Denn es geht um den freien Willen des Menschen, der nicht angetastet werden darf, aber durch jede bestimmte Eröffnung des letzten Tages angetastet
wird ....
Der Tag ist wohl festgelegt seit Ewigkeit, ebenso festgelegt sind aber auch alle
Ereignisse zuvor, die beitragen sollen zur Willenswandlung des Menschen ohne Zwang.
Und so wird alles von Mir aus getan, was dem Menschen dienlich ist, in rechter Verfassung am letzten Tage Mein Gericht erwarten zu können ....
Doch so es von dem Menschen selbst nicht genützt wird, ist sein Los schon entschieden für endlos lange Zeit. Ein
Wissen um den Tag und die Stunde des Endes nun würde eine Zwangsänderung seines
Wesens zur Folge haben, das aber weder zum Eingang in das Lichtreich noch in das
Paradies der neuen Erde berechtigt, aber auch den Menschen nicht dem ewigen Verderben ausliefern würde .... weil Angst und Furcht seinen Willen bestimmt, nicht aber die
Liebe, die alleiniger Anlaß sein soll zur Willenswandlung. Die Liebe also wäre noch
gering, und das berechtigt nicht, von einer Wesenswandlung zu sprechen; der Wille
aber, das Rechte zu tun, müßte dem Wesen angerechnet werden; es wäre gewissermaßen das Wesen gehorsam, aber nicht aus Liebe, sondern aus Furcht ....
Am Ende aber
entscheidet die Liebe ....
Denn Ich will die Böcke von den Schafen trennen, Ich will eine
Reinigung herbeiführen, wodurch ein Erlösungsabschnitt beendet ist, bevor ein neuer
beginnt ....
Darum muß ein klarer Willensentscheid stattfinden, wozu die Menschen
reichlich Zeit und Gelegenheit haben und als Antrieb ihnen das nahe Ende angekündigt wird. Doch völlig ohne Zwang müssen sie sich entscheiden. Darum halte Ich Tag
und Stunde geheim, doch er wird kommen wie ein Dieb in der Nacht .... wenn niemand
ihn erwartet, wird er da sein, wenn die Menschen im Lebensgenuß ihre Befriedigung
finden, wenn sie jagen von einem Genuß in den anderen, wenn sie alles um sich her vergessen und fröhlich sind, wenn sie in vollster Lebensfreude sein werden ....
Dann wird
der Tag anbrechen, der allem ein Ende macht ....
Und dann wird sich herausstellen, wer
zu Mir hält oder zu Meinem Gegner, der Herr ist dieser Welt ....
Dann wird alles offenbar werden, Licht und Finsternis, Wahrheit und Lüge, Liebe und Haß .... dann wird keiner sich verbergen können oder sein wahres Wesen verhüllen ....
Dann wird jeder sich
so geben, wie er in Wirklichkeit ist, denn die Not um ihn reißt ihm die Maske vom
Gesicht, und dann wird einem jeden werden der gerechte Lohn ....
Licht oder Finsternis, himmlische Glückseligkeit oder ewige Verdammnis ....
Amen
B.D. 5163
empfangen am 2.u.3.7.1951
Bibel
- Geistwirken .... (nach Vortrag der Zeugen Jehovas)
Lasset nur das gelten als Wahrheit, was Ich euch von oben zugehen lasse. Was damit
nicht übereinstimmt, ist nicht Mein, sondern Meines Gegners Geistesprodukt, denn
Mein Wort wird immer das gleiche bleiben, und sein Sinn wird sich niemals widersprechen, wenn er richtig verstanden wird. Gerade die falsche Auslegung Meines Wortes ist
der Anlaß, daß Ich rein und unverfälscht es wieder zur Erde leite mit der Erklärung, wie
Ich Mein Wort verstanden haben will. Menschenverstand verwirrt sich oft und findet
sich in Meinem Wort nicht mehr zurecht, Menschenverstand ist aber wiederum von
sich eingenommen und glaubt sich selbst fähig dazu, Mein Wort richtig auszulegen,
und lässet dabei gänzlich außer acht, daß göttliche Worte nur mit göttlichem Geist
ergründet werden können und daß ohne göttlichen Geist der wahre Sinn nicht gefunden werden kann. Und darum muß vorerst Mein Geist im Menschen wirken können,
ehe dieser Meines Wortes Sinn erfaßt und er ihn seinen Mitmenschen übersetzen kann. Wie Ich stets zu den Menschen sprach, so spreche Ich auch heute noch mit ihnen und
immer nur die reine Wahrheit, weshalb sich Mein Wort auch niemals verändern kann.
Es sollte auch immer das gleiche Verständnis dafür vorhanden sein, doch das Denken
eines Menschen wird immer seinem Willen entsprechen, denn wie dieser gerichtet ist,
so ist auch die Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen; und da Mein Wort die ewige Wahrheit ist, so wird es immer mehr oder weniger richtig erkannt werden, je nachdem der
Wille des einzelnen beschaffen ist ....
So also entstehen oder entstanden Irrlehren als
Folge des freien Willens der Menschen, der sich auf die Erkenntniskraft auswirkt. Und
darum sind Menschen nicht zum Verbreiten Meines Wortes oder zur Lehrtätigkeit
befähigt, sowie der Wille eine falsche Richtung eingeschlagen hat, sowie er selbst nicht
erkennt, daß die Wahrheit allein nur gewonnen werden kann, wenn der Wille sich völlig dem Meinen unterstellt und also die Wahrheit nun sein unbestrittenes Eigentum ist.
Solange aber nicht der Wille entscheidet, sondern der Verstand, ist dem Irrtum Tür und
Tor geöffnet, denn der Verstand kann von dem beeinflußt werden, der wider die Wahrheit zu Felde zieht. Es gibt nur einen Weg zur Wahrheit, der unbedingt gegangen werden muß .... den Urheber der Wahrheit Selbst anzurufen um jene, und was nun dieser
dem Menschen zukommen läßt, ist die alleinige Wahrheit ....
Leicht verständlich und
glaubhaft sprechen die Worte aus der Höhe zu euch Menschen und werden auch von
denen ebenso angenommen, die gleichfalls guten Willens sind .... (3.7.1951) Denn sie
sprechen zum Herzen, und das Herz empfängt sie auch, während der Verstand sich
ungewöhnlich bemühen muß, wenn ihm das Herz nicht den Sinn der Worte erklärt.
Der geistige Sinn kann euch Menschen nur von Mir Selbst erklärt werden, und zwar
wieder nur durch den Geist ....
Das gleiche gilt auch für das Wissen, das ihr Menschen
aus dem Buche der Väter schöpfet. Auch dieses muß euch erst Mein Geist erklärt haben,
ehe ihr in den rechten Sinn der Worte eindringen könnet. Doch dazu bedarf es wahrlich keines Studiums, keines verstandesmäßigen Einsammelns von Geistesgut, wenn
auch letzteres Mein Wort genannt wird. Denn Mein Wort wird es erst, wenn Mein Geist
in euch wirksam geworden ist und dann der Geist des Wortes zu euch spricht, nicht nur
der Buchstabe. Und es wirket Mein Geist in jenem Menschen, der sein Herz völlig zur
Liebe gestaltet hat ....
Dieser erkennet klarstens auch den geistigen Sinn, der in jedem
Buchstaben verborgen ist. Mein Wort aber, das euch Menschen aus übergroßer Gnade
direkt aus der Höhe vermittelt wird, weil eine übergroße geistige Not außergewöhnliche Hilfe erforderlich macht .... dieses Wort ist Übermittlung und Erklärung
zugleich ....
Es gibt euch Menschen Aufschluß in allen Fragen, deren Antwort für euch
nötig ist, wollet ihr eure Seelen retten aus der Gefahr des Verderbens am jüngsten Tage.
Dieses Wort kann stets als Richtschnur genommen werden auch von denen, die verstandesmäßig in das Buch der Väter einzudringen suchen und über den Sinn Meiner
Worte noch im unklaren sind. Und wo die Ergebnisse sinngemäß abweichen von Meinem aus der Höhe vermittelten Wort, dort möget ihr ruhig verwerfen, was letzterem
nicht entspricht. Ich verwerfe darum jedoch nicht das Buch der Väter, das Mein Wort in
sich birgt, jedoch aus weisem Ermessen den Sinn der Buchstaben verhüllt, um so als
erstes die Menschen zum Erwecken des Geistesfunkens in sich zu veranlassen, der sie
dann sicher und wahrheitsgemäß und leicht verständlich belehren wird. Solange aber
der Geist noch unerweckt ist, wird auch der Mensch nicht voll in der Wahrheit stehen,
weil diese auszuteilen Ich Selbst Mir vorbehalte, sie jedoch keinem Menschen versage,
der Mich liebt und Meine Gebote hält .... der durch uneigennützige Nächstenliebe Mir
dieses beweiset und Mich dann innig um die Wahrheit, um Erhellung seines Geistes
angeht. Ihm wird alles verständlich sein, und weder Zweifel noch unwahre Gedanken
werden in ihm auftauchen, denn nun kann Mein Geist in ihm wirken, der Tröster, den
Ich euch verheißen habe, der euch in alle Wahrheit leitet und auch erinnern wird alles
dessen, was Ich euch gesagt habe ....
Amen
B.D. 5164
empfangen am 3.u.4.7.1951
Bibelforschung ....
Verstandeswissen .... (nach Vortrag der Zeugen Jehovas)
Nur das kann euch Menschen nützen, was ihr versteht, und Ich werde wahrlich nicht
von euch verlangen, ein euch unverständliches Wissen in euch aufzunehmen, weil solches nur euer Denken verwirrt, aber nicht eurer Seele zum Ausreifen verhilft. Wohl will
Ich euch in die Wahrheit leiten und euch also ein geistiges Wissen erschließen, doch
besser ist es, euch unwissend zu lassen, als euch verbildetes Geistesgut darzubieten oder
euch eine Kost vorzusetzen, die für euch unverdaulich ist aus dem Grunde, daß die Lehrer selbst nicht die rechte Kenntnis besitzen und sie daher keine Fähigkeit haben, ihre
Mitmenschen zu belehren. Die Kost, die sie anbieten, hat keine Nährkraft, sie ist vielmehr nur geeignet, den gesunden Hunger nach rechter Speise zu unterdrücken und die
Seelen zu belasten, ihnen also den Aufstieg zur Höhe zu erschweren. Es ist so wenig, was
ihr Menschen zu wissen brauchet, um selig zu werden, und was euch an göttlichen Lehren zugeführt werden soll. Mein Liebegebot ist die kurz zusammengefaßte Lehre, die
euch Meinen Willen kundgibt, und das Erfüllen Meines Liebegebotes wird euch dann
auch das Wissen eintragen, das euch zur Gewinnung des ewigen Lebens dienlich ist ....
Denn das rechte Wissen kommt als Folge eines Liebelebens, das rechte Wissen, das der
Wahrheit entspricht, ist die Auswirkung eines in Liebe geführten Lebenswandels. Und
darum braucht euch Menschen nur die Liebe gepredigt zu werden, und ihr empfanget
dann die rechte Kost, die eurer Seele taugliche Nahrung ist. Und diese Predigt könnet
ihr alle verstehen, sie erfordert nur euren Willen, das zu erfüllen, was Ich von euch ver-lange ....
Nur uneigennützige Liebe verlange Ich von euch, nicht aber, daß ihr euch verstandesmäßig an Wissen zu bereichern suchet, das nur richtig verständlich ist, so das
Herz liebefähig und liebewillig ist. Begreifet es, ihr Menschen, daß jegliches geistige Wissen erst rechtes Wissen wird
durch ein Liebeleben und daß es ohne ein solches keinen Wert hat vor Meinen Augen
und auch nicht für euch selbst. Darum, wenn ihr belehren wollet eure Mitmenschen,
dann stellet ihnen nur den Segen eines rechten Liebelebens vor, machet Mich ihnen
kenntlich als einen Gott der Liebe, der Weisheit und der Allmacht, auf daß sie Mich liebenlernen und aus der Liebe zu Mir auch Nächstenliebe üben ....
Und so ihr dieses
Werk vollbracht habt, die Menschen anzuregen zu ständigem Liebeswirken, dann seid
ihr wahrlich die besten Lehrmeister gewesen, dann habt ihr ihnen indirekt zum Wissen
verholfen, das ihnen als Auswirkung der Liebe nun zufließt, weil dann der Geist in
ihnen lebendig wird, der sie in die Wahrheit leitet, weil die Liebe ihnen Erhellung des
Geistes einträgt und dem Menschen nun leicht verständlich ist, was nur verstandesmäßig ihm nicht erklärt werden kann ....
Denn der Geist allein gibt dem Wissen das
Leben, der Geist allein belehret den Menschen recht .... (4.7.1951) Und so könnet ihr
euch getrost zu Meinen Schülern zählen, die ihr Mein Wort von Mir direkt empfanget
und die ihr dieses Mein Wort annehmet, so es euch von Meinen Empfängern dargeboten wird. Euch alle belehre Ich, denn Ich weiß es, wer sich Meiner Gabe gegenüber rich-tig einstellt, Ich weiß es, was jeder einzelne benötigt, und Ich weiß auch, wie sie der einzelne bewertet und verwertet. Und das allein ist ausschlaggebend, was er empfängt. So
Ich nun aber Meine Schüler bedenke nach Fähigkeit und Willen, es anzunehmen, so
könnet ihr daraus ersehen, daß ein Kopf voll Verstandeswissen keinen anderen Wert
hat als den, vor den Mitmenschen als wissend zu gelten. Denn so er dieses Verstandeswissen weitergibt, wird dadurch weder das Herz des Empfängers veredelt noch der
Seele geistige Nahrung zugeführt. Denn geistige Nahrung ist nur die, welche die Seele
kräftigt zum Aufstieg, geistige Nahrung ist das Wissen, das die Liebe zu Mir und zum
Nächsten aufleben lässet, und dazu gehöret wahrlich wenig, aber das rechte Wissen. So ihr nun aber glaubet, das Buch der Väter gründlichst erforschen zu müssen, lasset ihr
mehr euren Verstand als das Herz tätig werden, und es wird dann, was ihr an Erfolg
erzielet, weniger der Seele dienen als mehr weltliches Wissen sein, wenngleich es geistigen Ursprungs ist. Denn ihr suchet vielmehr weltliche Geschehen aufzuklären und
auch zeitmäßig anzugeben, als in Meinen Heilsplan von Ewigkeit einzudringen, der
jedoch nur eure geistige Gesundung bezweckt. Was ihr an Wissen aus dem Buch der
Väter schöpfet, ist für diese Gesundung wenig geeignet, ist doch immer nur die Liebe
das einzigste Gesundungsmittel, und diese kann auch ohne ein solches Wissen geübt
werden, und sie muß auch zuvor geübt werden, ehe der Mensch von rechtem Wissen,
von wahrheitsgemäßem geistigen Gedankengut reden kann. Zu loben ist wohl der
Eifer, mit dem sie Mir zu dienen glauben, doch nur dann ist dieser Eifer recht, wenn er
sich in der Liebe zum Nächsten äußert, weil nur dann die Wiedergeburt des Geistes
erzielt werden kann, die allein euch in alle Wahrheit versetzt ....
Alles, was für Mich
getan wird, erkenne Ich jedoch an als Liebe zu Mir, doch es ist diese Liebe erst dann
unter Beweis gestellt, so sie auch dem Nächsten gilt, und diese Lehre soll überall verbreitet werden als wichtigstes Evangelium, denn davon hängt jegliche Erkenntnis ab,
die Seelenreife und auch das ewige Leben .... nicht aber von seinem Wissen über
geschichtliche Vorgänge oder von der Auslegung Meines Wortes in nicht verständlichem Sinn ....
Nur die Erfüllung Meines Willens führt euch Menschen zum Ziel, und
Mein Wille ist und bleibt ein Leben in Liebe, ein Erfüllen Meines Gebotes der Gottesund der Nächstenliebe ....
Amen
B.D. 5165
empfangen am 5.u.6.7.1951
Kraft Gottes ....
Leben ....
Alles Leben ist die Auswirkung Meiner Kraft; in jedem Schöpfungswerk manifestiert
sich Meine Kraft. Der Gedanke an sich ist gleichfalls eine Kraftäußerung Meinerseits,
und also gibt es nichts, was nicht in Mir seinen Ursprung hat, wenngleich es lange nach
seinem Ausgang eine falsche Richtung eingeschlagen hat, als ursprünglich bestimmt
war. Denn es findet ein immerwährender Kreislauf der von Mir ausgehenden Kraft statt
zum Zwecke ständiger Vermehrung derselben und ständiger Erweckung zu neuem
Leben und also auch ständig neuer Schöpfungen ....
Also ist Mein Schöpferwille und
Meine Schöpferkraft unablässig tätig, um Leben zu erzeugen ....
Und ein Zurückhalten
Meiner Kraft würde ein völliges Erstarren des gesamten Universums bedeuten, was
jedoch niemals möglich ist, weil Meine Kraft sich nicht aufbrauchen und nicht vergehen kann, wie Ich Selbst nicht vergehe als Urquell der von Mir ausgehenden Kraft. Ich
war, Ich bin, und Ich bleibe immer und ewig Derselbe, und ebenso bleibt das von Mir
Erschaffene immer und ewig, nur in Sichstets-verändernder-Form, weil Meine Kraft
keinen Stillstand duldet und jede Kraftzufuhr aufbauend wirken muß und dies in stets
vollkommeneren Schöpfungen zum Ausdruck kommt. Und Meine Kraft findet überall
Zugang, und nichts könnte bestehen, so es von Meiner Kraft nicht berührt würde.
Meine Liebe und Meine Weisheit lenket die Kraft nach Bedarf, und Mein Wille
bestimmt zur Annahme derselben und nichts kann sich Meinem Willen widersetzen ....
Doch Meine Liebe und Weisheit erschuf sich auch etwas Wesenhaftes, im Verlangen,
auch diesem das Glück und die Seligkeit der Kraftverwendung, des Erschaffens, zu
bereiten, ihm eine Aufgabe zu erteilen und es durch Erfüllenkönnen jener Aufgabe
überselig zu machen ....
Und es mußte dieses Wesenhafte ein Abbild sein von Mir, in
gleicher Vollkommenheit stehend, mit göttlichen Fähigkeiten ausgestattet, das Ich
unbegrenzt mit Kraft versehen wollte, auf daß es gleich Mir schöpferisch und gestaltend tätig sein konnte ....
Dieses Wesenhafte also war gleichfalls Produkt Meiner Kraft und Meines Liebe-Willen. Es wurde aus Meiner Kraft ins Leben gerufen und konnte sich völlig frei entfalten,
weil ständig Kraft ihm zuströmte und es auch den freien Willen hatte, diese Kraft zu
verwerten ....
Es wurde Kraftempfänger, das aber auch Kraft ausstrahlen konnte, wie
dies seine Bestimmung war. Übergroße Seligkeit empfand das erstgeschaffene Wesen,
und übergroße Seligkeit konnte es wieder bereiten, indem es gleichfalls Wesen das
Leben gab zu freiem selbständigen Sein. Meine Kraft strömte unaufhaltsam dem ersten
Wesen zu und durch dieses auch den unzähligen Wesenheiten, die aus dem Willen dessen unter Nützung Meiner Kraft hervorgegangen waren ....
Dies war der Anfang dessen,
was außer Mir ist, wenngleich es ewig nicht von Mir getrennt zu denken ist ....
Denn
Meine Kraft und alles, was aus ihr ist, bleibt ewig Mein Anteil und kann sich ewig nicht
mehr von Mir lösen ....
Das Wesen aber, das Meine Kraft unmittelbar aus Mir bezog, fühlte sich im Vollbesitz Meiner Kraft, weil es unentwegt neue Wesen erschuf, ohne daß seine Kraft
geschmälert wurde. Es wurde in seinem Denken, Wollen und Handeln in keiner Weise
von Mir beeinflußt, denn als vollkommenes Wesen, als Mein Ebenbild, mußte es auch
völlig frei sein und sich unabhängig fühlen. Doch ebenso mußte seine Liebe den höchsten Grad aufweisen können zu Mir, aus Dem es hervorgegangen war. Diese aber war
stärker zu sich selbst ....
Er gab sich selbst den ersten Platz in seinen Gedanken,
obgleich ihm die Erkenntnis nicht mangelte auf Grund seiner Vollkommenheit, die
auch Erkennen der Wahrheit einschließt. Er überhob sich und fiel .... (6.7.1951) Die
Kraft, die von Mir ihren Ausgang nahm, entfernte sich endlos weit von Mir und braucht
nun einen ebenso endlosen Weg, um wieder zu Mir zurückzugelangen. Die Rückkehr der Kraft zu ihrem Ausgang aber ist ein Gesetz, das ewig nicht umgestoßen werden
kann, soll sie ihre Wirksamkeit behalten, denn nur im Zusammenschluß mit der
Urkraft ist sie vollwirksam. Also muß der Kreislauf des Ausstrahlens und Zurückleitens
stattfinden, was aber auch ständige Kraftvermehrung bedeutet, weil die Aufnahmegefäße göttlicher Kraft in Tätigkeit geraten müssen, sowie sie von ihr berührt werden.
Das zutiefst gefallene Wesenhafte ist wohl noch Kraftträger, doch mit nur schwacher
Wirksamkeit. Doch kann es nicht ganz untätig bleiben, weil Meine ständige Kraftausstrahlung bis in die Tiefen dringt und dort Gegenwirkung erzielt und jeglicher Widerstand Kraft erzeugt ....
Diese Krafterzeugung bedeutet wieder Erstehen neuen Lebens ....
Erstehen irgendwelcher Schöpfungen, die wieder eine Tätigkeit verrichten zwecks Kraftvermehrung ....
So also ist der höchste Lichtträger, das als Mein Ebenbild erschaffene erste Wesen, durch
den Fall in die Tiefe ungewollt Anlaß geworden zum Erschaffen unzähliger Schöpfungswerke, in denen sich Meine Kraft manifestierte und so ein ungeheures Leben im
Universum schuf, weil die Kraft niemals untätig sein kann und immer wieder dem
Urquell zuströmt, sich stets vermehrt und niemals abbauen kann. Daß und warum
unzählige Wesenheiten an dieser Kraftvermehrung beteiligt sind und als vom gefallenen Urgeist mit herabgezogenes Geistiges unweigerlich zurückkehren muß zu seinem
Ausgang, bedarf keiner weiteren Erklärung, als daß Meine Liebe zu dem, was von Mir
hervorgegangen ist, unveränderlich ist und daß diese Liebe nicht geringer wird, auch
wenn die Erzeugnisse Meiner Kraft endlos weit von Mir entfernt sind .... daß aber Mein
Liebewille nicht eher ruht, bis es wieder in Meiner Nähe weilt und in Seligkeit mit Mir
wirken und schaffen kann, wie es seine Bestimmung ist ....
Amen
B.D. 5166
empfangen am 7.7.1951
Gott-gewollter Verkehr mit der Geistwelt ....
Eine Unzahl geistiger Wesen umlagert die Erde und hält sich in der Nähe der Menschen auf, die ihnen irgendwie verbunden sind durch gleiche Geistesreife, gleiche
Gesinnung oder Bindungen im Erdenleben. Sie alle spüren, daß sich Großes vorbereitet, sie wissen, daß der Erde und ihren Bewohnern etwas bevorsteht; doch nur hochentwickelte Geistwesen kennen den ewigen Heilsplan Gottes und also auch den Verlauf der
kommenden Zeit. Eine überaus emsige Tätigkeit herrscht in der Geistwelt, die im Auftrag Gottes den Erdenmenschen zu Hilfe kommen will, ihren Reifegrad noch möglichst
zu erhöhen, bevor der Tag anbricht, der ihr Leben beendet. Die unwissenden Seelen im
geistigen Reich spüren gleichfalls eine allgemeine Bedrohung für die Erdenmenschen
und halten sich instinktiv in der Nähe derer auf, denen sie nahestanden. Sie können
sich selbst keinen Aufschluß geben, worüber sie beunruhigt sind, und sind doch in
Sorge um die Menschen, besonders, so diese ihnen in Liebe verbunden waren. Es
besteht jedoch ein Gesetz, demzufolge es keine Aufklärung gibt, solange ein Mensch
ohne Liebe und Glaube ist ....
Denn solange ist die Seele des Menschen unfähig, die
Wahrheit zu erkennen und anzunehmen. Das gleiche gilt auch für die Seelen im geistigen Reich, die noch unvollkommen die Erde verlassen haben. Ihnen fehlt jegliches Verständnis für die ewige Wahrheit, und also auch ist ihnen der Heilsplan Gottes unbegreiflich, es ist gewissermaßen ein Denkmanko zu verzeichnen, sie fassen nicht, was an
höheren Wahrheiten ihnen geboten wird, bis sie in sich selbst die Liebe erweckt haben
und dadurch ein gewisses Verständnis erlangen. Und so kann diesen Seelen vorerst
keine Aufklärung gegeben werden im geistigen Reich über den Grund ihrer Unruhe
und Besorgnis. Sie möchten sich aber den Menschen kundgeben und versuchen in
jeder Weise, die Gedanken der Menschen auf sich zu lenken, im Glauben, mit ihnen
reden zu können und verstanden zu werden. Es ist für diese Seelen eine große Enttäuschung, wenn sie nicht angehört werden, wie sie glauben, und doch geben sie ihre
Bemühungen nicht auf, sich verständlich zu machen. Es ist eine gewisse Art von Liebe
um ihre Zurückgebliebenen, und diese Liebe wird ihnen von Gott angerechnet und
ihnen eine Möglichkeit gegeben, sie zum Ausdruck zu bringen. Wo immer sich Menschen auf Erden zusammenfinden im Gedenken an Verstorbene, um ihnen zu helfen,
kann ein Gott-gewollter Verkehr von der Erde zur Geistwelt hergestellt werden. Doch
stets muß helfenwollende Liebe der Anlaß sein, die dann auch Segen stiften wird auf
Erden sowohl als auch im geistigen Reich. Und nun ist wieder der Reifegrad jener Menschen ausschlaggebend, welche Seelen im geistigen Reich zugelassen werden, um sich
äußern zu können. Von unzähligen Seelen sind die Menschen umgeben, und eine jede
möchte sich kundtun, doch nicht jeder Seele ist es gestattet, aber alle dürfen zuhören,
und sie werden es verstehen, was zur Sprache kommt. Ein geistiger Schutzwall umgibt
geistig strebende Menschen, wie aber auch die jenseitigen Führer der noch unwissenden Seelen bemüht sind, diese in einen höheren Erkenntnisgrad zu bringen, indem Liebeworte stets von ihnen vernommen und verstanden werden und sie zum Denken
anregen über ihren eigenen Zustand und Liebegrad. Es können daher die Menschen
auf Erden auch über den Tod hinaus einwirken auf diese Seelen, wenn die Verbindung
mit der Geistwelt hergestellt ist auf einer Gott-gefälligen Grundlage .... zu geben und zu
empfangen, was immer nur der Seele dienlich ist ....
Geistig Strebenden ist daher stets
der Kontakt mit der jenseitigen Welt gestattet, nur sollen sich die Menschen immer
Rechenschaft geben über den Beweggrund, der sie eine solche Verbindung herstellen
lässet. Für die jenseitigen Seelen ist es eine Erleichterung, eine Entlastung ihrer Sorge
um die Menschen, wenn sie diese aufmerksam machen können auf das, was ihnen
droht, wofür sie ein feines Empfinden, jedoch nicht die rechte Erklärung haben. Und sie
werden sich stets in der Nähe der Gefährdeten aufhalten und ihnen helfen wollen. Und
dieser Hilfswille wird von Gott gewertet und mit Gegenhilfe gelohnt ....
Amen
B.D. 5167
empfangen am 8.7.1951
Erkennen der Wahrheit und Verwerten in Liebe ....
Nicht das Wissen des Menschen macht seine Seligkeit aus, sondern das Verwerten
des Wissens, weil dazu Liebe nötig ist und die Liebe allein beseligend wirkt. Und so
kann der Mensch wohl ein Wissen besitzen, ohne in der Liebe zu leben. Dann aber ist es
nur ein pures Verstandeswissen, gewonnen durch Studium, durch eifriges Nachdenken
über Probleme, die wohl in geistiges Gebiet ragen, aber erst dann Geisteswissen
genannt werden kann, wenn der Mensch durch ein Liebeleben vom Geist in sich darüber belehrt worden ist. Ein umfangreiches Wissen aufgenommen zu haben garantiert
noch nicht den Besitz desselben, denn was durch Verstandestätigkeit gewonnen wurde,
ist ebenso vergänglich wie jegliches irdische Wissen, selbst wenn es geistigen Inhalts ist.
Es ist ein totes Wissen, das schon auf Erden keine belebende Wirkung hat und im Jenseits gänzlich verlorengeht. Erst die Liebe erwecket den Buchstaben zum Leben, erst die
Liebe gibt Verständnis für geistiges Wissen, und erst die Liebe läßt dieses Wissen
beglückend sein ....
Die Liebe aber gibt ständig ab, was sie selbst beglückt, um auch den
Mitmenschen zu beglücken. Das Wissen wird aber wieder erst dann beglücken, so es
mit liebendem Herzen empfangen wird ....
Daraus ersehet ihr Menschen, daß immer nur die Liebe den Wissensgrad bestimmt,
in dem die Menschen stehen, denn wenngleich einem liebenden Menschen das Wissen
noch mangelt, wird er aber sofort Verständnis dafür haben, so es ihm unterbreitet wird.
Die Liebe erkennt die Wahrheit, und die Liebe verwertet sie auch ....
Wer die rechte
Wahrheit hat, kann nicht anders als sie weiterleiten, weil ihn die Liebe dazu treibt, er
aber auch in der Liebe stehen muß, um sie als Wahrheit erkannt zu haben. Dennoch
kann der Mensch auch für ein Wissen eintreten, das nicht der Wahrheit entspricht, dann
aber soll er sich selbst schonungslos Antwort geben auf die Frage: In welchem Grade
bin ich liebewillig? ....
Und diese Antwort ist auch der Gradmesser für die Wahrheit dessen, was er vertritt. Ein liebetätiger Mensch ist voller Eifer, Gott zu dienen, weil er Ihn
erkannt hat als Vater und Schöpfer von Ewigkeit, als das vollkommenste Wesen, von
Dem er sich geliebt weiß. Und darum wird er Ihm dienen mit ganzem Herzen und ganzer Seele, auch wenn es nicht nach außen erkenntlich ist. Aber eines wird er nicht versäumen, die Mitmenschen hinzuweisen auf Ihn und sie zum Glauben an Ihn zu bewegen suchen ....
Denn wer selbst glaubt, will auch den Mitmenschen dazu bringen, sich
dem Vater als Kind hinzugeben. Und darum wird er stets, was er selbst weiß, dem Mitmenschen zuleiten. Dieses Wissen ist volle Wahrheit und steigert sich mit zunehmender Liebetätigkeit. Verstandeswissen dagegen wird berufsmäßig weitergegeben, und
dies ist zumeist mit irdischen Interessen verbunden. Die Liebe gibt, ohne Entgelt zu fordern, wer aber solches fordert, steht nicht in der Liebe, sondern nur im Beruf ....
Er
schlägt aus seinem Verstandeswissen Nutzen und setzt die Liebe erst an zweite Stelle.
Und dieses Wissen wird nicht viel Segen stiften, es regt nur wieder zur Verstandestätigkeit an, das Herz aber bleibt unberührt und lernt nicht die Seligkeit des Empfangens der
Wahrheit kennen. Denn das Wissen kann die Wahrheit sein, wird aber ohne Liebe nicht
als solche erkannt. Darum pfleget als erstes die Liebe, und was euch dann an Wissen
geboten wird, das teilet in Liebe wieder aus ....
Dann erst vermehrt sich euer Wissen und
bleibt euer geistiges Eigentum, das unvergänglich ist und euch im jenseitigen Reich zu
beglückender Tätigkeit befähigt und wieder Seligkeit bereitet.
Amen
B.D. 5168
empfangen am 10.7.1951
Gebet um Gnade und Kraft, um Erhellung des Geistes ....
Eure Bitte sei und bleibe stets:„Vater, erfülle uns mit Deinem Geist, mit Deiner Kraft
und Deiner Gnade ....“ Mit dieser Bitte bezeuget ihr geistige Armut, daß ihr eure
Schwäche eingestehet und Mich bittet um Liebezuwendung, um Kraft und Gnade und
um Erhellung durch den Geist. Und Ich werde euch erhören, denn jegliches Gebet, das
eure geistige Versorgung betrifft, höre und erhöre Ich und verhelfe euch zur Höhe.
Sowie ihr um das Wohl eurer Seele besorgt seid, habet ihr auch den Sinn und Zweck des
Erdenlebens erfaßt, und dann ist es für Mich leicht, euch zu geben, was ihr verlanget,
ohne euren freien Willen zu gefährden. Dann seid ihr euch des noch unvollkommenen
Zustandes bewußt und suchet ihn zu beheben aus freiem Willen. Ihr kommet zu Mir,
daß Ich euch helfe, und es wird euch wahrlich geholfen werden, denn Mein Herz freuet
sich ob eures Verlangens nach Mir, und Ich kann euch bedenken wie Kindlein, die in
ihrer Schwäche und Unwissenheit betreut und belehrt werden müssen, auf daß sie
wachsen und gedeihen und auf rechten Wegen wandeln .... auf daß sie den Weg betreten, der zu Mir führt, zur Höhe, zum Licht. Kraft, Gnade und Erhellung des Geistes .... so ihr dieses erbittet, besitzet ihr alles ....
Meine Liebe und Erbarmung und völlige Klarheit über eure Erdenaufgabe und ihre Lösung. Ihr tretet in den Zustand des Erkennens
ein und gehet dann sehend einher, wo ihr zuvor noch blind waret und darum auch noch
unselig. So euch Mein Kraftstrom berührt, fühlet ihr auch Meine Liebe zu euch, die
euch mächtig anzieht. Ich liebe euch, wenngleich ihr noch unvollkommen seid, und
leite euch daher unentwegt Meine Gnade zu, um euch vollkommen werden zu lassen, so
ihr diese Gnade nützet. Und ihr werdet es tun, weil ihr Mich auch um Erhellung des Geistes angeht und darum klarstens erkennet, was euch mangelt, wie ihr leben sollet und
welchen Weg ihr gehen müsset, um selig zu werden. Alles erreichet ihr, so ihr Mich bittet um Kraft und Gnade, um Erhellung durch den Geist. Denn dann ist euer Herz schon
aufgeschlossen für den Liebekraftstrom, Mein Geist kann in euch tätig sein, denn ihr
hindert ihn nicht mehr daran, weil ihr selbst euch öffnet für Meinen Gnaden- und Liebestrom und dieser unweigerlich wirksam wird in einem willigen, Mir zugewandten
Erdenkind. Ich liebe euch wahrlich mächtig, und doch muß erst Meine Gnade euch
ergreifen, weil ihr ob eures unvollkommenen Zustandes nicht würdig seid, Liebesbeweise von Mir entgegenzunehmen, und Ich daher Gnade für Recht ergehen lassen
muß. Ich muß euch zu Mir ziehen, da ihr von selbst nicht kommet, doch ihr selbst könnet entscheiden, ob ihr Meine Gnade annehmet ....
Ich zwinge euch nicht, Mir zu folgen,
aber Meine Gnade wirket gar mächtig auf den, der keinen Widerstand leistet. Und jede
Bitte um Gnade ist Aufgeben des Widerstandes ....
Das bedenket, daß Ich dann euch
reichlich überschütten kann, so ihr durch euer Gebet den Willen bezeuget, die Gnaden
von Mir anzunehmen und zu verwerten ....
Rufet zu Mir um Kraft und Gnade und Ausgießung des Geistes über euch ....
Dann ist wahre Demut in euch, denn ihr fühlet es, daß
ihr dieser Zuwendungen bedürfet. Und dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade ....
Er rufet Mich an und ist in seiner Demut Mir schon erheblich nähergekommen, weil er
das Kindesverhältnis hergestellt hat, das Liebe zu Mir und Demut Mir gegenüber in sich
schließt und den Menschen so gestaltet, daß Ich ihn reichlich bedenken kann mit Meiner Gnade und Meiner Kraft und Meinem Geist .... der nun tätig wird in ihm und ihn in
alle Wahrheit leitet ....
Amen
B.D. 5169
empfangen am 12.7.1951
Öffentliches Bekennen ....
Lebendiger Glaube ....
Wer Mich nur mit dem Munde bekennet, der wird nicht standhaft bleiben, so es ein
Bekennen Meiner Selbst vor der Welt gilt, denn er gehört nicht zu denen, die innerlich
fest überzeugt sind von Mir und Meiner Lehre. Und es werden viele sein, die nicht
standhalten, weil sie bisher nur oberflächlich sich befaßten mit der Wahrheit, mit geistigem Gedankengut, das von Mir zeuget. Es sind nur Redensarten, die sie leichthin
gebrauchen, wenn sie zu religiösen Ansichten bewogen werden, doch so sie ernst dazu
Stellung nehmen sollen, versagen sie, weil ihnen jegliche Erkenntnis mangelt, weil ihr
Glaube nur ein Formglaube und ihr Leben auf Erden, so es gut scheint, eben nur ein
Scheinleben ist. Sie haben den göttlichen Funken in sich noch nicht erweckt, er ist verschüttet und kann sich darum nicht zur Geltung bringen, und es bedeutet dies Unwissenheit, geistige Blindheit und also auch Kraftlosigkeit, wenn Kraft erfordert wird. Die
Menschen wissen es nicht, in welcher geistigen Not sie sich befinden, weil sie keine
Kraft zum Widerstand haben, so dieser von ihnen gefordert wird, so es um das öffentliche Bekennen zu Mir und Meiner Lehre geht, weil sie nicht überzeugt sind davon. Und
sie könnten sich diese Überzeugung so leicht verschaffen, so sie nur willens wären, darüber Kenntnis zu erlangen, worin Mein Wille besteht und wie er zu erfüllen ist. Denn
von der Erfüllung Meines Willens hängt auch der Glaube ab, die innere Überzeugung,
die dann der Mensch fest vertreten kann und wird. Wer recht lebt, also Meinem Willen
gemäß, der steht auch im Erkennen der Wahrheit, und sein Glaube ist ein lebendiger,
und einen solchen Glauben wird er vor der Welt bekennen ohne Scheu, ein solcher
Glaube kann ihm nicht genommen werden, er sitzt tief und hält jeder Bedrohung von
außen stand. Zur Zeit gibt es unzählige Menschen, die sich gläubig nennen und doch keiner Glaubensprobe standhalten würden, es gibt unzählige Menschen, die sich noch nicht die
Mühe gaben, ernsthaft über das nachzudenken, was zu glauben sie vorgeben, die jeder
religiösen Aussprache aus dem Wege gehen, weil sie nichts wissen und ihr mangelndes
Wissen nicht eingestehen wollen; es gibt unzählige Menschen, die, so sie ernstlich nachdenken würden, alles als unhaltbar verwerfen würden, weil der Verstand damit nicht
fertig wird und weil das Herz nicht beteiligt ist in Form von Liebewirken, dem einzigen
Mittel, unverständlich Scheinendes zu verstehen ....
Doch alle geben sich als gläubig aus
ihren Mitmenschen gegenüber, bis sie zu einer Entscheidung gedrängt werden .... sich
öffentlich dafür oder dagegen zu äußern, bis sie zu einem Glaubensentscheid gezwungen werden ....
Dann werden viele verwerfen, woran sie bisher festhielten, ohne nachzudenken, ob es Unrecht ist, was sie tun. Andere werden nachdenken und zu falschen
Ergebnissen kommen, weil sie verstandesmäßig ergründen zu können glauben, wozu
Wirken des Geistes erforderlich ist. Und nur wenige werden den Mut haben, sich offen
zu bekennen für Mich und Meine Lehre; und diese wenigen haben die Erkenntnis
gewonnen durch ihren Geist, der in ihnen wirksam werden konnte als Folge eines rechten Liebelebens. Diese stehen fest im Glauben an Mich und bekennen mutig und ohne
Furcht Meinen Namen, denn ihr Glaube ist ein lebendiger geworden durch die Liebe,
und sie sind im Besitz von Kraft jedem Ansturm gegenüber. Sie werden Mir treu bleiben bis zum Ende, denn wer Mich bekennet vor der Welt, der wird ständig Kraft beziehen von Mir, und ihm wird werden, was er glaubt .... ein ewiges Leben in Seligkeit ....
Amen
B.D. 5170
empfangen am 14.7.1951
Entwicklungsperioden
- Zeitdauer ....
Materie und Einfluß ....
Der Erlösungsplan des gefallenen Geistigen wickelt sich ab immer in bestimmten
Zeiträumen, die dem jeweiligen Zustand des Geistigen entsprechen. Und darum sind
die einzelnen Erlösungsperioden verschieden, sowohl zeitmäßig als auch in ihren
Bedingungen und Ausreifungsmöglichkeiten. Es gibt längere und kürzere Erlösungsabschnitte sowie auch ganz verschiedene Schöpfungen in diesen, die eine mehr oder
weniger harte Fessel bedeuten für das darin gebundene Geistige. Und daraus folgert
sich, daß auch an die Menschen in solchen einzelnen Erlösungsabschnitten verschiedene Anforderungen gestellt werden, auf daß sie ihre seelische Reife erlangen. Es wäre
gewissermaßen eine Abstufung zu erkennen, so die einzelnen Entwicklungsperioden
miteinander verglichen werden könnten .... und es wäre zu ersehen, daß sich die Schöpfungen immer dem Reifezustand der Menschen, d.h. ihrem Willen, anpassen, daß also
Menschen ohne den harten Widerstand gegen Gott auch in einer Welt leben, die leichtere Auflösung der materiellen Form erkennen lässet, und darum auch kürzere Zeit zu
einem Entwicklungsgang nötig ist. Und zwar wird das stets dann der Fall sein, wenn
eine Totalauflösung der irdischen Schöpfung vorangegangen ist und das ihr entwichene Geistige wieder in eine neue Form gebracht werden soll. Dann strebt dieses
Geistige, als in einer ihm zuträglichen Umgebung lebend, weit eifriger zur Höhe, wenn
auch ihm selbst noch unbewußt. Aber nach einer solchen totalen Auflösung ist auch das
Menschengeschlecht auf der Erde noch friedlicher, mit Gott verbundener, das das noch
gebundene Geistige wohltätig beeinflußt und ihm auch zur Höhe verhilft. Die harte
Materie ist zwar noch von tief gefallenem Geistigen belebt, und dieses Geistige wird seinen Einfluß immer noch geltend machen wollen, besonders dann, wenn auch diese
Erlösungsperiode sich wieder dem Ende zuneigt. Doch eine jede Epoche ist ein Aufstieg aus der Tiefe zur Höhe, jede Epoche weiset Geistiges auf, das Gott keinen Widerstand mehr leistet oder ihn sehr bald aufgibt, aber auch solches, das im Widerstand
gegen Gott verharrt, das zum Aufenthalt die harte Materie hat und immer wieder auf
das reifere Geistige ungünstig einwirken will und wird. Je länger sich nun die Menschen
diesem Einfluß entziehen, desto länger werden auch die Entwicklungsperioden sein,
weil ein Abschluß erst dann wieder eintritt, wenn diese in der festen Materie gebundenen Wesen sich nach endlos langer Wandlung wieder als Mensch verkörpern dürfen.
Denn diese Wesen bestimmen nun die Zeit des Endes oder der Auflösung der Schöpfung, die sie bewohnen ....
Ein Gott-Zuwenden sichert auch ein langes Bestehen, ein
Abwenden von Ihm ist erneuter Widerstand und bedingt zuletzt wieder das Vernichten
dessen, was den Zweck nicht erfüllt .... ein Auflösen der Erde und ein Neubilden geistiger Formen. Denn laut Gesetz von Ewigkeit muß alles zur Höhe streben, und was versagt, wird so tief sinken, daß es wieder in den Aufwärtsentwicklungsprozeß eingegliedert werden kann, auf daß sich das Gesetz von Ewigkeit erfülle .... ständige Aufwärtsentwicklung dessen, was gefallen ist, bis es die einstige Höhe wieder erreicht hat ....
Amen
B.D. 5171
empfangen am 15.7.1951
Gottes Segen, d.h. Hilfe, in jeder geistigen Arbeit ....
Die geistige Arbeit, die Arbeit für Mich und Mein Reich, ist so überaus bedeutungsvoll in dieser Zeit, weil euch nicht mehr viel Zeit bleibt zum Wirken für Mich. Und
darum segne Ich jede Tätigkeit, die dieser Arbeit gilt, sei es die Zuleitung Meines Wortes an die Mitmenschen oder auch das bewußte Hinweisen dieser auf das Ende, seien es
Ermahnungen oder Warnungen oder auch gute Gedanken, die den in Not befindlichen
Seelen gelten auf Erden oder auch im Jenseits. Alles was getan wird, um Seelen aus dieser Not zu befreien, findet Meine Zustimmung und also auch Meinen Segen. Denn
gewertet wird der Hilfswille, der euch Menschen veranlaßt zur Arbeit für Mein Reich,
zu erlösender Tätigkeit. Und Ich werde euch unterstützen in jeder Weise, daß eure
Arbeit von Erfolg sei ....
Ich werde nicht, wie Menschen es tun, eure Arbeit mißachten
oder geringschätzen, Ich werde stets helfend euch zur Seite stehen und geradebiegen,
was ihr aus Unwissenheit krumm gebogen habt .... also niemals zulassen, daß die von
euch belehrt Werdenden falsch unterrichtet werden oder die, die sich von euch Rettung
erhoffen, enttäuscht werden. Denn auch Ich helfe mit und freue Mich über jede Seele,
die Ich zurückgewinne, auf Erden sowohl als auch im Jenseits. Denn ihr, Meine Eingeweihten, wisset, daß auch nach dem Tode die Seele nachholen kann, was sie auf Erden
versäumt hat, daß ihr aber im Jenseits geholfen werden muß, wenn sie unvollkommen
von der Erde scheidet. Und darum segne Ich jedes Bemühen, das auch diesen Seelen
gilt, und segnen heißt helfen, daß jegliche Arbeit von Erfolg ist. Seid eifrig tätig, denn
die Zeit drängt dem Ende entgegen, und Ich brauche Arbeiter, welche die vielen Äcker
bestellen sollen, die noch brachliegen, Ich brauche viele Arbeiter für Meinen Weinberg,
die auf die Herzen der Menschen einwirken sollen, damit Ich Selbst die weitere Arbeit
an ihnen vollbringen kann .... sie mit Meinem Wort zu bedenken, um Mich Selbst ihnen
erkenntlich zu machen. Ich brauche euch, die ihr Mir dienen wollet, die ihr ein Wissen
besitzet, das ihr auch denen vermitteln könnet, die noch völlig unwissend sind. Ich
führe euch denen zu, die eure Hilfe benötigen, und ebne euch alle Wege, auf daß ihr
ungehindert arbeiten könnet für Mich. Ich will aber auch, daß ihr eifrig bleibet, daß ihr
nicht lau werdet und die große Not vergesset, die Mich veranlaßt, Mich eurer zu bedienen ....
Stets sollet ihr dieser Not gedenken und emsig tätig sein ....
Dann wird die Arbeit
in Meinem Weinberg nicht vergeblich sein, dann werdet ihr die Seelen erlösen, bevor
das Ende kommt, und diese Seelen werden es euch danken ewiglich, daß ihr euch ihrer
angenommen habt ....
Amen
B.D. 5172
empfangen am 17.7.1951
Erdenleben
- Scheinleben ....
Das irdische Leben ist nur ein Scheindasein. Sobald ihr Menschen zu dieser Erkenntnis kommt, seid ihr auf der Stufe angelangt, wo es zur Höhe geht. Ihr lebet dann bewußt,
ihr arbeitet dann auf das Leben hin, das wirkliches Sein ist, das erst beginnt, so euer
Körper, die materielle Hülle eurer Seele, abfällt und die Seele sich nun frei erheben kann
in das geistige Reich. Alles, was auf Erden vor euren Augen ersteht, alles, was euch
ersichtlich ist, ist nur für kurze Zeit geformte geistige Substanz, die als Materie ihren
Zweck auf Erden erfüllen soll, geistiges Ausreifen zu ermöglichen. Und das irdische
Leben selbst ist auch nur eine rein körperliche Funktion, solange die Seele in euch noch
ohne jegliche Erkenntnis ist, was sie war, ist und sein soll ....
Gewinnt die Seele diese
Erkenntnis nicht im Erdenleben, dann glaubt sie wohl desto mehr an die Realität des
Lebens, sie hält das irdische Leben für allein bedeutungsvoll und trachtet daher danach,
recht lange und gut auf Erden zu leben; und erst mit dem Moment des Erkennens läßt
dieses Verlangen nach, weil dann das eigentliche Leben ihr zum Bewußtsein kommt
und das Erdenleben im selben Maß verblaßt, wie das eigentliche Leben an Wert
gewinnt. Dann erst kann sie Schein und Wirklichkeit unterscheiden, dann erst lebt sie
bewußt ....
Es ist ihr das Leben gegeben worden, auf daß sie in einem Scheindasein ihren Willen
beweisen kann, auf daß sie sich betätigen kann in einem gewissen Kraftstadium, wo sie
die Lebenskraft nützen kann, in einer Gott-gefälligen Weise, und dadurch sich ein
Anrecht erwirbt, im wirklichen Leben Kraft in Fülle zu empfangen und sie zu verwerten in Gott-gewolltem Sinn. Sie muß also zuvor ein Probeleben ablegen, um sich als
geeignet zu erweisen für einen ungemessenen Kraftempfang. Denn das Verwerten dieser Kraft ist erst das eigentliche Leben, wo die Seele schöpferisch tätig sein kann und
auch in umfangreichem Maße erlösend wirkt. Durch das Versagen im Probeleben,
durch das Falschnützen der ihr zur Verfügung stehenden Lebenskraft, verscherzt sie
sich die Kraftzufuhr im eigentlichen Leben, die sie dann gleichfalls verkehrt nützen
würde, so sie ihr bedingungslos zuströmte. Sie muß einen gewissen Reifegrad erreicht
haben im Erdenleben, der sie nun als Kraftempfänger und Verwerter im geistigen Reich
tauglich macht. Und dazu ist ihr das Erdendasein gegeben worden. Doch zumeist wird
dieses als Selbstzweck angesehen, nicht als Mittel zum Zweck und dann auch falsch
genützet .... es wird betrachtet als einzig-begehrenswert, wenngleich es jedem Menschen bekannt ist, daß er selbst sich dieses Leben nicht um einen Tag verlängern kann,
wenn seine Stunde gekommen ist. Und gerade das müßte ihn die Wertlosigkeit und die
Vergänglichkeit dessen erkennen lassen, was ihm überaus wichtig erscheint. Er müßte
als kluger Mensch für das „Nachher“ sorgen und sich nicht begnügen mit Dingen, die
dem Vergänglichkeitsgesetz unterworfen sind. Das irdische Leben ist nur ein Scheinleben, etwas Geliehenes, das in jeder Stunde wieder genommen werden kann ....
Doch
mit geliehenem Gut soll der Mensch gut haushalten, er soll es so anwenden, daß es ihm
reichliche Zinsen bringt, jedoch nicht irdisch materiell, sondern geistiger Reichtum soll
damit erworben werden, dann ist die Lebenskraft recht verwertet und das Probeleben
mit Erfolg zurückgelegt, und dann ist der Mensch tauglich für das geistige Leben, für
das eigentliche Leben, das ewig währt ....
Amen
B.D. 5173
empfangen am 18.7.1951
Glaubenslose Menschheit ....
Nähe des Endes ....
Jeder Tag bringt euch dem Ende näher. Die Zeit eilet dahin, doch die Menschheit ist
sich dessen nicht bewußt, was ein jeder Tag noch für sie bedeutet, was sie sich noch
erwerben könnten und wie schnell die Zeit vorbei ist, die ihr noch als Frist gegeben ist
bis zum Ende. Die Menschheit gedenket nicht des Endes, und darum lebt sie sorglos
dahin oder sorgt sich nur um irdische Dinge. Die Menschheit ist blind und tut nichts,
um sehend zu werden, sie lebt und geht dem Tode entgegen, wo sie sich doch das ewige
Leben erwerben soll, solange sie auf Erden weilt. Und doch kann nichts anderes geschehen, als ihr durch Seher und Propheten das nahe Ende zu verkünden, es kann ihr nur
das Evangelium vermittelt werden, und gerettet ist, wer daran glaubt ....
Die Menschen aber leben ohne Glauben; was ihnen von Gott, von Christus, vom Jenseits vorgestellt wird, das lehnen sie wohl nicht immer offen ab, doch den rechten Glauben daran, die innere Überzeugung dessen, besitzen sie nicht, und darum ist ihr Glaube
ohne Wert. Doch ihr Menschen müsset diesen Glauben gewinnen, wollet ihr nicht verlorengehen. Denn ohne den Glauben rufet ihr nicht Gott an und bittet nicht um Gnadenzuwendung, um euch für das Jenseits tauglich machen zu können. Ohne Glaube tretet ihr nicht in Verbindung mit Jesus Christus, Der allein der Weg ist zum ewigen
Leben .... ohne Glaube lebet ihr kein bewußtes Erdenleben mit geistigem Ziel, sondern
nur ein rein irdisches Leben, das ohne Erfolg bleibt für die Ewigkeit. Der Glaube muß
aufleben in euch oder zu einem überzeugten Glauben werden, wenn er nur Formglaube
ist ....
Und daher müsset ihr anhören, was euch verkündet wird von den Boten Gottes;
ihr dürfet nicht sogleich ablehnen, sondern müsset euch die Mühe machen, darüber
nachzudenken, was man euch predigt ....
Habet ihr guten Willen, dann wird es euch
nicht schwerfallen, zu glauben, und dann stellet ihr euch schon bewußt auf das Ende
ein. Ihr rechnet mit der Möglichkeit und gehet in euch, ihr suchet euch zu wandeln,
denn der rechte Glaube bewirket solches ....
So ihr guten Willens seid .... denn der gute
Wille wird auch stets die Liebe in sich zur Entfaltung bringen, weil ein guter Wille stets
einem guten Herzen entsteigt. Und die Liebe verhilft zu einem überzeugten Glauben.
Darum werden gute Menschen, die liebetätig sind, auch viel eher an das Ende glauben,
denn dieser Glaube entspringt aus der Liebe, und er wird ständig von der Liebe
genährt. Suchet nur einen rechten Glauben zu gewinnen, einen lebendigen Glauben,
der euch antreibt zur Arbeit an eurer Seele ....
Und so ihr ihn gewonnen habt, übertragt
ihr ihn auch auf den Mitmenschen, denn die Not unter der Menschheit ist groß, eben
weil euch der rechte Glaube fehlt an Jesus Christus als Erlöser, an ein ewiges Leben im
geistigen Reich. Dies ist den Menschen ein unwirklicher Begriff, und sie bekennen sich
im günstigsten Falle nur mit dem Munde dazu, und das Herz weiß nichts davon; dann
aber mangelt es dem Menschen an Wissen und Kraft, sich selbst umzugestalten, und
dann geht das Erdenleben vorüber, ohne zum Ziel geführt zu haben, zu einer Reife, die
ihm das ewige Leben sichert. Und das Ende kommt immer näher ....
Wer ohne Glauben
bleibt, der geht einem entsetzlichen Ende entgegen, einem Los, vor dem er entsetzt
zurückschrecken würde, wüßte er darum. Die Boten Gottes, Seine von Ihm Selbst
erwählten Diener, verkünden es den Menschen und weisen sie auf das nahe Ende hin.
Höret sie an, so sie auch zu euch kommen, und denket darüber nach, was sie euch künden .... und rechnet mit der Möglichkeit, daß sie euch die Wahrheit gesagt haben. Dann
werdet ihr einen Wandel anstreben, dann wird euch die irdische Welt nicht mehr so
wichtig erscheinen, und ihr werdet eure Sorge mehr der Seele zuwenden, und dann
brauchet ihr auch das nahe Ende nicht zu fürchten, denn es wird für euch nur ein Übergang sein zu einem neuen Leben, das euch stets mehr und mehr beseligen wird, weil es
euch nimmermehr genommen werden kann ....
Amen
B.D. 5174
empfangen am 19.7.1951
Wahrzeichen der Kirche Christi: Geistwirken ....
Die Kirche Christi ist keine Organisation, sie ist der Zusammenschluß aller geistig
strebenden, an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk glaubenden und in der Liebe
lebenden Menschen jeglicher Konfession, denn nicht letztere beweiset ihre Zugehörigkeit zu jener Kirche, sondern der Geist, der aus den Menschen spricht, die ihr angehören. Es muß euch dies auch verständlich sein, daß es Gott nimmermehr genügen kann,
wenn sich ein Mensch dieser oder jener Glaubensrichtung anschließt, dem Namen
nach oder auch beeindruckt durch Sitten und Gebräuche, wie sie jede einzelne Organisation (Konfession?) aufweiset, sondern daß Gott nur die Gesinnung eines Menschen
bewertet und diese also in jeder Konfession so oder so sein kann, d.h. mehr oder weniger dem Willen Gottes entsprechend, mehr oder weniger die göttlichen Gebote beachtend. Und doch ist dies allein ausschlaggebend, wer sich zur Kirche Christi zählen
darf .... ob durch ein Liebeleben auch der Geist aus Gott im Menschen erweckt worden
ist ....
Die Kirche Christi ist eine rein geistige Organisation, die der Welt keinerlei Konzessionen macht, die sich nur gründet auf das Seelenleben eines Menschen, auf den
bewußten Willen, das geistige Ziel zu erreichen, das dem Menschen auf Erden gesteckt
ist. Die Kirche Christi vereinigt alle gläubigen, d.h. innerlich überzeugten Anhänger
Jesu, die sich die göttliche Liebelehre zum Lebensgesetz machen, die das Erlösungswerk
Christi anerkennen und kein anderes Streben kennen, als durch bewußten Zusammenschluß mit Ihm die Kraft des Geistes zu entfalten .... die also vom göttlichen Geist
erleuchtet werden, was immer als Beweis der Zugehörigkeit zu Seiner Kirche gelten
wird. Die Kirche Christi braucht kein anderes Merkmal nach außen hin, um erkannt zu
werden als Seine wahre Kirche, die Er Selbst auf Erden gegründet hat, als nur die geistige Wiedergeburt, die bewiesen ist durch die Äußerung des göttlichen Geistes im
Menschen. Und diese wieder ist erkennbar durch erleuchtetes Denken, durch Erkennen
der Wahrheit, Erkennen des Lebenszweckes des Menschen, durch starken Glauben und
daraus hervorgehendem ungewöhnlichen Wirken, sei es in Heilung von Kranken, im
Abwenden großer irdischer Not, im Einfließen des göttlichen Wortes oder Gebieten
den Elementen zum Nutzen des Nächsten. Immer wird dann eine Kraft zutage treten,
die göttlichen Ursprungs ist, so der Mensch die geistige Wiedergeburt erreicht hat, und
dieser gehört auch der Kirche Christi an, die außerhalb jeder kirchlichen Organisation
steht, aber Menschen jeder Konfession als ihre Mitglieder zählen kann. Sie ist eine geistige Gemeinschaft aller tief gläubigen Menschen, und ihr Oberhaupt ist Jesus Christus
Selbst, mit Dem ein jedes Mitglied in innige Verbindung treten muß, um in Seine Kirche aufgenommen zu werden. Denn Seine Kirche ist etwas Lebendiges, sie ist keine tote
Form, die dem Namen nach vor der Welt besteht, doch keinen Geist in sich hat. Seine
Kirche ist auf lebendigem Glauben aufgebaut, der durch die Liebe zum Leben erweckt
wurde ....
Darum ist Liebe und Glaube die erste Bedingung, um dieser Seiner Kirche
anzugehören, weshalb auch in jeder Konfession die Menschen Seiner Kirche angehören, die im lebendigen Glauben stehen, der aus der Liebe zu Gott und zum Nächsten
hervorgegangen ist. Alle diese Menschen vereinigt Jesus Christus in Seiner auf Erden
gegründeten Kirche, und Er zeichnet sie auch mit den Gaben des Geistes aus je nach
Reife, Fähigkeit und Bestimmung ihrer Tätigkeit auf Erden für Sein Reich. Wo immer
der Geist Gottes wirkt, dort steht ein Pfeiler Seiner Kirche, die unüberwindbar ist und
bleibt bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 5175
empfangen am 20.u.21.7.1951
Wirken des Satans ....
Inniges Gebet um Schutz ....
In welcher Weise der Satan auf euch einwirkt, das erkennet selbst ihr, Meine vom
Geist Erweckten, nicht immer, denn er wendet gerade bei euch nicht selten Mittel an,
die euch täuschen sollen, und er versucht euch in einer Form, die ihr nicht als sein Wirken erkennet. Er will euch zum Fall bringen, er will euch abwendig machen von Mir, er
will eure Gedanken verwirren, so daß ihr zu zweifeln beginnet an Mir und Meiner
Liebe, er will euch Mein Wort als ungöttlich hinstellen, er will, daß ihr euch in Selbstvorwürfen zerfleischet, um dann desto erfolgreicher auf euch einwirken zu können ....
Er will, daß ihr Mich aufgebet und ihm anhanget. Und da er weiß, daß ihr Mir willensmäßig ergeben seid, suchet er euch zu täuschen und Meinen Willen als falsch euch hinzustellen, er sucht euch zu veranlassen zu Handlungen, die ihr ausführen sollet im
Glauben, Mir zu dienen, und die doch nicht Mein Wille sind ....
Darum seid vorsichtig
und rufet Mich an im Gebet, wendet euch innig Mir zu .... (21.7.1951) Wisset, daß Ich
jeden Ruf vernehme, den ihr zu Mir emporsendet, doch überschätzet nicht eure eigene
Kraft, d.h., tuet nichts ohne das Gebet zu Mir um Meinen Segen. Dann werdet ihr es
sehr wohl erkennen, wenn euch der Widersacher ein Ansinnen stellt, das Meinem Willen entgegensteht ....
Er rechnet mit eurer Unvollkommenheit, mit eurer Blindheit, in
die er selbst euch gestürzt hat. Beweiset ihm, daß ihr ihn erkannt habt und daß er jegliche Macht über euch verloren hat durch euer bewußtes Verlangen nach Mir .... und
hütet euch ängstlich vor Lieblosigkeit ....
Denn dies ist eine Falle, die er euch oft legt und
in die ihr sehr leicht geraten könnet, wenn ihr nicht achtsam seid dessen, was euch
begegnet. Dann werdet ihr auf die Probe gestellt, die Liebe zu üben, und vom Widersacher daran gehindert, der euch gewinnen will. Die geringste Lieblosigkeit ist sein Vorteil, den er nützet, um euch zu verführen. Werdet ihr lieblos, so ist dies ein Entfernen
von Mir, wenngleich ihr euch niemals von Mir zu trennen vermögt, weil ihr unlöslich
mit Mir verbunden seid, und Ich lasse den nicht in seine Hände fallen, der Mir einmal
seinen Willen zu Mir bekundet hat. Doch er arbeitet mit viel List und Gewalt ....
Er
streut Zweifel in die Herzen, und daran sollet ihr sein Wirken erkennen und auch Hilfe
erfahren von Meiner Seite, so ihr nur einen innigen Stoßseufzer im Herzen aussprechet,
den Ich ganz gewiß erhören werde. Er hat wohl große Macht vor dem Ende, doch Meine
Macht ist größer, und diese wagt er anzuzweifeln. Darum brauchet ihr ihn nicht zu
fürchten, doch vorsichtig sollet ihr sein und alles prüfen, was an euch herantritt. Und so
ihr Mich um Schutz und Hilfe rufet, ist seine Macht wahrlich gering, denn Ich Selbst
trete dann an eure Seite, und er wird fliehen vor Mir, weil er jegliches Licht flieht, das ihn
besiegt, und er nicht unterliegen will. Darum wendet euch jederzeit durch inniges
Gebet zu Mir um Schutz, dann wird er euch nicht das Geringste anhaben können, dann
seid ihr Herr über ihn, und ihr erreichet euer Ziel, das ihr anstrebet auf Erden ....
Amen
B.D. 5176
empfangen am 22.7.1951
Das Licht der Wahrheit ....
Ein Licht leuchtet zur Erde nieder, so hell und klar, daß alle Menschen sehend werden müßten, die diese Lichtfülle in sich aufnehmen und auf sich wirken lassen würden.
Es ist das Licht der Wahrheit, das so strahlend leuchten muß,weil es dem ewigen Urlicht
entströmt und seine Leuchtkraft nimmermehr verlieren kann. Das Licht der Wahrheit
durchbricht das geistige Dunkel, das über die Erde gebreitet liegt, das Licht der Wahrheit findet Zugang zu Menschenherzen, die der Finsternis entfliehen wollen, das Licht
der Wahrheit verwandelt die dunkle Nacht zu einem strahlenden Tag, es erleuchtet
jeden Winkel, und sein Schein ist wie eine warme wohltätige Berührung, die hoffnungsfroh und erwartungsvoll den Menschen an eine selige Zukunft glauben lässet, denn das
Licht der Wahrheit hellt jede Unklarheit auf, es verjagt jeden Zweifel, es stärkt und
belebt ein liebendes, nach Gott verlangendes Herz. Die ewige Liebe Selbst leitet dieses
Licht zur Erde und ist unablässig bemüht, die Menschen aus der Finsternis des Geistes
zu befreien, auf daß sie Ihn erkennen und liebenlernen und sich sehnen nach dem
Zusammenschluß mit Ihm ....
Und doch sehen unzählige Menschen nicht die Strahlen dieses Lichtes, weil sie ihre
Augen schließen und abgewandten Blickes daran vorübergehen ....
Irrlichter, die vor
ihren Augen aufblitzen, sind ihnen lieber, und ihnen jagen sie nach und lassen sich von
ihnen blenden ....
Die Wahrheit verlangen sie nicht, doch der Unwahrheit huldigen sie
und können aus ihrem Geistesdunkel nimmer herausfinden, doch aus eigener Schuld.
Denn die Wahrheit wird ihnen angeboten, doch sie weisen sie ab. Es ist wie ein großes
schwarzes Tuch, unter welches sie schlüpfen und sie fühlen sich wohl in dieser Finsternis, ansonsten sie es lüften würden und dem hellen Strahl des Wahrheitslichtes Eingang
gewährten ....
Es ist der menschliche Wille selbst, der sie daran hindert, es sind die finsteren Gewalten, die ihnen einreden, daß ihre Dunkelheit Licht ist ....
Und die Menschen glauben dies, und darum suchen sie nicht die Wahrheit, weil sie glauben, sie zu
besitzen. Wo aber Wahrheit ist, da ist auch Gottes Liebe, wo Gottes Liebe ist, da ist
Kraft und Seligkeit. Die Menschen aber sind leiblich und geistig bedrückt, solange sie
nicht in der Wahrheit wandeln, denn die Wahrheit macht sie frei von Sünde und Schuld,
weil sie den Menschen den Erlösungsweg zeigt, der zu Gott führt und folglich auch zur
Vollkommenheit, ohne die sich niemand Gott nähern kann. Erlöst zu werden aber
heißt, den unfreien, unvollkommenen Zustand, der Folge der Sünde ist, mit einem
freien, vollkommenen zu vertauschen und jeder Not des Leibes und der Seele enthoben
zu sein. Die Wahrheit aber zeigt dem Menschen den Weg und macht es ihm leicht, ihn
zu beschreiten. Würde die dunkle Hülle von den Menschen zurückgeschlagen werden
und dem Licht der ewigen Wahrheit Zutritt gewährt, so würde bald die Erde ein Eden
sein, eine Stätte glückseliger, vollkommener Geistwesen, die keine Not mehr kennen,
weil die Menschen das Ziel erreicht hätten, ihren Urzustand wiedergewonnen zu
haben, der ein Leben in hellstem Licht und im Vollbesitz der Kraft verbürgt ....
Also
wird immer dort, wo noch Not und Elend ist, auch nicht die reine Wahrheit sein, das
Licht, das Gott Selbst ausstrahlet und nur empfangen zu werden braucht, um überaus
wohltätig auf den Menschen einzuwirken. Nur vereinzelte Lichtträger weilen auf der
Erde, welche die Ausstrahlung Gottes aufnehmen und nun den Mitmenschen die Wahrheit zu vermitteln suchen ....
Diese Lichtträger stehen noch in dunkler Umgebung, weil
zuviel Widerstand das Ausbreiten des Lichtes hindert. Doch ungemein wirksam ist das
Licht, so der Widerstand nachläßt und zuletzt ganz aufgegeben wird ....
Denn was nun
in die menschlichen Herzen erstrahlt, ist Gottes ewige Liebe Selbst, und wo sie einmal
wirken kann, wird Licht werden und bleiben bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 5177
empfangen am 23.7.1951
Gott spricht ....
Vorgang und Bedingung ....
Das Einfließen geistigen Gedankengutes aus dem unerschöpflichen Born göttlicher
Weisheit kann nur dann stattfinden, wenn sich die Seele des Menschen bereitwillig öffnet, d.h. darauf achtet, was der göttliche Geistfunke im Menschen ihr vermittelt als
Beweis seiner Zugehörigkeit zum ewigen Vatergeist. Die Verbindung zwischen diesem
und dem Geistesfunken im Menschen besteht gleichfort, auch wenn der Mensch noch
völlig unerweckten Geistes ist. Doch dann schlummert er noch im Menschen und ist
doch gewissermaßen außerhalb des Menschen stehend, da alles, was vollkommen ist,
noch nicht mit dem Unvollkommenen sich verbinden kann. Doch der Vorgang des
bewußten Horchens nach innen gibt dem göttlichen Funken im Menschen den Willen
kund, mit ihm in Verbindung zu treten, und dieser Wille veranlaßt ihn, sich der Seele
gegenüber zu entäußern, anfangs zwar nur der Seele hörbar und verständlich, doch es
kann auch später der Verstand des Menschen davon Kenntnis nehmen, was ihm die
Seele vermitteln will. Dieser Vorgang des Sich-verständlich-Machens des Geistes ist
also auch dann der Beweis, daß sich der Vatergeist von Ewigkeit einschaltet und also
dann eine regelrechte Verbindung von diesem zum Menschen stattgefunden hat. Der
Ausdruck „Gott Selbst spricht zu einem Menschen“ hat seine volle Berechtigung, weshalb das empfangene Geistesgut nur lauterste Wahrheit sein kann und muß.Eine eigene
Gedankenarbeit erfordert eine umfassende Kenntnis in allen Gebieten, um in kurzer
Zeit gedankliche Ergebnisse niederschreiben zu können. Wo aber diese Kenntnisse
nicht vorhanden sind, ist das Wirken Gottes klar ersichtlich, weil der Gegner Gottes
nicht einem Menschen ein Wissen vermitteln kann, das er selbst nicht besitzt, und weil
er auch nicht auf die Gedanken eines Menschen so einwirken kann und wird, daß dieser Gott anerkennt und sich Ihm willensmäßig ergibt ....
Denn der Gegner Gottes verfolgt andere Ziele, er erstrebt den Abfall des Menschen von Gott, und sein Einfluß wird
immer anstreben, Ihn und Sein vollkommenes Wesen zu verleugnen, um die Menschen
in Irrtum zu führen. Göttliche Offenbarungen aber weisen immer wieder darauf hin,
daß Gott erkannt werden will von allen Menschen als überaus vollkommenes Wesen,
Das pur Liebe ist und unübertreffliche Weisheit besitzt und mit Seinen Geschöpfen in
Verbindung zu treten sucht. Und darum äußert Er Sich Selbst im Menschen durch Seinen Geist, durch Seine Ausstrahlung, die im menschlichen Herzen ein Gefäß sucht, um
darin gesammelt zu werden ....
Ein Fünkchen Seiner Liebeausstrahlung ist in jedem
Menschen eingezeugt, und dieses Fünkchen ist immer und ewig im Verband stehend
mit dem Kraft- und Lichtquell von Ewigkeit, mit dem Born aller Weisheit und dem
Inbegriff der Liebe ....
Darum ist die einfachste Erklärung, daß der Mensch alle Weisheit
in sich trägt, eben durch den göttlichen Funken im Menschen, und darum auch der
Mensch von innen heraus belehrt werden kann, wenn die Seele bereit ist, die Belehrung
entgegenzunehmen, und sie auch dem Verstand zuleitet, der nun verarbeitet, was ihm
aus dem Urquell der Weisheit zugeführt worden ist ....
Amen
B.D. 5178
empfangen am 25.7.1951
Erlösende Hilfe für jenseitige Seelen von seiten der Menschen ....
Es ringen unzählige Seelen im Jenseits, um zur Höhe zu gelangen, und diese Seelen
sind in äußerster Not, denn ihre Kraftlosigkeit macht ihnen den Aufstieg unmöglich,
und die Erkenntnis ihrer Kraftlosigkeit quält sie unendlich, weil sie nicht wissen, wie sie
diese beheben sollen. Ebendas mangelnde Wissen ist ihr Unglück, denn laut Gesetz von
Ewigkeit kann ihnen nur das zugeführt werden, was ihr Wille zuläßt, und ihrem Willen
gemäß werden sie bedacht. Wollen sie Licht, dann empfangen sie auch solches, doch
ohne die Wohltat des Lichtes empfunden zu haben, verspüren sie auch kein Verlangen
nach dem Licht. Darin besteht ihr qualvoller Zustand, daß sie unausgesetzt leiden und
den Willen, ihren Leidenszustand zu ändern, nicht mehr aufbringen können, wenn sie
nicht ihren Willen dazu nützen, sich aufzulehnen gegen Gott und ihr Los, und überaus
grausam wüten in ihrer Umgebung. Diese Seelen sind schon in einem Höllenzustand,
weil sie von Kräften der Hölle fortgesetzt aufgestachelt werden und deren Wandlung
und Streben zur Höhe noch undenklich lange Zeit erfordert. Auch die in völliger Lethargie versunkenen Seelen können gleichfalls endlos lange Zeit ihr qualvolles Los
erdulden müssen, wenn ihnen nicht von einer Seite Hilfe kommt, da sie sich allein nicht
helfen können wegen ihrer Willensschwäche. Und diese Hilfe können ihnen nur Wesen
bringen, deren Liebe sie aus der Finsternis erlösen möchte ....
Menschen auf Erden oder
auch jenseitige Wesen, die schon im Licht stehen oder auch nur einen etwas höheren
Grad an Wissen besitzen, der sie zur Hilfeleistung befähigt. Unzählige Seelen nun sind
in dieser Not, derer sich die Menschen erbarmen sollten .... doch gerade von seiten der
Menschen wird jenen Seelen wenig geholfen, weil die Menschen nicht mehr an ein Fortleben der Seele nach dem Tode glauben ....
Den Menschen wäre ein großes Betätigungsfeld gegeben auf geistigem Gebiete, so sie sich der notleidenden Seelen im Jenseits
annehmen würden und ihnen aus der Tiefe emporhelfen möchten, und die Hilfe dieser
jenseitigen Seelen würde sich wieder auf die Menschen erstrecken, so diese in Not des
Leibes und der Seele sich befinden ....
Doch die Menschen beteiligen sich nur sehr
wenig an dieser Erlösungsarbeit und lassen auch ihre Lieben im Jenseits in großer Not,
deren sie sich besonders annehmen sollten ....
Darum wird es überaus freudig begrüßt,
wenn sich auf der Erde Menschen zusammenfinden, die diesen Erlösungswillen in sich
tragen und ein Licht anzünden wollen für viele Seelen in der Finsternis; darum beteiligen sich auch Wesen des Lichtes erlösend insofern, als daß sie gleichfalls dort weilen,
wo der unglücklichen Seelen im Jenseits liebend gedacht wird, und ihre Hilfeleistung ist
offensichtlich, indem sie sich schützend vor die Erdenmenschen stellen, wenn der
Andrang finsterer Geistwesen das Erlösungswerk zu gefährden droht. Sowohl die Seelen im Jenseits als auch die Menschen auf Erden haben ihre Schutzgeister, die je nach
dem Willen derer eingreifen, so Gefahr droht. Und wo sich die Menschen erlösend
betätigen wollen, wird immer der Feind lauern und zu verwirren suchen, wo Klarheit
geboten werden soll denen, die in der Finsternis wandeln. Doch er wird es nicht verhindern können, daß die Strahlen des Lichtes, die von der erlösen-wollenden Liebe ausgehen, die Seelen der Finsternis berühren, die deren Wohltat empfinden und sich einfinden, wo immer Menschen zusammen sind, die ihnen helfen wollen, und dieser Wille
wird gesegnet sein ....
Denn die Seele, die einmal in den Bereich eines Liebelichtstrahles
gekommen ist, fällt nimmermehr in die Tiefe zurück, sie sucht das Licht und wird es
auch finden, weil jeder Seele gegeben wird, was sie begehrt ....
Amen
B.D. 5179
empfangen am 27.7.1951
„Viele sind berufen, wenige auserwählt ....“
Jünger der Endzeit ....
Es sind wahrlich viele berufen, aber nur wenige auserwählt ....
Ihr Meine Jünger der
Endzeit gehöret zu jenen Berufenen, die sich willig Meinem Rufe unterordnen und
darum auserwählt sind zu einer Mission, die volle Hingabe an Mich erfordert und Verständnis für die überaus große geistige Not der Mitmenschen. Ich habe euch berufen,
und da ihr willig waret, euch auserwählt zu Meinen Aposteln, die den Menschen wieder
das reine Evangelium bringen sollen ....
Wer dieses Amt recht vertreten soll, der muß
auch dazu gewisse Fähigkeiten haben, und wer also als Berufener diese Fähigkeiten in
sich entwickelt, den kann Ich dann betreuen mit einem Amt ....
Und also wähle Ich
aus ....
Nicht einzelne Bevorzugte statte Ich mit den Gaben des Geistes aus, sondern ihr
alle könnet diese Fähigkeiten in euch entwickeln. Also seid ihr auch alle berufen zu geistiger Mitarbeit, weil Ich viele Arbeiter benötige und Mir daher ein jeder recht ist, der
Meinem Rufe Folge leistet. Wenige aber machen sich Meines Rufes würdig, wenige nur
arbeiten mit allem Eifer an ihrer eigenen Ausbildung, um sich tauglich zu machen für
das, was er als Auserwählter zu leisten hat. Denn immer wieder sage Ich es euch, daß Ich
die Gaben des Geistes nicht wahllos austeile einem jeden, sondern daß die Voraussetzungen zum Empfang solcher Gaben vorhanden sein müssen und daß dies die Arbeit
der Menschen selbst ist, die Bedingungen zu erfüllen, die das Ausgießen Meines Geistes
gewährleistet. Und darum habe Ich auf Erden so wenige Mitarbeiter und finde auch
unter den Menschen so wenig Glauben an ein Geistwirken im Menschen, das diesem
außergewöhnliche Erkenntnisse gibt und auch ungewöhnliche Kraft vermittelt ....
Denn nur solche Menschen können diesen Beweis erbringen, die sich selbst durch die
Liebe so gestalten, daß sie Mein direktes Wirken in sich zulassen, die Ich also dann auserwähle, von Mir und Meiner Kraft und Herrlichkeit zu zeugen .... sie hinaussende in
die Welt, um Mein Evangelium zu verkünden, die göttliche Wahrheit, ohne die niemand
selig werden kann. Um diese Wahrheit vertreten zu können, muß der Geist aus Mir
dabei tätig sein, weil sonst die Worte ohne Kraft sind und ohne Eindruck bleiben ....
Also muß der Verkünder den Kontakt hergestellt haben von dem in ihm ruhenden Geistesfunken, dem Anteil aus Mir, mit dem Vatergeist von Ewigkeit, auf daß die nun den
Mitmenschen vermittelte Wahrheit indirekt von Mir Selbst ihnen zugeleitet wird und
so auch auf diese wirken kann. Nicht jeder ist dazu tauglich, weil er sich, obwohl er
berufen ist, nicht so gestaltet hat, um von Mir auserwählt werden zu können für die so
dringend nötige Erlösungsarbeit an der im Geistesdunkel stehenden Menschheit. Eine
Wirkung kann nur erzielt werden durch eine Kraft, niemals aber kann man sich einen
Erfolg versprechen, wenn die wirken sollende Kraft fehlt. Und soll der Geistesfunke im
Menschen zum Leben erweckt werden, dann muß ein starker Geist tätig sein, um dies
zuwege zu bringen ....
Und darum kann nur von Auserwählten eine segensvolle Tätigkeit erwartet werden, nur vom Geist erweckte Menschen können kraftvoll einwirken
auf die noch unerweckten Menschen, nicht aber kann ein selbst unerweckter Mensch
eine geistige Erweckung erzielen ....
Viele sind berufen, wenige nur auserwählt, doch
nicht durch Meinen Willen, sondern durch die Gleichgültigkeit und Lieblosigkeit der
Menschen, die nichts tun, um ihre eigene Erweckung zu erreichen. Das Amt Meiner
Jünger der Endzeit aber erfordert große geistige Kraft, denn es gilt die Errettung
unzähliger Seelen, die in der Finsternis wandeln und es ist ein buchstabliches Ringen
um die einzelnen Seelen, das eben nur ein Mensch ausführen wird, der im Besitz geistiger Kraft ist, der diese Kraft ständig zugeführt erhält durch Meinen Geist, der sich in
ihm äußert, also ständig Zufuhr von Kraft aus Mir ihm gewährt. Dazu aber ist unbedingt nötig, daß das Gefäß zur Aufnahme der Kraft in einem entsprechenden Zustand ist, was eifrige Seelenarbeit bedingt, die der Wille des Menschen selbst leisten muß.
Dann aber ist er auch auserwählt von Mir für eine Mission, die ihm selbst und auch den
Mitmenschen zum größten Segen gereicht, so sie erkannt wird als das, was sie ist .... als
dringende Erlösungsarbeit an den Mitmenschen in der letzten Zeit vor dem Ende, um
sie vor dem Untergang zu retten, ehe das letzte Ende kommet ....
Amen
B.D. 5180
empfangen am 29.7.1951
Ernste Mahnung, des Lebens nach dem Tode zu gedenken ....
Euch Menschen auf Erden rufe Ich eine abermalige Warnung zu: Gedenket eurer
Seelen und eures Zustandes nach dem Tode ....
Denn es tritt eine überaus schwere Wendung ein in eurem Erdenleben lediglich zu dem Zweck, daß ihr euch auf euren Leibestod besinnet und dessen, was nachher kommt. Ich will euch darauf aufmerksam
machen und euch in aller Liebe auf das Schwere hinweisen, das über euch kommet, auf
daß ihr dann daran glaubet, wenn ihr jetzt noch nicht glauben könnet, wenn ihr jetzt
noch verwerfet als Phantasterei, was ernste Wahrheit ist. Ihr seid in großer Gefahr, denn
ihr gehet so leicht durch das Erdenleben dahin, als ob es ewig währte, und es bleibt euch
nur noch sehr kurze Zeit, daß euch Entsetzen ergreifen würde, so ihr darum wüßtet. Ihr
verspielet das Leben, nichtige Sorgen bewegen euch, und doch ist nur eines wichtig, daß
ihr eurer Seele gedenket, auf daß sie alles Schwere in Gleichmut ertragen kann, um im
jenseitigen Reich das rechte Leben zu beginnen in Licht und Kraft. Doch an euch Menschen selbst liegt es, in welchem Zustand eure Seele in das geistige Reich eingeht.
Immer dringender ermahne Ich euch zur Wandlung eurer Gesinnung, die zwar nicht
schlecht zu sein braucht, doch zu irdisch eingestellt ist, um für das geistige Reich tauglich zu sein. Wie ein liebevoller Vater rufe Ich Meinen Kindern auf Erden zu: Seid
besorgt um eure Seele, gedenket eures eigentlichen Lebenszweckes und eilet, denn die
Zeit ist nur noch kurz bis zum Ende ....
Wandelt euch, ehe es zu spät ist .... denket daran,
welches Los euch erwartet, so euer Erdenleben beendet ist, und glaubet es, daß das
Leben der Seele nicht mit dem Leibestode aufhört, sondern daß sie fortlebt, doch in
dem Zustand, den ihr durch das Erdenleben ihr geschaffen habt. Ihr seid verantwortlich
für ihr Los in der Ewigkeit, d.h., ihr selbst müsset die Folgen eures Erdenwandels auf
euch nehmen, ein Los in Finsternis, so ihr das Leben falsch genützet habt. Und falsch
lebt ihr es, wenn ihr ohne Glauben und ohne Liebe dahingeht .... wenn ihr Mich als
euren Gott und Vater nicht anerkennet und darum auch nicht Meine Gebote erfüllet,
wenn ihr lebet nur für die Welt, nicht aber für das geistige Reich, das eure wahre Heimat
ist und das ihr beziehen müsset unweigerlich, das nur in seinen Sphären so unterschiedlich ist, daß es sowohl höchstes Glück als auch bitterste Qual bedeuten kann für
die Seele, je nach ihrem Reifezustand. Und für diesen Reifezustand seid ihr Menschen
verantwortlich ....
Das rufe Ich euch wieder aus der Höhe zu, auf daß ihr Einkehr haltet
in euch und euch wandelt, auf daß ihr das irdische Leben zurücksetzet, um das geistige
Leben eurer Seele zu fördern ....
Höret auf Meinen Ruf aus der Höhe, besinnet euch,
kehret um, ehe es zu spät ist, denn der Tag kommt unwiderruflich, den Ich angekündigt
habe stets und ständig ....
Ihr habt nicht mehr lange Zeit, darum nützet sie und sorget
für eure Seele, auf daß ihr das Ende nicht zu fürchten brauchet, das euch nahe bevorsteht ....
Amen
B.D. 5181
empfangen am 31.7.1951
Verstoß gegen die göttliche Ordnung ....
Sünde ....
Bekenntnis - Vergebung ....
Der kleinste Verstoß gegen die göttliche Ordnung wirkt sich als Kraftverlust aus laut
göttlichem Gesetz, daß krafterfüllt ist, was sich völlig in der Ordnung Gottes bewegt,
und derer verlustig geht, der Sein Gesetz der Ordnung nicht beachtet. Denn es ist letzteres ein negatives Streben, das sich auch entsprechend auswirken muß. Ein Verstoß
gegen die göttliche Ordnung kann aber nur das genannt werden, was vollbewußt ausgeführt wird, gedanklich oder durch Handlungen, was also erkannt wird als Gott-widrig. So also kann „Sünde“ auch nur das genannt werden, was im vollen Bewußtsein
eines Unrechts getan wird; also muß der Mensch um Recht und Unrecht wissen und frei
das tun, was er als Unrecht erkennt, um eine Sünde begangen zu haben. Es ist diese
Definition wichtig, weil zur Sündenvergebung eine tiefe Reue gehört, die nur dann
empfunden werden kann, wenn der Mensch seine Sünde erkennt und ein in Unkenntnis der Schuld begangener Verstoß gegen die göttliche Ordnung ihm nicht als Sünde
angerechnet wird. Darum ist das Schuldbekenntnis unerläßlich, will der Mensch Vergebung erlangen, und dieses Schuldbekenntnis muß mit tiefster Reue verbunden sein;
es muß also aus dem Herzen kommen, nicht nur mit dem Munde gesprochen werden,
weil sonst keine Vergebung erlangt werden kann. Vergehen also, die nicht wider die
göttliche Ordnung verstoßen, die aber von Menschen zur Sünde gestempelt werden auf
Grund menschlich erlassener Gesetze, können wohl von seiten der Menschen mit Strafen belegt werden, gehören aber nicht zu den Sünden, für die Vergebung von Gott erbeten werden soll, weil Gott Selbst sie nicht als Sünde ansieht und auch niemals einem
Menschen als Sünde anrechnen wird. Denn ein Verstoß gegen die göttliche Ordnung
besteht immer nur darin, daß der Mensch sich vergeht gegen die Liebe zu Gott und dem
Nächsten ....
Alles, was aus Liebe zu Gott und zum Nächsten getan wird, kann nimmermehr gegen die göttliche Ordnung verstoßen, wie umgekehrt alles, was dem Liebegebot
zuwidergetan wird, sich nicht in göttlicher Ordnung bewegen kann, weil die Liebe das
Grundgesetz ist und auf ihr sich die göttliche Ordnung aufbaut. Daran leget also stets
den Maßstab an, so euch der Begriff „Sünde“ unklar ist ....
Eine Sünde muß gesühnt
werden, wenn dem Menschen nicht Vergebung wird, darum aber muß sie als Sünde
erkannt und verabscheut werden, um ihre Vergebung zu finden, und darum muß der
Mensch auch wissen, was unter Sünde zu verstehen ist, er muß wissen, ob und wann er
gegen die Liebe zu Gott sich vergangen hat, ob und wann er gegen den Nächsten gesündigt hat. Und diese Sünden muß er zu Jesus Christus hintragen und Ihn innig bitten,
daß sie ihm vergeben werden, um Seines Blutes willen ....
Dann wird er Vergebung finden, dann wird er frei werden von seiner Schuld ....
Amen
B.D. 5182
empfangen am 1.-5.8.1951
Göttliches Wort ....
Mediale Empfänge ....
Tarnung ....
Zeichen ....
Wer Mir dienen will, der wird von Mir angenommen, und seine Arbeit in Meinem
Weinberg wird ihm von Mir zugeteilt, weil Ich allein es weiß,zu welcher Arbeit
für Mein Reich ein jeder fähig ist. Bewußt und unbewußt können Mir die Meinen
dienen, d.h.,sie können es wissen, daß Ich sie für ein Amt ausersehen habe,
sie können aber auch, vom Herzen getrieben, etwas tun, was gleichfalls als Weinbergsarbeit
von Mir angesehen wird, und wissen es selbst nicht, daß sie Mir treue Mitarbeiter
sind in der Erlösungsarbeit der letzten Zeit vor dem Ende. Eins aber muß vorhanden
sein: innige Liebe zu Mir und zum Nächsten, weil sonst die Arbeit für Mich und
Mein Reich nicht geleistet werden kann. Und diese innige Liebe .... also das Erfüllen
Meiner Liebegebote, vermittelt Meinem Knecht auch die Kraft zu seiner segensvollen
Tätigkeit, weil die Arbeit für Mich eine bestimmte Kenntnis verlangt, die nur
erworben werden kann durch uneigennützige Liebetätigkeit, und diese Kenntnis
ebendie dem Menschen zugeleitete Kraft ist, die er nun nützen soll nach Meinem
Willen. Und nun verstehet ihr auch, daß für Meine Weinbergsarbeit eine bestimmte
Kenntnis um die ewige Wahrheit Voraussetzung ist, und also habet ihr auch das
Kennzeichen für die rechten Knechte auf Erden, denn bei ihnen werdet ihr Menschen
euch stets Aufklärung holen können in allen Fragen, die Mich und Mein Reich
betreffen ....
Ein bestimmtes Wissen müssen sie besitzen, das sie zu Meinen rechten
Vertretern auf Erden macht. Wie und in welcher Weise sie nun dieses Wissen entgegengenommen
haben, ist stets zu prüfen, denn der Ursprung allein entscheidet über den Wert
und die Glaubwürdigkeit jenes Wissens. Denn Meine rechten Vertreter auf Erden
müssen von Mir Selbst gelehret sein, weil Ich allein die Wahrheit austeilen
kann und als Urquell der Wahrheit diese auch überall hinleite, wo Ich Menschen
brauche zum Verkünden Meines Wortes und wo die Voraussetzungen gegeben sind,
daß ein treuer Knecht in Meine Dienste treten kann. Es ist und bleibt eine Wahrheit,
daß Ich zu den Menschen spreche, die in sich lauschen auf Meine Stimme, die
im Glauben und in der Liebe zu Mir Mich anrufen um Meinen Geist .... und daß Ich
nun diesen Menschen alles das unterbreite, was sie wieder ihren Mitmenschen
zutragen sollen, auf daß die Wahrheit in der Welt verbreitet werde ....
Doch Glaube
und Liebe muß vorhanden sein, ansonsten Ich nicht zu einem Menschen sprechen
kann, weil nur ein gläubiger Mensch lauschet und nur ein liebendes Herz Meine
Stimme vernehmen kann. Ich stelle also mit einem solchen Menschen eine innige
Verbindung her durch das Wort, das Ausfluß Meiner Selbst ist und also Zeugnis
gibt von Mir .... (2.8.1951) Dieses Wort nun wird von Mir Selbst ausgesprochen,
d.h., die geistigen Ausstrahlungen Meiner Selbst formen sich zu euch faßlichen
Gedanken oder ertönen als hörbare Worte in eurem Herzen. Doch auch übertragenerweise
kann Ich euch Mein Wort zuleiten, wenn Ich die seligen Wesen im geistigen Reich
beglücken will, denen das Zuwenden von Kraft aus Mir erhöhte Seligkeit bedeutet.
Dann empfanget ihr also Mein Wort durch Meine Lichtboten, was jedoch das Wort
in sich in keiner Weise beeinträchtigt, weil dieses sich nicht verändern kann,
solange es das geistige Reich als Ausgang hat, d.h. noch nicht durch menschlichen
Willen eine Änderung erfährt. Doch es ist zu beachten, daß Ich von Meinem
Wort spreche, von der Zuleitung der reinen Wahrheit, die Kunde gibt von Meinem
Willen und den Menschen die Erkenntnis vermittelt von ihrem Verhältnis zu Mir
und ihrer Erdenaufgabe. Doch nicht alle Übermittlungen aus dem geistigen
Reich können als „Mein Wort“ angesprochen werden, weil dieses in sich die lauterste
Wahrheit ist und nur als Meine direkte Ausstrahlung von solchen Wesen weitergeleitet
werden kann, die selbst im Licht stehen. Es gibt aber auch Wesen, die sich mitteilen
wollen und doch nicht in der Erkenntnis stehen oder auch nur ein geringes Wissen
ihr eigen nennen und dennoch die Möglichkeit haben, sich den Menschen auf Erden
verständlich zu machen, sei es durch gedankliche Übermittlung oder auch durch
ein Medium, dessen Willen und auch körperlicher Funktionen sie sich bedienen,
um sich den Menschen kundzugeben. Und diese Mitteilungen sind nicht mit Meinem
Wort zu verwechseln, sie sind nicht als Mein Wort zu bezeichnen und sind
folglich auch nicht als Wirken Meines Geistes im Menschen anzusprechen. Denn
Mein Geist kann nur wirksam sein unter gewissen Voraussetzungen, jene Mitteilungen
aber können von allen Menschen vernommen werden, die sich nur darauf einstellen,
mit dem geistigen Reich in Verbindung zu treten und den Einflüsterungen der
Wesen zu lauschen in guter oder auch weniger guter Absicht. Es können
jene Wesen auch Wahrheit vermitteln, es ist aber keine Garantie dafür,
daß ihre Äußerungen reine Wahrheit sind, weil die Wesen in ganz verschiedenen
Reifegraden stehen und der Mensch als solcher die Höhe der Reife nicht beurteilen
kann. Doch niemals können dann solche Äußerungen als göttliche Offenbarungen
bezeichnet werden, viel eher können göttliche Offenbarungen dadurch gefährdet
werden, wenn der Mensch nicht eine klare Urteilsfähigkeit besitzt, um Kundgaben
aus dem geistigen Reich unterscheiden und trennen zu können. Um Mein Wort empfangen
zu können direkt oder durch Lichtboten, ist erstmalig der Wille, Mich zu hören,
Voraussetzung, denn Ich lasse nicht Meine Stimme im Herzen des Menschen ertönen
ohne seine Empfangsbereitschaft, weil diese erst den Glauben an Mein
Wirken im Menschen durch Meinen Geist beweiset ....
Ferner muß ein Lebenswandel
in Liebe das Herz zu einem würdigen Aufnahmegefäß Meines Geistes hergerichtet
haben ....
Und es muß der Mensch, der Mein Wort empfängt, damit arbeiten für Mich
und Mein Reich. Denn Mein Wort ist der Inbegriff des Wissens um Meinen Willen,
es ist die Vermittlung der Erkenntnis, es ist tiefe Weisheit, es ist die in
eine Form gebrachte Wahrheit, die der Menschheit zugeführt werden soll und nicht
anders zugeführt werden kann als auf dem Wege von Offenbarungen, die ein Mensch
empfängt für alle Menschen, die sie annehmen wollen. Es ist also Mein Wort gewissermaßen
ein unter Beweis gestellter Verkehr von Mir mit den Menschen ....
Und da durch
Mein Wort den Menschen die Wahrheit, das Licht aus den Himmeln, dargeboten wird,
ist es verständlich, daß auch der Gegenfürst Mittel und Wege findet, dieses
Licht zu verdunkeln, die Wahrheit zu fälschen und also Mein Wirken zu verhindern.
Er wird sich nicht scheuen, in gleicher Weise sich zu äußern, wo ihm der menschliche
Wille dies gestattet. Doch nur dort kann er es versuchen, wo der Wille
des Menschen ihm diese Absicht erleichtert. Es können oft schon winzige Anlässe
sein, (3.8.1951) die ihm sein Einwirken möglich machen .... wenn weltliche Gedanken
einen Menschen bewegen, die dann stets Versuchungen sind, durch welche der Satan
sich einzudrängen sucht. Mein Reich ist nicht von dieser Welt .... wer also mit
Mir reden will, wer Meine Stimme vernehmen will, muß sich völlig lösen können
von der irdischen Welt, und was er begehrt, muß wieder nur geistiges
Gut sein. Ist aber sein Denken irdisch gesinnt, dann schaltet sich sofort Mein
Gegner ein, der dieses Recht besitzt, weil die irdische Welt sein Reich ist,
doch ihr selbst ihm jederzeit wehren könnet, indem ihr die Welt verbannet aus
euren Gedanken. Wer Mich zu hören begehrt, der muß mit der Welt gebrochen
haben, wenngleich er noch mitten in der Welt lebt.(5.8.1951) Und so kann Ich
euch, die ihr Mein Wort zu hören begehrt, nur immer wieder warnen, euer Angesicht
der Welt zuzuwenden, weil ihr dann nicht Mein Wort in aller Reinheit vernehmen
könnet, sondern sich der Fürst der Welt oft einschaltet, weil er jede Gelegenheit
ergreift, gegen die Wahrheit zu arbeiten, und ihr selbst ihm diese Gelegenheit
gebt, so eure Gedanken weltlich gerichtet sind, und ihr werdet ihn schwerlich
erkennen, weil er sich auch Meines Wortes bedient, um euch zu täuschen, weil
er sich tarnet als Engelsgeist und scheinbar edel sich äußert und doch eine
langsame Verwirrung anrichtet, indem er Zweifel streut in die Menschenherzen
und so den reinen Verkehr zwischen einem Menschen und Mir zu unterbinden suchet.
Darum ist auch nicht ein jeder Mensch zur Lehrtätigkeit geeignet, weil diese
unbedingte Wahrheit erfordert und daher auch völliges Abwenden von der Welt,
um die reine Wahrheit von Mir empfangen zu können. Und darum müsset ihr Menschen
auch zu unterscheiden lernen: Mein Wort, das reine Evangelium, die klare Erkenntnis,
also ein höheres Wissen, das der Wahrheit entspricht, und Mitteilungen aus dem
geistigen Reich, die wohl auch gut und wahr sein können, aber auch durchsetzt
mit Mitteilungen aus dem Reich der Finsternis, sowie der Mensch selbst durch
seine Einstellung zur Welt die Handhabe dazu bietet .... Mein Wort garantiert
reinste Wahrheit, und Mein Wort kann auch durch Meinen Willen euch von Boten
des Lichtes vermittelt werden, es bleibt dennoch Mein Wort ....
Doch hüten
sollen sich mediale Empfänger, durch die geistige Wesen sich äußern, die gleichsam
Sprechorgane sind für jene, daß sie nicht mißbraucht werden von niederen Kräften ....
Sie sollen sich nicht durch schöne Worte blenden lassen, denn das ist die Maske
dessen, der ein Feind der Wahrheit ist, und das Mittel, Eingang zu finden auch
in Kreisen, die ernsthaft Mich suchen, jedoch die Welt noch nicht gänzlich aufgegeben
haben, um auch durch Meine ständige Gegenwart sicher zu sein vor den Anfechtungen
von unten. Mein Wort wird euch Menschen geboten klar und rein, weil Ich Mir
Selbst Meine Diener erwähle, die Ich tauglich weiß für das Amt eines Empfängers
und Verbreiters Meines Wortes und die Ich daher auch schützen werde, solange
ihr Wille Mir allein gilt und sie Mir als Werkzeug dienen wollen. Denn niemals
sollet ihr Menschen euch beklagen können, daß die reine Wahrheit euch vorenthalten
wird ....
Immer werde Ich Mein Wort zur Erde leiten und auch Sorge tragen, daß
es Verbreitung finde, weil davon das Seelenheil der Menschen abhängt, daß sie
in der Wahrheit unterrichtet werden ....
Amen
B.D. 5183
empfangen am 6.8.1951
Erbitten von Gottes Segen ....
Kraft und Auswirkung ....
Es muß euch immer wieder gesagt werden, daß ihr nichts vermöget ohne Meine
Kraft und daß ihr darum unentwegt bitten müsset um diese, wollet ihr irdisch und geistig gesegnet sein, d.h. Erfolg eures Strebens verzeichnen können. Denn auch für eure
irdische Tätigkeit sollet ihr Mich um Kraft anrufen, auf daß auch diese gesegnet sei von
Mir und euch auch Vorteil für eure Seele eintrage. Geistig aber könnet ihr nichts vollbringen ohne Meinen Segen, ohne Meine Kraftzufuhr, die euch jedoch niemals versagt
wird, weil es Mir wohlgefällt, so ihr Mir zustrebet und Ich euch unterstütze in jeder
Weise. Mit Mir vermögt ihr alles, ohne Mich nichts ....
Denn sowie ihr irdischen Erfolg
habt, ohne Mich um Segen gebeten zu haben, so dürfet ihr diesen Erfolg auf das Konto
Meines Gegners setzen, der euch dann reichlich mit Kraft versieht, so ihr Mich verges-set, so ihr euch abwendet von Mir. Darum lasset euch nicht täuschen, daß eure Kraft
allein genüge, sondern lasset euch warnen vor seiner Unterstützung, denn sie ist euer
Untergang, sie ist der Kaufpreis für eure Seelen ....
Wendet euch an Mich, daß Ich jedes
Beginnen segne, und dieser Segen wird wahrlich für euch heilsam sein, ihr werdet geistig aufwärtssteigen und auch irdisch bedacht werden, wie es eurer Seele dienlich ist.
Und verstehet es, daß euer Anruf zu Mir den Kontakt herstellt und nun Meine Kraft auf
euch übergeleitet werden kann; verstehet dies, daß der Kontakt aber sein muß, weil die
Bindung mit Mir unerläßlich ist für eure geistige Entwicklung. Wenn ihr auch nur bittet um irdisches Gelingen, seid ihr doch in Verbindung getreten mit Mir, und ihr gebt
Mir nun dadurch das Recht, auf euch einwirken zu können, weil Ich euren freien Willen
achte und euch nichts aufdränge, was ihr nicht erbittet. Durch euren Anruf zu Mir stellet ihr euch bewußt in den Kreis Meiner Kraftempfänger, die Ich ständig versehe, weil
Ich sie liebe und ihnen den Weg nach oben erleichtern will. Alles wird euch wohlgelingen, denn nun kann Ich Selbst mittätig sein, Ich kann euch mit Kraft versehen, die, weil
sie göttlichen Ursprungs ist, auf alles günstig einwirken wird, was ihr berühret .... sei es
eurer Hände Arbeit, sei es Betreuung irdischer oder geistiger Art. Jede Arbeit wird euch
wohlgelingen, so ihr sie nur verrichtet im Gedenken an Mich und mit der Bitte um
Meine Unterstützung. Was ihr aber geistig schaffet unter Nützung Meiner Kraft, das
könnet ihr jetzt noch nicht ermessen, doch staunend werdet ihr euch bewußt werden,
welchen Umfang euer geistiges Wirken angenommen hat, so ihr einst im geistigen
Reich rückblickend eure Arbeit sehet, die durch Meinen Segen gewaltige Auswirkung
hat, für die ihr ewig dankbar seid. Beginnet nichts ohne Mich, und lasset eure Gedanken oft zur Höhe schweifen, lasset Mich geistig und irdisch euer Mitarbeiter sein, auf
daß euch alles wohlgelinge, auf daß ihr reichen Erfolg aufweisen könnet, der sich dann
stets geistig auswirken wird, weil Meine Kraft ihn gezeitigt hat und Meine Kraft letzten
Endes wieder zu Mir zurückkehrt in Form zur Vollendung gelangter Wesen, die durch
Meine Kraft selig wurden ....
Amen
B.D. 5184
empfangen am 6.8.1951
Erweckung des Geistesfunkens im Menschen
- Liebe ....
Der göttliche Funke im Menschen hat so lange keine zündende Kraft, wie er in einem
liebekalten Herzen ruht. Denn die Liebewärme erst erweckt ihn zum Leben, er entzündet sich gleichsam an der Liebe, also kann nur ein liebetätiger Mensch diesen Funken in
sich zum Erwachen bringen. Und so ist es auch verständlich, daß in der letzten Zeit vor
dem Ende, in der die Menschen schon stehen, es nur wenige Geist-erweckte Menschen
gibt, weil eben auch nur wenig Liebe geübt wird und somit der Mensch ohne Leben
bleibt, wenngleich er noch auf Erden weilt. Denn leben heißt tätig sein durch den
Antrieb des Geistesfunkens im Menschen, und zwar stets im Willen Gottes, weil der
Geistesfunke im Menschen mit dem Vatergeist von Ewigkeit in Verbindung steht und
somit dem Menschen nur das unterbreiten wird, was wirklich Wahrheit ist, also auch
dem Willen Gottes entspricht. Ist aber der Geistesfunke im Menschen erwacht, dann
treibt er unentwegt ihn dem Ziel zu, denn der Funke, der einmal zur Flamme auflodert,
kann nicht mehr erlöschen, weil Gott Selbst die Flamme nun nähret und etwas rein
Göttliches, das erst einmal wirksam geworden ist, nimmermehr in den Zustand des
Todes zurücksinken kann, weil die Verbindung mit dem Vatergeist hergestellt wurde, als
der Geistesfunke zum Leben erwachte. Diese Bindung wird nicht mehr aufgelöst, sondern stets fester und inniger durch die Liebe, zu der der göttliche Geist ständig antreibt.
Die Erweckung zum geistigen Leben ist das Wichtigste im Erdenleben, denn dann tritt
eine Wandlung ein, der Weg, der zuvor eben war oder in den Abgrund führte, geht nun
aufwärts zur Höhe und führt dem herrlichsten Ziel entgegen. Es ist aber ein weiter Weg
zur Vollendung, weil vorerst die Schlacken um die Seele aufgelöst werden müssen, ehe
der Geistesfunke so wirksam sein kann, daß er ohne Zweifel als Gottes Ausstrahlung
erkannt wird. Die geistige Wiedergeburt hat also wohl stattgefunden, sowie der Geistfunke zum Leben erwachte, aber nun erst muß sich dieser mit der Seele vereinen, bis
diese sich ganz und gar der göttlichen Führung überlässet, also eifrigst den Willen
Gottes zu erfüllen sucht. Der Mensch führt also nun ein zweites Leben neben dem irdischen Leben .... und dieses ist das eigentliche Leben der Seele, das im geistigen Reich
erst zur vollen Entfaltung kommt und ungeahnte Tätigkeit bedeutet. Das Wirken einer
vollkommen gewordenen Seele im Lichtreich wird immer ein Einfügen in den göttlichen Willen sein, welcher der Seele durch den Geist ständig offenbart wird. Geist und
Seele sind also dann eins geworden und stehen in unlösbarer Verbindung mit Gott, dem
Vatergeist von Ewigkeit. Dies ist dann das ewige Leben, denn ein gewaltiges Betätigungsfeld liegt nun vor einer solchen Seele, doch da sie nun licht- und krafterfüllt ist,
weil ihr Geist unentwegt vom Vatergeist gespeist wird, darum ist ihre Tätigkeit unbeschreiblich beseligend, denn sie fühlt sich verbunden mit Dem, Den sie liebt, und wirket und schaffet für Ihn, indem sie alles zu Ihm hinzuführen sucht, was noch von Gott
entfernt ist. Eine Seele, die zum ewigen Leben eingegangen ist, wird jegliche Schwäche
verlieren, sie befindet sich wieder in dem Urzustand, wo sie ohne Einschränkung schaffen und gestalten konnte, weil sie wieder so vollkommen geworden ist, wie sie einst von
Gott ihren Ausgang nahm ....
Amen
B.D. 5185
empfangen am 8.8.1951
Liebe
- Lösemittel ....
Jenseitige-Hilfe ....
Die Liebe ist das wirksamste Lösemittel aus der Gefangenschaft des Satans ....
Alles
Geistige, das noch in der Finsternis schmachtet, sei es auf Erden oder im Jenseits, ist
noch in seiner Gewalt. Ihr Menschen könnet es befreien, so ihr ihm Liebe zuwendet. Auf
Erden wie im Jenseits ist dies das einzige Lösemittel. Meine Macht kann nicht die Fesseln des Satans sprengen, wohl aber eure Liebe. Und so ihr dieses wisset, so wisset ihr
auch, wie überaus armselig die geistigen Wesen sind, denen keine Liebe gegeben wird,
weil sie ständig in seiner Gewalt schmachten, weil ihnen das einzige Lösemittel fehlt,
das sie frei macht von ihm. Auf Erden nun sind sich die Menschen ihrer Finsternis und
ihrer Gefangenschaft durch den Satan nicht bewußt, weil dieser durch die Freuden der
Welt hinwegzutäuschen sucht über ihren Zustand, der aber ganz offen zutage tritt,
wenn die Seele in das jenseitige Reich eingeht. Dann empfindet sie seine Ketten als Qual
und ihre Armut als Finsternis und kann sich nicht selbst aus diesem Zustand retten. Sie
weiß auch nicht um die Kraft der Liebe, um das Lösemittel aus ihrer Qual. Und darum
ist so manche Seele in einem hoffnungslosen Zustand, solange sich nicht liebende Menschen auf Erden ihrer erbarmen oder ihr von geistiger Seite Hilfe gebracht wird. Liebe
allein kann ihnen helfen ....
Ich sehe die Not der Wesen, Ich sehe die geistige Finsternis
auf der Erde und auch die vielen schmachtenden Seelen im Jenseits. Meine Liebe ist
übergroß und doch gebunden durch Mein ewiges Gesetz .... das den freien Willen zur
Bedingung des Vergöttlichens der Wesen gemacht hat, die einst im freien Willen abfielen von Mir und dadurch unvollkommen wurden ....
Dieses Gesetz kann keineswegs
durch Meine Liebe aufgehoben werden, denn auch diesem Gesetz liegt Meine übergroße Liebe zugrunde, die wahre Kinder aus den Wesen machen will, die einst von Mir
ausgegangen sind. Wo nun aber der freie Wille versagt hat, dort gibt es noch eine weitere Möglichkeit, aus der Fessel des Satans frei zu werden .... nicht Meine Liebe, sondern
eure Liebe kann ihnen Rettung bringen, denn ihr Menschen könnet für eure Mitmenschen Kraft erbitten, die, so euch die Liebe zur Fürbitte antreibt, jenen hilfsbedürftigen
Seelen zugeführt wird, um eurer Liebe willen. Und so auch könnet ihr die noch gefesselten Seelen im Jenseits zur Höhe führen, so
auch könnet ihr sie erlösen und aus der Finsternis emporziehen, weil die Kraft der
Liebe niemals wirkungslos bleibt, jedoch wieder nur auf den Willen der Seelen wohltätig einwirkt, niemals aber den Willen zwingt. Die Liebe ist ein ganz sicheres Lösemittel ....
Darum bitten euch die leidenden Seelen stets um euer liebes Gedenken und eure
Fürbitte, und ebenso werden es euch eure Mitmenschen auf Erden danken, wenn ihr
ihnen durch Liebe verhelfet zur Freiwerdung vom Satan, wenn eure Liebe ihnen den
Weg zeigt, der zu Mir führt, und wenn ihr auch eurer Mitmenschen im Gebet gedenket,
die der Satan noch gefangenhält. Denn die Kraft der Liebe bringt oft zuwege, was dem
gewaltigsten Redner nicht gelingt ....
Die Kraft der Liebe vermag Fesseln zu lösen und
der Seele zur Freiheit zu verhelfen, sowohl auf Erden als auch im Jenseits, weil der Liebe
kein Wesen widerstehen kann ....
Amen
B.D. 5186
empfangen am 9.8.1951
„Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen ....“
Und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen ....
Meine Kirche, die Ich
selbst auf Erden gegründet habe. Es wird sich die Hölle auftun und alles ausspeien, um
die Macht und das Wirken Meines Gegners zu erhöhen. Es werden alle Teufel gegen die
kleine Schar der Gläubigen vorgehen, die in Wahrheit Meine Kirche bilden ....
Es wird
die Hölle selbst gegen ihre Mauern anstürmen, doch sie wird standhalten, Meine Kirche, denn die Gläubigen stehen in großer Kraft ....
Das Ende ist nahe, und darum suche
Ich, Meiner Kirche noch anzugliedern, die nur in kleinem Glauben stehen, und ihr
Glaube soll stark und unerschütterlich werden, ehe noch das Ende kommt. Die Hölle
wird keine Gewalt haben über jene, die im Glauben stehen, denn diese gehören Meiner
Kirche an, und Ich, als Gründer jener Kirche, werde wahrlich sie schützen gegen den
Ansturm der Hölle. Ihr Menschen stehet vor dem Ende, und ihr wisset es nicht, was das
bedeutet, ihr wisset nicht um den geistigen Kampf zwischen Licht und Finsternis, zwischen Wahrheit und Lüge, und ihr wisset es nicht, daß die Erde in völligem Dunkel liegt,
weil die Macht der Finsternis herrscht und ihr Menschen selbst ihr diese Macht einräumt ....
Es ist euch der Kampf der Geistwelt noch nicht ersichtlich, doch er wird sehr
bald Form annehmen, die euch erkennen läßt, wie nahe das Ende ist ....
Es wird sehr
bald der Glaubenskampf einsetzen, ein Kampf, der von machthabender Seite angekündigt wird gegen alle, die noch im Glauben stehen, gegen alle, die einer Geistesrichtung
angehören, die Mich als ihren Schöpfer und Vater anerkennen und die geistig streben
aus innerer Erkenntnis heraus, daß das Leben mit dem irdischen Tode nicht aufhört.
Alle diese Menschen werden angefeindet werden, arg bedrängt und brutal aufgefordert,
ihren Glauben zu verleugnen. Ihr alle steht vor diesem Kampf, der nicht nur eurem
Körper gilt, sondern mehr der Seele gilt, aber doch auch die Entscheidung eures Körpers verlangt, weil ihr arg bedroht werdet und es euch fast unmöglich gemacht wird,
standzuhalten ....
Und dann wird es sich zeigen, wer Meiner wahren Kirche angehört,
wer Mich als obersten Herrn und Machthaber anerkennt und wer Mich mehr fürchtet
als die irdische Gewalt ....
Gesegnet, wer den Glauben hat, daß er als Mitglied der von
Mir gegründeten Kirche gilt ....
Gesegnet, wer nicht die fürchtet, die wohl den Leib töten
können, aber nicht die Seele .... gesegnet, wer sich die Kraft zum Kampf dort holt, wo
der rechte Heerführer steht ....
Er wird den Sieg erfechten über die Feinde, er wird
erkennen, daß die Hölle nichts vermag, wo der Herr des Himmels und der Erde steht,
wo Seine Heerscharen kämpfen, die auch der Teufel Herr werden, so die Hölle geöffnet
und ihr Abschaum auf die Menschen losgelassen wird ....
Meine Kirche wird standhalten, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen ....
Das Ende ist nahe, und
Mein Wort erfüllet sich. Darum bereitet euch vor auf die Zeit, die kommen wird, aber
fürchtet sie nicht, denn Mein ist die Kraft und die Macht und die Herrlichkeit ....
Amen
B.D. 5187
empfangen am 11.8.1951
Verkünden des Evangeliums dringlich in der Endzeit ....
In einer Welt der Lieblosigkeit und des Hasses ist es schwer, Mein Evangelium zu predigen, das nur Liebe zueinander lehret und darum keinen Anklang findet unter den
Menschen. Und doch sind gerade diese lieblosen Menschen es, die dringend belehrt
werden sollen, auf daß sie in sich gehen und sich wandeln. Die Liebe zu den Mitmenschen wird gänzlich vernachlässigt in der letzten Zeit vor dem Ende, und das schon gibt
euch den Beweis, daß ihr vor dem Ende steht. Die Lieblosigkeit werdet ihr immer beobachten können in eurer Umwelt und also auch wissen, in welcher Stunde ihr lebet. Ihr
werdet aber auch wahrnehmen können, daß sich kleine Gemeinden bilden, die das
Evangelium ausleben, und ihr werdet auch die Auswirkung auf beiden Seiten beachten
können und also dort viel Kraft antreffen, wo nur ein wenig Liebe unter den Menschen
ist. Und das soll die Mitmenschen anspornen zu einer Wandlung ihrer Gesinnung, ehe
es zu spät ist. Darum sollet ihr ohne Furcht Mein Evangelium verkünden, wenngleich
ihr Abwehr findet, denn Ich unterstütze euch in eurem Beginnen, indem Ich euch durch
offensichtliche Zeichen hinweise, euren Worten Ausdruck verleihe und die Menschen
ihrer gedenken werden, die euch abwiesen und euch keinen Glauben schenkten. Denn
nur durch Mein Evangelium, das ihr ihnen bringen sollet, können sie Mich kennenlernen und über Meinen Willen unterrichtet werden, und nur durch Erfüllen Meines Willen kann in ihnen auch das Verständnis erwachsen für hohes Wissen und dessen Heilsamkeit. Da aber Mein Wille gerade das Gegenteil verlangt als den derzeitigen Zustand
ohne Liebe und also auch ohne Glauben, so ist das Wissen um Meinen Willen von solcher Dringlichkeit, daß ihr, Meine Diener auf Erden, alles tun sollet, um die Mitmenschen zum Glauben zu bewegen, und ihnen vor allem die Auswirkung eines Liebelebens vorstellen müsset, damit der Geisteszustand der Menschen vor dem Ende noch
etwas erhöht werde, auf daß der letzte Tag doch noch einige Gerechte finde, die nicht
dem Lager Meines Feindes angehören und nicht der restlosen Vernichtung des letzten
Tages anheimfallen. Suchet noch eifrig Seelen zu gewinnen, und lasset euch nicht
abweisen, aber kommet ihnen mit Liebe entgegen, und ihr werdet weit mehr Erfolg
haben, als so ihr sie mit Vorwürfen und Redewendungen bearbeitet, die wenig Überzeugungskraft und daher wenig Erfolg haben. Mein Wort sollet ihr ihnen darbieten,
und die Kraft Meines Wortes wird doch an Menschenherzen rühren, so die Worte in
Liebe dargeboten werden. Die Welt des Hasses und der Lieblosigkeit geht dem Ende
entgegen ....
Und eure Arbeit für Mich und Mein Reich wird immer dringlicher ....
Werdet nicht lau, sondern bleibet strebsam und arbeitet mit Eifer, denn es ist nicht mehr
lange Zeit. Und glaubet, daß ihr als Meine Mitarbeiter stets Meine Unterstützung erfahren werdet, sowie es gilt, irrende Seelen der Wahrheit zuzuführen, die ihnen nur durch
euch geboten werden kann, weil ihr, Meine rechten Vertreter auf Erden, sie selbst von
Mir empfangen habet und daher auch tauglich seid, Mein Evangelium hinauszutragen
in die Welt, das Licht zu tragen in die Finsternis, die Liebe den Menschen zu predigen,
die noch eines guten Willens sind.
Amen
B.D. 5188
empfangen am 13.8.1951
Reinkarnation ....
Irrlehre ....
Gotteskindschaft ....
Ihr werdet euch stets von der Wahrheit entfernen, sowie ihr die Bindung mit Mir lokkert und nur denket mit eurem Weltverstand, der die geistige Wahrheit nicht erkennen
kann. Denn der Verstand will sich immer eine Erklärung so geben, wie es seinen Wünschen und Berechnungen entspricht, die Wahrheit aber stimmt nicht immer damit
überein. Die Gedanken des Menschen sollen zwar nicht ausgeschaltet werden, aber
immer in geistigen Fragen dem Geist in sich den Vorrang lassen, also sich erst von Mir
beschenken lassen durch seinen Geist, um dann gedanklich die Gaben zu verwerten.
Ich will euch stets ein helles Licht geben, doch ihr selbst dürfet keine Wand davorstellen, durch die das Licht nicht mehr durchdringen kann. Und eine Wand richtet ihr
selbst auf, sowie ihr selbst gedanklich tätig werdet in einer Richtung, die euch zusagt ....
Ihr Menschen wünschet, daß ihr lebet auf Erden, und wollet zumeist das Erdenleben
ungern dahingeben. Und also gehen eure Gedanken solche Wege, und euer Wunschtraum ist ein mehrfaches Leben, weil ihr laut göttlichem Naturgesetz es selbst euch
nicht verlängern könnet. Von diesem Blickfeld aus suchen sich nun eure Gedanken die
Wege zur Erfüllung dieses Wunsches, und euch ist die Wiederverkörperungslehre will-kommen, und ihr bewertet sie als Wahrheit, wenngleich sie nur eine Teilwahrheit enthält. Die Wiederverkörperung, wie ihr sie euch vorstellt, weil ihr es so wünschet, wäre
gewissermaßen die Wiederholung eines Entwicklungsstadiums, weil der Mensch auf
Erden versagt hat oder nicht die Vollreife erlangte, die er sehr wohl erlangen kann ....
Es
muß euch Menschen doch aber verständlich sein, daß solches nur einen ständigen
Wechsel des Aufenthaltes für die Seele bedeuten würde, die also nun nach Belieben bald
das irdische, bald das geistige Reich bewohnen würde. Und es wäre das gleich einer
Stockung im Kreislauf von Ewigkeit, ein Auf-immer-derselben-Stufe-Verharren, oder,
solange der freie Wille nicht ausgeschaltet ist, auch ein Absinken für die Seele sein
könnte, weil der freie Wille einem Menschen immer gegeben wird, laut dessen er sich
nach oben oder nach unten entwickeln kann. Es muß euch ferner klar sein, daß alle
Gestirne die gleiche Bestimmung haben, den Wesen geistige Ausbildungsmöglichkeiten zu geben, und daß sonach die Weiterentwicklung nicht unbedingt von der fleischlichen Rückkehr zur Erde abhängig ist, ja eine solche eher den bisherigen Reifegrad
gefährden könnte, weil die Erde noch zuviel unreifes Geistiges birgt, das einen schlechten Einfluß ausüben kann auf die Seelen, die im Erdenleben versagten und darum eine
neue Rückkehr verlangten. Einer zur Erde rückverlangenden Seele wird zwar der
Wunsch gewährt, weil der Wille auch im jenseitigen Reich frei und sonach bestimmend
ist für ihren Seelenzustand, jedoch ihr Menschen habt dann nicht mehr das Verlangen
nach der Erde, wie es jetzt bei euch vorherrscht, ihr wollet nicht mehr den schweren
irdischen Leib anziehen, sondern ihr seid, als einmal im geistigen Reich zu noch so
geringer Erkenntnis gelangt, mit der euch umgebenden Sphäre schon so vertraut, daß
ihr sie ausnützet, wie es euch möglich ist, und dadurch einen weit höheren Reifegrad
erreichen könnet mit Sicherheit, als ihr euch durch einen nochmaligen Erdengang
erzielet. Ich kann euch nur immer wieder das gleiche sagen: Ihr habt Irrtum einschleichen lassen durch eigenes Denken in das geistige Gut, das euch als Wahrheit von Mir
geboten wurde, ihr habt Einzelfälle verallgemeinert .... weshalb wohl die Wiederverkörperungslehre nicht gänzlich abgelehnt werden kann, jedoch in der von euch dargebotenen Weise sich zu einer Irrlehre ausgebildet hat, die Ich immer wieder berichtigen
werde, auf daß ihr euch nicht in einer Annahme verrennt, die eure Aufwärtsentwicklung hier auf Erden gefährdet, die euch lau und nachlässig werden (lässet, d. Hg.) in der
Arbeit an euch selbst. Die Fälle der Rückversetzung einer Seele zur Erde sind so selten
und stets besonders begründet, doch es ist falsch, aus diesen Tatsachen feststehende Lehren machen zu wollen, die das Denken der Menschen nur verwirren und die alleinige Wahrheit zweifelhaft erscheinen lassen ....
Ihr Menschen könnet auf Erden unvorstellbar viel erreichen, ihr könnet während eines Erdenlebens den höchsten Grad der
Reife, die Gotteskindschaft, erreichen, denn dafür bin Ich Selbst als Mensch Jesus am
Kreuz gestorben ....
Und es wird euch stets Mein Wille kundgetan durch Mein Wort,
und ein unermeßlicher Gnadenschatz steht euch ständig zur Verfügung ....
Wer aber
alles dessen nicht achtet und sein seelisches Ausreifen nicht anstrebt, der wird auch
unwiderruflich die Folgen tragen müssen im geistigen Reich, doch durch Meine übergroße Liebe und Barmherzigkeit auch dann noch zur Höhe steigen können, wenn es
sein Wille ist, denn Ich habe wahrlich viele Schulhäuser in Meinem Universum, wo ihr
noch viel nachholen doch nimmermehr den Grad der Gotteskindschaft erreichet (könnet, d. Hg.), der euch zu Meinen Erben macht, den ihr aber nur auf Erden erreichen könnet ....
Amen
B.D. 5189
empfangen am 16.8.1951
Wirkung der Liebe auf Mitmenschen ....
Ein Vergöttlichen der Seele findet nur dann statt, wenn sie sich völlig frei zur Liebe
wandelt. Es ist sonach ein Ablegen aller Fehler und Schwächen, ein Überwinden böser
Triebe und ein Verlangen nach dem Guten und Wahren Voraussetzung, weil dann erst
die Liebe zur Entfaltung kommen kann, das Merkmal göttlichen Geistes und das Zeichen der Reife der Seele. Dann ist die Seele nicht mehr erdgebunden, wenngleich sie
noch auf Erden lebt, dann ist ihre Sphäre schon eine geistige, und sie steht als Mensch
mitten unter Menschen, um Geistiges auszustrahlen und den Seelen der Mitmenschen
die Wohltat einer geistigen Ausstrahlung zukommen zu lassen, die je nach dem Willen
derer von Erfolg für die Seele sein kann. Denn ohne geistige Einwirkung erhebt sich
keine Seele aus der Tiefe, und geistige Einwirkungen müssen immer von Licht-durchstrahlten Wesen ausgehen, die aber ihr Licht nicht offen strömen lassen können. Ein
Mensch, der schon die Fülle göttlicher Liebekraft in sich birgt, ein Mensch, dessen Seele
sich vergeistigt hat durch die Liebe, ist ungeheuer segenspendend für seine Mitmenschen, denn er kann ihnen das geben, was emporhilft zur Höhe, was die geistige Entwicklung der Seele fördert ....
Er kann viel Liebe geben, und Liebe ist Kraft aus Gott ....
Wer von solcher Liebe berührt wird, der empfindet wieder den Trieb zur Höhe in
sich: ....
Es ist die Seele, die sich frei zu machen sucht, die gleichsam emporgezogen wird
von geistiger Kraft ....
Der Liebesfunke, der in ihr ruht, entzündet sich. Und so ist die
Liebe eines Menschen erlösend wirksam, die Sphäre einer Seele verändert sich, die
Strahlungen aus dem geistigen Reich berühren die Seele, und eine geistige Sphäre bildet sich um sie, und wieder ist eine Seele fähig, Erlöserarbeit zu tun, weil sie selbst nun
geistige Kraft empfangen und ausstrahlen kann. Ihr Menschen könnet nicht die Kraft der Liebe ermessen, doch haltet euch möglichst
in der Nähe derer auf, die Liebe ausstrahlen, und ihr werdet die wohltätige Wirkung
erfahren, und eure eigene Umgestaltung wird euch leicht werden, weil ihr von der Liebe
eines Menschen unterstützt werdet und der Erfolg garantiert ist, solange ihr willig seid
und euch nicht jenem Einfluß entzieht. Ein Mensch, der in der Liebe steht, vermag
unsagbar viel, denn seine Gedanken sind stets bei der ewigen Liebe, und er vermittelt
denen Kraft, die sie benötigen. Gott Selbst ist mit ihm und in ihm, und darum erstrahlt
hellstes Licht aus ihm, und die Liebewärme teilt sich auch den Seelen der Mitmenschen
mit und wird überaus wohltätig empfunden ....
Gott Selbst strahlt Seine Liebe aus durch
einen Menschen, der sich zur Liebe gestaltet hat ....
Amen
B.D. 5190
empfangen am 17.8.1951
Gottes Liebe und Sorge um Seine Geschöpfe ....
Allen Menschen auf Erden gilt Meine Sorge, und alle Menschen möchte Ich glücklich
sehen ....
Doch nicht irdisches Glück will Ich ihnen schaffen, solange die Seele
noch in einem Zustand ist, wo irdisches Glück ihr nur schaden kann. Ich will
die Seele ewigglücklich sehen ....
Meine Liebe will ihnen ein ewiges Leben
bereiten, und Meine Weisheit führet die Menschen darum so, daß das Ziel, die
ewige Seligkeit, erreichbar ist, wenn sie selbst es wollen. Ich liebe alle Meine
Geschöpfe, und Meine Liebe höret nimmer auf ....
Niemals verwerfe Ich eine Seele
auf ewig, und niemals ist ihr die Rückkehr ins Vaterhaus verwehrt. Und weil
das Tor zur Ewigkeit stets offen ist, ist auch der Weg zum Vaterherzen stets
frei, und ob das Kind auch noch so schwer gesündigt hat .... es wird aufgenommen,
sowie es reuevoll zurückkehrt. Mir als dem höchsten und vollkommensten Wesen
ist nichts zu gering, um angenommen zu werden, denn Ich harre nur des Momentes,
wo es freiwillig zu Mir zurückkehrt, auf daß Ich es nun ewig beglücken kann.
Allen Menschen gilt diese Meine Liebesorge um den Rückfall in die Tiefe, der
weit eher erfolgen wird als die Rückkehr ins Vaterhaus. Und diese Voraussicht
veranlaßt Mich zu einem überaus schmerzhaften Eingriff zur Rettung derer, die
noch zögern und in Gefahr kommen, plötzlich von der Erde hinweggerissen zu werden ....
Ich hole noch viele Menschen von dieser Erde ins geistige Reich, auf daß sie
nicht Meinem Gegner zum Opfer fallen, wenn eine Entscheidung von ihnen verlangt
wird. Ich rufe sie ab, wenngleich sie noch sehr unreif sind, damit jener sie
nicht überwältigt und ihnen dann auf endlos lange Zeit der Eingang ins geistige
Reich verschlossen ist. Denn am Ende muß Ich Gerechtigkeit walten lassen und
erbarmungslos scheiden die Böcke von den Schafen, die Guten von den Bösen, und
allen den Platz anweisen, der ihnen gebührt ....
Wer dann nicht in Meinem Lager ist, der steht unweigerlich bei Meinem Gegner und
muß auch dessen Los teilen, in der Erde und der Materie wieder gebannt zu werden.
Und einmal wird auch der verstockteste Sünder den Weg ins Vaterhaus gehen, einmal
wird auch ihn die offene Tür anziehen, er wird sich mächtig angezogen fühlen von Meiner Liebe, die ihm entgegenstrahlt .... doch ewige Zeiten werden noch vergehen ....
Ich
aber liebe euch alle auf dieser Erde und will euch helfen, schon vorher den Weg zu finden, Ich will, daß ihr Mir jetzt schon nachfolget, Ich will euch allen schon jetzt Seligkeit
bereiten und brauche dazu nur euren Willen. Darum wundert euch nicht, daß Ich alle
Möglichkeiten erschöpfe, wundert euch nicht, daß Ich alle Mittel anwende, um euch
blinden Erdenwanderern die Augen zu öffnen; wundert euch nicht, daß das Licht der
Wahrheit von oben zu euch herniederstrahlt, auf daß ihr seinem Strahl nachgeht und
den Ausgangsort erkennet ....
Es ist Meine übergroße Liebe, die euch emporziehen will
aus lauter Gnade .... es ist Meine Liebehand, die sich euch entgegenstrecket. Diese
ergreifet und lasset euch ziehen und kommet zum Vater, ehe es zu spät ist, denn Er harret eurer und empfängt euch mit offenen Armen, so ihr Ihm nur mit Liebe im Herzen
entgegenkommet und wollet, daß ihr selig werdet ....
Amen
B.D. 5191
empfangen am 18.8.1951
Unsterblichkeit der Seele ....
Gedenket dessen, was mit eurer Seele wird nach dem Tode des Leibes; versuchet
euch vorzustellen, daß es kein Ende gibt für das, was in euch denkt, fühlt und will, und
daß die Seele nicht sterben kann. Stellet es euch vor, wenn ihr es noch nicht fest glauben
könnet. Dann wird euch ein Unbehagen befallen, weil die Seele es fühlt, daß kein schönes Los sie erwartet, weil der Glaube an ein Fortleben auch einen anderen Lebenswandel gezeitigt hätte, einen Wandel in Liebe, wie aber auch ein Wandel in Liebe ihr den
Glauben eingetragen hätte. Jeder Mensch weiß es, daß er sterben muß dem Leibe nach,
doch ein Weiterleben der Seele kann nicht als feststehendes Wissen gelehrt werden.
Dennoch kann es im Menschen Überzeugung werden auch ohne Beweis. Und diese
Überzeugung bestimmt nun sein Denken, Wollen und Handeln. Dann lebt der Mensch
bewußt .... bewußt seiner Aufgabe, sich auf Erden zur Höhe zu entwickeln und seinem
Reifegrad entsprechend der Seele das Los im Jenseits zu bereiten ....
Dann gedenket er
des Lebens der Seele nach dem Tode und ist auch immer bereit, das irdische Leben mit
dem Leben im geistigen Reich zu vertauschen, weil er weiß, daß es keinen ewigen Tod
gibt, nur einen Wandel des Aufenthaltsortes für die Seele. Ein jeder Mensch, der guten
Willens ist, fühlt es auch, daß er nicht nur für diese Erde lebt, und sein Glaube wird stets
tiefer und überzeugter. Denn wer guten Willens ist, der widerstrebt nicht den Hinweisen, die ihm durch Gottes Liebe immer wieder geboten werden und sein Denken anregen. Wer guten Willens ist, der pfleget auch die Liebe, und also wird er gestärkt in seinem Glauben und verlangt nach Licht, das auch in ihm entzündet wird. Ein jeder
Mensch kann glauben an ein Fortleben der Seele, wenn er es will, wenn er verlangend
nach der Wahrheit diesbezügliche Gedanken in sich bewegt und Aufschluß begehrt ....
Doch das Verneinen-Wollen eines Fortlebens wird stets ein Hindernis sein zum Glauben, weil dann schon die Kräfte der Finsternis den Menschen beherrschen, die jegliches
Licht hassen. Gehet nicht achtlos über eure Gedanken hinweg, so sie euch an das Leben
der Seele nach dem Tode gemahnen ....
Suchet zu ergründen, aber verwerfet nicht alle
Gedanken, so sie euch berühren. Denn ohne den Willen zur Wahrheit könnet ihr nicht
dazu gelangen, ohne das Verlangen danach könnet ihr nicht belehrt werden. Es gibt ein
Leben nach dem Tode, und dieses Leben gestaltet ihr euch selbst auf Erden, ihr selbst
schaffet der Seele das Los in der Ewigkeit und sollet darum sorgen, daß sie nicht dem
geistigen Tode verfalle, der qualvoll ist, aber niemals ein Nicht-Sein bedeutet. Denn die
Seele ist das Wirkliche im Menschen und bleibt bestehen, wenn auch der Leib vergeht ....
Denket darüber nach, auf daß ihr zum Glauben gelanget, auf daß ihr die innere
Überzeugung gewinnet, daß wohl der Leib sterben kann, die Seele aber unvergänglich
ist ....
Amen
B.D. 5192
empfangen am 19.8.1951
Jesus Christus, der Mittler zwischen Gott und den Menschen ....
Der Mensch Jesus stellte die Verbindung her zwischen Mir und den Menschen, Er
stand ihnen nahe und doch auch in direkter Verbindung mit Mir durch Seinen Geist ....
Also war Er der Mittler, über Den die Menschen zu Mir gelangen konnten, weil
sie es selbst nicht vermochten aus eigener Kraft. Diesen Mittler Jesus Christus
müsset ihr Menschen unweigerlich in Anspruch nehmen, wollet ihr den Heimweg
zum Vaterhaus finden, weil Er allein euch führet und mit Seiner Hilfe unterstützet,
wo eure Kraft nicht ausreichet. Keiner kann Ihn ausschalten, keiner kann ohne
Ihn das Ziel erreichen, keiner wird ohne Jesus Christus selig ....
Wer Ihn nicht
zu brauchen glaubt, der kommt ewiglich nicht zu Mir, denn Ich Selbst sandte
Ihn euch entgegen, daß Er euch hole zu Mir, und so ihr Ihn nun abweiset, versperret
ihr euch selbst den Zugang zu Mir, und ihr kommet nimmermehr zum Ziel. Er ist
Mein Sohn, aus dem Reiche der Herrlichkeit und des Lichtes zu euch herabgestiegen
in der Erkenntnis eurer Not und eurer Unfähigkeit, euch zu erheben aus der Tiefe ....
Er bekleidete Sich mit einer menschlichen Hülle, um euch nahezukommen, doch
Seine Seele hielt die Verbindung mit Mir aufrecht, seine Seele behauptete sich
auch dem Körper gegenüber, sie bestimmte auch ihn, sich Mir zuzuwenden, und
so konnte Ich Selbst in aller Fülle diese menschliche Hülle beziehen und durch
Ihn zu den Menschen sprechen; die Menschen kamen Mir näher, die zu Ihm
hindrängten, weil sie Ihn erkannten und die in Ihm weilende Gottheit ....
Er vermittelte zwischen Mir und den Menschen ....
Er hob das Gefallene auf und
brachte es Mir, Er zeigte allen den Weg zu Mir und bot Sich Selbst als Führer
an auf diesem Wege. Und also ist eines jeden Menschen Heimkehr ins Vaterhaus
gesichert, der sich Seiner als Mittler bedient. Und Ich ersah dies seit Ewigkeit,
Ich sah die endlose Entfernung Meiner Geschöpfe von Mir und die geschwächte
Willenskraft, Ich sah den durch Meinen Gegner gebundenen Willen jener Geschöpfe
und mußte ihnen einen Retter senden, Der ihnen half, sich der Ketten zu entledigen,
Der sie zurückführte zu Mir ....
Ich Selbst hatte Meinem Gegner wohl die Macht
zugebilligt, seinen freien Willen zu gebrauchen, doch er mißbrauchte
seine Macht und hatte so die Wesen in seiner Gewalt, die wohl durch seinen Willen,
jedoch aus Meiner Kraft hervorgegangen waren. Mit Meiner Allmacht konnte Ich
ihm die Wesen nicht entwinden, doch freiwillig hätten ihm die Wesen entfliehen
können. Diesen Willen aber brachten sie nicht auf und also mußte ein Wesen ihnen
als Retter gesandt werden, Der Seinen Willen dem Willen des Widersachers entgegensetzte ....
Und dieses Wesen bezwang ihn ....
Es war Jesus, der Mensch, der aus Liebe zur
Menschheit den Kampf aufnahm, Der in Sich die Liebe zur höchsten Entfaltung
brachte und dadurch Mich Selbst zu Sich zog und nun mit Meiner Kraft den Widersacher
bezwang. Er ist als Retter der Menschheit anzusehen, als Kraftübermittler für
die schwachen, nach Gott verlangenden Menschen, die niemals ohne Hilfe Ihn erreichen
konnten; Er ist der Kraftspender, Der Gnaden ohne Maß durch Seinen Tod am Kreuz
erworben hat und diese nun allen denen verschenkt, die ihn anrufen um Hilfe,
die Ihn als Mittler zwischen sich und Mir gelten lassen und sich Seinen Beistand
erbitten in der Erkenntnis ihrer Schwäche und Unfähigkeit, den Weg allein zurückzulegen,
der sie noch von Mir trennt ....
Bei Ihm kann sich jeder Mensch Kraft holen, und
es wird mit Sicherheit das Ziel erreichen, wer zu Ihm seine Zuflucht nimmt,
denn Ich nehme einen jeden an, den Der Mir zuführt, Der für euch in den Tod
gegangen ist ....
Amen
B.D. 5193
empfangen am 21.8.1951
Gemeinsame Arbeit im Weinberg des Herrn ....
Ich Selbst führe euch und bestimme eure Wege, und nichts ist Zufall, was ihr erlebet
oder was euch betrifft; keine Begegnung mit Mitmenschen ist ohne Sinn und Zweck
von Mir aus gefügt. Und doch bestimmt ihr selbst durch euren freien Willen die Auswirkung allen Geschehens um euch. Unterstellet ihr aber euren Willen dem Meinen, so
werdet ihr stets so handeln und denken, wie es recht ist und erfolgreich für eure und der
Mitmenschen geistige Entwicklung. Und darum können sich die Geistig-Strebenden
stets von Mir geführt wissen, denn sie bemühen sich, in Meinem Willen zu leben, und
ihren Willen erkenne Ich an, und Mein Wille wird mächtig in ihnen. Viel Arbeit in Meinem Weinberg soll noch getan werden, denn es dränget die Zeit. Und also lege Ich Meinen Knechten auch Meinen Willen ins Herz, auf daß sie erfolgreich tätig sein können.
Mein Wille aber in der letzten Zeit ist eifriges Verbreiten Meines Evangeliums ....
Ausstreuen der Saat, die das Erdreich aufnehmen soll ....
Verkünden Meines Wortes, das Ich
euch Menschen aus der Höhe zuleite ....
Diese Arbeit muß mit allem Eifer ausgeführt
werden, weil nicht mehr lange Zeit bleibt bis zum Ende. Wo Ich willige Knechte weiß,
führe Ich sie zusammen zu gemeinsamer Arbeit für Mich und Mein Reich. Denn es gilt
das Verbreiten der Wahrheit, des Samens, der allein von Mir empfangen werden kann,
sollen die Äcker, die da sind die Menschenherzen, reiche Frucht tragen. Wo nun die
reine Wahrheit vertreten ist, dort ebne Ich Meinen Knechten auch die Wege, um ihre
Arbeit nicht zu erschweren. Denn Ich verlange keinen Dienst, der nicht erfüllbar wäre.
Ich weise einem jeden Meiner Knechte als treuer Hausvater die Tätigkeit zu, die er leisten kann, und darum müssen Meine Knechte zusammenarbeiten, einer den anderen
unterstützend, ein jeder das vollbringend, was in seiner Kraft liegt ....
Ich führe euch
zusammen, die ihr für Mich und Mein Reich tätig sein wollet. Und es wird euch die
Arbeit Freude machen, weil ihr selbst von dem Geist beseelt seid, Mir in der Erlösungsarbeit zu helfen aus Liebe zu Mir und zum Nächsten, der dringend der Hilfe bedarf.
Und Ich will euch segnen, ihr Meine Diener auf Erden, für euren Willen, denn dieser ist
frei und kann sich entscheiden nach jeder Richtung ....
Ich will euch segnen und euch
Kraft geben zum Wirken für Mich, solange ihr auf Erden weilet. Denn die kommende
Zeit erfordert noch viel Kraft und Gnade, die euch aber im reichsten Maß zugeht,
solange ihr für Mich tätig seid. Ich führe euch, und keinen Weg gehet ihr ohne Mich ....
Ich stärke euch, und jede Schwäche wird von euch abfallen; Ich Selbst komme zu euch
im Wort und mache euch tauglich für eure Arbeit in Meinem Weinberg, und also wird
eure Tätigkeit stets gesegnet sein ....
Amen
B.D. 5194
empfangen am 23.8.1951
Segen von Krankheit und Leid ....
Ausreifen ....
Eine heilsame Warnung ist oft der Verfall des Körpers für den Menschen, der noch
zu sehr der Welt zugewandt ist und darum die Seele gefährdet. Er muß einmal erkennen
lernen, daß von der Natur aus Einhalt geboten werden kann, und aus dieser Erkenntnis
heraus sich dessen bewußt werden, was nachher kommt, wenn der Körper völlig
untauglich geworden ist für diese Erde. Der Mensch muß oft gewarnt und ermahnt werden, solange er nicht aus eigenem Antrieb seiner Seele gedenket. Körperliche Leiden,
Krankheiten und Einbüßung körperlicher Fähigkeiten müssen daher auch als ein Mittel zum Ausreifen der Seele angesehen werden, da sie das Denken eines Menschen
erheblich wandeln können und darum auch oft als Heilmittel für die Seele angewandt
werden, so diese in Gefahr ist, dem geistigen Tode zu verfallen. Doch nicht immer erfüllen sie ihren Zweck ....
Dann tritt ein Zustand der Verstockung ein, ein völliges Abwenden vom Göttlich-Geistigen, und es sucht der Mensch, alles dem Leben abzugewinnen
trotz Krankheit und Unglück, die seinen Körper betroffen haben. Nichts ist ohne
Bedeutung, was einem Menschen beschieden ist ....
Krankheit des Körpers bringt oft
die Gesundung der Seele zustande; dann ist sie von Segen gewesen, weil der Mensch die
Welt verachten lernte, nachdem er sie entbehren mußte und er sich in der geistigen Welt
Ersatz suchte und fand. Köstliche Güter darf er in Empfang nehmen als Ausgleich für
die Güter, die ihm die Welt versagt und die er nun als wertlos erkennt. Doch dazu
gehört, daß er sich demütig beugt unter das Schicksal, das ihm um seiner Seele willen
auferlegt wurde, daß er in Ergebung trägt, was ihm wohl schwer erscheint, jedoch auch
überwunden werden kann. Sowie der Mensch einen geringen Glauben hat, spürt er die
Hand Gottes über sich und fügt sich ergeben in den Willen Gottes; und dann kann er
nur gewinnen, niemals aber verlieren, also auch nicht bedauert werden, weil er ungleich
mehr besitzt als ein Mensch voller Gesundheit und Körperkraft, der keine Verbindung
hat mit dem Reich, das auch einmal sein Aufenthalt sein wird nach dem leiblichen Tode.
Maßgebend allein ist der Reifegrad, den die Seele hat beim Abscheiden von der Erde ....
Alles, was zur Erhöhung der Reife beitragen kann, bringt Gott in Anwendung, auch
wenn es der Mensch nicht als Wohltat empfindet, solange er ohne Erkennen ist ....
Einmal wird er den Segen des Leides und der Krankheit ersehen und Gott danken für die
Anwendung von Mitteln, die erfolgreich waren, ohne den freien Willen des Menschen
zu beschneiden. Ein kranker Körper ist nicht so schlimm als eine kranke Seele, und soll
diese gesunden, muß der Körper Krankheit erdulden, bis die Seele duldsam geworden
ist, bis sie den Blick himmelwärts richtet und die Welt nur als vorübergehende Prüfungsschule ansehen gelernt hat ....
Einst wird sie sich aufschwingen können unbeschwert und ungehindert zu hohen Regionen des Geistes und ihrem Schöpfer ewig
danken für die ihr erwiesene Gnade, den Körper leiden zu lassen, auf daß die Seele
gesunde ....
Amen
B.D. 5195
empfangen am 24.u.25.8.1951
Mahnung zum Vorbereiten auf das Ende ....
Ihr sollt euch vorbereiten auf die kommende Zeit ....
Was Meine Seher und Propheten verkündet haben, das wird sich erfüllen, denn es ist die Zeit vollendet, und laut
Gesetz von Ewigkeit steht der Menschheit eine Umwälzung bevor, die sowohl geistig als
auch irdisch zu verstehen ist. Es ist die Zeit des Endes, die Erde wandelt sich, und für die
Erdenbewohner geht eine Epoche zu Ende, und eine neue beginnt. Doch wenige nur
von den jetzt lebenden Menschen werden diese neue Epoche erleben, denn es müssen
Bedingungen erfüllt werden, denen sich nur wenige unterziehen. Darum wird die Erde
ein Ende nehmen, und unzählige Menschen werden den Tod dabei finden, weil sie die
neue Epoche nicht mehr erleben können. (25.8.1951) Wohl bin Ich denen gnädig, die
noch in letzter Stunde zu Mir kommen, die Mich rufen um Erbarmen, doch deren werden nur wenige sein, die sich plötzlich wandeln und zum Erkennen ihrer Sündhaftigkeit kommen und daher noch in letzter Stunde angenommen werden von Mir. Ich will
aber, daß die kleine Schar der Meinen das letzte Ziel erreichet, daß sie den Abschluß
dieser Epoche übersteht und eingeht in die neue Epoche, wo Ich sie benötige, auf daß
Mein Gesetz der Ordnung innegehalten werde. Und darum sage Ich euch: Bereitet euch
vor auf die kommende Zeit, denn sie stellt außergewöhnliche Ansprüche an euch, an
euren Willen, euren Glauben und eure Treue zu Mir. Die kommende Zeit ist geeignet,
euch eine überaus hohe Reife zu verschaffen, aber sie nimmt auch eure ganze Kraft in
Anspruch. Denn je näher es dem Ende zugeht, desto unwirklicher wird euch alles
erscheinen, was das Eigentlich-Wirkliche ist; desto mehr wird gegen euren Glauben
angekämpft und Mein Name in den Schmutz gezogen werden. So ihr euch aber ernstlich vorbereitet, stehet ihr über allem, denn sowie ihr zu den Wissenden gehört, kann
euer Glaube nicht mehr erschüttert werden. Das Wissen aber ist Folge der Liebe ....
Also
bemühet euch, ein eifriges Liebeleben zu führen, und ihr bereitet euch dann gut vor auf
das Ende ....
Dies ist Mein Rat, den ihr nicht unbeachtet lassen sollet .... Pfleget die
Liebe .... und euch wird Kraft und Licht zufließen in einem Maße, daß ihr allem Widerstand leisten könnet, was in der Endzeit euch zugefügt wird, und nichts wird euch dann
unfähig machen können im letzten Kampf. Bereitet euch vor und zögert nicht, denn die
Zeit geht dem Ende entgegen, diese Erlösungsepoche wird abgebrochen, weil dies der
ewigen Ordnung entspricht, daß eine Wandlung eintritt, sowie kein Erfolg in der geistigen Entwicklung mehr erzielt wird ....
Es ist kein geistiger Auftrieb bei den Menschen
zu finden, nur wenige streben dem Licht entgegen und für diese wenigen habe Ich eine
neue Aufgabe bereit, die erst beginnt nach der Wandlung, die sich an der Erde vollzieht.
Diese also, Meine kleine Herde, wird noch einmal ermahnt von Mir zu eifriger Seelenarbeit, denn der letzte große Ansturm steht vor der Tür, es setzt der letzte Kampf ein,
der gewappnete Streiter finden soll, die mit Mir in den Kampf ziehen und darum auch
siegen werden .... die triumphieren werden am Ende über den Gegner und seinen
Anhang ....
Amen
B.D. 5196
empfangen am 25.8.1951
Gottes Liebe ....
Nichts vermag euch Meine Liebe zu ersetzen, die im Wort zum Ausdruck kommt ....
Wenn Ich zu euch rede, bin Ich euch gegenwärtig ....
In eurer Nähe weilen aber kann Ich
nur, so ihr selbst Mir Liebe entgegenbringet, die Ich dann übermäßig erwidere, so daß
ihr euch stets von Mir geliebt glauben könnet, so ihr Mein Wort vernehmet, sei es direkt
oder auch vermittelt durch Meine Boten. Und dann könnet ihr euch glücklich schätzen,
weil Meine Liebe alles bedeutet, Schutz und Hilfe, Kraft und Gnade, Trost und
Zuspruch in banger Not und endlich die Zusicherung ewiger Glückseligkeit, weil ein
Kind, das Meine Liebeworte empfängt, nimmermehr zurücksinken kann in den
Zustand der Finsternis, weil das Licht schon zu mächtig in ihm geworden ist, als daß es
Irrwege gehen könnte. Ich spreche zu euch .... die Tiefe dieses Wortes könnet ihr nicht
fassen, denn ihr werdet es ewig nicht begreifen, daß Sich der höchste und vollkommenste Geist der Unendlichkeit herabneiget zu Seinen Geschöpfen, daß Er Sich ihnen zu
erkennen gibt und um ihre Liebe wirbt stets und ständig ....
Doch die Liebe an sich ist
euch nur ein Teilbegriff, die Liebe ist so endlos tief und ein heiliges Feuer, daß sie alles
ergreifen und verschmelzen möchte mit sich. Und diese übergroße Liebe ist euch stets
zugewendet und sucht sich zu äußern, weil sie erwidert werden will. Die Äußerung
Meiner Liebe also ist Mein Wort, die Ansprache an euch, die Mich beglückt und auch
euch selig machen soll. Ihr seid Meine Geschöpfe und sollet durch die Liebe zu Meinen
Kindern werden ....
Als Geschöpfe seid ihr von Mir ausgegangen, als Kinder voller heißer Liebe sollet ihr wieder zurückkehren zu Mir ....
Denn erst durch die Liebe seid ihr
zum rechten Leben erwacht und zu Wesen geworden, die Meinen Willen in sich tragen
und daher zu Meinem Ebenbild sich gestaltet haben ....
Die Liebe ist das göttliche Prinzip, das in euch vorherrschen muß, auf daß ihr selbst göttlich werdet und euch Mir
nahen könnet ....
Und Meine Liebe ziehet euch unentwegt und wird euch ewiglich nicht
mehr lassen, weil ihr den Vater erkannt habt und darum auch nach Seinem Wort verlanget, das stets euch ertönen wird, sowie ihr im Herzen es begehret und lauschet, was Er
zu euch redet ....
Ich Selbst bin euch gegenwärtig und bringe euch Meine Liebe entgegen
im Wort, um euch zu beglücken jetzt und in Ewigkeit ....
Amen
B.D. 5197
empfangen am 26.8.1951
Wahrheit ....
Verständliche Form ....
Es wird euch die Wahrheit stets so von Mir geboten, wie sie euch verständlich ist,
ansonsten auch die Wahrheit kein Licht für euch wäre. Bin Ich Selbst aber, als Geber der
Wahrheit, darauf bedacht, euch diese zuzuleiten und euch also einzuführen in ein Wissen, das zu eurer Entwicklung förderlich ist, dann brauchet ihr wahrlich die Wahrheit
nicht mehr anderswo zu suchen, sondern ihr könnet euch daran genügen lassen, was
Meine Liebe euch bietet und wie es euch geboten wird. Unermeßlich tief ist das Wissen
um die große Wahrheit .... und jede einzelne Seele steht in einem anderen Reifegrad, in
einem anderen Vorstellungsvermögen, wie auch in verschieden starkem Verlangen
nach der reinen Wahrheit. Und darum muß auch jede Seele anders bedacht werden,
immer dem Zustand entsprechend, wie sie das empfangene Geistesgut verwerten kann
und will für sich und die Mitmenschen. Und Mir allein ist es möglich, den Menschen zu
durchschauen und seine Aufnahmefähigkeit zu beurteilen, weshalb Ich Meine Gaben
austeile nach Meinem Ermessen. Ich habe aber dennoch Meine Freude an denen, die
immer tiefer einzudringen suchen, und verhelfe ihnen zu immer tieferer Erkenntnis,
sowie sie damit den Mitmenschen dienen wollen und das empfangene Wissen für diese
zuträglich ist. Wer selbst Licht empfängt, soll auch Licht ausstrahlen, und wiederum
weiß Ich es, wohin ihr, die ihr Mein Licht empfanget, es traget. Folglich muß das euch
zugeleitete Geistesgut auch denen zuträglich sein, die ihr damit beglücken wollet. Ihr
selbst müsset es verstehen, um es verständlich weitergeben zu können. Es gibt nur eine
Wahrheit, wie es auch nur einen Quell gibt, wo allein die ewige Wahrheit zu schöpfen
ist ....
Wer diesen Quell suchet, der muß die Liebe in sich zur Entfaltung gebracht haben,
um ihn finden zu können. Dann aber wird er in das lichtvollste Erkennen geleitet, denn
erst die Liebe macht alles verständlich, was .... selbst wenn es Wahrheit ist .... dem
unverständlich bleibt, der nicht durch die Liebe seinen Geist erweckt hat, der als Mein
Anteil ihn von innen belehrt und ihm gleichzeitig mit der Wahrheit auch das Verständnis dafür vermittelt. Das Erkennen der Wahrheit ist also nur Folge eines Liebelebens,
nicht aber eines geweckten Verstandes .... weshalb auch die Wahrheit in einfachster
Form dem hellstes Licht geben wird, der nur das Gesetz der Liebe erfüllt ....
Amen
B.D. 5198
empfangen am 26.u.27.8.1951
Seelenpartikel ....
Entwicklungsgang auf Erden und im Jenseits ....
Gerichtete geistige Substanz ist unter Materie zu verstehen, die wieder geistige Substanz in sich birgt, die den Entwicklungsweg geht laut Heilsplan Gottes von Ewigkeit.
Diese geistige Substanz nun, die von der Materie als Außenhülle gefangengehalten
wird, schließt sich auf dem Entwicklungswege mit immer gleicher Substanz zusammen
und kann bezeichnet werden als Seelenpartikel, die wieder die einzelnen Schöpfungswerke beleben. In jedem Schöpfungswerk, sei es die feste Materie, die Pflanzen- oder
die Tierwelt, sind also solche Seelenpartikel vorhanden, die auch wieder in sich den
Zusammenschluß suchen, um dann ein Ganzes zu bilden in einer neuen Außenform,
die stets mehr und mehr der Form eines Menschen ähnlich wird. Unendlich lange Zeit
vergeht, bis nach dem Wandel durch die gesamte Schöpfung alle Seelenpartikelchen
sich gefunden haben, um nun als menschliche Seele wieder eine Außenform beziehen
zu können, der eine bestimmte Aufgabe gesetzt wird, um restlos frei zu werden von jeglicher Außenhülle. Der menschliche Körper ist also nun die die Seele umschließende
Außenhülle, die nun als solche die Aufgabe hat, das in ihr sich bergende Geistige zur
Reife zu bringen. Das Ausreifen geschieht nun in der Weise, daß der Mensch im freien
Willen, dem Zeichen göttlichen Ursprungs, jegliche Seelensubstanz in die rechte Ordnung aus Gott einzuführen sucht .... d.h. alle Eigenheiten der unzähligen kleinen Seelchen auf eine Gott-gefällige Basis bringt, also jeglichem Triebe die Richtung zu Gott
anweiset. Alles Gott-widrige Verlangen muß gewandelt werden in Gott-zustrebendes
Empfinden, und dies ist die bewußte Seelenarbeit, die der Mensch leisten soll während
des Erdenlebens. Es ist dies praktisch so zu verstehen, daß alles das abgelegt werden
muß, was der Seele aus ihren früheren Verkörperungen noch anhaftet, daß also tierische Triebe überwunden werden müssen, wie auch das Verlangen nach der Materie
abgetötet werden muß, weil alle diese Triebe aus der Vorentwicklung stammen und der
Seele noch sehr anhaften als Merkmal des Entwicklungsganges (vorher) zuvor. Alles, was
zurückliegende Erscheinungen sind, soll abgelegt werden, wenn die Aufwärtsentwicklung fortschreiten soll, und alles das soll angestrebt werden, was die fortschreitende
Entwicklung erkennbar werden läßt .... geistig-göttliche Eigenschaften, wie Demut,
Sanftmut, Geduld und Barmherzigkeit, Friedfertigkeit und Gerechtigkeit ....
Denn alle
diese Eigenschaften gehen aus der Liebe hervor, die im Erdenleben zur höchsten Entfaltung gebracht werden soll. Somit ist eine ganz klare Richtlinie gegeben für die Aufgabe
des Menschen auf Erden, es wird der Wille Gottes offenbart den Menschen durch Sein
Wort ....
Es ist die Seele gleichsam noch ungeordnetes Geistiges, das zur Ordnung
geführt werden soll, jedoch sich selbst bestimmen kann, weil es sich im Stadium des
freien Willens befindet. Es kann sich wohl ordnen, ist aber nicht dazu gezwungen. Doch
sowie es sich ordnet, hat der Geist aus Gott Zutritt, der durch ein Chaos von Trieben
und ungeordneten Substanzen nicht hindurchdringen kann bzw. nicht selbst ordnend
eingreifen darf, wenn der Wille fehlt. Die Ordnung wird nun hergestellt, wenn die einzelnen besonders hervortretenden Eigenschaften, die eine Verkörperung der Vorzeit
kennzeichnen, verkehrt werden in das Gegenteil, da alles im Anfang der Entwicklung
stehende Geistige unvollkommen ist und das Vollkommen-Werden Zweck und Ziel der
Verkörperung ist. Also es können aus früheren Verkörperungen erkennbare Charaktereigenschaften niemals mit göttlicher Ordnung im Einklang stehen, sondern sie müssen gewandelt werden in das Gegenteil .... bis nur noch Liebe, Güte, Demut, Sanftmut,
Gerechtigkeit und Barmherzigkeit des Menschen Charakter sind und Anzeichen der
angestrebten Vollendung, bis die göttliche Ordnung erkennbar ist und die Seele des
Menschen nun ihr Ziel erreicht hat und ihre körperliche, materielle Außenform verlassen kann, um als geistiges Wesen nun aufwärtszustreben, doch im Besitz von Licht und
Kraft, die ihren jenseitigen weiteren Aufstieg überraschend schnell fördern .... (27.8.1951) Mein Geist ist unentwegt tätig, um euch in die Wahrheit zu leiten, doch ihr
müsset euch auch widerstandslos leiten lassen, d.h., ihr dürfet nicht ein schon vorhandenes Wissen als Grundwissen annehmen, dem sich nun Meine Offenbarungen angleichen sollen, sondern ihr müsset zuerst Meine Offenbarungen vernehmen und diese
dann mit eurem Wissen vergleichen. Stimmen sie überein, dann werden sie sich auch
ergänzen, dann ist auch dieses euer Vorwissen aus geistiger Quelle euch zugeflossen
und dienet dem gleichen Zweck, euch in die Wahrheit einzuführen ....
Und so setze fort: Die Aufwärtsentwicklung im jenseitigen Reich ist bei den einzelnen Seelen verschieden. Es sind gewissermaßen bei jeder Seele andere Veranlagungen,
andere Fähigkeiten sowohl nach oben als auch nach unten vorhanden, die ausgebildet
oder auch bekämpft werden müssen und dies immer die Folge der Erkenntnis ist, weil
vordem die Seele keinen Wandlungswillen aufbringen kann, solange sie nicht ihren
Zustand erkennt. Darum muß ein kleiner Lichtstrahl sie schon berührt haben, daß sie
zu diesem Erkennen kommen konnte .... weshalb die Fürbitte für die jenseitigen Seelen
so ungeheuer wichtig ist, damit ihnen ein Erkenntnisstrahl zugeht, demzufolge sie nun
erst tätig werden und zur Höhe streben. Eine Seele, die auf Erden schon einen Grad des
Erkennens erreicht hat, die ihre Seelenarbeit also auf Erden schon in Angriff nimmt, ist
im geistigen Reich von so vielen Lichtwesen umgeben, daß sie stets Unterstützung findet und schnell zur höheren Reife gelangt. Darauf kommt es besonders an, daß eine
Seele noch auf Erden zur Erkenntnis gelangt, also um ihre Erdenaufgabe weiß und um
ihren eigenen noch mangelhaften Zustand. Denn die Erkenntnis ist ein großer Schritt
zur Vollendung und lässet im jenseitigen Reich die Regionen rascher durcheilen, während eine Seele ohne Erkenntnis oft undenklich lange Zeit unten weilt, weil sie unbedingt das erste Wissen besitzen muß und sie vorerst lange ablehnt, bis sie bereit ist, sich
unterweisen zu lassen. Und dieser unwissende Zustand ist äußerst qualvoll und kann
nur durch liebende Fürbitte behoben werden. Auch jenen Seelen stehen Lichtwesen bei,
doch unerkannt weilen sie in ihrer Nähe und können daher auch nicht erfolgreich einwirken, weil der Seele der freie Wille belassen werden muß. Doch trotz Erkennen der
eigenen Mangelhaftigkeit, trotz Erkennen der Fehler, Schwächen und Begierden kann
sich die Seele nicht ohne Hilfe aufwärtsentwickeln. Und diese Hilfe ist Jesus Christus,
sowohl auf Erden als auch im geistigen Reich ....
Wird Er angerufen um Hilfe im ernsten
Willen aufwärtszusteigen, so ist auch mit Sicherheit der Erfolg zu erwarten ....
Er hilft
dort nach, wo die eigene Kraft nicht ausreicht, Er vergibt nicht nur die Sünden dem, der
Ihn um Vergebung bittet, Er ist auch Kraftspender im Kampf als Überwinder ....
Ohne
Seine Kraft vermag kein Wesen sich aus der Tiefe zu erheben, denn ein unvollkommenes Wesen ist und bleibt schwach eben als Auswirkung seiner Unvollkommenheit.
Nur die Verbindung mit Jesus Christus vermittelt ihm die Kraft und macht sein Ringen
zur Vollendung leichter und auch erfolgreich. Wer auf Erden nicht zu Jesus Christus
kommt, muß im Jenseits zu Ihm eilen, ansonsten er ewig unten bleibt ....
Und wieder ist
das so zu verstehen, daß jede Seele zur Liebe kommen muß ....
Denn Jesus Christus ist
die verkörperte Liebe. Die Liebe also ist die erlösende Kraft, die Liebe erkennet auch
Jesus Christus an, die Liebe muß auf Erden geübt werden, um einen geflügelten Aufstieg
im Jenseits zu sichern. Sie muß aber auch im Jenseits die Triebkraft sein, ansonsten die
Seele niemals einen höheren Reifegrad erringen kann. Und so ist die Liebe das einzige
Mittel, aller Schwächen und Fehler ledig zu werden, denn wer die Liebe hat, der erkennt
sich und strebt der Vollendung bewußt entgegen, weil er verlangt nach Dem, Der die
Liebe Selbst ist, und Dieser ihm stets hilft, weil die Liebe zur Liebe drängt und der
Zusammenschluß in Liebe die ewige Seligkeit ist ....
Amen
B.D. 5199
empfangen am 29.8.1951
Verstandesdenken ....
Wahrheit aus Gott ....
Immer werdet ihr in Zwiespalt geraten, so ihr eigene Wege geht, so ihr euch entfernet
in Gedanken von Mir und Meinen Beistand nicht zu benötigen glaubt. Doch so ihr euch
Mir fest anschließet und eure Gedanken Mich suchen, seid ihr auch völlig überzeugt, in
der Wahrheit zu stehen, und jeden Zweifel werdet ihr entkräften können, weil Meine
Gegenwart euch nur die reine Wahrheit enthüllt und in Meiner Gegenwart ihr dem Irrtum nicht zum Opfer fallen könnet. Dies merket euch, so ihr in Zweifel geratet, daß ihr
dann selbst diese Zweifel in euch aufsteigen lasset, weil ihr verstandesmäßig forschet
und Mich dadurch außer Wirkung setzet. Denn Ich dringe niemals mit Meinem Geist
durch, so ihr selbst es nicht wollet. Und dieser Wille fehlt, solange euer Verstand allein
tätig ist. Licht und klar wird euch der Gegenstand eures Forschens erscheinen, wenn ihr
euch Mir in Gedanken hingebet und Meine Aufklärung erbittet. Jeder Zweifel wird hinweggeweht, weil er neben Mir, Den ihr durch euer Gebet heranrufet, nicht bestehen
kann. Versuchet es, jeden Zweifel in euch auf diese Weise zu verjagen, und es wird euch
gelingen, sowie ihr euch innig Mir anschließet und Mir dadurch die Möglichkeit gebet,
Selbst in euch zu wirken. Es ist so einfach, Antwort auf alle Fragen von Mir zu erhalten, doch es muß der Verstand ausgeschaltet werden so lange, bis ihr im Herzen die Antwort empfunden habt .... ihr müsset weniger denken, doch horchen nach innen. Es ist dies ein Vorgang, der keinem Menschen verständlich ist, der noch nicht die Probe gemacht hat, im ernsten Willen und tiefen Glauben, daß er Mich vernehmen kann. Der Ungläubige kann niemals
Meine Antwort in sich vernehmen, weil er auch niemals ernsthaft in sich hineinhorchen wird ....
Der Glaube aber lässet ihn lauschen, und er empfindet Meine Antwort im
Herzen. Dem Menschen erscheint das unwirklich, was das eigentlich Wirkliche ist ....
Mich sprechen zu hören ....
Und so braucht sich ein Zweifler nur innig Mir verbinden im Gebet, um seiner Zweifel ledig zu werden, während er lange grübeln kann und kein sicheres Ergebnis findet,
so er nicht mit Mir zu Rate geht. Ohne Mich könnet ihr nicht zur Wahrheit gelangen,
und ohne Mich könnet ihr auch die Wahrheit nicht als Wahrheit erkennen. Und nehmet
ihr auch die Wahrheit rein und unverfälscht entgegen aus dem Munde eines von Mir
gelehrten Dieners, eines Mitmenschen, der in inniger Verbindung mit Mir Mein Wort
vernimmt .... so wird es doch euch so lange zweifelhaft erscheinen, wie ihr selbst es nur
mit dem Verstand anhöret, solange ihr nicht gleichfalls in Verbindung tretet mit Mir, auf
daß Mein Geist euch das Verständnis gibt für die Wahrheit. Und deshalb können Meine
Vertreter auf Erden nur vermitteln, aber nicht überzeugen, solange der Hörer die Bindung mit Mir noch nicht hergestellt hat. Doch Mein Wort soll ihn dazu anregen, Mich
zu suchen, und Ich werde Mich wahrlich gern finden lassen und ihm geben, was ihm
mangelt, vollstes Verständnis für die ewige Wahrheit, die euch reifen lässet an eurer
Seele, sowie ihr sie bewußt von Mir entgegennehmet, sowie ihr Meine Gegenwart zulasset durch euren Willen, euren Glauben und eure Liebe ....
Amen
B.D. 5200
empfangen am 31.8.1951
Mahnung zum Lösen von Vergänglichem ....
Geistiges Gut ....
Euch allen gebe Ich ein Wort Meiner Liebe und Gnade: Löset die Fesseln, die euch
noch mit der Erde verbinden, d.h., gebet eurer Seele die Freiheit, sich ins geistige Reich
zu erheben, und lasset die Erde zurück, indem ihr die Gedanken von dieser abwendet,
dann ziehet der Geist in euch die Seele in sein Bereich, und ihr gewinnet dadurch tausendmal mehr, als ihr euch je auf der Erde erwerben könnet. Euch erscheint die Erde
mit ihren materiellen Gütern noch als etwas Wirkliches, und doch ist alles vergänglich,
und diesem Vergänglichen wendet ihr eure Aufmerksamkeit zu. Ich warne euch davor
aus lauter Liebe und Gnade, und Ich ermahne euch, des allein Wirklichen zu gedenken .... der Seele den Flug ins geistige Reich zu ermöglichen, was sofort geschehen kann,
so ihr eure Gedanken von der Welt abwendet. Habt ihr einmal geistiges Gut gewonnen,
(das ihr also mitbringet zur Erde aus dem geistigen Reich,) dann locken euch die irdischen
Güter stets weniger und es wird euch schon leichter, den Flug zur Höhe zu machen,
doch die erste Trennung von der Erde müsset ihr aus eigenem Willen selbst vollbringen, ihr müsset Gewalt anwenden, die nur Willenskraft erfordert, euch für kurze Zeit
von der Welt zurückzuziehen und in die Stille zu gehen, d.h., in euch hineinzuhorchen,
und dem Geist in euch dadurch die Möglichkeit geben, sich zu äußern. Der Wille vermag viel, weil der Geist dann klar erkennet, daß sich die Seele im Menschen ihm zuwendet, daß sie sich ihm unterstellen will. Niemals aber könnet ihr Menschen den Geist in
euch zu einer Äußerung veranlassen, solange eure Gedanken der Welt zugewandt sind,
solange ihr alles beachtet, was irdisch um euch vorgeht, solange ihr noch materiell eingestellt seid. Darum rufe Ich euch Worte der Liebe und der Gnade zu: Strebet nicht nach
dem, was vergänglich ist, sondern suchet euch unvergängliche Güter zu erringen, die
allein der Geist in euch austeilen kann, weil er ein Teil ist von Mir, von seinem Vatergeist
von Ewigkeit, weil Ich Selbst es bin, Der durch den Geist in euch Sich äußert, und Ich
Selbst euch wahrlich nur das gebe, was ewig bleibt, was dem Gesetz der Vergänglichkeit
nicht unterliegt und was allein von euch als Reichtum angesehen werden kann, weil es
unvergängliche Schätze sind, die euch nimmermehr genommen werden können. Dieser geistige Besitz wird euch stets mehr beglücken und zu einer Wirklichkeit werden für
euch, daß ihr der Erde mit ihren Gütern den Rücken kehret, daß ihr gern aufgebet, was
der Welt angehört, um das Köstlichste dagegen einzutauschen, die Güter, die von Mir
ausgehen und euch ständig dargeboten werden, auf daß ihr euch ihrer erfreuet und ausreifet an eurer Seele. Und mit diesen Gütern arbeitet, solange ihr noch auf Erden weilet,
auf daß ihr euren geistigen Reichtum vermehret, auf daß ihr eure Mitmenschen beseligt und sie der Welt abwendig zu machen suchet ....
Arbeitet mit den geistigen Schätzen
unentwegt, und sie werden sich vermehren, wenngleich ihr ständig davon abgebet ....
Und reich gesegnet werdet ihr eingehen in das geistige Reich, wo ihr dann erst in vollem
Umfang eure Schätze ermessen könnet, wo ihr arbeiten könnet euch selbst zur Freude
und bereiten könnet höchste Glückseligkeit allen denen, die ihr mit euren geistigen
Schätzen beglücket, weil euch die Liebe dazu treibt .... die Liebe zu Mir und zu dem
noch leidenden Geistigen, das eurer Hilfe bedarf, um selig zu werden ....
Amen
B.D. 5201
empfangen am 2.9.1951
Gabe des Redens ....
Die Gabe des Redens wird euch verliehen werden, sowie ihr Mein Wort verkünden
wollet, um die Mitmenschen zu erlösen vom geistigen Tode. Ihr werdet reden können
mit Worten, die nicht euer eigen sind, ihr werdet reden können mit Überzeugung und
doch euch nicht zu überlegen brauchen, was ihr redet, denn es wird solches Mein Geist
durch euch sprechen, sowie in euch der Liebewille herrschet, in Meinem Namen tätig
zu sein und den Mitmenschen das Heil zu bringen. Und was ihr redet, wird sein voller
Weisheit und Mich und Mein Reich bezeugen jedem, der guten Willens ist ....
Ihr werdet künden von Meiner Liebe, Weisheit und Allmacht und Trost und Hoffnung in eines
jeden Sünders Herz fließen lassen, ihr werdet reden in Meinem Namen und künden,
was zukünftig ist, um die Menschen zu warnen und zu ermahnen, nicht um ihnen zu
drohen oder ihnen Meinen Zorn zu predigen ....
Denn so ihr in Meinem Namen redet,
sollen eure Worte von Meiner Liebe zeugen, denn sie sollen wieder Liebe erwecken zu
Mir, eurem Schöpfer und Vater von Ewigkeit, Der Seine Kinder rufet in Gnade und
Erbarmen. Ihr werdet reden können mit überzeugender Gewalt, und jeder, der guten
Willens ist, muß und wird es auch erkennen, wer durch euch spricht, und sich Meinem
Wort unterstellen ....
Denn ihr selbst seid es nicht, die da reden, sondern ihr gebet euch
nur her, daß Ich durch euch reden kann. Mein Geist wirket in euch, die ihr Mir dienen
wollet, um die Mitmenschen zu erlösen. Und Ich segne euch und gebe euren Worten
große Kraft ....
Wer aber ist geeignet, daß Ich durch ihn reden kann? ....
Nur wo die Liebe
ein Herz gestaltet, daß es zum Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes geworden ist, nur
dort kann Ich wirken und Beweise geben von Meiner Kraft und Herrlichkeit. Und
daran werdet ihr Meine rechten Diener erkennen, daß sie reden können unvermittelt,
ohne Vorbereitung, daß nur eines nötig ist: das Verlangen im Menschen zu helfen und
die Bereitwilligkeit des Mitmenschen, sich helfen zu lassen, daß also „geben- und empfangen“ wollen zu erkennen ist, auf daß Ich Selbst dann austeilen kann dem, der Mein
Wort begehrt .... daß Ich Selbst reden kann durch den Mund eines Menschen, den die
Liebe dazu treibt, den Mitmenschen zu helfen in geistiger Not. Und dieses Mein Wort,
das dem Munde Meines Dieners entströmt, wird große Kraft haben, es wird den Zuhörer bis in die Tiefe seines Herzens bewegen, es wird auf fruchtbaren Acker fallen, weil es
Worte sind aus der Höhe, die sein Herz getroffen haben, deren Kraft er sich nimmermehr entziehen kann, sowie er selbst guten Willens ist. Denn wo ein Widerstand anzutreffen ist, dort verhallen auch Meine göttlichen Worte an den Ohren und hinterlassen
keinen Eindruck, weil kein Mensch wider seinen Willen gezwungen wird, Mein Wort zu
erkennen und anzunehmen. Gesegnet aber, die in Meinem Namen rastlos tätig sind, die
lehren und helfen wollen, weil die Liebe sie treibt; gesegnet, die Mir jederzeit Herz und
Mund zur Verfügung stellen, daß Ich durch sie reden kann ....
Gesegnet, die sich selbst
gestalten durch die Liebe zum Aufnahmegefäß Meines Geistes ....
Denn sie allein sind
fähig, Mein Evangelium zu verbreiten, sie allein sind rechte Verkünder Meines Wortes,
das gesegnet ist mit Meiner Kraft .... sie sind Meine rechten Diener, durch die Ich reden
will zu den Menschen stets und ständig, besonders aber in der Zeit des Endes, wo nur
allein Mein Wort aus der Höhe von Erfolg sein wird, wo nur allein die Menschen zu Mir
geführt werden, die Meine Stimme vernehmen durch den Mund Meiner rechten Diener ....
Ich will ihnen die rechten Worte in den Mund legen, und sie sollen zeugen von
Mir, auf daß noch zuletzt die Seelen gerettet werden, die guten Willens sind ....
Amen
B.D. 5202
empfangen am 3.9.1951
Vermehrung der Kraft durch Liebeswirken und Gebet ....
Vermehret die Kraft in euch, indem ihr Mir zustrebet und die Kraft von Mir in Empfang nehmet in Form Meines Wortes. Denn mit jedem Wort, das ihr von Mir entgegennehmet, strömet sie euch zu und gibt eurer Seele die Festigkeit, daß ihr Streben zu Mir
immer inniger wird und sie sich dadurch mit dem Geist in sich einet, der Anteil Meiner
Selbst ist. Nichts vermöget ihr ohne Meine Kraft, und selbst das Streben nach Mir geht
aus Meiner Kraft hervor. Also es muß erst Meine Kraft in euch wirksam werden, bevor
das bewußte Streben nach Mir einsetzt, und nur durch Liebetätigkeit könnet ihr Kraft
gewinnen. Wer guten und reinen Herzens ist, der lebt auch in der Liebe und erwirbt
sonach ständig Kraft von Mir. Doch auch durch Gebet fordert er die Kraft von Mir an,
und auch dann strömet sie ihm zu, und er wird sie spüren als Antrieb zur Liebetätigkeit.
Dann also vermehret er die Kraft, die er sich von Mir erbeten hat. Doch ihr sollet nicht
müde werden und ständig für die Vermehrung der Kraft Sorge tragen, ihr sollet die
Kraft schöpfen aus dem Quell .... ihr sollet Mein Wort erkennen als Ausfluß jenes Quells
und darum Mein Wort begehren mit allen euren Sinnen, denn dann könnet ihr ein
Übermaß von Kraft euch aneignen, so daß ihr mühelos euer Erdenziel erreichet. Doch
nichts vermöget ihr ohne Mich .... nichts vermöget ihr ohne Meine Kraft ....
Scheinbar
zwar könnet ihr auf Erden große Erfolge erringen, doch für die Ewigkeit müsset ihr
alles entbehren, so ihr keine Kraft von Mir empfanget. Ihr seid wahrlich sehr im Vorteil
gegenüber euren Mitmenschen, die ohne Kraft dahingehen und später auch ohne Kraft
eingehen in das jenseitige Reich. Und sie können sich doch so leicht Kraft verschaffen
durch inniges Gebet oder durch Liebeswirken. Denn wessen Seele Kraft entgegengenommen hat, der hat auch Verständnis für Meine Liebe und Gnade, er hat Verständnis für die Wahrheit, und er geht einen Weg, der zur Höhe führt, weil die ewige Wahrheit ihn ziehet, die um seinen Annäherungswillen weiß. Und diese Seele wird nicht
Ruhe geben, bis sie von der Kraft der Liebe erfaßt ist, bis das Licht der Weisheit sie
durchstrahlt, bis sie Mein Wort vernimmt direkt oder durch Meine Boten, denn die
Kraft der Liebe sucht sich zu vermehren, sie will in Fülle wirken im Menschen, denn es
ist göttliche Kraft, die niemals untätig ist und die immer wieder neue Kraft erzeugt ....
Nehmet Mein Wort in Empfang, und ihr habt dann auch einen sichtlichen Beweis, daß
ihr von göttlicher Kraft durchströmt seid, ihr habt ein Zeichen Meiner Liebe, die euch
zu sich zieht, ihr seid nicht mehr ohnmächtig, ihr könnet nun selbst einen Weg gehen,
der zum Ziel führt, weil ihr jegliche Schwäche abgetan habt durch eure Verbindung mit
dem Kraftquell, aus dem ihr schöpfen könnet unentwegt. Vermehret eure Kraft und
seid ständig in Liebe tätig, dann kann Ich Selbst in euch wirken und euch mit Kraft
bedenken unbegrenzt ....
Amen
B.D. 5203
empfangen am 4.9.1951
Hilfe für die armen Seelen ....
Liebe erlöset ....
Im jenseitigen Reich wird alles gewertet, was den Seelen zur Höhe verhilft. Die Liebe,
die dem noch unreifen Geistigen zugewendet wird, ist das alleinige Erlösungsmittel,
solange es sich selbst nicht aus eigener Kraft erheben kann, d.h., solange es noch nicht
selbst in Liebe wirken kann, da es ohne Kraft ist. Alles, was diesen Wesen nun zur Kraft
verhilft, hat Meinen Segen, weil es dem Prinzip der Liebe entspricht. Die Liebe, die dem
unreifen Geistigen von seiten der Menschen erwiesen wird, muß sich irgendwie erlösend auswirken, sei es auf Erden oder auch im Jenseits, denn kein Liebefunke ist kraftlos, und also bedeutet Liebeswirken stets Kraftzufuhr. Ihr Menschen auf Erden könnet
daher unsagbar viel Hilfe leisten, so euch die Liebe dazu treibt, der armen Seelen im
Jenseits zu gedenken, die völlig kraftlos und daher auf Hilfeleistung angewiesen sind.
Und alles, was ihr tut, um ihnen zu Kraft zu verhelfen, alles, was ihr tut, um erlösend zu
wirken, wird Mein Wohlgefallen finden und niemals nutzlos sein. Es ist so wenig Liebe
unter den Menschen auf Erden schon zu finden, und noch weniger gedenken sie der
Seelen im Jenseits, weil ihnen der Glaube fehlt an ein Fortleben nach dem Tode, und
überaus bitter wirkt sich dieser Unglaube an den Seelen aus im Jenseits, die unerlöst
und kraftlos weilen in dunkler Umgebung und sich allein nicht helfen können. Jeder
gute Gedanke an sie, jeder liebevolle Wunsch für ihr Wohl ist ihnen eine Erleichterung
in ihrer Qual und wird dankbar von ihnen empfunden. Doch gerade den Seelen, die in
der Finsternis schmachten, folgen wenige solche guten und liebevollen Gedanken, nach
und diese Seelen sind darum in äußerster Not. Darum werdet ihr auch verstehen, daß
die Menschen, die ihnen helfen möchten, von unzähligen Seelen umgeben sind, die sich
alle bittend bemerkbar machen möchten, auf daß ihnen geholfen werde. Ihr Menschen
alle seid von solchen Seelen umgeben, doch nur wenige schenken ihnen Gehör, nur
wenige haben den Hilfswillen in sich und den Glauben, ihnen helfen zu können durch
Gebet und liebe Gedanken ....
Doch Unzählige finden keine Fürbitter auf Erden und
suchen daher auch in solche Kreise zu gelangen, wo Kraftströmungen spürbar sind.
Auch diese Seelen bitten euch um Hilfe ....
Gewähret sie ihnen, tut alles, was eure Liebe
euch eingibt, und wisset, daß euch stets Mein Segen gewiß ist, sowie euch nur der Liebewille treibt, ihnen zu helfen. Suchet nichts anderes, als nur Hilfe zu bringen, dann
könnet ihr so viele Ketten lösen, dann könnet ihr den gequälten Seelen Freiheit geben;
ihr helfet ihnen vorerst durch Kraftzuwendung, die sie dann selbst nützen nach eurem
Beispiel, daß sie auch helfen wollen, wie ihr ihnen geholfen habt. Vergesset nie, daß sie
auf eure Hilfe angewiesen sind, wenn auch Meine Gnade und Barmherzigkeit kein
Wesen auf ewig verdammet; doch erst müssen ihre verhärteten Herzen berührt werden
von einem Liebestrahl, bevor sie Meine Gnadenzuwendungen ergreifen ....
Und Ich
Selbst führe euch Menschen die Seelen zu, die nur noch eines Anstoßes bedürfen, um
ihren Entwicklungsweg im Jenseits zu beginnen. Doch ohne liebende Hilfe schmachten
sie noch endlose Zeit in dem gleichen Zustand und finden den Weg nicht zur Höhe.
Betet für sie und vergesset sie nicht, denn das Leid ist unermeßlich, das ihnen ihr
Unglaube und ihre Lieblosigkeit eingetragen hat, doch so ihr ihnen helfen wollet, bin
Ich mit Meiner Gnade und Barmherzigkeit stets bereit, sie emporzuziehen aus der
Nacht des Todes zum Licht des Lebens, weil ich dann eurer Liebe nicht widerstehen
kann, die ihr den unglücklichen Seelen im Jenseits zuwendet, und Ich ihnen die Schuld
vergebe um eurer Liebe willen ....
Amen
B.D. 5204
empfangen am 5.9.1951
Gott der Liebe ....
Nicht Gott des Zornes ....
Der Gott, Der euch erschaffen hat, ist kein Gott des Zornes, sondern ein Gott der
Liebe ....
Er will euch geben, nicht aber nehmen. Doch was Er euch geben will, ist ein
seliges Glück, das ewig währt. So Er euch nun scheinbar etwas nimmt, so ist dies nur
etwas Wertloses, das nur in euren Augen einen Wert besitzet, in Wirklichkeit aber verderblich ist für euch. Ihr aber glaubet, ein Gott des Zornes entreiße euch diese Güter,
denen ihr auf Erden eure Liebe schenket ....
Ihr kennet Ihn nicht, den Gott der Liebe,
Der euer aller Vater ist und wie ein Vater auch an Seinen Kindern handelt, Der aus Liebe
euch leiden lässet, weil Er weiß, daß nur dadurch ihr in den Besitz höchster, unvergänglicher Güter gelangen könnet, wenn Er euch nimmt, was ihr auf Erden zu hoch einschätzet. Seine Liebe zu euch Menschen ist unermeßlich und besänftigt jeden Zorn,
den die verkehrte Handlungsweise der Menschen wohl entfachen könnte, wenn Seine
Liebe nicht erheblich stärker wäre. Er strafet nicht, sondern in Seiner Weisheit erkennt
Er die Schwäche Seiner Kinder, und also sucht Er, ihnen zu helfen und sie emporzuheben, so sie gefallen sind. Es ist kein Zorn, wenn Er vernichtet, was den Kindern hinderlich ist, zum Vater zu gelangen .... es ist Liebe, die hinwegräumt und den Weg frei macht
zu Ihm. Ein Gott des Zornes ist kein vollkommenes Wesen, denn nur die Liebe hat den
Anspruch auf Vollkommenheit, und darum könnet ihr Menschen jede Lehre verwerfen, die euch euren Schöpfer und Vater von Ewigkeit als ein zorniges Wesen hinzustellen sucht, Das ein unerbittliches Gericht über euch sendet, weil ihr gefehlt habt ....
Der
Gott der Liebe hat sogar Erbarmen mit den Teufeln .... darum stieg Er hinab zur Hölle,
um auch ihnen den Weg zu zeigen, der herausführt aus der Finsternis ....
Er reicht auch
dem zutiefst Gefallenen die Hand und will es emporziehen an Sein Vaterherz. Den Gott
der Liebe erbarmet die Menschheit, und Er sucht sie zu retten. Ein Gott des Zornes aber
würde verderben, was Ihm nicht zu Willen ist. Doch eines schaltet die Liebe Gottes
nicht aus ....
Seine Gerechtigkeit ....
Er kann nicht zur Seligkeit führen, die voller Sünde
sind, doch Er verdammet sie nicht. Er geht ihnen nach mit Seiner Liebe so lange, bis sie
diese erwidern und freiwillig lassen von der Sünde, und also ist Seine Liebe größer, als
die Menschheit sie verdient; sie ist endlos und voller Kraft, und niemals werdet ihr
Menschen ihre Tiefe ermessen .... weshalb ein Zorn neben ihr nicht bestehen kann.
Darum brauchet ihr Gott nicht zu fürchten, aber lieben sollet ihr Ihn aus ganzem Herzen und mit allen euren Kräften, lieben sollet ihr Ihn und dadurch Seiner Kraft teilhaftig werden. Lieben sollet ihr Ihn, auf daß Er euch höchste Glückseligkeit bereiten kann,
die im Zusammenschluß mit Ihm zu finden ist, Der die ewige Liebe Selbst ist. Er schaut
euch alle mit liebestrahlendem Auge an, Er streckt euch allen voller Liebe Seine Hand
entgegen, Er rufet euch alle mit liebeerfüllter Stimme, Er will Seine Kinder zurückgewinnen auf ewig, die einstmals freiwillig von Ihm gegangen sind ....
Doch immer wird
Er mit Liebe um euch werben, niemals aber im Zorn etwas zu erreichen suchen, was
ohne Liebe undenkbar ist. Und Er holet euch alle zu Sich empor ....
Seine Liebe ist eine
Kraft, die ihre Wirkung nicht verliert. Zorn aber würde vernichten und zerstören und
eine Rückkehr zu Gott unmöglich machen ....
Wird aber vom Zorn Gottes gesprochen,
so ist darunter nur Sein gefesteter Wille zu verstehen, das Binden des von Ihm abstrebenden Geistigen in Seinen Schöpfungswerken, die aber letzten Endes doch nur das
Zurückfinden zu Ihm ermöglichen und darum auch dieser Zorn nur ein Liebeakt
Gottes ist, um auch das Ihm noch Widerstrebende einmal zu gewinnen, auf daß es selig
werde ....
Amen
B.D. 5205
empfangen am 5.9.1951
Wahrheitskämpfer ....
Irrlehren ....
Eure Aufgabe ist: lehren .... die Wahrheit unter die Menschen tragen, auf daß das
Dunkel von ihnen weiche, das sie umfangen hält, das sie hindert, die Wohltat des Lichtes zu spüren. Solange der Mensch verdunkelten Geistes ist, geht er einen falschen Weg,
denn der rechte Weg heißt Wahrheit ....
Die Wahrheit nur geht von Mir aus und führt
wieder zu Mir zurück. Begreifet es, ihr Menschen, daß Ich keine halben Zugeständnisse
machen kann, wenn es um eure Seligkeit geht .... begreifet es, daß Ich als die ewige
Wahrheit nicht tolerant sein kann der Lüge oder dem Irrtum gegenüber .... begreifet es,
daß Ich darum die Wahrheit zur Erde leite, weil es nötig ist, daß ihr sie erfahret, weil
jeder Tag euch verlorengeht, den ihr ohne Wahrheit dahinwandelt, denn die Wahrheit
allein gibt Mich so wieder, wie Ich bin, und nur, wenn ihr ein rechtes Bild von Mir habt,
könnet ihr Mich lieben und dadurch zur Seligkeit gelangen. Jede irrige Lehre ist ein Ver-such Meines Gegners, Mein Bild zu verzerren und die Liebe zu Mir zu verringern, jede
irrige Lehre ist guter Boden für neue Irrlehren, und bald steht ihr einem Gestrüpp
gegenüber, das unentwirrbar ist und keine Lichtstrahlen mehr hindurchlässet, die
euren Geist erhellen. Und darum bilde Ich Mir Lichtträger aus, die euch Menschen die
Wahrheit zuführen sollen; darum führe Ich erst sie in die Wahrheit ein und gebe ihnen
den Auftrag, aufklärend zu wirken, wo immer es sei. Darum stelle Ich so oft der Wahrheit die Irrlehren gegenüber, um zu veranlassen, daß sie gegeneinander gehen, denn Ich
will, daß in den Herzen Zweifel auftauchen, denn erst ein Zweifler beginnt zu grübeln
und zu forschen nach der Wahrheit. Meine Lehre, die Ich den Menschen auf Erden gab,
ist menschlicherseits so von Irrtum durchsetzt worden und kann nimmermehr sich
heilkräftig auswirken an den Menschen ....
Und darum will Ich sie reinigen, darum gebe
Ich sie in reinster Form aufs neue und trage Sorge, daß diese Lehre den Menschen, die
guten Willens sind, übermittelt wird. Wer sie annehmen will, wird größten Segen erfahren, wer sie ablehnet, muß auch die Verantwortung tragen ....
Doch Ich brauche Austräger dieser Meiner reinen Lehre auf Erden, Ich brauche Jünger, zu denen Ich auch nun
wieder sagen kann: Gehet hin und lehret alle Völker ....
Ich brauche also Apostel, die in
Meinem Namen auf Erden reden und den Menschen Mein Wort verkünden. Und diese
sollen mutig auftreten gegen die Vertreter von Irrlehren; denn das ist ihr Amt, wozu Ich
sie berufen habe, ohne Scheu die Wahrheit dem Irrtum entgegenzusetzen, ohne Scheu
Aufschluß zu geben, welcher Schaden der Seele erwächst, solange sie falsch unterrichtet
wird, solange sie nicht in der Wahrheit steht, die allein zu Mir führt. Ihr Menschen könnet wohl auch Mir zustreben trotz Irrlehren, doch es ist ein ergebnisloses Ringen, denn
ihr müsset verstehen, daß der Irrtum und die Lüge nicht Mein Werk, sondern das Werk
Meines Gegners sind und daß es darum jeden Aufstieg verhindern wird (unmöglich
macht), daß ferner ein Werk Meines Gegners niemals einen Aufstieg bringen kann, sondern nur allein die Wahrheit euch zur Höhe verhilft. Ich kann keine Konzessionen
machen und den Irrtum gleich Wahrheit bewerten, Ich kann nur den guten Willen
anerkennen und ihn segnen, indem Ich euch die Wahrheit zuführe, aber ihr selbst müsset euch dann auch öffnen, ihr dürfet euch der Wahrheit nicht verschließen, ansonsten
euer Wille versagt ....
Ihr müsset nach Mir und also nach der Wahrheit verlangen, und
ihr werdet dann sicher in ihren Besitz kommen. Aber nehmet nicht an, daß Ich euch
zustimme, so ihr im Irrtum verharren wollet. Wem Ich die Wahrheit zuleite, der ist auch
fähig, sie zu prüfen und zu erkennen als Wahrheit, denn Ich fordere nichts Unmögliches
von euch. Doch wer sie empfängt von Mir, der soll sich auch dafür einsetzen und sie
ohne Scheu vertreten, er soll nicht fürchten, zu hart zu erscheinen, denn der Irrtum
kann nicht scharf genug hervorgehoben werden, weil er das Werk Meines Gegners ist,
der sich offen auflehnt gegen Mich ....
Der Irrtum und die Lüge richten heillose Verwirrungen an und rauben dem Menschen jede Erkenntnis; sie sind kein Licht, sondern
kommen aus der tiefsten Finsternis. Darum gehet mutig gegen Irrtum und Lüge vor, da
ihr in der Wahrheit eine Waffe habt, die euch den Sieg sichert. Ich habe euch zu Meinen
Streitern erkoren, und ihr sollet kämpfen mit dem Schwert des Mundes, ihr sollet nicht
ängstlich sein, daß ihr einem eurer Mitmenschen den Kinderglauben nehmet .... denn
dieser dienet nicht dem Menschen zur Vollendung, solange er falsch ist. Ihr aber könnet
etwas Gutes, Reines, überaus Wirksames dagegensetzen, die Wahrheit, die ihr von Mir
Selbst empfangen habet. Ihr könnet mehr geben, als ihr ihnen nehmet, ihr entwindet
ihre Seele der Gewalt Meines Gegners und führet sie Mir zu ....
Amen
B.D. 5206
empfangen am 6.9.1951
Abendmahl ....
„Siehe, Ich stehe vor der Tür ....“
Kommet oft zum Tisch des Herrn, damit Ich euch speisen kann, alle, die ihr hungrig
und durstig seid. Immer steht Speise und Trank für euch bereit, immer bin Ich willig, es
euch auszuteilen, um euch mit Kraft zu erfüllen, die ihr benötigt zum Ausreifen eurer
Seelen. Haltet mit Mir das Abendmahl, und sättigt euch mit dem Brot des Lebens, mit
Meinem Wort, das voller Nährkraft ist und darum unersetzlich für eure Seelen. Ich will
euer Gastgeber sein, denn Ich allein kann euch das darbieten, was ihr brauchet, um vollkommen zu werden. Ich allein kann das rechte Brot und den rechten Wein reichen, das
eurer Seele wahre Stärkung ist. Darum nehmet Meine Einladung an, gehet nicht an Meinem Tisch vorüber, der stets gedeckt ist für euch und nur der Gäste wartet, daß sie dem
Hausherrn die Ehre geben ....
Wer an Meinem Tisch gespeist wird, der wird niemals
mehr zu hungern brauchen, denn es ist himmlische Nahrung, es ist Mein Leib und Mein
Blut, das Ich euch Selbst darreiche, weil Ich euch liebe. Mein Fleisch und Mein Blut müsset ihr essen und trinken, wollet ihr selig werden, aber auch recht verstehen, was
gemeint wird, wenn Ich von Meinem Fleisch und Meinem Blut spreche. Stets war Mein
Wort geistig zu verstehen, und jeder, dessen Geist geweckt ist, wird auch um den geistigen Sinn Meiner Worte wissen ....
Das, was das Leben des Körpers sichert, ist das Blut,
das lebendig durch den Körper strömt, und also ist Fleisch und Blut ein Zeichen des
Lebens des Körpers ....
Ich aber will, daß eure Seele lebet. Und also muß auch sie eine
Speise zu sich nehmen, die ihren Seelenkörper erhält und lebendig macht, sie muß
Fleisch und Blut aufnehmen, eine Nahrung, die ihr Leben sichert, und es kann diese
Nahrung niemals eine irdisch materielle sein, sondern die Seele braucht geistige Nahrung, die aber ebenfalls gleich Fleisch und Blut Leben bedeutet für die Seele ....
Und
diese geistige Nahrung ist Mein Wort, das mit seiner Kraft die Seele belebt, also von dieser empfunden wird wie Fleisch und Blut, wie wahres Leben. Es hat eine Heilkraft von
größter Wirkung, es belebt alles Tote und macht die Seele zu einer Sammelstätte der
Kraft aus Mir, und also erquicke Ich die Menschen mit Meinem Brot und Meinem Wein,
die mit Mir das Abendmahl nehmen; Ich lasse sie teilhaftig werden Meiner Kraft und
Herrlichkeit, denn was Ich austeile, ist Mein eigen und kann sich nur göttlich auswirken. Es ist die Ausstrahlung Meiner Liebekraft, die folglich Mein Fleisch und Mein Blut
ist, die Äußerung Meines Urwesens, also Ich Selbst teile Mich denen mit, die das Abendmahl mit Mir nehmen, und bin darum dann auch in ihnen gegenwärtig, sowie sie Meiner Einladung Folge leisten. Und die Form, in der sie Mich Selbst empfangen, die sichtbare oder wahrnehmbare Äußerung Meiner Selbst, ist Mein Wort, das euch zugeht als
Beweis Meiner Liebe zu euch, als Speise und Trank, als rechte Nahrung für eure Seele.
Nimmermehr könnet ihr Mein Wort anders verstehen: „Siehe, Ich stehe vor der Tür
und klopfe an, wer Mir auftut, zu dem will Ich eingehen und das Abendmahl halten mit
ihm und er mit Mir ....“ Eine innige geistige Verbindung muß vorangehen, die allein die
Liebe herstellen kann, und dann werdet ihr Meiner Gegenwart bewußt sein, und was
euch mangelt, werde Ich euch geben .... das Himmelsbrot, Mein Wort, das eurer Seele
das Leben geben soll, das euch gestalten soll zu Meinem Ebenbild ....
Mein Fleisch und
Mein Blut sollet ihr essen und trinken, auf daß ihr lebet ewiglich ....
Amen
B.D. 5207
empfangen am 9.9.1951
Erklärung verwandtschaftlicher Gefühle ....
Seelenpartikel ....
Geheime Verbindungen bestehen oft zwischen Menschen, die sie sich selbst nicht zu
erklären vermögen und die in der Zusammenstellung der Seelen ihren Grund haben.
Denn es können die Seelen durch die Art ihrer Gestaltung ganz ähnlichen Seelen
begegnen, und diese Ähnlichkeit lässet ein verwandtschaftliches Gefühl im Menschen
aufkommen, das er aber mit seinem Verstand nicht zu erklären vermag. Und darum
können solche Gefühlsregungen auch niemals wissenschaftlich ergründet werden, sondern es sind lediglich geistige Empfindungen, die zum Ausdruck kommen und deren
Ursache auch nur geistig erklärt werden kann ....
In jeder Seele ist wohl die gesamte
Schöpfung enthalten, doch wie auch die Schöpfung in sich die verschiedensten Werke
aufweiset, wie auch die Tierwelt eine unvorstellbare Vielgestaltigkeit erkennen läßt, so
sind auch die Menschenseelen jede in ihrer Art verschieden, weil die Zusammensetzung in jeder Seele eine andere ist, was auch die Verschiedenheit der Menschen verständlich macht, die trotz äußerlich annähernd gleicher Gestaltung charakterlich und
empfindungsmäßig voneinander abweichen und an dieser Abweichung eben auch zu
erkennen sind. Doch es können sich auch solche Seelen begegnen im Erdenleben, die
eine offensichtliche Ähnlichkeit aufweisen würden, wenn der Mensch geistig zu
schauen vermöchte, denn die Seelenform und Art ist nur mit geistigen Augen wahrnehmbar. Die Seelen selbst aber empfinden ihre Verwandtschaft und fühlen sich daher
außergewöhnlich zueinander hingezogen, was aber nicht zu verwechseln ist mit rein
körperlichem Trieb nach einer Verbindung. Die seelische Zusammengehörigkeit ist
erkennbar an offensichtlicher Übereinstimmung im Denken und Empfinden der Menschen, in Harmonie auf geistigem Gebiet und gleichem Streben, in einem Gefühl der
Verbundenheit miteinander, die körperlich nicht zum Ausdruck gebracht zu werden
braucht. Es sind diese Seelen aufeinander abgestimmt, sie bekämpfen sich nicht und
sind stets bereit, einander zu helfen, sie spüren ihre Gleichheit und sind geneigt, zu
glauben, ein gemeinsames Vorleben geführt zu haben, und doch sind es nur die in gleichem Verhältnis zusammengefügten Seelenpartikelchen, die diesen Gleichklang ergeben, und brauchen nicht durchaus verbunden gewesen zu sein. Doch einstmals gehörten sie demselben Kreis gefallener Engel an und sind den gleichen Gang der Entwicklung gegangen, der auch dieselbe Zeitdauer umspannt hat, weshalb das Streben zueinander erklärlich ist. Denn ein gleicher Entwicklungsgang formt auch die Seelen gleich,
und treffen sich nun solche Seelen im Erdenleben, wo das Ichbewußtsein auch entwikkelt ist, dann treten auch die ersten Zeichen der Rückerinnerung in ihnen auf, jedoch so
schwach, daß sie nur einen gewissen Zusammenhang ahnen, den sie sich aber oft falsch
erklären. Im Erdenleben ist der Seele die Rückerinnerung an ihre Vorstadien genommen, dennoch sind ihr Empfindungen geblieben. Die gleichen Seelensubstanzen der
Seelen erkennen sich, weil sie im selben Verhältnis sich eingegliedert haben in das
Ganze, und dieses Erkennen kann dann Menschen bewußt werden und nun das verwandtschaftliche Gefühl erwecken. Die Seele des Menschen ist so wunderbar kunstvoll
zusammengefügt, und (es, d. Hg.) können in ihr, wie auf einem kostbaren Instrument,
unzählige Töne erklingen. Ein harmonischer Zusammenklang nun erklingt wie ein
Ton und ist schon ein Vorgenuß auf die Bindung gleichgestimmter Seelen im Jenseits,
wo der ständige Zusammenschluß mit gleichem Geistigen zur Seligkeit im geistigen
Reiche gehört, der also schon auf Erden seinen Anfang nehmen kann, jedoch lediglich
ein Erlebnis der Seelen, nicht aber der Körper ist. Das sei wohlgemerkt, daß seelische
Bindungen völlig anderer Art sind als körperliche, daß die Harmonie der Seelen ganz
andere Begründung hat und nicht auf ein Zusammenleben als Mensch in einer früheren Entwicklung zurückzuführen ist, denn selbst, wo diese Annahme richtig wäre, daß
sich Seelen aus einer früheren Verkörperung wieder treffen, sind die Empfindungen
einer Harmonie der Seelen völlig anders zu begründen, und es wäre jene Erklärung
stets ein Fehlschluß. Es wird jedoch jede Seele ihren Partner einmal finden, doch stets
dann als Ergänzung ihres Ichs, wenngleich einer jeden Seele die Individualität bleibt.
Dann aber hat die Seele schon eine andere Entwicklungsstufe erreicht als auf Erden,
und dann wird sie auch in das Wissen so weit eingedrungen sein, daß sie alle Zusammenhänge erkennen kann und daß sie geistig schauen kann, was ihr auf Erden nicht
verständlich gemacht werden könnte. Und der Zusammenschluß von Seelen, die sich
ergänzen, ist unbeschreiblich beseligend und gibt auch den Seelen vermehrte Kraft
zum Wirken und also zum Erfüllen ihrer Aufgabe im geistigen Reich, und stets mehr
und mehr streben die Seelen den Zusammenschluß an mit Gott, um in dieser Vereinigung nun die höchste Glückseligkeit zu finden, die nie enden wird ....
Amen
B.D. 5208
empfangen am 10.9.1951
Hilfe in geistiger Not -
Verbreitung des Wissens von oben ....
Euch ist ein Wissen unterbreitet worden, das euch befähigt, euren Mitmenschen Aufschluß zu geben in jeder Weise, ein Wissen, das ihr auch mit Recht vertreten könnet als
Wahrheit, weil ihr es direkt von Mir oder durch Meine Boten vermittelt bekommen
habt. Dieses Wissen genügt, um eine Aufgabe erfüllen zu können, die von größter
Wichtigkeit ist: in der Endzeit mitzuhelfen, irrende Seelen auf den rechten Weg zu führen, bevor es zu spät ist. Es ist dies zwar ein Gebiet, das nur wenige Menschen betreten
wollen, weil es sich um das geistige Leben, um das Leben der Seele handelt, das gesichert werden soll, weil die Gesundung der Seele angestrebt werden soll und die Menschen gerade in der Endzeit mehr denn je nur ihres körperlichen Wohles gedenken und
das geistige Leben für sie etwas so Unwirkliches ist, daß sie keine Gedanken darauf verwenden und darum eben in größter geistiger Not sind. Es muß ihnen also geholfen werden, und die Helfenden müsset ihr sein, die ihr von Mir Selbst ständig den Liebe- und
Gnadenbeweis empfanget ....
Mein Wort, das allein die Menschen retten kann vor dem
Untergang. Ihr seid vor eine Aufgabe gestellt worden, die ihr erfüllen sollet und auch
erfüllen könnet, so ihr nur willig seid, Mir und somit auch den Mitmenschen zu dienen ....
Dieser Wille allein wird euch auch in den Besitz von Kraft kommen lassen, denn
Ich wirke mit Meiner Liebekraft in allen, die tätig sein wollen für Mich und Mein Reich
in der letzten Zeit vor dem Ende. Was Ich an den notleidenden Menschen tun will, muß
Ich durch euch Menschen zur Ausführung bringen, auf daß jeglicher Gedanke und
Antrieb die Willensfreiheit des Menschen bezeuge. Und darum wird auch alles Geschehen, das euch selbst betrifft, immer in natürlicher Weise in Erscheinung treten, und
doch kann es als Mein Wirken erkannt werden von euch, wenn ihr nur des Glaubens
seid, daß ihr ständig in Meiner Führung lebt und daß Ich Selbst euer Schicksal lenke,
daß Ich euch gegenwärtig bin, sowie ihr nur eure Gedanken zu Mir wendet. Das
Bewußtsein Meiner Gegenwart lässet euch alles als Mein Wirken an euch erkennen,
und so auch ist keine Begegnung mit Mitmenschen Zufall oder willkürlich, sondern
immer eine Gelegenheit, wo ihr arbeiten sollet für Mich und Mein Reich. Ich begleite
euch auf allen euren Wegen und trete sonach selbst denen entgegen, die durch euch von
Meinem Wirken an euch erfahren sollen ....
Ihr habt ein umfangreiches Wissen, nützet
es, wo ihr könnet, belehret eure Mitmenschen, wie Ich euch belehrt habe, und lasset
keine Gelegenheit vorübergehen, denn die Zeit ist kurz und die Not unsagbar groß.
Doch alle Menschen sollen Meine Gnade erfahren, niemand soll sagen können, keine
Kenntnis gewonnen zu haben, nicht hingewiesen worden zu sein auf das nahe Ende ....
Und euch brauche Ich, auf daß ihr den Mitmenschen Aufklärung geben könnet, die der
Wahrheit entspricht .... auf daß Ich durch euch anklopfen kann an ihre Herzenstür und
ihnen Mein Wort bringen kann ....
Und eure Arbeit für Mich wird gesegnet sein, sowie
ihr guten Willens den Mitmenschen Hilfe bringt, ehe es zu spät ist ....
Amen
B.D. 5209
empfangen am 11.9.1951
„Wer Meine Gebote hält ....“
Offenbarungen ....
„Wer Meine Gebote hält, der ist es, der Mich liebet .... ihm will Ich Mich offenbaren ....“ So sei euch dieses Mein Wort Erklärung für Mein offensichtliches Wirken in
euch durch Meinen Geist. Ich fordere nur eure Liebe zu Mir und zum Nächsten, und die
Liebe zu Mir kommt zum Ausdruck in der Liebe zum Nächsten, im Erfüllen Meiner
Liebegebote, die Meinen Willen kundtun. Die Liebe zu Mir kann wohl in verschiedenen
Graden entflammen, doch Ich trage der Wesensart eines jeden Menschen Rechnung
und bewerte allein das Unterstellen seines Willens unter den Meinen. Sowie er sich
nicht mehr Mir widersetzet, gefühlsmäßig und auch in Wort und Tat, ist er schon Mein
geworden und wird nimmermehr von Mir verlassen oder verstoßen. Die Liebe zu Mir
kann in ihm zu einer Flamme auflodern, sie kann aber auch wie ein glühendes Feuer
sein, das nicht mehr verlöschen kann, weil Ich Selbst es eindämme aus weisheitsvollem
Ermessen ....
Denn wer Mich lieb hat, wer Meine Gebote erfüllet, der stellt sich Mir auch
selbst zur Verfügung, denn die Liebe gibt sich hin .... er stellt sich also bewußt in Meinen Dienst. Und Ich stelle ihn nun an den Platz, wo er am wirksamsten arbeiten kann
für Mich entsprechend seinem Wesen, seiner Umgebung und der Dringlichkeit einer
helfenden Aktion. Ich allein weiß um eines jeden Menschen Fähigkeit, die Arbeit in
Meinem Weinberg zu leisten. Und da diese Arbeit eine überaus vielseitige ist, sind auch
die Arbeiter so ausgewählt, daß jegliche Arbeit von Erfolg ist. Die Arbeit des einen kann
völlig umsonst getan sein, wird sie an ungeeignetem Platz ausgeführt, denn Ich weiß,
was einem jeden Menschen zuträglich ist; Ich weiß, wieweit die Mitmenschen aufnahmefähig sind, und Ich stelle also die Arbeiter an, die am günstigsten einwirken können
auf ihre Mitmenschen, bei denen nur eigens dafür ausgebildete Arbeiter Erfolg erzielen
können. Jeder Menschenschlag, jedes Zeitalter und jede Gegend braucht andere Missionsarbeit .... und das schon erklärt auch die verschieden gearteten Arbeiter für das
Reich Gottes ....
Die Grundwahrheiten bleiben wohl dieselben, doch wie ihr diese
Grundwahrheiten den Mitmenschen darreichet, das ist auch maßgebend für den Erfolg
und die Auswirkung der Wahrheit an den Menschen selbst. Zudem wirken Worte oft
mehr als Wunder ....
Die Menschheit ist Mir und Meinem Reich so weit entfernt, daß
selbst ein offensichtliches Wunder keinen anderen Eindruck macht als den einer außerordentlichen Begebenheit, die sie nun wissenschaftlich zu erklären sucht. Worte dagegen, in der rechten Weise angewendet und dargereicht, können weit mehr Erfolg haben,
denn das Eigentliche im Menschen wird davon berührt .... die Seele .... und diese kann
sich nun dazu einstellen nach ihrem Willen, während ein Wunder oft nur von den Organen des Menschen erfaßt und ebenso nur verstandesmäßig verarbeitet wird und für die
Seele nutzlos bleiben kann. Wer aber davon berührt wird, der ist schon nicht mehr Mir
fremd, und ihm schadet auch das gewaltigste Geschehen nicht mehr, weil sein Glaube
ein gefestigter ist und nur noch Bestätigung findet. Ich wirke auf die Menschen ein entsprechend ihrer Auffassungsgabe und ihres Liebewillens ....
Ich offenbare Mich einem
jeden, der Mich liebt und Meine Gebote hält. Was er braucht, um selig zu werden, gebe
Ich ihm, immer davon ausgehend, ob sein Wille das ihm Gegebene verwertet zu Meiner
Verherrlichung .... daß er für Mich arbeitet und Seelen zu gewinnen sucht, die in Gefahr
sind verlorenzugehen ....
Der eine tut es bewußt, der andere unbewußt, d.h., er ist ein
Werkzeug Meiner Liebe, die auf die Ungläubigen einwirken will und sich dazu eines
Menschen bedienet, der voller Liebe ist zu Mir. Und Ich bewerte den Grad der Liebe, der
nicht immer äußerlich erkennbar zu sein braucht ....
Ich weiß es, wer zu den Meinen
gehört, und nehme alle an als Arbeiter in Meinem Weinberg, weil Ich viele Schnitter
benötige, so die Zeit der Ernte gekommen ist ....
Amen
B.D. 5210
empfangen am 12.9.1951
Brücke zum Jenseits ....
Gedanken zur Höhe ....
Die Brücke zum Jenseits soll oft betreten werden, d.h., die Gedanken sollen sich oft
erheben in das Reich, das die wahre Heimat der Seele ist und vor eines jeden Menschen
Auge stehen müßte, um bewußt angestrebt zu werden. Denn die wahre Heimat der
Seele ist das Reich des Lichtes, und um in dieses zu gelangen, muß der Mensch an sich
arbeiten, also zielgemäß leben. Das Ziel soll daher möglichst oft gesucht werden in
Gedanken .... und aus dem Reiche des Lichtes strecken sich euch viele Hände entgegen,
die ihr ergreifen sollet ....
Das sind wieder die Gedanken, die euch zum Guten antreiben,
die Gedanken, die Gott zum Inhalt haben und alles, was nicht mit irdischen Augen zu
sehen und mit irdischen Händen zu greifen ist. Daran sollet ihr oft denken, und ihr
betretet dann die Brücke zum Jenseits, wo euch die geistige Welt entgegenkommt ....
Zwar auch dunkle Schatten, wenn ihr eure Gedanken unwillig nach dem geistigen
Reich wendet, wenn euch nicht die Liebe zu Gott dazu treibt, sondern ihr mit einem
Mißbehagen dessen gedenket, was nachher kommt, nach eurem Leibestode. Dann werdet ihr von jenen Schatten bedrängt, und die Lichtwesen können nicht günstig auf euch
einwirken, weil ihr selbst ihnen die Möglichkeit nehmet. Um so segensreicher aber ist
der Einfluß der Lichtwesen auf euch Menschen, wenn ihr nur in ernstem Verlangen
nach der Wahrheit eure Gedanken zur Höhe sendet ....
Dann brauchet ihr keine
schlechten Wesen zu fürchten. Dann wird euch Licht gegeben vom Reiche des Lichtes,
von Wesen, die beglückt sind, euch helfen und führen zu können. Sie können jederzeit
zu euch und ihr jederzeit zu ihnen kommen, denn die Brücke besteht. Ihr sendet nicht
die Gedanken in ein Nichts, wenn ihr nach oben verlangt, es ist das Lichtreich wirklich,
und es sind die Wesen wirklich, die sich in euer Denken einschalten .... sie können sich
auch äußern und tun es, sowie ihr bewußt die Verbindung herstellt mit der geistigen
Welt ....
Und wie euer Verlangen ist, so werdet ihr bedacht ....
Das Verlangen nach guten
Wesen zieht sie herbei, und sie richten um euch eine Mauer auf, damit ihr nicht
bedrängt werden könnet von schlechten Wesen, die aus der Finsternis kommen und
gleichfalls sich äußern möchten. Die Menschen sind noch mit der Materie verbunden,
und die Gefahr besteht sehr leicht, durch materielles Denken auch niedere Wesen anzuziehen, doch bewußte Gedanken nach guten Kräften werden sie immer schützen vor
jenen, denn die Lichtwesen sind stets bereit, euch zu betreuen, zu schützen und zu
belehren, und ihre Macht ist so groß, daß sie den Kräften der Finsternis wehren können, sowie ihr nur die Lichtwesen anrufet und euch der Liebe und Gnade Gottes empfehlet. Stets seid ihr geschützt, so ihr guten Willens seid und euer Wille nur zu Gott
gerichtet ist. Denn euer Wille allein bestimmt die Sphäre, in der ihr euch befindet, euer
Wille allein bestimmt die geistigen Wesen, die zu euch Zutritt haben ....
Betretet oft die
Brücke in das geistige Reich, und verbindet euch bewußt mit der Welt, die ihr einst beleben werdet .... Erhebet eure Gedanken, aber lasset sie nicht abgleiten in die Tiefe ....
Amen
B.D. 5211
empfangen am 13.9.1951
Verhüllen ungewöhnlicher Gnadenzufuhr ....
Erklärung ....
In höchster Gnade stehende Menschen vermögen oft nicht die Gnade zu erkennen
als solche, und das mit Gottes Zulassung, auf daß ihr Ringen darum nicht kleiner werde
und sie in einen Zustand verfallen, der ein Verringern der Gnadenzufuhr zur Folge hat.
Es ist dies so zu verstehen, daß erhöhter Gnadenzustrom den Menschen auf Erden
schon vergöttlichen kann, daß aber der Mensch eine Aufgabe zu erfüllen hat, die als
Mensch ausgeführt werden muß, soll sie von Erfolg sein für die Mitmenschen, deren
Seelenheil die Erfüllung der Aufgabe fördern soll. Darum wird der Mensch selbst trotz
Zuwendung überreicher Gnaden immer nur ein Mensch bleiben mit allen Fehlern und
Schwächen und gegen diese bewußt ankämpfen müssen. Es wird die Gnade wohl seine
Seelenreife erhöhen, es wird gewissermaßen ein solcher Mensch ein Doppelleben führen, ein Leben vor Gott und ein Leben vor den Menschen, und die Mitmenschen werden immer den ringenden, leidenden und Gott-zustrebenden Menschen sehen, um
diesem in gleicher Weise nachzufolgen. Dennoch ist das erhöhte Gnadenmaß von überaus großer Wirksamkeit, denn die Seele ist völlig eins geworden mit ihrem Geist und
vermag in das geistige Reich Einblick zu nehmen genau wie in das irdische Reich. Die
Seele hat sich vergöttlicht, ist aber in der menschlichen Hülle noch gebunden und treibt
diese Hülle an, sich völlig in den Dienst Gottes und der Mitmenschen zu stellen, um
ihnen als Beispiel zu dienen. Es kann ein Mensch ungemessen die Gnaden in Empfang
nehmen .... verständlich aber ist, daß ein Übermaß von Gnade sich auch übermenschlich auswirken muß, daß also dann auch eine Wunderkraft zutage treten würde, weil
das Wesen im Menschen sich dann schon so gestaltet hat, daß es sich ganz und gar der
Kraft aus Gott bedienen könnte ....
Eine solche Wundertätigkeit aber würde einen Glaubenszwang bedeuten, da der im Besitz eines Übermaßes von Gnade sich befindliche
Mensch unweigerlich seine göttliche Kraft gebrauchen würde ....
Es wird dies zwar von
Gott zugelassen, wann und wo es für die Mitmenschen von Nutzen ist, jedoch nicht
immer würde die Umgebung des Menschen Nutzen daraus ziehen. Darum wird der
Gnadenzustrom verhüllt, die Seele aber entwickelt sich zu überirdischer Reife und wirket dennoch mit gutem Erfolg auf ihre Mitmenschen ein, ohne die Glaubensfreiheit
derer zu gefährden. Jeder Mensch kann sich Gnaden erbitten ohne Einschränkung,
doch offensichtliches Wirken einer gnadenerfüllten Seele würde die Menschen in ihrem
Glauben unfrei machen, weshalb sehr oft verhüllt wird, was den Mitmenschen schaden
könnte, solange sie nicht selbst den innigen Wunsch haben, sich mit Gott zusammenzuschließen und sich dem Zustrom Seiner Gnade zu öffnen ....
Er allein weiß, was den
Menschen dienlich ist und wie Er Seine Kinder gewinnen kann, Er allein weiß, was gut
ist für sie, daß sie vollkommen werden ....
Amen
B.D. 5212
empfangen am 15.9.1951
Gott ist gut und gerecht ....
Ich bin ein guter und gerechter Gott, und Meine Milde und Barmherzigkeit werdet
ihr Menschen immer wieder erfahren, so ihr gefehlt habt, wenngleich Ich nichts übergehen kann, was Sünde ist .... doch Ich trage allen euren Schwächen Rechnung, Ich
urteile nicht über euch Menschen, wie Ich einst geurteilt habe, da ihr vollkommen
waret; denn nun seid ihr unvollkommene Geschöpfe, ohne rechte Erkenntnis und
schwachen Willens. Dennoch muß Ich euch anhalten, eure Vollkommenheit wieder zu
erreichen. Ich muß euch eure Sünden vorhalten, Ich muß euch Kenntnis geben, was
recht und was unrecht ist, was Meinem Willen entspricht und was ihr tun sollt, um wieder vollkommen zu werden. Und darum kann Ich auch keine Verfehlungen übersehen,
wenngleich Ich sie mit Augen der Milde und Barmherzigkeit betrachte. Denn ihr brauchet nicht zu sündigen, wenn ihr auch schwach seid, weil euch Meine Kraft und Gnade
zur Verfügung steht, die ihr nützen könnet. Also muß Ich euch ermahnen, stets Meine
Kraft anzufordern, Meine Gnadenzuwendungen zu erbitten und nicht durch das Leben
dahinzugehen, ohne Meinen Beistand zu erflehen. Ich bin gut und gerecht .... darum
kann Ich nicht dulden, wenn ihr unrecht handelt, sondern Ich muß euch das Unrecht
vorstellen, bis ihr es als Unrecht erkannt habt und euch bemühet, gerecht zu denken
und (zu, d. Hg.) handeln. Ihr müsset die Sünde erkennen, um sie zu meiden, und Ich will
euch dazu verhelfen, denn Ich bin ein guter Gott, ein Gott der Liebe und nicht ein Gott
des Zornes, Der strafet, so sich Sein Geschöpf vergangen hat ....
Ich bin ein Vater Meiner Kinder, und ein Vater will seine Kinder mit Liebe gewinnen. Dennoch kann Er nicht
in falscher Liebe das Unrecht durchgehen lassen, weil solches das Kind nicht vollendet,
die Vollendung aber letztes Ziel eines Menschen auf Erden ist. Lasset euch von Mir ziehen und erziehen, nehmet auch eine Rüge ergeben hin, denn sie ist nur das Mittel, euch
ein Unrecht erkennen zu lassen, um es dann auch zu meiden. Und haltet euch stets an
Mein Gebot der Liebe ....
Dann handelt auch ihr gut und recht .... seid auch ihr milde
und barmherzig und verurteilet nicht lieblos; suchet Mir in allem nachzufolgen, in der
Geduld, in der Sanftmut, in der Demut und Friedfertigkeit, und so ihr zu versagen drohet, rufet Mich an um Hilfe, um Kraft und Gnade. Und ihr werdet sie erfahren, so
immer ihr Mich bittet. Denn Ich allein kenne eure Schwäche, eure geistige Not und auch
euren Willen ....
Ich bin ein Gott der Liebe, Ich bin ein Richter, Der voller Langmut ist
und alles versuchet, um euch zu wandeln, bevor Er euch verurteilet ....
Nur richtet euren
Willen zu Mir, auf daß Ich euch helfen kann, so ihr schwach werdet ....
Dann werde Ich
immer Milde und Barmherzigkeit walten lassen, auch wenn ihr gefehlt habt ....
Amen
B.D. 5213
empfangen am 16.9.1951
Jesus Christus ....
Erlöser - Gottmensch ....
Ich bin in Mein Reich eingegangen, als Ich das Erlösungswerk vollbracht hatte. Ich
weilte als Mensch mitten unter den Menschen, Ich lehrte sie als Gott, Ich wirkte Wunder als Gott und starb wieder den Tod am Kreuze als Mensch ....
Es ist dies ein Mysterium, das euch Menschen nicht so leicht zu enthüllen ist, solange ihr nicht um den Werdegang jedes einzelnen Menschen wisset, solange ihr nicht den Sinn und Zweck eures
Erdenlebens erkannt habt und den Vorgang der Vergöttlichung eines Menschen versteht. Der Mensch ist als solcher noch verbunden mit der Materie, sowohl seinem Körper
als auch seinen Gedanken nach, solange diese sich nicht von der Welt ab- und Gott
zuwenden ....
Und solange wird er auch nicht das Mysterium Jesus - Mensch und Gottes
Sohn zugleich .... begreifen und auch für die in aller Wahrheit gegebene Erklärung kein
Verständnis aufbringen. Er kann aber dennoch darüber belehrt werden, damit das Geistige in ihm sich zu rühren beginnt und ihm Gelegenheit gegeben wird, sich zu entfalten ....
Ich habe auf Erden als Gott gewirkt und als Mensch gelitten, weil die Gottheit in Mir
nicht leiden konnte, also das Erlösungswerk für die Menschheit von einem Menschen
vollbracht werden mußte, wenn es der gesamten Menschheit zugute kommen sollte.
Und diese Leiden waren und mußten so unsagbar groß sein, damit sie der Menschheit
die Größe ihrer Schuld vor Augen führten, damit das Erlösungswerk nicht zu gering
bewertet wurde, auch wenn die Menschen an den göttlichen Erlöser Jesus Christus
glaubten. Ein Mensch kann die Qualen und Leiden Meines Kreuzganges nicht ermessen, ihm würden die Sinne schwinden, so er nur einen rechten Begriff davon gewinnen
könnte, denn es ging über die menschliche Kraft, und doch ertrug Ich sie als Mensch ....
Nur ein geringes Teil dieser Leiden würde genügt haben, das Leben eines Menschen zu
beenden, denn Ich empfand sie noch viel tiefer als ein normaler Mensch. Doch Mein
Leib war durch seine Vergeistigung ungeheuer willensstark und nahm daher alles auf
sich, was noch zur Befreiung der Menschheit von ihrer ungeheuren Sündenschuld beitragen konnte ....
Ich ging den Gang zum Kreuz bewußt, Ich nahm den Tod am Kreuze
bewußt auf Mich. Was das bedeutet, könnet ihr Menschen nicht ermessen ....
Ich wollte
leiden, um die Menschen zu erlösen ....
Und darum blieb Mir nichts erspart, und die
entsetzlichste Schilderung Meiner Leiden und Qualen wäre noch nicht annähernd ausreichend, um sie euch vorstellen zu können. Und es mußte darum die Gottheit aus Mir,
aus dem Menschen Jesus, heraustreten und Ihm allein das Werk zu vollbringen überlassen. Darum ging auch ein entsetzlicher Kampf voraus, den der Mensch Jesus zuvor ausfechten mußte, um sich außerhalb der in Ihm weilenden Gottheit zu stellen und stark
zu bleiben. Der Mensch Jesus litt unvorstellbar, und das nur aus Liebe zur Menschheit,
die in größter geistiger Not war. Und um dieser übergroßen Liebe willen nahm Ich das
Opfer an, ansonsten Ich nimmermehr hätte ein Wesen so leiden lassen, das völlig
schuldlos war und Mir so nahestand ....
Ich nahm das Opfer an und gab den Menschen
Jesus in die Hände seiner Feinde und Peiniger ....
Denn das Werk, das Er vollbrachte,
galt für die ganze Ewigkeit, es bedeutete die Erlösung für das gesamte unselige Geistige,
das den Weg zurückfinden soll ins Vaterhaus ....
Die Seele des Menschen Jesus erkannte
dies alles und war als Geistwesen bereit zu jeder Sühne, zu jeder Hilfe, die es dem unerlösten Geistigen leisten konnte ....
Doch ein solches Opfer mußte ein Mensch bringen,
der in gleicher Schwäche auf Erden wandelte, um den Menschen einen gangbaren Weg
zu zeigen zu Mir, zu ihrem Vater von Ewigkeit ....
Darum verkörperte Sich ein höchstes
Lichtwesen als Mensch und brachte als Mensch mit allen Schwächen und Fehlern auf
Erden den Beweis, daß sich durch recht genützten Willen und ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe auf Erden schon eine Einigung des Geistes erzielen läßt mit Mir,
dem Vatergeist von Ewigkeit, daß diese Einigung dem Menschen ein Übermaß von
Kraft einträgt, daß also der Mensch im Verband mit Mir Wunder zu wirken imstande
ist, daß er in die tiefste Weisheit eindringen kann, daß er um alles auf Erden und im geistigen Reich weiß und daß er sich selbst, seinen Körper und seine Seele völlig vergeistigen kann auf Erden durch die Liebe. Diesen Beweis konnte und mußte nur ein Mensch
bringen, ansonsten die Menschheit nicht den gleichen Weg gehen würde, der zum Ziel
führt .... zu Mir ins Vaterhaus. Dennoch waren die Menschen ohne Hilfe zu schwach,
eben weil ihnen der Wille zur Liebe fehlte. Und Jesus wußte um diese Schwäche des Willen als Folge der einstigen Sünde und wollte ihnen verhelfen zu einem verstärkten Willen. Ich war wohl in Ihm, dem Menschen Jesus, doch Ich beeinflußte nicht Seinen Willen;
Er handelte und dachte als Mensch und zog Mich doch in aller Fülle in Sein Herz ....
Denn Mein Urwesen ist Liebe, und Seine übergroße Liebe stellte den Zusammenschluß
her mit Mir ....
Er wurde eins mit Mir ....
Der Mensch Jesus hat wohl auf Erden das Bitterste erlitten, doch Er hat durch Seine Liebe das Höchste errungen ....
Er stieg als hohes
Lichtwesen zur Erde und kehrte als Gott wieder in das Lichtreich zurück, denn Er ist
völlig verschmolzen durch die Liebe mit Mir, Der Ich euch Menschen nun als Heiland
Jesus Christus schaubar geworden bin, Der Ich nun auch durch Jesus Christus mit
einem jeden von euch in Verkehr treten kann, weil Er für euch die Sündenschuld
gesühnt hat durch Seinen Tod am Kreuze, durch Seine unbeschreiblichen Leiden, weil
Seine Liebe zu euch übergroß war ....
Amen
B.D. 5214
empfangen am 8.9.1951
Geistiger Hochmut ....
Größte Gefahr ....
Der geistige Hochmut wird noch viele Menschen zum Fall bringen, denn er hindert
sie am Erkennen der Wahrheit, und folglich auch werden sie die Wahrheit niemals
besitzen können, da sie sich den Menschen niemals aufdrängt, sondern von ihnen willig angenommen werden muß. Der Mensch, der überheblichen Geistes ist, nimmt keine
Belehrung an, und käme sie aus dem Himmel zu ihm. Denn solange er überheblichen
Geistes ist, ist er noch in der Gewalt des Satans, der aus Überheblichkeit gegen Mich
gefallen ist und der alles mit hinabzieht, was gleich ihm in Überhebung verharrt. Geistiger Hochmut wohnt allen denen inne, die sich Meinem Wort von oben gegenüber
ablehnend verhalten, denn sie halten es nicht für nötig, zu prüfen, ansonsten sie es als
Mein Wort erkennen müßten, weil es jedem als solches erkenntlich ist, der guten Willen ist ....
Ich gebe den Menschen keine Gabe, die für sie eine unverdauliche Kost ist, die
ihr Herz und der Verstand nicht annehmen könnte, weil es unverständlich ist ....
Was
Ich den Menschen von oben zuleite, ist ein wahres Himmelsbrot, also die beste Kost für
ein Erdenkind, das sein Ziel erreichen soll im Erdenleben ....
Und da Ich diese Kost für
Meine Geschöpfe als gut und heilsam erkenne, wird sie auch keine verschiedene Wirkung haben, wo der gleiche Wille zum Verständnis vorhanden ist ....
Wer aber nicht verstehen will, der ist überheblichen Geistes. Er setzt Menschenwissen höher, also den Verstand schätzet er höher ein als den Geist, der sich im Menschen äußert, wo ihm dieses
Recht zugebilligt wird. Er glaubt nicht an das Wirken des Geistes im Menschen, weil er
dann etwas Göttliches anerkennen müßte, sein Wesen aber noch erfüllt ist von satanischem Sinn, weil er selbst sich zu erhaben dünkt und nur die Demut ein Wirken des
Geistes im Menschen zuläßt. Er ist blind, solange er sich geistig überhebt, denn er hat
ein offensichtliches Zeichen seiner Zugehörigkeit zum Satan, der aus Überhebung
gefallen ist. Der geistige Hochmut ist das größte Übel, denn er läßt keine Gnadenzuwendung möglich werden, weil der Wille zur Annahme der Gnade auch die Erkenntnis einer Schwäche und Hilfsbedürftigkeit ist, die aber niemals der Hochmut aufkommen läßt. Es kann aber kein Mensch ohne Gnade zur Höhe steigen, folglich bleibt der
geistig Überhebliche in der Tiefe, denn ihn hat der Satan gefangen und hält ihn fest in
seinem Bann. Und dieser wird auch immer ankämpfen wider die Wahrheit, denn er
steht im Dienst der finsteren Macht und ist ein williger Arbeiter für den Fürsten der
Lüge. Der geistig überhebliche Mensch nimmt sein Wissen nur von außen entgegen, er
überlastet nur seinen Verstand, das Herz aber weiß nichts davon und kann daher auch
nicht urteilen. Und je mehr sein Verstand aufnimmt, desto überheblicher ist sein
Wesen, und das reiche Wissen, das er von außen aufnimmt, ist sein Verderben .... Überreiches Verstandeswissen ist schlimmer noch als irdischer Reichtum, denn dieser kann
ihm genommen werden; das Wissen aber gibt er nicht auf, und er kann nur durch
außergewöhnliche körperliche Leiden eines besseren belehrt werden, so seine Seele
nicht völlig verhärtet ist und auch durch Leid nicht weich und demütig wird. Dann hat
der Satan ihn völlig in der Gewalt, und es wird endlose Zeiten dauern, bevor er ihn freigibt, bevor das Geistige freiwillig zu Mir zurückkehrt und demütig sich Mir unterstellt ....
Amen
B.D. 5215
empfangen am 21.9.1951
Die Liebe hat das Erlösungswerk vollbracht ....
Ich bin für euch gestorben am Kreuz. Meine Liebe zu euch war grenzenlos und entflammte im Menschen Jesus zu einer Stärke auf, die das Vergöttlichen Seiner Seele
bewirkte, ein Zustand, der Ihn über die menschlich irdische Sphäre hinaushob und er
eins wurde mit Mir ....
Nur eine so starke Liebe war fähig, das Kreuzesopfer zu bringen,
denn sonst hätte Er als Mensch nicht standhalten können, wenn nicht die Kraft der
Liebe Ihn gestärkt hätte. Er starb als Mensch den Kreuzestod, und doch war Ich Selbst
es, Der Sich für euch Menschen hingegeben hat am Kreuz, denn der Mensch Jesus blieb
in der Liebe, bis Er Seinen Geist aufgab ....
Die Liebe also brachte das Opfer, und die
Liebe war Ich Selbst ....
Es ist dies auch ein Mysterium und wird es bleiben, solange die
Erde besteht und ihr Menschen mit irdisch gerichteten Sinnen das Erlösungswerk
beurteilt ....
Der Mensch Jesus starb am Kreuze ....
Ich Selbst kam zur Erde, um euch zu
erlösen ....
Ein scheinbarer Widerspruch, und doch ist es die Wahrheit, die so lange
unbegreiflich ist, wie ihr Menschen nicht verstehen könnet, daß Ich Selbst die Liebe
bin .... daß die Liebe die Ursubstanz der ewigen Gottheit ist und daß also die Liebe dieses Werk vollbracht hat, das die Menschheit erlösen sollte von der Sünde. Die Liebe aber
war im Menschen Jesus, den Kreuzestod starb demnach ein Mensch .... doch daß dieser
Mensch schon göttlich war, das bewies das Übermaß Seiner Leiden, dem Er nicht zuvor
schon erlag ....
Seine Liebe zur Menschheit war so tief, daß Er begehrte, zu leiden, um
ihnen zu helfen ....
Ein übermenschliches Maß von Leiden hat Er auf Sich genommen,
das allein schon genügte, einem menschlichen Körper die Lebensfähigkeit zu nehmen,
doch Seine Liebekraft hielt diesen Körper so lange am Leben, bis Ihn Seine Feinde
erhöht hatten, bis sie Ihn an das Kreuz genagelt, bis der Höhepunkt Seines Leidens
erreicht war. Er wollte die Menschen die Schandtaten ausführen lassen, zu denen sie
Mein Gegner antrieb, um auch diesem zu zeigen, daß die Macht eines Gottsohnes auch
über den Tod hinausreichte, daß Er auch Herr war über den Tod ....
Und von Seinem Tod sollte die ganze Menschheit Kenntnis nehmen, so sie erlöst
werden wollte ....
Er war durch Seine Liebe bis zuletzt mit Mir, dem Vater, verbunden,
doch Seine geängstete Seele erkannte Mich nicht mehr, sie suchte Mich außer sich, und
Jesus rief daher die Worte aus:„Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?“
Die machtvolle Gottheit nur hatte Sich zurückgezogen, doch die Liebe war und blieb in
Ihm ....
Die Liebe war wohl in sich Kraft, doch Jesus nützte diese Kraft nicht mehr, um
Seine Kreuzigung zu verhindern, sondern nur noch dazu, sie erleben zu können, weil
Er sie erleben wollte, um Mir als Mensch zu dienen und für die Mitmenschen zu leiden
und zu büßen. Darum hat Er bewußt gelitten und ist auch bewußt gestorben, darum bat
Er Mich um Erbarmen für Seine Peiniger, und in vollem Bewußtsein sprach Er die
Worte: „Vater, in Deine Hände empfehle ich Meinen Geist ....“ Die Bindung zwischen
Sich und Mir hielt Er aufrecht, denn Er konnte Sich nicht mehr lösen von Dem, mit
Dem Er eins geworden war durch die Liebe ....
Und darum war Ich Er und Er Ich, es gab
keine Trennung zwischen uns beiden, weil die Liebe, die Ursubstanz Meiner Selbst,
auch Ihn voll und ganz erfüllte, Ich also bei und in Ihm sein mußte, wenngleich Ich als
Kraft untätig blieb, bis der Mensch Jesus Sein Werk vollbracht hatte. Er und Ich, wir sind
eins, und wer Ihn sieht, der sieht den Vater, denn der Vater ist die Liebe, und die Liebe
war im Sohn ....
Die Liebe aber konnte nicht sterben, und also ist sie am dritten Tag wieder auferstanden, und sie belebte auch den Körper, der durch das Leiden Jesu völlig vergeistigt war und keinen weiteren Entwicklungsgang auf Erden mehr benötigt. So hat
die Liebe den Tod überwunden .... der göttliche Heiland überwand den Satan .... das
Licht durchbrach die Finsternis, und der Weg zum ewigen Licht wurde frei ....
Amen
B.D. 5216
empfangen am 22.9.1951
Richten des Willens ....
Einfluß guter und schlechter Wesen ....
Es stehen euch alle Mittel zu Gebote, Meine Kraft steht euch zur Verfügung, ein Heer
seliger Geistwesen ist um euch bemüht und wartet nur darauf, um Hilfe angesprochen
zu werden; Meine Gnadengaben könnet ihr in Anspruch nehmen und immer euch an
Meinem Wort, am lebendigen Wasser, erquicken und euch Kraft holen .... ihr könnet
also nicht sagen, daß es euch unmöglich sei, euer Ziel auf Erden zu erreichen. Ihr werdet reich bedacht, weil Ich eurer Schwäche und Mangelhaftigkeit Rechnung trage; Ich
bin stets zur Hilfe bereit, so ihr nur wollet, daß ihr selig werdet. Doch eurem Willen lasse
Ich die Freiheit .... euren Willen müsset ihr selbst richten nach oben, zu Mir, und euer
Wille kann weder von unten noch von Lichtwesen gerichtet werden. Und darum seid
ihr selbst verantwortlich, und ihr müsset auch die Folgen eures Willens auf euch nehmen. Der Wille muß also eine Anregung erfahren von einer Seite, und darum sind die
Wesen aus dem Lichtreich und auch aus der Finsternis ständig bemüht, ihn zu gewinnen, indem sie einzuwirken suchen auf die Gedanken des Menschen und ihm also das
vorstellen, was ihn reizen könnte. Die Lichtwesen wollen den Willen ins geistige Reich
lenken, weil sie in ihrer Erkenntnis dieses Reich als allein beseligend auch dem Menschen zuführen möchten ....
Die Wesen der Finsternis dagegen stellen dem Menschen
die Welt vor Augen, weil der Beherrscher dieser Welt der Fürst der Finsternis ist und sie
selbst nichts wissen, was reizvoller wäre als irdische Freuden. Und nun muß sich der
Mensch selbst entscheiden, und diese Entscheidung kann ihm kein Wesen abnehmen.
Darum ist die große geistige Not auf Erden, weil der Mensch selbst sie beheben muß
und dazu den Willen nicht aufbringt. Doch das Bemühen der Lichtwesen wird nicht
nachlassen, wenngleich es erfolglos scheint, denn ihre Liebe erkennt die Not und ist
hilfswillig bis zum äußersten. Doch auch ihre Liebe unterliegt Meinem Gesetz und
kann sich nicht äußern entgegen dem Willen des Menschen, ansonsten es wahrlich keinen Menschen auf der Erde geben würde, der nicht sein Ziel erreichte. Wer aber will,
daß er selig werde, der wird von allen Seiten unterstützt, und er kann nimmermehr sein
Ziel verfehlen. Denn ein recht gerichteter Wille hat schon den Bann gebrochen, und er
gibt den Kräften des Lichtreiches nun das Recht, ihm beizustehen in jeder Weise. Er
nützet auch Meine Gnadenzuwendung, und er erkennet Mich und glaubet. Und einen
solchen Willen kann Ich erfassen und ihn völlig Mir zuwenden, er wird sich nimmermehr abkehren, von Mir und es hat dann der Mensch die Willensprobe auf Erden
bestanden, und er wird selig werden ....
Amen
B.D. 5217
empfangen am 23.9.1951
Unergründbare Wesenheit Gottes ....
Nichts kann euch Menschen das Wesen der Gottheit verständlich machen, weil es
dafür keinen Vergleich gibt auf Erden und weil euer Verstand nicht zu fassen vermag die
Tiefe und Unergründlichkeit des Geistes, Der die ganze Unendlichkeit beherrscht, Der
alles ist und ohne Den nichts gedacht werden kann. Ihr Menschen wollet euch, als selbst Form, alles Wesenhafte unter einer Form vorstellen, während jedoch die ewige Gottheit niemals begrenzt, also eine Form, sein kann,
weil Sie alles erfüllt .... das geistige wie das materielle Reich, also die „geformte“ Wesenheit Gottes eben nur das Weltall sein könnte, die gesamte irdische und geistige Schöpfung, die für euch Menschen gleichfalls unvorstellbar ist und somit keine Erklärung für
euch wäre. Jedes Bild, das ihr euch von der ewigen Gottheit macht, würde immer
begrenzt sein und könnte also darum nicht der Wahrheit entsprechen ....
Gott ist ein
Geist, Der wohl als Wesenheit anzusprechen ist, Die in tiefster Liebe und Weisheit Ihren
Willen und Ihre Kraft gebraucht zum Wirken und Walten in der Unendlichkeit ....
Doch
dieser ewige Geist ist überall, Er ist im größten irdischen Schöpfungswerk wie im kleinsten Sandkörnchen gegenwärtig. Er ist im gesamten Universum, Er ist im geistigen
Reich den Lichtwesen nahe, denn wo Er nicht wäre, gäbe es kein Bestehen ....
Er entzündet in dem Wesenhaften, das in Seiner Liebekraft seinen Ausgang nahm, eine Flamme,
die Ihm wieder zudrängt, und doch wird das Wesenhafte niemals seinen Ausgangsort
ergründen können, weil die ewige Gottheit unergründbar ist und bleibt in alle Ewigkeit ....
Doch der sehnenden Liebe der von der Kraft Gottes erstandenen Geschöpfe ist
Erfüllung geworden ....
Der große Geist der Unendlichkeit wollte Sich Seinen Wesen
schaubar vorstellen, um ihre große Liebesehnsucht zu befriedigen, und Er verkörperte
Sich in dem Menschen Jesus .... d.h., eine aus Seinem Willen und Seiner Kraft erstandene Form nahm den göttlichen Geist in aller Fülle in sich auf und konnte nun als völlig von Ihm durchstrahlt sichtbar sein und bleiben den Wesen, die Seine Lichtfülle
ertragen können, also einen gewissen Reifegrad erreicht haben, um nicht aufgezehrt zu
werden von dem Feuer der ewigen Liebe. Die geistige Form des Heilands Jesus Christus
ist aber dennoch kein Hindernis für die ewige Gottheit, in der ganzen Unendlichkeit zu
schaffen und zu wirken, das All zu erfüllen und überall gegenwärtig zu sein. Sie ist nur
ein Beweis der übergroßen Liebe Gottes zu Seinen Geschöpfen, die Ihn zu sehen begehren, daß Er Sich ihnen als Jesus Christus schaubar macht, um ihre Liebe zu erhöhen und
sie durch Erfüllen stets und ständig beglücken zu können. Niemals aber wird die ewige
Gottheit in Ihrem ganzen Wesen ergründet werden können, denn Sie ist die höchste
Vollkommenheit, die niemals ein Wesen erreichen kann. Solange es nicht den Zusammenschluß gefunden hat mit der ewigen Liebe und dadurch Licht und Erkenntnis
gewinnt, kann ihm auch nicht eine genügende Erklärung gegeben werden ....
Amen
B.D. 5218
empfangen am 25.9.1951
Schaubare Gegenwart des Herrn ....
Das rechte Verhältnis zu Mir garantiert auch Meine Gegenwart ....
Ihr selbst seid es
sonach, die Mich zu euch kommen lassen, so ihr euch wie die Kinder vertrauensvoll an
Mich wendet und Mich zu euch rufet. Je inniger das Verlangen ist nach Mir, desto fester
habt ihr Mich in eurer Gewalt, denn einem Lieberuf kann Ich nicht widerstehen, ihm
komme Ich jederzeit nach. Und ein Lieberuf kann wieder nur aus einem liebenden Herzen kommen, und so habt ihr Menschen nun einen Wink, wie ihr Mich an euch fesseln
könnet ....
Nur durch die Liebe ....
Wer Mich aus ganzem Herzen liebt, dem bin Ich nahe,
auch wenn er Mich nicht zu schauen vermag. Doch er wird stets einen Beweis von Meiner Nähe haben, er wird einen Frieden in sich spüren, er wird mit Mir Zwiesprache führen in Gedanken, er wird Mein Wort empfangen können, Meine Ansprache, den Beweis
Meiner Gegenwart. Denn immer gebe Ich ihm etwas, so Ich Meinem Kind nahe bin, so
seine Liebe zu Mir es bewegt, daß es seine Gedanken Mir zuwendet, so nicht sein Verstand nur Mich zu ergründen sucht, sondern er vom Herzen aus gedrängt sich fühlt,
mit Mir in Verbindung zu treten. Dieses Verlangen des Herzens braucht keine Gefühlswallung zu sein, die ihr unter Liebe versteht. Auch das ernste Verlangen nach der Wahrheit und also nach dem Urquell der Wahrheit geht aus der Liebe hervor, sowie nicht rein
irdische Interessen ihn zum Forschen nach der Wahrheit veranlassen. Ich bin euch
Menschen immer nahe und warte nur immer, daß ihr eure Herzen öffnet, um Mir Eintritt zu gewähren, und wo die Liebe solches zuläßt, daß Ich eintreten kann, gebe Ich
Mich auch kund durch Einströmen Meiner Kraft, und diese kann sich in vielerlei Weise
äußern. Sie kann sich im Wort zum Ausdruck bringen, sie kann euren Geist erleuchten,
d.h. euer Denken lenken in der rechten Richtung, so daß ihr dann denken, lesen oder
reden könnet und immer in der Wahrheit euch bewegen werdet, weil Ich Selbst ja dann
in euch wirke durch Meinen Geist. Ihr könnet aber auch Mich schauen, Meine Nähe
sichtbar erleben. Doch dazu ist auch ein höherer Reifegrad eurer Seele nötig, ansonsten
ihr Mein Bild nicht ertragen könnet. Doch so ihr euch nur mit liebendem Herzen an
Mich wendet in Gedanken, bin Ich auch bei euch. Denn auch Ich verlange nach Meinen
Kindern, und jeder Liebesfunke von euch springt zu Mir über und zieht Mich zu euch.
Darum könnet ihr, auch wenn ihr Mich nicht zu schauen vermöget, immer von Meiner
Gegenwart überzeugt sein, so zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, um
Mir zu dienen. Dann werde Ich niemals in dem kleinen Kreise fehlen, und voller Liebe
ruhen Meine Augen auf euch, die ihr noch zu schwach seid, um einen sichtbaren Beweis
Meiner Gegenwart empfangen zu können. Und diese Zusicherung soll euch alle in dem
Glauben bestärken, daß Ich wieder weile auf Erden bei den Meinen, daß Ich sie lenke
und lehre und sie wieder zubereite zu Meinen Jüngern, den Aposteln der Endzeit.
Wenige nur werden Mich schauen können, doch Ich liebe sie alle, die sich suchen um
Meinetwillen, und Ich führe sie zusammen, auf daß sie aneinander ausreifen und
immer stärker werden, daß sie sich geistig Mir verbinden und Ich ihre Herzen aufnahmefähig machen kann, das Heiligste darin aufzunehmen, auf daß Ich dann in ihnen
widerstrahlen kann und sie Mein Bild nimmermehr vergessen, das in der Tiefe ihrer
Herzen ruht, bis die Liebe dieses gereinigt hat und Mein Bild ihnen entgegenstrahlt in
aller Glorie ....
Trachtet danach, noch auf Erden Mir so viel Liebe zu schenken, daß Ich
zu euch kommen und in euch verbleiben kann bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 5219
empfangen am 26.9.1951
Ernster Hinweis auf das Ende ....
Euer aller Tage sind gezählt ....
Es ist keines langen Bleibens mehr auf dieser Erde,
euer Leben wird abgekürzt werden, denn die Zeit ist vorüber, die Ich euch Menschen
gewährt habe zur Erlösung, und ihr, die ihr jetzt lebet, gehöret zu denen, die das Ende
erleben ....
Wohl werde Ich noch viele zuvor abrufen, deren Seelen den letzten Kampf
für Mich und Mein Reich nicht bestehen würden, und ein großes Sterben wird einsetzen überall, und die vielerlei Ursachen lassen euch Menschen nicht darauf kommen,
daß die letzte Aktion schon begonnen hat, daß es schon ein Akt der Barmherzigkeit ist,
weil Ich jenen Seelen die Möglichkeit gebe, im jenseitigen Reich ihren Entwicklungsgang fortzusetzen, was dann nicht mehr möglich ist, so der letzte Tag gekommen ist ....
Ihr alle habet nicht mehr viel Zeit, doch keiner von euch weiß es, ob er nicht noch eher
aus dem Leben gerissen wird; keiner von euch weiß, wann seine Stunde gekommen
ist ....
Trauert nicht um jene, die von euch gehen, denn Meine Liebe rufet sie ab; aber
gedenket ihrer oft im Gebet, auf daß sie die Gnaden nützen, die ihnen auch im Jenseits
noch gewährt werden. Bereitet euch alle vor auf eure letzte Stunde, Ich mahne euch
ernstlich, denn ihr habet nicht mehr viel Zeit. Ich warne euch eindringlich durch die
Geschehen in der Welt, und so ihr nur offenen Auges dahingehet, erkennet ihr den Ernst
der Stunde, denn Ich spreche deutlich zu euch durch die Zeichen der Zeit. Ihr Menschen aber sehet nur die Welt, ihr schenket der Welt alle Aufmerksamkeit, an Mich aber
denket ihr nicht, und unmutig werfet ihr alles von euch, was hinweisen konnte auf Mich
und auf das Ende ....
Ihr wollet nicht glauben und bleibet daher unberührt von allem
Geschehen, das euch allzudeutlich die Wahrheit Meines Wortes beweiset. Es ist hohe
Zeit .... doch nicht im Sinne der Welt, sondern zur Buße, zur Willenswandlung, zur
Umkehr und zur Besinnung ....
Bleibet nicht unberührt, wenn Ich euch mahne, wo
immer es sei ....
Fraget euch, wie ihr wohl beschaffen seid, wenn an euch der Ruf kommt,
die Erde zu verlassen und einzugehen durch das Tor des Todes in die Ewigkeit ....
Fraget euch, ob ihr dann wohl bestehen könnet vor Meinen Augen, und glaubet es, daß die
Stunde bald da ist, wo euer Erdenleben beendet ist ....
Darum sorget nur noch für eure
Seelen, und wendet eure Augen ab von der Welt, denn diese wird vergehen, die Seele
aber ist unvergänglich, und ihr Los in der Ewigkeit ist entsprechend eurem Lebenswandel auf Erden ....
Amen
B.D. 5220
empfangen am 27.9.1951
Falscher Weg ....
Weinbergsarbeit ....
Steiler Weg ....
Wie abseits bewegen sich doch die Gedanken der Menschen, und wie schwer treten
sie der Wahrheit näher, auch wenn sie ihnen dargeboten wird. Es ist wie eine stille
Abwehr gegen alles, was von Mir kommt und von Mir zeuget, es ist, als fliehen sie vor
Mir, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin. Doch sie stehen auch abseits der Liebe, und
darum erkennen sie nicht die Wahrheit, die von der ewigen Liebe ausgeht. Es fliehen die
Menschen das Licht, und solange sie in der Dunkelheit wandeln, gehen sie falsch. Doch
auch darüber machen sie sich keine Gedanken, wohin der Weg führt, den sie gehen ....
Und darum ist es so schwer, in ihnen das Verantwortungsbewußtsein zu erwecken, das
sie ihrer Seele gegenüber tragen. Sie gehen völlig gedankenlos durch das Leben und
müssen daher gewaltsam aus ihrer Ruhe und leichtsinnigen Lebensführung aufgestört
werden. Ein Gewaltakt wäre wahrlich nicht nötig, wenn sich die Menschheit nicht in
größter Gefahr befände, die Ich abwenden möchte und auch abwenden kann, wenn der
Mensch selbst Mir die Hand reichet, wenn er aus eigenem Antrieb in sich gehen und
über Zweck und Ziel seines Daseins nachdenken würde. Und um dieses zu erreichen,
muß Ich immer wieder auf ihn einwirken durch Krankheit, Leid oder Tod, durch eigene
oder fremde Not; Ich muß an seine Herzenstür pochen und zu ihm sprechen ....
Doch
wie selten wird Meine Sprache verstanden, weil nicht an Mich geglaubt wird. Und wieder ist es allein die Liebe, die im Menschen eine Änderung eintreten lassen
kann ....
Die Liebe ist das Erste, und ohne die Liebe wird der Weg zu Mir nicht gefunden. Und so gehen alle Meine Bestrebungen und Hilfsmittel darauf hinaus, die Liebe in
den Herzen der Menschen zu entfachen, auf daß sie glauben lernen und in sich gehen.
Und immer wieder sende Ich ihnen Meine Boten entgegen, die Liebe predigen und
einen lebendigen Glauben zu erwecken suchen; Ich sende ihnen Meine Boten zu, die
ihnen die Wahrheit bringen. Wo sie auf Gleichgültigkeit stoßen, auf Abwehr oder gar
Anfeindung, dort fruchten Meine Bemühungen nicht mehr, dort ist die Kluft zwischen
Mir und ihnen noch zu groß, und die Weinbergsarbeit wird nicht viel Erfolg haben.
Und dennoch soll eifrige Weinbergsarbeit getan werden, überallhin soll Mein Wort
getragen werden, überallhin soll Mein Ruf dringen, überall soll Mein Evangelium verkündet und des nahen Endes Erwähnung getan werden. Es ist wie ein Trompetenruf,
der durch die Welt erschallet .... mitunter trifft er doch ein Ohr, das aufhorchet und dem
Schall nachgeht, mitunter wird ein licht- und krafthungriger Erdenwanderer, der
ermattet am Wege liegt, davon berührt und gekräftigt, und er eilet, um die frohe Botschaft entgegenzunehmen, nach der er sich gesehnet hat. Und um dieser wenigen willen sende Ich Meine Boten aus, auf daß sie gesammelt werden, auf daß ihnen die so
nötige Wegzehrung gereicht werde, um den Erdenweg bis zum Ziel zurücklegen zu
können. Denn Ich will nicht, daß sie falsch gehen oder vor dem Ziel schon ermattet niedersinken. Ich will ihnen entgegenkommen und ihnen noch reichlich Gnade austeilen,
weil das letzte Ende des Weges sehr beschwerlich sein wird, denn er geht steil aufwärts,
weil er abgekürzt werden muß,denn das Ende ist nahe ....
Darum werdet nicht schwach,
wenn euer Erdenweg schwer ist, sondern gedenket Meiner Worte, daß ihr nahe vor dem
Lebensende steht und, so ihr es wollt, sprunghaft zur Höhe gelangen könnet mit Meiner Hilfe. Denn einem jeden, der willig ist, halte Ich Meine Hand entgegen und ziehe
ihn empor, sowie er sie ergreifet ....
Amen
B.D. 5221
empfangen am 28.9.1951
Gnadengabe in der Endzeit ....
Gottes Wort ....
Freier Wille ....
Meiner Gnade sollet ihr alle teilhaftig werden, auf daß ihr alle selig werden könnet.
Ihr dürfet nehmen aus Meiner Fülle, denn Meine Liebe legt euch keine Beschränkung
auf, nur zwingen kann Ich euch nicht, Meine Gnadengabe anzunehmen. Bedenket, was
das heißt, unbeschränkt empfangen zu können, einen ungemessenen Gnadenschatz
heben zu dürfen, so ihr nur wollt .... Öffnet euch zum Empfang dessen, was euch selig
machen soll, nützet die kostbarste Gnadengabe, die euch zur Verfügung steht .... nehmet Mein Wort entgegen, das Meine Liebe euch aus der Höhe zuleitet. Ihr könnet den
Gnadenschatz nicht ermessen, der euch in Meinem Wort zu Gebote steht, doch so ihr
dieses Mein Wort auslebet, werden die Gnaden an euch wirksam, und ihr reifet unweigerlich an eurer Seele. Ich will euch verhelfen zur Seligkeit und zeige euch daher den
Weg, der zu Mir führt, Ich kläre euch auf über euren Zustand und über eure Aufgabe auf
Erden, und Ich gebe euch alle Mittel an, das Ziel zu erreichen auf Erden. Höret Mich an,
so Ich zu euch spreche durch Mein Wort, nehmet es auf in eure Herzen und bewegt es
darin, und dann tuet, was Ich euch rate .... erfüllet Meine Gebote der Liebe, die Ich als
Ausdruck Meines Willens euch gegeben habe. Dann lebet ihr Mein Wort aus, dann seid
ihr nicht nur Hörer, sondern Täter Meines Wortes, und dann nützet ihr in erschöpfender Weise eine Gnadengabe, die euch Meine Liebe zuleitet, auf daß ihr selig werdet.
Alles, was euch zur Höhe verhilft, sind Gnadenmittel, nur dürfet ihr sie nicht ungenützt
lassen, denn euer freier Wille muß sie wirksam werden lassen. Ich kann euch wohl
geben unbeschränkt, doch zur Annahme zwingen kann Ich euch nicht, weil ihr vollkommen werden sollet und dieses ohne freien Willen unmöglich ist. Doch ihr habet
nicht mehr viel Zeit ....
Nützet sie gut und wisset, daß ihr nichts vermöget aus eigener
Kraft, wisset, daß ihr auf Meine Hilfe angewiesen seid, die Ich euch aber stets gewähre,
so ihr willens seid, sie anzunehmen. Denn Ich will euch gewinnen, nicht aber auf ewige
Zeiten verlieren ....
Amen
B.D. 5222
empfangen am 29.9.1951
Wissen um Ziel und Bestimmung ....
Gotteskindschaft ....
Ihr seid bestimmt, Kinder Gottes zu werden, und ihr könnet auch das Ziel erreichen.
Doch wisset ihr Menschen überhaupt um euer Ziel, um eure Bestimmung auf dieser
Erde? Und traget ihr nicht selbst die Schuld daran, daß ihr nichts davon wisset? Führet
ihr nicht einen Lebenswandel, der euch keinerlei Erkenntnis bringen kann? Seid ihr
nicht blind im Geist? Und so fraget euch ernstlich, warum ihr ohne Wissen seid, und Ich
will euch die Antwort geben: Euch fehlt die Liebe, die euch in das Erkennen leitet ....
Denn die Liebe ist der Schlüssel zur Weisheit, die Liebe ist das Licht, das euren Geist
erleuchtet ....
Die Liebe führt euch ein in die Wahrheit, und euch wird das Ziel und eure
Bestimmung klar sein, sowie ihr in der Liebe lebt. Es kann euch das Wissen darum wohl
auch zugeführt werden, wenn ihr ohne Liebe durch das Erdenleben gehet ....
Es wird
euch auch zugeführt, um euer Verantwortungsgefühl zu erwecken, doch ihr werdet niemals glauben, was euch gesagt wird, auch wenn es die Wahrheit ist, weil es euch an
Erkenntniskraft gebricht ohne Liebe ....
Darum wird Mein Wort, so es euch gepredigt
wird, so lange erfolglos bleiben und von euch nicht ernst genommen werden, bis ihr aus
eigenem Antrieb liebetätig werdet ....
Und darum muß stets die Liebe als Erstes gepredigt werden, und wer nun diese Predigt beherzigt, der wird reifen an Erkenntnis und
auch glauben können, was ihm gelehrt wird. Ihr alle seid zur Gotteskindschaft
bestimmt, zu einem überaus seligen Zustand in Licht und Kraftfülle ....
Ihr seid dazu
bestimmt, könnet aber niemals von Mir aus zwangsmäßig in diesen Zustand versetzt
werden, weil der freie Wille Voraussetzung ist, ein rechtes Kind Gottes zu werden, Mein
Ebenbild, das gleich Mir schaffen und gestalten kann in Seligkeit. Und darum ist es so
überaus schwer, euch Menschen ohne Willenszwang zu veranlassen, dieses höchste Ziel
anzustreben. Es kann dies nur erreicht werden, so ihr in der Liebe lebt, weil ihr dann
auch wissen werdet um euren Ursprung, um euren mangelhaften Zustand und um euer
Endziel, weil ihr dann erkennen werdet, was ihr waret, was ihr nun seid und was ihr wieder werden sollet ....
Einen unfaßbar seligen Zustand könnet ihr euch schaffen, so ihr
auf Erden in der Liebe lebet. Und darum sende Ich wieder Meine Jünger aus, um den
Menschen die Liebe zu predigen, denn nur noch kurze Zeit bleibt ihnen, um ihr Ziel auf
Erden zu erreichen. Meine Liebe ist ständig bemüht, die Menschen in das Erkennen zu
leiten, doch zur Liebe sich wandeln müssen sie aus freiem Willen, aus eigenem Antrieb.
Und selig, wer den Liebesfunken in sich aufflammen lässet, selig, wer dadurch sich Mir
nähert und Meine Liebekraft in Anspruch nehmen kann ....
Denn dieser wird sein Ziel
erreichen, er wird sich mit Mir verbinden und nicht eher ruhen, bis sein Geist sich mit
dem Vatergeist von Ewigkeit verbunden hat, bis er verschmolzen ist durch die Liebe mit
der ewigen Liebe, bis er Mein Kind geworden ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 5223
empfangen am 30.9.1951
Geist des Antichristen ....
Der Geist des Antichristen herrschet überall dort, wo Ich nicht erkannt werde. Dort
hat er sein Werk der Verwirrung schon angerichtet, er hat die Menschen in ihrer
Erkenntniskraft geschwächt, er hat alles verdunkelt, er hat die Wahrheit verdrängt und
die Menschen verblendet mit seinem Truglicht, er hat als Mein Gegner seine Macht
genützet und also wider Mich gearbeitet. Er hat als besonderes Kampfmittel das Bild
des göttlichen Erlösers Jesus Christus aus den Herzen der Menschen gerissen und wirket also wider Christus, und das in verstärktem Maße, je näher das Ende ist. Es ist sein
Werk, daß die Menschen sich entfernt haben von Mir, daß sie nicht mehr an Jesus
Christus glauben und daher auch den Weg zu Mir nicht mehr finden; und doch ist sein
Wirken nur möglich, weil sich die Menschen nicht zur Wehr setzen seinen Angriffen
und seinem Beginnen. Denn sie können sich wehren, wenn sie es wollen ....
Sie sind als
selbständige Wesen auf die Erde gesetzt worden und haben völlig freien Willen. Sie stehen abseits von Mir, aber auch zu Beginn ihrer Verkörperung als Mensch so weit abseits
von Meinem Gegner, daß er sie nicht zwingen kann, ihm untertan zu werden. Von Mir
aus ist dem Menschen die Möglichkeit gegeben, mit Herz und Verstand die Eindrücke
um sich aufzunehmen und sie im Herzen und mit dem Verstand durchzuarbeiten, denn
Ich habe keine Maschinen geschaffen, die ihre Tätigkeit ausführen müssen nach dem
Gesetz des Meisters; Ich habe euch Menschen frei hinausgestellt, euch Verstand und
Vernunft gegeben und wirke durch alle Geschehnisse ständig auf euch ein im guten
Sinne ....
Auch er läßt seine Macht nicht ungenutzt. Er sucht ebenso auf euren Willen
einzuwirken, doch die letzte Entscheidung bleibt bei euch Menschen selbst ....
Aber es
gibt ein Mittel, dessen ihr euch nur zu bedienen brauchet .... euch Meines Liebegeistes,
Meiner Kraft, zu versichern, die euch zu jedem Widerstand befähigt gegen die Anfechtungen eures Feindes. Diese Kraft könnet ihr euch ständig erwerben, so ihr selbst nur
die Liebe übet, also Meine Liebekraft euch aneignet, die euch ungemessen zur Verfügung steht, die aber nur durch Liebewirken erworben werden kann. Mein Gegner ist
ein Feind der Liebe, und ihn werdet ihr stets besiegen können, so ihr ihm mit der Waffe
der Liebe entgegentretet. Dann gehet ihr den Weg Christi, ihr geht den Weg der Liebe,
den auch Er gegangen ist, ihr seid also dann Ihm angehörig, und Er ist nun euer Schutz-herr, euer Führer, Er ist euer Erlöser geworden durch euren Willen, der sich Ihm angeschlossen hat durch die Liebe ....
Solange aber die Menschheit ohne Liebe ist, erkennet
sie Ihn nicht, und dies bewirket Sein Gegner, der seine Macht zu erhöhen glaubet, wenn
er die Macht Jesu verringert. Sein Wirken richtet sich auffällig gegen Ihn, und jeder
Mensch, der sich von Jesus Christus abwendet, der Ihn verleugnet, der Ihn abweiset, so
Er ihm im Wort entgegentritt, ist in der Gewalt des Antichristen; er ist selbst ein Anti-christ, der willig ausführet, wozu ihn der Satan antreibt ....
Hütet euch vor diesen Anti-christen, und ob sie gleich edle Ziele anzustreben vorgeben ....
Sie sind in seiner Gewalt
und daher auch Meine Gegner und werden ihre Gegnerschaft büßen müssen am Tage
des Gerichtes, der sehr nahe ist ....
Amen
B.D. 5224
empfangen am 1.10.1951
Kampf wider sich selbst auf Erden ....
Auch Mein Leben auf Erden war an Kämpfen und Versuchungen reich, und es ist
falsch, anzunehmen, daß Mich Meine göttliche Seele davor bewahrt habe, daß Mein
Lebenswandel nicht anders als gut sein konnte, weil Ich Gottes Sohn war, Der aus der
Höhe zur Erde herabgestiegen ist, um die Menschen zu erlösen ....
Es war Mein Erdenleben als Mensch in keiner Weise anders als bei jedem anderen Menschen, doch die Versuchungen traten außergewöhnlich heftig an Mich heran, weil der Satan alles tat, um
Meine Mission zu verhindern. Zudem war Meine Seele ungewöhnlich tief empfindend,
so daß sie sowohl von dem Schönen zutiefst berührt ward, wie sie aber auch das Böse
und Unreine überaus qualvoll empfand. Sie war für jeden Eindruck empfänglich, und
darum trat auch die Welt mit ihren Reizen und Verlockungen so häufig an Mich heran,
bevor Meine eigentliche Mission begann. Ich habe einen schweren Kampf durchfechten
müssen, um Sieger zu bleiben über den, der Mein Fleisch besitzen wollte, um die Seele
unfähig zu machen für das Erlösungswerk. Und so begann Mein Leiden schon lange
zuvor, der Körper mußte abgetötet werden, um die Vergeistigung mit der Seele zu erreichen. Ich war als Mensch mitten unter den Menschen ....
Und Mein Menschsein bedeutete soviel, als mit menschlichen Leidenschaften und Begierden behaftet zu sein, wider
die Ich den Kampf führen mußte, um für die Göttlichkeit eine Wohnstätte zu werden,
Die keine niedrige Leidenschaft in sich dulden konnte. Ich war Mensch .... nichts zeugte
von Meiner Göttlichkeit in den Jahren vor Meiner Lehrtätigkeit. Als nur Mensch mußte
Ich ringen, um Mich Selbst zu gestalten zu dem Aufnahmegefäß für das Köstlichste, das
ein Mensch je besitzen darf .... für die ewige Gottheit Selbst, Die Sich in Mir manifestieren wollte, um für die Menschen ein schaubarer Gott sein zu können. Und Ich habe den
Sieg davongetragen über den, der euch Menschen zu beherrschen sucht, wider den Ich
zu Felde zog, um euch zu erlösen aus seiner Gewalt ....
Es war wahrlich ein schwerer
Kampf, denn der Mensch in Mir empfand alles Schöne und durfte es nicht besitzen; der
Mensch in Mir hatte das Leben lieb, denn er liebte seine Mitmenschen und wollte nicht
von ihnen gehen. Ich war im Vollbesitz von Kraft und konnte Mir alles untertan
machen, wenn Ich es wollte, und Ich gab freiwillig alles hin, Ich überwand Mich Selbst,
Meinen Körper und auch die Seele, die zuweilen sich aufbäumen wollte, wenn sie
fühlte, wie Ich litt ....
Ich habe Mich Selbst überwunden als Mensch und so den Beweis
geliefert, daß es möglich ist für jeden Menschen, Herr zu werden über seine Schwächen
und Begierden, und daß nicht göttliche Kraft diesen Meinen Sieg vollbrachte, der dann
niemals von euch Menschen verlangt werden könnte, so Ich Selbst versagt hätte im
Kampf wider das Böse und im Kampf wider die Lust. Darum könnet auch ihr Menschen das gleiche vollbringen, ja ihr habt sogar noch Meine Unterstützung, sowie ihr
Mich anrufet um Hilfe, wie Ich es verheißen habe ....
Es ist keine Versuchung zu groß
und der Versucher niemals unüberwindbar, so ihr euch Meiner Gnade bedienet ....
Denn für eure Willensstärke bin Ich gestorben am Kreuz, was euch fehlet an Kraft und
Willen, das könnt ihr von Mir in Empfang nehmen, so ihr ankämpfen wollet wider den,
der euer Feind ist und den zu überwinden der schwerste Kampf war, den Ich auf Erden
ausgefochten habe ....
Amen
B.D. 5225
empfangen am 3.10.1951
Kraft des göttlichen Wortes in Zeiten der Not ....
Stärket euch immer wieder mit Meinem Wort ....
Ihr nehmet ungewöhnliche Kraft
dadurch entgegen, ihr nützet eine Gnade von so großer Wirkung, so ihr Mein Wort im
Herzen bewegt, so ihr euch also hineinversenket und Mich Selbst zu euch reden lasset ....
Es ist ein Geschenk aus dem geistigen Reich, das also auch nur geistigen Einfluß
hat, d.h. von der Seele nur empfunden wird als Gnadengabe. Und dennoch werdet ihr
seine Kraft spüren als eine erhöhte Liebebereitschaft, als geistigen Fortschritt, als vermehrtes Streben nach Vollkommenheit ....
Mein Wort kommt aus dem geistigen Reich
und leitet auch ins geistige Reich zurück, von dem ihr einst euren Ausgang genommen
habt. Und darum könnet ihr nur gewinnen, so ihr Mich anhöret, sowie ihr Mein Wort
aufnehmet mit dem Herzen und euch befleißigt, das Gehörte in die Tat umzusetzen.
Dann wird sich eure Seele vergeistigen, sie wird gleichsam der Erde entrückt und in
Verbindung treten mit dem Reich, das allein wirklich und unvergänglich ist und dessen
Bewohner Wesen von höchster geistiger Reife sind, die ständig bereit sind zu geben und
auszuteilen, was sie selbst beglückt ....
Licht und Kraft ....
Mein Wort, das sie selbst empfangen von Mir und das sie weitergeben wollen aus Liebe. Sooft ihr euch in Mein Wort
vertiefet, öffnet sich der Kraftquell und strömet über auf euch, und daher könnet ihr
unentwegt schöpfen, und niemals wird der Quell versiegen, niemals Mein Wort seine
Wirksamkeit verlieren. Und so ihr in Not seid, ist Mein Wort sicherste Hilfe, denn ihr
stellet die Verbindung her mit Mir, sowie ihr Mein Wort leset oder höret, und in der Verbindung mit Mir nehmet ihr die Kraft aus Mir entgegen, die euren Glauben lebendig
werden lässet, und euch wird geholfen durch starken Glauben. Aus Meinem Wort werdet ihr immer Kraft schöpfen können, doch viel zuwenig machet ihr die Probe und nützet Meine Gnadengabe, viel zuwenig lasset ihr Mein Wort an euch wirksam werden,
weil euer Glaube noch schwach ist. Darum kann ich euch nur immer wieder hinweisen
auf Meinen Liebestrom, der euch unentwegt zufließt. Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken .... lasset euch alle von Mir stärken und
kräftigen, nehmet entgegen, was euch Meine Liebe bietet, dann werdet ihr aller Leiden
und Mühsal ledig sein .... haltet euch stets an Mein Wort, und eure Seele wird erstarken
an seiner Kraft ....
Amen
B.D. 5226
empfangen am 4.10.1951
Verbreiten des Evangeliums ....
Apostel der Endzeit ....
Das Evangelium zu verbreiten ist eure Aufgabe, für die Ich euch gedungen habe, die
ihr willig waret, für Mich zu arbeiten. Das Evangelium zu verbreiten heißt, die Wahrheit
den Menschen zu bringen, so wie sie von Mir ihren Ausgang nimmt. Ich habe aber
einen Gegner, der stets die Wahrheit bekämpfen wird. Und so also auch euch, die ihr die
Wahrheit vor der Welt vertreten wollet. Und darum werden Meinen Jüngern stets Gegner erstehen, Menschen, die der Wahrheit Feinde sind und deren Bemühen ist, sie herabzusetzen, also als Unwahrheit bloßzustellen. Ihre Argumente werden oft nicht so
leicht verworfen werden können, denn Mein Gegner kämpfet mit großer List und
Gewandtheit, er weiß es, wo ein Mensch noch anzugreifen ist, und er weiß es, wo er
ansetzen muß, um Erfolg zu haben .... an der Unwissenheit, an der Unfähigkeit, zu
unterscheiden Wahrheit vom Irrtum. Und weil Ich seine Absicht und sein Wirken
kenne, habe Ich Mir Selbst Streiter ausgebildet, Menschen, die Ich völlig in der Wahrheit
unterrichten konnte und deren Verstand gleichfalls so scharf ist, daß sie jeden Einwand
logisch widerlegen können, wenn es not tut. Auch sie werden nicht unbelästigt bleiben
vom Feind der Wahrheit, denn gerade ein Wahrheitsträger bedeutet für ihn die Gefahr,
entlarvt zu werden, weil dieser mit Meiner Kraft arbeitet. Es ist eine große Verwirrung
unter den Menschen, Mein reines Wort erkennen sie nicht mehr, sie suchen sich nach
eigenem Willen und Ermessen Mein Wort zu deuten und kommen immer mehr von
der Wahrheit ab, weil das Verstandesdenken nur immer größere Verwirrung schafft
und das Herz als Eingangstor zur Weisheit verschlossen bleibt. Mein Wort ist den Menschen fremd geworden, und darum will Ich es ihnen von neuem zuführen; es soll ihnen
dargeboten werden von Meinen Auserwählten, von Jüngern, die Ich ebenso belehrt
habe und eingeführt in ein Wissen wie Meine Apostel, als Ich auf Erden wandelte.
Meine große Liebe bietet es den Menschen immer wieder an, um ihnen Licht zu geben,
weil sie in der Dunkelheit wandeln und stets schwächer werden in ihrer Erkenntnis. Das
verunstaltete Wort hat nicht mehr viel Kraft, und nur wenige sind fähig, den rechten
Sinn Meines Wortes zu finden, so es ihnen angeboten wird. Und so unterbreite Ich
denen, die Ich belehre ihres späteren Lehramtes wegen, die ewige Wahrheit von neuem,
auf daß sie dann in reinster Form den Mitmenschen weitergeben können, was sie von
Mir Selbst empfangen haben. Aber diese Meine Diener, die ihre Mitmenschen belehren
sollen, müssen sich Mir völlig unterstellen ....
Sie dürfen nicht hören, was Menschen
reden, sie dürfen nur Meines Wortes achten und das vertreten auch vor der Welt, was sie
von Mir, aus dem geistigen Reich, erhalten haben. Sie müssen einen starken Glauben
und einen festen Willen haben, und dieser Wille muß Mir allein gelten ....
Dann werden
sie tauglich sein für das Lehramt und in Wahrheit Mein Evangelium hinaustragen in die
Welt. Doch je näher es dem Ende zugeht, desto heftiger wird man anrennen gegen die
Mauer eures Glaubens ....
Denn ob auch ein Mensch offensichtlich von Gott gelehret ist,
die Weltmenschen erkennen solches nicht an, und das Wirken des Satans ist auch dort
zu erkennen, wo nur ein Schimmer des Lichtes von oben Helligkeit verbreitet haben
sollte ....
Auch in den Reihen der Meinen suchet er Verwirrung anzurichten, und darum
ermahne Ich (euch) sie, achtsam zu sein, auf daß er nicht Erfolg habe und das Lichtlein
verlösche ....
Wer Mein Evangelium verbreitet in Meinem Namen, den schütze Ich
Selbst vor Irrtum, sowie er von Mir für diese Mission auserwählt ist; wer aber sich selbst
zu einem Lehrer macht und nicht von Mir berufen ist, weil er nicht die Fähigkeit dazu
besitzt, der wird das Wirken des Satans schwerlich erkennen und dann selbst Gefahr
laufen, Irrtum als Wahrheit anzusehen. In der Endzeit hat der Satan große Macht, die
Ich ihm nicht kürze, die ihr Menschen selbst aber entkräften könnet, wenn ihr euch im
Herzen an Mich wendet und Mich zum Streiter wider ihn erwählet ....
Dann wird er
euch nicht täuschen können, denn ihr werdet hellen Geistes erkennen, was Wahrheit
und was Irrtum ist ....
Amen
B.D. 5227
empfangen am 5.10.1951
Lebendiges Wasser ....
Quell - Rein und klar ....
Aus dem Quell sprudelt das Wasser rein und klar hervor, und es wird auch anfangs
in seinem Lauf alles Unreine wegspülen und so lange daher klar und rein bleiben, wie
es nicht mutwillig verunreinigt wird, weil das Wasser die Eigenschaft hat, zu reinigen,
was sich seiner Einwirkung nicht entzieht. Doch dem Wasser ist sein Lauf vorgeschrieben, als Bächlein dahinzufließen, Menschen, Tieren und Pflanzen zur Erquickung, und
es wird auch immer eine Erquickung bleiben nach Gottes Willen, solange das Bächlein
in Gottes freier Natur dahinfließt, ungetrübt und ständig sich erneuernd durch den
unversiegbaren Quell ....
Doch es kann der Bach sehr leicht getrübt werden durch
Zufluß von Unrat, und das, je weiter er sich vom Quell entfernt ....
Und ein verunreinigtes Wasser ist nicht gesund für Mensch und Tier. Dieses Beispiel soll euch Menschen zeigen, daß auch das Lebenswasser, das von Gott
ausgehende Wort, möglichst aus dem Quell geschöpft werden soll, wo es die größte
Heils- und Reinigungskraft besitzt, daß es zwar auch noch rein und klar weitergeleitet
werden kann und nichts an seiner belebenden und erquickenden Kraft verliert, daß
aber immer auf das Flußbett geachtet werden muß, ob es geschützt wird vor Verunreinigung, und daß es keine oder nur noch schlechte Wirkung hat, so es durch unreinen
Zufluß verbildet wurde, so das Wasser, das einstmals klar und rein vom Quell entströmt
ist, Unrat mit sich führt, Stoffe, die sich mit dem Wasser vermengt haben und nun nicht
mehr entfernt werden können, so daß das Wasser unbrauchbar geworden ist und keinen Anspruch mehr darauf erheben kann, reinstes Lebenswasser für die Menschen zu
sein. Rein und klar entströmt das göttliche Wort dem Urquell der Wahrheit, rein und
klar empfangen es die Kinder, die bis an den Quell sich verstiegen haben, um aus dem
Lebensborn das lebendige Wasser zu schöpfen, rein und klar werden diese Kinder es
auch weiterleiten, und alle, die guten Willens sind, werden es dankend in Empfang nehmen und vor Verunreinigung hüten. Doch je tiefer es hinabfließt, je mehr das göttliche
Wort mit den Menschen aus der Tiefe in Berührung kommt, desto weniger wird es
geschützt, denn die Menschen der Tiefe erkennen nicht die köstliche Gabe und ihren
Wert. Sie suchen wohl zuweilen, brauchbar zu machen, was unbrauchbar wurde durch
eigene Schuld, sie können aber nicht mehr die Kraft eines frischen Quellwassers erwarten, und wenn sie noch so viele Mittel anwenden ....
Nimmermehr können sie von dem
lebendigen Wasser sprechen, von dem Lebensborn, an dem sich ständig laben können,
die zur Höhe wandern, an den Quell, den Gott Selbst ihnen erschlossen hat. Wer aber
den Weg nicht scheut nach oben, den rufet Gott Selbst an und weiset ihm den Weg zum
Quell des ewigen Lebens ....
Dann wird er nimmer ohne Kraft sein, und ob sein Erdenweg auch bergan führt; er wird ihn leicht zurücklegen können, weil er ständig gestärkt
wird von Gott Selbst durch Sein Wort, das er direkt von Ihm empfängt ....
Amen
B.D. 5228
empfangen am 6.10.1951
Antwort auf „Üble Botschaften“ von Bietigheim ....
Ich will, daß der Menschheit Licht gebracht werde, und Ich habe Mir deshalb Lichtträger ausgebildet, die zur Erhellung des Geistes der Menschen beitragen sollen mit
ihrem Lichtreichtum, mit einem Wissen, das sie übernatürlich empfangen haben und
das völlig der Wahrheit entspricht, da Ich Selbst der Geber dieses Wissens bin ....
Ich
Selbst leite es zur Erde, auf daß ihr Menschen aus der Finsternis des Geistes herausfindet und in helles Licht eingehen könnet. Ich bin ein Gott der Liebe und der Barmherzigkeit ....
Ich weiß um eure Schwäche und Sündhaftigkeit, Ich will euch helfen und versuche es mit großer Langmut und Geduld, euch dahin zu führen, daß ihr euch selbst
erkennet und zu wandeln beginnet. Dennoch ist einmal die Zeit abgelaufen, die euch
für eure Wandlung gewährt ist. Und darum stelle Ich euch Menschen ständig vor, was
ihr tun sollet, wie ihr leben sollet und welches Los eurer wartet, so ihr entgegen Meinem
Willen handelt ....
Ich stelle euch dies alles vor, und zwar durch Sendboten, die also in
Meinem Namen euch Kunde bringen von Mir und Meinem Willen ....
Ich bin ein Gott
der Liebe, doch auch ein gerechter Gott, und Ich stehe zu Meinem Wort ....
Wisset ihr
Menschen, was das heißt? ....
Daß sich alles erfüllet, was Ich euch verheißen habe, so ihr
Meinem Willen nachkommt, daß aber auch unfehlbar das kommen wird, was Ich auch
ankündigte als Folge eures Widerstandes gegen Mich ....
Die ewige Ordnung muß aufrechterhalten bleiben, und zum Gesetz der ewigen Ordnung gehört auch, daß eine
bestimmte Ursache eine bestimmte Wirkung erzielt ....
Alles hat seine Zeit, ist aber die
Zeit abgelaufen, dann erfüllt sich unweigerlich das Gesetz ....
Euch Menschen bleibt
nicht mehr viel Zeit, darum ist es gut, daß ihr euch mit dem Gedanken vertraut machet,
einem plötzlichen Abruf folgen zu müssen oder, wenn ihr in ungewöhnlicher Gnade
steht, das Ende zu erleben. Was ihr auch für Argumente dagegen vorbringet .... sie sind
irrig und ändern nichts an dem Heilsplan von Ewigkeit, der einem jeden bekannt sein
wird, der sich ernstlich bemüht, Mein Wort zu erfassen und zu begreifen. Es ist nichts
Neues, was Ich euch Menschen verkünde durch Meine Boten, es ist der ständige Hinweis und Mahnruf auf das Ende ergangen an alle Seher und Propheten seit Beginn dieser Erlösungsepoche, der nur immer dringender ertönen muß und wird, je näher es
dem Ende zugeht. Es ist keine mangelnde Liebe Meinerseits, wenn sich Mein Wort
erfüllet, sondern auch diesem Endgeschehen liegt Meine unendliche Liebe zugrunde .... eine Aufwärtsentwicklung dessen möglich zu machen und zu fördern, was versagt hat
im freien Willen. Und Ich wäre keineswegs ein gerechter Gott, so Ich nicht einmal einen
Ausgleich schaffen würde in einer Welt, die ständig mehr regiert wird von dem Fürsten
der Finsternis und doch bestimmt ist, eine Schule des Geistes zu sein .... die dazu auch
wieder werden muß laut Heilsplan von Ewigkeit ....
Amen
B.D. 5229
empfangen am 7.10.1951
Lichtstrahlen, die im Jenseits gesehen und verfolgt werden ....
Hell und leuchtend strahlt ein Licht hernieder zur Erde, das in seiner Wirkung
unfaßbar ist. Die Menschen sehen nicht den Lichtstrahl, denn er ist nichts irdisch Materielles, er ist mit körperlichen Augen nicht wahrnehmbar und wird daher kaum beach-tet. Das geistige Reich aber strahlt jenes Licht aus, und seine Bewohner verfolgen mit
Freude seinen Weg, und sie sind eifrig bemüht, die Menschen auf seinen Strahl aufmerksam zu machen und sie in den Lichtkreis zu führen, auf daß auch sie seine Wohltat empfinden. Dieses Licht strahlt von Gott aus, und mit solcher Kraft berührt es die
Erdenmenschen, daß es genügen würde, sie völlig zu vergeistigen, wenn sie sich ganz
widerstandslos seiner Wirkung aussetzen, wenn sie das Licht aus Gott bereitwillig in
ihre Herzen einströmen lassen würden. Das Licht aus Gott ....
Seine Kraft, nimmt, bevor
es zur Erde kommt, Form an .... es wird geprägt zum Wort, zum hörbaren Ausdruck der
Liebekraft Gottes ....
Wo das Wort Gottes zur Erde geleitet wird, dort ist dies allen geistigen Wesen erkennbar als ein überaus leuchtender Strahl, von dem sie sich mächtig
angezogen fühlen und dem sie gern folgen bis zum Ziel .... weshalb Menschen, die das
Wort Gottes empfangen, ständig von Wesen umlagert sind, die mitzehren möchten von
dem Himmelsbrot, die sich erwärmen wollen an dem Lichtstrahl und ihn selbst aufnehmen möchten ....
Es wissen die Menschen, die in der Gnade stehen, Gottes Wort empfangen zu dürfen, nicht, welch ungeheurer Segen auch so vielen jenseitigen Seelen daraus erwächst, zuhören zu dürfen, und wie dankbar sie sind für diesen Lichtschein, den
sie, so sie ihn einmal entdeckt haben, nicht mehr missen wollen ....
Die Menschheit weiß
nichts von den geistigen Vorgängen, solange sie nur rein weltlich eingestellt ist. Sie
befindet sich ständig in Finsternis, wenngleich das körperliche Auge sehend ist ....
Sie
sucht noch Ersatz im Blendlicht, das die Welt ausstrahlt. Jenen Seelen aber steht auch
dieses Truglicht nicht mehr zu Gebote, und sie sind immer im Dunkeln ....
Daher schätzen sie jeden Lichtstrahl, und sei er noch so schwach. Sie verfolgen ihn, um zum Licht
zu gelangen. Wo Gottes Liebe aber ein Licht aus den Himmeln zur Erde leitet, dort weilen Scharen von jenseitigen Wesen, denen auch nicht verwehrt wird, teilzunehmen an
dem Liebestrahl, der den Menschen auf der Erde Erhellung bringen soll. Was auf Erden
unbeachtet gelassen wird, bedeutet jenen Seelen erbarmende Hilfe und die Möglichkeit
eines Aufstiegs aus der Tiefe. Und Gott verwehrt ihnen nicht den Zugang zum Licht,
steht es ihnen doch frei, davon Gebrauch zu machen, weil Er alle Wesen liebt und ihnen
verhelfen will zur Seligkeit. An diese Seelen im Jenseits sollen alle denken, die in der
Gnade stehen, von Gott direkt gespeist zu werden mit Seinem Wort ....
Sie sollen sich
berufen fühlen für eine Mission, die sich im jenseitigen Reich segensreich auswirkt,
auch wenn der Erfolg auf Erden weniger groß ist. Sie sollen immer ihre Herzen öffnen
zum Empfang, sie sollen immer bereit sein, den Liebestrahl Gottes aufzufangen, der
sich in ihre geöffneten Herzen ergießen will ....
Sie sollen derer gedenken, die in geistiger Not daran teilnehmen wollen, um ihren Seelenzustand zu bessern .... sie sollen rastlos tätig sein in ihrer Arbeit für Gott, auf daß die Dunkelheit schwinde, auf Erden
sowohl als auch im geistigen Reich ....
Amen
B.D. 5230
empfangen am 8.10.1951
War der endlos lange Entwicklungsweg umsonst? ....
Einen unendlich langen Weg seid ihr gegangen, und ein überaus kurzer Weg liegt
nur noch vor euch, dann ist eine Gnadenzeit für euch beendet, eine endlos lange Erlösungsepoche hat ihren Abschluß gefunden, und der Erfolg wird offenbar werden am
letzten Tage, am Tage des Gerichtes. Euch allen steht nun dieser Tag bevor, von dem
geschrieben steht, von dem zahllose Seher und Propheten verkündet haben, daß er
kommen wird, wenn die Zeit erfüllet ist. So oft ist euch Menschen das jüngste Gericht
vorgehalten worden, an dem ein jeder gestraft oder gelohnet wird nach Verdienst. Wie
oft habe Ich Selbst Mich als Führer angeboten auf dem letzten Erdengang, wo ihr als
Mensch eine Führung benötigt, wie oft habe Ich euch von oben Hilfe gesandt, wenn ihr
zu versagen drohtet; wie oft sind euch Richtlinien gegeben worden, auf daß ihr den
rechten Weg ginget, auf daß eure Seele ausreife und also die Aufwärtsentwicklung
gefördert würde. Ich habe mit Liebe und mit Strenge versucht, euch auf den rechten
Weg zu drängen, Ich habe immer wieder zu euch gesprochen in Meinem Wort, Ich habe
als guter Hirt euch ständig behütet vor den Wölfen, vor den Eindringlingen in Meine
Herde; Ich habe euch Boten in den Weg treten lassen, die euch immer wieder Meinen
Willen kundtaten; Ich habe mit viel Liebe und Geduld eure Schwächen und Fehler
ertragen und Mich immer wieder euch Menschen erkenntlich gemacht, um eure Liebe
zu erringen; Ich bin Selbst im Wort zu euch herniedergestiegen, um euch in direkter
Ansprache eure Umgestaltung dringend anzuraten ....
Ich habe alles versucht und doch
wenig erreicht .... denn die Menschen sind nicht darauf bedacht, Mich und Meine
Zuneigung zu erringen. Sie leben ihr Leben für sich und erkennen Mich nicht mehr
an ....
Und die Zeit eilet dem Ende entgegen ....
Der endlos lange Entwicklungsweg vor
der Verkörperung als Mensch, den ihr alle zurücklegen mußtet, wird für viele Menschen umsonst gegangen worden sein, denn er hat nicht die Krönung erfahren im
Erdenleben als Mensch. Die letzte Entwicklungsstufe ist nicht beschritten worden, und
am Ende dieser Entwicklungsperiode wird ein letzter Entscheid gefordert, weil eine
neue Epoche zum Zwecke der Erlösung wieder beginnt und alles entwicklungsfähige
Geistige wieder in der Außen-Form gebunden wird, die seinem Reifezustand entspricht, die harte Materie aber zum Aufenthalt dienen wird dem Geistigen, das als
Mensch versagt hat. Und dieser Entscheid muß noch vor Beendigung der Epoche abgelegt werden ....
Es steht die Menschheit in der Gefahr, wieder in härtester Materie gebannt zu werden ....
Was das heißt, könnet ihr Menschen nicht fassen, doch es ist der gerechte Ausgleich für das Verschmähen einer Gnade, die ihr Menschen alle nützen könntet und die
ihr unbeachtet ließet. Es steht entsetzlich viel auf dem Spiel für euch Menschen, und alle
Meine Mahnungen und Warnungen fruchten nichts, denn ihr glaubet nicht an ein
Ende, wie ihr auch nicht an einen gerechten Schöpfer glaubet, Der euch einmal zur Verantwortung zieht für euren Lebenswandel, für eure geistige Gesinnung und für euer
versäumtes Erdenleben, das euch wahrlich restloses Freiwerden aus der Form eintragen
könnte, wenn ihr Meinen Worten Folge leisten und euch wandeln würdet. Ihr verschmäht Meine Gnade und schaffet euch daher selbst ein entsetzliches Los ....
Und ob
Ich auch durch den Mund erweckter Diener zu euch rede .... ihr glaubet nicht .... daß das
Ende nahe ist und mit diesem das letzte Gericht ....
Und also müsset ihr die Folgen tragen, denn Meine Liebe und Erbarmung kann euch wohl geben, euch aber nicht aufzwingen, was ihr im freien Willen verschmäht ....
Licht und Kraft und Erkennen eurer
Not ....
Amen
B.D. 5231
empfangen am 9.10.1951
Weinbergsarbeit mit der Gnade Gottes ....
Wo immer es möglich ist, auf ein Menschenherz einzuwirken, dort fließet Meine
Gnade reichlich, so daß Meine Diener, so sie in Meinem Namen Weinbergsarbeit verrichten, auch gute Erfolge haben werden. Ich segne jedes Wort, das sie aussprechen, um
eine Seele zu gewinnen für Mich und Mein Reich. Ich Selbst bin gegenwärtig, Ich Selbst
rede auf Mein Kind ein und wähle wahrlich die Worte so, daß sie in dem Menschenherzen Widerhall finden, daß das Herz berührt wird davon, denn Ich weiß es, wer noch zu
retten ist, wer noch zu Mir finden kann, und lasse nichts unversucht, diese Seelen zu
gewinnen. Ich führe euch Selbst denen zu ....
Und also wisset ihr, daß eure Wege euch
vorgezeichnet sind, die ihr gehen müsset und auch gehen werdet, so ihr willig seid, für
Mich tätig zu sein. Ich brauche nur euren Willen, dann aber bin Ich Selbst am Werk,
doch immer den Menschen verborgen hinter euch, um ihren Willen nicht unfrei zu
machen. Wohl könnte Ich diese Erlösungsarbeit Selbst tun an den Seelen, die noch zu
gewinnen sind, indem Ich nur ihren Geist erleuchten und sie in rechtes Denken zu leiten brauchte. Doch ihr Menschen seid freie Geschöpfe und müsset im Erdenleben die
Freiheit eures Willens wie auch dessen Richtung unter Beweis stellen. Ihr selbst müsset
euch entscheiden und könnet wohl von Mir einen Hinweis erhalten, aber immer durch
Mitmenschen, die euch nicht zwingen zu einem Entscheid, sondern es euch freistellen.
Doch Ich weiß auch um eure Willensschwäche und darum komme Ich erbarmend euch
zur Hilfe .... indem Ich Selbst zu euch rede durch Menschenmund, indem Ich die Worte
so wähle, daß sie euch ansprechen und ihr ihnen Beachtung schenket. Denn wo nur
eine geringste Möglichkeit besteht für euch, zur rechten Erkenntnis zu gelangen, dort
helfe Ich nach, ohne euren Willen zu zwingen. Meine Diener führen also nur Meinen
Willen aus, so sie zu euch reden, weil sie von Mir dazu gedrängt werden. Darum höret
sie an .... höret alle an, die euch Menschen Licht bringen wollen, die euch aufklären wollen über euren Erdenlebenszweck, über das Leben nach dem Tode und über euer Verhältnis zu eurem Schöpfer und Vater von Ewigkeit ....
Weiset sie nicht ab, ohne sie angehört zu haben, denn dann weiset ihr Mich Selbst ab, Der Ich Mich euch nahe in der
Hülle jener Diener, die euch belehren wollen. Was sie euch sagen, das ist nicht ihr eigenes, es ist Mein Wort, das sie euch darbieten, oder aber ....
Ich rede durch sie zu euch,
und ihr sollet Mich anhören, weil es zu eurem Segen ist. Sowie ihr ihnen Beachtung
schenket, wird es euch bald eine innere Stimme sagen, daß ihr von Mir Selbst angesprochen werdet, und dann folget Meinem Wort, und nehmet die Gnade in Anspruch, die
Ich euch anbiete auch ohne eure Anforderung ....
Viel Segen wird euch daraus erwachsen, und ihr seid errettet vom geistigen Tode ....
Amen
B.D. 5232
empfangen am 11.10.1951
Die Wahrheit wird sich Bahn brechen und siegen ....
Ihr könnet den Geist der Wahrheit nicht zum Schweigen bringen, die ihr ankämpfet
wider die Träger des Wahrheitslichtes. Denn er wehet, wo er will, und das Ergebnis des
Wirkens wird immer reine Wahrheit sein, die sich auch behaupten wird denen gegenüber, die wider die Wahrheit sind. Und ob es euch auch gelingen würde, einem Wahrheitsträger die Mission zu unterbinden .... die Wahrheit wird sich dennoch Bahn brechen, weil immer wieder erweckte Diener sich für die Verbreitung dessen einsetzen, was
ihnen durch den Geist vermittelt wird, was sie direkt von Mir empfangen, weil Ich will,
daß die Wahrheit verbreitet werde. Und so erlebet ihr Menschen, daß das Licht aufblitzet überall und die Dunkelheit vertreiben will, ihr erlebet es, daß sich von allen Seiten
Lichtträger begegnen und gemeinsam kämpfen für die Verbreitung, und es wird euch
auch nicht zur Verwunderung bringen, so ein großes und starkes Licht aufblitzen wird,
so stark, daß die in der Dunkelheit dahinwandelnden Menschen geblendet sein werden
und längerer Zeit bedürfen, bis ihre Augen sich an das Licht gewöhnt haben ....
Doch
die im Licht Stehenden werden eine Wohltat empfinden und zu dem starken Licht eilen,
um ihre eigene Leuchtkraft zu vermehren, um selbst daran zu erstarken und Widerstand leisten zu können gegen die Feinde der Wahrheit. Die Wahrheit wird sich Bahn
brechen und trotzdem nicht von allen Menschen erkannt werden .... weil dazu mehr
nötig ist als nur Menschenverstand, weil zum Erkennen der Wahrheit ein bestimmter
Liebe- und Reifegrad gehört, ansonsten der Verstand des Menschen allein forschet und
urteilet und dieser dazu unfähig ist. Dennoch wird überall das Licht der ewigen Wahrheit aufleuchten und die Meinen sammeln um sich, die Meinen, die liebefähig und liebewillig sind und daher auch volles Verständnis haben für die Wahrheit, die aus der
Höhe ihnen zugeführt wird. Mein Geist wird überaus rührig sein in den Menschenherzen, die in der Liebe leben ....
Und die Not der kommenden Zeit wird noch so manche
Herzen entzünden zur Liebe, wie daher auch noch so manches Herz sich zum Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes gestalten wird. Der Feind der Wahrheit aber ist desto
eifriger bemüht, sie zu untergraben, und offensichtlich wird sein Wirken unter der
Menschheit sein, denn die Feindseligkeiten gegen die von Mir erwählten Verkünder der
Wahrheit werden überhandnehmen und diesen ihre Arbeit sehr erschweren. Doch
Meines Geistes Kraft erfüllt sie, und sie sind Meine Knechte ....
Also wird auch ihre
Arbeit nicht ohne Erfolg bleiben, und es wird dadurch erreicht, daß die Menschen offen
Stellung nehmen zu Fragen, die bisher nicht diskutiert wurden, daß geistige Fragen
erörtert werden und von kräftigen Vertretern Meines Wortes auch klar und verständlich beantwortet werden, so daß nun wieder nur der Liebe- und Reifegrad eines Menschen seine Einstellung zu solchen geistigen Problemen bestimmt. Es wird der Haß
gegen die Liebe streiten, es wird die Dunkelheit gegen das Licht angehen, es wird ein
heftiger Kampf geführt werden, doch am Ende wird die Wahrheit siegen, das Licht wird
strahlend durchbrechen durch die Nacht, und die Finsternis wird weichen müssen dem
Licht, das von der Höhe zur Erde leuchtet und eine neue Erde bestrahlen wird, so die
Zeit erfüllet ist ....
Amen
B.D. 5233
empfangen am 12.10.1951
Vergöttlichen der Geschöpfe zu Kindern ....
Es ist ein Gesetz von Ewigkeit, daß Ich herrsche über alle Geister im Himmel und auf
Erden, über alle Wesen des Lichtreiches und der Finsternis, über alles, was Ich geschaffen habe aus Liebe, in Weisheit und voller Kraft; es ist ein Gesetz, daß Mir alles untersteht und Ich sonach der Herr bin, Dessen Macht unbegrenzt ist und Der ebensoleicht
vernichten kann, was Sein Wille erstehen ließ ....
Doch die Weisheit war ebenso beteiligt
wie die Liebe beim Erschaffen der Dinge, und darum vernichte Ich nicht willkürlich,
sondern lasse ewiglich bestehen das Wesenhafte, das Mir untertan ist, suche es aber
umzugestalten in Wesen, die mit Mir zusammen schaffen und gestalten können, also zu
Meinem Ebenbild werden, weil Mich eine unermeßliche Liebe erfüllt zu dem, was Ich
erschaffen habe. Ich Selbst will tätig sein können in diesen Wesen, auf daß sie ihrer
Göttlichkeit bewußt werden und ewig leben in strahlender Seligkeit. Ich bin ein Gott
der Liebe und nähere Mich allen Meinen Geschöpfen in Liebe; Ich weiß aber auch um
eines jeden Willen, Meine Liebe anzunehmen, und dementsprechend wirkt sich Meine
Liebe aus auf die Geschöpfe. Wo Liebe ist, kommt das Geschöpf Mir entgegen, wo die
Liebe fehlt, wendet es sich ab von Mir, und Meine Liebe bleibt wirkungslos, d.h., sie
zwingt nicht zur Erwiderung. In einem Liebestadium aber befindet sich das Geschöpf,
sowie es im Zustand des freien Willens, als Mensch, Mich suchet, Mir zustrebt, also Verlangen hat nach seinem Herrn und Schöpfer von Ewigkeit. Dann also kann Meine Liebe
in dieses Geschöpf einstrahlen, und sie findet Erwiderung ....
Der Mensch tritt bewußt
mit Mir in Verbindung, er ist Mir bewußt untertan, und nun kann die Umgestaltung
beginnen, d.h. das Heranbilden zu einem Mir-gleichen Wesen, das Vergöttlichen der
Werke, die aus Meiner Hand hervorgegangen sind als „Werk“, aber „göttliche Kinder“
werden sollen .... was jedoch nur der freie Wille des Menschen selbst vollbringen kann.
Wer dieses Mysterium begreift .... das Werden zu Göttern aus erstandenen Werken Meiner Macht .... der gehört schon zu denen, an denen sich das Umwandeln vollzieht, denn
es ist ein gewisser Erkenntnisgrad, den der Mensch dann besitzt und der wieder ein
Zeichen göttlicher Kraft ist, die dem Menschen nun schon innewohnt. Und dieser
Erkenntnisgrad nimmt zu, je weiter der Wandlungsprozeß fortschreitet, je mehr göttliche Eigenschaften es gewinnt durch Selbstgestaltung zur Liebe, denn das Göttliche ist
und bleibt die Liebe ....
Die Glückseligkeit eines göttlichen Wesens, Meines Ebenbildes,
besteht darin, daß es licht- und kraftdurchstrahlt ist .... daß es voller Weisheit und
Macht ist, die es stets nützen wird in Meinem Liebegeist, weil es selbst pur Liebe geworden ist, ansonsten es auch licht- und kraftlos bliebe. Ein göttliches Wesen ist ein vollkommenes Wesen, dem nichts mangelt ....
Jede Einschränkung, jede Begrenzung, ist ein
Zeichen von Unvollkommenheit. Doch welchen Grad auch das Wesen erreicht hat .... immer wird im gleichen Maß die Erkenntnis steigen, wie sich die Liebe steigert, denn
beides gehört unweigerlich zusammen. Es bedeutet also allein das einen geistigen Aufstieg, was die Liebe bewirkt hat, denn diese führt mit sich auch die Erkenntnis, das Wissen, das von Herz und Verstand des Menschen aufgenommen wird. Liebeswirken ist
die Leiter zur Höhe, und Stufe um Stufe erklimmt der Mensch, so er sich umgestaltet
zur Liebe und also dem göttlichen Urwesen sich ständig mehr angleichet. Dies ist das
Urgesetz von Ewigkeit, daß die Liebe die Kraft war, die alles erstehen ließ, also den
Erschaffungsakt möglich machte, daß sie aber ebenso auch die Kraft ist, das Erschaffene zu vergöttlichen, ein Vorgang, den Meine Geschöpfe selbst vollziehen müssen .... aber auch können, weil die Urkraft auch in ihnen selbst als ein Funke ruht, der nur entzündet zu werden braucht, um die gleiche Allgewalt zu besitzen, die Mein Urwesen aufweiset. Meine Geschöpfe können sich selbst vergöttlichen durch die Liebe ....
Ihr Menschen begreifet diesen Ausspruch nicht eher, bis ihr den Grad erreicht habt, da ihr erkennet als Folge eines Liebelebens .... da wie ein strahlendes Licht euch alle Zusammenhänge offenbar werden, da euer Geist erleuchtet ist, was aber nur die Liebe bewirket. Dann kommet ihr Meinem Urwesen immer näher, dann bin Ich nicht mehr euer
Schöpfer, euer Herr, Dem ihr untertan sein müsset, sondern Ich bin euer Vater, Der voller Liebe euch, Seine Kinder, an das Herz ziehet, Der Seinen Willen in euch wiederfindet und eine unsagbare Seligkeit empfindet, die auch auf euch überstrahlt, dann hat
sich das Gesetz erfüllet, das der gesamten irdischen und geistigen Schöpfung zugrunde
liegt ....
Amen
B.D. 5234
empfangen am 13.10.1951
Glaube ohne Liebe ist tot ....
Das Liebegebot zu erfüllen ist für die Erlangung eines tiefen Glaubens unerläßlich.
Um glauben zu können, brauchen keine Beweise vorhanden zu sein, sondern es muß
etwas, wofür kein Beweis erbracht werden kann, in euch zur Überzeugung werden, so
daß ihr euch voll und ganz dafür einsetzet, daß ihr vertreten könnet, was ihr nun glaubet. Ein solcher Glaube nur wird von Mir als Glaube bewertet, der lebendig ist, denn
Worte und Beteuerungen allein werden von Mir nicht als Glaube angesehen, sondern
nur als eine Zustimmung, um nicht zu widersprechen, weil ihr einen Widerspruch nicht
begründen könnet. Dann glaubet ihr also blind, ihr nehmet an ohne Prüfung, ohne
euch selbst dazu zu stellen, was euch von außen vermittelt wird. Doch niemals wird ein
solcher Glaube eine Kraft ausstrahlen, niemals werdet ihr mit einem solchen Glauben
ungewöhnliche Dinge vollbringen können .... denn die Kraft des Glaubens kann nur ein
lebendiger Glaube beweisen. Ein lebendiger Glaube aber ist ein Glaube, der aus der
Liebe hervorgeht, weil die Liebe die Kraft ist, die sich dann im Glauben äußert. Ein
Glaube ohne die Liebe ist tot, er ist etwas lebloses Förmliches, das keine Wirkung hat. Es
kann sehr wohl der Verstand arbeiten und zu einer Folgerung kommen, die der Mensch
dann „Glaube“ nennt, es wird ein solcher Glaube aber mehr eine Annahme sein, die ihn
weder beglückt noch erhebt .... solange die Liebe in ihm noch nicht entzündet ist. Denn
die Liebe gibt einem solchen Glauben erst das Leben. Ein liebender Mensch aber
braucht seinen Verstand nicht außergewöhnlich in Tätigkeit zu setzen, und doch wird
er auch verstandesmäßig seine Erkenntnis vertreten können, denn er ist vom Geist in
sich erleuchtet, und darum kann er überzeugt glauben, weil er den Beweis in sich hat.
Es ist also das zu Glaubende nicht zu beweisen, ansonsten nicht von „Glauben“ gesprochen werden könnte, und dennoch gibt es für den, der in der Liebe lebt, keinen Zweifel,
weil der Geist in ihm die Aufklärungen gibt, die den tiefen Glauben rechtfertigen, die
aber nicht als beweiskräftig dem Mitmenschen übertragen werden können, weil ein
jeder Mensch selbst zum Glauben gelangen muß und auch gelangen kann, so er die
Liebe nicht außer acht lässet .... die Liebe aber ist der Zusammenschluß mit Mir ....
Daher muß Ich Selbst auch erkannt werden von denen, die in der Liebe stehen, und
darum kann auch der Glaube an Mich nicht mehr zweifelhaft sein .... denn wo Ich
gegenwärtig bin durch die Liebe, beweise Ich Mich Selbst dem Menschen, und ihn
erfüllt nun ein lebendiger Glaube, der nimmermehr kraftlos sein kann. Der Ausgang
von allem bin Ich ....
Liebe und Weisheit, Licht und Kraft gehen von Mir aus, und eines
ohne das andere ist nicht zu denken ....
Wer also mit Mir in innigem Verband steht
durch die Liebe, der muß notgedrungen auch im lebendigen Glauben stehen und somit
in voller Erkenntnis. Fehlt aber die Liebe, dann ist auch das andere nicht vorhanden.
Dann ist der Glaube tot, und die Erkenntnis fehlt, denn die Liebe bin Ich Selbst, ohne
Liebe gibt es keine Kraft und kein Licht .... ohne Liebe wandelt ihr Menschen noch in
der Finsternis, und ohne Liebe seid ihr schwache Wesen, denn die Liebe allein macht
euch stark ....
Amen
B.D. 5235
empfangen am 14.10.1951
„Siehe, Ich mache alles neu ....“
Ich mache alles neu ....
Ihr Menschen, die ihr nicht in der Erkenntnis steht, die ihr den
Geist in euch noch nicht erweckt habt, ihr wisset nicht, was diese Meine Worte bedeuten, denn ihr glaubt nicht an eine Umgestaltung dieser Erde, ihr glaubt nicht an das
letzte Gericht, an das Beenden einer Entwicklungsperiode und das Beginnen einer
neuen ....
Ihr wisset nichts von meinem Heilsplan von Ewigkeit und fasset daher auch
Meine Worte nicht: Siehe, Ich mache alles neu ....
Jedes Meiner Worte hat eine mehrfache Bedeutung, um die auch Meine Erweckten nicht wissen, weil diese Erkenntnis
noch zu hoch ist für die Menschen dieser Erde; doch ihnen ist die einfache Bedeutung
klar, daß Ich erneuern will, was sich außerhalb Meiner Ordnung von Ewigkeit begeben
hat .... Ich will eine Wandlung schaffen, da die Menschen auf dieser Erde sie nicht mehr
anstreben und somit ihren Erdenlebenszweck verfehlen. Sie haben versagt und ihr
Leben nicht genützet für die Ewigkeit. Ich will sie aber dennoch nicht verlorengehen
lassen und ihnen daher die Gelegenheit geben, den versäumten Entwicklungsgang
noch einmal zurückzulegen, doch nicht als Wiederholung, sondern in völlig neuer
Art ....
Denn ein nochmaliger Entwicklungsgang ist eine erhöhte Gnadenzuwendung
und muß erworben werden durch erhöhte Leistung, wozu völlig neue Schöpfungen die
Möglichkeit bieten. Ich erneuere also erstmalig das Schulhaus des Geistigen, Meine Erde, die wieder die
Aufwärtsentwicklung bis zum Menschen hinauf fördern soll. Ich versehe sie mit ganz
neuen Schöpfungen von so mannigfaltiger Art und Gestaltung, daß überaus zahlreichem Geistigen neue Möglichkeit geschaffen wird, sich darin zu bewähren, und Ich
lasse ein neues Menschengeschlecht entstehen, hervorgehend aus von Mir gesegneten
Menschen, die ihre geistige Entwicklung in Liebe und Treue zu Mir vollzogen haben,
die einen Reifegrad erreicht haben, der eine hohe geistige Betreuung zuläßt, so daß das
neue Menschengeschlecht alle Garantien hat zur höchstmöglichen geistigen Vollendung und auch das gebundene Geistige schnell zur Reife gelangen kann durch den
überaus guten Einfluß, den die Menschen auf alle sie umgebenden Schöpfungen ausüben ....
Ich mache alles neu; Ich lockere auch die Bedingungen zur Freiwerdung des
Geistigen, doch darum nicht von Meinem Gesetz der ewigen Ordnung abweichend, nur
in tiefer Liebe und Erbarmung Mich dessen annehmend, das noch in Unfreiheit lebt.
Alles Bedrückende wird von den Menschen abfallen, voller Kraft werden sie nach oben
streben, weil Ich allein ihnen das Begehrenswerteste bin und sie nicht in die Tiefe gezogen werden können von Meinem Gegner, der gefesselt ist auf lange Zeit ....
Ich schaffe
einen neuen Himmel und eine neue Erde .... d.h., geistig und irdisch beglücke Ich die
Menschen, die nun zu Mir gehören und die auch denen den Weg zu Mir ebnen sollen,
die nach ihnen kommen ....
Wer von euch Menschen kann das fassen? Und wer von euch Menschen glaubt es fest
und ungezweifelt, daß das Alte aufhört zu sein, daß auch die Menschen nicht mehr sein
werden, die Mir noch entfernt sind, daß nur die kleine Herde, die Mir als ihrem Hirten
treu folgt, ihr Leben nicht verlieren wird, weil Ich diese kleine Herde gesegnet habe und
bestimmt zum Fortleben im Paradies der neuen Erde .... daß ein neuer Erlösungsabschnitt beginnt laut Heilsplan von Ewigkeit, den Meine Liebe und Weisheit festgelegt
hat, um dem Geistigen ein ewiges Leben zu sichern? Siehe, Ich mache alles neu ....
Ihr,
die ihr an Mich glaubt, gedenket dieser Worte, beweget sie in eurem Herzen und wisset,
daß die Zeit da ist, wo dieses Mein Wort in Erfüllung geht ....
Glaubet fest daran und hoffet, und ertraget alles Schwere, was euch noch beschieden ist bis zum Ende, mit
Geduld und Ergebung in Meinen Willen. Denn der Tag kommet sehr bald, wo Ich die
Meinen hole, um ihnen das Paradies zu enthüllen, davon geschrieben steht: „Einen
neuen Himmel will Ich schaffen und eine neue Erde ....“ , und Ich Selbst will weilen mitten unter den Meinen und sie führen und lehren, wie Ich es verheißen habe ....
Amen
B.D. 5236
empfangen am 17.10.1951
Gottes Segen den Arbeitern in Seinem Weinberg ....
Ich will euch alle segnen, die ihr euch versammelt in Meinem Namen, um Mir zu dienen in erlösender Tätigkeit. Ich will euch Kraft geben und alle eure Schritte lenken, daß
sie förderlich sind eurer Mission, Ich will Meine Hände schützend halten über euch, so
man euch schaden will, wie Ich aber auch euren Worten Überzeugungskraft verleihe, so
man euch anhören will. Mein Segen wird euch stets begleiten, sowie ihr willig seid, Mir
zu dienen ....
Und ihr seid auch umgeben von Wesen des Lichtes, die euch wohlwollen
und alles tun, um eure Arbeit für Mich und Mein Reich zu fördern, denn auch sie wissen um den Segen eifriger Mitarbeit zur Erlösung irrender Seelen. Auch sie sind beteiligt an diesem Werk, und so werdet ihr also arbeiten Hand in Hand mit ihnen, die euch
ständig begleiten und euch mit notleidenden Menschen zusammenbringen, denen ihr
helfen könnet. Es geht viel Licht von euch aus, und große Freude ist darüber im geistigen Reich, weil ein einziger Lichtstrahl schon unnennbar viel Wirkung hat in dunklen
Regionen, und überall, auf Erden wie im geistigen Reich, lichthungrige Seelen diesem
Lichtstrahl folgen, um sich nicht mehr von ihm zu trennen. Wer mit geistigen Augen die
Finsternis, die über die Erde gebreitet ist, sehen könnte, der könnte auch die vielen kleinen Lichtfunken erblicken, die aufblitzen an allen Orten und überall das Geistige um
sich sammeln, das nach Licht verlangt ....
Es ist eure Mission für die Weltmenschen
nicht faßbar, wird dafür aber in der jenseitigen Welt ungewöhnlich beachtet, und daher
sollet ihr nicht müde werden, selbst wenn ihr auf Erden wenig oder keinen Erfolg verzeichnen könnet. Die Auswirkung eurer Tätigkeit im jenseitigen Reich wird wieder
zurückschlagen auf die Menschen in kommender Zeit, weil stets mehr und mehr jenseitige Wesen den Menschen zu Hilfe kommen und sie geistig beeinflussen, sowie sie
selbst einmal im Licht stehen, wozu ihr unvorstellbar viel beitraget, so eure Gedanken
in das geistige Reich gerichtet sind, so ihr gewissermaßen in Verbindung stehet mit dessen Bewohnern, Hilfe und Kraft erbittend aus der Lichtwelt und erbarmende Hilfe
geben-wollend den Wesen, die noch in der Dunkelheit schmachten. Der Segen dieser
eurer Gedankentätigkeit ist euch nicht faßlich, doch euer eigenes geistiges Ausreifen
wird überaus gefördert, und im gleichen Maße können auch die Seelen reifen, denen
ihr eure Liebe schenket. Und wer für Mich und Mein Reich tätig ist, genießet Meinen
besonderen Schutz, dessen kann er immer eingedenk bleiben, daß Ich ihn niemals verlasse, auch wenn Ich ihn scheinbar in Not geraten lassen die aber stets nur den Zweck
hat, ihn noch mehr an Mich zu fesseln, damit er einst gänzlich in Mir aufgehen kann,
um dann, mit Mir für ewig vereint, wirken zu können und unbeschreiblich selig zu
sein ....
Amen
B.D. 5237
empfangen am 19.10.1951
Urbarmachung der dürren Wüste ....
Segen ....
Ihr vermehret ständig den geistigen Reichtum, wenn ihr davon abgebet, denn ihr
verlieret nichts, sondern empfanget stets mehr und mehr. Die geistige Not erfordert
Hilfe, die geistige Not besteht in der Dürre, die nichts Geistiges erwachsen lässet und
darum die Menschheit gleich ist einer Wüste, in der nichts gedeihen kann. Sie muß zu
fruchtbarem Boden umgewandelt werden, gutes Erdreich muß ihr zugeführt und mit
Liebewasser der gute Samen befruchtet werden .... und es erfordert das Arbeit treuer
Knechte, die sich die Urbarmachung des Wüstenbodens angelegen sein lassen ....
Und
diese Knechte sollet ihr Mir sein, ihr sollet überall, wo dürre Wüste ist in den Menschenherzen, eure Mühe walten lassen, ihr sollt ihnen guten Boden zuführen und alles
tun, um die Herzen aufnahmefähig zu machen für den Samen, der allein gute Früchte
bringen kann .... für Mein Wort, das befruchtend wirken wird, wo es willig angenommen wird. Ihr seid im Besitz von sehr vielem Saatgut, verwendet es recht und seid Mir
eifrige Arbeiter, teilet die Gaben aus, die euch aus der Höhe so reichlich geboten werden; seid nicht säumig in eurer Tätigkeit, denn wisset, daß die Zeit genützet werden
soll, da ihr noch ungehindert arbeiten könnet für Mich und Mein Reich. Traget überallhin Mein Wort, und fürchtet nicht, daß euer geistiger Reichtum sich verringern
könnte ....
Das Austeilen Meiner Gabe ist die sicherste Gewähr dafür, daß ihr reichlich
wieder empfanget aus Meiner Hand, was eure Hand liebevoll dargeboten hat dem
Nächsten. Eure Arbeit wird wahrlich nicht nutzlos sein, denn der Lohn dafür ist unvergänglich, und dereinst in der Ewigkeit werdet ihr erst den Wert dessen ermessen können, was ihr aus Liebe zu Mir und den Mitmenschen auf Erden getan habt ....
Denn Ich
Selbst segne die Arbeit, die ihr für Mich und Mein Reich tätigt. Ich Selbst teile aus euch
und durch euch allen, die Meine Gabe aus eurer Hand empfangen wollen ....
Dringend
nötig brauchen die Menschen Hilfe, denn wenngleich sie auch auf Erden die geistige
Not nicht spüren, weil sie sich nicht materiell auswirkt, sie ist aber riesengroß und kann
nur von treuen, Mir ergebenen Knechten behoben werden, die an Mich glauben und an
jedes Wort, das Ich ihnen zuleite, um sie tauglich zu machen für ihre helfende Tätigkeit.
Die Not kann verringert werden, wenn Liebe am Werk ist, wenn Menschen um die Not
ihrer Mitmenschen wissen und willig sind, ihnen zu helfen, wenn sie geben, was sie
selbst besitzen, wenn sie austeilen den Notleidenden an Leib und Seele ....
Und auf daß
die Gaben mit Dank angenommen werden, muß die Liebe sie darbieten ....
Der Segen
der Liebe ist unermeßlich, und durch die Liebe erreichet ihr alles. Denn sie ist eine
Kraft, die niemals ohne Wirkung bleibt. Und darum nehmet euch eurer Mitmenschen
an, und lasset sie nicht in Not, teilet alles mit ihnen, was ihr besitzet, so ihr dadurch
ihnen helfen könnet, und gedenket vor allem ihrer Seelen, die oft noch weit mehr darben als der Körper ....
Bringet ihnen Mein Wort nahe und erquicket sie damit, und vermehret so die geistigen Güter, euren Reichtum für die Ewigkeit ....
Amen
B.D. 5238
empfangen am 21.10.1951
Unterstellen des Willens ....
Wohnungnahme Gottes im Herzen ....
Nehmet Mich auf in eure Herzen, und fortan seid ihr nicht mehr allein, fortan traget
ihr keine Verantwortung mehr für euer Denken und Handeln, denn Ich Selbst bin es,
Der euch nun lenket und antreibt zum Denken und Handeln nach Meinem Willen.
Sowie ihr einmal die Verbindung mit Mir hergestellt habt, sowie ihr durch Wirken in
Liebe euer Herz gereinigt habt und Mich Selbst in euch aufnahmet, werdet ihr auch
nicht anders als nach Meinem Willen leben können, denn dieser ist dann ganz in euch
eingegangen, d.h., euer Wille hat sich dann selbst dem Meinen unterstellt, und ihr
bewegt euch gänzlich in Meiner ewigen Ordnung, ihr könnet nicht sündigen, also euch
nicht mehr gegen Mich vergehen. Nur die Liebe bringt solches zuwege, nur die Liebe zu
Mir lässet euch denken und handeln, wie es Mir wohlgefällig ist, denn die Liebe will nur
das Gute, die Liebe will sich unterordnen, sie will beglücken, sie will das, was dem
Gegenstand der Liebe Freude macht ....
Die Liebe zu Mir aber ist schon vorhanden,
wenn der Mensch dem Nächsten Liebe entgegenbringt, denn jegliche Liebe ist göttlich,
die uneigennützig sich äußert, und diese Liebe soll geübt werden, bis sie jenen Grad
erreicht, daß Ich Selbst Besitz ergreife von dem Herzen des Menschen, daß Ich Selbst
also Wohnung nehme in ihm. Dann aber habet ihr auf Erden das Ziel erreicht, ihr habt
den Zusammenschluß mit Mir gefunden, und ihr brauchet nichts mehr zu fürchten,
weil euer Vater bei euch ist und ihr nun gänzlich unter Seiner Obhut steht. Doch wider
euren Willen kann Ich nicht Einkehr halten bei euch, ihr selbst müsset Mir die Tür öffnen, ihr müsset das Herz aufnahmefähig machen für Mich, ihr müsset es Meiner Einkehr entsprechend gestalten, und alles dieses bewirket nur die Liebe ....
Ich kann nur
weilen, wo die Liebe ist, und darum mache Ich zur ersten Bedingung die Umgestaltung
eures Wesens, so ihr zuvor noch Ichliebe in euch traget und diese keinen Raum haben
darf dort, wo Ich weilen will. Ich will euer ganzes Herz besitzen, ohne Einschränkung,
um dann aber auch euer Führer und Beschützer sein zu können in eurem Gang durch
das Erdental. Dann aber wird euer Wandel schön und leicht sein, dann bin Ich euer
ständiger Begleiter, ihr seid niemals einsam, und ihr brauchet euch nur immer vertrauensvoll Mir hinzugeben, um stets recht geleitet zu werden bis zum Ende eures Erdenlebens, bis Ich euch dann aufnehmen kann in Mein Reich, das nicht von dieser Welt
ist .... bis Ich euch in selige Gefilde einführen kann, wo ihr gleichfalls mit Mir vereint
sein werdet, doch als selige Geistwesen schaffen und wirken könnet nach Meinem Willen, der auch dann wieder der eure ist, weil der Zusammenschluß mit Mir gleichen Willen und gleiches Denken bedeutet und stets nur euren Seligkeitsgrad erhöht ....
Ich will
herrschen in und über euch, und ihr sollet euch in dieser Herrschaft glücklich fühlen,
weil ihr Meine Liebe erkennet und ihr selbst in heißer Liebe zu Mir erglühet, die euch
zu seligsten Geschöpfen macht, zu rechten Kindern eures Vaters, die ihr nun ewig bleibet ....
Amen
B.D. 5239
empfangen am 24.10.1951
Erwachen des Gottesfunken ....
„Wer in der Liebe bleibt ....“
Den Gottesfunken im Menschen zum Erwachen zu bringen erfordert den festen
Willen zum Liebeswirken, denn nichts anderes als nur die Liebe kann es erreichen, daß
der Geist sich äußert, also sein Erwachen beweiset. Die Liebe nur stellt die Verbindung
her von dem Geistesfunken im Menschen zum Vatergeist von Ewigkeit, und die Liebe
bewirket, daß sich der Geist Gottes im Menschen kundgibt, daß dieser also gewissermaßen das Wort vom Vater entgegennehmen kann.„Wer in der Liebe bleibt, der bleibt
in Mir und Ich in ihm ....“ Diese Worte sind die einfachste Erklärung für die Ausgießung des Geistes, für das Wirken des göttlichen Geistes im Menschen. Durch die Liebe
fühlt Sich der himmlische Vater bewogen, Sich dem Menschen zu erkennen zu geben,
als die ewige Liebe Selbst, also muß sie sich äußern, weil anders sie nicht erkannt werden kann. Die Gegenwart Gottes muß eine offensichtliche Auswirkung haben, darum
wird stets dort ein ungewöhnlicher Vorgang zu beobachten sein, wo sich der Geist aus
Gott kundtut. Und dieser Vorgang ist ganz verschiedener Art. Die Gegenwart Gottes
kann hörbar oder sichtbar bewiesen werden, immer dem Reifezustand des Menschen
gemäß, der durch Liebeswirken Gott zu sich gezogen hat und darum auch die Gnade
hat, Ihn zu erkennen. Und doch ist der Mensch noch auf der Erde und muß also auch in
dieser seine Eindrücke aufnehmen, die sich stets seinem Erdenleben anpassen, also in
den seltensten Fällen widernatürlich anmuten. Denn Gott ist wohl stets zur Hilfe bereit,
wo diese benötigt wird, Er ist auch stets bereit, durch Sein Wort die Menschen zu
beglücken, doch immer wird es auch eine natürliche Erklärung geben für Vorgänge geistiger Art. Darum wird es auch nur selten sein, daß Gott Sich schaubar äußert, daß also
ein Mensch Ihn zugleich sehen und hören kann, weil Sein Wort der beste Beweis Seiner
Gegenwart ist, da Er Selbst sein muß, wo Seine Äußerungen vernommen werden, und,
wo Er Sich kundgibt, kein Zweifel mehr aufkommen kann an Seine Liebe, Weisheit und
Allmacht. Sein Wort also bezeugt die Gegenwart Gottes untrüglich, und daher ist es nur
selten zugelassen von Gott, daß bewußte Empfänger des göttlichen Wortes auch Sein
geheiligtes Bild in sich erschauen dürfen, wobei jedoch diese Möglichkeit nicht gänzlich
ausscheidet, weil Gottes Liebe gern die Menschen beglückt, die Ihm ergeben sind.
Zudem trägt die große geistige Not viel dazu bei, daß Er überhaupt nicht mehr erkannt
wird von denen, die noch zu sehr der Welt angehören. Diese sollen mitunter durch
ungewöhnliche Vorgänge zum Nachdenken gebracht werden, auf daß sie den Glauben
gewinnen an Gott als Schöpfer und Vater von Ewigkeit. Doch dann ist es eine außergewöhnliche Gnade, die einem Ungläubigen gewährt wird angesichts des Endes, wo viele
Zeichen und Wunder geschehen, um noch recht viele Menschen zu retten, die aber auch
unbedingt das Wort Gottes entgegennehmen müssen, sollen ungewöhnliche Erscheinungen ihre Wirkung haben, das Streben zu Gott zu erhöhen und voller Eifer sich einzusetzen für alles, was der geistigen Entwicklung förderlich ist ....
Amen
B.D. 5240
empfangen am 25.10.1951
Äußerung des göttlichen Geistes ....
Satan als Engel des Lichtes ....
„Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende ....“ Diese Meine Worte sollen euch
bestätigen, daß Ich unter euch weile überall dort, wo ihr Mein Verweilen zulasset.
Wenngleich Ich nicht sichtbar bei euch bin, ist doch Mein Geist ständig euer Begleiter,
doch ihr selbst öffnet ihm die Tür, oder ihr haltet sie verschlossen, und dann könnet ihr
auch nicht sagen, daß Ich bei euch bin. Ihr alle könnet Mich wohl gegenwärtig sein lassen, so ihr Mich durch die Liebe an euch ziehen möchtet, ja ihr könntet sogar durch
erhöhten Liebegrad Mein Bild in euch erschauen ....
Doch wie wenige begehren Mich
und bereiten Mir die Wohnung, wie wenige gestalten ihre Herzen so, daß sie Mich darin
aufnehmen können. Dennoch trete Ich auch denen entgegen, die kein Verlangen nach
Mir tragen ....
Ich komme ihnen im Wort entgegen, weil das Wort allein in ihnen die
Liebe erwecken kann, wenn sie es anhören, im Herzen bewegen und danach tätig
sind ....
Es ist dieser Weg zu Mir nicht schwer, und doch führt er sicher zum Ziel ....
Meine Gegenwart zu erleben, so daß ein jeder Mensch dann sagen könnte: Der Herr ist
bei Mir alle Tage ....
Ein tiefer Glaube ist jedoch Bedingung, von Meiner Gegenwart
überzeugt zu sein, und dieser Glaube kann wieder erst durch die Liebe gewonnen werden. Also ist immer das erste die Liebe ....
Ohne Liebe kann keinerlei Verbindung mit
Mir hergestellt werden, ohne Liebe ist alles Lüge oder Form, was Meine Gegenwart
glaubhaft machen soll. Dies merket euch alle, daß kein Mensch Meiner innewerden
kann, der die Liebe nicht in sich hat, daß aber jeder, der in der Liebe lebt, Mich als
ständigen Begleiter hat ....
Meine Gegenwart wird sich aber immer in irgendeiner Weise kundtun .... durch
überstarken Glauben, durch Geistesgaben verschiedener Art, durch Missionstätigkeit
und Befähigung dazu, durch Hören Meiner Stimme im wachen Zustand, durch Hilfeleistungen aller Art, die eine ungewöhnliche Kraft erfordern ....
Stets und ständig wirket dann Mein Geist, der das sichtliche Zeichen Meiner Gegenwart ist und daher nicht
geleugnet werden kann bei Menschen, die uneigennützig liebetätig sind. Darauf müsset ihr Menschen euer Augenmerk richten, ob und wie die Liebe zu Mir und zum Nächsten erkenntlich ist, dann werdet ihr jede derartige Geistesäußerung prüfen können ob
ihres Ursprungs. Die rechte Liebe aber sichert dem Menschen auch Meinen Schutz
gegen unlautere Geisteskräfte, die sich wohl immer an euch Menschen herandrängen
werden, aber durch euer Wesen, euren Wahrheitswillen und Liebedrang, stets abgewehrt werden, weil gewissermaßen sie dann Meine Gegenwart spüren und weichen.
Dennoch werden auch sie mitunter Zugang finden, wenn der Mensch selbst sich nicht
streng in der Zucht hält, d.h., wenn er durch nur die geringste Lieblosigkeit ihnen das
Recht über sich zubilligt ....
Denn die Lieblosigkeit verkörpert den, der bar jeder Liebe
ist, der aber auch Macht hat, wo sie ihm eingeräumt wird. Und darum ist stets nur die
Liebe Garantie für Meine Gegenwart, und diese Liebe zu prüfen steht euch allen zu,
wollet ihr euch von der Wahrheit dessen überzeugen, was als Geistwirken vor den Menschen vertreten wird.(25.10.1951) Ich trete euch wahrlich nur mit guter Gabe gegenüber,
Ich werde euch nichts darbieten, woran sich euer Herz stoßen könnte. Ich bin ein Gott
der Liebe und ein treuer Vater Meiner Kinder, und so Ich zu euch rede, könnet ihr auch
die Stimme des Vaters erkennen, und ihr brauchet nicht zu fürchten, daß ihr einer Täuschung zum Opfer fallet, wenn euch Meine Worte väterlich berühren. Doch ebenso
müsset ihr auch Mir wie Kinder entgegenkommen, ihr müsset voller Liebe euch Mir
nähern .... weil ihr Mich sonst nicht vernehmen könnet oder ihr Meinem Gegner zum
Opfer fallet, der euch mit falschen Worten gewinnen will, der euch täuschet, mitunter
auch als Engel des Lichtes, wenn er dadurch Erfolg erringen kann. Die Liebe ist und bleibt immer ausschlaggebend, und einem liebenden Menschen kann sich niemals
Mein Gegner nähern, da Ich Selbst dann zwischen ihm und dem Gegner stehe, weil Ich
Selbst die Liebe bin. Ein guter, liebevoller Mensch kann darum niemals getäuscht werden von Meinem Gegner, doch jederzeit kann er sich denen nähern, die in ihrem Wesen
Liebe vermissen lassen, die noch zu sehr in der Eigenliebe stehen, die vor der Welt gelten wollen und sich hervortun, denen die wahre Demut fehlt. Ich kenne die Menschenherzen und halte Mich denen fern, die ohne Liebe sind, doch Meine Kinder beglücke
Ich mit Meiner Gegenwart ....
Und dessen sollen sie stets gewiß sein, daß Mich immer
ihre Liebe ziehen wird, daß sie sich Mir dann anvertrauen können, daß Ich in ihnen
Wohnung nehme und bei ihnen bleibe, weil Liebe zu Liebe drängt und sich unlöslich
zusammenschließt ....
Amen
B.D. 5241
empfangen am 26.10.1951
Positive und negative Kräfte ....
Fall der Engel ....
Im Anbeginn war alles frei, was aus Mir hervorging, und selbst das Geistige, das
Mein Gegner schuf aus seinem Willen mit Meiner Kraft, hatte freien Willen und wurde
sonach als selbständig hinausgestellt, um die Seligkeit eines freien, vollkommenen
Wesens erfahren zu können. Doch letzteres bewährte sich nicht, als ihm die Willens-probe gestellt wurde, als es sein Selbstbestimmungsrecht geltend machen konnte und
sich entscheiden sollte für Mich oder Meinen Gegner. Es bewährte sich nicht insofern,
als daß es nicht Mich als Schöpfer und Kraftquell anerkannte, wenngleich es im Wissen
stand, ohne das die Vollkommenheit nicht zu denken war. Es stellte sich also bewußt
gegen Mich und auf seiten dessen, der es erstehen ließ. Seit diesem freien Willensentscheid waren positive und negative Kräfte tätig, und sie werden es bleiben, bis alles Geistige restlos überzeugt ist von seinem Ausgang aus Mir und bis alles Geistige Mir seine
Liebe schenkt. Es wird also bis dahin ein Kampf bestehen zwischen Licht und Finsternis, zwischen
wissenden und unwissenden Wesen, weil unvollkommene Geistwesen auch das Wissen
eingebüßt haben, also in der Dunkelheit stehen, sich aber genauso behaupten wollen
und darum Dunkelheit verbreiten, wo das Licht leuchten sollte ....
Der Kampf zwischen
Licht und Finsternis wütet unentwegt im gesamten Universum, denn mit dem Abfall
des Geistigen von Mir begann das Hineintragen von Irrtum, von Unwahrheit in das
ewige Licht der Wahrheit .... es begann das Verkennen der Begriffe, es begann irriges
Denken und bewußtes Unterdrücken der Wahrheit und Hervorstellen der Unwahrheit ....
Und dieser Kampf wütet noch und wird nicht eher beendet werden, als bis der
letzte Gegner aus dem Reiche der Finsternis besiegt ist. (26.10.1951) Wo immer die
Wahrheit ist, ist dies auch als Licht erkenntlich den Kräften, die der Finsternis angehören, und sie versuchen das Licht zu verlöschen, also gegen die Wahrheit anzukämpfen,
sie durch dunkle Schatten zu verhüllen und ihr Licht zu entkräften. Ebenso aber wird
das Licht von oben ständig gespeist, also die Wahrheit wird immer wieder dahin geleitet, wo sie gern entgegengenommen wird, und das Einwirken beider Kräfte, von oben
und von unten, ist schon der Kampf zwischen Licht und Finsternis, den aber die Menschen selbst zum Austrag bringen durch ihre Einstellung zur Wahrheit und zur Lüge,
denn der Mensch ist gewissermaßen das Objekt, an dem die sich bekämpfenden Kräfte
sich erproben, der Mensch ist das Wesen, das von beiden Seiten beeinflußt wird und
nun die Entscheidung trifft, ob es Licht oder Finsternis wählt. Denn der Mensch ist
Mein Schöpfungswerk, das gewissermaßen noch einmal die Frage vorgelegt bekommt,
wen es als seinen Herrn von Ewigkeit anerkennt. Er ist wieder als freies, denkendes
Wesen hinausgestellt, sein Wille ist frei und kann nach jeder Richtung hin sich entscheiden, es kann den finsteren Zustand in Licht verwandeln, es kann das Wissen wieder entgegennehmen, das es einstmals besaß, aber in falscher Nützung es verloren hatte ....
Der
Mensch kann den Grad des Erkennens erhöhen und in strahlendstes Licht eingehen,
wie er aber auch dem hörig sein kann, der ihn ins Verderben stürzen will. Er kann den
Entscheid fällen und somit auch den Beweis erbringen, daß das Licht über die Finsternis siegen kann, denn ein Mensch, der im Licht steht, der kann auch den finsteren Kräften gebieten und sie unschädlich machen ....
Denn er ist nun mit Meiner Kraft ausgestattet, und er spricht gewissermaßen in Meinem Namen, vor dem sich beugen alle
Kräfte des Himmels und der Erde, und er vertritt die Wahrheit, die von Mir ihren Ausgang nimmt und die bestehenbleiben wird jetzt und in Ewigkeit ....
Amen
B.D. 5242
empfangen am 27.10.1951
Verlangen nach Wahrheit
- Liebetätigkeit Bedingung ....
Es ist keineswegs alles Wahrheit, was, aus dem geistigen Reich kommend, euch Menschen dargeboten wird. Licht und Finsternis sind überall vertreten, auf Erden sowohl
als auch im geistigen Reich. Kräfte des Lichtes und der Finsternis können sonach
nebeneinander sein und auf die Menschen einzuwirken suchen. Doch da der Mensch
selbst sich frei entscheiden muß im Erdenleben, ist ein beiderseitiges Einwirken auch
zugelassen, und es besteht auch keine direkte Gefahr für den Menschen, in Finsternis zu
verfallen, wenn er das Licht suchet und begehret. Denn das Verlangen eines Menschen
ist ausschlaggebend, und ist dieses Verlangen Mir als der ewigen Wahrheit zugewandt,
dann findet er auch sicher die Wahrheit, und der Irrtum kann nicht Eingang finden bei
ihm. Denn er hat das sichere Gefühl in seinem Herzen für die Wahrheit und lehnet
empfindungsgemäß ab, was ihr nicht entspricht. Daß sich oft auch Kräfte der Finsternis
als Lichtträger ausgeben, daß sie sich in einen Mantel hüllen, der die Menschen täuschen soll, kann doch nicht ernstlich gefährden, weil zur reinen Wahrheit nur die Menschen gelangen, die ernstlich danach trachten und denen die Wesen des Lichtes so
offensichtlich beistehen, daß sie immer nur die Wahrheit annehmen und den Irrtum
ablehnen. Doch stets gilt dies nur für einen wahrheitshungrigen Menschen ....
Wer
gleichgültig ist in seinem Suchen, der wird verwirrt werden in seinem Denken und so
lange keine Klarheit finden, wie sein Wahrheitsverlangen schwach ist. Und wieder ist
der Grad der Liebe ausschlaggebend, daß und ob er die Wahrheit als solche erkennt.
Denn seine Urteilsfähigkeit ist entsprechend dem Liebegrad. Das Verlangen nach der
Wahrheit wird stets einem liebetätigen Menschen innewohnen, und ebenso wird auch
dieser Mich Selbst erkennen, also an Mich glauben ....
Die Liebe und der Glaube treiben
ihn an, auch die Wahrheit zu erfahren, und ihm kann Ich Selbst Mich nähern und ihn in
die Wahrheit einführen ....
Ich habe wohl Meine Lichtboten, die in Meinem Auftrag ihm
die Wahrheit bringen, doch diese geht von Mir aus, so daß also Ich Selbst der Geber der
Wahrheit bin, auch wenn sie indirekt einem Menschen vermittelt wird. Doch auch Mein
Gegner tarnet sich und hängt sich mitunter ein Lichtmäntelchen um, wenn er die Menschen täuschen will. Diese Tarnung aber ist zu erkennen von jedem, der reinste Wahrheit begehrt. Mein Gegner wird sich zwar auch göttlicher Worte bedienen und sie so zu
deuten wissen, daß sie seiner Absicht dienen, euch Menschen von Mir zu entfernen,
doch dann werde Ich Selbst als Gegenkraft tätig, indem Ich das Denken der Zuhörer,
die Wahrheit begehren, so lenke, daß sie das Rechte aus seinen Worten entnehmen, daß
also seine Absicht zuschanden wird, weil der Wille jener Mir gilt. Denn Mir müssen
auch die Kräfte der Finsternis gehorchen, und Ich schütze einen jeden, der Mir zustrebt
im Wollen, Denken und Handeln. Licht und Finsternis werden immer im Kampf liegen
miteinander, doch der Mensch entscheidet selbst, ob er im Licht stehen oder in der Finsternis untergehen will ....
Amen
B.D. 5243
empfangen am 27.10.1951
Vergebung .... Sühne ....
Gerechtigkeit .... (Kausalitätsgesetz)
Ich bin ein Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, doch auch die Gerechtigkeit
gehört zu Meinem Wesen, da sonst die Vollkommenheit in Frage gestellt wäre und
somit auch Meine Göttlichkeit. Verstehet ihr, was Ich damit sagen will? ....
Daß jede
Eigenschaft im höchsten Maße in Mir vertreten ist und darum gewissermaßen alles
dem Gesetz der ewigen Ordnung untersteht, dessen Urheber Ich selbst bin, d.h. eben
aus Meiner Vollkommenheit heraus Ich Gesetze geschaffen habe, die unumstößlich
sind ....
So muß also auch jede Sündenschuld abgetragen werden, für jede Sünde muß
Sühne geleistet werden, wenn Meiner Gerechtigkeit Genüge getan werden soll. Wie aber verhält sich nun Meine Liebe und Barmherzigkeit dazu, die so unendlich
tief ist, daß sie jedem Sünder die Schuld erlassen möchte? ....
Meine Liebe fand einen
Weg ....
Die Liebe Selbst tilgte die Sündenschuld, indem Sie sühnte, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun ....
Ein Mensch nahm die Schuld auf Sich und leistete die Sühne für
die Sünden der gesamten Menschheit. Ich Selbst wehrte diesem Menschen nicht, weil
die Liebe Ihn dazu bewog und der Liebe niemals gewehrt werden darf, so sie sich
äußern will. Niemals hätte Ich die vertretende Sühne angenommen, wenn sie nicht aus
Liebe Mir angeboten worden wäre, weil dann ein Verstoß gegen das Gesetz der ewigen
Ordnung sich zugetragen hätte, weil dann die Gerechtigkeit nicht gewahrt worden
wäre, wohingegen ein Werk der Liebe von Mir angenommen werden mußte, weil Ich
die Liebe nicht zurückweisen konnte. Also sühnte ein Mensch die große Sündenschuld der Menschheit mit einem überaus
qualvollen Leiden und Sterben am Kreuz. Dieser Mensch hatte keine Schuld und litt doch unsäglich für die Schuld anderer .... weil Er Mich versöhnen wollte mit Seinem Opfer, das die übergroße Liebe Ihn bringen
ließ. Und Ich nahm das Opfer an und tilgte um Seiner Liebe willen die Schuld, die auf
der ganzen Menschheit lastete .... d.h. also, die Menschen können frei werden von aller
Schuld, die das Opfer des Menschen Jesus vollbewußt für sich in Anspruch nehmen, die
Ihm ihre Sündenlast zu Füßen legen und um Seines Kreuzestodes willen Vergebung
erbitten ....
Das Anerkennen und das bewußte Sündenbekenntnis wird gefordert, um
volle Vergebung der Sünden zu finden. Das Opfer des Menschen Jesus war so groß und
Seine Liebe zu der Menschheit so gewaltig, daß Meiner Gerechtigkeit Genugtuung
wurde und Meine Liebe und Barmherzigkeit nun hervortreten kann ....
Die Menschen
also sind frei von jeglicher Schuld, die den göttlichen Erlöser Jesus Christus anerkennen
und sich reumütig unter Sein Kreuz stellen .... d.h. soviel, als daß ihnen alles vergeben
ist, was an Sünde sie belastete ....
Vergebung einer Schuld aber ist Tilgung, völliges Ausstreichen dessen, was eigentlich geleistet werden sollte ....
Vergebung bedeutet Auslöschen, Entlasten, Herstellen des Zustandes vor dem Begehen der Sünde ....
Und jegliche Folge eines Vergehens trägt der, welcher die Schuld auf sich nimmt. Also alle Sündenlast hat Jesus Christus Sich Selbst aufgebürdet und die Sühne dafür Mir dargebracht. Jede Auswirkung einer Sünde wird von Ihm negiert ....
Meine Liebe und
Barmherzigkeit richtet alles wieder recht und kann es nun auch, da die Gerechtigkeit
durch das Kreuzesopfer zuerst befriedigt, also nicht ausgeschaltet wurde. Das Kreuzesopfer war gewissermaßen die Auswirkung der Sünden der gesamten Menschheit. Alles
Unrecht, das auf Erden begangen wird, wie auch die Sünde der einstigen Auflehnung
wider Mich mußte sich gesetzwidrig auswirken, also zurückschlagen auf Wesen, die
diese Auswirkung auffingen und darunter leiden mußten ....
Der Mensch Jesus gab Sich
freiwillig dazu her, die ganze geballte Sündenlast aufzufangen und durch übermenschliche Leiden und Qualen die Auswirkung der Sünden abzuschwächen und zuletzt durch Seinen Tod gänzlich aufzuheben ....
Also ist das Gesetz nicht aufgehoben, sondern nur erfüllt worden ....
Darum kann eine restlose Vergebung der Sünden durch Jesus Christus dem Menschen zuteil werden und er frei werden von jeglicher Schuld, darum kann Meine Liebe
und Barmherzigkeit walten, ohne die Gerechtigkeit auszuschalten. Denn Jesus Christus
hat die Welt erlöst von der Sünde, weil Seine Liebe zu den Menschen übermächtig war
und Ich durch diese Liebe vollauf entsühnt wurde ....
Amen
B.D. 5244
empfangen am 28.10.1951
Nie endende Liebemühe Gottes ....
Ihr alle seid Kinder Meiner Liebe und Sorge, euch allen möchte Ich Mein Wort zuleiten, so daß ihr selbst es vernehmet und die Stimme eures Vaters erkennet und daß ihr
euch von Mir berührt fühlt und bewogen, alles zu befolgen, was Ich euch rate. Ich
möchte, daß ihr alle Meine Stimme in euch vernehmen könntet, weil dann die Gefahr
eines Absinkens vorüber wäre, weil ihr dann schon Mir gehörtet durch euren Willen,
der auch das Vernehmen Meiner Stimme zugelassen hat. Doch alle seid ihr noch recht
fern von Mir, und Mein Wort kann euch nur übermittelt werden, und selig seid ihr,
wenn ihr es dann annehmet. Denket immer daran, daß, wenn euch Mein Wort nahegebracht wird, Ich Selbst euch entgegentrete, um euch für Mich zu gewinnen. Ich Selbst
bin das Wort, und Ich komme im Wort zu denen, nach denen Ich verlange, zu Meinen
Geschöpfen, die Ich zu Meinen Kindern umgestalten will durch Mein Wort. Sowie ihr
von Meinem Wort Kenntnis nehmet, berührt euch Meine Liebeausstrahlung, die eine
unfaßbare Wirkung auf euch haben kann, wenn ihr selbst diese Wirkung zulasset, wenn
ihr Mein Wort in euch aufnehmet, es im Herzen beweget und Meinen Willen befolget,
der euch durch Mein Wort kundgetan wird. Und so ihr dann verlanget, Mein Wort
immer und immer wieder zu hören, dann habe Ich euch gewonnen für ewig, dann habt
ihr die Stimme des Vaters erkannt, und ihr folget ihr und kehret zurück ins Vaterhaus,
das schon lange eurer harret. Meine Liebe und Sorge gilt euch unentwegt, und darum
werde Ich euch auch einst gewinnen für Mich, doch endlose Zeiten können noch vergehen für die Geschöpfe, deren Widerstand noch zu groß ist und die Meine Liebeäußerung nicht entgegennehmen wollen. Einmal jedoch werden sie ihren Widerstand aufgeben und sich erfassen lassen von Mir, überwunden von Meiner Liebe, die nie aufhöret, zu suchen, was ihr verlorenging, denn Meine Liebe überdauert ihren Widerstand,
Meine Liebe vermag den härtesten Widerstand zu brechen, ohne das Geschöpf zu
zwingen, Mir anzugehören ....
Meine Liebe geht dem Verlorenen nach und erwärmt es
so lange mit ihrer Kraft, bis es sich Mir widerstandslos hingibt und dann nimmermehr
von Mir geht, bis Ich es gänzlich gewonnen habe, bis es Mein Kind geworden ist, das es
auch bleibt bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 5245
empfangen am 28.10.1951
Unbeschränkte Gnadenzuwendung ....
Ich ziehe euch zu Mir aus lauter Gnade ....
Alle Mittel wende Ich an, um euch zu
gewinnen, und das darum, weil Ich euch liebe, weil Ich die Trennung von euch zu Mir
aufheben möchte, weil Ich euch selig machen will und darum zwischen uns keine Trennung bestehen darf. Doch wie oft stoße Ich auf Widerstand, wie oft wird Meine Liebe
verschmäht, wie oft wird Meine Hilfe abgewiesen, wie oft tritt die Welt zwischen euch
und Mich, und dann findet ihr schwerlich den Weg zu Mir, den Weg zurück ins Vaterhaus. Ich kann euch nicht mehr geben, als ihr von Mir annehmen, d.h. verwerten wollet. Und darum bestimmt ihr selbst das Maß von Gnade, das euch geboten wird. Und ihr
könntet ungemessen empfangen und eure Erdenlebensaufgabe leicht und erfolgreich
leisten .... ihr könntet schnell und mühelos den Weg zur Höhe zurücklegen und als
selige Wesen eingehen in das jenseitige Reich, so ihr nur Meine Gnaden nützen würdet,
so ihr euch Mir vertrauensvoll enthüllen und Mich um Hilfe angehen würdet. Denn Ich
bin stets bereit, euch anzunehmen und einen Bund mit euch zu schließen, weil Ich euch
zu Meinen Kindern machen will und darum eure ganze Hingabe an Mich ersehne, um
euch vollauf mit Meiner Vaterliebe beglücken zu können. Welche Fülle von Kraft könntet ihr ständig entgegennehmen aus Meiner Hand und welchen Gabenschatz heben,
welche Beweise Meiner Liebe erfahren, so ihr euch nur Mir innig anschließen und
Meine väterliche Fürsorge erbitten möchtet ....
Im Übermaß bedenke Ich die Meinen,
und ein jeder Mensch kann sich zu den Meinen zählen, der Mir nahe zu sein wünscht.
Doch ihr habt freien Willen und könnet darum nicht von Mir gezwungen werden zur
Annahme der Gnade, die Ich euch zuwenden möchte. Ihr müsset selbst danach verlangen und sie ausnützen wollen, dann werdet ihr überschüttet werden mit den Zeichen
Meiner Liebe und Gnade, und der Weg nach oben wird leicht erkannt werden und
beschritten von allen, die Mich lieben, die zum Vater gelangen wollen ....
Und Ich werde
Meine Kinder aufnehmen und sie nimmermehr von Mir lassen, denn Meine Liebe hält
sie und lässet sie nicht bis in alle Ewigkeit.
Amen
B.D. 5246
empfangen am 29.10.1951
Dringende Mahnung zur Weinbergsarbeit ....
Die Arbeit für das geistige Reich muß geleistet werden mit erhöhter Kraft, denn es
geht dem Ende zu. Immer und immer wieder rede Ich diese Worte zu euch, um euch
anzuspornen zu emsiger Tätigkeit, und doch wisset ihr alle nicht, wie nahe das Ende ist.
Denn die Ereignisse überstürzen sich, und so wird nur eine kurze Zeitspanne nötig
sein, wo sich alles abspielt, was Ich euch angekündigt habe. Euch Menschen bleibt nicht
mehr viel Zeit, dann wird sich die Erde auftun und alles verschlingen, was da lebt. Und
die Menschen, die Meines Wortes nicht geachtet haben, die Menschen, die ohne Glauben sind, die im Weltgenuß schwelgen und Meinem Gegner angehören, sie werden
nebst aller lebenden Kreatur ein Opfer der Naturgewalten werden ....
Bedenket euch, ihr
Meine Diener auf Erden, die Tragik dieser Seelen, die nun wieder endlos lange Zeit
gebannt sind in Neuschöpfungen der Erde, dann wird in euch der Arbeitseifer ansteigen, dann wisset ihr auch, wie nötig eure Mithilfe ist an der Errettung der Seelen, die
noch nicht gänzlich verdorben sind und daher noch wandlungsfähig in ihrer Gesinnung. Viel Arbeit müsset ihr noch leisten, und ihr dürfet nicht ermüden, denn es sind
alles Meine Geschöpfe, die Ich noch gewinnen möchte für Mich, die Ich noch umgestalten möchte zu Meinen Kindern unter Beachtung des freien Willens, ansonsten es Mir
wahrlich leicht wäre, sie zu wandeln nach Meinem Willen. Eure Arbeit wird daher von Tag zu Tag dringlicher, denn nur durch euch ist es möglich, einzuwirken auf eure Mitmenschen. Und mit Meinem Wort steht euch ein Mittel
zur Verfügung, mit dem ihr auch erfolgreich wirken könnet ....
Ihr, Meine Diener auf
Erden, ihr habt eine Mission zu erfüllen, die von größter Bedeutung ist. Ihr könnet
Zeugnis ablegen von Mir und Meinem Wirken an euch, und ihr könnet so der Anlaß
sein, daß sie nachdenken über das Gehörte und eine Verbindung mit Mir herzustellen
suchen. Es muß alles getan werden, was die Menschen in ihrem Denken wandeln kann,
und da Ich nicht offensichtlich auf die Menschen einwirken kann, müsset ihr diese
Arbeit für Mich tun und als Meine treuen Knechte in Meinem Weinberg tätig sein. Und
ihr sollet nicht säumen und eure Arbeit hinausschieben, denn es ist ein jeder Tag
bedeutsam, denn mit jedem Tag geht es näher dem Ende zu. Ob ihr es glaubet oder
nicht, ihr werdet überrascht sein, wie bald schon die letzten Anzeichen sich bemerkbar
machen. Lasset die Zeit keine verlorene sein, rechnet mit dem baldigen Ende, und nützet dann jegliche Gelegenheit, wo ihr Meinem Willen nachkommet, denn die Seelen der
Menschen sind in großer Not, und nur liebende Hilfe kann sie erretten vor dem Verderben, vor dem geistigen Tode und der dann nötig gewordenen Neubannung. Und Ich
will euch wahrlich Überredungskraft verleihen, Ich will eure Worte segnen und auch
die, denen ihr sie vermittelt, auf daß eure Arbeit von Erfolg sei, auf daß ihr den Seelen
Mein Evangelium zuführet und ihr sie damit gewinnet für Mich und Mein Reich ....
Amen
B.D. 5247
empfangen am 30.u.31.10.1951
„Ihr müsset von Gott belehret sein ....“
Lasset euch belehren von Mir, und nehmet Wissen entgegen, das euch dereinst beseligen wird, so ihr im geistigen Reich tätig sein wollet, das euch aber auch auf Erden
beglücken wird, weil ihr stets im Licht stehet, wo eure Mitmenschen noch im Dunkeln
wandeln. Durch Meine Belehrungen gewinnet ihr Kenntnis über Dinge, die durch den
Verstand allein nicht ergründet werden können, weil dafür stets die Beweise fehlen werden; so Ich aber euch darüber belehre, brauchet ihr keine Beweise, weil die direkte
Belehrung durch Mich schon Beweis genug ist für die Wahrheit dessen, was Ich euch
unterbreite. Ihr könnet höchstens zweifeln, daß Ich Selbst, euer Gott und Vater von
Ewigkeit, euer Lehrmeister bin, doch so ihr im Glauben an Mich und in der Liebe zu
Mir die Verbindung herstellen wollet mit Mir, werde Ich auch stets bei euch sein, weil
Ich wahrlich sonst kein liebevoller Gott und Vater wäre. Glaubet ihr an einen Gott der
Liebe, dann könnet ihr auch Dessen Liebe voll und ganz versichert sein und folglich
auch Seines Schutzes gegen alle unlauteren Kräfte. Dann aber wisset ihr auch, wie ihr
das Wissen von oben zu bewerten habt, und es wird euch nicht der geringste Zweifel
befallen ob der Wahrhaftigkeit dessen, was ihr von Mir direkt entgegennehmet. Ihr seid
in vollster Wahrheit unterrichtet ....
Ihr habt einen geistigen Reichtum, mit dem ihr
arbeiten könnet, und ihr sollet ihn nicht brachliegen lassen, solange ihr noch auf Erden
weilet .... (31.10.1951) Ihr seid von Mir berufen für eure geistige Mission, denn nur die
Menschen kann Ich dafür erwählen, die sich von Mir belehren lassen, also müsset ihr
auch mit dem von Mir empfangenen Geistesgut tätig sein, denn euer Wissen ist weit
umfassender, als Menschen euch je vermitteln können. Und darum nehmet ihr als
Belehrende unter Meinen Dienern, die Mein Evangelium verkünden auf dieser Erde,
wahrlich eine erste Stelle ein, weil ihr die Sicherheit habt, in der Wahrheit zu stehen, die
das von Menschen empfangene Geistesgut nicht bietet. Ihr seid das Salz der Erde .... ein
Körnchen nur der reinen Wahrheit hat größere Wirkung als ein Übermaß von Wissen,
das nicht mehr rein ist und daher auch an Kraft verloren hat. Und darum seid ihr Mir
überaus nötige Verkünder des Evangeliums, die Ich wahrlich nicht Selbst belehren
würde, wenn nicht das Zuführen der Wahrheit für die Menschen so dringend nötig
wäre. Ich weiß es, woran es ihnen fehlt, Ich weiß,an welchen Lehren sie Anstoß nehmen,
weil sie ihnen verbildet dargeboten werden; Ich weiß, wo ihr Glaube einer Stärkung
bedarf, und will ihnen helfen zum rechten und lebendigen Glauben. Und darum gebe
Ich ihnen reine Wahrheit, und diese durch den Mund Meiner Knechte auf Erden, die Ich
Selbst belehren kann. Könnet ihr wohl sicherer in der Wahrheit unterrichtet werden, als
so Ich Selbst, als die ewige Wahrheit, sie euch vermittle? Und könnet ihr wohl einen besseren Lehrmeister finden als euren Gott und Vater von Ewigkeit, Der wahrhaft und
unveränderlich ist? So Ich euch Mein Wort gebe, könnet ihr alle Zweifel fallenlassen,
denn Ich führe die Menschen nicht in die Irre. Ich gebe auch nicht halbe Wahrheit oder
die Wahrheit in unverständlicher Form ....
Ich gebe, wie es für euch faßbar ist und
gleichzeitig auch die Erkenntniskraft dem, der von Mir belehrt wird, auf daß er das
empfangene Wissen ebensoverständlich weiterleiten kann zum Segen der Mitmenschen, denen geholfen werden soll in geistiger Not ....
Und so wird, wem Ich ein Amt
gebe, dieser auch sein Amt verwalten können, weil Ich Selbst dafür Sorge trage, daß
Meine Knechte auf Erden zu der Arbeit fähig sind, die Ich ihnen auftrage, und weil Ich
Selbst Mir auserwähle, die dazu tauglich sind ....
Amen
B.D. 5248
empfangen am 1.11.1951
Gnade der inneren Erleuchtung ....
Die Gnade der inneren Erleuchtung wird allen denen zuteil werden, die sich innig
mit Mir verbinden und Mich um reine Wahrheit angehen. Dazu gehört als erstes der
Wille und das Verlangen des Menschen nach der Wahrheit, den aber nur sehr wenige
aufbringen. Wäre dieser Wille und das Verlangen nach Wahrheit unter den Menschen
mehr vorhanden, dann würde es wahrlich anders stehen mit der geistigen Entwicklung,
weil die rechte Erkenntnis weit verbreitet wäre durch die Übereinstimmung des Gedankengutes aller, die erleuchteten Geistes sind. Die Erkenntnis der Wahrheit würde auch
zu starkem Glauben führen und ein Liebeswirken wäre schon dann zu verzeichnen,
wenn die Bindung mit Mir hergestellt wird, ansonsten das Verlangen nach der Wahrheit
nicht wach geworden wäre, denn ein Mensch ohne Liebe hat an der Wahrheit kein
Interesse. So gehet eines aus dem anderen hervor ....
Ich Selbst muß erstmalig anerkannt werden, also der Glaube an Mich muß vorhanden sein. Damit ist auch der Glaube
verbunden, daß Ich als vollkommenstes und mächtigstes Wesen um alles weiß und alles
kann, also auch das Wissen einem Menschen übertragen kann; und darum geht er Mich
in diesem Glauben darum an, seinen Geist zu erhellen. Zuerst zwar meint er seinen Verstand, daß Ich ihm Klarheit geben soll, und gewissermaßen erleuchte Ich wohl auch
sein Denken, doch ist es immer der Geist aus Mir, der auch seinen Verstand beeinflußt,
weil der Verstand ohne Meinen Geist nicht vermitteln kann, was er nicht selbst besitzt.
Erbittet sich aber ein Mensch etwas von seinem Freund, so wird er aber auch dessen
Willen sich fügen, um ihn sich geneigt zu machen oder auch, um ihm seine Liebe und
Dankbarkeit zu bekunden ....
Also wird auch der Mensch sich bemühen, Mir zu gefallen, und dies durch seinen Lebenswandel beweisen, er wird selbst Liebe geben, weil er
für Mich Liebe empfindet, die ihn auch zu seiner Bitte um Erhellung des Geistes veranlaßt. Es ist nicht eines ohne das andere zu denken, denn auch hierin waltet ein Gesetz,
das nicht umgestoßen werden darf. Dennoch hat der Mensch noch eine zweite Möglichkeit .... er kann das rechte Wissen auch von außen entgegennehmen, durch Meine
Boten oder durch Schriften ....
Es bleibt zwar noch so lange für ihn ein totes Wissen, das
nur vom Verstand aufgenommen wird, bis er selbst ebenjene Bedingungen erfüllt:
Glaube an Mich, Liebe und Wahrheitsverlangen ....
Er kann aber durch jenes tote Wissen gedanklich angeregt werden und sich erkenntnismäßig bemühen, liebetätig zu
sein .... er kann, wenn auch nur versuchsweise, glauben wollen und danach streben, das
Rechte zu tun .... und es wird das Wissen in ihm Leben gewinnen, es wird ihn beglükken, Mein Geist beginnt in ihm zu wirken, und er findet zu Mir, getrieben vom Herzen,
nicht vom Verstande. Er hat die Gelegenheit ausgenützt und ist zur rechten Weisheit
eben auch wieder erst gekommen durch den Glauben an Mich, durch Liebeswirken und
Wahrheitsverlangen, da er sich sonst nicht hätte von solchen Problemen fesseln lassen,
die sich nun recht gelöst haben. Ich lasse Mich finden von einem jeden, der Mich ernstlich suchet ....
Darum ist nur der Wille nötig, der sich Mir zuwenden muß, dem Wesen,
Das jeder Mensch wohl ahnt, Das aber nicht alle anerkennen wollen ....
Doch so lange
er sich bewußt von Mir abwendet, solange kann Ich auch nicht auf ihn einwirken, um
ihn zwangsmaßig zu wandeln. Er muß von selbst zu Mir kommen ....
Dann empfängt
er alles, was er begehrt, denn Ich handle wahrlich wie ein Vater an Meinen Geschöpfen,
die Ich zu Meinen Kindern umgestalten will, und Ich werde keinem etwas versagen, was
ihm dazu verhelfen könnte, denn Ich liebe sie und will auch Meine Liebe erwidert
sehen ....
Amen
B.D. 5249
empfangen am 4.11.1951
Rechter Gottesdienst ....
Der Gottesdienst allein ist Mir wohlgefällig, der sich in wahrer Hingabe an Mich
äußert, die in der Liebe zu Mir ihren Anlaß hat. Ich sehe im Herzen Meiner Kinder den
Tempel, den sie Mir heiligen sollen und dies nur können durch ein Mir wohlgefälliges
Leben, ein Leben in Liebe ....
Ziehen sie sich nun in die Stille zurück, daß sie mit Mir
Zwiesprache führen wollen, daß sie nun ihren Tempel öffnen und Mir Eingang gewähren, dann kann Ich sie auch belehren und ihnen Meinen Geist zugesellen, der sie lenket
auf allen ihren Wegen. Und so sie sich nun von ihm führen lassen und alles tun, was er
ihnen rät, dann werden sie auch uneigennützig liebetätig sein, und dann halten sie
einen rechten Gottesdienst, sie führen ein Leben der Tat und nicht nur der Form ....
Sie
hören Mich ständig und nicht nur an bestimmten Orten und zu bestimmter Zeit; sie
dienen Mir mit ihrem ganzen Herzen, denn sie fühlen sich gedrängt dazu von innen, sie
werden angetrieben von Meinem Geist, sie hören Mein Wort und werden Täter Meines
Wortes ....
Gott dienen heißt als treuer Knecht Meinen Willen zu erfüllen ....
Und Mein
Wille ist und bleibt immer das Wirken in Liebe, ein Dienen in wahrer Demut und Nächstenliebe; Gott dienen heißt, für Ihn tätig sein .... etwas tun an Meiner Statt, den Mitmenschen helfen, in Meinem Auftrag lehren, geistig und irdisch Trost und Hilfe spenden, wo solche benötigt wird. Mir dienen ist eine freie Willensangelegenheit, die niemals gefordert werden kann, woraus ihr schon ersehet, daß ein Pflichtgottesdienst nimmermehr Mein Wille sein kann und von Mir auch nicht gewertet wird wie ein freiwillig
Mir geschenktes Opfer von Zeit und Kraft .... wie die Bereitwilligkeit, für Mich tätig zu
sein, um Seelen für Mein Reich zu gewinnen, die als außerhalb stehend in geistiger Not
sind ....
Wer Mir diese Liebe tut, der dienet Mir in Wahrheit, und seinen Dienst will Ich
auch segnen. Wer aber Mir nur seine Anwesenheit beweisen will, wer nur der Form
Genüge tut oder einem von Menschen erlassenen Gebot, der wird wahrlich wenig
Segen daraus schöpfen, denn er ist gleich einem faulen Knecht, der sich nur fleißig zeiget, so der Herr nahe ist, um dann wieder in Untätigkeit zu versinken, weil sein Dienstwille nicht ernst ist. Wer Mir dienen will, der muß Meine Weisung entgegennehmen
und ihr dann stets nachzukommen trachten ....
Er muß Mich lieben von ganzem Herzen und aus dieser Liebe heraus für Mich tätig sein wollen ....
Dann segne Ich seinen
Dienst für Mich und Mein Reich, und er wird nicht ohne Erfolg bleiben ....
Amen
B.D. 5250
empfangen am 5.11.1951
Gesegnete Weinbergsarbeit ....
Nachfolge ....
Eine gewaltige Arbeit muß noch geleistet werden, und darum erwecke Ich Mir allerorten Knechte und Mägde, die diese Weinbergsarbeit leisten sollen und auch können,
weil sie den Willen haben, Mir zu dienen. Ich trage der Fähigkeit eines jeden einzelnen
Rechnung, und entsprechend sind ihre Aufgaben, entsprechend ist auch die Art des
Wirkens, das aber immer darin besteht, die Mitmenschen zur Liebe und zum Glauben
an Mich zu bewegen. Sowie ein Mensch selbst in lebendiger Verbindung steht mit Mir,
kann er auch einwirken auf seinen Mitmenschen und ihn zum gleichen Verhältnis zu
Mir veranlassen, und das ist es, was ganz besonders nötig ist, daß die Menschen glauben
lernen an einen Gott, Der ihr Vater sein will und daher ihnen ganz nahe ist, also nicht in
der Form gesucht werden soll. Es soll der tote Formglaube abgelegt und ein lebendiger
Glaube statt dessen gewonnen werden, und dazu können viele Meiner Knechte und
Mägde beitragen, indem sie ihre eigene Verbindung mit Mir immer wieder herausstellen und Mich als einen liebevollen, für Seine Erdenkinder besorgten Vater bekannt
machen. Sie sollen ihnen aber auch den rechten Weg zeigen, der zu einem solchen
lebendigen Glauben führt, sie sollen stets die Liebe predigen und also die Mitmenschen
hinweisen, daß der Gott der Liebe auch nur durch Liebe gewonnen werden kann und
die Liebe allein den Glauben zum Leben erweckt ....
Sie sollen selbst ein Vorbild sein,
hilfreich in jeder geistigen und irdischen Not, gerecht im Denken und Handeln und
niemals Anlaß geben zur Ablehnung durch einen Lebenswandel, der Mir nicht wohlgefällig ist. Die Arbeit für Mich und Mein Reich kann nur geleistet werden von denen,
die sich selbst bemühen, Mir nachzufolgen, ein Leben in Liebe zu führen, wie Ich es
ihnen auf Erden vorgelebt habe. Und nur solche Menschen können Erfolg haben bei
den Mitmenschen, denn nur Reden nützen nicht viel, doch das Ausleben dessen, was
sie predigen, wird zur Nachfolge anregen. Und darum sollet ihr alle, die ihr Mir dienen
wollet, euch eines rechten Liebelebens befleißigen, und der Einfluß auf eure Umgebung
wird unverkennbar sein, ihr werdet dann still und doch erfolgreich eine Weinbergsarbeit leisten, die Ich segne durch Meine Gegenwart ....
Ihr werdet euch dann erfolgreich
beteiligen an der Rückgewinnung irrender Seelen in der letzten Zeit vor dem Ende ....
Amen
B.D. 5251
empfangen am 6.11.1951
Wortempfänger als erster geeignet zu lehren ....
Die Gabe, die Ich euch Menschen verliehen habe, Mein Wort empfangen zu können
durch Meinen Geist, ist stets das Produkt eures eigenen Liebewillens, also jedem von
euch eigen, so er diesen Liebewillen zur Ausführung bringt. Ein jeder von euch kann
mit Mir Selbst in Verbindung treten, sowie er nur die Liebe übet, da Ich bei jedem Werk
der Liebe gegenwärtig bin und Ich wahrlich nicht Meine Gegenwart abhängig mache
von der Wesensart des Menschen, denn nur allein die Liebe bestimmt das Verhältnis
des Menschen zu Mir. Und darum kann der Mann wie die Frau sich gestalten durch die
Liebe zu Meinem Kind. Und ebenso kann Mein Geist in einem jeden Menschen wirken,
so die Liebe es möglich macht, daß er Mich in sich vernehmen kann. Ihr habt also
gewissermaßen eine Fähigkeit, die ihr selbst erst entwickeln müsset, die Ich aber keinem vorenthalten habe. Darum habt ihr Menschen auch alle die gleiche Aufgabe, euch
auf Erden zu Meinen Kindern zu bilden, und je nach eurem Liebewillen und Ausbilden
eurer Fähigkeit seid ihr auserwählt zu erlösender Tätigkeit auf Erden. Denn ihr empfanget, so ihr euch ausbildet zum Aufnahmegefäß Meines Geistes, und jeder Empfangende soll auch wieder austeilen denen, die bedürftig sind des Brotes aus dem Himmel.
Da aber nur der seine Mitmenschen bedenken kann, der selbst geistiges Gut besitzet,
und der Besitz wieder davon abhängig ist, daß Mein Geist wirken kann im Menschen,
so ist es verständlich, daß nicht viele dazu befähigt sind, rechte Weinbergsarbeit für
Mich und Mein Reich zu leisten; es ist verständlich, daß die Verkünder Meines Wortes
nicht immer von Mir Selbst belehrt worden sind und darum Mein Wort auch nicht mit
der Überzeugungskraft vertreten können, wie es der kann, der es von Mir Selbst entgegengenommen hat. Die Überzeugungskraft aber sichert auch den Erfolg, weshalb ein
Wortempfänger, ein Mensch, der durch Geistwirken ein umfangreiches Wissen gewonnen hat, als erster geeignet ist zu lehren, seinen Mitmenschen das Evangelium zu verkünden, denn er hat das Wissen nicht nur mechanisch aufgenommen, sondern gleichzeitig die Erkenntniskraft mit der Wahrheit entgegengenommen, was nicht der Fall zu
sein braucht bei einem verstandesmäßig errungenen Wissen, das erst zum Erkennen
wird, wenn sein Geist den Menschen belehrt. Mein Geist wehet, wo er will ....
Er gibt
sich kund ohne Ansehen der Person, des Standes oder des Geschlechtes .... er verlangt
nur ein liebewilliges Herz, das sich ihm öffnet, um den Gnadenstrom einfließen zu lassen. Dann aber treibt er auch den Menschen zum Reden an, und es ist offensichtlich,
daß es dann nicht der Mensch selbst ist, der redet, sondern daß sich der Geist in ihm
äußert ....
Folglich also ist er auch zur Ausbreitung des Evangeliums auserwählt, und er
soll stets dem inneren Drängen nachgeben und reden ohne Hemmungen, wo immer
sich Gelegenheit bietet. In der letzten Zeit nun ist die geistige Not so groß, daß Ich
wahrlich nicht genug Arbeiter für Meinen Weinberg habe und darum immer wieder
werbe und rufe zum Dienst für die notleidende Menschheit. Und Ich will einen jeden
segnen, der Meinem Ruf folgt, Ich will einen jeden hinstellen an den Platz, wo sein Wirken erfolgreich ist ....
Ich will ihn Selbst belehren und ihm die Worte in den Mund legen,
so nur ein Mensch ihm entgegenkommt, der ihn zu hören begehrt. Dann begeh