Buch 71           NR.   6590 – 6672

empfangen von  Bertha Dudde  in der Zeit  vom  8.7.1956 – 17.10.1956

Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.),  Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<.

B.D. 6590                empfangen am  8.7.1956

Weltgeschehen ....

Naturkatastrophe ....

Glaubenskampf ....

Ertraget alles mit Geduld, und lasset euch nicht wankend machen im Glauben ....

Diesen Ruf muß Ich noch sehr oft an euch ergehen lassen, denn um eures Glaubens willen werdet ihr leiden müssen, was ihr jetzt noch nicht verstehen könnet. Denn noch befindet ihr euch in einer gewissen Freiheit des Denkens, noch nehmen die Mitmenschen wenig Notiz von dem geistigen Leben derer, die Mir treu sein wollen. Noch seid ihr auch nicht von irdischen Machthabern gehindert in eurer geistigen Tätigkeit ....

Aber es kommt die Zeit, da ihr nicht mehr frei werdet sein in Glaubensdingen, es kommt die Zeit, wo gerade die Menschen angefeindet werden von seiten der Mitmenschen und auch der irdischen Gewalt, die im rechten Denken stehen, die es ernst nehmen mit ihrem seelischen Ausreifen, die wahrheitsgemäß reden und ihren Mitmenschen zum Seelenheil verhelfen wollen ....

Und gerade diese werden bedrängt werden, in ungewöhnlicher Weise, während die Vertreter von Irrlehren immer noch geduldet und eher gefördert werden als gehindert in ihrem Wirken. Und dann werdet auch ihr euch oft fragen, warum Ich das zulasse, es werden leise Zweifel in euch auftauchen, und ihr werdet schwach werden, weil ihr leiden müsset ....

Und darum rufe Ich euch immer wieder zu: Ertraget alles und bleibet stark im Glauben, denn ihr werdet die Krone des Sieges davontragen ....

Gerade diese Worte sind euch noch wenig glaubhaft, denn noch sind keinerlei Anzeichen für diese harte Zeit gegeben. Doch plötzlich wird ein Umschwung kommen, weil ein Weltgeschehen, das die Menschen stark erschüttern wird, eine offene Auflehnung hervorrufen wird gegen Den, Der als Gott und Schöpfer etwas geschehen lässet, was sich zum Schaden an den Menschen auswirkt ....

Und darum wird diesem Gott und Schöpfer jegliche Anerkennung versagt, es wird jeglicher Glaube an Ihn als haltlos verworfen, und es werden angefeindet, die entgegen dieser Meinung den Glauben an Mich verfechten, die sich zu Mir bekennen und auch die Mitmenschen eines Besseren belehren möchten. Immer wieder habe Ich euch angekündigt, daß Ich durch die Naturgewalten Mich äußern werde, um noch aufzurütteln die Schlafenden und Trägen ....

Und einige wenige werden auch erwachen, aber sehr viele dagegen noch ihren schwachen Glauben verlieren angesichts der großen Zerstörungen und der vielen Menschenopfer, die dieses Geschehen kosten wird. Und dann werden die verschiedensten Meinungen laut werden, und haßerfüllt streiten viele einen Gott und Schöpfer ab und feinden jeden an, der nicht ihre Meinung teilt. Und dann ist Mein Gegner mit aller List am Werk, diesen Haß zu schüren, und es gelingt ihm auch, denn der irdische Verlust, den die Menschen durch dieses Naturgeschehen erleiden, erbittert sie und treibt sie an zu ungerechten Anforderungen und Ausbeutung des Mitmenschen, der sich nicht wehren kann ....

Die Lieblosigkeit der Menschen nimmt zu, und was sie unternehmen, verrät deutlich den Gegner, den Antichristen, dem sie hörig sind. Und es werden Bestimmungen und Verfügungen erlassen, die gerade die Meinen empfindlich treffen werden, die um ihres Glaubens willen leiden müssen und die Härte ihres Schicksals kaum zu begreifen vermögen. Und dann werde Ich die Tage verkürzen um der Meinen willen .... auf daß sie nicht verzagen, auf daß sie nicht abfallen .... auf daß sie selig werden ....

Haltet euch nur an Mein Wort, daß euch Rettung werden wird aus größter Not, und harret der Erfüllung dieses Wortes, denn Ich Selbst werde kommen und euch befreien, Ich Selbst werde auch zuvor schon ungewöhnlich in Erscheinung treten, um euch zu stärken, so ihr in Gefahr seid, schwach zu werden ....

Ihr brauchet euch nicht zu fürchten, solange ihr Mir vertrauet, solange ihr euch Mir verbindet im Gebet, denn so lange auch geht euch immer wieder Kraft zu zum Widerstand ....

Und denket immer nur, daß die Feinde wohl euren Leib töten können, nicht aber eure Seele .... denket daran, daß es ein ewiges Leben gibt und daß das Leben auf dieser Erde für jeden Menschen bald zu Ende ist ....

Dann wird auch eure Furcht schwinden, dann wird eine Glaubensstärke euch erfüllen, und ihr werdet standhalten und immer nur zeugen für Mich und Meinen Namen ....

Präget euch diese Meine Worte fest ein in euer Gedächtnis, dann werden sie euch Trost und Stärkung sein in kommender Zeit ....

Sichert euch zuvor schon Kraft, sammelt sie euch an, denn noch vergeht eine Zeit, bis Ich Selbst Mich äußern werde durch das Naturgeschehen ....

Und so ihr diese Zeit noch gut nützet, um euren Glauben zu festigen, wird euch auch der dann folgende Glaubenskampf nicht schrecken, er wird euch gewappnet finden, und die irdische Not wird euch nur wenig berühren, weil ihr dann mit Sicherheit auf Mein Kommen wartet, weil euer Glaube dann so stark geworden ist, daß weder Drohungen noch Maßnahmen gegen euch ihn erschüttern können ....

Dann werdet ihr gute Streiter sein für Mich und Meinen Namen, und alle Mächte der Hölle werden euch nicht überwinden können, denn Ich Selbst kämpfe mit euch, und Ich führe euch wahrlich zum Sieg ....

Amen


B.D. 6591                empfangen am  9.7.1956

Das Wissen um den Vorentwicklungsgang ....

Das Wissen um den Gang eurer Seele vor der Verkörperung als Mensch ist in der letzten Zeit vor dem Ende zweckdienlich für alle Menschen, die gleichgültig durch das Erdenleben gehen und sich ihrer Verantwortung der Seele gegenüber nicht bewußt sind. Zwar werden solche Menschen dieses Wissen auch nicht annehmen wollen, dennoch kann es ihnen einen neuen Gesichtspunkt eröffnen, von dem aus sie nun ihr Dasein betrachten ....

Es kann ihnen Erklärung sein für vieles ihnen bisher Ungeklärtes, es kann sie anregen zum Nachdenken und auch unruhig machen, wenn sie ihres späteren Lebens gedenken, das sie dann auch nicht mehr anzweifeln können, wenn jenes Wissen der Wahrheit entspricht. Ein denkender Mensch wird es nicht ohne weiteres abweisen können, aber nur wenige werden bereit sein, es anzunehmen; doch es könnte vor dem Ende noch viele Menschen zur Besinnung bringen und zu einer anderen Einstellung Gott gegenüber veranlassen ....

Und es gehört die Übermittlung dieses Wissens auch zu den Mitteln, die Gott noch anwendet in Seiner Liebe, daß Er die Menschen Einblick nehmen lässet in Seinen Plan von Ewigkeit, weil mit der Beendigung dieser Erlösungsepoche auch die Pforten zum jenseitigen Reich geschlossen werden und es nur noch die zwei Möglichkeiten eines Weiterbestehens gibt .... als Mensch auf der neuen Erde oder als aufgelöstes Geistiges wieder neugebannt in der Schöpfung. während zuvor dieses Wissen darum nicht erforderlich war, weil die unausgereiften Seelen noch im jenseitigen Reich ausreifen konnten und also Zeit genug hatten für ihre Entwicklung, die aber den Menschen der letzten Zeit mangelt und denen darum Gott noch in jeder anderen Weise verhelfen will, einen bestimmten Reifegrad zu erreichen, der die Bannung in der harten Materie ausschließt. Wohl ist immer schon den Geistig-Strebenden der Einblick gewährt worden in Gottes Heilsplan, doch zumeist für ihre eigene Entwicklung oder zur Belehrung besonders wissensdurstiger Menschen, denen Gott ihre Bitten um Aufklärung darüber erfüllte ....

In der letzten Zeit aber soll dieses Wissen verbreitet werden unter den Menschen als Mahnung und Warnung, denn obgleich den Menschen das Rückerinnerungsvermögen genommen ist, wird der Glaube an den endlos langen Weg der Seele zuvor doch eine gewisse Verantwortung wachrufen, und auch dem Ungläubigen können Bedenken kommen ob seines Lebenswandels, und diese können ihm wie stille Mahner immer wieder auftauchen, so daß er sich gedanklich doch damit befaßt. Und mitunter werden auch solche Erklärungen für den Menschen Lücken ausfüllen, sie werden eher Annahmebereitschaft finden, weil dann auch Sinn und Zweck der Schöpfung erkenntlich wird .... doch immer nur für die Menschen, die nachdenklich sind und glauben wollen, aber logische Begründungen verlangen, um glauben zu können. Jenen Menschen wirft Gott einen Rettungsanker hin, der sie auf festen Grund zu ziehen vermag ....

Und Er wird sie auch die Wege finden lassen, auf denen sie zum Wissen gelangen, Er wird das Wissen über den Heilsplan und den endlos langen Entwicklungsgang der Seele auch dorthin leiten, wo es benötigt wird, wenngleich auch nicht alle Menschen davon Kenntnis zu haben brauchen ....

Doch Gott kennt die Gedanken und Bedenken jedes einzelnen, und Er will ihnen Antwort geben oder Bedenken zerstreuen ....

Aber nichts wird sinn- und zwecklos sein, was Er unternimmt, und was Er an Wissen zur Erde leitet, hat Er auch in Seiner Weisheit als zweckvoll erkannt ....

Amen


B.D. 6592                empfangen am  10.u.11.7.1956

Erklärung für das ungewöhnliche Gnadengeschenk ....

Eine unverdiente Gnade ist es, wenn Ich die Menschen direkt anspreche, denn selten nur erwirbt sich ein Mensch noch auf Erden den Reifegrad, der ihn Mir schon so nahebringt, daß eine direkte Liebeanstrahlung Meinerseits die Folge ist. Ich aber rede in der letzten Zeit vor dem Ende alle Menschen an in einer Weise, daß sie Mich Selbst zu hören vermögen, auch wenn dies nicht unmittelbar geschieht. Und dazu benötige Ich eine Form, die das direkte Wirken an sich zuläßt .... also den Willen hat, sich Mir hinzugeben ....

Und diese Willigkeit nütze Ich ungewöhnlich, weil es dringend ist, daß den Menschen eine Hilfeleistung erwiesen wird. Ich kann zwar auch nur eine solche Form zu Meinem Werkzeug machen, die auch schon eine gewisse Seelenreife erlangt hat, aber diese Reife würde nicht genügen zu einer solchen Anstrahlung, die Anteil ist eines rechten Gotteskindes .... eines Menschen, der völlig vergeistigt das Erdenleben verläßt, um von Mir als Mein Kind aufgenommen zu werden, das nun in alle Rechte eines Kindes eingesetzt wird und also auch unmittelbar mit Mir verkehren kann, wie ein Kind mit seinem Vater verkehrt ....

Verstehet es, ein solcher Reifegrad erst ist Voraussetzung, daß Meine Liebekraftausstrahlung unmittelbar auf ein Wesen überströmt, um nun weitergeleitet zu werden über zahllose Lichtempfänger dorthin, wo Licht begehrt wird. Darum nenne Ich es eine unverdiente Gnade, wenn Ich auch bei einem nicht so hohen Reife-Grade eine menschliche Form nütze, um diese Liebekraftausstrahlung direkt den Menschen zuzuleiten, weil in Anbetracht des nahen Endes der Gnadenzustrom erhöht werden muß, um den Menschen zu Hilfe zu kommen .... weil eine ungewöhnliche Kraft-Zufuhr das noch erreichen kann, was sonst unmöglich wäre ....

Darum lasse Ich Mir schon genügen an dem ernsten Willen eines Menschen, Mir zu dienen .... sofern er die Bedingung erfüllt hat, die ein Wirken Meines Geistes in ihm zuläßt. Denn Meine Verheißung lautet: „Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit, der wird euch einführen in die Wahrheit und euch erinnern alles dessen, was Ich euch gesagt habe ....“ Mein Geist also wirket in jedem Menschen, der sich selbst zu einem Aufnahmegefäß Meines Geistes gestaltet hat durch die Liebe ....

Er leitet ihn zur rechten Erkenntnis, Er erleuchtet sein Denken, Er gibt ihm von innen heraus Aufklärung, und also wird der Mensch nun in der Wahrheit stehen, es wird Licht in ihm sein, und er wird auch seine Erkenntnis den Mitmenschen übermitteln können ....

Er wird von Meinem Geist erfüllt sein und berechtigt sprechen können von Meiner Gegenwart in ihm. Und für dieses Wirken Meines Geistes im Menschen ist ein bestimmter Liebegrad Voraussetzung, den ihr Menschen alle auf Erden erreichen könnet bei gutem Willen. Doch dieser Liebegrad kann sich ständig steigern, und er kann zu einer so innigen Verbindung führen mit Mir, daß Ich mit Meiner ganzen Liebeglut Mein Kind erfassen kann, daß es in unbeschreiblicher Seligkeit nun Meine Stimme vernimmt und nun selbst von einer Liebekraft erfüllt ist, die es drängt, sie weiterzuleiten ....

Doch ein solcher Liebegrad wird nur selten auf der Erde erreicht ....

Meine direkte Ansprache aber ist von ungeheurer Wirkung .... eine Wirkung, die auf Erden auch ein Mensch nicht ertragen könnte, weshalb Ich nur in ganz geringer Kraft Mich der Menschen annehmen kann, wenn Ich ihnen helfen will, aber doch wieder für diese Menschen von ungewöhnlicher Wirkung, solange sie noch in einem niederen Reifegrad stehen ....

Ich rede sie also an wohl auch direkt, wenn Ich Mich eines Menschen bediene, um zu ihnen zu sprechen ....

Aber die zum Glauben zwingende Kraft wird abgeschwächt insofern, als daß Meine Anrede immer wirken wird als Sprache des Menschen, durch den Ich Mich äußere ....

Ob Ich nun direkt durch jenen sie anspreche oder ob sie die Worte vernehmen, die jener von Mir Selbst empfangen hat .... die Menschen werden immer berührt werden wie von einem ihnen „vermittelten“ Geistesgut, sie werden immer zuerst den Menschen sprechen hören, der als Vermittler tätig ist, und je nach ihrem Liebegrad Mich Selbst und Meine Liebe empfinden .... so daß wohl etwas unerhört Bedeutsames also den Menschen zugeleitet wird, das eine rechte Hilfe sein kann, jedoch niemals in seiner ganzen Kraftwirkung sie berühren wird, weil solches die Menschen nicht ertragen würden ....

Und ebenso ist auch der Mittler .... die Form, durch die Ich Selbst Mich äußern kann .... entsprechend seines Liebegrades davon berührt, denn auch er hört Mich erst dann tönend, wenn er einen erhöhten Reifegrad aufweisen kann, so daß er einen ganz klaren Beweis Meiner Gegenwart empfängt ....

Zumeist aber wird er Meine Ansprache auch nur gedanklich vernehmen, daß also Mein Geist in ihm wirksam ist. Er wird Mir dann wohl als Mittler dienen, Ich kann Mich Selbst allen Menschen durch ihn kundgeben, er selbst aber steht ebenso wenig unter der gewaltigen Wirkung Meines Liebekraftstromes wie die Menschen, die Ich durch ihn anrede .... weil auch er in völliger Willensfreiheit seinen Erdenweg zurücklegen muß .... was jede ungewöhnliche Ansprache Meinerseits aber hindern würde. Dennoch kann Ich auch unter jenen Menschen, die Mir als Werkzeug dienen wollen, nur die erwählen, die besondere Voraussetzungen aufweisen können ....

Denn es ist ein gar gewaltiges Gnadengeschenk, das Ich noch vor dem Ende den Menschen anbiete, und es gehört ein starker Glaube und ein starker Wille dazu, als Mittler für dieses Gnadengeschenk sich zur Verfügung zu stellen, die auch nur ein Liebeleben zu jener Stärke kommen ließ .... (11.7.1956) Die Liebe und der Glaube sind unerläßlich für eine Mission, die einen Dienst für Mich sowie einen Dienst an den Mitmenschen darstellt, Mittler zu sein zwischen Mir und den Menschen. Es muß der Mensch überzeugt glauben, daß Ich Selbst Mich äußern kann und es auch will, um den Menschen zu helfen .... und es muß dieser überzeugte Glaube durch ein Liebeleben gewonnen worden sein. Dann erst kann Ich Mir diesen Menschen als Werkzeug herrichten und nun Meinen Gnadenstrom allen Menschen zufließen lassen .... der die Seele dessen wohl in einen Seligkeitszustand versetzt, dieser aber von dem Menschen selbst nicht ungewöhnlich empfunden wird. Würden aber auch die Sinne des Menschen berührt werden von Meiner Liebekraft, dann wäre der Mensch nicht mehr in jener Ruhe, daß er die Äußerung Meines Geistes aus Mir anhören oder niederschreiben könnte, dann würde nur er selbst von Meiner Liebeanstrahlung betroffen, aber ein Weiterleiten an die Mitmenschen unmöglich sein ....

Doch Ich will durch ihn zu allen Menschen reden, und das erfordert ein Werkzeug, das sich ganz Meinem Willen beugt, das Mir nur Werkzeug sein will zum Zwecke einer Mission ....

Und darum wird es den Lohn auch erst im geistigen Reich in Empfang nehmen können, während des Erdenlebens aber keine sonderlichen Vergünstigungen verzeichnen können als jene, die Ich allen Meinen Weinberg-sarbeitern verheißen habe: daß Ich für sie sorge geistig und leiblich, daß sie unter Meinem Schutz stehen und ständig gelenkt und geleitet werden von Meiner Fürsorge. Es soll nicht ein ungewöhnliches Seligkeitsgefühl sie zur Hingabe an Mich veranlassen, das gleich wäre einem Willenszwang, sondern im freien Willen sollen sie bereit sein zum Dienst für Mich und für die Mitmenschen und nur bedingungslos glauben, daß sie Mir einen Dienst leisten können durch diese Hingabe ....

Und einen solchen Glauben und Willen segne Ich, und Mein Segen wird der Seele zur Reife verhelfen. Und also kann eine unverdiente Gnade, ein Gnadenstrom von unvorstellbarer Wirkung, den Menschen in der Endzeit zugeleitet werden, der ihnen bei rechter Nützung verhelfen kann zur Höhe, ohne aber auf die Menschen einen geistigen Zwang auszuüben. Es kann Meine direkte Ansprache gehört werden in einer Weise, die darum ertragbar ist für die Menschen, weil die Anstrahlung Meines Liebelichtes in einer Verhüllung stattfindet, die ebenjene menschliche Form ermöglicht .... weshalb also den Menschen ein Maß von Kraft zufließt, das für ihre Seelenreife zuträglich ist, aber jederzeit erhöht werden kann, je nach Nützung Meiner Gnadengabe .... durch die Ich den Menschen noch Rettung bringen will in der letzten Zeit vor dem Ende ....

Amen


B.D. 6593                empfangen am  12.7.1956

Neugeburt gleich Auferstehung ....

Der Tag der Neugeburt ist auch gleichzeitig der Tag der Auferstehung für euch ....

Sowie sich eure Seele besinnet auf ihren Erdenlebenszweck, sowie sie im freien Willen Fühlung nimmt mit Mir, mit dem geistigen Reich, sowie sie beginnet, Mich und Mein Reich anzustreben, tritt sie heraus aus ihrem Grabe der Finsternis, sie erwacht zu neuem Leben ....

Denn die Neugeburt der Seele ist ebender Wechsel aus dem Bereich Meines Gegners in Mein Bereich. Die Seele weilet noch auf der Erde, aber sie wurde in die Finsternis hineingeboren bei Beginn ihrer Verkörperung als Mensch und hat sich im freien Willen zum Licht durchgerungen, sie ist also ihrem Grabe entstiegen, sowie sie sich mit Hilfe Jesu Christi befreien konnte aus ihrer Hülle, sowie sie nun eine geistige Wiedergeburt erlangt hat, sowie ihr Sinnen und Trachten nun geistig gerichtet ist ....

Also hat sie auch eine Auferstehung erlebt aus der Nacht des Todes zum Licht des Tages ....

Es ist also mit dem „Tag der Auferstehung“ dieser Wechsel gemeint, den die Seele noch auf Erden vornehmen kann und der ihr auch im jenseitigen Reich ein „Leben“ in Licht und Kraft garantiert .... wohingegen auch Seelen im Zustand des Todes verbleiben können nach ihrem Abscheiden von dieser Erde, aber doch nicht vergangen sind ....

Denn keine Seele wird vergehen können, und ob sie noch so unreif abscheidet von dieser Erde, nur wird sie in einem totenähnlichen Zustand sich befinden, ohne Kraft und in dichtester Finsternis ....

Sie besteht, ist aber doch nicht auferstanden zum Leben ....

Eine Auferstehung ist jedem Menschen gewiß, der im Erdenleben sich bemüht, die Verbindung zum geistigen Reich herzustellen .... der also willensmäßig einen Aufstieg zur Höhe anstrebt, der sich nicht an dem Erdendasein allein genügen lässet, sondern ein höheres Wesen anerkennt, sich Ihm anvertraut und gänzlich hingibt .... dessen Seele also eine Neugeburt erlebt, wenn er diese innere Wandlung vollzieht und sich im freien Willen Mir hingibt ....

Und eine solche Seele wird auch den irdischen Tod nicht zu fürchten brauchen, denn sie entflieht nur der äußeren Hülle, dem Fleischleib, und geht verklärten Leibes ein in das jenseitige Reich, weil sie einmal unvergänglich ist und weil sie auch den Tod überwunden hat, die Finsternis und Kraftlosigkeit, die ein „Leben“ im geistigen Reich ausschließen .... und weil etwas Lebendes auch sichtbar ist dem gleichfalls Lebenden ....

Und die Seele ist glücklich, sich ihres Fleischleibes entledigen zu können, der nur eine Fessel war für sie, solange sie auf Erden lebte. Aber auch die unreifen Seelen entledigen sich dieser leiblichen Hülle und bleiben dennoch gefesselt, sie verbleiben in ihrem Grabe, in der Finsternis, im Zustand der Unkenntnis, zur eigenen Qual und Not ....

Doch auch sie können noch auferstehen zum Leben im jenseitigen Reich, auch sie können heraustreten aus ihrem Grabe, auch sie können zum Licht gelangen mit Hilfe Jesu Christi, wenn sie Ihn, Der auferstanden ist von den Toten, Der den Tod besiegt hat, anrufen, daß Er den Stein wegwälzen möge vor ihrem Grabe, daß Er die Sündenschuld, die sie in der Nacht des Todes, im Grabe, festhielt .... hinwegnehmen möge, auf daß auch sie heraustreten können in das Licht des Tages ....

Alle Menschen können auferstehen, aber Jesus Christus muß ihnen Beistand gewähren ....

Und wird Er auf Erden schon angerufen um Seine Hilfe, um Erlösung von Sünde und Tod, so kann auch die Seele schon auf Erden ihre Auferstehung erleben, und diese wird dann ewiglich nicht mehr sterben, auch wenn der Mensch irdisch den Tod erleidet. Doch jede Seele ist unsterblich .... d.h., sie vergeht nicht mehr, und ob sie noch so sehr im Grabe ihrer Sünde steckt, sie muß die Dunkelheit ihres Grabes ertragen, sie muß ihre völlige Kraftlosigkeit einsehen, ihrem Grabe erstehen zu können .... sie kann es nicht und ist auf Hilfe angewiesen ....

Und so sie also eine Hilfeleistung annimmt, die ihr in Liebe angeboten wird, dann wird sie auch Dessen gedenken, Der allein ihr zur Auferstehung verhelfen kann ....

Sie wird Jesus Christus anrufen, Der Selbst Seinem Grabe entstieg, Der den Tod überwunden hat und Der jede Fessel lösen kann ....

Der Seine Hand bietet jeder Seele, daß sie dem Grabe entsteigen kann, um nun zum Leben einzugehen, das sie nun auch nicht mehr verlieren kann ....

Amen


B.D. 6594                empfangen am  14.7.1956

Gott braucht Knechte in der Zeit der Ernte ....

In der Zeit der Ernte werden viele Schnitter benötigt, und dann nehme Ich auch ständig Knechte an, die Mir dienen wollen. Die Zeit der Ernte ist herbeigekommen, und es muß noch viel Arbeit getan werden, daß auch die letzten Früchte noch zur Reife kommen, daß sie eingebracht werden können in die Scheuern ....

Und es wird der Weizen von der Spreu geschieden werden ....

Ihr alle kennet jene Worte, die Ich auf Erden gesprochen habe, und ihr werdet sie nun auch verstehen, wenn ihr es wisset und glaubet, daß das Ende nahe ist, daß nun auch diese Zeit gekommen ist, wo Ich treue arbeitswillige Knechte brauche in großer Zahl. Es ist viel des guten Samens ausgesät worden, und es könnte eine gute Ernte einzubringen sein; doch nicht jeglicher Same ist auf guten Boden gefallen, nicht jedes Samenkorn ist aufgegangen und gepflegt worden mit der Liebe eines eifrigen Landmannes, der seinem Boden gute Früchte abgewinnen will. Ich aber bin der Herr, und alles Land ist Mein Besitz, das Ich fleißigen Arbeitern übergeben habe, die es urbar machen und aufbauen sollten in Meinem Auftrag. Wenn aber die Zeit der Reife gekommen ist, muß Ich noch viele Arbeiter anwerben, die Mir helfen sollen, die Ernte hereinzubringen ....

Ich muß Meine Diener hinaussenden, daß sie in Meinem Namen tätig sind, daß sie Mein Wort verkünden, daß sie die Menschen ermahnen und anspornen zur Liebetätigkeit, sie müssen in Meinem Namen und für Meinen Namen reden .... auf Jesus Christus, den göttlichen Erlöser, hinweisen und auf das nahe Ende, sie müssen alles tun, um noch Seelen zu retten aus der Finsternis ....

Dann leisten sie die Arbeit eines treuen Knechtes in Meinem Weinberg, dann nur ist es möglich, daß viele gute Früchte zum Ausreifen kommen, die Ich einsammeln kann in die Scheuern, die Ich abrufen kann in Mein Reich, die abgesondert werden von denen, die als Spreu verbrannt werden im ewigen Feuer ....

Ist einmal die Stunde des Endes gekommen, dann wird auch unwiderruflich alles zum Vorschein kommen, was untauglich ist, um Leben zu geben, was nicht als Frucht, sondern als leere Schale angesehen werden muß, die zu nichts dienet, als daß sie verbrannt und in alle Winde verstreut werde ....

Aber es soll am Ende die Ernte groß sein, und es soll darum mit aller Liebe das Wachstum des kleinsten Pflänzchens beobachtet und gefördert werden ....

Denn es kann ein guter Knecht gar viel dazu tun, wenn er liebevoll auch das kleinste Pflänzchen hegt und pflegt .... wenn er es dem Strahl der Sonne aussetzt und es eifrig mit Liebewasser begießt ....

Es kann ein guter Knecht Mir noch sehr viel Frucht einbringen, und Ich will ihn segnen für seine Mühe und Ausdauer, die Mir eine überreiche Ernte bringen kann. Darum kann Ich keine Knechte gebrauchen, die nachlässig sind und faul, die ihren Dienst nicht recht versehen, die nur zum Schein tätig sind, weil sie Mich täuschen zu können glauben ....

Und Mein Ruf ist daher immer wieder an die gerichtet, die noch in letzter Stunde bereit sind, in Meinen Dienst zu treten, da Ich einen jeden annehme, weil die Zeit drängt bis zum Ende ....

Und wer Mir dienen will, dem gebe Ich auch die Kraft, für Mich tätig zu sein ....

Nur muß er es ernst nehmen mit seiner Arbeit für Mich und Mein Reich, denn sie ist dringend, bedeutet doch die reiche Ernte für Mich einen Ver-lust für Meinen Gegner ....

Es bedeutet Erwachen zum Leben, ein Entrinnen dem sicheren Tode ....

Und darum können diensteifrige Knechte viel beitragen, wenn sie Meinem Ruf folgen und tun, wozu Ich sie beauftrage: wenn sie Mein Wort hinaustragen in die Welt, wenn sie immer nur reden von Jesus Christus und Seinem Liebewerk, wenn sie Seine göttliche Liebelehre verkünden und also guten Samen legen in das Erdreich, damit er noch aufgehe und reiche Frucht tragen kann, bevor das Ende kommt ....

Denn es ist nur noch wenig Zeit, die aber gut genützet werden soll .... auf daß Ich eine reiche Ernte halten kann ....

Amen


B.D. 6595                empfangen am  15.7.1956

Wunder Folge des Glaubens ....

Meine Liebe ist und bleibt euch immer zugewandt ....

Und Meine Liebe will nur immer das Beste für euch, sie will immer nur das Heil eurer Seele, die bestehenbleibt, wenn der Körper vergangen ist. In Meiner Liebe ist alles begründet, was euch berührt im Erdenleben, und darum brauchet ihr keine Minute verzagt und ängstlich zu sein, denn Meine Liebe ebnet alles zu seiner Zeit, sie schafft den Ausgleich, wo Körper und Seele ungleich bedacht werden .... d.h., wo die Seele sich in Gefahr befindet durch Inanspruchnahme des Körpers und doch nach Meinem Willen ausreifen soll. Immer könnet ihr fest überzeugt sein, daß Ich ein wachsames Auge habe und sowohl um eure seelischen als auch um eure körperlichen Nöte weiß und sie behebe zur rechten Zeit. Also brauchet ihr euch keine Sorgen zu machen, was es auch sei, denn Ich Selbst sorge für euch. Nur verlange Ich von euch, daß ihr euch völlig Mir hingebet, daß ihr nicht eigene Wege gehet, daß ihr immer bereit seid, euch von Mir lenken zu lassen .... daß ihr also jegliche Sorge fallenlasset und vollgläubig Mir vertraut, daß Ich Abhilfe schaffe in allem, was euch bedrückt. Jede eigene Sorge ist Mangel an Vertrauen und hindert Mich in Meinem Liebeplan .... Überlasset ihr euch aber voll und ganz Meinem Willen und glaubet ihr an Meine Liebe und Meine Macht, dann könnet ihr in Wahrheit unbelastet euren Erdenweg gehen, denn Meine Liebe schützet euch, daß ihr nicht in Gefahr geratet, so ihr euch nur von Mir leiten lasset. Es ist dies also ein überzeugter Glaube, der euch wahrlich lebendig macht, denn dann fällt jede Belastung von euch, und ihr werdet ungewöhnlich tätig sein können, denn dann empfanget ihr auch Kraft, die ihr in Meinem Willen nun nützet ....

Ich verlange viel von euch .... zu glauben, daß Ich euch gegenwärtig bin, Den ihr doch nicht schauen könnet ....

Aber ihr, die ihr Mein Wort direkt vernehmet, ihr, die ihr von Mir angesprochen werdet durch Meine Boten, euch sollte dieser Glaube leichtfallen, denn euch ist Meine Stimme Beweis Meiner Gegenwart ....

Und so ihr also Mich Selbst euch gegenwärtig wisset, könnet ihr doch auch überzeugt sein, daß Ich um alle eure Leiden und Nöte weiß und daß Ich sie beheben kann ....

Und dann müsset ihr auch glauben, daß Ich sie beheben werde, wenn es an der Zeit ist, ansonsten auch euer Glaube noch sehr schwach wäre und dann auch eure Not erklärte. Ich bin euer Gott und Vater, euer Schöpfer von Ewigkeit ....

Alles ist aus Mir hervorgegangen in Weisheit und Kraft und so auch ihr selbst, die Ich geschaffen habe aus Meiner Liebe ....

An diese Meine Schöpferkraft, an Meine Weisheit, Macht und Liebe sollet ihr nur denken, dann wird jede bange Sorge von euch abfallen, weil ihr dann wisset, daß Mir nichts unmöglich ist ....

Und weil Meine Liebe euch immer und ewig gilt, bringe Ich auch Meine Macht in Anwendung, wenn ihr gesunden sollet an Leib und Seele .... aber sie immer erst dann in Anwendung bringen kann, wenn dies keinen Glaubenszwang mehr für euch bedeutet ....

Ihr sollet nicht durch Wunder zum Glauben gelangen, sondern ihr sollet durch den Glauben auch Wunder erleben ....

Und ihr habt es wahrlich leicht, einen solchen Glauben in euch lebendig werden zu lassen, denn Ich wirke an euch so offensichtlich, Ich rede euch an, Ich lasse Mein Wort in eurem Herzen ertönen .... und nur eine dünne Wand brauchet ihr noch einzureißen und zu übersteigen, die leisen Zweifel, die noch ab und zu in euch auftauchen ....

Ihr brauchet nur immer euch Meine große Liebe zu euch vorzustellen, und dann werdet ihr auch dessen gewiß sein, daß diese Liebe alles für euch tut, um euch das Leben zu geben, und daß sie auch euer irdisches Leben erhält, solange ihr lebenerweckend tätig sein wollet. Werfet alle Last von euch und vertrauet euch Mir an, und wisset, daß euer Heiland und Erlöser lebt, daß Er alle Gebrechen auf Sich genommen hat, auf daß ihr frei werdet davon ....

Amen


B.D. 6596                empfangen am  16.7.1956

Geistiger Tiefstand

Auswirkung der ungetilgten Sündenschuld ....

Die Last der Sünde drückt die Menschheit nieder ....

Nicht, daß die Menschen körperlich diese Last spüren, sondern ihre Seelen liegen am Boden, was sich äußert in niederer Gesinnung, in gottlosem Lebenswandel, im Unglauben und Welthunger .... in völlig materiellem Denken und Streben. Der geistige Tiefstand auf Erden also ist die Auswirkung, das Zeichen der noch ungesühnten Schuld, er ist die Folge eines Lebens ohne Jesus Christus, denn die Menschen haben ihre Erlösung noch nicht gefunden, und ihre Seelen tragen die ungeheure Last ihrer Sünde noch selbst und werden von ihr niedergedrückt, so daß sie selbst sich nicht erheben können ohne Hilfe. Also hat der Gegner Gottes noch volle Gewalt über diese Menschen, und diese äußert sich, indem er sie antreibt zu Gott-widersetzlichem Handeln, indem er ihnen jegliche Erkenntnis vorenthält und stets nur darauf bedacht ist, sie außerhalb göttlicher Ordnung zu halten ....

Es könnte nicht soviel Elend in der Welt sein, wenn dieser Gegner nicht soviel Unheil anrichten könnte, doch die Menschen selbst gestatten ihm sein unheilvolles Wirken, sie sind ihm hörig, denn sie sind noch in der Sünde verstrickt, die sie ihm auslieferte, als sie abfielen von Gott und Dessen Gegner folgten. Sie lassen nicht sich befreien von dieser großen Sünde von dem Einen, Der die Macht hat, auch ihre Ketten zu lösen, von Jesus Christus, Der um dieser großen Sündenschuld willen starb am Kreuz, Der sie getilgt hat für alle, die an Ihn glauben und sich unter Sein Kreuz stellen ....

Die Menschen aber glauben nicht an Ihn und sind darum unerlöst und also in der Gewalt des Feindes ihrer Seelen. Und dies ist die große geistige Not, in der die gesamte Menschheit sich befindet bis auf die wenigen, die Jesus Christus gefunden haben und auch durch Ihn Erlösung fanden von Sünde und Tod .... Die Erde soll dem gefallenen Geistigen zum Ausreifen dienen. Und auf dieser Erde kam Gott Selbst in dem Menschen Jesus zur Welt, um den Menschen zu helfen, sich zu befreien von ihren Fesseln. Und alle Menschen könnten sich restlos erlösen, wenn sie nur zu Ihm sich wenden möchten, zu Jesus Christus, und Ihn als ihren Befreier anerkennen und Seine Hilfe erbeten möchten ....

Doch wenige nur glauben an Ihn, an Seine Mission und an ihre Erlösung ....

Sie stecken noch so tief in der Sünde, daß ihr Herr es leicht verhindern kann, daß sie sich um Hilfe an einen anderen wenden, weil er dafür sorgt, daß ihnen das Wissen um diesen Helfer vorenthalten wird. Gott aber in Seiner Liebe trägt allen Menschen dieses Wissen zu, und es könnten wahrlich alle davon Gebrauch machen und einen Versuch wagen, aus der Fessel des Gegners freizukommen ....

Sie könnten vorerst nur wollen, von ihrer Last frei zu werden, die sie niederdrückt, dann würde ihnen wahrlich schon Hilfe geleistet werden ....

Statt dessen wird sein Einfluß immer stärker, denn auch das Wissen um Jesus Christus, den göttlichen Erlöser, verwerfen die Menschen als Irreführung, ohne sich einmal näher damit zu befassen. Und sie können nicht zwangsweise zum Glauben daran gebracht werden ....

Sie können aber auch nicht ohne den Glauben an Ihn Erlösung finden. Und so ist der geistige Tiefstand zu erklären, der Gott veranlaßt, dem Treiben Seines Gegners ein Ende zu bereiten ....

Denn die zutiefst gesunkenen Menschen würden unrettbar verlorengehen, wenn sie nicht dem Gegner entwunden würden und aufs neue in den Entwicklungsprozeß eingegliedert werden, der sie aus der Tiefe wieder emporführt, wenn auch erst in endlos langer Zeit. Die Gnaden des Erlösungswerkes Jesu Christi blieben von den Menschen dieser Zeit unausgenützt, und darum ist auch ihres Bleibens auf der Erde nicht mehr lange ....

Und es muß auch dem Treiben des Satans ein Ende gesetzt werden, der es zu verhindern sucht, daß die Menschen zu Jesus Christus finden. Er aber wird die Seele nicht behalten, wenngleich er glaubt, ewig ihr Herr zu sein ....

Denn sowie ein bestimmter geistiger Tiefstand der Menschheit zu verzeichnen ist, nimmt sich die Liebe Gottes ihrer an, indem Er durch Seinen Willen und Seine Macht eine neue Erde erstehen lässet und in dieser in gerechter Ordnung wieder das Geistige seinen Aufenthalt nimmt, das als Mensch versagte ....

Und wieder wird es den Gang der Entwicklung gehen müssen, bis es wieder davorgestellt wird, sich zu Jesus Christus zu bekennen und sich von Ihm erlösen zu lassen ....

Denn nur Er kann die Sündenschuld tilgen, die jedes Wesen belastet, und nur Er kann ihm die Freiheit geben und es aus der Knechtschaft des Satans erlösen ....

Amen


B.D. 6597                empfangen am  17.7.1956

Hilfsaktion an jenseitigen Seelen ....

Die Aufgabe, die euch gestellt ist, erstreckt sich nicht nur auf die Menschen dieser Erde, sondern auch die Seelen im jenseitigen Reich sind euch zur Betreuung übergeben, weil auch ihnen die Möglichkeit erschlossen werden soll, Hörer des göttlichen Wortes zu sein, auf daß sie noch nachholen können, was sie im Erdenleben versäumten .... auf daß sie auch dort noch Jesus Christus finden können, zu Dem sie sich flüchten müssen in ihrer Not und Bedrängnis, um von Ihm erlöst zu werden ....

Auch jenen Seelen muß vor allem die Liebe gepredigt werden .... weil erst dann ihr Elendszustand behoben werden kann, wenn sie sich Liebekraft erwerben durch eigenen Liebewillen und dann erst in Liebe tätig sein können. In der letzten Zeit vor dem Ende ist die Erlösung der Seelen im Jenseits insofern vordringlich, weil sie eher bereit sind zur Annahme des göttlichen Wortes, des Evangeliums der Liebe, als die Menschen auf der Erde .... und weil jede Seele, die im Jenseits aufwärtsschreitet, auch wieder für die Erdenmenschen Helfer sein kann, wenn sie gedanklich auf diese nun einwirken kann und ihr Bemühen immer nur die geistige Rettung jener sein wird. Wo der Einfluß von Mensch zu Mensch nur schwach ist, dort kann der Einfluß aus dem geistigen Reich doch noch von Erfolg sein, wenn Menschen an verstorbene Lieben denken und diese schon einen bestimmten Lichtgrad erreicht haben .... zu dem ihr, als eifrige Arbeiter im Weinberg des Herrn, ihnen also verhelfen könnet. Darum ist eure Aufgabe auch besonders wichtig, und immer wieder werdet ihr ermahnt, ihr gewissenhaft nachzukommen, auf daß eine solche seltene Gelegenheit ausgewertet werden kann, wo die Seelen des jenseitigen Reiches sich Nahrung für ihre Seelen holen können ....

Es wird ihnen zwar auch im geistigen Reich die gleiche Nahrung angeboten, aber es ist anfangs ihr Erkenntnisgrad so niedrig, daß sie nicht ermessen können, was ihnen angeboten wird, und eher geneigt sind, abzulehnen, wie sie es auf Erden getan haben. Durch eure Vermittlung aber fühlen sie sich angesprochen und wohltätig berührt, weil Gottes Gnade in der letzten Zeit es ihnen besonders leichtmacht, zum Glauben zu gelangen, und weil diese unreifen Seelen noch zu sehr mit der Erde verbunden sind, so daß sie auch von der Erde aus leichter zu beeinflussen sind .... wie umgekehrt wieder später ihre Bemühungen auch den Menschen auf der Erde gelten, die sie in gleicher Not wissen nach ihrem Leibestode. Immer schon war diese Verbindung und Hilfsaktionen von der Erde zum Jenseits und umgekehrt möglich, aber angesichts des Endes treten sie deutlicher hervor, wenn sich Menschen ihrer Aufgabe bewußt sind und sie sich in Liebe einsetzen für die Rettung der Seelen ....

Dann segnet Gott solche Verbindungen ganz besonders, und Sein Segen bedeutet auch Erfolg. Endlos ist die Zahl der Seelen, die noch um Erlösung ringen, aber endlos auch die Liebe und Gnade Gottes ....

Ein Liebestrahl aber hat auch eine endlose Wirkung ....

Und wenn sich ein Mensch nur einsetzt in Liebe für die Erlösung einer einzigen Seele, so wird diese erlöste Seele nun wieder in einem Umfang tätig sein können, daß wieder zahllose Seelen Errettung finden durch sie ....

Und darum können mit eurer Hilfe noch zahllose Seelen gerettet werden vor dem Ende. Dessen sollet ihr immer gedenken und euch die Bedeutsamkeit eurer Aufgabe stets vor Augen halten. Dann werdet ihr eifrig am Werk sein und unermüdlich schaffen und wirken für Gott und Sein Reich ....

Und Gott wird eure Arbeit segnen, helfet ihr Ihm doch bei der Rückführung dessen, was ewig schon von Ihm getrennt ist ....

Amen


B.D. 6598                empfangen am  18.7.1956

Seligkeit oder Neubannung freier Wille ....

Was auch immer euer Streben sein möge auf Erden, es wird euch Erfüllung werden ....

Denn ganz eurem Begehren gemäß werdet ihr bedacht, so euer Erdenleben beendet ist. Galt euer Verlangen geistigen Gütern, so wird das geistige Reich euch solche in Fülle bieten, waren irdische Güter euer Begehr, dann wird die Erde auch wieder euch aufnehmen .... die Materie, die ihr anstrebtet, wird eure Hülle wieder werden, wie sie es gewesen ist vor undenklichen Zeiten ....

Immer aber habt ihr selbst euch das Los geschaffen, das euch nach eurem Abscheiden beschieden ist ....

Wenn euch aber die Gnade zuteil wird, noch vor dem Ende dieser Erde abgerufen zu werden, dann ist euch noch eine kurze Zeit bewilligt, wo ihr noch irdische Begehren ablegen könnet, wo euch geistige Güter noch einmal angeboten werden, die ihr dann nur zu ergreifen brauchet, um sie auch in Besitz nehmen zu können zu eurem Heil. Doch wieder ist es euer freier Wille, ob ihr diese letzten Gnaden noch ausnützet oder auch an euch vorübergehen lasset, um dann aber unwiderruflich den Erdschöpfungen wieder einverleibt zu werden, weil ihr es nicht anders wolltet. Aber selig sein könnet ihr nur im Besitz geistiger Güter ....

Das ist Mein ständiger Mahn- und Warnruf, der allen Menschen gilt, solange sie noch auf Erden weilen ....

Und ihr alle werdet die Folgen eures Erdenlebens tragen müssen, denn es ist das Gesetz ewiger Ordnung, das auch Meine Liebe nicht umstoßen kann und Ich nicht „aus Gnaden“ denen Seligkeiten bereiten kann, die entgegen Meinem Willen, entgegen Meiner ewigen Ordnung, leben auf Erden .... die nur der Welt Diener sind und die darum sich die Anwartschaft auf ein seliges geistiges Reich verscherzen ....

Solange noch diese Erde besteht, ist auch Mein Gnadenborn geöffnet auf Erden wie im jenseitigen Reich, und allen verkehrtdenkenden und -lebenden Seelen werden die Gnaden angetragen, aber allen wird auch der freie Wille belassen ....

Noch besteht aber die Möglichkeit der Wandlung des Willens, noch werden den Irrenden .... sei es auf Erden oder auch im Jenseits .... liebevolle Hinweise gegeben, sich ihrer eigentlichen Aufgabe zu besinnen; noch ist die geistige Welt eifrig bemüht, sich Zutritt zu verschaffen zu den Gedanken der Menschen auf Erden, wie auch im Jenseits Lichtwesen sich den Seelen nähern, und alle haben nur das Bestreben, deren Gedanken recht zu lenken, ihre Blicke Mir zuzuwenden und ein Verlangen nach Licht in ihnen zu erwekken, auf daß sie dann nicht vorübergehen, wo der Gnadenquell sich ihnen öffnet, aus dem sie nun schöpfen können zu ihrer Seelen Heil. Aber auch diese Gnadenzeit geht vorüber, und dann kommt unwiderruflich der Tag, wo jeder Seele gegeben wird, was sie begehrt ....

Und wer niemals geistigen Gütern Beachtung schenkte, der wird auch leer ausgehen und ein entsetzliches Los auf sich nehmen müssen ....

Dann ist eine Erlösungsperiode zu Ende gegangen, dann bricht eine endlos lange Nacht an für das Wesenhafte, dessen Wille verkehrt gerichtet war ....

Aber eine ungeahnte Seligkeit ist denen beschieden, die Mich anstrebten und irdische Güter verachtet haben ....

Das jenseitige Reich aber wird gleichfalls nur noch ein Reich der Seligkeit sein, denn alles Unselige muß wieder den Entwicklungsgang gehen in unsäglicher Qual, um aber einmal wieder zu der Freiheit zu gelangen, die es in diesem Erdenleben mißbraucht hat. Einmal kommt für alle Wesen wieder die freie Entscheidung, und an ihnen selbst liegt es, ob sie sich die Zeit der Qualen verlängern oder in kurzer Zeit schon eingehen zur Seligkeit ....

Aber allen wird geholfen, das Ziel zu erreichen, denn Meine Gnaden schütte Ich aus unbeschränkt, und wer die Gnaden nützet, der ist aller Not und Qual enthoben ....

Amen


B.D. 6599                empfangen am  19.7.1956

„Gott hauchte ihm eine lebendige Seele ein ....“

In Meinem Heilsplan von Ewigkeit ist die Vergöttlichung eurer Seelen vorgesehen, die einstmals wohl göttliche und vollkommene Wesen waren, doch im freien Willen diese Vollkommenheit hingaben ....

Ihr Menschen müsset wissen, daß Ich euch nicht so unvollkommen aus Mir herausgestellt habe, wie ihr nun seid, daß Ich wohl die menschliche Form erschuf, die Seele aber, die diese menschliche Form belebt, schon eine endlos lange Zeit gebraucht hat, um ihren freiwillig hergestellten, völlig verkehrten Zustand so weit zu wandeln, daß sie nun in der menschlichen Form Aufenthalt nehmen konnte, um die völlige Vergöttlichung wiederzuerreichen. Ihr Menschen müsset es wissen, daß nicht Ich euch unvollkommen erschaffen habe, um nun als Mensch von euch zu verlangen, daß ihr euch vervollkommnet .... weil aus Mir nichts Unvollkommenes hervorgehen kann ....

Wenn ihr vorerst dieses Wissen besitzet, dann betrachtet ihr auch euer Erdendasein anders ....

Ihr erkennet, daß es nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck ist ....

Solange euch aber dieses Wissen fehlt, glaubet ihr berechtigt, das Erdenleben nützen zu dürfen nur zur Hebung eures körperlichen Wohlbefindens ....

Ihr glaubet, eure Lebenskraft nur körperlich verwenden zu dürfen, selbst wenn ihr es anstrebet, daß jeder einzelne sich selbst ethisch entwickeln sollte, um ein besseres Menschengeschlecht zu erzielen ....

Aber ihr begreifet die geistige Aufgabe des einzelnen noch nicht ....

Der Mensch selbst ist nicht das letzte Ziel, das Dasein als Mensch ist nur die letzte Möglichkeit auf dieser Erde, zum höchsten Ziel zu gelangen. Und die Lehre, daß Ich „den Menschen erschaffen habe, damit er Mich liebe, Mir diene, um dadurch in den Himmel zu kommen“, hat erst dann die Berechtigung, wenn das Menschendasein als ein begrenztes Stadium für die einst unvollkommen-gewordene Seele angesehen wird, ansonsten falsche Vorstellungen aus dieser Lehre gezogen werden, wie auch diese, daß etwas „Unvollkommenes“ .... die Seele .... von Mir bei der Geburt des Menschen ihm beigesellt wurde, also von Mir aus etwas Unvollkommenes ins Leben gerufen wurde ....

Dadurch verwirrt sich sowohl das Bild Meines Wesens, das höchst vollkommen ist, wie auch der Gedankengang der Menschen, die ihre eigentliche Erdenaufgabe nicht erfassen und darum immer mehr weltlich ausgerichtet sein werden, weil ihnen ein falsches Bild entwickelt wird. Zwar könnte der Mensch durch Liebe zu Mir und uneigennütziges Dienen zur rechten Erkenntnis gelangen und dann auch zur Seligkeit .... doch es wird sich die Liebe nicht entzünden können zu einem Wesen, das seine Schöpferkraft gebrauchet zum Erstehen unvollkommener Schöpfungen; und auch für das uneigennützige Dienen fehlte die rechte Begründung, so ihr Menschen nicht um die einstige Abkehr des Vollkommenen von Mir wisset, die darin bestand, daß es in Überheblichkeit herrschen wollte .... also das Liebeprinzip verwarf ....

Die Unvollkommenheit ist von den Wesen selbst hergestellt worden .... Daß ihr aber als Mensch unvollkommen seid, unterliegt keinem Zweifel, und so müsset ihr als erstes den Anlaß eurer Unvollkommenheit zu ergründen suchen, euch aber nicht mit der Erklärung zufriedengeben, daß Ich euch so schuf, wie ihr nun auf Erden wandelt ....

Letzteres aber vertreten alle, die den Erschaffungsakt des Menschen so darstellen, daß zur gleichen Zeit auch eine „Seele“ für diesen Menschen von Mir „geschaffen“ wird .... was sie begründen zu können glauben mit den Worten:„Gott hauchte ihm eine lebendige Seele ein ....“ Daß diese lebendige Seele ein einst gefallener Urgeist ist, darüber fehlt ihnen das Wissen .... das aber jeder einzelne Mensch gewinnen könnte, wenn er nur ernstlich sich die Frage stellen möchte um Sinn und Zweck des Erdenlebens und um seine Erdenaufgabe. Und auch eine Irrlehre könnte den Menschen zu Fragen veranlassen, sowie er nur den Willen hätte, Aufklärung zu erlangen ....

Und besonders die Lehrenden, die den Menschen Führer sein sollen, müßten sich zuvor selbst Aufklärung verschaffen, die sie jederzeit erhalten, wenn sie sich nur an Mich Selbst wenden, wenn leise Zweifel, die jeder beim Nachdenken in sich aufsteigen fühlt, ihn an die rechte Quelle gehen ließen, wo reinste Wahrheit jeden Verlangenden erquicken wird. Daß soviel Dunkelheit ist unter den Menschen, daß Irrlehren sich verbreiten konnten, hat nur seinen Grund in der Lauheit der Menschen der Wahrheit gegenüber, denn jedem steht sie zur Verfügung, und jedem ist sie erreichbar, der nur ernstlich die Wahrheit begehrt. Doch wenige nur suchen einzudringen in Meinen ewigen Heilsplan .... diesen aber ist alles offenbar, und hellstes Licht leuchtet ihnen, weil das Licht von Ewigkeit Selbst es entzündet allen, die der Dunkelheit entfliehen wollen ....

Amen


B.D. 6600                empfangen am  20.7.1956

Mit dem Kreuzestod begann ein Erlösungsabschnitt ....

Mit Meinem Kreuzestod wurde einer Erlösungsperiode ein Ende gesetzt im geistigen Sinn ....

Es wurde ein bis dahin hoffnungsloser Zustand beendet, denn das Eingehen in das Lichtreich war bis zu Meinem Kreuzestod unmöglich gewesen, und die Seelen der Menschen erreichten mit bestem Willen immer nur einen Grad der Läuterung; doch um die Sünde der einstigen Auflehnung wider Mich restlos abzutragen, hätten Ewigkeiten nicht genügt ....

Und die Belastung mit dieser Sündenschuld also zwang sie weiter unter die Gewalt Meines Gegners, so daß die gepeinigten Seelen in der Erkenntnis ihrer Not nach einem Retter schrien. Von Stund an, da Ich Mein Leben hingab für die große Sündenschuld der Menschen, war aber die Gewalt Meines Gegners gebrochen, und also brach eine neue Zeit an ....

Die ersten gänzlich erlösten Seelen konnten ihren bisherigen Aufenthalt verlassen und durch die Pforten zur Seligkeit eingehen, die Ich geöffnet hatte ....

Diese Möglichkeit bleibt bestehen, immer wieder können sich Seelen lösen aus seiner Gewalt, immer wieder werden Seelen frei von jeder Fessel, und eigentlich begann nun erst eine „Erlösungs“-Periode, wenngleich auch die schöpferische Entwicklung und das Leben auf der Erde zur restlosen Erlösung nötig gewesen ist und immer wieder erst die Vorbedingungen schaffen muß, die dann auch die gänzliche Rückführung zu Mir zur Folge haben. Und so kann wohl von einer neuen Zeit gesprochen werden seit der Vollbringung Meines Erlösungswerkes, denn erst von da an konnte den Seelen die ewige Seligkeit geschenkt werden, in der sie einstmals leben durften in Licht und Kraft ....

Doch dessen sind sich die Menschen nicht bewußt, daß sie das Schönste erreichen können, eben weil Ich Selbst für sie am Kreuz gestorben bin, um eine Brücke zu schlagen aus dem Reiche der Finsternis in das Reich des Lichtes ....

Sie sind sich dessen nicht bewußt, daß sie freiwillig sich wieder der Gewalt Meines Gegners ausliefern, wenn sie Mich und Mein Erlösungswerk nicht anerkennen .... daß sie kein anderes Schicksal zu erwarten haben als das, was den Seelen der Menschen vor Meinem Kreuzestod beschieden war: Unfreiheit und Lichtlosigkeit, Schwäche und Qualen, die Anteil sind des Unerlösten, über das Mein Gegner noch die Macht hat. Der Retter kam von oben zu den Menschen und wurde nur von wenigen erkannt ....

Aber das Erlösungswerk ist vollbracht worden .... die Pforte in das Lichtreich wurde geöffnet, und darum begann mit Meinem Kreuzestod ein Erlösungsabschnitt, wenngleich die Erde als solche keine sonderlichen Enderscheinungen aufwies ....

Denn der damalige Hoffnungslose Zustand konnte nun gewandelt werden durch das Anerkennen Jesu Christi und des Erlösungswerkes, durch bewußtes Zuwenden zu Ihm, durch Annahme des Liebe-Opfers und dadurch Tilgung der Sündenschuld ....

Und es war den Menschen wieder eine Zeit zugebilligt, in der sie ihre restlose Erlösung finden konnten bei gutem Willen ....

Nun aber ist auch diese Zeit abgelaufen, und die unerhörte Gnade, in der die Menschen standen, ist nicht und wird auch nicht mehr ausgenützt ....

Die Menschen bleiben gebunden in der Welt des Gegners, weil sie selbst keine Anstalten machen zu ihrer Befreiung und weil ihr eigener Wille diese Befreiung anstreben muß. Und also muß auch nun wieder eine Grenze gesetzt werden, es muß wieder ein neuer Zeitabschnitt begonnen werden, wo das Erlösungswerk höher gewertet wird, wo wieder eine Erlösung stattfinden kann in großem Umfang, weil die Auswirkung des Erlösungswerkes unverändert bleibt, wenn nur der Wille der Menschen diese Auswirkung zuläßt. Die Unwilligen aber müssen erneut die Fesseln ihrer Gefangenschaft spüren mit aller Härte, auf daß einmal auch in diesen Wesen das Verlangen nach Freiheit, nach Glückseligkeit, nach Licht erwacht ....

Und es muß Meinem Gegner die Macht über diese Wesen entwunden werden, die er in solcher Finsternis hält, daß sie auch nicht das Licht des Kreuzes sehen ....

Und wieder wird eine neue Zeit anbrechen, denn unaufhörlich schreitet die Aufwärtsentwicklung des Geistigen fort, und immer wieder betreten neue Seelen diese Erde, denen die Möglichkeit geschenkt wird, sich befreien zu lassen von Jesus Christus ....

Immer wieder schütte Ich die Gnaden Meines Erlösungswerkes aus über jene Seelen, und immer wieder kehren auch solche als Meine Kinder zu Mir zurück ....

Denn das Werk der Erlösung ist vollbracht worden für alles einst gefallene Geistige, und es wurde und wird wirksam an allen Menschen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, bis die Erlösung einmal restlos vollzogen ist ....

Amen


B.D. 6601                empfangen am  21.7.1956

Naturkatastrophe vor dem Ende ....

Unabwendbar ist das Ende dieser Erde und aller auf ihr lebenden Kreatur ....

Nichts wird bestehenbleiben, was die Erde an Schöpfungen trägt, und Menschen und Tiere werden das Leben verlieren, ausgenommen die kleine Schar derer, die entrückt werden lebenden Leibes. Dieser letzte Akt Meines Willens auf dieser Erde ist vorgesehen seit Ewigkeit, er ist immer wieder durch Seher und Propheten den Menschen verkündet worden, und er wird auch nun wieder mit aller Dringlichkeit ihnen als nahe-bevorstehend kundgetan, weil er so gewaltig ist und niemand das Ende erleben soll, ohne darauf hingewiesen worden zu sein. Doch diese Ankündigungen finden keinen Glauben ....

Ein Ereignis steht den Menschen bevor, wie es nicht gewaltiger sich vorgestellt werden kann .... und doch wird es als unglaubwürdig abgetan, und die Mahnungen und Warnungen sind fruchtlos, denn kein Mensch bereitet sich auf dieses gewaltige Geschehen vor. Die Menschen glauben nicht an ein Ende ....

Und so lasse Ich nun Meine letzte Mahnung erfolgen ....

Ich bringe noch einen letzten Hinweis den ungläubigen Menschen in Form eines Naturgeschehens .... das in seinem Umfang gleichfalls gewaltig ist, aber doch die Erde nur begrenzt betreffen wird, auf daß nun auch das vorausgesagte Ende den Menschen glaubwürdiger erscheine, auf daß sie es dann nicht mehr für unmöglich halten und sie ernstlich mit sich selbst ins Gericht gehen, ob und wie sie an jenem Ende vor Mir bestehen können. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus ....

Das Naturgeschehen, dem nicht lange danach auch das Ende folgt, soll für die Menschen noch eine letzte Mahnung sein, denn es wird viele Menschenleben kosten, es werden sehr viele Menschen den Naturelementen zum Opfer fallen, ansonsten wenig Eindruck auf die verhärteten Herzen zu erwarten wäre, die aber doch noch gerettet werden sollen vor dem Untergang ....

Ständig sprach Ich durch den Mund der Propheten, und ständig spreche Ich noch durch Mir ergebene Diener ....

Doch diese Sprache überhören die Menschen bis auf wenige, die Meinen Worten Glauben schenken und darum selbst bereit sind, auf ihre Mitmenschen einzuwirken nach Meinem Willen ....

Nun aber sollen sie Meine Stimme deutlich hören und ihre Ohren nicht verschließen können, denn die Gleichgültigkeit der Menschheit veranlaßt Mich dazu, sie aufzustören und ihre Ruhe, ihren Weltgeist zu erschüttern .... auf daß keiner sagen kann, ungewarnt geblieben zu sein. Doch auch diese Warnung wird nicht die restlose Zuwendung zu Mir zur Folge haben, weil Meine Stimme nicht erkannt werden will und weil Ich keinen Zwang anwende, der die Menschen zu Mir treibt ....

Dann also wird das Ende alles von der Erde fegen, was im Widerstand zu Mir verharrt, denn Widerstand trägt jeder Mensch in sich, der nicht angesichts der großen Zerstörung zuvor .... die Meine Macht beweiset .... sich Mir zukehrt ....

Widerstand trägt jeder noch in sich, der ein Ende dieser Erde für unmöglich hält, denn er ist verfinsterten Geistes, was seine Zugehörigkeit zu Meinem Gegner verrät ....

Ich suche noch auf alle mögliche Weise diesen Widerstand zu brechen ohne Zwang. Und es wird dieser letzte Eingriff wahrlich ein grausam scheinendes Mittel sein, doch Ich wende es an um eurer Rettung willen, weil Meinen Worten kein Glaube geschenkt wird und weil das Ende nahe ist, dem sie dann unwiderruflich zum Opfer fallen, und der Geisteszustand nun maßgebend ist, welches Los sie erwartet am Tage des Gerichtes. Und Meinen Dienern sage Ich immer wieder, daß sie nicht eifrig genug des Endes und des zuvor eintretenden Naturgeschehens Erwähnung tun können, daß sie sich nicht fürchten sollen, die Menschen darauf hinzuweisen, daß ihnen nicht mehr lange Zeit bleibt, daß sie ohne Scheu reden sollen von Meinem Plan von Ewigkeit und daß sie darum auch das Evangelium der Liebe verbreiten sollen, auf daß die Menschen wissen, was Ich von ihnen verlange, damit sie nicht als Opfer des Kommenden versinken in die Finsternis ....

Was Ich von ihnen verlange, ist nur ein opferbereites, liebeerfülltes Herz ....

Dann können sie ohne Furcht die kommenden Ereignisse erwarten, dann gehören sie zu jenen, die unbeschadet hervorgehen werden, auch wenn alles um sie zu versinken droht ....

Die aber nicht glauben wollen, denen stehen große Schrecknisse bevor ....

Und Ich werde mit jedem Erbarmen haben, der dann zu Mir rufet in seiner Not, denn Ich will die Menschen nur retten, nicht aber sie dem Verderben preisgeben .... denn das Ende kommt unwiderruflich, und dann wird jeder gerichtet nach Recht und Gerechtigkeit ....

Amen


B.D. 6602                empfangen am  22.7.1956

Gnade der Verkörperung als Mensch ....

Kein Mensch ist sich der unerhörten Gnade bewußt, auf Erden leben zu dürfen, denn kein Mensch erkennt sein eigentliches Ich .... kein Mensch kann es ermessen, was er uranfänglich gewesen ist und was er durch ein rechtes Erdenleben auch wieder werden kann ....

In unaussprechlicher Schönheit erstrahlte er einst, unbegrenzt war seine Licht- und Kraftfülle, und unbegrenzt war daher auch seine Seligkeit. Von einer solchen Seligkeit und Licht- und Kraftfülle aber kann sich kein Mensch auf Erden eine Vorstellung machen, und das Wissen allein genügt nicht, um die große Gnade zu fassen, die dem Wesen gewährt wurde, daß es sich verkörpern darf als Mensch, um aus einem frei gewählten Zustand wieder herauszukommen, den es selbst sich geschaffen hatte, der aber dieses vollkommenen Wesens ganz unwürdig ist ....

Daß aber der Mensch es nicht fassen kann, ist wohlbedacht von Gott, ansonsten der Erdengang kein freies Entwickeln zur Höhe bringen könnte, sondern jedes Wesen zwangsmäßig zur Höhe triebe, was aber das Erreichen der Vollkommenheit ausschalten würde. Und so steht der Mensch gleichsam völlig blind in einem Gebiet, das er durchwandern muß, um zum Ziel zu gelangen. Und seine Blindheit würde ihn stets Irrwege gehen lassen, wenn sich kein Führer ihm beigesellte, der ihm seine Führung anbietet. Dieser Führer nun wird ihm sagen, was er erreichen kann, er wird ihm auch seinen mangelhaften Zustand als selbstverschuldet vorstellen und ihn immer wieder anspornen, diesen zu wandeln, aber auch er wird ihm volle Willensfreiheit lassen, seinen Vorstellungen Gehör zu schenken und seinen Lebenswandel entsprechend zu führen oder eigene Wege zu gehen. Aber kein Mensch braucht ohne geistige Führung durchs Leben zu gehen ....

Und auch das ist wieder eine Gnade .... darum eine Gnade, weil einst das Wesen in hellstem Licht gestanden hat und sich freiwillig dieses Lichtes begab. Es hat also etwas Göttliches verschmäht, es hat abgewiesen, was Gottes große Liebe ihm schenkte, als Er das Wesen erschuf. Und es war dies eine Sünde, die gerechterweise zu völliger Verfinsterung führen mußte .... und gerechterweise auch ein Verscherzen von Gottes Liebe und Erbarmung bedeutete ....

Doch die göttliche Liebe und Erbarmung versagt sich nicht ewig. Aber es ist und bleibt ein Gnadenakt, daß Gott diesen aus eigener Schuld Gefallenen wieder die Möglichkeit gibt, sich zur Höhe emporzuarbeiten, wenngleich dies in einer Weise geschieht, daß der Mensch selbst sich der Bedeutung seines Erdendaseins nicht bewußt ist. Aber Gott sucht ihm auch das Wissen darüber zuzuführen, nur ist „Wissen“ und völliges „Erkennen“ noch ein Unterschied, aber es kann der Mensch sich einen Erkenntnisgrad erwerben, daß er fähig ist, zu glauben, was ihm als Wissen unterbreitet wird. Doch ein einziger Blick nur in seinen uranfänglichen Licht-Zustand würde den Menschen unfähig machen zu weiterem Streben, denn er würde dann unter der Wucht seiner Sünde vergehen ....

Er soll aber seinen einstigen Lichtzustand wieder erreichen. Darum ist ihm durch Gottes Liebe und Gnade auch jede Möglichkeit erschlossen worden, also er befindet sich in einem immerwährend-fließenden Gnadenstrom göttlicher Liebe, der ihn auch ans Ziel führen kann, wenn er sich ihm ganz überläßt, wenn er nicht „gegen den Strom schwimmt“ .... also inneren Widerstand leistet, jenen geistigen Führern gegenüber, die an seinem Vorwärtskommen überaus eifrig bemüht sind, aber doch ihm volle Freiheit lassen. Wer sich aber willig lenken und leiten lässet, der kommt seinem Urzustand immer näher, und bald erkennt er auch in seinem Geist die Wahrheit dessen, was ihm vorgetragen wird .... er erkennt die unendliche Liebe und Gnade Gottes, und dann unterwirft er sich demütig dem von ihm erkannten Gott und Vater, und er verlangt nach Ihm mit allen Sinnen ....

Dann kann er schon von einem kleinen Licht der Erkenntnis durchstrahlt werden, das aber nur ein schwacher Abglanz ist des Urlichtes, das ihn einstens gänzlich durchstrahlte ....

Dann aber war die ihm geschenkte Gnade der Verkörperung als Mensch nicht wirkungslos, und dann ist er zurückgekehrt zum Vater, von Dem er sich auch in Ewigkeit nicht mehr zu trennen vermag, denn die Liebe hat ihn nun unlöslich mit der Ewigen Liebe verbunden ....

Amen


B.D. 6603                empfangen am  23.7.1956

Einsetzen für die Wahrheit ....

Ohne Bedenken sollet ihr euch für die Verbreitung der Wahrheit einsetzen, denn Ich leite sie zu diesem Zweck zur Erde, daß Licht werde unter euch Menschen, daß Irrtum und Lüge entkräftet werde, die niemals dem Heil der Seele dienlich sind. Im Licht müsset ihr Menschen wandeln, wollet ihr zur Seligkeit gelangen. Irrtum und Lüge aber sind Finsternis und führen nimmermehr aufwärts, dem ewigen Licht entgegen. Was abweicht von der reinen Wahrheit, die in Mir ihren Ursprung hat, muß immer als Wirken Meines Gegners angesehen werden, dessen einziges Ziel es ist, Licht zu verlöschen, die reine Wahrheit zu bekämpfen und die Menschen in der Finsternis des Geistes zu erhalten. Und ihr könnet nun auch verstehen, daß sein Wirken niemals euch zu Mir führen wird; ihr könnet verstehen, daß ihm sein Wirken erleichtert wird, wenn es dem Menschen gleichgültig ist, ob er in der Wahrheit steht, weil ihm dann auch leicht Irrtum und Lüge vorgesetzt werden können ....

Wer aber die Wahrheit begehrt, der wird sie auch empfangen, denn sein Verlangen nach Licht wird von Mir Selbst gestillt. Meine Lichtträger .... die Menschen, denen Ich die reine Wahrheit direkt vermitteln kann .... haben aber auch die Aufgabe, in die Dunkelheit hineinzugehen und dort das Licht leuchten zu lassen. Sie haben die Aufgabe, jede unwahre Lehre zu beleuchten und sie als Irrtum zu brandmarken ....

Und darum ermahne Ich sie auch immer wieder, ohne Scheu zu reden, wo sie den Mitmenschen in dieser Gefahr wissen, einer irrigen Lehre zum Opfer zu fallen und ihm die reine Wahrheit entgegenzusetzen .... mit der ernsten Mahnung, zu prüfen mit Meiner Unterstützung. Es haben sich viele Irrlehren eingeschlichen in die Lehre, die Ich Selbst auf Erden den Menschen verkündet habe ....

Diese ist nicht unverändert geblieben, und Meine Sorge wird immer sein, das Falsche, Beigefügte, zu entfernen, auf daß nur Meine Liebelehre erhalten bleibe und die Menschen daraus immer wieder Kraft schöpfen können, die der verfälschten Lehre aber nicht mehr innewohnt ....

Und darum ist dies ein Werk der Nächstenliebe, den Mitmenschen dazu zu verhelfen, daß sie der „Kraft Meines Wortes“ teilhaftig werden .... indem ihnen Mein reines Evangelium dargeboten wird, was alles Falsche, Ungöttliche aufdeckt und den Menschen wahrlich Licht bringen kann, wenn es willig angehört wird. Wer nun allen Ernstes Mir zustrebt, der verlangt im Herzen selbst nach der Wahrheit, und er wird sich nicht befriedigt fühlen von einer Lehre, die von der Wahrheit abweicht. Wer aber eine Irrlehre nicht hingeben will, selbst wenn er darauf aufmerksam gemacht wird, daß sein Denken falsch ist, der hat auch nicht den ernsten Willen, zu Mir zu gelangen. Ihn hat Mein Gegner noch in der Gewalt, ansonsten er nicht das Gedankengut des Gegners vertreten würde. Und es kann jeder Mensch selbst erkennen, ob ihm Wahrheit oder Irrtum dargeboten wird, wenn er sich an Mich Selbst wendet, daß Ich ihm dazu verhelfe ....

Denn Ich lasse den wahrlich nicht länger im Irrtum verweilen, der Mich um Wahrheit anruft ....

Und so braucht sich nur der Mensch vertrauensvoll Mir Selbst hinzugeben, daß Ich seine Gedanken recht leiten möge, und er wird wahrlich herausfinden aus der Finsternis, er wird sich bereitwillig dem Licht zuwenden, das ihm erstrahlt und ihm den Weg zu Mir erleuchten soll ....

Ihr aber sollet Mir dazu euren Mund leihen, daß Ich Selbst durch euch reden kann ....

Ihr sollet offen und frei reden, und Ich werde euch die Worte in den Mund legen, die ihr dann auch voller Überzeugung aussprechet und so dem Mitmenschen aus irrigem Denken heraushelfen könnet, der sich euch nicht widersetzet. Die Wahrheit allein führt zur Seligkeit. Wo Unwahrheit ist, herrscht noch Mein Gegner ....

Jeder Mensch aber kann Wahrheit und Irrtum erkennen, wenn er nur Mich Selbst um Erleuchtung des Geistes angeht, wenn er ernstlich will, daß ihm die Wahrheit offenbar werde ....

Amen


B.D. 6604                empfangen am  24.7.1956

Pflicht zur Hilfe bei Gefahr des Mitmenschen ....

Jeder von euch ist verpflichtet, den Nächsten zu retten, wenn er sich in Gefahr befindet, ihm beizustehen, daß er dieser Gefahr entrinnen kann ....

Das gebietet die Nächstenliebe, wenngleich ihr nicht gezwungen werden könnet zu solchen Hilfeleistungen; aber vor Gott werdet ihr euch einst verantworten müssen, wenn ihr dies versäumt habt. Denn ihr seid alle Kinder eines Vaters, und so ihr den Vater liebet, müsset ihr euch auch untereinander lieben ....

Die Liebe aber sichert Schutz und Schirm dem Nebenmenschen, und die Liebe findet auch immer einen Ausweg, ein Mittel, die Gefahr abzuwenden, denn die Liebe ist göttliche Ausstrahlung, und Gott weiß es wahrlich, in welcher Weise Hilfe geleistet werden kann, und die Liebestrahlung Gottes überträgt auch dieses Wissen auf den Menschen, der helfen will ....

Zumeist aber leben die Menschen nebeneinander in völliger Gleichgültigkeit des Schicksals des anderen. Und das Gebot der Nächstenliebe ist ihnen ein leerer Begriff. Not und Gefahr des Mitmenschen berühren sie nicht, und der Hilfswille ist auf ein Minimum herabgesunken .... weil die Menschen ohne Liebe sind. Freiwillige Liebewerke allein tragen reichen Segen für die Ewigkeit ....

Werden sie unterlassen, so fällt auch der geistige Reichtum aus, und die Menschen sind arm und finsteren Geistes. Ist aber offensichtlich der Nebenmensch in Gefahr und geht ihr an diesem Notfall teilnahmslos vorüber, so habt ihr eine schwere Sünde auf euch geladen und nicht nur ein Liebewerk unterlassen, denn es wird euch diese Unterlassung angerechnet, als hättet ihr selbst den Mitmenschen in Gefahr gebracht ....

Sei es nun eine geistige oder eine irdische Gefahr, die dem Mitmenschen droht, ihr seid verpflichtet, diese Gefahr zu verhüten, wenn dies in eurer Macht liegt .... wie ihr auch verpflichtet seid, das Leben des Mitmenschen zu schützen, wenn es in Gefahr ist. Wendet ihr euch nur unwillig ab, so ladet ihr eine ungeheure Schuld auf euch, für die ihr euch verantworten müsset und die ihr auch abtragen müsset und dankbar sein dürfet, wenn euch dazu im Erdenleben noch Gelegenheit geboten wird ....

Die Pflicht besteht zwar immer nur Gott gegenüber, denn von Menschen könnet ihr nicht gezwungen werden zu Liebewerken. Was ihr aber nur deshalb tut, weil euch irdische Macht dies gebietet, das befreit euch nicht von der Verantwortung Gott gegenüber und das trägt euch auch keine geistigen Reichtümer ein ....

Ihr selbst aber wäret glücklich, in gleicher Gefahr einen Helfer zu finden und darum wisset ihr auch genau den Wert einer solchen Hilfe zu schätzen ....

Und versaget ihr nun, so ist das ein Zeichen größter Lieblosigkeit, es ist ein erneuter Beweis eurer Gesinnung, die vom Gegner Gottes noch völlig beeinflußt wird. Darum also habt ihr alle eine gewisse Verpflichtung eurem Nächsten gegenüber, wenn er in Gefahr sich befindet ....

Und so werdet ihr nun auch wissen, daß Gott euch nicht verdammen wird, wenn ihr im Notfall zu den Waffen greifet, sowie ihr nur eine Gefahr abwenden wollet, sowie ihr euren Nächsten schützen wollet, wenn dessen Leben bedroht ist ....

Doch auch nur dann handelt ihr gottgefällig, niemals aber dürfen die Motive in der Selbstliebe liegen ....

Das Leben des einzelnen Menschen soll euch allen heilig sein, denn Gott gab es euch, auf daß ihr ausreifet, auf daß ihr die Vollkommenheit wiedererlanget ....

Wo aber dieses Leben in Gefahr ist, dort muß sich der Mensch auf Seite des Gefährdeten stellen und ihm sein Leben zu erhalten suchen ....

Und dann wird auch eine scheinbar üble Tat nicht dem Willen Gottes zuwidergerichtet sein ....

Amen


B.D. 6605                empfangen am  25.7.1956

Vertretende Sühne durch Jesus Christus ....

Vertretungsweise hat Jesus Christus eure Schuld auf Sich genommen, der Mensch Jesus hat Sich Selbst hingegeben, um für euch Menschen die Sündenschuld zu tilgen, obgleich Er Selbst das reinste, unschuldigste Wesen war, Das je auf dieser Erde gelebt hat. Er hat für euch gelitten und ist für euch gestorben ....

Niemals aber hätte Gott dieses Opfer eines Menschen angenommen, wenn es nicht aus Liebe gebracht worden wäre. Denn die Gerechtigkeit Gottes fordert, daß jedes Wesen selbst seine Schuld büßen muß, um davon frei zu werden ....

Dieser Gerechtigkeit aber setzte der Mensch Jesus Seine übergroße Liebe entgegen, die den schwachen, belasteten Brüdern galt, die allein nicht mehr die Kraft aufbringen konnten, das Leid auf sich zu nehmen und es zu tragen, das erforderlich gewesen wäre, um die ungeheure Schuld abzutragen, die im Abfall von Gott im freien Willen bestand ....

Er erkannte die Not, in der die Menschheit schmachtete, und Er wußte, daß die Sünde der Aufkündigung ihrer Liebe zu Gott und der Abwehr von Gottes Liebekraft nur durch ein Liebewerk aufgewogen werden konnte, das dieser großen Sündenschuld gleichkam, das darum übermenschlich sein mußte, um jene große Sünde zu sühnen ....

Er wußte, daß zu einem solchen Liebewerk kein Mensch fähig war, weil diesen allen die Kraft fehlte, die das Vollbringen erforderte ....

Und Er wußte darum auch, daß die Menschen ....

Seine einst gefallenen Brüder .... unrettbar verloren waren, wenn ihnen nicht Hilfe gebracht wurde. Der Mensch Jesus war voller Liebe zu dem Unglückseligen, und in dieser Liebe bot Er Sich Selbst Gott zur Sühne an ....

Und darum nahm Gott Sein Opfer an, das Er vertretungsweise also gebracht hat für die Menschen ....

Gott bewertete also die Liebe des Menschen Jesus überaus hoch, weil Jesus standhielt allen Versuchungen des Gegners, die Seine Ichliebe hervortreten lassen sollten .... weil der Mensch Jesus völlig selbstlos war und Seiner Selbst nicht gedachte, weil Er Sich immer nur die große Not der Mitmenschen vor Augen hielt und ihnen darum helfen wollte. Die Liebe allein bewog Ihn, das Opfer zu bringen, und diese Liebe allein bewog Gott, Sein Opfer anzunehmen. Also brachte die Liebe den Ausgleich, so daß die Gerechtigkeit Gottes nicht umgangen wurde .... daß die Sühne geleistet war, nur nicht von den Menschen selbst, sondern in deren Vertretung von Jesus, Der durch Sein Mensch-Sein auf gleicher Ebene stand, jedoch durch Seine übergroße Liebe eine Brücke schlug zu Gott, Der die Ewige Liebe ist ....

Daß Gott Selbst Sich nun in diesem Menschen verkörpern konnte, ist nun verständlich, denn Jesus war von der „Liebe erfüllt“ .... oder auch .... die „Liebe Selbst“ war im Menschen Jesus ....

Und so leistete Gott Selbst die Sühne für die Sünden Seiner Geschöpfe, Gottes Liebe tilgte die Schuld, Gott Selbst ließ Sich kreuzigen, um Seinen Geschöpfen Rettung zu bringen in tiefster Not ....

Die Sünde der einstigen Auflehnung gegen Gott war zu groß, um von den Menschen selbst gesühnt werden zu können, aber die Liebe Gottes war noch größer ....

Und im Menschen Jesus nun hat sich diese Liebe kundgetan in einem Werk der Barmherzigkeit, das einmalig auf dieser Erde gewesen ist und sein kann. Und darum wird die Sündenschuld jeden Menschen belasten, solange er nicht von dem Liebewerk Gebrauch macht, das auch für ihn gebracht worden ist ....

Denn kein Mensch vermag selbst die ungeheure Schuld zu sühnen, und mögen seine Leiden auf Erden noch so groß und schmerzvoll sein ....

Die Liebe nur erlöset, und diese Liebe hat euch Menschen auch Erlösung gebracht in Jesus Christus .... die Liebe allein hat euch befreit, und so war Gott Selbst euer Erlöser von Sünde und Tod ....

Amen


B.D. 6606                empfangen am  26.7.1956

Gott, der rechte Führer auf der Erdenwanderung ....

Weite Wege müsset ihr noch gehen, so ihr euch nicht leiten lasset von Mir, dem Führer, Der wahrlich den rechten Weg kennt und Der euch alle zum Ziel führen möchte. Solange ihr Menschen ohne Mich wandelt, beweget ihr euch auf ebener Bahn, oder ihr schreitet abwärts ....

Denn der Weg zu Mir geht aufwärts. Er ist aber auch nicht allein, ohne Meine Führung, zu beschreiten, denn er wird nicht gefunden von den Menschen, die mit Mir keine Gemeinschaft suchen. Und so lebet ihr euer Erdenleben völlig nutzlos, denn was ihr auf diesen Wegen findet, die ihr beschritten habt, ist wie flüchtiger Nebel .... es sind Schaumgebilde, die vergehen, ohne das geringste Nützliche für euch zu hinterlassen. Schreitet ihr aber aufwärts, unter Meiner Führung, dann werden euch Güter zuteil, die euch ewig bleiben, die ihr mitnehmen dürfet in das jenseitige Reich, das jeder von euch Menschen einmal betreten muß, das nach eurem Leibestode euer Aufenthalt sein wird, aber beschaffen ist je nach eurem Erdenwandel ....

Und es gehen viele Menschen „ohne Gott“ dahin .... es ist nur eine geringe Anzahl so mit dem Schöpfer von Ewigkeit verbunden, daß sie Ihn zu ihrem Führer erwählt haben und Ihm bedingungslos folgen, wohin Er sie führt ....

Es sind nur wenige Menschen, die sich immer an Mich halten, die mit Mir verbunden bleiben in Leiden und Freuden, in Nöten und Sorgen .... die immer Mich zur Seite haben und keinen Schritt gehen ohne Meine Führung .... die keine Arbeit beginnen, ohne Meinen Segen erbeten zu haben, die sich in jeder Lebensfrage, in geistiger oder irdischer Not, Mir anvertrauen und Mich um Meinen Rat und um Meine Hilfe bitten. Aber diesen steht auch wahrlich der treueste Helfer zur Seite, und sorglos können sie ihren Erdenweg zurücklegen, er kann nicht verfehlt sein, und er wird auch nicht allzuschwer gangbar sein, weil Ich sie stütze und leite und ihnen Kraft schenke zum Aufstieg. Warum wählet ihr Menschen nicht alle euch diesen rechten Führer? Warum höret ihr nicht auf jene, die euch an Mich verweisen, die euch verhelfen wollen zu einem erfolgreichen Erdenwandel? Ihr alle könnet doch zu der Erkenntnis kommen, daß ihr einer höheren Macht untersteht, daß Einer euer Schicksal lenkt, wenn ihr nur etwas nachdenkt über euch selbst und alles, was euch umgibt ....

Würde Ich wohl den Glauben an Mich von euch verlangen, wenn es unmöglich wäre, diesen zu gewinnen? Ihr alle könnet euch selbst die innere Gewißheit verschaffen, daß Ich bin, daß ein Schöpfer sein muß,Der alles erstehen ließ ....

Und ihr würdet dann die kurze Zeit eures Erdenlebens wahrlich besser nützen, als ihr es tut. Und ihr alle werdet immer wieder aufmerksam gemacht auf diesen Schöpfer und Erhalter ....

Immer wieder werdet ihr angeregt, darüber nachzudenken, aber immer wieder wehret ihr solche Gedanken unwillig ab. Immer wieder stehen Boten am Wege, die euch zurufen, den ebenen Weg zu verlassen und euch zur Höhe zu wenden, und immer wieder trete Ich Selbst euch als unbekannter Führer entgegen und biete euch Meine Dienste an .... weil Ich allein weiß, wohin euer Weg führt und wohin ihr aber gelangen sollet ....

Aber ihr höret Mich nicht an, die Vorstellung Meiner Boten lassen euch unbeeindruckt, und ihr wandert und wandert und kommet nicht weiter, denn euer Leben ist ein Leer-lauf, es bewegt sich ständig in gleicher Bahn .... wenn ihr nicht „schlecht“ seid und dann unweigerlich in der Tiefe landet ....

Aber ihr alle wisset es doch, daß eures Bleibens auf dieser Erde nicht ewig ist, und es sollte ein jeder kluge Mensch diese kurze Zeit nach besten Kräften ausnützen ....

Ihr tut dies wohl auch, aber nur in irdischem Sinn; was ihr euch erwerbet, hat keinen bleibenden Wert, und es belastet euch nur, so daß ihr darum schon nicht den Weg aufwärtsnehmen wollet, weil ihr diese Last zurücklassen müßtet und sie euch unentbehrlich dünkt. Wenn ihr euch aber Mir als Führer anvertraut, dann könnet ihr gewiß sein, daß ihr nichts weiter benötigt für euren Aufstieg als nur guten Willen und ein offenes Herz, das sich Mir schenkt, damit Ich es füllen kann mit Meiner Liebe ....

Dann brauchet ihr wahrlich nichts weiter, denn mit Meiner Führerschaft übernehme Ich auch voll und ganz die Sorge um euch, und ihr brauchet nur immer den Blick zur Höhe wenden und könnet euch der herrlichsten Gegend erfreuen, die ihr erschauet und der ihr nun entgegengehet. Und kurz nur wird euer Weg sein, so ihr in Meiner Begleitung wandelt, aber er führt sicher zum Ziel.

Amen


B.D. 6607                empfangen am  27.7.1956

Bekennen vor der Welt ....

Vertretet ihr Mich vor der Welt, so will Ich euch vor Meinem Vater bekennen ....

Diese Worte sprach Ich als Mensch Jesus zu Meinen Jüngern und somit also zu allen Menschen, weil alle Meine Worte der ganzen Menschheit galten, weil alle Meine Worte zu der göttlichen Liebelehre gehörten, die Ich verkündet wissen wollte unter allen Völkern ....

Und gerade diese Worte sind ungewöhnlich zu bewerten, denn sie legen euch Menschen eine Verpflichtung auf .... nicht nur selbst sollet ihr an Mich glauben, sondern auch den Mitmenschen gegenüber sollet ihr euren Glauben bekunden ....

Ihr sollet Mich vor der Welt bekennen ....

Ihr sollet also für Meinen Namen eintreten vor aller Welt. Dann erst werdet ihr von Mir, dem Vater, aufgenommen, wie Ich es euch verheißen habe. Ich begnüge Mich also nicht damit, daß ihr innerlich wohl an Mich glaubet, daß ihr Mich und Mein Erlösungswerk nicht anzweifelt, daß ihr vielleicht Mich auch anrufet, daß Ich euch die Sünden vergeben möge, denn Ich fordere einen ganz lebendigen Glauben an Mich .... und ein lebendiger Glaube kann nicht anders, als Mich vor der Welt zu vertreten, denn sowie der Mensch im lebendigen Glauben steht, wird er von innen angetrieben, ständig Meiner zu gedenken in Jesus, und dann wird auch sein Mund nicht schweigen können, er wird überströmen vor innerer Dankbarkeit und Liebe zu Mir, Der Ich im Menschen Jesus das Erlösungswerk vollbracht habe, um euch Menschen zu erretten aus der Nacht der Sünde. Und Ich wußte sehr wohl, warum Ich diese Worte gesprochen habe, denn Ich wußte um die große geistige Not, die über alle Menschen kommt, die Jesus Christus nicht erkennen und anerkennen. Und in dieser Not müssen sich die Mitmenschen derer annehmen, um ihnen zu verhelfen zum Glauben an Jesus Christus. Und dazu ist es nötig, daß sie Mich verkünden, daß sie sich zu Mir in Jesus bekennen und nun auch laut Zeugnis ablegen für Mich und Meinen Namen ....

Was der Mensch innerlich erlebt, was ihn gedanklich bewegt, davon nimmt der Mitmensch keine Kenntnis .... er muß ganz offenkundig hingewiesen werden auf den göttlichen Erlöser, und es kann dies am besten geschehen durch das Liebezeugnis derer, die Ihn gefunden haben und die nun ihren lebendigen Glauben an Mich dadurch beweisen, daß sie reden von Meinem Barmherzigkeitswerk .... daß sie vor allen Menschen offen eintreten für Mich und Meinen Namen, daß sie Meinen Namen preisen und sich selbst als Anhänger Jesu Christi bezeichnen und auch die Mitmenschen für Mich zu gewinnen suchen. Die Menschen wandeln auf dieser Erde, um endlich Befreiung zu finden aus der materiellen Form ....

Doch wie auch ihr Erdenwandel sei, er kann nicht zum Ziel führen ohne den göttlichen Erlöser Jesus Christus, weil Ich in Ihm das Werk der Erlösung vollbrachte und jeder, der erlöst werden will von seinen Fesseln, sich also an Mich Selbst in Jesus Christus wenden muß ....

Wer nun wahrhaft befreit ist, wer Erlösung gefunden hat durch Ihn, der preiset auch laut Seinen Namen, er wird immer nur reden von Ihm und Seiner unermeßlichen Liebetat, er kann nicht anders, als Seines Namens laut Erwähnung zu tun, denn von ihm sind alle Banden abgefallen, er ist frei von gegnerischer Gewalt, er hat sich Mir hingegeben in Jesus Christus, und ein solcher Akt der Umwandlung wird nicht still und geheim vollzogen, er ist allen Mitmenschen erkenntlich. Denn der Mund schweiget nicht, wo das Herz erfüllt ist von der Liebe und Gnade Jesu Christi, und der Mensch bekennet Ihn also vor aller Welt als seinen Retter und Erlöser, und er sucht auch die Mitmenschen zu Ihm hinzuführen ....

Er verleugnet Ihn nicht, auch wenn ihm selbst Gefahr droht, weil er weiß, daß auch jede Gefahr gebannt werden kann von dem Einen, Der Macht hat über Himmel und Erde, Dessen Hauch genügt, alles zu vernichten, wie aber auch Sein Wille genügt, daß zum Leben aufersteht, was schon dem Tode verfallen war ....

Und wer zum Leben erweckt wurde, der fürchtet auch nicht den Tod ....

Er wird sich auch für Mich und Meinen Namen einsetzen, wenn die letzte Entscheidung gefordert wird, doch er wird es tun aus Liebe zu Mir, und darum werde Ich ihn aufnehmen, weil er Mich bekennet vor aller Welt ....

Amen


B.D. 6608                empfangen am  28.7.1956

Zeitbegriff und Wissen darum ....

Endlose Zeiträume sind es, die vergangen sind und die noch folgen werden .... Zeiträume, die für euch Menschen Ewigkeiten bedeuten, die aber doch einmal ein Ende nehmen, weil im Zustand der Vollkommenheit es für das Wesen keinen Zeitbegriff mehr gibt, also auch das Quälende einer endlos langen Zeit für ein solches Wesen ausscheidet. Doch euch Menschen muß es immer wieder vorgestellt werden, welche Ewigkeiten ihr euch schon auf der Erde bewegt und daß ihr schon jetzt in eurem Erdenleben dieser endlos langen Zeit eurer Entwicklung ein Ende machen könnet, wenn ihr euch bemüht, vollkommen zu werden, auf daß ihr dann nicht mehr dem Gesetz von Zeit und Raum untersteht, auf daß ihr dann als seligste Geistwesen auch das Quälende des Zeitbegriffes verlieret, was zur restlosen Seligkeit gehört. Es muß euch immer wieder gesagt werden, daß euer Sein nicht erst seit eurer Geburt als Mensch auf dieser Erde ist, sondern daß ihr schon ewige Zeiten zurückgelegt habt, teils bewußt, teils unbewußt, und daß es an euch selbst liegt, ob ihr diese Zeit wieder endlos verlängert oder ihr ein Ende setzet ....

Im Zustand der Unvollkommenheit aber gibt es kein Ende für euch, nur ist die Art eures Bestehens verschieden .... also es kann der bewußte Zustand auch wieder schwinden, und dennoch besteht ihr weiter unbewußt, und dann müsset ihr wieder Ewigkeiten zurücklegen, bis ihr erneut die Möglichkeit habt, euren Erdenlauf abzuschließen in einem Vollkommenheitsgrad, der jeden Zeitbegriff ausschließt. Ihr wisset zwar von der hinter euch liegenden Zeit nichts, und darum nehmet ihr es auch mit eurer Vollendung auf dieser Erde nicht ernst ....

Ihr dürfet es auch nicht wissen, d.h., es darf euch nicht unwiderlegbar bewiesen werden, weil ihr dann in einem gewissen Zwangszustand euch der Vollendung befleißigen würdet ....

Dennoch wird euch dieses Wissen unterbreitet und es euch selbst überlassen, wie ihr euch dazu einstellt ....

Glaubet ihr daran auch ohne Beweise, so werdet ihr euch auch bemühen, einen Lichtgrad noch auf dieser Erde zu erreichen, ihr werdet streben nach Vollendung, und es nähert sich auch dann für euch das „Ende der Zeit“. Der Ungläubige aber lässet sich auch durch ein solches Wissen nicht beeindrucken, und er ist in großer Gefahr, daß er sich selbst die Zeit verlängert, daß er wieder Ewigkeiten in den Schöpfungen gebunden wird, daß er wieder unbewußt einen endlos langen Erdenweg geht, aber doch die Qualen dieses Ganges auf sich nehmen muß, weil für das ursprünglich Frei-geschaffene-Geistige jeglicher Zwang, jeglicher gebundene Zustand auch ein Zustand der Qual ist ....

Darum wird den Menschen in der letzten Zeit vor dem Ende das Wissen darüber erschlossen, es wird ihnen unterbreitet und kann zu größerer Verantwortung den Seelen gegenüber führen. Wiederum ist diese Möglichkeit sehr gering, weil ohne Glauben an einen Erdenlebenszweck, an das Erreichen eines bestimmten Zieles, auch einem solchen Wissen kein Glaube geschenkt wird, weil auch die Lehren über den Entwicklungsgang der Seele nur als Hirngespinste angesehen werden, denen keine Bedeutung zuzumessen ist. Aber diese Lehren sind eine ernste Mahnung, denn es geht um die Freiheit jeder einzelnen Seele ....

Es geht um etwas, was jedes Wesen will, weil es sich nur in der Freiheit glücklich fühlen kann, was es aber .... um es zu besitzen .... auch anstreben muß ....

Und dazu soll es angeregt werden durch die Zuführung jenes Wissens, die Menschen sollen einmal nachdenken über den Begriff „Ewigkeit“ .... und sich selbst damit in Zusammenhang bringen. Und sie sollen auch wissen, daß sowohl Freiheit als auch Gebundenheit in ihrem Willen liegen, daß ihnen zur Erlangung der Freiheit in jeder Weise geholfen wird, daß sie aber auch nicht gehindert werden, wenn sie im freien Willen wieder zur Gebundenheit zurückkehren, aus der sie sich schon gelöst haben und nun im Erdenleben gänzlich lösen können. Ob sie das Wissen annehmen als glaubwürdig, ob sie daraus ihre Schlüsse ziehen und es zur Grundlage ihres Lebenswandels machen, das bestimmt aber auch ihren Geisteszustand, es bestimmt den Reifegrad, den sie auf Erden erreichen, und sonach auch den Zustand nach dem Leibestode ....

Aber das Zuleiten jenes Wissens ist auch eines der letzten Gnadenmittel, die angewendet werden, um den Menschen zu helfen in ihrer geistigen Not ....

Alles aber geschieht und muß geschehen ohne Zwang, denn die Vollendung kann nur in voller Freiheit des Willen erreicht werden, doch Hilfe wird der Seele in jeder Weise zuteil ....

Amen


B.D. 6609                empfangen am  30.7.1956

Dringende Einladung zum Abendmahl ....

Tretet nur immer an Meinen Tisch und holet euch die Nahrung, die eure Seele benötigt .... : Immer wieder müsset ihr sie zu euch nehmen, ständig muß sie sich laben können am Quell Meiner Liebe, und darum müsset ihr auch ständig Mich zu euch sprechen lassen, und ihr dürfet niemals glauben, genug des Vorrates empfangen zu haben, denn Ich rede unentwegt zu euch, weil Ich es weiß, daß ihr immer Kraft und Stärkung benötigt, weil Ich euch immer wieder ansprechen muß, auf daß eure Seelen kräftig werden und ausreifen können. Der Born des Lebens wird niemals versiegen, Mein Tisch wird immer für euch gedeckt sein, ihr aber müsset selbst kommen zu Mir, und ihr dürfet niemals glauben, daß eure Seele das Brot des Himmels entbehren könnte, will sie selbst sich nicht schädigen. Denn was Ich ihr darbiete, ist Meine Liebekraft, ohne welche sie nicht selig werden kann ....

Die Seligkeit aber besteht darin, ständig Meine Liebeanstrahlung zu empfinden und dennoch immer wieder Verlangen danach zu haben ....

Also werdet ihr niemals übersättigt sein, sondern gleichfort Nahrung gebrauchen, die euch erquickt und stärkt, die euch stets mehr die Bindung mit Mir spüren lässet ....

Ihr werdet also ständig mit Mir das Abendmahl halten dürfen und auch halten müssen, soll eure Seligkeit nicht beeinträchtigt werden. Aber Mein Gabentisch ist unermeßlich reich gedeckt .... und alles will Ich mit euch teilen, Meine Gäste will Ich mit dem Besten bewirten, weil sie Mir überaus lieb und teuer sind. Und ein guter Gastgeber freut sich, wenn seine Gaben begehrt und dankend angenommen werden. Und so auch will Ich, daß ihr immer wieder an Meinen Tisch tretet, um mit Mir das Abendmahl zu halten, um die Speise in Empfang zu nehmen, die Ich für euch breche und segne, die Ich euch darbiete, weil Ich es weiß, daß ihr sie benötigt und nicht genug davon empfangen könnet. Die Liebe bereitet euch die Speise, und die Liebe teilet sie euch aus ....

Die Liebe locket und rufet euch, Sie sendet Boten aus, die euch einladen sollen, und niemals wird die Liebe Selbst die Tür schließen, sondern alle Pforten geöffnet halten, die zum Quell des Lebens führen ....

Meine Boten werden euch geleiten dahin, wo Meine Gaben ausgeteilt werden, auf daß eure Seele gute Gabe empfange ....

Darum sollet ihr euch immer wieder einfinden an Meinem Tisch, immer wieder sollet ihr eure Herzen öffnen Meiner Ansprache, ihr sollet eine ständige Bindung mit Mir pflegen und Mich nimmer von euch lassen ....

Ihr sollet immer Meine Gegenwart begehren, die sich aber auch beweiset durch Meine Ansprache, durch den Zufluß Meines Gnadenstromes, durch die Darbietung Meines Wortes, des Himmelsbrotes und lebendigen Wassers, das eure Seele kräftigt und reifen lässet. Warum Ich euch dies sage? Warum Ich euch so dringend ermahne, Mein Wort in Empfang zu nehmen? Weil Zeiten kommen werden, wo euch dieser Gang an Meinen Tisch schwergemacht werden wird, und weil ihr für diese Zeit vorbereitet sein müsset, daß eure Seelen kräftig geworden sind und daß ihr dann ein solches Verlangen nach Meiner Speisung empfindet in euch, daß ihr auch jene Schwierigkeiten überwinden werdet, um nur das Abendmahl halten zu können ....

Aber dazu braucht eure Seele schon viel Kraft, die sie zuvor schon soll gesammelt haben. Ich versorge euch wahrlich reichlich, aber nicht reichlich genug könnet ihr euch speisen und tränken lassen von Mir ....

Glaubet diesen Meinen Worten, daß ihr sehr viel Kraft benötigen werdet und diese Kraft nur durch rechte Speise und rechten Trank entgegennehmen könnet. Darum aber fordert euch Meine Liebe immer wieder auf, euch um den Quell zu lagern, den Ich euch erschlossen habe ....

Und diese Gnade sollet ihr nützen, solange sie euch leicht erreichbar ist ....

Und ihr werdet dann auch Widerstände überwinden können, um zum Tisch des Herrn zu kommen ....

Und solche Widerstände habet ihr zu erwarten, denn es naht das Ende, wo Mein Gegner alles versuchen wird, euch von Mir abzudrängen. Darum sollet ihr dann stark sein, und Meine Gaben sollen euch so kostbar dünken, daß ihr nur sie begehret, daß es euch verlangt nach dem Abendmahl mit Mir und daß ihr immer dorthin finden werdet, wo Ich Meinen Tisch für euch gedeckt habe ....

Amen


B.D. 6610                empfangen am  31.7.1956

Verkünden der Liebelehre Jesu dringend nötig ....

Mein Evangelium soll hinausgetragen werden in alle Welt ....

Diesen Auftrag gab Ich Meinen Jüngern, als Ich noch auf Erden wandelte, und den gleichen Auftrag gebe Ich auch heut Meinen Jüngern der Endzeit, denn nötiger denn je ist es geworden, den Menschen das Evangelium zuzuführen, das Evangelium der Liebe, das allen fremd geworden ist oder das nicht mehr ernst genommen wird, wenngleich es bekannt ist. Die Menschen haben sich von Mir entfernt, denn sie leben nicht mehr in der Liebe, also kann auch Ich nicht bei ihnen sein. Und ein Leben ohne Liebe bringt ihnen den sicheren Tod ....

Also ist es vordringlich geworden, daß die Menschen aufgeklärt werden müssen, das ihnen von neuem Meine Liebelehre verkündet wird, daß ihnen vorgestellt wird, in welcher Gefahr sie sich befinden, wenn sie es versäumen, Meinen Liebegeboten entsprechend zu leben, und was sie erreichen, wenn sie zur Liebe sich gestalten ....

Es muß Meine Liebelehre verkündet werden allen Völkern der Erde, und darum sende Ich Meine Jünger aufs neue hinaus in die Welt ....

Ich gebe ihnen köstliches Lehrgut, das sie überall verbreiten sollen, auf daß die Menschen erneut Kenntnis nehmen von dem gleichen, was Ich als Mensch Jesus auf Erden predigte, um den Mitmenschen Erlösung zu bringen aus ihrem toten, gefesselten Zustand. Nötiger denn je ist es geworden, die göttliche Liebelehre herauszustellen, denn derer wird zu wenig geachtet. Was selbstverständlich sein sollte, daß die Menschen wie Brüder einander liebten und ihnen erwiesen, was unter Brüdern Sitte ist, das kennen sie nicht mehr, ein jeder denkt nur an sich selbst, ein jeder betrachtet seinen Mitmenschen eher als seinen Feind als seinen Bruder ....

Es fehlt jede Gemeinschaft, die sich in Liebe zusammenschließt, die uneigennützige Nächstenliebe ist fast verschwunden, die Ichliebe aber desto stärker geworden, und darum sind die Menschen in großer Gefahr, sich selbst dem Tode auszuliefern und Ewigkeiten wieder in diesem Todesschlaf verharren zu müssen .... dem sie aber entfliehen können, wenn nur die Liebe in den Herzen wieder entzündet und geübt wird, Ich stelle darum immer wieder die Liebe in den Vordergrund, Ich Selbst predige auch nun ständig die Liebe, Mein Wort, das euch direkt aus der Höhe zugeht, hat immer nur die Liebe zum Inhalt, die Mich veranlaßt, euch zu helfen, und die auch von euch geübt werden muß, wollet ihr aus der Not eurer Seele herausfinden, wollet ihr erwachen zum Leben und dieses Leben ewig nicht mehr verlieren. Und Ich erwecke Mir allerorten Diener ....

Jünger, die Ich wieder unterweise wie zu Meiner Erdenlebenszeit, Jünger, denen Ich Mein reines Evangelium verkünde mit dem Auftrag, es weiterzutragen, weil Ich weiß, daß die Menschen Kenntnis nehmen müssen von dem Evangelium der Liebe, von ihrer Erdenaufgabe, sich durch die uneigennützige Liebe zu erlösen aus ihrer Unfreiheit und ihrer Finsternis. Denn ob auch die Menschen Meine Liebegebote kennen, sie sprechen sie daher ohne Gedanken, sie bewegen sie nicht in ihren Herzen und handeln danach ....

Und darum muß ihre Aufmerksamkeit wieder darauf gelenkt werden, sie müssen immer und immer wieder angesprochen und zum Liebewirken angeregt werden, sie müssen es erfahren, daß sie nur durch die Liebe selig werden können, weil sie nur durch die Liebe sich Mir nähern und den Zusammenschluß mit Mir herstellen können, der unbedingt gefunden werden muß, um selig zu sein. Und darum gibt es keine Mission, die dringender wäre als diese: Meine Liebelehre zu verkünden oder wiederaufleben zu lassen mit dem Hinweis auf den Einen, Der aus Liebe litt und starb am Kreuz. Denn von Ihm müssen alle Menschen erfahren, Der ihnen ein Liebeleben vorlebte, Den die Liebe bewog, schwerstes Leid und einen qualvollen Tod zu erdulden, um die Menschen zu retten aus der Nacht des Todes ....

Die Menschen sollen nur dazu erzogen werden, in selbstloser Liebe sich ihrer Mitmenschen anzunehmen, ihnen wirklich wie Brüder entgegenzutreten und wie Brüder an ihnen zu handeln ....

Nur dann ist ihnen ihre eigene Rettung gewiß, ein liebloser Lebenswandel aber treibt die Menschen rettungslos Meinem Gegner in die Hand, der bar jeder Liebe ist. Doch bis zum letzten Tage auf dieser Erde werden Meine Boten noch die Liebe predigen, bis zum letzten Tage werden sie als Meine Jünger der Endzeit das Evangelium der Liebe verkünden, denn nur, wer dieses annimmt, der wird dem Untergang entfliehen und auch Meine Liebe und Barmherzigkeit erfahren im gleichen Maße, wie er selbst sie ausgeübt hat ....

Amen


B.D. 6611                empfangen am  1.u.2.8.1956

Über die „Taufe“ ....

Ihr könnet die große Gnade des Wortempfanges nicht ermessen, wird euch doch jede Frage von Mir beantwortet und jeder Zweifel in euch vertrieben, wenn ihr euch nur immer an Mich wendet um Aufklärung. Zwar beantworte Ich euch auch gedanklich solche Fragen, doch ihr seid euch oft nicht sicher, ob die Gedanken von Mir euch gegeben sind; und darum werden auch eure Zweifel nicht vertrieben, wohingegen das euch zugeleitete Wort euch beglückt, sowie ihr die Gnade des Wortempfanges in Anspruch nehmet. Es sind noch viele Fragen, die euch Menschen beschäftigen, und es würde nur eine gläubige Bitte zu Mir genügen, daß euch Aufschluß würde, aber ihr richtet viel zu selten solche Bitten an Mich und seid euch also auch noch nicht recht der großen Gnade bewußt, die ihr auswerten dürfet: Jedes Menschen Seele bedarf einer gründlichen Reinigung, eines Bades, das sie von allen ihren Schlacken reinigt, das sie erfrischt und belebt und sie fähig macht für die Arbeit, die sie auf Erden zu leisten hat. Und jedes Menschen Seele muß bereit sein, diese Reinigung an sich selbst vorzunehmen oder über sich ergehen zu lassen, in der Erkenntnis, daß sie zuvor nicht so ist, wie Ich sie haben will, wie sie sein muß,um sich Mir nahen zu können und ewiglich bei Mir zu verbleiben. Ein solches Reinigungsbad ist aber nicht rein äußerlich zu verstehen, es ist ein Akt, der sich innerlich abspielen muß, der nur dadurch auch äußerlich erkennbar wird, daß sich im Wesen des Menschen eine Änderung vollzieht, die also auch dem Menschen selbst die Gewißheit gibt, sich aus einem Sumpf emporgearbeitet zu haben, durch ein erfrischendes Bad gegangen zu sein und diesem nun völlig gereinigt zu entsteigen. Ein Wasser aber, das klar ist und erfrischende Wirkung hat, kann kein totes Gewässer sein, es muß ein fließender, lebendiger Strom sein, ein Wasser, das die Kraft hat zu reinigen und zu beleben. „Lebendiges Wasser“ also benötigt ihr .... und ihr wisset auch, was unter dem „lebendigen Wasser“ zu verstehen ist ....

Immer wieder fordere Ich euch auf, an den Quell zu kommen, dem das lebendige Wasser entströmt, immer wieder will Ich, daß ihr hineinsteiget in das Meer Meiner Liebe, daß ihr untertauchet, daß ihr von Mir Selbst euch „taufen“ lasset mit Meinem Wort, das allein die Kraft hat, in euch eine Wandlung zu bewirken, das eure Seele reinigt und neu belebt, das ihr erst das rechte Leben gibt ....

Wenn Ich also zu Meinen Jüngern gesagt habe: Taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes .... so ist darunter nichts anderes zu verstehen, als daß sie in Meinem Namen den Menschen Mein Wort bringen sollten, das lebendige Wasser, das in Mir seinen Ursprung hat .... daß sie also zum Quell sich begeben müssen. Die Liebe Selbst .... der Vater .... bietet es euch Menschen dar, was euch zu tiefster Weisheit gelangen lässet, wenn ihr das Wort auslebet und dadurch den Geist in euch zum Leben erwecket, der euch hellste Erkenntnis gibt ....

Eure Seele braucht dieses Wort, das allein eine solche Wirkung hat, wie es das klare Wasser auf den Körper ausübt: daß sie gekräftigt dem Bade entsteigt, tauglich für jede Arbeit, die dann verlangt wird ....

Und so sollten Meine Jünger allen Menschen Mein Wort bringen, in Liebe sollte ihnen Köstliches dargeboten werden, daß es wieder Liebe in ihnen entzündete und dem Geist in ihnen das Leben gebe ....

Lebendiges Wasser aber hat nur in Mir seinen Ursprung, Ich Selbst bin der Quell, Dem das lebendige Wasser entströmt, und es muß jeder Mensch herabgestiegen sein in den Brunnen Meiner Liebe, um göttliche Weisheit zu empfangen und sie auch erkennen zu können durch seinen Geist. (2.8.1956) Dies ist die Taufe, die jeder Mensch empfangen haben muß, um Mitglied der Kirche Christi zu werden .... der Kirche, die Ich Selbst auf Erden gründete ....

Und darum ist vorerst euer Wille erforderlich, der sich frei entscheiden muß, in die Fluten Meiner Liebe hinabzusteigen, Mein lebendiges Wort anzunehmen und dadurch seine Seele nun einer Reinigung zu unterziehen, die dann Meine Gegenwart möglich macht. Es sind Meine Worte immer nur geistig zu verstehen, und niemals wird ein äußerlicher Vorgang die innere Umgestaltung des Wesens, die Läuterung einer Seele, zuwege bringen. Und darum müsset ihr Menschen stets den geistigen Sinn Meiner Worte zu ergründen suchen, der euch aber auch ganz verständlich sein wird, wenn ihr Mich Selbst im Herzen um Aufklärung bittet, denn so euer Verlangen danach ernst ist, werdet ihr dann auch nicht anders als recht denken können ....

Dann aber nehmet ihr auch ohne Widerstand Mein Wort an, so es euch von Meinen Jüngern gebracht wird, und dann steiget ihr in Meine göttliche Liebeflut .... ihr empfanget die Taufe ....

Meine Liebe erfüllet euch mit Meinem Geist und führet euch ein in die Wahrheit ....

Liebe, Weisheit und Kraft sind nun sein Anteil ....

Der Vater, der Sohn und der hl. Geist sind der Seelen ständige Begleiter, die sich taufen ließen mit dem Wasser des Lebens und der Liebe ....

Amen


B.D. 6612                empfangen am  4.8.1956

Lasset den Geist in euch wirken ....

Dem Geist in euch dürfet ihr nicht wehren, so er sich äußern will ....

Ihr müsset immer bereit sein, ihn anzuhören, ihr müsset oft in die Stille gehen und horchen, was er euch sagen will. Ihr müsset euch bewußt öffnen, denn er wird niemals zwingen oder überlaut durchzudringen suchen, sondern stets eure Bereitwilligkeit abwarten, dann aber euch Köstliches bieten. Der Geist in euch ist die Stimme Meiner Liebe, die immer bereit ist, für euch zu tönen, die ständig mit euch reden möchte, aber nur dann zu euch reden kann, wenn auch ihr bereit seid, Mich anzuhören. Und wenn ihr es euch ernstlich bedenket, welch große Gnade es ist, daß ihr Mein Wort zu hören gewürdigt werdet, dann müsset ihr in tiefer Demut immer nur danken für dieses Gnadengeschenk und keine Gelegenheit versäumen, es in Empfang zu nehmen. Und je öfter ihr also euer Herz öffnet, desto klarer vernehmet ihr Meine Stimme, und Ich kann euch unerschöpfliche Weisheiten vermitteln, die euch zutiefst beglücken ....

Und dann werdet ihr euch bald über alles Irdische erheben können, ihr werdet alles betrachten lernen als eine schnell vorüber-gehende letzte Prüfung und Erprobung, der dann ein ewiges ungetrübtes geistiges Leben folgt ....

Es wird euch bald nichts mehr belasten, weil eure Seele sich mehr und mehr löset von der materiellen Welt und nur noch heimverlangt in ihr Vaterhaus. Nur Mein Geist kann euch das vermitteln, und nur euer geistiges Ohr kann es aufnehmen, aber ihr selbst könnet durch euren Willen euch so gestalten, daß ihr fähig werdet, Meine Stimme zu vernehmen, und niemals werden Meine Gaben beschränkt euch geboten ....

Das Maß aber bestimmet ihr selbst. Es ist dies nun einmal Gesetz, daß der freie Wille nicht übergangen wird, daß ihr selbst euch Mir zuwenden müsset, wenn Mein Strahl der Liebe euch treffen soll. Aber von Mir aus findet keine Beschränkung statt, nicht Ich ziehe Mich von euch zurück, sondern ihr selbst gebet den Anlaß, wenn es euch scheint, als sei Ich euch nicht gegenwärtig, weil sich sofort eine Wand zwischen uns schiebt, wenn euer Wille sich ein anderes Ziel sucht ....

Und diese Wand müsset ihr selbst auch wieder entfernen, und ihr werdet Mich wiederfinden, weil Ich niemals fern von euch war ....

Daß ihr euch aber in erheblichem Vorteil befindet, wenn euch Meine Nähe ständig bewiesen wird durch die Entgegennahme Meines Wortes, das braucht euch nicht gesagt zu werden, denn euer Seelenzustand wird es euch selbst beweisen, ihr werdet einen inneren Frieden empfinden in Meiner Nähe und voller Kraft sein, weil ihr diese direkt von Mir empfanget. Lasset den Geist in euch oft zum Wort kommen, schaffet nur immer Gelegenheiten, daß er sich äußert ....

Also gebt euch des öfteren der inneren Sammlung hin, schließet euch ab von dem Lärm der Welt und lauschet dem feinen Klingen in euch ....

Wollet, daß Ich zu euch rede, und höret Mich an ....

Und ihr werdet wahrlich reich gesegnet durch das Erdenleben gehen und viel des Segens auch weiterleiten können ....

Denn alle brauchet ihr Kraft und Licht .... die Mein Geist jedem schenkt, der sich ihm öffnet ....

Amen


B.D. 6613                empfangen am  5.8.1956

Zuführen der Wahrheit ....

Gottes Wille geschieht ....

Immer nur kann euch die Versicherung gegeben werden, daß Ich euch die Wahrheit zuführe, wenn ihr solche begehret. Ich will nicht, daß ihr in Finsternis einhergehet, Ich will immer euch ein Licht anzünden, d.h., Ich will jeden unwahren Gedanken, jede irrige Lehre berichtigen, Ich will ihnen die reine Wahrheit entgegensetzen, damit es hell werde in euch und ihr Mich Selbst und auch Mein Walten und Wirken recht erkennet, weil Ich doch will, daß ihr Mich liebenlernet, aber niemals eure Liebe erringen kann, solange ihr euch durch falsche Lehren oder falsche Begriffe eine andere Vorstellung machet von Mir, die also nicht der Wahrheit entspricht. Ich will eure Liebe .... und lieben werdet ihr Mich erst dann, wenn ihr Mich als ein höchst vollkommenes Wesen erkennet, Das in Sich Liebe, Weisheit und Macht ist in unübertrefflichem Maß ....

Jede falsche Lehre aber lässet euch irgendwie zweifeln an Meiner Vollkommenheit, denn sie wird entweder Meine Liebe oder Meine Weisheit oder die Allmacht in Frage stellen ....

Darum setze Ich die Wahrheit ihnen gegenüber, auch wenn ihr nicht in alle Tiefen dieser eindringen könnet, aber Ich Selbst werde euch nichts unterbreiten, was der reinen Wahrheit widersprechen könnte .... dessen sollet ihr immer gewiß sein. Denn Ich liebe euch mit der Allgewalt göttlicher Liebe, und diese Meine Liebe garantiert euch auch gute Gabe ....

Oft aber wird euch auch die reine Wahrheit unverständlich sein, weil eure Seele noch nicht empfangsfähig dafür ist, weil sie noch nicht recht beurteilen kann infolge ihrer noch mangelhaften Gestaltung ....

Dennoch sollet ihr glauben, daß Ich dem Willen und Verlangen nach Wahrheit entspreche und euch nicht irreleiten lasse, wenn schlechte Kräfte diese Absicht haben ....

Allzeit zwar werdet ihr von solchen Kräften bedrängt, doch es werden diese nicht gegen Mich arbeiten können, wenn Ich den Plan gefaßt habe, der Menschheit die Wahrheit zuzuleiten, und dafür einen Menschen ausersehen habe, den Ich dafür tauglich erachte .... ansonsten die Zuführung der Wahrheit eine Unmöglichkeit wäre, die Endzeit aber dringend eine Bereinigung der schon sehr verbildeten Lehre erfordert. Darum also könnet ihr Menschen ohne jeglichen Zweifel annehmen, was euch zugeleitet wird, denn sowie ihr nur des Willens seid, euch in der Wahrheit zu bewegen, lehnet ihr wohl unwahres Gut ab, erkennet aber auch stets Meine Gaben als Wahrheit ....

Vertrauet euch nur vollgläubig Mir an, daß Ich euch nicht der List und Tücke Meines Gegners zum Opfer fallenlasse ....

Solange ihr Mir dienen wollet, kann er euch nicht schaden, und es ist ihm unmöglich, an euch heranzukommen, weil euer Wille ihm wehret. Doch Ich prüfe auch mitunter die Stärke eures Glaubens an Mich und Mein Wort, weil Ich bedingungslosen Glauben von euch fordere, um euch dann mit Gaben bedenken zu können, die ungewöhnlich scheinen und doch nur einen starken Glauben bedingen ....

Der leiseste Zweifel aber macht es Mir unmöglich, weil Ich euren Glauben nicht zwingen will. Euch sind keine Grenzen gesetzt, wenn ihr eindringen wollet in die tiefsten Tiefen der Weisheit ....