Buch
74
NR.
6868 – 6999
empfangen von
Bertha Dudde in der
Zeit vom 9.7.1957 – 22.12.1957
Eine
Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes
- 1891-1965 - mit
ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen,
allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener
Herausgeber (gedruckte
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B.D. 6868
empfangen am 9.7.1957
Auftrag des Herrn an Seine Knechte ....
Betrachtet euch immer nur als Meine Boten, die das Evangelium hinaustragen sollen
in die Welt, die im Auftrag ihres Herrn weitergeben, was ihnen selbst vermittelt wurde.
Empfanget und teilet aus ....
Denn das ist der Dienst, den ihr Mir erweisen sollet, weil
ihr euch freiwillig Mir angetragen habt zur Mitarbeit in Meinem Weinberg. Die Menschen kommen nicht selbst zu Mir, um aus Meiner Hand Meine Gaben entgegenzunehmen, sie suchen nicht Mich Selbst auf, weil sie den Weg nicht kennen, der zu Mir führt.
Darum sollet ihr ihnen den Weg zeigen, ihr sollet ihnen aber auch Gaben von Mir
zutragen, auf daß sie nun selbst das Verlangen haben, Mich aufzusuchen. Und so ihr
Mir diesen Dienst erweiset, will Ich euch segnen. Daß ihr euch nun freiwillig in Meinen
Dienst begeben habt, verpflichtet euch nun auch zum Gehorsam Mir gegenüber, der
nur darin besteht, daß ihr Meinen Auftrag willig ausführet, Mein Evangelium weiterzugeben .... daß ihr nicht eigenwillig Arbeit ausführt, die nicht der Verbreitung dienet,
oder daß ihr nicht saumselig seid .... weil ihr Mir dann keine guten Knechte wäret in der
letzten Zeit vor dem Ende. Es gilt, den Samen auszustreuen auf die Äcker, die noch nicht
besät worden sind .... und es kann wohl das Samenkorn auch auf unfruchtbaren Boden
fallen, es kann auf steiniges Gelände oder in sandige Wüste fallen .... aber überall kann
auch ein Körnchen aufgehen, wenn ihm auch das nötige Liebewasser zuströmt, das sein
Gedeihen sichert ....
Nur das Pflänzchen, das sorgsam gehegt und gepflegt wird, kann
gedeihen und Früchte tragen, und diese Pflege sollet ihr auch der Saat angedeihen lassen ....
Immer wieder sollet ihr Mein Wort austragen, ihnen gleichzeitig gute „Saat“ und
„lebendiges Wasser“ vermittelnd, auf daß die Saat gedeihen kann. Wenn Ich euch
immer wieder ermahne, diese eure Arbeit nicht zu vernachlässigen, so sollet ihr daraus
erkennen, wie wichtig sie ist, wie nötig Ich Arbeiter brauche in Meinem Weinberg und
wie emsig ihr dieser Arbeit nachkommen sollet, auf daß noch in letzter Zeit gute Ernte
erzielt werde ....
Und ihr, die ihr Mir dienen wollet, ihr brauchet wahrlich nicht mehr die
irdische Tätigkeit wichtig zu nehmen, denn diese wird für euch geregelt, sowie ihr nur
die Arbeit für Mich vordringlich leistet. Bedenket doch, daß ihr schon dadurch gesegnet seid, daß Ich euch angenommen habe als Knechte in Meinem Weinberg, daß ihr
selbst doch unentwegt Gaben aus Meiner Hand empfanget, die nicht jeder Mensch aufweisen kann .... bedenket, daß ihr ungewöhnlich begnadet seid dadurch .... daß ihr also
auch ein sicheres Zeichen Meiner Liebe, aber auch ein Zeichen Meines Auftrages habt,
den der Herr Seinen Dienern gibt: Denn was ihr selbst empfanget, sollet ihr nicht für
euch allein behalten, sondern in uneigennütziger Nächstenliebe weitergeben ....
Und
dieser großen Gnadengabe sollet ihr auch stets euch würdig erweisen und Mir getreulich dienen. Ich verlange nur von euch, daß ihr Mir den Weg ebnet zu denen, die Mir
noch fernstehen, daß ihr Mich Selbst ankündigt, auf daß sie nicht ihre Türen verschlossenhalten, wenn Ich komme und anklopfe. Ich brauche euch als Mittler, und eure Mittlerschaft bedingt auch, daß ihr nicht durch ungewöhnlichen Strahlenglanz zu erkennen
seid als Meine Boten, sondern ebenso schlicht einhergehet wie eure Mitmenschen, die
keinerlei Glaubenszwang dazu bestimmen darf, Mein Wort anzunehmen ....
Darum
also sollet ihr als Mensch zum Menschen sprechen, darum ist wohl euer Amt schwieriger und erfordert erst eure gänzliche Hingabe und Bereitschaft für Mich, um nun auch
gehorsam den Auftrag eures Herrn als Seine Knechte zu erfüllen. Nur Mein Wort sollet
ihr weitertragen, und nur aus Meinem Wort könnet ihr selbst die Kraft schöpfen für
eure Arbeit. Ihr sollet euch nicht zurückhalten lassen von denen, die eure Mission noch
nicht recht erkannt haben, wenngleich sie Mir nicht mehr feindlich gegenüberstehen ....ihr sollet unbeirrt die Wege gehen, die euch von Mir gezeigt werden, die dahin führen,
wo noch ödes, unbebautes Land ist, wo ihr den Spaten ansetzen sollet, um das Feld
umzugraben und es zu besäen mit einem Saatgut, das Ich Selbst euch liefere. Nur mit
diesem sollet ihr arbeiten, und ihr werdet Mir getreue Knechte sein, die Ich segne jetzt
und in Ewigkeit ....
Amen
B.D. 6869
empfangen am 11.7.1957
Väterliche Ansprache an fragende Kinder ....
Die Tür steht euch jederzeit offen zu Meinem Herzen, und ihr könnet jederzeit eintreten und Mir eure Anliegen vortragen. Ihr könnet immer zu Mir kommen, wenn ihr
euch in Not des Leibes oder der Seele befindet, und ihr werdet auch immer ein offenes
Ohr finden für alles, was euch bedrückt .... d.h. also: Ihr könnet immer zu Mir beten .... und je inniger nun euer Gebet ist, desto näher seid ihr Mir und desto sicherer höre Ich
euch. Und habt ihr nun Mir eure Nöte anvertraut, habt ihr innige Zwiesprache gehalten
mit Mir, so daß ihr nun auch wisset, daß Ich euch angehört habe, so brauchet ihr euch
auch keinerlei Sorgen mehr zu machen, denn diese habe Ich nun auch übernommen,
weil ihr wie rechte Kinder euch dem Vater anvertraut habt. Und ihr brauchet nun
immer nur das zu tun, wozu es euch innerlich drängt, weil dies Meine Antwort ist, wenn
ihr fraget, was ihr tun sollet. Und ihr könnet völlig sorglos euren Erdenweg gehen, sowie
ihr ihn in Meiner Begleitung gehet ....
Und in Meiner Begleitung gehet ihr, sowie Ich der
Inhalt eurer Gedanken geworden bin. Und wer sich Mir nun zum Dienst für Mich und
Mein Reich angeboten hat, der steht nun auch im Verband mit Mir und dessen Erdenweg ist von Mir auch schon geregelt, weil er bereit ist, Mir zu dienen. Er soll sich also
nun betrachten als Mein Knecht, den ein guter Hausvater nun wahrlich versorgen wird
mit allem, was er benötigt für sich selbst und im besonderen für seine Tätigkeit in Meinem Weinberg. Und über diese Tätigkeit für Mich und Mein Reich weiß Ich doch
genaustens Bescheid ....
Ich weiß um die Erfolge und auch um die Mißerfolge .... aber sie
ist dennoch nicht vergeblich getan ....
Jeder Knecht soll aber auch bedenken, daß die
Rodearbeit eines Gebietes, das erst urbar gemacht werden soll, nicht leicht ist, daß sie
Kraft und Ausdauer erfordert, Geduld und Fleiß, daß aber jedes Stückchen guten
Bodens, das gewonnen wird, die große Mühe lohnet .... und daß Ich Meine Knechte
segne für ihre treuen Dienste, die Ich allein am besten bewerten kann. Und darum soll
keiner mutlos werden, sondern immer nur in seinen Nöten zu Mir kommen und stets
von Mir Kraft schöpfen in innigem Gebet, weil Ich stets ihm antworte, gedanklich oder
durch Mein Wort, das ihm vermittelt wird, wenn er selbst es nicht in sich vernehmen
kann. Aber immer wieder sollen es die Menschen hören, daß sie ihrer Gedanken achten
sollen nach einem solchen Gebet ....
Denn diese Gedanken sind Meine Antwort, sowie
das Verlangen ernst ist, eine Antwort von Mir zu hören. Und deshalb kann sich getrost
ein jeder Mensch selbst an Mich wenden in allen seinen Nöten, nur verlange Ich ein
Gebet im Geist und in der Wahrheit, das innige Gebet eines Kindes zum Vater, denn
ein Lippengebet erreicht nicht Mein Ohr. Ihr traget euch aber auch oft mit Gedanken
und Fragen, die nicht allein geistiges Gebiet betreffen, und auch in diesen Fragen werde
Ich eure Gedanken recht lenken, aber ihr solltet euch von solchen euch bedrückenden
Gedanken doch frei zu machen suchen und Mir nur in aller Kindlichkeit jedes Anliegen
vortragen, dann aber auch überzeugt sein davon, daß Ich jede weitere Sorge übernehme. Desgleichen sollet ihr euch frei zu machen suchen von falschen Begriffen einer
Gottesverehrung ....
Denn Mir ist wahrlich die kindliche Demut und Hingabe an Mich
mehr wert, die das Herz eines Menschen ganz erfüllt, als äußerliche Gebärden und
Gebräuche, die jene Demut zeigen sollen, die aber auch innegehalten werden können,
trotzdem die innere Demut und Liebe zu Mir fehlt ....
Glaubet ihr denn, daß ihr Mir
durch Äußerlichkeiten beweisen müsset, was ihr empfindet, wo Ich doch um eure
innersten Herzensregungen weiß? Demut und Stolz sind Mir ersichtlich und keines von
beiden könnet ihr vor Mir verbergen .... ob ihr kniet oder aufrecht stehet, ob ihr mit
düsterer oder heiterer Miene euch unter den Mitmenschen bewegt. Und so auch werde
Ich nicht von euch verlangen, euch zu kasteien, wenngleich ihr Menschen alle noch
viele Schwächen und Fehler ablegen oder ankämpfen müsset gegen Begierden jeglicher Art. Denn letzteres nenne Ich rechtes Fasten, Herr zu werden über die die Seele des
Menschen noch herabziehenden Begierden, daß er sich aller Laster und Begierden entledigt, daß er wahrhaft streng gegen seinen Körper vorgeht, wo dieser noch die Seele zu
beherrschen sucht und Wünsche äußert verschiedener Art, die der Seele nicht zum
Besten dienen ....
Was aber der Mensch an Speise und Trank entgegennimmt in gerechtem Maß, das soll er sich nur segnen lassen von Mir, und es wird ihm dann auch Kraft
vermitteln, Mir wohlgefällige Weinbergsarbeit zu leisten ....
Und er soll dankbaren Herzens entgegennehmen, was Meine Liebe ihm bietet, sei es geistige oder auch leibliche
Kost ....
Denn jeder Vater versorget seine Kinder und jeder Herr seine Knechte mit
allem, was sie benötigen an Speise und Trank ....
Amen
B.D. 6870
empfangen am 12.7.1957
Endprophezeiungen und Mahnungen ....
Noch ist die Erlösungsperiode nicht abgeschlossen, noch ist eine kurze Zeitspanne,
die euch Menschen von dem letzten Zerstörungswerk auf dieser Erde trennt ....
Und ihr
könntet alle noch selig werden, wenn ihr nur in dieser kurzen Zeit Mich Selbst in Jesus
Christus erkennen und anerkennen möchtet. Doch davon hängt es ab, in welchem Geisteszustand euch das Ende dieser Erde oder auch das Ende eures Erdenlebens überrascht ....
Denn ein plötzliches, unerwartetes Ende wird es sein, das euch beschieden ist.
Und doch brauchte kein Mensch unvorbereitet zu sein, denn ein jeder wird es noch oft
genug hören, was euch allen bevorsteht, aber er wird es nicht glauben wollen. Jedem
Menschen wird es immer wieder in die Ohren schallen, denn auch alle kommenden
weltlichen Ereignisse sind Hinweise und Anzeichen eines nahen Endes. Und ebenso
werden auch alle Menschen Meine Stimme von oben ertönen hören, denn keinem
Menschen bleibt dieses Geschehen verborgen, und es kann allen noch eine letzte Mahnung sein, daß auch plötzlich für sie selbst das Ende da sein kann, wie es für jene ist, die
dem Naturgeschehen zum Opfer fallen werden. Es ist noch eine kurze Zeit, aber sie geht
schnell vorüber ....
Dann aber ist unwiderruflich das Ende da und das Gericht, wo sich
das Schicksal einer jeden einzelnen Seele entscheidet. Wenn ihr Menschen doch einmal
diesem Gedanken nähertreten möchtet, daß ihr selbst euch das Los in der Zukunft
schaffet, und wenn ihr es Mir doch glauben möchtet, daß ihr mit Leichtigkeit noch euer
Ziel erreichen könnet, wenn ihr nur die kurze Zeit noch ausnütztet, wenn ihr euch Mir
anvertrauen und Meine Führung erbitten würdet ....
Aber ihr höret nicht auf Meine
Warnungen und Mahnungen, ihr bleibet gleichgültig, und ihr lasset das Unheil an euch
herantreten, ohne euch davor zu schützen oder es abzuwenden ....
Denn ihr glaubet
nicht ....
Ihr glaubet nicht Meinen Worten, und anders als durch Mein Wort kann Ich
euch nicht Kenntnis geben von dem Kommenden, weil ihr in Willensfreiheit den Weg
zu Mir finden müsset und darum auch deutlichere Beweise euch nicht gegeben werden
können ....
Und es dreht sich das Rad der Zeit unentwegt weiter ....
Zahllose Menschen
rufe Ich noch ab, und auch das sollte die Menschen wecken aus ihrem trägen Dahinleben, das einem Schlafe gleicht, aus welchem sie einmal jäh aufschrecken werden, dann
aber keine Zeit mehr finden, um sich noch vorzubereiten auf das Ende. Die Schlafenden
wollen ihre Ruhe nicht hingeben, und sie schlummern langsam in den Todesschlaf hinüber, denn ihre Seelen haben nur noch den Tod zu erwarten, weil sie das Leben nicht
würdigten, um sich ein ewiges Leben zu erwerben. Immer weiter entfernen sich die
Menschen von Mir, Dem sie doch zustreben sollen, und ihres göttlichen Erlösers
gedenken sie noch weniger, Sein Werk der Erlösung wird völlig mißachtet, und Mein
Gegner hat darum Gewalt über die Menschen, die auch nur der Eine brechen kann, in
Dem Ich Selbst Mich verkörpert habe, um der sündigen Menschheit willen ....
Ohne Ihn
aber ist auch das Ende für die Menschen fürchterlich, denn sie sind rettungslos ihrem
Schicksal preisgegeben, sie können keine Erlösung finden, weil sie den Erlöser Selbst
ablehnen .... weil sie den Weg nicht zu Mir nehmen, Der allein ihnen helfen kann.
Immer wieder trete Ich den Menschen nahe in Jesus Christus, immer wieder werden die
Menschen Sein Evangelium zu hören bekommen, immer wieder werden sie aufgefordert werden, sich für Jesus Christus zu bekennen und Seine göttliche Liebelehre anzunehmen, und immer wieder wird auch des nahen Endes Erwähnung getan werden.
Aber ihnen selbst wird es überlassen bleiben, sich zu Ihm zu bekennen und Seine Gnaden anzunehmen. Aber sie können ohne Jesus Christus nicht dieses Ende überleben, sie
können auch nicht in das Lichtreich aufgenommen werden, wenn sie ohne Ihn zuvor
von der Erde abgerufen werden ....
Doch das Ende kommt unwiderruflich. Aber es brauchte nicht gefürchtet zu werden, es brauchte nicht schrecklich zu sein, wenn der
Glaube an Mein Wort die Menschen eifrig zur Seelenarbeit antreiben würde, denn dann
würde auch der Mensch die Bindung herstellen mit Mir in Jesus Christus, und die Gnaden des Erlösungswerkes würden ausgewertet und ihm sicher auch die Reife eintragen,
so daß er das Ende und das Gericht nicht zu fürchten brauchte ....
Amen
B.D. 6871
empfangen am 13.7.1957
Mithilfe der Diener Gottes,
die Brücke zu schlagen ....
Wo eure Arbeit für Mich getan ist, kann nun auch Mein Wirken einsetzen, wenn Mir
nicht harter Widerstand entgegengesetzt wird. Aber zuvor muß eine Brücke geschlagen
worden sein, denn offener Widerstand bedeutet eine tiefe Kluft, die noch den Menschen von Mir trennt. Es ist also keineswegs eure Arbeit unwichtig oder unnötig, denn
diese Brücke könnet ihr erbauen helfen, sie muß von eurer Seite aus geschlagen werden,
weil von eurer Seite auch die Kluft entstanden ist ....
Und wenn der Mensch selbst nicht
an die Arbeit geht, wieder die Kluft zu überbrücken, dann muß der Mitmensch ihm
einen Anstoß geben und ihm helfen, jene Arbeit in Angriff zu nehmen ....
Dann aber bin
Ich mit Meiner Hilfe sicher bereit und sende nun auch Meine Hilfskräfte ihm zu. Und
Ich komme Selbst nun ihm entgegen, um ihm den Weg zu Mir leichtzumachen ....
An
jeden Menschen tritt einmal die „Gnade Gottes“ offensichtlich heran, jedem Menschen
strecke Ich einmal die Hand entgegen, die er ergreifen soll .... jeden Menschen spreche
Ich einmal so deutlich an, daß sein Herz angerührt werden muß, wenn er sich nur ohne
inneren Widerstand anreden läßt ....
Jeder Mensch steht einmal an einem Kreuzweg,
und er ersieht einen schmalen Pfad, der aufwärts führt, während der andere Weg eben
ist und ihm verlockender erscheint. Wenn er aber den inneren Trieb zur Höhe hat, dann
wählt er auch den schmalen Pfad. Und immer wieder stehen auch Meine Boten am
Wege, deren Führung oder Weisungen er nur Folge zu leisten braucht. Und solche
Boten seid ihr, Meine Diener auf Erden, die ihr für Mich unentwegt tätig sein sollet.
Aber solange ihr euch noch auf Erden bewegt, inmitten der Welt und ihren Gefahren,
inmitten von Menschen, die keinen Trieb haben, sich aus der Tiefe zu erheben, wird es
auch für euch immer wieder Anstrengung kosten, jene Menschen dem schmalen Pfad
zuzuführen, denn zumeist hören sie euch nur unwillig an und gehen an euch vorüber.
Dennoch sollet ihr nicht nachlassen, sie zu rufen und sie auf den Weg zur Höhe aufmerksam zu machen, weil zuvor ihr Wille angeregt werden muß, ehe Ich Selbst ihnen
entgegentreten kann, um Mich als Führer ihnen anzubieten. Doch ein offener Widerstand wehret Mich ab, einen offenen Widerstand breche Ich nicht gewaltsam, sondern
Ich halte Mich zurück. Euer Wille ist Mir zugewandt, und ihr steht den Menschen doch
noch näher als Ich, weil ihr selbst als Mensch unter ihnen wandelt .... Ihr also könnet auf
eure Mitmenschen in günstigem Sinne einwirken, während Mir das Einwirken noch
verwehrt ist, eben durch deren Widerstand, der ihre Zugehörigkeit zu Meinem Gegner
beweiset. Gelingt es euch nun, nur den harten Widerstand zu brechen, dann wendet
auch der Mensch zuweilen seine Blicke jenseits der Kluft, vor der er selbst noch steht,
und dann baut er sich gedanklich ein Brücke, denn schon Mir-zugewandte Gedanken
sind die ersten Pfeiler, die von Mir aus gestützt werden, daß sie nicht zusammenbrechen. Von Mir aus wäre es wahrlich leicht, eine Brücke zu schlagen zu euch Menschen
auf der Erde ....
Ich habe auch diese Brücke geschlagen durch Mein Erlösungswerk, sie
besteht also, kann aber dem Menschen erst dann sichtbar werden, wenn er Mich als den
Erlöser anerkennt und zu Mir rufet ....
Und immer bedeutet dies Aufgabe seines Widerstandes, Tätig-Werden seines freien Willens. Darum muß von ihm aus der Wunsch
kommen, die Kluft zu überbrücken .... und daß dieser Wunsch in ihm erweckt wird, das
sollet ihr durch eure Weinbergsarbeit erreichen, die eben darin besteht, den Menschen
Mein Evangelium zu künden, ihre Gedanken hinzulenken auf das Gebiet, wo Ich
unumschränkter Herrscher bin, auf daß sie also auch Meiner gedenken und Meiner
Macht und Herrlichkeit ....
Wenn sie Mich nun als einen Gott der Liebe zu erkennen
vermögen, dann werden sie nicht mehr wehren gegen Meine Liebeanstrahlung, und
dann kann Ich nun auch Meinen Einfluß ausüben, ohne einen Willenszwang anzuwenden. Die Willensfreiheit des Menschen macht eure Mithilfe nötig, der Willensfreiheit wegen kann Ich Mich nicht so offensichtlich äußern, daß sie zum Glauben an Mich
kommen müssen .... ihr aber könnet ihnen das gleiche sagen, was Ich ihnen zu sagen
habe. Doch sie können euch glauben oder nicht, sie können euch auch ablehnen, weil es
für sie noch kein hundertprozentiger Beweis ist, was sie durch euch vernehmen ....
Doch es kann ihre Herzen berühren, sie können es fühlen, daß es Wahrheit ist, und
ihren Widerstand aufgeben. Und dann ist eure Vorarbeit erfolgreich gewesen, dann
kann Ich Selbst Mich einschalten, und dann wird die Kluft auch überwunden sein, die
uns trennte, es wird der Aufstieg mühelos zurückgelegt werden, weil Ich nun Selbst den
Menschen führen kann, daß er sicher das Ziel erreicht ....
Amen
B.D. 6872
empfangen am 14.u.15.7.1957
Wie weit reicht Luzifers Kraft ....
Im Anfang war alles Wesenhafte lichtdurchstrahlt, denn es ging aus dem Ewigen
Licht hervor und war in seiner Ursubstanz das gleiche wie Der, von Dem es ausgegangen war. Gott ist in Sich Licht und Kraft ....
Und Er strahlte auch Licht und Kraft aus in
die Unendlichkeit. Er gab Seinen Ausstrahlungen aber Formen, Er stellte Wesen aus
Sich heraus, die als Seine Ebenbilder geschaffen waren .... was nun zwar nicht so zu verstehen ist, daß diese Formen eng-begrenzte Gestalten waren, sondern es waren ichbewußte geistige Wesen, die auch wieder nach allen Richtungen hin ihr Licht und ihre
Kraft ausstrahlen lassen konnten, die mit Denkfähigkeit und freiem Willen ausgestattet
waren, die sich als Geschöpfe einer unendlich stärkeren Macht erkannten und die mit
dieser Macht auch in Verbindung standen durch das Wort ....
Sie standen in vollster
Erkenntnis, weil Gott Selbst Sich ihnen offenbarte durch das Wort, da Seine Geschöpfe
Ihn nicht schauen konnten, doch ständig um Seine Gegenwart wissen sollten, um Seinen Willen und um ihre eigentliche Bestimmung ....
Und ihre Seligkeit war unermeßlich, denn sie waren auch liebedurchflutet, und das Ziel ihrer Liebe war immer nur Gott,
Der sie stets mehr beseligte. In dieser Seligkeit aber verblieben sie nicht .... denn das
Wesen, das uranfänglich von Gott erschaffen wurde, das Sein Liebewille zuerst erstehen ließ, begnügte sich nicht damit, seinen Schöpfer nur zu hören .... es wollte Ihn auch
schauen, und weil ihm dieses Verlangen nicht erfüllt werden konnte .... da das Licht- und Kraftzentrum von Ewigkeit nicht schaubar ist für die von Ihm ausgestrahlten
Wesen .... erkannte es sich selbst als erste und oberste schaubare Wesenheit, die allen
geistigen, ichbewußten Wesen also auch als solche erkennbar war, und es warf sich zu
deren beherrschenden Macht auf ....
Dieses Wesen wußte zwar, daß es selbst auch erst
erschaffen wurde, und es mußte also auch die erschaffende Macht als über ihm stehend
anerkennen, denn auch ihm selbst ertönte das Wort, das den Gott und Schöpfer
bewies ....
Es wußte auch um Dessen Willen, es stand selbst in hellster Erkenntnis. Aber
es besaß auch freien Willen. Und dieser Wille richtete sich gegen Gott ....
Das Wesen
wollte nicht von einer höheren Macht abhängig sein, es wollte nicht seine Kraft von
Gott beziehen, sondern es glaubte sich selbst in einem Maße kraftvoll, daß es die Kraft
Gottes zurückwies. Es zweifelte die Kraft Gottes an, weil Dieser Sich ihm nicht schaubar
vorstellte. Und es suchte seinen Willen auch zu übertragen auf die Wesen, die sein
Schöpferwille unter Nützung der Kraft aus Gott hatte erstehen lassen. Denn voll des
Lichtes und der Kraft zu sein bedeutete auch, unbegrenzt schaffen und gestalten zu
können. Aber der Gott-entgegengerichtete Wille hatte zur Folge, daß Licht und Kraft
nachließen, weil dieser Wille nun das Zuströmen der Liebekraft aus Gott verhinderte.
Folglich nahm auch das erstgeschaffene Wesen .... nun der Gegner Gottes .... an Licht
und Kraft ab, je mehr es sich verausgabte durch Erschaffen immer neuer Wesen ....
Solange er die Kraft Gottes in Anspruch nahm, war er also auch befähigt zum Erschaffen, als er sie jedoch zurückwies, war auch seiner Schöpferkraft ein Ende gesetzt .... je
mehr sein Widerstand gegen Gott zunahm, desto mehr nahm seine Schöpferkraft ab ....
Denn der Abfall von Gott war kein plötzlicher, sondern er spielte sich in endlos langem
Zeitraum ab. Er begann mit kurzweiliger Abkehr und immer wieder Sich-Öffnen der
Liebekraft Gottes und also auch fortgesetztem Erschaffen neuer Wesen, und er endete
mit gänzlichem Widerstand gegen die göttliche Liebeanstrahlung .... was auch völlige
Unfähigkeit zum Erschaffen bedeutete. Aber in der endlosen Schar durch seinen Willen
gezeugter Wesenheiten ersah der Gegner Gottes nun seine Kraft. Denn mit abnehmender Kraft hatte auch das Licht der Erkenntnis abgenommen, so daß er verfinsterten
Geistes nicht die Bedeutung seines Widerstandes gegen Gott zu erkennen vermochte ....
Er ist bar jeder Erkenntnis und bar jeder Schöpferkraft .... aber er hat dennoch eine große Macht, denn sie besteht in seiner großen Anhängerschaft, die im Grunde des
Grundes „Kraft aus Gott“ ist, sowie auch er selbst einst-ausgestrahlte Kraft ist. Seine
und des Anhangs Kraft also besteht darin, Widerstand leisten zu können .... und somit
Gott Selbst, Der keinen Widerstand gewaltsam bricht, daran zu hindern, Seine
Geschöpfe zu beglücken. Gott ist die Liebe, und die Liebe schafft Seligkeit. Jene Wesen
also glauben, Macht zu haben über Gott, weil sie Ihm Beschränkung auferlegen in Seinem Liebewirken ....
Sie lehnen sich gegen Gott auf, und sie werden nicht in ihrem Vorhaben gehindert, weil die Liebe Gottes nichts sich erzwingt, sondern freiwillig angenommen werden muß. Ihre ganze Kraft also besteht darin, selbst Widerstand zu leisten
und auch das nachgiebigere Geistige zu beeinflussen zu verstärktem Widerstand ....
Und diese Kraft behalten sie auch, bis sie sich freiwillig ergeben und durch
Liebeanstrahlung Gottes auch wieder in den Besitz von Schöpferkraft gelangen .... (15.7.1957) Aber sie werden niemals ihre Kraft gebrauchen können zum Erstehen-Lassen
von Dingen irgendwelcher Art ....
Die schöpferische Kraft fehlt ihnen,
denn diese ist nur im Verband mit Gott wirksam; sowie aber das Wesen
sich außerhalb des Liebestromkreises von Gott stellt, kann es auch nicht mehr
die „erschaffende“ Kraft beziehen .... und so auch der Gegengeist Gottes, der
sich selbst durch seinen stets tieferen Absturz jener ihm zuströmenden Kraft
beraubte. Seine Kraft reichte wohl vor dem Kreuzestod Jesu aus, seinen Anhang
in Knechtschaft zu halten, also ihn zu hindern, Liebekraft aus Gott zu beziehen,
um sich von ihm lösen zu können. Denn er hielt sie in völliger Blindheit, und
sie erkannten nicht die Ursache ihrer Schwäche und Blindheit. Aber auch diese
Macht ist gebrochen worden durch Jesus Christus, und also können auch die einst
gefallenen Wesen Erlösung finden. Und nun konzentriert der Gegner seine ihm
verbliebene Macht nur auf sein Gott-gegnerisches Wirken, daß er also zu zerstören
sucht, was Gott erstehen ließ, daß er materielle Hüllen aufzulösen sucht, um
das Geistige darin zu befreien .... im Glauben, es dadurch selbst wiederzugewinnen.
Aber auch zu solchen Zerstörungen reicht seine Macht nicht aus und jegliches
Schöpfungswerk ist vor seinem direkten zerstörenden Einfluß sicher ....
Und darum
versucht er es auf Umwegen, indem er den Willen des Menschen seinen Plänen
gefügig zu machen sucht ....
Also muß dann der Mensch solche Zerstörungen
ausführen, der über eine gewisse Kraft im Erdenleben wieder verfügt zwecks eigener
Willenserprobung. Dennoch ist die Macht des Satans noch unvorstellbar groß,
nur ebendiesem Anhang gegenüber, weshalb auch Jesus Christus am Kreuz gestorben
ist, um dem einst Gefallenen Rettung zu bringen, um ihm Hilfe zu leisten wider
jenen. Wenn aber von dem Fall Luzifers gesprochen wird, so hat dieser Fall Äonen
umfaßt, Zeiträume, für die euch jede Vorstellung fehlt. Und in diesen endlosen
Zeiträumen wurden zahllose Wesen geschaffen, denn die Trennung Luzifers von
Gott wurde nicht plötzlich vollzogen, und solange er also noch Verbindung hielt
mit Gott, so lange bezog er auch noch die zum Erschaffen nötige Kraft aus Gott,
weshalb also alle Wesen auch Gottes Anteil sind und Sein Rückführungswerk
allen Wesen gilt. Aber die erschaffenen Wesen wurden stets mehr auch
Gott-gegnerischen Sinnes, je mehr sich ihr Erzeuger willensmäßig abwandte von
Gott .... bis Luzifer die endlose Schar der geschaffenen Geister zur völligen
Trennung von Gott bewog .... bis er selbst sich für den Kraftquell hielt und die
erschaffenen Wesen im gleichen Sinn beeinflußte, so daß sie ihm blind folgten,
als ihnen das Selbstbestimmungsrecht gegeben wurde, durch das sie sich auch
hätte trennen können von ihrem Erzeuger und zu Gott sich wenden, Der Sich ihnen
auch lichtvollst offenbarte, Den aber auch sie nicht zu schauen vermochten.
Die zahllosen gefallenen Wesen aber brauchen ebenso Äonen zu ihrer gänzlichen
Rückkehr ....
Und darum auch müssen immer und immer wieder neue Schöpfungen erstehen,
d.h., immer wieder wird verhärtete geistige Substanz, das zutiefst gesunkene
Geistige, aufgelöst und in diesen Schöpfungen gebannt, um den Weg der Rückkehr
zu Gott anzutreten ....
Die Widersetzlichkeit des zuletzt Erschaffenen aber ist
so stark, daß es noch endlose Zeiten in seiner Verhärtung zubringen muß, bevor
es auch den Aufstieg in den Schöpfungswerken beginnen kann ....
Also werden auch
endlose Zeiten hindurch neue Schöpfungen erstehen, die der Wille Gottes, Seine
Weisheit und Macht, hervorgehen lässet, und stets mehr wird die Macht und Kraft
Seines Gegners abnehmen, weil jegliche Neuschöpfung ihm einen Teil seines Anhanges
entwindet, wenn auch Ewigkeiten noch vergehen werden, bis auch das letzte Gefallene
zur Materie geworden ist ....
Aber das zutiefst Gefallene ist sich nicht des Seins
bewußt .... und kann darum auch nicht das schon reifere Geistige bedrängen. Es
ist völlig außer Kraft gesetzt, und mit Blindheit geschlagen trägt es lediglich
dazu bei, dem Gegner Gottes das Machtbewußtsein zu stärken .... weil auch er völlig
erkenntnislos ist. Erst wenn das Geistige einmal das Ichbewußtsein wiedererlangt
hat und nun seinen Willen erneut verkehrt richtet, kann es im Auftrag seines
Herrn seine Kraft in Anwendung bringen und verheerende Wirkung anrichten unter
den Menschen ....
Und das ist das von Gott Seinem Gegner zugebilligte Recht, um
seinen Anhang zu kämpfen während der Zeit der Willensfreiheit als Mensch. Diese
Zeit nützet er und auch seine Vasallen wahrlich gut, der Mensch aber hat in
dem göttlichen Erlöser Jesus Christus eine ganz sichere Hilfe, und nützet er
diese, so ist die Kraft und Macht des Gegners völlig gebrochen, dann ist er
frei geworden von ihm und kehrt endlich wieder zurück in sein Vaterhaus ....
Amen
B.D. 6873
empfangen am 17.7.1957
Überschreiten der Machtbefugnis ....
Bannung ....
Geistiges Wirken wird niemals von Mir aus gehindert, solange es nicht die Grenzen
übersteigt, die Ich dem Wirken gesetzt habe, das wider Mich gerichtet ist. Ihr müsset
also auseinanderhalten: ein Wirken, das ganz Meinem Willen entspricht, das also geistige Wesen ausführen, die Diener Meines Willens sind, die in Meinem Auftrag die
ihnen zuströmende Liebekraft von Mir verwerten .... und ein Wirken, das gerade diesem Liebewirken entgegengesetzt ist, das also auch von geistigen Kräften ausgeht, die
aber im Auftrag Meines Gegners handeln. Und dieses Wirken ist bis zu einem gewissen
Grade zugelassen, weil jegliches Wirken .... sowohl von guter als auch von schlechter
Seite aus .... das Ringen um die Seelen der Menschen ist, die zu gewinnen Mein Ziel und
auch das Ziel Meines Gegners ist. Da es nun um einen rechtmäßigen Kampf geht, weil
jene Seelen ebenso Mein wie sein Anteil sind, ist auch Meinem Gegner das Recht zugebilligt worden, während des Erdenganges als Mensch auf die Seele einwirken zu dürfen.
Und dieses Recht nützet er auch in jeder Weise aus. Er hat auch großen Erfolg, weil die
Menschen in ihrer Unvollkommenheit noch viel seines Geistes in sich tragen und sich seinem Einfluß mehr öffnen als dem Einfluß von Meiner Seite aus; aber da es um einen freien Willensentscheid der Seele geht, hindere Ich ihn nicht in seinem Wirken. Doch
im gleichen Maß, wie er wieder Seelen für sich zurückgewinnt, entwinde Ich ihm Einstgefallenes-Geistiges, um es zu binden in der Materie zwecks Beginn seiner Aufwärtsentwicklung ....
Doch dieser Entwicklungsgang braucht Ewigkeiten, bis das Geistige im
Stadium als Mensch angelangt ist. Und auch dann noch ist nicht die Gewähr gegeben,
daß es nun im letzten Stadium die Willensprobe besteht ....
Es kann auch wieder absinken zur Tiefe, und es können endlose Zeiträume vergehen, bis Ich das Ziel erreicht
habe, das Ich verfolge, weil immer wieder die negative Einwirkung von seiten Meines
Gegners zunichte machen kann, was Ich bisher erreichte ....
Aber Ich lasse ihn dennoch
wirken, denn auch er ging aus Meiner Liebekraft hervor, auch er war ein Kind Meiner
Liebe, das mit Mir alle Seligkeiten teilen durfte, bevor es gefallen ist. Aber seiner einstigen Macht und Kraft sind Beschränkungen auferlegt .... die er innehalten muß, ansonsten Ich ihm sein freies Wirken unterbinde. Ich habe in dem Willen des Menschen
selbst diese Grenze errichtet, denn diesen darf er nicht zwingen. Der Mensch kann
selbst entscheiden, ob er sich seinem Einfluß hingeben oder sich ihm entziehen will ....
Und so gilt es auch als Willenszwang, wenn Mein Gegner in der Weise auf bestimmte
Menschen einwirkt, daß diese den Mitmenschen eine Entscheidungsmöglichkeit nehmen .... daß also des Menschen Denken zwangsweise nur einseitig gelenkt und bearbeitet wird, daß jegliches Wissen um Mich und Mein Erlösungswerk unterbunden wird ....
Dann überschreitet Mein Gegner seine Macht, und dann schreite Ich Selbst ein, um ihn
für eine Zeit gänzlich außer Kraft zu setzen. Dieses Außer-Kraft-Setzen des Gegners
wird aber auch gleichzeitig das Binden seines Anhanges mit sich bringen, dessen geistiges Wirken dann auch ein unerlaubtes Maß angenommen hat, weshalb der Erlösungsprozeß ins Stocken geraten ist und unbedingt einer Neuformung bedarf. Den Anhang
zu binden heißt nun aber auch, die geistige Sphäre zu reinigen, so daß er nicht mehr in
verheerender Weise auf die Seelen der Menschen einwirken kann. Da aber wiederum
zum Willensentscheid eine zweiseitige Beeinflussung nötig ist, kann diese Reinigung
der geistigen Sphäre nur dann möglich sein, wenn ein solcher Willensentscheid schon
gefallen ist .... wenn also die Menschen auf der Erde sich frei für Mich entschieden
haben trotz gegnerischem starken Einfluß. Und nur solche Menschen können dann die
Erde beleben, wenn der Gegner und sein Anhang gebunden ist ....
Und solange die
Nachkommenschaft dieser Menschen, weil in geistiger Reinheit gezeugt, Mir völlig
ergeben ist, hat auch Mein Gegner keinen Zutritt zu den Menschen .... den sie ihm aber in späterer Zeit wieder selbst gewähren durch erkennbaren Hang nach unten, der ihm
seine Ketten löset. Denn das Wissen um ihn und seine Macht, um sein Wesen und sein
Ziel, besitzen auch die Menschen auf der neuen Erde, und kraft ihres freien Willens
steht es ihnen jederzeit frei, sich ihm zuzugesellen willensmäßig. Und wieder
beschneide Ich nicht ihren Willen und lockere entsprechend auch seine Fesseln, auf daß
er in Besitz nehmen kann, was zu ihm frei verlangt. Denn Ich übe keinen Zwang aus,
auch nicht auf Meinen Gegengeist, dem Ich sein Recht nicht streitig mache ....
Aber er
muß sich Mir beugen, sowie er sein ihm zugebilligtes Recht mißbraucht ....
Denn Ich
allein bin der Herr des Himmels und der Erde, der lichtvollen und der finsteren Welt,
Der wahrlich in Licht, Weisheit und Allmacht wirket und Der darum auch nach Recht
und Gerechtigkeit regieret im Himmel und auf Erden ....
Amen
B.D. 6874
empfangen am 18.7.1957
Segen des Zweifelns ....
Wahrheit ....
Daß sich immer wieder Zweifel einschleichen in eure Herzen, ist insofern günstig,
daß ihr dann nachdenket über euch-bewegende Fragen und ihr gedanklich nun auch
beeinflußt werden könnet von den Wesen, die eure Zweifel zu lösen bemüht sind. Es
sind jedoch nur solche Zweifel zu verstehen, die einen ernsten Sucher befallen, die
dazu anregen, stets mehr zu suchen und zu fragen .... nicht jene Zweifel, die den gleichgültigen Menschen zu berechtigen glauben, ihnen dargebotenes Wissen abzulehnen,
weil sie es überhaupt nicht begehren, die darum niemals einen Wahrheitsträger anerkennen wollen. Ihre Zweifel sind nur Ausreden und Flucht in die Dunkelheit zurück.
Ernste Sucher aber geben sich nicht gleich zufrieden, und deren Zweifel können für sie
selbst zum Segen werden, lassen sie doch von den Fragen nicht ab, und gerade dies gibt
den Wesen des Lichtes die Möglichkeit, immer wieder gedanklich auf sie einzuwirken,
bis sich ihr Denken geklärt hat und ihnen zur Gewißheit geworden ist, was ihnen zuvor
noch zweifelhaft erschien. Der denkende Mensch wird auch zumeist nicht oberflächlich sein, so daß er einfach verwirft, was ihm nicht glaubhaft scheint, sondern er tiefer
schürft, bevor er eine ihm zugegangene Lehre gänzlich verwirft. Und ein Zweifel kann
also zur Klärung führen, ein Zweifel kann auch schützen vor Annahme des Irrtums,
wenn der Mensch bestrebt ist, in der Wahrheit zu wandeln. Darum ist der Mensch nicht
zu verurteilen, der Bedenken laut werden lässet, denn solche zeugen nur von einem
gerechten Ernst. Aber er soll auch die Möglichkeit gelten lassen und nun nicht eher
ruhen, bis er innerlich zur vollen Überzeugung gekommen ist, daß er nun entweder das
Wissen als Wahrheit annimmt oder es sicher als Irrtum ablehnen kann. Und um zu dieser Überzeugung zu kommen, dazu verhelfen ihm die Zweifel. Ein sich wissend glau-bender Mensch kann nicht mehr belehrt werden, denn er öffnet sich nicht mehr den
Strömen aus der lichtvollen Welt, er läßt nur seinen Verstand tätig werden, aber er hört
nicht, was ihm von wissender Seite aus zugeflüstert wird. Ein zweifelnder Mensch aber
horchet, er fragt und glaubt dann wohl auch, sich selbst verstandesmäßig diese Zweifel
zu lösen. Aber sowie er ernstlich nach der Wahrheit strebt, kann er sich auch darauf verlassen, daß sein Denken nun auch recht gelenkt wird, denn der ernste Wahrheitssucher
hat diese Garantie, weil Gott als die Ewige Wahrheit Sich auch finden lässet von ihm.
Und darum bestimmt auch der Mensch selbst den Wert seines Wissens, das er sich zum
gedanklichen Eigentum macht .... weil dieser nur davon abhängig ist, wie stark sein Verlangen nach der Wahrheit ist. Und auch darüber soll er sich selbst Rechenschaft
ablegen, denn ein jeder weiß, daß „Menschen irren können“ .... daß er sich also nicht
stützen kann auf ein Wissen, das ihm von Mitmenschen vermittelt wurde, und daß er
darum auch bereit sein muß, jenes Wissen hinzugeben, wenn er „reine Wahrheit“ empfangen kann. Und reine Wahrheit kann er immer nur dort begehren und in Empfang
nehmen, wo der Quell der Wahrheit ist. Also muß er auch das bereits entgegengenommene Wissen Gott zuvor vortragen und Ihn bitten, ihn klarst erkennen zu lassen, wieweit es der Wahrheit entspricht. Und Gott wird diese Bitte wahrlich erhören und ihm
vielleicht auch Zweifel in das Herz senken, weil dann erst die Übermittlung der reinen
Wahrheit stattfinden kann, wenn der Mensch sich nun öffnet, um aus höchster Quelle
nun entgegenzunehmen, was er begehrt: die reine Wahrheit aus Gott ....
Es betrifft dies
vorwiegend geistiges Wissen, aber auch irdisch werden die Gedanken des Menschen
nun recht gelenkt, der diesen Weg zu Gott, zum Quell der Wahrheit, genommen hat.
Und die tiefe, innerliche Gewißheit, die feste Überzeugung, die ihn nun erfüllt, ist die
beste Gewähr, daß er den rechten Weg gegangen ist, denn es wird kein Gegeneinwand
ihn in seiner Anschauung erschüttern können, er wird auch den Mitmenschen gegenüber seine Überzeugung vertreten können und nun nicht erneut in Zweifel geraten .... es sei denn, es werden neue Probleme aufgeworfen, die er nun auch getrost sich in der
gleichen Weise wird lösen lassen ....
Denn Gott gibt allen die Wahrheit, die sie nur ernst-haft begehren, aber er enthält sie jenen vor, die sich auf ihre eigene Kraft stützen, die
rein verstandesmäßig zu ergründen suchen, was nur Gott allein weiß ....
Amen
B.D. 6875
empfangen am 20.u.21.7.1957
Welche Kräfte lösen Naturkatastrophen aus? ....
Mit jeder geistigen Gabe empfanget ihr Meinen Liebebeweis, denn ihr sollet nicht in
der Finsternis bleiben, ihr sollet zunehmen an Licht und Kraft, an Erkenntnis und starkem Willen, der Erkenntnis gemäß zu leben und zu wirken auf Erden. Denn jede Tätigkeit in Blindheit des Geistes, in verkehrtem Denken, ist unnütz für die Seele, und da Ich
will, daß eure Seele ausreife auf Erden, muß also auch eure Tätigkeit zweckvoll sein, was
immer nur das Licht der Erkenntnis bewirken kann. Und so gebe Ich euch immer wieder Licht, wo es in euch noch dunkel ist. Ich belehre euch wahrheitsgemäß, Ich gieße
Meinen Geist immer wieder aus über euch, sowie ihr das geöffnete Gefäß Mir entgegenhaltet, daß Ich es füllen kann, sowie euer Herz nach Meiner Ansprache verlangt. Es sind
noch sehr oft irrige Gedanken in euch, besonders dann, wenn ihr euch nicht frei
machen könnet von einem Wissen, von einem Gedankengut, das nicht auf dem Wege
des Geistes zu euch gelangt ist, das nicht „Wirken des Geistes“ genannt werden kann,
sondern verstandesmäßig erworben und vielleicht mit Geistesergebnissen vermengt
worden ist, weshalb ihr an dessen Wahrheit nicht zweifelt. Aber es ist keine reine Wahrheit, und ihr könnet darum auch nicht eher zur völligen Klarheit kommen, bis ihr von
jenem Gedankengut euch frei machet, bis ihr bereit seid, es hinzugeben, weil dann erst
Helligkeit in euch ist, die strahlend jeden Winkel eures Herzens erleuchtet. Das wird
nur der begreifen können, der immerwährende Verbindung hält mit Mir, der darum
auch sofort erkennt, wenn Irrtum sich ihm nahen will .... weil diese Erkenntnis Folge
der innigen Verbindung mit Mir ist. Und so auch könnet ihr alle euch von Irrtum frei
machen durch diese innige Bindung mit Mir. Denn dann dulde Ich es nicht, daß ihr
euch in irrigem Denken bewegt, und leite euch in irgendeiner Weise die Wahrheit zu:
Der schöpferische Vorgang erfordert Kraft .... das wird euch allen klar sein. Kraft ist
Meine Liebeausstrahlung, die widerstandslos angenommen wird. Also kann sich schöpferisch nur das Wesen betätigen, das sich freiwillig öffnet zum Kraftempfang, das
also Mir zugewandten Willens ist und darum auch Mir keinerlei Widerstand entgegensetzt, der jegliche Liebeanstrahlung Meinerseits wirkungslos machen würde ....
Daraus
geht hervor, daß Mein Liebekraftstrom immer nur durch die Wesen fließen kann, die
sich Mir schon angeschlossen haben, die nicht mehr gezählt werden können zu Anhängern Meines Gegners, denn diese stehen selbst noch gegnerisch zu Mir, ansonsten sie
nicht mehr seine Anhänger wären. Diese Wesen also können sich weder am Erschaffen
noch am Zerstören des Erschaffenen beteiligen, weil ihnen dazu jegliche Kraft mangelt .... eben weil sie diese Meine Kraft abwehren durch ihren Widerstand. Ich spreche
aber immer von Wesen .... von ichbewußtem Wesenhaften, Ich spreche von jenen einst
gefallenen Urgeistern, die als Einzelwesen ihren Fall in die Tiefe antraten und die als
Einzelwesen auch ihre Rückkehr zu Mir wieder antreten müssen. Zu ichbewußten
Wesen aber wurden die einst gefallenen Urgeister erst wieder im Stadium als Mensch .... während ihnen zuvor .... als aufgelöstes Geistiges .... das Ichbewußtsein fehlte. Nur im
Zustand des Ichbewußtseins kann das Wesen im freien Willen Meine Liebekraft annehmen oder auch wieder zurückweisen und auch nur in diesem Zustand schöpferisch
oder auch zerstörend sich betätigen. Nun aber sind auch von euch Menschen Zerstörungen zu beobachten, die euch zu falschen Vermutungen Anlaß geben ....
Es sind dies
die Zerstörungen oder Einflüsse, die durch Naturgewalten, durch Elementarkräfte,
vollzogen werden, die euch glauben lassen, daß sich Kräfte der Finsternis durch jene
äußern. Und ihr müsset nun erst darüber belehrt werden, was jene Naturgewalten im
Grunde sind, wessen Willen und welcher Macht sie unterstehen .... ihr müsset wissen,
daß Ich allem Geistigen eine gewisse Freiheit lasse, sowie es sich schon im Mußzustand
etwas emporgearbeitet hat und nun vorübergehend auch ungebunden sein kann, d.h., wenn es eine Form vorzeitig verlassen mußte und in eine neue Verformung noch nicht
eingegangen ist. Dann ist also von seiten der Menschen entgegen Meiner gesetzmäßigen Ordnung eingegriffen worden, das frei gewordene Geistige empört sich über den
widerrechtlich abgebrochenen Entwicklungsgang und tobt sich aus. Und es steht dieses
Recht ihm auch zu, denn die vorzeitige Freiwerdung ist für das Geistige keine eigentliche Freiheit, sondern vielmehr eine Pein, wofür es sich rächen will an der Menschheit,
die ihm diese Pein bereitet hat. Es macht sich das besonders bemerkbar, wenn aus
Gewinnsucht, aus Habgier, die Lebensdauer pflanzlicher Schöpfungen verkürzt wird,
wenn normales Wachstum unterbunden wird, wenn also durch menschlichen Willen
Naturschöpfungen zerstört werden, die nach Meinem Schöpfungs- und Heilsplan auch
ihrem Zweck dienen, und darum also widerrechtlich ihre Zweckerfüllung verhindert
wird. Das gleiche gilt auch, wenn zweckdienliche irdische .... d.h. durch Menschenhand
errichtete Schöpfungen böswillig zerstört werden, so daß das in jener Materie gebundene Geistige vorzeitig daraus frei wird ....
Und Ich hindere also dieses Geistige nicht
daran, daß es nun im Zusammenschluß sich elementar betätigt .... aber Ich setze ihm
auch dafür nur eine gewisse Zeit, um es dann wieder zu binden zwecks Weiterentwicklung ....
Doch gewaltige Kraftäußerungen, wie sie in Naturkatastrophen erkenntlich
sind, müssen wieder anders begründet und bewertet werden ....
(21.7.1957) Mir ist der Grad des Widerstandes alles Geistigen bekannt, und
so weiß Ich auch, wann er nachläßt, wann das in der festen Materie Gebundene
eine Lockerung seiner Fessel vertragen kann. Diese geistigen Wesenheiten versuchen
sich in ihrer Kraft, indem sie sich zusammenschließen, um ihre Fesseln zu sprengen.
Da der Widerstand gegen die Liebekraft .... die sie bisher umhüllte in Form von
Materie .... schon schwächer geworden ist, ist auch die Kraft des Geistigen in
gleichem Maß stärker geworden, und Ich verwehre nun diesem Geistigen nicht,
daß es sich mit Gewalt selbst die nächste Entwicklungsform schafft ....
Ich lasse also zu, daß sich noch völlig unausgereiftes Geistiges zeitiger aus
dem bisherigen Zustand befreit, was in Form von Naturkatastrophen kleineren
oder auch größeren Ausmaßes geschieht, in Eruptionen, Erdbeben, also solchen
Naturkatastrophen, die im Inneren der Erde ihren Ausgang haben und somit als
Kraftäußerungen des dort gebundenen Geistigen anzusehen sind. Es ist dies aber
keineswegs „Zerstörungs“drang als Zeichen verstärkter Widersetzlichkeit
gegen Mich und somit Wirken oder Einfluß Meines Gegengeistes, sondern es ist
nur der Drang nach anderer leichterer Verformung, zwar dem Wesenhaften unbewußt,
aber durch Nachlassen des Widerstandes naturgemäß in dem Geistigen erwachend,
dem Ich darum nicht wehre, weil dieses Geistige zur weiteren Entwicklung doch
wieder gebunden wird, um Mir Schritt für Schritt wieder näherzukommen. Mag es
auch euch Menschen scheinen, als seien die Kräfte Meines Gegners am Wirken ....
er selbst kann nichts an Meinen Schöpfungswerken wandeln oder zerstören, und
alle derartigen Ereignisse sind Meinem Willen und Meiner Macht zuzuschreiben,
aber sie haben auch alle gleichzeitig einen geistigen Zweck .... selbst wenn zahllose
Menschenleben ihnen zum Opfer fallen. Denn auch dem noch in den Erdschöpfungen
gebundenen Geistigen wird die Möglichkeit gegeben, seinen Entwicklungsweg fortzusetzen.
Und auch das Beenden des Erdenlebens eines Menschen hat seine Begründung, und
Meine Liebe und Weisheit lässet wahrlich nichts zu Schaden kommen, so daß alles
für die Seele des einzelnen betroffenen Menschen zum Vorteil sein wird ....
Was also der Mensch als Unglück ansieht, braucht kein Unheil zu sein .... es sei
denn, er verliert dadurch seinen Glauben und gibt sich Meinem Gegengeist völlig
in die Gewalt. Dann aber war er schon vorher dessen Anhänger im freien Willen,
und seinen Willen kann er ebenso auch noch wandeln, eben weil er frei
ist. An jeglichem naturmäßigen Wirken, das Verheerungen oder Zerstörung
anrichtet, kann aber nur das Geistige beteiligt sein, das entweder noch in festester
Form gebannt ist und sich selbst zu befreien sucht oder das widerrechtlich aus
schon leichterer Form befreit wurde und sich austobt, weil sein Entwicklungsgang
vorzeitig abgebrochen wurde ....
Niemals aber können geistige Wesen sich in solcher
Weise zerstörend äußern, die sich im Auftrag Meines Gegners betätigen, weil
diesen Wesen, die ichbewußt sind, für ein solches Wirken keine Kraft zur Verfügung
steht. Die irdischen Schöpfungen sind wohl das Bereich Meines Gegners, weil
sein Anhang darin gebannt ist .... doch sie werden allein nur von Meinem
Willen regiert, und alles Gebundene steht unter Meinem Gesetz ....
Amen
B.D. 6876
empfangen am 22.u.23.7.1957
Glaube ohne Liebe ist tot ....
Ihr würdet euch ewig nicht erlösen können, hätte Ich für euch nicht das Erlösungswerk vollbracht. Es war Meine unendliche Liebe, die euch aus einem unglückseligen
Zustand herausheben wollte, der aber euer eigenes Verschulden war ....
Folglich war es
für euch ein Gnaden- und Erbarmungswerk, es war ein Geschenk, das euch ohne euer
eigenes Verdienst zur Verfügung steht, wollet ihr wieder selig werden, wie ihr waret von
Anbeginn. Daher die Worte:„Ihr könnet nur aus Gnaden selig werden ....“ Ohne dieses
Mein Erlösungswerk aber hättet ihr euch niemals die Seligkeit erwerben können, denn
eure Kraft war zu gering, euch aus der Tiefe zu erheben, und noch mehr war euer Wille
geschwächt, so daß ihr auch nicht eure Freiwerdung aus der Fessel des Satans anstreben
würdet. Ihr müsset also unbedingt die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch nehmen ....
Und das erfordert vorerst den Glauben an den göttlichen Erlöser Jesus
Christus, in Dem Ich Selbst Mich verkörperte, um für euch Menschen zu leiden und zu
sterben, um als Mensch Jesus zuvor einen unermeßlichen Gnadenschatz zu erwerben
für euch. Ohne jenen Glauben an Mich werdet ihr euch niemals mit Mir in Verbindung
setzen und Mich bitten um Hilfe, um Willensstärkung, um Kraft, den Aufstieg zurücklegen zu können ....
Was aber ist unter „Glaube an den göttlichen Erlöser“ zu verstehen?
Wenn das Wort „ich glaube an Ihn“ allein genügen würde, dann wäre wahrlich der weitaus größte Teil der Menschheit der Erlösung sicher, denn dieses Wort wird sehr oft und
von vielen Menschen ausgesprochen. An diesem Wort allein aber kann Ich Mir nicht
genügen lassen, um Seligkeiten zu verschenken entsprechend Meiner Verheißung:„Wer
an Mich glaubt, der wird selig werden ....“ Ich fordere einen lebendigen Glauben, die
volle innere Überzeugung dessen, was euch Menschen gelehrt wird über das Kreuzesopfer von denen, die in Meinem Auftrag euch Menschen das Evangelium verkünden ....
Zu dieser inneren Überzeugung zu gelangen erfordert aber schon einen erweckten
Geist, der den Menschen von innen heraus Aufschluß gibt, der ihm das Verständnis
erschließt für den Anlaß, für den Beweggrund des Liebewerkes, das der Mensch Jesus
vollbracht hat ....
Erst das, was der Mensch versteht, wird er auch überzeugt glauben
können ....
Also muß der Mensch zuvor dem Geistesfunken in sich die Möglichkeit
geben, sich zu äußern, was wieder nur die Liebe bewirkt. Ein völlig liebeloser Mensch
kann daher wohl auch die Worte sprechen: „Ich glaube an Jesus Christus“, aber ihm
fehlt jegliche innere Überzeugung, und also wird er auch niemals die Seligkeit ererben
(erwerben) können. Nur die Liebe erkennt Ihn, und also fordere Ich einen durch die
Liebe-lebendig-gewordenen Glauben ....
Aber auch der Begriff „Liebe“ soll erläutert
werden, denn auch dieses Wort wird oft mißbraucht ....
Eine Liebe werdet ihr Menschen
alle empfinden, doch nach welcher Seite ihr eure Liebe ausrichtet, das müsset ihr euch
fragen .... ihr müsset unterscheiden lernen die verlangende und die gebende Liebe .... die irdische, die stets besitzen will, und die reine göttliche Liebe, die stets beglücken
will. Daß eine irdisch ausgerichtete Liebe nicht den göttlichen Geistesfunken in euch
zum Leben erweckt, ist selbstverständlich, also muß die uneigennützige, beglückenwollende Liebe es sein, die entzündet werden soll, um das „Wirken des Geistes“ in euch
nun zuzulassen. Diese Liebe ist Kraft, die niemals mehr ruhen lässet den Menschen, der
sie in sich entzündet hat, die unablässig antreibt zum Wirken in Liebe, die sich nicht an
Gefühlsregungen genügen lässet, die aber den Menschen selbst völlig wandelt in seinem Wesen, so daß er ständig mehr die Verbindung mit Mir eingeht, denn:„Wer in der
Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ....“ Und eine solche Liebe gebäret nun
auch den lebendigen Glauben, denn die Verbindung mit Mir durch die Liebe muß ihm
auch hellste Erkenntnis eintragen, so daß ihm auch (23.7.1957) die Bedeutung des Erlösungswerkes in aller Klarheit offenbar ist und ihn nun nichts mehr in seinem Glauben erschüttern kann .... „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ....“ Wer
sich diese Worte ernstlich bedenkt, der muß nun auch erkennen, daß ein Mensch, der
durch die Liebe aufs engste mit Mir verbunden ist, auch von Meiner Liebekraft durchstrahlt wird, daß sich der Kraftstrom auch in ihn selbst ergießet .... daß dieser Kraft-strom nun aber auch keine Untätigkeit mehr zuläßt. Also muß sich die Liebekraft auch
irgendwie auswirken .... und zwar in einer Art, die auch den Quell jener Kraft bezeuget,
in einer „Gott-gewollten“ Tätigkeit .... in Liebewerken jeglicher Art. Es kann einfach
der Mensch nicht mehr Liebewerke unterlassen, sowie er von der Liebekraft aus Mir
durchströmt ist, und so wird auch seine Liebe sich von selbst beweisen durch Ausüben
guter Werke ....
Es wird der Mensch die Liebe zu Mir gleichsam in Werken uneigennütziger Nächstenliebe bekunden und dadurch stets fester sich mit Mir zusammenschließen und gerettet sein für Zeit und Ewigkeit ....
Denn dann glaubt er an Mich und Mein
Erlösungswerk, dann hat er schon die Erlösung gefunden, denn diese bewiesene Liebe
zeigt, daß er frei geworden ist von Meinem Gegner, der vor der Liebe flieht, weil er selbst
bar jeder Liebe ist. Es wird kein Mensch einen lebendigen Glauben haben, der ohne
Liebe ist, und es wird kein Mensch Liebe in sich empfinden, der eine solche nicht in
guten Werken zum Ausdruck bringt, weil die Liebe eine Kraft ist, die antreibt zu liebender Betätigung. Und das ist auch der Grund, weshalb in der letzten Zeit kein lebendiger
Glaube an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk mehr zu finden ist .... weil die Liebe
erkaltet ist unter den Menschen ....
Darum muß immer wieder die Liebe als Erstes
gepredigt werden, die Liebe zum Nächsten muß so stark herausgestellt werden, weil
diese erst die Liebe zu Mir beweiset, und die Liebe zum Nächsten wird immer auch ein
Wirken erfordern, sei es leiblicher oder seelischer Art .... irdische oder geistige Hilfeleistungen, die verständlicherweise nur dann bewertet werden, wenn Liebe die Antriebskraft ist ....
Wie leicht ist doch dies alles zu verstehen, wie verwirrt aber ist und bleibt das
Denken der Menschen ohne Liebe. Darin aber besteht die „Erlösung“, daß der Mensch
seinen Widerstand aufgibt und sich wieder anstrahlen lässet von Meiner Liebekraft wie
einst, als das geistige Wesen noch vollkommen war ....
Aus der Liebe seid ihr einstens
ausgegangen, und ihr sollet alle wieder zur Liebe werden, dann erst werdet ihr selig sein
und bleiben bis in alle Ewigkeit ....
Amen
B.D. 6877
empfangen am 24.7.1957
„Werdet vollkommen,
wie euer Vater vollkommen ist ....“
Es ist euch eine Zeit zugebilligt worden zur Erlösung, und diese Zeit genügt vollauf,
daß ihr frei werden und nach dem Tode eures Leibes das Lichtreich betreten könnet,
wenn ihr sie nur recht ausnützet und alle Gnaden in Anspruch nehmet, die in dieser
Zeit euch zur Verfügung stehen. Denn Ich verlange wahrlich nichts Unmögliches von
euch, und Meine Worte „Werdet vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen
ist“ würden keine Berechtigung haben, wenn es schwer oder unmöglich wäre, die Vollkommenheit auf Erden zu erreichen. Doch eines ist dazu erforderlich: euer Wille, das
Ziel zu erreichen, zwecks dessen ihr auf Erden weilet ....
Euer Wille ist frei, und dieser
allein bestimmt den Reifegrad, den eure Seele am Ende des Erdenlebens erlangt hat. Im
freien Willen müsset ihr die Gnaden nützen, die euch zwar unbegrenzt zur Verfügung
stehen, die aber keinerlei Zwang auf euch ausüben, sondern einfach unwirksam bleiben, wenn sie nicht gern und dankbar angenommen werden. Dieser Gnadenzustrom
also steht allen Menschen offen .... also können alle Menschen zur Vollkommenheit auf
Erden gelangen. Und so ist auch kein Mensch dem anderen gegenüber im Nachteil, keinem Menschen wird bevorzugt ein größeres Maß von Gnaden zugeleitet. Aber es kann
wohl der eine den großen Gnadenschatz heben, während der andere ihn unbeachtet
lässet und daran vorübergeht ....
Und das Annehmen und Nützen der Gnaden ist nicht
von dem Schicksal des Menschen abhängig, von seiner Lebenslage oder dem irdischen
Wirkungskreis, denn die Möglichkeit, Gnaden unbegrenzt entgegenzunehmen, hat
jeder Mensch, weil dies lediglich Sache der Seele ist, eine Angelegenheit des freien Willen, weil keine irdische Macht oder keine irdischen Lebensverhältnisse einen Menschen zu zwingen vermögen, geistige Güter zu entbehren, wenn nur der Wille des Menschen bereit ist, sich gedanklich mit Mir in Verbindung zu setzen, und er Mich nun bittet um Gnade und Kraft. Denn diese geht ihm von Mir aus zu unter Ausschaltung irdischer Hindernisse. Es sind Güter, welche der Seele vermittelt werden und die jeder
Mensch im gleichen Maß empfangen kann. Es geht lediglich darum, nach welcher Seite
der Mensch seinen Willen richtet, und zu dieser Richtung seines Willens wird er von
keiner Seite gezwungen. Die Seele ist bei Beginn ihrer Verkörperung als Mensch wohl
von dichten Hüllen umschlossen, die ihr das Eindringen des Lichtes verwehren, aber
ein kleines Fünkchen leuchtet ihr doch von innen, das sie beeinflußt, gut zu denken und
zu wollen ....
Kommt sie nun diesem leisen Einfluß nach, so wird es stets heller von
innen; beachtet sie ihn nicht, dann also hat sie schon eine Gnade zurückgewiesen, denn
gerade zu Beginn ihrer Verkörperung stehen ihr Schutzgeister zur Seite, ganz gleich, in
welcher Lebenslage sich der Mensch befindet. Zwang wird auch von ihnen nicht angewendet, doch es kann der Mensch sich dem Guten zuwenden, weil diese Schutzgeister
es verhindern, daß böser Einfluß den Willen unfrei macht. Und sowie der Mensch selbst
denken kann, hat er auch selbst in sich das Unterscheidungsvermögen für Gut und
Böse, weil die Auswirkungen von gutem oder schlechtem Handeln der Mitmenschen
ihn selbst genauso berühren. Und selbst wenn er durch äußere Verhältnisse gezwungen
wäre zu schlechtem Handeln, kann sich der innerste Wille dagegensträuben .... und dieser Wille also formt den Menschen. Ein guter Wille aber nimmt stets Gnaden an, und
diese gehen ihm wahrlich unbeschränkt zu. Darum also hat jede Seele die Möglichkeit,
in der ihr zur Verfügung stehenden Zeit restlos ihre Hüllen abzustoßen. Sie kann vollkommen werden, denn jegliche Schwäche kann ausgeglichen werden durch Gnaden,
wenn der Mensch nur bereit ist zur Auswertung des ihm zur Verfügung stehenden Gnadenschatzes, denn diesen hat Jesus Christus erworben durch Seinen Tod am Kreuz, und
es braucht kein Mensch schwach zu bleiben, es ist kein Mensch mehr rettungslos Meinem Gegner preisgegeben .... es kann ein jeder Mensch aus Gnaden selig werden ....
Er muß nur seinen freien Willen dem göttlichen Erlöser zuwenden; er muß, solange es
noch in ihm dunkel ist, er also keinerlei Wissen oder Erkenntnis besitzet, der Anregung
des Geistesfünkchens in sich nachkommen, das ihn drängt zu gutem Wollen und Handeln. Dann nützet er die erste große Gnadengabe, und dann wird er sich auch stets öffnen für den Gnadenzustrom, der auch niemals versiegen wird, solange der Mensch auf
Erden weilet, der aber immer den freien Willen erfordert, um nun auch wirksam werden zu können, dann aber auch das Erreichen des Zieles, vollkommen zu werden,
garantiert.
Amen
B.D. 6878
empfangen am 25.7.1957
„Gericht“ heißt „neu richten
- einordnen“ ....
Gerichtete Wesen seid ihr alle, d.h. eurem Geisteszustand entsprechend gebunden ....
Und wenn euch also ein „nahes Gericht“ angekündigt wird, das mit dem Ende dieser
Erde verbunden ist, so bedeutet das, daß alles Geistige erneut seinem Reifezustand
gemäß „gerichtet“ wird, also die Form beziehen muß, die diesem Zustand entspricht .... daß also die Ordnung wiederhergestellt wird, die Gesetz ist von Ewigkeit. Ihr befindet
euch alle noch im Gericht, solange ihr noch nicht als freie geistige Wesen das geistige
Reich beleben dürfet, solange ihr noch den Gang über die Erde gehet, bewußt oder
unbewußt als-inden-Schöpfungswerken-gebunden ....
Ihr befindet euch so lange im
Gericht, wie ihr noch nicht frei seid. Es ist aber nicht ein Strafzustand unter „Gericht“
zu verstehen. Es ist wohl ein Akt der Gerechtigkeit Gottes, der aber immer auch in Seiner Liebe und Weisheit begründet ist, niemals aber als Strafakt Seinerseits angesehen
werden darf, denn Gott will nur retten, niemals aber verdammen. Es ist die Rettung
jedoch nur möglich innerhalb der Ordnung von Ewigkeit, und wird diese Ordnung
umgestoßen, was durch den freien Willen des Menschen wohl möglich ist, so muß sie
also immer wiederhergestellt werden .... es muß „gerichtet“ werden, was aus der Ordnung herausgetreten ist. Und ein solcher Akt der Neueinordnung steht euch Menschen
und auch dem auf dieser Erde gebundenen Geistigen bevor ....
Denn am Ende einer
Erdperiode ist ein völliges Chaos geistig und irdisch. Durch das Wirken des Gegners
von Gott ist alles in Unordnung geraten und eine geistige Aufwärtsentwicklung darum
unmöglich geworden. Daß sich die Menschen am Ende verantworten müssen vor
ihrem Gott und Schöpfer, ist also so zu verstehen, daß der Geisteszustand jedes einzelnen nicht vor Gott verborgen gehalten werden kann, daß Ihm alles offensichtlich ist
und Er darum auch weiß um dessen Los, um die Sphäre, in der die Seele nun Aufenthalt
nimmt, oder um die Formen, die eine wieder-aufgelöste Seele beziehen muß in ihren
einzelnen Partikelchen ....
Denn alles ist Ihm offenbar, und Sein Richteramt besteht in
der „Neueinordnung“ alles Geistigen .... was also gleich ist den Begriffen von Seligkeit
und Verdammung. Seine Gerechtigkeit und Seine Liebe sind bestimmend, denn auch
der Zustand der Bannung ist nur ein Mittel, dem gefallenen Geistigen wieder zur Höhe
zu verhelfen, aber er kann nicht übergangen werden, weil solches die Gerechtigkeit
nicht zulassen könnte ....
Und darum muß auch das Gericht gefürchtet werden von den
Menschen, die aus der göttlichen Ordnung herausgetreten sind, denn es kann ihnen
nichts anderes eintragen als eine Neubannung in den Schöpfungen, weshalb auch nicht
eindringlich genug dessen Erwähnung getan werden kann, weil die kurze Zeit bis zum
Ende noch ausreicht zu einer Wesenswandlung, wenn der Mensch diese ernstlich
anstrebt. Denn die Liebe und Barmherzigkeit Gottes sucht noch alles zu retten vor dem
Ende, was Ihm nicht ganz widersetzlich ist ....
Er hilft auch dem größten Sünder, aber Er
kann nicht Seine Gerechtigkeit ausschalten und beglücken den, der es nicht verdient ....
Amen
B.D. 6879
empfangen am 14.1.1958
Das Lebenswasser
muß am Quell geschöpft werden ....
Nur am Quell ist das Lebenswasser klar und rein, und nur dort könnet ihr euch Kraft
holen und gelabt werden, ohne fürchten zu müssen, Für-eure-Seele-schädliche-Stoffe
mit aufzunehmen. Nur am Quell ist unverfälschte Wahrheit, nur am Quell könnet ihr
unmittelbar aus Gottes Hand die Nahrung entgegennehmen, die eurer Seele rechte
Speise ist und rechter Trank. Und darum werdet ihr Menschen immer zum rechten
Quell hingewiesen, darum ist euch der Born erschlossen worden, aus dem ihr trinken
könnet und euch erquicken jederzeit, weil Gott es will, daß ihr nicht genötigt seid, eurer
Seele minderwertige Nahrung zuzuführen, die ihr nicht zum Ausreifen dienet. Und ihr
könnet alle diesen Quell aufsuchen, denn ihr brauchet euch nur ganz innig mit Gott zu
verbinden und Ihn bitten, daß Er Selbst euch speise und tränke ....
Diese Bitte erfüllet
Er euch ganz sicher, denn Er will Selbst zu euch reden, und Er kann es auch, sowie ihr
euch Seiner Ansprache öffnet. Und so diese innige Bitte also vorangegangen ist, dann ist
es auch gleich, wo und in welcher Weise ihr das „Wort Gottes“ anhöret oder es leset,
denn nun kann Gott Selbst Sich einschalten, Er kann reden durch eines irdischen Dieners Mund, Er kann eure Gedanken lenken, wenn ihr Sein Wort aus der Schrift entgegennehmet, Er wird immer Selbst zu euch reden, weil diese innige Bitte um Seine
Seelennahrung vorangegangen ist. Und ihr brauchet dann auch nicht zu fürchten, eine
eurer Seele-unzuträgliche Speise entgegengenommen zu haben. Und so euch nun .... als
Einwirken Seines Gegners .... irriges Geistesgut übermittelt wird, so erkennet ihr dieses
auch als irrig, es wehret sich eure Seele gegen die Annahme dessen, sie verweigert die
Speise, die ihr dargeboten wird. Und auch das ist Gottes sichtliches Wirken in euch, daß
ihr erkennet, was nicht von Ihm Selbst kommt. Und so auch brauchte kein Mensch sich
zu beunruhigen durch Fragen, welche Geistesrichtung die rechte sei, denn in allen Konfessionen kann dem Menschen die Ansprache Gottes vermittelt werden, wenn er sie nur
innig begehrt, weil Gott dieser Bitte wahrlich nachkommt ....
Doch zumeist lassen sich
die Menschen genügen, wenn sie pflichtgemäß „Hörer des Wortes“ sind, und das Verlangen, ihrer Seele Speise und Trank zu bieten, mangelt ihnen. Und dann sättigt sich
also die Seele mit Speisen, die nicht gut sind .... sie ist zu weit entfernt vom Quell, und
das Wasser ist nicht mehr rein und klar, und es hat darum auch nicht mehr die heiligende und reinigende Wirkung. Es ist oft auch vergiftet, und die Seele, die es genießet,
wird stets kränker und schwächer, sie vermag nicht, sich zu erheben und aufwärtszuschreiten, denn (Unterbrechung)
(14.1.1958)
(Ergänzung erbeten) alles Unreine hat eine lähmende Wirkung, und es kann nichts nach oben .... zu
Gott .... hinführen, was von unten kommt und zur Tiefe hinabzieht. Es wird auch keine
Seele zum Licht gelangen, denn das Licht kommt immer nur von oben, während die
Tiefe nur Finsternis verbreitet. Der rechte Quell aber wird immer frei und offen und für
jeden Menschen zugänglich sein, aber auch immer einen kleinen Aufstieg erfordern.
Und daran schon ist zu erkennen, daß der Mensch selbst sich bemühen muß, will er aus
dem Quell des Lebens schöpfen. Und es ist darum stets die Gefahr, daß das Wasser verunreinigt ist, je tiefer es dahinfließet .... d.h., es kann das Wort Gottes der Seele nicht
mehr die Kraft vermitteln, das gedankenlos angehört wird an den Orten, wo es der
Mensch entgegennimmt, ohne daß seine Seele den Weg zur Höhe zuvor zurückgelegt
hat, zu Gott Selbst .... um Ihn zu bitten, ihr rechte Speise und rechten Trank zu reichen.
Denn das Wasser des Lebens muß Gott Selbst jedem Menschen darreichen, es muß am
Urquell geschöpft werden, denn Gott Selbst muß zuvor die Gaben segnen, sollen sie der
Seele des Menschen zum Heile gereichen ....
Amen
Die Kundgaben NR. 6880 und 6881 sind verloren gegangen.
B.D. 6882
empfangen am 30.7.1957
Endprophezeiungen ....
Gehört ihr zu den Meinen ....
Wer sich zu den Meinen zählt, der weiß es auch, daß die Endzeit angebrochen ist, daß
die Menschheit vor einer Wende steht, geistig und irdisch. Denn den Meinen sagt es der
Geist, die Meinen können durch den Geist in sich angesprochen werden, und sie vernehmen Meine Stimme, sei es direkt oder auch gedanklich ....
Und sie nehmen auch im
Glauben das Wort entgegen, das ihnen durch Meine Boten zugetragen wird und von
Mir seinen Ausgang nimmt ....
Die Meinen also wissen, in welcher Zeit sie leben, sie wissen es, daß die letzte Stunde der Weltenuhr bald geschlagen hat, daß eine Nacht sich
herniedersenkt für unzählige Menschen auf dieser Erde und daß ein neuer Tag erstrahlet für die anderen, für die wenigen, die Mir treu bleiben bis zum Ende, die Meiner kleinen Herde angehören .... die Ich also mit den „Meinen“ bezeichne. Und diese also
haben noch eine Aufgabe auf Erden: auch ihren Mitmenschen Kenntnis zu geben
davon, was der Erde bevorsteht ....
Es wird dies nicht leicht sein, denn so überzeugt auch
die Meinen sind von der Wahrheit Meines Wortes .... also auch von den Ankündigungen eines Endes und des Gerichtes .... die Mitmenschen werden ihnen keinen Glauben
schenken und sich unwillig abwenden, wenn ihnen gegenüber des letzten Endes
Erwähnung getan wird. Dennoch sollen sie immer wieder versuchen und davon reden,
daß jenes von Mir angekündigte Ende nicht mehr lange auf sich warten läßt. Und als
Beweis dessen sollt ihr auch auf das Naturgeschehen hinweisen, das noch zuvor die
ganze Welt in Aufruhr versetzen wird ....
Und ihr sollet ihnen sagen, daß mit gleicher
Sicherheit auch das darauf folgende Ende erwartet werden kann, denn durch das
Naturgeschehen will Ich den Menschen noch eine letzte Mahnung, einen letzten Hinweis geben, auf daß es ihnen nicht so schwerfällt, zu glauben, was ihr ihnen sagt ....
Wer
selbst im Licht steht, soll auch das Licht hinausstrahlen lassen in die Dunkelheit ....
Und
wer selbst an Mich und Mein Wort glaubt, der soll auch versuchen, seine Mitmenschen
zum Glauben zu führen, und in aller Liebe auf sie einwirken, damit er nicht auf Widerstand stößt ....
Und darum wird das Naturgeschehen nicht mehr lange auf sich warten
lassen, soll es doch auch dazu beitragen, die Menschen vorzubereiten auf das Ende ....
Auch des Naturgeschehens, Meines Eingriffes, von dem jeder Mensch wird Kenntnis
nehmen können, sollet ihr Erwähnung tun, denn es wird von ungeheurem Ausmaß sein
und nicht als alltägliches Geschehen abgetan werden können ....
Auf dieses Geschehen also sollet ihr unentwegt hinweisen und euch nicht fürchten,
offen darüber zu reden, denn es wird kommen mit unumstößlicher Gewißheit ....
Und
wer davon durch euch erfahren hat, der wird dann auch leichter zu glauben vermögen
an das von Mir gleichfalls angekündigte Ende. Die Meinen also sollen Mir tüchtige Mitarbeiter sein, und wenn ihre Arbeit auch nur darin besteht, zu reden von dem Bevorstehenden ....
Dann schon leisten sie Mir große Dienste, denn Ich will es, daß die Menschen Kenntnis erlangen, kann aber nur durch Menschenmund diese Erkenntnis ihnen
geben, der sie nun Glauben schenken können oder nicht, aber sie haben einmal davon
erfahren, und sie werden dessen auch gedenken, wenn der Tag gekommen ist, wo die
ganze Welt den Atem anhalten wird angesichts der Naturkatastrophe, die unsagbares
Leid bringen wird über die Menschen, die sie erleben ....
Fürchtet nicht, daß ihr irrige
Prophezeiungen verbreitet, sondern redet frei und offen, daß Ich Selbst euch diese
zugeleitet habe und daß ihr Meinen Worten unerschütterlich glaubet ....
Sie werden
euch nicht Lügen strafen können, denn schneller als sie denken werden sie die Bestätigung erfahren. Doch es soll den Menschen dann dieses Wissen dienen, ihre Zweifel den
Endankündigungen gegenüber aufzugeben ....
Und dann ist schon viel erreicht, dann
können sie sich vorbereiten und also gerettet sein vor dem Abgrund ....
Amen
Die Kundgaben NR. 6883 und 6884 sind verloren gegangen.
B.D. 6885
empfangen am 2.8.1957
Endscheidung des Willens für Gott ....
Ständig werdet ihr mit lebenspendender Kraft versorgt, so ihr nur zum Leben gelangen wollet. Ihr sollt nur euch einmal befassen mit dem Los eurer Seele, ihr sollet nicht
nur denken an euer irdisches Leben, sondern an das Leben der Seele, das ihr dieser auf
Erden erwerben sollet. Ihr sollt nachdenken darüber, was eurer Seele mangelt, und
ihren Hunger und Durst zu stillen suchen .... ihr sollt im Erdenleben geistig streben ....
Mehr verlange Ich nicht von euch, denn so dieser Wille in euch zum Durchbruch
kommt, wird euch nun auch geholfen, daß ihr das Ziel erreichet. Und so liegt es also nur
an eurem Willen, daß Sich nun euer Vater eurer annimmt und euch führet ....
Wo dieser
Wille ernst ist, besteht auch keine Gefahr mehr, Meinem Gegner in die Hände zu fallen,
weil Ich nun das Recht habe, euch ihm gegenüber zu schützen. Wer also will, daß Ich ihn
annehme, der ist schon angenommen von Mir, und er wird nun auch die Kraft empfangen, Meinem Willen gemäß zu leben auf Erden. Und darum kann jeder Mensch sich in
Meiner Fürsorge und in Meinem Schutz geborgen wissen, dessen Wille ernst ist ....
Und
darüber muß er sich Rechenschaft ablegen ....
Ist sein Sinnen und Trachten noch stark
der Welt zugewendet, dann ist sein Wille nicht ernst, dann betrügt er sich selbst, wenn
er seinen Willen durch Worte zu bezeugen sucht ....
Denn der Wille zu Mir ist schon
Abkehr von der Welt, weil niemand zweien Herren dienen kann, Mir und Meinem Gegner zugleich, der Herr der Welt ist. Der Mensch steht zwar in der Welt und wird auch
vielen Anforderungen gerecht werden müssen .... aber es ist ein Unterschied, ob er mit
seinem Herzen verankert ist an die Güter und Freuden dieser Welt, ob sie sein Sinnen
und Trachten erfüllen .... oder ob er die Güter der Welt nur nützet, soweit dies erforderlich ist für seinen Wirkungskreis, dem er auf Erden vorsteht ....
Es ist lediglich das innerste Verlangen des Herzens ausschlaggebend, welcher Herr Besitz von dem Menschen
ergreifen kann. Und darauf muß sich der Mensch selbst die Antwort geben und in aller
Wahrhaftigkeit, denn vor Mir kann nicht die leiseste Regung des Herzens verborgen
werden ....
Ich weiß darum auch, wessen Wille Mir ausschließlich gehört und wen Ich
nun fortan leiten und zu Mir ziehen kann ....
Ich weiß auch, wer nur Worte ausspricht,
die diesen vollen Willensernst vermissen lassen. Ich sorge Mich aber dennoch auch um
diese, nur ist erst dann der Erfolg garantiert, wenn sich das Herz ungeteilt für Mich entschieden hat. Denn dann kommt der Mensch zu Mir wie ein Kind zum Vater, und dann
ergreift es auch Meine Vaterliebe und lässet es ewiglich nicht mehr von Mir ....
Dann
aber ist der Mensch auch bereit, seiner Seele zu helfen, daß sie ausreife, dann wird er sie
versorgen mit Speise und Trank, und er wird nicht nur ein irdisches, sondern auch ein
geistiges Leben führen .... er wird nicht mehr zu fürchten brauchen verlorenzugehen,
denn dann geht er an Meiner Hand unbeirrt seinem Ziel entgegen ....
Amen
Die Kundgaben NR. 6886, 6887 und 6888 sind verloren gegangen.
B.D. 6889
empfangen am 8.8.1957
Gott ermahnt zum Glauben an das Ende ....
Jeder Tag bringt euch dem Ende näher, jeder Tag führt euch der Seligkeit zu im Para-dies auf der neuen Erde oder auch dem Abgrund, wenn ihr das Ende erlebt in einem
Zustand, der eine Neubannung erfordert ....
Dies ist eine unumstößliche Gewißheit,
denn was bestimmt ist in Meinem Plan von Ewigkeit, das wird auch eingehalten, und
der Tag des Endes ist also festgesetzt, und er steht euch in kurzer Zeit bevor ....
Wenn ihr
nun euch verlassen würdet auf diese Meine Ankündigung, dann würdet ihr auch euer
Leben danach einrichten ....
Die geistig Strebenden würden noch eifriger um ihr Seelenheil besorgt sein, die Weltmenschen dagegen noch mehr das irdische Leben genießen und noch alle Freuden auszukosten suchen, bevor das Ende kommt ....
Aber diesen
fehlt jeder Glaube, und jene haben nur einen schwachen Glauben, weil die Ankündigung für ein „Ende dieser Erde“ so Ungewöhnliches zu glauben fordert, weil ein solches
Geschehen noch niemals erlebt wurde und für frühere gleiche Vorgänge keine Beweise
mehr vorhanden sind. Alle nehmen Meine Worte nicht ernst genug, und ein leiser
Zweifel daran ist auch in den Herzen der Meinen, weil sie „Menschen“ sind, die immer
nur Begrenztes zu fassen vermögen, und ein solches Ende, wie Ich es ihnen voraussage,
so gewaltig ist, daß sie sich keinen Begriff davon machen können .... Aber ihr sollet Mir
glauben ....
Denn Ich leite euch keine Worte von oben zu, die der Wahrheit nicht entsprechen ....
Ich werde auch nicht euch irreführen lassen von Kräften, die im Auftrag
Meines Gegners arbeiten, weil ihr eine Mission auszuführen habt: Mir in der letzten
Zeit die Arbeit auf Erden zu leisten, die nur von Menschen ausgeführt werden kann. Ich
will durch euch die Menschen anregen zu eifriger Seelenarbeit, Ich will durch Menschenmund zu allen reden, um noch zu retten, was nicht ganz Meinem Gegner verfallen ist ....
Der Dienst, den ihr Mir leisten sollet, besteht nur darin, den Mitmenschen
Mein Wort weiterzuleiten, und darum könnet ihr nur reine Wahrheit von Mir empfangen. Und ihr genießet darum auch jeden Schutz gegen die Kräfte, die aus dem Reiche
der Finsternis aufsteigen und das Licht von oben zu trüben oder zu verlöschen
suchen ....
Darum brauchet ihr auch nicht zu fürchten, daß euch ein zweifelhaftes Geistesgut zugeht, und ihr könnet ohne Scheu und in aller Gewißheit die Worte verbreiten,
die Ich zu euch rede, um der Menschheit Warnungen und Mahnungen zugehen zu lassen, weil das Ende immer näher rückt ....
Niemals werde Ich euch Tag und Stunde angeben, um euch nicht unfähig zu machen für die Arbeit, die ihr noch leisten sollet und
auch könnet im festen Vertrauen auf Mich, euren Gott und Vater von Ewigkeit .... aber
Ich kann euch immer nur hinweisen darauf, daß euch nicht mehr viel Zeit bleibt ....
Und diese ernste Mahnung wird euch immer wieder zugehen, um erhöhten Eifer zu
bewirken, denn ihr dürfet nicht lau werden. Und ihr tut gut daran, so zu leben und zu
reden, als sei morgen schon der letzte Tag ....
Denn er kommt unerwartet ....
Zwar werdet ihr zuvor noch Meinen Eingriff erleben, aber auch dieser wird nicht mehr lange auf
sich warten lassen, und das Ende wird ihm bald folgen ....
Und könntet ihr nur annähernd ermessen, welch große Bedeutung das Beenden einer Erlösungperiode und der
Beginn einer neuen für den Entwicklungsgang alles Geistigen hat .... und besonders für
die auf der Erde nun lebenden Menschen, dann würdet ihr es auch verstehen können,
warum Ich immer und immer wieder diese Worte euch zugehen lasse und warum Ich
euch, die ihr Mein seid und bleiben wollet, zu festem Glauben an Meine Worte
ermahne. Denn nur im Glauben redet ihr überzeugt, und nur ein tiefer Glaube gibt
auch euren Worten die Überzeugungskraft für eure Mitmenschen .... nur die Sicherheit
eures Redens wird sie bedenklich machen. Denn es muß des Endes Erwähnung getan
werden, und wer daran glaubt, der wird auch die Zeit noch nützen und nicht verlorengehen ....
Amen
B.D. 6890
empfangen am 10.8.1957
Erhalten nach Gespräch mit „Zeugen Jehovas“ .... (Teil)
....Eine Berufung zur „Weinbergsarbeit für den Herrn“ aber erfordert mehr als ein
verstandesmäßig erworbenes Wissen .... es erfordert ein „Von Gott-gelehrt-Sein“.
Wären sie aber von Gott gelehrt, dann gäbe es wahrlich keine Meinungsverschiedenheiten, dann würden alle Diener des Herrn das gleiche lehren, und es könnte keine verschiedenen Geistesrichtungen mehr geben. Und doch nimmt jede einzelne das Recht
für sich in Anspruch, Wahrheit zu vertreten. Und fast alle stützen sich auf die Schrift,
das „Buch der Bücher“ .... und doch lehren sie verschieden. Das Wort aber bleibt immer
das gleiche und nahm von Gott seinen Ausgang. Sollte also Gott wohl Seine Vertreter
verschieden belehren .... wenn alle glauben, durch „das Wort“ von Gott gelehret zu
sein? Denn niemand kann abstreiten, daß sich die Vertreter vieler Glaubensrichtungen
widersprechen, daß sie aber alle mit „der Schrift“ ihre Lehren zu belegen suchen. Diesen allen aber sei es gesagt, daß nicht die Kenntnis der Buchstaben genügt, um Wahrheit aus ihnen zu entnehmen, sondern daß Gottes Geist sie zuvor erleuchten muß und
daß diese Erleuchtung durch den Geist unbedingte Voraussetzung ist, von Gott Selbst
für ein Lehramt auf Erden berufen zu werden, auf daß den Mitmenschen die Wahrheit
zugeleitet werde, die nur der „Geist aus Gott“ übermitteln kann. Bedenket doch, daß
auch das wertvollste Buch für euch verschlossen sein kann, wenn es euch nicht zuvor
entschlüsselt wird. Und darum sollet ihr, die ihr zu lehren euch berechtigt glaubt, euch
nicht immer berufen auf ein euch noch verschlossenes Buch, zu dem ihr noch nicht den
Schlüssel gefunden habt: einen erweckten Geist, der euch in alle Wahrheit leitet ....
Ihr
müsset alle von Gott gelehret sein .... und dann erst werdet ihr auch den Mitmenschen
Wahrheit bringen können. Ihr könnt aber so lange nicht euch als „von Gott gelehrt“
betrachten, wie eure Ansichten sich widersprechen. Und es liefern die vielen verschiedenen Geistesrichtungen dafür den Beweis, daß sie .... obgleich sie alle aus einer Quelle
zu schöpfen vorgeben .... den rechten Quell noch nicht gefunden haben, Der da ist
Gott, das lebendige Wort, Der Sich offenbart allen, die es ernstlich wollen, von Gott
belehrt zu werden ....
Amen
(Der Hinweis (Teil) hinter des Überschrift läßt vermuten, daß es sich bei der Kundgabe nur
um einen Teil handelt, es liegt uns jedoch keine weitere Handschrift vor. d. Hg.)
Die Kundgaben NR. 6891 bis 6898 sind verloren gegangen.
B.D. 6899
empfangen am 21.8.1957
Gottes ungewöhnliche Wirken in der Endzeit ....
Ich kann euch immer nur belehren und euch Meinen Willen kundgeben .... aber Ich
kann euch nicht zwingen, diese Belehrungen anzunehmen oder Meinen Willen zu
erfüllen, will Ich nicht euer Vollkommen-Werden gefährden. Ich kann darum auch
nicht euch noch deutlichere Beweise geben, daß Ich es bin, Der zu euch spricht, die für
euch nur einen Glaubenszwang bedeuten würden ....
Ich kann immer nur euch den
einen Rat geben, euch selbst an euren Vater zu wenden, wenn ihr Ihn anerkennet, und
Ihn zu bitten, daß Er euch stets recht denken und handeln lassen möge ....
Also ihr müsset euch eurem Gott und Vater gänzlich übergeben und Ihn allein nur walten lassen und
auch bereit sein, Seiner göttlichen Führung euch nicht zu widersetzen. Ich fordere nur
euren Willen, den ihr Mir gänzlich unterordnen sollet ....
Besitze Ich diesen, so werdet
ihr auch wahrlich nicht mehr falsch denken und urteilen können. Die Hingabe eures
Willens ist auch gleichzeitig Aufgabe jeglichen Widerstandes gegen Mich ....
Dann aber
erkennet ihr auch die Stimme des Vaters, so Er zu euch spricht. Ich werde euch wahrlich nichts raten, was auf satanischen Einfluß schließen läßt, und wenn ihr nur ehrlich
euch darüber Rechenschaft ableget, werdet ihr auch immer nur die göttliche Liebelehre als Inhalt Meiner Offenbarungen erkennen und zugestehen müssen. Nehmet ihr
aber Anstoß an Lehren, die euch bisher unbekannt waren, dann bedenket, daß die
Menschheit kurz vor ihrem Ende steht .... bedenket, daß Ich darum noch viele Mittel
anwende, sie vor dem Untergang zu retten. Ein solches Mittel ist auch die Zuleitung
eines Wissens, das für jene bestimmt ist, die nur ihren Verstand sprechen lassen .... die
einen kindlichen Glauben nicht mehr aufzubringen vermögen, weil Meine reine Lehre
mit Irrlehren durchsetzt wurde, die ihren Ablehnungswillen erregten .... die alles mit
ihrem Verstand ergreifen und durchdenken wollen und denen darum eine Kost geboten werden muß, die ihnen annehmbar erscheinen kann, wenn sie nur guten Willens
sind ....
Bedenket, daß Ich Mich auch jener Menschen annehme, um ihnen noch zu helfen vor dem Ende. Bedenket, daß allen Menschen Meine Liebe gilt und Ich alles versuche, um sie zu gewinnen für Mich, daß aber auch Mein Gegner in der letzten Zeit
unbarmherzig wütet, weil er weiß, daß er nicht mehr viel Zeit hat ....
Also veranlaßt er
allein schon durch sein satanisches Wirken auch Meinerseits eine ungewöhnliche
Gnadenzufuhr ....
Und Ich weiß es wahrlich, welche Gnadengaben euch Menschen
noch retten können; Ich weiß es wahrlich, was jeder einzelne Mensch benötigt. Ihr aber
wisset es nicht, und ihr seid leicht geneigt, zu glauben, Mich in Meinem Wirken bestimmen zu können .... denn ihr tut dies, sowie ihr „göttliche Offenbarungen“ für abgeschlossen erachtet und Mir also gleichsam eine „Begrenzung“ auferlegt, die aber nicht
Meinem vollkommenen Wesen entspricht, das keine Begrenzung kennt ....
Wer an
Mich glaubt, der kann sich selig preisen, denn sein Weg ist nicht mehr weit zu Mir. Aber
auch die noch in der Ferne Weilenden will Ich zum Glauben führen, und Ich lasse sie
daher etwas tiefer hineinschauen, als ihr anderen es benötigt ....
Aber ihr könnet dessen
gewiß sein, daß Ich allen Meinen Geschöpfen ein Vater sein will und ihnen daher das
Verhältnis von ihnen zu Mir klarlegen möchte, solange sie noch keinen Zusammenhang mit Mir gefunden haben. In der Endzeit ist nur wenig Glauben zu finden unter
den Menschen, aber es ahnet auch kein Mensch, was diese Glaubenslosigkeit für Folgen
nach sich zieht, wenn das Ende gekommen ist .... Ich aber weiß um das entsetzliche Los
derer, die das Ende unausgereift erleben, die keinen Schimmer von Erkenntnis gewonnen haben .... Und sie erbarmen Mich ....
Könnt ihr es nicht verstehen, daß Ich Mich
derer annehme, daß Ich noch zu retten suche, was möglich ist, daß Ich zu Mitteln greife,
die bisher nicht nötig waren? Und Ich habe auch diese ungewöhnliche Hilfsaktion vorausgesagt, Ich habe darauf hingewiesen, daß Ich „Meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch ....“ , daß „Mein Geist euch in die Wahrheit leiten wird ....“ Ich habe euch
ferner gesagt, daß sich vor euch auftun wird das Geheimnis der Schöpfung, daß die
Meinen „keines Lehrers bedürfen, weil Ich Selbst sie belehre ....“ (Jer. 31, 33-34) Ihr werdet Mich nicht Lügen strafen können, wenn ihr erleuchteten Geistes die Schrift leset,
aber ihr werdet für tieferes Wissen nicht aufnahmefähig sein, solange euer Geist nicht
geweckt ist. Die „Stimme des Geistes“ ist „Meine Stimme“, und die Stimme des Geistes
offenbaret Mich Selbst ....
Und will Ich nun jene unglückseligen Geschöpfe retten, so
muß Ich Selbst eindringlich zu ihnen reden. Aber sie sind nicht fähig, Meine Stimme zu
hören, und darum muß Ich Mich eines Mittlers bedienen, Ich muß durch dessen Mund
sprechen .... Was Ich aber jedem einzelnen zu sagen habe, was für jeden einzelnen noch
von Segen sein kann, das muß Mir allein überlassen bleiben, und dafür sollt ihr auch
keine Begründung oder Beweise verlangen, sondern ihr sollt euch daran genügen lassen, daß die Not der Endzeit und Meine endlose Liebe die einfachste Begründung
dafür ist ....
Aber eure ganz vertraulich an Mich Selbst gerichtete Frage will Ich gern
euch beantworten .... weil Ich auch nicht will, daß eines Meiner Kinder sich mit Zweifeln plagt oder in irrigem Denken dahingeht .... weil Ich euch alle liebe, die ihr Mein sein
wollet, und Mein Ohr daher keiner vertraulichen Bitte verschließe ....
Amen
Die Kundgaben N.R. 6900 bis 6919 sind verlorengegangen.
B.D. 6920
empfangen am 16.9.1957
Los der Seelen im Jenseits ....
Noch traget ihr das Erdenkleid, noch ist eure Seele von einer Hülle umschlossen, die
ihr den unbeschwerten Flug in das geistige Reich verwehret; noch seid ihr an diese Erde
gebunden ....
Aber es kommt die Stunde, wo die Seele (hin) heraustritt aus ihrer fleischlichen Hülle, wo die Erde sie nicht mehr halten kann und sie sich hinaufschwingt zur
Höhe, wenn sie selbst sich so viel Kraft erworben hat, um sich zu erheben aus dem irdischen Bereich in eine Welt, wo es keine Hindernisse mehr für sie gibt, wo sie Zeit und
Raum durcheilen und in lichten Höhen Seligkeit genießen kann. Zu diesem Höhenflug
aber ist Kraft nötig .... eine Kraft, die nicht mehr mit der Lebenskraft verwechselt werden darf, sondern die sie erfüllt, wenn sie in innigen Verband getreten ist mit dem
Kraftquell von Ewigkeit, mit ihrem Gott und Vater .... wenn sie wieder heimgekehrt ist
in ihr Vaterhaus, wo es keine Not und kein Leid mehr gibt, wo nur Seligkeit ist und ewiges Leben. Es kann aber auch die Stunde des Todes keine große Änderung für die Seele
bedeuten ....
Sie kann wohl auch den irdischen Leib verlassen und dennoch nicht frei
sein, sowie sie kraftlos ist und sich nicht aus irdischen Sphären erheben kann, weil ihre
Gedankenwelt nur die Materie war, weil sie sich auf Erden völlig von ihr beherrschen
ließ und niemals der göttlichen Liebekraft Einlaß gewährt. Dann weilt sie wohl auch in
geistigen Sphären, d.h., sie befindet sich außerhalb dieser irdischen Welt, doch nun
mangelt es ihr an Lebenskraft, und sie ist zur Untätigkeit verdammt. Und es ist dies für
die Seele ein Zustand der Qual, ein Zustand der Ohnmacht und Lichtlosigkeit, doch sie
ist sich ihrer selbst bewußt. Der Tod ist das Beenden eines Entwicklungs-Abschnittes, es
wechselt die Seele in jedem Falle ihren Aufenthaltsort .... aber wie verschieden kann
nun die Sphäre sein, welche die Seele nun bewohnt ....
Und der Mensch schafft sich auf
Erden selbst das Los der Seele nach dem Tode. Und darum sollte er einen jeden Tag auswerten als ein unschätzbares Gnadengeschenk, er sollte geizen mit jeder Stunde und sie
ausnützen zum Heil seiner Seele .... er sollte sich nicht mit irdischen Freuden und
Genüssen zufriedengeben, denn die Seligkeiten im geistigen Reich überwiegen sie ums
Tausendfache. Es sollte der Mensch stets dessen eingedenk sein, daß er selbst es in der
Hand hat, ein Übermaß von Glückseligkeit sich zu erwerben, daß er aber dann auch
bereit sein muß, während der kurzen Erdenlebenszeit Verzicht zu leisten auf das, was
dem Körper Wohlbehagen schafft, der Seele aber nicht dienlich ist. Denn die Seele ist
umschlossen von einer Hülle, von der sie sich frei machen soll im Erdenleben. Die
Schlacken, die eine Seele noch behaften, verwehren dem Liebelichtstrahl von Gott den
Eingang ....
Sie müssen zuvor aufgelöst werden, auf daß nun das Liebelicht die Seele
ganz durchstrahlen kann und dies nun auch bedeutet, daß die Seele nach ihrem Tode
völlig unbeschwert sich erheben und in die Gefilde der Seligen eingehen kann. Und das
Auflösen jener Hülle bewirken: inniges Gebet zu Gott, Liebewerke und auch körperliche Leiden mannigfaltiger Art ....
Liebe und Leid sind die wirksamsten Läuterungsmittel, Liebe und Leid machen auch den Menschen innerlich, Liebe und Leid schaffen
einen Abstand von der Welt mit ihren Freuden ....
Der Weg der Liebe und des Leides ist
der Weg, den Jesus gegangen ist. Er hat zur Nachfolge aufgerufen, und Er hat denen das
Leben verheißen, die Ihm nachfolgen. Denn Sein Weg führt sicher zum Ziel. Er führt
aus dem Reiche der Finsternis in das Reich des Lichtes, und Er hilft jedem, der Ihn liebt
und Ihm nachfolgen will, auch, das Kreuzlein zu tragen, wenn es dem Menschen zu
schwer erscheint und er sich an Ihn, an den göttlichen Kreuzträger, wendet um Hilfe ....
Wird aber die körperliche Hülle abgelegt, dann jubelt und frohlocket die Seele, wenn
sie durch das Tor zur Ewigkeit eingeht. Dann hat sie ihren Erdenlebenszweck erfüllt, sie
ist in ihre wahre Heimat zurückgekehrt, wo ewiges Leben ist und ewige Seligkeit ....
Amen
B.D. 6921
empfangen am 17.9.1957
Gottes Ansprache
ist etwas ganz „Natürliches“ ....
Der Vorgang geistiger Übertragungen aus dem Lichtreich ist im Grunde etwas ganz
Natürliches, denn sowie ein Mensch innig mit Gott verbunden ist, ist es ihm auch möglich, Seine Stimme zu vernehmen, das Wort von Ewigkeit, das sich auch äußert durch
Seine Engel, durch die Bewohner der lichtvollen Welt. Aber die Menschen haben sich
weit von Gott entfernt, sie wissen nicht, daß sie so eng sich Gott verbinden können, daß
sie auch Seine Gegenwart spüren und daß sich Seine Gegenwart beweiset durch Sein
Wort. Und darum wird etwas ganz Natürliches als ungewöhnlich angesehen und als
Folge dessen nicht bewertet; es werden die Offenbarungen Gottes als unglaubhaft abgewiesen, und die Menschen berauben sich dadurch selbst der größten Gnade, denn die
Ansprache Gottes zu hören direkt oder auch übertragenerweise ist ein Gnadengeschenk von unermeßlichen Wert: Gott Selbst zeigt den Menschen den Weg auf, den
sie gehen sollen, um selig zu werden, und Er gibt ihnen auch die dazu nötige Kraft
durch Sein Wort ....
Es darf aber die Ansprache Gottes kein zum Glauben-zwingender
Akt sein. Und darum spielt sich der Vorgang geistiger Übermittlungen so ab, daß er
auch andere Erklärungen zuläßt, wenn der Mensch nicht gewillt ist, jenen Vorgang
anzuerkennen. Denn er darf nicht gezwungen werden zum Glauben, und er wird auch
nicht dazu gezwungen ....
Sein Wille allein entscheidet, ob er ein Gnadengeschenk
erkennt als solches und es entsprechend auswertet. Und ein williger Mensch fühlt sich
auch angesprochen von Gott. Ihn berühren die Worte, sie treffen sein Herz, und sie treiben ihn an, diesen Worten gemäß zu leben; er ist nicht nur ein Hörer, sondern ein Täter
des Wortes und findet bald den Beweis der Wahrheit des göttlichen Wortes, weil ihm
sein Tatleben selbst das „Wirken des Geistes“ in sich einträgt. Es kann jeder Mensch
sich diesen Beweis schaffen, wenn er nur in die Tat umsetzen würde, was sein Ohr und
Herz vernommen hat. Denn nicht nur die direkte Wortübertragung wirkt sich in dieser
Weise segensreich aus. Das Wort Gottes kann überall entgegengenommen werden, wo
es verkündet wird ....
Wenn der Zuhörer nur bereitwillig Herz und Ohr öffnet und die
Ansprache Gottes innig begehrt und seinen Lebenswandel nun auch danach ausrichtet,
dann wird auch die Wirkung des göttlichen Wortes nicht ausbleiben. Die Bindung mit
Gott wird stets inniger werden, und der Mensch kann selbst innige Zwiesprache halten
mit Ihm und auch Seiner liebevollen Gegenäußerung gewiß sein. Denn Gott ist ein Vater .... und ein Vater spricht auch mit seinem Kind ....
Verschließet aber das Kind sein
Ohr und wendet sich von seinem Vater ab, dann kann es auch nichts vernehmen. Und
Gott ist die Liebe ....
Die Liebe suchet zu retten, zu helfen und zu beglücken. Und darum
wird Gott warnen, mahnen und Kraft und Licht schenken denen, die sich von Ihm
anreden lassen. Er wird auch zu denen sprechen, die noch abseits von Ihm stehen, aber
Seine Ansprache wird sie nicht zwingen, Ihm Gehör zu schenken. Doch sie sollen die
Gnaden angeboten bekommen, sie sollen die Möglichkeit haben, Ihn zu hören, und je
nach ihrem Willen werden sie auch den Segen Seiner Ansprache erfahren. Aber viel
unglaubwürdiger wäre es, daß ein „Gott der Liebe“, ein „Vater Seiner Kinder“, Sich still
verhält, daß Er die Menschen ihrem Schicksal überläßt und ihnen keinerlei Hilfe leistet ....
Denn es würden die Menschen unrettbar verlorengehen, wären sie nur darauf
angewiesen, was ihnen menschlicherseits geboten wird. Denn es muß Wasser des
Lebens sein, es muß geschöpft werden aus dem Quell, Der da ist Gott Selbst, der Urquell
alles Kraft und allen Lichtes ....
Amen
B.D. 6922
empfangen am 18.9.1957
Das reine Evangelium der Liebe ....
Und ob auch überall in der Welt das Evangelium verkündet wird, ob den Menschen
auch ständig die Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe vorgetragen werden .... es
kann nur dann das Evangelium als „in der Welt verbreitet“ gelten, wenn es beachtet
wird, wenn diesem Liebe-Evangelium entsprechend der Lebenswandel nun geführt
wird und dann auch erst die Voraussetzungen gegeben sind zum Erkennen und Anerkennen Jesu Christi und Seines Erlösungswerkes. Das tote Wissen darum genügt nicht,
weil jegliche Auswirkung für die Seele allein vom Erfüllen der Liebegebote, von einem
Lebenswandel in Liebe, abhängig ist. Das Evangelium der Liebe muß verkündet werden, und das ist gleich dem Aussäen der Saat ....
Ob aber der Boden gut ist, daß er die
Saat aufnimmt und diese nun aufgeht, wächst und gedeihet und Früchte trägt, das liegt
an jedem Menschen selbst ....
Und das also ist „Annahme oder Ablehnung des Evangeliums“ ....
Darum sind Diener Gottes nötig, die als Jünger Jesu Christi das Evangelium
hinaustragen in alle Welt, die den Willen der Menschen anregen sollen, es anzunehmen.
Und wenn sie nun als Knechte im Weinberg des Herrn gute Arbeit leisten, so heißt das,
daß sie unermüdlich tätig sind, die brach-liegenden Äcker urbar zu machen .... daß sie
in Liebe und Geduld die Herzen der Menschen anzuregen suchen, das köstliche Saatgut aufzunehmen, das Wachstum garantiert, wenn es nur recht gepflegt und mit Liebewasser immer wieder begossen wird, daß es aufgehen und gedeihen kann. Schlechtes
Saatgut aber kann keine gute Frucht bringen, und darum versorgt der Herr des Weinbergs Seine Knechte mit guter Saat, und Er gibt ihnen den Auftrag, die Äcker des Weinberges zu bebauen. Der Knecht aber, der kein gutes Saatgut zur Verfügung hat, der wird
auch keine großen Erfolge zeitigen können. Was nützt es also, wenn ein Evangelium
hinausgetragen wird in die Welt, das nicht mehr rein und unverfälscht ist .... was nützt
es, wenn eine Lehre Verbreitung findet, die der Wahrheit nicht mehr entspricht ....
Es
kann dann nicht von der Verkündigung des Evangeliums gesprochen werden, das der
Mensch Jesus auf Erden lehrte, das eine göttliche Lehre war, weil Gott Selbst durch
Jesus sprach und also reinstes Saatgut ausgestreut wurde, das auch eine gute Ernte versprach. Und dieses reine, unverfälschte Evangelium ist es, das wieder den Menschen
zugeführt werden muß, das Gott Selbst wieder ihnen zuleiten will durch Seine Jünger,
die Er Sich Selbst erwählt hat für dieses Amt. Unwiderlegbar muß ein Saatgut, das vermengt wurde mit schlechter Saat, auch entsprechende Ernte bringen ....
Es wird das
Feld nur wenig brauchbare Frucht, aber viel Unkraut tragen, das zur Zeit der Ernte
abgesondert und verbrannt werden muß. Ein guter Herr aber wird stets dafür sorgen,
daß vorerst die Saat rein ist, bevor er seine Knechte mit der Arbeit betreut. Ein guter
Herr dingt auch gute Knechte, von denen er weiß, daß sie die gute Saat vor Verunreinigung hüten, aber er wird keinen Knecht behalten, der sich anderswo Saatgut beschafft
und der sich nun auch nicht zu wundern braucht, wenn kein Erfolg zu ersehen ist .... wenn das, was die Erde hervorbringt, nicht zu gebrauchen ist und also verworfen werden muß. Denn das Unkraut wird alles überwuchern, das Unkraut wird auch noch den
wenigen guten Pflanzen die Lebenskraft nehmen, und jegliche Arbeit jener Knechte
wird umsonst getan sein. Und dann kann nicht von der „Verbreitung des Evangeliums“
gesprochen werden, es kann nicht von der Verkündung des „göttlichen Wortes“ gesprochen werden, das als Ausfluß göttlicher Liebe die „Liebelehre“ zum Inhalt hat, die im
freien Willen, völlig ohne Zwang, befolgt werden muß, um der Seele die Reife einzutragen, zwecks derer sie auf Erden weilt. Seine rechten Jünger aber wird Gott stets unterweisen und ihnen das reine Evangelium zuleiten. Und diese wird Er auch wieder hinaussenden in die Welt, daß sie künden Sein Wort, daß sie gute Saat aussäen in die Menschenherzen, daß sie die Liebe predigen und immer nur zur Liebe ermahnen. Und wo
also die göttliche Liebelehre verkündet wird, dort wird auch der Geist Gottes sich herniedersenken in die Menschenherzen, die jener Liebelehre gemäß leben. Und Er wird
sie lehren, Er wird ihr Denken recht leiten, und sie werden wissen und erkennen, was sie
tun müssen, um selig zu werden ....
Amen
B.D. 6923
empfangen am 19.9.1957
Freier Wille ....
Schicksalsschläge ....
Welchen Weg ihr auch auf Erden gehet, es wird alles schicksalsmäßig an euch herantreten, was euch zum Ausreifen eurer Seelen verhelfen soll. Ihr könnet zwar im freien
Willen euch das Erdenleben gestalten und also glauben, selbst euren Erdenweg
bestimmt zu haben. Was euch aber schicksalsmäßig berührt, werdet ihr nicht abwenden können, und diese Schicksalslenkung übernehme Ich Selbst, immer entsprechend
eurer im freien Willen geschaffenen Lebenslage. Denn die äußeren Verhältnisse könnet
ihr euch wohl schaffen, aber sie sind es nicht, die allzu bestimmend eure geistige Entwicklung beeinflussen. Doch durch Meinen Willen werdet ihr immer wieder in Lagen
versetzt, wo ihr den Willensentscheid treffen könnet, der eurer Seele Los bestimmt ....
Es sind dies zumeist solche Erlebnisse, die ihr selbst nicht wünschet und euch nicht
selbst schaffen würdet, wenn dies in eurer Macht läge .... an denen ihr also selbst nicht
direkt beteiligt seid. Indirekt aber habt ihr solche Geschehnisse selbst veranlaßt, weil
Ich sie für nötig erachte eures geistigen Tiefstandes wegen, den ihr aber selbst verschuldet habt. Und diese schicksalhaften Eingriffe also sind es, die euch an einem „freien Willen“ des Menschen zweifeln lassen. Sie glauben, wenn sie irgendwie in der Ausführung
ihrer Pläne verhindert werden eben durch schicksalhafte Eingriffe, auch ihres freien
Willens entäußert worden zu sein ....
Es ist aber nicht „Wille“ mit „Ausführungsmöglichkeit“ zu verwechseln ....
Den Willen kann der Mensch richten nach seinem Ermessen, auch wenn es ihm unmöglich ist, ihn in die Tat umzusetzen. Und der Wille also soll
angeregt werden, sich in einer bestimmten Richtung zu äußern .... wozu gerade schicksalhafte Lebenslagen verhelfen sollen. Der Ablauf des irdischen Lebens ist nicht von so
großer Wichtigkeit wie der Einfluß, den eine solche Lebenslage auf die Seele gewinnt .... wie sich die Seele dadurch beeindruckt fühlt und welchen Weg sie geht ....
Denn am
Ende des Erdenlebens ist es ganz belanglos, welche Erfolge der Mensch irdisch erreicht
hat durch anscheinend eigene Willensanstrengung ....
Wenn aber die Seele einen Erfolg
für sich buchen kann, dann ist es wahrlich nur von Segen, wenn dieser durch schwere
Schicksalsschläge erreicht worden ist. Und so kann der Mensch selbst sich also sein
Leben gestalten im freien Willen, aber er wird es nicht verhindern können, daß Mein
Wille eingreift, wo es geboten ist um seiner Seele willen. Ich bringe also Meinen Willen
zur Anwendung, ohne aber dem Menschen den eigenen Willen zu beschneiden, denn
dieser ist und bleibt frei, und wenngleich ihm zuweilen die Hände gebunden sind, so
daß es ihm nicht gelingt, auszuführen, was er will, so kann er doch nicht gezwungen
werden zum anderen Wollen, und dieser Wille allein ist ausschlaggebend. Der Wille
allein wird bewertet. Der Wille ist es, der der Seele Fortschritt oder Rückfall einträgt.
Und auf daß der Wille im geistigen Sinne tätig wird, greife Ich Selbst so oft in die Menschenschicksale ein .... wohl erkennend, welchen Segen dies für die Seele des Menschen
bedeuten kann. Euer Wollen und Denken wird nicht gezwungen, weder von Meiner
Seite noch von seiten Meines Gegners aus, aber es wird euch von Mir aus leichtgemacht,
das Wollen und Denken recht zu lenken, indem Ich euch so anfasse, daß eurer eigenen
Kraft eine Schranke gesetzt ist, die ihr aber überschreiten könnet, wenn ihr den Weg
nehmet zu Mir ....
Dies allein bezwecke Ich durch Schicksalsschläge aller Art, daß ihr im
freien Willen euch an Mich wendet um Meinen Beistand, daß ihr dadurch Mich anerkennt, daß euer Erdendasein nicht vergeblich gelebt sei, daß ihr euer Ziel erreichet ....
Amen
B.D. 6924
empfangen am 20.9.1957
Seelenarbeit:
Wandlung der Ichliebe zur Nächstenliebe ....
Nichts kann euch davon entbinden, an euch selbst Seelenarbeit zu leisten, wenn ihr
das ewige Leben erwerben wollet. Die Umgestaltung eures Wesens ist ein Werk des
freien Willens. Es ist die Umwandlung von der Selbstliebe zur uneigennützigen Nächstenliebe, denn letztere allein ist göttliche Liebe, eine Liebe, wie sie dem Urwesen
Gottes entspricht .... eine Liebe, die sich als Kraft auswirkt und die das Prinzip göttlicher Ordnung ist. Der Mensch ist aber zu Beginn seiner Verkörperung von der Ichliebe erfüllt als Erbteil dessen, der bar jeder Liebe ist und dem ihr euer Dasein als
Mensch zu verdanken habt. Denn einstens waret ihr licht- und krafterfüllte göttliche
Wesen, ihr waret aus der Liebe Gottes hervorgegangen und also auch als Seine Schöpfungen ebenfalls liebeerfüllt. Aber es war eine reine, selbstlose, göttliche Liebe, die
immer nur zu beglücken suchte, die zur Ewigen Liebe zurückdrängte und in innigem
Verband stand mit Ihr. Aber diese Liebe wandelte sich durch den Einfluß dessen, der
sich in Selbstüberheblichkeit abwandte von Gott und der seinen Willen und seine
Gesinnung auch auf euch übertrug. Und die Abkehr von Gott hatte zur Folge, daß auch
Seine Liebe auf Widerstand stieß, daß ihr sie zurückwieset und sie also nicht mehr an
euch wirksam werden konnte, weil jeglicher Widerstand die Wirksamkeit der Liebe
aufhebt. Daß Gott aber Seine Geschöpfe, die aus Seiner Liebekraft hervorgingen, nicht
aufgibt .... daß Er unentwegt deren Liebe wiederzugewinnen sucht und daß Er darum
einen Weg fand, auf dem die Rückkehr zu Ihm wieder ermöglicht wurde, ist in Seiner
endlosen Liebe begründet. Die Rückkehr zu Ihm kann aber nur dann stattfinden, wenn
das Wesen Seine Liebekraft wieder annimmt, was soviel bedeutet, als daß es Seinen
Widerstand aufgibt, daß es sich wandelt, daß es sich rückgestaltet zu dem, was es war zu
Anbeginn .... daß also die verkehrte Liebe, die Ichliebe, sich wieder wandelt zur göttlichen Liebe ....
Diese Umgestaltung des Wesens aber erfordert auch bewußte Arbeit an
sich selbst ....
Der Mensch ist bei Beginn seiner Verkörperung immer nur darauf
bedacht, für sich selbst und sein körperliches Wohlbehagen zu sorgen, und zu streben ....
Er wird stets mehr an sich selbst als an seinen Nächsten denken, er wird vorerst
seinen Körper versorgen, als an dem Mitmenschen Liebewerke verrichten, weil ihn
noch die Ichliebe beherrscht als Folge des einstigen Abfalles von Gott. Leistet er nun
aber bewußte Seelenarbeit, dann wird er sich auch bemühen, jegliche Ichliebe aus sich
zu verdrängen und sie durch uneigennützige Nächstenliebe zu ersetzen ....
Und das
bedeutet Umwandlung seines Wesens, denn Sanftmut, Demut, Friedfertigkeit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Geduld werden sich immer wohltätig für den Mitmenschen auswirken, wie sie aber auch ein Zurückstellen des „Ichs“ und der körperlichen
Wünsche, ein Ankämpfen gegen Schwächen und Fehler erfordern .... also die Ichliebe
sich langsam wandeln wird in reine selbstlose Liebe, die stets beglücken will. Diese Seelenarbeit müsset ihr unwiderruflich leisten, und diese Arbeit kann euch niemand
abnehmen, sie ist Zweck eures Erdenlebens, sie ist der sichere Weg der Rückkehr zu
Gott und zur ewigen Seligkeit. Und es gibt nichts, was euch von dieser bewußten Seelenarbeit entbindet, es gibt keine anderen Mittel, die euch die Seligkeit schenken unter
Umgehung jener Arbeit an euch selbst. Ihr seid alle mit Fehlern und Schwächen behaftet, weil ihr die einstige Vollkommenheit hingegeben habt durch den Abfall von Gott,
durch die Zurückweisung Seiner Liebe ....
Ihr könnt aber wieder zur Vollkommenheit
gelangen, ihr könnt wieder licht- und kraftvoll werden, doch ihr müsset zuvor euch
wieder dem Urwesen Gottes angleichen, ansonsten euch der göttliche Liebestrom nicht
durchfluten kann. Und es ist euch dies auch möglich in dem Stadium als Mensch, wenn
ihr nur den ernsten Willen dazu habt und also bewußt an euch arbeitet. Die Kraft geht
euch auch zu, sowie ihr Gott darum bittet. Und was ihr anfänglich als schwere Arbeit empfindet, wird euch stets leichter werden, weil ihr selbst dann ein ungekanntes Glück
empfindet, das nur die reine, göttliche, sich selbst aufgebende Liebe bereiten kann.
Solange aber der Mensch noch sein eigenes Wohl voranstellt, ist ihm auch dieses innere
Glücksgefühl fremd, selbst wenn sein Körper sich Wohlbehagen schafft ....
Aber es geht
um die Seele ....
Denn diese ist euer eigentliches Ich, das den Rückweg zu Gott gehen
soll, will sie ein ewiges Leben in Seligkeit erwarten und von Gott als Sein Kind wieder
aufgenommen werden in das Vaterhaus ....
Amen
B.D. 6925
empfangen am 21.9.1957
Glaubenkönnen setzt Glaubenwollen voraus ....
Glauben-Können setzt ein Glauben-Wollen voraus ....
Ihr werdet nicht überzeugen
können die Menschen, die nicht den Willen aufbringen können, zur Wahrheit zu gelangen, denn durch ihren Unwillen setzen sie sich den Einwirkungen des Gegners von Gott
aus, dessen Beute sie stets mehr werden und der sie immer nur beeinflussen wird, sich
jeder geistigen Einströmung von seiten Gottes zu verschließen. Geistiges Wissen läßt
sich nicht beweisen, es muß geglaubt werden ....
Aber es wird kein Blindglaube von den
Menschen gefordert, es wird an den Menschen die Wahrheit herangetragen, ihm selbst
es aber überlassen, wie er sich dazu einstellt, denn es wird von Gott aus die Freiheit des
Willens eines jeden Menschen gewahrt. Der Mensch steht also gleichsam an einem
Scheidewege, sowie ihm geistiges Wissen dargeboten wird ....
Er kann annehmen oder
auch ablehnen ....
Zu dieser Entscheidung aber muß sein Wille tätig werden. Lehnt der
Mensch ab ohne jegliche Prüfung, dann darf er nicht sagen: Ich kann es nicht glauben,
sondern er muß sagen: Ich will es nicht glauben ....
Hat er aber den Willen, zur Erkenntnis zu kommen, dann wird er prüfen .... und nun erst berechtigt ablehnen, wenn er sich
nicht damit abfinden kann, oder aber er wird eine innere Überzeugung gewinnen und
also „glauben“, obwohl ihm keine Beweise gegeben werden können. Wer guten Willens
ist, dessen Denken wird auch recht gelenkt .... selbst wenn er bisher nichts anerkennen
wollte, was als geistiges Wissen bezeichnet werden kann. Ein blinder Glaube ist wertlos,
erst ein überzeugter Glaube zieht seinen Segen nach sich. Ein überzeugter Glaube aber
kann nur gewonnen werden, wenn der Mensch zur Erkenntnis gelangen will, wenn er
Aufschluß begehrt über ihm verborgene Dinge, über Geheimnisse, die des Menschen
Verstand nicht enthüllen kan