Buch
76
NR.
7102 – 7245
empfangen von
Bertha Dudde in der
Zeit vom 25.4.1958 – 4.1.1959
Eine
Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes
- 1891-1965 - mit
ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen,
allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener
Herausgeber (gedruckte
Bücher, Themenhefte u.v.m.), Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie
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B.D. 7102
empfangen am 25.4.1958
Mittler zwischen Gott und Weltmenschen ....
Anfeindung - Schutz ....
Selten nur wird sich ein Mensch erbieten für eine Arbeit, die keinen irdischen
Gewinn abwirft, die in den Augen der Mitmenschen völlig nutzlos ist und die doch
einen starken Willen und Arbeitseifer erfordert. Und selten nur werden Menschen es
einsehen, daß diese Arbeit wichtig ist und daß von ihr die Rettung unzähliger Seelen
abhängen kann, weil diese eine solche Hilfe brauchen, daß ihnen Kraft zugeführt wird
durch Mittler ....
Es ist daher verständlich, daß jeder, der sich zu einer solchen Arbeit
erbietet, auch von Mir aus die größte Unterstützung erfahren wird, daß zahllose Lichtwesen ihm beistehen, daß alles getan wird von seiten der lichtvollen Welt, um jene
Arbeit zu fördern, um den Menschen in seinem Willen zu stärken und ihm ein rechtes
Licht zu schenken über die Dringlichkeit seines Wirkens für Mich und Mein Reich ....
Denn von seiten der Welt wird er weit mehr beeinflußt, jene Arbeit aufzugeben, die Mitmenschen haben kein Verständnis dafür und werden ebenfalls eher hinderlich als fördernd auf ihn einwirken ....
Und es wird nicht leicht sein, dennoch standzuhalten und
sich mit seiner ganzen Kraft einzusetzen und Mir ein tauglicher Knecht zu sein in Meinem Weinberg. Und doch ist sie allein wichtig .... und keine irdische Tätigkeit wird dem
Menschen einen solchen Segen eintragen, der sich in der Ewigkeit erst auswirken wird.
Aber jene werden es bitter bereuen, die einen Weinbergsarbeiter hindern wollten in seiner Tätigkeit .... die den Wert seiner Arbeit nicht erkannten und die darum auch keinen
Segen für sich beziehen konnten, weil sie noch zu irdisch dachten und für ihr Seelenheil
weniger sorgen als für ihren Körper. Doch es gehört eine große Glaubenskraft dazu,
inmitten der weltlich gerichteten Menschheit die Augen hinzuwenden auf das Reich,
das nicht von dieser Welt ist .... dieses Reich als das allein wirkliche anzusehen und
unbeachtet des Verbotes oder der Feindseligkeit alle Kraft einzusetzen für jenes
Reich ....
Es gehört auch viel Liebe dazu, der unglücklichen Seelen zu gedenken, denen
jede Erkenntnis mangelt ....
Wo aber Liebe und Glauben vorhanden sind, da sind auch
die Grundlagen geschaffen für eine gesegnete Weinbergsarbeit, und es werden Meine
Diener unbeirrt ihren Weg verfolgen, den sie als den Weg zur ewigen Heimat erkannt
und selbst betreten haben. Und diese sind dann auch befähigt, ihre Mitmenschen recht
zu weisen, sie zu belehren, ihnen das zu vermitteln, was sie von Mir Selbst empfangen
dürfen, um ihre Aufgabe auf Erden erfüllen zu können. In der Endzeit nun wird die
Kluft immer größer zwischen solchen treuen Knechten und den Mitmenschen, denn es
werden nicht viele bereit sein, sie anzuhören und gleich ihnen den Weg zu wandeln zu
Mir .... vielmehr werden die Menschen alles aufbieten, sich ganz frei zu machen von den
nur noch schwachen Bindungen mit einer anderen Welt, vom Glauben an eine Verantwortung und ein Leben nach dem Tode ....
Es wird die Kluft stets breiter werden, und
die Menschen werden glauben, sich selbst einen Dienst zu erweisen, wenn sie Meinen
Knechten ihre Tätigkeit untergraben, wenn sie zu verhindern suchen, daß diese
Anhang gewinnen. Und die Widerstandskraft Meiner Knechte muß daher stets mehr
zunehmen, je größeren Feindseligkeiten sie ausgesetzt sind. Und diese Hilfe durch
Kraftzufuhr werden sie stets erfahren und niemals zu fürchten brauchen, das Amt nicht
verwalten zu können, das sie freiwillig übernommen haben ....
Es ist dies die letzte
große Hilfe, die den Menschen noch gebracht werden kann vor dem Ende, und da
Meine Knechte nur die Mittler sind zwischen Mir und jenen Weltmenschen, die Ich
ansprechen will, werden sie auch das Mittleramt bis zum Ende versehen können und
nicht zu fürchten brauchen, daß die Welt stärker ist als sie ....
Denn wer in Meinen Diensten steht, der kann auch versichert sein, daß sein Herr sorgfältig wacht über seinem
Hause und daß keiner zu Schaden kommt, der Mir dienet ....
Denn Ich allein weiß es,
was not tut in der letzten Zeit vor dem Ende, und Ich allein habe die Macht, auch jene
zu schützen, die Mir dienen, und ihnen die Kraft zu schenken, auszuharren bis zum
Ende ....
Amen
B.D. 7103
empfangen am 26.4.1958
Falsche Auslegung der Schrift ....
Wirken des Geistes ....
Ihr Menschen legt euch oft die Worte der Schrift aus so, wie es euch nützlich
erscheint ....
Des Wortes geistige Bedeutung entspricht nicht den Zielen und Plänen, die
ihr verfolgt, und ihr leget den Buchstaben aus, der jedoch vielerlei Sinn enthalten kann.
Und daher sind viele Irrtümer verbreitet worden unter den Menschen, an denen jedoch
mit einer Zähigkeit festgehalten wird, immer im Hinweis auf Stellen in der Schrift. Und
diesen Irrtum aufzudecken und auszurotten ist schon fast unmöglich geworden, weil
die geistige Finsternis stets tiefer wird, je mehr es dem Ende zugeht. Dennoch sind
gerade solche Irrtümer die Klippen, an denen Menschen scheitern können, die bestrebt
sind, die Wahrheit zu finden, doch dann zu zweifeln beginnen und die gleichen Zweifel
zuletzt allem entgegensetzen, was im Buche der Bücher geschrieben steht ....
Sind es
strenge Wahrheitssucher, dann werden sie auch die Wahrheit finden, wenn auch auf
anderen Wegen als den gewohnten, durch die Verkünder des Gotteswortes ....
Mangelt
es ihnen aber an Wahrheitsernst, dann genügen ihnen schon jene Irrtümer, um sich
gänzlich zu lösen vom Glauben oder Glaubenslehren, die doch der Wahrheit entsprechen können. Und das ist die große Gefahr, die jede irrige Lehre mit sich bringt ....
Falsche Auslegung der Schrift ist auch auf Einwirkung des Gegners von Gott zurückzuführen, denn dieser sucht große Verwirrung zu schaffen auch in den Kreisen der Glaubenswilligen, und kann er also deren Führer beeinflussen, so ist ihm ein großes Verfinsterungswerk gelungen. Wohl sind viele Worte der Schrift verschlüsselt, d.h., dem Verstand des Menschen ist ihr Sinn nicht offensichtlich, es kann also verschieden ausgelegt
werden und wird auch erst dann richtig ausgelegt, wenn der Geist des Menschen
erweckt ist, der ihren Sinn ergründen will. Und es ist dies von Gott aus so gewollt, daß
die Menschen mit rechtem Ernst, im Verlangen nach Wahrheit und in Verbindung mit
Ihm ein jedes Wort lesen sollen .... auf daß dann Gott Selbst zu ihnen sprechen kann,
Der sie dann wahrlich auch recht belehren und aufklären wird. Da aber auch die
„angeblichen“ Vertreter Gottes zumeist mehr ihren Verstand vorsprechen lassen, da sie
gleichsam studieren und grübeln, um hinter den Sinn des Wortes zu kommen, wird
ihnen der geistige Sinn verschlossen bleiben, bis sie in engster Fühlungnahme stehen
mit Gott und Seinen Geist erbitten ....
Und der Geist Gottes wird sie recht belehren, aber
auch immer das gleiche den Menschen offenbaren. Kein Mensch wähne sich fähig, aus
eigener Kraft .... nur mit seinem Verstand .... das Wort Gottes verstehen zu können, und
kein Mensch maße sich an, es auszulegen ohne den Beistand Gottes ....
Und kein
Mensch darf glauben, daß es nur genüge, Formgebete zu verrichten, um sich des göttlichen Beistandes zu versichern. Gott verlangt mehr ....
Er verlangt ein Leben in Liebe,
ein Herrichten des Herzens als Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes, weil Er Selbst
Sich nur mit der „Liebe“ verbinden kann und weil Sein Geist nur wirken kann in einem
Menschen, der sich zur Liebe gestaltet hat ....
Und daraus wieder ist ersichtlich, wie eine
Auslegung gewertet werden kann in bezug auf Wahrheit ....
Denn wo ein Lebenswandel
es unmöglich macht, daß Gottes Geist sich äußern kann, dort kann auch der schärfste
Verstand nicht die Wahrheit ergründen, denn Geistwirken ist nicht durch Verstandestätigkeit zu ersetzen. Und es hätten nicht so viele Irrlehren in der Welt Verbreitung finden können, wenn stets diese Grundregel wäre beachtet worden, daß „von den Dornen
keine Früchte geerntet werden können ....“ Und gerade die Menschen, die dem Gegner
Gottes gute Helfer waren, haben sich am meisten hervorgetan mit Auslegung und
Übersetzungen der Schrift, deren Auswirkungen sich aber erst später zeigten, weil sie
zu Spaltungen und Streitfragen führten und immer größere Verwirrungen anrichteten.
Und soll gegen solche Irrtümer angegangen werden, dann ist das wieder nur möglich
durch die reine Wahrheit aus Gott, deren Zuleitung also auch die Erweckung des Geistes erfordert. Doch annehmen werden eine solche Berichtigung auch nur jene Menschen, die in der Liebe leben und dem Geist in sich die Möglichkeit geben, ein Licht zu
entzünden in den Herzen der Menschen ....
Aber nur die Wahrheit ist segenbringend ....
Jeder Irrtum ist ein Hindernis auf dem Wege nach oben. Darum soll die reine Wahrheit
mit allem Nachdruck verkündet werden von denen, die sie empfangen von Gott Selbst.
Denn das ist ihre Aufgabe, die ihnen zugleich mit der Zuleitung der Wahrheit gestellt
ist, weil nur allein die Wahrheit Licht ist, weil nur allein die Wahrheit zur Seligkeit
führt ....
Amen
B.D. 7104
empfangen am 27.4.1958
Entwicklung der Fähigkeit,
Gottes Stimme zu vernehmen ....
Was ihr von Mir Selbst vernehmet, das könnet ihr getrost als reine Wahrheit verfechten, ihr könnet überzeugt dafür eintreten, und ihr könnet glauben, daß auch alles in
Erfüllung geht, was Ich als zukünftig euch offenbart habe. Ihr könnet euch auf die
Stimme des Geistes verlassen, denn es ist Meine Stimme, die in euch ertönet, weil Ich
will, daß die Wahrheit euch Menschen zugeführt werde und daß ihr, die ihr Mich höret,
diese Wahrheit verbreiten sollet unter den Menschen. Wenn ihr überhaupt an Mich
glaubt, dann muß es euch auch verständlich sein, daß ihr mit Mir auch in einem gewissen Zusammenhang stehet, daß ihr als Meine Geschöpfe trotz eurer Isolierung mit Mir
in einem geistigen Kontakt steht, der euch durch Meine Ansprache also bewiesen wird.
Ihr könnt Mich hören in Form von in euch auftauchenden Gedanken, deren Urheber
aber nicht ihr selbst seid, sondern die euch zuströmen von Mir, die aber erst dann euch
klar zum Bewußtsein kommen, wenn eure Seele fähig ist, mit geistigen Ohren zu
hören .... wenn sie sich so hergerichtet hat, daß sie Mein also gedanklich gesprochenes
Wort versteht und es nun auch dem Verstand weiterleiten kann. Mein Wort ertönet
zwar unausgesetzt, doch es zu hören erfordert eine Fähigkeit, die der Mensch sich erst
aneignen muß durch einen Lebenswandel nach Meinem Willen. Es kann Mein Wort
nicht vernommen werden, wo diese Fähigkeit weder angestrebt wurde, noch der
Glaube daran vorhanden ist, daß der Mensch Mich Selbst in sich vernehmen kann ....
Der Mensch muß sich selbst zu einem Empfangsgerät herrichten, er muß alle Bedingungen erfüllen, die es ihm dann erst ermöglichen, Meine immerwährend in die
Unendlichkeit hinausströmenden Gedanken aufzufangen und sie zu verstehen, so daß
er nun sich als von Mir Selbst-angesprochen fühlt und jedes Wort von Mir als eine in
Liebe ihm dargereichte Speise seiner Seele empfindet und nun immer nur trachtet nach
diesem Himmelsbrot ....
Und so werdet ihr nicht sagen können, Ich spreche nur diesen
oder jenen Menschen an, sondern es ertönet Mein Wort immer und ewig im geistigen
Reich, und jeder kann es vernehmen, ganz gleich, ob er noch auf Erden weilt oder schon
im jenseitigen Reich. Aber es wird nur vom geistigen Ohr vernommen, und also muß
zuvor dieses geistige Ohr geschult werden, was immer ein Leben in Liebe .... das Erfüllen Meiner Gebote .... bedingt. Wer die leichten Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe erfüllt, dem werde Ich Mich offenbaren, d.h., er wird Meine Stimme in sich vernehmen, denn sein Herz hat sich hergerichtet zur Aufnahme Meines Geistes ....
Ihr
müsset diese Worte immer nur recht verstehen: Mein Geist wirket unausgesetzt, aber er
dringt nicht gewaltsam durch, wo er Widerstand findet. Ist nun der Widerstand gebrochen, der darin bestand, daß das Wesen in Lieblosigkeit verfiel, daß es Meine Liebe
zurückwies, dann öffnet es sich auch wieder Meiner Durchstrahlung, und es bedeutet
das soviel, als daß es hell und licht wird in ihm, daß es sieht, was es zuvor nicht sah und
hört was es zuvor nicht hören konnte:Mich Selbst, Mein Wort, das nun wieder in ihm
ertönet wie zu Anbeginn ....
Und der innere Widerstand ist in der letzten Zeit vor dem
Ende besonders groß, was sich äußert in der lieblosen Gesinnung der Menschen. Und
darum auch wird in dieser Zeit selten nur ein Mensch Mein Wort in sich vernehmen.
Und das hat zur Folge, daß auch selten nur ein Mensch glaubt an Meine direkte Ansprache, durch Meinen Geist. Ein ganz natürlicher Vorgang, der uranfänglich allen Wesen
bekannt war, ist zu etwas Unfaßlichem geworden, und er sollte doch in jedem Menschen sich abspielen, weil ein jeder Mensch diese Fähigkeit in sich hat, sie aber nicht
ausbildet .... oder auch: in Unkenntnis und Unglauben nichts tut, um sich in jenen
Zustand zu versetzen, verkehren zu können mit seinem Vater wie ein Kind, um von Ihm
also Seiner Ansprache gewürdigt zu werden ....
Und immer nur können die Menschen belehrt werden, aber nicht im Zwang so umgeformt werden, daß alle Voraussetzungen
vorhanden sind, um Meine Stimme in sich vernehmen zu können. Es muß jedem Menschen selbst überlassen bleiben, wie er sich zu den Belehrungen einstellt .... es kann
jedem Menschen nur indirekt Mein Wort nahegebracht werden, das dann aber auch
ausgelebt werden muß, auf daß der Mensch dann die Wahrheit Meines Wortes an sich
selbst erfahre ....
Amen
B.D. 7105
empfangen am 28.4.1958
Wann wird auf Erden Frieden sein? ....
Frieden auf Erden wird erst sein, wenn sich die große Umgestaltung auf ihr vollzogen hat, wenn die gerechte Ordnung wiederhergestellt sein wird, wenn alle Schöpfungswerke wieder ihrer Bestimmung dienen und die Menschen in Liebe zu Gott und
zum Nächsten ihren eigentlichen Erdenlebenszweck erkennen werden ....
Frieden wird
sein erst auf der neuen Erde, weil dann der Gegner Gottes und sein Anhang gebunden
ist und die nun auf Erden lebenden Menschen für lange Zeit befreit sind von seinem
verderblichen Wirken und in Harmonie mit der Umwelt leben und in ständigem Verkehr mit den Bewohnern der Lichtwelt irdisch und geistig reich gesegnet werden ....
Solange aber dem Gegner Gottes sein Wirken noch gestattet ist, so lange wird er auch
die Menschen aufhetzen und sie zu feindseligem Handeln gegeneinander antreiben,
und so lange ist auch kein Frieden auf dieser Erde zu erhoffen. Die Menschen zwar
könnten ihm Widerstand leisten, sie könnten sich seinem verderblichen Einfluß entziehen, aber sie müßten dann auch den Weg nehmen zu Gott ....
Und dieser Weg wird in
der Endzeit nur wenig beschritten und dem Gegner daher stets größere Rechte eingeräumt. Und es tritt sonach alles aus der Ordnung heraus, und das Ende der alten Erde
ist die unausbleibliche Folge dessen. Es gibt nur eine Möglichkeit in dieser letzten Zeit,
den Frieden zu suchen mit Gott und ihn in sich selbst herzustellen .... was auch das gleiche ist, als selbst in die rechte Ordnung einzutreten, um dann auch die neue Zeit erleben zu dürfen, um ein Bewohner der neuen Erde sein zu können, die jenen paradiesischen Zustand zu erwarten haben. Das Sehnen der Menschheit gilt wohl einem Frieden
auf der Welt, aber sie haben dabei weit mehr das körperliche Wohl vor Augen, und es
wollen die Menschen nur in Ruhe ihr irdisches Leben genießen, doch den eigentlichen
Friedensstörer, den Feind ihrer Seelen, bekämpfen sie nicht. Und dieser ist ein Feind
jeglicher Ruhe, die zur Selbstbesinnung führen könnte ....
Und so tut er alles, um nur die
Menschen zu hindern an dieser Selbstbesinnung. Und seine Zeit ist nur noch kurz, also
wird er mit vermehrter Hast schüren und Unfrieden stiften und nicht eher sich zufriedengeben, bis das Chaos eingetreten ist, das dann auch eine völlige Umwälzung
bedingt. Wenige Menschen nur werden im Frieden leben, diese aber finden ihn nur in
der innigen Bindung mit Gott ....
Wo aber die Welt von Frieden spricht, dort dürfet ihr
ihn nicht suchen, denn der Geist des Unfriedens bricht sich überall Bahn .... weil zahllose Vasallen des Gegners am Werk sind, die wahrlich keine Mittel scheuen, um den
Menschen ihre Ruhe zu rauben. Nur dort wird ihnen Einhalt geboten, wo Liebe erkennbar ist, weil liebende Menschen jene Bindung mit Gott hergestellt haben und der Geist
des Unfriedens dort nicht wirken kann. Aber die Liebe ist erkaltet unter den Menschen ....
Und das ist auch die Erklärung, warum auf dieser Erde ein Friede nicht mehr
erwartet werden kann ....
Die Lieblosigkeit ist es, die zum Kampf schürt, die dem Mitmenschen schaden will, die ständig Feindschaft säet, die hartnäckig und in Falschheit
sich Vorteile zu erringen sucht ....
Die Lieblosigkeit gefährdet jeglichen Frieden, und
selbst der friedliebende Mensch wird ständig bedrängt und in Gefahr gebracht, wenn er
nicht ständig Zuflucht sucht bei Gott. Aber die Stunde des Endes steht fest, und erst
dann wird sich der Friede niedersenken über die Erde und alle, die eines guten Willens
sind, denn dann wird wieder die Liebe regieren unter den Menschen, und jeglicher
Streit und Hader wird begraben sein ....
Amen
B.D. 7106
empfangen am 29.4.1958
Jünger der Endzeit
benötigen Kraftzufuhr als Lichtträger ....
Wenn ihr als Meine Jünger rechte Arbeit leisten wollet, so könnet ihr dies nur unter
Nutzung Meiner Kraft, die euch ständig zuströmt durch Mein Wort. Und zudem
besteht auch eure eigentliche Arbeit in der Ausbreitung dieses Wortes ....
Also müsset
ihr selbst zuvor Kenntnis nehmen, ihr müsset erst die rechte Ausbildung erfahren, die
euch tauglich macht zu jener Arbeit für Mich und Mein Reich. Ich muß euch also selbst
ansprechen und euch einführen in eure Tätigkeit, und ihr müsset in ständiger Verbindung bleiben mit Mir, um immer Meine Anweisungen entgegennehmen zu können ....
Und diese bestehen allein darin, Licht hineinzutragen in die Finsternis ....
Also müsset
ihr selbst zu Lichtträgern werden, Ich muß euch ständig anstrahlen können, auf daß die
Flamme immer heller brenne und alle sich ein Licht bei euch anzünden können, die der
Dunkelheit entfliehen wollen. Licht aber ist Wahrheit ....
Und die Erde liegt in Finsternis, die Menschen sind weit von der Wahrheit entfernt, und die geistige Blindheit der
Menschen vermag nicht mehr, durch den Irrtum hindurchzufinden, um zur rechten
Wahrheit zu gelangen. Aber es ist keine leichte Arbeit für Meine Jünger der Endzeit, den
Menschen ein Licht zu bringen, ihnen die Wahrheit zu vermitteln, weil das Verlangen
danach nicht vorhanden ist und weil sie sich zufriedengeben mit einem Wissen, das
schon weit von der Wahrheit abweicht. Und so muß ihnen vorerst erklärt werden, daß
sie .... um ein rechtes Licht zu empfangen .... dieses von Mir Selbst erbitten und entgegennehmen müssen. Zwar kann Ich nicht immer direkt die Menschen ansprechen,
und darum brauche Ich euch als Mittler. Aber erst Mein direkt von oben euch zugeleitetes Wort wird den Menschen das rechte Licht schenken, und nur dieses Wort wird sie
wieder in die Wahrheit führen, ohne die sie nicht zu Mir gelangen können. Darum also
muß Ich euch Mein Wort in direkter Ansprache zuführen, und darum müsset ihr, Meine
Jünger der Endzeit, immer wieder Mich anhören und euch in Mein Wort versenken, das
euch Licht und Kraft schenkt und also die Voraussetzung schafft, für Mich nun auch
erfolgreich tätig zu sein. Keiner von euch soll glauben, daß seine Lehre abgeschlossen
sei, daß er nun alles weiß, was zur rechten Weinbergsarbeit erforderlich ist ....
Denn die
Kraftzufuhr aus Mir muß ständig vor sich gehen, und diese findet statt durch ständige
Entgegennahme Meines Wortes ....
Also müsset ihr ständig euch Mir verbinden und
Mir auch die Möglichkeit geben, euch anzusprechen, sei es im Gebet oder durch
gedankliche Zwiesprache mit Mir oder auch in bewußter Entgegennahme Meines Wortes, im Anhören Meiner euch zugehenden Belehrungen durch Meinen Geist. Nimmermehr dürfet ihr die Bindung lockern mit Mir, wollet ihr, daß die Lichtstrahlung nicht
aufhört, wollet ihr, daß die Sphäre um euch immer heller und strahlender wird und
unzählige Seelen dadurch angelockt werden, denen ihr Licht schenken könnet. Dann
aber erfüllt ihr auch eure Mission auf dieser Erde, ihr werdet zu rechten Verbreitern
Meines Evangeliums, ihr traget das Licht der Wahrheit hinaus in die Welt ....
Ihr errettet
die Seelen der Mitmenschen und auch unzählige Seelen im jenseitigen Reich aus ihrer
geistigen Finsternis, und im Licht der Wahrheit finden sie nun auch sicher den Weg
nach oben, den Weg zu Mir, Der Ich das Licht und die Wahrheit bin von Ewigkeit. Und
weil gerade in der Endzeit die Menschheit wenig Verlangen hat nach dem Licht der
Wahrheit, darum wird auch eure Tätigkeit eine mühevolle sein, die eben auch Kraft
erfordert, die ihr aber doch werdet erfüllen können, weil es euch niemals an Kraft mangelt, sowie ihr aus Meinem Wort diese entzieht, sowie ihr schöpfet aus dem lebendigen
Quell .... sowie ihr euch vertiefet in Mein Wort, das euch ständig dargeboten wird zur
Kräftigung eurer Seele. Ich gab euch ein Amt .... und Ich werde euch auch die Kraft und
Fähigkeit geben, dieses Amt zu verwalten, denn die geistige Not der Menschen soll behoben werden, soweit es möglich ist, und ihr sollt und könnt Mir dabei helfen, denn
es drängt die Zeit. Darum lasset Mich oft zu euch sprechen, bedenket alle Meine Worte,
nehmet sie auf in eure Herzen, und lasset dadurch das Liebelicht in euch immer heller
aufflammen ....
Und es wird hinausleuchten in die Nacht zum Segen derer, die der Dunkelheit entfliehen wollen ....
Amen
B.D. 7107
empfangen am 30.4.1958
Erwerben von geistiger Kraft durch Liebewirken ....
Noch traget ihr das Erdenkleid, und das bedeutet, daß ihr Lebenskraft besitzet, die
ihr zum Heil eurer Seele nutzen könnet, die euch die Möglichkeit gibt, Werke der Liebe
zu verrichten. Habt ihr aber einmal dieses Erdenkleid abgelegt, so bedeutet dies auch
Kraftlosigkeit, wenn ihr nicht auf Erden euch geistige Kraft schon erworben habt, die
allein im jenseitigen Reich von Wert ist. Ihr könnt also dann nicht mehr tätig sein nach
eurem Willen, weil euch die Kraft dafür fehlt. Und ihr befindet euch darum in einem
Zustand des Todes, wenngleich eure Seele nicht vergehen kann. Die für das Erdenleben
euch geschenkte Kraft ist eine Gnade, die ihr Menschen alle nicht genug auswertet oder
die ihr falsch nutzet, d.h. sie nur verwendet zum Wohle eures Körpers, der jedoch vergänglich ist. Es ist ein jeder Tag für euch ein Gnadengeschenk, dessen ihr euch bewußt
sein solltet, denn schon der nächste Tag kann eurem Leben ein Ende setzen, und dann
wird es sich herausstellen, wie ihr das Gnadengeschenk genutzt habt, wieviel eure Seele
gewonnen hat und ob ihr im Besitz seid von geistiger Kraft, wenn ihr in das jenseitige
Reich eingeht. Das irdische Leben weiß der Mensch wohl zu schätzen, und er tut alles,
um es sich angenehm zu machen. Und ein leichtes wäre es für ihn, sich geistige Kraft zu
erwerben, würde er nur Taten uneigennütziger Liebe verrichten. Er selbst kann wählen
zwischen Leben und Tod .... er kann sich das ewige Leben selbst schaffen, und er weiß
auch, daß er den Tod des Leibes fürchtet .... also ziehe er sich selbst das „Leben“ vor ....
Und Leben heißt, unentwegt tätig sein zu können in Licht und Kraft. Und so muß der
Zustand des Todes im Gegenteil bestehen: in Finsternis und Kraftlosigkeit, ohnmächtig
zu sein zum Schaffen und Wirken ....
Aber es gibt kein Vergehen, und so wird die Seele
sich ihres toten Zustandes bewußt sein, und er wird ihr unsägliche Qual bereiten. Der
Mensch aber kann während des Erdenlebens jenen qualvollen Zustand von sich oder
seiner Seele abwenden, wenn er nur darauf hört, was ihm durch das Wort Gottes gelehrt
wird .... wenn er die Liebegebote Gottes erfüllt ....
Er ist nicht ohne Kenntnis vom Willen Gottes, er wird durch Seine Diener darauf hingewiesen und er wird auch durch
innere Empfindungen angetrieben zum Wirken in selbstloser Liebe ....
Aber er wird
nicht dazu gezwungen. Und so steht es ihm also frei, wie er seine Lebenskraft anwendet,
aber unwiderruflich wirkt sich auch sein Wille aus im jenseitigen Reich, ob er nun recht
oder verkehrt gerichtet war im Erdenleben. Aber solange ihr Menschen noch auf Erden
weilt, wird euch auch Gelegenheit geboten, euch in selbstloser Liebe zu betätigen, und
ihr werdet es nun auch verstehen, warum es Not gibt unter den Menschen, körperliche
und geistige Not, denn stets könnt ihr helfend eingreifen, und jedes Werk der Liebe
wird doppelt gesegnet sein .... eure Mitmenschen werden es euch danken, und ihr selbst
traget wahrlich noch größeren Vorteil davon. Denn eure Seele zieht aus jedem Liebewerk einen Gewinn ....
Wer aber an der Not des Mitmenschen vorübergeht, wer keine
Hilfe leistet, obwohl er helfen kann, der wird doppelt belastet bleiben, denn jegliche
Unterlassungssünde wird er einmal bitter bereuen, wenn auch Zeiten darüber vergehen
können, ehe er zu dieser Erkenntnis kommet, daß er sein Erdenleben vergeblich gelebt
hat und niemals mehr das nachzuholen vermag, was er auf dieser Erde versäumte. Mit
Dank sollet ihr jeden Tag als ein Geschenk ansehen, denn solange ihr lebt, so lange
könnt ihr auch Liebe üben und eurer Seele geistige Güter erwerben ....
Solange ihr lebt,
könnt ihr euren Lebenswandel noch ändern, und immer sollt ihr daran denken, daß ihr
einst Rechenschaft ablegen müsset, ob und wie ihr die Gnadengabe nützet, wie ihr eure
Lebenskraft verwendet habt, ob ihr die Liebe in euch entzündet und immer nur uneigennützige Liebewerke verrichtet oder ob nur die Eigenliebe euer irdisches Dasein
bestimmt hat ....
Denn dann werdet ihr nicht zum Leben eingehen, sondern es wird
eure Seele im Zustand des Todes noch verharren müssen endlose Zeiten .... jedoch aus
eigener Schuld ....
Amen
B.D. 7108
empfangen am 1.5.1958
Von Gott zugebilligte Freuden ....
Schöpfungswunder ....
Für die Welt seid ihr verloren, sowie euch das geistige Reich in seinen Bann gezogen
hat. Aber ihr werdet nicht wider euren Willen von letzterem gefesselt, sondern die freiwillige Hingabe der Welt muß vorangegangen sein, dann aber seid ihr auch frei jeglicher Bindung mit eurem bisherigen Herrn .... was aber nicht heißen soll, daß er seine
Bemühungen um euch aufgibt, euch wieder zurückzugewinnen ....
Doch ihr seid dann
stärker, weil ihr das nicht mehr hinzugeben bereit seid, was ihr nun in Besitz genommen habt: geistige Güter, die niemals jener euch bieten kann. Solange euch aber noch
die Güter der Welt reizen, hat er auch noch einen gewissen Einfluß auf euch, ihr seid
noch nicht völlig frei von ihm, aber ihr besitzet auch noch nicht Mein Reich, das nicht
von dieser Welt ist. Und so könnet ihr selbst es auch beurteilen, welchen geistigen Erfolg
oder Reifegrad eure Seele zu verzeichnen hat, indem ihr euch ernstlich prüfet, wieweit
euer Verlangen noch der irdischen Welt zugewendet ist. Reizt sie euch noch, dann müsset ihr sehr an euch arbeiten, um jegliches Verlangen danach abzutöten, wollet ihr Mein
Reich erlangen, das euch wahrlich weit begehrenswertere Güter schenken wird, als die
Schätze der irdischen Welt es sind. Dennoch sind euch noch viele irdische Freuden
zugebilligt, und ihr brauchet nicht zu fürchten, daß jegliche Freude ein Vergehen ist
wider Mich oder eine verminderte Liebe zu Mir beweiset ....
Ich will, daß ihr fröhlich
durch das Erdenleben gehet, daß ihr euch Meiner Schöpfungswerke erfreuet, daß ihr
die Güter, die Ich Selbst euch biete, freudig und dankbar entgegennehmet ....
Und ihr
sollet nur den Unterschied machen, was euch von Mir und was euch von Meinem Gegner dargeboten wird. Und das werdet ihr leicht können, wenn ihr darüber nachdenkt,
in welchem Reifegrad das Geistige dessen steht, das ihr begehret ....
Zahllose Schöpfungen ließ Ich erstehen, um Meinem Gegner das ihm-Hörige zu entwinden und in diesen
Schöpfungen zur langsamen Aufwärtsentwicklung zu verhelfen. Und es hat der Gegner
darum keine Gewalt mehr über dieses gebundene Geistige. Und sowie ihr diesem nun
die rechte Liebe entgegenbringt, wird euch auch alles beglücken, was euch Meine übergroße Liebe zu dem einst Gefallenen beweiset. Also werdet ihr euch erfreuen dürfen an
den vielfältigen Naturschöpfungen .... denn diese sind ein sichtbarer Beweis Meiner
Liebe zu Meinen Geschöpfen ....
Und so auch wird euch der gestirnte Himmel, die
Sonne mit ihren wohltätigen Strahlen, der Regen mit seiner alles erquickenden Wirkung erfreuen, und auch diese Freuden sind Geschenke an euch von eurem Gott und
Schöpfer von Ewigkeit .... wie auch klare Luft und frisches Wasser euch allzeit die Liebe
Dessen beweisen, Der alles ins Leben rief. Alle diese Freuden sind geeignet, eure Seelen
zu erquicken und dankbar des ewigen Schöpfers zu gedenken, also eure Blicke und
Gedanken hinzulenken zu Mir, Den eure Seele finden soll auf Erden. Was also die Seele
erhebt, was sie hintreibt zu Mir, dessen könnet ihr Menschen euch unbedenklich
erfreuen ....
Aber unzählige Verlockungen werden euch von seiten Meines Gegners vorgehalten, die alle eure Gedanken herabziehen, die euch stets fester verknüpfen mit
jenem, die euch Bindungen eingehen lassen mit noch gänzlich unreifem Geistigen, die
euch gleichsam rückversetzen in einen längst schon überwundenen Zustand. Es sind
dies irdisch-materielle Güter, deren Besitz euer Körper anstrebt, der dann auch die
Seele seinem Begehren unterjocht und die darum nicht zu Mir findet, Der Ich nicht dort
zu suchen bin, wo Mein Gegner sein Reich hat. Und es kann der Mensch leicht sich
selbst Rechenschaft ablegen, ob sein Körper oder seine Seele Befriedigung sucht ....
Und
er wird zugeben müssen, daß sein Denken vorwiegend der Verbesserung oder Schaffung körperlichen Wohlbehagens gilt, was es auch sei, das er anstrebt ....
Und er wird
auch wissen, wo und wann auch eine rechte Freude abirren kann und zu einer niedrigen, die Seele vergiftenden Freude sich wandelt ....
Denn das wird Mein Gegner immer zu erreichen suchen, daß er auch das Reine verunreinigt, daß er die Freude an
der Natur zu koppeln sucht mit rein körperlichen Begierden und die Menschen in sein
Gebiet zieht. Und darum muß dem Körper Zwang angetan werden, will die Seele Mein
Reich erwerben, es muß Verzicht geleistet werden auf Dinge, die der Körper begehrt ....
Denn erst, wenn jedes Begehren erstickt ist, werden der Seele auch irdisch-materielle
Güter nicht mehr schaden ....
Dann wird der Mensch diese nur in gerechtem Maße
bewerten und auswerten, und dann erst hat er sich frei gemacht von dem Gegner,
wenngleich er noch auf Erden wandelt, inmitten der irdisch-materiellen Welt. Aber sie
vermag ihn nicht mehr herabzuziehen, er beherrscht die Materie, er hat sich selbst
befreit von der Herrschaft dessen, dem die materielle Welt gehört, und er hat das Reich
schon in Besitz genommen, das nicht von dieser Welt ist ....
Amen
B.D. 7109
empfangen am 2.5.1958
Gottes Liebe- und Gnadengeschenk ....
Erreichen des Urzustandes ....
Und wenn euch ständig Meine Liebe und Gnade zugesichert wird, so solltet ihr sie
auch anfordern, denn erst dann wird auch eine Wirkung an euch festzustellen sein,
wenn euer Wille Meiner Liebe und Gnade Zugang gewährt. Meine Liebe zu euch ist
wahrlich übergroß, aber Ich muß zur Bedingung euch stellen, daß ihr Meine Liebe
begehret, daß ihr Mich darum angeht, euch mit liebenden Gnadengaben zu versorgen,
weil ihr selbst es waret, die Meine Liebe einst zurückwiesen, und ihr selbst also nun
euch auch bereit erklären müsset, wieder in Meinen Liebestromkreis einzutreten ....
Und die schrankenlose Zufuhr von Liebekraft wird nun euch auch gesichert sein. Daß
Meine Liebe zu euch ewig nicht aufhöret, hebt jedoch nicht eure Bereitwilligkeit auf, sie
in Empfang zu nehmen, und solange diese Bereitwilligkeit nicht in euch ist, so lange
also wird auch die Wirksamkeit Meiner Liebe unmöglich sein, weil dies ewiges Gesetz
ist, daß die Liebe keinen Widerstand duldet, daß sie aber auch nicht zwingt zur Aufgabe
des Widerstandes. Es steht euch daher ein unermeßlicher Gnadenschatz zur Verfügung,
denn alles, was Meine Liebe euch bietet, sind Gnaden deshalb, weil sie euch unverdient
geschenkt werden, wenn ihr selbst nur bereit seid, sie anzunehmen. Und darum seid ihr
auf Erden unermeßlich reich zu nennen, denn ihr könnet die Größe eures Reichtums
selbst bestimmen ....
Es werden euch von Mir aus keine Schranken gesetzt, ihr braucht
immer nur anzufordern, und Meine Liebe gewähret euch, was ihr begehret ....
Wenn Ich
nun aber von „Gnaden“ spreche, die Meine Liebe euch zusichert, dann sind damit nicht
irdische Güter gemeint, sondern allein nur die Mittel, für euch, d.h. eure Seelen, das
ewige Leben zu erlangen ....
Es ist alles darunter zu verstehen, was euch verhilft zu
jenem seligen Zustand, der uranfänglich euer eigen war, da ihr in Freiheit, Licht und
Kraft schaffen und wirken konntet mit Mir und in Meinem Willen. Nur dieser Zustand
garantiert euch eine unbegrenzte Seligkeit, für die Ich euch einst geschaffen habe, und
diesen Zustand müsset ihr einmal erreichen ....
Aber es können noch Ewigkeiten vergehen, jedoch auch in sehr kurzer Zeit ist es euch möglich ....
Und die Zeit eures Daseins
als Mensch auf dieser Erde genügt schon, um euch jenen vollkommenen Zustand einzutragen, vorausgesetzt, daß ihr selbst die Zeit recht auswertet. Und dazu benötigt ihr
Gnaden über Gnaden ....
Hilfsmittel, die Meine endlose Liebe euch bietet und die ihr
nicht zurückweisen dürfet, wollet ihr euch nicht die Zeit eurer Entfernung von Mir, die
Zeit eures unglückseligen Zustandes, aus eigener Schuld verlängern. Und wenn Ich
euch die Zusicherung gebe, daß ihr immer noch Meine uneingeschränkte Liebe besitzet, daß Ich euch euren einstigen Abfall von Mir nicht nachtrage, daß Ich euch helfen
möchte, wieder zu jenem Leben in Seligkeit zu gelangen, dann solltet ihr alles daransetzen, in das alte Verhältnis zu Mir eintreten zu können ....
Ihr solltet nur wollen, daß Ich
euch wieder Meine Liebe zuwende, wie einst, und ihr werdet durch diesen ernsten Willen euch selbst öffnen für den Gnadenempfang, ihr werdet Meine Liebe spüren und alle
Gnadenmittel nun auch recht nützen, und es wird nicht lange währen, bis sich euer
kraftloser Zustand wandelt ....
Denn eure Seele wird reifen, sie wird zunehmen an
Erkenntnis und auch an Kraft, weil sie durch das Einströmen Meiner Liebekraft, die
nun nicht mehr auf Widerstand stößt, angeregt wird zum Liebewirken und weil dieses
Liebewirken ihr erneut Licht und Kraft einträgt. Denn wo einmal der Wille im Menschen ist, sich Meinem Willen unterzuordnen, dort werde Ich Meine Liebe nur immer
stärker in ihn einstrahlen lassen, Ich werde ihn nimmermehr aus Meinen Händen lassen, und es wird sein Aufstieg zu Mir unwiderruflich erfolgen, weil er das Erdendasein
als Mensch recht auswertet, weil er Mich Selbst wieder anerkennt und mit Mir wieder
verbunden zu sein begehrt ....
Amen
B.D. 7110
empfangen am 3.5.1958
Reichtum oder Armut sind
weder Vorteil noch Hindernis zur Seligkeit ....
Und ob sich euch auch die schönsten irdischen Hoffnungen erfüllen, ob ihr steiget zu
Ehre und Ansehen, zu größtem wissenschaftlichen Ruhm, ob euch auch irdisches Glück
beschieden ist .... es nimmt alles sein Ende mit dem Moment eures Todes, und ihr nehmet nichts davon hinüber in das jenseitige Reich. Ihr werdet vielmehr doppelt eure
Armseligkeit empfinden, wenn ihr nicht geistige Schätze aufzuweisen habt, die euch
den irdischen Verlust ums Tausendfache ersetzen. Aber gerade das wird selten sein, daß
ein Mensch, der auf Erden alles besaß, auch geistig gestrebt hat, der wohl viel irdische
Güter sein eigen nannte und diese auch verwertet hat nach dem Willen Gottes .... der
sich nicht von ihnen beherrschen ließ ....
Zumeist sind die Herzen derer verhärtet, die
irdisch reich bedacht sind. Und dem Zustand des Herzens gemäß ist dann auch der
Zustand der Seele nach dem Leibestode. Die Erde und das geistige Reich sind ganz verschieden, daran sollten die Menschen immer denken, und so sollten sie auch niemals
jene beneiden, denen das Erdenleben restlose Erfüllung bringt ....
Denn ein solches
Erdenleben garantiert nicht einen gleichen Zustand im jenseitigen Reich. Dagegen
kann irdische Armut und Unansehnlichkeit zur Läuterung einer Seele beitragen, und in
Licht und Glanz kann eine solche Seele eingehen durch das Tor zur Ewigkeit. Doch wie
auch die irdischen Verhältnisse sein mögen, in die der Mensch schicksalsmäßig gestellt
wurde, er hat immer die Möglichkeit, sich zur geistigen Reife zu bringen; es sind ihm in
jeder Lebenslage die Mittel in die Hand gegeben, die seiner Seele zur Läuterung verhelfen ....
Weder garantiert Armut und Leid ein ewiges Leben in Seligkeit, noch ist ein
Erdenleben irdischer Erfüllung ein Hindernis für ein solches ewiges Leben ....
Es liegt
allein am Willen des Menschen, ob dieser geistig gerichtet ist und also aus jeder Lebenslage einen Nutzen für seine Seele zu ziehen sucht ....
Es liegt allein daran, ob der Mensch
die Bindung mit Gott herstellt, wozu er in jeder Lebenslage angeregt wird. Es besteht
nur die Gefahr, daß jeder Gedanke an Gott zurückgedrängt wird, wenn sich der Mensch
befriedigt fühlt von seinem irdischen Leben oder er stets größere irdische Erfolge zu
erreichen sucht, wie aber umgekehrt auch jene, denen das Erdenleben jegliche Erfüllung versagt, sich in Verbitterung feindlich einstellen gegen das Schicksal und sie auch
ohne Glauben dahingehen können .... also ebenfalls keine geistigen Erfolge verzeichnen bei ihrem Ableben ....
Dennoch ist es bei weitem leichter, den Weg der Aufwärtsentwicklung zu gehen für
die Menschen, die weniger bevorzugt scheinen während ihres Erdenlebens, denn von
diesen wird gleichsam der Verzicht auf materielle Güter schicksalsmäßig gefordert .... sie brauchen nur sich damit abzufinden und auch ihre inneren Wünsche zum Schweigen zu bringen, und sie sind dann beträchtlich im Vorteil gegenüber denen, die gleichfalls schicksalsmäßig in Glück und Überfluß leben. Es braucht darum nicht immer der
Arme bedauert werden, und noch viel weniger soll der Reiche beneidet werden, denn
nur das ist von Wert, was sich die Seele des Menschen erwirbt ....
Ist aber die Stunde des
Todes gekommen, so bleibt alles Irdische zurück, und dann ist es weit leichter, sich von
der Welt zu trennen, wenn nichts ist, was den Menschen noch an die Erde fesselt .... wenn er sich gänzlich frei machen konnte von der Materie, wenn das Denken des Menschen nicht belastet ist mit irdischen Dingen, die ihm sein Abscheiden schwermachen
und ihn nur hindern an der ausschließlichen Bindung mit Gott, mit Seinem Reich ....
Was auch das Erdenleben euch bieten mag, es wird hinfällig mit dem Moment eures
Todes. Was ihr aber während des Erdendaseins entgegengenommen habt aus dem geistigen Reich, das bleibt bestehen. Und zu geistigen Gütern könnet ihr nur kommen,
wenn euer Herz sich löset von den materiellen Schätzen, wenn ihr sie jederzeit hingeben könnet aus Liebe zu Gott und eurem Nächsten ....
Dann werdet ihr stets mehr
empfangen, als ihr hingegeben habt, dann werdet ihr euren geistigen Reichtum mehren,
und ihr werdet dann auch irdische Reichtümer recht verwenden, d.h. dem Willen
Gottes gemäß zu Werken barmherziger Nächstenliebe ....
Dann aber brauchet ihr auch
die Stunde des Todes nicht zu fürchten, denn ihr werdet nicht sterben, sondern eingehen zum ewigen Leben ....
Amen
B.D. 7111
empfangen am 4.5.1958
Das Wort ertönet in der ganzen Unendlichkeit ....
Auch den Seelen im jenseitigen Reich wird das Evangelium gepredigt ....
Denn Mein
Wort tönet unausgesetzt im geistigen Reich, und Mein Wort ist das Evangelium der
Liebe, Mein Wort ist die Zuleitung von Licht und Kraft, die auch alle Wesen im geistigen
Reich empfangen, teils zur ständigen Beglückung, teils aber auch zur Erlangung eines
Reifezustandes, der den Seelen auch dann eine Tätigkeit gestattet, die sie erst ausführen
können in einem bestimmten Lichtgrad. Den Seelen, die noch in der Tiefe schmachten,
muß Mein Evangelium ebenso gepredigt werden wie auf Erden, denn diese müssen erst
langsam dahin gebracht werden, daß sie Meinen Willen erkennen lernen und daß sie
den Glauben gewinnen an Mich und Mein Erlösungswerk. Dieses Grundwissen erst
kann eine Seele aus der Tiefe aufsteigen lassen zum Licht, vorausgesetzt, daß sie es
annimmt, daß sie bereit ist, die Boten des Evangeliums anzuhören ....
Denn ein weiteres
Wissen kann solchen Seelen erst dann vermittelt werden, wenn sie ihren einstigen
Widerstand aufgeben und sie sich also belehren lassen ....
Dann erst wird es auch möglich sein für sie, daß sie Mein Wort vernehmen, so es in die Unendlichkeit hinaustönet,
denn Mein Licht strahlet unausgesetzt für alles Wesenhafte, und Licht ist Erkenntnis,
Licht ist Wissen, das der Wahrheit entspricht. Die Tätigkeit aller Lichtwesen nun besteht
wiederum im Ausstrahlen dessen, was sie unausgesetzt empfangen ....
Also wird auch
das Licht hingeleitet werden in dunkle Gebiete, sowohl im geistigen Reich als auch auf
Erden ....
Es wird überall Zugang finden, wo Wesen sich Meiner Liebelichtstrahlung öffnen .... oder auch: Mein Evangelium wird sowohl auf Erden als auch im geistigen Reich
vernommen werden können von allen, die eines guten Willens sind ....
Das Unheil oder
die geistige Not besteht allein darin, daß die Wesen von einer Finsternis umfangen sind,
die durch nichts anderes verjagt werden kann als durch Mein göttliches Liebelicht .... wenn aber kein Wille vorhanden ist, jener Finsternis zu entfliehen, kann auch nimmermehr das Licht durchbrechen .... und wenn die Menschen auf der Erde oder die unreifen Seelen im Jenseits nicht bereit sind, Mein Wort, Mein Evangelium der Liebe, anzuhören und Kenntnis zu nehmen von Meinem Willen, werden sie auch niemals diesem
Willen entsprechend denken, wollen und handeln und also in immer gleicher Finsternis verbleiben. Und wieder sind es die Lichtwesen im geistigen Reich, die nun ihre
Tätigkeit entfalten, die immer wieder versuchen, das ihnen zustrahlende Licht weiterzutragen .... die es versuchen, gedanklich auf jene unwilligen Wesen einzuwirken und
mit größter Ausdauer und Geduld, mit stets zunehmender Liebe es auch zuweilen erreichen, daß sie sich Gehör verschaffen ....
Die Erlösungsarbeit im geistigen Reich ist
daher vorwiegend die Tätigkeit jener Lichtwesen, denen unausgesetzt Mein Wort ertönet, das sie unvorstellbar beglückt und ihren Lichtgrad, ihre Erkenntnis, stets mehr
erhöht. Und jedes Lichtwesen unterzieht sich gern der Aufgabe, auch in finstere Gebiete
herabzusteigen, um auch dort vorerst Lichtfunken aufblitzen zu lassen und durch
kaum merkliche Anstrahlungen die Wesen in der Finsternis in ihrem toten Zustand zu
beleben, ohne sie jedoch willensmäßig zu bestimmen, ihnen zu folgen aus der Tiefe
empor zum Licht ....
Aber sie gewinnen schon etwas Einfluß, und kurze Belehrungen
werden, wenn auch anfangs widerstrebend, angenommen. Und so wird Mein Evangelium überall verkündet, aber für den Menschen während des Erdenlebens am leichtesten annehmbar sein, weil er Unterstützung findet von seiten der geistigen Führer
und er daher aus der geistigen Finsternis weit leichter herausfinden kann, als dies im
Jenseits der Fall ist, wenn die Seele den Weg zur Tiefe genommen hat ....
Darum lasse Ich
auch Mein Wort den Menschen von oben zugehen, das auch denen, die es nicht selbst
direkt von Mir vernehmen, ein Licht schenken kann und sie den Weg zum ewigen Licht
überleicht finden lässet, wenn ihr Widerstand nicht so groß ist, daß sich ihre Herzen verschließen gegen jeglichen Liebestrahl von oben ....
Und Mein Evangelium wird
immer nur die Liebelehre sein, weil nur durch Liebe das Wesen zum Licht gelangen
kann. Und die Liebe wird erstes und letztes Gesetz bleiben auf Erden und im geistigen
Reich, denn anders als durch die Liebe bin Ich nicht zu erreichen, anders als durch die
Liebe wird kein Wesen zu Mir gelangen können, und nur in der Liebe wird die Vereinigung stattfinden können mit Mir, die Licht und Kraft und Seligkeit ist auf ewig ....
Amen
B.D. 7112
empfangen am 5.5.1958
Im Urzustand vernahm
jedes Wesen das Wort Gottes ....
Einen direkten Verkehr anzubahnen mit eurem himmlischen Vater ist allen Menschen möglich, denn ihr seid Seine Kinder, und allzeit wird der Vater mit Seinen Kindern reden ....
Allzeit wird Er aber auch euren freien Willen achten, Ihn anzuhören, d.h.,
Er wird nicht wider euren Willen Sich äußern, Er wird es nur tun, wenn ihr Menschen
Ihn zu hören begehrt. Ureigentlich aber bestand keine Trennung zwischen Ihm und
euch, und Sein Wort ertönte auch vernehmbar in euch, und ihr konntet euch auch
jederzeit gegenäußern. Von Gott aus besteht auch heut noch keine Trennung, nur ihr
selbst trenntet euch von eurem Vater von Ewigkeit und konntet darum Seine Stimme
nicht mehr vernehmen, weil ihr selbst euch verschlosset Seiner Ansprache. Aber da ihr
in eurem Urzustand fähig waret, Sein Wort zu vernehmen, so liegt diese Fähigkeit auch
noch in euch, nur euch nicht bewußt ....
Und wird euch das Wissen darum zugeführt, so
müsset ihr dann auch die Trennung aufheben zwischen euch und Ihm, die zwar nur
willensmäßig von euch aus besteht und die daher euer Wille auch aufheben muß ....
Also ihr müsset zuvor wieder verbunden zu sein begehren mit eurem Gott und Vater
von Ewigkeit, und ihr müsset den Zusammenschluß mit Ihm auch Selbst herstellen
durch ein Liebeleben ....
Denn ihr wandtet euch einstens in Lieblosigkeit von Ihm ab,
ihr wieset die Liebe eures himmlischen Vaters zurück, und ihr machtet euch dadurch
auch unfähig, Sein Wort zu vernehmen. Und das hat zur Folge, daß ihr euch in der Isolierung von Gott befindet, daß ihr auch erkenntnislos geworden seid, weil ihr nicht
mehr vom Urquell des Lichtes gespeist werdet, weil ihr selbst euch Ihm verschließet.
Aber es steht euch jederzeit frei, die Isolierung aufzuheben, ihr könnet jederzeit wieder
wie Kinder mit dem Vater sprechen, Er wird euch hören und euch auch antworten.
Doch wer nutzet diese unaussprechliche Gnade? Wer verlangt aus tiefstem Herzen nach
Seiner Ansprache? Wer glaubt es, daß Sich ein Gott der Liebe, Weisheit und Allmacht zu
Seinen Geschöpfen niederbeugt und zu ihnen auch Worte der Liebe und Gnade
spricht? Solange euch Menschen dieser Glaube mangelt, liefert ihr auch den Beweis, daß
eure Entfernung von Gott noch sehr groß ist. Es sind alle göttlichen Eigenschaften und
Fähigkeiten in euch noch verschüttet, ihr selbst seid ohne jegliches Wissen und ohne
jegliche Kraft ....
Und das beweiset wieder, daß ihr auch noch bar jeder Liebe seid, denn
die Liebe ist das Licht und die Kraft, die Liebe erweckt euch zum Leben, d.h., sie
bewirkt, daß ihr aus dem Zustand der Isolierung von Gott .... der gleich ist dem Zustand
des Todes .... heraustretet und euch wieder mit Gott zusammenschließt und dieser
Zusammenschluß auch unweigerlich alle Fähigkeiten in euch zum Vorschein kommen
lässet .... daß ihr nun also auch die Stimme des Vaters vernehmet, daß ihr selbst euch
Ihm wie selbstverständlich anvertraut und Er auf alle eure Gedanken und Fragen Antwort gibt .... daß ihr also verkehret mit Ihm wie ein Kind mit seinem Vater verkehrt ....
Und so also solltet ihr alle beschaffen sein ....
Das ist das Ziel, das ihr auf Erden erreichen sollt, daß ihr euch wieder formt zu jener Vollkommenheit, die uranfänglich euer
Zustand gewesen ist: daß ihr wieder in engster Verbindung mit Gott Sein Wort höret,
daß ihr jederzeit euch austauschet mit eurem Vater von Ewigkeit und durch diesen Austausch Licht und Kraft empfanget im Übermaß. Und dann werdet auch ihr selbst mitwirken können bei dem ständigen Kraftum- und Kraftzuleitungs-Prozeß .... ihr werdet
das Wort, das ihr selbst empfanget, weiterleiten können, wo noch Kraft- und Lichtlosigkeit die Seele belastet; ihr werdet vorerst diesen Wesen den Willen Gottes kundgeben
können, gleichwie euch selbst im Zustand der Finsternis von Seinem Willen gekündet
wurde, und je nach der Einstellung jener Wesen werden sie nun im lichtlosen Zustand
verharren oder auch zu Licht und Kraft gelangen, denn Gott versagt Sich keinem Seiner Geschöpfe, es spricht der Vater mit allen Seinen Kindern, die nur sich innig Ihm verbinden und Ihn zu hören begehren ....
Aber kein Wesen wird die Stimme Gottes vernehmen, das in der Isolierung von Ihm verharrt, das sich der göttlichen Liebeanstrahlung
verschließt, das nicht im freien Willen die Trennung von Ihm aufzuheben sucht, die es
einstens selbst vollzogen hat ....
Amen
B.D. 7113
empfangen am 6.5.1958
Die Schöpfung ist eine Offenbarung Gottes ....
Die Wunder der göttlichen Schöpfungen lassen euch teilnahmslos, ihr betrachtet
alles als selbstverständlich und seid euch nicht dessen bewußt, daß auch das kleinste
Schöpfungswerk von der Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes zeugt, Den ihr darum
mit aller Inbrunst lieben müßtet, weil Er nur für euch diese Seine Schöpfungen erstehen
ließ. Doch an allen diesen Wunderwerken geht ihr vorüber, sie sagen euch nichts, sie
sind für euch tote Gegenstände, die kaum noch euer Herz berühren, ja sie sind euch oft
nicht einmal Beweis eines Gottes und Schöpfers, sondern ihr wähnet sie als aus sich
selbst entstanden, ohne den Willen und die Kraft eines lebendigen Gottes ....
Euer ganzes Erdenleben ist ein einziges Wunder, denn niemand auf Erden ist imstande, einen
Menschen mit allen Funktionen und Fähigkeiten aus eigener Kraft erstehen zu lassen .... doch auch dieses größten Wunders achtet ihr nicht .... sondern ihr geht gleichmütig euren Pilgerweg auf Erden, uneingedenk dessen, zu welchem Zweck ihr so
geschaffen wurdet, wie ihr seid ....
Und die ganze Schöpfung um euch müßte Tausende
von Fragen in euch erstehen lassen, deren Beantwortung euch nur allerseligst beglükken würde ....
Aber ihr seid sehenden Auges und gehet doch blind einher. Und also kann
Gott euch Menschen selten nur ansprechen durch die Schöpfung, um euch zu veranlassen, daß ihr euch Ihm zuwendet in euren Gedanken. Wenngleich Er euch Seine Liebewerke vor Augen gestellt hat, genügen diese nicht, daß ihr sie betrachtet in Gedanken an
Ihn, die es Ihm dann ermöglichen würden, nun auch gedanklich zu euch zu reden ....
Und darum sucht Er, in anderer Weise Sich euch zu offenbaren .... indem Er also „störend“ in euer Erdenleben eingreift, indem Er euch aus eurer Gleichgültigkeit und Ruhe
aufzurütteln sucht ....
Ihr werdet schicksalsmäßig von Widerwärtigkeiten oder Fehlschlägen heimgesucht, denen ihr selbst als nur Mensch nicht gewachsen seid, die ihr
eigenmächtig nicht abzuändern vermögt. Wieder will Gott euch dadurch zeigen, daß
eine höhere Macht am Werk ist, zu Der ihr nun den Weg nehmen sollet, Der ihr euch
gedanklich anvertrauen sollet .... weil ebendiese Bindung von euch zu Ihm unerläßlich
ist und Gott sie auf irgendeine Weise zu erreichen sucht.Für jeden Menschen wäre diese
Bindung sehr leicht herzustellen eben über die Schöpfung, über die unzähligen Wunderwerke, die Gott erstehen ließ und die ihr unausgesetzt erschauen und euch daran
erfreuen könnet ....
Die Schöpfung ist eine Offenbarung Gottes, die nur noch von der
direkten Zuleitung Seines Wortes übertroffen werden kann; aber letzteres setzt schon
eine vollzogene Bindung mit Ihm voraus, während die Schöpfungswerke jeden Menschen veranlassen können, diese Bindung herzustellen und auch die unendliche Liebe,
Weisheit und Allmacht Gottes zu erkennen, die sich dem Menschen gegenüber offensichtlich beweisen, wenn er nur sehenden Auges sich in Gedanken vertieft in jene
unzähligen Wunderwerke göttlicher Liebe. Und es gibt keinen beseligenderen Gedanken als den, daß alles, was der Mensch sieht, für ihn erstanden ist .... teils, um als Mensch
ihn zu erfreuen und zu Gott finden zu lassen, teils, um erst das Menschen-Dasein einmal zu ermöglichen für das Geistige, das noch in seiner Entwicklung zurück ist .... also unter dem Menschen steht, der über die Erde geht. Das „Ahnen“ und später das „Wissen“ darum kann der Mensch gewinnen, der sich einmal ernstlich mit solchen Gedanken befaßt, die die Schöpfung und ihren Schöpfer zum Inhalt haben. Es wird sich ihm
eine Offenbarung enthüllen, die ihn beseligt und seinen ganzen Erdenlebenslauf
bestimmen kann, es wird eine unbegreifliche Ehrfurcht und Liebe ihn erfassen zu seinem Schöpfer, und Dieser wird Selbst zu ihm sprechen, indem Er seinen Gedanken die
rechte Richtung gibt, indem Er ihn immer wieder veranlaßt, sich Ihm zu verbinden, und so auch die Möglichkeit gegeben ist, daß Gott Sich direkt dem Menschen offenbart
durch das innere Wort ....
Denn wer rechten Sinnes die Schöpfungswunder betrachtet,
dessen Herz wird auch in Liebe erglühen zum Schöpfer, zu seiner Umwelt. Und die
Liebe nun wird eine feste Bindung sein, es wird die Liebe Selbst Sich offenbaren im Herzen eines Menschen, der selbst die Flamme der Liebe in sich entzündet hat ....
Amen
B.D. 7114
empfangen am 7.5.1958
Wahrheitsverlangen erste Voraussetzung ....
Das tiefe Verlangen nach der Wahrheit ist nur selten anzutreffen bei den Menschen.
Zwar würde jeder einzelne sich dagegen verwahren, wenn es ihm zum Vorwurf
gemacht würde, daß er bedenkenlos Unwahrheit annimmt ....
Doch es ist eine gewisse
Gleichgültigkeit vorherrschend, das Suchen nach der Wahrheit lassen die meisten vermissen, alles andere streben sie eher an, und dadurch geraten sie stets tiefer in unrichtiges Denken, und das Zuleiten der Wahrheit wird unmöglich gemacht, weil Wahrheitsverlangen erste Voraussetzung ist. Zweifel an der Glaubwürdigkeit geistigen Wissens wird wohl ab und zu ein Mensch haben, aber er tut nichts, um zu einem klaren
Resultat zu kommen, ob seine Zweifel berechtigt sind oder nicht. Und solange also diese
Gleichgültigkeit der Wahrheit gegenüber besteht, wandelt der Mensch auch in geistiger
Finsternis dahin .... er schließt die Augen und kann daher auch nicht das Licht sehen ....
Die geistige Bereitschaft zum Empfang der Wahrheit muß vorhanden sein, dann aber
wird kein Mensch sich zu beklagen brauchen sie nicht erlangt zu haben; denn nichts
wird bereitwilliger erfüllt, als ernstes Verlangen nach Wahrheit. Das wird euch Menschen dann erklärlich sein, wenn ihr wisset, worin die Tätigkeit der Lichtwesen besteht,
deren Schutz und Führung ihr Menschen während eures Erdenlebens anvertraut seid.
Diese Wesen stehen im Licht, d.h. in vollster Erkenntnis, die sie unvorstellbar beglückt.
Sie sind aber auch voller Liebe, ansonsten sie nicht die Lichtwelt bewohnen könnten ....
Ihre Liebe treibt sie nun unentwegt, das, was sie selbst beglückt, auch den noch
unglückseligen Wesen .... also auch den Menschen auf der Erde .... zuzuwenden. Und
das bedeutet soviel, als daß sie auch den Menschen rechte Erkenntnis schenken möchten, die noch erkenntnislos dahingehen. Rechte Erkenntnis aber kann nur die Wahrheit
bringen, und diese Wahrheit nun wollen sie dem Menschen zuleiten .... können es aber
nicht tun wider dessen Wollen, ansonsten alle Menschen schon in vollster Erkenntnis
stehen würden. Der Wille zur Wahrheit also ist erste Voraussetzung des Zuleitens derselben .... weil der Wille zur Wahrheit auch Zuwendung des Willens zu Gott bedeutet,
das Ziel, das allen Menschen gesetzt ist für die Zeit ihres Erdenwandels. Und dieser
Wille mangelt den Menschen, und (es, d. Hg.) ist dies gleichzeitig auch ein deutlicher
Beweis der Einstellung der Menschen zu Gott Selbst ....
Sie halten sich noch von Ihm
entfernt, sie suchen nicht die Bindung mit Ihm und sind darum auch erkenntnislos,
weil Entfernung von Gott auch Finsternis des Geistes bedeutet. Wird aber den Menschen der Vorwurf gemacht, der Wahrheit gleichgültig gegenüberzustehen, so verstehen sie zumeist nur darunter eine verringerte Verstandestätigkeit, die allein jedoch
nicht zur Wahrheit führt. Aber den inneren Drang des Herzens, Aufschluß zu erhalten
über Unbeweisbares, verspüren die wenigsten Menschen; doch nur dieses ernste Wahrheitsverlangen ist gemeint, und nur ein solches Verlangen kann Erfüllung finden. Und
wo dieses Verlangen nicht vorhanden ist, dort nützt auch die Darbietung der reinen
Wahrheit nichts, sondern sie wird mit derselben Gleichgültigkeit abgelehnt, wie
unwahres Wissen angenommen wird. Die Wahrheit ist ein Gnadengeschenk Gottes, das
aber auch zuvor die Anerkennung Gottes bedingt ....
Gott wird die Wahrheit keinem
Menschen vorenthalten, der sie ernsthaft begehrt, denn durch dieses Begehren kommt
er schon von selbst Gott näher, Den sein Herz erkannt hat als den alleinigen Ursprung
der Wahrheit, selbst wenn sich der Mensch dessen nicht bewußt ist. Bald aber wird ihm
auch ein kleines Licht leuchten, das ihn nun auch bewußt den Weg zu Gott gehen läßt,
Den er stets mehr erkennen lernt, weil die reine Wahrheit ihm helles Licht gibt. Und die
Zuleitung der Wahrheit geschieht in der verschiedensten Weise, aber sie ist gewiß .... denn kein Mensch wird vergeblich suchen, dem es ernst ist, die Wahrheit zu erfahren.
Die Ewige Wahrheit läßt sich finden von jedem Menschen, der sie nur ernstlich
begehrt ....
Amen
B.D. 7115
empfangen am 8.5.1958
Das Liebegebot ist das vornehmlichste Gebot ....
Ein Gebot ist euch Menschen gegeben, dessen Erfüllung euer alleiniger Erdenlebenszweck ist .... das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe ....
Als der Mensch Jesus auf
Erden wandelte, hat Er dieses Gebot als das Vornehmlichste und Wichtigste erklärt, weil
die Menschen in dieser Zeit es völlig außer acht ließen, weil sie in der Ichliebe so tief
verwurzelt waren, daß allen Lastern und Begierden dadurch der Weg geebnet war und
sie sich also auch entfalteten in erschreckendster Weise und auch zu völligem Unglauben führten. Und sollte den Menschen nun Hilfe gebracht werden, sollten sie auf den
rechten Weg geführt werden und zum festen Glauben an Gott, so mußten sie als erstes
ihre stark entwickelte Ichliebe zur Nächstenliebe zu wandeln suchen, weil nur die Liebe
für ihre Seelen Rettung bedeutete und weil aus der Liebe heraus sich auch der Glaube
entwickeln konnte und dann auch erst ein Verständnis für die Bedeutung des Erlösungswerkes Jesu zu erwarten war ....
Die Liebe ist und bleibt das Grundgesetz von
Ewigkeit ....
Sowie aber die Menschheit bar ist jeder Liebe, ist sie auch völlig aus der
Ordnung getreten und dem Untergang nahe. Als Jesus über die Erde ging, wußte Er um
den geistigen Tiefstand der Menschen, und Er wußte auch, wie dieser Tiefstand zu
beheben war ....
Und so bestand Seine Mission erst darin, den Menschen vorerst ein
Liebeleben vorzuleben und die daraus sich ergebenden geistigen Fähigkeiten wieder zu
nützen zum Segen der Mitmenschen, um ihnen auch in irdischer Not Hilfe zu bringen
und ihnen dadurch auch zu beweisen, welche Kraft die Liebe ist ....
Und darum predigte
Er auch ständig nur die Liebe ....
Er suchte die Menschen zu erziehen zu einem rechten
Lebenswandel, Er wollte ihnen zugleich irdische und geistige Hilfe bringen, weil ihr
Zustand ein bedauernswerter war, der unwiderruflich die Menschen in den Abgrund
stürzte, den sie in ihrer Blindheit nicht erkannten. Jesus lehrte also die Liebe ....
Und
Sein Evangelium bestand eigentlich nur in jenem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe,
denn alle Hinweise, alle Einzelheiten, bezogen sich immer nur auf den recht geführten
Lebenswandel, der ihnen klar und deutlich aufgezeigt wurde und den Jesus Selbst allen
Menschen sichtbar ausgelebt hat ....
Dennoch ist auch das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe kein „Gebot“ im eigentlichen Sinne des Wortes ....
Denn Liebe läßt sich nicht
„gebieten“, sie muß im freien Willen geübt werden, sie ist nicht zu ersetzen durch
Werke, die auch ohne Liebe verrichtet werden können .... aber sie wird wiederum sich
in Werken äußern, weil die Liebe zur Tätigkeit drängt. Jesus hat also auf Erden den
Menschen gezeigt, was not tut, will sich der Mensch das ewige Leben erwerben. Der
Mensch selbst muß nun aber in sich die Liebe entzünden. Es genügt nicht, daß er Liebe
vortäuscht durch Werke, die wohl dem Nächsten Hilfe bringen .... er muß in sich das
Bedürfnis haben, seinem Nächsten zu helfen, dann erst wird seiner Ichliebe Gewalt
angetan, und dann erst beweiset er dadurch auch die Liebe zu Gott ....
Aber es kann der
Mensch durch vorerst mechanische Werke in sich die Liebe zur Entfaltung bringen, es
kann der Mensch, der zuerst das „Gebot“ erfüllt, sich auch selbst zur Liebe erziehen,
und das suchte der Mensch Jesus durch Sein Evangelium der Liebe zu erreichen, denn
ein purer Ich-Mensch braucht eine Überbrückung von seinem bisherigen Standpunkt
zur uneigennützigen Nächstenliebe. Er muß zuvor angehalten werden zur Hilfeleistung
seinem Nächsten gegenüber, bis er dies aus eigenem Antrieb tun wird, dann aber auch
schon eine langsame Wandlung vor sich gegangen ist, die nun ständig fortschreitet,
sowie Gott Selbst durch die Liebe nun Einfluß gewonnen hat auf ihn. Die Liebe zu Gott
und zum Nächsten ist das größte und vornehmlichste Gebot ....
Und darum muß die
Liebelehre Jesu stets allen Belehrungen vorangestellt werden, weil die Liebe auch der
Schlüssel ist zu allem weiteren Wissen, das ohne Liebe den Menschen unverständlich
bleibt ....
Die Liebe ist alles, und wer die Liebe hat, dessen Los ist schon besiegelt für alle Ewigkeit. Und wo die Liebe gepredigt wird mit aller Eindringlichkeit, dort wird auch
die Ewige Liebe Selbst vertreten auf Erden, dort wird auch der Geist der Wahrheit sein,
und dort wird auch Verständnis sein für das Erlösungswerk Jesu Christi und seine
Bedeutung ....
Denn die Liebe ist auch das Licht, das den Geist derer erhellt, die Liebe
predigen und selbst in der Liebe leben ....
Amen
B.D. 7116
empfangen am 9.5.1958
Demütiges Gebet ....
Hochmut Anteil des Gegners ....
Traget Mir nur in aller Demut eure Anliegen vor, und ihr werdet sicher ein offenes
Ohr bei Mir finden. Denn die Demut des Herzens hat zur Folge, daß der Mensch wie ein
Kind zu seinem Vater spricht, daß sein Gebet keine Forderung, sondern eine Bitte ist,
die Ich nur allzugern erfülle. Sowie der Mensch neben seinem irdischen Leben noch ein
geistiges Leben führt, sowie also die Gedanken nicht ausschließlich der Welt zugewendet sind, sondern wenn sich der Mensch inmitten der Welt ständig seines himmlischen
Vaters besinnt, wird er auch bald das rechte Verhältnis zu Ihm herstellen ....
Er wird
Mich als seinen Gott und Schöpfer erkennen und darum in aller Demut sich Mir nahen,
aber doch immer zu Mir kommen, wenn ihn irdische oder geistige Sorgen bedrängen,
weil er weiß, daß Ich allein Abhilfe schaffen kann. Und darum bittet er Mich in kindlichem Vertrauen, und er wird wahrlich keine Fehlbitte tun. Ein demütiger Mensch hat
schon den Weg der Rückkehr zu Mir angetreten, denn was seine Seele von Mir getrennt
hielt endlose Zeiten hindurch, war der Hochmut als Anteil Meines Gegners, dem sie
einstens gefolgt ist zur Tiefe ....
Jeder Mensch, der also noch einen Funken Hochmut in
sich erkennen läßt, der steht auch noch unter der Gewalt Meines Gegners, und bevor er
nicht diese Eigenschaft abgelegt hat, daß er sich überhebt Mir gegenüber, wird er auch
nicht von Mir angenommen werden können, denn er richtet dadurch selbst die
Schranke auf, und das rechte Kindesverhältnis dem Vater gegenüber wird er kaum herstellen, weil dazu Demut des Herzens erforderlich ist. Und solange der Mensch sich
sträubt, Mir gegenüber in die Demut des Herzens zu gehen, so lange wird er auch nicht
kindlich vertrauend zu Mir beten können, sein Gebet wird vielmehr ein Fordern sein,
veranlaßt aus dem Gefühl eigener Machtlosigkeit, sich selbst helfen zu können ....
Und
ein solches Gebet ist nicht das rechte, es wird Mein Ohr nicht erreichen, weil die innige
Bindung fehlt vom Kind zum Vater, das vertraute Verhältnis, das Mich gleichsam
zwingt, das Kind zu bedenken seiner Bitte gemäß. Das Anerkennen eines Gottes und
Schöpfers kann Ergebnis des Verstandesdenkens sein, das aber dennoch kein Beweis zu
sein braucht, daß der Mensch die innere hochmütige Einstellung schon aufgegeben hat
diesem von ihm erkannten „Gott und Schöpfer“ gegenüber. Wohingegen Ich als „Vater“
anerkannt werde, dort ist auch der Hochmut überwunden, es fühlt der Mensch seine
Niedrigkeit Mir gegenüber, aber er kommt dennoch zu Mir, weil in einem demütigen
Herzen auch die Liebe wohnt, die Mich also erkannt hat und Mir zudrängt. Und darum
kann Ich auch ein solches Kind mit Meiner Gnade überschütten, die es aus Meinen
Händen dankbar entgegennimmt und die ihm hilft, den Abstand von Mir stets zu verringern ....
Es ist etwas Bedeutsames, wenn der Mensch seinen Hochmut abgelegt hat,
wenn er selbst sich klein fühlt und dennoch von Mir besonders bedacht werden kann.
Denn er ist nun in Wahrheit Mein Kind geworden, das auch bald jenen Lichtgrad erreichen kann, den er einstens besaß.Denn seine Gebete werden vorwiegend dem geistigen
Wohl gelten, er wird sich wohl auch in irdischen Nöten vertrauensvoll an Mich wenden,
doch sein geistiger Fortschritt ist ihm größere Sorge, und nie wird er aufhören, um
Hilfe zu bitten, daß er sein Ziel erreiche auf Erden. Es kann aber ein solches Gebet nur
ein wahrhaft demütiger Mensch zu Mir richten, weil dieser seine Schwächen und Mängel erkennt ....
Doch ihr müsset auch unterscheiden zwischen innerlicher Demut oder
nur nach außen herausgestellter Unterwürfigkeit, die vor Mir keinen Wert hat und euch
auch keine Gnadenzufuhr eintragen kann ....
Und es soll daher jeder Mensch sich selbst
einer Kritik unterziehen, wie sein innerliches Denken und Empfinden ist. Und es wird
nur von Segen für ihn sein, wenn er sich zu reinigen sucht von jedem überheblichen
Gedanken, wenn er sich der Gewalt dessen zu entziehen sucht, dessen Überheblichkeit
ihn einst zu Fall brachte ....
Amen
B.D. 7117
empfangen am 11.5.1958
Problem der Dreieinigkeit ....
Die göttliche Dreieinigkeit ist eines der vielen Probleme, die zu schwer lösbar
gemacht wurden durch eine völlig irrige Darstellung. Die einfache, allen Menschen verständliche Erklärung wird darum nicht angenommen, weil das Denken der Menschen
verwirrt worden ist durch Begriffe, die für menschlichen Verstand unfaßbar sind, aber
gerade deshalb als unantastbar beibehalten werden und sogar das Nachdenken darüber
den Menschen untersagt wird. Leicht verständlich und erklärbar wird dieses Problem
aber jedem Menschen werden, der die „Menschwerdung Gottes“ in Jesus begreift, der
die Wesenheit Gottes nicht zu personifizieren sucht .... der den alles erfüllenden Geist
als „Gott“ erkennt und dem es verständlich ist, daß Sich die nicht-vorstellbare Gottheit
manifestierte in Jesus, um den von Ihr erschaffenen Wesen ein „schaubarer“ Gott sein
zu können ....
Diese also werden auch die Begriffe:Vater ....
Sohn .... und Geist nun nicht
mehr falsch denken lassen, denn für diese gibt es nur ein Wesen, Das in Sich Liebe,
Weisheit und Kraft vereint ....
Die Liebe ließ alles erstehen und ist sonach der Erzeuger,
der „Vater“ ....
Und aus Ihm ging auch der „Sohn“ hervor, in Dem Sich der Vater manifestierte. Aber es ist der Sohn auch die „Weisheit“, denn nur die Liebe ist das Feuer, aus
dem das „Licht“ erstrahlt ....
Liebe und Weisheit sind sonach nicht voneinander zu trennen, wie Vater und Sohn eins sind. Und wiederum ist die Liebe auch Kraft, die sich
jedoch immer nur in höchster Weisheit äußert. Es ist der „Geist“ aus Gott Seine ständige Liebeausstrahlung, die allem noch Unvollendeten zur letzten Vollendung verhilft ....
Es kann also immer nur ein Wesen als Gott Vater, Sohn und Geist verstanden
werden, ein Wesen, Dessen Inbegriff Liebe, Weisheit und Kraft ist ....
Daß dieses Wesen
Sich in dem Menschen Jesus manifestierte, berechtigt nicht dazu, nun aus der Gottheit
ein zweifaches Wesen zu machen, Das getrennt angerufen werden kann .... und diesem
zweifachen Wesen dann noch eines als „Geist“ hinzuzugesellen, Das wiederum angerufen wird von denen, die sich nicht selbst durch dieses Problem hindurcharbeiten, sondern einfach annehmen, was unerleuchtete Denker predigen. Und daß dies der Fall ist,
das beweiset, daß es für viele Menschen nicht möglich ist, in Jesus Christus den Vater
anzurufen, daß sie zumeist nicht begreifen können, daß Gott Selbst ihnen nur in Jesus
Christus erreichbar ist, daß der dreifache, verschiedene Anruf immer nur an ein Ohr
dringt, daß die Ewige Gottheit nicht gespalten werden kann, daß Sie Selbst Sich in Jesus
Christus den Menschen nahebrachte, die den ewigen, alles-umfassenden und erfüllenden Geist nicht zu fassen vermochten ....
Die Begriffe: Vater, Sohn und Geist veranlassen euch Menschen, die ihr noch unerweckten Geistes seid, euren Gedanken und Gebeten immer noch verschiedene Zielrichtungen zu geben ....
Ihr rufet Gott Vater an, ihr
rufet zu Jesus, und ihr rufet auch den Geist an, daß er zu euch kommen möge ....
Aber
ihr werdet erst dann recht beten, wenn für euch diese Drei ein Begriff geworden sind,
wenn ihr nur ein Wesen anrufet, Das in Sich die Liebe .... den Vater, die Weisheit .... den
Sohn, und die Kraft .... den Geist, vereinet, und ihr dann auch erst das Problem der
Dreifaltigkeit Gottes recht gelöst habt. Denn wenngleich die Lehre über die „dreipersönliche Gottheit“ mit dem Zusatz erweitert ist: Diese Drei sind eins .... so ist doch
diese Lehre eine große Irreführung der Menschen, die sich in weiteren irrigen Ansichten auswirkt ....
Denn gerade in dem Anruf Gottes in Jesus liegt eine übergroße Kraft,
derer ihr aber verlustig geht, die ihr noch unter falschen Vorstellungen lebt und euch
nicht davon zu lösen vermögt. Ein ernsthaftes Nachdenken darüber würde euch und
eurer Erkenntnis wohl viel nützen, aber dieses unterlasset ihr, weil ihr Sklaven geworden seid, wo euch aber von Gott volle Freiheit geschenkt wurde ....
Ihr aber solltet diese
eure geistige Freiheit nützen, und Gott Selbst wird euch wahrlich auch verhelfen, daß
euer Denken sich kläre, denn Er ist Selbst das Licht, und Er will auch mit Licht alle versehen, die nach Licht verlangen ....
Amen
B.D. 7118
empfangen am 12.5.1958
Bei Gott ist nichts unmöglich ....
Mir ist wahrlich alles möglich, aber Meinem Wirken werden von euch Menschen
sehr oft Schranken gesetzt, die Ich um eurer selbst willen auch nicht durchbreche.
Einem ungläubigen Menschen würde es nicht zum Segen gereichen, so ihm Meine
Macht und Stärke bewiesen würde durch Werke, die eben nur Ich Selbst vollbringen
kann und die also dann auch Mich Selbst beweisen würden. Er würde ewig nicht mehr
zur Freiheit gelangen, denn ein solches ungewöhnliches Wirken wäre für einen glaubenslosen Menschen nur ein Zwang, der ihn hinderte, jemals zur Vollkommenheit zu
gelangen. Auch der gläubige Mensch hat sehr oft noch nicht die Stärke seines Glaubens,
daß Mir also ein wundersames Wirken möglich wäre, auch der gläubige Mensch ist
noch sehr begrenzt in seinem Denken, er vermag noch nicht das unbegrenzte geistige
Wirken zu fassen, er sieht immer noch mit irdisch-beschränktem Blick ....
Und so lange
darf Ich auch seinem Glauben keinen Zwang antun, wenngleich nur noch wenige
Schritte von ihm zu gehen wären, um jene Schranken zu übersteigen. Ich möchte euch
Menschen gern zu dieser Glaubensstärke verhelfen, die ein uneingeschränktes Wirken
an euch zuläßt, denn Ich möchte euch allen Meine Liebe und Meine Macht beweisen,
um eure Liebe zu erhöhen, und Ich möchte euch auch aus Nöten befreien, die ihr selbst
nicht beheben könnet. Und Ich kann euch daher nur immer wieder sagen, daß Mir
nichts unmöglich ist ....
Das solltet ihr euch ständig vorhalten, daß Meine Macht unbegrenzt ist und alles zuwege bringt. Aber es ist weniger Meine Macht, an der ihr zweifelt,
als Meine Liebe ....
Und darum sollet ihr wissen, daß ihr doch Kinder Meiner Liebe seid,
daß Meine Liebe zu euch unendlich ist, daß sie niemals aufhören wird, daß sie euch
beschenken möchte in aller Fülle, daß ihr sie immer nur anzufordern brauchet .... und
daß eure Liebe Mir nur die Tür eures Herzens öffnet, damit Meine Liebe nun auch einstrahlen kann in euch ....
An Meiner Liebe dürfet ihr niemals zweifeln, die euch doch auf
Schritt und Tritt verfolgt, die nur will, daß ihr euch Mir zukehret und dann auch alles
für euch zu tun bereit ist, was ihr erbittet ....
Die Liebe verschenkt sich immer, die Liebe
wird niemals sich versagen ....
Und daß Ich euch liebe, das allein beweiset euch schon
eure Existenz, denn ihr könntet nicht bestehen, wenn Meine Liebe euch nicht erfaßt
hätte mit aller Glut. Und da ihr also als Mensch auf dieser Erde wandelt, ist euch auch
der Beweis Meiner Liebe erbracht, und nun solltet ihr euch in dem Bewußtsein Meiner
nie endenden Liebe ganz vertrauensvoll an Mich wenden, wenn euch eine Not drückt,
die ihr allein nicht abwenden könnet ....
Dann wird auch euer Herz Mich gegenwärtig
fühlen, und ihr werdet nun überzeugt auch Meine Hilfe erwarten, ihr werdet nicht mehr
zweifeln oder fragen, ob ihr Meiner Liebe würdig seid, ihr werdet wissen, daß die rechte
Vaterliebe nicht vergehen kann, daß sie um das Kind besorgt ist und ihm gern gibt, was
es begehrt. Ihr sollt diese Meine Worte euch tief in das Herz schreiben, ihr sollt sie nicht
vergessen, sondern euch immer wieder daran aufrichten, wenn ihr wankelmütig werdet ....
Denn es liegt allein an eurem Glauben, ob Ich ungewöhnlich wirken kann an
euch oder nicht ....
Es gibt nichts, das Mir zu tun unmöglich wäre, denn Der die ganze
Welt erschaffen hat, Der wird auch die Nöte eines Seiner Geschöpfe beheben können ....
Der um alles weiß, Der kennt auch alle eure Nöte, aber Er will eure gläubige, liebende
Hingabe, um euch nun auch bedenken zu können eurem Glauben gemäß ....
Amen
B.D. 7119
empfangen am 15.5.1958
Gott zugewandter Wille
sichert auch Seine Führung ....
Ihr werdet geführt durch euer Erdenleben, ihr werdet betreut von Lichtwesen, denen
ihr für die Zeit eures Erdenwandels anvertraut seid, und ihr könnet auch jederzeit Mich
Selbst zu eurem Führer erwählen, ihr könnt euch bewußt unter Meinen Schutz stellen
und Meine Führung erbitten .... ihr seid also nicht als Mensch schutzlos den Mächten
der Finsternis preisgegeben, ihr könnt nicht von diesen überwältigt werden wider
euren Willen, auch wenn ihr als Mensch schwach seid, denn euer Wille braucht nur
Hilfe heranzurufen, die euch dann auch sicher zuteil wird. Aber gerade dieser Wille ist
frei, ihn dürfen weder die finsteren noch die Licht-Wesen antasten, sie müssen euch
volle Freiheit lassen, welche Richtung ihr diesem Willen gebet. Aber ihr könnt auch mit
aller Gewißheit auf Hilfe hoffen, wenn sich euer Wille Mir zuneigt ....
Und da es doch
gerade darum geht während eures Erdenlebens, daß ihr die rechte Willensrichtung
einschlagt, da Ich aber euch liebe und eure Rückkehr zu Mir ersehne, werde Ich auch
immer nur das über euch Menschen kommen lassen, was euch hintreiben könnte zu
Mir .... solange ihr noch unentschieden seid ....
In seliger Gewißheit und völliger Ruhe
aber könnt ihr euren Erdenweg gehen, wenn dieser Willensentscheid für Mich schon
gefallen ist. Das will Ich euch immer wieder sagen, daß Ich euch dann nicht mehr fallen-lasse, daß Ich euch nicht dem Gegner überlasse, daß Ich euch schütze gegen alle
Angriffe und Versuchungen, sowie ihr Mein sein wollet ....
Denn dann haben auch alle
eure Schutzgeister die Berechtigung, einzugreifen und euch gegen die finsteren Kräfte
Schutz zu gewähren. Dann wird eure Seele nichts mehr zu fürchten brauchen, denn der
Mir zugewandte Wille ist eure beste Waffe gegen den Feind, er ruft Mich immer zu sich,
wenn Gefahr droht, und Ich werde immer diese Gefahr abwenden. Wenn nun ein
Mensch für Mich und Mein Reich zu arbeiten gewillt ist, so hat er sich auch Mir zum
Dienst angeboten, er hat also sich Mir hingegeben im freien Willen ....
Und solange er
eifrig die Weinbergsarbeit zu verrichten bestrebt ist, gehört auch sein Wille Mir
allein ....
Und er kann sich nun auch mit vollem Recht beschützt und betreut wissen von
Mir, von allen geistigen Wesen, die Mir dienen. Es kann jegliche Sorge von ihm abfallen,
und selbst irdische Anstürme können ihn unbeeindruckt lassen, weil er als Mein
Knecht auch Meine Sorge als Hausvater erfährt, die alles regelt, wie es gut ist. Wer Mir
gehören will, der ist auch Mein, und wer Mein ist, der soll sich Mir nur vertrauensvoll
hingeben und alle Last und Not Mir aufbürden, die Ich wahrlich ihm nun abnehme,
weil er Mein geworden ist. Aber das eine muß euch auch gesagt werden, daß ihr selbst
euch solche irdischen Nöte vermehrt, je ängstlicher und glaubensschwacher ihr werdet .... daß eure Glaubenszweifel oder Sorgen um euer irdisches Wohlergehen nur
immer größere Belastungen heranziehen .... weil ihr durch solche euch von Mir entfernt ....
Ich verlange von euch volles Vertrauen, um dieses dann auch nicht zu enttäuschen, ihr aber schwächt oft Mich Selbst in Meinem Liebewirken an euch ....
Ihr lasset
es nicht zu eben durch eure unberechtigten Sorgen und Zweifel auf Meine Hilfe. Und
ihr müsset werden wie die Kinder, die jedes Wort des Vaters gläubig annehmen und sich
nun auch verlassen auf Ihn, weil sie wissen, daß der Vater Sein Kind liebt ....
Nichts darf
euch erschrecken, nichts darf euch furchtsam werden lassen, denn es ist Einer über
euch, Der wachet und Seine Diener zum Schutz euch zugesellt ....
Und diesen Einen sollet ihr nur lieben und Ihm gehören wollen, und Er wird wahrlich euch beistehen in
jeder Not des Leibes und der Seele ....
Amen
B.D. 7120
empfangen am 14.5.1958
Abendmahl
- Kommunion - Liebe ....
Es gibt keine Gemeinschaft mit Mir ohne Liebe, weil Liebe Mein Urwesen ist und
sich nur Gleiches mit Mir zusammenschließen kann, also auch im Herzen des Menschen Liebe sein muß, der sich Mir verbinden will ....
In anderer Weise ist eine solche
Bindung unmöglich ....
Das also muß euch auch das Verständnis erschließen für den
Vorgang des Abendmahls, der erst dann die Vereinigung mit Mir euch Menschen bringen kann, wenn in euch die Liebe entflammt ist .... weil dann erst Meine Gegenwart, in
euch möglich ist. Was nützen euch also äußere Handlungen, solange ihr das Wichtigste
außer acht lasset .... die Liebe zu üben .... „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und
Ich in ihm ....“ Also wisset ihr auch um die Bedingung Meiner Gegenwart und ihr könnet daher nicht erwarten, daß Ich von dieser Bedingung abgehe, sowie ihr nur äußerliche Handlungen vollzieht, die ihr selbst euch ausgedacht habt, weil ihr nicht den geistigen Sinn Meiner Worte verstandet: „Tuet dies zu Meinem Gedächtnis ....“ Ein Liebeleben ist Voraussetzung, um Mich Selbst aufzunehmen in das Herz, und ein solches Liebeleben führten Meine Jünger, mit denen Ich das Abendmahl hielt ....
Darum aber verstanden sie auch Meine Worte, mit denen Ich sie gleichzeitig auch in ihr Verkünderamt
einsetzte ....
Denn sie sollten austeilen das Brot des Lebens, das sie von Mir empfangen
hatten, wie Ich ihnen das irdische Brot austeilte ....
Sie sollten das lebendige Wasser
ihren Brüdern anbieten, gleichwie Ich ihnen den Kelch mit dem Wein darreichte ....
Und
da Ich Selbst das „Fleisch-Gewordene-Wort“ war, gab Ich also Mich Selbst denen hin,
die am Abendmahl teilnahmen, und Ich werde Mich immer hingeben allen, die Mich
aufnehmen wollen, Ich werde sie gleicherweise speisen mit dem Brot des Lebens und
ihnen lebendiges Wasser zu trinken geben, sie werden „Mein Fleisch essen und Mein
Blut trinken“, also werde Ich Selbst ihnen gegenwärtig sein, wie Ich es verheißen habe.
Doch ohne Liebe ist eine solche Kommunion unmöglich ....
Ich kann wohl allen Menschen die Liebe predigen, Ich kann ihnen dazu verhelfen, Liebewerke zu verrichten,
aber Ich kann niemals in einem Herzen Wohnung nehmen, das sich noch nicht zur
Liebe gestaltet hat ....
Und nun bedenket, in welch falscher Vorstellung unzählige Menschen leben, die wohl den Gang gehen zum „Tische des Herrn“ nach ihrer Ansicht, die
es aber an der rechten Liebe fehlen lassen und deren Herzen darum nicht fähig sind,
Mich aufzunehmen ....
Bedenket, wie viele Menschen in dieser falschen Vorstellung verharren, weil sie glauben, ihrer Pflicht genügt zu haben, und darum auch nicht geistig
streben, obwohl jeder Mensch weiß, daß Ich Selbst die Liebe bin und daß Ich von euch
auch nur die Erfüllung der Liebegebote fordere, um euch mit Meiner Gegenwart
beglücken zu können. Aber „Mein Wort“ wird nicht so sehr beachtet wie die Erfüllung
äußerer Formen, und Mein Wort allein schon könnte jene Menschen zur Besinnung
bringen, daß Ich mehr verlange als nur formelle Gebräuche ....
Die Einsetzungsworte,
die Ich zu Meinen Jüngern sprach, wurden von diesen auch geistig verstanden. Aber
auch die Menschen könnten ihren geistigen Sinn verstehen, wenn sie nur ernsthaft darüber nachdenken möchten. Doch das Verständnis würde dann aber auch ein Leben in
Liebe verlangen und also ein Arbeiten an sich selbst, wozu zumeist die Menschen nicht
willig sind. Dagegen fordern die vielerlei Gebräuche nicht diese Selbstüberwindung,
und deshalb werden sie eifrig ausgeführt, und sie tragen den Seelen keinerlei Nutzen
ein, sondern machen sie nur lau und nachlässig in ihrer Erdenlebensaufgabe, die darin
besteht, sich selbst zu einem Wandel in Liebe zu erziehen, der Voraussetzung ist, eine
enge Bindung mit Mir einzugehen, der Meine Gegenwart im Menschenherzen erst
möglich macht. Denn der Zusammenschluß mit Mir ist erstes und letztes Ziel des Menschen, das er auf Erden erreichen soll und auch kann, wenn er nur bemüht ist, in der
Liebe zu leben, und sein Wesen also anzugleichen sucht an Mein Urwesen, das in sich
Liebe ist ....
Amen
B.D. 7121
empfangen am 15.5.1958
Isolierung von Gott
- Neubannung ....
Daß ihr Menschen keine Bindung mehr suchet mit dem geistigen Reich, macht sich
stets mehr bemerkbar, und also isoliert ihr euch vollständig von Dem, mit Dem ihr
euch zusammenschließen sollt während eures Erdenlebens. Und diese Isolierung
bedeutet nicht nur eine zeitweilige Gottferne, sondern sie bestimmt wieder ewig lange
euren Zustand, denn diese Isolierung trägt euch die Neubannung ein wieder in der
festen Materie und somit den endlos langen Entwicklungsgang durch alle Schöpfungen
der Erde. Während des Erdenlebens könnte so leicht der Zusammenschluß mit Gott
hergestellt werden, weil Er euch immer wieder in den Weg tritt, weil Er Sich euch offenbart in mancherlei Weise. Ihr aber weichet Ihm aus, ihr wendet euch ab, wenn ihr aufgefordert werdet, eure Blicke zum geistigen Reich zu lenken, zu Dem, Der euch das
Leben gab, Der als euer Vater von Ewigkeit erkannt werden will ....
Ihr wendet eure
Blicke der Welt zu, und alles Geistige bewertet ihr nicht. Und in diesem geistigen Tiefstand befindet ihr Menschen euch ....
Hinweise auf das Ende und Ermahnungen zur
Änderung eures Lebenswandels beachtet ihr nicht, weil die Welt euch fesselt; an den
göttlichen Erlöser Jesus Christus glaubet ihr nicht, und ihr rufet Ihn daher auch nicht
an, daß Er euch helfen möge, eure Erdenaufgabe recht zu erfüllen ....
Ihr lasset euch
auch nicht von Gott Selbst ansprechen, indem ihr Sein Wort zu hören begehret. Und
wird es euch dennoch nahegebracht, so verhallt es an euren Ohren, und eure Seelen ziehen keinen Segen daraus. Aber die Welt schenkt euch, was ihr begehret von ihr, und
darum bleibt ihr auch der Welt treu zu eurem Schaden, denn die Welt wird euch in den
Abgrund reißen, weil sie das Bereich dessen ist, der euch nicht freigeben, sondern euch
verderben will. Dennoch werdet ihr angesprochen von Gott bis zum Ende, und jederzeit wird es dem einzelnen möglich sein, sich Ihm zuzuwenden, wenn er nur den ernsten Willen hat, das Erdenleben nicht vergeblich gelebt zu haben. Und er wird immer
wieder zur Besinnung seiner selbst kommen können, weswegen auch noch vieles
geschehen wird, was die Menschen aus ihrer Ruhe bringt, es wird noch so mancher in
einer Form durch das Schicksal angesprochen werden, die ihn bedenklich macht, und
es wird Gott auch jedem offensichtlich nahetreten und ihn anreden durch Not und
Krankheit, durch Unglück und Sorgen ....
Denn Er gibt keine Seele auf und sucht sie
noch zu erretten vor dem Ende. Aber das Ende ist auch unwiderruflich festgelegt, und
bis zu jenem Tag also ist gleichsam noch eine Gnadenfrist für jene, die den Weg zu Gott
noch nicht gefunden haben. Und in dieser Gnadenfrist könnten noch viele Menschen
Ihn finden, denn die Vergänglichkeit der Welt und ihrer Güter wird ihnen so offensichtlich gezeigt werden, daß sie wahrlich zu anderem Denken gelangen und auch ihre
Lebensführung wandeln und die Blicke dem unvergänglichen Reich und dessen Gütern
zuwenden könnten, denn gewaltige Zerstörungen werden in dieser Zeit noch vor sich
gehen, von denen sich die Menschen nichts träumen ließen. Aber der Geisteszustand
der Menschen in dieser Zeit duldet keine Rücksichtnahme mehr, und da die Liebe
Gottes jedes Mittel anwendet, das noch Hilfe verspricht, wird Er auch solche Mittel
nicht unversucht lassen, die des Menschen Denken erschüttern können, wenngleich der
Wille eines jeden einzelnen frei bleibt und daher auch solche Geschehen wirkungslos
an den Menschen vorübergehen können. Aber jeder Mensch bereitet sich selbst das
Los, dem seine Seele entgegengeht ....
Seligkeit oder erneute Bannung wieder auf endlos lange Zeiten ....
Amen
B.D. 7122
empfangen am 16.5.1958
Gottes Hilfsmittel,
Sich den Willen der Menschen zuzuwenden ....
Einen hohen geistigen Fortschritt könntet ihr Menschen erzielen im Erdenleben,
denn euch werden wahrlich alle Möglichkeiten erschlossen, die Arbeit an euren Seelen
auszuführen, ihr werdet durch Kämpfe hindurchgeführt, die ihr siegreich bestehen
könnet; es werden euch alle Hilfsmittel zugeleitet, ihr werdet beraten und geführt ....
Ihr
brauchtet nur zu wollen, daß ihr euren Erdenlebenszweck erfüllet nach Gottes Willen ....
Und alles ergibt sich für euch wie von selbst. Ihr könntet eine hohe Geistesstufe
erklimmen und am Ende eures Lebens beglückt euch Dem in die Arme geben, Der euch
über die Erde geführt hat ....
Doch ihr müßtet zuvor um euren Erdenlebenszweck wissen, ihr müßtet glauben, was euch darüber gesagt wird. Und dieser Glaube fehlt euch
Menschen zumeist. Darum geht ihr den Erdenweg in Gleichgültigkeit dahin und versäumet alle Gelegenheiten, die euch vorwärtsbringen könnten. Aber ihr könnt nicht
zwangsmäßig zu einem rechten Lebenswandel angehalten werden, ihr müsset eure Willensfreiheit behalten, und ob sie gleich euch wieder zur Tiefe sinken läßt ....
Ihr müsset
in aller Freiheit den Weg gehen nach oben. Und darum ist in der Endzeit ein so
erschreckender Geisteszustand unter der Menschheit zu verzeichnen, und es kann
nichts weiter geschehen, als daß den Menschen immer wieder gepredigt wird, ihres
Lebens nach dem Tode zu gedenken, daß sie immer wieder hingewiesen werden auf
ihren mangelhaften Seelenzustand und ihnen angeraten wird, das Wort Gottes anzuhören und sich nach dem ihnen darin verkündeten Willen Gottes zu richten. Doch
auch nun ist es ihnen überlassen, die Worte der Boten Gottes anzuhören und danach zu
handeln oder nicht ....
Die Menschen können nicht gezwungen werden zu anderem
Denken, und sie werden auch nicht gezwungen, aber doch in jeder Weise noch beeinflußt oder aufgerüttelt aus ihrem Schlafzustand ....
Und darum dürfen euch, die ihr
erweckten Geistes seid, auch nicht die vielen Widerwärtigkeiten des Lebens verwundern, unter denen ihr und alle Menschen zu leiden habt ....
Was es auch sei, es gehört mit
zu den Mitteln, die Gott anwendet, um die Menschen zur Besinnung zu bringen, und
verständlicherweise werden auch die Menschen davon betroffen, die sich bemühen, im
Willen Gottes zu leben ....
Aber sie können sich durch ihre Erkenntnisse ergeben und
geduldig dazu einstellen, und auch sie werden noch einen Nutzen daraus ziehen für
ihre Aufwärtsentwicklung. Es soll gleichsam dem nur irdisch ausgerichteten Menschen
immer wieder zum Bewußtsein kommen, daß er sich nicht selbst sein Leben so gestalten kann, wie er es will ....
Er soll auch oft Einschränkungen seines Lebensgenusses
erfahren, und er soll erkennen, daß er nicht Herr über sich selbst ist, sondern ein anderer sein Schicksal in der Hand hält, Dem er sich nun unterwerfen soll. Es sind alles nur
Mittel, sich dem Willen Gottes zu unterordnen, die auch sofort an Schmerzlichkeit verlieren, wenn der Mensch sich freiwillig unter Gottes Willen beugt. Es ist das Erdenleben
wahrlich eine Willenserprobung, und solange sich der Wille des Menschen noch nicht
entschieden hat für Gott, so lange auch werden die Wesen des Lichtes und die Wesen der
Finsternis kämpfen um diesen Willen. Und es steht der Mensch inmitten dieses Kampfes, und er selbst muß den Ausschlag geben durch seinen Willensentscheid. Aber ein
geistiger Erfolg ist immer erst die Folge der Willensrichtung zu Gott ....
Und solange die
Menschen nicht die Bedeutsamkeit ihres Erdendaseins erkennen im Hinblick auf die
geistige Entwicklung, so lange ist der Erdenwandel vergeblich, und so lange wird Gott
auch schicksalsmäßig auf den Menschen einzuwirken suchen, weil Seine Liebe Ihn veranlaßt, alle Hilfsmittel anzuwenden, die des Menschen Denken wandeln und Ihm
Selbst zuwenden können. Und je näher es dem Ende ist, desto stärker wird dieses Sein
Wirken hervortreten, denn die Gefahr des Abfalls zur Tiefe nimmt zu, kann aber nicht zwangsmäßig aufgehalten werden. Aber wiederum ist es jedem Menschen möglich,
eine Macht zu erkennen, Die stärker ist als er selbst ....
Und jeder Mensch könnte sich
dieser Macht unterwerfen aus eigenem Antrieb ....
Und hat er dies einmal getan, dann
stehen ihm wahrlich unerschöpfliche Gnaden zur Verfügung, so daß er noch in der kurzen Zeit bis zum Ende einen weiten Vorsprung gewinnen kann, weil die Liebe Gottes
immer hilft und ihm den Weg nun auch öffnet zur Höhe ....
Amen
B.D. 7123
empfangen am 17.5.1958
Verstärktes Wirken des Gegners in der Endzeit ....
Jederzeit bin Ich bereit, euren Schutz zu übernehmen, wenn ihr Mich darum angeht.
Ich weiß es, daß ihr immer wieder Bedrängungen ausgesetzt seid und oft in Schwäche
keinen Widerstand zu leisten vermögt. Aber Ich kann sie auch nicht von euch abwenden, bevor ihr Mich um Hilfe angeht, weil auch Mein Gegner das Recht hat, auf euch seinen Einfluß auszuüben. Und so liegt es immer auch (an, d. Hg.) euch selbst, ob euch Hilfe
wird oder Mein Gegner Macht über euch gewinnt. Er ist mit allen Kräften bemüht, euch
zum Fall zu bringen, denn er sieht es, wenn ihm eine Seele verlorenzugehen droht. Und
dann wendet er alle Mittel an, euch zurückzugewinnen. Und das bedeutet dann immer
für euch Stunden oder Tage innerer Kämpfe und seelischer Not. Doch rufet ihr Mich
an, dann muß er weichen von euch ....
Das vergesset nicht, daß ihr ein ganz sicher-wirkendes Mittel habt, ihn von euch abzudrängen, wenn ihr nur Meinen Namen aussprechet, in Andacht, wenn ihr euch Mir in Jesus zu eigen gebt, daß Ich nun euch Schutz sein
möge gegen ihn. Er ist und bleibt Mein Gegner, aber er weiß auch, daß er gegen Mich
machtlos ist, daß Ich nur ihm Freiheit lasse, wenn ihr selbst ihm nicht wehret, weil es
dann sein gutes Recht ist, an euch seine Verführungskünste auszuüben, denn einstens
seid ihr ihm freiwillig gefolgt, und bevor ihr nicht ihm freiwillig zu entfliehen suchet,
kann Ich ihm nicht sein Recht entwinden. Aber auch Meine Gnaden und Liebe dürfet
ihr jederzeit anfordern, ihr seid nicht schutzlos ihm ausgeliefert, wenn ihr nur Meiner
gedenket und ihm Widerstand leisten wollet. In der letzten Zeit vor dem Ende nun ist
sein Wüten besonders zu spüren, denn überall wird er unter den Menschen Verwirrung
stiften, Unfrieden und Streit entfachen, er wird jeden einzelnen dort anfassen, wo er
empfindsam ist ....
Und er wird sich derer bedienen, die ihm treue Anhänger sind. Und
es wird sich das auswirken in der Weise, daß die Menschen einander anfeinden, daß
jeder nur seine Vorteile anstrebt und sich nicht scheut, den Nächsten zu betrügen, es
wird jeder einzelne zu kämpfen haben mit Widerwärtigkeiten des täglichen Lebens,
hinter denen immer Mein Gegner steckt, der den Menschen die innere Ruhe rauben
will, um sie für seinen Einfluß empfänglich zu machen. Er versteht wahrlich sein Hand-werk in der Endzeit, aber dennoch brauchet ihr Menschen nicht mutlos zu werden,
denn ihr könnet euch seinem Einfluß entziehen, wenn ihr nur den Willen aufbringt, zu
Mir zu rufen um Hilfe in jeder leiblichen und seelischen Not. Dann werdet ihr keine
Niederlage zu fürchten brauchen, dann werdet ihr stark genug sein, ihm Widerstand zu
leisten, weil Ich euch mit Kraft versehe und euch selbst helfe, über ihn Sieger zu werden.
Kampflos aber wird kein Mensch durch das Erdenleben gehen können, denn ihr geht
zu diesem Zweck euren Erdenweg, um in der Tiefe zur Höhe zu gelangen, und jeder
Aufstieg erfordert Kraft und Überwindung ....
Aber es kann euch der Aufstieg leichtfallen, wenn ihr euch Meinem Schutz und Meiner Hilfe anvertraut, wenn ihr ständig Kraft
von Mir anfordert und bezieht, die euch nun auch alle Hindernisse leicht überwinden
lässet und euch stets näher führt zum Ziel ....
Denn wer zu Mir verlangt, der wird auch
sicher mit Mir sich verbinden, und dann ist auch das Ziel erreicht, zwecks dessen er auf
Erden wandelt ....
Amen
B.D. 7124
empfangen am 18.u.19.5.1958
Kraftzuwendung aus Gott
unbedingt nötig, um Trennung aufzuheben ....
Euch wird die Kraft aus Gott unmittelbar zugeleitet, und ihr dürfet euch von
ihr durchströmen lassen zu jeder Zeit und sooft ihr sie begehrt ....
Ihr brauchet
nur bereit zu sein zum Empfang, d.h., euch zu öffnen, euch Gott hinzugeben und
Ihm alles Weitere zu überlassen. Dann seid ihr Ihm auch taugliche Gefäße, in
die Er Sich Selbst, Seinen Geist, Seine Kraft einstrahlen lassen kann, und dann
seid ihr auch mit Ihm verbunden, so daß Er fortgesetzt auch in und an euch wirken
kann. Diese Krafteinstrahlung ist von größter Bedeutung für eure geistige Entwicklung,
die einzigster Zweck eures Erdenlebens ist, denn die Seele nimmt fortgesetzt
die ihr bisher mangelnde Kraft entgegen, sich umzuformen zu ihrem einstmaligen
Zustand der Vollkommenheit ....
Ohne Kraftzufuhr ist sie nicht dazu fähig. Da
aber sowohl die Kraftzufuhr wie auch die Tätigkeit der Seelen rein geistige
Vorgänge sind, wird gerade dieser bedeutsamste Akt des Kraftempfanges aus Gott
nicht ausgeführt; es richten sich selten nur Menschen so her, daß die Kraft
aus Gott in sie einstrahlen kann ....
Und doch ist jeder Mensch dazu fähig. Schon
der Wunsch, Ihn hören zu wollen und darum das „Wort Gottes“ entgegenzunehmen,
ist ein solches Öffnen des Herzens, der ein Einstrahlen der Kraft Gottes ermöglicht.
Und es wird die Kraft nun auch wirken im Menschen, sie wird ihn von innen heraus
drängen zur Arbeit an seiner Seele, d.h. zum Wirken in Liebe, denn die Umwandlung
des Wesens zur Liebe ist die eigentliche Seelenarbeit, die der Mensch leisten
soll während des Erdenlebens. Aber bevor nicht die Kraft aus Gott dem Menschen
zugeführt werden kann, wird seine Seele in Untätigkeit verharren, denn ihr Geisteszustand
ist zu Beginn der Verkörperung als Mensch noch ein Zustand der Schwäche und
Blindheit, der erst eine Änderung erfährt, wenn die Kraft aus Gott die Seele
berührt. Diese Kraft aber steht euch Menschen ständig zur Verfügung, Gott Selbst
enthält sie euch nicht vor, Er schränkt sie auch nicht ein, doch Er kann nicht
wider euren Willen sie euch zuführen, ihr selbst müsset sie begehren und anfordern,
um dann aber auch bedacht zu werden ohne Einschränkung.Würdet ihr Menschen euch
diese Vergünstigung zunutze machen, würdet ihr sooft als möglich euch jenem
Kraftzustrom aufschließen, ihr würdet wahrlich bald befreit sein von jeglichem
Schwächegefühl und auch körperlich eine Stärkung erfahren, weil die Seele nun
auch günstig auf den Körper einwirken wird, die im Vollbewußtsein von Kraft
diese nun anwendet zum Wirken in Liebe und also immer neue Kraftzufuhr dadurch
ermöglicht .... (19.5.1958) Die Kraftzufuhr setzt also einen Empfangswillen, ein
bewußtes Kontakt-Herstellen mit Gott, dem Kraftquell von Ewigkeit, voraus. Und
darum kann kein Mensch erwarten, daß ihm willkürlich diese Kraft zugeleitet
wird, daß er nicht anders kann, als Werke der Liebe zu verrichten, und dadurch
zu Kraft gelangt ....
Er kann wohl zwangsweise zu einem bestimmten Handeln veranlaßt
werden, aber diesem Handeln würde dann die Liebe fehlen, weil die Liebe im freien
Willen entzündet werden muß. Ist sie aber einmal im Herzen des Menschen entflammet,
dann richtet sich dessen Blick auch zu Gott, dann will er die Bindung mit Ihm,
und dann öffnet er sich auch dem Kraftzustrom aus Gott bewußt ....
Er spürt dann
in sich das Verlangen, sich Gott hinzugeben, seine Gedanken werden immer wieder
zu Ihm sich kehren, er hat nur den einen Wunsch, mit Ihm verbunden zu sein ....
Es ist die Seele, die dem Drängen des Geistes in ihr nachgibt und gleichfalls
dem Vatergeist von Ewigkeit zudrängt. Dann aber ist auch die Trennung aufgehoben,
die das Wesen einst willensmäßig hergestellt hatte, die aber ohne Kraftzufuhr
von Gott nicht aufzuheben ist. Es braucht also nur der Mensch sich wieder
zuwenden zu Gott, wie er einst sich abwandte von Ihm ....
Und diesen
Willen kann jeder Mensch aufbringen .... genau so gut, wie er den Willen
zur Welt richtet und auch dazu nicht gezwungen wird, eben weil der Geistesfunke
im Menschen, der anfangs als Stimme des Gewissens nur ganz leise auf ihn einwirkt,
in jedem Menschen ist .... und weil auch jedem Menschen der Wille Gottes unterbreitet
wird, er selbst sich also frei dazu einstellen kann. Entsprechend seinem Willen
nun werden ihm auch die Gnaden angetragen, es wird sein Lebenslauf gleichfalls
Anlaß genug geben, sich seinem Gott und Schöpfer zuzuwenden, er wird über Jesus
Christus und Sein Erlösungswerk erfahren und Ihn um Stärkung des Willen angehen
können ....
Er hat die Möglichkeit, Gott zu erkennen, und es liegt allein an ihm
selbst, ob er den Kontakt mit Ihm herstellt oder nicht ....
Doch erst dieser bewußte
Kontakt sichert ihm die Zuleitung von Kraft, die er benötigt, um den Rückweg
anzutreten zum Vaterhaus .... erst dieser bewußte Kontakt mit Ihm ist der Willensentscheid,
zwecks dessen er auf Erden lebt ....
Amen
B.D. 7125
empfangen am 20.5.1958
Pflichterfüllung genügt nicht ....
Ihr dürfet nicht glauben, gerechtfertigt zu sein vor Mir, wenn ihr euer irdisches
Leben nur mit irdischen Pflichten ausfüllet, denen ihr zwar gewissenhaft nachzukommen bestrebt seid, deren Erfüllung eurer Seele aber keinerlei Segen einträgt. Denn alles,
was ihr irdisch tut, hat eine gewisse Selbstliebe zur Begründung, wenn es freiwillig
getan wird .... oder auch es werden Anforderungen an euch gestellt, denen ihr wieder
aus egoistischen Gründen nachkommet, wenn ihr nicht dazu gezwungen werdet ....
Alle
diese „Pflichterfüllungen“ dürfen nicht verwechselt werden mit rechter, uneigennütziger Nächstenliebe, die nichts für sich selbst will, sondern immer nur helfen und beglükken möchte. Pflichterfüllung ist ein gewisser Selbsterhaltungstrieb, ganz gleich, ob der
Mensch selbst oder seine nächsten Angehörigen den Nutzen daraus ziehen. Es wird
aber immer nur ein irdischer Nutzen sein, die Seele wird wenig oder nichts davon profitieren .... es sei denn, auch Pflichtwerke werden in selbstloser Liebe ausgeführt, daß
also der Mensch wohl beruflich gewisse Pflichten zu erfüllen hat, denen er in uneigennütziger Liebe nachkommt. Es können die Menschen leicht in eine Art Selbstgefälligkeit geraten, wenn sie glauben, getreu ihre Pflichten erfüllt zu haben; aber sie kommen
in ihrer geistigen Entwicklung keinen Schritt weiter, wollen auch zumeist davon nichts
wissen, daß ihr Erdenlebenszweck ein anderer ist, als nur ein geregeltes Erdenleben sich
zu schaffen .... wenngleich nach außen hin die Lebensweise des Menschen in Ordnung
erscheint. Wenn ihr nur einmal euch bedenken möchtet, daß ihr schon mit dem nächsten Tage aller eurer Pflichten ledig sein könnt, daß ihr dann aber gewertet werdet nach
eurer seelischen Reife .... nicht danach, wie ihr euch euer irdisches Leben gestaltet habt.
Wenn ihr bedenken möchtet, daß jegliche Pflichterfüllung auch von anderen Menschen
geleistet werden kann, daß aber die Arbeit an der Seele jeder Mensch für sich selbst leisten muß, und zwar während seiner Erdenlebenszeit ....
Von dieser Arbeit kann er nicht
entbunden werden. Also muß er nebst der Pflichterfüllung sich in uneigennütziger Liebetätigkeit üben, er muß frei aus sich heraus mehr tun, und immer muß ihn die Liebe
dazu antreiben, dann erst nutzet er das Erdenleben recht aus, dann entspricht es Meinem Willen, er wandelt sich selbst .... d.h. sein Wesen .... wieder um in sein Urwesen. Er
ist also keineswegs ein Blindgänger in dieser Welt, denn seine Seele wird fortschreiten
in ihrer Entwicklung. Dann nützet er erst die Lebenskraft recht aus, die ihm während
des Erdenlebens zur Verfügung steht, die er aber mit dem Moment des Todes dahingeben muß und er völlig kraftlos hinübergeht in das jenseitige Reich, wenn er sich nicht
zuvor geistige Kraft erworben hat eben durch ein Liebewirken auf Erden. Solange er
noch im Besitz von Lebenskraft ist, schätzt er diese nicht richtig, aber in völlig totem
Zustand in das jenseitige Reich eingehen zu müssen, wird ihm erst zu Bewußtsein bringen, was er sich verscherzt hat und wie armselig er nun ist im Vergleich zum Erdenleben, wo er schaffen und wirken konnte mit seiner Lebenskraft. Und darum soll er seine
Lebenskraft vorwiegend anwenden zum Wirken in Liebe, weil er sich nur dadurch
seine Kraft vermehrt und er sich unvergängliche Güter erwerben kann .... während alle
irdischen Güter vergänglich sind und der Mensch selbst nicht einmal die Zeitdauer
bestimmen kann, in der er sich dieser erfreuen darf. Schon der nächste Tag kann ihm
alles nehmen .... doch niemals braucht sich solche Gedanken und Sorgen zu machen
der Mensch, der seine Lebenskraft nützet zum Wirken in Liebe ....
Er kann jeden Tag
sein irdisches Leben hingeben, er wird dennoch reich gesegnet und kraftvoll das eigentliche Leben beginnen im geistigen Reich, er wird nichts verloren haben, sondern nur
einen hohen Gewinn erzielen ....
Darum soll niemals ein Mensch sich seiner Pflichterfüllung rühmen, denn sie kann auch Beweis sein einer falsch gerichteten Liebe, sie
kann den Menschen auch in falsches Denken leiten, so daß er mit sich selbst zufrieden ist und ein Weiteres zu tun nicht mehr für nötig hält. Ich verlange mehr von euch, wollet ihr einmal zum Leben eingehen, das ihr nicht mehr verlieren könnt ....
Ihr müsset
euch unwiderruflich zur Liebe wandeln, und daher muß euer Leben auf Erden ein uneigennütziges Liebewirken bekunden, dann erst wandelt ihr in Meinem Willen, und dann
erst erwerbet ihr euch Güter, die unvergänglich sind ....
Amen
B.D. 7126
empfangen am 21.5.1958
Das Wissen um den seligen wie auch unseligen Zustand ....
Ihr könnet nicht die Seligkeiten ermessen im Reiche des Lichtes, wie ihr euch auch
keine Vorstellung machen könnet von den Qualen, welche die Seelen im Reiche der Finsternis erdulden müssen. Doch immer wieder werdet ihr durch Mein Wort von beidem
in Kenntnis gesetzt; ihr seid also nicht ganz ohne Wissen. Ob ihr jedoch glaubet, das
steht euch frei, ist aber bestimmend für euer eigenes Los, wenn eure Seele den Leib verläßt und hinübergeht in das jenseitige Reich. Denn sowie ihr glaubt, was euch durch
Mein Wort immer wieder gesagt wird, werdet ihr auch entsprechend euren Erdenwandel führen, denn kein gläubiger Mensch lebt verantwortungslos in den Tag hinein, ein
jeder wird sich bemühen, nach Meinem Willen zu leben, wenngleich seine Willensschwäche ihn oft zum Fall bringen kann ....
Doch wiederum soll nicht allein die Furcht
vor der Finsternis oder die Erwartung der Seligkeiten im Lichtreich ihn zu seinem
Lebenswandel veranlassen, denn dies allein würde seinen Seelenzustand nicht sehr
günstig beeinflussen, aber der gläubige Mensch denkt nach, und es treibt ihn von innen
heraus an zu einem Gott-gefälligen Leben, während berechnend nur der Mensch ist,
der einen sogenannten Formglauben sein eigen nennt, der wohl Kenntnis hat durch
Mein Wort, der aber gleichsam alles nur durch einen Druck von außen, durch Gebote
oder Bestimmungen, ausführt und der um des verheißenen Lohnes oder der zu fürchtenden Strafen willen jenen Geboten nachkommt. Ein rechter Glaube aber stellt auch
die Verbindung her mit Dem, an Den der Mensch glaubt. Und dann fühlt er auch in sich
die Verantwortung Mir gegenüber, und er ist bemüht, Meinem Willen gemäß zu leben
auf Erden .... weil er Mich Selbst nicht betrüben will, weil er auch fühlt, daß Ich ihn liebe
und er sich dieser Liebe würdig erweisen möchte ....
Doch das Wissen um den sowohl
seligen als auch unseligen Zustand, den eine Seele zu erwarten hat nach dem Leibestode, soll das Verantwortungsbewußtsein im Menschen heben; er soll wissen, daß er
nicht zwecklos sein Erdendasein lebt, er soll nicht sagen können, daß ihm keine Hinweise gegeben worden seien über die Auswirkung eines rechten oder verkehrten
Lebenswandels. Und es soll ihm auch gleichzeitig der Zweck dessen vorgestellt werden,
der eben in dem Zustand besteht, den die Seele erreichen kann. Und darum muß er
auch wissen, wie jener Zustand beschaffen sein kann. Aber Beweise dafür können euch
nicht erbracht werden, doch einem Ernst-Strebenden werden auch immer wieder
Beweise aus dem Jenseits zugehen, die ihn dann nicht mehr zum Glauben zwingen, weil
nur ein gläubiger Mensch sie wird erfahren dürfen oder sie jenen Schwachgläubigen als
Gnadenbeweis dienen sollen, die eine kleine Stärkung ihres schwachen Glaubens benötigen, aber von sich aus willig sind, Meinem Willen gemäß zu leben auf Erden. Doch
wer achtsam ist, der wird auch Dinge erleben und sehen, die er als Beweis gelten lassen
kann, doch zum Glauben zwingen dürfen keine Bekundungen aus dem Jenseits, und
darum werden immer nur einzelne über Erlebnisse zu berichten wissen, die in das jenseitige Leben hineinragen. Und diesen einzelnen wird wieder nur Glauben geschenkt
werden von ebenfalls geistig-strebenden Menschen, während die Ungläubigen sie verspotten und als Lügner oder Phantasten hinstellen werden und sie darum auch keinen
Nutzen ziehen für sich selbst. Aber es offenbart sich auch die jenseitige Welt, sowohl das
Lichtreich als das Reich der Finsternis .... doch niemals so, daß die Menschheit gezwungen ist zum Glauben .... weshalb auch Erscheinungen jeglicher Art immer abgestritten
werden können oder auch jeder einzelne machen kann daraus, was er will ....
Und wieder wird der Lebenswandel des einzelnen, wenn er in Liebe geführt wird, auch bestimmend sein für rechte Erkenntnis, es wird der liebende Mensch gestärkt werden zu
immer eifrigerem Streben, wozu ihm auch die Lichtwelt helfen wird, und für ihn wird
es keine Zweifel mehr geben über ein Fortleben nach dem Tode, das entsprechend ist
seinem auf Erden geführten Lebenswandel ....
Und er wird suchen das höchste Ziel zu
erreichen, denn er wird in ständiger Bindung bleiben mit Mir ....
Amen
B.D. 7127
empfangen am 22.5.1958
Warum ist uns die Rückerinnerung genommen ....
Würdet ihr Menschen euer Erdenleben betrachten als letzten Abschnitt eines end-lose Zeiten-währenden Entwicklungsganges, so würdet ihr auch mit großem Eifer diese
letzte kurze Strecke zurücklegen und keine Mühe scheuen, um eure Aufwärtsentwicklung in dieser kurzen Erdenlebenszeit zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen.
Aber da euch die Rückerinnerung fehlt, da ihr nur mit Bestimmtheit um diesen kurzen
Wandel auf Erden wisset, entwickelt ihr auch keinen besonderen Eifer, ihr seid vielmehr
gleichgültig dem vor euch Liegenden gegenüber; ihr macht euch wenig Gedanken, was
euch nach eurem Erdenleben erwartet. Doch ihr müsset ohne die Rückerinnerung
durch das Leben gehen, um nicht bestimmt zu werden zu eurem Wollen, Denken und
Handeln. Aber könntet ihr nur einen kleinen Rückblick tun, ihr würdet vor Entsetzen
nicht mehr zu leben fähig sein .... oder aber von größter Furcht getrieben alles tun, was
von euch verlangt wird, um nur jenem entsetzlichen Los zu entgehen und frei zu werden aus jeglicher materiellen Form. Ich also hätte wohl die Macht, euch zu einem
Lebenswandel zu veranlassen, der Meinem Willen entspricht, sowie Ich euch einen
Blick tun lassen würde. Aber Meine Liebe zu euch ist größer, und sie will euch ein unbeschränktes Glück bereiten, was aber einen Willenszwang ausschaltet ....
Denn um unbegrenzt selig sein zu können, müsset ihr in vollster Willensfreiheit so leben, wie es meinem Willen, d.h. der ewigen Ordnung, entspricht ....
Verstehet es, daß es ein Erbarmungswerk und ein Liebewerk von Mir ist, wenn Ich euch die Rückerinnerung genommen habe .... einesteils, um euch das Wissen um ein überwundenes Erdenleben zu
ersparen, andernteils, um euch eine Seligkeit zugänglich zu machen, die unbegrenzt
ist ....
Aber ohne Wissen lasse Ich euch nicht, wenn auch ein solches Wissen unbeweisbar ist. Ihr erfahret also von eurem zuvorigen Zustand, aber er belastet euch nicht ungewöhnlich, denn ihr habt ihn überwunden. Doch das Wissen könnte euch auch zu einem
vermehrten geistigen Streben antreiben, das dann aber immer in vollster Willensfreiheit vonstatten geht und darum euch auch größten Segen einträgt ....
Und so kann Ich
euch immer nur sagen: Lehnet nichts ab, sondern ziehet alles in Erwägung, was euch
über Zweck und Ziel eures Erdenlebens unterbreitet wird, und unterziehet auch ein solches Wissen eurer Betrachtung, das euch von eurer Vorverkörperung unterrichtet.
Bedenket es, und lebet euer Erdenleben immer so, daß ihr es vor euch selbst verantworten könnt und dann auch eine Verantwortung vor Mir nicht zu scheuen brauchet. Aber
glaubet, daß euer Erdendasein nicht zwecklos ist und daß der Zweck ein anderer ist als
nur die Erhaltung und Befriedigung eures Körpers, der vergänglich ist und dessen
Lebensdauer ihr selbst nicht bestimmen könnt. Und wenn ihr nicht bereit seid, andere
Kenntnisse entgegenzunehmen, wenn ihr „Unbeweisbares“ nicht annehmen wollet, so
haltet euch wenigstens an das „Wort Gottes“, denn sowie ihr dieses in gläubigem Ernst
anhöret, kann es auch ein kleines Licht in euch entzünden, und manches wird euch
dann verständlich werden und glaubwürdig erscheinen, was euch auch nicht bewiesen
werden kann. Suchet nur in einer Form die Bindung herzustellen mit dem geistigen
Reich, sei es in Gedanken oder durch euren Willen, den ihr dem Schöpfer zuwendet,
oder auch durch Werke der Liebe, die eine ganz sichere Bindung sind mit Mir Selbst ....
Und ihr werdet hinter Geheimnisse kommen, die sich selbst euch dann entschleiern,
um euch zu helfen, den letzten kurzen Gang eurer Entwicklung mit Erfolg zurückzulegen ....
Aber geht nicht ganz teilnahmslos dahin, lasset nicht nur eure körperlichen
Wünsche euer ganzes Denken beherrschen, denn Ich habe um euch vieles geschaffen,
was euch zum Nachdenken anregen könnte ....
Ihr seid von Wundern aller Art umgeben, die Werke sind Meiner Liebe und Meiner Macht und die euch auch Mich Selbst beweisen sollten ....
Und dann suchet auch die Bindung herzustellen mit Dem, Der Sich
euch in der Schöpfung offenbart ....
Dann werdet ihr auch bewahrt bleiben von dem
entsetzlichen Lose, selbst wieder durch jene Schöpfungen gehen zu müssen. Und ihr
werdet frei werden aus der Form und eingehen können in das selige Reich der Geister,
wo ihr leben werdet in Freiheit und Licht, in Seligkeit ....
Amen
B.D. 7128
empfangen am 23.5.1958
Rechte Gefäße des Geistes genießen Gottes Schutz ....
Euch wird viel Aufklärung geschenkt, euer Wissen erweitert sich, und es ist euch
möglich, die Zusammenhänge zu erfassen, wie ihr auch fähig seid, eure eigenen Kenntnisse verständlich an eure Mitmenschen weiterzugeben ....
Ihr seid also zu Gefäßen
geworden, die Weisheit in sich bergen, und ihr seid als Mensch für eine gewisse belehrende Tätigkeit ausgebildet, weil auch ein gewisser Zweck damit verbunden ist: als
Lichtträger inmitten der Finsternis eures Amtes zu walten, den Mitmenschen, die in der
Dunkelheit dahingehen, ein Licht zu bringen, das ihren Erdenlebensweg erleuchten
soll. Für diese Mission also habe Ich Mir Selbst taugliche Knechte erwählt, denn nicht
jeder Mensch kann eine solche Aufgabe erfüllen, die gewisse Voraussetzungen erfordert. Denn diese Mission ist dringend nötig, ist doch die Finsternis so dicht, die über
die Erde gebreitet liegt, daß ungewöhnliche Mittel angewendet werden müssen, um sie
zu durchbrechen. Und ein solches ungewöhnliches Mittel ist es, wenn Ich Selbst zu den
Menschen sprechen kann, was aber des niederen Geisteszustandes der Menschen
wegen nicht mehr direkt geschehen kann, sondern nur durch Mittler, die jene Ansprache möglich machen und dann wieder das Vernommene weiterleiten. Und ebendieses
Mittleramt ist es, wofür Ich Mir taugliche Menschen auf der Erde erwählte und immer
wieder erwählen werde bis zum Ende, um noch Licht zu schenken denen, die es annehmen wollen. Es ist ein ungewöhnliches Gnadengeschenk, das die Menschen in Empfang
nehmen dürfen, aber auch eine solche Gnadengabe wäre nicht zur Erde zu leiten, würden sich nicht auf Erden Menschen bereit erklären, sie zu empfangen und auch die
Bedingungen zu erfüllen, unter denen ein solcher Empfang möglich ist. Und diese
Bereitwilligkeit, die ohne jeglichen Zwang erfolgen muß, wird von Mir aus auch hoch
gewertet, denn es kann nun ein Mensch dazu beitragen, daß noch viele Seelen zu Mir
finden, daß Ich sie zurückgewinne noch vor dem Ende, daß sie also gerettet sind vor
dem ewigen Verderben. Und darum werde Ich auch den Willen und die Tätigkeit jenes
Menschen segnen und ihm Meinen Schutz gewähren geistig und irdisch ....
Denn Ich
brauche euch alle, die ihr bereit seid, Mir zu dienen. Ich brauche euch als Mittler, denn
ihr steht inmitten einer finsteren Welt, und alle Menschen sollen doch Verbindung
haben mit dem Lichtreich, das unentwegt in die Finsternis das Licht einstrahlen lassen
möchte, sich aber nur in taugliche Gefäße ergießen kann. Ist aber ein Licht anzuzünden
möglich, dann wird auch der Lichtträger schützend und betreuend umgeben, auf daß
sein Licht nicht verlösche und die Finsternis auf Erden erneut undurchdringlich
werde ....
Ihr Menschen könnet es nicht ermessen, wie um jede einzelne Seele auf Erden
gerungen wird von seiten der Lichtwesen, die in Meinem Auftrag tätig sind. Ihr könnt
es auch nicht ermessen, was schon die Rückgewinnung einer einzigen Seele für Mich
bedeutet und wie dankbar auch jede einzelne Seele ist für ihre Rettung aus der Nacht
des Todes. Ihr, Meine Diener, besitzet nun das rechte Mittel, ihr besitzet Licht in aller
Fülle, ihr seid von Mir Selbst für eure Mission auserwählt worden ....
Wie könnet ihr
zweifeln, daß ihr Mir unentbehrlich sein könntet? Steht Mir nicht alle Macht zu Gebote,
wenn es gilt, euch tauglich zu erhalten für eure Aufgabe? Wo einmal dieses Licht hinstrahlt und also auch Meinem Willen entsprechend ausgewertet wird, dort kann und
wird auch Meine Macht sich äußern, auf daß Meine Diener auch ihre Mission erfüllen
können. Denn die Menschen brauchen Hilfe .... eine Hilfe, die sie nicht zum Glauben
zwingt, die aber dennoch ungewöhnlich ist, weil Ich Selbst sie leiste durch Meine Diener. Und Ich weiß es auch, wann eine Mission als für beendet anzusehen ist ....
Aber
keine Stunde früher wird sie beendet werden, denn es ist die Zeit des Endes, die ungewöhnliche Hilfe fordert, die allein nur Ich der Menschheit bringen kann und auch bringen werde, weil Ich alle Meine Geschöpfe liebe und ihnen verhelfen will zur Seligkeit ....
Amen
B.D. 7129
empfangen am 24.5.1958
Täglicher Anruf des Namens Jesus ....
Mit Mir und in Meinem Namen sollet ihr jeden Tag beginnen, jedes Werk in Angriff
nehmen und also eure täglichen Aufgaben erfüllen, und ihr werdet auch gewiß sein
können, daß ihr gesegnete Arbeit vollbringt, sei es irdische oder geistige Tätigkeit.
Sowie ihr aber allein wandelt, d.h., ohne Mich um Meinen Beistand gebeten zu haben,
werdet ihr viel vergebliche Arbeit verrichten, ihr werdet mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, oder sie wird euch nicht immer gelingen. Ein inniger Gedanke an Mich
schon sichert euch Meinen Beistand, und rufet ihr Mich bewußt an um Segen und
Unterstützung, dann wird sich auch alles von selbst so ergeben, wie es gut ist, und ihr
könnet in völliger Ruhe euer Tagewerk vollbringen. Ihr müsset immer wissen, daß ihr
bedrängt werdet von finsteren Kräften, die stets dann Zutritt zu euch haben, wenn ihr
es versäumtet, eine Schutzmauer um euch zu bilden, durch Anruf Meines Namens,
durch Bitten um Meinen Segen zu eurem Tun. Und haben sie einmal Zutritt zu euch
gefunden, dann ist es weit schwerer, sie wieder abzuwehren, als es anfänglich war, ihnen
Zutritt zu verwehren. Denn sie schwächen euren Willen, der dann nur unter Aufbietung
aller Kräfte aufholt, was versäumt wurde: Mich anzurufen um Hilfe. Der Kampf um
eure Seele wird ständig geführt, und oft wird euch der Sieg schwergemacht durch jene
finsteren Kräfte, aber es liegt dann oft an euch selbst, weil ihr unbeschränkt Kraft anfordern könnt und dies immer tun müsset durch inniges Gebet um Meine Führung, Meinen Schutz und Meinen Segen ....
Darum sollet ihr niemals euer Tagewerk beginnen
ohne Mich, ihr sollt im Herzen Meinen Namen anrufen, um Willensstärkung bitten und
euch Mir schrankenlos hingeben ....
Dann kann Ich euch auch schützen gegen den
Feind eurer Seelen, dann werden zahllose Lichtwesen um euch sein und jenem den
Zutritt verwehren, dann werdet ihr heiter und sorglos euer Tagewerk verrichten, im
Gefühl von Kraft und innerem Frieden. Und dann wird euch auch nichts zu erschüttern
vermögen, weil ihr wisset, daß Ich immer gegenwärtig bin und alles regle für euch. Die
innere Bindung mit Mir ist die beste Garantie für gutes Gelingen aller eurer Pläne, seien
es irdische oder geistige Angelegenheiten, immer kann Ich dann Selbst auf euch einwirken und eure Gedanken, eure Handlungen so lenken, wie es recht ist und euch dienlich.
Doch sowie ihr euch isoliert von Mir, sowie ihr die Bindung lockert, werden auch
andere Gedanken die Herrschaft auf euch gewinnen, die euch von Meinem Gegner
zugeleitet werden, die euch den inneren Frieden nehmen, die euch beunruhigen und
stets mehr dann schlechten Kräften Zugang gewähren, die nun das Werk innerer Zerrüttung und Disharmonie fortsetzen, so daß auch eure tägliche Arbeit keine gesegnete
ist und eure Seele sich in Gefahr befindet, von ihm gefesselt zu werden. Und wieder
könnet ihr euch aus solcher Gefahr nur befreien, wenn ihr Zuflucht nehmet zu Mir,
denn Ich bin jederzeit bereit, euch beizustehen in eurer geistigen Not. Aber ohne Mich
könnt ihr euch nicht von ihm und seinem Einfluß befreien, ohne Mich seid ihr zu
schwach und darum ihm ausgeliefert. Allen solchen Bedrängungen aber könnet ihr
entgehen, wenn ihr euch immer wieder Mir und Meinem Schutz übergebet, wenn ihr
Mich immer um Meinen Segen bittet, wenn ihr Mir euer körperliches und geistiges
Wohl anempfehlet und niemals versäumet, Meinen Namen anzurufen .... und euch
dadurch offen zu Mir in Jesus Christus bekennet ....
Dann richtet ihr eine Wand auf, die
Mein Gegner nicht wird zum Einsturz bringen können, denn Mich und Meinen Namen
flieht er, und also wird er auch von euch ablassen, wenn ihr nur gläubig Meinen Namen
aussprechet in jeder Not und Gefahr ....
Amen
B.D. 7130
empfangen am 25.5.1958
Verständnis für die Ausgießung des Geistes ....
Es ist das Wirken Meines Geistes für die meisten Menschen ein unverständlicher
Begriff geworden, und auch das ist ein Zeichen der tiefen geistigen Finsternis, die über
die Erde gebreitet ist. Die eigentliche Bedeutung der Ausgießung Meines Geistes verstehen sie nicht, und immer nur ist es die „Ausgießung des Geistes über Meine Jünger“
das, was sie darunter verstehen. Ein Geschehen, das allen Menschen angekündigt
wurde, das alle Menschen selbst erleben könnten, das begrenzen sie nur auf Meine
ersten Jünger ....
Und dadurch machen sie sich selbst untauglich dafür, daß Mein Geist
sich über sie ergießen kann. Es geht ihnen das Verständnis ab für diesen Vorgang, der
bei den ersten Jüngern nur das erste Mal in Erscheinung trat, aber von Mir zuvor angekündigt wurde mit den Worten:„Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit ....“ Und alle Worte, die Ich sprach, waren auch zu allen Menschen gerichtet; sie galten nicht nur Meinen Jüngern, sondern allen denen, die gleich Meinen Jüngern Mir
nachzufolgen bemüht sind, die Meine Gebote der Liebe erfüllen, ansonsten Ich nicht
hätte sagen können: „Wer Meine Gebote erfüllet, der ist es, der Mich liebet .... zu ihm
will Ich kommen und Mich ihm offenbaren ....“ Ich Selbst aber konnte Mich nur
ankündigen „im Geist“, weil Mein Erdenwandel als Mensch beendet war mit Meinem
Tod am Kreuz und Meine Auffahrt zum Himmel deutlichst den Abschluß Meiner Mission auf Erden bildete ....
Aber Ich hatte denen, die an Mich glaubten, Meinen Geist versprochen, Ich wollte „im Geist“ immer bei ihnen sein ....
Und diesen Ausspruch verstehen die meisten Menschen nicht, ansonsten ihnen auch das „Wirken Meines Geistes“
nicht unbekannt oder unwahrscheinlich wäre. Denn gerade dieses Wirken des Geistes
ist es, was überall Zweifel oder Ablehnung hervorruft, weil es einerseits nur selten möglich ist und andererseits nicht dort zum Vorschein kommet, wo die Menschen sich als
Nachfolger jener Jünger ausgeben .... die aber in Wahrheit nicht die rechten Nachfolger
sind, die auch nicht die Bedingungen erfüllen, die ein Wirken des Geistes nach sich ziehen. Denn auch diese angeblichen „Nachfolger“ oder „Vertreter Gottes“ sind in völliger
Unkenntnis über die Bedeutung der „Ausgießung des Geistes“ ....
Der Geist aus Mir ist
Mein Anteil, er sieht alles, weiß um alles und wird sonach Licht und Helligkeit verbreiten, Aufklärung geben über Dinge, die des Menschen Wissen ihm nicht enthüllt. Der
Geist aus Mir ist die Kraft, die auch den Menschen erfüllen kann, wenn Mein Geist ihn
durchströmt. Der Geist aus Mir also führt alles aus der Ordnung Getretene in die rechte
Ordnung, er ordnet auch das Denken des Menschen, er öffnet ihm die Augen, zu
schauen bisher Nie-Gesehenes .... er öffnet die Ohren, zu hören, was er nie zuvor vernahm. Und diese Ausgießung des Geistes habe Ich den Menschen verheißen, wenn sie
nur nach Meinem Willen leben, d.h. Meine Gebote der Liebe erfüllen ....
Ist nun aber
diese Ausgießung des Geistes an einem Menschen ersichtlich, daß er aus sich heraus
berichtet über Dinge, die der Menschheit verborgen sind, daß er klar und verständlich
Aufklärung geben kann über vieles, was den Menschen bisher unbegreiflich war, dann
erkennen die Mitmenschen es nicht, daß sich Mein Geist äußert, daß Meine Verheißung
sich erfüllt, sondern sie lehnen alles ab und bezeichnen jenen Menschen nur als Phantasten oder Lügner und geben damit sich selbst nur das Zeugnis, in völliger Unwissenheit und von Meinem Geist keineswegs erfüllt zu sein. Sie können auch nicht den
geringsten Grad von Geistwirken an sich verzeichnen, ansonsten ihr Denken insoweit
recht geleitet wäre, als daß sie ehrfurchtsvoll Meinem ungewöhnlichen Wirken gegenüberstehen würden und ernsthaft darüber nachdenken möchten. Und es ist gerade die
Ausgießung Meines Geistes Anlaß gewesen zu endlos vielen Verfolgungen und Anfeindungen derer, die als rechte Nachfolger Meiner ersten Jünger Mir zu Aufnahmegefäßen
wurden, in die Ich Meinen Geist ausgießen konnte ....
Es sind zahllose Verbrechen verübt worden von seiten derer, die für sich das Recht in Anspruch nahmen, von Meinem
Geist erleuchtet zu sein, und doch nicht das geringste Zeichen des Wirkens Meines Geistes an sich aufweisen konnten ....
Es ist jegliches Verständnis dafür geschwunden, und
nur wenige ermöglichten es, daß Ich Selbst Mich offenbaren konnte im Geist, daß
Meine Verheißung sich erfüllt, daß Ich Selbst zu den Meinen komme im Geist ....
Amen
B.D. 7131
empfangen am 26.5.1958
Der Mensch sollte sich
Kenntnis verschaffen über das geistige Reich ....
Ein weites Gebiet ist euch erschlossen worden, auf daß ihr vorerst selbst im Licht der
Wahrheit stehet, auf daß ihr selbst euch alles erklären könnet, um dann auch überzeugt
reden zu können, wenn ihr um Aufklärung angegangen werdet. Was ihr an Wissen
besitzet, übersteigt das irdische Wissen, und darum könnte der Mitmensch es leicht
ersehen, daß euch in ungewöhnlicher Weise ein solches Wissen zugegangen sein muß,
weil sonstige Voraussetzungen, wie Verstandesarbeit, ein Studium oder schulmäßige
Belehrungen, nicht aufzuweisen sind. Sie könnten daher auch leicht euch Glauben
schenken, weil jenes Wissen logische Zusammenhänge erkennen läßt, weil es manche
Lücke zu füllen imstande ist, die der Verstandesdenker noch nicht überbrücken konnte.
Es brauchten nur die Menschen euer Wissen einer Prüfung zu unterziehen, und es
würde ihnen dann nicht so leichtfallen, es gänzlich abzulehnen. Aber zumeist wird eine
solche Prüfung unterlassen, aber trotzdem abgelehnt. Es sind immer nur einzelne, die
sich von euch willig belehren lassen, diese aber ziehen größten Segen davon. Die
Gebiete nun, die euch erschlossen wurden, können nur auf geistigem Wege betreten
werden; der Menschen Denken aber ist rein irdisch ausgerichtet, und sie verlangen
nicht Aufschluß, sie stellen keine Fragen, weil ihr Denken allein von irdischen Problemen erfüllt ist. Und solange sie auf Erden wandeln, werden sie auch kaum ihre
Unkenntnis empfinden, es werden sie alle Fragen unberührt lassen, die ein Reich
betreffen, in dem sie noch nicht weilen. Aber auch sie werden einmal jenes Reich betreten und ohne jegliches Wissen sich nicht zurechtfinden können, und dann erst wird
ihnen ihr Manko bewußt, weil es ihnen an Licht gänzlich mangelt und sie sich in der
Finsternis unglücklich fühlen. Das bedenken die Menschen nicht, daß es doch kein
Ende gibt, daß sie nur den Aufenthalt wechseln, wenn das Erdenleben vorüber ist. Und
so, wie sich der Mensch auf Erden Kenntnis verschafft von ihm-noch-unbekannten
Gebieten, besonders wenn er diese zu bereisen gedenkt .... so auch sollte er sich Kenntnis verschaffen von dem Reich, das er mit Bestimmtheit einmal bewohnen wird, und er
sollte Sorge tragen, sich den Aufenthalt in einem schönen Gebiet zu erwerben. Darum
leite Ich also ein solches Wissen zur Erde, und es könnte jeder davon seinen Nutzen ziehen, es könnte jeder sich aufklären lassen und würde wahrlich auch wahrheitsgemäß
Aufklärung erhalten, denn das Wissen, das von oben kommt, das ungewöhnlich einem
Menschen zufließt durch den Geist, kann wahrlich auch den Anspruch machen auf
reine Wahrheit, denn es wird von „Gott Selbst“ euch zugeleitet ....
Und Ich Selbst, als die
Ewige Wahrheit, will Meinen Geschöpfen auf Erden dieses Wissen erschließen, um
ihnen den Weg leichtzumachen zur Höhe, in jenes Reich, das nicht von dieser Welt ist,
das sie aber alle einmal betreten müssen und das sehr verschieden gestaltet sein kann,
entsprechend der Fähigkeit, geistig zu schauen und zu hören ....
Und diese Fähigkeit
kann und soll entwickelt werden während des Erdendaseins. Und immer wieder werden euch Menschen dazu Anleitung geben, immer wieder werden euch Meine Diener
ein Wissen vermitteln, das sie von Mir Selbst empfangen haben, und ihr könnt also
euch selbst schon eine kleine Vorstellung schaffen und werdet dann nicht in Blindheit
jene Gebiete zu betreten brauchen, in denen ihr einmal eure Heimat finden werdet, die
ihr aber erst in hellem Geisteszustande als Heimat erkennet. Begnüget euch nicht mit
nur irdischem Wissen, sondern suchet euch geistiges Wissen anzueignen, und so ihr
solches empfanget, würdigt es, denn es ist gleich geistigem Reichtum, der unvergänglich ist und der euch einmal unvergleichlich beseligen wird ....
Amen
B.D. 7132
empfangen am 27.5.1958
Barmherzige Fürbitte ....
Fordert nicht von Mir Barmherzigkeit, die ihr die gleiche Barmherzigkeit eurem
Mitmenschen verweigert, der sich an euch vergangen hat. Denn es ist kein Mensch sündenlos, es ist jeder einzelne auf Meine Barmherzigkeit angewiesen, daß Ich sie ihm
erweise trotz seiner Sündhaftigkeit ....
Und so muß Ich überall Gnaden walten lassen,
wie ihr auch das gleiche tun sollet denen gegenüber, die eher Hilfe bedürfen als ein hartes Urteil, wenn sie genesen sollen an ihren Seelen. Immer wieder muß Ich es betonen,
daß ihr Menschen alle bedrängt werdet von Meinem Gegner ....
Zwar kann jeder einzelne sich dagegen wehren durch seinen Anruf zu Mir, Der Ich wohl auch über jenen
Gegner Macht habe und sie auch anwende, wenn ein Mensch Mich gläubig und vertrauend um Schutz und Hilfe bittet. Aber er tritt oft unter solcher Maske an die Menschen heran, daß sie ihn nicht zu erkennen vermögen und darum auch in seine Fang-netze geraten. Wohl ist auch dies eigenes Versagen, weil sie finsteren Geistes sind und
nichts tun, um in sich ein kleines Licht zu entzünden, und sie werden auch dieses Versagen einst bitter bereuen, denn sie nehmen die Finsternis mit hinüber in das geistige
Reich und hätten doch ebensogut im Erdenleben zum Licht gelangen können. Aber
Meine Gnade und Barmherzigkeit wird immer wieder ihnen Hilfestellung leisten,
sowohl auf Erden als auch im jenseitigen Reich, Ich werde sie nicht verdammen, sondern immer nur aus ihrem erbarmungswürdigen Zustand zu befreien suchen. Und dessen sollet ihr alle eingedenk sein, ihr sollt ebenso handeln, und es sollen die Schwächen
eurer Mitmenschen in euch ein heißes Erbarmen auslösen, ihr sollt bangen um deren
Seelen und ihnen helfen wollen, was euch auch möglich ist durch fürbittende Gedanken
oder Gebete, durch Zuwendung von Liebekraft, die jene Seelen wohltätig berühren
wird. Ihr müsset ringen mit Meinem Gegner um solche Seelen .... und ihr werdet stärker sein als er, sowie euch Liebe bewegt, der Seele helfen zu wollen. Und auf daß die
Liebe in euch aufflammt für solche unglücklichen Seelen, die der Gegner gefangenhält,
sollet ihr euch vorstellen, daß er sie lange nicht freigeben wird, ist sie erst einmal ihres
Körpers ledig geworden und in das finstere jenseitige Reich eingegangen, wo ihr jegliche Kraft fehlt zum Widerstand, wo sie völlig in seiner Gewalt ist. Auch dann noch kann
die Liebe eines Menschen ihm solche Seelen abringen, aber solange der Mensch noch
auf der Erde weilt, kann die Kraft der Fürbitte noch einen Wandel seines Denkens zur
Folge haben, und er kann selbst noch an sich arbeiten und zur Erkenntnis seiner
Schwächen und Fehler kommen. Und schon diese Erkenntnis kann ihn bewahren vor
dem Lose der Finsternis im jenseitigen Reich. Schenkt Erbarmen allen Irregeleiteten,
und suchet sie auf den rechten Weg zu leiten. Und gelingt euch dieses nicht, so betet für
sie, aber überlasset sie nicht dem Feind, der unsägliche Qualen bringt über jene Seelen,
vor denen ihr sie befreien könnt durch eure liebende Fürbitte. Ich höre jeden erbarmenden Ruf, und um eurer Liebe willen bin Ich auch zur Hilfe bereit. Bleibt aber eine
solche Seele sich selbst überlassen, so wird sie sich immer tiefer verstricken in die Fang-netze des Satans, ohne daß sie selbst es erkennt, weil sie völlig blind ist im Geist und
selbst nicht das Licht annimmt, das ihr leuchten könnte auf dem Erdenweg. Denn
gerade die Willensschwäche sucht der Gegner zu erhalten, und diese kann nur behoben
werden durch Kraftzufuhr, die eine liebende Fürbitte immer der Seele zuwenden
wird ....
Unterschätzet nicht die Kraft der Fürbitte ....
Was einem guten Redner nicht
gelingt, kann die liebende Fürbitte zuwege bringen ....
Und darum lege ich euch allen
diese in der Finsternis wandelnden Seelen ans Herz, daß ihr sie einschließet in euer
Gebet, daß ihr ihnen Barmherzigkeit entgegenbringen möget, denn sie sind arm und
elend und können nur durch liebendes Gedenken Kraftzuwendung erfahren. Sehet
immer den Gegner als den größten Feind an, und helfet jenen, von ihm frei zu werden,
und ihr habt wahrlich ein Liebewerk vollbracht, das euch jene Seelen ewig danken werden ....
Amen
B.D. 7133
empfangen am 28.5.1958
Rückwandlungsprozeß erfordert Ewigkeiten ....
Undenkliche Zeiten schon sind vergangen seit dem einstigen Abfall der Geister von
Mir, und undenkliche Zeiten also befindet sich dieses Geistige in einem unglückseligen
Zustand. Denn seit seiner Verhärtung, d.h. seiner endlosen Entfernung von Mir, wird es
nicht mehr von Meiner Liebekraft berührt, die für das Geistige Leben und Seligkeit
bedeutete. Der Zustand des Todes ist unvorstellbar qualvoll, weil des Geistigen Urzu-stand Freiheit in Licht und Kraft war und sich nun sein Zustand in das Gegenteil
gewandelt hat. Wie lange nun schon die Rückwandlung vor sich geht, ist euch Menschen unbegreiflich, da auch ihr noch in einem Zustand der Unvollkommenheit seid,
der nur Begrenztes faßt .... doch hier von Ewigkeiten gesprochen werden muß, um euch
nur annähernd ein Bild zu geben, was es heißt, in der letzten Phase kurz vor eurer Vollendung zu stehen. Über Ewigkeiten erstreckte sich der Prozeß der Rückwandlung, den
ihr bereits hinter euch habt. Und nur geringe Mühe kostet es euch, auch die letzte Phase
erfolgreich zum Ende zu bringen, um dann wieder als seligstes Geistwesen zurückzukehren, von wo ihr ausgegangen seid. Der Grad der Seligkeit in eurem Urzustand
aber ist so unermeßlich hoch, daß sein Erreichen auch den Willen des Wesens erfordert, und gerade dieser Wille ist es, von dem das Erreichen des letzten Zieles abhängig
ist. Und darum konnte wohl die Rückkehr Ewigkeiten hindurch nach dem Gesetz Meiner ewigen Ordnung, nach Meinem Heilsplan, vor sich gehen, der also endlose Zeiten
erforderte, aber sicher einmal einen bestimmten Reifegrad zeitigte ....
Aber es muß
dann erst der freie Wille jedes einzelnen Wesens dieser seiner Aufwärtsentwicklung
zustimmen, es muß gleichsam das Wesen unter Beweis stellen, daß es nun bereit ist, in
Meinen Willen einzugehen, dem es einstens sich widersetzte ....
Es muß frei aus sich
heraus Mir wieder zustreben, wie es einstens sich von Mir abkehrte im freien Willen.
Und was es zuvor nicht mehr konnte .... seinen freien Willen gebrauchen .... das kann es
nun im Erdenleben als Mensch. Und darum ist das Erdenleben so ungeheuer bedeutungsvoll für das geistige Wesen, das in der Verkörperung als Mensch die letzte kurze
Strecke zurücklegt, die einen endlos langen Weg bitterster Qualen und Nöte beschließt
und einen völligen Wandel des Zustandes erbringen kann ....
Daß ihr Menschen für
diese Meine Offenbarungen keine Beweise habt, darf euch doch nicht zweifeln lassen an
der Wahrheit; aber einen Beweis euch zu erbringen, würde jegliche freie Willensentscheidung eurerseits ausschließen und also auch das Endresultat hinfällig werden lassen. Aber es ist schon eine besondere Gnade, daß ihr davon Kenntnis erhaltet auf einem
nicht alltäglichen Wege ....
Und ihr solltet nur dessen achten, was auf diesem Wege noch
Weiteres zu euch gelangt ....
Dann wird euch vieles verständlich werden, und ihr werdet
auch ohne Beweise zu glauben fähig sein, wenn ihr um Meinen Willen erfahret, der in
der Erfüllung der Liebegebote besteht, und ihr diesem Willen nachzukommen bereit
seid. Es sind ganz bedeutsame Vorgänge gewesen, die eurem Dasein als Mensch
zugrunde liegen. Ihr wisset nichts von diesen Vorgängen, und ihr könnet auch nur
davon in Kenntnis gesetzt werden in einer nicht zum Glauben-zwingenden Weise ....
Aber ihr solltet nichts einfach von der Hand weisen, ihr solltet euch gedanklich damit
auseinandersetzen im guten Willen, die Wahrheit zu erfahren. Und wahrlich, sie wird
euch werden ....
Denn schon dieses Verlangen nach Wahrheit beweiset auch den Mir
sich zuwendenden Willen, der auch von Mir erfaßt wird, auf daß der Mensch zum Ziel
gelange .... zur endgültigen Vereinigung mit Mir, zu einem beseligenden Zustand in
Freiheit, Licht und Kraft ....
Amen
B.D. 7134
empfangen am 29.5.1958
Gottes Liebe ist nur
wirksam bei Aufgabe des Widerstandes ....
Es trug euch Meine Liebe in nie endender Geduld während eures ganzen Entwicklungsganges zur Höhe ....
Auch in der Zeit eures Erdenwandels gilt euch diese Meine
Liebe, aber Ich muß sie eures freien Willens wegen eindämmen, ihre Kraft und Wirksamkeit muß sich so lange zurückhalten, bis euer freier Wille sich bereit erklärt, sie in
Anspruch zu nehmen, bis ihr freiwillig eure Herzen Meiner Liebe öffnet. Und das
geschieht, wenn ihr nur euch zuwendet zu Mir, wenn ihr Mich, euren Gott und Schöpfer .... anerkennet und mit Mir verbunden zu sein begehret. Wenn also ein Mensch keinen lebendigen Glauben an Mich hat, wird er diesen innigen Wunsch kaum hegen, er
wird in vollster Gleichgültigkeit allem Göttlich-Geistigen gegenüber durch das Leben
gehen, er wird sich nicht mit Gedanken beschäftigen, die sein Innenleben betreffen,
ihm wird ein zweites Leben neben seinem irdischen Leben fremd sein, das aber jeder
Mensch führt, der die Bindung mit Mir sucht. Und dann ist es unmöglich, daß Meine
Liebeanstrahlung ihn ungewöhnlich berührt, weil Ich keinen Zwang anwende, um die
Menschen zu Mir zu ziehen während des Erdenlebens. Dennoch ruhet Meine Liebe
nicht ....
Ich suche Einfluß zu gewinnen auf solche Menschen, denn Ich gebe keine Seele
auf bis zu ihrem Abscheiden von dieser Erde. Meine Liebe findet viele Mittel, die alle
nur dem einen Zweck dienen, die Gedanken der Menschen zu wandeln, wenngleich
diese Mittel oft sehr schmerzlich sind. Liebe ließ euch einstens erstehen, und diese Liebe
höret nimmer auf. Wer einmal sich diese Worte ernstlich bedenkt, der verschließt sein
Herz auch nicht Meiner Liebeanstrahlung, und er wird nun ein erhebliches Plus verzeichnen können gegenüber dem Mir noch fernstehenden, ungläubigen Menschen,
selbst wenn letzterer irdisch reich gesegnet scheint ....
Aber die Erdenlebenszeit ist kurz,
wenn aber ein Kind sich in den Armen des Vaters wohlgeborgen weiß, schreckt es nicht
die Stunde des Todes. Und diese Gewißheit hat der Mensch, der sich freiwillig Mir
zuwandte, der sein Herz öffnete und an dem Meine Liebe nun auch wirksam werden
konnte, weil sie keinen Widerstand mehr fand. Anders aber wird der Seelenzustand
dessen sein, der sich selbst Mir verschloß .... der ohne Mich auf Erden wandelte und nun
angesichts des Todes keine beglückende Zuversicht aufbringen kann, von sorgenden
Vaterarmen getragen zu werden in ein anderes Reich .... der kein solches Reich anerkennen wollte, der aber doch in Furcht und Bangen unbewußt etwas Drohendes erwartet, weil seine Seele es empfindet, daß sie nicht aufhören wird zu sein ....
Meine Liebe
wirbt wohl unausgesetzt um sie, aber sie wird den Menschen nicht wider seinen Willen
beeinflussen, sie wird nicht sich ihm aufdrängen, denn sie bleibt unwirksam bei Widerstand, und diesen muß der Mensch selbst aufgeben laut Urgesetz, aber es wird ihm
jederzeit geholfen; Ich überlasse keinen Menschen seinem Schicksal, Ich ringe um dessen Seele bis zu seinem Tode ....
Und wenn schwache Mittel nicht genügen, wende Ich
stärkere Mittel an, um einen Erfolg zu erzielen, weshalb das Leben der Menschen nicht
in Gleichmäßigkeit, in Ruhe und Behaglichkeit verlaufen wird, sondern immer wieder
Schicksalsschläge eine scheinbare Ruhe unterbrechen, die Anlaß sein könnten, daß der
Mensch die Bindung sucht mit Mir ....
Und je näher das Ende ist, desto schmerzhafter
werden Meine Erziehungsmittel sein müssen, bis zuletzt ein so sichtliches Zeichen Meiner Macht den Menschen gegeben wird, daß eine Zuwendung zu Mir stattfinden
könnte in großem Ausmaß ....
Doch auch dann noch wird ihr Wille frei bleiben, auch
dann noch trage Ich ihnen nur Meine Liebe an, aber Ich zwinge sie nicht, sie anzunehmen ....
Amen
B.D. 7135
empfangen am 31.5.1958
Gebet im Geist und in der Wahrheit ....
Die Worte allein genügen nicht, wenn ihnen das innere Leben fehlt. Wie leicht sind
Worte dahingesagt, oft nur mit dem Mund, so daß auch der Verstand sich nicht einmal
daran beteiligt .... aber auch Worte, die der Verstand beherrscht, brauchen noch nicht
den rechten Geist in sich tragen, und so erreichen sie auch nicht Mein Ohr, weil Ich als
Geist nur im Geist und in der Wahrheit angerufen werden kann. Und es müssen daher
die Worte im Herzen geboren werden, weil Ich nur dessen achte, was Geist und Wahrheit ist. Erst wenn ihr Menschen einmal in tiefe Not geraten seid und in dieser Not euch
an den Einen wandtet, Der allein euch helfen konnte, werdet ihr es verstehen, was Ich als
„Gebet im Geist und in der Wahrheit“ ansehe ....
Denn Tausende und aber Tausende
von Gebeten spricht lediglich der Mund aus, und es sind diese Gebete so wertlos, und
sie werden niemals Mein Ohr erreichen, denn es sind und bleiben Lippengebete, die vor
Mir ein Greuel sind. Doch auch euer Verstand kann sich daran beteiligen, und doch entströmen die Gebete nicht eurem Herzen, ihr denket nur über den Sinn der Worte nach,
ihr leistet dabei eine Gedankenarbeit, aber ihr redet nicht zutraulich und demütig mit
eurem Vater von Ewigkeit, Der nur einer solchen Stimme Seines Kindes lauscht und
darauf eingeht. Ihr Menschen sollet aber nicht an endlosen Lippengebeten euer Wohlgefallen finden, ihr sollet euch nicht an solchen Gebeten beteiligen, die von Menschen
zu täglichen Übungen erhoben werden, an denen sich die Massen genügen lassen und
im Glauben sind,„gebetet“ zu haben. Denn ihr alle kennet die Worte der Schrift: „Dieses Volk ehrt Mich mit (den, d. Hg.) Lippen, doch sein Herz ist fern von Mir ....“ Warum
beherzigt ihr diese Worte nicht, warum tut ihr das gleiche, lange Gebete vor euch hinzumurmeln, die nimmermehr Mein Ohr erreichen können ....
Warum vergeudet ihr die
Zeit mit sinnlosen Gebräuchen und zieht euch nicht täglich einmal in euer Kämmerlein
zurück, um mit Mir in aller Innigkeit und Offenheit zu reden? ....
Ihr werdet immer bei
Mir ein offenes Ohr finden für alle eure Anliegen, für eure Nöte und Sorgen, und ihr
werdet stets auf Meine Hilfe rechnen können, aber niemals werdet ihr etwas erreichen
in jener Weise, denn euer Herz bleibt dabei tot und kalt, euer Herz beteiligt sich nicht
daran, was der Mund ausspricht. Und solange ihr euch nicht selbst abgestoßen fühlt von
sinnlosem Gebaren, solange ihr euch noch daran beteiligt, so lange könnt ihr auch nicht
erwarten, daß Ich eurer Wünsche und Bitten achte ....
Und wird euch Erfüllung, dann
könnet ihr dies auf Konto Meines Gegners setzen, der euch immer mehr in geistiger
Finsternis halten will und der eine innige Bindung mit Mir mit allen Kräften zu verhindern sucht. Aber euer Verstand schon müßte es euch sagen, daß ihr euren Gott und
Vater nicht in dieser Weise euch geneigt machen könnet, sofern ihr überhaupt nachdenken würdet über euch selbst und euer Verhältnis zu Ihm. Was ihr tut, ist so offensichtlich verkehrt, daß ein jeder Mensch es selbst erkennen könnte ....
Und darum werdet ihr euch einst verantworten müssen für jedes gedankenlos ausgesprochene Wort,
das eurem Schöpfer galt oder gelten sollte ....
Denn ihr könnt nicht sagen, daß ihr nicht
immer wieder darauf aufmerksam gemacht wurdet, zu beten „im Geist und in der
Wahrheit“ .... um euch zu lösen von dem, der euch in die Lüge und den Irrtum zu ver-stricken sucht ....
Amen
B.D. 7136
empfangen am 1.6.1958
Ursünde und Bedeutung des Erlösungswerkes ....
Und so werdet ihr immer wieder dessen erinnert, daß Ich für euch am Kreuz gestorben bin ....
Euch Menschen auf Erden und allen noch unerlösten Seelen im Jenseits
bringe Ich es immer wieder ins Gedächtnis, oder Ich leite euch das Wissen darüber zu,
wenn ihr es noch nicht erfahren habt, weil ihr nicht ohne Kenntnis bleiben dürfet, wollet ihr jemals zur Seligkeit gelangen. Was nützt es euch Menschen, wenn ihr auch wisset
um den „Menschen Jesus“, Der Sein Erdenleben mit dem Tode am Kreuz beschloß,
wenn ihr nicht um die geistige Bedeutung Seines Kreuzestodes wisset, um die Mission,
die der Mensch Jesus ausgeführt hat um der sündigen Menschheit willen. Und ob euch
auch gesagt wird: Er hat die Menschheit erlöst von der Sünde .... ihr findet doch keinen
Zusammenhang, und es bleiben für euch nur Worte, deren Sinn ihr nicht erfasset. Und
solange ihr nicht um die Begründung eures Daseins als Mensch auf dieser Erde wisset,
werdet ihr auch nicht verstehen können, warum die Menschheit sündig genannt
wird .... wenngleich ihr alle nicht frei von Sünde seid. Aber es gewinnt das Erlösungswerk Jesu Christi erst an Bedeutung, wenn ihr um die Ursünde wisset, die Anlaß eures
Erdendaseins überhaupt ist ....
Diese Sünde ist in ihrer Größe nicht zu vergleichen mit
der Sündhaftigkeit der Menschen, wenngleich letztere auch erst die Folge der ersteren
ist. Aber was ein Mensch auf Erden begeht an Sünden, das würde er auf Erden oder auch
im jenseitigen Reich einmal abbüßen können, und ob noch so viel Zeit dafür erforderlich wäre ....
Die Ursünde abzubüßen aber ist euch Menschen nicht möglich, weder
während des Erdendaseins noch im jenseitigen Reich, denn diese Ursünde bestand
nicht in einem Vergehen eines an sich schon unvollkommenen Wesens, sondern sie
wurde begangen von in-höchster-Vollkommenheitstehenden Wesen, denen es nicht
am Licht der Erkenntnis mangelte, die sich nur beherrschen ließen von dem Gefühl,
Mich übertrumpfen zu können .... die also ihre Licht- und Kraftfülle überheblich werden ließ .... Diese Sünde ist nicht von dem Wesen selbst abzubüßen, denn sie ist unermeßlich groß, und Ewigkeiten würden nicht genügen, von jener Schuld frei zu werden ....
Durch diese Sünde fielen die Wesen in die tiefste Tiefe, d.h., Licht und Kraft verloren sie, und sie verkehrten sich gleichsam in das Gegenteil, sie verloren alle göttlichen
Eigenschaften und nahmen dafür alle schlechten Eigenschaften und Triebe an, sie wurden zu Meinen Gegnern .... bis sich ihre geistigen Substanzen völlig verhärteten und sie
sich ihres Seins nicht mehr bewußt waren ....
Und dieses verhärtete Geistige bannte Ich
nun in der Form, d.h., Ich löste es auf in unzählige geistige Partikelchen und zeugte
diese in unzählige Schöpfungswerke ein, die Meine Liebe und Macht und Weisheit nur
zu dem Zweck erstehen ließ, jenes gefallene Geistige wieder zurückzuführen zu Mir,
weil es zur Seligkeit bestimmt war und die Seligkeit nur bei Mir finden kann. Und es ist
dieser Gang durch die Schöpfung wohl auch ein Sühnungsakt jener unermeßlichen
Schuld, aber er wird im Mußzustand zurückgelegt, im gebundenen Willen, und kann
daher nicht als Abtragung jener Schuld gewertet werden ....
Es muß also das Wesen einmal wieder in den Zustand gelangen, wo es freiwillig seiner Schuld ledig zu werden
begehrt, wo ihm so weit die Erkenntnis geschenkt werden kann, daß es sich vergangen
hat und es doch auch einen Weg gibt, von dieser großen Schuld frei zu werden ....
Es
muß wissen, daß dieser Weg der Weg ist zum Kreuz, daß eine Freiwerdung von der
Urschuld nur durch die Anerkennung des göttlichen Erlösers und Seines Erlösungswerkes möglich ist und daß dieser Weg zum Kreuz während des Erdenlebens gegangen
werden muß, um nach dem Leibestode wieder in das Lichtreich aufgenommen werden
zu können, das die eigentliche Heimat jedes Menschen auf Erden ist. Doch auch im Jenseits neigt sich Meine erbarmende Liebe noch den Seelen zu, die in der Tiefe schmachten. Auch im Jenseits erfahren die Seelen von Meinem Erlösungswerk, und sie können auch dort noch den Weg nehmen zu Mir in Jesus Christus, doch nicht mehr den hohen
Grad der Vollkommenheit erreichen, den sie auf Erden hätten erreichen können durch
die Anerkennung Jesu als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, in Dem Ich Selbst Mich
verkörperte, um ihre Anerkennung zu finden, die sie Mir einstens verweigert hatten.
Ihr Menschen müsset um diese große Bedeutung des Erlösungswerkes wissen, ihr dürfet nicht den Namen Jesus nur nennen als eines Menschen Namen, Der einmal über die
Erde ging mit hohen ethischen Zielen ....
Es war eine bedeutsame Mission, zwecks derer
Er auf Erden weilte, und diese solltet ihr zu ergründen suchen, solange in euch noch
Unklarheit ist, denn es hängt von eurer Erkenntnis und eurem guten Willen ab, ob ihr
den Erdengang erfolgreich zurücklegt, ob euch das Reich wiederaufnehmen wird, das
eure wahre Heimat ist ....
Amen
B.D. 7137
empfangen am 2.6.1958
Gottes Zusicherung des Schutzes an Wortempfänger ....
Wo immer Mein Wort zur Erde geleitet werden kann, wo Mein Geist sich ergießet in
eines Menschen Herz, wo also die direkte Bindung mit Mir hergestellt ist, in der Ich
Selbst Mich nun äußern kann, dort habe Ich euch Menschen einen Quell erschlossen,
an dem ihr euch erquicken und stärken könnet für euren Pilgerweg auf Erden. Dort
also reiche Ich Selbst euch das Wasser des Lebens dar, dort habe Ich für alle das Mahl
bereit, das eure Seele benötigt, um einmal ein seliges Leben spüren zu können, das euch
dann ewiglich erhalten bleibt. Und wo ein solcher Quell geöffnet ist, dort wird auch
ewiglich keine Dürre mehr eintreten, es sei denn, es wird mutwillig das Wasser verunreinigt und der Quell gewaltsam zum Versiegen gebracht. Aber auch solches werde
Ich zu verhindern wissen, solange hungernde und durstende Pilger Mich Selbst um
lebendes Wasser angehen, solange das Verlangen in ihnen ist, von Mir Selbst gespeist
und getränkt zu werden. Und diese Zusicherung soll euch genügen, ist doch wahrlich
Meine Macht groß genug, um den Meinen beistehen zu können, wenn der Feind eurer
Seele wider sie angeht. Aber er ist in der letzten Zeit unausgesetzt am Wirken, und er
sucht mit allen Mitteln jede direkte Bindung von euch Menschen mit Mir zu hindern
oder zu stören ....
Doch niemals ist seine Macht größer als die Meine, und ihr brauchet
darum auch nicht die geringste Furcht zu haben, daß es ihm gelingen könnte, zwischen
euch und Mich zu treten, wenn ihr selbst zu Mir haltet. Was habt ihr mit ihm zu tun, die
ihr Mir dienen wollet, die ihr euch bereitwillig öffnet, um Meinen Geist in euch einfließen zu lassen? Er hat keine Gewalt über euch, weil Mein Lichtschein in euch ist, weil Ich
Selbst euch durchstrahlen kann mit Meinem Geist ....
Und darum sollt ihr auch nicht
solche Gedanken in euch aufkommen lassen, daß er es vermag, euch zu hindern am
Dienst für Mich ....
Schon ein solcher Gedanke ist ein Zweifel an Meiner Liebe und
Macht, der dann wohl schon ihm ein gewisses Wirken an euch gestattet, das aber niemals euch wird bestimmen können, euch willensmäßig von Mir zu trennen. Denn euer
Geist ist dem Vatergeist von Ewigkeit schon verbunden, und er wird diese Bindung
auch niemals aufgeben. In welcher Weise er euch auch zu hindern suchet, immer könnt
ihr ihm mit Mir Widerstand leisten, und Mir wird er wahrlich nicht gewachsen sein, er
wird fliehen müssen, weil das Licht stets heller leuchten wird, das ihn von euch treibt.
Aus Meiner Kraft werdet ihr gespeist, und Meine Kraft wird euch erhalten, solange dies
Mein Wille ist ....
Ist aber eure Stunde gekommen, dann ist auch eure Aufgabe beendet,
und dann könnt ihr in Frieden euer Leben in Meine Hände legen, denn ihr werdet nicht
sterben, sondern ewig leben, wenngleich die Seele den Körper verlassen muß. Und das
ist Mein Gebot, daß Meine Knechte emsig sind und ihre Arbeit nicht vernachlässigen .... daß sie jederzeit Meine Kraft erbitten zu ihrem Wirken und Mich um Meinen Segen
angehen ....
Und also gewappnet werden sie jedem Angriff Meines Gegners Widerstand
zu leisten vermögen, denn sie haben wahrlich einen mächtigen Herrn und einen treusorgenden Vater, Der immer bereit sein wird zur Hilfe, Der vielen Wanderern Speise
und Trank austeilen will und dazu auch ihre Dienste benötigt. Und wer für Mich tätig
ist, dessen Leben steht auch in Meiner Hand ....
Es wird nicht vorzeitig beendet werden,
denn Mein Wille allein regieret im Himmel und auf Erden ....
Amen
B.D. 7138
empfangen am 3.6.1958
Gottes unendliche Liebe ....
Gnadengeschenke ....
Jedes Geschenk setzt Liebe voraus .... den Willen, eine Freude zu bereiten, dem anderen seine Liebe zu beweisen und ihn dadurch auch sich selbst geneigt zu machen. Denn
Ich rede nur von einem uneigennützigen Geschenk, das keine irdischen Vorteile zu
erreichen sucht, das im wahrsten Sinne des Wortes ein „Geschenk“ ist ....
Und ein solches Geschenk an euch Menschen ist auch Mein Wort, das Meine tiefste Liebe zu euch
zur Begründung hat, das für euch eine kostbare Gabe bedeutet, weil ihr dadurch größten geistigen Segen erzielen könnt und weil ihr auch Mich Selbst liebenlernet, wenn Ich
euch anspreche, und ihr Mir dann auch Meine Liebe erwidert. Ihr steht wohl noch in
großer Entfernung von Mir, aber Ich vermag es nicht, Mich euch gegenüber völlig still
zu verhalten, weil Meine Liebe zu euch stärker ist, als daß eure freiwillige einstige
Abkehr von Mir sie hätte auslöschen können ....
Und diese Liebe sucht immer wieder
Verbindung mit euch, und sie ist darauf bedacht, euch zu beglücken, sich euch zu verschenken, um eure Liebe wiederzugewinnen ....
Darum spreche Ich euch an .... ein Gnadengeschenk von größtem Wert vermittle ich euch, um euch mit allem zu versehen, was
euch fehlt: mit Licht und Kraft für eure Aufwärtsentwicklung, für eure Vollendung ....
Keinem Menschen bleibt dieses Geschenk versagt, doch ob jeder dessen achtet, ist fraglich, und darum wird Mein Wort nicht eines jeden Menschen Herz berühren, um dann
erst als das köstlichste Geschenk erkannt werden zu können, das es ist ....
Doch weil
Meine Liebe niemals aufhört, geht sie auch denen nach, die sich von Mir abwenden, und
es werden darum auch an deren Ohren bisweilen „Worte Gottes“ ertönen, Ich werde
auch sie immer wieder ansprechen, um einmal es zu erreichen, daß ein Wort den Weg
zum Herzen findet, daß sie sich dann doch Mir zuwenden und weiter angesprochen zu
werden begehren. Hätte Ich diese unendliche Liebe nicht zu Meinen Geschöpfen, so
würden sie wohl noch endlose Zeiten auf finsteren Wegen wandeln in Kraftlosigkeit
und Unglückseligkeit ....
Aber Meiner liebenden Ansprache vermögen doch nicht alle
zu widerstehen, wie auch ein schönes Geschenk das Herz eines Menschen erfreuen und
es wandeln kann, daß es sich dem Geber zuneigt und sein Geschenk dankend entgegennimmt ....
Nur muß es in Liebe dargeboten werden ....
Und Mich bewegt wahrlich
nur Meine Liebe dazu, die Menschen immer wieder anzusprechen und ihnen Mein
Wort von oben zuzuleiten .... weil Ich aber auch weiß, woran es den Menschen auf
Erden mangelt und welches Ziel sie noch erreichen sollen. Und niemals werde Ich
Meine Liebe von Meinen Geschöpfen zurückziehen, doch erst, wenn auch sie Meine
Liebe erwidern, wenn sie Mein Gnadengeschenk annehmen und es ihrer Bestimmung
zuführen, dann habe Ich sie gewonnen für ewig ....
Und so darf euch die Zuleitung Meines Wortes nicht als etwas Ungewöhnliches erscheinen, denn Meine Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen, ist nichts Ungewöhnliches, sie ist nur Mein Urwesen, das sich ewiglich
nicht verändern wird. Ich kann also nicht anders als in Liebe wirken ....
Und selbst
scheinbare Grausamkeiten haben Meine Liebe zur Begründung, wenn ihr Menschen
euch Meiner beglückenden Liebe verschließet und Ich doch nur will, daß ihr euch öffnet. Dann sinnet Meine Liebe auf andere Mittel, die ihr aber nicht als „Liebewirken
eines Gottes“ erkennet. Doch es sind alles Geschenke, die Ich euch biete, weil sie dazu
angetan sind, einmal eure Beglückung zu fördern, und weil ihr als freiwillig von Mir
abgefallene Wesen sie nicht verdienet, sie also im Sinne des Wortes „Gnadengeschenke“
sind. Der euch aber fortgesetzt mit Gnadengaben überschüttet, Der ist euer Vater und
will auch als Vater von Seinen Kindern erkannt werden. Es wird Meine Liebe nicht aufhören zu Meinen geschaffenen Wesen, und es wird diese Meine Liebe nicht eher ruhen, als bis sie sich zu Kindern umgestaltet haben, um dann ihnen Herrlichkeiten zu bereiten, die keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört hat ....
Dann wird Meine Liebe sie wieder durchstrahlen wie einst, doch ihre Seligkeit wird
noch um vieles größer sein, weil sie nun in Meiner Nähe sind und Mich schauen werden von Angesicht zu Angesicht ....
Amen
B.D. 7139
empfangen am 4.6.1958
Scheidung der Geister ....
Es müssen sich die Geister scheiden, noch bevor das Ende kommt ....
Noch ist eine
Unentschlossenheit unter den Menschen zu erkennen, noch haben viele keinen Entscheid getroffen, sie wissen nicht, nach welcher Richtung sie sich wenden sollen, sie sind
ungläubig und haben doch in sich noch das Bewußtsein, zu unwissend zu sein, um ein
fertiges Urteil fällen zu können ....
Und auch die Gläubigen zweifeln zuweilen, angesichts des Lebens und Treibens der Menschen auf dieser Welt ....
Die rechte Entscheidung ist noch nicht getroffen worden, doch sie muß noch vor dem Ende abgelegt werden von einem jeden, bevor die endgültige Sichtung vor sich geht, wo alles dorthin versetzt wird, wo es seinem Willen nach hingehört. Aber diese Scheidung der Geister
beginnt schon sich zu vollziehen ....
Schon sind Menschen durchdrungen von Meinem
Geist, ihr Glaube ist ein lebendiger, ihr Leben ist ein bewußtes, sie streben das Ziel an:
innigen Zusammenschluß mit Mir, Den sie lebendig in ihrem Herzen erkannt haben ....
Und ebenso ist ein Teil der Menschen ganz dem Satan verfallen, sie sind seinem Willen
untertan, sie sind ihm ergeben und stehen völlig unter seinem Einfluß ....
Sie haben keinerlei Bindung mit Mir, weil ihnen jeglicher Glaube mangelt an einen Gott und Schöpfer und ihre Gedanken nur ausschließlich der Materie gelten. Und letztere werden zahlenmäßig ständig zunehmen, und dann wird auch die Scheidung der Geister offensichtlich erkennbar sein ....
Doch es geht um die noch Unentschlossenen, die zu gewinnen
noch viel Weinbergsarbeit erfordert, auf daß ihnen der Entscheid leicht werde und er
die rechte Richtung nehme. Es muß denen, die sich noch nicht selbst ein festes Urteil
bildeten, Mein Evangelium der Liebe verkündet werden, sie müssen nur darauf hingewiesen werden, daß sie durch ein Liebeleben auch ein klares Urteilsvermögen gewinnen und dann sich auch recht entscheiden werden, anzunehmen oder abzulehnen,
wozu ihnen jetzt noch das Verständnis mangelt. Es müssen ihre Blicke hingerichtet werden auf Mich, Der aller Menschen Gott und Schöpfer ist, aber auch der Vater Seiner
Kinder sein will ....
Und es muß allen Menschen immer wieder das Ende als nahe bevorstehend angekündigt werden, denn es bleibt keinem Menschen mehr viel Zeit ....
Ich
werde viele schon vorher abrufen, deren Glaube nicht stark genug ist, um dann die letzten Anstürme überstehen zu können, die Ich aber auch nicht verlorengehen lassen
will ....
Denn Ich weiß um die Beschaffenheit jeder einzelnen Seele, und so weiß Ich
auch, ob das jenseitige Reich ihr noch einen Aufstieg bringen kann, bevor das Ende da
ist. Und so wird kurz vor dem Ende schon eine klare Scheidung der Geister ersichtlich
sein, denn der Unglaube und die satanische Beschaffenheit der Menschen wird
erschreckende Formen annehmen, und die Meinen werden sich jenen Menschen
gegenüber behaupten müssen, und ihre Bindung mit Mir nur wird ihnen dazu die Kraft
geben. Es werden sich die Geister scheiden .... denn am Tage des Gerichtes wird es
offenbar werden, und alles dem Gegner angehörige Geistige wird zugleich mit ihm in
Ketten gelegt .... auf daß es dem Mir-Angehörenden nicht mehr schaden kann und nun
Friede sein wird in dem Paradies der neuen Erde ....
Und darum soll es euch nicht verwundern, wenn immer mehr sich das Satanische durchsetzt bei den Menschen dieser
Erde ....
Es gehört auch dies schon zu der Scheidung der Geister, aber der Glaube und
die Liebe der Meinen sollen Meinem Gegner noch abringen, was sie vermögen; es soll
eines jeden noch unschlüssigen Menschen in liebendem Hilfswillen gedacht werden, es
soll nichts unterlassen bleiben, was solchen Menschen zur Aufklärung verhelfen
könnte, auf daß sie sich auch noch in das Lager der Meinen begeben und sich von
denen absondern, die offensichtlich Meinem Gegner hörig sind. Denn es drängt die
Zeit, und schneller als ihr Menschen es erwartet, ist das Ende da ....
Amen
B.D. 7140
empfangen am 5.6.1958
Der rechte Arzt und die heilkräftige Medizin ....
Die Gesundung der Seele kann nur eine heilkräftige Medizin zuwege bringen, eine
Medizin, die der rechte Arzt ihr bietet, Der den Zustand der Seele kennt und auch weiß,
was ihr zur Gesundung verhilft. Und ein rechter Arzt wird daher auch den Menschen zu
beeinflussen wissen, seiner Seele die rechte Medizin zukommen zu lassen ....
Ein rechter Arzt wird bestrebt sein, die Gesundung der Seele als vordringlich dem Menschen
hinzustellen, denn ein rechter Arzt will dem Unvergänglichen zum Leben verhelfen, zu
einem Leben in Licht und Kraft und Freiheit ....
Und wer einem solchen Arzt sich anvertraut, der wird auch zum Leben gelangen, das ewig währet ....
Es gibt nur einen Heiland,
Der die Seelen so kennt und um ihre Krankheiten weiß, daß Er ihnen auch die rechte
Medizin verabreichen kann. Und dieser Heiland bin Ich Selbst, euer Gott und Vater, aus
Dem ihr einst hervorgegangen seid und Der auch ganz genau weiß, wie ihr beschaffen
seid, in welchen Zustand ihr selbst geraten seid aus eigener Schuld, Der euch aber auch
helfen möchte, daß ihr wieder werdet wie einst, wo ihr in strahlender Schönheit und
Kraft, lichtvoll und frei schaffen konntet eurer Bestimmung gemäß. Um aber diesen
glückseligen Zustand zu erreichen, muß eure kranke Seele zuvor gesunden. Alle
Schlacken, von denen sie behaftet ist, müssen abfallen, es muß eine neue, gereinigte
Seele hervorgehen, es muß alles Kranke, Schwache und Unreine aus ihr herausgeschafft
werden ....
Und dazu brauchet ihr einen Arzt, Der euch die rechte Medizin verabreicht,
die ihr zur Gesundung verhilft. Der Arzt bin Ich, und die Medizin ist Mein Wort ....
Lasset ihr nun von Mir euch ansprechen, nehmet ihr Mein Wort entgegen und befolget ihr
alle Meine Anordnungen, so könnet ihr gewiß sein, daß sehr bald euch eure Krankheiten verlassen werden, daß der Seele Zustand ein anderer wird, daß ihr bald von einem
neuen Lebensstrom euch durchpulst fühlet, daß ihr tätig werdet im Gefühl ständig
zunehmender Kraft ....
Es wird eure Seele gesunden, und sie wird sich des erwachenden
Lebens erfreuen, sie wird sich bald ein Betätigungsfeld suchen, um ihre Kraft zu verwerten, und dieses Tätigkeitsfeld wird hineinreichen in das geistige Reich .... das ihre
wahre Heimat ist und zu dem sie sich nun hingezogen fühlt. Eine gesunde Seele ist weit
mehr wert als ein gesunder Körper, denn letzterer vergeht, während erstere bestehenbleibt und für eine Seele, die krank ist, dies eine endlose Zeit bitterster Reue und Qual
bedeuten kann, wenn sie nicht auf Erden ihre Gesundung anstrebt und also krank hinübergeht in das jenseitige Reich. Und darum solltet ihr Menschen euch alle Mir anvertrauen als eurem Heiland und Erretter, Der allein euch das Leben geben kann. Denn
nur das „Gesunde“ kann von „Leben“ sprechen, das Kranke vegetiert nur so dahin, es
ist zu keiner Tätigkeit fähig, es ist sich selbst zur Last und sehnt sich nur nach Beendigung seines Krankheitszustandes. Und so auch ist eine kranke Seele unselig, weil sie
nicht die Freude und das Glück der Gesundheit kennt, aber doch bestimmt ist, in Licht
und Kraft zu wirken ....
Und sie kann mit Leichtigkeit zur vollen Gesundung gelangen,
wenn sie nur von Mir die heilkräftige Medizin entgegennimmt und sie auch
gebraucht ....
Das ist es, was ihr Menschen wissen müsset, daß nicht nur das Anhören
Meines Wortes genügt, sondern daß ihr rechte Täter Meines Wortes werden müsset, um
nun auch dessen Auswirkung an euch selbst wahrnehmen zu können ....
Ihr könnt nur
gesunden an eurer Seele, wenn ihr tut, was Mein Wille ist, der euch durch Mein Wort
verkündet wird: wenn ihr in der Liebe lebet ....
Die Liebe ist die wahre, ganz sicher wirkende Medizin, denn sie ist in sich Kraft, und die Seele, die einmal von dieser Kraft
durchströmt ist .... wenn der Mensch Werke uneigennütziger Liebe verrichtet .... wird
unweigerlich auch zum Leben gelangen, das ewiglich nicht mehr vergehen kann ....
Und
Ich, als der rechte Heiland eurer Seelen, werde euch immer nur hinweisen, die Gebote
der Gottes- und Nächstenliebe zu erfüllen. Ich werde euch ständig ermahnen, an euch selbst zu arbeiten, d.h.,die Ichliebe zu bekämpfen und in uneigennützige Nächstenliebe
zu wandeln ....
Und es werden alle Schlacken nun von eurer Seele fallen, sie wird rein
und lauter sein, Kraft und Licht werden sie durchströmen, und sie wird sich vollster
Gesundheit erfreuen können, sie wird leben in Ewigkeit, sie wird tätig sein können in
Freiheit, Licht und Kraft und unermeßlich selig sein ....
Amen
B.D. 7141
empfangen am 7.6.1958
Bekämpfung der Triebe aus der Vorverkörperung ....
Alles, was euch noch anhaftet aus eurer Vorverkörperung, muß während des Erdenlebens abgestoßen oder ins Gegenteil gewandelt werden. Das ist euer Erdenlebenszweck, daß ihr an euch arbeitet, um noch den letzten Grad eurer Vollendung zu erreichen, der in dieser Zeit eures Erdenwandels wohl erreicht werden kann, jedoch auch
große Willenskraft erfordert. Ihr habt in der Zeit der Vorverkörperung schon viel des
Widergöttlichen abstoßen können, in jeder Form konnten die seelischen Substanzen
ausreifen, und so war ein gewisser Reifegrad erreicht worden, der dann die Verkörperung als Mensch zuließ. Aber diese beginnt ihr nun in einem noch sehr mangelhaften
Zustand, es ist eure Seele noch mit vielen Fehlern und Schwächen behaftet, die sie zum
Teil auch aus den Stadien der Vorverkörperung mitgebracht hat in das Erdenleben als
Mensch. Sie wird noch so mancherlei Triebe und Begierden in sich haben, die sie ablegen und bekämpfen muß,will sie vollkommen werden, wie es ihr Ziel ist auf Erden. Und
sie wird gerade in dieser Zeit äußerst bedrängt von dem Gegner Gottes, der nun auch
seinen Einfluß auf den Menschen geltend machen kann ....
Und nun steht sie nicht mehr
unter dem Mußgesetz, daß ihr die Außenform nach dem Willen Gottes einen bestimmten Reifegrad einträgt, sondern sie kann selbst frei entscheiden, ob ihr Wille dem Einfluß des Gegners sich unterstellt oder ob er Widerstand leistet und sich Gott zuwendet ....
Von dieser Einstellung also hängt der Reifegrad ab, den die Seele im Erdenleben
erlangt. Es wird der Gegner aber verständlicherweise weit mehr Einfluß gewinnen,
wenn die Seele noch sehr belastet ist mit Schwächen und Lastern jeglicher Art. Und
einen desto härteren Kampf wird sie führen müssen gegen Versuchungen aller Art .... den sie niemals ohne Hilfe würde bestehen können. Aber es wird ihr auch im Erdenleben jegliche Hilfe gewährt, weil Gott an der Rückkehr jeder einzelnen Seele gelegen ist
und weil Seine Liebe überall nachhilft, wo die Seele schwach ist und zu versagen droht.
Doch den freien Willen greift auch Gott nicht an, und die Endentscheidung bleibt doch
dem Menschen allein überlassen. Aber er soll es auch wissen, daß in jedem Menschen
noch viel Unreifes zur Reife gebracht werden muß, er soll es auch wissen, worin diese
Mängel bestehen .... daß die Seele schon bei der Einzeugung in den menschlichen Körper von mangelhafter Gestaltung ist oder sein kann und daß sie gerade von solchen
Fehlern und Schwächen befallen ist, derer sie in ihrer Vorverkörperung nicht Herr
wurde .... teils durch noch große Widersetzlichkeit des Geistigen, teils durch rasche
Beendigung des Aufenthaltes in jenen Formen ....
Und der Mensch soll daher mit starkem Willen ankämpfen gegen alle Begierden oder Laster, die er selbst als nicht göttlichen-Ursprungs erkennen kann, und er wird .... sowie er nur guten Willens ist .... unterstützt werden in jeder Weise, er wird sich frei zu machen vermögen noch während
des Erdenlebens, weil jeder Mensch zur Reife gelangen kann, der es nur ernstlich will.
Aber er wird immer die Hilfe Gottes in Jesus in Anspruch nehmen müssen, ansonsten
ihm die Befreiung von dem Gegner niemals gelingen wird ....
Amen
B.D. 7142
empfangen am 8.6.1958
Was ist Wahrheit? ....
Ihr werdet nicht in Irrtum geführt, wenn ihr die Ewige Wahrheit Selbst um „Wahrheit“ angeht. Was wäre das für ein Gott der Liebe, Der Seinen Kindern keine gute Gabe
anbieten würde, die vertrauensvoll zu Ihm kommen, um sich von Ihm beschenken zu
lassen .... und wo ließe sich Gottes Weisheit finden, wenn Er Selbst den Menschen ein
Geistesgut zuleiten möchte, das nicht der Wahrheit entspricht ....
Ihr müsset euch Gott
in Seiner Wesenheit vorstellen, die höchst vollkommen ist und darum auch von Ihm
Selbst nichts Unvollkommenes geboten werden kann. Da aber gerade darin die große
geistige Not der Menschen besteht, daß sie im Irrtum dahingehen, daß sie fernab der
Wahrheit stehen und darum auch den Weg der Rückkehr zu Gott nicht finden können .... da wiederum um der endgültigen Rückkehr zu Gott willen der Mensch überhaupt nur das Erdendasein durchleben muß, ist es Gottes immerwährendes Bemühen,
den Menschen die reine Wahrheit zuzuleiten, und Er wird es auch tun, wo sich nur
dafür die Gelegenheit bietet, d.h., wo die Bedingungen erfüllt werden, unter denen ein
solches Zuleiten der Wahrheit möglich ist. Es wird aber niemand von Gott sich Wahrheit erbitten, der selbst nicht an Gott glaubt ....
Es wird auch niemand Wahrheit verlangen, der nicht auch zu Gott verlangt, selbst wenn er sich nicht dessen bewußt ist ....
Und
so bedeutet auch das Verlangen eine gewisse Liebe zu ihr und somit auch Liebe zu Gott,
Der Selbst die Wahrheit ist von Ewigkeit ....
Und wendet sich der Mensch also an Gott
Selbst in Gedanken oder auch nur mit der innersten Herzensregung, die sich gegen
alles Unwahre wehrt, so wird Gott auch dem Menschen in einer Weise die erbetene
Wahrheit zuleiten ....
Ist durch ein Leben in Liebe der Mensch schon einer gewissen
Erkenntnis fähig, ist sein Denken schon erleuchtet durch uneigennütziges Liebewirken,
dann wird es der Mensch auch fühlen, daß ihm unmittelbar von Gott aus Antwort gegeben werden kann auf seine Fragen, und er wird auf diese Antwort lauschen in sich, er
wird seiner Gedanken achten, er wird die feste Gewißheit haben, daß Gott Selbst Sich
ihm offenbart ....
Aber er wird dann auch wissen, daß er nur reine Wahrheit empfängt,
daß er keinen Irrtum zu fürchten brauchet, weil von seiten Gottes nur Wahrheit zu ihm
gelangen kann und weil Gott auch ein wahrheitsverlangendes Kind schützet vor irrigem Einfluß, eben um der Wahrheit willen ....
Was ist Wahrheit? ....
Diese Frage wird so
oft gestellt von Menschen, die sich klug dünken, die es aber auch fühlen, daß sie sehr oft
dem Irrtum verfallen und darum unsicher werden ob der Wahrheit dessen, was allgemein vertreten wird ....
Sie alle würden ihre Frage beantwortet bekommen, wären
jene Voraussetzungen bei ihnen anzutreffen, wie: Glaube an Gott .... uneigennütziges
Liebewirken und Wahrheitsverlangen ....
Und sie würden dann auch nicht mehr zweifeln oder fragen, weil die Antwort klar und licht in ihnen selbst wäre ....
Aber bevor sie
nicht jene Voraussetzungen aufweisen können, sind ihnen auch diese Worte ganz
unverständlich und unglaubwürdig, sie erscheinen ihnen nicht vereinbar mit ihrem
nüchternen Verstandesdenken ....
Und so lange werden sie auch ohne Erkenntnis
dahinleben, wenngleich sie reich sind an irdischem Wissen oder sich geistiges Wissen
schulmäßig erworben haben ....
Sie haben keine innerliche Garantie für die Wahrheit
dessen und werden sie auf anderem Wege auch niemals bekommen können als auf dem
Wege der „Offenbarung Gottes“, die in vielerlei Weise vor sich gehen kann, aber ganz
gewiß ist dem ernstlich-nach-Wahrheit-strebenden Menschen. Darum kann auch der
eine Mensch voll überzeugt eintreten für die Wahrheit, während der andere wohl
annehmen, niemals aber mit innerer Gewißheit das als unanfechtbar wird vertreten
können, was er sich verstandesmäßig erworben hat, ohne von seinem Geist in sich
belehrt worden zu sein .... denn nur von Gott geht die reine Wahrheit aus, und nur Gott
Selbst leitet sie dem Menschen zu, der Ihn innig darum angeht ....
Amen
B.D. 7143
empfangen am 11.6.1958
Der ernste Wille zur Vollendung ....
Daß ihr unvollkommen seid, hindert euch aber nicht, vollkommen zu werden, denn
dazu habt ihr alle die Fähigkeiten in euch. Ihr alle könnet ein Ziel erreichen, wenn ihr
dieses Ziel nur anstrebt. Diese eure Unvollkommenheit ist zwar ein Zustand von Kraftund Lichtlosigkeit, doch dieses Übel kann behoben werden kraft eures Willens, das,
was euch mangelt, anzufordern von Mir ....
Nichts ist so leicht zu erreichen, als ebenjene
Kraft- und Lichtzufuhr, weil Ich ständig gebebereit bin und nur von euch verlange,
Mich um Meine Gaben anzugehen. Und dies setzt nur euren Willen voraus. Wenn ihr
euch aber einmal ernstlich euren unvollkommenen Zustand überdenket und euch
gleichzeitig vorstellet, daß ihr in Licht- und Kraftfülle wirken könntet, daß ihr alles zu
leisten fähig wäret, daß ihr alles durchschauen könntet und dabei unvorstellbares Glück
empfändet .... und nun euch von Mir aus die Versicherung gegeben wird, daß ihr selbst
euch diesen Zustand also schaffen könnet, dann solltet ihr doch euren ganzen Willen
aufbieten, euch an Mich zu wenden und von Mir Unterstützung, also Kraftzufuhr,
anzufordern. Und ihr werdet wahrlich diesen Anruf nicht vergeblich getan haben, denn
Ich warte nur darauf, um euch überreich bedenken zu können. Ihr solltet euch nicht
zufriedengeben mit eurem Erdendasein, das euch oft genug eure eigene Schwäche und
Unkenntnis zum Bewußtsein kommen läßt. Ihr solltet das Verlangen haben, herauszukommen aus jenem mangelhaften Zustand .... aber ihr verbleibt in eurer Gleichgültigkeit, und wenn ihr an einem eurer Mitmenschen eine solche Umwandlung aus dem
Schwächezustand in den Zustand von Licht und Kraft feststellen könnet, so seid ihr
weit eher geneigt, jenen Menschen als unnormal hinzustellen, und ihr wisset und glaubet es nicht, daß er nahe daran ist, in seinen Urzustand eingegangen zu sein, wo er
schaffen und wirken konnte mit Mir und in Meinem Willen. Der Abstand von der einstigen Vollkommenheit ist zu groß, und darum wird es nicht geglaubt, daß er erreicht
werden kann während des Erdenlebens von jedem Menschen, der es nur ernstlich will.
Und es fehlt den Menschen auch am Wissen um die Ursache des eigenen unvollkommenen Zustandes und darum auch um die Bedeutung Jesu Christi und Seiner Mission .... ansonsten sie in ihrer Willensschwäche sich an Ihn wenden würden um Hilfe,
d.h. Willensstärkung ....
Und da Ich und Jesus Christus eins ist, geht es also wieder nur
um den „Anruf Gottes“ .... den jeder Mensch emporsenden kann und der dann immer
zur Folge haben wird, daß ihm stets mehr Licht wird über die Zusammenhänge, über
Anlaß und Zweck des Erdenlebens als Mensch ....
Aber jeder Ruf bedingt den Willen
des Menschen, und da dieser frei ist, liegt es also an euch Menschen selbst, ob und wieweit ihr eurer Unvollkommenheit ledig werdet; es liegt an euch selbst, ob ihr den Weg
nehmet zu Mir, ob ihr euch helfen lasset, wo ihr selbst noch zu schwach seid. Doch Hilfe
ist euch immer gewiß .... und ihr solltet begreifen, was euch geboten wird, ihr solltet einmal nur ernsthaft nachdenken, und schon dieser Wille würde euch rechte Gedanken
eintragen, denen ihr nur zu folgen brauchtet. Denn Ich tue alles für euch, Ich bin zu
jeder Hilfe bereit .... nur eines kann Ich nicht: euch wider euren Willen zur Vollkommenheit zu führen. Daß nun euer Wille äußerst geschwächt ist, steht fest, besonders in
der letzten Zeit vor dem Ende ....
Aber gerade in dieser Endzeit wirke Ich ungewöhnlich
gnadenreich auf die Menschheit ein, und es ist für euch somit nicht unmöglich, den
Weg zu Mir zu finden. Und ihr werdet in der Endzeit stets mehr ungewöhnlich begabte
Menschen finden, die den Weg zu Mir genommen haben und nun von Mir Licht und
Kraft in ungewöhnlichem Ausmaß entgegennehmen ....
Und an ihnen könnten sich
noch viele aufrichten und den gleichen Weg gehen, denn ihr alle seid bestimmt zur Vollendung, und ihr alle könnet auf Erden dieses Ziel erreichen, wenn ihr es nur vollernstlich wollt ....
Amen
B.D. 7144
empfangen am 13.6.1958
Hilfe der guten geistigen Kräfte ....
Wer sich den geistigen Kräften übergibt, die in Meinem Auftrag wirken, der wird
auch immer gut betreut werden, denn der Wille des Menschen bestimmt sie nun zu
ihrem Wirken, der Mir zugewandt ist und der ihnen daher auch das Recht gibt, ihr
Betreueramt auszuführen ....
Jeder Mensch, der guten Willens ist, soll sich nur stets den
guten Kräften im All hingeben, immer mit dem Ziel, daß alles geschehe nach Meinem
Willen, und also nun auch vollvertrauend Hilfe aus der Lichtwelt erwarten, so er solche
benötigt. Kein gläubiger Mensch ist schutzlos sich selbst überlassen, und mag es ihm
auch scheinen, daß er ganz vereinsamt auf Erden wandelt; er ist immer umgeben von
Wesen, die ihm wohlwollen, weil sein innerstes Denken Mir zugewandt ist ....
Und er
könnte in diesem Bewußtsein wahrlich sorglos durch das Erdenleben gehen, denn
Menschen werden ihm niemals so treu ergeben und so hilfsbereit sein wie diese geistigen Wesen, die in Meinem Auftrag an euch tätig sind, die euch führen in Meinem Willen .... die immer nur Meine Licht- und Liebeboten sind, die Ich um ihrer eigenen
Beglückung willen sich betätigen lasse an ihren Schutzbefohlenen. Und wo ihr geht und
steht, befindet ihr euch in deren Obhut, sie wirken auf eure Gedanken ein, sie warnen
und mahnen euch, sie treiben euch zu dieser oder jener Tätigkeit an .... und tun doch
immer nur das, was sie als Meinen Willen erkennen, so daß ihr also von göttlichem
Schutz sprechen könnet, daß ihr von Mir Selbst euch betreut fühlen dürfet, weil Ich
doch um alles weiß, was euch dienet. Darum solltet ihr auch jede bange Sorge fallenlassen, ihr solltet euch nicht fürchten vor Unheil oder Fehlschlägen, ihr solltet jederzeit
wissen, daß solche nicht nötig sind, wenn ihr im festen Glauben an Meine väterliche
Fürsorge euch auch jenen Kräften anvertraut, die Ich Selbst euch zur Betreuung zugewiesen habe ....
Und ihr solltet eure Herzen mit Liebe erfüllen .... denn dann zwingt ihr
Mich Selbst zur Gegenwart, und dann kann euch wahrlich nichts mehr geschehen, weil
dann eure Bindung mit Mir so offensichtlich ist, daß sich der Kreis der Lichtwesen um
euch schließt, was soviel bedeutet, als daß keine finstere Macht euch mehr bedrängen
kann. In der Liebe aber seid ihr alle noch schwach und darum in der Furcht um so stärker ....
Und diese Furcht will Ich euch zuvor nehmen und euch daher versichern, daß ihr
ständigen Schutz zu erwarten habt, sowie nur euer Wille Mir zugewandt ist, d.h., daß
ihr Mich Selbst anerkennt als euren Gott und Vater und daß ihr Mir bewußt nun zustrebet, also das Verlangen habt, von Mir angenommen zu werden ....
Denn dieses Verlangen erst gibt allem guten Geistigen das Recht, euch seinen Schutz zu gewähren. Und
habt ihr erst einmal eure Furcht überwunden, dann wird auch die Liebe sich stets mehr
entfalten und die Bindung mit Mir ist nun auch hergestellt, die ihr ersehnet. Und ihr
sollt wissen, daß Meine Liebe euch ständig gilt und daß Ich nicht will, daß ihr leidet. Ihr
sollt wissen, daß auch alles lichtvolle Geistige liebeerfüllt und darum auch mächtig
ist ....
Aber ihr sollt nicht geistige Wesen anrufen isoliert von Mir ....
Denn dieser Ruf
wird nicht gehört, aber von anderen Wesen erfüllt werden, sowie nicht diese willensmäßige Zuwendung zu Mir vorangegangen ist. Daher soll euer Glaube an Mich ein
lebendiger sein, nicht nur eine Form; und der lebendige Glaube trägt auch den festen
Willen in sich, Mir nahezukommen, jenen Willen, der dann erst das Heer seliger Geistwesen bestimmt, euch zu helfen und zu dienen in Meinem Auftrag ....
Amen
B.D. 7145
empfangen am 15.6.1958
Auch das kleinste Geschehen ist
in der Liebe und Weisheit Gottes begründet ....
Nichts soll euch Anlaß geben, zu zweifeln an Meiner Liebe, Weisheit und Macht ....
Immer nur sollet ihr an einen Gott denken, Der in Seiner Weisheit jedes, auch das kleinste Geschehen vorbedacht hat und Dessen Liebe immer einen Zweck damit zu erreichen sucht. Ihr Menschen könnet zwar weder Meinen Heilsplan übersehen noch recht
verstehen, weil euer Denken noch begrenzt ist. Ich aber sehe Ewigkeiten voraus, Ich
weiß, wie die Auswirkungen jedes kleinsten Geschehens sind und daß immer auch Seelen dadurch zur Reife kommen können. Und darum sollt ihr alles Mir überlassen und
auch für alles Verstehen aufzubringen suchen .... ihr sollt wissen, daß immer Meine
Liebe, Weisheit und Macht dahintersteht .... und ob euch das noch so zweifelhaft
erscheinen mag. Denn auch die finstere Welt steht unter Meinem Willen, und wenn ihre
Kräfte auch die schlechtesten Absichten verfolgen, so muß doch vorerst Meine Zulassung ihnen die Ausführung ermöglichen, und auch solche Zulassungen erkenne Ich
mitunter als segensreich für euch, weshalb Ich also jenen Kräften ihr Wirken nicht
gänzlich unterbinde. Nur glauben sollet ihr an Meine Liebe, Weisheit und Macht ....
Ihr
verstehet vieles nicht und könnt es auch nicht verstehen, solange ihr noch nicht im Licht
der Erkenntnis steht. Aber daß ihr aus Meiner Liebe einst hervorgegangen seid, das sollet ihr glauben und auch, daß diese Meine Liebe ewiglich nicht mehr vergehen kann.
Und ist es euch möglich, ganz fest und überzeugt an Meine Liebe zu glauben, dann wird
es euch auch leichtfallen, alles von diesem Standpunkt aus anzusehen. Und das sichere
Gefühl, euch in Meiner Liebe geborgen zu wissen, wird euch beseligen und euch auch
den inneren Frieden geben. Ihr werdet euch Mir vollgläubig hingeben, immer in der
Gewißheit, daß nur das über euch kommen kann, was euch zum Heil gereicht, denn
daß Mir alle Macht zu Gebote steht, werdet ihr nicht bezweifeln; und auch unbegrenzte
Weisheit werdet ihr Mir nicht aberkennen, weil alles Geschöpfliche um euch diese
beweiset. Und nun werdet ihr auch wissen, was Ich unter „Anerkennen Gottes“, unter
dem „Glauben an Gott“ verstanden haben will ....
Daß ein höchstes Wesen über euch
Menschen ist, werden nur die wenigsten leugnen, aber erst die Überzeugung, daß dieses Wesen in Sich Liebe, Weisheit und Macht ist, kann Ich werten als „Anerkennung
Meiner Selbst“ ....
Und diese Überzeugung sollet ihr alle zu gewinnen suchen, und es
gehört dazu auch, daß ihr nicht zweifelt an Meiner Vollkommenheit, wenn euch
Geschehen oder Erleben unbegreiflich erscheinen, wenn ihr sie nicht mit Meiner Liebe,
Weisheit oder Macht in Einklang zu bringen vermögt. Ich stehe über allem, Ich weiß um
alles, Ich regiere Himmel und Erde, die lichtvolle und auch die finstere Welt ....
Und daß
Ich auch den verschiedenen Kräften eine gewisse Freiheit lasse, ist auch nur begründet
in Meiner Liebe, Weisheit und Macht, denn letzten Endes dienet alles zur Vollendung,
wenn es nur recht ausgewertet wird. Ist aber in euch Menschen dieser tiefe Glaube
erwachsen, dann werdet ihr getragen über die schwersten Schicksalsschläge hinweg,
denn sie werden euch nicht sonderlich berühren, weil ihr euch immer in Meiner Liebe
geborgen wisset, die wahrlich nicht anders als segenbringend an euch handeln kann .... was einmal auch hell eurem geistigen Auge wird ersichtlich sein und ihr dann auch die
vielen unnötigen Sorgen und Gedanken werdet sehen, die euch im Erdenleben belastet
haben. Meine Liebe, Weisheit und Macht umhegt wahrlich jeden einzelnen von euch
Menschen, keiner braucht sich zurückgesetzt zu fühlen, allen gilt die gleiche Sorge um
ihr Seelenheil, allen will Ich Hilfe bringen, alle will Ich zurückgewinnen für Mich, allen
will Ich den Weg ins Vaterhaus zeigen ....
Aber die Mittel sind bei allen verschieden,
deren Anwendung Erfolg verspricht. Doch die gleiche Liebe, Weisheit und Macht steht
immer dahinter, was auch an oder um euch sich abspielt. Und wenn ihr euch bedenkenlos Mir anvertraut, dann habt ihr eigentlich alles getan, was ihr auf Erden tun sollt, denn
eure gänzliche Hingabe an Mich macht es Mir nun möglich, Meinen Willen in euch einströmen zu lassen, und dann werdet ihr auch nach Meinem Willen leben ....
Ihr seid
dann zurückgekehrt zu Mir, und euer Erdenwandel geht nun auch erfolgreich zu Ende,
ihr werdet bald das Erdenleben vertauschen können mit dem Leben im geistigen Reich,
wie ihr auch blitzschnell alle Zusammenhänge erkennen und Mir nur Lob und Dank
singen werdet, daß Ich euch diesen Erdenweg zurücklegen ließ ....
Zweifelt niemals an
Meiner Liebe, Weisheit und Macht ....
Dann erkennet ihr Mich lebendig an, und dann
ist nur noch ein kleiner Schritt nötig zu eurer Vollendung ....
Amen
B.D. 7146
empfangen am 17.6.1958
Jede Seele tritt bewußt ihren Erdengang an ....
Viele von euch sind sich dessen nicht bewußt, daß sie mit vollem Willen ihre letzte
Verkörperung angetreten haben und daß ihnen die Kenntnis um ihren Erdenlebenslauf
nicht vorenthalten wurde, bevor sie sich verkörpern durften. Aber diese Kenntnis hielt
sie nicht zurück, erkannten sie doch gleichzeitig auch die Möglichkeit, dadurch einen
überlangen Qualzustand beenden zu können, und sie zögerten daher auch nicht, den
Gang über die Erde anzutreten. Daß ihnen dann die Rückerinnerung an diese Vergünstigung genommen wurde, mußte sein ihrer Willensfreiheit wegen .... aber daß der
Mensch auf Erden lebt in dieser oder jener Situation, soll ihm immer ein Beweis sein
dafür, daß er sich zuvor nicht gesträubt hat, trotzdem ihm seine ganze Lebenslage, sein
schicksalsmäßiger Ablauf, gezeigt wurde, denn er wäre nicht zu einem solchen Gang
gezwungen worden, so er selbst nicht wäre einverstanden gewesen. Zwar wird diese
Behauptung auf Erden keinen Glauben finden, doch sie soll denen zum Trost dienen,
die ein schweres Erdenlos zu tragen haben; sie sollen wissen, daß auch der Erfolg entsprechend ist, daß es für sie der letzte kurze Leidensgang sein kann, den sie mit einem
unbeschwerten, herrlichen Los vertauschen bei ihrem Abscheiden von dieser Erde, und
sie sollen immer daran denken, daß die Zeit nicht ewig währet, da sie auf Erden weilen.
Zwar werden zahllose Menschen versagen, obgleich sie willig waren, diesen kurzen
Erdengang mit Erfolg zurückzulegen ....
Aber es mangelt auch keinem Menschen an
Kraft, sowie sie diese aus Gott schöpfen, indem sie mit Ihm die Bindung herstellen ....
Wenn sie es nicht tun, so ist dies ihr freier Wille, der in keiner Weise bestimmt wird. Der
Preis, um den es geht im Erdenleben, ist zu hoch, als daß er nicht auch eine gewisse
Anstrengung erfordert ....
Es kann dem Menschen, d.h. dessen Seele, das Leben in Seligkeit nicht geschenkt werden, er muß es sich erwerben, er muß einen Kampf führen um
den herrlichsten Besitz, um Freiheit, Licht und Kraft .... und er muß selbst den Willen
dazu aufbringen, den Sieg zu erringen. Und er kann dies in jeder Lebenslage tun, und je
härter diese ist, desto höher ist auch der Preis, den er erringt. Und wenn ihr im irdischen Leben euch nur bedenket, welche Anstrengungen ihr es euch kosten lasset, um
ein bestimmtes Ziel zu erreichen, das doch wahrlich nicht zu vergleichen ist mit jenem
Ziel, so wisset ihr es genau, daß es nur an eurem Willen liegt, euch für einen solchen
Kampf einzusetzen ....
Und den gleichen festen Willen solltet ihr darum auch aufbringen, wo weit mehr auf dem Spiel steht als nur irdischer Erfolg und irdisches Glück ....
Und wenn ihr immer bedenket, daß ihr einstmals bereit waret, diesen Erdenweg zu
gehen, dann werdet ihr aus dieser Gewißheit Kraft schöpfen und immer wissen, daß
Einer mit euch geht, Der immer bereit ist, euch mit Kraft zu versorgen, euch zu unterstützen, und Der auch die schwersten Lebenslagen zu überwinden euch hilft .... vorausgesetzt, daß ihr Ihn darum angeht ....
Es ist keines Menschen Schicksal zufällig, es ist seinem Reifegrad entsprechend und seiner Seligkeit zuträglich. Und es wird der Mensch
auch immer Herr seiner Lage werden, sowie er Kraft anfordert bei Gott ....
Aber es wird
sein Leben vergeblich gelebt sein, wenn er sich auf seine eigene Kraft verläßt und
dadurch sich wieder in die Hände dessen ergibt, aus dessen Fesseln er freikommen soll
im Erdenleben ....
Amen
B.D. 7147
empfangen am 18.6.1958
Gott wurde schaubar in Jesus Christus ....
Wer sich zu Mir bekennt, der wird auch aufgenommen werden in Mein Reich, denn
er ist schon ein Anwärter Meines Reiches, sowie er wieder den Weg zurückgefunden hat
zu Mir, von Dem er sich einst getrennt hat in freiem Willen. Er erkannte Mich nicht
mehr an, und dies war die Sünde wider Mich, seinen Gott und Schöpfer von Ewigkeit,
die nicht anders getilgt werden konnte als durch die bewußte Anerkennung Meiner
Selbst ....
Und auf daß dies dem Menschen möglich wurde, habe Ich Selbst Mich in dem
Menschen Jesus verkörpert ....
Denn es war der Grund des Abfalles von Mir, daß Meine
Geschöpfe Mich nicht zu schauen vermochten ....
Darum wandten sie sich dem zu, der
ihnen schaubar war, der an ihrem Entstehen gleichsam mitbeteiligt war und der selbst
sich trotz hellster Erkenntnis willensmäßig trennte von der Gottheit, Die auch er nicht
schauen konnte. Und darum bin Ich in Jesus Christus euch Menschen zu einem schaubaren Gott geworden, und der Anlaß, Mir die Anerkennung zu verweigern, fiel durch
diese Meine Menschwerdung nun eigentlich weg ....
Aber die Anerkennung Meiner
Selbst setzt nun auch gleichzeitig die Anerkennung des Erlösungswerkes Jesu Christi
voraus ....
Es ist durch die große Schuld der Ursünde für euch Menschen eine Erlösung
davon nötig geworden, es mußte erst die Schuld getilgt sein, weil Ich sündig gewordene
Geschöpfe nicht mehr aufnehmen konnte, oder auch: weil Meine Gerechtigkeit eine
Sühne für diese Schuld forderte, die dann erst wieder das alte Verhältnis herstellte zwischen den Geschöpfen und Mir .... das durch jene Sünde gestört worden war. Durch den
Menschen Jesus nun wurde dieses Sühnewerk für die Menschheit dargebracht, doch in
diesem Menschen Jesus manifestierte Ich Selbst Mich, denn Ich Selbst wollte euch
Menschen erlösen von der großen Schuld, nur mußte Ich Mich dazu einer menschlichen Hülle bedienen, die dann aber auch für ewig Mich in sich bergen sollte, auf daß
Meine Wesen nun ihren Gott und Schöpfer schauen konnten, auf daß sie in Ihm nun
ihren Vater erkennen und lieben konnten, Dem sie sich nun ohne Scheu nahen dürfen,
ohne vergehen zu müssen vor Seiner Liebeglut ....
Und es hat also jeder Mensch den
Rückweg angetreten ins Vaterhaus, der den göttlichen Erlöser Jesus Christus anerkennt,
weil er gleichzeitig Mich Selbst in Ihm anerkennt und nun durch das Erlösungswerk
auch seine Ursünde getilgt ist. Er wird also nun auch aufgenommen in Mein Reich, Ich
komme als Vater Meinem Kind entgegen, denn Ich Selbst habe Mich niemals von ihm
getrennt, nur ließ Ich seinen Willen gelten, der sich von Mir abwandte, weil er frei war.
Und so auch muß nun der freie Wille wieder tätig werden und die Rückkehr zu Mir
erstreben. Und das beweiset der Mensch durch die bewußte Anerkennung Jesu Christi
und Seines Erlösungswerkes und die bewußte Bindung mit Ihm durch seinen Ruf und
Bitte um Erlösung. Denn er fühlt es, daß er gebunden ist, solange er Mich in Jesus
Christus noch nicht gefunden hat. Die Anerkennung Meiner Selbst ist ein freier Willensakt, der aber einen Ewigkeiten-währenden Zustand wandelt, der vom Tode zum
Leben führt, der aus der Nacht herausführt zum Licht ....
Denn die Anerkennung Meiner Selbst in Jesus Christus wird auch unwiderruflich eine Wesenswandlung nach sich
ziehen, es wird der Mensch wieder eintreten in die göttliche Ordnung .... er verläßt das
Gebiet, das ewige Zeiten sein Aufenthalt war, und geht in lichtvolle Sphären ein, wenngleich sein Körper noch auf der Erde weilt ....
Aber die Seele .... das Geistige, das einst
gefallen war .... strebt wieder ihrer Heimat zu, denn das Anerkennen Meiner Selbst in
Jesus Christus wird immer verbunden sein mit Kraft und Lichtzufuhr, so daß der
Mensch erkennt, was gut und recht ist, und auch sein Wollen und Handeln nun gut und
recht sein muß. Denn nun gehe Ich nicht mehr von der Seite Meines Kindes, das zu Mir
gefunden hat, und in Meiner Führung wird es auch sicher sein Ziel erreichen, es wird
als Mein Kind angenommen werden im Vaterhaus, wo es leben wird in Freiheit und
Licht und Seligkeit, wo es schaffen wird mit Mir und in Meinem Willen, wie es seine
Bestimmung ist und war von Anbeginn ....
Amen
B.D. 7148
empfangen am 19.6.1958
Erleuchtung der Jünger erst nach dem Kreuzestod Jesu ....
Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr fasset es nicht ....
Wie oft sprach Ich diese
Worte zu Meinen Jüngern, die wohl ständig um Mich waren und doch es oft nicht
begreifen konnten, wer mit ihnen redete und in welchem Verhältnis sie zu Dem standen, Der zu ihnen sprach ....
Aber sie waren noch nicht von Meinem Geist erleuchtet ....
Und Meinen Geist konnten sie erst empfangen, nachdem Ich das Kreuzesopfer dargebracht hatte für die gesamte Menschheit. Es wäre aber auch ganz zwecklos gewesen,
Meine Jünger schon zuvor in die tiefsten Weisheiten einzuführen, wenngleich die Vorarbeit dazu wohl von Mir aus geleistet wurde. Denn ihre Aufgabe bestand lediglich
darin, in die Welt hinauszugehen und den Menschen das Evangelium der Liebe zu verkünden und ihnen von Mir und Meinem Erlösungswerk Kunde zu bringen, denn es
war dies das Wichtigste für alle Menschen, daß sie in Mir den Erretter sahen von Sünde
und Tod, den Einen, Der allein sie befreien konnte aus der Nacht des Todes. Das, was
Meine Jünger für dieses Lehramt wissen mußten, das wurde ihnen durch Meinen Geist
offenbart, und sie konnten daher ihr Lehramt recht versehen, sie konnten den Menschen Aufklärung geben, die solche verlangten, und sie selbst konnten auch zuweilen
hell schauen und Einblick nehmen in das Reich des Geistes ....
Denn sie wurden auch
aus jenem Reiche belehrt, sie standen in Verbindung mit Mir und der lichtvollen Welt,
und sonach war es auch in ihnen selbst hell und klar ....
Sie erkannten Mich als ihren
Gott und Schöpfer von Ewigkeit, als ihren Vater, Der zu Seinen Kindern herabgestiegen
war, um ihnen Hilfe zu bringen in größter geistiger Not. Aber diese vollste Erkenntnis
hatten sie erst nach der Ausgießung des Geistes, nach Meiner Auffahrt zum Himmel ....
Solange Ich Selbst unter ihnen wandelte, sahen sie Mich doch als Mensch an,
wenngleich die Gottheit aus Mir ständig Sich äußerte, sowohl in Reden als auch in den
Werken des Menschen Jesus. Und es mußte dies so sein, sie mußten in völliger Unbefangenheit Meinen Erdenwandel verfolgen können bis zu Meinem Tode, denn auch sie
waren freie Wesen, die keinerlei geistiger Zwang bestimmen durfte zu ihrem Denken,
Wollen und Handeln. Und darum konnte ihnen auch nicht vor der Ausgießung des Geistes alles offenbart werden, weil sie daran zerbrochen wären, d.h. ihr Verstand es nicht
hätte verarbeiten können und sie auch nicht zu tauglichen Verkündern Meiner Liebelehre hätten werden können, die als Mensch mitten unter Menschen gehen sollten und
ihnen gleichfalls keine zum Glauben zwingenden Beweise hätten erbringen dürfen. Ich
kannte Meine Jünger, Ich wußte um ihren Reifezustand, und Ich gab ihnen stets das, was
sie zu fassen vermochten .... aber die Erkenntnis kam ihnen dann blitzartig, als sich
Mein Geist über diese Jünger ergoß. Und so wird jeder Mensch belehrt werden, wenn
Ich Selbst das Licht anzünden kann in ihm, und dann erst werden ihm auch tiefere
Weisheiten erschlossen werden können, für die er zuvor kein Verständnis hat. Dennoch
sollt ihr, Meine Jünger der Endzeit, das Wissen, das ihr selbst empfanget, wieder hinaustragen in die Welt, denn es kann dazu beitragen, daß einen Menschen das Verlangen
befällt nach Meinem Geist ....
Aber erst dann wird ihn das Wissen beglücken, was er
zuvor wohl mit dem Verstand aufnahm, das aber erst zum Herzen dringen muß, um
lebendig zu werden, wenn in ihm das Licht der Erkenntnis entzündet wird ....
Und
darum sollt ihr immer als erstes Meine Liebelehre verkünden, denn die Liebe allein
macht es möglich, daß Ich Meinen Geist ausgießen kann, die Liebe allein entzündet das
Licht, denn die Liebe ist Selbst das Licht von Ewigkeit, und wer in diesem Licht steht,
der ist wahrlich der Nacht entflohen, ihm enthüllen sich alle Geheimnisse, denn Ich
Selbst offenbare Mich ihm, und er wird selig sein ....
Amen
B.D. 7149
empfangen am 20.6.1958
Verantwortung der Eltern und Kinder ....
In völliger Unkenntnis beginnt ihr euer Erdendasein als Mensch. Die Seele ist noch
von geistiger Finsternis umfangen, weil sie erst in den Zustand des Ichbewußtseins
kommen muß, bevor sie nun auch darangehen kann, die dichte Hülle um sich aufzulösen. Sie kann dies auch schon tun, ohne ein besonderes Wissen empfangen zu haben,
denn sie kann schon in frühester Jugend die guten Empfindungen in sich hervortreten
lassen, obgleich sie nicht einer gewissen Erkenntnis gemäß handelt. Aber es muß
immer sich der Mensch seiner selbst bewußt sein, ansonsten sein Denken und Handeln
nicht bewertet werden könnte. Ein solches Kind bringt schon frühzeitig in sich den Liebefunken zur Entfaltung; es ist gut, weil es von innen heraus dazu angetrieben wird .... wohingegen ein anderes Kind im gleichen Ichbewußtseins-Zustand den schlechten
Trieben in sich nachgibt, obgleich es das leise Gefühl unrechten Handelns in sich spürt.
Von Erkenntnis kann in beiden Fällen noch keine Rede sein, doch der Liebefunke ist in
jeden Menschen gelegt, und so ist die anfängliche Handlungsweise bei Kindern nur
darum verschieden, weil deren Seelen verschieden auf das innere Drängen reagieren,
aber ein jedes Kind sich doch bewußt ist, ob es gut oder schlecht handelt .... sowie es erst
einmal selbst das Stadium des Ichbewußtseins erreicht hat. Und nun wird dem Kind
also langsam auch ein Wissen vermittelt .... es lernt Ordnungsgesetze kennen, d.h., es
wird ihm stets mehr verständlich, und es wird es auch an sich selbst erfahren, was sich
gut oder was sich schlecht auswirkt .... es wird ihm der Begriff von Gut und Böse beigebracht, und wieder werden nun die heranwachsenden Menschen verschieden reagieren, je nachdem sie selbst die Flamme der Liebe in sich entfachen und sich von innen
heraus beeinflussen lassen. Und entsprechend wächst auch die Erkenntnis, oder die
anfängliche Blindheit der Seele bleibt bestehen, denn das von außen dem Menschen
zugeführte Wissen braucht noch lange keine Erkenntnis zu sein, sondern es wird erst
dazu, wenn die Liebe im Menschen das Wissen belebt ....
Es kann zwar das Wissen den
Verstand erfüllen, doch es bleibt dann immer nur ein Blendlicht, das nicht die Kraft hat,
in der Seele des Menschen Helligkeit zu verbreiten, und die Seele darum weiter von
Hüllen umgeben ist. Zur Verantwortung gezogen aber wird der Mensch von dem Zeitpunkt an, wo er sich seiner selbst bewußt ist, wo er in sich die Stimme des Gewissens
vernehmen kann .... wo also das Gefühl für Gut oder Böse in ihm erwacht ist, was bei
dem einen Kind früher, bei dem anderen später sein kann, aber die Voraussetzung ist
dafür, daß es sich verantworten muß für sein Tun. Doch immer wird der Schwäche
einer solchen Seele Rechnung getragen, die frühzeitig wieder das irdische Leben hingeben muß. Immer wird der Reifegrad in Betracht gezogen und auch das dem Menschen bisher zugeführte Wissen. Denn volle Erkenntnis kann nicht als Maßstab gelten,
da eine solche erst durch die Liebe gewonnen werden kann. Der Liebe entsprechend
aber wird der Mensch gewertet, und diese kann in jedem Menschen entzündet werden
und aufflammen, es kann aber auch der Liebefunke erstickt werden, und das bedeutet
immer auch schlechtes Denken und Handeln, das in Erscheinung tritt, sowie sich der
Mensch als Wesen bewußt wird, das seinen Willen gebrauchen kann und das diesen
Willen gebrauchen wird entsprechend seiner bösen, nicht liebewilligen Seele und das
sich auch einem ihm zugeführten Wissen verschließen wird .... also eine „Erkenntnis“
nicht diesen inneren bösen Trieb erstickt. Erst wenn ein Kind beeinflußt werden kann,
etwas Gutes zu tun, kann sich diese böse Triebhaftigkeit verlieren und dann sich auch
die Stimme des Gewissens wieder vernehmlicher äußern. Und darum liegt eine übergroße Verantwortung auf den Eltern, die alles daransetzen sollten, in dem Kind die
Liebe zu erwecken, die es anhalten sollen zu kleinen Hilfeleistungen und so in den Kindern das Gefühl der Hilfsbereitschaft ausbilden und allzu egoistische Triebe in ihnen zu ersticken ....
Denn sowie nur der Liebefunke entzündet worden ist, wird er sich auch
ausbreiten, und es wird die Seele nicht mehr in Finsternis gehüllt sein, es wird von selbst
Licht werden im Herzen, und das Denken und Handeln des Kindes wird nun schon ein
bewußtes sein und ihm bald auch das Licht der Erkenntnis eintragen, sowie ihm nun
das entsprechende Wissen vermittelt wird ....
Denn die Liebe ist alles .... und zur Liebe
fähig ist jeder Mensch, weil Gott Selbst in jeden Menschen einen Funken gelegt hat,
den Anteil Seiner Selbst, um ihn aus dem Zustand des Todes in den Zustand des Lebens
zurückzuführen ....
Amen
B.D. 7150
empfangen am 21.6.1958
Kämpfe der Diener Gottes gegen den Feind ....
Wenn die Stunde gekommen sein wird, da Ich die Mission eines Menschen als been-det ansehe, dann wird es auch der Mensch selbst erkennen und sich ergeben fügen in
sein Schicksal, denn er wird wissen, daß Ich ihn auf Händen trage und er nichts mehr
zu fürchten braucht. Doch wann diese Stunde sein wird, das ist auch von Mir vorausgesehen seit Ewigkeit, und nicht eine Minute eher wird der Mensch abgerufen von dieser Erde. Denn was sich in der Endzeit abspielt, sowohl im geistigen Reich als auch auf
der Erde, das weiß nur Ich allein, und es ist gerade in dieser letzten Zeit von größter
Wichtigkeit, daß die Meinen zusammenhalten im Kampf wider den Feind, der mit
erhöhtem Eifer wütet, weil er weiß, daß er nicht mehr lange Zeit hat. Jeder Mensch auf
Erden und jeder Lichtgeist im Jenseits, die also in Meinem Auftrag tätig sind, die bereit
sind, für Mich und Meinen Namen zu wirken, gehören zu den Meinen, und eines jeden
Aufgabe ist wichtig, angesichts der Unzahl derer, die Mir entgegenstehen ....
Und das
Leben eines jeden Menschen liegt in Meiner Hand. Ich werde es niemals verkürzen,
solange seine Mission auf Erden von Segen ist, weiß Ich doch auch, wie und in welcher
Weise den irrenden Menschen auf Erden und auch den Seelen im Jenseits Hilfe
gebracht werden kann. Aber es ist ein erbitterter Kampf, den Mein Gegner führt gegen
euch, um eben eure Mission zu untergraben. Und in diesem Kampf dürfet ihr ihn nicht
Sieger werden lassen, denn ihr habt immer Mich Selbst und Meine Kraft, ihr brauchet
nur Mich anzurufen und Kraft anzufordern ....
Und ihr werdet ihm widerstehen können, und mag es noch so unmöglich erscheinen, Herr zu werden über ihn. Doch auch
dieser Kampf ist einbezogen in Meinem Heilsplan, auch er ist nicht ohne tiefere Bedeutung, und wird er von euch bestanden, dann habt ihr ein großes Plus zu verzeichnen ....
Denn ihr wisset nicht um die weit zurückliegenden Vorgänge, die den Anlaß dazu
gaben. Aber ihr sollet euch auf Mein Wort verlassen, daß ihr nicht zu erliegen brauchet,
weil Meine Kraft euch unbeschränkt zur Verfügung steht ....
Und mit dieser Kraft seid
ihr fähig, ihn zu besiegen ....
Und Mein Wille ist es, daß ihr seiner Angriffe und Ränkespiele nicht achtet .... daß ihr unentwegt nur das Ziel verfolgt, Mir treue Dienste zu leisten unter Aufbietung aller Kraft ....
Und er wird von euch ablassen müssen, weil er an
eurem Widerstand abprallt, weil Meine Kraft ihm nun entgegentritt, der er nicht
gewachsen ist ....
Amen
B.D. 7151
empfangen am 22.6.1958
Naturkatastrophe vor dem Ende ....
Es wird die Erde in ihren Grundfesten erschüttert werden, weil einmal noch die
Menschen ganz deutlich hingewiesen werden sollen auf das Ende, weil einmal der
Gedanke an den Tod in ihnen aufsteigen soll, wenn sie sich Gewalten ausgeliefert sehen,
gegen die sie machtlos sind. Wie diese Erderschütterungen zustande kommen, danach
werden wohl viele Menschen fragen, aber die schnell aufeinanderfolgenden Ereignisse
werden ihnen keine Zeit lassen, sich Antwort zu geben ....
Denn es erfolgen nun in einzelnen Gebieten auf der Erde Detonationen von größtem Ausmaß, die den Menschen
jede Denkfähigkeit nehmen, denen sich dann ein Wüten der Naturelemente anschließt,
dessen Folgen unvorstellbar sind und erst nachher von den Überlebenden übersehen
werden können. Und diese werden dann geneigt sein, zu glauben, daß menschliche
Forschungsversuche die Ursache gewesen sind zu jenem unfaßbar großen Zerstörungswerk. Doch sie irren ....
Es ist Meine Stimme, die so gewaltig ertönet und ertönen
muß, weil die Menschen Mir nicht mehr Gehör schenken, wenn Ich sie leise anspreche,
und um ihrer selbst willen ein letztes Rettungswerk vor dem kurz darauf folgenden
Ende noch nötig ist. Unzählige Menschen werden ihr Leben dabei verlieren, gute und
böse Menschen werden dem Zerstörungswerk zum Opfer fallen, aber es kann den
Überlebenden noch zum Segen gereichen, wenn sie ihre Lehren daraus ziehen, wenn sie
Mich erkennen lernen und fortan den Weg mit Mir wandeln ....
Schon lange kündige
Ich dieses Ereignis an, doch Glauben finde Ich wenig, weil sich die Menschen keine Vorstellung machen können von einem so gewaltigen Naturgeschehen und weil auch ein
solches noch nicht erlebt worden ist seit Beginn dieser Erdperiode ....
Doch Erwähnung
ist dessen immer getan worden, und wenn die Menschen nur einen Funken Glauben
haben an Mein Wort, dann würden sie auch einmal damit rechnen, was ihnen angekündigt wurde lange Zeit zuvor. In der Endzeit jedoch ist jeglicher Glaube geschwunden,
und selbst den Meinen fällt es schwer, diese Ankündungen ernst zu nehmen, obwohl sie
willig sind und Mir in Liebe immer verbunden. Aber plötzlich und unerwartet werden
sich die ersten Anzeichen bemerkbar machen, daß sich kosmische Veränderungen zeigen, daß scheinbar alles aus der gesetzlichen Ordnung gerät; es werden seltsame Beobachtungen gemacht werden am Sternenhimmel, es werden bedrohliche Verfinsterungen eintreten für kurze Zeit, aber immer wieder wird eine scheinbare Ruhe danach sein,
bis sich die Naturelemente entfesseln werden so schnell und furchtbar, daß keinem
Menschen Zeit bleibt zur Überlegung, daß es dann nur eine Hilfe gibt, gedanklich zu
Mir zu rufen um Beistand in größter Not und Gefahr ....
Alle Menschen, die zuvor
Kenntnis genommen haben .... auch wenn es ihnen nicht glaubhaft schien .... stehen in
einer großen Gnade, weil sie um diesen einzigen Weg wissen und nur Mich anzurufen
brauchen im Geist und in der Wahrheit. Aber auch viele von ihnen werden nicht fähig
sein zu denken, und allen diesen gebe Ich nur den Rat, sich zuvor schon an Mich zu
wenden, daß Ich ihnen beistehen möge .... und Ich nehme diese Bitte an, weil sie Mir
auch ihren Glauben beweisen, den Ich dann sichtlich stärken will ....
Wie sich das
Geschehen abspielen wird, braucht euch Menschen nicht erklärt zu werden, denn es
würde euch zu nichts dienen; aber daß es sich abspielen wird, daß es alles übertreffen
wird an Not und Elend, was bisher geschah, das könnet ihr glauben. Und ihr könnet
auch mit innerer Gewißheit euren Mitmenschen davon Kunde geben, denn es kann nur
von Segen sein, zu wissen, daß alles vorbestimmt ist von eurem Gott und Schöpfer,
doch nicht, um euch zu schaden, sondern nur um euren Seelen zu nützen, die sich in
äußerster Gefahr befinden verlorenzugehen. Denn kurze Zeit danach folgt das Ende
dieser Erde, das aber nicht von Mir aus heraufbeschworen wird, sondern durch
menschlichen Willen stattfindet, den Ich aber nicht hindere, alles-zerstörende Versuche auszuführen, weil auch für die entgeistete Menschheit die Zeit gekommen ist, wo eine
Scheidung stattfinden muß .... weil alles aus der Ordnung-Getretene wieder zur Ordnung geführt werden soll, auf daß die ins Stocken geratene Aufwärtsentwicklung nun
wieder ihren Fortgang nehmen kann auf einer neuen Erde, die Meine Liebe, Weisheit
und Macht wiedererstehen lässet nach Meinem Heilsplan von Ewigkeit ....
Amen
B.D. 7152
empfangen am 23.6.1958
Gottes Wort: Unverfälschte Wahrheit ....
Warum zögert ihr Menschen, die reine Wahrheit entgegenzunehmen? ....
Ich spreche
hiermit jene an, die ein Geistesgut zurückweisen, nur weil es auf ungewöhnlichem Wege
empfangen wurde, weil es nicht durch Studium oder Verstandesdenken erworben
wurde, sondern sichtlich einen anderen Quell bekundet, dem es entströmt ist. Warum
schätzet ihr denn das Wissen, das ihr besitzet, so überaus hoch ein, daß ihr es nicht hinzugeben willig seid? Wer garantiert euch denn die Wahrheit dieses Wissens, das wohl
immer wieder vom Menschen zu Menschen übertragen wurde, das aber naturgemäß
auch immer Veränderungen erfahren mußte, weil nichts rein erhalten bleibt, was einstmals in aller Reinheit der unvollkommenen Menschheit zugegangen ist. Ich als die
Ewige Wahrheit werde immer dafür sorgen, daß die Wahrheit rein und unverfälscht
den Menschen zugeleitet wird, aber Ich kann es um ihrer Willensfreiheit wegen auch
nicht verhindern, daß diese reine Wahrheit immer wieder verbildet wird. Solches aber
müßte auch euch Menschen einleuchten, daß für die Reinerhaltung keine Garantie
gegeben ist ....
Also müßte es jedem einzelnen von euch verständlich sein, daß Ich
immer wieder dafür Sorge trage, daß sich die Menschen in der Wahrheit bewegen können .... und ihr müßtet dankbar sein und verlangend diese Wahrheit entgegennehmen,
sowie sie euch angetragen wird. Was aber tut ihr Menschen? ....
Ihr feindet jene an, die
euch etwas gar Köstliches anbieten; ihr schüttelt sie von euch ab wie lästige Insekten,
und ihr verscherzet euch so die Möglichkeit, daß Ich Selbst euch anrede und euch „in
die Wahrheit leite“, wie Ich es verheißen habe. Ihr gebt euch zufrieden mit etwas Wertlos-Gewordenem, mit einer Speise, die keinen Nährwert mehr hat, denn es soll eure
Seele während des Erdenlebens ausreifen, und sie braucht dazu eine kräftige Nahrung,
die allein nur Mein Wort, das da ist die Wahrheit aus Gott, ihr geben kann. Ein Ausreifen der Seele aber ist unmöglich, wenn ihr eine Kost geboten wird, die keinerlei Kraft
mehr in sich birgt ....
Und eine solche Kost ist all euer Wissen, das ihr traditionsmäßig
übernommen habt, zu dem ihr selbst nicht einmal ernsthaft Stellung nahmet, das ihr
aber eifrig vertretet als Wahrheit und die reine Wahrheit aus Mir unbeachtet lasset, die
euch Meine Liebe immer wieder anbietet. Ihr glaubt zwar, als Mensch nicht fähig zur
Beurteilung zu sein, was Wahrheit oder Irrtum ist ....
Und ihr sprechet diese Urteilsfähigkeit auch euren Mitmenschen ab und bleibet deshalb mit Beharrlichkeit bei dem
Wissen, das euch eigen ist ....
Aber ihr vergesset, daß Ich .... als die Ewige Wahrheit .... nimmermehr euch Menschen in der Finsternis belassen will ....
Ihr vergesset, daß Ich
Selbst .... als das Licht von Ewigkeit .... auch euch Licht bringen will und wahrlich auch
dazu die Macht habe. Aber auch Mein Wirken an euch muß eurer Willensfreiheit wegen
im Rahmen des Naturmäßigen vor sich gehen, ansonsten es Mir ein leichtes wäre, euch
von oben laut und deutlich anzusprechen und euch Meinen Willen kundzutun. Und so
übermittle Ich also auf ganz natürlichem Wege euch Menschen immer und immer wieder die reine Wahrheit, wie Ich es euch verheißen habe. Denn auch Mein Wort „Himmel
und Erde werden vergehen, aber Mein Wort bleibt bestehen in Ewigkeit ....“ ist auch
eine Bestätigung dessen, denn nur die reine Wahrheit ist Mein Wort ....
Soll dieses
bestehenbleiben, so muß Ich es euch immer wieder in aller Reinheit zuleiten, weil es
von seiten der Menschen nicht vor Verunreinigung geschützt wird, weil Menschen
sowohl wortgemäß als auch sinngemäß ändern und verbilden, solange sie nicht in sich
den Geist erweckt haben, und weil diese Erweckung des Geistes selten nur stattfand bei
denen, die sich berufen glaubten, Mein Wort auszulegen. Ihr Menschen bewegt euch in
einem Wust von Irrtum .... ihr haltet euch zumeist nur an Worte, deren geistigen Sinn
ihr jedoch nicht fasset ....
Ihr kennt auch nicht die Zusammenhänge, weil das Wissen
darum erst die Folge der Erweckung des Geistes ist ....
Ihr habt auch nicht in euch das tiefe Verlangen, die Stimme eures Vaters zu hören, wenn ihr wirklich euch das „Wort
Gottes“ anhöret ....
Es ist mehr der Verstand und das Ohr als das Herz beteiligt, und Ich
Selbst kann nur durch das Herz euch ansprechen, also verhallt Mein Wort ohne Wirkung an euren Ohren ....
Zudem könnt ihr von Mir auch nur reine Wahrheit empfangen, wenn ihr ernsthaft Wahrheit begehret, weil ihr dann auch begehret, mit Mir als
der ewigen Wahrheit in Verbindung zu treten, weil ihr durch euer Begehren auch eure
Liebe und euren Glauben an Mich beweiset. Und so wisset ihr Menschen, die ihr den
Boten wehret, die euch die Wahrheit bringen wollen, daß ihr ohne Liebe und ohne
Glauben seid, selbst wenn euer Mund anders redet ....
Ihr wisset, daß euer Christentum nur ein Formchristentum ist, daß es kein lebendiges ist, ansonsten ihr zum Leben gelangt wäret und dann auch vom „Wirken des Geistes“ in euch sprechen könntet .... daß dann euer Denken recht geleitet würde durch
den Geist. Und dann würdet ihr auch unterscheiden lernen die reine, von Mir strömende Wahrheit und das „zusätzliche Menschenwerk“ .... die Lehren, die wohl einstens
von Mir ausgegangen, aber von euch Menschen so verbildet wurden, daß sie nicht mehr
als „Mein Wort“ bezeichnet werden können. Daß Ich aber immer wieder Mein reines
Wort euch Menschen zugehen lasse, das sichert euch auch das Zuführen der „reinen
Wahrheit“, die nur von Mir, als der ewigen Wahrheit, ausgehen kann. Daher aber könnet ihr sie wiederum nur direkt von Mir entgegennehmen oder euch von denen, die sie
direkt empfangen, belehren lassen .... denn eure Mitmenschen werden euch keine
Garantie geben können, Wahrheit auszuteilen, wenn sie ein Wissen verstandesmäßig
erworben oder traditionsmäßig übernommen haben. Ihr müsset immer damit rechnen, daß sich die Wahrheit niemals rein erhält, sowie unvollkommene Menschen ihre
Hüter sind .... es sei denn, sie sind von Meinem Geist erleuchtet. Dann aber werden sie
auch unbedenklich verurteilen und als Menschenwerk brandmarken, was nicht der
Wahrheit aus Mir entspricht ....
Immer wird das lebendige Wasser am Quell geschöpft
werden müssen, immer werde Ich als die Ewige Wahrheit der Ausgang eines Wissens
sein müssen, das ihr Menschen als Wahrheit annehmen sollet, und immer werdet ihr
daher die Bindung zuvor herstellen müssen mit Mir Selbst, wollet ihr in den Besitz von
Wahrheit gelangen ....
Aber daß sie euch nicht vorenthalten wird, dessen könnet ihr
gewiß sein, die ihr ernsthaft die Wahrheit begehret ....
Amen
B.D. 7153
empfangen am 25.6.1958
Bewußtes Arbeiten des Menschen an seiner Seele ....
Nichts darf euch davon zurückhalten, die Arbeit an eurer Seele zu leisten,
denn sie allein bestimmt euer Los in der Ewigkeit. Und niemand kann euch diese
Arbeit abnehmen, niemand kann sie für euch leisten. Und darum ist auch jeder
Tag verloren, an dem ihr nicht eurer Seele einen kleinen Fortschritt errungen
habt, und wenn es nur ein einziges Liebewerk ist, das ihr verrichtet .... es hilft
dies aber eurer Seele zum Ausreifen. Jeder Tag, der nur eure Ichliebe befriedigt
hat, der nur eurem Körper Vorteile brachte, ist ein verlorener, denn
sowie die Seele darben mußte, war ein solcher Tag vergeblich gelebt.
Und doch könntet ihr leicht vorwärtsschreiten, denn es bieten sich euch viele
Gelegenheiten, da ihr euch bewähren könnet, da ihr ebenjene Seelenarbeit leisten
könnet ....
Gelegenheiten, wo ihr euch selbst überwinden müsset, wo ihr ankämpfen
müsset gegen Begierden oder Untugenden aller Art, wo ihr Freude bereiten könnet
durch gute Handlungen, freundliche Worte oder Hilfeleistungen, die immer eurer
Seele einen geistigen Vorteil eintragen ....
Immer wieder werden sich euch Gelegenheiten
bieten, wo ihr auch innige Zwiesprache halten könnt mit eurem Gott und Vater,
um daraus Segen zu ziehen für eure Seele ....
Und immer wieder könnt ihr das Wort
Gottes anhören oder lesen und durch diese Ansprache Gottes eurer Seele eine
ganz besondere Hilfe zuteil werden lassen, weil ihr nun der Seele Nahrung bietet,
durch die sie fähig ist zum Ausreifen. Und ob die Tage noch so eintragsreich
sein mögen für euch an irdischem Gewinn, eine noch so kleine gute Tat
ist weit höher zu werten, denn sie bringt der Seele einen Gewinn, den
sie ewig nicht mehr verlieren kann. Was aber der Körper empfängt, das bleibt
ihr nicht, es ist nur geliehenes Gut, das ihm jeden Tag wieder genommen werden
kann. Und darum könnet ihr auch der Seele täglich Schaden zufügen, wenn ihr
sie belastet mit Sünde .... wenn euer Lebenswandel nicht gut ist und ihr zu der
bestehenden Ursünde noch viele andere Sünden hinzufügt, die allein die Seele
einmal verantworten muß, weil sie unvergänglich ist. Und darum solltet
ihr nicht gedankenlos in den Tag hineinleben, ihr solltet euch wohl bedenken,
was ihr tut, und ihr solltet euch bemühen, mehr eurer Seele als eures Körpers
zu achten, denn die Seele ist euer eigentliches Ich, das den Gang
über die Erde zurücklegen muß zum Zwecke ihres Ausreifens, zum Zwecke
ihrer Vervollkommnung, die sie nur auf Erden erreichen kann. Aber dies
setzt auch euren Willen voraus, der eben darin besteht, bewußt anzukämpfen gegen
Schwächen und Fehler aller Art ....
Und will nun der Mensch vollkommen werden,
dann muß er sich auch die Kraft erbitten, nach Gottes Willen zu leben, d.h.,
Werke der Liebe zu verrichten .... was ihm dann sicher auch gewährt wird. Er muß
ein bewußtes Leben führen, immer mit dem Ziel, sein noch unvollkommenes Wesen
zur Vollendung zu führen, und sich nach Kräften bemühen, es zu tun. Und er wird
dann auch von innen heraus angetrieben werden zum Wirken in Liebe .... er wird
nicht anders können, als gute Werke zu verrichten, und so also auch täglich
einen geistigen Fortschritt verzeichnen können ....
Und dann wird er sich auch
nicht zurückhalten lassen durch weltlichen Anreiz ....
Denn sowie es ihm einmal
ernst ist um das Erreichen seines Zieles, zur Vollendung zu gelangen, wird er
die Arbeit an seiner Seele immer voranstellen, und es wird ihm auch stets geholfen
werden von seiten der geistigen Wesen, die über seinem Erdengang wachen .... die
immer wieder seine Gedanken so zu beeinflussen suchen, daß er im Willen Gottes
denkt, redet und handelt ....
Denn der Erdenzweck ist allein das Ausreifen seiner
Seele, was aber selten nur erkannt wird, und darum das Los der Seelen oft ein
unglückseliges, jedoch aus eigener Schuld, denn immer wieder wird es dem Menschen
vorgestellt, weshalb er über die Erde geht ....
Will er nicht glauben, so muß
seine Seele es einst büßen, indem sie die Finsternis mit in das jenseitige Reich
hinübernimmt, mit der sie die Erde als Mensch betreten hat ....
Amen
B.D. 7154
empfangen am 27.6.1958
Totes Wissen ....
Geistige Blindheit ....
Liebe ....
Das Merkmal geistiger Reife kann nicht abgeleugnet werden, wenn sich der Mensch
in einem Erkenntnisgrad befindet, der nicht auf verstandesmäßigem Wege, durch
Lernen oder Unterricht von außen, erworben wurde.„Erkenntnis“ ist ein Wissen,
das der Wahrheit entspricht, das aber auch von dem Menschen verstanden
wird, denn auch die Wahrheit kann einem Menschen zugeführt werden von
außen, ohne daß sie volles Verständnis findet. Und das beweiset dann,
daß die geistige Reife noch nicht erreicht worden ist, daß also ein solches
Wissen auch dem Menschen keinen großen Nutzen bringt .... es sei denn, er läßt
es einwirken in sein Herz und bemüht sich, jenem Wissen gemäß auch seinen Lebenswandel
zu führen. Die meisten Menschen aber nehmen nur verstandesmäßig ein Geistesgut
entgegen und können darum noch lange nicht von „Erkenntnis“ sprechen. Und darum
werden von seiten Gottes an den Menschen Anforderungen gestellt .... es wird gleichsam
ein zweites, innerliches Leben neben seinem naturmäßigen Leben verlangt.
Und dann erst kann er beglückt werden mit innerer Klarheit, mit Verständnis
für alles in der Schöpfung, für alle Zusammenhänge und auch für sein rechtes
Verhältnis zu Gott ....
Und erst dieses Wissen, diese Erkenntnis, beweiset, daß
des Menschen Erdengang nicht vergeblich war .... es beweiset, daß er schon den
Kontakt hergestellt hat mit seinem Gott und Schöpfer und daß er sich selbst
als Kind seines Vaters fühlt und er einen geistigen Fortschritt verzeichnen
kann am Ende seines Erdenlebens. Es besteht nun aber vielfach die Ansicht, daß
es genüge, wenn den Menschen geistiges Gedankengut nahegebracht wird, und sie
glauben dann also ihre Erdenaufgabe zu erfüllen, wenn sie immer nur dafür sorgen,
daß ein solches Geistesgut nicht verlorengehe, daß es immer wieder übertragen
wird auf die folgenden Generationen. Sie glauben, es genüge, daß die Menschen
nur wissen um einen Gott und Schöpfer, um einen göttlichen Erlöser, um
ein Leben nach dem Tode .... aber sie ziehen nicht aus diesem Wissen ihre Konsequenz ....
sie lassen es nicht zum Antrieb werden für einen Lebenswandel nach dem Willen
Gottes. Und also ist auch jenes Wissen nicht von Wert, es ist totes Wissen,
weil es keine lebenerweckende Wirkung hat ....
Und also ist es auch keine Erkenntnis ....
Und wenn ihr Menschen euch die geistige Verfassung der Menschheit betrachtet,
dann muß euch dies auch verständlich sein, denn das geistige „Wissen“ ist wohl
überall in der Welt verbreitet, und dennoch sind die Menschen blind im Geist ....
Wenn ihr Menschen danach trachten würdet, zur Erkenntnis zu gelangen,
dann sähe es wahrlich auch besser aus um eure geistige Entwicklung. Solange
ihr euch aber mit dem Wissen allein begnügt, das zwar geistige Lehren
zum Inhalt hat, wird sich auch euer Geisteszustand nicht heben, und ihr seid
nicht viel besser daran als ein Mensch, der bar ist jeglichen Wissens ....
Die
Erkenntnis aber ist Folge eines Liebelebens ....
Und die Liebe allein
bringt auch die Seele zum Ausreifen ....
Die Liebe vermittelt zugleich
das Verständnis mit dem dem Menschen zugeführten Wissen auf geistigem Gebiet.
Und die Liebe ist auch die Bindung mit Gott, die Liebe ist das Licht, das alles
erleuchtet .... die Liebe ist das Göttliche im Menschen, das keine Blindheit,
keinen Schleier, keine Unwissenheit mehr duldet ....
Die Liebe ist Anteil Gottes
und also auch gleich Gott alles-durchschauend und alles erkennend ....
Es gibt
für einen Menschen, der die Liebe in sich aufflammen läßt, keine Dunkelheit
mehr, es gibt keine ungelösten Probleme, es gibt nur noch Licht und Kraft, ein
helles Erkennen dessen, was uranfänglich allen Wesen offensichtlich war ....
Und
darum kann nur die Liebe die Ausreifung der Seele zustande bringen, nur die
Liebe kann dem Menschen das Licht der Erkenntnis eintragen, und nur die Liebe
kann den Zusammenschluß mit Gott herbeiführen, dem Urquell von Licht und Kraft ....
Und offensichtlich wird es sein, wenn dieser Zusammenschluß stattgefunden hat,
wenn der Mensch sich im Licht der Erkenntnis bewegt, wenn er Aufschluß zu geben
vermag und seine Weisheit nur aus sich selbst schöpft .... denn dieser gibt dann
ein Zeugnis der Gegenwart Gottes, Der nun offensichtlich an und in ihm wirket ....
Amen
B.D. 7155
empfangen am 28.6.1958
Form der göttlichen Offenbarungen
entspricht dem Reifegrad des Empfängers ....
Ihr könnt euch keine rechte Vorstellung machen von geistigen Dingen, denn ihr
müsset wissen, daß sich auf Erden keine Vergleiche erbringen lassen, da gerade die Erde
eine ungewöhnlich dürftige Schöpfung ist im Vergleich zu anderen Gestirnen und Welten und die Menschen auf dieser Erde auch so lange von geistiger Finsternis eingehüllt
sind, bis sich ihr Wesen schon etwas zu vervollkommnen beginnt. Ihr Denken und ihr
Wissen ist zuvor noch eng begrenzt und vermag nicht zu klaren Vorstellungen zu kommen, die Geistiges betreffen. Wenn ihnen aber dennoch ein Wissen zugeführt wird, das
jene geistigen Gebiete berührt, so ist dieses Wissen auch immer ihrem Fassungsvermögen angepaßt, es ist so gehalten, daß es der liebewillige Mensch verstehen kann .... es
entspricht auch der Wahrheit, wenngleich die Form, in der es geboten wird, nicht annähernd die Tiefe göttlicher Weisheit entschleiert .... weil solches für den Menschen einfach unzuträglich wäre, bevor er nicht schon einen gewissen Grad seiner Vollendung
erreicht hat. Darum können auch direkte Übermittlungen oft nur bildhaft etwas wiedergeben .... entsprechend dem Fassungsvermögen des Menschen ....
Und doch kann
nicht gesagt werden, daß diese Darstellungen nicht der Wahrheit entsprechen. Es darf
auch nicht an der Form Anstoß genommen werden, in der solche direkte Übermittlungen stattfinden, denn auch diese ist gewählt entsprechend dem geistigen Zustand derer,
die von jenen Übermittlungen Kenntnis nehmen. Aber selten nur wird der Geisteszustand derer ein höherer sein als der des Empfängers direkter Übermittlungen,
ansonsten sie selbst Gottes Wort in sich vernehmen würden in vollendeter Form. Und
sowie der Grad geistigen Schauens erreicht worden ist von seiten eines Menschen, wird
er selbst wohl über geistige Dinge einen klaren Blick erhalten; er wird aber niemals
fähig sein, diese seine Schauungen und Erlebnisse dem Mitmenschen so zu vermitteln,
daß auch dieser sich ein klares Bild zu machen vermag ....
Schulmäßig ist geistiges Wissen nicht zu übertragen, sondern es muß ein jeder Mensch selbst sich in einen gewissen
Reifegrad versetzen, der es ihm ermöglicht, geistiges Wissen zu verstehen. Es soll daher
auch nicht versucht werden, über das jenseitige Reich den Menschen Bilder zu enthüllen, denn solange der Mensch auf Erden weilt, hat er keinen Nutzen davon, weil das
Reich des Lichtes ihm nicht zu beschreiben ist und weil das Reich der Finsternis oder
der Dämmerung erfüllt ist von Lügengeistern aller Art, die Blendwerke verrichten, um
die Menschen irrezuführen, und sich auch für solche Mitteilungen keine Wahrheitsbeweise erbringen lassen ....
Schauungen ins Reich der Geister werden nur wenigen
Menschen vergönnt sein, deren Reifegrad schon sehr hoch ist, die aber nicht jene
Schauungen zum Anlaß nehmen, den Mitmenschen nun ein ihnen bisher verborgenes
Wissen zu vermitteln, sondern die durch solche Schauungen nur veranlaßt werden, geistig auf ihre Mitmenschen einzuwirken .... die also gleichsam eine erlösende Tätigkeit
auf Erden leisten ....
Wenn ihr Menschen aber wisset, daß euch naturmäßig vieles verborgen ist, so sollet ihr dessen Begründung nur darin suchen, daß euer Denken noch zu
begrenzt ist, um alles zu fassen .... und daß sich erst mit steigender Reife auch die Möglichkeit ergibt, zu gewissen Kenntnissen zu gelangen. Darum suchet nicht, hinter
Geheimnisse auf falschem Wege zu kommen .... die das geistige Reich betreffen .... sondern suchet euch selbst so zu gestalten, daß euch der Einblick in geistige Gebiete nun
nicht mehr verwehrt wird .... was immer nur auf dem Wege geistigen Ausreifens geschehen kann, weil dann von selbst die Grenzen fallen, die eure Unvollkommenheit noch
errichtet hält ....
Amen
B.D. 7156
empfangen am 29.u.30.6.1958
Gedenket der Bedeutsamkeit des Erlösungswerkes ....
Ihr Menschen gedenket zu selten Meines Kreuzestodes ....
Und doch war dieser
bestimmend für die gesamte geistige Welt, für alles Unerlöste auf Erden wie im geistigen Reich. Hoffnungslos gingen zuvor die Seelen beim Abscheiden von der Erde in das
jenseitige Reich ein, denn sie nahmen eine Last mit, die ihnen den Eintritt in die Sphären des Lichtes verwehrte. Und nur die Menschen, die in kindlicher Frömmigkeit an das
Kommen des Messias glaubten und diesen Glauben mit hinübernahmen, erwarteten
im jenseitigen Reich den göttlichen Erlöser voller Sehnsucht, Der ihnen endgültige
Befreiung bringen sollte aus der Fessel des Gegners. Dieser aber hatte noch solange
Gewalt über die Seelen, denn seine Macht war noch nicht gebrochen. Erst durch Mein
Erlösungswerk, durch Mein Leiden und Sterben am Kreuz hob, eine neue Zeit an, und
keine Seele braucht nun hoffnungslos durch das Erdenleben zu gehen, jede Seele konnte
sich auf Erden schon den Eintritt in das Lichtreich sichern, die nur im Glauben an Mich
und Mein Erbarmungswerk Mich anrief um Hilfe wider ihren bisherigen Herrn. Um
nun aber diesen Anruf zu Jesus Christus auch bewußt emporzusenden, muß sich auch
der Mensch in Gedanken befassen mit dem Erlösungswerk .... er muß Meines Leidens
und Sterbens gedenken, er muß des öfteren seine Gedanken richten zum Kreuz, er muß
sich das unermeßliche Leid vorzustellen suchen, das der Mensch Jesus für seine Mitmenschen ertragen hat aus Liebe zu ihnen, er muß sich Mir Selbst in Jesus innig verbinden und sich immer wieder vor Augen halten, was Ich um seiner Sünden willen gelitten
habe ....
Er darf nicht durch das Erdenleben gehen in Unkenntnis des Barmherzigkeitswerkes Jesu Christi oder in Gleichgültigkeit nur durch Worte einen toten Glauben an
Ihn zum Ausdruck bringen. Er muß sich ernsthaft befassen mit Seinem Kreuzesopfer,
erst dann wird es auch die Wirkung nicht verfehlen und den Menschen dazu bewegen,
seiner eigenen Schuld zu gedenken und diese hinzutragen zum Kreuz ....
Sehr viel Hilfe
könntet ihr Menschen alle erfahren, würdet ihr nur Mich Selbst in Jesus Christus anrufen um Barmherzigkeit, um Beistand wider den Feind eurer Seelen. Aber Ich muß diesen Anruf von euch fordern ....
Ich kann euch diesen Beistand nicht gewähren ohne
eure Bitte, und ihr unterlasset es zumeist, die Hilfe des göttlichen Erlösers anzufordern .... (30.6.1958) Würdet ihr doch bedenken, daß ein Mensch sich für euch aufgeopfert hat, um euch zu helfen aus ewiger Unfreiheit ....
Solange ihr noch auf Erden weilet,
befindet ihr euch aber noch in dieser Unfreiheit, die auch so lange euer Los ist, bis ihr
des Menschen Jesus gedenket, in Dem Ich Selbst war in ganzer Fülle, und bis ihr Mich
Selbst also in Jesus Christus anrufet, daß Ich euch helfen möge, zur Freiheit zu gelangen. Ihr vermögt es nicht ohne Hilfe ....
Die Hilfe wird euch auch gewährt, aber nicht
ohne daß euer Wille sich äußert, daß ihr selbst den Weg nehmet zu Jesus Christus, daß
ihr Seines Kreuzestodes gedenket und selbst auch zu denen gehören möchtet, für die
Jesus Sein Blut vergossen hat. Wann aber verweilet ihr in Gedanken bei Ihm, dem göttlichen Erlöser? ....
Mein Erlösungswerk ist für euch keine bedeutsame Begebenheit, es
ist euch vielmehr ein Problem, das ihr nicht gern zu lösen gedenket .... es ist euch eine
Zweifelsfrage oder eine Legende, der ihr keinen tieferen Wert beimesset. Und doch ist
es das Wichtigste, und nur der Mensch, der sich vertieft in dieses größte Barmherzigkeitswerk, das je auf Erden ein Mensch vollbracht hat, lebt sein Leben nicht vergeblich,
und er erreicht das Ziel, denn ihm ist auch die Erlösung sicher von Sünde und Tod, von
Unfreiheit und Finsternis. Ihr müsset mit vollem Bewußtsein euch dem göttlichen
Erlöser Jesus Christus übergeben, ihr müsset Ihn bitten, daß Er Sich eurer annehme, ihr
müsset Ihm eure Schwäche und Sündhaftigkeit gestehen und Ihn bitten, daß Er euch
frei mache davon ....
Ihr müsset Ihn einschalten in euer Leben, ihr dürfet nicht ohne Ihn
wandeln, denn erst dann, wenn ihr täglich und stündlich der übergroßen Liebe gedenket, die Mich veranlaßt hat, in dem Menschen Jesus Wohnung zu nehmen, um euch zu
befreien von eurer großen Schuld, werdet ihr auch das Erlösungswerk in seiner ganzen
Tiefe begreifen und um Vergebung dieser Schuld bitten ....
Und sie wird euch werden ....
Die Menschen auf der Erde aber wissen es nicht mehr, weshalb sie den Weg über die
Erde gehen. Und wird es ihnen nahegebracht, dann hält ihr Unglaube sie zurück, es
anzunehmen. Sie wissen und glauben es nicht, daß das Erlösungswerk Jesu Christi von
jedem Menschen anerkannt werden muß, der einmal die Unfreiheit und Kraftlosigkeit
mit Freiheit, Licht und Kraft vertauschen will ....
Sie wissen und glauben es aber auch
nicht, daß jemals die Stunde kommen könnte, wo sie ihren finsteren, kraftlosen
Zustand erkennen, denn sie glauben nicht an ein Fortleben nach dem Tode und an eine
Verantwortung Mir gegenüber für das Nutzen ihres Erdendaseins. Und doch wird von
Meiner Seite immer wieder den Menschen ein klares Wissen geschenkt über die Bedeutung Meiner Menschwerdung in Jesus, des Erlösungswerkes und der Anerkennung dessen .... denn dieses Wissen wird niemals verlorengehen, es wird auch immer wieder den
Menschen verständlich gegeben werden, weil durch Einwirken Meines Gegners die
Unkenntnis und das Unverständnis dafür stets sichtlicher wird und es den Menschen
schwerfallen würde, zu glauben, wenn die Lehren darüber verbildet sind, also nicht
mehr der Wahrheit entsprechen. Ich aber will, daß ihr Menschen klarsehet, daß ihr aus
eigenem Willen den Weg nehmet zu Mir in Jesus Christus. Und darum werde Ich auch
immer wieder Sorge tragen, daß ihr aufgeklärt werdet über die wichtigste aller Glaubenslehren .... über die Mission des Menschen Jesus und die Bedeutsamkeit dessen, was
Er vollbrachte ....
Denn Ich verlange nicht von euch, daß ihr annehmet, was euch zweifelhaft scheint, aber Ich kläre euch auf, damit ihr freiwillig annehmet und dann auch
den Weg gehet zum Kreuz, der allein euch Erlösung bringt, der euch eurer Ursündenschuld ledig werden lässet und euch den Eingang sichert in das Reich des Lichtes .... den
Weg, der allein zurückführt zu Mir, von Dem ihr einstens ausgegangen seid ....
Amen
B.D. 7157
empfangen am 1.7.1958
Leid als Läuterungsmittel oder Liebe ....
Was zur Förderung der Seelenreife beiträgt, das werdet ihr oft als Last oder Ungemach empfinden, denn es sind des öfteren Mittel, um der Seele zur Entschlackung zu
verhelfen, um sie lauter und lichtempfänglich zu machen. Zwar gibt es ein überaus
wirksames Mittel, das für euch Menschen weniger schmerzvoll ist: Wirken in uneigennütziger Nächstenliebe ....
Dann reifet die Seele sehr schnell aus, sie erwirbt sich stets
mehr Kraft, und sie wird durch die Liebe geläutert und gewandelt in ihrem Wesen. Aber
ihr Menschen lasset es zumeist an der Liebe fehlen, ihr habt noch viel Eigenliebe in
euch, ihr seid noch nicht völlig selbstlos geworden in eurem Denken und Handeln, und
darum muß die Entschlackung der Seele durch andere Mittel vor sich gehen, wie da
sind Leid und Krankheit, Sorgen und Nöte, die euch dann auch belasten und euren
ganzen Glauben erfordern, daß ihr ihrer wieder ledig werdet. Denn im tiefen Glauben
könntet ihr Mir alle eure Nöte und Leiden anvertrauen, ihr könnet sie Mir übergeben
und dann auch gewiß sein, daß Ich sie euch abnehme. Aber dieser tiefe Glaube geht
auch wieder erst aus der Liebe hervor ....
Und so bleibt immer die Liebe das Vordringlichste, es kann die Liebe nicht ausgeschaltet werden, es ist die Liebe das wahre und
sicherste Mittel, frei zu werden von Krankheit und Leid, von Sorgen jeglicher Art ....
Doch ihr wisset wiederum nicht, was eurer Seele für ein Segen erwächst, wenn ihr Menschen geduldig auch alles euch Belastende auf euch nehmet, wenn ihr alles ergeben traget um des Ausreifens eurer Seele willen ....
Denn keine Seele ist schon so weit ausgereift, daß sie bei ihrem Abscheiden von kristallener Klarheit ist, daß Mein Liebelicht
sie nun ungehemmt durchstrahlen könnte ....
Mehr oder weniger haften jeder Seele
noch Unreinlichkeiten an, und je mehr sie also diese noch auf Erden abstoßen kann,
desto beglückter geht sie in das jenseitige Reich ein und dankt Mir als ihrem Gott und
Vater für die Prüfungszeit auf Erden, selbst wenn sie noch so schwer war. Und jeder Tag
im Erdenleben ist doch nur eine Gelegenheit zur Bewährung, jeder Tag ist für die Seele
die Möglichkeit, geistige Reichtümer zu sammeln, und jeder Tag geht vorüber, und die
Spanne Zeit bis zu ihrem Abscheiden von der Erde wird immer kürzer ....
Sie währet
nicht ewig, doch der Zustand der Seele, so er sehr mangelhaft ist, kann ewig währen ....
Und würdet ihr Menschen alles Leid, das ihr erdulden müsset, immer nur ansehen als
Läuterungsmittel, als die Bedingung für eine Entschlackung eurer Seele von allen ihr
noch anhaftenden Schwächen und Fehlern, ihr würdet wahrlich das Leid segnen und
euch dessen erfreuen, weil es euch geistigen Fortschritt bringt und einmal ihr es auch
erkennen werdet, weshalb es nötig war während eures Erdendaseins. Jeden Tag sollt ihr
betrachten lernen als eine Stufe auf der Leiter zur Vollendung .... die ihr aber auch
ersteigen müsset, um zum Ziel zu gelangen. Einmal werdet ihr es erkennen, wie nutzlos
jene Tage waren, da ihr nichts zu erdulden hattet .... es sei denn, sie waren ausgefüllt mit
Wirken in Liebe ....
Dann wird auch das Maß von Leid sich verringern, und es wäre
wahrlich nicht soviel Not und Elend in der Welt, wenn die Liebe geübt würde, wenn die
Menschen sich befleißigten, uneigennützige Werke der Liebe zu verrichten und
dadurch die Seelenreife zu fördern in der natürlichsten Weise. Wenn ihr aber leiden
müsset, so seid dankbar dafür und trachtet dennoch danach, euer Wesen zur Liebe zu
gestalten, denn kurz nur ist euer Erdenleben, doch es ist entscheidend für die ganze
Ewigkeit.
Amen
B.D. 7158
empfangen am 2.u.3.7.1958
Ursache der Entstehung der Schöpfung ....
Was sich ereignet hat im Reiche der Geister, das war Ursache der Entstehung
der Schöpfung, des gesamten Universums mit allen seinen Schöpfungen geistiger
und materieller Art. Vor dem Entstehen dieser Schöpfungen war nur das geistige
Reich, es war eine Welt unermeßlicher Seligkeiten, in der sich geistige Wesen
ihres Daseins erfreuten und im Besitz von Kraft und Licht schaffen konnten ihrer
Bestimmung gemäß. Und dieses „Schaffen“ bestand wieder in geistigen Schöpfungen,
im Verwirklichen von Gedanken und Ideen, die jenen Wesen von Gott aus zuströmten
und die sie in unermeßlicher Seligkeit nun zur Ausführung brachten, weil ihnen
die Kraft dazu zur Verfügung stand und sie auch ihren Willen frei gebrauchen
konnten. Und es hätte niemals sich dieser Seligkeitszustand der geistigen Wesen
zu ändern brauchen, sie hatten weder Beschränkung ihrer Kraft noch Verminderung
des Lichtes zu fürchten, solange in ihnen die Liebe zu ihrem Gott und Schöpfer
unverändert blieb und sie also von Ihm durchstrahlt wurden mit dem göttlichen
Liebelicht ....
Aber es trat dann der Zustand ein, wo sich den Wesen eine neue
Sicht erschloß, wo ihnen von seiten des Lichtträgers Luzifer .... des erst-geschaffenen
Wesens .... die Ewige Gottheit, weil nicht schaubar, als zweifelhaft hingestellt
wurde .... wo er selbst sich als den hinstellte, von dem alle Geistwesen ausgegangen
waren, und von ihnen nun auch die Anerkennung als Gott und Schöpfer forderte ....
Nun wurden die Wesen in einen Zwiespalt gebracht, denn ihre Liebe galt Dem,
Der sie erschaffen hatte .... aber die Darstellung Luzifers verwirrte sie, ja
sie schien ihnen glaubhafter, denn Luzifer erstrahlte in Licht und Glanz, und
ein über ihm stehendes Wesen vermochten auch sie nicht zu schauen ....
Nur war in ihnen noch das Licht der Erkenntnis, dem zufolge sie auch der Darstellung
Luzifers Zweifel entgegensetzten. Aber es begannen nun, lichtvolle Momente mit
leisen Trübungen zu wechseln, und je mehr das Wesen sich letzteren hingab, desto
länger wurden die Phasen verfinsterten Denkens, oder aber: Es klärten sich die
Gedanken, und es erkannte das Wesen lichtvollst seine wahre Herkunft. Und letzteren
vermochte Luzifer ihre Erkenntnis nicht mehr zu trüben ....
Erstere aber
kamen bald in seine Gewalt, und sie schlossen sich ihm an und sahen in ihm ihren
Gott und Schöpfer, weil sie den lichtvollen Momenten wehrten, die immer wieder
auch in ihnen auftauchten, bevor der endgültige Sturz zur Tiefe stattfand. Die
ungeschmälerte Kraft Luzifers zu Anbeginn hatte ein zahlloses Heer seligster
Geistwesen ins Leben gerufen, und aus dieser Fülle seiner Schöpfungen wuchs
ein falsches Selbstbewußtsein in ihm ....
Er sah nicht mehr den Quell, aus Dem
er jene Kraft bezogen hatte, sondern er sah nur noch die „Beweise“ der
Kraft, die ihn durchflutet hatte, und diese wollte er allein, nur für sich besitzen,
obwohl er wußte, daß sie auch Dem gehörten, aus Dessen Kraft er schöpfen durfte ....
Doch er wollte nicht nur sie besitzen, sondern auch in diesen Wesen das
Licht trüben, das ihnen deutlichst ihre Herkunft offenbarte ....
Und es gelang
ihm also, die Wesen in einen Zwiespalt zu stürzen, der aber auch ihre Glückseligkeit
schmälerte und ihre schöpferische Tätigkeit hemmte .... bis sie sich endgültig
entschlossen hatten für ihren Herrn und dadurch sowohl die Wesen als auch der
Lichtträger ihre Kraft und das Licht einbüßten und in die Finsternis stürzten ....
Und jener geistige Vorgang, der euch Menschen nur in groben Zügen erklärt werden
kann, war Anlaß zum Erstehen der endlosen Schöpfungen geistiger und materieller
Art .... (3.7.1958) Diese Schöpfungen sind nur umgeformtes, abgefallenes Geistiges ....
Durch diesen Abfall von Gott, also endlos weite Entfernung von Ihm, wurde es
in seiner Substanz stets härter, je weiter es fiel. Es muß dies so verstanden
werden, daß die geistige Kraft aus Gott, die zu immer regerer Tätigkeit antreibt,
dieses Geistige nicht mehr berühren konnte, weil es sich selbst dagegen wehrte;
und so hörte die Tätigkeit auf, es erstarrte die Beweglichkeit, das Leben ....
und was zurückblieb, war völlig verhärtete Substanz, zwar ursprünglich von Gott
ausgestrahlte Kraft, doch völlig unwirksam geworden ....
Gottes Liebe und Weisheit
aber hatte dem Geistigen ursprünglich eine andere Bestimmung zugedacht: unentwegte
Tätigkeit nach Seinem Willen, der aber zugleich auch der Wille des Wesens sein
sollte. Die geistigen Wesen hatten ihrer Bestimmung zuwidergehandelt, sie wollten
ihre Kraft nützen in widergöttlichem Willen, doch sie konnten es nicht mehr,
da sie sich selbst durch ihren Abfall ihrer Kraft beraubt hatten. Nun ergriff
Gottes Liebe wieder das gänzlich verhärtete Geistige, das sich selbst nicht
mehr erkannte, das nur eine Zusammenballung Gott-widersetzlicher geistiger Substanzen
war. Seine Liebekraft trieb diese Substanzen auseinander und ließ daraus die
vielseitigsten Schöpfungswerke erstehen ....
Er formte also gleichsam die einst
von Ihm ausgestrahlte Kraft um, Er gab jedem einzelnen Schöpfungswerk seine
Bestimmung, die nun auch erfüllt wurde im Mußgesetz, so daß das aufgelöste Geistige
nun zur Tätigkeit gezwungen wurde, aber ohne jegliches Ichbewußtsein, das es
als Geistwesen zuvor besessen hatte. Die Schöpfungen sind also im Grunde nichts
anderes als das, was uranfänglich von Gott als Wesen seinen Ausgang genommen
hat, nur in völlig verändertem Zustand, was seine Vollkommenheit anbetrifft ....
Denn alle Schöpfungen sind oder bergen nur unvollkommenes Geistiges,
das auf dem Wege der Rückkehr ist zu Gott. Die vollkommenen geistigen
Wesen benötigten keine materiellen Schöpfungen, sie stellten aus sich selbst
nur ihre Ideen und Gedanken hinaus, aber es waren dies wieder nur geistige Erzeugnisse
ihres Wollens und Denkens und ihrer unbegrenzten Kraft. Es war eine Welt, in
der sich auch nur Vollkommenes bewegte. Es gab darin keinerlei Mängel, keinerlei
Begrenzung und keinerlei Unzulänglichkeiten ....
Denn diese traten erst dann hervor,
als das Universum von Gott-abtrünnige-Wesen barg .... als unvollkommenes Geistiges Hüllen benötigte, in denen es gezwungen wurde zur
Tätigkeit. Wo sich also irgendwelche Formen befinden, ist auch unvollkommenes Geistiges darin gebannt, und je fester diese Formen sind, desto verhärteter und Gottwidersetzlicher ist das darin gebundene Geistige. Aber auch die Form selbst .... die
Materie .... besteht aus solchen unvollkommenen Substanzen, die nur von der Liebekraft Gottes zusammengehalten werden, um einem Zweck zu dienen: als Träger geistiger Wesenheiten diesen zum Aufstieg zu verhelfen. Göttliche Liebekraft umhüllt alle
diese geistigen Substanzen, aber sie wirkt nicht zwingend auf sie ein insofern, als daß
sie den Widerstand gewaltsam bricht ....
Es muß wohl das Schöpfungswerk eine
bestimmte Tätigkeit verrichten nach Gottes Willen, aber es wird das Geistige darin
nicht gezwungen zur Zuwendung zu Gott. Und darum kann es auch geschehen, daß das
zu einem Urwesen gehörende Geistige den ganzen Gang durch die Schöpfungswerke
zurücklegt bis zur letzten Verkörperung als Mensch und doch den Widerstand gegen
Gott noch nicht aufgegeben hat, weil dies sein freier Wille zustande bringen muß, der
ebensogut sich dem Herrn der Finsternis wieder zuwenden kann. Aber die stete Tätigkeit im Mußgesetz bringt zumeist ein Nachlassen des Widerstandes gegen Gott zuwege,
weil das Wesenhafte schon bei der geringsten eigenen Betätigung ein gewisses Wohlbehagen empfindet, da eine Kraftäußerung seinem Urwesen entspricht. Die unzähligen
Sternenwelten, alle darin sich befindlichen Schöpfungen, sind die Folge jenes einstigen
Abfalles im Reiche der Geister ....
Sie werden noch Ewigkeiten bestehen, es werden
immer neue Schöpfungen erstehen, um allem einst Gefallenen den Weg der Rückkehr
zu Gott zu ermöglichen. Es werden Ewigkeiten vergehen, bis das Rückführungswerk
vollbracht ist, bis auch das letzte verhärtete Geistige aufgelöst sein wird und den Weg
der Rückkehr antreten kann ....
Aber einmal werden alle jene Schöpfungen sich vergeistigt haben, einmal wird es wieder nur eine „geistige Welt“ geben, wo alles Geistige im
gleichen Willen mit Gott tätig und unvergleichlich selig ist .... einmal wird Gott das Ziel
erreicht haben, daß Er nicht nur „Geschöpfe“, sondern „Kinder“ um Sich hat, denen Er
die höchsten Seligkeiten bereiten kann, weil Seine unendliche Liebe Ihn zu ständiger
Beglückung drängt und Ihn auch nicht eher ruhen läßt, bis Er Sein Ziel erreicht hat ....
Amen
B.D. 7159
empfangen am 4.7.1958
Irdische Pläne ....
Gottes Heilsplan ....
Noch sind weite Kreise der Menschen von einem Wahn befangen, denn sie streben
umfassende weltliche Verbesserungen an, sie glauben, sich bisher unerschlossene
Kräfte nutzbar machen zu können; sie planen für lange Zeiten voraus und wollen
angeblich der Menschheit Erleichterungen oder Besserungen schaffen, die aber alle nur
darauf hinauszielen, sich ein angenehmes Erdenleben zu gestalten .... die also keineswegs geistige Erfolge wären. Die Menschen lassen sich auch von solchen Gedanken
und Plänen nicht abbringen, sie sind davon überzeugt, daß die nachfolgenden Menschengeschlechter den Nutzen ziehen werden von ihren Bemühungen, wenn sie selbst
sich dessen nicht erfreuen dürfen ....
Sie rechnen mit der „Zukunft“ wie mit etwas
Selbstverständlichem und ahnen nicht, wie schnell einmal alles zu Ende sein wird ....
Wohl tauchen überall Gerüchte auf über ein nahes Ende, denn überall sind Menschen,
die einen geistigen Weitblick besitzen, die um kommende Ereignisse wissen, die sich
auf der Erde und unter den Menschen abspielen werden, doch die Mahnungen oder
Hinweise derer bleiben unbeachtet, weil sie durchaus nicht in den Plan passen, den der
größte Teil der Menschen schon mit allem Eifer verfolgt: irdische Umwälzungen solcher Art, an denen sich die Menschheit zu erfreuen gedenkt. Doch der Willensfreiheit
der Menschen wegen kann auch ihr Denken nicht zwangsweise anders gelenkt werden.
Und so ergeben sich natürlicherweise zweierlei Anschauungen unter der Menschheit .... gegenwartsbewußt die eine und zukunftsfreudig die andere ....
Der Geistgeweckte
Mensch planet nicht weit voraus, denn er ersieht die Zeit für gekommen, wo sich alles
zuspitzt und das Ende täglich zu erwarten ist. Doch der geistig-blinden Menschen gibt
es weit mehr, und diese sind unentwegt darauf bedacht, alle irdischen Vorteile auszunützen und sich selbst oder ihren Nachkommen eine gesicherte Zukunft zu schaffen.
Und jeder verfolgt seinen Weg, nur daß ersterer zum Ziel kommt, während letzterer
lange Irrwege geht und zuletzt ein Opfer seines verblendeten Denkens sein wird. Denn
alles Geschehen ist vorbestimmt im Heilsplan von Ewigkeit. Und so also auch geht eine
Erdperiode zu Ende, und es beginnt eine neue ....
Und es werden alle Pläne zunichte
werden, die von Menschen entworfen wurden, weil das, was jene Menschen anstreben,
nicht mehr für die neue Erde zulässig ist .... weil es vielmehr den letzten Anlaß gibt zur
Auflösung und Umformung dieser Erde, wenn die Zeit erfüllt ist, die euch Menschen
gesetzt wurde zur Freiwerdung aus der Form. Keiner von euch Menschen kann sich
selbst das sichern, was er begehrlich anstrebt, sowie es sich um irdische Erfolge oder
Besitz handelt ....
Aber die geistige Vollendung zu erreichen, das braucht ihm nicht unsicher zu scheinen, denn hat er nur einmal dieses Streben in sich, dann wird er auch
unterstützt von seiten Gottes in jeder Weise ....
Und er braucht weder ein Ende dieser
Erde noch den eigenen Tod zu fürchten, seine Zukunft liegt strahlend hell vor ihm,
doch anders, als die Weltmenschen es sich wünschen. Doch jeder empfängt, was er
begehrt .... nur kann und wird das Irdisch-Materielle, das die Gedanken der meisten
Menschen bewegt, sie wieder in Bann schlagen, sie werden unter seiner Fessel leiden
müssen wieder Ewigkeiten hindurch, aber sie haben sich auch selbst das Los geschaffen, denn auch die Freiheit zu erlangen ist ihnen möglich gewesen, solange sie noch auf
Erden weilten ....
Und allen Menschen gehen Hinweise und Warnungen zu, die sie zur
Besinnung bringen könnten. Doch wie der Wille des Menschen ist, so ist auch sein
Los .... und eines jeden Menschen Wille ist frei ....
Amen
B.D. 7160
empfangen am 5.7.1958
Rechte Weinbergsarbeit bedingt Uneigennützigkeit ....
Für Mein Reich zu arbeiten ist eine Tätigkeit, die wahrlich euch nicht ungelohnt
bleibt, denn nur Menschen können diese Arbeit ausführen, die im Liebewillen ihren
Mitmenschen helfen wollen und die auch wissen, was es bedeutet, außerhalb Meines
Reiches zu stehen. Die Arbeit für Mich und Mein Reich erfordert eine gewisse Kenntnis, und diese Kenntnis suchen nun Meine Knechte auch auf die Mitmenschen zu übertragen ....
Sie vermitteln ihnen Mein Wort, sie klären sie auf über ihre Erdenlebensaufgabe, und sie ermahnen und warnen sie .... immer im besten Willen, den Seelen Hilfe zu
leisten und ihnen also „Mein Reich“ nahezubringen. Mein Reich aber ist nicht von dieser Welt ....
Und gerade deshalb ist es nicht leicht, die Weltmenschen für Mein Reich zu
gewinnen. Und wiederum muß dieser Versuch gemacht werden von seiten der Mitmenschen, die Mir dienen wollen, denn Ich Selbst kann jenen Weltmenschen nicht so offensichtlich nahetreten, daß sie Mir, ohne zu zögern, folgen möchten in Mein Reich. Der
Willensfreiheit wegen muß dieser Versuch von Menschen gemacht werden, die aber
sich ihrer Mission bewußt sind, die es wissen, in welcher geistigen Notlage sich jene
befinden, und die von der Liebe getrieben werden, sich ihrer anzunehmen und ihnen
das „Reich Gottes“ nahezubringen. Es sind nicht viele Menschen dafür geeignet, weil
nicht viele Menschen den Willen aufbringen, für das Reich zu arbeiten, das nicht bewiesen werden kann, das unwirklich scheint .... und weil nicht viele Menschen selbstlos
dienen, ohne einen Vorteil für sich zu erhoffen. Denn irdischer Vorteil wird kaum herausschauen aus einer Tätigkeit, die der Seele des Menschen gilt, nicht dem Körper. Vielmehr werden eifrige Arbeiter für Mein Reich wenig Anerkennung finden und auch selten nur gesegnet sein mit irdischen Gütern, schon allein deshalb, daß nicht um irdischen Erfolges willen jener Tätigkeit nachgeeifert wird, die dann niemals rechte Weinbergsarbeit sein kann. Aber doch wird der Lohn nicht ausbleiben ....
Denn es ist eine so
bedeutsame Tätigkeit, und ihr Menschen, die ihr Mir dienen wollet, seid gleichsam
Meine Mitarbeiter, durch die Ich Selbst die dringliche Arbeit ausführen lasse, durch die
Ich Selbst nun wirken kann, um der irrenden Menschheit Hilfe zu bringen. Aber ihr
müsset freiwilllig Mir dienen ....
Euch dürfen keinerlei Erfolgsaussichten bestimmen;
nur die Liebe in euch dem Mitmenschen gegenüber soll euch veranlassen zu eurer
Weinbergstätigkeit, und ihr beweiset auch Mir dadurch eure Liebe und seid nun auch
tauglich für diese Arbeit ....
Es gehört aber dazu auch ein starker Glaube, den ihr ebenfalls unter Beweis stellet durch euren Einsatz für Mich und Mein Reich. Denn kein
Mensch würde sich dazu bereit erklären Mir gegenüber, der nicht auch vollgläubig
wäre, weil er dann auch nicht das Wissen, das er selbst besitzt, durch Mein direktes Wirken in ihm, überzeugt vertreten könnte. Wer aber ernstlich arbeitet für Mich und Mein
Reich, der ist auch überzeugt von der Wahrheit dessen, was er vertritt. Also steht er auch
im Glauben, nur können sich durch Einwirken Meines Gegners zuweilen Zweifelsmomente einstellen, die aber keinen festen Grund finden angesichts des Lichtes, das
schon sein Inneres erhellt. Und niemals werde Ich Meinen getreuen Knechten Meine
Hilfe versagen, wenn eine Schwäche sie befällt. Denn Ich benötige auch ihre Hilfe .... zwar nicht als Eingeständnis eigener Schwäche oder Machtlosigkeit, sondern nur um
der Menschen selbst willen, die Ich nicht durch Macht zu gewinnen suche, die frei aus
sich heraus zurückfinden sollen zu Mir. Und dazu könnet ihr, Meine Diener, ihnen verhelfen und also auch Mir, wenn ihr Mir durch eure Mitarbeit Meine verlorenen Kinder
zurückbringet ....
Und wahrlich, ihr werdet gesegnete Arbeit leisten ....
Euch selbst und
allen jenen Seelen, denen ihr Rettung brachtet, wird ein herrlicher Lohn winken, Mein
Reich wird euch aufnehmen, und in Meinem Reich werdet ihr dereinst wahrhaft selig
sein ....
Amen
B.D. 7161
empfangen am 7.7.1958
Nichts kann vergehen ....
Pforte des Todes ....
Wahre Heimat ....
Das dürfet ihr Menschen nimmer vergessen, daß Ich ein Herr bin über Leben und
Tod .... daß aus Mir alle Kraft strömt, die zum Leben erforderlich ist, und daß Ich auch
jegliches Leben beenden kann, indem Ich ihm Meine Kraft entziehe ....
Da Ich nun aber
Selbst der Urquell aller Kraft bin, so wird es auch Meinem Urwesen entsprechen, immer
nur Leben zu schenken, das Tote zum Leben zurückzuführen, denn der Zustand des
Todes .... also völlige Kraftlosigkeit .... entspricht nicht Meinem Urwesen und kann
daher auch niemals von Meiner Seite aus gewollt sein. Ich habe wohl die Macht, zu vernichten, was Ich einst erstehen ließ, und es wäre dies gleich der Tatsache, einem Wesen
den völligen Tod zu geben ....
Aber auch das entspricht nicht Meiner Vollkommenheit,
einmal gefaßte Entschlüsse umzuwerfen oder zu ändern ....
Was einmal aus Meiner
Kraft erstanden ist, was zum Leben erwachte durch Meinen Willen und Meine Macht,
das bleibt auch ewiglich bestehen, nur kann seine Beschaffenheit sich ändern, weil darüber das Wesen selbst bestimmt. Es kann sich also das Wesen selbst den Tod geben,
und doch ist es nicht selbst Herr über sich, sondern Ich bin der Herr, auch über den
Tod .... d.h., Ich lasse es nicht zu, daß das Wesen sich ewiglich in dem selbstgewählten
Todeszustand befindet; Ich ruhe nicht eher, als bis es wieder zum Leben gekommen ist,
denn Meiner Kraft und Macht kann nichts auf die Dauer widerstehen, und selbst Mein
Gegner .... der einstens jenen Wandel vom Leben zum Tode veranlaßt hat .... kann Mich
nicht hindern, die Lebenskraft einmal doch wieder dem Wesen zuzuführen, es also vom
Tode zum Leben zu erwecken. Ich bin ein Herr über Leben und Tod ....
Und so auch
bestimme Ich Selbst die Stunde, wo der menschliche Körper .... die zeitweilige Umhüllung des geistigen Wesens .... letzteres freigibt, wo also auch ein „Tod“ das körperliche
Leben beendet, aber dieser Tod ist wieder nur ein Wechsel der Außenform. Denn das
von Mir-einst-Hervor-gegangene kann ewiglich nicht vergehen, es untersteht nicht
dem Gesetz des Todes, das wohl allem Diesirdischen beschieden ist, nicht aber dem
„Geistigen“ in der irdischen Form. Aber auch die Stunde des irdischen Vergehens
bestimme Ich Selbst, wenn nicht der Mensch sich selbst offensichtlich Mir widersetzt
und sein Leben selbst beendet und dadurch wohl den Todeszustand wieder endlos verlängert, niemals aber seine Existenz beenden kann ....
Und so ihr nun also die Gewiß-heit habt, daß ihr niemals mehr vergehen könnt und daß auch die Dauer eures irdischen Lebens von Mir bestimmt ist, so leget getrost alles in Meine Hände, denn Ich weiß
es wahrlich, was für euch „Leben“ bedeutet und wie ihr zu diesem Leben gelangen könnet ....
Ich weiß auch, daß ihr durch die Pforte des Todes erst eingehen könnet zum
Leben, aber jene Todespforte ist nur ein ganz natürlicher Vorgang, ohne den ein rechtes
Leben nicht zu denken ist. Noch weilet ihr auf Erden .... eure wahre Heimat aber ist das
geistige Reich, und der Schritt aus jenem in dieses Reich muß getan werden. Dann aber
ist das Leben unverwüstlich, dann ist Kraft und Licht und Freiheit euch beschieden,
und dann erst werdet ihr wahrhaft selig sein und bleiben ewiglich ....
Amen
B.D. 7162
empfangen am 8.7.1958
Jegliches Geschehen
soll der Seele zur Vollendung dienen ....
Jedes Geschehen hat seinen Zweck und seine Begründung, weil alles vom Willen
Gottes abhängig ist und darum auch alles von Seiner Weisheit bedacht ist und von Seiner Liebe so gefügt wird, wie es gut ist für die Seele des Menschen. Immer nur ist die
Wirkung auf die Seele das Ausschlaggebende, die zwar auch negativ sein kann, weil der
Wille des Menschen es bestimmt, die aber stets auch positiv möglich ist. Oft muß der
Körper wohl Leid oder auch Unpäßlichkeiten aller Arten auf sich nehmen; doch sowie
nur die Seele einen Fortschritt in ihrer geistigen Entwicklung erzielt, sind jene Leiden
unbedeutend, denn sie sind immer nur zeitbedingt, während die Seele den unreifen
Zustand Ewigkeiten hindurch behalten kann, was ihr unsägliche Qualen im geistigen
Reich bereitet. Immer soll sich der Mensch dessen bewußt sein, daß Gottes Liebe, Weisheit und Macht sein Lebensschicksal bestimmen, daß nichts willkürlich über einen
Menschen kommt, daß nichts Zufall ist, daß immer ein gütiger, treusorgender Vater
Seinem Kind, das sich verirrt hat, helfen will, zu Ihm zurückzufinden ....
Und immer
soll der Mensch darum zu Gott als seinem „Vater“ rufen und Ihm dadurch zu erkennen
geben, daß es zu Ihm zurückkommen will. Immer soll er ergeben sich in den Willen
Gottes fügen, auch wenn ihm ein Kreuz auferlegt wird, das ihm fast untragbar scheint,
denn Einer gesellt Sich ihm als Kreuzträger zur Seite, wenn Er nur darum gebeten wird.
Doch was der menschliche Körper abträgt in diesem Leben, das wird die Seele einst
dankbar erkennen, wenn sie lauter und klar den Körper verlassen kann, um einzugehen
in das jenseitige Reich. Denn obgleich die göttliche Liebe einem jeden Geschöpf Leid
ersparen möchte, ist solches doch nicht zu umgehen, denn der Mensch gedenket auf
Erden nicht so sehr seiner Seele, um alles zu tun, sie von ihren Schlacken zu befreien.
Und darum müssen Hilfsmittel angewendet werden, die oft schmerzhaft sind, aber
doch Erfolg verheißen. Doch die Gewißheit, daß über allem Gottes Wille steht, Der in
Sich die Liebe ist, sollte euch Menschen alles leichter ertragen lassen und euch auch ein
Trost sein, daß ihr niemals euch selbst überlassen seid, daß immer Einer ist, Der um
euer geistiges Ausreifen, um euer geistiges Wohl, bedacht ist. Und dieser Eine wird es
nie zulassen, daß etwas grund- und zwecklos über euch kommt, denn Seine Liebe,
Weisheit und Macht ist unbegrenzt, und immer wird Seine Liebe und Weisheit bestimmend sein, wenn Sein Wille und Seine Macht sich äußern. Darum kann jede Minute für
euch von Nutzen sein, ihr könnet geistigen Erfolg ziehen aus jedem Erleben, aus allem
Geschehen, aus jedem körperlichen Ungemach, das euch betrifft. Denn sowie ihr es
betrachten lernet als ein Hilfsmittel zum Ausreifen eurer Seelen, werdet ihr auch alles
tun, um nur der Seele zur Reife zu verhelfen, und bald wird auch euer Kreuz von euch
genommen werden, denn es drückt euch nur so lange, bis es seinen Zweck erfüllt hat.
Wollet ihr aber gänzlich ohne Leid durch das Erdenleben gehen, so müsset ihr auch pur
Liebe sein .... und das werden nur wenige Menschen erreichen, daß ihre Seelen sich
durch die Liebe entschlacken. Zumeist werden sie das Leid als Hilfsmittel benötigen,
weil die Zeit ihres Erdenwandels nur kurz ist und doch der Seele die höchst-möglichste
Vollendung bringen soll. Darum segnet auch das Leid, ergebet euch darein, und danket
eurem himmlischen Vater, daß Seine Liebe euch gilt, die nur immer euer Bestes will ....
Amen
B.D. 7163
empfangen am 9.u.10.7.1958
Verschiedene Segenswirkung des göttlichen Wortes ....
Was euch schon an ungewöhnlichen Gnadengaben geboten wurde, das entzieht sich
eurer Kenntnis, und es wird euch erst im geistigen Reich offenbar, welches Maß von
Liebe Meinerseits euch galt während des Erdenlebens. Nicht jeder Mensch hat die gleiche Erkenntnisstufe, aber jedem Menschen kann das gleiche angeboten werden, darum
werden auch immer nur einzelne in tiefe Weisheiten einzudringen fähig sein, während
die anderen wohl Worte vernehmen, auch den besten Willen haben, sie zu verstehen,
und doch nicht den tiefen Sinn erfassen können, der in jedem Wort verborgen ist, das
Ich Selbst euch aus der Höhe zuleite. Darum könnet ihr wohl im Besitz eines umfassenden Geistesgutes sein, aber die Wirkung auf die Seele des Menschen wird oder kann
ganz verschieden sein, je nach dem Reifegrad der Seele. Und diesen wieder bestimmt
das Maß von Liebe, das der Mensch in sich entfacht ....
Wäre aber das Liebefeuer in euch
Menschen gleich groß, dann würdet ihr alle euch schon auf Erden in einem seligen
Zustand befinden, denn die euch nun innewohnende Erkenntnis würde euch übermäßig beglücken und euch hoffnungsfroh dem Ende eures Erdenlebens entgegengehen lassen. Diese „Erkenntnis“ aber könnet ihr nicht gewinnen bei noch mangelnder
Liebe trotz größtem Wissen, das euch zugeführt wird durch Meine Boten auf Erden.
Und dennoch sollt ihr für dieses Wissen überaus dankbar sein, denn sowie es euch nur
dazu veranlaßt, euch in der Liebe zu üben, eure Vollendung auf Erden anzustreben, hat
es schon seinen Zweck erfüllt, und ihr kommt doch einmal zu jener Beglückung, wenn
auch nicht auf dieser Erde .... ihr könnet aber ewig nimmer verlorengehen. Schon der
Wille, euch in den Besitz jenes Wissens zu setzen, ist ein Beweis der Bereitschaft, eure
Erdenaufgabe zu erfüllen. Und „Bereitschaft“ sichert stets „Erfolg“, denn sie ist schon
ein Lösen von Meinem Gegner und ein Zuwenden zu Mir, das niemals nutzlos sein wird
für euch. Und so werden die Menschen, denen ihr Mein Wort vermittelt, ganz verschiedene Wirkungen an sich feststellen können, sie werden verschieden reagieren, und ihre
Seelen werden verschieden beeindruckt sein ....
Aber auch das Verständnis für den Sinn
der Worte wird nicht bei allen gleich sein, weil Mein Wort eine so vielseitige Erklärung
zuläßt, was nur ein schon sehr-durchgeistigter Mensch wird verstehen können. Es muß
euch Menschen jedoch erst so geboten werden, daß ihr es zu fassen vermögt bei noch
mangelnder Seelenreife, daß ihr auch dann schon einen Sinn erkennet und diesem Sinn
entsprechend nun auch euren Lebenswandel führen könnet. Und seid ihr schon etwas
fortgeschritten in eurer Entwicklung, dann entnehmet ihr dem gleichen Wort wieder
einen anderen Sinn, und ihr seid beglückt, euer Wissen erweitern zu können mit der
gleichen Gabe, die ihr zuvor nur zum Teil verstehen konntet. Und so wächst das Verständnis dafür mit zunehmender Reife, immer tiefer dringt ihr in Meiner Worte geistigen Sinn ein, immer stärker beglückt euch das Wissen, und immer eifriger strebet ihr
nun eure geistige Vollendung an, in der Erkenntnis, daß diese erst euch hellstes Licht
gibt und tiefste Glückseligkeit .... (10.7.1958) Denn wie immer-weiter-um-sich-greifendes Feuer auch immer helleres Licht ausstrahlt, so auch wird das geistige Licht zunehmen mit zunehmenden Liebegraden, bis zuletzt die Wesenswandlung vollzogen ist, bis
wieder das Urwesen erreicht ist, wo Mein Liebelichtstrahl gänzlich das Wesen durchdrang und es daher auch in vollster Erkenntnis stand ....
Dann aber werdet ihr es auch
wissen, daß es zur Zeit eures Erdenwandels nicht möglich war, euch erschöpfendes Wissen zuzuleiten, denn das Verständnis dafür hat euch gemangelt. Und dennoch entspricht das, was euch von Mir aus zugeht als Mein Wort, völlig der Wahrheit. Es wird
nur in einer Form euch geboten, daß ihr es begreifen könnt und somit die Anfangsgründe oder Zusammenhänge zu fassen vermögt, die euch in den Stand setzen, selbst
zu denken, und also auch eigene Beurteilung von euch fordern. Alles weitere Erkennen oder Verständnis für tieferes Wissen müsset ihr euch selbst erwerben. Es kann euch
nicht geschenkt werden, weil es in engstem Zusammenhang steht mit eurer Erdenlebensaufgabe: der Rückwandlung zur Liebe, ohne die es kein Eingehen in Lichtsphären und keine Seligkeit geben kann. Euer Verstand also ist nicht der maßgebende Faktor, wie weit ihr in geistiges Wissen eindringt, und der einfältigste Mensch kann weit
mehr innere Weisheit bergen als ein „Denker“, der noch schwach in der Liebe ist, weshalb auch die Wirkung Meines euch vermittelten Wortes ganz verschieden sein wird bei
den Menschen, denen es durch Meine Boten vermittelt wird. Denn je nach dem Liebegrad des Menschen wird auch sein Abstand von der Welt sein .... die sehr leicht einen
negativen Einfluß ausüben kann und also auch das Verständnis für Mein Wort beeinträchtigt ....
Das sollt ihr Menschen wissen, und ihr werdet dann auch verstehen, warum
ihr zuweilen übermächtig ergriffen seid von Meinem Wort, während es dann wieder an
euren Ohren verrauscht, obwohl ihr zu den Willigen gehört, die Mich anhören und
auch Mein Wort beherzigen wollen ....
Immer ist der Liebegrad ausschlaggebend und
dieser sehr oft abhängig ist von eurer Einstellung zur Welt, die doch immer wieder an
euch herantreten wird, solange ihr noch mitten in der Welt steht. Habt ihr aber einmal
die Seligkeit erfahren, die euch ein tiefer Blick in ewige Geheimnisse bereitet hat, dann
wird auch das Verlangen nach Wiederholung stets stärker werden, und der Wandel zur
Liebe vollzieht sich in euch mit Sicherheit, denn die Welt kann euch nichts bieten, was
die Seligkeit geistiger Erkenntnis aufwiegt. Und es wissen darum die Menschen nicht,
wie bedeutsam ein Leben in uneigennütziger Liebe ist und wie viele Seligkeiten sie sich
selbst schaffen können, wenn sie nur zur Liebe sich gestalten. Und immer und ewig
wird dies das größte und vornehmlichste Gebot bleiben:„Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst ....“
Amen
B.D. 7164
empfangen am 11.7.1958
Bedeutsamkeit der Bindung mit dem geistigen Reich ....
Aus der Welt des Geistes nur kann euch Menschen das geboten werden, was dem
Geistigen in euch dienet zur Vollendung. Die diesirdische Welt wird euch niemals
geben können Speise und Trank für die Seele, sondern sie wird immer nur den Körper
versorgen, der vergänglich ist, so wie auch die diesirdische Welt vergänglich ist. Ihr aber,
d.h. eure Seele, bleibt ewiglich bestehen, also kann sie auch nur genährt werden mit
unvergänglicher Speise und unvergänglichem Trank, einer Nahrung, die ihr nur aus
dem unvergänglichen Reich zugehen kann. Solange ihr Menschen aber nicht erkennen
oder anerkennen wollet, daß sich in euch etwas Geistiges, Unvergängliches birgt, so
lange werdet ihr auch nicht dieses Geistige bedenken, sondern nur dem Körper alles
zukommen lassen, weil dessen Sein nicht zu leugnen ist ....
Und solange der Mensch
also keine Bindung hat mit dem geistigen Reich, weil er nicht an ein solches glaubt, wird
immer nur sein Körper versorgt werden, doch seine Seele wird leer ausgehen, und ihr
Gang über die Erde ist völlig nutzlos, denn sie verläßt den Körper in der gleichen Verfassung, in der sie ihn bezogen hat bei der Geburt. Wüßtet ihr Menschen oder wolltet
ihr doch glauben, wie furchtbar für euch einmal das Erkennen sein wird, den Erdengang vergeblich zurückgelegt zu haben, und ihr eine Vergünstigung ungenützt gelassen
habt, die euch ein herrliches Leben im geistigen Reich hätte eintragen können ....
Wolltet ihr doch glauben, daß euer Erdenleben etwas so Bedeutsames ist, das euch nur einmal geboten wird, daß aber euer körperliches Leben vergeht wie Schaum, wenn es nur
rein irdisch ausgelebt wird. Das geistige Reich tritt euch immer wieder nahe, seine
Bewohner sind ständig bemüht, mit euch Kontakt zu bekommen, immer wieder suchen
sie, auf eure Gedanken einzuwirken, diese hinzuwenden zu Gott, und immer wieder
wirken sie auch auf äußerliches Geschehen ein, um dieses Ziel zu erreichen ....
Aber ihr
Menschen seid völlig freie Wesen, die nicht zu ihrem Denken und Wollen gezwungen
werden dürfen. Ihr seid mitten in die Welt hineinversetzt worden, und ihr müsset von
selbst euch den Weg bahnen aus dieser irdischen Welt in das geistige Reich. Geholfen
wird euch in jeder Weise, aber gezwungen werdet ihr nicht ....
Weil aber so viel für euch
auf dem Spiel steht in der Zeit des Erdenlebens, wird euch auch viel Gnade gewährt,
d.h., Gott lässet Seine Liebe ungewöhnlich wirksam werden an euch, indem Er euch
überschüttet mit Gnadenbeweisen aller Art, indem Er „schenkt“, auch wenn ihr dessen
nicht würdig seid. Er sorgt selbst, daß aus dem geistigen Reich Bindungen zur Erde
angeknüpft werden, daß sich Wesen des Lichtes den Menschen vernehmbar äußern
können ....
Und Er Selbst steigt zur Erde nieder im Wort, Er spricht die Menschen an,
um ihnen den Glauben an ein „geistiges“ Reich zu erleichtern, um auf ihre Seelen einzuwirken und diesen kräftige Nahrung zuzuführen. Aber Er bedarf dazu immer solcher
Menschen, die Ihm als Mittler dienen, die selbst die Bindung mit Ihm und mit dem geistigen Reich schon hergestellt haben .... die also direkt von Ihm die Gnadengaben in
Empfang nehmen, um sie nun den noch ungläubigen Menschen zu vermitteln, auf daß
diese keinem Glaubenszwang unterliegen. Dennoch ist es eine besondere Gnade, weil
die Abwehr der Menschen so groß ist, daß sie einer Gnadenzufuhr nicht würdig sind.
Doch zuweilen gelingt es, jene Abwehr zu brechen und der Menschen Denken hinzuleiten in das geistige Reich, und dann erst kann das Geistige im Menschen .... die Seele .... das empfangen, was sie dringend benötigt zu ihrem Ausreifen auf dieser Erde. Die irdische Welt und das geistige Reich stehen so weit ab voneinander, daß der Mensch einen
großen Schritt tun muß, um den Wechsel zu vollziehen, den er aber ganz gewiß niemals
bereuen wird, denn nun erst erfüllt er seinen Erdenlebenszweck, nun erst kommt die
Seele zu ihrem Recht, wenngleich der Körper zurückstehen muß ....
Aber der Eingang
in das jenseitige Reich wird für die Seele zu einem Freudentag werden, weil sie sich nun
schon darin zurechtfindet und es auch als ihre wahre Heimat erkennt, die sie nun auch
ewiglich nicht mehr verlassen wird ....
Amen
B.D. 7165
empfangen am 14.7.1958
Rechtes Kindesverhältnis ....
„Und wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, so könnet ihr nicht in das Himmelreich
eingehen ....“ Es ist ein sonderbarer Ausspruch, den Ich getan habe, daß Ich von euch
verlangte, zu Kindern zu werden, da ihr doch auf Erden ausreifen sollet, wozu Ich euch
ein ganzes Lebensalter schenkte, von der Kindheit an bis in das Greisenalter. Aber es ist
nicht das Unfertige, Verständnislose eines Kindes, das ihr euch zum Beispiel nehmen
sollet, sondern die kindliche Zutraulichkeit dem Vater gegenüber ist es, die euch Mein
Vaterherz erschließet, die Ich nicht zurückweise, die euch das Himmelreich öffnet ....
Es
ist der wahrhaft kindliche Glaube, den ein Kind seinem Vater entgegenbringt. Es sind
die zutraulichen Bitten, die Ich nicht unerfüllt lasse; es ist die Demut eines Kindes, das
darum Gnaden empfangen kann im Übermaß. Und wird wohl je eine Liebe reiner und
uneigennützig sein als die des Kindes zum Vater? Ein Kind erwägt nicht erst in seinem
Verstand die Gefühle, die es für den Vater empfindet; es ist das Herz, das es hintreibt
zum Vater, und allein das Herz nimmt den direkten Weg zu Mir und gibt sich Mir gänzlich hin. Und wo eine solche Liebe das Herz eines Menschen bewegt, dort findet Mein
Wort seine Bestätigung, denn dieser wird wahrlich eingehen in Mein Reich, denn Ich
lasse ihn nun nimmermehr aus Meinen Armen, Ich ziehe das Kind an Mein Herz und
schenke ihm ein ewiges Leben in Seligkeit ....
Und weiter wollte Ich mit Meinen Worten
sagen, daß ihr Menschen mit eurem Verstandesdenken kaum werdet euer Erdenziel
erreichen können .... daß also nicht die zunehmende Mannesreife, die Lebenserfüllung
oder auch verstandesmäßige Folgerungen nicht zu ersetzen vermögen die kindliche
Liebe zu Mir .... daß das rechte Verhältnis von euch zu Mir das eines Kindes zum Vater
sein muß, denn dieses rechte Verhältnis schließet alles in sich, was zur Erlangung der
Seelenreife erforderlich ist: Liebe, Demut und gänzliche Unterwerfung unter Meinen
Willen ....
Wie wenige Menschen aber stellen dieses innige Kindesverhältnis zu Mir
her .... wie wenige vermögen, Mich im Herzen anzurufen als Vater, Der Sich Seines Kindes in heißer Liebe annimmt und ihm hilft in jeder Not und Gefahr ....
Und wie wenige
ergreifen Mich mit ihrer kindlichen Liebe und ketten Mich dadurch unauflösbar an
sich. Aber diese haben sich das Himmelreich erworben, denn es kommt selbst zu ihnen,
wo Ich weilen kann, von der Liebe Meines Kindes gezogen. Und so auch werdet ihr es
verstehen, daß Ich nicht die Großen ansehe, sondern Mich zu dem Kleinen herniederbeuge, daß Ich nicht bewerte, was sich der Mensch schafft oder geschaffen hat in seinen
menschlichen Fähigkeiten und deren Ausbildungen, sondern daß Ich nur in das Herz
sehe, wie es beschaffen ist, und daß Ich Mich erfreue an jedem Liebestrahl, den Ich
darin entdecke, denn dieser Liebestrahl hat nichts zu tun mit menschlichen Fähigkeiten, sondern er ist allein durch die innige Bindung mit Mir entzündet worden, die das
rechte Kindesverhältnis kennzeichnet. Und es wird darum nur ein „rechtes Kind“ Mein
Reich in Besitz nehmen, wie Ich es durch Mein Wort verheißen habe ....
Amen
B.D. 7166
empfangen am 15.7.1958
Gottes Lenkung aller Seiner Weinbergsarbeiter ....
Ihr werdet geführt, wie es Meine Weisheit erkennt als segenbringend für euer und
der Mitmenschen Seelenheil ....
Alles, was geschehen kann, um den Seelen zu Hilfe zu
kommen, die sich in geistiger Not befinden, das wird von Mir aus gefördert, sowie ihr
selbst nur in Meiner Begleitung durch das Erdenleben zu gehen begehrt, sowie ihr
selbst euch also bewußt von Mir leiten lasset und euer Wille Mir keinen Widerstand leistet. Es ist das Erlösungswerk gewaltig, das sich überall .... in der Erdensphäre wie auch
im geistigen Reich .... abspielt. Es wird mit allem Eifer um die Seelen derer gerungen, die
zu schwach sind, um sich von Meinem Gegner lösen zu können. Und so muß Ich überall Hilfestellung leisten, Ich muß zusammenführen die Wissenden mit den Unwissenden, Ich muß Meinen Knechten ihr Tätigkeitsfeld zuweisen und also in jeder Weise
nachhelfen, wo die Kraft Meiner Knechte nicht ausreicht oder der Widerstand der
irrenden Seelen noch zu groß ist. Denn Meine unendliche Liebe treibt Mich dazu, Mich
derer anzunehmen, die in Not sind, und Meine unübertreffliche Weisheit kennt die
Mittel und Wege zum Erfolg. Und Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen
Mich ....
Räumliche Trennungen werde Ich überbrücken, die seltsamsten Verbindungen
anknüpfen und euch also offensichtliche Beweise geben, daß ihr gelenkt und geführt
werdet von einem höheren Willen. Doch erkennen werden nur wenige Menschen eine
solche Führung ....
Aber es wird auch Meine Herde nur klein sein am Ende, denn trotz
Meiner übergroßen Liebe mache Ich nicht den Willen des Menschen unfrei, der darum
selbst bestimmt, ob sich der Mensch Meiner Herde anschließet, ob er dem Lockruf des
Hirten folgt ....
Und weil Ich also den Willen des Menschen nicht unfrei mache, besteht
eure Aufgabe darin, auf diesen Willen einzuwirken und euren Mitmenschen, die ihr in
geistiger Not wisset, Kenntnis zu geben über ihre eigentliche Erdenaufgabe und ihr
Ziel. Und dazu benötige Ich euch, Meine Diener auf Erden. Ihr sollet das zur Ausführung bringen, was Ich Selbst wohl tun möchte, doch der Willensfreiheit wegen nicht tun
kann: Ihr sollt ihnen Mein Wort bringen, ihr sollt Mir taugliche Werkzeuge sein, durch
die Ich Selbst zu den Menschen sprechen kann ....
Und um dieses Zweckes willen werdet ihr Menschen geführt an jene Türen, die sich euch öffnen, durch die ihr nun einen
Lichtschein einstrahlen lassen könnt, der so manchen Menschen veranlassen wird, den
Spalt weiter zu öffnen und zuletzt die Tür seines Herzens so weit aufzutun, daß Ich
Selbst nun eintreten kann und ihm helles Licht bringe, auf daß er ewiglich nicht mehr
im Dunkeln zu wandeln brauchet. Was für euch selbstverständlich ist, daß Ich spreche
zu Meinen Kindern, das können jene Menschen noch nicht begreifen, und gerade diesen Beweis Meiner Liebe ihnen kundzutun ist eure Aufgabe ....
Ihr sollt reden, wo nur
ein Ohr sich euch zuneigt, denn ihr sollt immer wissen, daß kein Mensch willkürlich
euren Weg kreuzet, daß jede Begegnung schon in Meinem Heilsplan von Ewigkeit vorgesehen ist, daß nichts geschehen kann ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung und
daß alles Anlaß sein kann zu einem geistigen Fortschritt .... auch wenn ihr es nicht
erkennt oder kein Erfolg für euch ersichtlich ist. Doch sowie ihr Mir nur eure Bereitwilligkeit erklärt habt, Mir Mitarbeiter sein zu wollen, stelle Ich euch auch an den rechten
Platz, und Ich nehme nun eure Tätigkeit in Anspruch, und ihr führet nun gleichsam nur
Meinen Willen aus. Darum brauchet ihr auch keinerlei Bedenken zu haben, daß ihr
etwas tun könntet, was Meinem Willen nicht entspricht. Eure Hingabe an Mich, eure
Bitte um Meinen Segen, macht euch frei von jeder eigenen Verantwortung, denn nun
denke und handle Ich für euch, und ihr seid nur die Ausführenden Meines Willens ....
Und da Mein Wille immer nur der Erlösung irrender Seelen gilt, wird also eure Tätigkeit nur das gleiche Ziel verfolgen, ihr werdet Mir also nur rechte Knechte sein, die im
Auftrag ihres Herrn wirken und schaffen zum Segen der Menschen auf Erden und der
Seelen im jenseitigen Reich ....
Amen
B.D. 7167
empfangen am 17.7.1958
Begründung des Beendens einer Erdperiode ....
Nehmet Kenntnis davon, daß die Zeit zu Ende geht, die euch Menschen zugebilligt
wurde zum Ausreifen auf dieser Erde. Das ganze Menschengeschlecht, das in dieser
Erdperiode sich verkörpern durfte, hat mehr oder auch weniger die Probe bestanden,
es ist eingegangen in das jenseitige Reich und hat dort seine Aufwärtsentwicklung fort-setzen können .... wenn auch unter anderen Bedingungen als auf der Erde .... aber es
sind auch unzählige Menschenseelen zurückgesunken zur Tiefe ....
Und nun sind die
letzten dieses Geschlechtes noch zur Verkörperung als Mensch zugelassen worden .... auch mit dem Ziel, während des Erdenlebens frei zu werden aus der materiellen Form,
die sie schon Ewigkeiten gefangenhält. Doch nun geht diese Zeit zu Ende und unwiderruflich findet ein Abschluß statt, weil eine neue Erlösungsperiode beginnen muß ....
Und verständlicherweise ist in dieser letzten Zeit nur noch ein schwacher Erfolg
zu verzeichnen, denn sehr viel Gott-widersetzliches Geistiges ist nun verkörpert,
das nicht eher zugelassen wurde eben seines Widerstandes wegen .... das aber für
diese Erdperiode bestimmt war und auch noch den Gang als Mensch zurücklegen
muß, bevor eine neue Erlösungsperiode beginnt ....
Um diesen Menschen nun den
Erdenweg erfolgreich werden zu lassen, ist ihnen viel Geistiges beigesellt,
das sie führt und Beistand leistet, wo der Menschen Kraft zu gering ist ....
Es
ist also wohl möglich, daß auch diese Menschen noch zur Reife gelangen,
aber doch überaus schwer, weil niemals zwangsweise auf den Willen derer
eingewirkt wird. Doch das Ende dieser Erdperiode ist bestimmt seit Ewigkeit,
es ist in Gottes Heils-plan festgelegt, weil Er von Ewigkeit weiß, wann es an
der Zeit ist, eine neue gesetzliche Ordnung herzustellen auf der Erde, die durch
der Menschen Willen umgestoßen wurde und darum eine Aufwärtsentwicklung des
Geistigen fast zur Unmöglichkeit geworden ist ....
Wenn nun die Menschen glauben,
daß es nicht mit der Liebe eines „Gottes und Vaters“ vereinbar ist, daß
ein Schöpfungswerk wie die Erde einer Total-Umgestaltung entgegengeht,
so muß dem entgegengesetzt werden, daß es weit eher einen Liebemangel beweisen
würde, wenn einem solchen geistigen Tiefstand kein Ende gesetzt wäre, denn die
Erde hätte dann aufgehört, Bildungsstation des Geistigen zu sein, sie würde
ihren Zweck völlig verfehlen und nur noch ein Chaos begünstigen, das
geistig auf ihr herrscht ....
Die Liebe Gottes versucht wahrlich alles, um den
Menschen zur Rettung zu verhelfen, doch es ist keine Besserung ersichtlich,
es ist keine geistige „Wende“ mehr zu erwarten auf dieser Erde, denn es ist
nicht mehr damit zu rechnen, daß sich das Menschengeschlecht ändert und zur
Gott-gewollten Ordnung zurückkehrt .... was allein ein „Ende“ aufhalten könnte ....
Und Gott weiß es seit Ewigkeit, daß diese Möglichkeit nicht mehr besteht, und
darum konnte Er Seinen Plan auf diesem Willen der Menschen aufbauen ....
Und Er wird ihn auch durchführen, denn Er ist ein guter, gerechter und überaus
weiser Gott, Der nichts anderes will, als Seinen Geschöpfen aus der Tiefe zur
Höhe, zu Ihm, zu verhelfen, und Der auch wahrlich die rechten Mittel weiß und
anwendet ....
Aber ihr Menschen wollet es nicht glauben, daß die Zeit gekommen ist, daß die
Menschheit schon auf dem geistigen Tiefstand angelangt ist, der nun keinen Aufschub
mehr duldet. Ihr wollet es nicht wahrhaben, obwohl euch das innere Gefühl es sagt, daß die
Menschheit nichts anderes mehr zu erwarten hat. Und darum bringet ihr Einwände
über Einwände, die aber jeglicher Logik entbehren ....
Denn sowie ihr euch einmal
ernsthaft bedenket, was diese Erde ist und wozu sie dienen soll .... und wenn ihr nun
sehet, daß selten nur ein Mensch sein Erdenleben auswertet, um geistig zu reifen, was
jedem ersichtlich ist, dann muß es euch auch wahrscheinlicher sein, daß ein Ende kommt, als daß sie in der gleichen Art weiter bestehenbleibt ....
Denn auch das muß
euch einleuchtend sein, daß Gott nicht zwangsläufig die Menschen zum Reifen bringen
kann, also nur noch eine Umwandlung dieser Erde vor sich gehen kann, ein Beenden
einer wirkungslos-sich-erweisenden Epoche und ein Beginn einer neuen, wo die Aufwärtsentwicklung des Geistigen wieder seinen Fortgang nehmen kann und wo auch
dem noch in der Tiefe befindlichen Geistigen eine neue Aufstiegsmöglichkeit gegeben
ist ....
Ihr Menschen müsset immer die unendliche Liebe und unübertreffliche Weisheit
eures Gottes und Schöpfers in Betracht ziehen, Der euer aller Vater werden möchte und
Der auch wahrlich alles tut, um Sein Ziel zu erreichen. Und so nur dürfet ihr auch das
kommende Ende der Erde ansehen als einen Akt Seiner Liebe, niemals aber als Grausamkeit, derer Er nicht fähig ist, denn Er will niemals vernichten, sondern immer nur
das Leben geben denen, die es verloren haben aus eigener Schuld.
Amen
B.D. 7168
empfangen am 19.7.1958
Liebe
- Weisheit - Macht ....
Meine Macht ist unbegrenzt .... aber sie wird in Meiner Liebe auch weisheitsgemäß
angewandt. Verstehet es, daß Ich nicht willkürlich wirke, wenn Meine Weisheit erkennt,
daß ein solches Wirken nicht für euer oder eurer Mitmenschen Seelenheil förderlich
wäre. Die Weisheit hat in der Liebe ihren Ursprung, die Liebe aber ist mein Urwesen.
Und so ist es mir nicht möglich, wider die von Mir erkannte Weisheit zu wirken und zu
handeln, ansonsten ihr auch Meine Liebe anzweifeln könntet und somit einen Gott, Der
in Sich Liebe, Weisheit und Macht ist. Und diese Begründung müsset ihr gelten lassen,
wenn Dinge geschehen oder unterbleiben, die euch zu Fragen veranlassen, und ihr könnet nichts Besseres tun, als vollgläubig Mir vertrauen, daß Ich Selbst alles lenke, sei es
euer eigenes Schicksal, seien es Geschehen um euch oder auch Weltgeschehen, die der
leiseste Wille von Mir ändern könnte, wenn Meine Weisheit dies als gut und nützlich
für euch erkennen würde ....
Lasse Ich es aber geschehen, so ist auch solches gut für die
Menschen, die ihrer Seelen Förderung wegen auf Erden weilen. Und seid ihr nun fähig,
alles von diesem Standpunkt aus zu betrachten, dann wird euch eine Ruhe überkommen, weil ihr dann auch euch geborgen fühlet in Mir, Dessen Liebe für euch unzweifelhaft ist. Mir genügte wahrlich nur ein Wink, und zahllose Scharen Meiner dienstbaren
Geister würden eine völlige Wandlung herbeiführen ....
Doch welchen Erfolg würde das
für eure Seelen haben, die noch ringen und kämpfen müssen, um zur Vollendung zu
kommen auf dieser Erde ....
Ohne Kampf ist kein Fortschritt zu erreichen, zumal nicht
dann, wenn es den Menschen an der Kraft der Liebe mangelt. Und der Kampf bedingt
seinen Anlaß, er bedingt ein Aufrütteln aus der Ruhe, in die alle Menschen geraten werden, durch Meine immerwährende Macht und Willensäußerung, die zum Teil in
Schicksalsschlägen bestehen, zum Teil aber auch (in, d. Hg.) Zulassungen der Willensäußerungen der Menschen. Meine Macht zwar könnte letztere verhindern, aber sie
schaltet sich nicht ein in der Erkenntnis des Segens, der auch daraus erwachsen kann
für viele Seelen. Aber die Gewißheit, der feste Glaube, daß Ich Himmel und Erde
regiere, daß nichts geschehen kann ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung, soll
euch beruhigen, was auch kommen mag, denn immer werde Ich zur Hilfe bereit sein,
sowie Ich ernstlich darum angegangen werde. Aber die Notwendigkeit besteht wiederum, die Menschen von Zeit zu Zeit in Angst und Aufruhr zu versetzen, vergessen sie
doch leicht die Aufgabe und den Zweck ihres Erdenlebens und die Existenz einer
Macht, Die auch ihr tägliches geruhsames Leben schlagartig wandeln kann, und um
dieser Menschen willen lasse Ich zuweilen Meine Macht zurücktreten, und ob sie gleich
an Meiner Liebe deshalb zweifeln möchten ....
Denn sie vergessen, daß Ich überaus
weise bin und darum auch erkenne, was ihnen dienet, besonders in der letzten Zeit vor
dem Ende. Doch die Meinen werden sich weniger bedroht fühlen, sie werden sich Mir
in vollem Glauben hingeben, daß Ich Meine Hände über sie breite und sie schütze in
jeder Not und Gefahr. Und die Meinen werden auch wissen, was noch nötig ist zum Heil
der Seelen, die zu retten nicht mehr viel Zeit bleibt. Und die Meinen werden auch alles
als Zeichen der Zeit ansehen, die Ich ankündigen ließ immer und immer wieder. Denn
wie der Wille der Menschen ist, so auch wickelt sich das Weltgeschehen ab, weil Meine Macht des freien Willens wegen oft sich nicht auswirkt, wenn Meine Liebe und Weisheit sich einen Erfolg verspricht. Und das sollet ihr wissen, daß kein Mensch sich selbst
überlassen bleibt, daß Ich um eines jeden Menschen Seele noch ringe bis zum Ende und
daß eine jede Seele andere Mittel benötigt, die darum auch angewendet werden, auch
wenn ihr Menschen es nicht verstehen könnt, daß Meine Macht nicht eingreift, wo
offensichtlich Leid und Elend heraufbeschworen wird von Menschen, die unter gegnerischer Gewalt stehen ....
Denn Ich allein weiß es, was euch zum Besten dienet für eure
Seele ....
Amen
B.D. 7169
empfangen am 20.7.1958
Rechte Weinbergsarbeit ....
Ihr könnt keine anderen Weisungen von Mir entgegennehmen als solche, die ein
rechter Hausvater Seinen getreuen Knechten gibt: daß sie für Ihn rechte Arbeit ausführen sollen in Seinem Sinn und zu Seinem Nutzen. So auch sind Meine Anweisungen
immer nur darauf-hinaus-laufend, daß Ich Meine Kinder zurückgewinne, die Mir verloren waren ....
Ihr selbst könnt es nicht ermessen, wieviel Mir daran gelegen ist, weil ihr
euch keine Vorstellung machen könnt von der Tiefe Meiner Liebe, die Mich mit allen
Meinen Geschöpfen verbindet. Und diese übergroße Liebe nur bestimmt Mich, alles zu
tun, daß sie als „Kinder“ wieder zu Mir zurückkehren ....
Und wenn Ich euch nun zur
Mitarbeit erwählt habe, so werde Ich euch auch immer nur solche Aufträge geben, die
jenem Rückführungsplan dienen, und eure ganze Tätigkeit in Meinem Weinberg wird
daraufhin ausgerüstet sein müssen, denn diese Rückführung schließt für Meine
Geschöpfe selbst alle Seligkeiten ein. Es ist nicht allein Meine Liebesehnsucht befriedigt, sondern auch das Verlangen Meiner Kinder nach ewiger Glückseligkeit wird
dadurch gestillt. Und somit wisset ihr auch, die ihr Mir dienen wollet, warum Ich immer
wieder die irrenden Seelen auf Erden und auch im jenseitigen Reich euch an das Herz
lege, denn ihr vermöget viel, weil euch die Liebe treibt, ansonsten ihr euch nicht zum
Dienst Mir angeboten hättet ....
Wer ohne Liebe eine sogenannte „Seelsorge“ verrichtet,
der wird wenig Erfolg haben, und er kann auch nicht als Arbeiter im Weinberge des
Herrn angesprochen werden ....
Wo also die Liebe fehlt, wird vergebliche Arbeit geleistet, denn es ist die Arbeit nur eine rein weltliche Tätigkeit, selbst wenn sie scheinbar in
das geistige Gebiet gehört. Der Erfolg ist ausschlaggebend, und um Erfolg verzeichnen
zu können, beauftrage Ich eben Mir ergebene Diener, welche die Liebe zu Mir und zum
Nächsten antreibt zur Arbeit für Mich. Denn diese werden ganz anders reden, es werden ihre Worte zünden, es wird von ihnen eine Überzeugungskraft ausstrahlen, und es
werden die Worte die Herzen der Hörer berühren und sie zum Nachdenken stimmen ....
Denn einen Menschen, den die Liebe erfüllt, den kann Ich Selbst benützen als
Sprachrohr, und Ich kann ihm also die Worte in den Mund legen ....
Er redet dann also
an Meiner Statt, und wahrlich nicht ohne Erfolg ....
Die Zahl derer aber ist klein, die die
Liebe treibt zu ihrer Weinbergsarbeit ....
Und dennoch erreichen sie mehr als eine
Überzahl solcher Redner, die sich geistige Tätigkeit zum „Beruf“ gemacht haben, die
aber von der geistigen Not der Mitmenschen wenig Kenntnis haben und darum auch
nicht geeignet sind zur Hilfeleistung in solcher Not. Denn dort werde Ich nur selten
zugegen sein können, weil nur die Liebe Mir den Zutritt gestattet, weil Ich nicht weilen
kann, wo nicht die Liebe ist. Um so mehr aber bin Ich denen gegenwärtig, die Mir in
Liebe zu dienen bereit sind ....
Von ihnen werde Ich nimmer ablassen, Meine Liebe wird
sie stets fester zu Mir ziehen, und immer größer wird auch ihre Bereitschaft sein für
Mich. Und immer wieder werden sie die gleichen Anweisungen von Mir entgegennehmen: unentwegt tätig zu sein und den Mitmenschen das Evangelium zu bringen, die
göttliche Liebelehre, die Ich Selbst im Menschen Jesus verkündete ....
Und diese Meine
getreuen Knechte werden voll Eifer und Überzeugung auch Mich Selbst und Mein Erlösungswerk den Menschen nahebringen, sie werden eintreten mit Wort und Schrift für
Jesus Christus, den Gekreuzigten, den Heiland und Erretter der Menschheit, Der sie
erlöst hat von Sünde und Tod, der Gott und Vater von Ewigkeit, Der zur Erde niederstieg, um Seine Kinder zu erlösen ....
Amen
B.D. 7170
empfangen am 21.7.1958
Erklärung der vielen Todesfälle:
Schließen der jenseitigen Pforten ....
Die Pforten schließen sich für lange Zeit, die den Seelen Eingang waren in das jenseitige Reich. Das wird nur jenen verständlich sein, die es wissen, daß eine Erlösungsperiode zu Ende geht, die es wissen, daß diese endet mit der Neubannung des Geistigen, das
als Mensch versagte in seiner Willensprobe, das wieder herabgesunken ist zur Tiefe und
darum aufs neue den endlos langen Entwicklungsgang durch die Schöpfungen der
neuen Erde gehen muß. Bis dieses Ende gekommen ist, sind auch die Pforten geöffnet
in das jenseitige Reich, d.h., die bis dahin noch von der Erde Abgeschiedenen werden in
das jenseitige Reich, in das Reich der Geister, aufgenommen werden, und sie haben
noch eine kurze Zeit zur Verfügung, um sich aus der Dunkelheit zum Licht emporzuarbeiten, wobei ihnen viel Hilfe geleistet wird, auf daß sie nicht noch im jenseitigen Reich
zur Tiefe fallen und dann das gleiche Los erfahren müssen: gebannt zu werden in der
festen Materie. Es ist also eine sehr große Gnade, wenn Menschen unreifen Geistes noch
abgerufen werden, wenn sie nicht bis zum Ende dieser Erde ihr irdisches Leben behalten und dann kaum noch eine Möglichkeit ist, daß sie zu Gott finden und Ihn anrufen
um Erbarmen. Und es sind viele Menschen zur Zeit auf Erden, die nur zu gleichgültig
sind, als daß sie sich um Seelenreife bemühen .... die jedoch auch nicht in das satanische
Lager gezählt werden können, doch in größter Gefahr sind, ihm noch zu verfallen vor
dem Ende. Und diesen will Gott noch eine Gelegenheit geben, ihren Reifezustand um
ein geringes zu erhöhen ....
Und Er ruft sie deshalb vorzeitig ab ....
Denn unwiderruflich
geht die dem als Mensch verkörperten Geistigen zugebilligte Erlösungszeit zu Ende ....
Und was das bedeutet, das kann selten nur ein Mensch fassen. Denn auch im geistigen
Reich wird eine Scheidung der Geister erfolgen, auch im jenseitigen Reich verharren
noch unzählige Seelen in tiefster Finsternis, an denen alle Erlösungsversuche vergeblich waren und die darum auch das Los derer teilen müssen, die in der Materie neu
gebannt werden. Darum findet auch im jenseitigen Reich eifrige Erlösungsarbeit statt,
auch den Seelen in der Finsternis wird das Evangelium gepredigt, d.h.,es wird ihnen die
Möglichkeit geboten, es anzuhören, aber sie werden nicht dazu gezwungen ....
Alles
wird versucht, um noch zu retten, was möglich ist, weil Gott einer jeden Seele helfen
möchte, noch in dieser Erlösungsperiode ein kleines Licht zu empfangen, weil Seine
unendliche Liebe jeder Seele dieses entsetzliche Los ersparen möchte, das denen
beschieden ist, die sich noch ganz in den Händen des Gegners befinden, denen sie entrissen werden sollen ....
Wer aber um das Schicksal derer weiß, der wird auch einen
gewissen Trost darin finden, wenn Gott vorzeitig Menschen aus dem Leben abruft, weil
Er dann auch weiß, daß dies ein Erbarmungswerk an jenen Seelen ist, damit sie dem
entsetzlichen Los entrinnen können. Denn jede Seele wird im Jenseits von überaus
hilfswilligen Lichtwesen bearbeitet, und alles Erdenkliche wird getan, um sie einige
Schritte zur Höhe führen. Denn dann sind sie der Gefahr entronnen, in die Tiefe
zurückzusinken, und dann bleibt ihnen jener nochmalige Gang über die Erde erspart.
Doch mit dem Ende dieser Erde ist auch diese Möglichkeit vorbei, im geistigen Reich
Aufnahme zu finden und weiterausreifen zu können, denn es wird am Ende nur satanisch-ausgerichtete Menschen geben neben der kleinen Schar derer, die Gott treu bleiben und die Er Selbst holen wird am Tage des Gerichtes. Und darum soll jeder dankbar
sein, der das Ende nicht zu erleben braucht, denn ihm leuchtet ein Hoffnungsstrahl,
daß er Gnade gefunden hat und nicht verlorenzugehen braucht ....
Amen
B.D. 7171
empfangen am 22.7.1958
Hang zur Welt oder
Bindung mit dem geistigen Reich ....
Wer sich nach der himmlischen Heimat sehnet, der hat den Rückweg ins Vaterhaus
schon angetreten, sein Wille ist Mir zugewandt, und er strebt auch eifrig den Zusammenschluß an mit Mir, wie er sich einstens freiwillig von Mir trennte. Der Blick, der ins
geistige Reich gerichtet ist, ist Beweis dafür, denn wer noch Meines Gegners Anhänger
ist, der wendet seinen Blick nur der Welt zu, die sein Reich ist. Und so werden die Meinen immer wieder ihre Gedanken himmelwärts lenken, ihre Gespräche werden weit
mehr geistigen Inhalts sein als irdische Interessen berühren, ihre ganze Lebensführung
wird geistig ausgerichtet sein, d.h., immer werden sie bemüht sein, Meinen Willen zu
erfüllen. Aber nur wenige sind es, die ein geistig-ausgerichtetes Leben führen ....
Die
Mehrzahl der Menschen läßt sich gefangennehmen von der Welt und ihren Anforderungen, und ihre Gedanken kreisen ständig um irdische Ziele, und der Rückweg zu Mir,
zum Vaterhaus, wird von jenen noch lange nicht beschritten, weshalb aber auch der
Gedanke an den Tod sie schreckt, wie sie auch geistige Gedanken abwehren, wenn sie
von solchen berührt werden. Und es ist dies der Einfluß Meines Gegners, der einwirket
auf die Menschen, wo und wie er nur kann, denn vom Menschen allein hängt es ab, ob
sein Einfluß durchdringt. Und wenngleich Worte bei jenen Menschen nicht viel ausrichten, soll doch immer wieder versucht werden, ihre Blicke hinzulenken auf das
Reich, das sie einmal betreten müssen ....
Sie sollen des öfteren gemahnt werden an
ihren Tod und an das Weiterleben der Seele nach dem Tode, auch wenn sie nicht daran
glauben wollen ....
Denn kein Mensch geht an dieser Klippe vorbei, jedem Menschen ist
das Ende seines Leibeslebens beschieden, ob er zuvor gewarnt wird oder nicht, aber es
können solche Mahnungen und Warnungen in ihm eine leise Unruhe hervorrufen, und
schon das ist ein gewisser Vorteil, eine Möglichkeit, sich doch zeitweise mit dem geistigen Reich in Gedanken zu befassen. Es müssen die Blicke hingelenkt werden in das geistige Reich, wenn nur ein kleiner geistiger Erfolg erzielt werden soll, denn die irdische
Welt ist das Reich Meines Gegners, und er wird nicht ablassen von den Menschen, die
sich nur in seinem Reich bewegen. Aber er verliert schon an Einfluß, wenn sich der
Mensch zeitweise in Gebiete begibt, die nicht sein Reich sind, denn dann kommen ihm
im geistigen Gebiet Wesen entgegen und suchen auf ihn einzuwirken .... was aber
unmöglich ist bei puren Weltmenschen, die jenen geistigen Wesen keinen Zutritt
gewähren, eben ihres Hanges zur Welt wegen. Wer aber bewußt das geistige Reich
anstrebt, wer sich seiner Erdenaufgabe bewußt ist und alles tut, um ihr nachzukommen,
der hat schon die Bindung angeknüpft mit der geistigen Welt, die ihm hilft ....
Er hat
auch die Bindung mit Mir hergestellt, ansonsten das Verlangen nach dem geistigen
Reich nicht in ihm erwacht wäre ....
Denn auch Ich ziehe jeden, der seine Blicke geistig
gerichtet hat, Ich habe dann das Recht, ihn Meinem Gegner zu entwinden, weil der freie
Wille des Menschen selbst über sich bestimmen kann und dieser freie Wille also sich
Mir zugewandt hat. Und dieser wird auch mit Sicherheit sein Ziel erreichen, er wird
zurückkehren in sein Vaterhaus, er wird sich selbst fühlen als Mein Kind und zu Mir in
aller Zutraulichkeit rufen um Hilfe auf seinem Erdenweg, um Zufuhr von Kraft und
Licht ....
Er wird sein Ziel klar vor seinen Augen sehen und es unbeirrt verfolgen ....
Und
das ist Meine Verheißung, daß Ich jedem Meiner Kinder entgegenkomme und es heim-hole in sein Vaterhaus, daß Ich ihm ein seliges Leben bereite in Kraft und Herrlichkeit,
in Licht und Freiheit ....
Amen
B.D. 7172
empfangen am 23.7.1958
Göttliche Gnadengaben ....
Gottes Liebe ....
Bereitwilligkeit ....
Aus Meinem Gnadenborn dürfet ihr jederzeit schöpfen, denn er steht euch immer
zur Verfügung. Was ihr freiwillig tut, um also in den Segen Meiner Liebegaben zu kommen, wird niemals ohne Erfolg sein .... da es aber eben von eurem freien Willen
abhängt, ob ihr sie anfordert oder nützet, bleiben so oft die Menschen unbegnadet, d.h.,
sie darben, wo sie ungemessen empfangen könnten. Von Meiner Seite aus ist euch keine
Beschränkung auferlegt, ihr selbst aber setzet dem Empfang Meiner Gnadengaben
Grenzen, wenn ihr nicht des Willens seid, sie auf euch wirken zu lassen. Aber immer
wieder biete Ich sie euch an ....
Immer wieder trete Ich euch in den Weg, doch selten nur
erkannt als Geber köstlicher Geschenke ....
Denn alles, was euch dazu verhelfen kann,
in Besitz von Kraft und Licht zu gelangen, sind solche Gnadengaben, die Meine Liebe
euch ständig bietet. Und so schaffe Ich euch Gelegenheiten, wo ihr Mein Wort hören
könnet. Ich schaffe euch Gelegenheiten, wo ihr euch in dienender Liebe betätigen könnet, Ich lenke eure Gedanken auf Fragen, die ihr im Herzen bewegen sollet, um dadurch
in Kontakt zu kommen mit Mir, auf daß Ich euch diese Fragen beantworten kann ....
Ich
lasse euch auch durch Leid und Nöte gehen, um diesen Kontakt mit Mir zu erreichen ....
Ich versuche alles, um euch nur an den Born zu lenken, wo ihr Licht und Kraft empfangen könnet, wo ihr eurer Seele das zuführen könnet, was euch mangelt. Und Ich tue das
nur aus Liebe zu euch, denn es sind unverdiente Geschenke, die darum als Gnade
bezeichnet werden müssen, weil ihr einstens im freien Willen euch alles dessen begeben
habt, was euch Meine Liebe bot im Übermaß.Aber Ich kann und werde euch auch jetzt
nicht zwingen zur Annahme solcher Geschenke, denn nur, wenn ihr den Weg zu Meinem Gnadenborn nehmet in völlig freiem Willen, können auch die Gnaden an euch
wirksam werden und von größtem Segen sein. Und so wird kein Mensch sagen können,
daß Meine Liebe ihn karg bedenket, sondern an ihm selbst liegt es, welches Maß von
Gnade er entgegennimmt, und ungemessen strömen sie ihm zu, so er sie nur recht zu
verwerten gedenkt. Doch die Bereitwilligkeit eines Menschen, Gnadengaben entgegenzunehmen und auf sich wirken zu lassen, kann eine solche offensichtliche Veränderung
an ihm bewirken, daß seine Mangelhaftigkeit einer ungewöhnlichen Begabung oder
Fähigkeit weicht, daß er sich geistiger Kräfte bedienen kann in einem Ausmaß, daß ihm
Unmöglich-Scheinendes möglich wird. Und er tritt nur in den Zustand zurück, der
einst sein eigen war ....
Er hat Mein Gnadengeschenk angenommen und ist dadurch
wieder in den Besitz von Kraft und Licht gelangt, die ihm einstens eigen waren und die
ihn auch zu ungewöhnlichem Wirken auf Erden befähigen. Aber nimmermehr könnt
ihr Menschen in jenen Zustand gelangen, solange ihr Meine Gnadengaben verschmäht,
solange ihr euch fernhaltet von dem Born, der euch allen zur Verfügung steht .... solange
ihr nicht schöpfet aus dem Quell des Lichtes und der Kraft. Denn nur die Verbindung
mit Mir sichert euch auch den Zustrom von Licht und Kraft, und in diese Verbindung
mit Mir könnet ihr jederzeit treten, wenn ihr aus Meinen Händen dankbar entgegennehmet, was euch Meine Liebe bietet: Mein Wort, das als größter Liebebeweis, als wirksamste Gnadengabe euch alles zuführt, was ihr benötigt, und das euch auch veranlassen
wird, jeder weiteren Gnadengabe zu achten, denn Ich teile nicht karg aus, sondern Ich
bedenke überreichlich alle, die sich von Mir beschenken lassen wollen ....
Amen
B.D. 7173
empfangen am 24.7.1958
Befestigung des Glaubens ....
Alles will Ich euch gewähren, wenn ihr in tiefem Glauben Mich darum bittet ....
Und
auf daß euer Glaube tief und lebendig werde, lasse Ich oft solche Nöte über euch kommen, daß ihr nur noch den letzten Ausweg sehet, zu Mir zu kommen und Mich um Hilfe
zu bitten ....
Und dann bin Ich auch zur Hilfe bereit, weil euer Bittruf aus dem Herzen
emporsteigt und Mein Ohr berührt und weil Ich nun euch auch einen Beweis Meiner
großen Liebe zu euch geben will, die ihr immer und ewig besitzet und die sich auch niemals verringern wird, auch wenn es euch scheint, als habe Ich euch verlassen ....
Jeder
Mensch hat in seinem Herzen noch Glaubenszweifel, denn er steht noch in der irdischen Welt, und der Abstand vom Geistigen tritt immer wieder hervor .... besonders
dann, wenn er in Not ist. Und doch bin Ich ihm dann näher denn je, Ich halte Meine
Hände schützend über ihn, daß die Welt nicht Oberhand gewinnt, und Ich führe ihn
durch Prüfungen hindurch mit liebevoller Hand ....
Denn Ich will seinen Glauben zur
Reife bringen, der sehr leicht zu verflachen droht, wenn er nicht immer wieder erprobt
wird. Und wie nötig ein starker Glaube ist in kommender Zeit, das wisset ihr nicht, doch
viel leichter werdet ihr diese Zeit ertragen eben mit einem starken Glauben, der euch
die feste Sicherheit gibt, daß Ich ständig bei euch bin und euch nichts geschehen kann
in Meiner Gegenwart ....
Doch noch seid ihr euch Meiner Gegenwart nicht bewußt,
noch befindet ihr euch auf einer anderen Ebene, noch haltet ihr euch getrennt von Mir
trotz eurer willensmäßigen Zugehörigkeit zu Mir ....
Ihr seid noch nicht ganz fest mit
Mir verbunden, und ihr müßt diese Bindung unbedingt herstellen, wollet ihr aus allen
inneren und äußeren Kämpfen als Sieger hervorgehen ....
Und Ich kenne die Mittel, um
euch zu einer solchen inneren Bindung mit Mir zu veranlassen, Ich weiß, wodurch Ich
es erreiche, daß ihr zu einem tiefen, unerschütterlichen Glauben gelanget, und Ich weiß
darum auch, was für euch zum Segen ist ....
Ihr könnet viel bei Mir erreichen im vollen
Glauben an Meine Hilfe, ihr könnt alles bei Mir erreichen, denn ihr, die ihr Mir angehöret durch euren Willen, ihr werdet immer nur das erbitten, was euch dienet, was auch
Mein Wille ist .... ihr werdet keine ungehörigen Bitten an Mich richten, denn euer Herz
sagt es euch, und der Stimme eures Herzens werdet ihr auch folgen. Denn durch dieses
spreche Ich Selbst euch an ....
Und habt ihr einen starken Glauben gewonnen, dann
könnet ihr euch selig preisen, denn dann werdet ihr auch im Bewußtsein Meiner ständigen Gegenwart leben, und dann kann euch wenig oder nichts mehr beunruhigen,
denn ihr wisset, daß Ich euch zur Seite stehe und ihr mit Mir nichts mehr zu fürchten
brauchet. Und diesen Glauben will Ich erzielen, denn er ist nötig in kommender Zeit,
weil Ich durch euch alle noch einwirken will auf eure Mitmenschen, weil Ich euch alle
brauche, aber nur in tiefem Glauben ihr Mir vollwertige Dienste leisten könnet.
Amen
B.D. 7174
empfangen am 25.7.1958
Endzerstörung auch ein Erbarmungsakt ....
Der immerwährende Wandel der Außenform, das ständige Werden und Vergehen
aller sichtbaren Dinge, gewährleistet eine langsame Aufwärtsentwicklung des darin
gebundenen Geistigen, es gewährleistet das Erreichen eines gewissen Reifegrades,
wenn auch nach endlos langer Zeit. Jede Veränderung in der Naturschöpfung ist daher
ein Beweis dieser Aufwärtsentwicklung, wenngleich diese sich im Mußgesetz vollzieht.
Und so ist daraus auch zu schließen, daß Schöpfungswerke, deren Veränderung nicht
dem Menschenauge erkennbar ist .... die also sehr langer Zeit bedürfen, bis sich äußerliche Veränderungen bemerkbar machen .... noch sehr verhärtetes Geistiges in sich bergen, das sich nur schwer aus der Tiefe zu lösen vermag und das darum oft einer Hilfe
von außen bedarf, um seiner Umhüllung ledig zu werden und andere Außenformen
beziehen zu können. Alles euch Menschen-Sichtbare dienet jener Aufwärtsentwicklung
des Geistigen, und wer sich diese Gedanken einmal zu eigen macht, der wird von selbst
auch die Notwendigkeit von Geschehnissen einsehen lernen, die eine gewaltsame
Sprengung oder Auflösung jener Schöpfungswerke herbeiführen, die schon endlose
Zeiten unverändert bestanden haben und doch auch einmal das Geistige freigeben
müssen zwecks Weiterentwicklung. Was oft die Menschen als größtes Unglück ansehen, weil es Menschen und Tiere in unvorstellbare Nöte versetzt, das ist gleichzeitig ein
Liebe- und Erbarmungsakt an jenem Geistigen, das schon Ewigkeiten schmachtet in
härtester Materie und nur durch solche Gott-gewollte Naturereignisse befreit werden
kann aus seiner Kerkerhaft. Zwar ist dessen Widerstand oft noch sehr groß, aber er
kann sich erst verringern in den einzelnen Phasen seiner Entwicklung, weil jede auch
nur geringste Erleichterung in dem Geistigen auch das Verlangen erwecken kann nach
einer dienenden Betätigung und dann auch der Widerstand nachzulassen beginnt .... also die Aufwärtsentwicklung ihren Fortgang nehmen kann. Es ist aber keineswegs
bedeutungslos, wann das in der festen Materie gebundene Geistige zur Tätigkeit zugelassen wird, denn die Erlösungsperioden haben auch eine durch Gottes Willen
begrenzte Zeitdauer, und das Geistige soll in dieser begrenzten Zeit auch seinen Gang
als Mensch über die Erde angetreten haben ....
Und darum wird immer zu Beginn einer
neuen Epoche das in festester Form Gebundene frei geworden sein, was eben durch
Naturkatastrophen, Eruptionen und Zerstörungen von Erdschöpfungen am Ende der
alten Erdperiode geschieht, so daß dann der Gang des Geistigen durch schon gelockerte
Formen, durch die Neuschöpfungen, beginnen kann .... während die nun erstandenen
Schöpfungen härtester Materie wieder das Geistige in sich aufnehmen, das, als völlig
satanisch beeinflußt, zum Anhang des Gegners von Gott gehört und daher erneut
gebannt wird in harter Form. Und so wird euch Menschen auch die für das Ende einer
Erdperiode vorausgesagte Zerstörung und Totalumgestaltung der Erdoberfläche
erklärlich sein als ein Akt der Notwendigkeit, weil einmal auch das noch in der Tiefe
schmachtende Geistige seinen Entwicklungsweg antreten soll und ihm daher auch zur
Freiwerdung aus der harten Materie verholfen werden muß ....
Denn alles „Geistige“
sind von Gott einst abgefallene Wesen, die Er wieder zurückgewinnen will auf einem
Wege, den Er als erfolgreich erkennt. Und alle Wesen sind aus Seiner Liebe einst hervorgegangen, und sie werden dieser Liebe auch nicht verlustig gehen, weshalb Er ihnen
stets und ständig hilft, aus der Finsternis zum Licht zu gelangen ....
Amen
B.D. 7175
empfangen am 27.7.1958
Gottes Liebe zu Seinen Helfern ....
Wenn sich euch Menschen die Liebe Gottes so offensichtlich zuneigt, daß Er euch
anspricht und Er euch Seinen Willen kundgibt, so lernet ihr Ihn als euren Vater kennen,
Der mit Seinen Kindern verkehren will, Der zu ihnen reden will und Der Sich freut,
wenn Seine Kinder Ihn anhören. Und zu diesem Vater könnet ihr wahrlich das rechte
Vertrauen haben, Ihm könnet ihr euch voll und ganz hingeben, Ihm könnet ihr euer
Erdenleben sowie euch Selbst anvertrauen und jedes eigene Wollen getrost unterlassen,
denn der Vater ist in Seiner Liebe um euch besorgt, und Er wird Seine Kinder stets so
bedenken, wie Er es als recht und gut erkennt. Und wahrlich, ihr könnet an Seine Liebe
zu euch glauben, die Er erwählet hat zu Seinen Werkzeugen auf dieser Erde ....
Denn Er
konnte es wiederum nur tun, weil Er auch eure Liebe zu Ihm erkannte, weil Er wußte,
welche Dienste zu leisten ihr bereit waret, und eure Bereitschaft immer einen Grad von
Liebe voraussetzt. Und da Er euch also in Seinen Dienst aufnahm, gab Er euch auch
einen Beweis Seiner Liebe zu euch: Sein Wort ....
Und an diesem Beweis solltet ihr
erstarken, ihr solltet Seine Liebe auch in Anspruch nehmen und Ihn immer wieder bitten, Sich euch zu verschenken. Und Er wird es tun ....
Jeder einzelne Mensch ist für Ihn
etwas überaus Wertvolles .... er ist Anteil Seiner Selbst, er ist Erzeugnis Seiner unermeßlichen Liebekraft, und er ist bestimmt, Größtes zu leisten im dereinstigen Zustand der
Vollkommenheit ....
Gott gibt keine einzige Seele auf, Er wirbt Ewigkeiten um deren
Liebe, weil erst die Liebe wieder die Bindung herstellt zwischen Ihm und ihr ....
Ist aber
die Liebe zu Ihm im Menschenherzen entzündet, dann hegt und pflegt er das Pflänzchen, daß es nimmermehr verlischt, daß es sich ausbreitet und anwächst zu einem
gewaltigen Feuer, das sich dann wieder mit dem Feuer der Ewigen Liebe vereinigt. Und
ein solcher von Gottes Liebe ergriffener Mensch braucht auf Erden nichts mehr zu
fürchten .... er braucht nur unentwegt seinen Blick zur Höhe zu richten, er braucht nur
zu wollen, daß er von der Liebe Gottes getragen wird ....
Und wenn Gott Selbst ihn
anspricht, dann weiß er, daß es des Vaters Stimme ist, die Sein Kind zu Sich ruft, und
dann kann es Ihm und Seiner Stimme getrost folgen ....
Aber auch der Vater wird von
Seinem Kind Beweise der Liebe verlangen, die nur allein darin bestehen, Seinen Auftrag
auszuführen, das zu tun, was Er verlangt .... wozu sich der Mensch einstens freiwillig
erboten hat: Ihm zu dienen und eine Arbeit zu verrichten, die dringend nötig ist, weil
sie nur von Ihm-ergebenen Menschen ausgeführt werden kann und den irrenden Seelen auf Erden wie im Jenseits Rettung bringen soll. Denn Gott liebt alle Seine
Geschöpfe, und Er weiß unzählige in Not, denen Er Seinen Beistand nicht versagen will.
Daß aber diese Tätigkeit von Menschen ausgeführt werden muß, bedingt die Willensfreiheit, ansonsten es wahrlich für Ihn ein leichtes wäre, ungewöhnlich einzuwirken auf
jene irrenden Seelen. Und diesen Liebebeweis soll das Kind dem Vater geben, es soll
keine Zeit und keine Kraft versäumen, wo es tätig sein könnte für Den, Der ihm den
Auftrag gegeben hat. Es darf aber auch immer dessen gewiß sein, daß ihm die dazu
nötige Kraft geschenkt wird. Noch weit mehr aber kann sich das Kind von der Liebe des
Vaters umsorgt wissen, denn Sein direkt zu ihm gesprochenes Wort ist der größte
Beweis der Gegenwart Gottes und diese wieder ein Zeichen innigster Bindung des
Vaters mit Seinem Kind ....
Amen
B.D. 7176
empfangen am 28.7.1958
Geistige Verflachung ....
Die geistige Verflachung hat erschreckende Ausmaße angenommen, und die Menschen selbst sind sich nicht dessen bewußt, eben weil sie es nicht ernst nehmen mit dem
Ausreifen ihrer Seelen. Sie leben, und alles spielt sich ab nach weltlichem Gesichtspunkt, d.h., es werden immer nur von außen die Eindrücke empfangen und verwertet,
und was sich im Innern eines Menschen abspielen soll, das bleibt unbeachtet, weil es
nicht von den Mitmenschen gesehen werden kann. Die Menschen nehmen ihre eigene
geistige Entwicklung nicht ernst, aber sie werden mit äußeren Eindrücken so überschüttet, daß sie ihr geistiges Manko nicht merken und eher glauben, recht und dem
Willen Gottes gemäß zu leben .... weil sie so belehrt werden. Und es ist diese geistige
Verflachung ein so großes Übel, denn unzählige Menschen kranken daran, die sich
genügen lassen an Sitten und Gebräuchen, an Zeremonien und einem Schaugepränge,
die die Seele nur in immer dichterer Finsternis halten. Aber allen diesen Menschen ist
von Gott aus die Gabe des Verstandes verliehen worden, alle diese Menschen können in
stillen Stunden nachdenken über das, was ihnen (als, d. Hg.) angebliche „Seelenheil-Mittel“ zur Vorschrift gemacht wird ....
Alle diese Menschen haben die Möglichkeit, in stillem kindlichen Gebet den Vater anzugehen um rechte Erkenntnis, denn in allen diesen
Menschen werden sich zuweilen Zweifel einschleichen, sowie es nur ihr Ernst ist, den
Willen Gottes zu erfüllen ....
Doch wenige nur nützen den Verstand und kommen mit
Gottes Hilfe auch zur rechten Erkenntnis ....
Die Mehrzahl aber lässet andere für sich
denken und folgt blind und bedenkenlos den Führern, die ebenso gewissenlos handeln
und ein oberflächliches, jeglichen Ernstes entbehrendes Christentum leben. Aber die
Menschen werden dereinst nicht die Verantwortung abwälzen können auf ihre „Führer“, ein jeder wird sich selbst verantworten müssen, denn jedem Menschen werden
Mittel und Wege angezeigt, den rechten Weg zu beschreiten, der aber immer nur dann
gefunden werden kann, wenn ein wahrer Ernst den Menschen zu Gott rufen lässet um
Wahrheit, Licht, d.h. rechte Erkenntnis. Die geistige Verflachung ist schon so tief, daß
die Menschen den dicksten Unsinn nicht mehr als solchen zu erkennen vermögen oder
aber daß sie sich wohl fühlen, sich darin zu bewegen. Und es konnte zu dieser geistigen
Verflachung nur deshalb kommen, weil sich der Gegner Gottes überall dort eindrängen
konnte, wo es an Gebeten im Geist und in der Wahrheit mangelte ....
Es ist ihm gelungen, eine Scheinwelt aufzubauen, die den Menschen als vollwertiger Ersatz dünkte, in
die sie sich lieber flüchteten als in ihr „stilles Kämmerlein“, wo sie im „Geist und in der
Wahrheit“ hätten beten können ....
Die Menschen suchen Prunk und Glanz und wissen
es nicht, daß sich dahinter immer der Satan verbirgt ....
Die Menschen erfreuen sich
dessen, was sie dem Auge bieten können, aber sie schauen nicht nach innen in ihr Herz,
wo sie wahrlich weit mehr der Herrlichkeiten entdecken könnten in inniger Verbindung mit ihrem Gott und Vater, Der nur diese innige Verbindung mit Ihm will, um
dann Seine Gnadengaben auszuschütten in reichlichstem Maße. Und diese innige Verbindung kann überall hergestellt werden, wird aber niemals dort erfolgen, wo das Auge
hingelenkt wird auf irdische Schaugebilde jeglicher Art ....
Ihr Menschen solltet euren
Verstand besser nützen, ihr solltet euch abwenden voll Abscheu von den Werken des
Satans, der die Menschen zu blenden sucht und dem es auch gelungen ist, sie für ein
rechtes Licht unempfänglich zu machen, weil ihnen das Blendlicht die Fähigkeit
genommen hat, ein sanftes Licht zu erkennen ....
Ihr solltet nur immer Gott anrufen um
rechtes Licht, aber dies tun durch ein Gebet im Geist und in der Wahrheit, das Er
wahrlich auch erhören wird und den Menschen nicht länger in der Finsternis wandeln
lässet, der ernsthaft nach Licht begehrt ....
Amen
B.D. 7177
empfangen am 29.7.1958
Gottes Wort ist Wahrheit ....
Ihr sollt euch nicht mit Zweifeln plagen, sondern nur gläubig Mein Wort in Empfang
nehmen, das euch nicht berühren könnte, wenn Ich nicht Selbst euch dazu erwählt
hätte, Mir als Mittler zu dienen. Und daß Ich euch dazu erwählt habe, sollte euch ein
Beweis sein für Meine nie-endende Liebe, die allen Meinen Geschöpfen gilt, doch jenen
ganz besonders, die bewußt Mir angehören und bewußt Mir auch dienen wollen. Und wenn Ich euch also Meine Liebe beweise durch Meine direkte Ansprache, so
solltet ihr jeglichen Bedenken, jeglichen Zweifeln wehren und euch in Mir und Meiner
Liebe geborgen wissen, die euch nun auch so führt, wie es gut ist für euch. Ihr solltet wissen, daß Meine Liebe, Weisheit und Macht unbegrenzt ist ....
Dann muß
auch jeder Zweifel schwinden, daß Ich ein Kind, das Mir vertraut, in Not und Elend
belasse .... weil sowohl die Liebe als auch die Macht solches jederzeit beheben will und
kann, also Mir nichts unmöglich ist. Und Ich habe euch stets Meine Hilfe verheißen,
und vollgläubig könnet ihr sie erwarten ....
Aber Ich weiß auch um die Zeit, da Ich ungewöhnlich an euch wirke, weil Meine
Weisheit ebenso beteiligt ist wie Meine Liebe und Macht. Und das lässet euch oft wankelmütig werden im Glauben, und ihr könntet Mir doch blindlings vertrauen, weil sich
Mein Wort erfüllet, das reinste Wahrheit ist. Was euch allen nicht faßbar ist, das ist Mir von Ewigkeit bekannt, und Mir geht es
nicht nur um eine einzelne Seele, sondern um viele Seelen, die Ich noch gewinnen
möchte vor dem Ende .... die oft nur eines kleinen Anstoßes bedürfen, um ein Licht zu
bekommen, und in denen Ich dieses Lichtlein entzünden möchte. Und wer Mir auch dazu hilfreich seine Dienste anbietet, den will Ich segnen und ihn
sicher nicht zu Schaden kommen lassen. Darum sollet ihr euch in Geduld fassen, aber
den Glauben nicht verlieren an Mein Wort, das immer und ewig bestehenbleibt und das
euch auch Erfüllung garantiert. Ihr sollt wissen, daß Ich euch liebe und daß Ich auch die Macht habe, euch zu helfen
in geistiger und irdischer Not ....
Aber ihr sollet es Mir überlassen, wann Meine Macht
sich äußert, niemals aber an Meiner Liebe und Macht zweifeln, ansonsten ihr selbst Mir
Grenzen Meines Wirkens setzet, die aber jeder einreißet, der fest und unerschütterlich
glaubt ....
Amen
B.D. 7178
empfangen am 30.u.31.7.1958
Erklärung für
die große geistige Blindheit der Menschen ....
Was euch Mein Geist kündet, das kann euch zu hellstem Licht führen, wenn auch ihr
geweckten Geistes seid, d.h., wenn ihr wollet, daß ihr von Mir Selbst Wahrheit entgegennehmet .... wenn ihr diese nicht nur an eurem Ohr verhallen lasset, sondern sie
tief im Herzen bewegt und somit den Geist in euch sprechen lasset, der euch das rechte
Verständnis geben wird für alles, was von Mir aus euch zugeht ....
Mein Geistwirken in
euch aber ist unerläßlich, ansonsten ihr nur tote Formen seid, wenngleich ihr auf Erden
euch „lebend“ wähnet ....
Es ist aber nicht das rechte Leben, denn dieses kann nur sein,
wo Ich Selbst bin, wo also „Mein Geist“ euch erfüllen kann. Diesen Unterschied müsset
ihr machen bei den Menschen, die zum Teil mit Recht Menschenlarven genannt werden können, weil sie jeglichen geistigen Lebens entbehren und nur tätig sind, soweit
ihre Lebenskraft es zuläßt .... die sie jedoch nur nützen in verkehrter Weise, und sie
somit den Zustand des Todes noch bedenklicher werden lassen, denn es kann Ewigkeiten währen, ehe sie aus diesem Zustand herausfinden zum Leben ....
Es muß eine Bindung mit Mir hergestellt werden als Mensch, die es ermöglicht, daß Mein Geist in den
Menschen einströmen kann ....
Es muß also die Bindung zwischen dem Geistesfunken
im Menschen und dem Vatergeist von Ewigkeit angeknüpft werden, die nun auch die
Seele aus dem Zustand des Todes in den Zustand des Lebens versetzt, der ewig währet ....
Ihr Menschen wisset zu Beginn eurer Verkörperung nichts davon, was ihr waret,
was ihr seid und was ihr wieder werden sollet. Aber Ich trage dafür Sorge, daß euch ein
solches Wissen vermittelt wird, wenn es nun auch wieder an euch selbst liegt, wie ihr
euch zu solchem Wissen einstellt ....
Aber gesegnet seid ihr, wenn ihr euch solchen Vermittlungen nicht verschließet, wenn ihr selbst darüber nachdenket, wenn ihr dem Geistesfunken in euch die Möglichkeit gebet, sich zu äußern .... was schon allein euer Wille
bewerkstelligt, etwas zu erfahren der Wahrheit gemäß. Und es könnte wahrlich ein
jeder Mensch dieses Verlangen nach rechtem Wissen aufbringen, es brauchte kein
Mensch in Finsternis des Geistes dahinzugehen, denn dem kleinsten Verlangen des
Herzens wird Rechnung getragen und der Geistesfunke zur Entäußerung dadurch veranlaßt ....
Daß aber nur so wenige Menschen den ernsthaften Wunsch nach Wahrheit
haben, ist Gleichgültigkeit ihrem eigenen Erdendasein gegenüber .... es ist eine Geringschätzung der Gnade der Verkörperung als Mensch, für die der Mensch einmal zur Verantwortung gezogen wird, weil ihm von Mir aus auch die Gabe des Verstandes verliehen
wurde, die er wahrlich nützen sollte auch nach dieser Richtung hin ....
Laut Gesetz ewiger Ordnung müssen gewisse Bedingungen erfüllt werden, die das Wirken Meines Geistes im Menschen zulassen. Doch unerfüllbar sind diese Bedingungen nicht, aber sie
erfordern den Willen des Menschen .... und der Wille ist frei .... Das ist die ganze Erklärung für soviel geistige Blindheit, wo überall Licht leuchten könnte in strahlender
Helle. (31.7.1958) Was euch Menschen aber zu einer Abwehr des Lichtes veranlaßt, das
ist eure eigene Willensschwäche oder auch eure geistige Überheblichkeit ....
Ihr glaubet
erhaben zu sein über geistig gewonnene Erkenntnisse, ihr überschätzet euren Verstand,
wenngleich ihr denselben nicht einmal ausnützet, auch solche Gebiete einer Betrachtung zu unterziehen, die außerhalb des Irdischen liegen. Daß der Mensch kraft seines
Verstandes allein diese Gebiete niemals erforschen kann, sollte ihn doch nicht daran
hindern, darüber nachzudenken, weil dann, je nach seinem Verlangen nach rechter
Aufklärung, auch gedanklich solche gegeben werden kann, die ohne Nachdenken ihn
aber nicht berühren kann ....
Und Anregungen dazu werden ihm genug gegeben .... sei
es durch Gespräche, durch Lesen oder durch ihm noch unerklärliche Erscheinungen,
sich selbst oder das Leben der Mitmenschen betreffend. Doch es ist eine gewisse Denkträgheit vorhanden, besonders bei den Menschen, die
sich der Welt verschrieben haben ....
Ihnen sind gerade solche Gedanken, die das Innenleben oder die ihnen noch verborgene geistige Welt betreffen, lästig und unbequem,
und darum wird dem Geistesfunken in ihnen jede Entäußerung unmöglich gemacht,
und die geistige Blindheit kann nicht von ihnen weichen ....
Aber das Leben als Mensch
wird auch vergeblich gelebt von diesen, die Seele hat nichts gewonnen von ihrem
Erdengang, sie hat vielmehr noch ihrem sündhaften Zustand eine erneute große Sünde
hinzugefügt .... den Mißbrauch des freien Willens, nicht alle Fähigkeiten und Gnaden
als Mensch genützt zu haben. Und diese Sünde kann ihr auch eine erneute Bannung in
fester Form eintragen, wenn sie nicht noch im Jenseits durch Hilfe der Lichtwesen oder
Fürbitte der Menschen zu einem kleinen Licht gelangt und nun doch noch den Weg zur
Höhe einschlägt .... aber es war gewiß nicht schwer, im Erdenleben den Geistfunken in
sich zu entfachen, wie es auch bis zum Ende des Lebens noch möglich ist, weil von Meiner Seite aus alles getan wird, um den Menschen Licht zu bringen .... und wenn sie es
gleich nicht als Licht zu erkennen vermögen; aber ein guter Wille schon kann Anlaß
sein, daß er sich von einem Lichtstrahl berührt fühlt, und dann wird er auch dem Licht
nachgehen und wahrlich nicht falsch geführt werden. Denn Licht zu bringen allen Menschen auf der Erde und auch den Seelen im Jenseits
ist Meine ständige Sorge, will Ich die Seelen wieder zurückgewinnen für Mich, denen
einst von Meinem Gegner das Licht genommen wurde und darum sie als sein Anteil
auch in ständiger geistiger Finsternis gehalten werden ....
Und so bleibt es immer ein
Kampf zwischen Licht und Finsternis, der nie aufhören wird, bis alles wieder im hellsten Licht der Erkenntnis erstrahlt, bis Ich auch das von Mir einst Abgefallene werde
Mein nennen können, das nun wieder in Licht und Seligkeit, in Kraft und Freiheit leben
und wirken wird, wie es uranfänglich seine Bestimmung war.Amen
B.D. 7179
empfangen am 1.8.1958
Reinigung der Erde ....
Und es wird wieder eine neue Erde sein, und die Menschen darauf werden Mir innig
verbunden sein und also leben Meiner ewigen Ordnung gemäß. Aber dieser Zustand
kann nur noch erreicht werden dadurch, daß eine Reinigung der Erde stattfindet .... daß
die alte Erde wieder in eine Form gebracht wird, wo alles wieder in rechter Ordnung ist,
was aber nicht bedeutet, daß diese Ordnung mit der jetzigen Erde hergestellt werden
kann, wie es so viele Menschen gern glauben möchten, die den Gedanken an ein Ende
dieser Erde nicht ausdenken wollen. Die kommende Reinigung wird eine gründliche
sein, die sich vorerst auf alle Menschen erstreckt, die nicht mehr in Meiner Ordnung
von Ewigkeit leben .... die aber auch die Schöpfungswerke selbst einschließt, weil auch
das darin gebundene Geistige neuer Verformungen bedarf, um zu einer raschen geistigen Aufwärtsentwicklung zu gelangen .... und weil Ich vor allem auch des Geistigen
gedenke, das lange genug in harter Materie geschmachtet hat, um endlich auch einmal
den Weg zur Höhe antreten zu dürfen. Nimmermehr würde auf dieser Erde eine Wende zu Mir hin erfolgen, weil Mein Gegner durch die Menschen selbst in seiner Macht gestärkt wird, die er aber immer nur
anwenden wird, noch größeren Abfall von Mir zu erzielen. Und bevor nicht der Gegner
selbst gebunden ist sowie auch alles ihm Hörige, bleibt der geistige Tiefstand nicht nur
wie er ist, sondern er wird stets schlimmer, so daß kein harmonischer Zustand auf
Erden mehr zu erwarten ist. Daher also führe Ich eine gründliche Reinigung durch, Ich
löse alles auf Erden auf, was Geistiges birgt, und lasse eine neue Erde erstehen mit völlig neuen Schöpfungen, die wieder von dem Geistigen bezogen werden zwecks Weiterentwicklung ....
Und Ich bevölkere die Erde nur mit Menschen, deren Reifezustand so
ist, daß sie ein seliges Leben im Paradies ertragen können .... mit Menschen, die im letzten Kampf auf dieser Erde treu zu Mir standen und die Ich daher als Stamm des neuen
Menschengeschlechtes auf die neue Erde versetzen konnte ....
Jede neue Erlösungsepoche beginnt mit einem geistig-reifen Geschlecht, das nun wieder auf die nachfolgenden
Generationen einwirken soll, um auch diesen den Weg zur Höhe zu zeigen und ihnen
zur Vollendung zu verhelfen. Und da nun Mein Gegner gebunden ist, werden auch anfangs die Menschen nicht
bedrängt werden von ihm, und es wird darum auch lange Zeit ein paradiesischer
Zustand bleiben, wo alle Geschöpfe, Menschen und Tiere, in Harmonie und Frieden
miteinander leben, wo die Liebe die Menschen zur ständigen Bindung mit Mir treibt,
wo Ich ihnen also gegenwärtig sein kann und die Menschen darum selig sind, bis einmal wieder die Zeit kommen wird, wo sich diese Bindung lockert, wo die Materie wieder ihre Reize ausübt und wo die Menschen nun selbst durch ihr Begehren Meinem
Gegner die Ketten lösen .... ohne daß Ich sie daran hindere, weil die Erprobung des
freien Willens nun wieder nötig wird, der zuvor voll und ganz Mir zugewendet war ....
Jede Erlösungsperiode bringt Mir viel des einst gefallenen Geistigen zurück.Würde Ich
aber dem nunmehrigen Zustand kein Ende bereiten, so wäre wahrlich auch kein geistiger Erfolg mehr zu verzeichnen, denn es ist von Mir aus dem Gegner das Recht zugebilligt worden, gleichfalls um die Wesen zu kämpfen. Er aber mißbrauchet sein Recht, indem er die Grenzen seiner Befugnis übersteigt,
indem er zu verhindern sucht, daß die Menschen überhaupt Kenntnis erhalten von Mir,
ihrem Gott und Schöpfer von Ewigkeit ....
Das Erdenleben aber ist dem Menschen gegeben zur Entscheidung, welchem Herrn sie angehören wollen, und sie müssen daher auch über beide Herren informiert sein, was Mein Gegner jedoch mit allen Mitteln zu
verhindern sucht. Und deshalb setze Ich Selbst seinem Wirken ein Ende, und darum
wird er und sein Anhang gebunden, und Ich stelle vorerst überall wieder die gesetzliche
Ordnung her, um allem Gefallenen die Aufwärtsentwicklung zu sichern, wie es Mein
Plan ist von Ewigkeit.
Amen
B.D. 7180
empfangen am 2.8.1958
Verschiedenheiten der Quellen ....
Und euch wird noch vieles offenbart werden, bevor das Ende kommt, denn Meine
Gnade und Barmherzigkeit will euch nur eures Seelenheiles willen noch Licht und Helligkeit schenken, die ihr als Mensch zwar nicht zu beanspruchen habt. Aber das kleinste
Lichtlein kann dem Menschen helfen, den rechten Weg zu finden; und das nur will Ich
erreichen. Darum werden Meine ungewöhnlichen Zuleitungen von oben immer deutlicher Meinen Heilsplan euch offenbaren, und Meine Knechte werden immer deutlichere Hinweise erhalten und darum auch immer überzeugter vor ihre Mitmenschen
hintreten können, um zu reden im Auftrag ihres Herrn ....
Ich habe euch Menschen verschiedentlich einen Quell erschlossen, allen entströmet Mein reines Lebenswasser .... aber doch ist der Strom verschieden stark und kräftig, d.h., es kann ein Quell nur spärlich rieseln, es kann aber auch das Wasser des Lebens in einer Fülle dem Felsen entströmen, daß die heiligende Kraft von allen wohltätig empfunden wird, die sich niederbeugen und daraus schöpfen ....
Und ein solcher Quell wird auch nicht mehr versiegen,
denn Ich ersah es von Ewigkeit, wie viele sich dürstend an diesem Quell versammeln,
um den heilsamen Trank entgegenzunehmen, der ihrer Seele wahrlich Gesundung
schenkt ....
Und es geht um Großes, es ist die Zeit des Endes und es ist dringend notwendig, daß denen in ihrer Schwäche geholfen wird, die sie erkennen und Kraft begehren.
Es gilt, auch jenen so viel Kraft zu vermitteln, daß sie ihren letzten kurzen Aufstieg
bewältigen können ....
Und dieser wird anstrengend sein und viel Kraft erfordern, denn
es sollen die Menschen standhalten den argen Bedrängungen des Antichristen, sie sollen ihm Widerstand leisten und aushalten bis zum Ende im Glauben und in der Liebe
zu Mir ....
Um diesen Notstand weiß Ich seit Ewigkeit, und so weiß Ich auch, daß eine solche
Kraftzufuhr kein Mensch sich holen könnte an den verwässerten, kraftlos gewordenen
Lehren, die als Mein Evangelium den Menschen hingestellt werden und denen die
lebendige Kraft fehlt ....
Und darum erschloß Ich einen Lebensborn, dem das Wasser
des Lebens .... „Mein Wort“ wieder rein und klar entströmt. Und Meine Liebe tut noch
mehr, sie gibt ein helles Licht, wo es dunkel ist in den Menschenherzen, sie gibt auch
Aufschluß über Meinen Heilsplan, über Mein Walten und Wirken, über Ursache und
Zweck des Erdenlebens und die eigentliche Aufgabe des Menschen, so daß der Mensch
wahrlich nicht mehr in Blindheit des Geistes dahinzuwandeln braucht und daß er sich
auch viel Kraft dadurch aneignen kann, um der nun kommenden schweren Entscheidungszeit gewachsen zu sein. Und von dieser Seite sollet ihr auch die Mission eines
Menschen ansehen, der berufen ist, Meine göttlichen Offenbarungen entgegenzunehmen ....
Dann werdet ihr auch nicht mehr fürchten, daß sich ein Gnadenborn schließen
könnte, denn Mir ist eines nur wichtig, die Menschen zu erquicken und zu beleben, die
nach Kraft verlangen, die Speise und Trank benötigen, weil sie Mein sein und bleiben
wollen und es nicht können aus eigener Kraft. Und Ich will keinen verlieren, der schon
auf dem Wege ist zu Mir.
Amen
B.D. 7181
empfangen am 3.8.1958
Wert jeder einzelnen Seele ....
Und wenn nur eine Seele durch euch den Weg findet zu Mir, so ist schon damit ein
Erlösungswerk vollbracht, das ihr in seinem Wert nicht ermessen könnt. Immer wieder
lege Ich euch die irrenden Seelen an das Herz, immer wieder gebe Ich euch den Rat,
durch liebende Fürbitte ihre Herzen nachgiebiger zu machen, und was von Meiner
Seite aus geschehen kann, daß eure Arbeit keine vergebliche sei, das wird wahrlich
geschehen .... denn eine jede einzelne Seele liebe Ich und freue Mich, wenn sie heimfindet zu Mir. Und so ihr den ernsten Willen habt zu dieser erlösenden Tätigkeit, wird sie
auch gesegnet sein; es werden euch immer wieder Seelen in den Weg geführt, und wenn
sie auch nicht sofort bereit sind, eure Lehren anzunehmen, so kann doch das Wort, das
ihr ihnen in Meinem Auftrag verkündet, auf guten Boden fallen, es kann sich festsetzen
im Herzen und dann aufsprießen, wenn ein Liebestrahl jenes Herz berührt, dem es
nicht wehret ....
Ich würde wahrlich nicht immer wieder eure Weinbergsarbeit so herausstellen, wenn nicht immer wieder ein Erfolg zu verzeichnen wäre. Und da Ich um
jede einzelne Seele ringe mit Meinem Gegner, daß sie noch ihren Willen zu Mir wendet
vor dem Ende, so brauche Ich euch als Mittler, derer Ich Mich bediene, um die Seelen
anzureden. Es muß ihnen der Weg aufgezeigt werden, sie müssen um einen Gott wissen, Der ihr Vater sein will, und sie müssen um diesen Gott wissen, Der in Jesus Christus
als Erlöser zu den Menschen kam, um ihnen die Pforte zur Seligkeit zu öffnen .... Jesus
Christus also ist der Weg, den sie betreten müssen. Und so sollt ihr den Menschen
Kunde bringen von dem göttlichen Erlöser, in Dem Ich Selbst Mich verkörperte aus
Liebe zu Meinen Geschöpfen, die sonst verloren waren auf ewig. Zwar wird es immer
schwerer sein, Seelen zu gewinnen für das Reich, je näher das Ende ist. Und dennoch
darf keine Mühe gescheut werden .... es muß alles getan werden, was als Weinbergsarbeit anzusprechen ist: Es muß Mein Wort verkündet werden, das in aller Reinheit von
oben euch zugeleitet wird und das darum auch die Kraft besitzt, eine Seele günstig zu
beeinflussen, wenn ihr Widerstand nicht zu groß ist und Mein Gegner also noch zwischen Mir und dem Menschen steht, weil dies letzterer selbst zuläßt durch seinen Willen. Doch es ist wenig Erfolg zu erwarten, wo das „Wort“ nicht mehr die belebende
Kraft hat, wo es nicht mehr das „lebendige Wasser“ genannt werden kann, das Meinem
ewigen Liebeborn entströmt, wo nur von einem toten Christentum gesprochen werden
kann, wo Mein Geist nicht mehr wirksam ist und darum auch kein Erwecken zum
Leben möglich ist. In dieser Zeit befinden sich die Menschen in großer Not, die noch
eines guten Willens sind. Und dieser Menschen sollet ihr euch annehmen, selbst wenn
sie anfangs euch ablehnen, weil sie von euch nichts Besseres erhoffen als das, was sie als
wertlos erkennen. Und kommt nur eine Seele zum Leben, so ist dies ein großer Gewinn,
denn sie tritt dann auch in Meinen Dienst ein, sie kann nicht anders als das gleiche weitergeben wollen, was sie selbst beglückt und was sie als Wahrheit erkannt hat. Darum
werdet nicht müde, und lasset euch nicht durch Mißerfolge zurückhalten von eurer geistigen Tätigkeit. Zahllose Seelen im Jenseits nehmen das in Empfang, was auf Erden
vielleicht ein Mensch abweiset, und diese Seelen danken es euch ewiglich, daß sie
gespeist und getränkt wurden mit dem Brot des Himmels, mit dem Wasser, das dem
Urquell Selbst entströmt ....
Und so ist keine Arbeit vergeblich getan, die für Mich und
Mein Reich geleistet wird, denn kein Körnchen Meiner ewigen Wahrheit kann vergehen, und es wird einmal doch aufgehen und Frucht tragen, weil .... was aus Mir ist .... ewig nicht vergehen kann ....
Amen
B.D. 7182
empfangen am 4.8.1958
Gang durch das Leben
mit oder ohne Gott ....
Die Wege, die euch vorgezeichnet sind, müsset ihr gehen, und sie können euch auch
zur Vollendung führen, doch nur dann, wenn ihr sie gehet mit Gott. Und so kann euer
Erdenschicksal schwer sein und euer Leben ein mühseliges, doch in Gemeinschaft mit
Ihm wird euch alles zum Segen gereichen, während ein Leben ohne Gott sein kann, wie
es will .... es bleibt völlig ergebnislos, was eure Vollendung anbelangt. Denn eure Erdenlebensprobe besteht im rechten Willensentscheid, und ein rechter Willensentscheid ist
die Zuwendung eures Willens zu Gott. Und daraus geht hervor, daß jegliches Erleben
nutzlos war, wenn es den Willen des Menschen nicht zu Gott gerichtet hat .... wie umgekehrt alles der Seele zum Heil gereicht, was eine bewußte Bindung mit Gott fördert.
Und zumeist sind es die Leiden und Nöte oder andere schwere Schicksalsschläge, die
solches zuwege brachten. Und darum sollet ihr Menschen sie ergeben aus der Hand
Gottes entgegennehmen, ihr sollet in Ergebung in den Willen Gottes Leiden und Nöte
ertragen, und ihr sollt euch stets dessen bewußt sein, daß es immer nur Hilfsmittel
Gottes sind, die Er anwendet, um eben euren Willen Sich zuzuwenden. Geht ihr nun
aber den Erdenweg mit Gott, so wird auch das schwerste Leid für euch erträglich sein,
weil Er euch tragen hilft. Menschen jedoch, die noch keinerlei Bindung haben mit Ihm,
müssen mit allem, was sie betrifft, allein fertig werden. Und werden sie nun von schweren Schicksalsschlägen heimgesucht, dann sind sie oft nahe der Verzweiflung, und dann
könnten sie wohl den Weg nehmen zu Gott, um Den sie wohl wissen, jedoch nicht an
Ihn glauben wollen ....
Aber ihr innerer Widerstand ist oft noch so groß, daß sie sich
nicht beugen wollen unter eine Macht, Die stärker ist als sie. Und dann kann ihnen zwar
auch geholfen werden, aber als Kraftäußerung dessen, dem sie durch ihren Widerstand
angehören, der alles dem Menschen zu geben bereit ist, der sich von Gott abwendet und
den er deshalb noch voll und ganz besitzt .... dessen Hilfe aber besteht in irdischer
Unterstützung, in materieller Aufbesserung, durch die sie manches ausgleichen können, was schicksalsmäßig sie belastet. Doch vergeblich ist deren Lebensweg, denn es
bestand der Mensch die Probe nicht, zwecks derer ihm das Erdenleben als Mensch
gegeben wurde ....
Er fand nicht die Bindung mit Gott und hatte also auch keinen geistigen Erfolg für seine Seele zu verzeichnen am Ende des Lebens ....
Amen
B.D. 7183
empfangen am 6.8.1958
„Wissen“ ist noch keine „Erkenntnis“ ....
Weit gehen die Ansichten der Menschen auseinander, besonders auf geistigem
Gebiet. Die Menschen sind erziehungsmäßig zu einem Wissen gelangt, das sehr
lückenhaft ist, und sie sind daher allzuoft geneigt, alles zu verwerfen, als
sich das Wissen zu erweitern zu suchen. Und darum bleiben sie in einem gewissen
Stillstand ihrer Entwicklung. Sie können aber auch ihren Verstand dazu nützen,
das Wissen, das sie besitzen, zu entkräften. Und dann haben sie noch verloren,
anstatt zu gewinnen während ihres Erdenlebens. Doch immer wieder wird ihnen
Gelegenheit gegeben, zu geistigen Fragen Stellung zu nehmen, immer wieder werden
sie zum Nachdenken veranlaßt durch Schicksalsschläge oder Geschehen aller Art.
Und ausschlaggebend ist nun ihre innere Einstellung zur Liebe ....
Ein liebewilliger
Mensch wird doch langsam zum rechten Denken gelangen, auch wenn er zuvor abweisend
war. Wo aber jegliche Liebe fehlt, wird sich der Verstand stets mehr
hervortun und statt Klarheit immer mehr Verwirrung schaffen, weil sich der Geistfunke
zurückzieht, wo nicht Liebe ihn zur Entäußerung veranlaßt. Und so müssen
auch naturgemäß die Ansichten der Menschen auseinandergehen, je verschiedener
die Liebewilligkeit in ihnen sich entwickelt. Ein Mensch ohne Liebe kann
keine wahrheitsgemäßen Gedanken haben, wie umgekehrt ein liebewilliger Mensch
die Wahrheit von innen heraus stets mehr zu erkennen vermag. Und es ist also
das anfänglich dem Menschen vermittelte Wissen nur eine Hilfsleiter, um zur
Wahrheit zu gelangen, denn jedem Menschen wird Liebe gepredigt .... oder auch:
Es wird ihm begreiflich gemacht, daß liebloses Handeln keinen Menschen beglückt,
während Liebe Glück schenkt ....
Und so muß sich der Mensch auch zu dieser„Erkenntnis“
einstellen, und entsprechend wird nun auch die Einstellung zur „Wahrheit“ sein,
entsprechend wird die Tiefe des Wissens sein ....
Es wird ein lebendiges
Wissen werden oder ein totes Wissen bleiben. Und dann erst kann der Mensch
von Erkenntnis reden, wenn das Wissen in ihm ein lebendiges geworden ist. Die
Liebe also ist der Schlüssel zur Erkenntnis ....
Ohne Liebe aber
kann der Verstand noch so rege sein, es werden seine Ergebnisse immer von der
Wahrheit abweichen, sie werden dem Menschen kein Licht, sondern nur verstärkte
Finsternis bringen. Und so auch wird die reine Wahrheit auf Widerstand und Ablehnung
stoßen, wo Lieblosigkeit offen zutage tritt, während sie bereitwillig und beglückt
angenommen wird von den Menschen, die ein liebewilliges Herz haben ....
Es kann
euch Menschen keine andere Erklärung gegeben werden als diese, daß sich der Lichtzustand immer dem Liebezustand eines Menschen angleicht und
daß darum niemals gleiche Ansichten in geistiger Beziehung zu finden
sein werden, solange die Menschen nicht einen gleichen Liebegrad aufweisen.
Aber es wird von seiten Gottes immer wieder schicksalsmäßig eingewirkt, daß
sich der Liebefunke im Menschen entzünden kann. Es treten Notzustände so oft
und hilfeheischend an ihn heran, daß sich das Herz daran entflammen könnte,
daß er von innen heraus angetrieben werden könnte zur Hilfeleistung und sich
dann auch die geistige Finsternis zerteilen würde .... daß Lichtfunken aufblitzen
und dem Menschen Erhellung bringen, die sich dann auch ausbreiten und sein Denken
sich nun wandelte ....
Aber nichts geschieht durch Zwang .... und auch die Liebe
kann nicht erzwungen werden. Doch kein Mensch ist ohne den göttlichen Liebefunken,
und diesen zu entzünden ist jederzeit möglich. Überaus beglückend aber ist es,
wenn unter Menschen geistige Übereinstimmung herrscht, denn in diesen wirket
der göttliche Funke, er entzündet ein Licht, das ewig nicht mehr verlöschen
wird und das auch mit Sicherheit den Weg erleuchtet, der zum Ziel führt: zurück
zum Vater, heim in das Vaterhaus ....
Amen
B.D. 7184
empfangen am 7.8.1958
Schmerzhafte Erziehungsmittel ....
Und es wird euch immer mehr zum Bewußtsein kommen, wie nötig ihr Unterstützung brauchet, die irdisch euch kein Mensch leisten kann. Denn was auf euch einstürmen wird, das sind so offensichtliche Einwirkungen von Kräften, denen nur Ich allein
Einhalt gebieten kann .... seien es naturbedingte oder auch schicksalhafte Geschehen,
die menschlicher Beistand nicht beheben kann, die aber kommen müssen über euch
Menschen, will Ich euch noch gewinnen vor dem Ende. Immer häufiger werdet ihr
hören von Unglücksfällen und Naturkatastrophen, und solange ihr selbst nicht davon
betroffen seid, gehen sie leider zu oft an euch vorüber, ohne euch sonderlich berührt zu
haben. Und doch könnten sie genügen, um auch euch nachdenklich werden zu lassen,
und ihr könntet selbst davon verschont bleiben. Aber oft zwingt ihr Mich durch diese
eure Gleichgültigkeit, über euch selbst Not und Unglück kommen zu lassen in gleicher
Weise, weil Ich nur das eine erreichen möchte, daß ihr Mich Selbst angehet um Hilfe .... daß ihr euch in der Not an Mich wendet und erkennen lernet, daß es nur Einen gibt,
Der euch helfen kann und Der es auch tut, so ihr Ihn darum angeht. Solange das tägliche Leben ohne besondere Zwischenfälle verläuft, so lange ist auch eure Gleichgültigkeit erschreckend .... sowohl Mir als auch der Not der Mitmenschen gegenüber. Werdet
ihr jedoch selbst betroffen, dann erst wachet ihr auf und besinnet euch auf euch selbst.
Und doch könnte ein Tag nach dem anderen friedlich für euch verlaufen bei richtiger
Einstellung zu Mir, wenn ihr in das Kindesverhältnis eintreten würdet, das euch den
ständigen Schutz des Vaters sichert ....
Darum wundert euch nicht, wenn ihr Menschen
immer wieder aus eurer Ruhe aufgeschreckt werdet durch Ereignisse sonderbarster
Art .... fraget euch nicht, warum ein Gott so grausam sein kann, sondern wisset, daß ihr
selbst durch eure Gleichgültigkeit und euren Starrsinn Mich gerade zu solchen Mitteln
veranlaßt, die euch grausam erscheinen und doch nur euch zum Guten dienen sollen.
Was zu glauben euch fast unmöglich ist, das wird sich ereignen, und immer wieder werden Katastrophen Menschenopfer fordern in großer Zahl. Und wenn ihr ein nahes
Ende in Betracht zieht, dann wird euch auch alles erklärlich sein. Doch wie wenige glauben an dieses Ende, und wie groß ist die Zahl derer, deren Unglaube Mich zu anderen
Mitteln zwingt, um sie noch zu retten vor jenem Ende. Und so sollt ihr alle euch jederzeit auf Überraschungen gefaßt machen, die immer nur Schrecken und Angst auslösen
werden .... sie können nicht ausbleiben, weil Ich nicht jene aufgeben will, die noch keine
Bindung mit Mir eingegangen sind. Und diese müssen hart angefaßt werden. Aber auch
das schwerste Leid und das furchtbarste Erleben kann für sie zum Segen sein, wenn sie
nur den Weg einschlagen zu Mir, Der Ich Mich auch dann beweisen will, auf daß sie
glauben lernen an Mich und an Meine Liebe zu ihnen ....
Amen
B.D. 7185
empfangen am 9.10.1958
Gott ist immer bereit zu geben ....
Und keiner von euch soll leer ausgehen, keiner soll darben müssen, denn ihr alle
benötigt das Brot des Himmels, ihr alle seid auf Speise und Trank für eure Seele angewiesen, und ihr alle sollet die rechte Nahrung aus Meiner Hand entgegennehmen ....
Wenn sich euch nun ein solcher Quell öffnet, wenn ihr hingeführt werdet an einen solchen Quell, dann werdet ihr auch sicher gar bald die Wirkung dessen an euch verspüren, was ihr genießet ....
Und der Wirkung entsprechend ist immer die euch dargereichte Nahrung zu werten: Die Seele wird sich eines Wohlbehagens erfreuen, sie wird
reifen und aus einem kümmerlichen Zustand zu Kraft und Stärke gelangen, sie wird aus
der Dunkelheit in das Licht treten, und sie wird dieses Licht nicht mehr missen wollen ....
Es ist aber kein sehr langer Erdenwandel euch Menschen beschieden zu eurem
Ausreifen, und ihr könnt die kurze Zeit gut ausnützen, aber auch viel Zeit versäumen ....
Und dennoch könnt ihr nicht gezwungen werden von Mir aus, euch der Speise zu
bedienen, die euch aus Meiner Liebe dargeboten wird, aber sie steht euch zur Verfügung ....
Und nun begreifet, daß ihr die ersten Schritte tun müsset, die an Meinen
Quell führen; begreifet, daß ihr also „zum Tische des Herrn“ gehen müsset, daß ihr an
den Abendmahltisch wohl gerufen werdet, aber nun auch den Weg nehmen müsset in
das Haus des Gastgebers, Der euch eingeladen hat, mit Ihm das Abendmahl zu nehmen.
Und das also setzet euren freien Willen voraus. Wenn ihr nun glaubt, daß Ich Selbst
Meine Gnadengabe einschränke, wenn ihr glaubet, daß Ich jemals euch Speise und
Trank verweigern könnte, aus welchen Gründen das auch immer sein möge .... so habt
ihr Mich in Meiner Liebe und Erbarmung noch nicht erkannt, Der Ich euch weit mehr
schenken möchte, als ihr verdienet und auch fähig wäret, entgegenzunehmen in eurem
mangelhaften Zustand als Mensch. Doch gerade um diesen mangelhaften Zustand
weiß Ich, und darum rufe Ich mit leiser Stimme euch heran zu Mir, um euch ganz
besonders liebevoll zu bedenken, um euch zur Gesundung zu verhelfen. Und diesen leisen Ruf müsset ihr beachten und Mir immer folgen, wohin Ich Mir zu folgen euch
winke. Denn der Born des Lebens ist tief, oder auch: Mein Tisch ist so überreich
gedeckt, daß überall köstliche Gaben stehen, zu denen Ich euch führen will. Und also
sollet ihr euch Meiner Führung ohne jeglichen Widerstand überlassen, aber ihr sollt
nicht glauben, daß Ich ungekräftigt lasse den, der schwach ist .... daß Ich lichtlos lasse,
der Licht begehrt, und daß Ich Speise und Trank versage denen, die an Meinen Tisch
kommen, die Meine Gäste sein wollen und die daher den Gastgeber bitten um Aufnahme in Sein Haus ....
Amen
B.D. 7186
empfangen am 12.10.1958
Verstärkte Lichtzufuhr
bedingt verstärkte Liebe ....
Und wenn ihr euch fraget, warum ihr leiden müsset, warum ihr gehindert werdet in
eurem gewohnten Wirken .... wenn ihr zu zweifeln beginnet an Meiner Liebe zu euch,
dann gibt es nur einen Weg, eure innerliche Ruhe zu finden .... den Weg direkt zu Mir.
Ich habe euch nicht verlassen, Ich werde euch auch nicht verlassen, weil Meine Liebe
euch ewiglich nicht aufgibt. Doch was Ich von euch verlange, ist gleichfalls eine immer
sich vertiefendere Liebe, eine Liebe, die euch immer inniger Mir zudrängt, so daß auch
Ich euch stets inniger umfassen kann und Meine euch beglückenden Gaben unausgesetzt in euch einströmen lassen kann. Und es gibt noch so viele Gnadengeschenke, die
Ich verteilen möchte an euch, die ihr doch Meine Kinder sein und werden wollet auf
Erden ....
Es gibt noch so viel Licht, das Ich euch zustrahlen möchte, und es ist ein ungewöhnlicher Notstand bei den Menschen dieser Erde und auch unzähligen Seelen im
jenseitigen Reich: Es ist die Zeit des Endes, wo alle Gnadenzuwendungen in vermehrtem Ausmaß stattfinden müssen, wenn allen jenen Seelen noch Hilfe gebracht werden
soll in diesem Notzustand. Und es besteht diese Hilfeleistung im Zuführen von Licht,
denn die Finsternis ist groß. In vieler Weise nun kann Licht ausgestrahlt werden und in
ganz verschiedener Stärke .... doch immer bestimmt ihr selbst, die ihr Licht empfangen
wollet, den Stärkegrad. Und das ist es, weshalb ihr ständig bemüht sein solltet, für
immer stärkere Lichtzufuhr aufnahmefähig zu werden .... das Maß,das Ich verschenken
möchte, ist unbegrenzt, euer Liebegrad aber begrenzt es, und ihr bringt euch darum
selbst um einen Reichtum, um Schätze, die euch doch so überreich geboten werden
würden, weil Meine Liebe übergroß ist, jedoch auch eine tiefe innige Liebe eurerseits
voraussetzen. Und darum ziehe Ich Mich wohl scheinbar zurück, doch nur, um euer
Verlangen nach Mir stärker werden zu lassen. Doch unentwegt ziehe Ich euch, die ihr
doch untrennbar mit Mir verbunden seid durch euren Willen. Ich gebe euch nicht mehr
auf, aber Ich gebe Mich auch nicht zufrieden mit wenig, weil ihr dann erst restlos selig
sein könnet, wenn auch Ich euch restlos beschenken kann, und weil Ich erst dann euch
alles geben kann, wenn eure Liebe anwächst zu höchster Glut ....
Und Ich erreiche auch
Mein Ziel, und ihr könnt euch freuen und frohlocken, daß ihr euch Mir hingabet mit
eurem Willen, denn nimmermehr gebe Ich den auf, der einmal den Weg fand zu Mir.
Und niemals also braucht er zu fürchten, daß er Meine Liebe verliert, die ihm folgt und
immer und ewig gehören wird ....
Amen
B.D. 7187
empfangen am 13.10.1958
Ablauf einer Erlösungsperiode ....
Wenig Zeit bleibt euch nur noch, und es findet eine Erlösungsperiode ihren
Abschluß, und eine neue beginnt ....
Was das heißt, könnt ihr nicht ermessen, und
darum werden auch alle Hinweise darauf nicht geglaubt. Es setzt sich selten nur ein
Mensch in Gedanken damit auseinander, und also richtet auch selten nur ein Mensch
sein Leben darauf ein. Doch ihr sollt es euch alle gesagt sein lassen, daß es äußerst
bedeutsam für euch ist, wie ihr selbst am Ende der Erdperiode beschaffen seid. Und ihr
habt diesen Zustand selbst in der Hand und so also auch euch zu verantworten Dem
gegenüber, Dem ihr die Gnade der Verkörperung als Mensch zu verdanken habt. Daß
ihr als Mensch über die Erde geht, ist eine Gnade, von Gott .... eurem Schöpfer und
Vater .... aus gewährt, wenngleich sie andererseits die Folge ist der einstigen Sünde des
Abfalls von Gott, den sonach ihr ebenso eurem Verführer und Feind, dem Gegner
Gottes, zu verdanken habt. Aber die Rückkehr zu Gott bedingt auch den Erdengang,
und dieser wird euch daher auch gewährt durch die Liebe Dessen, Der euch schuf. Die
Rückkehr zu Gott kann euch also der Erdenweg eintragen ....
Ihr könnt aber auch weiter in der Gewalt Seines Gegners verbleiben. Beides steht euch frei, und Gott gab
euch .... d.h. dem einst von Ihm Abgefallenen .... zu diesem Zweck bestimmte Zeitperioden, die jener Erlösung vom Gegner und Rückkehr zu Ihm dienen sollten. Und eine
solche Erlösungsperiode ist nun bald abgelaufen, und ihr steht vor dem Ende. Es
besteht die Möglichkeit, seiner Gewalt zu entfliehen und wieder zurückzukehren in das
Vaterhaus .... aber ihr könnt euch diese Möglichkeit auch selbst verscherzen und wieder
in das entsetzliche Los zurückfallen, dem ihr schon durch den endlos langen Entwicklungsgang über diese Erde entronnen seid ....
Ihr könnt wieder endlos tief fallen und
wieder endlose Zeiten benötigen, bis ihr das gleiche Stadium erreichet und erneut den
Gang über diese Erde wandelt. Gott weiß um das Schicksal jeder einzelnen Seele, Er
weiß um deren Reifezustand, um ihre Gesinnung und also auch um die Gefahr, in der
sie schwebt. Und solange sie noch als Mensch über die Erde geht, besteht auch noch die
Möglichkeit einer Willenswandlung, die Gott nun noch nützet bis zum Ende. Und dazu
gehört auch, daß die Menschen immer wieder in Kenntnis gesetzt werden davon, was
ihnen bevorsteht. Und Er warnet und mahnet unausgesetzt und läßt keine Gelegenheit
vergehen, um die wenigen, die noch aufgeschlossenen Herzens sind, hinzuweisen auf
kommende Ereignisse, auf das bevorstehende Ende, und sie aufzuklären über ihren
eigentlichen Erdenlebenszweck und ihre Erdenaufgabe. Daß immer nur wenige annehmen, was ihnen verkündet wird, ist mit der Willensfreiheit des Menschen zu erklären,
der nicht gezwungen werden darf, zu glauben, durch Beweise oder ungewöhnliche
Erscheinungen. Doch Gott Selbst spricht die Menschen an .... sie könnten glauben,
wenn sie nur bereit wären, Ihn anzuhören, weil Er dann auch ihnen Sich offenbaren
könnte ohne Zwang und bald sie keines Beweises mehr bedürften und in ihren Herzen
es fühlten, von wem sie angesprochen werden ....
Und verantwortungsbewußt würden
dann die Menschen leben und auch dem Ende mit Zuversicht und ohne Furcht entgegensehen, denn diese werden ewig nicht verlorengehen ....
Amen
B.D. 7188
empfangen am 15.10.1958
Das Los der Seele nach dem Tode ....
Ihr sollt euch nicht zufriedengeben mit einem nur irdisch-ausgerichteten Leben, ihr
solltet weit mehr des Lebens gedenken, das nach diesem Erdenleben folgt und sich auf
Ewigkeiten erstreckt. Ihr sollt wissen, daß ihr nichts rückgängig machen könnt, was ihr
auf Erden tut, und daß ihr nichts nachholen könnet, was ihr unterlasset, daß ihr aber
euch dafür verantworten müsset. Ihr sollt ferner wissen, daß euer Wirken auf Erden
Ausmaße annehmen kann, die ihr für unmöglich haltet, wenn ihr selbst dies anstrebt
und die Bedingungen erfüllt, die euch unbegrenzt Kraft eintragen .... wie ihr aber auch
wissen müsset, daß ihr selbst euch Kraftzufuhr verscherzet, wenn ihr eure Blicke nur
weltlich richtet und dann also den rechten Erdenlebenszweck verfehlet. Und all dieses
Wissen soll nur dazu beitragen, daß ihr euren Willen tätig werden lasset, zweckentsprechend zu leben, d.h., das Wohlergehen der Seele in den Vordergrund zu stellen und all
euer Denken, Wollen und Handeln nun geistig zu richten, immer mit der Blickrichtung
zu Gott, zu Dem eure Seele zurückkehren soll ins Vaterhaus. Frei von dieser Aufgabe ist
kein Mensch auf Erden, aber die wenigsten fühlen sich davon belastet, die meisten Menschen leben in den Tag hinein, ohne sich dessen bewußt zu sein, was sie tun sollen ....
Aber es ist diese Unwissenheit eigene Schuld, weil von seiten Gottes alles getan wird,
um den Menschen die Kenntnis davon zuzuleiten. Aber es bleibt einem jeden einzelnen
frei, wie er die ihm zugeleitete Kenntnis auswertet. Und da ein solches Wissen nicht
bewiesen werden kann, wird es auch selten nur geglaubt. Der freie Wille muß tätig werden, der Mensch selbst muß frei entscheiden, wie er sich dazu einstellt, und dann auch
frei tätig werden. Und wenn ihr euch nun die Kürze eures Erdenlebens vorstellt und
euch selbst Rechenschaft ablegt, wie wenig Zeit ihr für eure Seele, für euer geistiges
Wohl, verwendet .... wieviel mehr die Welt eure Sinne gefangenhält .... dann müßtet ihr
erschrecken und doch mit schweren Gedanken dem Ende eures Lebens entgegensehen
oder euch in eurer Lebensführung zu wandeln suchen. Lassen euch aber solche Hinweise eindruckslos, dann könnt ihr auch nicht zwangsläufig zu anderem Denken
gebracht werden, weil dies der göttlichen Ordnung widerspricht, die den freien Willen
des Menschen gleichfalls zum Gesetz achtet und ihn also nicht gewaltsam bricht. Nur so
weit solltet ihr Menschen nachdenken, daß ihr euch nicht nur um dieses Erdenlebens
willen verkörpern durftet, sondern ein anderer Sinn und Zweck euer Dasein begründet ....
Ihr solltet dem Körper weniger Beachtung zollen, der Seele Los aber mit aller
Vordringlichkeit zu verbessern suchen, denn beim Abscheiden von dieser Erde erst
wird es offenbar werden, welches Los sie erwartet, und dann ist es zu spät, das Versäumte nachzuholen, wenngleich sie noch die Möglichkeit hat, es im jenseitigen Reich
zu verbessern. Aber sie wird sich nimmer die Seligkeit bereiten können, die zu erreichen auf Erden ihr doch leicht möglich war. Doch sie kann auch völlig absinken in die
Tiefe und den Erdengang vergeblich zurückgelegt haben. Und eine große Qual oder
bitterste Reue ist dann ihr Los .... aber der Seele nicht zu ersparen, die alle Mahnungen
und Warnungen im Erdenleben unbeachtet läßt, die nur lebt für diese Erde und niemals
den Blick hinwendet in das geistige Reich, das doch ihre wahre Heimat ist ....
Amen
B.D. 7189
empfangen am 17.10.1958
Geistiges Geleit
von der Geburt bis zum Tode ....
Durch das Tal des Lebens werdet ihr hindurchgeleitet von der Geburt bis zur Todesstunde, und ihr könnt mit Sicherheit euer Ziel erreichen, wenn ihr ohne Widerstand der
Führung folgen würdet, die euch betreut. Aber eure Führer dürfen euch in keiner Weise
bestimmen, ihnen zu folgen. Sie werden euch immer vorangehen und euch auch zu
beeinflussen suchen zur Nachfolge, doch stets ohne Zwang. Und darum werden sie es
oft erfahren, daß ihre Schützlinge sie verlassen, daß sie eigene Wege gehen und sich
nicht an die liebevollen Anweisungen halten. Sie bleiben aber nicht ohne Obhut, immer
wieder gehen ihnen von seiten ihrer geistigen Betreuer Mahnungen und Warnungen
zu, so daß sie jederzeit sich wieder in deren Schutz begeben können und geborgen sind,
wenn sie freiwillig darauf hören. Ob nun auch feindliche Bedränger die Menschen
zum Widerstand aufzureizen suchen, ob die Menschen selbst ihren Widerstand durchbrechen lassen .... die Liebe ihrer Betreuer gilt ihnen in der ganzen Erdenlebenszeit und
ist immer nur auf ihre Rettung bedacht, auf rechte Lebensführung, auf Erfüllung des
göttlichen Willens, auf einen Lebenswandel in Liebe .... der auch mit Sicherheit zum
Ziel führen wird .... zur Vereinigung mit Gott. Hilfe also wird ihnen zuteil von Beginn
der Verkörperung an bis zum Tode des Leibes. Und dennoch versagen so viele Menschen, weil der Wille frei ist, weil dieser weit mehr sich dorthin wendet, wo der Gegner
Gottes sein Reich hat, wo er herrscht, wo er lockend seine Güter feilhält, die weit mehr
Anklang finden als geistige Schätze, zu denen ihre Betreuer sie führen möchten. Es
bestimmt der Mensch selbst darüber, was zu seinem Eigentum wird ....
Aber unausgesetzt verhilft Gott ihm, daß ihm die Güter angeboten werden, die allein ihn ewig
beglücken können, und es kann der Mensch sein Ziel erreichen auf Erden, weil ihm von
geistiger Seite aus ebenso geholfen wird, wie er bedrängt oder verführt wird von
Gegenkräften ....
Er selbst ist nicht im Nachteil, sondern er schafft sich sowohl Vorteil
als auch Nachteil selbst im freien Willen. Und er bezeugt dadurch also auch, in welchem
Grad von Widerstand er steht, er bezeugt selbst sein eigenes Verhältnis zu Gott, seine
Einstellung und seinen Reifegrad. Jederzeit aber kann er sich wandeln, wenn nur sein
Wille bereit ist. Denn seine Helfer stehen ihm bei mit Liebe, Geduld und Ausdauer, und
allein der Gott zugewandte Wille des Menschen gibt ihnen das Recht zu tatkräftigem
Eingreifen, und seine Rettung ist gesichert ....
Amen
B.D. 7190
empfangen am 18.10.1958
Kampf der Finsternis gegen das Licht ....
Es findet der Kampf der Finsternis gegen das Licht in einem Ausmaß statt, der den
Widerstand der Menschen gegen das Zuführen des Lichtes erklärlich macht. Denn der
Fürst der Finsternis ist überall am Wirken, wo nur ein Lichtfunke durchzublitzen droht,
wo sich die Wahrheit gegen die Lüge und den Irrtum durchsetzen will .... wo also die
Kräfte des Lichtes am Wirken sind. Die Finsternis erhält dem Gegner Gottes seinen
Anhang, Licht aber entreißt ihn ihm. Und darum wird er alles aufbieten, um Lichtträgern ihr Wirken zu unterbinden, soweit dies in seiner Macht liegt. Der Wille jener Lichtträger aber setzt sich mit Erfolg seiner Macht entgegen, denn diesen Willen kann er
nicht zwingen, und sowie der Wille also zu Gott gerichtet ist, steht Gottes Macht dem
Fürsten der Finsternis gegenüber, gegen die er nicht ankann. Aber sein Gegenwirken
wird überall dort erkenntlich sein, wo das Licht hingetragen werden soll und ein
Mensch im Auftrag Gottes tätig ist, um seinen Mitmenschen, das Evangelium zu predigen, und wo diese Verkündung lebendig geschieht ....
Ein toter Wortverkünder ist ihm
keine Gefahr, weil ein solcher kein Licht bringt, sondern oft noch die Finsternis vertieft.
Und dennoch läßt Gott überall Lichtträger erstehen, und Er leitet ihnen Selbst die
Wahrheit zu, das Licht, das den Menschen die Erkenntnis zurückbringen soll ....
Und in
Seinem Auftrag sind nun jene Lichtträger tätig, unterstützt von Ihm Selbst durch Seine
immerwährende Gnadenzufuhr, denn es ist dringend notwendig, daß in die dunkle
Nacht ein Licht gebracht werde, es ist notwendig, daß den Menschen geholfen werde,
aus der Finsternis herauszufinden in das Licht des Morgens. Und es wird auch den
dunklen Kräften nimmermehr gelingen, ein Licht zum Verlöschen zu bringen, das sich
an der Liebe Gottes entzündet hat ....
Es wird ein solches Lichtlein immer wieder aufflammen und hindurchbrechen, und es wird hell hinausstrahlen in die Nacht ....
Und ob
es auch auf Widerstand stößt .... die Wohltat seiner Strahlen wird dennoch empfunden
von vielen, die der Nacht entfliehen wollen ....
Und diese werden dankbar in seinen
Schein treten und sich anstrahlen lassen, und wo einmal die Nacht durchbrochen ist,
dort wird sie auch vertrieben sein und bleiben ewiglich ....
Amen
B.D. 7191
empfangen am 19.10.1958
Kraft des Namens Jesus ....
Nur Meinen Namen brauchet ihr in tiefer Gläubigkeit auszusprechen .... und ihr
werdet seine Kraft erfahren, ihr werdet Meiner Nähe bewußt sein und Hilfe finden in
eurer Not. Aber wie oft steht die Welt noch zwischen euch und Mir, wie oft ist deren Einfluß noch so stark, daß es euch kaum möglich ist, euch loszureißen und euch mit aller
Innigkeit an Mich zu wenden, den Sprung gleichsam zu wagen aus dem irdischen in das
geistige Reich ....
Ich bin euch noch nicht so wirklichkeitsnah, kann aber nur dann euch
offensichtlich helfen, wenn ihr euch Mir voll und ganz hingebet, wenn ihr euch an Mein
Herz werfet und Meinen Namen aussprechet als gänzlich Mir gegenwärtig. In eurem
Herzen könnt ihr diese Meine Gegenwart empfinden, dann aber sprechet ihr keine Bitte
vergeblich aus, dann ist sie euch schon erfüllt, dann ist die Kraft Meines Namens schon
wirksam geworden und dann werdet ihr auch wissen, was es heißt, vollgläubig Mich
anzurufen ....
Ihr werdet verstehen, was ungezweifelter Glaube ist. Und mag die Welt
noch so sehr auf euch einstürmen, ihr seid zu jeder Zeit fähig, euch so innig Mir zu verbinden, daß ihr isoliert seid von der Welt, daß Meine Kraft euch zuströmen kann. Ihr
braucht nicht zu fürchten, daß Ich euch ohne Hilfe lasse, wenn ihr nur immer euren
Blick zu Mir gewandt lasset, wenn ihr ganz einfach Mein sein wollet. Dieser innerste
Wunsch ist maßgebend, daß Ich euch ziehe und nimmermehr aus Meinen Händen
lasse. Aber auch das Ringen ist nötig, denn ihr sollt wachsen und reifen, ihr sollt nicht
stehenbleiben und müde und lau werden in eurem Streben, und ihr sollt daher immer
wieder (wie, d. Hg.) Kinder zum Vater rufen, und je innerlicher euer Ruf ist, desto eher
wird er erhört werden, und ihr werdet erfahren die Kraft Meines Namens ....
Ich will
euch ganz besitzen, aber freiwillig müsset ihr zu Mir kommen, weil Ich dann erst die
Liebe des Kindes besitze, wenn es sich Mir hingibt und gläubig Meinen Namen ausspricht als den seines Gottes und Vaters von Ewigkeit ....
Amen
B.D. 7192
empfangen am 20.u.22.10.1958
Gottes unendliche erbarmende Liebe ....
Ewige Zeiten hindurch hat euch die Liebe Gottes getragen, mit unermeßlicher
Geduld hat sie gerungen um eure Liebe, denn ewige Zeiten schon standet ihr in weiter
Entfernung, die eure Lieblosigkeit hatte entstehen lassen. Ihr aber ginget aus der Liebe
Gottes hervor ....
Darum konnte Seine Liebe zu euch nicht vergehen. Aber ihr selbst
waret frei geschaffene Wesen, die sich selbst auch ihrer Willensfreiheit wegen umgestalten und ihr Wesen verkehren konnten ins völlig Gegensätzliche. Und eine Unzahl des
Geschaffenen hat dies getan. Es wurde Gott-gegnerisch in seiner Gesinnung und folglich auch in seinem Wesen. Es fiel aus dem Zustand der Vollkommenheit in das Gegenteil, es verlor die Kraft und das Licht und dadurch auch seine Freiheit ....
Aber es war
und blieb von Gott ausgegangene Liebekraft, es waren Lichtfunken Seines unermeßlichen Liebefeuers, die sich wohl in die Unendlichkeit verloren, aber niemals mehr vergehen konnten. Und diese Liebelichtfunken also büßten ihre Leuchtkraft ein, und .... je
mehr sie sich von Gott entfernten .... verloren sie auch an Leben, an Bewegungskraft
und wurden langsam zu verhärterter Substanz .... zwar im Grunde Geistiges, das aber
nicht mehr der einstigen Bestimmung entsprach: irgendwie tätig sein zu können ....
Denn zu einem freien, tätigen Leben nach dem Willen Gottes war das Wesen ursprünglich geschaffen worden. Nun aber hatte es sich selbst dieses Lebens beraubt, es hatte sich
selbst unfähig gemacht, Kraft und Licht zu gebrauchen in göttlicher Ordnung, weil es
selbst aus dieser göttlichen Ordnung herausgetreten war. Aber es konnte nicht mehr
vergehen ....
Und ebensowenig läßt Gott das aus Seiner Liebekraft Hervor-Gegangene
in diesem unwürdigen, gänzlich Seiner Ordnung widersprechenden Zustand verharren
auf ewig. Aber Er zwingt es auch nicht zur Aufgabe seines Widerstandes gegen Ihn.
Doch so wie das Wesen nun beschaffen ist, wenn es als verhärtete geistige Substanz in
weitester Gottferne weilt, ist es auch gänzlich ohne Kraft, den Weg der Rückkehr zu
Gott anzutreten, und es hatte auch das Bewußtsein eines Einzelwesens verloren .... es ist
eine tote geistige Masse, die einer Hilfe bedarf, wenn sich nur die geringste Veränderung an ihr erzeigen soll. Und zu dieser Veränderung leistet die allerbarmende Liebe
Gottes ihm nun ihre Hilfe, und wo die Liebe Gottes am Werk ist, ist auch unwiderruflich ein Erfolg zu erwarten. Doch wann dieser Erfolg erreicht ist, das ist nicht festgelegt,
weil zur endgültigen Rückkehr wieder der freie Wille des Wesens sich bereit erklären
muß, der erst in einem bestimmten Stadium der Aufwärtsentwicklung dem Wesen
zurückgegeben wird. Daß aber jenes Stadium erreicht wird, das ist das große Erbarmungswerk der väterlichen Liebe zu Ihren Geschöpfen, die sonst ewiglich in der endlosen Entfernung verharren müßten. Sowie ihr nun als Mensch auf dieser Erde wandelt,
seid ihr in jenem Stadium des freien Willens angelangt ....
Bedenket aber, daß es Ewigkeiten erfordert hat, bis sich das einst-gefallene Einzelwesen, das wieder in unzähligen
Partikeln oder Kraftfünkchen aufgeteilt war, zusammenfand und wieder als Ichbewußtes Wesen im Dasein steht. Bedenket, daß die Vorstadien dieser Entwicklung
unzählige Verformungen gewesen sind, die alle jene Kraftfünkchen bargen; und fasset
es, daß die gesamten Schöpfungen .... alle euch sichtbaren Schöpfungswerke sowie auch
unzählige geistige Schöpfungen ....
Hüllen sind und waren jener aufgelösten Wesen, die
mit fortschreitender Entwicklung stets mehr der Substanzen des urgeschaffenen
Wesens bargen, bis zuletzt in der Außenform des Menschen wieder alle zu einem
Urgeist gehörenden Partikelchen gesammelt sind und nun also im Zustand des freien
Willens dieser Urgeist erneut die Willensprobe ablegen muß: seine Anerkennung des
Schöpfers als Vater, Dem das Wesen seine Liebe entgegenbringt und wieder vereint sein
möchte mit Ihm ....
Dies also ist eure Aufgabe als Mensch, die ihr im völlig freien Willen
lösen müsset .... (22.10.1958) Und diese Aufgabe ist äußerst bedeutungsvoll, denn ein Versagen, ein Außerachtlassen kann zur Folge haben, daß wieder ewige Zeiten vergehen in Not und Qual, in Gefangenschaft .... daß das Wesen erneut aufgelöst wird in
unzählige Partikelchen und gebunden in fester Form .... ein Zustand, der so entsetzlich
ist, daß kein Mensch ihn wollen würde, wenn er nur einen Schimmer von Erkenntnis
erhielte, worin dieser Zustand besteht. Dieser Schimmer kann ihm wohl gegeben werden durch Belehrungen, denen aber jegliche Beweiskraft fehlt und die darum selten nur
geglaubt werden. Aber sie werden dem Menschen doch gegeben ....
Denn Gottes Liebe
ist unendlich, und ebendiese Liebe ist es, die immer wieder es versucht, den Menschen
etwas Licht zu schenken, die das Licht hinstrahlen lässet in dunkle Gebiete, die immer
nur bemüht ist, so viel Gutes dem Menschen zu schenken, daß dieser in sich die Liebe
entbrennen fühlt zu einem Wesen, Dessen Liebe es spürt. Und sowie die Liebe sich im
Herzen des Menschen entzündet hat, ist auch das Ziel gewiß: die endgültige Rückkehr
zu Gott ....
Der schicksalsmäßige Ablauf des Erdenlebens eines Menschen kann zu diesem Ziel führen, denn er ist von der Liebe Gottes und Seiner unübertrefflichen Weisheit
bestimmt, immer so, daß auch Seine Liebe zu erkennen ist von dem, der sich einer geistigen Erdenaufgabe bewußt ist und schon einen Schimmer von Erkenntnis besitzt,
weil er ohne inneren Widerstand ist gegen seinen Gott und Schöpfer. Wo dieser aber
noch vorhanden ist, dringt auch das göttliche Liebelicht nicht durch, weil es sich nicht
zwingend äußert, sondern mit seiner Kraftwirkung zurückhält .... also keine „Erkenntnis“ schenkt dem, der sich selbst dagegen wehrt. Aber die Liebe Gottes verfolgt den
Menschen dennoch .... und einmal erreicht sie auch sicher das Ziel, einmal kehrt ein
jedes Wesen sich ihr zu, doch es bestimmt selbst die Zeit, da es seinen Widerstand aufgibt ....
Amen
B.D. 7193
empfangen am 23.10.1958
Gott will Sich offenbaren ....
O horchet nur nach innen, und ihr werdet Wundersames in Erfahrung bringen ....
Die unendliche Liebe Gottes erschließet sich euch sowie Seine unübertreffliche Weisheit; denn alles ist Sein Werk, was euch umgibt, und über Sein Walten und Wirken gibt
Er Selbst Aufschluß, um euch Menschen zu beseligen und euch wieder die Seligkeiten
zugänglich zu machen, die uranfänglich euch beschieden waren. Völlig unwissend
könnt ihr durch das Erdenleben gehen, aber auch im hellsten Licht der Erkenntnis stehen, wenn ihr annehmet, was euch geboten wird .... wenn ihr auf die Stimme Gottes
höret, Der Selbst zu euch sagt: „Horchet nach innen, denn Ich will Mich euch offenbaren ....“ Seine Liebe zu euch läßt nicht nach, und sie hat auch nicht nachgelassen, als ihr
selbst euch abwandtet von Ihm, als ihr gefallen seid zur Tiefe ....
Denn Sein ganzes
Wesen ist Liebe, und ihr seid in eurer Ursubstanz gleichfalls Liebe. Und ihr könnet euch
im Grunde auch nicht trennen von eurem Gott und Schöpfer, Der Selbst die Liebe ist .... ihr werdet ewiglich mit Ihm verbunden bleiben. Doch willensmäßig habt ihr selbst
euch entfernt von Ihm, und ihr seid dadurch verfinsterten Geistes und erkennet nichts
mehr. Aber das Licht ist dennoch in euch .... ein winziges Fünkchen der göttlichen
Liebe schlummert in euch und ist jederzeit bereit, euer Inneres zu erhellen und Licht
auszubreiten von unermeßlichem Glanz ....
Gott Selbst ist in euch, denn der Geistesfunke in euch ist Anteil des Ewigen Vatergeistes. Lasset Ihn zu euch sprechen, schenket
Ihm Gehör, lauschet nach innen und schaffet euch so schon Seligkeiten auf Erden, daß
ihr euch verbunden fühlet mit Dem, Der euch erschaffen hat, und daß ihr die finstere
Nacht vertrieben habt, die um euch war, bevor das Licht in euch erstrahlen konnte.
Suchet des öfteren Stunden innerlicher Besinnung, und gebet schrankenlos euch dem
Einen zu eigen, von Dem ihr ausgegangen seid ....
Und Er wird euch erfassen und euch
nimmermehr auslassen, Er wird zu euch sprechen, und ihr werdet Seine Stimme vernehmen, ihr werdet mit Ihm verbunden sein und diese Bindung auch nimmermehr
aufgeben, und Er Selbst wird euch einführen in das Reich des Lichtes, wenn euer Erdengang beendet ist. Daß Gott Sich euch als Vater offenbaren will, ist gewißlich wahr ....
Doch daß ihr Ihn zu hören begehret und lauschet nach innen, ist Voraussetzung, daß
Er Sich euch offenbaren kann. Und je inniger ihr euch Ihm hingebet, desto klarer und
deutlicher werdet ihr Sein Wort vernehmen ....
Aber glauben müsset ihr, daß der Vater
zu Seinem Kind reden will. Glauben müsset ihr an Seine unermeßliche Liebe, und eure
Liebe muß euch zu Ihm hintreiben ....
Dann werdet ihr hören, was eure Seele beglückt.
Es wird Licht werden in euch, und in seinem hellen Schein geht ihr den Weg zur Höhe,
ihr schreitet himmelwärts, weil ihr dem Licht von Ewigkeit folget zum rechten Ziel ....
Amen
B.D. 7194
empfangen am 26.10.1958
Das Ewige Licht stieg zur Erde ....
Ein ungewöhnlich helles Licht erstrahlte, als Ich zur Erde niederstieg, denn die Finsternis war undurchdringlich geworden, die über sie gebreitet lag ....
Die Menschen
befanden sich in einer Nacht, aus der sie nicht herauszufinden wußten; das Dunkel
wich nicht von ihnen, weil nirgends ein Licht leuchtete. Rettungslos wären sie in dieser
Nacht versunken, wenn ihnen nicht Hilfe kam ....
Und Ich brachte ihnen diese Hilfe ....
Es strahlte ein Licht zur Erde, so hell und durchdringend, daß es die Nacht vertreiben
konnte, wo es nicht böswillig verhindert wurde, daß es leuchte. Ich kam Selbst zur Erde,
das Licht von Ewigkeit, denn Mich erbarmte die Not, in der sich die Menschheit befand
in dieser Finsternis. Ich suchte Mir eine menschliche Hülle, die rein war und fähig, Mein
Licht in sich zu bergen; Ich wählte Mir eine Form, weil Ich, um mitten unter den Menschen weilen zu können, einer solchen benötigte, um nicht zwingend die Menschen zu
beeinflussen, das Licht anzunehmen, das Ich ihnen bringen wollte. Ich kam als
„Mensch“ zu den Menschen, Der zwar das „Licht“ in aller Fülle in Sich barg, doch es nur
dann leuchten ließ, wenn die Mitmenschen sich daran selbst ein Lichtlein entzünden
wollten. Und weil Ich verhüllt unter den Menschen wohnte, wurde Ich auch nur wenig
erkannt als das „Ewige Licht“, Das zur Erde kam aus Liebe ....
Ich wurde nicht erkannt
als Gott und Vater, Der Seinen Geschöpfen helfen wollte, zu Seinen Kindern zu werden ....
Denn in dieser finsteren Welt herrschte einer, der es nicht zulassen wollte, daß
ein Licht hindurchbrach und der darum alles versuchte, auch Mich in Meinem Wirken
auf Erden zu hindern, der das Licht verlöschen wollte und also die Finsternis immer
mehr vertiefte. Und gegen diesen mußte Ich ankämpfen, ihm mußte Ich Mich stellen
zum Kampf, wenn Ich den Menschen Rettung bringen wollte, wenn Ich sie befreien
wollte aus seiner Gewalt. Denn es schrien aus dunkler Nacht viele zum Himmel um Rettung, weil sie seine Herrschaft nicht mehr zu ertragen vermochten, und um dieser willen stieg Ich herab zur Erde. Ich wurde deshalb Mensch, weil jener Kampf als Mensch
geleistet werden mußte, denn es war die Erde sein Bereich, wo er Gewalt hatte unbeschränkt, die Ich ihm als „Gott“ nicht brach, aber als „Mensch“ ihn besiegen wollte .... um allen Menschen einen Weg zu zeigen, gleichfalls Herr zu werden über ihn. In der
Finsternis, die sie umfing, sahen sie keinen Ausweg aus ihrer Kerkerhaft ....
Ich aber
zeigte ihnen den Weg ....
Ich ging Selbst als Mensch Jesus den Weg, und alle brauchten
nur Ihm nachzufolgen, und sie werden gleichfalls frei aus seiner Gewalt, sie werden ihn
gleichfalls überwinden, denn es wird Licht werden in denen, die zu dem Ewigen Licht
ihre Zuflucht nehmen, Das Sich auf Erden verkörperte im Menschen Jesus, und Ihn um
Hilfe bitten gegen den Fürsten der Finsternis ....
Und das Licht wird siegen, stieg Es
doch zur Erde nieder, um die Menschen zu erlösen ....
Amen
B.D. 7195
empfangen am 27.10.1958
Zuflucht zu Jesus ....
Es kann keine Seele verlorengehen, die sich an Jesus Christus hält, die den göttlichen
Erlöser bittet um Hilfe wider ihren Feind. Denn diese Seele nimmt Jesus Christus an,
und Er ringt sie dem Gegner ab, indem Er ihren Willen stärkt, daß er sich immer wieder Ihm zuwende und vom Gegner löse. Auf daß nun aber ein Mensch den Weg geht zu
Jesus Christus, muß er auch wissen um das Werk der Erbarmung, das der Mensch Jesus
vollbracht hat .... er muß wissen um seine Ursünde und Folgen und um die Notwendigkeit, Jesus Christus als Gott und Erlöser anzuerkennen ....
Dieses Wissen werden die
Menschen auch zumeist haben, aber nicht alle haben schon dazu Stellung genommen.
Und letzteres ist nötig, soll der Mensch bewußt den Weg zum Kreuz nehmen. Solange
es nur ein Formwissen bleibt, solange sich der Mensch noch nicht selbst gedanklich
damit befaßt hat, was es heißt, ein Bekenner Jesu Christi zu sein, so lange bleibt auch an
ihm jegliche Wirkung aus, er bleibt gefesselt in der Gewalt des Gegners, er ist noch
unerlöst, denn der göttliche Erlöser Jesus Christus ist für ihn noch ein leerer Begriff, Er
ist nur ein Name, aber kein lebendiger Heiland für seine Seele. Tröstlich aber darf für
jeden Menschen der Gedanke sein, daß er sich nur Jesus Christus hinzugeben braucht,
daß er Ihn nur zu bitten braucht, ihn zu retten aus der Gewalt des Feindes .... und daß
diese Bitte auch sicher erhört wird, weil sie den Willen des Menschen bezeugt, letzterem
zu entfliehen und zu Gott zurückzukehren, wozu der Mensch allein zu schwach ist,
wenn ihm die Hilfe Jesu Christi nicht gewährt wird. Aber es muß bewußt diese Hilfe
angefordert werden. Und das bedingt auch das bewußte Anerkennen Jesu als Gottes
Sohn und Erlöser der Welt, in Dem Gott Selbst zur Erde niederstieg, um die Menschen
zu erlösen. Darum also müssen alle Menschen Kenntnis nehmen von Ihm, und darum
muß Er verkündet werden in aller Welt ....
Sein Erdengang, Sein Wandel in Liebe, Sein
bitterer Leidensweg und Sein qualvolles Leiden und Sterben am Kreuz muß den Menschen lebendig in das Herz geschrieben werden, denn es genügt nicht nur das tote Wissen darum, wenn es der Mensch nicht einmal in seinen Gedanken lebendig werden lässet, um die Größe der eigenen Schuld zu ermessen, für die Jesus das entsetzliche Leid
ertragen hat, um Sühne dafür zu leisten ....
Es muß der Mensch die eigene große Schuld
erkennen und von ihr frei zu werden begehren, dann erst wird er freiwillig zu Ihm hingehen und Ihn reuig bitten um Vergebung, er wird Ihn bitten, Sich seiner Schwäche
anzunehmen und ihn aus der Gewalt dessen zu befreien, der seinen Fall einst verschuldet hat .... und seine Bitte wird nicht vergeblich sein, denn darum ist Er in die Welt
gekommen, um zu erlösen das Gefallene, um zu retten das Unglückselige, das allein zu
schwach ist, sich zu befreien, und das darum die Hilfe Jesu Christi benötigt ....
Amen
B.D. 7196
empfangen am 29.10.1958
Wie soll das rechte Gebet sein? ....
Keinem Menschen werde Ich Meine Hilfe versagen, der Mich darum bittet in gläubigem Vertrauen ....
Wie aber sollen eure Gebete beschaffen sein? ....
Es genügen nicht nur
Worte, die euer Mund spricht, oder flüchtige Gedanken, die auch nur sich mit dem
Wortlaut des Gebetes befassen ....
Ihr müsset zu Mir reden wie Kinder, die vertrauend
zum Vater sprechen. Und ihr werdet wahrlich keine Fehlbitte tun. Denn Ich will es, daß
ihr mit jedem Anliegen zu Mir kommt, Ich will, daß ihr so vertraut mit Mir redet, daß
ihr Meine Nähe fühlet; Ich will, daß ihr immer mehr euch mit Mir verbunden fühlet,
daß ihr Mich nicht in der Ferne suchet, sondern euch ständig in Meiner Nähe wisset, die
aber nur euer Wille, d.h. ihr selbst, herstellen könnet. Es ist die Gewißheit Meiner ständigen Gegenwart, die ihr alles sichert: Hilfe, das Gefühl der Geborgenheit und also auch
ein sorgloses Leben auf dieser Erde, denn wo ihr Meiner Gegenwart gewiß seid, verlassen euch alle Sorgen und Nöte, denn ihr traget alles vertrauensvoll zu Mir hin, und Ich
nehme sie euch wahrlich ab, weil Ich euch liebe und euch stets Meine Hilfe verheißen
habe ....
Es braucht euch also auf Erden kein Leid und keine Sorge zu drücken, wenn ihr
immer Mich euch gegenwärtig sein lasset .... und ihr lasset Mich stets euch gegenwärtig
sein durch euren Liebewillen, der Mir gilt, durch jedes Werk der Liebe, das dem Nächsten gilt, durch jeden Gedanken an Mich, durch jedes Wort, das euer Herz spricht zu
Mir .... das nicht nur Form ist oder Lippengebet. Darum ermahne Ich euch immer wieder, zu beten „im Geist und in der Wahrheit“ ....
Denn nur ein solches Gebet kann Ich
erhören, nur durch solche Gebete stellt ihr die Bindung her mit Mir, die euch dann auch
Meine Hilfe sichert. Und immer wieder müsset ihr daher Mich suchen in Gedanken, ihr
dürfet nicht lange Mich aus euren Gedanken verdrängen lassen, immer muß Ich der
Inhalt eures Lebens sein und bleiben, und die Welt darf deshalb nicht Übergewicht
gewinnen und eure Gedanken beherrschen. Und je inniger ihr euch Mir anschließet,
desto fester halte Ich euch und desto leichter wird es euch sein, kindlich eure Gebete zu
Mir zu richten. Jeder kindliche Ruf zu Mir berührt Mein Ohr, und Meine Vaterliebe
wird dem Kind nichts versagen .... es sei denn, es würde seiner Seele zum Schaden gereichen. Das Vertrauen eines Kindes aber enttäusche Ich nicht, und Ich lenke alles zum
Guten um der Liebe des Kindes willen, das sich Mir zuwendet, auf daß Ich ihm helfe ....
Amen
B.D. 7197
empfangen am 30.10.1958
Kraftzuwendung durch Jesus Christus ....
Noch traget ihr das Erdenkleid, und das bedeutet auch Kampf, Finsternis und
Schwäche, denn erst wenn ihr das Erdenkleid abgelegt habt, könnt ihr von Freiheit
sprechen .... sowie ihr überwunden habt, d.h. aus dem Kampf siegreich hervorgegangen
seid. Darum wird das Leben für euch ein Kampf bleiben bis zum Ende, nur könnet ihr
euch von Mir mehr oder weniger Kraft erbitten, die euch um Jesu Christi willen auch
zugeht. Und so wisset ihr, daß ihr selbst euch Stärke und Kraft verschaffen könnt, wenn
ihr nur in aller Innigkeit Ihn anrufet, Der als Mensch am Kreuz für euch gestorben ist,
um euch die Gnade der Kraftzuwendung zu erwerben. In Ihm bin Ich Selbst zur Erde
gekommen, und in Ihm habe Ich Selbst das Erlösungswerk vollbracht ....
Ihr bittet also
Mich Selbst um Kraft und werdet daher niemals zu versagen brauchen im Kampf gegen
die Finsternis. Darum brauchet ihr euch auch nicht zu fürchten, und wenn noch so
große Mutlosigkeit euch überfällt. Wenn ihr Mich Selbst anrufet in Jesus Christus, wird
der Feind eurer Seele von euch abgedrängt, denn dieser ist es, der in euch die Furcht
legen will, der euch abwenden möchte von Mir, um selbst die Gewalt zu behalten über
euch. Darum also müsset ihr kämpfen wider ihn, aber dieser Kampf kann schon sieg-reich ausgefochten sein durch einen Anruf zu Mir im Geist und in der Wahrheit ....
Nur
innig an Mich zu denken brauchet ihr, nur euch innig Mir zu verbinden und Mir eure
innere Not vorzutragen, daß ihr euch schwach fühlet und von Mir Stärkung erbittet ....
Und jegliche Schwäche wird von euch abfallen, denn ihr könnet nicht mehr schwach
euch fühlen in Meiner Nähe, und Meine Gegenwart ziehet ihr heran eben durch jenen
innigen Anruf im Geist und in der Wahrheit. Und mag es nur ein Gedanke sein, aber er
wird nicht an Wirkung verfehlen, und bald wird das Schwächegefühl einer inneren
Ruhe und Sicherheit weichen, weil Meine Gegenwart nichts Bedrückendes zuläßt, weil
ein Sieg sicher ist in jedem Kampf, der mit Mir zusammen ausgefochten wird. Und
solange ihr kämpfen müsset, will Ich, daß ihr Mich als Mitstreiter anrufet .... dann aber
ist jede Furcht unnötig, jede Schwäche wird behoben sein, und ihr werdet als Sieger hervorgehen, denn Ich Selbst streite mit euch wahrlich siegreich gegen den Feind ....
Amen
B.D. 7198
empfangen am 31.10.1958
Reformatoren ....
Wahrheitsverlangen ....
Rechtes Denken ....
Solange euch Menschen ein tiefes Wahrheitsverlangen erfüllt, könnet ihr auch dessen gewiß sein, daß an euch die Wahrheit herangetragen wird, weil Ich jeden Menschen
segne, dem das Verlangen nach Wahrheit innewohnt oder der es in sich erstehen lässet.
Unweigerlich beginnt dann Mein Geist in ihm zu wirken, dem nun das Recht eingeräumt wird von dem Menschen selbst, sich zu äußern. Denn Verlangen nach Wahrheit
ist ein inneres Fragen, das nicht ohne Antwort bleibt. Und es wäre wahrlich nicht so viel
Irrtum in der Welt, wenn die Menschen in der Wahrheit zu stehen begehrten, aber ihre
Gleichgültigkeit verschafft dem Irrtum Zugang, der von Meinem Gegner ausgeht und
dort einschlüpfen kann, wo keine Abwehr ist eben durch ein ernstes Verlangen nach
Wahrheit. Letzteres ist ein starker Schutz gegen falsches Denken ....
Und so wird auch
immer die Reinigung einer verbildeten Lehre erst dann möglich sein, wenn jenes Verlangen nach Wahrheit vorherrscht in einem Menschen, der es sich zur Aufgabe macht,
Wahrheit von Irrtum zu scheiden. Dieser wird dem Irrtum und den Lügen einen
Kampf ansagen, und er wird ihn mit einer inneren Sicherheit ausfechten, weil sein Denken erleuchtet ist durch seinen Eifer für die Wahrheit. Denn die Wahrheit bin Ich Selbst,
und wer mit Mir und für Mich kämpfen will, der hat auch sicher Meine Unterstützung,
ihn werde Ich nicht im Irrtum wandeln lassen oder erneuten Irrtum begünstigen, denn
er ist Mein Vertreter, nicht ein Vertreter Meines Gegners. Und wenn Menschen behaupten wollen, daß niemals reine Wahrheit verkündet werden wird, daß sich immer Irrtum untermischt auch bei denen, die reine Wahrheit zu vertreten beabsichtigen, so muß
dem entgegengesetzt werden, daß das ernste Verlangen nach Wahrheit und die Absicht,
für Mich und Mein Reich tätig zu sein als rechte Vertreter der Wahrheit, auch der
sicherste Schutz ist gegen irrige Ansichten ....
Ein solcher Wahrheitskünder wird
geschützt sein .... was jedoch seine Anhänger wieder aus der reinen Wahrheit machen,
ist dann erst zu prüfen, denn sowie in ihnen nicht das gleiche Wahrheitsverlangen
überwiegt, ist auch schon ein Spalt geöffnet, durch den der Gegner einschlüpfen kann
und wieder irrige Gedanken einfließen läßt, und sehr schnell ist dann wieder ein reines
Saatgut, wie es von Mir ausgegangen ist, verunreinigt, und es wird wieder Unkraut hervorschießen, wo jenes Saatgut ausgesät wurde. Daraus ist zu ersehen, daß jeder Reformator die besten Ziele verfolgen kann, daß er auch eine zeitweilige Säuberung verbildeter Lehren durchführen kann und somit wieder die reine Wahrheit aus Mir eine völlig
verunstaltete Lehre ablösen kann: daß aber immer wieder Meinem Gegner die Möglichkeit geboten wird, Einschlupf zu finden, so daß schon Lauheit und Gleichgültigkeit
Mißverständnisse oder falsche Auslegungen zur Folge haben können und nach kurzer
Zeit der gleiche Mißstand herrschen kann wie zuvor. Und immer nur wird ernstes
Wahrheitsverlangen die Garantie sein für recht geleitetes Denken, so daß kein Mensch
im Irrtum zu wandeln braucht, sondern ein jeder sich von Mir gelenkt und zur Wahrheit geführt wissen darf, der in der Wahrheit zu stehen begehrt. Denn dieser schützt
sich selbst vor irrigem Einfluß, er erkennt Irrtum als solchen, und er wird immer nur
rechte Gedanken annehmen, weil Ich seinen Geist erleuchte, sowie Ich Selbst als die
Ewige Wahrheit durch das Verlangen eines Menschen Mich auch äußern kann in ihm
durch Meinen Geist. Es ist so leicht, die Wahrheit zu erkennen, wenn nur der rechte Weg
gegangen wird, der Weg zur Ewigen Wahrheit Selbst ....
Doch selten nur wird er
beschritten, weil sich die Menschen genügen lassen an dem, was sie besitzen .... was aber
nicht unverfälscht erhalten blieb, wenngleich es ursprünglich von Mir als Wahrheit ausgegangen ist. Der Menschen Gleichgültigkeit der Wahrheit gegenüber hat selbst diese
Verfälschungen zur Folge gehabt, und es muß auch der Menschen Wille selbst die
Wahrheit anstreben. Dann erst wird wieder von Mir Selbst diese ihnen zugeleitet und
auch erkannt werden von denen, die Wahrheit verlangen ....
Amen
B.D. 7199
empfangen am 1.11.1958
Reue im Jenseits ....
Aufstieg ....
Verlorene Erdenlebenszeit werdet ihr dereinst bitter bereuen, wenn ihr im Jenseits
erkennen werdet, was ihr euch verscherzet im Erdenleben. Und verlorene Erdenlebenszeit ist jeder Tag, der nur weltlich ausgelebt wurde, an dem ihr keinem geistigen Gedanken in euch Raum gegeben habt .... der also nicht dem eigentlichen Zweck entsprach,
der eure Verkörperung als Mensch begründet. Solange ihr auf Erden weilt, nehmet ihr
diese Kenntnis nicht ernst, selbst wenn ihr sie besitzet. Doch im jenseitigen Reich wird
es auf euch lasten wie ein schwerer Stein, den ihr nicht abzuwälzen vermögt. Immer
wieder werden euch diese Tage in Erinnerung kommen, und ihr werdet jede unnütze
Tat bereuen, wie ihr aber auch jede ungenützte Gelegenheit bitter bereuen werdet, da
ihr wirken konntet zum Heil eurer Seele. Und ihr seid noch begnadet zu nennen, wenn
euch diese Erkenntnis kommt im geistigen Reich, wenn ihr nicht zu jenen gehört, die
völlig in Finsternis versunken sind und auch keine Reue empfinden, weil sie einfach
nicht erkennen, was sie selbst verschuldet haben .... die noch lange Zeit werden ringen
müssen, um jemals in den Zustand zu gelangen, wo sie einen kleinen Lichtschimmer
sehen und ihnen dann erst zum Bewußtsein kommt, wie vergeblich ihr Erdenleben
gewesen ist ....
Denn sowie einmal dieser Lichtschimmer vorhanden ist, kann die bittere
Reue die Seele veranlassen, in sich zu gehen und sich zu wandeln in ihrem Denken und
Wollen ....
Und es kann ihr nun so viel Kraft zugeführt werden, daß sie nun auch hilfreich tätig sein kann an notleidenden Seelen, und dann ist ihr auch ein Aufstieg gewiß,
wenn auch unter weit schwierigeren Bedingungen, als es im Erdenleben möglich gewesen ist. Die Reue muß also einem Aufstieg erst vorangehen, denn erst die Seele, die zu
erkennen beginnt, sucht ihren Zustand zu wandeln, und jegliches Erkennen zeigt ihr
auch den vergeblichen Erdenlebensweg, und bittere Reue wird immer die Folge sein,
aber auch die Wende in ihrem unglückseligen Zustand bedeuten. Darum ist es aber
auch für den Menschen von größter Bedeutung, wenn er noch auf Erden zu einer wenn
auch nur schwachen Kenntnis gelangt, wenn er den Erdenlebenszweck zu erkennen
beginnt und noch an sich selbst arbeitet, bevor er abscheidet von dieser Welt. Denn mit
einer noch so geringen Erkenntnis hinübergehen zu können bedeutet immer einen
Lichtschimmer für diese Seele .... sie wird nicht in äußerste Finsternis versetzt nach
ihrem Tode, sie wird im Dämmerlicht sich auszukennen vermögen, und es wird ihr wie
Schuppen von den Augen fallen, und sie wird dann auch alles tun, um sich Licht zu verschaffen. Sie wird auch erkennen, daß ihrer im geistigen Reich viel Arbeit wartet, wenn
sie nur willig ist, diese zu leisten, und der kleine Lichtschimmer gibt ihr auch den rechten Weg an, den sie nun geht wohl im Reuegefühl, das Erdenleben nicht recht genutzt zu
haben, doch auch mit der ständigen Hoffnung auf Hilfe, die ihr sicher auch gewährt
wird, sowie sie Jesus Christus erkannt hat und Ihn um Hilfe angeht. Dann ist sie nicht
hoffnungslos verloren, sie kann zur Höhe steigen, nur kann sie niemals den Grad erreichen, der ihr unbegrenzte Seligkeit einträgt am Herzen des Vaters .... die Gotteskindschaft, die das Los derer ist, die auf Erden die Aufgabe zu erfüllen suchen, die ihnen
gestellt wurde .... die auf Erden schon den Zusammenschluß suchten und fanden mit
ihrem Vater von Ewigkeit ....
Amen
B.D. 7200
empfangen am 2.11.1958
Liebezwang des Kindes ....
Ihr zwinget Mich durch jeden innigen Anruf, zu euch Mich herabzuneigen und euch
anzuhören. Es ist nicht möglich, daß ein solcher Anruf ungehört verhallt, denn es ist
nun bewußt die Bindung hergestellt von eurer Seite, die eigentlich nicht aufgelöst werden konnte, deren Trennung nur euer Wille erstrebte und die Ich daher als bestehend
ansah, weil ihr sie wolltet. Sowie aber euer Ruf zu Mir voller Innigkeit ist, hat euer Wille
sich gewandelt, und ihr zwingt Mich daher, d.h., ihr appeliert an Meine Liebe, und diese
versagt sich nicht, weil sie nicht anders kann als beglücken und sich verschenken ....
Bedenket, daß ihr es vermögt, Mich zur Liebeentäußerung zu zwingen .... zwar wieder
nur durch eure Liebe, die euch zu Mir treibt, euch also auch jenen innigen Bittruf zu
Mir senden lässet. Es ist die Liebe ein gar mächtig Ding, sie zwingt .... doch überaus
gern komme Ich jenem Zwang nach, weil die Liebe ihm alles Bittere nimmt, das sonst
ein Zwang für das Wesen bedeutet. Meine Liebe zu euch würde euch zwar gleichfalls
zwingen, ihr könntet ihr nicht widerstehen, wenn Ich sie in aller Kraft an euch wirken
ließe. Aber daran ist Mir nicht gelegen, euch durch Liebezwang zu gewinnen, und
darum bleibt Meine Liebe unwirksam so lange, wie ihr selbst Mir eure Herzen verschließet, bis euch die Liebe zu Mir drängt ....
Ist dies aber eingetreten, dann gibt es
keine Hemmung mehr, dann entäußert sich Meine Liebe, dann gibt sie, was ihr begehret. Darum muß ein inniger Bittruf auch Erfüllung finden, weil Meine Liebe sich nicht
versagen kann. Nur muß jeder innerliche Widerstand aufgegeben worden sein, weil
dieser Mich in Meinem Wirken hindert. Und so wird es euch immer verständlicher, daß
eine tiefe Liebe zu Mir nicht ohne starken Glauben zu denken ist, weil letzterer aus der
Liebe hervorgeht. Und so müsset ihr immer nur suchen, die Bindung mit Mir so fest
herzustellen, daß ihr Kindern gleich euch am Herzen des Vaters berget und euch nicht
mehr verdrängen lasset ....
Und euer Glaube wird stets stärker werden, eure Kraft des
Glaubens reißt alle Schranken ein, die Mich bisher hinderten an unbeschränktem Wirken. Die Liebe ist es, die euch Erfüllung sichert, die Liebe zu Mir und zum Nächsten, die
Mich euch gegenwärtig sein läßt, die jede Trennung zwischen uns aufhebt, die Mich
zwingt, weil Ich einer rechten Kindesliebe nicht widerstehen kann .... weil sie Mir
zurückbringt, was sich einst von Mir lösen wollte, was aber Mir angehöret bis in alle
Ewigkeit ....
Amen
B.D. 7201
empfangen am 3.11.1958
Gott Selbst garantiert die Wahrheit ....
Ihr vertretet die Wahrheit ....
Verbindet ihr euch mit Mir, um reinste Wahrheit entgegenzunehmen, so seid ihr auch von Stund an Meine Vertreter auf Erden, ihr seid dann
nur die Mittler, die eine den Menschen natürlich scheinende Zuleitung der Wahrheit
ermöglichen, ansonsten Ich Selbst laut und vernehmlich reden müßte und dies ein
gewisser Glaubenszwang wäre, der sich ungünstig für die Seelen der Menschen auswirken würde. Es sollen die Menschen in die Wahrheit geleitet werden, sie können die
Wahrheit nur von Mir als der Ewigen Wahrheit entgegennehmen, also muß Ich sie
durch einen Menschen ihnen zuführen, der gleichsam nur als ein Sprachrohr anzusehen ist, durch den Mein Liebestrom hindurchgeleitet wird ....
Und dieser Liebestrom,
Mein reines Wort, muß nun auch genau so auf der Erde ankommen, wie es von Mir ausgeht ....
Es kann nur rein und unverbildet Mein Wort auf den Menschen einströmen
und wird auch genau so von ihm empfangen. Und es steht ein Mensch, in dem also
Mein Geist wirket, allein Mir zur Verfügung, und Ich werde es nicht zulassen, daß auch
Mein Gegner sich des gleichen Instrumentes bedient, um sich selbst also zu äußern in
gleicher Weise. Es ist darum der Einwand gänzlich hinfällig, daß es keine Garantie gibt
dafür, daß das empfangene Geistesgut .... das als „Mein Wort“ vertreten wird von Meinem Diener, reine, ungetrübte Wahrheit ist. Es muß Mir doch wahrlich möglich sein,
den Menschen die Wahrheit zuzuleiten, wenn Ich dies will .... und daß Ich es will, ist in
Meiner Liebe zu Meinen Geschöpfen begründet, die nur durch die Wahrheit den Weg
finden zu Mir ....
Meine Liebe und Meine Macht könnet ihr Menschen Mir nicht streitig machen. Und wäre es nicht möglich, die Wahrheit rein zur Erde zu leiten, so wäre
also auch Meine Macht umstritten. Ihr Menschen wisset oft nicht, was ihr saget; ihr
dünkt euch klug und wollet eure Mitmenschen belehren, und doch widersprechet ihr
euch gerade in den sogenannten Grundwahrheiten .... ihr wollet Mich einerseits hinstellen als das höchste und vollkommenste Wesen und sprechet Mir doch die einfachsten Merkmale Meiner Vollkommenheit ab, indem ihr Meinem Gegner die Macht
zubilligt, Mich verdrängen zu können und an Meiner Statt einen Menschen zu nützen,
der sich Mir zum Dienst angeboten hat. Bedenket doch die Unhaltbarkeit eurer
Behauptung .... bedenket, wie klein ihr Mich hinstellt, wenn Ich solches nicht verhindern wollte oder könnte. Die große geistige Not besteht gerade darin, daß die Menschen in der Finsternis wandeln, daß sie geistig blind sind und Lüge und Irrtum ihren
Lebensweg verdunkeln. Und Meine Liebe wird immer wieder darauf bedacht sein,
ihnen die Wahrheit zuzuführen, die allein den Weg erhellt, der zu Mir führt. Und so
wird es Mir doch wohl auch möglich sein, ein taugliches Werkzeug davor zu schützen,
daß sich Mein Gegner dessen bedient ....
Und daß Ich es tue, ist wohl glaubwürdiger, als
daß Ich es nicht tue, weil sonst es völlig unmöglich wäre, euch Menschen die Wahrheit
zu bringen. Doch dann könnet ihr auch die Schrift verwerfen, die euch Mein Geisteswirken ankündigt; ihr könnet jedes Wort verwerfen, das Ich als Mensch Jesus auf Erden
sprach ....
Euer Glaube an Mich ist wahrlich schwach, die ihr es leugnet, daß die reine
Wahrheit aus Gott euch Menschen direkt zugeleitet wird, und euer Glaube ist deshalb
schwach, weil euch die Wahrheit mangelt, weil ihr durch Irrtum und Lüge schon so verfinstert worden seid in eurem Denken durch Meinen Gegner ....
Und Ich will euch Licht
bringen, auf daß ihr anders denken lernet ....
Und würdet ihr Menschen, die ihr Mein
direktes Wirken leugnet, euch selbst an Mich wenden in euren Gedanken und um Klarheit bitten, ihr würdet sie wahrlich finden, denn jedem ernstlich Fragenden gebe Ich
Antwort, die ihm auch annehmbar scheinen wird. Doch zumeist fühlt ihr euch zu erhaben, um eine solche ernste Frage zu richten an den Einen, Der allein sie beantworten
kann, weil ihr euch klug dünket ....
Hell kann es aber nur dann in euren Herzen werden,
wenn ihr die Wahrheit aus Mir annehmet. Doch solange ihr sie ablehnet, bleibt es finstere Nacht, und ihr seid in größter Gefahr, darin zugrunde zu gehen, denn die Finsternis wird keinem Menschen zum Heil gereichen ....
Amen
B.D. 7202
empfangen am 5.11.1958
Einstellung des Menschen zu den Gedanken ....
Ihr werdet von Gedankenwellen umkreist, die euch fortgesetzt aus dem geistigen
Reich zuströmen, und ihr könnet diese annehmen oder auch abwehren, ihr könnt sie
einwirken lassen auf euer Herz, aber auch euch verschließen ....
Es liegt dies allein an
eurem Willen. Aber entsprechend ist auch eure ganze Entwicklung, zwecks derer ihr auf
Erden wandelt. Denn die Gedanken sind der Einfluß aus dem geistigen Reich, sowohl
aus der lichtvollen als auch aus der finsteren Welt, durch den eure Seele gefangengehalten oder auch gelöst werden kann aus ihrem derzeitigen Zustand. Ihr habt als ichbewußte Wesen die Denkfähigkeit, d.h. das Vermögen, euch auseinanderzusetzen mit
dem Geistesgut, das euch gedanklich zugetragen wird aus dem geistigen Reich. Ihr habt
die Fähigkeit, euch umkreisende Gedanken aufnehmen und euch mit ihnen auseinandersetzen zu können, ganz gleich, welchen Inhalts diese Gedanken sind. Der Ausgang
dieser Gedanken ist immer die geistige Welt, der ihr durch eure Gesinnung, durch
euren Willen euch öffnet .... weshalb die irdische Welt oder auch das geistige Reich euer
Interesse finden kann und also auch weltlich-gerichtete Wesen und solche aus der
Lichtwelt euch zu gewinnen trachten und es an euch selbst liegt, welchen Gedankenwellen ihr euch öffnet, welche Gedanken ihr aufgreifet und verarbeitet, indem ihr nun
eure Denkfähigkeit einsetzet, um die Gedanken zu eurem geistigen Eigentum zu
machen. Euer Wille ist frei, er kann nicht bestimmt werden von Wesen aus der geistigen Welt ....
Ihr selbst nehmet in Besitz, was euch zusagt, aber es kann kein Mensch
sagen, niemals von der Welt bedacht worden zu sein, die seiner Seele-zuträgliches
Gedankengut ihm zuführte ....
Denn es wird in der geistigen Welt ein Kampf geführt
um den Willen der Seelen, und dieser Kampf kann nur stattfinden durch gedankliche
Beeinflussung, und die Wesen des Lichtes und auch der Finsternis tun alles, um die Seelen zu gewinnen ....
Doch solange sich der Mensch nicht bewußt den Lichtkräften hingibt, ist ihr Kampf um die Seele sehr schwer den finsteren Kräften gegenüber, denn
diese haben weit mehr Einfluß auf den Menschen, der inmitten der Welt steht und dessen Körper weit mehr Bedürfnisse zu stillen sucht und daher weltliche Gedanken auch
weit mehr angenommen und gepflegt werden. Erst ein bewußtes Leben, ein Leben, wo
der Mensch um seine Erdenaufgabe weiß und ihr nachzukommen trachtet, erleichtert
den Lichtwesen ihr Bemühen, gedanklich vorherrschen zu können, und dann werden
die Gedankenwellen ihn stets öfter umkreisen, die ihm geistige Erkenntnisse vermitteln, und er selbst wird immer öfter bereit sein, sich damit zu befassen, und dann ist
keine Gefahr mehr, daß die Welt siegt, daß weltliche Gedanken in den Vordergrund treten, sondern sie werden nur bis zu dem Maße sich durchsetzen, wie es nötig ist, um den
Körper noch zu erhalten, solange er seine Aufgabe zu erfüllen hat, der Seele zum Ausreifen zu dienen. Dann also ist der Wille weit mehr geneigt, sich von den Gedankenwellen umspülen zu lassen, die aus dem Lichtreich ihm zugesendet werden; das Herz wird
bereit sein, sie anzunehmen; es wird die Gedanken dem Verstand zuleiten, der sich nun
damit auseinandersetzt, und es wird der Mensch Gewinn haben von einem Geistesgut,
das der Seele zum Nutzen ist und deren Los in der Ewigkeit bestimmt, denn der Mensch
wird jenen Gedanken entsprechend seinen Lebenswandel führen, oder auch, die Lichtwesen werden ihn in seinem Wollen, Denken und Handeln lenken und beeinflussen,
daß er auf Erden schon die Vollendung anstrebe und auch sein Ziel erreiche ....
Amen
B.D. 7203
empfangen am 6.11.1958
Ablehnung des göttlichen Wortes
in geistiger Überheblichkeit ....
Wer sich dem Wort Gottes verschließet in geistiger Überheblichkeit, wenn es ihm
angeboten wird durch Meine Diener auf Erden, der wird sich einmal schwer zu verantworten haben, denn es ist nicht geistiges Unvermögen, etwas Lichtvolles erkennen zu
können, sondern es ist eine Ablehnung aus niederen Motiven, die Mein Gegner fördert
durch seinen Einfluß.„Geistige Überheblichkeit“ schaltet jegliche Prüfung aus, geistige
Überheblichkeit aber ist ein offensichtliches Zeichen, daß der Mensch unter finsterem
Einfluß steht, denn geistige Überheblichkeit ist dessen Merkmal, der Mir widersteht,
weil er Mich nicht anerkennen will. Die geistige Überheblichkeit des Erstgefallenen
wehrte dem Licht, das ihn durchstrahlte, und wies es zurück, weshalb ihn tiefste Finsternis umfing. Und so auch bleibt der Mensch in geistiger Finsternis, der in Überheblichkeit wieder das Licht zurückweiset, wenn Meine Gnade es leuchten lassen will, um
den Herzen einen Schimmer Erhellung zu bringen ....
Aber das Motiv der Ablehnung ist
schwerwiegend, denn es kann auch aus anderen Gründen zurückgewiesen werden, die
nicht so sehr zu verurteilen sind als gerade die Überheblichkeit eines Menschen. Und
von geistiger Überheblichkeit kann dann gesprochen werden, wenn der Mensch glaubt,
keine Belehrungen mehr nötig zu haben, in geistigem Wissen genügend unterrichtet zu
sein, und sein eigenes Wissen überhoch einschätzet und somit kein weiteres Wissen zu
brauchen glaubt. Jedoch sollte der Mensch auch dann noch bereit sein zu einer Prüfung
dessen, was ihm angeboten wird. Hält er dann noch mit Überzeugung an seinem Willen fest und lehnet erneut ab, dann wird ihm sein Urteil nicht so angerechnet werden,
dann mangelt es ihm durch seine geistige Blindheit an Urteilskraft ....
Unterbleibt aber
jegliche Prüfung, dann stößt der Mensch mit seiner krassen Ablehnung die von Mir
gebotene Gnadenhand zurück, und die Verantwortung wird ihn einmal schwer treffen,
denn einmal kommt die Erkenntnis, und es kann dann auch zu spät sein ....
Zwangsweise kann niemand zur Annahme Meines Wortes veranlaßt werden, aber ein jeder hat
einmal Gelegenheit, sich ernstlich zu befassen mit Zweifelsfragen, denn solche Zweifel
lege Ich Selbst denen in das Herz, die noch nicht auf rechtem Wege sind. Und zu solchen
Fragen sollten auch alle Menschen Stellung nehmen, und sie würden nur Vorteil daraus
ziehen, denn Aufklärung werden sie bestimmt erhalten, sofern sie solche ernstlich
begehren. Aber nun wird es sich erweisen, ob der Mensch ernsthaft die Wahrheit
begehrt .... denn sie wird ihm sicher angeboten werden. Geistige Überheblichkeit aber
lehnet sofort ab, weil der eine es will und dessen Wille auch sicher erfüllt wird von
denen, die gleichen Geistes sind. Überheblichkeit brachte das einstige Lichtwesen zum
Fall, und Überheblichkeit ist daher auch aller seiner Anhänger Wesensart, die unverkennbar sie auch kennzeichnet als sein Anhang. Und es muß ein großer Schritt getan
werden, es muß das Wesen des Menschen sich ernstlich zu wandeln suchen .... es muß
der Mensch aus dem Hochmut in die Demut hinabsteigen und sich also gänzlich lösen
von Meinem Gegner und zu Mir kommen in tiefster Demut ....
Dann erst wird ein Licht
scheinen in das Herz des Menschen, und dann erst wird er zu erkennen vermögen die
kostbare Gnadengabe, die Mein Wort ist für einen jeden Menschen und sein Seelenheil.
Dann erst wird er dankbar entgegennehmen, was die Liebe des Vaters Seinem Kind bietet ....
Dann wird er hungern nach Speise und Trank, doch ständig auch gesättigt werden von Meiner Liebe ....
Amen
B.D. 7204
empfangen am 8.11.1958
Von Gott berufene Diener im Weinberg ....
Wer sich entschließet, für das Reich Gottes zu arbeiten, der hat die Rückkehr zu Gott
vollzogen, wenngleich er noch nicht die höchste Vollendung erreicht zu haben braucht,
die er auf Erden erreichen kann ....
Aber er hat den Rückweg zu Gott angetreten und
Ihm auch seinen Willen zur Mitarbeit und in aller Demut sich selbst angetragen ....
Und
Gott wird ihn nun ewiglich nicht mehr auslassen ....
Voraussetzung aber ist ein ernster
Tatwille ....
Für das Reich Gottes zu arbeiten bedingt einen solchen ernsten Willen zur
Mitarbeit im Weinberg des Herrn, es bedingt einen Grad der Erkenntnis, in welcher
geistigen Not sich die Menschheit befindet, und dieser Erkenntnisgrad ist die Auswirkung eines Liebelebens, ohne das sich niemals ernstlich ein Mensch zur Weinbergsarbeit anträgt. Doch es können sich Menschen bereit erklären aus selbstischen Gründen,
daß sie also auch bereit sind, Gott zu dienen, denen aber noch die rechte Erkenntnis
mangelt, was Gott für einen solchen Dienst verlangt. Es sind dies die Diener, die sich
selbst berufen um des „Berufes“ willen .... die noch nicht lebendig genug sind, um zu
erkennen, welche Arbeit einen rechten Mitarbeiter Gottes erwartet und welche Voraussetzungen vorhanden sein müssen, um die Anforderungen Gottes erfüllen zu können.
Die geistige Not der Mitmenschen darf einen rechten Diener Gottes gar nicht der eigenen Bedürfnisse denken lassen, denn sowie er selbst schon im Licht der Erkenntnis
steht, weiß er auch, daß alle seine Bedürfnisse und Sorgen in den Händen Dessen liegen, Dem zu dienen er bereit ist .... daß Er sorgt für Seine Knechte wie ein guter Hausvater ....
Und darum kann er alle seine Sorge und Kraft nur auf die Not der Mitmenschen verwenden und ihnen verhelfen, zum Licht zu kommen ....
Und dann wird er
diese seine Weinbergsarbeit mit allem Eifer ausführen und auch Erfolge zeitigen, was
aber nicht der Fall ist bei denen, die der eigenen Nöte zu viel gedenken und noch keine
rechte Bindung haben mit Dem, Der sorget wie ein Vater für Seine Kinder, Der Selbst
gesagt hat:„Suchet zuerst das Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit .... alles andere wird
euch hinzugegeben werden ....“ Es wird ein rechter Weinbergsarbeiter darum auch
keine große Weltbindung mehr haben, es wird nur die geistige Verfassung seiner Mitmenschen sein Lebensinhalt sein, d.h., er wird seine Aufgabe darin sehen, Licht zu bringen denen, die noch verfinsterten Geistes sind .... er wird sich selbst als Weinbergsarbeiter verpflichtet fühlen, ständig tätig zu sein für seinen Herrn, er wird gleichsam mit der
irdischen Welt abgeschlossen haben und nur noch leben für Gott und Sein Reich .... wenngleich auch die irdische Welt noch Anforderungen stellt an Ihn, denen er sich
nicht entziehen kann. Er wird deshalb so eifrig sein in seiner Tätigkeit, weil er sich
berufen fühlt von Gott Selbst, wenngleich er in freiem Willen sich Ihm zum Dienst
anbot. Eine solche Berufung wird immer nur der Mensch fühlen, der durch Liebewirken die Bindung herstellte mit der Ewigen Liebe und dadurch also auch Ihren „Ruf“
vernahm und sich ihm beugte. Nun konnte in ihm das Licht der Erkenntnis entzündet
werden, und nun erkannte er auch seine Aufgabe, in der sein „Dienst für den Herrn“
bestand ....
Und dieser Aufgabe sucht er nun nachzukommen mit allem Eifer, und er
wirket nun lebendig unter seinen Mitmenschen als ein Mitarbeiter, als ein treuer
Knecht, der immer nur den Willen seines Herrn ausführt und dessen Arbeit darum
gesegnet sein wird ....
Amen
B.D. 7205
empfangen am 10.11.1958
Ungewöhnliche Erscheinungen .... (UFOs)
Ihr könnt euch stets darauf verlassen, daß ihr recht belehrt werdet, wenn ihr euch an
Mich Selbst wendet, daß Ich euch aufkläre. Ihr werdet es auch gedanklich empfinden,
d.h., es wird sich euer Denken schon in der Wahrheit bewegen, weil ihr diese suchet ....
Ihr werdet also schon empfindungsmäßig auf dem rechten Wege sein, selbst wenn euch
noch scheinbar-ungeklärte Probleme beschäftigen. Denn das ist das Vorrecht derer, die
sich mit Mir als der Ewigen Wahrheit verbinden, daß sie eine innerliche Abwehr spüren, sowie irriges Gedankengut sie berührt ....
Ihr habt in der Endzeit mit vielen ungewöhnlichen Erscheinungen zu rechnen, und ihr könnt nun diese Erscheinungen nach
eigenem Ermessen Mir oder auch Meinem Gegner anrechnen, der in der Endzeit
ebenso ungewöhnlich auftreten wird, um seine Opfer zu gewinnen. Und ihr werdet
auch unterscheiden lernen müssen. Und ihr dürfet dabei nicht vergessen, daß sein
Gebiet die Welt ist und daß er sich sonach auch in der Welt und durch weltliche Machinationen in Erscheinung bringt. Ihr müsset ferner wissen, daß es keine Gewalt gibt, die
Mich in Meinem Wirken hindern und also Meinen Heilsplan von Ewigkeit umstoßen
könnte, in dem ein Ende dieser Erdperiode vorgesehen ist ....
Denn Ich verfolge ein
Ziel, das immer nur der Erlösung des gefallenen, in der Tiefe befindlichen Geistigen
dienet ....
Und Ich weiß es wahrlich auch, wann dafür der rechte Zeitpunkt gekommen
ist. Und eines ist gewiß, daß die Pläne Meines Gegners nicht mit den Meinen konform
gehen, daß er nicht das gleiche Ziel anstrebt .... also dem Gefallenen zu helfen .... sondern er immer nur darauf bedacht ist, Meine Pläne unwirksam zu machen, sie zu
durchkreuzen und Mich Selbst gleichsam zu besiegen, was ihm jedoch ewig nicht gelingen wird. Einerseits nun treibt er die Menschen an zu Versuchen verschiedenster Art,
um Schöpfungen zu zerstören, weil er glaubt, dadurch gebundenes Geistiges befreien
und für sich gewinnen zu können .... und andererseits will er die Menschen glauben
machen, daß keine Gefahr eines Endes zu fürchten sei, um sie zu hindern an bewußter
Seelenarbeit, die angesichts des Endes doch in Angriff genommen wird von denen, die
alle Zeichen der Zeit verfolgen und darum wissen, welche Stunde geschlagen hat. Und
darum arbeitet er mit aller List und schafft eine Verwirrung, die auch jene Menschen
ergreift, die nicht ihm angehören wollen. Er sucht reale Dinge den Menschen vorzugaukeln, die so lange ihre Erscheinlichkeitsfähigkeit behalten, bis entsprechend aufgeschlossene Menschen sie gesichtet haben ....
Menschen, auf die der Gegner Gottes
ihrer Gesinnung und Gedanken wegen auch Einfluß hat .... die selbst von dem Gedanken an ein Ende dieser Erde nichts wissen wollen, die auch die unglaublichsten Geschehen oder Vorkehrungen zum Abwenden eines solchen Endes lieber gelten lassen möchten, als daß sie sich mit der Wahrheit abfinden, die ihnen immer wieder verkündet
wird. Jene Menschen schaffen durch ihre Gesinnung Meinem Gegner eine gute Resonanz .... sie glauben, sich im Bereich guter Kräfte zu befinden, und sind doch Meinem
Gegner zum Spielball geworden, denn er nützet sie, sich einzusetzen für die Verbreitung irriger Lehren und satanischen Wirkens. Meinem Gegner steht am Ende große
Macht zu ....
Es ist das Gegenwirken zu Meinem ungewöhnlichen, gnadenreichen Wirken an den Menschen, denen Ich noch helfen will, zu Mir zu finden. Ich wirke wohl
außergewöhnlich, aber nicht menschliche Sinne unnatürlich berührend; Ich wirke im
stillen und will auf die Herzen der Menschen Einfluß gewinnen ....
Mein Gegner aber
beeindruckt die Sinne, den Verstand der Menschen, und er bekräftigt nur das Verlangen
nach der Unzerstörbarkeit der Erde und eines noch in letzter Stunde verhinderten
Endes. Mein Gegner wirkt gegen Mich und Meine Ankündigungen, und das allein
schon sollte ihn entlarven, es sollte Beweis sein, wer am Wirken ist, wenn unerklärliche
Ereignisse die Gemüter der Menschen beunruhigen, durch die das von Mir vorausgesagte Ende dieser Erde in Frage gestellt wird ....
Mein Wort ist Wahrheit, und so sind
auch jene Ankündigungen nicht zu entkräften von Meinem Gegner, und ob er noch so
listig und schlau vorzugehen gedenkt. Und es können auch die Menschen selbst es
erkennen, wer sie unter seinen Einfluß zu ziehen sucht, wenn sie nur den Weg immer zu
Mir nehmen, Der Ich ihnen wahrlich nicht die Wahrheit vorenthalten werde.
Amen
B.D. 7206
empfangen am 12.11.1958
Ungewöhnliche Erscheinungen .... (UFOs)
Wer sich gedanklich in außerirdische Gebiete begibt, der wird auch von außerirdischen Kräften beeinflußt, denn er ist ständig von solchen Kräften umgeben. Es ist dies
aber eine geistige Beeinflussung, weil durch den Willen des Menschen der Kontakt hergestellt wird zwischen der diesirdischen und der überirdischen Welt. Ihr Menschen
müsset aber nun auseinanderhalten: das Herstellen des Kontaktes mit Mir durch das
Gebet .... und den Kontakt mit der geistigen Welt durch den Willen, etwas von diesen
geistigen Kräften zu erfahren, also ein Sich-Öffnen dem Einfluß jener geistigen Welt.
Kein solches Herstellen des Kontaktes bleibt ungenützt, ganz gleich, ob Ich Selbst oder
geistige Kräfte darauf reagieren, weil die angebahnten Verbindungen von der Erde zur
geistigen Welt überaus wichtig sind für die Entwicklung der Seele des Menschen. Denn
der an sich geistig blinde Mensch soll sehend werden, und die geistigen Augen können
ihm nur geöffnet werden durch Einfließen des Lichtes, das aus Mir direkt oder auch
über geistige Lichtwesen den Menschen zuströmt. Also wird jede Bindung von der Erde
mit der geistigen Welt begrüßt von Seite der Lichtwesen, die um den Dunkelheitszustand des Menschen auf der Erde wissen und ihnen überaus gern Licht zutragen
möchten nach Meinem Willen ....
Mein Wille bestimmt sie jedoch, auszuteilen, was den
Menschen zuträglich ist. Und Mein Wille hindert sie auch, wo dem Menschen aus
einem zu hellen Licht Schaden erwachsen könnte, indem es die Augen blendet und
unfähig macht zum Erkennen. Mein Gegner aber wendet gerade Blendlichter an, weil er
die Sehkraft der Menschen herabsetzen möchte, weil er die Augen gänzlich unfähig
machen will, das sanfte Licht aus Mir zu erkennen, das wohltätig wirkt und hell und
klar den rechten Weg zu Mir aufzeigt. Darum ist es sein Bestreben, recht viele Blendlichter leuchten zu lassen, um die Menschen zu verwirren ....
Es ist sein Bestreben, die
Menschen dorthin zu führen, wo scheinbar Kenntnisse zu gewinnen sind, wo sich der
Mensch ein Wissen zu holen glaubt und doch völlig irreführendes Geistesgut entgegennimmt ....
Mein Gegner hat viele solcher Mittel, die er anwendet, um immer mehr das
Denken der Menschen zu verwirren. Er zündet oft so grelle Blendlichter an, daß dunkelste Nacht die Menschen umfängt, die in dieses Licht lange hineingeschaut haben, das
ihnen aber kein dauerndes Licht schenkt, sondern sie plötzlich wieder in tiefste Finsternis versetzt. Und zahllose Kräfte aus der Finsternis unterstützen ihn, indem sie sich einschalten und als angebliche Lichtwesen auftreten .... indem sie die Menschen zu jenen
vorerwähnten Verbindungen mit der geistigen Welt veranlassen durch falsche Gedankenzuleitungen, die irgendwie den Menschen schmeicheln oder ihnen Vorteile versprechen, so daß sie jenen Gedanken nachgehen und so also in ein Gebiet gelangen, wo jene
finsteren Kräfte regieren. Schon die Absicht, sich ein Wissen verschaffen zu wollen,
ohne an die rechte Quelle zu gehen, kann die Menschen in ein gefährliches Gebiet lokken, aus dem sie sich schwer wieder herausretten können ....
Der Wille, aus dem Rahmen zu treten, Ungewöhnliches zu erleben und mit ungewöhnlichem Wissen glänzen
zu wollen, bringt einen Menschen auf diesen gefährlichen Boden, wo die finsteren
Kräfte ihm Gewalt antun und also seine Augen blenden. Und in Anbetracht des Endes
besteht erhöhte Gefahr, denn das Universum ist voll der Gift-speienden Geister, die
Meinem Gegner treue Knechte sind, um die Menschen zu verderben. Sein Einfluß ist
gewaltig, weil sich der Mensch nicht wehrt, aber er könnte Herr werden über ihn, würde
er sich nur vertrauensvoll Mir Selbst in Jesus Christus übergeben, Der Ich ihn besiegt
habe durch Meinen Kreuzestod. Aber der Mensch ruft statt Meiner andere Kräfte an im
All, und er wird auch von diesen Kräften angehört und bedient .... oft in einer Weise, die
stets größere Finsternis bringt statt Helligkeit. Immer weiter entfernt er sich von der
Wahrheit, er läßt sich gefangennehmen von Trugbildern, von Sinnestäuschungen, die Mein Gegner erstehen läßt ....
Er gibt unreifen Geistern die Möglichkeit, sich zu äußern,
und nimmt deren Äußerungen als reine Wahrheit an ....
Er wird von Meinem Gegner in
schändlichster Weise irregeführt und glaubt sich immer selbst im Licht stehend ....
Aber
er will nicht die Wahrheit annehmen, die darin besteht, daß Mein Wort nicht vergehen
kann, daß es sich erfüllet und daß Mein Wort ein Ende angekündigt hat seit Beginn dieser Epoche ....
Und dieses Ende wird kommen, und niemand wird es aufzuhalten vermögen ....
Und wer Schutz suchet, der wird ihn nur finden bei Mir, doch es wird vergeblich rufen um Hilfe, der sich an Kräfte wendet, die ihm Schutz versprechen und ihn
nicht geben können ....
Denn diese Kräfte haben nur das Ziel, euch zu verderben, euch
die Wahrheit vorzuenthalten und euch nicht zum Licht finden zu lassen ....
Und höret
ihr diese, dann werdet ihr auch verlorengehen und für ewige Zeiten in ihrer Gewalt verbleiben ....
Amen
B.D. 7207
empfangen am 14.11.1958
Nur noch eine kurze Gnadenzeit ....
Jeder Tag bringt euch dem Ende näher ....
Und ob ihr noch so rege schaffet und wirket für euer irdisches Wohl, ihr sorget euch vergeblich, denn ihr werdet nicht die Erfolge
eurer Mühen auskosten können, es wird euch alles wieder genommen, was ihr erwerben zu können glaubt, und euer Besitz wird gering sein, den ihr hinübernehmet in das
geistige Reich, wenn alles vorüber ist, weil euch nur das bleibt, was ihr an geistigem Gut
besitzet, was eure Seele sich erwarb auf Erden. Ob euch dies aber noch so oft gesagt
wird, ihr glaubt nicht an ein bevorstehendes Ende, und euer Mühen um diesirdische
Güter nimmt täglich zu und macht euch untauglich, die Arbeit an eurer Seele zu leisten.
Doch könntet ihr vorausschauend die nur noch kurze Gnadenzeit übersehen, ihr würdet erschrecken, wie nahe euch euer Ende ist ....
Es geht aber das irdische Leben täglich
weiter, ein Tag verläuft wie der andere, und das läßt euch eben auch zweifeln an Voraussagungen solcher Art ....
Von einem Tag zum anderen aber wird es sich ändern, plötzlich werdet ihr euch vor Ereignisse gestellt sehen, die eine völlige Umwälzung bringen
im Leben jedes einzelnen Menschen, ihr werdet alle aus der gewohnten Ruhe gerissen
und euch großen Gefahren gegenübersehen, ihr werdet die irdischen Arbeiten und
Pläne zurückstellen müssen, weil ihr dazu einfach nicht mehr fähig seid angesichts der
drohenden Gefahren, durch Menschenwillen veranlaßt ....
Denn es erheben sich die
Völker widereinander, und wenig nur ist nötig, daß ein Brand entfacht wird, der alles zu
vernichten droht. Und nun werden die Menschen noch weit mehr vergessen, worin ihre
eigentliche Erdenaufgabe besteht ....
Sie werden aber auch nicht fähig sein zu weiterem
Schaffen und Wirken, jedoch immer nur bemüht sein, sich selbst und ihren Besitz zu
retten, also nur an ihr körperliches Leben und Wohlbehagen denken, niemals aber ihrer
Seelen. Und sie werden erkennen müssen, daß sie machtlos allem Geschehen gegenüberstehen, das über sie hereinzubrechen droht. Sie werden an die Vernunft und den
guten Willen der Menschen appellieren, doch ohne Erfolg ....
Es nimmt von menschlicher Seite alles seinen gefürchteten Verlauf, aber es wird von göttlicher Seite eingegriffen, menschliche Pläne dadurch zunichte gemacht, aber den Menschen bleibt nicht
erspart, was sie ängstlich befürchteten: Sie werden um alles kommen, was ihre Herzen
gefangenhält, sie werden alles verlieren und die Macht Gottes erkennen lernen können
in einem Naturgeschehen von unvorstellbarer Größe ....
Denn es erfüllet sich die
Schrift ....
Und davor steht ihr Menschen, ob ihr es glauben wollt oder nicht. Ihr schaffet und wirket mit einer Sorglosigkeit stets nur für eure körperlichen Bedürfnisse, und
ihr werdet alles wieder verlieren ....
Aber ihr gedenket nicht eurer Seelen, daß ihr deren
Bedürfnisse stillen möchtet ....
Und dann brauchtet ihr nichts zu fürchten auch in dieser kommenden Zeit, denn dann sorgt Der für euch, Den ihr in euch schon aufgenommen habt, ansonsten ihr nicht der Seele gedenken möchtet. Darum werdet ihr immer
wieder hingewiesen auf das Kommende, immer wieder ertönen Seine Worte als Mahnung und Warnung, immer wieder wird euch das Törichte und nutzlose eures irdischen Strebens vor Augen gehalten. Ihr brauchtet nur darauf zu hören und euer Leben
danach einzurichten, und ruhig und sorglos könntet ihr dem kommenden Geschehen
entgegensehen ....
Erfreut euch nicht allzusehr der scheinbaren Ruhe und des Aufblü-hens in irdischem Sinne, betäubet nicht euer Gewissen mit irdischen Freuden ....
Es sind
nur Sinnestäuschungen, die sehr schnell vergehen, denn machtlos werdet ihr Menschen
alles auf euch zukommen sehen und euch nicht dagegen wehren können ....
Aber es ist
euch oft genug angekündigt worden, und ihr konntet längst schon damit rechnen und
euch selbst wandeln. Daß ihr es nicht tut, wird sich entsetzlich auswirken an euch, denn
der Plan Gottes steht unabänderlich fest, und sowie die Zeit gekommen ist, wird er
durchgeführt, wie es bestimmt ist seit Ewigkeit ....
Amen
B.D. 7208
empfangen am 16.11.1958
Verbindungen zwischen Gestirnen .... (UFOs)
Es gibt keine irdisch-materielle Welt, deren Bewohner rein körperlich diese Welt verlassen könnten, ohne ihr Leben zu verlieren .... ganz gleich, ob darunter die Erde oder
andere Gestirne zu verstehen sind, die Lebewesen tragen von fester Konsistenz, die je
nach der Beschaffenheit des Gestirnes ist, d.h. sich dieser Beschaffenheit anpaßt. Und
darum besteht niemals die Möglichkeit, daß sich Bewohner eines Gestirnes auf ein
anderes begeben können, weil dies naturgesetzlich ausschaltet oder auch weil die
Lebensbedingungen immer nur das Gestirn für das Lebewesen bietet, dem es zugeteilt
ist durch Gottes Willen ....
Zwar gibt es geistige Verbindungen zwischen verschiedenen
Welten, die jedoch immer nur geistige Ziele verfolgen und bezwecken, niemals aber
jeweiligen Bewohnern eines Gestirns gegenständliche Vorteile schaffen wollen oder
könnten, wie es sich die Menschen vorstellen oder erhoffen. Es gibt keine Verbindungen
zwischen verschiedenen Gestirnen, es sei denn, eine geistige Bindung wird hergestellt
zwischen den Wesen von geistigen Schöpfungen, die nach allen Gestirnen hin ihr Licht
ausstrahlen lassen können und also gedanklich auch den Menschen auf der Erde verbunden sind, wenn diese eine solche Bindung wollen, wenn sie sich öffnen ihren
Anstrahlungen. Dann können jene Lichtwesen wohl auch in irdischer Beziehung Ratschläge erteilen, sie können sich aller irdischen Nöte der Menschen annehmen und in
wahrhaft göttlichem Sinne ihren Einfluß auf die Menschen ausüben ....
Doch daß sie
den Menschen-sichtbar in Erscheinung treten, wird nur Ausnahme bleiben in ganz
besonderen Fällen und aus ganz besonderem Anlaß, was aber nicht verallgemeinert
werden darf, indem ein massenhaftes Auftreten solcher Wesen erwartet oder als sicher
bevorstehend angekündigt wird. Es sollten die Menschen bedenken, daß sie in der Endzeit leben ....
Sie sollten bedenken, was das heißt, daß der Gegner Gottes kurz vor dem
Beenden seiner Freiheit steht, daß er erneut gebunden wird und daß er es weiß, daß
ihm nur noch wenig Zeit bleibt. Dennoch glaubt er in seiner Verblendung noch, daß
seine Macht siegen wird. Und darum scheut er vor nichts zurück, um den vermeintlichen Sieg zu erringen. Und wenn die Menschen dies wissen, dann können sie sich auch
vieles erklären, was sie ungewöhnlich berühren oder ihnen rätselhaft erscheinen wird.
Und die Wissenschaft kläret vieles auf ....
Ungeklärte Erscheinungen aber tauchen auf
in Gebieten außerhalb der Wissenschaft, in Gebieten, die mehr transzendental anzusprechen sind ....
Und diese Gebiete gerade benutzt der Gegner, damit seine Entlarvung
nicht so leicht ist .... damit er die Menschen glauben machet, daß sie angesprochen werden aus der lichtvollen Geistwelt und sich nun seinem Einfluß hingeben. Dieser Einfluß
wird immer bezwecken, die Menschen von der Wahrheit abzulenken, ihr Denken durch
Irrtum zu verfinstern, also den Rückweg zu Gott zu verhindern. Denn der Menschen
Gedanken werden wieder der Materie zugelenkt, die überwunden werden soll während des Erdenlebens. Was von seiten Gottes als „nahe bevorstehend“ angekündigt
wird, was mit dem „nahen Ende“ zusammenhängt, wird vom Gegner Gottes negiert,
und so werden die Menschen zu falschen Hoffnungen veranlaßt, die Gleichgültigkeit
ihren Seelen gegenüber zur Folge haben und eine große Gefahr sind für die Seelen, daß
sie das Ende unvorbereitet erleben und verlorengehen wieder für ewige Zeiten. Menschen, deren Sinne nicht weltlich gerichtet sind, verfallen diesen Verführungskünsten
des Gegners nicht, denn ihr zu Gott gewandter Blick und ihr Wahrheitsverlangen
sichert ihnen auch rechtes Denken. Und wenngleich sie sich solche Erscheinungen
nicht zu erklären vermögen, bleiben sie ohne tieferen Eindruck auf ihren Lebenswandel .... sie gehen unbeirrt ihren Weg bis zum Ende, immer unter dem Schutz von Lichtwesen, die es verhindern, daß der Gegner Gottes sich derer bemächtigt. Denn letzten
Endes ist der Wille des Menschen selbst ausschlaggebend, ob und wieweit er in der
Wahrheit wandelt ....
Amen
B.D. 7209
empfangen am 17.11.1958
Was ist geistige Not? ....
In welch großer geistiger Not ihr Menschen euch befindet, das ist euch nicht bewußt,
weil die Welt eure Sinne noch gefangenhält und ihr darum gar nicht die Finsternis
ermesset, die euer Denken umhüllt. Jeder Tag kann der letzte sein für euch auf dieser
Erde ....
Kein Mensch weiß die Stunde seines Todes, und kein Mensch kann sein Leben
um eine Stunde verlängern ....
Und das bedenket ihr euch nicht .... sonst würdet ihr Vorbereitungen treffen für das, was nachher kommt, da ihr doch wisset, daß ihr nichts mit
hinübernehmen könnet, wenn ihr von der Erde scheiden müsset. Wie aber ist eure
Seele beschaffen? Denket ihr einmal ernstlich darüber nach, was nachher euer Los ist?
Ihr wehret solchen Gedanken, ihr weiset sie weit von euch, wenn sie einmal in euch auftauchen, und doch kann eure Seele sich in einer Notlage befinden, daß sie ohne Licht
den Körper verlassen muß, wenn die Stunde des Abscheidens geschlagen hat .... daß sie
sich (in, d. Hg.) der tiefsten Finsternis im geistigen Reich wiederfindet und arm und
unglückselig umherirrt, weil sie nicht weiß, wohin sie sich in dieser Finsternis wenden
soll. Ihr seid es selbst, es ist euer eigentliches Ich, das nicht vergehen kann, selbst wenn
die Seele den Leib verlassen mußte ....
Aber glaubet nicht, daß ihr nicht mehr seid, daß
mit dem Leibestode euer Sein beendet ist ....
Ihr besteht noch genauso wirklich wie auf
Erden, und ihr empfindet Leid und Qual ebenso und noch viel stärker, weil ihr plötzlich
erkennet, daß euch jegliche Kraft fehlt, um euch eure Lage verändern zu können .... ein
Umstand, der euch unsagbar quält, weil ihr ihn ertragen müsset aus eigener Schuld.
Denn würdet ihr nur etwas bewußter leben auf Erden, so würde die Seele nicht so elend
in das Jenseits hinübergehen, weil ein kleiner Lichtschimmer ihr den Weg aufzeigt, den
sie drüben gehen muß, um aufwärts zu steigen. Denn diese Möglichkeit hat jede Seele,
daß sie fortsetzen kann, was sie auf Erden versäumte, wenn sie selbst es nur will. Ob sie
aber diese Möglichkeit ausnützet, obliegt ihr selbst, erfordert aber vorerst einen kleinen
Lichtschimmer von Erkenntnis, ohne den sie hilflos und elend in immer gleicher Verfassung verharrt. Und wenn der Mensch auf Erden nur so weit an sich arbeitet, daß er
sich im Glauben an ein Fortleben bemüht, ein Leben nach dem Willen Gottes zu führen, wenn er nur versucht, seine Fehler und Schwächen abzulegen und dem Mitmenschen gegenüber sich liebend zu betätigen, dann tritt er aus der tiefsten Finsternis heraus in ein schwaches Dämmerlicht, und kommt er mit einem solchen Dämmerlicht ins
jenseitige Reich, so findet sich die Seele dort schon leichter zurecht, und sie erkennt ihre
weitere Aufgabe und sucht sie zu erfüllen ....
Denn sie ist nicht völlig blind, und die
größten Qualen bleiben ihr erspart. Doch wie viele Menschen gedenken nicht einmal
des Tages ihres Seelenheiles, ihr ganzes Sinnen und Trachten gehört nur der irdischen
Welt und des Erreichens von Vorteilen, die alle nur irdisch ausgerichtet sind ....
Das ist
die große geistige Not, daß die Menschen überhaupt nicht wissen, weshalb sie auf der
Erde sind, daß sie immer nur das „Leben selbst“ wichtig nehmen und nicht sich fragen,
weshalb ihnen das Leben gegeben wurde. Und in dieser finsteren Verfassung nun gehen
sie dem Ende der Erde entgegen, das plötzlich und unerwartet kommen wird und das
Leben unzähliger Menschen noch vorzeitig beendet, die sich mit Todesgedanken schon
gar nicht befassen, weil sie glauben, noch viel Zeit zu haben. Alle diese Menschen sind
so erdgebunden, daß sie auch in der Erdsphäre verbleiben werden, wenn das Ende
gekommen ist .... so daß auch ein Aufstieg im Jenseits für diese Seelen unmöglich wäre,
weil sie sich noch lange nicht zu lösen vermöchten von der materiellen Welt ....
Und es
wird für viele von ihnen auch wieder die Materie der Aufenthalt, weil sie für eine geistige Sphäre noch nicht reif genug sind. Und dann beginnt der Qualzustand wieder, den
sie längst schon überwunden hatten ....
Aber die Menschen glauben es nicht, wenn sie
ermahnt werden, noch die kurze Erdenzeit zu nützen für ihr Seelenheil; sie glauben es nicht und können auch nicht zu anderer Lebensführung gezwungen werden. Nur die
Liebe der wissenden Mitmenschen kann auf sie einzuwirken suchen, und die Liebe
wird auch mitunter etwas ausrichten können, wenngleich jedem Menschen volle Willensfreiheit bleibt. Doch bis zuletzt soll gerungen werden um solche Seelen, bis zuletzt
soll der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis geführt werden, weil gerade die Kräfte
der Finsternis ihn besonders heftig führen und die Kräfte des Lichtes darum ihrerseits
den Kampf nicht aufgeben dürfen. Und ein kleiner Lichtstrahl schon kann zünden und
die Finsternis durchbrechen, was immer die Rettung einer Seele bedeutet, die dafür
unendlich dankbar ist, selbst wenn vorerst nur ein kleines Dämmerlicht sie umfängt.
Doch der tiefsten Finsternis entronnen zu sein bedeutet auch, sich gelöst zu haben vom
Fürsten der Finsternis und dem Licht entgegenzugehen ....
Amen
B.D. 7210
empfangen am 18.10.1958
Dringlichkeit des Verkündens der Liebelehre ....
Das Evangelium der Liebe kann nicht genug verkündet werden unter den Menschen ....
Deshalb sagte Ich als Mensch Jesus zu Meinen Jüngern: „Gehet hinaus in die
Welt und lehret allen Völkern ....“ Denn was jeder Mensch wissen muß, das ist, daß er
Meine Liebegebote erfüllen soll, um selig zu werden. Zur Seligkeit gehört Licht und
Kraft und Freiheit. Und der Mensch ist unfrei, kraftlos u