Buch 77           NR.   7246 – 7327

empfangen von  Bertha Dudde  in der Zeit  vom  5.1.1959 – 6.4.1959

Eine Einsicht ins Gesamtwerk Bertha Duddes - 1891-1965 - mit ihrer Autobiographie, einer Einführung ins Werk, vielen Hinweisen und Klarstellungen, allen Downloads (auch mehrsprachig), mit Schriftenangeboten verschiedener Herausgeber (gedruckte Bücher, Themenhefte u.v.m.),  Ausdruckversionen aller Texte (Kundgaben) finden Sie >hier<, eine Auswahlliste mit allen Dudde-Büchern finden Sie >hier<.

B.D. 7246                empfangen am  5.1.1959

Angewöhnte Gebräuche und Worte ....

Weder Worte noch äußere Formen genügen zur Wesenswandlung, wenn nicht das Herz den Worten das Leben gibt oder an eurem Handeln beteiligt ist. Euch Menschen sind viele Vorschriften gemacht worden, und ihr sucht immer nur diesen Vorschriften und Anforderungen nachzukommen, ganz unbedenklich, ob ihr mit ganzem Herzen dabei seid oder es wirklich nur leere Formen sind, die ihr erfüllt durch Handlungen, denen jegliche eigene Einstellung dazu mangelt. Es werden euch aber solche „Erfüllungen“ von Forderungen keinen Segen eintragen, sie werden euch keinen Schritt weiter zur Höhe bringen, sie werden immer nur leere Handlungen oder Worte bleiben, die so gut sind wie nicht ausgeführt oder nicht ausgesprochen. Und ihr solltet euch daher mehr Rechenschaft ablegen über euer Denken, Reden und Tun, ihr solltet euch selbst beobachten und Selbstkritik üben, auf daß nicht euer ganzes Wesen zu einer Schablone wird und euer Erdenleben ein Leerlauf bleibt. Suchet vor allem die Wahrheit ....

Was es auch sei, denket darüber nach, und stellt euch dann bewußt dazu ein. Ob ihr nun redet oder handelt, es wird dann immer eurem innersten Empfinden entsprechen, es wird das Herz beteiligt sein und alles dadurch erst Leben gewinnen. Und dann werdet ihr auch sicher das Falsche erkennen, das sich an euch herandrängt oder das an euch herangetragen wird. Und dann erst werdet ihr euch bewußt einstellen, das Falsche ablehnen, das Rechte annehmen und danach handeln. Was nützen euch aber Worte oder Handlungen, die ihr nur redet oder ausführet auf Verlangen anderer, ohne euch darüber klar zu sein, was ihr eigentlich redet oder tut. Ihr könnet euch doch wohl denken, daß Gott euch nicht danach bewerten kann, woran euer Herz unbeteiligt ist, daß Er euch kein Verdienst anrechnen kann für etwas, was ihr pflichtgemäß ausführt, ohne euch bewußt zu sein, was ihr tut. Ihr könnt erziehungsmäßig gewöhnt werden an solche Handlungen, ihr könnt zum Nachreden von Worten erzogen worden sein und brauchet nicht mit einem Gedanken daran beteiligt zu sein ....

Wie sollte Gott euch wohl solche Worte oder Taten werten? Erst wenn ihr selbst einmal Stellung dazu genommen habt, wird euer Reden und Handeln gewertet. Aber ihr müsset euch auch für solche Taten oder Worte verantworten, weil ihr eure Lebenskraft mißbrauchet und leichtfertig die Zeit verbrachtet, die euch nur gegeben ist, daß ihr ausreifet an euren Seelen. Und so müsset ihr euch darüber klar sein, daß ihr alles einer Prüfung unterziehen müsset, was euch zugetragen wird von außen .... daß ihr nicht nur schablonenmäßig die Gebräuche aus der Kinderzeit weiter innehaltet und also herübernehmet in euer Mannesalter, sondern daß ihr über alles nachdenken solltet, sowie ihr verstandesmäßig dazu fähig seid .... was aber nicht besagt, daß euer Verstand allein genügt, über Wahrheit oder Unwahrheit zu entscheiden ....

Doch ihr solltet einmal das, was sich als Angewohnheit in euch festgesetzt hat, bedenken auf seinen Wert und selbst nun erst Stellung dazu nehmen. Ihr sollt euch nicht genügen lassen an leeren Worten oder toten Handlungen, die erst Leben gewinnen, wenn sich das Herz daran beteiligt. Dann erst lebt ihr euer Leben bewußt, dann erst werden sich aus einer Frage immer neue Fragen ergeben, dann erst wird das Wissen lebendig werden, das ihr auch mechanisch aufnahmet, und dann erst könnt ihr von einem Aufstieg sprechen, sowie ihr guten Willens seid ....

Ihr müsset euch selbst zum Leben verhelfen, es muß das Herz sich überall beteiligen, und jegliche Form oder toten Worte müsset ihr verabscheuen ....

Dann wird euer Leben kein Leerlauf sein, dann werdet ihr am Ende einen Erfolg zu verzeichnen haben, ihr werdet ausgereift sein, und eure Seele wird einen Gewinn erzielt haben für die Ewigkeit ....

Amen


B.D. 7247                empfangen am  6.4.1959

„Ich will euch den „Tröster“ senden ....“

Getröstet sollet ihr alle werden, die ihr trauernd oder bangend durch euer Erdenleben geht. Meine Liebe wird euch immer verfolgen, und Meine Liebe will nicht, daß ihr leidet. Und so will Ich euch den rechten Tröster senden, Meinen Geist, der euch Worte der Liebe vermittelt, Worte des Trostes und Worte der Kraft. Ich habe euch Meinen Geist verheißen, daß er euch trösten werde, wenn Ich nicht mehr im Körper auf der Erde weile. Und es gilt diese Verheißung für alle, die den Weg über die Erde gehen ....

Immer will Ich Selbst im Geist bei ihnen sein und sie ansprechen, so daß sie sich nicht einsam und verlassen fühlen, daß sie nicht zu trauern brauchen, daß sie nicht bangen und zagen ....

Denn Ich Selbst bin bei allen, die Mich um Trost und Kraft und Liebe bitten. Es ist wahrlich Mein Geist ein Tröster, denn kann wohl ein Mensch liebevoller euch ansprechen, als es die Ewige Liebe Selbst tut? Und die Ewige Liebe äußert Sich durch den Geist, wie Sie es verheißen hat: „Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit ....“ Und dieser Geist, der Meine Ausstrahlung ist, wird wahrlich euch aufrichten und trösten, er wird euch nicht in Kraftlosigkeit belassen, er wird euch stärken und immer wieder Mut schenken und Kraft, und ihr werdet stets das Erdenleben meistern können, weil ihr euch anlehnet an Mich Selbst, wenn euer Geistesfunke sich mit dem Vatergeist von Ewigkeit verbindet, um sich von ihm trösten zu lassen. Immer wird es darum nur einen Weg geben, wenn das Herz traurig ist, wenn der Mensch verzagen will in irdischer oder geistiger Not .... den Weg zu Mir Selbst, auf daß Mein Geist in euch tätig wird, daß er sich äußern kann und das auch wahrlich tut in einer Weise, daß ihr gekräftigt und getröstet euren Weg weiterwandelt, dem rechten Ziel entgegen. Denn dann spreche Ich Selbst euch an, und Meine Worte werden wie Balsam euer Herz berühren, sie werden alle Schmerzen lindern und alle heimlichen Nöte beheben, es wird Mein Wort in eure Herzen eindringen und jedem den Trost bringen, den er benötigt in seinem Leid. Nicht willkürlich habe Ich diese Worte gesprochen: „Ich will euch den Tröster senden ....“ Denn Ich wußte um die vielerlei Nöte, in die Meine Kinder geraten werden, wenn sie den Weg der Nachfolge Jesu gehen wollen. Das Leid wird ihnen nicht fernzuhalten sein auf diesem Wege, und in diesem Leid wollte Ich ihnen Meinen Trost zusichern .... und da Ich rein körperlich nicht mehr auf Erden weilte, verhieß Ich den Meinen den „Tröster“, Meinen Geist .... also Mich Selbst, nur nicht sichtbar als Mensch, doch einem jeden gegenwärtig, der Trost und Kraft benötigt und Mich anruft um Hilfe in seiner Not. Aber Ich kann nicht tröstend eingreifen, wo Mein Geist nicht erbeten wird, wo keine Bindung ist zwischen dem Geistesfunken im Menschen und dem Vatergeist von Ewigkeit. Ich muß abwarten, bis der Ruf zu Meinen Ohren dringt, daß sich ein Mensch in Not befindet und daß er Hilfe von Mir erwartet. Dann bin Ich wohl zur Hilfe bereit, denn Meinen Tröster habe Ich allen versprochen, die an Mich glauben und nach ihm verlangen ....

Und darum braucht kein Mensch verzagt zu sein, was ihn auch bedrückt .... denn er wird stets bei Mir Trost und Hilfe finden, und Ich werde ganz offensichtlich ihm solche gewähren, auf daß „Mein Geist“ offenbar werde und sein Wirken, getreu Meiner Verheißung: „Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit ....“ An diese Meine Verheißung könnet ihr euch halten, wenn ihr zaget oder bedrückt seid, denn Mein Wort ist Wahrheit, und niemand wird ungetröstet von Mir zu gehen brauchen, der sich an Mich wandte in seiner Not ....

Amen


B.D. 7248                empfangen am  7.1.1959

Leid entschlackt die Seele ....

Es wird euch viel mehr gegeben, als euch genommen wird, denn ihr empfanget geistige Güter zurück, wo ihr irdische Güter hingebet. Ihr werdet also scheinbar euch zurückgesetzt fühlen, ihr werdet glauben, Lasten tragen zu müssen, ihr werdet euch irdisch bedrängt und bedrückt fühlen, aber genausosicher „empfanget“ ihr geistig .... und wenn es nur eine stets größere Läuterung eurer Seele ist, die ihr als Gegengabe empfanget für jene irdischen Einschränkungen oder Widerstände aller Art. Ihr könnet nur reifen durch Widerstand. Geht aber euer Erdenleben immer glatt vonstatten, dann sind wenig oder keine Ausreifungsmöglichkeiten gegeben, und eure Seele bleibt zurück in ihrer Entwicklung. Sowie ihr aber euch belastet fühlet, wendet euch nur an Jesus Christus, und Er wird euch helfen, die Last zu tragen, oder sie euch abnehmen. Und jeder Zweifel sei euch ferne, daß Er euch höret ....

Er weiß es, warum ihr ringen müsset auf dieser Erde, und Er steht darum immer neben euch, nur eures Anrufes harrend, der Ihm die Möglichkeit gibt, Sich zwischen euch und den Feind zu stellen ....

Dieser Anruf muß von euch selbst ausgehen, dann aber ist er auch sicherlich von Erfolg. Eure Glaubensschwäche oder ein noch so leiser Zweifel gibt dem Gegner Gottes jedoch immer wieder Berechtigung, sich an euch heranzudrängen und euch stets mehr zu schwächen ....

Und ihr selbst müsset nun euch wehren, indem ihr euch Jesus Christus übergebt, indem ihr zu Ihm rufet, daß Er ihn verdränge und euch schütze gegen ihn. Und wahrlich, es wird kein Ruf vergeblich sein ....

Denn Seine Liebe weichet nicht von euch, aber sie bedarf eurer Liebe und eures Verlangens nach Ihm, um wirksam werden zu können. Aber jede bestandene Prüfung trägt eurer Seele einen bedeutenden Vorsprung ein, und ihr werdet es einmal erkennen, was diese inneren Kämpfe beigetragen haben zur Entschlackung der Seele, die sich nach der Vollendung sehnt und sich noch hindurchkämpfen muß bis zu ihrem Lebensende. Darum segnet jede Stunde, da ihr leidet auf Erden, körperlich oder seelisch, und wisset, daß ihr dennoch im Vorteil seid gegenüber denen, die heiter und unbelastet durch das Erdenleben gehen und jenen Läuterungsprozeß der Seele nicht durchmachen, weil sie ihn nicht ernstlich anstreben und darum das irdische Leben ihnen auch noch viel Schönes bietet, woran sie sich erfreuen. Sie geben nichts hin und können daher auch nicht viel empfangen ....

Sie gewinnen der Welt ab, was nur immer möglich ist, und die Beschaffenheit ihrer Seelen ist ihnen gleichgültig, weshalb auch die Seele nicht leidet, doch später einmal doppelt wird zu leiden haben, wenn sie ihre Mangelhaftigkeit erkennt und sie es wird einsehen müssen, daß sie nichts zu ihrer Läuterung getan hat auf Erden. Jeder auf Erden leidende Mensch ist im Vorteil denen gegenüber, die leicht und unbeschwert durch das Erdenleben gehen ....

Dennoch kann auch ein echter Christ heiter sein im Vertrauen darauf, daß er immer nur Jesus Christus seine Sorgen und Lasten aufzubürden braucht und immer dann auch das Leben wird erträglich sein. Denn dessen Vertrauen wird nicht enttäuscht werden, und die Gewißheit, einen ständigen Helfer zur Seite zu haben, läßt auch jene heitere Fröhlichkeit aufkommen, die einen guten Christen zieren soll. Darum noch einmal: Segnet das Leid, sowie es nur euch hintreibt zu Jesus Christus, zu Ihm, Der euch euer Kreuz tragen hilft, wenn ihr nur Ihn darum bittet ....

Amen


B.D. 7249                empfangen am  8.1.1959

„Wie ihr ausmesset,

so wird euch zugemessen werden ....“

Ein gerüttelt Maß sollt ihr empfangen ....

Wie ihr ausmesset eurem Nächsten, so soll euch wieder zugemessen werden, laut Meiner Verheißung. Meine Liebe will unentwegt geben und beglücken, Meine Liebe will euch überreich bedenken, aber Liebe kann sich eben nur der Liebe zugesellen, also will Ich euch Glück schenken, so müsset ihr das gleiche tun, geben-wollen und Freude bereiten denen, die euch umgeben und eure Liebe annehmen wollen. Ich kann nicht Liebe geben einem Menschen, der selbst ein hartes Herz besitzt, der keine Liebewerke verrichtet, der darum weder Liebe verdient noch sich beglücken lassen will ....

Aber Ich gebe unbeschränkt, wo Ich Liebe erkenne, und Meine Gaben fallen wahrlich nicht spärlich aus. Und wenn Ich nun ersehe, wie Meine Kinder bemüht sind, einander Freuden zu bereiten, wenn Ich sehe, daß sie Not zu lindern suchen, daß sie gebebereit sind, wo der Mitmensch bedürftig ist, dann bin Ich wahrlich auch bereit, einen freundlichen Geber zu bedenken, weil Ich ihn liebe. Wie ihr ausmesset, so wird euch wieder zugemessen werden. Das soll aber nicht so verstanden werden, daß ihr berechnend nun solche Werke tut, nur um wiederzuempfangen ....

Vor Meinen Augen gilt nur die wahre Uneigennützigkeit, der Drang des Herzens zu beglükken. Und im gleichen Maße werde auch Ich Meine Liebe ausstrahlen lassen über den Menschen, der nur seine Liebe sprechen lässet, wenn er austeilet, was es auch sei. Alle Güter sind einbezogen in diese Meine Verheißung, irdische und geistige .... und ebenso werde Ich den Geber bedenken irdisch und geistig. Denn der Mitmensch sowohl als auch der liebetätige Mensch benötigen irdische und geistige Güter während des Erdenlebens, doch es soll den geistigen Gütern mehr Beachtung geschenkt werden, denn diese allein sichern das Seelenheil, und wer seines Seelenheils zuerst gedenkt, der braucht auch keine Sorge zu haben um die Erhaltung seines irdischen Lebens. Auch da wird er bedacht werden von Mir aus entsprechend seines Verhaltens zum Nächsten. Und so könntet ihr ungemessen empfangen, geistig und irdisch, wenn ihr dieser Meiner Verheißung immer gedenket: „Wie ihr ausmesset, so wird auch euch zugemessen werden ....“ Ihr brauchet niemals zu fürchten, daß ihr selbst Mangel zu leiden brauchet, wenn ihr euch verausgabt ....

Ich rechne nicht kleinlich, Ich gebe euch „ungemessen“, d.h. eurer Liebe entsprechend, mit der ihr eure Gaben begleitet habt. Und wahrlich, ihr kommet nicht in Nachteil, auch wenn ihr ohne Bedenken hingebet, was ihr vielleicht selbst benötigt ....

Ihr werdet nicht leer ausgehen und wieder reichlich Ernte halten können, weil Meine Liebe auch keine Grenzen kennt, wenn sie euch beglücken will. Darum brauchte es auch keine Not zu geben auf Erden, wolltet ihr nur alle dieser Meiner Verheißung eingedenk sein, denn ihr würdet anderen helfen, Ich würde euch helfen, wann immer es nötig wäre. Wer aber ängstlich rechnet, daß er nicht selbst zum Schaden komme, wenn er dem Nächsten hilft, der wird auch nicht viel des Segens zu verzeichnen haben, denn seine Liebe und sein Vertrauen zu Mir ist noch sehr klein, die Ich aber fordern muß, um geben und beglücken zu können unbeschränkt. Ihr habt einen Vater, Der Seinen Kindern immer nur Freude bereiten will, aber Er will auch, daß Seine Kinder gleichen Geistes sind, daß auch sie Freude schenken möchten und daß Liebe aus allem spricht, was ein Kind tut. Dann kann Meine Liebe so offensichtlich den Kindern zugewendet sein, daß sie schenkt und beglückt ohne Maß und Ziel, damit die Kinder ihren Vater in Seinen Gaben erkennen und Ihn lieben mit aller Innigkeit, die das Kind zum Vater drängt, um Ihm auf ewig nun anzugehören, um Sein zu werden und zu bleiben in Ewigkeit ....

Amen


B.D. 7250                empfangen am  8.1.1959

Beweise für die Existenz Jesu auf Erden ....

Jedem Menschen ist die Möglichkeit gegeben, hinter das Geheimnis der Menschwerdung Gottes zu kommen, und jeder Mensch wird dann auch einen Beweis haben von der Existenz Jesu, Der als Gottes Sohn und Erlöser der Welt ihm nun offenbar wird, so daß jeder weitere Beweis unnötig wird. Und wer einmal die Menschwerdung Gottes begriffen hat, der weiß es auch, daß und warum der Glaube gefordert wird, warum Beweise nicht förderlich, sondern eher nachteilig sind für den Entwicklungsgang der Seele, zwecks dessen der Mensch auf Erden wandelt. Daß Sich Gott Selbst in Jesus Christus, in dem Menschen Jesus, verkörpert hat, ist und bleibt unglaubwürdig für Menschen, die keinerlei geistige Bindung haben, denen geistiges Streben fremd ist ....

Und unter „geistigem Streben“ ist also der „Entwicklungs-prozeß der Seele“ zu verstehen, die nicht als Selbstzweck das Erdenleben erhalten hat, sondern nur als Mittel zum Zweck. Wer also nicht geistig strebt, der ist auch nicht „erweckt“, d.h., sein Denken ist eher dem Irrtum unterworfen als der Wahrheit, er wird eher Irrtum annehmen und als Wahrheit gelten lassen, und die reine Wahrheit wird ihm unannehmbar scheinen .... eben weil sein Geist noch verfinstert ist, worunter nicht der Verstand zu verstehen ist, sondern der Funke im Menschen, der göttliches Anteil ist. Dieser Mensch also wird keine rein geistigen Ursachen gelten lassen, und daher wird ihm die Menschwerdung Gottes als „Aus-wirkung“ einer solchen geistigen „Ursache“ unbegreiflich sein. Aber sie hat stattgefunden, Gott Selbst hat Sich in einem Menschen eingezeugt, und dieser Mensch war Jesus, der Sohn von Maria, Der aus dem Geist Gottes gezeugt war. Nichts durfte die Menschen zum Glauben zwingen, und darum war auch die Geburt, Jesu menschlichen Gesetzen unterworfen, nicht aber die Zeugung ....

Dieses zu bezweifeln dürften sich die Menschen nicht anmaßen, wenn sie sich überlegen, daß alles Geschöpfliche sowie das gesamte Schöpfungswerk aus der Kraft Gottes hervorgegangen ist, es also für diese Kraft wahrlich möglich ist, ein menschliches Wesen aus Seinem Willen erstehen zu lassen. Es hatte aber auch diese Geburt ohne Zeugung seine (ihre?, d. Hg.) geistigen Gründe, die einem erweckten Geist überaus leicht verständlich sind. Doch es muß der Mensch wissen, daß das gesamte Schöpfungswerk geistige Ursachen hatte, denen der freie Wille urgeschaffener Geistwesen zugrunde lag, und dieser freie Wille auch im Dasein des Menschen .... des einstmals geschaffenen Urgeistes .... eine Rolle spielt, die bedeutsam und auch Erklärung ist dafür, daß für die Existenz des Menschen Jesus sich keine oder nur wenige Beweise finden lassen. Denn es darf keinerlei Zwang den Menschen veranlassen, sich positiv oder negativ einzustellen zu Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser. Es muß völlige Willensfreiheit die Einstellung zu Ihm bestimmen, weil davon allein die geistige Rückgestaltung des Menschen zu dem urgeschaffenen Wesen abhängig ist, zwecks derer der Mensch auf Erden wandelt. Was sich beweisen läßt, zwingt zu einem Entscheid ....

Kein Mensch darf gezwungen werden zu einem Entscheid, soll die einstige Vollkommenheit des Urwesens wiedererreicht werden, die Zweck und Ziel des gesamten Schöpfungswerkes ist. Es muß also der Mensch zuvor wissen um Uranfang und Ziel alles dessen, was ist, um Sinn und Zweck der Schöpfung und alle geschöpflichen Wesen darin. Doch er wird dieses Wissen nie und nimmer aus Büchern schöpfen können, sondern es muß ihm durch den Geist Gottes, Der in Sich die Ewige Wahrheit ist, vermittelt werden. Aber dies erfordert Bedingungen, die wohl jeder Mensch erfüllen kann, aber nur die wenigsten Menschen erfüllen wollen ....

Der Geist Gottes kann sich aber nur dort äußern, wo diese Voraussetzungen gegeben sind: ein lebendiger Glaube an Gott, der nur durch die Liebe lebendig werden kann, und ein bewußtes Anfordern der Wahrheit aus Gott, eben im Glauben, von Ihm die Wahrheit vermittelt zu bekommen ....

Und sie wird dem Menschen werden, denn nun tritt der Geist Gottes mit dem Geistesfunken im Menschen, der Sein Anteil ist, in Verbindung, und es wird der Mensch belehret durch den Geist ....

Wer solches nicht glauben kann oder will, der wird niemals zur Weisheit, zum Licht der Erkenntnis, gelangen ....

Wer es aber glaubt, dem werden sich die herrlichsten Offenbarungen enthüllen, er wird hell und klar erkennen, was anderen Menschen unbegreiflich ist, er wird die Zusammenhänge fassen können, und ihm wird die Menschwerdung Gottes in Jesus ein so wunderbar gelöstes Problem sein, so daß er keinerlei Beweise mehr bedarf und doch klarer durch alles hindurchzuschauen vermag, wie es der schärfste Verstand je zuwege bringen könnte. Für einen geweckten Geist aber spielt es dann keine Rolle, welche Zeiträume liegen zwischen dem Wandel Jesu auf Erden und der Gegenwart, denn dieser Wandel Jesu war kein Akt, für einen bestimmten Kreis Menschen berechnet, sondern er galt allen Menschen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft ....

Alle Menschen werden erfahren von diesem Wandel Jesu, aber keines Beweises Seiner Existenz bedürfen, sowie nur ihr Geist erweckt ist, doch ohne Erweckung des Geistes wären auch die schärfsten Beweise nutzlos für die Erlangung der Seelenreife, denn ein Glaube, hervorgehend aus Beweisen, ist kein Glaube, der den freien Willen respektiert und der allein gewertet wird. Der Verstand des Menschen aber hat nichts oder wenig nur mit der Erweckung des Geistes im Menschen zu tun ....

Letztere ist Folge eines Liebelebens, eines Lebens in uneigennütziger Nächstenliebe, weshalb Erforschung tiefster Geheimnisse nicht das Privileg reger Verstandestätigkeit, sondern allein das Vorrecht derer ist, die die Gebote Gottes halten, die der Mensch Jesus gelehrt hat auf Erden: „Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst ....“ Die Auswirkung der Erfüllung dieser Gebote ist der sicherste und klarste Beweis der Existenz Jesu, denn dann leitet der Geist aus Gott den Menschen in alle Wahrheit, und er gibt ihm auch Aufschluß über alle geistigen Zusammenhänge, die niemals der Verstand des Menschen allein wird geben können ....

Amen


B.D. 7251                empfangen am  10.1.1959

Liebe ist der Schlüssel zur Weisheit ....

Ihr werdet euch alle so lange im falschen Denken bewegen, wie ihr die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe außer acht laßt ....

Es nützet euch nichts, wenn ihr noch soviel forschet und sinnet. Ohne ein eigenes Liebeleben wird der Erfolg eures Forschens immer ein Fehlerfolg sein, d.h., es wird nicht der Wahrheit entsprechen. Aber ihr könntet die Probe aufs Exempel machen, und ihr würdet staunen, daß und wie sich euer Denken wandelt. Zur Liebe wandeln kann jeder Mensch sich selbst, weil ihm die Fähigkeit zu lieben ins Herz gelegt ist und es zumeist nur an seinem Willen liegt, wenn er diese Fähigkeit nicht nützet, wenn er nicht in Liebe tätig wird. Und darum werden auch nur wenige Menschen diese Probe machen wollen, aber sie könnten sich so leicht dadurch einen Beweis schaffen, der sie unendlich beglückt, weil es plötzlich licht zu werden beginnt in ihren Herzen. Daß die Weisheit, das Licht der Erkenntnis, nur die Folge eines Liebelebens ist, will aber von den Menschen nicht als Wahrheit angenommen werden, denn sie können einen Herzenstrieb nicht mit der Tätigkeit ihres Verstandes zusammenbringen, sie wollen nicht das Gefühlsleben verbinden mit scharfem Verstandesdenken. Und doch ist die Liebe der Schlüssel zur Weisheit, und kein Mensch wird sich in der Wahrheit bewegen, der die Gebote der Liebe zu Gott und zum Nächsten außer acht lässet. Doch es ist eine so einfache Erklärung, daß Gott die Wahrheit und auch die Liebe Selbst ist. Eines ist nicht ohne das andere zu denken, wie auch das Feuer naturgesetzlich Licht ausstrahlt, also auch aus dem Feuer der Liebe das Licht der Weisheit ausgehen muß. Der Verstand allein genügt nicht zum Ergründen der Wahrheit, der Verstand mit Liebe gepaart aber erforschet die tiefsten Tiefen der göttlichen Weisheit ....

Und ob euch Menschen dieser Ausspruch noch so vermessen erscheint ....

Ihr könntet euch selbst den Beweis schaffen, wenn es euer ernster Wille wäre, nur in der Wahrheit zu wandeln. Darum werden alle eure Bemühungen fruchtlos sein, wenn es gilt, hinter geistige Geheimnisse zu kommen, hinter Dinge, die sich irdisch nicht beweisen lassen und die doch für einen wahrheitsliebenden Menschen bedeutungsvoll sind. Ein Mensch aber, der sein Wesen, das zu Beginn seiner Verkörperung als Mensch vorwiegend die Ichliebe kennt, gewandelt hat in uneigennützige Nächstenliebe, der wird sich auch in einem Denken bewegen, das der Wahrheit entspricht oder weit näher ist als das eines Verstandesmenschen, dem die Liebe fehlt. Glaubet dies, ihr Menschen, und wandelt euer Wesen um, daß es zur Liebe wird, und ihr habt eure Aufgabe auf Erden erfüllt, und helles Licht der Erkenntnis ist dann schon euer Lohn auf Erden und weit mehr noch im jenseitigen Reich, das ihr alle wiederbetretet nach dem Wandel auf dieser Erde, weil es eure wahre Heimat ist, in der ihr einstens weiltet und sie im freien Willen verlassen habt, weil ihr selbst euch in die Finsternis stürztet durch Verlöschen des Liebelichtes in euch. Die geistigen Zusammenhänge sind euch auf Erden nicht bewußt, aber es war auch da die Lieblosigkeit der Faktor, der eure geistige Finsternis verschuldet hatte, und es kann erst wieder Licht werden in euch, wenn ihr eure Ichliebe wandelt in uneigennützige Liebe und ihr dadurch auch wieder der Gottheit näherkommt, Die in Sich Liebe ist und euch wieder zurückgewinnen will ....

Und auf daß sich euer Denken kläre und ihr auch die Zusammenhänge begreifen lernet, die mit eurer Erdenaufgabe verbunden sind, müsset ihr wieder die Liebe in euch entzünden, ihr müsset, einfach gesagt, zu Gott wieder zurückkehren, euch mit Ihm verbinden, Der in Sich die Liebe ist ....

Dann wird Licht und Kraft und Freiheit euch wieder beschieden sein, wie ihr waret im Anbeginn, und ihr werdet lichtvollst alles erkennen, ihr werdet wieder selig sein, weil die Ewige Liebe euch durchstrahlet wie einst ....

Amen


B.D. 7252                empfangen am  11.1.1959

Mittler zum Weitertragen der Wahrheit ....

Und was ihr von Mir höret, das nehmet auf in euer Herz, und wisset, daß es reinste Wahrheit ist, mit der Ich Meine Kinder beglücken will, die sich Mir hingeben, die Mir Herz und Ohr öffnen, um Meine Stimme zu vernehmen. Ich rede euch ununterbrochen an, doch vernehmen könnt ihr Mich nur, sowie ihr dies verlangt. Dann tönet Mein Wort in euren Herzen, und es gibt euch Meinen Willen kund, es führt euch ein in die Wahrheit, es tröstet und ermahnet euch, es verheißet euch Meinen Schutz und Meine Gnade ....

Aber nun sollt ihr sie auch vertreten als Mein Wort, ihr sollt es nicht für euch allein auswerten, sondern auch euren Mitmenschen die Möglichkeit geben, Kenntnis zu nehmen von Meinem Wort ....

Ihr sollt es ihnen zuführen, auch auf die Gefahr hin, nicht verstanden zu werden und auf Abwehr zu stoßen. Aber ihr sollt den Versuch machen, alles andere leite Ich Selbst in die Wege, und auch ein Fehlversuch kann einmal seine positiven Erfolge haben. Doch es geht um das Zuleiten der Wahrheit, und wessen Herz fähig ist, der erkennt die Wahrheit und nimmt sie auch an. Gerade die Zuführung der Wahrheit ist schwer bei den Menschen zu erreichen, denn deren Gedanken befassen sich zuwenig mit geistigen Fragen, und daher bleiben sie ungerührt, auch wenn ein Strahl Meiner ewigen Liebe sie trifft. Doch immer wieder finden sich einzelne, die den Liebestrahl wohltätig empfinden und sich darin sonnen möchten ....

Und diesen wende Ich auch Meine ganze Liebe zu, und Ich suche auch sie anzusprechen durch Mein Wort. Das Weitertragen der Wahrheit aus Mir ist eure Aufgabe, die Ich euch gestellt habe, als ihr euch bereit erklärtet, Mir zu dienen. Denn das Verbreiten der Wahrheit ist von so großer Wichtigkeit, befinden sich die Menschen doch in einem Wust von Irrtum, daß ihnen geholfen werden soll herauszufinden, daß ihre Gedanken hingelenkt werden sollen zu dem Geber der Wahrheit, Der sie in rechtes Denken führen will und kann, wenn sie Ihm keinen Widerstand leisten. Alles soll versucht werden, um die Mitmenschen zu gewinnen für Mein Wort, selbst wenn viele Versuche erfolglos sind ....

Ihr aber könnt dies nicht beurteilen, und Ich sehe voraus und weiß, wie und wann Mein Wort angenommen wird. Ich kenne, die nach Wahrheit verlangen und sie hungrig entgegennehmen, und mag es auch immer nur einer sein, dann habe Ich schon eine Seele gewonnen für Mich, die allein nur durch die Wahrheit gewonnen werden kann. Darum spreche Ich euch an, die ihr euch bewußt öffnet für die Entgegennahme Meines Wortes, weil Ich durch euch auch zu den Mitmenschen sprechen möchte, zu denen ihr nun den Weg nehmen müsset mit Meiner Unterstützung. Denn Ich werde eure Wege wahrlich leiten, Ich werde euch die Menschen in den Weg führen oder für euch an Türen anklopfen, auf daß ihr euren Brüdern oder Schwestern die Gaben des Herrn bringen könnet, und wer sie öffnet, der wird köstliche Gaben empfangen und auch den Herrn erkennen, Der ihm solche Gaben zukommen läßt. Aber Ich benötige dazu Mittler, die Mir Selbst den Zugang in ihre Herzen gewähren, die es ermöglichen, daß Ich durch deren Mund die Mitmenschen anspreche, die nicht von selbst den Weg nehmen zu Mir und Mich um Wahrheit angehen ....

Doch ohne Wahrheit können sie nicht selig werden, und darum also müsset ihr ihnen die Wahrheit zutragen, ihr müsset jede Gelegenheit nützen, um sie mit der Wahrheit aus Mir bekannt zu machen, und es wird wahrlich ein gesegnetes Unterfangen sein für alle, die sich daran beteiligen, für alle, die zu geben und auch zu nehmen bereit sind ....

Amen


B.D. 7253                empfangen am  12.1.1959

Rechtes Nützen der Lebenskraft:

Wirken in Liebe ....

Jeder Tag stellt neue Anforderungen an euch, und immer wieder benötigt ihr Kraft, um diesen Anforderungen nachkommen zu können. Und solange euch noch die Lebenskraft zur Verfügung steht, werdet ihr auch fähig sein dazu, irdisch sowohl als auch geistig eure Aufgabe zu erfüllen. Denn auch die nur irdisch genützte Lebenskraft kann euch geistige Kraftzufuhr eintragen, wenn eure irdische Tätigkeit in Werken der Liebe besteht. Gewinnt ihr aber erst einmal geistige Kraft, so brauchet ihr dann nicht mehr in Sorge sein, eure Aufgabe erfüllen zu können, denn durch die Zufuhr geistiger Kraft werdet ihr stets mehr zum Liebewirken angeregt, und ihr vollzieht also die Wesenswandlung, zwecks derer ihr auf Erden lebt. Es wird also eigentlich nicht viel von euch Menschen gefordert als nur den Wandel von der Ichliebe zur uneigennützigen Nächstenliebe. Aber dennoch benötigt ihr dazu Kraft, weil Liebe Kraft ist, und so ihr sie noch nicht entzündet habt in euch, ihr bar seid jeder Kraft. Die Ichliebe aber ist keine Kraft, vielmehr raubt sie euch noch Kraft, denn sie wird immer eure Lebenskraft zur höchsten Leistung beanspruchen, um sich selbst gerecht werden zu können; die Ichliebe fordert alles für sich selbst, und sie mißbraucht somit auch die Lebenskraft nur zum Wohl des Körpers, weil nur das der Seele dienlich ist, was sich als uneigennützige Liebe auswirkt ....

Nützet also der Mensch seine Lebenskraft zum Dienen in Liebe, dann wird seine Seele davon den größten Nutzen ziehen, der Mensch wird viel geistige Kraft empfangen, und diese wieder läßt die Seele unwiderruflich zur Reife kommen, denn ein Mensch, der in Liebe dienet, wird von diesem Tun nimmer ablassen, die Werke der Liebe werden sich mehren, die geistige Kraftzufuhr treibt ihn an zum Wirken in Liebe und trägt seiner Seele stets größere Reife ein. Und eine solche Liebe ist es, die der Mensch in sich entzünden und zu einer hellen Flamme auflodern lassen soll, denn sie ist eine göttliche Liebe, während die Ichliebe ein Erbteil des Gegners von Gott ist und darum auch nicht beglücken wird. Denn wenngleich der Mensch für sich alle Vorteile zu erringen trachtet und sie auch zumeist durch Unterstützung des Gegners erhalten wird, ist und bleibt er doch ein schwaches Wesen, das kein Licht der Erkenntnis und keine Kraft hat, um den wahren Erdenlebenszweck zu erkennen und anzustreben ....

Er wird abscheiden von dieser Erde in diesem kraft- und lichtlosen Zustand und genau so in das jenseitige Reich eingehen, während der liebetätige Mensch sich Licht und Kraft auf Erden schon erwirbt und in einem Lichtgewand das geistige Reich betritt, er also keine Dunkelheit oder Schwäche zu fürchten braucht, weil er viel geistige Kraft sich eingesammelt hat auf Erden, weil er seine Lebenskraft recht nützte zum Wirken in Liebe. Liebe ist Kraft, aber ohne Liebe kann es auch keine Kraft geben, sondern nur Lichtlosigkeit und Ohnmacht. Ihr Menschen benötigt alle Kraft, und wollet ihr eure Erdenaufgabe erfüllen und ihr seid noch kraftlos, dann bittet Gott um Kraftzufuhr zum Liebewirken, und Er wird eure Sinne recht lenken, daß ihr eure Lebenskraft gut nützet und euch dadurch geistige Kraft erwerbet. Aber glaubet nicht, daß euch immer die Kraft belassen bleibt, die ihr zur Zeit noch besitzet ....

Auch die Lebenskraft ist ein Geschenk, das euch wieder genommen werden wird, wenn die Stunde des Abscheidens von dieser Erde gekommen ist. Darum sorget, daß euch dann viel Kraft zur Verfügung steht, daß ihr geistige Güter gesammelt habt, daß ihr voller Licht und Kraft eingehen könnet in das geistige Reich und dann auch ewig selig seid ....

Amen


B.D. 7254                empfangen am  13.1.1959

Inhalt des göttlichen Wortes: Liebe ....

Wenn ihr euch in Mein Wort vertiefet, dann werdet ihr stets mehr erkennen, daß Ich nur Liebe von euch fordere, Liebe zu Mir und zum Nächsten ....

Euer ganzer Entwicklungsprozeß gründet sich nur auf dem Liebeprinzip, ganz gleich, ob ihr noch in Formen der Schöpfung gebunden seid oder schon als Mensch über die Erde geht .... immer ist dienende Liebe das allein Wichtige, immer ist es die Liebe, die jenen Prozeß begünstigt und euch zum Ziel bringt: daß ihr wieder vollkommen werdet, wie ihr es waret im Anbeginn. Und ob Ich euch nun Kenntnis gebe von Meinem Willen, ob Ich euch tiefere Weisheiten erschließe, ob Ich euch Meinen Heilsplan enthülle .... immer werde Ich die Liebe herausstellen, und alles werdet ihr nur begreifen können, wenn ihr selbst in der Liebe lebt. Mangelt euch die Liebe, dann ist alles für euch unverständlich, und ihr seid auch unwillig, euch von Mir belehren zu lassen. Und doch müsset ihr erfahren, daß Meine Liebegebote das Wichtigste sind, weil ihr sonst niemals den Willen werdet aufbringen, diese Meine Gebote zu erfüllen .... es sei denn, ihr entzündet von selbst in euch das Liebeflämmchen, und ihr könnt dann lichtvollst erkennen und alles begreiflich finden, was anderen unbegreiflich ist. Daher ist die Zuleitung Meines Wortes für euch Menschen so nötig, denn durch dieses werdet ihr erstmalig hingewiesen auf Meinen Willen, und ihr könnt nun selbst Stellung dazu nehmen. Mein Wort ist Meine Ansprache an euch, und je nach eurem Wesen werdet ihr es als Ansprache empfinden, oder es wird an euren Ohren verhallen wie ein leerer Schall. Gezwungen könnet ihr nicht werden, es im Herzen als Meine Ansprache zu empfinden; euer Wille bleibt frei, aber euer Wille bestimmt euch, Meinen Willen zu achten und ihn zu befolgen, also in die Tat umzusetzen, was Ich durch Mein Wort von euch fordere. Tut ihr dies, so wird es bald hell werden in euch, ihr werdet wissen, warum Mein Wille das Erfüllen der Liebegebote ist, weil ihr selbst eben durch die Tat den Beweis erfuhret, daß Liebe eine Kraft ist, die sich positiv auswirkt. Als Mensch habt ihr Gelegenheit und auch Kraft dazu, Werke der Liebe zu verrichten, und dann geht eure Aufwärtsentwicklung mit Sicherheit vonstatten. Zuerst aber müsset ihr darum wissen, daß ihr nur durch die Liebe zur Höhe gelangen könnt. Und dieses Wissen vermittelt euch Mein Wort ....

Es ist daher auf Erden nicht zu umgehen, daß Mein Evangelium immer wieder gepredigt wird. Es muß immer wieder Mein Wort verkündet werden, es müssen immer wieder die Menschen Gelegenheit haben, um Meinen Willen zu erfahren, und dann erst muß ihr eigener Wille tätig werden, das Wissen auszuwerten, denn das Hören des Wortes allein genügt nicht, wenn nicht die Tat folgt ....

Dann aber wirkt sich das Erfüllen Meiner Liebegebote aus in vielerlei Weise. Es wird der Mensch Kraft haben, immer von neuem liebetätig zu sein; er wird Licht empfangen, indem ihm nichts mehr unklar bleibt, was ihm zum Aufstieg verhilft, er wird auch für Mein Wort mit Überzeugung eintreten, weil dies auch die Kraft der Liebe bewirkt, daß er seinen Mitmenschen auch zum Aufstieg verhelfen möchte. Und er selbst wird streben ohne Unterlaß, zum Ziel zu gelangen, das er nun auch klar erkannt hat. Mein Wort muß verkündet werden, denn die Menschen wandeln in der Unkenntnis dahin, weil sie in Lieblosigkeit wandeln, und sie müssen zur Liebe angeregt werden durch Mein Wort. Darum sollen sie auch Kenntnis erhalten von der dienenden Aufgabe aller Schöpfungswerke, auf daß sie nun erst verstehen lernen, was es mit der gesamten Schöpfung auf sich hat, und daß auch sie selbst diesen Weg gegangen sind, bevor ihnen auf Erden die letzte Aufgabe gestellt wird, zu dienen in Liebe im freien Willen. Alles erreichet ihr Menschen, wenn ihr in Liebe dienet, irdisch und geistig werdet ihr reich gesegnet sein, aber auch nur durch dienende Liebe werdet ihr euch erlösen können aus der Gewalt dessen, der bar jeder Liebe ist und darum endlos weit von Mir entfernt, Der Ich die Ewige Liebe Selbst bin. Es gibt nur einen Weg, um zu Mir zu gelangen .... den Weg der Liebe zu gehen, der über Jesus Christus und Sein Kreuz hinführt zum Ziel, zurück zum Vater, aus Dessen Liebe ihr alle einst hervorgegangen seid ....

Amen


B.D. 7255                empfangen am  14.1.1959

Prüfung von Geistesgut auf göttlichen Ursprung ....

Geistige Speise könnet ihr nur von Mir Selbst entgegennehmen, und darum muß alles auf seinen Ursprung hin geprüft werden, was euch als „geistige Nahrung“ dargeboten wird. Zwar berufen sich alle Verkünder des göttlichen Wortes darauf, die reine Wahrheit aus Mir zu vertreten, dann aber müßten auch alle Verkünder das gleiche lehren, es dürfte keine verschiedenen Geistesrichtungen oder Konfessionen geben, die doch alle in ihrem Lehrgut voneinander abweichen. Also ist eine Prüfung unbedingt nötig, welche Lehren auf den Ursprung aus Mir zurückzuführen sind. Und das erfordert Nachdenken darüber .... was zwar nicht besagt, daß Nachdenken allein zu einem unangezweifelten Urteil gelangen läßt, weil auch dann wieder verschiedene Gedankenergebnisse festzustellen wären .... der Verstand allein also nicht maßgebend ist zur Beurteilung von Geistesgut auf Wahrheitsanspruch. Aber es kommt erst einmal das Wahrheitsverlangen zum Durchbruch, wenn der Mensch überhaupt darüber nachdenkt, ob Wahrheit oder Irrtum ihm angeboten wurde. Der Wille nach Wahrheit sichert ihm dann auch rechtes Denken im „Prüfen“ auf Wahrheit, es fängt der Mensch an, Kritik zu üben daran, was ihm vermittelt wird. Und es ist eine Prüfung darum nötig, weil verbildetes Geistesgut nicht die heiligende Kraft hat, daß die Seele daran gesunde, daß sie ausreife, daß sie sich sättige an einer Speise, die sie benötigt. Eine verbildete Lehre ist keine rechte Speise mehr für die Seele, vielmehr kann sie noch dazu beitragen, daß die Seele krank und schwach bleibt und doch nichts unternimmt, um zu gesunden .... weil der Mensch einfach nicht erkennt, daß ihm untaugliche Nahrung gereicht wird. Geistige Speise muß dem Reich entstammen, in das die Seele dereinst wieder zurückkehren soll, denn sie ist nur als Gast auf dieser Erde, um für das geistige Reich einmal tauglich zu werden, und sie muß also diese Tauglichkeit erlangen durch Zufuhr von Speise und Trank, durch eine Nahrung, die ihr verhilft zu einer gewissen Seelenreife. Und diese Reife wieder ist nötig zum Eintritt in das Lichtreich, das die wahre Heimat der Seele ist, aber auch einen Zustand der Seele erfordert, den sie auf der Erden erst erreichen muß. Und Ich biete ihr nun diese rechte Speise dar, und wohl denen, die aus Meinen Händen direkt das Brot des Himmels entgegennehmen, wohl denen, die nicht anderswo sich die Nahrung holen, wohl denen, die an den Quell gehen, wenn sie trinken wollen und sich laben für den Pilgerweg über die Erde .... deren Seelen werden ganz sicher ausreifen und tauglich werden für das geistige Reich .... nicht aber, die verbildetes Gut zu sich nehmen, deren Speisen vermengt sind und nicht mehr den Anspruch machen können darauf, eine Gabe aus Meiner Hand geboten zu sein. Diese werden nicht viel Heilkraft der Speise entziehen, die sie in Empfang nehmen, und sie tun gut daran, den Flußlauf zurückzuverfolgen, um in Erfahrung zu bringen, ob er zum rechten Quell führt .... ob Ich Selbst der Geber dessen bin, was ihnen angeboten wird. Und sie werden nun weit lieber ihre Nahrung am Quell entgegennehmen. Es wird sich der Mensch dann nicht mehr genügen lassen an einer verwässerten Lehre, er wird auch selbst nun urteilen können, was seiner Seele dienlich ist zum Aufbau, denn er wird es als Wahrheit empfinden, wenn ihm eine kraftvolle Speise und ein belebender Trank angeboten wird, die er zuvor kaum empfinden konnte. Die Seele, die krank ist und gesunden will, braucht auch eine gesunde und kräftige Nahrung. Und keine Seele ist ausgereift, die über die Erde geht; eine jede braucht Stärkung, sie braucht eine Speise und einen Trank, der sie belebt und aufrichtet, der ihr den Zustand wiedergibt, in dem sie sich einst befunden hat, der aber nur aus Meiner Hand ihr garantiert ist .... wenn der Mensch den Weg direkt zu Mir nimmt und sich von Mir nun bedenken lässet mit Speise und Trank. Dann wird die Seele gesunden, sie wird ihrer Vollendung entgegengehen, denn was von Mir kommt, kann nur der Seele zum Segen gereichen .... weil Meine Liebe ihr zum Leben verhelfen will, das sie nicht mehr verlieren soll ....

Amen


B.D. 7256                empfangen am  15.1.1959

Lebendige Christen ....

Kraft des Glaubens ....

Gegenwart Gottes ....

Wenn ihr in große Not geraten werdet, dann erst wird es sich erweisen, ob ihr lebendige Christen seid oder ihr euch nur Formchristen nennet, die dann versagen, wenn sie sich bewähren müssen. Und es wird diese Zeit über euch kommen, wo nur ein lebendiger Glaube euch helfen kann, wo ihr euch bewähren müsset, wo die Kraft des Glaubens erprobt werden muß, die eben nur ein lebendiger Glaube aufbringen wird. Die Mehrzahl der Menschen steht nur in einem Formglauben; sie lehnen nicht ab, was ihnen gelehrt wurde, aber sie haben sich noch nicht ernsthaft gedanklich auseinandergesetzt mit den Lehren. Und sowie es einmal dazu kommen wird, daß sie veranlaßt werden, zu ihrem Gott und Schöpfer zu rufen, dann werden sie Ihn in der Ferne suchen, weil sie noch keine Gemeinschaft mit Ihm haben, eine Gemeinschaft, die sich als Gefühl der Gegenwart Gottes auswirkt. Und solange dieses Gefühl noch nicht im Menschen ist, ist Gott noch nicht lebendig in ihm geworden, und der Glaube an Gott ist nur eine leere Redensart, denn er besitzt ihn nicht. Erst das Gefühl der Gegenwart Gottes kennzeichnet einen lebendigen Christen, und dieser wird dann auch die Glaubensstärke besitzen, die ihn in großen Nöten den Weg zum Vater nehmen läßt und sich von Ihm Hilfe erbittet. Es wird viel Leid und Elend kommen über die Menschen, eben um ihrem Glauben eine Probe zu stellen ....

Und es kommt nicht auf die Konfessionen an, denn jede Konfession kann lebende und tote Anhänger umfassen, Menschen, die innige Bindungen mit Gott eingegangen sind, und solche, denen Gott der ferne Gott ist und bleiben wird, Den sie wohl dem Namen nach kennen, aber selbst noch keinerlei Bindung haben mit Ihm, um Ihn in Fällen plötzlicher Not anzurufen um Beistand und Hilfe. Doch die Not kommt ....

Sie muß kommen um der Menschen willen, die gleichgültig dahingehen und sich selbst noch nicht entschlossen haben, wie sie sich einstellen zu ihrem Gott und Schöpfer von Ewigkeit ....

Sie muß kommen für die Menschen, die da glauben, Christen zu sein, und nur dem Namen nach sind ....

Von allen wird ein Bekenntnis gefordert für Jesus Christus, und ein solches Bekenntnis ablegen kann nur der Mensch, der im lebendigen Glauben steht .... nicht aber, die nur wissen von Ihm, aber noch nicht das rechte Verhältnis zu Ihm hergestellt haben, das Er fordert, um ihr Erlöser sein zu können von Sünde und Tod. Jeder Mensch kann sich einmal für das rechte Verhältnis zu Ihm entscheiden, und er sollte es im freien Willen tun, weil ihm das Erdenleben immer wieder Gelegenheit gibt zu diesem Entscheid. Wer aber saumselig ist, wer immer nur ein Form-christ bleibt, also wohl weiß um den göttlichen Erlöser, aber noch niemals Seine Liebe und Gnade in Anspruch genommen hat, um aus seiner Gebundenheit erlöst zu werden .... wer noch nicht wie ein Kind mit seinem Vater gesprochen hat, der wird erst durch Leiden und Nöte gehen müssen, um den Weg zu Ihm zu finden; er wird erst so empfindlich getroffen werden müssen, daß ihm nur noch der eine Ausweg bleibt, zu Gott in Jesus Christus zu flüchten und dadurch zu bekennen, daß er lebendig an Ihn glaubt .... während der Formchrist oft noch seinen seichten Glauben verliert, wenn es hart auf hart geht, und er dadurch beweiset, daß er noch keinerlei Bindung hatte mit Ihm, dem göttlichen Erlöser Jesus Christus, mit Gott Selbst ....

Je näher es dem Ende ist, desto nötiger wird diese Erprobung des Glaubens sein, denn immer mehr sondern sich die Menschen ab, selbst wenn sie einer kirchlichen Gemeinschaft angehören, aber es ist nur noch eine Scheinbindung der Mitmenschen wegen, es ist nichts Wahres, Lebendiges mehr, das zu einer „Gemeinschaft der Gläubigen“ gezählt werden kann. Es sind die Kirchen nur noch weltliche Organisationen, aber nicht mehr der Zusammenschluß von tief gläubigen Menschen, die in Jesus Christus den Gründer ihrer Kirche sehen, die nur auf festen Glauben gegründet wurde. Und die Menschen werden darum durch das Leben gezwungen werden, ein Bekenntnis abzulegen, denn die kommende Zeit wird sehr schwer sein für viele Menschen, aber doch für den lebendigen Christen auch von Segen, weil er die Bindung mit Gott immer fester knüpfen wird und er auch durch seinen Glauben herausgeführt werden wird aus aller Not und Bedrängnis, weil es für den lebendigen Christen nichts gibt, was nicht mit der „Kraft des Glaubens“ bewältigt werden könnte ....

Amen


B.D. 7257                empfangen am  16.1.1959

Weg der Rückkehr zu Gott ....

Ich komme euch stets entgegen, wenn ihr den Weg nehmet zu Mir. Glaubet Mir, daß Ich Selbst eure Entfernung von Mir als wenig beseligend empfinde, wenn ihr Menschen euch auch nicht den Begriff von Leid Meinerseits darunter vorstellen dürfet, aber Ich sehne Mich nach eurer Liebe, und solange ihr euch von Mir getrennt haltet, vermisse Ich auch diese Liebe. Darum wird es euch auch verständlich sein, daß Ich alle eure Schritte verfolge, daß Ich sehe, wenn ihr sie Mir zulenket, und daß Ich dann auch euch entgegenkomme, um den Weg der Rückkehr für euch abzukürzen, daß ihr schneller euer Ziel erreichet. Dennoch muß Ich mit Meinen Schritten innehalten, wenn auch die euren stillstehen, wenn ihr euch wieder anders besinnet oder zurückblicket in das Bereich, das ihr verlassen wollet. Ich will euren freien Willen in keiner Weise bestimmen, Ich kann euch wohl locken, was Ich immerhin tue, aber nicht zwingen, denn eure Rückkehr zu Mir muß ein völlig freier Willensakt sein und bleiben. Doch das sollet ihr wissen und glauben, daß kein Gedanke von euch, der Mir gilt, verweht oder nicht sein Ziel erreicht. Und jeder solche Gedanke zu Mir wird auch gewertet als freier Willen und von Mir entsprechend gelohnt, indem Ich Mich ständig aufhalte in eurer Nähe und alles tu’, um eure Blicke immer wieder Mir zuzuwenden. Ihr wisset nicht, wie unendlich tief Meine Liebe ist zu euch, Meine Geschöpfe, ihr wisset nicht, daß es für diese Liebe immer nur das Sehnen gibt nach euch und daß Ich darum auch keines Meiner Geschöpfe abschreibe, auch wenn es sich noch von Mir entfernt hält im freien Willen ....

Auch dann noch gilt ihm Meine Liebe und suchet Zugang zu ihm, wieviel mehr aber einem Kind, das Mein ist und bleiben will, nur immer wieder die Blicke abseits wendet, weil es von allen Seiten erregt und angelockt wird ....

Aber Ich weiß um den Gedankengang des Herzens, Ich weiß, daß seine Liebe Mir gilt und es nur zu schwach ist, um sich zu wehren gegen Verlockungen aller Art. Denn es findet auch mit Gewißheit immer wieder zu Mir zurück, es bleibt auf dem Wege zu Mir und wird auch nicht von dem Wege abweichen, weil das Verlangen des Herzens Mir allein gilt. Der Weg zu Mir geht steil aufwärts, er ist beschwerlich .... es geht nicht an, daß Ich ihn leichtmache, daß Ich ihn mit Lockungen verbinde, weil dieser Weg gegangen werden soll aus reiner Liebe zu Mir, nicht um sonstiger Vorteile willen .... was immer nur feindliches Vorhaben ist, um die Menschen auf andere Wege zu locken, die weitab führen von Mir. Darum werdet ihr des öfteren müde werden der Wanderung nach oben und eben doch sehnend zurückblicken nach der Welt, die ihr verlassen wollet. Und Ich lasse es zu, aber nur um eurer selbst willen, denn jeder Aufstieg, der freiwillig ausgeführt wird, hat herrlichste Erfolge ....

Ich komme ihm, und er kommt Mir immer näher, und mit Meiner Gegenwart empfindet dann der Mensch die Seligkeit, die ihn für alles entschädigt, was er aufgegeben hatte um Meinetwillen. Und diese Gegenwart soll das Ziel sein, das ihr mit aller Willensstärke verfolget, ihr sollt nicht eher ruhen, bis ihr bei Mir angelangt seid, Der Ich aber ganz sicher euch den Weg abkürze, indem Ich euch entgegenkomme ....

Ihr seid also nicht lange mehr von Mir getrennt, sowie ihr nur Meine Gegenwart ersehnet und unbeirrt den Weg weitergeht, den ihr eingeschlagen habt .... auch wenn es euch mitunter schwerfällt, weil ihr keinen sichtbaren Erfolg sehet, weil ihr glaubet, keinen Schritt aufwärts gestiegen zu sein ....

Könntet ihr zurückblicken in die Tiefe, dann würdet ihr auch die großen Entfernungen übersehen, die ihr schon zurücklegtet, und ihr würdet voller Glück die letzte kurze Wegstrecke nehmen, die euch nur noch von Mir trennt. Aber dessen könnet ihr gewiß sein, daß Ich es verhindere, daß ihr zurückfallet zur Tiefe ....

Ich halte euch unsichtbar, aber Ich ziehe euch fortgesetzt zur Höhe, erfreut sich doch Mein Herz dessen, daß ein Kind zurückkehrt ins Vaterhaus, und Ich werde wahrlich diesen letzten kurzen Weg dahin ihm helfen und unsichtbar neben ihm wandeln, bis es Mich Selbst am Ziel erblicken wird und Meine Arme das Kind umfassen können, das heimgekehrt ist zum Vater, von Dem es einst seinen Ausgang nahm ....

Amen


B.D. 7258                empfangen am  17.1.1959

Voraussetzung zum Hören

der Stimme Gottes: Lösen von der Welt ....

In euer Innerstes hinein müsset ihr horchen, so ihr Meine Stimme vernehmen wollet. Und das erfordert ein Völlig-sich-Abschließen von der irdischen Welt und ein Versenken in geistige Gedanken .... es erfordert ein völliges Leeren des Herzens von irdischen Gedanken, auf daß dieses nun erfüllt werden kann von Gedankenströmen rein geistiger Art. Sich gänzlich von der Welt zu lösen wird immer schwer sein für den Menschen, aber Meine Stimme klingt desto deutlicher, je weniger gedankliche Eindrücke das Herz belasten, die im Weltlichen ihren Ursprung haben. Ist das Herz ganz entleert, dann kann Mein Geistesstrom hineinfließen ohne Hemmung, und das werdet ihr dann auch empfinden als ununterbrochene Anreden, als ein Überfließen Meines Geistes in euch, als Meine direkte Ansprache, die ihr nun so klar vernehmet wie ein ausgesprochenes Wort. Je mehr ihr irdischen Gedanken wehret, desto klarer vernehmet ihr Meine Stimme. Und das erfordert einen ständigen Kampf mit der Außenwelt, die sich immer wieder eindrängen will durch Antrieb Meines Gegners, um die vertrauliche Aussprache zwischen Vater und Kind zu stören. Ihr könnet dies hindern, indem ihr ihm nicht nachgebt, indem ihr alle Gedanken von euch weiset, die aus der Welt euch berühren .... indem ihr Mich sofort anredet in Gedanken, daß Ich diese Störung verhindern möge ....

Und eurem Willen wird Rechnung getragen werden, weil er Mir allein zugewendet ist. Meine Stimme zu hören ist daher nur das Anrecht derer, die sich zu lösen vermögen von der Welt, denen Ich Selbst zu einem Begriff geworden bin, Der nicht mehr durch die Welt ersetzt werden kann .... die Mich erkannt haben als ihren Vater von Ewigkeit, Der euch zu Seinen Kindern machen will und nicht mehr von euch abläßt, bis Er dieses Ziel erreicht hat. Hat diese Löse von der Welt einmal stattgefunden, dann wird auch die Welt nimmermehr vermögen, den Menschen zurückzugewinnen, weil Meine direkte Ansprache ihm Licht geschenkt hat und er dieses Licht nicht mehr missen will. Aber er wird dennoch ständig gegen die Welt ankämpfen müssen, weil er noch mitten in der Welt lebt und diese in jeder Weise einzuwirken sucht, weil Mein Gegner ebenjene vertrauliche Ansprache stören will, wo und wie es nur möglich ist. Darum gehört immer ein starker Wille dazu, die Bindung mit Mir so innig zu gestalten, daß Meine Stimme durchdringt und die Stimme der Welt übertönt wird von ihr. Der Wille des Menschen bringt dies zuwege, und dann wird er immer nur Lob und Dank singen Dem, Der ihn anspricht und ihm ein Geschenk damit macht von unermeßlichem Wert ....

Denn Mein Wort ist das sichtbare oder hörbare Zeichen Meiner unendlichen Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen. Es gibt euch einen Beweis, daß ihr selbst es in der Hand habt, eine so enge Verbindung anzuknüpfen mit dem höchsten und vollkommensten Wesen, daß ihr Seine Stimme zu vernehmen vermögt .... und daß ihr Beweise dieser Ansprache besitzet, wenn ihr Sein geheiligtes Wort niederschreibt, so wie ihr es empfanget ....

Dieses höchstvollkommene Wesen spricht euch an ....

Denket darüber nach, was diese Worte bedeuten ....

Ich spreche aus der Höhe zu euch, ihr höret Meine Stimme, ihr verstehet, was Ich euch sage, und ihr könnet daraus die Stimme eures Vaters erkennen, Der euch liebt und für ewig euch besitzen will ....

Ich spreche darum euch an, damit ihr freiwillig zu Mir kommt, damit ihr die Rückkehr zu Mir in euer Vaterhaus antretet, was Ich durch Meine Ansprache erreichen will. Aber um diese Meine Ansprache hören zu können, muß euer Wille fest und stark sein, er muß immer wieder die innige Bindung suchen mit Mir, Der Ich nicht an der Oberfläche der Welt zu finden bin, sondern weit abseits von der Welt ....

Also müssen alle weltlichen Gedanken zurückgedrängt werden, und ihr müsset in die Stille eures Herzens lauschen, und ihr werdet dann wahrlich Meine Stimme vernehmen mit aller Klarheit, weil allen denen Meine Liebe ganz besonders gilt, die Mich zu erreichen trachten, die Mich zu hören begehren und denen Ich daher Mich offenbare laut Meiner Verheißung: „Daß Ich zu den Meinen kommen werde im Geist, daß Ich bei ihnen bleibe bis an der Welt Ende ....“

Amen


B.D. 7259                empfangen am  18.1.1959

Vorentwicklungsgang der Seele ....

Es ist schwer, die Menschen davon zu überzeugen, daß sie schon einen endlos langen Weg zurückgelegt haben, bis sie ihr Dasein als Mensch erreicht haben. Es ist deshalb schwer, weil gerade dieses Wissen nicht in dem Evangelium enthalten ist, das der Grundstock einer jeden kirchlichen Organisation ist. Aber Gott weiß auch, warum Er dieses Wissen nicht darin verankert hat, warum Er Seinen Jüngern nicht den Auftrag gab, dieses Wissen zu verbreiten, von dem die Jünger Jesu sehr wohl unterrichtet waren. Er gab ihnen nur den Auftrag, die göttliche Liebelehre zu verkünden, Er machte die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe zum Inhalt dessen, was sie als Evangelium den Mitmenschen künden sollten, das auch Jesus als Mensch auf dieser Erde verkündete. Denn jeder Mensch, der sich diese Liebelehre angelegen sein läßt, der gelangt auch zu stets tieferem Wissen, und er wird dann auch eindringen in jenes Wissen über den endlos langen Vorentwicklungsgang der menschlichen Seele, die auf Erden nur noch ihre letzte Willensprobe abzulegen hat. Es ist wahrlich das Liebegebot das erste und wichtigste Gebot, und es nützet dem Menschen kein noch so tiefes anderes Wissen, wenn er nicht in der Liebe lebt, denn es wäre dann auch dieses Wissen nur ein unverstandenes Gedankengut, weil die Liebe erst der Schlüssel ist zum Erkennen und ohne Liebe alles unverständlich bleibt für den Menschen .... was die Jetztzeit beweiset .... denn es wird jenes Wissen nicht geglaubt, weil es nicht erkannt wird, solange die Liebe nicht das Denken eines Menschen erhellt. Jeder liebewillige Mensch wird darüber nachdenken und auch nicht ganz ablehnend dazu stehen, aber er wird sich vielleicht fragen, warum ein solches Wissen nicht schon eher den Zugang zu den Menschen fand, warum nicht Erwähnung getan wird im Buche der Bücher. Und es gibt auch dafür die Antwort, daß das Wissen erst dann einen Wert hat für den Menschen, wenn es durch die Liebe erst lebendig wurde ....

Daher wird jeder liebeerfüllte Mensch auch in tieferes Wissen geleitet werden, sowie es an der Zeit ist. Da nun aber die Menschen kurz vor dem Ende stehen, sollen sie desto verantwortungsbewußter leben. Und es kann auch ein Wissen über den Vorentwicklungsgang der Seele dieses Verantwortungsbewußtsein im Menschen vertiefen, was angesichts des nahen Endes nicht zu unterschätzen ist. Auch Menschen, die noch nicht zu glauben vermögen, können durch Gedanken dazu veranlaßt werden, ihren Lebenswandel zu ändern. Andererseits aber ist das Wissen auch nicht nötig, wenn der Mensch ein Liebeleben führt nach dem Willen Gottes. Dann wird er das Wissen blitzartig empfangen beim Eintritt in das jenseitige Reich; er wird hell und klar erkennen, was ihm auf Erden unglaubwürdig schien oder ganz unbekannt war. Aber es wird in der Endzeit von seiten Gottes aus alles unternommen, um es dem Menschen leichtzumachen, zum Ziel zu gelangen. Er wird hingewiesen auf seine Erdenaufgabe und auf die große Bedeutung des Erfüllens dieser Aufgabe, und darum wird ihm auch angesichts des Endes von der rückliegenden Entwicklung Kenntnis gegeben, jedoch ohne Beweise, die sich aber jeder Mensch selbst schaffen könnte, wenn er sich eines Liebelebens befleißigte, das ihm ein helles Licht eintragen und ihm auch die Fähigkeit schenken könnte, geistig zu schauen. Es würde dann der Mensch auch die rege geistige Tätigkeit in den verschiedenen Schöpfungswerken ersehen können, er würde das Tier- und Pflanzenleben mit anderen Augen betrachten lernen, und es würde für ihn keinen Zweifel mehr geben, daß auch er selbst durch alle diese Vorentwicklungs-Phasen hindurchgegangen ist ....

Aber dazu ist ein hoher Liebegrad Voraussetzung, und darum wird immer die göttliche Liebelehre vordringlich sein, d.h., die Erfüllung der Liebegebote wird ausschlaggebend sein für den Grad von Wissen oder Erkenntnis, den der Mensch auf Erden erreicht. Liebe ist unbedingt nötig, wissend braucht der Mensch nicht zu sein, weil er plötzlich im hellsten Licht stehen kann, wenn er in der Liebe gelebt hat auf Erden. Und darum braucht es euch Menschen nicht zu verwundern, daß das Evangelium nicht offen etwas erwähnt, was jedoch versteckt in ihm zu finden ist ....

Denn das Wort Gottes hat vielerlei Bedeutung, was auch erst der Mensch erkennen lernt, der in der Liebe lebt ....

Dieser wird dann auch viele Hinweise finden auf das Vorleben des Menschen in den Schöpfungen der Erde, und er wird sich immer nur bemühen, seine Kenntnisse dem Mitmenschen zu vermitteln, die nur dann Glauben finden, wenn auch dieser Mitmensch liebeerfüllt ist ....

Amen


B.D. 7260                empfangen am  19.1.1959

Zuleitung von Speise und Trank ....

Es wird euch viel Himmelsbrot dargereicht in der letzten Zeit vor dem Ende, weil große Not ist an Speise und Trank, die euch zum Heile gereicht. An vielen Orten ergießen sich die Gnadenströme zur Erde, immer wieder offenbare Ich Mich euch im Wort, immer wieder suche Ich, die Menschenherzen anzurühren und sie aufnahmebereit zu machen für das Wort, das ihnen direkt aus der Höhe zugeht, das sie also als Mein Wort erkennen sollen. Aber es kann immer nur in einer Form geschehen, die nicht zum Glauben zwingt, niemals wird das Wort aus der Höhe ein hundertprozentiger Beweis sein, daß es von Gott Selbst, von dem höchsten und vollkommensten Wesen ausgeht, denn dieser würde zwingen zur Annahme desselben, und es wäre dies kein Erfolg für die Seele, die in völliger Willensfreiheit wollen, denken und handeln soll, solange sie auf Erden lebt. Aber Mein Wort ist eine so ungewöhnliche Gnadengabe, daß es auch erkannt werden kann als Mein Wort, selbst wenn es nicht als Beweis gelten darf, selbst wenn sich der Mensch, der nicht will, viele andere Erklärungen für den Ursprung sucht oder zu geben vermag. Der willige Mensch braucht keines Beweises dafür, er empfindet es, von wem er angesprochen wird, und sein Herz öffnet sich dieser Ansprache von oben. Aber ihr Menschen seid euch nur wenig dessen bewußt, daß Meine Liebe euch einen ganz ungewöhnlichen Beweis gibt, doch Meine Liebe ist groß zu euch Menschen, die ihr in solcher geistiger Not euch befindet, daß ihr Mich fast nicht mehr zu erkennen vermögt. Und darum kommt Meine Liebe euch zu Hilfe, denn die Not der Zeit gebietet es, will Ich euch nicht verlorengehen lassen wieder auf endlos lange Zeit. Ich weiß um euer Los nach Ablauf dieser Erlösungsperiode, und Ich möchte es euch ersparen, Ich möchte euch vor dem Äußersten bewahren, vor der Neubannung in der Materie, Ich möchte euch noch retten vor dem Ende. Da ihr aber freien Willen habt, kann Ich euch nur leise lenken, ermahnen, warnen und in Liebe anreden, und es könnte das auch genügen, euch zur Umkehr zu bewegen, wenn ihr nur Meiner Anrede Gehör schenken und ihr dann ernstlich mit euch selbst ins Gericht gehen möchtet. Denn Ich unterbreite euch alles, was ihr tun oder lassen sollet auf eurem Erdenlebenswege, Ich gebe euch nur durch Mein Wort Meinen Willen kund, und bemühet ihr euch nur, nach diesem Willen zu leben, dann seid ihr jeglicher Gefahr entronnen, denn euren Willen segne Ich, und Ich lasse euch nimmermehr zurückfallen zur Tiefe, wenn einmal euer Blick Mir zugewandt war, was Ich durch Zuleitung Meines Wortes aus der Höhe erreichen will ....

Ich spreche euch an und gebe mit Meinem Wort eurer Seele eine Speise, die sie benötigt, ohne welche sie nicht ausreifen kann und die nur Ich Selbst euch darbieten kann. Ich bringe euch das Brot des Himmels, an dem sie gesunden wird und ewiglich nicht mehr in Schwäche und Finsternis zurückfallen, denn Mein Wort ist Licht für jede Seele, die es annimmt und danach lebt ....

Mein Wort bringt der Seele als geistige Nahrung „Kraft“, Mein Wort bringt euch als Ausstrahlung Meiner Liebe „Licht“, und Mein Wort bringt ihr endlich die „Freiheit“, sie wird sich selbst in Kraft und Licht zu lösen vermögen von dem, der sie bisher gefesselt hielt. Ihr Menschen könnet nicht zum Leben kommen ohne Mein Wort, und weil Ich das weiß, versorge Ich euch reichlich damit, Ich öffne immer wieder den Lebensborn, an dem ihr schöpfen könnet, so daß es euch niemals gebricht an Speise und Trank, an geistiger Nahrung, die ihr nun angesichts des Endes ganz besonders nötig brauchet. Doch es liegt an euch selbst, ob ihr euch öffnet Meiner liebenden Ansprache, denn so köstlich auch Meine Gaben sind, sie werden niemals euch zwingen, sie anzunehmen, denn euer Wille ist und bleibt frei ....

Amen


B.D. 7261                empfangen am  20.1.1959

Pflichtarbeit ....

Nur Liebewerke werden gewertet ....

Nur das hat Ewigkeitswert, was im freien Willen getätigt wurde, sowie es sich um Werke handelt, die als Liebewirken bewertet werden sollen. Es soll der Mensch nicht fragen um Lohn oder Vergeltung, wenn er ein Werk der Nächstenliebe verrichtet, er soll auch nicht nur eine Pflicht erfüllen und glauben, daß ein solcher Dienst ebenso gewertet wird wie eine Tat, die der freie Wille verrichtet, die über das Maß der Pflichterfüllung hinausgeht ....

Es kann vor Gott nur das gewertet werden, was die Liebe vollbringt, und rechte Liebe ist immer selbstlos und ohne Berechnung. Und solche Werke also haben Ewigkeitswert, denn sie wirken sich aus für die Ewigkeit, sie tragen der Seele die Reife ein, die ihren Seligkeitsgrad bestimmt, und sie sind sonach bestimmend für das Los der Seele nach dem Tode des Leibes. Der Menschen Erdenleben aber ist zumeist ausgefüllt mit Anforderungen oder pflichtgemäßer Arbeit, das sie gern geneigt sind, zu glauben, damit ihren Erdenlebenszweck zu erfüllen, sich aber nicht dessen bewußt sind, daß es nicht um die Art ihres Wirkens geht auf Erden, sondern um den Liebegrad, in welchem alles verrichtet wird, was der Menschen Leben ausfüllt. Zwar gehört auch ein Teil Selbstliebe dazu, um den Ansprüchen des Körpers gerecht zu werden, weil der Mensch auch Pflichten seinem Körper gegenüber hat, also ihm auch ein Teil Selbstliebe zugebilligt worden ist von seiten der Ewigen Liebe. Dennoch darf nicht nur Ichliebe alles Tun und Lassen eines Menschen bestimmen, sondern nur die Arbeit hat einen Ewigkeitswert, die gänzlich ohne Berechnung ausgeführt worden ist, wo nur geben- und beglükken-wollende Liebe der Antrieb war, und die deshalb auch unvergängliche geistige Werte erringt, die der Seele Reichtum ist, wenn sie von der Erde scheidet. Jede Tätigkeit, die pflichtgemäß ausgeführt wird, kann zwar auch von Segen sein, wenn sie gern und selbstlos getan wird, weshalb eben jeder Arbeit Liebe zugrunde liegen muß, soll sie sich segensreich auswirken für des Menschen Seele und deren Los in der Ewigkeit. Denn was für die Erde getan wird, vergeht auch mit dem Tode des Leibes, der allein Nutznießer war jener Tätigkeit, die von der Ichliebe bestimmt wurde. Es ist darum nicht gleichgültig, wie sich der Mensch zu seiner irdischen Tätigkeit einstellt ....

Er kann seine „Pflicht“ tun und hat doch keinen Segen für seine Seele gewonnen; er kann aber auch jede Pflichtarbeit mit innerer Freude und Liebe erfüllen, er kann bewußt dadurch dienen seinem Mitmenschen und dies gern und freudig tun .... dann ist es nicht nur „Pflichtarbeit“, sondern gleichzeitig Liebewirken, denn der Antrieb entspringt seinem freien Willen, und der freie Wille allein bestimmt, ob die Ichliebe zurückgedrängt wird und die uneigennützige Liebe zum Durchbruch kommt. Jede Arbeit des Menschen auf Erden kann ihren dienenden Zweck erfüllen, wenn nicht bewußt im Auftrag des Gegners von Gott gearbeitet wird, d.h. eine die Menschen schädigende Wirkung ganz klar zu erkennen ist ....

Dann kann niemals ein Segen auf dem Ausführenden ruhen, der sich einer solchen Tätigkeit hingibt, die offensichtlich auf Antrieb des Gegners von Gott erfolgt. Und diese Tätigkeit wird zwar auch einen Ewigkeitswert haben, aber in negativer Weise .... auch sie wird sich an der Seele des Menschen auswirken, und die Seele wird endlos lange Zeit wieder zu leiden haben, denn es haben den Menschen nur selbstische Gründe dazu bewogen, sich jener Tätigkeit hinzugeben, und er muß sich dafür verantworten. Aber es kann jeder Mensch den Trieb in sich fühlen, uneigennützige Liebewerke zu verrichten. Und ist es ihm nicht im Rahmen seiner Pflichterfüllung möglich, dann kann er es zusätzlich tun, und es wird sich dies ganz besonders segensreich auswirken, indem er bald auch zu „dienender“ Pflichterfüllung wird zugelassen werden, denn des Menschen Wille bestimmt allein seine Richtung, und dem Recht-Wollenden wird auch von seiten Gottes Gelegenheit geboten werden, den Willen recht zu gebrauchen: zum „Dienen in Liebe“ ....

Amen


B.D. 7262                empfangen am  21.1.1959

Auferstehung ....

Verwesen des Fleischleibes ....

Alle, die ihr lebet auf Erden, ihr werdet sterben dem Leibe nach, aber eure Seele wird auferstehen zum Leben oder auch im Tode verharren, wenn sie nicht das Leben angestrebt hat auf Erden. Es ist also die Auferstehung euch allen gewiß, die ihr zu leben begehrt ....

Denn die nicht an die Auferstehung glauben, die begehren auch nicht das Leben ihrer Seele, sondern nur das irdische Leibesleben ist ihnen vielleicht begehrenswert, und dieses suchen sie sich zu verlängern, soweit es in ihren eigenen Kräften steht. Aber sie werden sterben und ewiglich noch im Tode verbleiben, wenngleich auch ihnen einmal die Auferstehung sicher ist ....

Wer aber das Leben seiner Seele sucht und erstrebt, der kann auch gewiß sein, daß sie auferstehen wird zum Leben nach dem leiblichen Tode, denn dafür hat Jesus Christus den Beweis geliefert, Der am dritten Tage auferstand von den Toten, Der den Tod überwunden hat und den, der den Tod in die Welt brachte. Seine Auferstehung wird zwar angezweifelt von Gläubigen und Ungläubigen, denn selbst die Gläubigen können dieses größte Wunder nicht fassen und sind oft geneigt, leise Zweifel aufkommen zu lassen, solange sie nur „glauben“, aber noch nicht diesen Glauben zum rechten Leben erweckt haben. Sowie aber Mein Geist wirken kann im Menschen, sind ihm auch diese Zweifel geklärt, und die Auferstehung Jesu Christi wird ihm nun ein klarer Beweis sein für die eigene Auferstehung, und er wird wissen, daß er nicht sterben wird, sondern nur aus dem diesseitigen Leben eingehet in das jenseitige Reich, wo er leben wird in Ewigkeit. Die „Auferstehung“ Jesu Christi ist ein ständig von Menschen umstrittenes Problem, denn die Menschen wollen einerseits zweifeln, andererseits daraus eine Auferstehung „des Fleisches“ ableiten, weil sie glauben, daß auch Jesus im Fleisch auferstanden ist am dritten Tage ....

Ihnen ist es noch nicht klar, daß Jesus Sich nur deshalb den Menschen sichtbar gemacht hat, um ihnen zum Glauben zu verhelfen, daß diese aber immer nur Seinen geistigen Leib sahen, der sich ihrem geistigen Auge schaubar vorstellte. Alle Substanzen Seines leiblichen Körpers hatten sich durch Seinen Kreuzestod vergeistigt, und also hatte der „Mensch“ Jesus ein Geisteskleid angezogen, als Er sichtbar vor Seine Jünger trat ....

Und dieses Geisteskleid werdet ihr Menschen auch anlegen bei eurer Auferstehung zum Leben ....

Der Materielle Leib bleibt zurück und geht den Gang der Aufwärtsentwicklung seiner Substanzen weiter; der Fleischleib also verweset, und seine Substanzen beleben wieder andere Formen, die noch im Anfang ihrer Entwicklung stehen ....

Also werden sie niemals mehr die Seele umschließen, sie werden niemals mehr der Seele eine Hülle bieten und mit ihr zugleich auferstehen ....

Und dennoch wird die Seele auferstehen, wenn sie auf Erden Meinen Willen erfüllt hat, wenn sie danach strebt, zum Leben einzugehen, das Ich ihr verheißen habe, als Ich als Mensch Jesus wandelte auf Erden. Eine Auferstehung ist euch allen gewiß, doch die Zeit bestimmt ihr selbst. Aber eine „Auferstehung des Fleisches“ müsset ihr euch recht vorstellen, denn wohl werden eure Werke im Fleisch gewertet, und diesen nach wird dann die Auferstehung sein .... zum Leben, oder auch: Eure Werke werden zeugen wider euch und euch den Tod geben, die Bannung in der festen Materie. Und diese ist ein wieder endlose Zeiten währender Zustand der Ohnmacht und Finsternis, ein Zustand des Todes, den ihr jedoch selbst anstrebtet auf Erden, weil ihr ohne Glauben waret, daß ihr zum Leben bestimmt seid, nicht aber zum Tode, den ihr selbst euch schaffet ....

Darum bin Ich auferstanden von den Toten, um euch Menschen diesen Beweis zu bringen ....

Und doch könnt ihr auch dieses nur glauben, wenn ihr durch ein Leben in Liebe euren Geist erweckt, der euch nun alles erklären und euch belehren wird, und ihr dann auch überzeugt zu glauben vermögt, was euch nicht bewiesen werden kann. Strebet das Leben an, und ihr werdet ewiglich keinen Tod zu fürchten brauchen, ihr werdet leben ewiglich in Kraft und Licht und Freiheit ....

Amen


B.D. 7263                empfangen am  22.1.1959

Gottes Offenbarung erfährt jeder Mensch an sich ....

Jeder Mensch soll es erfahren, daß sich die Liebe Gottes seiner annimmt, und darum wird ein jeder Mensch mitunter hart angefaßt vom Schicksal, und je nach seiner Einstellung wird ihm Hilfe zuteil werden in seiner Not. Aber er wird es sichtlich erkennen können, woher ihm Hilfe kommt, wenn er nur einen Funken Glauben an Gott und Seine Macht in sich trägt, denn oft betreffen ihn Notlagen, aus denen es scheinbar keine Hilfe mehr gibt ....

Und doch wird ihm Hilfe werden, zwar auch natürlich scheinend, doch offensichtlich das Eingreifen eines liebenden und mächtigen Gottes beweisend. Denn Gott will Sich offenbaren in Seiner Liebe, Er will, daß die Menschen Ihn erkennen und Ihn dann auch liebenlernen, weil es Gott immer nur an der Liebe des Menschen gelegen ist, die sich Ihm zuwenden soll. Doch der Wille des Menschen gehört auch dazu, um Gott zu erkennen und Ihn zu lieben ....

Wer Gott stets abweiset, der würde sich auch nicht berührt fühlen, wenn er einmal sichtlich die Hilfe Gottes erfährt .... für ihn bleibt es Zufall oder eigenes Verdienst, wenn sich eine Notlage verringert, wenn Hilfe kommt oder Mitmenschen ihm beistehen. Dann wird er stets geneigt sein, sich alles natürlich zu erklären, ohne einen Gott und Lenker seines Schicksals gelten zu lassen. Und er kann nicht zu anderem Denken gezwungen werden, es können sich nur solche Schicksalsschläge wiederholen und ihn langsam veranlassen, darüber nachzudenken, aber mit positivem Erfolg auch nur dann, wenn der innere Widerstand gegen Gott nachläßt, wenn er mit dem Gedanken spielt, daß eine höhere Macht bestimmend ist in eines jeden Menschen Lebenslauf. Wer aber die Liebe Gottes immer wieder zu spüren bekommt und sich von ihr ergreifen lässet, der hat aus seinem Schicksalslauf Segen gezogen, und mag er noch so schwer gewesen sein, denn die Liebe Gottes zu erkennen, ist von so großer Bedeutung für die Menschen, daß dies auch eine Erklärung ist für das harte Schicksal vieler Menschen, die immer wieder angefaßt werden, um sich einmal für Gott zu entscheiden, wenn sie Ihn in Seiner Liebe erkannt haben .... weil diese Entscheidung erst das bewußte Leben des Menschen bestimmt. Denn der Mensch wird erst nachdenklich, wenn sich ihm offensichtlich solche „Offenbarungen“ Gottes enthüllen, und sowie er einmal alles Geschehen in seinem Leben betrachtet von der Seite, daß sie von Gott ihm auferlegt wurden, daß aber Gott sie auch wieder ordnet und ebnet in Seiner Liebe zum Menschen, wird sein Leben ein bewußtes werden, er wird alles in der Gewißheit auf sich nehmen, daß ihm auch geholfen wird, weil Gott ihn liebt. Diese Erkenntnis gewonnen zu haben ist ein großer geistiger Fortschritt, der nun sicher ihm ein leichteres Erdenleben eintragen wird, weil nun nicht mehr die Notwendigkeit schwerer Schicksalsschläge besteht, weil der Mensch überzeugt ist von der Liebe Gottes und sich ergeben unter Seinen Willen fügt, Den er als liebevoll erkannt hat. Jeder Mensch hat diese Möglichkeit, zum Erkennen der Liebe Gottes zu kommen, aber seinem Willen wird nicht vorgegriffen, und darum bleiben noch viele Menschen unberührt, wenngleich die Liebe Gottes oft eine sehr deutliche Sprache spricht. Aber die Schicksalsschläge häufen sich naturgemäß, um doch einmal zu erreichen, daß sich der Mensch gedanklich damit auseinandersetzt und erkennen lernet, was er lieber leugnen möchte: daß es einen Gott gibt, Der alles lenkt und leitet und Der Sich in Liebe aller Seiner Geschöpfe annimmt, auf daß sie im Erdenleben noch den Weg finden und nehmen zu Ihm ....

Amen


B.D. 7264                empfangen am  24.1.1959

Gottes Ansprache an jeden Menschen ....

Lasset euch ansprechen von Mir zu jeder Stunde, was schon ein inniger Gedanke zu Mir bewirket, denn Ich werde darauf eingehen und euch antworten, wenngleich es oft nur der Geist in euch entgegennimmt, sowie ihr nicht lange in Gedanken bei Mir verweilet. Doch Meine Antwort kann jederzeit auch euer Herz berühren, denn es ist dazu nur nötig, daß ihr euch innig Mir verbindet und in dieser Bindung harret, bis ihr Meine Antwort vernehmet. Glaubet dies, daß nur innige Bindung nötig ist, um Meine Stimme zu vernehmen, daß ihr selbst also Meine Gegenwart in euch veranlaßt durch euren Willen, der Mich sucht und bei Mir in Gedanken verharrt. Und bin Ich euch einmal gegenwärtig, so erfülle Ich euch auch eure Bitten, weil ihr sie Mir in kindlicher Zutraulichkeit vorstellt und Ich darum auch handeln kann an euch wie ein liebender Vater an seinem Kind handelt. Nichts Besseres könnet ihr anstreben als Meine ständige Gegenwart in euch, denn dann habt ihr schon alles gewonnen. Meine Gegenwart ist Garantie dafür, daß ihr Mein geworden seid, daß das Kind zurückgefunden hat zum Vater, denn wo Ich weilen kann, dort ist der Gegner verdrängt, und wo Ich bin, muß daher auch Seligkeit sein. Es steht euch aber jederzeit frei, euch Meine Gegenwart zu sichern, denn dies bewirket allein euer Wille ....

Rufet ihr Mich, dann bin Ich bei euch, lasset ihr in Gedanken nicht ab von Mir, dann fesselt ihr Mich auch an euch, dann muß Ich euch gegenwärtig sein, und niemals wird Meine Gegenwart ohne Auswirkung sein ....

Immer werdet ihr Segen daraus ziehen, indem ihr Kraft empfanget, die unausgesetzt aus Mir Selbst in euch überfließt, wenn Ich euch gegenwärtig sein kann. Und Meiner Gegenwart gewiß sein kann jeder Mensch, der sich danach sehnet, denn ein solches Verlangen des Herzens erfülle Ich. Daß Ich euch nun auch anspreche, ist die natürlichste Folge Meiner Gegenwart, und darum solltet ihr immer nur nach innen horchen, was Ich euch zu sagen habe. Ich werde euch warnen und mahnen, trösten und aufrichten, Ich werde euch belehren und immerwährend euch zur Liebe anregen, Ich werde zu euch sprechen als Vater, Der Seine Kinder vor Ungemach bewahren will, Der sie liebt und in Seiner Liebe sie auch beglücken möchte ....

Und darum werde Ich auch Anforderungen stellen an das Kind, um das Beglücken zu ermöglichen, das nur unter gewissen Voraussetzungen stattfinden kann. Meine Liebe aber ist so groß, daß sie euch alles leichtzumachen sucht und darum euch auch anspricht und unterweiset, daß ihr nur gleichfalls Liebe üben sollet, um dann auch Kraft zu empfangen für einen Erdenwandel nach Meinem Willen. Wen Ich anreden kann, der braucht auch nicht zu fürchten, fehlzugehen, weil Ich ihn nur anreden kann, wenn sein Wille gut und Mir zugewendet ist, und weil er dann auch nicht bewußt sündigen wird wider Mich und Meine Liebe. Er wird es nicht wollen, und alle seine Schwächen und Bedrängnisse sind Äußerungen der noch unausgereiften Substanzen seines Körpers, die desto stärker hervortreten, je mehr ihnen der Kampf angesagt wird durch den Willen der Seele, sich Mir ganz und gar hinzugeben. Der Körper hat diesen Reifegrad noch nicht erreicht und sucht sich zu wehren, aber es wird ihm nicht gelingen bei starkem Willen der Seele, in Meinen Willen einzugehen. Und sowie der Mensch nun Mich Selbst gegenwärtig sein läßt, sowie er gedanklich immer wieder die Bindung mit Mir herzustellen sucht, wird der Widerstand in ihm immer schwächer, denn die Seele empfängt unentwegt Kraft, und ihr Wille setzt sich durch. Lasset Mich oft euch anreden, kommet immer wieder zu Mir, so ihr in Not und Bedrängnis seid, lasset eure Gedanken den Weg nehmen zu Mir, und ziehet euch oft in die Stille zurück, um nach innen zu lauschen ....

Und Meine Ansprache wird immer deutlicher euch ertönen, denn Meine Liebe nützet jede Gelegenheit, um sich euch kundzutun ....

Der Vater wird jede Möglichkeit nützen, mit Seinem Kind zu reden, das nur in Liebe sich Ihm hingibt und Seine Ansprache vernehmen will ....

Amen


B.D. 7265                empfangen am  25.1.1959

Die Seele tritt bewußt ihr Erdenleben an ....

Rückerinnerung ....

Es wurde euch zu Beginn eurer Verkörperung als Mensch euer Lebensschicksal unterbreitet, und ihr seid mit vollster Erkenntnis dessen, was euch beschieden ist im Erdenleben, diese letzte Verkörperung eingegangen, weil euch gleichzeitig auch das letzte Ziel offensichtlich wurde, das ihr erreichen könnet, und weil es auch euer Wille war, frei zu werden aus der letzten Form durch diesen Erdengang. Dann aber wird euch die Rückerinnerung genommen, und es spielt sich nun das Leben ab für euch unbewußt des Erfolges, den ihr erreichen könn(t?)et. Doch es ist dies nicht anders möglich, ansonsten der freie Wille nicht zur Geltung käme, der erst eure letzte Vollendung bewerkstelligen muß.Aber das eine ist gewiß, daß es euch möglich ist, alles zu überwinden, was an schweren Schicksalsschlägen über euch kommt, denn keinem Menschen wird mehr zu tragen auferlegt, als er bewältigen kann, allerdings mit der Kraft Gottes, die ihm immer zur Verfügung steht ....

Verläßt sich der Mensch aber nur auf seine eigene Kraft, dann kann er wohl daran zerbrechen, was für ihn das Leben bereithält. Doch er hat jederzeit die Möglichkeit, die Kraft aus Gott anzufordern .... er hat die Möglichkeit zu beten ....

Dies aber setzt seinen Glauben voraus an einen Gott und Vater von Ewigkeit, ansonsten der Mensch niemals einen Gott anrufen und um Kraft und Hilfe bitten wird. Der Glaube kann jedoch von jedem Menschen gefunden werden, der ihn noch nicht besitzt, wenn dieser nachdenkt über sein Leben, sein Schicksal und alles, was ihn umgibt. Einem denkenden Menschen wird es wahrlich nicht schwerfallen, zum Glauben an einen mächtigen und weisen Schöpfer zu gelangen, nur will er es oft nicht zugeben, daß er selbst mit diesem Schöpfer so weit in Verbindung steht, daß Dieser ihm auch in der kleinsten und größten (jeder) Not beizustehen gewillt ist, wenn Er darum angegangen wird. Der Glaube an den Zusammenhang vom Schöpfer mit Seinem Geschöpf fehlt solchen Menschen, also ein Gott der Liebe ist ihnen weniger glaubhaft, und darum halten sie sich isoliert von Dem, Der aber angerufen werden will von Seinen Geschöpfen, auf daß diese ihre Bindung mit Ihm unter Beweis stellen. Darum werden die Menschen immer wieder von Schicksalsschlägen heimgesucht, die nicht nur den betroffenen Menschen selbst, sondern auch die Mitmenschen zum Nachdenken veranlassen sollten über die Einstellung zu einem Gott und Schöpfer, Der auch der Vater Seiner Kinder sein will, denen Er das Leben gab. Ein jeder Mensch ist imstande, mit der Kraft aus Gott die schwersten Schicksalsschläge zu überwinden. Und er hat vor seiner Verkörperung als Mensch auch seine Zustimmung dazu gegeben, denn er ist nicht wider seinen Willen in diese oder jene Verkörperung versetzt worden, er hat freiwillig seinen Erdenweg angetreten mit der Aussicht auf völlige Freiwerdung aus jeglicher Form und auch mit der festen Zuversicht, das Erdenleben zu meistern in der rechten Weise. Als Mensch aber versagt er oft, und es scheinen ihm die Widerstände unüberwindlich, solange er nicht die Hilfe seines Gottes und Schöpfers in Anspruch nimmt, Den er unbedingt anerkennen muß, soll sein Erdengang nicht umsonst zurückgelegt werden, ohne jeglichen Erfolg für seine Seele. Darum ist das Erste und Wichtigste der Glaube an einen Gott, Der in Sich die Liebe, Weisheit und Allmacht ist ....

Und um zu diesem Glauben zu gelangen, muß der Mensch vorerst in sich selbst die Liebe entzünden ....

Die Liebe aber ist auch Kraft in sich, und so wird unwiderruflich jeder Mensch mit dem schwersten Lebensschicksal fertigwerden, der ein Leben in Liebe führt, weil dieser daraus schon die Kraft aus Gott bezieht, also auch sein Glaube lebendig sein wird, so daß er Gott als seinen „Vater“ auch anruft in jeder irdischen oder geistigen Not und er wahrlich auch herausgeführt wird, weil Gott Selbst die Liebe ist und Er die Macht hat, alles wieder zu ordnen, was in Unordnung geraten ist .... weil Er mit Seiner Kraft dem Menschen hilft, auch der schwersten Lebenslage Herr zu werden. Und Er wird immer bereit sein, ihm beizustehen in jeder Not ....

Amen


B.D. 7266                empfangen am  26.1.1959

Merkmal des lebendigen Christen ....

Solange Mein Geist noch nicht in euch wirket, so lange seid ihr nur Mitläufer oder Formchristen, denn Meines Geistes Wirken ist das Merkmal der Kirche, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe. Erst dann gehört ihr dieser von Mir gegründeten Kirche an, wenn sich Mein Geist in euch äußern kann, daß ihr seine Ansprache vernehmet, daß ihr also zum Leben erweckt seid, was Meines Geistes Wirken an und in euch beweiset. Und das Zeichen des Wirkens Meines Geistes ist, daß ihr lebendig seid, daß ihr wahre Tat-christen geworden seid, also auch rechte Täter, nicht nur Hörer Meines Wortes. Ein toter Christ hat diese Anzeichen nicht an sich, er geht sein Leben dahin, er wird kaum von Jesus Christus und Seinem Erlösungswerk reden, er wird auch nicht sich bemühen, ein Tatleben zu führen; doch er nennt sich Christ, weil er noch nicht begriffen hat, was Ich darunter verstehe. Ein Christ ist ein rechter Nachfolger Jesu, ein Mensch, der sich bemüht, Ihm gleich sein Erdenleben zu führen, das in unausgesetztem Liebewirken bestand und in inniger Bindung mit Seinem Vater, Der in Ihm war. Diese innige Bindung muß als erstes hergestellt werden mit Mir in Jesus Christus, soll Mein Geist nun auch wirksam werden können, soll er sich äußern können, indem er auf alles Denken, Wollen und Handeln nun Einfluß gewinnt. Es wird dann der Mensch von Meinem Geist gelenkt sein, denn durch den Geist äußere Ich Mich Selbst und tu’ dem Menschen Meinen Willen kund. Es muß der Mensch also ein zweites Leben führen neben dem irdischen Leben, er muß geistig streben, wozu einem Formchristen keine Zeit bleibt, weil er von der Welt gefangengenommen ist, die ihn nicht freiläßt. Der Tatchrist lebt sein irdisches Leben nebenbei, und das geistige Leben füllt seinen Lebensinhalt aus, denn ihn treibt der Geist aus Mir, der ihn nimmer ruhen lässet. Und so ist also jeder geistige Gedanke, jede Bindung mit Mir, jeder Trieb zu einer guten Tat, jedes tiefere Verständnis geistigen Wissens und stets neues Verlangen danach alles als „Geistwirken“ anzusehen, und alles dies kennzeichnet auch einen lebendigen Christen, während es dem Form-christen völlig mangelt, denn diesen bewegt nicht so sehr das Leben seiner Seele als das Leben seines Körpers, und geistige Bindungen sind ihm fremd, weil sie ihm unbequem sind und er ihnen daher ausweicht. Und darum ist er ein toter Christ, der nicht sein „Leben“ wird unter Beweis stellen können, wenn er vor diese Probe gestellt wird. Denn nicht ungestraft ist der Mensch ein toter Christ, und einmal wird es sich zeigen, wie tief er noch im Grabe steckt, wie verfinstert sein Geist ist und wie weit er selbst noch davon entfernt ist, ein echter Nachfolger Jesu Christi zu sein. Und darum haben nur wenige Menschen das Recht, sich Christen zu nennen, denn die meisten sind es nicht, auch wenn sie kirchlichen Organisationen angehören, aber diesen keine Ehre machen. Denn in allen diesen Organisationen können die Menschen den rechten Weg der Nachfolge Jesu gehen, um dann auch als rechte Christen das Kennzeichen Meiner Kirche zu besitzen: den erweckten Geist, der sie nun lenket und lehret, der ihren Lebensweg hell erleuchtet und der in wahrhaft bestem Sinne auf den Menschen einwirkt, weil es Mein Geist ist, der sich in euch äußert und Ich euch auch wahrlich nur das gebe, was gut ist für euch und eure Seelen. Und jeder von euch kann den Geist in sich zum Leben erwekken, der nur ernstlich will, daß er seine Erdenaufgabe erfülle, der ernstlich will, daß er sich mit Mir vereine, Den er als seinen Gott und Vater erkennt und er diesen innigen Zusammenschluß herstellt durch Wirken in Liebe ....

Denn wer die Liebe übet, der stellt den Zusammenschluß her mit Mir, Der Ich Selbst die Liebe bin, und ihn wird Mein Geist durchstrahlen und ihm Licht schenken ....

Er wird nun immer nur in Meinem Willen tätig sein und das ewige Leben gewinnen noch auf Erden ....

Amen


B.D. 7267                empfangen am  27.1.1959

Gnade des Wortempfanges ....

Ihr könnet die Gnade der Wortverkündigung nicht fassen, ansonsten ihr nicht eine Minute zögern würdet, mit Mir in Verbindung zu treten, um angesprochen zu werden von Mir. Aber es liegt dies auch in eurer Unvollkommenheit, daß ihr nicht fähig seid, die Größe eines solchen Geschehens zu fassen, daß Ich euch direkt anspreche. Denn ihr seid selbst so begrenzt in eurer Vollkommenheit, vielmehr ihr seid so unvollkommen, daß ihr euch nichts Vollkommenes vorstellen könnt und noch viel weniger es zu fassen vermögt, daß Sich das vollkommenste Wesen herniederbeugt zu dem unvollkommenen Geschöpf, um Sich ihm mitzuteilen, um ihm Liebe und Gnadenbeweise zu geben und um es wieder an Sich heranzuziehen. Aber ihr wisset, daß ihr von Mir einst ausgegangen seid, und dieses von Mir Erschaffene liebe Ich mit der ganzen Glut Meiner Liebe, die euch unfaßlich ist. Und diese Liebe treibt Mich dazu, Mich euch zu nahen und in eine solche Verbindung zu treten mit euch, daß ihr Meine Stimme zu hören vermögt, wenn ihr dies wollet. Zwar ist keiner von euch Menschen in einem solchen Reifegrad, daß diese Vermittlung Meines hörbaren Wortes nichts Ungewöhnliches wäre, aber gerade die Schwäche der Menschen ....

Meiner einst von Mir ausgegangenen Geschöpfe .... veranlaßt Mich dazu, ihnen aus ihrem Schwächezustand herauszuhelfen. Sie erbarmen Mich, und es tritt nun auch noch die heiße Liebe zu dem Schwachen zu Meiner Urliebe hinzu, und so nähere Ich Mich den Menschen trotz deren Unvollkommenheit, und Ich suche ihnen die mangelnde Kraft zuzuführen, damit sie aus ihrem Schwächezustand herauskommen und wieder mit ganzer Kraft den Rückweg antreten zu Mir .... denn sie befinden sich zuvor noch in endlos weiter Entfernung und müssen freiwillig wieder zurückkehren, um Mir den Beweis auch ihrer Liebe zu Mir zu geben, die sich mit Mir zu verbinden sucht. Ich bin in die sündige Welt herabgekommen, wenngleich dies nicht Mein Reich ist, aber Ich suche Mein Reich auch in diese Welt hineinzutragen ....

Ich suche die Menschen von der Welt abwendig zu machen und komme daher mit Meinem Reich zu ihnen. Ich nehme Mich der unvollkommenen Geschöpfe an und will ihnen helfen, zur Vollkommenheit zu gelangen, was sie ohne Meine Hilfe ewig nicht vermögen ....

Darum spreche Ich sie an, aber sie fassen nicht das Ungewöhnliche, sie nehmen Meine Gnadengabe hin wie etwas Selbstverständliches. Und es ist doch der Beweis Meiner endlosen Liebe zu dem Gefallenen, das Ich nicht in der Tiefe belassen will und es darum immer wieder emporzuziehen suche zu Mir. Wenn die Menschen diese übergroße Gnade fassen könnten, dann würden sie nicht mehr auf Erden leben wollen, sondern sich mit aller Innigkeit sehnen nach ihrem Vater und nach dem Reich, das ihre wahre Heimat ist .... sie würden das Erdenleben einfach nicht mehr ertragen, das wie eine Last ein ursprünglich-frei-erschaffenes Wesen drückt und also für dieses Wesen eine Fessel ist, die es abstreifen möchte, nur um zu Mir zu gelangen. Aber Ich kann dem Unvollkommenen nicht die Vollkommenheit plötzlich zurückgeben, es muß das Wesen selbst danach trachten, wieder vollkommen zu werden, wie es war im Anbeginn ....

Und auf daß ihr diesen Willen aufbringt, spreche Ich euch an und zeige euch den Weg auf, der zur Vollkommenheit führt. Denn ihr müsset davon Kunde erhalten, was ihr tun oder lassen sollt, um wieder vollkommen zu werden. Und wenn eure Mitmenschen euch dies verkünden, wenn sie euch das Evangelium nahezubringen suchen, so fehlt euch doch der lebendige Glaube daran, weshalb Ich Selbst aus der Höhe euch Mein Wort zuleite, um einigen wenigen zu einem lebendigen Glauben zu verhelfen, wenn sie Täter und nicht nur Hörer Meines Wortes sind. Kein Mensch ist sich der großen Gnade des „Wortempfanges“ bewußt, aber dennoch kann er dazu beitragen, die Mitmenschen zur Vollendung zu führen, die nur guten Willens sind und anhören, was Ich ihnen sage. Dann wird Mein Wort seine Wirkung nicht verfehlen, und die Menschen werden ausreifen und sich Mir stets mehr hingeben; sie werden tun, was Ich durch Mein Wort verlange, und es wird die Liebe auch in ihnen aufflammen und sich ausbreiten, und dann erst fassen sie die große Bedeutung dessen, daß der Vater mit Seinem Kind spricht, um ihm zur Vollendung zu verhelfen ....

Amen


B.D. 7268                empfangen am  28.u.29.1.1959

Heilsplan Gottes erfordert immer Neuschöpfungen ....

Es werden noch Ewigkeiten hindurch Neuschöpfungen auf dieser Erde erstehen, und es wird die Aufwärtsentwicklung des Geistigen ihren Fortgang nehmen, das noch in der harten Materie und anderen Schöpfungswerken gebunden ist, denn ewige Zeiten schon erfordert ein einst-gefallener Urgeist für diese Rückkehr aus der tiefsten Tiefe zur Höhe, bis zu dem Stadium, wo er als Mensch verkörpert über die Erde gehen darf, um seine letzte Willensprobe abzulegen: für oder wider Gott, Dem er einstens seinen Widerstand entgegensetzte und darum fiel ....

Noch endlos viel des gefallenen Geistigen muß diesen Weg gehen, und es sind Ewigkeiten, in denen dieses Geistige fern von Gott in größter Unseligkeit verharrt, bis es überhaupt einmal diesen Gang der Rückkehr antreten darf .... bis es zur Materie wird nach Gottes Willen und dann in materiellen Schöpfungen langsam aufwärtssteigt. Darum ist jegliche Materie schon ein Zustand der Gebundenheit, der beweiset, daß Gottes Liebe sich des verhärteten Geistigen angenommen hat, um es zu formen nach Seinem Willen, denn es ist dann schon ergriffen von der Liebekraft Gottes, die es einhüllte, um ihm eine dienende Bestimmung zu geben, ganz gleich, ob es im Beginn seiner Entwicklung steht oder schon fortgeschritten ist. Jegliche Materie ist von der Liebekraft Gottes umhülstes verhärtetes Geistiges, das eines Zweckes willen seine Umhülsung erhalten hat. Den Zweck zu erkennen ist euch Menschen nicht immer möglich, aber ohne Sinn und Zweck ist nichts in der gesamten Schöpfung, nur ist er oft nur Gott allein bekannt, weil der Menschen Denken und Begriffsvermögen noch begrenzt ist. Doch erst als Mensch können sich die Urgeister wieder erkennen als Wesen, denn zuvor waren sie sich ihrer selbst nicht bewußt. Und solange die Erde besteht und Schöpfungen birgt verschiedenster Art, so lange sind also unzählige Urgeister in ihnen gebunden, die alle sich noch sammeln und finden müssen, um einmal dann die Form eines Menschen beleben zu können, wenn jene gebundenen Partikelchen ihre dazu gehörende Reife erlangt haben. Und solange also Schöpfungen sind in, auf und über der Erde, so lange kann auch kein Ende dieser Erde sein, die als Ausreifungsstation für jenes gefallene Geistige dienet. Darum kann auch von einem Untergang der Erde nicht gesprochen werden, wenn darunter ein völliges Vergehen, eine totale Auflösung des Erdkörpers verstanden wird .... denn die gebundenen geistigen Substanzen benötigen Hüllen und also immer wieder Neuschöpfungen, die ihnen Aufenthalt bieten je nach dem Reifezustand, den die einzelnen Partikelchen schon erreicht haben. Einmal zwar wird auch die Erde eine rein geistige Schöpfung sein, doch Ewigkeiten werden bis dahin vergehen, weil eine geistige Schöpfung nur ausgereifte Geistwesen bergen kann und die zahllosen Schöpfungen auf der Erde immer nur beweisen, wieviel unerlöstes Geistiges in jenen Schöpfungen Aufenthalt genommen hat. Und dieses Geistige kann nicht beliebig Entwicklungsphasen überspringen, es muß naturgesetzlich aus der Tiefe zur Höhe gelangen, gemäß der göttlichen Ordnung, in welcher der Heilsplan Gottes .... die Rückführung des Abgefallenen zu Ihm .... entworfen wurde und ausgeführt wird. Und ebendieser Heilsplan Gottes erfordert Ewigkeiten und er erfordert immer wieder Neuschöpfungen, ansonsten der Wechsel der Außenformen nicht stattfinden könnte, der immer wieder nötig ist, um dem Geistigen Gelegenheit zu dienender Betätigung zu geben, durch welche die Aufwärtsentwicklung gewährleistet wird. Das ständige Werden und Vergehen in der Natur ist ein Vorgang nach göttlicher Ordnung, der sich naturgesetzlich vollzieht ....

Doch von Zeit zu Zeit finden auch Gewaltakte statt nach dem Willen Gottes, um immer wieder die harte Materie aufzulösen und das Geistige darin freizugeben, das seinen Entwicklungsgang nun in leichteren Außenformen antreten soll .... und gleichzeitig wieder gefallenes Geistiges einzufangen und zu binden in härtester Form. Und es wird die Erde noch ewige Zeiten dieser Aufgabe dienen müssen, sie wird wohl immer wieder umgeformt werden, aber nicht vergehen können, denn bis auch das letzte Geistige auf dieser Erde wird verkörpert sein, ist eine für euch Menschen unfaßbar lange Zeit nötig, die ihr gut mit dem Wort „Ewigkeit“ bezeichnen könnet. Und dennoch könnet ihr auch reden von einem Untergang der Erde, denn was vor euch liegt, bedeutet für euch Menschen (29.1.1959) ein Beenden eures Lebens, denn nichts wird am Leben bleiben, Menschen und Tiere werden ihr Leben verlieren, bis auf die kleine Schar derer, die entrückt werden, um dann wieder auf der neugestalteten Erde zum Stamme des Menschengeschlechtes zu werden, das die neue Erde bevölkern soll, wie es Gottes Wille ist ....

Amen


B.D. 7269                empfangen am  29.1.1959

(Persönlich) ....

Nimm alles ergeben auf dich, Sorgen und Nöte, Freuden und Leiden, Gesundheit und Krankheit, denn alles kommt aus Meiner Hand. Und Ich werde dir nichts auferlegen als das, was zu deinem Seelenheil dienlich ist. Aber Ich bestimme auch für alles die Zeitdauer, und deshalb ist es gut und richtig, Mir es zu überlassen, wann Ich einen Zustand beende oder ihn eintreten lassen will, denn das allein nur kann dir von Segen sein, was Ich für dich gut halte. Und so gib dich nur in vollem Vertrauen deinem Vater von Ewigkeit hin, daß Er dich fest in Seiner Hand halte .... und der Weg, den du gehst, wird wahrlich recht sein und zum Ziel führen. Du kennst den Weg nicht, Ich aber kenne ihn und führe dich, so daß du unbesorgt sein kannst, was auch kommen mag. Ein kleines Kreuz zu tragen wird dir jedoch auferlegt bleiben, ist doch dieses Kreuz nur zur Vollendung bestimmt, und dein Wille soll es annehmen als von Mir dir aufgebürdet, Der Ich wahrlich weiß, was zu tragen du fähig bist. Daß Ich dein Denken jederzeit recht lenke, dessen kannst du gewiß sein, und was du darum tust in Meinem Namen, wird auch nicht ohne Segen bleiben, sowohl geistig als auch irdisch .... worunter das leibliche Befinden zu verstehen ist ....

Solange du in Meinen Diensten stehst, wirst du auch den Dienst verrichten können, denn Meine Liebe sorget väterlich, und auch als Hausvater schenke Ich Meinen Knechten alles, was sie zur Arbeit für Mich benötigen, solange sie Mir dienen wollen und Ich ihre Dienste in Anspruch nehme. Darum gehe heiter der Zukunft entgegen, die immer erträglich sein wird für dich, solange du Mir und Meiner Liebe dich anvertraust ....

Amen


B.D. 7270                empfangen am  30.1.1959

Gesetz göttlicher Ordnung ist Liebe ....

Das ist des Gesetzes Erfüllung, daß ihr in der Liebe lebt, denn die Liebe ist das Gesetz ewiger Ordnung, die Liebe ist das allein Bestehende, das kein gegnerischer Wille umzustoßen vermag .... die Liebe ist die Kraft Gottes und somit das Urelement, das in Gott seinen Ursprung hat, das aber auch das Urwesen Gottes selbst ist. Und so kann nur dann das Gesetz ewiger Ordnung erfüllt werden oder erhalten bleiben, wenn die Liebe das Prinzip ist, in dem sich alles Wesenhafte bewegt ....

Es wird ohne Liebe das Gesetz göttlicher Ordnung umgestoßen, es wird ohne Liebe Kraft- und Lichtlosigkeit herrschen, es wird ohne Liebe gesündigt werden, d.h., ein jeglicher Verstoß gegen das Gesetz ewiger Ordnung ist eine Sünde, weil er sich gegen den Urquell der Liebe richtet, gegen Gott Selbst, Der die Ewige Liebe ist. Nichts kann vor Gottes Auge Zustimmung finden, was nicht im Rahmen der gesetzmäßigen Ordnung vor sich geht, die da ist die Liebe. Alles, was sich dagegenrichtet, muß Unrecht sein vor Gott, weil es in der Lieblosigkeit begründet ist und weil die Lieblosigkeit der Liebe Gottes entgegensteht, also Anteil ist des Gegners von Gott, dessen Wesen bar jeder Liebe ist. Was nun auch euch Menschen im Erdenleben begegnet, muß auf den Grad der Liebe hin geprüft werden, der jegliches Geschehen bestimmt. Vor Gott wird nur das bestehen, was als „Liebewirken“ ersichtlich ist .... und wo nur die geringste Lieblosigkeit dabei ist, werden sich die Augen Gottes abwenden, Der an der Sünde kein Wohlgefallen haben kann. Und das könnet ihr Menschen leicht beurteilen, ob eine Handlung, eine Rede oder auch ein Gedanke einen wenn auch noch so geringen Grad von Selbstliebe oder gar Lieblosigkeit zum Anlaß hatte ....

Und ihr werdet daher auch wissen, daß ihr oft mit der Sünde spielt, daß ihr oft gegen das Gesetz ewiger Ordnung verstoßet, wenn ihr nur einen lieblosen Gedanken in euch aufkommen lasset und ihn nicht abdrängt, wenn er in euch auftaucht. Und ebenso seid ihr sehr schnell bereit, lieblose Worte auszusprechen oder eine Handlung zu vollziehen, die Liebe vermissen lässet ....

Ihr bewegt euch weit mehr außerhalb der göttlichen Ordnung, weil ihr nicht immer von Liebe erfüllt seid, dagegen euch leicht zu lieblosem Urteil oder Denken hinreißen lasset. Und es brauchen nicht immer Handlungen zu sein, die nicht die Zustimmung Gottes finden, aber ihr Menschen solltet alle mehr eurer Gedanken oder Worte achten, daß diese nicht wider das Gesetz göttlicher Ordnung verstoßen .... denn göttliche Ordnung kann nur sein, wo die Liebe das höchste Prinzip ist, das den Menschen erfüllt und ihn zum Denken, Reden und Handeln bestimmt. Die Liebe wird von euch allen noch viel zuwenig geübt, die Liebe erkennet ihr alle noch nicht als das Wichtigste, das allein euren Ausreifungsprozeß zum erfolgreichen Abschluß bringt. Erst durch die Liebe fügt ihr euch wieder in das Gesetz göttlicher Ordnung ein, und dann erst nehmet ihr wieder das Wesen an, das ihr uranfänglich waret und einst hingegeben habt. Ihr müsset aber wieder werden, was ihr waret im Anbeginn, und darum müsset ihr euer Urwesen wieder annehmen, das in sich Liebe ist ....

Erst wenn ihr wieder in der Liebe lebet, tretet ihr in die göttliche Ordnung ein, und ihr erfüllt das Gesetz .... ihr gliedert euch dann wieder der Ewigen Liebe an, es gibt keine Trennung mehr, es gibt dann auch keinen Unvollkommenheits-Zustand, sondern ihr bewegt euch fortan in Kraft und Licht und Freiheit, weil ihr dann vollkommen geworden seid, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist ....

Amen


B.D. 7271                empfangen am  31.1.1959

Hat der Mensch freien Willen? ....

Dem menschlichen Willen gebiete Ich nicht, sondern Ich lasse ihm seine Freiheit. Und ob ihr Menschen auch immer wieder den freien Willen anzweifeln möchtet .... euer Denken und Wollen ist frei. Das werdet ihr nicht abstreiten können, auch wenn euch das Ausführen dessen, was ihr wollet, unterbunden wird durch fremden Willen oder auch schicksalsmäßig. Euer Denken und Wollen ist aber der Ausdruck eures innersten Empfindens, dem ihr jede Richtung geben könnet, denn das liegt in eurer Gewalt und wird nicht bestimmt vom Wollen eines anderen. Würdet ihr Menschen euch mehr mit der Freiheit eures Willens auseinandersetzen, dann würdet ihr auch euer Erdenleben betrachten lernen als gleichsam „Auswirkung“ eures Willens ....

Gerade umgekehrt aber folgert ihr; euren Lebenslauf mit allen seinen Geschehen sehet ihr an als Beweis für die Unfreiheit eures Willens, weil er oft nicht euren Wünschen entspricht und ihr dies also als Willenszwang betrachtet .... was aber in Wahrheit nur euer verkehrter Wille veranlaßt hat, wenn auch von Mir aus eben in eine solche Form gebracht, die für euch dienlich ist, auch wenn sie euch selbst nicht zusagt. Und auch in der mißlichsten Lage könnet ihr immer noch frei denken und wollen. Eine Tat ausführen ist erst der nächste Grad eures Willens, dem Ich aber auch nur selten Widerstand entgegensetze, sondern euch möglichst auch da Freiheit lasse, die jedoch mit Einschränkung verbunden ist. Und so könnet ihr also in Freiheit des Willens eure irdischen Lebenslagen zu regeln suchen, ihr könnt sie selbst in andere Bahnen lenken. Ihr könnt alles tun, um euch völlig veränderte Lebensverhältnisse zu schaffen .... es wird euch gelingen und manchmal auch nicht, denn ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung vermögt ihr nichts .... was aber niemals eure Willensfreiheit aufhebt. Denn ihr sollt unterscheiden lernen „freien Willen“ und „Ausführungsmöglichkeit“ ....

Solange ihr letztere nur als freien Willen anerkennet, hättet ihr wohl recht, denn diese ist immer noch von Meinem Willen oder Meiner Zustimmung abhängig. Ihr aber habt euch dereinst nur für euren Willen zu verantworten, der nicht von der Tat abhängig ist, aber ebenfalls beurteilt wird danach, ob und wie er genützt worden ist. Wille und Tat gehören wohl zusammen, denn der Wille ohne die Tat ist kein Wille, wenn der Mensch selbst seine Ausführung unterläßt oder verhindert. Und das sollet ihr kritisch an euch selbst beobachten, und darum wird euch immer wieder die Bedeutung eures freien (Willens, d. Hg.) vorgehalten, den ihr Menschen nicht leugnen könnet, wenn ihr ernstlich darüber nachdenkt, was darunter zu verstehen ist. Euer innerstes Denken und Wollen ist euer eigenster Besitz, und kein Mensch vermag euch daran zu hindern, welche Richtung ihr eurem Denken und Wollen gebt. Aber ihr selbst müsset euch darum auch verantworten, denn der freie Wille ist ein ganz bedeutsamer Faktor im Erdenleben, der Meinem Heilsplan zugrunde liegt, der Anlaß war des einstigen Abfalles von Mir und auch die endgültige Rückkehr zu Mir bewerkstelligen muß, ansonsten das Werk der Rückführung schon längst vollendet wäre, wenn Mein Wille allein es bestimmte, daß Meine Geschöpfe den Weg zu Mir gingen in festgesetzter Zeit. Daß dies der freie Wille des Menschen selbst bestimmt, ist so ungeheuer bedeutungsvoll, daß immer wieder den Menschen Aufklärung gegeben werden muß, die einen freien Willen abstreiten und darum sich selbst nicht bewußt sind der großen Verantwortung, die sich treiben lassen und glauben, willenlose Geschöpfe zu sein ihrem Gott und Schöpfer gegenüber, Der sie jedoch in Freiheit einst erschaffen hatte und ihnen auch wieder zu der Freiheit verhelfen will, die sie uranfänglich besaßen. Die Freiheit des Willens ist nicht nur ein Glaubensobjekt (Begriff?), sondern der Mensch kann sich durch ernstes Nachdenken die Gewißheit verschaffen, und er wird dann seinen Lebenswandel verantwortungsbewußt führen und sicher auch zum Ziel gelangen ....

Amen