Bertha Dudde 1891 - 1965

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Zur Suchanfrage wurden 7855 Kundgaben gefunden.
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Kundgabe
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Titel
4032
27.04.1947
Alle Materie geistig belebt ....
 
Auch die an sich leblos scheinende Materie trĂ€gt Leben in sich und muß daher als TrĂ€ger von Geistigem anerkannt werden, wenngleich es euch auch nicht verstĂ€ndlich ist, daß etwas Wesenhaftes die hĂ€rteste Materie zum Aufenthalt zugewiesen bekommen hat, worin es sich scheinbar nicht entfalten kann, also zur UntĂ€tigkeit gewissermaßen gezwungen ist. Doch Gott weiß um den Willen dieses Wesenhaften und hat ihm entsprechend die UmhĂŒllung ihm gegeben. Doch solange der Wille des Geistigen Gott widersetzlich ist, ist es auch nicht gewillt, eine TĂ€tigkeit zu verrichten nach dem Willen Gottes, also ist ihm auch die Möglichkeit versagt, sich dienend zu betĂ€tigen. TĂ€tigkeit aber bedeutet Leben, ein untĂ€tiges Wesen wird also in einem toten Zustand verharren, und daher wird seine HĂŒlle, die Materie, unendlich lange Zeit unverĂ€ndert bleiben. Und dennoch ist sie von etwas Wesenhaftem bewohnt, das eine harte Außenform als stĂ€ndigen Druck, als Fessel, spĂŒrt, um nun dazu angetrieben zu werden, seinen Widerstand aufzugeben, auf daß ihm Erleichterung seines qualvollen Zustandes wird. Es ist die Materie selbst gleichfalls Geistiges, das Gott-widersetzlich ist, das also seinen Entwicklungsgang erst beginnt. Dieses Geistige aber kann sich ebenfalls nur durch Dienen erlösen, und sein Dienen besteht darin, daß es dem schon reiferen Geistigen eine HĂŒlle ist, die ihm das Dienen ermöglicht. Es kann also durch seine Bereitwilligkeit, dem Geistigen in seiner AufwĂ€rtsentwicklung zu helfen, selbst reifen und langsam den Grad gewinnen, der auch ihm selbst eine HĂŒlle eintrĂ€gt und in welcher es zum Dienen zugelassen ist. Doch es wĂ€hret die Entwicklungsprozedur eine geraume Zeit, so daß also die Materie an sich lange Zeit benötigt, bevor sie gĂ€nzlich aufgelöst ist und von einem Überwinden dieser gesprochen werden kann. Es muß aber nun der Entwicklungsgang fortgesetzt werden, und dies so lange, bis viele geistige Wesenheiten sich vereinigt haben und was durch immer vollkommenere und grĂ¶ĂŸere Formen zum Ausdruck kommt. Solange die geistigen Wesenheiten die sogenannte tote Materie zum Aufenthalt haben, so lange ist der Zustand dieser Wesenheiten gleichbleibend, d.h., sie verharren im Gott-widersetzlichen Willen und können daher keine Änderung ihrer Umgebung und ihrer Außenform erwarten. Im Wissen von Ewigkeit ist aber die Materie so gefĂŒgt, daß das am ehesten in seinem Widerstand nachlassende Geistige den Ă€ußeren Rand der Materie belebt, weshalb auch die in endlos langer Zeit sich vollziehende geringe VerĂ€nderung von außen dem menschlichen Auge schwach erkennbar ist, wĂ€hrend das Innere der Materie unverĂ€ndert bleibt und das darin Gebundene nicht eher frei gibt, bis der Wille und die Macht Gottes eingreift und die Materie zerstört oder zerstören lĂ€sset. Dann kann auch das innere Geistige den Weg zum Licht nehmen, so es willig ist. Hat es einmal den Weg zum Licht gefunden, dann drĂ€ngt es ihm auch entgegen, denn auch die harte Materie spĂŒrt die Wohltat des Lichtes und lĂ€ĂŸt in seinem Widerstand gegen Gott immer mehr nach. Es ist aber der Zustand des Geistigen in dieser Materie ein völlig anderer als der in der weicheren Verformung, in der Pflanzen- und Tierwelt, wo das Leben ersichtlich ist fĂŒr das Menschenauge und darum auch etwas Wesenhaftes darin anerkannt wird. Denn in dieser Verformung kann das Geistige sich schon freier bewegen und tĂ€tig sein, wenn auch nach göttlichem Gesetz. Die harte Materie jedoch birgt gleichfalls Geistiges in sich, nur darum leblos, weil es völlig kraftlos und durch die AußenhĂŒlle gleichsam gefesselt ist. Etwas Gefesseltes kann sich nicht bewegen und erscheint darum tot, bis es die Fessel gesprengt hat. Es kĂ€mpfen gewissermaßen geistige Substanzen gegeneinander .... die Materie besteht aus unreiferen geistigen Substanzen, die im Zusammenschluß das schon reifere Geistige nicht entweichen lassen wollen, weil es ihre Bestimmung ist, jenem Aufenthalt zu gewĂ€hren. Das Geistige in der Materie hat schon einen höheren Intelligenzgrad, nur ist es durch seinen Widerstand gegen Gott außer Kraft gesetzt und kann sich daher nicht wehren oder frei machen von der ihm lĂ€stigen Fessel. Wird aber die Materie zerstört, dann entflieht es und bezieht eine andere Form, weil es wider Gottes Willen die Freiheit weder nĂŒtzen noch wohltuend empfinden kann. Ist der Zerstörungsakt dem göttlichen Willen gemĂ€ĂŸ vor sich gegangen, dann wird das Geistige eine Verformung beziehen, die Fortentwicklung fĂŒr dieses bedeutet, wĂ€hrend bei unplanmĂ€ĂŸiger Zerstörung .... durch menschlichen bösen Willen .... das Geistige wieder eine gleiche Form sucht, trotz der Qual, die es darin erduldet hat, weil alles Geistige vor der Verkörperung als Mensch dem Mußgesetz Gottes unterworfen ist. Jegliche Materie muß jedoch als HĂŒlle von Geistigem angesehen werden, das sich zur Höhe entwickeln soll, solange, wie diese Materie etwas Brauchbares vorstellt, so lange sie noch verwendet werden kann zu Dingen, die einen dienenden Zweck erfĂŒllen. Wird nun diese Materie durch Menschen zu Schöpfungen aller Art verwendet, dann verhilft der Mensch dem Geistigen in der Materie zum Dienen und also zur AufwĂ€rtsentwicklung, und darum ist emsiges Schaffen eines Menschen unvorstellbar segenbringend im geistigen Sinn, denn alles Geistige in der Materie drĂ€ngt dem Zustand des Lebens entgegen, das in gelockerten Formen erst möglich ist, nachdem sich bestimmte geistige Substanzen zusammengefunden haben zu gemeinsamem Wirken. Der Gang der AufwĂ€rtsentwicklung geht sonach so vor sich, daß jede Verformung als HĂŒlle geistiger Substanz betrachtet werden muß, die stĂ€ndig wechselt, jedoch im Beginn langen Zeitraum benötigt, bis der Zustand der TĂ€tigkeit, der Zustand des Lebens einsetzt, dann aber sich die in der Form befindlichen Seelensubstanzen mehren, also wohl von einer Seele gesprochen werden kann, die jedoch nicht mit einer Menschenseele verglichen werden darf, weil letztere alle Seelensubstanzen vereinigt .... (28.4.1947) Und so mĂŒsset ihr euch nun vorstellen, daß alles, was ihr sehet, von geistigen Wesenheiten belebt ist, jede Wesenheit ist ein Miniaturseelchen, deren unzĂ€hlige die menschliche Seele bilden. Auch die Materie selbst wird diesen Gang gehen, so ihre Substanzen so weit ausgereift sind, daß sie nun als selbst Wesenheit Aufenthalt nehmen können in dem, was sie zuvor selbst waren .... feste Materie. Es sind also gewissermaßen zwei EntwicklungsgĂ€nge zurĂŒckzulegen im Mußzustand .... einmal als Materie, dann aber auch als in der Materie gebundene Wesenheit, nur daß dieser zweite Entwicklungsgang bedeutend rascher geht, denn die Materie wird schneller zerstört als total aufgelöst, und solange sie brauchbar ist .... also zu Dingen verarbeitet werden kann, die einen nĂŒtzlichen Zweck haben .... entflieht das Geistige darin auch nicht, nur ist es oft lange Zeit ohne TĂ€tigkeit und leidet daher. Ist es dann Bewohner der mehr lebenverratenden Außenform, dann wird auch letztere einen rascheren Verwesungsprozeß durchmachen, weil die Substanzen der Ă€ußeren Form schon ausgereifter sind und bald selbst eine Außenform benötigen, um weiter aufwĂ€rtszusteigen. Den Gang durch die gesamte Schöpfung muß alles Geistige zurĂŒcklegen, ansonsten es nicht in einer Menschenseele das letzte Stadium durchleben könnte, denn diese ist gebildet aus allen irdischen Schöpfungen im kleinsten Maß. Alles, was der Mensch zu sehen vermag, ist in seiner Seele enthalten und so kunstvoll zusammengefĂŒgt, daß ihr nicht aufhören werdet zu schauen und zu staunen, so ihr als reine Geistwesen eure eigene Seele betrachtet .... Ihr höret es, aber ihr fasset es nicht, solange ihr auf Erden weilet, dennoch wird euch Kenntnis davon gegeben, auf daß ihr, die ihr zum Lehramt berufen seid in der letzten Zeit vor dem Ende, recht unterrichtet seid, auf daß ihr euch den Gang der AufwĂ€rtsentwicklung wahrheitsgemĂ€ĂŸ vorstellen könnt und auch Aufschluß geben könnt, so es von euch gefordert wird. Doch das Wissen davon ist nicht unbedingt nötig fĂŒr Menschen, die geistig wenig streben und denen daher vor allem das Liebegebot gepredigt werden soll, auf daß sie ihre Seelengestaltung in Angriff nehmen. Nur sollen sie wissen um den endlos langen Gang ihrer Seele zuvor, auf daß sie sich der großen Verantwortung bewußt sind, die sie ihrer Seele gegenĂŒber tragen .... __Amen
 
3956
12.01.1947
Materie unwirksame Kraft .... Erlösung durch erhöht wir...
 
Gerichtete Materie ist die zur Form gewordene Kraft Gottes, die Ihm gĂ€nzlich widersetzlich geworden ist, indem sie als von Ihm geschaffenes Geistiges die Bestimmung nicht mehr erkannte, die dem Geistigen oblag. Also ist die Materie das in Gottferne stehende Geistige, das durch Gottes Willen gebunden wurde, d.h. seiner uranfĂ€nglichen Freiheit und Kraft beraubt, weil es selbst, also aus eigenem Willen der Kraft Gottes entflohen ist. Folglich ist die Materie wohl als einstmalige Kraftausstrahlung Gottes anzusprechen, jedoch ohne Kraftwirkung, es ist fĂŒr die Zeitdauer der bestehenden Form ungenĂŒtzt bleibende Kraft und also nicht der göttlichen Grundordnung entsprechend, wie alles, was Gott-widersetzlich sich einstellt, nicht in Seiner ewigen Ordnung stehen kann. Es wird aber von Gott einst ausgegangene Kraft nicht Ewigkeiten hindurch ohne Wirkung bleiben können, weil dies ein Verringern göttlicher Kraft bedeuten wĂŒrde und dies ewiglich nicht möglich ist, sondern dieser unwirksam gewordenen Kraft wird erhöht wirkende geistige Kraft aus Gott entgegengesetzt, so daß der Vorgang der Kraftentfaltung, des Regens der brachliegenden Kraft, beginnt. Es wird das zur Form, zur Materie gewordene Geistige durch Einwirkung göttlicher Ausstrahlung angeregt zur TĂ€tigkeit, die jedoch nun nicht mehr dem eigenen Willen, sondern dem Willen Gottes entspricht .... Es muß sich das Ihm widersetzlich eingestellte Geistige unterwerfen, wenn es der Kraftzuwendung von außen teilhaftig werden will, wenn es wieder zur TĂ€tigkeit zugelassen werden will und dadurch, wenn auch nach endlos langer Zeit, seinen Urzustand, unbeschrĂ€nkte Kraftnutzung in Willensfreiheit, erreichen will. Es kann das RĂŒckversetzen in diesen Urzustand nur geschehen durch außergewöhnliche Kraftentwicklung und Zufuhr dieser von seiten des im Willen Gottes wirkenden Geistigen, ansonsten die verhĂ€rtete Kraft, die Materie, ewig im Gott-widersetzlichen Willen verharren wĂŒrde und ewiglich unerlöst blieb .... Es muß Liebe zum Unerlösten eine erhöhte Kraftwirkung auslösen und dadurch das gebundene Geistige zur Aufgabe seines Widerstandes gegen Gott veranlaßt werden, dann erst wird auch die zur Materie geformte Kraft in ein Anfangsstadium von TĂ€tigkeit versetzt. (13.1.1947) Erhöht auf die Materie einwirkende Gegenkraft hat zur Folge, daß die in ihr gebannte Kraft auflebt, daß sie sich zu Ă€ußern sucht, daß also eine geringe VerĂ€nderung an der Materie selbst durch das in ihr erwachende Leben zu spĂŒren ist. Das gebundene Geistige wird sich seiner eigentlichen Bestimmung bewußt, es spĂŒrt einen verstĂ€rkten Drang in sich nach TĂ€tigkeit, und es sucht diesen Drang zu befriedigen. In keiner Weise jedoch kann es frei wirken, sondern die Art der KraftĂ€ußerung ist ihm vorgeschrieben, d.h., es muß nach göttlichem Willen tĂ€tig sein, es muß sich dem Gesetz der ewigen Ordnung unterstellen, es kann nicht selbst wollen in Freiheit, sondern jegliche TĂ€tigkeit fĂŒhrt es aus in einem gewissen Mußzustand, vorausgesetzt, daß es die Kraft in sich zur Auswirkung kommen lassen will. Denn es kann auch der ihm zuströmenden Kraft Abwehr entgegensetzen, dann bleibt der regungslose Zustand der Materie bestehen, dann ist diese in einem Zustand des Todes, also völlig ohne Kraft und Leben scheinend. Und doch ist sie im Grunde des Grundes von Gott ausgehende Kraft, nur ohne jegliche Wirkung und somit der ewigen Ordnung widersprechend. Also kann die Materie an sich auch niemals etwas Begehrenswertes sein fĂŒr das reifere Geistige, sondern sie muß erkannt werden als etwas Gott-widerspenstiges, solange ihr nicht eine dienende TĂ€tigkeit obliegt. Der Zweck und Sinn eines Schöpfungswerkes, von Gottes- oder Menschenhand hervorgegangen, gibt auch der Materie erst den Wert, denn er beweiset den Willen des gebannten Geistigen zur TĂ€tigkeit. (14.1.1947) Die Materie ist also etwas Unerlöstes, sie ist eine Kraftstation, die gewissermaßen außer Betrieb gesetzt ist und die durch eine starke Willenskraft von außen erst wieder in Betrieb gesetzt werden muß .... Sie ist ferner eine Sammelzentrale von ins Weltall verströmender Lebenskraft, die als erhöht wirksam sich mit der unwirksamen Kraft zu verbinden sucht, um erhöhte Leistungen hervorzubringen, als welche nun jegliches Werden und Leben in der Natur sowohl als auch brauchbare Schöpfungen, aus Menschenhand hervorgegangen, anzusehen sind. Es ist die Materie verhĂ€rtete Kraft, wĂ€hrend die ins Weltall verströmende Lebenskraft als von Gott direkt ausgehend noch in vollster Wirksamkeit und also ĂŒberaus regsam und Leben-erweckend ist und alle jene untĂ€tigen KrĂ€fte zur TĂ€tigkeit treiben kann, sofern sie zu diesen Zutritt findet. Doch dies entscheidet der in der Materie gebundene Wille .... Denn die VerhĂ€rtung der Materie war Folge des Gott-widersetzlichen Willens der von Ihm erschaffenen Wesen, also muß die Erweichung der Materie entsprechend des Aufgebens ihres Widerstandes gegen Gott stattfinden. Von sich aus wĂŒrde das Wesenhafte in der Materie niemals den Widerstand aufgeben, durch die Zufuhr von Kraft aber, die den göttlichen Willen in sich trĂ€gt, kann eine WillensĂ€nderung des in der verhĂ€rteten Materie gebundenen Wesenhaften vor sich gehen, weil es die Wohltat einer wirksamen Kraft empfindet und dies Anreiz ist zu einer TĂ€tigkeit, wo seine Kraft zur Entfaltung kommen kann. Die Materie ist also etwas Gott-Widersetzliches, solange sie nicht zur dienenden TĂ€tigkeit zugelassen ist, sie hat aber ihren Widerstand aufgegeben, sowie die aus ihr geformten Schöpfungen einen dienenden Zweck verrichten .... Und daraus geht hervor, daß auch der Mensch außerordentlich zur Erlösung der Materie beitrĂ€gt, sowie aus seiner schöpferischen Hand Dinge hervorgehen, die zum Nutzen von Mensch und Tier bestimmt sind, sowie er der Materie eine dienende TĂ€tigkeit zuweiset, die dem in ihr gebundenen Wesenhaften die Möglichkeit gibt, sich einmal zu befreien und der sie umhĂŒllenden Form zu entfliehen, sowie diese ihren dienenden Zweck erfĂŒllt hat, also völlig unbrauchbar geworden ist und einer neuen Verformung harrt. Es ist darum die unermĂŒdliche TĂ€tigkeit der Menschen von grĂ¶ĂŸter Wichtigkeit, bedeutet doch der Mensch fĂŒr die unerlöste Materie und fĂŒr das darin gebundene Wesenhafte jene erhöhte KraftĂ€ußerung, durch welche die ungenĂŒtzte Kraft zur TĂ€tigkeit angeregt wird, auf daß die Erlösung des Gebundenen beginnen kann .... __Amen
 
3912
23.10.1946
Vernichten und Zerstören der Materie wider Gottes Ordnun...
 
Wie sich das Geistige in der Materie zu ihr selbst verhĂ€lt, so ist diese Materie auch zu bewerten .... Empfindet es die Materie als Fessel, dann sucht es ihr zu entfliehen, es sucht sie zu sprengen, und so bringt die Materie es zuwege, daß sich der Wille des Geistigen wandelt, daß sich das Geistige zum Dienen entschließet, um seiner Fessel ledig zu werden. Das Geistige also empfindet die Materie als ein Gericht .... Der Mensch aber strebt in seinem verkehrten Denken und Wollen die Materie an, die er ĂŒberwinden soll wĂ€hrend der kurzen Zeit seines Erdenwandels. Der Mensch kann im freien Willen sich von ihr lösen, nur die körperliche HĂŒlle umgibt noch das Geistige in ihm, und diese HĂŒlle ist nicht mehr so drĂŒckend, so daß er sie ertragen kann und sie daher weniger als Fessel empfindet, wo sein Wille in rechter Richtung tĂ€tig ist. Nur der verkehrt gerichtete Wille macht die Fessel spĂŒrbar, weil ihm dann durch Gottes Liebe und Weisheit gezeigt wird, daß sein Streben ein verkehrtes ist, weil er durch körperliche Belastung an sich selbst das Wertlose der Materie erkennen soll, um sie als unwichtig zu betrachten und nur dem Geistigen in sich Beachtung zu schenken. Dennoch bleibt der Mensch wĂ€hrend seines Erdenlebens in stĂ€ndiger Verbindung mit der Materie, weil er dieser, d.h. dem Geistigen in der Materie, helfen soll, sich zu lösen aus ihr .... weil er der Materie eine Möglichkeit schaffen soll, ihren dienenden Zweck zu erfĂŒllen .... also sie zu nĂŒtzen in rechter Weise. Die Liebe des Herzens darf der Materie nicht gelten, doch die Liebe zu dem Unerlösten in der Materie soll den Menschen bewegen, Materie zu verwerten und aus ihr wieder Formen zu schaffen, die sinn- und zweckvoll sind fĂŒr das Erhalten und Bestehen anderer Schöpfungen, fĂŒr Menschen und Tiere .... Darum ist ein Vernichten und Zerstören von Materie wider Gottes Ordnung, solange der Zweck einer solchen Zerstörung nicht ein Umformen zu Schöpfungen ist, die dem NĂ€chsten zum Segen gereichen. Nur in diesem Sinn darf die Materie begehrt und verwertet werden; niemals aber soll sich der Mensch an Materie zu bereichern suchen, niemals soll ihn ihre Gewinnung vom geistigen Streben abhalten, d.h., niemals darf er das Verlangen nach irdischem Besitz dem Streben nach geistigem Gut voransetzen, denn dann verkennt er das eigentliche Wesen der Materie, die in sich unreifes Geistiges birgt, das noch im Anfang seiner Entwicklung steht. Die langsame AufwĂ€rtsentwicklung des von Gott in weitester Entfernung befindlichen Geistigen kann nur im gebundenen Willen stattfinden, weil es den freien Willen mißbraucht fort und fort und nimmermehr zu Gott zurĂŒckfinden wĂŒrde. Es muß der verkehrte Wille des Geistigen in eine Richtung gelenkt werden, die es jedoch nicht einzuschlagen braucht, wenn es sich widersetzen will .... Es muß ein Druck auf das Geistige ausgeĂŒbt werden, den das Geistige unertrĂ€glich empfindet und dem es entfliehen will. Das ursprĂŒnglich frei wirken-könnende Geistige wird durch einen harten Gegenwillen gehindert an seinem Wirken, und den harten Gegenwillen setzet ihm Gott Selbst gegenĂŒber durch die Materie, durch eine Ă€ußerst harte Außenform, die das Geistige nicht zu durchbrechen vermag, weil es in seinem Gott-fernen Zustand völlig ohne Kraft ist. FĂŒr das kraftvolle Geistige ist die Materie kein Widerstand, sondern im Moment auflösbar. Es muß also das Geistige in der Materie seine Ohnmacht fĂŒhlen, ansonsten es nimmermehr dem Kraftquell von Ewigkeit zustreben wĂŒrde. Und solange es Gott gĂ€nzlich widersetzlich ist, bleibt es in dem kraftlosen, also toten Zustand, bis es selbst in seinem Widerstand nachlĂ€ĂŸt, bis es bereit ist zu einer dienenden TĂ€tigkeit, um seinen qualvollen Zustand um ein geringes zu verbessern. Je hĂ€rter die Materie ist, desto Gott-widersetzlicheres Geistiges birgt sie in sich, und desto schĂ€dlicher wirkt sich das Anstreben von Materie auf den Menschen aus. Erst wenn der Widerstand gegen Gott um ein betrĂ€chtliches nachgelassen hat, ist auch die Außenform weicher und nachgiebiger, und das Geistige kann in immer kĂŒrzerer Zeit seiner Verformung entfliehen, um zuletzt im Menschen die letzte Willensprobe auf Erden durchzumachen, wo das Geistige zwar auch noch von einer materiellen HĂŒlle umschlossen ist, die jedoch keinerlei Zwang mehr auf seinen Willen ausĂŒbt, den er aber nun recht gebrauchen muß, will er seiner materiellen HĂŒlle ledig werden und als völlig freies Wesen wieder eingehen in das geistige Reich, will er seinen Urzustand wieder erreichen, schaffend und gestaltend tĂ€tig zu sein, wie es seine Bestimmung ist .... __Amen
 
4466
21.10.1948
Einfluß der Materie auf den Menschen ....
 
Die gerichtete Materie ĂŒbt großen Einfluß auf den Menschen aus insofern, als das darin gebundene Geistige ihn bedrĂ€ngt, sich mit ihr zu vereinigen, was also sich auswirkt im Verlangen des Menschen nach ihrem Besitz. Es drĂ€ngt sich das in der Materie gebundene Geistige in die Liebe des Menschen .... es sucht sich ihm unentbehrlich zu machen, es strebt den Zusammenschluß mit dem Menschen an, weil es sich dadurch stĂ€rker fĂŒhlt im Widerstand gegen Gott. Denn es spĂŒrt auch den Widerstand, in dem der Mensch noch gegen Gott verharrt, bzw. es drĂ€ngt den Menschen zu, die noch in ihrer Unreife Gott widerstehen. Und diese Menschen lassen sich auch leicht beeinflussen. Sie stehen selbst in grĂ¶ĂŸtem Verlangen nach der Materie, und also schließt sich Gleichgeistiges zusammen, das nur auf verschiedener Entwicklungsstufe steht. Der Mensch aber ist in Gefahr, von seiner schon höheren Entwicklungsstufe herabzusinken, so er sich an die Materie kettet, weshalb er nicht genug gewarnt werden kann, Materie anzustreben, und stĂ€ndig ermahnt wird, sie zu ĂŒberwinden. Das Geistige in der Materie kann zwar auch dienstwillig sein und dem Menschen in seiner AufwĂ€rtsentwicklung helfen, wie auch umgekehrt der Mensch dem in der Materie gebundenen Geistigen zum Aufstieg verhelfen kann. Doch dann handelt es sich um GebrauchsgegenstĂ€nde, die nicht die Besitzgier des Menschen entfachen, also nicht die verkehrte Liebe im Menschen nach materiellem Besitz erwecken. Sowie die Materie dem Menschen dienet, ist auch der Widerstand gegen Gott schon gebrochen; Materie aber, die keinen dienenden Zweck erfĂŒllt, wird oft ein vermehrtes Verlangen im Menschen erwecken, sie zu besitzen, und diese Materie ist es, die fĂŒr die Seele des Menschen als Gefahr gilt, denn der Einfluß von ihr auf die Seele ist groß und kann sich so auswirken, daß die Seele selbst sinkt bis zu dem Stadium, in dem sie wieder in der Materie verkörpert wird. Dann hat das gebundene Geistige erreicht, was es wollte .... es hat das freie Geistige zu sich herabgezogen und gewissermaßen die eigene Kraft verstĂ€rkt .... der Mensch ist dem Einfluß des Gegners von Gott zum Opfer gefallen, der auf seinen Willen eingewirkt hat, ihn in verkehrter Richtung zu gebrauchen, der ihm die tote Materie stĂ€ndig vorstellt, um ihn zum RĂŒckfall zu bewegen, weil er dadurch sein Reich, seine Macht und Gewalt vergrĂ¶ĂŸert und es die Gott-feindlichen Wesen zu stĂ€ndigem Widerstand anregt. Was sich Gott zuwendet, geht ihm verloren, und dies versucht er mit allen Mitteln zu hintertreiben. Die Materie selbst, d.h. das in ihr gebundene Geistige, ist in seiner Unreife ihm noch hörig, wenngleich der Gegner Gottes nicht bestimmend auf das Geistige einwirken kann. Da das Geistige selbst aber den Widerstand gegen Gott nicht aufgegeben hat, drĂ€ngt es auch den Menschen zu, die im gleichen Widerstand sich befinden, die vom Gegner Gottes auf die Materie hingewiesen werden, denen er die Materie als Lockmittel der Welt vors Auge stellt. Der Mensch kann sich jenem Einfluß entziehen oder ihm wehren durch seinen Willen, doch oft nĂŒtzet er die Freiheit des Willens in verkehrter Weise und gibt dem DrĂ€ngen des Feindes seiner Seele nach .... Darum ist der Kampf gegen die Materie der eigentliche Kampf, den der Mensch im Erdenleben fĂŒhren soll, denn so er diese ĂŒberwunden hat, ist auch sein Aufstieg gesichert, weil es dann nichts gibt, was ihn auf der Erde zurĂŒckhĂ€lt, und dann seine Seele sich aufschwingen kann in geistige SphĂ€ren, weil sie dann von nichts mehr gehindert wird im Flug zur Höhe und also keine Gefahr mehr besteht, zurĂŒckzusinken in das Stadium, das sie lĂ€ngst schon ĂŒberwunden hat, und der Mensch gleichzeitig dann dem Geistigen in «der» Materie zum Aufstieg verhilft, die er nĂŒtzet, und ihm dadurch zum Dienen verhilft, wodurch das Geistige in der Materie sich erlösen kann aus jeder Form, bis es endlich auch das letzte Stadium erreicht hat und dienen kann als Mensch im freien Willen .... __Amen
 
2789
26.06.1943
Materie .... VerÀnderung - AufwÀrtsentwicklung .... Die...
 
Der immerwĂ€hrende VerĂ€nderungsprozeß ist an allen Schöpfungen zu beobachten und muß also nach göttlichem Willen vor sich gehen, weil kein anderes Wesen seinen Willen an den Schöpfungswerken zur AusfĂŒhrung bringen kann. Es liegt im Willen Gottes, daß sich das Geistige, das in den Schöpfungswerken gebunden ist, wandle, und diese Wandlung kann nur vor sich gehen, wenn auch die Außenform eine Wandlung durchmacht, und diese Ă€ußere Wandlung ist sonach das eigentliche Leben des Geistigen, sie ist gewissermaßen das sichtbare Zeichen einer AufwĂ€rtsentwicklung des darin sich bergenden Geistigen, denn solange dieses in seinem Widerstand gegen Gott verharrt, bleibt auch die Außenform fast unverĂ€ndert bestehen. Daraus ist zu folgern, daß jegliche feste Materie, die durch lange Zeit hindurch in ihrer Art und Beschaffenheit verbleibt, Gott widersetzliches Geistiges in sich birgt und daß diese Materie vom Menschen nicht angestrebt werden sollte, wenn sie nicht fĂŒr einen dienenden Zweck benötigt wird. Wird die Materie dazu verwandt, Dinge zu formen, die dem Menschen nĂŒtzlich sind, dann trĂ€gt der Mensch selbst zur Umgestaltung solcher Außenformen bei .... bleibt aber eine Außenform bestehen und wird sie um dieser Außenform willen begehrt von den Menschen, dann ist der Mensch in Gefahr, von der Materie beherrscht zu werden, und es ist dies ein Nachteil fĂŒr seine Seele. Es gibt zahllose Dinge, die zur sogenannten toten Materie gerechnet werden könnten und die vom Menschen begehrt werden, ohne daß sie einen dienenden Zweck erfĂŒllen .... Es sind dies SchmuckgegenstĂ€nde aller Arten, die lediglich Freude am irdischen Besitz auslösen, ohne einen Zweck zu erfĂŒllen. Sie sind nur ein Lockmittel der Welt, solange sie zur ErfĂŒllung eigener Begierden dienen und nicht in dienender NĂ€chstenliebe ihren Zweck erfĂŒllen Das in dieser Materie gebundene Geistige fesselt die Sinne des Menschen an sich, und es bedeutet dies fĂŒr letzteren einen geistigen RĂŒckschritt, da er etwas verlangt, was er lĂ€ngst ĂŒberwunden hat, und das Geistige in der Materie findet durch die Begierde des Menschen UnterstĂŒtzung, indem dieser den Besitz dessen anstrebt, was er begehrt, und er dem Geistigen in der Form Gelegenheit gibt, lange in der Form zu verharren. Was aber sich in seiner Außenform nicht verĂ€ndert, schreitet auch nicht in der AufwĂ€rtsentwicklung fort .... (27.6.1943) Die solcherart feste Materie als Besitz zu begehren ist von Ă€ußerstem Nachteil fĂŒr die Seele des Menschen, denn es macht sich dieser zum Sklaven der Materie, sie besiegt ihn, anstatt daß der Mensch die Materie besiegt. GegenstĂ€nde, die geschaffen werden von menschlichen HĂ€nden, denen aber kein dienender Zweck obliegt, sind gleichfalls dazu geeignet, menschliche Begierde zu erwecken, und verharren nun lange Zeiten in ihrer Form, und es ist das Geistige darin auf ebensolange Zeit gebunden. Es kann sich nicht zur Höhe entwickeln, weil es gehindert ist am Dienen, weil ihm zwar der Wille dazu mangelt, aber der Mensch diesem Geistigen auch nicht hilft, indem er die feste Materie sorgsam vor jeder VerĂ€nderung schĂŒtzt und so den Zwang um das Geistige verlĂ€ngert durch seine Liebe zur toten Materie. Ebenso sind auch GebrauchsgegenstĂ€nde, deren eigentliche Bestimmung eine dienende ist, die aber ihrem eigentlichen Zweck nicht zugefĂŒhrt werden wieder aus Liebe zur Materie, fĂŒr das darin sich bergende Geistige eine qualvolle Fessel, so lange, wie der Mensch in seiner Liebe zu solchen Dingen verharrt .... wenn nicht durch göttlichen Willen die Außenform verĂ€ndert wird, d.h., wenn wider den menschlichen Willen solche GegenstĂ€nde zerstört werden durch vielerlei Ursachen. Dann ist das Geistige in der Form gewillt zum Dienen, und die Außenfessel wird trotz menschlicher Liebe zu ihr gelockert oder zerstört. Eine VerĂ€nderung der Außenform, also jeglicher Schöpfungswerke, muß vor sich gehen, sollen diese Werke ihren Zweck erfĂŒllen, es muß das Geistige in jedem Schöpfungswerk reifen durch Dienen und dann wieder freigegeben werden zur nĂ€chsten Stufe seiner Entwicklung. Die Liebe des Menschen zur Materie verlĂ€ngert den Zwangszustand des Geistigen darin, das hartnĂ€ckige Geistige, das in seinem Widerstand gegen Gott nicht nachlĂ€ĂŸt, beeinflußt nun auch das Denken der Menschen, sich mit ihm zu verbinden, es treibt also zum Materialismus und richtet große seelische Verheerungen an unter der Menschheit. Dennoch empfindet dieses Geistige den Zwang, den die Außenform ihm bereitet, und es sucht widerrechtlich ihm zu entfliehen .... es sucht das menschliche Denken zu verwirren, d.h., Gott-gegnerische KrĂ€fte benĂŒtzen die SchwĂ€che des Menschen fĂŒr die tote Materie, um sie zur Lieblosigkeit gegeneinander aufzuhetzen, sich widerrechtlich die Materie des Mitmenschen anzueignen und dies nötigenfalls durch Gewalt zu erreichen, die auch zerstörend auf die Materie sich auswirken kann. Es glaubt das Geistige in seiner Unkenntnis, dann frei zu sein, wenn seine Außenform durch die Lieblosigkeit der Menschen zerstört wird. Ein gewaltsames Zerstören also ist niemals geistiger Fortschritt, sondern widerrechtlich unterbrochener Entwicklungsgang, denn das Freiwerden aus einer Form hĂ€ngt nur davon ab, ob diese Form einen dienenden Zweck erfĂŒllt. Und ebenso muß das Zerstören einer Außenform den Willen zur Ursache haben, aus dieser etwas Neues herzustellen, das wieder einen dienenden Zweck erfĂŒllt. Dann ist die VerĂ€nderung der Außenform gottgewollt und fĂŒr das Geistige darin ein Aufstieg zu Höhe .... __Amen
 
4489
18.11.1948
Entstehung der Materie .... Was ist Materie? ....
 
Es besteht ein Gesetz, demzufolge jegliche Materie der Auflösung entgegengeht, sowie ihre Substanzen unbrauchbar geworden sind, also gewissermaßen die Bindekraft verloren haben. Sie zerfĂ€llt dann in sich selbst und kann auch in ihren Restbestandteilen nur noch eine Neuformung erfahren mit anderer Materie zusammen. Der Vorgang der Auflösung der Materie findet im Universum stets und stĂ€ndig statt, wo irdisch materielle Schöpfungen bestehen, wie aber auch stĂ€ndig Materie neu entsteht, also immer wieder Stoffe zusammengefĂŒgt werden unter Verwendung aufgelöster Materie. Der Mensch kann wohl die Materie an sich auf ihre Bestandteile untersuchen, er kann aber nicht feststellen den Ursprung und die Urbestandteile dessen, was sein Auge sieht .... Er sieht nur das immerwĂ€hrende Werden und Vergehen und Entstehen wieder neuer Schöpfungen, doch was ursprĂŒnglich war, das weiß er nicht, so es ihm nicht durch seinen Geist kundgetan wird. Denn die Materie ist eine Neuschaffung, sie ist nicht von Ewigkeit. Sie besteht, ist dem menschlichen Auge sichtbar und ist doch im Grunde des Grundes Geistiges, also Kraft, die man nicht sehen kann mit leiblichen Augen. Sie ist eine Ausstrahlung Gottes, durch Seinen Willen zur Form geworden .... UnverstĂ€ndlich ist dieser Akt und wird es auch bleiben .... es ist: sich von Gott entfernende Kraft, die sich festigt bis zur VerhĂ€rtung, je weiter sie sich von Gott entfernt .... Also ist diese Kraft mit Willen beseelt, nur ist dieser Wille gebunden, so er von Gott abstrebt .... Es ist Geistiges, das den Gott-widersetzlichen Willen in sich trĂ€gt, wĂ€hrend das Geistige, die Kraftausstrahlung Gottes, die in Seinem Willen verbleibt, auch in Seiner NĂ€he bleibt und Lichtschöpfungen ergibt, also den schöpferischen Willen Gottes anregt zu Gebilden herrlichster Art, die aber stĂ€ndig wandlungsfĂ€hig sind, dabei unvergĂ€nglich und die Wesen entzĂŒckend, die als völlig im Willen Gottes stehend, Seine Kraftausstrahlung empfangen zu gleichfalls schöpferischer TĂ€tigkeit. Was also völlig dem Willen Gottes entspricht, ist nicht materiell, was materiell sichtbar ist, trĂ€gt in verschiedenem Grade den Gott-widersetzlichen Willen in sich und ist darum zur Form gewordenes Geistiges, von Gott ausgehende Kraft, die nicht so bleibt, wie sie von Gott ausgeht, so sie sich von Gott entfernt .... __Von Gott sich entfernende Kraft aber vermindert sich in ihrer Wirksamkeit, die Materie erscheint ohne Leben, sie ist im Zustand des Todes, der Kraftlosigkeit und also daraus folgender UntĂ€tigkeit .... ohne Leben, das ununterbrochene TĂ€tigkeit bedeutet. WĂ€re das Geistige völlig empfindungslos, dann wĂŒrde der Kraftlosigkeitszustand von dem Geistigen nicht gespĂŒrt, doch weil das Geistige den Freiheitszustand gekannt hat zuvor als freier Geist in GottnĂ€he .... oder auch als Mensch im letzten Stadium der Entwicklung auf dieser Erdenschöpfung .... und sich seiner Existenz voll bewußt ist, empfindet es den kraftlosen Zustand als Qual, die nun wohl dazu beitragen kann, den Widerstand gegen Gott aufzugeben, was erkennbar ist durch eine minimal beginnende TĂ€tigkeit, die eine baldige VerĂ€nderung der harten Materie zur Folge hat .... (19.11.1948) Je mehr Leben ein Schöpfungswerk verrĂ€t, desto geringer ist die Entfernung von Gott geworden und desto mehr nimmt das Geistige seine ursprĂŒngliche Beschaffenheit an, es wird wieder zu Kraft und Licht, je nĂ€her es Gott kommt, bis es zuletzt wieder innig mit Gott verschmolzen ist. Die Materie ist also von Gott ausgegangene Kraft, die sich verdichtet und zuletzt verhĂ€rtet hat, je weiter sie von Gott entfernt ist. Die Materie an sich ist vergĂ€nglich, weil sie sich wieder auflösen kann in ihren Urzustand, die Kraft aber ist unvergĂ€nglich, sie bleibt bestehen, weil sie eine Ausstrahlung Gottes ist, die sich wohl in ihrer Form verĂ€ndern, aber niemals gĂ€nzlich vergehen kann. Die VerĂ€nderung der Materie aber ist gleichfalls Gesetz, sie «kann» nicht ewig so bestehenbleiben, wie sie in Erscheinung tritt, weil sie stets mit «der» Kraft aus Gott, die noch als Kraft «wirksam» ist, in BerĂŒhrung kommt und diese Wirksamkeit eben als VerĂ€nderung der Materie zum Ausdruck kommt. In welchem Grade die Kraft aus Gott auf die Materie einwirkt, ist abhĂ€ngig von dem Widerstand des Geistigen, das diese Materie birgt. Aber auch der stĂ€rkste Widerstand gegen Gott wird einmal gebrochen, weshalb auch von Zeit zu Zeit Gewaltauflösungen in der Schöpfung vor sich gehen, die jegliche Materie zerstören und in anderer Form wieder erstehen lassen, weil die Kraft aus Gott unentwegt tĂ€tig ist und auch das aus ihr hervorgegangene Geistige zu höchster TĂ€tigkeit veranlassen will, weil TĂ€tigkeit allein beseligend, weil sie allein Leben ist .... __Amen
 
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04.09.1945
Tote Materie .... TĂ€tigkeit .... Leben ....
 
Unmerklich ist die VerĂ€nderung, die an der scheinbar toten Materie vor sich geht, und darum kann der Mensch kein Leben darin feststellen. Doch in langen ZeitrĂ€umen nimmt auch diese Materie eine andere Form an, weil jede TĂ€tigkeit, auch die minimalste, eine Neugestaltung oder Umformung der Materie zuwege bringt und TĂ€tigkeit Leben ist. Es ist der Umformungsprozeß, wenn er nicht durch Menschenhand ausgefĂŒhrt wird, oft von sehr langer Dauer bei Schöpfungswerken, auf die der menschliche Wille wenig Einfluß hat, also bei Naturschöpfungen, denn er wird dem göttlichen Willen gemĂ€ĂŸ sich vollziehen. Gott weiß um den Widerstand des in der Materie gebundenen Geistigen, und je nach dessen Willen zur TĂ€tigkeit verringert sich die starre Leblosigkeit; die TĂ€tigkeit setzt ein nach dem Willen Gottes, und die Materie wandelt sich, wenn auch in kaum merklicher Weise. Und es gibt nichts in der irdischen Schöpfung, was diese langsame Umwandlung nicht aufzuweisen hĂ€tte, wenngleich das menschliche Auge es nicht ersieht, weil sie ĂŒberaus langsam vor sich geht. Doch alles in der Schöpfung auf Erden befindet sich in langsamer AufwĂ€rtsentwicklung, dem Mußgesetz unterworfen .... Folglich verharrt auch nichts in der gleichen Form, sondern es verĂ€ndert sich, teils langsam, teils schnell, je nach dem Widerstand, den das Geistige in den Schöpfungswerken Gott entgegensetzt. Und also gibt es auf Erden nichts Totes, d.h. in sich Lebloses, sondern alles birgt Leben, denn das Geistige auch in der hĂ€rtesten Materie hat den Drang nach TĂ€tigkeit, und es liegt nur an seinem Willen, ob es diese TĂ€tigkeit ausfĂŒhren kann, im Gegensatz zu dem Zustand des Todes im Jenseits, wo dem Geistigen jegliche Kraft fehlt zur TĂ€tigkeit, wo es völlig untĂ€tig verharrt, aber dennoch im Bewußtsein seiner Existenz ist. Darum ist der Zustand des gebundenen Willens in der Materie dem Zustand des Todes im Jenseits noch vorzuziehen, weil er einmal sich verbessert, wenn auch nach endlos langer Zeit, weil das Geistige in der Materie den Drang hat nach Freiheit und den Willen nur in rechter Richtung zu lenken braucht, wohingegen der Wille des Wesens im Jenseits völlig geschwĂ€cht ist und es ihn darum nicht mehr nĂŒtzet .... Es verharrt völlig willenlos im toten Zustand und versinkt immer mehr in die Tiefe, bis es als erkaltete Masse genĂŒtzet wird, als HĂŒlle des Geistigen, als selbst Materie, die nun von dem Willen des sich in ihr bergenden Geistigen abhĂ€ngig ist, wie lange die Materie unverĂ€ndert besteht. Denn es muß ein Unterschied gemacht werden zwischen dem Geistigen, das gebunden ist in der Materie, und der Materie selbst, die gleichfalls Geistiges ist, doch um vieles Gott-widersetzlicher .... Die harte Materie an sich könnte daher tot genannt werden, doch das in ihr sich bergende Geistige gibt ihr Leben, so daß auch fĂŒr sie einmal der Prozeß der Auflösung beginnt und somit auch der Anfang der AufwĂ€rtsentwicklung in einer neuen Erlösungsepoche. Das Geistige in der Materie kann aus ihr entfliehen, sowie sie zerstört wird, und in einer neuen Form, die weniger hart ist, seine Entwicklung fortsetzen, doch die Materie selbst ist noch nicht aufgelöst und wird wieder von Geistigem in entsprechendem Widerstandswillen belebt, so daß die Materie oft endlose Zeiten solchem Geistigen Aufenthalt gewĂ€hrt, ehe sie selbst sich auflösen kann. Der Zustand des Todes ist so qualvoll, daß er die tiefste Hölle bedeutet, und die KrĂ€fte der Unterwelt sind erst zufrieden, so sie die Seele in diesen Zustand gebracht haben, weil er Ă€ußerste Gottferne bedeutet, also Entziehung jeglicher Kraft aus Gott. Gott aber erbarmet Sich auch dieses Geistigen und gibt ihm die Möglichkeit, sich wieder zu erlösen aus dem toten Zustand. Doch Ewigkeiten vergehen, bevor dieser Erlösungsprozeß einsetzt, der wieder unendliche Zeiten erfordert, ehe er beendet ist .... __Amen
 
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31.03.1940
Freies Entscheiden zwischen Materie und Geist ....
 
WĂ€hlet zwischen der Materie und dem Geist .... entscheidet euch fĂŒr den Zustand des Gebannten oder den Zustand der Freiheit .... Es wird euch, so ihr in der Erkenntnis steht, diese Entscheidung nicht schwerfallen und also suchet, erst zur rechten Erkenntnis zu gelangen .... Und so ihr dazu den Willen habt, enthĂ€lt die ewige Gottheit euch sicher nicht die rechte Erkenntnis vor. Denn ihr dĂŒrfet nur wollen, daß euer Denken recht sei, ihr dĂŒrfet nur immer das Wahre und Gerechte anstreben, dann werdet ihr es auch erkennen und also auch sehr wohl vermögen, eure Wahl zu treffen zwischen Materie und dem Geist. Es zieht euch alles Materielle hinab, denn es ist die Materie Anteil des Bösen, es ist die Materie alles das, was entfernt ist von Gott .... wĂ€hrend der Geist sich zur Höhe schwingt, weil er aus Gott ist. So ihr also Geistiges sucht, seid ihr aller Erdenschwere entrĂŒckt, ihr nĂ€hert euch eurer eigentlichen Bestimmung. Es ist also Materie und Geist der Gegensatz zueinander .... es muß das eine von dem anderen besiegt werden, und das bedeutet Erlösung, also Leben .... oder Verdammnis, also Tod. Sieget der Geist ĂŒber die Materie, so hat er sich restlos erlöst aus jeglicher Fessel und ist frei .... Ist aber die Materie Sieger, dann ist das Geistige gebannt auf undenkliche Zeiten, es ist in der Gewalt des Gegners, der die Erlösung aus der Materie verhindern möchte und nur immer die Vermehrung der Materie anstrebt. Und sonach kann nie beidem zu gleicher Zeit entsprochen werden .... es kann nicht der Geist sich befreien und gleichzeitig auch der Materie gehuldigt werden, denn immer bedeutet das Leben des einen den Tod des anderen. Und daher ist es vollkommen unmöglich, daß sich ein Mensch zu geistiger Reife entwickelt, der noch nach irdischen GĂŒtern trachtet, denn die Begehr dessen, was als Materie alles unreife Geistige in sich birgt, kann unmöglich erfĂŒllt werden und gleichzeitig das Geistige im Menschen zur Reife gelangen, denn dieses Geistige kann sich erst entfalten, sobald die Fesseln gesprengt sind. Und Fessel ist jegliche Materie, also alles, was unentwickeltes Geistiges birgt. Es ist somit die Materie die Schale, die erst gesprengt werden muß, auf daß der Kern frei werde. Wer die Schale nicht opfert, kann nicht zur inneren Frucht gelangen, und also muß auch die UmhĂŒllung des Geistes erst gesprengt werden, d.h., alles irdische Verlangen muß geopfert werden, auf daß der Geist nun ungehindert den Flug zur Höhe unternehmen kann. Und dies ist die schwerste Entscheidung fĂŒr den Menschen .... bewußt das eine hinzugeben, um das andere empfangen zu können. Die Trennung von der Materie fĂ€llt dem Menschen oft so schwer, daß er den Geist in sich unbarmherzig gefesselt hĂ€lt. Er sieht nur den Scheinwert des Materiellen und gibt dafĂŒr unendlich Kostbares auf .... Er kennt nicht den Vorteil des geistigen Erwachens, er weiß nicht um den geistigen Erfolg einer die Welt und ihre GĂŒter verachtenden Seele .... und er strebt daher diesen auch nicht an. Doch so ihm sein Verlangen nach der Wahrheit auch das rechte Erkennen eingetragen hat, wird sein Streben nun nur noch der Vermehrung geistigen Gutes gelten, denn er lernet nun die Materie verachten und suchet mit allem Eifer zur Höhe zu gelangen, denn ihn hĂ€lt nichts mehr auf Erden zurĂŒck, sein Geist schwingt sich empor, und dem also befreiten Geist wird es auch gelingen, sich gĂ€nzlich zu trennen von allem, was ihm hinderlich war zur Höhe. Es hat der Mensch in freiem Willen sich entschieden .... ihm bedeutet die Materie nichts, also hat er restlos ĂŒberwunden, es ist der Geist befreit und kann in lichte SphĂ€ren eingehen .... __Amen
 
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26.11.1942
Liebe zur Materie RĂŒckschritt (geistiger) ....
 
Jeder materielle Gedanke hilft die Materie vermehren und ist sonach dem Fortschritt der Seele hinderlich. Denn sowie der Mensch die Materie begehrt, wird die Seele rĂŒckversetzt in einen Zustand, den sie lĂ€ngst ĂŒberwunden hat. Sie geht also wieder die Bindung ein mit diesem Materiellen, sie schließt sich wieder dem noch unreifen Geistigen in der Materie an, und dies bedeutet immer fĂŒr die Seele einen RĂŒckschritt. Also muß der Mensch seine Gedanken lösen können zu jeder Zeit, er muß FĂŒhlung suchen mit dem Geistigen, das auf einer höheren Stufe steht, und er darf den einmal hergestellten Kontakt nicht lösen, indem er das begehrt, was Anteil ist des Gegners von Gott. Es wird dieser stets die Gedanken des Menschen bedrĂ€ngen, er wird sich ihm vorstellen in den Freuden der Welt, in irdischen GenĂŒssen oder irdischem Besitz, und er wird den Menschen verleiten wollen, nur solchen GenĂŒssen zu huldigen, um ihn von Gott zu entfernen. Und es steht dem Menschen frei, sich zu entscheiden fĂŒr oder gegen Gott. Und so er nun sich mehr der Welt zuneigt, vermehrt er die Materie durch seine Zustimmung. Es ist der Gedanke geistige Kraft, die nun verwendet wird in falscher Weise, wenn der Mensch sich gedanklich befaßt mit dem, was er ĂŒberwinden soll. Er soll wohl seine Erdenaufgabe erfĂŒllen inmitten der Materie, doch immer nur in der Weise, daß er die Materie erlösen hilft, daß er sie ihrer eigentlichen Bestimmung zufĂŒhrt, d.h. sie zum Dienen veranlaßt, daß er also jegliche Materie nĂŒtzet zum Wohl des Mitmenschen und er dadurch gleichfalls sich dienend betĂ€tigt. Sowie er aber die Materie begehrt fĂŒr sich, um sich dadurch ein angenehmes Leben zu schaffen, gilt seine Liebe dem noch unreifen Geistigen, das er an sich zu ketten versucht, nicht aber es erlösen will. Es ist dies eine falsche Liebe, es ist eine Gier nach Besitz, die niemals der Seele förderlich ist, denn es strebt der Mensch nach unten anstatt zur Höhe, er sucht den Zusammenschluß mit dem, was er lĂ€ngst ĂŒberwunden hat, und gestaltet sich sonach rĂŒckschrittlich. Hilft er aber dem Geistigen in der Materie, indem er ihm eine dienende TĂ€tigkeit ermöglicht, so verkĂŒrzt er dessen Entwicklungsgang um ein betrĂ€chtliches, er hilft dem Geistigen, seine Außenform zu ĂŒberwinden .... Es wird also die Materie dann nicht vermehrt, sondern verringert, wĂ€hrend das Geistige darin frei wird, um in einer neuen materiellen HĂŒlle wieder den Kampf gegen die Materie zu beginnen. Gilt die Liebe des Menschen der Materie, also der AußenhĂŒlle, dann muß sie bekĂ€mpft werden .... gilt sie jedoch dem Geistigen in der HĂŒlle, dann wird die Liebe erlösend wirken, sie wird dem Geistigen zur Freiheit verhelfen, wĂ€hrend die Liebe zur Materie das Geistige weit lĂ€nger in der Form bannt, weil sie sich nicht derer entĂ€ußern will und eine solche Liebe lange Zeiten der Gefangenschaft fĂŒr das Geistige bedeutet, das der Materie nicht entfliehen kann, weil ihm das Überwinden der Materie unmöglich gemacht wird .... __Amen
 
4901
21.05.1950
Überwinden der Materie ....
 
Die GĂŒter dieser Welt verlieren an Wert, sowie das geistige Reich sein FĂŒllhorn geöffnet hat und es ĂŒber den Menschen ausschĂŒttet. Darum werdet ihr stets erkennen können, wer mit dem geistigen Reich in Verbindung steht, sei es bewußt oder unbewußt durch einen Gott-gefĂ€lligen Lebenswandel, denn ihm bedeutet die Welt nicht viel. Doch deren sind nur wenige, die Überzahl der Menschen sind von der Materie festgehalten und haben selbst keinen Willen, sich von ihr zu lösen, der ihnen auch Kraft dazu geben wĂŒrde. Die Materie ĂŒbt eine immer stĂ€rkere Anziehungskraft aus auf die Bewohner der Erde, je mehr es dem Ende zugeht. Die Materie zieht den Menschen herab, darum steht er in grĂ¶ĂŸter Gefahr, und so ihm geholfen werden soll, ist es nur so möglich, daß ihm die Materie genommen wird durch göttlichen Willen. Er muß zwangsweise von der Materie frei werden, um nun noch aus freiem Willen Verzicht leisten zu können oder die Materie wieder mit allen Sinnen zu begehren und sie wiederzugewinnen trachten. Dann hat er die Hilfe abgelehnt, sein Streben geht offensichtlich nach unten .... die Materie wird sein Verderben .... Dann wird ihm zuteil, wonach sein Verlangen steht, doch in anderer Weise .... Er gewinnt nicht irdische GĂŒter, sondern er wird selbst zu dem, was er begehrt .... (22.5.1950) zur hĂ€rtesten Materie, die zu ĂŒberwinden wieder endlose Zeiten erfordert. Solange er aber auf Erden weilt, hat er die Möglichkeit, sich frei zu machen von ihr, sowie nur seine Gedanken die Willensrichtung einschlagen zum geistigen Reich. Denn ist er einmal von dessen Ausstrahlung berĂŒhrt, dann beginnt die Liebe zur Materie nachzulassen, die Seele empfindet die Wohltat der geistigen Strahlen und gibt sich ihnen mehr und mehr hin. Eine BerĂŒhrung aus dem geistigen Reich findet schon statt, wenn der Mensch aufmerket, so ihm das göttliche Wort vermittelt wird. Ein bloßes Anhören mit dem leiblichen Ohr hat zwar noch keine Wirkung, es muß das Herz des Menschen sich ihm öffnen und Herz und Verstand das Vernommene verarbeiten; dann beginnen die geistigen Lichtstrahlen zu wirken und sich als Gegengewicht der Materie herauszustellen. Die Zeit bis zum Ende ist nur noch kurz, und doch genĂŒgt sie zur Wandlung des Willens eines Menschen, denn bei gutem Willen kann der Einfluß aus dem geistigen Reich binnen kurzer Zeit eine Änderung des Denkens zuwege bringen, was ersichtlich ist an dem verringerten Verlangen nach der Welt und ihren Freuden, nach irdischem Besitz und Ehre und Ruhm. Ein geistig strebender Mensch zieht sich zurĂŒck von der Welt, er beginnt in sein Inneres Einkehr zu halten, er lebt wohl noch in der materiellen Welt, doch wenig von ihr berĂŒhrt, und darum kann die geistige Welt erfolgreich auf ihn einwirken, denn sie teilt im gleichen Maß aus, was an irdischem Gut hingegeben wird, nur daß sie GĂŒter gibt von unvergĂ€nglichem Wert, die der Seele verhelfen zum ewigen Leben. Die Welt muß geopfert werden, um geistiges Gut empfangen zu können; doch wo die Augen noch auf irdische Materie, auf die Welt mit ihren Freuden, gerichtet sind, kann schwerlich geistiges Gut hingeleitet werden .... WĂŒĂŸtet ihr Menschen aber, wie kurz noch euer irdisches Dasein ist und daß ihr, die ihr die Welt begehret, dann alles verlieret, was ihr jetzt anstrebt, ihr wĂŒrdet gern und freudig euch einen Reichtum sammeln, der Bestand hat fĂŒr die Ewigkeit. Doch volles Wissen kann euch nicht gewĂ€hrt werden, d.h., es wird euch zwar gesagt, daß es so ist, doch zum Glauben daran werdet ihr nicht gezwungen, weil ihr euch frei entschließen sollet zur Hingabe der Materie, um geistiges Gut einzutauschen. Ihr mĂŒsset mitten in der Welt stehen und sie verachten lernen, ihr mĂŒsset alles zur VerfĂŒgung haben und freiwillig darauf verzichten, ihr mĂŒsset euer Herz davon lösen, wenngleich ihr irdisch mit vielen GĂŒtern gesegnet seid, ihr mĂŒsset opfern von dem, was euch lieb ist, an den Mitmenschen, der in Not ist .... Dann erhaltet ihr alles, was ihr hingebt, zurĂŒck in unvergĂ€nglicher Form; es geht euch aus dem geistigen Reich ein Schatz zu, der euch unsagbar bereichert und den zu verlieren ihr niemals zu fĂŒrchten brauchet. Denn diesen Schatz nehmet ihr mit hinĂŒber in das geistige Reich, so das Ende gekommen ist oder ihr vorzeitig abberufen werdet in die Ewigkeit. Löset euch von der Materie, gebet sie freiwillig hin und wandelt euer Begehren, solange noch Zeit ist, auf daß ihr das Ende nicht zu fĂŒrchten brauchet, das Verfall alles dessen bringt, was euch noch als Materie umgibt .... Sammelt euch geistige GĂŒter, die nicht vergehen, wenn auch die ganze Erde vergeht, um wieder neu gestaltet zu werden .... __Amen
 
4577
02.03.1949
Überwinden der Materie ....
 
Lernet verachten die GĂŒter der Welt, lasset sie nicht zum Inhalt eures Lebens werden, sondern stehet ĂŒber der Materie, suchet das Geistige zu ergrĂŒnden und zu fassen. Die Materie steht endlos weit hinter euch zurĂŒck, schließet nicht wieder die Kette, indem ihr gleichfalls zurĂŒckverlanget und euch dem Geistigen in der Materie zugesellt durch euer Verlangen, was ein RĂŒckschritt wĂ€re fĂŒr euch, die ihr im letzten Stadium der Entwicklung auf der Erde angelangt seid. Denn euer Verlangen ist ausschlaggebend, wie eure Seele endet. Kann sie sich nicht von materiellen GĂŒtern trennen, dann werden diese sie noch ins Jenseits verfolgen und sie zurĂŒckzuziehen suchen, dann kann die Seele auch noch im Jenseits sinken und zuletzt wieder in die Materie eingezeugt werden, was unerhörte und endlose Qualen fĂŒr das Geistige bedeutet. Das Erdenleben ist euch gegeben zur Überwindung alles dessen, was Meinem Gegner angehört, ihr sollt aus freiem Willen den Schritt tun in das geistige Reich, was jedoch Aufgeben der Materie erfordert, ein Lösen des Herzens von Dingen, die noch unentwickeltes Geistiges bergen, daher nicht im geistigen Reich Eingang finden können. Solange ihr selbst noch davon belastet seid, gelingt euch nicht der Aufschwung in die SphĂ€ren des Lichtes, ihr werdet gleichsam auf der Erde zurĂŒckgehalten von dem Wesenhaften, das in der Materie verkörpert ist. Denn dieses Wesenhafte widerstrebt Mir noch und will auch alles Geistige hindern, sich Mir anzuschließen, weshalb der Einfluß der Materie auf den Menschen sehr groß ist, weshalb die Gier des Menschen auf die Materie gerichtet ist und sein ganzes Streben erfĂŒllt. Doch dieses Streben entspricht nicht dem Zweck des Erdenlebens, vielmehr sollt ihr es ausrotten aus euren Herzen, ihr sollt geistige GĂŒter anstreben, ihr werdet von diesen weitaus beglĂŒckter sein, und keine irdischen GĂŒter wiegen den Besitz auf, den ihr geistig erringet durch Aufgeben und Überwinden ersterer. Euer Urelement ist Geistiges, das durch verkehrte Willensrichtung in die Materie gebannt wurde, die ihm als Fessel Qualen bereitet, um das Verlangen in dem Geistigen zu erwecken, von der Materie frei zu werden. So ihr das Stadium als Mensch erreicht habt, ist es euch auch schon zum grĂ¶ĂŸten Teil gelungen, doch die letzte Probe mĂŒsset ihr noch bestehen, euch völlig zu lösen von allem, was als Materie angesprochen werden kann, und dafĂŒr das Geistige zu begehren .... den Zusammenschluß mit Mir, von Dem ihr euren Ausgang genommen habt, Der aber in Sich ist ein Geist in höchster Vollendung. Mit Mir mĂŒsset ihr euch zusammenschließen, um wieder zu dem Urelement zu werden, das frei und völlig ungebunden in Ă€ußerster KraftfĂŒlle wirken kann. Endlos weit entfernen mĂŒsset ihr euch von dem Geistigen, das in der Form gebunden ist, ihr dĂŒrfet nicht mehr die Form begehren, so ihr als Geist in aller Freiheit tĂ€tig sein wollet, und werdet es nun verstehen, daß jegliche Form, jegliche Materie hinderlich ist fĂŒr euch, diesen völlig vergeistigten Zustand zu erreichen, der aber Zweck und Ziel eures Erdenlebens ist. Darum ĂŒbet euch in der Entsagung, werdet Herr ĂŒber alles Sichtbare, auf daß die Materie euch nicht ĂŒbermannt und euch zurĂŒckreißet in die Finsternis, in die Bannung in fester Form, die euer Los ist, so ihr nicht die Materie ĂŒberwunden habt .... __Amen
 
6727
03.01.1957
Wann wird das Geistige in der «Materie frei»? ....
 
Die Freiwerdung des Geistigen in der Materie braucht endlos lange Zeit, wenn der «gesamte» Entwicklungsgang darunter zu verstehen ist, der Gang durch die Schöpfungen der Erde bis zur Verkörperung als Mensch. Die harte Materie hĂ€lt das Geistige ĂŒberaus lange gefangen, wĂ€hrend die schon nachgiebigeren HĂŒllen in der Pflanzen- und Tierwelt weit schneller es wieder freigeben, damit es die nĂ€chste Außenform beziehen kann, denn das Bestehen von Pflanzen und Tieren ist nicht von so langer Dauer, wie es der Mensch selbst feststellen kann, weil er das fortwĂ€hrende Werden und Vergehen in der Pflanzen- und Tierwelt verfolgen kann. Und konnte das Geistige erst einmal solche Schöpfungen beziehen, dann ist auch nicht mehr allzu lange Zeit bis zur letzten Verkörperung als Mensch. Die «harte» Materie jedoch ist es, die oft undenklich lange Zeit bestehenbleiben kann, ohne eine Auflösung zu erfahren, und die darum dem noch völlig Widersetzlichen zum Aufenthalt zugewiesen ist, damit es darin seine Widersetzlichkeit aufgeben soll. Zwar ist sich dieses Geistige noch nicht seiner selbst bewußt, aber es empfindet die Qualen seiner Bannung und sucht seine Fesseln zu sprengen, was ihm aber immer erst dann gelingt, wenn es Gottes Wille ist, wenn Er den rechten Zeitpunkt fĂŒr gekommen erachtet .... Dann kann also die hĂ€rteste Materie bersten, was aber nicht «Freiheit» fĂŒr das Geistige bedeutet, sondern nur ein Änderung seiner Fessel und gleichzeitig eine dienende Aufgabe dieser Materie .... Es beginnt also dann schon der Weg des Dienens im Mußgesetz, sowie der harten Materie eine Bestimmung zugewiesen wird, sowie sie verwendet wird, um einem bestimmten Zweck zu dienen. Und es kann dies wieder Ewigkeiten dauern, bis sich nun solche AußenhĂŒllen auflösen, aber das Geistige in jeglicher Materie wird immer dann frei, wenn ein "Dienen" darin unmöglich geworden ist .... vorausgesetzt immer, daß es schon einmal zum Dienen zugelassen wurde. Und das bedeutet also, daß GebrauchsgegenstĂ€nde so lange Geistiges in sich bergen, wie sie noch in Gebrauch genommen werden können, solange sie irgendeiner Bestimmung dienen .... Wird diesen Dingen aber ihre Bestimmung genommen, wird es also durch Zerstörung untauglich, weiter eine dienende Funktion zu erfĂŒllen, ohne aber dem in der Materie befindlichen Geistigen den Reifegrad eingetragen zu haben, der fĂŒr die nĂ€chste leichtere Außenform Bedingung ist, so wird jenes Geistige in neu-erstehende gleiche Dinge versetzt, um den unterbrochenen Entwicklungsgang fortsetzen zu können .... worin aber immer eine entsprechende dienende TĂ€tigkeit diesem Geistigen ermöglicht werden muß. Ihr mĂŒsset also unterscheiden: Geistiges, das gleichsam in sich so verhĂ€rtet ist, daß es "zur Materie" geworden ist, und dessen Aufgeben des Widerstandes in der Bereitschaft zum Ausdruck kommt, schon reiferem Geistigen zur «HĂŒlle» zu dienen .... und Geistiges, das in diesen materiellen HĂŒllen nun sich gleichfalls zur dienenden TĂ€tigkeit bereit erklĂ€rt. Und so kann also die materielle HĂŒlle unbrauchbar werden fĂŒr einen ihr bestimmten dienenden Zweck. Dann entflieht das in ihr zur Reife kommende Geistige und bezieht eine neue Außenform, wĂ€hrend die zuvorige HĂŒlle frĂŒher oder spĂ€ter wieder die gleiche Aufgabe erhĂ€lt, sowie sie in Verbindung mit ebensolchen anderen ausgedienten HĂŒllen wieder zu tauglicher Außenform geworden ist, in der nun wieder schon reiferes Geistiges zu dienen bereit ist. Oder aber es löst sich diese untauglich gewordene Materie selbst auf, dann hat sich das Geistige darin befreit und kann nun selbst Formen beziehen, in denen es bereit ist zu dienen. Und je mehr einer Außenform Gelegenheit zu dienen gegeben wird, desto mehr wird auch die Materie an sich dem Auflösungsprozeß entgegengehen, und dann kann schon die zweite Phase der Entwicklung beginnen, daß sich dieses ursprĂŒnglich in der festen Materie gebannte Geistige nun schon selbst in Außenformen betĂ€tigen kann, also dienen .... weshalb die Auflösung der Materie ein nicht hoch genug zu schĂ€tzender Vorgang ist, der aber nicht mutwillig herbeigefĂŒhrt werden darf, sondern wieder nur zum Motiv einen Dienst an der Menschheit oder auch der noch unerlösten Kreatur haben darf. Nur durch Dienen kann sich das Geistige erlösen aus seiner Fessel .... __Amen
 
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22.10.1946
Wirklichkeit der Materie .... (Christl. Wissenschaft Einw...
 
Was zur Erhellung ihres Denkens beitrĂ€gt, gebe Ich den Menschen auf Erden kund durch das innere Wort, je nach dem Reifegrad und dem Bedarf des einzelnen. Doch nicht alles ist fĂŒr ihn zu wissen nötig, solange er auf Erden wandelt, solange er noch nicht den Grad der Liebe erreicht hat, der ihn zur Aufnahme der Weisheit in aller FĂŒlle befĂ€higt. Es ist aber fĂŒr den Menschen zutrĂ€glicher, daß er in einem geringeren Wissen steht, als daß er im Irrtum wandelt, und darum will Ich allzeit dort AufklĂ€rung geben, wo die Gefahr besteht, daß sich der Mensch in irriges Denken verrennt, daß er verstandesmĂ€ĂŸig in ein Wissen einzudringen sucht, was er nur auf dem Wege der Liebe durch das Herz entgegennehmen kann .... Es ist ein großer Unterschied, ob die Welt mit allem, was auf und in ihr ist, als Mein Werk, als Mein zur Form gewordener Wille angesehen wird, oder ob sie als nicht in Wirklichkeit bestehend, als Phantasiegebilde menschlicher Sinne betrachtet wird, die von der Gedankenwelt des Menschen in Erscheinung gebracht werden können, die keinen Bestand hat als den, den der Mensch selbst ihnen gibt. Die Materie ist wohl als solche vergĂ€nglich, aber dennoch Mein Werk, das so lange besteht, wie es von Meinem Willen gehalten wird. Auch die Materie ist etwas Geistiges, dem Ich eine Form gab, auch sie ist eine Kraftstation Meiner ewig ausströmenden Liebekraft .... Sie ist also gleichsam eine Form, die Meine Kraft aufnimmt, wie die Form selbst gleichzeitig durch Meinen Willen gefestigte Kraft ist .... Sie ist wirklich, solange ihr sie seht, doch nicht bestĂ€ndig als Form, denn sowie Mein Wille sich von dieser Form zurĂŒckzieht, löst sie sich auf, und zwar wieder in geistige Substanzen, die Ich durch Meinen Willen wieder neu festige, solange die Entwicklung des noch unreifen Geistigen eine Außenform bedingt. Wohl ist also die Materie vergĂ€nglich, und ihr Vergehen könnet ihr mit eigenen Augen beobachten, doch solange ihr sie sehet, ist sie auch wirklich, sie ist da und beweiset Mich Selbst, d.h., sie zeugt von Meinem Schöpferwillen und Meiner Schöpferkraft. Und wisset ihr um die Bestimmung jeglicher Materie, jeglichen Schöpfungswerkes, dann werdet ihr auch die Materie achten und es ihr möglich machen, ihre Bestimmung zu erfĂŒllen. Doch lieben sollet ihr die Materie nicht, d.h. sie anstreben und euch in ihren Besitz zu setzen trachten .... Denn sie ist nur die Außenform des noch völlig unreifen Geistigen, dem ihr wohl helfen sollet und könnet durch rechte Nutzung der Materie, das ihr aber als weit unter euch stehendes Geistiges nicht anstreben sollt, um euch selbst nicht zu gefĂ€hrden. Nichts ist ohne Sinn und Zweck, was Ich erstehen ließ, wozu also sollte Ich vor eure Augen Trugbilder stellen, denen jede ZweckmĂ€ĂŸigkeit abgesprochen werden könnte? .... So, wie euer Körper als Materie an sich TrĂ€ger ist eurer Seele, des Geistigen, das sich aufwĂ€rtsentwickeln soll, so ist auch jegliches euch sichtbare Schöpfungswerk TrĂ€ger von Geistigem, nur in verschiedenem Entwicklungsgrade, obgleich es vergĂ€nglich ist. Solange ihr es sehen könnt, ist es Mein zur Form gewordener Wille. Es kann die AufwĂ€rtsentwicklung wohl auch in rein geistiger Schöpfung vor sich gehen, doch die Erde ist eine besondere Schule des Geistes, und ihre Schöpfungen haben einen besonderen Zweck und auch erfolgreiche Wirkung .... Geistiges, das weitab steht von Mir, das sich in weitester Entfernung von Mir befindet, stellt sich selbst außerhalb Meines Liebestromkreises und beraubt sich also auch Meiner Kraftzufuhr .... Und Geistiges, das kraftlos ist, verhĂ€rtet sich .... Es wird also selbst zur Materie, und so wird auch die ErklĂ€rung faßlicher sein, daß die Materie verhĂ€rtetes Geistiges ist, dem aber dennoch durch Meine Liebe und Weisheit die Möglichkeit gegeben wird, sich zu erlösen, sich aufwĂ€rtszuentwickeln, wieder in den Stromkreis Meiner Liebe einzutreten und also auch Kraft zu empfangen, zuerst in geringem, dann in erhöhtem Maß, und dies Erweichung der Materie bedeutet .... was euch nun auch die Verschiedenheit der Schöpfung erklĂ€rlich machen wird, von der Steinwelt, Pflanzenwelt, Tierwelt aufsteigend zum Menschen. Die VergĂ€nglichkeit des Irdischen, der Materie, ist also kein Beweis der Unwirklichkeit dieser, denn unwirklich ist nur, was völlig bar ist geistiger Substanz, dann aber ist es euch auch nicht mehr sichtbar .... __Amen
 
2495
04.10.1942
Materie und Geist .... Sichtbare und unsichtbare Schöpfu...
 
Geist und Materie sind gegensĂ€tzlich insofern, als das Geistige sich zusammenschließt, wĂ€hrend die Materie sich auflöst. Das Geistige entflieht der Form, die Materie selbst aber verflĂŒchtet sich, d.h., ihre Substanzen zerstieben und verteilen sich im geistigen Reich; es ist also die Materie den Weg alles Irdischen gegangen, denn sie ist ohne Bestand, sie vergeht, sowie das Geistige in ihr sie nicht mehr benötigt. Der göttliche Schöpferwille jedoch lĂ€ĂŸt aus diesen geistigen Substanzen immer wieder neue Schöpfungswerke erstehen, also die materielle Welt, d.h., die dem Menschen sichtbare Schöpfung wird nie aufhören zu bestehen, weil in dieser das Geistige seinen Entwicklungsgang zurĂŒcklegen muß. Es gibt aber auch unsichtbare Schöpfungen, also solche, in denen das Geistige keine feste UmhĂŒllung benötigt, also nicht mehr in der Materie gebunden ist. Es sind diese Schöpfungen geistige Gebilde, die also auch nur geistig geschaut werden können und die darum auch nur von solchen Wesen bewohnt sind, die in einem solchen Reifegrad stehen, daß sie geistig zu schauen vermögen. Diese Schöpfungen sind unterschiedlich von denen der materiellen Welt. Sie wĂŒrden von den Menschen auf Erden als nicht-seiend erklĂ€rt werden, weil sie diesen nicht greifbar oder sichtbar sind, sie stehen jedoch mit der sichtbaren Welt in engster Verbindung. Denn von diesen Welten aus wird die Erde, d.h. deren Bewohner, geistig beeinflußt, die Materie als solche zu ĂŒberwinden und sich in einen Zustand zu versetzen, der ungeachtet der Materie zu erreichen ist. Was aus diesem geistigen Reich kommt, wird immer darauf hinweisen, sich von der Materie zu trennen, also den Zusammenschluß mit reifem Geistigen zu suchen und die Materie als wertlos, weil vergĂ€nglich, zu verachten. Denn das Anstreben der Materie macht den Menschen unfĂ€hig, in jenes geistige Reich zu schauen, und also auch unfĂ€hig, in einer unsichtbaren Welt zu weilen. Die materielle Welt ist eine Welt des Kampfes, die geistige Welt eine Welt des Friedens .... Die Materie ist Stoff, aus geistigen Substanzen gebildet, die noch keinerlei Entwicklungsgang zu verzeichnen haben, jedoch nun diesen beginnen, also von Gott eine Aufgabe zugewiesen bekommen, dem zur Höhe strebenden Geistigen UmhĂŒllung zu sein, solange diese benötigt wird. Doch im Grunde des Grundes ist die Materie von Gott einst ausgegangene Kraft, die der Wille Gottes zur Form werden ließ, um durch sie das gefallene Geistige zu erlösen .... __Amen
 
4402
09.08.1948
Überwinden der Materie im «freien Willen» ....
 
Ob ihr euch von der Materie beherrschen lasset oder euch frei macht von ihr, ist allein euer freier Wille. Selbst wenn euch die Materie genommen wird durch Meinen Willen, bedeutet dies noch nicht das Lösen eurerseits von ihr, nur kann es dazu fĂŒhren. Denn ihr mĂŒsset jegliches Verlangen des Herzens danach aufgeben, ihr mĂŒsset völlig unberĂŒhrt bleiben oder euch bemĂŒhen, die Gedanken an die Materie nicht mehr schmerzlich zu empfinden, sondern voller Gleichmut auch an verlorene GĂŒter denken können, dann erst habt ihr die Materie ĂŒberwunden. Ihr dĂŒrfet aber auch nicht das Verlorene zurĂŒckzugewinnen suchen voller Eifer und eures eigentlichen Lebenszweckes darĂŒber vergessen. Es ist euch zwar nicht verwehrt, irdisch zu schaffen und eure irdische Arbeit auszuwerten, ihr sollet tĂ€tig sein und die Materie zu nĂŒtzlichen Dingen verwerten, also ihr und dem Geistigen in ihr verhelfen zur AufwĂ€rtsentwicklung, doch niemals darf euer Streben danach das geistige Streben zurĂŒckstellen oder völlig unmöglich machen. Denn dann seid ihr noch unter dem Bann der Materie stehend, dann beherrschet sie euch, und ihr kommet in ewigen Zeiten nicht los von ihr. Denn sie wird euch auch verfolgen in die Ewigkeit, ihr werdet sie auch nach dem Tode des Leibes noch begehren mit allen Sinnen und ein qualvolles Leben im Jenseits fĂŒhren mĂŒssen, weil euch das Verlangen nach der Materie dauernd erfĂŒllt und ihr nun von ScheingĂŒtern beherrscht werdet, was einen Qualzustand fĂŒr euch bedeutet; ihr werdet niemals das Verlangen erfĂŒllt sehen und nicht eher den Zustand der Qualen verlieren, bis ihr selbst zurĂŒckstehet von dem Verlangen, irdische GĂŒter zu besitzen. Das Freiwerden von der Materie auf Erden ist so erstrebenswert, gestattet es doch ein völlig unbeschwertes Eingehen in das geistige Reich, denn im gleichen Maß, wie ihr irdische GĂŒter ausgebet, also im «Herzen» euch davon löset, empfanget ihr geistige GĂŒter, die weit wertvoller sind und euren Eintritt in das jenseitige Reich zu einem Seligkeitszustand machen .... Und dazu will Ich euch verhelfen, indem Ich euch nehme, was ihr freiwillig schwerlich hingeben wollet, Ich will euch befreien von der Materie, doch immer ist es euer freier Wille, und stets könnet ihr diesen auch mißbrauchen und wieder eifrig streben nach Vermehrung oder RĂŒckgewinnung dessen, was euch verlorengegangen ist. Dann ist Meine Hilfe vergeblich gewesen, und die Materie beherrschet euch. Was ihr aber auf Erden nicht erreichet, wird euch im geistigen Reich noch weit grĂ¶ĂŸere Schwierigkeiten bereiten, doch einmal mĂŒsset ihr sie ĂŒberwinden, wollet ihr selig werden, nur kann das endlose Zeiten dauern, denn im geistigen Reich stehen euch nicht solche Hilfsmittel zur VerfĂŒgung wie auf Erden, und es gehört ein besonders starker Wille dazu, den ihr selten im geistigen Reich aufbringen werdet, weshalb nicht ihr die Materie, sondern die Materie euch beherrschet und euch unfĂ€hig macht fĂŒr die AufwĂ€rtsentwicklung, so euch nicht durch Gebet aus liebendem Herzen Hilfe gewĂ€hrt wird .... __Amen
 
8573
28.07.1963
Vergeistigung von Seele und Körper .... Was ist der mate...
 
Jede Frage will Ich euch beantworten in der Weise, daß es euch verstĂ€ndlich ist, selbst wenn ihr die tiefsten ZusammenhĂ€nge noch nicht begreifen könnet eurer noch niedrigen Seelenreife wegen. Dennoch werdet ihr ĂŒber Probleme nicht im unklaren gelassen, die euch beschĂ€ftigen und die ihr allein euch nicht zu lösen vermöget. Und euch soll Licht werden, sowie ihr Licht begehret: Es ist die Zusammensetzung der Seele des Menschen in der gleichen Weise vor sich gegangen, wie die Auflösung des Wesens stattgefunden hat nach seinem Abfall von Mir, nach seiner substantiellen VerhĂ€rtung .... Es wurden die einzelnen Partikelchen, die durch die Schöpfungswerke hindurchgegangen waren zwecks Ausreifens, wieder gesammelt, das Stein- Pflanzen- und Tierreich gaben alle Partikelchen wieder frei, die zu einem gefallenen Wesen gehörten, und diese einigten sich zuletzt wieder und bilden nun die Seele des Menschen .... Und also ist diese Seele der einst gefallene Urgeist, der zurĂŒckkehren soll zu Mir, zu seinem Ausgang, wenn er im Erdenleben die letzte Willensprobe besteht, die seinen freien Willen bedingt .... Diese Seele verkörpert sich in einer fleischlichen HĂŒlle, in einem materiellen Leib, der wieder besteht aus unzĂ€hligen geistigen Substanzen, die noch im Anfang ihrer AufwĂ€rtsentwicklung stehen .... Denn jegliche Materie ist das im Beginn der Entwicklung stehende Geistige, das schon reiferes Geistiges in sich birgt, das darin dienen muß und so zum Ausreifen kommt .... Die Materie nun hat einen weit lĂ€ngeren Weg vor sich, bis auch sie selbst sich als "Seele" verkörpern kann .... Doch kann der Weg jeglicher geistigen Substanz von verschieden langer Dauer sein .... Es kann Geistiges «in» der Materie schneller ausreifen, es kann aber auch die Materie selbst schneller zur Auflösen kommen, wenn ihre dienende Funktion ohne Widerstand erfĂŒllt wird .... wenn der Widerstand des Geistigen, das noch gebunden ist in der Materie, schneller nachlĂ€ĂŸt und dienet .... Das wird dann der Fall sein, wenn es in einer Umgebung sich befindet, wo ein bewußtes Streben zu Mir erkenntlich ist, was alles Geistige empfindet als Wohltat, und dessen Entwicklungsweg auch abgekĂŒrzt wird, weil es oft zum Dienen zugelassen wird. Verstehet das so: Wo noch der Hang zur Materie ist, wo keinerlei geistiges Streben erkennbar ist, dort wird die Materie gehortet, sie wird wenig zum Dienen zugelassen, und es verlĂ€ngert sich der Zustand der Gebundenheit in dieser Materie .... wie er aber auch sehr verkĂŒrzt werden kann, wenn der Mensch keine Vermehrung irdischer GĂŒter anstrebt und dem wenigen, das er besitzet, stĂ€ndig Gelegenheit zum Dienen gibt .... Dann trĂ€gt der Mensch selbst durch seine Einstellung Mir und der Materie gegenĂŒber zum schnelleren Auflösen derer bei, und das darin gebundene Geistige wird weit öfter seine Außenform wechseln können und schneller ausreifen und auch zu jenem Stadium in kĂŒrzerer Zeit gelangen, wo sich alle Partikelchen gesammelt haben und nun die Verkörperung als Seele im Menschen stattfinden kann. So auch ist die irdisch-leibliche HĂŒlle der Seele noch gefestigte Materie, deren Substanzen einem einst-gefallenen Urgeist angehören .... der gleichfalls einst selbst als Seele die letzte Willenserprobung auf der Erde ablegen soll .... Gelingt es nun einem Menschen, wĂ€hrend des Erdenlebens zugleich mit seiner Seele seinen Fleischleib zu vergeistigen .... was zwar nur selten vorkommt, aber doch möglich ist .... so werden dessen geistige Substanzen sich der Seele angliedern und einen gewissen geistigen Reifezustand erreichen, so daß nun auch von seiten der Lichtwesen, denen die gefallenen Geister zur Betreuung ĂŒbergeben sind, auch auf das noch in der Form gebundene Wesenhafte so eingewirkt wird, daß es schnell zum Ausreifen kommt, weil eine Seele, die eine solche Vergeistigung zugleich mit dem Körper zustande brachte, ĂŒberaus viel Kraft ausstrahlt auf alle Substanzen jener Seele, die den Entwicklungsgang noch zurĂŒcklegen muß .... Es nimmt also die Seele ihren vergeistigten Leib mit hinĂŒber in das geistige Reich, und sie strahlt diese vergeistigten Substanzen dann wieder als Kraft dem Urwesen zu, dem sie angehören, und dieses Wesen legt nun seinen Entwicklungsgang in weit kĂŒrzerer Zeit zurĂŒck, weil das ausgereifte Geistige auch einen RĂŒckfall verhindert, wenn die Seele als Mensch ĂŒber die Erde geht .... Denn die Substanzen des Körpers sind von der ihn bewohnenden Seele «erlöst» worden und können nun nimmermehr einen RĂŒckfall erleben .... Dagegen werden sie auch in Form von Kraft einwirken auf die Seele und diese zu einem erhöhten geistigen Streben antreiben .... weshalb der Mensch eine ganz große Aufgabe darin ersehen sollte, daß sein Körper gleichfalls vergeistigt werde .... weshalb der Mensch alles tun sollte, um diese Vergeistigung zu erreichen, um außer seiner eigenen Seele auch der Seele zu helfen, deren Substanzen ihr zur materiellen HĂŒlle dienten wĂ€hrend des Erdenlebens .... Die irdische Materie vergeht, wenn die Stunde des Todes gekommen ist .... Ein vergeistigter Leib aber schließt sich der Seele an und strömt dann wieder als Kraft «dem» Urgeist zu, dem sie angehört, so daß dieser eine merkliche Hilfe verspĂŒren wird und niemals zur Tiefe zurĂŒckfallen kann im Stadium als Mensch, weil dies die schon vergeistigten Substanzen verhindern .... Und ihr könnet durch Leiden und Schmerzen des Körpers vielen noch unreifen Substanzen dessen zum Ausreifen verhelfen .... Ihr könnet fĂŒr diese geistigen Wesenheiten kleine SĂŒhneopfer bringen, wenn ihr in bewußtem Zustand ergeben euer Leid tragt, das die unreifen Substanzen des Körpers wohl veranlassen, das aber durch eure Liebe zu allem noch Unerlösten und euren Hilfswillen zur Vergeistigung des Körpers beitrĂ€gt, und ihr bringt dann in eurem Erdenleben nicht nur eure eigene Seele zum Ausreifen, sondern ihr verhelfet auch noch einem anderen Urgeist zum schnelleren Ausreifen, wenn ihr alles Ungeistige in euch, das noch Meinem Gegner angehört, erlöset durch eure Liebe und euren Willen, zu helfen, wo es nur möglich ist .... Findet diese Erlösung nicht statt, so geht auch der Körper seinen naturmĂ€ĂŸigen Gang, daß er sich auflöset und verweset und wieder den unzĂ€hligen kleinen und kleinsten Lebewesen dienet zum Aufbau und sein Weg dann weit lĂ€nger ist, aber einmal sich auch diese Substanzen alle sammeln werden und die letzte Verkörperung in der Form auf dieser Erde vor sich geht. Bedenket immer, daß die Materie das im Anfang der Entwicklung stehende Geistige ist, das schon reiferes Geistiges in sich birgt, um diesem Geistigen das Dienen zu ermöglichen, durch das sich alles Geistige zur Höhe entwickelt. Und die Trennung von Körper und Seele mĂŒsset ihr alle machen, dann werdet ihr auch leichter verstehen, welchen Zweck und Anlaß Leiden und Schmerzen des Körpers haben und weshalb euch Menschen der Kreuzgang Jesu vorgestellt wird, Dem ihr nachfolgen sollet .... Denn Er trug die SĂŒnden «fĂŒr euch Menschen», Seine Seele war völlig ohne Schuld, und doch hat Er unsĂ€glich gelitten .... Und wenn ihr leidet, dann bedenket, daß ihr auch fĂŒr «das» Geistige zu einer SĂŒhneleistung bereit sein sollet, das euch als «Àußere Form» dienet, auf daß ihr zur Vollendung gelanget .... Denn ihr könnet dessen Leidensweg auch erheblich abkĂŒrzen, und dazu soll euch eure Liebe bestimmen, allem sĂŒndig Gewordenen zu verhelfen zur Erlösung .... __Amen
 
4965
10.09.1950
Zerstörungswille des Gegners von Gott .... Gebundenes Ge...
 
Alles, was in der Welt unbestĂ€ndig ist, ist Anteil Meines Gegners, d.h., jegliche Materie birgt unvollkommenes, also noch Mir widerstrebendes Geistiges, das Mein Gegner Mir einst abwendig gemacht hat. Die materielle Schöpfung ist durch Meinen Willen entstanden, und er hat keine Macht ĂŒber sie. Und dennoch gehört ihm diese Welt, denn er kann sich rĂŒhmen, daß das in der Materie gefesselte Geistige Produkt seines Willens ist. Mein Wille aber hat die materielle Schöpfung entstehen lassen, um das Geistige der Gewalt seines Erzeugers zu entziehen, und er kann nimmermehr das Werk Meiner Liebe und Erbarmung vernichten, was sein stĂ€ndiges Streben ist. Er möchte wohl das Geistige befreien aus dem gebundenen Zustand, in den Ich es versetzt habe zum Zwecke seiner Seligwerdung, denn als «freies» Wesen strebt das Unvollkommene niemals zur Höhe, sondern geht immer weiter dem Abgrund zu unter der Macht Meines Gegners. Darum also entzog Ich ihm die Macht ĂŒber dieses Geistige und schuf Formen, die er nicht zerstören kann, weil sie Mein gefesteter Wille sind. Über das in der Materie noch gebundene Geistige also hat Mein Gegner keine Gewalt .... Desto mehr aber sucht er, sie anzuwenden an der letzten materiellen Form, die das Geistige birgt, am Menschen im Stadium des freien Willens .... Auch ihn kann er nicht «zwingen», ihm hörig zu sein, doch er kann ihn verfĂŒhren in jeder Weise und ihn dazu zu veranlassen suchen, auch materielle Schöpfungen böswillig zu zerstören. Also er bedient sich des Menschen, um seinen Willen doch auszufĂŒhren .... Zerstörung der Materie .... Dem Menschen aber steht es frei, seinem Willen nachzukommen oder ihm Widerstand zu leisten. Um ihn nun zu gewinnen fĂŒr seine schĂ€ndlichen PlĂ€ne, stellt ihm Mein Gegner «das» verlockend vor Augen, was er selbst gern zerstören möchte. Er sucht im Menschen die Gier nach der Materie zu entfachen oder zu erhöhen, um dadurch auch Triebe in ihm auszulösen, die vor der Zerstörung der Materie nicht zurĂŒckschrecken, um sich selbst in Reichtum zu setzen und GĂŒter anzusammeln, denen dann der eigentliche Zweck genommen wird, durch Dienen sich zu erlösen, weil der Mensch selbst das Geistige darin hindert am Dienen. Was also der Feind nicht zerstören kann, will er an der AufwĂ€rtsentwicklung hindern. Er sucht dem UnbestĂ€ndigen BestĂ€ndigkeit zu geben, so es seinem Zerstörungswillen nicht erreichbar ist. Und der Mensch leistet ihm selbst zu gern Gehorsam, solange ihn die Materie reizt und er sie stĂ€ndig zu vermehren sucht. Gelingt es Meinem Gegner, die Menschen zu zerstörender TĂ€tigkeit zu verfĂŒhren, dann treibt das vorzeitig frei gewordene Geistige sein Unwesen in einem Maß, daß die Ordnung umgestoßen wird, daß also ein Chaos ist, das auch die Menschen berĂŒhrt, die sich dem Einfluß Meines Gegners entziehen wollen. Denn die unlauteren Geistwesen richten ĂŒberall Unheil an, was stets auf Antrieb Meines Gegners geschieht, der nun wieder seinen Einfluß ausĂŒbt auf das frei gewordene Geistige. Darum wird es wieder gebunden durch Meinen Willen .... Menschen, denen materielle GĂŒter zerstört wurden, schaffen sich, hervorgehend aus dem Erhaltungstrieb des einzelnen, immer wieder Werke dienender Bestimmung, in denen das der Materie Entflohene wieder gebunden wird zum Zwecke weiteren Ausreifens. Und diese Werke dienen dann desto eifriger, weil das Geistige darin die Wohltat spĂŒrt, wieder in den Entwicklungsprozeß eingereiht zu sein, den es unfreiwillig abbrechen mußte. Es empfindet die Wohltat der Ordnung, die allen Meinen Werken zugrunde liegt gegenĂŒber dem gesetzwidrigen Wirken Meines Gegners, dem es wohl untertan ist im freien Zustand, der es jedoch nicht beglĂŒckt. Der Mensch kann kraft seines freien Willens und Meiner ihm zur VerfĂŒgung stehenden Gnade dem Gegner Widerstand leisten und viel dazu beitragen, daß auch die Materie von ihm unberĂŒhrt bleibt, sowie er dieser verhilft zum Dienen und eine Zerstörung nur dann vornimmt, so der Materie eine erhöhte dienende TĂ€tigkeit zugewiesen werden soll. Dann entzieht sich der Mensch immer mehr dem Einfluß Meines Gegners, dann ordnet er sich völlig Meinem Willen unter, indem er sich selbst erlöst und auch dem Geistigen in der Materie zur AufwĂ€rtsentwicklung verhilft, indem er Meinem Gegner keinerlei Macht einrĂ€umt ĂŒber sich selbst und auch die Materie von ihm frei zu machen sucht, indem der Wille des Menschen Meinem Gegner immer widersteht .... __Amen
 
1058
15.08.1939
Wesen der Materie ....
 
Wesenlos erscheinet dem Menschen die Materie und wesenlos alles, was nicht sichtlich Leben in sich birgt. Und er bedenket nicht, wie schwerwiegend gerade fĂŒr alles Geistige der Aufenthalt in der Materie ist .... wie ebendie Materie der Sammelort alles unreifen Geistes ist und welch wichtige Bestimmung daher der Materie zugedacht ist vom ewigen Schöpfer .... Und also muß die Materie selbst aus dem Willen Gottes entstanden sein .... Sie muß folglich als Form gewordener Wille Gottes etwas sein, was Bestand haben muß, sie kann nicht willkĂŒrlich wieder in Nichts zurĂŒcksinken, sondern sie muß bleiben .... und ist also unvergĂ€nglich, jedoch in sich verĂ€nderlich. Und alles, was unvergĂ€nglich ist, muß Geist sein, aus dem Geist Gottes .... Und dieses Geistige aus Gott ist mit einer fĂŒr euch Menschen sichtlichen HĂŒlle umschlossen, also ist das, was euch als Materie ersichtlich ist, verborgenes, d.h. umhĂŒlltes Geistiges, dessen HĂŒlle jedoch einer stĂ€ndigen VerĂ€nderung ausgesetzt ist, zum Zweck des Zusammenschlusses des Geistigen und also stĂ€ndiger Vermehrung. Diese eindeutige ErklĂ€rung gibt euch Aufschluß ĂŒber die strittige Frage, ob und wieweit die Materie wesenlos ist, und sie erlĂ€utert hinreichend die Wichtigkeit alles dessen, was in der Schöpfung sichtbar zutage tritt. Was besteht, ist alles Geist aus Gott, doch den Menschen auf Erden bleibt alles Geistige wiederum unsichtbar, muß jedoch dem menschlichen Auge erkennbar gemacht werden und also rein Ă€ußerlich schaubar sein. Und es lĂ€ĂŸt sich daher der Begriff "Materie" nicht anders verstĂ€ndlich machen, als daß unzĂ€hlige geistige Wesenheiten in von Gott zu einem Zweck geschaffenen sichtbaren HĂŒllen Aufenthalt nahmen .... Und es ist nun Aufgabe dieser Wesenheiten, die HĂŒlle zu durchbrechen, also von jeglicher HĂŒlle frei zu werden .... d.h., die Materie zu ĂŒberwinden .... Nichts ist ohne Zweck in der Schöpfung, und nichts Schaubares bleibt unverĂ€ndert, auch das Geistige Ă€ndert sich stets, jedoch dem menschlichen Auge nicht sichtbar, und dies lĂ€ĂŸt den Menschen (16.8.1939) zu der Annahme kommen, daß die Materie nichts Wesenhaftes, nichts Lebendes in sich birgt. Es kann der Mensch in der kurzen Erdenzeit nicht den Werdegang der Materie verfolgen, weil des öfteren unglaublich lange Zeit dazu gehört, ehe sich eine alte Form aufgelöst und zu neuer Form gewandelt hat. Und daher erscheint alles das, was langer Zeit bedarf, um sich zu verĂ€ndern, dem Menschen als völlig tot, als wesenlos, denn wo der Mensch ein stĂ€ndiges Umformen beobachten kann, dort gibt er schon ein gewisses Leben in sich zu, und wo ein Leben festgestellt wird, dort erkennt man auch eher die geistige Kraft an, die ebender Inbegriff von "Leben" ist. Je mehr nun der Mensch diesen Gedanken in sich Raum gibt, daß alles Geschaffene gleichsam Gottes Odem ist, daß der Odem Gottes aber nie und nimmer etwas Totes, Wesenloses sein kann, sondern stets und stĂ€ndig zum Leben anregende Kraft, die alles zur TĂ€tigkeit anregt, aber niemals in UntĂ€tigkeit verharrt, so betrachtet er die ihm sichtbare feste Form nimmermehr als unbelebte Masse, und ihm wird der Zusammenhang aller Schöpfungswerke klar, weil alle diese Schöpfungswerke TrĂ€ger sind von unzĂ€hligen Wesenheiten, die einer Vereinigung in sich zustreben und dazu sowohl einer langen Zeit als auch einer Außenform bedĂŒrfen .... __Amen
 
1854
20.03.1941
Gefahr des Besitzes .... UntÀtige Materie ....
 
Wenngleich sich die Materie in stĂ€ndiger VerĂ€nderung befindet, ist sie doch so lange nicht als aufgelöst zu betrachten, wie sie noch irgendwie nĂŒtzlich sein kann. Erst wenn sie völlig nutzlos ist, hat das Geistige in ihr sie ĂŒberwunden, und es dauert oft sehr lange Zeit, ehe es die alte Form verlassen kann, um in neuer Form neue Aufgaben zu erfĂŒllen. So ist der Erdenlauf durch die Materie fĂŒr das Geistige eine unsagbar qualvolle Gefangenschaft von ganz verschiedener Zeitdauer, und es kann das Wissen darum den Menschen bestimmen, diesen Zustand zu verkĂŒrzen, wenn alles in Gebrauch genommen wird, um dem Geistigen zum Dienen zu verhelfen, weil die Materie unsagbar lange das Geistige in sich birgt, die niemals zum Dienen zugelassen wird, die also als toter Besitz ungenĂŒtzt gelassen wird. Und es ist nun auch verstĂ€ndlich, weshalb der Mensch sein Herz nicht an Besitz hĂ€ngen soll, denn je grĂ¶ĂŸer seine Liebe zu den GĂŒtern der Welt ist, desto weniger Gelegenheit gibt er ihm zum Dienen. Das Geistige in solcher ungenĂŒtzt bleibenden Materie ist nun zur UntĂ€tigkeit verdammt gegen seinen Willen. Es ist zum Dienen bereit und wird nicht zugelassen und leidet unvorstellbar darunter. Weilt nun ein Mensch in der Umgebung von der Materie, die also untĂ€tig bleiben muß, so wirkt sich dies aus auf die Seele des Menschen, die gleichfalls in eine gewisse TrĂ€gheit verfĂ€llt und ihrer Lebensaufgabe wenig nachkommt. WĂ€re die Seele von TĂ€tigkeitsdrang erfĂŒllt, so wĂŒrde sie geben wollen und also sich ihres Besitzes entĂ€ußern, was eine sofort beginnende TĂ€tigkeit des Geistigen in der Materie zur Folge hĂ€tte und also beginnende Erlösung bedeutete. Alles Geistige aber, dem zur TĂ€tigkeit verholfen wird, steht wieder dem Menschen bei zur eigenen Höherentwicklung, weswegen ein Mensch bedeutend leichter die Seelenreife erlangt, der sich inmitten stets tĂ€tiger Materie befindet. Also wird vermehrte irdische TĂ€tigkeit gleichzeitig das Freiwerden des gebannten Geistigen begĂŒnstigen, sofern das nun Entstehende wieder etwas dem Menschen NĂŒtzliches ist. Wird nun durch Gottes Willen brachliegende Materie zerstört, so bedeutet das wieder fĂŒr das Geistige darin insofern eine Hilfe, als es nun sich anderweitig wieder verformen kann und nun die Möglichkeit besteht, schneller in dienende TĂ€tigkeit zu kommen. Zerstörungen des Besitzes zwingen die Menschen zur Inanspruchnahme von solcher Materie, die noch nicht zur TĂ€tigkeit zugelassen wurde. Und das ist immer von Vorteil fĂŒr das Geistige darin. Es ist also vermehrter Besitz eine Gefahr, wĂ€hrend die Zerstörung dessen, sofern sie Gott-gewollt ist, ein Segen sein kann fĂŒr das unerlöste Geistige, das sich zum Dienen bereit erklĂ€rt hat, aber durch menschliche Habgier und Liebe zur Materie der dienenden Bestimmung ferngehalten wurde. Es wird dann die AußenhĂŒlle gewaltsam aufgelöst, das Geistige daraus frei, jedoch nur, um aufs neue in der Form gebannt zu werden, aber nun eher Gelegenheit findet zum Dienen, da sonst endlose Zeiten vergehen können, bevor es zum Dienen zugelassen wird. Es entstehen durch Menschenhand und Menschenwillen so viele Dinge, die völlig nutz- und zwecklos sind und denen jede dienende Funktion genommen wird. Diesem Geistigen Hilfe zu bringen sollte sich der Mensch angelegen sein lassen, indem er solchen nutzlosen Dingen irgendeine Bestimmung zuweist, auf daß die Materie einmal, wenn auch nach lĂ€ngerer Zeit, zur Auflösung gelangt, denn nur durch Dienen wird das Geistige darin frei .... __Amen
 
7541
07.03.1960
Der Mensch bestimmt sein Los selbst ....
 
Euch wird das Reich zum Aufenthalt werden, das ihr begehret .... Geist oder Materie wird eure UmhĂŒllung sein, je nach eurem Willen, doch dieser ist frei. Das Los also, das eure Seele erwartet nach dem Abfall des Leibes, habt ihr euch selbst geschaffen durch euren Willen, der dem Geist oder der Materie gegolten hat. Verstehet es, daß ihr selbst Urheber seid dessen, was euch erwartet nach eurem Tode. Denn ihr erhaltet, was ihr wollt: einen Aufenthalt in der harten Materie oder im geistigen Reich .... euch erwartet das Los, das ihr selbst euch gewĂ€hlt habt wĂ€hrend eures Erdenlebens. Aber es sind ganz unterschiedliche Lose .... Seligkeit oder Qualen bedeuten sie, und nur, wer das geistige Reich anstrebt im Erdenleben, der wird sich eines schönen Zustandes erfreuen dĂŒrfen, er wird selig sein, wĂ€hrend die harte Materie wieder die HĂŒlle wird des Geistigen, das nur nach der Materie strebte auf Erden und das sich in einem Zustand von Not und Qual befindet .... doch aus eigener Schuld. Ihr Menschen lebt auf Erden zwecks Vergeistigung eures Ichs .... eurer Seele, die nicht mehr weit vor ihrer Vollendung steht. Aber diese Vergeistigung mĂŒsset ihr selbst im freien Willen vollziehen, und darum könnet ihr nicht gehindert werden, wenn ihr euch wieder mehr der Materie zuwendet und euer Ich sich langsam wieder verhĂ€rtet .... wenn eure Seele zurĂŒcksinkt in die Tiefe, aus der sie schon so weit emporgestiegen war, daß sie sich als Mensch nur noch bewĂ€hren soll .... Sie hat wohl die Möglichkeit, in der kurzen Zeit des Erdenlebens sich völlig zu vergeistigen, denn ihr wird in jeder Weise Beistand gewĂ€hrt. Sie ist aber auch den Versuchungen durch die Welt ausgesetzt, sie wird stĂ€ndig von der Materie verlockt und sucht sich in ihren Besitz zu setzen; sie kann also im freien Willen die materielle Welt «vor» die geistige Welt setzen, und dann geht sie unwiderruflich den Weg der RĂŒckkehr zur Tiefe, dann ist ihre Vollendung in Frage gestellt, es sei denn, sie besinnt sich noch vor ihrem Leibestode und strebt das geistige Reich an mit starkem Willen .... was ihr auch möglich ist, weil dieser Wille geachtet und jederzeit unterstĂŒtzt wird. Darum ist die materielle Welt eine große Gefahr fĂŒr den Menschen, dessen Wille geschwĂ€cht (ist = d. Hg.) .... Denn der Wille bestimmt den Geisteszustand der Seele und dieser kann sehr leicht rĂŒckschrittlich sich entwickeln .... Und dann wird die Materie der Seele Aufenthalt, wenn der Leib dem Tode verfĂ€llt. Suchet der Mensch aber das geistige Reich zu erringen, bewegt er sich in Gedanken mehr in diesem, als im irdischen Reich, suchet er die Bindung mit Gott, dann braucht er nicht zu fĂŒrchten, der Materie zu verfallen, und sein Los im Jenseits wird entsprechend sein .... Er befindet sich in dem geistigen Reiche, das er anstrebte auf Erden, und nur der Reifegrad der Seele bestimmt den Grad des Lichtes und der Seligkeit, die jenes geistige Reich ihm bietet .... aber es ist das «geistige» Reich .... die Seele hat sich völlig lösen können aus der materiellen Form, sie hat wieder ihren Urzustand erreicht, da sie in voller Freiheit in Licht und Kraft schaffen und wirken konnte .... Sie hat ihr Ziel erreicht auf Erden und braucht nun nicht mehr durch die materielle Welt hindurchzugehen, was aber der Seelen Los ist, die nur die Materie begehrten auf Erden. Und es ist die letzte Gnadenzeit, es ist die Zeit vor dem Ende, wo noch ungewöhnliche Hilfe allen Menschen geleistet wird, damit sie ihre restlose Vergeistigung auf Erden noch vollziehen können .... Ungewöhnliche Geschehen helfen ungewöhnlich nach, wo die Menschen selbst zu verantwortungslos und gleichgĂŒltig geworden sind .... Allen Seelen kommt Gott Selbst zu Hilfe, weil Er sie liebt und ihnen das entsetzliche Los einer Neubannung ersparen möchte .... Aber alle Menschen haben einen freien Willen, und dieser bestimmt selbst das Los der Seele in der Ewigkeit, in der Zeit nach dem Leibestode, das nun ĂŒberaus herrlich, aber auch ebenso qualvoll sein kann, je nach diesem Willen und je nach dem Lebenswandel, den der Mensch auf Erden fĂŒhrt. Wer dem geistigen Reich zustrebt, der wird auch eingehen in dieses; wer die Materie begehrt, wird sie wieder zur HĂŒlle nehmen mĂŒssen, denn diesen Seelen ist das jenseitige Reich verschlossen, sowie der letzte Tag auf dieser Erde gekommen ist .... __Amen
 
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