Bertha Dudde 1891 - 1965

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Auflösung von Widersprüchen
im Werk Jakob Lorbers

 - Version 1.0 von August 2007

( zusammengestellt und bewertet von Ingo Schneuing)

| eMail: ISchneuing@aol.com |

  
 

Auflösung einiger Widersprüche im Werk Jakob Lorbers

Eine Zusammenstellung von Textstellen, die im Verlauf einer Email-Debatte neu geprüft, beleuchtet und neu eingeordnet wurden. Dadurch konnten in der Folge Widersprüche im Lorber-Werk einsichtig aufgelöst werden.

-  zusammengetragen und bewertet  von  Ingo Schneuing  im August 2007

| Unter Downloads: 'Auflösung von Widersprüchen' zum Herunterladen |

Einer von einigen Irrtümern in der Neuoffenbarung Lorbers ist der in bezug auf Körper, Seele, Geist und wurde ihm (Jakob Lorber) am 17.6.1804, im vierten Monat seiner Schreibtätigkeit vom Gegner Gottes eingegeben, zum Zeitpunkt, als Jakob Lorber gerade bei Kapitel 30 der HHG in der 10. Strophe des Liedes des Meduhed war, der dann aber im Gesamtwerk an vielen Stellen vom HERRN schon richtig gestellt wurde, wie wir im Verlauf sehen werden.

Hier ein Auszug, um den es ganz speziell geht:

[HiG.03_40.06.17,06] Hier merket wohl auf, – gleich ungefähr drei Tage vor der Geburt aber wird aus der allerfeinsten und zugleich solidesten Substanz der Seele in der Gegend des Herzens ein anderes unendlich feines Bläschen gebildet, und in dieses Bläschen wird ein einst böse gewordener Geist, der da ist dem Wesen nach ein Funke der göttlichen Liebe, hineingelegt; gleichviel ob der Körper männlich oder weiblich ist, so ist doch der Geist ohne geschlechtlichen Unterschied und nimmt erst mit der Zeit etwas Geschlechtliches an, welches sich durch die Begierlichkeit kundgibt.

[HiG.03_40.06.17,07] Nun ist aber dieser Geist noch tot, wie er schon in der Materie seit langen und langen Zeiten war.

Dieser Irrtum in der Lorber NO wurde im Verlauf der Jahrzehnte Grundlage für Auslegungen innerhalb der sogn. Lorberfreunde.

Zu der Lehrmeinung der Schriftausleger der Lorber NO habe ich einige Fragen:

1. Dieser aus der NO Lorbers zitierte 'einst böse gewordene Geist', was ist mit dem denn seit dem Fall mit Luzifer geschehen?

2. Wo in der NO Lorbers finden wir darüber Auskunft?

3. Ist dieser ‚einst böse gewordene Geist’ böse geblieben?

4. Wenn ja, wo ist er in seiner Bosheit bis auf den Tag der angeblichen Einlegung in die Seele geblieben?

5. Bei Luzifer?

oder

6. Ist dieser Geist nun vor der Einlegung in die Seele 'gut geworden'

7. Wenn ja, wo ist dieser Geist geläutert, gebessert worden, mit anderen Worten, wo hat er das Böse, mit dem er infiziert war, abgelegt.

8. Mußte dieser einst böse Geist nicht Jesus Christus als Erlöser annehmen und sich Jesus Christus übergeben?

9. Wo fand  das statt, denn bei Lorber finden wir darüber nichts geschrieben.

Auf diese berechtigten Fragen gibt es in der Lorber-NO  KEINE Antworten!

 

Dazu eine WARNUNG (vom Herrn Selbst) an den zweiten Verleger Landbeck:

Vorwort

empfangen durch C.F.L. 30. 05. 1892

„Ihr lebet jetzt noch in einer Zeit des lebendigen Fließens Meines Geistes in eure Sphäre; noch ist die Zeit nicht gekommen, wo das, was Meine Diener von Mir gehört und niedergeschrieben haben, einer Nachprüfung unterzogen würde,

was echt ,

was unecht

und was nur gefärbt sei.

Wie dir schon gesagt wurde, als du dich anbotest, die von dir bemerkten und etwaigen andere Fehler im (großen) Evangelium (Johannes) auszumerzen (wiederhole Ich hier): lasse die Hand von solch kleinem Wirken.

Erstens sind die Fehler gering und betreffen nicht geistige, nur materielle Dinge.

(Anmerkung I.Schneuing: es betrifft dies die Fehler, die LANDBECK damals gefunden hatte!)

Zweitens lasse Ich solche Fehler direkt zu, namentlich aber hin und wieder für lange Stellen, daß sie gefärbt werden durch den sich erregenden Geist des Schreibers, damit kein Buchstabenglaube mehr entsteht unter euch!

Seid freie Geister! forschet! und übet euch – frei zu werden durch die Forschung in Meinen Schriften (und deren Bethätigung)!

Sehet nicht auf die Fehler, sondern auf den euch noch verborgen gebliebenen inneren tiefen Sinn, wovon euch endlos noch verborgen bleibt, soviel ihr auch forschen möget.

Die Zwölf Stunden (Nr. 22) sind fast durchaus gefärbt durch des Schreibers Erregung. Erst am Ende kommt Meine Ruhe voller zum Durchbruch.

Ändere du nichts daran. Nichts ist „skandalös“ dem, der zu Gott enge sich hält, denn Alles Irdische versteht er! – "

fehlende Seite 3  Lebensgarten, Ausgabe Bietigheim

Es ist schon recht merkwürdig.

Himmelsgaben Band 3 wurde 1993 erstmalig herausgegeben und damit kam 'Die Erlösung' aus dem Jahre 1840 erstmals an das Tageslicht, wenn es nicht zuvor schon in den NeuSalems Schriften herausgegeben  wurde, was mir nicht bekannt ist.

Somit kam der 'einst böse gewordene Geist' 153 Jahre nach der Niederschrift dem breiten Leserkreis zur Kenntnis. Ab wann dieser Irrtum von den Lorber-Lehrern gelehrt wurde entzieht sich meiner Kenntnis, ist aber bei Lutz in den 20iger Jahren schon vorhanden.

Bis 1993 kam jeder, der die NO Lorbers gelesen hatte, damit sehr gut zurecht, daß die Seele der gefallene Urgeist aus der Urschöpfung ist und daß der Seele der Geist aus Gott beigegeben ist, der dann bei entsprechender Seelenreife von Gott im Menschen geweckt wird, .... so er die Irrtümer in den Schriften unberücksichtigt ließ.

Die Offenbarung wurde Lorber am 17.6.1840 gegeben.... tags zuvor wurde offenbar über das Thema diskutiert, denn der Offenbarung 'Die Erlösung' ging eine Fragen an den Herrn voraus, und zwar am 15.6. 1840.

Die Erlösung. – 15. Juni 1840.
[HiG.03_40.06.15,01] Das ist eine Frage an den L., H.1, H.1, S., welche sie tief in sich gehend in aller Ruhe ihres Herzens beantworten sollen, damit dann auch ihnen geöffnet werde ein kleines Pförtchen in die geheimen Gemächer ihrer Liebe, zu erkennen sich und Meine Liebe, und zu erbrennen in derselben gewaltig zu Mir, der Ich nur allein die Seele erlösen kann durch die Wiedergeburt des Geistes, und durch denselben dann der ganzen Kreatur.
[HiG.03_40.06.15,02] Das aber ist die wichtigste und größte Frage: Wie bedingt das mosaische Gesetz die Freiheit des Willens durch Liebe, durch Liebe die Wiedergeburt, und durch die Wiedergeburt das ewige Leben? Warum war die Erlösung nötig an der Seite des mosaischen Gesetzes, da zur Wiedergeburt nichts als die Haltung des Gesetzes aus reiner Liebe zu Mir benötiget wird? Was ist somit die Erlösung, und inwieweit ist sie für den Menschen, und wie kann er Teil daran nehmen? –
[HiG.03_40.06.15,03] Die Beantwortung dieser Frage wird jedem sehr schwer werden, der nur seines Verstandes Schärfe daran abzustumpfen wird versuchen; wer aber erbrennen wird in der Liebe und aller Demut zu Mir, der wird die volle Antwort finden treu in seines Herzens Kämmerlein. Meinem armen schwachen Knechte Jakob aber werde Ich die volle Beantwortung geben, damit ihr dann vergleichen könnt die eurige und prüfen euer Herz und die Tiefe der Gemächer der Liebe darinnen. Ich der große Meister in allen Dingen Amen. –

Zu dem Zeitpunkt dieser Frage war Lorber beim schreiben der HHG Kapitel 37 mit dem Gedicht im 10. Vers...

Und wenn man die HHG bis Kapitel 37 gelesen hat, dann weiß man darum, daß dieses Thema überhaupt noch nicht anstand von Gott offenbart zu werden....

Lorber hatte am 15.3.1840 mit dem schreiben begonnen und schon drei Monate später wurde das Thema, um das es dann ging, im Männerzirkel diskutiert, es wurde sich eine Meinung gebildet.... und schon ging es so wie es kommen mußte.... der Fehler mit dem 'einst böse gewordenen Geist', der außer dem Gottesgeist der Seele angeblich von Gott eingelegt wird....

Im Gesamtwerk findet sich nicht eine einzige Stelle, wo dieser 'einst böse gewordene Geist' wieder auftaucht.... nur außerhalb der Diktate zu den uns bekannten Büchern.

Stattdessen wurden wir alle von Gott durch Lorber belehrt, daß der Urgeist durch die Materie gehen muß, zerlegt in Seelenspezifika, wie es heißt, sich dann nach und  nach zusammenklaubt, um dann in der vorletzten Stufe als hochentwickelte Tierseele in einen Menschenkörper gezeugt zu werden (mit Ausnahme der Seelen, die von anderen Sternen kommen) und als Mensch versehen mit dem Geist aus Gott in der Seele, über die Erde zu gehen.

In einer eMail vom 12.07.2007 14:50:21 schreibt ISchneuing@aol.com:

Der Jakob Lorber Glaube

Einen ganz besonderen Dank möchte ich heute dem Gerd aussprechen, denn nur aufgrund seiner Hartnäckigkeit bin ich letztendlich dazu von ihm kräftig angestoßen worden, den IRRTUM bei Lorber einer genaueren  Prüfung zu unterwerfen und bin dann erst durch sein Beharren auf immer die selbe Schriftstelle,  hig.03_40.06.15,01 UND 17,01 der Sache auf den Grund gegangen, was ohne die Führung Gottes nie gelungen wäre!

Lorber hatte im März 1840 mit dem Schreiben der Diktate begonnen und das Thema 'Seele' stand zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht an, denn er war ja erst bei Kapitel 32 beim Lied des Meduhed in der 10 Strophe, als er völlig abseits dieser Dikate Gottes eine aus Diskussionen entstandene Frage beantwortet haben wollte..... also im vierten Monat seiner Schreibarbeit.

Schon in den ersten Neusalemsschriften wurde dieser Irrtum immer wieder zitiert, ohne daß man zumindest seitens des Verbreiter dieser Schriften den Irrtum erkannt hatte und so setzte sich der Irrtum bis in unsere Zeit fort und wurde dann auch noch in Auslegungen Grundlage zu einem Lehrgut, allen voran W. Schlätz.

Schlätz steigerte dann noch den Irrtum und schuf aus dem 'einst böse gewordenen Geist' den von ihm benutzten Begriff 'Der geschaffene essentielle Geist' und begründet dessen Existenz ausschließlich mit dem IRRTUM bei Lorber.

Schlätz schreibt  dazu: ' Der geschaffene essentielle Geist ist das eigentliche Ich des Menschen. Dieser Geist wurde einst beim Fall Luzifers böse, und er kann bei einem teuflischen Menschen erneut böse werden' .

'Nach dem Jakob Lorber Glauben besteht der Mensch

aus dem materiellen Leib,

der substanziellen Seele (die wir mit dem Tiere gemeinsam haben),

dem geschaffenen essentiellen Geist (der unser Tagesbewußtsein darstellt, der mit Luzifer einst fiel und der im Teufel erneut wieder böse werden kann),

dem geschaffenen, ganz reinen, über-essentiellen Geist (der auch im Teufel GANZ REIN BLEIBT [man staune!  Anm. IS] und der den Vollendungsgrad des Alten Testamentes bewirkt)

und dem geschaffenen allerreinsten, über-essentiellen Pfingstgeist (der die Gotteskindschaft und den Vollendungsgrad des Neuen Testamentes bewirkt). Im Innersten all dieser geschaffenen Hüllen wohnt der ungeschaffene Gottesfunke, der ein lebendiges, vollkommen ähnliches Abbild des einzigen Gotteszentrums: Jesus Jehova ist.'

Das also war O-Ton W. Schlätz.

An dieser Stelle muß das Dokument "Auflösung von Widersprüchen" unterbrochen werden, weil es zu umfänglich ist, um auf dieser Seite komplett veröffentlicht zu werden. Bitte laden Sie sich doch einfach unter folgendem Link die gesamte Textzusammenstellung (Worddatei) herunter, um dann dort weiterzulesen, wo hier geendet wurde (die Redaktion).

| Unter Downloads: 'Auflösung von Widersprüchen' zum Herunterladen |

 
 

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