Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 0396 3.5.1938

Empfinden für Naturschönheit und Zweck dieses für Menschen ....

Es beherrschen euch zuzeiten Wesen, die ihr heranziehet durch Gedanken, welche sich mit der Entstehung des Weltalls befassen. Es sind dies die Wesen, denen die Gewalt eingeräumt ist über alles, was in der Natur auf Erden euch umgibt. Diese legen zum Teil auch das Empfinden in euer Herz, auf daß dieses anschwillt und sich erregt, sobald die Natur um euch von besonderem Reiz ist .... Ihr alle kennt wohl das Glücksempfinden, das von euch Besitz ergreift, und dies zu jeder Jahreszeit, ganz besonders aber, wenn alles aufs neue entsteht und grünt und blüht.

Die Wesen, denen dies alles untersteht, verbindet ein guter Geist mit den Erdenkindern .... Sie sind immer nur bestrebt, den Menschen Kunde zu geben von der ewigen Gottheit, und so ist jedes Blättchen, jede Blume, jeder Grashalm .... alles, was des Menschen Herz in der Natur erfreut, nur ein sichtbares Zeichen, das auf den göttlichen Schöpfer hinweiset, Dem alle schaffenden Geistwesen untertan sind. Wo diese Wunder schon eine so beglückende Kraft ausströmen auf euer Gefühlsleben, dort muß jeder denkende Mensch der Ewigkeit näherkommen, wenn er nicht, wie der Zustand bei den Menschen leider überhand genommen hat .... alle diese Wunder als etwas Alltägliches betrachtet und wenig Notiz davon nimmt.

Diese wiederum werden schwer erreichen, die ewige Wahrheit durch die Schöpfungswunder erläutert zu bekommen .... Die offensichtlichen Zeichen, mit denen der Schöpfer all dieses wirkt, werden keinen Eindruck machen, und die so verhärteten Menschenherzen sind übel daran .... weil ihnen die ersten Grundbegriffe fehlen, die erst ein tiefes Verstehen möglich machen. So leget der himmlische Vater euch allen den Sinn für Schönheit ins Herz .... je mehr ihr diesen pfleget, indem ihr geistig alles um euch betrachten lernt, desto leichter werdet ihr fassen können, daß das Empfinden für Schönheit in euch auch das Glücksempfinden auslöst ....

Doch umgekehrt wird euch schwerlich etwas geboten werden können, wenn ihr solchem augenscheinlichen Wirken der Geistwesen nichts Außergewöhnliches abgewinnen könnt .... Wenn ihr blind durch dieses schöne Erdenleben geht und die tausend Wunder, die euch täglich umgeben, nicht zu erkennen vermögt. Die Geistwesen, die alles um euch erstehen lassen, sind euch wohlgesinnt .... ihr Ziel ist .... wie das aller höherentwickelten Wesen, gleichfalls das Ringen um die Seelen der Finsternis, und alle ihnen zu Gebote stehenden Mittel wenden sie an, auf daß der Mensch zum Denken angeregt werde und sich durch das Spiel in der Natur ihm eine Frage aufdrängt: .... In welchem Zusammenhang steht der Mensch mit allem ihn Umgebenden? ....

Ist einmal diese Frage aufgeworfen, dann beginnt ein langsames Erkennen, das lebhaft unterstützt wird von diesen Geistwesen, denn auch ihnen liegt die Sorge um diese Menschen am Herzen, und sie sind deshalb ständig bemüht, aufklärend und beglückend auf den Menschen einzuwirken, um das Gefühl einer Verbundenheit mit Gott in diesen zu erwecken, aus welchem sich dann das Licht der Erkenntnis entzündet und nun das Erdendasein in so erleuchtetem Zustand ausgenützet wird für die Ewigkeit .... Es ist des Herrn Wille, daß euch das Erstehen der Natur in jedem Jahr zum Denken anregt, daß ihr grübelt, wozu und welchem Zweck entsprechend der Erde Pracht wohl dem Menschen vor Augen geführt wird und was schließlich des Menschen Aufgabe inmitten dieser Umgebung sei ....

Amen

 
 
 

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