Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 0550 18.8.1938

Zubereiten der Seelen von seiten der jenseitigen Kräfte ....

In der geistigen Welt bedeuten alle Wesen gleich viel .... Es wird keine Seele geringer eingeschätzt, und darum ist auch das Bestreben, diese für die Ewigkeit zu gewinnen, immer das gleiche .... Denn eine jede Seele ist in ihrer Ursubstanz doch ein Teil Gottes und kann daher nimmer entwertet sein. Hat nun eine Verkörperung der Seele auf Erden stattgefunden, so wird im selben Maß auch die Seele teilnehmen wollen an der Wandlung zum Guten, als sich der irdische Körper dieser Aufgabe unterzieht.

Es muß ein gleiches Arbeiten des Körpers und des Geistes einsetzen, auf daß die Seele die höchsten Vorteile durch das Erdenleben erzielt .... und da eine jede Seele vor Gott gleich ist, so werden auch jeder Seele die gleichen Möglichkeiten gegeben, den höchsten Reifezustand zu erreichen .... d.h., es wird nicht eine Seele minder bedacht werden oder ihr ein Betätigungsfeld vorenthalten werden, das ihr zur Reife verhelfen könnte. Und daher wird es sich eine jede Seele selbst zuzuschreiben haben, wenn sie den Reifezustand nicht erreicht, denn es ist dann eigener Wille oder geistige Trägheit, die ihr hinderlich waren auf dem Weg zur Vollendung.

Wo sich eine Seele ernsthaft der Arbeit hingibt, kann sie nimmermehr von Benachteiligung reden .... Sie wird in gleicher Weise bedacht werden wie alle geistigen Wesen .... Die Verkörperung wird ihnen als Gnade gewährt, und so kann auch eine jede Seele in der Zeit der Verkörperung sich ungemein hoch entwickeln, nur steht es ihr frei, wie sie die Zeit nützet für die Ewigkeit. Läßt sie sich hinüberleiten in die Sphären ihrer eigentlichen Bestimmung, so muß sie auch jenen vollkommenen Zustand erreichen, der allen Geistwesen in dieser Sphäre eigen ist ....

Sie wird kaum etwas anderes tun können, als sich in jeder Beziehung zu einem gottähnlichen Wesen zu entwickeln, weil sie in sich das Bewußtsein hat, selbst ein Teilchen der ewigen Gottheit zu sein .... Und einem solchen sich selbst recht erkennenden Gottwesen muß auch die Hilfe der geistigen Wesen in größtmöglichstem Maße geboten werden, und es wird darum auch nimmer erliegen können, wenn auch die Widerstände mitunter groß erscheinen. Denn der Wert der Seele bleibt unverändert bestehen .... Alles, was Gottes ist, bleibt unabänderlich das gleiche, es verliert nicht an Wert und kann somit auch nicht verschiedenartig oder gering bedacht werden, wenn es gilt, die Vollendung zu erzielen.

Nur die Art des Einwirkens auf die Seelen ist verschieden und muß auch verschieden sein, weil eine jede Seele auch eine eigene Auffassung hat von dem Zweck des Erdendaseins. Und solange diese noch nicht die reine Wahrheit erkannt hat, muß sie durch Einwirkung von außen so geleitet werden, daß sie zu erkennen beginnt .... Sie muß zubereitet werden zum Empfang der göttlichen Wahrheiten, und bis dieser Zustand erreicht ist, braucht manche Seele längere Zeit, ja oft weist sie anfangs alles zurück und macht sich dadurch selbst den Weg des Erkennens schwer, und darum hat so mancher Erdenmensch einen schweren innerlichen Kampf durchzufechten, ehe ihm die Erleuchtung wird, daß ein jegliches Wesen doch von Gott bestimmt ist, in den Verband mit Ihm zu treten, und daß dies nur dadurch geschehen kann, wenn es völlig in seiner Aufgabe aufgeht, die ihm vom göttlichen Schöpfer gesetzt wurde ....

Amen

 
 
 

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