Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 0638 24.10.1938

Geisteszustand ....
Gedanken an Gott Hilfe zur Selbstveredlung ....

Es achten die Menschen nicht auf ihren Geisteszustand, wenn sie sich inmitten der täglichen Sorgen befinden. Sie gehen ihrer irdischen Arbeit nach und sind nicht im geringsten darauf bedacht, sich mit der ewigen Gottheit zu verbinden. Das Verhältnis des Kindes zum Vater können sie daher nicht herstellen, und so bleiben sie getrennt vom Vater im Himmel, solange sie sich allzusehr in irdischer Tätigkeit bewegen.

Die einfachste Lösung wäre zu allen Zeiten das Sich-selbst-Empfehlen der göttlichen Gnade .... Sie würden dann in so großem Maß schöpfen, und auch ihre irdische Tätigkeit würde gesegnet sein vom Herrn. Sofern der Gedanke an Gott den Lebensweg begleitet, ist das Erdenkind in einer unnennbar glücklichen Lage, denn mit diesem Gedanken gehen ihm auch die geistigen Kräfte zu, die das Erdenkind zu geistigem Schaffen anregen und vor Rückfall in völlig irdische Interessen schützen. Die eigentliche Arbeit an der Seele beginnt der Mensch, so er sich nur mit dem göttlichen Wesen in Gedanken abgibt .... so er in seinem Inneren die Frage stellt, was der Zweck des Erdenlebens ist und in welchem Verhältnis er selbst zum göttlichen Schöpfer stehe. Dann hat er sich willig in die Macht guter Geisteskräfte gegeben, die diese Macht nun nützen und ihrerseits alles anwenden, um den Gedanken stets die gleiche Richtung zu erhalten .... daß sie sich unablässig befassen mit der Unendlichkeit und ihrem Schöpfer.

Wer einmal seinen Geist in solche Bahnen lenkt, wird auch sein eigenes Wesen gleichzeitig wandeln, denn der Gedanke an Gott .... dem immer ein Abwenden vom Irdischen vorangeht, wird erklärlicherweise eine Selbstveredlung zur Folge haben, was auch wieder eine Einwirkung höherer Geistwesen auf den Sinn des Menschen ist .... Doch die Kraft wird dem Menschen dann erst in aller Fülle zugehen, wenn sein Herz Liebe geworden ist .... wenn es aus dem Gottbewußtsein heraus nicht anders kann, als Liebe zu geben .... dann legt der Mensch immer mehr seine üblen Angewohnheiten ab, er vergeistigt sich immer mehr, und desto größer wird der Einfluß seiner geistigen Freunde auf seine Seele sein. Es ist dann das Streben des Menschen ein leichtes, so er sich dieser ihm wohlgesinnten Geisteskraft willig überläßt ....

Was ihm zuerst unsägliche Mühe bereitet, ist ihm nun eine leichte Arbeit geworden, welcher er freudig nachkommt. Zu wissen, welche Aufgabe Gott dem Menschen zugedacht hat, und dieser Aufgabe mit ganzem Herzen nachkommen zu können ist allein schon ein solcher Beweis göttlicher Gnade, daß die Dankbarkeit für diese den Menschen zu eifrigstem Streben antreiben wird. Denn ohne Wissen durch das Erdenleben gehen gestaltet dieses Erdenleben zu schwerer, die Seele nicht befriedigender Tätigkeit.

Solange die Verbindung mit dem Vater nicht gefunden ist, sind die Erdentage nutzlos gelebt für die Ewigkeit. Erst wenn die Liebe im Menschen tätig ist, bewußt oder unbewußt, beginnt der Mensch wahrhaft zu leben auf Erden. Der Geisteszustand wird sodann ein heller sein, er wird erkennend alles um sich betrachten, er wird den feinen Regungen des Herzens nachgeben und den inneren Frieden suchen und finden im Gedanken an seinen Schöpfer ....

Des Lebens einzigsten Zweck hat er erkannt und sucht nun mit Eifer ihn zu erfüllen .... Er betrachtet alles nur noch vom Gesichtspunkt dieser Erkenntnis aus und läßt sich willig leiten von oben .... der von Gott dem Menschen entgegengesandten Hilfskraft .... und sein Weg muß ihn nun sicher führen, der ewigen Heimat und seinem göttlichen Vater entgegen ....

Amen

 
 
 

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