Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 1397 28.4.1940

Innige Vaterliebe ....
Sorge um die Lauen ....
Mittel ....

Worte vermögen es nicht auszudrücken, mit welcher Liebe der Vater im Himmel Seine Kinder betreut. Er ist stets und ständig besorgt um Seine Geschöpfe und will nur immer die Liebe dieser sich erringen, auf daß sie zu Ihm kommen und bei Ihm verbleiben bis in alle Ewigkeit. Und Seine Sorge gilt besonders jenen, die sich unbedenklich treiben lassen vom Strom der Zeit, die ungeachtet der großen Gefahr sich diesen Strömungen anschließen und den festen Boden unter ihren Füßen verlieren .... den Glauben an Gott, der ihm Halt und Stütze ist im Erdenleben. Ihr Wille ist weder dem Guten noch dem Bösen zugewandt, sie suchen nicht das Böse, sie leisten aber auch keinen Widerstand, so es an sie herantritt ....

Sie sind dem Guten auch nicht offensichtlich abgewandt, betätigen sich aber auch nicht selbst in Werken der Liebe; sie sind weder heiß noch kalt, sondern ohne jeglichen eigenen Tätigkeitsdrang. Und also haben sie kein Ziel vor Augen, und ihr Leben ist leer und wäre nutzlos gelebt, so der Vater im Himmel sie nicht aus ihrer trägen Ruhe aufstören möchte .... Es müssen diese Menschen oft sehr hart betroffen werden, ehe sie ihren Gleichmut verlieren und sich eines anderen Denkens befleißigen. Nur tiefste Einsamkeit und schmerzlichstes Leid vermögen einen Eindruck auf diese Seelen zu hinterlassen, und oft nur ist der Erfolg davon auch nur Empörung oder Verbitterung.

Denn sie verschließen Aug' und Ohr dem Leid der Mitmenschen, und nichts erregt ihr Mitgefühl, was diese betrifft .... Also muß Gott Sich in einer Weise bemerkbar machen, die Not und Kummer für den Menschen bedeuten. Denn Seine innigste Liebe wird nicht erkannt, und es findet der Mensch in Sorglosigkeit nicht mehr den Weg zu Ihm. Und der Weg, den er wandelt, führt in die Irre. Namenloses Elend wird daher die Menschen treffen, die in der Not der Zeit noch nicht die Hand Gottes erkennen .... namenloses Leid, das sie an sich selbst verspüren.

Und der Herr wird warten, bis der Ruf aus dem Herzen des Menschen zu Ihm dringt, und es wird jene Stunde gesegnet sein und geistiges Erwachen die Folge solchen Leides, in dem der Mensch den Weg zu Gott fand. Denn nun erst beginnt er, zu streben und seiner Seele zu gedenken. Er treibt nicht mehr willenlos im Strudel des Lebens, sondern er hat festen Boden unter den Füßen .... er ist gläubig geworden und suchet Gott nun immer und überall ....

Amen

 
 
 

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