Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 1513 10.7.1940

Tätigkeit ist Leben ....
Untätigkeit Gefahr ....

In aller Demut sich dem Willen des Herrn unterwerfen wird euch Seiner Gnaden würdig machen. Und darum nehmet alles hin, was der Herr euch sendet, ohne Widerspruch oder innere Auflehnung. Denn so Gott euch mit Leid bedenket, beweist Er euch auch Seine Liebe; nur weil Er euch innig liebt, lässet Er euch leiden, da anders ihr nie zu Ihm gelangen könnt .... Er aber will, daß ihr zu Ihm findet. Und daher werdet ihr die Welt erst zwingen, so ihr euch dem Herrn unterstellt habt, denn so ihr euren Willen aufgebet und in Seinem Willen lebt, steht euch größte Kraft zu Gebote, und ihr überwindet die Welt und jeden Gegner, der sich euch nahet, um euch zum Fall zu bringen. Und darum vertrauet euch bedingungslos dem göttlichen Herrn an, Er wird euch lenken und leiten auf allen Wegen.

In ruheloser Geschäftigkeit ist alles tätig, was aus Gott ist und wieder zu Ihm zurückstrebt. Denn ein Leben in Ruhe und Untätigkeit ist kein Aufwärtsstreben, sondern ein Hinabgleiten in die Finsternis. In der Tätigkeit allein liegt Leben, und tätig ist daher alles, was leben will, untätig sein aus freiem Willen dagegen die größte Gefahr, untätig zu werden gezwungenermaßen. Es ist die Gefahr deshalb so groß, weil der menschliche Wille dann schwach wird und dieser geschwächte Wille genützt wird vom Widersacher, der den Menschen immer mehr hindert, tätig zu sein für seine eigene Freiwerdung. Der Wille zur Tätigkeit ist immer ein Bejahen der Kraft, die dem Menschen zuströmt. Nützet er diese, dann wird er auch unentwegt tätig sein, weiset er sie ab, so ist er auch nicht fähig, tätig zu sein, denn aus eigener Kraft vermag er nichts. Der Wille zur Tätigkeit trägt ihm auch fortgesetzt die Kraft ein, und diese Kraft wieder läßt seinen Willen immer bewußter sich Gott zuwenden.

So der Mensch an sich und seiner Seele zu arbeiten bestrebt ist, wird sein Wille ständig angeregt werden, und er wird in rastloser Tätigkeit die Erdenaufgabe sehen, er wird nicht untätig bleiben, weil er die Untätigkeit als einen Stillstand erkennt, er aber zur Höhe schreiten will. Der lichtlose Zustand allerdings schwächt seinen Tätigkeitsdrang, d.h. in Unwissenheit dahinleben wird gleichfalls hemmend sich auswirken. Die Kraft der Erkenntnis geht jedoch einem jeden zu, der zu Gott verlangt und zu Ihm betet. Denn diese belässet der Herr nicht in der Finsternis des Geistes .... Wer zu Gott innig betet, der wird in der Erkenntnis stehen, ihm wird Kraft und Gnade zuströmen, sein Tätigkeitsdrang wird vermehrt werden, und er strebt bewußt zur Höhe. Sein Wille wird unentwegt tätig sein, und tätig sein heißt frei werden von allem Zwang; tätig sein heißt, die Kraft aus Gott bewußt in Empfang nehmen und sie zu verwerten dem Willen Gottes gemäß .... und tätig sein nach Gottes Willen heißt, sich zu erlösen aus der Macht des Widersachers ....

Amen

 
 
 

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