Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 1557 7.8.1940

Das rechte Ziel ....
Selbstbestimmungsrecht des Wesens ....

Der Ausgangspunkt alles Bestehenden ist Gott .... und Gott muß auch das Ziel alles dessen sein, was ist .... So sich das Wesenhafte aus Gott ein anderes Ziel wählt, nämlich den Gegenpol Gottes, so ist dies sein Verderben, es ist sein geistiger Untergang, obzwar immer und immer wieder dem Wesen die Gelegenheit geboten wird, den rechten Weg einzuschlagen, der dem rechten Ziel entgegenführt. Doch es sind dann endlose Zeiten der Qualen und des Gebanntseins zwischen jenen Möglichkeiten, die den Zustand endgültiger Erlösung eintragen können.

Es ist keineswegs ein Gewaltakt, wodurch das Wesen wieder vereinigt wird mit Gott als seinem Schöpfer, sondern das Wesen selbst hat das Bestimmungsrecht über sich und kann das Ziel verfolgen, das ihm beliebt .... Es wird nicht gezwungen, sondern immer nur gedanklich beeinflußt, und zwar dies gleichzeitig von guten und bösen geistigen Wesen, so daß es nun vor die Entscheidung gestellt ist, welchem Einfluß es sich überlassen will. Und so ist sein eigener Wille maßgebend.

Ist nun der eigene Wille geschwächt, so ist größte Gefahr, daß nicht das rechte Ziel angestrebt wird, sondern daß sich das Wesen immer wieder von Gott entfernt. Es haben sonach die schlechten Kräfte die Oberhand gewonnen, das Wesen Gott entfremdet, sich selbst aber zugelenkt. Es kann das Wesen selbst nicht von Schuld freigesprochen werden, da es sich nicht der Kraft bedient, die ihm den Widerstand hätte leicht werden lassen. Es forderte nicht die Kraft an, die ihm zu Gebote stand, und also unterlag es. Und es war durch das Wort Gottes hinreichend unterwiesen, daß es die Kraft aus Gott nützen sollte zu seiner letzten Erlösung, mißachtete aber dieses Wort, und also ist es nicht frei von Schuld.

Zur Selbsterlösung muß das Wesen auch selbst beitragen, indem es seinen eigenen Willen hingibt und sich Gott als seinem Schöpfer unterstellt. Denn tut es das, dann gibt es seine Einwilligung dazu, daß Gott Sich seiner annimmt und ihm nun hilfreich beisteht, daß es seine letzte Erdenaufgabe erfülle. Ohne Hingabe des eigenen Willens wäre es ein gewisser Zwang von Gott, so Er das Wesen seinem letzten Ziel entgegenführt. Um vollkommen zu werden, gehört das Unterstellen des eigenen Willens unter den göttlichen Willen, denn dann erst kann Gott Sich äußern und nun das Wesen sichtlich lenken, denn es will ja dann das, was recht ist und zu Gott hinführt ....

Amen

 
 
 

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