Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 1928b 22.5.1941

Leben - Tätigkeit ....
Tod - Untätigkeit ....

Es wird also das Leben immer Tätigkeit bedeuten, während Tod der Zustand der Untätigkeit ist. Es braucht aber nicht unbedingt die Untätigkeit sich äußerlich auswirken, solange der Mensch auf Erden weilt. Die Lebendigkeit des Geistes ist nicht augenscheinlich erkennbar, sondern es hat eher den Anschein, als sei der Mensch außergewöhnlich rege, der sich mit geistiger Arbeit nicht abgibt.

Doch es ist diese Regsamkeit nur bezugnehmend auf die irdische Tätigkeit, auf das, was erst die Nebenarbeit sein soll. Die irdische Tätigkeit kann zwar auch segenbringend sein, wird aber gleich null bewertet, so geistiges Streben nicht gleichzeitig damit verbunden ist. Es muß die Erdenarbeit zuerst dazu beitragen, den Geist im Menschen frei zu machen, und es kann dies nur bewirkt werden durch Liebetätigkeit. Was also der Mensch aus dem Verlangen heraus tut, zu helfen, sowohl irdisch als auch geistig, das sind Werke der Liebe, die dem Geist die ersehnte Freiheit geben, die also dem bis dahin Toten zum Leben verhelfen ....

Jede Arbeit aber, die nicht den Zweck einer geistigen Erlösung hat, die also lediglich dem Erhalten oder Verbessern des Irdischen, d.h. körperlichen Lebens, gilt, ist trotz scheinbarer Tätigkeit völlig ohne Einfluß auf die Entwicklung des Geistes, und da das irdische Leben bald dahin ist, ist der Erfolg dessen dann eben der Untätigkeitszustand, aus dem heraus sich das Wesen nicht mehr selbst frei machen kann wie auf Erden, sondern liebender Hilfe bedarf. Es muß nun erst ein Wesen an dieser leblosen Seele seine Liebe tätig werden lassen, damit ihr Kraft zugeführt wird ....

Es muß das leblose Wesen selbst willens sein, tätig zu werden dort, wo es durch Liebe helfen kann .... dann erst erwacht das Leblose zum Leben, dann erst ist der tote Zustand überwunden, dann erst geht das Wesen in das eigentliche Leben ein .... denn nur Tätigkeit des Geistes ist Leben ....

Amen

 
 
 

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