Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 2345 24.5.1942

Leib und Seele Jesu Christi war Gott zugewandt ....

Der Leib Jesu Christi setzte seiner Seele keinen Widerstand mehr entgegen; er forderte nichts anderes für sich, als was die Seele wollte, die sich mit dem Geist in ihr gänzlich vereinigt hatte .... Dies war der Zustand des Menschen Jesus, als Er Sein Werk vollendet hatte .... Es war der Zustand völliger Hingabe an Gott und restlosen Verzichtens auf das, was der Welt angehörig war .... Sein Leib war gänzlich unabhängig von der Erde und ihren Gesetzen, denn er war durch und durch vergeistigt, d.h., die geistigen Substanzen, die Seinen menschlichen Leib bildeten, hatten sich mit denen der Seele verschmolzen und sich gewissermaßen gänzlich dem Willen des Geistes unterstellt, der in engster Verbindung stand mit dem Vatergeist, und also war auch der irdische Leib mit der Seele zugleich eins geworden mit der ewigen Gottheit ....

Diese Verschmelzung war so überaus bedeutsam, sie war von einer Tragweite, die das Geistige nicht zu fassen vermag, bevor es nicht selbst den Zusammenschluß mit Gott gefunden hat. Sie war ein Akt größter Selbstüberwindung, tiefster Liebe und schrankenlosester Hingabe an Gott .... Es zog die Seele des Menschen Jesus gleichzeitig ihre Außenhülle, den Körper, in den Bereich der Liebesausstrahlung aus Gott, und es wurde Seine Seele und Sein Körper durchflutet vom Liebesgeist Gottes, von Seiner Kraft und Seinem Licht ....

Es war der Mensch Jesus kraft- und lichtvoll .... Er war mächtig und weise, und es gehorchte Ihm jegliche Kreatur, es gehorchte Ihm die gesamte Schöpfung, denn Gott Selbst war in aller Fülle in Ihm, weil Ihm keinerlei Widerstand mehr entgegengesetzt wurde, weder von der Seele noch vom Körper, und diese schrankenlose Hingabe auch das schrankenlose Wirken Gottes zur Folge hatte .... Gott Selbst war es, Der Sich nun äußerte in allem, was Jesus tat und redete.

Gottes Liebe erfaßt alles, was sich Ihm hingibt, sie durchstrahlt jede Schöpfung, sowie das Geistige in ihr der göttlichen Liebe keinen Widerstand entgegensetzt .... Wo dieser Widerstand aufgehoben ist, dort kann nur noch die Liebe Gottes sein, also .... da Gott die Liebe ist .... kann nur Gott dort sein, wo sich Ihm kein Widerstand entgegensetzt .... Alles aus Ihm ist Göttliches so lange, wie es ohne Widerstand ist. Erst der Widerstand macht das von Gott Geschaffene zu etwas außer Ihm Stehendem so lange, bis es von selbst den Widerstand aufgibt ....

Der Mensch Jesus war Gott völlig ergeben und also nichts außerhalb Gottes Stehendes mehr, sondern mit Ihm verschmolzen, also eins mit Gott .... und somit völlig verklärt, weil die Verbundenheit mit Gott ein lichtvoller Zustand ist .... Und es hat Jesus Christus beim Abscheiden von der Welt zugleich mit Seiner Seele Seinen Leib hinübergenommen in die Ewigkeit, denn es war an Ihm nichts mehr, das einer Höherentwicklung bedurfte, es war der Körper und die Seele vollkommen; es war jegliche geistige Substanz Gott so zugewandt, daß sie von dem Licht und der Liebe Gottes durchdrungen war, daß sie Gott gleich war, weil sie sich völlig mit der ewigen Gottheit verschmolzen hatte ....

Amen

 
 
 

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