Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 2414 18.7.1942

Wandlung des Willens ....
Mußzustand ....
Ziel - Urzustand ....

Der Gott-gegnerische Wille war Anlaß zum Abfall des Geistigen von Gott, sonach muß der Gott-gleiche Wille für das Geistige Verbundenheit, d.h. Zusammenschluß mit Gott bedeuten, und daraus ist ersichtlich, daß der Wille des abgefallenen Geistigen vorerst gewandelt werden muß, soll es sich wieder mit Gott verbinden können. Diese Wandlung ist Sinn und Zweck des Erdenlebens, die aber ohne Zwang vor sich gehen muß und daher in Form einer langsamen Höherentwicklung sich vollzieht. Es wird dem Wesenhaften das Selbstbestimmungsrecht genommen, d.h., es muß sich dem Willen des Schöpfers unterordnen, solange es den Gang auf Erden zurücklegt vor der Verkörperung als Mensch insofern, als es in den Vorstadien tätig sein muß in der Weise, wie Gott es einem jeden Schöpfungswerk vorschreibt.

Es ist dies keineswegs ein Zustand völliger Willenlosigkeit, sondern es hat das Wesenhafte seinen Willen zuvor schon bekundet, und darum wurde ihm nun die Aufgabe gestellt, die seinem Willen entspricht. Ein Mußzustand ist es nur insofern, als daß es, nachdem es einmal seinen Willen bekundet hat, nicht mehr entgegenwirken kann, sondern nun die Tätigkeit ausführen muß, zu der es sich zuvor bekannt hat. Es wird gewissermaßen zum Dienen veranlaßt, es hat aber die Bereitwilligkeit zum Dienen vorher erklärt, ansonsten es nicht zur dienenden Tätigkeit zugelassen würde. Also wandte sich der Wille des Wesenhaften schon mehr und mehr der ewigen Gottheit zu, die Widersetzlichkeit wurde aufgegeben und der Zusammenschluß mit Gott gewissermaßen unbewußt angestrebt.

Doch es muß das Wesenhafte noch eine letzte Willensprobe bestehen, wo jeglicher Zwang ausgeschaltet wird und das Wesen sich völlig frei und bewußt entscheiden kann, ob es den Gott-entgegengesetzten Willen aufgibt oder noch weiter in ihm verharrt. Und es ist dies die Zeit der Verkörperung als Mensch, die jedes Wesen nun nützen kann in freiem Willen. In dieser Zeit geht es nur um den Willen, ob er sich Gott ab- oder zuwendet. Und es wird nun den Menschen verständlich sein, daß nur dann von einem erfolgreichen Erdenwandel gesprochen werden kann, wenn der einstmals Gott widersetzliche Wille sich völlig gewandelt hat, also sich völlig unter den göttlichen Willen stellt und somit die Entfernung von Gott verringert wird ....

Denn letzteres bedeutet eine Annäherung an Gott im bewußten Zustand, es bedeutet eine völlige Wandlung des Geistigen, das sich einst von Gott abwandte im freien Willen und nun diesen freien Willen wieder nützet zum Zusammenschluß mit Gott .... Es stellt das Geistige nun seinen Urzustand wieder her, ohne daß es von Gott dazu gezwungen wird, und es bedeutet dies Erlösung des Geistigen aus der Hülle, die Gott als Fessel dem Geistigen beigesellt hat, um es Sich Selbst wieder zuzuleiten; es bedeutet für das Geistige einen freien, unvorstellbar glückseligen Zustand, der seiner uranfänglichen Bestimmung entspricht und daher das Ziel alles unerlösten Geistigen ist ....

Amen

 
 
 

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