Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 2441 8.8.1942

Von Gott vorgeschriebener Lebensweg ....
Freier Wille ....
Tat und Auswirkung ....

Das kleinste Geschehen im Erdenleben hat seinen Zweck, wenngleich dies dem Menschen nicht ersichtlich ist. Es gibt keine Zufälle, sondern nur Fügungen Gottes, denn bis ins kleinste ist der Lebensgang jedem Menschen vorgezeichnet, dies aber immer dem Willen der Menschen entsprechend, den Gott von Ewigkeit voraussah. Es ist dies von so ungeheurer Wichtigkeit, daß die Menschen darum wissen sollen, jedoch gibt gerade diese Lehre oft Anlaß zu irrigem Denken .... daß der Mensch nun glaubt, jeglicher Verantwortung für alles Geschehen enthoben zu sein, weil es ja so kommen müsse, wie es Gott gewollt hat seit Ewigkeit.

Die Gnade der Verkörperung trägt dem Menschen auch den freien Willen ein, und nun kann er handeln und denken eben jenem Willen gemäß. Er lebt nun also das Leben, wie er es will; es müssen ihm aber auch Möglichkeiten gegeben werden, diesen seinen Willen zu erproben, d.h., sich für gut oder böse zu entscheiden. Es ist also lediglich der Wille zur geistigen Umgestaltung seiner Seele völlig frei, während der Wille des Menschen in irdischer Beziehung noch gewissermaßen gebunden ist .... daß er zwar auch irdische Geschehen bestimmen kann kraft seines Willens, aber immer nur dessen Ausführung selbst anregen kann, niemals aber die Auswirkung von ihm allein abhängt.

Die Auswirkung jeder Willensäußerung der Menschen lenkt Gott, und zwar nach weisestem Plan immer wieder so, daß die seelische Gestaltung gefördert werden kann, wenn wieder der Wille des Menschen dazu neigt. Also es kann jegliches Vorhaben eines Menschen durch Gottes Willen gehindert werden, oder aber er muß erst die Zustimmung Gottes haben, ehe es ausgeführt werden kann. Diese Zustimmung wird Gott aber auch geben, wenn eine Handlung nicht dem göttlichen Willen entspricht, um die Freiheit des Willens nicht zu beschneiden, doch ob der Erfolg so ist, wie ihn der Ausführende erhofft, das hat der Mensch nicht in der Hand.

Es kommt alles, wie Gott es will; und was auch dem Menschen als Lebensweg beschieden ist, es ist Gottes Wille, der dem Menschen die Ausreifungsmöglichkeiten so bietet, daß er für seine Seele Vorteil daraus ziehen kann. Andererseits aber muß sich der Mensch verantworten für seinen Willen, so er etwas Schlechtes zur Ausführung bringen will, auch wenn die Auswirkung durch Gottes Fürsorge verhindert wird. Entsprechend dem Willen des Menschen, um den Gott schon seit Ewigkeit weiß, treten alle Ereignisse an ihn heran, wie Gott es bestimmt hat. Er nahm gleichsam den Ihm erkenntlichen Willen der Menschen als Richtschnur für das Erdenleben dieser und läßt nun gewissermaßen diesem Willen freien Lauf, jedoch schützend die Menschen, die Ihm ergeben sind, vor allen schweren Auswirkungen dessen, was der böse Wille der Menschen veranlaßt ....

Amen

 
 
 

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