Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 3275 29.u.30.9.1944

Aufklärung strittiger Fragen durch Werkzeuge Gottes ....

Wem die Gnade zuteil wird, aufklärend tätig sein zu können unter den Menschen, der soll keine Gelegenheit versäumen, denn das Empfangen dieser Gnade verpflichtet auch zum Nützen dieser. Dazu hat ihn Gott erwählet, daß er Sein Vertreter werde auf Erden, daß er als Träger der Wahrheit ziehe gegen die Unwahrheit und den Irrtum, weil solcher überaus schädlich ist für die Seele, weil deren Reifen dann in Frage gestellt ist. Also muß er stets und ständig für die Wahrheit eintreten, sowie er sie als solche erkannt hat. Doch um sie erkennen zu lernen, dazu gehört nur ein liebendes Herz, das unentwegt um die Wahrheit bittet. Denn einem liebenden Menschen verbindet Sich die ewige Gottheit Selbst, und Sie unterweiset ihn so lange, bis er selbst eingedrungen ist in die reine Wahrheit und ihm kein Mensch die Überzeugung dieser rauben kann.

Dann erst ist er fähig, göttliches Wissen dem Wissen des Mitmenschen entgegenzusetzen. Er ist fähig dazu, und sein Wirken ist überaus notwendig, weil ein unwahres Denken als unverantwortlicher Leichtsinn berichtigt werden muß und dies nur möglich ist von seiten eines Menschen, der mit den Kräften des Lichtes und der Wahrheit in Verbindung steht. Wer darum diese Bindung einmal hergestellt hat, der wird bald über ein Wissen verfügen, und dieses soll er auch weitergeben, ansonsten ihm die Gnadengabe wieder genommen wird. Denn Gott spricht durch einen Menschen zu allen ....

Daher muß sich der Wahrheitsträger stets als ein Werkzeug Gottes betrachten und eifrig bemüht sein, sein gewonnenes Wissen wieder zu verwerten, d.h., es als Widerspruch anzuwenden, sowie eine Frage als Streitobjekt aufgeworfen wird und die Menschen sich darüber nicht einig werden können oder falsch unterrichtet sind. Ein solches Streitobjekt kann, so es ungeklärt bleibt, Tausende in ein falsches Denken hineindrängen. Und dann kommt Gott Selbst den Menschen entgegen, und Er belehret sie ihrem Willen zur Wahrheit entsprechend .... Er tut dies durch einen Menschen, um Sich denen, die an Ihn glauben, erkenntlich zu machen oder den Ungläubigen einen Beweis zu geben, den sie jedoch als Beweis annehmen können oder auch nicht ....

Es muß unweigerlich ein Wissender lehren, denn er allein kann Wahrheit bieten. Und wissend kann nur der sein, der Kraftempfänger aus Gott ist. Es sind dies zuerst die Lichtwesen im geistigen Reich, die unmittelbar die Kraft aus Gott entgegennehmen, welche ist Licht und Weisheit. Diese nun leiten sie weiter an alle Wesen, die aufnahmewillig und -würdig sind .... sowohl im geistigen Reich als auch auf Erden. Und so wird immer das rechte Wissen, die reine Wahrheit, von Gott ausgehen, also bei Ihm seinen Ursprung haben, und durchflutet von jenem Licht und Wissen werden immer die Wesen sein, die Gott-zugewandten Willens und Denkens sind, und also auch die Menschen auf Erden, die, in innigster Verbindung mit Gott stehend durch Liebeswirken und Gebet, von Ihm direkt oder durch Seine Boten das geistige Wissen zugeleitet bekommen.

Und diese sollt ihr hören, so strittige Fragen aufgeworfen werden, denn diese allein werden wahrheitsgemäß Antwort geben können. Jedoch das Verstandesdenken prüfet ernstlich, dem Herzdenken aber gebet den Vorzug .... Was der Mensch durch Prüfen und Grübeln rein verstandesmäßig zu ergründen sucht, das wird er niemals restlos zu klären vermögen, läßt er aber die Stimme des Herzens sprechen, läßt er sich von seinem Gefühl lenken, dann kommt er der Wahrheit erheblich näher, denn durch das Herz spricht Gott. Doch zur Bestätigung dessen, was das Herz derer kündet, die ernstlich nach der Wahrheit streben, gibt Gott Sich offensichtlich kund durch ein Werkzeug, um den Glaubenswilligen zu Hilfe zu kommen, die Wahrheit zu erkennen. Und durch diese Werkzeuge gibt Er Aufschluß über strittige Fragen, so sich das Verstandesdenken schon zu weit von der Wahrheit entfernt hat.

sUnd verständlicherweise müssen nun diese Werkzeuge tätig sein für Ihn, indem sie in der Welt zu verbreiten suchen, was ihnen aus dem geistigen Reich, von Gott unmittelbar oder durch Seine Boten, zugeht. Denn dies ist ihre Erdenaufgabe, sowie Gott sie erwählet hat, als Mittler zwischen Sich und den Menschen zu dienen .... Gottes Wille wird es niemals sein, daß die Menschheit im Irrtum wandle, und Er hilft ihr ständig, so sie selbst nicht fähig ist, Wahrheit und Irrtum zu unterscheiden. Die Wahrheit aber geht nur von Gott aus, und also kann sie auch nur dort sein, wo Gott tätig sein kann, wo Liebeswirken die Nähe und das Wirken Gottes zulassen und der Wille zur Wahrheit vorhanden ist .... Denen gibt Gott in Fülle die lichtvollsten Aufklärungen, und diese sollt ihr hören ....

Amen

 
 
 

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