Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 3527 27.u.28.8.1945

Wunder der Schöpfung ....
Sprache Gottes ....

Die Wunder der Schöpfung bezeugen Gottes Liebe, Weisheit und Allmacht, und doch genügen sie den Menschen nicht zum Glauben an Ihn, ansonsten die Menschheit nicht so glaubenslos dahinleben könnte. Gott gibt ihr einen Beweis Seiner Existenz, den die Menschen aber nicht gelten lassen wollen .... Sie schließen nicht von der Schöpfung auf den Schöpfer des Himmels und der Erde, sondern sie bleiben völlig unbeeindruckt von jener, sie lassen die Schöpfung nicht zu sich sprechen, sie machen sie nicht zum Inhalt ihrer Gedanken und gewinnen darum niemals den Glauben an Gott, weil sie ihn nicht zu gewinnen trachten. Und sie könnten so leicht zum überzeugten Glauben gelangen, wenn sie sich mit den Wundern der Schöpfung befassen würden, denn Gott Selbst spricht durch sie, und Seine Sprache ist leicht zu verstehen für den willigen, suchenden Menschen, der nach Wahrheit verlangt.

Alle Schöpfungswerke atmen Gottes Liebe, nichts ist zweck- oder sinnlos entstanden, und die Bestimmung eines jeden Schöpfungswerkes ist immer das Bestehen oder die Erhaltung anderer Schöpfungswerke, in denen wieder Seine Liebe zum Ausdruck kommt. Und jegliche Bestimmung ist weisheitsvoll bedacht .... jedes Werk läßt Gottes Allmacht erkennen, und die eingehenden Betrachtungen der Schöpfungswerke müßten zum überzeugten Glauben führen, sowie der Mensch sich in Gedanken damit befassen möchte.

Doch der ungläubige Mensch sucht nicht nach Beweisen, weil er nicht nach der Wahrheit verlangt und sucht. Er könnte jederzeit den Beweis für die Existenz eines liebenden, weisen und allmächtigen Gottes sich verschaffen, doch er will nicht glauben, und er kann den Glauben folglich auch nicht gewinnen, weil der Wille vorerst tätig geworden sein muß, weil der Mensch erst die Wahrheit anstreben muß, ehe er Gott erkennt. Er geht blind an den Wundern der Schöpfung vorüber, und also sagen sie ihm nichts, und er bleibt glaubenslos .... (28.8.1945) Und ihm ist auch schwerlich ein anderer Beweis zu geben, der ihn zum Glauben führen könnte an einen Gott der Liebe, Weisheit und Allmacht.

Die Schöpfung in ihrer Vielseitigkeit steht ihm täglich vor Augen, er selbst steht mitten darin und ist gleichfalls eines der Wunder göttlicher Schöpfung, und in ihm müßte stets die Frage auftauchen: Wer hat alles, was ich sehe, entstehen lassen? .... Und es würde sich an diese Frage eine Kette von Gedanken angliedern, die ihn stutzig werden lassen, so er bei ihnen ernstlich verharrt. Einen Schöpfer abzulehnen, Ihn zu verneinen, wäre ihm dann nicht mehr möglich, weil ihm dies gedanklich sofort widerlegt würde von Kräften des geistigen Reiches, die sich bemühen, ihm helles Licht zu geben, sowie er danach verlangt. Nur der ernstliche Wille nach Wahrheit wird gefordert, dann gehen ihm die Belehrungen gedanklich zu, die der Wahrheit voll und ganz entsprechen .... Dieser Wille aber fehlt dem Menschen, den die Schöpfungswerke gleichgültig lassen, und ohne diesen Willen wird er auch nie zum Glauben gelangen.

Weltwissen steht mit den dem Menschen vermittelten Glaubenslehren im Widerspruch und letztere bleiben so lange ohne Eindruck, wie der Mensch nicht im Verlangen nach der Wahrheit steht. Das Verlangen nach der Wahrheit findet aber nicht Befriedigung im Weltwissen, dem gleichgültig der Wahrheit Gegenüberstehenden aber bedeutet das Weltwissen alles, und aus ihm schöpft er Beweise gegen den Glauben an einen Gott als Schöpfer und Erhalter aller Dinge. Er wird irregeleitet durch die Kräfte, die im Kampf liegen mit der ewigen Wahrheit, und daß deren Lehren Anklang finden bei ihm, liegt lediglich an seinem Willen, der ebenfalls der ewigen Wahrheit Widerstand leistet. Er sieht und hört nichts, was ihm Gottes Größe kundtut, er spürt nicht Seine Liebe und ersieht sie auch nicht in der Schöpfung, und also versteht er auch nicht die Sprache Gottes, weil er sich ihr selbst verschließt. Und er bleibt ohne Glauben, denn der Glaube setzt als erstes den Willen dazu voraus.

Solange ihm der Wille mangelt, ist er noch der Macht zugehörig, die ihn werden ließ unter Nutzung der Kraft aus Gott. Jenen kennt er an, Gott aber will er nicht anerkennen, er befindet sich noch im Stadium vollster Unkenntnis, jedoch aus eigener Schuld, denn überall steht ihm die Gelegenheit zu, den Zustand der Unkenntnis zu wandeln, aus dem geistigen Dunkel ins Licht zu treten, doch er nützet sie nicht. Die Schöpfung aber ist wie ein offenes Buch, in dem jeder lesen kann und dessen Inhalt ihm auch verständlich wird, so er begierig nach der Wahrheit den Inhalt aufnimmt .... Dann spricht Gott zu ihm, und er wird Seine Sprache verstehen, er wird glauben lernen an Gott als höchst vollkommenes Wesen, Das in übergroßer Liebe tätig ist, um Seine Geschöpfe zu beglücken, und Das Sich auch jedem Menschen zu erkennen geben will ....

Amen

 
 
 

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