Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 3963 26.1.1947

Richtung des Denkens und Wollens der Seele ....
Geist oder Körper ....

Je geringeren Widerstand die Seele dem Geist in sich entgegensetzt, desto offensichtlicher kann er sich äußern, und desto vernehmlicher ist seine Stimme dem Menschen, denn dann bestimmt die Seele auch die körperlichen Sinne und Organe zu ihren Funktionen, die dann dem Einfluß des Geistes entsprechen. Also muß das Denken und Wollen des Menschen sich vorerst auf das Innenleben beziehen, auf daß der Geist im Menschen wirksam werden kann. Und so kann vom Geist Gottes niemals ein Mensch erfüllt sein, dessen Denken und Wollen vorwiegend der Erhaltung und dem Wohlleben des Körpers gilt. Denn dann vermag weder die Seele die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen, noch könnte sie den Verstandesorganen geistiges Gut vermitteln, da dieser dazu gleichfalls aufnahmeunfähig wäre.

Und so ist der ernste Wille, vom Geist in sich belehrt zu werden, erste Voraussetzung, daß er sich äußert, denn der Wille geht von der Seele aus und kann dem Geist oder dem Körper gelten. Und der Wille bestimmt die Gedanken, die jedoch dann vom Geist im Menschen ausgehen, sowie diesem das Wirken möglich gemacht worden ist. Dann aber kann der Mensch sich völlig seinem Einfluß überlassen, er wird stets recht denken und handeln, so er die Bedingung erfüllt, die das Wirken des Geistes zulassen. Erstmalig also muß das Denken und Wollen des Menschen auf sein Innenleben gerichtet sein, er muß die Seele bedenken wollen und nicht den Körper ....

Ferner muß er sich klar sein darüber, daß er eine Aufgabe zu erfüllen hat auf Erden, er muß sich klar sein, daß er das göttliche Liebegebot sich zur Richtschnur seines Lebenswandels machen muß, um den Willen Gottes zu erfüllen; er muß ferner nach reinster Wahrheit Verlangen tragen und solche innerlich suchen .... er muß horchen nach innen, was Gott als der Geber der Wahrheit ihm durch Seinen Geist vermittelt. Er muß bitten um Seine liebevolle Belehrung, ansonsten ihm die köstlichste Gabe Gottes vorenthalten wird, weil er sie nicht entsprechend würdigt.

Und also muß die Seele ständig arbeiten an sich, d.h. ihr Denken, Fühlen und Wollen ganz dem Willen Gottes anpassen und so sich zum Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes gestalten, der dann unbeschränkt wirken kann in ihm. Der Vorgang an sich ist eine Kraftübertragung aus dem geistigen Reich, d.h., Gott Selbst leitet Seine Ausstrahlung in das Herz des Menschen, der also nun Göttliches in sich birgt, das in Erscheinung treten muß, in Form von Wissen, von tiefster Weisheit, also lichtvollster Erkenntnis.

Der Zustand des Wissens ist schon eine Angleichung an die ewige Gottheit, Die in Sich pur Licht und Kraft ist. Menschen, in denen der göttliche Geist wirken kann, werden stets lichtumflossen sein, doch nur dem geistig zu schauen Vermögenden erkenntlich, während das körperliche Auge nichts Sonderliches wahrnimmt, nur aus den äußerlichen Wirkungen, am vermehrten Wissen, der Mensch auf göttliches Geisteswirken schließen kann.

Ist aber ein Mensch von Licht umflossen, dann ist er auch selbst Lichtträger, er ist gleichsam im Verband stehend mit der geistigen Welt eine Kraftstation geworden, die nun wieder ihrerseits abgeben kann und also die göttliche Ausstrahlung weiterleitet dorthin, wo sie ohne Widerstand aufgenommen wird .... Jede Kraft- und Lichtzuleitung benötigt die Willigkeit des Empfangenden. Der geringste Widerstand jedoch verhindert sie, Widerstand aber wird durch Denken und Wollen entgegengesetzt .... durch ein Abwenden der Seele vom Geist in ihr und ein Zuwenden zum Körper, d.h. ein Eingehen auf dessen Wünsche und Begierden.

Dann einet sich die Seele mit dem Körper, anstatt ihrer Aufgabe gemäß die Vereinigung mit dem Geist in sich herzustellen, der dann für eine völlige Vereinigung mit dem Vatergeist von Ewigkeit Sorge trägt. Also wird es der Seele anheimgestellt, nach welcher Richtung sie sich wendet; von seiten des Geistes findet sie stets Unterstützung, von seiten des Körpers jedoch niemals. Dieser fordert ständig, während jener gibt und als einzige Gegenleistung Aufgeben des Widerstandes fordert, um ungehindert wirken zu können, d.h., seinen Einfluß auf die Seele voll und ganz zur Geltung zu bringen ....

Gelingt es der Seele mit Hilfe des Geistes auch den Körper ihren Wünschen geneigt zu machen, so ist auch die Vergeistigung des Körpers gewährleistet, d.h., seine materiellen Substanzen treten gleichfalls in den Zustand ein, der Lichtdurchstrahlung zuläßt, jeglicher Widerstand ist aufgegeben, und es hat dies zur Folge, daß die Seele in aller Klarheit des Geistes Stimme in sich vernimmt und sie auch dem körperlichen Ohr vernehmbar wiedergeben kann, daß also der Mensch die göttliche Stimme tönend in sich vernimmt und im hellsten Licht steht, d.h. von tiefstem Wissen erfüllt ist, weil Gottes Liebekraft in aller Fülle ihn durchströmt, weil die Vereinigung des Geistes im Menschen mit dem Vatergeist von Ewigkeit stattgefunden hat und die Seele ausgereift ist und als Lichtwesen eingehen kann in das geistige Reich zu ungeahnter Seligkeit ....

Amen

 
 
 

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