Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 4610 9.4.1949

Verpflichtung derer, die das Wort Gottes empfangen ....

Die Pflicht, sich einzusetzen für das, was sichtlich göttliches Geistesgut ist, hat jeder Mensch, der dieses erst einmal als wahr erkannt hat, ansonsten er unwürdig ist, das Brot des Himmels zu empfangen, so er die köstliche Gabe nicht achtet und nicht bewertet als das, was sie ist. Wird durch Gottes große Liebe einem Menschen das göttliche Wort dargeboten, dann ist das ein Barmherzigkeitsakt von größter Bedeutung, dann ergießt sich ein Gnadenstrom über den Menschen, für den dieser nicht dankbar genug sein kann, denn der Weg nach oben wird dadurch leicht gangbar, er wird hell erleuchtet und ist also leichter zu beschreiten und zum Ziel führend. Es ist also eine außergewöhnliche Vergünstigung, die Gott dem Menschen gewährt, weil Er in ihm die Fähigkeit erkennt, mit den ihm nun vermittelten Gaben zu arbeiten nach dem Willen Gottes.

Nur steht dies seinem Willen frei, wie er die Gnadengabe von oben nützet, weil niemals ein Zwang ausgeübt wird von seiten Gottes auf einen Menschen, jedoch ihm alle Möglichkeiten erschlossen werden, dem göttlichen Willen gehorsam zu sein. Mit der Entgegennahme des Gnadengeschenkes tritt er also gewissermaßen auch eine Verpflichtung an .... die der rechten Verwertung dessen, was die Liebe Gottes ihm darreicht. Er muß also etwas gegengeben, (10.4.1949) seine Bereitwilligkeit, das, was er empfängt, auszutragen zu den Mitmenschen, er muß seinen Willen und seine Kraft gegengeben, um die Verbreitung des Geistesgutes zu fördern. Er muß unausgesetzt tätig sein als Arbeiter im Weinberg des Herrn. Dann erst erweiset er sich als würdig jener Vergünstigungen und wird gesegnet sein auf Erden und auch im Jenseits.

Es ist nun ein schweres Beginnen, Menschen, die nur materiell gesinnt sind, diese Gaben vermitteln zu wollen, wie es überhaupt eine Arbeit ist, die Liebe, Geduld und Ausdauer erfordert, soll sie Erfolg eintragen. Und darum benötigt der Arbeiter für das Reich Gottes auch erhöhte Kraftzuwendung, auf daß er nicht müde und nachlässig werde in seiner Tätigkeit. Es muß also fürs erste sich selbst an das göttliche Wort halten, er muß sich selbst am Brot des Himmels sättigen, um Kraft für seinen Erdenweg entgegenzunehmen und überhaupt für das, was er den Mitmenschen bringt, einzutreten.

Denn sowie er sich ernsthaft einsetzet für das Reich Gottes, wird er auch feindlichen Widerstand zu erwarten haben, und für diesen muß er gewappnet sein. Der Widerstand aber geht von dem aus, der wider die Wahrheit ist. Und also ist es verständlich, daß jedem ernstlich für Gott arbeitenden Menschen gegensätzliches Wissen unterbreitet wird, daß die Lüge und der Irrtum sich dort offensichtlich zeigen wird, wo die Wahrheit aus Gott vertreten wird. Und nun setzet der Kampf ein zwischen Licht und Finsternis .... Ein guter Arbeiter im Weinberg des Herrn wird diesem Kampf jederzeit gewachsen sein, weil er Erkenntniskraft besitzet und klare Urteilsfähigkeit. Dennoch wird er arg bedrängt werden und nur im Wort selbst Stütze und Kraft zum Widerstand finden und entgegennehmen.

Und darum muß er selbst ständig die himmlische Nahrung entgegennehmen, weil er nur dann den feindlichen Angriffen standhalten kann. Also ist auch dies eine Verpflichtung, selbst das köstliche Liebesgeschenk Gottes so oft als möglich auszuwerten, an sich wirken zu lassen und sich von der Kraft, die das Wort Gottes ausströmt, ständig durchstrahlen zu lassen, um nun auch für die von ihm selbst gewählte Aufgabe tauglich zu sein und zu bleiben, um Widerstand leisten zu können, wenn der Feind mehr und mehr vorgehen wird gegen die Zuleitung der reinen Wahrheit von oben. Denn sein Ziel ist, das Licht zu verlöschen und die Menschen in größte Dunkelheit versinken zu lassen, um sie ganz für sich zu gewinnen. Gott aber steht jedem bei, der Ihm dienen will, und stärket ihn mit Seiner Kraft und Seiner Gnade durch immerwährende Zuleitung Seines Wortes ....

Amen

 
 
 

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