Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 0412 12.5.1938

Kreislauf der Dinge ....
Rhythmus ....
Dreimal Sonnen-Wirkung ....

Zu den Sonderheiten des Tages gehört auch das wechselvolle und umfangreiche .... dabei äußerst geregelte Wirken der Naturkräfte sowohl auf die Menschen als auch auf die Tierwelt .... Es ist ein vom göttlichen Willen vorbestimmter Kreislauf aller Dinge als Grundlage vorgezeichnet .... demzufolge nun ein jedes Wesen immer gleichen Geschehnissen unterworfen ist und sich alles von selbst regelt .... was den Menschen von großem Trost wäre, hätten sie darauf nur ein wenig ihr Augenmerk gerichtet .... So, wie sich alles im Weltall einem gewissen Rhythmus unterzieht, so sind auch alle Geschehnisse im Leben vom gleichen Rhythmus beseelt, so daß ein unverkennbares Walten der ewigen Gottheit schon daraus zu ersehen ist.

Wenngleich ihr allem eurem Handeln aus freiem Willen heraus nachkommt, so ist doch eine gewisse Gesetzmäßigkeit immer zu erkennen .... und wiederholt sich immer das gleiche in gewissen Zeitabständen, ganz offensichtlich und mitunter auch verborgen, doch dem darüber nachdenkenden Menschen klar ersichtlich. Ob im Kleinen oder im Großen .... allem liegt die göttliche Ordnung zugrunde, daher es selbstverständlich ist, daß um das kleinste Weltgeschehen die ewige Gottheit weiß und jedes Geschehen wieder zur Entwicklung des Ganzen notwendig ist ....

Würde der Mensch das ganze Naturleben in diesem Sinne betrachten, dann könnte er gar nicht umhin, von der alles lenkenden und weise regierenden Gottheit Notiz zu nehmen .... denn kein noch so weiser irdischer Herrscher kann ein Naturgeschehen beeinflussen .... Dies obliegt allein dem Herrscher über das Weltall, Der von ewigen Zeiten her der Natur und allem in ihr Entstehenden Seine Gesetze gegeben hat .... Dreimal des Tages ist die Wirkung der Sonne verschieden .... des Morgens, des Mittags und des Abends .... Immer von verschiedener Kraft wirkt sie auf die Lebewesen jedesmal in anderer Art ....

Sie erweckt des Morgens gleichsam alles Schlafende zum Leben .... sie richtet Blätter und Blüten, Gräser und Halme auf und versieht sie mit Kraft, das tägliche Entwicklungsstadium durchzumachen .... zu wachsen und zu gedeihen .... Zur Mittagszeit ist die Kraft der Sonne so vermehrt, daß sie belebend wirkt auf alle Kreatur, sofern diese noch im Wachstum begriffen ist. Sie treibt dann alles an zur höchsten Tätigkeit und fördert so wiederum das Entwickeln aller Lebewesen auf Erden .... Doch gegen Abend ist ihr Schein schon überaus milde .... wohltätig alles berührend und von gemildeter Leucht- und Wärmekraft. Und doch ist auch dieser langsame Rückgang ihrer Tätigkeit weise eingerichtet, um den Übergang aus der Hitze des Tages in die Kühle der Nacht nicht so unvermittelt empfinden zu lassen alles, was da lebt auf Erden.

Ebenso muß der Mensch in seinem so geordneten, nach Gottes Weisheit und Willen gerichteten Kreislauf aller Dinge sich bewegen, und diese regelmäßigen Wiederholungen aller Geschehnisse sind die Fingerzeige auf das Walten der ewigen Gottheit und ein Hinweis darauf, daß der Mensch also ein eingefügtes Glied ist in der durch alle Ewigkeiten hindurchgeleiteten Kette, vom göttlichen Meister Selbst geschmiedet.

Amen

 
 
 

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