Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 2157 19.11.1941

Vereinigung von Seele und Geist durch Liebetätigkeit ....

Die Kraft, die euch Gott vermittelt durch Sein Wort, spüret ihr weniger körperlich, und dennoch werdet ihr frei werden, denn die Fesseln der Seele werden dadurch gesprengt, und sie wird fähig, die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen. Unausgesetzt sollt ihr ringen und bitten um die Kraftzuwendung, und darum empfindet der Körper diese nicht, auf daß der Mensch nicht nachlässig werde im Streben. Erbittet er sich die Kraft von Gott, so wird er unweigerlich damit bedacht, und es kann niemals rückschrittlich sich gestalten, wer die Kraft aus Gott anfordert. Denn vergeblich wird Gott keinen Menschen bitten lassen um eine Gabe, die der Seele zum Vorteil gereicht. Geht euch Menschen die Kraft aus Gott zu in Form Seines Wortes, so ist auch der Geist in euch erwacht und kann sich der Seele verständlich machen, d.h., die Seele ist fähig, die Belehrungen des Geistes entgegenzunehmen. Sie ist also schon in einer gewissen Freiheit und nützet diese Freiheit zum Anschluß an den Geist, der sich gleichfalls mit ihr vereinigen will. Erst wenn die Seele mit dem Geist vereinigt ist, hat sie den Reifegrad erreicht, der ein lichtvolles Jenseits zur Folge hat.

Seele und Geist waren bei Beginn der Verkörperung nicht verbunden. Es wußte die Seele nichts von dem göttlichen Funken, den sie in sich barg. Erst durch die Liebetätigkeit ward es ihr bewußt, weil sich nun erst der Geist äußerte. Ziel und Zweck des Erdenlebens ist die Vereinigung von Seele und Geist .... was nur durch die Liebe erreicht werden kann. Liebetätigkeit trägt der Seele Kraft ein, also kann sie das Wirken des Geistes spüren .... sie kann dessen Belehrungen entgegennehmen, sie faßt die Weisheiten, die ihr vermittelt werden und kann sie daher auch weitergeben.

Dies alles benötigt Kraft, die sie von Gott anfordern kann durch inniges Gebet oder sich selbst erwirbt durch ständiges Liebeswirken, durch welches sie gleichfalls die Kraft aus Gott anstrebt. Der Geist im Menschen wird stets zur Liebe antreiben, da er selbst ein göttlicher Liebesfunken ist .... Ist nun die Seele liebetätig, so schließt sie sich mit dem Liebesfunken in sich innig zusammen, und je inniger der Zusammenschluß von Seele und Geist ist, desto freier wird der Geist, der die Freiheit nützet zur Entgegennahme geistigen Gutes aus geistigen Regionen, das er nun wieder der Seele zuführt.

Und alles ist Kraft aus Gott .... Und so strömet die göttliche Kraft mit einer jeden Übermittlung geistigen Gutes dem Menschen zu. Sie bewirket, daß die Seele und der Geist sich einen und das gleiche anstreben .... den Zusammenschluß mit Gott .... Wenngleich die Bindung von Seele und Geist dem Menschen nicht spürbar zum Bewußtsein kommt, schließt auch er sich immer mehr dem Begehren des Geistes an, d.h., er hindert die Seele nicht, so sie die Verbindung mit dem Geist in sich eingehen will, und fügt sich widerstandslos ihrem Willen. Denn nun beherrscht der Geist das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen und sein Erdenleben muß nun ein Aufstieg zur Höhe sein ....

Amen

 
 
 

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