Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 2511 14.10.1942

Aufnahmebereitschaft ....

Die Aufnahmebereitschaft ist erst dann dem Willen Gottes entsprechend, wenn Körper und Seele sich dem Geist völlig überlassen, wenn also der Körper gänzlich unbeachtet bleibt von der Seele oder auch der Körper das gleiche will wie die Seele .... nur die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen. Je weniger der Körper die Seele hindert, desto klarer vernimmt die Seele, was ihr der Geist vermitteln will. Dann versucht die Seele, sich mit dem Geist zu einigen. Diese Bindung ist unvergleichlich wertvoll, es ist gewissermaßen die Seele frei, sie ist nicht mehr gefesselt durch ihren Körper, sondern ihrer eigentlichen Bestimmung näher .... sie lebt im geistigen Reich, obwohl sie noch auf Erden weilt. Und es ist der Körper in dieser Zeit völlig untätig, bis die Seele ihn wieder belebt.

Sowie der Mensch diesen Grad der Aufnahmebereitschaft herstellen kann, wird es ihm ein leichtes sein, geistige Botschaften entgegenzunehmen und auch einen Blick zu tun in das Reich, das des Geistes Heimat ist. Und um diesen Grad zu erreichen, bedarf es nur des innigsten Gebetes zu Gott und der völligen Hingabe an Ihn, vorausgesetzt, daß das Leben des Aufnehmenden ein uneigennütziges Liebeswirken ist. Dann erlebt der Mensch eine Veränderung an sich, er fühlt sich der Erde enthoben, er wird von Gott erfaßt, und es gibt der Körper jeden Widerstand auf, er beugt sich unter den Willen der Seele, die dem Geist zustrebt, und bedeutet also kein Hindernis mehr für jene.

Oft ist diese Verbindung nur mit größter Überwindung seiner selbst herzustellen, es drängt die Seele noch nicht restlos dem Geist in sich entgegen, sie läßt sich von dem Körper noch beeinflussen, d.h., sie achtet noch zu sehr auf dessen Verlangen .... sie ist noch nicht so zur Aufnahme der Botschaften des Geistes bereit, wie es erforderlich ist, um diese mühelos entgegenzunehmen. Und dann muß die Seele ringen um Festigkeit und Ausdauer, sie muß gegen ihren Körper ankämpfen, sie muß auch das Verstandesdenken ausschalten und sich nur von der Stimme des Herzens dirigieren lassen, sie muß die Welt vergessen können, um im geistigen Reich sich wiederzufinden .... Und sie muß diesen Flug zur Höhe oft üben, um sich jederzeit befreien zu können aus ihrer körperlichen Hülle, um jederzeit die Stimme in sich vernehmen zu können, um kostbare Botschaften aus dem geistigen Reich zu empfangen ....

(14.10.1942) Wenn die Seele die Stimme des Geistes in sich nicht zu hören vermag, so ist ihre Vorbereitung entweder nicht dem göttlichen Willen gemäß, d.h., die Seele kann sich nicht völlig trennen von der Erde und dem, was irdisch ist, oder der Geist kann sich ihr gegenüber nicht äußern, weil ihre Fähigkeit zu hören noch nicht ausgebildet ist. Und letzteres ist der Fall, so die Seele sich noch nicht zur Liebe gewandelt hat. Dann wird es stumm bleiben in ihr, so sie horchet, denn die Stimme des Geistes klingt so fein, daß jeglicher Mißton, der in einer noch unreifen Seele klingt, diese Stimme übertönt. Es muß die Seele die Hülle um sich zersprengt haben, was ein Gott-gefälliger Lebenswandel zuwege bringt. Dann kann sie den feinsten Ton in sich vernehmen und folglich auch dem Verstand zuleiten, ihn also als Mensch wiedergeben.

In jedem Menschen sind göttliche Weisheiten verborgen, d.h., in jedem Menschen schlummert der göttliche Geistesfunke, der, weil er ein Teil der ewigen Gottheit ist, auch in die göttliche Weisheit eindringen und diese dem Menschen vermitteln kann. Ob aber die Seele sich empfangsfähig dafür macht, was ihr der Geist vermitteln will, das hängt vom Willen des Menschen ab, ob er sich formt durch Liebeswirken. Es muß der Mensch also horchen wollen und horchen können .... Er muß sich bereit erklären zur Entgegennahme der Botschaften von oben, er muß aber auch von Gott für würdig befunden werden, mit geistigen Botschaften bedacht zu werden .... Also kann wohl ein jeder Mensch das göttliche Geisteswirken anstreben, also danach verlangen, er muß aber gleichzeitig die Bedingungen erfüllen, die zum Wirken des Geistes gestellt werden.

Es ist das Wirken des Gottesgeistes wohl eine Gnadengabe, dennoch geht sie dem Menschen nicht ohne dessen Würdigkeit und Gott-zugewandten Willen zu. Sowie das Wirken des Gottesgeistes nachzulassen beginnt, liegt dies lediglich an dem Menschen, der in seinem geistigen Streben nachläßt oder er mit der Welt zu eng verbunden ist, die seinem Höhenflug hinderlich ist. Im göttlichen Willen liegt es, daß der Mensch ständig ringt, daß er nicht nachlässig wird im Streben nach Ihm. Und darum werden ihm Hindernisse oft den Weg unpassierbar machen, und er muß dann mit erhöhter Kraftanstrengung diese Hindernisse zu überwinden suchen, er muß, so ihm die Kraft dazu mangelt, beten um Kraft; er muß sich inniger und öfter mit Gott verbinden in Gedanken, er muß Ihm seine Not vortragen und in gläubiger Zuversicht Seiner Hilfe entgegensehen.

Gott fordert einen starken Glauben, einen Glauben, der niemals wankt, wenngleich die Versuchungen an ihn herantreten .... Die Zuversicht auf Gottes Hilfe soll so stark sein, daß nichts imstande ist, den Menschen sorgend und ängstlich in die Zukunft sehen zu lassen .... Gottes Liebe und Gottes Allmacht sollen dem Menschen immer vor Augen stehen, dessen Glaube zu wanken beginnt. Und ein so tief gläubiger Mensch wird auch geeignet sein, Gottes Geistesgaben in Empfang zu nehmen; er wird die Welt verachten und ein Leben führen in engster Gottverbundenheit, und sein Geist wird sich der Seele kundgeben, wo und wann sie es begehrt ....

Amen

 
 
 

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