Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 5410 12.6.1952

Unterstellen des Willens unter Gottes Willen ....

Ein restloses Unterstellen des Willens unter den Meinen sichert euch Menschen auch das Erreichen des Zieles auf Erden, den Reifegrad der Seele, der ein ewiges Leben verbürgt. Denn so ihr willig seid, gemäß Meiner Ordnung von Ewigkeit zu leben, fügt ihr euch in Meinen Willen ein, und fortan seid ihr nicht mehr gegnerisch eingestellt, sondern ihr suchet die Verbindung mit Mir. Das Unterstellen eures Willens unter den Meinen aber geschieht in der Weise, daß ihr Mich erstmalig anerkennt als Den, Dessen Wille mächtiger ist, und ihr nun euch in allem diesem mächtigen Willen unterordnet, also das gleiche wollet, was Ich will, und ihr nun bewußt lebet mit dem Vorsatz, ständig das zu tun, was in göttlicher Ordnung, also von Mir gewollt, ist .... Dann lebet ihr mit Mir, und ihr lasset dann Mich auf euch einwirken, ihr wehret euch nicht, ihr lasset euch führen von Mir und stehet also nun auch unter Meiner Führung ....

Der Wille, sich Mir voll und ganz zu unterordnen, wird von Mir gewertet, und daß ihr nun nicht mehr rückfallet, dafür sorgt Meine Vaterliebe, die gar mächtige Kraft hat und euch nicht mehr fallenlässet. Wer aber sich Mir unterordnen will, der muß nun achten auf alles, was ihm begegnet .... Denn Mein Wille wird nun offensichtlich rege, um ihn zu veranlassen, gleichen Willens mit Mir zu sein und zu bleiben .... Er muß wissen, daß nichts geschieht, was nicht zu seiner Aufwärtsentwicklung dienen könnte; er darf nichts als willkürlich ansehen, er soll Mich Selbst in allem erkennen, was ihm begegnet, und nun stets sich so verhalten, daß es Meinem Willen entspricht, also nicht wider Meine ewige Ordnung, wider die Liebe gerichtet ist, die Meiner ewigen Ordnung zugrunde liegt. Und nun wisset ihr auch, was Mein Wille ist .... das Erdenleben zu führen in Liebe zu Mir und zum Nächsten ....

So ihr also die Liebe übet, unterstellet ihr schon euren Willen unter den Meinen, und so ihr euch mehr und mehr zur Liebe gestaltet, geht euer Wille völlig in den Meinen ein. Euer Denken und Wollen wird nicht anders mehr sein können als gut, weil euer Wille nun auch der Meine ist, sowie die Liebe als göttliches Prinzip in euch ist, sowie durch die Liebe die Bindung mit Mir hergestellt ist, die nun keinen gegensätzlichen Willen mehr zuläßt .... Das Wollen ohne Liebe wird mehr vom Verstand gelenkt, wo aber die Liebe ist, dort lenkt das Herz den Willen, und dieses vermittelt Meinen Willen sowie auch die Kraft, den Willen zur Tat werden zu lassen.

Das bewußte Unterstellen des Willens wird jedoch immer erst die Folge sein eines Glaubens an den Gott und Schöpfer von Ewigkeit, Der voller Liebe, Weisheit und Macht ist .... Erst dieser Glaube wandelt den zuvor widersetzlichen Willen, und es gibt sich der Mensch dem von ihm erkannten vollkommensten Wesen zu eigen .... es will das Geistige nicht mehr getrennt sein von Ihm, sondern es verlangt nach Vereinigung, es strebt zuerst unbewußt und dann bewußt seinen Urzustand wieder an, in dem es gleichen Willens war mit Mir, so lange, bis ein Gegenwille sich einschaltete, dem jenes Geistige aus freiem Willen zum Opfer fiel ....

Der Gegenwille aber machte das Wesen elend, und er trieb es an, wider die göttliche Ordnung zu denken und zu handeln, und bereitete ihm einen glücklosen Zustand, einen Zustand ohne Licht und Kraft, der nur behoben werden kann durch eine bewußte Rückkehr zur göttlichen Ordnung, durch ein Einfügen des Willens in den Meinen, der dann auch wieder das Urverhältnis des Wesens zu Mir herstellt und ihm Glück und Seligkeit, Licht und Kraft in aller Fülle einträgt und ihn das Ziel erreichen lässet, das ihm für das Erdenleben gesteckt ist ....

Amen

 
 
 

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