Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 6371 5.10.1955

Kraft des Wortes auf die Seelen im Jenseits ....

In welcher Not sich die Seelen befinden im geistigen Reich, so sie auf Erden nicht zum Licht der Erkenntnis gelangt sind, das könnt ihr Menschen euch nicht vorstellen .... Es ist ein Empfindungszustand, der unsägliche Qualen ihnen bereitet und der sich je nach ihrer Wesensart auswirkt .... daß die Seelen sich aufbäumen vor Empörung gegen ihr Los und Den, Der es ihnen auferlegt hat, und sie darum stets tiefer sinken und in immer größere Not geraten .... oder daß sie stumm und verzweifelt sich treiben lassen, daß sie umherirren und einen Ausweg zu finden hoffen und dann auch diesen finden können, wenn sie sich führen lassen, so ihnen ein Wesen die Führung anbietet ....

Es ist die Dunkelheit, die alle Seelen unsagbar quält, weil sie wissen, was Licht bedeutet, weil sie die Erinnerung an das Licht im Erdenleben noch nicht verloren haben. Doch je weiter eine Seele absinkt, desto haßerfüllter ist sie nun gegen das Licht, das ihr versagt ist .... bis zuletzt sogar Lichtstrahlen sie quälen, wenn sie davon berührt werden, und sie nun das Licht fliehen, was jedoch einen so tiefen Fall verrät, daß für jene Seelen nicht genug Fürbitte getan werden kann, um sie zu erlösen. Licht ist alles im geistigen Reich, Licht ist Seligkeit, Beendigung aller Qualen, Licht ist ein Beweis der Annäherung an Gott, und wo Licht ist, dort hat die Gegenmacht verloren.

Und so ihr Menschen euch nun vorhaltet, daß jenes Wort, das als Liebeausstrahlung Gottes euch zufließt, Licht bedeutet, das ihr diesen in Not befindlichen Seelen zuwenden könnet .... wenn ihr bedenket, daß ihr durch das göttliche Wort die Möglichkeit habt, die quälende Dunkelheit von den Seelen zu nehmen, ihnen ein Licht anzuzünden, und ihr also sie von den Qualen befreien könnet .... wenn ihr bedenket, daß ihr Licht in Fülle besitzet und dieses Licht hinausstrahlen lassen könnet in dunkle Bereiche .... wo jeder Lichtfunke erblickt wird, wie die Seelen jedem Lichtstrahl .... und sei er noch so schwach .... verlangend zueilen, dann solltet ihr nicht versäumen, jenen Seelen in der Dunkelheit zu helfen, und ihr sollet auch in liebender Fürbitte derer gedenken, die verhärtet sind und in abgrundtiefen Sphären weilen, und sie durch euer Gebet und euren liebenden Hilfswillen heranrufen, so ihr das göttliche Wort austeilet, so ihr durch eure Liebe Gott Selbst die Möglichkeit gebet, durch euren Mund die Seelen anzureden ....

Sein Wort hat eine unermeßliche Kraftwirkung, Sein Wort kann das härteste Eis zum Schmelzen bringen, Sein Wort kann das verstockteste Herz weich und nachgiebig machen, aber es kann nicht wider ihren Willen den Seelen zugeleitet werden .... Es müssen sich Mittler finden, die aus Liebe bereitwillig den Seelen Hilfe leisten möchten, die selbst als Lichtträger überall ein Licht anzünden können und also auch den umher-irrenden Seelen einen Weg aufzeigen, daß sie aus der Dunkelheit gelangen zum Licht .... Weit größer als auf Erden ist die Not im geistigen Reich, weil auf Erden sich die Menschen an Blendlichter halten und die Dunkelheit darum nicht so empfinden, wenngleich die Seele schon in tiefste geistige Dunkelheit eingehüllt ist und nun in diesem Zustand das Jenseits betritt, wo alles Irdische wegfällt, wo nichts weiter ist, als was sich die Seele selbst erworben hat im Erdenleben an geistigen Gütern .... Dann kann sich die Seele selbst nicht mehr helfen, dann ist sie auf die Hilfe anderer angewiesen, auf eure Fürbitte und Hilfe durch jenseitige Wesen, die sie aber auch erst dann annimmt, wenn sie einmal die Kraft der Fürbitte erfahren hat. Erbarmet euch dieser Seelen, und vermittelt ihnen das göttliche Wort, das allein ihnen Licht schenken und ihre Not beheben kann, wenn es aus Liebe ihnen zugeleitet wird ....

Amen

 
 
 

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