Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 5560 18.u.19.12.1952

Mußzustand ....
Freier Willensentscheid ....

Durch endlose Zeiten hindurch bewegtet ihr euch in gebundenem Zustand, euch war jede Willensfreiheit genommen, ihr unterstandet dem göttlichen Gesetz und mußtet so handeln, wie Gott es wollte, wie es laut Naturgesetz vor sich gehen mußte, um Seinem Plan von Ewigkeit zu entsprechen. Ihr waret unfrei .... denn eure Seele war in ihren einzelnen Substanzen gebunden in den Schöpfungswerken, die gesamte Schöpfung ist gewissermaßen die Fessel, die eure Seele gefangenhielt, die gesamte Schöpfung ist das gebundene Geistige, das noch in Gott-widersetzlichem Willen sich befindet und darum keine Freiheit erwarten kann so lange, bis es selbst in diesem Widerstand gegen Gott nachläßt.

Einmal aber ist für alles gebundene Geistige die Zeit gekommen, wo es sich nicht mehr im Mußzustand befindet, wo ihm eine gewisse Freiheit gewährt ist, wo es als Ich-bewußtes Einzelwesen denken, wollen und handeln kann, ohne daran gehindert zu werden, einmal ist die Zeit gekommen, wo es den freien Willen wiedererlangt hat und nun diesen freien Willen ungehindert nützen kann. Dann aber besteht die große Gefahr, daß der freie Wille falsch genützet wird .... daß der Widerstand gegen Gott wieder so stark in dem Wesen aufsteigt, daß es sich erneut von Gott abwendet, anstatt Ihm zuzustreben.

Der Gang im gebundenen Willen durch die gesamte Schöpfung war eine Folge der Abkehr von Gott, er war eine Folge des einstmals Gott geleisteten Widerstandes. Doch einmal ist dieser Gang beendet, und dann wird dem Wesen erneut die Willensfreiheit gegeben, weil es das Aufgeben seines Widerstandes gegen Gott frei aus sich heraus unter Beweis stellen soll, um dann ungeahnten Seligkeiten entgegengehen zu können. Wird aber die Willensfreiheit mißbraucht, wird erneut eine Abkehr von Gott vollzogen oder der Widerstand beibehalten, dann gibt es für dieses Wesen nur noch einen Ausweg .... wieder im Mußzustand durch die Schöpfung zu wandeln, auf daß der Widerstand endlich gebrochen werde ....

Die freie Willensentscheidung muß jedes Wesen einmal ablegen, und zwar im Stadium als Mensch, da es mit Verstand begabt ist und ihm durch Gottes große Liebe auch die Erkenntnis vermittelt wird, worin der recht gerichtete Wille besteht. Versagt es in dieser Erdenlebenszeit, so gibt Gott das Geistige dennoch nicht auf, doch da Er es nicht zwangsmäßig richten kann nach Seinem Willen, da Er nicht zwangsmäßig das Wesen zur Vollkommenheit zurückleiten kann, weil dies Seinem Gesetz der ewigen Ordnung widerspricht, weil etwas Göttlich-Gewesenes und wieder Göttlich-werden-Sollendes niemals ohne freien Willen zu denken ist, schafft Er ihm immer wieder neue Möglichkeiten, sein Ziel zu erreichen, doch immer im Rahmen der Gesetzmäßigkeit .... wozu auch ein sich wiederholender Gang durch die Schöpfung gehört, der das Wesenhafte so lange gebunden hält, bis sein Widerstand nachläßt, was mit Sicherheit erreicht wird, weil dem Gegner Gottes jener Einfluß auf das gebundene Wesenhafte entzogen ist ....

Über das Geistige, das in der Schöpfung gebunden ist, hat er keine Macht, und darum schreitet jenes auch mit Sicherheit zur Höhe .... Eine freie Willensentscheidung aber erfordert, daß auch die Gegenmacht das Wesen beeinflussen kann, und darum ist im Erdenleben der Mensch den Bedrängungen von seiner Seite ausgesetzt; aber gleichzeitig stehen ihm große Gnadenmittel zur Verfügung, so daß er wahrlich eine rechte Entscheidung treffen kann. Es trägt daher jeder Mensch die volle Verantwortung für seinen Willen, denn Gott tut alles in Seiner Liebe, um ihm die Entscheidung leichtzumachen.

Ein Wissen über seine Erdenaufgabe wird ihm auch unterbreitet, wohl in verschiedener Weise, doch stets so, daß er selbst Stellung dazu nehmen kann .... (19.12.1952) Er kann darüber nachdenken, kann es aber auch unterlassen, dann aber auch nicht sich entschuldigen damit, nichts über seine Erdenaufgabe gewußt zu haben, denn nur das geringste Verlangen danach wird ihm erfüllt. Niemals wird dem Menschen etwas vorenthalten, was zu einem günstigen Willensentscheid beitragen kann, doch auch niemals ein Zwang ausgeübt auf ihn.

Nach dem endlos langen Gang zuvor im Mußzustand ist die Erdenlebenszeit überaus kurz zu nennen, und doch genügt sie dazu, daß sich der Mensch entscheiden kann in der rechten Richtung, daß er zurückkehret zu Gott, Den er nun als seinen Vater von Ewigkeit erkennt, oder zurücksinkt und dem Gegner Gottes sich wieder zukehrt im freien Willen .... Und für letzteren ist es noch eine Gnade, wenn er vorzeitig abgerufen wird, damit ihn der Gegner Gottes nicht völlig in seine Gewalt bekommt. Dann kann die Seele noch im Jenseits zur Erkenntnis kommen und sich aus den Fesseln jener Gewalt befreien durch Gottes große Liebe und Erbarmung. Wer aber auch dann noch nicht die erlösende Hilfe annimmt und immer tiefer sinkt, dem wird wieder der Wille gebunden, und er muß den erneuten Gang durch die Schöpfung zurücklegen, und dies so lange, bis die Seele endlich den rechten Weg geht, bis sie sich einmal im freien Willen als Mensch entscheidet für den Vater von Ewigkeit, von Dem sie einst ihren Ausgang genommen hat ....

Amen

 
 
 

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